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619 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

mythos academy, fantasy, mythologie, loki, jugendbuch

Frostkiller - Mythos Academy

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.10.2014
ISBN 9783492703253
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hoffe, Ihr hattet schöne Weihnachtstage, habt das eine oder andere Buch abgestaubt und viel Zeit zum Lesen gehabt? Jetzt ist es mal wieder Zeit für eine neue Rezension und dieses Mal geht es um den letzten Band der Serie "Mythos Academy". So lange habe ich darauf gewartet zu erfahren, wie es mit Gwen Frost und ihren Freunden weitergeht und endlich war es soweit. Ich habe das Buch dann auch in einem Rutsch durchgelesen - schließlich wollte ich das Finale nicht mehr länger herausschieben sondern einfach nur genießen.

Ich denke ich verrate kein Geheimnis, wenn ich Euch sage, dass in diesem Band der Reihe natürlich die große Schlacht wartet und es einzig und allein darum geht, endlich die Schnitter zu besiegen. Logan und Gwen haben nach wie vor ihre kleinen Problemchen, doch vor allem ist es ein großes Problem, dass Gwen noch nicht so richtig weiß, wie sie nun eigentlich gegen Loki und seinen Champion angehen soll. Klar ist nur, dass es sich irgendwie um die Artefakte dreht, doch wie genau diese einzusetzen sind, bleibt erst einmal ein Geheimnis.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach nur super. Jennifer Estep versteht es auf eine ganz besondere Weise, ihre Leser gefangen zu nehmen und einen Pageturner aus ihren Büchern zu machen. Ich habe in einigen Rezensionen die Kritik, der ständigen Wiederholungen aus den Geschehnissen der vorangegangenen Bände gelesen. Ja, das ist tatsächlich so, aber für mich war das nicht so störend und es hat den Lesegenuss nicht gemindert. Was mich mehr gestört hat, war die Entwicklung der Charaktere. Immer mehr rückten Daphne und Co. in den Hintergrund, obwohl sie eine wichtige Rolle einnehmen. Gwen selbst begann sich, in meinen Augen, ein wenig zu wichtig zu nehmen und sich für alles verantwortlich zu fühlen. Das war manchmal ziemlich anstrengend und hat sie auch ein wenig Sympathiepunkte gekostet.

Der große Kampf, auf den ja schließlich alles herausgelaufen ist, war für mich ein klein wenig enttäuschend und fast schon vorhersehbar. Allerdings hätte ich jetzt auch keine Idee, wie man das anders lösen könnte. Das Ende selbst war okay, lässt den Leser aber auch nicht in unbändiger Trauer zurück, dass es jetzt nicht weitergeht. Der Abschluss der Reihe ist damit für mich, wie immer, gut gelungen mit einem hervorragenden Schreibstil und schönen Ideen, jedoch nicht die beste Leistung von Mythos. Dennoch - wer die Reihe mag, wird auch hier zufrieden sein. Von mir gibt es vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: fantasy, s, mythos, schnitter   (3)
 

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(34)

98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, geheimnis, weihnachtsgeschichten, freundschaft, familie

Ein Weihnachtskuss für Clementine

Karen Swan , Gertrud Wittich ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.10.2014
ISBN 9783442481927
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ihr ahnt es schon, es geht weiter mit den Rezensionen zu den Weihnachtsbüchern, die mich in den letzten Wochen begleitet haben. Heute geht es um "Ein Weihnachtskuss für Clementine" von Karen Swan. Ich bin bekennender Karen Swan-Fan, denn ich liebe ihren Schreibstil, ihre Ideen und die Figuren, die sie zeichnet in ihren Büchern. Umso glücklicher war ich darüber, dass sie in diesem Jahr auch ein Weihnachtsbuch veröffentlicht hat - dachte ich...

Eigentlich hat mir Hibi vom Blog intheprimetimeoflife ja schon gewarnt, dass ich vermutlich das Weihnachtsfeeling in den Buch umsonst suchen werde. Ganz wollte ich es aber nicht glauben und habe mich guter Hoffnungen an entspannte Lesestunden gewagt.

Clementine arbeitet in der Firma ihres Bruders und ist in ihrem Leben eigentlich ganz erfolgreich. Zumindest oberflächlich, bis zu dem Abend, wo sie ihrem Bruder Tom ein sehr großes Geschäft vermasselt und damit die Firma in den Ruin zu reißen droht. Auch wenn Clementine alles tut, um die Firma noch zu retten, sieht es eher schlecht aus. Bis Tom das Angebot enthält, Clementine als Inneneinrichterin für einen Auftrag ins italienische Portofino zu schicken und damit einen großen Gewinn zu machen. Sauer wie er ist, fordert Tom seine Schwester auf, das Angebot anzunehmen. Mit gemischten Gefühlen macht sich Clem auf in den verträumten Ort (das ist er wirklich, ich war da schon), denn sie war schon einmal hier und hat dieses Kapitel ihrer Vergangenheit eigentlich für beendet erklärt.

Vorweg - es geht wirklich nur minimal um Weihnachten, denn der Roman selbst spielt über einen längeren Zeitraum von einem Jahr. Ich als Leserin hatte ab und an Vermutungen und konnte mir auch ab einem gewissen Punkt denken, worauf es hinausläuft, was vor allem dem Prolog geschuldet ist. Dennoch wurde das Buch für mich nicht langweilig.

Clementine als Hauptperson des Buches hat in mir zwiespältige Gefühle hervorgerufen. Gerade im ersten Drittel des Buches war sie mir regelrecht unsympathisch. Nach und nach hat sie jedoch eine schöne Entwicklung durchgemacht, die ich mir ihr erleben durfte. Natürlich kommt in dem Buch auch die Liebe nicht zu kurz und dabei sprechen wir nicht nur von der Liebe zwischen einem Mann und einer Frau sondern auch von der Liebe zu einem Kind und wie diese das Leben beeinflussen kann.

Weihnachtskuss für Clementine ist sicher nicht der allerbeste Roman aus der Feder der Autorin. Dennoch schafft es Karen Swan auch hier wieder, mit ihren liebevollen Details und gar nicht abgedroschenen Ideen ein besonderes Ambiente zu erschaffen und dem Leser das Gefühl zu geben, mittendrin statt nur dabei zu sein. Wer sich am Anfang ein wenig schwer tut mit dem Buch, der sollte ruhig dran bleiben, denn mit jeder Seite wird es besser und das Ende ist einfach schön. Ich vergebe vier von fünf Kleeblättern und weise noch einmal darauf hin, dass es sich hier nicht um eine typische Weihnachtsgeschichte handelt.

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Tags: gefühl, geheimnis, liebe   (3)
 

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(211)

373 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

weihnachten, liebe, familie, snow crystal, schnee

Winterzauber wider Willen

Sarah Morgan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.10.2014
ISBN 9783956490767
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich liebe die Winterzeit und versuche jedes Jahr wieder, so viele Winter- und Weihnachtsbücher wie möglich zu lesen. Besonders viel Spaß macht es ja schon, sich erst einmal auf die Suche nach den Neuerscheinungen zu machen, die zu erwarten sind. In diesem Jahr stand also "Winterzauber wider Willen" von Sarah Morgan ganz oben auf meiner Liste und ich habe es direkt durchgelesen. Schon das Cover ist sehr vielversprechend, liebevoll gestaltet und einfach schön. Ich habe natürlich eine Menge von dem Buch erwartet - hat es meine Erwartungen erfüllt?

Weihnachten ist ganz sicher nicht die liebste Zeit des Jahres der PR-Expertin Kayla. Umso besser, dass ihr Chef sie über die Weihnachtstage nach Snow Crystal schickt, um hier dem Hotel von Jackson O'Neil auf die Sprünge zu helfen. Kayla kann es kaum erwarten, im stillen Schnee in einem einsamen Cottage untergebracht zu werden und so der Weihnachtszeit zu entfliehen. Schade nur, dass Jacksons Familie Weihnachten gegenüber alles andere als abgeneigt ist und das auch Kayla spüren lässt...

Schon den Einstieg in das Buch fand ich hervorragend ausgewählt und mit einer angenehmen Spritzigkeit geschrieben. Die Idee selbst ist nicht neu - Londoner Schickimickilady aus dem PR-Bereich macht sich auf in eine einsame Gegend, um mit einem Naturburschen zusammenzuarbeiten - aber dennoch immer wieder schön und natürlich kommt es auf die Umsetzung an, ob so ein Buch mich auch überzeugen kann. Konnte es? Ja, konnte es.

Ich habe mich schon gleich zu Beginn in Snow Crystal und die wunderbare Familie von Jackson verliebt, fand aber auch Kayla in ihrer Art alles andere als unsympathisch. Die Autorin hat es auf eine ganz besonders charmante Art und Weise geschafft, die Figuren liebevoll zu zeichnen und ihnen dennoch nicht die Möglichkeit zu nehmen, sich weiterzuentwickeln. Ebenso ist ihr die Kulisse hervorragend gelungen. Schnee, jede Menge Schnee, tolle Hütten auf dem Hotelgelände, ebenso tolle Erlebnisse und Ausflüge und alles gewürzt mit dem nötigen Schuss an Drama aber auch an Weihnachtsgefühlen. Ein Plätzchenrezept könnte kaum besser sein.

Ich kann euch nur empfehlen, die Reise nach Snow Crystel ebenfalls auf euch zu nehmen, aber Achtung: Plant bloß ein, nicht gestört zu werden, denn ich wollte einfach immer weiterlesen und gar nicht mehr aufhören. Fünf von fünf Kleeblättern.

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Tags: liebe, weihnachten   (2)
 

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebe, hunde, familie, hund, lucy dillon

Herzensbrecher auf vier Pfoten

Lucy Dillon , Sina Baumanns
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.08.2011
ISBN 9783442474226
Genre: Romane

Rezension:

Schon im letzten Jahr hat meine Schwester gesagt, ich soll das Buch lesen, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Jetzt endlich habe ich die Zeit und Ruhe gefunden und mich an den Schmöker von Lucy Dillon gesetzt und mich auf eine Reise nach Four Oaks begeben, wo irgendwie gar nicht die Menschen sondern eher die Hunde die Hauptpersonen sind und es auf eine charmante Art und Weise verstehen, die Herzen aller Menschen zu erobern. Zwar ist "Herzensbrecher auf vier Pfoten" kein Winterroman, wie es vielleicht das Cover vermuten lässt, dennoch eine durchaus herzerwärmende Geschichte für die gemütliche Zeit des Jahres.

Rachel hat einen tollen Job in London, ist die Liebhaberin von einem erfolgreichen Mann und scheint eigentlich glücklich zu sein. Allerdings nur eigentlich, denn nach zehn Jahren "Beziehung" will Oliver irgendwie nicht mehr und Rachel flüchtet sich nach Four Oaks, dem Erbe ihrer Tante Dot. Four Oaks ist dabei ganz sicher nicht London sondern ein kleines Dorf mit einer Hundeauffangstation, die nicht mehr unbedingt auf dem neuesten Stand ist. Nun gehört diese Auffangstation Rachel, samt dem Boarder Collie Gem, den ihre Tante ihr auch vermacht hat - ah und noch vielen anderen Hunden, die auf ihre Hilfe hoffen.

Rachel ist hoffnungslos überfordert, als sie das Erbe antritt, doch mit der resoluten Megan an ihrer Seite lernt sie schnell, dass sie vielleicht doch ein Hundemensch sein kann, auch wenn sie das bisher nicht wahrhaben wollte. Im Laufe der Geschichte haben sich immer mehr Menschen einen Weg in mein Herz gebuddelt, darunter der charmante aber etwas grimmige Tierarzt George, Natalie und auch Bill und Zoe.

Die Geschichte rund um Rachel und die Auffangstation, das Geheimnis ihrer Tante Dot, das Rachel lösen soll sowie die Rettungsaktionen für die Hunde in Not vereinen sich zu einer runden und schönen Geschichte, die Ihr am besten mit einem heißen Kakao auf der Couch genießt. Die eine oder andere Sache ist schon ein wenig vorhersehbar, das möchte ich gar nicht abstreiten. Auch der Spannungsbogen selbst in dem Buch ist eher lässig gespannt. Aber die Autorin hat einen liebevollen Schreibstil, der immer wieder zum Weiterlesen animiert. Die Geschichte selbst finde ich rund und schön durchdacht und die Charaktere sind, auch mit ihren Ecken und Kanten, einfach schön entwickelt.

Fazit:
Wer Lust auf eine herzerwärmende Geschichte hat und es sich einfach ein wenig gemütlich machen möchte, der liegt mit diesem Buch genau richtig und sollte es sich nicht entgehen lassen.Vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: familie, liebe   (2)
 

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176 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, trauer, freundschaft, weihnachten, winter

Ein Geschenk zum Verlieben

Karen Swan , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.10.2013
ISBN 9783442479634
Genre: Liebesromane

Rezension:

Oho, es gibt doch wohl nicht eine Rezension von Zeilenreichtum? Doch gibt es und zwar gleich zu einem Weihnachtsbuch. Ich hatte die letzten Tage viel Zeit zum Lesen und habe mich an die Weihnachtsbücher gewagt, allen voran "Ein Geschenk zum Verlieben" von Karen Swan. Ich fand ja schon " Ein Geschenk von Tiffany" einfach total toll und hoffte, nicht enttäuscht zu werden...

Laura liebt es, in ihrer kleinen Werkstatt einzigartige Schmuckstücke selbst herzustellen und damit die Geschichten ihrer Kunden zu erzählen. Nach der Arbeit geht sie nach Hause zu ihrem Freund Jack und ihrem Hund Arthur. Ihr Leben scheint wenig aufregend und schon gar nicht glamourös, bis schließlich plötzlich der Schöne Rob Blake bei ihr auftaucht und sie bittet, eine Kette für seine Frau zu entwerfen mit sieben Charms, die ihr Leben darstellen. Für jeden Charm muss Laura mit einem Menschen aus Cats Leben sprechen und taucht ein in die Welt einer Frau, die scheinbar vergöttert und wahnsinnig geliebt wird, die gutherzig und schön ist und deren Leben von Luxus geprägt wird. Doch ist wirklich alles so, wie es scheint?

Ah einfach zauberhaft, ich kann es nicht anders beschreiben. Ich bin noch immer hin und weg von dem Buch, ich liebe es einfach. Die Hauptprotagonistin Laura ist eine interessante Persönlichkeit, deren ganze Facetten noch nicht gleich offenbart werden. Im Gegenteil - der Leser bleibt im Unklaren, was genau eigentlich Laura zu dem Menschen hat werden lassen, der sie ist. Doch nicht nur Laura ist wundervoll gelungen. Auch ihre beste Freundin Fee sowie die Menschen rund um die Schöne Cat haben einen ebenso facettenreichen wie spannenden Charakter und werden dem Leser auf wunderbare Weise nahe gebracht.

Nicht zu vergessen der geheimnisvolle Rob. Auch er spielt eine tragende Rolle in der Geschichte und ist ein Herzensbrecher, wie er sonst eigentlich nicht im Buche steht. Die Geschichte geht immer wieder in eine andere Richtung. Immer wenn ich dachte, ich hab es jetzt, kam es doch anders und das hat mir gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse und damit ist das Buch ein toller Pageturner, der sich perfekt für die Vorweihnachtszeit macht. Meine volle Empfehlung mit fünf von fünf Kleeblättern.

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Tags: liebe, weihnachten   (2)
 

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(1.417)

2.273 Bibliotheken, 34 Leser, 5 Gruppen, 149 Rezensionen

liebe, familie, roadtrip, jojo moyes, england

Weit weg und ganz nah

Jojo Moyes , Karolina Fell , ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.05.2014
ISBN 9783499267369
Genre: Romane

Rezension:

Dank meiner lieben Claudi von Büchersüchtige war ich vor nicht all zu langer Zeit auf der Lesung von Jojo Moyes hier in Berlin. Sie hat ihr neues Buch "Weit weg und ganz nah" vorgestellt. Nachdem mich die Lesung tatsächlich neugierig gemacht hat (oh Wunder :)) wollte ich den Urlaub nutzen und habe das Buch dabei gehabt. "Ein ganzes halbes Jahr" hat mich sehr berührt, ob es das neue Buch auch geschafft hat?

Jess und Ed könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sie, verlassen von ihrem Mann, mit zwei Kindern und einem Putzjob gerade so durchs Leben kommt, ist er ein erfolgreicher Unternehmer, für den Geld keine Rolle spielt. Auf wundersame Weise kreuzen sich die Wege dieser beiden Menschen und ehe Ed es sich versieht, ist er mit Jess und ihren Kindern sowie einen ziemlich großen Hund auf dem Weg zu einer Mathe-Olympiade. Damit beginnt ein Road-Trip, an den wohl keiner hohe Erwartungen hatte, der aber das Leben aller verändert. Dazu kommt noch ein kleines Geheimnis, das Jess mit sich herum trägt, denn wer hätte wohl in ihrer Lage nicht das Geldbündel an sich genommen, das Ed verloren hat?

Also zuerst einmal möchte ich sagen, dass dieses Buch in keinster Weise mit "Ein ganzes halbes Jahr" verglichen werden kann. Das geht einfach nicht, denn es ist ganz anders. Bewegend? Ja, aber auf eine andere Weise. Die Charaktere sind toll gezeichnet, sie haben Ecken und Kanten und könnten uns genau so auf der Straße begegnen - jeden Tag. Das Leben ist nicht immer ein Ponyhof und das wird in diesem Buch auch deutlich. Jess ist eine tolle Frau, die viel Courage hat und sich für ihre Kinder einsetzt. Dennoch ist sie lange nicht perfekt aber gerade das macht sie perfekt. Die beiden Kids sind ebenfalls anders als andere und damit genau so, wie sie sein sollen und auch Ed hat sein Päckchen zu tragen. Ich persönlich bin ja ein heimlicher Fan des Hundes. Warum? Na das solltet ihr selber herausfinden.

Fakt ist: In diesem Roman passiert nichts, was Ihr erwartet. Okay, ja doch, ich gebe zu, das Ende habe ich so vermutet. Aber es wirkte dennoch nicht krampfhaft konstruiert sondern einfach charmant. Genau das ist auch das perfekte Wort für diesen Roman: Charmant. Er ist eine tolle Abwechslung im Alltag, eine schöne Lektüre für den Urlaub oder auch, um einfach mal zu schmunzeln und nachzudenken.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann dieses Buch guten Gewissens empfehlen und vergebe vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: lieb, road-trip   (2)
 

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186 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, eis, sommer, italien, brighton

Viviens himmlisches Eiscafé

Abby Clements , Sina Hoffmann
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.04.2014
ISBN 9783442480432
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schon allein vom Cover her war das eines der Bücher, auf das ich mich im Urlaub ganz besonders gefreut habe. Daher habe ich es mir auch ein wenig aufgehoben, obwohl es schon länger im Regal lag. Stellt Euch also vor, wie ich vor der himmlischen Kulisse der Alpen das Buch aufschlage, komplett entspannt mit einem kühlen Kakao und viel Sonne...

Imogen und Anna sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, aber eins verbindet sie: Die Liebe zu ihrer Großmutter. Als ihre Grandma stirbt und ihnen ihr Eiscafé hinterlässt, entscheiden sich die beiden, das Erbe anzunehmen. Dabei entdecken sie nicht nur die familiäre Nähe wieder sondern finden auch die Liebe in Momenten, wo sie nicht mehr damit gerechnet haben.

Hach ja, einfach zauberhaft. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie das Eiscafé aussieht und wie ich dort arbeiten würde. Mir hat die Geschichte gut gefallen. Ich habe keinen großen Tiefgang erwartet aber dennoch ist die Autorin hier deutlich mehr auf die Wichtigkeit von Familie und Gefühlen eingegangen, als ich es mir erhofft hatte.

Anna ist ein lieber Charakter, die sich in ihrem Leben eingerichtet hat und mit ihrem Partner glücklich ist. Als Leserin habe ich mich gleich ein wenig in sie verliebt und mochte ihre Einstellung zum Leben. Imogen ist zwar das völlige Gegenteil, unsteht und abenteuerlustig, aber dennoch ebenfalls ein Mensch mit einem Herzen aus Gold. Ich mochte, wie sie immer nach vorne geprescht ist und dabei versucht hat, auch sich selbst zu finden.

Ebenfalls gut gefallen haben mir die Probleme, die das Café bereitet hat. Das klingt jetzt vielleicht etwas komisch aber ich fand gerade gut, dass nicht alles wie am Schnürchen lief und die Vorstellung, solch ein Café zu führen, damit nicht an Glaubwürdigkeit verloren hat.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. Ich bin durch die Seiten geflogen, habe mich aber nie gelangweilt. Dass ein Roman dieser Art an manchen Stellen vorhersehbar ist, das finde ich persönlich völlig in Ordnung und sehe das nicht als Manko. Daher empfehle ich ihn gerne weiter an alle, die es ab und an mal etwas romantischer mögen und Lust auf eine Geschichte haben, die nach Sommer schmeckt :) Ich vergebe vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: liebe, romantik   (2)
 

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(32)

55 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

hochzeit, brautzilla, braut, liebe, hochzeitsplanung

Achtung: Braut!

Annika Bühnemann
E-Buch Text
Erschienen bei Knaur eBook, 02.05.2014
ISBN 9783426432877
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ahaaaa, dachte ich, als ich das Buch "Achtung Braut!" zum ersten Mal vor mir hatte, sozusagen virtuell. Ich las den Klappentext und dachte nur: Na wenn das nichts für dich ist. Schließlich darf ich selbst im nächsten Jahr den Gang vor den Traualtar antreten und wir Frauen wären ja keine Frauen, wenn sich nicht schon die eine oder andere Planung im Kopf breit machen würde. Genauso wie bei Emma. Was allerdings eine Brautzilla ist, das weiß ich jetzt erst nach der Lektüre...

Es soll der schönste Tag ihres Lebens werden. Emma und Daniel wollen heiraten und zwar so ziemlich genau in einem Jahr und ein paar Wochen, nämlich an ihrem Jahrestag und in ihrem Schloss und überhaupt muss alles perfekt sein, denn in Emma steckt eine kleine Perfektionistin. Blöd nur, dass es nur noch einen Termin innerhalb von vier Wochen gibt, den die beiden schließlich nehmen. Was dann passiert, ist eine Geschichte, wie sie das Leben wohl auch gerne mal schreibt.

Mal ehrlich, wenn die Frau den Heiratsantrag bekommt, dann gehen bei ihr alle Alarmglocken los. Die Ideen und Vorstellungen und Wünsche aus der Kindheit bahnen sich einen Weg ganz nach vorne ins Gedächtnis. Vergessen sind Arbeit, Familie und die Umgebung. Die Gedanken werden nur noch beherrscht davon, wie das Kleid aussehen könnte, wie schnell ich noch etwas abnehme, wen ich einladen, was mit dem Essen ist, mit Kutsche oder ohne, Rosen oder Nelken.... Bei euch nicht? Naja, dann seid Ihr die Ausnahme. Bei mir ist es jedenfalls so und deshalb konnte ich mich auch so toll in Emma hineinversetzen.

Emma ist ein toller Charakter, der dem Leser zeigt, wie schnell sich ein Mensch verändern kann, wenn es um den schönsten Tag des Lebens geht. Nämlich von der Traumbraut zur Brautzilla. Dabei kann sie ja noch nicht mal wirklich was dafür, es liegt uns einfach in den Genen. Auch wenn es dem einen oder anderen Leser übertrieben vorkommen mag, ich wusste genau, wie Emma sich fühlte und mein Verlobter hat, wie sollte es anders sein, Daniel verstanden. Schließlich habe ich ihm die eine oder andere Passage vorgelesen. Aber kann die Liebe die Oberhand behalten, wenn sich ein Mensch so sehr ändert wie Emma?

Achtung Braut! ist ein Roman, der mit viel Herzensliebe geschrieben wurde. Tolle Charaktere, eine interessante Entwicklung und dennoch eine angenehme Leichtigkeit zeichnen das Buch aus. Die Autorin kombiniert Witz mit dem nötigen Ernst, regt auch ein wenig zum Nachdenken an und sorgt dafür, dass die Leserin das eine oder andere Mal schmunzeln muss. Ganz egal, ob ihr schon verheiratet seid, bald heiratet oder vielleicht niemals heiraten wollt - ich kann Euch das Buch nur ans Herz legen. Es ist ideal für die Leichtigkeit des Sommers und driftet dabei nicht ins Kitschige ab. Von mir gibt es daher fünf von fünf Kleeblättern.

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Tags: gefühle, hochzeit, liebe   (3)
 

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(54)

118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

zwillinge, liebe, familie, england, eis

Mit den Augen meiner Schwester

Julie Cohen , Astrid Finke
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.05.2012
ISBN 9783453356597
Genre: Romane

Rezension:

Ein angenehm leichter Sommerroman, das habe ich mir unter dem Buch "Mit den Augen meiner Schwester" von Julie Cohen vorgestellt. Die Zwillinge Liza und Lee führen ein Leben, das unterschiedlicher nicht sein könnte. Als Liza in ihren beschaulichen Heimatort zurückkommt, merkt sie plötzlich, dass das Leben ihrer Schwester doch gar nicht so einfach und schön ist, wie es immer den Anschein hatte.

Zwillinge und doch von Grund auf verschieden. Schon beim Start des Buches war mir klar, dass ich eine Weile brauchen würde, um mit Liza warm zu werden. Die Protagonistin kam arrogant und selbstgefällig herüber und es wird dem Leser nicht leicht gemacht, sie zu mögen. Nachdem sie ihren Job verloren hat, weiß Liza nicht so richtig was mit sich anzufangen und fährt zu ihrer Schwester Lee nach Stoneguard. Hier wurden die Schwestern einst geboren und hier wurde auch das Familienunternehmen, Haven-Eiscreme gegründet, das heute von Lee geführt wird.

Liza findet das Kleinstadtleben eigentlich ziemlich öde. Allerdings ändert sich das schlagartig, als Lee plötzlich verschwunden ist und alle Liza für ihre Schwester halten. Diese entschließt sich, das Spiel erst einmal mitzuspielen und merkt dabei schnell, dass sie hier vielleicht doch das finden kann, was ihr fehlt. Vor allem dann, als Will auftaucht. Blöd nur, dass es sich hierbei um Lees Freund handelt.

Ich finde es total toll, dass die Autorin aus der Sicht beider Schwestern schreibt bzw. beide Schwestern beleuchtet. Das ermöglicht es dem Leser, sich ein objektives Bild zu machen. Es macht Spaß, sich ein wenig zusammenzuspinnen, was als nächstes passieren könnte. Besonders gut gefallen hat mir die Geschichte rund um die Eiscreme-Manufaktur, aber ich mochte auch den Tiefgang, den die Mutter der beiden Geschwister mit hineingebracht hat.

Das Buch ist tatsächlich angenehm leicht aber dennoch nicht anspruchslos. Im Gegenteil. Es lässt viel Freiraum, um sich Gedanken zu machen. Es stellt manchmal auch die eigenen Wünsche in Frage und es gibt den Mut, auch später noch einmal neu anzufangen und sich nicht mit dem zufrieden zu geben, was man hat, wenn man dennoch unglücklich ist. Warmherzig, ein toller Schreibstil und einfach ideal für den Sommer. Von mir gibt es nichts zu meckern und daher fünf von fünf Kleeblättern.

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Tags: freundschaft, geschwister, liebe   (3)
 

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(52)

76 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

thriller, zukunft, jugendbuch, koma, cyberworld

Mind Ripper

Nadine Erdmann
E-Buch Text: 308 Seiten
Erschienen bei null, 07.04.2014
ISBN B00JJOT8AG
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe das Buch schon vor einer Woche fertig gelesen, komme aber erst jetzt dazu, die Rezension zu schreiben. Aber es ist mir so gut im Kopf geblieben, dass mir das nicht schwer fällt. Der Roman der Autorin Nadine Erdmann hat mich schon von seiner Zusammenfassung her angesprochen. Normalerweise lese ich Thriller ja eher nicht, aber diesen wollte ich mir vornehmen. Jetzt dürft Ihr gespannt sein, wie er mir gefallen hat.

Das Buch spielt in London im Jahr 2038. Jemma und Jamie sind Zwillinge, Zack ist Jamies Freund. Gemeinsam verbringen die Jugendlichen ihre Zeit gerne im Cyber-Netz. Hier können sie sich einloggen und tauchen ein in eine virtuelle Welt, wo sie gegen Drachen kämpfen, Aufgaben lösen und zusammen spielen. Während der Zeit in der Cyber-World liegen ihre Körper sozusagen in einem Schlaf und sie gehen in die virtuellen Figuren hinein. Der Spielspaß ist groß, allerdings nur, bis schließlich mehrere Jugendliche ins Koma fallen. Die drei Jugendlichen machen sich auf die Suche nach dem Mind Ripper und geraten dabei selbst in Gefahr.

Ich mag Zukunftsromane und die verschiedenen Vorstellungen, die Menschen von der Zukunft haben. Die in diesem Buch erschaffene Cyber-Welt ist in meinen Augen gar nicht so weit hergeholt und gerade deshalb konnte ich mich hervorragend hineinversetzen. Jemma, Jamie und Zack sind mehr als einfach nur Freunde. Die drei Jugendlichen verbindet etwas ganz Besonderes. Jeder Charakter für sich war mir sehr sympathisch. Ich mochte es, wie sie gezeichnet waren, konnte mich in ihre Gedankenwelt und Gefühle hineinversetzen und war fasziniert davon, wie sehr sie sich aufeinander verlassen konnten.

Als schließlich Will und Ned mit ins Spiel kamen, wurde es so richtig spannend. Die beiden Protagonisten haben für mich eine ganz besondere Rolle. Ich mochte sie wirklich sehr gerne und auch ihre Entwicklung hat mir gut gefallen.

Das Problem ist, dass ich Euch nicht zu viel verraten möchte. Als sich die Jugendlichen jedoch auf die Suche nach dem Mind Ripper machen, habe ich ja mit viel gerechnet, aber nicht mit der Lösung, die uns präsentiert wird. Gerade deshalb hat mir der Roman besonders gut gefallen, denn der Leser (also ich zumindest) ahnt nicht, was auf ihn zukommt. Auch der Schreibstil der Autorin macht es leicht, sich hineinzufinden und die Seiten schnell umzublättern.

Wenn Ihr Lust auf einen etwas anderen Thriller mit einer tollen Idee und einer gelungenen Umsetzung habt, dann greift hier ruhig zu. Ich wurde hervorragend unterhalten, es war spannend und sehr gut geschrieben. Daher fünf von fünf Kleeblättern.

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Tags: jugend, krimi, thriller   (3)
 

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(110)

263 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

dschinn, samantha young, liebe, fantasy, flammenmädchen

Flammenmädchen

Samantha Young , Alexandra Hinrichsen
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.04.2014
ISBN 9783956490071
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Das Flammenmädchen" war mein erstes Buch der Autorin Samantha Young und ich war sehr gespannt, was mich hier erwartet. Die junge Ari ist mit ihrem Leben nicht wirklich zufrieden. Ihr Vater hat keinen Blick für sie und ihr bester Freund Charlie ist nicht mehr so, wie er früher einmal war. Normale Probleme eines Teenagers? Ja, irgendwie schon. Allerdings nur so lange, bis Ari 18 Jahre alt wird...

Der 18. Geburtstag der jungen Ari ist für sie ein großer Schritt. Das liegt vor allem daran, dass sie plötzlich in Mount Qaf landet und sie sich im Reich der Dschinn befindet. Hier erfährt sie Dinge über ihre Herkunft, die sie vielleicht lieber gar nicht gewusst hätte und zu allem Übel ist da auch noch Jai, der zu ihrem Schutz abbestellt wird und irgendwie ja auch ziemlich heiß ist.

Das Buch lebt vor allem von den drei Hauptcharakteren Ari, Charlie und Jai. Die Autorin hat hier facettenreiche Figuren erschaffen, die sich schon während dem ersten Band der Reihe interessant entwickeln. Auch wenn der Einstieg in die Geschichte für mich ein wenig langatmig war, hat mich besonders interessiert, wie es mit den Charakteren voran geht.

Ari ist ein typischer Teenager mit typischen Problem. In der Nacht ihres 18. Geburtstages muss sich sich jedoch einem neuen Wissen stellen. Entgegen meiner Erwartung geht sie mit diesem Wissen relativ erwachsen um, was mir gut gefallen hat. Ein Stück ihrer Naivität kann sie jedoch nicht ablegen und das sind ihre Gefühle für Charlie. Charlie selbst ist mir ehrlich gesagt nicht ganz so geheuer. Ich weiß noch nicht, was ich von ihm halten sollte, denke aber, der Charakter hat viel Potential. Ganz anders dagegen Jai. Er scheint von Anfang an von einem besonderen Zauber umgeben zu sein, den ich als Leser spüre und dem auch Ari sich nicht entziehen kann.

Die Welt der Dschinn ist spannend aufgebaut. Ich brauchte jedoch einen Moment, um die ganzen Verbindungen und Zusammenhänge zu erkennen, die aber gut dargestellt werden. Die Autorin hat hier in ihrem Buch viele Fäden verwoben und ist damit manchmal ein wenig verwirrend geworden, klärt Fragen jedoch im Laufe des Buches auf. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und sorgte für einen guten Lesefluss.

Dieses Buch hat alles, was ein guter Jugendroman braucht. Die leicht lang gezogenen Stellen kann man verzeihen, denn hier bahnt sich eine wirklich interessante Geschichte an und ich bin auf Band 2 gespannt. 4 von 5 Kleeblättern.

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Tags: dschin, liebe   (2)
 

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(340)

546 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

liebe, drogen, new adult, courtney cole, if you stay

If you stay - Füreinander bestimmt

Courtney Cole , Rebecca Lindholm
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426515273
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Was ist eigentlich dieses New Adult? Ich zähle mich jetzt einfach mal noch ganz frech zu den jungen Erwachsenen mit dazu und habe daher wirklich gern das Buch rund um Mila, Pax und eine Liebe gelesen, die einen ganz neuen Weg eingeschlagen hat. Mit einer kleinen Portion Erotik gepudert, ist das Buch ideal für alle, die Lust auf schöne Unterhaltung haben.

Mila ist auf der Suche nach einem gelungenen Fotomotiv, als sie am Strand den halbtoten Pax findet und ihn ins Krankenhaus bringt. Auch wenn er alles andere als verführerisch in diesem Moment des ersten Zusammentreffens wirkt, so fühlt sie sich dennoch magisch zu ihm hingezogen und kann es einfach nicht lassen, ihn im Krankenhaus zu besuchen.

Pax selbst ist ein Idiot vor dem Herrn. Reich, Vaters Sohn und dann auch noch mit einem ansprechenden Aussehen ausgestattet, nimmt er sich einfach, worauf er Lust hat. Als er jedoch Mila kennenlernt glaubt er, gemeinsam mit ihr vielleicht die dunklen Schatten seiner Vergangenheit überwinden zu können.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gelungen. Sie schafft es, beide Charaktere so zu zeichnen, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte. Generell habe ich das Buch als Pageturner empfunden und einmal angefangen, war ich auch recht schnell durch. Die immer wieder eingestreuten, erotischen Passagen fand ich gelungen. Nicht zu aufdringlich aber auch nicht so seicht, dass man sie der Autorin bei den Figuren nicht abgenommen hätte.

Besonders spannend war die Geschichte um Pax. Woher kommen die Albträume und was ist wirklich mit seiner Mutter passiert? Ich muss sagen, mit der Auflösung habe ich nicht gerechnet, auch wenn ich mir so etwas in die Richtung gedacht habe. Generell kommt das Buch aber auf eine besonders gekonnte Weise ohne viel Drumherum aus und beschäftigt sich vor allem mit der tiefen Liebe der beiden Protagonisten, die jeder auf seine Weise mit einem besonderen Schicksal zu kämpfen haben. Die Schöne und das Biest - kann das gut gehen?

"If you stay" ist ein Roman, der es mit leisen Worten schafft, das Herz zu berühren. Daher gibt es vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: lieb, new adult, sehnsucht   (3)
 

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743 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 128 Rezensionen

liebe, blaubeeren, sommer, mary simses, großmutter

Der Sommer der Blaubeeren

Mary Simses ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.04.2014
ISBN 9783442382170
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Brief, den Ellen ihrer Großmutter zu Liebe nach Beacon bringen soll, verändert ihr ganzes Leben und sorgt dafür, dass sie hinterfragt, was sie bisher hat und was sie sich eigentlich wünscht. Schon die Zusammenfassung von "Der Sommer der Blaubeeren" klang für mich nach einem traumhaften Einstieg in die warme Jahreszeit. Ich konnte förmlich riechen, wie der Sommer schon in der Luft liegt.

Im Moment bin ich wieder sehr romantisch veranlagt und liebe es einfach, mich in Familiengeschichten zu verlieren. Da kam das Buch "Der Sommer der Blaubeeren" genau richtig und so habe ich gar nicht lange gewartet sondern es direkt in die Hand genommen.

Schon den Einstieg ins Buch finde ich gelungen. Die Autorin zögert nicht lange sondern wirft den Leser direkt ins Geschehen und sorgt dafür, dass erste Fragen aufkommen, was für mich immer besonders angenehm ist, denn so bin ich direkt mittendrin und versuche, mehr über die Figuren zu erfahren. Ellen ist in Beacon angekommen und möchte hier eigentlich nur schnell einen Brief abgeben und damit ihrer Großmutter einen letzten Wunsch erfüllen. Doch schnell lernt sie Roy kennen und obwohl sie es sich nicht eingestehen will, beginnt Ellen sich in Beacon und die Bewohner zu verlieben. Immer länger zieht sich ihr Aufenthalt dahin letztendlich muss sie eine Entscheidung treffen, die ihr ganzes Leben beeinflusst.

Ellen ist eine sympathische Protagonistin, die gerade am Anfang sehr stark in ihrem alten New Yorker Leben gefangen ist. Als erfolgreiche Anwältin stehen für sie interessante Fälle, Geld und Designerklamotten ganz oben auf der Liste der Dinge, die ein Leben lebenswert machen. Und natürlich ihr Verlobter, der plötzlich ebenfalls in Beacon auftaucht.

Auch Roy ist ein toller Protagonistin mit dem typischen Rauhbeincharme, den man sich von solch einer Figur erhofft. Er überzeugt durch sein kühles Verhalten und dennoch ist in jeder Zeile spürbar, wie wichtig ihm Ellen ist. Besonders gut gefallen hat mir die Geschichte rund um Ruth, die Großmutter von Ellen, und Chet. Der eigentliche Grund, warum Ellen nach Beacon sollte. Dennoch war ich mit der Auflösung der Geschichte um das Liebespaar aus der Vergangenheit nicht ganz zufrieden. Ein wenig hat mir eine richtige Erklärung gefehlt.

Die Geschichte ist leise und sanft, sie plätschert dahin, ohne jedoch langeweilig zu werden. Der Leser kann sich perfekt in den Ort eindenken und die Blaubeermuffins in der Luft richtig riechen. Auch das Rezept ist ein tolles kleines Extra. Ein schöner Einstieg in den Sommer, der mit Fug und Recht vier von fünf Kleeblättern verdient hat.

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Tags: familie, liebe, somme   (3)
 

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515 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

italien, liebe, oper, lucinda riley, musik

Das italienische Mädchen

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 10.03.2014
ISBN 9783442480098
Genre: Romane

Rezension:

Ein Mädchen mit einer unglaublichen Stimme, ein Opernsänger mit einer besonderen Leidenschaft für Frauen und eine Liebe, die alle Hindernisse zu überwinden scheint - oder doch nicht? "Das italienische Mädchen" von Lucinda Riley ist ein Roman voller Gefühl, der in einer Welt spielt, die so weit entfernt zu sein scheint.
Schon beim Aufschlagen des Buches wird der Leser darüber informiert, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen neuen Roman der Autorin handelt sondern viel mehr um eines ihrer ersten Werke, die bisher ihr Dasein in einer Schublade gefristet haben. Gut, dass diese Schublade nun geöffnet wurde.
Die junge Rosanna hört auf einer Feierlichkeit den berühmten Roberto singen und nimmt sich fest vor, ihn später zu heiraten. Selbst mit einer beeindruckenden Stimme gesegnet, hat sie es ihrem Bruder zu verdanken, dass sie eine hervorragende Ausbildung genießen kann. Und irgendwann kommt der Tag, da steht sie tatsächlich vor Roberto und er schenkt ihr seine Aufmerksamkeit.

Jeder Roman von Lucinda Riley nimmt mich mit auf eine Reise in ferne Länder, in andere Welten aber auch in die Welt der Gefühle. Rosanna ist eine tolle Protagonistin, in die ich mich komplett hineinversetzen konnte. Ihre Leidenschaft für die Musik, aber auch ihre Liebe für Roberto waren so real und nachvollziehbar, das ich als Leserin immer wieder mit ihr mitgelitten und mitgehofft habe. Roberto selbst ist ein Opernsänger, wie er im Buche steht. Seine ganze Art müsste ihn eigentlich unsympathisch erscheinen lassen aber irgendwie mochte ich ihn dennoch. Eines meiner Highlights jedoch ist Luca, Rosannas Bruder. Ich mag seine Entwicklung, auch wenn sie mir zum Ende hin ein wenig zu sehr ins Unrealistische abgerutscht ist.

Wie in jedem Buch von Lucinda Riley fliegt der Leser auch hier durch die Seiten, nimmt am Leben der Figuren teil, hofft und betet mit ihnen und steckt nicht einfach nur mit den Augen sondern mit der Seele im Buch drin. Auch wenn einige Wendungen für mich etwas vorhersehbar waren und andere Entwicklungen vielleicht ein klein wenig übertrieben, hat mich das Buch toll unterhalten und ich kann es nur empfehlen. Vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: dramatik, liebe, ope   (3)
 

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307 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

amisch, liebe, amish, freundschaft, eliza

Draußen wartet die Welt

Nancy Grossman , Doris Hummel
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.02.2014
ISBN 9783570402153
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Wir kommen leichter ohne Dinge, als ohne Menschen aus."
Eliza ist 16 Jahre alt und lebt ein Leben, fern ab der Dinge, die wir kennen. Sie weiß nicht, was ein Mobiltelefon ist, was Apple bedeutet und was Jugendliche in ihrem Alter eigentlich so machen. Doch sie soll die Chance bekommen, es herauszufinden.

"Draußen wartet die Welt" ist ein Roman, voller Gefühl und der Suche nach den Dingen, die das eigene Leben eigentlich erst perfekt machen.

Eliza ist eine Amish und arbeitet in einer kleinen Pension. Sie sehnt sich nach der Welt außerhalb ihrer eigenen Welt. Sie möchte wissen, was sie verpasst und ob sie überhaupt etwas verpasst. Doch dann kommt eine Fremde in ihre Gemeinde und bietet Eliza an, die Rumspringa-Zeit bei ihr als Kindermädchen zu verbringen. Für Eliza beginnt eine Zeit, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht hätte ausmalen können.

"Wir lassen Dich gehen, damit Du bei uns bleibst."

In ihrer Zeit außerhalb der Amish-Gemeinde lernt Eliza alles kennen, was für uns normal ist. Hier treffen Ansichten und Welten aufeinander, die sonst vielleicht  nie miteinander in Berührung gekommen wären. Eliza verliebt sich und lernt Menschen kennen, die mit ihrem Leben nicht umgehen können. Sie trifft aber auch auf Menschen, die es gut mit ihr meinen, die ihr Herz öffnen und ihr Sicherheit geben. Alles ist neu für sie. Telefone, Autos, Kino und Alkohol... Eliza war für mich eine wunderbare Protagonistin, die mit viel Sehnsucht und Leidenschaft gezeichnet ist. Doch es waren gar nicht nur die Protagnoisten, die dieses Buch besonders haben werden lassen.

Viel mehr ist es die Frage, was wirklich wichtig ist. Mehr als einmal habe ich das Buch zur Seite gelegt und mir die Frage gestellt, ob und wie ich leben könnte, wenn ich eine Amish wäre. Sind wir zu sehr von den Dingen geprägt, die für uns so selbstverständlich geworden sind? Ich finde den Gedanken faszinierend, sich auf sich selbst zu besinnen und zu hinterfragen, was wirklich wichtig ist.

"Draußen wartet die Welt" ist sanft und ruhig aber dennoch mit viel Leidenschaft und Liebe geschrieben. Das Buch liest sich toll und ich als Leserin habe mich mit Eliza, aber auch mit ihrer Familie, tief verbunden gefühlt. Ein Buch, das wie gemacht ist für entspannte Stunden, die auch ein wenig zum Nachdenken anregen sollen. Ich vergebe vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: amish, liebe   (2)
 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

magie, liebe, roman, hokus pokus zauberkuss, übernatürlich

Hokus Pokus Zauberkuss

Karen Clarke , Claudia Franz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.03.2014
ISBN 9783442475957
Genre: Liebesromane

Rezension:

Was würdet Ihr machen, wenn Ihr zu Eurem Geburtstag die Möglichkeit bekommt, innerhalb von 10 Tagen 10 Zaubersprüche zu sprechen? Was würdet Ihr in Eurem Leben verändern? Oder in dem Leben anderer Menschen? Und was ist, wenn nach dem Zaubern alles noch viel schlimmer ist als vorher?

Josie fiebert ihrem Geburtstag entgegen und wünscht sich nichts mehr als einen Verlobungsring von Will. Der schenkt ihr jedoch noch ein selbst gemachtes Armband und kümmert sich lieber um arme Esel. Auch Josies Schwester und ihrer besten Freundin geht es alles andere als gut. Von Josies Job gar nicht zu reden. Zum Glück gibt es zum Geburtstag von Oma ein altes Zauberbuch. Damit müsste sich doch das eine oder andere Problem lösen lassen

Schon beim Blick auf das Cover schlägt mein Herz höher, denn hier verbirgt sich doch sicher ein ebenso charmanter wie lustiger und einfallsreicher Roman. Habe ich mir gedacht und nicht lange mit dem Start des Buches gewartet. Und zum Glück wurde ich nicht enttäuscht. Josie ist ein ebenso liebenswerter wie naiver aber auch amüsanter und unterhaltsamer Charakter. Mit viel Herz aber wenig Verstand versucht sie, ihr Leben und das ihrer Lieben in den Griff zu bekommen. Als das nach hinten losgeht, steckt sie nicht den Kopf in den Sand sondern merkt eigentlich erst so richtig, was wirklich wichtig im Leben ist.

Doch das Buch ist nicht einfach nur eine oberflächliche, gute Unterhaltung. Allein Josies Verhältnis zu ihrer Mutter und die Wandlung im Laufe des Buches, hat mir gut gefallen. Auch ihre Beziehung zu Will und die Wirrungen rund um Giles waren ein interessanter und toller Punkt. Mein Herz komplett erobert hat die Autorin mit Josies bester Freundin. Wohl jede Mama kann sich in sie hineinversetzen und auch hier fand ich die Entwicklung im Buch wirklich toll und auch sehr gut durchdacht.

Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin versteht es, schöne Bilder zu zeichnen. Ab und an tauchte die eine oder andere Länge auf, aber das habe ich nicht als störend empfunden. Alles in allem ist "Hokus Pokus Zauberkuss" ein herrlicher, lustiger und unterhaltsamer Roman, dem ich gerne vier von fünf Kleeblätter und eine sommerliche Leseempfehlung gebe.

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Tags: magie   (1)
 

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336 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 76 Rezensionen

liebe, jugendbuch, noah, trauma, familie

Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen

Katie McGarry , Cornelia Niere
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.02.2014
ISBN 9783789142727
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch "Noah und Echo" von Katie McGarry habe ich in einer Leserunde gewonnen und obwohl das Cover nicht so meinem Geschmack entspricht, habe ich mich sehr darauf gefreut, es zu lesen. Die Geschichte klang vielversprechend und ich habe mich auf ein Buch mit tiefen Gefühlen gefreut.

Echo war einst das beliebteste Mädchen der Schule. Bis zu dieser einen Nacht, von der sie bis heute nicht weiß, was genau passiert ist. Auch Noah war einmal sehr beliebt und ganz vorne mit dabei, wenn es um das Etikett "cool" ging. Bis zu dem Moment, wo seine Eltern gestorben sind und er von seinen Brüdern getrennt wurde. Zwei junge Menschen, die durch das Schicksal zusammengeführt werden und die einander den Halt geben, der ihnen im Leben fehlt.

Schon der Einstieg in das Buch macht Lust darauf, immer weiterzulesen. Die Töne, die hier angeklingen, sind leise und das Buch selbst kommt ohne große und wuchtige Sätze aus. Es ist eine Geschichte von Verlust und Angst, aber auch von Hoffnung und Liebe. Der Leser wird mit auf die Reise genommen. Abwechselnd bekommen wir Einblick in die Gedanken und das Empfinden von Noah und Echo. Wir machen uns zusammen auf die Suche nach Antworten auf Fragen, die einfach so nicht stehen gelassen werden können.

Echo ist ein sanftes und zartes Mädchen, das immer auf seinen Vater gehört hat. Doch der Verlust ihres Bruders und das Ereignis jener Nacht haben dafür gesorgt, dass sie zu einem anderen Menschen wurde. Noah hilft ihr, zu sich selbst zu finden und den Mut zu haben, auch über ihre eigenen Grenzen zu gehen. Dafür gibt Echo Noah Aufmerksamkeit und ihre ganz Liebe. Die Beziehung der beiden Protagonisten ist berauschend und zärtlich, sanft und verführerisch, voller Gefühle und auch voller Leidenschaft. Man möchte mittendrin stecken und den beiden helfen. Man möchte an ihrer Seite sein und ihre Hand nehmen.

Menschen wie Echos Vater, ihre Freundinnen und ihr Ex-Freund, Noahs Freunde aber auch Noahs Brüder und seine Pflegeltern und natürlich die Therapeutin der beiden, sind wunderbar gezeichnet. Ich hatte vor meinem inneren Auge ein richtiges Bild der Protagonisten und habe ihnen meine Sympathie oder auch meine Abneigung geschenkt. Das Ende des Buches kam für mich zwar nicht so überraschend, aber anders hätte es auch nicht ausgehen dürfen. Und dennoch ist die Geschichte von Noah und Echo noch nicht vorbei und ich freue mich auf die Fortsetzung der Reihe, die, wie ich gehört habe, noch in diesem Jahr erscheinen soll. Für ein Buch voller Gefühl und mit einer traurigen aber auch schönen Geschichte, vergebe ich fünf von fünf Kleeblättern und eine klare Leseempfehlung.

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Tags: gefühl, liebe, schmer   (3)
 

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666 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 43 Rezensionen

zeitreise, london, liebe, zeitreisen, zeitenzauber

Zeitenzauber - Das verborgene Tor

Eva Völler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 13.03.2014
ISBN 9783833902734
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte mich wahnsinnig auf den dritten Band der Zeitenzauber-Reihe gefreut. Die Abenteuer von Sebastiano und Anna nehmen mich immer ab der ersten Seite mit auf eine tolle Reise und meist kann ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Natürlich waren die Hoffnungen groß, dass es auch dieses Mal wieder so ist. Ob es so war oder ich enttäuscht wurde?

Geschrieben wird London im Jahr 1813. Anna und Sebastiano haben die Aufgabe, den Maler Turner vor einem Brand zu retten. Doch das ist noch nicht alles. Schnell wird klar, dass es in diesem Jahr noch viel mehr zu erledigen gibt aber was genau das ist, das bleibt wie immer ein Geheimnis. Die beiden Zeitreisenden müssen also selbst herausfinden, wie sie dieses Mal nicht nur die Welt sondern auch die Zeit retten können.

Inzwischen sind die beiden Protagonisten deutlich älter geworden. Anna studiert in Venedig und genießt das Leben mit Sebastiano. Mir gefällt richtig gut, dass die beiden auch als Paar weiter zusammenarbeiten und die Bücher so nicht nur von einer Liebesgeschichte leben, die erst im letzten Band ihren Höhepunkt findet. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und ihren Ideenreichtum. Einmal angefangen kann man gar nicht mehr aufhören. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass die Bücher völlig überraschend und gar nicht vorhersehbar sind. Tatsächlich ließ sich teilweise schon recht früh erahnen, wer ein falsches Spiel spielt. Aber dennoch war das Ende für mich überraschend und die Komplexität der Geschichte hat mir sehr gut gefallen.

Ich mag, wie Anna und Sebastiano sich entwickelt haben. Aber nicht nur die Hauptprotagonisten sollten erwähnt werden. Auch die Nebenfiguren sind liebevoll und mit vielen Details gezeichnet. Sie erwecken die Geschichte erst richtig zum Leben. Reggie und Iphi oder auch Jamie und der Butler.

Nicht zu vergessen ist das Geschick, mit dem Eva Völler auch in diesem Buch wieder besondere Ereignisse der Geschichte mit einbringt. Immerhin wissen wir jetzt, wie George Stephenson zu seinen Ideen für die Dampfmaschine gekommen ist und wir erfahren mehr über den Maler William Turner. Aber auch die Beschreibungen des 19. Jahrhunderts, die Gesellschaften, die Treffen und das gesamte Flair kommen hervorragend zur Geltung.

Ich sehe mit einem weinenden Auge, dass dies angeblich der letzte Band der Reihe sein soll doch ein wenig lässt das Ende auch Hoffnung, dass das vielleicht nicht ganz so stimmt und vielleicht lässt sich Eva Völler ja doch noch hinreißen, Anna und Sebastiano weiter durch die Zeit zu schicken. Von mir gibt es jedenfalls fünf von fünf Kleeblättern.

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Tags: liebe, zeitreisen   (2)
 

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121 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

segeln, kerstin gier, humor, liebe, lustig

Fisherman's Friend in meiner Koje

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2008
ISBN 9783404269099
Genre: Liebesromane

Rezension:

Im Monat März lautete im Buchclub die Aufgabe, ein Buch von Kerstin Gier zu lesen. Juhu, dachte ich, eine meiner Lieblingsautorinnen. Allerdings hatte ich viele Bücher von ihr schon gelesen, also habe ich mich einfach einmal an ein älteres Werk gewagt und das Buch "Fisherman's Friend in meiner Koje" aus dem Jahr 1998 ausgewählt. Der Klappentext klang süß und ich habe mich auf ein paar entspannte Stunden gefreut.

Judith, ihre Schwester Rebecca und ihre Freundin Bille nehmen an einem Segelkurs teil. Zu gerne möchten sie einfach einmal den Duft der Freiheit genießen. Kann ja keiner ahnen, dass sich Judith dann direkt mal in den Segellehrer verliebt, der scheinbar ein Drogendealer ist, dass ihre Schwester Rebecca versucht, aus der Familie auszubrechen und ein Abenteuer zu suchen und Bille, na eben Bille ist.

Wie immer habe ich mich auf einen lustigen, amüsanten und kurzweiligen Roman mit liebevoll gezeichneten Figuren und einer tollen Story gefreut. Naja, bekommen habe ich ein Buch, bei dem sich eigentlich fast alles um das Segeln dreht, ab der ersten Seite alles vorhersehbar war und dem auch noch der Witz gefehlt hat.

Judith als Hauptprotagonistin war nicht einfach nur naiv sondern fast schon ein bisschen dumm, aber das macht ja nichts, schließlich kommt sie auch so mit viel Glück durch das Leben. Ebenso dumm war Bille, eine Frau, die sich von ihrem Freund nicht nur unterbuttern sondern regelrecht verkohlen lässt. Da scheint Rebecca noch am lautesten hier geschrieen zu haben, als es Hirn zu verteilen gab, aber sie bleibt leider etwas farblos und langweilig. Nur mal ein Beispiel für die fehlende Realität in dem Buch:
Die Prüfung für den Segelschein steht kurz bevor und Judith hat noch nicht einmal einen Blick in das Übungsbuch geworfen. Dennoch besteht sie mit 0 Fehlerpunkten, weil sie natürlich ganz lässig vom Nachbarn abschreiben kann.

Ganz nett war der abwechslungsreiche Schreibstil. Immer wieder gab es Einblicke in Billes Tagebuch, ansonsten hat Judith erzählt. Natürlich löst sich am Ende alles in Wohlgefallen auf, aber das habe ich mir so auch gewünscht und erhofft und das war auch das Einzige, was mich an den Buch nicht enttäuscht hat. Das Buch macht auf jeden Fall deutlich, dass sich die Autorin mit jedem weiteren Buch stark verbessert hat und da bin ich wirklich froh drüber. Leider nur zwei von fünf Kleeblättern.

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Tags: lieb, romantik, segeln   (3)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, troll, bookshouse, mira lindorm, trolle

Das Trollerbe

Mira Lindorm
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 23.01.2014
ISBN 9789963522002
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich von "Plötzlich Prinz" wieder einmal mit in die Welt der Elfen und Feen genommen wurde, freute ich mich darauf, anschließend "Das Trollerbe" zu lesen. Schließlich sollte es hier um Louise gehen, eine etwas drallere Münchnerin, die von einem Troll ein Schloss in der Welt von König Oberon erbt. Ich stellte jedoch schnell fest, dass König Oberon nicht gleich König Oberon ist.

Also, erst einmal vorweg: Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, das Buch hat sich gut weglesen lassen. Die Kapitel fand ich teilweise etwas lang, aber das ist ja alles nur Geschmackssache und daher völlig okay.

Louise steht mit ihrem Käsestand auf dem Münchner Viktualienmarkt, um hier zu verkaufen und ist mit ihrem Freund Rüdiger nicht mehr wirklich glücklich. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, bricht vor ihrem Stand ein Troll zusammen und zerfließt zu einer ätzenden Flüssigkeit, die gleich noch Louises Stand mit ins Nirgendwo zieht. Nun hat Louise nicht mehr nur Geld- und Liebessorgen, sondern auch noch die Polizei auf dem Hals. Plötzlich teilt ein Gnom Louise jedoch mit, dass sie von dem Troll als Wiedergutmachung ein Schloss in der Elfenwelt geerbt hat. Louise fackelt nicht lange sondern macht sich auf den Weg.

Louise ist auf jeden Fall nicht die typische Protagonistin. Ein wenig naiv, etwas zu füllig geraten und auch nicht gerade mit einem glücklichen Händchen ausgestattet, stolpert sie so durch die Welt. In der Elfenwelt jedoch gilt sie als echte Schönheit und kann sich vor Verehrern bald nicht mehr retten. Sogar König Oberon kann ihr nicht widerstehen.

Ich weiß nicht, was ich erwartet habe. Das Buch selbst ist ja mit "Humoristische Fantasy" gekennzeichnet. Heißt also, ein wenig zu lachen und natürlich Fantasy. Auf jeden Fall konnte ich ab und an schmunzeln, aber vor allem über die Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Erotik kommt auch in dem Buch vor. Das hat mich allerdings etwas überrascht und ich weiß nicht so richtig, ob mir das wirklich zugesagt hat. Ich bin nicht prüde und lese ganz gerne mal erotische Literatur aber irgendwie war das für mich recht unpassend. Auch die Ereignisse in der Menschenwelt kamen mir sehr weit hergeholt vor und einfach unrealistisch. Ja ich weiß, Realismus in einem Fantasybuch kann man nicht erwarten, aber das war mir etwas zu viel.

Alles in allem war das Buch sehr kurzweilig, die Idee fand ich gut aber letztendlich konnte es mich dennoch nicht so richtig überzeugen. Daher drei von fünf Kleeblättern.

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Tags: feen, trolle   (2)
 

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794 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 88 Rezensionen

feen, nimmernie, julie kagawa, liebe, fantasy

Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 20.01.2014
ISBN 9783453268661
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hach, was war ich damals traurig, als die "Plötzlich Fee"-Reihe zu Ende war und ich den letzten Band zugeschlagen habe. Kein Wiedersehen mehr mit Meghan, Ash und Puck und Grimalkin :( Aber da konnte ich ja auch noch nicht ahnen, dass es längst noch nicht das Ende war und ich eines Tages "Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen" in der Hand halten würde. Doch jetzt war es endlich soweit und ich konnte wieder eintauchen in die Welt des Nimmernie.

In "Plötzlich Prinz" geht es um Ethan Chase, Meghans Bruder, der in den Büchern um Meghan von Feen entführt wurde. Inzwischen ist Ethan längst nicht mehr der kleine Junge von damals, sondern stattliche 17 Jahre alt und nach wie vor im Visier der Feen. Er hat den Blick und wird von ihnen einfach nicht in Ruhe gelassen. Als er an eine neue Schule kommt, weckt er das Interesse von Kenzie und wird das junge Mädchen nicht mehr los. Als plötzlich düstere Feen auftauchen und seinen Freund entführen und ihn angreifen, bleibt Ethan keine andere Wahl, als seine Schwester aufzusuchen und ins Nimmernie zu gehen...

Ethan, hach, der Ethan. Ja was soll ich zum ihm sagen. Ich mag ihn gerne und hätte ihn oft einfach gerne in den Arm genommen und geknuddelt. Er war so in sich selbst festgefahren, was aber auch seiner Vergangenheit geschuldet ist. Dennoch steckt in ihm ein großes Herz und seine Familie geht im über alles. Hinter seiner rauen Schale verbirgt sich sozusagen ein weicher Kern. Ich kann auch seine Haltung Meghan gegenüber verstehen, aber wer die anderen Bücher gelesen hat, der weiß, warum sie so gehandelt hat. Wer sie nicht gelesen hat, der sollte es tun :D

Richtig gut gefallen hat mir Kenzie, auch wenn mir ihr Geheimnis schon von dem Moment an klar war, wo das erste Mal davon gesprochen wurde. Sie ist taff und lässt sich die Butter nicht von der Stulle nehmen sondern sagt, was sie denkt. Aber ich mochte auch ihre Fähigkeiten, mit andern Menschen und den Feen umzugehen.

Ah und dann treffen wir noch Keirran. Keirran ist... nein, findet das lieber selbst heraus. Auf jeden Fall hat mir auch seine Entwicklung innerhalb des Buches sehr gut gefallen. War er am Anfang noch vom Abenteuer und der Liebe getrieben, so hat sich zum Ende hin gezeigt, wie sehr sein Herz für die Feen schlägt und wie gerne er helfen möchte. Die Frage ist, ob er das auch kann.

Ich fand es toll, vielen alten Bekannten wieder zu begegnen. Also ich weiß ja nicht, wie es Euch ging aber mein heimlicher Favorit war immer Puck gewesen, auch wenn natürlich Ash ebenso nicht zu verachten war. Auf jeden Fall bin ich sehr glücklich darüber, dass sich die Autorin entschieden hat, die Reihe auf solch eine tolle Weise fortzuführen und ich bin sehr gespannt, was noch so kommt. Einen kleinen Punkt Abzug gibt es deshalb, weil ich es manchmal ein wenig vorhersehbar fand aber dennoch gebe ich Euch meine uneingeschränkte Leseempfehlung mit vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: fantas, feen, lieb, nimmernie   (4)
 

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290 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

liebe, koma, schwangerschaft, tod, unfall

Ich versprach dir die Liebe

Priscille Sibley , Ulrike Werner-Richter
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.02.2014
ISBN 9783404169429
Genre: Romane

Rezension:

Heute gibt es eine Rezension zu einem Buch, das ein Thema behandelt, mit dem ich mich eigentlich nicht so gerne auseinandersetze. In "Ich versprach dir die Liebe" geht es um ein Ehepaar, das eine zärtliche Liebe miteinander teilt. Um ein Ehepaar, das schon lange versucht, ein Kind zu bekommen und um den Tod, der manchmal schneller an die Tür klopft, als man denken kann und damit nicht nur ein Leben zerstört, sondern auch die große Liebe.

Matt und Elle kennen sich schon, seit sie Kinder sind. Bereits in ihrer Jugend haben sie ihre Liebe zueinander entdeckt, doch die Lebensumstände sorgten dafür, dass sie nicht zusammenbleiben konnten. Doch einander vergessen haben sie nie und als sie schließlich wieder zueinander gefunden haben und ihr Leben gemeinsam genießen, reißt ein schrecklicher Unfall Elle aus dem Leben. Sie liegt im Koma und hat keine Überlebenschance. Aber in ihr wächst ein Baby - das Baby, das sich Matt und Elle so sehnlichst gewünscht haben.

Ich denke schon die Zusammenfassung macht deutlich, dass diese Liebesgeschichte wohl kein glückliches Ende nehmen kann. Das war mir bewusst, als ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe. Wir haben es im Buchclub gelesen, allein hätte ich wohl nicht danach gegriffen. Das Buch ist in der Ich-Form aus der Sicht von Matt geschrieben. Es beginnt damit, dass Matt, selbst Neurchirurg, vom Unfall seiner Frau erfährt. Große Teile ihres Gehirns sind zerstört und eine Heilung ist nicht mehr möglich. Elle hat nie gewollt, dass sie künstlich am Leben erhalten wird. Doch als Matts Kollegen ihn über ihre Schwangerschaft informieren, möchte er die Geräte so lange an lassen, bis das Baby geboren ist. Matts Mutter, die Elle wie eine eigene Tochter liebt, ist jedoch dagegen. Es entbrennt ein Kampf, der bis vor das Gericht führt und bei dem die Grenzen der Menschlichkeit manches Mal verschwimmen.

Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Wie kann man sich dafür entscheiden, einen geliebten Menschen unwiderruflich gehen zu lassen und was ist mit den Rechten des Kindes? Das Thema des Buches lässt viele Möglichkeiten, zu diskutieren. Mir ist selten ein Buch untergekommen, das mich mit so vielen zwiespältigen Gefühlen zurückgelassen hat. Der fast schon nüchterne Schreibstil hat es nicht geschafft, bis in mein Herz vorzudringen. Dennoch war aus jeder Zeile die Trauer von Matt zu spüren. Der Leser weiß von Anfang an, dass Elle es nicht schaffen wird. Aber sobald das Gespräch auf das Baby kommt, schalten sich bei mir direkt die Muttergefühle ein.

Matt ist in seiner Trauer gefangen und gleichzeitig möchte er Elle und sich einen letzten Wunsch erfüllen: Das Baby soll leben. Dazu im Kontrast steht Linney, Matts Mutter. Sie wusste, dass Elle nicht künstlich am Leben erhalten werden wollte und kämpft dafür, die Maschinen abzustellen. Trotz ihrer Position als Gegner, macht Linney immer deutlich, wie viel Matt ihr bedeutet. Das zeigt, wie sehr sie selbst mit ihren Gefühlen nicht im Reinen ist.

Für mich stellt sich natürlich die Frage, wie ich handeln würde. Was würde ich mir wünschen, wenn ich Elle wäre. Was würde ich von meinem Partner erwarten. Kann man überhaupt von dem einen Menschen, den man liebt, erwarten, dass er bereit ist, loszulassen? Mit welchem Recht gehen wir davon aus, dass wir wissen, was andere sich wünschen? Und mit welchem Recht entscheiden wir darüber, ob ein Baby leben darf oder nicht?

Es gab viele Abschnitte in dem Buch, die mich haben innehalten lassen. Ich habe nachgedacht, überlegt, gehofft und auch gebangt. Und dennoch hat mir ein kleiner Funken gefehlt. Daher gebe ich dem Buch 4 von 5 Kleeblätter und eine klare Leseempfehlung, allein schon, um Eure Meinungen zu hören.

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Tags: krankheit, liebe, schwangerschaft   (3)
 

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(95)

182 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

jennifer estep, liebe, götter, fantasy, jugendbuch

Spartan Frost

Jennifer Estep
E-Buch Text: 48 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 10.12.2013
ISBN 9783492964548
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, warum so lange an mir vorbeigegangen ist, dass es dieses Special zur Mythos Academy gibt. Und eigentlich ist es auch gar nicht an mir vorbeigegangen, ich habe es halt nur bisher noch nicht gelesen. Doch bevor ich den neuen Band der Academy beginnen wollte, wollte ich natürlich noch Spartan Frost gelesen haben.

Auf meinem Reader hat der Zwischenabschnitt gerade einmal knapp 50 Seiten. Allerdings sind es 50 Seiten, bei denen sich alles um Logan dreht roaar. Nachdem er Gwen fast erstochen hat, verschwindet er von der Mythos Academy und zieht mit seinem Vater in den Sommersitz der Familie Quinn. Aber Logan kommt nicht zur Ruhe. Ihn suchen nicht nur Alpträume heim, sondern natürlich auch die Schnitter, die sich ganz in seiner Nähe verbergen.

Ich bin bekenennder Logan-Fan und war von Anfang an dafür, dass er und das "Gipsymädchen" zusammen glücklich werden. Umso trauriger war nicht natürlich über den Ausgang von Band 4, wo er aus ihren Augen verschwand anstatt sich dem zu stellen, was passiert ist. Das kleine Special gibt einen guten Einblick in Logans Seelenleben, seine Gefühle und Gedanken und es ist eine tolle Möglichkeit, mit dem Spartaner und auch seinem Dad etwas wärmer zu werden. Natürlich darf auch ein kleiner Kampf gegen die Schnitter nicht fehlen, schließlich reden wir hier von einem Spartaner.

In meinen Augen hat die Autorin mit dem kleinen Special einen wirklich tollen Zwischenschritt geschaffen, der die Wartezeit auf Band 5 verkürzt hat, auch wenn ich ihn erst gelesen habe, als ich Band 5 schon hier hatte :) Für den kleinen Ausflug fern ab der Mauern der Mythos Academy vergebe ich vier von fünf Kleeblättern.

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Tags: mysterie, mythos, schule   (3)
 

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(435)

742 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

fantasy, mythologie, götter, liebe, mythos academy

Mythos Academy - Frostnacht

Jennifer Estep ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2014
ISBN 9783492703147
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Einer der Buchhöhepunkte im März ist für mich natürlich Band 5 der Mythos Academy. Ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie es um Gwen und ihre Freunde weitergeht. Im letzten Band gab es ja auch wirklich einen fiesen Cliffhänger, denn wer möchte denn bitte, dass Logan einfach so verschwindet? Ich jedenfalls nicht und so habe ich gehofft, dass Frostnacht hier die eine oder andere Rückkehr bereithält.

Ich - liebe -es! Ich kann es einfach nicht anders sagen. Kaum habe ich die ersten Seiten gelesen, stehe ich wieder mittendrin in der Mythos Academy, ducke mich vor Daphnes pinkfarbenen Funken, spiele mit Nyx und mache mich mit Gwen auf die Suche nach neuen Artefakten, um sie vor den Schnittern in die Hände zu bekommen. Auch in Band 5 geht es wieder hoch her. Nickamedes wird vergiftet und das Gegengift wächst in den sagenumwobenen Ruinen der Göttin Eir. Gwen und ihre Freunde machen sich auf die Suche und das obwohl sie wissen, dass es sich um eine Falle der Schnitter handelt. Doch wird Viv dieses Mal gewinnen oder schafft es Gwen erneut, sich gegen die Schnitter durchzusetzen? Und was ist denn nun mit Logan?

Schon der Einstieg ist wie immer fulminant und berauschend und sorgt dafür, dass ich für Stunden nicht ansprechbar bin, denn ich kann einfach nicht anders sondern muss einfach immer weiterlesen. Gwen ist nach wie vor eine meiner Lieblingsfiguren in der Geschichte. Sie durchläuft weiter eine tolle Entwicklung und stellt sich den Gefahren, statt sich von ihnen zu entfernen. Inzwischen sucht sie das Abenteuer ja fast schon. Auch ihre Gefühle zu Logan werden deutlich. Natürlich war immer klar, was sie für ihn empfindet, aber der Schmerz, von ihm verlassen worden zu sein, sitzt besonders tief und sorgt dafür, dass sie ein Stück weit ernster wird.

Eine neue Figur taucht in dem Buch auf  - Rory. Zu Rory möchte ich gar nicht zu viel verraten. Allerdings kann sich durch sie einiges aus Gwens Vergangenheit klären und auch Rory ist, so wie Gwen am Anfang selbst, eine Person, die anscheinend nicht in die mysthische Welt zu passen scheint. Allerdings aus anderen Gründen.

Logan nimmt in diesem Band nicht die größte Rolle ein, aber eine wichtige. Auch seine Entwicklung und das, was die Übernahme seines Körpers durch Loki hinterlassen hat, ist zu spüren. Gerade das macht ihn aber so sympathisch. Er versucht nicht, sich hinter seiner Stärke zu verstecken sondern versucht, mit sich selbst ins Reine zu kommen.

Auch Gwens Freunde sind nach wie vor eine tolle Truppe, die den Büchern den nötigen Pfeffer gibt. Daphne ist einfach toll, Carson ein stiller aber super Begleiter und auch Oliver und Alexj dürfen nicht fehlen. Selbst Viv und Agrona haben inzwischen eine Rolle, die dafür sorgt, dass sie als böse Schnitter nachvollziehbare Personen werden. Auch wenn das Buch ab und an ein klein wenig vorhersehbar war, war es einfach perfekt. Das einzige Problem ist nun, dass ich wieder ewig auf den nächsten Band warten muss. Wer sich auf die Mythos Academy einlässt, der wird mit Geschichten voller Herzblut und tollen Figuren belohnt. Daher gibt es von mir 5 von 5 Kleeblättern und ein Sternchen für eine meiner absoluten Lieblingsreihen.

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Tags: liebe, mythologie, schule   (3)
 

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kinder, liebe, familie, liebesroman, lüge

Das Liebesleben der Suppenschildkröte

Theresia Graw
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.02.2014
ISBN 9783442382019
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bei diesem Buch waren es vor allem Titel und Cover, die mir zugerufen haben, dass ich das Buch unbedingt lesen sollte. Also habe ich mich nicht lange bitten lassen und schnell mit der Lektüre begonnen. Ich habe auf einen leichten Roman gehofft, bei dem ich Lachen und mit der Protagonistin auch ein wenig leiden kann. Ob ich das bekommen habe?

Ich muss noch einmal auf den Titel eingehen. Den finde ich wirklich super, denn es ist etwas völlig anderes als ich sonst in diesem Genre gewöhnt bin. Allein dafür hat das Buch schon mal einen Stern verdient, denn das Cover und der Titel nehmen für mich eine wichtige Rolle dabei ein, ob ich ein Buch überhaupt in die Hand nehme und lese. Denn: Ich hatte keine Vorstellung davon, was genau mich eigentlich erwartet.


Sophie ist Anfang 40, Mutter von zwei kleinen Kindern, leidlich erfolgreiche Lokalreporterin und Single. Zumindest an dem letzten Punkt möchte sie gerne etwas ändern und lässt nichts unversucht, den Mann fürs Leben zu finden. Allerdings gestaltet sich das nicht ganz so einfach, was vor allem an dem benannten Nachwuchs liegt. Aber Sophie ist ja keine Suppenschildkröte und lässt ihren Nachwuchs im Stich. Also muss ein Mann her, der sich mit ebenjenem anfreunden kann. Aber woher nehmen?

Sophie ist eine wirklich amüsante Protagonistin, die mit ihrem Witz und ihrer süßen Art für den einen oder anderen Lacher bei mir gesorgt hat. Ich mochte das Chaos in ihrem Leben, von dem sie sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen lässt. Okay, ihr Händchen für Männer hat sich erst einmal als brauner Daumen bewiesen, denn nachdem der aktuelle Liebhaber noch vor dem eigentlichen Liebesakt das Weite gesucht hat, ist die Verzweiflung groß. Allerdings nur so lange, bis Roland in ihr Leben tritt.

Roland ist ein typischer Anwalt. Gut aussehend, in seiner Karriere gefangen aber dennoch charmant und immer mit einem kleinen Spruch auf den Lippen. Kein Wunder, dass Sophie seinem Charme erliegt und ihn in Gedanken schon ihrer Familie zugefügt hat. Allerdings scheint Roland selbst nicht so der Familienmensch zu sein. Dann taucht auch noch Björn, ein Freund von Sophies Bruder auf, und sorgt für jede Menge Wirbel.

Richtig gelungen fand ich auch die Nebenstory in der Redaktion, wo Sophie arbeitet. Hier soll sie nämlich die Kolumnen für Katies Kosmos schreiben und in den Kolumnen geht es um das perfekte Familienleben. Aber da Sophie eben das nicht hat, herrscht schnell Chaos.

Theresia Graw hat einen tollen Schreibstil. Das Buch liest sich flüssig und hat einen besonderen Charme. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und auch wenn ich ab einem bestimmten Punkt bereits erste Vorahnungen hatte, hat mich das Buch dennoch nicht enttäuscht sondern sehr gut unterhalten. Die Autorin war selbst als Journalistin tätig und arbeitet heute in München beim Rundfunk.

Für tolle Unterhaltung, süße Charaktere und eine schöne Geschichte vergebe ich gerne vier von fünf Kleeblättern sowie eine Leseempfehlung an alle, die mal wieder Lust auf ein Buch haben, das zum Lächeln bringt.

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Tags: familie, freundschaft, kinder, liebe   (4)
 
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