alice14072013s Bibliothek

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504 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 187 Rezensionen

fantasy, cora carmack, sturm, stormheart, liebe

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Das Dreizehnte Zeichen - Die Bürde

K. T. Meadows
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Independently published, 15.04.2017
ISBN 9781521205372
Genre: Fantasy

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25 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

neue welt, monster, götter, dystopie, veränderung

Conversion (Band 2): Zwischen Göttern und Monstern

C. M. Spoerri , Jasmin Romana Welsch
Flexibler Einband: 438 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 20.10.2017
ISBN 9783906829654
Genre: Fantasy

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, new adult, vergangenheit, gefühlsachterbahn, all unsere momente

All unsere Momente: New Adult Liebesroman

Marie Mohn
E-Buch Text: 186 Seiten
Erschienen bei null, 15.11.2017
ISBN B07543SVF7
Genre: Sonstiges

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

sabine schulter, azur, finale, träume, traumperlen

Azur 3: Behüterin der Träume

Sabine Schulter
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei null, 29.09.2017
ISBN B074SJ5252
Genre: Sonstiges

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

flerya, emily thomsen, flerya - drachenschlaf, drachenmond verlag, geisttier

Flerya

Emily Thomsen , Anja Uhren
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959913515
Genre: Fantasy

Rezension:

„Verloren, sie alle waren verloren. Nichts konnte diese Wunde heilen. Kein Trost lag im Gedenken an die Verstorbenen. Keiner von ihnen wartete in Avalon. Wenn unsere Zeit in dieser Welt endete, waren sie nicht dort, um uns freudig zu empfangen.“ Zitat aus dem Buch S. 30

Wie wahrscheinlich ist es einen High-Fantasy Roman aufzuschlagen und bereits von den ersten Zeilen derart ergriffen und gefesselt zu sein, dass man sofort weiß, dieses Gefühl wird einen bis zur letzten Seite nicht mehr verlassen? Und wie wahrscheinlich ist es, dass sich genau diese Vorahnung auch bewahrheitet, ohne dass einer Geschichte im Verlauf die Luft ausgeht? Ich kann es nicht sagen und es passiert mir nicht häufig. Aber „Flerya – Drachenschlaf“ ist eine der seltenen magischen Geschichten, die mich mit ihrem ersten Satz tief erschüttert hat, erbarmungslos in eine düstere, grausame und hoffnungslose Welt geworfen hat und mit meinen Emotionen bis zum nervenzerreißenden Ende ein Katz- und Maus-Spiel getrieben hat.

„Was wir sind und was wir waren, wird uns in dem Moment bewusst, in dem wir Abschied nehmen.“  erster Satz S. 6

Ich hatte sofort ein beklemmendes Gefühl und mit jeder weiteren Zeile schwoll der Kloß in meinem Hals an und ließ mich angespannt dem entgegen zittern, was da kommen würde. Ich war nicht im Entferntesten vorbereitet auf diese kalte, hoffnungslose Welt, die sich vor meinen Augen entfaltete und die geballten Gefühle, die auf mich einströmten. Man kann dieses komplexe Werk mit vielen Schlagwörtern beschreiben: episch, düster, grausam, voller Leid, gnadenlos, ohne Hoffnung und doch so poetisch geschrieben, emotional, fantasievoll und mit einem Reichtum grandioser Bilder. Mit einem Wort „gewaltig“!
Für mich war es Lesen mit feuchten Händen und angehaltenem Atem und nie hätte ich vermutet, welches Ausmaß die Geschichte in ihrer Entwicklung nehmen würde, als ich die anfängliche Situation beurteilt habe. Ich bin schlicht überwältigt. Wir stehen mit dem ersten Band an einem Anfang, und ich prophezeie nach diesem Auftakt, dass diese Trilogie episch wird. Etwas ganz Großes.
Ich ziehe schon jetzt meinen Hut vor dem Werk, das Emily Thomsens Fantasie entsprungen ist und von ihr zum Leben erweckt wurde.

Inhalt:

Einst verbannte der Drachenkönig Gardorath die Herrscherin der Ghul und bewahrte damit das Reich vor dem Niedergang. Nur die Trägerin des magischen Armbandes Kemantie kann Aine befreien. Nichts anderes will Yadiran, der oberste Feldherr der dunklen Herrscherin und dabei ist ihm jedes Mittel recht. Er entführt Gardoraths Tochter Flerya, die untrennbar mit Kemantie verbunden ist und zieht sie als sein eigenes Kind auf. Ohne Erinnerung an ihre wahre Herkunft schenkt sie ihm ihre ganze Liebe. Doch der kaltblütige Seelenfresser wartet nur auf Fleryas sechzehnten Geburtstag. Es ist der Tag, an dem der Drache in ihr erwacht und sie Aine befreien wird. Der Tag an dem Yadiran ihren Tod fordert. Gebrochen vom Verrat und auf sich allein gestellt, versucht Flerya ihrem Häscher zu entrinnen – und den Untergang Emireschas abzuwenden.

Meinung:

„Zurück blieb ein Ghul mit dunkler Seele. Ein Ghul, dem jedes Mittel recht war, um sich an den Drachen zu rächen.“ Zitat aus dem Buch S. 7

„Deine Seele wird mein Lohn sein, Königin...Sie duftet so süß und deine Tochter wird uns unsere Rache schenken, sobald sie alt genug ist.“ Zitat aus dem Buch S. 12

„Der Drache brüllte voller Leid, die Augen nass vor Tränen. Er glomm mit ihnen, sein Körper stand ebenfalls in Flammen. Vor Schmerz über ihr Ende, das er nicht verhindern konnte.“ Zitat aus dem Buch S. 15

Ein uralter Krieg zweier Völker Emireschas.
Herrscher getrieben vom Schmerz des Verlustes und der Gier nach Rache, die bereit sind zu opfern, was ihnen nahe steht, um den höheren Zielen zu dienen, an die sie glauben... Oder doch so viel mehr?
Gibt es in einem Land gebeutelt von Krieg, Tod und Zerstörung ein Gut oder Böse?
Oder ist es der alles verzehrende Schmerz, der aus einst fühlenden Menschen und Wesen Monster macht, die ihr Herz für immer verschließen?
Kann in so einer Welt zwischen Hoffnungslosigkeit und Verrat noch Liebe und Freundschaft existieren?

So viele Fragen stürzen auf den Leser ein, während er völlig unvorbereitet in eine Geschichte eintaucht, die vom ersten Moment an so düster und voller Leid beginnt, als Yadiran, der oberste Heerführer der Rudall Koer, Schlachtenlenker der Ghulkönigin Aine um seine Frau und Tochter trauert, die bei einem Angriff des Drachenkönigs getötet werden. Sein Lebensinhalt fort, seine Königin verbannt und sein Volk vertrieben, verdrängt er jedes Gefühl aus seiner Seele und schwört, sich für seinen Verlust und sein Volk zu rächen.
Eine Rache, die grausamer nicht sein könnte, denn er nimmt dem Drachenkönig Gardorath das, was ihm am liebsten ist, seine Familie und benutzt dessen Tochter Flerya auf die grausamste Art für seine Zwecke. Das Kind wächst in dem Glauben auf, Yadiran wäre ihr liebender Vater und ahnt nicht, dass sie mit ihrem sechzehnten Lebensjahr den Tod finden soll, um die Ghulkönigin aus ihrer Verbannung zu befreien. Denn Flerya trägt den Schlüssel zu deren Gefängnis untrennbar an ihrem Handgelenk. Er schürt in dem Mädchen den Hass und die Angst auf die Drachen, während sie nicht einmal ahnt, dass dieses gefürchtete Wesen längst in ihr schlummert, nur unterdrückt durch dunkle Magie, mit der sie belegt wurde.

Dunkel, schonungslos, brutal und beklemmend ist das Setting, in das wir geworfen werden. Für das Volk Emireschas stirbt jede Hoffnung, als die Ghul aus dem Verborgenen auftauchend die Seelen ihrer Opfer rauben, um an Stärke für ihren rachegetriebenen Feldzug zu gewinnen. Schon längst reist keine Seele mehr nach Avalon, um dort auf die trauernden Hinterbliebenen zu warten. Mit den Seelen verschwinden die Banshee, die Todesfeen, die diese nach Avalon begleiten.
Kein Trost liegt mehr im Tod der Menschen. Was bleibt sind die leeren Hüllen, deren Seelen niemals Frieden finden, der Kampf eines einzigen Drachen, die Dunkelheit aus seinem Land zu vertreiben, eine Dachenprinzessin nichtahnend, dass das Schicksal aller auf ihren Schultern lastet und deren gesamtes Leben auf einer Lüge aufgebaut ist.
Und das ist erst der Anfang!

„Du bist die Trägerin Kemanties. Du bist die einzige, die Aine befreien kann. Doch sie wird dem Land keinen Frieden bringen, Flee. Alles, was Yadiran dir beigebracht hat, ist falsch. Nichts von dem entspricht der Wahrheit.“ Zitat aus dem Buch S. 46

Wir begleiten eine im Inneren verzweifelte und zerrissene Drachenprinzessin auf dem harten Weg den ihr  Schicksal genommen hat, die sich nicht nur mit den Gefahren ihrer grausamen Verfolger auseinandersetzen muss, sondern auch mit ihrem erwachten Wesen, das sie zu hassen gelernt hat. Ihre Welt stürzt ein, als sie mit dem Verrat des Mannes konfrontiert wird, den sie als ihren Vater lieben gelernt hat und doch darf sie sich ihrem Schmerz und ihrem Hass auf den Drachen in sich nicht hingeben.

„In den letzten Stunden war meine Welt über mir weggesplittert. Ich stand vor dem Scherbenhaufen und wusste nicht, wie ich Ordnung in dieses Chaos bringen sollte. Alles war verloren. Mein Leben war eine einzige Lüge. Nichts darin war echt, nicht einmal ich. Wer war ich?“ Zitat aus dem Buch S. 87

„Die Welt hatte sich nicht verwandelt. Noch immer erwachte der Tag mit einem Sonnengruß und der Mond begleitete die Nacht durch ihre dunklen Stunden, doch ich selbst kam mir fremd darin vor. Nichts hatte sich verändert, nur ich war nicht mehr dieselbe (......) Ich wollte ihn nicht fühlen, wollte seine Anwesenheit vergessen. Ich wollte mich spüren, nur mich! Mein Herz schlug heftig, während ich gegen die Enge um meinen Brustkorb atmete und versuchte, mich von der Angst, die ich beim Gedanken an den Drachen empfand, nicht lähmen zu lassen.“  Zitat aus dem Buch S. 103

Ihr Drang vor all der Verzweiflung und vor ihrer Bürde zu fliehen ist übermächtig, doch ihre Flucht führt sie ausgerechnet an den Ort, an dem sie sich entscheiden muss. Für die Liebe zu ihrem Vater, oder die Rettung Emireschas vor der Zerstörung durch die Ghul. Mongana, die Insel der Verbannten, der Ort, an dem alles begann, wird sie vor einen entscheidenden Kampf stellen, der ihr alles abverlangt. Begleitet wird sie von Kriegern des Drachenkönigs, die sie immer für ihre Feinde gehalten hat. Kann sie ihnen vertrauen? Findet sie hier, was sie sich im Stillen ersehnt, Freundschaft und Zuneigung?

„Diese kindische Hoffnung macht dich schwach. Traumtänzer hoffen, die Furchtlosen überleben.“  Zitat aus dem Buch S. 197

Die Handlung ist eine großartige Mischung aus beklemmenden, bedrückenden Szenen, die einem beim Lesen die Tränen in die Augen treiben, einer atemberaubenden Spannung, die sich immer weiter in die Höhe schraubt und manchmal von wirklich zauberhaften und humorvollen Stellen durchbrochen wird, die mir zum Glück ein paar Atempausen gegönnt haben und ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Dies alles gipfelt in einen Showdown, der mich mit feuchten Händen in die Situation gebracht hat, das Buch angstvoll zu Seite legen zu wollen und es dennoch nicht zu können, weil meine Nerven zum Zerreißen gespannt waren.

»Es liegt an dir. Einfach alles liegt an dir, mein Kind. Du wirst entscheiden, ob unsere Welt diesen Krieg überleben wird oder darin untergeht, und Krieg wird es geben.« Zitat aus dem Buch S. 215

„ Ich muss mein Freund. Du weißt doch: Fallen ist nicht schlimm, nur liegen bleiben bringt dir Schmach.“ Zitat aus dem Buch S. 248

„Ich hatte schon viele Gefechte erlebt, Männer, Frauen und Kinder sterben sehen. Immer hatte ich die tröstende Anwesenheit der Banshee gespürt, auch wenn sie sich nur selten tatsächlich zeigten. Nicht an diesem Ort. Da war kein Trost, wenn ich in die starren Augen der Toten sah, kein Friede. Ich sah nur Angst und Verzweiflung in ihnen und das jagte mir die kalte Panik in die Glieder.“ Zitat aus dem Buch S. 256

Und am Ende? Ich habe es fassungslos, mit Tränen in den Augen und einer Mischung aus Erleichterung, Unglauben und der Vorahnung geschlossen, dass das hier nicht das Ende war. Nein, wir stehen ganz am Anfang und es geht um so viel mehr, als den ursprünglichen Krieg.
»Sieh hin, Schlachtenlenker. Unser wahres Gesicht zeigt nur der Spiegel, durch den wir uns selbst betrachten.«
»Betrachtet Euch ganz genau darin, Yadiran. Eure Überheblichkeit wird Euer Untergang sein.« Zitat aus dem Buch S. 217 / 220

Aber es ist nicht die Handlung allein, die dieses Buch zu etwas Besonderem macht. Es ist ein geniales Zusammenspiel von herausragenden Charakteren, einem unvergleichlichen Schreibstil, einer Emotionalität, die unter die Haut geht und einer entworfenen Welt, die einzigartig in ihrer Form ist.

Wir erleben die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, deren Gedanken und Handlungen so tiefgreifend beleuchtet werden, dass wir den Charakteren direkt in ihre Seele blicken können und jede Gefühlsregung, jedes Handeln miterleben, als wären wir selber betroffen. Himmel, ich habe gelitten und gezweifelt. Es gab Momente, da habe ich hemmungslos geweint und ich habe mich gefühlt, als hätte ich die schlimmsten Schlachten gegen mich selber geschlagen. Es war so authentisch, so echt. Es ist die Emotionalität, die eine Geschichte trägt. Ich muss beim Lesen fühlen können. Ich will spüren, was die Protagonisten in den einzelnen Szenen erleben, was sie ertragen müssen, welche Ängste sie begleiten. Ich möchte die Stimmungen, die Atmosphäre einfangen können, in der ich mich in den einzelnen Szenen gerade befinde. Was ich beim Lesen dieser Geschichte erfahren durfte, hat mich schlichtweg überwältigt. Ich war nicht der stumme Beobachter, sondern ich habe Schmerzen am eigenen Körper gefühlt, habe mich Ängsten ausgesetzt, als wären es in diesem Moment meine eigenen. Emily Thomsen hat beim Lesen gelebte Emotionen geschaffen und mich damit zu einem Teil ihrer Geschichte gemacht. Chapeau!
Es gab keinen Charakter in den ich mich nicht hätte hineinversetzen können. Selbst Yadiran, den eiskalten Schlachtenlenker konnte ich verstehen, weil auch er uns Einblicke in seine schwachen Momente und sein Leid gewährt.

„Er hatte vergessen, wer sie war, und zugelassen, dass ihre kindliche Liebe und Zuneigung ihn um den Finger wickelte. Für ein paar wundervolle Jahre war es gewesen, als ob sein Kind wieder bei ihm war.“ Zitat aus dem Buch S. 128

Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Nein, es liegen so viele Schattierungen von Grau dazwischen und das ist der Punkt, der Nähe schafft, selbst zu denen, die man eigentlich hassen möchte.

„Kummer verändert uns alle. Manche sehen dadurch klarer, anderen trübt es die Sinne.“ Zitat aus dem Buch S. 34

Dennoch gibt es zwei herausragende Charaktere, deren Emotionen und Handeln die Geschichte trägt. Beide sind in ihrem Zusammenspiel, das auf einem mehr als schlechten Start basiert, herausragend und man fühlt, wohin es sich entwickeln könnte, auch wenn zunächst so vieles dagegen spricht. So unterschiedlich sie auf den ersten Blick scheinen, so sehr ähneln sie sich in ihren grundsätzlichen Charakterzügen und Emotionen.

Flerya spürt schon lange, dass sie anders ist. Sie unterscheidet sich nicht nur äußerlich von ihrer Familie, sondern sie spürt auch die Spannungen und hat sonderbare Albträume. Dennoch zeichnet sie sich durch ein mitfühlendes Herz und ihre Liebenswürdigkeit aus. Doch der Tag, an dem sie erfährt, wer sie wirklich ist und dass ihr geliebter Vater sie verraten hat, lässt etwas in ihr zerbrechen. Ihre gesamte Welt wird aus den Angeln gehoben, als ihr bewusst wird, dass das Wesen, vor dem ihr Vater sie immer gewarnt hat, in ihr steckt und dass sie nie Teil ihrer Familie war, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Eine Flut aus Emotionen stürzt auf das junge Mädchen ein: Selbsthass, Verzweiflung, Furcht und Trauer. Wie geht man mit solch einem Wissen um? Wohin soll sie gehen, wem kann sie noch vertrauen? Es trifft einen tief, wenn man all diesen ungeschminkten Gefühlen und Gedankengängen folgt. Es hat mich beim Lesen verzweifeln lassen und ich habe mit den Tränen gekämpft, so sehr hat es mich erschüttert, wie detailliert ihre Empfindungen auf mich eingestürzt sind . Ihre innere Zerissenheit hätte auch mich fast in den Abgrund gestürzt.  

„ Er brauchte keine dunkle Magie, um mich zu vergiften. Das hatte er ganz allein durch seinen Vertrauensbruch geschafft und zu dieser Last trug ich jetzt auch noch eine andere: Die Erwartungen an eine Drachenprinzessin, die ich nicht sein wollte“ Zitat aus dem Buch S. 139

„»Er hat dafür gesorgt, dass ich mich vor dem einzigen Wesen fürchte, vor dem ich nicht weglaufen kann: mir selbst.«“ Zitat aus dem Buch S. 141

Und doch ist Flerya so ein starker Charakter, weil sie nicht aufgibt. Es wäre so leicht gewesen. Sie kämpft und sie bewahrt sich etwas, das wichtiger ist, als alles andere, ihr Herz und ihre Art, das Gute in anderen zu sehen. Sie verurteilt nicht, sie hinterfragt. Das macht sie zu jemand Besonderem. Mein Herz ist ihr sofort zugeflogen. Auch wenn sie sicher nicht immer richtig fühlt. Aber gerade das macht sie aus. Doch kann sie sich am Ende richtig entscheiden?

 „»Kinder lieben ihre Eltern bedingungslos. Es ist die reinste Liebe, die es gibt auf dieser Welt.« Ihre Stimme brach. Flee räusperte sich verhalten. »Ich weiß, was er getan hat. Das weiß ich, aber mein Herz sehnt sich trotzdem nach der einzigen Familie, die ich kenne. Das kann ich nicht einfach abstellen. Ich erwarte nicht, dass du das verstehst.«“ Zitat aus dem Buch S. 223

Dennoch ist es der jüngste Heerführer des Drachenkönigs, Liam, der für mich mit seinem Wesen und seinem Auftreten eine solche Präsenz ausstrahlt, dass er selbst Flerya in den Schatten stellt. Liam setzt trotz seiner jungen Jahre eine Tradition in seiner Familie fort, als Heerführer seinem König zu dienen. Doch ihm haftet das Versagen seines Vaters an, egal wie gut er seine Aufgaben erfüllt, und er sucht verbissen nach einer Gelegenheit, den Tod seines Vaters und der Familie des Drachenkönigs zu rächen. Die Wut auf die Rudall Koer brodelt in ihm. So ist es nicht verwunderlich, dass er sie in seinem ersten Zusammentreffen mit Flerya die Oberhand gewinnen lässt. Liam ist ein genialer Stratege, fokussiert auf seine Ziele und im Kampf gnadenlos. Was mich aber so an ihm fasziniert ist seine weiche Seite. Er reflektiert sein Verhalten und steht zu seinen Fehler. Und davon macht er mitunter einige, weil er zu schnell seine Gedanken ausspricht. Aber gerade diese Fehler und unbedachten Äußerungen machen ihn so sympathisch und echt. Liam ist absolut loyal und riskiert für diejenigen die er liebt alles, sogar das eigene Leben. Ich muss gestehen, er hatte mich sofort. Ich habe manchmal Tränen gelacht, wenn er ins nächstbeste Fettnäpfchen getreten ist und ich habe so sehr mit ihm mitgefiebert. Es hat mich einfach berührt, dass er trotz Trauer und Wut immer den Weg nach vorne geht und den Kampf für seine Überzeugungen nie aufgibt.

„Ich erkannte, warum gerade er, trotz seiner noch jungen Lebensjahre, der Heerführer des Königs war. Er stand Yadiran in nichts nach und war doch so vollkommen anders. Liam handelte aus Pflicht- und Ehrgefühl, um die zu schützen, die er liebte. Er hatte eine raue Schale, unter der ein mitfühlendes Herz schlug.“ Zitat aus dem Buch S. 198

Mit Liam und Flerya prallen nicht selten Welten aufeinander.

»Einem ganzen Volk Bösartigkeit zu unterstellen, ist ein gefährlicher Gedanke, Heerführer. Nicht alle Ghul sind verabscheuungswürdig, genauso wenig wie Drachen unfehlbar sind, und jetzt wäre ich Euch dankbar, wenn Ihr mich allein lassen könntet.« Zitat aus dem Buch S. 137

Und doch spüren sie instinktiv, was in dem anderen vorgeht und geben sich Halt.

„Zuneigung, ich sah die Sehnsucht danach in ihren Augen und empfand augenblicklich Mitleid für sie. Ich ahnte, was sie nach allem, was ihr widerfahren war, ertragen musste.“ Zitat aus dem Buch S. 94

„»Dann hat er Euch das Leben gerettet. Er hat Euch gerettet, Flee. Wir retten, was wir lieben. Nicht alles war eine Lüge.«“ Zitat aus dem Buch S. 102

Aber dürfen sie einander mehr als Freunde sein? Eine Frage, die mich die nächsten zwei Bände beschäftigen wird.

Emily Thomsen hat in „Flerya – Drachenschlaf“ mit dem von Krieg gebeutelten Emirescha eine
zugleich wundervolle, vielschichtige und detailliert ausgearbeitet Welt entworfen. Sie verwebt gekonnt aus dem Genre bekannte und weniger bekannte Wesen, wie Drachen, Ghul, Undinen und Sylphen in eine völlig neuartigen Kontext und zaubert ihre eigenen fantasievollen Ideen und Schöpfungen hinzu. Entstanden ist eine bildgewaltige,  düstere, beklemmende und grausame Welt, die mit all ihren Schrecken zu faszinieren weiß. Ich konnte mich oft nicht entscheiden, ob ich der Faszination für die berauschenden Bilder, die in meinem Kopf entstanden sind nachgeben und in den neuartigen Landschaften, die sich bis ins kleinste Detail vor meinen Augen entfalteten schwelgen sollte, oder ob ich lieber vor den Schreckensszenarien, die dort lauerten weggelaufen wäre.
Denn in allem, so faszinierend es auf den ersten Blick scheint, wohnt etwas Bedrohliches, Erschütterndes und Hoffnungsloses, das uns unweigerlich zurückweichen lässt. Man hofft aus diesem Albtraum zu erwachen.

„Dieser Ort ist seit Jahrhunderten eine Stätte des Todes. Nur die Gefangenenschiffe des Königs fahren hindurch, um die Sünder zur Insel zu bringen. Manche kehren nie wieder zurück und alle anderen berichten von den Toten, die im Wasser treiben, von dem Glockenklang und den Stürmen, die hier oft toben, und den Stimmen, die sie darin hörten...“ S. 170

Manchmal habe ich ein Gefühl der Kälte gespürt und unweigerlich geschaudert beim Lesen. Und doch habe ich selbst in all der Hoffnungslosigkeit und Grausamkeit diese wenigen lichten und hellen Momente gespürt, ein seltenes Lachen und winzige Augenblicke des Glücks, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben, und mir ein wenig Hoffnung schenkten.

Der grandiose Weltenaufbau und die wirklich spannende Handlung werden von einem absolut bildhaften und emotionalen Schreibstil getragen. Emily Thomsen gelingt es, mit ihren Worten Bilder in meinen Kopf zu zaubern, welche die erschreckend grausame und harte Welt vor meinem inneren Auge zum Leben erweckte. Die Umgebung, die fremdartigen Wesen, die Magie und die Szenen der Handlung erwachten und wurden für mich Realität. Es war, als ob ich mich in der Handlung selber befunden habe. Und all das schreibt die Autorin in Worten, die manchmal schon poetisch sind, die so viel Aussagekraft und Wahrheit enthalten. Auch für uns. Ich habe diese Geschichte gelebt. Ich war Teil von ihr, sowohl körperlich als auch emotional. Das macht die Bücher aus, die man nie mehr vergisst.

 »Du wirst es wissen, wenn die Zeit gekommen ist. Wer nur das Ziel vor Augen hat, verirrt sich leicht. Bedenke lieber jeden Schritt, ehe du einen Fuß vor den anderen setzt und am Ende dein Ziel von ganz allein erreichst.« Zitat aus dem Buch

Aber nach alledem war es letztendlich die Aussage, die dahinter steht, welche die wahre Größe des Buches ausmacht.
Auch wenn es dich noch so ängstigt und verletzt, du kannst nicht vor dem weglaufen, was du bist. Schon gar nicht, wenn so vieles davon abhängt. Du bist nicht alleine. Stehe auf und stelle dich dem was du bist. Sieh nach vorne und kämpfe für das was wirklich zählt. Die Liebe und das Bessere in einer Welt voller Verzweiflung.

Fazit:

Ich denke, ich habe alles zum Ausdruck gebracht, was diese Geschichte unter vielen so sehr hervorhebt. Sie ist magisch, atemberaubend und ergreifend. Ein absolutes Highlight, das alles vereint, was ein grandioses Buch braucht und mir direkt und unwiderruflich in mein Herz gegangen ist.

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377 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

bianca iosivoni, romance-fantasy, romantasy, seelen, licht

Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

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261 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

fantasy, götter, jennifer l. armentrout, götterleuchten, liebe

Im leuchtenden Sturm

Jennifer L. Armentrout
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.09.2017
ISBN 9783959671200
Genre: Jugendbuch

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(39)

121 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, badboy, kami garcia, kriminalität, jugendroman

I Knew U Were Trouble

Kami Garcia , Franziska Jaekel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473584833
Genre: Jugendbuch

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

SternSplitter: Das Volk der Bo’othi

Mona Silver
E-Buch Text: 137 Seiten
Erschienen bei www.monasilverautor.com, 02.09.2017
ISBN B0756Z9R7H
Genre: Sonstiges

Rezension:

„>>Ich habe geglaubt, dass du mich liebst<<, flüsterte er tonlos. >>Ich war gekommen, um zu sehen, ob du mir verzeihen kannst, was ich dir angetan habe.<<“ ( Zitat S. 57 )


Es ist ein Jahr her, dass Mona Silver in ihrer Novelle „SternRegen“ die rührende Geschichte von Darius Jasnov, einem sehr alten Bo'othi und der Menschenfrau Antonia Sommer erzählte. Die Geschichte einer Liebe, die unmöglich schien und doch so sehr mein Herz berührte, dass ich ewig hätte weiterlesen können. Doch die Geschichte von Darius und Antonia ist noch nicht zu Ende erzählt. In „Sternsplitter“ zeigt uns Mona Silver sehr eindrücklich und bewegend emotional welche Zweifel und tiefe Schmerzen entstehen können, wenn trotz der Liebe, die einen verbindet, Unterschiede tiefe Gräben reißen können, die scheinbar unüberwindlich sind. Die Autorin hat es mit ihrer zweiten Novelle um das Seelenvolk der Bo'othi geschafft, mich in einen Strudel der Gefühle zu ziehen, den ich so nicht erwartet habe. Ich war wütend, verzweifelt und mein Herz ist in tausend Teile zerbrochen. Ich konnte nicht eher ruhen, bis ich nach einer fast schlaflosen Nacht am Ende angelangt war und das Gefühl hatte, meine gesamte mentale Kraft in dieser einen Geschichte zurückgelassen zu haben. Körperlich und emotional am Ende, aber glücklich? Das verrate ich vielleicht im Anschluss..


Klappentext:


„ Toni war kein Sternkind, sie würde niemals zum Volk gehören. Sie würde immer ein Mensch bleiben und er immer ein Bo’othi."


Toni und Darius sind seit über einem Jahr ein glückliches Paar. Die Bo’othi haben die junge Frau in ihrer Mitte aufgenommen, doch für den nahezu unsterblichen Darius bleibt sie ein verletzlicher Mensch, mit dem er behutsam umgehen muss. Toni sehnt sich danach, ihrem Partner endlich auf Augenhöhe zu begegnen. Als sie es wagt, ihn in einem unbedachten Moment aus der Reserve zu locken, reagiert er nicht wie erhofft. Ihre Pläne für eine gemeinsame Zukunft scheinen zerstört. Noch während beide um ihre Liebe kämpfen, werden die Bo’othi vor eine besondere Herausforderung gestellt, die alles verändert. Muss die Geschichte des Seelenvolkes neu geschrieben werden?


Meinung:


„Er hatte den Kopf weit in den Nacken gelegt und war völlig darin versunken, die Energie seiner Heimatsterne aufzunehmen. Toni konnte aus ihrer Position seine himmelwärts gerichteten Augen nicht sehen, aber sie wusste auch so, dass seine Pupillen jetzt groß und sternförmig waren und mit seinem Herzen im Takt pulsierten. Sie liebte es, ihn dabei zu beobachten, wie er von den Sternen trank. Es gab ihr das Gefühl, ein Teil von ihm zu sein, ihm ganz nah sein zu können, und sie fühlte sich stolz, dass sie als einer der wenigen Menschen in die geheime Existenz seines Volks eingeweiht worden war.“ ( Zitat S. 16)


Es scheint ein unausgesprochenes Gesetz aller verliebten Paare zu sein: Irgendwann holt einen die Realität ein. Auch wenn wir noch so glücklich und uns sicher sind, dass die Liebe stark genug ist, sind es doch die unausgesprochenen Wünsche oder verdrängten alten Ängste, die mit einem Mal in unserem Bewusstsein wieder auftauchen. Erst dann wird sich zeigen, ob die Liebe allen Unterschieden und inneren Zweifeln standhält. Das ist auch der Punkt an dem sich unsere Protagonisten nach einem Jahr voller Glück befinden. Manchmal ist es nur ein Fehler, den man unbedacht begeht, der einen aus dem Himmel voller Geigen in ein Meer aus Schmerz und Selbstzweifeln stürzt, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Hier setzt Mona Silver ihre Handlung an und ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage, dass der Spannungsbogen sich konstant auf höchstem Niveau hält. Ein Atemholen ist nahezu unmöglich und die schmerzvollen Erlebnisse der Protagonisten lassen den Leser mit dem Gefühl gerade einen Marathonlauf zu bestreiten an den Seiten kleben und dennoch nicht aufgeben. Mich würde es wundern, wenn es auch nur ein Leser schafft, die Novelle in mehr als nur einem Tag und einer Nacht zu lesen. Ich konnte mich nicht lösen. Ich wollte Gewissheit.


Es war die eine Frage, die mich beim Lesen immer wieder beschäftigt hat. Warum nur können wir Menschen uns nie mit dem zufrieden geben, was wir haben? Warum müssen wir alles noch perfekter haben, als es ohnehin schon ist und uns damit alles zerstören, was wir uns so schwer aufgebaut haben?

Für diese Frage steht Antonia (Toni), die obwohl Darius ihr liebevoll und rücksichtsvoll begegnet, doch den Wunsch hat, er würde sich nur einmal fallen lassen und die Grenzen seiner Vorsicht sprengen. Dieser Wunsch lässt sie nicht mehr los und sie begeht aus Neugier und vielleicht auch Naivität den entscheidenden Fehler, ihn in dem einen falschen Moment aus seiner Reserve zu locken. Damit tritt sie eine Lawine aus Schmerz, Zweifel und Ängsten los und scheint damit alles zerstört zu haben, was sie verbunden hat. Ich hätte schreien können! Als Leser wird man hier sehr schnell aus dem wunderbaren Moment des unglaublichen Glücksgefühls in einen dunklen, gewaltigen Abgrund gerissen und scheint an dem folgenden Handeln der Protagonisten zu verzweifeln. Ich weiß im Nachhinein nicht mehr, wie oft ich mir die Haare gerauft habe und meinen Kopf am liebsten vor die Wand geschlagen hätte. Denn Darius und Toni machen es uns nicht leicht.


„Er hatte von Anfang an Recht gehabt. Er war nicht der Richtige für sie. Seine Alte Seele machte ihn zu einem Monster für das sie viel zu jung und naiv war, um sicher bei ihm zu sein“ ( Zitat S. 21)


„Toni war kein Sternkind, sie würde niemals zum Volk gehören. Sie würde immer ein Mensch bleiben und er immer ein Bo’othi.“ ( Zitat S. 22)


Mona Silver schafft es, ihren beiden Protagonisten eine unglaubliche Gefühlstiefe in ihrer doch relativ kurzen Geschichte zu geben, indem sie deren Gedanken und emotionales Erleben sehr fokussiert und detailliert schildert. Beide machen eine sehr eindrückliche Entwicklung durch und konfrontieren uns ungeschminkt mit all ihren positiven und auch negativen Veränderungen.

Ich habe gelitten! Sowohl mit ihnen, als auch wegen so manchen verletzenden Wegen, die sie gegangen sind.

Ich bin verzweifelt an Tonis Naivität zu Beginn der Geschichte. Sie ist eine wirklich loyale und treue Frau, die sehr viel Liebe im Herzen trägt und dennoch manchmal ein wenig blauäugig und stur nach Lösungen sucht, statt die Dinge sensibler in die Hand zu nehmen. Doch ließ ihr Leid und ihr Schmerz mich nicht kalt. Sie war längst in mein Herz vorgedrungen mit ihrer aufrichtigen Liebe. Ich habe so sehr für sie gehofft und bin innerlich mit ihr zerbrochen. Es hat mich sehr beeindruckt, wie sie sich im Laufe des Geschehens zu einer sehr starken Persönlichkeit entwickelt, die es schafft nach vorne zu sehen und ihren Weg zu gehen. Denn nach einer unerwarteten Wendung muss sie eine schwerwiegende Entscheidung treffen und Verantwortung übernehmen für sich und andere. Das meistert sie hervorragend und mit viel Mut.

Darius hingegen hat mich gefühlsmäßig fast an meine Grenzen gebracht. Ich wusste nicht, ob ich ihn schütteln wollte, ihn verfluchen sollte oder in den Arm nehmen wollte. Was ist aus dem liebevollen, durchdachten Mann geworden? Darius entwickelt sich aus der Angst die Frau, die er liebt zu verletzen zu einem äußerlich sturen, harten Mann, der durchaus auch zu Kurzschlusshandlungen und verbohrtem, kindischem Verhalten neigt. Weglaufen und ignorieren als Lösung? Ich wollte ihn hassen. Aber ich konnte es nicht. Denn Darius zeigte uns auch seine andere Seite. Sein zerbrochenes, leidendes Inneres und das war letztlich der Grund, dass ich um ihn geweint habe. Wäre doch nur eine Sternschnuppe am Himmel gewesen. Ich hätte mir für ihn gewünscht, doch endlich aufzuwachen.


„Seine Brust schmerzte. Dort, wo ihre Hand gelegen hatte, brannte seine Haut wie Feuer. Noch nie im Leben hatte er körperliche Schmerzen empfunden, wenn es eigentlich sein Herz war, das die Höllenqualen litt. Er rieb sich über die Brust in dem vergeblichen Versuch, den Schmerz fortzuwischen. Allein, umgeben nur von Bäumen und dem Heulen des Windes, ließ er es zu, dass die Tränen, die in seinen Augen brannten, flossen. >> Ich liebe dich, Toni<<, flüsterte er leise in den Wald hinein. >>Und darum muss ich dich gehen lassen. Ich muss stark für uns beide bleiben. Ich tue das nur für dich.<<“ (Zitat S. 53)


Doch kann ein Mann, der seit 400 Jahren gelernt hat, dass Mensch und Bo'othi nicht zusammen leben können überhaupt seinen Erfahrungshorizont überwinden und an das „Unmögliche“ glauben? Ob Darius mich am Ende wieder versöhnt hat? Vielleicht.... Nein definitiv... Es war die eine selbstlose Tat, die ihm mein Herz auf dem Silbertablett serviert hat, doch das sollte jeder für sich lesen.


„Toni war in Lebensgefahr und das sprengte die Mauer, die er um sein Herz herum aufgebaut hatte. Egal, was passiert war, er hatte einmal geglaubt, sie sei die Liebe seines Lebens. Und sein Herz glaubte es wohl immer noch, denn die Angst um sie schnürte ihm die Kehle zu.“ ( Zitat S. 86)


Mona Silver schafft es auf unglaubliche bewegende Weise tiefe Emotionen ihrer Charakteren zu beschreiben und diese auf den Leser zu transportieren. Sie hat nicht nur Toni und Darius alles abverlangt, sondern auch mich auf eine Berg und Talfahrt der Gefühle geschickt, die mich fast zerrissen hat, die mein Herz in tausend Teile sprengte und es doch irgendwie wieder zusammengeflickt hat. Hut ab vor so viel authentischem Fühlen. Ich habe an manchen Stellen gedacht, mein eigenes Erleben und mein eigener Schmerz aus längst vergessenem Leid, verlorener Beziehungen kommt wieder hoch und ich habe verzweifelt nach Lösungen gesucht, diesen zu lindern. Himmel! Wie viel Selbstzweifel und Angst haben mich verfolgt. Wie viele Gerüchte und Missverständnisse haben mich vor Wut kochen lassen und wie viele unausgesprochene Worte mich an den Rand des Erträglichen gebracht. Wir lernen hier sehr schmerzhaft, was es mit uns macht, wenn wir nicht miteinander reden und nur die Dinge glauben wollen, die unser Verstand uns vorgaukelt. Ja, manchmal sollten wir vielleicht einfach nur miteinander sprechen, statt nach anderen Lösungen zu suchen. Und vielleicht sollten wir auch einfach an denjenigen glauben, dem unser Herz gehört und der uns eigentlich schon bewiesen hat, dass er uneingeschränkt auf unserer Seite steht...


Sicherlich ist dies auch die Aussage, die Mona Silver mit ihrer Novelle im Hinterkopf gehabt hat.

Wir können vor unseren Gefühlen nicht davonlaufen. Sie holen uns immer und überall wieder ein, egal wie viel Mühe wir uns geben.

Aber wenn man so sehr in seinen schlechten Gedanken gefangen ist und gelernte Verhaltensmuster nicht überwinden kann, dann ist es manchmal das eine unverhoffte Ereignis, das uns dazu bringen kann, alle Grenzen zu überwinden. Dann, wenn wir gar nicht mehr damit rechnen. Vielleicht sollten wir die Hoffnung nur nie aufgeben, so wie Toni.


Denn dieses eine Ereignis ist es, das mit einer Wendung in ihr Leben tritt und schließlich alles verändert, an das die Bo'othi jemals geglaubt haben. Eine wirklich berührende Lösung, die am Ende noch einmal für wunderschöne, versöhnende Szenen sorgt und sicher sehr viel Stoff für weitere Geschichten um das Seelenvolk der Bo'othi liefert, auf die ich mich jetzt schon freue.


All das beschreibt die Autorin in einem unglaublich schönen Schreibstil, der zugleich flüssig ist und nicht nur schmerzhafte, sondern auch wunderschöne Bilder in unsere Köpfe transportiert. Man ist jederzeit im Laufe der Geschichte dabei, erlebt wie in einem Film das Geschehen vor Augen und findet immer auch die wunderbaren Momente, die einen träumen lassen. Das macht ihre Geschichten so wundervoll, dass man sie wieder und wieder lesen möchte. Am Ende bin ich schon fast traurig und wehmütig, dass es vorbei ist und ich weiß, ich werde den Bo'othi noch lange folgen. Solange sie uns ihre Geschichten erzählen.


„Kurz bevor er … erreichte, wurden seine Schritte schleppend, sein Atem schwerfällig. Er stützte sich an der Tischplatte ab und warf dabei einige der Instrumente zu Boden, die dort noch von der Behandlung … lagen. Sie fielen laut klirrend zu Boden. Die Deckenlampen begannen zu flackern, das Licht zuckte ein paar Mal durch den Raum ehe mit gewaltigem Getöse die Neonröhren gleichzeitig platzten. Der fensterlose Raum lag für kurze Zeit völlig im Dunkeln, nur Darius’ goldene Augen leuchteten wie zwei Sterne in der Nacht.“ ( Zitat S. 90)


„Als sie sich in die Mitte des Turmes stellten und gemeinsam zu den Sternen hochsahen, überfiel Darius ein stummes Sehnen....Er hatte keine Ahnung, welcher der kleinen Punkte am Himmel über ihnen der Heimatstern der Bo’othi war. Er war so fern wie alle anderen Himmelskörper, das unerreichbare Ziel einer stillen Sehnsucht.“ ( Zitat aus dem Buch )


Fazit:


Mir bleibt nichts mehr, als mich ergriffen für diese emotionale und wieder wunderschöne Reise zu bedanken. Diese Geschichte bewegt und fordert uns, und doch bleibt immer Raum zu träumen, zu hoffen und an die wunderbare Lösung zu glauben. Manchmal kann Liebe eben doch alles überwinden, wenn auch nicht immer auf dem einfachen Weg. Ich kann nur jedem ans Herz legen, die außergewöhnlichen Geschichten der Bo'othi zu verfolgen, die auf ihre Art einzigartig sind und doch so sehr aus dem Leben gegriffen scheinen. Irgendwo finden wir uns alle darin.


Grundlage dieser Rezension war ein Rezensionsexemplar, das mir von der Autorin kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, was meine persönliche Meinung allerdings in keinster Weise beeinflusst hat. Ich bedanke mich nochmals für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

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Rho - Feurig lodernder Herbst

Lana Rotaru
E-Buch Text: 454 Seiten
Erschienen bei Self Publishing, 23.08.2017
ISBN B07543PNC5
Genre: Liebesromane

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zirkus, depression, magie, mira valentin, ebook

Der Mitreiser und die Überfliegerin

Mira Valentin
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 25.08.2017
ISBN B072QSY7PW
Genre: Jugendbuch

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new adult, aliens, wilds, young adult, anderer planet

Love & Revenge - Pakt des Schicksals

Annie J. Dean
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 25.08.2017
ISBN 9783646300512
Genre: Fantasy

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magie, zirkus, fantasy, liebe, erin morgenstern

Der Nachtzirkus

Erin Morgenstern , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285498
Genre: Fantasy

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fae, rhysand, fantasy, das reich der sieben höfe, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

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liebe, fantasy, verrat, liebling, geheimhaltung

Love & Revenge - Zirkel der Verbannung

Annie J. Dean
E-Buch Text: 404 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.05.2017
ISBN 9783646300505
Genre: Fantasy

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dämonen, fantasy, rache, blut, kampf

Ein Käfig aus Rache und Blut

Laura Labas , Anja Uhren
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.08.2016
ISBN 9783959912914
Genre: Fantasy

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fantasy, fehjan, roman, isabell schmitt-egner, eigenverlag

Fehjan - Verbundene Seelen

Isabell Schmitt-Egner
E-Buch Text: 345 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 26.04.2017
ISBN B071178MDH
Genre: Fantasy

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vom licht verführ, tower of night, kieran, dahlia

Tower of Night: Vom Licht verführt (NYX 1)

Everly Sheehan
E-Buch Text: 316 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 05.08.2017
ISBN B0746TWXWG
Genre: Fantasy

Rezension:

„Wir sind zwei unterschiedliche Wesen. Du bist das Licht, ich bin die Dunkelheit. Du bist das Leben, ich bin der Tod. Wir müssen der Wahrheit ins Gesicht sehen, für uns gibt es keine gemeinsame Zukunft. Es ist eine Illusion, der wir uns hingegeben haben. Ein Gedanke, gesponnen aus Wünschen und Sehnsüchten.“ ...“Licht und Schatten können sich niemals vereinen „ ( Zitat aus dem Buch )


Wenn man so viele Romane aus dem Fantasy-Genre liest wie ich, dann laufen einem immer wiederkehrende Themen über den Weg und es gibt kaum noch etwas, das mich wirklich überraschen kann. Vampire, Hexen, Wölfe, Elfen, Drachen.... finden wir in unzähligen Büchern und manchmal sehnt man sich nach der einen frischen Idee, wenn wieder einmal die nächste Welle zeitgleich in diversen Romane über uns bricht.

Ich muss zugeben, ich steckte gerade in einer Leseflaute, konnte mich nicht aufraffen das nächste Buch in die Hand zu nehmen und dann fiel mir „Tower of Night“ in die Hände....

Die ersten Zeilen haben gereicht und ich war Feuer und Flamme. Da war sie die neue Idee, die mich nicht nur interessiert, sonder regelrecht fasziniert hat. Ich war gefangen in einer Problematik, die für uns kaum vorstellbar wäre.

Was würde es mit uns machen, wenn etwas so alltägliches wie der Tag und die Nacht für uns plötzlich zu einer tödlichen Gefahr würden? Was würdest du tun, wenn du gezwungen wärst dem Licht der Sonne oder der Dunkelheit der Nacht zu entgehen, damit du überhaupt existieren kannst?

Schutzräume aufzusuchen, die dich einschränken in deiner Freiheit?


„Kannst du dir vorstellen, nie wieder einen Sonnenaufgang zu sehen?“ ( Zitat S. 7 )


Schon die ersten Sätze schaffen eine bedrückende Stimmung, die ahnen lässt, was auf uns zukommt.


„Die Dunkelheit ist mein Gefängnis. Ich kann ihr niemals entkommen.“ ( Zitat S. 10 )


Hättest du nicht auch den Wunsch, deinem unfreiwilligen Gefängnis zu entfliehen? Nur einmal die wärmenden Strahlen der Sonne auf der Haut zu fühlen? Oder im umgekehrten Fall ein einziges Mal bewundernd unter einem unglaublichen Sternenhimmel zu stehen oder die Sonne in gold-orangen Tönen am Horizont versinken zu sehen?

Welche Opfer würdest du bringen, damit dieser Wunsch Wirklichkeit werden könnte?


Ein Wunsch, der sich in den Wesen der Nyx und Hemera, die uns in der Geschichte begegnen, manifestiert hat und der den Grundsatz für eine Problematik legt, die so viel tiefer greift. Es ist der eine Traum, der den Grundstein für die Handlung legt und ich hätte nie geahnt, wie viel mehr letztendlich auf mich zugekommen ist.


Klappentext:


IN IHRER DUNKELHEIT ERSTRAHLT EIN FUNKEN LICHT.


HINTER SEINEM LICHT VERBIRGT SICH DIE DUNKELHEIT.


Dahlia wünscht sich nichts sehnlicher, als der Finsternis zu entfliehen, die ihr Leben bestimmt.

Als Wesen der Nacht ist es ihr Schicksal, einer todbringenden Verpflichtung nachzukommen und den schützenden Untergrund von Seattle niemals bei Tag verlassen zu können.

Es gibt nur einen Ausweg: Sie muss die Prüfung für das magische Ritual im mysteriösen Tower of Night bestehen.

Ausgegrenzt von den anderen Teilnehmern, fühlt sich Dahlia einsam und verloren, bis sie auf den unnahbaren Kieran trifft.

Doch ihre Liebe darf nicht sein, denn er steht auf der Seite des Lichts, während sie die Dunkelheit in sich trägt …


»Tower of Night – Vom Licht verführt« ist der Auftakt der mystischen NYX-Reihe, die in eine gefährliche Welt zwischen Licht und Schatten in die magischen Tower entführt.


Meinung:


„Ich bin eine Nyx, ein Wesen der Nacht – und ich bringe den Menschen den Tod.“ (Zitat S. 9 )


Düster, hoffnungslos und zugleich sehnsuchtsvoll beginnt die Geschichte Dahlias, die als Nyx dazu verdammt ist, ihr Leben tagsüber im trostlosen und heruntergekommenen Untergrund Seattles zu verbringen. Denn mit dem Sonnenaufgang lauert der Tod. Es scheint ihre Bestimmung in die Träume der Menschen einzugreifen, während sie sich von ihnen nährt und im Auftrag der Regierung bestimmten Menschen den Tod zu bringen. Doch Dahlia spürt tief in ihrem Inneren, dass sie sich mit ihrem vorherbestimmten Leben nicht abfinden kann. Da ist etwas, was sie von den übrigen Nyx unterscheidet und sie an ihrer Sehnsucht, diesem Dasein zu entfliehen, fast zerbrechen lässt.


„ >>Das ist einer der schönsten Sonnenaufgänge, die ich je gesehen habe<<, flüstere ich, weil ich mich dem Himmel noch nie näher gefühlt habe. Die Sonne besitzt eine gewisse Macht über uns. Sie durchflutet den weiten Horizont mit ihrem Licht, lässt das Leben erwachen und vertreibt die kalte Dunkelheit.“ ( Zitat S. 52 )


„Egal an welchen Ort ich komme, ich werde nicht akzeptiert.“ ( Zitat S. 88 )


Man sagt, die Nyx seien kalte, harte Wesen, doch in Dahlia finden wir keine Gefühlskälte. Mehr als alles andere möchte sie die Menschen, zu denen sie geschickt wird glücklich sehen, möchte Leben statt Tod schenken und sie leidet darunter, als Nyx nicht nur von den Hemera, die das Licht verkörpern, verachtet zu werden, sondern auch als Außenseiter von der eigenen Art gemieden zu werden. So bleibt ihr der eine, alles verändernde Traum auf ein besseres Leben im Licht, wenn sie es schafft für das magische Ritual ausgewählt zu werden, das einer Nyx und einem Hemera gewährt, zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Schutz zu existieren...

Wie könnte man Dahlia nicht mögen? Sie trägt so viel Traurigkeit und innere Zerrissenheit in sich und gleichzeitig so viel Mitgefühl und Liebe. Sie ist zerbrechlich auf eine ganz rührende Weise und doch so willensstark und mutig. Es zerbricht einem das Herz und gleichzeitig möchte man sie gerührt in den Arm nehmen für all die Liebe, die sie schenkt und den Mut, sich gegen Regeln und Überzeugungen zu stellen, die Dinge zu hinterfragen. Ein wunderbarer, tiefgründiger und facettenreicher Charakter, der durch sein konsequentes Handeln überzeugt und doch Fehler machen darf. Fehler, die Folgen haben und zu Schuldgefühlen führen, an denen Dahlia fast zu scheitern droht. Es war faszinieren sie in ihrer charakterlichen Veränderung zu verfolgen. Ihren Weg zunächst hoffnungsvoll und ein wenig naiv zu begleiten um in ein Meer aus Zerrissenheit, unbeantworteter Fragen, Entschlossenheit, Wut, tiefster Trauer und hoffnungsloser Liebe einzutauchen. Ich habe selten einen so stimmigen und vielseitigen Charakter erlebt und zugleich so furchtbar gelitten, nicht eingreifen zu können.


„Kochend heißes Wasser prasselt auf mich nieder, aber ich spüre die Hitze nicht. Mein Inneres ist zu Eis erstarrt...Meine Tränen vermischen sich mit dem Wasser, spülen den Schmerz in den Abfluss, aber er versiegt nicht.“ ( Zitat S. 138 )


Und doch hat mich mehr als alles andere erstaunt zu welch wunderbaren und auch für uns wahren Erkenntnissen sie gelangt, die sie letztendlich zu einer starken Persönlichkeit formen.


„Wie sähe eine Welt ohne Dunkelheit aus? Ohne das Leuchten der Sterne? Die friedliche Stille, die sich nachts wie ein Schleier über das ganze Land legt? So viele Fragen, auf die ich keine Antwort habe...“ ( Zitat aus dem Buch)


„...sagte mir, der Sinn des Lebens sei leben, mit all dem Guten und Schlechten, das es für uns bereithält. Und ich glaube, er hat recht. Es kann nicht immer nur alles gut sein. Nichts währt ewig, weder Licht noch Finsternis. Und das Leben enthält alle Schattierungen von strahlend hellen Momenten bis hin zu den finsteren Augenblicken...“ ( Zitat aus dem Buch)


Die Geschichte lebt unter anderem von ihren liebevoll ausgearbeitete und gefühlsstarken Charakteren. Neben Dahlia finden wir Kieran, einen Hemera, der ihr emotional in nichts nachsteht und den ich, obwohl manchmal seiner Motive nicht sicher, bedingungslos in mein Herz geschlossen habe.


„Mehr als Sonnenaufgänge faszinieren mich Sonnenuntergänge. Wenn es dunkel wird und der Mond und die Sterne anfangen zu leuchten. Wenn der Himmel sich Orange färbt und in ein tiefes Blau übergeht. Wie ein Mantel legt sich die Dunkelheit auf die Stadt, die dann ihre tausend funkelnden Lichter anknipst. Sonnenaufgänge sind zarter.“ ( Zitat S. 53 )


Obwohl Kieran ein Hemera ist, der für Höheres bestimmt wurde und Bewunderung findet, verbindet ihn doch etwas entscheidend mit Dahlia. Auch er scheint anders als die anderen Hemera und auch er ist getrieben, Antworten auf all die Fragen zu finden, die es in ihm aufwirft. So ist es nicht verwunderlich, dass ihr Weg sie zwangsläufig zusammenführt, als sie sich begegnen.

Doch anders als Dahlia fasziniert Kieran durch seine Undurchsichtigkeit. Man glaubt ihn zu kennen, liebt ihn für seine gefühlsbetonte Seite, seine entschlossene, offene und liebevolle Art und gelangt plötzlich an den Punkt sich zu fragen, ob man tatsächlich den wahren Kieran kennengelernt hat, oder ob er uns nicht doch etwas vorgespielt hat. Gerade seine Figur fand ich genial aufgebaut. Er hat emotional alles aus mir herausgeholt. Ich habe Schmetterlinge im Bauch gehabt, wollte ihn stürmisch umarmen, habe ihm heimlich seine kleinen Geheimnisse verziehen, um ihn dann geschockt zum Teufel zu wünschen oder bitterlich um ihn zu weinen. Wobei letzteres die Untertreibung schlechthin ist. Ich bin verzweifelt, meine Herz ist in tausend Einzelteile zersplittert und der Schmerz hat mich zu Boden gedrückt... Warum? Weil man manchmal nicht mehr an das Unmögliche oder Unwahrscheinliche glaubt, das man sich so sehr gewünscht hatte..


„..., denn selbst das personifizierte Licht trägt einen Funken Dunkelheit in sich. In Wahrheit sind Licht und Dunkelheit zwei nicht voneinander zu trennende Phänomene, bloß erkennen viele von uns das nicht. In mir selbst spüre ich es ganz deutlich“ ( Zitat S. 190 )


Dahlia und Kieran sind nicht die einzigen Protagonisten, die durch eine tiefgründige, vielseitige und feinsinnig ausgearbeitete Zeichnung bestechen. Everly Sheehan hat mit viel Liebe besondere, großartige Charaktere entworfen, die faszinieren und machmal ihr wahres Gesicht erst mit der Zeit offenbaren. Man meint sie zu kennen, zu lieben oder zu hassen und doch erstaunen sie uns ein ums andere Mal mit ihren Handlungen. Man kann sich nicht sicher sein, verwirft die Meinung, die man sich längst gebildet hat und schafft es dadurch kaum, sich von der Geschichte zu lösen. Wer ist Freund, wer ist tatsächlich Feind? Wer spielt mit offenen Karten und wem kann man wirklich vertrauen? Das Spiel der Charaktere ist grandios und ich hoffe doch den ein oder anderen in einem Folgeband wiederzutreffen.


Die Grundstimmung, die die Autorin zu Beginn geschaffen hat ist düster, ein wenig beklemmend und sehnsuchtsvoll. Man leidet mit der Ausgangssituation von Dahlia und hofft, sie möge für sich einen Weg aus ihrem dunklen Gefängnis finden. Einen Weg ihre Träume zu verwirklichen. Doch es scheint verfahren und hoffnungslos. Und mit jeder Erkenntnis, die man gewinnt, mit jedem weiteren Puzzleteil, das aufgedeckt wird, steigert sich die Hoffnungslosigkeit und wandelt sich in Wut und den Hass auf ein System, von dem man anfangs nicht vermutet hätte, welche gnadenlosen Ziele es verfolgt. Ich bin immer noch überwältigt von der Vielfalt der Emotionen, die Everly Sheehan in Dahlia, aber auch Kieran, dessen Erleben wir ebenfalls folgen dürfen, an die Oberflächen bringt. Sie sind offen, ungeschminkt, manchmal wunderschön, voller Liebe und prickelnd, manchmal schmerzvoll, aufwühlend und schockierend. Sie spiegeln eine unbändige Sehnsucht, einen Funken Hoffnung um dann wieder in Fassungslosigkeit, überwältigende Trauer, Wut und dem Wunsch zu zerstören überzugehen. Es war, als wären die Herzen der Protagonisten aus Glas gewesen. Als hätte ich in die Tiefen ihrer verletzten Seele geblickt. Nicht eines ihrer Gefühle ist an mir vorbeigegangen. Und manches Mal kam ich mir vor, als hätte ich mich mühsam weit über die Wolken in ein Gefühl absoluten Glückes gekämpft, um dann plötzlich in einen freien Fall in die tiefsten Abgründe gestoßen zu werden, in denen ich verzweifeln und schreien wollte und von heftigen Schluchzern und einem Meer aus Tränen fortgetragen wurde, denen nur noch eine ausgebrannte innere Leere folgte. Es hat mich ergriffen. Es hat mir manchmal die Luft zum Atmen genommen und ich konnte mich nicht entziehen. Aber es war großartig, mich selbst so intensiv zu fühlen. Mein absoluter Respekt gehört einer Autorin, die derartige Emotionen in mir hervorrufen kann.


„Ich habe beobachtet, wie sie dich behandelt haben, mit welchen Blicken sie dich gestraft haben, während ich von allen bewundert wurde. Ich habe gesehen, wie zerbrochen du warst und welch großes Herz du trotzdem hast, wie sehr du Zuneigung brauchst, die ich dir so gerne geben wollte. Du glaubst immer du seist es nicht wert, aber ich kann sehen, was anderen verborgen bleibt. Es wird nicht leichter für uns werden, aber mich in dich zu verlieben, war das Leichteste, das ich je getan habe, und ich hoffe, dass du dass irgendwann erkennst.“ ( Zitat S. 121 )


„>> Schaltet es ab, sofort!<<, fordere ich mit tränenverschleiertem Blick. Ich kann nicht weiter mitansehen, wie sein Körper in der Sonne zu Asche zerfällt. Der Bildschirm wird schwarz, genauso wie alles in mir.“ ( Zitat S. 135 )


Everly Sheehan hat aber nicht nur mit meinen Emotionen ein „Katz und Maus – Spiel“ gespielt, sondern auch mit meinem Wissen. Sie schafft einen genialen Weltenaufbau, eingebettet in unsere denkbare Welt, mit vielschichtigen Wesen, die ein Leben führen, das wir uns nicht wünschen würden. Vieles bleibt am Anfang undurchsichtig und weckt den Wunsch mehr und mehr der beschriebenen Oberfläche abzutragen, um verborgene Strukturen, verheimlichte Fähigkeiten und den großen Sinn eines die Zukunft entscheidenden Rituals aufzudecken. Ich habe staunend verfolgt, welche innovativen Ideen der Feder der Autorin entsprungen sind, die sowohl magisch als auch erschreckend waren. Immer, wenn ich dachte, ich hätte das große Ganze erfasst, hat mich Everly Sheehan mit einem Richtungswechsel und neuen Erkenntnissen überrascht. Sie ließ mir viel Freiraum für Spekulationen und nicht selten habe ich begriffen, dass auch viele Zusammenhänge versteckt zwischen den Zeilen schlummerten. Es war ein Genuss zu verfolgen, wie geheimnisvoll und dennoch stimmig sie eine solche komplexe Geschichte entwickelt hat, ohne auch nur ein einziges Mal an Logik einzubüßen.

Ebenso verhält es sich mit dem Handlungsaufbau, der nach einem bedrückenden, relativ verhaltenen Beginn sehr schnell an Tempo aufnimmt und sich rasend bis zu einem Showdown steigert, den ich so nicht vermutet habe. Und man sollte gewiss sein: Immer wenn wenn wir denken, wir wissen wohin es läuft, belehrt uns die Autorin eines Besseren. Wir wissen eigentlich nichts.

Denn genau dann, wenn wir uns zurücklehnen, trifft uns die ein oder andere Wendung mit voller Wucht. Man darf mir glauben, mindestens zwei haben mir die Tränen in die Augen getrieben und kurz vor dem Ende war ich versucht meinen Reader fassungslos an die Wand zu werfen. Ja, es hat mich fast zerstört und mir das Herz herausgerissen, um es in tausende Stücke zu zerteilen und darauf herum zu treten. Ob ich es am Ende wieder zusammensetzen konnte? Vielleicht, aber nicht ohne Narben, die ich behalten werde. Und ich werde mich jetzt hüten, auch nur im entferntesten auf inhaltliche Dinge einzugehen. Das würde den Lesespaß definitiv nehmen. Ich kann nur versprechen, dass wahrscheinlich niemand wirklich zum Luftholen kommt und sich der ein oder andere Schockmoment einstellen wird. Aber man wird belohnt! Und wie wir belohnt werden.


„Der Rand der Sonne berührte beinahe die Wasseroberfläche. Der Himmel färbt sich langsam dunkler und in der Ferne zeichnet sich die silbrig glänzende Mondsichel ab. Wie eine Ertrinkende klammere ich mich an die Hoffnung, dass uns noch genügend Zeit bleibt, dass ein Wunder geschieht, doch die Sonne scheint rasend schnell im Meer zu versinken....Ein letztes Mal öffnet er mir sein Herz und ich sehe alles, was hätte sein können, alles, was er sich von Herzen wünscht...“ ( Zitat aus dem Buch )


Wir werden belohnt mit einer Geschichte, die uns nicht mehr aus den Fängen lässt. Die uns aufwühlt, manchmal bedrückt, die unsere Wut entfacht und uns oft tief in unserem Herzen berührt.

Wir werden belohnt mit einer zauberhaften Liebe, die doch verboten ist und auf des Messers Schneide steht. Und manchmal fragen wir uns, ob sie überhaupt Wirklichkeit ist, oder nur einem Wunschdenken und einer Illusion entsprang.


„Es ist, als wäre er der einzige Funken Licht in meiner Finsternis.“ ( Zitat S. 139 )

„...und begreife, dass zwei von Verlust gezeichnete Herzen im Einklang schlagen.“ ( Zitat S. 140 )


Und letztendlich werden wir mit einem phänomenalen Schreibstil belohnt, der nicht nur sehr bildgewaltig ist und mit zauberhaften Farben Szenarien in unseren Köpfen entstehen lässt, die zugleich wundervoll und fantasiereich sind, wie sie erschrecken und Unheil verkünden. Vor allem aber erstaunt uns die Autorin mit ihrem wundervollen Sprachstil, der auf großartige Weise die Waage zwischen einer klaren und flüssigen Sprache und fast schon poetischen Sätzen hält. Lesen wird hier zum Genuss und viele Aussagen prägen sich für immer in das Gedächtnis des Lesers ein.


„ Ich denke darüber nach, dass Küsse ihre ganz eigene Magie besitzen. Sie geben einem das Gefühl von Schwerelosigkeit und ihre Bedeutung kann doch so schwer wiegen. Sie können einen Sturm in einem entfachen – ein Durcheinander von Gefühlen. Sie lassen einen alles um sich herum vergessen und sind selbst doch unvergesslich. Und sie machen einen süchtig, lassen einen nach so viel mehr sehnen..“ ( Zitat S. 83 )


„Tower of Night“ ist ein spannendes und großartiges Buch, das geschickt mit Emotionen und Gegensätzen spielt. Es lässt uns staunend Wunder entdecken und dennoch lauern schreckliche Folgen und Grausamkeiten in ihnen. Es zeigt manchmal gnadenloses Handeln, das sowohl zerstörerisch sein kann, als auch dem Frieden dienend. Es veranschaulicht das Wunder der verbotenen Liebe unter „Feinden“, aus der nicht immer nur Wundervolles entsteht, sondern das auch als Waffe missbraucht werden kann. Die Geschichte lässt uns nachdenken über den Begriff „gut“ und „böse“, der sich nicht immer eindeutig definieren lässt. Was ist Verrat? Was ist Vertrauen? Kann man lieben, was man eigentlich hasst? Schließt die Dunkelheit das Licht aus und umgekehrt? Oder kann es das Eine ohne das Andere nicht geben? Sind sie vielleicht doch untrennbar miteinander verbunden und in uns allen verankert? Dies sind sehr interessante Fragen, mit denen sich die Geschichte auf sehr eindrückliche Weise beschäftigt. Und es zeigt, wie nah doch vermeintlich Gegensätzliches beieinander steht. Auch wenn uns das manchmal nicht direkt bewusst wird.


Aber über allem steht letztendlich eine wunderbare Grundaussage. Die Aussage sich gegenseitig zu akzeptieren, egal wie unterschiedlich unser Äußeres ist, egal wie sehr sich unsere Lebensgewohnheiten und unsere Überzeugungen unterscheiden. Es sind nicht Hass und Rache, die uns ein friedliches Miteinander bescheren und schon gar nicht der Wille das Andersartige zu vernichten. Aber manchmal muss man erst durch ein Meer aus Tränen und Schmerz gehen um zu begreifen, was Glück wirklich bedeutet.


„Manchmal muss man weinen und traurig sein, gebrochen und zerbrochen sein, damit man lernt wieder aufzustehen. Manchmal ist es der einzige Weg glücklich zu sein, zuerst traurig zu werden. Jeder hat etwas erlebt, das ihn auf eine Weise verändert hat, so dass er nie wieder die Person sein kann, die er einst war......>>So ist das Leben, Dahlia, man findet und verliert und wenn man Glück hat, bleibt etwas Gutes ein Leben lang.<<“ ( Zitat aus dem Buch )


Fazit:


Ich glaube, ich muss nicht noch einmal betonen, wie großartig, bewegend und emotional dieses Buch war. Es ist alles gesagt. Aber ich würde mir von Herzen wünschen, dass es viele Leser erreicht und uns alle ein Stück weit nachdenklich stimmt.


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Among the Stars

Samantha Joyce , Nicole Hölsken
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.06.2017
ISBN 9783442486236
Genre: Liebesromane

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Feel Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783736304451
Genre: Liebesromane

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Secrets - Das Geheimnis der Feentochter

Maria M. Lacroix , Anja Uhren
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 08.07.2017
ISBN 9783959912044
Genre: Fantasy

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fantasy, dämonen, intrigen, königsdämonen, lieb

Ein Thron aus Knochen und Schatten

Laura Labas , Anja Uhren
Flexibler Einband: 476 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.03.2017
ISBN 9783959912938
Genre: Fantasy

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

musik, fantasyreihe, funkenmagie, rubinsplitter, sensationell

Rubinsplitter

Julia Dessalles , Julia Dessalles
Flexibler Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 25.03.2017
ISBN 9783959910477
Genre: Fantasy

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306 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 107 Rezensionen

fantasy, alexander der große, magie, antike, schattenkrone

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

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