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144 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

heidrun wagner, jugendbuch, erinnerung, spannung, amnesie

Wenn du vergisst

Heidrun Wagner , Miri D'Oro
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783958820289
Genre: Jugendbuch

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die vielen Leben des Harry August

Claire North , Stefan Kaminski
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783785753958
Genre: Romane

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

zeitreise, trauer, zeitreisen, parallelwelt, familie

Die vielen Leben des Harry August

Claire North ,
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 12.11.2015
ISBN 9783431039306
Genre: Romane

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

religion, adam, spiritalität, ullstein verlag , abkehr

Eva

William Paul Young , Maja Ueberle-Pfaff
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Allegria, 26.02.2016
ISBN 9783793423041
Genre: Romane

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

christlich, anders, spannend, herausfordernd, ein neuer anderer young

Eva

William P. Young , Maja Ueberle-Pfaff , Mark Bremer
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 26.02.2016
ISBN 9783844913699
Genre: Romane

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Gefährliche Jagd

Maria Tomoons
E-Buch Text: 523 Seiten
Erschienen bei Midnight, 13.05.2016
ISBN 9783958190689
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Gefährliche Jagd
Reihe: -
Autor: Maria Tomoons
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Jugendbuch
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: Midnight (ein Imprint der Ullstein Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 13. Mai 2016
ISBN: 978-3-95819-068-9
Format: eBook
Seitenzahl: 480 Seiten
Preis: EUR 4,99
Kaufen bei: Midnight; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Die lebensfrohe Maria bekommt die Chance ihres Lebens: Sie darf an einem Spiel teilnehmen, dessen Preis nicht nur viel Geld, sondern auch die Hauptrolle in einem großen Film ist. Über hundert Jugendliche treffen dabei in Gruppen aus Jägern und Gejagten in einem großen Waldgebiet aufeinander. Zwei Wochen lang werden Maria und ihr Team auf der Flucht vor ihren Gegnern rund um die Uhr gefilmt. Ein ehrgeiziger Regisseur will aus ihrer Geschichte den erfolgreichsten Film des kommenden Jahres machen. Doch was, wenn das Spiel langsam außer Kontrolle gerät? Wenn die Regeln gebogen und gebrochen werden? …

Der Verlag über das Buch:
-

Über den Autor:
Maria Tomoons hat ihr Abitur an einer musikbetonten Oberschule gemacht, ihre Leidenschaft gilt allerdings dem Schreiben. Schreiben, das ist für sie Herzrasen, Lächeln, Gänsehaut - Emotionen auf Papier. Die Studentin liebt es, eigene Welten zu erschaffen. Ihr Debütroman »Gefährliche Jagd« wurde 2015 mit einem Wattpad Award ausgezeichnet.


DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit wenig Spannung und einem sehr unglaubwürdigem Plot, bleibt dieses Buch seinen Versprechungen mehr als hinterher.

Das Cover/Die Gestaltung:
Wenn man sich dieses Cover so anschaut. Die Blätter, welche sich an den Rändern dieses Covers ins Bild ziehen und die Frau, welche sich dahinter verbirgt. Man weiß, man kennt es. Ganz klar ist es an das Cover von Die Tribute von Panem angelehnt und soll höchstwahrscheinlich auch genau diese Zielgruppe ansprechen. Auch der Klappentext ist so abgestimmt, dass man sich an diese erfolgreiche Trilogie erinnert. So harmoniert dieses Cover mit seinem Klappentext, bleibt in Punkto Einfallsreichtum jedoch ziemlich hinterher.
Natürlich werden es Fans der Hunger Games Reihe in die Hand nehmen und einen Blick hinein werfen, jedoch wirkt es somit auch mehr als abgekupfert, dass es geradezu nach Aufmerksamkeit schreit. Durch diese deutliche Ähnlichkeit bleibt es zwar in den Köpfen der Leser, wird sich aber auch besonders durch diese Aufmachung unter Beweis stellen müssen.
1,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Mit ständigen Wortwiederholungen, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern wirkt der Stil von Maria Tomoons eher laienhaft als professionell.
Durch ihre Art zu schreiben und ihre Worte ständig zu wiederholen, bleiben nicht nur die Figurenbeschreibungen eindeutig auf der Strecke, sondern auch die Spannung und der Plot.
Dadurch, dass bei einigen Sätzen das eine oder andere Wort fehlt, stockt auch der Lesefluss und man muss mehre Male über diese Stelle lesen, bis man direkt versteht was denn jetzt gemeint ist. Auch in Punkto Zeichensetzung würde man eher ein Buch von einem Selfpublisher erwarten, als von einem renommierten Verlag. Ein besseres Lektorat würde hier Abhilfe schaffen und die nicht stimmigen Anführungszeichen, Kommata und Endungen ins Reine bringen.
Mit diesen Attributen, den ständigen Wiederholungen, lässt sich dieses Buch sehr schnell lesen. Zu schnell, denn so bekommt man kaum Zugang zur Story und auch keine Sympathien zu den Figuren. Es wirkt alles noch recht ungeformt und würde mit mehr Schreibpraxis sicher weiterentwickelt.
0,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Man erfährt so gut wie nichts über die Figuren. Dadurch wirken sie mehr als blass und werden nur durch Klischees beschrieben.
In den wenigen Rückblenden wird versucht einigen Figuren mehr Leben und mehr Sinn einzuhauchen. Dadurch aber, dass sie plötzlich nicht mehr auftauchen, gehen diese Hintergrundinformationen verloren.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der 17 jährigen Maria, unsere weibliche Hauptprotagonistin. Jedoch ist sie, wie fast alle Personen in diesem Buch, mehr als naiv. Selbst die Erwachsenen scheinen sich ihrer Taten und ihrer Glaubwürdigkeit nicht bewusst zu sein. Zumindest bekommt man diesen Gedanken, wenn man beim Lesen die Hände über den Kopf zusammen schlägt.
Hinzu kommt, dass nicht nur Maria alles gut zu beherrschen scheint, sondern jede Figur in diesem Buch scheint nicht nur gut und lange zu rennen, sondern auch nach wenigen Versuchen schnell auf einen Baum hochzukommen. Nächtelang können sie im Freien übernachten, Wunden ertragen oder auch das nicht vorhandene Seitenstechen.
So wirken alle Figuren mehr als unglaubwürdig und geradezu perfekt. Nur ganz gelegentlich unterliegen einige Figuren ihren Wunden wie eine gebrochene Kniescheibe. Aber meist werden sogar an den Kopf geworfene Steine kaum bis gar nicht beachtet oder aber eine Grippe. Man wird ja schnell wieder durch eine Wundermedizin gesund, um weiterrennen zu können.
Durch diese etwas überspitzten Eigenschaften der Figuren findet man selbst gar keinen Punkt, um sich in sie hineinzuversetzen oder um sie symphytisch zu finden. Ganz im Gegenteil. Sie werden sogar recht nervig.
Und da meine ich auch nicht diese Leute, welche sich von Macht oder Geld bestechen lassen. Denn eigentlich hatte ich gehofft, dass genau diese Komponente mehr ausgeformt wird. Wie Menschen sich verhalten, wenn sie zu Gejagten werden oder die Macht besitzen anderen Befehle zuzubrüllen. Eben ein bisschen mehr in die Richtung Das Experiment.
0,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Rennen, fliehen, Essen suchen, kämpfen. Daraus besteht dieser Plot. Gerade am Anfang sind die Fliehszenen noch recht spannend, nehmen aber schnell an Spannung ab. Dies liegt nicht nur an den ständigen Wortwiederholungen, sondern auch an der Häufigkeit. Kaum ist man in Sicherheit, schon folgt die nächste Gefahr. Dies ist mehr als zu viel, da der eigentliche Plot hier untergeht. Schnell wird einem eh klar, dass es ums Gewinnen geht. Und jedem dürfte bewusst sein, dass viele deswegen auch brutal werden.
Doch diese Brutalität zeigt sich in diesem Buch so gut wie gar nicht. Es ist alles etwas zu harmlos beschrieben. Kämpfe wirken vor allem auch deswegen nicht bedrohlich wegen der ständig gleichen Worte und den perfekten Figuren. Dann auch noch deswegen, weil es nur um die körperliche Brutalität geht.
Nur eine seelische hat sich die Autorin einfallen lassen. Und diese scheint nahezu lächerlich zu wirken. Die Essensration wird einen Tag vor der Überführung ins Hauptgefängnis gesenkt, um die Gefangenen schwach zu machen. Als ich das gelesen habe musste ich lachen. Einen Tag zu hungern, vor allem, wenn man schon darauf eingestellt ist wenig Nahrung zu sich zu nehmen, wirkt eher wie eine kurze Fastenkur als wie Folter.
Die Nebenhandlungen, welche von der Autorin durch Rückblenden eingebaut wurden, bleiben mehr als auf der Strecke. Dies liegt daran, dass diese Rückblenden plötzlich einfach abreißen und somit nicht weiterverfolgt werden. So bleiben am Ende noch sehr viele Fragen offen, die nur kurz angeschnitten und gar nicht beantwortet wurden.
Wie ich schon verlauten ließ, sind die Jagden zu Beginn noch recht unterhaltsam, aber da sie mehr als die gesamte Geschichte einnehmen, lassen diese den anderen Handlungen keine Luft zum Atmen.
So zum Beispiel die sich aufbauende Beziehung zwischen Raffael und Maria. Ihnen kauft man kaum ab, dass sie sich ineinander verlieben. Dies lässt sich natürlich auch auf die schwach gezeichneten Figuren zurückführen, aber plötzlich sind da diese Gefühle in Maria, die man nicht nachvollziehen kann. Sie wirken wie hingeworfen und nicht ausgearbeitet genug. Zu allem Überfluss kommt dann noch eine mehr als seltsame Umarmung hinzu, welche von einer Kamera aufgenommen wurde. Diese ist mehr als verwirrend, denn es wird nicht im Geringsten klar, warum sie diese löschen müssen.
Schließlich ist das Ende mehr als lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Urplötzlich als der Gong ertönt hören die Tribute auf zu kämpfen, so als könnten sie gegen das Adrenalin in sich ankämpfen und zu allem Überfluss sind dann einige Stunden später Polizisten da. Diese nehmen natürlich alle Verantwortlichen fest und überführen sie ihrer Strafe. Eine davon lebenslänglich.
Im Grunde wirkt fast alles an diesem Plot wie kurz in den Sinn gekommen und aufgeschrieben. Denn nur eines ist stringent: Die Liebesgeschichte. Wenn sie auch nur wenig ausgearbeitet ist.
Alles andere kommt so schnell auf wie es vergeht und hat weder Hand noch Fuß.
Durch diesen eher undurchdachten und sich in die Länge ziehenden Plot geht viel Spannung verloren.
0,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Kindliche Charaktere, unsinnige Handlungen und ein Plot, der zum größten Teil aus Flucht besteht, lässt an der Nachvollziehbarkeit mehr als mangeln. So handeln selbst erwachsene Menschen wie kleine 12 jährige Teenager ohne wirklich viel Verstand. Unterdrücken dabei wirklich gute Handlungsstränge. Diese werden nämlich nur kurz angeschnitten aber dann wieder fallen gelassen. So wirkt alles nicht stimmig und einfach wirklich lächerlich.
Vor allem im Punkto Aufbau fehlt diesem Roman viel mehr als nur ein Plot. Während man zu Beginn über die ersten Berührungen des Spiels liest und den Fluchten noch folgt, endet dies in einem ständigen Kreislauf. Einem ständigem Laufen, Essen Suchen, Schlafen, Fliehen und wieder Laufen. Denn dies zieht sich in die Länge und erst relativ spät werden neue Handlungen eingeflochten, die wie kurz in den Sinn gekommen scheinen. Denn sie werden mit nur einer kurzen Nennung wieder beiseitegeschoben.
0,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 1,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich mit einem Roman zufrieden geben, in welchem man größtenteils mit immer wiederkehrenden Fluchten konfrontiert wird.
Durch die immer wiederkehrenden und gleichen Worte der Autorin werden selbst die Fluchtszenen schnell zum Einheitsbrei. Sie lassen anderen Handlungen keinen Platz sich zu entwickeln. Oder aber sie tauchen schnell auf und vergehen noch schneller
Durch diese eher unbefriedigende Handlung, den mehr als nur naiven Figuren bleibt dieses Buch seinen Erwartungen hinterher.
Vor allem das „außer Kontrolle geraten“ aus der Kurzbeschreibung wirkt lächerlich, weil es so harmlos wirkt. Gerade hier hätte ich mir persönlich mehr Konfrontation gewünscht. Wie ticken Menschen, wenn es ums Überleben geht? Auch wenn sie wissen, dass es nur ein Spiel ist? Wie nutzen diejenigen ihre Macht aus, die sie besitzen und vor allem wie viel rohe körperliche und seelische Gewalt kann einem in Gefangenschaft angetan werden?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Buch kaum bis gar nicht. Allenfalls kratzt es an der Oberfläche und wirkt somit alles andere als durchdacht.
An dieser Stelle danke ich Midnight für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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832 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 175 Rezensionen

liebe, raumschiff, these broken stars, amie kaufman, jugendbuch

These Broken Stars - Lilac und Tarver

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.05.2016
ISBN 9783551583574
Genre: Jugendbuch

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(1.916)

2.926 Bibliotheken, 48 Leser, 4 Gruppen, 227 Rezensionen

computerspiel, jugendbuch, thriller, erebos, sucht

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 06.06.2011
ISBN 9783785573617
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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70 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

drogen, erste liebe, liebe, jugendbuch, jugendroman

über den Dächern wir zwei

Angela Kirchner
Buch: 207 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 25.01.2016
ISBN 9783958821187
Genre: Jugendbuch

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

norwegen, vater, häusliche gewalt, teenager, jugendlicher

Die Stille nach Nina Simone

Tor Fretheim ,
Fester Einband: 130 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 01.09.2015
ISBN 9783958540316
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 PRODUKTDETAILS:

Titel: Die Stille nach Nina Simone
Reihe: -
Autor: Tor Fretheim
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Jugendbuch
Herausgeber: mixtvision Verlag
Erscheinungstermin: 01. September 2015
ISBN: 978-3958540316
Format: Klappenbroschur
Seitenzahl: 130 Seiten
Preis: EUR 12,90
Kaufen bei: mixtvision; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Tor Fretheim erzählt von dem 18-jährigen Simon, der sich auf einer Zugreise nach Nordnorwegen befindet, wo sein Vater im Gefängnis sitzt. In einem Brief wendet sich Simon an die US-amerikanische Jazzsängerin Nina Simone. Die Sängerin spielt eine zentrale Rolle in Simons Geschichte, da seine Eltern sich bei einem ihrer Konzerte kennenlernten und ihren Sohn nach ihr benannten.
Simons Reise wird ein Streifzug in die Vergangenheit: Simons Vater hat die Mutter jahrelang misshandelt und schließlich umgebracht.

Der Verlag über das Buch:
Knappe Sätze sowie komprimierte Kapitel treiben den Roman voran, rollen das Geschehen nach und nach auf und geben kurze, zugleich jedoch tiefgreifende Einblicke hinter die Fassade einer ”ganz normalen Familie”.

Über den Autor:
Der Norweger Tor Fretheim, Jahrgang 1946, ist Journalist, Übersetzer und Autor mehrerer Romane und Bühnenstücke. Seine Werke sind vielfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein beunruhigendes Porträt über eine Familientragödie. Eine schwer zu ertragende Tragödie, die den Leser unweigerlich in ihren Bann zieht und mitfühlen lässt.

Das Cover/Die Gestaltung:
Die Gestaltung des Covers von einem Buch über eine Familientragödie auf einen Plattenspieler zu reduzieren, ist gewagt. Eine jugendliche Zielgruppe wird es vielleicht nicht sofort in den Bann ziehen, aber das Cover unterstreicht die wichtige Rolle der Musik, der Schallplatten, im Buch.
Denn wenn die Musik im Elternschlafzimmer ertönt und danach die Stille einkehrt, wenn der Vater von der Schallplattensammlung und dem Kennenlernen der Eltern bei einem Nina Simone Konzert erzählt, dann sind es die Schallplatten, die wichtig sind. Die Musikerin Nina Simone und ihre Platten, ihre Musik und die Stille danach sind die heimlichen Protagonisten, auf die der Titel des Romans auch prägnant verweist.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Fretheim überzeugt mit einer sehr klaren, kurzen und prägnanten Sprache, die durch ihre Kürze und ihre bewusste Komposition äußerst eindringlich und brisant wird.
Die kurzen Sätze und die einfachen Worte spiegeln die Sprach- und Empfindungslosigkeit des Protagonisten wider. Auch der Widerwille sich überhaupt damit – mit der Welt der Erwachsenen – zu beschäftigen, kommt durch kurz gesetzte Worte, die kühl und technisch wirken, sehr gut zur Geltung.
Es gibt aber auch Momente, in denen der Leser der Gefühlswelt von Simon sehr nahe sein kann. Dann sind es Metaphern, welche die Sprache bestimmen. Sie bringen das hervor, was Simon schon als kleines Kind spürte, aber doch nicht bewusst wahrnahm. Diese Metaphorik bringt unterschwellig beim Lesen das Familienidyll zum Wanken; was Simon nicht begreifen kann, erkennt der Leser und wird dadurch immer tiefer in die Geschichte gesogen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Tor Fretheim gelingt es mit ganz wenigen Charakteren ein düsteres, aber lebendiges Bild der Familie zu zeigen.
Die Mutter, das Opfer, ist tot, zuvor verschwunden. Sie ist es, die in den Rückblenden noch am besten greifbar wird, obwohl sie so unterschiedliche Gesichter hat. Immer wieder spielt sie andere Rollen: die Ehefrau und Mutter, die geschminkte, schöne Frau, die ausgeht oder die Chorfrau, die ganz anders ist als zuhause.
Der Vater hingegen bleibt ein Mysterium. Zwar gilt er als freundlicher Mann, aber da liegt vieles unter der Oberfläche. Und dies muss auch der Sohn erkennen. Denn der Vater ist es, der unter Verdacht gerät und inhaftiert wird. Doch trotz allem bleibt er kühl, ruhig und distanziert.
Das Verhältnis der Eltern zueinander war kompliziert. Die Musik von Nina Simone einte sie beide. Sie benannten sogar ihren Sohn nach der Sängerin. Was während der lauten Musik von Nina Simone im Schlafzimmer der Eltern geschah, rechtfertigt sich der Vater gegenüber seinen Sohn, hätte die Mutter so gewollt und gebraucht.
Simon, der achtzehnjährige Ich-Erzähler, wird oft (sogar von sich selbst) nur als der Sohn (18) genannt. Damit anonymisiert er sich, obgleich er doch die Hauptfigur ist.
Aber er ist eine sehr inaktive und komplizierte Figur. Er sucht nicht aktiv nach der Wahrheit, denn so richtig will er sie nicht wissen. Dadurch ist er handlungs- und bewegungsunfähig, sogar den Brief, den er schreiben will, bekommt er nicht fertig. Nur die ersten Zeilen kann er schreiben.
Seine Sprachlosigkeit zu diesem Geschehen macht die Figur Simon aus; die Sprache Fretheims passt sich diesem Umstand bedingungslos an.
Oftmals wirkt Simon kalt und unnahbar, dies liegt aber wohl daran, dass er nicht versteht, was geschehen ist.
Die Figuren und ihre verschiedenen Facetten zeichnet Fretheim ganz intensiv und legt dabei Schicht für Schicht immer weiter frei, sodass dem Leser das ganze Ausmaß der Familiengeschichte bewusst wird. Zwar kann es Simon selbst nicht wirklich fassen, der Leser aber umso mehr.
Dies ist ein gekonnter Schachzug von Fretheim, der dadurch die Geschichte und die Spannung weiter vorantreibt.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Der Roman gliedert sich in zwei Handlungsebenen, die miteinander verschränkt sind.
Die erste ist unspektakulär. Sie handelt von Simon, einem achtzehnjährigen Jungen, der in einem Zug sitzt. Seine Mutter verschwand und wurde dann tot aufgefunden. Sein Vater sitzt im Gefängnis. Der Zug ist auf den Weg in den Norden Norwegens, wo sich auch das Gefängnis befindet. Während der Zugfahrt schreibt Simon einen Brief an die tote Musikerin Nina Simone.
Die zweite Handlungsebene ist die der Vergangenheit.
Durch Rückblenden wird das Geschehen der Geschichte retrospektiv erlebt, aus der Erinnerung Simons. Dieser versucht, zu verstehen was passiert ist. Wieso seine Mutter verschwand und was sein Vater damit zu tun hat.
Dieses innerhalb von Rückblenden erzählte Erleben ist die wirkliche Handlung. Hier baut sich die Spannung auf, da der ahnungslose Junge mit dem Verschwinden und der möglichen Tat seines Vaters konfrontiert wird.
Immer wieder durchbrochen ist die Handlung von den Momenten in der Gegenwart, als Simon im Zug sitzt und seinen Brief an Nina Simone zu schreiben versucht.
Sehr theatralisch wirkt die Inszenierung des Briefeschreibens an die tote Musikerin. Zwar ist es ein origineller Einfall, die Musikerin als Handlungselement (einerseits als Musikerin und andererseits als Adressatin eines Briefes) miteinzubeziehen – wenn man bedenkt, dass Nina Simone selbst in ihren Liedern immer wieder gewalttätige Beziehungen verarbeitete. Doch die tote Musikerin als Briefadressatin zu nutzen? Dies wirkt doch sehr stark inszeniert. Welcher Achtzehnjährige, der die Tat seines Vaters verstehen will, käme auf diesen Gedanken? Schade ist auch, dass so eine mögliche Konfrontation zwischen Vater und Sohn bewusst offengelassen wird.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Der Aufbau von diesem Jugendroman ist gut durchdacht. Sehr durchkomponiert verfolgt der Autor ein pointiertes Spiel, in dem das Ungesagte des Geschehens über die Wirkung der Musik und der Person Nina Simone transportiert wird. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt des Romans.
Wenn man die Geschichte als Erst-Einmal-Verstehen-Müssen der Familientragödie begreift, so ist der Roman als Ganzes hervorragend durchkomponiert. Die beiden Handlungsebenen von Simons Gegenwart im Zug und den Rückblenden im Familienleben harmonieren gut miteinander und wechseln zwischen Anspannung und trauriger (Un)Gewissheit.
Einen wirklichen Höhepunkt hat die Geschichte meiner Ansicht nach nicht, da es an einer Position Simons zu dem Geschehen fehlt.
So ist auch eine Konfrontation zwischen Sohn und Vater nicht möglich. Dabei wäre dies als Handlungselement wäre wünschenswert gewesen.
Dem Leser bleibt nur die Gewissheit der Ungewissheit, dass Simon nicht weiß, was er von dieser Tat zu halten hat. Denn glauben mag und kann er es immer noch nicht.
Dadurch lässt auch das offene Ende den Leser mit einer gehörigen Portion Ungewissheit zurück, da er nicht – genau wie auch der Protagonist – nicht wissen kann, was wirklich geschehen ist. Ob dies gut oder schlecht ist, kann jeder für sich entscheiden.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die düstere Familiengeschichten und subversive Spannung mögen sowie sich für Themen wie Gewalt in der Familie, Täter- und Opferbeziehungen und menschliche Abgründe interessieren.
Dies alles bietet Tor Fretheim kompakt und prägnant in seinem Jugendroman, der von der verlorenen bzw. geraubten (Illusion der) Kindheit erzählt.

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736 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

bedeutung, nichts, jugendbuch, philosophie, dänemark

Nichts

Janne Teller , Sigrid C. Engeler , Sigrid Engeler
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2012
ISBN 9783423625173
Genre: Jugendbuch

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

jugendbuch, gruppenzwang, philosophie, erwachsen werden, hörbuch

Nichts. Was im Leben wichtig ist

Janne Teller , Sigrid C. Engeler , Laura Maire
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 29.02.2012
ISBN 9783869091044
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Nichts. Was im Leben wichtig ist

Janne Teller , Sigrid C. Engeler , Laura Maire
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Silberfisch, 24.08.2010
ISBN 9783844901542
Genre: Jugendbuch

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

schicksal, glück, kobolde, fantasy, liebe

Die Schicksalsseherin

Sarah Neumann
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 01.12.2015
ISBN 9783946172031
Genre: Fantasy

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271 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

brandenburg, dorf, wende, ddr, gesellschaftsroman

Unterleuten

Juli Zeh
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 08.03.2016
ISBN 9783630874876
Genre: Romane

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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

hörbuch, krimi, locked in, wachkoma, holly seddon

Locked in - Wach auf, wenn du kannst

Holly Seddon , Astrid Finke , Marie Bierstedt , Anna Carlsson
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 14.03.2016
ISBN 9783837133462
Genre: Krimi und Thriller

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

deutsche autoren, fantasy, phantastik

Die Magie der Namen

Nicole Gozdek , Jacob Weigert
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 01.03.2016
ISBN 9783869523095
Genre: Fantasy

Rezension:

 PRODUKTDETAILS:

Titel: Die Magie der Namen
Reihe: -
Autor: Nicole Gozdek
Gehörte Sprache: Deutsch
Genre: Fantasy im Jugendbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: OSTERWOLDaudio (ein Verlag bei Hörbuch Hamburg HHV GmbH); Originalverlag: ivi Verlag (ein Imprint der Piper Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 01. März 2016
ISBN: 978-3-86952-309-5
Format: Ungekürzte Lesung; Hörbuchdownload
Dauer: 520 Minuten Laufzeit
Sprecher: Jacob Weigert
Preis: EUR 13,95
Kaufen bei: Hörbuch Hamburg; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit.

Der Verlag über das Buch:
Spannende All-Age-Fantasy a la Harry Potter - ungekürzt!

Über den Autor:
Nicole Gozdek wurde 1978 geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium mit Schwerpunkt auf Literatur und einem Abstecher in die Buchbranche arbeitet sie heute als Online-Redakteurin bei einem französischen Modeunternehmen. Daneben ist sie Buchbloggerin und Autorin. Mit ihrem All-Age-Fantasyroman „Die Magie der Namen“ gewann sie 2015 den ersten #erzählesuns-Award des Piper Verlags.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Fulminante Fantasy trifft auf symphytische Figuren. Durch Themen zum mit- und nachdenken entsteht eine Heldenreise der besonderen Art.

Die Sprache/Der Satzbau:
Nicole Gozdeks Schreibstil ist eine besondere Mischung von erzählenden Worten und dem typischen High-Fantasy Jargon. Dadurch schafft sie es eine Atmosphäre aufzubauen, welche einen in den Bann zieht. Neben knackig spannenden Szenen, lässt sie mit Vergleichen und Verbildlichungen der Umgebung, Figuren und deren Handlungen den Leser nicht auf dem Trocknen. Schnell bekommt man einen bildhaften Eindruck dessen, welche Begebenheiten in diesem Fantasy-Land vorherrschen. Und all das ohne trockene Floskeln und Allgemeinplätze. So lässt sich der Leser, beziehungsweise der Hörer schnell mitnehmen in eine Fantasy Welt, die voller Magie, voller Philosophie und voller Schönheit ist.
2,0/2,0 Punkten

Sprecher/Sprachqualität
Jacob Weigert schafft es mit seiner Stimme die Sprache der Autorin wirken zu lassen. Er schafft es den Figuren Leben einzuhauchen, sodass man beim Zuhören die verschiedenen Nuancen zwischen ihnen unterscheiden kann. Denn er schafft es jeder Figur eine andere Stimm- oder Tonlage zu geben. Lässt die Figuren sich entwickeln, gibt ihnen das Werkzeug in die Hand über sich hinauszuwachsen, indem er auch mit seiner Stimme anzeigt, dass die Figuren an ihrer Reise, an ihren Aufgaben wachsen und sich entwickeln. Durch diese Sprechweise schafft es Jacob Weigert den Hörer zu fangen und ihn mit den Figuren auf eine abenteuerliche Heldenreise zu schicken.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Wie so üblich bei einer geschriebenen Heldenreise, ist die männliche Hauptfigur am Anfang noch ein großes Klischee. Ein solches, welches neben den großen Muskelprotzen eher unterzugehen scheint. Dennoch schafft es die Autorin Nummer 19 nicht nur mit der Magie der Namen zu füllen, sondern auch mit Leben. Was am Anfang noch für ein Kopfschütteln sorgte, erweist sich durch die Kombination aus klassischer Heldenreise und philosophischen Elementen, später als tiefgehende und starke Figur. Sie wächst an seinen Aufgaben, an seiner Magie und lässt auch andere Figuren zu Wort kommen.
Denn diese haben es in sich. Während, wie bei der männlichen Hauptfigur zu Beginn noch ein Klischee auf das andere trifft, ergeben sich aus diesen Figuren bald dreidimensionale Wesen. Sie haben Ecken und Kanten, Vergangenheit und Zukunft.
Nicole Gozdek schafft es trotz der personellen Erzählweise von Nummer 19 die anderen Figuren miteinzubinden. Hier benutzt sie einen gekonnten Kniff, um dies zu schaffen. Und während sich nicht nur die Heldenfigur weiter und weiter entwickelt, tun dies auch die Nebenfiguren.
Aus der einstigen Klischeezusammenwürflung werden Figuren, die an ihrem Schicksal hadern, sich daran erfreuen können oder aber auch mit ihren Taten bislang nicht so ganz einverstanden waren. Hier zeigt sich, dass die Autorin es perfekt schafft dank der Heldenreise Figuren zu entwickeln, welche nur so vor Lebendigkeit strotzen.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Keinem ist der Name von Nummer 19 bekannt, welchen er zu seiner Namensgebung bekommen hat. So macht er sich, mit einer eher wild zusammengewürfelten Gruppe auf den Weg seine Bestimmung zu erkennen und sich ins Namensregister eintragen zu lassen. Doch keiner hatte damit gerechnet, dass sie auf ihrer Reise mehr als nur ihre Bestimmung finden; denn es ist die Magie der Namen, welche zu ihnen spricht.
Was zu Beginn wie eine herkömmliche Heldenreise beginnt, lässt einem schnell den Eindruck bekommen, dass unter all diesen Figuren mehr steckt, als die bekannten Attribute, mit welchen die Autorin unsere Protagonisten bedacht hat. Denn nichts ist wie es scheint. Und die Heldenreise erfüllt ihren Zweck. Sie gibt unseren Helden die Möglichkeit an den aufkommenden Gefahren, Rätseln und Geheimnissen zu wachsen. So verknüpft sie geschickt Handlung mit Verwandlung, denn keiner ist mehr derselbe, wenn sie am Ziel ihrer Reise ankommen.
Durch diesen Kniff und der Tatsache, dass der Name von Nummer 19 mehr in sich birgt als man zu Beginn noch ahnte, bleibt diese Reise auf einem hohen Spannungsniveau.
Immer und immer wieder werden Andeutungen gemacht, fein und als Nebenstrang getarnt. Dies ist eine interessante Mischung, denn man ahnt etwas. Etwas, dass man noch nicht fassen kann. Und erst als alle Fäden zusammenlaufen, der Höhepunkt sich in all seiner Pracht vor Augen aufbaut, wird einem das ganze Ausmaß bewusst.
Durch diese geschickt gesetzten Fährten wird es einem nie langweilig den Geheimnissen der Macht zu folgen. Die Figuren auf ihrem Weg zu begleiten und sich selbst darüber zu wundern, wie viele Themen sich in ein Buch fassen lassen, ohne dass es zu überfüllt wirkt.
Denn wenn Freundschaft, Verrat, Hochmut und Gier sich zu philosophischen Themen aufschwingen, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu wedeln, bleibt man als Leser nahe dabei.
Trotz all dieser wunderbaren Verknüpfungen, bleibt über das große Geheimnis und seine plötzliche Umkehr in das Gute zu sagen, dass es wirkt, als hätte man ein schnelles Ende gesucht. Plötzlich war sie da, diese Situation, aus welcher man weder als Held noch als Leser oder Hörer so schnell herauskommt. Und doch, doch schafft es der junge Held. Schnell und unkompliziert, als würde er es aus seinem Ärmel zaubern. Zwar ist dies ein bekannter Kniff, dennoch wirkt diese Handlung eher abgehackt, als verständlich. Denn wo man für unseren Held Nummer 19 noch etwas Übung gebraucht hätte, löst sich alles so plötzlich von selbst auf.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Da das Hauptaugenmerk auf der Heldenreise liegt, bleiben Plot und Figuren eng miteinander verwoben. So ergibt sich ein dynamisches und wechselseitiges Bild, welchem man mit angespanntem Hirn folgt. Während sich die Helden durch all ihre Aufgaben kämpfen, an ihnen wachsen und zu sich selber finden, bleibt unterschwellig ein weiterer Plot verborgen. Einer, der sich neben dem Hauptquest dahinschlängelt und dann zuschlägt, wenn die Zeit reif ist.
So ergibt sich ein Gesamtbild, das mit vielen Unterfütterungen dennoch nicht überladen wirkt. Nein, ganz im Gegenteil. Die angesprochenen Themen bleiben sich treu, ergeben sich durcheinander und erzeugen somit ein rundes und nachvollziehbares Bild.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, für alle die, welche nicht nur gerne Heldengeschichten lesen, sondern ebenso den einen oder anderen Hieb in unsere Welt wagen. Durch diese Themen wird man als Hörer oder Leser selbst dazu aufgefordert mit zudenken, mit zu bangen und mit zu raten. Denn keines dieser Themen ist etwas, das man so einfach mit einem Wisch wegmachen kann. Keineswegs wird mit einem erhobenen Zeigefinger getadelt, dennoch aber eine Position gesetzt, bei welcher man die eine oder die andere Stellung beziehen kann.
Und während man sich mit einem Helden Widerwillens auseinandersetzt, wird einem bewusst, dass es mehr als nur eine Figur gibt, welche aus sich selbst heraus zu entwickeln scheint. Denn während dieser Heldenreise wächst nicht nur Nummer 19 über sich hinaus, sondern lässt auch all den anderen Mitstreitern Platz sich zu entwickeln.

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560 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

fantasy, kai meyer, bibliomantik, bücher, trilogie

Die Seiten der Welt - Blutbuch

Kai Meyer
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 10.03.2016
ISBN 9783841402264
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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210 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

jahreszeiten, jennifer wolf, nachtblüte, gaia, liebe

Nachtblüte - Die Erbin der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.02.2016
ISBN 9783646601992
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 PRODUKTDETAILS:

Titel: Nachtblüte. Die Erbin der Jahreszeiten
Reihe: Geschichten der Jahreszeiten #3
Autor: Jennifer Wolf
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Romantasy im Jugendbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: Impress (ein Imrpint der Carlsen Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 04. Februar 2016
ISBN: 978-3-646-60199-2
Format: eBook
Seitenzahl: 260 Seiten
Preis: EUR 3,99
Kaufen bei: Carlsen; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Ilea Sola Sommerkind ist eine Jahreszeitentochter. Sie kann Licht brechen und eine warme Brise herbeirufen. Wenn sie ihre Sommerkräfte einsetzt, verwandelt sich ihr sonst brünettes Haar in ein strahlendes Blond. Sie ist nicht das einzige Jahreszeitenkind, seit die Göttin Gaia ihren Söhnen erlaubt hat, sich unter die Menschen zu mischen, und dennoch ist sie etwas Besonderes, denn nur sie stammt von Sommer ab. Und so ist ihr Heim auch dasjenige, das sich der Sommergott diesmal für seinen Aufenthalt ausgesucht hat. Doch als er dabei schwer verunglückt, muss sie einen weiteren Gott beherbergen: Aviv, den Frühling. Den einzigen Jahreszeitengott, der seit fünfhundert Jahren den Frauen entsagt und die Erde gemieden hat…

Der Verlag über das Buch:
*Endlich die Fortsetzung der Bestseller »Morgentau« und »Abendsonne«!*

Dies ist der dritte Roman der Jahreszeiten-Geschichten. Ein weiterer Roman erscheint im Sommer 2016.

Über den Autor:
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Dieser kurzweilige Roman lässt einen trotz vorhersehbarer Handlung mehr als zittern, träumen und sich verlieben.

Das Cover/Die Gestaltung:
Wieder einmal schafft es das Cover vom Imprint des Carlsen Verlags einen in seinen Bann zu ziehen. Durch die Komposition, dass die Frau präsent in der Mitte zeigt und den warmen Farben, bleibt es nahe an den Einbänden seiner Vorgänger. Dadurch kann sich das lesende Publikum mehr mit der Figur im Buch selbst identifizieren und lässt die Zielgruppe somit schneller zu diesem Buch greifen. Die wundervolle Schrift, bei welcher der übergeordnete Titel geschwungen daher kommt und der Untertitel nicht überladen wirkt, passt sich somit auch in dieses Gefüge ein, sodass dieses Cover rund und in sich geschlossen wird.
Zwar wird durch die Figur so manchem Leser die eigene Imagination der Hauptprotagonistin genommen, dennoch reiht es sich somit in eine Reihe von Vorgängern ein, sodass es sich anpasst und wirkt.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Jennifer Wolfs ausgeprägt jugendlicher Schreibstil birgt nicht nur die allgemeine Sprache in sich, sondern lässt durch die vielen Beschreibungen die Umgebung, die Figuren und die Handlungen farbenfroh erscheinen. So werden keine hochtrabenden, sondern der Zielgruppe angemessenen Worte verwendet, welche ebenso mit einigen Vergleichen auffährt wie mit bildlichen Beschreibungen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Wie in den beiden ersten Büchern dieser Reihe, ist auch diese weibliche Hauptfigur eine heranwachsende junge Frau. Mit all den Problemen, Sehnsüchten und Träumen. Diese werden sehr in der Geschichte angesprochen, wodurch diese Figur zum Leben erwacht und den Leser mit zieht. Auch wenn einige Gefühle, welche sich als Liebe bezeichnen lassen zu schnell, zu unausgereift und wenig greifbar wurden.
Aber nicht nur die weibliche Hauptfigur wird in ihren Gedanken und Erleben geschildert. Durch die personelle Ich-Perspektive wird auch zu anderen Personen ein Kontakt geknüpft.
So sehr, dass man sich in einem Wechsel hier und da ein Bild von der Gesamtsituation machen kann. Leider sind nicht alle Wechsel sehr gelungen, einige wirken wie abgehackt, sodass man nur ein paar Zeilen liest, bis man sich wieder an eine andere Figur gewöhnen muss. Durch diesen ständigen Wechsel verblassen vor allem die Nebenfiguren, welche mitunter auch den einen oder anderen Gegenspieler beinhaltet.
Während vor allem also die Hauptfiguren einen sehr starken Drang haben sich ins Seelenleben blicken zu lassen, wird bei anderen Figuren ihr Innerstes nur kur beschrieben. Mehr Tiefe bei diesen Figuren hätte die angeschnittenen Erzählstränge deutlich intensiver gemacht.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Ilea bekommt hohen Besuch, was sie zuerst ganz schön aus der Bahn wirft. Ihr Großvater, der Jahreszeitengott Sol, kommt höchstpersönlich zu Besuch auf die Erde. Und während sich die Situation rund um eine Tragödie zuspitzt, gerät gerade der Frühling in eine Lage, welche ihn vor die Wahl stellt, ob Freundschaft der Liebe geopfert werden kann.
Dieser Plot ist eigentlich schnell erzählt. Und trotz der Ahnung, welche man hat, gerät man in einen Strudel aus herzzerreißenden Gefühlen, melancholischen Beweggründen und der Gewissheit, dass alles gut enden wird.
Doch dieses Ende lässt beim Lesen nicht allzu lange auf sich warten. Denn ohne viele Umwege wird man in die Handlung hereingeworfen. Dies lässt zwar im ersten Moment keine Orientierung zu, klärt sich dann aber mit jeder Zeile, welche man liest. So entsteht ein Muster, dank der Personenwelchsel, von vielen Erzählsträngen, welche sich langsam zusammenfinden.
Einige, wie die der beiden Hauptprotagonisten zeichnen sich zwar schnell ab, dies tut aber dem Romantasy-Leserherz nicht allzu sehr weh. So kann man den Irrungen und Wirrungen zwischen Freundschaft und Liebe folgen.
Und während man sich entscheiden muss, grollt etwas im Götterhimmel. Dies kam für mich persönlich viel zur kurz. Denn viel lieber hätte ich mehr über Gaia und ihre Mutter gelesen. Denn so kommt das Ende viel zu schnell. Alles wird zusammengeworfen was irgendwie hereinzupassen scheint und die eigentliche Gefahr löst sich so schnell in Luft auf, dass man sich fragt, ob man denn einige Seiten übersprungen hat.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch die Schreibweise der Figuren schafft es Jennifer Wolf den Leser mit in eine Welt zu ziehen, die in sich geschlossen und nachvollziehbar ist. Zwar sind die Handlungsstränge vorhersehbar, dennoch gelingt es ihr auch Figuren einzubauen, deren Beweggründe man unbedingt wissen möchte. Leider gelingt dies nicht immer, denn dieser Nebenstrang ist so weit abseits der eigentlichen Handlung, dass man am Ende noch mindestens eine Million Fragen hat.
Liebe und Freundschaft, Verlust und Angst, das sind die Themen, welche in dieser Jahreszeiten-Geschichte eine Rolle spielen. Und diese werden konsequent durchgehalten, bleiben dem Leser bei den Handlungen der Figuren immer im Hinterkopf und lassen alles lebendig, erfahrbar und gut aufgebaut wirken.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 8,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche eine Liebesgeschichte lesen wollen, die mehr Fragen aufwirft, ob man denn Zusammensein darf oder nicht. Existenziell wird die Frage aufgeworfen, ob man denn für sein eigenes Glück einen langjährigen Freund opfern will. So bleibt dieser Roman nicht nur für die Leser der bisherigen Bände interessant, sondern auch für alle Neueinsteiger, welche sich in das Romantasy-Genre verlieben wollen. Denn es gibt alles er, was es zu bieten hat. Mit gefühlvollen und dramatischen Auseinandersetzungen bleibt der Leser nahe bei den Figuren und wird mitgerissen in eine Welt nach der unseren.
An dieser Stelle danke ich dem Carlsen Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

fährmann, zeitreise, spannend, hund, geschwister

Ypsilon - Lass dich nicht fangen

Andreas Hüging , Miri D'Oro
Buch: 288 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 22.02.2016
ISBN 9783958821095
Genre: Kinderbuch

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Ypsilon. Lass dich nicht fangen
Reihe: -
Autor: Andreas Hüging
Gelesene Sprache: Deutsch
Illustrator: Miri D'Oro
Genre: Phantastischem Abenteuerroman im Kinderbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Herausgeber: Oetinger34 (ein Imprint der Verlag Friedrich Oetinger GmbH)
Erscheinungstermin: 22. Februar 2016
ISBN: 978-3-95882-109-5
Format: Hardcover
Seitenzahl: 288 Seiten
Preis: EUR 12,99
Kaufen bei: Oetinger34; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Mit einer Goldmünze ins Land, das nicht sein darf: In Ypsilon, einer Hochhaussiedlung am Fluss, verbreiten Chicco und seine Jugendgang „Boyzz“ Angst und Schrecken. Auch die zwölfjährigen Zwillinge Mascha und Jossi leben dort. Eines Nachts retten die beiden einen Hund vor den Schikanen der „Boyzz“. Dicht gefolgt von der Gang fliehen sie zum Fluss – und stolpern über eine Tasche voller goldener Münzen. Als eine davon ins Wasser rollt, erscheint am Ufer plötzlich ein altertümliches Floß. Ein unheimlicher Fährmann bringt die Zwillinge in eine fremde Welt, wo ein verbotenes Lied und ein verfluchter Junge über ihr Schicksal entscheiden werden.

Der Verlag über das Buch:
Ypsilon, lass dich nicht fangen ist eine atmosphärische, düstere und schnelle Abenteuergeschichte von Andreas Hüging.

Über den Autor:
Andreas Hüging ist im Münsterland aufgewachsen, danach arbeitete er mehr als zwanzig Jahre als Musiker, Texter und Komponist in Hamburg.In dieser Zeit hat er sich mit unterschiedlichsten Musikrichtungen beschäftigt und mit einer Vielzahl von Künstlern zusammengearbeitet. Er hat zahlreiche CDs veröffentlicht, Musiktitel für Filme geschrieben und ist mit verschiedenen Bands durch Europa und die USA getourt. Inzwischen lebt er mit seiner Lebensgefährtin in Bad Bentheim und Berlin, wo er seit zwei Jahren auch Kinder- und Jugendbücher schreibt.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit viel Wortwitz und Ideenreichtum, wird man tiefer in die Welt rund um Ypsilon gefangen genommen, bis man am Ende atemlos zurückbleibt.

Das Cover/Die Gestaltung:
Das Cover, gestaltet von Miri D'Oro wird durch seinen plastischen Scherenschnittstil zu einem Eycatcher, der sich auffällig von anderen Kinderbüchern in diesem Genre abhebt. Besonders die Bäume mit vielen lebendig wirkenden Tieren, funktionieren wie aufgereiht, geben dem Cover etwas dreidimensionales, sodass der Blick zum Titel des Buches gelenkt wird. Dieser hebt sich deutlich hervor, da er umrandet ist, mit etwas, dass einem Medaillon gleicht.
Schlägt man das Buch auf, so wird man mit Bildern überrascht, welche mit einer Geheimschrift versehen sind. Diese ziehen den Betrachter gleich mit in seine eigene Welt. Wer hier schon ein bisschen rätseln will, der kann sich herrlich daran auslassen, was vor allem für Kinder gleich noch einmal ein Bonuspunkt birgt (oder aber für alle Knobler, die sich nur jung fühlen und gerne auf Rätselreise gehen).
Die gelungene und einfallsreiche Darstellung der beiden Städte am Ende des Buches wirken durch die Aufmachung wie ein Pop-up Buch.
Die kleinen Zeichnungen zu Beginn eines Kapitels lassen ebenso Spannung aufkommen, ohne zu viel Preis zu geben. Nichts ist schöner als durch dieses Buch zu blättern und sich in die Straßen von Ypsilon ziehen zu lassen, immer und immer tiefer hinein.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Andreas Hügings Schreibstil birgt neben kindgerechter Spannung auch fantasievolle Umschreibungen, welche jedoch nicht ausufernd oder kitschig wirken.
Der Autor bedient sich einer alltäglichen Sprache, welche von Kindern verstanden werden kann. So wird auf Seite 51 zum Beispiel der einzig fremdsprachige Satz aus dem Lateinischem ins Deutsche übersetzt. Damit wird das Kind weder über- noch unterfordert.
Dennoch findet er keine kitschigen Umschreibungen, sondern passende Metaphern. So wird die Sprache trotz ihrer einfachen Verständlichkeit für Kinder zu einer bunten Welt, die man sich bildlich und auch akustisch vorstellen kann. Andreas Hüging spielt hierbei mit der Sprache, findet neue Vergleiche und lässt die Kinder somit auf eine Sinnesreise gehen. Mit dieser Mischung aus alltäglicher Sprache und bildhaften Metaphern bleibt dieses Buch einfach lesbar, lässt den Kindern aber noch viel Platz für Fantasie.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Andreas Hüging lässt mehrere Personen zu Wort kommen. So findet ein Wechsel zwischen verschiedenen Protagonisten statt, welche für den Verlauf der Geschichte wichtig sind. Die beiden Zwillinge Jossi und Mascha sind neben dem Grafen und einer Bande von Fängern und einem Raufbold aus ihrer Welt die Hauptakteure in dieser abenteuerlichen Geschichte.
Zwar bedient sich der Autor bei den Zwillingen dem eher üblichen Kniff (dass sie wie Tag und Nacht verschieden sind), dennoch schafft er es, nicht in die üblichen Klischees zu verfallen und die Figuren in eine Schublade zu drängen. Ganz im Gegenteil sogar: er lässt – aufgrund von Entscheidungen der Figuren – diese mit einer Ernsthaftigkeit agieren, dass man ihnen getrost deren eigene Geschichte nachvollziehen kann. Gerade deswegen gibt es auch Entwicklungen, welche den Leser in seinen Bann ziehen und ihn so jeden Satz mitfiebern lassen.
Man hofft und bangt, wagt und zittert. So sehr, dass man die einzelnen Figuren in all ihren Eigenschaften gleichzeitig liebt und hasst.
Denn der Autor schreibt nicht nur über Helden oder den bösen Tyrannen, sondern er beschreibt auch auf seine Weise lebensechte Figuren. Figuren, die ein Herz haben und die nicht nur schwarz und weiß sind. Sie sind grau. Durch dieses Grau bleibt auch die Geschichte nicht nur spannend, sondern lädt dazu ein über die Figuren und das große Abenteuer rund um die Stadt Ypsilon nachzudenken. Hüging will, dass der Leser die Figuren liebt wie hasst und sich zugleich freut, wenn der Groschen für die Veränderung endlich so schnell ins Rollen gekommen ist, dass man ihn nicht mehr aufhalten kann oder will.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Die beiden grundverschiedenen Zwillinge Mascha und Jossi begeben sich durch eine Verfolgungsjagd unbewusst in eine ihnen unbekannte Welt, in welcher nichts mehr ist wie es einmal war. Dort geraten sie in weitere gefährliche Abenteuer, bei denen sie sich ihrer Vergangenheit und den Ängsten stellen müssen. Doch nicht nur ein Tyrann hat dort die Finger im Spiel und so verweben sich die Welten miteinander und eine geheimnisvolle Jagd beginnt.
Mit diesen drei Sätzen lässt sich grob die Geschichte erzählen, ohne zu viel zu verraten. Andreas Hüging schafft es hierbei super beide Welten miteinander zu verbinden, sodass die Erzählstrukturen aufweichen und man zwischen ihnen gelegentlich hin und her springen muss, um den Figuren bei ihren Abenteuern zu folgen. Dabei spielt ein böser Tyrann, der sein Volk unterjocht ebenso eine große Rolle wie die Thematik des Mutes. Diese wird hier deutlich hervorgehoben, sodass einzelne Figuren im Geschichtsverlauf über ihren eigenen Schatten springen und sich verändern können. Bei dieser Veränderung ist der Handlungsverlauf ebenso wichtig, da beides einander untrennbar miteinander verwoben ist.
Während man also den beiden Hauptfiguren folgt, bildet sich ein weiterer Erzählstrang, der mit den beiden Zwillingen parallel verläuft, ohne dass sie voneinander ahnen.
Das Ganze baut sich geradlinig und mit der Zeit auf, sodass man nicht von Geheimnis zu Geheimnis hetzt, sondern nach und nach die Welt rund um Ypsilon erfährt und immer tiefer in sie eintauchen kann.
Doch während die beiden Haupthandlungsstränge von Beginn an gezielt geführt werden, wirken einige leider wie schnell reingenommen. So kommt das Ende mit seiner Aufklärung viel zu schnell und plötzlich löst sich alles so einfach auf, obwohl etwas geschehen war, dass mehr Zeit braucht, als das urplötzliche Auftauchen einer Figur. Zu schnell gingen diese Zeilen vorüber, in denen man sich wie hektisch hin und hergeworfen fühlt, um dann atemlos wieder auf der anderen Flussseite anzukommen. Hier vergibt sich, meiner Meinung nach der Autor ein Teil der Glaubwürdigkeit, welche er so geradlinig ausgeführt hat. Zwar hat besagte plötzlich erscheinende Figur auch eine Vorgeschichte, aber diese hätte mit präsenteren Einblicken mehr an Wahrhaftigkeit gewinnen können als es in dieser Vollendung aufgeführt ist.
Trotz dieses eher schnell abgehakten Endes ist der Schluss, vor allem für die kleineren Leser rund, wirft für die Größeren aber noch so einige Fragen auf, wenn man sich mit dieser Thematik beschäftigt, welche durch die Reise aufgeworfen wurde.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch Figuren, welche ebenso für die Plotentwicklung wie für das Vorankommen des Lesers wichtig sind, bleibt diese Geschichte in seinem Aufbau geradlinig und einander bedingt. Es wird mit geschickt gesetzten Geheimnissen und deren Auflösung gespielt, sodass man als Leser nicht plötzlich das Gefühl hat in der Luft zu hängen oder überschwemmt zu werden mit Informationen. Nur am Ende wirkt alles irgendwie leicht gedrungen, sodass sich hier einem der Verdacht aufdrängt, dass etwas fehlt oder alles schnell zum Ende gebracht werden musste. Ein paar mehr Seiten hätten an dieser Stelle Wunder gewirkt.
Lässt man diese Handlung außer Acht, ergibt sich ein Gesamtbild, welches in sich geschlossen und schlüssig ist. Kleinere Kinder werden in den Figuren entweder sich oder Freunde wieder erkennen (oder auch Bösewichte aus Buch, Film und Fernsehen). Aus dieser Tatsache ergeben sich auch die nachvollziehbaren Handlungen. Denn diese werden für die kleinen Leser einfach gehalten, sodass sie trotz dieser fantasievollen Geschichte auch alles miteinander verknüpfen können.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die ein Kind Zuhause haben, welches auf eine abenteuerliche Reise geschickt werden will. So wird nicht nur das Thema von Geschwistern aufgenommen, sondern auch mit Mut gegen böse Tyrannen gekämpft. Dabei wird aber nicht außer Acht gelassen, dass alles kindgerecht bleibt, keine blutrünstige Gewaltdarstellung dem jungen Leser verschreckt oder er überfordert ist mit zu vielen action- oder nichtgreifbaren Szenen.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Oetinger34 Team für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension entstand dank der Netzwerk Agentur Bookmark, durch welche ich an der Leserunde auf Lovelybooks teilnehmen und dieses Buch lesen und rezensieren konnte.

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165 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

secrets, geheimnisse, daniela pusch, verrat, jugendbuch

Secrets - Wen Emma hasste

Daniela Pusch
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 22.02.2016
ISBN 9783958820616
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Secrets. Wen Emma hasste
Reihe: Secrets #1
Autor: Daniela Pusch
Genre: Mädchen-Thriller im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Oetinger34 (ein Imprint der Verlag Friedrich Oetinger GmbH)
Erscheinungstermin: 22. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-95882-061-6
Format: Hardcover
Seitenzahl: 240 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Emma, Kassy und Marie sind allerbeste Freundinnen.
Aber Marie hat ein Geheimnis. Emma lügt. Kassy hat einen gefährlichen Feind.
Bald sind Sommerferien. Danach geht Marie für ein Jahr nach Australien.
Vorher wird es eine rauschende Abschiedsparty geben.
Und eine der drei wird die Nacht nicht überleben.

Der Verlag über das Buch:
Secrets - Weißt du alles, über deine besten Freundinnen?

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Elektrisierende Anfangsmomente lassen im späterem Verlauf nach und einen selbst mit vielen Fragezeichen zurück.

Das Cover/Die Gestaltung:
Zu sehen sind die drei Freundinnen. In der Mitte die Blonde, die sich von ihren beiden dunkelhaarigen Freundinnen etwas ins Ohr flüstern lässt. Das Ganze erinnert an Getuschel und Geheimniskrämerei. Besonders passend und nicht ganz so Alltäglich ist der Filter, der das Cover als Bild mit starker Kontur- und Kontrastwirkung und nicht als glattes, ebenmäßiges Foto darstellt. Somit hebt sich dieses Cover von den restlichen in seinem Bereich ab und hat dennoch dieses Element drin, welches die jungen Leser zur Identifikation anregt.
Die drei Freundinnen, welche im unteren Drittel des Buches platziert sind, haben über ihren Köpfen den Titel dieses Bandes. Hier wurde darauf Wert gelegt, dass der Untertitel und der Autorenname in derselben Schriftart sind und sich der Serienname deutlich hervorhebt. Dieser scheint so gestaltet zu sein, dass er per Hand geschrieben aussieht.
Die bläuliche Farbe setzt sich fort, wenn man das Buch aufklappt und von einem mädchenhaften Tagebuch überrascht wird. Auch dies bringt die Geschichte näher an den Leser heran und macht neugierig, was denn alles so geschehen wird.
Mit dieser Aufmachung wird die Zielgruppe und auch das Auge per se angesprochen und lässt einen neugierig werden, sodass man als interessierter Leser zu diesem Buch greifen wird.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Daniela Pusch hat eine atmosphärische und detaillierte Sprache, welche in den Dialogen jedoch manchmal zu oft in den Jugendslang verfällt. Dennoch schafft sie es, dass man die Zeilen zwischen den Gesprächen flüssig und genau verfolgen kann. Dies trifft vor allem auf den Beginn zu, der dem Leser die Figuren nahe bringt. Die Autorin baut mit ihrer atmosphärischen Sprache eine gewisse Spannung zwischen den Figuren auf. Man merkt, dass vieles zwischen ihnen brodelt, ohne, dass es ausgesprochen wird.
Leider verliert sich diese Spannung nach dem Tod einer der Hauptfiguren, das Prickeln lässt nach und wirkt wie jedes beliebige Jugendbuch. Das, was noch zwischen den Zeilen stand, das was einem als Leser unterschwellig mitgeteilt wurde, wird nun zu offensichtlich, obwohl ziemlich genau darauf geachtet wurde erst auf den letzten Seiten die Probleme einzubauen und wirken zu lassen.
1,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Drei Freundinnen, drei unterschiedliche Personen und die genau dazugehörigen Eigenschaften. Eine ist etwas beleibter, kennt sich nicht mit Mode aus, ist eher zurückhaltend, sowie eine Niete in Mathe und Sport und will mit ihren beiden Freundinnen unbedingt mithalten, selbst wenn man so nun etwas fies zu werden scheint, um sich selbst besser zu fühlen. Die andere ist irgendwie Everybody's Darling, wunderschön, Model und bringt auch schon von Zuhause aus Geld mit. Ist extrovertiert und zieht Blicke auf sich, scheint in einigen Augen die Unschuld Person zu sein und dann ist da noch die Person, welche nicht so Recht in eine Kategorie passen will. Etwas rebellisch, auf ihren Ruf bedacht und ausgeflippt kommt sie daher. Cool nach außen und dennoch nicht so selbstbewusst wie sie vorgibt zu sein.
Drei Personen mit ihren zu sehr stereotypen Eigenschaften, sodass sie wie Klischees wirken. Dies ist sehr schade, denn der Spannungsbogen der Geschichte würde mit lebendigeren Figuren deutlich mehr gewinnen.
So aber wird dieses Jugendbuch etwas langatmiger, da einem als erfahrener Leser bewusst wird, was für Probleme diese drei Figuren haben könnten. Mit dieser Tatsache im Hinterkopf, dass so unterschiedliche Personen befreundet sind, lassen an viele andere ähnliche Bücher denken. So vergibt sich Secrets eine gewisse Orginalität und wird zu einem seichten Mädchenbuch über Freundinnen und Geheimnisse.
1,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Die Spannung, das Vibrieren und Mitfiebern verläuft vor allem am Anfang mit präzise gesetzten Worten. Dadurch entstehen schnell eigene Vorstellungen im Kopf; der anfängliche knisternde Stil von Daniela Pusch trägt einen in die Geschichte hinein. Zuspitzende Momente gibt es auf den ersten 50 Seiten, eine unvergessliche Party, Mutproben und ja, ungesagte Worte.
Dies alles nimmt handlungs- und worttechnisch ein jähes Ende nach dem Tod einer der Figuren. Und während die Hauptprotagonistin Emma, aus welcher Sicht es erzählt wird in ein Loch voller Fragezeichen fällt, lässt die Spannung nach. Tröpfelt von Moment zu Moment, die nur noch Recht wenig mitreisend wirken. Hier wirkt es für mich persönlich zu erzählend und wenig spannungsgeladen.
Das wichtige und immer wieder präsente Tagebuch der verstorbenen Freundin ist etwas sehr klischeehaft, da es als "Geheimnisträger" dienen soll. Aber mit all seinen geschwärzten, durchgestrichenen und herausgerissenen Seiten wirkt das Tagebuch zu gestellt, für die Geschichte zu sehr konstruiert, nicht authentisch und wirklich. Auch die darin beschriebenen Momente sind nichts Halbes, nichts Ganzes. Es gibt Probleme, die viel zu präsent sind und andere die vernachlässigt werden.
Es ist ein unfertiges Romanende, das so überstürzt endet wie eine Folge bei einer Serie. Es soll den Cliffhanger-Effekt nutzen, aber verspielt sich zu viel, denn mit dem ersten Band sind die Leser noch gar nicht stark mit der Geschichte verwurzelt. Nicht wie bei einer Fernsehserie, die durch Bilder eine andere Sogwirkung erzeugt.
Was in diesem Band vorkommt, wirkt verständlich, nicht bedrohlich und so gar nicht mehr geheimnisvoll, wie der prickelnde Anfang zu versprechen vermochte.
1,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Der Beginn, welcher mit den Geschehnissen der Partynacht beschäftigt ist und atmosphärisch äußerst gelungen ist, setzt sich mit einem geradlinigen Verlauf fort, der sich mit meist üblichen Jugendthemen auseinandersetzt. Diese Thematiken sind nicht weit hergeholt, weswegen sich die Zielgruppe und auch Herausgewachsene hineinfühlen können.
Dennoch fehlt manchmal die Würze bei den Inhalten und Problem, eben weil sie so typisch wirken. Sie sind farblos, weil die Figuren es nicht nachleben lassen, weil diese selbst blutleer sind. Es sind Themen, die sich anpassen, willkürlich wirken. Sie sind schon ausgelesen, bringen wenig Neues und schon gar nicht Gefühltes mit ein. So reiht sich dieses Buch in eine Reihe anderer Bücher mit der Freundinnenthematik ein, lässt einen den Beginn prickelnd, dann aber eher ruhig und beschaulich den Rest der Geschichte erleben.
1,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 6,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich mit einem elektrisierenden Anfang fangen lassen wollen. Das große Geheimnis wird mit wenigen interessanten Entdeckungen immer im Unklaren gelassen. Die Geschichte findet keinen richtigen Abschluss. Was zu Beginn noch anziehend wirkte, flaute nach dem Tod ab, lief so spannungslos über die Bühne, dass es wohl eher nur diejenigen erstaunt zurück lässt, deren Kopf nicht zahllose Vermutungen anstellt. Vielleicht gibt es in Band Zwei neue Entdeckungen, welche die Geschichte vorantreiben.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Team vom Oetinger34 Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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535 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 98 Rezensionen

buchladen, bücher, liebe, schweden, iowa

Ein Buchladen zum Verlieben

Katarina Bivald , Gabriele Haefs
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 11.08.2014
ISBN 9783442754564
Genre: Romane

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Ein Buchladen zum Verlieben
Reihe: -
Autor: Katarina Bivald
Genre: Belletristik
Herausgeber: der Hörverlag (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House); Originalverlag: btb Verlag (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House)
Erscheinungstermin: 11. August 2014
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8445-1566-4
Format: 2 mp3-CDs
Spielzeit: 13h 35min
Sprecher: Eva Gosciejewicz

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Eigentlich will die schwedische Buchhändlerin Sara nur ihre 65-jährige Brieffreundin Amy besuchen. Doch als Sara in dem entlegenen Nest in Iowa ankommt, muss sie feststellen, dass Amy gestorben ist. Die skurrile Gruppe der Dorfbewohner nimmt Sara in ihrer Mitte auf. Bald sind sie ihr ans Herz gewachsen, nur ihre Liebe zu Büchern teilen sie nicht. Sara eröffnet kurzerhand eine Buchhandlung und siehe da: Über Umwege werden sogar Nicht-Leser zu Bücherwürmern. Selbst mit dem anfangs so verschlossenen Tom scheint es besser zu laufen. Als ihr Zwei-Monats-Visum abläuft, haben ihre neuen Freunde eine sehr verrückte Idee ...

Der Verlag über das Buch:
Über das Glück zu LESEN und zu LIEBEN - Der phänomenale
ÜBERRASCHUNGSERFOLG
aus SCHWEDEN!

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Manchmal kitschig, manchmal vorhersehbar, aber immer unterhaltsam und mit viel Liebe zum Buch ausgearbeitet.

Das Cover/Die Gestaltung:
Ein geschwungenes, rotes Band, präsent im Vordergrund. Der Titel präsentiert sich schlicht, aber perfekt einbettend auf diesem und fällt leicht schräg gestellt dem Betrachter sofort ins Auge. Bücher auf dem ersten und letzten Absatz, sowie der Buchladen in der Mitte runden dieses Cover ab. Während man oft Landschaften, Blumen oder Menschen auf Covern dieses Genres erkennt, so setzt sich dieses hier eindeutig ab. Mit dieser Gestaltung nimmt man dem Leser weder die Vorstellung der Figuren (da sie nur im Scherenschnitt lesend dargestellt werden), noch gibt man die Vorstellung des spielendes Ortes wieder. Es wirkt in sich geschlossen, stimmig und überfällt einen nicht mit Reizen. So wird einem Belletristikleser dieses Buch garantiert ins Auge und in den Warenkorb fallen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Mit einigen Figuren, die durch ihre Schrulligkeit auffallen, wird dieses Buch manchmal schon recht kitschig und vorhersehbar. Dennoch bleiben die Klischees in der Hinterhand, werden nur hervor geholt, wenn sie für eine Wendung gebraucht werden. So entstehen Figuren, welche man nur lieben kann. Sie bleiben einem im Kopf und man kann sich auch in der einen oder anderen Figur wiederfinden. So wird das Hören nur manchmal zäh, bleibt aber durch die Figuren auch abwechslungsreich, sodass man auch die eine oder andere sich anbahnende Entwicklung mehr als genießen kann. Mit dieser Mischung aus innovativen Charaktereigenschaften und Klischees bleibt man immer daran, schließt diese kleine Stadt ins Herz und nahe an den Figuren.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Auch hier kommen sie vor, die Klischeehaften Wendungen. Dies wird gelegentlich vorhersehbar, dennoch erwärmen einige Wendungen einem das Herz. Dadurch, dass sich der Plot aus den Figuren entwickelt und so beides ohne das andere nicht auskommen kann, kann man getrost über diese wenigen Klischeehaften Wendungen drüber hinweg sehen und sich der Idylle des Kleinstadtlebens mit all seinen Irrungen und Wirrungen hingeben. Denn nichts ist unterhaltsamer als ein Buchladen, der erst belächelt wurde und dann von jedem behalten werden will.
Man ist nur ein Lauschen von vielen liebevollen Anekdoten, Anlehnungen und Liebesbekundungen für das Medium Buch entfernt, was vor allem Buchliebhaber sehr begeistern dürfte.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit der Mischung aus ideenreichen Figuren, die nur sehr selten in Klischees rutschen, bleibt dieses Buch nahe an der Realität. Auch wird man als Zuhörer nicht verwirrt, denn die verschiedenen Themen bauen sich von Beginn an auf. Die Schwierigkeiten sind schon immer in den Startlöchern, bleiben hier und da unter der ganzen Handlung, manchmal schon fast drohend, bis sie nach oben gezogen werden. So werden auch diese Themen nicht einfach aus dem Hut gezaubert, sondern bahnen sich mit Sinn und Verstand an. So wird dieser Buchladen nicht nur zum Verlieben, sondern auch immer glaubwürdig bleiben.
2,0/2,0 Punkten

Der Sprecher/Die Sprachqualität:
Eva Gosciejewicz schafft es den Figuren Leben einzuhauchen. Sie bringt atmosphärisch vor allem die Hauptfigur herüber, vernachlässigt aber auch nicht die Nebenfiguren. So schafft es die Sprecherin dem ganzen Dorf einen gewissen Charme und eine eigene Identität zu verschaffen, alleine durch ihre Stimme.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche eine kurzweilige Liebesgeschichte hören wollen. Nicht nur die Liebe zum Buch wird hier besprochen, sondern auch wie sich ein kleines Dorf sich Schritt für Schritt wegen eines Buchladens verändert. Mit viel Charme und auch Witz, schafft es die Autorin, Katarina Bivald, einem ihre Geschichte zu erzählen, während Eva Gosciejewicz durch ihre Stimme eine Seele in diese Worte bringt. So wird jeder Charakter trotzt seiner Klischees noch lebendig und verhält sich nur zu den Wendungen so wie man es von ihm erwartet.
An dieser Stelle danke ich dem Random House Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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Elya

Dana Müller-Braun
E-Buch Text
Erschienen bei Books on Demand, 19.06.2015
ISBN 9783738611847
Genre: Sonstiges

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zodiac, sternzeichen, fantasy, weltall, romina russell

Zodiac

Romina Russell ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492703819
Genre: Jugendbuch

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Verbrechen

Ferdinand von Schirach
Flexibler Einband: 246 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2011
ISBN 9783492272438
Genre: Romane

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