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Hortensiensommer

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2018
ISBN 9783453422148
Genre: Liebesromane

Rezension:

»Hortensiensommer« ist ein Roman von Ulrike Sosnitza und ist 2018 im Heyne Verlag erschienen.

Dieser Roman spielt in dem beschaulichen fränkischen Dorf Sommerhausen. Johanna, Gärtnerin von Beruf, lebt nach der Scheidung von ihrem Mann alleine in einem großen Haus mit Garten und sucht einen neuen Mieter für die freigewordene Einliegerwohnung. Philipp mit dem Panamahut, Lehrer, attraktiv und alleinstehend, schein der ideale Mieter zu sein. Nur das ausdrückliche Verbot, Johannas Garten zu betreten, ignoriert er geflissentlich. Nicht nur das, er beginnt auch noch, Johanna vorzulesen – und langsam öffnet sich Johanna für eine zarte Freundschaft mit ihm. Als jedoch auf einmal Philipps kleine Tochter auftaucht, ist Johanna wie von Sinnen. Sie kündigt das Mietverhältnis und möchte weder mit Philipp noch mit dem kleinen Mädchen etwas zu tun haben. Es wird sehr klar, dass sowohl Johanna aber auch Philipp eine Menge trauriger Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit haben, die erst einmal zwischen ihnen stehen.

Ulrike Sosnitza ist hier ein Roman gelungen, der weit jenseits von einer leichten Sommerromanze liegt, die das Buch auf den ersten Blick vielleicht versprechen mag. Hier geht es um ernsthafte Themen wie Familie, Scheidung, Verlust, Trauer und überhaupt das Zwischenmenschliche, das mitunter sehr schwierig sein kann. All diese Themen sind auf sehr einfühlsame und liebevolle Weise behandelt. Der Schreibstil kommt flüssig und leicht rüber, das Buch lässt sich ohne große Haken und Hänger lesen. Nur am Ende des ersten Drittels gibt es so ein paar Seiten, wo man durch muss, bevor die Handlung wieder richtig anzieht. Dann jedoch kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man herausgefunden hat, was hinter Johannas Geheimnis steckt.

Beide Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und wirken mit all ihren Schwächen und Fehlern so lebensecht, wie man es sich von Charaktere nur wünschen kann. Johanna mit ihrer seelischen Not handelt mitunter etwas impulsiv, aber das ist in Anbetracht ihrer Situation durchaus realistisch. Philipp ist ein wirklicher Traummann, der sich kümmert und auf ganz liebevolle Weise für Johanna da ist, gerade als er von ihrem Geheimnis erfährt und sie selbst nicht in der Lage ist, klar zu sehen.

Neben diesen Themen bekommt der Leser auch noch einen wunderschönen Einblick in die Gärtnerei, die Liebe zu den Pflanzen und einige wirklich gelungene Garten- und Pflanzenbeschreibungen. Einfach schön.

»Hortensiensommer« ist ein wirklich emotionaler Roman, der einen noch lange nach dem Lesen weiter beschäftigt. Ich habe ihn sehr gerne gelesen und kann ihn nur weiterempfehlen.

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1001 books, emanzipation, etwas langatmig, feminismus, frauen, gedankenspiele, gesellschaftskritik, kommunismus, selbstbewusstsein

Das goldene Notizbuch

Doris Lessing ,
Buch: 846 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 01.10.2007
ISBN 9783455401134
Genre: Romane

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Immer ist alles schön

Julia Weber
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Limmat, 15.02.2017
ISBN 9783857918230
Genre: Romane

Rezension:

»Immer ist alles schön« ist ein Roman von Julia Weber und ist 2017 im Limmat Verlag Zürich erschienen.

Dieses Buch ist wahrlich das traurigste, das ich seit langem gelesen habe. An manchen Stellen war es so traurig, dass ich meinte, nicht weiterlesen zu können.

Anais und ihr Bruder Bruno leben mit ihrer Mutter zusammen irgendwo am Rande der »normalen« Welt. Die Kinder gehen in die Schule, die Mutter arbeitet als Tänzerin in einer Bar und versucht, das Leben als alleinerziehende Mutter zu meistern. Oft braucht sie dazu Alkohol und immer wieder Männer. Männer, die in das Leben der Kinder kommen und die den Kindern einen Hoffnungsschimmer von Normalität geben. Die Mutter allerdings beendet jede Beziehung, die ernster wird, fast fluchtartig, und die Dreisamkeit ist wieder hergestellt.

Anais und Bruno flüchten sich in ihre eigene innere Welt, in der auf der Straße aufgesammelten Dinge und viel Plunder im Haus eine tragende Säule ihrer Struktur einnehmen. So drücken sie der äußeren – meist chaotischen – Welt ein Gerüst auf, um den inneren Halt nicht zu verlieren. Dass Außenstehende, wie Anais‘ Klassenkamerad Peter, mit dem sie so gerne reden würde, diese Welt nicht begreifen können, macht die Sache nicht leichter.

Sie lieben ihre Mutter und versuchen mit allen Mitteln, ihre Welt vor Eindringlingen wie dem Riesen vom Jugendamt zu schützen.

Als die Mutter eines Tages vollständig verschwindet und nichts hinterlässt als eine Postkarte mit einem Gruß, lässt Anais für ihren Bruder eine tröstliche Welt entstehen, um ihn über den Verlust seiner Mutter, die er immer wieder sucht, hinwegzutrösten. Die Wohnung wird mit Hilfe von diversen Materialien aus der Natur zu einer ganz eigenen Kosmos mit eigenen Regeln.

Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so tief im Herzen berührt hat, dass ich das kaum ertragen konnte, die Seiten umzublättern. Immer wieder wäre ich am liebsten in die Geschichte hineingestiegen und hätte die beiden Kinder da raus geholt und sie einfach in die Arme genommen. Die Charaktere der Kinder sind in ihrer kindlichen Welt meisterhaft gezeichnet und gehen einem tief unter die Haut.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Anais‘ Sicht geschrieben, was dem Geschehen eine noch intensivere Dimension verleiht, da man alles wirklich als nächster Nähe erlebt. Die Autorin lässt dem Leser keinen Fluchtweg, nimmt ihn mit in die tiefsten Empfindungen dieses Mädchens. Dazwischen gibt es Passagen aus der Sicht der Mutter, die eine zutiefst depressive Frau zeigen.

Schon allein wegen der Sprache, die Julia Weber hier benützt, lohnt es sich, dieses Buch zu lesen. Wunderschöne Sätze und Vergleiche zaubern eine fast traumhafte Atmosphäre.

Es ist ein Buch über die Liebe zwischen zwei Geschwistern. Zwei Kinder, die es fertig bringen, sich gegenseitig Halt zu geben. Sie kennen ihr Leben nicht anders und schaffen es irgendwie, damit fertig zu werden. Ich war tief betroffen. Anais und Bruno werden mich noch lange begleiten.

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buch, christa wolf, französische literatur, frauenliteratur, frauenschicksal, sozialisierung

Nachdenken über Christa T.

Christa Wolf , Sonja Hilzinger
Fester Einband: 207 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 13.03.2006
ISBN 9783518224045
Genre: Romane

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Kontrapunkt

Anna Enquist , Hanni Ehlers
Flexibler Einband: 215 Seiten
Erschienen bei btb, 08.02.2011
ISBN 9783442739691
Genre: Romane

Rezension:

Anna Enquist schreibt über Musik, mit Musik und um Musik herum . Sie setzt Musik und Leben gleich. Sie betreit Trauerverarbeitung mit Musik.

Die Protagonistin, einfach nur "Frau" genannt, ist Pianistin und wagt sich an das Bachsche Wahnsinnswerk "Die Goldberg-Vatiationen". Eine Aria, einfach in Gestalt, dreißig Variationen, und anschließend noch einmal die Aria. Sie versucht auf diese Weise die Erinnerung an ihre verstorbene Tochter zu erhalten. Es ist schlimm, einen geliebten Menschen zu verlieren, noch schlimmer ist die immer weiter verblassende Erinnerung. Jeder verstreichende Tag führt sie weiter weg von ihrem Kind. Anhand der 30 Variationen, die in ihrem Auftreten und ihrer Wesensart alle unterschiedlich sind, erarbeitet sie sich eine Collage an Erinnerungen an ihre Tochter. Das Baby, das kleine Mädchen, der Teenager und die junge Erwachsene - bis zu ihrem Unfalltod. Eine Beziehung von ganz eng und ganz nah über das schrittweise Loslassen hin zu der erwachsenen Tochter, die ihr eigenes Leben lebt. Und trotzdem immer liebende Nähe.

Das Licht der Klavierlampe bildete ein schützendes Rund, das Partitur, Klaviatur und Hände umschloss ... Hier vergräbt sich die Frau, studiert die technisch immens schweren Variationen und erinnert sich. Die Welt außerhalb ihres schützenden Runds ist für sie voll Angst, voll von HEUTE, das ihr die Erinnerungen zu nehmen versucht.

Der Leser bekommt nicht nur diese wunderbaren literarischen Zeichnungen dieses Kindes, die Frau beschäftigt sich außerdem mit Bach und seinem Leben sowie musiktheoretischen und klaviertechnischen Fragestellungen. Nicht aber in unverständlichem Kauderwelsch, sondern in schönen verständlichen Sätzen, die die Neugierde auf die Musik erwecken. Man beschäftigt sich mit Bachs Komposition aus einem völlig anderen Blickwinkel heraus, so subjektiv und doch so allumfassend.

Jedes Kapitel beignnt mit ein paar Takten Notenzeilen, jede Variation wird so skizziert. Und wenn man sich zum Lesen noch die Musik anhört, dann hat man ein ganz wundervolles Gesamtkunstwerk von Musik und Literatur. Ein zutiefst berührendes Buch.

Als ich über die Autorin nachlas, habe ich herausgefunden, dass sie mit diesem Buch wirklich den Unfalltod ihrer Tochter verarbeitet hat. Ich kann es kaum mehr zur Hand nehmen, ohne dass mir die Tränen kommen. Geschweige denn Bach hören.

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Die Pianistin von Wien

Mona Golabek , Lee Cohen
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Amalthea Signum, 01.10.2017
ISBN 9783990500903
Genre: Historische Romane

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Lauf, Jakob!

Silvana E. Schneider
Flexibler Einband
Erschienen bei edition buntehunde, 01.12.2008
ISBN 9783934941519
Genre: Romane

Rezension:

»Lauf, Jakob!« ist ein Roman von Silvana E. Schneider, erschienen 2009 im Verlag »Edition Buntehunde«.

Jakobs Mutter ist alleinerziehend, muss Geld verdienen und sperrt ihren Sohn, während sie arbeitet, zuhause ein. Der Junge erlebt lange Stunden der Angst und Einsamkeit, immer auf die Rückkehr der Mutter wartend. In der Hoffnung, für sich und den Jungen eine bessere Zukunft erreichen zu können, heiratet Jakobs Mutter ihren Freund Anton. Jakobs Hoffnungen und Träume auf eine liebevolle intakte Familie mit Vater und Schwester erfüllen sich nicht. Sein Stiefvater entpuppt sich als gewalttätig und seine neue Schwester will mit Jakob nichts zu tun haben. In der Schule wird er von seinen Klassenkameraden gemoppt und verspottet. Die Mutter bekommt noch ein Kind, wird aber unter der Tyrannei ihres Mannes immer apathischer, kümmert sich weder um das Baby noch um ihrem Sohn.

Als Jakob Roxana kennenlernt, ein Mädchen aus gutem Haus mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und einer großen Portion Mut, erlebt Jakob, was es bedeutet, anerkannt und gemocht zu werden. Er kann lachen und den Sommer genießen, auch wenn er Roxana nie zu sich nach Hause einlädt.

Als Roxana eines Tages unangemeldet bei Jakob vorbeischaut, wird sie Zeugin der Gewalt, die Jakob erleben muss. Der Junge sieht Roxana in seiner demütigenden Situation und das erste Mal in seinem Leben findet er den Mut, sich gegen seinen Peiniger zu wehren.

Silvana Schneider beschreibt in einer ruhigen und einfühlsamen Sprache den Leidensweg Jakobs. Sie driftet dabei nie in den Kitsch oder die Rührseligkeit ab, ganz im Gegenteil, die Dringlichkeit des Themas kommt mit ihrer Schreibweise noch viel deutlicher zum Vorschein. Die Autorin schafft es hervorragend, das Schicksal des Jungen in das ebenso schwierige Schicksal seiner Bezugspersonen einzubetten und die Täter nicht nur als bösartige Menschen zu zeigen, sondern auch hier die psychologische Komplexität und das Zusammenspiel vielerlei Komponenten deutlich herauszuarbeiten.

Dieser kleine Roman ist sehr lesenswert und auch in der heutigen Zeit hochaktuell.

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