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188 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

coldworth city, mona kasten, fantasy, telepathie, versuch

Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

Rezension:

Bisher habe ich mir immer vorgenommen etwas von Mona Kasten zu lesen, aber noch nicht geschafft, damit ist „Coldworth City“ das erste und auf das Buch habe ich auch schon lange hingefiebert.
Es geht auch unglaublich gut los. Raven ist eine Mutantin und versteckt sich mit ihrem Bruder vor einer Organisation, die Experimente an Mutanten vornimmt. Mit Raven hat man eine starke weibliche Protagonistin, die bereits viel durch gemacht hat, aber auch einen großen Beschützerinstinkt besitzt. Raven ist trotz ihrer harten Art sympathisch, von den Charakteren am besten gefallen hat mir jedoch Wade. Als Superheld mit düsterer Ausstrahlung trifft er genau meinen Geschmack. Andere Personen, die Raven im Laufe der Geschichte trifft sind sehr interessant, bleiben aber etwas blass.
Am besten im Buch fand ich trotzdem die Figuren und deren Interaktion untereinander, ihre Fähigkeiten sind zwar an sich nichts neues und wer X-Men kennt wird das ein oder andere schon gesehen haben. Diese Tatsache wird zwar von einigen kritisiert, fand ich aber nicht störend. Dennoch konnte mich das Buch als Superheldengeschichte nicht ganz so mitreißen. Die Geschichte an sich ist solide, mir fehlt aber etwas, das sie besonders gemacht hätte. Die Handlung ist mir persönlich zu vorhersehbar. Ich konnte das Buch zwar gut lesen und es ist eine nette Geschichte, jedoch hat mir die Spannung gefehlt. Außerdem hätte man die Geschichte inhaltlich noch mehr ausbauen oder auch auf eine Fortsetzung hinschreiben können, so war für mich alles schon zu schnell vorbei.

Alles in allem ist es aber ein wirklich schönes Buch, das Spaß beim Lesen macht. Lediglich der Superhelden Anteil kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz, dafür hat das Buch aber eine schöne Romantasy Story.
Vielen Dank an den Droemer-Knaur Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Der Wert der eigenen Meinung ist jedoch sehr wichtig und meine Meinung bleibt unbeeinflusst.

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(25)

43 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

graupapagei, papagei, krimi, zwangsstörungen, lustig

Gray

Leonie Swann
Fester Einband
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442314430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mir hat schon „Glennkill“ von Leonie Swann gefallen und auch diese Geschichte besticht wieder mit seinem tierischen Charme. So begleitet man Dr. Huff und den ihm temporär zugeteilten Graupapagei Gray beim Aufklären des Unfalls.
Zuvor habe ich mich gefragt wie der sprechende Papagei in die Geschichte eingebunden wird, aber das ist sehr gut umgesetzt. Gray hat seine Phrasen mit denen er alles ausdrücken kann ohne seinen tierischen Charakter zu verlieren. So geben der traumatisierte Papagei Gray und der neurotische Huff zusammen ein tolles Pärchen ab. Und während der Dozent mit Papagei auf der Schulter herausfinden will was hinter dem Unfall/Mord steckt, steht im Gray mit Rat und Tat zur Seite. Vor allem Grays sprachliches Repertoire sorgt für eine ordentliche Prise Witz und Humor („Bad Romance“, „Die Trauben kannst du dir abschminken“).
Ich muss gestehen, dass ich lange im dunkeln getappt bin und die Geschichte für mich deshalb sehr spannend war. Als Leser erfährt man nach und nach was passiert ist.
Auch als Hörbuch eignet sich die Geschichte sehr gut, da die Kapitel übersichtlich, gut gegliedert sind und die Handlung an sich chronologisch verläuft. Die Stimmen passen gut zur Geschichte und bereiten viel Spaß beim Zuhören.

Als Hörbuch absolut zu empfehlen, aber auch die Geschichte allgemein ist gut und spannend. Huff ist vielleicht ein komischer Kauz – und einen Vogel hat er auch noch! Aber genau das macht die Geschichte so liebenswürdig.
Auch noch ein herzliches Dankeschön an die Random House Verlagsgruppe für das Hörbuch als Rezensionsexemplar. Der Wert der eigenen Meinung ist jedoch sehr wichtig und meine Meinung bleibt unbeeinflusst.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

affäre, pupertät, wuli highlights, debütroman, schauspiel

Die Anatomie des Erwachens

Eleanor Catton , Barbara Schaden
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei btb, 11.07.2016
ISBN 9783442748945
Genre: Romane

Rezension:

Zu Beginn des Buches habe ich wirklich sehr lange gebraucht bis ich überhaupt etwas verstanden habe, man erfährt zwar von Victoria und dem Skandal, jedoch steht Victoria selbst gar nicht im Fokus der Geschichte und taucht auch nur selten auf. Gerade mit den Figuren hatte ich bis zum zweiten Drittel große Probleme, als Leser erhält man zwar ein paar Namen und Beschreibungen, dadurch dass die Handlung oft hin und her springt ist es unglaublich schwierig sich die Charaktere als Personen vorzustellen und zu merken, erst später reihen sich diese in die Geschichte und Handlung ein.
Das ganze Buch hat dabei zwei Erzählstränge, die erst mit der Zeit ineinander greifen. Etwas das mich jedoch ab der ersten Seite begeistern konnte war Eleanor Cattons einmaliger Erzählstil. Sie schafft es mit einer beeindruckenden Rhetorik ungewöhnliche Thesen aufzustellen, die einen sprachlos und tief in Gedanken versunken zum mehrmaligen Lesen eines Absatzes bringen.

"Das Saxofon spricht die Sprache des Undergrounds, die ermattete, melancholische Sprache des Halbdunkels – schmutzig und sexy und verschwitzt und hart. Es ist die Sprache der Waisen und Bastarde und Huren." (S. 74)

Der Mittelteil der Geschichte ist sehr spannend und ab dem Zeitpunkt, ab dem die wichtigsten Personen bekannt sind, wird man von der Handlung vollkommen mitgerissen. Die einzelnen Puzzleteile an Information fügen sich langsam zusammen und die Beziehungen der Charaktere untereinander rücken mehr und mehr in den Fokus. Die Beschreibung einzelne Szenen werden als Theaterstück inszeniert, bei dem eine Person im Scheinwerferlicht zu leiser Saxofonmusik erzählt was passiert ist. Gerade hierbei merkt man den guten Schreibstil, der es auf beeindruckende Weise schafft in einem Buch Theater und Musik miteinander zu verknüpfen.
Allerdings muss ich sagen, dass mich der Schluss dann wiederum enttäuscht hat. Von der ersten Seite an habe ich das Buch als ein großes Rätsel gesehen, das es zu lösen gilt. Weil größten Teils alles sehr verwirrend ist, war ich lange auf der Suche nach dem roten Faden. Den ich dann irgendwann glaubte gefunden zu haben, um am Ende doch wieder verwirrt da zu sitzen. Mir wurde die Mischung aus Theater und Handlung zu abstrakt und auch wenn die Autorin gekonnt mit Anspielungen und Wahrheit spielt, endet das Buch für meinen Geschmack zu offen. Als Leser – zumindest in meinem Fall – bleibt man mit Kopfschmerzen zurück, sodass der letzte Satz des Buches es genau trifft..

"[…] ich wäre glücklich, wenn du mir einfach genügend Fakten erzählen würdest, damit ich es mir vorstellen kann. Damit ich es mir nacherzählen kann. Damit ich mir vorstellen kann, ich wäre wirklich dabei gewesen." (S. 398)

Nachdem ich schon mit „Die Gestirne“ von Eleanor Catton etwas Probleme hatte, wollte ich aber nochmal ein Buch der Autorin ausprobieren. Nun bin ich hin und her gerissen, und kann mich nicht entscheiden ob ich das Buch furchtbar oder genial finde. Die Autorin schafft auf kreative Weise ein Spiel mit Rollen und Sexualität. Obwohl ich das Buch teilweise unglaublich beeindruckend finde und froh bin es gelesen zu haben, kann ich doch keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Eigentlich 2,5 Sterne.

Abschließend noch ein Dankeschön an den Random House Verlag, der mir freundlicherweise das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Der Wert der eigenen Meinung ist jedoch sehr wichtig und meine Meinung bleibt unbeeinflusst.

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(146)

294 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

fantasy, sarah j. maas, magie, liebe, feen

A Court of Thorns and Roses

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 419 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury UK, 05.05.2015
ISBN 9781408857861
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Natürlich ist die Grundstory nicht neu und basiert auf dem Märchen „Die Schöne und das Biest“. Aber da das eines meiner Lieblingsmärchen ist, ist das ja ein Pluspunkt. Mich hat die Geschichte schon als ich den Inhalt das erste Mal gelesen habe sofort angesprochen und Sarah J. Maas Schreibstil finde ich einfach großartig. Bei manchen Büchern hat man beim Lesen ein Wow-Gefühl und verliebt sich in jedes geschriebene Wort. Das war auch bei „A court of thorns and roses“ so.

Die Erzählperspektive ist aus Feyre’s Sicht. Mit Ich-Erzählungen habe ich anfangs immer ein wenig Probleme, aber wie immer habe ich mich auch hier schnell daran gewöhnt. Feyre war mir von der ersten Seite an sehr sympathisch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Sie hat es generell nicht leicht, lebt in großer Armut und versucht sich, ihre Schwestern und ihren Vater am Leben zu erhalten. Dies sind dafür aber alles andere als allzu dankbar, dabei tut sie ihr bestes. Sie hat eine starke, unabhängige Persönlichkeit, was mir an weiblichen Hauptfiguren immer gut gefällt. Tam, das „Biest“ der Geschichte, verkörpert den sinnbildlichen Kavalier, groß und mysteriös. Beide nähern sich nur sehr vorsichtig an, da Feyre sehr misstrauisch ist und viele Vorurteile gegenüber Elfen hat. Das Buch hat zudem auch viele, gute Nebencharakter wie Lucien, Rhysand oder Feyre’s Schwestern.

Das Elfenreich, in das Feyre von Tam verschleppt wird erzeugt beim Lesen ein phantastisches Bild im Kopf. Das Buch ist spannend bis zum Schluss, weil man nicht weiß ob Feyre es schafft den Fluch, der auf dem Elfenreich liegt, zu brechen. Der Schluss des Buches ist nochmal ganz anders und zugleich absolut super. Das Buch ist wirklich gut durchdacht und zum Glück nicht vorhersehbar. Ich habe natürlich mitgerätselt, was es mit dem Fluch auf sich hat, aber was genau es am Ende wirklich ist, darauf wäre ich nicht gekommen. Darüber will ich aber nicht zu viel spoilern, ihr müsst das Buch schon selber lesen! Nur noch so viel, ich finde es toll, dass alle Fragen am Schluss geklärt werden, und das große Geheimnis ist in sich schlüssig, außerdem gibt es so viele Hinweise, die man aber beim Lesen einfach nicht versteht.




Reread-Fazit:
Auch beim zweiten Lesen ist das Buch immer noch unglaublich gut. Jetzt fallen einem sogar auch bestimmte Stellen besser ins Auge, die für den späteren Verlauf wichtig sind. Außerdem freue ich mich jetzt umso mehr auf Band 2!

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Kill Baxter. Showdown in Cape Town

Charlie Human , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.05.2017
ISBN 9783596035007
Genre: Fantasy

Rezension:

„Kill Baxter“ setzt nahtlos an den ersten Band an und wie schon bei „Apocalypse Now Now“ versteht man anfangs sehr lange nichts von dem großen Mysterium, das vor sich geht. Aber auch dieses Buch ist wieder unglaublich spannend und hat alles, was man schon im vorherigen Teil geliebt hat. So kriegt man also Leser die volle Dröhnung schwarzen Humors und Baxter wie er leibt und lebt.

„So verkorkst. Als hätten Hyänen an seiner Seele gekaut. Herrlich!“ (S. 261)

Das Buch hat natürlich immer noch seinen Horrorfaktor an obskuren Wesen bringt aber durch den Magieaspekt noch etwas anderes mit, und so ist es gleichzeitig auch eine kleine Hommage an „Harry Potter“. All die Anspielungen und Szenen waren wirklich witzig und passen einfach zum Stil des Buches, allerdings ist Hexpoort eine viel abgefucktere Version von Hogwarts. Charlie Human hat aber auch wieder viele neue Ideen, die den Horizont der eigenen Fantasie sprengen. Ich bin einfach ein großer Fan der Dynamik und all der tollen Figuren, wie Ronin oder Kyle, und es kommen auch neue interessante Charaktere dazu.
Zu Beginn des Buches habe ich ein wenig gebraucht mich wieder mit der Umgebung und allem zurecht zu finden, aber die Spannung treibt die Handlung schnell voran und ich konnte es kaum erwarten zu lesen wie es weiter geht und wie die Geschichte endet. Das epische Finale rundet das ganze gut ab und lässt mich auf einen nächsten Teil rund um die magische Welt Kapstadts hoffen.

Die Fortsetzung steht vielleicht minimal hinter dem ersten Band, aber nur weil der Wow-Effekt dieser unglaublichen Welt mit all seinen Monstern ja an sich nun nichts Neues mehr ist. Trotzdem hoffe und bete ich, dass Charlie Human weiterschreibt, weil ich unbedingt mehr von Baxter lesen möchte!
Auch noch ein herzliches Dankeschön an den Fischerverlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

vampir, liebe, geheimgang, alchemie, die vampirprinzessin

Die Vampirprinzessin

Runa Winacht , Maria G. Noel , Veronika Aretz
Flexibler Einband: 536 Seiten
Erschienen bei VA - Verlag Aretz, 15.11.2015
ISBN 9783944824567
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Vampir-Geschichte mit historischem Hintergrund hat mich sofort angesprochen. Gerade weil ich dieses Jahr in Krumau war, hatte die Geschichte einen enormen Reiz. Auch wenn ich das Bild des mystischen Schlosses in Krumau mit dem der vielen Touristen, die ich bei der Besichtigung gesehen habe, nicht in Einklang kriege.
Was mir an dem Buch -neben dem schönen Cover- wirklich gut gefallen hat, sind die Figuren. Einerseits begleitet man Adela, die auf der Flucht von Tiro aufgegabelt und auf das Schloss gebracht wird, wo sie sich erst mit allem zurecht finden muss. Sie ist mutig und klug, und ich finde sie als weibliche Protagonistin unglaublich interessant, es macht Spaß ihr durch das Schloss und all die kniffligen Situationen zu folgen, in die sie gerät. Das genaue Gegenteil zu Adela ist der verschlossene Tiro, den ich ganz lange nicht durchschaut habe. Zu Beginn hatte ich auch so meine Probleme, ob ich ihn wirklich sympathisch finden sollte. Das wurde zwar besser, ganz warm geworden bin ich mit ihm aber immer noch nicht.
Hinter allem steckt ein dunkles Geheimnis, von dem man durch Tiro nur immer ganz wenig erfährt. So tappt man als Leser sehr lange im Dunkeln, was es mit Vampirgerüchten und Morden auf sich hat. Ich mag komplexe Geschichten, bei denen man mitdenken muss, und hier hat ist das durchaus gegeben. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar, wie alles genau in Zusammenhang steht. Umso besser fand ich es, dass letztendlich aber alles aufgelöst und alle offenen Fragen geklärt wurden.
Es gibt wirklich vieles, das mir an der „Vampirprinzessin“ sehr gut gefallen hat, wie das historische Krumau oder die Beziehung zwischen Adela und Tiro, allerdings hatte ich auch ein wenig Schwierigkeiten an der ein oder anderen Stelle. Das Buch kam mir teilweise sehr langatmig vor, da viel erklärt und bei den Hauptfiguren oft zu viele innere Monologe stattfanden. Für meinen Geschmack hätte man hier ein wenig kürzen können und trotzdem wäre der Sinn dadurch nicht verloren gegangen. Vor allem Adela denkt wirklich jede Kleinigkeit durch, analysiert Tiros Verhalten oder ihre eigenen Gefühle so lange, bis es wirklich jeder verstanden hat. Etwas prägnanter gäbe der Geschichte mehr Lesefluss.

„Die Vampirprinzessin“ wurde mir als Rezensionensexemplar von dem Autorenduo zur Verfügung gestellt. Deswegen ein großes Dankeschön dafür! Ich finde die Geschichte mit ihren Figuren sehr gut und der Schreibstil hat Potential. Nur aufgrund der Längen ziehe ich leider 2 Sterne ab. Das Buch hat mir aber an sich gut gefallen, sodass ich auch mal andere Bücher von Maria G. Noel und Runa Winacht lesen werde.

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386 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 108 Rezensionen

liebe, anne freytag, jugendbuch, homosexualität, den mund voll ungesagter dinge

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und gefesselt, wie lang kein anderes Buch. In letzter Zeit erscheinen immer häufiger Bücher mit LGBT+ Hintergrund, von denen einige mehr andere weniger gelungen sind. "Den Mund voll ungesagter Dinge" gehört definitiv zu ersterer Kategorie. So hatte ich das Gefühl einfach eine Liebesgeschichte von zwei Jugendlichen zu lesen. Das Buch bring einem dabei sehr gut die Gefühle näher, sodass man schnell eine Beziehung zu den Charakteren aufbaut.
Was mir auch wirklich gut gefallen hat, war die 'alles ist gut' Phase. Manche Bücher gönnen den Protagonisten gerade mal ein oder zwei Kapitel, in denen sie das Leben genießen können bevor der große Bruch kommt. Hier kann man sich wirklich zurücklehnen und viele schöne Momente genießen.
Das Buch ist aber nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern befasst sich auch damit, sich selbst zu finden. Mit 17 weiß man oft noch nicht was man will und manchmal weiß man das auch mit 24 noch nicht, aber das ist auch gar nicht schlimm, solange man tut, was einen glücklich macht.

Mein Fazit.. also ich kann das Buch jedem wärmstens empfehlen. Eine wundervolle Geschichte, die toll geschrieben ist.

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179 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

humor, jesus, david safier, jesus liebt mich, liebe

Jesus liebt mich

David Safier , Ulf K. , any.way , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.2014
ISBN 9783499268281
Genre: Romane

Rezension:

"Jesus liebt mich" ist das erste Buch, das ich von David Safier gelesen habe, hatte aber auch große Erwartungen daran. Als ich dann in das Buch gestartet bin habe ich mich an ein paar Kleinigkeiten gestört und war etwas enttäuscht, das hat sich aber bis zum Ende gewaltig geändert. Erst einmal zu David Safiers Erzählstil. Der ist nämlich wirklich grandios, und er schafft es durch den Humor und Witz dem ganzen Buch ein unglaubliches Eigenleben einzuhauchen. Seine Art von Humor trifft genau meinen Geschmack und es macht Spaß Maries interne Diskussionen zwischen Scotty und Kirk mitzuverfolgen.
Man ist als Leser schnell in der Geschichte drin und ich konnte mich mit Marie auch gut identifizieren. Alle Figuren werden gut beschrieben und tragen einen großen Teil zur Handlung bei. Mir persönlich hat aber Kata am besten gefallen. Ein großes Thema ist natürlich Gott, Religion und Glaube. Einer der Gründe, warum ich mich anfangs nicht zu sehr mit dem Buch anfreunden konnte war Jesus. Für meinen Geschmack war er etwas zu "heilig". Aber viele Szenen mit Jesus in unserer Welt waren auch wiederum sehr witzig und auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Marie hat mir gut gefallen.
Was mich letztendlich aber doch sehr mitreißen konnte war der Spannungsbogen und das große Finale am Ende. Das Ende an sich löst einen Zwiespalt in mir aus, einerseits gefällt es mir andererseits geht es mir doch etwas gegen den Strich.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

comic, privatdetektiv, blacksad, carlsen, aquarelltechnik

Blacksad 1: Irgendwo zwischen den Schatten

Juanjo Guarnido , Juan Díaz Canales , Juan Díaz Canales
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 15.02.2001
ISBN 9783551747617
Genre: Comics

Rezension:

Auf diese Comic-Reihe bin ich durch die im Carlsen Verlag dieses Jahr erschienene Gesamtausgabe neugierig geworden. „Blacksad – Irgendwo zwischen den Schatten“ ist der erste Teil der bereits 2000 erschienenen Reihe rund um den Privatdetektiv John Blacksad. Die Mimik aller tierischen Charaktere ist absolut einmalig und allein wegen der wundervollen Bilder lohnt sich dieser Comic. Aber auch die Inszenierung und Geschichte an sich ist gut durchdacht und sorgt für einen tollen Lesefluss.
Alle Personen der Geschichte sind Tiere, die dabei ein wenig stereotypisch genau den Wesenszug verkörpern, der ihnen zugeordnet werden kann. Das macht einen Bären zum Schläger und eine Maus zur Putzfrau. Das erscheint zwar vielleicht ein wenig oberflächlich, bringt aber auch einen gewissen Witz mit sich.

„Das hier würde von nun an meine Welt sein. Ein Dschungel, in dem die Grossen die Kleinen fressen und Leute sich wie Bestien gebärden. Ich beschritt einen Weg auf der dunkelsten Seite des Lebens..
..und bin noch immer mitten darauf.“ (S. 48)

Der innere Monolog Blacksads, der einen durch das ganze Buch begleitet, hat mich persönlich an „Sin City“ und Hartigans Erzählerstimme erinnert. Aber auch generell besitzt der Comic einen Film Noir Effekt durch die düstere Stimmung, den hell-dunkel Kontrasten und eben durch das Voice-Over von Balcksad.
Die Bilder schaffen es wirklich nicht nur den Erzählstrang zu unterstützen, sondern tragen durch die einmalige Mimik aller Charakter zum Witz einiger Szenen bei, wenn ein Wiesel beispielsweise ganz allein in eine Echsen-Bar stolpert. Allein die Zeichnungen machen den Comic zu einer absoluten Must-have für Comic Liebhaber.

Mit Abstand einer der besten Comics, die ich bisher gelesen habe. Ich werde mir jedenfalls auch die Gesamtausgabe dazu besorgen, weil der Comic viel zu schnell vorbei war und ich unbedingt mehr von Blacksad und dieser korrupten Stadt erfahren möchte.
Abschließend noch ein großes Dankeschön an den Carlsen Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, schlangensprach, estlan, klett cotta, hobbit press

Der Mann, der mit Schlangen sprach

Andrus Kivirähk , Cornelius Hasselblatt
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 08.04.2017
ISBN 9783608981070
Genre: Fantasy

Rezension:

Andrus Kivirähk ist einer der international bekanntesten Autoren Estlands. Die Geschichte mit ihren phantastischen Elementen erweckt deshalb anfangs den Eindruck eines estnischen Volksmärchens. Lemeet ist dabei Teil einer estnischen Gemeinde mit all den urprünglichen Traditionen Estlands, die immer mehr unter den Einfluss von Kreuzrittern und katholischer Kirche gerät.
Etwa bis zur Hälfte hatte ich einen sehr märchenhaften Eindruck durch Erzählungen vom „Nordlanddrachen“, der in früheren Zeiten Seite an Seite mit Esten gekämpft und deren Feinde verschlungen hat. Irgendwann schlägt die Stimmung im Buch jedoch um, als Leser erhält man bereits zuvor durch Kommentare von Lemeet (als Erzähler) eine vage Vorahnung darauf. Die Geschichte wird ernster und nach dem anfänglichen Märchen wird man mit der Realität konfrontiert.

„Die Vergangenheit erschien nur als fernes Märchen – ein Märchen, das traurig oder lustig sein mochte, das aber keinerlei Verbindung mit dem Hier und Jetzt hatte.“ (S. 447)

Andrus Kivirähk hat eine wunderbare Art und Weise die Geschichte zu erzählen, was mir unglaublich gut gefallen hat, auch wenn oder gerade weil nicht alles „Friede-Freude-Eierkuchen“ ist. Was dem Buch auch von Anfang an Humor verliehen hat, waren die kleinen Details in der Geschichte, wie den liebeskranken Bären, die jungen schönen Mädchen nachstellen. Eine meiner Lieblingsfiguren ist aber Ints – eine Schlange, die Lemeet bei einigen seiner Abenteuer begleitet. Das Buch hat dabei viele ganz verschiedene Figuren, die eine große Rolle für die Erzählung spielen, und gerade diese Vielfalt verleiht dem Buch viel Abwechslung und Spannung.
Aufgrund der verschiedenen Charaktere kommt es auch zu einigen Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen, sodass Andrus Kivirähk zeigt, wie gut er gesellschaftskritische Themen in diesen Dialogen und Auseinandersetzungen einbauen kann. Man könnte nun meinen dies spielt in einer anderen Zeit, aber vieles hat auch für unsere Zeit Relevanz.

Lemeet erzählt in diesem Buch von seinem Leben, das vom Umbruch Estlands von der alten in die neue Welt handelt. Das Buch glänzt dabei aber nicht nur als Fantasy-Geschichte, sondern regt auch zum Nachdenken an. Das Buch ist auf gewisse Weise etwas besonderes und Andrus Kivirähks wundervoller Schreibstil, machen das Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von Klett-Cotta zur Verfügung gestellt. Deshalb dem Verlag noch ein herzliches Dankeschön dafür.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

quarter life poetry, bt, rezension, gedichte, samantha jayne

Quarter Life Poetry

Samantha Jayne , Anna Hickmann , Wiebke Vogt
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2017
ISBN 9783442715374
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Samantha Jayne bezeichnet ihr Buch selbst als die „Klo“-Lektüre und Quarter Life Poetry enthält viele kleine Texte für alle möglichen Alltagssituationen, die man in seinen 20ern erlebt. Das Buch schafft es mit viel Witz und Selbstironie das Lebensgefühl der Quarter Life Generation zu beschreiben und geht dabei auf all die Fragen ein, die man sich selbst stellt und keine Antwort findet. Was ist nach dem Studium? Was kostet die Welt? Und wie ist die Nummer vom Pizza Lieferdienst?
Ich konnte mich sehr mit den Aussagen identifizieren und die Kurzgedichte haben mich zum Schmunzeln gebracht. Allerdings habe ich einen Kritikpunkt, der sich aber nicht an die Autorin oder den Inhalt direkt richtet. An der ein oder anderen Stelle hatte ich das Gefühl, dass sich der Wortlaut und Reim nicht ganz rund anhört. Da Samantha Jayne auch auf dem Blog Quarter Life Poetry Texte veröffentlicht, habe ich mir einiges durchgelesen. Da sich dort auch Buchtexte im englischen Original finden, die sich oft auch flüssiger lesen lassen, würde ich der Übersetzung die kleinen Holperer zuordnen. Natürlich hat man bei der deutschen Übersetzung den Vorteil, dass man wirklich alles uneingeschränkt versteht, jedoch hört es sich im Original einfach besser an. Damit will ich auf keinen Fall die Übersetzung schlecht machen. Es ist einfach schwierig innerhalb so weniger Zeilen, die Aussage mit Reim optimal wiederzugeben. Noch dazu braucht man im Deutschen in der Regel mehr Wörter, um das Gleiche wie im Englischen auszudrücken.

Jeder, der die volle Poetry Dröhnung will und sich Englisch soweit fit fühlt, sollte zum Original greifen. Unentschlossenen empfehle ich ein wenig in Samantha Jaynes Blog reinzulesen. Ein klasse Spruch für jede Alltagssituation. Egal ob auf deutsch oder englisch.
Abschließend möchte ich mich noch bei der Randomhouse Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar bedanken.

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352 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 126 Rezensionen

bienen, roman, bienensterben, natur, hoffnung

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Maja Lunde erzählt in ihrem Buch von drei verschiedenen Personen, die alle etwas mit den Bienen zu tun haben. Dabei war mir auch nicht jede Figur immer sympathisch und ich hatte das Gefühl, dass die Protagonisten dadurch näher am tatsächlichen Leben waren. Das Schicksal jeder Figur geht einem aber doch sehr nahe, und man fühlt mit George, William und Tao.
Das Buch hat durchaus sehr spannende Momente, bei denen man unbedingt wissen will, wie es weiter geht, gerade weil die einzelnen Kapitel manchmal in einem „Cliffhanger“ enden und dann erst die Geschichte einer anderen Person weitererzählt wird. Trotzdem hatte ich dieses Mal nicht das Bedürfnis ein Kapitel bzw. eine Person zu überspringen, wie ich es bei anderen Büchern schon gemacht habe. Die Kapitel sind sehr kurz und der Aufbau und Anstieg der drei Geschichten sehr gut gemacht. Dennoch hat das Buch ein paar Längen. Die Autorin kommt aus Norwegen und meiner Meinung nach spiegelt sich, wie auch in der skandinavischen Filmkultur, die etwas ruhigere Mentalität auch bei der Geschichte der Bienen wieder.
Etwa in der Mitte hatte ich ein Problem mit dem Buch. Zwar bilden die Bienen einen roten Faden, der sich durch alle drei Geschichten zieht, allerdings hat mir trotzdem der Zusammenhang gefehlt. Umso mehr begeistert war ich vom Ende, wo dann alles miteinander verbunden wird.
Bis darauf, dass es etwas langatmig war, hat mir das Buch aber unglaublich gut gefallen. Es erzählt mit ganz viel Gefühl vom Leben und was alles passieren kann. Und es wird einem bewusst, wie wichtig die Bienen für die Menschheit sind.

Das Buch greift ein sehr wichtiges Thema auf: das Bienensterben. Die Tatsache, dass viele Bienenvölker einfach verschwinden (Colony Collapse Disorder), geht uns alle an. Umso wichtiger ist es, dass jeder dafür sensibilisiert und darauf aufmerksam wird. „Die Geschichte der Bienen“ zeigt, was der Menschheit blüht, wenn es so weit kommt, dass es keine Bienen mehr gibt. Ein gutes Buch mit einer Botschaft, das ich jedem empfehlen kann!
Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an die Randomhouse Verlagsgruppe, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Macha

Grimaldi , Tanja Krämling , Maike Plenzke
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.05.2017
ISBN 9783551763181
Genre: Comics

Rezension:

Die Fortsetzung besser gesagt Vorgeschichte zu Bran habe ich schon sehr gespannt erwartet. Wie schon der erste Teil wird man sofort von den schönen Bildern und dem Zeichenstil verzaubert. Dieses mal lernt man mehr über die „Ureinwohner“ von Errance, trifft viele neue Völker und erfährt etwas zur Geschichte der Insel.
Erzählt wird die Geschichte aus Machas Perspektive, die wir ja schon kennen gelernt haben, und wir erfahren genaueres dazu, wie sie unsterblich wurde. Im Fokus steht dabei auch der Konflikt zwischen Waldbewohnern und Menschen, die gewohnt arrogant und brutal auftreten. Sie zeigen keinen Respekt vor der Natur, Magie oder den Ur-Einwohnern der Insel.
Man sollte nicht zu schnell lesen und jede Seite wirklich genießen, um nichts zu verpassen. Etwas, das mich bei dem Comic ein wenig gestört hat, war aber trotzdem die Schnelligkeit an der ein oder anderen Stelle. Außerdem hätte ich teilweise gerne etwas mehr Erklärung gehabt, so war mir zum Beispiel nicht klar, wie Macha die Unsichtbarkeitsfähigkeit erhält? Hängt das mit einem Trank zusammen und was hat das mit Nuada zu tun?

Der Comic war natürlich viel zu schnell vorbei und ich hoffe, dass es bald einen weiteren Band rund um die Insel Errance gibt. „Macha“ ist ein wirklich sehr schöner Comic mit einer magischen Geschichte, das Buch ist damit auch eine tolle Ergänzung zu „Bran“.
Das Buch war ein Rezensionsexemplar, das mir vom Carlsen Comic zur Verfügung gestellt wurde. Daher dem Verlag ein herzliches Dankeschön dafür.

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(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Grünes Glück

Sabrina Rothe , Anne Beckwilm , Simone Knauss , Sabrina Rothe
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 27.03.2017
ISBN 9783421040558
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch hat mich mit seiner Einleitung durch die Autoren nostalgisch in meine eigene Kindheit zurückversetzt. Zusammen mit meiner Schwester bin ich in einem kleineren Dorf und mit eigenem Garten aufgewachsen. Gemeinsam haben wir auch des Öfteren -zur großen Freude unserer Mutter- alle Arten von Pflanzen, die wir in die Finger kriegen konnten zu "Tee" verarbeitet. Dabei ging es gar nicht so sehr darum etwas Genießbares zu machen, sondern eher kunterbunt alles in einem Plastiktöpfchen mit Wasser zusammenzurühren. Die bunten Blüten und schönen grünen Blätter hatten eine geradezu hypnotische Wirkung auf uns.
Aber jeder wird einmal erwachsen, umso inspirierender ist es, zu lesen wie die eigenen Blumen in einer Vase oder einem Kranz arrangiert werden können. Das Buch selbst ist dabei nach Blüte der Jahreszeiten eingeordnet und beschäftigt sich nacheinander mit den verschiedensten Blumen (Tulpen, Rosen, Sukkulenten..).
Dazu lernt man außerdem viel über die Pflanze selbst, ein kurzer historischer Hintergrund oder deren Verbreitung. Das Buch gibt damit auch einen enormen Input an Information, nicht zuletzt weil der Leser auch Tipps erhält, wie man dafür sorgen kann, dass die Blumen länger in der Vase frisch bleiben oder wann sie wie geschnitten werden sollten.
Nicht zuletzt ist „Grünes Glück“ mit seinen tollen Bildern und der stilvollen Gestaltung ein absoluter Traum. Die Fotos sind stimmig auf die jeweiligen Kapitel abgestimmt, sodass pro Blume eine Farbe dominiert.

Das Buch enthält tolle Tipps zur Pflege und Verwendung von Blumen und Pflanzen. Allein wegen der wundervollen Gestaltung lohnt sich dieses Buch, aber auch als Inspirationsquelle, um das eigene Heim aufzupeppen, kann ich es guten Gewissens weiterempfehlen.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom DVA-Verlag der Randomhouse Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Deswegen auch ein großes Dankeschön dafür.

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26 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

landliebe, liebe, mosel, jana luka, winzer

Landliebe

Jana Lukas , Diana Amft
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 09.05.2017
ISBN 9783837137842
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schon einmal vorweg: Das Buch eignet sich wirklich hervorragend als Hörbuch. Es ist leicht der Handlung zu folgen und auch die Länge von guten 5 Stunden ist genau richtig. Diana Amft kenne ich bereits als Schauspielerin (z.B. aus der Serie „Doctor’s Diary“) und als Sprecherin für dieses Hörbuch passt sie wirklich sehr gut.
Die Geschichte nimmt die Datingshow „Bauer sucht Frau“ ein wenig auf die Schippe. Genau diese Idee gibt dem Buch auch sehr viel Humor, sodass die Unterbrechungen zwischen der Erzählung mit den Kameraschnittszenen und Interviews für die Sendung super lustig sind.
Im Fokus von „Landliebe“ steht natürlich auch eine Liebesgeschichte, welche gut erzählt ist. Trotzdem haben mich Ellie und Tom nicht 100%-ig begeistern können. Beide sind durchaus sympathisch und bilden ein harmonisches Pärchen, aber mir hat dabei irgendwie etwas gefehlt. Es gibt von Anfang an zwischen den beiden eine gewisse Anziehung und obwohl er sich unglaublich dagegen sträubt, entwickelt sich etwas zwischen ihnen. Wie für solche Geschichten typisch, kommt es dann aber zu diversen Missverständnissen und Komplikationen. Das Ganze bedient sich dabei doch einiger Klischees.
Spannung erzeugt die Geschichte einerseits durch das auf und ab zwischen Ellie und Tom, andererseits durch die Probleme rund um die Weinlese und das Weingut. Ich war natürlich gespannt, zu welchen Problemen es noch kommt und was für Steine die beiden noch in den Weg bekommen. Am Ende war mir die Geschichte dann aber doch ein klein wenig zu vorhersehbar.

Alles in allem ist Geschichte ganz lustig und nett für zwischendurch. Als Hörbuch kann ich „Landliebe“ absolut empfehlen, Diana Amft ist auch genau die richtige Sprecherin dafür. Das Buch ist gut, lässt mich aber keine Freudensprünge durchs Haus machen. Wer aber Lust auf ein leichtes Lese- bzw. Hörvergnügen hat, der wird mit diesem Buch viel Freude haben.
Ein herzliches Dankeschön an den Random House Verlag, der mir das Hörbuch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Die Weisheit der Bienen

Jack Mingo , Elisabeth Liebl
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.05.2016
ISBN 9783442158997
Genre: Sachbücher

Rezension:

Jack Mingo geht mit sehr viel Witz und Lockerheit an das Thema Biene ran. Als Hobbyimker erklärt er wie es zu seiner Leidenschaft für diese kleinen Tiere kam, gibt teilweise Tipps zur Bienenzucht und teilt seine eigenen Erfahrungen.
Das Buch ist eine interessante Mischung aus Informationen rund um die Biene und einer spannenden Erzählung. Man lernt viel dazu und bekommt dadurch einen ganz neuen Blick für die Natur. Im Zentrum seines Buches steht dabei die These, dass Bienen die besseren Haustiere sind, was er im Laufe des Buches immer wieder argumentiert.

„Drohnen sind die wenigen Männchen in einem Bienenstock. Ihre Rolle interpretieren sie als verwöhnte Gigolos, die herumhängen, nichts tun und von der Arbeit ihrer Schwestern leben.“ (Mingo, S. 29)

Was mir an Jack Mingo am meisten gefallen hat, ist seine Art Fakten in Worte zu packen und dem Leser dadurch auf spielerische, lustige Weise zu vermitteln, so werden die männlichen Drohnen zu Gigolos und die Wächterbienen zu Türstehern.
Neben all den witzigen Vergleichen und Erklärungen greift Jack Mingo aber auch ernstere Themen, wie das Bienensterben und Bedrohungen durch Parasiten auf.

„Wenn die Biene vom Antlitz der Erde verschwindet, hat die Menschheit nur noch vier Jahre zu leben.“ (Albert Einstein zugeschrieben)

Seit dem Buch weiß ich auch, dass dieses Zitat nur fälschlicherweise Albert Einstein zugeschrieben wird. Aber selbst wenn die Aussage von unbekannter Quelle stammt, steckt dahinter doch ein wahrer Kern. „Die Biene“ ist essentiell für die Blütenbestäubung und damit wichtig für das ganze Ökosystem. Man sieht viel zu vieles um sich herum als Selbstverständlichkeit an. Auch die Biene. Erst wenn man dieses kleine faszinierende Geschöpf immer seltener sieht und sich über dessen Rolle für die ganze Welt bewusst wird, lernt man diese Kleinigkeiten zu schätzen und über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken.
Das Buch eignet sich auch als Beilektüre für „Die Bienen“ von Laline Paull sehr gut. Ich zumindest habe die Bücher parallel gelesen und man erhält dadurch ein umfangreiches Verständnis für die Vorgänge in einem Bienenstock.

Ein Buch für Bienenliebhaber, solche die es werden wollen.. kurz gesagt: für jeden. Ein Buch mit interessanten Fakten rund um das sozialste Tierchen der Welt, das richtig gut geschrieben und aufgebaut ist.
Gerade weil es immer weniger Bienen gibt, sollte man sich an dieser Stelle auch mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ auseinandersetzen.
Auch noch ein herzliches Dankeschön an den Riemann Verlag, der Randomhouse Verlagsgruppe, für das Rezensionsexemplar.

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141 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

bienen, laline paull, hierarchie, roman, die bienen

Die Bienen

Laline Paull , Hannes Riffel
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Tropen, 12.12.2014
ISBN 9783608501476
Genre: Romane

Rezension:

Eine wirklich wundervolle Geschichte über eine bemerkenswerte Biene. Als Leser hat man bereits durch den Schreibstil und die Art und Weise, wie die Bienen miteinander reden, das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. Laline Paull schafft es so der Geschichte seinen ganz eigenen Charme zu verpassen.
Man hat wirklich das Gefühl sich in einem Bienenstock zu befinden, zudem wird das Bienenvolk auch sehr realitätsnah abgebildet. Da ich parallel das Buch „Die Weisheit der Bienen“ von Jack Mingo gelesen habe, ist mir überhaupt aufgefallen, wie viel Wahres hinter der erzählten Geschichte steckt. Viele Informationen entsprechen den tatsächlichen Gewohnheiten und Verhalten von Bienen. Ein weiterer Punkt, den das Buch auch aufzeigt ist, inwiefern der Mensch der Natur schadet z.B. durch giftige Spritzmittel.
Flora ist eine sehr bemerkenswerte Biene und auch eigentlich die einzige Biene, die einem beim Lesen uneingeschränkt sympathisch ist. Sie macht eine Entwicklung durch und gerade ihr Werdegang im Stock ist absolut spannend zu beobachten.
Die Idee den Bienenstock als religiöse Gemeinschaft darzustellen finde ich absolut grandios und passt unglaublich gut zu diesen Tieren. Generell gibt das Buch aber auch in gewisserweise Anstoß zu gesellschaftskritischen Überlegungen. Die Art und Weise wie bestimmte Gruppen im Stock ausgegrenzt werden oder andere Gruppen jeweils dominieren, schreit förmlich nach Ungerechtigkeit. Umso interessanter ist es deshalb zu lesen, wie die Geschichte seinen Lauf nimmt.
Mein absolutes Highlight waren aber definitiv die Drohnen („Ehre seiner Männlichkeit!“), allen voran Herr Linde. Dieses ulkige Möchtegern-Macho-Bienchen hat mich mehr als einmal sehr zum Lachen gebracht.
Der einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, dass die Geschichte ab einen bestimmten Zeitpunkt etwas vorhersehbar wurde und ich mir am Schluss ein kleines Detail etwas anders gewünscht hätte.

Das Buch zeigt dem Leser die Welt aus der Perspektive einer Biene. Laline Paull schafft eine einmalige Geschichte rund um die wohl bemerkenswertesten Geschöpfe auf der Welt. Wenn man das Leben aus Sicht von Bienen betrachtet, macht man sich auch wieder mehr Gedanken über die Art und Weise, wie wir mit der Welt umgehen. Und macht sich bewusst, dass wir diese nicht alleine bewohnen.
Außerdem möchte ich mich noch beim Verlag Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar bedanken.

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318 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

elfen, holly black, fantasy, der prinz der elfen, prinz

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da Holly Black mit ihrem Buch „Elfentochter“ meine Kindheit geprägt hat und sich „Der Prinz der Elfen“ auch um dieselben blutrünstigen, durchtriebenen Elfenwesen dreht, war ich von Anfang an Feuer und Flamme. Jede Seite war wie nostalgisches Schwelgen in der Vergangenheit. Und trotzdem waren im Hinterkopf Zweifel, ob das Buch meinen hohen Erwartungen bestehen wird. Und ja das hat es!
Die Geschichte ist so magisch und zauberhaft, wie man es von einem Wald voller Elfen und Fabelwesen erwartet. Beim Lesen taucht man sofort in die Geschichte ein. Dennoch ranken sich eine Geheimnisse rund um den gehörnten Jungen, aber auch alle anderen Figuren (Hazel, Ben oder Jack) haben ihr Geheimnisse, die dem Leser dann nacheinander enthüllt werden. Gerade dadurch dass man anfangs absolut ahnungslos ist und nur „häppchenweise“ mit Informationen gefüttert wird, ist das Buch unglaublich spannend. Ich für meinen Teil konnte es kaum weglegen. Die Geschichte wird aber auch immer rätselhafter durch die Botschaften, die Hazel erhält und der zunehmenden Bedrohung, der die kleine Stadt Fairfold gegenüber steht.
Etwas das mir bei dem Buch auch gefallen hat, sind die wundervollen Figuren mit ihrer tollen Dynamik. Hazel hat am Anfang zwar einen ordentlichen Männerverschleiß, und knutscht mit allem rum, was nicht bei drei auf dem Baum ist, aber ihr Verhalten wird später im Buch aufgeklärt. Und ich mochte ihre taffe Art einfach.


Das Buch hat mich auf jeden Fall wieder für Holly Blacks nächste Bücher rund um Elfen angefixt. Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen, sodass ich es jedem Fantasy-Liebhaber empfehlen kann. Vor allem wenn ihr Elfen nicht nur rosa und zuckersüß auf einer Wiese rumhüpfen sehen wollt, sind Holly Black’s Elfen etwas für euch.
Vielen Dank deshalb auch an die Randomhouse Verlagsgruppe, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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88 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

cavaliersreise, homosexualität, jugendbuch, mackenzi lee, 18. jahrhundert

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zur „Cavaliersreise“

Ich muss gestehen, dass ich von diesem Begriff bisher noch gar nichts gehört hatte. Meine erste Vermutung war daher eine Reise „zum-Hörner-abstoßen“. Das trifft aber nur zu einem Teil zu. Kavaliersreisen auch als Grand Tour bezeichnet fanden im 18. Jahrhundert in der Epoche der Renaissance statt und umfasst im Allgemeinen eine Bildungsreise durch das damalige „Europa“. Durch den finanziellen Aufwand für die Reise war dies sehr kostspielig, wodurch es nur für adelige oder gut situierten Söhnen möglich war eine solche Unternehmung zu machen. Einerseits stand dabei der Bildungs- und Wissenserwerb im Vordergrund, andererseits wurde aber auch ausgiebig gefeiert.

Quellen:
www.worterbuchdeutsch.com/de/kavalierstour
www.ieg-ego.eu/de/threads/europa-unterwegs/kavalierstour-bildungsreise-grand-tour


Meine Meinung

Monty ist eine unglaublich schillernde, etwas Ich-bezogene Figur. Sein bisheriges Lotterleben kommt zu einem abrupten Ende, als er von seinem Vater ein Ultimatum bekommt, sein Leben in ordentliche Bahnen zu bringen. Das bringt gleichzeitig auch Monty’s Cavaliersreisepläne durcheinander, weil sein Vater im eine Begleitperson aufs Auge drückt, die dafür sorgen soll, dass ausreichend Kultur und Bildung ins Programm einfließen. Dann kommt aber alles ganz anders..

Die Hauptfiguren Monty, Percy und Felicity starten also in ihre „Cavaliersreise“, die sich aber dann ganz schnell zu etwas anderem entwickelt. Durch Monty’s Verschulden sind sie bald auf der Flucht und müssen sich mit dieser Situation und vielen anderen Problemen auseinandersetzen. Sie wachsen dadurch aber auch mehr zusammen und erleben Dinge, die sie verändern.
Das Buch lebt vor allem durch die einzigartigen Charaktere und die Geschichte, die jeder einzelne erzählt. Monty, Percy und Felicity haben jeweils mit eigenen Dingen zu kämpfen, die ihnen das Leben zur damaligen Zeit erschweren. Und genau dadurch wird einem wieder klar, wie engstirnig die damalige Zeit doch war, auch wenn es in unserem heutigen Zeitalter immer noch bei Rassenhass und Homophobie zu Konflikten kommt. Trotzdem sieht man doch den Fortschritt, den wir Menschen hinter uns haben.
Die Autorin selbst nennt das Buch einen Abenteuerroman und ich finde das trifft es auch ganz gut. Auch die Anmerkungen von Mackenzi Lee fand ich abschließend noch sehr aufschlussreich, gerade weil sie nochmal viele Dinge, die das Buch thematisiert anspricht. Außerdem gibt sie auch noch diverse Literaturempfehlungen zum Weiterlesen. An dieser Stelle kann ich persönlich jedem, der sich weiter mit dem gesellschaftlichen Stellenwert und Rechten von Afroamerikanern in dieser Zeit auseinandersetzen möchte, den Film „Dido Elizabeth Belle“ ans Herz legen. Ein wirklich schöner Film, dessen geschichtlicher Hintergrund auch die Lee in ihrem Nachwort anspricht.


Das Buch nimmt einen mit auf eine Reise in ein anderes Europa. Trotz der 500 Seiten schnell. Von mir erhält das Buch eine klare Leseempfehlung, weil es alles hat, was ein gutes Buch braucht: Witz, Charme, aber auch tiefgründige Auseinandersetzungen mit wichtigen Themen.

An dieser Stelle deshalb auch ein großes Dankeschön an den Königskinderverlag, der zum Carlsen Verlagshaus gehört, für das Rezensionsexemplar, es ist wirklich ein wundervolles Buch.

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534 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

fantasy, magie, wald, naomi novik, zauberer

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Meine MeinungAls ich angefangen habe zu lesen, habe ich mich sofort wohl gefühlt. Dieses Gefühl habe ich nicht bei jedem Buch, aber Naomi Novik hat es sofort geschafft mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Agnieszka, die eigentlich gar nicht vom Drachen ausgewählt werden wollte und auch nie damit gerechnet hätte, muss sich an ihr neues Leben im Turm gewöhnen. Und so begleitet und fiebert man mit ihr mit. Aufgrund der Angst, die Agnieszka vor dem Drachen hat, und dessen mürrischer Art, scheint dieser anfangs noch kein großer Sympathieträger zu sein, aber wie Agnieszka gewöhnt man sich immer mehr an ihn, später haben seine Beleidigungen ihr gegenüber mich sogar zum Lachen gebracht.
Das Buch ist wirklich gut aufgebaut und je weiter man liest, desto mehr Geheimnisse werden gelüftet. Vor allem schön ist dessen Länge, wodurch der Leser eine wundervoll ausgebaute Geschichte erzählt bekommt und durch die über 500 Seiten hat man auch genug Zeit alle Charaktere ausführlich kennenzulernen. Einige haben die Längen bzw. "Durststrecken" im Buch kritisiert und ich kann das auch zum Teil verstehen, warum manche so empfunden haben. Über die Geschichte hinweg wird immer wieder durch kleine Ereignisse Spannung aufgebaut, sodass sich actionreiche und ruhige Szenen abwechseln, die ruhigeren Szenen habe ich allerdings nicht als langweilig empfunden, weil diese auch wieder sehr schnell vorbei sind. Die Geschichte schreitet meiner Meinung nach doch sehr flott voran.

Am besten haben mir die Figuren gefallen, und zwar alle von Agnieszka über Kasia bis hin zum Drachen, vor allem die Freundschaft zwischen letzterem und Agnieszka war schön zu lesen. Beide sind so unterschiedlich und doch geben sie ein tolles Team ab. Auch der Wald mit all seinem Zauber übt beim Lesen eine große Faszination aus und nach und nach erfährt man auch immer mehr was dahinter steckt.


Fazit
Das ganze Buch ist in sich schlüssig und sehr gut durchdacht von der ersten bis zur letzten Seite. "Das dunkle Herz des Waldes" ist für mich ein Buch, das alles bietet, was ein Fantasy-Herz begehrt! Außerdem ist es keines dieser Fantasy-Bücher, bei denen eine kitschige Liebesgeschichte im Vordergrund steht und der Fantasy-Aspekt nur eine Rahmenhandlung ist. Hier geht es wirklich um einen mysteriösen Wald und eine Welt, die zum abschweifen einlädt.

Ein großes Dankeschön an den cbj Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

comic, märchen, gestaltwandler, märchenhaft, krähe

Bran

Grimaldi , Tanja Krämling , Maike Plenzke
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.03.2016
ISBN 9783551763044
Genre: Comics

Rezension:

Meine Meinung


Das Cover sieht wirklich wunderschön aus, was auch einer der Gründe war, warum mir der Comic ins Auge gefallen ist. Gerade bei Comics ist es für mich wichtig, dass mich der Zeichenstil anspricht. Und sowohl Cover als auch die durchgängig farbigen Zeichnungen sehen einfach toll aus.
Zum Hintergrund der Geschichte: Errance ist ein Land, in dem die Menschen neben einem Zauberwald leben, der von Gestaltwandlern oder anderen phantastischen Wesen bewohnt ist. Alles was aber dem Wald zugeordnet wird, meiden die Menschen und ist als etwas Schlechtes verschrien.
Die Hauptfiguren sind Bran und Macha, die beide eine spannende Dynamik haben, weil sie einfach so unterschiedliche Ansichten haben. Trotzdem geben sie zusammen ein gutes Team ab und aus einer reinen Nutzen-beziehung entwickelt sich so etwas wie eine Freundschaft. Wirklich erstaunlich ist, dass man die einzelnen Charaktere und ihre Persönlichkeit wirklich sehr gut versteht, und das nur aufgrund der Dialoge und Mimik, also ohne dass im Erzählstil alles genau erklärt wird.


Fazit

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und sorgt für ein/zwei schöne Lesestündchen, weswegen ich mich auch schon auf den zweiten Teil freue, der auch wieder ein tolles Cover hat. Der ganze Comic ist in Farbe und wirklich wunderschön gezeichnet, wer also gerne Comics liest, hat mit „Bran“ sicher viel Freude.

Abschließend auch ein großes Dankeschön an den Carlsen Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Hier findet ihr das Buch auf der Verlagsseite und könnt euch alle Infos oder das schöne Cover des nächsten Teiles ansehen.

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(30)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, verlieben, reisen, dates, reise

Ein Jahr für die Liebe

Yvonne Eisenring
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Orell Füssli, 01.09.2016
ISBN 9783280056080
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch hat mich allein von seinem Klappentext angesprochen. Die Idee von Yvonne Eisenring sich ein Jahr für die Liebe wirklich Zeit zu nehmen finde ich erfrischend und interessant. Schon vom ersten Kapital an, konnte ich mich sehr gut mit der Autorin identifizieren, da sich ihre Gedankengänge oder Ansätze oft mit meinen decken. Aber auch später im Buch geben ihre Theorien zur Liebe und dem Leben viel Stoff zum Nachdenken, man beschäftigt sich mit Dingen, die einem vorher gar nicht so bewusst waren, aber doch interessant und wichtig sind.

Anfangs hatte ich etwas Sorge, dass ich beim Lesen abschweifen oder das Interesse verlieren würde, da das Buch eher in die Kategorie "Sachbuch & Ratgeber" fällt und ich damit noch keine großen Erfahrungen, außerhalb von Schule und Uni, gemacht habe. Umso positiver überrascht war ich, dass dies zu keinem einzigen Zeitpunkt der Fall war. Yvonne Eisenring schreibt spannend, schildert ihre Erlebnisse sehr anschaulich ohne dass es langweilig wird. Mir hat ihre Art zu denken bzw. zu schreiben jedenfalls ausgesprochen gut gefallen.

Das Buch besteht aus den Erlebnissen in den verschiedene Städten, in die sie reist, und aus E-Mails an ihre Schwester, die das ganze auflockern und worin sie das ein oder andere reflektiert. Als Leser hat man das Gefühl bei all ihren 50 Dates dabei zu sein und macht sich deshalb auch sein eigenes Bild von den Dating-Partnern. Das Thema Liebe und sich Verlieben steht dabei im Mittelpunkt und durch das Buch wurde mir noch mehr bewusst, wie schwierig es tatsächlich ist, die eine Person zu finden bei der wirklich alles stimmt. Ich stelle es mir auch frustrierend vor, jedes mal mit neuer Hoffnung auf ein Date zu gehen, um dann am Ende des Abends -oder auch etwas später- festzustellen, dass man schon wieder einen Frosch und keinen Prinzen erwischt hat. Wer in der Liebe "gewinnen" will, muss Einsatz zeigen. Oder wie Yvonne Eisenring es treffend formuliert:"Man muss sich trauen zu springen, wenn man fliegen will."
Das Buch ist ein spannendes Buch, dass das wahre Dating Leben zeigt. Die Liebe ist nämlich nicht so, wie es einem in Filmen vorgegeben wird. Nebenbei lernt man auch noch verschiedene Städte und Kulturen auf der Welt kennen. Das Ende von Yvonne's Dating-Odyssee will ich hier nicht vorweg nehmen, für mich persönlich ist es aber der perfekte Schluss für das Buch!



Fazit

"Ein Jahr für die Liebe" ist genau das, was der Titel verspricht, und erzählt von einer Reise durch verschiedene Städte und Kulturen auf der Suche nach dem wohl größten Glücksgefühl, das es gibt. Für mich ist es schwer das Buch einzuordnen, ich nenne es zwar "Dating-Ratgeber", obwohl das auch nicht so richtig passt. Auf jeden Fall ist es ein interessantes Buch, das ich wirklich jedem ans Herz legen kann.
Ein großes Dankeschön geht an den orell füssli Verlag und Lovelybooks, die mir das Buch zum Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.

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848 Bibliotheken, 15 Leser, 3 Gruppen, 115 Rezensionen

dämonen, dark elements, liebe, jennifer l. armentrout, sehnsuchtsvolle berührung

Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander , Isa-Corinna Scholz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670203
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der dritte und letzte Band der 'Dark Elements'-Serie hat wie schon die ersten beiden Bände ein unglaublich schönes Cover, die Motive aller Bände finde ich auch wirklich sehr passend gewählt. Der Teil knüpft direkt an die Cliffhanger-Szene des 2. Bandes an und ab da ist man als Leser wieder direkt im Geschehen. Das Buch hat abwechselnd schnelle, actionreiche Ereignisse, aber auch zwischendurch ruhige Dialoge, eine wie ich finde gelungene Mischung.
Das Liebesdreieck zwischen Layla, Zayne und Roth hat nun seinen Höhepunkt erreicht und ich hatte vor dem Buch schon fest damit gerechnet, dass sich dieses Hin und Her nun durch den ganzen letzten Teil zieht, wurde allerdings positiv überrascht da sich Layla bereits am Anfang ihrer Gefühle bewusst wird und eine Entscheidung trifft. Dass sich das so schnell auflöst fand ich wirklich gut, dadurch liegt der Fokus der Geschichte auch auf der grundlegenden Handlung und Story. Aber keine Angst auch Romantik-Liebhaber kommen nicht zu kurz, weil genügend liebevolle, romantische und sexy Szenen auftauchen.
Ich muss wirklich sagen, dass der Band ein gelungener Abschluss ist, es gibt Schlachten zwischen Gut und Böse, der Leser lernt auch die Hölle etwas besser kennen, trifft Lillith und auch der naseweis Seher, den wir bereits aus dem ersten Band kennen, taucht wieder auf.
Und nicht nur einmal zaubert einem das Buch ein Lächeln auf die Lippen, ich sage nur soviel, dass Alkohol nicht nur auf Roth Auswirkungen hat - ich konnte mich kaum einkriegen, so lustig war das. Es gibt wirklich viele tolle Charaktere, die dafür sorgen, dass das Buch so gut ist. Roth, Layla, Zayne und Stacey sind alle glaubwürdig dargestellt und haben jeder eine eigene Persönlichkeit.
Das Ende, welches ich aber nicht vorweg nehmen möchte, fasst den ganzen Konflikt zwischen Himmel und Hölle nochmal gut zusammen und am Ende werden alle offenen Fragen oder Geheimnisse gelüftet. Jennifer L. Armentrout schafft es aber, dass sich alle Puzzleteile letztendlich schlüssig zusammenfügen.


Fazit

Beim 2. Teil habe ich stellenweise gefunden, dass sich die Handlung etwas zieht, das war hier überhaupt nicht gefallen. Das Buch hat nochmal all den Charme und Witz gezeigt, den diese tolle Reihe ausmachen. Ein wie ich finde mehr als gelungener Abschluss, der alle Romantasy-Herzen höher schlagen lässt.
Vielen Dank an den HarperCollins Verlag und Lovelybooks.de für das Buch, welches mir unglaublich viel Spaß beim Lesen bereitet hat.

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97 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

fantasy, charlie human, apocalypse now now - schatten über cape town, apocalypse now now, südafrika

Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town

Charlie Human , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.11.2016
ISBN 9783596034987
Genre: Fantasy

Rezension:


Meine Meinung

Schon mal vorweg: das Buch hat mich vollends begeistert! Der Schreibstil ist eine einmalige Mischung aus niveauvoller Hochsprache und Jugendsprache mit ganz viel Sarkasmus. Diese Kombination an sehr geschmeidigen Satzkonstruktionen macht das Buch zu einem wahren Lesevergnügen. Charlie Human weiß mit Worten umzugehen und schafft eine geniale metaphorische Sprache. Der Humor ist dabei oft doch sehr provokativ, was aber zu dem Buch einfach passt.

"Sergeant Schoeman ist ein korpulenter Mann. Ach, lassen wir die Euphemismen. Er ist fett. Ultrafett. Geradezu adipös. Er ist der Michelin-Mann des südafrikanischen Polizeiapparats, ein gigantischer Puddingdonut, den man in eine abgetragene Lederjacke gezwängt hat." (S. 74)

Die Figuren sind alle gut ausgearbeitet. Wer also wie ich ein großer Fan von tollen Nebenfiguren ist, der kommt bei „Apocalypse Now Now“ voll auf seine Kosten. Vor allem Ronin ist dabei jemand, den ich durch seine etwas durchgeknallte Art sehr schnell sehr lieb gewonnen habe.
Der Protagonist Baxter behauptet von sich selbst kein guter Mensch zu sein und führt einen inneren Kampf zwischen Machthunger und „das Richtige tun“. Auch wenn er immer wieder seine mangelnde Empathie betont, merkt man doch, dass ihm andere am Herzen liegen.. vor allem seine Liebe zu Esmé, für die er alles stehen und liegen lässt, war sehr süß zu lesen.
Baxter erlebt einige verrückte Sachen, sodass man auch als Leser irgendwann nicht mehr weiß, was genau die Realität ist.

Ein Fantasy Buch, das genau meinen Geschmack trifft, weil alles dabei ist, was das Herz begehrt. Tolle Charaktere, actiongeladene Szenen und ganz viel Humor. Außerdem kann ich mir die ganze Handlung auch gut als Film vorstellen.
Zum Schluss noch etwas zum Cover, da es wie ich finde super zum Buchinhalt passt. Auf den ersten Blick scheint es schon super zum Klappentext zu passen, wenn man das Buch aber gelesen hat merkt man, wie viel Liebe zum Detail in den einzelnen gezeichneten schwarz-weiß Bildern steckt.


Fazit

"Des einen Kunst ist des anderen moralische Empörung." (S. 326)

Etwas, das Baxter zum Schluss, und meiner Meinung nach auch auf dieses Buch zutrifft. Aufgrund der teilweise sehr modernen Sprache und dem Zombie/Porno Hintergrund ist „Apocalypse Now Now“ sicherlich nicht für jeden etwas. Ich für meinen Teil hatte aber sehr viel Spaß beim Lesen und einige Dinge sollte man auch einfach nicht zu ernst nehmen. Das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung aufgrund der wirklich tollen Figuren und einer spannenden Idee. Am Ende des Buches gibt es auch noch eine kleine Leseprobe zur Fortsetzung, die im Juni erscheint und der ich nun entgegen fiebern werde.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

krebs, amy reed, krebserkrankung, freundschaft, tod

Abschied für immer und nie

Amy Reed , Maike Müller
Fester Einband
Erschienen bei HarperCollins, 10.11.2015
ISBN 9783959670104
Genre: Romane

Rezension:


"Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?"

Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern …
Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht …

Das Buch fand ich vom Inhalt her sehr interessant. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich, dass es grob um ein krebskrankes Mädchen geht, das noch ein letztes großes Abenteuer erleben möchte. Da habe ich wohl aber den Klappentext etwas schlampig gelesen. Die Geschichte beginnt zwar in einem Krankenhaus mit der krebskranken Evie, diese wird aber wieder gesund, was wie ein Wunder scheint. Nach diesen nicht ganz 100 Seiten war ich deswegen etwas überrascht fand aber den weiteren Verlauf von Evies Leben interessant. Es dreht sich also nicht um eine krebskranke Jugendlich, sondern darum wie man wieder leben kann, wenn man eigentlich schon mit seinem eigenen Leben abgeschlossen hat. 
Evie hat ihren Kampf gegen den Krebs aufgegeben, als sie erfährt, dass sie gar nicht mehr krebskrank ist. Ihre Familie und Freunde sind darüber überglücklich und gehen davon aus, dass jetzt wo Evie geheilt ist, sie ihr altes Leben wieder aufnehmen kann. Sie hat überlebt und sollte dankbar dafür sein, ihre Eltern umsorgen sie sehr und bei den Lehrern hat sie einen Freifahrtschein. Doch Evie ist nicht glücklich! Sie beschäftigt sich mit der Frage warum manche Leute leben und manche sterben. Sie weiß nicht was sie mit ihrem wiedergewonnen Leben anfangen soll. Sie hat sich verändert und scheint mit den Leuten in ihrem Umfeld nicht mehr klar zu kommen. Evie fühlt sich eingeengt allem. Als sie beginnt mit Gras und Schmerzmitteln zu experimentieren, werden die Probleme mit ihrer Familie und ihren Freunden immer größer. Mitten in diesem Chaos, lernt Evie Marcus kennen, von dem sie sich verstanden fühlt.
Zu Beginn fand ich das Buch etwas langatmig, für mich ist es zwar besser geworden, aber es gibt immer wieder -für mich- gefühlt ein bisschen Langeweile, da entweder nicht wirklich etwas passiert oder immer wieder das gleiche passiert, darauf werde ich aber später noch genauer eingehen.
Als Leser erlebt man alles aus Evies Perspektive, wodurch man auch eigentlich automatisch auf ihrer Seite stehen müsste. Anfangs mochte ich Evie auch sehr gern, ich konnte auch gut verstehen, dass man mit Krebs nicht auf einmal philosophisch wird und den ganzen Tag lächelt, sondern eben auch genervt oder wütend ist. Aber nachdem Evie die Diagnose über ihre "Wunderheilung" erhält und sie sich noch mit dem Verlust eines geliebten Menschen auseinander setzen muss, kommt sie aus diesem Loch nicht mehr raus. Und das meinte ich vorhin mit dem, dass immer das Gleiche passiert: Evie schleicht sich aus dem Haus, kommt heim, ihre Mutter macht sich Sorgen und weint, ihr Vater schreit sie an, sie geht auf ihr Zimmer und alles geht von vorne los..
Evie scheint es unmöglich zu sein wieder ins Leben zurückzufinden, was einerseits verständlich ist, andererseits zieht es einem beim Lesen extrem runter. Evie verliert damit auch dann alle Sympathiepunkte, die sie anfangs hatte und ich bin stellenweise leicht genervt von ihr gewesen. Hauptsächlich gestört hat mich, wie sie mit Caleb "umgeht", aber auch Marcus behandelt sie zum Schluss hin nicht sehr nett. Und damit komme ich dann zu meinem größten Kritikpunkt: wenn das Buch schon so ernst ist und "depressiv" ist, hätte ich mir einen positiveren Schluss gewünscht. Das Buch hätte zum Schluss noch einen Epilog oder so vertragen können.

Fazit:
Das Buch hat mich beim Lesen stark mitgenommen. Natürlich ist es ein ernstes Thema, aber trotzdem gibt es Bücher, die es besser schaffen ernste Themen trotzdem noch mit einem gewissen Lesesgenuss zu vermitteln. Ich für meinen Teil hatte etwas schlechte Laune danach und mit dem Schluss kann ich mich nicht anfreunden. Das Buch an sich ist nicht ganz schlecht, ich würde es aber auch nicht unbedingt weiterempfehlen.

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