Zroyas_Papiergefluester

Zroyas_Papiergefluesters Bibliothek

34 Bücher, 34 Rezensionen

Zu Zroyas_Papiergefluesters Profil
Filtern nach
34 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

183 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

island, hinrichtung, hannah kent, mord, 19. jahrhundert

Das Seelenhaus

Hannah Kent ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783426304846
Genre: Romane

Rezension:

Hannah Kent hat mit "Das Seelenhaus" eine Geschichte erzählt, zu der ich meine Meinung gar nicht so recht in Worte fassen kann.

Die Isländerin Agnes Magnúsdóttir wird beschuldigt, gemeinsam mit einer anderen Magd und einem Bauernsohn, im Jahre 1828, zwei Männer auf grausame Art und Weise ermordet zu haben. Die drei Beschuldigten sollen schließlich im Jahr darauf für ihre Vergehen hingerichtet werden. Agnes verbleibt bis zu ihrer Hinrichtung auf dem Kornsáhof im Tal von Vatnsdalur, unter Aufsicht des Dienstmannes Jón und seiner Familie, in Verwahrung. Die junge Frau, deren Schicksal nach den Ereignissen in der Mordnacht besiegelt ist, wird auf dem Hof als Magd arbeiten, bis die Hinrichtung stattfinden wird. Und nachdem ihr lange Zeit niemand zuhören wollte, kann die wortkarge Agnes erst viel zu spät erklären, was eigentlich wirklich passiert ist.

Während mir beim Lesen vor allem die fremden, ausländischen Namen sehr sperrig im Mund und auf der Zunge lagen, ist auch der Aufbau des eigentlichen Buches zunächst einmal recht ungewöhnlich. Neben alten, amtlichen Dokumenten und Briefen, deren Abdrucke die Hintergründe und den zeitlichen Rahmen des Prozesses um Agnes Magnúsdóttir erklären und darstellen, wird die Geschichte sowohls teils aus Agnes' Sicht als auch aus der eines allwissenden Erzählers geschildert. Alle drei Komponenten haben sich für mich perfekt zusammen gefügt und ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Vor allem Agnes, deren Passagen von einem so klugen, klaren und schönen Geist zeugten, den man ob ihrer allgemeinen, wortkargen Beschreibung nicht vermuten würde, hat mich nachdrücklich beeindruckt. Gerade in den Kapiteln, die aus ihrer Sicht geschrieben waren, habe ich mir etliche Zitate markiert und viele bezaubernde Sätze finden können. Die Tatsache, dass sie nie die Chance hatte, ihre Geschichte so zu erzählen, wie sie tatsächlich geschehen ist, macht ihr im Verlaufe des Buches zu schaffen. Nur sehr langsam gelingt es der Familie, auf deren Hof sie verwahrt ist, und dem Pfarrvikar Tóti, Agnes ihre Vergangenheit zu entlocken.

"Ich esse Steine, ich breche meine Zähne, und sie sprechen trotzdem nicht mit mir. Nur der Wind. Nur der Wind spricht, aber es ergibt keinen Sinn, er schreit wie ein Witwer der Welt, und er wartet nicht auf Antwort." (Zitat, S. 365)

Man erfährt immer neue Aspekte aus Agnes Leben, kleine Brotkrumen, die ihre Spur kennzeichnen - von ihrer Kindheit als Waisenkind, durch das schwere, trostlose Leben als Magd und Mündel, über ein gebrochenes Herz bis hin zu der schicksalshaften Nacht und der bevorstehenden Hinrichtung. Dabei ist es wunderschön und herzzerreißend zugleich, wie Agnes langsam Vertrauen zu Margrét (der Dame des Hofes), zu den Töchtern, dem ihr zugeteilten Pfarrvikar Tóti und am Ende sogar zum strengen, abweisenden Hofbesitzer Jón aufbauen kann. Herzzerreißend, weil man bereits zu Beginn weiß, dass die zarten Knospen der Hoffnung, die in Agnes während der Verwahrung aufkeimen, dazu bestimmt sind, zerstört zu werden.

"Ein grausames Geschenk: so viel Zeit, um mich von allem zu verabschieden. Warum sagen sie mir nicht, wann ich sterben muss? [...] Mein Todesurteil neben der Alltäglichkeit auf dem Hof ist wie ein Stich ins Herz. Vielleicht hätten sie besser daran getan, mich auf Stóra-Borg zu lassen. Ich wäre dort vielleicht schon verhungert. Mein Äußeres wäre längst schlammverkrustet, mein Inneres randvoll mit Kälte und Hoffnungslosigkeit, und mein Körper hätte gewusst, dass er dem Tod geweiht ist, und womöglich sich selbst aufgegeben." (Zitat, S. 282)

Alles in allem ist die Geschichte so wunderbar unaufgeregt, aber so randvoll mit Dingen, die erzählt, die gehört werden wollen, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Das macht es mir schwer. Das ist wie ein Krimi, dessen Auflösung auf der ersten Seite stattfindet. Ein Drama, dessen Ausgang direkt zu Beginn bewusst wird. Und trotzdem ist man gespannt auf das Ende, überrascht, von dem, was man entdeckt und erfährt.

Es ist auf jeden Fall ein ganz außergewöhnliches Buch, dass ich mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gelesen habe. Eins von denen, die auch nach dem Lesen noch lange im Kopf und im Herz bleiben.

Das Buch ist beim Droemer Knaur Verlag mit der ISBN 978-3-426-30484-6 erschienen und kann dort für 9,99€ gekauft werden.

  (4)
Tags: das seelenhaus, droemer knaur verlag, hannah kent, island, krim   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

80 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fabel, huhn, freiheit, leben, familie

Das Huhn, das vom Fliegen träumte

Sun-Mi Hwang , Simone Jakob , null
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 27.02.2014
ISBN 9783036956992
Genre: Romane

Rezension:

Die Legehenne Sprosse hat genug vom Leben. Nachdem sie mehr als ein Jahr lang nichts anderes getan hat, als Eier zu legen, die sie doch niemals behalten durfte, hat Sprosse sich geschworen "Ich lege keine Eier mehr". Und damit geht einher, dass Sprosse auch nicht mehr fressen will. Schwach vor Hunger, mit gebrochenem Lebenswillen und endlich in dem Bewusstsein, dass ihr größter Traum - ein Ei auszubrüten und Mama eines wunderschönen Kükens zu werden - niemals in Erfüllung gehen wird, tut Sprosse nichts anderes mehr, als den Akazienbaum im Innenhof zu bewundern.

"Er berührte Sprosse zutiefst. Sie erhob sich, schob den Kopf durch die Drahtmaschen und scheuerte sich dabei den nackten, federlosen Hals wund. Die Blätter haben wieder Blüten ausgebrütet! Sprosse beneidete sie." (Zitat, S. 12)

Nachdem Sprosse vor lauter Hunger und Kraftlosigkeit keine Eier mehr legen kann, verliert die Legehenne für den Bauern ihren Wert. Beinahe leblos wird sie hinter dem Hof mit anderen toten Hühner ins Feld geworfen. Prompt schleicht sich das Wiesel heran, das das lebende Tier unter den Leichen sofort erschnüffelt hat. Mit der Hilfe vom Erpel Streuner gelingt Sprosse die Flucht. Doch wohin nun?

Sprosses folgende Odyssee ist erschreckenderweise ein mehr als passendes Synonym für aktuelle Geschehnisse - so ist es ja häufig mit Tierfabeln. Als fremde, andersartige wird das Huhn von den anderen Bewohnern des Hofes abgewiesen. Trotz Hunger, Schwäche, Obdachlosigkeit und Flucht lässt man Sprosse nicht am Wohlstand des Bauernhofes teilhaben und jagt die Henne davon. Doch Sprosse hat sich entschieden: Sie will leben! Und sie kann es schaffen! Mit der Hilfe von Streuner, ihrem eisernem Willen und zumindest auch ein bisschen Glück, schafft Sprosse das Unmögliche - und verwirklicht nebenbei auch ihre Träume. Nur etwas anders als gedacht.

"Das Huhn, das vom Fliegen träumte" ist eine ganz zauberhafte Geschichte über Willensstärke, den Glauben an sich selbst, Freundschaft, Familie und vor allem Liebe. Wer den Mut hat, sein Leben in die eigene Hand zu nehmen, kann alles schaffen und trotz aller Widerstände am Ende glücklich werden. Wer auch im Angesicht von Bosheit, Angst, Hass und Ablehnung Gutes tut, sich selbst treu und reinen Gewissens bleibt, kann alles schaffen.

Trotz seiner nur 160 Seiten hat das dünne Büchlein unglaublich viel zu sagen und wird noch lange in meinem Kopf herumgeistern. Die wunderbaren Zeichnungen der Illustratorin Nomoco ergänzen die Geschichte um eine weitere zauberhafte Komponente.

Unnötig zu erwähnen, dass am Ende des Buches auch ein, drei oder mehrere Tränchen geflossen sind.

Das Buch ist beim Kein&Aber Verlag mit der ISBN 978-3-0369-5699-2 erschienen und kann dort für 14,90€ gekauft werden.

  (3)
Tags: fabel, kein&aber, sun-mi hwang   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(758)

1.349 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 284 Rezensionen

liebe, unfall, tod, freundschaft, dani atkins

Die Achse meiner Welt

Dani Atkins , Birgit Moosmüller , Dr. Birgit Moosmüller
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2014
ISBN 9783426515396
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Rachel Wiltshire mit ihren Freunden ein Restaurant besucht, um ein letztes Mal ihre Freundschaft zu feiern, bevor sie alle zum Studium an verschiedenen Colleges aufbrechen werden, nimmt der Abend ein jähes, schreckliches Ende. Als ein Auto durch das Fenster des Restaurants bricht und den Tisch, an dem die Clique sitzt in einem katastrophalen Aufprall mit sich reißt, verändert sich Rachels Welt schlagartig. Sie selbst wird lebensgefährlich verletzt und lebt fortan mit einer entstellenden Narbe im Gesicht. Jimmy aber, ihr geliebter, bester Freund seit Kindertagen, ist tot. Er ließ sein Leben, indem er Rachel vom Fenster wegzog und rettete. Nichts hat mehr einen Sinn, das Leben ist viel zu leer ohne Jimmy. Das Leben ist kaputt ohne Jimmy - zerbrochen.

5 Jahre später - Leben 1

Fünf Jahre später lebt Rachel in selbst auferlegter Einsamkeit in London. Doch an diesem Tag kommt sie nicht umhin, sich ihrer Vergangenheit, die sie die letzten Jahre mehr oder weniger erfolgreich zu verdrängen versucht hat, stellen zu müssen. Ihre beste Freundin Sarah hat sie zu ihrer Hochzeit eingeladen - die in ihrer gemeinsamen Heimat Great Bishopsford stattfinden wird, jenem Ort, an dem damals auch jener furchtbare Unfall geschah.

Doch kaum in ihrem Heimatort angekommen, gerät sie nach einem Besuch auf dem Friedhof in einen weiteren Unfall...

5 Jahre später - Leben 2

Fünf Jahre später lebt Rachel glücklich mit ihrem Verlobten Matt, ihrem früheren High School-Freund, in London. Alles ist perfekt - ihr Job bei der Zeitung, ihre hübsche Wohnung in einem Londoner Szeneviertel, und vor allem der wunderschöne Ring, den Matt ihr bei seinem Heiratsantrag an den Finger gesteckt hat. Zu dumm nur, dass sie vergessen hat, den Ring abzunehmen, bevor sie in den Zug nach Great Bishopsford steigt, mit dem zur Hochzeit ihrer besten Freundin Sarah fahren will.

Kaum in ihrem Heimatsort angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Und als sie vor dem Friedhof an der Telefonzelle ankommt, von der aus sie Matt bitten will, sie abzuholen, gerät sie in einen weiteren Unfall...

Nach dem Unfall

Als Rachel im Krankenhaus erwacht, kann sie ihren Augen kaum trauen. Jimmy.

Jimmy steht an ihrem Krankenhausbett und will sie zu ihrem Unfall befragen. Denn Jimmy ist nicht tot, sondern Polizist. Überhaupt ist alles ganz anders. Wo ist die Narbe in ihrem Gesicht? Warum tut Matt so, als wären sie verlobt? Warum ist Jimmy nicht tot? Und welches Leben ist denn jetzt eigentlich das Richtige?

 

Ich konnte mich vom ersten Moment an nicht mehr von dem Buch losreißen. Obwohl ich zugegebenermaßen zuerst einigermaßen verwirrt davon war, dass Rachel zunächst von verschiedenen Versionen ihres Lebens erzählt - nachdem Rachel im Krankenhaus aufwacht, und die Geschichte einheitlich weiter erzählt wird, macht allerdings alles Sinn. Nun ja, zumindest für den Leser; für Rachel macht natürlich gar nichts Sinn.

Ich habe wirklich mitgelitten, als Rachel versucht, ihren widersprüchlichen Erinnerungen auf den Grund zu gehen, und heraus zu finden, was mit ihr passiert. Noch bezaubernder war allerdings zu lesen, wie Rachel und Jimmy miteinander umgehen. Eine tiefe Freundschaft ist eben etwas einmaliges - und die erste große Liebe, das wissen doch alle Frauen, ist etwas magisches, das das ganze Leben über einen ganz eigenen Platz im Herzen hat.

Das ganze Buch über, und das muss ich leider zugeben, war die Geschichte für mich allerdings eher ein netter, sanfter Liebesroman. Kann man mal gelesen haben, muss man aber nicht. Aber dann, auf den letzten 6 Seiten, löst sich die Geschichte schließlich auf und macht so plötzlich Sinn, dass ich gar nicht wusste, wie mir geschieht. Und das alles auf so herzzerreißende Art und Weise, dass ich ganz furchtbar weinen musste. Und diese 6 Seiten, dieses schrecklich schöne Ende, machen das ganze Buch zu einer wunderbaren, herzerwärmenden Geschichte über zweite, verpasst Chancen, Träume, die man leben sollte, anstatt sie nur vor sich her zu schieben und alles in allem: Die Liebe. Die erste, große Liebe, die man niemals im Leben wieder vergisst.

Das Buch ist beim KNAUR Verlag mit der ISBN 978-3-426-51539-6 erschienen und kann dort für 9,99€ gekauft werden.

  (4)
Tags: dani atkin, die achse meiner welt, knau, liebe, tod, vermissen, zweite chancen   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(78)

177 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

krimi, london, mord, cormoran strike, robert galbraith

Der Seidenspinner

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783734102233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Robert Galbraiths alias J. K. Rowlings zweiter Roman um den Privatdetektiv Cormoran Strike und seine bezaubernde Assistentin Robin Ellacott, beginnt wie das erste Buch mit dem Besuch eines neuen Kunden in Strikes Detektei. Seit er im ersten Roman den hoch medienwirksamen Fall um den Tod des Models Lula Landry aufklären konnte, kann sich Strike vor neuen, vor allem zahlungskräftigen, Klienten kaum retten. Als ihn jedoch Leonora Quine, die Ehefrau des umstrittenen Autors Owen Quine, darum bittet, ihren verschwundenen Mann zu suchen, nimmt er den Fall weniger aus Profit, sondern vielmehr aus Mitleid und Neugier an. Obwohl gar nicht ganz klar ist, ob er für die Suche überhaupt ein Honorar zu erwarten hat, beginnt Strike nach dem Vermissten zu suchen. Lektoren, Verleger und ein bunter Mix aus Angehörigen der Verlagsbranche führen den Detektiv und seine Assistentin Robin, die immer mehr als selbstständige Ermittlerin als als Sekretärin aushilft, auf die Spur des exzentrischen Quine und bald stellt sich die Frage: Ist der Autor tatsächlich nur untergetaucht, weil er eine Auszeit brauchte, oder hängt sein Verschwinden mit seinem neuen Roman Bombyx Mori zusammen?

In jenem Roman, den Quine fertig stellte, kurz bevor er von der Bildfläche verschwand, rechnet er auf hässlichste, böseste Weise mit seinem Umfeld ab – da gibt es nicht nur einen Verdächtigen, der Quine nicht all zu gern ans Leder wollte. Zu dumm nur, dass Quine seinen “Opfern”, entstellte Pseudonyme gab, hinter denen die realen Personen nicht gleich auszumachen sind.

Als Strike den Autor schließlich ausfindig machen kann, wird aus dem Vermissten-Fall plötzlich ein viel dramatischer. Während Bombyx Mori von allen Beteiligten unter Verschluss gehalten werden will, steht Strike wieder einmal vor der Aufgabe, mit brillianter Befragungstechnik, Glück, seiner so klugen wie engagierten Assistentin Robin und einer gehörigen Portion detektivischem Spürsinn nach dem Grund der Geschehnisse zu suchen.

Der wirklich einmalige Cormoran Strike, der mit seinen Eigenheiten immer wieder aneckt und aus dem man wahrscheinlich niemals ganz schlau werden wird, ist mir auch in diesem zweiten Band wieder wahnsinnig sympathisch. Genau so verhält es sich mit Robin, seiner Assistentin. Trotz der Schwierigkeiten, die sie wegen des Jobs mit ihrem Verlobten Matthew hat, geht sie inzwischen völlig in ihrer Arbeit als Strikes Sekretärin auf. Dass dieser ihr immer mehr vertraut und an seinen Fällen teilhaben lässt, schürt nur zusätzlich ihr Verlangen, ebenfalls Detektivin zu werden. Ihre persönliche Entwicklung, aber auch die Veränderung des Verhältnisses zwischen ihr und Strike waren wirklich wunderbar zu beobachten.

Aber auch die Nebencharaktere sind, wie schon in “Der Ruf des Kuckucks”, wieder erfrischend schrullig, einzigartig und lebhaft. Jede Figur bekommt eine eigene Stimme und lässt sich auch nach einigen Dutzend Seiten sofort wieder erkennen. Und wie schon im Vorgängerband muss ich mit einiger Frustration gestehen, dass ich das Ende des Falles nicht voraussehen konnte. Das ist nämlich zwar eigentlich klasse, weil man so bis zum Schluss gespannt bleiben kann, andererseits gelingt es mir sonst wirklich fast immer, bei Krimis den Täter oder die Auflösung des Falles vor dem Ende des Buchs heraus zu finden. Bei beiden bisher erschienenen Cormoran Strike Büchern laufen die vielen gesponnen Fäden aber so perfekt zusammen, dass der Knoten im wahrsten Sinne des Wortes wirklich erst ganz zuletzt platzt.

Auch den zweiten Band der Reihe kann ich also absolut nur als Leseempfehlung geben! Den dritten Band “Die Ernte des Bösen“, der am 29.02. in deutscher Übersetzung erscheint, habe ich bereits vorbestellt und warte schon ganz ungeduldig auf Strikes und Robins nächsten spannenden Fall. :)

Das Buch ist beim blanvalet Verlag mit der ISBN 978-3-7645-0515-8 erschienen und kann dort für 19,99€ gekauft werden.

  (3)
Tags: detektiv, ermittlung, j. k. rowling, krim, mor, robert galbraith   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(154)

339 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

drogen, liebe, roman, #newadult, mord

Füreinander bestimmt - Violet und Luke

Jessica Sorensen , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2014
ISBN 9783453534582
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nachdem die ersten beiden Bände sich um die Beziehung zwischen Callie und Kayden gedreht haben, geht es in diesem Buch nun um Kaydens Freund Luke und Callies Mitbewohnerin Violet. Vor allem Luke war mir schon als Nebenfigur in den beiden vorherigen Bücher wahnsinnig sympathisch, sodass ich unbedingt auch seine Geschichte lesen musste. Violet hatte vorher keinen besonders einprägenden Auftritt, als Hauptfigur ihrer eigenen Story habe ich sie aber sofort lieb gewonnen.

Wer die Bücher von Jessica Sorensen kennt, der weiß, dass sich die Charaktere vor allem über ihre bisher sehr unschönen Lebensgeschichten definieren. So geht es auch Violet und Luke.

Violet, die als Kind den Mord an ihren Eltern beobachten musste, hat eine Odyssee durch viel zu viele Pflegefamilien hinter sich. Niemand konnte genug Empathie für das kleine, zutiefst verstörte Mädchen mit der panischen Angst vor dem Verlassenwerden aufbringen, sodass sie niemals "neue Eltern" finden konnte. Das letzte Paar, das Violet aufnimmt, ist zwar lange kein Paradebeispiel, kümmert sich aber immerhin einigermaßen vernünftig um das Kind.

Luke wächst als Kind ohne Vater bei seiner drogensüchtigen Mutter auf, die ihn zu Dingen zwingt, die kein Kind jemals tun müssen sollte. Um die Erinnerungen an seine Mutter und den Selbstmord seiner Schwester zu verdrängen, bleiben ihm neben viel zu viel hartem Alkohol nur Gewalt und flüchtige Bekanntschaften, die ihn wenigstens für Momente alles vergessen lassen.

Als Violet, die für ihren Pflegevater mit Drogen dealt, nach einem missglückten Deal aus einem Fenster springt und dabei direkt auf Luke landet, ist dieser im wahrsten Sinne des Wortes völlig überrumpelt. Vor allem davon, dass Violet der Sprung und der dadurch verstauchte Knöchel gar nichts auszumachen scheinen. Überhaupt, so scheint es, wann immer er sie in den folgenden Wochen wieder trifft, macht ihr eigentlich kaum irgendetwas etwas aus. Violet scheint alles egal zu sein.

Obwohl beide nicht erklären können, warum, lässt die Begegnung keinen von beiden los und nach zahlreichen, mehr oder weniger zufälligen Begegnungen müssen sich die beiden eingestehen, dass ihnen der jeweils andere nicht völlig egal ist. Da trifft es sich hervorragend, dass beide zum Semesterende eine neue Bleibe brauchen und sich diese nur mit einem Mitbewohner leisten können. Was sie bei ihren Plänen zum Zusammenziehen nicht wissen: Ihre Vergangenheiten sind auf furchtbare Weise miteinander verknüpft - und das herauszufinden, lässt leider nicht all zu lange auf sich warten...

Ich musste das Buch in einem Rutsch durchlesen, weil einfach alles zusammen gepasst hat. Obwohl mir auch die ersten beiden Bände um Callie und Kayden haben, waren mir dort die Probleme aller Charaktere doch ein wenig zu erzwungen. Es gab zu viele psychische Schwierigkeiten auf einmal, die ein wenig von den Gefühlen zwischen Callie und Kayden abgelenkt haben. In diesem Buch konzentrierte sich die Geschichte direkt auf die beiden Protagonisten, die Nebencharaktere waren dabei fröhliches, unterstützendes Beiwerk. Für mich war das etwas angenehmer und fühlte sich nicht so vollgestopft an. Wie schon bei Callie und Kayden gab es zwischen dem ersten und dem nächsten Band einen fiesen Cliffhanger, sodass ich es gar nicht erwarten kann, wie es mit dem nächsten Buch "Einander verfallen" weiter geht! Das erscheint am 09.11. und ich bin schon jetzt gespannt.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

135 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

fantasy, dystopie, red queen, verrat, liebe

Red Queen

Victoria Aveyard
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Orion Publishing Group, 12.02.2015
ISBN 9781409151173
Genre: Romane

Rezension:

Die Welt, in der die Protagonistin Mare Barrows lebt, ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, in der die priviligierten Silver und die dienenden Red leben. Silver und Red sind durch die silberne und rote Farbe ihres Blutes von einander zu unterscheiden - und die Tatsache, dass die Silver individuelle Fähigkeiten haben, die sie über die Red emporheben. Unter den Silver gibt es z. B. Strongarms mit übermenschlicher Stärke, Whisper mit starken telepathischen Fähigkeiten, Nymphs mit der Gabe, Wasser zu kontrollieren, Silencer, die die Fähigkeiten anderer Silver unterdrücken können und noch viele andere. Die Red hingegen sind normale Menschen, die aufgrund ihrer fehlenden Kräfte von den Silver unterjocht und zum Dienen und Arbeiten gezungen werden.

Das Königreich Norta, in dem die Geschichte um Mare spielt, liegt seit Jahrzehnten im Krieg mit den Lakelands und die Silver schicken erbarmungslos jeden verfügbaren Red an die Front. Um den ständigen Nachschub an Red-Soldaten zu gewährleisten, gibt es eine Einberufungspflicht für alle Red, die das Alter von 18 erreicht und keine Ausbildungsstelle oder einen Job haben.

Die 17-jährige Mare Barrows lebt in den Stilts, einer Siedlung nahe der königlichen Sommerresidenz. Da ihre 3 Brüder Shane, Bree und Tramy seit längerer Zeit im Krieg kämpfen, lebt Mare nur noch mit ihren Eltern und ihrer Schwester Gisa in dem ärmlichen Haus, das am Rand der Stilts steht. Während der kleinen Gisa eine vielversprechende Zunkuft als Schneiderin für reiche Silver-Kunden bevorsteht, sorgt Mare als Diebin für ihren Anteil am familiären Unterhalt.

Um ihren besten Freund Kilorn vor der Einberufung zu retten, beschließt Mare, mit der Anführerin der weitbekannten Rebellengruppe Scarlet Guard eine Abmachung zu treffen - gegen eine hohe Auslösesumme wird Anführerin Farley sowohl Mare als auch Kilorn aus dem Land schleusen. Als Gisas Versuch, Mare bei der Beschaffung des Geldes zu helfen, gehörig schief geht, will Mare in einem letzten verzweifelten einen Fremden bestehlen. Dieser erwischt sie zwar, gibt ihr aber trotzdem etwas Geld und will ihr einen Job besorgen.

Als Mare am nächsten Tag in den Sommerpalast der verhassten Königsfamilie gerufen wird, um dort als Dienstmädchen zu arbeiten, ist ihre Verwirrung groß - bis sich unter den Mitgliedern der königlichen Familie plötzlich der Fremde der vorherigen Nacht befindet.

Während des Queenstrial, bei dem die Silver-Prinzen Cal und Maven unter den zahlreichen Töchter adliger Silver-Familien ihre zukünftigen Bräute aussuchen sollen, kommt es schließlich zu einem Unglück, das Mares Leben drastisch verändern wird - vor allem zum negativen.

Die Idee einer durch empathielose, grausame Herrscher unterdrückten Bevölkerung ist einem nicht zuletzt aus "Die Tribute von Panem" längst bekannt; ich hatte generell das Gefühl, dass eben jene Geschichte massiv für das allgemeine Setting der Geschichte dienen musste. Das Prinzip eines mehr oder minder mutigen, von der Regierung unterdrückten Mädchens, dass durch die Verkettung unglücklicher Umstände plötzlich gezwungen ist, als Symbol und toughe Kämpferin/Verwandlungskünstlerin herzuhalten, die bis auf einige leise innere Konflikte scheinbar kein Problem damit hat, sich zum Zwecke des Selbstschutzes komplett zu verstellen und ihre Familie Familie sein zu lassen, kam mir so bekannt und ausgelutscht vor, dass ich das ein oder andere Mal fast die Lust am Lesen verloren habe. Während Katniss Everdeen mit Biss, Schlagfertigkeit und Sympathie punkten konnte, war mir Mare einfach nur viel zu naiv, lammfromm, gleichgültig und leichtgläubig. Wann immer etwas passierte, bei dem ich an ihrer Stelle wahrscheinlich vor Angst tot umgefallen wäre, gab es bei Mare nur "Irgendetwas geschah, aber ich verstand nicht was, und so ging ich einfach zur nächsten Aufgabe über." oder "Die Silver beuten mein Volk seit Jahrhunderten aus, und ich hasse sie alle unglaublich stark, aber hey, die beiden Prinzen sind ja so süß und fürsorglich, wer kann da schon nein sagen."

Das zweite literarische Vorbild, dessen sich die Geschichte bedient, scheint "The Selection" und damit der Kampf einiger ausgewählter Mädchen um die Gunst des zu verheiratenden Prinzen zu sein. Hier hinkt Red Queen aber meiner Meinung nach dem Original auch wieder nur hinterher. Während America Singer mit Humor, Großmütigkeit, Selbstlosigkeit und Aufgeschlossenheit gegenüber ihren Mitbewerberinnen glänzte, bleiben die Figuren um Mare eher farblos, nicht einmal ihre stärkste Konkurrentin und spätere Erzfeindin Evangeline wird dem Leser in irgendeiner expliziteren Art und Weise näher gebracht.

Zusätzlich zu der Vorhersehbarkeit der Handlung haben mich außerdem einige Logikfehler und Lücken im Story-Hintergrund gestört. Man frage sich: wenn im Buch die Fähigkeiten der ach so außergewöhnlichen Silver so stark in den Vordergrund gestellt werden - warum kämpfen die Silver dann nicht selber an den Fronten ihres Krieges? Ein paar Strongarms, die ihre Gegner dem Erdboden gleichmachen; Nymphs, die mit riesigen Flutwellen sämtliche Gegner ertränken könnten; Magnetrons, die mit ihren Kräften erreichen könnten, dass sich die Metall- bzw. Stahlgewehre gegen die gegnerischen Besitzer wenden; Whisper, die ihre Feinde mit telepathischen/telekinetischen Befehlen zum Selbstmord oder friendly Fire zwingen könnten. Nein, stattdessen werden seit Dekaden schwache Red in den Krieg geschickt. Der Sinn dieser Überlegung hat sich mir nicht erschlossen - nicht zuletzt, weil Silver als extrem stolz und eingebildet beschrieben werden (würden sie dann nicht selber die Helden sein wollen, als sich von einem Red den Hintern retten zu lassen?).

Außerdem erfährt man so gut wie nichts über die Hintergründe der vorherrschenden politischen Situation. Wie wurde die Welt zu der, die sie heute ist? Bis auf Norta, die Lakelands und ein oder zwei weitere ab und zu eingeworfene Namen werden keine weiteren geografischen oder geschichtlichen Bezugspunkte genannt, sodass zumindest ich mir die Welt, in der die Geschichte spielt, überhaupt nicht vorstellen konnte.

Auch die Rebellengruppe Scarlet Guard war mir mehr als subjekt. Wenn diese sich à la Distrikt 13 in den Panem Büchern seit Jahren erfolgreich der Gewalt der Silver entziehen und mit ausgewählten Anschlägen zur Wehr setzen kann, wieso wird dann Hinz und Kunz einfach ohne Test oder Backup-Kontrolle als Mitglied willkommen geheißen? In dem Moment, in dem ein bestimmter Silver ohne Zögern in die Scarlet Guard eingelassen wurde, war mir klar, wie die Geschichte weiter ablaufen würde. Für mich ein ganz klarer Stimmungskiller, den man sicher besser hätte kaschieren können.

Insgesamt hat mir das Buch ein paar interessante Lesestunden beschehrt, und ich hatte an einigen Stellen tatsächlich auch ein bisschen Pipi im Auge. Die Kombination der verschiedenen Ideen bzw. Konzepte fand ich grundsätzlich sehr interessant, an der Umsetzung hat es dann jedoch meiner Meinung nach deutlich gehapert. Vielleicht wollte Victoria Aveyard zu viel gleichzeitig. Bestimmt hätte man aus dem Grundgerüst der Story sehr viel mehr machen können und eventuell kann ein starker zweiter Band den schwachen ersten wieder heraus reißen.

Ich werde dem zweiten Teil auf jeden Fall eine Chance geben, da ich trotz der Schwächen der Geschichte wissen möchte, wie es mit Mare, Kilorn, Cal, Maven und der Scarlet Guard weiter geht. Außerdem sind Mares besondere Fähigkeiten, auf die in Vermeidung möglicher Spoiler in dieser Rezension nicht eingegangen bin, ein Story-Pluspunkt, den ich im zweiten Teil sehr gerne noch ausgebaut sehen möchte.

Die deutsche Ausgabe des Buches ist beim Carlsen Verlag mit der ISBN 978-3551583260 erschienen und kann dort für 19,99€ gekauft werden.

  (4)
Tags: die rote königin, red queen, victoria aveyard   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(337)

549 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 52 Rezensionen

liebe, jessica sorensen, callie & kayden, vertrauen, kayden

Die Liebe von Callie und Kayden

Jessica Sorensen , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.05.2014
ISBN 9783453534575
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach den dramatischen Erlebnissen am Ende des ersten Teils tappt man als Leser ein wenig irritiert durch den Anfang des zweiten Bandes. Wer erwartet, die Handlung würde nahtlos an die letzten Seiten von “Die Sache mit Callie & Kayden” anknüpfen, der wird überrascht sein. Und wer außerdem erwartet, Kaydens Situation mit dem Wissen aus Band 1 vollends zu verstehen, der irrt zusätzlich. “Die Liebe von Callie & Kayden” rollt alles noch einmal auf – wer ist Schuld an Kaydens Unglück? Tatsächlich sein Vater, oder vielleicht doch nur er selbst?

In diesem Buch gehen Kayden und Callie an ihre Grenzen. Sie kämpfen gegen sich selbst, und vor allem Kayden gegen seine widersprüchlichen Gefühle – die vor allem darum kreisen, sich Callie nicht entziehen zu können, obwohl es ihr ohne ihn so viel besser gehen würde. Und schließlich, nach endlosem Verweigern, Verlieren, Wiederfinden, Aufgeben und Gewinnen, machen sich sowohl Kayden als auch Callie endlich auf, um aus ihren Schatten heraus zu treten, Stellung zu beziehen und für sich selber aufzustehen.

Ich liebe kaputte Charaktere, das habe ich schon oft angemerkt. Und weil das so ist, kam ich in diesem Buch wieder sehr auf meine Kosten. Für mich war es ein absoluter Hochgenuss, Kayden durch seine Abgründe und wiedersprüchlichen Empfindungen zu begleiten. Ohne zu wissen, was genau denn nun eigentlich tatsächlich an dem letzten Abend in Band 1 passiert ist, und woher Kaydens schwere Verletzungen der Vergangenheit wirklich rühren, deckt der Leser nach und nach Kaydens Geschichte auf. Am Ende des Buches ist es dann allerdings Callie, die ihrer Odyssee ein Ende setzt, und sich endlich von der Vergangenheit frei macht. Als ich gelesen habe, wie sie das anstellt, habe ich dann auch ein, zwei Tränchen verdrücken müssen.

Im Laufe des Buches sind mir auch Seth und Luke immer mehr ans Herz gewachsen. Wie auch schon in Band 1 werden auch bei diesen beiden Neben-Charakteren dunkle Seiten und Erlebnisse mehr oder minder klar angedeutet, in diesem Buch stand für mich aber viel mehr im Vordergrund, was für eine wundervolle, verlässliche Freundschaft zwischen den Vieren entstanden ist und sich nun nach und nach immer mehr festigt.

Positiv fand ich, dass in diesem 2. Band zwar immer noch auf die verschiedenen Probleme aller Charaktere eingegangen wird, diese aber nicht mehr ganz erzwungen wirkten, wie in “Die Sache mit Callie & Kayden”. Dort hatte ich das Gefühl, es müsse immer wieder überdeutlich betont werden, wie zerstört die Protagonisten doch sind, was alles fürchterliches passiert ist und wie schrecklich doch alles eigentlich ist. In “Die Liebe von Callie & Kayden” passte alles etwas flüssiger zusammen, alles fügte sich – meiner Meinung nach deutlich weniger gezwungen – zusammen und ergab am Ende ein rundes Bild. Das Hin und Her zwischen Callie und Kayden hätte allerdings nicht viel länger dauern dürfen, sonst wäre es mir wohl irgendwann langweilig geworden. Aber das ist zum Glück nicht passiert. ;)

Von mir gibt es also eine Leseempfehlung – vor allem, wem der erste Band gefallen hat, sollte hier unbedingt wieder zugreifen. Ohne die Vorkenntnisse aus Band 1 könnte es allerdings schwer werden, aber das ist nur ein weiterer Grund, zu beiden Büchern zu greifen. ;)

Das Buch ist beim Heyne Verlag mit der ISBN 978-3-453-53457-5 erschienen und kann dort für 8,99€ gekauft werden.

  (3)
Tags: callie & kayden, liebe, missbrauch   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(284)

546 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 27 Rezensionen

hebamme, historischer roman, mittelalter, deutschland, liebe

Die Spur der Hebamme

Sabine Ebert
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2007
ISBN 9783426636954
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Geschichte geht weiter! :) Im zweiten Band der Hebammen-Reihe.

Das Geheimnis der Hebamme Die Spur der Hebamme Die Entscheidung der Hebamme Der Fluch der Hebamme Der Traum der Hebamme

In "Die Spur der Hebamme" geht es, wie schon im ersten Band, "Das Geheimnis der Hebamme" um Christiansdorf, Ritter Christian, seine Geliebte Marthe, die Mark Meißen und das Fürstenpaar Otto und Hedwig von Wettin.

Nachdem Christiansdorf im ersten Band durch einen Siedlerzug urbar gemacht und besiedelt wurde, und durch den Fund einer Silberader zu einigem Reichtum kam, wächst der Ort nun im zweiten Band weiter und wird immer größer. Dies bedeutet aber auch, dass Marthe als Wehmutter mehr zu tun bekommt und so bald die Aufmerksamkeit jener auf sich zieht, von denen sie besser unbemerkt geblieben wären. Schließlich kann sie sich dem Einfluss der Kirche nicht länger entziehen und wird als Hexe angeklagt und vor ein Kirchengericht gestellt. Wie diese Begegnung ausgeht, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, davon solltet ihr euch selber überraschen lassen.

Doch nicht nur Marthe und Christian müssen sich auftretenden Schwierigkeiten stellen. Auch Otto von Wettin und seine schöne Frau Hedwig können einander nicht länger heile Welt vorspielen. Während es Hedwig im ersten Band der Reihe noch gelingt, ihren grimmigen, aufbrausenden Gemahl mit klugen, vorsichtigen Griffen unbemerkt aus dem Hintergrund zu lenken, belasten Ottos öffentliche Affären und Hedwigs dunkelstes Geheimnis die Ehe des Fürstenpaares, was meist zu undurchdachten, verblendeten Entscheidungen Ottos führt, die widerrum nur all zu häufig schlimme Konsequenzen für Christian und sein Dorf haben.

Nach den grausamen Geschehnissen im ersten Teil des Buches, unter denen Marthe bis zuletzt leidet, kommt es im zweiten Teil der Geschichte zu einer neuen Zerreißprobe für die Liebe von Christian und Marthe. Auch hier will ich nicht zu viel verraten, es lassen sich aber Paralellen zu ähnlichen Geschehnissen im ersten Buch finden - was mich zum Teil ein wenig ermüdet, mich aber ingesamt eigentlich nicht weiter stört, da das Ende des Handlungsstrangs mit einem eindeutigen OH! glänzen kann, mit dem ich beim ersten Lesen nicht gerechnet hatte. Mittlerweile kann ich das Buch, genauso wie die restlichen Bände eigentlich fast auswendig, leide und schmachte aber trotzdem jedes Mal wieder mit. ;)

"Die Spur der Hebamme" kann für mich auch wieder durch das realistische Flair überzeugen, dass mich mich bei jedem Mal lesen in die damalige Zeit entführen kann, sodass ich das Gefühl habe, direkt dabei zu sein. Die weiter erzählte Liebesgeschichte von Christian und Marthe, sowie die übrigen sehr gut dargstellten Charaktere machen das Buch für mich zu einem historischen Page-Turner. :)

Das Buch ist beim Knaur Verlag mit der ISBN 978-3-426-63695-4 erschienen und kann dort für 10,99€ gekauft werden.

  (5)
Tags: die spur der hebamme, sabine ebert   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(519)

826 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 52 Rezensionen

mittelalter, hebamme, ritter, historischer roman, liebe

Das Geheimnis der Hebamme

Sabine Ebert
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.11.2006
ISBN 9783426634127
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich liiiebe historische Romane. Vor allem solche, die es schaffen, sachliche Fakten mit sympathischen Figuren und einen spannenden Story zu kombinieren. Das Geheimnis der Hebamme ist der erste Band einer Reihe, die genau das perfekt schafft.

Das Geheimnis der Hebamme
Die Spur der Hebamme Die Entscheidung der Hebamme Der Fluch der Hebamme Der Traum der Hebamme

Im Mittelpunkt der Hebammen Romane steht die Entwicklung der mittelalterlichen Stadt Freiberg in der damaligen Mark Meißen. In diesem ersten Band gibt es Freiberg allerdings noch nicht, denn die Geschichte beginnt mit den Siedlerzüge fränkischer Bauern, die im 12 Jahrhundert aus ihren ursprünglichen Verhältnissen fortzogen, um dem Ruf des Meißener Markgrafen Otto von Wettin zu folgen und die unbewohnten Teile der Mark zu roden und zu besiedeln. Einer der Hauptcharaktere ist dabei Ritter Christian, der einen der Siedlerzüge anführt und sich schließlich mit den Bauern in Christiansdorf niederlässt - dem Dorf, das später einmal die Stadt Freiburg werden wird. Gemeinsam mit seinem Knappen Lukas steht er für die wahren Ideale des Ritterstandes: die Untergebenen zu beschützen und edelmütig, mutig und gerecht zu handeln.

Teil des Siedlerzuges ist neben vielen liebens- und hassenswerten Persönlichkeiten auch die junge Wehmutter Marthe, die sich trotz ihres geringen Alters bestens auf das Heilen von Verletzen oder ihre Aufgaben als Hebamme versteht. Sie hat "Gesichte", und ist so im Laufe der Geschichte in der Lage, durch kurze Visionen oder starke Empathie Unheil und bestimmte Geschehnisse voraus zu ahnen. Dies wird aber so subtil in die Handlung des Buches eingeflochten, dass es für mich an keiner Stelle unglaubwürdig wirkt.

Neben den Ereignissen im Dorf, die von dem Bau erster Lehmhütten, Hochzeiten, Geburten zu dem schließlich auch den für den weiteren Verlauf der Handlung immens wichtigen Fund einer Silberader unter dem Dorf führen, steht vor allem auch das Geschehen auf dem Meißener Burgberg im Mittelpunkt. Markgraf Otto, seine ebenso schöne wie kluge Frau Hedwig und ihr Gefolge bieten eine zweite Seite der Erzählung - denn das Leben auf dem Burgberg trieft nur so vor Intrigen, Komplotten, Verhandlungen und Allianzen. Wer "Ein Lied von Eis und Feuer" oder zumindest den cineastischen Verwandten "Game of Thrones" kennt, kann sich vorstellen, wie es an einem mittelalterlichen Hof so zu ging. Nur dass hier keine Drachen mitspielen. ;)

Während Sabine Ebert mehr oder weniger genau den historischen Abläufen der Entstehung Freibergs und der Mark Meißen folgt, und es versteht Fakten geschickt in ihrer Geschichte unterzubringen, ohne, dass dem Leser langweilig wird, spinnt sie eine dramtische, aber zugleich zuckersüße Liebesgeschichte zwischen Marthe und Ritter Christian drumherum - die zwar keine historische Grundlage hat, aber eindeutig nicht fehlen dürfte. Ich meine, was ist schon ein historischer Roman ohne eine Liebesgeschichte? :)

Christian und die Bewohner seines Dorfes müssen immer wieder gegen Intrigen bestehen, die von Christians Erzfeind, Ritter Randolf und seinen gewalttätigen, skupellosen Freunden gesponnen werden.

Mein absolutes Highlight in nicht nur diesem Band ist die Tatsache, wie realistisch das mittelalterliche Leben beschrieben wird. Wenn Frau Ebert über die Zustände im Dorf, das Verhalten der Figuren oder die Geschehnisse auf dem Burgberg schreibt, komme ich mir immer vor, als stünde ich mittendrin - ich weiß nicht, wie die Autorin das schafft, aber die zaubert in ihren Büchern ein ganz besonderes Flair, dem ich mich nicht einziehen kann. Nicht umsonst gehört dieser erste Teil zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Ich finde es eben einfach wahnsinnig spannend, wie es damals so zuging.

Die einzelnen Figuren sind so toll dargestellt - sowohl die, die man sofort ins Herz schließt, als auch die, die man am liebsten einfach nur an die Wand klatschen würde - dass ich immer wieder mitfiebere, auch wenn ich das Buch inzwischen fast schon auswendig kenne.

Wer also Interesse an historischen Romanen, Lust auf ein wenig Romantik und ein Faible für Schwertkämpfe hat, kann mit diesem Buch absolut nichts verkehrt machen. :)

Das Buch ist beim Knaur Verlag mit der ISBN 978-3426634127 erschienen und kann dort für 10,99€ gekauft werden.

  (3)
Tags: das geheimnis der hebamme, sabine ebert   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(117)

276 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

wald, liebe, wenn ihr uns findet, jugendbuch, familie

Wenn ihr uns findet

Emily Murdoch , Julia Walther
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.03.2014
ISBN 9783453534346
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Manchmal passiert es, dass mich ein Buch so bewegt, dass ich am Ende keine Worte finde. Ich sitze still, presse mir weinend das Buch an die Brust und wiege still vor und zurück. Und auch, wenn ich dann völlig überfordert bin, nicht weiß, wohin mit mir und meinem Kummer - eigentlich sollte jedes Buch genau das mit mir machen. Mich aufwühlen, beeindrucken, mir den Atem verschlagen, verzweifelte Emotionen wecken - im positiven, wie negativen Sinne. Katniss im Dorf der Sieger. Ky, der Cassia seine Geschichte auf Papier erzählt. Dobby, Fred, Snape, Lupin und Tonks, die im finalen Kampf gegen Voldemort sterben. Manchmal gelingt es, für meinen Geschmack viel zu selten.

Wenn ihr uns findet hat es seit langer Zeit mal wieder geschafft. Ich kann gar nicht genau erklären, warum eigentlich. Aber so ist das eben, wenn man nicht die richtigen Worte findet.

Carey und ihre selektiv mutistische Schwester Nessa leben halb verwildert im Wald, seit ihre Mutter von einem Besuch in der Stadt, um neue Konserven zu besorgen, nicht zurück gekommen ist. Die letzten Jahre haben sie zu dritt im Wald gelebt, fern ab der Zivilisation, nur mit dem Nötigsten, immer hungrig, immer frierend, immer irgendwie überlebend. Gerade, als das Essen endgültig knapp wird, tauchen Careys Vater und eine Mitarbeiterin des Jugendamts auf. Carey und Nessa müssen den Wald verlassen und kommen fortan beim Vater und dessen neuer Familie unter. Während Nessa im neuen Umfeld aufblüht, kann sich Carey nicht einfügen. Zu groß sind die Verletzungen der Vergangenheit, zu furchtbar die schrecklichen Erlebnisse ihrer Jugend, zu bösartig die von der Mutter implementierten Erinnerungen an den Vater.

Ganz, ganz langsam - mit viel Geduld, Kraft, Mut, einer neuen Freundin, der ersten zarten Liebe und Verständnis - gelingt es Carey, einen Platz in ihrem neuen Leben zu finden. Aber die Angst überschattet alles. Die Angst davor, jemand könnte heraus finden, was Carey im Wald tun musste, um zu überleben. Doch nur wenn schließlich alle Geheimnisse gelüftet werden, kann Carey wirklich glücklich werden.

Das Buch stand lange auf meiner Buchliste und als ich es schließlich in den Händen hielt, konnte ich es nicht wieder zur Seite legen. Von der ersten Seite an war ich wie verzaubert. Auch wenn ich mich zuerst an Careys unbeholfene, holprige Sprechweise gewöhnen musste, haben mich die sprachlichen Bilder, Metaphern und Bedeutungen zwischen den Zeilen sofort in ihren Bann gezogen. Immer wieder schossen mir Tränen in die Augen, ich musste mir Zitate notieren, Worte auf der Zunge zergehen lassen, Klöße im Hals schlucken, Sätze verdauen und den Atem anhalten. Vor allem, als Carey am Ende ihr Geheimnis und damit den Grund für Nessas Verstummen verrät, wusste ich nicht mehr, wohin mit meinem Kummer.

Dass Glück und Liebe für jeden etwas anderes bedeuten, und je nach Bedeutung besonders fragil sind, ist in diesem Buch wieder einmal ganz besonders deutlich zu erkennen. Das, was zuletzt bleibt, ist die Familie. Wie auch immer die aussieht. Mit genug Liebe kann sie jede Form annehmen.

  (4)
Tags: emily murdoch, familie, glück, liebe, missbrauch, wenn ihr uns findet   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(482)

909 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

liebe, college, gewalt, jessica sorensen, freundschaft

Die Sache mit Callie und Kayden

Jessica Sorensen , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.03.2014
ISBN 9783453417700
Genre: Liebesromane

Rezension:

Callie leidet, seit ihr an ihrem 12. Geburtstag etwas grausames passiert ist. Mit ihrer Mutter kann sie nicht darüber sprechen, Freunde hat sie schon lange keine mehr. Sie ist einsam, zerbrochen, unfähig zu kämpfen. Kayden kämpft jeden Tag, gegen seinen gewalttätigen Vater ist er allerdings machtlos. Bis Callie ihn rettet - einfach so. Und seitdem kann er sie nicht vergessen. Callie würde gerne alles vergessen. Und als sie ans College wechselt, lernt sie Seth kennen und hat zum ersten Mal wieder einen richtigen Freund, mit dem sie ihr Geheimnis teilen kann - denn Seth hat auch etwas schreckliches erlebt. Gemeinsam setzen sie sich Ziele, mit deren Erreichen sie endlich wieder glücklich werden wollen. Wenn da nur nicht Kayden am College auftauchen und Callie vollkommen durcheinander bringen würde. Kann die Liebe wirklich alle Wunden heilen?

Die Geschichte von Callie und Kayden trifft genau den richtigen Ton. Die jeweiligen Probleme beeinflussen Callie, Kayden, Luke und Seth im exakt richtigen Maß. Glaubwürdig furchtbar, aber nie so viel, dass es anstrengend würde. Es ist absolut wunderbar, die Entwicklung der einzelnen Figuren zu beobachten - wie Callie und Kayden mit ihren Ängsten kämpfen, einander Halt geben, die Wunden des anderen heilen, ihr Gegenüber auftauen, sich gegenseitig lieben lernen und am Ende tatsächlich zueinander finden.

Ich bin von ähnlichen Geschichten oft wahnsinnig schnell genervt, weil entsprechende Erlebnisse auf nahezu jeder Seite immer wieder aufs Dramatischte erwähnt und ausformuliert werden müssen. In diesem Buch ist das anders - sowohl Callie als auch Kayden erleben zwar immer wieder Situationen, in denen sie sich ihren Ängsten stellen müssen, aber das Ganze geschieht wohldosiert und immer auch gemischt mit Momenten, in denen sie deutliche Fortschritte machen. So liest sich das Buch weniger als ewige Leidensgeschichte, sondern viel mehr als Beleg dafür, was Freundschaft und Liebe möglich machen können, wenn man sie zulässt.

Das Ende das Buches war mir zwar fast etwas zu vollgestopft mit dramatische Ereignissen und hat mich mit einem wirklich arg, arg fiesen Cliffhanger geärgert (hmpf!), trotzdem ist das Buch absolut lesenswert und ich bin so froh, dass ich auch endlich die Gelegenheit hatte! (Was war ich immer neidisch, wenn irgendwo wieder eine neue Lobeshymne gesungen wurde!)

  (1)
Tags: callie & kayden, jessica sorensen, lieb   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(388)

744 Bibliotheken, 6 Leser, 6 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, nicholas sparks, krieg, glücksbringer, liebesroman

Für immer der Deine

Nicholas Sparks , Adelheid Zöfel
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.09.2010
ISBN 9783453406407
Genre: Romane

Rezension:

Ab und zu muss einfach ein Nicholas Sparks Buch sein. Eine traurige Ausgangsgeschichte, eine zarte Liebe, die immer weiter aufblüht, bis die Story fast plötzlich in einem dramtischen Finale gipfelt, nach dessen völlig überraschenden Ausgang (der selbst dann positiv ist, wenn er eigentlich negativ ist) die (stets rational handelnden, ehrlichen und hochchristlichen) Protagonisten schließlich glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage leben. So muss das sein. Herzschmerz und Ramontik mit Happy End und Pipi-im-Auge-Garantie. Schließlich ist doch schon der Rest der großen, bösen Welt bereits furchtbar und unbeständig genug, das ist es doch schön zu wissen, dass zumindest ein Nicholas Sparks Buch die notwendige Stabilität bietet.

Der Soldat Logan Thibault findet bei einem seiner Einsätze das Foto einer jungen Frau im Wüstensand. Obwohl die Widmung aussagt, dass das Foto jemandem gehört, kann Thibault den Besitzer nicht ausfinding machen und nimmt das Foto nach einer Weile wieder an sich. Fortan scheint im das Glück holt zu sein - während viele seiner Kameraden im Einsatz sterben, entkommt der schrecklichsten Situationen beinahe unverletzt. Das Foto ist sein Glücksbringer und als er schließlich in die Staaten zurück kehrt, ist ihm klar: Er muss die Frau finden und sich bei ihr für das Glück, dass sie ihm gebracht hat, revanchieren.

Beth Clayton hat ein gutes Leben, ist aber nicht wirklich glücklich. Sie würde gerne studieren, reisen und die Welt sehen, aber die Umstände zwingen sie, in ihrer Heimatstadt zu bleiben. Nachdem ihre Großmutter Nana einen Herzinfarkt hatte, muss ihr Beth bei der Arbeit in ihrer Hundepension helfen und auch Ben, Beths Sohn aus der Ehe mit Keith Clayton, einem Mitglied der wichtigsten Familie des Ortes, verlangt ihre Aufmerksamkeit.

Keith, Polizist und Exmann von Beth, kann mit dem gemeinsamen Sohn eigentlich gar nichts anfangen, ist aber auch nicht bereit, die Verantwortung gänzlich an seine Exfrau abzugeben - wenn man das Kind nur hart genug fordert, könnte ja schließlich vielleicht immer noch ein Mann aus ihm werden. Außerdem würden ohne den Jungen die wenigen Momente wegfallen, die Keith so seit der Scheidung noch mit Beth verbringen kann. Der Choleriker kann es nämlich so gar nicht verknusen, dass Beth nicht vollends seinem Charme erlegen ist.

Als Thibault Beth tatsächlich ausfindig machen und einen Job in der Hundepension ergattern kann, nehmen die Geschehnisse ihren Lauf. Obwohl Beth zu Beginn deutliche Vorurteile gegen den all zu schweigsamen Mann mit seinen dunklen Geheimnissen und seiner militärischen Vergangenheit hat, entwickeln sich langsam aber sicher erste Gefühle zwischen den beiden.

Dass Keith keine Nebenbuhler erträgt, Thibault nicht immer ganz ehrlich zu Beth war und diese wiederrum nicht mutig genug ist, gänzlich mit Keith zu brechen, führt schließlich zu einem Story-Finale, das nicht alle Protagonisten überleben werden. Und trotzdem zu einem Finale, aus dem die Überlebenden gestärkt und geerdet hervor gehen, um gemeinsam in eine glückliche Zukunft zu starten.

Da es mit Thibault, Beth, Nana, Keith und Ben insgesamt nur 5 Protagonisten gibt, wird es dem Leser leicht gemacht, alle Charaktere ausreichend gut kennen zu lernen. Man gewinnt jeden auf seine Weise lieb, auch wenn der ein oder andere etwas länger braucht, bis man mit ihm warm wird.

Insgesamt kann ich, wie über die meisten anderen Sparks-Bücher kaum etwas schlechtes sagen. Natürlich ist die Story, wie eingangs erwähnt, eindeutig vohersehbar, hat aber trotzdem seine ganz eigene Art von Romantik, Spannung und Theatralik, die es einem einfach nicht langweilig werden lässt. "Für immer der Deine" passt immer gut zu einem gemütlichen Sonntag, einer Tasse heißem Tee und sündhaft leckerem Kuchen.

Gleich nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, musste ich mir außerdem die Verfilmung "The Lucky One" ansehen. Zac Efron und Taylor Schilling machen ihre Sache als Thibault und Beth wirklich großartig und obwohl sich der Film nicht ganz an die Buchvorlage hält, kann sich der Film doch sehen lassen. (Wer Zac Efron nur aus High School Musical kennt, wird sich bei der Bettszene mit Taylor Schilling fragen "Ja na nu, was ist da denn los?")

Alles in allem ein romantisches Duo, ganz nach Nicholas Sparks Manier, auf das man sich in Sachen Romantik und Seelenbalsam jedes Mal wieder verlassen kann.

  (3)
Tags: für immer der deine, liebe, nicholas sparks, romantik, the lucky one   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(372)

682 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 161 Rezensionen

atlantia, dystopie, sirenen, ally condie, zwillinge

Atlantia

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 11.02.2015
ISBN 9783841421692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem die Menschen die Welt, wie wir sie kennen zu Grunde gerichtet haben, wurde tief im Ozean mit Atlantia ein Ort errichtet, der Ausgewählten eine Heimat bieten sollte – fern von der toxischen, kranken Atmosphäre an der Oberfläche. Am Anfang der Geschichte existieren Oben und Unten nebeneinander und jeder atlantische Bürger, der das Alter der Wahl erreicht, kann sich entscheiden, wo er den Rest seines Lebens verbringen möchte. Das Buch setzt an dem Tag ein, an dem die Zwillinge Rio und Bay ihre Wahl treffen müssen. Obwohl Rio immer ein Leben im Oben führen wollte, verspricht sie ihrer Schwester nach dem rätselhaften Tod der Mutter, sie nicht allein im Unten zurück zu lassen, sondern mit ihr dort zu bleiben. Umso größer ist die Überraschung, als Bay dem Priester ihre Entscheidung für ein Leben im Oben mitteilt. Die völlig verzweifelte Rio bleibt verlassen und verraten zurück – und ihr wird klar: Das kann nicht stimmen, sie muss nach Oben und ihre Schwester finden und zurück holen!

Doch wer einmal seine Wahl getroffen hat, bekommt keine neue Chance, sie zu ändern. Bay muss im Oben bleiben und Rio wird das Unten niemals verlassen können. Oder gibt es vielleicht doch einen Weg? Einen geheimen, verbotenen? Gemeinsam mit dem Metallfischverkäufer True und ihrer Tante Maire macht sich Rio auf die gefährliche Suche nach Antworten, sich selbst und einem Weg nach Oben. Warum musste ihre Mutter Ozeana sterben? Warum nur hat Bay, die niemals aus Atlantia fort wollte, ein Leben an der Oberfläche gewählt? Welches Geheimnis verbirgt der Priester Nevio? Warum musste Rio ihr Leben lang ihre wahre Stimme verstecken?

Ich habe das Buch voller Vorfreude und mit hohen Erwartungen gekauft. Die knapp 400 Seiten waren schnell gelesen, die condie’sche Schreibstil war wie gewohnt flüssig und bildhaft angenehm. Auch das Cover fand ich persönlich wieder zauberhaft und absolut passend zur Story. Und die Story selbst? Tja.. Im Grunde genommen passiert… Nichts.

Also, ja, es passiert natürlich etwas. Rio deckt nach und nach die Geheimnisse der Geschichte auf und das Buch gipfelt in einem Finale, in dem auch ich zugegebenermaßen ein, zwei Male kurz Pipi im Auge hatte. Aber mir persönlich fehlten eindeutig die Höhepunkte. Ich hatte keinen Aha-Moment, keinen, in dem ich panisch die Luft angehalten oder frustriert geseufzt habe, keinen, in dem ich vor lauter Weinen nicht weiter lesen konnte und auch keinen, in dem ich Herzschmerz ob all der Romantik und versteckten Gefühle hatte. Die Geschichte las sih eben so weg und war zumindest einigermaßen spannend, aber so richtig flashen konnte mich “Atlantia” einfach nicht.Auch die Charaktere blieben seltsam farblos, sowohl Haupt-, als auch Nebenfiguren. Schade eigentlich, denn prinzipiell ist die Story-Idee wirklich toll. Nicht einmal ihre magische Art zu schreiben, die mich in “Die Auswahl” absolut begeistert und fasziniert hatte, vermochte für mich in diesem Buch zu punkten.

Insgesamt kann Condie mit “Atlantia” nicht an die Cassia & Ky Reihe heran reichen. Was eventuell nicht wirklich überrascht, da es für “Die Flucht” und “Die Ankunft” ja ebenfalls eher kritische Stimmen gehagelt hatte. Alles in allem lohnt es sich, das Buch als wahrer Ally Condie Fan im Regal neben ihren anderen Büchern stehen zu haben, Potenzial zum neuen Lieblingsbuch besteht hier für mich aber nicht. “Atlantia” ist eine schöne Geschichte für zwischendurch, die ich zwar gerne gelesen habe, ich aber leider nicht als wahnsinns Pageturner empfunden habe.

  (2)
Tags: ally condie, atlantia   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(120)

211 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

schizophrenie, tod, psychiatrie, nathan filer, trauer

Nachruf auf den Mond

Nathan Filer , Eva Bonné
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.03.2015
ISBN 9783426281246
Genre: Romane

Rezension:

Es gibt so Bücher, die kann man nach dem Lesen gar nicht so recht in Worte fassen. Man durchdenkt sie, wieder und wieder, und findet doch nicht die richtigen Worte.

“Nachruf auf den Mond” von Nathan Filer ist so ein Buch.


Im Urlaub mit der Familie stirbt Matts großer Bruder Simon. Simon, ein Junge mit einer Behinderung, hat schon immer eine große Rolle innerhalb der Familie gespielt – verständlich also, dass sein tragischer Tod eine noch größere Rolle spielt und eine nicht zu füllende Lücke hinterlässt.
Obwohl das Buch aus Sicht von Matt, dem jüngeren Bruder spielt, und man sich als Leser daher hauptsächlich mit dessen, zumeist verwirrenden, Gedanken auseinander setzen muss, zeigt die Geschichte auch, wie der Rest der Familie mit seiner Trauer umgeht. Die Mutter, der Vater, der schweigsame Opa und Nanny Noo.
Hauptfigur ist neben Simon aber Matt.

Matt macht es dem Leser wahrlich nicht leicht. Schuldgefühle und Trauer vernebeln ihm sehr oft die Sicht auf Dinge, die dann nur sehr oberflächlich, abstrakt oder knapp erzählt werden. Manchmal schärft sich Matt’s Blick aber auch, und er verliert sich in detailgenauen Beobachtungen seines Umfeldes, kreiert abstruse Ideen und zerlegt alles Beobachtete in Atome und kleinste Teile. Aber aus allen Stückchen, vernebelten und detailgenausten, ergibt sich schließlich ein Bild, dass die Liebe zu Simon zeigt – und das Vermissen, den Kummer und schließlich das leise Aufatmen der Akzeptanz.

Welchen Weg Matt bei der Bewältigung seiner Trauer geht, möchte ich nicht vorweg nehmen. Manchmal versteht man nicht all seine Schritte, manchmal möchte man ihm zurufen “Nein, geh nicht dort lang!”, manchmal möchte man ihm noch einen Schubs mehr in die jeweilige Richtung geben. Alles in allem sollte Matt aber jeder Leser für sich selbst begleiten.

Mich hat “Nachruf auf den Mond” begeistert, vor allem in der zweiten Hälfte. Es war beeindruckend, Matts Reife-Prozess im Laufe der Geschichte zu beobachten. Und nicht zuletzt war auch Nathan Filers ungewöhnliche Art zu schreiben ein Grund, warum ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Auch wenn man sich erst ein wenig daran gewöhnen musste, und die Geschichte immer wieder zwischen Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Wirklichkeit und Einbildung springt – jede dieser Perspektive bildet ein unverzichtbares Puzzleteil des großen Ganzen und macht das Buch rund um Matt und Simon zu dem, was es ist: Eine wunderbare Erzählung über die Liebe zwischen Geschwistern und den Prozess des Trauerns in all seinen Facetten.

  (3)
Tags: familie, nathan filer, psyche, psychisch krank, schuld, tod, trauer   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(300)

590 Bibliotheken, 27 Leser, 5 Gruppen, 55 Rezensionen

krimi, london, england, selbstmord, mord

Der Ruf des Kuckucks

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 06.10.2014
ISBN 9783442383214
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

“Der Ruf des Kuckucks” ist der erste Band der Reihe um den Privatdetektiv Cormoran Strike – aus der Feder des J. K. Rowling Pseudonyms Robert Galbraith. Die Harry Potter Bücher habe ich geliebt – liebe ich auch diesen Krimi?

Aber hallo! Ich bin begeistert!

Bereits den Buchumschlag finde ich ganz zauberhaft. Die ineinander fließenden Blau-Töne, das Motiv der Straße, der Laterne und des Mannes – alles in allem ist das genau die richtige Dosis Geheimnis und Mystik, um einen spannenden Krimi zu erwarten, finde ich. Aber nun zur Handlung:

Cormoran Strike, uneheliches Kind eines Rockstars und invalider Afghanistan-Veteran hat eine eher schlecht laufende Privatdetektei. Neben Unmengen an Schulden, psychischen Altlasten durch eine verkorkste Kindheit und einer gescheiterten Beziehung mit der Liebe seines Lebens quälen Strike nicht zuletzt auch die Folgen des Verlust seines Unterschenkels und die Tatsache, dass er auf einer Klappliege in seinem Büro schläft. Als ihm eine Zeitarbeitsfirma die neue Sekretärin Robin vermittelt und unverhofft endlich wieder ein Klient in Strikes Büro auftaucht, scheinen sich die Dinge endlich zum Guten zu wenden.

John Briskow, Bruder eines verstorbenen Schulfreundes Strikes bittet um Hilfe – seine Adoptiv-Schwester Lula Landry, ein Supermodel, hat einen Sturz vom Balkon ihrer Wohnung nicht überlebt. Während die Polizei einen Selbstmord für bewiesen hält, ist sich Briskow sicher: seine kleine Schwester ist ermordet worden.

Durch gute, alte Ermittlungsarbeit, brillante Kombination, eine überraschend effiziente Sekretärin und letztendlich genau den richtigen Riecher, gelingt es Strike am Ende, Lula Landrys Tod aufzuklären. Im Laufe des Buches befragt Strike die verschiedensten Zeugen, so z. B. Laundrys Ex-Freund, Chauffeur und Freundinnen aber u. a. auch ihre leibliche und ihre Adoptiv-Mutter. Mit jeder Aussage, die er durch gekonnte Verhörmethoden zu Tage fördert, gelingt es ihm, das Puzzle um Lulas Tod weiter zusammen zu setzen. Vor allem die letzten Puzzle-Teile kamen dabei für mich so unerwartet, dass ich am Ende mit offenem Mund und Fragezeichen in den Augen vor dem Buch saß.

Ich habe das Buch praktisch verschlungen und mich keinen einzigen Moment lang gelangweilt. Der kratzige, introvertierte Strike war mir ebenso sympathisch wie die intelligente, schüchterne Sekretärin Robin und auch die Nebenrollen wurden jeweils ihren Rollen entsprechend tiefgründig dargestellt. Alles in allem ist das Buch genau das, was ich mir unter einem spannenden Krimi vorstelle – hier geht es nicht um Blut und übermäßig grausame Darstellungen der Tat, sondern um das Ermittlen und Falllösen an sich.

Ich kann es kaum erwarten, mir in den nächsten Wochen gleich noch Teil 2 der Reihe, “Der Seidenspinner”, zu kaufen. Für “Der Ruf des Kuckucks” gibt es von mir auf jeden Fall eine ganz klare Leseempfehlung!

Das Buch ist beim blanvalet Verlag mit der ISBN 978-3-7645-0510-3 erschienen und kann dort für 22,99€ gekauft werden.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

finnland, mafia, biowaffen, familie, international

Blutglocke

Ilkka Remes , Stefan Moster
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2012
ISBN 9783423213745
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In “Blutglocke” rächt sich der Sohn eines Mafiabosses mithilfe eines Biowaffenanschlags für den Tod seiner Mutter an der deutschen Regierung. Wunderbar  verwoben wechseln sich die einzelnen Handlungsstränge ab und erzählen die Ereignisse aus Sicht der einzelnen Beteiligten. So kommen die Handlanger des Mafiabosssohns, die ermittelnde Kommissarin, ein deutscher Minister, der zuerst nicht so recht ins Bild passen mag, und zahlreiche andere Personen zur Sprache. Stück für Stück, wie ein minimalistisches Puzzle setzt sich die Geschichte zusammen und gipfelt schließlich in einem gefährlichen Finale mit eindeutigem Aha-Effekt. Vom Entstehen des tödlichen Plans einer Massenvernichtungswaffe, über die Beschaffung der benötigten Einzelteile, die blutigen Beweggründe der Beteiligten bis zur schlussendlichen Aufklärung durch die engagierte, mutige Kommissarin Vahtera – die Story war kein bisschen langweilig, ich habe das Buch quasi eingeatmet. Wer mein Blog kennt, weiß, dass ich ein ziemliches Angstkaninchen bin und mich daher meist an Thriller und Krimis nicht so recht heran traue. Aber was soll ich sagen – hier war es genau die richtige Mischung: Geheimnisse, Mord, Politik, Polizeiermittlungen – da passten die einzelnen Morde hervorragend und waren wunderbare Gruselhighlights. Obwohl die einzelnen Charaktere (wahrscheinlich aufgrund ihrer Anzahl) meist eher blass blieben, passte doch alles hervorragend zusammen. Alles in allem gibt es eine absolute Lese-Empfehlung von mir!

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 2 Rezensionen

finnland, arto ratamo, ebola-virus, krimi, geheimdienst

Finnisches Blut

Taavi Soininvaara , Peter Uhlmann
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 23.01.2007
ISBN 9783746622828
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei diesem Buch bin ich leider etwas zweigeteilt. Arto Ratamo, ein Wissenschaftler, der das Ebola-Gegenmittel findet, wird plötzlich Mittelpunkt und Hauptverdächtiger in einem Komplott, dass sich aus Mord, internationalem Biowaffenhandel, Korruption und Terroranschlägen zusammen setzt. Die Geschichte untergliedert sich in einzelne Tage, ganz am Anfang wird ein Unfall beschrieben, der alle weiteren Geschehnisse ins Rollen bringt. Die Story lebt vom Tempo, mir war sie allerdings manchmal sogar zu schnell – ich habe ab und zu nicht direkt mitgeschnitten, warum manches oder jenes passiert ist. Vielleicht, oder vielmehr wahrscheinlich, liegt das aber wohl daran, dass finnische Namen für das deutsche Auge mitunter schwer zu begreifen sind.

Richtig toll fand ich, wie nachvollziehbar und eindringlich Ratamos Gefühle für seine Tochter geschildert werden. Auch die anderen Haupt-Personen der Geschichte wurden gut heraus gearbeitet, haben interessante Eigenarten und Probleme. Sympathie-Träger wie Ratamo, mit dem man das Buch über mitleidet hat man so lieb gewonnen, wie man die Bösewichte der Geschichte hassen gelernt hat. In diesem Buch ist Ratamo noch das arme, verfolgte Opfer, dass keine Ahnung hat, wie ihm geschieht. Der Satz “Der erste Teil der Serie um Ermittler Arto Ratamo” den man auf Ebook.de neben dem Buchtitel findet und die Tatsache, dass eben jenem Ratamo am Ende dieses ersten Buches angeboten wird, für die finnischen Behörden zu arbeiten, lassen erahnen, wie es weiter geht – also, ich bin auf jeden Fall neugierig! Und ihr?

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Erfrorene Rosen

Marko Kilpi , Gabriele Schrey-Vasara
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei GRAFIT, 01.02.2011
ISBN 9783894255664
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

“Erfrorene Rosen” hat mir fast am besten gefallen. Es geht um den Polizei-Praktikanten Olli, der unter der Obhut seines Mentors vom übermotivierten, überkorrekten Jüngling zu einem knallharten und dabei immer noch wunderbar menschlichen Ermittler wird. Mir hat der Prozess, den Olli während der nur knapp 200 Seiten durchmacht, wahnsinnig gut gefallen. Er versucht, seiner schrecklichen Kindheit zu entkommen, stößt aber während eines Falls immer wieder mit seinem ihm verhassten Vater zusammen.

Was mit einer vergleichsweise einfachen Bombendrohung beginnt, entpuppt sich im Laufe der Geschichte als überdimensionale Verschwörung, die so lange unentdeckt blieb, bis Olli durch vermeintlich stupide Praktikanten-Arbeit darauf stößt. Gemeinsam mit seinem Mentor, den ich trotz, oder gerade wegen seines raubeiniges Verhaltens unglaublich sympathisch fand – für ihn trifft der Ausdruck “harte Schale, weicher Kern” eindeutig zu, und das lernt nicht nur Olli im Laufe der Story. Genau so stellt man sich doch einen Polizisten in einem Krimi vor, finde ich. Die Charaktere, gerade Olli sind wahnsinnig gut herausgearbeitet, die Geschichte liest sich flüssig, spannend und immer auch nachvollziehbar – ich konnte den Ebook-Reader kaum aus der Hand legen. Vor allem, ob Olli seine Differenzen mit seinem Vater aufarbeiten kann und wie aus dem anfangs kleinen Fall schließlich ein ganz großer wird, hat mich immer weiter lesen lassen. So darf ruhig jeder Krimi sein.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(427)

886 Bibliotheken, 9 Leser, 6 Gruppen, 185 Rezensionen

dystopie, klone, klon, beta, rachel cohn

BETA

Rachel Cohn , Bernadette Ott
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.02.2013
ISBN 9783570161647
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach den Water Wars wurde die Welt neu sturkturiert. In den Wüsten entstanden Mega-Metropolen und neu geschaffene Inseln dienen der Bevölkerung als neue Siedlungsräume. Die Insel Demesne ist Wohnort der Superreichen. Die Atmosphäre der Insel wurde so verändert, dass die Luft, Wasser und Land absolut rein und perfekt sind – das Leben hier ist, für die, die es sich leisten können, das Paradies. Die Reichen wollen unter sich bleiben, daher sind die Mieten auf und die Transporte zur Insel astronomisch teuer. Um keine Kosten für die Einfuhr von Personal zahlen zu müssen, greifen die Bewohner von Demesne zu einem Clou – Tote werden wiederverwertet. Mit einem innovativen Verfahren wird der tote Körper gerettet und wiederbelebt. Das Ergebnis ist ein seelen- und emotionsloser BETA, der fortan nur eine Aufgabe kennt: Seinem ihm zugewiesenen Einsatzort entsprechend zu dienen.

Während in der Vergangenheit ausschließlich Erwachsene in diesem Programm genutzt wurden, startet das Buch mit Elysia, einer der ersten Teen-BETAs. Diese neue BETA-Generation gilt als fehlerhaft und verpöhnt – trotzdem scheint Elysia makellos und wird an eine der Demesner Familien verkauft. Im Laufe der Zeit erkennt Elysia, dass die Zustände auf Demesne und nicht zuletzt auch ihr eigener Körper gar nicht so perfekt sind, wie es anfangs den Anschein hatte.

Im Grunde genommen kann ich kaum etwas spannendes über dieses Buch erzählen. Die Charaktere blieben farblos, für mich stach niemand wirklich aus der Masse heraus und auch die Entwicklung, die einige der Figuren durchleben, war für mich an vielen Stellen unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Auch Hintergrundinfos gab es kaum, um die Geschichte insgesamt etwas plastischer und realistischer zu gestalten. Das Problem hatte ich vor allem in Dystopien bereits häufiger – ist es möglicherweise einfach nicht mehr in, seine Story komplett zu durchdenken?

Die Grundidee fand ich eigentlich klasse, deshalb hatte ich mir das Ebook vor einer Weile zugelegt. Ein emotionsloser Servant, der entdeckt, dass er doch Emotionen hat, und dies aus Angst versteckt hält, um nicht aufzufallen. Im Endeffekt ein alter Hut, andersartige, die von der Regierung verfolgt werden.. Das Rad wird hier also nicht neu erfunden. Trotzdem hätte man wesentlich mehr daraus machen können, oder zumindest hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Alles war flach, unaufregend, ich hatte weder Woooow- noch Aha!-Momente. Auch die Sprache war mitunter sehr einfach gehalten und konnte mich ebenfalls nicht besonders flashen.

Das Ende war so… ! Mäh. Nein.. Das hat mir gar nicht gefallen. Laut Internet soll es wohl einen zweiten Band geben, zu dem ich aber kein Veröffentlichungsdatum finden konnte. Hm, also, das nimmt dem Ende von Band 1 zwar ein wenig den Stachel, wirklich scharf bin ich aber nicht auf den zweiten Teil.

Das Buch ist beim cbt Verlag mit der ISBN 978-3-570-16164-7 erschienen und kann dort für 17,99€ gekauft werden.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(108)

309 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, seelen, seele, kat zhang

Twin Souls - Die Verbotene

Kat Zhang , Katrin Weingran
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.06.2013
ISBN 9783570308585
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich liebe ja Dystopien, deshalb wanderte irgendwann auch dieses Buch in meinen virtuellen Einkaufswagen. In dieser Dystopien findet man sich in den Americas wieder, die vermutlich ein zukünftiges Amerika darstellen, das in einer durch vergangene Kriege neu geformten Welt liegt. Vermutlich, weil kaum etwas darüber beschrieben wird.

Jeder Mensch wird mit zwei Seelen in sich geboren – einer dominanten und einer rezessiven. Mit der Zeit, meist zwischen dem 5. und 10. Lebensjahr stirbt bzw. verschwindet die rezessive Seele und der Mensch “findet Frieden”. Sogenannte Hybride, also Menschen, die keinen Frieden finden und weiterhin beide Seelen in sich tragen, werden in dieser neuen Welt unerbittlich gejagt, denn sie gelten als unberechenbar und gefährlich.

Addie und Eva haben nie Frieden gefunden. Die beiden teilen sich einen Körper, halten dies aber vor allen anderen geheim. Jeder in ihrem Umfeld denkt, Eva wäre bereits vor einigen Jahren verschwunden, niemand weiß, dass sie immer noch da ist – still, ohne Kontrolle, ohne Stimme. Addie spricht für beide, sie ist die Dominante und ihr gehört der Körper.

Sie schaffen es, alle zu belügen, ihr Geheimnis für sich zu behalten  – seit Jahren hat Eva ihren Namen nicht mehr gehört. Bis zu dem Tag, als sie von ihrer Mitschülerin Hally zu ihr nach Hause eingeladen werden. Die Geschwister Hally/Lissa und Devon/Ryan, selbst Hybride, haben heraus gefunden, was Addie geheim hält.

 

>>Addie?<<, sagte Lissa. Und dann, nach einer langen Pause, zögernd: >>Eva?<<

>>Nicht.<< Das Wort explodierte in unserer Brust, brannte sich einen Weg unsere Kehle hinauf und traf die Luft wie ein sich entladener Blitz. >>Nicht. Sprich ihn nicht aus.<< Der Schmerz riss eine klaffende Wunde in unser Herz. Wessen Herz?

 Zitat Ebook S. 38-39


Addie und Eva haben panische Angst, denn die Anti-Hybrid-Propaganda des Landes funktioniert und die Hybride müssen um ihr Leben fürchten, wenn man ihre Existenz heraus findet. Und als hätte man es nicht geahnt – durch die Bekanntschaft mit den Hybrid-Geschwistern wird eine Reihe von Geschehnissen in Gang gebracht, die damit enden, dass alle drei/sechs, Addie/Eva, Hally/Lissa und Devon/Ryan in eine Art Krankenhaus gebracht werden, aus dem sie den Rest des Buches eine Fluchtmöglichkeit zu finden versuchen.

Bis zu dem Punkt, ab dem die Geschichte in der Klinik spielt, fand ich das Buch wirklich gut. Ich mochte die Idee und fühlte mich irgendwie an “Seelen” von Stephenie Meyer erinnert. Die Panik entdeckt zu werden, die Art und Weise, wie Addie und Eva den Alltag meistern, die wir-Schreibweise des Buches – das alles passte super zusammen und war einigermaßen spannend.

Zwar war mir Addie von Anfang an unsympathisch, weil eingebildet und egoistisch und Eva zu farblos, weil sie alles mit sich machen ließ – aber ich verknüpfte es mit der jeweiligen Rolle im Buch und sagte mir: Das muss so, sie sind schließlich dominant und rezessiv. In den Szenen, in den Eva langsam mehr Kraft und Kontrolle gewinnt und die beiden zumindest ebenbürtiger werden, wenn auch nicht komplett die Rollen tauschen, fing ich an, die beiden etwas mehr zu mögen. Wirklich warm wurde ich aber nicht mit ihnen.

Die zwei Drittel, die sich bis zum Ende des Buches in der Klinik abspielen, erinnerten mich an “Der goldene Kompass” von Pullman, und die Szene, in der Lyra von Pantalaimon voneinander getrennt werden sollen. Nichts neues also, alles irgendwie vorhersehbar. Das Buch plätscherte vor sich hin, und obschon es ein, zwei starke Szenen gab, hat mich die Story nicht wirklich vom Hocker gerissen.

In der ersten Hälfte des Buches glänzt Zhang neben einigen Story-Elementen vor allem mit ihrer Art zu schreiben. Die Wir-Form lag mir gleich ganz passend auf der Zunge und einige Sätze fand ich so klasse, dass ich sie mir in mein Buchzitatebuch geschrieben habe. Im hinteren Teil des Buches gab es das leider nicht mehr so recht, für mich wirkte alles nur noch husch-husch-keine Zeit für schriftliche Schönheit.

Am meisten gestört hat mich allerdings, dass man quasi keine Hintergrund-Informationen bekommt. Warum jagt man die Hybride? Wie funktioniert die Gesellschaft? Was gibt es außerhalb der Americas? Wie kam es zu den Kriegen? Was ist dabei passiert? So was. Ein Gerüst, in das die Handlung rund um Addie/Eva und ihre Freunde eingebettet ist. Ich bin so, ich brauche das, um mir alles richtig vorstellen zu können.

Vielleicht hatte ich einfach zu viele Vergleichsbücher im Kopf, an denen ich mich orientiert habe, vielleicht glänzt die Story aber auch erst im zweiten Band mit voller Power und der erste Band diente einzig der Einstimmung.

Alles in allem konnte mich “Twin Souls – Die Verbotene” nicht wirklich überzeugen. Den zweiten Band werde ich lesen, denn die Idee des Ganzen finde ich eigentlich recht interessant. Aber den Sprung vom Ebook zum Hardcover im Regal werden Addie und Eva leider nicht schaffen, dafür hat mich das Buch nicht genug geflasht.

  (1)
Tags: kat zhang, twin souls   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

mord, killer, hinter der fassade, spannend, buecherseele79

Killerinstinkt

Stephan Harbort
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.12.2012
ISBN 9783548374772
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch „Killerinstinkt“ von Stephan Harbort hatte ich irgendwann mal auf einem anderen Blog gesehen, war direkt von der Rezension angetan und notierte das Buch gleich auf meinem Wunschzettel. Dort stand es dann lange, lange Zeit – bis vorgestern.

„Killer Instinkt – Serienmördern auf der Spur“, beim dem Titel kriegen eingefleischte Criminal Minds Fans wie ich ja direkt erst mal ein bisschen Schnappatmung. Hätte ich aber gar nicht kriegen müssen, denn insgesamt hat mich das Buch nicht mal im Ansatz so sehr mitgerissen, wie es die damalige Rezensionen und meine daraufhin entwickelte Vorstellung haben vermuten lassen.

Was macht Menschen zu Mördern?

Warum wird en fürsorglicher Ehemann zum kaltblütigen Killer? Was bringt einen Krankenpfleger dazu, seine Patienten zu töten? Stephan Harbort, Deutschlands bekanntester Serienmordexperte, hat mit vielen Tätern gesprochen, um ihren Motiven auf den Grund zu gehen. In Killerinstinkt versammelt er spektakuläre Mordfälle und gewährt uns einen persönlichen und exklusiven Einblick in die Arbeit mit Tätern, Opfern und Angehörigen.“

(Rückentext)

Ich habe erwartet, dass tatsächlich anhand von Beispielen hergeleitet wird, welche Gründe es für die gewalttätigen Veranlagungen von Serienmördern gibt. Aber das war nur ansatzweise der Fall.

Das Buch besteht aus mehreren Fällen, also Mordserien. Das Buch zählt die einzelnen Bestandteile der Taten auf, sprich, die einzelnen Morde, Vergewaltigungen oder anderen Angriffe. Unterstützt wird dies durch Aussagen der Mörder selbst, von Opfern oder auch Angehörigen. Der Autor, der im Buch auch beschreibt, wie er sich mit einzelnen Tätern getroffen und diese interviewt hat, versucht stets, Motive für die Taten der Serienmörder zu finden.

Ich bin mir nicht sicher, was genau ich erwartet habe, trotzdem war ich von dem Buch enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet, psychologische Untersuchungen, keine reinen Beschreibungen der Tatabläufe sondern… Ach, ich weiß auch nicht. Dafür, dass der Buchrücken mir einen Blick in die Seele des Täters versprach, gab es zu wenig Einblicke in den Täter und vielmehr Einblicke in Polizeiakten und Ermittlungsarbeiten.

Alles in allem ein Buch, dass sich gut, flüssig und einfach verständlich las – aber kein Pageturner, der mich nicht mehr wissen ließ, wohin mit meiner Begeisterung. Solide, aber nicht außergewöhnlich

  (3)
Tags: killer, mord, serienmörder   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

tragödie, jo hess, unfall

Und die Welt stand Kopf

Jo Hess
E-Buch Text: 43 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 29.06.2014
ISBN 9783847695400
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Und die Welt stand Kopf“ hat mich mit seinen nur 43 Seiten komplett umgehauen und ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum niemand Geld dafür haben möchte.

Das Buch ist in mehrere Kurzgeschichten unterteilt, die in sich abgeschlossen alle dasselbe Grundthema haben – ein Ereignis, das alles mit einem Schlag verändert.

Dabei ist die Sprache von Jo Hess sehr gradlinig. Da ist nichts verschlungenes, kompliziertes – das Lesen fällt sehr leicht, weil der Autor es leicht macht – was für eine Ironie, verglichen mit der extremen Schwere des Inhalts.

Ich habe mit diesem Buch eine Erfahrung gemacht, die ich gerne an euch weiter gebe. Nicht in der Bahn lesen! Es sei denn, ihr habt generell einen Hang zum öffentlichen Heulen.

Ich habe die erste Kurzgeschichte gelesen, mir nichts dabei gedacht, wollte eben die Zeit zwischen zwei Haltestellen überbrücken. Es fängt seicht an, ein Mann, der morgens mit der Bahn zur Arbeit fährt, dabei die Menschen beobachtet, Zeitung liest. Und dann bumm.

Die Dame auf dem Sitz gegenüber hat mich sogar gefragt, ob alles in Ordnung sei. Ich muss leichenblass geworden sein. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper, mir war trotz 31 Grad im Wagon eiskalt, ich hatte Tränen in den Augen. Mir stand der Mund offen, ich war fassungslos.

Jo Hess hat mich überrumpelt. Einfach von den Füßen gerissen. Hat mich mit seichten Sätzen unbemerkt immer tiefer in die Geschichte gezogen und mir dann völlig unerwartet vor den Kopf geschlagen. Und obwohl die erste Geschichte nur 3 oder 4 Seiten hatte, konnte ich danach erst mal nicht zur zweiten Geschichte weiter blättern, so betäubt war ich.

Und als ich dann endlich doch so weit war, hat mich diese zweite Geschichte dann noch viel mehr zerstört als die erste.

Dass ich meine Haltestelle verpasst habe, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Zu Hause angekommen habe ich dann die restlichen Geschichten gelesen. Alle enthielten eine sehr unerwartete Wendung, aber nicht alle konnten mich so mitnehmen, wie die ersten beiden. Ob das an den Geschichten selbst liegt, oder daran, dass der Anfang des Buches für mich so unfassbar war, dass ich den Rest nicht mehr so richtig aufnehmen konnte, weiß ich nicht.

Was ich weiß, ist allerdings, dass dieses so kleine Buch ein eigentlich ganz großes ist. Und dass ich Jo Hess von nun an im Auge behalten werde.

  (4)
Tags: jo hess, tragödie, unfall   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

verra, bischo, hildegard burri-bayer, burri-beyer, bluterbi

Die Bluterbin

Hildegard Burri-Bayer
Flexibler Einband: 601 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 10.11.2008
ISBN 9783442370764
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Im Schatten der ehrfurchteinflößenden Kathedrale von Bourges wächst Marie, die jüngste Tochter eines begüterten Tuchhändlers auf. Von außergewöhnlicher Schönheit, verlebt sie dennoch eine einsame Kindheit. Denn sie wird wegen ihrer immer wiederkehrenden, unerklärbaren Krampfanfälle sowohl von ihrer Familie als auch den Menschen ihrer Umgebung gemieden. Doch zunächst ahnt niemand etwas von dem Geheimnis, das sich hinter ihrer Krankheit verbirgt.

Die Kathedrale wird zu Maries einzigem Zufluchtsort und sie wird ihr zum Schicksal, denn in ihr lernt Marie die drei Männer kennen, die ihr weiteres Leben bestimmen werden.  Mit Robert, dem Sohn des Grafen Guido de Forez‘, verbindet sie eine zarte Freundschaft, die sich schon sehr bald in Liebe verwandelt, eine Liebe, die nicht sein darf, da sowohl Robert als auch Marie jeweils jemand anderem versprochen sind.

Und da ist König Ludwig IX., der die Kathedrale eines Tages wegen seiner starken Rückenschmerzen voller Gottvertrauen aufsucht. Als Marie dort in einem Seitenschiff plötzlich vor ihm steht, ist er nicht nur vollkommen fasziniert von ihr, seine Schmerzen sind auch von einem Augenblick auf den anderen verschwunden. Ludwig glaubt, dass Marie dieses Wunder bewirkt hat und stellt sie fortan unter seinen Schutz.

An ein Wunder glaubt auch der Bischof Radulfus, der Marie schon länger beobachtet und eine krankhafte Leidenschaft für sie entwickelt hat. Er glaubt zudem, das Geheimnis, das hinter ihren seltsamen Krämpfen steckt, zu kennen und will es sich zunutze machen. Als Marie ihn jedoch abweist, verfolgt er sie mit glühendem Haß, so dass Marie zusammen mit Robert schließlich aus der Stadt fliehen muß. Die beiden ziehen durchs ganze Land, in dem Marie schon bald als wundertätige Heilige verehrt wird. Dann aber werden sie von Radulfus Schergen gefasst. Zurück in Bourges wird  Marie der schwarzen Magie angeklagt und Robert bleiben nur noch wenige Tage, um die Frau, die er liebt, vor dem Scheiterhaufen zu bewahren.“

(Inhaltsangabe auf der Verlagsseite)

Nach Büchern wie denen der Hebammen-Reihe oder der Geschichte rund um die Wanderhure bin ich ein großer Fan des Genres historischer Romane. Nachdem „Das Geheimnis der Hebamme“ schon vor langer Zeit zu einem meiner Lieblingsbücher avanciert ist, fand ich die grundlegende Idee des Buches „Die Bluterbin“ schon mal sehr interessant – ein Mädchen heilt Kranke mithilfe einer übernatürlichen Gabe.

Trotz vieler schöner Passagen mochte mich das Buch aber leider irgendwie nicht so recht überzeugen.

Marie, die Tochter eines angesehenen Tuchhändlers hat die Gabe, Kranke und Verletzte durch bloßes Ansehen zu heilen. Nach einer Heilung schütteln das Mädchen jedoch epileptische Krämpfe, was ihr und ihrer Familie bald den Ruf einbringt, sie sei vom Teufel besessen.

Das Leben in der Heimatstadt, sowie die Situationen im Haus der Familie und in der Kirche hat die Autorin meiner Meinung nach sehr anschaulich und authentisch beschrieben. In anderen Rezensionen des Buches las ich häufiger den Vorwurf, der Schreibstil der Autorin sei lehrbuchartig, unpassend und langatmig. Diesen Eindruck hatte ich ganz und gar nicht, denn trotz inhaltlicher Längen gefiel mir der flüssige Schreibstil, dessen Ausdrücke perfekt zum mittelalterlichen Schauplatz passten, doch sehr gut.

Nach einigen Geschehnissen in der Kirche und ihrer nahen Umgebung werden gleich drei Männer auf Marie und ihre Fähigkeiten aufmerksam – ein junger Student der Kirche, Robert de Forez, der Bischof Radulfus, sowie König Ludwig IX.

Während Radulfus Marie für seine dunklen Machenschaften und seinen eigenen Vorteil nutzen will, und dabei nicht einmal vor Entführung und Mord zurück schreckt, sehen Robert und der König eine Heilige in Marie und wollen sie um jeden Preis beschützen.

Schließlich sind Robert und Marie durch Radulfus‘ Intrigen gezwungen, aus der Stadt zu fliehen, woraufhin sie von einem skrupellosen Grafen als Geiseln genommen und für mehrere Jahre in seinen Dienst gezwungen werden. Als die beiden schließlich auch aus dieser Misere entkommen können, kommt es zum Showdown mit Radulfus in der einstigen Heimatstadt der beiden.

Dieser Haupthandlungsstrang hat mir wirklich gut gefallen. Auch wenn es hier und da eine Wendung gab, die sich dem Leser nicht ganz erschließen mag, bzw. Situationen, in denen einem die Beweggründe der Figuren nicht ganz klar waren, war es eine Geschichte, die sich angenehm und flüssig las und in der ich mit den Figuren mit gefiebert habe.

Zusätzlich zur Haupthandlung gab es jedoch noch ein paar weitere Handlungsstränge, mit der sich die Autorin meiner Meinung nach keinen großen Gefallen getan hat. Oder anders formuliert – aus denen sie wesentlich mehr hätte machen können.

König Ludwig IX. taucht immer wieder im Buch auf und hilft Marie sogar in einer dunklen Stunde aus der Patsche. Seine Kämpfe während des Kreuzzuges werden in einigen Kapiteln sehr kurz beschrieben oder auch nur umrissen. Ich persönlich interessiere mich sehr für die Zeit der Kreuzzüge und fand es daher sehr schade, dass das Thema hier nur so kurz kam. Die Entscheidung, das Thema entweder ganz herauszulassen oder wesentlich ausführlicher in die Geschichte einzuarbeiten wäre die richtige gewesen – denn so, wie es im Endeffekt ins Buch eingeflossen ist, hat es keinerlei Relevanz für die eigentliche Haupthandlung und war somit eher langatmig und störend als wirklich interessant. (zumindest für mich)

Die zweite, wenn auch kleinere Unstimmigkeit war der „familiäre Hintergrund“ Maries á la Davinci Code, über den ich hier aber nicht zu viel verraten möchte, da ich kein Fan von Spoilern bin. Auch hier hätte sich die Autorin meiner Meinung nach für entweder oder entscheiden sollen und wieder fand ich es schade, dass sie die Idee nicht noch weiter vertieft hat – denn es war ein spannender Gedanke, der noch etwas mehr Mystik ins Buch gebracht hätte.

Für mich war das Buch flüssig zu lesen und eine nette Wochenendlektüre, kommt aber leider nicht an andere Vertreter des Genres heran. Trotzdem gab es viele schöne Abschnitte, die allerdings im Gesamtbild etwas untergingen.

Ich werde es trotzdem noch mal mit einem anderen Buch der Autorin versuchen, da mir ihr Schreibstil insgesamt recht gut gefallen hat!

  (2)
Tags: bischo, bluterbi, hildegard burri-bayer, kirche, liebe, verra   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(87)

186 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

glück, jugendbuch, trauerbewältigung, trauer, freundschaft

Der Junge, der Glück brachte

Nicholas Vega
E-Buch Text: 313 Seiten
Erschienen bei null, 05.11.2013
ISBN B00GHU3HVQ
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Während Lynette den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss, schenkt der neunjährige Jeronimus den Menschen Kristalleier, die Glück bringen. Zwei Gegensätze, zwei Welten: Sie lebt in der Realität, er in einem Buch. Auf wundersame Weise kreuzen sich ihre Wege und Lynette erkennt, dass die Dinge im Leben nicht immer so sind, wie sie erscheinen. Denn Jeronimus ist es, der ihre Hilfe braucht. Eine tiefgründige, berührende und ebenso heitere Geschichte über Verlust, Zusammenhalt, Lebensmut und der Suche nach dem Glück.“

(Rückentext)

Ein bisschen Glück könnte ich schon gebrauchen, dachte ich, als ich mich für das Gewinnspiel dieses wundervollen Buches angemeldet habe. Zugegebenermaßen hatte ich vorher weder vom Autor, Nicholas Vega, noch dem Buch an sich etwas gehört, nichts desto trotz habe ich mich direkt in die Geschichte verliebt. Und als ich dann gewonnen und das Buch mit der Post bekommen hatte, wär ich schon einmal hellauf vom Cover begeistert. Die Sonderausgabe von „Der Junge, der Glück brachte“ ist außen in ein bisschen mystischen, halbdunklen Blautönen mit roter Schrift gehalten, hinterlegt mit den Silhouetten stilisierter Blumen und Bäume.

Im Inneren wartete eine Geschichte auf mich, die als eine Mischung aus unendlicher Geschichte, Tim Thaler, Prinzessin Metaphysica und Tintenherz bezeichnen würde.

Lynette ist ein typischer Teenager – von der Sorte, die sich selber ganz untypisch und anders als alle anderen finden. Bei einem Unfall stirbt ihre Mutter und hinterlässt einen völlig überforderten Ehemann und vier Kinder. Lynettes Welt steht Kopf, an Freunde, Schule oder Familie ist nicht mehr zu denken, die Erinnerung an und die Trauer um ihre Mutter beherrschen alles.

Aus Mitleid schenkt ein alter Verkäufer Lynette ein Buch, von dem er denkt, dass es sie aufmuntern könnte. Und als das Mädchen zu lesen beginnt, findet sie sich in einer fremden Welt wieder – Immerheim. Und Lynette liest nicht einfach nur über Immerheim, sie wird Teil der Geschichte und übernimmt selbst eine Rolle im Buch. Während ihr Körper wie leblos in der Realität zurück bleibt, muss sie an der Seite von Jeronimus, einem jungen Lord in Immerheim zahlreiche Abenteuer bestehen.

Jeronimus lebt in einer kleinen Stadt, und könnte kein schöneres Leben haben. Jeder hier ist freundlich, zuvorkommend und glücklich. Man hilft einander, begegnet Fremden steht offen und gastfreundlich. Wenn es doch einmal zu einem Problem kommt, wird meist Jeronimus um Hilfe gebeten, denn es heißt, er brächte Glück. Dies tut er, indem er kleine Kristalleier verschenkt. Wer klug genug ist, das Geheimnis der Eier zu ergründen, findet in ihnen die Lösung seines Problems.

Bei all der Schönheit und des Glücks, das ihn umgibt, hat Jeronimus nur ein Problem: Er kann die Stadt, in der er lebt, nicht verlassen. Versucht er es, tritt ihm eine bösartige Gestalt in den Weg und bekämpft ihn so lange, bis er wieder in seinen Turm zurückkehrt.

In der plötzlich erscheinenden Lynette sieht er eine Kriegerin, die ihm im Kampf gegen die bösartige Gestalt helfen soll. Gemeinsam mit ihr und einem alten Mann, der sich selbst den Wanderer nennt, beginnt eine fantastische, schöne und zugleich schreckliche Reise, an deren Ende sowohl Lynette als auch Jeronimus Erfahrungen machen, mit denen sie nicht gerechnet hatten. Die Reise schenkt ihnen ihr Leben zurück, jedem der beiden auf seine eigene Art.

Das Buch ist eine wunderbare Geschichte über Liebe, Familie, Lebensglück, Zufriedenheit, den Umgang mit Trauer, Vertrauen, Freundschaft, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Bodenständigkeit und den Glauben an das Gute im Menschen.

Ich bin wirklich hingerissen, und wenn ich etwas an „Der Junge, der Glück brachte“ aussetzen müsste, wäre das ausschließlich Mäkeln auf höchstem Niveau. Das Buch hat sich einen festen Platz in meinem Regal verdient und ich kann es jedem von euch nur eindringlich ans Herz legen.

Vielleicht muss man das Buch eher als Jugendbuch einordnen, nichts desto trotz geht sicher auch mehr als einem Erwachsenen das Herz beim Lesen auf.

Die normale Version des Buches ist mit der ISBN 978-1495335433 erschienen und kann für 9,99€ gekauft werden.

  (4)
Tags: buch im buch, der junge der glück brachte, glück, liebe, trauer, vega, verrat   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

wölk, mörder, krimi, freundschaft, dormidom

Das Geheimnis von Dormidom

Claudia Wölk
E-Buch Text: 267 Seiten
Erschienen bei edition fredebold, 17.10.2013
ISBN 9783944607009
Genre: Sonstiges

Rezension:

Vor einiger Zeit stellte mir eine extrem sympathische Mitarbeiterin des Verlags „edition fredebold“ zwei Ebook-Leseexemplare zur Verfügung. Eines davon war „Das Geheimnis von Dormidom“, ein Kinder- bzw. Jugendbuch, das ich innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

„Düster und rätselhaft: das ist Dormidom, ein Kinderkrankenhaus, in dem seltsame Dinge geschehen und das ein furchtbares Geheimnis umgibt. Nachts wandelt der „Mann mit dem schwarzen Hut“ durch die Flure und hinterlässt grausame Spuren – denn in den alten Kellern Dormidoms führt er zusammen mit seinem skrupellosen Komplizen mysteriöse Experimente an den kleinen Patienten durch.

Auch die 14jährige Rosalie wird Opfer dieser Experimente. Doch sie kehrt als Geist nach Dormidom zurück, um den Mann mit dem schwarzen Hut endlich aufzuhalten! Hilfe bekommt sie dabei von Hexe, einem Mädchen, das dort nach einem schrecklichen Unfall behandelt wird. Gemeinsam mit den anderen Kindern von Station 3A versuchen sie, das Geheimnis von Dormidom zu entschlüsseln. Als Hexe jedoch spurlos verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …“

(Inhaltsangabe des Verlags)

 

Mit nur knapp 280 Seiten war das Buch ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen. Das ist nicht schlimm, das war für mich eher positiv, da ich so auch gut kleinere Pausen im Tagesablauf damit füllen konnte. Der Eindruck, den ich nach dem Lesen hatte, war, dass die Geschichte um Dormidom tatsächlich eher an jüngere Leser gerichtet scheint – es gibt einige erschreckende Elemente, von denen ich mir gut vorstellen kann, dass sie einen kleinen Leser nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke zu Tode gruseln; für mich als Erwachsene waren das eher Elemente, die mich zum Schmunzeln brachten. :)

Worum geht es nun also in „Das Geheimnis von Dormidom“?

Dormidom ist ein Krankenhaus, in dem ausschließlich Kinder behandelt werden. Einige der Kinder lernt man im Laufe der Geschichte näher kennen, eine kleine Clique quasi – und jedes der Kinder hat seine Stärken, die zum Wohl der Gruppe eingesetzt werden. Besonderer Mut bei einem, die Fähigkeit ohne rot zu werden lügen zu können, Telekinese… Es geht dabei um Freundschaft und darum, dass jeder Mensch etwas Gutes in sich trägt.

Innerhalb von Dormidom kommt es über die Jahre hinweg immer wieder zu seltsamen Toden von Kindern. Eines von ihnen ist die kleine Rosalie, die sich plötzlich als Geist innerhalb der Mauern des Krankenhauses wieder findet. Sie wurde umgebracht, und kann so lange nicht ins Jenseits eintreten, bis der Mörder gefasst und bestraft wurde. Sie verbringt viele Jahre in der Klinik und versucht, andere Kinder auf sich aufmerksam zu machen und sie vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren.

Im Fokus steht die Clique um Hexe und Lisa. Die Jungen und Mädchen sind aus den unterschiedlichsten Gründen in Dormidom gelandet – ein Autounfall, Kleinwüchsigkeit, Asthma, ein gebrochenes Bein… Und alle halten zusammen, als plötzlich Hexe verschwindet und Lisa entführt wird.

Gemeinsam ergründen die Kinder die Geheimnisse des uralten Hauses und kommen dabei schließlich dem Mörder der vielen Kinder auf die Spur – und seinem Komplizen, der einen wahnsinnigen Plan hat. Viel mehr will ich nicht verraten, da es beim Lesen doch eine Menge „Oha!“ Momente gab, die ich niemandem vorenthalten will. ;)

Ich mochte das Buch, auch wenn es für mich wie gesagt eher als Kinderbuch einzustufen ist. Die Autorin hat einen flüssigen, angenehmen Schreibstil und die Geschichte war nie zu zäh oder wies bei den eher fantastischen Szenen Logikfehler auf. Ich fand die Kinder liebenswert und glaube, dass jüngere Leser in „Das Geheimnis von Dormidom“ eine tolle Geschichte über Freundschaft, Mut und Gerechtigkeit finden.

Vielleicht wünschen sich eure jüngeren Geschwister, Kinder oder Nichten und Neffen gerade ein neues Buch? Dann kann ich euch dieses Buch wärmstens empfehlen! ;)

  (1)
Tags: dormidom, freundschaft, geister, grusel, klinik, krankenhaus, krimi, mörder, wölk   (9)
 
34 Ergebnisse