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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

schwimmen, freundschaft, wasser, seepferdchen, kinderbuch

Jana im Schwimmbad

Veronika Aretz , Matthias Adolphi
Flexibler Einband: 44 Seiten
Erschienen bei VA - Verlag Aretz, 12.07.2017
ISBN 9783944824659
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Jana im Schwimmbad" aus der Serie "Schwimmen macht Spaß" ist ein pädagogisch aufbereitetes Kinderbuch für Kinder der Altersklasse 5-11 Jahre zum Thema Baderegeln.

Die Grundschülerin Jana macht gerade ihr Seepferdchen, innerhalb des Schwimmkurses und bei der Prüfung erlent sie neben dem Schwimmen selbst die dazugehörigen Baderegeln. Dabei ist sie dem ein oder anderen Konflikt ausgesetzt.

Das Buch ist wirklich sehr liebevoll und kindgerecht aufbereitet, die Baderegeln, die der inhaltliche Fokus dieses Buches sind, werden toll in die Handlung integriert, sodass das Kind schon beim Lesen diese Regeln verinnerlichen kann. Toll umgesetzt fand ich auch, dass am Ende des Buches nochmals alle wichtigen Baderegeln ganz konkret aufgeführt werden.
Innerhalb des Geschichte spielen aber nicht nur das Schwimmen und die Baderegeln eine Rolle, auch soziale Aspekte (insbesondere zwischen Jana und Ben) werden aufgegriffen. Gerade in Bezug auf das Schwimmen finde ich es sehr passend, da man nicht selten erlebt, wie manche Kinder das Gefühl haben, jemand anderem etwas beweisen zu wollen. Auch haben Kinder diesen Alters oftmals noch Schwierigkeiten, mit Konflikten umzugehen.

Insgesamt eine sehr gelungene Umsetzung des Themas, auch sonst ist die gesamte Serie ganz aktuell, da man immer wieder in den Medien mitbekommt, dass viele Kinder gar nicht mehr richtig schwimmen lernen. Daumen hoch dafür!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

mayo, grillen, hühnche, grillauswahl, soßen

Mädchen grillen anders

Silke Haun
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Löwenzahn Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783706626064
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Mädchen grillen anders" - schon ein toller Titel für ein Kochbuch zum Thema Grillen, und das Besondere dabei ist, dass es eher an die weiblichen Grillfans gerichtet ist. Und ja, auch Frauen jenseits der 20 dürfen sich angesprochen fühlen.

Das Buch besticht neben dem Titel vor allem durch die wirklich tolle moderne Aufmachung, neben hochwertigen appetitanregenden Fotos ist auch die Farb- und Schriftgestaltung ein echter Hingucker - für Mädchen eben.

Inhaltlich gliedert sich das Buch in folgende Kategorien: Aufstriche, Soßen und Chutneys - Salate - Brote - Beilagen - Burger, Fleisch und Fisch - Nachspeisen - Getränke.
Hier muss ich direkt anmerken, dass die Salate und Beilagen auch gemeinsam hätten aufgeführt werden könne. Denn Salate sind ja im Prinzip klassische Beilagen zum Grillen, außerdem ist die Kategorie der Salate leider sehr klein.

Ich habe bis auf die Getränke aus allen Kategorien bisher einige Rezepte ausprobieren können, besonders die wenigen Salate, die dabei sind, habe ich fast komplett nachgekocht. Auf den ersten Blick wirken die Rezepte einfach in der Zubereitung, die Kunst ist hier tatsächlich der richtige Grill bzw. der richtige Umgang mit dem jeweiligen Grill. Ich hätte vorher wirklich nie geglaubt, dass man z. B. so tolle Desserts auf dem Grill zubereiten kann. Ich muss zugeben, dass innerhalb des Buches die Klassiker Fleisch und Fisch eher langweilig für mich waren, aber einfach nur deshalb, weil alle anderen Kategorien so neu und aufregend sind.

Wie in allen Kochbüchern gibt es natürlich immer einzelne Gerichte, die nicht dem individuellen Geschmack entsprechen, das ein oder andere Rezept gibt es daher auch hier, das wohl nicht unbedingt nachgekocht wird.
Schade dagegen fand ich, dass ein paar Mal das Ergebnis nicht annähernd so ausgesehen hat, wie auf den Fotos im Buch, z. B. beim Kartoffel-Linsen-Salat. An einigen Stellen war die Beschreibung der Zubereitung für mich nicht so schlüssig. Die Kategorien Nachspeisen und Getränke hätten doch noch etwas umfangreicher für meinen Geschmack sein können. Diese winzigen Kritikpunkte sind für mich aber nicht wirklich ein Grund für einen Punktabzug.
Toll fand ich aber, dass man sehr viele der Rezepte auch außerhalb der Grillsaison klassisch im Backofen und Co. zubereiten kann, ohne dass zwangsläufig einen Grill benötigt.

Insgesamt ein wirklich schönes Kochbuch für alle (weiblichen) Grillfans - zukunftig werden die Grillpartys definitiv abwechslungsreicher werden.

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362 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 126 Rezensionen

liebe, europa, reisen, reise, liebe findet uns

Liebe findet uns

J. P. Monninger , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548289557
Genre: Liebesromane

Rezension:

Heather hat vor kurzem die Uni erfolgreich beendet und möchte vor ihrem Berufseinstieg bei der Bank of America noch einmal gemeinsam mit ihren Freundinnen Amy und Constance durch Europa reisen. Auf der Zugfahrt nach Amsterdam trifft sie Jack, einen Freigeist, der den Zielen seines Großvaters anhand dessen Reisetagebuches nachreist. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, gemeinsam setzen sie ihre Reise fort. Bis Jack plötzlich verschwindet...


Die Geschichte wird aus der Perspektive der Protagonistin Heather erzählt. Sie ist eine starke, schlagfertige junge Frau mit großen beruflichen Zielen. Doch bevor sie für den Ernst des Lebens bereit ist, möchte sie gemeinsam mit ihren besten Freundinnen noch viel erleben. Heather ist meiner Meinung nach eine sehr tiefgründige, vielfältige Figur, die innerhalb des Buches eine tolle Entwicklung durchlebt, vor allem durch ihre Liebe zu Jack. Auch die Art und Weise, wie die Freundinnen miteinander umgehen, ist sehr liebenswert beschrieben.

Jack ist wie ein moderner Hemingway; er reist durch Europa, auf den Spuren nach der Vergangenheit seines Großvaters. Er ist unbeschwert, fühlt sich frei von jeglichen spießigen, gesellschaftlichen Verpflichtungen und möchte ungewöhnliche Orte erleben. Jack ist von Anfang an sehr sympathisch, die schnellen, oft frechen Dialoge zwischen ihm und Heather sind toll zu lesen und zeigen, wie perfekt beide schon zu Beginn harmonieren.


Ihre Beziehung entwickelt sich langsam und sanft, und doch spürt man als Leser sehr früh das starke Band zwischen ihnen. Ich war immer wieder sehr berührt und konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.

Auch die Nebenfiguren, hauptsächlich Amy und Constance sind sehr gut beschrieben, die jungen Frauen zeigen durchgehend, wie tief ihre Freundschaft verwurzelt ist und wie groß ihr gegenseitiges Vertrauen zueinander ist.

Die vielen verschiedenen Orte, die Heather und Jack gemeinsam bereisen, sind sehr detailgetreu und interessant beschrieben. Als Leser spürt man förmlich die Begeisterung der beiden Hauptfiguren für jedes einzelne Reiseziel. Einiges, was beide auf ihrer Reise durchleben, stimmt mich als Leser ebenfalls nachdenklich.


Der Schreibstil des Autors ist für mich unglaublich schön und berührend, fast schon lyrisch. Außergewöhnlich ist für mich hierbei, dass der Schreibstil sich der Stimmung und auch der Entwicklung der Figuren anpasst, insbesondere im zweiten Teil des Buches. Auch schwingt durchgehend eine gewisse Melancholie mit – ohne dabei aber jemals kitschig oder überzogen zu sein.


Insgesamt bin ich einfach begeistert von diesem Roman, der mich nachhaltig berührt und in seiner Geschichte und Erzählweise beeindruckt hat. „Liebe findet uns“ ist für mich jedenfalls nicht mit anderen Liebesgeschichten vergleichbar, die ich bisher gelesen habe. Die Geschichte bietet einige überraschende Wendungen, die sie durchweg spannend machen, auch ist nichts davon wirklich vorhersehbar. Für mich eine absolute Empfehlung!

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

witzig, liebe, emotional, frauenroman, frech

Fast so was wie Liebe

Bina Kratsch
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 01.05.2017
ISBN 9783903091283
Genre: Romane

Rezension:

Für einen Wettbewerb einer Literaturzeitschrift schickt Nicola ein altes Liebesgedicht ihrer ehemaligen Liebe Mark ein. Ungewöhnlich, jedoch gibt es ein Auto zu gewinnen, was Anreiz genug ist. Nicola und Mark, mittlerweile beide längst verheiratet, kommen ins Finale des Wettbewerbes und werden gemeinsam mit zwei anderen Paaren für ein Wochenende nach Tirol eingeladen. Hier soll der endgültige Gewinner gekürt werden. Nicola und Mark treffen nach vielen Jahren das erste Mal aufeinander, nachdem in der Vergangenheit vieles schlecht gelaufen war und vieles ungesagt blieb. Es beginnt ein spannendes, turbulentes Wochenende für alle Beteiligten.

"Fast so was wie Liebe" ist in der Tat ungewöhnlich und sicher kein typischer Frauenroman, und das meine ich durchweg positiv. Kitschige und klischeehafte Geschichten findet man hier keine, stattdessen durchgehende tolle Unterhaltung mit Witz, Charme und trotzdem vielen Gefühlen.
Die Geschichte wird überwiegend aus Nicolas Perspektive erzählt, zwischendurch kommt allerdings auch Mark zu Wort. Der Schreibstil der Autorin ist locker, erfrischend, sehr humorvoll und kurzweilig, das habe ich selten bei Frauen-/Unterhaltungsromanen gesehen.
Die Figuren selbst sind sehr tiefgründig und sympatisch ausgearbeitet. Nicola ist eine sehr starke Frau, mit einer sensiblen Seite. Mark wirkt auf den ersten Blick eher nicht wirklich greifbar, dies ändert sich aber mit der Zeit immer mehr. Auch die Nebenfiguren erzählen interessante, lustige Geschichten.

Die Story, insbesondere der Ablauf des Wettbewerbes, ist teilweise so verrückt und urkomisch, dass man sich vor Lachen kaum halten kann. Auch sonst werden hier alle Emotionen bedient, die Gefühle kommen besonders gegen Ende des Buches nicht zu kurz - das Ende war für mich schön und traurig zugleich, ein wirklich tolles Finale.
Das einzige Manko ist für mich, dass das Buch so kurz ist. Nicht, dass wirklich Inhalt gefehlt hätte, jedoch finde ich es immer schade, wenn ein Buch, dass mir so gut gefällt, so schnell ausgelesen ist. Eine ganz klare Empfehlung!

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

liebe, liebe macchiato, eva nordmann, roman, kaffee

Liebe Macchiato

Eva Nordmann
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 09.05.2017
ISBN 9781542095594
Genre: Sonstiges

Rezension:

Freya ist leidenschaftliche Barista, die seit langer Zeit im Familienbetrieb der Mazzinis arbeitet, der Inhaber Lorenzo ist für Freya wie ein Vater. Alles ändert sich jedoch, als dieser sein Café an eine große Kette verkauft - für die perfektionistische Barista eine riesige Herausforderung.

Der Titel und das Cover haben mich als Kaffeeliebhaberin sofort angesprochen. Schon die ersten Seiten des Romans haben mich begeistert, die liebevollen detailgetreuen Beschreibungen der Kaffeezubereitung haben mir sofort den Duft der Kaffeebohnen in die Nase getrieben. Die Geschichte gibt nicht nur einen Einblick in die Kunst des Kaffeekochens, sondern auch in die italienische Lebenskultur.
Freya ist als Hauptfigur durchaus sympathisch, sie ist perfektionistisch, familienbewusst und auf eine liebenswerte Art in einigen Aspekten merkwürdig. Dennoch fehlt mir bei ihr etwas mehr Tiefgang, auch weitere Informationen zu ihrer Vergangenheit - etwas, dass einige ihrer Gedankengänge und Handlungen nachvollziehbar für den Leser machen würde.
Die Mazzinis sind absolut liebenswert beschrieben, als Leser fühlt und leidet man mit dieser Familie mit.
Die weiteren Nebenfiguren, insbesondere Eric, passen irgendwie nicht so recht in diesen Roman. Gerade Eric als Figur ist so klischeehaft, dass man meinen könnte, er wäre einem anderen Genre entsprungen.

Insgesamt fand ich das Buch sehr unterhaltsam, mit seinen Höhen und Tiefen in der Handlung. Auch wurden bei mir sämtliche Emotionen bedient, auch das ein oder andere Tränchen musste ich beim Lesen verdrücken. "Liebe Macchiato" ist ein Buch mit sympathischen Figuren und einer wirklich schönen Geschichte. Mein absolutes Highlight war das Ende, aber hier möchte ich nicht zu viel verraten.

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207 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

marmelade, trauer, familiengeheimnis, freundschaft, familie

Das Brombeerzimmer

Anne Töpfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783548613178
Genre: Romane

Rezension:

Nora hat vor einem Jahr ganz plötzlich ihre große Liebe Julian verloren. Die Trauer ist nach wie vor sehr groß, eine Form der Bewältigung ist für sie das Kochen von Marmelade. Zufällig erhält Nora einen Brief von Julians Großtante Klara, von der sie zuvor noch nie gehört hatte, außerdem ein tolles Rezept für ihre Brombeermarmelade. Bald stellt sich heraus, dass es innerhalb Julians Familie einige Geheimnisse um Klara gibt. Sie beschließt, sie zu besuchen und lernt dabei nicht nur Klara selbst, sondern auch Mandy kennen und freundet sich sofort mit ihr an.

Die Geschichte ist unglaublich schön und berührend beschrieben, das Buch ist so viel mehr als ein gewöhnlicher Frauen- oder gar Liebesroman. Anne Töpfer hat einen tollen Schreibstil, besonders die Trauer um Julian ist sehr nachvollziehbar für den Leser, und kommt dabei ohne Kitsch oder dergleichen aus. Es werden sehr viele Aspekte aufgegriffen; eine komplizierte, geheimnisvolle Familiengeschichte, Trauerbewältigung, aber auch das Knüpfen von neuen ehrlichen Freundschaften. Keiner der Aspekte kommt innerhalb der Geschichte zu kurz.  

Die Figuren sind überaus sympathisch ausgearbeitet, und zwar jede einzelne. Nora ist eine starke junge Frau, die auf ihre Art und Weise mit dem Verlust ihres Mannes in so jungen Jahren umgeht. Toll ist innerhalb der Geschichte ihre Entwicklung zu erkennen, durch ihre spontane Reise und die tollen Menschen, die sie kennenlernt, gelingt ihr erstmals ein Schritt nach vorne. Klara stellt man sich als liebenswerte, wenn auch leicht verbitterte, alte Dame vor, die aber vor allem das Herz am rechten Fleck hat. Aber auch Katharina und vor allem Mandy überzeugen mich total.

Insgesamt ist  „Das Brombeerzimmer“ ein wunderschönes Buch, das sehr ans Herz geht. Selten treffen so viele liebenswerte Charaktere innerhalb einer Geschichte aufeinander. Das Ende kam für mich irgendwie plötzlich, ich hätte sehr gerne noch einige Seiten weiter gelesen, da die Geschichte sicher noch sehr viel Erzählpotential bietet. Vielleicht erwartet uns noch eine Fortsetzung? Einfach ein tolles Buch!

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304 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 112 Rezensionen

lara adrian, erotik, liebe, for 100 days, täuschung

For 100 Days - Täuschung

Lara Adrian , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783802598210
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Avery Ross ist Künstlerin und versucht sich ihren Traum in New York zu erfüllen, mit mäßigem Erfolg. In Geld- und Wohnungsnot ergibt sich zufällig die Gelegenheit als Housesitter ein Luxus Appartment zu bewohnen, dort begegnet sie Milliardär Nick Baine und verfällt ihm sofort.

Zunächst einmal sind natürlich die Charaktere etwas klischeehaft und ganz genretypisch (obwohl ich "Shades of Grey" nicht gelesen habe). Die 25-jährige Avery wirkt sehr häufig naiv, ihr fehlt einfach die Tiefe, obwohl ich das Gefühl habe, dass die Autorin sie als tiefgründige Figur darstellen wollte. Ihre Handlungen sind sehr häufig für mich als Leser nicht nachvollziehbar. Nick Baine dagegen besticht (natürlich) durch sein extrem gutes makelloses Aussehen, ist sich dessen selbstverständlich auch bewusst und unglaublich arrogant. Dennoch kann man besonders in der zweiten Hälfte des Buches zwischen den Zeilen die Gefühle herauslesen, die er für Avery entwickelt. Die Nebenfiguren sind sehr sympathisch, besonders Tasha.

Die Handlung selbst... tja, leider ist nicht sehr viel Handlung vorhanden, was sehr schade ist, da es hier viel Potential gab. Beide Hauptfiguren umgibt eine dunkle Vergangenheit. Gerade was Avery betrifft, löst sich nach und nach das Rätsel, jedoch eher nebenbei. Auch die Handlung in der Gegenwart ist nicht wirklich vorhanden, obwohl doch gerade in Averys Leben aktuell so viel passiert (außer Nick). Stellenweise folgt einfach nur eine Liebesszene nach der anderen. Dies wäre grundsätzlich gar nicht das Problem, mich hat hierbei gestört, dass es für mich als Leser nicht nachvollziehbar ist, wieso Avery neben der körperlichen Beziehung zu Nick auch ihr Herz an ihn verliert. Es sind so wenige Dialoge zwischen beiden vorhanden, dass gar nicht das Gefühl aufkommt, dass da etwas zwischen ihnen entsteht.
Im letzten Drittel des Buches baut sich nochmal ein guter Spannungsbogen auf, der aber mit dem enttäuschenden Ende komplett verfliegt. Die große "Täuschung" bzw. Averys Schicksale aus der Vergangenheit und Nicks Reaktion darauf sind einfach nicht das, was ich erwartet habe. Gleichzeitig macht dies Avery als Figur noch unglaubwürdiger - ich möchte aber nicht zu viel verraten.

Das Buch liest sich allerdings schnell und flüssig, an vielen Stellen jedoch habe ich das Gefühl, dass die Übersetzung etwas missglückt ist. Die Beschreibungen der Liebesszenen sind zu Beginn durchaus prickelnd, werden aber immer überzogener und wiederholen sich oft.

Abschließend hat mich das Buch dennoch gefesselt und innerhalb von zwei Tagen war es ausgelesen, hauptsächlich deshalb, weil die Erwartungen an die nächsten Kapitel hoch waren. Ob ich die Fortsetzungen lesen möchte, wage ich bisher zu bezweifeln.

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73 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

kochbuch, kochen, einfach, gemüse, fleisch

Smart Cooking

Björn Freitag , Hubertus Schüler
Fester Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 21.04.2017
ISBN 9783954531288
Genre: Sachbücher

Rezension:

Björn Freitags neustes Werk "Smart Cooking" verspricht tolle abwechslungsreiche Rezepte, die einfach und schnell nachzukochen sind, dabei soll natürlich auf Einkaufsstress sowie langes Aufräumen und Abspülen nach dem Kochen verzichtet werden.
Gleich zu Beginn des Buches findet man neben ein paar einleitenden Worten zunächst eine Basic-Liste, das heißt Zutaten, die man immer zu Hause hat (oder haben sollte). Ja, das meiste davon habe ich tatsächlich fast immer da, einiges jedoch ist meiner Meinung nach doch zu exotisch, um es als Basic zu bezeichnen (z.B. Kokosessig).

Das Buch gliedert sich in Rezepte mit Fleisch, Geflügel, Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte sowie Suppen und Salate. Außerdem zuletzt noch einige Grundrezepte, insbesondere für Pasta, was ich super finde, da ich mich bisher noch nie an selbstgemachte Pasta getraut habe.

Die einzelnen Rezepte sind toll aufgemacht, die Fotos sind absolut appetitanregend, die Beschreibungen der Rezepte kurz und einfach, dabei ist jeweils aufgelistet, welche Zutaten aus den Basics genutzt werden und welche frisch eingekauft werden müssen. Außerdem ist angegeben, wie viel Kochgeschirr benötigt wird.

Ich habe bereits einige Gerichte nachgekocht, besonders aus den Kategorien Gemüse, aber auch z.B. das Rindfleisch mit Rotwein. Das Essen war sehr lecker, die Auswahl und Menge der Zutaten passt harmonisch zusammen. Man merkt, dass hier eben ein Sternekoch am Werk ist.

Ein Kritikpunkt ist jedoch, dass sich nicht alle Rezepte wirklich so leicht umsetzen lassen, da doch einige Schmorgerichte dabei sind, die deutlich mehr Zeit brauchen. Für mich impliziert das Versprechen nach einfachen Rezepten aber auch gleichzeitig, dass sie schnell gekocht werden können.
Bei den meisten Rezepten aus der Kategorie Fleisch wird meiner Meinung nach ebenfalls ein wenig geschummelt. Klar, ein Steak und dazu Brot (eines der vielen Beispiele) ist deutlich weniger Geschirr und Aufwand, jedoch nicht unbedingt immer ein vollständiges Gericht. Da fehlt doch die ein oder andere Beilage, die dann auch wieder nicht mehr zum Konzept "Smart Cooking" passt.
Einige Rezepte sind außerdem extrem einfach und dabei auch nicht neu (z.B. Hawaii Toast).

Dennoch überzeugt mich das Buch in der Auswahl der Rezepte, die außerdem auch noch absolut familientauglich sind. Die Darstellung ist ein Augenschmaus, sodass ich immer wieder gerne in dem Buch blättere.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

australien, reisen, reise, reportage, campingbus

Der weiteste Weg

Bruno Blum
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 10.04.2017
ISBN 9783667109149
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bruno Blum und seine Partnerin Yvonne begeben sich auf eine abenteuerliche und mutige Reise um die halbe Welt, von der Schweiz bis nach Australien, und das in ihrem Campingbus. In zweieinhalb Jahren legen sie dabei über 90000 Kilometer zurück, bereisen viele Länder, erleben traumhafte Landschaften und lernen viele interessante Menschen kennen. In dem Buch „Der weiteste Weg“ lässt Blum innerhalb des Reiseberichtes seine Erlebnisse Revue passieren und nimmt den Leser auf eine atemberaubende Art mit.

Bereits zu Beginn des Buches schafft es der Autor, den Leser für das Reisen zu begeistern. Die einleitenden Worte zur Faszination des Reisens sind wirklich sehr schön beschrieben, die Motivation für eine solche Reise ist sicher für jeden nachvollziehbar. Jedoch ist es wohl leider nicht jedem möglich, den Schritt letztendlich auch zu wagen, durch Familie und Beruf sind viele zu sehr gebunden, oder es fehlt eben einfach der Mut dazu – denn den braucht man für so ein Abenteuer auf jeden Fall.

Bruno Blum beschreibt Kapitel für Kapitel die einzelnen Etappen der langen Reise, die Erlebnisse innerhalb der bereisten Länder und auch die Begegnungen mit Menschen verschiedener Kulturen. Ich finde diese Beschreibungen überaus interessant und spannend, besonders wie gastfreundlich Blum und seine Freundin stets aufgenommen wurden, hat mich begeistert. Schön fand ich auch Blums Erkenntnis, dass es alleine auf Reisen doch einsam werden kann, obwohl er zuvor immer alleine mit seinem Motorrad unterwegs gewesen ist.
Der Autor liefert in jedem Kapitel viele Hintergrundinformationen zu den bereisten Orten, die ebenfalls sehr faszinierend sind. Gespickt sind diese Infos außerdem mit zahlreichen wunderschönen Fotos, bei denen Fernweh garantiert ist.

Die Kapitel sind relativ kurz, wenn man bedenkt, wie lange die Reisedauer war. Stellenweise hätte ich mir noch mehr Inhalte gewünscht, mehr persönliche Gedanken, die den Reisebericht noch persönlicher und individueller gemacht hätten. Überrascht hat mich bei diesem Buch, dass es doch eher klein ist. Ein etwas größeres Format hätte die wundervollen Fotos viel besser zur Geltung gebracht.

Insgesamt ist „Der weiteste Weg“ ein faszinierender Reisebericht über eine ganz besondere und mutige Reise, die ich absolut bewundernswert finde. Ein Buch, das einen selbst von einer Weltreise träumen lässt!

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172 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 109 Rezensionen

jugendbuch, convention, liebe, nerd, ana und zak

Ana und Zak

Brian Katcher , Ute Mihr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423650250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ana und Zak könnten unterschiedlicher nicht sein, sie ist die klassische Streberin, die Angst vor der Note „gut“ hat und jede mögliche außerschulische Aktivität ausübt, um bessere Chancen bei der Collegebewerbung zu haben. Er dagegen nimmt die Schule nicht besonders ernst und droht sogar seinen Abschluss nicht zu bestehen, obwohl er eigentlich clever ist. Zak ist der typische Nerd. Beide treffen richtig aufeinander, als Zak die Quizmannschaft der Schule für ein Turnier ergänzen soll – eine Auflage seiner Lehrerin, um nicht durchzufallen. Zunächst sind sich beide so gar nicht sympathisch, als aber Anas kleiner Bruder sich zu einer Convention schleicht und beide ihn suchen, ändert sich das nach und nach.

Die Hauptfiguren sind wirklich überaus liebevoll und sympathisch beschrieben. Obwohl sie wirklich sehr verschieden wirken, haben sie doch mehr gemeinsam, als sie selbst glauben. Beide verbindet z.B. eine schwierige familiäre Situation. Ana zeichnet sich durch ihre direkte, lustige, aber auch mitfühlende und einfach nette Art aus, obwohl sie unter dem ständigen Druck fast unerfüllbarer Erwartungen ihrer Eltern lebt. Zak kommt nach dem Tod seines Vaters mit seinem neuen Stiefvater nicht zurecht. Er versinkt in der Welt der Comics und Rollenspiele. Er hat stets einen passenden Spruch auf Lager. Die Figuren haben viel Tiefgang und es ist einfach spannend zu lesen, wie sie sich Seite für Seite weiter annähern und sich vertrauen, und das absolut unterhaltsam und witzig, ohne dabei kitschig zu sein. Auch machen beide innerhalb der eher kurzen Zeit eine tolle Entwicklung durch.
Aber auch die Nebenfiguren sind gut beschrieben, selbst sämtliche Charaktere, die Ana und Zak auf der Convention treffen, sind überaus humorvoll.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, das Buch ist frisch und spritzig geschrieben, durch die wechselnde Erzählperspektive zwischen Ana und Zak sind die einzelnen Kapitel sehr kurzweilig. Dennoch muss ich sagen, dass mir zwischenzeitlich die Ausführungen auf der Convention zu viel waren, was aber nur daran liegt, dass es eben nicht meine Welt ist.

Insgesamt ist es wirklich ein sehr unterhaltsames Buch, das trotz Witz und Charme auf eine zarte Weise die Annäherung zweier junger Menschen beschreibt. Ich finde, dass „Ana und Zak“ nicht unbedingt nur Jugendliche als Zielgruppe hat, sondern ein Buch für jedermann ist.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

diy, basteln, frühling, kreativ, sommer

Made at Home Vol. 2 - Frühjahr & Sommer

Tina Defaux , Laura Kirschbacher , Anna Schneider
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Neuer Umschau Buchverlag, 28.02.2017
ISBN 9783865288387
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich bin sehr gerne kreativ und lasse mich oft von Bastelideen inspirieren.
"Made at Home, Vol. 2" kommt in einer hochwertigen Spiralbindung daher, die während des Umsetzens von Anleitungen sehr praktisch ist. Auch insgesamt hat das Buch eine tolle Aufmachung, es ist eine Freude, darin zu blättern.

Die vorgestellten Anleitungen sind sehr vielfältig und zunächst nach Kategorien sortiert: Ostern, Muttertag & Vatertag, Grüner wird's nicht, Von Kopf bis Fuß auf Sommer eingestellt, Sommer, Freche Früchtchen, Abkühlen.
Die meisten Kreativideen sind wirklich schön und laden zum Nachbasteln ein, sehr viele davon kann man sicher mit Kindern auch ganz toll umsetzen. Mit einigen kann ich persönlich gar nichts anfangen (z.B. die Hasenohren in den Sneakers). Dass einem eben nicht alles gefällt, ist aber bei wohl jedem Buch so. Auffällig ist, dass es sehr viele "fruchtige" Bastelideen gibt. Ganz klar ein Trend im Moment, jedoch nicht unbedingt jedermanns Geschmack.

Jetzt aber zum größten Kritikpunkt: Schaut man sich die Anleitungen zu den jeweiligen Ideen genauer an, stellt man schnell fest, dass diese häufig gar keine richtigen Anleitungen sind. Sehr oft findet man in der Liste der benötigten Materialien schon fertige Einzelteile, die dann laut der kurzen Beschreibung nur noch zusammen gesetzt werden. Wirklich detailliert ist kaum eine der Anleitungen. Eigentlich sollen die Bastelideen für Anfänger geeignet sein - aber ich glaube ohne jegliche Erfahrung kommt man bei einigen der Anleitungen schnell an die Grenzen, gerade wenn man gewisse Techniken wie Nähen oder Textilmalerei nicht beherrscht oder einige Materialien fremd sind.

Das nächste wesentliche Manko dieses Buches sind die Vorlagen. Es wurde ja ausdrücklich mit den vorhandenen Vorlagen geworben, im Buch direkt sind aber nicht besonders viele abgedruckt. Vielmehr findet man immer wieder den Verweis, dass die Vorlagen online herunter geladen und ausgedruckt werden können. Für mich ist das nicht unbedingt der Sinn eines Bastelbuches. Die Vorlagen, die jedoch abgedruckt sind, können trotzdem nicht sofort genutzt werden, weil sie nur verkleinert vorhanden sind und zuerst mal vergrößert kopiert werden müssen. Doch welcher haushaltsüblicher Drucker kann mit Vergrößerung kopieren? Meiner jedenfalls nicht - sehr schade, denn ich wollte sofort den Hasenkopf basteln. Es wäre sicher nicht schwer gewesen, die passende Größe abzudrucken, wenn auch eventuell auf zwei Seiten.

Der Aspekt des Workbooks, damit wurde das Buch auch beworben, kommt für mich hier leider auch zu kurz. Immer wieder sind freie Seiten enthalten, die einfach nach Lust und Laune befüllt werden können. Hierunter habe ich mir mehr vorgestellt. Schön finde ich jedoch die heraustrennbaren Seiten, auf denen z. B. Vorlagen für Girlanden oder Flaschenetiketten abgebildet sind.

Was mich noch stört, sind die Rezepte. Diese habe ich in dem Buch gar nicht erwartet, für mich passen sie auch gar nicht rein. Außerdem muss man sagen, dass diese Rezepte wirklich sehr einfach sind. Die Joghurtbombe z. B. bereite ich bereits seit Jahren immer wieder zu.

Insgesamt ist dieses Bastelbuch dennoch ein hübsches Buch, in dem man gerne blättert. Die ein oder andere Idee ist sicherlich schnell umsetzbar, bei anderen muss man sich erst einmal genauer informieren, wo man die benötigten Materialien herbekommt. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

sophie kinsella, kinsella, london, my not so perfect life, instagram

My not so Perfect Life

Sophie Kinsella
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bantam Press, 09.02.2017
ISBN 9780593074794
Genre: Romane

Rezension:

Katie Brenner träumt von dem perfekten Leben – von einem tollen Job in London, von einer tollen Wohnung, gutem Essen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg, sie arbeitet seit einigen Monaten in einer Werbefirma, steht jedoch ganz unten auf der Karriereleiter. Von ihrem Gehalt kann sie sich nur ein kleines Zimmer in einer WG leisten. Als sie dann plötzlich ihren Job verliert, ist sie gezwungen, zurück in ihre Heimat zu kehren, obwohl sie das Landleben eigentlich hinter sich lassen wollte. Dann taucht auch noch ihre ehemalige Chefin Demeter, die sie gefeuert hat, auf ihrer Farm auf.

„My not so Perfect Life“ ist ein typischer Kinsella-Roman, als Fan kommt man hier voll auf seine Kosten. Der Schreibstil ist leicht und überaus unterhaltsam, die Geschichte ist aus Katies Sicht geschrieben. Als Leser findet man sich sehr schnell in der Geschichte wieder, man fühlt und leidet mit Katie mit.

Zugegeben, die 26-jährige Katie kommt so manches Mal etwas naiv und oberflächlich rüber. Sie möchte unbedingt dasselbe perfekte Leben führen, das sie den anderen Figuren nachsagt, dass es teilweise übertrieben wirkt. Schön ist hier aber, dass Katie eine enorme Entwicklung innerhalb des Buches durchmacht.

Die Nebenfiguren sind ebenfalls gut beschrieben, besonders ihr Vater und ihre Stiefmutter Bobby sind sehr sympathisch. Wie immer kommt natürlich auch die Liebesgeschichte nicht zu kurz, wobei hier der Leser lange zappeln muss.

In der Mitte des Buches gibt es einige Längen, besonders die ausführlichen Beschreibungen der Farm, mir war das stellenweise wirklich zu langatmig. Sonst aber bleibt das Buch bis zum Ende durch die vielen Wendungen durchweg spannend.

Insgesamt hat mich das neue Kinsella Buch trotz kleiner Schwächen sehr begeistert, ich habe es in einem Rutsch gelesen, mitgefiebert und mitgelitten. Ein wirklich unterhaltsames Buch!

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747 Bibliotheken, 24 Leser, 3 Gruppen, 218 Rezensionen

götter, götterfunke, griechische mythologie, marah woolf, jugendbuch

GötterFunke - Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jess möchte zusammen mit ihrer besten Freundin Robyn einen tollen Sommer in einem Camp verbringen, begleitet werden sie außerdem von ihrem besten Freund Josh und Robyns Freund Cameron. Doch schon die Anreise gestaltet sich sehr ereignisreich. Sobald sie im Camp ankommen, begegnet Jess Cayden, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Was sie allerdings nicht weiß - Cayden ist eigentlich der griechische Gott Prometheus, dessen sehnlichster Wunsch es ist, sterblich zu werden. Zeus gewährt ihm diesen Wunsch nur, wenn es ihm gelingen sollte, dass ein menschliches Mädchen ihm widersteht. Diese Chance hat er allerdings nur alle einhundert Jahre. Zusammen mit Zeus und Hera, sowie Athene und Apoll mischt er sich daher unter die Menschen, um das Spiel zu beginnen.

„GötterFunke – Liebe mich nicht“ ist der erste Band einer Trilogie, aber auch mein erstes Buch von Marah Woolf. Die Autorin erzählt eine spannende und fantasiereiche Geschichte, in der die Götter der griechischen Mythologie eine wesentliche Rolle spielen. In diesem Zusammenhang fällt sofort auf, dass Marah Woolf über ein gutes Hintergrundwissen verfügt und dem Leser diese näher bringen kann. Gleichzeitig entwickelt sie die Mythen um diese Götter für ihr eigenes Buch weiter.

Jess, die Hauptfigur des Buches, hat mich sehr überzeugt. Sie hat ein eher geringes Selbstbewusstsein und einen familiären Schicksalsschlag hinter sich, sie zieht sich deshalb auch gerne mal zurück. Trotzdem nimmt sie häufig kein Blatt vor den Mund. Sehr unterhaltsam fand ich ihr zeitweises trotziges und pubertäres Verhalten, insbesondere Cayden gegenüber. Aber auch der innere Kampf gegen die Gefühle, die sie für ihn entwickelt und die vielen Zweifel an ihrem eigenen Verstand, als sie beginnt, Caydens Geheimnisse zu entschlüsseln.
Cayden dagegen ist mehr als überzeugt von sich, das erkennt man natürlich auch sofort an der Bedingung, die an ihn gestellt wird, um sterblich werden zu können. Bei ihm bin ich irgendwie hin- und hergerissen. Einerseits kommt er cool und lässig rüber, flirtet mit fast jedem Mädchen aus dem Camp und bricht reihenweise deren Herzen. In Jess' Gegenwart dagegen zeigt er auch eine andere, sanfte Seite, die ihn wiederum spannend, wenn auch weiterhin geheimnisvoll macht.
Die Nebencharaktere sind von der Autorin sehr gut beschrieben und vor allem vielfältig, insbesondere aber Athene und Apoll sind total sympathisch und liebenswert. Natürlich gibt es auch hier Charaktere, die man überhaupt nicht mag, aber das ist eher dem Verhalten geschuldet, als mangelnder Tiefe.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, ich konnte das Buch kaum weglegen und habe mich in der Geschichte wiedergefunden. Nervig fand ich allerdings das ewige Hin und Her zwischen Jess und Cayden, das lag zum einen an Cayden als Figur, zum anderen an Jess' ständigen Versuchen zu leugnen, dass sie etwas für ihn empfindet. Man fiebert richtig mit und ärgert sich dann über so manches Verhalten.
Insgesamt hat mich das Buch dennoch sehr gefesselt und überzeugt. Der Bezug zur griechischen Mythologie war überaus interessant und spannend, die Charaktere sehr vielfältig. Für mich ist das nicht unbedingt nur ein Buch für Jugendliche, sondern für jeden, der Fantasyromane dieser Art mag und sich nicht vor (manchmal nervigem) Teenagerverhalten scheut. Besonders nach dem unvorhersehbaren Ende freue ich mich sehr auf den nächsten Band!

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alter, freundschaft, sibirien, roman, bäume

Betrunkene Bäume

Ada Dorian
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 24.02.2017
ISBN 9783961010011
Genre: Romane

Rezension:

Im Roman "Betrunkene Bäume" geht es primär um den über 80-jährigen Erich, der in früheren Jahren Wissenschaftler gewesen war und mit Leib und Seele die Wälder und Bäume Sibiriens erforscht hatte. Nun aber, dem Alter geschuldet, fällt ihm die Bewältigung seines Alltags immer schwerer, er kann diese zunehmende Unselbstständigkeit und Bevormundung seiner Tochter Irina kaum ertragen. Halt geben ihm vor allem die Bäume, aber auch die Erinnerungen an sein früheres Leben mit seiner Frau, die er schrecklich vermisst.
Die zweite Hauptfigur ist die nicht ganz volljährige Katharina. Ihr Vater hatte sich entschlossen, eine Arbeitsstelle in Russland anzunehmen und die Familie zu verlassen. Katharina gibt ihrer Mutter die Schuld daran und haut nach einem Streit von zu Hause ab. Sie haust seitdem in einer heruntergekommenen Wohnung, während sie weder Geld für Essen hat, noch Wasser zum Duschen.
Zufällig wohnen beide nebeneinander stellen schon kurz nach ihrem ersten Zusammentreffen fest, dass sie etwas verbindet: Sibirien.

Das Buch erzählt eine berührende Geschichte über zwei Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich dennoch gegenseitig dabei helfen, ihre Probleme zu bewältigen. Besonders Erich ist dabei sehr authentisch beschrieben. Er hat so viele innere Konflikte, mit denen er täglich konfrontiert ist und die Art und Weise, wie er damit umzugehen versucht, ist für den Leser sehr nachvollziehbar und berührend.
Katharina als weitere Hauptfigur kann mit dieser Tiefe jedoch nicht mithalten. Irgendwie erfährt der Leser zu wenig von ihr - außer dass sie kein so intaktes Elternhaus hat, wie es ihr zu wünschen wäre. Einige Entscheidungen, die sie ihm Laufe des Buches trifft, sind zweifelhaft, trotz des jungen Alters.

Die Autorin nutzt eine ganz wundervolle Sprache, um die Geschichte zu erzählen. Sie beschreibt Einzelheiten und schmückt diese aus, sodass der Leser sich sofort in der Geschichte wieder findet. Stellenweise sind diese Ausschmückungen jedoch zu langatmig, in einigen Situationen passen sie meiner Meinung nach einfach nicht so gut, was den Lesefluss stört.
Die Erzählperspektive wechselt in jedem Kapitel, aber auch die Zeit, in der die Geschichte spielt. Dies lockert das Ganze zwar auf, aber mich hat dabei gestört, dass man teilweise erst nach 1-2 Seiten erfahren hat, um wen es denn jetzt geht, da vorher nur "er" oder "sie" genannt wurde. Eindeutig war es nicht immer.

Innerhalb des ganzen Buches entstehen immer wieder Fragen. Nicht nur durch die Erzählweise, auch inhaltlich gibt es einige Schwachstellen. Wie schon beschrieben, ist mir die Figur der Katharina zu wenig ausgearbeitet, aber auch viele Nebencharaktere werden nicht ausreichend eingeführt.
Manchmal hat man das Gefühl, dass Inhalte fehlen, weil zu viele Lücken in der Geschichte auftauchen. So ist beispielsweise die Schuld, die Erich mit sich trägt, nicht nachvollziehbar beschrieben, die tiefe "Freundschaft", die er aus seiner Sicht zerstört hat, erschließt sich mir nicht.  Die Erzählungen aus der Vergangenheit mit diesem "Freund" gehen nur so weit, dass sie gemeinsam monatelang durch die Wälder Sibiriens gewandert sind, ohne auch nur ein Wort miteinander zu sprechen.
Nach und nach setzt sich zwar alles zusammen, aber einen richtigen Abschluss gibt es für mich nicht, das Ende kommt auch irgendwie viel zu schnell.

Insgesamt ist es dennoch ein Buch, das mich aufgrund der Erzählweise, der ausgewählten Worte und vor allem der Hauptfigur Erich berührt hat. Der Titel wirkt erstmal sehr ausgefallen, jedoch wird im Verlauf aufgeklärt, was es mit den "betrunkenen Bäumen" auf sich hat. Die Geschichte hat sehr viel Potential, das meiner Meinung nach leider nicht ganz ausgeschöpft wurde. Sie hätte ruhig 100 Seiten länger sein können, um die vielen Lücken zu schließen.

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scarlett cole, liebe, under your skin, gefühle, halt mich fest

Under Your Skin - Halt mich fest

Scarlett Cole , Alexandra Hölscher
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548288581
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die 28-jährige Harper hat in ihrer Vergangenheit Unvorstellbares erlebt - die Gewalt, die sie durch ihren Exfreund Nathan erfahren hat, hat nicht nur tiefe Narben in ihrer Seele hinterlassen, sondern auch auf ihrem Rücken. Sie möchte dies endlich verarbeiten können und beschließt, sich ein großes Rückentattoo stechen zu lassen, das ihre Narben überdecken soll. Im Tattoostudio Second Circle lernt sie den Besitzer Trent kennen. Hier beginnt dann die eigentliche Liebesgeschichte.
Harper und Trent könnten auf den ersten Blick gegensätzlicher nicht sein. Sie ist verschlossen und eher schüchtern, lässt kaum jemanden an sich heran. Trent sieht wahnsinnig gut ist, ist natürlich tätowiert, selbstbewusst und auch ein Frauenheld. An einer ernsthaften Beziehung ist er nicht interessiert. Trotz aller Gegensätze spürt der Leser schon bei der ersten Begegnung im Studio eine Spannung zwischen ihnen, die sich auch die Hauptcharaktere selbst kaum erklären können. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen beiden ein festes Band und beide Figuren machen eine enorme Wandlung durch. Harper lernt durch Trent trotz wiederkehrenden Rückschlägen ihre Vergangenheit langsam zu verarbeiten, Trent dagegen zeigt, dass er unter der harten Schale einen weichen und sehr liebenswerten Kern hat.
Beide Figuren sind unglaublich sympathisch und haben eine tolle Chemie. Scarlett Cole gelingt es, die Liebe zwischen ihnen auf eine so zarte, innige und leidenschaftliche Art wachsen zu lassen, dass dies zu jeder Zeit authentisch und nachvollziehbar für den Leser ist. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, es wird abwechselnd aus der Perspektive von Harper und Trent geschrieben, jedoch weiterhin in der dritten Person. Hierbei ändert sich die Sprache auch etwas, was die Gegensätze der Figuren weiter unterstreicht. Auch insgesamt ist die Sprache passend gewählt, als Leser kann man sich sehr gut in die Charaktere und Handlung hineinversetzen. Besonders die sich langsam aufbauende, zaghafte Intimität und Vertrautheit ist toll beschrieben, als Leser fühlt und leidet man wahrlich mit den Figuren mit. Die Autorin kommt dabei ohne plumpe oder ordinäre Beschreibungen aus, die man in anderen Büchern des Genres häufig findet.
Insgesamt hat mich das Buch sehr berührt, gefesselt und absolut überzeugt, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es beinhaltet alles, was ich mir von einer guten Liebesgeschichte wünsche - tolle Charaktere, die Liebesgeschichte selbst steht immer im Mittelpunkt ohne nervige und zu ausschweifende Nebenhandlungen. Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz, indem die Gefahr, die vom Exfreund ausgeht, immer mitschwingt.
Ich freue mich auf die weiteren Bücher der Reihe, auch wenn es schade ist, dass es keine Fortsetzung der Geschichte um Harper und Trent ist. Jedoch geht es dann um bekannte Figuren aus dem ersten Band.

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