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87 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

die auserwählten, zombies, endzeit, dystopie, dystopie

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


Jeder Fan von James Dashner wird dieses Cover in der Buchhandlung gleich ins Auge fallen. Die Verbindung ist schnell gemacht. Herzrasen. Etwas neues aus dem Maze-Runner Universum. Denn nach „Kill Order“ dürfen wir uns nun über die Geschichte von Thomas freuen. Und zwar handelt es sich um die Vorgeschichte zum Labyrinth.


Handlung


Das Ende der Welt war nah. Brennende Wälder, ausgetrocknete Flüsse und Seen, ein steigender Meeresspiegel.
Es folgte die Seuche. Unzählige Tote, Gewalt regierte, die Menschheit verlor ihre Menschlichkeit.
Deshalb gründetet sich ANGST, eine Organisation, die einen Ausweg gesucht hat. Dazu brauchten sie einen ganz besonderen Jungen, Thomas. Und anscheinend ging der Plan auf, denn Thomas konstruierte das Labyrinth.
Doch jetzt gibt es Geheimnisse, Lügen und verhängnisvolle Allianzen.



Charaktere


Der Hauptcharakter ist Thomas, welchen jeder schon aus den anderen Bänden gut kennt. Der Leser erfähr etwas über seine Kindheit bei ANGST. Zum Beispiel erfährt man wie es dazu kam das Thomas und Teresa sich kennen gelernt haben. Etwas das mich ja immer wahnsinnig interessiert hat. Und auch noch viele andere Geheimnisse kommen ans Licht. Besonders diese große Frage darüber, wem man am Ende wirklich noch vertrauen kann, schwingt wie ein Schwert über dem Buch.

Auch fand ich toll das Thomas so auch einiges mehr an tiefe bekommen hat. Das macht einfach Lust die Bücher nochmal zu lesen. Ich frage mich ob ich dann manche Dinge anders sehen werde.



Schreibstil


Nach der genialen Reihe hat sich der Autor seine Sporen lange verdient. Wer ihn kennt weiß was ich meine. Wer nicht muss das dringend ändern. Er hat einfach so eine tolle Art an sich, den Leser in sein Buch hineinzuziehen und nicht mehr loszulassen. Durchwachte Nächte inklusive.




Meinung


Fans der Reihe werden in diesem Buch eine tolle Möglichkeit finden sicherlich so manche Frage von ihrer Liste zu streichen, aber auch nochmal in diese tolle, gefährliche und gleichzeitig Mega Spannende Welt einzutauchen. Für mich war es wie ein Nachhause kommen, wieder gemeinsam mit Thomas Seite an Seite Abenteuer zu erleben.








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35 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

magie, fantasy, wechselbalg, lichtkämpfer, zauberer

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen (Bände 1-3)

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover


Ich bin absolut vernarrt in dieses Cover ♥ Es hat Stil, Stimmung und wenn ich mir vorstelle wie sie zusammen mit seinen Geschwistern im Regal wirken ♥ Da schlägt das Herz eines jeden Cover -liebhabers hoch. Es hat so etwas altes, geheimnisvolles an sich. Da will man doch gleich zugreifen ♥



Handlung


Wenn Alex gewusst hätte das sein Tag eine derartige Wendung nimmt, wäre er wohl im Bett geblieben. Doch so erlebt er durch ein überraschendes Ereignis den enormen Wechsel von der normalen hin zur Zauberer-Gesellschaft, in der er sich erst einmal zurecht finden muss. Das er von dieser gemäß der Regeln bisher nichts wusste, macht das ganze natürlich nicht einfacher.

Gleichzeitig begreift er immer mehr, dass das Gefüge aus Schatten und Licht aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Schattenkrieger versuchen den Wall, der beide Gesellschaften trennt einzureißen und der Held braucht erst mal Unterricht...



Charaktere


Alex ist so normal das ich ihn gleich mochte. Und auch das er absolut überfordert ist und erst mal denkt er werde verrückt nachdem er von jetzt auf gleich so viel Magiewissen in seinem Kopf hat, fand ich sympathisch. Aber auch Jen als coole Lichtkämpferin hat mehr sehr gefallen. Die Interaktion zwischen den beiden entlockte mich ja auch mal ein lächeln. Vor allen da Jen noch was anderes im Kopf hat als Alex Unterricht zu geben.



Schreibstil


Dieser Autor hat Tempo! Und das nicht zu knapp. Wer nun aber Angst hat, das s dadurch die Story untergeht, den kann ich beruhigen. Man versteht alles. Und vorallen, es kommt nicht zu längen oder Dingen die sich einfach ziehen. Dazu at man in diesem Buch gar keine Zeit. Wie auch. Die Magie muss gemeistert werden, die Bösen lauern auf ihre Chance und Jem und Alex sind auch nicht gleich das Dream-Team. Aber auch der Humor kommt mir nicht zu kurz. Gerade etwas, was ich bei Fantasy liebe. Spannung, Spannung und Witz.




Meinung


Im E-book Bereich ist dieser Autor ja kein Unbekannter mehr, wie ich nach einer kurzen Recherche festgestellt habe. Wieso allerdings die Bücher an mir bislang vorbeigegangen sind, weiß ich beim besten willen nicht. Dieses Buch hat jedes Versprechen vom Klappentext gehalten. Für mich auf jeden Fall klar, das ich weiter lese. Allerdings eher in Buchform. Die Bände sind so schön und damit für mich viel zu schade, sie im Reader vermodern zu lassen ^-^









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226 Bibliotheken, 49 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

thriller, genmanipulation, gentechnik, marc elsberg, wissenschaftsthriller

HELIX - Sie werden uns ersetzen

Marc Elsberg
Fester Einband: 648 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 31.10.2016
ISBN 9783764505646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover


Das Cover fügt sich auf den ersten Blick sehr gut in die Riege ihrer dunklen Geschwister ein und  sticht dann doch hervor, weil eben einmal nicht die typischen Thriller-Farben gewählt wurden. Stattdessen fällt dem Betrachter gleich der Genstrang ins Auge, welcher gleichzeitig den Titel bildet. Und bestimmt geht es nicht nur mir so, dass einem spätestens beim Lesen des Klapptentextes ein Schauder über den Rücken läuft.



Handlung


Der US-Außenminister bricht regungslos zusammen.
Ziegen die gegen die Ziegenpest Immun sind.
Ein Maisfeld, das trotz Dürre gedeiht und sich sogar gefürchtete Schädlinge vom Stängel hält.
Ein verschwundenes Mädchen.
Ein Paar das sich sehnlichst Kinder wünscht.

Was zu Beginn wie zusammenhanglos wirkt, erweist sich für die Ermittler, welche den Tot des Ministers aufklären wollen, bald als ein Netz von verketteten zusammenhängen. Ihr Ursprung eine als Schule getarnte Einrichtung, welche verzweifelten Paaren ihren Kinderwunsch erfüllen kann. Und sogar mehr als das. Den Paaren wird eine Frage gestellt. Natürlich würden sie jedes Kind lieben, doch welches mehr? Ein "normales" oder ein "begabtes"?

Doch wo ist die Grenze?




Charaktere


Die Charaktere sind das, was ich mir wirklich etwas tiefer hier gewünscht hätte. Den, wo der Autor dem Leser gut über die Möglichkeiten der Wissenschaft aufklärt, kommen oft für mich die Motive der Charaktere zu kurz.  Zum Beispiel wird angeschnitten, dass die Kinder nicht sehr glücklich sind mit ihrer Sonderbegabung, weil alle sie anders behandeln. Aber was genau vorgefallen sein könnte, bleibt alleine der Fantasie überlassen. Hier hätte man ruhig mehr Tiefe einbauen können. Vielleicht wäre das schon gelungen, wenn man diesen Charakteren etwas mehr Raum im Buch zugesprochen hätte. Doch durch die verschiedenen Ebenen bleibt dafür leider kaum Zeit.



Schreibstil


Wer hier den klassischen Krimi mit Ermittler und Co erwartet, der wird enttäuscht sein, wenn er Helix beginnt zu lesen. Denn dieses Buch ist anders. Ganz anders. Es verbindet eine unheimlich intelligente Geschichte, welche den Leser zum Innehalten und Nachdenken treibt, mit Spannung und einer Ethikfrage, die jeder von uns nur für sich selber klären kann.
Die verschiedenen Ebenen, welches dieses Buch durchläuft, scheinen gerade zu Beginn wenig miteinander zu tun zu haben. Ist es doch von Mais zum tot eines Menschen doch ein Sprung. Doch nach uns nach verketten sich die Ereignisse und man sieht das Netz, das daraus entsteht. Hauchfein und von Beginn an geplant. 

Das Einzige was ich manches Mal etwas schade fand, war das durch die wissenschaftlichen Erklärungen, so interessant sie auch waren, manchmal der Spannungsbogen etwas absackte. Es fehlte da einfach ein wenig mehr an Tempo.




Meinung


Jeder der kluge Thriller liebt, über die man noch eine ganze Weile nachdenken kann, sollte Helix einmal einen genaueren Blick zuwerfen. Denn genau das ist er. Klug, unheimlich weitsichtig und gerade deswegen sehr erschreckend. Oft musste ich innehalten und darüber nachdenken, wie es wäre wenn. Ja wenn es so was wirklich gäbe. Vielleicht schon gibt? Wer weiß schließlich was irgendwo in Reagenzglas gezüchtet wird. Und genau damit spielt der Autor auf eine Weise, die Realität und Fiktion untrennbar miteinander verwebt. Was herauskommt ist ein Thriller, der eben nicht typisch ist. Er ist mehr. Mehr als Mörder und Ermittler. Mehr in so vielem, das ich über die kleinen Kanten, gelassen hinwegsehen kann. Denn der Lesespaß geht bis zur letzten Seite nicht verloren.



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31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

kopenhagen, marionetten, kinderbuch, erinnerung, caspar

Caspar und der Meister des Vergessens

Stefanie Taschinski , Cornelia Haas
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 24.10.2016
ISBN 9783789104268
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover


Düster. Geheimnisvoll. Mit einem Abenteuer lockt dieses Cover wohl jeden der Spannung und Rätsel liebt. Die leicht verschwommenen Gestalten im Hintergrund konnten die vergessenen sein. Oder ist doch alles nur Nebel? Dann darüber die Finger eines Puppenspielers . Alles wirkt etwas bedrohlich und verspricht ein Abenteuer für Jung und Alt.




Handlung


Caspar ist der Sohn einer berühmten Puppenspielerfamilie. Selbst Erwachsene lassen sich von ihrem Spiel begeistern und mitreißen. Und auch Caspar scheint dieses Talent geerbt zu haben. Doch als eines Tages ein mysteriöser Fremder auftaucht und am nächsten sein kleiner Bruder Till spurlos verschwunden ist scheint ein alter Vertrag seinen Sold eingefordert zu haben. Und das Seltsamste daran. Seine Eltern scheinen Till auch vergessen zu haben. Und dann ist er auch noch von allen Bildern verschwunden. Selbst sein Zimmer ist nicht mehr da.

Nur Caspar und seine Schwester scheinen ihn noch nicht vergessen zu haben. Doch ihre Suche bleibt erfolglos. Bis Caspar das Mädchen wiedersieht, das ihm diese gruselige Holzpuppe in den Rucksack gesteckt hatte. Plötzlich gerät er selbst in die Fänge des Meisters. Gibt es noch einen Ausweg?




Charaktere


Caspar ist mir mit seinem Mut richtig ans Herz gewachsen. Er wäre bereit für seinen Bruder alles aufzugeben. Sogar seine eigene Freiheit. Das ist Bruderliebe. Denn welcher große Bruder würde das nicht tun?
Gleichzeitig aber übernimmt er auch Verantwortung. Rundum ein toller Junge. Und das, ohne irgendwie übermächtig zu sein. Nein, stattdessen versucht er alles, was er kann, strengt seinen Kopf an und traut seinem Bauchgefühl. Vielen Jungen wird es da leicht fallen sich in Caspar wieder zu finden.
Neben Caspar als Hauptcharakter gibt es ach ein paar Nebencharaktere, welche aber alle nicht großartig weiter ausgebaut sind. Sie sind Randfiguren. Teilweise wirklich schade, da mich oft ihre Geschichte auch interessiert hätte. Andererseits hat der Meister sie alles vergessen lassen. Ein wahres Dilemma für manchen Leser.



Schreibstil


Es war mein erstes Buch der Autorin und nun zu sagen, dass ich mir die anderen von ihr ebenfalls Anschauen werde, zeugt wohl schon von einer gewissen Begeisterung. Selten ist mir im Kinderbuch ein Stil begegnet, der es sich einfach leisten kann, nicht auch noch das letzte Geheimnis aufdecken zu müssen. Stattdessen geht es mit viel Spannung in die Rätsel, über die Große wie Klein gleichermaßen nachgrübeln können.
Die Sprache ist Altersgerecht und zieht einen beim Lesen wunderbar mit. Das macht es gerade für kleine Lesemuffel zu einem Buch, das unbedingt mal ausprobiert werden muss. Langeweile ist hier drin nämlich nicht zu finden.



Meinung


Nicht oft findet man Kinderbücher, die Fragen offen lassen. Oder eben kein Happy Happy -Ending hinausposaunen. Denn obwohl es auch hier für Caspar und seinen Bruder Till ein gutes Ende gibt, hängt da doch etwas in der Luft. Etwas, über das man nachdenken kann. Seine eigene Fantasy spielen lassen kann.

Dies und die Detailverliebtheit der ganzen Geschichte haben mir wirklich viel Spaß gemacht. Man erlebt mit wie Caspar sich ins Netz des Meisters begibt, um seinen Bruder zu retten, und droht selber darin hängen zu bleiben. Wie er unerwartete Freunde findet.
Das  Einzige, was ich etwas schade fand, das die Nebencharaktere und sogar der Meister schlussendlich recht blass geblieben sind. Da hätte man mehr rausholen können. 











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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

schwarzer humor, irland, bestatter, krimi, mord

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley

Jeremy Massey , Herbert Fell
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei carl's books, 19.09.2016
ISBN 9783570585559
Genre: Romane

Rezension:

Cover


Dieses unheimlich motivierende Cover in ansprechender Sargoptik hat es mir irgendwie angetan. Vielleicht weil ich gerne schräge Bücher lese und die Titel da meist schon die Vorreiter sind. Vielleicht auch weil es trotz schwarz und weiß irgendwie komplett aus der Reihe tanzt. Und was soll ich sagen. Dann kam der Klappentext und ich wusste, ich muss es haben. Die Geschichte versprach einfach zu viel, als das ich es unbeachtet lassen könnte. 




Handlung


Paddy ist Bestatter. Und ein ziemlich guter, da war er sich sicher. Immerhin hat er den Beruf von seinem Vater geerbt. Er kennt alle Regeln und hält sich daran. Bis auf diese eine Mal. Das ihm so ausgerechnet beim "Trösten" der Witwe selbige verstirbt lastet schon schwer auf seinem Gewissen. Und es zuzugeben stand nicht zur Debatte. Es gab einen Ruf zu verlieren. Eine Lösung musste also her.

Blöd nur das Paddy mit seinen Gedanken so sehr abwesend ist, das er ausgerechnet den Bruder des gefürchtetsten Verbrechers Irland auf seinen Kühler nimmt.  Er ist sofort Tod.
Paddy verschwindet schnellstmöglich vom Tatort. Niemand schien ihn gesehen zu haben. Denn wenn, dann würde Vincent ihn ziemlich schnell und ziemlich qualvoll in eine hölzerne Kiste stecken.
Doch dann bekommt ausgerechnet er den Auftrag Donald zubegraben . . .



Charaktere


Paddy muss man mögen. Gut, er hat an einem Tag zwei Menschen in den Himmel gebracht und damit vielleicht ein bisschen sein Geschäft angekurbelt, aber schlussendlich waren das Unfälle. Versehen.
Man kann ihm das irgendwie nicht so sehr verübeln. So merkwürdig das auch klingen mag. Zudem drückte ich ihm wirklich die ganze Zeit die Daumen, das er seinen Kopf noch aus der immer enger werdenden Schlinge ziehen kann. Denn Leichen, das wissen wir ja, hinterlassen zumeist eine ganze Reihe von Problemen. 

Besonders wenn man dafür bezahlt wird, sie auch noch selber unter die Erde zu bringen.
Doch auch der Gangsterboss war irgendwie nicht so, wie man sich das vorstellt. Klar er war auch etwas einschüchternd, kam mir aber - so merkwürdig das nun klingt - nicht wie der schlechteste Mensch vor.

Dazu die anderen Nebencharas wie Geno - den man einfach hassen muss, die Bestatterkollegen und Co. Alle fügten das Bild perfekt zusammen. 




Schreibstil


Schon wer den Klappentext liest, wird wohl kaum um ein Schmunzeln herum kommen. Und genauso verhält es sich mit dem Rest des Buches. Skurrile Geschichten, Momente und schwarzer Humor gehen mit einer ungeahnten Spannung Hand in Hand. Denn obwohl man sehr wohl den "Mörder" kennt, tut das dem ganzen keinen Abbruch.

Geschrieben ist das Buch großteils aus Paddys Sicht und zeigt seine einfach sympathische Art und Weise, die es dem Leser reichlich schwer macht auf seine baldige Festnahme zu hoffen. Aber auch andere große und kleine Nebencharaktere bekommen ihren Moment und zeigen sich auch hier durchaus überraschender, als man erwartet hatte.
Dabei ist das Buch locker von der Hand geschrieben. Ohne lange Schachtelsätze. Einfach gut zu lesen und spannend bis zur letzten Seite.



Meinung


Dieses Buch ist wirklich mal etwas ganze anderes. Humorvoll, etwas skurril und spannend wie ein Krimi. Mich hatte es ja schon von der Leseprobe an um den Finger gewickelt. lacht
Paddy tat dabei einen ziemlich großen Teil dazu bei, das ich es einfach lesen wollte. Ein Bestatter, der versehentlich zum Mörder wird. Gibt es eine bessere Idee für ein Buch? Ja, zumindest wenn man wie es der Autor tat, noch Spannung und schwarzen Humor mit in die Geschichte einwebt. Denn das der Gangster alles daran setzt den Mörder zu finden ist sicherlich klar. Allerdings ist Paddy auch nicht auf den Kopf gefallen. Und Freunde hat er zum Glück auch.
Und so erlebt ihr in diesem Buch neben diversen humorvollen Anekdoten über verschwundene Leichen, falsche Tote und diverse Sargvarianten ein Katz und Mausspiel dessen Ende nicht abzusehen ist.
Das einzige was etwas seltsam war, waren die kurzen außerkörperlichen Szenen. Aber damit konnte ich nun wirklich gut leben. 



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51 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

magier, fantasy, magie, meister, drachen

Ormog

Thomas Engel
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 13.07.2016
ISBN 9783944788302
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


Das Cover dieses Buches ist wirklich mal ganz anders, als andere Fantasybücher die ich kenne. Wie eine Mischung aus Sci-Fi und Fanasy. Mich zumindest hat es gleich neugierig gemacht. Zu oft steht und fällt ein Buch einfach mit dem Cover. Immerhin gibt es einiges an Konkurrenz.

Das verschlungene Muster im Hintergrund wirkt dabei richtig geheimnisvoll. Und auch von der ganzen Aufmachung her gefällt es mir sehr gut.

Und wo das Cover die Neugier weckt, da lockt der Klappentext schon mit lauterer Stimme.



Handlung


Auf dem Planeten Magnus leben Menschen zusammen mit anderen vernunftbegabten Wesen. Magische Kräfte sind allgegenwärtig. Zwischen den Mitgliedern des Weißen Ordens und den abtrünnigen Gorgulzauberern entspinnt sich ein Machtkampf, der das einst blühende Reich von Kamal zu zerreißen droht. Im Konflikt auf Leben und Tod versuchen der Weißmagier Ormog und seine Gefährten zu verhindern, dass der Dunkle Meister der Gorgul sein Ziel erreicht: die unumschränkte Herrschaft des Bösen. Das Blatt wendet sich, als Ormog sich mit seiner gefährlichsten Gegnerin verbündet. Vatya, die Elitekämpferin der Gorgul, wechselt die Seiten. 
Können sie und Ormog ihre Zivilisation vor dem Untergang bewahren?



Charaktere


Ormog muss man einfach mögen. Als weißer Magier steht der Frieden und das friedliche Lösen von Problemen in seinem bestreben. Doch dies scheint in diesen dunklen Zeiten kaum möglich zu sein.

Aber auch die anderen sind toll gearbeitet. Sei es nun die Elitekämpferin der Gorgul, Vatya, welche eigentlich seine Erzfeindin sein müsste oder auch diese kleine süße Drache, der mir jedes mal ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Jeder Charakter bekommt seine eigenen Hintergründe und genau das macht sie so toll wie sie sind.


Schreibstil


Der Autor mag vielleicht noch sehr jung sein, dennoch habe ich mich schwer getan das Buch aus der Hand zu legen. Mit einem tollem Schreibstil schuf er neben lebendigen Charakteren auch eine Welt, in welcher ein ganz eigener Humor mitschwang.

Die Spannung hält sich fast bis zum Ende und nur im letzten Teil des Buches dümpelte es meiner Meinung etwa vor sich hin. Fast als hätte der Autor nochmals ein paar Seiten irgendwie dranhängen müssen. So war das Ende vielleicht etwas ruhiger als der Rest, aber so störend war es dann nicht das es das ganze Buch mit sich in die Tiefe riss.



Meinung


Alles in allem ist dieses Buch also ein wirkliches Meisterwerk das gerade jüngeren Lesern eine Menge Spaß bringen wird. Es ist einfach alles enthalten was man sich wünschen kann. Von schrulligen Charakteren die sich einem ins Herz stehlen bis hin zu Spannung und dem „großen Bösen“ das bekämpft werden muss.

Einziges Zitrönchen sind wohl die etwas sehr komplizierten Namen teilweise. Die haben mir hin und wieder etwas fahrt herausgenommen, weil ich grübeln musste wer nun wer nochmal war. Auch hätte ich mir hier und da gerne mehr Infos zu den Wesen gewünscht. Aber das ist auch schon alles. Und ich hoffe das dies nicht das letzte Buch des Autors sein wird.








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179 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 85 Rezensionen

drachenreiter, drachen, cornelia funke, fantasy, greif

Drachenreiter - Die Feder eines Greifs

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 26.09.2016
ISBN 9783791500119
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover


Dieses Buch ist ein Schatz. Das dachte ich schon, als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe und noch mehr, als ich es endlich in Händen hielt und die liebenswerten und detaillierten Illustrationen sah, welches jede einzelne Seite schmückt. Von Drachen, Greifen, Affen und anderen Geschöpfen. Ein Wunderschönes mehr einfach, dass Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefangen nehmen kann. Und das diese Illustrationen selber aus der Feder der Autorin geflossen sind, macht für mich jeden Tag den ich auf dieses Buch gewartet habe wert.
Neben den Bildern wird jedes Kapitel von einem Zitat aus diversen Büchern eingeleitet. Viele davon sind sicherlich für jüngere Leser nicht wirklich zu verstehen und richten sich, vermutlich, gerade deswegen an die älteren Drachenreiterfans.



Handlung


Als der letzte Pegasushengst seine Gefährtin verliert, schweben die ungeborenen Pegasus in ihren Eiern in Lebensgefahr. Denn nur die Stute kann diese zum Wachsen bringen. Ohne ihre Zuwendung müssen sie sterben. Die letzte Hoffnung ist die Sonnenfeder eines Greifs. Doch bald zeigt sich, dass das finden diese imposanten Kreaturen nicht das schwerste an der Mission ist. Ben findet sich inmitten des tiefsten Dschungel in einem Krieg wieder, auf dessen denkbar schlechteste Seite er stand.
Denn der Greifenkönig hat ihr Urteil längst verkündet.
Müssen die Fohlen nun sterben? Und mit ihnen die letzten Pegasus dieser Welt? 



Charaktere


Wer Schwefelfell, Lung und Ben noch aus dem ersten Band gut in Erinnerung hat, weiß, auf was er sich bei diesem trotz der neuen Charaktere einlässt. Auch wenn sie alle älter geworden sind. Drei Jahre sind seit dem ersten Abenteuer der beiden vergangen. Und das diese Zeit nicht an Ben vorübergezogen ist, zeigt, wie sehr er sich selbst auch weiterentwickelt hat. So ist aus dem Waisen ein Familienmitglied geworden, der seinen Freund zwar unendlich vermisst, da Lung am Saum des Himmels lebt, aber auch versteht, warum es so sein muss.
Und auch die anderen, besonders Bens neue Familie, lernt man kennen und lieben.
Dazu all die wunderlichen Kreaturen und das hibbeln auf die Pegasusfohlen. 

Die großen und kleinen Nebengeschichten rund um die anderen.
Fliegenbeins sehnen nach seiner Art.

Schwefelfells schweigsames Heimweh.

Ben und Lung.

Schrii und die Greifen.




Schreibstil


Ich gehöre zu jener Fraktion, die fest davon überzeugt ist, dass jeder mindestens einmal sich von Cornelia Funkes wunderschönem Stil entführen lassen muss. Sie hat einfach eine ganz besondere und eigene Art die Leser abzuholen. Mitzureißen und in einer Geschichte gefangen zu halten. Und dabei jeden davon etwas mit auf den Weg zu geben. 

Werte und Ratschläge. 

Mut und Freundschaft.
Dabei hält sie spielend die Spannung bis zum letzten Moment. Lässt einen mithoffen, mitzittern und jubeln, wenn doch alles gut wird. 

Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein. Egal ob beim Selberlesen oder beim Vorlesen. 




Meinung


Das ich jemals das nächste Abenteuer von Ben und Lung in den Händen halten würde, hätte ich nie gedacht. Nach all den Jahren, in denen das Ende von Band eins schon ein wenig Traurigkeit zurückgelassen hat, bei den letzten Seiten ist es, um so schöner Drache und Reiter wieder vereint zu sehen. Und das dabei, das Ende des ersten Bandes aufgegriffen wurde umso schöner. Die Suche nach dem Pegasus.
Natürlich muss man hier Band eins kennen, um wirklich alles gut verstehen zu können. Es werden viele Andeutungen gemacht, die man einfach nur versteht, wenn man den Vorgänger kennt.
Auch sind nicht nur die Protagonisten älter geworden, auch die Themen im Buch sind schwieriger und sicherlich für Kinder ab 10 Jahren noch nicht wirklich ganz zu greifen.
Abschied.
Umweltschutz.

Gut und Böse.

Gier.

Die Geschichte ist mit ihren Lesern mitgewachsen. Und auch die jedem Kapitel vorangehenden Zitate sind wohl eher für die älteren Genrationen gemacht. Auch wenn sie vielleicht aus dem "Dschungelbuch" oder "Unten am Fluss" stammen. Das sie immer ein wenig auf das Kapitel passend ausgelegt sind, fällt wohl auch den wenigsten Kindern wirklich auf.

Das Ende war grandios und solch eine Zitterpartie, das es eine ziemlich lange Nacht wurde, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Und gleichzeitig schwang doch so ein leises Versprechen darin mit, das es vielleicht irgendwann auch einen dritten Teil geben könnte.



Ein wunderbares Buch das ein Schatz in jedem Bücherregal ist. Tiefgründig, Spannend und wunderschön.




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43 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

pferde, stacy gregg, tochter des windes, bree, tiere

Tochter des Windes

Stacy Gregg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 14.09.2016
ISBN 9783440150467
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


1001 Nacht. Wer könnte bei diesem wunderschönem Cover an etwas anderes denken? Die warmen Farben und die Silhouette von Mädchen und Pferd wirken vertraut und offen zueinander. Dazu die warmen Farben, der leicht orientalische Hauch.

Auch finde ich das Material des Buchdeckels richtig toll. Es liegt gut in der Hand und fasst sich einfach nur toll an.



Handlung


Prinzessin Haya ist drei Jahre alt, als ihre Mutter bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kommt. Ihr Vater, der König von Jordanien, liebt seine Tochter über alles, doch er hat kaum Zeit für sie. Haya fühlt sich einsam und verlassen und schottet sich immer mehr ab. Erst die Liebe zu dem Fohlen Bree, dessen Mutter bei der Geburt stirbt, bringt sie langsam ins Leben zurück. Ohne Haya kann Bree nicht überleben, und so werden die beiden unzertrennlich. Als Haya schließlich ins Internat nach England kommt, begreift sie, dass sie sich ihren lange unterdrückten Gefühlen stellen und einen Neubeginn wagen muss.



Charaktere


Haya ist eine Prinzessin und man merkt finde ich sehr gut, das sie trotz ihres jungen Alters durch die Verantwortung viel reifer ist als andere in ihrem Alter. Auch hängt dies sicherlich mit dem Verlust ihrer Mutter zusammen. Oft hatte ich den Eindruck das sie sich durch diese Zeit eher selbst herausheben musste, obwohl ihr Vater in den kurzen Auftritten wirklich lieb rüberkam.

Durch ihre Freundschaft mir Bree blüht sie dann richtig auf und es ist toll die beiden zu „beobachten“. Manches verlief mir da dann allerdings etwas zu glatt und schnell.



Schreibstil


Der Stil des Autoren hat mir sehr gut gefallen. Man findet sich schon nach wenigen Seiten gut in der Geschichte wieder. Zwar überschlug sich gerade in manchen Bereichen (z.B. Einreiten) die Geschwindigkeit und auch in anderen kleinen Details hätte ich mir etwas Zeit gewünscht um den Weg besser aufzuzeigen.

Das Herz der Geschichte, die Freundschaft zwischen Bree und Haya ist dagegen so unglaublich schön ausgearbeitet das man bis zum Ende ganz gefangen darin ist. So viel Gefühl und Stimmung. Die ganzen Emotionen. Sie sind super bei mir angekommen und ich habe gemerkt das ich beiden richtig die Daumen gedrückt habe.



Meinung


„Die Tochter des Windes“ ist ein wunderschönes Buch über Stärke und Freundschaft und macht damit mit Sicherheit nicht nur den Kleinen viel Spaß. Die kleinen Ecken und Kannten sorgen vielleicht für ein stolpern, aber nicht dafür das man den Lesespaß verliert. Dafür zieht Bree und Haya das ganze einfach viel zu sehr nach oben.

Auf einen zweiten Band hätte ich also nichts einzuwenden.








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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bernhard trecksel, nebelgänger

Nebelgänger

Bernhard Trecksel
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2016
ISBN 9783734160691
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover


So ganz ist die Verwandtschaft mit seinem Vorgänger nicht zu erkennen. Aber liest man erst einmal ein paar Seiten des Buches und begleitet Clach wieder durch seine Welt, wird schnell klar, weswegen es dann aber doch so unglaublich passend ist. Und nicht nur wegen der tollen Stimmung.  Der ganze Stil des Covers passt einfach in diese unwirkliche Welt in der nichts so tödlich ist wie der Nebel. Zumindest für manch einen nicht.

Ein schönes klassisches Cover das richtig Lust auf das Buch macht. 


Handlung


Während Clach noch damit kämpft mit seinem neuen Zustand zurechtzukommen, zieht sich das engmaschige Netz aus Lüge, Intrige und Tod immer fester um den Hals der Welt. Denn die Heimkehrer sind fast am Ziel ihres Vorhabens. Sie wollen die Väter zurück in diese Welt bringen. Die Stille soll herrschen. Clach weiß, was seine Aufgabe ist, doch der Weg bis dahin scheint endlos. Doch der Nebelmacher wäre nicht er selbst, wenn er nicht immer noch eine Klinge in der Hinterhand hätte.

Gleichzeitig setzt der Amboskrieger Ormgairs  alles daran um Morvens Mörder seiner gerechten Strafe zuzuführen. Das sich dabei seine und der Nebelgängers Wege kreuzten und mehr als ein mörderischer Kampf dabei herauskommt hätte er jedoch nicht erwartet. Bald schon ist er Greskegard so nah, das er nur noch sein Schwert auszustrecken braucht. Doch der verhasste Inquisitor hat längst neue Tricks auf lager. 


Charaktere

Man sollte wohl nicht zu laut sagen das man den Assassinen im Buch so toll findet aber leider ist es so. Klar er tötet und alles, aber er hat dabei Stil. Verrückt und alles ja, aber er ist mir richtig sympathisch und ich fiebere immer auf seine Abschnitte mit. Und sein untotes Ross Stille passt einfach perfekt zu ihm. Und das er in diesem Band eine langsame Entwicklung durchmacht ohne plötzlich ein ganz anderer zu sein gefällt mir auch gut.
Ormgair hat auch mehr Farbe bekommen. Wo ich ihn damals noch nicht ganz einordnen konnte und sich das erst zum Ende hin verdichtete, habe ich auch den raubeinigen Barbaren richtig lieb gewonnen. Er zeigt Größe und Ehre auf eine Art, die ich nur beneiden kann. Dabei vergisst er nie Morven. Und selbst über den Tod der Templerin hinaus ist die Beziehung zwischen den beiden absolut besonders.

Greskegard machte ebenfalls einen Wandel durch. Denn wo er mir damals leidtat,  hasste ich ihn hier richtig. Und dies spitzte sich zum Ende des Nebelgängers richtig zu. Sei zu hoffen das in Band drei ein schmerzhafter Tod auf ihn wartet. böses Lachen


Schreibstil

Genau wie im "Nebelmacher" wechselte der Autor zwischen den einzelnen Personen hin und her und lässt so den Leser auf allen Ebenen teilhaben. Jeder, der damit schon im ersten Band keine Probleme hatte, wird diese auch hier nicht bekommen. Auch findet man sich ziemlich gut wieder rein, auch wenn ihr vielleicht genau wie ich fast ein Jahr sehnsüchtig auf Band 2 gewartet habt.
Der Stil des Autoren verliert dabei nichts an seiner Farbe. Viel Spannung, Intrige und ein Ende, das wieder so unglaublich gemein ist, das ich jetzt am liebsten schon das nächste in Händen halten würde.
Die vielen Details, welche der Welt solch eine Farbe verliehen haben, zeigten sehr gut das, dem Autoren diese Welt genauso sehr am Herzen liegt wie bald dem Leser selbst auch.

Die dunkle Stimmung im Buch führt durch eine Handlung dessen Tempo im Vergleich zu seinem Vorgänger noch einmal leicht angezogen hat. Jeder scheint seine eigenen und doch gemeinsame Interessen zu verfolgen. Das sich zwischen all dem Morden, Foltern und Streichen aber auch die Charaktere weiterentwickelten war die Kirsche auf der Sahne. 



Meinung

Wann kommt Band drei?

Eine furchtbare Frage, die wohl leider erst in einem Jahr beantwortet wird. Dabei könnte ich direkt weiterlesen. Das Buch hört wieder so gemein auf, das ich weder weiß, was aus meinem Lieblingsbarbarren noch aus de Nebelgänger wird. Das Einzige was ich sicher sagen kann, ist das Greskegard gerade kräftig dabei ist wahnsinnig zu werden. Und das Mit unglaublichem Elan. Ist nur zu hoffen das er noch so richtig tief fallen wird.
Und auch die Pläne des Bösen sind noch am wirken. Denn wo man denkt, alles überstanden zu haben, begreift der Leser plötzlich, das auch dies alles nur zu einem viel größerem Plan gehört. Noch ist alles offen. Alles in der schwebe. 

Das Buch endet wie das Erste. 

Mit dem Versprechen auf mehr. 


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298 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

liebe, liebesbriefe, jenny han, familie, briefe

To all the boys I’ve loved before

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446250819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


Das Cover ist so schön verträumt, dass ich
mich gleich verliebt habe. Es sind mal keine schreienden Farben oder
dergleichen. Stattdessen eine ruhige, nachdenkliche Stimmung. Und das
Mädchen auf dem Cover schaut in die ferne und nicht den Leser direkt an.
Und vorallen sieht es genauso aus, wie ich mir Lara Jean vorgestellt
hatte. 

Mir machte es gleich viel Lust auf das Buch. 


Handlung


Lara
Jean war genau wie jedes andere Mädchen schon einmal verliebt. Sich
getraut es einem Jungen zu gestehen hat sie aber noch nicht. Aber sie
hat jedem von ihnen einen Brief geschrieben. Einen Liebesbrief. Hatte
ihnen erklärt, wie sie fühlt. Und dann hatte sie ihn mit ihren Gefühlen
zusammen in ihre geheime Hutschachtel gesteckt und alles weggeschlossen.
So war es immer gewesen. Und so war es gut.
Doch
als an einem Schicksalhaftem Tag die Briefe plötzlich ihren Weg in die
Hände ihrer ehemaligen Schwärme gelangen, kündigt dies den Anfang vom
Ende an. Besonders da einer dieser Jungs der Exfreund ihrer Schwester
ist. Um irgendwie aus der ganzen Sache rauszukommen, geht sie einen Pakt
mit Peter ein. Er lässt die Lüge, welche dem Ex ihrer Schwester
aufgetischt hatte nicht platzen und dafür spielt sie seine Freundin um
wiederum seine Ex eifersüchtig zu machen.
Ein anscheinend einfacher Plan. Doch dann gerät alles plötzlich gewaltig aus dem Ruder . . .


Charaktere


Auch
die Charaktere konnten voll Punkten. Schon, weil es die Autorin
meisterhaft versteht, einem erst eine Meinung vom Ersten "sehen" her
vorzugeben und dann doch zu zeigen, dass man Menschen eben nicht auf den
Ersten Blick beurteilen sollte. Dies zeigt vor allen Peter sehr
deutlich. Er ist ziemlich von sich überzeugt, sein Ego braucht einen
extra Sitzplatz im Bus und, ja und dann gibt es Seiten an ihm, die eben
ganz anders sind. Seiten, die entdeckt werden wollen.
Auch unsere
Song-Schwester ist nicht so gänzlich hilflos, wie es zum Anfang wirkt.
Sie wächst am Fortgehen ihrer Schwester und versucht stark zu bleiben,
auch wenn ihr, das Schicksal so manches Mal nicht sonderlich wohlgesinnt
ist. Dabei bleibt sie sich aber selber auch treu. Ein Charakter der
sich nicht für andere verbiegt. Toll.

Auch die Kleinen und Großen
Nebenfiguren haben oft mehr ihre Hände im Spiel als es manches mal den
Eindruck erweckt. Man sollte also niemanden so einfach aus den Augen
lassen. 



Schreibstil


Jenny
Han´s Stil hat mich schon nach wenigen Sätzen in den Bann gezogen. Denn
zum einen schafft sie es die Geschichte auf solch eine Art zu erzählen,
das sie mich immer wieder überraschen konnte. Nie war ich sicher,
welchen Weg sie nun einschlagen würde. Zum anderen besaß sie das Talent,
ruhe in den Text zu flechten und gleichzeitig Gefühl und Spannung immer
aufrecht zu halten. Dazu trugen auch die Gedanken von Lara Jean nicht
minder bei. Denn diese hatten manches Mal einen fast schon poetischen
Nachgeschmack, der einfach wunderbar in die Situation gepasst hat.
Und
als ich schon dachte, alles wird gut, wirft das Ende plötzlich alles
noch mal auf. Ein wirklich gemeiner Cliffhanger. Was ich erst für einen
Einteiler hielt entpuppte sich als Reihe. Nun heißt es wohl warten auf
Band 2. Zehnsüchtig warten.


Meinung


Was
ich erwartet hatte was eine süße Liebesgeschichte. Was ich bekommen
habe, war so viel mehr. Mehr an Gefühl und Tiefe. Mehr an allem einfach.
Und auch dieses Gefühl nicht wirklich sicher zu sein wie es immer
weiter geht hat mich einfach gepackt. Dabei steht hier auch nicht nur
die erste Liebe im Vordergrund, sondern auch dieses schwärmerische
Gefühl im Bauch für jemanden, den man toll findet aber es dann doch eben
nur Schwärmerei ist.  Keine Liebe.
Auch die Greifbarkeit der
Charaktere hat mich wirklich beeindruckt. Bei Peters erstem auftreten
dachte ich ich wüsste was das für jemand sein würde. Aber weit gefehlt.
Er ist anders und das man mit Lara Jean zusammen diese Ecken, Kanten und
süßen Dinge an dem anderen entdeckt, hat mich richtig gefesselt.
Das
ich es zu Beginn für einen Einzelband hielt, rächte sich am Ende.
Völlig verdattert stand ich davor und dachte nur WAS!!! Dann gleich an
den PC und gesehen das es da noch zwei weitere Teile gibt. Nun heißt es
warten. *Grummel ;) *

Eigentlich müsste ich diesem Buch Sterne
abziehen, weil ich aufs nächste tatsächlich warten muss. Ist ja auch
gemein. lacht Aber da wir mal nicht so böse sein wollen, sagt meine
Begeisterung bestimmt schon eine Menge.




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243 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

liebe, schicksal, kate eberlen, familie, miss you

Miss you

Kate Eberlen , Stefanie Fahrner , Babette Schröder
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 29.08.2016
ISBN 9783453291836
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover


Das Cover ist recht einfach gehalten und sticht wohl gerade deswegen zwischen all den bunten Liebesromanen heraus. Schön finde ich das Herz, welches sich aus den beiden Buchstaben formt. Man erahnt das Genre so schon. Der Klappentext tut natürlich sein übriges. Nun schauen wir mal, ob das Versprechen gehalten wird.



Handlung


Jeder kennt ihn. Diesen einen perfekten Moment, wenn man jemanden in die Augen sieht und nur einen Sekundenbruchteil hat für ein "Hallo" oder ein Lächeln. Auch bei Tess und Gus gab es diesen Moment. Und er verging. Sie verloren sich aus den Augen ohne zu ahnen, dass sie perfekt füreinander waren.
Durch ihre Vergangenheit.
Ihre Zukunft.
Sie treffen sich wieder. Kleine Momente die vergehen und was zurückbleibt, ist die Frage, ob sie sich jemals finden werden.



Charaktere


Zu den Charakteren konnte ich das ganze Buch über keine wirkliche Beziehung aufbauen. Sie schienen irgendwie weit weg und selbst Gus mit seinem verstorbenem Bruder kam bei mir gefühlstechnisch nicht an.
Tess war für mich irgendwie zu "leidend" dargestellt. Das liegt nicht an ihrer eher ruhigen und sittsamen Art. Nein. Auch solche Charas können tiefe haben. Aber hier eben nicht. Sie musste sich ja um ihre Schwester kümmern welche eine leichte Form des Asperger syndrom´s hatte. Dass das Mädchen damit super klar kam, rutschte irgendwie vor lauter Mitleid gerne Mal in den Hintergrund. Dafür gab sie ihren Traum vom Studieren auf und betonte das gerne Mal durch Taten. 

Warum sie nicht mal jemanden anderen aufpassen ließ ist mir dabei ein Rätsel. 

Und dann Gus. Er ist soo langweilig das er sogar Tess noch übertrifft. Vielleicht sind sie also doch das perfekte Paar. Alltagsleben wohin man mal schaut und hier und da ein eingestreuter Gedanke über den verstorbenen Bruder. Wirklich Tiefe erlangte weder er noch Tessa.
Die einzige die mir sympathisch war und mal aus dem ganzen Einheitsbrei herausstach, war Hope - Tess Schwester. Sie war erfrischend anders und ein Farbklecks in diesem einheitlichen Grau. 




Schreibstil


Der Klappentext klang super das Cover war zwar ruhiger aber dennoch hatte es irgendwas und dann haben wir einen Schreibstil der sich einfach gut liest, dem jedoch gleichzeitig unheimlich an Tempo fehlt. Viel zu oft verfing ich mich in viel zu langen Episoden eh dann mal wieder überhaupt etwas Relevantes passierte. Das nahm für mich ziemlich die Spannung aus dem Buch heraus, welche doch gerade am Anfang so vielversprechend schien.
Doch statt zarter Romantik ergießt sich die Autorin in langen Daily life - Momenten und wenn es dann doch mal zu einem Treffen der Charaktere kommt - die kann man im Grunde nämlich zählen - vergehen sie plötzlich innerhalb eines Wimpernschlags. Dies sorgte dafür, das ich irgendwie die ganze Liebesgeschichte schlussendlich eher weniger abkaufen konnte.



Meinung


Sicher wird es genug geben die dieses Buch lieben werden. Ich gehöre leider nicht dazu. Für mich fehlte es trotz des tollen Stils einfach an Handlung. Es war zu lang für all das, was überhaupt relevant war. Weniger wäre hier also durchaus mehr gewesen. Die Hälfte der Seiten hätten so vermutlich eher zum Erfolg geführt.

Auch in Sachen der Charaktere sprang der Funke einfach nicht über.  Abgesehen von Hope natürlich, die richtig aus dem Buch heraussprang. Und wenn man sich in einem Liebesroman auf die Szenen mit der kleinen Schwester freut, weil alles andere nicht bei einem ankommt, kann nur etwas fürchterlich schief laufen. 



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15 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

transgender, theaterstück, kinder, familie, schule

George

Alex Gino , Alexandra Ernst , Julian Greis , Rainer Bielfeldt
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783839848616
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover


Dieses Cover lockt nicht mit Action, schreit nicht mit Farben, sondern es wartet in ruhigen Tönen und doch wieder hellen Buchstaben dazu nach ihm zu greifen. Und dann kommt die Überraschung. Denn alleine vom Cover her verrät das Buch nichts über sich. Man muss also schon tiefer als nur bis zur Oberfläche sehen. Und ich glaube, das ist nur eines der vielen Dinge, die sich hier zwischen den Seiten verstecken. 




Handlung


George liebt die Farbe rosa, würde am liebsten die Prinzessin im Mario Card spielen, weint über tote Spinnen in ihrem Lieblingsbuch und würde über alles in der Welt ihre Haare lang wachsen lassen.
Doch George ist ein Junge.
Und er hasst es. Von der Jungstoilette bis hin zu Worten wie Mann oder Junge. Und noch mehr hasst er das, was er zwischen den Beinen hat.
Seine Umgebung weiß nichts davon und ahnt nicht, in welcher inneren Krise er steckt. Denn George ist eigentlich Melissa. Sie weiß das. Und manchmal auch ihr Spiegelbild, wenn sie ganz alleine ist.
Zum Glück gibt es die kleine Spinne Charlotte  aus dem Buch "Wilbur und Charlotte" des Autors Elwyn Brooks White, welche ihr Mut macht. Und auch ihre beste Freundin, die sie als einzige wirklich zu sehen scheint.



Charaktere


George/Melissa ist ein eher stiller und in sich gekehrter Charakter. Er ist nicht der laute in der Klasse. Nicht der beste in Sport. Er ist sensibel und so gar nicht wie der "typische Junge." Was wohl, wie man schnell erkennt, daran liegt das er kein richtiger Junge ist. Und bald ist man auch schon gefangen in seinem Kampf darum endlich gesehen zu werden. Seinen Rückschlägen, auch von der eigenen Mutter, und dem Aufhelfen von seiner besten Freundin und seinem älteren Bruder. Er zieht Kraft aus seinem Vorbild, auch wenn sie so klein und unscheinbar und unreal ist, wie es nur ein Buchcharakter sein kann. Und mit all dem wirkt er so real in seinen Sorgen und Problemen, das ich ihn oft einfach nur in den Arm nehmen wollte.
Seine beste Freundin ist das genaue Gegenteil. Quirlig und voller Verständnis unterstützt sie ihre nun beste Freundin. Macht ihr Mut, greift ihr unter die Arme und regt sich auch mal zusammen mit ihr gehörig auf. Sie ist ein toller Charakter, dem ich jeden an die Seite nur wünschen kann, der mal Sorgen hat. Große wie Kleine.
Auch George Bruder hat mich sehr überrascht. Wirkte er am Anfang so rüpelhaft. Und dann ist er es der, im Gegensatz zur daran knabbernden Mutter, absolut kein Problem damit hatte. Dies zeigte mal wieder, das Charakter eben nicht nach dem ersten Blick beurteilt werden dürfen. In allen verstecken sich tiefen.



Schreibstil


Mit unglaublich viel Feingefühl erzählt der Autor hier die Geschichte eines Mädchens, welche im falschen Körper gefangen ist. Erzählt von ihren Probleme, ängsten und ihrer Umwelt, die damit teilweise nicht, teilweise gut und teilweise nur sehr schleichend zurechtkommen. Dabei trifft er genau den Nerv. Ich konnte mich jedenfalls sehr gut in Melissa hineinversetzen und hatte mehr als einmal Tränen in den Augen. Vor Rührung. Vor Wut. Konnte mich über die Ungerechtigkeiten aufregen und vor Freude Jubeln, wenn sie wieder eine Hürde genommen hatte.
All das schafft der Autor in kaum mehr als 200 Seiten. Und für mich hätte das Buch sogar noch weiter gehen können. Es gab kein Happy End in diesem Sinne. Alles war offen und doch hatte Melissa einen unglaublichen Schritt getan.
Das Buch ist aus der Sicht des "Jungen" geschrieben und die Tatsache das er die ganze Zeit selber von sich als "sie" spricht, macht wie ich finde dem Leser sehr deutlich, das sich Melissa/George eben genauso sah.
Für sie war sie ein Mädchen.


Das Hörbuch kann man jedem übrigens ans Herz legen. Julian Greis hat einfach eine tolle Stimme. ♥ Er schafft Stimmung, bringt die Gefühle von George rüber und durch die manchmal eingespielte Musik kam alles super bei mir an. Sie zog mir das Herz richtig zusammen bei Szenen, in denen ich eh schon Nah am Wasser gebaut war. Das ich glaube ich eines dieser Bücher, wo man fast beides haben muss



Meinung


Mit "George" hat Alex Gino ein ganz besonderes Buch geschaffen. Eines das wirklich Mal auf etwas den Finger legt, was auch die Mutter unserer Heldin anspricht. Das lesbisch oder schwul zu sein heute, zum Glück, keine große Sache mehr ist. Aber Transgender noch irgendwie ein Tabu-Thema ist. Ein No-Go. Und das Kinder von ihren Eltern entweder schräg angeschaut werden, wenn sie sich öffnen, oder davon ausgehen, dass das Kind da schon rauswachsen wird. Und keiner ahnt dabei, wie es in den Köpfen derjenigen aussieht. Wie groß ihr Leiden ist nicht gesehen zu werden.
All das steckt in diesem Buch und ich bin ehrlich, es hat mich schon ein wenig fertig gemacht. Dieses Auf und Ab der Gefühle. Wahnsinn. Wirklich.
Ich hoffe das dieses Buch eine Wand durchbricht und so dieses Thema in Literatur und Gesellschaft offener gehandhabt wird. So das es vielleicht kein Kind mehr gibt, das wie Melissa darum kämpfen muss, endlich gesehen zu werden.


Selbst jetzt beim Tippen dieser Rezi kann ich mich dem Zauber des Buches nicht entziehen.  Noch immer rumort es in mir, wenn ich daran denke. Es wühlt auf. Das ja. Aber gleichzeitig ist es einfach nur wunderschön, besonders und einfach der erste Schritt.






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250 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 122 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


Das Cover her ist einfach nur Genial. Anders kann man es nicht sagen. Die Idee mit der Piole in welcher das Mädchen sitzt, dazu das rot das an Blut erinnert und irgendwie alles bedrohlich wirkt. Richtig toll. Jeder der Fantasy mag, wird wohl kaum daran vorbeigehen können.



Handlung


Twylla ist 17 und wird von ihrem Land als verkörperung von Daunen, der Tochter der Göttern angesehen und soll nun ihrem Königreich helfen wieder stark zu werden. Dafür soll sie jedoch nicht nur den Kronprinz heiraten, denn nur er und seine Familie sind Immun gegen das Gift, welches durch ihren Körper fließt. Alles scheint vorherbestimmt, bis der Wächter Lief in ihr Leben tritt. Und statt zu ihrem Schutz abzustehen bringt er sie dazu plötzlich vieles infrage zu stellen.

Gibt es wirklich nur diesen einen Weg für sie?



Charaktere


Twylla hat mir als Charakter wirklich gut gefallen. Ihr wurde immer alles vorgesetzt. Wie sie wann zu reagieren hat. Wie sie zu sein hat. Alles. Nun beginnt sie sich selber plötzlich zu ergründen und das geht eben nur Stück bei Stück. Langsam war hier meiner Meinung auch einfach mehr. Auch verstand ich so ihre manches mal leicht naive Art und Weise. Sie muss das Misstrauen einfach noch lernen. Ich denke in Band 2 wird sich hier noch mehr zeigen :)


Lief hat sich erst langsam in mein Herz stehlen können. Anfangs habe ich ihm schon ein wenig misstraut. Keine Ahnung warum, es war einfach so. Aber mit seiner frechen Art hat er mich dann doch rum gekriegt. Auch toll fand ich das er nach und nach Twyll die Augen geöffnet hat und sie zum selber Denken ermuntert hat.


Die Nebencharaktere inklusive Prinz Merek (Finde nur ich den Namen so toll?) und auch die Königin sorgen dafür das diese Atmosphäre einen nicht so schnell wieder loslässt. Denn wem man wirklich vertrauen kann, zeigt sich noch.



Schreibstil


Schon in der Leseprobe war ich der Autorin ja verfallen. Diese tolle Stimmung, gewürzt mit Geschichten und Sagen, Dunkelheit und Intrigen hat mich richtig an die Seiten gebannt. ♥ Davon will man einfach mehr. Auch die zarte Charakterentwicklung verspricht noch viel. Und wenn es weiter geht weiß ich jetzt schon, das ich dabei sein werde.

Gleichzeitig ist der Stil auch etwas Speziell. Mitsicherheit wird es Leute geben die nicht so ganz damit warm werden.


Meinung

Goddess of Poison – Tödliche Berührung – ist ein ganz besonderes Buch und mein Highlight bislang in diesem Jahr. Es hat Potenzial, Feinde, eine ganz andere Protagonistin die gegen ihre Erziehung, ihre Vergangenheit und für ihre Zukunft zu kämpfen lernt. Auch steht ein ganzes Königreich auf eine Art auf dem Spiel, das es alles offen scheint. Und auch die zarte Liebe könnte schlussendlich in Tod und Unglück führen.


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117 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

berlin, jugendbuch, is, attentat, anschlag

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover


Das Cover ist für mich etwas, wo ich hängen bleibe. Die Große Schrift, dazu eine düstere Stimmung und schließlich die Flügel und Federn, welche dem ganzen dann schon fast wieder etwas sanftes gibt. Zumindest ich würde die Flügel mit Freiheit oder Engeln verbinden.

Gleichzeitig zeigt der Titel aber auch, in welche Richtung dieses Buch verlaufen wird. Ein aktuelles Thema wird angezeigt, ohne verschleiert zu werden.



Handlung


Zwei Jungen, die unterschiedlicher nicht sein konnten und die doch eine tiefe Freundschaft verbindet. Doch anders als Alain und auch Margarete, ist Cliff nicht so selbstsicher und die Trennung seiner Eltern wirft ihn gehörig aus der Bahn. Die Freunde helfen und stehen zusammen. Wollen helfen, doch anscheinend genügt das nicht . . .

Cliff konvertiert zum Islam. Landet in einem IS-Camp und kommt als völlig Fremder wieder. Und nicht nur das. Alain hat einen Auftrag mit auf den Weg bekommen.



Charaktere


Wenn man eines über die Charakter sagen kann, dann das sie unglaublich lebendig und Nah sind. Dabei wird Alain und Cliff recht schnell mit Hell-Dunkel assoziiert. Alain ist das Licht, der Engel. Cliff das Dunkel. Das diese Grenzen aber alles andere als fest beschrieben sind, zeigt sich im Verlauf der Geschichte immer deutlicher.

Alain ist ein sehr offener Charakter, der trotz allem seinen Freund nicht im Stich lassen will. Cliff dagegen das genaue Gegenteil. Verschlossen, unsicher, wie er mit Problemen umgehen soll und durch die Trennung seiner Eltern der letzten Sicherheit behoben sucht er zuflucht in vermeidlicher Brüderlichkeit. Ein den man nicht aufhalten kann ... oder?



Schreibstil


Der Stil der Autorin ist wie bei anderen ihrer Bücher wieder etwas ganz besonders. Das Thema dazu natürlich auch nicht das einfachste und doch schaffte sie eine gigantische Geschichte, die veranschaulicht wie ein Mensch plötzlich in diesen Sog hineingeraten kann, obwohl er nicht böse ist, sondern eher einsam, verzweifelt und suchend.

Aufmerksamkeit ist beim Lesen aber erforderlich, da die Perspektive zwischen den Jungs öfters in einem Kapitel durchaus wechselt und man so wirklich konzentriert bleiben muss. Auch fließen vergangene Ereignisse mit ein. Also dran bleiben beim Lesen und dann wird es eine wunderbar runde Sache, bei der sich immer wieder Fragen klären und ich mir von der ersten Seite an wünschte, dass Cliff das Licht finden wird.



Meinung


Antonia Michaelis hat ein Buch geschrieben, in dem so viel drin ist, das man es kaum in Worte fassen kann. Wir haben da natürlich die des Themas, einen Jungen, der in diesem Strom zu ertrinken scheint, Freundschaft, Zusammenhalt, Hoffnung und Verzweiflung. Alles verpackt in eine mitreißende Geschichte, die mich einfach nur fertig gemacht hat. Schon deswegen weil sie die Grenzen von schwarz und weiß verschwimmen ließ. Es wurden Grautöne, in denen man auch irgendwie Cliff zu verstehen begann und nur Hoffen konnte.

Cliff und Alain waren bald mehr als nur Charaktere. Sie wurden lebendig und ich begann darüber nachzudenken, ob es vielleicht gerade solche Gründe waren die Jugendliche aus Deutschland in die Fänge der Terroristen trieben. Weil sie vermeidliche Sicherheit erhofften die sie hier anscheinend nicht finden konnten.

Eine traurige berührende Geschichte, die mich noch tagelang verfolgte.








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120 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

animox, gestaltwandler, das heulen der wölfe, jugendbuch, kinderbuch

Animox - Das Heulen der Wölfe

Aimée Carter , Maren Illinger , Frauke Schneider
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789146237
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover


 Dieses Cover ist einfach nur geil! Schaut euch die Farben an und wenn ihr dann über den Wolfskopf fahrt, spürt ihr die geprägten Erhebungen. Und nicht nur das es dadurch viel plastischer wirkt, es fühlt sich auch einfach toll an. Der Titel ist von der Schrift sehr gut ans Coverbild angepasst. Es harmoniert einfach toll, und wenn ich mit überlege, wie schön da erst die anderen Bände aussehen werden, weiß ich jetzt schon das es kleine Schmuckstücke in meinem Regal werden. 




Handlung


Wenn Tauben einen jeden Morgen aus dem Schlaf reißen und nicht besonders helle um Futter betteln, man sich im Zoo das Lachen verkneifen muss, weil man bemerkt, wie sich Elefanten und Giraffen lautstark über die Besucher lustig machen und der beste Freund eine Maus namens Felix ist, weiß man irgendwie das man nicht sonderlich normal ist. Eine Tatsache die einen die Schulkameraden ungern vergessen ließen.
Doch wenn die eigene Mutter plötzlich von Ratten entführt und eine gänzlich neue Familie, wie aus dem nichts auftaucht, dazu sein eigenes Leben am seidenen Faden hängt und ein Erbe unheilvoll über einem schwebt, dann ist man sich nicht nur sicher das gerade wirklich alles schief läuft, nein man weiß auch das man etwas tun muss. 

Für Simon selbst.
Seine Mom.
Und die ganze geheime Welt der Animox.



Schreibstil


Temporeich. Spannend. Und immer wieder die Frage, wem kann man vertrauen.
Mit diesen drei Dingen baut die Autorin eine Wahnsinns Story auf, welche kleine Nebenäste hat, der rote Faden aber immer klar erkennbar und, was gerade für die Altersklasse wichtig ist, leicht zu folgen ist. Wer nun aber glaubt, es währe langweilig, oh nein! Ich kann euch sagen, es wurde es auf keiner Seite! Denn immer hing diese Frage in der Luft. Wem trauen? Ist alles so einfach oder übersieht man die Graustufen? Können sich Simons Mutter und sein Onkel so irren? Liegt vielleicht doch alles im zurückliegenden Krieg verborgen? Oder ist alles doch ganz anders?

Ich hatte das Gefühl jeder Charakter ist nicht ganz ehrlich. Und bei vielen stimmte das dann auch. Aber Lügen tut man nicht nur um Böses zu wollen, sondern auch für das Richtige. 

Und manchmal ist es eben keines von beiden.



Charaktere


Simon ist so ein Junge, wie sich vermutlich so einige Jungs mit ihm identifizieren können. Er ist nicht gerade der Klassenheld und einfach ein wenig anders als der Rest. Und das nicht nur, weil er kleiner und schwächer ist als der Rest. Aber er ist mutig, auch wenn er Angst hat, Hofft und trauert. Ein ganz normaler Junge der einen schon von der ersten Diskussion mit den Tauben richtig ans Herz wächst. Einfach weil er mal nicht so ein überpowerter Held-Charakter ist.
Winter, ein Mädchen, das er bei seinem Onkel antrifft, und ihm etwas erzwungen bei seiner "Flucht" hilft. Dabei hat dieses Mädchen so manches Geheimnis verborgen. Da war einiges, was gerade über sie erst nach und nach herauskommt. 

"Du bist wirklich so hirnlos wie ein Seepferdchen. Du wirst uns umbringen."


Das SpinnenMädchen Ariana ist ziemlich tough und eine schlechte Verliererin. Zumindest glaubt man das am Anfang. Doch wie hinter jedem Charakter in diesem Buch, ist auch sie nicht so, wie es der erste Blick glauben macht. Denn hinter ihrer schroffen Art, versteckt sich ein ziemlich cooles Mädchen.
Auf den Delfinjunge Jem hab ich gleich lieb gewonnen. Aber wie kann man jemanden nicht mögen,d er sich in einen aufgedrehten Militär-Delfin verwandeln kann?


Dazu kommen die großen und die kleinen Nebencharaktere, Onkel und Großmütter. Brüder und neue Freunde. Alte Feinde und Idioten aber alle einfach nur genial und toll gezeichnet, dass ich so nicht sagen kann, wie die Geschichte weiter gehen wird, denn jeder Einzelne davon hat das Potenzial plötzlich einen Teil der Story zu tragen.
Einfach nur toll.




Meinung


Ich habe mir noch, bevor ich diese Rezi getippt habe, in den Kalender geschrieben, dass Band 2 im Frühjahr nächsten Jahres erscheint. Und ich glaube, wenn man so etwas über ein gerade beendetes Buch sagen kann, ist dies das größte Lob, was es bekommen kann.
Und so ist diese Geschichte dessen Ende ich nicht sehen kann einfach solch ein unglaubliches Potenzial, das man darin versinken kann. Nicht gleich greifbare Freunde, wandelnde Freunde, neue Retter. Dieses Buch hat alles. Der junge Held Simon wächst langsam und sieht seine Verantwortung. Ich denke, in Band 2 wird er etwas zurückhaltender mit seinem Vertrauen sein. Aber seine Reaktionen sind für die Situation einfach logisch. Und für sein Alter sowieso. 

Man will einfach vertrauen.

Dazu kommt, das es mir oft genug genauso ging, ich ähnliche Erklärungen fand und dann genauso wie Simon fassungslos vor der Wahrheit  stand.









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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Am anderen Ende der Nacht

Jan-Philipp Sendker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blessing, 22.08.2016
ISBN 9783896673893
Genre: Romane

Rezension:

Cover

 Ich finde dieses Cover wundervoll passend zu einem Roman, der in China spielt. Schon wegen diesen Muster und dem Farbverlauf- wirklich toll. Dann im unteren Bereich der Mann auf dem Boot und die angedeutete Landschaft. Alles wirkt so  friedlich, das es sich fast schon mir der Realität des Klappentextes beißt. Aber auf eine gute Art und Weise.


Handlung

Einmal nicht aufpassen.
Einmal auf Sicherheit ausruhen und plötzlich ist dein Kind weg.
Ein Albtraum, dem sich Paul und Christine wiederfinden und dem sie nur eines genau wissen. Keinem können sie trauen! Wie durch ein Wunder kommt David wieder in ihre Obhut, doch die Flucht beginnt damit erst. Die Polizei selbst ist ihr Fall, denn beide wissen, in China lebt eine Dekadenz, die grausam und blutig ist. Eine Dekadenz in der Menschen zu Ware wird.
Eine Dekadenz in dem Jemand seiner Freundin ein Kind schenken will, weil sie es süß findet . . .
Flucht ist die einzige Chance.


Charaktere

Paul und Christine sind die beiden Personen, welche zumeist im Mittelpunkt der Handlung stehen.  Durch die Entführung und Flucht werden sie an ihre Grenzen getrieben. Erleben wie gierig und herzlos Menschen sein können, aber auch wie hingebungsvoll und einfach nur freundlich. Diese Freundlichkeit, des eigenen Risikos zum Trotz, ließ sie wie auch mich beim Lesen nicht ungerührt zurück.
Gleichzeitig merkt man wie der Stress und die Furcht an beiden Spuren hinterlässt. An Christine, welche Paul dafür verantwortlich macht und doch weiß, dass es unfair ist. An sich, weil sie Paul liebt, aber seine Nähe gerade nicht ertragen kann. Paul selbst versucht stark zu bleiben, für seine Frau und seinen Sohn.
Und neben den Dreien gibt es da noch die Nebencharaktere, welche nicht viel Raum haben, aber dennoch zeigen, dass es auch noch menschlichkeit zwischen all der Angst und Furcht gibt.


Schreibstil

Jemand der diesen Autor nicht selber gelesen aht ist es sicherlich nicht einfach seinen Stil zubeschreiben. Denn hier zu sagen er bannt an die Seiten wirkt untertrieben: Dafür finde ich seinen ganzen Stil, die Art zu erzählen einfach grandios. Man verliert sich darin, hofft, wünscht, trauert. Denn er schafft es immer wieder selbst Randfiguren ein leben zu geben, das die ganze Tragweite der kaputten Gesellschaft greifbarer machte. All das aufzeigt, was so entsetzlich schief läuft in diesem wunderschönen Land.
Er berührt, hält die Spannung und zieht in den Hauptfaden Nebenfäden ein ohne die Geschichte zu verwässern, sondern sie eher dadurch noch um so viel stärker zu machen.


Meinung

Jan-Philipp Sendker hat mit diesem Buch wieder einmal etwas großes geschaffen. Es zeigt, wie schief vieles läuft, wie sehr Geld und Gier die Menschen verdirbt und die Dekadenz so hoch reicht, dass Menschenleben nichts mehr bedeuten. Sie zu Ware verkommen. Und gleichzeitig zeigt er auch, dass es zwischen all dem schlechten um noch jemanden gibt, der alles tut, um völlig Fremden zu helfen. Sei es durch eine Nacht unruhigem Schlaf oder anderen Dingen, die ihn selber deN tot bringen konnten. Dabei lässt der Autor diese Menschen nicht in Vergessenheit geraten, sondern erzählt auch deren Geschichte. So lernen wir Da Lin kennen, einen kleinen Jungen, der schon zu viel gesehen hat. Oder Gao Gao, welche die macht der Reichen nur zu gut kennt.  
Dieser Satz wird am Anfang und am Ende des Buchs genannt. Ich blieb daran hängen und denke nun nach beenden des Buches, dass der Autor/Charakter damit nicht übertrieben hat.

Der Autor hat ein wunderschönes, berührendes und tief gehendes Buch geschaffen, das zum nachdenken anregt. Über uns und die Gesellschaft. Über das ganze miteinander das wohl viel zu oft seine Grenze an zu viel Macht und Geld findet.

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(48)

89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

liebe, familiengeheimnis, blumen, geheimnis, der duft von eisblumen

Der Duft von Eisblumen

Veronika May
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diana, 08.08.2016
ISBN 9783453358812
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover


Vielleicht nicht ganz so sommerlich aber dafür herrlich erfrischend. So präsentiert sich dieses Buch dem Publikum. Dabei finde ich, hat das Cover eine tolle Eleganz und wirkt durch den hellen Hintergrund und die leuchtenden Farben einfach wunderschön. Ein richtiges Cover zum Verlieben.  




Handlung


Es gibt Tage, bei denen sollte man wohl lieber im Bett bleiben. Man würde sich viel ärger ersparen. Das dachte sich wohl auch Rebekka, nachdem sie zufällig mitbekam, dass ihr Chef sie nur als Quotenfrau war. Und das, nachdem sie so hart für ihren Job arbeitete! Als dann auch noch ihr Ex als neuer Kollege in der Tür steht, reicht es ihr.

Sie muss weg.

Nur raus.

Genau da kann ihr ein Stau gerade noch gelegen. Einpaar unfreundliche Worte und der sonst so coolen Geschäftsfrau riss der Geduldsfaden. Sie gab Gas. Ein Knall .... und schon saß sie vor Gericht, weil sie ihrem Vordermann versehentlich, absichtlich aufgefahren war.

Bald ist auch klar, die Hoffnung auf eine Geldstrafe kann sie abschießen. Sie soll stattdessen Sozialstunden bei der 88-jährigen Dorothea von Katten ableisten.

 Und das einzige was die beiden Frauen gemeinsam zu haben schienen war ihr Sturkopf.

Doch Dorothea hütet ein Geheimnis und auch Rebekka beginnt zu verstehen.



Charaktere


Ich liebe, liebe Dorothea. Diese rüstige Rentnerin mit ihrem Sturkopf hat sich direkt in mein Herz gemeckert. Ich mag solche älteren Damen einfach. Sich nichts sagen lassen aber irgendwie doch alles Mitbekommen. Genial. Rebekka als Gegenpol war da natürlich auch gut gewählt. Auch sie als "harte" Geschäftsfrau kann wirklich noch so einiges von Dorothea lernen. Natürlich würde sie das so einfach nicht zugeben. Und doch sind da fast vergessene Wünsche und Träume in ihr, die ihr nun in der Ruhe des Hauses und in den Gesprächen mit dem charmanten Gärtner langsam wieder an die Oberfläche treiben. 

In diesem Sinne kann sich wohl der ein oder andere in Rebekka hineinversetzen. Wie sie sich in ihre Arbeit kniet und alles hinten anstellt, bis sie plötzlich merkt, wie viel ihr deswegen eigentlich entgangen ist.



Schreibstil


Locker und leicht wie ein Sommerroman präsentiert uns Veronika May ihr Erstlingswerk und punktet gleich zu Beginn mit einem soldien Stil, dem auch der ein oder andere Spritzer Humor nicht fremd ist. Dieser wird schon alleine durch unsere rüstige Rentnerin aufrechterhalten. Ich glaube, sie entwickelte sich schnell zu meinem Liebling.
Zwischendrin wird die Story immer wieder durch Briefe unterbrochen, welche zwischen der älteren Dame und ihrem geliebten Iggy hin und her gingen. Dies baut langsam auf das Geheimnis auf, auch wenn ich zugeben, muss das bei knapp der Hälfte vieles sehr vorhersehbar wurde und so einiges an Spannung verpuffte.

Mir fehlte hier einfach irgendwie noch dieser AHA! Moment. 




Meinung


"Der Duft von Eisblumen" ist ein netter Roman zum einfach mal die Seele baumeln lassen und auch hier und da mal schmunzeln. Dieses "Weiter weiter weiter!" Gefühl hat er jedoch nicht bei mir ausgelöst. Dies liegt sicherlich daran, dass gerade ab der Hälfte die Spannung sehr in die Knie geht. Die Handlung wird vorhersehbar, und auch wenn das Weiterlesen noch nett ist, weiß man doch schlussendlich, wie das ganze ausgehen wird. Hier hätte ich mir wirklich noch etwas mehr Pfiff gewünscht.
Gerade die Charaktere reißen in dieser Hinsicht aber einiges raus und auch der schöne Stil, der über kleinere Längen hinwegtröstete, machen aus diesem Buch ein solides Werk und eine schöne Urlaubslektüre.








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486 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 153 Rezensionen

liebe, hamburg, essen, blumen, restaurant

Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.06.2016
ISBN 9783404173648
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover


Das Cover verrät es schon das wir es hier mit einem Sommerroman zu tun haben. Ein paar Blümchen und die richtigen Farben reichen da meist schon, um jedem Sommerlektüresucher wie ein Neonschild ins Auge zu fallen. Und das sogar ohne Strand und Meer auf dem Cover herumzutragen. Stattdessen darf sich der Leser über ein hübsches Cover freuen, das eine gute Mischung aus hellen und freundlichen Farben hat, aber ohne das diese so "schreiend" wirken.

Einfach eine wirklich nette Mischung. 




Handlung


 Isabelle ist eine junge Frau, die ziemlich tief in ihren Gewohnheiten steckt. Jeden Montag tut sie dies, jeden Dienstag das und Samstag sind natürlich die Fenster dran. Nichts kann ihren Plan erschüttern.
Nichts!
Bis auf das neue Restaurant, das jenes verdrängt hat, bei dem sie seit 11 Jahren jeden Mittag Nudelsuppe gegessen hatte. Und dann hatten sie nicht mal Nudelsuppe. Eine Frechheit, wenn man Isabelle fragen würde. Besonders als der Koch sich auch noch vorstellte und anmerkte das sie ja auch einfach mal was ganz Verrücktes tun und etwas anderes bestellen könnte.
Frechheit aber auch. 

Als dann auch noch dessen Schwester in ihr Leben purzelt ist das Chaos vorprogrammiert.



Charaktere


Isabell ist ein Charakter, über den man einerseits schon schmunzeln und lachen muss, andererseits kann wohl jeder sich so ein bisschen in ihr wiederfinden. Denn ich bin der Meinung, jeder kennt diese Momente, in denen man einfach zu viel grübelt. Ist das gut so? Wenn, dann, vielleicht. Dazu kommt diese geliebte Routine. Für manchen schrecklich, andere finden darin Sicherheit. Können aber auch Dinge verpassen. Gute Dinge. Genau das lernt und begreift auch Isabell und ist dabei so erfrischend normal, dass es richtig Spaß gemacht hat zu lesen.
Jens und seine Schwester haben mir ebenfalls viel Spaß gemacht. Diese beiden sind wie Feuer und Wasser und gleichzeitig wieder total süß zueinander.

Kombiniert man nun diese Mischung noch mit Chaos, Problemen und tollen und verrückten Freunden, hat man schon mal einen guten Anfang.




Schreibstil


Dieses Buch ist das erste der Autorin, welches ich gelesen habe, aber es wird bestimmt nicht das letzte sein. Dafür hatte ich einfach zu viel Spaß mit Isa´s Geschichte. Mit diesem lockeren Stil und viel Humor führt sie durch die Seiten und ich fand regelmäßig etwas zu schmunzeln. Dabei nimmt es seinen Job als Sommerlektüre wirklich ernst und verschafft mit dieser Leichtigkeit ein schönes Maß an Unterhaltung, in die man sich richtig verlieren kann. Auch die Gefühle kommen nicht zu kurz, ohne dabei zu arg ins kitschige zu gehen. Es war richtig süß.
Das einzige Zitrönchen liegt für mich kurz vor dem Ende. Da war es dann in einer Szene, die ich mir schöner vorgestellt hatte, dann irgendwie recht 0-8-15. Große Offenbarungen sollten einfach auch groß sein. Ein paar Küsse alleine reichen da einfach nicht, meiner Meinung nach.



Meinung


Lockere, fluffige Sommerlektüre für heiße Tage oder am Strand. Dieses Buch macht einfach Spaß beim lesen. Und über das Zitrönchen am Ende ärgerte ich mich zwar ein bisschen, aber nicht so arg das ich es nun daran festmachen würde. Dafür hatte dieses Buch einfach zu viele schöne Stunden ausgefüllt. 

Und auch für alle in den Urlaub fahren gerade die etwas für unterwegs brauchen. Die Hörprobe hat mir verraten, dass die Sprecherin geradezu für dieses Buch geschaffen ist. Genau so habe ich mir Isa´s Stimme und ihr ganzes gebaren auch vorgestellt. Nana Spier passt also kurz gesagt einfach super. Und das ganze Hörbuch mit ihr ist sicherlich auch ein Genuss. 

Der liebe Mann im Auto muss sich dann einfach mal fügen. Und wer weiß, vielleicht lernt er ja noch was. lacht

Viel Spaß, viel Chaos und eine Truppe die man richtig lieb gewinnt. 



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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

novum verlag, katzenkrimi

iCats KAMIKATZE

Kerstin Fielstedde
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei novum Verlag in der Verlags- und Medienhaus WSB, 15.10.2015
ISBN 9783958400481
Genre: Romane

Rezension:

Cover

Das Cover ist weiß und hebt sich durch seine Schlichtheit von den zumeist sehr dunkel und bedrohlich gehaltenen Krimi- und Thrillergeschwistern hab. Und natürlich weiß es ein Katzenkrimi ist. Tiere haben es in dieser Genre ja bekanntlich immer etwas schwerer. Die Katze fällt natürlich gleich ins Auge und ich finde ja immer noch das, es aussieht als würde sie an Drähten hängen. ^-^

Handlung

Stubenkater Ian vermisst seine Schwester, welche selbst als Agentin immer dafür sorgte, das sich ihr kleiner Bruder keine Sorgen machen muss. Doch nun ist sie überfällig, und nachdem Ian eine Nachricht seiner Schwester entdeckt ist, ihm eines klar. Inghean braucht Hilfe. Dringend.
Doch wie soll er mit seinem Handycape auf Rettungsmission gehen?
Was Ian braucht, sind hilfreiche Pfoten. Wie gut das er den IT-Spezialisten Maxim an seiner Seite hat.


"Besser Kopf von Hund als Bauch von Spatz."


Doch Ian weiß gar nicht so genau, wo er anfangen soll. War seine Schwester wirklich Sumo auf der Spur? Und wo ist sie jetzt? Lebt sie noch? Fragen über Fragen, die ihn auch seine mehr oder weniger verrückten Reisegefährten nicht beantworten können. Doch eines ist klar. Ihnen lief die Zeit davon. Und die Sache scheint auch größer zu sein, als sie alle geglaubt haben.


Schreibstil

Wenn man über dieses Buch eines sagen kann, dann das es nicht langweilig ist.  Und zwar in keiner Seite. Die Autorin hat ein sehr gutes Tempo drauf. Immer passiert etwas und der manchmal sehr skurrile Humor tut sein übriges. Egal ob prunkvolle Villa oder stinkender Abwasserkanal, trotz der wenigen Worte kann, man sich die Charaktere und die Umgebung sehr gut vorstellen. Gerade weil alles so seine ganz eigene Art besitzt. Selbst kleine Nebencharaktere. Und immer wieder stoße ich so für mich auf Kleinigkeiten, die dann wieder zum Nachdenken anregen.
Der Stil selber gefällt mir sehr gut, auch wenn ich die vielen Absätze und Leerzeilen gerade anfangs sehr irritierend fand und mich bis zum Ende nie so ganz auf den Sinn des ganzen festlegen konnte.


Charaktere

Das erste was ich war, als ich das Buch aufgeschlagen und vorne ins Glossar der Charaktere geschaut habe, war überfordert. Wie sollte ich mir diese ganzen Charaktere merken? Und die Erklärung, wer nun wer noch mal war? Gerade bei diesen wirklich recht ungewöhnlichen Namen.
und dann, tja dann ging es einfach so. Und warum? Weil jeder anders ist. Wir haben eine Sprengstoff liebende Ratte, drogensüchtige Koi-Zwillinge, Ian als seltsamen Kauz und die IT-Katze Maxime. Spionage Spatzen, Modeguru-Hunde, machtgierige Maulwürfe und Killer-Kids. Alle so anders. Alle so eigen in ihrer Art, dass man gar nicht anders kann, als sie auf den ersten Blick gleich lieb zu gewinnen. Meine Lieblinge sind ja die Regenwurm-Umwelt-Aktivisten. Auf so eine Idee muss man einfach erst mal kommen!
Genial!


Meinung

Ich lese ja gerne manches schräges Buch und muss sagen, dieses hat irgendwie mein bislang erlebtes noch getoppt. Und das auch eine richtig geniale Art und Weise. Spannung, Humor -der manches Mal schon ein wenig schwarz ist - und ein tolles Tempo, das einen einfach durch die Seiten fliegen lässt. Wer sich also nicht von merkwürdigen Charakteren abschrecken lässt, Tierkrimis mag und sich einfach Mal auf was ganz Neues einlassen will, ist bei diesem Buch goldrichtig.
Einziges Zitrönchen ist wirklich diese leicht merkwürdige Textgestaltung mit den Leerzeilen. So richtig dran gewöhnt habe ich mich das ganze Buch über nicht dran. Aber genug gemeckert. Denn neben Spannung und Humor, hat dieses Buch auch was zum Nachdenken. Vielleicht bewusst, vielleicht unbewusst oder auch von Leser zu Leser unterschiedlich waren da dann eben mal so kleine Nebensätze, an denen ich Hängen blieb. Sei es wegen Umweltverschmutzung, Tierquälerei oder dergleichen. Themen, die für mich angesprochen wurden, aber auf so indirekte Art, das sie mir persönlich gleich ins Auge vielen. Auch das macht für mich ein gutes Buch aus. Dass ich auch mal "Stolpern" kann.

in Buch das wirklich mal anders ist. Aber gerade dadurch sich aus der Masse abnimmt und jedem der Mutig genug ist sich zu trauen eine Wahnsinns Geschichte verspricht. Also, traut euch.


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51 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

yeti, kinderbuch, stofftier, freundschaft, abenteuer

Bitte nicht öffnen: Bissig!

Charlotte Habersack , Fréderic Bertrand
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551652119
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover


Ich finde dieses Cover ja unheimlich witzig. Man fühlt sich einfach beobachtet und will gleichzeitig wissen, was sich nun unter dem Cover verbirgt. Und schon ab da hatte mich dieses Buch schon fest in der Hand. Zudem, wann bekommt man schon mal ein Buch in die Hand, das davor warnt es zu lesen? Ziemlich selten und dafür um so beliebter. Zumindest bei mir. Und da es Band 1 einer Reihe ist, bin ich schon jetzt neugierig, was mich Covertechnisch bei Band 2 erwarten wird.



Handlung


Ein verirrtes Päckchen.

Zwei Neugier Jungs und das größte Abenteuer, das sich diese auch nur ausmalen konnten. Denn als Nemo ein mysteriöses Päckchen öffnet, steht plötzlich ein Yeti vor ihm. Und dieser will nur eines. Nach Hause. Doch wo soll das sein?

Am besten Zurückschicken ist die Idee, doch bald ist klar, Icy der Yeti hat nicht nur ein gesundes Wachstum, nein, er scheint auch den Winter über dem Städtchen Boring zu halten. Und das im Hochsommer.

Eine Sensation, die bald zu einer Katz und Maus Jagd wird. Denn während Nemo und seine beiden Freunde alles versuchen Icy´s Besitzer aufzutreiben, machen die ersten Jäger Jagd auf den Schneemenschen.

Ob das gut geht?



Charaktere


Nemo ist ein Junge, wie sich viele Jungs mit ihm identifizieren können. Er ist normal, hat Lieblingsfächer, Lehrer, die er nicht so mag und natürlich einen besten Freund. Und als beste Freunde teilte man natürlich alles. Auch haarige Geheimnisse, die den ewigen Schnee in die eigenen Stadt bringen. Dabei ist er auch mutig und verfolgt seinen Plan sehr konsequent. Selbst wenn er Angst hat. Sein bester Freund unterstützt ihn, auch wenn er eher der weniger Mutige ist.

Und dann gibt es noch Oda. Das Mädchen mit den berühmten Eltern wird von allen so sehr beneidet, das keiner sich wirklich zu trauen schien Freundschaft mit ihr zu schließen. Und dabei ist sie gar nicht eingebildet sondern ziemlich cool und pfiffig. Mehr als einmal verschlägt sie den Jungs den Atem.



Schreibstil


Locker, leicht, spannend und mit viel Humor erzählt die Autorin die Geschichte rund um ein verirrtes Päckchen und dessen gestohlener Inhalt. Dabei steht Mut und Freundschaft und zusammenhalt genauso im Mittelpunkt, wie die Tatsache das man auch manches Mal über seinen eigenen Schatten springen muss, um Erfolg zu haben.

Der Stil ist dabei gut dem alter entsprechend und kann auch den Eltern beim Vorlesen eine Menge Spaß haben. Schon weil selbst nach beenden des Buches ein paar Fragen ungelöst bleiben. Lesemotivation ist also hoch angesetzt.



Meinung


Ein Buch, das man nicht lesen soll. Eine Geschichte, die am besten geheim bleibt.
Wo mit kann man wohl Kinder oder auch mich grins am meisten locken als mit einem "Verbot". Richtig! Genau mit diesem Buch. Und neben dem tollen Cover und den witzigen Zeichnungen innen, hat es auch storytechnisch einiges zu bieten. Es legt ein ziemliches Tempo vor. Zu Recht, geht es doch um jede Sekunde! Dabei gilt es nicht nur Erwachsenen auszuweichen, sondern wenn möglich auch zu verhindern das in der Heimatstadt ewiger Winter herrscht.
Ach ja. Und der Besitzer muss natürlich auch gefunden werden. Viel zu tun für ein paar Tage.
Tempo. Spannung. Witz. Und alles gekürt mit der Frage, wer dieses mysteriöse Päckchen versendet hat. Und wird er noch mal zuschlagen? Band 2 ich warte auf dich. ♥

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142 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

fantasy, federherz, liebe, elisabeth denis, jugendbuch

Federherz

Elisabeth Denis
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 25.07.2016
ISBN 9783958820012
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Schaut euch dieses Cover an. Entdeckt ihr nicht auch immer mehr, je länger ihr das Ganze betrachtet? Mir zumindest ging es so. Erst vielen mir die Federn ins Auge, dann natürlich das Mädchen und dann die Landschaft im Inneren des Mädchenschattens. Die Vögel im oberen Teil. Und ich muss sagen, nun da ich das Buch beendet habe, finde ich passt das Cover noch zehn Mal besser. Denn genau wie, da entdeckt man auch im Buch immer mehr das sich langsam zu etwas Großem formt und einen einfach gefangen nimmt.


Handlung

Nach einem ungeklärten Brand wird Mischa mit zwei anderen Schüler an das Eliteinternat Hainpforta geschickt. Doch wo sie Schnösel und Arroganz erwarteten, trafen sie auf einen bröckligen Bau, moosbewachsene Wände und seltsame Schulbedienungen. Mischa wird schnell klar, irgendetwas stimmt hier nicht.  Mit diesem Haus.  Mit den Schülern.  Mit allem.  Und doch macht sie sich jeden Tag auf den Weg dort hin. Wegen der Geheimnisse. Wegen Basil. Und weil sie bald das Gefühl hat, es würde noch mehr hinter den maroden Mauern stecken, als selbst ihre Mutter ihr erzählen mag.


Schreibstil

Fesselnd. Anders. Spannend.
Ich könnte bestimmt noch tausend andere Worte finden. Der Stil der Autorin ist einfach genial. Sie häuft so viel Spannung an, durchwebt es mit aufkommenden Fragen und macht den Leser süchtig nach mehr. Mit einer von ruhig zu laut wechselnden Sprache, dem leichten Schmetterlingsflattern einer zarten Romanze und der Gewissheit das da noch mehr ist, fesselte sie mich an jede Seite. Ihr merkt, ich gerate ins Schwärmen. Aber wenn ihr das Buch in den Händen haltet, wird es euch sicher genauso ergehen. Es sind einfach so viele Fragen, die in einem rumoren. Und dann die Auflösung einmal weg vom zurzeit so typischem.
Begeisterung pur.


Charaktere

Mischa war mir gleich von beginn an sehr sympathisch. Einfach weil sie Normal ist. Ein Mädchen Mit den gleichen Problemen, wie sie wohl viele von uns kennen. Mit einem besten Freund, der ihr das Leben etwas schwer macht, der ersten Liebe und einer gewissen Neugierde, die sie nicht einfach loslassen kann. Genau diese Hartnäckigkeit hat mir viel Spaß gemacht. Denn wenn Mischa weiß das dort etwas lauert, dann ist sie bereit es herauszufinden. Auch wenn das gut und gerne Mal ärger bedeuten kann. Dann haben wir Basil. Dieser junge Mann hat mir ja ganz schön nerven gekostet. Immer wieder schwankte ich zwischen trau ihm - trau ihm nicht. Gleichzeitig besaß er etwas an sich,d as mich genauso neugierig machte wie Mischa. Was aber auch auf alle Bewohner von Hainpforta  zutraf. Sie hatten etwas an sich, was mich einfach verrückt gemacht hatte. Und warum? Weil die Autorin eben nicht gleich ihre Karten zeigte, sondern Fragen aufbaute, mich bis an die Grenzen der Ungeduld brachte, ehe sie es auflöste und dabei mal gänzlich weg von den typischen Vertretern zu gehn. 
Auch die Nebencharaktere wie Mischas Mutter oder Marts sind toll gezeichnet. Und man weiß einfach das mit denen etwas nicht stimmt, aber so richtig kann man es nicht greifen. Spannung!


Meinung

Der Stil der Autorin hat bei mir gleich einen Nerv getroffen. So viel Spannung schon im ersten Band. Es hat mich einfach umgehauen. Jede freie Minute wurde genutzt und auch mal die halbe Nacht durchgelesen, weil man es nun einfach wissen wollte. Dann war es plötzlich halb eins morgens und was tat ich nach dem ich durch war? Gleich mal googeln, wann denn Band 2 kommt. Erst im September. Schrecklich! Wie soll ich das durchhalten?  Falls ihr also gerade nicht wisst welches Buch euer nächstes sein soll, dann habt ihr hier schon einmal einen sehr guten Knadidaten.



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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fritzi sommer, alte ziegenwiese, krimi, cosy, deutsch

Alte Ziegenwiese

Fritzi Sommer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453438521
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover

Das Cover ist auf den ersten Blick auf jeden Fall schon mal eins. So gar nicht blutig-krimimäßig wie es viele sicherlich kennen. Es erinnert mich ein wenig an die Schafs-Krimi-Reihe und wird vielleicht so auch eher Fans dieser Tierkrimis ansprechen. Dabei wird schon aus dem Klappentext heraus klar, blut und verderben wird man wohl eher vergebens suchen. Aber dafür eine Menge Humor vorfinden. Denn wenn sich drei Möpse auf Mördersuche begeben, kann so einiges schief gehen.

Handlung

Mops Henri führ zusammen mit seinen beiden Mitbewohnern Wilma und dem Senior Viktor ein ruhiges Mopsleben in Hamburg. Zu ruhig nach seiner Meinung nach. Immerhin wollte er als Sportmops schon Aktion haben. Und als Krimifan wäre ihm so ein kleiner Fall wie letzten Sommer wirklich recht.
Aber wo nimmt man auf die schnelle nur einen Toten her? Glück im Unglück also, dass gerade da die Mutter seines Frauchens auftaucht und die gesamte Mopsbande mit in den Rosengarten nimmt. Abwechslung total! Bis Nachbarn ihren Vorsitzenden mit einer Forke im Rücken auf dem Misthaufen findet. Henri erkennt schnell, dass hier ein persönliches Motiv am Start ist.  Doch wer könnte es gewesen sein, wo keiner einen Hehl daraus machte, dass der Tote nicht gerade weit oben auf der Beliebtheitsskala stand.


Schreibstil

Das Buch ist locker geschrieben und bietet mehr als einMal Momente zum Schmunzeln. Besonders wenn die werte Mopsbande Mal wieder versucht zu verstehen warum den manche Leute Leichen im Keller haben oder Menschen immer das genaue Gegenteil davon tun, was sie meinen.
Kur um, es nimmt also auch uns Zweibeiner Mal gehörig auf die Schippe. Lachen ist also definitiv erlaubt!
Das Einzige was mich wirklich störte waren die Längen im Buch. Klar Hunde können eben nicht so ermitteln wie Menschen aber doch ruhte die Handlung manches Mal. Zwar hob der Witz das Ganze oft an, aber etwas mehr hätte ich mir dennoch einfach gewünscht.

Charaktere

Henri, Willma und Viktor bilden das pelzige Ermittlungstrio. Auch wenn die richtige Motivation eher bei Sportmops Henri liegt. DennHenri liebt nicht nur Krimi´s, nein er hilft auch den "Kollegen" gerne mal bei ihren Ermittlungen. Und ohne Leiche geht das natürlich immer eher schlecht.
Willma dagegen ist ein Schleckermaul. Nicht gerade die Hellste aber doch ziemlich liebenswürdig. Denn was sie an Hirn nicht hat macht sie einfach durch ihre ganze Art weg.
Viktor, der Senior, ist dagegen ein wandelndes Lexikon, der sich von Wer wird Millionär Fragen regelrecht gelangweilt fühlt. Also ein kleiner Schlauberger, auch wenn seine Motivation zumeist unterhalb des Futternapfs liegt. Zumindest wenn es um Henris Ermittlungen geht.  Die ganze Bande passt auch zusammen trotz kleinerer Zickereien. Aber auch die Nebencharas, die hier zumeist den zweibeinigen Part einnehmen, sind ganz eigen, wenn auch manchmal durchaus klischeehaft gezeichnet.


Meinung

Der Mops-Krimi ist etwas für zwischendurch. Leicht, locker, nicht flach aber doch ohne große Anstrengung zu vernichten. Dabei kann man sich so manches Mal ein Schmunzeln sicherlich nicht verkneifen. Perfekt also für einen faulen Tag auf Sofa oder Balkon.
Für mehr hat es aber dann aus meiner Sicht nicht gereicht. Eine Story ist schon da, aber mir fehlte da einfach Handlung und Tempo. Oft war alles genauso gemächlich wie Willma, wenn ich das Mal so ausdrücken darf. Und ja ich weiß, es sind und alles, aber ein bisschen mehr wäre schon nicht verkehrt gewesen. Vielleicht hätte es schon gereicht, wenn die Menschen nicht immer ewig um den heißen Brei geredet haben. Zumindest konnte es mich in Sachen Spannung nicht wirklich packen.

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(42)

80 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

lissabon, portugal, krimi, erbschaft, heyne

Portugiesisches Erbe

Luis Sellano
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453419445
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover

 Das Cover lädt doch richtiggehend zum Reisen ein, findet ihr nicht auch? Gut der dunkle Himmel ist vielleicht nicht so einladend, aber auch unser Sommer ist nicht gerade nur durch Sonnenschein gesegnet und so ein Sommer wie damals bei Noah ist doch auch mal was Feines. Das Einzige, was ich an der Aufmachung Schade finde, meiner persönlichen Meinung nach, ist das es trotz Atmosphäre nicht wirklich von anderen abhebt. Vom Blau und der Aufmachung hätte es auch "Provenzalische Intrige" und Co. sein können . . .
Erwähnen muss man aber auf jeden Fall, das sich unter den Klappen eine Karte mit den Markierten "Hauptdrehorten" findet. Sehr schöner Zusatz. Gerade jemand der schon mal in Lissabon war, findet vielleicht bekannte Plätze wieder.

Handlung

Eine Reise nach Lissabon verband man wohl eher mit Sonne und Erholung. Nicht mit einem unerwartetem Erbe, Rätsel und einigen Blessuren. Doch schon als Henrik Falkner aus dem Taxi stieg, roch es irgendwie seltsam. Und das lag nicht an dem ganzen Stockfisch überall! Denn aus einem Erbe, einem etwas zu großzügigem Kaufangebot und einem Hinweis seines verstorbenen Onkels, entwickelte sich für den Ex-Polizist ein Abenteuer, mit dem keiner so gerechnet hatte.  Und bald stehen nicht nur die Umstände seines Todes im Zweifel. Die Kreise werden weiter, und ohne das Henrik es so richtig bemerkt hatte, erkennt er das er längst in einem Fall steckt, der tiefer geht als alles, was er bislang erlebt hat. Und die Leichen im Keller werden dabei nicht weniger . . .

Charaktere

Henrik ist stur. Das passt auf ihn einfach am besten. Er kann sich ganz schön in eine Sache verbeißen, glaubt dabei an Gerechtigkeit und ist manchmal überraschend Risikofreudig. Dabei hat er aber auch immer seine Umgebung und besonders die Menschen, welche ihm am Herzen liegen im Blick. Manchmal etwas raubeinig ist er also wirklich kein schlechter Kerl, auch wenn seine Vergangenheit ihm manches Mal heimsucht. Dass man das Buch aus seinem Blickwinkel liest, ohne das es aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, macht es zudem leicht sich in ihn hineinzuversetzen. Die Nebencharaktere, von denen ich mich zwischendurch fragte, wie "Neben" sie denn nun genau sind, sind ebenfalls gut gezeichnet und haben viel Potenzial für spätere Verwendung. 


Schreibstil

Der Stil ist locker und zwanglos und gibt damit sehr gut dem Charakter des Protagonisten einen festen Boden.  Dabei legt der Autor großen Wert die Atmosphäre von Lissabon einzufangen. Von der Schwüle, der Sonne und dem ganzen Trubel, der einem einfach mitreißt. Ein kleines bisschen zu weit ist er dabei gegangen für mich. Zumindest was die Straßennamen und Plätze anging, mit denen er gerade am Anfang geradezu um sich warf und ich mich ein bisschen verwirrt und überfordert zurückließ. Darüber hinaus war der Stil sehr ansprechend und weder zu lasch, noch zu anspruchsvoll. So richtig etwas um einfach mal einen, oder mehr, Tage faul auf dem Balkon zu verbringen.

Meinung

Das Buch hat mir im allgemein wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich mit etwas anderem gerechnet habe. Ich ging davon aus, dass der tot des Onkels im Vordergrund stehen würde, stattdessen überraschte der Autor aber die Leser und seinen Protagonisten gleichermaßen mit einem ganz anderem Fall. Der war nicht weniger spannend, und auch wenn es, wie es sich für einen Krimi gehört, ein paar tote gibt, hält sich Blut und Co sehr zurück. Spannung, Fall und alles drum herum stehen mehr im Vordergrund als Blut und Gedärm.  5 Sterne für einen Krimi der ganz anders ist als man denkt, einen überrascht und man gespannt ist ob Band 2 Fragen klärt oder mehr aufwirft. Wir sind gespannt.

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676 Bibliotheken, 31 Leser, 2 Gruppen, 175 Rezensionen

erotik, calendar girl, audrey carlan, liebe, sex

Calendar Girl - Verführt

Audrey Carlan , Friederike Ails , Graziella Stern , Christiane Sipeer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.06.2016
ISBN 9783548288840
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Cover


Passend zu Januar bis März ,und dem Thema, eine Farbe die so zwischen warm und kalt schwebt, und gleichzeitig durch die roten Blumen richtig Feuer bekommt. Dann die Idee, das Buch in 3 Monaten spielen zu lassen, und dann den nächsten Teil anzuschließen, sodass man am Ende dann das ganze Jahr zusammen haben würde.

Die Signalwirkung kommt auch nicht gerade zu kurz. Und zwischen all den meist gedeckt wirkenden, oder schwarzen, Brüdern und Schwestern dieser Genre, schwenkt Calendar Girl mit seinen Farben geradezu eine „Kauf mich!“ Flagge.



Handlung


Mia hat kaum eine Chance daran wirklich zu glauben das sie die eine Million Dollar für ihren Vater auftreiben kann. Dann die Chance. Sie heuert bei einer Agentur an und soll jeden Monat einen anderen Mann begleitet.

Nichts leichter als das, oder?

Doch dann steht sie Mr. Januar gegenüber und erkennt plötzlich den kleinen Hacken an ihrem perfektem Plan. . . .




Charaktere


Mia ist mal weg vom typisch schüchternem Mauerblümchen, noch ist sie diese rollige Katze die sich gleich auf den Rücken wirft. Sie ist stattdessen ein Familienmensch, will es gerne allen recht machen und würde ihr letztes Hemd für ihren Vater geben. Nur leider ist das keine Million wert. Das sie dann dafür einen sicherlich manchmal auch nicht gerade leichten Job annimmt und da ganz schön aufgeschüttelt wird, ist zu beneiden. Das heißt nicht das ich jede Entscheidung von ihr als gelungen ansehe, aber sie ist doch authentisch. Wie von der Straße genommen. Und bis auf hier und da ein paar defiziente sind wir doch gut miteinander klar gekommen.


Mr January - ein Drehbuchautor und Surfer aus Malibu
Mr February - ein Künstler
Mr March - ein schwuler Gastronom


Die Monatsmänner sind auch jedes mal ganz anders. Und Mr. January ist schon ein Schnuckel. ;)



Schreibstil


Der Stil der Autorin ist schön fließen, auch wenn es schon manchmal etwas überspannt wurde. Meistens aber noch in dem Bereich, den ich einfach als unterhaltend ansehen konnte. Der rote Faden verlief gut durch und so ein bisschen Paarings-Hoffung regt sich da auch schon im Hintergrund. Durch die verschiedenen Männertypen wird es auch nicht langweilig und man will einfach wissen wie es weiter geht.



Meinung


Ein nettes Buch mit ein paar kleinen Schwächen. Aber auch vielen Stärken die es zu einer tollen Sommerlektüre macht. Für jeden Fann von knisternder Leidenschaft und einer durchaus interessanten und abwechslungsreichen Story, sollte sich dieses Buch einmal genauer anschauen.








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45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

tod, abenteuer, familie, freundschaft, abschied

Das wilde Määäh und die Irgendwo-Insel

Vanessa Walder , Zapf
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Loewe, 08.03.2016
ISBN 9783785582138
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Cover

Alte Bekannte trifft man gerade in Kinderbüchern immer gerne wieder und genauso geht es mir bei diesem Buch. Schon das Cover genügt da, um mir ein grinsen auf die Lippen zu zaubern. Hach, jeder, der den kleinen Widder schon kennt, wird mir zustimmen. Alle andern, ab zum nächsten Buchhändler und kaufen. ;) Und auch dieses Mal begrüßt uns ein liebevoll gestaltetes Cover, auf dem man alleine oder aber mit kindgerechter Unterstützung so einige Charaktere wiederentdecken kann. Gleichzeitig weckt es die neugierig.  Denn wer ist denn dieser alte Wolf?   Und der Marder?


Handlung

Man möchte meinen das Ham nachdem er den Ungeheuer vertrieben, den Wald gerettet und seine Eltern gefunden hat nun wirklich mal etwas ruhe und frieden verdient hatte. Leider hatte er da nicht mit der Gämse Grazia gerechnet. Diese ist fest davon überzeugt, dass Ham unsterblich werden muss. Gar kein Zweifel immerhin ist das sein nächster Schritt. Als er bei einer kleinen nächtlichen Flucht vor der aufsässigen Gämsin seine Mutter trifft, gesteht sie ihm in einem Gespräch, das sie Papa Kipp, ihren Gefährten vermisst. Eines Tages ist er von einer Jagd nicht mehr zurückgekehrt.
Ham beschließt, dass er Kip finden muss. Niemals wieder will er seine Mama so traurig sehen. Immerhin würde jedes junges Tier alles tun damit seine Mama nicht mehr einsam und traurig ist. Wie gut nur, das er nicht so ganz alleine dabei ist. Flöckchen, der nach einer heiklen Offenbarung Nicht-Flöckchen genannt werden will, Grazia und Tupfer begleiten ihn auf seiner Suche nach der Insel der Sonne. Doch was sie dabei finden . . . das erwartet niemand . . .


Charaktere

Das Erste, was mir bei unseren so lieb gewonnen Abenteurern aufgefallen ist, ist das sie sich alle in ihrem eigenem Maß gesetzt weiterentwickelt haben. Ham hat Erfahrungen gesammelt, an denen er gewachsen ist. Er ist nicht mehr so tapsig unsicher wie im ersten Buch sondern viel Mutiger, dabei aber freundlich, optimistisch und einfach ganz flauschiges Widderchen.  Seine Mama und seine Familie sind ihm unheimlich wichtig, aber er guckt schon mehr über den Tellerrand hinaus. Und dort warten natürlich weitere Abenteuer auf ihn.
Auch seine Freunde wie Flöckchen, welcher gerade in diesem Buch eine sehr wichtige Erfahrung machen wird, und auch Tupfer und Grazia - die noch nicht so lange dabei sind - machen ihre Erfahrungen und wachsen an all dem.


Schreibstil

Wer die anderen zwei Rezis von mir zu diesem Buch gelesen hat, wird ahnen das hier gleich wieder die Schwärmerei losgeht. Aber kann man es anders ausdrücken? Ich liebe Vanessa Walders Stil einfach. Sie erschafft ein Buch, das Kinder sowie erwachsenen einfach so viel Freude bringt. Ja, beide schafft zu überraschen, zum lachen und - diesmal -  sicherlich auch weinen bringen kann. Und all das mit witzigen Charakteren, die durch ihre Vielfalt so viel Charme haben, im Gedächtnis bleiben und mit Sicherheit auch so manchen Lesemuffel an die Seiten bannen.


Meinung

Als ich das Buch angefangen hatte und dann zum Grund des nächsten Abenteuers von Ham kam, bin ich ehrlich, hatte ich Zweifel. Wieder sollte ein Elternteil gefunden werden. Diesmal der Vater von seinen Wolfsgeschwistern.  Im Grunde dasselbe wie bei den anderen beiden Büchern? Weit gefehlt!! Die Reise führt wieder einmal in eine ganz andere Richtung und Ham lernt nicht nur, das Angst vor einem Schatten unsinnig ist, wenn man nicht weiß, was sich dahinter verbirgt. Nein, er muss auch mit Freude, Enttäuschung und dem Tod selber fertig werden. Dabei ist gerade Letzteres in Kinderbüchern oft sehr zaghaft, wenn überhaupt, aufgegriffen. Um es genau zu nehmen, kenne ich auch nur 2-3 Bilderbücher, die dies als Hauptthema führen. Und nun kommt diese Autorin, baut es in ein Abenteuer ein und schafft es dennoch dem ganzen ein Ende zu geben bei dem man erleichtert, zufrieden und ja, beruhigt ist.
Und wisst ihr was, ich finde es gut dass sie es getan hat. Es wird immer in Kinderbüchern so um dieses Thema herumgetanzt, nur um sich dann zu überschlagen, wenn es in der eigenen Umgebung einen Todesfall gibt. Woher sollen denn die Kinder ihr wissen haben, wenn sie diesbezüglich derartig in Watte gepackt werden? Ein Tabuthema bei vielen, leider. Und dabei kann man es so wunderschön erklären, dass es berührt und Versteht. Versteht, dass derjenige nie weg ist, weil Erinnerungen da sind. Das man traurig sein darf, weinen darf aber dann auch wieder aufstehen muss und weitergehen. Denn keiner kann sagen, welches Abenteuer nach dem Tod kommt. Wo derjenige dann ist. Tot ist, wie der Floh schon sagte, ein Wort hinter dem alles stecken kann.

Ham schafft es ein sensibles Thema wunderschön aufzuzeigen mit all seinen Tränen und dann doch dem Gefühl. dass derjenige immer bei einem sein wird, auch wenn man ihn nicht sieht.

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