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dystopie, jugendbuch, flawed, fehlerhaft, cecelia ahern

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe.

Quelle: Fischer Verlag



Meinung

"Flawed – Wie perfekt willst du sein?" ist der erste All-Age-Roman von Cecelia Ahern. Ich habe einige Bücher von ihr gelesen, die mich zufriedenstellen konnten. Und mit "Flawed – Wie perfekt willst du sein?" hat sie es erneut geschafft, mich vollkommen zu überzeugen.

Die Geschichte um die 17-jährige Celestine hat mich von der ersten Seite an gepackt. Celestine war ein anständiges, gutes Mädchen mit sehr guten Noten. Sie war perfekt und somit ein Vorbild für andere. Mit Art, dem Sohn des Richters eines Komitees namens Glide, führte sie eine Beziehung. Celestine's Leben war unbeschwert und glänzend. Bis eines Tages etwas passiert. Sie hört auf ihr Herz und verhält sich demnach – einfach menschlich. Ab da an verändert sich ihr Leben vollkommen und sie ebenfalls.

Sie wird als das fehlerhafteste Mädchen überhaupt abgestempelt. Denn nach Glide hat sie sich fehlerhaft verhalten. In erster Linie hat sie mit der plötzlichen Veränderung zu kämpfen, doch nach und nach wächst sie an ihren Erfahrungen. Sie ist schließlich zu einer starken, selbstbewussten Persönlichkeit herangewachsen. Schließlich entscheidet sie sich dafür, gegen den Richter vorzugehen, denn eines weiß sie – sie kann ihn zur Fall bringen. Doch dafür braucht sie erstmal die Hilfe einer bestimmten Person.

Ich habe mich der Celestine sehr nahe gefühlt. Ich konnte sie verstehen und nachvollziehen, wieso sie sich in dem entscheidenden Moment so verhalten hat. Das zeigt Tapferkeit und Mut, wenn man bedenkt, was für Folgen dieses Verhalten nach sich gezogen hat. Doch sie ist auch die einzigste Person, die diesem System ein Ende setzen kann. Und ich bin davon überzeugt, dass sie in dem zweiten Band dieser Dilogie zu einer richtigen Kämpferin heranwächst.

Auch Art's Verhalten kann ich nachvollziehen. Er tut mir Leid. Er ist mit der Situation überfordert und psychisch total durcheinander – auf der einen Seite seine Freundin Celestine und auf der anderen Seite sein Vater. Er macht eine schreckliche Zeit durch. Ich hoffe, das legt sich in dem zweiten Band.

Die Geschichte hat unterhaltsam angefangen und von Kapitel zu Kapitel ist die Spannung gestiegen. Vor allem gegen Ende hin ist es noch mehr spannender gewesen, sodass ich jetzt sehr neugierig bin zu erfahren, wie die Geschichte fortgesetzt wird.

Zum Schreibstil kann ich sagen, dass der Schreibstil mir von ihren vorherigen gelesenen Romanen vertraut war. Somit konnte ich auch schön flüssig und problemlos lesen.


Fazit

"Flawed – Wie perfekt willst du sein?" ist eine spannend und emotional erzählte Jugendgeschichte von Cecelia Ahern, die mir atemberaubende Lesestunden bereit hat. Ich bin von der ersten Seite an gefesselt gewesen. Absolute Leseempfehlung sowie eines meiner Highlights 2016!

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Tags: jugendbuch   (1)
 

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41 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

geocaching, 2016, freundschaft, jugendroman, liebe

Cache

Marlene Röder
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 28.07.2016
ISBN 9783737340267
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Leyla und Max sind seit einem Jahr ein ungleiches Paar. Max, der gutaussehende Typ aus gutem Hause, und Leyla, "Mauerblümchen mit Migrationshintergrund", wie sie sich selbst charakterisiert. Dennoch scheint alles perfekt, bis der geheimnisvolle Red auftaucht. Red, der Geocacher, der sich ständig aufregende Caches ausdenkt. Red, der Romantiker, der nachts bei Gewitter im See badet. Red, der so anders ist als Max: spontan, verrückt, leidenschaftlich. Leyla verliebt sich Hals über Kopf und gegen ihren Willen in Red. Was Leyla nicht ahnt: Max, dem es so schwer fällt, seinen Gefühlen Ausdruck zu geben, liebt sie über alle Maßen, verzweifelt, mehr als sein Leben. Was Leyla ebenfalls nicht ahnt: Red ist ein Spieler, ein Jäger und ein Blender. Leyla lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, das in einer Katastrophe endet.

Quelle: Fischer



Meinung

Bis zu diesem Buch kannte ich Geo-Cache gar nicht. Umso mehr war ich neugierig. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt, das Buch zu lesen.
In der Geschichte wird Geo-Cache aufgegriffen und nimmt auch ein Teil der Handlung ein, aber der Fokus liegt in der Beziehung zwischen Leyla, Max und Red.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Leyla und Max erzählt. So lernt man die beiden Charaktere besser kennen. Die Gedankengänge und Gefühle der Beiden werden dadurch näher beleuchtet. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und mit ihnen fühlen.
Eine tiefe Beziehung konnte ich zu Leyla bauen, da ich sie mehr sympathisch empfunden und mich ihr nahe gefühlt habe. Sie ist ein nettes, freundliches Mädchen mit Migrationshintergrund. Ihre Großmutter ist verstorben und sie passt auf ihre kleine Schwester auf. Mit Max führt sie eine Beziehung. Max ist ein gutaussehender Junge und kommt aus einem guten Elternhaus.

Obwohl er im Schwimmcamp war, musste er oft an Leyla denken. Als Liebesbeweis hat er eine Überraschung mitgebracht, doch Red kommt dazwischen. Red, der mysteriöse und verrückte Junge, der so anders ist als Max. Ausgerechnet Leylas kleine Schwester mag Red unheimlich gern. Durch ihn und seine Geo-Caches wird Leylas Leben voller Abenteuer und Spannung. Schließlich kommt es zu einer Tragik, mit der niemand gerechnet hatte.

Zum Schreibstil kann ich erwähnen, dass der sehr angenehm ist, wodurch ich die Geschichte leicht unf flüssig lesen konnte. Die Schriftgröße ist etwas größer im Vergleich zu der Schriftgröße eines Taschenbuches. In erster Linie ist sie gewöhnungsbedürftig, aber im Nachhinein erleichtert sie das Lesen.

In "Cache" ist die Spannung meist vorhanden. An einigen Stellen hätte ich mir doch gewünscht, dass die Autorin etwas mehr in die Tiefe gegangen wäre. Ich hätte gerne mehr über die Gedanken und Gefühle der beiden Charaktere erfahren.

Am Ende ist die Spannung richtig gestiegen. Mit diesem Ende habe ich gar nicht gerechnet. Ich war sehr überrascht und erschreckt. Es hat mich richtig mitgenommen.



Fazit

"Cache" ist eine interessante, außergewöhnliche Jugendgeschichte mit viel Spannung und Dramatik. Marlene Röder zeigt mit "Cache", wie wichtig Vertrauen und Kommunikation zwischen Menschen sind und dass es dramatische Folgen nach sich ziehen kann, wenn sie fehlen.

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Tags: drama, freundschaft, jugendbuch, liebe   (4)
 

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secrets, liebe, oetinger34, geheimnisse, klippen

Secrets - Wem Marie vertraute

Elisabeth Denis
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 21.03.2016
ISBN 9783958820630
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Marie ist zum ersten Mal verliebt. Aber niemand darf davon erfahren. Von den heimlichen Treffen im Haus an den Klippen wissen nicht einmal Emma und Kassy. Nur eine Person hat sie gesehen und will diese Liebe um jeden Preis verhindern.

Quelle: Oetinger



Meinung

"Secrets – Wem Marie vertraute" ist Band 2 der Secrets-Trilogie. In diesem Teil wird die Geschichte aus dem Blickwinkel von Marie erzählt.

Dementsprechend lernt man auch Marie sehr nahe kennen. Sie ist eine freundliche, nette Person. Sie ist hilfsbereit und stets für ihre Freundinnen da.

Die freundschaftliche Beziehung zu Emma und Kassy kommen hier deutlich in den Vordergrund. Emma kennt sie schon lange und ist mit ihr seit Jahren befreundet. Kassy ist im Nachhinein dazugestoßen. Im Gegensatz zu den beiden verhält sich Marie am reifesten.

Eine innige Tochter-Mutter-Verhältnis hat sie leider nicht, da ihre Mutter ständig am Arbeiten ist. Zu ihrem Stiefvater bleibt sie lieber distanziert. Ich kann Marie auch verstehen. Ich persönlich finde ihn schon schmierig und ekelhaft.
Mit ihrer Tante und ihrem Cousin versteht sie sich gut und hat auch ein gutes Verhältnis zu ihnen.

Auch der zweite Teil lässt sich sehr gut lesen. Ich konnte schön flüssig lesen. Da auch die Spannung stets vorhanden ist, hat mich die Geschichte gefesselt. Ich konnte sie nicht aus der Hand lassen, weil ich unbedingt wissen wollte, welche Informationen auf mich noch warten.
Besonders schön finde ich die Auszüge aus Marie's Tagebuch, die bei mir für Neugier und Abwechslung gesorgt haben. Sie sind auch kenntlich gemacht. Sie haben eine andere Schriftart und -größe.

In diesem Teil gibt es nicht so viele Thriller-Effekte wie bei dem ersten Teil. Das ist auch einleuchtend, wenn man den ersten Teil kennt. Dafür wird mehr Marie und die Liebe thematisiert. Denn zum ersten Mal verliebt sich Marie in einen Jungen. Doch dies hält sie geheim. Niemand soll davon wissen – nicht einmal Emma und Kassy. Denn es geht um einen speziellen Jungen – und eine verbotene Liebe. Nachdem Marie aber ein Geheimnis zu hören bekommt, zerbricht nicht nur die verbotene Liebe, sondern auch ihre ganze Welt.

Ich bin schon auf den dritten Teil gespannt, der aus der Perspektive von Kassy erzählt wird. Ich bin sehr neugierig, wie das dunkle Geheimnis gelüftet wird und wer dabei eine entscheidende Rolle spielt. Bis dahin muss ich noch fiebern.



Fazit

"Secrets. Wem Marie vertraute" hat mir genauso gut gefallen wie der erste Teil. Die Geschichte ist geheimnisvoll und spannend erzählt. Sie packt den Leser von der ersten Seite an.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und auf die Auflösung des großen Geheimnisses.


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Tags: jugendbuch, krimi, liebe, spannung   (4)
 

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liebe, raumschiff, these broken stars, amie kaufman, jugendbuch

These Broken Stars - Lilac und Tarver

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.05.2016
ISBN 9783551583574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...


Quelle: Carlsen



Meinung

"These Broken Stars. Lilac und Tarver" ist eine interessante Geschichte über das luxuriöseste Raumschiff Icarus, ein reiches Mädchen und einen Kriegsheld. Nach dem Absturz des Icarus' befinden sich Lilac und Tarver als einzige Überlebende auf einem freumden Planeten und kämpfen ums Überleben. Sie müssen viele Hürden überwinden, um am Leben zu bleiben. Sie versuchen, gemeinsam stark zu bleiben. Und kommen sich dabei ziemlich nahe.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Lilac und Tarver erzählt.

Dadurch konnte ich die aus dem Blickwinkel von Lilac und aus dem von Tarver betrachten und gleichzeitig die beiden Protagonisten näher kennen lernen. Ihre Gedanken und Gefühle sind so näher beleuchtet und wirken ausdruchsstark. Ich konnte mir ein gutes Bild von ihnen vorstellen. Besonders beeindruckt hat mich, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Sie sind an den Aufgaben gereift. Besonders hat mich die Entwicklung von Lilac beeindruckt. Von einem verwöhntem, unsicheren Mädchen ist sie zu einer starken, selbstbewussten Frau herangewachsen.
Lilac und Tarver sind mir im Nachhinein ans Herz gewachsen, wobei ich bei Lilac etwas mehr Zeit brauchte, um mich mit ihr anzufreunden. Das lag an ihrem Verhalten im ersten drittel des Buches.

Den Schreibstil der beiden Autorinnen finde ich gut. Ich bin direkt in der Geschichte drin gewesen und konnte flüssig lesen. Ich habe keine Schwierigkeiten beim Lesen gehabt.

Die Spannung ist häufig vorhanden gewesen. Es sind viele Ereignisse passiert, die schön bildreich beschrieben sind und mich schließlich zum Lesen gefesselt haben. An einigen Stellen habe ich die Handlung jedoch etwas langgezogen empfunden. Es ist kaum etwas passiert, wodurch sie träge und teils langweilig gewirkt hat. Man hätte an diesen Stellen ruhig etwas kürzen können. Darunter hat auch die Spannung gelitten.

Allgemein kann ich sagen, dass die Geschichte mir gefallen hat. Sie ist eine andere Art von Jugendbüchern, die ich bisher gelesen habe. Umso mehr hat mich die Geschichte interessiert.

Das Ende hat mich überrascht. Die Geschichte ist anders beendet worden als ich erwartet habe, aber hat trotzdem zu der Geschichte gepasst.
Gegen Ende hin habe ich aber einige offene Fragen gehabt, die leider nicht beantwortet sind. Für die Logik und dem Verständnis wären die Antworten schon hilfreich gewesen. Vielleicht werden sie im folgenden Band beantwortet.



Fazit

"These Broken Stars. Lilac und Tarver" ist eine außergewöhnliche Geschichte mit Science-Fiction-Elementen. Sie ist mysthisch und spannend erzählt und nimmt den Leser in eine vollkommen andere Welt mit.

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Tags: jugendbuch, liebe, scienefiction   (3)
 

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freundschaft, blindheit, marci lyn curtis, liebe, musik

Alles, was ich sehe

Marci Lyn Curtis , Nadine Püschel
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551560223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.

Quelle: Carlsen (Königskinder)



Meinung

"Alles, was ich sehe" ist eine bewegende Geschichte, die mich von der ersten Seite an gepackt hat.

Obwohl die Geschichte ein ernstzunehmendes, schwieriges Thema aufweist, ist sie leicht zu lesen. Marci Lyn Curtis erzählt die Geschichte zart-leicht. Sie trifft an den richtigen Stellen die richtigen Wörter. Dadurch treten die eigenen Emotionen beim Lesen hervor. Man fühlt mit der Protagonistin lediglich mit.

Ich konnte mich direkt mit Maggie anfreunden. Sie ist sympathisch und emotional. Ich habe schnell einen guten Draht zu ihr aufbauen können. Nach und nach konnte ich sie besser kennen lernen. Nicht nur sie, sondern auch die Welt, wie sie die sieht. Ich konnte mit ihr fühlen und mit ihr sehen.

Maggie war ein normales, beliebtes Mädchen. Sie hatte Freunde und spielte erfolgreich Fußball. Doch eines Tages ändert sich ihr Leben komplett – sie wird blind. Sie zieht sich zurück, hat keinen Kontakt mehr zu ihren Freundinnen und spielt kein Fußball mehr. Auch das Verhältnis zu ihren Eltern ist kompliziert. Vor allem das Mutter-Tochter-Verhältnis ist ziemlich schlecht. Sie fühlt sich einsam und leer – verloren in der dunklen Welt.

Doch dann kommt der Tag, an dem sie Ben kennen lernt. Und ab da an nimmt Maggies Leben einen anderen Lauf. Durch die Zeit mit Ben wächst Maggie an ihrer Persönlichkeit. Ihr Selbstwertgefühl steigt. Sie wird selbstbewusster und einsichtiger. Sie wird auch reifer. Das zeigt sich in ihrem Verhalten. Eine neue Maggie voller Freude und Liebe kommt zum Vorschein.

Durch "Alles, was ich sehe" wird einem klar, wie glücklich wir uns schätzen können, zu sehen. Obwohl es die einfachen Dinge sind, zu sehen, zu hören, zu gehen etc., sind es doch die Kostbarsten auf der Welt. Dank Marci Lyn Curtis und dieser Geschichte wird einem nochmal deutlich gemacht, wie wichtig die Gesundheit ist.



Fazit

Eine hinreißende Geschichte mit einem schwierigen Thema und doch so leicht zu lesen. Sie packt von der ersten Seite an und bringt den Leser zum Nachdenken.

Auch das Ende ist gut gewählt und rundet die Geschichte schön ab. Kurz gesagt: eine schöne, emotionale Geschichte mit klarer Leseempfehlung!


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Tags: emotionen, jugendbuch   (2)
 

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essstörung, magersucht, therapie, bulimie, tod

Alles so leicht

Meg Haston , ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.07.2015
ISBN 9783522202152
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan.

Quelle: Thienemann-Esslinger Verlag



Meinung

"Alles so leicht" ist ein ausgezeichnetes Debüt der Autorin Meg Haston. Mit ihrem hervorragendem Schreibstil hat sie die Geschichte besonders hervorgehoben. Feine und ausdrucksstarke Wortwahl unterstreicht das Ganze und bringt beim Leser Emotionen hervor. Mitfühlend und hoffnungsvoll wird die Geschichte über Stevie erzählt.

Stevie ist 16 Jahre alt und leidet unter Magersucht und Bulimie. Nach einem tragischen Vorfall in der Familie hat sie sich nämlich ein Ziel gesetzt: von Tag zu Tag immer leichter zu werden und so ihrem verstorbenem Bruder immer ein Stück näherzukommen.

Voller Besorgnis weist ihr Vater sie ins Therapiezentrum ein. Auch dort verfolgt sie ihrem Plan. Doch nach und nach öffnet sie sich ihrer Therapeutin Anna, denn Anna ist anders als alle anderen Therapeuten. Es entwickelt sich ein intensives, teils freundschaftliches Verhältnis zwischen den beiden. Anna unterstützt sie und hilft ihr, so gut es geht. Doch schafft sie auch, Stevie von ihrem Plan abzuhalten?

In den mitreißenden Rückblenden.wird Stevies Geschichte eingeleuchtet. Ihre Beziehung zu ihrer Mutter und ihrem Bruder sowie auch ihre Freundschaft zu Eden werden beschrieben. So kriegt der Leser einen besseren Einblick in Stevies Geschichte. Schließlich werden die Umstände sichtbar, die zu ihren Essstörungen geführt haben.

Stevie habe ich in erster Linie ganz nett aufgefasst. Doch später als ich sie besser kennen gelernt habe, habe ich ihr gegenüber Sympathie empfungen. Ich habe mit ihr gefühlt und mit ihr gelitten.

Sie hat eine große Entwicklung vollzogen. Die zu Beginn schwache, einsame Stevie ist zu einem starken Mädchen herangewachsen.



Fazit

So rührend und ehrlich erzählt Meg Haston in "Alles so leicht". "Alles so leicht" ist eine bewegende Geschichte, die unter die Haut geht. Es ist eine Geschichte voller Schmerz und Hoffnung zugleich. Klare Leseempfehlung!

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Tags: jugendbuch   (1)
 

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liebe, jugendbuch, reisen, paris, liebesroman

Und ein ganzes Jahr

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.03.2016
ISBN 9783841421074
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Wenn Du einem Menschen begegnet bist, der dein Herz geöffnet hat, wirst du alles dafür tun, ihn wiederzufinden. Aber was, wenn du dann tatsächlich vor ihm stehst?

Eine große, überwältigende Geschichte von Entscheidungen und Zufällen – und vom Glück, wenn beides zusammenkommt.
Wer ist Willem wirklich?
Was ist in diesem Jahr passiert?
Und – was ist noch zwischen ihnen?
Jetzt erzählt er seine Geschichte!

Quelle: Fischer



Meinung

"Und ein ganzes Jahr" ist der zweite Teil des Roman-Duos "NUR EIN TAG ... UND EIN GANZES JAHR".

In "Und ein ganzes Jahr" wird nun die Geschichte aus der Sicht von Willem erzählt. Leider hat mich aber Willems Geschichte nicht packen können.
Ich muss gestehen, ich habe es langweilig und monoton empfunden. Zwischendurch gibt es Momente, die die Geschichte etwas spannender macht, aber es ist nur für eine kurze Dauer. Die Handlung ist für mich zu trocken. Mir hat es an Emotionen gefehlt. Die Geschichte konnte mich nicht berühren. Dadurch geht die Authenzität verloren.

So wie Allyson in "Nur ein Tag" ist Willem hier mir fremd gewesen. Ich konnte keinen Draht zu ihm aufbauen. Im ersten Teil ist er etwas sympathisch gewesen, aber hier im zweiten Teil fehlt mir die Sympathie. Ich finde ihn eher oberflächlich und unecht.

Das Ende habe ich mir anders vorgestellt. Es hat nicht meinen Ansprüchen genügt. Ich hätte mir gewünscht, dass das Ende etwas ausführlicher erzählt worden wäre. Irgendwie fehlt mir ein zufriedenstellender Schluss. Eine Aussprache zwischen Allyson und Willem wäre eine Möglichkeit gewesen.

Was mir aber gut gefallen hat, ist, dass "Nur ein Tag" und "Und ein ganzes Jahr" jeweils in ein Tag und ein Jahr unterteilt ist. Auch die Cover passen wunderschön zusammen. Es ist eine schöne, einheitliche Darstellung des Duos.



Fazit

Leider konnte mich "Und ein ganzes Jahr" nicht überzeugen. Meine Erwartungen sind nicht erfüllt. Der Protagonist Willem ist für mich zu leblos, die Handlung zu fad und das Ende nicht zufriedenstellend.

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Tags: liebesroman, roman   (2)
 

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dämonen, fantasy, gargoyles, dark elements, jennifer l. armentrout

Dark Elements - Steinerne Schwingen

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.09.2015
ISBN 9783959670036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Ich kann Dämonen aufspüren, denn ich bin eine von ihnen. Ich kann den Menschen bis in die Seele schauen. Und ich kann sie ihnen rauben - mit einem Kuss. Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut - und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet ? und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!


Quelle: HaperCollins




Meinung

"Dark Elements – Steinerne Schwingen" ist das erste Buch von Jennifer L. Armentrout, welches ich gelesen habe. Es hat mir besondersn gut gefallen.

Der Einstieg in die Geschichte ist unkompliziert gewesen. Ich bin direkt in der Handlung drin gewesen. Ich habe die Spannung nicht vermisst. Sie ist immer vorhanden und steigt von Kapitel zu Kapitel. Ich wollte das Buch nicht aus der Hand lassen. Es hat mich in den Bann gezogen und richtig gefesselt.

Die Ausdruckweise und der Schreibstil haben mir gefallen. Jennifer L. Armentrout benutzt eine einfache Sprache und greift auf die Ich-Perspektive. Sie erzählt die Handlung aus der Sicht von Layla. Obwohl der Begriff "Dämon" umfangreich ist, ist er hier leicht gehalten, sodass keine Verständnisprobleme existieren. Begriffe, wie Gargoyles, Hohedämon, etc. sind verständlich und einfach erklärt.

Ich habe mich schnell an den Schreibstil gewöhnt und konnte auch flüssig lesen. Jennifer L. Armentrout schafft eine wunderbare, angenehme Leseatmosphäre.

Layla ist halb Wächterin und halb Dämon. Sie geht zur Schule und lebt mit ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Obwohl sie Halbdämon ist, jagt die nachts Dämonen. Denn sie sind böse, so Laylas Wissen. Doch durch das Auftreten von dem Dämon Roth ändert sich ihr Leben komplett.

Sie ist hin- und hergerissen. Soll sie ihrer Wächter-Ersatzfamilie Loyalität zeigen und über Roth alles offenbaren oder soll sie Roth, einem Dämon, vertrauen?
Schließlich wächst sie in ihrer Persönlichkeit. Nach vielen Erlebnissen entwickelt sie sich zu einer kämpferischen, starken Person. Auch wenn die Wahrheit über ihre Herkunft sie bitter trifft, steht sie aufrecht und noch stärker.
Layla ist mir sofort sympathisch gewesen. Ich habe sie ins Herz geschlossen und bewundere ihre Entwicklung sehr. Ihr Standpunkt ist nicht leicht und nach all dem, was sie erfahren hat, verliert sie ihr Selbstvertrauen nicht. Ihre Gefühle sind so realistisch beschrieben, sodass ich sie richig nachempfinden konnte.
Zu Zayne und Roth habe ich auch einen guten Draht aufbauen können. Ich kann nicht sagen, welchen von den Beiden ich mehr lieb habe, denn beide sind in der eigenen Art und Weise sympathisch und verleihen der Geschichte so eine besondere Note.

"Dark Elements – Steinerne Schwingen" kann eigentlich als eine in sich abegschlossene Geschichte angesehen werden, die Potential zu einer Fortsetzung hat. Glücklicherweise hat die Autorin diesen Potential benutzt. In "Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht" wird die Geschichte um Layla fortgesetzt.



Fazit

"Dark Elements - Steinerne Schwingen" ist eine großartige, spannende Geschichte. Sie ist hinreißend erzählt und hat mich von der ersten Seite an sofort gepackt.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.


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Tags: dämon, fantasy, jugendbuch   (3)
 

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liebe, kultur, islam, jugendbuch, wolfgang schnellbächer

Unser wildes Blut

Wolfgang Schnellbächer , Nur Öneren
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.02.2016
ISBN 9783570163832
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Alexander liebt seine Mitschülerin Aysel. Doch es ist eine Liebe, die nicht sein darf. Denn Aysel ist Muslimin und Alexander Christ. Die beiden haben keine Chance. Aysels Bruder Ilhan, der auf dieselbe Schule geht, wacht mit Argusaugen über die Ehre seiner Schwester. Aber so leicht gibt Alexander nicht auf. Als der Konflikt sich immer mehr zuspitzt und die ganze Schule in zwei Lager spaltet, soll Aysel plötzlich verheiratet werden. Den beiden Liebenden bleibt nur die Flucht. Doch Aysels Bruder ist ihnen dicht auf den Fersen.


Quelle: cbt



Meinung

Aysel und Alex. Eine Muslimin und ein Christ und die verbotene Liebe.

In "Unser wildes Blut" treffen zwei Kulturen aufeinander. Aysel ist eine Türkin und sehr behütet aufgewachsen. Sie trägt Kopftuch und ihre Familie ist an den türkischen Normen und Werten gebunden. Neben Yasin hat sie noch Ilhan, ihren Zwillingsbruder.Alex hingegen ist ein Deutscher. Er ist liberal erzogen und hat in vielen Ansichten seine Freiheit – auch in der Liebe. Er ist ein anständiger, guter Junge. Das zeigt sich in seinem Verhalten gegenüber Aysel. Er geht sanft und respektvoll mit ihr um. Obwohl vieles gegen die Liebe zwischen den Beiden spricht, steht er zu ihr und gibt sie nicht auf. Doch hat die Liebe überhaupt eine Chance?

Die Geschichte ist in der dritten Person geschrieben und enthält viele kurze Kapitel. Der Schreibstil ist leicht gehalten und schön poetisch. Ich konnte fließend lesen.

Die Perspektive wechselt zwischen Ilhan und Alex. Dadurch habe ich als Leser einen guten Eindruck in die Gedanken und Gefühle von Ilhan und Alex bekommen. Während Alex zu Beginn doch teils still und zurückhaltend wirkt, entwickelt er sich zu einem selbstbewussten, tapferen Mann, der für die Liebe kämpft. Auch Ilhan macht eine Entwicklung durch. Anfangs ist er locker, trinkt Alkohol und hat seinen Spaß. Doch als es um die Ehre seiner Schwester geht, steht er in einem Konflikt mit sich selbst. Zweifel, Angst und Wut zerstreuen sich in ihm. Es ist der Kampf mit sich selbst und der Auslöser für all das ist seine eigene Schwester Aysel.

Obwohl es keine Perspektive von Aysel gibt, werden ihre Gedanken in Ilhans und vor allem in Alex' Perspektive ganz gut beleuchtet. Durch die tiefsinnigen Gespräche mit Alex wird ihre Sichtweise näher vorgestellt. Schließlich steht sie zwischen ihrer Familie und Alex. Doch für wen wird sie sich entscheiden?

Die unterschiedliche Sichtweisen der beiden Kulturen sind in "Unser wildes Blut" durch Ilhan und Alex sehr gut dargestellt. Obwohl wir in einer modernen Gesellschaft leben, gibt es heutzutage dennoch Familien, die diese Sichtweise vertreten. Für viele Leser möge es vielleicht klischeebehaftet klingen, was alles in der Geschichte thematisiert wurde, aber es ist die Wahrheit. Das Autorenpaar hat es genau auf den Punkt gebracht.
Schließlich kann ich noch hinzufügen, dass es ein brisantes Thema ist, welches in eine schöne, authentische Jugendgeschichte verpackt ist. Es ist dem Autorenpaar hervorragend gelungen.



Fazit

"Unser wildes Blut" ist eine tiefgründige Geschichte über zwei Kulturen, die aufeinander treffen. Sie ist poetisch erzählt und mit einer schönen, authentischen Liebesgeschichte beschmückt, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

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Tags: jugendbuch, kultur, liebe   (3)
 

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paris, liebe, shakespeare, gayle forman, nur ein tag

Nur ein Tag

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.03.2016
ISBN 9783841421067
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.

Quelle: Fischer FJB



Meinung

"Nur ein Tag" ist der erste Teil des Roman-Duos "NUR EIN TAG ... UND EIN GANZES JAHR".

"Nur ein Tag" ist in zwei Teile unterteilt – Teil eins Ein Tag und Teil zwei Ein Jahr.

Ein Tag hat mir gut gefallen.

Direkt zu Beginn bin ich in der Geschichte drin gewesen. Der Schreibstil ist leicht gehalten, sodass ich auch locker lesen konnte. Die Handlung ist interessant gestaltet. Sie hat mich schon gepackt. Und durch den guten Lesefluss habe ich auch direkt Teil eins durchlesen können.Allyson mag ich. Ich konnte mit ihr direkt eine Freundschaft knüpfen. Obwohl sie anfangs vernünftig und anständig erscheint, trifft sie eine spontane, verrückte Entscheidung. Sie geht mit Willem, den sie gerade erst kennen gelernt hat, nach Paris und verbringt mit ihm dort einen ganzen Tag.
Ich finde es von ihr mutig und leichtsinnig gleichzeitig. Immerhin ist Willem ein Fremder und es hätte auch nach hinten losgehen sollen. Doch sie wollte etwas untypisches, verrücktes tuen. Und somit erlebt sie einen unvergesslichen Tag in Paris mit einem bitteren Ende.


Ein Jahr hat mich leider enttäuscht.

Ich habe in diesem Teil Allyson größtenteils nervig empfunden. Ständig bemitleidigt sie sich selbst. Sie verbrachte mit Willem einen Tag und dann trauert sie ihm hinterher – ein ganzes Jahr. Ich kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen, aber ihr Verhalten nicht. Sie lässt sich gehen, ist meist desinteressiert und schließt sich von der Gesellschaft ab. Ich habe den Eindruck bekommen, dass sie depressiv ist. Immer wieder hat sie die Gedanken an Willem – fast bei allein Gelegenheiten und Situationen. Das hat mir nach einer gewissen Zeit die Nerven geraubt. Schließlich ist auch die Sympathie zu ihr verflogen.

Die Handlung ist eher öde gewesen. Die Authentizität und die Spannung sind verflogen. Und der Reiz zum Weiterlesen ist fast nicht mehr da gewesen. Der zweite Teil hat mich einfach nicht mehr gepackt.
Nur zum Schluss hin ist es etwas spannender gewesen. Und das Ende hat meine Neugier wieder geweckt, sodass ich mich interessiert an "Und ein ganzes Jahr" gewidmet habe.



Fazit

"Nur ein Tag" ist eine gute Geschichte, die mich zu Beginn gepackt hat, aber im späteren Verlauf leider nicht mehr. Die Protagonistin ist mir durch ihr Verhalten später unsympathisch und nervig geworden.
Die Geschichte hätte interessanter und spannender gestaltet werden können.

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Tags: liebesroman, roman   (2)
 

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223 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

island, elfen, fantasy, magie, nina blazon

Silfur - Die Nacht der silbernen Augen

Nina Blazon , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.03.2016
ISBN 9783570163665
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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180 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

aneurysma, liebe, jugendbuch, krankheit, friedhof

All die schönen Dinge

Ruth Olshan , Cornelia Niere
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.02.2016
ISBN 9783789103711
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiß, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Es hat sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie.


Quelle: Oetinger




Meinung

"All die schönen Dinge" von Ruth Olsen ist eine leichte Lektüre für zwischendurch.

Der Schreibstil ist locker und leicht gehalten. Hauptsächlich gibt es kurze Sätze. Dadurch fällt das Lesen einfach und die Geschichte lässt sich schnell und einwandfrei lesen.

Zuerst habe ich Tammie als ein krankes Mädchen kennen gelernt. Sie hat Aneurysma und weiß, dass sie eines Tages sterben wird. Sie wirkt manchmal trüb und von der Lebensfreude und -lust sind selten zu sehen.
Doch auf der Suche nach dem perfekten Grabspruch lernt sie Fynn kennen, der voller Lebensfreude steckt. Er behandelt sie ganz "normal" und dramatisiert die Tatsache nicht, stattdessen steckt er sie mit seiner Lebensfreude an. Durch ihn lernt sie wieder, richtig zu leben. Sie unternimmt mit ihm Aktivitäten und von Zeit zu Zeit wächst sie sogar an ihm. Schließlich ist sie zu einer selbstbewussten, glücklichen Frau gewachsen, was mich beeindruckt hat.
Tammie und Fynn habe ich schnell lieb gewonnen. Dass Tammie todkrank ist, hat mich dann umso mehr mitgenommen. Doch ich habe mich sehr für sie gefreut, als sie den lieben Fynn kennen gelernt hat. So ein Glück, einen besonderen Menschen kennen zu lernen, bekommt nicht jeder im Leben.

Beide erleben emotionale Momente, die deutlich beschrieben sind und mich gerührt haben.

Neben den emotionalen Momenten gibt es auch lustige Momente in der Geschichte, die mich amüsiert haben. An einigen Stellen habe ich auch geschmunzelt.

Obwohl das Thema einen schwierigen Standpunkt hat, ist es in der Geschichte gut verpackt. Es wird nicht nur die Krankheit thematisiert, sondern auch wie man trotzdessen weiterleben kann. All das Schöne im Leben hat dennoch einen Wert und sollte auch wertgeschätzt werden.

Gerade zum Ende hin ist es traurig, was mich als Leser ebenfalls mitgenommen hat. Vor allem sind diese traurige Momente so authentisch beschrieben, sodass ich das Gefühl hatte, ich wäre mitten dabei und habe umso mehr gefühlt.

Die Geschichte hat mir gut gefallen. An einigen Stellen in der Geschichte habe ich mir jedoch mehr Tiefe gewünscht. Ein paar Details oder Erläuterungen haben mir gefehlt.



Fazit

"All die schönen Dinge" hat mich schön unterhalten. Es ist tiefgründig und amüsant zugleich. Und trotz des schwierigen Themas ist die Geschichte locker zu lesen.

Und eines nimmt man nach dem Lesen definitiv mit: Das Leben ist trotz möglichen Hindernissen lebenswert!

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Tags: jugendbuch, liebesroman, roma   (3)
 

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227 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

meerjungfrau, nixe, kopenhagen, dänemark, meer

LILLESANG - Das Geheimnis der dunklen Nixe

Nina Blazon ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.09.2014
ISBN 9783570162873
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt

Jo und ihre Familie fahren an die dänischen Küste. Dort ist ein altes Haus, welches sie geerbt haben. Die Nachbarin Bente erzählt den Kindern eine gruselige Geschichte über Meereswesen. Doch das schreckt Jo nicht ab, da sie das Wasser sehr liebt. Doch in der Nacht hört sie eine Stimme singen und wird so an den Strand gelockt. In letzter Minute kommt Bente zu ihrer Rettung und kann ihr helfen. Doch eins weiß Jo nicht, es gibt ein dunkles Familiengeheimnis. Und der Schlüssel dafür liegt in Bentes Hand.



Meinung

"Lillesang - Das Geheimnis der dunklen Nixe" hat mir sehr gut gefallen. Obwohl das Buch für Leser ab 10 Jahren vorgesehen ist, konnte es mich als Erwachsener vollkommen überzeugen. Zudem muss ich auch sagen, dass die Verknüpfung der Geschichte mit Hans Christian Anderson bzw. sein Märchen eine tolle Idee ist, die die Autorin gut umgesetzt hat. Sie ist ihr auf jeden Fall gelungen.

Das Rätseln zwischen Gut und Böse hat die Autorin geschickt eingeführt. Bis zu den letzten Seiten bin ich mir nicht sicher gewesen, ob bestimmte Charaktere nun zur guten oder zur bösen Seiten gehören. Das liegt vor allem daran, dass diese sich manchmal geheimnisvoll und rätselhaft verhalten haben.

Obwohl Jo als Charakter schon zu jung ist, konnte ich mich schnell mit ihr anfreunden. Sie verhält sich nicht kindisch oder nervig. Sie handelt meist überlegen und erwachsen, was die Geschichte nicht zu kindhaft macht.

Die Geschichte ist mysteriös und etwas gruselig gestaltet, aber auch nicht so extrem, dass junge Leser sie lesen können. Das Geheimnis um die dunkle Nixe macht die Geschichte außerdem noch spannender. Ebenso stellt man sich während des Lesens die Frage, ob sie zu den Guten oder den Bösen gehört. Doch kann man nur gut oder nur böse sein? Steckt nicht in jedem etwas Gutes und Böses?

Zu dem Sprachgebrauch kann ich noch sagen, dass die Autorin sie leicht gehalten hat. Er ist für junge Leser gut zugeschnitten. Demtentsprechend lässt sich die Geschichte auch einfach und schnell lesen.

Erwähnenswert ist vor allem aber auch das schöne Cover. Es glitzert wunderbar. Der Glitzer kommt durch den türkisen Hintergrund hervorragend zur Geltung. Und die türkisen Schuppen auf dem Cover passen zu dem Titel und der Geschichte besonders gut.



Fazit

Ein märchenhaftes, magisches Buch, das von der ersten Seiten an den Leser fesselt. Absolute Leseempfehlung!

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Tags: jugendbuch   (1)
 

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

krankenhausalltag, krankheiten, medizin, humor, syndrome

Das Simpsons-Syndrom

Bettina Balbutis
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.06.2014
ISBN 9783404607884
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt

Stellen Sie sich vor, Sie sind hackedicht, obwohl Sie keinen Tropfen Alkohol getrunken haben. Stellen Sie sich vor, Sie halten sich für mausetot, obwohl Sie quicklebendig sind. Stellen Sie sich vor, Sie werden vor Scham plötzlich nicht mehr rot, sondern gelb - wie Homer Simpson. Das gibt es nicht? Doch, das gibt es! Dr. Bettina Balbutis hat diese und andere kuriose Krankheiten erlebt. Sie erzählt von 33 medizinischen Phänomenen, die so bizarr und seltsam sind, dass jeder Hausarzt mit den Schultern zuckt, bevor er laut zu lachen anfängt. Lustig, absurd, informativ: ein Gesundheitsbuch der ganz besonderen Art!

Quelle: Bastei Lübbe



Meinung

"Das Simpsons-Syndrom" enthält skurrile Fallgeschichten aus der Medizin, die einen zum Erstaunen bringen. Ob es nun die behaarte Zunge oder die Stinknase sind, es gibt sie wirklich. Nichts ist hier fiktik. Daher ist man als Leser umso mehr überrascht, solche außergewöhnliche Krankheiten zu erfahren.

Dr. Bettina Balbutis hat das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben. So wirkt es nicht nur authentisch, sondern ich durfte so einen Blick in ihr Alltagsleben als Ärztin erhalten. Außerdem habe ich das Gefühl bekommen, dass sie wie eine Freundin einem über ihr Leben erzählt. So hat das Ganze auch nicht befremdlich oder distanziert gewirkt wie ein Sach- oder Lehrbuch, sondern eher wie eine Erzählung einer Freundin.

Jede einzelnge Fallgeschichte ist in einer angemessenen Länge geschrieben, die sich schnell und einfach lesen lassen. Dr. Bettina Balbutis verwendet zwar ab und zu medizinische Fachwörter. Diese werden aber auch kurz erklärt, so dass man das Nötigste weiß. Es ist keineswegs wie ein Medizinbuch voller Fachwörter. So lässt sich dieses Buch auch sehr angenehm lesen.



Fazit

Ein Buch, das nicht nur lehrt, sondern den Leser auch herrlich unterhalten kann.

Wer gerne auf eine humorvolle Art und Weise neue Krankheiten entdecken möchte, dem kann ich das Buch wärmstens empfehlen.



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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

freunde, möglichkeiten, liebe, prom

Kopf, Zahl oder Liebe

Liz Czukas , Jeannette Bauroth
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Loewe, 11.08.2014
ISBN 9783785579473
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Der Abschlussball rückt näher und es ist der hervorragende Zeitpunkt, ein tolles Date zu haben. Aber für Heart nicht. Sie hat das perfekte Plan für den Abschlussball. Sie möchte eine Party mit ihren Freunden machen. Plötzlich erhält sie aber zwei Einladungen zum Ball. Da sie unentschlossen ist, wirft sie eine Münze. Kopf oder Zahl?



Meinung

Heart erlebt beide Variationen des Ballabends. Es ist sehr unterhaltsam gewesen, beide mit ihr zu erfahren. Mit viele Höhen und Tiefen, die für Spannung erzeugt haben, habe ich keine Langeweile beim Lesen gehabt. Auch die Überraschungen und Hearts Peinlichkeiten haben mich sehr amüsiert, so dass ich hin und wieder an einigen Stellen geschmunzelt habe.

Ich finde es allgemein interessant, Geschichten zu lesen, die hätten anders verlaufen können. Immerhin fragt man sich im realen Leben auch "Was wäre, wenn...".

Ich konnte durch den leicht gehaltenen Schreibstil flüssig lesen, dennoch musste ich mich beim Lesen etwas anstrengen, da die beiden Variationen des Ballabends immer abwechselnd erzählt wurden. Und um dadurch zu blicken und jede Handlung logisch zu folgen, damit keine Verwechslungen auftreten, musste ich schon konzentriert lesen, was ich nach einer gewissen Zeit etwas mühsam finde. Das finde ich leider störend an der Geschichte. Ich hätte es lieber gehabt, erst die eine Variante und dann die nächste zu lesen.

Ebenso habe ich anfangs merkwürdig empfunden, einen Charakter mit dem Namen Heart kennen zu lernen, da es ein ungewöhnlicher Name ist. Der hört sich auch in erster Linie kitschig an, aber mit der Zeit legt es sich.

Heart finde ich nett. Ich konnte mich auch mit ihr gut anfreunden. Manchmal habe ich sie aber zu gutgläubig empfunden. Sie lässt sich von ihrem Bruder ausnutzen. Vielleicht liegt es daran, dass die ein gutes Herz hat ;) Ansonsten ist sie eine liebenswerte Person, die man gern hat. Im Gegensatz zu ihrem Bruder, den ich gar nicht leiden konnte. Für mich ist er zu egoistisch und gibt seinen Freunden mehr Wert als seiner eigenen Schwester, was ich nicht nachvollziehen kann.

Das Ende der Geschichte ist gut abgerundet und hat mich auch eigentlich zufrieden zurückgelassen. Eins hat mich aber gestört. Es wird einem nicht verraten, welche Variante Heart nunmal richtig erlebt hat. Ich hätte es mir gewünscht, wenn es erwähnt wäre. So bleibt eine kleine Lücke in der Geschichte zurück.



Fazit

Was wäre, wenn... ?

Ein sehr schönes und unterhaltsames Buch für zwischendurch.


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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

psychothriller, familie, thrille, jugendbuch, th, freundschaft

Stille Feindin

Alexandra Kui
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.06.2014
ISBN 9783570162750
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

"Farina und Tami (beide 17) haben eines gemeinsam: Ihre Kindheit würden sie am liebsten aus dem Gedächtnis streichen. Als sie Freundinnen werden, hat Tami das Gefühl, sie hätten auf wundersame Weise schon immer zusammengehört, obwohl sie sich erst seit kurzer Zeit kennen. Und tatsächlich hat sich ihr Weg in der Vergangenheit schon einmal gekreuzt: Da ist etwas, was sie beide gleichermaßen betrifft. Ein Abgrund, der Farina unberechenbar macht – sogar für sich selbst. "


Quelle: cbt



Meinung

"Stille Feindin" wird als Thriller angesehen. Doch für mich hat die Geschichte wenig mit einem Thriller bzw. Psychothriller gemeinsam. Mir fehlen lediglich die Thriller- und Psychoelemente. Spannungsmomente sind ab und zu vorhanden, aber wenn ich einen Spannungsbogen hätte zeigen müssen, würde er etwa mittelmäßig verlaufen. Die obere Grenze würde er nicht erreichen. Kurz gesagt, die Geschichte hat mich nicht umgehauen.

Ich konnte zwar leicht lesen, aber dennoch ist das Lesen träge gewesen, was auf die Handlung zurückzuführen ist. Sie hat mich nicht gefesselt und ist schwach ausgeführt. Eigentlich ist die Idee ganz gut, aber sie hätte besser umgesetzt werden können.

Des Weiteren habe ich einige Stellen als fragwürdig und unklar empfunden. Ich konnte nicht ganz erschließen, was für einen Sinn und Bedeutung sie haben.

"Stille Feindin" ist für mich eine Jugendgeschichte über zwei Mädchen, Farina und Tami (Tamara). Beide sind 17 Jahre alt und mit ihrer Vergangenheit unzufrieden. Nachdem Tamis Familie umzieht, lernt sie Farina kennen. Schnell entsteht eine Freundschaft zwischen den Beiden. Farina hilft Tami, dass sie an der Schule als die neue Schülerin auftrifft, die von ihren Mitschülern akzeptiert und anerkannt wird. Das schätzt Tami sehr, da sie zuvor eher eine nicht beliebte Schülerin war. Eigentlich verstehen sich Farina und Tami gut und sind auf der gleichenen Ebene, doch Farina verhält sich manchmal merkwürdig. Tami kann nicht in sie durchblicken und sucht daher die Beweggründe bei sich. Und das macht sie auch fertig, wodurch die Freundschaft nicht tragfähig und standfest bleibt.

Farinas innerliche Zerrissenheit wird durch ihr Verhalten dargelegt. Sie ist über den Vorfall, welcher sich in ihrer Vergangenheit ereignet hat, nicht hinweg und er begleitet sie bis zur Gegenwart. So geht sie auf ein gefährliches Spiel ein, bei dem das Rachegefühl die Oberhand hat.

Zu dem Ende der Geschichte kann ich erwähnen, dass es zu schnell erzählt worden ist. Ich hätte es mir ausführlicher gewünscht. Außerdem dachte ich zunächst, dass das Ende gut gewählt worden ist, da es kein Happy End ist und dementsprechend auch besser zu der Geschichte gepasst hätte. Doch beim Weiterlesen habe ich erfahren, dass es doch nicht so sei. Ich finde es unglaubhaft, dass Farina am Ende bei so einem gravierenden Ereignis viel Glück hat. Das wirkt für mich nicht authentisch.



Fazit

Leider hat mich diese Geschichte nicht überzeugt. Ich habe mich nach atemberaubenden und spannenden Momenten gesehnt. Eine Empfehlung kann ich daher leider nicht geben.

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Tags: jugendbuch, th, thrille   (2)
 

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

thriller, gibraltar, terrorbekämpfung, spionage, folgen

Empfindliche Wahrheit

John Le Carré , Sabine Roth
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 18.11.2013
ISBN 9783550080364
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Eine streng geheime Anti-Terror-Operation findet in Gibralter statt. Sie wird von Fergus Quinn, der ein hochrangiges Regierungsmitglied ist, und Jay Crispin, der Chef einer internationalen Sicherheitsfirma, geleitet. Bei dieser geheimen Operation soll ein islamistischer Waffenkäufer entführt werden. Quinns Mitarbeiter, Toby Bell, wird schnell klar, dass die Operation nicht einwandfrei verlaufen ist. Er bereitet Nachforschungen, die ihn in eine gefährliche Lage bringen.



Meinung

"Empfindliche Wahrheit" ist das erste Buch von John le Carré, welches ich gelesen habe. Und leider muss ich auch hinzufügen, dass es mich nicht vom Hocker gehauen hat. Es hat mich vielmehr enttäuscht.

Als ich die erste Hälfte des Buches schon gelesen hatte, ist das Lesen immer noch zäh und holprig für mich gewesen. Ich konnte mich mit seinem Schreibstil nicht anfreunden. Obwohl mich das politische Thema angesprochen hat, ist es unter dem Schreibstil bedauerlicherweise untergegangen. Ich musste die Geschichte konzentriert lesen, damit ich so vom Inhalt etwas mitbekomme. Daher habe ich das Lesen sehr anstrengend empfunden.

Zwischendruch habe ich auch das Gefühl bekommen, das Buch zu zuklappen und wegzulegen. Aber da ich es in einer Leserunde las, habe ich mich doch hin und wieder durch die Seiten gequält.

Die zweite Hälfte des Buches ist angenehmer gewesen. Ich konnte teilweise flüssig lesen und bin kaum über die ein oder andere Stelle gestolpert. Die direkte, offene Wortwahl hat mir gefallen und ist authentisch gewesen.

Dennoch frage ich mich: Wieso hat John le Carré nicht zu Beginn diesen Schreibstil verwendet, den er in der zweiten Hälfte des Buches benutzt? Es hätte vieles leichter gemacht.

Zu dem erschwerten Lesen kommen noch starke Sprünge zwischen den Handlungen hinzu, die viel Konzentration verlangen. Damit habe ich auch Probleme gehabt und konnte schließlich dem Inhalt schwer folgen.

Mit Mühe und Not habe ich das Buch doch noch zu Ende gelesen. Das Ende ist offen gestaltet. Ich hätte es besser empfunden, wenn es abgerundet wäre. Oder auch ein Epilog wäre angemessen gewesen. Aber so lässt die Geschichte am Ende den Leser mit viel zu offenen Fragen zurück, was zur Unzufriedenheit führt.

Die Charaktere Kit und Toby sind zwar ganz in Ordnung, aber ich konnte mich nicht mit ihnen sympathisieren. Des Weiteren finde ich ihre Verhaltensweisen zu leichtsinnig und ihre Beweggründe sind mir nicht schlüssig gewesen. Die beiden sind mir einfach zu naiv und blauäugig. Das führt dazu, dass sie unrealistisch wirken und künstlich dargestellt sind.

Letzten Endes bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass John le Carre nichts für mich ist. Mir hat das Buch den Eindruck verleiht, dass man entweder mit John le Carres Schreibstil zurecht kommt oder nicht. Leider gehöre ich zu der zweiten Gruppe.

Mich konnte das Buch nicht so begeistern, wie ich es mir erhofft habe. Folglich habe ich auch bedenken, erneut auf ein von John le Carrés Buch zu greifen und zu lesen. In Zukunft vermeide ich wohl seine Bücher eher. Schade eigentlich, denn die Themen klingen schon interessant.




Fazit

Ein interessantes Buch, das durch das erschwerte Lesen und dem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil leider untergeht. Leider konnte es mich nicht überzeugen.

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232 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

patrick ness, tod, jugendbuch, homosexualität, leben

Mehr als das

Patrick Ness , Bettina Abarbanell
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.03.2014
ISBN 9783570162736
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Der 16-jährige Seth ertrinkt im Meer. Er stirbt. Dann wacht er auf und befindet sich liegend auf dem Boden eines verlassenen Hauses. Das Haus seiner Kindheit in England, in dem das schrecklichste Ereignis damals passiert ist. Zunächst glaubt er, er sei in seiner ganz persönlichen Hölle, doch die verlassene Welt bietet ihm mehr als das.



Meinung

"Mehr als das" ist das erste Buch von Patrick Ness gewesen, welches ich gelesen habe. Die Kurzbeschreibung hat sehr spannend geklingt, sodass ich schon große Erwartungen an das Buch gesetzt habe. Leider sind nicht alle, wie erhofft, erfüllt worden.

Der Einstieg in die Geschichte ist leicht. Ich bin schnell in der Geschichte drin gewesen. An den Schreibstil habe ich mich auch schnell gewöhnt. Jedoch ist mein Lesefluss etwas problemhaft gewesen. Das hat nicht an dem Schreibstil gelegen, sondern an dem Inhalt. Von Anfang an bis zum ca. 1/3 des Buches ist der Inhalt monoton und zäh. Es ist kaum etwas passiert, vielleicht liegt es daran, weil nur ein einziger Charakter den Inhalt füllt. Dementsprechend mangelt es, meiner Meinung nach, an Spannung. Ein paar Mal gibt es schon kleine Spannungsbögen nach oben, aber anschließend sinken sie nach unten wieder und eine zeitlang bleiben sie auch dort. Erst in dem späteren Verlauf der Geschichte kommt etwas Schwung rein, als weitere Charaktere erscheinen. Danach ist die Geschichte spannender und geheimnisvoll. Man rätselt mit und das Nachdenken über das wahre Leben wird angeregt.

Besonders gut integriert finde ich die Rückblenden an die Vergangenheit von Seth. Diese sind kursiv gedruckt, wodurch man leicht unterscheiden kann, welche Textstellen nun die Vergangenheit oder die Gegenwart wiedergeben. Des Weiteren erfährt man so mehr über Seth. Man kriegt mit, welche Erfahrungen er gesammelt hat. Er hat das Schlimmste damals kennen gelernt, obwohl er noch ein kleines Kind war. Jahre später findet er eine Person, bei der er sich geborgen und sicher fühlte und dieser wird ihm entrissen. Es scheint alles verloren zu sein. Entschlossen geht er ins Meer, doch dies endet mit dem Ertrinken und somit mit dem Tod. Oder fängt damit das wahre Leben erst recht an?



Lieblingszitat

"Schönheit gibt es überall", murmelt Seth. Man muss nur genau hinschauen." (S. 250)



Fazit

Ein interessantes Buch verpackt mit einer ergreifenden, außergewöhnlichen Thematik, das den Leser zum Nachdenken anregt.

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87 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

panther, bettina belitz, jagd, freundschaft, panthersommernächte

Panthersommernächte

Bettina Belitz
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785577691
Genre: Jugendbuch

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843 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

dystopie, mördergen, infernale, sophie jordan, jugendbuch

Infernale

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785581674
Genre: Jugendbuch

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1.079 Bibliotheken, 14 Leser, 17 Gruppen, 179 Rezensionen

thriller, los angeles, serienmörder, mord, serienkiller

Der Kruzifix-Killer

Chris Carter , Maja Rößner
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2009
ISBN 9783548281094
Genre: Krimi und Thriller

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126 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, mystery, island, mord, geisterfjord

Geisterfjord

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken , Yrsa Sigurdardottir
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 09.10.2012
ISBN 9783596512683
Genre: Krimi und Thriller

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(284)

548 Bibliotheken, 4 Leser, 9 Gruppen, 106 Rezensionen

thriller, mord, familie, vergangenheit, kleinstadt

Dem Tode nah

Linwood Barclay ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.09.2008
ISBN 9783548267449
Genre: Krimi und Thriller

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372 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 106 Rezensionen

hamburg, thriller, angst, mord, traumfänger

Ich bin der Herr deiner Angst

Stephan M. Rother ,
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2012
ISBN 9783499258695
Genre: Krimi und Thriller

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641 Bibliotheken, 8 Leser, 9 Gruppen, 80 Rezensionen

entführung, thriller, vergewaltigung, familie, therapie

Still Missing – Kein Entkommen

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 28.01.2011
ISBN 9783596187164
Genre: Krimi und Thriller

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