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Gobbolino, the Witch's Cat

Ursula Moray Williams , Catherine Rayner
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Pan Macmillan, 11.10.2012
ISBN 9780230761650
Genre: Sonstiges

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erinnerung, kaffeetrinken, verlust, fortsetzung zu just kids, amerikanische literatur

M Train

Patti Smith , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048636
Genre: Biografien

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die hexen von eastwick, amerikanische literatur, witches of eastwick, john updike

The Witches of Eastwick

John Updike
Flexibler Einband: 306 Seiten
Erschienen bei Random House Inc, 29.09.2008
ISBN 0449912108
Genre: Romane

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lena dunham, autorin, buch, not that kind of girl, kurzbewertung

Not That Kind of Girl

Lena Dunham , Sophie Zeitz , Tobias Schnettler , Joana Avillez
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783596198047
Genre: Romane

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betty und ihre schwestern, bürgerkrieg, usa, familiengeschichte, schwestern

Little Women

Louisa May Alcott , Jane Smiley , Siobhan Kilfeather , Vinca Showalter
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 09.05.2012
ISBN 9780143106654
Genre: Klassiker

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

truman capote, new york, frühstück bei tiffany, holly golightly, klassiker

Frühstück bei Tiffany

Truman Capote , ,
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 22.10.2015
ISBN 9783036959344
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Die Protagonistin Holly begleitet jeden Abend einen anderen Verehrer auf eine der vielen angesagten Partys der New Yorker Schickeria. Aber auch in Hollys Welt gibt es nicht nur gute Zeiten, denn wenn sie ab und zu das rote Elend mal packt, fährt sie einfach zu Tiffanys, um sich glücklich zu kaufen oder einfach in der von ihr so geliebten Atmosphäre zu schwelgen. Denn das ist der einzige Ort, an dem sie sich sicher und geborgen fühlt. Holly ist ein Luxusgirl und träumt von einem Leben an der Seite eines Millionärs und gerade als sie ihn findet und der Traum kein Traum mehr bleibt, wird sie verdächtigt für einen Drogenboss gearbeitet zu haben.

Meine Meinung:

Frühstück bei Tiffany ist eine unterhaltsame Satire, die sich mit der Schickeria und Partyszene der alten Tage in New York beschäftigt. Zeitlich betrachtet befinden wir uns kurz nach dem zweiten Weltkrieg, der Wirtschaftsboom hat dafür gesorgt, dass jeder alles hat und dass die Reichen nur noch reicher geworden sind. In dieser Welt scheint es niemandem an etwas zu fehlen, außer an "echten Gefühlen".

Die Protagonistin Holly verkörpert bitterböse das Lebemädchen, das sich von reichen Männern aushalten lässt und im Vergleich zum Film mit Audrey Hepburn ist die Protagonistin keine sympathische Zeitgenossin. Sie ist total oberflächlich, obwohl sie Bücher liebt und auf elegante Kleidung steht, hatte ich beim Lesen kein Faible für sie. Holly fühlt sich stets heimatlos, aber wenn man selbst nichts dagegen tut und versucht ein eigenes Leben aufzubauen, ist das ja nur verständlich. Mit der Hauptprotagonistin konnte ich einfach nichts anfangen. Aufgrund der Protagonistin entstand zumindest am Anfang bei mir das Gefühl, dass es sich bei diesem Buch um einen 0815 Roman handelt, der geschrieben wurde, um Frauenherzen zu befriedigen.

"...Wenn ich im richtigen Leben mal einen Ort finde, wo ich mich so fühle wie bei Tiffany, dann werde ich Möbel kaufen und dem Kater einen Namen geben. ..." - Holly Golighty

Das änderte sich aber mit dem Fortlaufen der Erzählung schlagartig. Truman Capote schreibt kritisch und satirisch über diese Szene, die ja tatsächlich exisitert haben muss und höchstwahrscheinlich auch noch heute in diesem Ausmaß zu finden ist. Capotes eigene Mutter gehörte ihr scheinbar auch an. Über den Autor steckt noch einiges mehr in diesem Buch, denn der namenslose Erzähler, schwul und als Schriftsteller tätig, stellt eine Anspielung auf den Autor selbst dar.

Den Film mit Audrey Hepburn hab ich übrigens nicht gesehen.

Insgesamt bietet das Buch eine kurzweilige Unterhaltung und eignet sich gut für heiße Sommertage am Strand oder Balkon, es beinhaltet die richtige Portion Satire und Kritik und liest sich einfach und entspannt weg. Es ist sogar ein leichter Hauch Spannung darin versteckt, weil man bis zum Schluss neugierig bleibt, was nun aus Holly wird, die einfach aus einer anderen Zeit stammt und so mit dem heutigen Feminismus und Bild der Frau nicht zu vereinbaren ist. Teilweise hatte ich sogar Mitleid mit ihr und hätte sie am liebsten in eine Schule eingeschrieben und gebildet XD. Auf den Schriftsteller selbst bin ich aber nun neugierig und da ich gesehen habe, dass auf der Rory Gilmore Reading Challenge auch sein Buch Kaltblütig vertreten ist, werde ich dieses bald auch lesen.

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30 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

tagträume, romantik, ehebruch, affäre, selbstsüchtigkeit

Madame Bovary

Gustave Flaubert , Marie Dessauer
Flexibler Einband: 455 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 22.10.2012
ISBN 9783458362333
Genre: Klassiker

Rezension:

Flaubert muss wohl im Geheimen ein Misanthrop gewesen sein. Wer Flaubert schon gelesen hat und dennoch der Meinung ist, dass der Mensch auch Gutes in sich bewahrt, dem kann ich fast nicht glauben. Flaubert lebte immer sehr zurückgezogen und pflegte längerfristig betrachtet als einzigen sozialen Kontakt den Briefwechsel zu seiner damaligen Liebschaft. Recht früh verschrieb er sich der Analyse der tiefen Abscheu vor der Menschheit und schrieb in seinen Büchern immer wieder über sie. Dass gerade auch sein Roman Madame Bovary zu seiner Zeit einen Skandal ausgelöst hat und gegen die guten Sitten verstoßen hatte (Flaubert musste dafür ins Kittchen), können Leser aus diesen Tagen wohl kaum mehr nachvollziehen. Nichtsdestotrotz hat es dieses Buch mit seinen so ausgeprägt gestalteten Figuren in sich. Nichts an Madame Bovary ist leichtfüßig oder beiläufig. Jeder Satz macht Sinn und wurde an der richtigen Stelle platziert und formuliert. Man könnte meinen, das Buch ist wie eine Symphonie komponiert worden!

Inhalt:

Der 1857 veröffentlichte Roman Madame Bovary schildert die Liebschaften der gelangweilten Arztgattin Emma Bovary und zählt zu den kritischen Gesellschaftsromanen. Die erzählte Zeit ist um 1900 (also eigentlich 1800) angesetzt und spielt sich in der Normandie ab. Die Protagonistin, eine junge und verträumte Frau, heiratet ganz naiv den biederen Landarzt Charles Bovary in der Hoffnung auf ein beschauliches Leben. Aber schon bald nimmt ihr die Ehe die Luft zum Atmen und die junge Emma flüchtet sich in die berauschende Scheinwelt der Literatur. Ohne Ahnung und Aufklärung wie denn so eine Ehe im Alltag verläuft, wird Emma immer trauriger darüber, dass ihre Ehe nicht so ist wie in den Büchern, die sie liest. Um die innere Leere zu füllen, stürzt sie sich in Liebesabenteuer, die aber letztendlich nicht das gewünschte Glück bringen von dem sie insgeheim träumt und der Leser bekommt ab ca der Mitte des Buches mit wie Emma geistig und körperlich verfällt und schließlich freiweillig aus dem Leben scheidet.

Meine Meinung:

Madame Bovary ist ein sehr gutes Buch, das aber vermutlich nicht jeden Leser glücklich machen wird. Flaubert ist mit diesem Roman zumindest für mich ganz große Literatur gelungen und zwar im Stile der alten Schule. Wem Paranthesen, rhetorische Stilfiguren aus der Antike, wie Tropen (Stilmitteln, die für eine Figur statt der Bezeichnung eine Ersatzbezeichnung setzen, meist mythologisiert) und die realistische Schilderung unbestechlicher Sachlichkeiten Vergnügen bereiten, der wird dieses Buch lieben. Wer allerdings Probleme mit solchen Termini hat, da kann ich mir gut vorstellen, dass ein solcher Leser oder eine solche Leserin Madam Bovary sehr anspruchsvoll finden wird und vermutlich nicht mal bis zur Hälfte lesen. Bis zur Hälfte nämlich zaht sich die Lektüre und man wartet vergeblich darauf, dass irgendein Knaller passiert, der zumindest etwas Spannung in die bis ca zur Seite 200 geschilderte Welt bringt. Nüchtern, ganz im Stile des Realismus, schildert Flaubert die Lebenssituation von Emma und ihrem Mann Charles Bovary. Dabei werden unschöne Details nicht ausgeklammert und die Figuren werden dem Leser komplett lieblos nach der Reihe vorgeführt. Außerordentlich ist dabei Flauberts Auge für Landschaften und Natur. Wortreich umschreibt er die Umgebung und geht auch auf Kleidung, Aussehen und Eigenheiten der Figuren sehr detailliert ein. Ich mag sowas ja sehr gerne. Am liebsten hätte ich tagelang Flauberts Landschaftsmalerien, die in diesem Falle durch Worte passieren, gelesen.

Ab der Hälfte des Buches nimmt die Erzählung dann Fahrt an und Emma und ihr inneres Seelenleben rücken in den Vordergrund. Vom Liebhaber verlassen, verfällt sie in Depressionen und wird sogar Bettlägrig. Durch ihre Krankheit werden Schulden angehäuft und Charles Bovary wächst dem Leser irgendwie ans Herz. Wie er alles Erdenkliche versucht, um seine geliebte Emma zu retten, das ist irgendwie rührend. Spätestens ab hier kann man das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Dramatisch setzt ein Ereignis nach dem anderen ein und man vermutet schon, dass diese Geschichte kein gutes Ende mehr nehmen wird.

Fazit:

Madame Bovary besticht durch eine wortreiche Sprache und durch Flauberts eigenartigen Schreibstil, den man eben mag oder nicht. Anspruchsvoll und wortreich entführt er den Leser nach Frankreich, ins 19 Jahrhundert und nimmt kein Blatt vor dem Mund, um die damalige Gesellschaft ganz kritisch auf Papier zu bringen. Für mich ist der Roman große Literatur, er erfüllt jedes Literatenherz und ist purer Lesegenuss, wenn man denn nun auf sowas steht. Leser, die lieber moderne Literatur lesen und Probleme mit mythologischen Begriffen aus der Antike habe, werden das Buch vermutlich nicht besonders mögen. Meine Rezension bezieht sich allerdings auch auf die Ausgabe von 1985, eventuell gibt es schon modernere Überstzungen, die ohne dem auskommen. Einfach mal ausprobieren und Flaubert lesen! Von mir gibt es die ganze Punktezahl und das Buch kommt in meine Top 100 Liste.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

klassiker

Madame Bovary

Gustave Flaubert
Flexibler Einband: 299 Seiten
Erschienen bei Booksales Inc Remainders, 01.08.2009
ISBN 9781848373211
Genre: Klassiker

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

western, geschichte, wildnis, hartes leben, büffeljagd

Butcher's Crossing

John Williams , Anthony Heald
Audio CD
Erschienen bei Blackstone Audio Inc, 01.08.2010
ISBN 9781441753465
Genre: Sonstiges

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

history, non-fiction, america

Bury My Heart At Wounded Knee

Dee Brown
Flexibler Einband
Erschienen bei Vintage, 01.01.1987
ISBN B00C6ONARS
Genre: Sonstiges

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650 Bibliotheken, 12 Leser, 9 Gruppen, 32 Rezensionen

liebe, südstaaten, bürgerkrieg, krieg, klassiker

Vom Winde verweht

Margaret Mitchell , Martin Beheim-Schwarzenbach
Flexibler Einband: 1.120 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.12.2007
ISBN 9783548269337
Genre: Klassiker

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

südstaaten, liebe, bürgerkrieg, melanie hamilton, tara

Vom Winde verweht

Margaret Mitchell ,
Audio CD
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 01.04.2008
ISBN 9783455305715
Genre: Romane

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 26 Rezensionen

england, krimi, weihnachten, klassiker, mord

Geheimnis in Weiß

J. Jefferson Farjeon , Eike Schönfeld , Martin Edwards
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 19.12.2016
ISBN 9783608961027
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber dieses kleine Büchlein passt trotzdem gerade sehr schön in die Zeit. Nicht nur, weil es einen so schönen winterlichen Titel hat, sondern auch, weil es einfach im Buch unaufhörlich schneit. Die Geschichte wurde schon 1937 publiziert und ist deshalb im eigentlichen Sinne keine Neuerscheinung, aber weil das Buch erst jetzt ins Deutsche übersetzt wurde, ist es irgendwie doch neu. Nur 280 Seiten lang, wurde es in Leinen gebunden und erzählt eine Mordgeschichte. Eine gemütliche Mordgeschichte.

Inhalt:

Es ist kurz vor Weihnachten und ein Zug mit mehreren Passagieren bahnt sich seinen Weg durch die verschneite Landschaft Englands. Während der Bahnfahrt schneit es aber so heftig, dass der Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby steckenbleibt. Das lange Warten wird den Insassen bald zu blöd und sie machen sich auf, um den nächsten Bahnhof zu suchen. Jeder möchte natürlich noch vor Heiligabend zu Hause eintreffen. Doch der Weg stellt sich als schwierig heraus, vom ganzen Schnee sieht man überhaupt nichts und einige der losgezogenen Passagiere kränkeln auch. Als sie schließlich auf ein verlassenes Landhaus treffen, suchen sie Zuflucht dort, bemerken aber schnell, dass die Tür offen steht, der Kamin brennt und auch der Tisch ist zum Tee gedeckt aber von den Bewohnern fehlt jede Spur. Hier ist Seltsmes in Gange. Während die Eindringlinge versuchen hinter das Geheimnis zu kommen, passiert auch noch ein Mord.

Meine Meinung:

Ach, ich liebe ja gemütliche Wintergeschichten, solche Bücher haben eine ganz eigene Stimmung. Im Kamin prasselt ein Feuerchen, irgendwo liegen kuschelige Wolldecken, am Herd köchelt ein Eintopf vor sich hin und zum Nachtisch gibt es lecker Kuchen. Vor dem Haus steht ein Schneemann und immer wird ganz viel Tee getrunken. Auch bei "Geheimnis in Weiss" tauchen wir ein in eine behagliche Winterwelt. J.Jefferson Farjeon führt uns langsam in seine Geschichte ein, es wird zu Beginn ein kalter Wintertag geschildert, wie man ihn oft aus dem Radio hört. Die Kinder freuts, die Autofahrer sind nicht besonders darauf vorbereitet und die Landschaft ist getaucht in einen weissen Zauber. Von den Protagonisten erfährt man zunächst einmal nicht viel, sie werden erst im Verlauf der Erzählung vorgestellt. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe ist das, da gibt es einmal den etwas hochnäsigen und selbstbewussten Buchhalter Mr. Thomas, dann die beiden Geschwister David und Lydia, die irgendwie an ein altes Ehepaar erinnern, den alten Mr. Maltby, der für die königliche parapsychologische Gesellschaft unterwegs ist, eine Tänzerin namens Jessie und schließlich gesellt sich auch ein Nörgler hinzu. Alles sehr eigenartig. Man fragt sich natürlich weshalb genau diese schrägen Typen so zusammenfinden, aber einen wirklichen Grund scheint es nicht zu geben. Dass bei so einem Auftakt natürlich witzige Dialoge rauskommen, kann man sich schon im Vorhinein denken. (sehr unterhaltsam) Manchmal spitzen sich die Dialoge auch etwas zu und es wird im bissigen Ton miteinander gesprochen. Jeder ist schlauer als der andere, dann passiert ein Mord und plötzlich sind alle verdächtig.

Lange Zeit hat man einfach überhaupt keinen Tau wo diese Erzählung hinführen soll, der Autor offenbart dem Leser nur häppchenweise neue Informationen, die man wie ein Puzzle zusammensetzen muss, damit die Geschichte Sinn macht. Ganz in der Tradition von Agatha Christie, Dorothy L. Sayers oder Sherlock Holmes reiht sich ein Misterium an das andere und lässt den Leser lange im Dunkeln tappen. Ich habe sehr lange gebrauch um in die Geschichte reinzufinden, die Charaktere fand ich auch einfach sehr sonderbar, sie waren mir so nichtssagend. Teilweise sind sie auch sehr oberflächlich gestaltet, vielleicht weil sie nicht das wichtigste im Buch sind?

Ich muss auch erwähnen, dass dieses Buch natürlich Ende der 30er Jahre geschrieben wurde und auch die für damals üblichen gesellschaftlichen Normen mit sich bringt. An manchen Stellen haben dann einfach die weiblichen Figuren den Mund zu halten wenn der Mann spricht und sozial höher gestellte Passagiere dürfen ausreden, während andere deswegen nicht so ernst genommen werden.

Zusammenfassend hab ich diese kleine aber doch so obskure Geschichte gerne abends gelesen, sicherlich gibt es bessere Detektivgeschichten und Cozy Krimis, aber ich kenne kein anderes Buch, das so geheimnisvoll aufgebaut ist wie dieses hier.

Fazit:

"Geheimnis in Weiss" macht seinem Namen alle Ehre. Lange Zeit fragt man sich einfach, wo denn diese Erzählung hinführt. Jefferson Fahjeon hat ganz nach alter englischer Manier einen Cozy Krimi geschaffen, der zum Miträtseln einlädt und dadurch unterhält, dass er irgendwie auf eine charmante Art und Weise altmodisch ist.

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Tags: krimis   (1)
 

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48 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

musiker, autobiographie, musik, biographie, liebe

Born to Run

Bruce Springsteen , Teja Schwaner , Alexander Wagner , Urban Hofstetter
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.09.2016
ISBN 9783453201316
Genre: Biografien

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151 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

russland, klassiker, schuld, moral, mord

Schuld und Sühne

Fjodor M. Dostojewski , Hermann Röhl
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.03.2012
ISBN 9783866477650
Genre: Romane

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108 Bibliotheken, 0 Leser, 7 Gruppen, 13 Rezensionen

krimi, hercule poirot, weihnachten, england, mord

Hercule Poirots Weihnachten

Agatha Christie
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 15.10.2007
ISBN 9783596177707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mein Lieblingsdetektiv Mr. Hercule Poirot wird kurz vor Weihnachten um Hilfe gerufen und muss erkennen, dass die Suche nach dem Mörder diesmal etwas schwieriger ausfallen wird. Es sollte eigentlich ein Familientreffen werden. Der alte Mr. Simeon Lee möchte seine Famile dieses Weihnachten um sich haben und verschickt an alle Familienmitglieder Einladungskarten, denn wer weiß, ob er das nächste Weihnachten miterleben wird!? Allerdings hält sich die Freude der Verwandten in Grezen, denn niemand ist mit den anderen so im Grünen und der alte Mr. Lee ist ein richtiger Familientyrann. Als zu seiner Überraschung aber dann doch alle eintrudeln, hat der alte Herr nichts anderes zu tun als alle zu beleidigen und zu provozieren. Damit hat es aber schnell ein Ende, wenig später wird er tot aufgefunden. Nach der ersten Befragung stellt Poirot fest, hier hätte eigentlich so gut wie jeder Gründe den alten Mann zu hassen.

Meine Meinung:

Agatha Christies Versprechen einmal einen besonders blutigen Krimi zu schreiben wurde hier definitiv umgesetzt. In keinem anderen Krimi von ihr wird so detailliert auf den Zustand der Leiche eingegangen. Aber einen Thriller darf man trotzdem nicht erwarten, Hercule Poirots Weihnachten besticht durch seinen englischen Erzählstil und die Verwicklungen und Eigenheiten der vorkommenden Personen. Wie so oft bei Christies Krimis spielt die Geschichte auf einem englischen Landgut, nämlich auf Gorstom Hall in der Grafschaft Middleshire. Also ein typischer englischer Krimi wiedermal mit Butler und Teezeit. Mr. Simeon Lee könnte nicht boshafter und grimmiger kreiert werden als von einer britischen Schriftstellerin. Auch alle anderen Personen sind typisch britisch. Sie sind alle so eigenartig, mal böse, mal gut oder ein Opfer ihrer selbst. Sympathisch fand ich eigentlich keinen so wirklich, bis auf Hercule Poirot natürlich. Da ist der alte Mr. Lee, der mit seinem Sohn Alfred und dessen Frau auf dem großen Anwesen lebt. Bei der Zusammenführung der Familie geht es ihm nicht um eine große Versöhnung, sondern eher um den Unterhaltungswert. Er weiß ja, dass sich niemand so wirklich ausstehen kann. Alfred hat die Firma vom Vater übernommen und ist eher der brave und ruhige Sohn, der nichts zu melden hat. Sein Bruder David interessiert sich für Musik und ist in den Augen des Vaters ein Schwächling. Dann gibt es noch Harry, der irgendwie so aus dem Nichts auftaucht, lange Zeit hielt man ihn für verschollen. Außerdem George, der sich mit Alfred noch nie wirklich verstanden hat und in die Politik ging. Da sind auch ohne Mr. Lees Zutun Konflikte schon vorprogrammiert. Im Verlaufe der Geschichte tauchen noch einige unerwartete Personen auf, die zusätzlich nochmals für Verwirrung sorgen und auf die Ausfindung des Mörders dieses Mal besonders lange warten lassen. Es ist aber genau dieses besondere Element des Rätselratens, das Christie hier einbaut, was den Krimi so lesenswert macht. Lange Zeit kommt wirklich jedes Familienmitglied in Frage, immer wieder werden Geheimnisse gelüftet, die den einen oder die andere nochmals verdächtiger machen. Stückchen für Stückchen scheint sich das Puzzle zusammenzusetzen, aber ständig passt ein Teil nicht. Es bleibt bis zum Schluss super spannend. Originell fand ich dann die Auflösung des Mordes, als Leser hat man das einfach nie und nimmer vermutet. Herucle Poirots Weihnachten ist eines der besseren Christie-Bücher. Es hat den typischen Christie Charme, ihre direkte und ehrliche Sprache sticht diesmal besonders heraus. Wer also noch nichts von der Queen of Crime gelesen hat, dem empfehle ich dieses Buch. Mit knappen 266 Seiten lässt es sich gut über die Weihnachtsfeiertage lesen.

Weihnachtlich ist bei diesem Buch aber nur der Titel. Es wird weder ein üppiges und festliches Familienmahl beschrieben noch kommen Dekorationen vor oder irgendetwas das auf Weihnachten hindeuten würde. Weihnachten ist eher im Hintergrund.

Fazit:

Agatha Christie at her best! Dieser Krimi bleibt spannend bis zum Schluss und erzählt in schöner alter britischer Manier eine Mordsgeschichte, die sich auf einem alten Landgut abspielt, wo der Butler noch Tee serviert und alle Personen so eigenartig sind, wie man es in englischen Erzählungen liebt!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

klassiker, verfilmt, amerikanische literatur

Der große Gatsby (insel taschenbuch)

Francis Scott Fitzgerald
E-Buch Text: 216 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 30.10.2011
ISBN B006NZ632U
Genre: Sonstiges

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

klassiker, f. scott fitzgerald, the great gatsby, english books, englisch

The Great Gatsby

F. Scott Fitzgerald , Margaret Tarner , Margaret Tarner
Flexibler Einband: 84 Seiten
Erschienen bei Hueber Verlag, 07.10.2011
ISBN 9783192929588
Genre: Klassiker

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

england, krimi, inspektor jury, scotland yard, spannung

Inspektor Jury geht übers Moor

Martha Grimes , Dorothee Asendorf
Flexibler Einband: 476 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 07.04.2008
ISBN 9783442467037
Genre: Krimi und Thriller

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Kameliendame

Alexandre Dumas der Jüngere
Fester Einband: 267 Seiten
Erschienen bei Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung, 01.01.1958
ISBN B001BYFSL0
Genre: Sonstiges

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64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

london, england, krimis, 19. jhd., krimi-reihe

Mord in der Mangle Street

M.R.C. Kasasian , Alexander Weber , Johannes Sabinski
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 19.08.2016
ISBN 9783455600513
Genre: Krimi und Thriller

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288 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

klassiker, oscar wilde, jugend, das bildnis des dorian gray, schönheit

Das Bildnis des Dorian Gray

Oscar Wilde , Eike Schönfeld
Flexibler Einband: 294 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.06.2015
ISBN 9783458360841
Genre: Klassiker

Rezension:

Oscar Wilde hat mich schon immer sehr fasziniert. Sein Leben, sein Schaffen und seine exzentrische Art machten mich immer neugierig auf ihn, weshalb ich schon öfters einfach nur Porträts von ihm gelesen habe. Eines davon hab ich hier schon einmal vorgestellt. Da es gerade herbstelt draußen, hab ich vor kurzem ein Buch mit Kurzgeschichten von ihm gelesen. Es beinhaltet auch meine Lieblingsgeschichte "Das Gespenst von Canterville". Sobald ich etwas mehr Zeit gefunden habe, werd ich mich mit diesem Buch in die Herbstlandschaft verabschieden und versuchen ein paar schöne Fotos hinzubekommen. Das Buch passt so gut in die Herbstzeit. Mehr davon gibt es Ende Oktober auf meinem Blog !

Ein bisschen traurig ist die Tatsache, dass "Das Bildnis des Dorian Gray" der einzige Roman des irischen Schriftstellers ist. Es ist eines der bekanntesten Werke der Weltliteratur. Da die Geschichte mehrmals verfilmt wurde, ist den meisten der Inhalt mehr oder weniger bekannt. Ich selber habe noch keinen Film gesehen, wusste aber ungefähr, um was es im Buch geht. Als ich dann anfing das Buch zu lesen, habe ich mich sehr über die schöne Schreibweise gefreut und das Buch dann auch regelrecht verschlungen.

Themen sind unter anderem das viktorianische Zeitalter (schon mal ein Pluspunkt bei mir), damit verbunden wären dann die Dekadenz der Oberschicht, Hedonismus und das Dandytum. Kritisch auseinander gesetzt hat sich Wilde in seinem Werk auch mit dem Ästhetizismus, den ich gerade auf der Uni durchgemacht habe. Der Ästhetizismus ist eine Literaturströmung, die in der Schönheit der Dinge den höchsten Wert sieht. Vor allem geht es um den Künstler und sein Innenleben. Nur wer wie ein Künstler denkt und fühlt, kann die wahre Kunst rezipieren.

Erzählt wird hier die Geschichte von Dorian Gray, der dem Hedonismus frönt, seine Seele verkauft und über Leichen geht, um seine Schönheit zu retten. Es geht um Kunst und Selbstinszenierung.

Der erfolgreiche Maler Basil Hallward erschafft ein unvergessliches Porträt des jungen und schönen Dorian Gray, beim Betrachten des Porträts wünscht sich dieser, dass er für immer seine Jugend erhalten könnte und dass anstatt ihm, das Porträt altert und seine Sünden dieses zeichnen mögen und nicht ihn selbst. Dieser Wunsch geht in Erfüllung, hat aber fatale Folgen für den Protagonisten. Im Verlaufe der Erzählung wird Dorian von dem reichen Aristokraten Lord Henry veführt und sozusagen verdorben. Er beschließt Dorian Gray nach seinen Wünschen zu formen, wie eine Art Kunstwerk. Daraufhin lebt Dorian in den folgenden Jahren skrupellos seine Selbstentfaltung aus, so wie es ihm Lord Henry empfohlen hat. Er geht sogar über Leichen. Bestätigt wird er von einem Buch, das er wie besessen liest und von dem er sich mehrere Bände in allen Farben zulegt. Er findet sich darin wieder und glaubt, dass es seine eigene Geschichte erzählt. Auch von anderen Kunstwerken fühlt sich Dorian bestätigt und er sammelt irgendwann alles, was schön, wie er ist. In seinem Leben gibt es fortan an nur noch Schönheit und ihn selbst. Alles dreht sich um ihn und wer das nicht einsieht, wird von ihm aus dem Weg geräumt, auch vor Mord schreckt Dorian nicht zurück.

Da er aber letztendlich von Alpträumen und Gewissensbissen geplagt wird, sucht er einen Ausweg aus seiner Miserie. Immer öfter findet er sich in Opiumhöhlen wieder, um zu vergessen, aber das Porträt hält alle Sünden fest.

Meine Meinung:

Mit Dorian Gray hab ich ein weiteres Buch in meine Top 100 Liste aufgenommen. Ich mochte sehr vieles an diesem grandiosen Klassiker. Gleich die erste Seite hat mich mit dem Schreibstil überzeugt, ich liebe die Ausdrucksweise Wildes. Auch ist Dorian Gray ein interessanter Charakter, zwar teilweise sehr extrem aber faszinierend. Aber haben nicht die besten Bücher immer außergewöhnliche Protagonisten? Erzählt wird die Geschichte von einem auktorialen Erzähler, der dem Leser ein detailreiches Innenleben des Protagonisten serviert, man hat Anteil an den Gefühlen, Wünschen und Ängsten der Figuren. Darüber hinaus spielt die Geschichte im viktorianischen England, was mir besonders gut gefallen hat, weil ich von dieser Zeit sehr angetan bin, ich interessiere mich einfach für alles, was diese Epoche zu bieten hat. Kritisiert wird auch wie bereits erwähnt der Ästhetizismus und die gesamte Oberschicht mit ihrem Adel und der Lebensweise damals. (Man bekommt nur einen Eindruck vom Adel, die anderen Stände werden nicht so berücksichtig) Weiters hat das Buch Elemente der schwarzen Romantik oder wie man sie in England gothic novel nennt, das zeigt sich in der dunklen Welt, die Dorian Gray dann umgibt, als er zu viele Sünden begeht. Die übernatürlichen Aspekte unterstreichen den Flair dann noch einmal deutlich, weshalb ich Dorian Gray auch als gothic novel betrachten würde (zb weil das Bild altert und nicht der Protagonist) Die Handlung in diesem Roman steigert sich kontinuierlich und endet mit einem grandiosen und nicht vorhersehbarem Finale, was die Story einfach total spannend macht. Alles in einem hat Dorian Gray also sehr viel zu bieten!

Die neu übersetzte Version vom Insel Verlag liest sich wirklich gut und flüssig, ich weiß nicht, wie es bei anderen Ausgaben ist, aber ich fand es nicht so schwer zum Lesen. Dorian Gray ist ein Klassiker-Knaller und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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Tags: gothic novel, klassiker, victorian era   (3)
 

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592 Bibliotheken, 31 Leser, 7 Gruppen, 25 Rezensionen

klassiker, liebe, pädophilie, lolita, roman

Lolita

Vladimir Nabokov , Helen Hessel , Maria Carlsson , Kurt Kusenberg
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.04.1999
ISBN 9783499225437
Genre: Romane

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klassiker, neuengland, gothic novel, amerikanische literatur, puritaner

Das Haus mit den sieben Giebeln

Nathaniel Hawthorne , Irma Wehrli , Hanjo Kesting
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Manesse, 17.03.2014
ISBN 9783717523444
Genre: Romane

Rezension:

Die Hauptfigur in diesem Roman bildet nicht ein Mensch, sondern wie eben der Titel schon verrät das Haus mit den sieben Giebeln. Seit Generationen ist es schon im Besitz der kauzigen Familie Pyncheon, von denen es allerdings nicht mehr so viele gibt. Allein die alte Hebzibah fristet ein Dasein in Armut und weilt in den schattigen Plätzen im Garten. Da kein Geld mehr für Renovierungen vorhanden ist, modert das Haus vor sich hin und beflügelt manch Spaziergänger für mystischen Dorfklatsch. Dazu trägt aber nicht nur das Äußere bei, sondern auch die Vergangenheit.

"Gott wird ihm Blut zu trinken geben!" So verflucht Mathew Maule Ende des 17. Jahrhunderts den Oberst der Pyncheons, weil dieser ihn als Hexer hängen lässt, um an seine Ländereien zu gelangen. Als der Oberst dann bei der Einweihung des Hauses stirbt, ist man sich sicher, dass man sich ab nun von dem Haus und der Familie fernhält.

Als eines Tages jedoch Hepzibah's entfernte Cousine Phoebe auftaucht, erhellt ihr frisches und ungezwungenes Wesen das Haus und auch der Leser verspürt einen Hoffnungsschimmer für ein Happy End.

Meine Meinung:

Ich liebe alles Mystische und kriege von solchen Büchern & Filmen nie genug. Meine Büchersammlung besteht aus einem gr. Teil aus Autoren wie Sir Arthur Conan Doyle, Agatha Christie, H.P Lovecraft und anderen Gothic-Novel Autoren. Das Haus mit den sieben Giebeln trifft genau meinen Geschmack! In die alte Hepzibah hab ich mich sogleich verliebt, sie wird zu Beginn als hässliche und gemeine Hexe beschrieben, mit der man sicher keinen Kaffee trinken will. Allerdings fällt der Schleier im Verlaufe der Geschichte und als Leser bekommt man richtig Mitleid mit ihr. Wie der Autor diese hagere Gestalt beschreibt und auch die Umgebung und Atmosphäre dieser Lektüre ist eine eigene Form von Ästhetik. Das muss einem einfach gefallen. Ein Tisch ist in diesem Buch nicht einfach nur ein Tisch, er ist dem Tode geweiht. Über allem schwebt etwas Mysthisches und Geheimnisvolles. Nathaniel Hawthorne ist in seiner Erzählweise wie ein alter Magier, der dem Leser eine dunkle und rätselhafte Welt vorführt. Ich wollte ihn einfach stellenweise küssen XD. Bei seinen verschachtelten Sätze kann es da schon mal vorkommen, dass ein Satz eine ganze Seite einnimmt, dies verursacht auch eine Entschleunigung der Handlung. Alles passiert ganz langsam. Wer damit keine Freude hat und lieber Bücher liest, in denen er Action oder Dauerschauer erwartet, den kann ich nur enttäuschen, denn hier wird Stück für Stück ein Geheimnis gelüftet, ohne viel Handlung zu beinhalten. Das Buch besticht durch seine schöne Sprache und einzigartige Stimmung und hat mich einfach sehr verzaubert.

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Tags: gothic novel, klassiker   (2)
 

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england, jane austen, klassiker, liebe, verkuppeln

Emma

Jane Austen , Christian Grawe , Ursula Grawe , Christian Grawe
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 10.02.2016
ISBN 9783150204047
Genre: Klassiker

Rezension:

Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich riesig gefreut! Als Jane Austen Fan war ich schon sehr gespannt auf ihren zuletzt geschriebenen Roman und auch auf die Wirkung, die Emma auf mich machen würde. Jane Austen sagte einmal über die Figur Emma: „Ich werde eine Heldin schaffen, die keiner außer mir besonders mögen wird“.

Und sie sollte Recht behalten. Ich mochte weder Emma, noch das Buch! Verglichen zu anderen Jane Austen Romanen ist Emma einfach langatmig & langweilig!

"Emma Woodhouse, schön, klug und reich, mit einem behaglichen Heim und einer glücklichen Veranlagung, schien einige der besten Segnungen des Lebens in sich zu vereinen, und es hatte in den fast einundzwanzig Jahren, die sie auf der Welt war, nur sehr wenig gegeben, das sie beunruhigte oder betrübt hätte"

So fangen die ersten Zeilen des Romans an. Emma hält sich für vollkommen, ungebunden und den anderen Menschen einfach überlegen. So glaubt sie auch, dass sie einfach weiß, was für jeden Menschen in ihrer Umgebung das Beste ist. Einer tiefen Langeweile und Monotonie ausgesetzt, findet sie im Ehestiften einen Sinn und  gleich der erste Versuch glückt irgendwie. Dank Emma s Verkupplung kommt es zu einer  Hochzeit ihrer Erzieherin Miss Taylor mit Mr. Weston. Daher fühlt sie sich berufen auch den Pfarrer Mr. Elton unter die Haube zu bringen. Eine Braut hat Emma auch schon in Sicht: die geheimnisumwitterte Harriet Smith. Weil Harriet und der Pfarrer aus einfachen Verhältnissen stammen, glaubt Emma in den beiden eine gute Verbindung gefunden zu haben. Leider interessiert sich Mr. Elton für ihre Pläne so ganz und gar nicht und es passieren einige Wirrungen im Verlaufe dieser Geschichte. Mr. Elton missversteht Emmas Bemühungen und macht statt Harriet ihr einen Heiratsantrag, den sie ablehnt. Emma möchte einfach nicht heiraten, sie hat ja ihre Bücher und als vermögende Frau muss man sich sowieso von keinem Mann aushalten lassen. Naja, Emma ist geduldig, warum auch nicht, sie hat ja Zeit und sonst nichts Besonderes zu tun, außer sich Gedanken über Bälle und Spitzenkleider zu machen und das ist halt auf Dauer einfach langweilig, also bemüht sie sich weiter um ihr angestrebtes Ziel. Wie es Harriet und ihren Gefühlen geht, interessiert sie dabei nur mäßig. Und auch sonst fällt Emma ihre Urteile über Menschen dadurch, welche Kleidung sie tragen und aus welcher Familie sie stammen. 

Nur Mr. Knightley, Emma's Schwager, kritisiert Emma in ihrem Tun. Und so setzt sich die Handlung fort, einige andere Figuren kommen noch ins Spiel. Alle Figuren werden nur durch ihre Redeweisen charakterisiert, es ist ein Mischmasch aus direkter, indirekter und erlebter Rede, die die Seiten dieses Buches füllen. Das hat mich besonders gestört, da ich sehr gerne detaillierte Beschreibungen von Landschaft und Umgebung, Wetter und Dekoration mag. Das fehlt leider total. Und was für Probleme die Figuren haben....zum Sterben langweilig!

"Es ist immerhin möglich, völlig ohne Tanzen auszukommen. Es sind Fälle bekannt, in denen junge Leute viele, viele Monate hintereinander zu keinem Ball irgendwelcher Art gingen, ohne daß sie an Körper und Geist wesentlichen Schaden genommen hätten"

Am Schluss heiraten schließlich dann alle, sogar Emma und es ist leider einfach zu erraten, wer das letztendlich dann sein wird. Gähn!

Fazit:

Ich habe mich durch das Buch regelrecht durchgequält! Als Austen Fan hatte ich nicht erwartet, dass mich ihr Buch Emma so unbefriedigt zurücklassen wird.  Bei Emma handelt es sich zwar um einen gesellschaftskritischen Roman und wahrscheinlich wollte sie einfach nur darstellen, wie langweilig den Adeligen damals war, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass einem irgendwo zwischen Seite 7 und 600 das Gesicht vor lauter Langeweile einschläft! Und Emma ist kaum zu ertragen mit ihrer arroganten und herablassenden Art. Von mir gibt es für dieses Buch leider keine Leseempfehlung! 

naja...

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Tags: englische literatur, klassiker, victorian era   (3)
 
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