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356 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 127 Rezensionen

bienen, roman, bienensterben, natur, hoffnung

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

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(16)

32 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

sylt, krimi, nordsee, roman, hobbyermittler

Wir sind die Guten

Dora Heldt
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423261494
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Karl Sönnigsen, pensionierter früherer Leiter des Polizeireviers von Westerland hat kein leichtes Leben. Er kann sich nicht mit seinem Ruhestand abfinden und sucht Ablenkung. Bei seinem ältesten Freund Onno kann er auch nicht mehr dauernd auftauchen, wie es ihm beliebt, da dieser im hohen Alter doch tatsächlich noch eine neue Liebe, namens Helga gefunden hat, die auch noch bei ihm einziehen will. Auch wenn er auf dem Polizeirevier auftaucht, um eventuelle neue Fälle mit Interesse zu verfolgen, wird er von seinem Nachfolger Runge sowie Maren, der Tochter von Onno, verscheucht.

Doch Karl hat Glück, Helga bekommt einen Anruf von einer Bekannten, ihre Mieterin ist spurlos verschwunden. Sofort trommelt Karl sein SOKO-Team, bestehend aus Inge, Charlotte, Onno und Helga zusammen, mit dem er im letzten Jahr erfolgreich eine Einbruchsserie lösen konnte. Sie sammeln Informationen und begeben sich auf die Suche nach besagter vermisster Frau namens Sabine Schäfer. Zufällig kennen Charlotte und Inge die Frau, die heimlich und schwarz bei ihnen geputzt hat, was ihre Ehemänner auf keinen Fall wissen dürfen. Diese sind anderweitig heimlich auf der Suche nach Schwarzarbeitern auf der Insel. Und die Polizei hat mit einem unbekannten Toten zu tun, der am Fuß des roten Kliffs gefunden wurde. Somit sind Maren und ihre Polizeikollegen beschäftigt und Karl kann mit seiner Truppe in Ruhe auf die Suche gehen. Es kommen nach und nach neue Indizien zusammen und plötzlich wird allen klar, dass die Fälle zusammenhängen.

Dora Heldt hat mit "Wir sind die Guten" den zweiten Fall mit Karl Sönnigsen und seiner Truppe geschrieben. Sie hat mit ihrem flüssigen, klaren und humorvollen Schreibstil mich als Leserin gefangen genommen und gefesselt. Wer "Böse Leute", den ersten Fall mit Karl Sönnigsen kennt, weiß auch über die sympathischen Protagonisten aus dem ersten Fall Bescheid.

Hervorragend und einnehmend geschrieben, mit Humor und voller Spannung wird das Geschehen und die Ereignisse berichtet. Toll fand ich die authentische Darstellung der Seniorenclique, ihr Handeln, ihre Sichtweise und ihre manchmal ausschweifenden und komplizierten Erklärungen und Erläuterungen, die einem ein Schmunzeln aufs Gesicht zauberten. Karl, der sich gerne als Held der Truppe sieht, Helga die einfühlsame und verständnisvolle Frau an Onno's Seite, die sich aber auch durchsetzen kann, Inge und Charlotte, die beiden etwas sensibleren Schwägerinnen und Heinz und Walter, ihre Ehemänner, die schon etwas langsamer denkend dazugehören.

Ich habe auch den ersten Teil "Böse Leute" gelesen und muss sagen, dass mir dieser zweite Teil mit über 500 Seiten noch besser gefallen hat. Es wurden hier ausführlich und detailliert die aufregenden und weniger aufregenden Ereignisse geschildert, aber es wurde weder langweilig noch langatmig dargestellt, alles wurde so interessant und spannend erzählt und gehörte einfach dazu, um das Gesamtbild abzurunden. Es passte alles harmonisch zusammen und der dazugehörige Humor und die ansteigende Spannung rundeten diesen Krimi perfekt ab. 

Fazit:

Ein toller Krimi, mit Humor und Spannung und einem super SOKO-Seniorenteam, den man unbedingt gelesen haben sollte. Er hat mir super gefallen, mich begeistert und mir spannende und tolle Lesestunden bereitet. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall mit Karl Sönnigsen und seinem Team.
 

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

familie, geschwister, suche, finnland, zahnseide, brüde

Die Wurzel alles Guten

Miika Nousiainen , Elina Kritzokat
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 21.08.2017
ISBN 9783312010387
Genre: Romane

Rezension:

Pekka Kirnuvaara muss zum Zahnarzt. Er bemerkt sofort, dass dieser nicht nur den gleichen seltenen Nachnamen wie er trägt, sondern praktisch auch die gleiche Nase wie er hat. Auf sein Nachfragen, ob es sein kann, dass sie den gleichen Vater haben, weicht Esko der Zahnarzt aus. Doch zum Ende der Behandlung gibt Esko zu, dass sie Halbbrüder sein müssen und willigt widerstrebend ein, sich mit Pekka auf die Suche nach ihrem Vater zu machen.

Esko ist ein eigenbrödlerischer Einzelgänger, für den es nur seine Arbeit gibt und sein ganzes Interesse nur der Zahnmedizin gewidmet ist. Pekka hat es nicht ganz leicht mit ihm auf der Reise. Aber nach und nach taut Esko ein wenig auf und dann ist er sogar mehr als froh, sich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben.

Man erfährt auch einiges über Pekka, der zwei Kinder hat und eine schwierige Exfrau, die ihn immerzu ärgert und ihm das Leben schwer macht. Seine Kinder liebt er über alles und er würde zu gerne mehr Zeit mit ihnen verbringen.

Die beiden reisen um die halbe Welt. Überall, wo ihr Vater war, erfahren sie immer neue Dinge über ihn, Spuren wohin er weitergereist ist und finden auch überall neue Halbgeschwister, und sogar Tante und Onkel. Von Helsinki nach Schweden, weiter nach Thailand und schließlich bis Australien geht ihre Reise und die Suche nach ihren Wurzeln. Es wird zu einer Reise zu sich selbst, doch das bemerken die beiden erst am Ende der Reise.

Miika Nousiainen hat einen flüssigen und klaren Schreibstil. Die Protagonisten sind authentisch und sympathisch dargestellt, mit ihren eigenen Schicksalen und ihrem Macken. Somit haben fast alle ihre Ecken und Kanten, was sie noch sympathischer macht.

Die Geschichte um Pekka und Esko ist mitreißend und humorvoll zugleich geschrieben. Gefühlvoll, liebevoll, melancholisch und gleichzeitig humorvoll ist es dem Autor gelungen, mich als Leser gefangen zu nehmen und durch die Geschichte zu führen. Traurige Schicksale werden erzählt, Hoffnung und Liebe tauchen auf und am Ende ist dieser Roman eine wunderschöne Geschwistergeschichte.

Fazit:

Ein mitreißender, melancholisch-humorvoller Roman, mit einer der schönsten Geschwistergeschichten, tiefgehend und berührend geschrieben. Mir hat dieser Roman bestens gefallen, er hat mich gefesselt und berührt, einfach toll.

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(89)

138 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

paris, roman, nanny, familie, kindermord

Dann schlaf auch du

Leïla Slimani , Amelie Thoma
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 21.08.2017
ISBN 9783630875545
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte beginnt mit dem Schlimmsten, was sich Eltern vorstellen können. Die Nanny hat ihre beiden Kinder ermordet. Einfach nur entsetzlich und grausam.

Myriam und Paul sind glückliche Eltern von Mila und Adam. Doch Myriam sehnt sich danach, wieder arbeiten zu gehen, Karriere als Anwältin zu machen und wie es der Zufall will, trifft sie zufällig Patrick, einen früheren Kommilitonen wieder, der eine Kanzlei eröffnet hat. Am nächsten Tag ruft er sie an und bietet ihr an, bei ihm zu arbeiten. Myriam ist überglücklich. Doch was soll tagsüber mit ihren beiden Kindern geschehen? Sie suchen eine Nanny und es stellen sich einige Damen vor, von denen Myriam keiner ihre Kinder anvertrauen möchte. Doch dann kommt Louise. Myriam spürt sofort, sie ist perfekt, wie für ihre Familie gemacht. Louise zieht nach und nach die Fäden und macht sich unentbehrlich. Mit ihrer unterwürfigen, perfektionistischen Art kümmert sie sich nicht nur um die Kinder, sondern um den gesamten Haushalt in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Sie verbringt auch einen traumhaften Urlaub mit der Familie in Griechenland und möchte am liebsten Tag und Nacht bei ihnen sein.

Es wird im Rückblick von ihrem Ehemann Jaques und ihrer Tochter Stephanié erzählt, Jaques ist gestorben, ihre Tochter verschwunden, sie hat keinen Kontakt mehr zu ihr. Außerdem kommt langsam ans Licht, dass Louise überhaupt nicht mit Geld  umgehen kann, keine Steuern zahlt, mit der Miete im Rückstand ist, anscheinend geht es um alte Schulden von Jaques, doch Louise hat keine Ahnung von solchen Dingen und öffnet Umschläge nicht, die per Post an sie gesendet werden. So kommt es, dass sie aus ihrem Einzimmerappartement ausziehen muss und auch ansonsten sich ihr Gesamtzustand verschlechtert. Sie war schon einmal im Hospital wegen affektiver Störungen. Und es scheint, als wenn diese wieder aufkommen. Sie hat wirre Gedanken, kranke Gedanken und driftet immer mehr in negative Empfindungen ab. Sie hat sich wahnhaft in die Idee hineingesteigert, dass Myriam noch ein Baby bekommen soll, damit Louise für sie ganz unentbehrlich wird.

Leila Slimani hat mit ihrem besonderen, ausdrucksstarken und flüssigen Schreibstil mich als Leser sehr beeindruckt. Die Geschichte um Louise ist wirklich schlimm. Eine scheinbar starke Frau, die immer Haltung bewahrt, den Schein wahrt und sich niemals hinter die Fassade blicken lässt. Bis alles zusammenbricht und sie durchdreht. Ein Albtraum für alle Eltern.

Fazit:

Dieser Roman ist mit wunderbarem und ausdrucksstarkem Erzählstil vereint in eine grauenhafte Geschichte einfach nur Bestens umgesetzt. Fesselnd, schockierend, berührend, man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

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269 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

jane austen, stolz und vorurteil, klassiker, england, roman

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328101666
Genre: Klassiker

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Toskanische Beichte

Uta-Maria Heim
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.07.2017
ISBN 9783839221259
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Pfarrer Fischer nimmt die Beichte ab und als er denkt, er hat nun Feierabend, sitzt plötzlich ein Fremder in seinem Beichtstuhl und redet von Mord. Als er denjenigen zur Rede stellen will, ist der Beichtstuhl leer, der Mann hat jedoch sein Handy dort liegen lassen. An sein Beichtgeheimnis gebunden, versucht Fischer, den Besitzer zu finden. Die Spur führt in die Toskana. Kurzerhand macht Fischer sich mit seiner Schwester sowie den Großeltern auf in den Urlaub in die Toskana. Bei seiner Suche unterstützt ihn die Tourismus-Agentin Giulia Franca, die in einem Fischlokal aushilft. Dann wird am Strand eine abgehackte Hand mit einem Fischsymbol gefunden. Auf einmal finden sich alle in einer dubiosen katholischen Organisation wieder.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und klar, er hat mir sehr gut gefallen, ebenso die überschaubare Anzahl der Protagonisten. Die Beschreibung des schönen Ortes an der toskanischen Küste als Schauplatz dieses ausgefeilten Intrigenspiels innerhalb der katholischen Kirche war perfekt eingefügt und dargestellt.

Auch die Protagonisten waren authentisch und sympathisch dargestellt. Die dazugehörigen kirchlichen Anmerkungen und Erklärungen haben mir ebenso gefallen wie die vorhandene Spannung, die sich durch das Buch zog sowie verschiedene Wendungen und das tolle Ende.

Fazit:

Ein solider Krimi mit toller Spannung und verschiedenen Wendungen, der mir sehr geht gefallen hat.

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(49)

85 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

spanischer bürgerkrieg, spanien, spionage, bürgerkrieg, verrat

Der Preis, den man zahlt

Arturo Pérez-Reverte , Petra Zickmann
Fester Einband: 295 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.09.2017
ISBN 9783458177197
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Geschichte beginnt in einem Zug, eine Frau soll sterben, dies erledigt der Spion Lorenzo Falcó jedoch nicht selbst, er soll nur sicherstellen, dass es sich um die richtige Frau handelt. Ein anderer bringt die Frau um und sichert wichtige Dokumente, die sie bei sich trug.

Es ist das Jahr 1936 und der Spion Lorenzo Falcó bekommt einen heiklen Auftrag. Er soll einen hochrangigen politischen Gefangenen im südspanischen Alicante befreien und vor dem sicheren Tod retten. In Spanien herrscht Bürgerkrieg zwischen den konservativen Falangisten und den Republikanern. Und Falcó soll mit Hilfe der Falangisten diesen besagten Gefangenen befreien. Auch mit an seiner Seite ist Eva, die ihn sofort in seinen Bann zieht und einen ganz besonderen Reiz auf ihn ausübt. Doch nach und nach wird klar, dass hier jeder ein doppeltes und gefährliches Spiel treibt.
Lorenzo Falcó ist charismatisch und skrupellos. Er erledigt Aufträge, führt Befehle aus, ohne dass ihn diese groß berühren oder belasten. Doch ab Mitte des Buches tritt eine Wendung ein. Die Geschichte führt zu einem persönlicherem Teil, indem Falcó sich neu orientieren muss. Plötzlich wird durch bestimmte Handlungen, zu denen er gedrängt wird, sein Gewissen belastet. Die Spannung steigt, es geschehen ungeahnte Wendungen und durch einige brutale und gewissenlose Protagonisten ist man plötzlich im Krimi-Rausch und fiebert bis zum Ende vollends mit.

Arturo Perez-Revertes hat mich mit seinem einnehmenden und tollen Schreibstil sofort in seinen Bann gezogen. Obwohl zu Anfang sehr viele politische Abteilungen, Organisationen, Abkürzungen und Fachbegriffe benannt wurden, bei denen ich einige Zeit benötigte, um da durchzusteigen und in die Geschichte hineinzukommen. Doch dann war ich gefesselt von den Ereignissen, den ungeahnten Wendungen und der Spannung, die sich immer weiter steigerte. Die Protagonisten waren rundum authentisch, aber nicht alle von ihnen sympathisch. Ein Roman, der sich zum spannenden Krimi entwickelte und mich gefesselt hat.

Dies ist der Auftakt zu einer Spionagereihe mit Lorenzo Falcó, Wer dieses Buch gelesen hat, wird automatisch neugierig auf weitere Fälle mit ihm. Das i-Tüpfelchen finde ich ist, dass es nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde und auch die Informationen bezüglich des spanischen Bürgerkrieges fand ich mehr als interessant.

Fazit:
Ein überaus interessanter und spannender Auftakt zu einer Spionagereihe mit Lorenzo Falcó. Interessant wegen dem Thema und dem Hintergrund des spanischen Bürgerkrieges und der Entwicklung der ganzen Geschichte und spannend wie ein Krimi bei ungeahnten Wendungen und Ereignissen.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

douglas preston

Ice Limit

Douglas Preston , Lincoln Child , Michael Benthack
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.07.2017
ISBN 9783426514986
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei einer Expedition in die Antarktis ging vor sechs Jahren ein riesiger Meteorit über Bord. Noch immer liegt er dort in eisiger See auf dem Meeresgrund. Eli Glinn, der Chef von Effective Engineering Solutions (EES), drängt auf eine schnelle Lösung. Er möchte damit nicht zuletzt seine Schuld an der Havarie damals begleichen, bei der über hundert Menschen ums Leben kamen und er selbst schwer verletzt wurde.
Die Zeit drängt: Das Objekt hat sich inzwischen als Alien-Lebensform entpuppt, als Samenkapsel, aus der ein riesenhaftes Gewächs mit Fangarmen geworden ist, das offenbar eine Invasion der Erde im Sinn hat. Um das zu verhindern, rüstet Glinn eine Expedition an die Eisgrenze aus. An Bord des hypermodernen Forschungsschiffs „Batavia" ist auch Agent Gideon Crew.

Dies ist die Fortsetzung des Vorgängers Ice Ship, den ich leider nicht gelesen habe. Agent Gideon Crew soll nun als Nuklearexperte einen Alien vernichten. Mit einer unterseeischen Atombombe.
Die volle Action beginnt etwas später, das eigentliche Thema lässt einen aber neugierig bei der Stange halten. Dann kommt Spannung auf und es geht richtig zur Sache. Purer Sci-Fi-Thriller mit actionreichen und horrorartigen Szenen, den man dann nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Fazit:
Nach anfänglich etwas in die Länge gezogener Handlung kam dann die volle Action, Horror und Spannung auf, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Purer Sci-Fi-Thriller, der mir aufregende Lesestunden bereitet hat.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

japan, hamburg, krimi, krimi-reihe, mord

Inspektor Takeda und der leise Tod

Henrik Siebold
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.05.2017
ISBN 9783746633008
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inspektor Kenjiro Takeda, eigentlich von der Mordkommission aus Tokio, ermittelt aber im Zuge eines Austauschprogrammes in Hamburg. Er hat leider große Probleme mit dem Wetter in Hamburg sowie mit den deutschen Gepflogenheiten.

Zum einen geht es um Kindestötung, ein Kleinkind wurde von den drogensüchtigen Eltern vom Balkon gestürzt. Und im zweiten Fall wird ein gefeierter Star der Internetszene, Markus Sassnitz, tot aufgefunden. Kenjiro geht mit seiner neuen Kollegin Claudia Harms auf Verbrecherjagd. Der Tote wurde nicht nur überfahren, sondern auch noch erstickt. Sofort verdächtig: Seine Ehefrau. Allerdings übt diese eine besondere Faszination auf Kenjiro aus, er liebt amerikanischen Jazz und europäische Frauen und genau wie er selbst hat Frau Sassnitz eine Vorliebe für japanische Kunst. Neben Jazz und Teezeremonien übt auch Alkohol einen besonderen Reiz auf Kenjiro aus, so dass er oft zu spät bemerkt, dass er nicht allzu viel davon verträgt.

Dies ist der zweite Band mit dem Ermittlerteam Kenjiro Takeda und Claudia Harms. Man muss nicht zwingend den ersten Band gelesen haben, da jeder Fall in sich abgeschlossen ist.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, klar und flüssig. Ich hätte mir zeitweise etwas mehr Spannung gewünscht. Interessant vor allem war das Kennenlernen der japanischen Kultur und das richtige Zubereiten von Tee. Auch die persönliche Sichtweise von Kenjiro auf die deutschen Gepflogenheiten und die Sprache fand ich sehr interessant. Die dazugehörige Portion Humor rundete alles gut ab, so dass dieser Krimi einen tollen Lesespaß bot.

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90 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

bretagne, krimi, mord, frankreich, ermittlungen

Bretonisches Leuchten

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 27.06.2017
ISBN 9783462050561
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Commissaire Dupin macht mit seiner Freundin Claire bretonische Ferien zwischen rosa Granitfelsen der Côte d’Armor, Sandstrand und Meer. Claire möchte am Strand liegen, faulenzen und alle fünfe gerade sein lassen. Doch Dupin dreht schon bei dem Gedanken durch, nur rumzuliegen und nichts zu tun. Wie praktisch, dass zeitgleich in dem malerischen Örtchen Tregastel, in dem er und Claire urlauben, zuerst eine Frau verschwindet, die auch Gast im gleichen Hotel war wie sie, dann ein Anschlag auf eine regionale Abgeordnete durchgeführt wird und dann noch zwei Morde geschehen. Dupin ist hocherfreut, endlich gibt es etwas zu tun. Dumm nur, dass Claire ihm strikte Urlaubsruhe verschrieben hat. Und auch seine Mitarbeiter aus Concarneau weigern sich strikt, ihm zu helfen, da er sich dringend erholen soll.

Also macht sich der Commissaire heimlich auf Tätersuche und ermittelt mit Hilfe einiger Leute aus dem Dorf, wie z.B. dem Hotelehepaar, der Inhaberin des Presseladens, dem Friseur sowie der Gendarmin aus Tregastel. Der ermittelnde leitende Kommissar aus Lannion bekommt mit, dass Dupin sich einmischen will und will sich direkt bei Dupins Vorgesetzten beschweren und ihm Ärger machen. So macht sich Dupin also auf, Indizien zu sammeln und kauft sich erstmal ein schönes Notizbuch, um alles zu dokumentieren. Im Glauben, Claire würde nichts mitbekommen, wird es für ihn nicht einfach, alle Befragungen und Ortsbesichtigungen der Taten zu koordinieren, denn es ist wirklich viel los zur fraglichen Zeit in Tregastel, was alle aufkommenden Ereignisse betrifft. Zwischen verwunschenen Tälern, traumhaften Stränden und einer leuchtend bizarren Felslandschaft entwickelt sich ein abgründiger Fall.

Humorvoll hauptsächlich in diesem Fall ist, wie Dupin aber auch Claire versuchen, ihre jeweilige Arbeit vor dem anderen zu verheimlichen. Anscheinend kommen beide auch im Urlaub nicht ohne ihre Tätigkeiten aus und so verbringen sie jede freie Minute ohneeinander damit, sich um ihre beruflichen Tätigkeiten zu kümmern, und gehen fest davon aus, dass der andere davon nichts mitbekommt.
Bretonisches Leuchten ist bereits Dupins sechster Fall, aber leider erst mein erster Fall mit Commissaire Dupin. Er war mir auf Anhieb sympathisch, genauso wie fast alle beschriebenen Charaktere in diesem Fall. Auch die Landschaftsbeschreibungen und Köstlichkeiten der Region waren gekonnt mit eingefügt und man bekam sofort Lust, an genau diesen Ort sofort reisen zu wollen.
Fazit:

Ein ruhig dahinfließender Krimi, die Spannung ließ zwar etwas auf sich warten, aber der gelungene Schreibstil sowie der einfließende Humor machten diesen Krimi zu einem tollen Lesespaß.

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89 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

hugenotten, frankreich, krimi, cevennen, südfrankreich

In tiefen Schluchten

Anne Chaplet
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462050424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tori Godon, ehemalige Anwältin, 42 Jahre alt und frisch verwitwet lebt in Belleville, wo früher auch die Hugenotten gelebt haben. Ihr verstorbener Mann Carl war ein Nachfahre der Hugenotten und wollte mehr über seine Familiengeschichte erfahren und nachforschen.

Adriaan, ein holländischer Höhlenforscher, der sich bei ihrer Freundin Eva einquartiert hat, verschwindet plötzlich. Doch weder Eva noch die Polizei scheinen ein Interesse daran zu haben, ihn zu suchen. Nachdem Didier Thibon, den Tori kennenlernt und der ihr von alten Geschichten der Hugenotten sowie von sagenhaften Schätzen und Schmugglerverstecken in den Höhlen erzählt, tot aufgefunden wird, scheint weiterhin niemand Interesse an der Aufklärung der Fälle zu haben. Tori überlegt, was ob das Verschwinden des Holländers und der ungeklärte Tod von Didier zusammenhängen und macht sich eigenmächtig auf die Suche und begibt sich dabei in große Gefahr.

Die Geschichte beginnt mit der Erzählung der einzelnen Personen. Tori empfindet man anfangs noch sehr traurig, verständlich nach dem Tod ihres Mannes. Dann ist da Nicos, ein Ex-Polizist, der zu einem guten Freund von Tori wird. Eva, ein alternder Hippie, die Zimmer vermietet, Jan ein Historiker, der die alte Pfarrkirsche restauriert. Es wird von den Dorfbewohnern erzählt, die keine Fremden, besonders keine Deutschen mögen.

Dieser Krimi ist mal etwas ganz anderes. Das kriminalistische Geschehen rückt eher in den Hintergrund, beginnt auch erst relativ spät. Somit steht im Vordergrund die Geschichte der Hugenotten, Verfolgung, Verrat und Tod dieser in der damaligen Zeit, was ich sehr interessant fand. Außerdem wird die Landschaft sehr ausführlich und bildhaft beschrieben, was mir auch sehr zugesagt hat, da ich noch nie in Frankreich war und so die einzelnen Orte und Landschaften bildhaft vor Augen hatte.

Anne Chaplet hat mit „In tiefen Schluchten“ keinen normwertigen Krimi geschrieben, jedoch eine überaus interessante Geschichte erzählt. Mich hat es in keinster Weise gestört, dass nicht das kriminalistische Geschehen im Vordergrund stand, sondern habe mit Freude und Interesse die Geschichte der Hugenotten verfolgt und die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen genossen. Der flüssige und klare Schreibstil trug dazu bei, dass ich nur so über die Seiten geflogen bin und das Buch von der ersten bis zur letzten Seite wirklich genossen habe.

Fazit:

Ein etwas anderer Krimi, mit der Geschichte der Hugenotten und wunderschönen Landschaftsbeschreibungen, der sich auf jeden Fall zu lesen lohnt.

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(18)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

organisiertes verbrechen, krimi, alexandra bleyer, mölltal, österreich

Wenn der Platzhirsch röhrt

Alexandra Bleyer
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 27.07.2017
ISBN 9783740801656
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sepp Flattacher, der griesgrämige Mölltaler Aufsichtsjäger, muss handeln. Sein Nachbar Heinrich Belten soll ins Altersheim abgeschoben werden, denn seine Tochter Carola will mitsamt Ehemann Anton und den drei Kindern nebenan in das Haus von Heinrich einziehen. Und da Sepp seine Ruhe heilig ist, muss er Anton weggraulen. Als Heinrich bemerkt, dass ein Schwiegersohn Anton nicht so freundlich und umgänglich ist, wie er gedacht hatte, und dass eigentlich er und nicht seine Tochter das Vorhaben hat, ins Mölltal zu ziehen, schmiedet er zusammen mit Sepp einen Plan, womit sie Anton ärgern und fortjagen könnten.

Anton eröffnet im Dorf einen Jugendtreff, der nicht ganz so harmlos ist, wie er erscheint und somit zieht er damit gewisse ungemütliche Slowaken an, die ihm auf die Pelle rücken. Sepp und Heinrich ahnen von alldem vorerst nichts und üben ihre Streiche aus. Schnell merkt man, dass Anton nicht nur Heinrich im Griff hat, sondern auch den Bürgermeister Müller unter Druck zu setzen weiß. Doch schnell wird aus der Gaudi bitterer Ernst. Und Sepp und Heinrich sind mittendrin.

Dies ist der zweite Band, nach „Waidmannsdank“ mit Sepp Flattacher. Man muss nicht zwingend den ersten Band gelesen haben, jede Geschichte ist in sich abschließend. Der einzige Vorteil: Man kennt den Sepp Flattacher und seine freundliche Art bereits.

Alexandra Bleyer versteht es, schwarzhumorig die Verbrechen im Mölltal mit den eigenwilligen und kautzigen Charakteren der Protagonisten zu verbinden. Witzig und mit österreichischem Dialekt kommt der griesgrämige Sepp trotz seines doch sehr ruppigen Verhaltens seinen Mitmenschen gegenüber sympathisch rüber. Heinrich hat es nicht leicht mit ihm als Nachbarn, aber bezüglich der momentanen Sachlage verbrüdern sich die beiden alten Kampfhähne zumindest für eine kurze Zeit. Das Glossar am Ende des Buches als Übersetzung aus dem Österreichischen fand ich sehr hilfreich.

Leider war bis zum Mittelteil des Krimis noch kein Verbrechen geschehen, was meine Aufmerksamkeit etwas einschränkte, doch dann tauchte endlich eine Leiche auf und die Kriminalgeschichte nahm Fahrt auf. Bis zum Ende war dann auch die Spannung vorhanden und man konnte ordentlich mitfiebern.

Der flüssige und lockere Schreibstil gefiel mir wieder, ebenso wie die Protagnisten, sehr gut. Der Humor genauso wie der teilweise verwendete österreichische Dialekt sind toll eingefügt und machten diesen Krimi zu einem Lesevergnügen.

Fazit:
Ein Jägerkrimi vermischt mit viel schwarzem Humor, skurrilen und interessanten Charakteren sowie viel Lokalkolorit , der einen mehr zum Schmunzeln als zum Ermitteln einlädt und mir viel Lesespaß bereitet hat.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

ostsee, rache, deutschland, serie, privatermittler

Todeshaff

Katharina Peters
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.06.2017
ISBN 9783746633237
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einer Ferienanlage am Salzhaff werden zwei grausam zugerichtete Leichen gefunden. Emma Klar und das Team sollen Christoph Klausen beschatten. Er hatte zehn Jahre im Gefängnis gesessen, da er bei einem Einbruch überrascht vom Hausbesitzer Krüger überrascht wurde und Klausen diesen bei einem dann folgendem Kampf tötete. Wie sich herausstellt, war der tote Krüger mit den jetzigen beiden Toten, Deinert und Bauer befreundet. Sie haben eine grausame Vergangenheit gehabt. Alle drei haben in einem Jugendwerkhof Sterngau gearbeitet und dort Kinder und Jugendliche gequält, misshandelt und gefoltert. Deshalb vermuten alle, dass die Morde von einem ehemaligen Insassen aus Sterngau durchgeführt wurden, auch anhand der Art, wie die Männer getötet wurden.

Emma setzt sich eigenmächtig mit Klausen in Verbindung, der natürlich längst gemerkt hat, dass er beschattet wird. Sie vermutet bezüglich seiner Vergangenheit Zusammenhänge zu den heutigen beiden Morden. Das ganze Team um Emma, mit Johanna, Florian und Jens ermitteln in alle Richtungen, Familien und Freunde der beiden Toten werden befragt. Doch sie kommen einfach nicht weiter. Bis Emma eine Idee hat und sie der Sache nachgeht und sich mal wieder selbst in große Gefahr begibt.

Dies ist nach „Todesstrand“ der zweite Fall für Emma Klar, die als verdeckte Ermittlerin arbeitet und vorher beim LKA beschäftigt war. Als freie Ermittlerin hat sie mehr Freiraum für eigene Vorgehensweisen und ist niemandem Rechenschaft schuldig. Mit Johanna sowie Florian und Jens, die beide eine Detektei in Rostock führen, sind sie ein bereits eingespieltes und super Team.

Ich mag den Schreibstil von Katharina Peters einfach sehr, flüssig und leicht fliegt man über die Seiten. Gut recherchiert und super durchdacht setzt sich ein Puzzlestück zum anderen und man fiebert wieder mit Emma Klar und ihrem Team mit, um zu erfahren, wer denn nun der Täter ist und was sein Motiv war. Auch die Vorgehensweise der Ermittler sowie die Verhaltensweisen der Protagnisten mit ihren kleinen Macken sind wieder toll mit eingearbeitet. Die Charaktere der anderen Beteiligten in diesem Fall sind so interessant beschrieben, dass man die einzelnen Personen direkt vor Augen hatte.

Fazit:

Spannend und mit vielen Wendungen versehen, ist dieser Krimi wieder ein wahrer Lesegenuss. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall mit Emma Klar.

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297 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 85 Rezensionen

barcelona, spanien, zafón, carlos ruiz zafón, friedhof der vergessenen bücher

Das Labyrinth der Lichter

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 16.03.2017
ISBN 9783100022837
Genre: Romane

Rezension:

Mauricio Valls, der durch das Franco-Regime Minister wurde, ist plötzlich verschwunden. Er war 5 Jahre lang Direktor des Gefängnisses von Montjuic, wo Folter und Ermordungen herrschten und nun scheint es so, als würde seine Vergangenheit ihn einholen. An einem Abend im Jahre 1959 in Madrid erhält Mauricio Valls einen Drohbrief. Obwohl es nicht der erste ist, flüchtet er am nächsten Tag. Die Polizei verschweigt der Öffentlichkeit das Verschwinden von Mauricio. Sie waren bereits über die Drohbriefe, die er erhielt, informiert und vermuten seine dunkle Vergangenheit damit. Zusätzlich beauftragt die Polizei den Chef der Sicherheitspolizei, Leandro Montalvo, der ihnen bei der Suche helfen soll.

Alicia Gris kehrt von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona, nachdem dort das verlassene Auto von Minister Valls aufgefunden wurde. Sie hat bereits jahrelang für Montalvo gearbeitet und soll nun unter größter Geheimhaltung das plötzliche Verschwinden des Ministers aufklären. Sie findet in seinem Arbeitszimmer ein geheimnisvolles Buch aus der Serie "Das Labyrinth der Lichter", welches sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne führt. Ihre eigene Vergangenheit holt sie wieder ein. Alicia vermutet Schreckliches hinter dem Verschwinden des Ministers. Und sie vermutet, dass mächtige Personen ihre Finger mit im Spiel haben. Nachdem sie von dem Fall wieder abgezogen wird, macht sie sich trotzdem auf die Suche nach dem Minister.

Carlos Ruiz Zafón fesselt den Leser mit seinem außergewöhnlichen Schreibstil. Dieser Roman, der über 900 Seiten umfasst, hätte noch doppelt so lang sein können, es wäre nicht eine Minute und eine Seite zu viel gewesen. Leider kannte ich die Vorgängerbände noch nicht, aber das beeinflusste nicht, gut und schnell in die Geschichte hineinzukommen und sich ein tolles Bild der verschiedenen Protagonisten zu machen. Die Charaktere der einzelnen Personen waren so klar und detailreich dargestellt, es wurde durch die verschiedenen Gesellschaftsschichten und politischen Ämter innehabende Leute und Geschehnisse exakt beschrieben. Die Zeit, in der die Geschichte spielt ist ebenso interessant und fesselnd, wie alle Geschehnisse.


Fazit:

Ein durch außergewöhnlichem Schreib- und Erzählstil fesselnder und mitreißender Roman, der mich einfach nur begeistert hat.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

sylt, krimi, einbrüche, geheime ermittlung, sylt;

Böse Leute

Dora Heldt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423216777
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sylt wird überschattet von einer mysteriösen Einbruchsserie. Es wird nur in Häuser von älteren und alleinstehenden Inselbewohnerinnen eingebrochen. Karl Sönnigsen, pensionierter Hauptkommissar reicht das Vorankommen und die Arbeit der Polizei nicht, er trommelt kurzerhand seine Chorfreunde Charlotte, Inge und Onno zusammen und gemeinsam begeben sie sich auf Verbrecherjagd. Nicht zur Freude der Polizei. Charlotte und Inge sind zur Zeit Strohwitwen, genauso wie Karl momentan allein ist, da seine Frau Gerda zur Kur ist. Somit können sie ungestört ermitteln.

Nachdem im Haus neben Inge die unbeliebte Nachbarin Jutta Holler nach einem Einbruch tot aufgefunden wird, gehen die vier in die Vollen und versuchen, den Tätern eine Falle zu stellen.

Die privaten Details der vier Hobbyermittler, ebenso wie die ihrer Angehörigen werden ausführlich und interessant beschrieben. So kann man sich als Leser ein vollkommenes Bild von allen Beteiligten, deren Charaktere und Hintergründe machen.

Dora Heldt ist ja als Romanautorin bereits bestens bekannt. Dies ist ihr erster Kriminalroman.

Der Schreibstil ist leicht, klar und flüssig und hat mir sehr gut gefallen. Auch der Aufbau der Story, die Ereignisse sowie die privaten Begebenheiten passten gut zusammen und ergaben ein rundes Bild, ohne Verwirrungen oder offene Fragen am Ende. Auch die Suche nach den Tätern gestaltete sich umfangreich und dauerte seine Zeit. Die Charaktere waren sympathisch und realistisch dargestellt, man hat viele gleich ins Herz geschlossen. Die kurzen Kapitel haben mir ebenso gefallen wie der hervorragende Humor, der toll mit eingebaut wurde, so dass man zwischendurch immer wieder schmunzeln und lachen konnte.

Einziger Kritikpunkt für mich war die fehlende Spannung. Für einen Krimi hätte es etwas mehr davon sein dürfen. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen und mir tolle Lesestunden bereitet. Ich bin auch schon auf den Nachfolger gespannt, der bereits auf meiner Wunschliste steht.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

rassismus, new york, usa, 1920er jahre, jazz age

Marylin

Arthur Rundt , Primus-Heinz Kucher , Primus-Heinz Kucher
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Edition Atelier, 25.01.2017
ISBN 9783903005280
Genre: Klassiker

Rezension:

Philip, ein junger Mann mit gutem Job als Architekt, verliebt sich eines Tages auf dem Hin- und Nachhauseweg von der Arbeit in eine junge Frau, Marylin, die immer die gleiche Hochbahn wie er nimmt. Eines Tages folgt er ihr nach Hause, beobachtet sie, geht in den gleichen Laden wie sie und kommt mit ihr ins Gespräch. Marylin ist sehr zurückhaltend. Philipp macht ihr Avancen, doch Marylin flieht vor ihm. Von einer Stadt in die andere. Doch Philip folgt ihr, sogar bis nach New York. Die beiden werden ein Paar und beziehen nach einiger Zeit eine gemeinsame Wohnung. Philip möchte Marylin heiraten, doch sie möchte einfach nur mit ihm zusammensein. Doch Philip lässt nicht locker und so kommt auch der Tag ihrer Heirat.

Philip wünscht sich viele Kinder, doch auch hier geht Marylin nicht darauf ein, sondern sagt nur, vielleicht werden wir irgendwann Kinder haben. Eines Tages kommt bei Marylin die Übelkeit und Philip weiß sofort, es hat doch noch geklappt mit einem Kind. Er hat gar nicht mehr an dieses Wunder geglaubt.

Das Kind kommt zur Welt und der Schock seines Lebens trifft Philip mit voller Härte: Das Kind ist schwarz. Er verlässt Marylin sofort und flüchtet vor ihr und der Frage, mit wem sie ihn betrogen hat. Er und seine Freunde haben sofort einen Verdacht und halten damit auch nicht hinter dem Berg.

Arthur Rundt hat mit seinem außergewöhnlichen Schreibstil sowie der leidenschaftslosen Art der Erzählung mich mit diesem Roman sofort in seinen Bann gezogen. Die unterschiedlichen Themen, wie Rassismus und einem Amerika im Aufbruch der 20er Jahre waren überaus interessant und fesselnd erzählt und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Fesselnder und berührender Roman, den man einfach gelesen haben muss.

 

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

schottland, krimi, mord, atmosphäre, schottische küste

Tödliches Treibgut

Denzil Meyrick , Peter Friedrich
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 08.05.2017
ISBN 9783959671040
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jim Daley und sein Partner Scott werden in das Fischerdorf Kinloch beordert, da sich die örtliche Polizei mit einer dort angespülten Frauenleiche überfordert fühlt. Schnell stellen sie fest, dass die dortige Dorfgemeinschaft fest zusammenhält und dass sogar jemand bereit ist zu töten, damit keine unliebsamen Fragen gestellt werden.

Jim Daley ist normalerweise in den Straßen von Glasgow zuständig. Sein Kollege Brian Scott reist ihm nach, in das kleine Fischerdörfchen, damit sie beide den Fall schnell lösen können. Die tote Frau, die dort aufgefunden wurde, hatte nicht gerade den besten Ruf. Und schon bald wird eine zweite Leiche gefunden. Doch nun ist es leider so, dass die doch recht skurrilen und eigenbrödlerischen Dorfbewohner wesentlich interessierter an der Weitergabe von Tratsch und Klatsch sind, als bei hilfreicher Beantwortung von Fragen zur Klärung der Fälle. Der Leiter der Polizeistation in ihnen auch nicht behilflich. Zum Glück steht ihnen der Polizist Archie Fraser zur Seite und ist trotz seiner etwas tollpatschigen Art hilfreich. Außerdem hat Jim Daley nicht nur die Todesfälle zu klären, hinzu kommt seine Ehefrau, um die er sich auch noch kümmern muss, da sie eigens angereist ist, um ihre nicht mehr so ganz in Ordnung befindliche Ehe zu retten. Somit gestalten sich die ganzen Ermittlungen mehr als einfach und schnell.

Der Schreibstil ist leicht und locker, sehr einfach und angenehm zu lesen. Die Protagonisten waren sympathisch und realistisch dargestellt und man konnte sich auch durch die privaten Einzelheiten ein gutes Bild machen. Auch die Beschreibung der Landschaft und Orte war detailreich und bildhaft beschrieben. Die Story war gut konstruiert und spannend und mit der gut dosierten Prise Humor einfach klasse. Tolle Wendungen und ein überraschendes Ende rundeten diesen Krimi noch ab. Einziges Manko für mich waren die privaten Probleme und Ereignisse von Jim Daley, die etwas zu viel für einen Krimi erwähnt wurden.

Fazit:
Ein gut konstruierter, atmosphärischer und spannender Auftakt zu einer neuen Krimireihe, mit einer guten Prise Humor und realistischen wie schrägen Protagonisten, der mir sehr gut gefallen hat.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

schuld, debüt, phantasie, psychologie, familie

Die Einsamkeit der Schuldigen

Nienke Jos
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Jos, Nienke, 20.01.2017
ISBN 9783000553844
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:

7 ahnungslose Menschen, die Zufälligkeit ihrer Begegnungen und eine erschütternde Geschichte: Die Autorin Nienke Jos führt den Leser mit ihrem Debüt in ein psychologisches Labyrinth. Zum Inhalt: Junia fährt als Mountainbike-Guide von einer Saison in die nächste. Ihr Kleiderschrank ist ein Koffer, ihr Rückzugsort ein Hotelzimmer, eine Privatsphäre gibt es nicht. Als ihr Wunsch nach einem echten Zuhause, ihre Sehnsucht nach einem konventionellen Leben übergroß wird, beschließt sie im Allgäu sesshaft zu werden. Ihr neuer Job, die neue Beziehung mit Thies und endlich eine Wohnung: Alles scheint sich in die richtigen Bahnen zu lenken, bis eine Teilnehmerin nach einer ihrer Mountainbike-Touren spurlos verschwindet. Die Suche nach Ann Beck bleibt vergeblich, denn keiner der Beteiligten ahnt, dass sich in der Nähe eine abgelegene Hütte im Wald befindet. Versteckt hinter verschneiten Bäumen vergräbt sie ein Geheimnis unter sich, das seinen Weg bis zum entfernten Wiesbaden findet: Dort gerät das Leben des Psychiaters Theodor Stein ins Wanken. Immer wieder begegnet er einer Fremden, die ihn verfolgt und beobachtet. Als er endlich erfährt, warum sie so verzweifelt seine Hilfe sucht, ist es längst zu spät, und er stößt auf eine ungeheuerliche Wahrheit. Ohne es zu wissen, sind plötzlich alle miteinander verknüpft.

Meine Meinung:

Nienke Jos hat mit diesem Debütroman voll ins Schwarze getroffen. Die Geschichte um die 7 Protagonisten herum, welche am Ende alle miteinander verwoben werden, ist einfach genial.

Lange habe ich überlegt, wie ich die Abscheulichkeiten, die perversen und abartigen Neigungen einzelner Protagonisten am besten beschreiben kann. Der Ausdruck "Geschmacklosigkeit der menschlichen Abgründe in Erscheinung bringen" trifft es genau.

Nienke Jos hat einen außergewöhnlich mitreißenden und anspruchsvollen Schreibstil. Eloquent und manchmal philosophisch geschrieben, verpackt sie die grausamen Gräueltaten und kann gleichzeitig den Leser in ein wahres Gefühlschaos leiten.

Ich muss hier erwähnen, dass ich normalerweise keine Bücher über 400 Seiten mag, da viele mir zu langatmig oder zu weit ausgeschmückt erscheinen. Dieses ist bei diesem 592 Seiten Roman keinesfalls der Fall. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden, die Wendungen perfekt, die einzelnen Protagonisten klar und detailliert dargestellt, mitreißend und packend geschrieben, so dass man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

Fazit:

Perfekt umgesetzte Story mit packendem und mitreißendem Schreibsstil. Einfach perfekt. Ich kann diesen Roman nur Jedem wärmstens weiterempfehlen.

Ich freue mich schon auf den II. Teil in 2018.

 

 

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128 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

klassiker, südstaaten, rassismus, usa, rassendiskriminierung

Wer die Nachtigall stört ...

Harper Lee , Claire Malignon , Nikolaus Stingl , Felicitas von Lovenberg
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.07.2016
ISBN 9783499271571
Genre: Romane

Rezension:

Dieser Roman wird aus der Sicht eines Kindes erzählt. Scout und Jem Finch, anfangs 6 und 10 Jahre alt, leben mit ihrem Vater Atticus, einem Rechtsanwalt, im fiktiven Örtchen Maycomb in Alamaba. Scout berichtet von ihren Erlebnissen, den Menschen in dem kleinen Örtchen, der Schule, ihren Streichen und den Nachbarn. Besonders der direkte Nachbar Boo Radley hat es ihr und ihrem Bruder angetan, da er nie das Haus verlässt, und die beiden ihn noch nie zu Gesicht bekommen haben. Auch ihre Tante Alexandra, die für längere Zeit bei ihnen wohnt und aus Scout eine Lady machen will, da diese immer lieber Hosen als Kleider trägt, sich gern prügelt und auch ansonsten lieber mit Jungen als mit anderen Mädchen spielt, wird beschrieben. Atticus ist ein liebevoller Vater, der voll und ganz auf seine Kinder eingeht, sie wie kleine Erwachsene behandelt. Vielleicht erscheint Scout deshalb teilweise altklug und sehr weit für ihr Alter, was das Verstehen und Beobachten ihrer Umwelt betrifft.

Atticus übernimmt den Fall eines schwarzen Landarbeiters, Tom Robinson, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. Ganz Maycomb ist in Aufruhr, da Schwarze in den 30er Jahren nichts wert waren und der Rassismus hohe Wellen schlug. Wenn ein Schwarzer gegen einen Weißen vor Gericht steht, egal um was es geht, gewinnt immer der Weiße, ohne Frage, so das Credo von damals. Atticus setzt sich sehr für Tom Robinson ein und versucht alles, ihn vor einem schlimmen Urteil zu retten.

„Man kann einen anderen nur richtig verstehen, wenn man in seine Haut steigt und darin umherläuft“.

Harper Lee hat mich mit ihrem ausdrucksstarken, leichten, lebendigen und natürlichem Schreib- und Erzählstil sofort in den Bann gezogen. Die Erzählweise von Scout ist toll getroffen, manchmal altklug wirkend für ihre Alter, kommt auf der anderen Seite auch gut ihre Kindlichkeit zum Ausdruck. Auch ihr Bruder Jem, der in die Pubertät kommt und sein Verhalten sich verändert, wird realistisch dargestellt. Die schwarze Haushälterin Calpurinia, die ihr Herz am rechten Fleck hat, wird ebenso toll dargestellt. Besonders Atticus, ein weiser, mitfühlender und gerechtigkeitsliebender Mann, der alle Menschen gleich gut behandelt , hat hervorgestochen einen beeindruckt. Durch seine zielstrebige Art, sich von nichts und niemandem beeinflussen oder einschüchtern zu lassen, geht er seinen Weg und setzt sich für die Armen und Benachteiligten ein. Wobei nicht alle Mitbürger aus Maycomb Verständnis dafür zeigen.

Ich bedaure sehr, diesen Roman erst jetzt gelesen zu haben. Dieser Klassiker der Weltliteratur ist einfach bemerkenswert. Nachhallend, nachdenklich machend, ergreifend und berührend. Zusätzlich mit warmem Humor behaftet einfach ein wahres Lesevergnügen.

Ein Plädoyer gegen Rassismus, für die Gleichheit aller Menschen, Zivilcourage und Gerechtigkeit. Ein Klassiker, ein Roman welchen man einfach gelesen haben muss. Eine Bereicherung für jeden Lesefreund.

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38 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

alles was ich nicht erinnere, roman, jonas hassen khemiri, roma, suizid

Alles, was ich nicht erinnere

Jonas Hassen Khemiri , Susanne Dahmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DVA, 13.03.2017
ISBN 9783421047243
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:

Samuel hat so viele Gesichter, wie ihn Menschen kennen. Nun lebt er nur noch in der Erinnerung aller, und jeder erinnert sich anders an diesen schmächtigen jungen Mann, der ein fürsorglicher Enkel, großzügiger Freund und hingebungsvoller Liebhaber war – bis zu jenem Tag, an dem er den alten Opel seiner Großmutter in voller Fahrt gegen einen Baum lenkt. War es ein Unfall oder Selbstmord? Die einen sagen, dass Samuel sich hat rächen wollen an seiner großen Liebe Laide, die sich nun immer an ihn erinnern muss. Die anderen sagen, dass das alles nie passiert wäre, hätte sich Samuels bester Freund, der geldgierige Vandad, nicht eingemischt. Was nur ist tatsächlich passiert? ›Alles, was ich nicht erinnere‹ ist wie eine rasante Fahrt durch das heutige Stockholm, bei der Schicksale aufeinanderprallen.

Inhalt:

Der Autor interviewt Verwandte und Freunde von Samuel, der sich augenscheinlich das Leben genommen hat. Die Mutter von Samuel möchte nicht mit ihm reden, sie schreibt nur kurze Emails. Ausführlich dagegen spricht er mit der Pantherin, einer engen Jugendfreundin von Samuel sowie Vandad, seinem bestem Freund und mit Laide, seiner letzten Liebe.

Einige vermuten, dass es ein Unfall war, dass das Auto defekt war, dass Samuel zu schnell gefahren war. Jeder hat Samuel mit seinen Augen gesehen und so entstehen viele Gesichter von ihm, viele Geschichten und Erinnerungen.

Seine Oma hat Demenz, lebt nun in einem Heim. Ihr Haus haben Samuel und Laide dafür benutzt, Flüchtlinge unterzubringen, die in Schweden illegal waren, keine Arbeitserlaubnis und keine Unterkunft erhielten. Erst waren es zwei Frauen und ihre Kinder, dann noch eine Frau mit ihren vier Kindern, dann wurden es plötzlich immer mehr Menschen in dem Haus. Bis es plötzlich abbrannte und Samuels Mutter so böse schimpfte, weil sie viel Geld aufnehmen müssten, um es zu sanieren und dann verkaufen zu können.

Ausführlich erzählt, erfährt man, wie Samuel Vandad und dann Laide kennenlernt. Ihre jeweilige Beziehung zueinander und ihr jeweiliges Zerbrechen.

Meinung:

Jonas Hassen Khemiri hat diesem Roman interessant, fesselnd und ungewöhnlich erzählt. Es sind die einzelnen, wechselnden Konversationen mit den Menschen, die der Autor nach Samuel befragt. Man muss sich konzentrieren, um sofort zu wissen, mit wem der Autor gerade spricht, aber das war einfach und nicht störend. Interessant war, dass ich ein Buch nur mit diesen verschiedenen Gesprächen und Interviews noch nie gelesen habe und es hat mir richtig gut gefallen, da es mit vielen Informationen und tollen Erlebnissen  verbunden war.

Der klare und flüssige Schreibstil hat mir super gefallen, man konnte über die Seiten fliegen.

Fazit:

Eine toll und ganz anders erzählte Geschichte, um einen jungen Mann, der nach seinem Selbst sucht, um Liebe und Vertrauen, um Gewalt und Enttäuschung. Wunderbar zu lesen, facettenreich, interessant und mitreißend.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

münchen, dackel, liebe, single, autor

Das Leben ist kein Zweizeiler

Friedrich Kalpenstein
Flexibler Einband: 262 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 17.05.2016
ISBN 9781503936447
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Alexander ist Autor und geschieden. Gemeinsam mit seinem Rauhaardackel Leo wohnt er in München. Seit seinem Bestseller hindert ihn eine Schreibblockade, an diesen Erfolg anzuknüpfen. Mit dem Schreiben von Groschenromanen hält er sich zwischenzeitlich über Wasser. »Ein Single, der sich auf den Weg macht, die große Liebe zu finden«, das soll der Inhalt seines neuen Bestsellers sein. Getrieben von dieser Idee stürzt er sich auf den Singlemarkt. Natürlich rein zur Recherche. Unterstützt wird er hierbei von Michaela, einer langjährigen Freundin und Psychologin, die in Alexander eine Art Projekt sieht. Ob Alexander zu seiner alten Form zurückkehrt und auf die Frau seines Lebens trifft …?

Inhalt:
Alex ist auf der Suche nach einer Frau und er ist einem auf Anhieb sympathisch. Dann ist da noch die junge Nachbarin mit ihrem kleinen Sohn und Alex Dackel Leo. Hinzu kommt sein Agent Carsten und seine Freundin aus Schultagen Michaela, die Psychotherapeutin ist und Alex abends von ihren verrückten und anstrengenden Patienten erzählt. Als er auf den kleinen Finn seiner Nachbarin aufpasst, stellt er fest, dass er damit plötzlich Glück bei den Frauen hat. Und so entsteht seine Idee für einen neuen Roman, indem er über Singles schreiben will, die die große Liebe suchen. Da hat er dann auch den richtigen Grund, um sich auf Recherche zu begeben. Und begibt sich von einem Singel-Event zum nächsten.

Meinung:
Friedrich Kalpenstein stellt mit flüssigem und leichtem Schreibstil humorvoll und leicht sarkastisch das Thema Singledasein in diesem Buch dar. Ich habe selten beim Lesen so viel lachen müssen.
Dackel Leo hatte sofort meine ganze Sympathie, als große Hundefreundin nicht verwunderlich. Auch die anderen Protagonisten waren sympathisch, realistisch und ein wenig schräg/verrückt dargestellt.
Es werden Passagen eingefügt, die den geschriebenen Text von Alex neuem Werk darstellen sollen. Mich haben diese Passagen in keinster Weise gestört, im Gegenteil, es war interessant zu sehen, dass sein Schreibstil sich im Laufe der Zeit verändert, er sich weiterentwickelt beim Schreiben und ich fand sie sehr amüsant.

Fazit:
Ein rundum humorvoller, leichter und gelungener Roman, bei dem man richtig schön lachen kann. Ich hatte tolle und lustige Lesestunden damit und deshalb von mir 5 von 5 Sterne. Ich hoffe sehr auf weitere Romane des Autors.
Das einzige, was mir einen Riesenschrecken eingejagt hat, war die Erkenntnis, wie schwer es heute als Single sein muss, einen passenden Partner zu finden.

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123 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

krimi, glasgow, mord, streifenpolizist, schottland

Die Mädchen von Strathclyde

Denzil Meyrick
E-Buch Text: 80 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959676656
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:

Glasgow, 1986: Constable Jim Daley ist in seinem zweiten Jahr als Streifenpolizist bei der Strathclyde Police. Von der traurigen Berühmtheit Glasgows als Mord-Hauptstadt Europas bekommt er nur wenig mit: Betrunkene Obdachlose, eingeschlagene Schaufenster und rachsüchtige Vorgesetzte bestimmen seinen Dienstalltag. Dies ändert sich schlagartig, als er eine tote Prostituierte auffindet und daraufhin mit DC Brian Scott einen Serienmörder jagt …

Dies ist ein Kurzkrimi der ganz besonderen Art. Der Leser begleitet den jungen Constable Jim Daley während seiner Anfänge im Polizeidienst als Streifenpolizist. Als er eine tote Prostituierte findet, arbeitet er mit DC Brian Scott zusammen und sie jagen gemeinsam einen Serienmörder.

Inhalt:

Sehr gefallen hat mir, dass dieser Fall im Jahre 1986 stattfindet, da es zu dieser Zeit noch keine hochmoderne Kriminaltechnik gab und die Ermittler auf vieles verzichten mussten, was heute von Vorteil und Hilfe wäre. Auch ich als Leser fühlte mich gerne in die 80er Jahren zurückversetzt.

Jim Daley war mir auf Anhieb sehr sympathisch, er wirkte engagiert und ehrlich. Auch die Zusammenarbeit mit DC Brian Scott fand ich sehr harmonisch und interessant, da beide sehr gegensätzliche Charaktere haben. Auch die bildhafte Beschreibung und das Einfangen der Atmosphäre von Glasgow fand ich perfekt gelungen.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, leicht und flüssig konnte man über die Seiten fliegen.

Fazit:

Ein gelungener Kurzkrimi, indem meiner Meinung nach nichts fehlt. Alles vorhanden: Spannung, Atmosphäre, interessante Protagonisten und toller Schreibstil.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

st. petersburg, london, serie, diamantenraub, familie

Die Orlow-Diamanten

Annis Bell
E-Buch Text
Erschienen bei Tinte & Feder, 28.03.2017
ISBN 9781477829264
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:
London 1861. Lady Jane und ihr Mann wollen nach Indien reisen, doch daraus wird leider nichts, nachdem der russische Attaché in London ermordet und die wertvollen Orolow-Diamanten gestohlen wurden und ihr Diener Levi festgenommen wird, da er in der Nähe des Tatortes gesehen wurde. Captain Wescott beginnt, vorerst mit Genehmigung der Polizei, die Ermittlungen zu unterstützen, bis er selbst plötzlich als Verdächtiger gilt. Lady Jane versucht alles, um ihren Ehemann zu entlasten und begibt sich dafür sogar in die revolutionären Kreise von St. Petersburg, um dort nach dem wahren Täter zu suchen. In London geschehen weitere Morde, die mit dem Raub der Orlow-Diamanten in Zusammenhang zu stehen scheinen.
Offensichtlich will jemand Captain Wescott persönlich schaden und ruinieren. Jane und ihr Mann haben keine Ahnung, wer ihnen so übel mitspielen könnte und vor allem, was das Motiv dafür ist.

Meinung:
Lady Jane, wie immer charmant, sympathisch, eigenwillig und risikobereit, unterstützt ihren Mann Captain Wescott, als dieser beschuldigt wird, etwas mit dem Mord an dem russischen Attaché sowie dem Raub der wertvollen Orlow-Diamanten zu tun zu haben. Durch ihre Art schließt man Lady Jane sofort ins Herz und möchte mit ihr zusammen losziehen, um all die ungeklärten Dinge zu lösen. Sie reißt einen als Leser förmlich mit.

In diesem Band erfährt man etwas mehr über David Wescott, seine russischen Wurzeln, sein Onkel in Russland und auch sein Vater wird hier wieder erwähnt, wenn auch nur am Rande.
Auch Hettie und Blount mag ich sehr, Hettie’s offene und herzliche Art, und die Ruhe und Loyalität von Blount erstaunen mich immer wieder.

Der Schreibstil von Annis Bell ist wunderschön. Fließend und klar, man fliegt über die Seiten, bildhaft wird das vernebelte London genauso wie St.-Petersburg dargestellt.

Auch die politischen Ereignisse der damaligen Zeit werden, ohne überladen zu wirken, perfekt in die Geschichte mit eingebaut und ermöglichen so dem Leser einen guten Blickwinkel, um alle Geschehnisse logisch nachvollziehen zu können.

Ich habe mich riesig über diesen dritten Band von Lady Jane und Captain Wescott gefreut, da ich die beiden Vorgänger bereits mit Begeisterung gelesen hatte. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band, indem Lady Jane und Captain Wescott vielleicht doch noch nach Indien reisen und Deveroux suchen oder sie fahren nach Australien, um die verschwundene Fiona endlich zu finden.

Fazit:
Ein Roman, in dem alles vorhanden ist, Spannung, Atmosphäre des viktorianischen Londons, politische Ereignisse der damaligen Zeit, toller Schreibstil, interessante und sympathische Protagonisten und vor allem ein Schuss Romantik.
Mich hat dieser historische Kriminalroman wieder gefesselt und vollends begeistert.
Volle Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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86 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

provence, krimi, rache, folter, rechtsmediziner

Gefährlicher Lavendel

Remy Eyssen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783548289069
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:

Der Frühling in Le Lavandou ist warm und verheißt einen herrlichen Sommer. Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter fühlt sich längst als echter Südfranzose und verbringt gemeinsam mit Isabelle viel Zeit auf seinem Weinberg. Doch die Idylle wird getrübt, als Leon zwei brutal zugerichtete Leichen obduzieren muss. Staatsanwaltschaft und Kommissarin haben schnell einen Verdächtigen zur Hand, doch Leon ist skeptisch und beginnt selbst zu ermitteln. Er kommt einer jahrzehntealten Geschichte auf die Spur und steht plötzlich vor der Frage, ob es gerechte Rache gibt. Da braut sich über der ausgetrockneten Erde der Provence ein apokalyptisches Gewitter zusammen, und Leon darf keine Zeit verlieren...

Inhalt:

Dr. Leon Ritter hat sich wohnlich in Le Lavandou eingerichtet und führt eine glückliche Beziehung mit Isabelle, die stellvertretende Polizeichefin ist und lebt mit ihr und ihrer 15-jährgen Tochter Lilou zusammen.

Der vermisste Richter Lambert landet auf seinem Seziertisch, doch plötzlich stellt Ritter fest, dass er noch lebt. Er kann ihn retten, doch leider stirbt Lambert trotzdem später im Krankenhaus. Und es wird eine weitere schlimm zugerichtete Leiche gefunden.

Ritter bringt sich mit in die Ermittlungsarbeit ein, was vielen nicht so gefällt und es sich alles andere als einfach gestaltet. Er hat den Vorteil, dass er polizeiinterne Informationen von Isabelle erhält, die ihm einen besseren Einblick in den Fall ermöglichen. Auch ansonsten wird es nicht langweilig um ihn herum. Mit dem Polizeichef kommt er nicht wirklich zurecht, es gibt Intrigen und kleine Vorkommnisse genauso wie das pubertäre Verhalten von Isabelles Tochter für ein wenig Unruhe sorgt.

Und in den Fällen um die gefolterten und brutal zugerichteten Leichen kommt Ritter Schritt für Schritt voran.

Meinung:

Dieses war mein erster Krimi von Remy Eyssen und ich muss sagen, ich war begeistert.

Toller flüssiger Schreibstil, detailreiche Beschreibung der einzelnen, sympathisch dargestellten Protagonisten und genau richtig dosierte private Details, die dem Leser noch einen besseren Einblick in die Charaktere geben. Man braucht keine Vorkenntnisse der ersten beiden Fälle zu haben, da jede Geschichte in sich abgeschlossen ist.

Dieser Krimi ist toll konstruiert, und bis fast zum Ende hat man wirklich keine Ahnung, wer der Täter ist. Die Spannung ist durchweg in höchstem Maße vorhanden, die nicht nur die beruflichen sondern auch die privaten Ereignisse miteinschließt. Hinzu kommt die liebevolle und bildhafte Beschreibung der Landschaft der Provence.

Fazit:

Ein perfekt konstruierter, spannungsgeladener und mitreißender Krimi, der mich gefesselt und begeistert hat. Absolute Leseempfehlung, 5 von 5 Sternen.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

nordsee, krimi, husum, nordfriesland, küstenkrimi

Küstenfluch

Hendrik Berg
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442485567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:

Nachdem nach einem schweren Orkan über Nordfriesland ein altes, rostiges Wrack auftaucht, häufen sich plötzlich mysteriöse Todesfälle an der Küste. Der Bauer Jessen ist eines der Opfer. Doch war sein Tod ein Unfall oder Mord? Und was hat es mit Jessens kleinem Neffen Jan auf sich, der von furchtbaren Albträumen heimgesucht wird? Kommissar Theo Krumme ermittelt zusammen mit einer jungen Kollegin und stößt auf immer mehr Ungereimtheiten in der Familie. Dann verschwindet Jan, der sich von dem Schiffswrack magisch angezogen fühlte. Und seine Spur führt direkt ins Watt...

 Inhalt:

Hinnerk Jessen wird tot in der Scheune aufgefunden. Kommissar Theo Krumme ist entgegen seiner Kollegen fest davon überzeugt, dass dies kein Unfall war. Er ermittelt mit seiner neuen jungen Kollegin Pat, und will mit der Befragung der Familie Jessen beginnen, die ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung zu machen scheint. Hinnerks Neffe Jan hat ungewöhnliche Visionen, und ihn verfolgen schlimme Albträume und Vorahnungen. Der Bruder von Hinnerk bandelt mit Pat an, was Krumme gar nicht gefällt. Auch die Frau des verstorbenen Hinnerk macht einen merkwürdigen Eindruck. Dann häufen sich merkwürdige Todesfälle an der Küste. Und Ingrid, die Schwester von Hinnerk fällt einem Raser zum Opfer, der Fahrerflucht begeht. Die Scheune der Jessens explodiert plötzlich und dann verschwindet auch noch der kleine Jan. Krumme hat allerhand zu tun und begibt sich selbst in große Gefahr.

Meinung:

Ich mag den Schreibstil von Hendrik Berg sehr, flüssig und leicht fliegt man durch das Buch. Der Einstieg ist somit unkompliziert und man ist sofort mitten im Geschehen. Die Atmosphäre ist bildhaft eingefangen, Husum und die Küste hatte ich bildhaft vor Augen. Mystisch beschreibt Hendrik Berg die Geschichte um das gesunkene Schiff vor 100 Jahren und am Ende des Buches wird die Erklärung und Zusammenfassung für alle offen gebliebenen Fragen geliefert, so dass sich alles perfekt zusammenfügte.

 Fazit:

Spannender, mystischer und rundum stimmiger Krimi, genialer Schreibstil, tolle Atmosphäre. Dieser Krimi hat mich wieder gefesselt und begeistert, bis zur letzten Seite. Absolute Leseempfehlung.

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