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1.345 Bibliotheken, 16 Leser, 4 Gruppen, 142 Rezensionen

wolf, rotkäppchen, märchen, cyborg, cinder

Wie Blut so rot

Marissa Meyer , Astrid Becker
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.01.2014
ISBN 9783551582874
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung

Nach den spannenden und aufwühlenden Ereignissen im ersten Teil der Luna Chroniken "Wie Monde so silbern", gibt es in dem zweiten Teil "Wie Blut so rot" erst einmal einen harschen Schnitt. Wir begegnen einer neuen Protagonistin, unserem Rotkäppchen Scarlett. Auch in diesem Band der Reihe sind die Märchenelemente wieder geschickt in die Geschichte eingeflochten, so dass der Leser den Bezug zu Rotkäppchen zwar erkennt, aber die Geschichte nicht damit überfrachtet wird.

Scarlett lebt mit ihrer Großmutter auf einen Hof, den sie zusammen bewirtschaften. Wir treffen Scarlett in einer sehr schwierigen Situation an, den ihre Großmutter ist verschwunden und Scarlett ist davon überzeugt, dass sie entführt wurde. Schon bald trifft sie in einem Restaurant auf einen geheimnisvollen Fremden, der gefährlich wirkt und sich Wolf nennt. Scarlett möchte ihre Großmutter unbedingt retten und vertraut Wolf erst einmal, der ihr bei ihrer Suche helfen möchte. Scarlett ist eine sympathische Protagonistin. Sie wirkt authentisch und hat ihr Herz am rechten Fleck. Anders als Cinder wirkt sie impulsiver, weniger bedacht und neigt auch zu Wutausbrüchen. Wolf kann man als Leser nicht so richtig einordnen und sein großes Geheimnis wird auch tatsächlich erst am Ende des zweiten Bandes gelüftet.

Erfreulicherweise treffen wir im zweiten Teil auch recht schnell wieder auf Cinder und erfahren wie es ihr nach den Ereignissen am Schluss des ersten Teils ergeht. Die Sprünge zwischen den Protagonisten sind gut gestaltet, man kommt beim lesen nie durcheinander. Dabei habe ich tatsächlich beide Handlungsstränge gleich gern verfolgt. Die Handlung spitzt sich rasant zu. Die Herrscherin des Planeten "Luna" bedroht die Erde massiv und der Herrscher des asiatischen Staatenbundes Kai sieht sich gezwungen auf ihre Forderungen einzugehen, um einen Krieg zu verhindern. Zudem verspricht ihm Levana auch noch das Heilmittel für eine auf der Erde wütende Krankheit. Wie bekommen auch einige Passagen aus Kais Sicht mit und verfolgen auch, wieviele Gedanken er sich noch um Cinder macht.

Marissa Meyer schafft es soviel Genres zu mixen, eine komplexe Handlung zu entwickeln, liebenswürdige Charaktere zu erschaffen und all das ohne sich jemals zu verzetteln. Auch beim Lesen des zweiten Bandes hatte ich immer das Gefühl, dass die Autorin genau weiß wo sie hin möchte und den Leser dort ohne große Umwege hinführt. Vor den Einfallsreichtum und der Originalität dieser Autorin kann ich nur das Haupt neigen und Beifall spenden. Ihr Schreibstil ist flüssig und klar gehalten. Sie ergeht sich nicht in stilistischen Schnörkeleien, sondern liefert einen Text, der sich angenehm lesen lässt und der mich trotzdem in Atem gehalten hat.

In "Wie Blut so rot" werden jede Menge Handlungsstränge neu geknüpft, alte fallen zu lassen, um am Schluss schließlich alles wieder zusammenzuführen.

Fazit

Ich kann Marissa Meyer mit ihren Luna Chroniken einfach nur feiern. Die Story ist großartig. Ich habe selten soviel Lebendigkeit zwischen zwei Buchseiten gefunden. Der Märchenbezug ist auch im zweiten Band wieder vorhanden, jedoch ist dies wirklich nur eins der Elemente in diesem Büchern und unterstreicht einfach nur das Können der Autorin. Ich gebe dem Buch fünf Sterne und freue mich schon wahnsinnig auf den dritten Teil!

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

olympische spiele, berlin, oliver hilmes, nationalsozialismus, drittes reich

Berlin 1936

Oliver Hilmes
Fester Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Siedler, 02.05.2016
ISBN 9783827500595
Genre: Sachbücher

Rezension:

Berlin 1936 ist ein außergewöhnliches Buch, das auch schulmüden Menschen den Schrecken und die Perfidie des Nazi Regimes näher bringt. Während der olympischen Spiele 1936 befand sich Deutschland im Umbruch. Einerseits wehte noch der Hauch der Wilden Zwanziger durch die Städte wie Berlin, andererseits bereitete das Nazi Regime den größten Völkermord der Geschichte vor.

Deutschland sollte sich laut der Propaganda Maschinerie als weltoffenes und friedliches Land zeigen. Die Inszenierung der olympischen Spiele wurde dafür instrumentalisiert. Sie war spektakulär und gleichzeitig ein nie vorher dagewesenes Ereignis in den Medien.

Oliver Hilmes erzählt die Geschichte dieser Zeit anhand der sechzehn Tage der olympischen Spiele. Wir begegnen bekannten Nazi Führern, Schriftstellern, Verlegern und Nachtclubbesitzern und begleiten sie eine Weile durch ihren Alltag in Nazi Deutschland. Unterbrochen werden diese Schilderungen durch Polizeimeldungen, die aus heutiger Sicht etwas befremdlich zu lesen sind. Es geht hier um die Rassenfrage und Ähnliches. Anhand von vielen historischen Dokumenten hat Oliver Hilmes ein Bild dieser Zeit gezeichnet, dass den Alltag dieser Zeit unspektakulär und doch tief ans Herz gehend beschreibt.

Sein Schreibstil ist für ein Sachbuch ungewöhnlich lebendig. Er haucht den historischen Personen Leben ein und weiß den Leser durch seinen Schreibstil zu packen. Da hier nicht nur trockene Fakten der Nazi Zeit geschildert werden, sondern das Leben von einigen Personen auf beiden Seiten nach gezeichnet wird, macht den Schrecken des Naziregime unmittelbar greifbar.

Fazit

„1936 Sechzehn Tage im August“ von Oliver Hilmes ist ein beeindruckendes Buch. In diesem Buch wird Geschichte lebendig. Mit dem Wissen der heutigen Zeit bekommen seine Schilderungen eine ganz andere Nuance. Beim Lesen hatte ich das Gefühl als würde die Situation in Deutschland auf einem Drahtseil tanzen nur das ich beim Lesen schon wusste wie es ausgehen wird. Das Buch hat mich berührt, erschüttert und mein Interesse geweckt. Oliver Hilmes hat einen unvergleichlich packenden Schreibstil, der einen in die beschriebene Zeit wirft.

Eigentlich kann man solche Bücher nicht bewerten. Müsste ich es würde ich dem Buch wohl vier Sterne geben.

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(197)

418 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

thriller, smoky barrett, cody mcfadyen, ausgelöscht, krimi

Ausgelöscht

Cody McFadyen , Angela Koonen , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 19.04.2013
ISBN 9783404169399
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung

Smokys beste Freundin und Arbeitskollegin heiratet. Jedoch bleibt das FBI Team auch bei dieser privaten Feier nicht von der Arbeit verschont. Ihnen wird eine Frau vor die Füße geworfen, die sich in einem schlimmen Zustand befindet. Es stellt sich heraus, dass diese Frau sieben Jahre lang in einem dunklen Raum eingesperrt war. Der Täter kündigt an, dass noch weitere folgen werden. Der gleich Täter führt dann auch noch Lobotomien an anderen Opfern aus. Smoky ist entschlossen ihn zu fassen und riskiert dafür wieder einmal ihr persönliches Glück.

Der vierte Teil der Smoky Barrett Reihe beginnt gewohnt schnörkellos. Nach einem kurzen Vorgeplänkel werden wir als Leser schon mit dem Mörder konfrontiert. Dabei erzählt uns Cody McFadyen einige Episoden aus der Kindheit des Täters. Diese sind erschreckend und als Leser wird einem schnell klar, dass bei einer solchen Kindheit kein psychisch gesunder Erwachsener heranwachsen kann. Smoky ist trotz ihrer Kombinationsgabe mit einem Rätsel konfrontiert, dass sie nicht lösen kann. Zudem haben sich Änderungen in ihrem Privatleben ergeben mit denen sie auch erst einmal umgehen muss. Smoky begegnet uns auch im vierten Teil gewohnt kaltschnäuzig und pragmatisch. Auch in diesem Teil kehren wieder Erinnerungen an ihre Folter und den Tod ihrer Familie auf, jedoch nehmen sie in diesem Teil nicht mehr soviel Raum ein.

Natürlich muss Smoky auch im vierten Teil wieder einiges erleiden und schlimme Situationen durchstehen. Ich für meinen Teil denke, dass Smoky bereits genug durchlitten hat und der Autor es hier mal gut sein lassen könnte. Aber Smoky wird immer wieder gefoltert und entstellt. Das ist mir im vierten Teil schon etwas zu viel des Guten. Welcher Ermittler lässt sich denn jedes Mal von den Tätern fangen und misshandeln und macht dann einfach weiter?

Cody McFadyens Schreibstil ist gewohnt gut und flüssig zu lesen. Mir haben insbesondere die näheren Erklärungen zur Ermittlungsarbeit sehr gut gefallen. In diesem Band wird uns das geografische Profiling etwas näher gebracht und ich habe diese Passagen mit großem Interesse gelesen.

Am Ende hält "Ausgelöscht" dann auch noch einige Überraschungen und emotionale Momente für uns bereit. Hier ist es dem Autor gelungen, trotz vorhersehbaren Ende doch noch ein paar Bonbons einzubauen und ich konnte das Buch zufrieden wieder zuklappen.

Fazit

"Ausgelöscht" ist wie auch die drei Vorgängerbände nichts für schwache Nerven. Cody MaFadyen denkt sich wieder Szenen aus, die sich nachhaltig ins Gehirn fressen. Der Fall war spannend zu lesen und das Ende hat mich dann doch an manchen Stellen überrascht. Smoky Qualen und ihre Folterszenen werden mir langsam zu viel. Ich hoffe, dass der Autor im nächsten Band einen etwas anderen Weg einschlägt. Gerade wegen Smokys Veränderungen im Privatleben bin ich sehr gespannt auf den nächsten Band und werde ihn sicherlich auch lesen. Insgesamt bekommt "Ausgelöscht" vier Sterne von mir.

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(150)

295 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 17 Rezensionen

brent weeks, fantasy, blutjunge, kylar stern, assassinen

Am Rande der Schatten

Brent Weeks , Hans Link
Flexibler Einband: 698 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.07.2010
ISBN 9783442266296
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung

Nach den Ereignissen und schmerzhaften Verlusten im ersten Teil der Nachtengel Trilogie möchte sich Kylar als Assassine zur Ruhe setzen und kehrt seiner Heimatstadt den Rücken. Jedoch hat ihm sein Lehrer Durzo Blint den Ka'kari vermacht. Dies ist ein magisches Artefakt, dass nicht nur besondere Kräfte verleiht, sondern den Besitzer auch unsterblich macht. Obwohl Kylar dem Töten entsagen möchte, gerät er immer wieder in Situationen, in denen ihm nichts anderes übrig bleibt. Er beginnt damit ein Doppelleben zu führen und verheimlicht seine nächtlichen Streifzüge vor seiner Liebsten und seiner Ziehtochter. Als er jedoch erfährt, dass sein bester Freund und rechtmäßiger König die brutale Machtergreifung des Gottkönigs überlebt hat wird er wieder zum Nachtengel, um ihn zu befreien.

"Am Rande der Schatten" ist ein fantastischer zweiter Teil der Nachtengel Trilogie von Brent Weeks. Dieser Autor schafft es nicht nur dreidimensionale Charaktere zu erschaffen, sondern er kreiert auch Situationen, Dialoge und eine Welt, die ich nicht so schnell wieder vergessen kann. Kylar hat als Charakter seine Ecken und Kanten. Er ist ein bisschen zu eingenommen von sich selbst, was seine Fähigkeiten als Assassine angeht. In anderen Lebensbereichen zeigt er sich aber dann wieder unsicher und reagiert altersentsprechend. Er muss seine neuen Fähigkeiten erst einmal beherrschen lernen und wir als Leser merken am Ende des zweiten Teils, dass er dabei noch viel Luft nach oben hat. Kylar ist nicht perfekt und gerade das macht ihn so unglaublich echt. Er ist ein absolut loyaler Charakter und seine Treue gehört in aller erster Linie seinem König. Sein eigenes Glück stellt er dafür weit hinten an.

Wer jetzt aber meint die Nachtengel Reihe würde sich einzig und allein mit Kylars Werdegang beschäftigen der irrt. Es gibt noch jede Menge andere Charaktere, die im Laufe der Geschichte eine immer wichtigere Rolle spielen. Vi ist ebenfalls eine Assassine und zudem auch noch die einzig weibliche. Ist sie im ersten Teil und auch über weite Strecken des zweiten Teils nicht gerade eine Sympathieträgerin, so macht sie im Laufe der Geschichte eine unglaubliche Wendung durch. Wir erleben das Geschehen aus ihrer Sicht, erfahren ein bisschen davon was ihr widerfahren ist und plötzlich mag man sie. Erstaunlicherweise schafft es Brent Weeks jeden Charakter so interessant, die Geschichte immer konstant fesseln zu gestalten, dass ich über jede der Nebenfiguren gleich gerne gelesen habe.

Sein Schreibstil ist eindringlich, bildhaft und rasant. Dabei ist sicherlich zu erwähnen, dass dieses Buch über einige sehr brutale und eklige Szenen verfügt. Dabei weidet sich der Autor nicht an den Beschreibungen von Gewalttaten, es ist vielmehr so, dass diese zu dieser Welt dazugehören. Nicht nur, dass Kylar unser Protagonist ein Teil der Unterwelt ist, seit der Machtergreifung des Gottkönigs wird auch der Göttin der Gewalt Khalidor gehuldigt.

Fazit

Was für ein Buch, was für Charaktere, was für eine Welt! War ich im ersten Teil der Nachtengel Trilogie noch vorsichtig mit meiner Begeisterung hat mich Brent Weeks mit seinem zweiten Teil komplett überzeugt. Ich habe selten ein so fesselndes High Fantasy Epos gelesen, das gleichzeitig so authentisch wirkt. Natürlich gibt es auch Magie, Götter und den ganzen anderen Kram in dieser Welt. Es sind jedoch die Charaktere, die diese Geschichte tragen und sie zu etwas Einzigartigen werden lassen.

Ich kann diesem Buch wirklich nur 5 Sterne geben. Es ist fantastisch. Lest es.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

emma steffenhagen, omis, strand, fünf am meer, emma sternberg

Fünf am Meer

Emma Sternberg , Britta Steffenhagen
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 09.05.2016
ISBN 9783837133530
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung

Linn macht eines Tages früher Feierabend und erwischt ihren Freund auf dem gemeinsamen Sofa mit einer anderen Frau. Sie ist verwirrt und weiß gar nicht wo ihr der Kopf steht. In dem ganzen Durcheinander klingelt es an der Tür und Mr. Cunningham steht vor der Tür. Er ist ein Erbenermittler aus Amerika und eröffnet ihr, dass sie von einer verstorbenen Großtante ein Haus in den Hamptons geerbt hat. Da sie sich sowieso gerade neu sortieren muss, fliegt sie gleich zu ihrem neuen Haus um es zu begutachten. Das Anwesen ist jedoch nicht unbewohnt. Darin wohnen fünf liebenswerte Senioren, die aus der ehemaligen Pension eine Altersresidenz für sie gemacht haben. Linn fühlt sich in dieser Gemeinschaft und in diesem Haus sehr wohl. Sie hat jedoch keine andere Wahl als das Haus zu verkaufen, weil sie die Erbschaftssteuer von ein paar Millionen Dollar bezahlen muss. Nebenbei erfährt sie aus mehr aus dem Leben ihrer Tante und der anderen Senioren.

Linn ist ein sehr sympathischer Charakter. Sie ist ein bisschen schusselig und steckt ihre Nase gerne in Bücher. Sie selbst hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich, da sie als Kind in einigen Pflegefamilien leben musste. Sie hat ihr Herz am richtigen Fleck, scheint aber noch nicht so richtig erwachsen geworden zu sein. Sie ist ganz und gar nicht damit einverstanden das Haus verkaufen zu müssen. Das macht sie natürlich sehr sympathisch. Ich mochte die Senioren ebenfalls sehr gerne und habe richtig mitgefiebert ob sie jetzt ausziehen müssen oder nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bedacht. Die Sätze scheinen aufeinander abgestimmt zu sein und fügen sich zusammen, wie die Perlen an einer Kette. Dabei wirkt die Erzählweise nicht kitschig oder überladen. Durch den Schreibstil wird die Stimmung und das Gefühl des Buches wunderbar vermittelt. Ich konnte mir das "Sea Whisper Inn" hervorragend vorstellen und habe mich auch dort heimisch gefühlt.

Einzig Linns schnelle Verarbeitung ihrer Beziehung und die unfassbare Aneinanderreihung von Unwahrscheinlichkeiten haben mich etwas gestört. Linn kommt kaum in den Hamptons an und hat den Grund aus dem sie geflohen ist, fast schon vergessen. Es dauert auch gar nicht lange, bis sie wieder Interesse an einem Mann zeigt. Mir ging das zu schnell. Außerdem steckt dieses Buch voller unglaublicher Zufälle, die mit ihrer geballten Kraft schon etwas unglaubwürdig wirken.

Britta Steffenhagen liest "Fünf am Meer" wieder einmal absolut fantastisch. Sie hat eine unglaublich lebendige Stimme und haucht jedem der Charaktere Leben ein. Jeder Charakter wird einzigartig gelesen und somit kommt ein bisschen das Gefühl auf einem Hörspiel zu lauschen.

Fazit

"Fünf am Meer" von Emma Sternberg ist eine leichte Geschichte für den Sommer. Sie besticht durch liebenswürdige Charaktere und den wunderbaren Schreibstil der Autorin. Das Buch ist leicht wie eine Sommerbrise und hat mich am Schluss mit einem wehmütigen Seufzen auf den Lippen zurück gelassen. Insgesamt habe ich dem Buch vier Sterne gegeben.

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137 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, zweiter weltkrieg, iona grey, krieg, liebesbriefe

Als unsere Herzen fliegen lernten

Iona Grey , Anja Hackländer
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.05.2016
ISBN 9783734101885
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung

"Als unsere Herzen fliegen lernten" spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleiten wir Jess wie sie vor ihrem gewalttätigen Freund flieht. Sie findet Unterschlupf in einem alten, verlassenen Haus. Sie hat kaum Geld in der Tasche und besitzt nur die Dinge, die sie am Leib trägt. Schließlich trifft sie auf Will. Er ist ein gescheiterter Geschichtsstudent, der jetzt als Erbenermittler arbeitet. Er trifft Jess mehrfach und findet sie schließlich schwer krank in dem verlassenen Haus. Dabei findet er noch sehr viele alte Briefe in denen sie gelesen hat. Diese Briefe erzählen von einer großen Liebe im zweiten Weltkrieg.

In der Vergangenheit befinden wir uns genau dort: Im zweiten Weltkrieg. Stella ist als Waise aufgewachsen und heiratet den ersten Mann, der ihr über den Weg läuft. Es stellt sich aber schnell heraus, dass ihr romantischen Vorstellungen der Ehe nicht in Erfüllung gehen. Ihr Mann flieht vor ihr, in dem er sich freiwillig an die Front meldet. Sie bleibt alleine zurück und lässt sich schließlich von ihrer Freundin Nancy unter deren Fittiche nehmen.

Letztendlich lernt Stella dann den amerikanischen Soldaten Dan kennen. Dan erweist sich als liebevoller, ehrlicher und aufrichtiger Mensch. Stella verliebt sich in ihn und sieht durch die Liebe auch einige Dinge nun klarer. Dan möchte sich eine gemeinsame Zukunft mit Stella aufbauen., Er weiß jedoch nie ob er die nächste Mission überleben wird. Schon im Prolog wird deutlich, dass Stella und Dan kein gemeinsames Happy-End haben, da der im Sterben liegende fast neunzigjährige Dan nach seiner Stella sucht.

"Als unsere Herzen fliegen lernten" erzählt eine Liebesgeschichte wie sie schwieriger nicht sein könnte. Nicht nur der Krieg auch Stellas Ehe sind Hindernisse für die beiden Liebenden. Dabei hält Stella noch sehr lange an ihrer Ehe fest. Für mich war es schon sehr früh klar, dass irgendetwas mit Charles nicht stimmt. Kein frisch verheirateter Mann, würde sich so benehmen wie er. Stella ist allerdings naiv und weiß nicht, wie sie mit Charles umgehen soll. Die Beziehung mit Dan ist dann eine Offenbarung. Stella findet immer mehr zu sich selbst. Die Liebe zwischen den beiden wird nur in wenigen Szenen gelebt, da sie sich selten sehen. Allerdings erfahren wir vieles über die Tiefe ihrer Gefühle aus ihren Briefen. Ich habe richtig mit den beiden mit gefiebert. Natürlich weiß man nach dem Lesen des Prologs bereits, dass die Geschichte zwischen den beiden kein gutes Ende genommen hat. Trotzdem habe ich immer gehofft, dass es doch noch anders kommen würde. Stella und Dan sind mir sehr während des Lesens sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte mir kaum ein Ereignis vorstellen, dass die Beiden voneinander zu trennen vermochte.

Die Liebesgeschichte in der Gegenwart bleibt die Liebesgeschichte zwischen und Jess und Will irgendwie blass. Beides sind irgendwie kaputte Charaktere, die für einander die passenden Ersatzteile zu haben scheinen. Trotzdem kam bei den beiden für mich nie das "Stella und Dan" Gefühl auf. Ich konnte insbesondere keinen Bezug zu Will aufbauen. Sein Charakter blieb für mich irgendwie schwammig und unscharf.

Die Sprache ist natürlich darauf ausgelegt Gefühle zu erzeugen. Die in dem Buch abgedruckten Briefe sind fast schon poetisch. Natürlich kann man das Ganze auch als Kitsch abtun. Aber gerade diese bildhafte, poetische Sprache passt sehr gut zu Dan und Stella. Sie Sprache unterstreicht die Gefühle, die beide füreinander hegen und hat mir beim Lesen das Herz gewärmt. Das Ende ist Buch ist wie erwartet - und doch ganz anders. Es hat mich traurig hinterlassen. Gleichzeitig glomm aber auch ein Funke Hoffnung in meinem Herzen.

Fazit

"Als unsere Herzen fliegen lernten" hat mich durch die Liebesgeschichte zwischen Stella und Dan begeistern können. Ihre Geschichte ist wirklich hingebungsvoll erzählt und gut in den Rahmen des zweiten Weltkrieges eingebettet. Die restlichen Charaktere in dem Buch blieben seltsam flach. Ich konnte keinen guten Bezug zu Jess und Will aufbauen. Bei ihrer Geschichte zog auch die romantische Sprache nicht bei mir und konnte kein echtes Gefühl erzeugen. Die beiden schienen mir Lückenfüller zu sein, damit man die Vergangenheit irgendwie mit der Gegenwart verknüpfen konnte.

Insgesamt gebe ich dem Buch vier Sterne. Stellas und Dans Geschichte wird mir noch einige Zeit im Kopf und im Herzen bleiben.

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(57)

104 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

kanada, liebe, familie, river, amerika

River

Donna Milner , Sylvia Höfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2010
ISBN 9783492258746
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Meinung

In "River" von Donna Milner begleiten wir Natalie und ihre Familie in ihrem Alltag. Sie und ihre drei Brüder haben nicht viel an materiellen Werten, dafür aber ein liebevolles Elternhaus und eine gute Beziehung zueinander. Eines Tages erscheint River unvermittelt auf der Farm. Er ist aus den Vereinigten Staaten geflohen, da er als sogenannter Hippie sich nicht am Vietnamkrieg beteiligen möchte. In Kanada findet er nicht nur einen Anstellung auf der Milchfarm von Natalies Vater, sondern wird auch bei Teil der Familie.

Das Buch ist auf zwei verschiedenen Zeitebenen geschrieben. Wir begleiten Natalie durch ihre Jugend und lernen sie auch als erwachsen Frau kennen, die durch die Ereignisse eben jener Zeit schwer gezeichnet ist. Natalie hat sich als Erwachsene völlig von ihrer Familie abgesondert und muss nun in ihre Heimatstadt zurückkehren, da ihre Mutter im Sterben liegt. Dieses Ereignis wühlt natürlich einiges in ihr auf und sie reist in Gedanken zurück in ihre Vergangenheit. Dabei ist es im ersten Teil des Buch überhaupt nicht nachvollziehbar, warum dieses Familie auseinander gebrochen ist. Die einzelnen Familienmitglieder arbeiten hart, sind einander aber auch liebevoll zugetan. Natürlich gibt es auch Schwierigkeiten wie in jeder Familie, doch trotzdem scheint es einen ungewöhnlichen Zusammenhalt zwischen den einzelnen Mitgliedern zu geben.

Auch River wird herzlich in die Familie aufgenommen und Natalie verliebt sich in ihn. Dabei wird deutlich, dass es sich um eine Schwärmerei eines jungen Mädchens handelt, die sich in den ersten passablen Mann verliebt, der ihr in ihrem Dorf über den Weg läuft. River verhält sich immer angemessen ihr gegenüber und sieht in ihr eine kleine Schwester. Letztendlich kommt es zu einem Ereignis, dass alle weiteren Geschehnisse ins Rollen bringt. Innerhalb kürzester Zeit ist nichts mehr so, wie es vorher war und Natalie verwandelt sich vom sorglosen jungen Mädchen, zu einer von Schuldgefühlen zerfressenen Frau.

Am Ende des Buch wird der Kreis zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlossen. Donna Milner schreibt recht nüchtern und verliert sich nicht in pathetischen Wortfindereien. Sie bringt die Dinge mit wenigen Worten auf den Punkt und beschreibt die Menschen und Situationen schnörkellos, aber dafür umso eindringlicher. Gerade wegen dieser Sprache, dieser Distanz, bekommt man einen sehr guten Eindruck von Natalie, ihren Gedanken und ihrer Kindheit und Jugend auf der Milchfarm. Sie ist an den Geschehnissen damals zerbrochen und hat für sich niemals einen Weg gefunden, das Ganze zu verarbeiten. Sie hat sich von ihrer Familie abgesondert. Am Ende des Buches stellt sie fest, dass das eigentliche Problem an ihrer Vergangenheit war, dass sie mit niemanden gesprochen hat.

Fazit

Insgesamt hat mir River von Donna Milner mit seiner unaufgeregten Schreibweise und dem Erzählstil sehr gut gefallen. Wir erleben in der Gegenwart eine auseinander gebrochene Familie, die sich uns in der Vergangenheit als Einheit präsentiert. Wir wissen, dass etwas Unaussprechliches geschehen sein muss, dass einen tiefen Keil in diese Familie getrieben hat. Genau dieses "Etwas" ließ mich an den Seiten kleben, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es soweit kommen konnte. Letztendlich hat die Autorin eigentlich nur ein Steinchen in einen See geworfen, das dann aber eine Sturmflut verursacht hat. Die Kettenreaktion der Ereignisse war erstaunlich und doch nachvollziehbar für mich zu lesen. Nach dem Ende des Buches konnte ich Natalies Reaktion "alle Schotten dichtzumachen" sehr gut nachvollziehen.

Mich hat "River" berührt und gleichzeitig auch gut unterhalten. Die Geschichte ging mir unter die Haut und ich werde wohl noch lange an sie denken müssen. Insgesamt gebe ich dem Buch viereinhalb Sterne!

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, london, liebesroman, ebook, die ganz große liebe

Love on Air - Verliebt in London

Dorothea Stiller
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei Forever, 13.05.2016
ISBN 9783958180635
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung

Sarina hat ihren vermeintlichen Traumann gefunden. Woher sie das weiß? Sie hat eine Liste mit allen Eigenschaften ihres Traumannes entworfen als sie ein Kind war und hat daher eine genau umrissene Vorstellung. In Leo hat sie nun den Mann gefunden, auf den sie ihr bisheriges Leben gewartet hat. Doch leider verschwindet er am Morgen nach der ersten gemeinsamen Nacht nach London. Sarina weiß nicht viel mehr, als dass er dort ein Praktikum bei einem Radiosender machen möchte und reist ihm mit diesen spärlichen Informationen hinterher. In London angekommen trifft sie auf die Finnin Päivi, die nach ihrem Vater sucht und sie freunden sich an. Die beiden kommen dann in einer WG unter und Sarina kann einen ihren Mitbewohner - Nathan - nicht ausstehen.

"Love on air - Verliebt in London" von Dorothea Stiller ist ein kurzweiliger und unterhaltsamer Roman, der einem vor allen Dingen die Liebe zu der Stadt näher bringt. London ist wirklich als eine liebens- und lebenswerte Stadt beschrieben und wer schon einmal vor Ort war, fühlt sich durch das Lesen dieses Buch gleich wieder dorthin versetzt. Ich habe beim Lesen einige Ecken entdecken können, die ich mir bei meinem nächsten London Besuch unbedingt anschauen möchte.

Sarina als Protagonistin des Buches war nicht gerade einfach für mich. Man könnte sie optimistisch nennen, da sie Leo einfach so nachreist. Zwar kommen immer wieder ihre Zweifel zur Geltung, ob Leo sie wirklich mag, da er ja so sang- und klanglos einfach verschwunden ist - und doch konnte ich ihre Handlungen und Gedanken nicht immer nachvollziehen. Sie schien mir ihr eigenes Glück von ihrem Traummann abhängig zu machen, so als ob sie ohne den perfekten Partner nur halb so viel wert wäre. Ich war dann recht erfreut, dass die Autorin ihrer Protagonistin während der doch recht kurzen 247 Seiten etwas Entwicklung zugesteht, auch wenn der Anstoß dafür leider schon wieder ein Mann war.

Der Schreibstil der Autorin ist solide. Manche Dialoge wirkten auf mich noch etwas aufgesetzt und gestelzt, jedoch ließ sich das Buch angenehm schnell weg lesen. Man darf von einem solch kurzen Werk natürlich keine großartige Tiefgründig erwarten, aber trotzdem haben mich die Szenen gut unterhalten. Das Buch besticht nicht durch eine eine neuartige Story, aber es ist luftig leicht und lässt sich wunderbar als Sommerlektüre auf dem Balkon lesen.

Fazit

Wer eine leichte Lektüre für einen sonnigen Nachmittag auf dem Balkon oder für einen verregneten Tag auf der Couch sucht, wird mit "Love on air - Verliebt in London" von Dorothea Stiller glücklich werden. Das Buch lässt sich locker, leicht lesen und ist trotz altbekannten Handlungsablauf trotzdem durch einige lustige Szenen unterhaltsam. Die Beschreibungen von London und dem Charme dieser Stadt sind sehr gut gelungen. Ich gebe dem Buch drei Sterne und spreche eine Empfehlung für alle aus, die leichte Frauenlektüre für zwischendurch gerne mögen.

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146 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

gerichtsmedizin, rechtsmedizin, forensik, obduktion, berlin

Dem Tod auf der Spur

Michael Tsokos , Veit Etzold , Lothar Strüh , Veit M Etzold
Flexibler Einband: 238 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.05.2009
ISBN 9783548372624
Genre: Sachbücher

Rezension:

Prof. Michael Tsokos leitet das rechtsmedizinische Institut in Berlin. In "dem Tod auf der Spur" dürfen wir ihm als Laien bei seinem Arbeitsalltag über die Schulter schauen. Dabei sollte man sich vor der Lektüre dieses Buch im Klaren darüber sein, dass es sich um ein Sachbuch handelt und nicht um einen Krimi a la CSI irgendwas. Michael Tsokos nimmt uns mit an seinen Arbeitsplatz und stellt uns einige von seinen Fällen vor. Dabei geht es natürlich immer um den Tod, genauer gesagt um die Ursache die diesen herbeigeführt haben. Offensichtliche Tathergänge stellen sich so bei näherer Betrachtung doch als falsch heraus und man bekommt einen guten Eindruck über die Präzision und Fachkenntnis, die in diesem Beruf vonnöten ist.

Michael Tsokos schreibt dabei sachlich fundiert und doch sind seine Schilderungen bildlich genug, dass man als Leser alles gut nachvollziehen kann. Da hier auch einige Vorgänge bei der Obduktion beschrieben werden, sollte man diesem Thema gegenüber offen sein. Allerdings wird hier nichts dramatisiert oder besonders blutig in Szene gesetzt, sondern der Autor beschreibt ganz einfach seine alltägliche Arbeitsweise. Für mich als Laien war das absolut interessant zu lesen, da man aus Krimis oder Thrillern doch eher oberflächliche Schilderungen gewöhnt ist. Hier und da hätte ich doch gerne ein bisschen mehr Variationen in den geschilderten Fällen gehabt, da z.B. der "Tod durch Enthauptung" schon ziemlich oft vorkam.

Die Aufteilung des Buches hat mir gut gefallen. Michael Tsokos beschreibt zwölf Fälle, die mehr oder weniger unterschiedlich sind. Mehrfach geht es um Suizid und ich war wirklich erstaunt, dass die selbst verschuldeten Todesfälle einen so großen Anteil seiner Arbeit ausmachen. Durch die Unterteilung des Buches ist es möglich, es immer wieder nach einem Fall zur Seite zu legen und dann wieder problemlos in den nächsten Fall einzusteigen, wenn man alles verdaut hat. Manche Fälle werden mir wohl längerfristig nicht mehr aus dem Kopf gehen. Insbesondere der Fall "Jessica", die von ihren Eltern so stark vernachlässigt wurde, bis sie schließlich gestorben ist, hat mich tief berührt. Ich kann es mir kaum vorstellen wie schrecklich es sein muss, ein solches Kind auf dem Obduktionstisch zu haben und ziehe wirklich den Hut vor der professionellen Distanz der Rechtsmediziner.

Fazit

"Dem Tod auf der Spur" ist ein wirklich gelungenes Buch für alle Menschen, die einen Einblick in die Arbeit eines Rechtsmediziners bekommen möchte. Dabei schreibt Michael Tsokos sachlich und doch war er mir während seiner Erzählung unglaublich sympathisch. Insgesamt bewerte ich das Buch mit dreieinhalb Sternen.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

brieffreundschaft, liebesroman, amerika, woods, romanze

So würde ich dich lieben

Hannah Woods , Christiane Burkhardt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diana, 25.04.2016
ISBN 9783453291720
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Meinung

Hensley lebt im Jahre 1917 mit ihrem Vater in New York. Sie führt dort das Leben einer jungen Dame, geht zur Schule und schneidert sich ihre Kleidung gerne selbst. Ihr Vater ist Journalist bei der New York Times und ein Gegner des ersten Weltkrieges. Als er seine Meinung zu dem Krieg veröffentlicht, verliert er seine Anstellung und findet eine neue Stelle als Minenaufseher in Mexico. Hensley, deren Mutter verstorben ist, hat keine andere Wahl als ihren Vater zu begleiten. Sie tritt diese Reise mit einem Herz voller Liebeskummer an, denn in New York hat sie sich von dem Leiter der Theater AG verführen lassen. Dieser hat ihr einige süße Worte und Lügen aufgetischt und Hensley ärgert sich in erster Linie über ihre eigene Naivität. Es stellt sich heraus, dass diese Begegnung nicht ohne Folgen geblieben ist, denn Hensley ist schwanger. Das Einzige, das ihr in ihrer verzweifelten Lage Halt bietet ist die Brieffreundschaft zu Charles. Charles ist ein angehender Arzt, aus reichen Hause, der an der Front des Krieges seinen Dienst tut. Zwischen ihn und Hensley entwickelt sich eine sehr berührende Korrespondenz, die beiden in ihrer jeweiligen schwierigen Lage ein Licht in der Dunkelheit bietet.

Nach einem etwas zähen Einstieg, entwickelte sich das Buch ab dem Umzug nach Mexico zu einem gefühlvollen, berührenden und auch spannenden Leseerlebnis. Hensley wird in ihrem jungen Alter mit vielen Schicksalsschlägen konfrontiert und durchläuft während der Geschichte eine merkliche Entwicklung. Aus dem jungen naiven Mädchen wird mit der Zeit eine selbstsichere junge Frau, die genau weiß was sie will und was nicht. Ich konnte mich sehr gut mit Hensley identifizieren und ihr Werdegang erschien mir glaubhaft und nachvollziehbar. Sie wächst mit den Geschehnissen in ihrem Leben und somit ist ihr Wandel in sich stimmig, zu dem sie ihrer Grundpersönlichkeit auch immer treu bleibt.

Obwohl Hensley ihre Heimat New York vermisst, wird auch schnell deutlich, dass sie auch an der ländlichen Umgebung in Mexico hängt. Sie findet dort Freundschaft in ungewöhnlichen Menschen und erlebt Dinge in dieser winzigen Stadt, die ihr in New York wohl nie aufgefallen wären. Die Liebesgeschichte zwischen Charles und Hensley entwickelt sich nur zart und zögerlich, da beide nicht zu hoffen wagen, dass sie sich jemals im realen Leben sehen. Irgendwann ist es dann so weit, das beide entscheidende Dinge in ihren Briefen verbergen, so dass sich eine vermeintlich durch Geheimnisse hervorgerufene Kluft zwischen den beiden auftut.

Durch Charles Augen bekommen wir seine Erlebnisse und Eindrücke von der Front des ersten Weltkrieges mit. Auch Charles steht ein guter Freund zur Seite, der durch und durch sympathisch wirkt. Charles muss schlimme Dinge mit ansehen und gelangt während seines Einsatzes zu der Einsicht, dass auch ein Arzt seine Grenzen hat. Seine Begeisterung für den Kriegseinsatz schwindet mit der Zeit und auch reift deutlich während der Geschichte. Allerdings verarbeitet Charles seine Erlebnisse und Verwundungen für meinen Geschmack etwas zu schnell und zu mühelos.

Der Schreibstil der Autorin ist herrlich flüssig und sehr bildhaft. Ich konnte mir mühelos, die kleine Stadt und das Haus vorstellen in dem Hensley wohnt. Die Worte sind natürlich sehr emotionsgeladen und trotzdem nicht übermäßig kitschig.

Fazit

Wer Liebesromane mag, die auch noch einen etwas tieferen Hintergrund mitbringen, sollte unbedingt zu "So würde ich dich lieben" von Hannah Woods greifen. Die Geschichte hat mich auf vielen Ebenen berührt und ich konnte mich sehr gut in die Charaktere einfühlen. Neben den Hauptcharakteren hat Hannah Woods dann auch noch interessante und liebenswürdige Nebencharaktere geschaffen, die sich auch einen Platz in meinem Herzen gesichert haben. Die Briefe zwischen Hensley und Charles sind wunderschön geschrieben und ich habe manch einen zweimal gelesen.

Das Buch hat sich seine vier Sterne reichlich verdient!

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55 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, teufel, gefährten, alexey pehov, philosophie

Schwarzer Dolch

Alexey Pehov , Christiane Pöhlmann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492703963
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung

Ludwig van Normayenn ist Seelenfänger und hat die Gabe ruhelose Seelen zu sehen und zumindest die bösen unter ihnen ins Jenseits zu schicken. Dabei wird er von einer solchen Seele namens Apostel und einen Animatus, Scheuch begleitet. Scheuch ist ein dunkler Animatus, der durch viel böse Energie in einer Vogelscheuche entstanden ist und gerne seine Sichel schwingt und damit ein Blutbad anrichtet. Ludwig ist Mitglied im Orden der Seelenfänger, der politisch gesehen, dem Orden der Gerechtigkeit und der Inquisition entgegensteht. Das Setting erinnert dabei an das mittelalterliche Europa und neben der Jagd auf ruhelose Seelen und anderes mythisches Unkraut, gerät Ludwig auch in einige politische Verwicklungen.

Ludwig ist dabei ein Charakter, der nicht nur einfach seine Arbeit macht, sondern seine Aufgabe als eine Art Berufung ansieht. Dabei wird schnell deutlich, dass er sich von den anderen Seelenfängern in seiner Welt abhebt. Er schickt nicht einfach wahllos jede umherwandernde Seele ins Jenseits, sondern unterscheidet deutlich zwischen den guten und bösen Seelen. Dabei ist es so, dass jede Seele, die ein Seelenfänger beseitigt sein eigenes Leben um einen halben Tag verlängert und somit handelt Ludwig mit dieser Denkweise sehr uneigennützig. Hinzu kommt, dass er von Apostel begleitet wird, der zwar ständig an Ludwig herumnörgelt und sehr zum negativen Denken neigt, ihn aber trotzdem folgt wie ein braver Hund und ihn auch hier und da zur Hilfe eilt. Scheuch indessen ist ein deutlich böser Charakter. Aber auch er ordnet sich Ludwig unter und schwingt seine Sichel nur dann wenn Ludwig es ihm erlaubt. Der Seelenfänger scheint nur seinem eigenem Gewissen und moralischen Kompass zu handeln, so dass er auch gegen einige Anweisungen und Regeln seines Ordens verstößt.

Dabei ist der Erzählstil dieses Buches etwas gewöhnungsbedürftig, da jedes Kapitel eine Art Kurzgeschichte darstellt. Wir begleiten Ludwig immer aus der Ich-Perspektive und jedes Kapitel wirft uns in ein komplett anderes Setting. Allerdings bauen die einzelnen Kapitel dann doch sehr stark aufeinander auf, so dass schnell ein roter Faden erkennbar wird. Da ich allerdings nach dem ersten Kapitel einen fortgesetzten Erzählfluss erwartet habe, hat mich die Erzählweise etwas verwirrt, spätestens ab dem dritten Kapitel wusste ich sie dann aber zu schätzen. Durch den Erzählstil ist es nämlich möglich Ludwig immer in einem neuen Abenteuer zu begleiten und so gibt es auch keine langatmigen Stellen in dem Buch. Dabei erfahren wir als Leser immer mehr über die Welt, die dort herrschende Magie und auch über die politischen Verhältnisse. Ludwig muss sich immer mehr beweisen und es ist am Ende oftmals seine Intelligenz, die ihm das Leben rettet.

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916 Bibliotheken, 21 Leser, 3 Gruppen, 141 Rezensionen

liebe, mobbing, klassentreffen, mhairi mcfarlane, freundschaft

Vielleicht mag ich dich morgen

Mhairi McFarlane , Karin Dufner , Ulrike Laszlo
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426516478
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung

Anna wurde als Teenager schlimm gemobbt. Sie war dick, pickelig und ihre Haare waren eine Katastrophe. Die Schulzeit hat tiefe Narben bei ihr hinterlassen und besonders der Abschlussball, bei dem sie von ihrem heimlichen Schwarm James mies ausgetrickst und gedemütigt wurde, hängt ihr auch als Erwachsene noch nach. Inzwischen hat sie jedoch abgenommen und sich mehr oder weniger vom hässlichen Entlein in einen schönen Schwan verwandelt. Sie ist beruflich erfolgreich und trifft in diesem Rahmen auf James, der sie nicht mehr wiedererkennt. Natürlich hat Anna ihn nicht vergessen und nach ein paar Startschwierigkeiten entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. Anna hat jedoch immer noch mit der Panik zu kämpfen, dass James in ihr das hässliche Entlein aus Schulzeiten wiedererkennen könnte, doch der scheint mehr damit beschäftigt zu seine Ehefrau zurück zu erobern.

Anna hat sich zwar äußerlich verändert, jedoch bekommt sie das "dicke vermeintlich hässliche" Mädchen nicht aus ihrem Kopf. Sie lebt mit vielen Minderwertigkeitskomplexen. Dabei ist sie klug, hat ein paar nette Freunde und steht mit beiden Beinen im Leben. Leider macht sie ihr persönliches Glück sehr vom Vorhandensein eines Mannes an ihrer Seite abhängig und hier driftet dieses Buch auch schon in die Klischeeschiene. Anna ist als Charakter nicht unsympathisch, jedoch sind ihre Gedanken und Gefühle so vorhersehbar und nichtssagend, dass sie durch jeden x-beliebigen Romancharakter ausgetauscht werden könnte.

James aus dessen Sicht auch ein paar Kapitel geschrieben sind, scheint da schon interessanter zu sein. Er ist vermeintlich oberflächlich. Im Verlauf der Geschichte wird aber deutlich, dass in ihm mehr steckt als man und auch er selbst gedacht hat. Er beginnt sein Verhalten zu reflektieren und ist wohl entwickelt sich während der Handlung tatsächlich etwas weiter.

Die Geschichte zwischen James und Anna ist durchaus unterhaltsam auch wenn ihr etwas die Spritzigkeit fehlt. Die Autorin hat einen lockeren Schreibstil und macht auch vor der Umgangssprache keinen Halt, so dass hier und da auch ein paar Schimpfwörter gebraucht werden. Das macht die Charaktere jedoch authentisch und lässt sie lebensnaher wirken. Im Verlauf der Geschichte wird immer wieder erörtert, wer welche Kleidung trägt und wo diese gekauft wurde. Leider habe ich nur ein sehr eingeschränktes Modeverständnis und deshalb waren diese ständigen ausschweifenden Erklärungen für mich einfach nur langatmig und nichtssagend. Sie haben meine Vorstellungskraft in keinster Weise beflügelt. Auch der Alkoholkonsum der Charaktere in diesem Buch ist wirklich erstaunlich. Sie trinken ständig Alkohol, haben einen Kater und trinken dann weiter. Muss das wirklich sein? Meiner Meinung nach nicht.

Britta Steffenhagen spricht das Buch unglaublich lebendig. Durch ihre Stimme bekam das Buch viele unterschiedliche Nuancen und es war ein Genuss mir von ihr Vorlesen zu lassen.

Fazit

Insgesamt gebe ich "Vielleicht mag ich dich morgen" drei Sterne. Es war stellenweise amüsant, jedoch haben mich die Charaktere nicht immer überzeugt. Auch die langatmigen modischen Erklärungen und der durch das Buch wabernde Alkoholdunst haben mich dazu bewogen insgesamt zwei Sternchen abzuziehen. Das Potential der Geschichte würde meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft und auch das Thema Mobbing wurde irgendwie nur oberflächlich angekratzt. Letztendlich bin ich froh, dass ich mir das Buch habe vorlesen lassen, so wirkte es durch die fantastische Sprecherin etwas lebendiger!

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Tags: chick lit, hörbuch   (2)
 

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855 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

liebe, stuttgart, lieblingsmomente, liebesroman, träume

Lieblingsmomente

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.08.2013
ISBN 9783492304467
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:

Layla fotografiert für ihre Kunden das Geschehen auf deren Partys. Dabei ist fotografieren nicht nur ihr Job, sondern auch ihre Leidenschaft. Eines Tages lernt sie so Tristan kennen und die beiden verstehen sich auf Anhieb. Dabei ist Layla seit fünf Jahren vermeintlich glücklich vergeben und auch Tristan scheint in festen Händen zu sein. Beide versuchen "nur" gute Freunde zu sein, aber Tristan bringt Layla durch seine lebendige Art zum Nachdenken über den Verlauf ihres bisherigen Lebens und sie muss sich einigen unangenehmen Wahrheiten stellen.

Für mich stellte sich beim Lesen dieses Buches die Frage "Sind wir nicht alle ein bisschen Layla?" Sie hat vermeintlich alles was sich ein Mädchen wünschen kann und doch kommt nach und nach zu Tage, dass sie für ihr Leben einige Kompromisse schließen musste. Oliver ihr Freund ist einer davon. Er kommt in der Geschichte nicht besonders gut weg und ich habe mich schon relativ früh gefragt, warum Layla und er eigentlich noch zusammen sind, denn von Beginn an scheint es so, dass die beiden eigentlich nur nebeneinander her leben und Oliver Layla gar nicht als Partnerin ernst nimmt.

Erst Tristan, der sie aus ihrem Alltag befreit und ihr einige unvergessliche Momente beschert, bringt Layla zum Nachdenken über sich, ihr Leben und ihre Wünsche, die sie mehr oder minder aufgegeben hat. Tristan ermöglicht Layla über ihren Tellerrand zu schauen und bei ihm kann sie so sein wie sie wirklich ist. Natürlich fühlt sich Layla stark zu ihm hingezogen, da er eine Seite an ihr anspricht, die sie längst vergessen hatte. Tristan scheint seinerseits auch Gefühle für Layla zu haben und doch ist ihm auch die Liebe zu seiner Freundin deutlich anzumerken. Diese Chemie zwischen den beiden, die eigentlich nicht sein darf, gibt dem Buch seine besondere Spannung. Zudem habe ich schon recht früh beim Lesen erraten, dass bei Tristan nicht alles so ist wie es zu sein scheint und er ein Geheimnis mit sich rumträgt. Auf dieses Geheimnis bezogen erschien mir Layla etwas begriffsstutzig, was sich aber damit erklären lässt, dass sie so viel mit sich selbst und ihrem Gefühlswirrwarr zu tun hatte.

Man könnte meinen, dass "Lieblingsmomente" eigentlich ein Buch ist in dem sich der weibliche Hauptcharakter zwischen zwei Männern entscheiden muss. Aber letztendlich muss Layla in aller erster Linie zu sich selbst finden. Tristan bringt einfach nur eine andere Seite bei ihr zum Vorschein, die sie erst einmal wieder neu entdecken muss.

Adriana Popescu hat einen unglaublich guten und authentischen Schreibstil. Jeder ihrer Charaktere spricht mit seiner eigenen Stimme und ich konnte mich hervorragend in Layla und ihre Situation hinein versetzen. Oliver kommt in ihrer Geschichte nicht gut weg. Er ist Layla gegenüber anmaßend und gleichgültig und die Sympathien liegen in der Geschichte deutlich auf Tristans Seite. Einzig und allein der Umgang mit Alkohol hat mich in dieser Geschichte gestört. Ständig steht ein Bier , Wein oder etwas anderes alkoholisches auf dem Tisch oder wird aus dem Kühlschrank geholt. Ich bin keine Antialkoholikern aber der Alkoholkonsum erschien mir in dem Buch dann doch etwas hoch. Wieso kann es nicht auch mal ein Spezi sein?

Fazit

"Lieblingsmomente" ist ein locker leicht geschriebener Roman, der doch eine tiefere Botschaft vermittelt. Mir hat das Ende unglaublich gut gefallen, dass es zwar ein Happy End ist, sich aber deutlich von anderen Büchern dieses Genres abhebt. Ich konnte mich sehr gut in Layla hinein versetzen und war stellenweise richtig angeätzt von ihrem Langzeitfreund Oliver. Tristan war mir deutlich sympathischer, auch wenn er alles andere als perfekt ist, da bisher nur durch sein Leben zu treiben scheint. Neben den offensichtlichen Hauptcharakteren dieses Buches gibt es noch einen Weiteren, nämlich Stuttgart. Diese Stadt wird mit soviel Herzblut und Liebe zum Detail beschrieben, dass ich Lust bekommen habe, mir sie selbst einmal anzuschauen.

Alles in allem hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten und ich freue mich sehr im zweiten Teil lesen zu können wie es mit Layla, Oliver und Tristan weitergeht!

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

werwölfe, mercy thompson, wölfe, urban fantasy, patricia briggs

Tanz der Wölfe

Patricia Briggs , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453316621
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung

Achtung Spoilergefahr! Wer die sechs Vorgängerbände nicht gelesen, sollte diese Rezension nicht lesen, da Spoiler unumgänglich sind!

Mercy und ihre Stieftochter Jesse haben einen Autounfall. Während die Polizei noch die wichtigsten Daten aufnimmt , spürt Mercy durch das Gefährtenband zu ihrem Mann Adam, dass etwas überhaupt nicht in Ordnung ist. Sie versucht ihn und andere Mitglieder des Werwolfrudels zu erreichen und stellt bald fest, dass das gesamte Rudel entführt worden ist. Mercy macht sich mehr oder weniger allein auf die Suche nach ihrem Mann und seinen Wölfen und bekommt Unterstützung von ihrem Vampirfreund Stefan, sowie von einem alten und mächtigen Werwolf namens Asil.

"Tanz der Wölfe" hält sich nur kurz mit einer Einleitung in die Geschichte auf. Durch den Entführungsfall und die akute Bedrohung des Rudels nimmt die Handlung sehr rasch Fahrt auf und die Spannung wird auf einen konstant hohen Niveau gehalten. Mercy sticht als Charakter in dieser Geschichte wieder deutlich hervor. Ihr Charakter wird wieder einmal durch ihre Sturheit und ihren Eigensinn geprägt, sodass es mir tatsächlich möglich erschien, dass sie das verschwundene Rudel im Alleingang befreien könnte. Durch ihre Beziehung zu Adam ist sie etwas sanfter geworden, wirkt aber auch gleichzeitig entschlossener denn je, das zu verteidigen was sie liebt. In diesem Band wird ein stärkeres Gewicht auf das Gefährtenband gelegt, dass Mercy und Adam verbindet und aufgrund ihrer mythischen Herkunft noch dazu einige Eigenarten aufweist. Auch im siebten Band der Mercy Thompson Reihe begegnen wir nicht nur Werwesen, sondern auch wieder Vampiren und Mitgliedern des Feenvolkes. Mercy wird während der verzweifelten Suche nach dem Rudel Opfer eines schlimmen Zaubers und Zee ihr ehemaliger Chef und ein mächtiges deutsches Feenwesen wird zur Hilfe gerufen. Stefan, der Vampir, der durch den Verlust seiner Menagerie schwer angeschlagen ist, steht Mercy ebenfalls zur Seite. Das alles gibt eine interessante Mischung, da der Fokus auf verschiedene magische Geschöpfe gelegt wird und dem Leser auch einige neue Facetten dieser Wesen gezeigt werden.

Das Buch ist aus Mercys Sicht geschrieben, auch wenn diesmal Adam eine kurze Passage übernimmt. Im nun schon siebten Band der Reihe sind viele Charaktere liebgewonnene Bekannte für mich und ich war wegen der Gefahr in der das Rudel schwebt ernsthaft besorgt. Der Schluss des siebten Bandes ist dann wie gewohnt sehr actionreich und bombastisch gehalten, da dieses Buch aber ein absoluter Pageturner für mich war, passte das Ende hervorragend zu der gesamten Geschichte. Interessant war in diesem Band natürlich auch wieder die Beziehung zwischen Mercy und Adam, die immer zwischen seinem Beschützerinstinkt und ihrem Freiheitsdrang hin und her pendelt. Auch wird in diesem Band ein guter Eindruck davon vermittelt wie gefährlich Werwölfe eigentlich sind. Zwar leben sie sehr angepasst unter normalen Menschen, doch in diesem Band wird deutlich, dass vieles dieser "Normalität" eigentlich nur der Fassade dient.

Fazit

"Tanz der Wölfe" von Patricia Briggs ist ein unglaublich spannendes und actiongeladenes Buch. Es hat mich nicht einen Moment zu Atem kommen lassen, sondern ich wurde vielmehr von der Handlung durch die Seiten gepeitscht. Dabei kommen aber auch die Charaktere und die Beziehungen zwischen ihnen keineswegs zu kurz. Die Geschichte hat mich absolut in ihren Bann gezogen und ich hätte das Buch am liebsten nach den ersten Seiten schon gar nicht mehr aus der gelegt. Ich gebe dieser Geschichte fünf Sterne und freue mich sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Mercy und ihrer Welt!

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153 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

fantasy, jim butcher, steampunk, windjäger, blanvalet

Windjäger

Jim Butcher , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.03.2016
ISBN 9783734160004
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung

Gwendolyn ist die Erbin des reichsten Hauses im Turm Albion. Ihre Familie züchtet die Kristalle, die in der Welt von "Windjäger" für fast alles benötigt werden. Unter anderem werden mit diesen Kristallen auch die großen Luftschiffe betrieben. Gwen entschließt sich in die Flotte einzutreten und dort ein Jahr lang ihren Dienst zu absolvieren. Zur Seite steht ihr, ihr Cousin Benedict, der als sogenannter Kriegsstämmiger über besonders feine Sinne und viel Körperkraft verfügt. Die beiden Treffen bald auf Bridget und ihren Kater Rowl. Bridget ist gar nicht glücklich damit ihren Dienst in der Flotte ableisten zu müssen und möchte eigentlich am liebsten wieder zurück zu ihren Vater. Bei einem Angriff auf den Turm Albion durch die feindlichen Aurorarer erweisen sich Gwen, Benedict und Bridget als besonders mutig und werden zusammen mit den Ätherikern (Magier) Ferus und Folly auf eine gefährliche Mission geschickt. Kapitän Grimm bringt sie auf seinem Luftschiff der "Raubtier" zum Turm Landen und wird dort auch in die Geschehnisse verwickelt.

Jim Butcher erschafft mit Windjäger eine völlig neue Welt mit einer interessanten Geografie und einem Magiesystem, das mir in dieser Art noch nirgendwo anders begegnet ist. Er hält sich in seiner Erzählung nicht mit weitschweifenden Erklärungen auf, sondern traut es seinen Lesern zu sich mit ein paar Hinweisen selbstständig in seiner Welt zurechtzufinden. Das Buch vermischt des weiteren klassische Fantasyelemente (Magie, eine Gruppe von Gefährten, das Böse) mit Steampunk (Kleidung und Technik). Das alles zusammengenommen gibt dann eine glaubhafte Welt, die gerade durch ihre Andersartigkeit in dieser Geschichte hervorragend funktioniert.

Auch die Charaktere habe ich während des Lesens immer mehr in mein Herz geschlossen. Kapitän Grimm ist ein aufrechter und loyaler Mann, der sein persönliches Glück für ein größeres Ganzes geopfert hat. Er wirkt in der Geschichte wie ein Anführer und ist sich seiner Verantwortung auch bewusst. Gwen und Benedict sind zwar in ihren Charakterzügen unterschiedlich ihr Zusammenspiel funktioniert aber hervorragend. Besonders die Stellen an denen Benedict seine Cousine immer wieder mit ihrer "gwenischen Art" aufzieht haben mich sehr zum schmunzeln gebracht. Bridget wirkt in der Geschichte etwas tolpatschig hat ihr Herz aber am rechten Fleck und mehr Mut als eigentlich gut für sie ist. Und dann gibt es dann noch Rowl den Kater. In diesem Charakter hat Jim Butcher das Wesen einer Katze hervorragend eingefangen. Es ist nämlich so, dass in Windjäger die Menschen "Katzisch" sprechen, den welche Katze würde sich den n dazu herablassen die Menschensprache zu verwenden? Rowl ist einfach so liebenswert und so herrlich katzenhaft, dass er schon fast mein Lieblingscharakter dieses Buches war.

Das Erzähltempo ist nach einem etwas gemächlichen Einstieg recht hoch. Ständig geschieht irgendwas, so dass die vielen Seiten beim Lesen nur so dahinflogen und das Buch zu einem Pageturner für mich wurde. Dabei reiht der Autor nicht einfach nur plump Ereignis an Ereignis, sondern entwickelt seine Charaktere weiter, führt den Leser tiefer in seine Welt ein und würzt das Ganze mit einer ordentlichen Prise Humor. Diese gesamte Mischung lässt die Geschichte und die Charaktere so lebendig wirken, dass ich an manchen Stellen mich eher innerhalb eines Films gefühlt habe als zwischen den Seiten eines Buches.

Fazit

Jim Butcher zeigt mit "Windjäger" wie gute und kluge Fantasy geht. Er erschafft eine lebendige Welt mit Charakteren, die seine Geschichte nicht nur tragen können, sondern so lebendig wirken, dass sie beinahe aus den Seiten zu treten scheinen. . Die Magie ist in diesem Buch kein bunter Hokuspokus , sondern ein wichtiger Bestandteil der Welt, ohne den vieles nicht funktionieren würde. Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen und ich werde mir den zweiten Teil sofort bestellen, wenn er gelistet ist, da ich es kaum abwarten kann wie es weitergeht! Das Buch bekommt fünf Sterne von mir!

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Tags: blanvalet, fantas, literatur, windjäger   (4)
 

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1.413 Bibliotheken, 44 Leser, 6 Gruppen, 134 Rezensionen

fantasy, throne of glass, assassinin, magie, champion

Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Calaena Sardothien ist nicht nur eine Assassinin, sie ist auch noch eine regelrechte Berühmheit. Nur durch einen hinterlistigen Verrat konnte sie gefasst werden und muss nun bis zu ihren Tod in den Minen schuften. Eines Tages jedoch wird ihr ein Angebot gemacht. Ihr wird ihre Freiheit in Aussicht gestellt. Alles was sie dafür tun muss , ist an einer Art Wettkampf teilzunehmen. Wenn sie diesen Wettkampf gewinnt, muss sie dem König, den sie eigentlich aus tiefster Seele hasst, einige Jahre als Meuchelmörderin dienen, um sich so ihre Freiheit zu verdienen. Calaena willigt ein, zieht in ein Schloss aus Glass und wird nicht nur mit ihren Gegnern konfrontiert, sondern auch mit einem Bösen Wesen, dass einen Wettkampfteilnehmer nach dem Anderen brutal ermordet.

Calaena ist kein angenehmer Charakter. Sie ist überheblich, selbstverliebt und schein überall anzuecken. Auch bei mir hat sie nicht nur Sympathie, sondern auch viel Skepsis hervorgerufen. Sarah J. Maas hat hier einen Charakter erschaffen wie aus dem richtigen Leben - mit Ecken und Kanten. Calaena verfügt über eine Tiefe in ihrem Charakter, die man ihr auf den ersten Seiten des Buches gar nicht zutraut und erst nach und nach schält sich ihre verletzliche Seite aus ihrer harten Schale. Sie hat auch noch viel mädchenhaftes an sich, was sich in ihrer Vorliebe für Süßigkeiten, Partys und schönen Kleidern zeigt.

Sie scheint jedoch auch - trotz ihrer gerade mal achtzehn Lebensjahre - über fast übermenschliche Fähigkeiten zu verfügen. Sie ist eine schöne aber auch tödliche Waffe. Hier erschien mir Calena fast schon etwas zu perfekt, da sie schon alles nahezu perfekt kann. Ich bin hier wirklich sehr gespannt, wie sich ihr Charakter in den nächsten Bänden weiter entwickeln soll.

Auch die Liebe kommt in dieser Geschichte nicht zu kurz, denn zwischen Calaena, dem Kronprinzen Dorian und dem Hauptmann der Leibgarde entspinnt sich ein Liebesdreieck. Dabei macht es den Eindruck, dass beide Männer Calaena mit Haut und Haaren verfallen und sich nicht dagegen wehren können. Dabei passt Dorian sehr gut zu Calaenas arroganter Seite und Chaol spricht wohl eher ihre tiefgründigeren Wesenszüge an. Am Ende des ersten Bandes scheint es bereits so als ob Caleana bereits ihre Wahl getroffen hat, jedoch hoffe ich sehr, dass in dieser Sache die Würfel nicht endgültig gefallen sind.

Die Geschichte des "bösen Wesens" , dass nach und nach alle Teilnehmer des Wettkampfes umbringt ist gut erzählt und nimmt am Ende des Buches noch einmal so richtig Fahrt auf. Für mich war das Ende etwas zu bombastisch und es geschah in wenigen Sätzen so viel, dass ich hier teilweise zweimal nachlesen musste , um die Handlung vollständig mitzubekommen. Interessanterweise lässt das Ende einige Fragen aufkommen, die darauf schließen, dass in Calaena noch Fähigkeiten schlummern, die sie bisher noch nicht enthüllt hat.

Fazit

Sarah J. Maas hat eine interessante Welt entwofen von der sie uns im ersten Teil dieser Reihe nur Bruchstücke zeigt. Calaena ist eine facettenreiche Protagonistin, die den Leser wahrscheinlich noch in den Folgebänden überraschen wird. "Die Erwählte" ist ein unterhaltsamer Fantasyroman, der sich dank der einfach gehaltenen Sprache auch schon von jüngeren Lesern gut lesen lässt. Mir hat das Buch insgesamt ganz gut gefallen, obwohl mich die Geschichte um das "böse Wesen" nicht so ganz mitreißen konnte. Trotzdem bin ich gespannt wie es in den nächsten Bänden mit Calaena weitergeht und wohin sie sich noch entwickeln wird. Ich gebe dem Buch dreieinhalb Sterne.

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Tags: fantasy, fantasyserie, jugendbuc   (3)
 

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

familie, alzheimer

Wie ich mich einmal in alles verliebte

Stefan Merrill Block ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2010
ISBN 9783492257800
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung

Seth ist ein pubertierender Junge, der mit mangelnden Selbstbewusstsein und einer sich ausbreitenden Akne zu kämpfen hat. Zudem verliert seine Mutter, langsam aber sicher den Verstand. Sie leidet mit Mitte dreißig an einer Alzheimer Frühform und ist dazu verdammt sich rückwärts zu entwickeln bis sie irgendwann einmal das Atmen vergessen wird.

Da es in dieser (fiktiven) Form des Alzheimers eine genetische Komponente gibt, macht sich Seth auf die Suche nach ihren und damit auch seinen Angehörigen. Seine Mutter hat noch nicht einmal gegenüber seinem Vater viel über ihre Herkunft verraten und so ist Seths einziger Anhaltspunkt eine Datenbank, in der alle an dieser speziellen Alzheimerform erkrankten Menschen aufgeführt sind. Seth gelingt es diese Datenbank zu hacken und so trifft er immer mehr Menschen, die unter Alzheimer leiden, während er seine Mutter im Pflegeheim immer seltener besucht.

Der zweite Handlungsstrang führt uns mitten auf das platte Land wo der inzwischen fast siebzigjährige Abel auf die Rückkehr seiner geliebten Tochter wartet. Abel ist ein Einsiedler mit Buckel, der immer mehr von der modernen Welt überrollt wird und ihr schließlich weichen muss. Trotzdem hält er sich die gesamte Zeit über an der Hoffnung fest, dass seine Tochter letztendlich doch zu ihn zurückfinden wird.

Der dritte Handlungsstrang beschäftigt sich mit der Genese der hier beschrieben Alzheimer Frühform. Es wird erzählt wie ein englischer Adeliger sein mutiertes Gen an viele Kinder weitergeben konnte und diese sich letztendlich in alle vier Himmelsrichtungen verstreuten. Dabei ist dem Nachkommen nicht nur der genetische Defekt gemeinsam, sondern auch die Geschichte um das sagenumwobene Land Isidora. Das goldene Land in dem keine Erinnerungen und keine Worte gibt und alle stets glücklich und zufrieden miteinander leben.

Stefan Merill Block ist es gelungen mit "Wie ich mich einmal in alles verliebte" ein berührendes und tiefgründiges Buch zu schreiben. Es handelt von Liebe, Enttäuschung, Verlust und endet am Schluss dann eben doch bei der Liebe. Einerseits ist dieser Buch ein Familienroman, da Abels Geschichte in Rückblenden erzählt wird, andererseits begleiten wir Seth dabei wie er erwachsen wird und letztendlich lernt Verantwortung zu übernehmen. Das Buch findet auf vielen verschiedenen Ebenen statt, die am Ende doch zusammengeführt werden und ein großes Ganzes ergeben.

Das Buch ist sprachlich nicht gerade einfach zu verdauen. Die Sätze sind aufeinander abgestimmt, der Autor war hier sichtlich bemüht seiner Geschichte eine eigene Melodie zu geben. An manchen Stellen wirkt die Geschichte daher zu angestrengt und viel zu überladen mit Eindrücken und Bildern. Trotzdem gelingt es Stefan Merill Block über weite Teile der Geschichte seinen Inhalt auf einen sprachlich gehobeneren Niveau zu vermitteln, dass den Leser mitreißen und begeistern kann.

Fazit

"Wie ich mich einmal in alles verliebte" ist ein berührendes und tiefgründiges Buch. Es hat mich beim Lesen immer wieder zum Nachdenken angeregt und an vielen Stellen war ich erstaunt über die Fantasie des Autors, die doch so glaubwürdig und real wirkte. Alzheimer ist ein Thema mit dem ich mich bisher nicht so viel beschäftigt habe, Stefan Merill Block hat es jedoch geschafft mich für diese Krankheit zu sensibilisieren. Seth und auch sein engstirniger Vater sind mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen und es tat mir leid die beiden am Ende des Buches gehen lassen zu müssen. Abel und seine gesamte Geschichte haben mich tief traurig hinterlassen und doch hätte ich mir seine Geschichte nicht anders wünschen können.

Insgesamt gebe ich diesem wundervollen Buch viereinhalb Sterne und kann mich bei dem Autor nur für ein unvergessliches Leseerlebnis bedanken!

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149 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

thriller, fbi, jugendbuch, profiling, the gifted

The Gifted - Vergiss mein nicht

Jennifer Lynn Barnes , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.05.2014
ISBN 9783570309131
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung

Cassie lebt nach dem Tod ihrer Mutter bei der Familie ihres Vaters. Ihre Mutter wurde Opfer eines Mörders und Cassie leidet auch viele Jahre nach ihren Tod unter dem schweren Verlust. Cassies Mutter hat ihr Geld als vermeintliches Medium verdient und ihre Tochter schon von frühster Kindheit an dazu erzogen, die Körpersprache eines jeden Menschen genau zu lesen und ein Profil von ihm zu erstellen. Als sie 17 Jahre alt ist wird schließlich auch das FBI auf sie aufmerksam. Es gibt dort eine Einheit für besondere "Naturtalente." Dies sind Jugendliche, die über ein angeborenes Talent verfügen, das es ihnen möglich macht Serienkiller zu überführen. Cassie, die sich in der Familie ihres Vater nie so richtig wohlgefühlt hat, nimmt das Angebot des FBIs an und stößt zu einer Gruppe von vier weiteren Jugendlichen, die alle über ein bestimmtes naturgebenes Talent verfügen.

Jennifer Lynn Barnes hat mit "Vergiss mein nicht" eine Art Criminal Minds für Jugendliche geschrieben. Das Thema und die Zusammenstellung der Charaktere ist der Serie sehr ähnlich, nur wird das Ganze auf eine jugendgerechte Basis heruntergebrochen. Dabei hätte ich beim Lesen des Klappentextes durchaus noch einen fantastischen Aspekt erwartet, der in der Story allerdings nicht vorkommt. Es ist vielmehr so, dass die Jugendlichen bestimmte "Inselbegabungen" haben, die sie deutlich vom Rest der Menschheit abheben. Dabei scheint jeder Charakter sein eigenes Päckchen an emotionalen Ballast mit sich herumzuschleppen. Während der Geschichte, bekommen wir natürlich einen tieferen Einblick in die Vergangenheit der Protagonistin Cassie, aber auch Dean, der zweite Profiler in der Runde wird bereits im ersten Band dieser Reihe näher beleuchtet.

Cassie wirkt als Charakter sympathisch und authentisch. Es wird in der Geschichte immer wieder deutlich, dass sie durch den Tod ihrer Mutter schwer traumatisiert ist und immer wieder davon eingeholt wird. Sie verhält sich jedoch dennoch ihrem Alter angemessen und wirkt dabei immer noch jugendlich unbeholfen. Sie ist schon nach wenigen Seiten in einem Liebesdreieck zwischen Dean und Michael gefangen. Diese Dreiecksbeziehung steht zwar während der Handlung nicht im Vordergrund, ich hätte aber trotzdem gut und gerne darauf verzichten können.

Der Spannungsbogen in dem Buch ist recht hoch gehalten, da sich auch der Täter in ein paar Kapiteln zu Wort meldet. Dabei ist die Perspektive eine sehr ungewohnte, denn diese Kapitel sind aus der "Du" Form geschrieben. Allerdings wird schon während Cassies erster Unterrichtsstunde erklärt, dass Profiler wenn sie sich in die Welt des Täters hinein versetzen die "Du" oder "Ich" Form wählen um sich besser in die Person einfühlen zu können. Daher verleiht dieses Perspektive des Täters dem Buch noch zusätzlich eine gewisse Authentizität.

Schnell wird deutlich, dass der Täter eigentlich hinter Cassie her ist. Die Auflösung war dann recht überraschend und führte bei mir zu einem gewissen "Aha" Effekt.

Die Sprache des Buches ist sehr einfach und jugendgerecht gehalten, so dass es sich schnell lesen lässt.

Fazit

"Vergiss mein nicht" von Jennifer Lynn Barnes war für mich leichte, spannende Unterhaltung. Das Thema ist sehr interessant und ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit den Charakteren weitergeht. Auf das Liebesdreieck hätte ich dennoch gut verzichten können. Insgesamt gebe ich dem Buch vier Sterne und freue mich schon auf den zweiten Teil!

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751 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

liebe, fantasy, seelenspiegel, joss stirling, jugendbuch

Die Macht der Seelen - Finding Sky

Joss Stirling , Michaela Kolodziejcok
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423715881
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung

Sky wurde als kleines Kind einfach auf einer Parkbank ausgesetzt. Sie ist daraufhin von lieben Menschen adoptiert worden, allerdings ist in Sky ein tiefes Misstrauen gegenüber Menschen und Beziehungen zurückgeblieben. Als ihre Eltern von England nach Colorado ziehen, muss sie sich wieder an einer neuen Schule zurechtfinden. Dort trifft sie auf Zed und fühlt sich natürlich gleich von ihm angezogen. Doch Zed ist nicht nur der siebte Sohn der Benedict Familie, sondern verfügt als Savant auch über ganz besondere Kräfte. Auch in Sky schlummern besondere Fähigkeiten, die sie jedoch versucht so gut es geht zu verdrängen, damit sie sich ja nicht von anderen Menschen unterscheidet.

"Finding Sky" ist der erste Teil der bisher vierbändigen Reihe "Die Macht der Seelen" von Joss Stirling. Sky wirkt als Charkater verletztlich aber auch tough und vielleicht auch schon etwas zu abgeklärt für ihr Alter. Als Leser erfährt man zunächst nur in kurzen Flashbacks was in Skys Vergangenheit geschehen ist. Zed hingegen ist ein Draufgänger und der Schwarm aller Mädchen an der Schule. Er ist so etwas wie der Edward Cullen in dieser Welt nur mit sehr viel mehr "Bad Boy" Gehabe. Das Zusammenspiel zwischen den beiden hat mir in der ersten Hälfte des Buches gut gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass es mir dann im weiteren Verlauf des Buches mit der Beziehung der beiden zu schnell ging und sich alles sehr vorhersehbar entwickelte. Zed wurde im Laufe des Buches auch etwas uninteressanter für mich. Dafür war es sehr spannend Sky bei ihren ersten Schritten in der Welt der Savants zu begleiten und zu erleben wie sie ihre eigenen Fähigkeiten erforscht.

Die anderen Charaktere - insbesondere Skys Eltern - schienen für mich in dem Buch nur etwas wie Statisten zu sein. Skys Eltern werden zwar der Handlung gerecht und treiben die Storyline vorwärts, allerdings handeln sie in ihrer Rolle als Eltern für mich nicht nachvollziehbar und schon gar nicht im Sinne ihrer Tochter. Beim Lesen habe ich Skys Eltern einfach auf den Platz der Statisten geschoben und sie bis zum Ende des Buches auch dort gelassen.

Die Handlung ist spannend, denn neben der Geschichte zwischen Sky und Zed gibt es auch noch eine Bedrohung von außen, gegen die sich beide behaupten müssen. Das gab der Geschichte dann doch etwas mehr Würze, auch wenn das Ganze schon arg konstruiert und hier und da auch etwas überzogen wirkte. Die Sprache ist einem Jugendbuch angemessen. Die Sätze sind einfach und das Buch lässt sich schon fast an einem Nachmittag weglesen. Insbesondere in der ersten Hälfte des Buches habe ich förmlich an den Seiten geklebt, da ich wissen wollte, was es mit Sky und ihren Fähigkeiten auf sich hat. Als dieses Geheimnis dann annährend gelüftet war, legte sich die Spannung des Buches auch etwas für mich. Allerdings hat mich"Finding Sky" dann immer noch gut unterhalten.


Fazit

"Finding Sky" von Joss Stirling ist ein fantastischer Liebesroman für Jugendliche. Die Story wird flott voran getrieben und es kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Es wird bestimmt noch spannend sein, weitere Geschichten aus der Benedict Familie zu lesen, da die Autorin mit der von ihr geschaffenen Welt noch einiges Potential abschöfen kann. Mich hat das Buch gut unterhalten und insgesamt vergebe ich für dieses Leseerlebnis vier Sterne!

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Tags: fantasy, jugendbuch, liebesroman   (3)
 

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133 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 16 Rezensionen

familie, usa, sommer, töchter, missouri

Wenn die Mondblumen blühen

Jetta Carleton , Eva Schönfeld
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.04.2009
ISBN 9783462040968
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung

In "Wenn die Mondblumen blühen" von Jetta Carleton treffen wir auf die Familie Soames und begleiten diese Familie durch gute, stürmische und traurige Zeiten. Das Buch beginnt mit einem Besuch der drei erwachsenen Töchter auf den kleinen Hof der Eltern. Es ist Sommer und sehr heiß und am letzten Tag den die Tag in diesem Sommer zusammen verbringen wollen, haben sie etwas ganz besonderes geplant. Jedoch werden ihre Pläne immer wieder durcheinander geworfen und auch wenn sie sich tapfer dagegen wehren, müssen sie sich letztendlich dann doch ihren Schicksal fügen.

Dieser Einstieg ist ein Sinnbild für den gesamten Roman. Denn nach diesen kurzen Blick in die Gegenwart, begleiten wir die Familie in Rückblenden durch die Vergangenheit. Wir lernen die Eltern Callie und Matthew kennen, als sie noch keine Eltern und auch kein Paar sind. Wir erleben die Geburt und die Kindheit der Töchter. Dabei sind die Charaktere wirklich liebevoll und tiefgründig ausgearbeitet, so dass sie tatsächlich echt und lebendig wirken. Matthew, das Familienoberhaupt ist ein tief von Selbstzweifeln und Verunsicherung geprägter Mensch. Irgendwann erreicht er mit Hilfe seiner Familie seinen größten Traum und wird Leherer. Dort fühlt er sich insbesondere von den jungen Mädchen angezogen, hardert immer wieder mit sich selbst und lässt sich auch das ein oder andere Mal auf eine ungute Verbindung ein. Seine Frau Callie spürt die Veränderung an ihrem Mann jedes Mal, wenn ein neues Mädchen in sein Leben tritt, steht aber immer an seiner Seite.

Callie indessen hat ihr eigenes Päckchen zu tragen und auch ihre Töchter haben Geheimnisse, die sie vom Rest der Familie trennen. Trotz all der Geheimnisse, Wünsche, Wut und Traurigkeit eint diese Familie am Ende eines Tages mehr als sie trennt. Wir erfahren viel über Familienbande, über Liebe und Hingabe und auch über Verzicht. Dabei erschafft die Erzählweise dieses Buches eine ganz besondere Atmosphäre, die uns als Leser in der Welt der Familie Soames so richtig gefangen hält. Die Geschichten der Familie, die Anekdoten über die wirklich wichtigen Ereignisse in ihrem Leben, werden immer im Sommer erzählt. Dadurch wird eine einzigartige Stimmung eines Sommers geschaffen, der nie zu enden scheint. Es ist immer schwül-heiß, wir können die Blumen riechen und in der Küche wird immer Obst eingekocht. Die Sprache dieses Buch ist sehr bildreich, wirkt aber nicht kitschig oder zu gekünstelt und lässt sich flüssig lesen.

Die Ereignisse wirbeln die Familie im Laufe ihres Lebens sehr durcheinander und es war immer wieder interessant zu lesen wie jeder Charakter unterschiedlich mit Schicksalschlägen umgeht. Dabei war die Geschichte der Familie Soames immer sehr glaubwürdig erzählt. Durch die ständigen Rückblenden, bekommt man einen guten Eindruck davon, dass auch immer eine große Zeitspanne zwischen wichtigen Ereignissen lag und somit wird die ganze Erzählung sehr glaubwürdig geschildert.

Fazit

Mich hat das Buch durch seine Atmosphäre und die einzelnen Charaktere in seinen Bann gezogen. Ich habe jede einzelne Seite von "Wenn die Mondblumen blühen" genossen. Erst im Rückblick auf das Buch ist mir eigentlich klar geworden, wie viel im Leben dieser Familie eigentlich geschehen ist. Dabei ist es bei diesem Buch wie im richtigen Leben. Die wirklich Dinge im Leben kann man erst in der Rückschau so richtig betrachten. Insgesamt gebe ich dem Buch viereinhalb Sterne. Mich hat es berührt, zum Lachen gebracht und sehr gut unterhalten!

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348 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 121 Rezensionen

cornwall, familie, eve chase, england, liebe

Black Rabbit Hall

Eve Chase , Carolin Müller
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 29.02.2016
ISBN 9783764505608
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung

Lorna und ihr Mann sind auf der Suche nach den perfekten Ort für ihre bald anstehende Hochzeit. Lorna fühlt sich von einem Haus in Cornwall angezogen, dass sie in ihrer Kindheit mit ihrer Mutter schon mehrfach besucht hat. Als Lorna das Haus schließlich findet, entdeckt sie auch dessen Geschichte und gerät immer tiefer in deren Sog. Black Rabbit Hall wurde vor fast einer Generation von der Familie Alton als Ferienhaus genutzt. Die Eltern haben mit ihren vier Kindern viele schöne Stunden in dem großen Anwesen verbracht. Eines Tages jedoch kommt es zu einem schrecklichen Unfall und nichts ist mehr wie zuvor, denn Mrs. Alton das Herz und die Seele der Familie stirbt. Keines der Familienmitglieder erholt sich jemals von diesem schweren Schlag.

Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Wir begleiten Lorna bei der Entdeckung von Black Rabbit Hall in der Gegenwart. Die Vergangenheit wird von Amber, dem ältesten der Alton Kinder, aus der Ich-Perspektive erzählt. Kurze Überschriften über den Kapiteln geben dabei Orientierung ob der Leser sich in der Gegenwart oder in der Vergangenheit befindet. Zudem wurden auch zwei verschiedene Schriftarten gewählt um die Unterschiede zu verdeutlichen, was ich als sehr angenehm empfand.

Beide Protagonistinnen waren mir sehr sympathisch, auch wenn ich mich deutlich besser mit Amber identifizieren konnte, da sie auch den Hauptteil der Geschichte erzählt. Wir begleiten sie durch ein kurzes Stück sorgloser Kindheit, das jäh durch den Tod der Mutter unterbrochen wird. Amber wird zu einer Art Mutterersatz für ihre drei Geschwister und zeigt viel Verantwortungsgefühl und Hingabe. Ihre besondere Sorge gilt ihrem Zwillingsbruder Toby, der nach dem Verlust der Mutter geistig immer weiter abdriftet. Dabei spielt der Großteil der Geschichte auf Black Rabbit Hall und wir bekommen nur kurze Ausschnitte des Lebens der Familie außerhalb der Ferienzeit mit.

Das Haus und die von der Autorin beschriebene Atmosphäre machen einen Großteil des Reizes dieses Buches aus. Das Haus wirkt mystisch, verwildert, heimelig und bedrohlich zugleich. Genau diese Mischung an Eindrücken bekommt auch Lorna zu spüren, die in dem Anwesen in der Gegenwart auf Mrs Alton - die noch lebende Stiefmutter der Alton Kinder- trifft. Dabei wird nach und nach die gesamte Geschichte der Familie enthüllt und damit auch eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen bis sich beide Handlungsstränge im Hier und Jetzt treffen. Dabei berührt die Geschichte dieser Familie auf ihre ganz eigene Art, weil sie so natürlich und alltäglich erzählt ist, dass sie schon fast zum Greifen nah erscheint. Dies könnte irgendwann, irgendwo in der gleichen Art und Weise geschehen sein. Natürlich gibt es auch ein großes Geheimnis in dieser Familie, dass nach und nach enthüllt wird. Dabei kann der Leser ab einen bestimmten Punkt schon vorhersehen um was es sich handelt. Es ist aber dennoch spannend die genauen Umstände zu erfahren.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Ambers Gedanken sind manchmal schon fast poetisch formuliert und manche Sätze klingen auch noch Stunden nach dem Lesen nach. Allerdings neigt die die Autorin in ihrer Erzählung "schnelle Schnitte" zu machen. Sie hüpft von einer Szene in die nächste ohne einen Übergang zu benutzen oder den Schnitt in der Geschichte durch ein Kapitelende zu verdeutlichen. Was im Medium Film gut funktionieren mag, hat hier nicht besonders gut geklappt. Ich musste mehrfach eine Seite zurückblättern, weil ich den Verdacht hatte, etwas überlesen zu haben, nur um dann feststellen zu müssen, dass die Autorin so mir nichts dir nichts die Szene gewechselt hat.

Der Spannungsbogen der Geschichte ist gleichmäßig angelegt. Gegen Ende der Geschichte fliegen die Seiten dann aber doch etwas schneller dahin, weil die Auflösung der Geschichte naht. Dabei bietet das Buch eine stetige Motivation zum Weiterlesen, da ich immer wissen wollte wie die Erzählung der Vergangenheit mit der Situation in der Gegenwart zusammenpasst. Am Ende hat die Autorin noch versucht den Leser auf eine falsche Fährte zu führen als aufmerksamer Leser habe ich mich dadurch aber nicht in die Irre leiten lassen.

Fazit

Black Rabbit Hall von Eve Chase hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Die Alton Familie, Amber insbesondere, ist mir ans Herz gewachsen und ich war traurig alle auf der letzten Seite gehen lassen zu müssen. Die Geschichte war berührend, tragisch, romantisch und herzerwärmend zugleich. Der Schreibstil war an manchen Stellen etwas verwirrend für mich, aber insgesamt kann ich diese Familiengeschichte absolut weiterempfehlen und vergebe vier Sterne! Wer gerne berührende, spannende und geheimnisvolle Familiengeschichten liest, liegt mit "Black Rabbit Hall" von Eve Chase goldrichtig!

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889 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

jennifer estep, fantasy, liebe, loki, götter

Mythos Academy - Frostherz

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2015
ISBN 9783492280334
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Achtung! Da es sich um dritten Teil einer Reihe handelt, sollte folgende Rezension nur gelesen werden, wenn man die beiden Vorgängerbände bereits gelesen hat!

Der dritte Teil um Gwen und die anderen Schüler der Mythos Academy beginnt rasant. Bei einem Museumbesuch, werden die Schüler der Mythos Academy von ihren Erzfeinden den Schnittern überfallen. Dabei sterben viele Schüler und als ein Nebeneffekt erwacht bei Daphne -Gwens bester Freudin- ihre spezielle Gabe. Natürlich sind die Schüler über den Überfall in großer Aufruhr und für Gwen geht es nun im dritten Teil so richtig ans Eingemachte. Als Nikes Champion ist es ihre Aufgabe den bösen Gott Loki und seinen Anhängern Einhalt zu gebieten.

Dafür muss Gwen den "Helheim Dolchen finden, den ihre Mutter versteckt hat und der das letzte Zünglein an der Waage zu Lokis Befreiung darstellt. Während des Lesens habe ich mich bei dieser Storyline gefragt: Wenn weder die Guten, noch die Bösen herausfinden können, wo dieser Dolch versteckt ist, warum kann er nicht einfach da bleiben wo er ist? Zumindest wäre er dort dauerhaft in Sicherheit. Nun denn aber es ist Gwens wichtigste Aufgabe diesen Dolch zu finden und ohne diese Aufgabe, gäbe es wohl einen Teil weniger in der Reihe.

Die Charaktere sind wieder gut und liebevoll ausgearbeitet. Wir erfahren mehr über Gwen, denn auch ihre ehemals "langeweilige" Gypsy Gabe entwickelt sich weiter. Auch die weiteren Charaktere wie aphne oder Nickamedes bekommen noch ein bisschen mehr Tiefe, da sie uns weiter vorgestellt werden. Gwen scheint in diesem Band von der Jugendlichen zur jungen Erwachsenen zu reifen und diese Entwicklung hat mir wirklich gut gefallen.

Dabei muss Gwen wirklich eine Gangart zulegen. Denn obwohl sie an einer Schule voller "Superkrieger" ist, werden die Schüler regelmäßig durch die Schnitter überrannt und weder Lehrer noch Schüler können ihren Feinden etwas entgegensetzen. So ganz logisch ist das meiner Meinung nach nicht, jedoch verleiht es der Geschichte natürlich eine gewisse Dramatik.

Dramatik ist auch ein Stichwort, dass gut zu der erblühenden Beziehung zwischen Logan und Gwen steht. Denn obwohl sich die beiden sichtlich hingezogen zu einander fühlen, steht Gwens Gabe zwischen ihnen. In den ersten beiden Teilen, hatte hauptsächlich Logan ein großes Problem mit Gwens Fähigkeit durch eine Berührung alle seine Geheimnisse aufdecken zu können. Im dritten Teil ist es nunmehr so, dass Gwen Angst vor sich selbst bekommt und deshalb meint nicht mit Logan zusammen sein zu können.

Sprachlich ist das Buch wieder sehr einfach gehalten. Leider gibt es auch in diesem Buch so ein paar Dinge, die mich aus sprachlicher Sicht fast in den Wahnsinn getrieben haben. Durfte ich im zweiten Teil immer wieder lesen, wie sexy Logan ist, so musste ich in diesem dritten Teil mit der endlosen Wiederholung des Wortes "Musikfreak" zurecht kommen. Es gibt auch Personalpronomen. Man muss dieses Wort nicht zehn Mal auf einer einzigen Seite benutzen. Wirklich nicht!

Das Buch endet dann mit einem großen Knall und einer großen Veränderung. Die Bedrohung wird plötzlich realer und alles scheint immer mehr Fahrt aufzunehmen.

Fazit

Mir hat der dritte Teil -trotz einiger Schwächen- wieder gut gefallen. Die spannungsreiche Story macht so manche sprachliche Mängel wieder wett und das Buch lässt sich unheimlich schnell weglesen. Ich vergebe auch dem dritten Teil vier Sterne und freue mich schon sehr auf den vierten!

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

gefühlsterroristen, agenten, sachbuch pädagogik & psychologie, nachrichtendienstpsychologie, agentengeschichte

Ich stopp dich! - Gefühlsterroristen erkennen und ausschalten - Ein Ex-Agent im Einsatz gegen Nervenkiller

Leo Martin
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ariston, 24.08.2015
ISBN 9783424201352
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wir alle kennen sie - die Menschen, die uns unglaublich auf die Nerven gehen oder noch schlimmer uns im Kontakt mit ihnen alle Lebenskraft aussaugen. Leo Martin Ex- Agent und Autor zahlreicher Ratgeber Bücher verrät uns jetzt in "Ich stopp dich" wie wir mit solchen Menschen umgehen können oder welche dieser Zeitgenossen wir lieber meiden sollten.

Dabei ist der Aufbau des Buches wirklich gut geglückt. Der Autor erzählt eine Agentengeschichte aus seinem ehemaligen Arbeitsalltag. Es geht um einen Russen, der für den deutschen Agent innerhalb der russischen Mafia als Informant arbeitet. Er überwirft sich mit dem Mafiaboss und eine recht abenteuerliche Geschichte beginnt. Während Leo Martin versucht seinen Informanten wieder auf die rechte Spur zu bringen, trifft er auf allerlei Gefühlsterroristen. Vom Choleriker, über den nervigen Besserwisser bis hin zum Dampfplauderer ist alles dabei. Dabei erklärt er in Form einer Tabelle, was die Menschen ausmacht, wie wir ihnen in die Falle gehen und wie wir am besten mit ihnen umgehen können. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen, da das Buch nicht als Ratgeber rüberkommt, sondern durch die eingebaute Geschichte auch durchaus Krimi- Potential hat.

Allerdings ging mir das Buch - aus pychologischer Sicht - etwas zu wenig in die Tiefe. Die Tipps in diesem Ratgeber blieben auf Alltagsniveau und ich konnte für mich nichts Neues aus diesem Buch lernen. Ich hatte eher das Gefühl, dass hier die Ratschläge, die man auch im Kiosk neben an erhalten kann, noch mal verwertet werden. Der Aufbau des Buches mag ja gut gelungen sein, der Inhalt war mir dann doch etwas zu dünn. Der Schreibstil des Autors kommt recht flott daher, die Geschichte ist handwerklich gut erzählt, auch wenn man sich natürlich aufgrund der Kürze des Buches mit niemanden identifizieren kann.

Fazit

Wer über kein psychologisches Vorwissen verfügt, wird sicherlich aus diesem Buch einigen Nutzen für sich und seinen Umgang mit seinen Mitmenschen ziehen können. Mir war das Buch inhaltlich ein bisschen zu sehr auf Alltagsniveau geschrieben, auch wenn der Aufbau gut durchdacht war. Es hat mir Freude bereitet zu lesen, wie sich Leo Martin aus dem Schlamassel befreit, in das ihn sein Informant hineinreitet.

Insgesamt war das Buch gut und schnell für zwischendurch zu lesen. Ich vergebe drei Sterne.

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934 Bibliotheken, 13 Leser, 11 Gruppen, 121 Rezensionen

thriller, robert hunter, los angeles, mord, chris carter

Der Knochenbrecher

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2012
ISBN 9783548284217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung

"Der Knochenbrecher" ist nun schon der dritte Teil um den Ermittler Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia. Diesmal haben sie es anscheinend mit einem besonders pychopathischen Serientäter zu tun. Der Täter entführt junge hübsche Künstlerinnen, näht ihnen die Körperöffnungen zu und versteckt in ihnen einen Mechanismus, der sie dann von innen tötet. Das ganze ist eine ziemlich grausige Vorstellung und Chris Carter spart auch in diesem Buch wieder nicht mit den blutigen Details. Dabei ist der Titel des Buches meiner Meinung nach schlecht gewählt, da in diesem Buch gar keine Knochen gebrochen werden.

Hunter muss in diesem Fall sehr kreativ werden, um den Täter zu fassen. Es gibt allerhand Verwicklungen und es dauert eine ganze Weile bis das Ermittlungsteam auf der richtigen Spur ist. Dabei ist das Buch auf einem konstant hohen Spannungsniveau gehalten und es gibt kaum Pausen zum Luftholen.Zwischenzeitlich dachte ich, dass Robert Hunter nun das Schicksal eines jedes Ermittlers in Thrillern droht und er in eine zweitklassige Liebesgeschichte verwickelt wird. Glücklicherweise geschieht auf dieser Ebene bis auf dass sich Sympathien anbahnen jedoch nichts.

Hunter hat mir als Charakter wieder gut gefallen. Da ich ihn nun schon durch seinen dritten Fall begleiten konnte, hat er inzwischen etwas mehr Tiefe für mich gewonnen. Allerdings bleibt seine Figut weiterhin geheimnissvoll, da nicht alle Facetten seiner Verangenheit aufgedeckt werden, sondern nur hier und da ein paar Andeutungen fallen aus denen sich der Leser dann seinen Teil denken kann. Erfrischenderweise steht aber in den Büchern von Chris Carter immer der Fall und die Ermittlungsarbeit im Vordergrund. Natürlich sind mir die Charaktere inzwischen ans Herz gewachsen, aber sie heben sich durch ihre "Normalität" deutlich von den unendlich problembelastenden Ermittlern dieses Gernres ab.

Die Aufklärung dieses Falls ist dann unfassbar - nämlich unfassbar brutal. Die Geschichte erschien mir so plausibel, dass ich am Ende schlucken musste. Ich konnte die Beweggründe dieses Täters nachvollziehen - wenn auch natürlich nicht gutheißen. Jedoch erschien mir das Buch am Ende ganz so, als könnte dies genauso geschehen.


Fazit

"Der Knochenbrecher" ist ein spannender Thriller mit sympathischen Charakteren, die nicht so klischeebehafter daherkommen, wie in manch anderen Buch dieses Genres. Der Fall ist spannend und die Geschichte ist am Ende so gut erzählt, dass man ins Grübeln gerät ob dies nicht genauso irgendwo geschehen sein könnte.

Insgesamt gebe ich diesem Buch vier Sterne und empfehle die Bücher um Robert Hunter für alle Thriller Liebhaber unbedingt weiter!

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(547)

1.078 Bibliotheken, 23 Leser, 4 Gruppen, 42 Rezensionen

dystopie, liebe, ally condie, cassia & ky, seuche

Die Ankunft

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.11.2014
ISBN 9783596195923
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Selten hat mich ein Buch so in seinen Bann gezogen und gefesselt wie der erste Teil der Trilogie um Cassia&Ky "Die Auswahl." Noch nie war ich dann von den Abschluss einer Trilogie nach einem solch fulminanten Auftakt so enttäuscht wie bei dieser.

Cassie, Ky und auch Xander arbeiten im dritten Teil alle auf Seiten der Erhebung und damit gegen die Gesellschaft. Der Umbruch gelingt - nur bricht dann ein mutierter Virus aus, der droht den Großteil der Weltbevölkerung zu vernichten. Das Dreiergespann soll ein Heilmittel gegen den Virus finden und damit die Apokalypse verhindern.

Ne, echt jetzt? "Die Ankunft", hat nicht mehr mit der Geschichte zu tun, die in "Die Auswahl" so gut begann. Es ist wohl kein Spoiler, wenn ich verrate, dass die Erhebung die Macht übernimmt und der mysteriöse Steuermann nun das sprichwörtliche Ruder in der Hand hält. Das alles wird nämlich auf den ersten 50 Seiten mal eben so abgefrühstückt. Plötzlich taucht dieses Virus auf und die gesamte Geschichte dreht sich nur noch darum. Gesellschaft, Erhebung? Egal, es sterben ja sowieso alle. Der sogenannte "Steuermann" stellt sich als eigentliche Witzfigur heraus und hat in der Geschichte überhaupt keine Funktion.

"Die Ankunft" ist abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Cassia, Ky und Xander geschrieben. Cassia schlafwandelt mehr oder minder durch dieses Buch oder wirkt als hätte sie bewusstseinserweiternde Substanzen zu sich genommen. Sie trägt überhaupt nichts zu der Geschichte bei und verhält sich angesichts des Elends um sie herum völlig unverständlich und extrem egoistisch. Ky nimmt in diesem Teil auch eher eine rudimentäre Funktion an, in dem er einfach zum anbetungswürdigen Objekt stilisiert wird. Xander war noch der Einzige Charakter in diesem Buch dessen Gedanken und Gefühle ich noch nachvollziehen konnte. Er handelt verständlich und nachvollziehbar und war mir auch in diesem misslungenen dritten Teil weiterhin sympathisch.

Die Autorin hat durch das umsichgreifende Virus wohl nach dem letzten Strohhalm gegriffen, als ihr die Ideen am Ende ausgegangen sind. Leider trug dieses aufgesetzte Dramatik nicht dazu bei, dass ich mich den Charakteren und der Handlung näher fühlte.

Sprachlich lässt sich das Buch schnell lesen, da es in einer einfachen und jugendgerechten Sprache geschrieben ist. Ally Condie versucht durch besondere Ausschmückungen oder gedankliche Ausschweifungen Emotionen beim Leser zu wecken, allerdings wird das Ganze Buch im Gegensatz zum ersten Teil so aufgebläht, dass der Funke zu keinem Zeitpunkt überspringt.

Fazit

Mit "Die Auswahl" habe ich eine vielsprechende Dystopie begonnen die in "die Ankunft" komplett an die Wand gefahren wurde. Die Geschichte im dritten Teil, passt überhaupt nicht mehr zu der im ersten Teil und die Charaktere benehmen sich überwiegend wie leere Hüllen. Auch die Auflösung am Ende, hätte doch besser zu einem "New Age" Roman gepasst als in eine Dystopie. Insgesamt vergebe ich zwei Sterne für "die Ankunft" und bin froh, dass ich diese Trilogie jetzt abgeschlossen habe.

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