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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

frauen, familie, eifersucht, schule, neid

Tausend kleine Lügen

Liane Moriarty , Sylvia Strasser , Luise Helm
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783785753675
Genre: Romane

Rezension:

Besonderheit mancher Bücher ist die Vielfältigkeit an Figuren, an deren Kontrasten und Unterschiedlichkeiten viele Autoren ergötzen. Sie nutzen dieses Grundgerüst, um Verbindungen, Geheimnisse und Intrigen untereinander zu spinnen, welche nach und nach auf einen bestimmten Auslöser folgend aufgedeckt werden.
Das Schema ist oftmals flächengleich, muss durch die Originalität und Plastizität der Protagonisten ausgeglichen werden, um einen abwechslungsreichen Lesefluss gewährleisten zu können.

Eine solche Art von Buch ist auch „Tausend kleine Lügen“ von Liane Moriarty, welches ich im Folgenden rezensieren möchte.

Gleich zu Beginn möchte ich kundtun, dass ich glaube, Bücher nach oben beschriebenem Muster eignen sich nur bedingt für eine Lesung. Dieser Eindruck machte sich jedenfalls bei mir breit, als ich in das Szenario von „Tausend kleine Lügen“ eingeführt worden war.
Die Geschichte ist wie ein Fluss, ein lebendiger zwar, bietet aber keine großen Höhepunkte, wodurch mich das Hörbuch nicht packen konnte, sondern es allenfalls angenehm fürs Hintergrundhören gewesen ist. Man wusste, dass man jederzeit abschalten konnte, ohne etwas von der Handlung zu verpassen, oder einfach einige Tracks überspringen – und das ist doch eigentlich das Schlimmste, was einem Buch passieren kann.
Ganz so dramatisch, wie man nach obigem Absatz vielleicht glauben mag, entpuppte sich das Hörbuch aber zum Glück nicht.

Der wichtigste Faktor bei diesem Genre sind die Figuren. Diese glänzen mit ihrer Vielschichtigkeit und oftmaligen Glaubwürdigkeit, verhalten sich aber mindestens genauso oft unglaublich nervig, stupide und spießig. Die Bewohner der Stadt sind dermaßen auf Oberflächlichkeiten fokussiert, dass man sie eindeutig als „geistig beschränkt“ einstufen dürfte. Außerdem etablieren sie sich zu Liebhabern von überzogener Hysterie, sodass dem Sprichwort „aus einer Mücke einen Elefanten macht“ ganz neue Grenzen gesetzt werden. Hier häufen sich die Klischees von aggressiven Rabenmüttern. Außerdem ziehen sie alle die gleiche scheinheilige Masche ab, indem sie sich und ihren Mitmenschen einreden, dass sie zu so etwas Schrecklichem, was sich in der Stadt abspielt, nie fähig wären. Die Einstufung ‚Schrecklich‘ liegt hier eindeutig im Auge des Betrachters.
Das Hörbuch ist nicht wirklich langweilig, aber innerlich musste ich mich dann leider noch mehrfach dabei ertappen, dass ich mir das Ende herbeigewünscht habe. Zudem wird die Geschichte v.a. zum Ende hin unnötig in die Länge gezogen, sodass sich der Eindruck stark macht, dass die Autorin nicht auf den Punkt kommt.
Die schillernde Vielfalt der Figuren jedoch wird durch das gekonnte Sprachspiel der Sprecherin untermalt, die es schafft, jeder Person mit einer eigenen Stimmlage und Redensweise Leben einzuhauchen.
Außerdem spricht das Buch einige tatsächlich wichtige Themen mit Redebedarf an und gibt diesen wirkliche Tiefe, da emotionale Verbundenheit zu den Figuren, die mit den Themen zu tun haben, aufgebaut werden kann und somit eine langfristige und richtige Botschaft zu übermitteln möglich war (um einige Beispiele zu nennen "häusliche Gewalt", "Mobbing").

„Tausend kleine Lügen“ ist ein Buch, gespickt mit vielschichtigen, aber unsympathisch hysterischen und oberflächlichen Figuren und einer Geschichte, die mit der Zeit in eintönigen Brei zerläuft. Es ist wahrlich kein schlechtes Buch, in der Konkurrenz zu anderen Vertretern jedoch versagt es.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

sagentiere, harry potter, phantastische tierwesen, tierwesen, magie

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

J.K. Rowling , Klaus Fritz , Timmo Niesner
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 13.06.2017
ISBN 9783844527490
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was bin ich vor Freude in die Luft gesprungen, als ich als waschechter Potterhead erfahren habe, dass fünf neue Filme zu dem Ergänzungsbuch zum Harry-Potter-Universum, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, geplant sind.
Und dann kam der erste Film – und ich habe mich sofort in ihn verliebt.

Neuer Anfang.
Ich habe mir eines gemütlichen Nachmittages das Programm von Random House, genauer gesagt dem Hörverlag, angesehen und mir die wichtigsten Neuerscheinungen herausgeschrieben. Dabei fiel mein Blick auf die Ankündigung, zur Neuauflage von „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ würde parallel einige Monate später ein Hörbuch erscheinen. Da man im Bloggerportal genau einen Monat vor Erscheinungsdatum die Exemplare anfragen kann, ist die Frage nur unschwer zu beantworten, aus welchem Grund ich meinen Laptop an diesem Tag angeschaltet habe.
Und dann kam die Antwort auf meine Anfrage – und ich fiel aus allen Wolken. „Anfrage bestätigt“, grün leuchtender Button.

Im Folgenden möchte ich das Hörbuch zu „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ rezensieren und wünsche dabei, bei Merlins Barte, viel Vergnügen!

Sofort konnte mich die wunderschöne Aufmachung begeistern, die mich erwartete, als ich an jenem besagten Tage das eingetroffene Paket von Random House öffnete. Diese kann mit einem Cover in Echsenhautoptik und golden glänzenden CDs aufwarten.

Dennoch finde ich, dass das angekündigte Booklet gut und gerne etwas ausführlicher und textreicher hätte ausfallen können.
Besagtes Hörspiel stellte sich als ausgesprochen kurzweilig heraus, das immer in die Gefahr läuft, eintönig zu werden. Genannte Befürchtungen erwiesen sich als nichtig, da uns sowohl vorliegendes Hörspiel als auch die Buchvorlage von Joanne K. Rowling abwechslungsreiche Tierwesen bietet, die es Spaß bereitet, zu erkunden, und die sofort mein Interesse wecken konnten.
Diesen Effekt verstärken der geeignete Sprecher, – Timmo Niesner, der Synchronsprecher von Newt Scamander im Auftakt der filmischen Reihe von „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ – der geschickt die Schüchternheit, Tierliebe sowie die Intelligenz gleichnamigen Charakters widerspiegelt, sowie die genialen Soundeffekte, die die Lexikonartikel im Hörspiel um einiges lebendiger machen.
Der Schreibstil von Newt Scamander – besser gesagt: Joanne K. Rowling – ist gewohnt brillant und sie ergänzt die Artikel mit stimmigen textlichen Einlagen, die einen gelungenen Kopfkino-Effekt hervorrufen und sich mit dem gelungenen und aufwendigen Sounddesign erst richtig entfalten können.


Das Hörspiel zu „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ ist ein kurzweiliges Vergnügen für alle Fans von Harry Potter – wie ich einer bin.

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297 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

rassismus, angie thomas, the hate u give, jugendbuch, thug

The Hate U Give

Angie Thomas , Henriette Zeltner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.07.2017
ISBN 9783570164822
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Viele Jugendbücher heutzutage behandeln komplexe und politische Themen. Sie führen die jungen Leser in die Materie ein und wollen das Interesse für aktuelle und für die Gesellschaft wichtige Thematiken wecken. Manche können mit nur einer seichten und vereinfachten Wiedergabe aufwarten, die bloß das Nötigste beinhaltet, und manche machen wirklich den Mund auf und beziehen Stellung zu ebendiesen Themen. ‚The Hate U Give‘ handelt von Protesten gegen die Polizei in den Vereinigten Staaten, da ein Cop einen scheinbar unschuldigen Teenager im Affekt getötet hat. Menschen gehen auf die Straße, demonstrieren, machen ihre Stimme laut. Und um welche Art von politisch angehauchtem Jugendbuch es sich hierbei handelt und ob sich die investierte Zeit lohnt, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Bereits zu Beginn des Buches erfreute ich mich an der sympathischen und glaubhaften Protagonistin. Die Stellungsnahmen von ihr sind glaubwürdig, die Entwicklung ihrer Gefühle äußerst realistisch. Außerdem scheint die Rolle, die sie in diesem Buch auszufüllen hat, in jeglicher Hinsicht wie aus dem echten Leben gegriffen; da sie nicht, wie es die Klischeerolle von ihr verlangen würde, freiwillig die Rolle der Anführerin übernimmt.

Auch von den übrigen Figuren lässt sich hier nur Positives berichten. Ich konnte beobachten, wie sie mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen sind und wie ich mit ihnen mitgefiebert habe. Dadurch verleiht die Autorin gekonnt dem komplexen Thema eine emotionsverbundene, tiefere Verbindung, die den Leser zudem tiefer ins Szenario eintauchen lässt.

Von der interessanten Thematik bin ich, wie sich aus obigen Worten nur unschwer erkennen lässt, sehr angetan. Dabei gibt die Autorin dem Leser eine tiefgehende, moralische Botschaft, mit der ich vollkommen übereinstimme. Das Szenario konnte mich so gut in den Bann schlagen, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, selbst eine Stimme dazu erheben zu wollen, da die Ungerechtigkeit beinahe  greifbar erscheint.

Die Handlung unterstreicht die Autorin gekonnt mit einer stimmigen Atmosphäre, derer sie aufzubauen fähig ist, und einen wunderbaren Schreibstil. Dabei ist der Tonfall ziemlich Jugendslang-lastig, was aber passend ist. Dazu werden uns lebensnahe und natürlich wirkende Dialoge auf dem Silberteller serviert. Zudem finden sich in vorliegendem Werk unglaublich starke Formulierungen oder gar ganze Auszüge, die beim Leser Gänsehaut verursachen können, wie sie es bei mir jedenfalls geschafft haben. Dadurch wird die stattfindende Revolutionsbewegung derart plastisch dargestellt, dass man mitgerissen wird und sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Der extrem starke Höhepunkt verstärkt diesen Eindruck ungemein. Was würde man selbst in dieser Situation tun? Würde man selbst den Mut aufbringen können, die eigene Stimme zu erheben? Um an dieser Stelle aus vorliegendem Werk zu zitieren: „Mutig sein bedeutet nicht, dass du keine Angst hast […]. Es bedeutet, dass du was tust, obwohl du Angst hast.“


‚The Hate U Give‘ ist ein faszinierendes Buch. Es hat unglaublich liebenswerte Charaktere, emotionale Tiefe, eine gute Botschaft und eine äußerst interessante Grundthematik zu bieten, welches das Buch zu einer flüssigen, aber anspruchsvollen Lektüre macht.

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292 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

thriller, jonas winner, murder park, vergnügungspark, freizeitpark

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Freizeitpark“ und „Serienmörder“ sind zwei Überbegriffe, die im ersten Moment keine Verbindung zu haben scheinen. Und dennoch sind beide für einen gelungenen Thriller äußerst vielversprechend. Ob „Murder Park“, der mit beiden Schlüsselbegriffen aufwartet, so überzeugen kann wie der Klappentext mich angesprochen hat, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Gleich zu Beginn sticht die große Anzahl an Protagonisten und unterschiedlichen Charakteren hervor, die den Leser in vorliegendem Buch erwarten. Diese werden gelungen vorgestellt und mit großer Plastizität beschrieben. Eine Erzählweise, die sich von Kapiteln um die Hauptfigur Paul Greenblatt über Interviews mit den übrigen Gästen auf der Insel abwechselt, weckte sofort mein Interesse und entpuppte sich als geschickte Möglichkeit, den Leser auf falsche Gedanken und zu unkorrekten Vermutungen zu bringen. So weiß man selbst nie, wem man tatsächlich trauen kann, und das Rätsel um den nicht scharf umrissenen und unbekannten Antagonisten bleibt lange Zeit offen und spannend. Jedoch ist das Ende eher enttäuschend; kann es zwar mit Unvorhersehbarkeit aufwarten, verliert aber sehr an Glaubwürdigkeit. Das liegt daran, dass sich die Auflösung als sehr verworren herausstellt und der Autor zu viel Wert auf einen „Shutter Island“-Effekt legt, den er nicht erreichen kann, und künstlich auf Mindfuck-Momente trimmt. Außerdem wird der endgültige Schluss für meine Bedürfnisse etwas zu schnell ab gefrühstückt, wodurch es abgehackt wirkt und nicht zufriedenstellend ist. Dennoch ist das interessante Grundszenario eines Blickes wert, da es einen atmosphärisch sehr dichten Einblick in das Thema „Serienmörder“ gibt und mit stimmigen textlichen Einlagen aufwerten kann. Einen Kritikpunkt, den ich noch anbringen möchte – und Eingeweihte wissen sicherlich, was ich hiermit meine – , ist die Tatsache, dass eine bestimmte Sachlage erst sehr spät aufgedeckt wird, welche mit dem Protagonisten persönlich zu tun hat und auf seine Vergangenheit zurückgreift, und diese Reihenfolge ist unstimmig zu seinem Geisteszustand, da man nicht abkaufen möchte, dass er dies verdrängen konnte, was das Szenario im Nachhinein unecht wirken lässt, jedoch im Lesefluss nicht zu sehr die Oberhand gewinnt, als dass man das Buch als lächerlich hinstellen könnte. Dies führt uns dazu, dass der Protagonist nicht immer geeignet dazu ist, die Handlung auf seinen Schultern zu tragen, da er des Öfteren bei mir aufstößt, da er sich stur und uneinsichtig verhält, was manchmal nicht nachvollziehbar erscheint.

„Murder Park“ überzeugt nach wie vor mit seinem interessanten und stimmigen Setting, das durchaus an „Shutter Island“ erinnert, aber vor allem in Anbetracht des Schlusses nicht mit genanntem Werk mithalten kann. Jedoch sorgt der Autor mit diesem Buch für gute Unterhaltung, wodurch ich jedem, der sich angesprochen fühlt, „Murder Park“ empfehlen kann.

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121 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

mord, forensik, geheimnis, jugendbuch, virus

VIRALS - Tote können nicht mehr reden

Kathy Reichs , Knut Krüger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.03.2013
ISBN 9783570401330
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Labor“, „Experimente“ und „Ausbruch eines gefährlichen Virus“ sind Schlüsselbegriffe, die m​ich stark zum Lesen dieser Lektüre, zum Auftakt der Jugend-Thriller-Reihe „Virals“, „Tote können nicht mehr reden“, bewegt und auf ein atemberaubend spannendes Buch hoffen gelassen haben. Ob diese hohe Erwartungshaltung mit einem gelungenen Thriller belohnt wurde, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Der Einstieg in die Franchise fiel mir als Leser überaus leicht, da die beiden Autoren durch außerordentlich plastische und sympathische Charaktere und einem mitreißenden Schreibstil meine Aufmerksamkeit schlagartig an sich gerissen haben. Die von Beginn an sehr dichte Atmosphäre ließ meine Augen nur schwer vom Papier losreißen. Tatsächliche Thrill-Elemente vermisst der Leser in diesem Buch stetig und dieser Eindruck lässt sich leider bis zum Ende des Buches mitverfolgen. Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei eher um eine äußerst spannende Jugendbuchreihe à la „Fünf Freunde“ – und Wissende werden mir diesen Vergleich auch durch die Anwesenheit eines tierischen Wesens sicherlich nicht übel nehmen – anstatt eines wahrhaftigen Thrillers. Aber dieses Argument soll hier nicht übergriffig erscheinen, da es das Lesevergnügen in „Virals“ um keinen Deut minimiert. Man fühlt sich als Leser in dem semantischen Raum, in dem die Handlung sich abspielt, wohl und begleitet die zusammenhaltende Truppe, von der sich jedes Mitglied gut als Protagonist eignet, da jeder für sich fähig ist, die Handlung eigen auf den Schultern zu tragen, gerne auf ihren Abenteuern. Besonders herausstechend dabei ist aber die tatsächliche Ich-Erzählerin, die durch ihren keineswegs aufgesetzten oder nervig-rebellischen Ehrgeiz und Mumm besticht und sich zu einer geeigneten Hauptfigur etabliert. Im Laufe des Bandes werden die Geschichtenstränge geschickt miteinander verwoben, ohne dass hierbei eine Wendung vorhersehbar erscheint. Dieses steigert sich bis in ein spannendes Ende mit plötzlichen und überraschenden Twist-Momenten, welches die Handlung beinah abschließt, aber noch Luft für Folgebände übrig lässt, die man als Leser gerne gleich nach Beendigung des

ersten Bandes genießen würde. Im Nachhinein, bei der geistigen Rekapitulation des Buches, ist mir aufgefallen, dass weder das Cover und der Untertitel noch der Klappentext tatsächlich zu der Geschichte passen, die einem nach Öffnen des Buchdeckels erwartet. Die Überbegriffe „wissenschaftliche Experimente“ und „Labor“ werden hier nicht, wie erhofft, ins Vorderlicht gerückt, sondern spielen nur eine zweitrangige Rolle, obwohl sie mich hierbei zum tatsächlichen Lesen bewegt haben.
„Virals – Tote können nicht mehr reden“ ist ein äußerst gelungener Auftakt zu einer vielversprechenden Jugendreihe, der Lust auf mehr macht. Ich kann dieses Buch wirklich jedem wärmstens ans Herz legen, die sich nach einem spannenden Buch, das auch alte Kindheitserinnerungen an Bücher wie „TKKG“, „Die Drei Fragezeichen“ oder – wie oben bereits erwähnt – „Fünf Freunde“ aufwecken könnte, jedoch mit einer eigenen, überzeugenden Geschichte aufwartet.

Genrewertung: 9/10 Punkte
Gesamtwertung: 8,5/10 Punkte

🌟🌟🌟🌟
4 Sterne

Das entspricht guten vier von fünf Sternen für den Auftakt von "Virals".

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85 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

mord, england, internat, krimi, ermittlungen

Mord ist nichts für junge Damen

Robin Stevens , Nadine Mannchen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 18.08.2016
ISBN 9783868739046
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Internat, Freundschaft und ein Mord, der einer Agatha Christie würdig wäre“ – diese Elemente verspricht der Klappentext von „Mord ist nichts für junge Damen“. Ob dies eingehalten werden kann und ob ich das Buch weiterempfehlen möchte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Gleich zu Beginn konnte mich die einzigartige Internats-Atmosphäre packen, die von dem Autor hier geschickt aufgebaut wird. Man lebt sich sinnbildlich in dieser Schule ein und befindet sich dann auf vertrautem Terrain, auf dem es Freude macht, die beiden sympathischen Protagonistinnen auf ihrer Mördersuche zu begleiten und mit zu rätseln. Diese entpuppt sich als überaus spannend und mitreißend. Jedoch sind mir einige Logikfehler in dem Band aufgefallen, da die jungen Detektive beispielsweise Tatverdächtige oder offene Lösungen von Rätseln ausschließen, obwohl hier ebenfalls unterschiedliche Möglichkeiten offen gewesen wären, in den Betracht der Mädchen aber nicht gekommen sind. Dadurch verstärkte sich zunehmend der Eindruck, dass die Auflösung viel zu einfach gestrickt ist, da sie mit ihrer Herangehensweise überwiegend auf Treffer landen und richtig liegen mit ihren Verdachten. Dies lastet sich auch negativ auf die Glaubwürdigkeit des Krimis aus, da die Protagonisten oftmals zu leicht auf die Lösung stoßen. Zudem verhalten sich die beiden Hauptfiguren mehrmals nach strikter Naivität und ignorieren Offensichtliches. Dennoch überwiegt das Kriterium der Atmosphäre, da man sich im Laufe des Auftakts zu dieser Reihe gut in dem Mädcheninternat der 1930er Jahre „einlebt“ und sich auch durch klare Parallelen bei den Charakteren zu Sherlock Holmes und Dr. John Watson ein stimmiges Bild ergibt. Der flüssig zu lesende Schreibstil unterstreicht nur diesen Effekt. Gekrönt wird das durchaus unterhaltende Buch durch ein stimmiges Ende, welches im Leser Lust auf Folgebände dieser Franchisen weckt.

Der Auftakt zur „Ein Fall für Wells & Wong“- Reihe, „Mord ist nichts für junge Damen“, kann durch eine fesselnde Internats-Atmosphäre, einen spannenden Mordfall, sympathische Figuren und einem guten Miträtsel-Effekt überzeugen, welches der Unterhaltung wegen über Schwächen wie Unglaubwürdigkeit und naivem Verhalten steht. Ich gebe hierbei denjenigen, die nach dem Klappentext Lust auf das Buch bekommen haben, eine klare Leseempfehlung.

Genrewertung: 8/10 Punkte
Gesamtwertung: 7/10 Punkte

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123 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

england, geheimnisse, paula hawkins, into the water, thriller

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Paula Hawkins , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.05.2017
ISBN 9783764505233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In keinem Buchhandel ist man um dieses Buch herumgekommen. Überall wurde groß angeprangert: „Der neue Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train!“ Und dann kamen die ersten Blogger-Reaktionen zu dieser Neuerscheinung: langweilig, dahinplätschernd wie der Fluss, in dem es in diesem Buch geht, belanglos. Schlecht. Ich habe mich dieses Buches bemächtigt, meine Erwartungshaltung drastisch heruntergeschraubt, mit der Warnung im Hinterkopf, dass es sich hier eher um ein Familiendrama handelt als ein Roman mit Thriller-Elementen, wie man nach dem Klappentext hätte erwarten können. Und was ich letztendlich von diesem neuen Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train halte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
​​
Der Leser wird ohne große Hintergrundinformationen in das Szenario geworfen, um das einmal bildlich auszudrücken. Was erst für große Irritation sorgte, machte später große Freude: zu beobachten, wie sich die verschiedenen Geschichtenstränge langsam miteinander verweben und verbinden, bis sie auch für den Leser ein vollständiges Bild ergeben. Und das tun sie, denn glücklicherweise bleiben nach dem Roman keine großen Fragen mehr offen. Das Buch ist geprägt von einer sehr ruhigen Erzählweise, die die stimmige, beklemmende Atmosphäre gelungen untermalt. Die Autorin präsentiert uns zahlreiche, plastische Charaktere, die einem im Laufe des Romans beinahe vertraut werden, sodass man zunehmend das Gefühl bekommt, sich auf bekanntem Terrain zu bewegen. Herauszuheben ist meiner Meinung nach auch, dass mit unterschiedlichen Figuren auch unterschiedliche Schreibstils an den Tag gelegt werden, was ich bemerkenswert finde und einen gelungenen Effekt hervorruft. Nachteil an dieser Schreibweise ist, dass das Buch keine wirklichen Höhepunkte aufzuweisen vermag, was beim Lesen nicht sonderlich negativ auffällt, lässt man das Buch aber einige Tage auf sich wirken, so hat es durch diesen stetigen Fluss keine Substanz, da es keine hervorstechenden und sich ins Gedächtnis grabende Elemente gibt. Der Roman kommt also sehr unscheinbar daher, aber wenn man tatsächlich von Beginn an von einem Familien-, oder besser gesagt Dorfdrama ausgeht, kann man mit „Into The Water“ gut beraten sein, da das geboten wird, was man erwartet. Der Roman ist zwar nicht tatsächlich fesselnd, aber gelungene Unterhaltung bietet er allemal. Und den fast durchweg negativen Rezensionen schließe ich mich hiermit nicht an.

„Into The Water“ ist also ein Roman, der ein gelungenes Szenario in den Raum wirft und es für den Leser spannend ist, zu beobachten, wie die verschiedenen Charaktere mit der Situation umgehen, und wie sich die verschiedenen Geschichtenstränge miteinander verbinden. Da mich das Buch nach den negativen Meinungen im Vorfeld dann doch positiv überraschen konnte, löse ich das Dilemma, bei welchem ich zwischen drei und vier Sternen bei der Gesamtwertung schwanke, zugunsten des Buches, dem neuen Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train.

Genrewertung: 8 / 10 Punkte
Gesamtwertung: 7,5 / 10 Punkte

Das entspricht guten vier von fünf Sternen für Paula Hawkins' "Into The Water". 

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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

horror, #jackkilborn, mystery, #jakonrath, #thriller

Das Angstexperiment

J.A. Konrath
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 06.06.2017
ISBN 9781477809242
Genre: Sonstiges

Rezension:

Da mich der Klappentext und das Cover des vorliegenden Buches sehr angesprochen und mir die guten Rezensionen auf Amazon ein gutes und spannendes Buch versprochen haben, bin ich mit hohen Erwartungen an 'Das Angstexperiment' herangegangen. Ob das Horrorbuch diese einhalten konnte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Der Prolog leitet sofort ins Geschehen ein, was mich sehr überrascht hat, jedoch dadurch gedämpft wurde, als dass auf alle vorkommenden Personen erst einmal genauer eingegangen wurde. Dies hat mir als Leser sehr geholfen, die doch recht zahlreichen Figuren auseinander zu halten, da man etwas über ihren Hintergrund und kleine Fetzen ihrer Vorgeschichte (die in vorangestellten Büchern des Autoren erzählt werden) erfährt. Dadurch konnte man auch etwas wie eine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbauen, was in diesem Genre sicherlich zu einer Verschärfung der Spannung führt und deshalb zielführend ist.
Das eigentliche Experiment, bei dem es in diesem Buch geht, startet erst ab etwa der zweiten Hälfte. Das Grundszenario, das uns der Autor hier bietet, konnte mich stark überzeugen und in seinen Bann reißen. So kam es, dass ich mich recht schnell in das Buch hinein gefunden habe und es mich schnell packen konnte. Starke Momente sind einige Recherchearbeiten über das Butler-Haus, in dem das Experiment stattfinden soll, in v.a. der ersten Hälfte, die sehr morbide daherkommen, interessant geschrieben sind und mir einiges an Horror versprechen. Diese machen Lust auf das, was noch kommen wird, legen die Messlatte, die ich dann vom Fortgang des Buches erwarte, um einiges höher.
Ohne vorweg greifen zu wollen, finde ich, dass dies die spannendsten Stellen im Buch sind. Das heißt jetzt nicht, dass das Buch in einem totalen Desaster endet oder zu viel an Spannung verliert, als dass man nicht weiterlesen wollen würde. Eher verliert sich der Roman in seinem letzten Drittel in vielen blutigen Angelegenheiten, die nicht mehr tatsächlich unheimlich oder schaurig sind, sondern einfach nur brutal. Dies ist nicht insofern schlimm, als dass solche Splatter-Elemente eben zu einem solchen Genre gehören, aber da das Grundthema 'Angst' lautet und die Probanden genau diese empfinden sollen, sehe ich den Überbegriff 'Schmerz' hier nicht als tatsächlich anstrebenswert. Dennoch lebt das Buch auch auf seinen letzten Seiten noch von einigen starken Momenten, die von der Auflösung nicht entkräftet werden können.
Diese ist nicht wirklich überraschend, aber auch nicht vorhersehbar. Es ist eben eine typische Auflösung, die man hätte kommen sehen, einen aber auch überraschend kann, aber hier möchte ich nicht weiter ins Detail gehen. Im Großen und Ganzen aber ist diese Wendung dem Buch würdig.

Fazit:
'Das Angstexperiment' ist zweifelsohne ein lesenswertes Buch, das den Leser recht schnell zu packen weiß. Jedoch wurde am Ende zu viel Wert auf Gewalt gelegt, was in dem Genre nicht ungewöhnlich ist, in dieses Szenario aber nicht hinein passt. 

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98 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, david levithan, andrea cremer, was andere menschen liebe nennen, fantasyroma

Was andere Menschen Liebe nennen

David Levithan , Andrea Cremer , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 26.06.2017
ISBN 9783570163559
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Buch
Was andere Menschen Liebe nennen
July 5, 2017
|
Johannes Streb
Informationen:


Titel: 'Was andere Menschen Liebe nennen'
Einzelband
Liebesgeschichte, Fantasy
Autoren: Andrea Cremer, David Levithan
Seitenzahl: 416
Preis: 14,99€
Broschierte Ausgabe
cbj Verlag
ab 14 Jahren empfohlen
Erscheinungsdatum: 26. Juni '17
ISBN: 978-3570163559


Buchbeschreibung:
Wie weit gehst du für die Liebe?
Der 16-jährige Stephen fühlt sich wie der einsamste Mensch der Welt - und das mitten in New York City. Als er bei dem Nachbarsmädchen Liz eine nie gekannte Verbundenheit findet, entspinnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter ...

Meine Meinung:
Da mich das Werk 'Letztendlich sind wir dem Universum egal' begeistern und das Szenario langfristig fesseln konnte, bin ich mit hohen Erwartungen an vorliegenden Roman herangegangen. Das neue Thema, das uns der Autor David Levithan, zusammen geschrieben mit Andrea Cremer, hierbei bietet, konnte mich schon im Vorhinein ansprechen. Es geht um einen 16-jährigen Jungen namens Stephen, der seit seiner Geburt unsichtbar ist. Da es bei 'Letztendlich...' der Fall war, erwartete ich hierbei einen hochgradig gut inszenierten Strang, um den sich nicht viel Handlung windet, sondern um den der Autor seine Leser mit Gefühlen versorgt, die mit dem außergewöhnlichen Szenario zusammenhängen, welche der Protagonist erfährt. Bei 'Letztendlich...' ging es um ein Person, die jeden Tag in einem neuen Körper aufwacht und sich in ein Mädchen verliebt, obwohl er weiß, dass diese Liebe nicht andauern kann. Hierbei konnte mich die optimistische, aber dennoch tiefgründige Schreibart um das beachtenswerterweise sehr außergewöhnliche Szenario begeistern, ohne dass es viel von Handlung bedarf. Dies erwartete ich auch von diesem Buch. Doch ich wurde gleich zu Beginn enttäuscht. Der Klappentext stimmte weder mit dem, was ich mir erwartete, überein, noch mit dem, was uns die Geschichte später bieten würde. Weder der Titel 'Was andere Menschen Liebe nennen' noch der oben genannte Klappentext bereitete den Leser keineswegs auf das vor, was in dem Buch selbst stattfinden sollte. Was man nach dem Klappentext nicht erwarten konnte, war, dass es sich bei diesem Buch weniger um eine Liebesgeschichte handelt als vielmehr um eine fade Fantasystory. Das liegt v.a. daran, dass das Szenario an sich zwar sehr gut ist und man sich als Leser viele Gedanken darüber machen kann, an vielen Stellen jedoch einfach zu unspektakulär und langatmig ist, als dass es für eine Liebes- bzw. Fantasygeschichte ausreichen würde. Dabei können sich die Autoren nicht auf einen Handlungsstrang einigen. Im Raum stehen immer der Lovestory-Anteil, der oftmals mit dem Fantasy-Part kontrastiert und die beiden Teile können sich nie verbinden. So ist es für den Leser manchmal sehr verwirrend, sich auf eine Handlung einzulassen, da ich nicht feststellen konnte, auf welcher der Hauptfokus und schlussendlich der Wert gelegt wird. Denn das Buch beginnt vielversprechend, mit einem lockeren, angenehmen Schreibstil, der gut in das Buch herein finden lässt, führt nach den ersten fünfzig bis hundert Seiten einen ganz neuen, riesigen Strang ein, der sich beinahe über den ganzen Roman zieht, bis zum Schluss leichte Elemente des ersten Stranges wieder zum Vorschein kommen. Es ist schwer, hier verständlich zu schreiben, ohne damit zu sehr ins Detail zu gehen und somit zu spoilern. Es fällt dem Roman sehr schwer, diese neuen semantischen Räume einzuführen, und die Werte und Regelungen der neuen Welt festzulegen, sodass es mir nicht leicht fiel, in diese Welt der Sprücheleser und Fluchsprecher einzutauchen. Es passiert unter den Seiten nicht viel; leider ist der wenige Stoff, den uns die Autoren bieten, sehr vorhersehbar und klischeebehaftet. Besonders negativ in Sachen klischeeüberladen ist mir dabei die Protagonistin aufgefallen, die mit ihrer typisch für ein solches Genre naiven und unvorsichtigen Art einige Male für überreizte Nerven gesorgt hat. Diese "Ich-muss-unbedingt-die-ganze-Welt-retten"-Einstellung ihrerseits hat mich sehr gestört, genauso wie das Faktum, dass die Protagonistin in diese neue, für sie unbekannte Welt mit hinein gerissen wird, und sofort werden bei ihr überdurchschnittliche Fähigkeiten festgestellt, welche sie natürlich in ihrer naiven Lebenseinstellung sofort einzusetzen versucht und mir durch die hirnlose Ignoranz der Tipps von außerseits und der grenzenlosen Überschätzung ihrer selbst auf den Geist geht. Dadurch, dass in den romantischen Handlungsstrang zwangsweise ein Fantasy-Part eingequetscht wird, bleibt nur wenig Platz für die Ausgestaltung der Liebesgeschichte, die dadurch sehr gewollt und eindimensional wirkt. Die Protagonisten hingegen glänzen trotz ihrer etwaigen, naiven Handlungsweisen durch ihre gelungene Plastizität und hervorragende Charakterzüge, sodass man zu Ende des Buches wirklich das Gefühl hat, die Figuren zu kennen. Das Ende an sich ist leider sehr enttäuschend. Vorliegender Roman hat leider auch einige schwächelnde Stellen, die mir als Leser unerträglich langatmig vorgekommen sind.

Fazit:
Durch obig genannte Kritikpunkte lässt sich für mich persönlich feststellen, dass 'Was andere Menschen Liebe nennen' nicht das einhalten konnte, was es verspricht. Die hohen Erwartungen, die ich an das Buch hatte, wurden leider nicht eingehalten, und leider kann ich hierfür auch keine Empfehlung aussprechen, so leid es mir auch tut. 

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195 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

rainer wekwerth, usa, jugendbuch, camp 21, bootcamp

Camp 21

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.01.2017
ISBN 9783401601779
Genre: Jugendbuch

Rezension:

'Camp21' kann ein nur altbekanntes, wenig originelles Szenario aufweisen, das man bereits aus Dutzenden von anderen, besseren Büchern kennt. Dennoch bietet es einen relativ schnellen und spannenden Einstieg, sodass man sofort in der Materie steckte. Der Protagonist verhält sich schon zu Beginn des Buches äußerst naiv und die Gedankengänge sind nicht nachvollziehbar, sodass er zudem sehr eindimensional und nicht plastisch genug wirkte, was mir bereits auf den ersten Seiten negativ aufgefallen ist. Zudem gibt es auch bei diesem Buch das Problem, dass der Klappentext wirklich alles verrät. Es ist keine Rahmenhandlung erkennbar, an der sich der Leser orientieren kann. Die Liebesgeschichte wirkt aufgesetzt, Thrill-Elemente sucht man in diesem Buch vergeblich und selbst diejenigen, die auftauchen, werden durch eine durchweg enttäuschende Auflösung geschwächt. Aber hierzu später ein paar Worte mehr. Die Wendung in 'Camp21' ist über weite Strecken hinweg vorhersehbar, denn es wirkt geradezu so, als würde dieses Buch in diese 'typische Handlung' hineingezwängt, die man schon aus anderen Büchern kennt, und hat infolgedessen keine eigene Identität, auch wenn die Grundidee spannend ist. Man kennt diesen Verlauf schon so gut, dass es irgendwann an Spannung verliert, da man sich schon denken kann, wie das Buch weitergeht und endet. Außerdem gelingt den naiven Protagonisten hierbei alles, was sie planen - seien es auch die absurdesten Ideen - , was mir nicht gut gefallen hat. Es ging alles zu einfach. Ich muss aber dennoch sagen, dass dieses Buch mich unterhalten hat, obwohl es eine lange Liste an Kritikpunkten gibt, die ich anbringen möchte. Die innere Wandlung der Protagonisten hat mich enttäuscht; denn es war ebenfalls diese "Ich hab schon so viel Schlimmes gesehen, deswegen muss ich nach außen hin hart wirken"-Einstellung, die ich v.a. bei jugendlichen Protagonisten nicht mag. Das Ende kann für mich ebenfalls nicht punkten. Die allerletzten Seiten wirken total kitschig und aufgesetzt und gar nicht den 'harten' Maßstäben des restlichen Buches angemessen. Die Auflösung hat mich dann noch mehr enttäuscht, da die Gründe und Motive überhaupt nicht herausgearbeitet wurden und für mich größtenteils immer noch unklar sind. Hier sehe ich auch keinen Platz für eigene Interpretationen, den der Autor übrig lässt. Zudem ist die groß aufziehende Überschrift des Buchrückens nicht eingehalten worden, was mich ebenfalls niedergeschlagen zurücklässt. Es wurde viel zu viel versprochen. Das Ende wirkt zudem total gehetzt; hätte man sich hier etwas mehr Zeit gelassen und Tiefe, dann würde das hier sicherlich mehr Punkte zur Folge haben.

Fazit:
Es tut mir im Herzen weh, 'Camp21' so auseinandernehmen zu müssen, denn es gab, obwohl es nie wirklich langweilig war und man durch den flotten Schreibstil relativ schnell mit dem Buch fertig war, so viele Punkte, die mir überhaupt nicht gefallen haben, und zu viele Parallelen zu anderen Büchern, die vorliegendes Buch zu einem unterdurchschnittlichen Jugendthriller machen. Schade, denn man merkt, dass der Autor Potenzial hat, aber dieses Buch war nichts für mich. 

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154 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

thriller, jugendthriller, caleb roehrig, niemand wird sie finden, vermisst

Niemand wird sie finden

Caleb Roehrig , Heide Horn , Christa Prummer-Lehmair
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.05.2017
ISBN 9783570173343
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich den Klappentext sehr ansprechend fand und ich mal wieder Lust auf einen richtig guten Thriller hatte - und mich das äußere Erscheinungsbild vorliegenden Buches im Glauben lässt, es handele sich hierbei um einen - , bin ich mit relativ hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ob 'Niemand wird sie finden' diese auch einhalten konnte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Die Grundidee hinter diesem Thriller ist gut und vielversprechend, wenn auch nicht unbedingt sehr originell, da man solche Bücher schon oft gelesen hat. Und soviel kann ich vorwegnehmen; das ganze Buch verläuft nach diesem Muster. Es ist alles ganz nett und unterhaltend, aber auch nicht über dem Maßstab und auch die Auflösung beispielsweise bietet keine großartige neue Idee. Aber hierzu beim Fazit ein paar Worte mehr.
Mit dem Protagonisten bin ich ganz gut zurechtgekommen, da ich seine Gedanken meistens nachvollziehen konnte und er sich nicht nervig verhalten hat. Im Nachhinein fällt mir jedoch auf, dass die Person nur sehr eindimensional und blass beschrieben wurde und dass der Autor nicht unbedingt Wert auf Emotionen gelegt hat, was sich sowohl positiv als auch negativ anmerken lässt.
Der Autor schafft es, durch einige fiese Cliffhanger zwischen den Kapiteln die Spannung aufrechtzuerhalten, sodass man als Leser ständig weiterlesen möchte und sich nicht durch das Buch hindurch quälen muss.
Über kurze Strecken hinweg wird der Thriller jedoch vorhersehbar, was mir nicht gefallen hat. Das liegt daran, dass die Auflösung meiner Meinung nach zu einfach gestrickt ist und der Protagonist bei jedem zweiten Verdacht Recht behält bei dem, was er denkt. Der Autor hebt sich die endgültige Auflösung bis auf die allerletzten Seiten auf, und diese Auflösung, die uns geboten wird, ist zwar nicht unbedingt enttäuschend, aber genau etwas in diese Richtung hatte ich mir schon nach dem Lesen des Klappentextes vorgestellt, und bietet auch keine eigene Existenz, sodass es für den Leser im Gedächtnis bleibt.
Um das noch einmal schlussendlich zusammenzufassen, was ich über das Buch denke: Ich finde, dass dieses Buch lesenswert ist, ein solider Jugendthriller, der durch geschickte Elemente die Spannung aufrechterhalten kann, jedoch hat man diese Wendungen und die Auflösung schon durch andere Medien wahrgenommen.

Fazit:
Über das Buch lässt sich nicht viel sagen. 'Niemand wird sie finden' ist ein lesenswerter Jugendthriller, der gute Unterhaltung bietet, in seinem Genre und auch insgesamt leider nicht heraussticht, weil er einfach nichts Neues bietet, das seine Identität ausmacht. 

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144 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

los angeles, liebe, hollywood, sommernachtsfunkeln, beatrix gurian

Sommernachtsfunkeln

Beatrix Gurian
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.04.2017
ISBN 9783401603223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover von 'Sommernachtsfunkeln' hat mich schon vornherein begeistert und macht sich gut als Schmuckstück in meinem Bücherregal. Das Äußere konnte bei mir also schon punkten, aber ob das Innere dabei mithalten kann, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Der Klappentext hat mir ziemlich gut gefallen, konnte ihm aber nicht entnehmen, welchem Genre vorliegendes Buch angehört. Dieses Gefühl hatte ich jedoch ebenfalls während dem Lesen des gesamten Buches. Es war nämlich kein roter Faden vorhanden, an dem man sich als Leser orientieren konnte, eine Grundhandlung, an der man sich festhalten kann. So hatte ich öfters das Gefühl, dass die Autorin nicht weiß, wo sie hin möchte.
Diesem Kritikpunkt kann man aber durchaus auch Positives abgewinnen; nämlich, dass in dem Buch versucht wird, möglichst lebensecht zu wirken. Die Handlung fließt einfach dahin, so wie es im echten Leben manchmal ebenfalls passiert. Die Erzählweise war also angenehm frisch und der Schreibstil ließ sich locker und flüssig lesen, ohne jegliche Leseblockaden.
Jedoch finde ich, dass das Buch sehr vorhersehbar und mit sich naiv verhaltenden Protagonisten ausgestattet ist, was mich an einigen Stellen doch wirklich gestört hat. Die Wendung am Ende des Buches konnte man sich als Leser eins zu eins aus dem Klappentext herleiten und war mir ein wenig zu klischeehaft, da man dieses Grundkonzept schon x-Male zu Gesicht bekommen hat. Auch hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch, obwohl es das gar nicht nötig hat, im Ende in ein 'bestimmtes Muster' gepresst wird, um doch noch mehr Spannung herauszuholen, um eventuell eine größere Zielgruppe anzusprechen, mir aber nicht in die Atmosphäre des Buches gepasst hat.
Die Figuren sind zusammenfassend in Ordnung; sie verhalten sich an vielen Stellen sehr naiv, sodass man als Leser manchmal die Augen verdrehen möchte, und zu leicht manipulierbar, aber über die etwas mehr als dreihundertfünfzig Seiten zeigten sie viele Charakterzüge, die sie sympathisch machten.
Gut finde ich, wie die Autorin den Unterschied mehrerer Gesellschaftsklassen erläutert und nahelegt, hier hätte es meiner Meinung nach an ein bisschen Tiefgang gefehlt, um dem Leser eine Art Lehre mit auf den Weg zu geben, was hier gut möglich gewesen wäre. ohne gleich wieder zu sehr mit dem moralischen Zeigefinger vor der Nase herumzuwedeln.
Ebenso gefällt mir das rasche Tempo der Geschichte, die einige Aspekte glaubwürdiger erscheinen lassen wie z.B. die Glaubwürdigkeit einiger Figuren, und die Grundatmosphäre, die es 'Sommernachtsfunkeln' aufzubauen vermag, und die das Buch zu einem raschen, spaßigen Leseerlebnis machen.
Es ist, um die ganze Rezension etwas abzukürzen, ein Buch, bei dem man Freude hat beim Lesen, das aber wahrscheinlich schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwinden wird.

Fazit:
'Sommernachtsfunkeln' ist ein rasantes Leseerlebnis mit einer angenehmen Atmosphäre und einem flotten Schreibstil, zeigt aber an vielen Stellen zu große Schwächen, als dass es herausragend wäre.
Für diejenigen, die sich nach dem Klappentext angesprochen fühlen, sei hiermit eine große Empfehlung ausgesprochen, da man genau das bekommt, was man erwartet!

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265 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

casting, mode, freundschaft, patricia schröder, the perfect

The Perfect

Patricia Schröder
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 11.01.2016
ISBN 9783649667834
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich fand den Klappentext dieses Thrillers wirklich sehr ansprechend und bin mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Mit einer solchen Thematik, wie sie in 'The Perfect' angesprochen wird, habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt, somit war dieses Buch ein wenig Neuland für mich. Ob es mich also überzeugen konnte oder nicht, das erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und als Leser fliegt man förmlich durch die Seiten, was mir sehr gut gefallen hat und wodurch ich mich relativ schnell in das Geschehen herein gefunden habe.
Mit den Protagonisten des Buches kam ich größtenteils zurecht. Bei einigen Figuren hat sich die Autorin meiner Meinung nach an zu vielen Klischees bedient, was aber nicht übermäßig stört und in der Gesamtwertung nicht stärker ins Gewicht fällt. Etwas schade fand ich es, dass mir die Figuren auch im Nachhinein noch sehr eindimensional vorkommen und keine persönliche Besonderheit haben, die sie ausmacht. Auch ist der innere Konflikt und die große Veränderung, die sich im Körper der Hauptfigur abspielt, für den Leser nicht nachvollziehbar, da man nicht wirklich in die Figur eintauchen kann. Abgesehen davon, hat mich keine der Personen groß beim Lesefluss gestört.
Das Szenario in 'The Perfect' ist meiner Meinung nach so skurril wie interessant. Es bietet meinen Interpretationen zufolge einige sozialkritische Elemente, die aber nicht zu sehr die Oberhand gewinnen, als dass man hier einen krassen Bezug zur Gegenwart herstellen kann. Dennoch glaube ich, ist die Autorin auf einige Makel der Mode-Industrie gestoßen, welche sie aber nicht näher erläutert, den Leser aber zum Nachdenken anregen.
Die Autorin arbeitet mit einigen Stilmitteln, die Lust und Neugier auf die Auflösung erwecken und somit die Spannung in dem Roman konstant aufrecht erhalten kann. Die Grundthematik kann mich überzeugen, weil ich als Leser mich wie Mitglied und Teilnehmer dieses stattfindenden 'Wettbewerbs' sehe und mit den Hauptfiguren mitfiebere, dass sie in die nächste Runde kommen.
Zurück zu den Figuren: Schade finde ich, dass man so gut wie überhaupt nichts über die Konkurrentinnen erfährt, was meiner Meinung nach sehr sinnvoll gewesen wäre und den packenden Effekt um einige Grad gesteigert hätte, da man miträtseln hätte können, gegen wen die Figuren eine Chance haben und gegen wen eben nicht. Die Protagonistin ist an einigen Stellen etwas naiv, was mich gestört hat, denn ich hätte viel früher gemerkt, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Hier kann ich aber leider nicht näher ins Detail gehen, ohne zu spoilern.
Die Auflösung des Buches ist mein größter Kritikpunkt an 'The Perfect'. Sie ist meiner Meinung nach mehr als nur unglaubwürdig und überhaupt nicht nachvollziehbar. Es fühlt sich an, als hätte die Autorin die ersten dreihundertfünfzig Seiten geschrieben und sich dann dazu eine möglichst passende Wendung überlegt, die aber überhaupt nicht in den Kontext passt, der davor als Thema behandelt wurde. Die Reaktionen der Protagonistin auf die Sachen, die sich ereignen, nebenbei gesagt, sind zu platt und völlig unglaubwürdig.
Auch finde ich, dass das Timing in diesem Buch nicht stimmt, da am Anfang alles extra lang und ausführlich erklärt wird, dann aber das Ende total abgehetzt wirkt und überhaupt nicht dem Rest des Buches gerecht. Zum Ende lässt sich sagen, dass 'The Perfect' den Oberbegriff 'Thriller' nicht verdient hat, da es hierfür leider an viel zu viel Spannung fehlt, die für mich das Genre des Thrillers ausmachen.

Fazit:
Ich glaube, dies war eine der unstrukturiertesten Rezensionen, die ich je geschrieben habe - und es tut mir leid. Letztendlich lässt sich aber sagen, dass mich 'The Perfect' über weite Strecken hinweg überzeugen und unterhalten konnte; die einigen Kritikpunkte, die ich noch angebracht habe, sorgen aber für eine deutliche Linderung des Lesespaßes. Vor allem das Ende mit dieser Auflösung wird den vorhergehenden Seiten nicht gerecht.

Bewertung:
Genrewertung: 7 / 10 Punkte
Gesamtwertung: 6 / 10 Punkte

Das entspricht drei von fünf möglichen Sternen.

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251 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 70 Rezensionen

the cage, megan shepherd, science fiction, entführt, dystopie

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie lange habe ich mich schon auf dieses Buch gefreut! Es lag schon so lange auf meinem SuB und wartete darauf, von mir gelesen zu werden, und als mir vom Bloggerportal bestätigt wurde, dass ich den zweiten Teil als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekomme, musste der erste Band der 'The Cage'-Trilogie dran glauben, 'Entführt'.
Ihr müsst zunächst wissen, ich bin seit 'Die Tribute von Panem' ein riesiger Fan von Dystopien und da der Klappentext des Buches unglaublich spannend und packend klang, ging ich mit sehr hohen Erwartungen an das Buch. Ob es diese einhalten konnte - oder eben nicht, das erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Zunächst einmal war ich etwas irritiert, weil 'The Cage' völlig anders war, als ich es mir erwartet hatte. Dennoch bin ich gut in den Teil hereingekommen und man hat sich schnell eingelesen. Der ruhige, angenehme Schreibstil trug sicherlich dazu bei.
Das Szenario, das uns die Autorin in ihrem Werk bietet, ist gut durchdacht und spannend. An manchen Stellen finde ich 'The Cage' auch ziemlich erschreckend und man fragt sich als Leser die ganze Zeit, was man selbst in dieser hoffentlich fernen Zukunft getan hätte. Es regt zum Nachdenken an.
Dennoch hatte ich an einigen Stellen damit Probleme, weil die Informationen, die mit der Zeit preisgegeben wurden, zu klobig und groß waren, als dass ich mich an ihnen hätte orientieren und festhalten können. Soll heißen, dass das Setting und die weltlichen Umstände doch sehr kompliziert sind und vom Leser Mitdenken gefordert wird.
Genau dieser Ansatz ist es, der mich zu meinem nächsten Kritikpunkt bringt: die Rahmenhandlung. Ich als Leser fand es schwierig, mich in dem Buch zu orientieren, da ich im Laufe nicht wusste, wo es hinwollte, welches Ziel es anstrebte. Deshalb waren viele Wendungen auch unvorhersehbar, weil man ja nicht wusste, was gleich passiert, andererseits fühlt man sich als Leser etwas im Stich gelassen. Dieser Kritikpunkt überwiegt aber nicht so stark, als dass 'The Cage' kein pures Lesevergnügen wäre.
Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und gut beschrieben, die Vergangenheit von einzelnen Figuren wird anschaulich und nachvollziehbar beleuchtet. Die Protagonistin an sich empfand ich an einigen Stellen als nervig und zickig, was mir nicht gefiel. Wahrscheinlich war dieses Verhalten aber nur eine Folge der bitteren Umstände.
Das Buch liest sich ausgesprochen schnell, ich war innerhalb zwei Tagen damit fertig. Wer aber meint, dass er in diesem Buch genau das bekommt, was der Klappentext verspricht, der sei hiermit nicht unbedingt gut beraten. Denn die Beschreibung 'unfreiwillige Teilnehmer eines unmenschlichen Experiments', welche mein Interesse geweckt hat, konnte sich für mich hier nicht bewahrheiten, da mir die Umstände für solch eine drastische Beschreibung zu gut waren, als dass man hier von solch einem Experiment sprechen könnte. Dabei sind mir die Grenzen nicht stark genug gesetzt.
Durch die vielen Wendungen, auch zum Ende hin, bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung und eifere mehr Informationen rund um dieses Setting hinterher.

Fazit:
'The Cage - Entführt' ist ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Trilogie, der sich doch von meinen Erwartungen entfernt hat und mich trotzdem überzeugen konnte. Das Grundszenario ist komplex, aber interessant und ich bin nach einem gemeinen Cliffhanger sehr auf eine Fortsetzung gespannt, da ich keine Ahnung habe, in welche Richtung sich die Folgebände entwickeln! 

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

rezension, vampire, sommer der angst, michael elflein, thriller

Sommer der Angst

Michael Elflein
Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 19.10.2016
ISBN 9781534897380
Genre: Sonstiges

Rezension:

'Sommer der Angst' ist ein Fantasy-Kurzroman mit leichten Thrill-Elementen aus der Feder von Michael Elflein, bei dem ich mich nachträglich recht herzlich für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar bedanke.
Gleich zu Beginn schafft es der Autor gekonnt, eine Atmosphäre à la 'Stand By Me' oder auch 'Stranger Things' aufzubauen, die mich stark an die Zeit der 80er erinnert. Jake ist ein guter Protagonist, den wir über die doch sehr kurze Spanne des Buches nicht näher kennen lernen. Er handelt relativ nachvollziehbar und stört in dem Szenario nicht weiter.
'Sommer der Angst' besteht, meiner Interpretation zufolge, aus zwei Geschichtssträngen, die direkt aneinander anknüpfen. So finde ich nicht unbedingt, dass der Klappentext den Leser auf das vorbereitet, was ihn erwartet. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Aufklärung des Mordes und dem Beginn einer seltsamen Freundschaft. Dabei ist er über weite Strecken sehr vorhersehbar, und die Auflösung stellt sich als exakt so heraus, wie man es nach dem Klappentext erwartet hat. Das finde ich etwas schade, aber durch den lockeren und dennoch fesselnden Schreibstil des Autors kommt keine Langeweile auf.
Umso mehr überzeugt hat mich die zweite Hälfte des Buches, in der sich der Protagonist unerwartet in einem Dilemma befindet und ich mich als Leser intensiv mit der Frage auseinander gesetzt habe, was ich an seiner Stelle getan hätte. Hier schafft es der Autor sehr gut, nervenaufreibende Spannung aufzubauen, weil man wissen will, wie sich die Figuren weiterhin verhalten, ohne dass viel 'Horror' oder Brutalität aufkommt.
Als Gesamtpaket konnte 'Sommer der Angst' mich wirklich überzeugen und hat mich gut unterhalten. Dabei hat das Gesamtpaket gestimmt. Der Hauptfokus liegt meiner Meinung nach eher auf dem, was nach der Aufklärung des Mordes stattfindet, als auf dem mysteriösen Mord selbst.
Dennoch war mir die Geschichte etwas zu kurz. Natürlich, es ist ein Kurzroman, und die Geschichte ist zum größten Teil zu Ende erzählt, aber hätten etwas mehr Tiefgang, vor allem in Hinblick auf die Entscheidung, die der Protagonist zu treffen hat und die ich wirklich sehr spannend fand, sicherlich nicht geschadet. So haben mir die Hintergründe gefehlt, um voraussagen zu können, wie die Figur sich benimmt und handelt.

Fazit:
Mit 'Sommer der Angst' ist Michael Elflein ein rundum gelungener Kurzroman gelungen, der überzeugen kann und gute Unterhaltung bietet. Dennoch ist er sehr vorhersehbar, etwas zu kurz und zu oberflächlich. Wer Lust auf ein etwas kürzeres Leseerlebnis hat, welches bei mir nur wenige Stunden in Anspruch genommen hat, der sei hiermit sicherlich gut beraten, aber im Vergleich zu allen Büchern dieser Welt ist er wahrscheinlich schnell wieder vergessen.

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1.188 Bibliotheken, 23 Leser, 5 Gruppen, 100 Rezensionen

känguru, humor, berlin, satire, politik

Die Känguru-Chroniken

Marc-Uwe Kling
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.03.2009
ISBN 9783548372570
Genre: Humor

Rezension:

Von diesem Buch wurde von einem guten Freund von mir in den höchsten Tönen gesprochen und glücklicherweise wurde mir die komplette Trilogie (!) vom Ullstein-Verlag zur Verfügung gestellt, worüber ich mich hier noch einmal ausdrücklich bedanken möchte. Der Kumpel, von dem ich gesprochen habe, hat mir nämlich doch tatsächlich den kompletten "Ist dir klar...?"-Satz beigebracht, welchen ich immer noch in Rekordzeit aufsagen kann.
Mit dementsprechend hohen Erwartungen bin ich an 'Die Känguru-Chroniken' herangegangen und ob der Auftakt zu der Trilogie diese einhalten konnte, erfährst du in der folgenden Rezension.
Gleich zu Beginn musste ich mich an die etwas andere Erzählweise gewöhnen, denn jedes Kapitel ist nur ca. drei Seiten lang und ist eher wie viele, kleine Sketche aufgebaut, die sich aneinanderreihen, als ein Buch, das eine fortlaufende Handlung erzählt. Dies ging aber relativ schnell und ich lebte mich gut ein, sodass dieser Punkt nicht ins Gewicht fällt.
Die Sketche an sich sind unglaublich lustig und ich habe mich dabei ertappt, dass ich nicht nur schmunzelnd durch die Seiten geflogen bin, sondern auch laute Lacher hervorkamen. Dabei bedient sich der Autor an so vielen unterschiedlichen Facetten des Humors, dass diese Sketche über die fast dreihundert Seiten kein einziges Mal langweilig werden.
Der Schreibstil des Autoren ist unbeschreiblich gut. Er schafft es, sich als 'König der Wortwitze' zu etablieren. Marc-Uwe Kling präsentiert uns ebenfalls Gedichte, die total lustig sind, und macht, während er aktiv in dem Buch das Buch schreibt, Witze darüber, indem er beispielsweise Anweisungen des Kängurus bekommt, das Tempus oder den Erzähler zu wechseln. Das ist in dem Kontext einfach zum Wegschmeißen, und ich finde es faszinierend, wie er so viele unterschiedliche Stilmittel der deutschen Literatur verwendet und daraus geniale Gags gestaltet.
Der Autor schafft sich in diesem Buch seine eigenen Grenzen und in diesen funktionieren seine Pointen einfach perfekt, weil auch einige Insider zustande kommen.
Das Känguru etabliert sich als sympathisches, vorlautes Beuteltier, das alles sagt, was andere Menschen nur denken. Der Protagonist hingegen hat meiner Meinung nach nicht wirklich eine eigene Identität und keine eigenen Merkmale, an denen man ihn erkennen und ausmachen kann. Die beiden ergänzen sich zu einem charismatischen Team, die mega lustige Dialoge entstehen lassen können, und schneiden damit auch viele verschiedene politische Themen an, ohne dem Leser dabei zu sehr eine politische Meinung aufzudrücken. Jedoch wird jedes Thema nur die drei Seiten, die ein Kapitel hat, behandelt, und dann nicht wieder aufgegriffen. Das finde ich etwas schade, denn die zwar sehr amüsanten Dialoge stimmen auch zum Nachdenken an, aber dadurch, dass sie alle nacheinander abgefrühstückt werden, schaffe ich es als Leser nicht, mich mit den angesprochenen Themen auseinanderzusetzen.

Fazit:
Um ehrlich zu sein, fällt es mir etwas schwer, 'Die Känguru-Chroniken' in Worten zu bewerten, aber ich glaube, ihr konntet erkennen, dass dieses Buch mich vollauf überzeugen konnte, und mir einige amüsante Lesestunden bereitet hat.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Drei Tage Wut

Catherine Bruton , Bettina Münch
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423740241
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Klappentext von 'Drei Tage Wut' hat mich sehr angesprochen und ich habe mir hier eine schöne, mitreißende Freundschaftsgeschichte, vom brenzligen Umfeld geprägt. Der Roman konnte seine Versprechen voll einhalten und ist daher lesenswert geworden. Dennoch gab es einige Kritikpunkte, die ich vorzubringen habe, und wie mir das Buch letztendlich gefallen hat, seht ihr in der folgenden Rezension.
Mit der Protagonistin kam ich zurecht, wobei mich an einigen Stellen die Tatsache, dass die Figur schon vierzehn Jahre alt ist, etwas irritiert hat, weil ich sie von dem Verhalten und der Denkweise eher auf elf bis zwölf geschätzt hätte. Auch verloren die Personen manchmal ihre Glaubwürdigkeit, denn ich als Leser hatte das Gefühl, die Protagonisten könnten die Meinung gegenüber einer anderen Figur nicht preisgeben, was mich hier sehr gestört hat, ich aber nicht näher vertiefen kann, ohne zu sehr zu spoilern. Jedenfalls ließ mich dieser spezielle Punkt doch stark an der Glaubwürdigkeit der Figuren zweifeln. Dennoch hat es mir Spaß gemacht, die Protagonisten durch dieses Buch zu begleiten.
Das Grundkonzept der Geschichte in 'Drei Tage Wut' kannte ich schon aus anderen Büchern, weswegen mir die Grundidee zwar durchweg lesenswert, aber nicht unbedingt originell vorgekommen ist. Auch kommt der Roman leider nicht klischeefrei aus, was mir negativ aufgefallen ist. Mich nervt dieses ewige Gutmensch-Getue, ganz nach der Divise "Ich muss das jetzt machen und es ist mir egal, ob ich lebend dabei wieder rauskomme". Hier fehlt es mir zu viel Tiefgang, als dass ich der Protagonistin dies abkaufen würde, da mir einfach keine Ansatzpunkte gegeben sind, an denen ich diese Meinung nachvollziehen könnte. In dem Kontext des Buches kommt mir auch diese Einstellung und die darauffolgenden Entscheidungen, die sie infolgedessen trifft, größtenteils unlogisch und nicht nachvollziehbar vor.
Das Buch ist spannend, aber nicht auf diese 'Thriller-Art', sondern die Autorin schafft es, eine gewisse Grundspannung aufzubauen, die den Leser durch das Buch begleitet. So wird der Roman zwar an keiner Stelle langweilig, ist aber über weite Strecken hinweg sehr vorhersehbar, ohne dabei langweilig zu werden. 'Drei Tage Wut' bietet genau das, was man nach dem Klappentext erwartet.
Die Höhepunkte in dem Buch haben mir wirklich gut gefallen, weil sie atmosphärisch dicht geschrieben sind und ich mir bildlich sehr gut das wilde Straßenleben vorstellen kann.
Folgenden Punkt habe ich obig kurz angesprochen, finde aber, dass ich ihn kurz vertiefen sollte. Auf dem Buchrücken wird ein 'mitreißender und brandaktueller' Roman angepriesen, wodurch ich in dem Glauben zurückgelassen wurde, es handele sich hier einen zumindest in Ansätzen sozialkritisches Buch. Dieser Punkt, dieses Element wurde meiner Meinung nach nicht stark genug umgesetzt. Es gab einige wenige Szenen, in denen die Autorin sich kritisch äußert, dieser Faktor hätte aber noch viel tiefgründiger besprochen werden müssen und können. Auch wird gesagt, dass Maggie, die Hauptfigur, nicht mehr unbeteiligt daneben stehen kann; so finde ich jedoch, dass die Hauptfigur im Laufe dieses Romans nicht viel Nennenswertes tut, um die brenzlige Situation zu entschärfen. Hier hätte ein wenig mehr Tiefgang und ein größerer sozialkritischer Anteil sicher nicht geschadet.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und lebendig zu lesen, sodass ich mit Freude durch die Seiten geflogen bin. Sie schafft es, dem Leser ein gutes Leseerlebnis zu bieten, bei dem man genau das bekommt, was man erwartet.

Fazit:
'Drei Tage Wut' ist ein lesenswerter Roman, bei dem man genau das geliefert bekommt, was man nach dem Klappentext erwartet hat. Ein wenig mehr Tiefgang und mehr sozialkritische Aspekte hätten dem Buch sicherlich gut getan und würde dem Leser bestimmt länger in Erinnerung bleiben. So bleibt 'Drei Tage Wut' für mich bloß ein guter Roman, den man aber schon so ähnlich gelesen hat und der schnell wieder vergessen ist. 

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

thriller, welt ohne morgen, der monarch, futuristisch, action

Welt ohne Morgen

Jack Soren
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.01.2017
ISBN 9783959670579
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was ich vorher nicht wusste, war, dass dies der Folgeband zu einem Thriller namens 'Der Monarch' ist. Dies störte mich aber überhaupt nicht, denn man kann dieses Buch auch ohne Vorwissen des Vorgängers durchlesen.
Wie ich anderen Rezensionen zu diesem Buch entnehmen konnte, gilt das Team aus Jonathan und Lew als recht beliebt und die Chemie zwischen den beiden stimmt. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen, was aber ganz einfach an der Tatsache liegt, dass sie in diesem Thriller fast nie zusammenarbeiten. Es fällt mir recht schwer, mich in diesem Buch auf die Charaktere einzulassen, da sie mir flach und eindimensional vorkamen.
Die Geschichte ist voller Wendungen, was aber nicht unbedingt nur im positiven Sinne aufstößt. So hatte ich vor allem am Anfang Schwierigkeiten, mich auf eine Handlung einzulassen, da sich mir kein roter Faden erschlossen hat. Es gibt auch kein großes Ziel oder Ergebnis, was in diesem Buch angestrebt wird, sondern auf einen Geschichtsstrang folgt der nächste, sodass sich keine Rahmenhandlung hinter 'Welt ohne Morgen' ergibt.
Vorliegender Thriller ist zwar recht unterhaltsam und spannend, verliert im Laufe aber massiv an Glaubwürdigkeit, da das Ende sehr in das Genre 'Science-Fiction' abdriftet. Dabei wurde mir das Geschehen teilweise zu absurd und weit aus der Luft gegriffen. Andererseits ist der Strang, um den sich das Finale rankt, sehr interessant und absolut zum Nachdenken anregend.
Es fällt mir schwer, in dieser auf den Punkt zu kommen, da 'Welt ohne Morgen' mich sehr zwiegespalten zurücklässt.
Einerseits ist das Buch wirklichRezension unterhaltsam und lesenswert, da keine großen Längen auftauchen, andererseits gefällt mir die innere Struktur und die teilweise Eindimensionalität hinter den Figuren überhaupt nicht.
'Welt ohne Morgen' kann sich nicht entscheiden, wo es hin möchte - und das ist eben mein größter Kritikpunkt an diesem Roman, den ich kurz vertiefen möchte. Er wird überall als waschechter Thriller ausgegeben und auch der Klappentext lässt keine Zweifel daran übrig. Jedoch konnte ich keinen roten Faden in dieser Geschichte erkennen, was daran lag, dass viele kleine Handlungsstränge hintereinander 'abgefrühstückt' wurden und gleich darauf ein neuer folgte. Dann verfolgt das Buch zu Ende einen zwar recht interessanten Aspekt, der in einem Science-Fiction-Roman sicherlich ein interessantes und intelligentes Dilemma hätte aufstellen können, hier jedoch relativ fehl am Platz wirkt. Zudem wird es am Schluss wie obig bereits erwähnt zu abstrus und an den Haaren herbeigezogen, dass mich das Ende doch recht unzufrieden zurück gelassen hat.

Fazit:
Wenn ich versuche, 'Welt ohne Morgen' in kurzen, abschließenden Worten zu beschreiben, so würde ich sagen, dass dieser Thriller lesenswert ist, wenn der Leser sich klar macht, dass es sich hierbei nicht bloß um einen Thriller handelt, sondern doch einige 'übernatürliche' Elemente dahinterstecken. Es gibt bestimmt auch viele Leser, die diese Erzählstruktur nicht so stört wie mich. Für diejenigen, die trotz dieser Kritikpunkte interessiert an dem Buch sind, denen sei hiermit eine Leseempfehlung ausgesprochen.

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240 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

superhelden, jennifer estep, karma girl, piper verlag, bigtime

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:

'Karma Girl' ist das erste Buch, das ich von Jennifer Estep gelesen habe. Ich war davor also weder mit ihrem Erzählstil noch dem Genre, in dem sie schreibt, vertraut. Sinn einer Rezension ist ja, zu entscheiden, ob das Buch lesenswert ist oder nicht. 'Karma Girl' ist meiner Meinung nach auf jeden Fall lesenswert, obwohl es eine ganze Reihe Kritikpunkte gibt, die ich anbringen möchte.
'Karma Girl' ist trotz seiner Vorhersehbarkeit, auf die ich später zurückkommen werde, nie langweilig. Auch wenn sich das Buch am Anfang nicht so ganz entscheiden kann, wo es hin will, und man als Leser etwas Geduld haben muss, bis man sich auf eine handfeste Geschichte einlassen kann, so konnte mich vor allem die zweite Hälfte von 'Karma Girl' überzeugen.
Die Protagonisten sind überwiegend sehr eintönig und haben für mich keine ausschlaggebende Identität, an denen man sie erkennen kann. Für eine eifrige Journalistin ist mir Carmen Cole, die Hauptfigur, nicht neugierig und verbissen genug, was aber auch daran liegen mag, dass die Arbeit, die sie auf sich nimmt, nämlich dass sie Superhelden entlarven möchte, nicht genug beleuchtet wird, und einfach 'verhuscht' wird. Auf den letzten Seiten jedoch wendet sich das Blatt dramatisch, da man merkt, in welche Richtung die nächsten Bände gehen werden und man als Leser Lust darauf bekommt, die Figuren in weiteren Missionen zu begleiten. Denn wenn die Lage erst einmal brenzlig wird, dann bekommen die Personen erst richtigen Charakter und die Autorin beleuchtet einige Merkmale und Charakterzüge, an denen man sie ausmachen kann, und sie wachsen einem ans Herz.
'Karma Girl' ist nicht klischeefrei, im Gegenteil. Auf den letzten Seiten etabliert sich die Protagonistin als 'wagemutige Heldin, die ihr Leben aufs Spiel setzt, um ihren Liebsten zu retten'. Dabei überschreitet sie jegliche Grenzen, ihr Mut ist riesig und sie denkt nicht mal daran, dass sie lebend aus dieser Sache herauskommt. Alles Faktoren, die man schon tausende Male gehört hat und die mir als Leser aus dem Ohr raushängen.
Zudem ist mir die Struktur in 'Karma Girl' zu einfach. Die Handlung ist fast komplett vorhersehbar; alle Rätsel, die die Figuren lösen müssen, und alle Probleme, die sie überwinden müssen, sind zu leicht. Der Plan der Bösewichte ist offensichtlich und nicht wirklich schwer zu durchblicken und die Rätselarbeit, die Carmen Cole aufbringt, um die Helden zu entlarven, ist nicht wirklich anspruchsvoll. Dennoch hat es noch keiner aus ihrem Umfeld geschafft.
Auch die Auflösung lässt stark an ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln, da ich sie erstens vorhersehbar und zweitens unglaubwürdig finde, da ich nicht glaube, dass so eine große Persönlichkeit sich wirklich so perfekt tarnen kann. Ihre Strategie ist nicht durchdacht und komplex, sodass es nicht wirklich schwer ist, ihr auf die Schliche zu kommen.
Was macht 'Karma Girl' demnach dennoch lesenswert? Ich denke, es ist zweifellos der Ausblick am Ende des Teils auf die nächsten Bände, bei dem ich große Lust bekommen habe. Auch der lockere, witzige Schreibstil sorgte für ein schnelles Leseerlebnis, sodass man die vierhundert Seiten wirklich verschlungen hat. Auch sind mir die Figuren am Ende ans Herz gewachsen, sodass ich mich gerne in weiteren Bänden auf geheime Mission mit ihnen begebe. Und die Autorin hat es geschafft, dass man all die Kritikpunkte, die ich angebracht habe, beim Lesen nicht bemerkt bzw. dass es die Leser nicht wirklich stört.

Fazit:
'Karma Girl: Bigtime 1' ist ein gelungener Auftakt mit viel Luft nach oben für die nächsten Teile. Trotz vieler Kritikpunkte hatte ich Spaß, Carmen Cole & Co. über die vierhundert Seiten zu begleiten und ich würde mich sehr gerne noch einige Male auf die Reise mit ihr begeben. 

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

wald, thriller, koma, blind walk, jagd

Blind Walk

Patricia Schröder
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.09.2016
ISBN 9783570403303
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn du die originale Rezension lesen möchtest, dann klicke auf hier. 

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changers, identität, drew, jugendbuch, liebe

Changers - Drew

T Cooper und Allison Glock-Cooper , Allison Glock ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kosmos, 05.02.2015
ISBN 9783440143629
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Originalrezension auf meinem Blog. Ich freue mich auf deinen Besuch! :)
http://hellomybook.wixsite.com/hellomybook/single-post/2017/04/15/Changers---Drew

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

transgender, transsexualität, pubertät, transidentität, familie

Meine Mutter, sein Exmann und ich

T.A. Wegberg
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 10.03.2017
ISBN 9783499217593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Um das vorneweg zu nehmen und dem Buch zugute zu halten: Der Autor kann schreiben und das Buch weist an keiner Stelle große Längen auf und ist somit keineswegs langweilig.
Warum mich "Meine Mutter, sein Exmann und ich" dennoch nicht überzeugen konnte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Große Probleme hatte ich mit dem Protagonisten des Romanes, der sich von einem unsympathischen, äußerst homophoben Fünfzehnjährigen in ein "moralisches Vorbild" entwickelt und sich für jede gute Tat unerträglich rühmt, als wäre er, der Messias, den Menschen erschienen. Gleich zu Beginn fiel mir sehr negativ auf, wie unentwickelt und stumpf der Protagonist denkt und überhaupt nicht seiner Altersklasse entsprechend. Die Entwicklung, die der Protagonist durchschreitet, wird vom Autor nicht näher erläutert und völlig "verhuscht", sodass mir die Figur viel zu leicht manipulierbar vorkam. Hierzu später ein paar Worte mehr.
Der Roman kann sich nicht entscheiden, in welche Richtung er gehen möchte. Der Klappentext ist meiner Meinung nach total unangemessen, da nichts eingehalten wird, was dort versprochen wurde. Es verbinden sich verschiedene Geschichtsstränge miteinander und werden so abgehackt wiedergegeben, dass ich mich auf keine Handlung einlassen kann. Das fiel v.a. am Ende sehr negativ ins Gewicht, da der Autor an den unsinnigsten, meiner Meinung nach gar wichtigsten Szenen einen Zeitsprung ausführt und diese Stelle in einer Rückblende ungenau erläutert.
Die Handlung an sich ist von vorne bis hinten völlig vorhersehbar und Klischee behaftet. Es gibt keine Wendung in dem Buch, keine Überraschungen, sondern alle parallel laufenden Handlungsstränge bilden sich so fort, wie man es erwartet. Die Liebesgeschichte ist unglaubwürdig, da der Autor auch hier das Stilmittel des Überspringens verwendet und man keine innere Handlung des Protagonisten verfolgen kann. Auch gibt es viel zu viele Zufälle, durch die die Geschichtenstränge zusammenlaufen, was sehr an der Glaubwürdigkeit nagt.
Durch diese abgehackte Erzählstruktur, die mich besonders am Ende ziemlich gestört hat, kommen wichtige Stellen, die die geistige Entwicklung der Figuren fördern, nicht vor, wodurch es für den Leser äußerst schwierig ist, zu verstehen, wie die Figuren denken. Dadurch wirken sie sehr eindimensional und haben keine eigene Identität, an denen man sie ausmachen kann.
Der Protagonist, der im Laufe des Buches eine emotionale Phase durchmachen muss, kommt demnach auch viel zu kurz. Erst präsentiert uns der Autor ihn als überaus homophoben, stumpf denkenden Jugendlichen, der dem geistigen Fortschritt eines Grundschülers entspricht, der bei jedem zweideutigen Witz lachen muss. Dabei fällt mir auf, dass der Ich-Erzähler an einigen Stellen Abstand von der tatsächlichen Person nimmt, die er erzählt, was nicht sein darf. Man merkt, dass der Autor einen mit Klischee überladenen, völlig gegen Transsexualität sprechenden Charakter erschaffen wollte, der sich im Laufe des Buches in einen toleranten Gutmenschen verwandelt, der sich selbst in seiner Arroganz dafür lobt, dass er einer alten Dame die zerrissene Einkaufstüte trägt. Dieser Gegensatz soll dem Leser anscheinend klar werden, aber hier hat der Autor den Bogen auf jeden Fall überspannt. Vielleicht hätte er lieber daran arbeiten sollen, die innere Handlung der Protagonisten auszuformulieren.
Die eigentliche Grundhandlung, das Szenario, dass der Protagonist nicht damit klar kommt, dass seine Mutter sich in einen Mann umoperieren lassen möchte, weil sie sich in ihrem Körper und Geschlecht unwohl fühlt, wird dabei komplett außen vorgelassen, was ich sehr schade finde. Auch der endgültige Punkt, an dem der Protagonist seine Mutter so akzeptiert, wie sie ist, wird nicht ausreichend geschildert.
Dieses Buch, was aus so vielen unterschiedlichen Facetten besteht, welche für mich aber einfach nicht zusammenpassen und für mich kein vollständiges, passendes Bild ergeben, kommt nicht auf den Punkt. Ich verstehe nicht, was mir mit diesem Buch gesagt werden soll.

Fazit:
Sollte ich hier einen Grund finden, dieses Buch zu lesen - ich finde beim besten Willen keinen. Ich will aber das Buch nicht noch unnötig in den Dreck ziehen, denn ich denke, ich habe meine Meinung überdeutlich gesagt. Schade, denn man merkt, dass der Autor Potenzial hat. Aber hierbei konnte er mich leider gar nicht überzeugen.

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selbstmord, jay asher, jugendbuch, mobbing, tote mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Tote Mädchen lügen nicht" stand schon lange auf meiner Wunschliste, und als ich herausgefunden habe, dass eine Netflix-Serie dazu erscheinen soll, da landete schwuppdiwupp das Buch in meinen Händen. Der Klappentext klang äußerst vielversprechend und deswegen ging ich mit großen Erwartungen an den Roman heran. Ob er diese halten konnte, das erfahrt ihr in der folgenden Review. 
Das Szenario, das uns der Autor uns in seinem Roman bietet, ist unbestreitbar fesselnd und klug. Er verpackt eine logisch durchdachte Handlung und führt v.a. ein jüngeres jugendliches Zielpublikum näher an das Tabu-Thema "Suizid" hin. Dieses beschreibt er doch glaubwürdig und beschönigt es nicht. 
Der Protagonist von "Tote Mädchen lügen nicht" ist in Ordnung. Das sage ich deshalb nicht so gewohnt überschwinglich, da ich mit ihm keine Probleme hatte, was daran lag, dass er keine herausstechende eigene Identität hatte. Ich hätte hier erwartet, dass der Autor tiefer geht und auch an Emotionen einige Schippen drauflegt. Denn ich will mir gar nicht vorstellen, was in mir vorgehen würde, wenn ich in Clays Haut steckte. 
Hannah hingegen kommt mir äußerst lebendig, was schon fast ironisch ist, und realistisch vor. Sie besticht durch ihre fast schon lockere und humorvolle Art und ich könnte mir sehr gut vorstellen, mit ihr befreundet oder gar zusammen zu sein. Sie ist auch das Glied in dem Buch, das die Handlung vorantreibt. 
Was mich auch schon zu meinem nächsten anzusprechendem Punkt bringt: die Handlung. Es ist klar, dass es in diesem Buch keine große handfeste Storyline gibt, sondern sich alles nur um Hannah und den Grund, genau genommen dreizehn, dreht. Dennoch fühlt es sich nach Beendigung des Buches so an, als würde irgendetwas fehlen. Das liegt nicht nur an der dürftigen Handlung, sondern auch an der Auflösung des Ganzen. Ich würde diesen Punkt sehr gerne vertiefen, aber das wäre groß gespoilert. 
Schade auch, dass man die Protagonisten davor noch nicht kennen lernen durfte, denn nun erfährt man vor ihnen erst dadurch, dass Hannah ihre Fehler aufzählt. Es hätte meiner Meinung nach einen tollen Effekt gegeben, wenn man das Umfeld von Hannah davor schon näher beleuchtet hätte, und dann die Auflösung bekommt. Denn so konnte ich mich nicht in Hannah hineinversetzen, da ich sie davor noch gar nicht kannte und überhaupt keine persönliche Bindung zu ihr besaß. 
Natürlich könnte man den eben genannten Kritikpunkt auch in eine positive Anmerkung umwandeln, denn es ist auch schon interessant, dass das Leben rund um Hannah für die Protagonisten und den Leser erst nach dem Tod bekannt wird. 
 
Fazit:
 
"Tote Mädchen lügen nicht" ist insgesamt ein doch lesenswertes Buch, das das Thema "Suizid" gerecht verdeutlicht, ohne es zu beschönigen. Trotz dürftiger Handlung, einem eindimensionalen Protagonisten, zu wenig Tiefgang und einer enttäuschenden Auflösung spreche ich hier eine Leseempfehlung für alle aus, die sich nach dem Klappentext angesprochen gefühlt haben.

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tod, thriller, jugendbuch, verfolgung, unbeantwortete fragen

Shadowlands

Kate Brian , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2015
ISBN 9783649616641
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die originale Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://hellomybook.wixsite.com/hellomybook. 

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geheimnisse, lügen, venice beach, mündigkeit, wg

Little Secrets - Lügen unter Freunden

M.G. Reyes , Alessa Krempel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.10.2016
ISBN 9783959670654
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Klappentext klang vielversprechend, das Cover sah auch ganz gut aus, die Rezensionen zu diesem Buch waren jedoch durchweg negativ. Dennoch ließ ich mir die Lust nicht verderben. Kann ich mich nach dem Roman den überwiegend schlechten Kritiken, denen "Little Secrets" sich stellen musste, anschließen? Die Antwort lautet kurz und knapp: Nein. So macht das Buch für mich genau so viel richtig, als dass das Buch sich für mich noch zu lesen lohnt. Als erstes, was ich positiv anmerken möchte, war die gute Atmosphäre, die hier "Little Secrets" aufzubauen schafft. Einerseits die locker-leichte, fröhliche und nach Freiheit schmeckende Stimmung, durchzogen von Geheimniskrämerei, Misstrauen und Geheimnissen. Das schafft die Autorin hier wirklich gut. Die Protagonisten haben mir soweit auch ganz gut gefallen, jeder für sich hatte eine eigene Persönlichkeit, eigene Charakterzüge, die im Laufe des Buches gut zur Geltung gekommen sind. Jedoch sind mir einige zu sehr auf Klischees basierend, und es dauert eine Weile, bis man als Leser mit den Figuren warm geworden ist, da sie oft sehr oberflächlich beschrieben sind und demzufolge sehr eindimensional wirken. Die Autorin kann gut Spannung aufbauen, und man möchte gerne wissen, wer welches Geheimnis birgt und wie alles zusammenhängt, setzt hierbei aber zu sehr auf eindeutige Ausdrücke, wie z.B. "Zum Glück hatte niemand ihr Geheimnis aufgedeckt(...)", sodass hier zu offen Neugier geweckt werden soll. Die Auflösung macht zwar, soweit die Geheimnisse eben im ersten Band aufgedeckt worden sind, Sinn, kommt mir aber im Nachhinein sehr unrealistisch und konstruiert vor. Es erschließt sich mir nicht ganz, warum diese ganzen Fäden zusammenlaufen. Das ist mir zu offensichtlich, dass sechs Jugendliche mir nichts, dir nichts zusammenziehen, und jeder hat seine dunklen, wirklich bösen Geheimnisse. Da fehlt mir ein wenig der Kontext, warum genau der Weg dieser Jugendlichen zusammentrifft. Trotz der einigen Kritikpunkte und mit jedem guten Argument für das Buch, gegen das sich auch ein Minuspunkt hervorziehen ließ, hatte ich wirklich Spaß beim Lesen, v.a. diese Atmosphäre von wegen Gute-Laune-Sommer-Beach-Freiheit-Partys und Dunkle-Geheimnisse-Verdacht-Misstrauen-Angst konnte mich überzeugen. "Little Secrets" konnte meiner Meinung nach aber nicht ganz das halten, was der Klappentext verspricht: "(...) es beginnt ein gefährliches Spiel, bei dem bald jeder nur seine eigene Haut retten will." Ganz so spannend mit guten Thrill-Elementen, wie sich dieser Satz anhört, ist das Buch dann doch nicht, aber diejenigen, die auf so eine gute Geschichte mit Geheimnissen Lust haben, seien mit "Little Secrets" gut bedient. 
 
Fazit:
"Little Secrets" macht vieles richtig, aber auch einiges falsch. Wer aber nach dieser Rezension nur ansatzweise Lust auf das Buch hat, der sei hiermit gut beraten. Mir hat's trotz einiger Schwachstellen gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Teile!

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