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59 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

afrika, nigeria, kultur, afroamerikaner, amerika

Americanah

Chimamanda Ngozi Adichie , Anette Grube
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 24.04.2014
ISBN 9783100006264
Genre: Romane

Rezension:

„don't judge a book by its cover“: Der Roman Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie ist kein Buch, zu dem ich sozusagen aus dem Bauch geraus gegriffen hätte. In der FAS darüber gelesen und neugierig geworden. Gut so. Erzählt wird die Geschichte einer Nigerianerin, die nach Amerika auswandert, sich dortmühsam ein Leben aufbaut, erfolgreiche Bloggerin und Princeton-Stipendiatin wird, um schließlich  nach Nigeria zurückgeht - und sich dieses Land als Heimat zurückerobern muss. Eingebettet ist die Geschichte ihrer Jugend- und Lebensliebe. Es werden dem Leser Vorurteile und Plattitüden im Zusammenleben von Schwarz und Weiss bzw. der Rassen, wie sich die pointiert bloggende Protagonistin ausdrücken würde, vor Augen gehalten. Und zwar ohne erhobenen Zeigefinger. Chimamanda Ngozi Adichie geht mit Amerika genauso hart ins Gericht wie mit Nigeria. „Ich wurde erst schwarz als ich nach Amerika kam“ und "Bei Rasse geht es nicht um Biologie, sondern um Soziologie" sind für mich zweifellos Schlüsselsätze des Buchs. Die eigene Unreflektiertheit im Zusammenleben, die Chimamanda Ngozi Adichie aufzeigt, ist verblüffend.

PS: ich musste bei der Lektüre an den Vortrag „Von Tod und Geburt der Gegenwartsliteratur im Internet“ der Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Michelbach bei der re:publica 2014 denken. Sie kritisierte unter anderem die Vernachlässigung des Digitalen in der Gegenwartsliteratur. (http://re-publica.de/session/tod-und-geburt-gegenwartsliteratur-im-internet) „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie ist ein Gegenbeispiel. Grossartig. Und zum Denken anregend.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

macht, london, mord, familie, geld

Die Pfeiler der Macht

Ken Follett ,
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.04.2001
ISBN 9783785710982
Genre: Historische Romane

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

levitation, fliegen, jahrmarkt, meister yehudi, geld

Mr. Vertigo

Paul Auster , Werner Schmitz , Walter Hellmann , Art Spiegelman
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.06.1997
ISBN 9783499221521
Genre: Romane

Rezension:

Mr. Vertigo. Eine Wiederentdeckung. Das Buch habe ich bereits in seinem Erscheinungsjahr 1994 gelesen. Und jetzt bei neuerlicher Lektüre - nach fast 20 Jahren - habe ich verwundert festgestellt, dass ich mich eigentlich nur an das erste Drittel des Buches erinnern kann. Das hat Grund, wie ich meine. Der erste Teil des Romans ist fantastisch. Und das im doppelten Sinne - zum einen sprachlich und stilistisch (wie auch der Rest des Buches). Paul Auster ist ein brillanter Erzähler. Und zum anderen lässt er seinen Protagonisten, einen Jungen in einem längst vergangenen Amerika, unter der Anleitung eines Meisters etwas Unmögliches schaffen. Der Bub lernt zu fliegen. Paul Auster gelingt dieses Kunststück mit wunderschönen Sätzen, die das Unmögliche möglich erscheinen lassen. Ein Höhenflug. Anschließend kommt es für seine Figur allerdings zum Absturz. "Mr. Vertigo" wird durch den Rest seines Lebens begleitet und verliert für mich an Flughöhe. Nichtsdestotrotz ein Lesevergnügen! Eine Geschichte, mit der uns Auster ins Staunen versetzt.

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

new york, usa, liebe, brooklyn, sunset park

Sunset Park

Paul Auster , Werner Schmitz ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 20.07.2012
ISBN 9783498000820
Genre: Romane

Rezension:

Ein neuer Paul Auster-Roman. Her damit - ich habe die meisten seiner Bücher gelesen, begonnen nit der "New York"-Trilogie. Und während der Lektüre kam mir folgender Gedanke. Ich mag Auster-Romane so wie Woody Allen-Filme - beiden haben eine klare Handschrift und immer wiederkehrende Motive. Sind es bei Woody Allen die am Tisch sitzenden Runden, die beim Plaudern in Geschichten entführen und die leichtfüssigen Bezüge zu grossen Denkern und intellektuellem Habitus, so sind es in den Auster-Büchern doch immer wieder eben Bücher, die im Zentrum stehen. Es geht oft um Literatur und Lesen - und das durchaus obsessiv. Das halte ich für insprierend. Austers zweite Leidenschaft, die ich herauslese, ist Baseball. Hier kann ich ihm weniger folgen. Sowohl bei "Sunset Park" als auch bei "Mr. Vertigo" sind dies jene Passagen, bei denen ich zum überlesen neige. Fatal, denn Auster entwickelt mit Hilfe des Sports durchaus zentrale Analogien. Davon abgesehen ist es grossartig in "Sunset Park" einzutauchen, in die Welt eines Getriebenen wie Vertriebenen. Der seinen Weg bitter konsequent zu Ende geht. Am Ende von "Sunset Park" steht für mich jedenfalls der Beschluss ein paar seiner ältern Bücher noch einmal zu lesen.

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