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193 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Der Schwarze Thron - Die Königin

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531478
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover

Wunderschön. Hach ich bin richtig verliebt. Genauso wie Band 1 versprochen hat, sieht man hier die zweite Hälfte der Krone und hat man beide Bücher zusammen im Regal stehen, ist das schon ein Hingucker.



Handlung


Das Jahr der Entscheidung hatte begonnen. Wer wird die nächste Königin und wer wird sein Grab frühzeitig beziehen müssen. Die Fronten sind erkaltete nach allem, was geschehen ist und besonders die Giftkönigin Kathrin sinnt auf Rache. Doch nicht nur für die drei Schwestern steht viel auf dem Spiel. Auch ihre Häuser kämpfen um den Sieg. Bestimmt er doch alles.
Friedliche Lösung oder Tod?

Charaktere


Ich mochte sie ja schon im ersten Band wahnsinnig gerne und war total fasziniert davon, was sich uns nun bietet. Charaktere die sich nochmal gesteigert haben und gerade bei Katharin hat sich einiges getan. Was ist damals nach dem Fest wirklich passiert? Viele Fragen spuken um einen herum beim Lesen und sorgen nur so dafür, das man durch die Seiten fliegt.
Auch die Nebencharaktere zeigen wieder was sie können. Rund und greifbar präsentieren sie sich dem Leser so das es einfach Spaß macht.

Meinung


Ich war schon zuvor verliebt in den Stil der Autorin, in Charaktere und Cover und bin einfach nur Happy, das sie das Beibehalten und sogar noch gesteigert hat. Diese düstere, fast bedrohliche Stimmung war großartig. Die Perspektiven geben dem Buch wieder Tiefe, ein wenig Romantik darf auch nicht fehlen.
Kurz um, eine wunderbar gelungene Fortsetzung. Diese Autorin gilt es im Auge zu behalten.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

unfall, freundschaft, schuld, party, motorrad

Viel näher als zu nah

Angela Kirchner
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 25.09.2017
ISBN 9783791500577
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Handlung

Zu behaupten das Lukas Mist gebaut hat, wäre die größte Untertreibung des Jahrhunderts. Denn durch ihn sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Sich selbst zählt er nicht mit. Er hat es verdient, denkt er. Und während sein Gewissen ihn langsam auffrisst, er nicht weiß wie er sein Leben überhaupt wieder auf die Reihe bekommen soll, erkennt er, das er eines der Mädchen kennt. Das er Fey auf dieser Party getroffen hatte die der Anfang vom Ende war. Und nun hasst sie ihn. Verständlich. Nachvollziehbar.
Sie wird ihm nie verziehen.
Zufällig begegnen sie sich immer wieder. Ein grausames Spiel oder Heilung für sie beide?


Schreibstil

Dieses Buch ist wahnsinnig zart. Vom Stil, von dieser fast zerbrechlichen Handlung, die durch ein falsches Wort komplett abstürzen könnte. Denn dieser Drahtseilakt zwischen Gewissen, Geschehen und Gefühlen erfordert Fingerspitzengefühl. Sobald es auf einer Seite zu viel wird, stürzt das Buch unweigerlich ab.
Davor hatte ich Angst und wurde von Seite zu Seite mehr beruhigt. Denn Angela Kirchner besitzt genau dieses Gefühl, mit dem sie ihren Charakteren Leben gibt, ohne sie merkwürdig zu verbiegen. Ohne das sie unrealistisch wirken. Sie führt uns durch das Buch - wobei der Großteil aus Lucas Sicht erzählt wird – und setzt uns am Ende auch kein wirkliches Ende, was ich mehr als passend finde. Denn für Lucas und Fey ist es noch nicht vorbei, auch wenn der Leser sie verlassen muss.


Charaktere

Der Großteil des Buches wird von Lucas erzählt und nur hin und wieder bekommt Fey einen Part. Diese Idee fand ich gleich zu Beginn des Buches super. Zumeist werden Geschichten mit Romantik immerhin aus der Mädchensicht erzählt. Hier dreht die Autorin mal den Spieß rum. Dabei habe ich Lucas sehr ins Herz geschlossen. Er ist ein Junge, der sich seine Schwächen – oder eben die Nachwirkungen des Unfalls – nicht vor anderen eingestehen will. Dabei ist er, aber eben kein Arsch dem alles egal ist. Er weiß, dass er Mist gebaut hat. Großen Mist. Und er versucht das irgendwie wieder hinzubekommen. Macht Fehler dabei und steht trotzdem immer wieder auf.
Fey ist gerade am Anfang schwer einzuschätzen. Da geht es dem Leser und Lucas gleich. Hier helfen die kleinen Passagen aus ihrer Sicht, die zeigen, warum sie so sehr versucht ihn zu hassen, und auf eine Art daran scheitert, die für sie neu ist. So wirken ihre Launen zwar Sprunghaft, sind aber auch Selbstschutz.


Meinung

Wer bei diesem Buch eine typische Liebesgeschichte erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Denn es zieht sich zwar zartes Gefühl durch das Buch, dennoch würde ich es nicht als Hauptaspekt bezeichnen. Im Vordergrund steht der Unfall und seine Folgen. Die sich dadurch Leben verändern. Auf beiden Seiten. Denn Lukas hat mehr als nur die Verletzungen mit sich herumzutragen.
Seine Gedanken dazu tragen dieses Buch. Die Beziehungen zwischen ihm und seinen Eltern und vor allen seinen besten Freund Ben. Gerade bei ihm merkt man, das eine Geschichte im Hintergrund lauert, denn Lucas erkennt, dass er nicht immer ein toller Freund war. Und das Ben es eben auch gebraucht hätte.
So haben wir zarte Fäden die sich von der Hauptgeschichte abspalten und ein Eigenleben entwickeln. Nicht jede davon wird zu Ende erzählt und der Leser bleibt mit Fragen zurück, denn das Buch hat kein richtiges Ende. Aber ich schloss das Buch mit dem Wissen, da die vier das schon hinbekommen würden.

Wie Lucas aber zu seinem Spitznamen gekommen ist, hätte mich schon interessiert. 

Die einzige Scharte, die sich das Buch dann doch geholt hat, lag kurz vor dem Ende. Dieses Detail um Fey´s Mom fand ich zu viel Zufall. Zu gut platziert um wirklich reinzupassen. Hätte man meiner Meinung einfach weglassen können. Das Buch hätte das einfach nicht gebraucht.

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98 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

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Die Chroniken von Amber - Die neun Prinzen von Amber

Roger Zelazny , Thomas Schlück
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608981278
Genre: Fantasy

Rezension:

Corwin lebt auf der Erde, einer der "Schattenwelten". Doch dort ist eigentlich nicht sein Platz. Denn er ist niemand anders als der Prinz von Amber. Unglücklicherweise erinnert er sich seit einem Unfall nicht mehr an diese Tatsache und ist demnach ein wenig überrascht, als ein Mitglied seiner Familie ihn plötzlich umbringen will. Nun beginnt er nachzuforschen. Wer er ist. Wo er hinsoll. Und sein neues Ziel. Er muss in sein Reich zurückkehren ehe es zu spät ist.


Mir hat die Idee Corwin ohne Erinnerungen hinzustellen gefallen, da sich so auch der Leser nach und nach mit der neuen Welt vertraut machen muss. Dabei wird aber noch nicht alles aufgedeckt. Amber blieb für mich am Ende dieses Bandes noch unklar. Aber das kann gut sein, wenn es in den nächsten Bänden Raum bekommt sich zu entfalten. So tastet man sich mit unseren Prinz langsam voran und erkennt nach und nach zusammenhänge. Einzig das manchmal ziemliche Sprünge in der Zeit fand ich etwas irritierend, da ich sie selten nachvollziehen konnte. Und vor allen blieb da die Frage was nun dazwischen passierte.
Corwinals Charakter darf man gerade am Anfang nicht ganz ernst nehmen. Er ist eben jung und ein kleiner Angeber, der sich aber entwickeln kann, wenn er Raum dafür bekommt.

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28 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Die verkehrte Stadt. Die wahrscheinlich seltsamste Geschichte, die du je gelesen hast

Alyson Noel , Katja Frixe , Graham Howells
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 23.10.2017
ISBN 9783791500584
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Handlung

Grimsly ist so normal und durchschnittlich, dass es in einer Stadt in der es Leute mit Fischschwänzen, Tierohren, Flügeln und besonderen Fähigkeiten geradezu unnormal heraussticht. Kein wunder also, das er unter seiner Normalität leidet und sich manchmal vielleicht wünscht dazuzugehören. Doch als plötzlich alles beginnt langsam normal zu werden, Leute ihre Fähigkeiten verlieren und Hunde Welpen anstatt lila Ferkel zu bekommen, merkt er, das etwas faul ist.

Für diejenigen, die fürchten, anders zu sein.
Und für diejenigen, die glauben, sie seien normal.

Plötzlich muss er seine verrückte Heimatstadt verlassen und in der Außenwelt die Lösung finden. Doch was er dabei herausfindet, ist kaum zu ertragen und stellt alles in Zweifel, was er je zu wissen geglaubt hat. Wie soll er nur Quiver Town retten?


Schreibstil

In diesem Buch geben sich Verrücktheiten, Details und eine rasante Geschichte die Hand. Dabei ist sie aber auch wahnsinnig komplex und wird auf verschiedenen Ebenen erzählt, die man im Kopf behalten muss. So greifen Vergangenheit und Gegenwart über Kapitel ineinander und verweben sich zu einem dichten Teppich. Großartig beim Lesen und doch musste ich schon diesbezüglich etwas über die Alterstempfehlung die Stirn runzeln. Klar gibt es auch bei Kindern unterschiedlich gute Leser, aber kann ein Kind ab 10 wirklich dieses Buch verstehen? Denn neben der komplexen Handlung steht eben auch der Tod immer und unmittelbar im Vordergrund. Wir haben unseren Protagonisten der Tierbestatter ist. Aber damit hört es eben noch nicht auf. Wir haben böse Leute die Knochen stehlen, die ihrer eigenen Verwandtschaft in einem Raum ausstellen, bunte Hasen töten - wird nur benannt es gibt keine Details dazu!! - um an die Knochen zu bekommen.
Der Tod ist also immer irgendwie da. Deswegen würde ich es eher älteren Kindern ans Herz legen.


Charaktere

Grimsly ist normal und fühlt sich gerade dadurch ausgegrenzt in einer Welt, in der gerade das seltsam ist. Als er dann aber in der Normalität landet, wird er auch da wegen seiner sonderbarkeit ausgegrenzt. Ein interessanter Gedanke, der alleine mit dem erschaffen dieser Figur zusammenhängt und der am Ende eine schöne Moral erhält.
Damit sind wir aber mit Grimsly noch nicht fertig. Er ist toll. Kein Held wie er im Buche steht aber mutig genug, um seine eigene Angst zu überwinden. Seine Freunde und das was er liebt zu beschützen. Es ist sehr leicht mit ihm durch das Buch zu gleiten und sich so manches Mal überraschen zu lassen.
Die restlichen Figuren sind mehr oder weniger wichtige Nebencharaktere. Egal ob die direkte Ming, der pragmatische Oliver oder den Rest der Bande. Alle sind da und unterstützen Grimsly, obwohl es scheint das er der "nutzloseste" von allen ist.

Das Einzige, was die Menschen ferngehalten hat, war ihr eigener Unwille, zu glauben, dass es etwas Besseres außerhalb dessen gibt, was ihne beigebracht wurde.

 Das einzige was mich tatsächlich gestört hat, ist das der Teil Nebencharakter den wir am Anfang als böse und fies kennengelernt hat, im verlauf des Buchs – für mich viel zu plötzlich – eine 180° Wendung vollführt hat. Zwar blieb unser lieber Grimsly noch etwas vorsichtig, aber das ging mir zu schnell.


Meinung

Das Buch ist wirklich toll. Komplex und mit Szenen und Sätzen die zum Nachdenken anregen. Es geht also nicht nur um die Knochen, sondern auch um die Erfahrungen die Grimsly lernt. Es geht darum zu erkennen das man nicht nur in den vorgegebenen Bahnen denken sollte, sondern seine Gedanken treiben lassen darf. Ihnen Flügel verleiht und sie von Magie verzaubern lassen muss. Es geht um Freundschaft und das Erkennen wo man selber steht und wie man sich auch selber sieht. Es geht einfach um so wahnsinnig viel.
Darum sage ich, es ist sehr komplex und auch wenn es durch die skurrile Umgebung auch mal zum Grinsen ist, liegt doch überraschenderweise eher Ernsthaftigkeit in diesen Seiten. Der Tod ist präsent bis zur letzten Seite.
Dennoch sollte man es nicht einfach abwinken. Denn die Geschichte ist toll. Wirklich. Nur eher lieber für ältere Kinder.

Blog: Rubys Tintengewisper

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

reise, senioren, norwegen, quiz, schweden

Sind dann mal weg

Simone Veenstra
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453421509
Genre: Humor

Rezension:

Tina hat sich das irgendwie anders vorgestellt. Doch seit sie im Seniorenheim lebt, ist ihr Alltag eintönig, leer und viel zu vorbestimmt. Kein wudner also, das man keine Lust mehr aufs Leben hat. Das muss sich ändern! Doch das ändert sich nach dem Tod von Ole. Denn dessen letzter Wunsch war es, das seine Asche im norwegischen Meer verstreut wird. Und so müssen sie nicht nur plötzlich Oles Asche entführen, sondern auch eine Reise antreten, die mehr ebreit hält als nur ein Ziel.


Dieses Buch ist großartig. Ich weiß nicht wie oft ich vor mich hin gekichert habe. Aber zwischen all dem Witz liegt mehr. Eine leise Kritik an den Charakteren selbst aber auch mit viel Feingefühl diesem eben auch nicht leichten Thema gegenüber. Es geht eben auch ums älter werden und am Ende ums gehen. Um die Würde, die sich jeder behalten sollte in seinen letzten Tagen. Aber auch um Freundschaft und so viel mehr. Dabei mit einem lockeren Stil der einen durch die Seiten führt.
Besonders die Gedanken der Senioren sind dabei spannend. Jeder hatte sein eigenes Leben und so zielen alle in doch unterschiedliche Richtungen. Kleine und große Geheimnisse warten auf ihre Enthüllung.
Wir haben hier also ein Buch das am Rande zwischen Humor und Ernst wandelt und diesen Drahtseilakt mit bravo meistert.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

paris, krimi, historisch, mord, historischer krimi

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel

Jean-François Parot , Michael Killisch-Horn
Flexibler Einband
Erschienen bei Blessing, 25.09.2017
ISBN 9783896675736
Genre: Historische Romane

Rezension:

Handlung

Nicolas Le Floch hätte als Waisenjunge vermutlich schlechtere Karten ziehen können, als bei seinem Vormund aufzuwachsen. So jedoch standen ihm Bildung und nun eine solide Karriere als Ermittler offen. Doch das Treiben in Paris ist nicht nur bunt. Es gibt auch dunkle Ecken, in denen sich wohl lieber niemand verirren sollte. Und auch Nicolas hätte es wohl am liebsten so gehalten, wäre nicht plötzlich Lardin - sein Gastgeber - verschwunden. Die Fäden spinnen sich dichter und obwohl vergangen erhebt dieses Paris plötzlich das Haupt und wird zu einem Spielplatz von Mord und Intrigen.


Schreibstil

Ich denke, wenn man das Buch nicht gelesen hat, ist es sehr schwer zu erklären, wie genial dieser Stil ist. Der Autor packt so viel Atmosphäre und Leben in das Buch, in diese Stadt das ich bald das Gefühl hatte mit Le Floch gemeinsam durch die Gassen zu streichen, dem Karneval zuzusehen und dem Geheimnis hinterherzujagen. Dabei verknüpft er gezielt Handlungsstränge und verwebt sie so dicht miteinander, das es eine Freude ist sich selber im Raten zu versuchen und doch nur all zu oft auf dem Glatteis zu landen.


Meinung


Was uns hier präsentiert wird, ist ein intelligenter, spannender Krimi, der nichts zu wünschen lässt. Besonders dieses Können des Autors diese Zeit so sehr mit Leben zu füllen, haben mich tief beeindruckt und trotz der doch ausgedehnten Seitenzahl wurde es nie langweilig. Historisch toll recherchiert und spannend bis zur letzten Seite. Besonders freut es mich das die Reihe noch weitergeht. Denn so leicht will ich Paris nun einfach nicht mehr verlassen.
Für jeden Fan von historischen Krimis ist dieses Buch mit Sicherheit etwas.

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

selbstverwirklichung, selbstwahrnehmung, selbstliebe, leben

Was uns ganz macht

Kendra Fortmeyer , Fabienne Pfeiffer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.09.2017
ISBN 9783789108457
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Handlung

Morgan ist kein normales Mädchen auch wenn es auf den ersten Blick so scheint. Aber sieht man genau hin, bemerkt man, das sie immer die letzte ist, die sich in Sport umzieht. Die einzige, die nicht Schwimmen geht. Eine der wenigen die im Sommer auf Bauchfreie Tops verzichten. Denn Morgan hat ein Geheimnis. Durch ihren Unterbach führt seit ihrer Geburt ein fast perfektes Loch, groß wie ein Pfirsich. Sie weiß das macht sie anormal. Zu einem Freak.
Dann verspricht eine Ärztin Heilung.
Sie lernt Howie kennen. Ihr perfektes medizinisches Gegenstück. Ein Junge der das Schicksal und die Ausgrenzung ebenso ertragen hatte wie sie. Doch die Medien spinnen sich ihre eigene Geschichte zusammen und drängen Morgan immer mehr in die Enge.


Charaktere

Morgen ist so vollkommen normal wie du und ich, von ihrem Wesen her, das man sich leicht mit ihr identifizieren kann. Sie hat ihre Ängste und Sorgen, weiß noch nicht was die Welt wirklich für sie bereithält. Ob sie immer alleine ist und wie sie zeigen kann, wer sie ist. Durch ihre besondere Krankheitsgeschichte kommen dazu noch andere Sorgen hinzu, die sich aber gut auf viele übertragen lässt, wenn man mich fragt.
Howie ist das Gegenteil von ihr. Er ist in einer liebevollen Familie aufgewachsen und hat sein Lächeln nie verloren, auch wenn er eine vorsichtig-schüchterne Art und Weise besitzt, die so wahnsinnig liebenswürdig ist, das ich ihn am liebsten knuddeln würde.
Aber bei diesen beiden gibt es auch Morgans Mutter, der ich schon von Beginn an die Pest an den Hals gewünscht hatte. Diese kalte Frau zieht ihre Karriere ihrem Kind vor und meint dann einfach über ihren Kopf zu entscheiden. Sprich, im Grunde hat Morgan bei ihr gar nichts zu sagen und soll Karriere machen, damit niemand mehr mit dem Finger auf sie zeigt. Klar kann ich verstehen, dass es für sie bestimmt auch nicht einfach ist, aber Morgan muss oft zurückstecken und ihr Verhältnis ist daher eher kühl.
Und dann gibt es noch einige andere, mehr oder weniger wichtigere, Nebencharaktere. Wie die behandelnden Ärzte wo ich gerade Dr. Morse bis zum Ende nicht sicher einordnen konnte. Steht nun ihre Karriere oder doch die Heilung für sie an erster Stelle? Oder Morgans beste Freundin Caro, die wahnsinnig Optimistisch und knuddelig ist.


Schreibstil

Dieses Buch ist nicht laut. Es ist leise und voller Gefhl, das es sich beim Lesen wie eine Decke um einen legt. Mal weich und warm, mal erstickend. Man springt von Gefühl zu Gefühl, lernt Morgan – aus deren Sicht das Buch erzählt – immer besser kennen und sehr gut verstehen. Ich konnte ihre Entscheidungen und Gefühlsausbrücke nachvollziehen. Kaum einer hätte vermutlich anders reagiert. Dazu passt der zarte Stil der Autorin perfekt. Denn neben Morans Geschichte gibt sie den Lesern etwas mit auf den Weg. Eingefangen in der Frage "Was fehlt dir" ihrer Ausstellung, bis zu seiner Antwort gegen Ende des Buches. Diese verrate ich euch nicht. Wo bleibt denn der Spaß. Aber nun wo ich es gerade geschlossen habe, lässt es mich mit einem Lächeln zurück.


Meinung

Was ist dein Loch?
Diese Frage stellt euch bald das ganze Buch und die Antwort wird euch überraschen. Denn sie ist nicht einheitlich. Sie ist viele. Hunderte. Jeder hat eine eigene. So komplex und anders. Das gibt einem das Buch nach dem Ende mit. Eine eigene Antwort darauf, verpackt in einer tollen Geschichte, deren einziger Knackpunkt für mich darin liegt, das mir Morgans und Howies "Makel" viel zu konstruiert erschien. Nicht das ihre Mutationen auf genetischer Ebene das perfekte Ebenbild des anderen sind, nein, das nicht. Eher das es eben auch auf physiologischer so ist. Warum muss das eine genau an der gleichen Stelle sein wie das andere? Genau das hat mich gestört. Hätte Howie es an anderer Stelle, wäre mir das vermutlich nicht so ins Gesicht gesprungen. Nicht einmal das die beiden die einzigen mit diesem Defekt sind, hat mich so arg gestört wie dieses Detail. So fand ich auch die "Einpassungen" absolut als Schikane von Dr. Morse. Denn ihren Sinn konnte weder Morgan noch ich nachvollziehen.

"Du siehst beschissen aus", sagte sie.
"Hab gerade gekotzt."
"Nein, ich meine, ganz grundsätzlich", sagte sie. "Du siehst aus, als hätten George Romero und Tim Burton ein Kind bekommen und das führt gerade in deinem Leben Regie."

Aber diese Kante kann man verziehen, denn dieses Buch mit wirklich etwas ganz besonderes. Nicht nur, weil es dem Leser etwas mit gibt, sondern auch weil es das mit einer Ruhe tut, die sich unweigerlich um einen legt. So wird Morgan zu einem Symbol, das sie zwar nie sein wollte, aber dessen Kraft sie zu verstehen beginnt.
Das Ende fand ich übrigens grandios gehalten. Aber leider würde hier ein Spoiler beginnen und deswegen … Psst!

  Eine besondere Geschichte mit einer ganz eigenen Magie. Ruhig und wunderschön.

Blog: Rubys Tintengewisper

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

märchen, fabeln, burma, blessing verlag, fabel

Das Geheimnis des alten Mönches

Jan-Philipp Sendker
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blessing, 11.09.2017
ISBN 9783896675811
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin ein wahnsinniger Jan-Philipp Sendker Fan und kann nur jedem raten, der je die Chance hat, ihn live zu erleben, das auch wahrzunehmen. Und diese Begeisterung für seine Bücher war es auch, die mich so freudig auf dieses Werk hat warten lassen. Diesmal jedoch ist es kein Roman. Nein, diesmal begegnen uns in diesem Buch eine Vielzahl an Geschichten aus dem Land dem der Autor mit viel Liebe begegnet. Da ich selber auch Märchen und Fabeln sehr gerne lese, freute ich mich also doppelt und kann nur sagen, enttäuscht war ich nicht. Die Geschichten waren allesamt so wunderbar anders und doch immer mit einer Moral, über die man oft eine Weile nachdenken konnte. Manche Traurig wie die von Tiger und Hase, manche zu schmunzeln. Einige waren schon auch heftiger als andere und so würde ich trotz des Fabeln Aspekts vielleicht doch eher davon abraten es am Ende den Kindern vorzulesen. Alleine, weil das Ende oft eben nicht ganz so typisch ist. Weder typisch schwarz-weiß, noch anders.
Jeder der Fabeln und Märchen liebt, sollte sich dieses hier unbedingt ansehen. Es ist besonders. Ein Schatz im Regal und immer mal wider, kann man sich das Buch zur Hand nehmen und darin versinken.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

berlin, eugen de bodt, terrorakte, bevölkerung in panik

Giftflut

Christian v. Ditfurth
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei carl's books, 04.09.2017
ISBN 9783570585658
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover

Nach "Heldenfabrik" und "Zwei Sekunden" ist "Giftflut nun inzwischen der dritte Teil rund um den Kommissar de Bodt. Und das Cover hat es mir gleich wieder angetan. Düster und geheimnisvoll, leicht bedrohlich, präsentiert es sich dem Betrachter. Gefällt mir sehr gut.


Handlung

Das gerade fehlendes Wasser unseren Kommissar zu seinem neuen Fall führt hätte er wohl auch nie gedacht. Doch als erst der Direktor des Wasserwerks tot in seiner Badewanne aufgefunden wird und dann weitere Dinge geschehen, kann keiner mehr von einem Zufall sprechen. Dahinter steckt System. Und irgendwie scheint alles mit dem Wasser zusammen zu hängen. Und noch ehe sich alle besinnen können, gibt es eine Explosion. Paris und London Folgen. Keiner fühlt sich mehr sicher. Politik, Polizei und Bevölkerung stehen vor einem Feind, den sie nicht sehen können. Eine verheerende Abwehrspirale beginnt.


Charakter

Kommissar Eugen de Bodts ist mir schon von den anderen Fällen wohlbekannt und so freute ich mich sehr mich wieder an seine Fersen zu heften. Seine Art ist mir einfach sehr sympathisch. Eben auch das er mal eine Regel leicht ausreizt oder eben gleich bricht, um erfolg zu haben. Manche extreme Dinge erfordern eben extreme Mittel. Und da kommt er wie gerufen.
Die anderen Charaktere bleiben wieder eher im Hintergrund und man merkt das Eugen de Bodts hier der Held ist. Dennoch gewinnt man auch andere einfach lieb, wie den jungen Floire aus Paris.


Meinung

Mit einem tollen Stil und einem aktuellem, vielleicht etwas zu realistischem Thema baut der Autor etwas auf, aus dem man sich nur schwer lösen kann. man dreht sich im Kreis, hat selber nie das Gefühl sich wirklcih sicher zu fühlen. Alleine von der Stimmung großartig geworden. Einfach weil es wahr werden könnte und es hoffenltich nie wird. Auch die reaktion der Bevölkerung war authentisch. Nichts hochgezogenes. Viel zu wahr, wie ich schon sagte.
Und so ist auch Fall drei wieder großartig und ich freue ich mich jetzt schon auf mehr.

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(66)

153 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

drachen, fantasy, das erwachen des feuers, krieg, anthony ryan

Das Erwachen des Feuers

Anthony Ryan , Birgit Maria Pfaffinger , Sara Riffel
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608949742
Genre: Fantasy

Rezension:

Kaum gibt es etwas Wertvolleres als Drachenblut in Mandiorien. Doch die jagt und das Züchten der Drachen fordert ihren Preis. Denn was kaum einer ahnt, die Drachen verschwanden langsam aber sicher aus dem Land. Werden schwächer, weniger. Irgendwann wird nichts mehr von ihnen übrig sein, als Legenden. Und das Geheimnis wird nicht umsonst so streng gehütet, denn wird es bekannt, wird Mandiroien untergehen. So viel zu den ersten Seiten. Denn mehr als das sind es wirklich nicht. In diesem Buch steckt viel. Wahnsinnig viel Handlung, tolle Charaktere zum Verlieben. Und Drachen. Gerade das diese nie in Vergessenheit geraten hat mir sehr gut gefallen, auch wenn sie mir in 99% der Fälle immer sehr arg seit taten. Ich bin eben meistens auf der Seite jeder mit Schuppen und Klauen. *Lacht*
Neben dem genialen Aufbau der Welt, mit so viel liebe zum Detail, das sie schon nach wenigen Seiten sich so heimatlich anfühlt, müssen auch die Charaktere gelobt werden. Anders und untereinander besonders heben sie sich toll ab, sind lebendig und realistisch. Ihre Handlungen kann man nachempfinden, verstehen und so schleichen sie sich einfach so in dein Herz und du freust dich, das du noch lange mit ihnen reisen darfst.


Kur um, dieses Buch ist großartig. Ich hatte wohl viel Glück, das ich Urlaub hatte, denn aufhören war nicht drin. Mit etwas über 800 Seiten ist dieses Buch mächtig und dennoch wird man keine Seite finden, in der es langweilig wird. Nach der Rabenschattenchronik dieses tollen Autors waren meine Erwartungen enorm, das gebe ich gerne zu. Wie gut also, das er es geschafft hat, sie dennoch zu toppen. Hut ab.

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(149)

247 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 137 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, aditi khorana, märchen, amrita am ende beginnt der anfang

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Amrita Leben als Prinzessin des Reiches Shalingar ändert sich von einem Moment auf den anderen. Gerade noch Frieden im nächsten Moment eine Flucht deren Weg sie zur "Bibliothek aller Dinge" bringen soll. Doch die Bezahlung dieser Möglichkeit, die Chance alles wieder gut werden zu lassen kann Amrita teuer zustehen kommen. Denn der Preis ist mehr noch als ihr eigenes Leben.
Dieses Buch ist gigantisch! Es fesselt an die Seiten und oft genug habe ich viel zu lange gelesen, als ich vielleicht eigentlich sollte. Das beginnt bei Amritas tollem Charakter, in den ich mich schnell hineinfühlen konnte. Als dann ihre Welt zusammenbricht und sie im Verlauf immer mehr Zweifel an ihren Eltern hat, wird es für sie nicht einfacher. Denn die Geheimnis um ihre Mutter stellen ihren Vater infrage. War überhaupt jemals jemand ehrlich zu ihr gewesen?
All diese Spannung ist mit einem Feind gewürzt der diese Bezeichnung mehr als nur ein wenig verdient. Dazu das fast märchenhafte Setting. Hach ich bin ganz verliebt.

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(145)

211 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 130 Rezensionen

thriller, serienkiller, spannung, berlin, psychopath

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Targa ist der Trumpf in der Hinterhand der Spezialeinheit. Sie hat keine Freunde. Keine Familie. Ist alleine. Und damit wie gemacht für die gefährlichsten Aufträge. Denn nur jemand wie sie kann sich dem bösen Nähern. Denn Targa ist im Schatten wie sie.
Doch dieser neue Auftrag ist anders. Diesmal muss sie tiefer eintauchen als sonst. Diesmal muss sie selbst dem Killer sehr nahe kommen.
Bis er ihr vertraut.


Wow Wow WOW! Man kann es nicht oft genug sagen. Aber Taga hat mich ziemlich gefesselt. Mit ihrer Art, die man leicht missverstehen kann. Damit das sie dem Serienkiller so nah kommt. Der ganze Aufbau des Buches. Einfach nur WOW! Es beginnt schon auf eine Art, die den Leser direkt schockiert und man unwillkürlich wissen will wie die Zusammenhänge liegen. Wirklich toll. Auch der Still mit der durchgehenden Spannung. Und dann natürlich wegen Tara. Sie hat Macken, die man erst nach und nach durchschaut, dasselbe mit ihrer Vergangenheit. Mal ein ganz anderer Charakter als die sonst so überforderten Ermittler. Erfrischend.

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(21)

32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

norwegen, das erdbeermädchen, munch, roman, roma

Das Erdbeermädchen

Lisa Stromme
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453419742
Genre: Historische Romane

Rezension:

Johanne - das Erdbeermädchen - lernt den wenig bekannten Maler Munch kennen, welcher sie aus eigenem Antrieb ebenfalls in der Malerei fördert. Johanna liebt das Malen und ist fasziniert von den Farben und den Welten und Möglichkeiten, die in ihnen verborgen liegt. Als sich jedoch ihre neue Freundin Tullik in den unbedeutenden Maler verliebt, nimmt die Geschichte ihren Lauf.


Mit diesem Buch habe ich mich schwer getan. Was zum einen an dieser teilweise wirklich furchtbar holprigen Sprache lagt, zum anderen an den Charakteren, die leider sehr blass für mich blieben. So war es trotz der interessanten und sehr gut recherchierten Hintergrundstory eher ein langwieriges vergnügen. Es fehlte Spannung, war zu absehbar. Aus dem Potenzial das da war, hätte man mehr machen können. Wobei sich da in Sachen Stil die Frage stellt, inwieweit das Buch da vielleicht auch durch die Übersetzung verloren hat.

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(216)

347 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 152 Rezensionen

pferde, polo, liebe, nacho figueras, florida

Die Wellington-Saga - Versuchung

Nacho Figueras , Jessica Whitman , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734103728
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Der Wandel, was die Cover dieses Genres angeht, ist mir heute erstmals so richtig bewusst geworden. Was damals diese schnulzenhefte mit halbnackten war, sind heute richtig edel wirkende Cover. Oft mit Blumen, zarten Farben oder verschnörkelter Schrift. Und damit Punktes auf der Beginn der Wellington Saga. Wirklich hübsch anzusehen.


Handlung

Als die talentierte Tierärztin Georgia von ihrem besten Freund mehr unfreiwillig als freiwillig zu einem entspannten Wochenende im angesagten Wellington einlädt, ahnt sie nicht, was ihr da bevorsteht. Denn anstatt nur den neuen Herzbuben auszukundschaften, den sich Billy geangelt hatte, gerät sie durch eine richtige Diagnose plötzlich ins Team des viel zu schönen Alejandro der ihr gehörig den Kopf verdreht. Doch sie muss an ihren Job denken. Ihre Karriere. Professionell soll das ganze ablaufen. Und bald ist sie ja auch wieder zuhause. Und auch Alejandro hat an der Situation zu knabbern. Die Polo-Meisterschaft steht an. Ablenkung ist untersagt. Und dann ist da auch noch die Sache mit seiner Frau . . .


Schreibstil

 Im allgemein hat mich der Stil der Autoren positiv überrascht. Es las sich sehr flüssig, uferte nicht in triefenden Kitsch aus oder präsentierte sich mit komischen unvorhergesehenen Charakterschwankungen. Stattdessen zeigte sich uns eine nette Liebesgeschichte - die jedoch auch leider nicht über die Liebe auf den ersten Blick Idee hinausging - mit einigen Steinen im Weg. Denn wenn alles so leicht wäre, würde die Spannung ja fehlen. So lag Alejandros Vergangenheit wie ein Schatten über allem. Dazu sein Job als Polospieler, seine Familie. Aber auch Georgia hatte da ihre Zweifel. Immerhin war sie nicht lange in Florida. Wie kann sie da zu sehr ihr Herz an jemanden hängen? All diese Probleme standen im Weg und sorgten für die gewisse Spannung, welche hier und da ausschlug, als die Autoren mit süßen bis flammenden Szenen die Leser auch mal an der Nase herumführte. Das war mal eine sehr willkommene Abwechslung. Zeitgleich liegt hier auch ein Stolperstein. Denn wo der Text so schön zu lesen war, stolperte man bei den heißen Szenen plötzlich über Hektik, grobe Beschreibungen und nichts mehr mit Romantik und dergleichen. Einfach ein schnelles hinklatschen. Es fehlte einfach an Leben.


Charaktere

Georgia war mir am Anfang sehr sympathisch. Sie wirkte cool und fest im Leben stehend. Sie ist eine super Tierärztin, weiß das auch und lässt sich dann doch nur herumschubsen. Und statt zum Beispiele etwas gegen den anderen Tierarzt zu unternehmen - ihm Parole zu bieten - jammert sie nur herum, das sie das selber in die Hand nimmt und ihr Boss sich nicht einmischen soll. Blöd nur das sie das eben nicht tut. Dazu mutiert sie zu einem Berg von Hormonen, wenn Chefchen sie ansieht. Seufzer. Was spricht gegen eine starke weibliche "Heldin" in diesen Büchern? Also eine, die auch mal die Klappe aufmacht und sagt, was sie will? Hier hätte ich mir einfach mehr Entwicklung gewünscht.
Alejandro hat mir dagegen viel besser gefallen. Denn obwohl ja gerade die Bad-Boys in sind - und ja ich mag sie, auch wenn sie cool sind *lacht* - ist er mal anders. Er hat eine Tochter, trägt eine Menge Verantwortung und dann auch noch die Sache mit seiner Frau. Vieles überfordert ihn dabei auch und ein wenig versucht er es auch allen recht zu machen. Da platz dann Georgia hinein und wirbelt noch mehr durcheinander. Bei ihm sah ich mehr Entwicklung. Schon durch die Beziehung zu seiner Tochter. Vielleicht etwas überhastet aber trotzdem durch die kleinen Zeitsprünge okay.

Bei einigen Nebenecharas fragte ich mich aber über deren Daseinsberechtigung. Wie Cricket. War sie nur da um das Biest im Hintergrund zu sein? Weil bis auf Giftpfeile verschießen hat sie jetzt nichts getan. Als Konkurrentin habe ich sie nicht wirklich ernst nehmen können. Genauso wie dieser Ex von Georgia. Dafür mochte ich Alejandros Tochter und hoffe, dass sie in den nächsten 2 Bänden einen besseren Stand bekommt.

Meinung

Das Buch hat viele gute Ansichten und auch die Informationen über Polo fand ich interessant, schon weil dieser Sport an mir irgendwie immer vorbeiging. Dass er zum Beispiel so gefährlich ist und dennoch beliebt will mir nicht so ganz in den Kopf. Oder was für Unsummen für Poloponys ausgegeben werden. Echt der Wahnsinn. Auch der Stil war gut und kann sich noch Steigern. Besonders in den romantischen Szenen könnte etwas Sanftmut nicht fehlen. Etwas weniger Hektik und dafür mehr Gefühl. So macht es jedenfalls mir eher weniger Spaß. Fehlt einfach etwas. Dazu noch etwas mehr Entwicklung was die Charaktere angeht. Steigerung nach oben ist also möglich.
Im nächsten Band geht es um Alejandros Bruder. Ein Playboy, der zumindest kurz angekratzt wurde. Ich bin gespannt, ob hier mehr hinter seinem Charakter steckt.

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461 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

fantasy, kendare blake, magie, penhaligon, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover


Schaut euch dieses Cover an. Ist es nicht der Wahnsinn? Ich finde es gigantisch. Und noch bevor ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich, ich musste es unbedingt haben. Lesen. Dann der Klappentext und alles war vorbei. Ich finde, es hat so eine Mischung aus Edel, geheimnisvoll und nicht ganz zu durchschauen. Wirklich genial. Und das es mit seinem Nachfolger zusammen ein einheitliches Bild ergibt, macht die Sache noch ein wenig runder. Cover-Liebhaber kommen also definitiv auf ihre Kosten.




Handlung


Drei Schwestern. Drei Königinnen. Drei Feinde. Das Beltanefest rückt immer näher und für die drei Schwestern Mirabella, Katharine und Arsinoe wissen was das bedeutet. Ein Jahr haben sie Zeit um ihre Schwestern umzubringen und so selber Königin von Fennbirn zu werden. Die einzige Alternative ist der eigene Tot. Doch was ist, wenn sich hinter dem Rücken der Mädchen längst die Intrigen spinnen. Wenn es längst nicht mehr die Königinnen sind, welche die Macht innehaben. Priesterinnen, Puppenspieler und Freier spinnen ihre Ränke. Wem ist noch zu trauen? Wer wird sterben? Denn was kaum einer im Land weiß, ist das die Kräfte der Königinnen nicht so ausgewogen sind wie es scheint. Und eine Partei sieht gerade darin ihre Chance.



Charaktere


Das was mich gleich an diesem Buch begeistern konnte, waren die Charaktere. Verschieden, anders, mit anderen Hintergründen. Manche zögerlich, manche Wildfänge, andere nicht so wie es scheint und einfach toll. Selbst die Nebencharaktere waren voller liebe ausgearbeitete.

Da gäbe es Mirabella, die Ementekönigin und Favorieting dieses Kämpfes. Sie ist mächtig, liebenswert und richtig süß. Und sie will ihre schwestern gar nciht töten, denn sie hat Erinnerungen die sie nicht haben dürfte.


Dann gibt es Katharine, die Giftmischerkönigin. Ihre Gabe ist nur sehr schwach ausgebildet und auch wenn sie eine hervorragende Giftmischerin ist, so ist sie doch viel schwächer als ihre Schwestern. Gleichzeitig wird sie von ihrer Familie mehr herumgeschubst als ehrhaft behandelt und oft genug quält sie sich unter vergiftungen, die ihr zugefügt wurden. Sie ist mein heimlicher Lieblingscharakter und ich drücke ihr wirklich die Daumen das sie überlebt. 

Zum Schluss noch Arsinoe. Sie ist die Naturbegabtenkönigin und genau wie bei Katharine ist ihre Gabe fast gar nicht ausgebildet. Auch ist sie die einzige Königin, die es je versucht hatte zu fliehen. Doch Arsinoe ist gleichzeitig auch mutig und schlau. Sie versucht alles, um irgendwie zu überleben und doch denkt sie gleichzeitig mehr an andere als an sich selbst. Auch ein sehr toller Charakter.


Aber auch die erwähnten tollen Nebencharas spielen ihre Rolle, da wäre Jules, die wohl stärkste Naturbegabte dieser Generation. Den jungen Giftmischer der Katherina in s Herz schließt. Mirabellas Gefährten die viel für sie Opfern. Etwas Romantik findet übrigens auch seinen Platz. Die Betonung liegt dabei aber auf "Etwas". Wer eine tiefgehende Liebesgeschichte erwartet wird enttäuscht sein. Alles sehr dezent und so dürften sich auch nicht die Herren der Schöpfung daran stören. *grins*





Schreibstil


Das Buch beginnt ohne einen Knall. Eher ruhig und führ einen in das Leben und die Legenden, die Rieten in Fennbirn ein. Stellt die Königinnen und ihre Umgebung vor. Das Denken der einfachen Menschen und die Intrigen derer die etwas zu sagen haben. Und meiner Meinung nach, hätte es nicht besser beginnen können. Vermutlich hätte ein großer Knall sogar den tollen Stil der Autorin zerstört. Denn genau das braucht dieses Buch einfach. Nur so kann sie das Netz aus Vermutungen, Intrigen und tollen Charakteren so zart weben, das der Leser sich vielleicht seine Lieblinge herauspickt, aber selbst da nie ganz sicher sein kann, ob er wirklich auf der "guten" Seite steht. Misstrauen war für mich an der Tagesordnung. Dennoch ist es nicht langweilig. Denn zum Ende hin spitzt es sich zu. 



Meinung


Am 25 September 2017 kommt der zweite Band heraus und was soll ich sagen, ich kann es gar nicht abwarten. Dieses Buch hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Schon alleine die Charaktere sind eine Augenweide. Die Idee neu und erfrischend anders. Mein Kopf ist voller Vermutungen, die ich dann wieder umwerfen muss, dann doch wieder darauf zurückgreifen. Ich bin gespannt ob ich recht habe. Hoffe das mein Lieblingschara überlebt und habe gleichzeitig die Schwestern und ihre Freunde irgendwie dieser grausamen Tradition entkommen.






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296 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, dan vyleta

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:

Handlung

ib acht auf deine Gedanken, sonst wird der Rauch sie verraten.
Jede Lüge, jede Tat. Nichts kannst du verstecken. Der Rauch verrät alles. Befleckt deine Kleider und macht die Sünde offensichtlich. Dies lernen die Kinder von klein auf. Thomas und Charlie sind in diese Welt hineingeboren worden. Der eine ein Engel voller Sanftmut, der andere aufbrausend. Die Lehrer sehen in Thomas schon jetzt einen Verbrecher, Mörder und Teufel. Doch was passiert, wenn es zwei Jungen sind, die erkennen wie viel Lüge hinter all diesen Worten steckt? Wenn sie erkennen, dass sich die Reichen und die Kirche schon seit Jahrzehnten selber belügen um ihre Reinheit erkaufen.
 Als sie ihre Nasen zu tief in diese Sache stecken, erkennen sie bald das mehr dahinter steckt. Viel mehr. Jahrhundertealte Lügen und das Böse, das nicht vom Rauch verraten wird.

Schreibstil

Der Stil des Autors ist gut leserlich, beschreibt toll Stimmung und Umgebung und wäre sicherlich noch ein wenig fesselnder, wenn überhaupt mal etwas passieren würde. Denn gerade ein Buch von knapp über 600 Seiten sollte doch zumindest etwas mehr Handlung enthalten als weglaufen und höfliche Gespräche. Gut hier und da wird noch einer angekettet und es fällt auch mal ein Schuss. Aber reicht das? Mir leider nicht. Da kann auch der Schreibstil nicht viel nach oben reißen. Dazu kommt das ich mich lange nach der Hälfte des Buches gefragt habe, was es mir nun eigentlich sagen will. Wo kommt der große Knall? Für mich blieb er aus.
Die Idee war freilich spannend. Rauch der deine schlechten Gedanken enthüllt. Hätte man wirklich was daraus machen können. Schade.

Charaktere

Die Charaktere blieben leider genauso rauchgrau wie das Buch. Dazu kommt ein wenig die Klischee-Klatsche. Da haben wir Charlie als "den Guten" und Thomas als "den Bösen". Fertig. Gerade von Thomas hatte ich mir auch einfach mehr erhofft. Mit seiner Vergangenheit und allem. Aber stattdessen nichts. Einfach nichts. Da entwickelte sich nichts weiter. Nichts ging in die Tiefe. Und dieses Livia hat es wirklich geschafft vom ersten Treffen an mir nur auf die Nerven zu gehen. Schrecklich. Blass. Oberflächlich. Dazu ihr "heiligengetue". Für mich absolut farblos. Auch hier wäre Spielraum gewesen.

Meinung

Es ist nun schon eine weile her das mich meine geliebte Fantasy so sehr enttäuscht hat. Denn wo Klappentext und Beschreibung einfach nur toll klangen und ich mich schon auf ein Abenteuer in London gefreut hatte, verschwieg man die dahin tröpfelnde Handlung ohne Spannungsbogen. Stattdessen waberte es also und mal so und besaß für mich nicht den Funken an Zug. Bis zur letzten Seite habe ich dem Buch eine Chance gegeben. Aber nichts. Es ist einfach nichts passiert. Dabei rede ich hier nicht mal von Schlachten oder ähnliches. Nein. Schon gar nicht in diesem Buch. Aber was als übergroßes Geheimnis gelüftet werden sollte, war schon vorher absehbar. Spannung blieb bei Null. Es fehlte Ausarbeitung in vielen Bereichen. Die blassen Charaktere bilden da Sicher den Anfang.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

london, oliver harris, bilderbuch, nick belsey, online

London Stalker

Oliver Harris , Gunnar Kwisinski
Fester Einband
Erschienen bei Blessing, 13.03.2017
ISBN 9783896675606
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover


Stimmung. Stimmung. Kann man bei diesem Cover etwas anderes Denken als wie total super es ist? Dieses Blau und die Brücke. Einfach toll. Es hat etwas Kaltes, einsames. Geheimnisvoll und bedrohlich zugleich. Ein tolles Bild.



Handlung


Detective Nick Belsey ist vom Dienst suspendiert, hat eine Anklage am Hals und haust im verlassenen Polizeirevier von Hampstead. Amber Knight ist Londons größtes It-Girl und lebt das glamouröse Leben eines Pop- und Filmstars. Als eines Tages eine ältere Frau bei Belsey anklopft und ihn bittet, ihren Sohn aufzuspüren, der seit Tagen verschwunden ist, findet Belsey Hinweise darauf, dass er Amber Knight gestalkt hat. Belsey schmuggelt sich als Security-Mann in Amber Knights Leben ein und gerät, als eine Bekannte von Amber tot aufgefunden wird, selbst unter Mordverdacht. Während er versucht, seinen eigenen Hals zu retten sowie den wahren Täter und den Vermissten zu finden, stößt Belsey hinter Reichtum, Glanz und Glamour auf Verzweiflung, Obsession und eine mysteriöse Organisation, die davon zu profitieren scheint.



Charaktere


Wann ich mal einen Obdachlosen Dedektiv als Hautpprota hatte, kann ich nicht sagen. Ich glaube noch nie. Klar meistens nagten sie am Hungertuch, waren aber Inhaber einer zumindest kleinen Bruchbude. Nick ist da anders. Er hat einfach das leer stehende Polizeirevier gekapert. Tja man muss sich eben zu helfen wissen. Mir jedenfalls machte das, in Zusammenhang mit seinem durchaus unkonventionellen Charakter, einfach viel Spaß beim Lesen. Besonders toll finde ich auch, das er die Polizei nicht als unfähig hinstellt sondern wichtige Infos wirklich an die richtige Stelle weiterreicht. Das macht ihn auch in meinen Augen glaubwürdiger.



Schreibstil


Anders. Ich denke so kann man das am besten beschreiben. Deshalb aber wirklich nicht schlecht . Ich brauchte einfach ein paar Seiten um mich hineinzufinden und ihn dann zu lieben. Denn er passt einfach zu Hauptperson Nick. Kaltschnäuzig, oft am Grad zur Illegalen Informationsbeschaffung.

Der Spannungsbogen war durchgehend gut, auch wenn mir das richtige Herzflattern fehlte. Ein paar Spitzen nach oben wären toll gewesen.



Meinung


Ein Roman der schon durch den Prota ungewöhnlich ist, aber deswegen vielleicht sogar ein muss. Man hat einfach mal eine erfrischende Idee, überraschende Wendungen und Nick auch mal gerne auf Messers schneide. An den Stil des Autoren muss man sich gewöhnen und wird mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack treffen. Alle die sich davon aber nicht » abschrecken« lassen, dürfen sich auf tolle Unterhaltung freuen.



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440 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 115 Rezensionen

liebe, anne freytag, homosexualität, jugendbuch, freundschaft

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


Im Grunde ist das Cover natürlich wirklich eher einfach gehalten. Auch wenn durch die Farbe natürlich sofort eine Signalwirkung entsteht. Dennoch hat er bei mir irgendwie gleich einen Nerv getroffen. Vielleicht lag es auch am Titel. Immerhin kennt das sicher jeder. Wenn man den Kopf voller Worte hat, aber schon weiß das es entweder unpassend wäre die nun auszusprechen, oder man zu Mister und Miss unnett gekürt wird.




Handlung


Sophie hasst einfach alles hier in ihrem neuen Zuhause, das einfach nicht zu ihr passen will. Das Haus, ihre neue Stiefmutter, München. Vielleicht sind der Hund und ihre kleinen neuen Brüder keine vollendeten Minuspunkte. Aber der Rest. Sie hasste das alles hier. Wollte das alles hier hassen. Doch dann trifft sie durch einen recht peinlichen Zufall die Nachbarstochter Alex und ihre Freunde. Irgendwie schafft sie es sich da nicht vollkommen zurückzuziehen. Denn Alex ist recht hartnäckig und nett und als auf einer Party etwas passiert, weiß Sophie plötzlich nicht mehr ein noch aus.

Alles scheint neu. Anders.
Ist sie irgendwie seltsam?
Oder kommt doch alles zu einem guten Ende.



Charaktere


Sophie ist wie so viele Mädchen und ich selber auch. Direkt, mit so wahnsinnig vielen Gedanken im Kopf, die nie hinaufdürfen. Mit tausenden Fragen zur Welt, dem Leben, den ersten Schmetterlingen im Bauch. Kurz um, sie ist ein Mädchen, mit denen sich wahnsinnig viele sehr leicht identifizieren können. Einfach mit Macken, Kanten, Ecken und Launen. Auch Alex fand ich toll. Ein Mädchen, das viel versteckt hält und heile Welt spielt, was aber wirklich los ist, zeigt sich erst. Gleichzeitig steigen die Probleme, denn eigentlich ist da noch Clements, ihr Freund.

Mein Liebling der Nebencharas war übrigens Lukas. Ein so toller Junge, den ich einfach mögen musste. Er war für seine beste Freundin da. War cool. Verständnisvoll und rundete das so genial ab. Diese Beziehung zwischen ihm und Sophie ist wirklich eine sehr besondere. Ich glaube, einem Band von ihm wäre ich auch nicht abgeneigt.




Schreibstil


Von den ersten Seiten an bin ich vollkommen fasziniert von diesem Buch gewesen. Einfach weil irgendwie alles gestimmt hat. Die Charaktere, aber vorallen dieser tolle Stil. Ehrlich, wie erlebt sozusagen.. Einfach toll. Die Charaktere werden durch fließende Dialoge, haltlose Gedanken und eine Natürlichkeit so wunderbar lebendig. Der Stil der Autorin verlieht jeder Szene diese Nähe, das ein hineinversetzen so einfach ist. Ich fieberte mit, konnte mir ein verzücktes Quietschen nicht verkneifen, wenn die Spannung bis zum nächsten Gipfel kaum erträglich war.
Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, ich habe darin gelebt. Mit den Charakteren, mit den Gefühlen. Traumhaft.



Meinung


Dieses Buch enthält eine besondere Liebesgeschichte. Eine Geschichte so zartfühlend erzählt wie Libellenflügel. Mit Worten, die die Verwirrung aufzeigen, die Gefühle, die Unsicherheit. Was es heißt nicht dem "typischen" Muster zu entsprechen. Und ich habe jede Seite wahnsinnig geliebt. So sehr, das ich das Bedürfnis hatte, mir das Buch einzuteilen damit es länger hält und doch gleichzeitig wissen wollte, wie es weiter geht.
Fantastisch.
Jeder der also eine tolle, tiefgründige, fantastische Liebesgeschichte lesen möchte, greift einfach mal nach diesem Buch. Lässt sich fallen und bekommt dieses zufriedene Lächeln nicht aus dem Gesicht.


Das einzige was mich etwas gestört hatte, war das ein Typ relativ hartnäckig um Sophie herumgetänzelt ist und dann aber einfach so aus dem Blick verschwunden war. Das hätte man vielleicht etwas eleganter Lösen können. Wirkte für mich so als wäre einfach etwas vergessen worden. Er war zwar ein Idiot, aber hat er das verdient??

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955 Bibliotheken, 21 Leser, 4 Gruppen, 253 Rezensionen

götter, götterfunke, marah woolf, liebe, jugendbuch

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


Ich habe mich ja sofort in dieses Cover verliebt. Es war so hell und dann dieser Blick. Richtig eindringlich. Fesselnd. Und mal nicht so »perfekt« Schwer davon loszukommen. Auch diese Art der Schriftsetzung fand ich interessant, weil man erst einmal den Titel erkennen muss. »Finden muss«, wenn man es so ausdrücken will. Alles in allem also ein echter Hingucker.


Dies hier ist Band 1 :) Die Cover der anderen zwei Bände stehen aber schon fest und ich kann euch schon mal sagen das es toll im Regal aussehen wird. ♥



Handlung


Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?



Charaktere


Jess und Cayden sind Grundverschieden. Und nicht nur weil da diese kleine Göttersache in der Luft liegt. Nein, auch vom Charakter liegen Welten zwischen ihnen. Einzig der Klischee-Hamer ist hier etwas schade. Aber ich hoffe auf Verbesserung in den nächsten Bänden. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Spaß macht das Lesen aber trotzdem. Auch wegen denn tollen Nebencharakteren wie Hermes, der mit seiner Chronik einfach immer wieder für einen Schmunzler gut ist.




Schreibstil


Marah Wolf hat einen Schreibstil wie gute Schokolade, süß, fesselnd und so zart das man darin eintauchen will. Und man ist unendlich traurig wenn es all/vorbei ist. Und genau so war auch dieses Buch. Zum einen spielt die Autorin gut mit der Frage die sich auch der Leser sehr bald stellt. Wird es für Cayden diesmal anders laufen? Immerhin ist er ein Gott und damit schon mal ziemlich cool. Und wie wird es für Jess am Ende laufen?

Auch die Charaktere waren nett gezeichnet, auch wenn so manches mal doch recht in der Klischee-Kiste gewühlt wurde a-la »wir können uns eigentlich nicht leiden stehen aber doch total aufeinander.« Das fand ich schade, denn die Geschichte hätte das nicht gebraucht. Allerdings ist das ja auch erst Band eins und so hat es noch Potenzial das ausgeschöpft werden kann.



Meinung


Alles in allem ein toller, soldider Band mit kleineren Schwächen, die aber im folgenden Band gut ausgebügelt werden kann. Als Fan von den Indi-Büchern der Autorin, freue ich mich schon bald auf das nächste Band stürzen zu dürfen. Drei scheinen es am Ende zu werden. :D Ich hoffe ganz so lange warten müssen wir nicht.


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373 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

briefe, liebe, tumblr, nie verschickte briefe, verlust

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Emily Trunko , Nadine Mannchen , Lisa Congdon , typealive
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785586082
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Bunt und irgendwie quitschig. Passend zu den Briefen im inneren oder das genaue Gegenteil? Ich sage euch passend. Nicht weil es nur heiter Sonnenschein ist, sondern weil die Gefühle welcher der Leser vom Schreiber mit auf dem Weg bekommt, genauso sind wie diese Farben. Bunt, anders, nicht eines wie das andere.
Auch die Innengestaltung ist wunderschön. Jede Seite hat etwas ganz besonderes. Einzigartiges.


Meinung


Es ist ein Buch, das es wohl nicht zweimal gibt. Denn es entführt den Leser mal nicht in die sicheren Hände der Fiktion, sondern reißt ihn mit. Mit realen Gefühlen, die irgendwann einmal ein Mensch in Worte gefasst hat. Jeder für sich so besonders und einzigartig wie es die Schreiber sind. Manche machen glücklich, bei anderen fühlte ich mich verstanden, dann wieder befangen und merkwürdig traurig. Oft konnte ich mir selber etwas für mich aus diesen Fremden Worten ziehen.
Mut. Hoffnung. Nie aufgeben. Alles wird gut.

Kauft es euch. Dann ruhe und vielleicht auch ein oder zwei Taschentücher. Ihr werdet es nicht bereuen.

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129 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

thriller, sabine thiesler, toskana, heyne, nachts in meinem haus

Nachts in meinem Haus

Sabine Thiesler
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453269699
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover


Dieses Cover ist ja im Grunde schon ein Versprechen für sich. Es vermittelt eine Stimmung die etwas doch anderes. Besonders diese Augen haben etwas Unheimliches an sich, wenn ihr mich fragt. Fast als würden sie den Betrachter anstarren.

Aber! Und das sollte euch bewusst sein bevor ihr dieses Buch lest, es ist kein Typischer Sabine Thiesler Thriller. Denn wenn ihr mal genau auf das Cover schaut bemerkt ihr es auch. Dort steht nicht Thriller. Und es ist auch keiner. Keiner in der Art, wie ihr ihn von ihr gewöhnt seid. Ich schreibe das nur gleich, da ich nun schon häufig gelesen habe das es so einige schlechtes Bewertungen kassiert hat, weil es eben mit einer Thriller -erwartung gelesen wurde.




Handlung


Tom ist ein anerkannter Kunstmaler, dazu reich und glücklich verheiratet. Alles läuft perfekt für ihn. Bis eines Nachts in seinem Haus etwas Schreckliches passiert. Unter Schock flieht er in ein toskanisches Bergdorf. Doch was ihm zunächst wie das Paradies erscheint, entpuppt sich schnell als Hölle. Tom hält das Alleinsein nicht aus, fühlt sich eingesperrt und verfolgt. Als er begreift, dass er niemandem mehr vertrauen kann, auch seinen Freunden nicht, ist es zu spät: Er trifft eine verhängnisvolle Entscheidung . . .



Charaktere


»Überlege dir gut wenn du wie nahe an dich heranlässt«.

Das dachte ich sehr oft beim Lesen und ja, habe so manches mal auch mit dem Kopf geschüttelt, wenn Tom mal einfach wieder nicht nachgedacht hat. Sich zu sehr auf etwas verließ oder einfach zu gutmütig für diese ganze Welt zu sein schien. Leider kann man hier auch kaum sagen, das man ja bekanntlich aus Fehlern lernt, denn Tom macht fast alles falsch. Manchmal erinnerte er mich ein Schlachtlamm, das gehorsam das Beil gleich mitbringt.



Schreibstil


Wo ich mir den Charakter tiefer und packender Gewünscht hätte, hatte der Stil und die Wendungen dann wieder alles was ich liebte. Hass. Intrige. Natürlich auch Geld und Liebe und falsche Freunde. Und oftmals war ich mir hier und dort so sicher zu wissen wie es ausgeht, nur um damit so manches mal auf die Nase zu fallen.

Dazu ein Stil der einen toll durch die Seiten führte, immer wieder gewürzt mit unterschwelligem Grauen.

Das Ende ist dann aber eben doch wieder so ganz ganz anders al sich dachte.




Meinung


Ich habe dieses Buch eher als spannenden Roman mit Krimi-Elementen gelesen und bin wohl damit besser gefahren als jene, die Sabine Thiesler eher auch aus Gewohnheit als Thriller lesen. Hier ist es wohl ein Fehler. Denn trotz der durchaus vorhanden Schwächen, gerade im Chrakterdesing von Tom und der kleinen Klischeekeule, hat dieses Buch mir Spaß gemacht. Man muss es eben als Roman lesen und versuchen nicht zu vergleichen. Auch wenn es schwer sein kann. Denn dann kann es zeigen was es kann. Unterhalten ohne Liter von Blut und Qual. Stattdessen mit den Abgründen der Seele.


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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

eskimo, hörbuch, anu stohner, serie, ab 5 jahre

Aklak, der kleine Eskimo - Spuren im Schnee

Anu Stohner , Henrike Wilson , Sigrid Burkholder
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei cbj audio, 28.11.2016
ISBN 9783837134858
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover

Wer schon den ersten Band in der Hand hielt, wird sich auch hier wieder über das tolle und liebevoll gezeichnete Cover freuen können. Es fängt das Gestöber von Schnee und Eis und unbändige Weiten wahnsinnig gut ein. Auch dem Bild sind Aklak und sein treuer Husky Tuktuk zu sehen, wie sie kleinen Eisbärspuren folgen.   Ein passendes Cover zur kalten Jahreszeit.


Handlung

Aklak ist von seiner Begegnung mit dem Eisbären noch ganz aufgekratzt so aufgekratzt das, als er kleine Eisbärenspuren findet, alle Vorsicht über Bord wirft und ihnen folgt. Nur ein kleiner Blick. Nur einen ganz kleinen. Mehr will er nicht. Doch was er nicht weiß, ist das der kleine Eisbär verloren gegangen ist. Und das seine Mutter ihn bereits sucht. Wie gut das seine Freunde rechtzeitig die Gefahr erkennen und sich eiligst auf die Suche nach ihrem kleinen Freund begegnen. Denn jedes Eskimokind weiß, mit Eisbären ist nicht gut Kirschen essen.


Schreibstil

In der gleichen schönen Sprache, welche der Leser schon von Band eins liebengelernt hat, ist auch dieses Abenteuer Aklaks verfasst. Kindgerecht, mit Moral, die mall nicht mit dem Hammer verteilt wird und einer priese Humor, erzählt die Autorin die neuste Geschichte des kleinen Eskimos. Und trotz all dem hat mir doch der Funke irgendwie gefehlt, der es auf das gleiche Niveau gehoben hätte, wie es bei Band eins der Fall gewesen war. Ich habe immer auf etwas gewartet, ohne es genau benennen zu können. Nur das dieses etwas eben nicht kam. Der Geschichte fehlte etwas. Vielleicht etwas die wirkliche Spannung. Der Gipfel.


Charaktere

Aklak ist neben einem Eskimo auch ein kleiner Junge. Und kleine Jungen haben gerne mal viel Unsinn im Kopf. Unsinn wie zum Beispiel den Spuren eines kleinen Eisbären zu folgen. Dabei zeigt er gut, dass zu viel Neugierde auch gefährlich werden kann. Und das Eltern eben doch schon ganz gut wissen, was sie erzählen. Viele Kinder werden sich hier in dem kleinen Eskimo wiedererkennen. So bleibt die Moral des Abenteuers hängen, ohne das direkt die große Moralkeule geschwungen werden muss.
Auch die anderen Charaktere wie das Schneehuhn, der Wahl oder die anderen Eskimokinder kommen zu Wort und zeigen den Wer der Freundschaft. Denn echte Freunde, stehen einander immer bei.


Meinung

Auch Aklaks zweites Abenteuer weiß zu begeistern, auch wenn Band eins weiterhin mein Liebling bleiben wird. Dafür hat mir einfach noch so ein kleiner Tick gefehlt, auf den ich gewartet habe, der dann aber ausblieb.
Nichtsdestotrotz ist es dennoch eine Geschichte, dass ich ruhigen Gewissens Kindern ab 6 Jahren empfehlen würde. Nicht nur weil der Geschichte leicht zu folgen ist, nein durch manche wiederkehrende Ereignisse, stellt sich schnell etwas Vertrautes beim Kind ein. Es erkennt seine Lieblingsfiguren wieder und flüstert leise seinen Eltern zu, dass sicherlich gleich wieder, der Schneehase dem Schneehuhn auf die immerkalten Füße treten wird.

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236 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

dystopie, maze runner, jugendbuch, james dashner, prequel

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


Jeder Fan von James Dashner wird dieses Cover in der Buchhandlung gleich ins Auge fallen. Die Verbindung ist schnell gemacht. Herzrasen. Etwas neues aus dem Maze-Runner Universum. Denn nach „Kill Order“ dürfen wir uns nun über die Geschichte von Thomas freuen. Und zwar handelt es sich um die Vorgeschichte zum Labyrinth.


Handlung


Das Ende der Welt war nah. Brennende Wälder, ausgetrocknete Flüsse und Seen, ein steigender Meeresspiegel.
Es folgte die Seuche. Unzählige Tote, Gewalt regierte, die Menschheit verlor ihre Menschlichkeit.
Deshalb gründetet sich ANGST, eine Organisation, die einen Ausweg gesucht hat. Dazu brauchten sie einen ganz besonderen Jungen, Thomas. Und anscheinend ging der Plan auf, denn Thomas konstruierte das Labyrinth.
Doch jetzt gibt es Geheimnisse, Lügen und verhängnisvolle Allianzen.



Charaktere


Der Hauptcharakter ist Thomas, welchen jeder schon aus den anderen Bänden gut kennt. Der Leser erfähr etwas über seine Kindheit bei ANGST. Zum Beispiel erfährt man wie es dazu kam das Thomas und Teresa sich kennen gelernt haben. Etwas das mich ja immer wahnsinnig interessiert hat. Und auch noch viele andere Geheimnisse kommen ans Licht. Besonders diese große Frage darüber, wem man am Ende wirklich noch vertrauen kann, schwingt wie ein Schwert über dem Buch.

Auch fand ich toll das Thomas so auch einiges mehr an tiefe bekommen hat. Das macht einfach Lust die Bücher nochmal zu lesen. Ich frage mich ob ich dann manche Dinge anders sehen werde.



Schreibstil


Nach der genialen Reihe hat sich der Autor seine Sporen lange verdient. Wer ihn kennt weiß was ich meine. Wer nicht muss das dringend ändern. Er hat einfach so eine tolle Art an sich, den Leser in sein Buch hineinzuziehen und nicht mehr loszulassen. Durchwachte Nächte inklusive.




Meinung


Fans der Reihe werden in diesem Buch eine tolle Möglichkeit finden sicherlich so manche Frage von ihrer Liste zu streichen, aber auch nochmal in diese tolle, gefährliche und gleichzeitig Mega Spannende Welt einzutauchen. Für mich war es wie ein Nachhause kommen, wieder gemeinsam mit Thomas Seite an Seite Abenteuer zu erleben.








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fantasy, magie, andreas suchanek, lichtkämpfer, wechselbalg

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Das Erwachen

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover


Ich bin absolut vernarrt in dieses Cover ♥ Es hat Stil, Stimmung und wenn ich mir vorstelle wie sie zusammen mit seinen Geschwistern im Regal wirken ♥ Da schlägt das Herz eines jeden Cover -liebhabers hoch. Es hat so etwas altes, geheimnisvolles an sich. Da will man doch gleich zugreifen ♥



Handlung


Wenn Alex gewusst hätte das sein Tag eine derartige Wendung nimmt, wäre er wohl im Bett geblieben. Doch so erlebt er durch ein überraschendes Ereignis den enormen Wechsel von der normalen hin zur Zauberer-Gesellschaft, in der er sich erst einmal zurecht finden muss. Das er von dieser gemäß der Regeln bisher nichts wusste, macht das ganze natürlich nicht einfacher.

Gleichzeitig begreift er immer mehr, dass das Gefüge aus Schatten und Licht aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Schattenkrieger versuchen den Wall, der beide Gesellschaften trennt einzureißen und der Held braucht erst mal Unterricht...



Charaktere


Alex ist so normal das ich ihn gleich mochte. Und auch das er absolut überfordert ist und erst mal denkt er werde verrückt nachdem er von jetzt auf gleich so viel Magiewissen in seinem Kopf hat, fand ich sympathisch. Aber auch Jen als coole Lichtkämpferin hat mehr sehr gefallen. Die Interaktion zwischen den beiden entlockte mich ja auch mal ein lächeln. Vor allen da Jen noch was anderes im Kopf hat als Alex Unterricht zu geben.



Schreibstil


Dieser Autor hat Tempo! Und das nicht zu knapp. Wer nun aber Angst hat, das s dadurch die Story untergeht, den kann ich beruhigen. Man versteht alles. Und vorallen, es kommt nicht zu längen oder Dingen die sich einfach ziehen. Dazu at man in diesem Buch gar keine Zeit. Wie auch. Die Magie muss gemeistert werden, die Bösen lauern auf ihre Chance und Jem und Alex sind auch nicht gleich das Dream-Team. Aber auch der Humor kommt mir nicht zu kurz. Gerade etwas, was ich bei Fantasy liebe. Spannung, Spannung und Witz.




Meinung


Im E-book Bereich ist dieser Autor ja kein Unbekannter mehr, wie ich nach einer kurzen Recherche festgestellt habe. Wieso allerdings die Bücher an mir bislang vorbeigegangen sind, weiß ich beim besten willen nicht. Dieses Buch hat jedes Versprechen vom Klappentext gehalten. Für mich auf jeden Fall klar, das ich weiter lese. Allerdings eher in Buchform. Die Bände sind so schön und damit für mich viel zu schade, sie im Reader vermodern zu lassen ^-^









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thriller, genmanipulation, gentechnik, wissenschaft, marc elsberg

HELIX - Sie werden uns ersetzen

Marc Elsberg
Fester Einband: 648 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 31.10.2016
ISBN 9783764505646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover


Das Cover fügt sich auf den ersten Blick sehr gut in die Riege ihrer dunklen Geschwister ein und  sticht dann doch hervor, weil eben einmal nicht die typischen Thriller-Farben gewählt wurden. Stattdessen fällt dem Betrachter gleich der Genstrang ins Auge, welcher gleichzeitig den Titel bildet. Und bestimmt geht es nicht nur mir so, dass einem spätestens beim Lesen des Klapptentextes ein Schauder über den Rücken läuft.



Handlung


Der US-Außenminister bricht regungslos zusammen.
Ziegen die gegen die Ziegenpest Immun sind.
Ein Maisfeld, das trotz Dürre gedeiht und sich sogar gefürchtete Schädlinge vom Stängel hält.
Ein verschwundenes Mädchen.
Ein Paar das sich sehnlichst Kinder wünscht.

Was zu Beginn wie zusammenhanglos wirkt, erweist sich für die Ermittler, welche den Tot des Ministers aufklären wollen, bald als ein Netz von verketteten zusammenhängen. Ihr Ursprung eine als Schule getarnte Einrichtung, welche verzweifelten Paaren ihren Kinderwunsch erfüllen kann. Und sogar mehr als das. Den Paaren wird eine Frage gestellt. Natürlich würden sie jedes Kind lieben, doch welches mehr? Ein "normales" oder ein "begabtes"?

Doch wo ist die Grenze?




Charaktere


Die Charaktere sind das, was ich mir wirklich etwas tiefer hier gewünscht hätte. Den, wo der Autor dem Leser gut über die Möglichkeiten der Wissenschaft aufklärt, kommen oft für mich die Motive der Charaktere zu kurz.  Zum Beispiel wird angeschnitten, dass die Kinder nicht sehr glücklich sind mit ihrer Sonderbegabung, weil alle sie anders behandeln. Aber was genau vorgefallen sein könnte, bleibt alleine der Fantasie überlassen. Hier hätte man ruhig mehr Tiefe einbauen können. Vielleicht wäre das schon gelungen, wenn man diesen Charakteren etwas mehr Raum im Buch zugesprochen hätte. Doch durch die verschiedenen Ebenen bleibt dafür leider kaum Zeit.



Schreibstil


Wer hier den klassischen Krimi mit Ermittler und Co erwartet, der wird enttäuscht sein, wenn er Helix beginnt zu lesen. Denn dieses Buch ist anders. Ganz anders. Es verbindet eine unheimlich intelligente Geschichte, welche den Leser zum Innehalten und Nachdenken treibt, mit Spannung und einer Ethikfrage, die jeder von uns nur für sich selber klären kann.
Die verschiedenen Ebenen, welches dieses Buch durchläuft, scheinen gerade zu Beginn wenig miteinander zu tun zu haben. Ist es doch von Mais zum tot eines Menschen doch ein Sprung. Doch nach uns nach verketten sich die Ereignisse und man sieht das Netz, das daraus entsteht. Hauchfein und von Beginn an geplant. 

Das Einzige was ich manches Mal etwas schade fand, war das durch die wissenschaftlichen Erklärungen, so interessant sie auch waren, manchmal der Spannungsbogen etwas absackte. Es fehlte da einfach ein wenig mehr an Tempo.




Meinung


Jeder der kluge Thriller liebt, über die man noch eine ganze Weile nachdenken kann, sollte Helix einmal einen genaueren Blick zuwerfen. Denn genau das ist er. Klug, unheimlich weitsichtig und gerade deswegen sehr erschreckend. Oft musste ich innehalten und darüber nachdenken, wie es wäre wenn. Ja wenn es so was wirklich gäbe. Vielleicht schon gibt? Wer weiß schließlich was irgendwo in Reagenzglas gezüchtet wird. Und genau damit spielt der Autor auf eine Weise, die Realität und Fiktion untrennbar miteinander verwebt. Was herauskommt ist ein Thriller, der eben nicht typisch ist. Er ist mehr. Mehr als Mörder und Ermittler. Mehr in so vielem, das ich über die kleinen Kanten, gelassen hinwegsehen kann. Denn der Lesespaß geht bis zur letzten Seite nicht verloren.



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