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304 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, gefängnis, sabaa tahir, liebe

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte zunächst etwas Probleme wieder in die Geschichte hinein zu finden, habe dann aber nochmal die letzten 20 Seiten von Band 1 gelesen und dann ging es. Sehr schnell war ich wieder in den Bann der Geschichte gezogen.

Wir begleiten zunächst Laia und Elias bei ihrer Flucht aus Schwarzkliff. Es geht sofort wieder spannend los. Es wird geflohen, getötet, wie wir es auch aus Band 1 gewohnt sind. Auch Band 2 führt sich somit sofort derart ein, dass ich nur sagen kann: Nichts für schwache Nerven!

Elias und Laia machen sich auf nach Kauf um Laias Bruder Darin zu befreien. Er ist derjenige, der die Kundigen möglicherweise in die Freiheit führen kann.

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus Sicht von Elias, Laia und Helena erzählt. Helena, der Blutgreif, sorgt dafür, dass der Leser auch in der Welt der Masken immer auf dem Laufenden bleibt. Wir sind so immer in der Nähe von Markus, dem Imperator und der Kommandantin Keris. Es gibt in dieser Geschichte Personen, von denen weiß man bis zum Ende nicht, ob sie Freund oder Feind sind. Feldherr Harper gehört ebenso dazu, wie Helena selbst. Sie ist eine unheimlich gut geschriebene Figur, sie ist in sich selbst sehr zerrissen und genauso wenig, wie sie weiß, was eigentlich ihr Weg, ihre Bestimmung ist, weiß es der Leser.

„Du bist mein Meisterwerk, Helena Aquilla, doch ich habe erst angefangen. Wenn du überlebst, wirst du eine Macht sein, mit der in dieser Welt zu rechnen sein wird. Aber zuerst wirst du zerstört. Zuerst wirst du gebrochen.“ (S. 305)

Elias macht eine deutliche Entwicklung durch. Er war schon von Anfang an eine viel zu menschliche Maske und diese Seite an sich bildet er noch deutlicher aus. Ich fand die Entwicklung, die Eilas durchmacht sehr schlüssig und auch seine Zusammentreffen mit der Seelenfängerin haben mich stark in ihren Bann gezogen. Am Ende geht Elias einen Schritt, von dem man wirklich nicht genau weiß, ob man ihn dumm oder mutig finden soll. Ich habe mich am Ende dafür entschieden, ihn zu bewundern.

Laia macht ebenso eine große Entwicklung durch. Sie muss sich, vor allem, als sie von Elias getrennt wird, zu einer starken Frau entwickeln. Schon in Schwarzkliff hat sie immer sehr viel Mut und Größe bewiesen und auch jetzt, auf der gefahrvollen Reise kann sie zeigen, was in ihr steckt.

Von den Figuren, die in diesem Band deutlich mehr Raum einnehmen, hat mir Afya gefallen. Eine Frau, die das Herz auf dem rechten Fleck hat, auch wenn sie immer mal wieder vor sich hingrummelt. Sie lässt die ihr anvertrauten Menschen nicht im Stich.

Die Figurenentwicklung aller Figuren ist stringent und die Autorin vergisst niemanden. Einmal eingeführt, erhält jede Figur ihre eigene Geschichte, macht ihre Erfahrungen, wächst daran, oder droht auch mal daran zu zerbrechen. Sogar die Köchin erhält einen Auftritt.

Die Geschichte ist wieder extrem rund und extrem spannend. Man kann das Buch einfach nicht aus der Hand legen, denn man will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich muss allerdings gestehen, dass die Szenen in Kauf hart an meiner Grenze entlang wandelten. Sehr spannend ausgearbeitet war hier der Vorsteher von Kauf. Ein grausamer Mann, der Spaß daran hat, andere zu quälen. Szenen in Kauf waren nur schwer zu ertragen. Der Schreibstil von Sabaa Tahir ist schon wirklich heftig.

Ich vergebe gerne 5 Sterne für einen spannenden, hart an der Schmerzgrenze entlang wandelnden Jugendroman, für den man ganz sicher nicht zartbesaitet sein darf.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

erotik

School of Love: Lektion 1

C. J. Crown
E-Buch Text: 343 Seiten
Erschienen bei null, 01.11.2016
ISBN 9783961150359
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Tja… was soll ich sagen? Jetzt muss ich schon zum zweiten Mal in diesem Jahr sagen, dass ich mich nicht wundere, wenn dieses Buch überwiegend positive Rezensionen hat. Ich kann es verstehen, denn es ist wirklich gut geschrieben! Ich bin bei erotischen Romanen ja immer ein bisschen skeptisch, weil ich Angst habe, dass es zu derb wird, aber C. J. Crown hat es geschafft, mit ihrem Debüt im Bereich erotischer Roman, einen echten Leckerbissen zu präsentieren. Niveauvoll, spannend, leidenschaftlich… so lässt sich dieses Buch zusammenfassen.

Greta hat mir vom Charakter her sehr gefallen. Sie kommt aus gutem Hause und hat alles verloren. Dennoch steckt sie nicht den Kopf ins den Sand, sondern versucht ihr Leben wieder auf die Reihe zu bringen. Ob die Anstellung in einer Escort-Agantur da eine adäquate Idee ist vermag ich nicht zu beurteilen, aber Greta scheint sich zumindest reichlich Gedanken gemacht zu haben und ist für sich zu dieser Lösung gekommen. Denkt man… Im Laufe der Geschichte deckt sich nämlich auch noch ein weiterer Grund auf, warum Greta genau bei dieser Agentur arbeiten möchte. Der Grund ist nachvollziehbar und macht die Geschichte spannend und mich neugierig auf die Fortsetzung. Greta stellt sich also der Ausbildung in der School of Love. Dabei ist sie offen und neugierig, für meinen Geschmack manchmal ein bisschen zu vertrauensselig.

Der erotische Teil der Geschichte kommt sehr niveauvoll daher, auch wenn ich mich manches Mal doch gewundert habe, dass Greta zum Teil sehr naiv und in meinen Augen viel zu vertrauensselig an die ganze Geschichte herangeht. Mir gelang es aber sehr gut, dies auszublenden, denn schließlich ist es einerseits nur eine Geschichte, andererseits gibt es sicher genug Menschen, die sich mit einer gewissen naiven Neugierde kopfüber in neue Situationen stürzen. Mit Ayden hat sie da ja zum Glück einen Mann an ihrer Seite, auf den man sich wirklich verlassen kann.

Auch die anderen Charaktere sind interessant und sehr authentisch dargestellt. Seien es Charlie, Daniel oder Gretas Mitstreiterinnen. Jeder hat seine Eigenheiten, die ihn oder sie einzigartig und unverwechselbar machen.

Eingewoben ist alles in eine spannende Story, die abwechselnd aus Gretas und Aydens Sicht erzählt wird. Neben der Ausbildung Gretas zur Escortdame geht es auch um schon fast mafiöse Verhältnisse innerhalb einer Familie, Betrug, Schulden, aber auch Zusammenhalt geht. Nach und nach erfährt man mehr über Charlies, Daniels und Aydens Familiengeschichte, die sehr spannend daherkommt. Ich freue mich, da noch mehr zu erfahren.

Von mir gibt es 5 Sterne für eine sehr spannende Geschichte, die sich mit Vertrauen, Grenzen und neuen sexuellen Erfahrungen auseinandersetzt.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wir beide in Schwarz-Weiß

Kira Gembri , Tim Schwarzmaier , Laura Maire
Audio CD: 4 Seiten
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783956391415
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Hörbuch ist wahrlich keine leichte Kost, aber es hebt sich dadurch auch erfrischend von anderen New Adult Romanen ab.

Die Sprecher, Laura Marie und Tim Schwarzmaier machen ihre Sache super. Laura Marie mag ich ja sowieso total gerne, da sie den Figuren immer ihre ganz eigene Note verleiht. So auch bei Kris, der sie mit ihrer Art zu sprechen eine Seele schenkt. Tim Schwarmaier kannte ich bislang nicht, aber auch ihn fand ich sehr gut. Eine angenehme Stimme, eine schöne Art zu erzählen. Auch Alex konnte ich mir so gut vorstellen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Kris und aus der Sicht von Alex erzählt, so dass wir beiden Protagonisten sehr nahe kommen. Dabei hatte ich das Gefühl, dass Kris uns ein bisschen näher an sich heran lässt und Alex etwas distanzierter ist. Ich hatte aber auch bei ihm nicht das Gefühl, dass er den Leser so sehr auf Distanz hält, dass man sich ausgeschlossen oder vor den Kopf gestoßen fühlt. Es war okay und passte zu ihm. Insgesamt war die Geschichte spannend und flüssig zu lesen, aber es hat das gewisse Etwas gefehlt. Ich finde es sehr mutig, dass Kira Gembri das Thema „psychische Krankheiten“ aufgegriffen hat. Überwiegend hat sie diese auch sehr gut dargestellt, aber an manchen Stellen fehlte mir ein bisschen mehr tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Thema. Ich denke, dass es einfach schwierig ist, den Spagat zwischen leichtem Jugendroman und dem Auseinandersetzen mit zwei psychisch angeschlagenen Menschen zu finden. Überwiegend ist ihr das sehr gut gelungen.

Von Alex war ich zunächst ziemlich abgestoßen. Seine Spreche ist derb, sein Verhalten grob. Ich fand ihn unmöglich, vor allem auch in Bezug auf Kris. Ich muss gestehen, dass ich zunächst dachte „oh nein, nicht schon wieder so eine Bad Boy Geschichte, wo die naive Protagonistin nicht merkt, dass sie lieber rennen sollte, als den Typen in ihr Leben zu lasse“. ich muss aber gestehen, dass ich überrascht wurde. Nach und nach erfahren wir, dass Alex nicht ganz gesund ist. Man fängt, bedingt durch dieses Wissen, an, ihn besser zu verstehen oder sagen wir lieber, dass ich es zumindest versucht habe, ihn zu verstehen. Sehr schön wird deutlich, wieviel Anstrengung es für den Partner bedeutet, mit einem Menschen zu leben, der ein Päckchen voller psychischer Probleme mit sich herum trägt. Nicht immer einfach. Von daher habe ich großen Respekt vor Kris, die sich nicht hat abschrecken lassen. Vor allem die Szene in Kris Elternhaus war natürlich extrem aufwühlend und prägend für die Geschichte.

Kris ist eine erstaunliche junge Frau. Nach und nach enthüllt Kira Gembri ihre Geschichte und je mehr man erfährt, umso besser kann man Kris verstehen. Ich war trotzdem ein bisschen erschrocken, dass ihre Eltern sie nicht besser auffangen. Da scheint in der Familie insgesamt sehr viel im Argen zu liegen, was allerdings in der Interaktion zwischen Kris und ihren Eltern nicht so wirklich präsent wurde. Es wirkte da eigentlich eher alles sehr harmonisch. Warum fangen sie sie dann aber nicht auf und lassen sie so tief in ein Trauma fallen? Ich hätte mir hier doch etwas mehr Auseinandersetzung mit Kris und ihrer Geschichte gewünscht. Nachdem sie so lange Jahre das Trauma ausgelebt  hat und psychisch wirklich angeschlagen war, ging mir ihre „Heilung“ einfach zu leicht. Es erschien mir leider unglaubwürdig.

Ich muss gestehen, dass ich finde, dass die Lovestory etwas wenig Raum eingenommen hat. Ich hatte Probleme, nachzuvollziehen, warum sich die beiden Protagonisten ineinander verlieben. Das ging mir irgendwie alles zu lautlos von statten. Die Gefühle der beiden füreinander konnten mich nicht so ganz erreichen, so dass ich Schwierigkeiten hatte nachzufühlen, warum Kris und Alex plötzlich, ohne Vorwarnung, so stark aufeinander abfahren.

Von mir gibt es 4 Sterne für ein sehr hörenswertes Hörbuch, vor allem wegen der guten Figurenentwicklung und dem sehr gefühlvollen Umgang der Autorin mit einer psychischen Krankheit, die hier interessant und berührend dargestellt wurde.

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64 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

meer, wind, trauer, hoffnung, jando

Die Chroniken der Windträume

Jando , Antjeca
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Koros Nord, 16.09.2016
ISBN 9783945908075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich weiß nicht, wie Jando das macht. Wo nimmt der Mann diese Weisheit, diese wunderschönen Geschichten her? Ich war von den Chroniken der Windträume total begeistert und sehr berührt. Ich denke, dass diese Rezension meine ehrlichste, meine persönlichste, aber auch mir die wichtigste Rezension ist. Ich weiß nicht, ob ich transportieren kann, wie sehr mich dieses kleine Buch berührt hat, aber ich versuche es.

    S. 29
    Frei ist nur der, der seinem Herzen folgt. In ihm liegt die Kraft des Lebens.

Warum tun wir das eigentlich so selten? Unserem Herzen folgen? Gesellschaftliche Zwänge, das „dazu gehören“ wollen, sich anpassen an das, was andere von einem erwarten? Viel zu selten machen wir doch wirklich das, was uns selbst glücklich machen würde. Dieses Buch vermittelt auf sehr eindrucksvolle Weise, wie wichtig es ist, genau dies zu tun. Folge deinem Herzen. Ich arbeite da gerade sehr stark dran und vielleicht hat mich auch genau deswegen dieses Zitat so tief berührt. Für mich war das gesamte Buch eine Offenbarung, denn es passt gerade ganz genau auf mein Leben. Ich kann mich nur tief vor der Weisheit, die in diesem Buch aus jeder Seite zum Leser getragen wird, verbeugen. Genau das, was mir diese Geschichte vermittelt, versuche ich gerade in mein Leben zu integrieren, aber es fällt mir unheimlich schwer.

Ich muss gestehen, dass ich sogar ein paar Tränen vergießen musste. Die Szene mit Jan und Chrissie war sowieso insgesamt sehr berührend, aber Chrissies Worte treffen mitten ins Herz.

    S. 98
    Das Recht auf Leben besteht nicht nur darin geboren zu werden, sondern auch darin leben zu können.

Warum nutzen wir dieses Geschenk eigentlich so selten. Sicher nicht alle Menschen, aber ich muss mich definitiv (noch) zu denen zählen, die das Geschenk „Leben“ viel zu wenig auskosten. Es geht in diesem Buch um die Liebe, um den Tod, um Neuanfänge, darum, sich selbst und anderen zu vertrauen und es geht auch darum, das Leben mit seinen Lieben zu leben und zu genießen und es ihnen auch zu sagen, dass man sie liebt.

    S. 74
    Möge der Wind dich dorthin tragen, wo Träume niemals enden werden.

Das wünsche ich mir und euch allen und vergebe 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ich glaube nicht, dass es jemanden geben kann, den diese beiden Geschichten nicht berühren.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Was wir uns wünschen

Ulf Stark , Birgitta Kicherer , Lina Bodén
Fester Einband: 90 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 24.08.2016
ISBN 9783825179847
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Was wir uns wünschen“ von Ulf Stark spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges in Schweden. Es ist nicht zwingend ein Weihnachtsbuch, auch wenn es zur Weihnachtszeit spielt, denn die Geschichte ist eigentlich zeitlos. Aber es passt natürlich schon sehr gut in diese Zeit, denn wann wünscht man sich mehr, als zur Weihnachtszeit, dass die Familie versammelt ist? In dieser Geschichte geht es aber noch mehr, als um Weihnachten, um eine Zeit, in der die Väter weit fort waren, um der Zeit des Vermissens und des Bangens, ob es den Lieben gut geht. Die Geschichte erzählt auch vom Zusammenhalt der Familien in dieser schweren Zeit. Und dennoch, trotz dieser schweren Zeit, so wird auch die Geschichte eines ganz normalen Jungen erzählt, der das Herz am rechten Fleck hat und sich nichts sehnlicher wünscht, als dass sein Vater Weihnachten zuhause verbringen kann.

Protagonisten der Geschichte sind Fred und seine Mutter Edith. Fred ist ein sehr hilfsbereiter, aufgeweckter junger Bursche. Sein Vater wurde in den Kriegsdienst eingezogen und so unterstützt er seine Mutter, wo er nur kann. Er arbeitet nach der Schule bei einem Weihnachtsbaumverkäufer und ist sich auch nicht zu schade, der Kundschaft die Weihnachtsbäume nach Hause zu tragen. Natürlich springt dafür auch ein kleiner Obolus heraus, den die Familie gut gebrauchen kann. Sehr gerührt hat mich, dass Fred jeden Tag mit seinem Vater spricht. Er geht in die Kleiderkammer, in der es eine Lüftungsklappe gibt. Wenn die Lüftung rauscht, dann hört er seinen Vater antworten.

Natürlich ist Fred eben auch ein ganz normaler Junge, der Abenteuer erlebt, gemeinsam mit seinem Freund Oskar Unsinn treibt und in ein Mädchen seiner Klasse, Elsa, verliebt ist. Aber, die Jungen machen nie etwas, was wirklich Menschen schadet.

Freds Mutter, Edith, vermisst ihren Mann natürlich auch, aber sie ist Fred eine wirklich tolle Mutter. Sie arbeitet hart, steht zu ihrem Sohn und versucht ihm ein schönes Weihnachten zu bereiten, obwohl auch sie ihren Mann über alle Maßen vermisst.

Das Buch ist ab 7 Jahren empfohlen. Ich bin nicht sicher, ob ein 7jähriger die Geschichte wirklich schon erfassen kann. Ich denke aber schon, dass man sie bedenkenlos mit einem Kind lesen kann, denn es geht nicht um die Taten, die in einem Krieg passieren. Es geht in erster Linie darum, dass Familienmitglieder weit fort sind und man sie vermisst und dass man sich gegenseitig unterstützen muss. Fred macht sich Gedanken darum, ob der Papa an der weit entfernten Grenze vielleicht friert. Also alles Themen, die für einen 7jährigen durchaus geeignet sind.

Ja, und es wäre natürlich keine Weihnachtsgeschichte, wenn nicht noch ein Weihnachtswunder passieren würde. Welches das ist? Lest es selbst! Immer wenn ich ab jetzt das Lied „Cheek to cheek“ hören, dann werde ich an dieses Buch denken und dankbar dafür sein, dass ich in einem Land leben darf, in dem Frieden herrscht. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung für Kinder ab 9 Jahren und Erwachsene.

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202 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

thriller, wald, junggesellinnenabschied, mord, ruth ware

Im dunklen, dunklen Wald

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Insgesamt handelt es sich bei dem Debütroman von Ruth Ware um einen soliden Thriller, der aber, um wirklich gut zu sein, die Spannung hätte etwas höher halten müssen.

Die Geschichte beginnt sehr stark. Eine Einladung zu einem Junggesellinenabschied einer ehemaligen Klassenkameradin und besten Freundin, die man seit 10 Jahren nicht gesehen hat, ein einsames Haus im Wald, ohne Handyempfang und immer wieder die Blende zwischen der Gegenwart, in der Nora im Krankenhaus liegt, und der Vergangenheit, an die sie sich nach und nach erinnert. Ich war wirklich sehr angetan von dem Buch, in dem die Spannung am Anfang sehr hoch lag. Leider schafft es Ruth Ware nicht, diese Spannung das gesamte Buch über zu halten. Der Mittelteil plätschert vor sich hin, immer wieder unterbrochen von Andeutungen und merkwürdigem Verhalten der handelnden Figuren, die es aber nicht so richtig schaffen, den Spannungslevel wieder nach oben zu ziehen. Erst zum Ende hin zieht die Spannung dann wieder merklich an. Der Leser, der vermutlich schneller schaltet als Nora, weiß allerdings recht früh, wer der Täter ist. Es kommt zum großen Showdown, der mich wirklich nochmal mitreißen konnte.

Leonora, genannt Lee, Leo oder Nora, die Hauptperson dieser Reihe ist ein extrem zurückgezogener und labiler Mensch. Ihr Motivation, die Junggesellinnenparty zu besuchen hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Neugierde? Eine immer noch gewisse vorhandene Abhängigkeit zu Clare? Ich weiß es nicht. Nora scheint mir aber, bei all den Verrückten, immer noch die normalste Figur der Geschichte zu sein.

Flo macht die Geschichte spannend. Man ist sich die gesamte Zeit über nicht sicher, ob sie einfach verrückt ist, oder Clare so hörig und ihr so unterwürfig, dass sie sich aus diesem Grund verhält, wie sie es tut. Aber, sie bringt auf jeden Fall mit ihrem Verhalten eine gewisse Würze in die Story. Ich glaube, dass Melanie nur da war, um zu zeigen, wie stark Flo in ihrem Verhalten gefangen ist. Ansonsten hatte Melanie nämlich, in meinen Augen, keine Funktion.

Clare ist diejenige, die alle täuscht. Nora, den Leser, die gesamte Gruppe. Sie wirkt erwachsen und locker, versucht, vordergründig, die Gruppe zusammenzuhalten. Trotzdem traut man ihr irgendwie nicht. Sie wirkt auf den Leser, als wenn sie ein Theaterstück spielt und die Gäste ihre Marionetten sind. Ich hatte sie echt auf dem Kiecker.

Nina bringt, ebenso wie Flo, nur auf andere Art, Würze in die Geschichte. Immer einen sarkastischen Spruch auf den Lippen, ist sie es, die die Truppe ab und an aufmischt.

Tom war sehr blaß. Warum er nun genau dabei war hat sich mir nicht auch so recht erschlossen. Man erfährt so gut wie nichts über ihn. Er bringt die Story eigentlich nicht wirklich voran.

Alles in allem ist die Geschichte logisch aufgebaut, die Auflösung des Falls erscheint schlüssig und nachvollziehbar. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich 4 Sterne vergeben kann, aber dafür ist der Mittelteil einfach zu spannungsarm geschrieben. Ich kann nicht mal sagen, dass die Geschichte langatmig wäre, das ist sie nicht. Sie ist einfach nur im gesamten Mittelteil auf einem sehr tiefen Spannungslevel, der durchaus deutlich höher hätte sein dürfen. Von mir gibt es 3 Sterne für einen lesenswerten, soliden Thriller, der aber, was den Aufbau der Geschichte angeht, durchaus noch Luft nach oben hätte.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 29 Rezensionen

zeitreise, berlin, mark twain, freundschaft, 1891

Federflüstern

Holly-Jane Rahlens , Alexandra Ernst
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.09.2016
ISBN 9783499217456
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zunächst einmal finde ich es super, dass am Ende von Band 2 eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes  „Blätterrauschen“ zu finden ist. Ich konnte mich an das Abenteuer in der Zukunft zwar noch gut erinnern, aber wenn jemand da Bedarf hat, dann kann er sich die Ereignisse nochmal kurz ins Gedächtnis rufen. Man muss Band 1 aber nicht zwingend gelesen haben, um Band 2 zu verstehen. Es gibt zwar immer mal wieder kleine Anspielungen auf die Zeitreise der Freunde in die Zukunft, da sie selber sich aber, bis auf Rosa, zunächst auch nicht daran erinnern, ist es nicht so schlimm, wenn der Leser auch keine Ahnung hat.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig. Die Geschichte entwickelt sich stetig vorwärts, ohne hektisch zu werden. Das empfinde ich als sehr angenehm, denn man hat genug Zeit, um Atem zu schöpfen und die drei Freunde und Luisa in einem angenehmen Tempo durch ihr Abenteuer zu begleiten.

Oliver, Rosa und Iris wissen nicht, wie Ihnen geschieht, als sie ins Berlin des 19. Jahrhunderts, genau nach 1891, geworfen werden. Zu Glück haben sie ihre neue Freundin Luisa dabei. Luisa hat Erfahrung mit Zeitreisen und kann ihnen wertvolle Tipps und Hilfestellung geben. Ebenso wie die Kinder, überlegt man sich, wie sie es wohl schaffen sollen, wieder nach Hause zurück zu kommen. Sie haben im Berlin des 19. Jahrhunderts natürlich keine Anlaufstelle, keinen Erwachsenen, dem sie vertrauen können. Sie müssen sich einen Unterschlupf suchen, um sich aufzuwärmen, denn es ist bitterkalt. Man spürt diese Kälte förmlich selbst die Adern hochkriechen. Sie haben niemanden… bis… ja, bis sie auf Mark Twain treffen. Ihr hört richtig. Den berühmten Schriftsteller, der tatsächlich damals eine Zeitlang in Berlin zu Gast war. Etwas später stößt dann noch Krit hinzu und die Truppe, die dafür sorgen soll, dass die Kinder wieder nach Hause gelangen ist vollständig.

Alle Figuren sind wunderbar dargestellt. Jede hat ihre Eigenheiten, die sie zu etwas besonderem macht. Auch wenn Iris manchmal echt nervt, so ist sie mir am meisten ans Herz gewachsen. Ich finde es Klasse, was sie alles weiß. Etwas weniger klugscheißen wäre aber ab und an angebracht.  Dennoch mag ich Iris bzw. den Charakter, weil Holly-Jane Rahlens es durch sie schafft, dem Leser Fakten auf spielerische Art und Weise zu vermitteln. Man lernt bei der Lektüre dieses Buches also sogar noch etwas.

In diesem Buch geht es vor allem um den Zusammenhalt, wenn man etwas schaffen will. Mark Twain vermittelt dies den Kindern und dem Leser sehr eindringlich. Ich muss sowieso sagen, dass mir dieser Herr Twain sehr gut gefallen hat. Ich habe mich noch nicht näher mit ihm beschäftigt, aber, wenn er nur annähernd so war, wie Holly-Jane Rahlens ihn beschreibt, dann war er ein großartiger, weiser  Mann.

Gut gefallen hat mir übrigens auch Gunther der Rottweiler. Was für ein Name lach

Die Geschichte weist einige unerwartete Wendungen auf, die sie so richtig spannend machen. Ich sage nur: Hermes1891, Hundgeburth, Heinrich und Krits Verhalten daraufhin.

Eines noch und dann komme ich auch zum Ende, obwohl ich noch Seiten über dieses wunderbare Buch schreiben könnte. Ich liebe es, wie Holly-Jane Rahlens das Buch im Buch unterbringt. Lest Blätterrauschen und/ oder Federflüstern und ihr wisst, was ich meine.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Holly-Jane Rahlens hat ein Händchen dafür, großartige Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Man merkt ihrem Schreibstil an, dass sie ihre Figuren selber sehr liebt. Sie ist mit Herz und Verstand dabei und das liest man aus jeder Zeile heraus.

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Tags: 19. jahrhundert, abenteuer, berlin, holly-jane rahlens, kinderbuch, rowohlt verlag, zeitreise   (7)
 

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Leon und Mick: 24/ 7

Simon Rhys Beck
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Dead Soft Verlag, 05.09.2016
ISBN 9783960890270
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich habe mir das Buch gekauft, es angefangen zu lesen und nach einem Tag war ich mit der Geschichte durch. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Simon Rhys Beck hat einen unglaublich berührenden, sehr bildhaften, jederzeit niveauvollen Schreibstil, den ich von der ersten Seite an zu schätzen wusste.

Mick ist ein wunderbarer Mensch. Immer für seinen Freund Mo da, sehr liebevoll, fürsorglich und beschützend. Seine Entwicklung über die Geschichte hätte noch etwas deutlicher von statten gehen dürfen. Er erschien mir manchmal einen Tick zu unsicher, zu devot Leon gegenüber. Das ist es auch, warum ich am Ende einen Stern abgezogen habe. Manchmal erschien mir die Beziehung von Mike und Leon nicht wie eine Beziehung auf Augenhöhe. Ein paar Mal zu oft hat Mick Leon fragend, bittend, hilfesuchend angeschaut und ein paar Mal zu oft hat Leon Mick durch die Haare gewuschelt. Dadurch wurde in mir mehrmals der Eindruck erweckt, dass Leon extrem viel reifer ist, als Mick (ist er auch, er ist auch 13 Jahre älter) und ich hatte Probleme mir eine erwachsene Beziehung zwischen den beiden vorzustellen.

Leon ist der reife, selbstbewusste Geschäftsmann in dieser Geschichte. Er weiß, wo er im Leben steht und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wirbelt Mick sein Leben durcheinander. Leon hat mir gut gefallen. Bei aller Exklusivität, die er in seinem Leben gewohnt ist, ist er sich nicht zu schade, sich die Hände schmutzig zu machen, wenn es Not tut. Dies tut er aber schon mit einem gewissen angewiderten Gesichtsausdruck, was die ganze Sache nur noch glaubwürdiger macht.

Die Geschichte ist wunderschön geschrieben. Natürlich geht es um viel Sex, es handelt sich ja auch um einen erotischen Roman, der aber in eine wirklich schöne Rahmengeschichte eingebettet ist. Schreibstil, Story und Charaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen.

Tja, und nun muss ich noch etwas gestehen. Die (für mich) wohl erotischste Szene in diesem Roman hat nichts mit Sex zu tun. Auch wenn die Sex-Szenen extrem ansprechend und niveauvoll geschrieben sind, so muss ich gestehen, dass mich eine Szene ungefähr bei 40% des Buches am meisten angesprochen hat. Mick hat sich die Hand verletzt und den Arm in einem Verband. Leon beobachtet seine hilflosen Versuche eine Weile, zieht ihn an sich heran und knöpft ihm die Hose zu. Es ist schwer in Worte zu fassen und es ist vielleicht auch schwer nachzuvollziehen, wenn man das Buch nicht gelesen hat, aber diese Geste hat mich an dieser Stelle des Romans schier überwältigt. Sie strahlte so viel Zuneigung, soviel Vertrauen, Intimität und Liebe aus, dass ich total berührt wurde.

Von mir gibt es 4 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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hollywood, filmstar, star, probleme, liebe

Famous: Herz über Kopf

Phoebe Ann Miller
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 10.03.2016
ISBN 9783958691858
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich bin süchtig nach dieser Geschichte und muss jetzt noch bis März 2017 auf den nächsten Band warten. Wie soll ich das aushalten? [😉] Mich macht es ja manchmal etwas stutzig, wenn ein Buch nur gute Rezensionen hat, aber hier muss ich sagen: Sie sind alle verdient. Ich kann mich nur anschließen: Ich liebe die Geschichte.

Sara hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie ist nicht die typische, vom Leben enttäuschte Frau, die sich alles gefallen lässt und nur mit Mann glücklich sein kann. Sie ist liebevoll, vielseitig, steht mit beiden Beinen im Leben. Sie ist aber auch schwach und überfordert von dem, was sie an Coopers Seite erlebt. Sie ist menschlich. Ja, genau das hat mir an ihr gefallen. Sie ist das Mädchen von nebenan, dass ich tatsächlich kennen könnte. Sie wuchs mir innerhalb von wenigen Seiten ans Herz und erschlich sich meine Liebe, mein Mitgefühl, meine Bewunderung.

Cooper hat mir auch gut gefallen. Die Szenen, in denen er für Sara da war, waren super. Man spürt seine Liebe, seine Angst, Sara zu verlieren. Ich fand es toll, dass er so bodenständig ist, so wenig abgehoben und sie entspannt, was die Presse und eine eventuell schlechte Presse angeht. Wenn er allerdings nicht für Sara da war, habe ich ihn weniger gut verstanden. Ich habe ein bisschen ein zwiegespaltenes Verhältnis zu ihm, da er einerseits als so einfühlsam dargestellt wird, andererseits aber ein ums andere Mal nicht merkt, wie es Sara geht.

Die Nebenfiguren waren alle toll gezeichnet. Sie alle habe ich total in mein Herz geschlossen. Angefangen von Sara Papa, ihrer besten Freundin Melanie, bis hin zu Paul und auch Don und Simon. Ich liebe sie alle, weil sie einfach toll sind, bei allen Schwächen, die auch sie haben.

Der „Krieg“ mit der Presse wurde sehr gut dargestellt. Ich selber lese diese Klatschzeitschriften nicht und finde es furchtbar, dass Menschen so bis in ihr Privatleben hinein verfolgt werden. Mir persönlich erschließt sich auch nicht (mehr), wieso man Menschen, nur weil sie vielleicht Schauspieler, Sänger oder Sportler sind, so verfolgen und deren private Geschichten ausschlachten muss. Da man Sara hier so nahe ist, bekommt man hautnah zu spüren, wie schrecklich es ist, wenn man von der Presse verfolgt wird.

Die Geschichte ist spannend und weist keine Längen auf. Sie wird stringent erzählt und hält doch einige Wendungen bereit. Mal vorhersehbar, mal weniger vorhersehbar, aber auf jeden Fall nie langweilig. Der Schreibstil von Phoebe Ann Miller ist bildhaft und sehr lebendig. Ich sah alle Figuren und Orte vor mir und hatte wirklich ein starkes Kopfkino. Außerdem ist der Schreibstil sehr gefühlvoll. Bei mir kamen alle Gefühle voll an. Liebe, Trauer, Wut. Eine Achterbahn der Gefühle habe ich auf den gut 400 Seiten durchlebt.

Von mir gibt es 5 Sterne und auf jeden Fall eine Leseempfehlung, wenn ihr Liebesromane mögt. Eine interessante Story, die mit starken Protagonisten aufwartet und süchtig macht.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Entdecke deine Sensitivität

Pascal Voggenhuber , Pascal Pascal Voggenhuber
Flexibler Einband: 221 Seiten
Erschienen bei Giger Verlag, 30.09.2010
ISBN 9783952353288
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die erste Hälfte des Buches befasst sich mit den grundlegenden Themen zur Sensitivität. Was ist Sensitivität? Welche Hellsinne gibt es und wie wirkt es sich aus, wenn man diese aktivieren kann. Er beleuchtet ganz kurz die Hilfsmittel für sensitives Arbeiten, wie Karten legen, Auragramme, Kaffeesatz oder Psychometrie. Dies alles erfolgt in, auch für den Laien, verständlicher Form, so dass ich an jeder Stelle gut folgen konnte. Dabei wird es nie esoterisch abgehoben, sondern sehr sachlich und bodenständig. Wir alle haben diese Fähigkeiten in uns (Bauchgefühl), wir müssen sie eigentlich nur wieder stärker in unserem Leben zulassen.

Ab der zweiten Hälfte geht es dann ans Eingemachte, nämlich ans üben. Denn, egal, wieviele Bücher man zum Thema liest, wieviele Videos man schaut, etc. Die Entwicklung der Sinne wird einem nicht über Nacht in den Schoß fallen. Natürlich gibt es Menschen, deren Sinne bereits mehr geöffnet sind, als bei anderen, aber letzen Endes hilft bei uns allen nur üben, üben, üben. Pascal Voggenhuber zeigt sehr einfache Übungen auf, die bei regelmäßiger Anwendung die Hellsinne schulen werden. Mir gefällt dabei, dass sich viele davon sehr einfach in den Alltag integrieren lassen, wie z. B. Gibt es Verspätungen auf der Reise? oder Wie ist die Energie des Gemüses/ der Früchte? Wenn man sich immer wieder daran erinnert, diese Übungen auch wirklich zu machen und das nicht nur einmal die Woche oder einmal im Monat, sondern wirklich in den Alltag integriert, dann wird die Sensitivität über die Zeit zunehmen.

Ich mag die Bücher von Pascal Voggenhuber, da er so wunderbar bodenständig mit den Themen Medialität, Geistige Welt, Sensitivität und allem, was damit zu tun hat, umgeht. Man hat nicht das Gefühl, dass da ein völlig abgehobener Esoteriker einem was erzählen will, sondern dass es für ihn eben ganz normal ist, mit der geistigen Welt zu kommunizieren und er dieses Wissen gerne weitergibt.

Von mir gibt es 5 Sterne. Wer sich näher mit den Themen Geistige Welt, Sensitivität, etc. beschäftigen will kommt, meines Erachtens nach, an Pascal Voggenhuber und seinen Büchern nicht vorbei.

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81 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, liebesroman, violet truelove, fotograf, chick lit

Ein Fotograf zum Verlieben

Violet Truelove
Flexibler Einband: 322 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 21.01.2015
ISBN 9781507658369
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der zweite Band hat mir noch besser gefallen als „Ein Surfer zum Verlieben„, obwohl mir das ja auch schon sehr gut gefallen hat. Aber, bereits am Ende meiner Rezension zum ersten Band schrieb ich, dass ich mich auf den Band um Aiden als Hauptperson sehr freue und, ich wurde nicht enttäuscht. Aiden ist aber noch viel mehr Traummann, als es Walden je sein könnte. Der Fotograf ist warmherzig, liebevoll, für alle Menschen, die er in sein Herz geschlossen hat da. Niemand könnte Hope ein besserer, liebevollerer Partner sein, als er es ist.

Hope ist eine verängstigte junge Frau, die es bisher nicht leicht hatte im Leben und nun niemandem mehr vertraut. Man bekommt sofort Mitleid mit ihr und möchte sie am liebsten die ganze Zeit in den Arm nehmen. Wie gut, dass Aiden es schafft, zu ihr durchzudringen und das für den Leser erledigt. Bei aller Zartheit, die Hope an den Tag legt, so versucht sich doch auch immer wieder stark zu sein, egal wie schwer es ihr das Leben auch gerade macht. Sie hat mich wirklich beeindruckt.

Auch wenn es sich bei der „zum Verlieben-Reihe“ natürlich um eine leichte Sommerroman-Reihe handelt, so vergisst Violet Truelove es nicht, den Figuren eine ausreichende Tiefe zu verleihen. Keine Figur ist oberflächlich, sie alle habe ihre Stärken und Schwächen und leben diese auch aus.

Die Geschichte ist spannend und wieder sehr flüssig geschrieben. Auch hier trifft Violet Truelove wieder genau die richtige Mischung aus Gefühl, Spannung und Erotik, die mich einfach dahinschmelzen lässt. Von mir gibt es 5 verdiente Sterne.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

FLAMMENHERZ - SAGA, Band 1 & 2 (Flammenherz / Racheschwur)

Petra Röder
E-Buch Text: 594 Seiten
Erschienen bei null, 10.12.2012
ISBN B00AMNKMA8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich muss gestehen, dass ich drei Anläufe für dieses Buch gebraucht habe. Bei Anlauf eins und zwei kam ich irgendwie nicht in die Geschichte rein und habe jedes Mal nach wenigen Seiten abgebrochen. Anscheinend braucht es manchmal wirklich die richtige Zeit für die richtige Geschichte. Als ich dieses Mal anfing, da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe die 658 Seiten innerhalb von 2 Tagen weggeschlürft.

Man muss ganz offen sagen, dass die Geschichte nicht besonders tiefgründig ist und die Charaktere auch keine ganz besonders tiefschürfenden Gedanken denken oder Gespräche führen. Aber, das hat mich absolut nicht gestört, dann die Geschichte ist einfach mega spannend. Ich reiste mit Janet ins 17. Jahrhundert, ich verliebte mich mit ihr in Caleb und ich zitterte mit ihr um sie selbst und ihre Gefährten. Mit jeder Zeile nahm die Geschichte an Fahrt auf und gewann an Spannung. Ganz besonders haben mir die Szenen nach Janets Flucht von Duncans Burg gefallen. Janet ist wahrlich keine Frau, die sich nicht zu helfen wüsste. Natürlich überkommen auch sie Angst und Verzweiflung, aber sie lässt sich nicht davon unterkriegen. Sie hat ihr Zeil vor Augen und macht immer weiter, egal wie schwierig es wird. Dabei bleibt es nicht aus, dass sie gute Freunde findet.

Gut gefallen hat mir, wie Petra Röder das ewige Gerede in der dritten Person, welches in Historischen Romanen ja meist vorherrscht, umgangen hat. Stimmig und sehr hilfreich fürs lesen. Auch ansonsten ist der Schreibstil von Petra Röder gut zu lesen, flüssig und sehr bildhaft, so dass man sich jede Situation gut vorstellen kann.

Ganz besonders haben mir dieses Mal die Nebenfiguren gefallen. Seamus, Mistress Graham und Sarin. Sie alle drei sind unglaublich liebenswerte, sehr spannende und sehr authentische Charaktere. Auf keinen von diesen liebenswerten Menschen hätte ich verzichten mögen. Sie alle drei bringen die Geschichte voran, unterstützen Caleb und Janet immer wieder auf die eine oder andere Weise.

Was mir auch gefiel ist, dass die Figuren relativ stark schwarz-weiß gezeichnet waren. Klar, das könnte man natürlich jetzt auch bemängeln, denn im echten Leben gibt es natürlich Graustufen, aber ehrlich gesagt fand ich das einfach mal sehr entspannend, dass man genau wusste, bei welcher Figur man woran ist.

Ich vergebe für die Gesamtausgabe von Flammenherz von Petra Röder sehr gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kathrin lichters, liebe, verbundenheit, carhill sisters, familie

Carhill Sisters - Emily & Jake

Kathrin Lichters
E-Buch Text: 241 Seiten
Erschienen bei Feelings, 03.08.2016
ISBN 9783426441435
Genre: Liebesromane

Rezension:

Was soll ich sagen? Die Reihe meiner Lieblingsautorinnen wurde um einen Namen erweitert. Kathrin Lichters! Nachdem ich vom ersten Band ihrer Reihe „Backstage love“ ja schon sehr begeistert war, hat sie mich auch hier beim ersten Band der Carhill Sisters, gleich einfangen können.

Die Carhill Sisters sind Emily, die Hauptperson dieses Buches und ihre Schwestern Mary und Lucy, sowie ihr Bruder Luke. Eine große Rolle spielt auch Emilys Vater, Robert und natürlich die männliche Hauptperson, nicht zur Carhill-Familie gehörend, sondern von diesen eher angenervt: Jake O´Reiley.

Emily hat mir sehr gefallen, auch wenn ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte, nachzuvollziehen, warum sie sich so wahnsinnig eingeigelt hat nach dem Tod ihres Mannes. Eine Phase der Trauer, natürlich, aber Emily hat sich völlig vom Leben zurückgezogen. Zum Glück hat sie ihre Familie, die immer für sie da ist, und dafür sorgt, dass sie nicht völlig an ihrer Trauer zerbricht. Ich mochte diesen starken Familienzusammenhalt, da er mich an meine eigene Familie erinnert. Andererseits hat mir diese Geschichte auch genau das vor Augen geführt, was mich bei uns manchmal stört: Man ist nie allein. Alle meinen, dass sie sich immer einmischen können/ dürfen/ sollen. Mir ging dieses penetrante Gehabe von Emilys Schwestern echt manchmal auf die Nerven. Allein ihr Bruder Luke, hat sich zumindest bemüht, etwas Zurückhaltung zu wahren.

Jake ist natürlich der perfekte Held. Gutaussehend, toll gebaut, aber mit einem düsteren Geheimnis. In dieser Geschichte sind es gleich zwei Dinge, die Jake davon abhalten, sich zu binden. Ein Familiengeheimnis und das tragische Schicksal seines Bruders. Mehr will ich hier nicht verraten, als soviel: Ich fand Jakes Geschichte sehr stimmig und auch seine Entwicklung nachvollziehbar.

Die Nebencharaktere, allen voran die anderen Geschwister und Emilys Vater sind genauso liebevoll gezeichnet, wie Jake und Emily. Man kann sich alle Figuren gut vorstellen und baut schnell eine Beziehung zu ihnen auf. Jede hat ihre kleinen Eigenheiten, die sie besonders macht. Und genau das mag ich an Geschichten. Figuren, die wirken, als würden sie wirklich irgendwo leben und man würde ihnen einfach ein paar Tage in ihrem Leben zuschauen. So kommt mir diese Geschichte vor. Sie ist spannend geschrieben. Emily hat die nötige Portion Humor, Sarkasmus, aber auch Mut, um mit Jake fertig zu werden, und ihm Paroli zu bieten. Mir haben die Wortgefechte zwischen den beiden viel Spaß gemacht. Das Ende ist stimmig, allerdings natürlich nicht allzu überraschend. Macht aber nichts, denn genau das hat mir gefallen. Die Geschichte wirkt, als könnte sie so wirklich irgendwo passiert sein. Nicht überzogen, sondern einfach stimmig, spannend und wunderschön.

Kathrin Lichters hat hier eine Wohlfühlgeschichte voller Herz, Trauer, Humor und Liebe gezaubert, die man einfach nur mögen kann. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

erotik, ava inning, feelings, waves of love, ava innings

Waves of Love - Joe: Sog der Leidenschaft

Ava Innings
E-Buch Text: 386 Seiten
Erschienen bei Feelings, 07.10.2015
ISBN 9783426438190
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich war ehrlich gesagt nicht so angetan von dieser Geschichte. Da die Autorin auch unter Violet Truelove veröffentlicht und ich diese Bücher wirklich liebe, habe ich auch zum ersten Band von Waves of Love gegriffen. Leider wurde ich enttäuscht.

Meiner Ansicht nach ist der Plot extrem mager. Der Protagonistin, Joe, die ich übrigens zu tiefst unsympathisch fand, geht es nur um Sex… oder auch nicht… eigentlich weiß sie selber nicht so genau, was sie will. Sie begehrt zwei Männer, glaubt aber, wenn sie mit beiden ins Bett steigt, als Schlampe da zu stehen. Beide Männer reden auf sie ein, wie auf einen kranken Gaul, ebenso raten ihre Freundinnen ihr zu, ihre Gefühle auszuleben. Joe ist trotzdem weiterhin stur, obwohl sie eigentlich mit jeder Faser ihres Körpers „ja“ sagen will. Am Anfang fand ich das ja noch nachvollziehbar, aber irgendwann nervte es nur noch. Als sie dann endlich nachgibt, geschieht dies in einer Situation, die für mich absolut daneben war. Ich will hier nicht spoilern, aber ganz ehrlich: An diesem Ort, zu diesem Zeitpunkt, mit dem gesundheitlichen Zustand, in dem sich die Protagonistin befindet, war das, was die beiden Männer mit ihr gemacht haben, einfach nur unglaubwürdig, gedankenlos und (sorry) abstoßend. Wenn die Männer sie beide wirklich lieben würden, dann wären sie nicht einmal auf die Idee gekommen in dieser Situation über sie herzufallen.

Ich muss auch gestehen, dass ich es absolut unglaubwürdig fand, dass Joe augenscheinlich ständig und zu jeder Zeit Lust auf Sex mit Brad hatte. Sie hat eine krankhafte Schwangerschaftsübelkeit, liegt im Krankenhaus, wird mit starken Medikamenten versorgt. Alles kein Problem… Sex geht ja immer… Sorry, wenn sich das jetzt sarkastisch anhört, aber ja, genau so ist es auch gemeint. Die Frau möchte ich sehen, die Sex mit ihrem Mann hat, während sie sich eine halbe Stunde zuvor noch die Seele aus dem Leib gewürgt hat.

Der Plot besteht eigentlich die meiste Zeit aus Sex. Versteht mich nicht falsch, ich lese gerne gute erotische Romane, gerne auch mit jeder Menge Leidenschaft und Sex, aber mich konnte diese Leidenschaft irgendwie gar nicht erreichen. Die Gefühle zwischen Brad und Joe konnten nicht zu mir transportiert werden. Wenn sich der Plot plötzlich gewendet und er sie eiskalt abserviert hätten, dann wäre das für mich total glaubwürdig gewesen. Ich habe nicht gefühlt, was Brad für Joe fühlt. Bei Rory fiel es mir etwas leichter ihm seine Gefühle abzukaufen. Er ist liebevoll und zärtlich, er überschreitet Joes Grenzen nicht. Bei Rory hatte man das Gefühl, dass er der einzige Erwachsene in der ganzen Konstellation ist. Er denkt (meistens) nach, bevor er handelt. Mit Rory konnte ich mitfühlen, ihn konnte die Autorin mir ans Herz schreiben.

Joes Bruder Dean war einfach nur ein großer Unsympath, noch größer, als Joe selbst. Er ist selbstgefällig, ungerecht und misst mit zweierlei Maß.

Den Hintergrund des Plots fand ich sehr stimmig. Eine Frau, zwischen zwei Männern. Darf sie beide Männer lieben? Mit beiden zusammen sein? Ihr Bruder wirft ihr vor, dass sie eine Schlampe ist, wenn sie mit beiden ins Bett geht. Er selbst aber hat jeden Abend eine andere Frau. Aber, genau so ist es auch heute doch noch in einigen Köpfen. Männer dürfen, Frauen nicht. Mit diesem Thema hat sich die Autorin sehr gut auseinander gesetzt. Die Zerrissenheit Joes zu diesem Thema war schon nachvollziehbar.

Es tut mir total leid, dass meine Meinung zu diesem Buch so vernichtend ist. Aber es gibt dutzende begeisterter Stimmen zu dieser Reihe, von daher, lasst euch von mir nicht beeinflussen, bildet euch selbst eure Meinung. Ich vergebe 2 Sterne, weil der Schreibstil flüssig ist, Rory sympathisch, die Hintergrundidee mit der Liebe zu zwei Männern spannend und sich das Buch schnell lesen lässt.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Traummanncasting: Roman

Kelly Stevens
E-Buch Text: 212 Seiten
Erschienen bei Forever, 15.07.2016
ISBN 9783958181199
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte erinnert stark an die Show „Der Bachelor“, wie sich bei dem Klappentext ja auch schon vermuten lässt. Marcel, der „Traummann“ ist ein absoluter Widerling, den man einfach so richtig schön hassen konnte. Ab und an braucht man solche Protagonisten ja auch mal.

Die Kandidatinnen bleiben leider alle sehr blass. Viel Tiefe kann man bei einem Sommerroman von gerade mal 220 Seiten wohl auch nicht erwarten. Die Zickereien gingen mir nach einiger Zeit echt auf die Nerven, aber auch das gehört dazu.

Maya ist eine wunderbare Frau. Nur durch ihre verrückte Freundin Jasmin lässt sie sich dazu überreden an dieser Kuppelshow teilzunehmen. Bereits nach wenigen Minuten merkt sie, dass das, wie sie schon vermutet hat, keine wirklich gute Idee war. Maya hat mir gefallen, weil sie sich selbst treu bleibt, zu sich steht und ihren eigenen Weg inmitten des ganzen Chaos geht.

Jayden ist natürlich, wie sollte es in einer solchen Geschichte auch anders sein, der Traummann schlechthin. Einfühlsam, zurückhaltend, gutaussehend. Sehr stereotyp, aber einfach zum dahinschmelzen.

Alles in allem darf man keine großartigen literarischen Ergüsse erwarten, aber wer einfach eine nette Sommergeschichte sucht, um mal eine Stunde lang abzutauchen und sich wohl zu fühlen, der ist mit „Traummanncasting“ genau richtig bedient.

Von mir gibt es 3 Sterne für ein durchschnittliches Buch, dass sich aber wirklich gut lesen lässt. Für mehr Federn hätten die Charaktere etwas mehr ausgearbeitet sein müssen und die Handlung hätte auch etwas ausgefeilter sein dürfen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

kathrin lichters, unendlich nah, rockstar;, familie, stalker;

Unendlich nah

Kathrin Lichters
Flexibler Einband
Erschienen bei Feelings , 15.09.2015
ISBN 9783426215074
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich muss sagen, dass ich im Moment wirklich viel Glück bei der Auswahl meines Lesestoffs habe. Schon wieder darf ich 5 Sterne vergeben. Ich habe tatsächlich bis heute Nacht um halb Drei gelesen, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Wer mich kennt weiß, dass ich normalerweise sehr früh ins Bett gehe. Von daher sagt das schon was aus…

Mia ist eine traumhafte Protagonistin. Liebenswert, einfühlsam, aber auch stark und durchsetzungsfähig und das alles in genau dem richtigen Maße, um sie einfach gern zu haben. Sie ist Lizzy eine tolle Freundin und ihrer Familie eine starke Stütze. Schon fast zu stark, wenn man mich fragt, denn es verlassen sich alle auf die gerade einmal 22jährige. Mia hat sich, für mich, als die stärkere und begonnenere Teil der Beziehung herausgestellt. Sie steht für sich selbst ein und, als zum Ende hin, jemand versucht, sie aufs derbste zu manipulieren, behält sie einen klaren Kopf und weiß, wo ihr Platz ist. Gar nicht so einfach in ihrem jungen Alter und mit dem, was sie bis dahin durchmachen musste. Meinen absoluten Respekt dafür. Mia hat es wahrlich nicht leicht im Leben, aber ihr immer zur Seite steht ihre beste Freundin Lizzy. Die beiden gehen wirklich durch dick und dünn und ich finde es unglaublich schön, zu lesen, dass es solche Freundschaften gibt. Nichts und niemand kann Mia und Lizzy auseinanderbringen.

Nic fand ich im Umgang etwas schwierig. Er macht viele Fehler, die zum Großteil nicht hätten sein müssen. Oft wirkte er auf mich wie eine eingeschnappte Diva. Er macht die Fehler und versucht die Schuld aber auf andere abzuschieben. Zum Glück war das nicht immer so und zum Ende wird auch er endlich erwachsen und findet seinen Platz im Leben.

Liam, Mias großer Bruder, war mir neben Mia am sympathischsten. Ich glaube, ich habe mich ein kleines bisschen in ihn verliebt… Immer da, wenn er gebracuht wird, bereit, für deine Lieben einzutreten. Er war gar nicht besonders auffällig in diesem Buch, aber irgendwie für mich immer präsent und ein toller Kerl.

Der Schreibstil von Kathrin Lichters hat mich sehr berührt. Ich habe mit Mia gelitten, habe den Wortgefechten gelauscht und mit ihr geweint. Ja, geweint habe ich ganze drei Mal bei diesem Buch, muss ich zugeben. Zum Glück aber jedes Mal vor Glück und Freude. Selten schafft es ein Buch, mich so zu berühren. Auch das spricht für den fantastischen Schreibstil. Alle Figuren, auch die Nebenfiguren, hat die Autorin sehr liebevoll ausgearbeitet. Man sieht die Familien Donahue und Kennedy direkt vor sich stehen. Man sieht sie am Gartentisch sitzen und essen, man lebt, lacht und weint mit ihnen. Vor allem Nics Vater, Richard hat es mir nach und nach immer mehr angetan. War ich zuerst von ihm wirklich empört, so wandelte sich dieses Bild im Laufe des Buches. Er ist ein toller Mensch, der das nur nicht immer so zeigen kann und auch seine Gründe dafür hat, warum er sich verhält, wie er es tut.

Die Geschichte im Ganzen hat mich, wie ich oben schon schrieb, in ihren Bann gezogen. Weil mir alle Figuren schnell ans Herz gewachsen waren, wollte ich, dass sie alle glücklich werden. Den größten Teil nimmt natürlich die Geschichte zwischen Mia und Nic ein. Aber auch eine Stalkerin macht einen nicht unerheblichen Teil aus und bringt die richtige Portion Spannung in die Geschichte.

Wie ich schon sagte, gibt es von mir gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

pala, level, superhelden, marcel van driel, insel

Pala - Das Geheimnis der Insel

Marcel van Driel , Kristina Kreuzer , Hauptmann und Kompanie
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 24.06.2016
ISBN 9783841503541
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Noch spannender als der erste Band. Die Geschichte zieht einen von der ersten Seite an in ihren Bann und erst, als ich die letzte Seite gelesen hatte, konnte ich das Buch wieder zuschlagen. Es ist übrigens das erste Mal, dass ich von einem Buch auf den Autor schließe, aber ich glaube, dass er Humor hat.

Das Training der Kandidaten wird noch härter, Iris, YunYun und die anderen müssen an ihre Grenzen und darüber hinaus gehen, um zu überleben. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so habe ich mit den Kandidaten mitgefiebert, aber auch mit gelitten. Mr. Oz hat sich wirklich fiese „Spiele“ ausgedacht, um die Kandidaten erneut auf die Probe zu stellen.

Alle Kandidaten, vor allem aber Iris, haben sich unglaublich weiterentwickelt und tun es auch in diesem band wieder. Sie wird härter, schafft es dabei aber, nicht ihre Empathie und Fürsorge für andere zu verlieren. Immer wieder muss man sich vor Augen führen, dass die Kinder, die hier um ihr Leben kämpfen gerade mal um die 13 Jahre alt sind. Kinder sind sie leider schon lange nicht mehr. Viel zu schnell mussten sie auf viel zu brutale Art und Weise erwachsen werden.

Fiber bleibt mir nach wie vor ein Rätsel, ebenso wie Alex nicht ganz durchschaubar ist. Bei beiden bin ich mir noch immer nicht sicher, auf welcher Seite sie eigentlich stehen. Aber, auch das macht natürlich den Reiz der Geschichte aus. Es gibt hier nicht nur schwarz und weiß, sondern noch jede Menge Grautöne dazwischen.

Einen sehr viel größeren Teil, als im ersten Band, nehmen Justin und Olina ein. Sie sind Iris Verbündete in der Außenwelt. Was diese beiden betrifft, kommt es zum Ende hin noch zu einem ziemlich fiesen Cliffhanger. Ich bin gespannt, wie es mit ihnen im dritten Band weitergeht.

Von mir gibt es 5 Sterne für einen grandiosen 2. Teil und ich bin froh, dass Band 3 schon im Oktober erscheint. Ich kann euch wirklich nur noch einmal eindringlich warnen. Die Braingame-Triolige macht süchtig. Einmal zur Hand genommen kann man sich den Machenschaften von Mr. Oz nicht wieder entziehen.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Geheimnis des Schneemädchens

Marc Levy , Bettina Runge , Eliane Hagedorn , Herbert Schäfer
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 25.04.2016
ISBN 9783956391026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman von Marc Levy ist spannend, aber auch sehr anspruchsvoll. Es geht um Landesverrat, Intrigen und ein großes Geheimnis. Die Geschichte ist teilweise fast schon verwirrend, denn Levy lässt den Leser genauso im Dunkeln tappen, wie es die Hauptpersonen Suzie Backer und Andrew Stillmann tun.

Beide Charaktere sind sehr spannend ausgeführt und werden mit einer Tiefe beschrieben, die den Leser an die Figuren fesselt. Und das, obwohl sie beide nicht sonderlich sympathisch sind. Suzie ist zwar eine starke Frau, ihr fehlt aber irgendwie das weibliche. Selbst die etwas intimeren Szenen mit Andrew machen sie irgendwie nicht weich und verletzlich. Sie ist und bleibt, sowohl für Andrew, als auch für den Leser distanziert und unnahbar.

Andrew hat viel Schweres im Leben durchgemacht und ist kurz davor, oder vielleicht auch mittendrin, den Lebensmut zu verlieren. Die spannende Geschichte, in die er hier verwickelt wird, gibt ihm aber seinen Lebensmut zurück. Man merkt richtig, wie er sich Tag für Tag ins Leben zurück kämpft.

Die Geschichte insgesamt ist extrem spannend und der Spannungsbogen wird die meiste Zeit extrem hoch gehalten. Dabei passieren keine großartigen Dinge, die Welt explodiert nicht, oder sowas. Nein, man deckt nach und nach die Geheimnisse des Schneemädchens auf und wird in eine Welt aus Lügen, Korruption und Machtspielen verwickelt. Dabei ist an keiner Stelle sicher, wer Freund und wer Feind ist. Der Leser sollte sich lieber, genau wie Andrew und Suzie, nicht zu sicher sein, dass er weiß, wer zu den Guten gehört.

Der Sprecher, Herbert Schäfer, wird auf der Rückseite des Hörbuches als „unverwechselbar im Ton und dennoch angenehm zurückhaltend im Vortrag“ beschrieben. So kann man das durchaus sagen. Mir persönlich hat diese zurückhaltende Erzählweise nicht so gut gefallen, da es meiner Meinung nach das Tempo dieses Romans deutlich ausbremst. Stellenweise fand ich es recht langweilig, obwohl die Geschichte eigentlich nicht langweilig ist. Von daher muss ich gestehen, dass ich eher nicht wieder zu diesem Sprecher greifen würde.

Von mir gibt es 4 Sterne für das Hörbuch.

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107 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

schildkröte, liebe, eine schildkröte macht noch keine liebe, emma wagner, humor

Eine Schildkröte macht noch keine Liebe

Emma Wagner
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.07.2016
ISBN 9783741223518
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Geschichte wird abwechselnd aus Vincents und Lillys Sicht geschildert, so dass man in beide Gefühlswelten gut eintauchen kann. Beide Protagonisten könnten gegensätzlicher nicht sein, aber genau das macht auch die Würze der Geschichte aus.

Vincent lebt in den Tag hinein, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und nimmt das Leben auch insgesamt eher auf die leichte Schulter. Lilly hingegen ist sehr diszipliniert, weiß genau wo sie hin will (oder besser gesagt, wohin ihr Vater sie haben will) und findet, dass man für alles im Leben einen Plan benötigt. Beide Protagonisten sind auf ihre Art sehr liebenswert, wobei mir Vincent ein kleines bisschen besser gefallen hat. Ich denke, dass eine gesunde Mischung aus Plan und Chaos für das Leben von Vorteil ist.

Auch die Nebencharaktere hat Emma Wagner sehr schön gestaltet. Otto und Karl, die beiden Streithähne, Nicolette, die sexy Mama oder Arne, der für sein Leben gerne flirtet. Ganz besonders gut hat mir Bernie gefallen, da er eben genau nicht so ist, wie man es von ihm, dem tätowierten Kneipenbesitzer, erwarten würde. Einzig Mark blieb für mich etwas blass, was ich sehr schade fand, da er schon eine recht große Rolle für die Geschichte gespielt hat.

Die Geschichte vom eher zufälligen Zusammentreffen Vincent und Lillys und die Entwicklung ihrer „Beziehung“ wird stringent erzählt. Es gibt keine Ungereimtheiten, keine Längen und keine logischen Fehler. Zumindest ist mir nichts aufgefallen. Das eine oder andere Mal musste ich auch schmunzeln, aber ich würde dieses Buch doch eher in die ernste Ecke stellen, denn meiner Ansicht nach enthält es sehr viele Denkanstöße und sehr viele Wahrheiten, die es sich näher zu betrachten lohnt.

Eine Schildkröte macht noch keine Liebe ist eine Liebesgeschichte, die den Leser in ihren Bann zieht. Sie kommt  mal nicht locker flockig daher, wie man es sonst gewöhnt ist, sondern weiß durchaus zum Nachdenken anzuregen. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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237 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

meer, emma sternberg, fünf am meer, hamptons, liebe

Fünf am Meer

Emma Sternberg
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453421639
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieses Buch wollte ich eigentlich nur aufgrund seines schönen Covers lesen. „Fünf am Meer“ hat sich dann auch innen als ein richtiges Wohlfühlbuch entpuppt.

Emma Sternberg hat mit Linn, Ted, Patty, und allen anderen Bewohnern vom Sea Whisper Inn wunderbare Charaktere erschaffen, in die man sich von der ersten Seite an verliebt.

Linn, die Hauptperson, erwischt ihren Freund beim Sex mit einer anderen Frau. Wohl der Alptraum eines jeden Menschen. Wie es der Zufall will, bekommt sie Bescheid über eine Erbschaft in Amerika und sie macht sich kurzerhand auf den Weg. An Linn hat mir besonders gefallen, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat. Sie hatte mehrere Möglichkeiten, ihre finanziellen Probleme mit einem Schlag zu lösen, allerdings auf dem Rücken der Bewohner des Sea Whisper Inn. Trotz dessen, dass sie das Geld dringend benötigt, versucht sie immer wieder nach Lösungen zu suchen, um die alten Leute versorgt zu wissen.

Von den alten Leuten in der Pension ist es Patty, die am meisten auftritt und mit ihrer ganzen Art, dem Leser ans Herz wächst. Man hat ein bisschen das Gefühl, dass sie das Zepter in der Hand hält und die Truppe auch insgesamt zusammenhält. Dies aber nie auf eine überhebliche oder bestimmende Art. Sie zieht eher leise im Hintergrund die Fäden.

Die Geschichte an sich ist nicht besonders aufregend. Wenn man ganz ehrlich ist, dann plätschert sich manchmal richtiggehend vor sich hin. Mich hat das aber nicht gestört, denn ich hatte an keiner Stelle das Gefühl dass eine Länge oder Langeweile aufkommt. Alles, was ich gelesen habe, brachte die Geschichte vorwärts, wenn auch langsam. Ab und an kommt ein bisschen Spannung auf, z. B. als das Dach kaputt geht oder Linn gemeinsam mit dem Journalisten Alan auf der Suche nach einem verschollenen Gemälde ist.

Die Liebesgeschichte hält sich sehr dezent im Hintergrund und fügt sich gut in die Geschichte ein. natürlich gibt es auch hier ein paar Verwicklungen, denn sonst wäre das ja auch zu langweilig.

Von mir gibt es 5 Sterne für ein absolutes Wohlfühlbuch, welches ihr unbedingt diesen Sommer lesen solltet.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

abenteue, comic, märchen, witz

Spotz - Alles unter KonTrolle

Rob Harrell , Gabriele Haefs , Rob Harrell
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 03.02.2016
ISBN 9783649668442
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bereits nach wenigen Seiten hatten Spotz und sein Autor, Rob Harrell mich in den Bann der Geschichte gezogen. Dieses Buch ist meine erster Comic-Roman und ich muss sagen, dass ich diese Verknüpfung der Geschichte mit den Comic-Bildern sehr genossen habe. Die Bilder fügen sich stimmig in den Text ein, ergänzen diesen oder ersetzen diesen zum Teil. Ganz ganz wunderbar gemacht!

Spotz und seine Freunde, Kevin und Joe, sind so wundervoll beschrieben, dass man sie direkt vor sich sieht. Natürlich sind auch hier die Zeichnungen sehr hilfreich. Auch wenn Spotz ein Troll ist und von sich selber sagt, dass er, wie alle Trolle, etwas langsam im Denken ist, so hat er doch das Herz am rechten Fleck. Er setzt sich für andere ein, selbst wenn die ihn, wie Prinz Roquefort, ständig piesacken. Nachdem der gute König Kastanius von fiesen Schnupfwieseln entführt wurde und Prinz Roquefort den Thron bestiegen hat, wird es für Spotz und die anderen Trolle wirklich unangenehm. Was macht man? Man schreitet zur Tat. Unterstützt von Kevin und Joe macht sich Spotz auf den Weg, den König zu retten. Dabei erleben die 3 Freunde lustige, spannende Abenteuer und wachsen über sich hinaus.

Rob Harrell hat einen wunderbaren Wortwitz an den Tag gelegt und ich musste oft herzlich lachen. Das einzige Manko ist, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Kinder, für die dieses Buch geschrieben ist (das Buch wird ab 9 Jahren empfohlen) die Witze gar nicht verstehen, weil sie z. B. die Wörter nicht kennen. So ist Kevin, dessen Eltern im Baugewerbe tätig sind (Kevin entstammt nämlich der Linie der drei kleinen Schweinchen – ihr versteht?) hin und weg von der strukturalen Integrität des Hexenhäuschens. Ich denke nicht, dass ein 9jähriger etwas mit dem Begriff „strukturale Integrität“ anfangen kann. Und so könnte ich noch mehr Beispiele nennen, bei denen ich dachte: Das verstehen die Kinder gar nicht. Dafür ziehe ich einen Stern ab.

Die drei kleinen Schweinchen… das hat mir übrigens sehr gut gefallen. Immer wieder wird Bezug genommen auf bekannte Märchen. So kommt das Hexenhäuschen aus Hänsel und Gretel ebenso vor, wie die Prinzessin auf der Erbse oder andere bekannte Märchen. Dies fügt sich nahtlos in die Geschichte ein und erscheint überhaupt nicht fehl am Platze.

Die Geschichte an sich punktet mit einer Mischung aus absurden, lustigen, manchmal schon ekligen (schließlich ist unser Held ein Troll) Episoden, die aber durchzogen sind von wirklich lehrreichen Überlegungen, wie z. B. wie geht man eigentlich mit Trollblut und den damit verbundenen Zornausbrüchen um oder damit, wenn man ständig gepiesackt wird. Spotz ist zwar ein Außenseiter, aber auf seine Freunde kann er sich immer verlassen (auch wenn Kevin vor Angst schlottert, so hält er doch fest zu ihm). Egal, wie klein man ist, und wie sehr man von hochnäsigen Mitschülern gemieden wird, in jedem von uns steckt ein Held. Eine schöne Aussage, wie ich finde!

Von mir bekommen Spotz und seine Freunde 4 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, katie jay adams, sommer ins glück, geld, familie

Sommer ins Glück

Katie Jay Adams
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei null, 07.06.2016
ISBN B01GSHV10G
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich bin ein bisschen hin und her gerissen. Überwiegend war ich ziemlich angetan von der Geschichte. Sie liest sich flüssig und schnell und man muss sich keine großen Gedanken machen. Immer wieder gab es aber Dinge, die mich irgendwie doch gestört haben.

Jona erschien mir die gesamte Zeit ziemlich unnahbar. Das muss nichts Schlimmes sein, aber irgendwie fand ich ihn, trotz seiner stimmigen Hintergrundgeschichte, etwas zu übertrieben in seinen Handlungen und Emotionen. Er war mir, auch Annie gegenüber, einen Tick zu abweisend. Liebe konnte da überhaupt nicht aufkommen und so habe ich leider auch nicht spüren können, warum Annie sich von ihm angezogen fühlt. Ebenso wenig sind leider Jonas Emotionen für Annie bei mir angekommen. Für mich wäre, was die Gefühle anbelangt, das Ende ebenso stimmt gewesen, wenn sie sich getrennt hätten. Das finde ich sehr schade.

Annie hingegen fand ich sehr angenehm und sympathisch. Sie ist wild entschlossen, das zu tun, was für ihre Familie das Beste ist. Dabei zweifelt sie aber auch hin und wieder an ihrer Entscheidung. Außerdem steht sie für sich und ihre Wünsche ein und bietet Jona durchaus auch Paroli. Sie hat einen klugen Kopf, den sie im Beruf einsetzt. Das gefällt mir sehr. Eine Frau, die zwar nicht immer ganz gefestigt im Leben steht, aber dennoch gut mit ihrem Leben umgehen kann.

Einige Dinge in der Geschichte haben sich mir nicht so ganz erschlossen. Ein Mitarbeiter wird gefeuert, weil er die Firma hintergangen hat. Warum er dies getan hat bleibt nebulös. Es wirkt ein bisschen, als wenn es eben genau dies gerade gebraucht hätte, um eine Charaktereigenschaft Jonas zu Tage zu bringen, über die Annie sich aufregen kann. Das ist mir persönlich etwas dürftig. Ich finde es schwer, in Worte zu fassen, was mich gestört hat. Irgendwie passiert zu viel, zu zufällig und dann aber immer genau am richtigen Zeitpunkt. Vielleicht wäre da etwas weniger mehr gewesen. Als Beispiel nenne ich mal die Wandlung von Jonas Vater gegenüber Jona und vor allem gegenüber Annie. Ich kann hier nicht ausführlicher dazu schreiben, da das ein riesengroßer Spoiler wäre, aber es fühlte sich für mich nicht stimmig an, dass er sein Verhalten so plötzlich so total verändert.

Es tut mir ein bisschen leid, dass ich jetzt die negativen Dinge so stark betont habe. Ich habe mich nämlich trotz der Dinge, die mir aufgefallen sind, gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und man hat zu keiner Zeit das Gefühl, sich irgendwie zu langweilen. In meinen Augen ist es eine nette Geschichte, die mir vermutlich aber nicht allzu lange im Kopf bleiben wird. Von mir gibt es 3 Sterne für eine Geschichte, die sich angenehm lesen lässt, aber auf mich noch nicht so ganz rund gewirkt hat.

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liebe, sarah morgan, hollywood, maine, familie

Einmal hin und für immer

Sarah Morgan , Judith Heisig
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.05.2016
ISBN 9783956495670
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wenn ich ein Buch von Sarah Morgan zur Hand nehme, dann ist das wie nach Hause kommen. Auch beim ersten Band der Puffin Island Trilogie erging er mir nicht anders. Durch den wunderbaren Schreibstil von Sarah Morgan fühlt man sich sofort, als würde man die Bewohner von Puffin Island schon seit ewigen Zeiten kennen. Von allen Figuren hatte ich recht schnell ein Bild vor Augen und ich hatte das Gefühl Emily und Lizzy in ihrem neuen Leben zu begleiten. Man spürt, riecht und lebt förmlich das Leben auf der Insel mit ihnen. Diese Emotionen so stark zu wecken, das gelingt wahrlich nicht jedem Autor.

Emily ist eine starke Karrierefrau, die ihre Gefühle vor langer Zeit fest in ihrem Inneren verschlossen hat. Die Gründe dafür werden im Laufe der Geschichte enthüllt und sind sehr nachvollziehbar. Sie muss, aufgrund eines tragischen Unglücks, die Vormundschaft für ihre Nicht Lizzy übernehmen. Ich fand, dass Sarah Morgan die Ängste, die Emily tagtäglich bei ihrer neuen Aufgabe begleiten, sehr gut geschildert hat. Auch die alten Ängste, die Emily fest im Griff haben werden dem Leser sehr deutlich. Ich konnte die Entwicklung, die Emily durchmacht und auch die Rückschritte immer sehr gut nachvollziehen. Der Autorin ist es gelungen, eine durch und durch authentische Figur zu erschaffen.

Lizzy ist ein typisches 6jähriges Mädchen. Sie ist, nach anfänglichen Schwierigkeiten, der kleine Sonnenschein in der Geschichte. Ich empfand es als sehr erfrischend, wie offen sie für alles Neue auf Puffin Island ist, und wie dankbar sie sich Emily und auch Ryan zugewandet hat.

Ryan, der Held der Geschichte. Natürlich braucht ihn jeder gute Liebesroman. Der gutaussehende Mann, den natürlich keine Frau von der Bettkante stoßen würde und der neben Sex auch viel Einfühlungsvermögen zu bieten hat Ironiemodus off Nein, im Ernst. Ryan ist schon toll. Sarah Morgan hat da einen Typen gestrickt, dem man sein ambivalentes Verhalten abnimmt. Er tut Lizzy gut, er tut Emily gut und er ist auf Puffin Island fest verwurzelt. Was will man mehr?

Was mir auch hier wieder sehr gut gefallen hat ist, dass die Nebenfiguren nicht nur so hingeklatscht werden, weil sie eben da sein müssen, sondern wirklich ihre einzelnen Facetten zeigen können. Allen voran Agnes, Ryans Großmutter, die ich mit ihren sehr weisen Worten wirklich zu schätzen gelernt habe. Sie hat mich beeindruckt, weil sie zwar gute Ratschläge bereit hält, sich aber nicht in das Leben anderer Menschen einmischt.

Die wunderbare Kristi, die alle Menschen in ihrer Umgebung verkuppen möchte ist da schon ein anderer Schlag Mensch, aber ebenso liebenswert. Dann natürlich Lisa, die Besitzerin des Summer Scoop und Sky, eine der beiden Freundinnen von Emily, mit der sie bereits seit College-Zeiten eng verbunden ist und die ihr auf Puffin Island zweitweise zur Seite steht.

Die Geschichte ist logisch, rund und jederzeit spannend. Ich hatte sie so schnell weggeschlürft, dass dieses Buch für mich nur einen einzigen Fehler hat: Es ist zu kurz. Ich hätte noch mindestens 400 Seiten mehr über Emily, Ryan und die Bewohner von Puffin Island lesen mögen. So bin ich sehr froh, dass bereits im August der zweite Band der Trilogie erscheint, der sich dann um Emilys Freundin Brittany drehen wird, die dritte in dem Bunde der Freundinnen. An zwei Stellen musste ich sogar ein paar Tränchen verdrücken, was für mich immer ein Zeichen dafür ist, dass mich die Figuren und die Geschichte wirklich fesseln. Nur dann kann ich so sehr in eine Geschichte versinken, dass sie mich so stark anrühren kann.

Vo mir gibt es sehr gerne 5 Sterne für einen wunderbaren Liebesroman, der mich nach Puffin Island entführt und dort gefangen genommen hat.

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lafleu, freunde, familie, pflegerin, husum

Sonnensegeln

Marie Matisek , Julia Fischer
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 02.05.2016
ISBN 9783956390845
Genre: Romane

Rezension:

Puh… diese Rezension fällt mir schwer. Nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hätte. Es hat mir sogar richtig gut gefallen, aber irgendwie weiß ich nicht so recht, wie ich meine Gedanken in Worte fassen soll.

Ich fange mal mit der Sprecherin, Julia Fischer, an. Ich finde, dass sie eine sehr angenehme Stimmfarbe und Betonung hat, so dass ich der Geschichte gerne gelauscht habe. Sie schafft es, den Sommer, die Menschen und die Natur irgendwie mit ihrer Stimme auszudrücken. Alles erschien irgendwie weich und warm. Ich fühlte mich eingehüllt.

Die Geschichte ist zunächst recht unspektakulär. Fast hat man das Gefühl, dass gar nichts passiert, denn es kommt keine Spannung auf. Und trotzdem passiert so viel in dieser Geschichte. Es sind Kleinigkeiten, die sich zu einem Puzzle zusammenfügen. Unaufgeregt, aber trotzdem mitreißend. Marita habe ich bewundert. Sie traut sich, ohne richtige Sprachkenntnisse in ein fremdes Land, Frankreich, zu reisen und einen alten Mann zu betreuen. Ganz selbstverständlich fügt Marita sich sofort in die Abläufe auf dem Gut und damit in den Alltag ein. Gerade dieses unaufgeregte Verhalten von Marita hat mir gut gefallen. Ich sehe eine Frau in der Mitte des Lebens vor mir, die sich traut eine neue Situation anzugehen und kein großes Gewese darum macht.

Die drei (oder vier) Männer in Maritas Leben, Francois, Lucien, Georges und zuhause in Husum, Knut, sind alle wunderbar gezeichnet. Sie alle haben ihre Eigenheiten, die sie unverwechselbar machen und die Marita auf ihre eigene Art umgarnen (Knut und Francois), sie ignorieren bis schikanieren (Georges) oder sie quasi links liegen lassen um dann plötzlich in ihrem Verhalten umzuschwenken (Lucien). Lucien war die einzige Figur, die ich nicht so gut verstanden habe. Seinen Sinneswandel in Bezug auf Marita empfand ich nicht als nachvollziehbar.

Insgesamt schafft es Marie Matisek dem Leser oder Hörer, die Cote d Azur nahe zu bringen. Man riecht förmlich den Lavendelduft, der auf dem Gut allgegenwärtig ist. Die Figuren, Landschaften, kleinen Städtchen… allem haucht die Autorin Leben mit ihrer wirklich wunderbaren Art zu schreiben, ein.

Von mir eine klare Hörempfehlung und 4 Sterne. Einen Stern ziehe ich ab, weil zum Lieblingsbuch ein bisschen mehr Spannung nicht geschadet hätte.

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frauen, rituale, lebensziele, psychologie, selbstvertrauen

Die Kunst, allein zu reisen

Katrin Zita
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.01.2016
ISBN 9783442175727
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich muss gestehen, dass ich große Probleme mit der Art zu schreiben hatte, die Katrin Zita an den Tag legt. Eines ist mir auf jeden Fall beim Lesen dieses Buches aufgegangen: An Selbstvertrauen mangelt es der Autorin nicht. Sie ist sehr überzeugt von sich und das Gefühl hat sich von Satz zu Satz und von Seite zu Seite verstärkt.

Frau Zita erzählt z. B. davon, wie sie alleine eine Pizza essen war und ihre Schwiegermutter ihr einzureden versucht hat, dass sich das nicht gehört. Ich finde durchaus, dass Frau Zita Recht hat, dass nichts dabei ist, alleine essen zu gehen, aber der Satz
Zitat S. 169:
„Heute genieße ich es umso mehr einem veralteten Weltbild immer wieder Paroli zu bieten.“
Auf mich wirkt das unsympathisch. Es wirkt wie die Aussage: ICH weiß, was richtig ist und wie es geht. Wer es anders macht ist veraltet. Vielleicht ist es nicht so gemeint, aber es kommt bei mir so an.

Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass mir jemand den Spiegel vorhält und sagt: Schau, wieviel du noch zu lernen hast, damit du so toll bist wie ich. Für einen Ratgeber, wie man selbst seine Ängste überwindet und wie man auf Reisen mit sich allein Selbstvertrauen und Selbstsicherheit aufbauen soll, ist diese Art, meiner Ansicht nach, nicht förderlich. Eher hat es mir immer wieder vor Augen geführt, wie wenig Selbstvertrauen ich selbst eigentlich habe. Ja, ich hadere sehr mit mir, dass ich im kommenden Jahr wohl das erste Mal alleine in den Urlaub fahren will/ muss/ werde. Was mache ich alleine? Wie überwinde ich die Angst, alleine in einer fremden Stadt unterwegs zu sein? Alleine morgens im Frühstückstisch zu sitzen, wenn alle anderen mindestens zu zweit da sitzen. Alleine Besichtigungen zu unternehmen, alleine wandern zu gehen, etc…. Erhofft hatte ich mir Tipps, wie man eben dieses Selbstvertrauen gewinnt, allein in ein Restaurant zu gehen und dort zu essen, oder überhaupt allein aufzubrechen. Vielleicht Tipps dazu wie man an sich arbeitet, damit man sich nicht ganz so allein und unsicher fühlt.
Was sollte man beachten, kann man vielleicht in kleinen Schritten erstmal üben? Mir würde z. B. erstmal ein Wochenende in einer nahe gelegenen Großstadt einfallen, wo man dann immer die Möglichkeit hat abzubrechen und schnell wieder zuhause zu sein oder vielleicht auch erstmal nur Tagesausflüge zu machen.

Die Autorin lebt selbst in zwei Städten und nach ihrem eigenen Biorhythmus. Sie empfiehlt auch dem Leser, auf den eigenen Rhythmus zu hören. Nun, das mag gehen, wenn man selbstständig tätig ist und das nötige Kleingeld dafür hat. Für die Mehrheit der Bevölkerung gibt allerdings der Chef vor, wenn man auf der Arbeit zu erscheinen hat. Dem ist mein Biorhythmus herzlich egal, sonst dürfte ich nämlich das ganze Jahr über um 6 Uhr zu arbeiten anfangen und um 15.30 Uhr gehen. Darf ich aber nicht…

Ich würde sagen, dass dieses Buch eher etwas für Menschen ist, die sowieso schon wenig Probleme haben alleine etwas zu unternehmen und zu reisen. Die können sich noch ein paar gute Argumente dafür holen, warum alleine reisen ganz angenehm ist und sicher noch den einen oder anderen Tipp, wie man noch selbstbewusster rüberkommt, wenn man allein auf Reisen etwas durchsetzen möchte.

Ich hatte ein Buch erwartet, dass den Leser an der Stelle abholt, die der Klappentext verspricht: „Sie zeigt, wie man die unterschiedlichsten Orte dieser Welt mit Leichtigkeit und Lebensfreude kennenlernt und dass man danach Souvenirs wie Selbstvertrauen und Selbstsicherheit im Gepäck hat.“ In meinen Augen zeigt Frau Zita, dass sie in der Lage ist allein zu reisen und Selbstvertrauen hat, aber sie lässt den Leser nicht daran teilhaben, wie er das für sich selbst entdecken kann. Für den „Anfänger“ in Sachen alleine auf Reisen zu gehen ist dieses Buch, meiner Ansicht nach, nicht wirklich geeignet.

Von mir gibt es leider nur einen Stern. Wer davon lesen mag, was die Autorin in ihrem Leben alles erreicht hat und wie glücklich sie damit zu sein scheint, für den ist das Buch richtig. Ich glaube sogar, dass es denjenigen gefallen könnte, die spannende Berichte mögen, wie andere Menschen sich entwickelt haben. Wer für sich selbst Erkenntnisse und Tipps erhofft, der sollte allerdings lieber die Finger von dem Buch lassen.

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