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Wiederschied: Kurzgeschichte

Finlay Weber
E-Buch Text: 10 Seiten
Erschienen bei BookRix, 29.12.2015
ISBN 9783739629681
Genre: Sonstiges

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

beschützen, das böse, familien-clan, japan, liebe, mord

Die Maske

Fuminori Nakamura
E-Buch Text: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes Verlag AG, 14.12.2017
ISBN 9783257863420
Genre: Romane

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

durian sukegawa, einsame insel, einsamkeit, erneuerung, familie, freundschaft, gemeinschaft, glück, insel, inselleben, japan, käse, leben, ziegen, ziegenkäse

Die Insel der Freundschaft

Durian Sukegawa , Luise Steggewentz
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.09.2017
ISBN 9783832198619
Genre: Romane

Rezension:

Von Durian Sukegawas Vorgänger, »Kirschlüten und rote Bohnen«, mochte ich sowohl das Buch als auch die Verfilmung. Darum habe ich mich sehr gefreut, dass ein weiterer Roman von dem Autor seinen Weg ins Deutsche findet. Den Leser erwartet hier eine langsame, sehr stille Reise zurück zu den Wurzeln, zu Traditionen - der Protagonist auf der Suche nach einem Lebenssinn.

Der junge Ryosuke ist in Tokyo gescheitert, seine Anstellung als Koch hat er verloren, seine Todessehnsucht konnte er nicht überwinden, deren jüngste Folgen aber zumindest überleben. Gemeinsam mit dem ebenso ziellosen, quirligen Tachikawa und der distanzierten jungen Frau Kaori nimmt er einen Aushilfsjob auf einer Baustelle an - auf einer kleinen, abgelegenen Insel mitten im Pazifik. Hier begegnet er alten Traditionen, Vorurteilen und Skepsis, wenn nicht sogar Feindseligkeit. Neben dem Job treiben ihn aber auch unbeantwortete Fragen aus seiner Vergangenheit hierher. Als er den alten Inselbewohner Hashi kennenlernt, der als Fischer arbeitet und sein Leben ansonsten der Ziegenzucht gewidmet hat, bekommt Ryosuke eine Ahnung davon, wie es für ihn weitergehen könnte ...

Dass es sich bei »Die Insel der Freundschaft« um einen sehr ruhigen, entschleunigten Roman handelt, lässt sich bereits aus der Inhaltsbeschreibung erahnen. Das muss man als Leser natürlich mögen, darüber hinaus sollte man aber auch die richtige Stimmung mitbringen: etwas Platz für Nachdenklichkeit und den sympathischen Gedanken, sein modernes Leben einfach mal drei Technikgänge zurückzuschalten, um zu gucken, was es zu bieten hat, wenn man sich rückbesinnt. Sukegawa geht das Thema größtenteils ohne Kitsch an, sondern erzählt eine angenehme, sehr stille Geschichte.

Dennoch konnte mich dieser Roman nicht ganz so begeistern wie der Vorgänger. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich zwar so ziemlich alles essen, Ziegenprodukten geschmacklich aber nur sehr wenig abgewinnen kann. Wer ähnlich wenig Euphorie für Ziegenkäse oder -milch aufbringen kann, muss akzeptieren, dass man als Leser der Begeisterung der Protagonisten zwar folgen, sie aber wahrscheinlich nicht spüren kann.

Ansonsten bleibt jedoch eine runde, angenehme Lektüre ohne große Spannung, dafür mit einem interessanten Grundtenor. Für mich vier Sterne. Im Zweifelsfall wären es aber eher drei als fünf.

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99 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Menschenwerk

Han Kang , Ki-Hyang Lee
Fester Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 15.09.2017
ISBN 9783351036836
Genre: Romane

Rezension:

Han Kang ist mir vor einiger Zeit als Autorin durch ihren Roman »Die Vegetarierin« begegnet und wusste mich gleich für sich zu gewinnen. Der neue Roman, »Menschenwerk«, ist ebenfalls sehr stark und wuchtig und behandelt ein noch unbequemeres Thema: das Gwangju-Massaker, das sich 1980 in Korea ereignet hat. Während bspw. das chinesische Tian'anmen-Massaker an Studenten weltweit in aller Munde ist, so ist mir das hier behandelte Thema, obwohl ich viel Interesse an Ostasien aufbringe, bisher unbekannt gewesen.

Han Kang schildert die Geschehnisse in ihrem Roman aus verschiedenen Blickwinkeln – jeder weist auch stilistisch leichte Eigenheiten auf. Zu Beginn folgt man dem Geschehen aus dem Blickwinkel eines Jungen, der während des Aufstandes und des Massakers einen Freund sucht, für den er sich verantwortlich fühlt. Erzählt werden diese Szenen aus der ungewöhnlichen »Du-Form« aus der Sicht einer Seele, die über dem Jungen schwebt. Anschließend folgt man dem Geschehen unter anderem, indem eine Angestellte sich an die Tage des Aufstands erinnert - wie sie Teil der Protestbewegung wurde und was sie im Gefängnis (teilweise sehr harte Foltermethoden) über sich ergehen lassen musste. Diese Geschichte wird aus der »Sie-Form« geschildert. Aber anders als erwartet. Die Angestellte wird – ebenfalls von einer Seele? - in der Höflichkeitsform, also der dritten Person Singular angesprochen. Das liest sich sehr ungewöhnlich, aber der Stil funktioniert sehr gut.

Die geschilderten Geschehnisse sind von Beginn an fesselnd (wenn man das bei einem solchen Thema so sagen darf), sodass der Roman sowohl dramaturgisch als auch stilistisch sehr gelungen ist. Allerdings sollte man sich als Leser darauf einstellen, dass die Autorin das Thema schonungslos aus- und aufarbeitet. Neben dem lobenswerten literarischen Geschick bekommt man als Leser darüber hinaus, logischerweise, einen Einblick in ein wichtiges (und leider kaum präsentes) historisches Ereignis.

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88 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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your name.

Makoto Shinkai , Claudia Peter
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Egmont Manga, 05.10.2017
ISBN 9783770496778
Genre: Comics

Rezension:

Ich liebe japanische Literatur, lese aber keine Mangas, sondern nur Romane. Da kam mir dieses kleine Büchlein recht gelegen, da es zwar nah am Anime und/oder Manga liegt, aber dennoch als Roman durchgeht. Sogar als etwas experimenteller, dazu sehr berührender und gleichzeitig spaßiger, der trotz melancholischer Passagen eher heiter stimmt als zu erdrücken.

Mitsuha lebt in einem abgelegenen Dorf, träumt sich aber nach Tokio. So sehr, dass sie eines Nachts tatsächlich feststellt, dass sie während des Träumens im Körper eines Tokioter Schuljungen steckt: Taki – und dieser in ihrem. Wenn man so völlig ohne Plan der äußeren Lebensumstände einfach das Leben eines anderen leben muss, sorgt das natürlich für Schwierigkeiten, Hürden und Komplikationen. Beispielsweise wenn man keine Ahnung hat, wer die besten Freunde sind oder was man am Tag zuvor gemacht hat. Das nutzt der Autor ganz wunderbar. Gleichzeitig müsste es doch, wenn man die Körper tauschen kann, auch die Möglichkeit geben, sich in der realen Welt in den eigenen Körpern zu treffen. Während Mitsuha und Taki im Wechsel von ihrem Erlebnis erzählen, machen sie eine seltsame Entdeckung …

Inhaltlich hat mich der Roman total für sich gewinnen können. Aber auch optisch und vom Stil her ist er etwas ungewöhnlich. Optisch deshalb, weil die Seiten nur dreiviertel beschrieben sind, so breit ist der Seitenrand. Das Buch wird ja auch nicht als eigentlicher Roman, sondern als »Light Novel« beworben – daher wirkt auch der Umfang von knapp 300 Seiten mehr, als er wirklich ist. Stilistisch dann nutzt der Autor die fliegenden Wechsel zwischen den beiden Protagonisten teilweise sehr geschickt, sodass man als Leser einem Verlauf folgt, den man so sonst selten zu lesen kriegt. Sehr schön.

Insgesamt eine interessante, warmherzige, auf schöne Weise etwas eigen geschriebene, spannende Geschichte mit liebenswerten Charakteren.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Nanking Requiem

Ha Jin , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.09.2012
ISBN 9783550088902
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Es muss einer den Frieden beginnen

Nele Holdack , Erich Maria Remarque , Hans Fallada , Stefan Zweig
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 17.02.2014
ISBN 9783351035556
Genre: Klassiker

Rezension:

Im Erzählband »Es muss einer den Frieden beginnen« kommen fünfzehn Autoren und Autorinnen mit ihren Geschichten und Gedichten zu Wort. Autoren, die den Ersten Weltkrieg – teilweise als Soldat – miterlebt haben und die sich, wenn nicht schon von Beginn an, anschließend von ihm abgekehrt haben. »Jahrhundertautoren«, ist im Untertitel zu lesen. Enthalten sind also Geschichten von Autoren mit gehobener Relevanz zum Thema; einige kennt man als durchschnittlich Belesener, andere scheinen etwas in Vergessenheit geraten zu sein (das kann aber auch eine sehr subjektive Wahrnehmung sein, da ich bisher literarisch kaum in der Zeit unterwegs war). Am bekanntesten dürften Stefan Zweig, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, Hans Fallada und Erich Maria Remarque sein.

Neben vereinzelten Gedichten findet man vorrangig kurze Erzählungen, aber auch einige umfangreichere, die teilweise schon fast als Kurzroman durchgehen. Die meisten sind interessant zu lesen, gerade auch aufgrund der vielen Facetten, die durch die unterschiedlichsten Autoren einfließen. Besonders hängengeblieben sind bei mir Zweigs »Der Zwang«, Leonhard Franks »Karl und Anna« sowie Vicky Baums »Hunger« - drei der längeren Geschichten.

In Zweigs »Der Zwang« wird der Konflikt eines Mannes beschrieben, der sich durch einen Aufenthalt in der Schweiz zwar dem Einberufungsbescheid seines Vaterlandes widersetzen könnte – sich aber verpflichtet fühlt und dadurch in einen starken Gewissenskonflikt gerät. Franks »Karl und Anna«, eine interessante Heimkehrergeschichte, lässt einen geflohenen Kriegsgefangenen heimkehren zu der Frau eines Kameraden, die er durch dessen Erzählungen wahrscheinlich besser kennt als sonst jemanden. Er gibt sich als sein Kamerad aus – und es entsteht eine seltsame, aber spannende Liebesgeschichte, von allerlei überschattet. Baums »Hunger« befasst sich mit einer seelisch Gebrochenen, die sich in das Leben einer anderen hinein fantasiert, um ihre eigene Armut zu verschleiern. Die Gedichte und somit kürzeren Beiträge stammen von Edlef Köppen, Kurt Tucholsky und Lion Feuchtwanger.

Ich kann den vorliegenden Band empfehlen. Namhafte Autoren aus einer Zeit, die immer weiter in Vergessenheit gerät, berichten auf verschiedenste Weise über ein dunkles Kapitel des letzten Jahrhunderts. Immer gut zu lesen, meistens spannend und stilistisch ansprechend.

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199 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

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Die Ermordung des Commendatore Band 1

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 25.01.2018
ISBN 9783832198916
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Von Beruf Schriftsteller

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716975
Genre: Biografien

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 14.08.2017
ISBN 9783442715152
Genre: Romane

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Von Männern, die keine Frauen haben

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442717064
Genre: Romane

Rezension:

Ich freue mich immer wie ein kleines Kind zu Weihnachten, wenn ein neuer Murakami erscheint. Nachdem »1Q84« mich in letzter Konsequenz enttäuscht hat, »Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki« aber sehr gelungen war, so liegt nun nach längerer Zeit wieder ein kleiner Band mit Erzählungen vor. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Die sieben neuen Erzählungen gehören für mich mit zu den besten des Autors. Alle vereinen in sich, was Murakami ausmacht, dazu ist jeder einzelnen dieser - für mich - kaum greifbare Zauber eigen, den ich so schwer in Worte fassen kann. Hin und wieder verliert sich Murakami in Allgemeinplätzen und Geschwafel - das war ja aber schon immer so; und er gleicht es an anderen Stellen bestens aus.


Der Titel der Sammlung gibt den Inhalt bis zu einem gewissen Grad vor - aber nicht immer geht es um Männer, denen vorrangig die Frauen fehlen; zumindest nicht in erster Linie. Manchmal fehlt den Protagonisten auch einfach etwas ganz anderes, selbst wenn das teilweise mit Frauen in Zusammenhang steht. Der Großteil der Geschichten ist realistisch-bodenständig, vereinzelt wird es aber auch wieder schön surreal. Dem Großteil der Erzählungen ist gemein, dass sie sehr ausschnittsartig sind und sich in einem Szenario bewegen, bei dem nicht alle Einzelheiten geklärt werden. Dennoch hinterließ keine bei mir das Gefühl, um die Aufklärung betrogen worden zu sein. Im Gegenteil.


Wer etwas detaillierter wissen will, was ihn erwartet - hier eine knappe Übersicht über die Handlungen ...

Drive My Car: Ein typischer Murakami-Mann stellt unter gewissen Bedingungen eine private Chaffeurin ein und gelangt mit ihr in einen Austausch über eine Episode aus seiner Vergangenheit. Klassische, sehr gut gewählte Binnen- und Rahmenhandlung.

Yesterday: Erinnerte mich von der Stimmung an »Ein modernes Volksmärchen für meine Generation« aus »Blinde Weide, Schlafende Frau«. Eine sehr melancholische Uni-Geschichte über Freundschaft und Liebe.

Das eigenständige Organ: Ein Schönheitschirurg, der in mittleren Jahren zum ersten Mal der Liebe verfällt ...

Scheherazade: Eine in ein sehr skizziertes, rätselhaftes und unreales Setting eingebundene Geschichte über einen Mann, der aus welchen Gründen auch immer nicht aus seiner Wohnung kann, dort aber regelmäßig Besuch einer wundersamen Frau erhält.

Kinos Bar: Hat mich von der Stimmung sehr an den Roman »Südlich der Grenze, westlich der Sonne« erinnert. Eine sehr jazzige, melancholische Kneipenstimmung; über einen Bartender, dem - tja, die Frau fehlt.

Samsa in Love: Wunderbar, wenn auch im Laufe der Geschichte mit kleinen logischen Lücken, was das Handeln des Protagonisten angeht. Kafkas »Verwandlung« einmal umgekehrt ... ein Käfer wird zu einem Menschen, nämlich zu Samsa.

Von Männern, die keine Frauen haben: Mit der titelgebenden Geschichte schließt das Buch sehr melancholisch ab. Teilweise trägt die Geschichte sogar leicht resignierende, bittere Züge. Vielleicht nicht die beste Wahl, sie ans Ende des Buches zu stellen, trotzdem eine tolle Geschichte.


Insgesamt kann ich nichts Schlechtes über die neue Sammlung aus Erzählungen sagen. Zusammen mit »Nach dem Beben« für mich die besten Erzählungen/Kurzgeschichten des Autors. Melancholische Storys, die zwischen Alltäglichkeit und Surrealem pendeln, die in einem knappen Szenario angesiedelt sind, aber keine unangenehmen Leerstellen hinterlassen. Wunderbar!


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102 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fabrik, fantasy, gedankenwelt, gesellschaft, hard-boiled wonderland und das ende der welt, haruki murakami, imagination, literatur, ohne leid keine freud, philosophie, system, thriller, tokio

Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt

Haruki Murakami , Annelie Ortmanns
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2016
ISBN 9783442713974
Genre: Romane

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Wenn der Wind singt / Pinball 1973

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2018
ISBN 9783442715930
Genre: Romane

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684 Bibliotheken, 31 Leser, 4 Gruppen, 34 Rezensionen

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1Q84 (Buch 1, 2)

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 1.021 Seiten
Erschienen bei btb, 10.09.2012
ISBN 9783442743629
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

2 brüder, amerika, bein, brüder, fahrerflucht, familie, freunde, freundschaft, geld, hotel, hotelzimmer, krank, krankenhaus, liebe, motel

Motel Life

Willy Vlautin , Robin Detje
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei bloomsbury taschenbuch, 01.02.2013
ISBN 9783833351129
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Die Freien

Willy Vlautin ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 05.10.2015
ISBN 9783827011763
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Zwischen uns der Mond: Erzählung

Finlay Weber
E-Buch Text: 49 Seiten
Erschienen bei BookRix, 30.08.2017
ISBN 9783743830394
Genre: Sonstiges

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Remis der Reminiszenzen: Kurzgeschichte

Finlay Weber
E-Buch Text: 17 Seiten
Erschienen bei BookRix, 15.02.2017
ISBN 9783739697390
Genre: Sonstiges

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

anna, deutschland, erzählungen, exilliteratur, liebe, nachkriegszeit, schicksal, ww1

Karl und Anna

Leonhard Frank
Flexibler Einband: 76 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1986
ISBN 9783150089521
Genre: Klassiker

Rezension:

Ich bin durch die Materialien zu »Im Westen nichts Neues« zu dieser Geschichte gekommen. Hier wird sie als Roman, dort als Kurzgeschichte und woanders als Novelle bezeichnet – aus Trotz spreche ich jetzt einfach mal von einer Erzählung.

Die Erzählung »Karl und Anna« handelt von Karl und seiner Liebe zu der Frau eines seiner Kameraden. Während Karl und Richard in russischer Kriegsgefangenschaft sind und Gräben ausheben, schwärmt Richard ihm von seiner Frau Anna vor – bis ins letzte Detail, selbst ihre Körperhaltung beim Sex schildert er minutiös. Karl selbst erträumt sie sich zum Idealbild zusammen, etwas, das Sinn verheißt und Halt gibt: Er verliebt sich in die Frau, die er nur aus Erzählungen, dafür aber bis in jedes Detail kennt. Als Richard verschleppt wird, nutzt Karl seine Chance, flieht – und begibt sich auf den langen Weg zu Anna, wo er sich als Richard ausgibt. Anna erkennt zwar, dass der Mann vor ihrer Tür nicht Richard sein kann; aber dass er sie so gut kennt, schenkt ihr Wärme …

Nach »Im Westen nichts Neues«, das die Brutalität des Krieges in seinen direkten Facetten zeigt, zeichnet »Karl und Anna« ein etwas anderes Bild. Die Erzählung behandelt im Kern, wie man während der Härten des Krieges etwas sucht, an das man glauben kann – sowohl als Soldat, aber auch als Frau in der Heimat, die ohne Genaueres zu wissen auf die Rückkehr ihres Mannes wartet und hofft. Und dass es manchmal reichen kann, etwas zu finden, das diese Leere füllt.

Die Sprache ist jederzeit einfach zu verstehen. Kitschig fand ich die Geschichte nicht, vielmehr fand ich ihren Grundgedanken sehr interessant.

Wer mehr zum Thema »Erster Weltkrieg« lesen möchte, dem sei gesagt, dass diese Geschichte auch im Sammelband »Einer muss den Frieden beginnen« zu finden ist.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

2. weltkrieg, himeyuri, japan, krieg, okinawa

Die Prinzessin der Lilien: Die Geschichte der Schülerinnen von Himeyuri

M.P. Anderfeldt
Flexibler Einband: 198 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 09.03.2014
ISBN 9781496157454
Genre: Historische Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Zärtliche Klagen: Roman

Yoko Ogawa
E-Buch Text: 270 Seiten
Erschienen bei Verlagsbuchhandlung Liebeskind, 20.02.2017
ISBN 9783954380763
Genre: Romane

Rezension:

Ruriko zieht es in die Berge in die alte Ferienwohnung ihrer Familie; sie braucht Abstand von ihrem Mann, der sie regelmäßig betrügt und manchmal schlägt. Hier kann sie, abgeschnitten vom Großteil der Außenwelt, auch an ihrem derzeitigen Auftrag als Kalligraphin arbeiten. In direkter Nähe wohnt jedoch der Cembalobauer Nitta mit seiner Gehilfin und einem alten Hund, deren Bekanntschaft sie macht. Es entsteht eine stille, langsame, poetische, leicht melancholische Geschichte um eine angedeutete Dreiecksliebesgeschichte, aber auch um die Frage, was für einen selbst zählt.

Bei Yoko Ogawas Romanen habe ich regelmäßig das Gefühl, dass sie ihre Handlung immer um die seltsamsten bzw. unscheinbarsten Gegebenheiten und Gegenstände webt, die ihr einfallen. Ob nun ein ganzer Roman über Schach, über den Gesang der Vögel, die Liebe zu Ohren – oder wie im vorliegenden Roman »Zärtliche Klagen« über den Bau von Cembalos.

Ihre Sprache ist dabei kühl-poetisch und unaufgeregt, die Handlung langsam, aber nicht langweilig. Ihre Protagonisten sind in der Regel etwas eigen, so auch die Protagonistin Ruriko.

Im Vergleich zu den letzten auf Deutsch erschienenen Romanen der Autorin empfand ich diesen hier aber noch ein Stück weit kurzweiliger. Hier gibt es keine Längen (es sei denn, man kommt als falscher Leser zu Yoko Ogawa: Dann dürfte das ganze Buch eine einzige Länge sein) und insgesamt ist das eine runde Sache.

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171 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 18 Rezensionen

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Im Westen nichts Neues

E.M. Remarque , Thomas Schneider
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 23.01.2014
ISBN 9783462046335
Genre: Romane

Rezension:

Der Name des Buches »Im Westen nichts Neues« ist mir vor gefühlten Ewigkeiten zum ersten Mal in einem Lied einer deutschen Punkband begegnet – jetzt endlich habe ich es mal geschafft, ihn zu lesen.

Der Roman spielt zur Zeit des Ersten Weltkriegs an der Westfront, allerdings sind weder Jahr noch Ort exakt terminiert. Im Zentrum steht der deutsche Soldat Paul Bäumer, einer wie viele; ein viel zu junger Mann, der sich – beeinflusst u.a. von promilitanten Lehrern – freiwillig meldet. In Intervallen zwischen Front und Fronturlaub erfährt man somit das Leben eines normalen Soldaten, all die Schrecken, Grauen (die Remarque nicht beschönigt), Kameradschaft und Latrinenwitz. Die Stimmung ist dabei sehr bedrückend. Wenngleich der Autor im Vorwort versichert, das Buch sei weder Anklage noch Bekenntnis, so lässt die Schilderung des Kriegsalltags keinen großen Spielraum für das Heldenhafte im Krieg. Remarque bedient sich keiner großen literarischer Kunstgriffe, weder hinsichtlich der Sprache noch des Aufbaus, sondern schildert alles direkt, nah und teilweise etwas rotzig. Fazit: Absolut gelungen.

Das letzte Drittel enthält allerlei Materialien zum Buch. Eigentlich wollte ich sie ignorieren, aber dann waren sie doch sehr interessant und aufschlussreich. Etwas seltsam empfand ich allerdings die Tatsache, dass Tucholsky das Buch einerseits lobt, es unter einem seiner Pseudonyme dagegen harsch angreift. Darüber hinaus wird sich mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit oder ob der Autor seinem Buch eine politische Dimension hätte geben sollen.

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13 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Coin Locker Babys

Ryu Murakami , Ursula Gräfe
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Septime Verlag, 15.06.2015
ISBN 9783902711359
Genre: Romane

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313 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

anika beer, fantasy, jari, jugendbuch, kater, katze, katzen, liebe, nachtglas, nele, set, seth, traum, träume, traumwelt

Wenn die Nacht in Scherben fällt

Anika Beer
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbj, 13.05.2013
ISBN 9783570402023
Genre: Jugendbuch

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86 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

brunnen, debüt, emotionen, erstlingswerk, erwachsenwerden, flippern, frauen, freundschaf, freundschaft, frühwerk, gammel, haruki murakami, japan, leben, ratte

Wenn der Wind singt / Pinball 1973

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 20.05.2015
ISBN 9783832197827
Genre: Romane

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