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85 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 8 Rezensionen

klassiker, oscar wilde, gespenst, märchen, nachtigall

Das Gespenst von Canterville u.a.Märchen

Oscar Wilde , Richard Zoozmann
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 01.01.2008
ISBN 9783866472440
Genre: Sonstiges

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

eifersucht, mutter-tochter-beziehung, mutter-sohn-beziehung, schauspieler, vater-sohn-beziehung

Hin und weg

Ethan Hawke , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.08.2016
ISBN 9783462049626
Genre: Romane

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

zwietracht, wald, horror, tanja hanika, freundschaft

Zwietracht - Mörderische Freundschaft

Tanja Hanika
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 03.09.2016
ISBN B01LJUIEPC
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension - "Zwietracht"

Im September 2016 brachte die literarische „Newcomerin“ Tanja Hanika ihre ästhetische Perle „Zwietracht – Mörderische Freundschaft“ auf den Markt. (Die Story ist jeweils in Taschenbuch- bzw. eBook-Format über Amazon.de erhältlich.)

Eines war mir sofort klar als ich das Buch durch Zufall im Internet entdeckte: Das ist genau die Art von Genre/Plot, die man in der modernen Literaturszene so unendlich selten zu Gesicht bekommt: Intelligente Horrorromane. Mittlerweile haben diese Raritäten absoluten Seltenheitscharakter. Klar, unter literarischen Hochgenuss stellt man sich grundsätzlich etwas anderes vor, man darf aber den so immens wichtigen Unterhaltungswert beim Lesen auf keinen Fall unterschätzen.

Außerdem überschlagen sich im Netz die Kundenrezensionen: Von „unheimlich“, „fesselnd“ und „packend“ ist die Rede. Da war es für mich nur allzu verständlich, dass ich mir diesen Titel näher ansehen musste.

Jetzt zu der 'Gretchenfrage':

„Hält die Story was sie verspricht?“

Obwohl ich ehrlicherweise zugeben muss, dass – so sehr ich den Plot auch zu schätzen weiß - die Protagonisten eine Spur mehr Tiefe gebraucht hätten und der Text in Sachen Satzaufbau/Wortwahl/Dialoggestaltung hin und wieder einige Adaptionen gut hätte vertragen können, bin ich umso erstaunter, dass die Geschichte so unfassbar unterhaltsam war. Lässt man jetzt mal die technischen Einzelheiten beiseite, so darf man sich bei „Zwietracht“ - kurzum - auf einen geradlinigen, ambitionierten Horrorroman freuen, der durchwegs seine schaurigen Momente hatte und - so ging es mir zumindest – das Interesse am Storyverlauf durch das wirklich gut gelungenen Setting konstant hochhalten konnte.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

thriller

Töte deinen Chef

Shane Kuhn ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.12.2015
ISBN 9783832163440
Genre: Krimi und Thriller

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

roman, daniel kehlmann, rowohlt verlag

Du hättest gehen sollen

Daniel Kehlmann
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 21.10.2016
ISBN 9783498035730
Genre: Romane

Rezension:

Dem gebürtigen Münchner, Daniel Kehlmann, ist 2008 mit "Die Vermessung der Welt" ein sensationeller Erfolg geglückt. Sein Werk, in bisher 46 Sprachen übersetzt und von Detlev Buck verfilmt, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit. Kehlmann wurde u. a. mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem WELT-Literaturpreis, dem Per-Olov-Enquist-Preis, dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Im Oktober 2016 ist unter der Rowohlt-Flagge sein neues Buch - "Du hättest gehen sollen" erschienen und schafft es erneut, Fans und Presse wahrlich zu begeistern:

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"In dieser Erzählung, seinem vielleicht besten und abgründigsten Text bisher, nimmt Kehlmann den Skandal der Zeitlichkeit mit besonderer Raffinesse in den Blick." (Ronald Pohl, Der Standard)

"Daniel Kehlmann macht, dass unser eigener Kopf zum Spukhaus wird – und dreht die Schauerliteratur eine ganze Umdrehung weiter." (Martin Ebel, Die Welt)

"Eine kleine Erzählung, die einen packt und lange nicht loslässt. So einfach wie kunstvoll. Sorgsam geschliffen und in der Tiefe ein Funke Schmerz." (Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland)

"Es ist das unzuverlässige Erzählen, die permanente Erschütterung der Wirklichkeit, welche die Verführungskraft des Buches ausmacht. (…) Sein Schöpfer ist eben ein Magier des Abgründigen, ein Grenzvermesser zwischen Spuk und Wahrheit und nicht zuletzt ein Reiseführer in die versteckten Windungen des menschlichen Unterbewusstseins." (Björn Hayer, Berliner Zeitung)

"Kehlmann gelingt es, auf nur 92 Seiten ein konzentriertes, virtuoses literarisches Rätsel zu stellen … und schreibt in diesem Sinne seine «Vermessung der Welt» in die Zukunft und auf notwendigerweise leeren Seiten fort." (Nils Minkmar, Literatur Spiegel)

"Auf Länge (oder eben Kürze) ist es bei diesem ebenso pfiffigen Schriftsteller (und Literaturkenner) noch nie angekommen. Kurzweilig, aber auch spannend." (Gerald Schmickl, Wiener Zeitung)

"Kehlmann bestätigt sich als ein Sprachkünstler, der auch Kompliziertes in plausible, fesselnd zu lesende Zusammenhänge zu übersetzen vermag. (...) Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. " (Thomas Groß, Mannheimer Morgen)

"Kehlmann treibt seinen Erzähler gnadenlos in die Enge und erweist sich dabei – ähnlich wie sein großes Vorbild Borges, den das Thema der Unendlichkeit ebenso wenig losließ wie die Phänomene Zeit und Realität und die Frage, wie der menschliche Verstand und das Gefühl sie wahrnehmen – als beeindruckender philosophischer Zweifler." (Peter Henning, Spiegel online)

"Als Leser folgt man diesem großen Erzähler gerne überallhin." (Welf Grombacher, Rheinische Post) "So klein wie fein (…) Kehlmann inszeniert mit sparsamen Mitteln und einer klaren, nüchternen Sprache ein Spiel mit Raum und Zeit." (Jörg Magenau, Der Tagesspiegel)

"Daniel Kehlmann ist ein ausgekochter Verführer, er trifft auch diesmal wieder ins Schwarze. Zwei, drei Seiten, und er hat die Leser für sich gewonnen." (Heide Soltau, NDR Kultur)

"Selten hat Kehlmann ein derart raffiniertes Realitätslabyrinth entworfen, selten den Leser so tief ins Dickicht des Zweifels geschickt. (…) der verwegenen Fantastik steht nicht nur eine glasklare, wohltuend gelassene und nie raunende Sprache zur Seite, sondern auch enorme Menschen- und Sozialkenntnis." (Ursula März, DIE ZEIT)

"Eine Erzählung, die daran erinnert, wie groß gerade kleine Kunstwerke sind." (Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

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Zum Buch:

Zuallererst muss ich sagen, dass es für mich lediglich eine handvoll Autoren gibt, die auf eine ähnlich kurze Distanz wie Kehlmanns, unglaublich viel zu erzählen haben. Beim Lesen war ich sehr stark an eine Mixtur aus Köhlmeier und Aichner erinnert. "Köhlmeier", aufgrund der extrem komprimierten, dennoch sehr aussagekräftigen Story, "Aichner" in Bezug auf die reduzierte Sprache, die meist sogar innerhalb eines Satzes, sehr trächtig bzw. kraftvoll wirkt. Ähnlich verhält es sich bei Kehlmanns "Du hättest gehen sollen": Er nimmt nimmt sich - auf sprachlicher Ebene - sehr zurück, wird kaum ausführlich, verzichtet auf ausgedehnte, seitenfüllende Beschreibungen und bleibt seiner Linie bis zum Ende treu. Hinzu kommt, dass er aus seinem Plot - so seltsam das bei 96 Seiten(!!!!) auch klingen mag -, das absolute Maximum rausholt und seine kleine aber feine "Ghoststory", sein kluges Familiendrama, mit dem nötigen Tiefgang blitzsauber zu Ende erzählt. Klar ist aber auch, dass seine Charaktere - aufgrund der geringen Seitenanzahl - keinesfalls die Aufmerksamkeit erhalten haben, die sie vllt. verdient hätten und somit ein klein wenig in Mitleidenschaft gezogen wurden. Im Endeffekt aber relativ unwichtig, da die Story so viele intelligenten Phasen, so viele feine Schachzüge zu bieten hatte, dass man über die Knappheit der Figurenausarbeitung sehr gerne hinwegsieht.

"Lass eine Nebenfigur zweimal das Wort 'Firmament' verwenden. Mehr braucht man nicht, schon hat man sie charakterisiert."

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Smith & Wesson

Alessandro Baricco , Annette Kopetzki
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 17.09.2016
ISBN 9783455405774
Genre: Romane

Rezension:

Zu Beginn muss ich gleich mal etwas loswerden: ICH LIEBE THEATERSTÜCKE!!! Egal ob sie lyrisch oder darstellerisch verarbeitet werden,...der Dialog ist und bleibt die ehrlichste/direkteste Ausdrucksform.

Was wir bei "Smith & Wesson" vorfinden, ist ein - mehr oder weniger - klassisches Kammerspiel, wie es besser nicht hätte sein können: Man nehme zwei völlig konträre Protagonisten (...in diesem Fall 'männliche'), schanzt ihnen jeweils unterschiedliche Präferenzen zu und lässt sie dann aufeinander los. Anschließend mischt man - zu dieser ohnehin schon skurrilen Situationskomik - noch das mit Abstand gefährlichste Wesen bei: eine Frau. 😉 Ab diesem Zeitpunkt wird's tricky: Denn ab sofort gleichen die Dialoge einer einzigen humorististischen "Eskalation"! (So muss das sein!!!!!) Außerdem werden die Handlungen der Figuren waghalsiger (...durch kurze/knappe Regieanweisungen dargestellt.), die eigene Selbstüberschätzung höher und der Drang sich beweisen zu müssen, stärker. Perfekte Voraussetzung dafür, den Gesprächen eine kräftige Portion Zynismus und Ironie mitgeben zu können, ohne dabei aber an Glaubwürdigkeit, bzw. Ernsthaftigkeit zu verlieren. Ich würde sogar meinen, dass Alessandro Baricco einen verdammt starken Weg gefunden hat, durch konstante Balance, Humor und Seriosität unter einen Hut zu bringen. (Wohlgemerkt, dass er für sein "Vorhaben" lediglich 111 Buchseiten gebraucht hat!)

Incredibile!

Fazit: Die Geschichte eines erfolglosen, schuldenscheffelnden Meteorologen und eines selbstmordgefährdeten Leichenfischer, die um die Aufmerksamkeit (jeglicher Art) der jungen, geldlosen Journalistin buhlen, hat Alessandro Baricco phantastisch in Szene gesetzt. Die vielen ironischen Feinheiten im Dialog, die leichten Slapstickeinlagen und der permanente Zynismus, machen "Smith & Wesson" zu einem ganz besonderen Buch. Aber nicht nur die Tatsache, dass jeder Charakter einen Berg voller Probleme mit sich herumschleppt und diese - früher oder später - an die Oberfläche treten müssen, macht diese Story erzählenswert, auch die Abhängigkeit aller Personen voneinander, sorgt durch und durch für interessante an die Seiten fesselnde Furore. Und zum krönenden Abschluss, lässt Baricco all diese wunderbaren Absurditäten, diese humorvollen Elemente, qualvoll verenden und baut sie zum finalen Fiasko um. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe mich ganz einfach PERFEKT UNTERHALTEN gefühlt. Ich nenne es: Sprachliches Entertainment höchster Güte. Und wie kann es anders sein: GLASKLARE LESEEMPFEHLUNG!!!

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

winter, einsamkeit, rache, hund, belletristik

Winter in Maine

Gerard Donovan , Thomas Gunkel
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei btb, 11.08.2014
ISBN 9783442747597
Genre: Romane

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96 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

lehrer, mobbing, schule, amoklauf, london

Ein toter Lehrer

Simon Lelic , Stefanie Jacobs
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.09.2012
ISBN 9783426505199
Genre: Krimi und Thriller

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

cecelia ahern, millionär, autor, novelle, fantasie

Der Ghostwriter

Cecelia Ahern ,
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.11.2015
ISBN 9783596196050
Genre: Romane

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73 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

england, glaube, andrew michael hurley, fanatismus, wunder

Loney

Andrew Michael Hurley , Yasemin Dincer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 09.09.2016
ISBN 9783550081378
Genre: Romane

Rezension:

In "Loney" erwarten den Leser jede Menge sinnlose Absurditäten, krankhafte Ideologien, Religionsfanatismus und eine durchwegs unmoralische Story. Würde nicht Hurley auf dem Einband stehen, könnte man durchaus glauben, man hätte es mit einem früheren "King" zu tun (nur harmloser/zurückhaltender), so einfühlsam, so präziese, so vorsichtig wird hier erzählt. Kurze Anmerkung: Die Geschichte - wie im Klappentext angeführt - als "...unheimlich" (Telegraph) oder als "...meisterhafte Exkursion ins Grauen." (Sunday Times) zu bezeichnen, finde ich doch ein klein wenig übertrieben bzw. irreführend. (...egal wie subtil das Ganze auch ist.) Leider wird dem Leser hier zu Beginn eine völlig verquere Erwartungshaltung nahegelegt, die sich womöglich auf die schlussendliche Bewertung/Weiterempfehlung auswirken könnte. Die Aussage "Selten sind Debütromane so vollendet, mit einer solchen Stilsicherheit geschrieben..." trifft hingegen zu 100% zu. Man muss sich immer wieder mal vor Augen führen, dass man es hier mit einem DEBÜT zu tun hat!! (...das übrigens im Januar 2016 mit dem Costa Book Award für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet wurde) In Anbetracht dessen, darf - meiner Meinung nach - mit dem Autor nicht zu hart ins Gericht gegangen werden, weswegen er von mir einen kleinen Bonuspunkt zugeschanzt bekommt. Es werde also Gnade vor Recht ergehen. 😉 Gott sei Dank (...jetzt geht's bei mir auch schon los!😂) hat der Autor, bzw. seine Erstlingsgeschichte, keinerlei Pluspunkte nötig, da ohnehin schon viele Komponenten miteinander harmonieren. Ich muss nach Beenden der Lektüre wirklich offen zugeben, dass Andrew Michael Hurley ganz vieles richtig gemacht hat: o) Er definiert und strukturiert seine Handlungsabläufe ganz klar. (Der altbekannte, so oft vermisste "rote Faden" ist vorhanden!) o) Er hat seine - aus der Ich-Perspektive gezeichnete - Hauptfigur bestens im Griff und weiß somit ganz genau wo die Reise mit ihr hingehen soll/wird. Zwar lässt er sie eher im Hintergrung agieren, schanzt ihr sozusagen eine eher passive Rolle zu, versucht aber trotzdem ihr den nötigen Spielraum für Dialoge und Weiterentwicklungen zu lassen. o) Er ist ein wirklich talentierter Erzähler, der sich zwar mit Bedacht vorantastet und oftmals eine Spur zu extrem auf der Bremse steht,...dennoch mit seinem ganz eigenen "Sound" zu überzeugen weiß. ------------------------------------------ Ich gebe euch kurz ein Beispiel: 'Billy war ein ortsbekannter Trinker. Sein tiefer Absturz gehörte wie das Wetter fest zur Mythologie der Gegend, und er war ein gefundenes Fressen für Menschen wie Mummer and Father Wilfred, die ihn als Kürzel dafür verwendeten, was der Alkohol mit einem anstellen konnte. Billy Tapper war keine Person, er war eine Strafe.' ------------------------------------------ Okay, der Autor erfindet zwar das Rad nicht neu (...ein ähnliches Storybild findet sich bereits bei Wiley Cash - 'Fürchtet euch',...), hat aber dafür jede Menge Gespür für seine Figuren, deren Backgrounds und den Auswirkungen zueinander übrig! Manchmal sogar, war die Story so...abartig, dass ich an Terri Gilliams "Tideland", oder - in Bezug auf das Setting - an "MadMax" oder "The Road" erinnert war. Kritikpunkt: Man hätte die knapp 400 Seiten etwas komprimieren, bzw. auf spannungstechnischer Seite noch mehr ausbauen können/dürfen. Hin und wieder hätte es der Geschichte ganz gut getan, wenn der Autor "schneller zum Punkt gekommen wäre". Außerdem bleibt am Ende die Frage: "Was will er mir mit diesem Buch sagen??" Fazit: Da ich Debütromane im Allgemeinen sehr zu schätzen weiß, ich mir die Schwierigkeit beim Schreiben des Erstlings durchaus vorstellen kann, und Hurley seine 'Hausaufgaben' mehr als gut gemacht hat, bleibt mir abschließend nichts anderes übrig, als dieses unfassbar schräge Werk mit Lob auszustatten. Die Story ist natürlich aufgrund der stark dominierenden Schwerpunktthematik, äußerst speziell konzipiert, deshalb enthalte ich mich diesmal der Aussprache einer Empfehlung. Ich kann aber dennoch für mich sprechen und sagen: 'The Loney' ist neben 'The Dry' (Jane Harper) - ganz klar - eines der stärksten Bücher in diesem Jahr! (Costa Book Award im Detail: https://de.m.wikipedia.org/wiki/CostaBookAward)

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

nie mehr zurück, zeitreisen, vivian vande velde, jugendthriller, zeitreise

Nie mehr zurück

Vivian Vande Velde , Regina Jooß
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492704151
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was braucht eigentlich eine gelungene "Zeitreise-Geschichte": o) Eine sympathische Hauptfigur?? o) Coming-of-age Charakter? o) eine noch nie dagewesene Story? o) Die nötige Portion Mystery vielleicht? Ganz ehrlich? ...ich habe nicht die leiseste Ahnung! (Könnte höchstwahrscheinlich daran liegen, dass die Anzahl an lesenswerten Zeitreisegeschichten und die damit verbundenen Vergleichsmöglichkeiten, relativ begrenzt sind. Und was sagt mir das jetzt? Ich sollte unbedingt MEHR lesen!!! 😉) Jedenfalls haben wir es hier mit einer (mir bislang unbekannten) Kinder- und Jugendbuchautorin zu tun, die auf knapp 200 Seiten versucht (Die Seitenanzahl finde ich persönlich für das weitläufige Ausmaß der Story, ganz schön kurz gehalten.), einen kompakten, neuartigen Thriller hinzubekommen. Hierzu schickt sie ihre Hauptprotagonistin Zoe ins Rennen und lässt die Fünfzehnjährige durch eine höchst prekäre Lage navigieren. Schließlich soll sie einen Banküberfall mit Todesopfern wieder ins Lot bringen. Problem Nr. 1: Sie kann die Zeit lediglich 23 Minuten zurückdrehen. Problem Nr. 2: Die Situation verschlimmert sich permanent. Dass sie die ganzen Strapazen - anfangs - nur für einen gut aussehenden Jungen auf sich nimmt, den sie erst am Ort des Geschehens kennengelernt hat, ist dann doch ein wenig weit hergeholt. (Lässt sich zwar irgendwie auf ihre jugendliche Naivität zurückführen, hat mich aber beim Lesen dennoch ein klein wenig gestört) Die Sprache, derer sich die Autorin bedient, könnte man ganz klar als "vorlaut" bezeichnen. Sehr häufig gibt sie unspektakulär erscheinende Handlungsabläufe detailliert wieder und driftet innerhalb des Satzes schon mal gehörig ab. Beispiel: "...sagt sie zu dem Typen und reißt ihm die Zettel aus den Händen, damit er nicht sehen kann, dass sie nur auf die Rückseiten geschrieben hat und dass das, was sie geschrieben hat, Namenslisten sind und keine Zahlen, die zumindest so gewirkt hätten, als hätten sie etwas mit Bank- oder Geldgeschäften zu tun." (...das ist jetzt zwar ein etwas krasses Beispiel, vermittelt aber die Vorgehensweise der Autorin ganz gut.) Fazit: In Bezug auf die sprachliche Ebene ist "Nie mehr zurück" mit Sicherheit nicht der ausgereifteste Thriller, hat aber durchwegs guten Unterhaltungswert zu bieten. Zwar waren die ständigen Handlungs-Wiederholungen, sowie die verschachtelten Sätze etwas nervenaufreibend, wurden aber durch die wirklich gute Grundstory aufgewertet, sodass man über das ein oder andere Manko gut hinwegsehen konnte. In Kurzform: Der Unterhaltungswert überwiegt hier klar die technischen Details. Aufgrund der etwas spezielleren Ausführung und der zu einfach gezeichneten Story, ist das Buch - meiner Meinung nach - nur bedingt empfehlenswert!

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

jack ketchum, evil, horror, thriller

EVIL

Jack Ketchum , Friedrich Mader
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 08.09.2015
ISBN 9783453677005
Genre: Krimi und Thriller

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(91)

219 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, horror, die blutschule, schule, gewalt

Die Blutschule

Max Rhode
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175024
Genre: Krimi und Thriller

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944 Bibliotheken, 59 Leser, 3 Gruppen, 124 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, spannung

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

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(195)

305 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 156 Rezensionen

thriller, psychothriller, hamburg, melanie raabe, entführung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

australien, dürre, krimi, hitze, thriller

The Dry

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290268
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn Bestsellerautoren wie Michael Robotham, David Baldacci, John Hart und C.J. Box von "...einem wunderbaren Thriller...", "...Spannung bis zur letzten Seite..." oder "...einem der beeindruckendsten Debüts...." sprechen, und sich Hollywood-Star Reese Witherspoon sofort die Filmrechte unter den Nagel reißt, dann kann man es doch nur mit einer erstklassigen Ware zu tun haben,...

...oder?

Mit "The Dry" ist Jane Harper ein eindringliches, bildhaftes, nahezu perfektes Thriller-Debüt - abseits des Genre Mainstreams - gelungen. Die Autorin bedient sich zwar einiger "Hollywood-Klischees" und regelt die Spannung phasenweise deutlich runter, weiß diese Zurückhaltung aber mit athmosphärischen Momenten, wunderbaren Settings und blitzsauberen Dialogen aufzupeppen. Außerdem wurde - aufgrund der relativ überschaubaren Haupthandlung - der frei vorhandene Platz für Figurencharakterisierungen bestens ausgenutzt. Aber nicht nur der Hauptstrang wurde verdammt gut abgehandelt, auch der Jahre zurückliegende Mord(??) an einem jungen Mädchen und die immer wieder eingestreuten Vergangenheitssequenzen wurden großartig in die Grundstory eingearbeitet. Weiters positiv anzumerken ist die Tatsache, dass die Autorin auf belanglose Actionszenen - die meistens dem Storyverlauf ohnehin nichts Verwertbares liefern - komplett verzichtet hat.

Für mich persönlich war ebenso wichtig, dass Jane Harper - dem Himmel sei Dank - die für das Thrillergenre typischen Cliffhanger, unglaublich präziese positioniert hat, sodass sie zu keinem Zeitpunkt abgedroschen, oder gar aufdringlich wirken. Hätte Jane Harper darauf keinen Wert gelegt, hätte sie die Kapitelschlüsse hanebüchen dargestellt, so wäre für mich, die Qualität der Story um ein Vielfaches gesunken.

Weiters möchte ich kurz erwähnen, dass ich das Buch - aufgrund der harmlosen Dosierung der Thrillerelemente ("mehrere überlappende Handlungsstränge", "lange 'Spannungsbögen'", "Cliffhanger", "Red Herrings"*,...), viel eher der Krimiecke zuordnen würde. Schon klar: Natürlich verkauft sich ein "Thriller" im Herbst ganz besonders gut, rate euch hierbei aber tunlichst, "The Dry" als Kriminalroman zu betrachten.

Fazit:

Mit einem Wort: SENSATIONELL!
Dieser Thriller sei all jenen Lesern ans Herz zu legen, die mit atmosphärischen Schauplätzen und dem klassischen hard-boiled Kopfkino - im Stile von "Justified" und "True Detective" - etwas anzufangen wissen. Ich habe weder inhaltlich, noch sprachlich auch nur das Geringste auszusetzen. Daher kann ich dieses unfassbar starke Debüt, UNEINGESCHRÄNKT weiterempfehlen. Ich würde sogar noch weitergehen und behaupten: "The Dry" ist einer der stärksten Thriller/Krimis, die der Markt in den vergangenen Jahren zu bieten hatte.

"...Der Tod ändert selten etwas an unseren Gefühlen für jemanden. Meistens intensiviert er sie sogar." (Seite 247)

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*Erklärung "Red Herring": (Erklärung findet ihr über den Link: https://de.m.wikipedia.org/wiki/RedHerring(Redewendung)

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(98)

153 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

wiedergeburt, reinkarnation, sharon guskin, familie, noah

Noah will nach Hause

Sharon Guskin , Carina Tessari
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Allegria, 22.09.2016
ISBN 9783793423065
Genre: Romane

Rezension:

Rezension - "Noah will nach Hause" Vorab muss ich dem Allegria Verlag (Ullstein) ein RIESENGROSSES Kompliment aussprechen: Mit „Vom Mann, der auszog,…“ und „Noah will nach Hause“ habt ihr 2016 zwei sensationelle Titel ins Rennen geschickt, die der konkurrierenden Unterhaltungsliteratur gehörig den Kampf angesagt. Optisch,…wie inhaltlich! Jetzt zu "Noah...": Zugegebenermaßen war ich vor dem Lesebeginn ein wenig skeptisch, bzw. haben sich für mich einige Fragen aufgetan: o) Ich welche Richtung (Genre) wird sich dieser Roman bewegen? o) Wie bringt sie Unterhaltungswert und Informationsaustausch, Fakt und Fiktion unter einen Hut? Einfacher: Wie kann sie ein derart unnahbares, nicht manifestes Thema wie „Reinkarnation“, in einen interessanten, anregenden Roman verpacken? o) Was ist dieser Debütantin, Sharon Guskin, grundsätzlich zuzutrauen? Im Klappentext sprechen Bestsellerautorinnen wie Jodi Picould und Kate Morten von „provokant“, „bewegend“, „neu“ und „unwiderstehlich“. Das People Magazin verwendet Adjektive wie „mutig“, „mitreißend“, „faszinierend“. Auch die New York Times und die Cosmopolitan haben überschwänglich Positives zu berichten. Jetzt mal ganz ehrlich? ...sie haben Recht! Es scheint fast so, als gelänge all jenes, das Sharon Guskin sich für ihr Erstlingswerk vorgenommen hat, nämlich das in diversen Kreisen hochbrisante Thema der Reinkarnation, in ein interessantes, lesbares Konzept zu bringen. Und obwohl die Genrezugehörigkeit für mich nicht ganz eindeutig festzustellen ist, und die Geschwindigkeit, mit der sie ihre Geschichte vorantreibt, einer eher gemächlicheren Gangart gleichkommt, war ich immer wieder mal an Fitzeks „Das Kind“, oder an Verlagskollege S.K. Tremayne (Eisige Schwestern) erinnert! Mein Abschlussplädoyer: Ein wahnsinnig interessantes Buch, das durch den kunterbunten Genre-Mix, sowie durch die nett aufgearbeitete Reinkarnationsthematik, an Abwechslung, Vielseitigkeit - und daraus resultierend - an Qualität gewinnt!

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kerze, kurzgeschichten, geheimnis, grusel, dunkelheit

Der 13. Stuhl

Dave Shelton , Ingo Herzke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560247
Genre: Jugendbuch

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127 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

stephen king, thriller, bill hodges-trilogie, usa, krimi

Mind Control

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453270862
Genre: Krimi und Thriller

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86 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

zwillinge, tod, schottland, thriller, pseudonym

Eisige Schwestern

S. K. Tremayne , Susanne Wallbaum
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426520147
Genre: Krimi und Thriller

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

österreich, max broll, totengräber, kriminalroman, humor

Leichenspiele

Bernhard Aichner
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2016
ISBN 9783442713684
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der mit dem Burgdorfer Krimipreis ausgezeichnete dritte Teil der Broll-Reihe, "Leichenspiele", ist wohl bis zum Release von Teil IV, Bernhad Aichners bestes Broll-Werk Wie gewohnt, kreiert er auch diesmal wieder aus einem total abgedrehten Plot, eine Aichner-Eigenkomposition, die sich wirklich sehen lassen kann. In klassischer "Dick und Doof" Manier, lässt er seine Protagonisten durch aberwitzige/völlig ausweglose Szenarien navigieren und setzt diesmal vermehrt auf Humor und Slapstick-Comedy; ganz anders als in den Vorgängerteilen. Durch diesen etwas andersartigen Zugang zur Aufteilung der Gesamtkonzeption (Teil 1-4), bekommt das ganze "Drama" um Max Broll damit noch einen netten Sidekick, der übrigens dem restlichen Einheitsbrei im Genre durchaus mal guttun würde. Einziges Manko: ES GIBT NOCH KEINE VERFILMUNG! - Diese skurrile Männerfreundschaft zwischen Totengräber und Ex-Fussballstar schreit ja fast schon danach. Ganz klare Empfehlung meinerseits! ---------------------------------------------- Pressestimmen: „Da werden Erinnerungen wach an den bärbeißigen Kommissar Bärlach, an die großartigen Kriminalromane Dürrenmatts!“(WIENER ZEITUNG) „Schwarzer Humor, Gruselstimmung und Spannung auf höchstem Niveau“(WOMAN) „Ein grosses Lesevergnügen“(KURIER) „Bernhard Aichners Max-Broll-Krimis sind ein düsterer und abgründiger Spaß, (...) sie adeln die Krimiabteilung von Haymon.“(BUCHMARKT) „Herausragend gut geschriebener & origineller Dorfkrimi. Leichenspiele macht süchtig, auf sehr gekonnte, subtile Art. Weil Aichner ein glorios guter Autor ist.“(README.DE) „Mit erzählerischer Brillanz versteht es Bernhard Aichner in klaren prägnanten Bildern Spannung aufzubauen und dabei trotzdem tief zu berühren. "Leichenspiele" stellt mit dem Totengräber Max Broll eine Randfigur in den Mittelpunkt einer eher gruseligen Geschichte und wird dabei auch zu einem ergreifenden Plädoyer für das Leben. Leichespiele ist ein spannender Krimi voller Lebensweisheiten!“(KRONEN ZEITUNG) „Ein fesselnder Krimi, den man nicht mehr aus der Hand legen will. Aichner versteht sein Handwerk.“(TIROLER TAGESZEITUNG) „Ein origineller Dorfkrimi mit eindeutig zweideutigem Humor, und das mit Niveau.“(KLEINE ZEITUNG)

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88 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

entführung, familie, roman, usa, verzweiflung

Justins Heimkehr

Bret Anthony Johnston , Sylvia Spatz
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 21.07.2016
ISBN 9783406697425
Genre: Romane

Rezension:

In "Justins Rückkehr" prallen für mich zwei grundverschiedene Welten aufeinander: Zum einen hätten wir da die Zeit vor Justins‘ Verschwinden, der zweite Story-Part wird dominiert von den Fragen: 1. Wie geht die Familie mit seiner Rückkehr um? 2. Ist er danach immer noch derselbe? 3. Wie kann Justin wieder ins Familienleben integriert werden? Beide Abschnitte bieten vorab den perfekten Raum für eine dramatische Story, die sich auf ca. 420 Seiten gut erzählen ließe. ABER: Für meinen Geschmack wird hier viel zu lange um den heißen Brei herumgeredet. Soll heißen: Wenn die Entführung von Justin und seine dramatische Rückkehr, der betitelte heiße Brei wäre, so wird einfach zu ausschweifend und detailliert über Nebensächlichkeiten von dieser Hauptthematik abgelenkt. Dinge wie, „Wie geht es der Mutter?“ „Wie geht der Vater mit der Situation um?“ „Was ist mit Justin passiert???“, werden leider nur halbherzig angerissen. Es fühlte sich teilweise beim Lesen so an, als wäre man auf einer 80 km/h beschränkten Autobahn mit fortlaufenden Baustellen unterwegs, die man dann irgendwann über die Ausfahrt verlässt und zu der man nie mehr zurückkehrt. Dennoch muss ich aber auch zugeben, dass ich das Geschriebene an sich sehr gerne gelesen habe, da ich den warmen, zurückhaltenden Ton des Autors, als sehr einfühlsam, sehr bedacht empfunden habe. Trotz alledem bringt er die Geschichte einfach nicht auf den Punkt, erzählt mir viel zu eintönig; Figuren bleiben im Hintergrund. Viele Gründe, weshalb ich für das Beenden des guten Stücks dann doch relativ lange brauchte. Kurzum: Durch diesen auch oft auftretenden Perspektivenwechsel der Figuren und dem ständigen Story Kreuz und Quer, kam für mich (so leid es mir auch tut!) einfach keine Dramaturgie und demnach keine Spannung zustande. ABER: Wenn jemand diese Art des Storytelling zu schätzen weiß, sich gerne mit intensiveren Be(Um)schreibungen auseinandersetzen, einen sprachlich durchaus ambitionierten Text lesen möchte, der ist mit „Justins Rückkehr“ sicher gut bedient.

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68 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

thriller, spannung, amerika, feuer, mord

Die mir den Tod wünschen

Michael Koryta , Ulrike Clewing
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453438446
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das große Problem an actiongeladenen, amerikanischen Thrillern ist, dass sie actiongeladene amerikanische Thriller sind: Laut, schnell, tief patriotisch, den Hang zum armen gebeutelten Figürchen, das sich letztendlich als Solo-Hero aufspielt. Hinzu kommt, dass sich diese Thriller weder im Ausdruck noch im Grundkonzept großartig voneinander unterscheiden. Und obwohl Koryta beabsichtigt, seinem knapp 500 Seiten "langen" Survivalguide, eine nette, frische Grundstory zu verpassen, verliert sich die Geschichte im nichtigen Kauderwelsch, dem man zwar lange versucht aufmerksam zu folgen, mit fortschreitender Seitenanzahl aber merkt, dass man weder den Protagonisten, noch dem Handlungsverlauf allzu viel abgewinnen kann. Grund: Die Story war mir persönlich viel zu klischeehaft, teils viel zu wirr konzipiert. Leider gibt's auch in der Übersetzungsarbeit den ein oder anderen "Satzstellungsfehler", Fehler im Sinne von abgehackten, komplizierten Formulierungen und Schilderungen. Leser/Leserinnen, die sich in der amerikanischen Thrillerszene wohl fühlen, vor Actionszenen und dem "Zero-to-hero" Gehabe nicht zurückschrecken, denen sei Koryta mit Sicherheit ans Herz zu legen. All jenen, die dem Genre und dem dazugehörigen Pathos einfach abgeschworen haben, sei geraten, zu einer anderen Lektüre zu greifen. Von meiner Seite gibt es daher nur eine bedingte Empfehlung.

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190 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

usa, freundschaft, familie, familiengeschichte, baltimore

Die Geschichte der Baltimores

Joël Dicker , Andrea Alvermann , Brigitte Große
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492057646
Genre: Romane

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120 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

schriftsteller, liebe, krimi, freundschaft, labil

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Joël Dicker , Carina von Enzenberg
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492307543
Genre: Romane

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