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40 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

pangolin, mainau, tierschmuggel, umweltkrimi, insel mainau

Ausgerottet

Biggi Rist , Liliane Skalecki
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.02.2017
ISBN 9783839220528
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Malie ist Gärtnerin auf der Insel Mainau. Eines Tages entdeckt sie im Schmetterlingshaus ein Pangolin. das ist ein geschütztes Schuppentier und gehört dort definitiv nicht hin. Sie bringt das Tier bei sich in Sicherheit und begibt sich auf Spurensuche. Wie kommt das Tier dahin und vor allem wer steckt dahinter? Schnell gerät sie zusammen mit der Tierschützerin Lioba in das Visier der Schmuggler und sie geraten in Lebensgefahr.


Der Krimi ist rasant geschrieben und schon der Einstieg ist ein Paukenschlag: der Journalist Kemal Demir, der zum Thema Tierschmuggel recherchiert und sich mit einem Informanten treffen wollte, wird von einer Rheinbrücke gestoßen und kommt dabei ums Leben. Wie sich im Laufe der Geschichte herausstellt, ist er ein Bekannter von Malie gewesen. Der Spannungsbogen wird von den beiden Autorinnen sehr gelungen gespannt, in dem man immer aus Sicht eines Schmugglers persönlich beschrieben bekommt, wie er in die Sache hereingerutscht ist und wie es weitergeht. Dies ist ein super gelungener Schachzug und veranlasst den Leser an der Geschichte zu bleiben.


Die Hauptcharktere der neuen Serie des Autorenteams sind mir sehr sympatisch und lassen mich auf eine Fortsetzung hoffen. 


Das Thema ist leider sehr aktuell. Immer wieder hört man, dass Schmuggel festgenommen wurden oder im Gepäck einiger Flugreisender artgeschützte Tiere gefunden wurden. Ich möchte gar nicht wissen, wie groß die Dunkelziffer bei diesen Verbrechen ist. 


Dieses Gesamtpaket aus Schreibstil, Thema und Hauptpersonen runden das Buch einfach ab. Deswegen bekommt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung und fünf Sterne.







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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

spannend, gelesen 2016, killer tötet kille

So was von tot

Chris Holm ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2016
ISBN 9783426517413
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Michael Hendricks Leben hat sich anders entwickelt als er es sich als Jugendlicher hat träumen lassen. Inzwischen ist er Auftragskiller. Nicht irgendeiner. Er selbst tötet nur andere Auftragskiller und "rettet" somit das Leben seiner Auftraggeber. Dies lässt er sich gut bezahlen. Und er hat noch nie versagt.
Doch dann wird die FBI-Agentin Charlotte Thompson auf ihn angesetzt. Sie hat als einzige Zusammenhänge zwischen den Morden hergestellt. Und auch der Auftragskiller Alexander Engelmann erhält einen Auftrag: Er soll Hendricks aus dem Weg räumen.
Holm gelingt es sehr gut Spannung aufzubauen und das Duell der beiden Killer darzustellen. Auch die Rolle von Agentin Thompson ist sehr gut aufgebaut. Der Spannungsbogen wird gut gehalten.
Das Ende ist mir leider etwas zu dick aufgetragen und der Schreibstil ist schon etwas ungewöhnlich. Man muss am Ball bleiben, um die vielen Bandwurmsätze zu durchdringen.
Vom Plot her ist die Geschichte aber gut gelungen. Deswegen gibts von mir 4 Sterne.

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(65)

86 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

krimi, münchen, brauerei, mord, dialekt

Zapfig

Felicitas Gruber
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453358515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Aus der Traum. Kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Juniorchef der Rössl-Brauerei wird Nathalie tot aufgefunden. Mord oder Verkettung unglücklicher Umstände? Dies gilt es für Joe Lederer, Kriminalkommissar, und Sofie Rosenhuth, Rechtsmedizinerin, herauszufinden. 


Die schon bald verdächtige Seniorchefin Uschi Roßhaupter wird aber schon kurze Zeit später selbst tot aufgefunden.


Wer hat die beiden Damen auf dem Gewissen? Verdächtige sind schnell ausgemacht. Doch wie hängen die Tode der beiden zusammen?


Und wie geht es mit Joe und Sofie privat weiter? Gibt es für die beiden wieder eine gemeinsame Zukunft?


Witziger, kurzweiliger und unterhaltsamer Krimi mit viel Münchner Lokalkolorit. 

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(74)

107 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

sterbebegleitung, sterben, tod, krebs, hospiz

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Susann Pásztor
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048704
Genre: Romane

Rezension:


Fred Wiener hat sich zum Sterbebegleiter ausbilden lassen. Der alleinerziehende Vater möchte seinem Leben einen Sinn geben. Zu gleich verläuft jeder Tag für ihn. Einen guten Draht zu seinem 13jährigen Sohn hat er auch nicht. Eigentlich weiß er gar nichts über ihn.
Zunächst scheint er seinen ersten Einsatz zu vermasseln. Karla, die Bauchspeicheldrüsenkrebs hat, möchte ihn nach einem von Fred eingefädelten Versuch zur Versöhnung mit ihrer Schwester nicht mehr wieder sehen. 
Doch wie es der Zufall will, erhält Fred eine zweite Chance. Und er nutzt sie, um für Karla eine wirkliche Begleitung zu sein, aber auch um sich endlich mit seinem Sohn zu beschäftigen.


Das Buchcover ist leider so blass und farblos. Es macht leider nicht auf dieses tolle Buch aufmerksam. Lediglich der Titel macht neugierig. Beschäftigt man sich mit dem Thema des Buches, so versteht man ihn sehr schnell.


Der Autorin Susann Pásztor gelingt es hervorragend in diesem Buch die leisen Töne einzufangen und zum Tragen zu bringen. Es geht hier nicht um die große Abrechnung oder das große Hadern mit dem Schicksal oder um das tränenreiche Verabschieden vom Leben. Nein, es geht um das Zwischenmenschliche, um das gegenseitige Verstehen, Einfühlen und Respektieren.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

normandie, schriftsteller, krimi, frühling, leblanc

Bitterer Calvados

Catherine Simon
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442485406
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jean-Paul Picard, von allen JPP genannt, ist der Star in der französischen Krimiautorenszene. Besonders die weibliche Fangemeinde ist groß. Seine bisher erschienen Romane sind alle Bestseller. 
Doch nach einem Autorenabend auf dem Krimifestival "Mord am Meer" wird er am nächsten Morgen tot aufgefunden. Bei seinen Ermittlungen stößt Kommissar Leblanc auf viele Verdächtige: Autorenkollegen und enttäuschte Geliebte. 
Im Laufe der Zeit muss er sein Bild von dem scheinbar perfekten Mann revidieren. Nichts ist mehr so wie es am Anfang schien.


Der Autorin Catherine Simon gelingt es hervorragend auch ohne großes Blutvergießen oder weiteren Actioneinlagen einen genialen Spannungsbogen aufzubauen. Immer wieder werden neue Personen mit möglichen Motiven eingeflochten. Der Leser kann neue Vermutungen anstellen.


Besonders hervorheben möchte ich den detailreichen Schreibstil der Autorin. Immer wieder lässt sie den Leser an vielen Dingen teilhaben, die diesen Krimi so besonders machen.


Wer also ruhige Krimis mit einem tollen Ermittlerteam mag, gerne selbst Vermutungen über das Motiv und den Täter anstellt und nicht auf viel Blutvergießen steht, liegt hier genau richtig.


Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für "Bitterer Calvados" von mir.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Elefant

Martin Suter
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Diogenes Verlag AG, 18.01.2017
ISBN B01MRE5LB0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Obdachlose Schoch schreibt es seinem übermäßigem Alkoholgenuss zu, als er eines nachts einen rosaleuchtenden Elefanten vor seiner Höhle sieht. Doch am nächsten Tag ist dieser immer noch da. Schnell ist klar, dass das Tier seine Hilfe benötigt, da es ihm gesundheitlich immer schlechter geht. Hilfe findet Schoch bei der Tierärztin Valerie, die sich um die Hunde der Obdachlosen kümmert. Die Ärztin weiß sofort welch brisanten "Fund" Schoch gemacht und versteckt beide in der alten Villa ihre Eltern.

Dr Roux verspricht sich von dem von ihm "geschaffenen", genmanipulierten Elefanten Berühmheit, wissenschaftliche Anerkennung und Reichtum. Doch durch den Elefantenpfleger Kaung ist ihm dieses kleine Wesen verloren gegangen. Alles setzt er dran, den kleinen Elefanten wiederzufinden.

Auf wunderbare Weise greift der rosafarbene Elefant in das Leben aller Beteiligten ein.

Zunächst hat mich das Cover auf das Buch aufmerksam gemacht. Diese Aquarellzeichnung eines rosafarbenen Elefanten machte mich neugierig. Als ich dann noch den Autorennamen las, griff ich zu. Und habe es bis zur letzten Seite nicht bereut. 

Mit diesem Roman ist Martin Suter ein geniales Werk gelungen sowohl was die Thematik als auch den Schreibstil und den Aufbau des Buches betrifft.

Genmanipulation ist immer ein großes Thema in unserer Zeit. Gerade ist in den USA der genmanipulierte Apfel auf den Markt gekommen, der nicht mehr braun wird, wenn er angeschnítten ist. Und mal ehrlich: Welches Mädchen hätte nicht gerne einen rosaleuchtenden kleinen Elefanten als Haustier? Und welcher Neureiche würde seine Freundin nicht gerne mit so einem Tier beeindrucken? Würde bestimmt so mancher modernen Hunderasse den Rang ablaufen. In die Tasche würde er ja auch gehen, wie Schoch bewiesen hat.

Ich finde es sehr gelungen, wie Suter die Menschen darstellt: Die Hilfsbereiten, teilweise Selbstlosen. Denen gegenüber die Skrupellosen, Machtbessesenen und Geldgeilen. Ein Abbild unserer Gesellschaft.

Die zeitlichen Sprünge, die immer mit einem aktuellen Datum versehen sind, sind ein genialer Schachzug und gestalten das Werk sehr spannend. 

Der Roman ist eine äußerst gelungene Mischung aus Zukunftsroman (hoffentlich! Denn wer weiß schon wirklich, wie weit die Wissenschaft heute ist), Krimi bzw. Thriller, modernem Märchen und Liebesroman.

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33 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

allgäu, paintball, kommissar hansen, band 5, dorfgemeinschaft

Schandfleck

Jürgen Seibold
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.01.2017
ISBN 9783492308526
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Manfred Garzinger ist kein sympathischer Zeitgenosse. So ungepflegt wie er selbst ist, lässt er auch den Hof seiner Eltern völlig verfallen. So wird dieses Anwesen im Dorf Obergassen, in dem alle gerne Haus und Hof in Schuss halten, zum Schandfleck. Und dann findet man eines Tages den Garzinger ermordet in seinem Arbeitszimmer. Schnell ist klar, das die eingeschworene Dorfgemeinschaft kein Interesse hat, die Polizeibeamten bei der Aufklärung zu unterstützen.


Immer wieder fragt man sich, wer genügend Gründe hat, den doch eigentlich zurückgezogen lebenden Manfred umzubringen. Doch so langsam zeichnet sich ein Bild ab, das den Leser klarer sehen lässt. Und die Lösung ist einfach genial. Nichts ist wie es scheint und nur eine saubere Fassade macht einen noch nicht "schandfleckenlos".


Jürgen Seibold ist mit dem Krimi ein toller "Wurf" gelungen. Immer wieder kombiniert der Leser mit, neue mögliche Spuren werden ausgelegt, mit anderen verwoben, wieder aufgelöst und laufen ins Leere. Oder vielleicht dann doch nicht? So wird genial die Spannung aufrecht erhalten, ohne viel Blutvergießen oder vielen Grausamkeiten.


Wer also Krimis mag, bei denen er fleißig mitkombinieren darf und doch bis zum Schluss im Dunkeln tappt oder vielleicht mal zwischendurch die richtigen Schlüsse gezogen und diese wieder verworfen hatte, liegt mit "Schandfleck" genau richtig.


Besonders sympathisch war für mich auch das Ermittlerteam. Sie harmonieren sehr. Keiner trägt einen riesigen "Rucksack" mit sich rum, an dem er zu Grunde zu gehen droht. 
Die persönlichen Geschichten spielen aber natürlich eine Rolle. Auch hier entwickelt sich das Team im Laufe des Buches weiter. Zum Glück. Denn ohne dieses braucht man ja keine Serie lesen. Aber dies wird vom Autor sehr dezent einfließen lassen. 

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

altötting, krimi, bayern, fastenopfer, anton leiss-huber

Fastenopfer

Anton Leiss-Huber
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548288314
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Altötting in der Fastenzeit: Diese wird heutzutage nicht mehr so ernst genommen. Allerdings regt sich schon, zumindest in einem Teil der Gemeinde, Widerstand als das "Tilly-Benefizium" abgeschafft werden soll. Doch dann findet man dessen Verwalter erstochen auf. Schnell fallen dem Ermittler Max Kramer einige Personen ins Auge, die wohl versuchen etwas vor ihm zu verheimlichen. Doch was ist es und wie hängt dies mit dem Fall zusammen? 
Dann verschwindet eine weitere Person. Ist sie das nächste Opfer? Die Zeit drängt.


Schnell ist man in der Geschichte drin. Gleich in der zweiten Szene geschieht der Mord an Rainer Schutt-Novotny, der man als Beobachter beiwohnt. 
Immer wieder gelingt es dem Autor Anton Leiss-Huber den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Seine Schreibweise ist mitreißend, gespickt mit einer gehörigen Portion Humor. Sehr gelungen. Immer wieder werden dem Leser neue Spuren angeboten, die Raum zum eigenen Spekulieren lassen. Die aber auch das ein oder andere Mal im Sande verlaufen. 


Den ersten Band muss man nicht kennen. Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen.


Wer also gerne Heimatkrimis liest, die nicht zu blutrünstig sind und auch eine gehörige Portion Humor enthalten, liegt mit "Fastenopfer" genau richtig.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

kinderbuch, familie, chaotisch, bestatter, pannen

Pernilla oder Wie die Beatles meine viel zu große Familie retteten

Silke Schlichtmann , Susanne Göhlich
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 16.03.2015
ISBN 9783446247475
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Pernilla freut sich auf ihr neues Geschwisterchen. Bis ihre Betreuerin vom Hort ziemlich gedankenlos sagt, dass man mit vier Kindern ja nicht mehr eingeladen würde. Da muss sich Pernilla zusammen mit ihrem Bruder Ole natürlich etwas ganz Großes und Besonderes ausdenken, damit es nicht so weit kommt. Die beiden entwerfen einen Plan. Was sie sich ausdenken und wie sie es schaffen, alles vor ihren Eltern geheim zu halten, lohnt sich, selbst nachzulesen.
Silke Schlichtmann hat einfach einen tollen Erzählstil. Das Buch ist äußerst witzig und humorvoll. Die Kinder in dem Buch haben viel Fantasie und ungewöhnliche Ideen. Es gibt viel zu lachen für die Kids, aber auch der Witz für die Erwachsenen kommt nicht zu kurz. Außerdem habe ich mich in einigen beschriebenen Situationen zurückversetzt gefühlt als meine Kinder noch kleiner waren. Das ein oder andere habe ich so oder so ähnlich auch erlebt! So wird es sicherlich vielen anderen auch gehen.
Wer also ein paar sehr witzige, schwungvolle und äußerst unterhaltsame Lese- bzw. Vorlesestunden erleben möchte, trifft hier genau die richtige Wahl.
Freue mich schon auf eine Fortsetzung mit Pernilla. 

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

spreewald, ddr, liebe, gurken, wende

Liebe in Sommergrün

Heike Wanner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783548287621
Genre: Liebesromane

Rezension:

Im Sommer 1990 lernen sich Kathrin und Julian kennen. Sie Kathrin lebt im Spreewald und will die Gurkenfabrik ihrer Eltern retten. Dazu braucht sie einen Kredit und lernt dabei Julian kennen, den Berater ihrer Bank aus Westdeutschland. Zwischen den beiden funkt es. Doch leider meint es das Schicksal nicht gut mit ihnen und die beiden werden getrennt. 25 Jahre später treffen sie sich wieder. Gibt es diesmal eine Chance für die beiden? 

Dies ist der dritte Sommerroman von Heike Wanner, den ich gelesen habe. Auch diesmal bin ich wieder vollauf begeistert. Der Autorin gelingt es hervorragend die Charaktere darzustellen. Sie sind wie immer besonders liebevoll ausgearbeitet. 
Auch die jeweilige Stimmung ist immer klasse eingefangen und beschrieben. Als Leserin leidet und freut man sich jedes Mal mit den Protagonisten mit. Die sprachliche Umsetzung fesselt mich jedes Mal und lässt mich tief in die Geschichte eintauchen. 

Wer eine schöne Sommerlektüre sucht, liegt mit diesem Buch genau richtig.

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32 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

james cook, georg forster, entdecker, jugendbuch, abenteuer

Eine Reise um die Welt

Claudia Zentgraf
E-Buch Text: 185 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 24.03.2016
ISBN 9783945298558
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zufällig lernt der 15jährige Henry Georg kennen. Er ist der Sohn des Naturforschers Forster und soll seinen Vater auf einer Segelreise begleiten. Kapitän dieser Fahrt ist kein geringerer als James Cook. Kurzentschlossen heuert Henry auf der "Revolution" an. Die beiden Jungs erleben das abenteuerliche Leben auf einem Segelschiff zur damaligen Zeit. Schon bald glaubt Henry einen Dieb unter den Matrosen wieder zu erkennen und weiß nicht, was er machen soll.

Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die beiden Jungs darzustellen. Sie wecken Sympathie beim Leser.


Die Idee ist toll, Kindern das Leben auf einem Segelschiff zur Zeit der großen Entdeckungsfahrten nahe zu bringen. Die abenteuerliche Reise weckt bestimmt das Interesse bei vielen. 
Die Autorin hat viel Arbeit in ihre Recherchen gesteckt. Zahlreiche Details über das Leben auf dem Schiff und damit verbundenen Schwierigkeiten sind sehr gelungen dargestellt. Allerdings fehlt mir in dem Buch doch so ein kleiner Sachteil, in dem z.B. die Reiseroute ersichtlich ist. Gerne hätte ich auch einige Hintergrundinformationen zu den real existierenden Personen gehabt. Aus meinen Erfahrungen mit jungen Lesern, sind diese auch an solchen Informationen interessiert. 


Entgegen der Ankündigung des Verlages zu Beginn des Buches enthält es sehr wohl Personen, die real existiert haben. Schade, das ist in meinen Augen doch ein ziemlicher Patzer vom Verlag. 
Außerdem ist das Buch recht lieblos (oder auch gar nicht) lektoriert. Mehrere Sätze passen nicht zusammen, ergeben somit keinen Sinn und stören den Lesefluss. 

Die letztgenannten Punkte haben bei mir zu den Punktabzügen geführt. 

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(399)

742 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 183 Rezensionen

liebe, hamburg, glück, sommer, petra hülsmann

Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.06.2016
ISBN 9783404173648
Genre: Liebesromane

Rezension:

Isabelles Leben ist genau strukturiert: ihre Daily Soap, mittags Suppe essen (natürlich jeden Tag dieselbe) im Restaurant gegenüber dem Blumenladen, in dem sie seit 11 Jahren arbeitet, mittwochs Waschtag, donnerstags der Besuch auf dem Friedhof, freitags Sport.
Überraschungen kann sie gar nicht gebrauchen. 
Doch dann bricht für sie das absolute Chaos aus: Der Blumenladen steht kurz vor dem Bankrott. "Ihre" Daily Soap wird von einem Tag auf den anderen aus dem Programm genommen. Und "ihr" Restaurant schließt. Es wird von dem jungen Koch Jens übernommen, der noch mehr Durcheinander in ihrem Leben verursacht: Er tischt ihr jeden Tag ein neues Gerichte auf! Und das wo sie doch eigentlich nur Nudelsuppe essen will. Doch auch seine deutlich jüngere Schwester Merle mischt sich in ihr Leben ein. 
Und schon bald sind die beiden ein fester Bestandteil von Isabelles kleiner, nun nicht mehr ganz so geordneter Welt. Doch immer wieder geistert ihr Alex durch den Kopf, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat. 
Wird es Isabelle gelingen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und in die für sie so gewohnten eingefahrenen Bahnen zu lenken?
Der Roman ist eine locker, leichte Unterhaltung  für Sommer, Sonne und Strand. Toll geschrieben, unterhaltsam, mal traurig, aber oft einfach nur zum Schreien komisch und witzig.

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254 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

liebe, mary simses, verlust, der sommer der sternschnuppen, vergangenheit

Der Sommer der Sternschnuppen

Mary Simses , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.04.2016
ISBN 9783734102530
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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(128)

187 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

usa, freundschaft, familie, familiengeschichte, baltimore

Die Geschichte der Baltimores

Joël Dicker , Andrea Alvermann , Brigitte Große
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492057646
Genre: Romane

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(61)

92 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

sport, kanada, laufen, olympische spiele, familie

Die Frau, die allen davonrannte

Carrie Snyder , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2016
ISBN 9783442754649
Genre: Romane

Rezension:

Aganetha Smart ist inzwischen 104 Jahre alt und lebt in einem Altersheim. Dort herrscht der triste Alltag. Sie, deren ganzes Leben von ihrer großen Leidenschaft dem Laufen geprägt wurde, ist inzwischen auf den Rollstuhl angewiesen. Doch dann wird diese Tristesse durchbrochen: zwei junge Leute, Max und Kaley, besuchen sie im Altersheim und"entführen" sie. Sie wollen angeblich einen Film über Kaley drehen, die eine Karriere als Marathonläuferin anstrebt. 

In Rückblenden erfährt man immer mehr aus Aganethas Leben: Sie ist das jüngste Kind einer kanadischen Bauernfamilie. Das Leben ist hart. Einige ihrer Halbgeschwister sterben durch Krankheiten oder Krieg. Immer wieder würde sie am liebsten davonlaufen. Sie powert sie durch das LAufen immer wieder aus, um mit den ganzen Schicksalsschlägen zurecht zu kommen. Durch Zufall wird ihre Laufbegabung entdeckt und sie kommt in einem (privaten) Förderteam. Höhepunkt ihrer jungen Karriere sind die Olympischen Spiele 1928 in Amsterdam! Sie gewinnt dort eine Goldmedaille. Doch schnell wird ihr Leben von der Wirklichkeit eingeholt: Der Börsencrash von 1929 und die damit verbundende Wirtschaftskrise lassen ihren Förderer pleite gehen und damit gibt es auch kein Team mehr.

Je weiter man liest, um so mehr fragt man sich, was die beiden jungen Leute, die mit Aganetha mit in ihre Vergangenheit reisen, wiklich wollen. Warum zeigen sie ihre die Orte ihrer Kindheit?

Der Roman ist sehr gelungen. Das Schicksal der Aganetha Smart ist sicherlich in einigen Punkten kein typisches Frauenschicksal zu der Zeit gewesen. Die Begabung, die sie hatte und mit der es ihr damals gelungen ist, aus ihrem tristen Leben auszuscheren, hatte ja nicht jede Frau. Ich finde, der Autorin ist es hervorragend gelungen, ihre Protagonistin zu charakterisieren. Viele Schwierigkeiten, die Frauen in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts hatten, sind toll dargestellt. Umso bewundernswerter finde ich es, wie Aganetha unbeirrt ihren Weg geht. Und tatsächlich scheint es bis zum Schluss zu klappen, dass sie ihrem Geheimnis, das sie viele Jahrzehnte in sich trägt, davonzulaufen.

Der Schreibstil ist sehr gelungen. Der Wechsel zwischen den zwei Handlungssträngen baut die Spannung der Geschichte auf. Ein Handlungsstrang spielt im Jahr 2012. Der zweite erzählt immer wieder Aganethas Vergangenheit. Er nimmt auch den größeren Teil ein.

Ich kann dieses Buch sehr weiterempfehlen. Es lohnt sich zu lesen.

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(23)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

südtirol, mord, meran, gedächtnisverlust, lissie von spiegel

Commissario Pavarotti spielt mit dem Tod

Elisabeth Florin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 19.05.2016
ISBN 9783954518081
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Commissario Pavarotti ist wohl in seinem Leben an seinem persönlichen Tiefpunkt angekommen: ist doch durch seine Waffe Lissie von Spiegel, die ihn in den vorangegangenen Büchern bei seinen Ermittlungen unterstützt hat, schwer verletzt worden und nun ohne Erinnerung an ihr bisheriges Leben. Nur durch ihren Personalausweis kennt sie ihren Namen. 
Und dann auch noch das: Ein ungelöster Fall von vor 20 Jahren ruft Pavarotti wieder auf den Plan. Ein kleiner Junge verschwand unauffindbar und Pavarotti, der damals am Beginn seiner Karriere stand, hat bis heute das Gefühl, das er in dem Fall hoffnungslos versagt hat. Doch nun wird bei Abrissarbeiten das Skelett des Jungen gefunden. Der Gerichtsmediziner stellt fest, dass der Junge erwürgt und über einen längeren Zeitraum mit Arsen vergiftet wurde. 
Damals stand der Vater unter Verdacht seinem Sohn etwas angetan zu haben. Doch ihm konnte nichts nachgewiesen werden. Katharina, die Mutter des Jungen, kam wohl mit der Situation nicht zurecht. Kurz nach dem Verschwinden des Jungen brachte sie erst ihren Mann um und beging anschließend Selbstmord.
Wird es Pavarotti nach der langen Zeit gelingen, den wahren Mörder des kleinen Johannes zu finden? Je tiefer er gräbt, umso mehr Lügen, Verschleierungen und Geheimnisse kommen zum Vorschein. Was hat die Hotelwirtin Erna, Katharinas Schwester, zu verbergen? Warum ist der damalige Schulleiter heute nur noch Hausmeister? Hatte Katharina einen Liebhaber? Wenn ja, wen? 


Dies sind nur einige Fragen, die sich beim Lesen dieses genial konstruierten Krimis, ergeben. Immer wieder gelingt es Elisabeth Florin den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Geschickt versteht sie es, neue Spuren auszulegen, neue Fäden zu spinnen, die zunächst keine Anknüpfungspunkt zu haben scheinen und dann doch so genial in das Gesamtkonstrukt passen. In einer ihr eigenen Sprache lässt sie die ganze Tristesse dieses Dorfes erstehen. Hier möchte man als Leser nicht zuhause sein und für kein Geld der Welt seinen Urlaub verbringen. Fast jeder Bewohner scheint sein eigenes, dunkles Geheimnis zu haben. Fremde, wie der Commissario und Lissie, sind überhaupt nicht erwünscht. Je weiter man in die Geschichte eindringt, um so beklemmender wird sie. 


Und dann kommt der Punkt, an dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann und es verschlingt bis zur letzten Seite, um in die tatsächlichen Abgründe dieses bedrückenden Dorfes und seiner Bewohner zu schauen und um die wirkliche Verschlagenheit einiger Personen zu verstehen.


Geschickt baut Elisabeth Florin die Geschichte auf: Immer wieder macht sie Zeitsprünge in die Vergangenheit und gewährt dem Leser Einblicke in die Vorgeschichte von Katharina und anderen Personen. Sehr gelungen und die Spannung wird immer wieder dadurch gesteigert.


Obwohl in diesem Krimi wenig Blut fließt, ist er doch nichts für schwache Nerven. Tiefe Abgründe der menschlichen Seele in vielerlei Hinsicht tun sich hier auf. Das Cover spiegelt genau das wieder, was man in diesem Buch findet viel dunkel und wenig Licht. 


Aber lasst euch dadurch nicht abschrecken. Es ist wirklich ein Leseerlebnis und -genuss. Von mir gibt es eine dicke Empfehlung! Bin schon länger nicht mehr so gut unterhalten worden. Leider kann ich nicht mehr als 5 Sterne vergeben.

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123 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

krimi, friedhof, gesine cordes, georgien, findelkind

Fuchskind

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548612515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Gesine Cordes findet auf "ihrem" Friedhof, sie ist dort Friedhofsgärtnerin, einen kleinen ausgesetzten Jungen. Wie sich herausstellt hat der Junge das Down-Syndrom, ist aber in Deutschland in keiner Klinik bekannt. Gleichzeitig wird vor dem Friedhof die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ist sie die Mutter? Außerdem wird der Friedhofspförtner schwer verletzt in seiner Wohnung aufgefunden. 
Wie hängt das alles zusammen? Oder sind das nur Zufälle?

Natürlich ist die Protagonistin Gesine Cordes durch das Baby wieder persönlich getroffen. Hat sie doch vor zehn Jahren ihren Sohn und damit auch ihr ganzes bisheriges Leben verloren. Nun kommen mal wieder die Erinnerungen hoch. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte "Kaninchenherz", den ersten Band lesen. Es lohnt sich! 

Allein der Einstieg in den Krimi ist Annette Wieners wieder hervorragend gelungen. Ich habe Dauergänsehaut auf den ersten Seiten. Ihr gelingt es einfach genial die gruselige Atmosphäre im nebeligen November auf dem morgendlichen Friedhof zu beschreiben. Da kommt ihr wohl zugute, dass sie auch Drehbuchautorin ist.

Der Spannungsbogen ist geschickt gespannt und wird bis zum Ende gehalten. 
Ich finde den Schreibstil von Annette Wieners wieder sehr gut. Ich bin schon auf den ersten Seiten im Buch versunken und kann es kaum aus der Hand legen. Und das gelingt der Autorin ohne große Gemetzel!

Auch der erste Krimi um Gesine Cordes war ein Volltreffer! Dieser zweite Band braucht sich aber nicht dahinter zu verstecken. Ich freue mich schon riesig auf eine Fortsetzung. 

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(27)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

toscana, freundinnen, italien, frauen um 50, liebesroman

Sommerreise

Åsa Hellberg , Hanna Granz
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783548612508
Genre: Romane

Rezension:

Sara ist Anfang fünfzig. Nach einer schmerzlichen Trennung ist sie nun endlich geschieden. Ihr Haus musste sie gegen eine Wohnung eintauschen. Das Aussortieren der Sachen war ihre Aufgabe. Doch ihr Mann versucht weiterhin noch über sie zu "verfügen". 
Zum Glück gibt es ihre beste Freundin Jessica. Sie war in den letzten Monaten immer für Sara da. Und dann kommt Sara auf die Verrückte Idee: Gemeinsamer Urlaub im Süden. Bis in die Toskana kommen die Beiden von Stockholm aus. Und hier beginnt für die beiden das Leben neu. 

Lockerleicht und erfrischend ist der Schreibstil von Asa Hellberg. Wieder eine gelungene Sommerlektüre. Genau die richtige Unterhaltung für leichte Urlaubstage. 

Schon das Cover versetzt einen in Urlaubs- und Sommerstimmung. Tolle Wahl. 

Dies ist wieder einer von Asa Hellbergs Frauenromanen, die die Sehnsucht, die so manche Frau hegt aus ihrem Leben auszubrechen und Neues zu entdecken und zu erleben, aufgreift und daraus eine schöne Geschichte spinnt. 

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

schneewittchen, krimi, serienmörder

Weiß wie Schnee, schwarz wie Ebenholz

Gisela Garnschröder
E-Buch Text: 294 Seiten
Erschienen bei Midnight, 13.05.2016
ISBN 9783958190566
Genre: Sonstiges

Rezension:


Melanie setzt sich gegen ihre Eltern durch und geht abends noch zur Party ihrer Freundin. Doch auf dem Nachhauseweg wird sie brutal überfallen.
Christiane, Ende Zwanzig, wagt den Schritt: Sie zieht endlich von zuhause aus. Doch weiterhin mischt sich ihre Mutter eifrig in ihr Leben ein. Rudolph Meier zu Homberg, ein Nachbar, der immer wieder ihren Weg kreuzt, scheint sich nach zehn Jahren endlich als ihre große Liebe herauszustellen. Alles scheint perfekt. Doch mehrere Morde passieren. Es werden Frauen umgebracht, die Christiane sehr ähnlich sehen. Ist auch sie in Gefahr?
Fulminanter Auftakt des Buches: Melanie wird auf dem Rückweg von einer Party von einem Unbekannten überfallen. Super packend geschrieben. Gänsehaut pur.

Doch dann bis fast zur Hälfte des Buches nur Beziehungsgeplänkel. Rudolph, der super eifersüchtig ist, ist als einer der Protagonisten so gar nicht mein Fall. Oft frage ich mich, was Christiane an ihm findet.

Der zweite Teil wird dann wieder spannender. Obwohl auch hier immer wieder Dinge passieren, über die ich mich schon sehr wundere. Da spielt für meinen Geschmack ein wenig zu oft der Zufall mit.

Das Ende des Buches hat mich, ohne hier etwas verraten zu wollen, dann doch wieder milde gestimmt.

Alles in allem ein gut geschriebenes Buch, das man wirklich als Roman lesen sollte. Wer auf Krimi mit Lovestory steht, liegt hier genau richtig und macht nichts falsch. Meine Erwartungen waren andere, deswegen passte es nicht so ganz.

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(38)

47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

krimi, liebe, historischer krimi, intrigen, ermitteln

Der Werwolf von Münster

Maria Rhein , Dieter Beckmann
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.03.2014
ISBN 9783839214923
Genre: Historische Romane

Rezension:

Heinrich Maler arbeitet bei der preußischen Geheimpolizei. Sein neuester Auftrag bringt ihn nach Münster in seine alte Heimat zurück. Getarnt als Polizist der Münsteraner Polizei soll er Berichte über das Handeln des Münsteraner Bischofs abgeben. Es gibt einen Konflikt zwischen dem preußischen Staat und der katholischen Kirche.
Kaum ist Heinrich in Münster, geschieht ein bestialischer Mord. Heinrich wird mit der Aufklärung beauftragt. Weitere Morde folgen. Die Bevölkerung geht davon aus, dass ein Werwolf die Morde begangen hat. Doch dann gerät auch ein katholischer Priester unter Verdacht. Heinrich ermittelt jedoch weiter, weil er an die Unschuld des Pfarrers glaubt. Es kommt sogar soweit, dass er selbst verdächtigt wird und im Gefängnis landet.

Der Krimi fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Dem Autorenduo ist es hervorragend gelungen, den Spannungsbogen zu halten und immer wieder noch mal zu steigern.

Der Schreibstil ist flüssig. Man kann der Geschichte sehr gut folgen. Es werden auch immer wieder passende geschichtliche Hintergrundinformationen gegeben, die sehr geschickt im Text "verarbeitet" sind. Wirklich klasse. Ich habe mich mit dem Krimi auch tatsächlich in der Zeit von 1874 befunden. Alles passte zusammen.

Besonders gelungen fand ich es auch, dass man schon sehr professionell gearbeitet hat: Heinrich hat Skizzen vom Tatort anfertigen und eine Zeichnung eines Verdächtigen erstellen lassen.

Die beiden Autoren haben tolle Charaktere geschaffen, über die ich in vielen Fortsetzungen noch mehr erfahren möchte. Besonders gut hat mir der Kutscher Jolmes gefallen, der eigentlich zur Polizei wollte, aber aufgrund einer Kriegsverletzung nicht genommen wurde. Er hat aber so eine erfrischende Art an sich, dass man ihm den ein oder anderen Fauxpas gerne verzeiht. Natürlich interessiert mich auch, wie es mit Katharina und Heinrich weitergeht. Ich glaube, die drei haben wirklich Potential als "Serienhelden". Jede Figur besitzt Potential.

Einziger Kritikpunkt, den ich habe, sind die doch zahlreichen, sehr detailreich geschilderten Sexszenen. Die würde ich in einem Krimi so nicht erwarten. Aber da sind ja Geschmäcker auch verschieden.

In jedem Fall ist der Krimi uneingeschränkt zu empfehlen. 

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(42)

60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

husum, theodor storm, sekte, nordsee, historischer krimi

Der Nordseespuk

Tilman Spreckelsen
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783596034413
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Peter Söt, der Schreiber des Anwalts Theodor Storm, findet eines nachts im Hafenbecken von Husum eine Leiche. Schnell gerät er unter Verdacht, da auch seine Vergangenheit nicht ganz lupenrein ist. Als er dann auch noch eine zweite Leiche findet, schaltet er sich selbst in die Ermittlungen ein.

Rechte Spannung kommt in dem Krimi nicht auf. Wirkliche Ermittlungen finden nicht statt. Immer wieder spielt der Zufall eine große Rolle. Die Auflösung konnte mich nicht überzeugen.

Auch spielt Theodor Storm keine große Rolle in dem Buch. Seine Person bleibt blass. Auch Peter Söt finde ich nicht besonders sympathisch. Aber beide Personen entwickeln in dem Buch keine eigene Persönlichkeit. Lediglich Stroms Cousine Constanze gelingt es mit ihren Ideen den Fall voran zu bringen. Sie ist für mich ein Lichtblick in dem Sammelsurium farbloser Personen.

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104 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

liebe, zweiter weltkrieg, ddr, stasi, deutschland

Ab heute heiße ich Margo

Cora Stephan
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048957
Genre: Romane

Rezension:

Stendal, 1936: Margo will nicht den ihr von ihrem herrischen Vater vorgegebenen Weg gehen. Sie will selbstständig sein und nie von einem Mann finanziell abhängig. Deswegen beginnt sie eine Lehre als Buchhalterin beim Fotografen. Dort lernt sie die Fotografin Helene kennen. Sie hat ein ganz besonderes Talent, Dinge und Menschen aufs Fotopapier zu bringen. Aber als Fotografin im spanischen Bürgerkrieg geriet sie zwischen die Fronten und hat Schlimmes erlebt.

Die Beiden lieben zunächst den selben Mann, durch den sie ihr ganzes Leben auf Grund eines Geheimnisses miteinander verbunden bleiben.

Im Krieg erlebt jede von ihnen Schlimmes. Durch die Kriegswirren werden die Frauen wieder getrennt. Margo lebt nach Kriegsende in Westdeutschland und macht dort Karriere. Helene bleibt im Osten. Doch immer wieder kreuzen sich ihre Wege.

Das Buch von Cora Stephan ist einfach packend geschrieben. Von der ersten bis zur letzten  Seite war ich in die Geschichte eingetaucht. Immer wieder habe ich mit den beiden Frauen mitgelitten. Ich finde es unvorstellbar, was Helene in der Kriegszeit erlebt hat. 

Abwechselnd gibt es in dem Buch zwei Haupterzählstränge: zum einen wird die Geschichte aus der Sicht Margos und zum anderen aus der von Helene erzählt. Manchmal wird dieses Schema unterbrochen und einige wenige andere Personen erzählen die Geschichte aus ihrer Sicht weiter.

Besonders gelungen finde ich auch, dass eine geschichtliche Einordnung nicht nur über das bloße Nennen von Jahreszahlen geschieht, sondern immer wieder über das Erwähnen besonderer geschichtlicher Ereignisse, z.B. die Reichspogromnacht, der Tod Kennedys.

Der Erzählstil ist spannend und mitreißend. Durch die Dicke des Buches sollte man sich nicht abschrecken lassen. Schnell ist man als Leser in der Geschichte drin, mit den Hauptpersonen vertraut und kommt flüssig mit dem Lesen voran.

Das Buch bekommt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Die Verbindung zweier Frauenschicksale mit der deutschen Geschichte ist Cora Stephan hervorragend gelungen. Sie hat schwere Erlebnisse in tolle Worte verpackt.

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(127)

203 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

münchen, gina angelucci, krimi, cold case, mord

Gedenke mein

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.01.2016
ISBN 9783548612287
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gina Angelucci, die Lebensgefährtin von Kommissar Dühnfort, hat eine neue Aufgabe: Sie ermittelt in einer neugegründeten Abteilung Fälle, die bisher als ungelöst gelten. Mit ihrem ersten Fall hat sie ziemlich viel, auch mediales, Aufsehen erregt. Dadurch ist Petra auf sie aufmerksam geworden. Ihre Tochter ist seit zehn Jahren verschwunden. Die damaligen Ermittler gingen von erweitertem Suizid aus. Denn Ihr Exmann hat einen Abschiedsbrief hinterlassen und wurde tot aufgefunden. Doch Gina kommen einige Sachen komisch vor und sie stellt diesmal andere Fragen als die Kollegen vor zehn Jahren.

Der Krimi ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Wege, die in einer Sackgasse enden, obwohl sie eigentlich logisch erscheinen, dienen dazu, den Spannungsbogen immer wieder neu zu spannen und hoch zu halten. Einfach genial.
Inge Löhnig ist wieder ein besonderes Werk gelungen. Man zittert die ganze Zeit mit Petra mit, ob Marie noch lebt. Aber eigentlich wünscht man dies dem Mädchen nicht, denn unvorstellbar ist das, was sie dann wohl in der Zwischenzeit erlebt hat.

Man wünscht sich als Leser, das Gina Angelucci schnell aus ihrer Babypause zurückkehrt, denn diese Cold-Cases-Serie soll schnell weitergehen und ist für mich eine sehr gelungene Konkurrenz zu den Krimis mit Kommissar Dühnfort, die ich bisher verschlungen habe.

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

krimi, langeoog, insel, nordsee, liebe

Wer liebt, stirbt zweimal

Monika Detering
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 29.04.2016
ISBN 9783945298831
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jördis darf mit ihrer Freundin Ilka zum ersten Mal allein Urlaub auf Langeoog machen. Ihre Oma lebt dort, ist aber zur Zeit selbst im Urlaub am Bodensee. So können die Mädchen das Haus hüten. 
Doch dann passiert ein Unglück: Im Haus brennt es und eines der Mädchen ist tot, das andere hat schwer verletzt überlebt. Schnell stellt sich heraus, dass die Mädchen betäubt und niedergeschlagen wurden und der Brand absichtlich gelegt wurde. 
Wer hat es auf die Mädchen abgesehen? Gerrit Blau und Carla Bernstiel, die beiden Inselpolizisten, stehen zunächst vor einem Rätsel. Wer sind die beiden Mädchen? Wer hat den Brand gelegt? Nach und nach lichtet sich das Dunkel.

Der Plot ist gut angelegt. Wer selbst Kinder hat, kann sich annähernd vorstellen, wie sich die Eltern in der Situation fühlen. 
Dennoch fand ich die Auflösung schon recht früh vorhersehbar. 
Auch sprachlich hatte das Buch die ein oder andere Schwäche. Wer aber eine Lektüre für den Urlaub sucht, ist hier genau richtig.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

miami, geldraub, gesellschaftskritik, finanzkrise, kuba

Cash Landing - Der Preis des Geldes

James Grippando , Marco Mewes
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.04.2016
ISBN 9783959670272
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ruban, Kubaner,der in Miami wohnt, hat das Leben übel mitgespielt. Er hat alles verloren, was er sich mit seiner Frau Savannah aufgebaut hat. In Folge der Finanzkrise konnte er seine Kredite nicht mehr zurückzahlen: sein Restaurant wurde verkauft und sein Haus zwangsversteigert.Zusammen mit seinem Schwager Jeffrey und dessen Onkel Pinky stielt er auf dem Flughafen mehrere Millionen.Doch statt eines schönen Lebens fangen die Probleme nun erst an: Ruban verstrickt sich immer mehr in seinem Lügengeflecht. Jeffrey schmeißt mit dem Geld nur so um sich und gerät schnell ins Visier anderer Krimineller, die von seinem Anteil gerne etwas abhaben möchten. Pinky will immer mehr von dem Geld und schreckt auch nicht vor dem ein oder anderen Mord zurück.
Der Krimi beginnt rasant. Als Leser ist man direkt bei dem Überfall dabei. Man hält die Luft an, ob alles gut geht.
Mit der Hauptperson Ruban Betancourt zittert man mit. Man drückt ihm die Daumen, dass er endlich auf der Gewinnerseite stehen kann. Seine Restaurantidee funktioniert, wie man mitbekommt. Er ist ja weiterhin Geschäftsführer.
Die Figuren werden von James Grippando äußerst skurril und schräg dargestellt. Die Gesellschaftskritik, die in dem Krimi mitschwingt, ist nicht zu überlesen. 

Alles in allem ein spannender Krimi, der uns als Leser auf der Seite des Kriminellen stehen lässt. Man wünscht ihm schon, dass er dem amerikanischem System ein Schnippchen schlagen kann und endlich für ihn alles gut wird.

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