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(356)

614 Bibliotheken, 7 Leser, 6 Gruppen, 46 Rezensionen

erbe, liebe, familie, humor, witwe

In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.03.2011
ISBN 9783404165520
Genre: Liebesromane

Rezension:

Klappentext:
Carolin ist sechsundzwanzig - und ihre große Liebe gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen "Nummer zweihundertdreiundvierzig" helfen ihr bei einem Neuanfang ...

Meine Meinung:
Ich habe mittlerweile schon einige Bücher von Kerstin Gier gelesen und ich muss sagen, dass mich auch "In Wahrheit wird viel mehr gelogen" nicht enttäuscht hat.
Die leichte und lockere Schreibe der Autorin verschafft einige lustige und entspannte Lesestunden. Mit viel Wortwitz und Humor schafft sie es immer wieder mich zum Lachen zu bringen und behandelt eigentlich ernste Themen auf eine leichte und angenehme Art.
Am Beginn jedes Kapitels findet man kleine Zitate, welche passend zum Inhalt ausgewählt und ab und an mit Kommentaren von der Protagonistin versehen wurden. Diese Idee ein neues Kapitel einzuführen, hat mir sehr gut gefallen.

Carolin war mir schon von den ersten Seiten an sympathisch. Ihre ironische und leicht zynische Art hat mir oft ein Grinsen ins Gesicht gebracht und sie hat immer einen guten Spruch auf den Lippen. Auch die anderen Charaktere mochte ich gern. Selbst Leo ist mit der Zeit angenehmer geworden. Vor allem fand ich toll, dass die Frauen der Mütter-Mafia und einige bekannte Charaktere aus der Insektensiedlung wieder vorkommen. Ich mochte diese Bücher mit samt ihren Figuren so gern, dass ich mich gefreut habe, wieder etwas von ihnen zu lesen.

Ich fand es gut, dass man durch geschickt eingesetzte Rückblicke auch etwas über Carolins verstorbenen Ehemann und ihre frühere Beziehung zu Leo erfahren und damit einen Einblick in ihr Leben vor dem Schicksalsschlag bekommen hat. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dafür, dass die Handlung oft nur so vor sich hinplätschert, nicht wirklich etwas passiert und an vielen Stellen vorhersehbar ist. Allerdings lässt sich das Buch dennoch sehr flüssig lesen, sodass ich nach einigen kleinen Startschwierigkeiten die letzten 170 Seiten in wenigen Stunden beendet hatte.

"In Wahrheit wird viel mehr gelogen" ist ein witziges Buch, dass gut unterhält und auch mit dem Tod eines geliebten Menschen gelungen umgeht. Es ist genau das richtige für entspannte Lesestunden an einem Nachmittag, da es sich leicht lesen lässt und die Geschichte ohne großen Tiefgang ist. Einzig die etwas hingezogene Handlung hat mich ein wenig gestört, aber diese wurde durch den großen Spaßfaktor wieder wettgemacht, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe!

  (7)
Tags: chicklit, erbe, unterhaltung, witz   (4)
 

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(8.466)

10.124 Bibliotheken, 109 Leser, 11 Gruppen, 558 Rezensionen

erotik, liebe, sex, bdsm, ana

Shades of Grey - Geheimes Verlangen

E. L. James , Andrea Brandl , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.07.2012
ISBN 9783442478958
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey kennen - und möchte ihn eigentlich schnellst möglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Denn Christian hat etwas in ihr berührt, dass sich seitdem nicht mehr verdrängen lässt. Und als Christian einige Zeit später wieder vor ihr steht, kann sie nicht anders, als ihren Gefühlen nachzugeben. Von da an ist nichts mehr wie zuvor. Denn Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe - in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht...

Meine Meinung:

"Shades of Grey" ist im Moment wahrscheinlich das am meisten diskutierte Buch. Es wird ein unglaublicher Hype darum gemacht und scheinbar jeder liest es gerade. Genau aus diesen Gründen, wollte ich dieses Buch zunächst eigentlich nicht lesen. Ich mag es nicht, wenn Bücher so übertrieben in den Medien vorkommen und lese diese meist erst viel später, wenn die Aufregung schon vorbei ist und ich dann auch wirklich noch Interesse daran habe. Allerding lies mich diesmal die Neugier nicht los und so kam es, dass ich in der Buchhandlung einige Seiten angelesen habe und es gut fand. Also habe ich es gekauft und innerhalb von drei Tagen verschlungen.

Ich habe vorher noch kein Roman aus diesem Genre gelesen und ich war gespannt, was auf mich zukommt. Mir war klar, dass es bei dieser Art Literatur nicht nur ein paar Küsschen hier und eine Umarmung dort geben wird, aber dass die Protagonisten so viel Sex haben und das teilweise auf eine Art und Weise, die mich schon abgeschreckt hat, hat mich etwas überrascht. Aber erstaunlicher Weise hat mich das nicht vom Weiterlesen abgehalten, eher im Gegenteil - es hat mich gefesselt. Das liegt auch daran, dass die Autorin die entsprechenden Szenen so gut eingebettet hat, dass es einfach gepasst hat und sie hat auch auf genaueste Beschreibungen verzichtet, was die Lektüre dann wieder angenehm gemacht hat.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Ana erzählt, was mir sehr gut gefallen hat, da man so mit ihr gemeinsam die neue Welt erkunden kann. Und ich hatte oft dieselben Empfindungen wie sie: ich war überrascht, angeekelt, verwundert und aber auch verzückt von Christian Grey. Allerdings hat mich Ana an einigen Stellen auch genervt und ihre extreme Unerfahrenheit und einige andere Dinge (wie z.B. das fehlen eines Computers und das als Studentin) waren für mich eher unrealistisch und sie hat dadurch etwas an Authentizität verloren. Aber dennoch war sie mir sympathisch und hat mich auch oft zum Lachen gebracht.

Christian Grey ist ein Charakter, der viele Facetten hat und damit umso spannender ist. Er ist nicht leicht zu durchschauen: mal ist er sehr zurückhaltend und unnahbar und oft auch arrogant, aber im nächsten Moment ist er ein Mann, der doch auch tiefere Gefühle hat und lieb und zuvorkommend sein kann. Man weiß nie wirklich woran man bei ihm ist und das macht ihn so faszinierend. Seine Neigungen sind sehr abschreckend und unverständlich und ich hätte wahrscheinlich sofort das Weite gesucht, aber nach und nach lernt man Christian besser kennen, erfährt etwas über seine Vergangenheit und beginnt damit langsam zu verstehen, warum er so ist, wie er ist.

Der Schreibstil der Autorin ist locker, aber an einigen Stellen sehr anstrengend. Sie hat so viele Wortwiederholungen verwendet und ähnliche Situationen mit ähnlichen oder gar gleichen Wörtern beschrieben, dass ich enorm genervt war und mir dachte, dass sie unbedingt ein Synonymwörterbuch gebrauchen könnte.

Die Handlung ist nicht wirklich ausgereift und es passiert eigentlich nicht sehr viel. Es geht vordergründig um die Beziehung von Christian und Ana und Anas Überlegungen, ob sie sich auf den Vertrag einlassen soll oder nicht. Aber dennoch sind die Seiten nur so davongeflogen und ich konnte mich kaum von dem Buch lösen. Es ist lustig, witzig, unterhaltsam, aber auch tiefgründig, melancholisch und ab und zu auch etwas eklig.

Alles in allem kann ich den Hype um dieses Buch nicht wirklich nachvollziehen. Ich kann verstehen, warum es viele Leute mögen, es aber auch ebensoviele hassen, aber warum es so in den Medien ausgebreitet wird, ist mir nicht ganz klar.

Mir hat das Buch gefallen, obwohl ich einige Kritikpunkte habe und Erotikliteratur eigentlich nicht mein bevorzugtes Genre ist. Ich bin gespannt, wie es mit Christian und Ana weitergeht und kann allen Neugierigen nur empfehlen das Buch zu lesen und sich einfach selbst ein Urteil darüber zu bilden. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

  (12)
Tags: bdsm, beziehung, erotik, neigung   (4)
 

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(472)

849 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 91 Rezensionen

paris, liebe, restaurant, autor, frankreich

Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2012
ISBN 9783492272858
Genre: Romane

Rezension:

"Das Lächeln der Frauen" ist mein erster Roman von Nicolas Barreau und er hat mich von der ersten Seite an verzaubert. Der Autor schafft es Paris so bildlich zu beschreiben, mit vielen kleinen Details, dass ich mich selbst in der Rue Princesse habe stehen sehen. Er scheint seine Worte sehr sorgsam gewählt zu haben, um den Leser ganz tief in die Geschichte eindringen zu lassen und ihnen ein warmes und wohliges Gefühl beim Lesen zu verschaffen, dass einen auch nach der letzten Seite noch ein wenig begleitet.

Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt: Zum einen von Aurélie und zum anderen von dem Lektor André. Dies gefiel mir unglaublich gut, da ich einen schönen Einblick in die Gefühlswelt von beiden bekommen habe und so auch sehen konnte, wie beide eine Situation auf ganz unterschiedliche Weise empfunden haben. Dies fand ich sehr spannend und ich hab immer wieder mitgefiebert, ob und wann Aurélie Andrés Geheimnis entdeckt und wie sie darauf reagiert. Auch die vielen Bemühungen Andrés sein Geheimnis zu bewahren und Aurélies Sturheit, den Autor unbedingt kennen lernen zu wollen haben mein Lesevergnügen enorm gesteigert und ich habe sehr oft schmunzeln müssen.

Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet und vor allem authentisch. Aurélie, frisch von ihrem Freund verlassen, die sich zu Beginn in einem tiefen Graben aus Kummer und Tränen befindet, bekommt mit der Zeit ihre Lebensfreude zurückt und steckt den Leser mit dieser an. Sie erfreut sich an den kleinen Dingen am Leben, was ich sehr schön fand. Ich mochte sie ab der ersten Seite, was sich bis zur letzten nicht geändert hat. Auch der Lektor André war mir sehr sympathisch, wenn er mich auch nicht so sehr begeistern konnte wie Aurélie. Die Nebenfiguren haben dem Roman noch zusätzlich Leben eingehaucht, wodurch er sehr viel Witz und Charme bekommen hat und nicht als eine "schnöde Liebesgeschichte" abzustempeln ist.

"Das Lächeln der Frauen" ist ein wunderschöner Roman, der mich verzaubert hat und Nicolas Barreau hat es geschafft, dass ich nach der letzten Seite mit einem Lächeln zurückgeblieben bin. Dieses wundervolle und romantische Werk, welches ich ungehindert jedem empfehlen würde, der sich ein paar Stunden in das wunderschöne Paris entführen lassen und dabei einer entzückenden Liebesgeschichte lauschen möchte, bekommt von mir 5 von 5 Sternen!

  (6)
Tags: bücher, geheimnis, liebe, paris   (4)
 

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(160)

250 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 88 Rezensionen

fasten, dienstagsfrauen, heilfasten, freundinnen, entschlacken

Sieben Tage ohne

Monika Peetz
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 14.05.2012
ISBN 9783462044102
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Fünf ungleiche Freundinnen, ein gemeinsames Ziel: Entschleunigen, entschlacken, abspecken, so lautet das Gebot der Stunde. Sieben Tage ohne Ablenkung. Kein Telefon, kein Internet, keine Männer, keine familiären Anforderungen und beruflichen Pflichten. Leider auch sieben Tage ohne Essen. Theoretisch jedenfalls.
Die schwerste Prüfung jedoch steht Eva bevor. Hinter den dicken Mauern des Burghotels im Altmühltal, in das sich die fünf Freundinnen zum Heilfasten begeben haben, macht sie sich auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater. Und entdeckt, dass man manche Familiengeheimnisse besser ruhen ließe...

Meine Meinung:
Genau wie in Monika Peetz ersten Roman, gehen die Dienstagsfrauen wieder auf Reisen und auch dieses Mal geht es in mancher Hinsicht wieder um Selbstfindung und das Entdecken von Geheimnissen. Im Vordergrund der Handlung steht Evas Suche nach ihrem Vater, aber auch die anderen vier haben ihre Päckchen zu tragen und kommen immer wieder in Situationen, wo sie ihre Freundinnen brauchen und sich gegenseitig beistehen. Der Plot ist dem Vorgänger also relativ ähnlich, was mich erst ein wenig abgeschreckt hat, aber ich wurde positiv überrascht, denn die Geschichte bringt einiges Neues mit sich, sodass mich der ähnliche Plot bald nicht mehr gestört hat.

Ich fand es sehr schön, dass man gesehen hat, dass die fünf Frauen nach der Pilgerreise jede für sich eine Entwicklung durchgemacht hat, denn das hat die Handlung sehr aufgefrischt. Fast alle haben mehr oder weniger eine 180° Wendung gemacht und auch wenn das eher unrealistisch ist, hat es meiner Sympathie für die Charaktere keinen Abbruch getan. Einzig Judith hat mich wieder sehr genervt, sodass ich mir oft dachte: Sei doch einfach mal ein bisschen weniger naiv!
Die zahlreichen Nebencharaktere haben das Lesevergnügen noch zusätzlich gesteigert, denn sie haben viel Abwechslung und viele lustige Momente in die Handlung gebracht.

Der Schreibstil der Autorin ist witzig und locker, sodass das Buch sehr gut als leichte Urlaubslektüre gelesen werden kann. Viel Tiefgang sollte man nicht erwarten, aber der Unterhaltungswert ist sehr hoch. Viel Witz, Humor, etwas Spannung und auch Emotionalität lassen das Buch nicht langweilig werden und sorgen für viel Abwechslung, sodass man als Leser unbedingt wissen will, wann die Geheimnisse endlich gelüftet werden. Leider gab es im Mittelteil einige Längen, wo nicht wirklich viel an Handlung passiert ist und die Frauen nicht groß voran kommen, das fand ich etwas schade.

Auch wenn man "Die Dienstagsfrauen" nicht kennt, kann man dieses Roman problemlos lesen, ohne Angst zu haben, nicht in die Geschichte hineinzukommen beziehungsweise bestimmte Vorgeschichten nicht zu kennen, die man für die Handlung braucht. Monika Peetz zeichnet ihre Charaktere wieder neu und Erinnerungen an die Pilgerreise, welche ab und zu vorkommen, helfen die Beziehungen zwischen den Frauen zu verstehen.

"Sieben Tage ohne" ist ein leichtes Buch für zwischendurch, das einen großen Unterhaltungswert bietet. Mit viel Wortwitz und lustigen Charakteren gelingt es der Autorin, dem Leser viel Spaß bei der Lektüre zu bringen. Einzig die kleinen Längen in der Handlung haben mich gestört, aber dennoch gefiel mir das Buch sehr gut, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe!

  (7)
Tags: fasten, freundschaft, geheimnisse   (3)
 

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(175)

291 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 79 Rezensionen

freundschaft, jakobsweg, pilgern, frauen, lourdes

Die Dienstagsfrauen

Monika Peetz
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.11.2010
ISBN 9783462042559
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bisher habe ich einen Bogen um Pilgerromane gemacht, da mir der Hype oft einfach zu groß war und ich auch die Befürchtung hatte, dass sich die Handlung ewig hinzieht, da die Personen ja "nur" auf dem Weg laufen und zu sich selbst finden. "Die Dienstagsfrauen" wurden mir von einigen Seiten empfohlen und so habe ich mich doch einmal an einen Roman über den Gang entlang des Jakobsweges herangewagt.

Monika Peetz hat mit den Dienstagsfrauen eine lustige und bunte Gruppe von Frauen geschaffen, welche sie auf Pilgerreise schickt. Die Figuren sind authentisch und für jede Leserin ist eine Frau dabei, mit der sie sich in irgendeiner Weise identifizieren kann. Caroline, die Anwältin, die einen immer perfekten Eindruck hinterlässt und auch sonst eher kühl wirkt; Judith, frischgebackene Witwe, die versucht den Tod ihres Mannes zu verarbeiten und dabei sehr in sich gekehrt ist; Eva, die vierfache Mutter, die eigentlich nur für ihre Familie lebt und sich dreht und wendet, wo sie nur kann; Estelle, die Frau von Welt, die Wert auf teure Hotels, gutes Essen und schöne Kleider legt und zu guter Letzt Kiki, die jüngste im Bunde, welche von einem Mann zum nächsten springt, sich nicht wirklich festlegen kann und frischen Wind in die Runde bringt. Kiki und Estelle mochte ich persönlich am liebsten, da sie mich am ehesten zum Schmunzeln brachten und mit lustigen Sprüchen kleine Längen in der Handlung wieder gut gemacht haben.
Während des Pilgerns macht jede der Frauen ihre indivduelle Erfahrung, stellt sich und ihr Leben in Frage und blickt auf die Zukunft. Dabei war es leider an einigen Stellen sehr vorhersehbar, wo der Weg der Einzelnen hingeht und Frau Peetz bediente sich auch an einigen Klischees, was mich nicht sehr anspricht.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen, wodurch die Seiten nur so dahinfliegen und ich das Buch auch nur schwer aus der Hand legen konnte. Außerdem hat mir der Perspektivwechsel zwischen den Frauen sehr gut gefallen, da man so bei jeder einzelnen einen Einblick gewinnen kann, wie sie mit den Strapazen des Pilgerns umgehen, sich anpassen und was dies in ihnen bewegt.

Ich habe mir aber doch mehr Humor von diesem Buch erwartet. Es gab die eine oder andere Stelle an der ich geschmunzelt habe, aber mehr war da leider nicht. Vor allem durch den Tod von Arne und die leider etwas nervige Art von Judith hat der Roman einen etwas gedrückten Grundton, was ich schade finde. Man hätte aus diesen Charakteren sicher mehr herausholen und das Buch unterhaltsamer gestalten können.

Alles in allem habe ich mich von Monika Peetz "Dienstagsfrauen" dennoch gut unterhalten gefühlt und kann es jedem empfehlen, der etwas lockeres für Zwischendurch sucht, ohne große Erwartungen zu haben. Ich hätte mir aber mehr Witz gewünscht und das Gejammer empfand ich an einigen Stellen als etwas anstregend. Auch, dass die Handlung lange nur so vor sich hingeplätschert ist und erst relativ am Ende nocheinmal wirklich etwas passiert, fand ich schade.
Aber dennoch hat mir das Lesen Spaß gemacht, sodass ich diesem Buch 3,5 von 5 Sternen gebe.

  (5)
Tags: freundschaft, pilgern, selbstfindung   (3)
 

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(670)

1.203 Bibliotheken, 16 Leser, 15 Gruppen, 203 Rezensionen

thriller, berlin, psychothriller, blind, kinder

Der Augensammler

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 27.05.2010
ISBN 9783426198513
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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(557)

1.028 Bibliotheken, 18 Leser, 9 Gruppen, 132 Rezensionen

thriller, fbi, serienmörder, mord, jack the ripper

Die Blutlinie

Cody McFadyen , Axel Merz
Fester Einband: 476 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.09.2006
ISBN 9783785722589
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies war mein erster Thriller von Cody McFadyen und auch wenn ich schon so einiges gelesen habe, hat mich dieses Buch so mitgenommen, dass ich eine ganze Weile brauchte, um es zu verdauen.

Schon die ersten Seiten, auf denen die FBI-Agentin Smoky Barret vorgestellt und ihre Situation geschildert wird, haben mich sprachlos gemacht. Der Autor beschreibt ihre Situation mit all ihren Gedanken und Gefühlen so tiefgründig, dass man jede Sekunde mit ihr mitfühlt und das Ausmaß ihrer Erfahrungen gar nicht fassen kann. Dies war auch der erste Moment an dem ich kurz überlegt habe, ob dieses Buch wirklich etwas für mich ist, da es doch sehr brutale Dinge ans Licht bringt. Allerdings wurde ich neugierig und ich wollte erfahren, wie ein Mensch, dem so etwas zugestoßen ist, da wieder heraus kommt und sein Leben weiter lebt.

Die Charaktere erscheine sympathisch und haben alle eine starke Persönlichkeit, aber mit der Zeit werden sie immer klischeehafter. Sie erscheinen einfach zu perfekt, um authentisch zu wirken. Die noch so schlimmsten Sachen können sie teilweise nur kurz aus der Bahn werfen und sie finden immer eine Möglichkeit, die sie in den Fällen weiterbringt. Auch die Personen an sich - die starke Agentin, die alles schafft, der große Brummbär, der aber doch ein gutes Herz hat und die Schöne, die bei allen beliebt ist, aber doch auch eine kühle Seite an sich hat - sind zu typisch für solche Ermittlungsteams. Aber trotz dessen, dass sie für mich nicht authentisch waren, hat der Autor es geschafft, dass ich dennoch mit ihnen gefühlt und gebangt habe, sie mir schnell ans Herz gewachsen sind und ich unbedingt wissen wollte, wie es mit ihnen weitergeht.

McFadyens Schreibstil trägt noch mehr dazu bei, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Er schreibt leicht, aber dennoch mit Tiefe und vielen Details. Er beschreibt die Morde sehr brutal, aber mit einer Nüchternheit, die mich erstaunt hat. Dadurch fiel es mir leichter eine Distanz zu bekommen, denn ich lasse mich von sowas immer sehr mitnehmen und bekomme dann immer Horrorvorstellungen. Andere Passagen beschreibt er aber wieder so gefühlvoll, dass das Buch sehr abwechslungsreich und spannend ist und einen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt.

Auch wenn das Buch sehr grausam und brutal ist und viele Morde sehr detailliert beschrieben wurden, hat es mich gefesselt. Ich habe immer wieder Vermutungen gehabt, wer der Mörder sein könnte, aber am Ende war es dann doch jemand, den ich nicht auf dem Schirm hatte und das macht für mich einen guten Thriller aus.

Cody McFadyen hat einen unsagbar guten und sehr durchdachten Thriller geschrieben, der nichts für schwache Nerven ist. Er glänzt mit starken Charakteren und einer Handlung, die sich immer wieder wendet und einer Spannung, die bis zu den letzten Seiten anhält. Ein wirklich lesenswerter Thriller, für den ich 4 von 5 Sternen vergebe!

  (10)
Tags: brutalität, fbi, mord, thriller   (4)
 

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(648)

995 Bibliotheken, 11 Leser, 7 Gruppen, 105 Rezensionen

liebe, zeitreise, humor, kerstin gier, schicksal

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2011
ISBN 9783785760505
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kerstin Giers neuester Roman basiert auf einer Idee, die ich großartig finde. Ich denke, jeder kennt das Gefühl, dass man mit dem was man hat zwar zufrieden ist, es aber vielleicht doch besser sein könnte, wenn einige Dinge anders wären. Genauso geht es Kati. Sie ist eigentlich glücklich mit Felix, aber als sie Mathias kennenlernt, beginnt sie zu zweifeln. Sollte sie bei Felix bleiben, obwohl sich der Alltag eingeschlichen hat und nicht mehr alles so schön ist, wie am Anfang, oder sollte sie Felix verlassen und eine Beziehung mit Mathias eingehen, wo alles noch neu und aufregend ist? Durch den Unfall bekommt sie die Möglichkeit sich darüber Gedanken zu machen und eine Entscheidung zu fällen, denn als sie im Krankenhaus aufwacht, befindet sie sich in der Vergangenheit - genau einen Tag bevor sie Felix kennenlernt.

Die Charaktere sind allesamt sympathisch, sehr glaubhaft und überzeugend. Man nimmt Kati ihr Gefühlschaos ab und auch die beiden Männer, so unterschiedlich wie Tag und Nacht, sind authentisch und man muss sie einfach mögen. Einzig, dass einige Charaktere aus vergangenen Büchern der Autorin wieder aufgetaucht sind, nicht in Person, sondern von ihrer Art her, hat mich doch etwas gestört.

Auch bei ihrem neuesten Roman behält Kerstin Gier ihre lockere und lustige Schreibe bei und schafft es damit, auch etwas ernstere Themen anzusprechen, ohne dass es die humorvolle Stimmung der Geschichte beeinträchtigt. Ich musste oft laut lachen und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Außerdem ist die Geschichte von vielen kleinen Zitaten durchzogen, die passend zur Handlung ausgewählt wurden und mich des öfteren noch zusätzlich zum Lächeln, aber auch zum Nachdenken gebracht haben.

Kerstin Gier hat wieder einen sehr lustigen und unterhaltsamen Roman geschrieben, der mir viele tolle Lesestunden gebracht hat, die aber leider viel zu schnell vorbei waren. Aufgrund des kleinen Kritikpunktes bei den Charakteren vergebe ich für dieses sonst sehr wunderbare Buch 4 von 5 Sternen.

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Tags: humor, liebe, zeitreise   (3)
 

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(36)

58 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

liebe, träume, traumfänger, fantasy, lisa mcmann

DREAM - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast

Lisa McMann , Tanja Ohlsen
Fester Einband: 267 Seiten
Erschienen bei Boje, 24.08.2010
ISBN 9783414822659
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auch im zweiten Band der "Dream Catcher"-Trilogie geht es vordergründig wieder um Janies Gabe, in die Träume ihrer Mitmenschen eindringen zu können, sie zu beobachten oder auch zu beeinflussen. Diese Eigenschaft hat ihr eine Aufgabe bei der Polizei verschafft, welcher sie zusammen mit ihrem Freund Carl nachgeht. Die beiden ermitteln undercover an ihrer Highschool, denn es besteht der Verdacht, dass sich ein Lehrer an seinen Schülerinnen vergreift.

Außerdem nimmt die Liebesgeschichte zwischen Carl und Janie wieder einen großen Raum in der Geschichte ein. Diese ist nicht kitschig oder klischeehaft, sondern auch mit einigen Höhen und Tiefen verbunden, was mir sehr gut gefallen hat.

Das Buch ist von Beginn an spannend und bleibt es bis zum Ende. Es geschehen sehr viele Ereignisse in sehr kurzer Zeit, was das Buch zwar nicht langweilig werden lässt, wodurch aber viele Dinge nur kurz angeschnitten werden und nicht richtig ausgereift wirken. Meiner Meinung nach hätte die Autorin noch 100 Seiten mehr schreiben und dafür die Ereignisse ein bisschen umfassender und weniger oberflächlich gestalten können.

Auch bei der Fortsetzung war der Schreibstil ersteinmal wieder gewöhnungsbedürftig. Die Kapitel sind kurz und die Sätze ebenso, wodurch wieder der Eindruck eines Berichtes entsteht. Dieser wird noch dadurch verstärkt, dass jedes Kapitel mit einem Datum und einer Uhrzeit versehen ist. Allerdings hat es mich weniger gestört, als bei "Wake", zumal die Sätze an vielen Stellen schon komplexer geworden sind.

Die Figuren haben sich merklich weiterentwickelt. Sie erlangen wesentlich mehr Tiefe und werden dadurch viel greifbarer für den Leser. Dadurch wurden sie mir auch sympathischer und ich bin gespannt, wie es mit Janie und Carl im letzten Band weitergeht. Was mir vor allem sehr gut gefallen hat, ist, dass man mit Janie mehr über ihre Begabung erfährt und Erkenntnisse gewinnt, warum sie diese hat und welche Folgen sie mit sich bringen kann.

Alles in allem gefiel mir "Dream" viel besser als sein Vorgänger und ist damit eine gelungene Fortsetzung, welche aber noch genug Raum für den dritten Band der Trilogie lässt. Leider ist die Geschichte an einigen Stellen immer noch sehr oberflächlich und wenig ausgereift. Dennoch ist es ein spannendes Buch und macht Lust auf mehr, weshalb es von mir 4 von 5 Sternen bekommt

  (7)
Tags: jugendbuch, liebe, spannung, träume   (4)
 

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(249)

462 Bibliotheken, 5 Leser, 13 Gruppen, 103 Rezensionen

tod, krebs, monster, trauer, krankheit

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness , Siobhan Dowd , Bettina Abarbanell , Jim Kay
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei cbj, 29.08.2011
ISBN 9783570153741
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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(95)

167 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

schule, lehrerkind, lehrer, eltern, humor

Lehrerkind

Bastian Bielendorfer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2011
ISBN 9783492272964
Genre: Humor

Rezension:

Wie so viele andere sicher auch, hatte ich einen Mitschüler in der Klasse, dessen Mutter Lehrerin an unserer Schule war. Diesem ging es damit nicht wirklich gut, denn oft wurde der Missmut anderer Schüler gegenüber seiner Mutter an ihm ausgelassen. Nicht körperlich, aber es war sicherlich nicht toll zu hören, dass sie bei den Schülern unbeliebt war und teilweise auch übel beschimpft wurde.
Da ich selbst angehende Lehrerin bin, hat mich das Thema "Lehrerkind" natürlich interessiert, sodass ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe. Allerdings wurde ich dann leider enttäuscht, denn ich hatte mir unter dem Buch etwas anderes vorgestellt.

Bastian Bielendorfer erzählt mit sehr viel Humor und Ironie die (Leidens-)Geschichte seines Lebens. Erinnerungen an die Schuleinführung, das Abitur und das Studium sind nur einige Eckpunkte der vielen kleinen Erzählungen. Diese wechseln sich immer wieder mit Erläuterungen der Spezies Lehrer ab, welche mich auch zum Schmunzeln brachten, aber als ich mir überlegt habe, wie meine Lehrer so waren, traf nicht eine Beschreibung darauf zu.

Generell finde ich, dass Bielendorfer sehr oft übertreibt und es dadurch für mich einfach unrealistisch war. Wenn seine Eltern wirklich so sind, dann kann er mir nur leid tun, aber ich hatte sehr oft das Gefühl, dass er sich als den armen Jungen sehen will, zu dem seine bösen Eltern ja so gemein sind. Ich konnte mich einfach nicht mit ihm identifizieren.

Dennoch hat der Autor das Talent seine Geschichten so witzig zu erzählen, dass man einfach lachen muss und man auch, wenn man nicht dabei gewesen ist, die dargestellte Situation vor sich sehen kann. Zum Ende hin gefiel es mir dann auch noch ein bisschen besser, sodass das Buch trotz der großen Kritik noch 3 von 5 Sternen von mir bekommt!

  (10)
Tags: biographie, humor   (2)
 

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(33)

84 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

liebe, zeitungsverlag, freundschaft, email, internet

Liebe auf den zweiten Klick

Rainbow Rowell , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.10.2011
ISBN 9783442474202
Genre: Liebesromane

Rezension:

Diese Liebesgeschichte ist anders, als die, von denen ich bisher gelesen habe. Ein Mann verliebt sich in eine Frau, die er noch nie gesehen hat, einzig durch die Dinge die sie schreibt und die Art, wie sie mit ihrer Freundin umgeht, was auch viel über ihre Persönlichkeit aussagt. Diese Idee ist so romantisch, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Lincolns Perspektive erzählt und immer wieder durch die Mails von Jennifer und Beth durchzogen. Und auch wenn man von den beiden Frauen nur die Mails liest, erfährt man sehr viel über sie und lernt sie gut kennen. Mir waren beide auch von Anfang an sympathisch, da sie sehr authentisch sind und ich das Gefühl hatte, als würden sie zu meinem Bekanntenkreis gehören. Sie haben eine sehr lockere Art zu schreiben und miteinander umzugehen und haben mich oft zum Lachen gebracht, aber sie schreiben auch über ernste Themen und stehen sich bei, was mir sehr gefallen hat, da mich das an mich und meine beste Freundin erinnert hat.

Auch Lincoln mochte ich sehr, denn er ist ein liebenswerter Typ, mit dem man mitfühlt und dem man gern zur Seite stehen und ihm manchmal einen kleinen Schubs geben möchte. Man erfährt sehr viel über ihn, sein Leben und seine Vergangenheit und auch darüber, wie die Mails von Beth und seine heimliche Liebe zu ihr sein Leben und seine Person verändern. Er macht eine sehr starke Entwicklung durch, die aber immer authentisch und passend zu seinem Charakter ist, was ich wirklich gut fand.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr frisch und locker, wodurch ich schnell einen Zugang zu der Geschichte gefunden habe. Sie legt sehr viel Humor und Wortwitz in die Dialoge, wodurch ich sehr lustige Lesestunden hatte. Aber auch mit ernsten Themen kann sie gut umgehen und beschreibt diese sensibel und mit viel Feingefühl, wodurch sie sehr glaubhaft werden. An keiner Stelle ist die Geschichte übertrieben oder zu kitschig, was für mich besonders wichtig ist.

Rainbow Rowell hat mit ihrem Erstling "Liebe auf den zweiten Klick" eine ungewöhnliche Liebesgeschichte geschaffen, die den Leser mitfiebern lässt und letztendlich verzaubert. Allerdings kommt die Geschichte an einigen Stellen nur schleppend voran, weshalb ich für diesen sonst so tollen Roman 4,5 von 5 Sternen vergebe.

  (6)
Tags: email, freundschaft, liebe   (3)
 

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(80)

133 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 23 Rezensionen

träume, liebe, fantasy, jugendbuch, freundschaft

WAKE - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast

Lisa McMann , Tanja Ohlsen
Fester Einband: 221 Seiten
Erschienen bei Boje, 10.08.2009
ISBN 9783414822338
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lisa McMann hatte eine unglaublich gute Idee. Ein Mädchen, dass in die Träume der anderen eindringen kann und sieht, was dort vor sich geht. Ich persönlich finde Träume sehr interessant und faszinierend, da sie doch viel über uns aussagen und wir unsere Erlebnisse darin verarbeiten, sodass ich dieses spannend-klingende Jugendbuch unbedingt kaufen musste.

Die Geschichte umfasst mehr oder weniger zwei Einheiten. Zum einen dringt man mit Janie in die Träume ihrer Mitmenschen ein, was wirklich sehr spannend war, da auch einige Alpträume dabei waren und ich mir oft überlegt habe, was der Person wohl passiert sein muss, damit sie solche Träume hat. Und zum Anderen erfährt man wie Janie versucht mit ihrer "Begabung" umzugehen und wie sie Carl kennenlernt, mit dem sie später eine Beziehung führt. Die Liebesgeschichte um Janie und Carl bekommt einen großen Raum, wobei die Träume für eine Zeit etwas in den Hintergrund rücken, was aber an sich nicht wirklich schlimm war. Mir hat es gut gefallen, dass es nicht so eine typische 0815-Kitsch-Liebesgeschichte geworden ist, sondern auch einge Probleme und Ungewissheit mit eingebaut wurden.

Der Schreibstil der Autorin war für mich teilweise eher anstrengend. Viele kurze Sätze führten dazu, dass es an einigen Stellen mehr an einen Bericht, als an einen Roman erinnerte. Dennoch habe ich mich nach einiger Zeit an den Stil gewöhnt und das Buch in kurzer Zeit beendet. Sicher ist dieser Stil auch in gewisser Weise etwas besonderes, denn viel in wenigen und kurzen Sätzen zu sagen, ist auch eine Kunst, aber mich hat es doch eher gestört.

Auch die Figuren waren meiner Meinung nach noch nicht genug ausgereift. Über Janie erfährt man nicht so viel, wie ich mir gewünscht hätte. Vor allem im Bezug auf ihre "Begabung" hätte ich mir viel mehr Tiefgang und Hintergrundwissen erhofft - zum Beispiel, was dazu führte, dass sie die Träume der anderen sehen kann? Auch über die Mutter erfährt man nicht wirklich etwas, außer, dass sie ein sehr starkes Alkoholproblem hat. Wie es aber dazu gekommen ist, bleibt ungewiss. Einzig Carl bekommt mehr Tiefe. Über ihn erfährt man so einiges, was mir wiederum gut gefallen hat, da man so einige Dinge besser nachvollziehen konnte und mit ihm Schwung in die Geschichte gekommen ist. Ich hoffe sehr, dass die Figuren in den nächsten zwei Teilen der Reihe noch tiefgründiger werden und die Autorin sich im ersten Teil nur ein wenig zurückgehalten hat, um nicht gleich alles vorwegzunehmen.

Alles in allem ist "WAKE" eine nette Geschichte mit einer super Idee dahinter, von der ich mir sehr viel erwartet hatte. Leider wurde ich etwas enttäuscht, denn es hätte spannender und tiefgründiger sein können. Viele Fragen wurden bis zum Schluss nicht geklärt und einige für mich wichtige Dinge nicht ausreichend beleuchtet. Dennoch ist es sicher ein guter Auftakt für eine Reihe, weshalb ich 3 von 5 Sternen für diesen Jugendroman vergebe!

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Tags: jugendbuch, träume   (2)
 

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(98)

174 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, musik, new york, rockstar, gayle forman

Lovesong

Gayle Forman , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 28.06.2011
ISBN 9783764504021
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

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(238)

591 Bibliotheken, 8 Leser, 10 Gruppen, 114 Rezensionen

fantasy, new york, liebe, dystopie, wendigo

Zweilicht

Nina Blazon
Fester Einband: 411 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.08.2011
ISBN 9783570161173
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich mir etwas ganz anderes unter der Geschichte vorgestellt. Aber das, was mich dann erwartet hat, war ganz anders, aber nicht im negativen Sinne. Ganz im Gegenteil. Nina Blazon hat eine Welt geschaffen, in die man eintaucht und aus der man so schnell auch nicht wieder hinaus will.

Der Beginn der Handlung ist schon sehr mysteriös und das bringt den Leser dazu, unbedingt wissen zu wollen, was es damit auf sich hat und worum es eigentlich geht. Es gibt also Spannung ab den ersten Seiten und sowas gefällt mir immer sehr, denn ich mag es überhaupt nicht, wenn Bücher am Anfang so langsam vor sich hindümpeln und die Spannung erst relativ spät einsetzt. Die nächsten Kapitel erinnern zwar eher an einen normalen Jugend-Roman, doch dieser Zustand hält nicht lang vor und den Leser erwartet eine spannende Story in einer unglaublichen Welt, die ich so noch nicht erlebt habe. Nina Blazon beschreibt ihre Orte so malerisch und fantasievoll, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann und zusammen mit Jay diese Welt erkundet. Ihr flüssiger Schreibstil sorgte dafür, dass ich mich schnell eingelesen habe und in den Bann ihrer Erzählung gezogen wurde. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und konnte das Buch anfangs kaum aus der Hand legen.
Die Handlung war oft sehr überraschend und durchzogen mit Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.
Was mir besonders gut gefällt, ist, dass sie in sich abgeschlossen ist. Ich habe das Gefühl, dass es im Moment fast nur noch Bücherreihen gibt und da ist es sehr schön, dass es auch Autoren gibt, die es schaffen, alles in einem Einzelband zu sagen und dennoch an nichts sparen und den Leser zufrieden zurücklassen.

Auch bei den Charakteren hat sich die Autorin sehr viel Mühe gegeben und sie alle auf ihre Weise wunderbar dargestellt. Jay, aus dessen Perspektive die Geschichte größtenteils erzählt wird, ist sehr sympathisch und ich mochte ihn von Anfang an. Auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, denn sie haben alle etwas Geheimnisvolles an sich und man weiß nicht sofort, wer wer ist und wer auf welcher Seite steht. Man erfährt immer nur Stück für Stück etwas von ihnen, was sich am Ende zu einem Ganzen zusammensetzt. Das macht die Erzählung sehr spannend, aber an vielen Stellen auch sehr verwirrend. Ich habe zwischenzeitlich überhaupt nicht mehr durchgesehen, da die Autorin auch oftmals falsche Spuren gelegt hat, in die ich hineingetappt bin. An und für sich ist diese Idee großartig und sorgt dafür, dass die Geschichte aufregend bleibt, aber mein Lesevergnügen hat es leider zwischendurch erheblich gemindert, weil vieles für mich keinen Sinn ergeben hat. Als ich dann aber weitergelesen habe, wurde einiges wieder klarer und das Buch konnte mich bis zum Ende hin wieder vollends begeistern.

Nina Blazon hat es geschafft einen einzigartigen Roman zu schreiben, der den Leser von der ersten Seite an mitreißt und es schwer fällt ihn aus der Hand zu legen. Die Geschichte ist gut durchdacht und wenn man sich voll und ganz fallen lassen kann und in die Geschichte eintaucht, machen die Verwirrungen das Ganze noch viel interessanter. Für mich waren diese leider ein kleiner Nachteil, sodass ich 4 von 5 Sternen für dieses sonst so wundervolle Buch vergebe.

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Tags: fantasy, geheimnisvoll, spannung   (3)
 

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(2.600)

3.265 Bibliotheken, 32 Leser, 17 Gruppen, 141 Rezensionen

liebe, freundschaft, england, leben, london

Zwei an einem Tag

David Nicholls ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 29.07.2009
ISBN 9783036955421
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(1.149)

2.136 Bibliotheken, 31 Leser, 20 Gruppen, 329 Rezensionen

liebe, wölfe, sam, fantasy, grace

Nach dem Sommer

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 423 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2010
ISBN 9783839001080
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hatte, legte ich es ziemlich schnell wieder zur Seite. Der Klappentext hat mich im ersten Moment nicht wirklich angesprochen, denn mich interessieren diese Geschichten um Werwölfe und Vampire (die hier zwar nicht vorkommen, aber für mich ist das eine Sparte) eigentlich nicht sonderlich und ich habe befürchtet, dass es wieder so ein "Twilight"-Buch wird. Aber ich habe immer wieder so viele gute Rezensionen dazu gesehen, dass ich doch neugierig wurde. Als ich dann in der städtischen Bibliothek ein paar Seiten dieses Romanes gelesen hatte, war ich so positiv überrascht, dass ich es auslieh.

Maggie Stiefvater hat mich eines Besseren belehrt. Sie hat eine wunderschöne Liebesgeschichte über ein Mädchen und einen Werwolf geschrieben, die mich von den ersten Seiten an gefesselt hat. Auch dass die Wölfe an sich nicht so eine große Rolle gespielt haben, hat bei mir das Lesevergnügen noch mehr gesteigert. Ich hätte das Buch in einem Rutsch durchlesen können, so sehr hat es mich in den Bann gezogen. Der Schreibstil der Autorin ist so wundervoll und malerisch, dass man sich in Mercy Falls fast ein bisschen zu Hause fühlt. Immer wieder spürte ich die Kälte und sah den goldenen Wald mit seinen Birken vor mir. Sie beschreibt die kleinen Details unglaublich schön und macht es dadurch dem Leser leicht, sich in die Geschichte hineinzuversetzen.

Grace und Sam erzählen die Geschichte von "Nach dem Sommer" aus ihren Perspektiven. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so gab es keine Einseitigkeit und man hat immer gewusst, wie sich beide in den jeweiligen Situationen gefühlt haben und dadurch konnte ich mich auch noch mehr in die Geschichte einfühlen.
Die Figuren sind allesamt sehr interessant, liebevoll und glaubhaft gestaltet. Auch wenn man natürlich am meisten über die Hauptcharaktere erfährt, kommen die Nebenfiguren keinesfalls zu kurz. Im Laufe der Geschichte rücken diese auch weiter in den Vordergrund, sodass es nicht nur um Sam und Grace geht, was die Handlung sicher auf Dauer langweilig machen würde. So bleibt eine gewisse Spannung bis zum Schluss erhalten und ich freue mich schon sehr darauf, die Fortsetzungen zu lesen und zu erfahren, wie es mit den Figuren weitergeht.

Mein einziger Kritikpunkt an diesem sonst sehr schönen Buch ist, dass es mir an einigen Stellen doch etwas zu kitschig war. Ich mag Liebesgeschichten wirklich gern, aber manchmal war es mir doch zu viel Liebesduselei.

Maggie Stiefvater hat eine wundervolle Liebesgeschichte geschaffen, die den Leser träumen und mitfühlen lässt. Auch wenn es eigentlich ein Jugendbuch ist, sollten auch "ältere" Leser nicht davor zurückschrecken "Nach dem Sommer" zu lesen, denn es erinnert sicherlich einige an ihr erstes richtiges Verliebtsein. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen für diesen zauberhaften Roman und es wird sicherlich nicht sehr lang dauern, dass ich den zweiten Teil der Trilogie - "Ruht das Licht" - lesen werde.

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Tags: herbst, liebe, werwölfe   (3)
 

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(131)

242 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 48 Rezensionen

steampunk, london, maschinen, freundschaft, liebe

Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

Kady Cross , Jürgen Langowski
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.08.2011
ISBN 9783453267404
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" ist das erste Buch, das ich aus dem Genre Steampunk gelesen habe. Dieses ist von Maschinen und Automaten geprägt, spielt aber im viktorianischen Zeitalter. Es hat mich sehr oft verwirrt, dass die Handlung eigentlich im Jahr 1897 stattfindet, aber die Maschinen oft besser entwickelt waren, als es heute der Fall ist. Dennoch konnte ich mich gut in die Geschichte einlesen und in die Welt von Finley und Co. eintauchen, denn die Autorin hat durch ihren Schreibstil eine schöne Atmosphäre geschaffen. Sie beschreibt sehr oft kleine Details, wodurch die Vorstellungskraft des Lesers angeregt wird und man Finley in ihren Ringelstrümpfen praktisch vor sich sieht.

Die Protagonisten spielen in diesem Werk eine sehr große Rolle. Sie sind liebevoll gezeichnet und haben alle ihre kleinen Besonderheiten, die sie sympathisch machen. Sogar den Bösewicht Jack Dandy mochte ich sehr gern. Kady Cross hat sich hier wirklich sehr viel Mühe gegeben und dafür gesorgt, dass man die Figuren ins Herz schließt. Finley Jane, die Hauptperson, mit ihren zwei Persönlichkeiten ist eine sehr interessante Figur, die der Geschichte Spannung verleiht. Griffin, der wohlerzogene aus gutem Hause, hält mit seiner liebenswerten Art die Gruppe zusammen und setzt sich immer wieder für sie ein. Am meisten mochte ich aber Emily - ein bisschen ruhig und manchmal unauffällig, aber durch ihre Intelligenz und ihre freundschaftliche Art, war sie mir von Anfang an sympathisch.

Leider lies die Handlung ein wenig zu wünschen übrig. An vielen Stellen ging es mir einfach zu schnell - es gab ein Problem und im Handumdrehen wurde es gelöst. Das fand ich persönlich sehr schade, denn man hätte viel mehr daraus machen können und auch die Spannung hat sehr darunter gelitten. Generell schleppte sich die Handlung nur so vor sich hin und war an vielen Stellen vorhersehbar und nicht wirklich tiefgründig. Auch das viele Dinge nicht wirklich erklärt und weitergeführt wurden, hat mich sehr gestört. Eine Sache habe ich bis zum Schluss nicht wirklich verstanden, was ich sehr schade finde.

Alles in allem lässt sich sagen, dass "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" sicher ein guter Auftakt für die geplante "Steampunk Chronik" - Reihe ist. Leider ein wenig unausgereift, aber das kann sich ja in den nächsten Bänden noch ändern. Daher werde ich den zweiten Teil sicherlich lesen - auch da ich die Figuren sehr mochte und doch wissen möchte, wie es mit ihnen weitergeht. Für den ersten Teil dieser Serie vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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Tags: freundschaft, steampunk   (2)
 

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(306)

588 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 33 Rezensionen

new york, liebe, rebecca bloomwood, shopping, london

Fast geschenkt

Sophie Kinsella , Marieke Heimburger (Übers.)
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.03.2003
ISBN 9783442454037
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sophie Kinsella hat es den Lesern mit ihrer Fortsetzung zu "Die Schnäppchenjägerin" leicht gemacht. Rebecca erinnert sich immer wieder an Dinge, die im ersten Teil passiert sind, sodass man daran zurückdenken konnte und schnell wieder in der Geschichte drin war. Auch ihr Schreibstil ist wieder wunderbar flüssig und leicht, was dem Charakter des Buches sehr entspricht.

Rebecca Bloomwood präsentiert sich uns zu Beginn genauso wie im ersten Roman der "Shopaholic"-Reihe: Immernoch Finanzexpertin beim Fernsehen und immernoch kaufsüchtig, dabei hat sie doch gerade ihren Schuldenberg abbezahlt. Allerdings macht sie mit der Zeit eine Wandlung durch und legt ihre naive Art etwas ab - gerade im Bezug auf ihren Freund Luke, mit dem es doch nicht immer so einfach ist, wie gedacht. Das fand ich sehr gut, denn dieses naive "Ich verschließe meine Augen vor allen Problemen und dann lösen sie sich ganz von selbst" ging mir doch mit der Zeit auf die Nerven.

Generell bekommt die Geschichte in einigen Bereichen mehr Tiefgang und man lernt die Personen besser kennen, was ein großer Pluspunkt für die Fortsetzung ist. Auch dass die Liebesgeschichte um Rebecca und Luke nicht so kitschig und Hollywood-Like war, hat mein Lesevergnügen noch gesteigert.

Die Story um Rebecca in den USA hat mich sehr zum Lachen gebracht. Allein der Stadtrundgang war so lustig beschrieben, dass ich mir lebhaft vorstellen konnte, wie sie durch die Straßen New Yorks geht und die Sehenswürdigkeiten doch irgendwie nebensächlich sind. Aber es gibt auch ernstere Seiten in der Geschichte, was für Abwechslung und Ausgewogenheit sorgt und das Buch dadurch nicht langweilig werden lässt.

Der zweite Teil der "Shopaholic"-Reihe steht dem ersten in nichts nach. Er kann durch Charme und Witz begeistern und ist wieder ein nettes Buch, wenn man abschalten und sich nicht groß nachdenken möchte. Da mir persönlich aber teilweise doch zu große Parallelen zum ersten Teil waren und mir ein wenig das Neue gefehlt hat, ich mich aber dennoch wieder gut unterhalten gefühlt habe, vergebe ich für diesen Roman 4 von 5 Sternen!

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Tags: liebe, schulden, shopping   (3)
 

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(72)

147 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 26 Rezensionen

lebensweisheiten, leben, petit hector, liebe, hector

Hector & Hector und die Geheimnisse des Lebens

François Lelord , Ralf Pannowitsch
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2009
ISBN 9783492051675
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(2.216)

2.935 Bibliotheken, 29 Leser, 7 Gruppen, 151 Rezensionen

liebe, england, thailand, orchideen, geheimnis

Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 538 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 03.05.2011
ISBN 9783442475544
Genre: Romane

Rezension:

Lucinda Rileys Debütroman enthält zwei Erzählstränge. Zum einen handelt die Geschichte in der Gegenwart, in der man von Julias schlimmen Schicksal erfährt und in der sie von Kit das Tagebuch erhält. Zum anderen erzählt Julias Großmutter Elsie die Geschichte von Wharton Park, welche einen eigenen Erzählstrang zur Zeit des zweiten Weltkrieges bildet. Diese beiden wechseln sich immer wieder ab und haben ihre eigene Geschichte, sind aber dennoch miteinander verknüpft. Ich mag das Erzählen auf zwei Ebenen immer sehr gern, da es mich mit den Figuren auf eine Reise in die Vergangenheit schickt. Lucinda Riley hat dies auch gut umgesetzt und die Geschichte hat mich zu Beginn auch fesseln können, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und was sich hinter dem Familiengeheimnis verbirgt. Vor allem der märchenhafte Prolog am Anfang hat meine Neugier auf das Kommende geschürt und deutete auf eine traumhafte Geschichte hin.

Leider wurden meine Erwartungen kaum erfüllt. Auch wenn mir die ersten 150 wirklich gut gefallen haben und die Autorin es auch schafft einen Spannungsbogen aufzubauen, fällt dieser danach relativ steil ab. Es ist schnell offensichtlich, was sich hinter dem Familiengeheimnis verbirgt - auch wenn es erst sehr viel später wirklich aufgelöst wird. Dennoch versucht die Autorin die Spannung beizubehalten, indem sie ein Schicksal nach dem anderen bringt und die Figuren von einem Hoch ins nächste Tief fallen lässt. Dies hat mich recht schnell genervt, weil es oft einfach unrealistisch war und sich Dinge in ähnlicher Weise abgespielt haben. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin unbedingt viele Seiten füllen wollte, obwohl sie eigentlich nicht den Stoff dafür hat.

Auch der Erzählstil der Autorin hat mich nicht überzeugen können. Der Prolog war wunderschön geschrieben und hat mich wirklich in seinen Bann gezogen, aber die eigentliche Geschichte war durchzogen von flachen Dialogen, unausgereiften Handlungen und einer nicht sehr bildhaften Sprache.

Die Figuren waren meiner Meinung nach nicht ausgereift und authentisch. Ihre Emotionen kamen in keinster Weise bei mir an und somit konnten sie mich nicht überzeugen. Waren sie in dem einen Moment noch überglücklich, so waren sie im nächsten schon wieder todtraurig. Dies ist an und für sich ja nicht schlimm, da es auch im wahren Leben des öfteren vorkommt, aber dass die Figuren sich so schnell mit ihrer Situation abgefunden haben und ihre wirklichen Gefühle nie richtig Ausdruck gefunden haben, hat mich sehr gestört. Außerdem fand ich auch die Liebesgeschichten des Öfteren sehr unrealistisch, was ich sehr schade fand, da man aus dem Stoff sicher viel mehr hätte machen können.

Alles in allem war ich sehr enttäuscht von diesem Buch, da ich weit mehr erwartet hatte. Flache Dialoge, fehlende Emotionen und zu viele aneinandergereihte Schicksalsschläge führten leider nicht zum erhofften Lesevergnügen. Da es aber auch gute Stellen hatte und ich es nicht nach der Hälfte weggelegt habe, bekommt "Das Orchideenhaus" von mir noch 2 von 5 Sternen.

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Tags: geheimnis, liebe, vergangenheit   (3)
 

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(7)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

kurzgeschichten, beziehung, hass, leid, frauen

Letzte Ausfahrt vor der Grenze

Irene Prugger
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 04.08.2011
ISBN 9783852186993
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(780)

1.117 Bibliotheken, 14 Leser, 12 Gruppen, 164 Rezensionen

wiedergeburt, karma, humor, ameise, liebe

Mieses Karma

David Safier
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Kindler, 16.03.2007
ISBN 9783463405087
Genre: Humor

Rezension:

"Mieses Karma" ist der erste Roman, den ich von David Safier gelesen habe. Ich habe schon so viele positive Meinungen über diesen Autor gehört und gelesen und er wurde mir von vielen Seiten empfohlen, sodass ich auch endlich ein Buch von ihm lesen wollte - und ich wurde nicht enttäuscht.

David Safier schreibt mit viel Wortwitz und Humor und hat es dadurch geschafft mich immer wieder zum Schmunzeln und auch zum lauten Lachen zu bringen. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, da ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um Kim Lange konnte mich vollends fesseln und ich wollte unbedingt wissen wie es mit ihr weitergeht und ob sie es doch noch schafft, ganz oben auf der Reinkarnationsleiter anzukommen.

Auch wenn mir der Charakter von Kim am Anfang etwas unsympathisch war, mochte ich sie nach ihrem Tod immer mehr. Auch die anderen Figuren wurden mit viel Hingabe gezeichnet, erfüllen aber auch einige Klischees. Besonders hat mir Casanova gefallen, der zusammen mit Kim die Reise im Reinkarnationszirkel antritt. Immer wieder wurden seine Gedanken in Fußnoten eingefügt, welche die Geschichte noch zusätzlich aufpeppen. Dabei stehen natürlich - ganz Casanova-like - die Damen und seine Lust nach Annäherungen im Vordergrund.

Alles in allem ist "Mieses Karma" ein sehr witziger Roman für Zwischendurch, ohne viel Anspruch, aber mit einer netten und ungewöhnlichen Idee dahinter. Einen Stern Abzug gibt es aber, da mir die Story an manchen Stellen doch zu abgedreht und das Ende zu sehr Hollywood war. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen!

  (11)
Tags: buddha, famile, reinkarnation, tod   (4)
 

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(217)

357 Bibliotheken, 13 Leser, 3 Gruppen, 59 Rezensionen

sex, therapie, tod, ehe, unfall

Schoßgebete

Charlotte Roche
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 15.08.2011
ISBN 9783492054201
Genre: Romane

Rezension:

Wie man bereits aus dem Klappentext erkennen kann ist Elizabeth eine sehr neurotische Person mit vielen Problemen, die sie zu bewältigen hat. Sex spielt eine große Rolle in ihrem Leben, denn dabei kann sie alles für einen Moment vergessen. Und so beginnt Charlotte Roches zweiter Roman mit einer ordentlichen Sexszene, die wahrscheinlich schockieren und provozieren soll, aber mich nicht wirklich angehoben hat.
Nach ihrem Erstlingswerk "Feuchtgebiete", welches für viel Furore gesorgt hat, hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass diese Szenen einfach sein mussten, da die Autorin sonst ihrem Image nicht gerecht wird. Solche Stellen habe ich immer wieder im Buch gefunden und mich beim Lesen ständig gefragt, wen sie damit beeindrucken will und ob das denn wirklich sein muss, denn sie bringen den Lauf der Geschichte auch nicht wirklich voran.

Generell lässt sich für mich keine wirkliche Handlung feststellen. Die Erzählung spielt innerhalb von drei Tagen, welche von Sexszenen, besuchen beim Therapeuten, Interaktionen mit der Tochter und Gedanken an Vergangenes geprägt sind. Es wird zwischen den Themen nur so hin und her gesprungen, was den Lesefluss bei mir sehr beeinträchtigt hat - ich bin bis zum Schluss nicht richtig in die Geschichte reingekommen.
Auch dass so viele verschiedene Themen nur angeschnitten wurden und kein Strang wirklich zu Ende gebracht wurde, empfand ich als sehr störend.

Einzig die Erinnerung an den Unfall ihrer Familie konnte mich berühren. Es ist kaum vorstellbar, wie sich ein Mensch fühlt, dem so etwas Furchtbares passiert ist. Ich fand es gut, dass diese Gedanken einen richtigen Erzählstrang gebildet haben, auch wenn sie zwischendurch immer mal wieder unterbrochen wurden. Nur dass Elizabeth mit viel Kälte und Distanziertheit von dieser Zeit berichtet hat, war für mich, als sehr emotionalen Menschen, etwas befremdlich.

Sprachlich gibt dieses Buch auch nicht viel her. Es ist durchzogen von atheistischen Sprüchen, die stark gegen gläubige Menschen und das Christentum allgemein gingen. Ich bin der Überzeugung, dass jeder seine Meinung kundtun kann, aber dass man es nicht unbedingt so übertreiben muss. Ich fand diese Sprüche einfach nur drüber und unangebracht. Auch der Ausdruck der Protagonistin passt eher zu einem 15 jährigen Teenager als zu einer 33 Jahre alten Frau, welche verheiratet ist und eine Tochter hat. Das hat mich während des Lesens extrem genervt.

Alles in allem muss ich sagen, dass mich "Schoßgebete" in keinster Weise überzeugen konnte und auch die Tatsache, dass Charlotte Roche dieses Buch geschrieben hat, um ihre eigenen Erlebnisse zu verarbieten, machen es für mich nicht besser. Es wäre vielleicht besser gewesen eine richtige Biographie zu schreiben, anstatt eine Geschichte, die nur so vor autobiographischen Ansätzen strotzt aber nichts Halbes und nichts Ganzes ist.
Dieses Buch bekommt von mir 1,5 von 5 Sternen!

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Tags: familie, sex, therapie, tod, unfall   (5)
 

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(61)

100 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

musik, liebe, unfall, tod, familie

Wenn ich bleibe

Gayle Forman , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 18.04.2011
ISBN 9783442377275
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich eine ganz andere Vorstellung von der Geschichte. Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Roman erwartet, bei dem die Protagonistin eine Nahtoderfahrung durchlebt, bei der sie sich und ihre Angehörigen im Krankenhaus beobachtet und dabei immer wieder in Erinnerungen schwebt.
Diese Idee einer Geschichte hat mich von Beginn an fasziniert und Gayle Forman konnte sie auch sehr gut umsetzen.

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Mia verfasst, wodurch man als Leser wirklich alles durch ihre Augen sieht. Zunächst lernt man ihre Familie am Frühstückstisch kennen, wobei man schon eine Ahnung davon bekommt, was für ein tolles Leben Mia führt und das eigentlich alles perfekt ist. Doch dann kommt der Unfall, der durch die Ich-Perspektive für den Leser genauso überraschend kommt, wie für Mia selbst und man macht die Erfahrung außerhalb des eigenen Körpers zu sein, die Gefühle und Ängste und die Erinnerungen an vergangene Zeiten mit ihr gemeinsam durch. Diese Erinnerungen spielen eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte und sie bringen dem Leser Mias Leben näher, obwohl der Roman nur innerhalb eines Tages spielt.
Da sie mir von Anfang an sympathisch war, konnte ich mich noch mehr in Mia hineinversetzen. Ich konnte ihre Zerissenheit voll und ganz nachvollziehen, denn man merkt sofort, dass, egal wie sie sich entscheidet, nichts mehr wie vorher sein wird und ihr altes, perfektes Leben so nie wieder kommt.

Auch die anderen Mitglieder von Mias Familie waren mir sofort sympathisch - sie hat so eine Familie, wie man sie sich manchmal wünscht: einen etwas durchgeknallten Vater, eine sehr liebe und verständnisvolle Mutter und einen kleinen Bruder, den man einfach nur knuddeln möchte.
Die Autorin hat die Charaktere mit sehr viel Liebe gestaltet und jedem einzelnen eine persönliche Art mitgegeben und das nicht nur bei den Hauptfiguren, sondern auch bei den Nebenfiguren.
Einen kleinen Kritikpunkt muss ich dennoch anmerken: Zeitweise war mir Mias Familie ein wenig zu perfekt und dadurch auch unglaubwürdig - das hat mich etwas gestört.

Nichtsdestotrotz ist Gayle Forman ein ganz wunderbarer Roman gelungen, der den Leser auf eine Reise durch viele verschiedene Gefühle mitnimmt - man ist traurig, geschockt, gerührt, andererseits lacht man und freut sich für Mia über ihre tollen Freunde und ihre Famile und denkt gern mit ihr an ihre Vergangenheit zurück. Ich vergebe 4 von 5 Sternen!

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Tags: familie, freunde, liebe, musik, tod   (5)
 
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