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Whisky - Die Enzyklopädie

Peter Hofmann
Fester Einband: 631 Seiten
Erschienen bei AT Verlag AZ Fachverlage, 15.10.2008
ISBN 9783038004219
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Whiskey oder Whisky“, das ist hier die Frage.

Aber was ist mit Scotch und Bourbon? Die Welt des Whiskys ist keine einfache, aber zugleich eine sehr interessante und komplexe Welt mit vielen unterschiedlichen Facetten.

Peter Hofmann stellt in dieser Enzyklopädie alles Wünschenswerte was man über das Thema Whisky wissen kann, soll und muss, sehr anschaulich dem Leser zur Verfügung. Jede Seite, jedes Thema wird mit Farbillustrationen abgerundet.

Die Abbildungen sind hin und wieder etwas verpixelt und dadurch nicht besonders scharf. Für den stattlichen Preis dieser Enzyklopädie hätte ich an dieser Stelle etwas mehr erwartet. Die Bilder sind aber dennoch sauber eingebunden, gut zu erkennen und runden das Gesamtbild mehr als ab.

Die Gliederung des Buches ist gut getroffen. Es beginnt mit einem kurzen historischem Abriss um das „Wasser des Lebens“ und befasst sich als nächsten großen Schritt mit den unterschiedlichen Herstellungsprozessen (PotStill, Blending, etc.). Im Anschluss werden die einzelnen Whisky-Regionen weltweit vorgestellt. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf dem Ursprungsland des Whiskys – Schottland. Doch auch andere Whisky-Hochburgen wie Irland, Amerika oder die Newcomer wie Afrika und Japan kommen nicht zu kurz! Besonders den Bereich über Japan finde ich gut gefüllt und gelungen!

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Vorstellung der einzelnen Destillerien im Kurzprofil (2-4 Seiten) inkl. einem kurzem Abriss der produzierten Whisky-Sorten. Auch sehr schön, für die Nostalgiker unter uns, sind die Destillerien, welche schon „ausgestorben“ sind. Auch wenn nichts mehr produziert wird, tauchen diese namhaften Fabriken weiterhin in der Enzyklopädie auf. Dadurch entsteht ein vollständigeres Bild der Brennereien in der Region!

Zum Thema Whisk(e)y gibt es nur wenig gute Fachliteratur. Die Werke einiger namhafter Autoren wie z.B. Dave Broom und Michael Jackson gehören zum Standardrepertoire und zur Pflichtlektüre für Whiskyliebhaber und solche, die es gerne werden möchten. Diese Enzyklopädie vervollständigt die Bibliothek um das Thema Whisk(e)y mehr als gut. Zum Nachschlagen seiner Lieblingsbrennerei, dem Lieblingswhisky oder um evtl. einen neuen Whisky zu finden, eignet sich das Buch gut.

Die Rezension möchte ich ganz einfach und schlicht mit dem Zitat abschließen, welches schon in dieser großartigen Enzyklopädie gewählt worden ist. Ich denke dieses kleine Zitat sagt mehr als tausend Worte:

„Trage immer eine kleine Flasche Whisky bei dir, für den Fall eines Schlangenbisses, und trage immer eine kleine Schlange bei dir.“

In diesem Sinne: „Slàinte mhaith“

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abenteuer

Abenteuer Nordwestpassage

Gudrun Bucher
Fester Einband
Erschienen bei Primus, 01.05.2013
ISBN 9783863123352
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Nordwestpassage hat die Menschheit schon seit jeher gefesselt und in Ihren Bann gezogen. Über 400 Jahre lang versuchten Länder, aber auch einzelne Abenteurer, die Nordwestpassage zu entdecken, zu durchfahren, zu kartografieren und vor allem – nutzbar zu machen.

Der Hintergedanke bei der Suche nach der Nordwestpassage konnte unterschiedlicher nicht sein. So war in der Anfangsphase, als die Suche noch durch Länder wie Großbritannien dominiert wurde, der Ansporn der hinter der Suche stand eher eine Frage der Prestige, des Ansehens und der Dominanz eines Landes über das andere. Erst später, als auch einzelne Verbunde bzw. einzelne Personen sich auf die Suche nach der Passage machten, folgte die reine Abenteuerlust und die Entdecker waren weniger vom Prestige ihres Landes angetrieben als vielmehr vom eigenen Ruhm und vom eigenen Profit.

Das Buch ist gut gegliedert und erstreckt sich vom ersten Gedanken nach dem Auffinden der Passage im 15. Jahrhundert bis hin zum letzten Fund im 19. Jahrhundert durch Amundsen, der das fehlende letzte Stück Seeweg durch die Passage gefunden hatte.

Doch nicht nur die Suche und mögliche Nutzbarmachung der Passage wird thematisiert. der Leser erhält viele Einblicke in Einzelschicksale von großen Persönlichkeiten wie z.B. von Sir John Franklin, aber auch der eher unbekannte Schiffskoch kommt zu Wort. Daneben steht die Entdeckung und die weiter voranschreitende Kartografierung der neuen Welt – Amerika.

Das letzte Drittel des Buches befasst sich mit den Menschen, die in der Nordwestpassage wohnen und in dieser Umgebung kaum wegzudenken sind. Niemand hat so von diesem Land gelebt und war von diesem abhängig wie die Ureinwohner der Arktis – die Inuit. Erschreckend ist teilweise zu lesen welches Schicksal dieses Nomadenvolk erleiden musste. Während der Erkundungszeit der Arktis und der Nordwestpassage, dienten die Inuit als Dolmetscher, Jäger und Führer. Mit dem 19. und 20. Jahrhundert brauchte man sie aber nicht mehr. Was dann folgte, waren Deportationen und ein Volk, welches man seiner Wurzeln und Traditionen beraubt hatte. Langsam fängt sich das Volk, welches unter anderem die höchsten Selbstmordraten hat, beginnt sich wieder zu erholen, sich seiner Wurzeln zu erinnern und zurück zu seinen Traditionen zu finden.

Als abschließender Ausblick führt die Autorin Punkte, die für und gegen die Nutzung der Nordwestpassage sprechen, an. Dadurch, dass das Eis schmilzt und den Weg durch die Passage frei gibt, wird die Passage nämlich wieder lukrativ! Sollte die Passage also für Öltanker  etc. geöffnet werden? Oder wird zu Gunsten unserer Umwelt entschieden? Die Lager, die jeweils die eine oder andere Seite vertreten, sind sehr groß. Doch wer im Nachhinein das Rennen macht ist noch nicht absehbar. Der Traum vom Nutzen des nördlichen Seeweges ist auf jeden Fall von neuem erwacht und geht in die nächste Runde.

Frau Bucher hat meines Erachtens einen sehr fesselnden Schreibstil. Ich war so mitgerissen, dass ich das Buch in einem Atemzug durchgelesen habe. An vielen Stellen fühlt sich der Leser als wäre er selbst bei der Erkundung der Nordwestpassage dabei gewesen -so bildlich und lebhaft sind einige Passagen beschrieben. Dies liegt natürlich auch daran, dass die Autorin vorhandene Quellen wie z.B. Briefe und Tagebucheinträge der jeweiligen Expeditionen gekonnt und mit Spannung in das Werk eingearbeitet hat.

Der rote Faden reißt zum Glück auch nicht ab und spannt sich geradlinig von der ersten bis zur letzten Seite des Buches. Die Autorin gibt dem Leser einen weiten Einblick in eines der wohl größten Themen, die die Menschheit bewegt hat – die Erkundung und Nutzbarmachung eines nördlichen Seeweges.

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Die Ritter

Sabine Buttinger , Jan Keupp
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 13.03.2013
ISBN 9783806222661
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:

Die Ritter ist das Neue Werk von Sabine Buttinger und Ihrem Kollegen Jan Keupp. Das Buch erklärt die großen Mysterien die den Ritter, aber auch sein Umfeld, seine Stellung im Mittelalter und seine Aufgaben umgaben.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Der Erste Teil befasst sich mit der Frage was denn ein Ritter und seine Aufgaben überhaupt sind und wie man ein Ritter werden kann.
Vortrefflich ist auch die Überschrift des ersten Teiles gewählt. Und zwar: “Du nennst dich Ritter, was ist das?”

Diese Frage stellte eins schon Parzival.

Mit den Autoren und vielen Kapiteleinleitungen und Fallbeispielen aus dem Epos Parzival erkundet der Leser im Ersten Teil das Was? Wie? und Warum? um den Mythos Ritter.
Die Parzival Frage “du nennest ritter: waz ist daz?” wird von den beiden Autoren gekonnt aufgenommen und in den einzelnen Unterkapiteln wissenschaftlich auseinander genommen und dem Leser Häppchenweise wie ein Kuchenstück präsentiert.

Der Zweite und letzte große Teil des Buches heißt “In eisernen Fußstapfen: Wege des Ritters”.

Die Wege des Ritters sind hierbei aber nicht unergründlich sondern spannen sich durch das ganze Buch wie ein einzelner Roter Faden. Wo im Ersten Teil noch das Wie und Warum geklärt wurde zeigen die Autoren in diesem Teil auf welche Wege der einzelne beschreiten konnte. Das Kann der Weg des höfischen Turnieres, der Weg zur Burg oder auch der Weg zum “Raubritter” sein um nur einige zu nennen. Doch all diese Wege haben eins gemeinsam: den gemeinsamen Ritt in den Untergang – das Ende des Rittertums wie die Autoren es beschreiben.
Denn nicht nur der Ritter beschritt seine Wege, sondern auch die technische Entwicklung und die Urbanisierung ging voran. Und genau durch diese Faktoren hat das Rittertum wie man es in seinem Ursprung kennt langsam an Bedeutung verloren und wurde “verdrängt”. Der wirtschaftliche Niedergang lies danach natürlich auch nicht lange auf sich warten.

Doch verdrängt ist nicht vergessen!

Wie die Autoren schon sagen: (Zitat Seite 173) “… Das Rittertum ist nicht aus der Welt verschwunden, ohne an vielen Stellen Spuren zu hinterlassen. …”

Das Buch ist durchgängig mit atemberaubenden Farbillustrationen gestaltet die den Leser in eine längst vergessene Zeit eintauchen lassen. Die Abbildungen hauchen dem Buch Leben ein.
Trotz des wissenschaftlichen Kontextes ist das Buch sehr flüssig und leicht verständlich geschrieben.
Ich würde sagen das dieses Buch ein gutes Allzweck-Kompendium für das Thema Ritter darstellt. Die zahlreichen Quellen im Anhang regen auch zum eigenen nachforschen an.

Es handelt sich hier um ein Buch, dass einen der größten, tapfersten und ehrenvollsten Krieger seiner Zeit wieder zum Leben erweckt!

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Steinzeit-Mahlzeit

Achim Werner , Jens Dummer
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 13.03.2013
ISBN 9783806225808
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:
Achim Werner und Jens Drummer entführen den Leser mal wieder einige Jahrhunderte in die Vergangenheit. Das Thema dieses Buches ist die Steinzeit. Vorweg sollte betont werden, dass es sich hierbei um die Jungsteinzeit handelt, in der es bereits Getreideanbau und Viehzucht gab, die Rezepte haben so gut wie nichts mit der bekannten Paläo-/Steinzeiternährung zu tun. Im Vorwort geben die beiden Autoren einen kurzen Überblick über die in den Rezepten behandelte Epoche: es gab bereits Viehzucht und erste Bauern, die Ackerbau betrieben haben. Unsere Vorfahren waren größtenteils laktoseintolerant und haben daher kaum Rohmilch, sondern eher verarbeitete Milchprodukte wie Käse, saure Sahne oder Joghurt gegessen. Weitere Lebensmittel wurden, wenn nicht angebaut, gesammelt (Wildfrüchte, Kräuter, Pilze) oder gejagt (Fisch, Kleingetier).

Es ist wenig überliefert, was unsere Vorfahren damals gegessen haben, bestenfalls gibt es chemische Analysen von Gefäßinhalten, anhand derer beispielsweise Fette identifiziert werden konnten. Da die Steinzeitmenschen wohl kaum heutige Konservierungsmöglichkeiten hatten, beschränken sich die Autoren bei den Rezepten auf die jeweilige Jahreszeit und verwenden regionale Produkte, die auch in der Steinzeit in den begrenzten Wohn- und Jagdgebieten wachsen, gesammelt oder gejagt und verarbeitet werden konnten. Am Ende des Buches findet der freudige Koch einige Seiten für die Bestimmung der in den Rezepten verwendeten Wildpflanzen. Die Fotos sind zwar relativ klein, zeigen jedoch die Blüten und Blätter der entsprechenden Pflanzen sehr gut. Es wird auch erwähnt wo diese Pflanzen zu finden sind, giftige Zwillinge (Bärlauch: Herbstzeitlose, Aronstab, Maiglöckchen) werden jedoch nicht aufgeführt. Besonders gut gefällt mir an diesem neuen Buch der 5-Steine-Köche, dass wieder alle Rezepte bebildert sind. Um dem ganzen einen Steinzeitlichen Touch zu geben, sind manche Gerichte entsprechend dekoriert – dies gibt ein paar gute Tipps für das eigene Anrichten, sollte man mal einen steinzeitlichen Abend mit Freunden ausrichten. Die überwiegende Mehrheit der Rezepte kommt mit maximal 5-6 Zutaten aus, lediglich die Fleisch und Fischgerichte benötigen für die Würze etwas mehr. Was mir persönlich etwas komisch erscheint, ist, dass die Autoren bei manchen Gerichten Leinöl zum Anbraten verwenden. Gegen die Verwendung spricht natürlich nichts, Leinöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren, jedoch ist die langläufige Meinung, dass es auf keinen Fall erhitzt werden sollte. Leider wachsen zur aktuellen Jahreszeit noch keine der im Buch verwendeten Kräuter bei uns im Wald. Sobald dies jedoch der Fall ist, werden wir im Sommer definitiv einige der im Buch vorgestellten Rezepte testen – frisch schmeckt es einfach besser als aus der Tiefkühltruhe.

Das Buch enthält viele interessante Rezepte und zeigt wie fortschrittlich unsere Vorfahren waren, womit ich bei dem Begriff „Steinzeit“ nicht gerechnet hätte.

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mittelalter, spielen wie im mittelalter, spiele, doris fischer

Spielen wie im Mittelalter

Doris Fischer
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 20.02.2013
ISBN 9783806225945
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bei Grabungen oder auch bei Gräberfunden bleiben, verständlicherweise, wenig bis gar keine organischen Stoffe zur weiteren Untersuchung übrig. Zwar bekommt der Interessierte aus Überlieferungen, Malereien oder auch aus Büchern einige grundlegende Dinge vermittelt, doch fehlt oftmals ein "handfester" Fund zum Überprüfen bzw. zum Nachvollziehen.

Ein großer Bestandteil des mittelalterlichen Lebens war das "Spielen". Da sich vieles in den vier Wänden, innerhalb der Familie, in der Stadt oder auf dem Land abgespielt hat, griffen die Menschen auf Spiele (auch Gesellschaftsspiele) zurück um den Tagesablauf abwechslungsreicher zu gestalten.

Daher überrascht es auch nicht, dass beispielsweise in Grabungsfunden, viele kleine "Spielsachen" aus der mittelalterlichen Zeit gefunden wurden und die Zeit überdauert haben. Dafür war das Thema Spielen für die Gesellschaft und den einzelnen Menschen zu wichtig. Aufgrunddessen gibt es auch, zwar nicht in allen Bereichen, viele überlieferte Spielanleitungen, welche die Jahrhunderte überstanden haben. An dieser Stelle sollten generell die Brett- und Würfelspiele, aber auch das Schachspiel, erwähnt werden.

Doris Fischer greift daher das Thema "Spiele", als einen in der mittelalterlichen Gesellschaft stark verankerten Bereich, auf und entführt den Leser gekonnt in eine Welt, die von Würfeln, Karten, Figuren, aber auch von Instrumenten und sogar der mittelalterlichen Gehhilfe geprägt ist.

Die mittelalterlichen Funde werden von der Autorin in die Bereiche Ursprung, Herstellung und Verwendung eingegliedert. Dadurch kann auf den sehr übersichtlich gestalteten Seiten nachvollzogen werden was für einen Nutzen das jeweilige Spielzeug hatte, wie es nachgebaut und vor allem wie es benutzt werden kann.

Ich finde es sehr schön anhand von Quellen aus Stundenbüchern, Funden aus Gräbern oder auch anhand von Nachbauten bzw. Replikas auf Mittelalterfesten zu sehen wie sich unsere Vorfahren, in einer Zeit ohne digitales Gerät, die Zeit vertreiben konnten.

Besonders gelungen finde ich auch die geschichtliche Entwicklungen der einzelnen Spiele im Allgemeinen. Beispielsweise werden im Laufe der Jahrhunderte die Veränderungen anhand von Schachfiguren dargestellt. Im 13. Jahrhundert waren sie noch eher blump, rund und klein, ab dem 17. Jahrhundert hatten sie bereits eine Form angenommen, die den heutigen Figuren noch sehr ähnelt.

Bei vielen Spielen musste ich an früher denken. Mein Opa hatte mir als kleiner Junge ein Holzschiff gebaut. Als ich dieses in dem Buch ebenfalls gefunden habe, musste ich sehr schmunzeln.

Kurzum: als experimenteller Mittelalterfan, der auch gerne mal Sachen nachbaut um diese zu testen, für Besucher von Mittelalterfesten oder aber auch für den nächsten Kindergeburtstag ist das Buch eine wahre Goldgrube.

Die Autorin hat es mit diesem Buch geschafft einen wichtigen Bereich des Mittelalters wieder zu beleben und hat dies in einer schönen Verpackung für unsere heutige Zeit aufbereitet. Das Buch ist durch Doris Fischer zu einem authentischen und experimentellen Fundus geworden, welches uns das Spielen wieder näher bringen kann!

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Tags: doris fischer, mittelalter, spiele, spielen wie im mittelalter   (4)
 

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fantasy, apokalypse, erde, leben, uralt

Strange Days - Band 3

Fred Ink
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.11.2012
ISBN 9783848232055
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Die Gruppe um Alex, Dave und Jess startet in der Arktis den alles entscheidenden Kampf gegen eine uralte Gottheit, gegen Herrn Leuen und gegen die fleischgewordenen Inkarnationen von H.P. Lovecraft.

Unter der Arktis befindet sich eine antike, nicht von “Menschenhand-geschaffene” Stadt die den Schlüssel für das große Geheimniss um Strange Days 3 birgt.

Der Weg zum Ziel ist diesmal nicht nur sehr holprig, sondern es geht auch wieder das ein oder andere Mal etwas in die Hose … ;-)

Wird es das Trio schaffen doch noch alles zum Guten zu wenden?

Fazit:

Strange Days geht nun in die letzte, alles entscheidende Runde!

Mit dem dritten und letzten Teil hat Fred Ink ein mehr als heißes Eisen aus dem Feuer geholt und dem Leser präsentiert. Und dieses Eisen ist, um in der Metapher weiterzusprechen, sehr gut geformt, bearbeitet und vollendet worden!

In den vorangegangenen Teilen konnte der Leser bereits sehr schön die Entwicklung der einzelnen Protagonisten, sei es Alex, Dave oder auch Jess, miterleben. Und auch in diesem Teil machen die einzelnen Hauptcharaktere eine erneute Entwicklung durch.
Es ist für den Leser sehr schön zu lesen und durch das eigene Kopfkino natürlich auch sehr gut mitzuerleben, wie die einzelnen Protagonisten an ihren Aufgaben wachsen und in der Gruppe agieren.

Der Haupt-Schauplatz des Buches spielt in der Arktis, wo die Drei den bösen und sagen wir einfach mal “etwas-kranken” Herrn Leuen und seine Söldnerarmee wiedertreffen und die Überreste von einem echten Lovecraft-Roman finden. Ich finde, dass die Umgebung sehr anschaulich und detailreich beschrieben worden ist. Auch die Parallelen zu Lovecraft sind gut getroffen.

Doch der Ort der Handlung ist natürlich nur zweitrangig. Viel eher haben mich die Charaktere wieder in ihren Bann gerissen. Überrascht war ich als Fred Ink ein Detail von Alex offenbarte, mit dem ich so nicht gerechnet hatte. Doch um nicht zu spoilern, will ich an dieser Stelle nicht mehr schreiben. Es sei nur kurz erwähnt, dass der Imperator seine Finger mit im Spiel hat ;-)

Kurz um: Das Buch ist nicht nur von der Story, sondern auch von den Protagonisten sehr tiefgreifend und detailreich dargestellt. Der Autor hat mich an vielen Stellen überrascht und mich mal wieder sehr oft schmunzeln lassen.

Ich finde es an dieser Stelle sehr schade, dass die Triologie schon zu Ende ist, aber Fred Ink hat am Ende des Buches noch ein paar sehr interessante Einstiegsmöglichkeiten für weitere Abenteuer offen gehalten.

Ich würde mich freuen bald wieder etwas von Dave, Alex, Jess und Mojo, lesen zu dürfen. Denn zu tun gibt es für die uns mittlerweile ans Herz gewachsenen Protagonisten noch genug … ;-)

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parallelwelt, zeuge, agenten, folgen, sonnenlos

Strange Days - Band 2

Fred Ink
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.12.2011
ISBN 9783842374751
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt / Fazit:
Strange Days geht nun in die zweite Runde.
Alex wird immer noch von der Polizei wegen Mordes gesucht und sitzt in einer Parallelwelt fest. Doch damit nicht genug, denn er macht Bekanntschaft mit einem verborgenen Volk und von einer geheimen Offenbarung bekommt er auch noch Wind. Es sieht also nicht gerade rosig aus ;-)

Sein bester Freund David bricht währenddessen in die Firma des dubiosen Herrn Leuen ein und macht eine schreckliche Entdeckung. Doch die wird durch die Bekanntschaft mit der "nicht-auf-den-Mund-gefallenen", "schlagkräftigen" und "sehr-sexy-aussehenden" Jess und ihrem nur "halb-so-lieben" Frettchen Murphy geschmälert und ist dann erst einmal zweitrangig :-)

Die Geschichte des Buches beginnt, wie Jess am Ende des Buches in ihrem Tagebuch so schön schreibt: "... Aber als ich gerade mit Murphy die Drehtür aufbrechen wollte, ging alles den Bach runter ..." (Zitat Seite 206)

Und genau an dieser Stelle, plus minus ein paar Seiten, beginnt das Buch den Leser wieder in eine Welt voller skuriler und phantastischer Protagonisten, Monster und Kuriositäten zu katapultieren.

Die Ereignisse überschlagen sich von Anfang an wie eine nicht unter Kontrolle zu bekommende Lawine: nichts kann sich ihr mehr in den Weg stellen ... Die Geschichte ist entfesselt und beginnt den Leser zu verschlingen!

Das Buch beginnt mit einem kurzen Rückblick auf Band 1 von Strange Days. Ich finde dies, vor allem weil es schon etwas länger her ist, dass ich Teil 1 gelesen habe, für den Leser sehr gut gemacht. So ist man nach ein paar Seiten wieder direkt in der Geschichte drin ohne das Gefühl zu haben etwas zu verpassen. Tja, und dann befindet sich der Leser auch schon mitten im Geschehen vom zweiten Teil wieder, in der David mit anfangs mäßigem Erfolg "versucht" in die Firma von Herrn Leuen einzubrechen und dort auf Jess, das neue Mitglied der Gruppe, stößt.

Mit Jess hat Fred Ink einen coolen neuen Hauptprotagonisten erschaffen und in die Storyline mit eingeführt. Jess treibt die Handlung stark voran und auch in der Gruppe (Dave / Alex) räumt sie ordentlich auf. Doch austeilen kann sie auch ;-) Sie weiß sich zu verteidigen, sich zu behaupten und wächst dem Leser durch ihren sehr vielschichtigen Charakter von Seite zu Seite mehr ans Herzen.

Doch auch die zwei "alten Hasen" Dave und Alex habe eine enorme Entwicklung im Vergleich zum ersten Teil durchgemacht! Auch in diesem Band entdeckt der Leser neue Charakterzüge der einzelnen Protagonisten und sieht sehr schön, wie die beiden an den unzähligen Aufgaben die an sie gestellt werden, wachsen und sich dadurch weiterentwickeln.

Aber auch H. P. Lovecraft darf natürlich hier nicht fehlen. So werden wir vom Autor wieder, und sei es nur durch Zitate die einen neuen Kapitelanfang markieren, in die Welt von H. P. Lovecraft eingeführt. Eins sei an dieser Stelle gesagt, zum Ende bleibt es definitiv nicht nur bei Zitaten. Lovecraft erwacht "sprichwörtlich" zum Leben ...

Doch Lovecraft ist nicht der einzige wiederkehrende Charakter, auch Mojo ist natürlich wieder mit von der Partie!

Das Ende des Buches ist wie jedes Buch einer mehrbändigen Reihe geschrieben: es hört spannend auf und lässt den Leser unzählige schlaflose Nächte verbringen, in denen er auf den dritten Band der Reihe wartet! ;-)

Kurz um, ein begnadeter junger Autor von dem ich hoffentlich noch mehr lesen darf!

Die Rezension möchte ich mit den Worten von Dave abschließen, ich denke das bringt es noch einmal auf den Punkt: "cränker shize Alter" :-)

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gott im unglück, a. lee martinez, fantasy, witzig, niemand

Gott im Unglück

A. Lee Martinez , Karen Gerwig
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.11.2012
ISBN 9783492267526
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Teri und Phil sind ein Paar und erleben die normalen Höhen und Tiefen einer Partnerschaft.

Doch in letzter Zeit läuft es für die beiden nicht gerade rosig. Phil wird mal wieder auf der Karriereleiter übersprungen und bei Teri läuft es auf Arbeit auch nicht gerade besser. Dazu kommt noch, dass sich bei beiden, nicht nur beruflich sondern auch privat, eine Pechsträhne eingenistet hat. ...

Die beiden hatten, im Gegensatz zu ihren Freunden und Arbeitskollegen, noch keine Erfahrung mit Göttern, beziehungsweise nicht die Muße sich einem Gott anzuschließen. Doch aufgrund des häufigen Pechs in letzter Zeit beschließen die beiden sich im Internet einen Gott auszusuchen und hoffen dadurch ihre Pechsträhne beenden zu können ...

Der einzige Gott, der ihnen zusagt, ist der Gott des Glücks und des Wohlstandes. Er ist ein Waschbär und trägt gerne Hawaihemden als auch eine Sonnenbrille. Er ist der einzige Gott der keine Blutopfer oder sonstige Extreme von seinen Anhängern fordert. Und naja, Glück können die beiden wohl im Moment gut vertragen, daher akzeptieren sie nur widerwillig, dass Lucky "nur" bei ihnen einziehen will. ...

Doch wenn sie vorher gewusst hätten auf was sie sich da eingelassen haben, wären sie bestimmt gottlos geblieben. Denn ab sofort steht ihr Leben sprichwörtlich auf dem Kopf und die beiden finden sich in einer göttlichen Vendetta wieder ...

Fazit:

Lange hat man auf ein Neues Buch von A. Lee Martinez warten müssen.
Doch wer seine anderen Werke wie z.B. "Diner des Grauens" oder "Eine Hexe mit Geschmack" kennt, dem kann ich hiermit versichern, dass sich das warten sehr wohl gelohnt hat. ;-)

Die Idee die hinter "Gott im Unglück" steckt ist sehr witzig. Stellen Sie sich unsere heutige Welt wie einen Kochtopf vor, werfen Sie die Götter der verschiedensten bereits bestehenden Religionen hinzu und würzen es mit unzähligen alten, neuen, hohen und niederen Gottheiten und schon haben Sie die Welt vor Augen, in der das Buch spielt. Da wir natürlich im Zeitalter des Internets leben, müssen wir nun auch nicht mehr in die Sonntagsmesse gehen, sondern suchen uns unseren Gott, dem wir huldigen wollen und dessen Gunst wir erlangen will, einfach online via Web-Formular aus. Soweit so gut, doch kommen dadurch auch unvorhergesehene Probleme auf einen zu, die der Autor gekonnt in alter "Martinez-Manier" wiedergeben kann.

Ich finde den Schreibstil des Autors und die bildhafte Darstellung der Charaktere sehr gelungen. Es wäre jedoch schön gewesen, hätte Martinez das eine oder andere Thema etwas tiefgehender behandeln können.

Als Beispiel sei hier die Beziehung der Götter untereinander aufgeführt. Da die "vier Hauptgötter in dem Buch" eine gemeinsame Vergangenheit haben und für den Leser sehr sympatisch und interessant rüberkommen, wäre es hier und da schön gewesen mehr über den einzelnen Charakter als auch die (gemeinsame) Vergangenheit zu erfahren. Zwar wird das notwendige Wissen um der Geschichte folgen zu können, vermittelt, aber das ist lediglich die Spitze des Eisberges. Vielleicht spart Martinez aber auch an Informationen für einen zweiten Teil? Der Lesefluss leidet jedoch kein bisschen darunter und gewinnt eher sogar noch an Fahrt, und unter uns, das eigene Kopfkino ist doch viel besser als wenn direkt alles vorgegeben wird ;-)

Zu den Charakteren kann ich sagen, dass ich mich als Leser sehr gut mit ihnen identifizieren konnte. Ich fand es sehr leicht mich in Phil oder Teri hineinzuversetzen, hatte ich doch hier und da einige Parallelen zum eigenen Tagesablauf entdeckt ;-) Die einzelnen Charaktere hätten aber definitiv noch besser ausgearbeitet werden können.

Das Buch ist mir an einem Abend nur so durch die Hände geglitten und hat sich zu einem wahren "Pageturner" entwickelt. Dies liegt unter anderem an dem einfachen und prägnanten Schreibstil des Autors. Mich hat das Buch auf jeden Fall positiv überrascht und ich freue mich schon auf nachfolgende Werke des Autors.

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Tags: a. lee martinez, gott im unglück   (2)
 

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Der Mittelmeerraum und seine mysteriöse Vorzeit

Erich von Däniken
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Kopp Verlag, 27.09.2012
ISBN 9783864450457
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:
Viele Bücher von Erich von Däniken sind seit langem nicht mehr im Buchhandel erhältlich. Der Kopp-Verlag gibt nun eine aktualisierte, überarbeitete Neuauflage seiner bereits erschienenen Bücher heraus. Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten Teil der fünfbändigen Serie von EvD über die "Unmöglichkeiten der Vorgeschichte". EvD trumpft in seinem neuen Werk allerdings, wie er selbst schreibt, nicht mit neuen Sensationen auf, sondern bietet dem Leser vielmehr eine aktualisierte Zusammenfassung aus einem Großteil seiner Bücher.

Und auch diesmal wird der Leser wieder an unzählige Orte unserer mysteriösen Vorzeit und an den Rand des Unmöglichen geführt!

Ich finde es sehr gelungen wie die "alten" Informationen neu aufgearbeitet wurden und mit einer Fülle an Farbillustrationen aus dem Archiv von EvD und anderen Forschern untermalt werden. Dabei spricht das Werk nicht nur eine neue, jüngere Leserschaft an, sondern bietet auch den "alten Hasen" hier und da neue Erkenntnisse.

Das Buch ist in drei Kapitel gegliedert:
1.Die unmöglichen Bauten
2.Verrückte Tatsachen
3.Falsche Lehrmeinungen

Die Themen der drei Kapitel sind sehr breit gefächert und beschäftigen sich, um nur einige zu nennen, mit folgenden Punkten:
- das Osiereion / Osiris Tempel
- die große Pyramide
- Megalitbauten / Megalitkulturen in Europa (Malta, Türkei, Ägypten, etc.)
- Vermessung ganzer Länder und geometrisch angeordnete Heiligtümer und Niederlassungen
- rätselhafte unterirdische Anlagen

Die zwei wichtigsten Fragen hinter den oben genannten Themen sind zum einen "Wer waren die Baumeister dieser geheimnisvollen Bauwerke, die es eigentlich gar nicht geben dürfte?" und "Woher hatten die Baumeister ihr Wissen!?"

Die Antworten liegen auf der Hand. Wir müssen nur lernen nicht mit Scheuklappen durchs Leben zu gehen und die Indizien, die so naheliegend vor unserer Nase liegen, aufzugreifen und mit einem offenen Geist zu betrachten.

Der Kopp-Verlag hat es schön zusammengefasst: "Dieses Buch ist ein Schlüssel zu neuen Erkenntnissen."

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handwerk im mittelalter

Handwerk im Mittelalter

Christine Sauer
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Primus, 01.09.2012
ISBN 9783863120139
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:
Wer hat nicht schon einmal auf einem Mittelaltermarkt oder auch einem Freilichtmuseum das Treiben der alten Handwerker gesehen? Wie sie ihre Zunft und ihr Können darbieten? Egal ob Schuster, Schmied oder Bäcker...

Doch verglichen mit der Masse an Handwerksberufen, die sich im Mittelalter entwickelt haben, ist dies nur die Spitze des Eisberges.

Wer sich also für alte Handwerksberufe, die dazugehörigen Werkzeuge und Utensilien als auch die Entwicklung des Handwerks im Laufe der Zeit interessiert, ist mit diesem Buch wahrlich gut beraten.

Als ich das Buch das erste Mal durchblätterte kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Natürlich kannte ich viele der im Buch vorgestellten Handwerksberufe, doch ich muss ehrlich zugeben, dass mir von einigen nicht einmal der Name geläufig war. Das Buch hat sich also zu einer wahren Fundgrube des Wissens entpuppt ;-)

Das Buch ist in 14 Kapitel mit unterschiedlichen Schwerpunkten eingeteilt.

1. Nürnberger Hausbücher
2. Köstlich oder Schlecht
3. Das tägliche Brot
4.Der Gold- und Silberschmied
5. Das Metallhandwerk
6. Die Textilproduktion
7. Der Töpfer
8. Ein hölzernes Zeitalter
9. Die Gerber
10. Die Beinschnitzer
11. Papier
12. Der Gläsner
13. Auf dem Bau
14. Meisterhafte Skulpturen

In den einzelnen Kapiteln kommen die entsprechenden Handwerkergruppen zu Wort. Um nur ein paar zu nennen: der Bäcker, der Schmied in all seinen Variationen, der Gerber oder auch der Töpfer und der Bläser. Auch Handwerker-Exoten wie der Sarwürker, der Flaschner oder der Posamentierer kommen nicht zu kurz.

Es ist schön zu lesen wie die einzelnen Handwerkergruppen untereinander in Konkurrenz standen oder auch abhängig voneinander waren. Anhand der "Nürnberger Hausbücher", welche zusammenfassend einen Bildband des "arbeitenden Handwerkers" darstellt, schaffen es die einzelnen Autoren unter der Herausgeberin Christine Sauer, ein schönes Bild des Handwerks vom 12. bis zum 17. Jahrhundert zu veranschaulichen.

Der Bildband zeigt nicht nur den Handwerker, sondern auch die einzelnen Werkstoffe und Gerätschaften, die primär für diesen Berufszweig erforderlich waren. Anhand dieser Bilder erläutern die einzelnen Autoren die Geschichte des jeweiligen Handwerks im Mittelalter.

Wer also die Entwicklung des Handwerks in perfektem Zusammenspiel aus Text und Bild in einem Buch erleben will, dem kann ich dieses "kleine" Werk wärmstens empfehlen.

Die Farbillustrationen aus den Nürnberger Hausbüchern sind eine wahre Bereicherung für das Buch und das eigene Auge.

Bei meinem nächsten Besuch im Freilichtmuseum oder auch auf dem Mittelaltermarkt werde ich, nach dieser Lektüre, den einen oder anderen Handwerker und sein Gewerbe doch mit etwas anderen Augen sehen - mit größerem Respekt und Wissen um seine Arbeit!

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antonius, sachbuch geschichte & völker & länder, kleopatra

31 vor Christus

David Stuttard , Sam Moorhead
Fester Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 30.08.2012
ISBN 9783806227055
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:
2. September 31 v. Chr., ein Datum, das Geschichte geschrieben hat!

Das Ende der römischen Republik endete nach langen Jahren des Bürgerkrieges und vieler kleiner Scharmützel in der größten und einzigen je stattgefundenen Seeschlacht zwischen Rom und Ägypten: der Seeschlacht von Actium!

Zwei der größten und mächtigsten Persönlichkeiten der damaligen Zeit trafen an dem Schicksalsdatum des 2.9.31 v. Chr. bei Actium aufeinander - Octavian und Antonius.

Sie haben sich nichts geschenkt - doch dem Anderen alles genommen.

Mit dem Sieg Octavians bei Actium war er unumstrittener Herrscher über das römische Reich geworden und das Triumvirat mit Antonius zu einem Ende gekommen. Antonius, der nur noch zusehen konnte wie alles seinem Ende zuläuft, floh nach Ägypten und fügte sich letztendlich seinem Schicksal.

Die Schlacht bei Actium spiegelt nicht nur das Ende der römischen Bürgerkriege und den Niedergang der Republik wieder, sondern zeigt auch den Aufstieg von Octavian, die Höhen und Tiefen von Kleopatra und Antonius und den Aufstieg Roms zu einer Monarchie.

Für Ägypten stand mit der Schlacht bei Actium alles auf dem Spiel. Aus Sicht Kleopatras, Antonius und der Stadt Alexandria wird einer der ereignisreichsten Epochen auf dem Weg zum römischen Kaisertum dargestellt - die Auseinandersetzung der letzten beiden verbliebenen Triumvirn - Antonius und Augustus.

Obwohl bekanntlich die Geschichte von den Siegern und nicht von den Besiegten geschrieben wird, ist es den Autoren doch sehr gut gelungen, trotz des fesselnden Schreibstils, ein neutrales Bild der damaligen Ereignisse zu schaffen. Es werden außerdem die einzelnen Quellen in einen gemeinsamen Kontext gebracht und dabei werden nicht nur römische Quellen herangezogen. Untermauert werden die einzelnen Kapitel und Themen mit vielen schönen Farbillustrationen. Auch wenn die Ereignisse von Actium bekannt sind, hat sich das Buch zu einem wahren Pageturner entwickelt. Immer wieder tauchten neue Informationen auf, die gekonnt in den Erzählstil eingeflochten wurden.

Als Leser fühlte ich mich sehr in die Protagonisten Antonius und Kleopatra hineinverzetzt. So bildhaft werden ihre Lebensläufe dargestellt. Ich erhielt diverse Einblicke in die Charaktere, sei es der Geist eines militärischen Strategen und Feldherren oder aber auch in den Geist eines Egozentrikers, Zweiflers und Geliebten.

Ein Buch in dem die beiden Hauptprotagonisten zum letzten Mal zu Wort kommen ...

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rom, die legionen roms, armee, imperium, legion

Die Legionen Roms

Nigel Pollard , Joanne Berry
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.08.2012
ISBN 9783806226331
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:
Die Legionen Roms waren das Rückrat einer der erfolgreichsten Kulturen der Antike! Wer hat sich nicht schon einmal gefragt wie der größte Kriegsapparat, den die Welt je gesehen hat, funktionierte? Wie konnte ROM sich so lange behaupten und sich gegen so viele starke Gegner zur Wehr setzen? Was war das Erfolgsrezept dieser schlagkräftigen Truppe?

Die Legionen waren es, die Kaiser an die Macht gebracht haben und diese wieder entmachteten, sie waren es, die die römische Kultur ins Ausland trugen, sie waren es, die die Infrastruktur in den Provinzen aufgebaut und ausgebaut haben, und die das größte Imperium der Geschichte gegen innere als auch Feinde von außen verteidigten.

Die Autoren gewähren einen vortrefflichen Einblick in die Welt der Legionen. Dabei wird ein Zeitraum von der Republik bis hin zur Spätantike dargestellt.
Es wird nicht nur auf die Ausrüstung, den Tagesablauf und die Entwicklung der Legionen eingegangen, sondern jede geschichtlich nachweisbare Legion schließt auch mit einer passenden Biographie, die Einblicke in die Aus- und Aufhebung als auch Siege und Niederlage der jeweiligen Legion gewähren, ab. Dabei werden die Legionen nicht nur in eine bestimmte Zeit, sondern auch in eine bestimmte Region (Beispiel: Afrika, Asien, Britannien) eingegliedert. Auch die Gegner der Legionen, oftmals die eigenen Landsleute, kommen nicht zu kurz.

Doch das wichtigste ist, dass den Legionären ein Gesicht gegeben wird. Denn es ist nicht die LEGION im Allgemeinen die ROM zu dem gemacht hat was es war, sondern der Mensch! Ein Bauer, ein Ritter, ein Freigeborener oder auch ein Sklave. All diese Gesellschaftsgruppen waren in der Legion vertreten und kämpften Seite an Seite für eine gemeinsame Sache - S.P.Q.R. (Senatus Populusque Romanus - Senat und Volk von Rom)!

Dieses Standardwerk verbindet all das, was ich mir in einem Buch über die römische Armee erhofft habe. Alle nützlichen Informationen von Aufbau, Struktur, Taktik, Verpflegung, Sieg und Niederlagen, als auch der Mann hinter der Maske und die einzelnen Schicksale sind in diesem Werk vertreten.

Nigel Pollard und Joanne Berry erwecken eine der gefürchtetsten und schlagkräftigsten Armeen, die die Welt je gesehen hat, wieder zum Leben. Ein Andenken an Soldaten, die eine Nation zu dem gemacht hat was sie einmal war!

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Tags: armee, die legionen roms, imperium, legion, rom, theiss verlag   (6)
 

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japan, theisswissenkompakt, geschichte japans, christine liew

Geschichte Japans

Christine Liew
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 30.08.2012
ISBN 9783806225426
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:
Was ist Japan? Diese Frage habe ich mir öfters schon einmal gestellt. Vieles war mir nicht bewusst, einiges liegt im Geheimen und Japan an sich umschließt gleichzeitig etwas sehr Mysteriöses. Es ist eine Kultur die ihresgleichen sucht und für Außenstehende, vor allem für uns als Europäer, nicht immer ganz zu begreifen ist.

Vieles wird man über den Inselstaat am anderen Ende der Welt nicht wissen und vieles bleibt für den Durchschnittseuropäer im Dunkeln. Auch ist Japan wahrscheinlich erst mit den vielen Tsunamis, Erdbeben und dem Fukushima-Atom-Gau am 12.3.2011 in das engere Interessenfeld der Öffentlichkeit gerückt.

Die Autorin versucht die "Wissenslücken" was das Land und die Menschen Japans betrifft, zu schließen. Dabei behandelt sie die Zeit von der Erstbesiedlung über die Feudalzeit bis hin zur Gegenwart ab.

Japan war schon seit jeher ein geheimnisvolles und sagenumwobenes Land. Christine Liew versucht diese Geheimnisse zu ergründen und zu lüften. Neben der Entwicklung des Landes werden aber auch die aktuelle politische und gesellschaftliche Lage und die Wirtschaftsbeziehung, allen voran zu Deutschland, dargestellt. Deutschland und Japan verbindet seit dem 18. Jahrhundert eine enge Freundschaft und Verbundenheit, die in diesem Buch zum Ausdruck kommt, und die man sonst nicht direkt in allen Bereichen wahrgenommen hätte.

Ich muss sagen, dass viele offene Fragen, aber auch nicht gestellte Fragen, mit diesem Buch beantwortet wurden. Ich erhielt viele Einblicke in eine einzigartige Kultur, die ihre Identität bis heute behalten und vor allem bewahrt hat!

Mit diesem Buch hat die "TheissWissenKompakt-Reihe" des Konrad Theiss Verlages einen neuen Meilenstein in erlebbarer Geschichte geschaffen. Kurz, prägnant und informativ werden auf 180 Seiten die wichtigsten Ereignisse dargestellt. Die Informationen und Eindrücke, die der Leser dabei erhält, regen durch ihre vielen Quellenhinweise zum eigenen Nachforschen an. Der Inhalt wird mit vielen Karten, Diagrammen und Farbillustrationen abgerundet.

Die Japaner haben ein schönes Sprichwort, welches sie am besten beschreibt:
七転び八起き (nana korobi ya oki) = Wer siebenmal fällt, steht ein achtes Mal auf.

Das Sprichwort ist für viele angesprochene Themen auch gleichzeitig die Antwort. Japan hat in seiner Geschichte und auch in jüngster Zeit viel mitgemacht, aber es steht immer wieder auf und stellt sich erneut der Zukunft mit all ihren Herausforderungen.

Begleiten Sie die Autorin auf dem Weg durch die Geschichte dieser großartigen Nation, lassen Sie sich von ihrer Kultur verzaubern und in regelrechtes Staunen versetzen!

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Tags: christine liew, geschichte japans, japan, theisswissenkompakt   (4)
 

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konstantinopel, theisswissenkompakt, ostrom, theiss verlag, byzanz

Byzanz

Andreas Külzer
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 30.08.2012
ISBN 9783806224177
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:
Nachdem das weströmische Reich im 5. Jahrhundert auseinanderbrach, lebte das oströmische Reich noch über 1000 Jahre weiter. Die Werte und Normen, die römische Kultur und alles was das weströmische Reich in Wirtschaft und Kultur ausgemacht hat, lebte in der östlichen Reichshälfte weiter.

Doch war das oströmische Reich gefangen zwischen zwei Welten. Ein Bein stand in Europa und mit dem anderen war es in Asien vertreten. Ein Gefangener zwischen Morgen- und Abendland, zwischen zwei Kulturen und Kontinenten.

Ein Fluch oder ein Segen!? ...

Der Autor, Professor für Byzantinistik, stellt in diesem Buch sehr akribisch die Geschichte dieses großartigen Reichs von seinen Anfängen, über seine Höhen und Tiefen bis zu seinem Ende dar. Dabei bestand Byzanz nicht nur mehr als 1000 Jahre, sondern prägte auch das Abend- genauso wie das Morgenland wie kein anderes Reich vor oder nach ihm.

Natürlich ist es verständlich, dass dieses Buch mit seinen 180 Seiten nicht alle Themen zu genüge abhandeln kann. Doch schafft es Andreas Külzer gekonnt den Werdegang Byzanz, begonnen als Großreich und geendet am 29.5.1453 als Stadtstaat, als auch seine kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Ereignisse, die prägend wie keine anderen waren, aufzugreifen und detailreich darzustellen. Dabei gibt er dem Leser einen kurzen, aber dennoch prägnanten und informativen Einblick und regt mit vielen Quellenangaben zum Weiterforschen an!

Das Buch kommt wie auch seine Brüder aus der "TheissWissenKompakt-Reihe" mit einem schönen Einband, einer Zeittafel, Gebietskarten sowie vielen Farbillustrationen daher, die gekonnt die beschriebenen Informationen und Aussagen abrunden und unterstreichen.

Wenn ein Thema in deutschen Geschichtsbüchern kaum Einhalt gefunden hat, dann ist es das Byzantinische Reich. Ein Grund mag sicherlich sein, dass es nicht 100prozentig zu Europa zählt. Es ist vielmehr ein kulturell übergreifendes Reich mit einem Bein in Europa und dem anderen in Asien.
Durch dieses Buch erhält der Leser viele tiefgreifende Einblicke in das mysteriöse Byzanz und wie es sich nach und nach von seinem großen Bruder in Europa entfernt hat. Es hat sich eine neue, an den Orient angepasste Kultur und Lebensweise entwickelt, die aus der Geschichte nicht mehr wegzudenken wäre!

Ein Buch, das ich nicht nur wegen seiner Thematik, sondern auch wegen der Fülle an weiterführender Literatur allen geschichtsinteressierten Lesern weiterempfehlen kann.

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Tags: byzanz, konstantinopel, ostrom, theiss verlag, theisswissenkompakt   (5)
 

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helga botermann, geschichte, romanisierung, gallier, römer

Wie aus Galliern Römer wurden

Helga Botermann
Fester Einband: 474 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.03.2005
ISBN 9783608940480
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wie wurden aus Galliern Römer? Was war der ausschlaggebende Funke für die kulturelle Integration? Wer waren diese Gallier? Wo kommen sie her? Sind es wirklich Barbaren? Wie sah das Leben in einer römischen Provinz zu damaliger Zeit aus?
Ich könnte noch viele weitere Fragen aneinanderreihen, doch dies sind die wichtigsten die mir durch den Kopf gehen, wenn ich mir das Buch und den Titel ansehe.
Die Autorin stellt in ihrem Buch das Leben und die Romanisierung der Gallier in Südfrankreich von 600 v.Chr. bis 500 n.Chr. nicht nur chronologisch, sondern auch mit fundierten Funden dar. Dabei achtet Sie darauf keine Spekulationen anzustellen, sondern greift auf archäologische Funde (Bauten und Inschriften) zurück um so den Inhalt des Buches weiter zu untermauern. Sie geht mit ihren Aussagen nur soweit wie es auch wissenschaftlich bewiesen ist und lässt, da bei offenen Fragen kein wissenschaftliches Dogma aufgestellt wird, den Leser selbst die passenden Antworten finden beziehungsweise regt zum eigenen Nachforschen an!
Doch wie ging die Romanisierung von statten? Wie konnten sogenannte “Barbaren” zivilisiert und römische Staatsbürger werden?
Die Griechen legten mit der Gründung von Marsillia (Marseille) 600 v.Chr. die ersten Weichen, den Grundstein sozusagen, für den Beginn einer zivilisierten Zivilisation in Südfrankreich. Und genau an dieser Stelle greift Frau Brodermann die Urbanisierung Galliens auf.
Schon zur Zeit der Hellenisierung gehörten nur diejenigen zu den zivilisierten Menschen, die ein Gymnasium, das wichtigste Gebäude einer griechischen Stadt besuchten.
Zitat Seite 16:
“Der Besuch des Gymnasiums unterschied in der Zeit des Hellenismus Griechen von Nichtgriechen (Barbaren).”
Kein Wunder, dass man versuchte sein Umfeld dem griechischen, und später dem römischen, anzupassen. Man wollte ja dazugehören und auch zivilisiert sein. Die Akkulturation der Gallier hat mit der Hellenisierung seinen Anfang gefunden.
Als die Römer schließlich kamen, waren die Gallier in ihren Augen immer noch Barbaren. Die gallische Identität war jedoch schon so angepasst, das man sich direkt mit dem neuen römischen Gedanken und dem Imperium identifizieren wollte. Man wollte dazugehören.
Augenblix aus dem Asterix Comic sagte sehr schön: “Wir brauchen ein Aquädukt. Ein Aquädukt, das wirkt römisch!”
Und wer römisch, also zivilisiert sein wollte, musste sich anpassen.
Die letzte Phase der Zivilisierung durch die Römer stellte das römische Bürgerrecht dar. Wer sich als Individuum oder auch als Gemeinschaft hochgearbeitet und sich im römischen Sinne bewährt hat, wurde mit dem römischen Bürgerrecht belohnt. Wer dies besaß, war kein Wilder mehr, kein Barbar, sondern ein zivilisierter Römer.
Frau Botermann greift in den oben genannten Entwicklungsphasen sehr schön auf erhaltene Fundstücke zurück. Anhand der verschiedenen Bauten konnte ich sehr gut nachvollziehen wie sich eine Kultur im Laufe der Zeit verändert hat. Auch Inschriften, allen voran Grabinschriften, kommen zu Wort. Waren diese anfangs noch griechisch, wiesen sie später die lateinischen Buchstaben auf. Aber auch der Inhalt dieser Grabsteine spiegelt die damalige Gesellschaft und das Leben im römischen Reich wieder. Denn nicht nur die Grabsteine von toten Aristokraten kommen dadurch zum Wort, sondern auch von normalen Sterblichen wie Gladiatoren, Huren, Sklaven und Freigelassenen.
Die Autorin hat mir durch dieses Buch ein einzigartiges Verständnis von dem Leben in einer römischen Provinz, von den Anfängen bis ins Mittelalter, vermittelt. Ich finde es schade, dass ich erst jetzt auf dieses Buch aufmerksam geworden bin. Obwohl es sich nicht als Reiseführer eignet, bietet es trotzdem Informationen zu diversen Ortschaften in Südfrankreich und zu antiken Bauten. Als Beispiel sei hier Marseille, Orange, Frejus und Arles genannt. Hätte ich das Buch bei meinem letzten Frankreich-Urlaub schon besessen, wären meine Ausflugsziele um einige interessante Sehenswürdigkeiten erweitert worden ;-)
Meiner Meinung ist das Buch, obwohl das Hauptaugenmerk auf der Provinzia Narbonensis liegt, auch für andere römische Provinzen und deren Entwicklung zu Rate zu ziehen. Denn die Entwicklungsstufen, die eine Provinz durchgemacht hat, haben andere Provinzen auf die ein oder andere Weise ebenfalls erlebt.
Von daher bekommt man mit diesem Werk nicht nur einen Einblick in das römische Leben von Südfrankreich, sondern kann mit diesem Wissen auf das generelle Leben in einer römischen Provinz schließen.
Der Wettkampf um Ansehen, Prestige und Macht wurde nicht nur zwischen Menschen ausgetragen, sondern auch zwischen den Provinzen und Städten. Jeder wollte der römischste von allen sein, das größte Kolloseum oder den größten Tempel besitzen.
Wünschenswert wären ein paar schöne Farbabbildungen gewesen. Die beigefügten Illustrationen sind zwar sehr gut getroffen und fügen sich gut in die Erklärung und den Text ein – farbige Abbildungen hätten jedoch nicht geschadet, sondern das Buch ein wenig aufgewertet.
Zum Abschluss kann ich dazu sagen, dass das Buch sehr gelungen und das Thema hervorragend herausgearbeitet worden ist. Mit diesem Buch hat man ein wahrhaftes Stück lebende Geschichte in den Händen, welches untermauert wird von eindeutigen wissenschaftlichen und archäologischen Belegen. Auch als weiterführende Literatur ist das Buch sehr zu empfehlen.

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Tags: gallier, geschichte, helga botermann, romanisierung, römer   (5)
 

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kochbuch, keltische kochbarkeiten, keltische küche, theiss verlag, kelten

Keltische Kochbarkeiten

Achim Werner
Buch: 96 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.08.2007
ISBN 9783806220858
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt / Fazit:
Es gibt keine Überlieferungen oder auch schriftliche Zeugnisse was die Kelten damals tatsächlich gegessen haben könnten. Doch anhand von alten Gräbern, Funden und Grabbeigaben konnten die Archäologen ein etwas genaueres Bild der damaligen Essgewohnheiten darlegen. Durch diese kleinen, aber sehr aufschlussreichen Funde, konnte dem Puzzle ein weiteres fehlendes Teil hinzugefügt werden.

Aufgrund dieses Wissens versucht der Autor authentisch und mit bestem Gewissen ein Kochbuch zu schreiben, das den Leser in die Welt der Kelten zurückversetzt. Nicht nur Mittelalterfans sondern auch Campingfreunde und Hobbyköche finden definitiv die eine oder andere Köstlichkeit, die sich auf jeden Fall nachzukochen lohnt. Mit diesem Buch kommt eindeutig jeder auf seine Kosten. Und keine Angst, es gibt nicht auf jeder Seite ein Rezept über Wildschweine, auch wenn Obelix das gern gehabt hätte ;-)

Ich muss zwar sagen, das nicht jedes Rezept küchenherdtauglich, sondern das Eine oder Andere doch eher etwas für ein offenes Feuer ist. Allerdings machen die ansprechenden Bilder der Speisen, als auch die Aufmachung der Rezepte Lust darauf diese nachzukochen. Natürlich nicht nur in der (eigenen) Küche, sondern eben auch mal im heimischen Garten. ;-)

Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und die Rezepte sind nicht überladen. Ich finde es schön auf einer Seite alles nötige, von Zutaten und den Kochschritten, zu sehen. Das erleichtert meiner Meinung nach einiges. Und dafür bleibt auch Platz für ein wunderschönes abgerundetes Foto des Kochergebnisses. Die Bilder sind aber nicht einfach nur Bilder von den Kochbarkeiten sondern sind auch sehr authentisch, nach keltischer Art und Weise, dekoriert. Die Bilder vermitteln den Eindruck auf einem Mittelalterfest zu sein. Man kann es förmlich riechen …

Unser nächster Kelten- beziehungsweise Mittelalterabend ist gerettet, denn das Buch wird definitiv unser Bankett um einige Köstlichkeiten erweitern. ;-)

In diesem Sinne: lasst es euch munden!

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Tags: achim werner, kelten, keltische kochbarkeiten, kochbuch, met, rezepte, theiss verlag   (7)
 

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vampire, sarg, london, dan wells, erbe

Sarg niemals nie

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2012
ISBN 9783492268837
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Frederick Withers, ein Gauner, Betrüger und Hochstapler, sitzt, wohl berechtigterweise, im Gefängnis von Bath. Doch die Gefängnismauern können einen Mann seines Kalibers nicht davon abhalten schon den nächsten Coup zu planen. Gemeinsam mit seiner Freundin Gwen will er an das Erbe des verstorbenen Harry Beard kommen – natürlich als Erbschleicher. Doch zuerst muss er natürlich aus dem Gefängnis fliehen. In der Gunst der Stunde, als sein Zellenkumpan stirbt, schmuggelt er sich in einem Sarg aus dem Gefängnis. Auf dem örtlichen Friedhof steigt er dann aus seinem Sarg in seine Freiheit. Doch er hat die Rechnung ohne die Vampire gemacht. Diese glauben in Frederick ihren so lang ersehnten Allmächtigen gefunden zu haben und folgen ihm somit auf Schritt und Tritt. Doch was Frederick noch nicht weiß – der wirkliche Erhabene ist bereits auf dem Weg um seinen Anspruch geltend zu machen. Er hat, im wahrsten Sinne des Wortes, die Hände voll zu tun …

Frederick fällt vom Regen in die Traufe, dabei will er doch nur an das Geld des verstorbenen Harry kommen um sich seinen Lebensabend etwas erträglicher zu gestalten.

Doch sein Plan verläuft definitiv anders als er sich das zu Anfang ausgemalt hatte …

Fazit:
Das Buch hat mich sehr gefesselt. Der Schreibstil ist durchweg komisch. Was mir sehr gefallen hat, ist die Portion schwarzer Humor, verfeinert mit sarkastischen Pointen. Der Autor versteht es, meiner Meinung nach, sehr gut den Spannungs- als auch den Humorfaden sehr hoch zu halten. Dabei macht er vor dem Klischee der Vampire, Totengräber oder Erfolgsautorinnen von Liebesromanen nicht halt. In diesem Buch bekommt jeder sein Fett weg.

Die Athmosphäre des frühen 19. Jahrhunderts verleiht dem Buch eine gute Portion Düsternis, die für die Handlung des Buches sehr gut passt und unabdingbar ist. Sie rundet es nicht nur ab, sondern wirkt beim Lesen auch sehr authentisch. Die Protagonisten blühen vollkommen auf im London dieser Zeit.

Von Dan Wells hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. Doch nach diesem Titel hat sich meine Wunschliste radikal vergrößert!

Es ist definitiv ein Buch, das einem die Abende versüßt, die Lachfalten nicht mehr zurückgehen lässt und einem den Schlaf raubt ;-)

Das Ende war übrigens wirklich überraschend, doch zu viel möchte ich natürlich nicht verraten!

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Tags: dan wells, fantasy, humor, sarg niemals nie, vampire   (5)
 

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410 Bibliotheken, 13 Leser, 3 Gruppen, 59 Rezensionen

tod, fantasy, thriller, fluch, todesschläfer

Oneiros - Tödlicher Fluch

Markus Heitz
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2012
ISBN 9783426505908
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
In Paris rast ein A380 ungebremst in ein Flughafenterminal und fängt Feuer. Die Insassen sterben. Doch das Geheimnis um ihren Tod kann auch das Feuer nicht lösen, denn die Passagiere sind auf die Sekunde genau, alle zusammen vorher schon Tod gewesen. Doch es gibt einen, der das Unglück unbeschadet überlebt hat - allerdings ahnt dies noch keiner!
War es Zufall, ein geplanter Terroranschlag oder hat sich das Schicksal nur einen bösen Scherz erlaubt? – Wohl kaum.

Und was hat auf einmal ein begnadeter Bestatter aus Leipzig, eine skrupellose und egozentrische Wissenschaftlerin aus Minsk und ein Mann, den alle Welt jagt, mit den jüngsten Ereignissen zu tun?

Fakt ist, sie hüten alle ein düsteres Geheimnis, das die Grundfesten der Menschheit nicht nur erschüttern, sondern die gesamte Menschheit auch auslöschen kann! Sie alle sind Träger eines tödlichen Fluches, der nur begrenzt kontrolliert werden kann.

Weit ab, nicht greifbar für die staatlichen Behörden, aber unter uns, beginnt ein Katz- und Mausspiel um den geheimnisvollen Überlebenden des A380 Unglückes. Doch was hat er damit zu tun?

Am Ende scheint manches anders als man zu Anfang gedacht hat …

Fazit:
Oneiros ist das erste Buch, welches ich von Markus Heitz in die Finger bekommen habe. Ich habe schon viel positives über den Autor, seine Werke und seinen unverkennbaren Schreibstil gehört und ich muss sagen: ich bin nicht enttäuscht worden!

Markus Heitz hat das geschafft was meines Erachtens nicht viele Autoren hinbekommen, und zwar den Spannungsbogen über den kompletten Handlungsverlauf des Buches so hoch zu halten, dass er weder abreißt noch den Leser langweilt. Er versteht es gekonnt die Spannung aufrecht zu erhalten und bevor es zu langweilig oder zu langatmig wird zum nächsten Step in der Geschichte zu springen.
Ich habe selten ein Buch so genossen wie ich es mit Oneiros getan habe.

Doch nicht nur der Schreibstil von Heitz hat es mir angetan und mir gefallen. Ich konnte mich auch sehr gut in die Protogonisten hineinversetzen. So lebendig und charakteristisch waren sie beschrieben und dargestellt. Die Figuren sind sehr vielschichtig und haben die unterschiedlichsten Facetten wie auch wir sie in unserer Umgebung wahrnehmen. Traurigkeit, Enttäuschung, Egoismus, Überheblichkeit als auch Sorge und Liebe, um nur einige zu nennen, werden in den Charakteren der Protagonisten gekonnt verankert. Ich fieberte mit den Charakteren von Seite zu Seite mit und nicht selten wünschte ich mir selbst einschreiten zu können ;-)

Das Buch ist eine Mischung aus Horror und Thriller und spielt in der heutigen Zeit in Europa. Eine kleine Prise Fantasy ist auch noch beigemischt.

Das Buch, das ich nur noch zum Schlafen gehen aus den Händen legen konnte hat mir viele Stunden unbeschreibbares ”Kopfkino” bereitet

Die Rezension möchte ich mit den Worten eines Protagonisten abschließen:
“Do not fall asleep until …”

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Tags: horror, markus heitz, oneiros, thriller, tod, tödlicher fluch, todschläfer   (7)
 

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geschichte der usa, theiss verlag, alexander emmerich

Geschichte der USA

Alexander Emmerich
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 26.09.2008
ISBN 9783806221923
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Geschichte einer Nation – verständlich, quellenneutral, kurz und prägnant – in einem Band!

Keine Nation hat das Weltgeschehen so beeinflusst wie die Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit einfachen Siedlungen in der Neuen Welt fing alles an. Später wurden diese Siedlungen dann unabhängig, schlossen sich zu einer Union zusammen, aus der, nach vielen Kriegen, eine Nation hervorging, welche aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken ist.

Die USA sind nicht nur ein Land freier Männer, welche die Freiheit des Menschen, der Religions- und der Pressefreiheit als höchstes Gut ansehen, sondern sind auch ein politischer Entscheidungsträger auf internationaler Ebene.

Der Autor stellt in diesem Werk den Aufstieg der USA von den damaligen Siedlungen zur heutigen Weltmacht chronologisch und informativ dar. Dabei runden die zahlreichen Farbillustrationen, in Zusammenhang mit dem ansprechenden Schreibstil des Autors, das Buch sehr gut ab.

Man hat bestimmt schon vieles über die USA und deren Geschichte gelesen, über JFK, den Bürgerkrieg oder auch die Watergate-Affäre. Und das schöne an diesem Werk ist, dass es alle einschneidende Ereignisse in der Geschichte der USA aufgreift und in einen chronologischen Kontext stellt. Dadurch erhält man einen roten Faden, der sich durch das ganze Buch zieht.

Alljenigen, die sich für die Entstehungsgeschichte dieser großartigen Nation interessieren, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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Tags: alexander emmerich, geschichte der usa, theiss verlag   (3)
 

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salamis, griechen, perser, griechenland, seeschlacht von salamis

Griechen besiegen Perser bei Salamis!

Ulrich Graser
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2011
ISBN 9783806224023
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Seeschlacht von Salamis ist ein Wendepunkt im griechisch-persischen Krieg. Doch gilt er auch als Wendepunkt für das griechische Volk. Denn durch den Krieg haben sich die vielen kleinen, verstreuten und verstrittenen Stadtstaaten (Poleis) zusammengeschlossen und ein Griechenland erschaffen, in dem die Demokratie angefangen hat zu blühen. Ein gemeinsamer Feind hat die griechischen Schwestern und Brüder zusammenwachsen, Differenzen vergessen und in eine neue Zukunft blicken lassen …

Zur damaligen Zeit konnte kaum einer an einen Sieg der Griechen glauben, zu gewaltig war das von Xerxes ausgesandte Heer. Sogar die Griechen selbst konnten ihren Sieg nicht fassen, erst als sie den Strand von Phaleron sahen, fingen sie an es zu begreifen und zu verinnerlichen, dass sie als Sieger hervorgegangen waren.
Zitat Seite 106: ” … Der Strand von Phaleron ist leer. Jetzt ist endgültig klar: Die Schlacht ist gewonnen. Aber gilt das auch für den Krieg? … “

Ein vereintes Griechenland hat den Sieg über einen der größten Tyrannen der damaligen Zeit errungen. Nicht die Schlacht bei den Thermophylen oder sonst wo hat den Krieg zugunsten der Griechen entschieden. Nein, es war die Seeschlacht bei Salamis. Xerxes Truppen waren danach so geschwächt und demoralisiert, dass er den taktischen Rückzug antreten musste …!

Es grenzt an ein Wunder, dass die Griechen es geschafft haben sich zu einen, beherrschte doch zur damaligen Zeit der Dualismus (Athen – Sparta), Kleinstädterei und Egoismus die grieschiche Politik und das Gemeinwesen. Doch wie so oft in der Geschichte, hat ein gemeinsamer Feind, in diesem Fall die Perser, es geschafft ein Volk zu einen, es stark zu machen und für eine gemeinsame Sache kämpfen zu lassen – die Freiheit.

Dieser Ruf nach Freiheit wird von Aischylos in seinem Gedicht “die Perser” sehr gut wie folgt dargestellt:
Zitat Seite 99: Aischylos: ” … Auf, o Hellas Söhne, kommt! Das Vaterland befreit, befreiet Weib und Kind, befreiet der heimatlichen Götter teuren Sitz, der Väter Gräber! Jetzt um alles kämpfen wir! … “

Später wird man von den Griechen folgendes sagen:
Zitat Seite 138: ” … Sie hatten keine Chance – und nutzten Sie. … “

Es macht Spaß zu lesen wie es zu der berühmtesten Seeschlacht der Antike gekommen ist und welche Auswirkungen dies für die Griechen, die Perser und für Mitteleuropa gehabt hat.
Der Schreibstil von Ulrich Graser ist kurz und informativ, kurz um, sehr journalistisch. Dadurch erhält das Buch einen enormen Zuwachs an Spannung, wie sie nur durch kurzes, prägnantes und journalistisches Schreiben zustande kommen kann. Der Autor hat mir viele Punkte, die ich vorher nicht so gesehen oder vertsanden habe, näher gebracht, verdeutlicht und mich an seinen Informationen teilhaben lassen.
Das Buch vermittelt beziehungsweise greift nicht nur die Schlacht bei Salamis mit dessen Vor- und Nachgeschichte auf, sondern veranschaulicht dem Leser auch das damals vorherschende griechische poltische System und die Lebensverhältnisse zur damaligen Zeit. Der Leser schafft es durch diese Menge an Informationen und Querverweisen sich gut in das Thema hineinzuversetzen. Durch die vielen unterschiedlichen Quellen, dabei greift der Autor nicht nur griechische und persiche, sondern auch Quellen von Dritten auf, entsteht eine neutrale Geschichtsdarstellung der Ereignisse in Salamis.

Nach dem Buch wundert es keinen mehr warum die Ereignisse als Wendepunkte der Geschichte gelten. Ein bahnbrechendes Buch mit erlebbarer Geschichte!

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Tags: griechen, perser, salamis, seeschlacht von salamis   (4)
 

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versailles, otto von bismarck, eiserner kanzler, kaiserproklamation in versailles

Bismarcks Triumph – Deutsches Reich ausgerufen!

Alexander Emmerich
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2011
ISBN 9783806224047
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wendepunkte der Geschichte ist eine bahnbrechende und informative Reihe des Konrad Theiss Verlages.
Auch diesmal hat der Verlag und der Autor ein einschneidendes und prägendes Ereignis aus der europäischen, aber vor allem aus der Deutschen Geschichte, herausgepickt, aufgearbeitet und dem Leser sehr anschaulich zur Verfügung gestellt.

Und welches Ereignis könnte einschneidender sein als die deutsche Reichgründung am 18. Januar 1871 durch den “Eisernen Kanzler” – Otto von Bismarck!

Dieser Wendepunkt hat nicht nur Europa nachhaltig beeinflusst …

Mit “Blut und Eisen” hat Bismarck den Weg zur Einigung der deutschen Staaten geebnet und das Deutsche Reich geschmiedet. Eine Mammutaufgabe die ihres gleichen sucht, doch …
Zitat Seite 10: ” … was die Revolutionäre von 1848 / 1849 nicht vermocht hatten, das sollte ihm gelingen. … “

Es war der preußische Ministerpräsident und nicht der preußische König, der die Zukunft der deutschen Kleinstaaten geschmiedet und auf eine Reichsgründung vorbereitet hat. Bismarck war, so kann man es im Großen und Ganzen zusammenfassen, der richtige Politiker zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Und nicht zuletzt hat Frankreich, der Erbfeind Deutschlands, unbewusst geholfen die Reichgründung herbeizuführen.
Die Kriegserklärung Frankreichs an Preußen hat dazu beigetragen, dass die letzten verbliebenen süddeutschen Kleinstaaten, dem Norddeutschen Bund, der kleindeutschen Lösung von Bismarck, beigetreten sind und sich gegen den gemeinsamen “Feind” Frankreich gestellt haben.
Zitat Seite 71: ” … Durch den äußeren Feind Frankreich rückten die Deutschen näher zusammen. … “
Dadurch war das Ziel Bismarcks so gut wie erreicht und greifbar nahe. Nach der Kapitulation Frankreichs wurde im Land der Besiegten, im Schloss von Versailles, am 18. Januar 1871 das Deutsche Reich ausgerufen!
Zitat Seite 79: ” … Bismarck hatte sein Ziel erreicht – der preußisch-deutsche Nationalstaat entstand. … “

Eine Demütigung im eigenen Land für Frankreich, ohne Frage, aber ein großer Schritt für Bismarck als Antwort auf die “Deutsche Frage”.

Alle Regierungsformen, nicht nur die in Deutschland!, die nach ihm kamen, sei es die Weimarer Republik oder auch aktuell die Bundesrepublik Deutschland, hat Bismarck beeinflusst wie kein anderer. Unter anderem durch seine Sozialgesetze bereitete Bismarck den Weg für einen Sozialstaat wie wir ihn heute kennen.

Der Autor, promovierter Historiker, greift zu Beginn dieses Bandes die Ereignisse, wie Sie im Schloss von Versailles stattgefunden haben, auf und katapultiert den Leser somit zum Ort des Geschehens – zur deutschen Reichsgründung und zur Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles!

Alexander Emmerich hat einen sehr informativen und prägnanten Schreibstil, der dem Leser die wichtigsten Informationen kurz und bündig auf einem Silberteller präsentiert. Dadurch schafft es der Autor den Leser mitzureißen und ihn an den Geschehnissen “teilhaben” zu lassen: ein Stück schriftlichen Könnens – Geschichte hautnah miterleben!

Der Autor rollt im späteren Verlauf des Buches die Geschehnisse auf, die zur Reichsgründung führten. Die Quellen, auf welche der Autor dabei zurückgreift, sind gut aufgearbeitet und dargelegt worden. Durch diese akribische Vorgehensweise lässt sich das Puzzle und die Geschichte rund um die Reichsgründung gut darstellen. Doch auch die Ereignisse danach kommen nicht zu kurz. So bekommt der Leser auch die Zeit nach der Kaiserproklamation bis zum Beginn des ersten Weltkrieges gut nähergebracht.

Die Reihe “Wendepunkte der Geschichte” soll vor allem auch das jüngere Publikum ansprechen um ihnen die Geschichte schmackhaft und interessant zu machen, doch dieses Buch kann ich nicht nur den Laien unter uns, sondern auch den alteingesessenen “Hasen” empfehlen.

Ein Buch das in keinem Bücherregal fehlen darf.

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Tags: eiserner kanzler, kaiserproklamation in versailles, otto von bismarck, versailles   (4)
 

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cartoon, kochbuch, der pudel des todes, joscha sauer, comic

Kochbuch des Todes

Joscha Sauer , Rezepte von Malte Evers , Joscha Sauer
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2012
ISBN 9783551684127
Genre: Comics

Rezension:

“Kochbuch des Todes” ist das Neue Werk von Joscha Sauer. Tod ist eindeutig mein Lieblingscharakter aus dem “Nichtlustig-Universum”.
Es ist eine wunderbare Abwechslung zu den anderen Werken aus der Nichtlustig-Reihe. Diesmal schickt der Autor den Leser auf eine kulinarische Reise. Der Gastgeber dabei ist – der Tod.

Tod präsentiert, mit Hilfe von Malte Evers, die für die Rezepte zuständig ist, sein “Kochbuch des Todes”.

Dabei sind die Gerichte nicht aus der Luft gegriffen, sondern Tod hat für jedes seiner Rezepte auch eine Geschichte parat. Diese Geschichte spiegelt sich in Form eines Cartoons wieder. Diese bildlichen Erlebnisse haben Tod´s kulinarische Ideen angeregt und ein Kochbuch erst möglich gemacht. Am besten stellt sich jeder selbst vor wie das Cartoon bzw. die Geschichte zu dem Gericht “Curry-Auberginenschnitzel mit Bloody-Mary-Sauce” aussehen könnte Das einzig schade an den Gerichten ist, dass sie kein Bild des fertigen Gerichts zeigen. Auch wenn es ein Kochbuch in Cartoonform ist, sollten Bilder des Endresultats vorhanden sein – zumindest wäre dies wünschenswert

Die Aufmachung des Buches ist gut gelungen und dabei auch sehr übersichtlich. Ich persönlich habe mir zwar ein etwas “dickeres” Buch erhofft, aber auch mit seinen 48 Seiten ist es immer noch ein Muss für jeden Fan.
Durch die Unterstützung von Malte Evers, gelingt es dem Autor einfache und ausführliche Rezepte vorzustellen, die sich auch nachkochen lassen!

Ein weiteres gelungenes Werk der nichtlustig-Reihe. Um die Rezension mit den Worten von Tod abzuschließen:

“Toten Appetit!”

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sabine buttinger, das mittelalter

Das Mittelalter

Sabine Buttinger
Flexibler Einband: 195 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.02.2012
ISBN 9783806226119
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Mittelalter ist eine der Epochen, die den Menschen seit jeher begeistert und beeindruckt hat. Diese Epoche ist nicht nur geheimnisvoll und reich an Legenden, sondern auch ein Stück unserer Vergangenheit, die unsere Gegenwart zu dem gemacht hat wie sie heute ist.
Einige sehen das Mittelalter als eine dunkle schmerzerfüllte Epoche, weil es durch die Inquisition, die Verbrennung von Ketzern und Hexen, den Kreuzzügen und diversen Seuchen wie der Pest Unheil über Europa und die Menschen gebracht hat.
Andere wiederrum sehen das Mittelalter als eine goldene Zeit, in der die Weichen für ein Europa gestellt wurden wie wir es heute kennen.
Noch heute gibt es in ganz Deutschland Mittelaltermärkte und Ritterturniere um die „alten Zeiten“ neu aufblühen zu lassen, Wissen zu tauschen und um sich zurückzuversetzen in eine Zeit voller Geheimnisse und Legenden.
Doch wie kann man das Mittelalter zusammenfassen? War es, wie einige sagen, eine unserer schlimmsten Epochen oder war es eine unserer glorreichsten?
Das Mittelalter hält einiges bereit und ist sehr facettenreich. Um es in all seiner Pracht, in all seinen guten und schlechten Seiten, beschreiben zu können, bedarf es mehr als nur ein Buch.
Doch um dem Leser einen Zeitraum von 1000 Jahren näherzubringen, um in die Materie einzutauchen, benötigt es nur ein Buch, und das ist, wie ich denke, dieses.
Zitat Seite 10:
„ … Das vorliegende Buch kann nicht den Anspruch erheben, die Epoche des Mittelalters in all ihren Facetten erschöpfend darzustellen.
Vielmehr will es einen Einblick und Überblick über fast 1000 Jahre bewegter, spannender Geschichte geben und zur Weiterbeschäftigung animieren. … „
Sabine Buttinger vermittelt dem Leser die Grundlagen um das Mittelalter im breiten Spektrum verstehen und begreifen zu können. Sie geht nicht nur auf die Schattenseiten, sondern auch auf die schönen Seiten dieser prägenden und weichenstellenden Epoche ein.
Und wer weiß, …
Zitat Seite 10:
„ … Vielleicht ist das Mittelalter anschließend nicht mehr nur finster oder romantisch, sondern schlicht eine in ihrer eigentümlichen Fremdheit faszinierende Epoche. … „
TheissWissenKompakt ist eine bahnbrechende Serie des Theiss Verlages. Große Epochen, Völker und Ereignisse werden verständlich aufgearbeitet, in den Kontext geschichtlicher Quellen gestellt, geschichtsneutral geschrieben und einer breiten Leserschaft zur Verfügung gestellt.
Nicht nur der Geschichtsstudent wird seine Freude an diesem Buch und den weiterführenden Quellen haben, sondern auch der Laie von nebenan.
Ein Buch, das Lust auf mehr macht …

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augustulus, 476, ostrom, untergang roms, westrom

Das Ende des Römischen Reiches!

Hans-Peter von Peschke
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.02.2012
ISBN 9783806224252
Genre: Sachbücher

Rezension:

Was ist Rom? Rom ist ein Inbegriff von Macht, Rum, Glanz und von unbesiegbarerer Natur.
Doch wie konnte ein Reich dieses Kalibers, ein Reich, das alle nach ihm kommenden Reiche so geprägt und geformt hat wie kein anderes, untergehen?
Die Einen sagen aus Dekadenz und Überheblichkeit sind die Römer träge und müde geworden. Andere sagen wiederrum, dass das Reich zu groß und die Feinde und Fronten zu viele geworden sind um das Imperium erfolgreich schützen und aufrecht erhalten zu können.
Gleichzeitig war die römische Oberschicht von Intrigen, Attentaten, Misstrauen und Egoismus geprägt. Die Kaiser waren teilweise nur Monate an der Macht, bevor Sie durch einen anderen ersetzt oder ermordet wurden. Dadurch litten nicht nur die Regierungsgeschäfte … Fakt ist jedenfalls, dass die römische Herrscherliga, die Caesaren, nicht mehr das waren was sie in ihrer Anfangsphase zur Zeit des ersten Kaisers Augustus gewesen sind. So wundert es auch keinen, dass der letzte Kaiser den spöttischen Beinamen Augustulus, „Kaiserlein“, erhalten hat.
Und so geht auch mit der Absetzung dieses letzten Kaisers (Ausgustulus) das Ende des Weströmischen Reiches im Jahre 476 AD einher.
Zitat Seite 15:
„ … Es gibt keinen Kaiser in Westrom mehr, und damit hat auch Westrom zu existieren aufgehört. …“
Oder um es mit den Worten Caesars zu sagen, welche er benutzte als er den Rubikon am 10. Januar 49 v. Chr. überquerte: „ … alea iacta est“. Zu Deutsch: Der Würfel ist geworfen worden!
Zwar behauptete sich das Oströmische Reich noch bis 1453, fast 1000 Jahre länger wie das westliche Reich, doch waren die Würfel schon gefallen und das Ende eines einst großen und mächtigen Imperiums, das die Geschicke der Welt gelenkt hat, war besiegelt!
Zitat Seite 95:
„ … Sicher ist, dass das Imperium Romanum mit dem Fall Konstantinopels endgültig der Vergangenheit angehörte. … “
Das Buch greift die wichtigsten Ereignisse zum Untergang des römischen Reiches, angefangen mit dem Weströmischen, auf und erörtert diese bis ins kleinste Detail. An dieser Stelle merkt man das schriftliche Können des Autors, der durch sein berufliches Können als Journalist glänzen kann und den Leser gekonnt in seinen Bann zieht.
Kurz, prägnant und mit einem zeitlichen temporalen gesponnenen roten Pfaden von Rom über Ravenna bis nach Konstantinopel schildert er zu Anfang des Buches die Umstände, die zum Untergang des Hesperium Imperium geführt haben.
Nach dieser „Anfangssequenz“ rollt Hans-Peter von Peschke das ganze en d´etail auf. Er springt 100 Jahre in der Geschichte zurück. Durch diesen Zeitsprung und den bildhaften und fesselnden Schreibstil kann der Leser dem Autor auf einer Reise in den Untergang des größten Reiches der Antike folgen.
Dies ist bereits der sechste Band in einer der erfolgreichsten Reihen des Theiss-Verlages. Viele Ereignisse haben unsere Geschichte geprägt und nehmen bedeutenden Einfluss auf unsere Zukunft. Da wundert es nicht, dass der Theiss-Verlag und von Peschke den Untergang des römischen Reiches als Wendepunkt ausgewählt und in ihre Reihe aufgenommen haben.
Zitat: Seite 15: „ … Die Absetzung des Romulus Augustulus ist ein solches Datum, ein Wendepunkt. … “
Ein Buch mit einem garantiertem Suchtfaktor auf mehr … und zwar auf mehr Wendepunkte der Zeitgeschichte!

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1076, gregor vii, gang nach canossa, heinrich iv, investiturstreit

Heinrich in Canossa gedemütigt!

Karin Schneider-Ferber
Flexibler Einband: 159 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2010
ISBN 9783806223385
Genre: Sachbücher

Rezension:

Heinrich in Canossa gedemütigt. Ist dem wirklich so oder war der Gang nach Canossa ein genialer taktischer Schachzug von Heinrich IV?
Noch heute, in unserer Zeit, zählt der „Canossagang“ als Metapher für eine schlimme Erniedrigung.
Doch wie kam es zu dieser Erniedrigung vor den Toren Canossas?
Zum Höhepunkt der Kirchenreformen und des Investiturstreits wird König Heinrich IV von Papst Gregor VII im Jahre 1076 AD exkommuniziert.
Die Macht Heinrichs ward daraufhin im Reich gebrochen, seine Reichsfürsten distanzierten sich von ihm und durch die Exkommunikation galt er als vogelfrei.
Um sich und seine Macht zu retten, blieb ihm nichts anderes übrig als Buße zu tun.
Im Büßergewand und barfuß harrte Heinrich 3 Tage vor den Toren Canossas aus um die Absolution und die Aufhebung des Bannes vom Papst zu erreichen.
Gregor konnte nicht anders als den Bann aufzuheben. Zitat: Seite 81:
„ … Kein Priester der Zeit hätte es sich erlauben können, einen reuigen Sünder einfach abzuweisen – schon gar nicht der Papst als oberster Seelenhirte der Christenheit! … „ Dieser Zug war ein grandioser taktischer Schritt von Heinrich, hatte er nämlich durch seine Buße den Kirchenbann, der auf ihm ruhte, lösen können.
Doch durch diese Unterordnung unter die Kirche und den Papst, hat die Königskrone bzw. hatten die weltlichen Herrscher viel von ihrer damaligen Macht und Stellung einbüßen müssen …
Die Autorin schildert gekonnt, fesselnd, ausführlich und informativ die Eckpunkte des Investiturstreits. Sie erzählt dabei nicht nur die Geschehnisse des Jahres 1076, sondern geht auch auf die Ereignisse davor und danach ein. Die Fragen nach dem wie und dem warum werden sehr gut erörtert und dem Leser dargestellt.
Sehr schön herausgearbeitet ist die neutrale Darstellung der Quellen. Die Autorin versucht jede Seite (kirchliche und weltliche Macht) zu Wort kommen zu lassen, ohne eine der beiden vorab zu verdammen. Dadurch erhält das Buch eine neutrale Geschichtsdarstellung.
Wendepunkte der Geschichte ist eine Reihe des Theiss Verlages, die sich mit einschneidenden Ereignissen in unserer Geschichte befasst, diese herauspickt und für jedermann verständlich aufarbeitet. Das Buch bzw. die Reihe „Wendepunkte der Geschichte“, ist daher auch für Laien sehr empfehlenswert, da man ohne Vorkenntnisse in die Materie eintauchen kann.

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