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91 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

unsterblichkeit, teufel, molekularbiologie, biologie, ewiges leben

Die Unglückseligen

Thea Dorn
Fester Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Knaus, 26.02.2016
ISBN 9783813505986
Genre: Romane

Rezension:


Diese Rezension wurde von Saskia auf ZeilenSprung - Literatur erleben verfasst

PRODUKTDETAILS:

Titel: Die Unglückseligen
Reihe: -
Autor: Thea Dorn
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Roman
Herausgeber: Knaus (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House)
Erscheinungstermin: Februar 2016
ISBN: 978-3-8135-0598-6
Format: Hardcover
Preis: EUR 24,99

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Johanna Mawet ist Molekularbiologin und forscht an Zebrafischen zur Unsterblichkeit von Zellen. Während eines Forschungsaufenthalts in den USA gabelt sie einen merkwürdigen, alterslosen Herrn auf. Je näher sie ihn kennenlernt, desto abstrusere Erfahrungen macht sie mit ihm. Schließlich gibt er sein Geheimnis preis. Er sei der Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren 1776. Starker Tobak für eine Naturwissenschaftlerin von heute. Um seiner vermeintlichen Unsterblichkeit auf die Spur zu kommen, lässt sie seine DNA sequenzieren. Als Johannas Kollegen misstrauisch werden, bleibt dem sonderbaren Paar nur eines: die Flucht, dorthin, wo das Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis und schwarze Romantik sich schon immer gerne ein Stelldichein geben - nach Deutschland.

Der Verlag über das Buch:
In ihrem ersten Roman seit "Die deutsche Seele" nimmt Thea Dorn uns mit in die Extreme moderner Biomedizin und zieht uns zugleich in die Untiefen einer romantischen Seele. „Die Unglückseligen“ ist ein großes Lese- und Erkenntnisvergnügen, in dem sich die lange Tradition des Fauststoffes zeitgemäß spiegelt.

Über die Autorin:
Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin und arbeitete als Dozentin und Dramaturgin. Sie schrieb eine Reihe preisgekrönter Romane und Bestseller, Theaterstücke, Drehbücher und Essays und zuletzt mit Richard Wagner den Sachbuch-Bestseller „Die deutsche Seele“. Seit März 2017 ist sie festes Mitglied beim "Literarischen Quartett". Thea Dorn lebt in Berlin.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein wagemutiger, vielschichtiger Roman, für den man allerdings Zeit und Geduld mitbringen muss!

Kurzrezension:
Vermutlich seitdem die ersten Menschen ihre Gehversuche auf dieser Erde unternahmen, gibt es ihn, diesen Traum von Unsterblichkeit. Denn der Tod ist schließlich unser Widersacher, nimmt all unser Leben und unsere Errungenschaften. Kann die Menschheit den Tod überwinden und unsterblich werden?

Eine Wissenschaftlerin, ein über 200 Jahre alter Physiker wie Alchemist und der Teufel wandeln in Thea Dorns Roman „Die Unglückseligen“ auf den Spuren der Unsterblichkeit. Auf dem Cover befindet sich eine nackte Frau, die ein Skelett umarmt und zur Seite schaut. Hübsch anzuschauen ist es, aber nicht mitreißend.

Auch der Inhalt des Buches braucht Zeit. Es geht um die Molekularbiologin Johanna Mawet, die in den USA an der Unsterblichkeit von Zellen forscht. Das Rätsel um die Unsterblichkeit will sie unbedingt lösen – und dann taucht da Johannes Ritter auf, Physiker und Alchemist aus der Goethe-Zeit. Dieser Mann lebt seit über zweihundert Jahren und muss die rational denkende Johanna erst von seinen Behauptungen und seiner Unsterblichkeit überzeugen. Als ihm dies gelingt, forschen beide an der Unsterblichkeit, erst in den USA, dann in Deutschland.

Die Figuren von Dorns Roman sind gekonnt gezeichnet; problematisch ist nur, dass Ritter so antiquiert daherkommt. Auch wenn die Geschichte sicherlich nicht jeden ansprechen will, so ist es schade, dass die Figuren nicht ein bisschen alltagstauglicher sind. Sie erscheinen wie aus längst vergessener Zeit, sind mehr Darsteller als handelnde Subjekte. Aber vielleicht ist dies die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Auch der Charakter Ritter erscheint mir zu artifiziell (aber doch passenderweise sehr unlebendig), der eine verstärkte Identifikation mit dem Lesestoff erschwert.

Dorn setzt in ihrem Roman die Sprache sehr vielgestaltig ein. Ritter und der Teufel sprechen altertümlich und sehr gewöhnungsbedürftig. Es braucht Zeit, sich in diese Charaktere und ihre Denk- wie Handlungsweise hineinzuversetzen. Anglizismen beherrschen Johannas Ausdrucksweise, oftmals kommen Dialekte zum Einsatz.

Dies ist einerseits eine gewisse Stärke dieses Buches, andererseits aber auch seine größte Schwäche. Dieser sehr künstliche Umgang mit Sprache, der zwar sehr gekonnt, aber dennoch eigenartig ist, begrenzt den Lesefluss sehr stark und erschwert das Lesen. Ein bisschen weniger gesuchte Authentizität wäre für meinen Geschmack hier besser gewesen. Vielleicht hätte dem Buch eine unverbrauchte Alltagssprache – zumindest als Gegenstimme zu diesen komplexen Sprachstrukturen – gutgetan.
So braucht es jedoch seine Zeit, bis der Leser sich an die Sprache – und damit die Denkweisen der Figuren gewöhnt und vollends in die Handlung einsteigen kann.

Fazit:
„Die Unglückseligen“ ist ein tiefgründiges Buch, welches Stoff zum Denken bietet. Ein bisschen schwer macht es die altertümliche und recht umständliche Sprache, auf die man sich erst einlassen muss. Doch es ist interessant und amüsant zu beobachten, wie die beiden Hauptpersonen miteinander agieren und dem Geheimnis um die Unsterblichkeit auf die Spur kommen.



Ein Lesevergnügen, das 4,0/5,0 Punkten verdient.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Verlagsgruppe Random House, für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

fantasy, magie, kinderbuch, septimus heap, zauberer

TodHunter Moon - FährtenFinder

Angie Sage , Reiner Pfleiderer , Mark Zug
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.02.2017
ISBN 9783446254886
Genre: Kinderbuch

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: TodHunter Moon. FährtenFinder
Reihe: TodHunter Moon #1
Autor: Angie Sage
Gelesene Sprache: deutsch
Übersetzer: Reiner Pfleiderer
Illustrator: Mark Zug
Genre: Fantasy im Kinderbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: empfohlen ab 10 Jahren
Herausgeber: Hanser Verlag
Erscheinungstermin: 20. Februar 2017
ISBN: 978-3-446-25488-6
Format: Hardcover
Seiten: 384 Seiten
Preis: EUR 17,00

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Die junge Todi steht vor einem aufregenden Ereignis: Mit 12 Jahren wird sie endlich von ihrem Vater in die Rituale der FährtenFinder eingeweiht. Kurz darauf ist Todis Vater spurlos verschwunden. Gemeinsam mit ihrem Freund Oskar begibt sich Todi zum Zaubererturm, weil sie sich Hilfe vom Außergewöhnlichen Zauberer erhofft. Dieser ist niemand anderes als Septimus Heap. Und er hat es gerade mit einem mächtigen Feind zu tun: dem Hexer Oraton-Marr, der den Palast der Schneeprinzessin in seine Gewalt gebracht hat. Im Palast aber ist der magische Lapislazuli versteckt, und der darf auf keinen Fall in die falschen Hände geraten …

Der Verlag über das Buch:
Ein neues magisches Abenteuer, eine zauberhafte Heldin und ein Wiedersehen mit Septimus Heap! Die neue Fantasy-Reihe von Bestsellerautorin Angie Sage
Das erste Abenteuer der neuen Fantasy-Reihe von Angie Sage.

Über den Autor:
Angie Sage, 1952 in London geboren, lebt als Autorin und Illustratorin in Cornwall. Sie studierte Grafikdesign an der Art School of Leicester. Mit ihrer großen Fantasy-Saga Septimus Heap erlangte sie Weltruhm. Die Reihe wurde in 16 Sprachen übersetzt, stand monatelang auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste und wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.


DIE BEWERTUNG

Meinung:
Fantastisch geschrieben und mit viel Witz, entführt Angie Sage die (jungen) Leser in eine magische Welt voller Freundschaft und Zauberei.

Das Cover/Die Gestaltung:
Der erste Band dieser neuen Reihe, im Septimus Heap Universum ist, wie seine Vorgängerreihe, als ein Buch gestaltet. Die aufgezeichneten Beschläge umrahmen das Cover, geben somit einen natürlichen Rahmen.
Mit goldschimmernder Schrift, die manchmal mit Furchen versehen sind, ist der Titel des Buches geschrieben und nimmt unauffällig und dennoch sehr präsent die obere Hälfte des Bucheinbandes ein.
Darunter, eingeschlossen unter Glas, sitzt eine Art Pfeil. Golden und mit einer Lapislazulifarbenen Kugel liegt es im schimmernden violettem Samt.
Und genau dieses Cover hat einen besonderen Bezug zu dem Buch. Denn genau diese Schatulle ist ein wichtiger Bestandteil des Buches, birgt einen wichtigen Gegenstand, den unsere Gefährten benötigen, um ihr Abenteuer unbeschadet zu überstehen.
Deswegen ist dieser Einband nicht nur klasse durch den Illustrator Mark Zug gestaltet, sondern birgt auch für alle (jungen) Septimus Heap Leser ein farbenfrohes Spektakel, dass Geheimnisse im Inneren birgt!
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Angie Sage, welche durch den Übersetzer Reiner Pfleiderer ins Deutsche übertragen wurde, hat einen kindlichen und witzigen Schreibstil. Wer (so wie ich) die vielen Bände der Septimus Heap Reihe gelesen hat, wird feststellen, dass die Autorin ihrem Stil mehr als treu geblieben ist. Denn trotz dieser kindgerechten Sprache zaubert sie dem Leser die Figuren und deren Handlungen nur so in den Kopf. Man kann lachen, man fiebert mit und wundert sich, dass man plötzlich fröstelt, obwohl die Sonne vom Himmel scheint.
2,0/2,0 Punkte

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Für dieses Buch ist es sehr wichtig, dass man zumindest einen Teil der Septimus Heap Reihe kennt. Denn die vielen Figuren, welche darin vorkommen hat man in dieser vorherigen Reihe als Leser lieben gelernt. So kann es vor allem für den Neueinsteiger schwer werden mit zu kommen.
Wenn man jedoch die vorherigen Bände der anderen Reihe gelesen hat, kann man sich ganz und gar auf die alten (und natürlich neuen!) Figuren einlassen.
Das Wunderbare ist, dass jede Figur seine eigene Stimme hat, diese anhand ihrer Art zu etwas Besonderem macht und sie lebendig werden lässt, ohne in Klischees zu verfallen oder nur Allgemeinplätze zu verteilen. Selbst der erfahrenste Zauberer, so wird man schnell feststellen, kann sich anhand der Story weiterentwickeln und lernt ebenso noch von der jungen Todi, wie sie von ihm. Denn weil sich die Erzählpespektive nicht nur auf eine Person beschränkt, bekommt man so einen grandiosen Einblick in die Köpfe der handelten Figuren.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Auch hier ist der Plot kindgerecht aufgearbeitet, sodass man dieses Buch seinem Kind getrost ab 10 Jahren in die Hand drücken kann. Das Besondere ist auch hier, dass viele Handlungen, die vielleicht am Anfang für Verwirrungen sorgen, am Ende so zusammenlaufen, dass sie einen Sinn ergeben und bedeutsam für die Handlung werden.
Besonders verzaubert wird man von den vielen verschiedenen magischen Dingen, welche hier auftauchen. Denn das birgt nicht nur fantasievolle Momente, sondern lässt auch nie die Spannung versiegen.
2,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit Figuren, die man am besten schon aus der vorhergegangen Reihe kennen sollte, voller Leben und Witz bringt Angie Sage den Leser dazu sich in die Figuren einzufühlen. Sie zu mögen oder gar zu hassen. Und dabei fallen die Figuren nicht aus ihrer Rolle, gehen aber auch nicht in Klischees auf. So wirken sie lebendig und man kann ihre Positionen und Handlungen verstehen.
Der Geschichtsverlauf wirkt zu Beginn sehr verwirrend, aber läuft am Ende so gut zusammen, dass jede einzelne Handlung Sinn ergibt.
1,5/2,0 Punkten


Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die nicht nur die Septiums Heap Reihe kennen, sondern sich auch für Magie erwärmen können. Denn in diesem Buch ist alles magisch. Von kleinen Steinen, Katzen, bis hin zum Boden der alle begrüßt, der einen Schritt auf ihn macht. Ein besonderes Buch, das eine willkommene Abwechslung im Alltag der (jungen) Leser wird und garantiert mehr als nur ein Abenteuer wert ist!

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fantasy, jugendbuch, liebe, fluch, alchemie

Secret Fire - Die Entfesselten

C.J. Daugherty , Carina Rozenfeld , Peter Klöss
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.02.2017
ISBN 9783789133404
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Secret Fire. Die Entfesselten
Reihe: Secret Fire #2
Autor: C.J. Daugherty und Carina Rozenfeld
Übersetzer: Peter Klöss
Genre: Fantasy im Jugendbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: Oetinger Verlagsgruppe
Erscheinungstermin: 20. Februar 2017
ISBN: 978-3-7891-3340-4
Format: Hardcover
Seiten: 448 Seiten
Preis: EUR 18,99

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Wenn ein Fluch dein Schicksal ist, vertrau‘ auf die Liebe! Taylor und Sacha haben im St. Wilfred College Zuflucht gefunden. Hier sucht man fieberhaft nach einer Möglichkeit, die furchterregenden Todbringer zu vernichten. Nur noch wenige Tage bleiben bis zu Sachas 18. Geburtstag, dem Tag, an dem er sterben wird, falls die zwei es nicht schaffen, den uralten Fluch zu bezwingen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, der von Sacha und Taylor verlangt, sich dem zu stellen, was sie am meisten fürchten, um nicht zu verlieren, was sie am meisten lieben.

Der Verlag über das Buch:
Spannung hoch zwei: Action trifft Romantik! Spektakuläres Finale des Mystery-Zweiteilers von der Autorin der Bestseller-Serie "Night School"!

Über den Autor:
C.J. Daugherty, Autorin und Journalistin, lebt in Südengland. Sie war u.a. für verschiedene amerikanische Zeitungen als Polizeireporterin tätig, veröffentlichte gemeinsam mit ihrem Mann Reiseführer und schreibt seit einiger Zeit spannende Bücher für junge Erwachsene. Mit ihren Romanen über die »Night School« erntete sie sehr schnell internationale Anerkennung. Die "Teenie-Serie mit Potential" - so der Norddeutsche Rundfunk in seinen Buchtipps - wird bereits in 18 Sprachen übersetzt! C.J. Daugherty selbst sagt über ihr Werk: "Night School kann euch dabei helfen, an der Uni zu überleben, außerdem ein Schweizer Messer, Thunfisch aus der Dose und billiger Gin!"


DIE BEWERTUNG

Meinung:
Spannung durchzieht den zweiten Teil von der ersten bis zur letzten Seite, sodass man es nicht aus der Hand legen kann!

Kurzrezension:
Nachdem ich den ersten Teil dieser Reihe schon regelrecht verschlungen habe, war ich froh auch den zweiten Teil als Rezensionsexemplar lesen zu können, sodass ich meine Erwartungen schon vor vielen Lesern stillen konnte.

Das Cover, welches sich sehr an den Vorgänger anlehnt, ist wieder von den Schemen eines Mädchens geschmückt. Auch um sie herum schweben alchemistische Zeichen. Wo hingegen der vorhergegangene Band sich in einem glitzernden Rosa darbot, ist es dieses Mal ein leuchtendes Blau, dass bei näherer Betrachtung metallisch glänzt.

Auch dieser Band lässt sich dank der beiden beschriebenen Perspektiven locker und vor allem mit viel Spannung lesen. Der Schreibstil ist hier besonders hervorzuheben. Da dieser sich sehr nahe an den Figuren bewegt und auf die beiden Hauptprotagonisten ausgelegt ist, wird dadurch Spannung hervorgerufen. So begleiten wir ebenso die weibliche Taylor und den männlichen Sacha auf ihren gemeinsamen Abenteuern und auch in ihre Gefühlswelt.

Und diese ist äußerst interessant. Denn obwohl das Hauptaugenmerk natürlich auf der Liebesgeschichte der beiden liegt, werden auch viele weitere Begebenheiten mit einbezogen.
Sacha, der sich zum Beispiel ebenso um seine Familie sorgt, um seine kleine Schwester ganz besonders und Taylor, die sich vor allem auf ihre Ausbildung konzentrieren muss. Denn diese hat es in sich. Obwohl Taylor schließlich von einer mächtigen Familie abstammt, bekommt sie nicht so schnell ihre Kraft in den Zaum und so gelangen beide schon mal in ziemliche Bedrängnis.
Dies ist äußerst erfrischend, weil dies die weibliche Hauptprotagonistin symphytisch und lebensnah macht.
Auch Sacha, der öfter mal gerettet werden muss, wird als realer Mensch gezeichnet und nicht als übertriebene Figur, die nur dazu da ist dem Mädchen beizustehen und zu retten.

Und während die Seiten durch die vielen Ortswechsel und Handlungen nur so dahinfliegen, birgt das Ende eine Auflösung, die zu dem Ganzen passt. Sie ist nicht zu einfach, aber auch nicht übertrieben schwer gehalten. Logisch reiht sich alles, was in dieser Dilogie vorkam und vorauf hin sich die beiden entwickelt und vorbereitet haben.

Fazit:
Das Ende dieser Dilogie ist der perfekte Abschluss, der mich noch mehr begeisterte, als schon der erste Band.

Zwar wiesen einige Stellen ein paar kleine Längen auf, die sich aber mit den vielen Ortswechseln und dem darin enthaltenen Tempo wieder wettmachen. Außerdem sind genau diese Längen für die Figurenentwicklung äußerst wichtig, da sich die beiden Hauptprotagonisten nicht nur näher kommen, sondern sie auch in sich selbst genau das finden, was wichtig ist für den Abschluss und die Auflösung des Ganzen.

Somit verdient sich dieses Buch 4,5/5,0 Punkten.


An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Oetinger Verlag und der Agentur Bookmark für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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207 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

jahreszeiten, liebe, sommer, impres, göttin

Tagwind - Der Bewahrer der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.06.2016
ISBN 9783646602272
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Tagwind. Der Bewahrer der Jahreszeiten
Reihe: Geschichten der Jahreszeiten #4
Autor: Jennifer Wolf
Gelesene Sprache: Deustch
Genre: Romantasy und Boys Love im Jugendbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: Impress (ein Imprint der CARLSEN Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 2. Juni 2016
ISBN: 978-3-646-60227-2
Format: eBook
Preis: EUR 3,99

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Yannis Tagwind zählt nicht nur zu den attraktivsten Junggesellen Hemeras, sondern ist auch mit Abstand der warmherzigste und liebenswerteste Mann, der jemals unter der Göttin Gaia gelebt hat. Mit einer bewundernswerten Fürsorglichkeit kümmert er sich neben seinen Geschwistern auch um das jüngste Götterkind der Jahreszeiten und würde sofort sein Leben für seine Familie geben. Während diese darauf hofft, dass er sich bald eine Frau sucht, gehört sein Herz jedoch jemandem, den er nicht lieben darf. Nicht nur trennen die beiden ganze Welten an gelebter Zeit, auch ist die Person dafür bekannt, niemandem jemals ihre Liebe geschenkt zu haben. Doch Yannis könnte den Lauf der gesamten Erdengeschichte ändern…

Der Verlag über das Buch:
**Der letzte Band der preisgekrönten Bestsellerreihe von Jennifer Wolf!**

Über den Autor:
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.


DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit Figuren voller Klischees und einer unausgereiften Handlung ist der letzte Teil leider ein Fiasko, das ich oft zur Seite legen musste.

Kurzrezension:
Eigentlich habe ich mich sehr darauf gefreut mich noch einmal in Hemera hineinzuträumen. Denn die Vorgänger habe ich geradezu verschlungen.
Der letzte Teil hingegen lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Vor allem mit solchen, die mich persönlich wütend machen.

Dabei fing es sehr gut an.
Schon das Cover allein, das zwar im Stil der Reihe gestaltet ist, hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es ist nämlich darauf ein Mann abgebildet und durch die vielen Andeutungen von Jennifer Wolfs Facebook-Account, konnte ich mir schon sehr gut vorstellen, weswegen dies der Fall ist.
Deswegen wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und hoffte, dass sie nicht genau das macht, was viele vor ihr schon getan hatten.

Doch kaum war ich, dank Jennifer Wolfs flüssigem und angenehm lockerem Schreibstils, mitten im Geschehen, stellte sich nur allzu schnell heraus, dass auch hier sehr tief in die Klischeekiste gegriffen wurde.

Die beiden männlichen Hauptprotagonisten, welche noch zu einem Paar werden, sind nämlich so gestaltet, dass ich sehr oft augenverdrehend das Buch zur Seite packen musste.
Denn ab der Hälfte des Buches werden so viele Schubladen davon aufgemacht, obwohl zu Beginn noch nichts davon zu sehen war.
Dies finde ich sehr schade. Denn genau aus diesen Gründen lese ich keine LGBTQ Romane (und das, obwohl ich zu dieser Gruppe gehöre).

Durch diese Klischeeschubladen wurden die Figuren einfach nur nervend. Wirkten zu aufgesetzt und am Leben vorbei. Wie Koryphäen. So konnte ich mich nicht in sie hineinversetzten, was ich sehr schade fand, denn die Auseinandersetzung mit der Akzeptanz betrifft schließlich auch mich.

Da in dieser fiktiven Welt es nicht so gerne gesehen wird, wenn ein schwules Pärchen zusammenlebt, ist die Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem eigenen Standpunkt natürlich vorprogrammiert. Hier wurde Jennifer Wolf dann doch noch etwas tiefgründiger und verließ die ausgetretenen Pfade der Mainstreamsicht, um sich einem Problem zu nähren, dass nicht nur Ausgrenzung betrifft, sondern auch regelrechten Hass.
Nur, dass die Sol und Yannis sich ständig umkreisten, Missverständnisse zu gebrochenen Herzen führten und dieses ständige Hin oder doch Her, ließen den Lesefluss eindeutig weiter nach unten sacken.

Fazit:
Das Ende der Jahreszeiten Reihe lässt mich persönlich mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Zum einen sind da die ständigen Klischees, die einfach nur unrealistisch sind und dann auch noch das ständige Hin oder doch Her. Das hat mich besonders aufgeregt.

Und dann gibt es noch die Auseinandersetzung, welche Jennifer Wolf weit ab der ausgetretenen Mainstrampfade beschreiben hat. Dank dieser einfühlsamen Einarbeitung konnte das Buch mich dann doch dazu bringen es nicht gänzlich abzubrechen.
Denn sie schreibt darin sehr viel Wahres, was viele in meiner LGBTQ und auch ich selbst erfahren habe.
Somit schafft es das Buch dennoch ein wenig Diversität zu bekommen, selbst wenn sehr viele Klischeekeulen geschwungen werden.

Somit verdient sich dieses Buch 3,0/5,0 Punkten.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Carlsen Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Jako und Pepe

Sandra Nenninger , Sabine Goebel
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 15.11.2016
ISBN 9783946049029
Genre: Kinderbuch

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Jako und Pepe: Das Geheimnis der Dornenhecke
Reihe: -
Autor: Sandra Nenninger
Illustrator: Sabine Goebel
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Phantastisches Kinderbuch für Erstleser
Empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
Herausgeber: Verlagshaus el Gato
Erscheinungstermin: 15. November 2016
ISBN: 987-3-946049-02-9
Format: Hardcover
Preis: EUR 17,50

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Was verbirgt sich wohl hinter der Dornenhecke, die über Nacht im sagenumwobenen Hexenwald gewachsen ist? Jako will es unbedingt herausbekommen und überredet seinen besten Freund Pepe, der merkwürdigen Sache auf den Grund zu gehen. Die Kinder staunen nicht schlecht, als sie an der Hecke die Bekanntschaft von Zwergen machen. Diese sind in großer Not, denn ein unheilvoller Eindringling hat sie aus ihrem Dorf vertrieben. Jako will sofort helfen – Pepe hingegen ist ängstlich. Doch schließlich siegt sein Wunsch, ein Held zu werden und er stimmt dem Abenteuer zu. Hätte er geahnt, um wen es sich bei dem ungebetenen Gast im Zwergendorf handelt, er hätte auf dem Absatz kehrt gemacht.

Der Verlag über das Buch:
Kinderbuch für Erstleser geeignet mit spezieller Erstleserschrift
Das Buch hat ein Extraformat für kleine Kinderhände und weist zahlreiche Illustrationen von Sabine Goebel auf.

Über den Autor:
Geboren 1975 in Heidelberg, studierte Sandra Nenninger Romanistik und Volkswirtschaftslehre in Hessen und in der Bourgogne. Nach dem Studium zog es sie in die Hauptstadt Berlin, wo sie heute noch mit ihrer Familie lebt. Menschen und deren Geschichten faszinierten sie schon immer – am liebsten mag sie jedoch die selbst erfundenen mit Kindern als Hauptfiguren. Im El Gato-Verlag erscheint ihr Vorlesebuch „Jako & Pepe“.

Über den Illustrator:
Die Illustratorin Sabine Goebel wurde 1988 in Berlin geboren und lebt in Freiberg. Von Kindesbein an mit einem Stift bewaffnet, stellt sie sich dem großen Leben. Ganz klein fing sie 2007 beim Mosaik ihr erstes Praktikum an, neben den Abiturprüfungen verbrachte sie bis 2008 so gut wie jede freie Minute dort. Schon ein paar Millimeter größer, studiert Sabine nun Mediendesign und gründete 2014 das Malmling Studio. Ihre große Leidenschaft, neben schlechten Wortwitzen, ist der Trickfilm.


DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit witzigen Figuren, spannenden Handlungen und wunderschönen Bildern bietet dieses Erstlesebuch eine tolle Unterhaltung für Jung und Alt.

Das Cover/Die Gestaltung:
Sabine Goebels Comic-Stil prägt nicht nur die Zeichnungen innerhalb des Buches, sondern auch das Cover.
Der Blickpunkt des Covers ist auf die beiden knuffigen Jungs gerichtet, mit denen wir dieses Abenteuer erleben. So spricht es mit seiner frohen Farbgebung besonders abenteuerlustige (Erst)Leser an, die sich aufgrund der abgebildeten Zwerge ebenso in ein Fantasiereich begeben wollen.
Auch die Innengestaltung ist sehr liebevoll und detailliert gezeichnet, sodass man neben den witzigen Dialogen auch ebenso lustige Bilder hat, über welche man schmunzeln und lachen kann.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Sandra Nenninger schafft es mit ihrer kindgerechten Sprache den Erstleser in seinen Bann zu ziehen. Auch bleiben Worte beim Vorlesen nicht auf der Zunge liegen, sondern können ohne weitere Probleme ausgesprochen werden. So entsteht ein einfacher Lese- und Sprechfluss, bei welchem nicht nur die jungen Leser in die Geschichte gezogen werden.
2,0/2,0 Punkte

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Aufgrund der detaillierten und farbenfrohen Bilder der beiden Kinder kann man sich ein sehr gutes optisches Bild von ihnen machen.
Auch spielt die Autorin in der wörtlichen Rede so mit dem gesprochenen Wort, dass Charaktereigenschaften deutlich hervortreten und für Kinder anschaulich greifbar werden.
So bleiben die beiden sehr kindgerechten Figuren in einer ergreifbaren Figurenwelt, ohne zu schwierige Motive zu haben oder sich in Widersprüche zu verstricken.
Durch diese altersgerechten Charaktere bleibt die Leselust bis zum Schluss erhalten und lässt einem sogar so weit in die Geschichte eintauchen, dass man sich am Ende wundert wie schnell die Zeit davongeflogen ist.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Jako und Pepe, zwei unterschiedliche, aber doch sehr enge Freunde, werden durch Zufall in eine fantasievolle Welt am Rande einer Dornenhecke gezogen. Dort überwinden sie nicht nur ihre Ängste, sondern knüpfen neue Freundschaften, erleben Abenteuer und wachsen über sich selbst hinaus.
Durch die kindlichen Charaktere bleibt die phantastische Handlung in einem überschaubarem Rahmen, welche die Jüngsten nicht überfordert. Die Fantasie wird angeregt, ja selbst zum Mitmachen wird man animiert. So kommt keine Langeweile auf und dennoch überschlägt sich nichts.
2,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Aufgrund der empfohlenen Altersangabe von 5 Jahren bleibt der Aufbau in dem Punkt der Nachvollziehbarkeit nahe an der Zielgruppe. So ergibt sich ein Bild, das vor allem von fantasievollen Begegnungen geprägt ist und Kinderaugen zum Leuchten bringen wird.
Wo zu Beginn noch die Einführung der Figuren stand und ihre Unternehmungslust, gesellt sich schnell der phantasievolle Strang hinzu, der die Geschehnisse ins Rollen bringt. Die Geschichte überzeugt mit einer perfekten Mischung aus Humor und Handlung, die am Ende auf den Höhepunkt zusteuert.
So wird das Vorlesen (oder auch das Erstlesen) zu einem Abenteuer, das man nicht aus der Hand legen kann.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 10,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die für ihre Kinder ein fantasievolles (Erst)Lesebuch suchen. Denn nicht nur für die Abenteuerlustigen wird dieses Buch etwas sein, sondern auch für all die, welche gerne einmal sich in der Welt der Fantasie verlieren.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Autorin Sandra Nenninger und dem Verlagshaus el Gato für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

flohzirkus, hörbuch, fantasie, rezension, fanatsy

Dunkelsprung

Leonie Swann , Andrea Sawatzki
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 10.11.2014
ISBN 9783844517323
Genre: Romane

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Dunkelsprung. Vielleicht kein Märchen
Reihe: -
Autor: Leonie Swann
Gehörte Sprache: Deutsch
Genre: Phantastische Literatur im Belletristikbereich
Empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Herausgeber: der Hörverlag (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH)
Erscheinungstermin: 10. November 2014
ISBN: 978-3-8445-1732-3
Format: Ungekürzte Lesung, 1 mp3-CD
Gesamtspielzeit: 11 Stunden 26 Minuten
Sprecher: Andrea Sawatzki
Preis: EUR 9,99
Kaufen bei: der Hörverlag, Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Julius Birdwell, Goldschmiedemeister, Flohdompteur und unfreiwilliger Einbruchkünstler, wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich eine ruhige, unbescholtene Existenz führen zu können. Doch als seine Flohartisten einem plötzlichen Nachtfrost zum Opfer fallen und die geheimnisvolle Elizabeth Thorn in sein Leben tritt, überstürzen sich die Ereignisse. Ein Magier wird ohnmächtig, eine alte Dame macht sich in einem gestohlenen Lastwagen davon, ein Detektiv mit Konzentrationsstörungen findet zu einem ungewöhnlichen Haustier. Und plötzlich steht Julius vor einer Reihe ungelöster Fragen: Wie befreit man eine Meerjungfrau? Wie viele Flöhe passen auf eine Nadelspitze? Und warum ist das Leben trotz allem kein Märchen? Julius bleibt nichts anderes übrig, als sich weit über den Tellerrand seiner Welt hinauszulehnen und den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Ein phantastisches Abenteuer beginnt …

Der Verlag über das Buch:
-

Über den Autor:
Leonie Swann wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Mit ihren ersten beiden Romanen „Glennkill“ und „Garou“ gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Beide Bücher standen monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und wurden bisher in 25 Sprachen übersetzt. Leonie Swann lebt heute umzingelt von Efeu und Blauregen in England und Berlin.

Über den Sprecher:
Andrea Sawatzki wurde 1963 in Kochel am See geboren. Nach ihrer Schauspielausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule und den Münchner Kammerspielen stand sie zwischen 1988 und 1992 in Theatern in Stuttgart, Wilhelmshaven und München auf der Bühne, es zog sie jedoch mehr und mehr vor die Kamera. So wirkte sie in zahlreichen Kinofilmen mit, u. a. in "Die Apothekerin", "Das Experiment" oder "Scherbentanz", in unzähligen TV-Produktionen wie "Die Affäre Semmeling", "Arme Millionäre", "Helen", "Fred und Ted" und als Kommissarin Charlotte Sänger in der Krimireihe "Tatort". Seit 2010 dreht sie in der Titelrolle die ZDF-Reihe "Bella Vita". Andrea Sawatzki wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Grimme Preis 2005, dem Deutschen Comedypreis 2006, dem Hessischen Fernsehpreis 2006, dem Montreal Filmpreis 2008 und dem Jupiter Filmpreis 2010. Ihre Arbeit als Hörbuchsprecherin brachte ihr bereits zwei Goldene Schallplatten ein.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Eine Einladung zum Träumen und fantasieren mit witzigen Figuren und lustigen Sprachbildern. Perfekte Mischung aus Witz und Fantasie.

Das Cover/Die Gestaltung:
Feine Ornamente setzten sich im weißen Scherenschnitt vom hellbläulichen Hintergrund ab. Die weißen Verzierungen ergeben nicht nur Ranken und den Titel Dunkelsprung. Vielleicht kein Märchen, sondern bilden einen Drachen, ein aus dem Hut gezauberte Kaninchen, einen Vögel, eine Rosen und auch einen Ballon sowie ein Reh. Somit wirkt es vor allem mit dem Untertitel auf mich mythisch und lädt dazu ein zwischen dieses Cover einen Blick zu wagen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Mit skurrilen Figuren schafft es die Autorin Leonie Swann verschiedene Charaktere aufeinander prallen zu lassen, die unterschiedlicher nicht sein können. So, dass ich mich vollkommen in die Figuren hineinversetzten, mit ihnen die Abenteuer bestehen und Tränen lachen konnte.
Die Hauptfigur, des Julius ist eine recht eigenwillige Figur, welche ich selbst als sehr sympathisch deswegen erlebt habe. Gerade seine fantastisch gestaltete Persönlichkeit lässt mich diese Figur als dreidimensionalen Charakter erleben. Bisweilen mit skurrilen Hobbys, die schon alleine zu Spekulationen in meinem Gehirn angeregt haben. Bei der Bezeichnung Flohdompteur, glaubte ich manchmal nicht so ganz meinen Ohren zu trauen, wenn er denn ein paar kleine Kunststücke vorführt. Ob dies in der bloßen Einbildung von Julius ist? Ihm andere einfach nur Beifall geben, weil sie ihn nicht kränken wollen? Schnell wird einem also bewusst, dass sich hier hinter der Figur mehr verbirgt, als man im ersten Moment erahnt. Denn hinter seiner leicht skurrilen Art verbirgt sich eine gut ausgeklügelte Figur, welche sich im Verlaufe des Abenteuers immer weiter und mehr entwickelt.
Besonders bei dieser Figur hat mir gefallen, dass Julius sich seiner Taten, Begegnungen und Errungenschaften annimmt. Keine Veränderung in seinem Lebensumfeld lässt ihn kalt, sondern bringt ihn voran, lässt ihn sich weiter entwickeln. Selbst wenn dies in einem langsamen, aber kontinuierlichen Rhythmus geschieht. Aber so werden seine Handlungen nicht nur nachvollziehbar, sondern bleiben auch direkt in den Eigenschaften dieses Charakters, sodass er nicht widersprüchlich zu sich selbst ist.
Andere Figuren, wie Elizabeth, Frank oder Rose sind ebenso einzigartig wie die männliche Hauptfigur. Nicht nur das allen etwas Mythisches anhaftete, sondern auch vielmehr weil sie im Verlaufe der Geschichte einen eigenen Kopf entwickeln, der mich nur so durch die Hörminuten gejagt haben.
Eindringlich werden sie beschrieben, beim Hören und immer weiter Hören lernt man die einzelnen Figuren zu unterscheiden, sich in sie hineinzuversetzen, zu lieben und zu hassen. Jeder mit einer anderen Struktur, mit einem eigenen willensstarken Charakter, der sich mit und für die Geschichte entwickelt, sodass beides nicht voneinander zu trennen ist.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Der skurrile Julius Birdwell Goldschmied und Flohartistkünstler versucht die aussterbende Kunst der Kleinsttieratristik am Leben zu erhalten. Mehr recht als schlecht, denn vereinzelte Auftritte bringen ihn schließlich nicht nur auf einen Weg, den er eigentlich gar nicht betreten will, sondern auch der schönen Elizabeth Thorn, welche ihm vor eine fast unlösbare Aufgabe stellt. Die Befreiung einer Meerjungfrau.
Ein Leben, wie man es kennt. Eintönig, ein bisschen eigen und doch fehlt da die gewisse Würze. Doch kaum passiert etwas, nur ein kleiner Anstoß, schon wankt eine ganze Welt, ein Stein kommt ins Rollen und man ist mittendrin.
Zumindest war ich mittendrin. Im Geschehen. Trotz der recht häufigen Erzählperspektivenwechsel konnte ich mich dank der andersartigen Figuren immer in die Erzählstimme hineinversetzen, sodass mir diese Wechsel keine großen Mühen machte.
Besonders im Hinblick auf die Entwicklung des Plots war ich beeindruckt von den vielen Strängen, welche einzeln nebeneinanderher verliefen und dennoch im Verlauf immer mehr und mehr zusammenwachsen, untrennbar werden und sich so auch einander beeinflussen. So entsteht für mich ein sehr gutes Gesamtbild, auch wenn einige Plotverläufe zuerst Verwirrung und Zweifel aufkommen ließen.
2,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Wo ich zu Beginn noch mit einer recht eigentümlichen Welt und somit auch mit Informationen überflutet wurde, lichtete sich dies ziemlich schnell. So konnte ich mich tiefer in die Welt saugen lassen und auch die verschiedenen und vielen Wechsel der Personen konnten mich nicht mehr aus dem Hörfluss reißen.
Auch wenn der Plot irgendwie nicht zusammenpassen will und die Figuren sich mit seltsamen Gewohnheiten hervortuen, lässt die Nachvollziehbarkeit keineswegs in diesem phantastischem Roman nach. Denn diese sind so angelegt, dass sie erst nach einem bestimmten Satz, nach einer Handlung oder einem ganz bestimmten Moment einen Sinn ergeben. Zugegeben hier musste ich auch dran bleiben, um den Überblick nicht zu verlieren. Aber als ich langsam Stück für Stück die verschiedenen Teile zusammensetzte, erkannte ich ein Bild, welches sich wirklich perfekt mit seinen verschiedenen Künstlern in ein Werk verwandelt hat, dass komplex und voller neuer Griffe ist.
1,5/2,0 Punkten

Der Sprecher/Die Sprachqualität:
Andrea Sawatzki schafft es sehr gut den Witz von Leonie Swanns Figuren herüber zu bringen und ebenso verschiedene Stimmlagen für die einzelnen Figuren zu finden. So kann man dank dieser wunderbaren Sprecherin sich ganz besonders in diese Story fallen lassen, die einen mitnimmt in eine Welt voller Wortwitz und Ausschmückungen.
Die Atmosphäre wird ganz deutlich, wenn man sich einmal eingehört hat und verliert auch nicht seinen Reiz, trotz der Länge.
2,0/2,0 Punkte

Fazit:
Mit 9,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche sich auf ein phantastisches Abenteuer einlassen wollen.
An diesem Buch hat mich besonders die Komplexität begeistert, mit der Leonie Swann nicht nur ihre außergewöhnlichen Figuren, sondern ebenso die skurrilen Handlungen geschaffen hat. Beides wirkt so aufeinander ein, dass Figuren und Plot nicht voneinander zu trennen sind.
Dank der gut ausgewählten Sprecherin gelingt es dem Hörer selbst bei den verschiedenen Figurenwechseln nicht den Überblick zu verlieren und gelangt so in ein atmosphärisches Abenteuer, das mit seiner Merkwürdigkeit punktet.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Verlagsgruppe Random House für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension entstand dank des Bloggerportales von Random House, durch welches ich dieses Buch lesen und rezensieren konnte.

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Tags: abenteuer, belletristi, fantasy, hörbuch, literarisc, phantastische literatur, philisophie, rezension   (8)
 

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jugendbuch, heidrun wagner, gedächtnisverlust, mystery, erinnerung

Wenn du vergisst

Heidrun Wagner , Miri D'Oro
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783958820289
Genre: Jugendbuch

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die vielen leben des harry august, claire north

Die vielen Leben des Harry August

Claire North , Stefan Kaminski
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783785753958
Genre: Romane

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weltuntergang, wiedergeburt, wissenschaft, zeitreise, familie

Die vielen Leben des Harry August

Claire North ,
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 12.11.2015
ISBN 9783431039306
Genre: Romane

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28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

religion, adam, spiritalität, ullstein verlag , abkehr

Eva

William Paul Young , Maja Ueberle-Pfaff
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Allegria, 26.02.2016
ISBN 9783793423041
Genre: Romane

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christlich, anders, spannend, herausfordernd, ein neuer anderer young

Eva

William P. Young , Maja Ueberle-Pfaff , Mark Bremer
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 26.02.2016
ISBN 9783844913699
Genre: Romane

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Gefährliche Jagd

Maria Tomoons
E-Buch Text: 523 Seiten
Erschienen bei Midnight, 13.05.2016
ISBN 9783958190689
Genre: Jugendbuch

Rezension:

PRODUKTDETAILS:

Titel: Gefährliche Jagd
Reihe: -
Autor: Maria Tomoons
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Jugendbuch
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: Midnight (ein Imprint der Ullstein Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 13. Mai 2016
ISBN: 978-3-95819-068-9
Format: eBook
Seitenzahl: 480 Seiten
Preis: EUR 4,99
Kaufen bei: Midnight; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Die lebensfrohe Maria bekommt die Chance ihres Lebens: Sie darf an einem Spiel teilnehmen, dessen Preis nicht nur viel Geld, sondern auch die Hauptrolle in einem großen Film ist. Über hundert Jugendliche treffen dabei in Gruppen aus Jägern und Gejagten in einem großen Waldgebiet aufeinander. Zwei Wochen lang werden Maria und ihr Team auf der Flucht vor ihren Gegnern rund um die Uhr gefilmt. Ein ehrgeiziger Regisseur will aus ihrer Geschichte den erfolgreichsten Film des kommenden Jahres machen. Doch was, wenn das Spiel langsam außer Kontrolle gerät? Wenn die Regeln gebogen und gebrochen werden? …

Der Verlag über das Buch:
-

Über den Autor:
Maria Tomoons hat ihr Abitur an einer musikbetonten Oberschule gemacht, ihre Leidenschaft gilt allerdings dem Schreiben. Schreiben, das ist für sie Herzrasen, Lächeln, Gänsehaut - Emotionen auf Papier. Die Studentin liebt es, eigene Welten zu erschaffen. Ihr Debütroman »Gefährliche Jagd« wurde 2015 mit einem Wattpad Award ausgezeichnet.


DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit wenig Spannung und einem sehr unglaubwürdigem Plot, bleibt dieses Buch seinen Versprechungen mehr als hinterher.

Das Cover/Die Gestaltung:
Wenn man sich dieses Cover so anschaut. Die Blätter, welche sich an den Rändern dieses Covers ins Bild ziehen und die Frau, welche sich dahinter verbirgt. Man weiß, man kennt es. Ganz klar ist es an das Cover von Die Tribute von Panem angelehnt und soll höchstwahrscheinlich auch genau diese Zielgruppe ansprechen. Auch der Klappentext ist so abgestimmt, dass man sich an diese erfolgreiche Trilogie erinnert. So harmoniert dieses Cover mit seinem Klappentext, bleibt in Punkto Einfallsreichtum jedoch ziemlich hinterher.
Natürlich werden es Fans der Hunger Games Reihe in die Hand nehmen und einen Blick hinein werfen, jedoch wirkt es somit auch mehr als abgekupfert, dass es geradezu nach Aufmerksamkeit schreit. Durch diese deutliche Ähnlichkeit bleibt es zwar in den Köpfen der Leser, wird sich aber auch besonders durch diese Aufmachung unter Beweis stellen müssen.
1,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Mit ständigen Wortwiederholungen, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern wirkt der Stil von Maria Tomoons eher laienhaft als professionell.
Durch ihre Art zu schreiben und ihre Worte ständig zu wiederholen, bleiben nicht nur die Figurenbeschreibungen eindeutig auf der Strecke, sondern auch die Spannung und der Plot.
Dadurch, dass bei einigen Sätzen das eine oder andere Wort fehlt, stockt auch der Lesefluss und man muss mehre Male über diese Stelle lesen, bis man direkt versteht was denn jetzt gemeint ist. Auch in Punkto Zeichensetzung würde man eher ein Buch von einem Selfpublisher erwarten, als von einem renommierten Verlag. Ein besseres Lektorat würde hier Abhilfe schaffen und die nicht stimmigen Anführungszeichen, Kommata und Endungen ins Reine bringen.
Mit diesen Attributen, den ständigen Wiederholungen, lässt sich dieses Buch sehr schnell lesen. Zu schnell, denn so bekommt man kaum Zugang zur Story und auch keine Sympathien zu den Figuren. Es wirkt alles noch recht ungeformt und würde mit mehr Schreibpraxis sicher weiterentwickelt.
0,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Man erfährt so gut wie nichts über die Figuren. Dadurch wirken sie mehr als blass und werden nur durch Klischees beschrieben.
In den wenigen Rückblenden wird versucht einigen Figuren mehr Leben und mehr Sinn einzuhauchen. Dadurch aber, dass sie plötzlich nicht mehr auftauchen, gehen diese Hintergrundinformationen verloren.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der 17 jährigen Maria, unsere weibliche Hauptprotagonistin. Jedoch ist sie, wie fast alle Personen in diesem Buch, mehr als naiv. Selbst die Erwachsenen scheinen sich ihrer Taten und ihrer Glaubwürdigkeit nicht bewusst zu sein. Zumindest bekommt man diesen Gedanken, wenn man beim Lesen die Hände über den Kopf zusammen schlägt.
Hinzu kommt, dass nicht nur Maria alles gut zu beherrschen scheint, sondern jede Figur in diesem Buch scheint nicht nur gut und lange zu rennen, sondern auch nach wenigen Versuchen schnell auf einen Baum hochzukommen. Nächtelang können sie im Freien übernachten, Wunden ertragen oder auch das nicht vorhandene Seitenstechen.
So wirken alle Figuren mehr als unglaubwürdig und geradezu perfekt. Nur ganz gelegentlich unterliegen einige Figuren ihren Wunden wie eine gebrochene Kniescheibe. Aber meist werden sogar an den Kopf geworfene Steine kaum bis gar nicht beachtet oder aber eine Grippe. Man wird ja schnell wieder durch eine Wundermedizin gesund, um weiterrennen zu können.
Durch diese etwas überspitzten Eigenschaften der Figuren findet man selbst gar keinen Punkt, um sich in sie hineinzuversetzen oder um sie symphytisch zu finden. Ganz im Gegenteil. Sie werden sogar recht nervig.
Und da meine ich auch nicht diese Leute, welche sich von Macht oder Geld bestechen lassen. Denn eigentlich hatte ich gehofft, dass genau diese Komponente mehr ausgeformt wird. Wie Menschen sich verhalten, wenn sie zu Gejagten werden oder die Macht besitzen anderen Befehle zuzubrüllen. Eben ein bisschen mehr in die Richtung Das Experiment.
0,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Rennen, fliehen, Essen suchen, kämpfen. Daraus besteht dieser Plot. Gerade am Anfang sind die Fliehszenen noch recht spannend, nehmen aber schnell an Spannung ab. Dies liegt nicht nur an den ständigen Wortwiederholungen, sondern auch an der Häufigkeit. Kaum ist man in Sicherheit, schon folgt die nächste Gefahr. Dies ist mehr als zu viel, da der eigentliche Plot hier untergeht. Schnell wird einem eh klar, dass es ums Gewinnen geht. Und jedem dürfte bewusst sein, dass viele deswegen auch brutal werden.
Doch diese Brutalität zeigt sich in diesem Buch so gut wie gar nicht. Es ist alles etwas zu harmlos beschrieben. Kämpfe wirken vor allem auch deswegen nicht bedrohlich wegen der ständig gleichen Worte und den perfekten Figuren. Dann auch noch deswegen, weil es nur um die körperliche Brutalität geht.
Nur eine seelische hat sich die Autorin einfallen lassen. Und diese scheint nahezu lächerlich zu wirken. Die Essensration wird einen Tag vor der Überführung ins Hauptgefängnis gesenkt, um die Gefangenen schwach zu machen. Als ich das gelesen habe musste ich lachen. Einen Tag zu hungern, vor allem, wenn man schon darauf eingestellt ist wenig Nahrung zu sich zu nehmen, wirkt eher wie eine kurze Fastenkur als wie Folter.
Die Nebenhandlungen, welche von der Autorin durch Rückblenden eingebaut wurden, bleiben mehr als auf der Strecke. Dies liegt daran, dass diese Rückblenden plötzlich einfach abreißen und somit nicht weiterverfolgt werden. So bleiben am Ende noch sehr viele Fragen offen, die nur kurz angeschnitten und gar nicht beantwortet wurden.
Wie ich schon verlauten ließ, sind die Jagden zu Beginn noch recht unterhaltsam, aber da sie mehr als die gesamte Geschichte einnehmen, lassen diese den anderen Handlungen keine Luft zum Atmen.
So zum Beispiel die sich aufbauende Beziehung zwischen Raffael und Maria. Ihnen kauft man kaum ab, dass sie sich ineinander verlieben. Dies lässt sich natürlich auch auf die schwach gezeichneten Figuren zurückführen, aber plötzlich sind da diese Gefühle in Maria, die man nicht nachvollziehen kann. Sie wirken wie hingeworfen und nicht ausgearbeitet genug. Zu allem Überfluss kommt dann noch eine mehr als seltsame Umarmung hinzu, welche von einer Kamera aufgenommen wurde. Diese ist mehr als verwirrend, denn es wird nicht im Geringsten klar, warum sie diese löschen müssen.
Schließlich ist das Ende mehr als lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Urplötzlich als der Gong ertönt hören die Tribute auf zu kämpfen, so als könnten sie gegen das Adrenalin in sich ankämpfen und zu allem Überfluss sind dann einige Stunden später Polizisten da. Diese nehmen natürlich alle Verantwortlichen fest und überführen sie ihrer Strafe. Eine davon lebenslänglich.
Im Grunde wirkt fast alles an diesem Plot wie kurz in den Sinn gekommen und aufgeschrieben. Denn nur eines ist stringent: Die Liebesgeschichte. Wenn sie auch nur wenig ausgearbeitet ist.
Alles andere kommt so schnell auf wie es vergeht und hat weder Hand noch Fuß.
Durch diesen eher undurchdachten und sich in die Länge ziehenden Plot geht viel Spannung verloren.
0,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Kindliche Charaktere, unsinnige Handlungen und ein Plot, der zum größten Teil aus Flucht besteht, lässt an der Nachvollziehbarkeit mehr als mangeln. So handeln selbst erwachsene Menschen wie kleine 12 jährige Teenager ohne wirklich viel Verstand. Unterdrücken dabei wirklich gute Handlungsstränge. Diese werden nämlich nur kurz angeschnitten aber dann wieder fallen gelassen. So wirkt alles nicht stimmig und einfach wirklich lächerlich.
Vor allem im Punkto Aufbau fehlt diesem Roman viel mehr als nur ein Plot. Während man zu Beginn über die ersten Berührungen des Spiels liest und den Fluchten noch folgt, endet dies in einem ständigen Kreislauf. Einem ständigem Laufen, Essen Suchen, Schlafen, Fliehen und wieder Laufen. Denn dies zieht sich in die Länge und erst relativ spät werden neue Handlungen eingeflochten, die wie kurz in den Sinn gekommen scheinen. Denn sie werden mit nur einer kurzen Nennung wieder beiseitegeschoben.
0,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 1,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich mit einem Roman zufrieden geben, in welchem man größtenteils mit immer wiederkehrenden Fluchten konfrontiert wird.
Durch die immer wiederkehrenden und gleichen Worte der Autorin werden selbst die Fluchtszenen schnell zum Einheitsbrei. Sie lassen anderen Handlungen keinen Platz sich zu entwickeln. Oder aber sie tauchen schnell auf und vergehen noch schneller
Durch diese eher unbefriedigende Handlung, den mehr als nur naiven Figuren bleibt dieses Buch seinen Erwartungen hinterher.
Vor allem das „außer Kontrolle geraten“ aus der Kurzbeschreibung wirkt lächerlich, weil es so harmlos wirkt. Gerade hier hätte ich mir persönlich mehr Konfrontation gewünscht. Wie ticken Menschen, wenn es ums Überleben geht? Auch wenn sie wissen, dass es nur ein Spiel ist? Wie nutzen diejenigen ihre Macht aus, die sie besitzen und vor allem wie viel rohe körperliche und seelische Gewalt kann einem in Gefangenschaft angetan werden?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Buch kaum bis gar nicht. Allenfalls kratzt es an der Oberfläche und wirkt somit alles andere als durchdacht.
An dieser Stelle danke ich Midnight für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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1.267 Bibliotheken, 29 Leser, 3 Gruppen, 223 Rezensionen

raumschiff, liebe, these broken stars, jugendbuch, amie kaufman

These Broken Stars. Lilac und Tarver

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.05.2016
ISBN 9783551583574
Genre: Jugendbuch

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(2.075)

3.304 Bibliotheken, 51 Leser, 4 Gruppen, 258 Rezensionen

computerspiel, jugendbuch, thriller, erebos, sucht

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 06.06.2011
ISBN 9783785573617
Genre: Jugendbuch

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86 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

erste liebe, drogen, liebe, jugendroman, debüt

über den Dächern wir zwei

Angela Kirchner
Buch: 207 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 25.01.2016
ISBN 9783958821187
Genre: Jugendbuch

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

norwegen, vater, häusliche gewalt, teenager, jugendlicher

Die Stille nach Nina Simone

Tor Fretheim ,
Fester Einband: 130 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 01.09.2015
ISBN 9783958540316
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 PRODUKTDETAILS:

Titel: Die Stille nach Nina Simone
Reihe: -
Autor: Tor Fretheim
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Jugendbuch
Herausgeber: mixtvision Verlag
Erscheinungstermin: 01. September 2015
ISBN: 978-3958540316
Format: Klappenbroschur
Seitenzahl: 130 Seiten
Preis: EUR 12,90
Kaufen bei: mixtvision; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Tor Fretheim erzählt von dem 18-jährigen Simon, der sich auf einer Zugreise nach Nordnorwegen befindet, wo sein Vater im Gefängnis sitzt. In einem Brief wendet sich Simon an die US-amerikanische Jazzsängerin Nina Simone. Die Sängerin spielt eine zentrale Rolle in Simons Geschichte, da seine Eltern sich bei einem ihrer Konzerte kennenlernten und ihren Sohn nach ihr benannten.
Simons Reise wird ein Streifzug in die Vergangenheit: Simons Vater hat die Mutter jahrelang misshandelt und schließlich umgebracht.

Der Verlag über das Buch:
Knappe Sätze sowie komprimierte Kapitel treiben den Roman voran, rollen das Geschehen nach und nach auf und geben kurze, zugleich jedoch tiefgreifende Einblicke hinter die Fassade einer ”ganz normalen Familie”.

Über den Autor:
Der Norweger Tor Fretheim, Jahrgang 1946, ist Journalist, Übersetzer und Autor mehrerer Romane und Bühnenstücke. Seine Werke sind vielfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein beunruhigendes Porträt über eine Familientragödie. Eine schwer zu ertragende Tragödie, die den Leser unweigerlich in ihren Bann zieht und mitfühlen lässt.

Das Cover/Die Gestaltung:
Die Gestaltung des Covers von einem Buch über eine Familientragödie auf einen Plattenspieler zu reduzieren, ist gewagt. Eine jugendliche Zielgruppe wird es vielleicht nicht sofort in den Bann ziehen, aber das Cover unterstreicht die wichtige Rolle der Musik, der Schallplatten, im Buch.
Denn wenn die Musik im Elternschlafzimmer ertönt und danach die Stille einkehrt, wenn der Vater von der Schallplattensammlung und dem Kennenlernen der Eltern bei einem Nina Simone Konzert erzählt, dann sind es die Schallplatten, die wichtig sind. Die Musikerin Nina Simone und ihre Platten, ihre Musik und die Stille danach sind die heimlichen Protagonisten, auf die der Titel des Romans auch prägnant verweist.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Fretheim überzeugt mit einer sehr klaren, kurzen und prägnanten Sprache, die durch ihre Kürze und ihre bewusste Komposition äußerst eindringlich und brisant wird.
Die kurzen Sätze und die einfachen Worte spiegeln die Sprach- und Empfindungslosigkeit des Protagonisten wider. Auch der Widerwille sich überhaupt damit – mit der Welt der Erwachsenen – zu beschäftigen, kommt durch kurz gesetzte Worte, die kühl und technisch wirken, sehr gut zur Geltung.
Es gibt aber auch Momente, in denen der Leser der Gefühlswelt von Simon sehr nahe sein kann. Dann sind es Metaphern, welche die Sprache bestimmen. Sie bringen das hervor, was Simon schon als kleines Kind spürte, aber doch nicht bewusst wahrnahm. Diese Metaphorik bringt unterschwellig beim Lesen das Familienidyll zum Wanken; was Simon nicht begreifen kann, erkennt der Leser und wird dadurch immer tiefer in die Geschichte gesogen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Tor Fretheim gelingt es mit ganz wenigen Charakteren ein düsteres, aber lebendiges Bild der Familie zu zeigen.
Die Mutter, das Opfer, ist tot, zuvor verschwunden. Sie ist es, die in den Rückblenden noch am besten greifbar wird, obwohl sie so unterschiedliche Gesichter hat. Immer wieder spielt sie andere Rollen: die Ehefrau und Mutter, die geschminkte, schöne Frau, die ausgeht oder die Chorfrau, die ganz anders ist als zuhause.
Der Vater hingegen bleibt ein Mysterium. Zwar gilt er als freundlicher Mann, aber da liegt vieles unter der Oberfläche. Und dies muss auch der Sohn erkennen. Denn der Vater ist es, der unter Verdacht gerät und inhaftiert wird. Doch trotz allem bleibt er kühl, ruhig und distanziert.
Das Verhältnis der Eltern zueinander war kompliziert. Die Musik von Nina Simone einte sie beide. Sie benannten sogar ihren Sohn nach der Sängerin. Was während der lauten Musik von Nina Simone im Schlafzimmer der Eltern geschah, rechtfertigt sich der Vater gegenüber seinen Sohn, hätte die Mutter so gewollt und gebraucht.
Simon, der achtzehnjährige Ich-Erzähler, wird oft (sogar von sich selbst) nur als der Sohn (18) genannt. Damit anonymisiert er sich, obgleich er doch die Hauptfigur ist.
Aber er ist eine sehr inaktive und komplizierte Figur. Er sucht nicht aktiv nach der Wahrheit, denn so richtig will er sie nicht wissen. Dadurch ist er handlungs- und bewegungsunfähig, sogar den Brief, den er schreiben will, bekommt er nicht fertig. Nur die ersten Zeilen kann er schreiben.
Seine Sprachlosigkeit zu diesem Geschehen macht die Figur Simon aus; die Sprache Fretheims passt sich diesem Umstand bedingungslos an.
Oftmals wirkt Simon kalt und unnahbar, dies liegt aber wohl daran, dass er nicht versteht, was geschehen ist.
Die Figuren und ihre verschiedenen Facetten zeichnet Fretheim ganz intensiv und legt dabei Schicht für Schicht immer weiter frei, sodass dem Leser das ganze Ausmaß der Familiengeschichte bewusst wird. Zwar kann es Simon selbst nicht wirklich fassen, der Leser aber umso mehr.
Dies ist ein gekonnter Schachzug von Fretheim, der dadurch die Geschichte und die Spannung weiter vorantreibt.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Der Roman gliedert sich in zwei Handlungsebenen, die miteinander verschränkt sind.
Die erste ist unspektakulär. Sie handelt von Simon, einem achtzehnjährigen Jungen, der in einem Zug sitzt. Seine Mutter verschwand und wurde dann tot aufgefunden. Sein Vater sitzt im Gefängnis. Der Zug ist auf den Weg in den Norden Norwegens, wo sich auch das Gefängnis befindet. Während der Zugfahrt schreibt Simon einen Brief an die tote Musikerin Nina Simone.
Die zweite Handlungsebene ist die der Vergangenheit.
Durch Rückblenden wird das Geschehen der Geschichte retrospektiv erlebt, aus der Erinnerung Simons. Dieser versucht, zu verstehen was passiert ist. Wieso seine Mutter verschwand und was sein Vater damit zu tun hat.
Dieses innerhalb von Rückblenden erzählte Erleben ist die wirkliche Handlung. Hier baut sich die Spannung auf, da der ahnungslose Junge mit dem Verschwinden und der möglichen Tat seines Vaters konfrontiert wird.
Immer wieder durchbrochen ist die Handlung von den Momenten in der Gegenwart, als Simon im Zug sitzt und seinen Brief an Nina Simone zu schreiben versucht.
Sehr theatralisch wirkt die Inszenierung des Briefeschreibens an die tote Musikerin. Zwar ist es ein origineller Einfall, die Musikerin als Handlungselement (einerseits als Musikerin und andererseits als Adressatin eines Briefes) miteinzubeziehen – wenn man bedenkt, dass Nina Simone selbst in ihren Liedern immer wieder gewalttätige Beziehungen verarbeitete. Doch die tote Musikerin als Briefadressatin zu nutzen? Dies wirkt doch sehr stark inszeniert. Welcher Achtzehnjährige, der die Tat seines Vaters verstehen will, käme auf diesen Gedanken? Schade ist auch, dass so eine mögliche Konfrontation zwischen Vater und Sohn bewusst offengelassen wird.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Der Aufbau von diesem Jugendroman ist gut durchdacht. Sehr durchkomponiert verfolgt der Autor ein pointiertes Spiel, in dem das Ungesagte des Geschehens über die Wirkung der Musik und der Person Nina Simone transportiert wird. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt des Romans.
Wenn man die Geschichte als Erst-Einmal-Verstehen-Müssen der Familientragödie begreift, so ist der Roman als Ganzes hervorragend durchkomponiert. Die beiden Handlungsebenen von Simons Gegenwart im Zug und den Rückblenden im Familienleben harmonieren gut miteinander und wechseln zwischen Anspannung und trauriger (Un)Gewissheit.
Einen wirklichen Höhepunkt hat die Geschichte meiner Ansicht nach nicht, da es an einer Position Simons zu dem Geschehen fehlt.
So ist auch eine Konfrontation zwischen Sohn und Vater nicht möglich. Dabei wäre dies als Handlungselement wäre wünschenswert gewesen.
Dem Leser bleibt nur die Gewissheit der Ungewissheit, dass Simon nicht weiß, was er von dieser Tat zu halten hat. Denn glauben mag und kann er es immer noch nicht.
Dadurch lässt auch das offene Ende den Leser mit einer gehörigen Portion Ungewissheit zurück, da er nicht – genau wie auch der Protagonist – nicht wissen kann, was wirklich geschehen ist. Ob dies gut oder schlecht ist, kann jeder für sich entscheiden.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die düstere Familiengeschichten und subversive Spannung mögen sowie sich für Themen wie Gewalt in der Familie, Täter- und Opferbeziehungen und menschliche Abgründe interessieren.
Dies alles bietet Tor Fretheim kompakt und prägnant in seinem Jugendroman, der von der verlorenen bzw. geraubten (Illusion der) Kindheit erzählt.

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bedeutung, nichts, jugendbuch, nihilismus, dänemark

Nichts

Janne Teller , Sigrid C. Engeler , Sigrid Engeler
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2012
ISBN 9783423625173
Genre: Jugendbuch

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jugendbuch, gruppenzwang, philosophie, erwachsen werden, hörbuch

Nichts. Was im Leben wichtig ist

Janne Teller , Sigrid C. Engeler , Laura Maire
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 29.02.2012
ISBN 9783869091044
Genre: Romane

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Nichts. Was im Leben wichtig ist

Janne Teller , Sigrid C. Engeler , Laura Maire
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Silberfisch, 24.08.2010
ISBN 9783844901542
Genre: Jugendbuch

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schicksal, glück, kobolde, fantasy, liebe

Die Schicksalsseherin

Sarah Neumann
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 01.12.2015
ISBN 9783946172031
Genre: Fantasy

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brandenburg, dorf, juli zeh, dorfleben, gesellschaftsroman

Unterleuten

Juli Zeh
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 08.03.2016
ISBN 9783630874876
Genre: Romane

Rezension:


Diese Rezension wurde von Saskia auf ZeilenSprung - Literatur erleben verfasst.

PRODUKTDETAILS:
Titel: Unterleuten
Reihe: -
Autor: Juli Zeh
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Roman
Herausgeber: Luchterhand Verlag
Erscheinungstermin: 08. März 2016
ISBN: 978-3-630-87487-6
Format: Hardcover
Preis: EUR 24,99

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Der Verlag über das Buch:
Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Über die Autorin:
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre preisgekrönten Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit beeindruckendem Detailreichtum erzählt die Autorin amüsant und sehr komplex von den Eigenheiten der menschlichen Psyche!

Kurzrezension:
Als bekennende Juli Zeh Verehrerin war dieser Roman ein Fest, aber auch gleichzeitig sehr herausfordernd für mich. Dieser Roman wird oft als Gesellschaftsroman verstanden, aber ich finde, er ist gleichzeitig mehr und weniger davon. Dieser Roman zeigt nicht nur gegenwärtige gesellschaftliche Brüche auf, sondern viel mehr die Grundzüge aller menschlicher Existenz.

Das Cover ist sehr zurückhaltend gestaltet, nur ein Vogel ist zu sehen, während dem Namen der Autorin sowie dem Titel deutlich mehr Präsenz zukommt. Der Vogel ist eine Andeutung auf den Vogelschutzbund, der Titel wird in Großbuchstaben auf zwei Zeilen präsentiert. Hier lässt sich noch nicht erkennen, ob es sich um zwei oder nur ein Wort handelt. Dass es um ein zusammengesetztes Wort und ein Dorf geht, kann der unwissende Leser erst auf den ersten Seiten des Buches erfahren.

Unglaublich beeindruckend an dem Buch ist, wie Juli Zeh es schafft, ihre Figuren so lebendig sein und agieren zu lassen. Alle Protagonisten der Handlung haben Geheimnisse, die sie verstecken, Probleme, die sie nicht wahrhaben wollen und Schwierigkeiten, die an die Oberfläche gelangen, als der Konflikt im Dorf Gestalt in Form von einem erst entstehenden Windpark annimmt. Zeh stellt die brachiale Gewalt der Emotionen in den Raum, sodass von Beginn an klar ist, es muss auf eine gewalttätige Eskalation folgen. Und der Leser wird dabei nicht enttäuscht.

Das Buch ist sehr überlegt aufgebaut und die einzelnen Kapitel sowie die Perspektivwechsel tragen dazu bei, dass die schwelenden Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden können. Wie auf dem Seziertisch verfolgt man die Figuren mit ihren eigennützigen Plänen und ahnt bereits, wie diese Egozentrik Unterleuten zum Untergang verdammt.

Die Perspektivwechsel sind die Grundlage für die unglaubliche Sogwirkung des Romans. Je mehr Personen für sich sprechen, desto interessanter wird die Handlung. Es ist wie ein Puzzle, welches der Leser zusammensetzen soll. Gleichzeitig spielen diese Perspektivwechsel mit den Erwartungen des Lesers. An einigen Stellen erfährt er, etwas Wichtiges, wenn eine Figur spricht, an anderer Stelle, wenn sie nicht mehr spricht und „abgeht“, wird ihm Wissen verweigert.

Trotz der auktorialen Erzählerin, die erst zum Ende hin als Figur eingeführt wird und somit als Chronistin der Handlung dient, sind die einzelnen Perspektiven extrem subjektiv. Dadurch werden in dem als großen Gesellschaftsroman weniger Fragen beantwortet als aufgeworfen. Zudem spielt der Roman mit den Grenzen von Imagination und Realität, denn all unsere Handlungen gründen schließlich auf Imagination, wie all die Figuren im Roman beweisen.

Sprachlich gesehen bleibt Unterleuten eher hinter Zehs anderen Werken zurück. Das liegt vor allem an dem schnellen Tempo des Geschehens und der Sätze selbst. Alles ist auf den überspitzten Konflikt hin komponiert, die Sprache ist glatt und liest sich schnell und ohne Stolperfallen. Sie ist so gut durchkomponiert, dass es immer weitergehen muss bis zum unweigerlichen Cliffhänger des Kapitels. Ein Spiel mit realer Lesezeit und imaginierter Zeitwahrnehmung im Handlungsgeschehen.

Um das Ganze noch auf die Spitze zu treiben, entstand eine Homepage, die sich mit genau dem Thema Metafiktion beschäftigt. Hier werden der Roman, das Dorf und die Menschen darin vorgestellt. Zudem gibt es echte Internetadressen der Buchinhalte wie beispielsweise der Internetauftritt des Vogelschutzbunds aus Unterleuten. Ein Phänomen, welches nicht so häufig bei Gesellschaftsromanen oder belletristischen, dafür aber bei publikumswirksamen Büchern umso verbreiteter ist. Hier spiegelt sich die Realität in der Fiktion und umgekehrt. Wessen Egozentrik liegt dann eigentlich auf dem Seziertisch?

Fazit:
„Unterleuten“ zu lesen macht trotz der schnelllebigen Sprache richtig Spaß. Gleichzeitig bringt es den Leser zum Nachdenken und versucht ihn zu fragen, was die wichtigen Dinge und Fragen im Leben sind. Denn Zeh zeigt sehr offen durch ihre handelnden Figuren, wie unsere Zeit, unsere Gesellschaft gestrickt ist.


Ein Lesevergnügen, das 4,5/5,0 Punkten verdient.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Verlagsgruppe Random House, für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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hörbuch, krimi, locked in, wachkoma, holly seddon

Locked in - Wach auf, wenn du kannst

Holly Seddon , Astrid Finke , Marie Bierstedt , Anna Carlsson
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 14.03.2016
ISBN 9783837133462
Genre: Krimi und Thriller

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deutsche autoren, fantasy, phantastik

Die Magie der Namen

Nicole Gozdek , Jacob Weigert
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 01.03.2016
ISBN 9783869523095
Genre: Fantasy

Rezension:

 PRODUKTDETAILS:

Titel: Die Magie der Namen
Reihe: -
Autor: Nicole Gozdek
Gehörte Sprache: Deutsch
Genre: Fantasy im Jugendbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: OSTERWOLDaudio (ein Verlag bei Hörbuch Hamburg HHV GmbH); Originalverlag: ivi Verlag (ein Imprint der Piper Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 01. März 2016
ISBN: 978-3-86952-309-5
Format: Ungekürzte Lesung; Hörbuchdownload
Dauer: 520 Minuten Laufzeit
Sprecher: Jacob Weigert
Preis: EUR 13,95
Kaufen bei: Hörbuch Hamburg; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit.

Der Verlag über das Buch:
Spannende All-Age-Fantasy a la Harry Potter - ungekürzt!

Über den Autor:
Nicole Gozdek wurde 1978 geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium mit Schwerpunkt auf Literatur und einem Abstecher in die Buchbranche arbeitet sie heute als Online-Redakteurin bei einem französischen Modeunternehmen. Daneben ist sie Buchbloggerin und Autorin. Mit ihrem All-Age-Fantasyroman „Die Magie der Namen“ gewann sie 2015 den ersten #erzählesuns-Award des Piper Verlags.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Fulminante Fantasy trifft auf symphytische Figuren. Durch Themen zum mit- und nachdenken entsteht eine Heldenreise der besonderen Art.

Die Sprache/Der Satzbau:
Nicole Gozdeks Schreibstil ist eine besondere Mischung von erzählenden Worten und dem typischen High-Fantasy Jargon. Dadurch schafft sie es eine Atmosphäre aufzubauen, welche einen in den Bann zieht. Neben knackig spannenden Szenen, lässt sie mit Vergleichen und Verbildlichungen der Umgebung, Figuren und deren Handlungen den Leser nicht auf dem Trocknen. Schnell bekommt man einen bildhaften Eindruck dessen, welche Begebenheiten in diesem Fantasy-Land vorherrschen. Und all das ohne trockene Floskeln und Allgemeinplätze. So lässt sich der Leser, beziehungsweise der Hörer schnell mitnehmen in eine Fantasy Welt, die voller Magie, voller Philosophie und voller Schönheit ist.
2,0/2,0 Punkten

Sprecher/Sprachqualität
Jacob Weigert schafft es mit seiner Stimme die Sprache der Autorin wirken zu lassen. Er schafft es den Figuren Leben einzuhauchen, sodass man beim Zuhören die verschiedenen Nuancen zwischen ihnen unterscheiden kann. Denn er schafft es jeder Figur eine andere Stimm- oder Tonlage zu geben. Lässt die Figuren sich entwickeln, gibt ihnen das Werkzeug in die Hand über sich hinauszuwachsen, indem er auch mit seiner Stimme anzeigt, dass die Figuren an ihrer Reise, an ihren Aufgaben wachsen und sich entwickeln. Durch diese Sprechweise schafft es Jacob Weigert den Hörer zu fangen und ihn mit den Figuren auf eine abenteuerliche Heldenreise zu schicken.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Wie so üblich bei einer geschriebenen Heldenreise, ist die männliche Hauptfigur am Anfang noch ein großes Klischee. Ein solches, welches neben den großen Muskelprotzen eher unterzugehen scheint. Dennoch schafft es die Autorin Nummer 19 nicht nur mit der Magie der Namen zu füllen, sondern auch mit Leben. Was am Anfang noch für ein Kopfschütteln sorgte, erweist sich durch die Kombination aus klassischer Heldenreise und philosophischen Elementen, später als tiefgehende und starke Figur. Sie wächst an seinen Aufgaben, an seiner Magie und lässt auch andere Figuren zu Wort kommen.
Denn diese haben es in sich. Während, wie bei der männlichen Hauptfigur zu Beginn noch ein Klischee auf das andere trifft, ergeben sich aus diesen Figuren bald dreidimensionale Wesen. Sie haben Ecken und Kanten, Vergangenheit und Zukunft.
Nicole Gozdek schafft es trotz der personellen Erzählweise von Nummer 19 die anderen Figuren miteinzubinden. Hier benutzt sie einen gekonnten Kniff, um dies zu schaffen. Und während sich nicht nur die Heldenfigur weiter und weiter entwickelt, tun dies auch die Nebenfiguren.
Aus der einstigen Klischeezusammenwürflung werden Figuren, die an ihrem Schicksal hadern, sich daran erfreuen können oder aber auch mit ihren Taten bislang nicht so ganz einverstanden waren. Hier zeigt sich, dass die Autorin es perfekt schafft dank der Heldenreise Figuren zu entwickeln, welche nur so vor Lebendigkeit strotzen.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Keinem ist der Name von Nummer 19 bekannt, welchen er zu seiner Namensgebung bekommen hat. So macht er sich, mit einer eher wild zusammengewürfelten Gruppe auf den Weg seine Bestimmung zu erkennen und sich ins Namensregister eintragen zu lassen. Doch keiner hatte damit gerechnet, dass sie auf ihrer Reise mehr als nur ihre Bestimmung finden; denn es ist die Magie der Namen, welche zu ihnen spricht.
Was zu Beginn wie eine herkömmliche Heldenreise beginnt, lässt einem schnell den Eindruck bekommen, dass unter all diesen Figuren mehr steckt, als die bekannten Attribute, mit welchen die Autorin unsere Protagonisten bedacht hat. Denn nichts ist wie es scheint. Und die Heldenreise erfüllt ihren Zweck. Sie gibt unseren Helden die Möglichkeit an den aufkommenden Gefahren, Rätseln und Geheimnissen zu wachsen. So verknüpft sie geschickt Handlung mit Verwandlung, denn keiner ist mehr derselbe, wenn sie am Ziel ihrer Reise ankommen.
Durch diesen Kniff und der Tatsache, dass der Name von Nummer 19 mehr in sich birgt als man zu Beginn noch ahnte, bleibt diese Reise auf einem hohen Spannungsniveau.
Immer und immer wieder werden Andeutungen gemacht, fein und als Nebenstrang getarnt. Dies ist eine interessante Mischung, denn man ahnt etwas. Etwas, dass man noch nicht fassen kann. Und erst als alle Fäden zusammenlaufen, der Höhepunkt sich in all seiner Pracht vor Augen aufbaut, wird einem das ganze Ausmaß bewusst.
Durch diese geschickt gesetzten Fährten wird es einem nie langweilig den Geheimnissen der Macht zu folgen. Die Figuren auf ihrem Weg zu begleiten und sich selbst darüber zu wundern, wie viele Themen sich in ein Buch fassen lassen, ohne dass es zu überfüllt wirkt.
Denn wenn Freundschaft, Verrat, Hochmut und Gier sich zu philosophischen Themen aufschwingen, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu wedeln, bleibt man als Leser nahe dabei.
Trotz all dieser wunderbaren Verknüpfungen, bleibt über das große Geheimnis und seine plötzliche Umkehr in das Gute zu sagen, dass es wirkt, als hätte man ein schnelles Ende gesucht. Plötzlich war sie da, diese Situation, aus welcher man weder als Held noch als Leser oder Hörer so schnell herauskommt. Und doch, doch schafft es der junge Held. Schnell und unkompliziert, als würde er es aus seinem Ärmel zaubern. Zwar ist dies ein bekannter Kniff, dennoch wirkt diese Handlung eher abgehackt, als verständlich. Denn wo man für unseren Held Nummer 19 noch etwas Übung gebraucht hätte, löst sich alles so plötzlich von selbst auf.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Da das Hauptaugenmerk auf der Heldenreise liegt, bleiben Plot und Figuren eng miteinander verwoben. So ergibt sich ein dynamisches und wechselseitiges Bild, welchem man mit angespanntem Hirn folgt. Während sich die Helden durch all ihre Aufgaben kämpfen, an ihnen wachsen und zu sich selber finden, bleibt unterschwellig ein weiterer Plot verborgen. Einer, der sich neben dem Hauptquest dahinschlängelt und dann zuschlägt, wenn die Zeit reif ist.
So ergibt sich ein Gesamtbild, das mit vielen Unterfütterungen dennoch nicht überladen wirkt. Nein, ganz im Gegenteil. Die angesprochenen Themen bleiben sich treu, ergeben sich durcheinander und erzeugen somit ein rundes und nachvollziehbares Bild.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, für alle die, welche nicht nur gerne Heldengeschichten lesen, sondern ebenso den einen oder anderen Hieb in unsere Welt wagen. Durch diese Themen wird man als Hörer oder Leser selbst dazu aufgefordert mit zudenken, mit zu bangen und mit zu raten. Denn keines dieser Themen ist etwas, das man so einfach mit einem Wisch wegmachen kann. Keineswegs wird mit einem erhobenen Zeigefinger getadelt, dennoch aber eine Position gesetzt, bei welcher man die eine oder die andere Stellung beziehen kann.
Und während man sich mit einem Helden Widerwillens auseinandersetzt, wird einem bewusst, dass es mehr als nur eine Figur gibt, welche aus sich selbst heraus zu entwickeln scheint. Denn während dieser Heldenreise wächst nicht nur Nummer 19 über sich hinaus, sondern lässt auch all den anderen Mitstreitern Platz sich zu entwickeln.

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fantasy, bücher, kai meyer, bibliomantik, trilogie

Die Seiten der Welt - Blutbuch

Kai Meyer
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 10.03.2016
ISBN 9783841402264
Genre: Jugendbuch

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237 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

jennifer wolf, jahreszeiten, nachtblüte, frühling, liebe

Nachtblüte - Die Erbin der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.02.2016
ISBN 9783646601992
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 PRODUKTDETAILS:

Titel: Nachtblüte. Die Erbin der Jahreszeiten
Reihe: Geschichten der Jahreszeiten #3
Autor: Jennifer Wolf
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Romantasy im Jugendbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: Impress (ein Imrpint der Carlsen Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 04. Februar 2016
ISBN: 978-3-646-60199-2
Format: eBook
Seitenzahl: 260 Seiten
Preis: EUR 3,99
Kaufen bei: Carlsen; Buchhandel; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Ilea Sola Sommerkind ist eine Jahreszeitentochter. Sie kann Licht brechen und eine warme Brise herbeirufen. Wenn sie ihre Sommerkräfte einsetzt, verwandelt sich ihr sonst brünettes Haar in ein strahlendes Blond. Sie ist nicht das einzige Jahreszeitenkind, seit die Göttin Gaia ihren Söhnen erlaubt hat, sich unter die Menschen zu mischen, und dennoch ist sie etwas Besonderes, denn nur sie stammt von Sommer ab. Und so ist ihr Heim auch dasjenige, das sich der Sommergott diesmal für seinen Aufenthalt ausgesucht hat. Doch als er dabei schwer verunglückt, muss sie einen weiteren Gott beherbergen: Aviv, den Frühling. Den einzigen Jahreszeitengott, der seit fünfhundert Jahren den Frauen entsagt und die Erde gemieden hat…

Der Verlag über das Buch:
**Endlich die Fortsetzung der Bestseller »Morgentau« und »Abendsonne«!**

Dies ist der dritte Roman der Jahreszeiten-Geschichten. Ein weiterer Roman erscheint im Sommer 2016.

Über den Autor:
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Dieser kurzweilige Roman lässt einen trotz vorhersehbarer Handlung mehr als zittern, träumen und sich verlieben.

Das Cover/Die Gestaltung:
Wieder einmal schafft es das Cover vom Imprint des Carlsen Verlags einen in seinen Bann zu ziehen. Durch die Komposition, dass die Frau präsent in der Mitte zeigt und den warmen Farben, bleibt es nahe an den Einbänden seiner Vorgänger. Dadurch kann sich das lesende Publikum mehr mit der Figur im Buch selbst identifizieren und lässt die Zielgruppe somit schneller zu diesem Buch greifen. Die wundervolle Schrift, bei welcher der übergeordnete Titel geschwungen daher kommt und der Untertitel nicht überladen wirkt, passt sich somit auch in dieses Gefüge ein, sodass dieses Cover rund und in sich geschlossen wird.
Zwar wird durch die Figur so manchem Leser die eigene Imagination der Hauptprotagonistin genommen, dennoch reiht es sich somit in eine Reihe von Vorgängern ein, sodass es sich anpasst und wirkt.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Jennifer Wolfs ausgeprägt jugendlicher Schreibstil birgt nicht nur die allgemeine Sprache in sich, sondern lässt durch die vielen Beschreibungen die Umgebung, die Figuren und die Handlungen farbenfroh erscheinen. So werden keine hochtrabenden, sondern der Zielgruppe angemessenen Worte verwendet, welche ebenso mit einigen Vergleichen auffährt wie mit bildlichen Beschreibungen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Wie in den beiden ersten Büchern dieser Reihe, ist auch diese weibliche Hauptfigur eine heranwachsende junge Frau. Mit all den Problemen, Sehnsüchten und Träumen. Diese werden sehr in der Geschichte angesprochen, wodurch diese Figur zum Leben erwacht und den Leser mit zieht. Auch wenn einige Gefühle, welche sich als Liebe bezeichnen lassen zu schnell, zu unausgereift und wenig greifbar wurden.
Aber nicht nur die weibliche Hauptfigur wird in ihren Gedanken und Erleben geschildert. Durch die personelle Ich-Perspektive wird auch zu anderen Personen ein Kontakt geknüpft.
So sehr, dass man sich in einem Wechsel hier und da ein Bild von der Gesamtsituation machen kann. Leider sind nicht alle Wechsel sehr gelungen, einige wirken wie abgehackt, sodass man nur ein paar Zeilen liest, bis man sich wieder an eine andere Figur gewöhnen muss. Durch diesen ständigen Wechsel verblassen vor allem die Nebenfiguren, welche mitunter auch den einen oder anderen Gegenspieler beinhaltet.
Während vor allem also die Hauptfiguren einen sehr starken Drang haben sich ins Seelenleben blicken zu lassen, wird bei anderen Figuren ihr Innerstes nur kur beschrieben. Mehr Tiefe bei diesen Figuren hätte die angeschnittenen Erzählstränge deutlich intensiver gemacht.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Ilea bekommt hohen Besuch, was sie zuerst ganz schön aus der Bahn wirft. Ihr Großvater, der Jahreszeitengott Sol, kommt höchstpersönlich zu Besuch auf die Erde. Und während sich die Situation rund um eine Tragödie zuspitzt, gerät gerade der Frühling in eine Lage, welche ihn vor die Wahl stellt, ob Freundschaft der Liebe geopfert werden kann.
Dieser Plot ist eigentlich schnell erzählt. Und trotz der Ahnung, welche man hat, gerät man in einen Strudel aus herzzerreißenden Gefühlen, melancholischen Beweggründen und der Gewissheit, dass alles gut enden wird.
Doch dieses Ende lässt beim Lesen nicht allzu lange auf sich warten. Denn ohne viele Umwege wird man in die Handlung hereingeworfen. Dies lässt zwar im ersten Moment keine Orientierung zu, klärt sich dann aber mit jeder Zeile, welche man liest. So entsteht ein Muster, dank der Personenwelchsel, von vielen Erzählsträngen, welche sich langsam zusammenfinden.
Einige, wie die der beiden Hauptprotagonisten zeichnen sich zwar schnell ab, dies tut aber dem Romantasy-Leserherz nicht allzu sehr weh. So kann man den Irrungen und Wirrungen zwischen Freundschaft und Liebe folgen.
Und während man sich entscheiden muss, grollt etwas im Götterhimmel. Dies kam für mich persönlich viel zur kurz. Denn viel lieber hätte ich mehr über Gaia und ihre Mutter gelesen. Denn so kommt das Ende viel zu schnell. Alles wird zusammengeworfen was irgendwie hereinzupassen scheint und die eigentliche Gefahr löst sich so schnell in Luft auf, dass man sich fragt, ob man denn einige Seiten übersprungen hat.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch die Schreibweise der Figuren schafft es Jennifer Wolf den Leser mit in eine Welt zu ziehen, die in sich geschlossen und nachvollziehbar ist. Zwar sind die Handlungsstränge vorhersehbar, dennoch gelingt es ihr auch Figuren einzubauen, deren Beweggründe man unbedingt wissen möchte. Leider gelingt dies nicht immer, denn dieser Nebenstrang ist so weit abseits der eigentlichen Handlung, dass man am Ende noch mindestens eine Million Fragen hat.
Liebe und Freundschaft, Verlust und Angst, das sind die Themen, welche in dieser Jahreszeiten-Geschichte eine Rolle spielen. Und diese werden konsequent durchgehalten, bleiben dem Leser bei den Handlungen der Figuren immer im Hinterkopf und lassen alles lebendig, erfahrbar und gut aufgebaut wirken.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 8,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche eine Liebesgeschichte lesen wollen, die mehr Fragen aufwirft, ob man denn Zusammensein darf oder nicht. Existenziell wird die Frage aufgeworfen, ob man denn für sein eigenes Glück einen langjährigen Freund opfern will. So bleibt dieser Roman nicht nur für die Leser der bisherigen Bände interessant, sondern auch für alle Neueinsteiger, welche sich in das Romantasy-Genre verlieben wollen. Denn es gibt alles er, was es zu bieten hat. Mit gefühlvollen und dramatischen Auseinandersetzungen bleibt der Leser nahe bei den Figuren und wird mitgerissen in eine Welt nach der unseren.
An dieser Stelle danke ich dem Carlsen Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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