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167 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

homosexualität, liebe, verlieben, jungs, schwul

Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

David Levithan ,
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 24.09.2015
ISBN 9783737351850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erste Sätze

"Ihr könnt nicht wissen, wie es jetzt für uns ist - da werdet ihr immer einen Schritt hinterher sein. Seid dankbar dafür. Ihr könnt nicht wissen, wie es damals für uns war - da werdet ihr immer einen Schritt voraus sein. Seid dankbar, auch dafür."
Worum geht's?

Craig und Harry wollen den Weltrekord für den längsten Kuss brechen, und der dauert über 32 Stunden. Eigentlich sind sie gar nicht mehr zusammen. Doch mit diesem Kuss wollen sie ein Zeichen setzen für die gleichgeschlechtliche Liebe. Neil und Peter sind schon länger zusammen, müssen jedoch noch herausfinden, ob ihre Liebe auch alltagstauglich ist. Ryan und Avery haben sich gerade erst kennengelernt und finden erst langsam zueinander. Cooper fällt es schwer, sich selbst zu akzeptieren. Er isoliert sich immer weiter und flüchtet sich in Internet-Chatrooms. Wie gehen all diese Jungs mit ihrem Schwulsein um und was kann der Kussrekord verändern?


Meine Meinung

Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch! Es sollte in den Buchläden auf den Präsentiertischen liegen und Blogger sollten darüber schwärmen. Ich hoffe, ich kann einen kleinen Teil dazu beitragen, dass "Two Boys Kissing" kein Geheimtipp mehr bleibt. 

Also, was ist so toll an diesem Buch? Erstmal ist David Levithan ein Meister darin, verschiedene Geschichten, die Leben von unterschiedlichen Menschen, miteinander zu verweben. So auch in diesem Buch, in dem alle Jungs irgendwie von dem Kussprojekt erfahren und es sie mehr oder weniger beeinflusst. Durch diese unterschiedlichen Sichten wird das Buch sehr vielschichtig und lebendig. Alle Jungs sind schwul, jeder geht aber auf eine vollkommen andere Weise damit um. Manche scheinen überhaupt kein Problem damit zu haben, sich so zu akzeptieren wie sie sind, anderen fällt es schwerer. So verlaufen nicht alle Geschichten positiv. Stattdessen wir auch auf Schwierigkeiten eingegangen, wie Hass und Gewalt gegen Schwule, sowie auch Unverständnis und Tabuisieren oder Suizid, jedoch ohne dies zu überzeichnen. 

Ein weiterer schöner Aspekt am Buch ist die Stimme der früheren Generation Schwuler, welche sich durch die Geschichte zieht. Sie gibt Kommentare zu den einzelnen Schicksalen ab und fühlt und leidet mit den verschiedenen Jungs. Man erfährt durch sie die historische Entwicklung des Umgangs mit Heterosexualität in der Gesellschaft und merkt dadurch, was sich im Laufe der Jahre geändert hat und um wie viel leichter es heutzutage für Schwule ist, sich als schwul zu outen und anerkannt zu werden. Da jedoch die Jungs im Buch auch noch mit Ausgrenzung und Ablehnung zu tun haben, wird deutlich, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Man kann daher nur erahnen, was zukünftige Generationen Schwuler zu erzählen haben könnten. 

Auf jeden Fall ist das Buch etwas für jeden. Denn ich finde, man erkennt, dass Liebe universell ist und man sich dadurch auch in die Liebe der Jungs hineinversetzen kann. Schade, dass es nicht mehr Jugendbücher gibt, die auf das Thema Heterosexualität eingehen, da es doch mittlerweile etwas ganz normales ist. Umso wichtiger ist es, dass dieses Buch gelesen wird, da es Verständnis für das Thema weckt. 

Dadurch, dass David Levithan einen unverwechselbaren zum Teil poetischen Schreibstil hat, lässt sich das Buch wunderbar lesen. Es ist eines dieser Bücher, in das man am liebsten ganz viele Eselsohren machen würde, um die Stellen zu markieren, die einen berühren und zum Nachdenken bringen, weil sie so viel Wahrheit beinhalten. Glaubwürdig macht das Buch außerdem die Anmerkung des Autors, dass die Geschichte zum Teil auf einer wahren Begebenheit beruht. Zwar ist sie natürlich fiktiv, jedoch haben im Jahr 2010 wirklich zwei Collegestudenten den Weltrekord im Langzeitküssen gebrochen. 


Fazit: 

Ein wichtiges und wunderbares Buch. Wer gute LGBTQ Literatur sucht, ist hier definitiv an der richtigen Stelle!

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

roadtrip, band, zukunft, liebe, freunde

Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem

Nina LaCour ,
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551583345
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erste Sätze:

"Bev sagt, auf der Bühne hat sie das Gefühl, dass die Welt für sie die Luft anhält. Sie fühlt sich wie elektrisiert, lauter als tausend heulende Sirenen, mächtiger als Gott."

Worum geht's?:

Die Schule hinter sich, haben Colby und seine beste Freundin Bev große Pläne. Sie wollen nicht, wie die anderen sofort nach der Schule studieren. Sie wollen ein Jahr quer durch Europa reisen. Vorher steht jedoch noch ein gemeinsamer Roadtrip  mit zwei Freundinnen an. Bev, Alexa und Meg spielen gemeinsam in einer Band und und touren eine Woche lang durch Cafes und Bars. Colby fährt die vier Freunde mit einem VW Bus durchs Land, doch bereits zu Beginn scheint der Roadtrip zu platzen und Colbys Zukunft ist ein großes Fragezeichen...



Meine Meinung:

Roadtrip Bücher sind für mich die perfekten Begleiter im Sommer! Dieses Buch hat mich sehr überrascht, da ich zunächst davon ausgegangen bin, dass das Buch nach den üblichen Mustern eines Buches aus dieser Spate ablaufen wird. Doch bereits nach der ersten Seite konnte man merken, wie besonders diese Geschichte ist.

Nicht wie üblich erzählt eine weibliche Protagonistin die Geschichte, sondern in diesem Buch haben wir es mit einem männlichen Protagonisten zu tun, was sehr erfrischend war. Auch steht die  Liebesgeschichte nicht im Vordergrund, da Colbys Träume bereits auf den ersten Seiten zerplatzen.
Zunächst war ich mir nicht sicher, ob ich den abrubten Einstieg in die Geschichte passend fand, da man noch nicht viel über die Charaktere wusste, doch  mit der Zeit hat man sie besser kennen gelernt und fand die vier Freunde alle auf ihre eigene Art sehr symphatisch! Auch die Charaktere die nur am Rande aufgetaucht sind, waren alle sehr interessant und sehr gut ausgearbeitet.

Am besten an der Geschichte hat mir die Atmosphäre gefallen. Das Buch bringt sehr viele Emotionen mit sich: von Trauer über Freude und Liebe, bis zur Angst vor der Zukunft. Es werden Probleme und Ängste behandelt, in die sich jeder hineindenken kann, so wird das Buch wirklich zu einem Herzensbuch, das man so schnell nicht vergessen wird. Die Autorin schreibt unglaublich schön und poetisch, wodurch sie die Melancholie, die das Buch ausstrahlt noch einmal verstärkt!

Natürlich lebt das Buch, wie alle Roadtrips, von außergewöhnlichen Begegnungen und ungewöhnlichen Orten, die die Charaktere treffen und besuchen. Hier spielt aber auch die Musik eine große Rolle, da die vier ja mit ihrer Band auf Tour sind. Der Musik Aspekt im Buch war für mich das Tüpfelchen auf dem I. In diesem Buch ist einfach alles vereint, was ich mir für ein perfektes Buch wünsche und die Umsetzung war erstklassig!


Fazit:

Dieses Buch vereint alles, was man sich nur wünschen kann und konnte mich vollkommen überzeugen! Alle die ein Roadtrip Buch suchen und sich nicht entscheiden können, würde ich dieses an oberster Stelle empfehlen!!!

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fotografien, gedichte, lyrik

Könnte ich meine Sehnsucht nach dir sammeln

Zoran Drvenkar , Corinna Bernburg
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.05.2015
ISBN 9783570159095
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:



Worum geht's? 
Ein Autor und eine Fotografin. Ein Jahr lang schießt sie jeden Tag ein Foto und schickt es an den Autor. Dieser hat bis Mitternacht Zeit, ein Gedicht, passend zu dem Foto, zu schreiben. Dies ist das erste von vier Büchern des Projektes und wir begleiten die Fotografin und den Schriftsteller in diesem ersten Band über den Sommer hinweg.


Meine Meinung:

Als ich von dieser Idee las, dachte ich sofort, dass dieses Projekt etwas ganz tolles hervorbringen kann und nach dem Lesen des ersten Teils hat sich meine Vorahnung zu 100% bestätigt. Ein Buch dieser Art findet man so schnell kein zweites Mal! Ich mag besondere Bücher immer sehr gerne. Bücher, die sich von anderen grundlegend unterscheiden. Das Leseerlebenis wird bei diesem Buch auch noch durch das Seherlebnis ergänzt. Sowohl die Fotos, als auch die Gedichte, sind für sich alleine schon etwas ganz wundervolles. Zusammen aber bringen sie Geschichten zum Leben! Dieses Buch bringt Einblicke in das Leben zweier Personen und man fühlt sich, als ob man heinmlich ein Tagebuch liest. Jede Seite bringt eine neue Geschichte zum Vorschein. Eine bringt einen zum Lachen, die nächste zum Weinen! Das Buch ist so intensiv, berührend und echt, wie es einfach nur das wirkliche Leben sein kann. Die Fotos fangen Momente ein, die Gedichte spinnen diese Momente weiter und es werden wundervolle und einzigartige Geschichten daraus. Besonders fasziniert hat mich die Ideenvielfalt der Gedichte. Manche haben auf den ersten Blick gar nicht so viel mit dem Foto zu tun. Andere beschreiben das Bild bis in die Details.
Fazit:

Ich denke, dieses Buch ist für Gedichte- und Fotografie-Liebhaber ein Muss. Aber ich denke auch, dass es diejenigen überzeugen wird, die eigentlich nicht viel mit Gedichten anfangen können, da es ein so intensives Buch ist, dass es meiner Meinung nach niemanden kalt lässt.
Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung und ich kann es mir auch sehr gut zum Verschenken vorstellen.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Die Sache mit dem Glück

Matthew Quick , Boris Aljinovic
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 15.12.2014
ISBN 9783837128635
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht's? Bartholomew Newt ist 39, hat noch nie gearbeitet und lebt noch bei seiner Mutter, als diese in Folge einer Erkrankung stirbt. Nun steht er ganz alleine da und muss sich überlegen, was er mit seinem Leben anfangen will. Als er in der Unterhosenschublade seiner Mutter einen Brief von Richard Gere, in dem er zum Boykott der Olympischen Spiele aufruft, findet, wird ihm klar, dass der Schauspieler seiner Mutter viel bedeutet haben muss, was für ihn auch damit zusammenhängt, dass sie Bartholomew in der letzten Zeit nur noch "Richard" genannt hat. Er sieht eine Verbindung zu ihm und beginnt, ihm Briefe zu schreiben...     Meine Meinung Wie man es von Matthew Quick gewöhnt ist, hat man es in diesem Buch auch wieder mit einem ungewöhnlichen Hauptcharakter, einem Looser-Typen zu tun. Bartholomew hat in seinem ganzen Leben noch nichts wirkliches geleistet, außer, dass er seine schwer kranke Mutter in den letzten Jahren bis zu ihrem Tod gepflegt hat. Zusammen mit ihr lebte er in seiner eigenen kleinen, abgeschirmten Welt, unternahm kaum etwas und hatte auch keine Kontakte zu anderen. Trotz allem war er sehr zufrieden mit seinem Leben. Dies verändert sich jedoch, als seine Mutter, sein einziger Lebensinhalt, stirbt. Bartholomew ist im Zusammenleben mit ihr immer das Kind geblieben und verhält sich daher auch kindlich naiv und unbeholfen. Diese naive und unschuldige Sichtweise auf die Welt ist äußerst unterhaltsam und einfach ungewöhnlich für einen Mann in diesem Alter. Einerseits ergeben sich dadurch viele komische Situationen, andererseits ist die Situation, in der sich Bartholomew befindet, auch einfach nur traurig. Ich finde es schön, dass sich der Autor oft solchen Menschen, die eher am Rande der Gesellschaft stehen, zuwendet und ihre Geschichten erzählt, er dies aber nie in irgendeiner Form abwertend belächelnd oder herablassend tut. Vielmehr kommen die Charaktere immer sehr liebenswert herüber und man schließt sie sofort ins Herz. Dadurch versucht man dann auch, ihre Situation und Sichtweise zu verstehen. Man leidet und fiebert daher mit Bartholomew mit und wünscht sich für ihn, dass er ins Leben hinein findet. Ganz langsam begleiten wir ihn Schritt für Schritt auf dieser Reise.   Wie typisch für diese Art von Büchern, entwickelt sich die Geschichte langsam. Für mich persönlich hatte der erste Teil ein bisschen zu viele Längen, sodass man nicht sofort hundertprozentig hineingefunden hat. Auch waren die Auflösungen, die das Ende bereithielt, nicht wirklich überraschend und unvorhersehbar, sondern haben sich eher schon recht früh abgezeichnet, was ein wenig enttäuschend war.   Nach etwas längerer Hörbuchabstinenz habe ich mich hier mal wieder an eines gewagt und ich muss sagen, dass es eine schöne Abwechslung war. Der Sprecher, Boris Aljinovic, den man aus dem Tatort kennt, hat die Geschichte von Bartholomew sehr einfühlsam erzählt und seine kindliche und unbedarfte Art sehr authentisch wiedergegeben.     Fazit   Wer ungewöhnliche, liebenswerte Charaktere und eine berührende Geschichte sucht, ist bei diesem Buch an der richtigen Stelle!

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387 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

bücher, buchhandlung, liebe, adoption, roman

Die Widerspenstigkeit des Glücks

Gabrielle Zevin , Renate Orth-Guttmann
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.05.2015
ISBN 9783453358621
Genre: Romane

Rezension:


Erste Sätze:

"Auf der Fähre von Hyannis nach Alice Island lackiert Amelia Loman ihre Nägel gelb, und während sie darauf wartet, dass sie trocknen, überfliegt sie die Notizen ihres Vorgängers. "Island Books, Jahresumsatz ca. 350 000 Dollar, hauptsächlich in den Sommermonaten durch Urlauber", berichtet Harvey Rhodes."


Worum geht's?

A.J. Fikry ist ein Mann, der seine Lebensfreude verloren hat. Seine Frau, mit der er einen kleinen Buchladen auf einer Insel betrieben hat, ist gestorben und die Buchhandlung läuft ohne sie nicht mehr. Da taucht auf einmal ein kleines Mädchen bei ihm im Laden auf, das von seiner Mutter zurück gelassen wurde. A.J. nimmt sich des kleinen Mädchens an und sie verändert sein ganzes Leben...
Meine Meinung:

Gabrielle Zevin hat es geschafft, eine Geschichte zu schreiben, die zutiefst berührt. Alle Buchliebhaber werden A.J.'s Lebensgeschichte lieben und sich selbst in seinen kleinen Buchladen wünschen. Ich hatte im Voraus bereits viel Gutes über das Buch gehört und meine hohen Erwartungen wurden keinesfalls enttäscuht. Man schließt alle Charaktere schnell ins Herz. Zum Einen A.J., der etwas schrullig, aber sehr liebevoll ist und immer wieder Lesetipps gibt, sodass einem der Lesenachschub so schnell nicht ausgeht :).  Zum anderen sind da aber auch die zahlreichen Nebenchraktere, die entweder von Anfang an lesebegeistert sind, oder es mit der Zeit werden. Dieses Buch lässt die Herzen aller Buchliebhaber höherschlagen. Es ist ein Plädoyer dafür, was kleine Buchhandlungen uns alles bieten können und dass sie nicht zum Aussterben verdammt sind!Die Autorin beschreibt uns die Magie der Worte und zeigt, dass Lesen verbindet. A.J.'s Lebensgeschichte bringt den Leser zum Lachen, zum Weinen und zum Grübeln über das eigene Leben und das Glück, das manchmal direkt vor einem wartet. Das Buch erzählt nicht nur A.J.'s Geschichte, sondern begleitet auch Personen aus seinem Bekanntenkreis auf ihrer Suche nach dem Glück. Die Wege der Menschen kreuzen sich und das Lesen und A. J's Buchladen bilden den Mittelpunkt!
Fazit:

Ich möchte dieses Buch nicht mehr aus meinem Bücherregal missen, da es eine Lobeshymne auf das Lesen und das Leben ist! Eine tolle Mischung aus allem, was Leserherzen höher schlagen lässt und eine Aufforderung, sich wieder in kleine Buchläden zu begeben und sich von ihrem Zauber in den Bann ziehen zu lassen!

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116 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

drogen, psychose, musik, liebe, hellwach

Hellwach

Hilary T. Smith , Jenny Merling
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.04.2015
ISBN 9783841421579
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erste Sätze: 

"Heute ist der erste Sommertag und drei Dinge weiß ich ganz genau. Erstens: Ich bin glücklich. Zweitens: Ich bin high. Und drittens: Lukas Malcywycks T-Shirt ist so rot, dass ich am liebsten wie in einen Apfel reinbeißen würde."


Worum geht's?

Kiris Eltern fahren in den Urlaub und sie hat sturmfrei. Sie übt für einen Klavierwettbewerb und spielt mit einem Freund in einer Band. Eines Abends ruft ein Fremder an, der behauptet, er kenne ihre Schwester, die seit fünf Jahren tot ist. Ab diesem Moment wird alles anders...


Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich eine lange Zeit nicht losgelassen und mir fällt es jetzt immer noch ein wenig schwer, darüber zu schreiben. Eines kann ich aber jetzt schon mal sagen: Lesen lohnt sich!
Solche Bücher, die einen noch lange beschäftigen und die einen nicht mehr loslassen, sucht man lange und ich bin froh, dass ich mal wieder eines gefunden habe. Denn dieses Buch ist anders, als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe.

Ich finde es gut, wenn Bücher provozieren. In vielen Jugendbüchern ist immer alles schön und geregelt, aber diese Bücher beschäftigen einen dann meistens auch nicht weiter. Man stellt sie ins Bücherregal ab und da stehen sie dann auch. Dieses Buch liegt immer noch bei mir neben dem Bett und ich schaue es jeden Tag an und denke auch darüber nach.

Außerdem bietet dieses Buch so viel Diskussionsspielraum, dass man sich einfach mit anderen darüber austauschen muss und das finde ich sehr schön, da so das Lesen sehr interaktiv wird. Ich kann mir vorstellen, dass man dieses Buch entweder liebt, oder hasst. Direkt nach Beenden des Buches war ich mir auch noch nicht darüber im Klaren, wie ich es bewerten soll, aber jetzt nach ein paar Tagen, merke ich, dass man das Buch auch mit keinem anderen Buch vergleichen kann und das macht es für mich zu etwas ganz Besonderem! Die Autorin hat es geschafft, ihre Protagonistin aus ihrer Komfortzone heraus zu holen und über den Tellerrand schauen zu lassen. Sie entdeckt neue Seiten, sowohl in ihrer Umgebung, als auch an sich selbst.

Da ich Musik liebe, hat mich das Buch noch einmal besonders überzeugen können.
Für mich strahlt es ein großes Freiheitsgefühl aus und ich liebe es, dass die Protagonistin aus ihren Fesseln ausbricht und ihr Leben lebt!
Ich finde den Titel des Buches sehr passend, da es, obwohl die Stimmung an vielen Stellen bedrückend ist, immer noch ein Buch über einen Neuanfang ist und Kiri vor die Frage gestellt wird, ob sie ihr bisheriges Leben so weiter leben möchte, oder ein neues Kapitel aufschlägt. Die Protagonistin verliert sich zwischenzeitlich im Drogenkonsum und man fragt sich, ob sie wieder auf die richtige Bahn findet.

In der Zeit, in der das Buch spielt, erlebt die Protagonistin viel mehr, als in ihrem gesamten Leben zusammen. Sie lernt Leute kennen, denen sie normalerweise nie begengnet wäre, findet Orte in New York, die sie nie zuvor gesehen hat und verliebt sich in einen Jungen, der seine ganz eigene Geschichte mitbringt!

Besonders gefallen hat mir auch der Schreibstil der Autorin. Sie arbeitet mit einer sehr bildreichen Sprache, sodass sich der Leser in die Geschichte hinein denken kann.
Auch wenn  das Buch provoziert, für mich ist es bisher ein Highlight des Jahres, das ich sicherlich öfters lesen werde!



Fazit:
Die Beschreibung auf der Rückseite fasst das Buch für mich perfekt zusammen:
"Ein Roman wie ein guter Song: LAUT, PROVOKATIV und BERÜHREND."

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!!!!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

haustier, autismus, homonyme, hochfunktionaler autismus

Die wahre Geschichte von Regen und Sturm

Ann M. Martin , Gabriele Haefs
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551560131
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Erste Sätze:              


"Ich bin Ruth Howard, und mein Vorname ist ein Homonym. Um genau zu sein, er ist ein Homophon, also ein Wort, das ausgesprochen wird wie ein anderes, aber nicht so geschrieben. Mein Homophonname ist Ruht."


Worum geht's?

Ruth interessiert sich sehr für Wörter und besonders kann sie sich für Homophone faszinieren. Sowohl in der Schule, als auch zu Hause bei ihrem Vater findet sie dafür sehr wenig Verständnis. Ruths bester Freund ist ihr Hund Regen, der ihren Alltag strukturiert und immer für sie da ist. Als Regen während eines großen Unwetters verloren geht, versucht Ruth alles dafür zu tun, dass sie ihren Hund wieder findet....


Meine Meinung:

Als ich die erste Seite des Buches gelesen hatte, wusste ich schon, dass ich das Buch lieben werde. Diese Geschichte ist aus der Sicht eines 12- jährigen autistischen Mädchens geschrieben und die Autorin hat es geschafft, so zu schreiben, als ob Ruth ihre Geschichte aufschreibt und wir diese lesen.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, was das ganze für mich sehr authentisch gemacht hat. Da Ruth sich für Homonyme und Homophone interessiert, bekommt auch der Leser durch das Buch einen Einblick in Ruths Leidenschaft, da oft hinter den Homophonen in Klammern noch die andere Bedeutung gekennzeichnet ist. Ich persönlich fand das sehr spannend und mochte dieses Element sehr! Das ist vielleicht aber auch Geschmackssache. Da es am Anfang sehr häufig vorkommt, kann es für den ein oder anderen auch ein wenig zu viel sein.

Ruth ist ein sehr nettes und sehr schlaues Mädchen, obwohl viele dies nicht erkennen. Diesen Zwiespalt - auf der einen Seite erstellt sie Homophon-Listen und hat ein für ihr Alter sehr ausgeprägtes Gespür für Sprache und auf der anderen Seite wollen ihr die einfachsten Sachen in der Schule nicht gelingen - bringt die Autorin sehr gut rüber und das war auch sehr spannend zu lesen!
Nicht alle Charakter sind so sympatisch wie Ruth, oder auch ihr Onkel. Ihr Vater weiß nicht recht, wie er mit ihr umgehen soll und man fühlt sehr mit Ruth mit.

Obwohl dieses Buch ab 12 Jahren empfohlen wird, können es auch Erwachsene lesen, da sowohl die Message, als auch die tolle Geschichte über den verlorenen Hund total überzeugen können!
In diesem Buch mekt man, dass jeder ein Talent hat und etwas sehr gut kann und dass man Menschen nicht sofort nach dem ersten Blick beurteilen sollte!



Fazit:
Bisher mein Highlight des Jahres! Ein trauriges, aber sehr, sehr schönes Buch mit toller Message und einer Protagonistin, die einem ans Herz wächst.

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126 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

new york, party, schrill new yor, wg, bunt

Verrückt nach New York - Willkommen in der Chaos-WG

Katrin Lankers , Sara Vidal
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2015
ISBN 9783649617587
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erste Sätze:

"Um wichtige Entscheidungen zu treffen, brauche ich immer drei gute Gründe. Und ich hatte drei sehr gute Gründe dafür, nach New York zu gehen. Dachte ich."



Worum geht's?

Maxi hat ihr Abitur in der Tasche und einen Praktikumsplatz bei einem Lifstyle Magazin in New York ergattern können. Alles schön und gut, doch erstmal in New York angekommen, steht Maxi einigen Herausforderungen gegenüber. Der Wohnungsmarkt ist alles andere als gut und plötzlich findet Maxi sich in einer verrückten WG, in einem Haus, das jeden Moment abgerissen werden kann, wieder. Auch das Lifestyle Magazin stellt sie vor große Herausforderungen...


Meine Meinung:

Ich liebe Bücher, in denen die Protagonisten in eine fremde Stadt ziehen und dort ein neues Leben beginnen möchten. Dieses Buch beinhaltet eine sehr tolle Geschichte zu dieser Thematik!
Man kann sich sehr gut in Maxi, die Protagonistin hineinfühlen und erlebt mit ihr zusammen New York und seine Menschen auf eine sehr kuriose Art und Weise.
Dieses Buch ist ein Buch zum Wohlfühlen! Ich bin regelrecht durch das Buch geflogen, weil es einfach unglaublich viel Spaß gemacht hat, Amy und ihre Mitbewohner zu begleiten! In der WG passiert immer etwas und alle haben ihre eigenen Ängste und Probleme, die es gemeinsam zu bekämpfen gilt. Alle vier Mitbewohner sind grundverschieden und das ergibt eine verrückte Mischung im Haus. Auch, wenn es einmal Streitigkeiten gibt, verstehen sich alle im Grunde sehr gut und unterstützen sich gegenseitig, wo sie nur können.
Ich fand es sehr schön, dass auch manchmal aus den Sichten der anderen erzählt wurde, sodass man sich noch mehr in sie hineindenken konnte.
Ein weiterer Pluspunkt war für mich der flüssige Schreibstil, der es einem schwermacht, das Buch zur Seite zu legen.
Schön fand ich die Mischung zwischen den alltäglichen Problemen von Maxi und dem sehr aktuellen, größeren Problem des Wohnungsmarktes in New York.
Ich hätte mir gewünscht, noch ein wenig mehr New York kennen zu lernen. Aber das folgt sicher auch noch in den nächsten Teilen :)
Nach diesem Band kann ich sagen, dass es ein sehr, sehr guter Einstieg war und ich die folgenden Bände kaum erwarten kann zu lesen!

Fazit:

Ein Buch mit Wohlfühlcharakter, in das man am liebsten abtauchen und darin verschwinden möchte!
Ich freue mich auf die folgenden Bände und bin sehr gespannt, wie es mit der "Chaos-WG" weitergeht.

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875 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 188 Rezensionen

selbstmord, liebe, depression, depressionen, jugendbuch

Mein Herz und andere schwarze Löcher

Jasmine Warga
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.04.2015
ISBN 9783737351416
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erste Sätze:

"Musik hat kinetische Energie. Vor allem klassische Musik und da ganz besonders Mozarts Requiem. Wenn man genau aufpasst, hört man, wie die Geigenbögen über die Saiten vibrieren und die Töne aufleuchten lassen, sie in Bewegung setzen."



Worum geht's?

Aysel möchte nicht mehr leben. Auf einer Internetplattform verabredet sie sich mit Roman, der ebenfalls seinen Tod plant, zum gemeinsamen Selbstmord. Um alles vorzubereiten, treffen sie sich und je öfter sie sich sehen, desto mehr merkt Aysel, wie sehr sie sichauf diese Treffen freut. Denn Roman, der anfangs sehr kalt scheint, bringt zunehmend Licht in ihr dunkles Leben...



Meine Meinung:

Das schwarze Loch, das Aysels Herz ist, verschluckt sie immer weiter. Die oft metaphorische Sprache der Autorin beschreibt sehr eindrücklich, wie sich eine Depression anfühlen muss. Trotz dieses düsteren Themas ist die Stimmung nicht allzu schwer und belastend, was sicher auch daran liegt, dass Aysels Stimme oft sarkastisch ist, was ich recht unterhaltsam fand.

Obwohl die Geschichte eigentlich ziemlich vorhersehbar oder zumindest der Ausgang auch schon durch den Klappentext absehbar war, ist es eine sehr fesselnde Geschichte, die ich in einer Nacht durchgelesen habe. Es passiert mir nicht oft, dass ich meine Augen so lange zwingen kann, aufzubleiben, bis ich ein Buch durchgelesen habe. Aber bei diesem ging es einfach nicht anders!
Wie sich bei dem Thema schon vermuten lässt, ist es sehr emotional und aufwühlend und ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden beim Lesen kalt lassen könnte.
Es gefällt mir, dass das Ende  offen ist und es nicht genau feststeht, wie sich die Geschichte zwischen Aysel und Roman weiter entwickelt. Es ist jedoch nicht hoffnungslos gestaltet, sodass man das Buch dennoch mit einem eher positiven Gefühl beendet. Es lässt einen aber auch nachdenklich zurück. Denn Depression ist ja nicht wenig verbreitet und viele kennen Menschen, die darunter leiden. Im Nachwort apelliert die Autorin, auch aufgrund eigener Erfahrungen, daran, dass man Betroffene nicht allein lassen soll und es oft helfen kann, über die Gefühle zu sprechen.

Mir gefällt die Message des Buches, dass es immer Hoffnung gibt, auch wenn man im Leben keinen Sinn mehr sieht. Oft braucht es nur besonderer Menschen, die einem diesen wieder greifbar machen. Das Leben hat immer wieder unerwartete Überraschungen zu bieten, auch wenn man gerade düstere Zeiten durchlebt. Dadurch ist das Buch trotz des schweren Themas insgesamt eher hoffnungsvoll, auch wenn man sicherlich die ein oder andere Träne verdrücken wird.


Fazit:

Ein wundervolles Buch über die Kraft von zwischenmenschlichen Beziehungen, das trotz des eher dunklen Themas nicht zu bedrückend ist. Es ist die Geschichte von zweien, die den Tod suchen und das Leben finden.

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199 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

fantasy, game of thrones, westeros, bildband, das lied von eis und feuer

Westeros - Die Welt von Eis und Feuer

George R. R. Martin , Elio M. Garcia Jr. , Linda Antonsson ,
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 16.03.2015
ISBN 9783764531362
Genre: Fantasy

Rezension:

Erste Sätze:       


"Es heisst ganz richtig, dass jedes Gebäude Stein um Stein errichtet wird, und dasselbe kann man über Wissen sagen, das von vielen gelehrten Männern zusammengetragen wird, wobei ein jeder auf der Arbeit seiner Vorgänger aufbaut. Was der eine nicht weiß, ist dem anderen bekannt, und wenig bleibt verborgen, wenn man lange genug sucht."


Worum geht's?

In diesem gewaltigen Bildband erfahren wir die Geschichte Westeros', von der Ankunft der ersten Menschen, über die Herrschaft der Drachen, bis zu Roberts Rebellion.
Das Buch zeigt neben der Geschichte Westeros' zudem noch die Sieben Königslande mit ihren eigenen Geschichten, Bräuchen, Traditionen, den Burgen und den Bewohnern...



Meine Meinung:

Dieser Bildband ist für jeden Fan, sowohl der Bücher, als auch der Serie, ein absolutes MUSS!
Die Aufmachung ist sehr hochwertig. Das Cover passt zu den Büchern der Reihe, die Seiten wurden auf "alt gemacht" und bekommen so einen ganz eigenen Charme.
Das Buch ist wie eine Chronik aufgebaut. Wir bekommen die Geschichte von Westeros durch einen Maester erzählt, sodass dieses Buch ein Teil der Welt von Game of Thrones ist. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, da man sich so mitten in die Welt hineinversetzt fühlt.
Dieses Buch bietet neben den sehr gelungenen Illustrationen super viel Hintergrundwissen zur Welt.
Man erfährt sehr vieles, das in den Büchern bereits angedeutet worden ist und über das man unbedingt mehr erfahren möchte. Das Buch ist sehr gut gegliedert, sodass man auch einzelne Aspekte, über die man beim Lesen der Bücher gestoßen ist, schnell findet.
Besonders interessant  fand ich die Abschnitte über die "sieben Königslande" und die dazugehörigen Karten. Da es zu jedem der Königslande eine eigene Karte gibt, wird es sehr viel detailreicher als auf den kleinen Karten in den Büchern dargestellt. Auch fasziniert haben mich die Geschichten über die großen Burgen und die passenden Illustrationen!
Ich bin immer wieder von Neuem beeindruckt darüber, was George R. R. Martin sich für eine komplexe Welt ausgedacht hat und dabei auch noch an die allerkleinsten Details denken konnte!
Dieses Buch ist sowohl eine klasse Ergänzung zu den Büchern und der Serie; es ist aber auch ein grandioses eigenständiges Werk, da man alles das erfähert, was man in den Büchern und der Serie nicht erzählt bekommt.
Vor dem Erscheinen gab es viele Mutmaßungen darüber, dass man von diesem Buch nicht viel erwarten könne, da natürlich alle auf eine Fortsetzung der Bücher warten und diesen Bildband eher als einen Lückenfüller sahen. Dem ist aber auf keinen Fall so!

Fazit:
Ein richtiges Schmuckstück, das jeder Fan in seinem Regal stehen haben sollte!

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244 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

frankreich, zweiter weltkrieg, saint-malo, 2. weltkrieg, deutschland

Alles Licht, das wir nicht sehen

Anthony Doerr , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 519 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 27.04.2016
ISBN 9783406680632
Genre: Romane

Rezension:

Da ich mich sehr für das Thema des 2. Weltkrieges interessiere, habe ich schon zahlreiche Bücher aus diesem Genre gelesen. Die Spanne reichte dabei von weniger gelungenen zu grandiosen Büchern, wie z.B. der Bücherdiebin. „Alles Licht, das wir nicht sehen“ reiht sich auf jeden Fall in die letzte Kaategorie ein und ich werde sicher nicht müde werden, dieses tolle Buch anderen zu empfehlen!


Besonders gefallen hat mir Anthony Doerrs einzigartiger poetischer Schreibstil. Da Marie-Laure nicht sehen kann, weicht sie auf andere Sinneskanäle aus. Der Leser nimmt somit die Welt durch sie ganz anders und viel detailreicher wahr. Gerüche, Gefühle, Geräusche... Alles ist so viel intensiver! Ein ganz neues Leseerlebnis, das mich durchaus sehr beeindruckt hat.


Obwohl auch Marie-Laure es nicht einfach hat mit ihrer Situation, so gibt es doch auch immer wieder schöne Ereignisse. So genießt sie das Meer und findet auch in ihrem Onkel einen Seelenverwandten. Vor allem die Beziehung zu ihrem Vater ist so liebevoll, wie man es sich nur wünschen kann. Umso mehr fühlt man mit ihr mit, als dieser aus ihrem Leben weggerissen wird.


Aus Weners Perspektive wird die Unmenschlichkeit des Dritten Reiches besonders deutlich. Seine Passagen sind oft noch düsterer, da er sich ja auch innerhalb des Systems befindet und dem Krieg sehr nahe kommt. Es ist sehr verstörend zu sehen, wie schon Kindern die Ideologien aufgedrängt und diese zu „Kampfmaschinen“ gemacht wurden.


Diese wechselnde Perspektivensicht zusammen mit den immer wieder auftauchenden Zeitsprüngen und Vorausblenden machen das Lesen sehr spannend und abwechslungsreich. Die relativ kurzen Kapitel, in denen kein Wort zu viel und keines zu wenig zu sein scheint, lassen einen immer weiterlesen.


Nicht nur die beiden Hauptcharaktere, sondern auch die vielen Nebenfiguren sind unglaublich gut ausgearbeitet. Besonders Figuren, die eher am Rande stehen, wie beispielsweise Mme Manec, die Haushälterin oder Frederick, Werners Freund, sind die wahren Helden der Geschichte. Dass sie so versteckt auftreten, hat ihr Handeln für mich nur noch eindrucksvoller gemacht.


Alles in allem ist das Buch einfach unglaublich klug und aufgebaut und konstruiert. Es gibt so viele Ebenen, die einem vielleicht beim ersten Lesen gar nicht alle sofort auffallen. So gibt es z.B. das Leitmotiv des Lichts, welches sich bei genauem Hinschauen fast auf jeder Seite wiederfinden lässt. Dieses überaus durchdachte Schreiben geht einher mit einer sehr feinfühligen, oft zarten Art zu erzählen! Was für ein wertvolles Buch! Ich kann absolut nachvollziehen, warum es in Amerika schon so lange auf den Bestsellerlisten steht.

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536 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 111 Rezensionen

dystopie, aliens, rick yancey, das unendliche meer, außerirdische

Das unendliche Meer

Rick Yancey , Thomas Bauer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.03.2015
ISBN 9783442313358
Genre: Science-Fiction

Rezension:

**ACHTUNG SPOILER, DA 2. TEIL!! **********



Erste Sätze:


" Die Welt ist eine Uhr, die abläuft.

Das höre ich am Kratzen der eisigen Finger des Windes an der Fensterscheibe. Das rieche ich an dem schimmligen Teppichboden und den verrottenden Tapeten des alten Hotels. Und das fühle ich in Teacups Brust, wenn sie schläft."




Worum geht's:


Die fünfte Welle ist in vollem Gange und die Anderen haben sich schon eine neue Methode ausgedacht, um auch den Rest der verbliebenen Menschen zu eliminieren. Cassie, ihr Bruder, Ben und einige andere haben überlebt, sind dem Lager entkommen und verstecken sich in einem alten Hotel. Cassie hofft immer noch darauf, dass Evan Walker sein Versprechen hält und sie findet. Wie sollen sie nun weitermachen und gibt es überhaupt eine Chance im Kampf gegen die Anderen?




Meine Meinung



Da ich im Vorfeld einige eher negative Meinungen über diesen zweiten Teil gehört hatte, bin ich etwas skeptisch an das Buch herangegangen. Nach den ersten paar Seiten jedoch verflog diese Skepsis sehr schnell. Es ging genauso spannend und actiongeladen weiter, wie der erste Teil aufgehört hatte. Die angespannte Atmosphäre des Überlebenskampfes und der Notwendigkeit, ständig auf der Hut zu sein zieht einen sofort in seinen Bann.

Im zweiten Teil schlüpfen wir nun öfters auch in die Perspektive einiger anderer Charaktere, wie der der unzugänglichen Ringer oder auch anderer Mitglieder der kleinen Gruppe. So erfährt man mehr über die einzelnen Schicksale und versteht die Charaktere und deren Verhalten besser. Besonders die taffe Ringer hat mir unglaublich gut gefallen. Unter ihrer harten Schale und ihrem Sarkasmus versteckt sie den Schmerz ihrer Vergangenheit. Da sie sich aufmacht, um eine andere Bleibe für die Gruppe auszukundschaften, erfährt man auch etwas von außerhalb des Hotels.

Natürlich können sich die Jugendlichen im Hotel nicht sicher schätzen und es kommt zu gefährlichen Zwischenfällen. Einige Szenen waren zum Teil recht brutal geschildert und der selbstverständliche Umgang mit Waffen, auch innerhalb der Kleinkinder, war schon etwas verstörend. Doch es handelt sich bei der Geschichte ja um ein apokalyptisches Szenario, bei dem die alltäglichen Grenzen verschwimmen und alles getan wird, nur um zu überleben. Es taucht auch immer wieder die Frage auf: Wie weit darf man gehen? Wann ist die Grenze der Menschlichkeit überschritten und wann unterscheidet man sich selbst nicht mehr von den Anderen? Wie viel darf man für das eigene Überleben aufs Spiel setzen?

Besonders zum Ende hin haben sich die Ereignisse überstürzt und alles wurde etwas undurchsichtig. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ganz verstanden habe, was abgelaufen ist. Denn es gibt immer wieder plötzliche Überraschungen. Menschen, denen man vertraut, scheinen dann doch mit den Anderen zusammenzuarbeiten. Was die Intention der Außerirdischen überhaupt ist und warum sie so vorgehen, wie sie es tun, droht ständig zu verschwimmen. Man muss schon sehr aufmerksam lesen um mitzukommen, da auch die Charaktere selbst ziemlich schlau sind und die Gedankengänge recht komplex. Das macht das Lesen richtig interessant!

Was die negativen Meinungen zum Buch betrifft, von denen ich einige gehört hatte, so kann ich nur vermuten, dass diese sich darauf beziehen, dass die Hauptcharaktere des ersten Buchs, Cassie und Evan hier nicht unbedingt mehr allein im Vordergrund stehen, und dass in diesem Teil auch kaum auf die Liebesgeschichte zwischen ihnen eingegangen wird. Für mich war das jedoch überhaupt kein Minuspunkt. Ich habe mich gefreut, dass diese Trilogie anscheinend nicht das "übliche Muster" verfolgt und eine romantische Liebesgeschichte erzählt, die alles andere in den Hintergrund verdrängt. Für mich ein gelungener zweiter Teil, der Lust macht auf mehr!

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92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

schwangerschaft, liebe, behinderung, zwangsneurosen, unterschiede

Amy & Matthew - Was ist schon normal?

Cammie McGovern , Beate Brammertz
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Heyne, 30.03.2015
ISBN 9783453269163
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erste Sätze:
"Amys E-Mails setzten Ende Juli ein und kamen dann den ganzen Sommer hindurch. Mit jeder wurde Matthew ein kleines bisschen nervöser:"



Worum geht's?

Amy kann seit Kindheit an weder sprechen, noch richtig laufen. Sie leidet an Zerebralparese. Ihre gesamte Schulzeit hindurch wurde sie von Erwachsenen begleitet, sodass sie keinen Kontakt zu Mitschülern aufbauen konnte. Nun, für ihr letztes Jahr an der Schule möchte sie von anderen Schülern während der Schulzeit begleitet werden, um Freunde zu finden und sich auf das Unileben vorzubereiten. Diesen Job soll unter anderem Matthew unternehmen. Matthew hat auch mit Problemen zu kämpfen, die nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar sind, ihn jedoch stark belasten...



Meine Meinung:

Bis knapp über die Hälfte des Buches dachte ich, dass das Buch ein 5 Sterne Highlight für mich werden kann. Ich mochte Amy als Charakterin, die trotz ihrer Einschränkungen sehr lebensfroh, klug und humorvoll ist. Es hat sehr viel Spaß gemacht, zu beobachtetn, wie sie sich im wirklichen Schulleben zurechtfindet. Da Amy an jedem Tag der Woche einen anderen Schüler als Begleiter hat, bekommt man auch noch Einblicke in die Leben der anderen Schüler und ihrer Probleme. Zum größten Teil geht es jedoch um Matthew, der seine Aufgabe sehr ernst nimmt und sich vorbildlich um Amy kümmert. Ich fand es sehr interessant, Matthews Probleme zusammen mit Amy aufzudecken.
Ich dachte zunächst, dass es im Buch mehr um Amy und ihr Schicksal geht. Doch im ersten Teil steht dies gar nicht im Vordergrund, da Matthew Amys Einschränkungen auch nicht für wichtig erachtet und sie so nimmt wie sie ist. Es treten vielmehr Matthews Schwierigkeiten in den Vordergrund, die man mit der Zeit immer mehr bemerkt. Schön fand ich, dass Amy auch Matthew geholfen hat, mit seinen Problemen klar zu kommen. Die beiden unterstützen sich gegenseitig und bilden ein super eingespieltes Team!
Nach knapp über der Hälfte des Buches hat sich die Geschichte dann gewendet. Sie nahm eine ungeahnte Wendung. Für mich haben sich die Ereignisse dann zu sehr überstürzt und es wurde alles sehr theatralisch. Ab diesem Zeitpunkt hat auch Amys Charakter eine Wendung hingelegt und ich konnte viele ihrer Entscheidungen nicht mehr nachvollziehen, was auch daszu beigetragen hat, dass sie mir immer unsympathischer wurde. Für mich haben diese zahlreichen Ereignisse das Leseerlebnis sehr beeinträchtigt.
Die Message des Buches hat mir jedoch sehr gut gefallen und da finde ich den Untertitel "Was ist schon normal" sehr passend, da er genau den Inhalt des Buches widerspiegelt. Das Buch thematisiert neben Amys Problemen auch Matthews und das der anderen Schulbegleiter. So sieht man, dass jeder seine Macken hat und niemand wirklich "normal" ist!
Das Ende des Buches war für mich dann wieder ein wenig versöhnlich, da es ein offenes Ende ist, sodass ich mir meinen eigenen Ausgang denken konnte.


Fazit:

Alles in allem ein schönes Buch, mit einer tollen Message, dass sein Potential jedoch durch zu drastische Wendungen nicht voll ausspielen konnte.

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248 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 35 Rezensionen

fantasy, gefängnis, incarceron, dystopie, catherine fisher

Incarceron - Fliehen heißt sterben

Catherine Fisher , Marianne Schmidt
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.04.2014
ISBN 9783442269938
Genre: Fantasy

Rezension:

Erste Sätze:

"Man hatte Finn zu Boden geworfen und an die steinernen Platten des Transitweges gekettet. Seine Arme waren weit ausgebreitet und von Metallgliedern niedergedrückt; wegen des immensen Gewichts konnte er seine Handgelenke kaum vom Boden heben."



Worum geht's?

Finn lebt in Incarceron, einem gewaltigen Gefängnis, aus dem es kein Entkommen gibt und das seine Insassen kontrolliert, bestraft und mit ihnen "spielt". Claudia kommt von außerhalb und wohnt in einer scheinbar perfekten Welt. Sie ist die Tochter des Hüters von Incarceron und somit in großem Wohlstand aufgewachsen. Doch auch dies scheint keine heile Welt zu sein. Claudia lebt in einer Gesellschaft, in der der technische Fortschritt verboten ist. Finn und Claudia versuchen beide aus ihrer Welt auszubrechen und alles scheint mit Incarceron in Verbindung zu stehen....



Meine Meinung:


Die ersten Sätze lassen es bereits vermuten, der Roman startet sofort mitten im Geschehen und mit sehr viel Spannung. Zunächst war es für mich etwas schwierig, in das Buch hinein zu finden, da gleich zu Anfang, so viele Dinge passieren, die man nicht direkt einordnen kann. Nach den ersten paar Seiten lichtet sich das Ganze jedoch.
Der Roman wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Da wäre zunächst einmal Finn, der einer der Insassen des Gefängnisses Incarcerons ist und sich einer der  Gruppierungen innerhalb Incarcerons angeschlossen hat, die sich untereinander bis aufs Blut bekämpfen. Zum anderen ist da Claudia, die Tochter des Hüters von Incarceron, die in Reichtum aufgewachsen ist, jedoch auch in ihrer eigenen Art von Gefängnis lebt und versucht aus ihrem vorbestimmten Leben auszubrechen. Dieser Wechsel zwischen "innerhalb" und "außerhalb" hat mir sehr gut geafllen. Man konnte somit beide Welten kennenlernen und Stück für Stück immer mehr von beiden Seiten Incarcerons erfahren. Damit verbunden gab es dementsprechend auch den Wechsel der erzählenden Personen. Finns Kapitel im Buch habe ich immer verschlungen, da mich zum einen die Welt von Incarceron fasziniert hat, zum anderen kam ich mit Finn als Protagonisten auch besser klar, als mit Claudia. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie er und seine Gefährten sich in Incarceron zurecht finden und man mit ihnen zusammen das Gefängnis durchläuft. Die Episoden aus Finns Sicht waren immer mit Spannung geladen und sie konnten mich an das Buch fesseln.
Claudia als Protagonistin konnte mich leider nicht überzeugen. Sie war mir zu sehr auf sich selbst fixiert und hat sich nicht großartig um die Probleme anderer gekümmert. In der Mitte des Buches gab es für mich kleinere Längen in den Passagen aus der Sicht von Claudia, die durch die spannenden Kapitel von innerhalb Incarcerons jedoch wieder ausgeglichen wurden. An ihrer Perspektive fand ich  spannend, die Welt, in der der Roman spielt, im Ganzen näher kennen zu lernen. Die Idee, dass es in der Gesellschaft, in der Claudia lebt, verboten ist, den technologischen Fortschritt zu nutzen, hat mir gut gefallen, da sie sich von anderen Dystopien abhebt. Durch diese Ablehnung jeglichen Fortschritts hatte man somit einen tollen Schauplatz, der einen ins Mittelalter zurückversetzen lässt.
Schade fand ich es jedoch, dass man nicht erfahren hat, wie es zu dieser Gesellschaft gekommen ist. Ich hätte auch gerne noch ein wenig mehr über den Aufbau erfahren. 

Fazit:
Alles in allem ein gutes dystopisches Buch mit einer tollen Grundidee, die Freude auf die nächsten Teile macht. Einige Längen und die etwas schwierige Protagonistin, haben für mich die Bewertung ein wenig nach unten wandern lassen.

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551 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 159 Rezensionen

roadtrip, liebe, krebs, james patterson, freundschaft

Heart. Beat. Love.

James Patterson , Emily Raymond , Stephanie Singh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2015
ISBN 9783423761079
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erste Sätze: "Okay, auch auf die Gefahr hin, mich selbst nicht gerade ins beste Licht zu rücken, muss ich als Erstes zugeben, dass ich damals ein absoluter Gutmensch war, eine richtige Streberin." Worum geht's? Axi, der absolute "Gutmensch", schlägt ihrem besten Freund Robinson kurz vor ihren Abschlussprüfungen vor, abzuhauen. Sie plant einen Trip quer durch die USA. Robinson, der Abenteuer über alles liebt, ist sofort dabei, jedoch gestaltet er ihren Roadtrip auf seine ganz eigene, verwegene Art. Die beiden finden sich schon bald auf einer geklauten Harley auf den Straßen des Landes zurecht... Meine Meinung: Am Anfang der Geschichte steht das große WARUM? Warum entschließt Axi sich aus heiterem Himmel von zu Hause abzuhauen und die Abschlussprüfungen zu verpassen? Die Geschichte braucht nicht lange und schon befinden die beiden sich auf der geklauten Harley auf der Straße. Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, was ich von diesem schnellen Einstieg halten soll und davon, dass man ohne jegliche Vorkentnisse über die Charaktere in den Roadtrip startet. Aber nun im Rückblick, fande ich das den bestmöglichen Einstieg in die Geschichte überhaupt! Mir hat es sehr gut gefallen, wie das Leben der beiden Protagonisten mit der Zeit aufgedeckt wurde und zwischendurch immer kleine, neue Hinweise eingestreut wurden. Das Buch klingt zunächst einmal nach einem absolut fröhlichem Roadtrip Sommerbuch, mit einer leichten Liebesgeschichte. Das ist es aber nicht. Das Buch bietet so viel mehr als das! Axi und Robinson sind ein unglaublich gutes und eingespieltes Team. Es macht sehr viel Spaß, sie auf ihrem Roadtrip zu begleiten und gemeinsam mit ihnen die USA zu entdecken. Ich liebe es immer über Menschen zu lesen, die ihre Träume erfüllen und das machen, worauf sie gerade Lust haben. Dieses Gefühl hatte ich auch bei Axi und Robinson. Sie erleben verrückte Dinge, treffen auf kuriose und sehr hilfsbereite Menschen und leben den Augenblick! Axi und Robinson sind zwei wunderbare, authentische Charaktere, die man mit der Zeit auch immer besser kennen und verstehen lernt. Dieser Aspekt hat mir besonders gut am Buch gefallen, da man, wie in einer sich entwickelnden Freundschaft, den anderen auch mit der Zeit immer besser kennenlernt. Ein weiterer Pluspunkt an der Geschichte war für mich der Tiefgang und der Umgang mit dem besonderen Schicksal der Beiden. Auch der Schluss der Geschichte entsprach voll und ganz meinen Erwartungen. Er war aus dem Leben gegriffen und sehr passend. Fazit: Alles in allem ein Buch, dass einem sowohl zum Lachen, als auch zum Weinen bringen kann. Mit tollen Charakteren und einer authentischen Geschichte! Schön fand ich zudem noch, dass der Autor die Idee zu der Geschichte aus seinen eigenen Erfahrungen gewonnen hat, wodurch sie für mich noch einmal nachvollziehbarer und authentischer wurde. Die Fotos, die mit in die Geschichte eingearbeitet wurden, waren für mich ein zusätzliches Highlight!

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Das zweite Leben des Travis Coates

John Corey Whaley , Andreas Jandl
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.02.2015
ISBN 9783446247413
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Erste Sätze:


"Wisst ihr - ich habe gelebt und dann nicht mehr. Ganz einfach. Und jetzt lebe ich wieder."



Worum geht's?


Travis stirbt mit 16 an Leukämie. 5 Jahre später jedoch wacht er wieder auf, sein Kopf auf einem fremden Körper. Dieser wurde eingefroren und dann auf einen anderen Körper transplantiert. Natürlich ist die Freude groß, dass Travis doch noch eine zweite Chance bekommt. Doch schafft er es, sein altes Leben wieder zu bekommen? Der Altersunterschied zu seinen früheren Freunden ist problematisch, seine Eltern scheinen ihm etwas zu verschweigen und obendrein hat sich seine Freundin verlobt.



Meine Meinung:


Als ich von diesem Buch gehört habe, dachte ich mir: super Geschichte, ziemlich verrückt, aber so etwas mag ich. Das Szenario, das geschaffen wird, ist mal etwas ganz anderes und bringt eine ungewöhnliche Situation mit sich, die auch einiges an Konfliktpotenzial birgt. Travis befindet sich in der Lage, dass er gewissermaßen nur kurz gschlafen hat, während das Leben für alle anderen weitergegangen ist. Als er nun nach 5 Jahren wieder aufwacht, sind alle um ihn herum natürlich gealtert, haben eigene Erfahrungen gemacht, sind reifer geworden. Als erstes versucht Travis, sein altes Leben wiederzubekommen, merkt aber schnell, dass das nicht so einfach möglich ist. 


Mit seinem besten Freund Kyle stellt sich das jedoch gar nicht so problematisch dar, wie man erwarten würde. Nach kürzester Zeit verstehen sich beide wieder super und hängen oft zusammen mit Travis' neuem Freund aus der Schule ab. Schwierigkeiten, die schon allein wegen dem Altersunterschied - Travis ist 16, Kyle 21- entstehen müssten, kommen nicht wirklich zum Ausdruck. 


Mit seiner Freundin Cate stellt sich das schon als etwas schwieriger heraus, da sie nun verlobt ist. Travis versucht nun mit allen Mitteln, sie wiederzubekommen. Das ist nun auch das Hauptthema des Buches, was ich ein bisschen schade fand, da es sich dadurch nicht wirklich von anderen Geschichten abhebt. Für meinen Geschmack hätten z.B. das Einleben in der Schule, das Zurechtkommen mit dem ganzen Medienhype, das Nachdenken über den neuen Körper usw. noch stärker beleuchtet werden können. 


Travis als Charakter und auch beispielsweise der Nebencharakter Hatton, sein neuer Freund aus der Schule, der einfach urkomisch ist, tragen die Geschichte. John Corey Whaley lässt seinen Protagonisten mit einem so humorvollen witzigen Ton auftreten, dass das Lesen wirklich Spaß macht. 


Alles in allem fand ich die Idee sehr spannend und frisch. Die Umsetzung hätte sich dem jedoch  mehr anpassen können. Die Handlung war zum Teil etwas fad, da es hauptsächlich um das Wiedergewinnen der Freundin geht. Das Potenzial der Idee wurde leider nicht voll ausgenutzt. 

Auch war die Geschichte für mich nicht ganz rund. Es wurden immer wieder einzelne Konflikte angeschnitten, diese blieben aber zum Teil offen, was mich schon etwas gestört hat. 

Durch die tollen Charaktere und den witzigen, flüssigen Schreibstil ist es trotzdem ein gutes Contemporary Buch.


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217 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

schizophrenie, tod, psychiatrie, nathan filer, trauer

Nachruf auf den Mond

Nathan Filer , Eva Bonné
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.03.2015
ISBN 9783426281246
Genre: Romane

Rezension:

Erste Sätze: 


"Sie sollten wissen, dass ich kein netter Mensch bin. Manchmal bemühe ich mich, nett zu sein, aber meistens klappt es nicht."




Worum geht's?


Matt ist Patient in der psychiatrischen Klinik. Als Mittel der Therapie und auch, um dem langweiligen Alltag zu entfliehen, schreibt er die Geschichte seiner Vergangenheit auf, insbesondere auch die seines Bruders Simon, der gestorben ist, als die beiden klein waren. Doch Simon ist für ihn gar nicht wirklich tot. Er taucht immer wieder auf und spricht zu Matthew.



Meine Meinung:


Eine Geschichte, die einmal aus einer anderen Perspektive erzählt wird, nämlich aus der eines psychisch Kranken. Da ich bisher noch nichts vergleichbares gelesen habe, fand ich dies sehr spannend. Matt schreibt sozusgagen in Echtzeit, unterbricht das Schreiben also immer wieder und schreibt in unterschiedlichen Gemütsstimmungen. Man merkt den Passagen an, dass sie an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Situationen verfasst worden sind. Matts aktuelle Gegenwart hat immer auch Einflüsse auf das, was er über die Vergangenheit berichtet. Es tauchen also immer wieder Sprünge im Erzählfluss auf, was nicht zuletzt auch an Matts Krankheit liegt. Zum Teil ist dies etwas schwierig zu lesen. Dennoch behält man immer den roten Faden. Der Leser ist auch gezwungen, mitzudenken, da man sich aufgrund von Matts schizophrenen Wahrnehmungen nicht immer auf die Wahrheit des Erzählten verlassen kann.


Diese Art des Erzählens macht das ganze Buch aber auch sehr authentisch. Man kann merken, dass Nathan Filer selbst in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hat, wodurch er Einblicke hat in das Leben und den Alltag dort und eben auch das Verhalten und die Denkweisen psychisch Kranker authentisch ausdrücken kann. Das Buch wirkt dadurch sehr echt und die Handlung ungeschönt.


Nathan Filer zeigt, welche Auswirkungen der Tod eines geliebten Menschen hat und was dies alles bei den Angehörigen anrichten kann. Er schildert, wie eine Familie an solch einem Verlust zerbrechen kann; was es mit Eltern macht, das Kind zu verlieren, und besonders auch, was es für den verbliebenen Sohn bedeutet, nun ohne den geliebten Bruder zu leben und obdendrein mit Eltern, die dies selbst nicht verarbeiten können. Es ist unglaublich traurig und erschütternd, zu sehen, wie das Leben für die Personen gezwungenermaßen weitergeht, diese aber damit völlig überfordert sind, obwohl auch jeder relativ unterschiedlich mit seiner Trauer umgeht. Auf der einen Seite brechen Verhältnisse auseinander, auf der anderen Seite kann man jedoch zum Teil auch erkennen, wie stark Familienbande dennoch sein können.


Ich bin fasziniert von der Geschichte und besonders der ungeschönten Schilderung. Dennoch habe ich zwei Kritikpunkte, die mir das Lesen ein wenig erschwert haben. Zum einen hatte ich mit einer etwas hoffnungsvolleren Geschichte gerechnet. Dem Pluspunkt der Authentizität fällt zu Lasten, dass die Stimmung sehr erdrückend und schwer ist, was ich für das Lesen schon etwas belastend fand. Die Sunday Times hatte über das Buch geschrieben, dass es "authentisch, lustig und unendlich traurig" sei. Erstes und Letzteres kann ich vollkommen unterstreichen. Humor jedoch konnte ich nicht wirklich entdecken, was sicherlich auch dem Thema zu schulden ist.

Zum anderen hat mir ein wenig die Spannung gefehlt. Diese wird dadurch aufrechtgehalten, dass man nicht weiß, warum und wie Simon gestorben ist. Es ist nicht gerade offensichtlich, lässt sich aber ungefähr vermuten. So war es jedenfalls bei mir. Dadurch ging mir das Lesen besonders in der Mitte des Buches etwas schwerfällig von der Hand, da die Handlung recht langsam ablief.


Alles in allem hat mir das Buch aber ziemlich gut gefallen. Durch das Lesen versteht man, was Trauer ist und was ein solcher Verlust bei Menschen anrichten kann. Es fordert auf, immer auch die Geschichte hinter einem geistig-Kranken zu sehen und zu verstehen, was diesen in die Situation gebracht hat. Obwohl es sehr bedrückend ist, ist es doch ein Buch, das es sich lohnt, zu lesen!

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112 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

liebe, jugendbuch, football, brüder, charlie

Die Nacht der gestohlenen Küsse

Kasie West , Anne Markus
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.02.2015
ISBN 9783401600420
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum gehts?

Charlotte, die von allen nur Charlie genannt wird, wächst zusammen mit drei Brüdern allein bei ihrem Vater auf. Sie ist alles andere als das typische Mädchen! Sie rauft sich mit ihren Brüdern und ist verrückt nach Sport! Aus Geldnot muss sie sich jedoch einen Job suchen und den findet sie nur in einer Modeboutique! Plötzlich ist ihr Leben zweigeteilt. Auf der Arbeit ist sie ein richtiges Mädchen. Sie kleidet sich anders, schminkt sich und findet neue Freundinnen. Auch von Jungs wird sie plötzlich beachtet. Zu Hause erzählt sie davon jedoch niemandem etwas, außer ihrem Freund und "Bruder" Braden nachts bei ihren "Zaungesprächen". Charlie erkennt mit der Zeit, dass sie mehr für Braden empfindet, jedoch will sie ihre Freundschaft nicht riskieren...


Meine Meinung:

Wow! Ich lese sehr gerne Contemporary Bücher und habe auch schon viel von Kasie West gehört, aber leider noch nichts gelesen. Das hat sich mit diesem Buch geändert und es wird bestimmt nicht das letzte Buch sein, dass ich von der Autorin lesen werde! Es konnte mich absolut fesseln und zu 100 % überzeugen!
Charlie ist zu einer meiner Lieblingsprotagonistinnen geworden. Sie ist einfach authentisch und super sympatisch!! Ich mochte es, dass sie nicht das typische Mädchen ist. Ihr Verhalten zusammen mit ihren Brüdern ist einfach unglaublich toll geschildert und man fühlt sich sofort in der Familie zu Hause! Charlies Brüder sind einfach fantastisch! Alle sind unterschiedlich, jedoch hält die Familie sehr zusammen und die Brüder versuchen alles, um ihre "kleine" Schwester zu beschützen. Ich musste oft lachen bei den Interaktionen zwischen den Brüdern, Braden dem Nachbarsjungen, und Charlie! Man wüscht sich einfach in die Familie hinein und möchte mit allen zusammen Baseball spielen!
Jedoch ist auch nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen", sondern langsam wird auch die Vergangenheit der Familie gelüftet. So kann man auf der einen Seite lachen, jedoch kann man auch durchaus die ein oder andere Träne verdrücken. Man kann richtig mit Charlie mitfühlen und sich sehr gut in sie hineinversetzen, als sie in die "Mädchenwelt" hinein kommt. Man lernt mit Charlie zusammen die schönen Seiten am typischen "Mädchenleben" kennen, aber kommt auch immer wieder gerne zurück nach Hause zu ihren Brüdern.
Auch die "Zaungespräche" mit Braden haben mir total gut gefallen und man verliebt sich Schritt für Schritt zusammen mit Charlie in Braden! Die Liebesgeschichte wurde für mich realistisch umgesetzt und nicht zu sehr in den Vordergrund gerückt.
Besonders gut gefallen hat mir auch Charlies Chefin bei der Arbeit! Sie hat eine ganz spezielle Art und man schließt sie sehr schnell ins Herz.
Die Geschichte thematisiert nicht nur die erste Liebe, sondern auch das Finden zu sich selbst und den starken Zusammenhalt einer Familie! Man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen und die Autorin schafft es, eine wunderschöne Atmosphäre zu schaffen, sodass man sich wünscht in der Geschichte zu wohnen!

Alles in allem eine wahnsinnstolle Geschichte zum Wohlfühlen, aber durchaus auch mit Tiefgang!! Ich hätte noch eine viel längere Zeit mit den Charakteren verbringen können und freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

rezepte, freundschaft, kat yeh, neubeginn, vom schein des seins

Kirschen im Schnee

Kat Yeh , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Magellan, 20.02.2015
ISBN 9783734847059
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Worum geht's?


Gigi lebt mit ihrer großen Schwester Didi zusammen, die alles dafür tut, dass Gigi später einmal ein besseres Leben führt als sie. Alles, was die beiden noch von ihrer verstorbenen Mutter besitzen, ist ihr altes Kochbuch. Wann immer es Probleme gibt, aber auch zu glücklicheren Anlässen, werden Rezepte daraus gekocht und gebacken. Denn, wie Didi immer sagt, enthalten sie Lebensweiseheiten ihrer Mum. Als die beiden umziehen und Gigi sich an einer neuen Schule eingewöhnen muss, beginnt sich einiges zu ändern und Gigi fängt an, so manches was Didi ihr sagt und vorschreibt, anzuzweifeln. Die Suche nach einem alten Lippenstift, den ihre Mum immer getragen hat, bringt dann letztendlich alles, was Gigi glaubte ins Wanken.



Meine Meinung:


So wie schon die wunderschöne Aufmachung des Buches ist auch der Inhalt zuckersüß! Die aufgeweckte Gigi und ihre Erzählweise machen einfach Spaß. Sie hat mit typischen Problemen eines zwölfjährigen Mädchens zu kämpfen. Sie ist die Neue an der Schule, versucht, Freunde zu finden und verliebt sich sogar ein bischen. Vor allen Dingen will sie langsam für sich selbst entscheiden und sich nicht mehr alles von ihrer großen Schwester vorschreiben lassen. Das klappt natürlich nicht alles reibungslos, obwohl Gigi zum ersten Mal echte Freunde findet. Es gibt da nämlich zum Beispiel Mace, die sie komischerweise abgrundtief zu hassen scheint und sich gleichzeitig aber mit Didi anfreundet. Außerdem macht Gigi auch der scheinbare Unterschied zwischen ihr und Didi, die eher arm sind und lange Zeit im Trailerpark gelebt haben, und den reicheren Kids mit ihren Eltern an der neuen Schule zu schaffen.


Auf der einen Seite findet Gigi tolle neue Freunde, hat aber auf der anderen Seite vermehrt Konflikte mit ihrer Schwester. Immer wieder geht es dabei auch um ihre verstorbene Mutter. Gigi wurmt es, dass ihr so wenig von ihr geblieben ist und sucht daher verbissen nach dem Lippenstift "Kirschen im Schnee", den ihre Mutter anscheinend immer getragen habe. Dabei deckt sie jedoch unglaubliche Dinge auf. Ab hier nimmt das Buch nochmal eine ganz andere Wendung. Gigi und auch man selbst als Leser werden vollkommen aus der Bahn geworfen. Zum Glück sind da aber noch ihre tollen neuen Freunde, die sie auffangen.


 Der besondere Clue am Buch sind die Rezepte aus dem Kochbuch der Mum, die in die Geschichte mit eingebunden sind. Diese enthalten immer auch Lebensweisheiten und werden stets zu besonderen Situationen hervorgeholt. Auch sind sie nicht wie normale Rezepte geschrieben sondern in einer erzählerischen, oft lustigen Art. Man bekommt Lust, sofort etwas nachzukochen, auch wenn die Rezepte schon sehr "amerikanisch", also eher ungesund sind. Die Kirschtorte ohne Backen habe ich aber sofort nachgemacht. Sehr lecker! :D


Alles in allem ein tolles Buch für junge (und junggebliebene) Mädchen! Themen wie Freundschaft, Liebe, Verlust, Identitätsfindung und Familie werden aufgegriffen. Gigi als Protagonistin und Ich-Erzählerin ist absolut angenehm und erfrischend.

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

freundschaft, liebe, musik, young adult, sommer

Open Road Summer

Emery Lord , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 02.02.2015
ISBN 9783407745248
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum gehts?

Reagan begleitet ihre beste Freundin, die berühmte Countrysängerin Lilah Montgomery, auf ihrer Sommertour quer durch die USA. Reagan wurde von ihrem Freund verlassen und auch Lila hat mit Liebeskummer zu kämpfen. Sie möchten als beste Freundinnen einen tollen Sommer erleben. Als aufgrund von unangenehmer Pressemitteilungen der Sänger Matt Finch als Support Act für Lila angeheuert wird, verliebt Reagan sich in ihn. Doch ob ihre Liebe eine Chance hat und was der Sommer sonst noch für Überraschungen mit sich bringt, müsst ihr selbst lesen....


Meine Meinung:

In diesem Buch entführt uns die Autorin in das Leben einer Country-Sängerin und man bekommt einen guten Einblick, was es bedeutet, berühmt zu sein. Mir hat dieser Einblick in das Tour Leben sehr gut gefallen, da ich mich sehr für Musik interessiere. Man bekommt sowohl die schönen Seiten, als auch die negativen Seiten einer Tour aufgezeigt. Mir persönlich hat besonders gut gefallen, dass die unschönen Seiten an einem Leben als Berühmtheit nicht ausgelassen wurden. Lilah kann beispielsweise nicht unverkleidet nach draußen gehen, ohne, dass sie jemand erkennt. Außerdem hetzt sie durch ihr Leben und erlebt sozusagen keine richtige Jugend. Im Kontrast dazu steht hier unsere Protagonistin Reagan. Sie ist keine typische schüchterne Protagonistin, sondern ist ganz im Gegenteil sehr selbstbewusst, hat jedoch auch mit vielen Problemen zu kämpfen, die ihr das Leben schwer machen. Die Charaktere haben mir durchweg gut gefallen, da ich es sehr schön fand, dass man Charaktere unterschiedlichster Natur hatte, was sehr realistisch war. Die Liebesgeschichte hat mir auch sehr gut gefallen, da sie nicht zu aufdringlich war und ihr auch einige Hindernisse im Weg standen.
Zudem ist positiv anzumerken, dass alle Charaktere ihr eigenes Päckchen zu tragen haben, sodass das Buch die unterschiedlichsten Themen aufgreift und für jeden Geschmack etwas dabei ist.
An der ein oder anderen Stelle ist auch der Road-Trip durchgekommen, als sie an Orte gekommen sind, die sie nicht kannten und dort beispielsweise auf einen Jahrmarkt gegangen sind. Jedoch hätten für mich diese Aspekte noch ein wenig mehr thematisiert werden können.

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150 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

geister, freundschaft, tod, geist, friedhof

Das unsichtbare Mädchen

Charis Cotter , Catrin Frischer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.11.2014
ISBN 9783570163467
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht's?

Rose und Polly treffen sich auf ihren Dachböden zum ersten Mal. Beide sind einsam und freuen sich, in der jeweils anderen eine beste Freundin gefunden zu haben. Doch dann ist da noch Roses Begabung: Sie kann Geister sehen. Und Polly liebt Geistergeschichten!

Meine Meinung:

Besonders zum Ende hin konnte mich das Buch vollkommen überzeugen! Die Geschichte entwickelt sich noch einmal in eine Richtung, die man nicht vermutet hätte. Es ist eine Portion Traurigkeit enthalten, genauso aber auch Spannung und ein wenig Grusel!

"Das unsichtbare Mädchen" ist eine wunderbare Erzählung um eine tolle Freundschaft, von zwei eher einsamen Mädchen, die endlich eine beste Freundin finden. Als Leser freut man sich richtig mit den beiden symphatischen Hauptcharakteren, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird, und hofft, dass diese Freundschaft nicht zerstört wird. Doch hier kommen die Geister ins Spiel. Besonders ein Geistermädchen treibt ihren Unfug im Haus von Roses Familie und wird den beiden sogar richtig gefährlich. Es ist spannend, mit der Zeit zu ergründen, was es mit ihr auf sich hat und wieso sie sich so hartnäckig in Roses Nähe hält.

Mir hat gefallen, dass die fantastischen Elemente, eben die Geister, sehr unauffällig in die Geschichte eingebaut wurden. Es erscheint einfach normal, dass Rose Geister sehen kann. Leserinnen können sich dadurch gut mit den Mädchen identifizieren, da die Themen des Buches trotz der Geister in ihrer Erfahrungswelt liegen, ohne dass die Geschichte langweilig wird.

Ob Rose nun wirklich Geister sehen kann oder nicht, kann auch nach dem Lesen noch vermutet werden. Ebenso wäre es möglich, dass sie in ihrer Fantasie sich Dinge und Menschen ausdenkt, weil sie so einsam ist.

Das Geisterthema war besonders schön umgesetzt, da die Geister hier nicht hauptsächlich böse und unheimlich, sondern als verstorbene Personen, die noch nicht von der Welt weichen können, weil sie noch etwas zu erledigen haben, dargestellt werden. Dennoch kommt der Gruselfaktor natürlich nicht zu kurz!

Das perfekte Buch für junge Mädchen, eine "Geist-reiche" Geschichte über eine tolle Freundschaft!

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6 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Harry Potter 1 and the Philosopher's Stone

Joanne K. Rowling , Jonny Duddle
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Trade, 13.08.2014
ISBN 9781408855898
Genre: Kinderbuch

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

magisches telefon, familie, krise, kinder, heather

Zwei Worte vor und eins zurück

Rainbow Rowell ,
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei INK, 04.12.2014
ISBN 9783863960742
Genre: Liebesromane

Rezension:


Worum geht's?:

Georgie führt ein scheinbar perfektes Leben. Sie ist verheiratet mit ihrer Jugendliebe Neal, hat zwei wundervolle Töchter und liebt ihren Job über alles. Aber genau das ist ihr Problem. Als sie kurz vor Weihnachten die Möglichkeit bekommt mit ihrem besten Freund eine eigene Comedyserie zu schreiben, beginnt ihr Verhältnis zu ihrem Mann immer weiter zu bröckeln. Neal entschließt sich alleine mit den beiden Töchtern über Weihnachten zu seiner Mutter zu fahren. In dieser Woche beginnt Georgie ihr ganzes Leben zu hinterfragen...



Meine Meinung:

Da ich bereits Fangirl von Rainbow Rowell gelesen hatte und absolut geliebt hab, hatte ich ziemlich große Erwartungen an dieses Buch und wurde in keinster Weise enttäuscht!
Rainbow Rowell konnte mich mit dieser Idee total überzeugen. Durch die  Geschichte werden dem Leser zwei verschiedene Perspektiven geschildert. Einmal wird das Hier und Jetzt geschildert und zum anderen versetzt sich der Leser mit Georgie zurück in ihre Jugendzeit, in der schon einmal eine Trennung von Neal bevorstand.
Diese beiden Perspektiven werden mit Hilfe eines magischen Telefons hervorgebracht. Ich habe bis zum Schluss gedacht, dass es für dieses Phänomen eine logische Erklärung geben würde, dem war aber nicht so, was mich persönlich ein wenig gestört hat.
Trotzdem fand ich es richtig spannend zu erfahren, was in der Vergangenheit passiert ist. Georgie als Protagonistin mochte ich eigentlich ziemlich gerne, obwohl ich manche ihrer Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte. Auch ihre Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchläuft fand ich sehr gut umgesetzt.
Da das Buch in der Woche vor Weihnachten spielt und ich es auch in dieser Zeit gelesen habe, kam bei mir auch noch einmal richtig Weihnachtsstimmung auf!
Dieses Buch lebt durch die toll ausgearbeiteten Dialoge und die wundervollen Nebencharaktere, die mir an manchen Stellen noch besser gefallen haben als Georgie und Neal selbst. Meiner Meinung nach lebt ein gutes Buch auch von seinen tollen Nebencharakteren!
Das Buch strotzt auch von wirklich guten Humor. Ich habe sehr oft lachen müssen. Da Georgie ja auch bei einem Fernsehsender arbeitet und Comedy schreibt, passt das natürlich super! Auch die ganze Atmosphäre im Buch hat mir super gefallen. Wenn Georgie zurück blickt, in die Zeit in der sie und Neal sich kennen lernen springt der Leser richtig mit in die Vergangenheit und es kam bei mir ein richtig "nostalgisches" Gefühl auf. Sehr fasziniert hat mich einfach die starke Verbindung zwischen Neal und Georgie. Sie haben sich mit der Zeit immer mehr auseinander gelebt und besonders Georgie denkt mehr an ihren Job, als an ihren Mann, dennoch ist ihre Liebe zueinander immer noch so groß, wie am Anfang ihrer Beziehung.

Fazit: Ich kann euch das Buch wirklich empfehlen. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und wenn ihr schon etwas von Rainbow Rowell gelesen habt, denke ich, dass euch auch dieses Buch gefallen wird. Bis auf ein paar kleine Schwächen ein sehr schönes Buch über die Liebe und das Hinterfragen von bestehenden Ordnungen!

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110 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

freundschaft, winter, selbstmord, liebe, psychothriller

Eisblau ist die Liebe

Lena Klassen
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 06.08.2014
ISBN 9783440144961
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht's?

Der Kuss sollte nur eine Wette sein. Doch Luna verliebt sich in den schönen David, der ihre Gefühle zu teilen scheint. Doch als sie sich am See treffen wollen, sieht Luna nur Polizisten und Absperrbänder um eine Einbruchstelle im Eis. David soll Selbstmord begangen haben. Es findet sich ein Abschiedsbrief bei seiner Freundin. Luna will das jedoch nicht wahrhaben und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.




Meine Meinung:

Normalerweise bin ich kein allzu großer Fan von Jugendkrimis, da mir diese oft zu naiv und vorhersehbar sind. Da geht es mir häufig so, dass ich in der Mitte des Buches schon weiß oder ahne, wer der Täter ist. Deshalb war ich überrascht, dass es bei diesem Buch anders war. Die Verstrickungen waren etwas vielschichtiger, als ich das von anderen Jugendthrillern gewöhnt bin und ich war besonders am Ende mit Spannung am Lesen.

Es geht eigentlich um zwei große Fragen für Luna. Einmal versucht sie natürlich David zu finden, weil sie nicht glaubt, dass er sich umgebracht hat. Andererseits fragt sie sich, ob David nun wirklich in sie verliebt ist, w

Die Stimmung im Buch war sehr passend für einen Thriller: Winterzeit, ein zugefrorener See, ein altes Hotel... Das kann einen beim Lesen schon zum Zittern bringen. Auch wenn die Atmosphäre nicht allzu düster ist, einem Jugendthriller angepasst.

Das Spannende ist, dass Luna sich in einen Jungen verliebt hat, den sie nicht wirklich kennt. Es werden mit der Zeit einige Dinge aufgedeckt, die sie nicht von ihm wusste. Für die Suche nach ihm schließt sie sich mit seinen Freunden zusammen, mit denen sie auch vorher keinen wirklichen Kontakt hatte. Auch hier muss sie erst langsam herausfinden, welche Verstrickungen dort herrschen. Daher bleibt für sie die Suche eine lange Zeit sehr undurchsichtig.


Für mich ein gelungener Jugendthriller!

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253 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

krimi, london, detektiv, cormoran strike, schriftsteller

Der Seidenspinner

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Joanne K. Rowling ,
Fester Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.11.2014
ISBN 9783764505158
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Worum geht's?

Die Frau des Romanautors Owen Quine meldet sich bei Cormoran Strike, mit der Bitte ihren verschwundenen Mann zu finden und ihn zurück zu bringen. Verschwundene Menschen sind für Strike keine Seltenheit. Jedoch ist der Autor ein ganz besonderer Fall. Er hatte zuletzt ein Manuskript geschrieben, in dem er viele seiner Bekannten durch den Dreck gezogen hat. Sollte das Buch veröffentlicht werden, hätten viele Menschen einen Grund Owen Quine zum Schweigen zu bringen...


Meine Meinung:

Auch mit dem zweiten Teil der Krimiserie hat Robert Galbraith / J.K. Rowling ein Meisterwerk erschaffen! Nachdem mir der erste Fall von Cormoran Strike bereits unglaublich gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, wie es weitergehen wird.

Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss und der Plot hält einige Überraschungen für den Leser bereit. Wie auch der erste Teil, ist auch der Seidenspinner ein vielschichtiger Roman. Der Leser versucht mit Strike den Fall aufzuklären, aber begleitet ihn auch in sein Privatleben. Seine Figur wird in diesem zweiten noch stärker ausgearbeitet, als im ersten Band. Strike ist nicht immer der liebenswerteste und einfühlsamste Charakter, jedoch ist er durch seine Macken und seinen Humor, den er nie verliert, ein außergewöhnlicher Charakter und einfach authentisch. Cormoran Strike hat sich zu einem meiner Lieblingscharaktere entwickelt! Besonders hat mir an diesem zweiten Teil auch die Entwicklung von Robin gefallen. Im ersten Buch kam sie mir ein wenig zu kurz. Hier entwickelt sie sich aber zu einer echten Partnerin für Strike und hilft bei der Aufklärung des Falles. Auch sie begleiten wir in ihr Privatleben, wo sie mit ihrem Verlobten über ihren Arbeitsplatz streitet...
Strike und Robin ergänzen sich perfekt und bilden für mich das beste Ermittlerteam seit Langem.
Das Buch wird nicht nur aus der Sicht von Strike geschildert, sondern an manchen Stellen schwenkt die Perspektive auf Robin um und so bekommt man noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Dinge.

Der Fall spielt sich dieses Mal hauptsächlich in der Verlagswelt ab, was mir sehr gut gefallen hat! Die Verdächtigen sind Autoren, Lektoren und andere Mitarbeiter aus dem Verlagsbusiness. Für die Jahreszeit besonders toll fand ich die weihnachtlich Stimmung in London, mit der Strike auch das ein oder andere Mal zu kämpfen hat.

Dieser Krimi hat mich total gefesselt und ich musste mich immer vom Buch losreißen. Auch wenn es genauso wie sein Vorgänger nicht mit Action vollgepackt ist, herrscht trotzdem immer Spannung. Galbraith/Rowling hat die Fähigkeit durch Dialoge oder auch durch die Schilderung von Strikes Gedankengängen eine so große Spannung aufzubauen, dass der Leser am Buch festklebt und es ihn nicht mehr loslässt. Wir verfolgen nicht nur den einen Fall des verschwundenen Autors, sondern begleiten den Autor auch auf seinen Beschattungstätigkeiten für andere Fälle. Dadurch wird die ganze Geschichte noch authentischer und man kann sich Strike wirklich im verschneiten London hinkend vorstellen.

Alles in allem ist Galbraith/Rowling hier wieder ein ungewöhnlich guter Krimi gelungen, der auch vor allem von der großartigen Idee hinter diesem Fall lebt. Ein Buch, dass sich für mich in  alle Richtungen hätte entwickeln können. Jedoch wurde ich bei der Auflösung wieder überrascht und hätte nicht mit diesem Ende gerechnet!

Ich hoffe es folgen noch viele weitere Fälle für Strike und Robin!




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