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127 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

ukraine, prostitution, gewalt, kukolka, straßenkind

Kukolka

Lana Lux
Fester Einband: 375 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783351036935
Genre: Romane

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532 Bibliotheken, 30 Leser, 2 Gruppen, 119 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, armut, bildung

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

Rezension:

In den letzten Wochen/Monaten, ist man in kein Buchgeschäft gegangen, keinen Buchblog, kein Onlineportal, ohne über dieses Buch zu stolpern. Und im Rahmen des Lovelybooks Literatursalons dachte ich mir nun, dass ich es doch einmal versuche. Auch, wenn ich nicht sicher war in wieweit mich dieses Thema reizen könnte. Aber irgendetwas muss an dem Hype ja dran sein.


Worum geht es? Klappentext:


Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und sind doch unzertrennlich, Lila und Elena, schon als junge Mädchen beste Freundinnen. Und sie werden es ihr ganzes Leben lang bleiben, über sechs Jahrzehnte hinweg, bis die eine spurlos verschwindet und die andere auf alles Gemeinsame zurückblickt, um hinter das Rätsel dieses Verschwindens zu kommen.
Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie auf, in einem armen, überbordenden, volkstümlichen Viertel, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Schustertochter Lila und die schüchterne, beflissene Elena, Tochter eines Pförtners, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater seine noch junge Tochter zwingt, dauerhaft in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, eine Gelegenheit zu nutzen, die eigentlich ihrer Freundin zugestanden hätte.
Ihre Wege trennen sich, die eine geht fort und studiert und wird Schriftstellerin, die andere wird Neapel nie verlassen, und trotzdem bleiben Elena und Lila sich nahe, sie begleiten einander durch erste Liebesaffären, Ehen, die Erfahrung von Mutterschaft, durch Jahre der Arbeit und Episoden politischer Bewusstwerdung, zwei eigensinnige, unnachgiebige Frauen, die sich nicht zuletzt gegen die Zumutungen einer brutalen, von Männern beherrschten Welt behaupten müssen.


AB HIER VERMUTLICH SPOILER!!! 


Sie bleiben einander nahe, aber es ist stets eine zwiespältige Nähe: aus Befremden und Zuneigung, aus Rivalität und Innigkeit, aus Missgunst und etwas, das größer und stiller ist als Lieben. Liegt hier das Geheimnis von Lilas Verschwinden?


Die Zeit bezeichnete das Buch als "Einen großen Wurf". Dieser Klappentext bezeichnet eventuell die ganze Reihe, aber im ersten bleiben wir in Neapel. EInem einzigen Viertel davon und hören, wie die beiden aufwachsen und in die Pubertät kommen. Es ist interessant zu hören, wie viel anders damals das Schulsystem war, sich bewusst zu machen, welches Privileg wir damit auch haben, eben nicht mit 12 schon anfangen müssen zu arbeiten. Aber ansonsten plätschert es ebenso dahin. 


Dann kommen sie in die Pubertät und es wird nicht besser. Das Drama um Menstruation und Jungs und Schule. Und ich verstehe Lila als Charakter auch nicht, ich kann sie einfach nicht fassen, so schwankend ist sie. Ebenso Elena, einerseits völlig codependent, andererseits Rivalen. Einmal macht Elena alles wie Lila, dann ist sie stolz ganz anders zu sein. 


Dazu kommt die für mich äußerst merkwürdige Szene, in der der Vater ihres wahren Schwarmes sie sexuell berührt - sexuell missbraucht, indem er sie an ihrere Vagina berührt und sie küsst. Was sie zwar beschäftigt, aber nachdem ihr Aushilfsfreund diesen in die Schranken verweist, aber nicht für Elena, sondern weil dieser seine Mutter mit seiner Liebschaft in den Wahnsinn treibt, ist das Thema auch erstmal vom Tisch


In der Grundschule ist Lila ein Wunderkind, aber am Ende lässt sich davon erstmal nichts mehr spüren. Die Autorin endet ja auch "Der Plebs, das sind wir." und schließt Lila mit ein. Ich hatte ja gehofft, dass es eventuell auch darum geht, wie so ein geniales Kind in dieser harten Welt nicht hineinpasst. Oder so etwas. 


Und dann die Hochzeit am Ende, und das mit den Schuhen...ich verstehe es einfach nicht.


Es ist mir unschlüssig, was mir die Autorin sagen will. Ist es autobiografisch? Dann ok. Aber ansonsten fehlt mir der Hintergrund für den Hype. Welchen Teil der Geschichte habe ich nicht verstanden?

Es hat mich nicht sonderlich mitgerissen, nur selten hätte ich nicht einfach aufhören können. Und irgendwie endet ja auch so das Buch- mitten in der Geschichte.


Wo führt mich die Geschichte noch hin? Welche Moral will sie mich lehren oder welche Geschichte WILL sie denn erzählen? Was ist der Angelpunkt, der Story Arc, der Spannungsbogen?

Irgendwie fehlt das Salz in der Suppe. Selbst das Rosamunde Pilcher Happy End.


Ich weiß nicht, ob ich es empfehlen soll. Nett, aber begeistert lässt es mich nicht zurück.



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380 Bibliotheken, 34 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

freundschaft, missbrauch, ein wenig leben, roman, hanya yanagihara

Ein wenig Leben

Hanya Yanagihara , Stephan Kleiner
Fester Einband: 958 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 30.01.2017
ISBN 9783446254718
Genre: Romane

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Vegetarierin

Han Kang , Ki-Hyang Lee
Flexibler Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.09.2017
ISBN 9783746633336
Genre: Romane

Rezension:

Before the nightmares began, Yeong-hye and her husband lived an ordinary, controlled life. But the dreams—invasive images of blood and brutality—torture her, driving Yeong-hye to purge her mind and renounce eating meat altogether. It’s a small act of independence, but it interrupts her marriage and sets into motion an increasingly grotesque chain of events at home. As her husband, her brother-in-law and sister each fight to reassert their control, Yeong-hye obsessively defends the choice that’s become sacred to her. Soon their attempts turn desperate, subjecting first her mind, and then her body, to ever more intrusive and perverse violations, sending Yeong-hye spiraling into a dangerous, bizarre estrangement, not only from those closest to her, but also from herself.

Celebrated by critics around the world, The Vegetarian is a darkly allegorical, Kafka-esque tale of power, obsession, and one woman’s struggle to break free from the violence both without and within her.

Der Vergleich mit Kafka gefällt mir sehr gut, denn genau wie bei Kafka erkenne ich das Kunstwerk und die Arbeit, die in dem Roman steckt. Wie die Autorin sehr sorgfältig eine Leinwand aus Abgründen zu Papier bringt. Aber ich kann dem einfach nichts abgewinnen.
Diese Art der Bücher scheint einfach nicht mein Genre zu sein.


Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der Erste dreht sich um eine psychisch kranke Frau, die kein Fleisch mehr essen kann, aus Sicht ihres Mannes. Der zweite um Ihren Schwager, einen mehr oder minder gestörten Künstler. Und der dritte um ihre Schwester. Die Frau des Künstlers.


Die ersten zwei Teile sind Schläge in die Magengrube, sie beschönigen wenig. Sie zeigen Abgründe auf und verstören. So weit kann ich Folgen. Und dann dachte ich, dass der Dritte Teil eine Art Kontrapunkt setzen würde. Die Stimme des Unverständnisses von draußen. Und zu Beginn war es das auch. Bis auch hier der Wahnsinn einsetzt.
Das Buch ist zwar irgendwie in sich abgeschlossen. Und ja natürlich ist es gut, Fragen aufzuwerfen. Aber ich denke, ein bisschen weniger "Echtheit" hätte dem Buch gut getan.


Schriftstellerisch und erzählerisch ist wirklich nichts auszusetzen. Für Menschen, die diese Art von Tragödien gerne lesen, wird spreche ich eine definitive Empfehlung aus. Aber ich finde diese vermeintliche "Echheit" - deswegen auch in "" - einfach nur anstrengend.
Um besonders "nah an der Realität" zu sein sollte nichts beschönigt werden. Aber was ich immer wieder feststelle, ist das - für mich - die Autoren und auch bei diesem Roman die Autorin fast zu sehr über das Ziel hinausschießt. Mit dem Ziel zu schockieren, wird es fast vorhersehbar. Es schockt mich nicht wirklich.


Wäre das ein Tatsachenbericht oder ein plötzlicher Twist in der Geschichte. Das ist schockend. Aber so wirkt es auf mich einfach sehr erzwungen "Neu" oder "Real" (bitte auf Englisch lesen^^).


Ich kann diesem Roman einfach nicht viel abgewinnen. Und ich denke auch, dass ein stärkeres Ende geholfen hätte.

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englischsprachig, südkorea, koreanische literatur, südkoreanische literatur, asiatische literatur

The Vegetarian

Han Kang
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Hogarth, 02.02.2016
ISBN 9780553448184
Genre: Romane

Rezension:

Before the nightmares began, Yeong-hye and her husband lived an ordinary, controlled life. But the dreams—invasive images of blood and brutality—torture her, driving Yeong-hye to purge her mind and renounce eating meat altogether. It’s a small act of independence, but it interrupts her marriage and sets into motion an increasingly grotesque chain of events at home. As her husband, her brother-in-law and sister each fight to reassert their control, Yeong-hye obsessively defends the choice that’s become sacred to her. Soon their attempts turn desperate, subjecting first her mind, and then her body, to ever more intrusive and perverse violations, sending Yeong-hye spiraling into a dangerous, bizarre estrangement, not only from those closest to her, but also from herself.

Celebrated by critics around the world, The Vegetarian is a darkly allegorical, Kafka-esque tale of power, obsession, and one woman’s struggle to break free from the violence both without and within her.

Der Vergleich mit Kafka gefällt mir sehr gut, denn genau wie bei Kafka erkenne ich das Kunstwerk und die Arbeit, die in dem Roman steckt. Wie die Autorin sehr sorgfältig eine Leinwand aus Abgründen zu Papier bringt. Aber ich kann dem einfach nichts abgewinnen. 
Diese Art der Bücher scheint einfach nicht mein Genre zu sein.


Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der Erste dreht sich um eine psychisch kranke Frau, die kein Fleisch mehr essen kann, aus Sicht ihres Mannes. Der zweite um Ihren Schwager, einen mehr oder minder gestörten Künstler. Und der dritte um ihre Schwester. Die Frau des Künstlers. 


Die ersten zwei Teile sind Schläge in die Magengrube, sie beschönigen wenig. Sie zeigen Abgründe auf und verstören. So weit kann ich Folgen. Und dann dachte ich, dass der Dritte Teil eine Art Kontrapunkt setzen würde. Die Stimme des Unverständnisses von draußen. Und zu Beginn war es das auch. Bis auch hier der Wahnsinn einsetzt. 
Das Buch ist zwar irgendwie in sich abgeschlossen. Und ja natürlich ist es gut, Fragen aufzuwerfen. Aber ich denke, ein bisschen weniger "Echtheit" hätte dem Buch gut getan. 


Schriftstellerisch und erzählerisch ist wirklich nichts auszusetzen. Für Menschen, die diese Art von Tragödien gerne lesen, wird spreche ich eine definitive Empfehlung aus. Aber ich finde diese vermeintliche "Echheit" - deswegen auch in "" - einfach nur anstrengend. 
Um besonders "nah an der Realität" zu sein sollte nichts beschönigt werden. Aber was ich immer wieder feststelle, ist das - für mich - die Autoren und auch bei diesem Roman die Autorin fast zu sehr über das Ziel hinausschießt. Mit dem Ziel zu schockieren, wird es fast vorhersehbar. Es schockt mich nicht wirklich. 


Wäre das ein Tatsachenbericht oder ein plötzlicher Twist in der Geschichte. Das ist schockend. Aber so wirkt es auf mich einfach sehr erzwungen "Neu" oder "Real" (bitte auf Englisch lesen^^). 


Ich kann diesem Roman einfach nicht viel abgewinnen. Und ich denke auch, dass ein stärkeres Ende geholfen hätte.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

mathematik

Der Mathematikverführer

Christoph Drösser
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.05.2012
ISBN 9783499629846
Genre: Sachbücher

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393 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

experiment, wissenschaft, roman, terranauten, usa

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

Rezension:

Offizielle Zusammenfassung: "In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Megaterrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Der smarte Ramsay verliebt sich in die hübsche Dawn – und sie wird schwanger. Kann sie das Kind austragen? T.C. Boyles prophetisches und irre komisches Buch, basierend auf einer wahren Geschichte, berührt die großen Fragen der Menschheit."

Diese Review wird leider nicht sonderlich positiv ausfallen. 
Kurz gesagt: wer persönliches Drama ohne Auflösung gerne liest: nur zu. Wer eine spannende Geschichte, auf Wissenschaft aufgebaut mit psychologischen Belastungen etc. erwartet, ähnlich dem "Marsianer" von Andy Weir, der ist hier absolut falsch.


Ich bin mit genau dieser Erwartungshaltung an das Buch herangegangen. Ich studiere Psychologie, was insbesondere die psychologischen Aspekte für mich von Interesse machte. Was ich bekommen habe, ist eine Art Big Brother in Buchform. Ohne den versprochenen Witz oder Science.


Der Autor schwankt zwischen populär bis pseudowissenschaftlichen Abschnitten, gar keinen Grundlagen und plötzlichen Attacken mit Fachbegriffen, mit denen Laien überhaupt nichts anfangen könnten. Auch wenn nicht immer die entsprechende Person diese Begriffe verstehen sollte, denke ich doch, dass man es dann allgemein zusammengefasst lassen sollte, anstatt die Begriffe nicht zu erklären. Was dem Marsianer so sehr gelingt, nämlich knallharte Wissenschaft zu nutzen um eine total abgefahrene Story glaubhaft zu machen, ist T.C: Boyle leider nicht gelungen. "Morning Sickness" kommt leider nicht nur morgens vor. Ich hätte mir deutlich mehr Grundlagen davon gewünscht. Stattdessen kratzen wir nur an der Oberfläche. Aber wie funktioniert es denn in der Theorie, dass die Biome zusammenarbeiten. Wie entsteht das Gleichgewicht, was war die Vorbereitung? 


Es gibt auch nur wenige Risiken die genannt werden und ausgebaut werden diese leider nur zu kurz. 


Gleich von Beginn an weiß der Leser, dass einer der Terranauten schwanger wird. Während dies die Schuld der Synopsis ist, lässt dies den Leser doch immer darauf warten, wann es denn endlich passiert- etwa nach der Hälfte des Buches. 


Was mich auch zum Kernpunkt bringt. Wenn diese Menschen denn so sehr Wissenschaftler sind, kann ich einfach nicht glauben, dass sie die Gefahr durch ihre Libido in Gefahr bringen würden, Und das gerade nach nicht mal ein bis zwei Monaten zum ersten mal. Der Autor lässt fast alle Protagonisten als unersättliche Incubi dastehen. Es kann ja sein, dass sich seltsame Verhaltensweisen entwickeln, wie z.B. die Masturbation von Gyro im Regenwald, aber ansonsten.... macht es für mich die Dedikation zum Experiment einfach unglaubwürdig.


Während der Schreibstil oft spannend und ansprechend ist, ging er mir auch auf die Nerven. Es geht leider nicht schonender. Man scheint die Tagebücher der einzelnen Protagonisten zu lesen- aber gleichzeitig passiert ständig Foreshadowing. Also scheinen es Einträge vom Nachhinein zu sein. Aber dann passen die Beschreibungen einzelner Momente wieder nicht- also hätten sie die gerade erst durchlebt. Hinzu kommt die Reihenfolge. Es wird mitten in einer Szene abgebrochen- der Leser soll selber denken? doch dann wird - zum Teil mehrmals - diese Szene noch einmal genauer erzählt bzw. fortgesetzt. 


Und dann das Ende- einfach unglaublich. Ich kann mir keine Welt vorstellen, in der irgendeine Ethikkommission dies erlauben würde. Mal abgesehen davon, dass es vermutlich auf die Angst vor Veränderung von E. Zurückzuführen ist. Ich persönlich finde, dass es auch wirkt wie the easy way out. Man muss nicht überlegen wie Vodge und E. draußen zusammensein würden. Aber so oder so, ist die Offenheit des Endes für mich zutiefst unbefriedigend. Kein Konflikt wird wirklich aufgelöst und alte eher wieder aufgewärmt. 


Zu den anderen Charakteren kann man leider nur durch interpersonelle Beziehungen etwas sagen, ich hätte lieber über die einzelnen Tätigkeiten mehr erfahren. So wirken sie einfach z.T. (mit Ausnahmen) als austauschbar oder eindimensionale Klischees - der Nerd, der (z.T.!!) ältere charmante Doktor aus der Schwarzwaldklinik, die ältere Prüde, aber stille Wasser sind tief, die blonde Zicke etc. Es gibt Momente der tiefe, aber außer der "psychischen Belastung" - die meiner Meinung nach nicht gut genug ausgearbeitet wurde, leider, sie beginnt z.B. deutlich früher - sieht man auch kaum Charakterentwicklung. 


Ich könnte noch so weiter machen, möchte aber hier doch aufhören. Wem das Buch gefallen hat: good for you.
Aber es war definitiv nichts für mich. Leider.

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220 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

glühbirne, erfinder, stromkrieg, edison, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kurze Fassung: Wunderschöner Schreibstil, äußerst fesselnd, nur zu empfehlen.

Lange Fassung:

Ein meiner Meinung nach äußerst spannender Roman, den Graham Moore da verfasst hat.

Ich persönlich bin fasziniert von Wissenschaft, bin mir aber natürlich auch ihrer vielen Gefahren und Fehler bewusst. Genau diesen Balance Akt schafft Moore es wunderbar aufs Papier zu bringen.


Er beschreibt die Faszination und die Ehrfurcht, die jede neue Entdeckung und Erfindung in uns aufkommen lässt, die Begeisterung der Wissenschaftler, der Tüftler, der Genies, aber auch die Schattenseiten. Die Eigentümlichkeiten, die Gier und Kalkulation, die hinter der Vermarktung stecken.


Moore scheut nicht, große Fragen in seinem Buch zu verpacken, die vor über 100 Jahren eine Rolle spielten, aber auch heute noch. Dies bringt er geschickt durch Zitate zu Beginn jedes Kapitels zum Ausdruck: Worte von Steve Jobs, Bill Gates oder dem „Erfinder des Internets“ lassen einen fast unbewusst immer wieder die Parallelen zum heute ziehen. Denn auch heute ist die Frage, wann eine Erfindung etwas Eigenes ist, und nicht nur eine Weiterentwicklung von Bedeutung. War Steve Jobs Erfinder oder geschickter PR-Mensch? Wessen Glühbirne ist die Überlegenere? Was darf man patentieren? Die Glühbirne an sich? Gibt es diese überhaupt?
Nicht nur um wissenschaftlichen Bereich, lädt er den Leser zum Denken ein: Monopolstellung (damals Edison, heute Mark Zuckerberg?), die Tatsache, dass Menschen nicht Fakten, sondern oft Gefühle leiten, und die Schwierigkeit, das Genie dem Wahnsinn leider manchmal näher liegt.


Dazu muss gesagt werden, dass er im Prinzip auch einen Gerichtsroman geschrieben hat. Anwalt gegen Anwalt. Was sich langweilig anhört. Es aber definitiv nicht ist. Klingt paradox, aber sobald man die erste Seite gelesen hat, wirkt es überhaupt nicht mehr so.


So, wie Moore die Geschichte Turings (mit ein paar Fehlern(Freiheiten, ähnlich wie in diesem Buch) auf die Leinwand gemalt hat und so Millionen Zuschauer mit grundlegender Kryptografie fesseln konnte, schafft er diese Meisterleistung auch auf dem Papier. Er erweckt die Zeit, die Menschen, die Erfinder im Kopf des Lesers zum Leben und sie wollen nicht mehr gehen. Ich persönlich finde, ihm ist es sehr gut gelungen für Leser, deren ganzes Leben durch Elektrizität geprägt ist, die wirklich, wie der Titel bereits sagt, keine Nacht und Dunkelheit mehr kennen, zu beschreiben, was für ein Wunder helles Licht war. Was sich allein in dem Wort „Magier“ für Edison zeigt. Doch war er das wirklich? War er der Magier? Oder lief das alles vielleicht ganz anders?


Wie bei so vielen anderen großen Entdeckungen, verlief auch die der Glühbirne nicht ganz so glamourös, wie es uns die Geschichtsbücher gerne glauben machen: Lampe, Strom, Licht, großes AH – nein. Leider nicht. Oder was heißt leider. So ist es doch viel spannender.
Aber wenn ich die Verstrickungen jetzt beschreiben würde, gäbe es keinen Grund mehr das Buch zu lesen.


Ich habe dieses Buch kaum aus der Hand legen können, was mir in letzter Zeit nicht mehr oft passiert. 100% weiter empfohlen.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

manga

No. 6

Atsuko Asano
Flexibler Einband
Erschienen bei TURNAROUND PUBLISHER SERVICES, 19.06.2014
ISBN 9781612625539
Genre: Comics

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296 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

gott, glaube, therapie, abel baumann, psychotherapie

Und Gott sprach: Wir müssen reden!

Hans Rath , , ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783499259814
Genre: Humor

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210 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

phoenix, fantasy, hamburg, dystopie, saiwalo

Phoenix - Tochter der Asche

Ann-Kathrin Karschnick
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.10.2013
ISBN 9783944544052
Genre: Fantasy

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Ich bin so knallvergnügt erwacht

Joachim Ringelnatz , Christian Morgenstern , Wilhelm Busch , Mark Twain
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 09.01.2017
ISBN 9783844519549
Genre: Sonstiges

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Alice`s Adventures in Wonderland

Lewis Carroll , Marianne Graffam , Gordon Griffin
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 29.10.2008
ISBN 9783833722509
Genre: Klassiker

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Gefühlte Wahrheit

Süddeutsche Zeitung Magazin
Fester Einband
Erschienen bei Prestel, 25.04.2016
ISBN 9783791382463
Genre: Comics

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hear the wind sing, haruki murakami, japanische literatur

Hear the Wind Sing

Haruki Murakami
Flexibler Einband
Erschienen bei Kodansha, 01.01.1995
ISBN B002J7T6W0
Genre: Sonstiges

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

erledigen, weisheit, fincayra, falke, feuer

Merlin und die sieben Schritte zur Weisheit (2)

Thomas A. Barron
Audio CD
Erschienen bei DHV - Der Hörverlag, 25.02.2005
ISBN 9783899404944
Genre: Kinderbuch

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, mord, erpressung, agatha christie, landarzt

Alibi

Agatha Christie , Michael Mundhenk
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650044
Genre: Krimi und Thriller

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137 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

utopie, dystopie, klassiker, glück, zukunft

Schöne neue Welt

Aldous Huxley , Herberth E. Herlitschka
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512287
Genre: Science-Fiction

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fremdsprachige bücher, krimi

The Secret of Chimneys (Agatha Christie Signature Edition)

Agatha Christie
E-Buch Text: 339 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 14.10.2010
ISBN 9780007422784
Genre: Sonstiges

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Eyre Affair

JasperFforde
Flexibler Einband
Erschienen bei CORONET, 31.07.2001
ISBN B00GUV6ZEI
Genre: Sonstiges

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202 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

schweden, humor, jonas jonasson, mörder, geschäftsmodell

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei carl's books, 07.04.2016
ISBN 9783570585627
Genre: Romane

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pferde, klassiker, kinder, anna sewel, blac

Black Beauty

Anna Sewell , Angelika Eisold Viebig
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 15.12.2009
ISBN 9783551358677
Genre: Jugendbuch

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Howl's Moving Castle by Diana Wynne Jones (2008-04-22)


Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.1800
ISBN B017V8J54A
Genre: Sonstiges

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Professor Stewarts mathematisches Sammelsurium

Ian Stewart , Monika Niehaus , Bernd Schuh , Anzinger und Rasp, München
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2011
ISBN 9783499625817
Genre: Sachbücher

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magie, aurafeuer, fantasy, andreas suchanek, das erbe der macht

Das Erbe der Macht - Aurafeuer

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 30.09.2016
ISBN 9783958342170
Genre: Fantasy

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