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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

So sprach Achill

Alessandro Baricco , Marianne Schneider
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 20.02.2018
ISBN 9783455405798
Genre: Romane

Rezension:

Vorweg schon mal: ich habe die Ilias bisher noch nicht gelesen und weiß von ihr nur so viel wie Hollywood einem präsentiert und ich selber im Internet ein wenig nachgelesen habe. Für mich war dies somit eine Premiere. Die unterschiedlichen Perspektiven geben dem Leser einen umfangreichen Einblick in beide Seiten, sowohl Trojaner als auch Griechen (Achäer). Es gab einige Stimmen, die ich spannender fand als andere, aber alles in allem war ich doch überrascht wie modern eine Geschichte sein kann, die bereits so viele Jahrhunderte alt ist. Trotz der Kürzungen, die Baricco vorgenommen hat, war das ewige hin und her des Kampfes etwas ermüdend. Umso spannender fand ich jedoch die Szenen, die hinter dem Kriegsgeschehen abliefen. Vor allem Achills Gespräche, aus welchen Gründen er erst den Kampf verweigert und später dann auf seiner Entscheidung verharrt.
Alessandro Baricco schafft es Homers Werk zum Trojanischen Krieg neu zu erzählen. Er weicht dabei zwar nicht stark vom Original ab, aber die Kürzung und seine eigenen Einschübe, geben dem Buch doch eine etwas andere Richtung. Vor allem die Passagen, die von seiner eigenen Feder stammen, haben mir unglaublich gut gefallen und die Konnotation, die er damit der Geschichte verleiht, fand ich auch sehr passend. Gerade seine Analyse der Ilias zum Krieg und dem Wunsch nach Frieden, waren sehr aufschlussreich und haben mir -obwohl ich die Ilias ja gerade gelesen habe- nochmal einen ganz neuen Einblick gewährt.

„So sprach Achill“ ist eine tolle Neuauflage der klassischen Ilias. Ein Stück Geschichte, das man in Händen hält. Und ein absolutes Muss für jeden Liebhaber griechischer Mythologie. Alessandro Baricco bietet mit seinem Werk aber nicht nur eine Aufbereitung einer bereits bekannten Geschichte, sondern verleiht dem ganzen seine eigene Note und sorgt dafür, dass man auch heutige Kriegsgeschehen und deren Gründe dafür hinterfragt. Das Buch erhält meiner Meinung nach alleine wegen seines Abschlusskapitels eine klare Leseempfehlung!
Abschließend auch noch vielen Dank an den Hoffmann und Campe Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt jedoch meine eigene und damit unbeeinflusst.

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668 Bibliotheken, 36 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328101666
Genre: Klassiker

Rezension:

Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, war ich überrascht wie viel Witz und Sarkasmus in Jane Austens Geschichte steckt. "Stolz und Vorurteil" bietet eine schöne Geschichte mit tollen Figuren. Und ich persönlich genieße bei jedem Re-Read aufs neue wie sich die Beziehung zwischen Lizzy und Mr. Darcy entwickelt.

Das Buch bringt mich so oft zum lachen und lässt mich immer wieder mitfiebern. Ein Buch, das mir einfach unglaublich gut gefällt und mich auch erst dazu gebracht hat andere Jane Austen Bücher und Klassiker zu lesen. Und auch wenn ich die verschiedenen Verfilmungen liebe, an das Original kommen sie nicht ran.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der erste Stein

Krzysztof Charamsa , Michael Jacobs
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 25.04.2017
ISBN 9783570103272
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Der erste Stein“ beschreibt den Weg eines polnischen Jungen ins Priesteramt. Im Bewusstsein, dass er homosexuell ist und sein Outing mit den Folgen der Entlassung aus der Kirche einhergeht. Krzysztof Charamsa schreibt dabei auf einem hohen sprachlichen Niveau. Zu Beginn werden die äußeren Umstände seiner Erziehung durch Familie, Glauben, Vaterland, Schule und letztendlich der Berufung ins Priesteramt beschrieben. Dann erzählt Charamsa von seinem eigenen Aufstieg in der Institution (Priesterseminare, Studien, Mitglied der Glaubenskongregation). Er hat innerhalb kurzer Zeit einen enormen „Aufstieg“ hingelegt. So wie er über seine damaligen Ziele berichtet, merkt man, dass er auch bewusst Karriere in der Kirche machen wollte.

„Ich träumte davon Oberinquisitor zu werden. Ich träumte mit jugendlichem Enthusiasmus davon, der Wahrheit dienen zu können, die im Besitz der Kirche ist und von ihr gehütet wird.“ (S. 120)

Ich muss auch gestehen, dass mir durch dieses Buch überhaupt bewusst wurde, dass es die Inquisition in der Kirche noch gibt und nicht mit dem Mittelalter ausgestorben ist. Was mich auch noch überrascht hat, war der Einfluss den die Kirche auf das Privatleben von Bürgern (z.B. sämtliche Bereiche der Sexualität) ausübt, aber auch auf politische Belange (z.B. Wohnraum nur für Familien).

„Wahrscheinlich ist die Kirche in Bezug auf die Naturwissenschaft tatsächlich um zweihundert Jahre zurückgeblieben […] und hat den Menschen aus den Augen verloren.“ (S. 205)

Ein wirklich zentrales Thema ist Homosexualität. Gerade weil die Kirche in dieser Hinsicht ein striktes Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen ausspricht, ist die Scheinheiligkeit des Klerus umso erschreckender. Laut Krzysztof Charamsa sind 50% aller Priester homosexuell. Trotz der Zahl wird eine Homophobie von der Kirche geradezu aufgebaut.
Beim Lesen habe ich etwas gebraucht, um mit dem Buch warm zu werden. Weil der Stil doch auf einem hohen Niveau ist, liest sich das Buch nicht so schnell. Aber vor allem wenn auch Beispiele aus dem Alltag und Handeln der Kirche aufgezeigt werden, kann man sich alles besser vorstellen.

Es ist spannend aus der Perspektive eines Insiders diese Dinge zu betrachten. Gerade als Außenstehender hat man nur so viel Einblick in die Institution Kirche, wie diese es zulässt. Das Buch zeigt Charamsas Auseinandersetzung mit der Kirche und seiner eigenen Sexualität. „Der erste Stein“ offenbart dabei viel von der Innenpolitik der Kirche, wozu normale Bürger sonst keinen Zugang haben. Ein interessantes, gut geschriebenes Buch: für jeden, der sich mit „Homosexualität und Kirche“ auseinandersetzen möchte.
Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an die Randomhouse Verlagsgruppe, von der ich das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. Wie aber bei allen unseren Rezensionen spiegelt auch diese meine eigene Meinung wider und bleibt unbeeinflusst.

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144 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

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Acht Berge

Paolo Cognetti , Christiane Burkhardt
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 11.09.2017
ISBN 9783421047786
Genre: Romane

Rezension:

Es wird aus Pietros Perspektive erzählt, wie er als Kind in die Berge kam, und man erlebt durch seine Augen die ganze Faszination, die diese auf ihn ausüben. Das Buch besitzt dabei ein etwas ruhigeres Erzähltempo, wer also eine vor Spannung geladene Geschichte erwartet, sollte sich ein anderes Buch suchen. „Acht Berge“ hat dafür aber so viel mehr zu bieten. Dabei schildert der Autor authentisch, wie sich ein Leben hin und her gerissen zwischen Stadt und Land anfühlt. Beim Lesen spürt man auch richtig, wie viel vom Autor selbst in den Seiten steckt. Vor allem nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, habe ich mich eingehender mit Paolo Cognetti auseinandergesetzt und viele Parallelen zu seinem Protagonisten Pietro feststellen können. Wer Lust hat etwas mehr vom Autor zu erfahren, kann sich hier ein Interview durchlesen.
Berg- und Wanderliebhaber können sich bestimmt sehr mit Inhalt und Erzähltem identifizieren. Aber auch auf mich, der eher nicht unter diese Kategorie fällt, hat die Landschaftsbeschreibungen eine große Anziehung ausgeübt. Ein gut geschriebenes Buch mit einer schönen Geschichte, die mich allerdings auch ein wenig nachdenklich stimmt. Zum Schluss muss ich auch gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich das Buch ganz verstehe. „Acht Berge“ ist ein Buch mit Tiefgang und setzt sich auch mit ernsteren Themen auseinander, wie den Problemen einer Vater-Sohn-Beziehung oder was tun, wenn man aufgrund des Fortschritts das Leben, das man liebt, nicht mehr führen kann? Ich hatte den Eindruck, dass die Geschichte wirklich nah am Leben ist und sich mit wichtigen Fragen auseinandersetzt.

Und was ich auch noch anmerken möchte ist, dass das Cover unglaublich schön aussieht. Mit dem Bergmotiv passt es natürlich hervorragend zum Inhalt des Buches und zusammen mit dem besonderen Umschlag macht es sich auch im eigenen Bücherregal ganz gut. In erster Linie handelt das Buch von einer wenn nicht sogar DER Liebe zu den Bergen. Und dem Glück, diese mit jemandem zu teilen.
Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an die Randomhouse Verlagsgruppe, von der ich das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. Wie aber bei allen unseren Rezensionen spiegelt auch diese meine eigene Meinung wider und bleibt unbeeinflusst.

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332 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Becky Chambers , Karin Will
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.10.2016
ISBN 9783596035687
Genre: Science-Fiction

Rezension:

An Bord der Wayfarer geht der Leser auf eine Reise durch das Universum. Und schon mal vorweg: ich liebe dieses Buch! „Der lange Weg..“ hat mich sehr lang an eine Fernsehserie erinnert. Es gibt einen Haupthandlungsstrang und bis dahin gibt es viele kleine Einzelepisoden. Probleme, die gelöst werden müssen, neue Leute, die man kennen lernt und Abenteuer, die man als Leser miterlebt. Becky Chambers lässt dabei nichts aus und beschreibt mit ganz viel Liebe zum Detail jede Einzelheit, sei es personen- oder umgebungsbezogen.

„Und überall nichts als Schwärze, Schwärze, Schwärze, voller funkelnder Sterne und farbiger Wolken.“ (S. 538)

Etwas, das sehr schnell klar wird, sind die vielen unglaublich tollen Charaktere, die beim Lesen so real erscheinen, wie du und ich. Auch wenn man zwar so seine Lieblingsfiguren hat, will man keinen anderen missen. Außerdem gibt es selten Bücher, bei denen Freundschaft wirklich groß geschrieben wird, aber dieses ist eines davor. Und gerade die zwischenmenschliche -auch wenn nicht alle wirklich menschlich sind- Ebene sorgt dafür, dass man das Buch noch viel mehr schätzt. In Bezug auf die geschaffene Welt beziehungsweise das ganze Weltall habe ich großen Respekt vor Becky Chambers, die sich all die verschiedenen Spezies mit ihren Eigenheiten ausgedacht hat. Das Buch sprengt auf gewisse Weise das eigene Vorstellungsvermögen. Allerdings auf eine schöne, inspirierende Art. Auch bezüglich Toleranz kann man in diesem Buch noch einiges lernen und vieles regt auch zum Nachdenken an, Künstliche Intelligenz und andere gesellschaftliche Wertesysteme. Dadurch stehen auch ernste Themen im Fokus. Hat jeder ein Recht zu Leben? Das Buch ist daher eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und geistigem Denkanstoß.

„Gefühle sind relativ. Und im Grunde sind sie alle gleich, selbst wenn sie aus unterschiedlichen Erfahrungen erwachsen und in verschiedenem Ausmaß existieren.“ (S. 286)

Am Schluss wird es dann noch einmal richtig spannend, wo mir davor vielleicht manchmal ein wenig der Spannungsbogen gefehlt hat, hier habe ich so richtig mitgefiebert. Es passiert so einiges, was mich voll großer Erwartungen auf den nächsten Band warten lässt.

Ein einzigartig schönes Buch, das selbst so faszinierend ist wie seine Figuren. Eine unglaublich tolle Science-Fiction Geschichte, die alle Fans des Genres begeistert. Ich (als vorwiegender Fantasy-Leser) für meinen Teil hatte sehr viel Spaß mit dem „Langen Weg..“ und freue mich schon sehr auf Becky Chambers nächstes Buch im ‚Wayfarer‘ Universum.

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Norse Mythology

Neil Gaiman
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei W. W. Norton & Company, 07.02.2017
ISBN 9780393609097
Genre: Sonstiges

Rezension:

Loki hat in dem Buch eine kleine Hauptrolle, was mich persönlich ungemein gefreut hat. Toller Aufbau von der Entstehung der Götter und der sieben/neun Welten bis hin zum Untergang und Ende von allem.. Ragnarok! Passend zum aktuellen Thor Film eine wie ich finde tolle Ergänzung für jeden, den der Hintergrund interessiert. Nach den nordischen Sagen gibt es nämlich noch einige interessante Götter mehr und die Geschichte, die es würdig sind erzählt zu werden. Außerdem ist die Konstellation in der Mythologie etwas anders, dort ist Hela nicht Odins Tochter und Loki und Thor keine Brüder.
Das Buch ist in kleine Kurzgeschichten untergliedert, was das Lesen sehr erleichtert, weil man eine Geschichte schnell fertig hat. Ich muss auch sagen, dass ich jede Geschichte unglaublich spannend fand und sie mich an ganz viele Märchen erinnert haben. Denn auch wie Grimms Originale findet man auch in der nordischen Mythologie einiges an Intrigen, Mord und Totschlag! Ich bin gerade dabei zu überlegen, welche Geschichte mir am besten gefallen hat. Gerade wenn ich eine gefunden habe, fällt mir wieder eine ein, die genauso witzig und spannend war. Denn genau das ist es, was mich durchgehende begeistert hat: der Witz, der in jeder einzelnen Erzählung steckt und die Fantasie. Das alles gibt mir als Leser das Gefühl Teil eines Abenteuers zu sein. Das Buch ist sehr gut geschrieben und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

“Because,” said Thor, “when something goes wrong, the first thing I always think is, it is Loki’s fault. It saves a lot of time.”

Kann ich jedem Thor-Filmfan empfehlen oder auch alle, die alte Mythen, Sagen und Märchen mögen, sollte zu diesem Buch greifen. Ich fand das Buch einfach klasse und schön zu lesen. Das war für mich das erste Buch von Neil Gaiman, aber weitere werden folgen.

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256 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

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Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 02.10.2017
ISBN 9783570102374
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe bereits ein Buch (Beim Leben meiner Schwester) von Jodi Picoult gelesen und muss sagen, dass auch dieses wieder ganz hervorragend geschrieben ist. Viele ihrer Sätze lassen sich für mich nur als zitierwürdig beschreiben und sie schafft es einfach wie kein anderer Autor gekonnt schwierige Themen zu behandeln. Dabei sieht man in dem Buch, dass es in einer Geschichte nicht immer nur eine Seite gibt. Die Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln lassen einen nachdenklich werden, weil man oft einen direkten Bezug zu den Gedanken und Gefühlen der Menschen erhält. Dabei fällt es beim Lesen nicht immer leicht sich mit jeder Person zu identifizieren, vor allem mit der Einstellung von Turk Bauer, dem Vater, habe ich oft gehadert. Trotzdem bietet auch seine Perspektive einen interessanten Einblick in die rechtsradikale Szene. Zusammen mit Ruth selbst und der Anwältin, ergänzen sich die Wechsel wirklich unglaublich gut. So ergeben sich letztendlich drei verschiedene aber dennoch starke Figuren, die man während des Buches begleitet.

„Der Staat sieht nur ein totes Baby. Man hat Sie im Visier, weil man glaubt, Sie hätten als Krankenschwester versagt.“
„Da täuschen Sie sich.“ Ich schüttle im Dunkeln den Kopf und sage die Worte, die ich mein ganzes Leben lang hinuntergeschluckt habe. „Sie haben mich im Visier, weil ich eine Schwarze bin.“ (S. 163)

Der richtige Prozess, in dessen Zentrum der Tod eines Kindes steht, betrifft eigentlich nur das letzte Viertel. Immer im Raum steht jedoch die Frage nach Rassismus. Es war für mich wirklich sehr spannend zu lesen. Das Ende hält dann auch noch einmal die ein oder andere Wendung bereit.

„Wie unglaublich leicht ist es doch, sich hinter weißer Haut zu verstecken.“ (S. 189)

Die drei verschiedenen Figuren führen zu einer umfassenden Darstellung des Themas „Rassismus“. Und eine Frage, die man sich als Leser früher oder später selber stellt ist: Bin ich rassistisch? Jodi Picoult greift selbst auch ihre eigenen Probleme und Ansätze im Nachwort nochmal ein wenig auf, was ich sehr lesenswert fand. Und nur weil man etwas nicht anspricht, heißt das noch lange nicht, dass es das auch nicht gibt. Und die Autorin spricht genau so etwas an. Rassismus beginnt oft schon in ganz kleinen Dingen, die einem gar nicht so bewusst sind.

„Kleine große Schritte“ ist ein unglaublich interessantes Buch, das sehr gut geschrieben ist, und ich daher wirklich jedem empfehlen kann. Für mich hat es Jodi Picoult damit wieder geschafft etwas einmaliges zu schaffen: ein Buch, das mehr ist und nachdenklich macht. Bei diesem grandiosen Buch kann man nur 5 Sterne vergeben.
An dieser Stelle vielen Dank an die Randomhouse Verlagsgruppe für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die Meinung ist jedoch meine eigene.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

The Rose and the Dagger

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 420 Seiten
Erschienen bei G.P. Putnam's Sons Books for Young Readers, 26.04.2016
ISBN 9780698185906
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wo für mich „The Wrath & the Dawn“ voll mit dem Zauber von 1001 Nacht war, ist hier nun nicht mehr so viel davon übrig.

Sharzad verbringt die meiste Zeit bei den Rebellen, und hier habe ich mich gefragt, was eigentlich ihre Rolle ist. In einem der beiden Bände, sagt sie zu Khalid, dass sie als Frau nie Herrscherin eines Landes sein kann. Und so hat sie sich auch in diesem Band nicht sonderlich hervorgetan. Sie ist mit Khalid verheiratet und sitzt jetzt aber im „Gegenlager“. Natürlich kann sie nichts tun, was ihr eigenes Leben oder das ihrer Familie gefährdet, aber ich hatte den Eindruck, dass sie sich nicht einmal für den bevorstehenden Krieg interessiert. Oder die Tatsache, dass ihr Khalid kurz davor steht gestürzt zu werden?! Mehr oder weniger das einzige, was sie verfolgt ist die Suche nach einer Möglichkeit den Fluch aufzuheben.
Das Buch ist trotzdem sehr spannend und neue Figuren wie Artan sorgen für eine neue Geschichte voller Magie. Am Ende kommen noch so einige Wendungen, die ich so nicht erwartet habe und alles in allem findet die Geschichte einen schönen Abschluss. Auch wenn mir der erste Band besser gefallen hat.


Das Märchen und die dazu passende Atmosphäre hat mir wirklich sehr gut gefallen. Vor allem der erste Band bringt genau das mit, was man bei einem Märchen zu 1001 Nacht erwartet. Allerdings kommt der zweite Teil nicht ganz an den ersten ran. Alles in allem fand ich die Bücher ganz gut und ich bin auch einfach ein Fan der Cover von der englischen Neuauflage.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Als ich Amanda wurde

Meredith Russo , Barbara Lehnerer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423717496
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Etwas das in den letzten Jahren auffällt ist, dass sich Autoren immer öfter mit LGBT Charakteren auseinandersetzen. Meredith Russo bringt in dem Buch viele ihrer eigenen Erfahrungen oder Gedanken ein, die sie selbst als Transgender gemacht hat.
Bei „Als ich Amanda wurde“ lernt man ein Mädchen kennen, das einen Neustart im Leben wagt. Aus Sicht einer Transgender Figur merkt man erst, wie schwierig es einem Gesellschaft und Mitmenschen oft machen. Es ist manchmal schon eine Herausforderung sich selbst zu finden, zu akzeptieren und mit den eigenen Gedanken oder Gefühlen fertig zu werden, um dann zusätzlich noch mit denen anderer konfrontiert zu werden. Noch dazu zeigen Leute in mancher Hinsicht eine Engstirnigkeit und Gewalttätigkeit, wenn es um etwas geht, das sie nicht verstehen oder kennen.

„Meine Finger waren schon ganz taub vor Kälte, aber die Hauptfigur in meinem Spiel hieß Amanda und war schön und stark und es beruhigte mich, ihr dabei zuzusehen, wie sie die Monster tötete.“ (S. 59)

Als Leser begleitet man Amanda bei dem Wechsel auf eine neue Schule, wo sie keiner als ehemaligen Jungen erkennt. Sie wirkt zu Beginn noch sehr schüchtern und hat Angst, jemand könnte ihr ihre Vergangenheit ansehen und in ihr den Jungen sehen. Sie entwickelt aber eine enorme Stärke und ist damit auch eine Figur, die meiner Meinung nach anderen Jugendlichen mit ähnlicher Geschichte Mut macht. Ich habe Amanda jedenfalls sehr schnell lieb gewonnen und das Buch bietet dem Leser auch eine andere Sicht der Dinge.
Abgesehen von der Transgender Thematik ist das Buch jedoch ein typisches Jugendbuch und Highschool Hintergrund. Es geht um Familie, Freundschaft und die erste Liebe.

Das Buch ist spannend aufgebaut, sodass man auch zügig durchkommt. Und obwohl ich dachte, dass es sehr vorhersehbar sein könnte, haben mich doch einige Ereignisse überrascht. Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin Meredith Russo ihre Geschichte noch einmal sehr gut ab. Ein unglaublich interessantes schönes Buch, das man gelesen haben sollte.
Einen großen Dank an den dtv Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Hier bei der Buchstabenstadt legen wir aber großen Wert auf eine eigene Meinung, sodass meine Rezension unbeeinflusst bleibt.

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139 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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FAYRA - Das Herz der Phönixtochter

Nina Blazon , Gerda Raidt
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.10.2017
ISBN 9783570164938
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover des Buches sieht absolut traumhaft aus und ist in natura sogar noch schöner. Wenn man es in Händen hält, möchte man am liebsten die ganze Zeit darüberstreichen. Leider habe ich aber etwa die ersten 100 Seiten gebraucht, um mit den Figuren ganz warm zu werden. Während mir die treue Nelly sofort sympathisch war und ich auch die Hauptprotagonistin Fee mochte, hatte ich mit Fayra selbst jedoch große Probleme aufgrund ihrer arroganten, undurchsichtigen Art. Das legt sich jedoch mit den Seiten, wenn man sie besser kennen und verstehen lernt. Zudem hatte ich anfangs als Leser überhaupt keinen blassen Schimmer, was vor sich geht. Wenn man aber erst einmal richtig in der Handlung angekommen ist, gibt es kein Zurück und das Buch reißt einen förmlich mit hinein in das Abenteuer.
Neben dem Trio gibt es noch viele andere interessante Figuren, von denen ich mir aber etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Da der Fokus aber auf Fee und ihrer Perspektive liegt, ist es auch schwer alle anderen Figuren bis ins Detail zu beleuchten. Die Spannung bleibt konstant und steigert sich zum Schluss nochmal ordentlich, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Allerdings finde ich, dass zum Teil etwas zu viel Verdacht und Zweifel in manche Charaktere gestreut wird. Zum Schluss war es für mich etwas zu viel hin und her, wem man trauen kann und wem nicht. Außerdem hätte ich mir zumindest bei einer Person am Schluss eine kleine Aufklärung gewünscht. Aber das alles ist eigentlich mehr Meckern auf hohem Niveau. Nina Blazon ist einfach eine Meisterin im Umgang mit Worten, und schafft es auch hier wieder eine unglaublich bildgewaltige, wunderschöne Sprachlandschaft zu zaubern. Auch die von ihr geschaffene „Anderswelt“ ist wieder gewohnt Magie geladen.
Es gibt auch eine kleine Liebesgeschichte. Und zur Abwechslung ist es auch schön, dass diese eher als Nebengeschichte stattfindet.

Ein Buch, das Freundschaft ganz groß schreibt! Und gerade als Jugendbuch ab 10 Jahren wirklich eine schöne Geschichte abgibt, die zum Träumen einlädt und eine tolle Fantasywelt voller Magie und Abenteuer bietet. Ich bin aber auch der Meinung, dass man für so ein schönes Buch nie zu alt ist.
Abschließend auch noch vielen Dank an die Randomhouse Verlagsgruppe für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt aber unbeeinflusst.

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231 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

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Die Schlange von Essex

Sarah Perry , Eva Bonné
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 29.09.2017
ISBN 9783847900306
Genre: Romane

Rezension:

Ein unglaublich gut geschriebener Roman, der alles hat, was ein gutes Buch braucht. Ich hatte vor Lesebeginn Angst wegen der großen Rolle, die die Religion spielt, und dass die Geschichte sich zu sehr auf Glaubensfragen versteift oder eine extreme Gottesverherrlichung anstreben könnte. Meine Zweifel waren jedoch vollkommen unbegründet. Das Buch geht gut mit religiösen Ansichten um und schafft es genau die richtige Balance zwischen Wissenschaft und Glauben zu finden. Auch die Liebesgeschichte(n) sind keineswegs kitschig, sodass man mit „Der Schlange von Essex“ ein vielseitiges Buch erhält, das sich mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzt. Darüber hinaus gibt es viele philosophische Fragen, die zum Nachdenken anregen, aber die für die damalige Zeit massive Wohnungsproblematik wird thematisiert. Das große Problem ist aber die Schlange von Essex, die die Leute in Angst und Schrecken versetzt.
Alle Figuren sind gut ausgearbeitet und trotz ihrer kleinen Macken wachsen sie einem alle ans Herz. Zum Glück ist Will nicht so eine Art Pfarrer, der in allem eine Sünde sieht und eine Katastrophe als gerechte Strafe Gottes auslegt. Man lernt wirklich jede Figur gut kennen und auch Charaktere wie Luke, der mir zu Beginn nicht sonderlich sympathisch war, gehört einfach zur Geschichte dazu und will man letztendlich auch nicht missen.
„Die Schlange von Essex“ spielt in einem Zeitalter, das die Dunklen Abgründe des Mittelalters verlassen hat, aber dem altertümlichen Denken noch nicht ganz entkommen ist. Als Leser lernt man eine Bandbreite unterschiedlicher Charaktere kennen, die alle ihre Eigenheiten, Ticks und Liebenswürdigkeit besitzen. Sarah Perry schafft es all ihren Figuren Leben und Seele einzuhauchen, sodass sie beim Lesen Wirklichkeit werden. Im Fokus der Geschichte steht die mysteriöse Schlange von Essex, bei der ich als Leser selbst unsicher war, ob ich an deren Existenz glauben soll.

Das Buch, das allerdings im Viktorianischen Zeitalter spielt, hat sich für mich beim Lesen wie ein modernisierter Jane Austen angefühlt. Es hat mir unglaublich gut gefallen und ich kann es jedem weiterempfehlen. Während der Landpfarrer Will die Existenz des Monsters schlichtweg nicht anerkennt, vermutet die Hobby-Archäologin Cora dahinter ein Überbleibsel aus dem Zeitalter der Dinosaurier. Und die sündigen Bürger des kleinen Dörfchens in Essex sehen es als Vorboten der Apokalypse und Gottes gerechter Strafe. Wer wissen will was wirklich dahinter steckt muss das Buch selber lesen!
Vielen Dank an den Eichborn Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Der Wert der eigenen Meinung ist jedoch sehr wichtig und meine Meinung bleibt unbeeinflusst.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Anstand

Matthew Quick , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.10.2017
ISBN 9783959671354
Genre: Romane

Rezension:

David Granger ist nicht der Typ Charakter, der einem von Grund auf sympathisch ist. Er hat sehr feste Ansichten und Denkweisen. Als ehemaliger Vietnamveteraner mit einer ordentlichen Portion Patriotismus hat er auch keine Angst davor diese Ansichten jedem mitzuteilen. Ich muss sagen, mir gefällt die Art, wie er seine Geschichte erzählt, auch wenn ich nicht immer mit ihm einer Meinung bin. Aber das muss auch nicht sein. In seiner Geschichte erzählt er vom Krieg, was danach passiert und Werten. Der Klappentext trifft es ganz gute, wenn er David als „das Gegenteil von politisch korrekt“ bezeichnet. Mit ihm haben wir eine wirklich interessante Figur in einer Geschichte über Amerika und seine Schattenseiten. Gerade im und nach dem Krieg müssen sich Soldaten mit dem was passiert ist auseinandersetzen und da ist die amerikanische Regierung nicht unbedingt eine Hilfe dabei.
Der Fokus des Buches liegt aber nicht beim Krieg und seinen Schrecken selbst, sondern David erzählt sehr nüchtern, rückblickend von seinen Erlebnissen, vor allem aber vom Veteranenleben nach dem Krieg. Ein zentraler Erzählstrang ist Clayton Fire Bear, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht und man bis zum Schluss gespannt ist, was dahinter steckt.
Insgesamt bietet das Buch viele tolle Charaktere, die aus Davids -nicht immer politisch korrekter- Perspektive beschrieben werden, sodass der Leser jedoch eine Ahnung bekommt, mit wem er es zu tun hat. Die Ich-Erzählperspektive mit Betonung auf „Erzählen“, weil es wenig wörtliche Reden gibt. Die Geschichte ist aber trotzdem stimmig, da dadurch die Hauptfigur vom Charakter wiedergespiegelt wird. Das Buch bringt durch Davids Eigenheiten Witz in die Geschichte, die so viel mehr ist als man am Anfang vermutet.
Vielleicht zu viele Klischees? Ich finde nicht, das Buch trägt zwar an einigen Stellen dick auf, schießt aber keineswegs über das Ziel hinaus.

Ich bin unglaublich froh dieses Buch gelesen zu haben, aufgrund der Kürze hat man es auch schnell durch. David ist vielleicht kein Typ, mit dem man immer einer Meinung ist, aber den man trotz allem doch sehr mag. Es geht vor allem um Familie und Freundschaft. Eine wirklich schöne Geschichte, die toll erzählt wird.
Vielen Dank an den HarperCollins Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung bleibt jedoch unbeeinflusst.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

englisch, fantasy, glittering court, jugendbuch, mead, royalty, ya young adult, young adult

The Glittering Court

Richelle Mead
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Razorbill, 05.04.2016
ISBN 9781595148414
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Beim Lesen habe ich ein klein wenig gebraucht bis ich in den Schreibstil reingefunden habe, auf mich hat es anfangs etwas eigen gewirkt, da ich bisher Bücher von Richelle Mead nur auf Deutsch gelesen, weiß ich aber nicht, ob das auf Englisch normal oder dem anderen Zeitalter geschuldet ist. An die Sprache gewöhnt man sich jedoch schnell, sodass das irgendwann nicht mehr auffällt.

"There’s a great adventure in store for all of us." (Richelle Mead)

Adelaide sieht die Chance ihr Leben zu verändern, ihren Adelstitel hinter sich zu lassen und in einer fremden Welt neu zu beginnen. Adelaide, aus deren Perspektive wir die Geschichte miterleben, war für mich von Anfang an eine sehr sympathische Protagonistin, die man im Laufe des Buches immer mehr ins Herz schließt. Sie ist oft eigenwillig, aber nicht perfekt, macht Fehler und trifft ihre eigenen Entscheidungen. Genau das macht sie so menschlich. Adelaide und Cedric geben ein unglaublich tolles Pärchen ab, bei dem man mitfiebert, ob und wann endlich was zwischen den beiden passiert. Schon wie sie sich das erste Mal gesehen haben, merkt man dass es zwischen den beiden schon etwas knistert, sie werden aber zuerst Freunde und lernen sich gegenseitig kennen. Deshalb ist es auch schön zu lesen, wie sich die Beziehung zwischen Adelaide und Cedric entwickelt und wie viel sie füreinander empfinden.
Auch gut gefallen hat mir die Freundschaft zwischen Adelaide, Mira und Tamsin. Die anderen Mädchen kreisen aber nicht die ganze Zeit um Adelaide, sondern existieren parallel und haben ihre eigenen Geheimnisse.
Die Geschichte fand ich ganz interessant, auch wenn das ganze mit dem Juwelen-Motiv und der Ausbildung etwas an „Selection“ von Kiera Cass (habe ich allerdings nicht gelesen, weswegen es mich auch nicht stört). Im Buch wechseln sich ruhige/langweilige Teile und sehr spannende Geschehnisse ab, im Ganzen zieht sich das Buch trotzdem etwas. Die Geschichte hat kein offenes Ende, wobei ich mir zwischendurch allerdings nicht sicher war. Dennoch gibt es eine Fortsetzung, in der Mira’s Perspektive erzählt wird und auf die ich mich schon richtig freue. „The Glittering Court“ ist eine schöne Geschichte, die von Richelle Mead, wie gewohnt, brillant erzählt ist und mit vielen liebenswerten Charakteren, die man gerne bei ihrem Abenteuer begleitet.

Es passiert wirklich sehr viel, trotzdem habe ich das Gefühl, dass es sich ein klein wenig zieht. Alles in allem ist es aber ein tolles Buch, das mich richtig gut unterhalten hat und Lust auf mehr macht. Richelle Meads Bücher mag ich ohnehin sehr gerne, weil sie es immer wieder schafft Geschichten und Charaktere zum Leben zu erwecken, mit genau der richtigen Mischung aus Spannung und Humor.

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271 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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A Court of Mist and Fury

Sarah J. Maas
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 03.05.2016
ISBN 9781619634466
Genre: Fantasy

Rezension:

Am Anfang habe ich mich etwas schwer getan mich in das Buch einzufinden, kann dabei aber nicht sagen, woran das lag. Ich wusste zwar schon zuvor, dass Tamlins und Feyres Beziehung strapaziert wird, aber nachdem ich gerade davor den ersten Band nochmal gelesen habe, kam mir die Veränderung von Tamlins Charakter doch etwas extrem vor. Seinen Beschützerinstinkt verstehe ich, aber er scheint nur noch aus diesem einen Gefühl zu bestehen.
Feyres Entwicklung muss ich sagen, gefällt mir wirklich gut, weil sie als Protagonist mehr Tiefe erhält und Stärke entwickelt. Außerdem war es unglaublich spannend andere Teile Prythians außerhalb des Spring Courts kennen zu lernen. Sarah J. Maas bringt auch viele neue Charktere in die Geschichte ein und man erfährt mehr über bereits vorgestellte Personen. Ich persönlich bin ein großer Fan von Nesta und hoffe, dass sie auch im nächsten Band noch eine Rolle spielt. Mit Lucien hingegen, welchen ich im ersten Teil wirklich sehr mochte, konnte ich mich dieses Mal überhaupt nicht anfreunden.
Trotzdem ist das Buch ganz anders als ich es bei dieser Fortsetzung erwartet habe, mit so vielen Wendungen, die ich so nicht vorhergesehen hätte, aber damit eine unglaublich tolle Weiterführung der Geschichte. Es passiert so viel, dass ich als Leser kaum abwarten konnte weiterzulesen.

Nachdem ich die Reihe mit dem ersten schon auf englisch begonnen habe, wollte ich auch den zweiten Band auf englisch weiterlesen. Allerdings muss ich sagen, dass der im Vergleich zum ersten ein wenig schwieriger war, weil viel mehr passiert und Gespräche sowie Handlungsverlauf auch komplexer werden. So musste ich oft wirklich genau lesen, wer was sagt.

Es ist schön mehr von Prythian zu sehen. Außerdem hat das Buch nochmal einen Schritt nach „A court of Thorns and Roses“ gemacht und damit den Grundstein für eine tolle Reihe gelegt. Ich muss ja sagen, dass mich Sarah J. Maas „Throne of Glass“ bisher nicht ganz so überzeugt hat, die ACOTAR-Reihe dafür jedoch umso mehr.

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470 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 95 Rezensionen

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Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

Rezension:

Bisher habe ich mir immer vorgenommen etwas von Mona Kasten zu lesen, aber noch nicht geschafft, damit ist „Coldworth City“ das erste und auf das Buch habe ich auch schon lange hingefiebert.
Es geht auch unglaublich gut los. Raven ist eine Mutantin und versteckt sich mit ihrem Bruder vor einer Organisation, die Experimente an Mutanten vornimmt. Mit Raven hat man eine starke weibliche Protagonistin, die bereits viel durch gemacht hat, aber auch einen großen Beschützerinstinkt besitzt. Raven ist trotz ihrer harten Art sympathisch, von den Charakteren am besten gefallen hat mir jedoch Wade. Als Superheld mit düsterer Ausstrahlung trifft er genau meinen Geschmack. Andere Personen, die Raven im Laufe der Geschichte trifft sind sehr interessant, bleiben aber etwas blass.
Am besten im Buch fand ich trotzdem die Figuren und deren Interaktion untereinander, ihre Fähigkeiten sind zwar an sich nichts neues und wer X-Men kennt wird das ein oder andere schon gesehen haben. Diese Tatsache wird zwar von einigen kritisiert, fand ich aber nicht störend. Dennoch konnte mich das Buch als Superheldengeschichte nicht ganz so mitreißen. Die Geschichte an sich ist solide, mir fehlt aber etwas, das sie besonders gemacht hätte. Die Handlung ist mir persönlich zu vorhersehbar. Ich konnte das Buch zwar gut lesen und es ist eine nette Geschichte, jedoch hat mir die Spannung gefehlt. Außerdem hätte man die Geschichte inhaltlich noch mehr ausbauen oder auch auf eine Fortsetzung hinschreiben können, so war für mich alles schon zu schnell vorbei.

Alles in allem ist es aber ein wirklich schönes Buch, das Spaß beim Lesen macht. Lediglich der Superhelden Anteil kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz, dafür hat das Buch aber eine schöne Romantasy Story.
Vielen Dank an den Droemer-Knaur Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Der Wert der eigenen Meinung ist jedoch sehr wichtig und meine Meinung bleibt unbeeinflusst.

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85 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Gray

Leonie Swann
Fester Einband
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442314430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mir hat schon „Glennkill“ von Leonie Swann gefallen und auch diese Geschichte besticht wieder mit seinem tierischen Charme. So begleitet man Dr. Huff und den ihm temporär zugeteilten Graupapagei Gray beim Aufklären des Unfalls.
Zuvor habe ich mich gefragt wie der sprechende Papagei in die Geschichte eingebunden wird, aber das ist sehr gut umgesetzt. Gray hat seine Phrasen mit denen er alles ausdrücken kann ohne seinen tierischen Charakter zu verlieren. So geben der traumatisierte Papagei Gray und der neurotische Huff zusammen ein tolles Pärchen ab. Und während der Dozent mit Papagei auf der Schulter herausfinden will was hinter dem Unfall/Mord steckt, steht im Gray mit Rat und Tat zur Seite. Vor allem Grays sprachliches Repertoire sorgt für eine ordentliche Prise Witz und Humor („Bad Romance“, „Die Trauben kannst du dir abschminken“).
Ich muss gestehen, dass ich lange im dunkeln getappt bin und die Geschichte für mich deshalb sehr spannend war. Als Leser erfährt man nach und nach was passiert ist.
Auch als Hörbuch eignet sich die Geschichte sehr gut, da die Kapitel übersichtlich, gut gegliedert sind und die Handlung an sich chronologisch verläuft. Die Stimmen passen gut zur Geschichte und bereiten viel Spaß beim Zuhören.

Als Hörbuch absolut zu empfehlen, aber auch die Geschichte allgemein ist gut und spannend. Huff ist vielleicht ein komischer Kauz – und einen Vogel hat er auch noch! Aber genau das macht die Geschichte so liebenswürdig.
Auch noch ein herzliches Dankeschön an die Random House Verlagsgruppe für das Hörbuch als Rezensionsexemplar. Der Wert der eigenen Meinung ist jedoch sehr wichtig und meine Meinung bleibt unbeeinflusst.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Die Anatomie des Erwachens

Eleanor Catton , Barbara Schaden
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei btb, 11.07.2016
ISBN 9783442748945
Genre: Romane

Rezension:

Zu Beginn des Buches habe ich wirklich sehr lange gebraucht bis ich überhaupt etwas verstanden habe, man erfährt zwar von Victoria und dem Skandal, jedoch steht Victoria selbst gar nicht im Fokus der Geschichte und taucht auch nur selten auf. Gerade mit den Figuren hatte ich bis zum zweiten Drittel große Probleme, als Leser erhält man zwar ein paar Namen und Beschreibungen, dadurch dass die Handlung oft hin und her springt ist es unglaublich schwierig sich die Charaktere als Personen vorzustellen und zu merken, erst später reihen sich diese in die Geschichte und Handlung ein.
Das ganze Buch hat dabei zwei Erzählstränge, die erst mit der Zeit ineinander greifen. Etwas das mich jedoch ab der ersten Seite begeistern konnte war Eleanor Cattons einmaliger Erzählstil. Sie schafft es mit einer beeindruckenden Rhetorik ungewöhnliche Thesen aufzustellen, die einen sprachlos und tief in Gedanken versunken zum mehrmaligen Lesen eines Absatzes bringen.

"Das Saxofon spricht die Sprache des Undergrounds, die ermattete, melancholische Sprache des Halbdunkels – schmutzig und sexy und verschwitzt und hart. Es ist die Sprache der Waisen und Bastarde und Huren." (S. 74)

Der Mittelteil der Geschichte ist sehr spannend und ab dem Zeitpunkt, ab dem die wichtigsten Personen bekannt sind, wird man von der Handlung vollkommen mitgerissen. Die einzelnen Puzzleteile an Information fügen sich langsam zusammen und die Beziehungen der Charaktere untereinander rücken mehr und mehr in den Fokus. Die Beschreibung einzelne Szenen werden als Theaterstück inszeniert, bei dem eine Person im Scheinwerferlicht zu leiser Saxofonmusik erzählt was passiert ist. Gerade hierbei merkt man den guten Schreibstil, der es auf beeindruckende Weise schafft in einem Buch Theater und Musik miteinander zu verknüpfen.
Allerdings muss ich sagen, dass mich der Schluss dann wiederum enttäuscht hat. Von der ersten Seite an habe ich das Buch als ein großes Rätsel gesehen, das es zu lösen gilt. Weil größten Teils alles sehr verwirrend ist, war ich lange auf der Suche nach dem roten Faden. Den ich dann irgendwann glaubte gefunden zu haben, um am Ende doch wieder verwirrt da zu sitzen. Mir wurde die Mischung aus Theater und Handlung zu abstrakt und auch wenn die Autorin gekonnt mit Anspielungen und Wahrheit spielt, endet das Buch für meinen Geschmack zu offen. Als Leser – zumindest in meinem Fall – bleibt man mit Kopfschmerzen zurück, sodass der letzte Satz des Buches es genau trifft..

"[…] ich wäre glücklich, wenn du mir einfach genügend Fakten erzählen würdest, damit ich es mir vorstellen kann. Damit ich es mir nacherzählen kann. Damit ich mir vorstellen kann, ich wäre wirklich dabei gewesen." (S. 398)

Nachdem ich schon mit „Die Gestirne“ von Eleanor Catton etwas Probleme hatte, wollte ich aber nochmal ein Buch der Autorin ausprobieren. Nun bin ich hin und her gerissen, und kann mich nicht entscheiden ob ich das Buch furchtbar oder genial finde. Die Autorin schafft auf kreative Weise ein Spiel mit Rollen und Sexualität. Obwohl ich das Buch teilweise unglaublich beeindruckend finde und froh bin es gelesen zu haben, kann ich doch keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Eigentlich 2,5 Sterne.

Abschließend noch ein Dankeschön an den Random House Verlag, der mir freundlicherweise das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Der Wert der eigenen Meinung ist jedoch sehr wichtig und meine Meinung bleibt unbeeinflusst.

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368 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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A Court of Thorns and Roses

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 419 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury UK, 05.05.2015
ISBN 9781408857861
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Natürlich ist die Grundstory nicht neu und basiert auf dem Märchen „Die Schöne und das Biest“. Aber da das eines meiner Lieblingsmärchen ist, ist das ja ein Pluspunkt. Mich hat die Geschichte schon als ich den Inhalt das erste Mal gelesen habe sofort angesprochen und Sarah J. Maas Schreibstil finde ich einfach großartig. Bei manchen Büchern hat man beim Lesen ein Wow-Gefühl und verliebt sich in jedes geschriebene Wort. Das war auch bei „A court of thorns and roses“ so.

Die Erzählperspektive ist aus Feyre’s Sicht. Mit Ich-Erzählungen habe ich anfangs immer ein wenig Probleme, aber wie immer habe ich mich auch hier schnell daran gewöhnt. Feyre war mir von der ersten Seite an sehr sympathisch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Sie hat es generell nicht leicht, lebt in großer Armut und versucht sich, ihre Schwestern und ihren Vater am Leben zu erhalten. Dies sind dafür aber alles andere als allzu dankbar, dabei tut sie ihr bestes. Sie hat eine starke, unabhängige Persönlichkeit, was mir an weiblichen Hauptfiguren immer gut gefällt. Tam, das „Biest“ der Geschichte, verkörpert den sinnbildlichen Kavalier, groß und mysteriös. Beide nähern sich nur sehr vorsichtig an, da Feyre sehr misstrauisch ist und viele Vorurteile gegenüber Elfen hat. Das Buch hat zudem auch viele, gute Nebencharakter wie Lucien, Rhysand oder Feyre’s Schwestern.

Das Elfenreich, in das Feyre von Tam verschleppt wird erzeugt beim Lesen ein phantastisches Bild im Kopf. Das Buch ist spannend bis zum Schluss, weil man nicht weiß ob Feyre es schafft den Fluch, der auf dem Elfenreich liegt, zu brechen. Der Schluss des Buches ist nochmal ganz anders und zugleich absolut super. Das Buch ist wirklich gut durchdacht und zum Glück nicht vorhersehbar. Ich habe natürlich mitgerätselt, was es mit dem Fluch auf sich hat, aber was genau es am Ende wirklich ist, darauf wäre ich nicht gekommen. Darüber will ich aber nicht zu viel spoilern, ihr müsst das Buch schon selber lesen! Nur noch so viel, ich finde es toll, dass alle Fragen am Schluss geklärt werden, und das große Geheimnis ist in sich schlüssig, außerdem gibt es so viele Hinweise, die man aber beim Lesen einfach nicht versteht.




Reread-Fazit:
Auch beim zweiten Lesen ist das Buch immer noch unglaublich gut. Jetzt fallen einem sogar auch bestimmte Stellen besser ins Auge, die für den späteren Verlauf wichtig sind. Außerdem freue ich mich jetzt umso mehr auf Band 2!

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

baxter, kaptstadt, kill baxter, science-fiction / fantasy, zauberschule

Kill Baxter. Showdown in Cape Town

Charlie Human , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.05.2017
ISBN 9783596035007
Genre: Fantasy

Rezension:

„Kill Baxter“ setzt nahtlos an den ersten Band an und wie schon bei „Apocalypse Now Now“ versteht man anfangs sehr lange nichts von dem großen Mysterium, das vor sich geht. Aber auch dieses Buch ist wieder unglaublich spannend und hat alles, was man schon im vorherigen Teil geliebt hat. So kriegt man also Leser die volle Dröhnung schwarzen Humors und Baxter wie er leibt und lebt.

„So verkorkst. Als hätten Hyänen an seiner Seele gekaut. Herrlich!“ (S. 261)

Das Buch hat natürlich immer noch seinen Horrorfaktor an obskuren Wesen bringt aber durch den Magieaspekt noch etwas anderes mit, und so ist es gleichzeitig auch eine kleine Hommage an „Harry Potter“. All die Anspielungen und Szenen waren wirklich witzig und passen einfach zum Stil des Buches, allerdings ist Hexpoort eine viel abgefucktere Version von Hogwarts. Charlie Human hat aber auch wieder viele neue Ideen, die den Horizont der eigenen Fantasie sprengen. Ich bin einfach ein großer Fan der Dynamik und all der tollen Figuren, wie Ronin oder Kyle, und es kommen auch neue interessante Charaktere dazu.
Zu Beginn des Buches habe ich ein wenig gebraucht mich wieder mit der Umgebung und allem zurecht zu finden, aber die Spannung treibt die Handlung schnell voran und ich konnte es kaum erwarten zu lesen wie es weiter geht und wie die Geschichte endet. Das epische Finale rundet das ganze gut ab und lässt mich auf einen nächsten Teil rund um die magische Welt Kapstadts hoffen.

Die Fortsetzung steht vielleicht minimal hinter dem ersten Band, aber nur weil der Wow-Effekt dieser unglaublichen Welt mit all seinen Monstern ja an sich nun nichts Neues mehr ist. Trotzdem hoffe und bete ich, dass Charlie Human weiterschreibt, weil ich unbedingt mehr von Baxter lesen möchte!
Auch noch ein herzliches Dankeschön an den Fischerverlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

alchemie, burg, diana, die vampirprinzessin, drogen, eliska, entführung, flucht, freudenhaus, freundschaft, geheimgang, liebe, meister, runa winacht, vampir

Die Vampirprinzessin

Runa Winacht , Maria G. Noel , Veronika Aretz
Flexibler Einband: 536 Seiten
Erschienen bei VA - Verlag Aretz, 15.11.2015
ISBN 9783944824567
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Vampir-Geschichte mit historischem Hintergrund hat mich sofort angesprochen. Gerade weil ich dieses Jahr in Krumau war, hatte die Geschichte einen enormen Reiz. Auch wenn ich das Bild des mystischen Schlosses in Krumau mit dem der vielen Touristen, die ich bei der Besichtigung gesehen habe, nicht in Einklang kriege.
Was mir an dem Buch -neben dem schönen Cover- wirklich gut gefallen hat, sind die Figuren. Einerseits begleitet man Adela, die auf der Flucht von Tiro aufgegabelt und auf das Schloss gebracht wird, wo sie sich erst mit allem zurecht finden muss. Sie ist mutig und klug, und ich finde sie als weibliche Protagonistin unglaublich interessant, es macht Spaß ihr durch das Schloss und all die kniffligen Situationen zu folgen, in die sie gerät. Das genaue Gegenteil zu Adela ist der verschlossene Tiro, den ich ganz lange nicht durchschaut habe. Zu Beginn hatte ich auch so meine Probleme, ob ich ihn wirklich sympathisch finden sollte. Das wurde zwar besser, ganz warm geworden bin ich mit ihm aber immer noch nicht.
Hinter allem steckt ein dunkles Geheimnis, von dem man durch Tiro nur immer ganz wenig erfährt. So tappt man als Leser sehr lange im Dunkeln, was es mit Vampirgerüchten und Morden auf sich hat. Ich mag komplexe Geschichten, bei denen man mitdenken muss, und hier hat ist das durchaus gegeben. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar, wie alles genau in Zusammenhang steht. Umso besser fand ich es, dass letztendlich aber alles aufgelöst und alle offenen Fragen geklärt wurden.
Es gibt wirklich vieles, das mir an der „Vampirprinzessin“ sehr gut gefallen hat, wie das historische Krumau oder die Beziehung zwischen Adela und Tiro, allerdings hatte ich auch ein wenig Schwierigkeiten an der ein oder anderen Stelle. Das Buch kam mir teilweise sehr langatmig vor, da viel erklärt und bei den Hauptfiguren oft zu viele innere Monologe stattfanden. Für meinen Geschmack hätte man hier ein wenig kürzen können und trotzdem wäre der Sinn dadurch nicht verloren gegangen. Vor allem Adela denkt wirklich jede Kleinigkeit durch, analysiert Tiros Verhalten oder ihre eigenen Gefühle so lange, bis es wirklich jeder verstanden hat. Etwas prägnanter gäbe der Geschichte mehr Lesefluss.

„Die Vampirprinzessin“ wurde mir als Rezensionensexemplar von dem Autorenduo zur Verfügung gestellt. Deswegen ein großes Dankeschön dafür! Ich finde die Geschichte mit ihren Figuren sehr gut und der Schreibstil hat Potential. Nur aufgrund der Längen ziehe ich leider 2 Sterne ab. Das Buch hat mir aber an sich gut gefallen, sodass ich auch mal andere Bücher von Maria G. Noel und Runa Winacht lesen werde.

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694 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 148 Rezensionen

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Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und gefesselt, wie lang kein anderes Buch. In letzter Zeit erscheinen immer häufiger Bücher mit LGBT+ Hintergrund, von denen einige mehr andere weniger gelungen sind. "Den Mund voll ungesagter Dinge" gehört definitiv zu ersterer Kategorie. So hatte ich das Gefühl einfach eine Liebesgeschichte von zwei Jugendlichen zu lesen. Das Buch bring einem dabei sehr gut die Gefühle näher, sodass man schnell eine Beziehung zu den Charakteren aufbaut.
Was mir auch wirklich gut gefallen hat, war die 'alles ist gut' Phase. Manche Bücher gönnen den Protagonisten gerade mal ein oder zwei Kapitel, in denen sie das Leben genießen können bevor der große Bruch kommt. Hier kann man sich wirklich zurücklehnen und viele schöne Momente genießen.
Das Buch ist aber nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern befasst sich auch damit, sich selbst zu finden. Mit 17 weiß man oft noch nicht was man will und manchmal weiß man das auch mit 24 noch nicht, aber das ist auch gar nicht schlimm, solange man tut, was einen glücklich macht.

Mein Fazit.. also ich kann das Buch jedem wärmstens empfehlen. Eine wundervolle Geschichte, die toll geschrieben ist.

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214 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Jesus liebt mich

David Safier , Ulf K. , any.way , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.2014
ISBN 9783499268281
Genre: Romane

Rezension:

"Jesus liebt mich" ist das erste Buch, das ich von David Safier gelesen habe, hatte aber auch große Erwartungen daran. Als ich dann in das Buch gestartet bin habe ich mich an ein paar Kleinigkeiten gestört und war etwas enttäuscht, das hat sich aber bis zum Ende gewaltig geändert. Erst einmal zu David Safiers Erzählstil. Der ist nämlich wirklich grandios, und er schafft es durch den Humor und Witz dem ganzen Buch ein unglaubliches Eigenleben einzuhauchen. Seine Art von Humor trifft genau meinen Geschmack und es macht Spaß Maries interne Diskussionen zwischen Scotty und Kirk mitzuverfolgen.
Man ist als Leser schnell in der Geschichte drin und ich konnte mich mit Marie auch gut identifizieren. Alle Figuren werden gut beschrieben und tragen einen großen Teil zur Handlung bei. Mir persönlich hat aber Kata am besten gefallen. Ein großes Thema ist natürlich Gott, Religion und Glaube. Einer der Gründe, warum ich mich anfangs nicht zu sehr mit dem Buch anfreunden konnte war Jesus. Für meinen Geschmack war er etwas zu "heilig". Aber viele Szenen mit Jesus in unserer Welt waren auch wiederum sehr witzig und auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und Marie hat mir gut gefallen.
Was mich letztendlich aber doch sehr mitreißen konnte war der Spannungsbogen und das große Finale am Ende. Das Ende an sich löst einen Zwiespalt in mir aus, einerseits gefällt es mir andererseits geht es mir doch etwas gegen den Strich.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

ausgeliehen, band 01, blacksad, carlsen, carlsen comics, chuan diaz canales, comic, detekti, film noir, guarnido, irgendwo zwischen den schatten, john blacksad, kater, krimi-noir, privatdetektiv

Blacksad 1: Irgendwo zwischen den Schatten

Juanjo Guarnido , Juan Díaz Canales , Juan Díaz Canales
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 15.02.2001
ISBN 9783551747617
Genre: Comics

Rezension:

Auf diese Comic-Reihe bin ich durch die im Carlsen Verlag dieses Jahr erschienene Gesamtausgabe neugierig geworden. „Blacksad – Irgendwo zwischen den Schatten“ ist der erste Teil der bereits 2000 erschienenen Reihe rund um den Privatdetektiv John Blacksad. Die Mimik aller tierischen Charaktere ist absolut einmalig und allein wegen der wundervollen Bilder lohnt sich dieser Comic. Aber auch die Inszenierung und Geschichte an sich ist gut durchdacht und sorgt für einen tollen Lesefluss.
Alle Personen der Geschichte sind Tiere, die dabei ein wenig stereotypisch genau den Wesenszug verkörpern, der ihnen zugeordnet werden kann. Das macht einen Bären zum Schläger und eine Maus zur Putzfrau. Das erscheint zwar vielleicht ein wenig oberflächlich, bringt aber auch einen gewissen Witz mit sich.

„Das hier würde von nun an meine Welt sein. Ein Dschungel, in dem die Grossen die Kleinen fressen und Leute sich wie Bestien gebärden. Ich beschritt einen Weg auf der dunkelsten Seite des Lebens..
..und bin noch immer mitten darauf.“ (S. 48)

Der innere Monolog Blacksads, der einen durch das ganze Buch begleitet, hat mich persönlich an „Sin City“ und Hartigans Erzählerstimme erinnert. Aber auch generell besitzt der Comic einen Film Noir Effekt durch die düstere Stimmung, den hell-dunkel Kontrasten und eben durch das Voice-Over von Balcksad.
Die Bilder schaffen es wirklich nicht nur den Erzählstrang zu unterstützen, sondern tragen durch die einmalige Mimik aller Charakter zum Witz einiger Szenen bei, wenn ein Wiesel beispielsweise ganz allein in eine Echsen-Bar stolpert. Allein die Zeichnungen machen den Comic zu einer absoluten Must-have für Comic Liebhaber.

Mit Abstand einer der besten Comics, die ich bisher gelesen habe. Ich werde mir jedenfalls auch die Gesamtausgabe dazu besorgen, weil der Comic viel zu schnell vorbei war und ich unbedingt mehr von Blacksad und dieser korrupten Stadt erfahren möchte.
Abschließend noch ein großes Dankeschön an den Carlsen Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

einsamkeit, estlan, estland, fantasy, hobbit press, klett cotta, krieg, mord, schlange, tod, trauer, untergang, veränderung, verlust

Der Mann, der mit Schlangen sprach

Andrus Kivirähk , Cornelius Hasselblatt
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 08.04.2017
ISBN 9783608981070
Genre: Fantasy

Rezension:

Andrus Kivirähk ist einer der international bekanntesten Autoren Estlands. Die Geschichte mit ihren phantastischen Elementen erweckt deshalb anfangs den Eindruck eines estnischen Volksmärchens. Lemeet ist dabei Teil einer estnischen Gemeinde mit all den urprünglichen Traditionen Estlands, die immer mehr unter den Einfluss von Kreuzrittern und katholischer Kirche gerät.
Etwa bis zur Hälfte hatte ich einen sehr märchenhaften Eindruck durch Erzählungen vom „Nordlanddrachen“, der in früheren Zeiten Seite an Seite mit Esten gekämpft und deren Feinde verschlungen hat. Irgendwann schlägt die Stimmung im Buch jedoch um, als Leser erhält man bereits zuvor durch Kommentare von Lemeet (als Erzähler) eine vage Vorahnung darauf. Die Geschichte wird ernster und nach dem anfänglichen Märchen wird man mit der Realität konfrontiert.

„Die Vergangenheit erschien nur als fernes Märchen – ein Märchen, das traurig oder lustig sein mochte, das aber keinerlei Verbindung mit dem Hier und Jetzt hatte.“ (S. 447)

Andrus Kivirähk hat eine wunderbare Art und Weise die Geschichte zu erzählen, was mir unglaublich gut gefallen hat, auch wenn oder gerade weil nicht alles „Friede-Freude-Eierkuchen“ ist. Was dem Buch auch von Anfang an Humor verliehen hat, waren die kleinen Details in der Geschichte, wie den liebeskranken Bären, die jungen schönen Mädchen nachstellen. Eine meiner Lieblingsfiguren ist aber Ints – eine Schlange, die Lemeet bei einigen seiner Abenteuer begleitet. Das Buch hat dabei viele ganz verschiedene Figuren, die eine große Rolle für die Erzählung spielen, und gerade diese Vielfalt verleiht dem Buch viel Abwechslung und Spannung.
Aufgrund der verschiedenen Charaktere kommt es auch zu einigen Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen, sodass Andrus Kivirähk zeigt, wie gut er gesellschaftskritische Themen in diesen Dialogen und Auseinandersetzungen einbauen kann. Man könnte nun meinen dies spielt in einer anderen Zeit, aber vieles hat auch für unsere Zeit Relevanz.

Lemeet erzählt in diesem Buch von seinem Leben, das vom Umbruch Estlands von der alten in die neue Welt handelt. Das Buch glänzt dabei aber nicht nur als Fantasy-Geschichte, sondern regt auch zum Nachdenken an. Das Buch ist auf gewisse Weise etwas besonderes und Andrus Kivirähks wundervoller Schreibstil, machen das Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von Klett-Cotta zur Verfügung gestellt. Deshalb dem Verlag noch ein herzliches Dankeschön dafür.

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25 jährige, bt, gedichte, illustrationen, lebensgefühl, lebensplanung, quarter life poetry, rezension, sachbuch

Quarter Life Poetry

Samantha Jayne , Anna Hickmann , Wiebke Vogt
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2017
ISBN 9783442715374
Genre: Humor

Rezension:

Samantha Jayne bezeichnet ihr Buch selbst als die „Klo“-Lektüre und Quarter Life Poetry enthält viele kleine Texte für alle möglichen Alltagssituationen, die man in seinen 20ern erlebt. Das Buch schafft es mit viel Witz und Selbstironie das Lebensgefühl der Quarter Life Generation zu beschreiben und geht dabei auf all die Fragen ein, die man sich selbst stellt und keine Antwort findet. Was ist nach dem Studium? Was kostet die Welt? Und wie ist die Nummer vom Pizza Lieferdienst?
Ich konnte mich sehr mit den Aussagen identifizieren und die Kurzgedichte haben mich zum Schmunzeln gebracht. Allerdings habe ich einen Kritikpunkt, der sich aber nicht an die Autorin oder den Inhalt direkt richtet. An der ein oder anderen Stelle hatte ich das Gefühl, dass sich der Wortlaut und Reim nicht ganz rund anhört. Da Samantha Jayne auch auf dem Blog Quarter Life Poetry Texte veröffentlicht, habe ich mir einiges durchgelesen. Da sich dort auch Buchtexte im englischen Original finden, die sich oft auch flüssiger lesen lassen, würde ich der Übersetzung die kleinen Holperer zuordnen. Natürlich hat man bei der deutschen Übersetzung den Vorteil, dass man wirklich alles uneingeschränkt versteht, jedoch hört es sich im Original einfach besser an. Damit will ich auf keinen Fall die Übersetzung schlecht machen. Es ist einfach schwierig innerhalb so weniger Zeilen, die Aussage mit Reim optimal wiederzugeben. Noch dazu braucht man im Deutschen in der Regel mehr Wörter, um das Gleiche wie im Englischen auszudrücken.

Jeder, der die volle Poetry Dröhnung will und sich Englisch soweit fit fühlt, sollte zum Original greifen. Unentschlossenen empfehle ich ein wenig in Samantha Jaynes Blog reinzulesen. Ein klasse Spruch für jede Alltagssituation. Egal ob auf deutsch oder englisch.
Abschließend möchte ich mich noch bei der Randomhouse Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar bedanken.

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