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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

pilgrim, magie, hatori, fantasy, science fiction

Pilgrim - Rebellion

Joshua Tree
E-Buch Text: 446 Seiten
Erschienen bei www.weltenblume.de, 04.04.2017
ISBN B06Y1ZWLQD
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf diesen Reihen Auftakt war ich ungemein gespannt. Der Klappentext hörte sich richtig toll an, aber besonders das Cover empfand ich als sehr eindrucksvoll und begann voller Erwartung mit dem Lesen.
Der Einstieg gelang zunächst auch recht gut. Den Prolog fand ich sehr gut gelungen und ich war fasziniert und wollte unbedingt wissen, wohin mich das Ganze führt.
Der Autor hat eine sehr einnehmende Art zu erzählen. Man lauscht dem erzählten und dringt immer weiter in die Materie vor. Das Ganze geht sehr detailliert vonstatten, so das man zunächst keine Fragen hat. Sondern viel mehr vordringt und versucht dem ganzen Herr zu werden.
Denn alle Konzentraion wird benötigt um das ganze erstmal zu verstehen, zu begreifen und zu entdecken.
Im Laufe der Handlung erfährt man auch immer mehr über die Weltenblume, die Pilgrim und was sie ausmacht.
Dabei wird in der dritten Person erzählt. Was hier wirklich sehr gut passt. So blickt man durch verschiedene Augen. Zumeist jedoch die von Magnus.
Magnus war mir gleich von Anfang an sympathisch. Er hat etwas weiches, aber doch auch starkes an sich. Vor allem auf seine Entwicklung war ich sehr gespannt. Ich ahnte, es würde noch Großes auf mich zukommen, womit ich auch nicht ganz unrecht hatte.
Dabei ist diese magische Geschichte sehr komplex gehalten und man muss verdammt gut aufpassen, um ja alles mitzubekommen.
Ich hatte besonders im ersten Drittel zu kämpfen, damit ich nichts versäume.
An der Seite von Magnus lernt man auch seine vier Mitstreiter kennen. Allesamt sind sie interessante und vollkommen unterschiedliche Personen. Zu einigen von Ihnen dringt man mehr vor, zu anderen weniger. Allesamt entwickeln sie sich jedoch während der Handlung merklich.
Die Welt die uns hier präsentiert wird ist sehr magisch, unheilvoll und auch düster. Zugleich ist man enorm fasziniert davon und möchte unbedingt immer mehr davon.
Besonders die Weltenblume hatte es mir angetan. Schwer durchdringlich und doch ist da etwas, von dem man nicht genug bekommen kann.
Leider kamen für mich mitunter auch ein paar Längen auf. Was vielleicht auch daran liegt, das ich oftmals umdenken musste. Da im Laufe des Geschehen auch die Handlungsorte wechselten und ich mich erst umgewöhnen musste.
Auch die Kapitel sind recht lang gehalten, was dies vielleicht etwas zungünstig beeinflusst.
Dadurch das viel erklärt und offenbart wird, kamen für mich leider die Emotionen etwas zu kurz. So richtig mitfiebern und mitzittern konnte ich leider nur mit Magnus und das auch nicht immer.
Was ich etwas schade empfand, ich hoffe die Emotionen kommen in den nächsten Bände mehr zum Ausdruck. Das sie für mich sehr wichtig sind.
Wohin das Ganze führt, kann man nicht erahnen und daher gibt es auch einige Überraschungen zu entdecken.
Für mich war es vor allem interessant, Die Welt aus Magnus´ Augen zu entdecken, was dem ganzen völlige neue Horizonte und auch andere Blickwinkel verschaffte.
Es wirkte sehr lebendig und ausdrucksstark für mich.
Eine Grundidee wie diese, ist mir bisher noch nie erschienen und von daher hat sie mir gut gefallen. Ich würde mir jedoch weniger Erklärungen und dafür mehr Tempo und Nervenkitzel wünschen.
Alles in allem wird hier ein sehr magischer, geheimnisvoller und faszinierender Auftakt geboten, der mit einem sehr düsteren und unheilvollen Setting einhergeht. Es gibt noch kleinere Schwachstellen, doch mein Interesse ist entfacht.
Der Autor hat eine ungemein tolle Art mit Worten umzugehen,so das man sich auch alles gut vorstellen und in die jeweiligen Szenarien hineinversetzen kann.
Ein Abenteuer das einiges zu bieten hat.

Fazit:
Ein faszinierender und interessanter Auftakt, der mein Interesse entfachen konnte.
Eine tolle Grundidee mit einer Umsetzung die einiges an Überraschungen zu bieten hat.
Ich bin sehr gespannt wie sich das Ganze weiterentickeln wird.

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romy andresen, fesselnd, unschuldig verurteilt?, mor, privatdetektivin

Nordseetod

Ele Wolff
E-Buch Text: 119 Seiten
Erschienen bei Klarant Verlag, 27.05.2017
ISBN 9783955736378
Genre: Sonstiges

Rezension:

Heute war mir mal wieder nach einem gutem Ostfrieslandkrimi für zwischendurch. Und dieser hat sich einfach perfekt dafür geeignet.
Ich mag den Schreibstil von Ele Wolff wirklich unheimlich gern. Sie schreibt so fließend und gefühlvoll, das ich förmlich durch die Seiten geflogen bin.
Toll finde ich auch, das ihre Romane relativ wenig Seiten haben, so das es wirklich für jeden geeignet ist.
Der Klappentext hat mich von Anfang an sehr angesprochen und ich begann voller Erwartung mit dem lesen.
In die Story kam ich gleich sehr gut hinein.
Romy war mir gleich sympathisch und ihre Situation bereitete mir sofort Unbehagen. Es hat nicht lange gedauert und ich habe meine ersten Schlüsse daraus gezogen.
Es war zwar für mich ziemlich offensichtlich was da ablief, doch ich war gespannt wie Henriette Honig dem ganzen auf die Spur kommen würde.
Wir erfahren dabei verschiedene Perspektiven, z.b. die von Henriette oder auch von Romy.
Es hat mir viel Spaß bereitet mitzuermitteln und zu erleben wie sich manch einer wand und wie sich alles immer mehr zu einem schlüssigen Bild zusammensetzte.
Dabei bekommt man einen sehr guten Blick hinter die Kulissen.
Gut fand ich dabei auch, wie erzählt wurde. Romy erzählt nicht nur von ihrer Vergangenheit. Sie lässt uns am Alltag ihrer Ehe teilhaben, was mich emotional total an sie band. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Ihr Leid spüren .
Ihre Ängste manifestierten sich und auch die Verzweiflung dabei blieb nicht verborgen.
Sie macht es auf so lebendige Art und Weise, das man sich sofort hineinversetzen kann. Dies macht sie anhand von Rückblicken und das ist einfach mehr als gelungen.
Es ist sicher keine einfache Thematik, aber durch die lockere Erzählart , war für mich keine Schwere, keine Düsternis spürbar.
Es gab Szenen die habe ich wirklich mit Unglauben verfolgt, weil man es einfach nicht glauben will. Aber es wirkt auch schlüssig und doch kann man manchmal nur den Kopf darüber schütteln.
Die Spannung kann währenddessen konstant gehalten werden und die Autorin baut dabei die ein oder andere Wendung ein. Mich hat es jetzt nicht sonderlich überrascht, da ich ja schon den Ausgang ahnte.
Obwohl mich so etwas eigentlich immer stört, tat es dies hier nicht.
Es ging mehr um das drumherum, die Vergangenheit und auch die Hintergründe der einzelnen Menschen.
Kurzum hat mich Romys Schicksal wirklich berührt und doch habe ich mich immer wieder gefragt, warum keiner von beiden einen anderen Ausweg gewählt hat. Sicher war es nachvollziehbar und doch sage ich mir immer wieder, man kann immer einen Weg finden.
Es ist kein Roman der sonderlich tiefgründig oder nervenzerrend ist. Es ist ein Kriminalroman in dem man eifrig an der Seite von Henriette ermittelt und es macht einfach unsagbar Spaß, ihr dabei zur Seite zu stehen.
Mit viel Witz und Charme hat sie mich von der ersten Seite an begeistert, berührt und letztendlich auch nach Ostfriesland entführt.

Fazit:
Henriettes 6. Fall bietet einiges an Spannung. Mit viel Witz und Charme konnte mich die Autorin begeistern, zum grinsen bringen und wirklich mehr als gut unterhalten.
Ein wirklich gute Thematik, wenn auch vorhersehbar konnte mich anhand der gut gezeichneten Charaktere und der Umsetzung auf ganzer Linie überzeugen.
Wer was lockeres und leichtes für zwischendruch sucht, sollte hier zugreifen.
Es hat unheimlich Spaß gemacht diesen Ostfrieslandkrimi zu lesen.
Absolut zu empfehlen.

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thriller, bunker, virus, tod, weltuntergang

Under Ground

S.L. Grey , Jan Schönherr
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453438101
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Cover wirkt ja schon recht düster und macht defintiv Lust auf mehr. Nicht so schön war, daß durch das matte schwarz jeder Fingerabdruck auf dem Buch sichtbar wurde.
Der Klappentext hatte es mir gleich angetan und ich freute mich auf eine Menge Thrill und Nervenkitzel .
An sich klang alles richtig vielversprechend und verheißungsvoll. Bekommen habe ich jedoch etwas völlig anderes als erwartet.
Der Einstieg gelang mir gleich recht leicht. Auch wenn ich mich erst an die verschiedenen Bewohner des Bunkers gewöhnen musste, so hatte ich keinerlei Probleme damit. Schnell ist offensichtlich, das hier die unterschiedlichsten Charaktere aufeinandertreffen, was für eine Menge Zündstoff sorgt.
Die tödliche Grippewelle führt dazu, das all diese unterschiedlichsten Menschen in diesem Bunker aufeinandertreffen. Nicht leicht, für keinen von Ihnen.
Anziehung sowie abgrundtiefe Abneigung ist sofort spürbar. Und ich dachte nur, das kann ja noch was werden.
Es dauert auch nicht lange und die erste Leiche taucht auf.
Doch die Frage in mir tauchte in mir schnell auf, wer wohl dahintersteckt.
Und die noch viel zentralere Frage, wie sicher ist der Bunker tatsächlich?
Uns wird hier eine Thematik geboten die sofort das pure Grauen entstehen lässt und ein gewaltiges Kopfkino zutage fördert. Man fragt sich automatisch, ob man dieser Krankheit tatsächlich entkommen kann. Aber auch welche neuen Herausforderungen dieser Bunker tatsächlich aufstellt.
Man lernt die verschiedensten Charaktere kennen und ich konnte teilweise kaum glauben, mit wem ich es hier zutun hatte.
Man blickt dabei immer wieder in die Abgründe der menschlichen Seele.
Mit einem Thriller hatte es für mich zunächst überhaupt nichts zutun. Zunächst bekommt man es mit einigen Konflikten zutun und irgendwann hatte ich das Gefühl, ich käme diesen Personen überhaupt nicht näher.
Sie waren für mich teilweise wirklich unergründlich und ich haderte mit mir, wie ich ihnen begegnen sollte.
Das der erste Anschein trügt, findet man relativ schnell heraus.
Nichts ist wie es scheint und plötzlich werden die Karten neu gemischt.
Es geht nicht mehr länger um die tödliche Krankheit da draußen. Es geht nur ums nackte Überleben im Bunker.
Es geht um Leben oder Sterben.
Klaustrophobie, Angst, Wut
Wie weit würdest du gehen um zu überleben?
Entwickelt man tatsächlich eine Eiseskälte um sich allem in den Weg zu stellen oder geht man tatsächlich einfach unter?
Der erste Teil des Buches war dazu da, alles zu ergründen.
Man erfährt die Perspektiven der verschiedensten Bewohner, wodurch man ihnen ein Stück näherkam. Aber nicht völlig. Es gab Momente in ihren Charakterzügen und ihren Leben, da blieben sie mir seltsam blass. Auch konnte ich mich emotional nicht wirklich darauf einlassen.
Waren sie mir sympathisch? Ich weiß nicht. Immer wieder traten neue Erkenntnisse zutage, die mich umdenken ließen.
Meine Gedanken wurdem umhergewirbelt. Ich empfand Zuneigung, Abscheu, Mitgefühl.
Manche Erkenntnisse erschütterten, manche machten traurig und andere wiederum einfach nur wütend.
Doch allmählich gewann das Ganze an Auftrieb und gerade im zweiten Teil des Buches konnte ich gut mitfiebern. Der Nervenkitzel wurde spürbar und ich rätselte immer weiter, wer denn nun der Killer sei.
Die Auflösung des Ganzen kam mir allerdings zu überraschend und ich weiß nicht, ob ich so zufrieden mit dem Ganzen bin.
Um ehrlich zu sein, hatte ich mir etwas mehr erhofft.
Ebenso hätte ich noch die ein oder andere Frage gehabt. Da mir nicht gänzlich alles beantwortet wurde.
Eins jedoch hat das Autorenduo hier geschafft. Durch ihren sehr einnehmenden Schreibstil, war ich im Nu durch. Sie haben es verstanden Spannung aufzubauen, auch wenn es dabei  hin und wieder Längen gab. Es war nie vorhersehbar und man konnte auch bei der Entwicklung sehr gut zusehen.
Einige davon haben mir doch etwas zugesetzt und man hat es nicht kommen sehen.
Letztendlich ein Spannungsroman der mich enorm gut unterhalten hat , dessen Ende jeoch zwiespältige Gefühle in mir hervorrief.

Fazit:
Under Ground konnte mich sehr gut unterhalten, ich empfand ihn jedoch nicht unbedingt als Thriller.
Dafür gab es zu wenig Nervenkitzel und auch Thrill.
Er fördert ein Szenario in dem es um alles oder nichts geht.
In dem man herausfinden muss wie weit man gehen würde, um zu überleben.
Interessant, facettenreich und unvorhersehbar.
Und obwohl er die ein oder andere Wendung bereithielt, löste er dennoch in mir zweispältige Gefühle aus.
Wer für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen möchte, sollte das Buch lesen.
Ich hatte es in einem Rutsch durch.

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92 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

katie agnew, perlen, familie, liebe, roman

Die Perlenfrauen

Katie Agnew , Jens Plassmann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453420298
Genre: Romane

Rezension:

Als ich dieses wunderschöne Cover sah, war mein erster Gedanke: Liebe, positive Gefühle, Glück und Romantik.
Es stimmt zum Teil auch mit dem Buch überein, aber mir hat dabei noch etwas mehr Ausdruck gefehlt.
Natürlich war ich gespannt auf diese Geschichte und begann voller Erwartung mit dem lesen.
Das Buch wurde dabei in drei Teile gegliedert, was ich wirklich auch als nötig erachte.
Der Einstieg war jedoch zunächst gar nicht so einfach. Man wechselt dabei immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Man wandelt dabei in den unterschiedlichsten Epochen. Sei es die Kriegzeit, die achtziger oder die sechziger Jahre.
Der Autorin gelang es unheimlich toll, mich an diesem Lebensgefühl teilhaben zu lassen, ohne das der Hintergrund die eigentliche Geschichte überdeckt hätte.
Zunächst jedoch hatte ich einen etwas schwierigen Start. Denn hier erfährt man die Lebensgeschichten, Schicksale verschiedener Personen.
Ich hatte dabei zunächst Schwierigkeiten mich immer wieder umzugewöhnen.
Am herausragensten ist jedoch die einer Familie, die drei Generationen überdauert.
Automatisch denkt man dabei an Schuld, Liebe, Verlust, Geheimnisse.
Womit man auch ganz richtig liegt.
Was mir unheimlich toll gefiel, daß das Setting immer wieder wechselte. Man verweilt u.a. in Japan, England und Italien.
Orte die das pure Lebensgefühl und auch die Energie dessen verströmen. Das hat dem ganzen immer mehr Leben und Seele verschafft und gerade das , habe ich so sehr genossen.
Die wohl wichtigsten Personen hierbei sind Sophia und Tilly Beaumont. Zwei wirklich ausdrucksstarke Persönlichkeiten. Besonders Sophia hatte mein ganzes Interesse. Während ich sie noch am Anfang abschätzig musterte, so mauserte sie sich doch im Laufe des Buch auf sehr gewaltige und eindrucksvolle Art und Weise. Am Ende hätte ich sie einfach nur liebend gern an mich gedrückt.
Natürlich spielen noch viel mehr Personen hier eine Rolle. Ich möchte dem jedoch nicht vorgreifen, denn ich würde dadurch schon zuviel verraten.
Einige habe ich sofort in mein Herz geschlossen, anderen bin ich mit Abneigung begegnet. Aber dann gab es auch wieder Personen, die taten mir einfach nur leid.
Doch alle hatten sie etwas gemeinsam, sie haben mein Herz berührt , aiuf sehr eindringliche Art und Weise.
Bei diesem Buch erfahren wir auch die verschiedensten Perspektiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Das fand ich unheimlich schön. Gerade weil man im Laufe der Zeit alle ihre Geschichten erfährt. Erfährt wer sie sind, wer sie sein möchten und zu wem sie letztendlich geworden sind.
Es ist ein Reise voller Träume, Entbehrungen und Zerwürfnisse.
Es ist von Romantik begleitet, mit tiefer Traurigkeit und unsagbaren vielen ungeweinten Tränen belegt.
Und über alles liegt die Liebe. Aber Liebe verbindet das Ganze nicht so, wie man erwarten würde.
Es sind Perlen. Wunderschöne Perlen. Immer wenn ich die Zeilen über sie las. Habe ich dies aufgesogen, war von Glück und Liebe umnebelt und bekam ein Gefühl dafür, was es heißt, diese Perlen zu besitzen. Sie zu bewundern, sich an ihrer Schönheit zu erfreuen.
Sie sind wahrlich das pure Glück. Aber sie verbinden noch so viel mehr.
Die Perlen sind das magische Bindungsmitglied und doch ist jeder für das eigene Schicksal verantwortlich.
Ich habe tiefen Schmerz, Verzweiflung, Tränen gespürt.
Aber ich habe auch unsagbare und bedingungslose Liebe erfahren.
Ein Roman der unheimlich komplex ist. Man muss sich auf diese Geschichte einlassen. Sich den Charakteren öfffnen, ihre Schicksale erleben und dann , erst dann kann man sich auch fallen lassen.
Ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten, ich war schlichtweg etwas überfordert, bei dem was alles auf mich zukam.
Aber irgendwann hat es Klick gemacht und ich begann die Zusammenhänge zu begreifen, zu verinnerlichen und dann gab es auch kein Halten mehr.
Die Wendungen die dabei eingewoben wurden, waren sehr gut platziert und fördert Sprachlosigkeit, als auch Ensetzen. Am Schluss musste ich mir vor Rührung dann  doch nochmal über die Augen wischen.
Die Autorin hat dabei eine wundervolle Art zu schreiben. Es ist fließend, einnehmend und dabei auch noch sehr bildgewaltig. Sie legt viel Wärme und Gefühl hinein, so das ich mich vollkommen in die unterschiedlichsten Szenarien hineinfühlen konnte.
Es ist kein einfacher Roman, aber er ist unfassbar schön, romantisch, tragend.
Voller Hoffnungen und Träume.
Voller Dramatik, Tragik , verpassten Chancen.
Aber er erzählt auch viel über das erwachsen werden, das sich selbst finden und vor allem den Mut, niemals  den Glauben an die Liebe zu verlieren.
Daneben bringt er noch so viel mehr zum Vorschein. Mir hat er außerordentlich gut gefallen, gerade weil ich nie wusste, wohin mich diese Reise führen würde.
Eine Story die einfach fesselt und nicht mehr loslässt.

Fazit:
"Die Perlenfrauen" ist ein ganz eindrucksvoller, romantischer, tränenreicher und sehr komplexer Roman.
Er umschließt nicht nur 3 Genrationen einer Familie. So viel mehr Schicksale sind damit verwoben.
Perlen: Sie spielen eine sehr wichtige Rolle.
Sie machen glücklich und zaubern so viel mehr hervor.
Er ist geheimnisvoll, voller Dramatik und Tragik und über allem schwebt die Liebe.
Ein Roman dem man viel Zeit widmen muss, um sich ihn hinzugeben, es zu fühlen und zu begreifen.
Ein Roman, der es wert ist gelesen zu werden.

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113 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

driven, driven - starkes verlangen, k. bromberg, liebe, ebook

Driven - Starkes Verlangen

K. Bromberg , Kerstin Winter
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453420281
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Auch mit dem 7. Band der Driven Reihe , hat die Autorin wieder etwas sehr gewaltiges und emotionales aufs Papier gebracht.
Diesmal geht es um Rylees Bruder Tanner. Man hat ihn ja bereits hin und wieder schon in den vorherigen Bänden getroffen und von daher ein zartes Gefühl für ihn entwickelt.
Hier kommt man ihm noch näher. Seine Arbeit bei seinem nicht gerade ungefährlichen Job erfordert viel Stärke. Die Tanner auch hat. Nach einem schweren Schlag lernt er eine Frau kennen, die sein gesamtes Gefühlsleben auf den Kopf stellt und plötzlich ist nichts mehr wie es war.

In diesem Band erfahren wir alles aus Tanners Sicht, was mir gut gefallen hat. Er entwickelt Tiefe und man kann sich ihm gerade auf der emtionalen Ebene sehr gut nähern. Er erhält sehr viel Präsenz und hat es geschafft, mich von Anfang an in Atem zu halten.
Tanner ist nicht einfach, aber gerade durch seinen Schmerz und die sich daraus resultierende Verletzlichkeit, ging er mir von Anfang an unter die Haut. Ich mochte seine Art unheimlich gern, gerade weil er sehr impulsiv war und niemals aufgab. Es hat mir gezeigt, das unheimlich viel in ihm steckt und ich wollte unbedingt noch mehr herauskitzeln.
Beauw ist dagegen eine Frau , die nur schwer zu durchschauen ist. Aber sie hatte etwas an sich, die mich sofort anzog. Sie war sehr geheimnisvoll und verstand es, mich immer neugieriger auf ihre Person zu machen.
Im Laufe des Buches erfährt man immer mehr über sie und ich war doch das ein oder andere mal ziemlich überrascht und schlichtweg sprachlos.
Gleich zu Beginn des Buches merkt man, wie die Fetzen flogen. Das Knistern lag förmlich in der Luft und wartete nur darauf, sich zu entladen.
Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht diese emotionale und mehr als spannende Story zu lesen.
Sie hatte gleich etwas trauriges und auch verletzliches an sich, dem ich mich nicht entziehen konnte.
Es ist nicht geprägt von tiefer Leidenschaft und absoluter Sinnlichkeit.
Es geht tiefer, was auch daran liegt, welcher Arbeit die beiden nachkommen. Das prägt das Ganze und macht es düsterer und gefährlicher.
Man hat das Gefühl, die Emotionen nicht zulassen zu können, bei dem was sich hinter den Kulissen anbahnt.
Denn die ganze Konzentration ist gefragt und man fragt sich auch, ob man heil aus dem ganzen herauskommt.
Durch die tiefen und doch ehrlichen Gefühle verschaffte es dem ganzen auch etwas Leichtigkeit. Dadurch wurde es nicht mehr ganz so drückend und doch spürte man immer wieder, wie sich alles auflud.
Die Autorin hat mich wie gewohnt mit ihrem lebendigen und fließenden Schreibstil durch die Seiten fliegen lassen. Ich hab mich immer mehr in der Handlung verloren.
Besonders den Hintergrund fand ich interessant und auch facettenreich gestaltet. Durch ihre bildhaften Beschreibungen konnten ich mich auch sehr gut hineinfühlen und mir alles vorstellen.
Der Schmerz und die Traurigkeit hatten mich im Griff und sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, den Augenblick zu genießen, denn man weiß nie, was am nächsten Morgen ist.
Die Handlung war sehr geheimnisvoll und mitunter von Leidenschaft und einer spürbaren Verzweilfung geprägt.
Es traten Dinge zutage, die ich nie erwarten hätte und die mich doch erstmal innehalten ließen.
Man bekommt es mit Wahrheiten und Erkenntnissen zutun, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellen. Die dem ganzen einen völlig neuen Blickwinkel verschaffen.
Man taucht ein , in eine gefährliche Welt, muss sich zusammen nehmen, um dem ganzen Herr zu werden.
Ich mochte diese Story unheimlich gern, gerade weil sie nicht war, wie es zunächst schien.
Natürlich steht nach wie vor die Liebe im Vordergrund, dennoch hatte ich das Gefühl, es ginge tiefer und macht noch mehr Dingen Platz.
Dinge, die man nicht kommen sieht und die einem die Luft zuschnüren.
Die mir zeigen, du kann es nicht immer leiten und nicht immer bestimmen.
Aber sie zeigt es auch auf, du kannst es in der Hand haben, es leiten und zudem machen, was du begehrst, was du brauchst.
Gerade der ernste Hintergrund hat dazu geführt, das es gewaltiger und auch tiefsinniger wurde.
Schlussenendlich hat mir auch der siebte Band unheimlich gut gefallen. Durch seine Facettenreichtum und die aufwühlenden Emotionen hatte er mich fest im Griff. Mit den Wendungen konnte mich die Autorin einfach komplett von ihrer Story überzeugen.
Ihre Charaktere sind lebendig und authentisch, schaffen es unter die Haut zu gehen und zu zeigen, das es mehr gibt. Das es  sich immer lohnt zu kämpfen, egal auf welcher Ebene.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt, was sie als nächstes zaubert.

Fazit:
Mit dem siebten Band hat die Autorin etwas sehr facettenreiches , geheimnisvolles und unheimlich emotionales aufs Papier gebracht.
Ich war gefesselt, im Sog und konnte das Buch nicht zur Seite legen.
Eine Story die nicht nur unter die Haut geht. Sie wühlt auf und zeigt , das es mehr gibt als man sieht.
Es ist etwas traurig, schmerzvoll und doch bleibt auch der Hunmor nicht auf der Strecke.
Ein Gesamtpaket das auf ganzer Ebene überzeugt.

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788 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 106 Rezensionen

driven, liebe, erotik, rylee, verführt

Driven - Verführt

K. Bromberg , Kerstin Winter
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.01.2015
ISBN 9783453438064
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Nachdem ich ja bei der Driven Reihe erst ab Band 5 losgelegt habe, wurde es jetzt Zeit, das ich auch Rylee und Colton kennenlerne.
Wenn man allerdings mit der Reihe startet, sollte man besser alle 4 Bände der beiden parat haben. Denn es hat eindeutig Suchtfaktor.
Ich habe mich wirklich auf eine wunderschöne und leidenschaftliche Lovestory gefreut. Bekommen habe ich noch so unendlich viel mehr. Auch wenn sich hier an dem ein oder anderen Klischee bedient wurde, so war ich doch von Anfang an komplett verzaubert und absolut verfallen.
Weltverbesserin trifft auf unwiderstehlichen Womanizer.
Doch man sollte nicht immer nach dem ersten Eindruck gehen.
Oft schlummert noch viel mehr , als man zunächst annimmt.
Man kennt das, es startet langsam um sich immer mehr zu entladen.
Nun ja, hier ist es nicht so.
Gleich zu Beginn dachte ich mir bleibt die Luft weg und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Colton ist einfach atemberaubend, heiß und es gibt einfach keine treffenden Worte um ihn nur ansatzweise gebührend beschreiben zu können.
Es geht gleich in die Vollen und wie.
Ich wusste wirklich nicht ob ich lachen oder weinen sollte und war einfach nur sprachlos.
Rylee und Colton sind wie Feuer und Wasser. Was für enorm Zündstoff sorgt.
Mein Gott, ich hab so unglaublich viel gelacht und das hat es einfach auch charmanter und faszinierender für mich gemacht.
Wir erfahren hier die Sichtweise von Rylee, was sie natürlich besonders in den Fokus rückt. Dadurch habe ich mich ihr gleich sehr nah gefühlt. Konnte ihre Stimmungen, ihre Handlungen und auch ihre Gedankengänge sehr gut nachvollziehen.
Rylee ist kein Püppchen. Sie steht mitten im Leben, hat ihr Päckchen an emotionalen Ballast zu tragen und zeigt immer wieder wie verletzlich und ein Stück weit einsam sie auch ist. Aber sie versteht es auch sich zu behaupten und durchzusetzen. Was mir wirklich gut gefallen hat.
Die erste Begegnung der beiden ist vollkommen aufgeladen und es vibriert förmlich. Man hat das Gefühl gleich explodiert alles in ihnen und sie geben sich hin.
Doch das wäre zu einfach.
Keine Frage das Buch wird bestimmt von sehr vielen Höhen und Tiefen.
Leidenschaft und Sinnlichkeit. Ein stetiges Auf und Ab.
Die körperliche Anziehung ist mehr als präsent und man macht sich so seine eigenen Gedanken.
Doch ich als Leser, konnte mich dem ganzen auf gar keinen Fall entziehen, nicht mal ansatzweise.
Ich weiß nicht wie sie es macht. Aber die Autorin hat eine so bildgewaltige und gefühlvolle Art zu schreiben, das ich alles andere um mich herum vergessen konnte.
Es gibt nur noch Rylee und Colton. Ihre Hingabe. Ihre Leidenschaft.
Aber daneben gibt es noch so viel mehr.
Ich empfand es stellenweise als sehr verletzlich und auch ein wenig traurig. Es hat merklich runtergezogen. Ich hatte das Gefühl, einfach alles und jeden in den Arm nehmen zu wollen.
Mit viel Gefühl schafft es die Autorin auf die Vergangenheit der beiden einzugehen und dabei sehr gut aufzuzeigen, was die beiden antreibt. Wie sie fühlen.
Was sie zu dem gemacht hat, was sie letztendlich sind.
Sie kehrt ihr innerstes nach außen und schafft es dabei noch, das man so unendlich mehr entdecken möchte.
Man träumt von Liebe, Wärme, dem ganz besonderen Etwas im Leben.
Es ist so unendlich weit entfernt und doch so wahnsinnig nah. Nur ein Fingerbeit und doch unerreichbar.
Man möchte schreien, weinen , um sich schlagen.
Gibt nicht auf, kämpft immer weiter, gibt alles.
Doch reicht das?
Ich habe dieses Buch so unendlich geliebt, es hat mich in höhere Sphären gehoben und anschließend wieder auf den Boden aufprallen lassen.
Man spürt die Kraft der Gefühle, die Intensität.
Man möchte mehr, so viel mehr und dann ist die letzten Zeile gelesen und der Schock setzte ein.
Es ist ein Buch, das sehr viel gibt , aber auch sehr viel nimmt.
Für mich steht fest, ich brauche unbeding mehr Colton und Rylee.
Ein Auftakt mit absolutem Suchtfaktor, woran auch der fließende und sehr lebendige Schreibstil der Autorin nicht ganz unschuldig ist. Sie zeigt uns Menschen die lieben und leiden und doch dabei auch ihre einsame und verletzliche Seite präsentieren. Sie zeigt uns, das wir mehr sind. Mehr sein können, wenn wir es nur zulassen.
Ich bin absolut überwältigt davon.

Fazit:
Rylee und Colton sind heiß und leidenschaftlich.
Doch sie sind noch mehr, sie zeigen Seiten an sich, die es wert sind entdeckt zu werden.
Ich habe es geliebt, war traurig, enttäuscht, verletzt.
Ich wurde in die Höhe gehoben und bin wieder in der Wirklichkeit aufgeprallt.
Diese Geschichte ist lebendig, ein wenig auch romantisch und einfach unsagbar schön.
Ich brauche mehr Rylee und Colton.
Unbedingt.
Vorsicht: es ist sehr mit leidenschaftlichen und sinnlichen Szenen behaftet.
Aber es bringt zum träumen und macht süchtig.

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503 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

mord, paper palace, liebe, erin watt, royals

Paper Palace

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492060738
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Nachdem ich von den ersten beiden Bänden der Paper Trilogie begeistert ja geradezu süchtig war, musste ich unbedingt wissen, wie es ausgeht.
Es endete ja mit einem ziemlichen Knaller und daher war ich ganz besonders auf die Entwicklung, die sich daraus ergibt gespannt.
Die ersten Zeilen waren auch flugs gelesen und ich versank bei Ella und den Royals.
Hach es ist immer wieder toll bei liebgewonnenen Charakteren zurückzukehren. Hier ganz besonders.
Auch wenn ich finde, das dieser Teil vielleicht etwas anders, aber doch genauso gut umgesetzt wurde.
Ich weiß nicht. Er gestaltete sich etwas sanft, zögerlich und doch gab es so viel abgrundtiefes und auch trauriges zu entdecken, das es mich immer wieder runtergezogen hat.
Es gibt wieder genügend Biss, wenn auch auf etwas anderer Ebene.
Ella ist nach wie vor wundervoll und es ist immer wieder erstaunlich für mich, wie sie mit dem ganzen zurechtkommt, was ihr widerfährt. Es ist sicher nicht einfach dieses ganze Wissen und die daraus resultierenden Emotionen miteinander in Einklang zu bringen. Doch sie schafft es, auf sehr beeindruckende und einnehmende Art und Weise. Ein Stück weit hat sie auf jeden Fall meine Bewunderung und auch den Respekt.
Gerade was das Vertrauen in die Menschen angeht. Denn da liegt auch schon das Problem. Vertrauen ist ein großes Gut, was man nie leichtfertig aufs Spiel setzen sollte. Aber ebenso ist es auch schnell wieder verloren.
Gerade in diesem Band spielt es eine große Rolle. Und oft hatte ich das Gefühl, es würde zu leichtfertig eingesetzt, ohne das man sich näher damit auseinandersetzt.
Nun denn, hier wartet ein geballtes Paket aus Adrenalin, Emotion und Intrigen auf den Leser.
Wie auch schon bei den Vorgängern, erfährt man auch hier abwechselnd die Perspektiven von Ella und Reed. Dadurch haben sie einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen gefunden. Aber auch Callum und Easton mag ich unheimlich gern.
Dadurch das es vorwiegend um Ella und Reed geht, bleibt das Schicksal und das Leben der anderen Royals Jungs etwas auf der Strecke, was ich doch als etwas schade empfand. Denn gerade diese Kombination hat mich immer zum lachen gebracht und hat auch das gewisse Etwas gehabt.
Durch den flüssigen und sehr lebendigen Schreibstil kam ich auch sehr schnell voran und flog nur so durch die Seiten.
Sehr toll finde ich, das für jeden was dabei ist. Besonders die Ermittlungen haben mir Spaß gemacht.
Wie das Ganze nun letztendlich ausging, damit hätte ich nie im Traum gerechnet.
Es tauchen gleich zu Beginn eine Menge neuer Fragen auf, aber es werden auch gleichzeitig viele beantwortet. Was ich teilweise etwas schade fand war, das mir Reed mitunter etwas zu sanft wirkte. Seine rebellische Seite hat mir mitunter etwas gefehlt, dennoch kam ich auch durch seine Impulsivität auf meine Kosten.
Jede Zeile trieb mein Adrenalinpegel in die Höhe.
Dieser Teil ist auch etwas leidenschaftlicher, was aber auch sehr gut passt und etwas Leichtigkeit hineinzaubert.
Wenn ich mal nicht mit Ella und Reed geliebt und gelacht habe, so habe ich endlos mitgefiebert, gehofft und gebangt.
Eine Achterbahntalfahrt der Emotionen machte sich mal wieder breit.
Zum Luft holen war nicht wirklich Zeit, was ich sehr begrüßt habe. Denn wer nachdenkt, grübelt vielleicht auch zuviel.
Ich hab jede Zeile genossen, in mir aufgenommen und einfach verinnerlicht.
Man weiß nie, wie das Ganze ausgeht und das hat es für mich auch so schön gemacht.
Es war sehr gefühlvoll, aber gleichzeitig sehr leidenschaftlich auch ein Stück weit traurig.
Das Ende hat mir zwar gut gefallen, dennoch hat es zwiespältige Gefühle in mir ausgelöst. Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht zu plötzlich war. Ein zu großer Knall , um auch noch glaubwürdig zu wirken.
Es wird auf jeden Fall die Gemüter spalten und den ein oder anderen zweifeln lassen oder aber restlos begeistern.
Ein würdiger Abschluss der Paper Trilogie rund um Ella und Reed, ist den beiden Autorinnen dennoch auf ganzer Ebene gelungen.

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Wächter: Triff deine Wahl! (Wächter-Saga Band 2)

Jessica Stephens
Flexibler Einband: 235 Seiten
Erschienen bei Independently published, 23.05.2017
ISBN 9781521028568
Genre: Sonstiges

Rezension:

Da mir Band 1 schon unwahrscheinlich gut gefallen hat, musste ich unbedingt wissen wie es weitergehen und sich dieser entwickeln würde.
Wie auch in Band 1, erfahren wir hier die Perspektive von Melody, was sie mehr in den Fokus rückt.
Die Autorin leitete mich mit ihrem einnehmenden, aber zunächst etwas zögerlichen Schreibstil gekonnt durch das Geschehen.
Der Vorgänger endete mit einem Paukenschlag und daher erhoffte ich mir hier auch so einiges.
Doch leider fiel mir der Einstieg nicht so leicht, wie erhofft.
Mir hat es eindeutig gefehlt, das man erstmal Rückblicke erhält. Das ist leider unabdingbar um überhaupt wieder in das Geschehen zu finden und vor allem macht es das erinnern leichter.
Denn nicht immer ist es so, das man den Vorgänger unmittelbar davor gelesen hat.
Melody mochte ich, wie auch im Vorgänger wieder sehr gern. Ihre neue Aufgabe als Rein-Wächterin bringt einiges mit sich. Aber sie selbst muss mit diesem Wissen erstmal zurechtkommen und es auch verinnerlichen. Aber das ist nicht alles, was auf sie wartet.
Denn Rein-Wächter haben noch mehr zu bieten, als es zunächst scheint. Worum es sich dabei genau handelt, erfährt man im Laufe des Buches immer mehr.
Von Anfang an, war die Atmosphäre hier sehr düster und man spürte förmlich, der Sturm zieht auf.
Alles wird neu sortiert und erhält neue Blickwinkel, denen man erstmal gewachsen sein muss.
Gerade der erste Teil des Buches zog sich für mich leider etwas. Ich fand, es wurde sich zuviel mit Details und Erläuterungen aufgehalten, was dem ganzen doch etwas die Spannung nahm.
Das Tempo hat mir doch spürbar gefehlt, auch wenn zu Beginn schon einiges passiert.
Für Melody und ihre Freunde geht es dabei um sehr viel und sie müssen entscheiden, welchen Weg sie dabei einschlagen wollen.
Aber auch die Vergangenheit erhält viel Raum und stürzt gerade Melody immer wieder in ein Auf und Ab der Gefühle.
Ihre inneren Kämpfe, aber auch ihre Verzweiflung und ihre Ängste werden dabei sehr gut spürbar.
Wer ist sie und wo führt sie das Ganze hin?
Ist sie dem ganzen gewachsen, oder zerstört es sie am Ende womöglich?
Besonders die Szenen mit Logan habe mir wirklich gut gefallen, denn sie brachten mehr weichere Züge zum Vorschein.
Da es für die Handlung unabdingbar war, wurde an anderer Stelle mit Leichtigkeit gespart. Was aber im Laufe der Handlung immer nachvollziehbar wird.
Die Geschichte selbst kam leider nur schleppend in Gang. Was eigentlich schade war, denn hier steckt eine Menge drin.
Neue Wahrheiten, neue Erkenntnisse und Prüfungen die scheinbar unlösbar sind.
Das Weltbild gerät ins Wanken und man ist zutiefst erschüttert.
Aber der zweiten Hälfte wurde es auch mit dem Tempo besser und es ging um alles oder nichts.
Dennoch ging mir ein bißchen die eigentliche Aufgabe der Wächter verloren. gerade weil man dieses doch so gern verfolgt hat.
Dafür wird anderen Dingen Platz gemacht.
Macht und Rivalität bestimmen die Handlung und die Frage, wem man Vertrauen kann.
Es wurde nochmal alles an Stärke und Kraft aufgeboten und hineingesteckt. So das man sich in einem explosiven und emotionalen Showdown widerfand. Und der hatte es sprichwörtlich in sich.
Die Wendungen die hier zutage kamen, haben mich wirklich verblüfft und teilweise den Boden unter den Füßen weggezogen, jedoch wirken sie auch nachvollziehbar.
Dennoch ist man erschüttert und möchte es nicht glauben, was sich da anbahnte.
Schlussendlich ein guter zweiter Band, bei dem sich jedoch leider zuviel mit Erklärungen aufgehalten wurde. Ich mag das zwar sehr gern, jedoch hat es hier etwas von der Spannung genommen. dadurch entstanden leider immer wieder Längen.
Die Handlung hat viel neues bereitgehalten und auch Melody immer wieder vor Prüfungen gestellt.
Besonders schön wurde die Magie zum Vorwschein gebracht, die alles faszinierender und auch intensiver machte. Die Entwicklung war besonders bei Melody wirklich gut spürbar.

Fazit:
Ein zweiter Teil der zunächst etwas zögerlich einhergeht, aber mit so manchen Überraschungen aufwarten kann, die man nicht kommen sieht.
Sehr detailreich , emotional und besonders die Magie wurde deutlich hervorgehoben.
Es ist drückend, es ist düster, es geht um alles oder nichts.
Die Karten werden nochmal neu gemischt und man muss wählen.
Leider konnte mich Band 2 der Wächter Saga nicht ganz so begeistern wie der Vorgänger.

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, engel, fantasyroman, elemente, fairies

Fairies - Amethystviolett

Stefanie Diem
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.04.2017
ISBN 9783646603224
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da mir Band 1 der Fairies schon so unglaublich gut gefallen hatte, musste ich unbedingt wissen wie es weitergeht.
Das Ende schloss sehr schmerzvoll ab.
Band 2 beginnt mit einem Prolog der mir erstmal viele Fragezeichen entlockte.
Kurz musste ich mich etwas sortieren und auch reinfühlen, aber dann gab es für mich kein Halten mehr.
Von Beginn an war die Spannung und der Nervenkitzel wieder zum greifen nah.
Ich habe sofort wieder mit Sophie mitgezittert.
Während der erste Band noch voller Entdeckungen und Offenbarungen war und ein Stück weit sogar noch etwas unschuldig wirkte. So hatte ich hier das Gefühl, das ganze hätte an Reife dazugewonnen.
Was man nicht nur an Sophie zu spüren bekommt. Denn diese entdeckt sich immer wieder neu.
Gleich in den ersten Kapiteln standen mir die Nackenhaare zu Berge und Sophie hatte meine ganze Aufmerksamkeit.
Sie hat hier nicht wenig zu bestehen und mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob sie dem ganzen gewachsen sein würde. Doch eins steht fest. Sie muss über sich hinauswachsen, mehr über sich in Erfahrung bringen, um dem ganzen Herr zu werden.
Je mehr ich an ihrer Seite durch die Handlung schritt, umso mehr habe ich ihre Schmerzen, ihr Leid, aber auch ihr unsagbares Glück in mich aufgenommen.
Auch hier wird man wieder mit einigen Dingen konfrontiert, die es in sich haben.
Man bekommt es mit neuen Wesen zutun, die pures Grauen auslösen.
Man bekommt all die Ängste und auch die Verzweiflung zu spüren.
Die Magie ist allgegenwärtig und flimmert über allem.
Man entdeckt neue Dinge und die Erkenntnisse daraus sind teilweise erschütternd und stürzen hin und wieder in ein Auf und Ab der Gefühle.
Bereits im ersten Band hatte ich schon so meine Vermutungen, diese wurden hier wieder völlig über den Haufen geworfen. Ich war wirklich ehrlich verblüfft von den Wendungen. Damit hätte ich nie gerechnet. Doch es war für mich nachvollziehbar und damit wirklich gut getroffen.
Es gibt einige Überraschungen die positiver aber auch negativer Natur sind.
Man bekommt pures Glück zu spüren und gleichzeitig macht sich auch das Böse bemerkbar.
Die Entwicklungen der Charaktere sowie auch der Handlung sind deutlich zu spüren.
Man merkt es geht vorwärts und man verfolgt voller Spannung den Verlauf.
Nicht nur Sophie hat mich überrascht. Auch Taylors Art , hat mir einiges abverlangt.
Inwieweit ich das begrüße, weiß ich noch nicht.
Alles in allem ist es ein gelungener zweiter Band der Fairies. der sehr gefühlvoll und emotional, aber genauso explosiv und actionreich vonstatten geht. Man bekommt viele Fragen beantwortet und gleichzeitig entstehen sehr viele neue.
Man erfährt mehr über die Hintergründe, was mich vieles verstehen ließ.
Und obwohl die Handlung an sich sehr rasant ist, hat man doch auch diese ruhigen Momente, wo man sinnieren und alles in sich aufnehmen kann.
Auch bekommt man wieder Werte wie Freundschaft, Liebe und Loyalität vor Augen geführt.
Aber es wird auch bewusst, wie verletzlich und auch ein Stück einsam man ist.
Nach wie vor erfährt man auch hier Sophies Perspektive. Ebenso hat es die Autorin wieder geschafft, mich mit ihrem fließenden und sehr gefühlvollen Schreibstil in Atem zu halten.
Dieser Band hat mir zwar nicht ganz so gut wie der erste gefallen, dennoch hat er seinen ganz besonderen Charme und seine Ausstrahlung.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt darauf, wie es weitergeht.

Fazit:
Mit dem zweiten Band der Fairies gelingt der Autorin eine gelungene Fortsetzung, wenn auch nicht ganz so gut wie der erste.
Liebgewonnene Charaktere, eine explosive und dennoch auch ruhige und gefühlvolle Handlung, haben mich komplett in Atem gehalten.
Ich bin schon sehr gespannt auf den dritten Teil.
Wendungsreich, magisch und sehr emotional.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Devil's Daughter. Königreich der Unterwelt

Lilyan C. Wood
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.05.2017
ISBN 9783646300321
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Klappentext bei diesem Buch konnte mich von Anfang an begeistern und somit stürzte ich mich in das Geschehen.
Bereits beim Einstieg begannen jedoch schon meine Probleme. Ich konnte keine richtige Bindung zu dem ganzen aufbauen, was mir zudem auch in der nächsten Zeit nicht gelang.
Der Prolog und auch die ersten Kapitel waren sehr actionreich und offenbarten so einiges.
Es ist sehr komplex , vielleicht lag es daran, das ich zunehmend immer verwirrter wurde.
Es waren einzelne Aspekte die mir Probleme bereiteten und aufgrund dessen ich keinen richtigen Zugang fand.
Ich möchte auch nichts zum Inhalt verraten, da es sonst den Überraschungsmoment nimmt. Denn gleich zu Beginn bekommt man es mit einigem zutun.
Einiges lässt einem die Nackenhaare zu Berge stehen, anderes nimmt man mit Erstaunen auf. Doch unmerklich schleicht sich Gänsehaut auf die Arme.
Zu Beginn hat sich das ganze für mich etwas gezogen. Obwohl der Schreibstil der Autorin doch recht einnehmend war, kam ich immer wieder ins Stolpern.
Erst ab der Mitte wurde es besser für mich und ich kann sagen, das durchhalten hat sich gelohnt.
Denn es gibt einige Wendungen die dem ganzen einen völligen neuen Blickwinkel verschaffen und dem ganzen eine neue Brisanz einräumen.
Nichts ist mehr wie es wahr und die Karten werden völlig neu gemischt.
Die Grundidee dahinter hat mich richtig begeistert.
Engel mal ganz anders. Alles ist düster und unheilvoll. Spürbar legt sich das Grauen über die Menschheit und auch die Atmosphäre passt sich dem an.
Die Welt in der es spielt ist nicht scharz weiß, immer mehr Nuancen kommen zum Vorschein und man entdeckt immer wieder neues.
Wenn man dieses Buch liest muss man wirklich verdammt gut aufpassen, damit einem die Zusammenhänge nicht entgehen. Ich vermute, ich war mit dem ganzen etwas überfordert, was mich doch etwas ins schlingern brachte.
Sehr ausdrucksskräftig waren hingegen die Charaktere für mich. Besonders Lucile und auch Felix mochte ich unheimlich gern. Je mehr ich von Ihnen erfuhr, umso mehr habe ich sie ins Herz geschlossen. Besonders Lucile nimmt hier einen großen Platz ein. Von ihr erfahren wir auch eine der Perspektiven, was sie gleich viel greifbarer gemacht hat. Die emotionale Beziehung zu ihr, kam bei mir am stärksten zum Ausdruck. Sie ist eine sehr verletzliche und sanftmütige Persönlichkeit. Mit der Zeit macht sie eine enorme Entwicklung durch, die ich wirklich erfreut zur Kenntnis genommen habe.
Stärke und Mut sind nur einige der Attribute die sie dazugewinnt und die sie auch brauchen wird.
Denn ihr gesamtes Leben wird auf den Kopf gestellt und verlangt ihr einiges ab.
Sie bekommt es mit Wahrheiten und Erkenntnissen zu tun, die ihr Weltbild teilweise erschüttern, ihr aber auch neue Dinge im Leben dazubringen.
Doch so gut Lucile auch getroffen war, andere nicht minder wichtige Charaktere waren leider etwas blass . Es gab so die ein oder andere Person, bei der man mehr etwas hätte in die Tiefe gehen können.
Neben der ganzen Dunkelheit und dem Grauen, das einem hier begegnet, kommt auch die Liebe nicht zu kurz. was mir wirklich gut gefallen hat. Denn dadurch kam spürbare Leichtigkeit hinein, was so eine Story einfach brauch.
Sie kommt nicht aufbrausend und explosiv , sondern sanftmütig und auf leisen Sohlen, was hier wirklich sehr gut gepasst hat.
Der zweite Teil des Buch war enorm spannend und ich war plötzlich völlig gefesselt.
Kein Stein bleibt dabei auf dem anderen. Es gab jedoch eine Situation wo ich mir gewünscht hätte, man hätte dort noch länger verweilt und dem ganzen mehr Details geschenkt.
Nichtdestotrotz eine wirklich einnehmende Story die zwar anfangs etwas brauch um in Fahrt zu kommen, doch hat man das Ganze erstmal verstanden und verinnerlicht, so kann man alles genießen.
Gänzlich überzeugen konnte es mich leider dennoch nicht. Es war toll für mich es zu lesen, mehr aber auch nicht.
Neben den Kämpfen zwischen Gut und Bösem schafft es die Autoren auch aufzuzeigen wie wichtig Freundschaft und Liebe sind. Man muss sich merklich weiterentwickeln, um sich nicht gänzlich zu verlieren und ein Stückchen gehört auch das Erwachsenwerden dazu.
Aber sie zeigt auch , wie Wut und Verletzlichkeit uns verändern, und völlig umkrempeln.
Gern hätte ich auch mehr über die Gegenseite erfahren, was leider etwas verloren ging.
Dadurch waren sie für mich nur mehr oder weniger als Schemen erkennbar und nicht wirklich greifbar.

Fazit:
Engel und Teufel mal ganz anders.
Eine sehr komplexe Story, die mich gerade zum Anfang sehr verwirrt hat. Man muss dranbleiben um dem ganzen  Herr zu werden.
Die Wendungen waren gut getroffen und die Story entwickelte sich völlig anders, als gedacht.
Leider hat es für mich dennoch nicht gereicht.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

romanze, liebesroman, harter fall weiche landung, unfall, snowboard

Harter Fall Weiche Landung (Die Gravity Reihe 2)

Sarina Bowen
E-Buch Text
Erschienen bei Rennie Road Books, 30.05.2017
ISBN 9781942444398
Genre: Sonstiges

Rezension:

Band 1 der Reihe habe ich verschlungen und habe mich daher unheimlich auf den zweiten gefreut.
Auch dieser hat mich auf ganzer Ebene gefesselt und meine Emotionen ausleben lassen.
Es ist nicht zwingend erforderlich den Vorgänger zu lesen, doch um die Entwicklung der Charaktere mitzuerleben, ist es einfach verständlicher wenn man sie der Reihe nach liest. Die Charaktere tauchen auch immer wieder in den Folgebänden auf.

Bereits der Einstieg hat mir sehr gut gefallen, was auch mit daran liegt, das die Spannung sofort greifbar war. Es war leicht und locker und dennoch hat die Autorin es bereits da verstanden, das ich mich gefühlsmäßig sofort binden konnten.
Es wird auch nicht lange drumherum geredet, sondern man kommt sofort auf den Punkt.
Besonders Hank hat mir gleich zu Beginn einiges abverlangt und es war nicht unbedingt leicht seine Erlebnisse in sich aufzunehmen.
Wie auch schon im Vorgänger, so erhält man auch hier die Sichtweisen von den beiden Protagonisten. Das gefällt mir immer sehr gut, da man sie dadurch sofort recht gut kennenlernen kann und ihre Entwicklung verfolgt.
Beide sind in ihrer Art sehr unterschiedlich und das macht das Ganze auch gleich viel spannender. Die Anziehung ist ab einem gewissem Pukt sofort spürbar und ich war gespannt darauf, was da noch folgen würde.
Ich empfand die Atmosphäre als unheimlich schön und romantisch.
Die Autorin schreibt mit unheimlich viel Gefühl so das man sich der Handlung vollkommen hingeben kann. Es ist ein wunderschöner Sommerroman, der viel Liebe und Freundschaft mitbringt. Aber es werden auch ernste Themen miteingewoben wie z.b. Hanks Unfall. Was das ganze etwas dramatischer macht, aber gleichzeitig auch die Unterschiedlichkeit der beiden Charaktere aufzeigt.
Man hat so seine eigenen Gedankengänge und fragt sich automatisch, wie es ohne diesen Unfall gewesen wäre.
Hanks Entwicklung gerade durch den Unfall hat mir gut gefallen, man hätte aber auch noch mehr in die Tiefe gehen können, so das man gerade seine innere Zerrissenheit und den Kampf mehr in sich aufnehmen und miterleben hätte können.
Das tut der Story aber im allgemeinen keinen Abbruch.
Besonders Callies Weg als Ärztin hat mir gut gefallen. Man konnte ein sehr gutes Gefühl für sie bekommen und verstand mit der Zeit immer mehr, warum sie ist, wie sie ist. Warum sie auf entsprechende Dinge gerade so reagierte , wie sie es tat.
Daneben trifft man auch einige Charaktere aus dem Vorgänger wieder, was mich besonders mit Wärme erfüllt hat.
Auch wenn diese Story für mich nicht allzu viele Überraschungen bereithielt, so habe ich doch jede Sekunde genossen. Man konnte sich wunderbar fallen lassen und einfach alles genießen.
Callie und Hank sind zwei Menschen die unter die Haut gehen und das den Leser auch immer wieder spüren lassen.
Gleichzeitig ist das Ganze mit sehr viel Humor und Charme gespickt, das ich immer wieder grinsen musste. Besonders Bear und Tiny haben mir auch sehr gut gefallen.
Callie und Hank haben es nicht immer einfach und so liegt es auch an Ihnen sich einigen Prüfungen zu stellen, die das Leben ihnen auferlegt hat.
Alles ist nicht einfach und der ein oder andere Konflikt wird sehr gut spürbar. Hin und wieder hat man auch das Gefühl ihnen in den Hintern treten zu wollen, damit sie mal endlich zu Tate schreiten. Besonders Callie hat mich da einiges gekostet.
Die Handlung ist von Anfang bis Ende sehr spannend gehalten und durch den fließenden und lebendigen Schreibstil der Autorin, war ich auch wieder in einem Rutsch durch.
Die Emotionen tanzen Achterbahn, man lacht, liebt und saugt es in sich auf.
Die ganz besonderen Emotionen zwischen den beiden sind mehr als gut spürbar und haben mich immer wieder berührt.
Besonders bei dem Ende musste ich ein paar Tränchen verdrücken. So unheimlich romantisch und dramatisch, das es mich richtig fortgetragen hat.
Schlussendlich hat mir der zweite Band noch besser als der erste gefallen. Vielleicht liegt es an der Leichtigkeit, dem intensiven Prickeln oder aber einfach nur daran, das ich mich an dieser Geschichte vollkommen verlieren konnte.
Ich bin schon unheimlich gespannt auf den Nachfolger und bin gespannt, wann dieser auf deutsch erscheinen wird.

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171 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

spinnen, thriller, horror, ezekiel boone, die brut

Die Brut - Sie sind da

Ezekiel Boone , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783596035533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Klappentext dieses Buches hat mein Interesse unheimlich geweckt. Ich gebe zu, das Cover habe ich erst später in Augenschein genommen, aber finde, es passt einfach perfekt zur gesamten Thematik.
Der Einstieg in das Geschehen fiel mir jedoch gar nicht so leicht.
Das Problem, zu viele Handlungsstränge, zu viele Personen.
Das hat den Effekt, das es den Leser zunächst immens überfordert. Man hat Schwierigkeiten dem ganzen zu folgen. Zudem entsteht die Problematik, das man aufgrund der wirklich vielen Personen zunächst keine emotionale Bindung aufbauen kann.
Der Autor arbeitet hier besonders mit Cliffhangern am Ende der Kapitel, so das man von einem Hoch erstmal in ein Tief fällt. Was mitunter schon etwas zermürbend wird.
Ebenso die Perspektivenwechsel. Denn man muss sich immer wieder neu umgewöhnen und sich an andere Orte begeben. Dadurch wirken die Charaktere leider auch etwas blass. Was ich wirklich echt schade finde. denn einige von Ihnen hätte ich gern näher ergründet.
Nach und nach hat man sich zwar an die ganze Vorgehensweise gewöhnt, muss jedoch verdammt gut aufpassen, daß man ja auch ja mitkommt.
Die ganze Thematik wirkt sofort unheimlich beängstigend und man sieht sich auch zugleich mit den eigenen Ängsten konfrontiert. Was das Ganze umso realer erscheinen lässt.
Es wird greifbarer und man ist dadurch umso entsetzter und fassungsloser.
Denn alles wird so aufgebaut und miteinander verwoben, das man meint es könnte tatsächlich so sein.
Nach und nach gelang es mir auch mich in das Gefühlsleben der Charaktere reinzufühlen. Dabei stellt man schnell fest, welche hierbei immer wieder auftauchen.
Da hätten wir z.b. die Wissenschaftlerin Melanie. Die mich zum Anfang etwas nervte, aber später doch einige interessante Dinge mit einbrachte.
Die ganze Handlung entwickelt ungeahnte Ausmaße und die eigene Fantasie offbart dabei wohin es führen kann und was es damit nach sich zieht.
Das ganze ist wirklich grauenvoll und fördert ein Horrorszenario nach dem nächsten zutage.
Die Wesen an sich fand ich eher faszinierend und interessant, als abstoßend. Was mich wirklich überrascht hat. Aber das liegt vielleicht auch daran, das dabei mit den eher schlimmen Details eher sparsam umgegangen wurde.
Viel wichtiger ist hierbei das Ganze drumherum, die Ermittlunsgarbeit und wie letztendlich alle darauf reagieren.
Was es mit den Menschen macht und was es letztendlich für alle bedeutet.
Was es für Ängste und Qualen bereitet.
Ich empfand es als enorm spannend und konnte das Buch gar nicht zur Seite legen, ich musste unbedingt wissen, was es damit auf sich hat.
Dabei erfährt man nach und nach immer mehr darüber und es gibt einige Wendungen, die das ganze Ausmaß aufzeigen.
Besonders am Schluss, war ich mehr als verblüfft. Denn damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und wieder laufen meine Gedankengänge und mein Kopfkino auf Hochtouren.
Man will eigentlich nicht darüber nachdenken, aber man tut es zwangsläufig doch.
Aufgrund des wirklich stark einnehmenden Schreibstil und der zwar teilweise wissenschaftlichen , aber auch enorm explosiven Handlung, hat es mich wirklich komplett in Atem gehalten.
Ich hab jetzt noch einige Fragen und hoffe, das ich diese im zweiten Band beantwortet bekomme.
Ebenso hoffe ich, das es im Folgeband nicht ganz so viele Handlungsstränge gibt, auch wenn ich dies wirklich gut verstehen und nachvollziehen kann, warum es so ist.
Aber es verwirrt und überfordert einfach teilweise und dadurch kann es leicht langatmig werden.
Schlussendlich wurde hier ein Auftakt geschaffen, der beängstigend wirkt und noch einiges verspricht.

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287 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

verlag fischer, romantasy, jugendroman, liebe, venedig

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf den neuen Roman der Autorin habe ich mich unheimlich gefreut. Alleine das Cover ist schon sehr ausdruckskräftig und lädt etwas zum träumen ein.
Aber auch der Klappentext klang sehr vielversprechend, so das ich es kaum erwarten konnte mit dem lesen zu beginnen.
Die Autorin wartet sofort mit einer etwas düsteren , aber auch sehr traurigen und etwas melancholischen Atmosphäre auf. Was ungemein gut zum Inhalt der Story passt.
Denn hier ist nichts heiter und froh. Die Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit überschattet alles.
Die alles verzehrende Sehnsucht ist fast greifbar.
Denn man bewegt sich in einem Venedig, in dem es zwei Arten von Unsterblichen gibt.
Über diese erfährt man nach und nach immer mehr.
Ich weiß nicht, welche Art ich von ihnen interessanter fand. Beide sind sehr facettenreich gestaltet und es warten einige Überraschungen auf den Leser.
Eine von Ihnen ist Pearl. Pearl wirkt anfangs recht unnahbar, distanziert und unheimlich traurig. Gerade weil sie so war, wie sie war. Wirkte sie auf mich auch sehr glaubhaft. Es hat das Ganze noch sehr gut unterstrichen. Der Hintergrund der einzelnen Personen hat mich dabei wirklich berührt und gezeigt, das Liebe und Mitgefühl sehr kostbar sind und man nicht glauben sollte, alles wäre selbstverständlich.
Sie zeigt uns damit sehr wichtige Dinge im Leben, die uns nicht nur zeichnen , sondern uns auch zu den Menschen machen die wir letztendlich sind.
Die Grundidee hinter dem ganzen fand ich von Anfang an sehr faszinierend.
Was wären wir ohne Liebe?
Wie reagieren wir darauf und was macht es letztendlich mit uns?
Die Handlung an sich schreitet recht schnell voran. Sie geht mit sehr viel Einfühlsamkeit, inneren Konflikten und viel Emotionalität zur Sache. Das mag für manche mitunter vielleicht etwas langatmig wirken. Für mich hat es jedoch gepasst. Sicher hätte man sich hin und wieder gern mehr Tempo gewünscht. Oder den Charakteren gern mal auf die Sprünge geholfen, wenn sie mal wieder zu lange gezögert haben.
Was mich ein bißchen gestört hat, das man von einer besonderen Person recht schnell die Identität erfährt. Das hat dem ganzen ein Stück weit etwas das Geheimnisvolle genommen. Aber dadurch wurde auch die Spannung angezogen und man hat mitgefiebert und mitgezittert.
Toll empfand ich, das man von verschiedenen Personen die Sichtweisen erfährt. dadurch kommt man ihnen menschlich viel näher und kann ihre Handlungen sowie Gedankengänge wirklich gut nachvollziehen.
Pearl und Damien mochte ich persönlich am liebsten, sie haben mein Herz beflügelt. Und besonders Pearl hat mich ihre Verzweiflung und auch ihre Ängste spüren lassen.
Durch den fließenden und lebendigen Schreibstil der Autorin habe ich diese Geschichte wirklich im Nu gelesen. Ich konnte mir alles wirklich gut vorstellen. Die Beschreibungen der Umgebung und auch der Gefühlswelt der Protagonisten waren sehr bildreich und ausdrucksskräftig.
Und dann dachte ich, es gäbe nichts neues mehr zu entdecken.
Und doch wurde ich überrascht, denn besonders im letzten Drittel wurde nochmal alles gegeben.
Das Tempo zog an und die Nerven waren wie Drahtseile gespannt. Ein Showdown der es wirklich in sich hatte.
Neben einer wirklich sehr tiefgründigen und emotionalen Story zeigt sie sehr wichtige Dinge auf.
Schmerz, was er mit uns macht und was wir daraus gewinnen können.
Was uns als Menschen auszeichnet.
Was Verzweiflung und Hoffnung bedeutet.
Wie facettenreich Liebe sein kann und auf welche Arten sie uns begegnet.
Ich mochte diese eher ruhige Story wirklich unheimlich gern und wünsche mir von ganzem Herzen , das es noch weitergeht.

Fazit;
Eine wirklich tiefgründiger und emotionaler Roman, der durch seine traurige und auch etwas düstere Atmosphäre in den Bann zieht.
Die Grundidee und auch das Setting sind toll gewählt und laden zum träumen ein.
Ein einnehmender Roman von dem ich mir sehr eine Fortsetzung wünschen würde.
Wer es gern mal etwas ruhiger, aber dafür einfühlsamer und emotionaler mag, der sollte hier unbedingt zugreifen.

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308 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 115 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, cora carmack, stormheart - die rebellin, sturmjäger

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Voller Vorfreude habe ich mit dem Lesen bei diesem Buch begonnen. Bereits das Cover hat mich sehr neugierig gemacht. Es mag vielleicht etwas kühl und unnahbar wirken, aber ich finde es passt einfach perfekt zu Aurora. Denn so sehe ich sie und so ist sie einfach.
Bereits der Einstieg hat mir unheimlich gut gefallen und ich war vollkommen fasziniert. Was besonders an den Sturmherzen liegt, denn diese haben mich einfach nicht mehr losgelassen. Ich empfand es als sehr gewaltig und beängstigend. Aber zugleich hatte es auch etwas sehr schönes und berührendes an sich. Es lässt sich schwer in Worte fassen. Sobald man einmal von den Sturmherzen erfahren hat, möchte man einfach mehr darüber erfahren. Denn das Ganze ist ziemlich facettenreich gestaltet und man entdeckt im Laufe des Buches noch mehr gefährliches und immer wieder neues.
Es hat mich in einen ziemlichen Strudel aus reinster Magie gezogen.
Denn diese ist hier überall vorhanden.
Man spürt sie, will mehr und dies ganze erleben, in sich aufnehmen.
Aber neben dieser wirklich tollen Grundidee mit den verschiedenen Elementen,hat mich Aurora ziemlich in den Bann geschlagen.
Am Anfang kam sie mir sehr verletzlich vor und ich hatte den Drang sie zu beschützen. Aber im Laufe des Buches macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch, der ich mich nicht verschließen konnte.
Sie ist stark und mutig, aber eben auch sehr verletzlich und emotional. Was eine wirklich tolle Mischung ist, denn dadurch ist sie mir persönlich viel nähergekommen und so ist sie einfach auch greifbarer. Auch ihre Ängste und ihre Verzweiflung waren für mich sehr gut spürbar.
Ich mochte es sehr, wie sie sich entfaltet hat und immer mehr über sich selbst herausfand. Denn das ist ein wichtiger Bestandteil des Ganzen und macht es auch so groß und faszinierend.
Auch über die Hintergründe erfährt man nach und nach immer mehr, was die unterschiedlichsten Gedankengänge hervorruft-
Interessant fand ich hierbei auch, das wir alles von einem personalen Erzähler erfahren. denn so blicken wir durch verschiedene Augen und lernen die unterschiedlichen Personen immer besser kennen. Man begreift was sie antreibt, was sie fühlen, wer sie eigentlich sind.
Aber daneben gibt es noch so unendlich viel verborgenes, geheimnisvolles und man weiß eigentlich nie, was ihr nächster Schritt sein wird.
Das macht die ganze Handlung auch sehr undurchsichtig und spannend. Es geht nicht immer laut und gewaltig zu. Es gibt auch ruhige Momente, in denen sich die zwischenmenschlichen Gefühle entfalten können. Und das brauch es auch. Das lockert das Ganze auf und man kann sich fallen lassen.
Die Grundidee des Ganzen fand ich sehr schön und ist mir bisher so noch nie begegnet.
Es ist faszinierend, das alles zu beobachten und auch seine eigenen Vermutungen und Schlüsse daraus  zu ziehen.
Das Setting empfand ich als etwas düster, unheilvoll und magisch. Es hat mir gefallen, mehr darüber zu erfahren und doch , ist noch nicht alles entdeckt.
Es hat mir Gänsehaut bereitet und einfach die unterschiedlichsten Emotionen entlockt.
Man wird vor einige Prüfungen gestellt und zittert mit den Charakteren mit.
Die Erkenntnisse und Wahrheiten, lassen einem in Sprachlosigkeit verharren.
Man taumelt zwischen Glück und Entsetzen. Ist gefangen bei der ganzen Handlung und möchte einfach alles genießen und sich Zeit lassen.
Denn so ging es mir. Ich wollte nicht, das es endet.
Schlussendlich ein gewaltiger, aber auch ruhiger erster Band mit einigen Überraschungen, der mich wirklich in Atem gehalten hat.
Sehr toll hat mir dabei auch der Schreibstil der Autorin gefallen. Denn dieser ist sehr einnehmend und bildgewaltig, aber auch sehr gefühlvoll und fließend.
Ich bin schon wahnsinnig gespannt wie es im zweiten Band weitergeht.

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57 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, münchen, duft, florenz, familie

Die Galerie der Düfte

Julia Fischer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2017
ISBN 9783426653845
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Galerie der Düfte ist ein ganz besonders zartfühlender und zerbrechlicher Roman der von der Liebe erzählt und das in all ihren Facetten, die sich hier bieten.
Ich bin eingetaucht in diese wundervolle Geschichte und bereits nach den ersten Zeilen begann ich mich nach und nach darin zu verlieren.
Es hat viel von Poesie und es duftet himmlisch. Was an den mehr als wundervollen und detaillreichen Beschreibungen liegt. Es ist ein Gefühl wie warmer Sommerregen auf der Haut und man spürt es einfach mit jeder Faser seines Herzens.
Es ist intensiv und nimmt mit jeder Zeile mehr mit.
Was mir besonders gut gefallen hat, wir erfahren es aus der dritten Perspektiven. Was es mir enorm leicht machte, die verschiedenen Charaktere kennenzulernen. Sie sind tiefgründig und lebendig gestaltet und das brachte sie meinem Herzen immer näher.
Aber sie sind auch sehr authentisch und haben mich mit ihrer Art immer mehr in den Bann gezogen. Sie sind nicht perfekt und gerade dieser Umstand brachte sie mir auch zum greifen nah.
Johanna ist eine ganz bezaubernde Person und nimmt viel Raum ein.Sie ist eine junge Frau die von der Liebe träumt und sich bei den Düften zuhause fühlt. Sie reist in eine Welt der Düfte und verliert ihr Herz. Doch man kann sein Herz auf viele Arten verlieren, das wird hier mehr als deutlich.
Eine Reise nimmt ihren Verlauf, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.
Aber nicht nur ihres. Die Charaktere die mit ihr verwoben sind, haben einen ganz besonderen Anteil daran.
Es wird von vielen Höhen und Tiefen, Erkenntnissen und Wahrheiten begleitet die nicht nur die Charaktere vor Entscheidungen und Prüfungen stellten.
Ich war unheimlich berührt von dem ganzen Wandel, der Intensität und auch den Familiengeschichten. Dadurch das man immer mehr darüber erfährt, kann man dies auch immer besser nachvollziehen und sich reinfühlen.
Aber es brachte auch die eigenen Gedankengänge auf Hochtouren.
Das ganze ist sehr zerbrechlich und zärtlich und kommt auf sehr sanftmütige und auch melancholische Weise daher. Die Handlung ist dabei sehr abwechslungsreich gestaltet und hat mich glücklich und traurig zugleich gemacht.
Ich habe gezittert, gelitten, gehofft und geliebt. Ich wollte das dieser eine ganz besondere Mensch sein Glück findet. Doch meine Geduld und meine Nerven wurden enorm auf die Probe gestellt.
Es hat mich jedes Mal zerrissen , wenn wieder eine Chance vertan war und und ich  immer weiter leiden musste.
Die Autorin hat so eine wundervolle und bildgewaltige Art und Weise alles zu beschreiben, das ich am liebsten meine Koffer gepackt hätte und sofort losgereist wäre.
In das Land der Düfte, der Liebe und der Hoffnung.
Dieser Roman ist vielleicht in seiner Handlung nichts besonderes, aber es umgibt ihn ein ganz besonderer Zauber, der mich nach und nach immer mehr gefesselt und in den Bann gezogen hat.
Ich hätte teilweise wirklich vor Freude, vor Trauer und vor Rührung weinen können. Es ist ein Roman der mir so viel offenbart hat.
Er hat mir viel gegeben und mich fast schweben lassen.
Er ließ sich mit so viel Leichtigkeit und Gefühl lesen, das ich mich wirklich darin verloren habe und teilweise wirklich dachte, ich würde träumen.
Es gab einige Überraschungen und Wendungen die ich so nicht erwartet hätte, die mich teilweise wirklich sprachlos und entsetzt dasitzen ließen.
Ich hab nur gedacht, das sie mir das jetzt nicht antun kann und doch musste ich durch alle Höhen und Tiefen hindurch.
Ich musste mehr als einmal den Atem anhalten, weil es so viel gab, was man verarbeiten muss.
Es ist ein Roman der, der Liebe nochmal eine völlig neue Bedeutung verleiht, bei dem man sich wohlfühlen und fallen lassen kann. Der von Träumen und diesen ganz besonderen Schicksalsmomenten erzählt.
Es geht um Liebe und Freundschaft, der Kraft sich selbst zu finden und zu entdecken und zu erkennen, das alles im Leben seine Fügung hat.
Jetzt am Ende ist es wirklich schwer Abschied zu nehmen. Denn dieser Roman hat es wirklich geschafft mich auf einer Woge des Glücks gleiten zu lassen. Ich habe es wirklich so sehr geliebt, das es jetzt umso schwerer ist.
Die Düfte, die Poesie und die Zärtlichkeit des ganzen werden mich so schnell nicht loslassen.
Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Roman der Autorin.

Fazit:
Mit "Die Galerie der Düfte" hat Julia Fischer etwas ganz besonderes geschaffen.
Es ist Liebe auf den ersten Blick, Glück und Traurigkeit zugleich.
Zärtlich, zerbrechlich und voller Überraschungen.
Voller Hoffnungen, Träume und Wünsche.
Dieser Roman duftet und entführt uns in eine Welt die traumhaft und malerisch zugleich ist.
Ich war so unheimlich berührt, gefangen und emotional gefesselt.
Ein Roman in dem man sich verliert und nicht mehr daraus auftauchen möchte.

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ally taylor, new york diaries, new york, tagebuch, liebe

New York Diaries - Phoebe

Ally Taylor
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426519417
Genre: Liebesromane

Rezension:

Und sie hat es wieder getan.
Ich weiß nicht wie sie es tut, aber sie schafft es immer wieder mich komplett und ohne Wenn und Aber in ihre Geschichten hineinzuziehen, das es einfach kein Halten mehr gibt.
Es zeugt von großem schriftstellerischen Talent solche Emotionen in einem Leser hervorzurufen und das sagt eigentlich schon alles.
Die bisherigen Bände der New York Diaries habe ich verschlungen und doch muss ich sagen, dieser ist anders.
Er schmeckt nach Sehnsucht, nach Hoffnung, nach Schokolade, Losgelöst sein.
Er verspricht Träume und Liebe, Glück und diese ganz besonderen prickelnden Momente.
Ich mag Phoebe, nein ich liebe sie von ganzem Herzen. Sie ist echt, erfrischend und unverfälscht. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sie zeigt sich in ihrer wahren Größe, mit all ihren Macken. Und ja, genau das liebe ich. Und ich liebe es, das Phoebe zu mir als Leser spricht. Das gibt dem ganzen eine persönliche Note und ich fühle mich als ein Teil von dem Ganzen.
Auch den männlichen Gegenpart David mag ich unheimlich gern. Er spricht zwar nicht zu mir, aber auch seine Perspektive erfahren wir. Er hat mich auf einer ganz besonderen Ebene berührt. Es ist diese Verletzlichkeit, die Hoffnung, aber auch seine Suche nach Glück und Vollkommenheit. Auch er verfügt über einige Ecken und Kanten. Wie denn auch nicht? Niemand will perfekt sein und niemand ist es. Das ist Fakt und so soll es auch sein.
Wie ich schon sagte, diese Geschichte ist anders.
Zwei Menschen die sich nie zuvor gesehen haben, sich aber auf der seelischen Ebene kennenlernen.
Das gibt es nicht, wird man denken.
Oh doch  das gibt es.
Wir sind in New York. In der Stadt, in der einfach alles möglich ist.
Ein Märchen, eine Fantasie oder gar ein Traum.
Ich nenn es ganz einfach Realität.
Es ist eine so wahnsinnig schöne, berührende und facettenreiche Story, das es mich umgehauen hat.
Es trägt viel Sehnsucht und Romantik in sich. Teilweise hatte ich mal wieder das Gefühl zu schweben. Aber diese Story ist so erfrischend, so anders, das man sie einfach lieben muss.
Ich hab so oft gelacht, ja Tränen gelacht und zwar zusammen mit David.   Es war unglaublich witzig, charmant und einfach so unglaublich echt.
Ich mochte diese beiden Menschen so unheimlich gern. Aber nicht nur das was sie sind, sondern auch das was sie ausmacht. Im Laufe des Buches dringt man immer weiter in ihr Leben ein, begreift was sie antreibt, wie sie denken und fühlen. Was man sieht und entdeckt, gefällt. Es ist spritzig, aber auch etwas sanftmütig. Während Phoebe mit vollem Elan in mein Leben stürmte, so tat David dies ganz leise. Zwei so unterschiedliche Charaktere, die sich auf einer gewissen Ebene immer näherkommen.
Und man möchte nur eins, das sie sich finden.
Ich hab dies so herbeigesehnt und gehofft und gebangt.
Und während ich einen wahren Gefühlssturm erlitten habe, wurde mir eins klar. Alles kommt , wie es kommen muss.
Alles im Leben hat seinen Sinn, so auch die vertauschten Koffer.
Es ist keine Begegnung wie sie normalerweise vorkommt, aber genau das macht sie so spannend und so besonders. Es gibt sehr viele ruhige aber doch auch spannende Momente, die man einfach genießt und in sich aufnimmt. Ich hab mich immer wieder dabei ertappt, das ich nicht wollte das sie endet.
Denn sie hat mich glücklich gemacht, mir ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert und mich träumen lassen.
Liebe. davon träumen wir schließlich alle.
Vollkommenheit, Seelenverwandtschaft, das perfekte Gegenstück.
Doch ist es bei diesen beiden Menschen der Fall?
Findet es heraus.
Und während ich wieder dachte, es wäre vorhersehbar und einfach gestrickt. So wurde ich doch wieder eines besseren belehrt. Wunderschöne aber auch tragende Momente die man nicht kommen sieht, die aber wirklich gut hineinpassen.
Es war kein Roman der mich geschmerzt hat. Dieses Mal nicht. Er ist leicht und locker und schafft es dabei einfach wundervolle Momente zu bescheren, die mal nicht von Schwere belastet sind.
Aber ist das authentisch, wird man sich fragen. Ja vielleicht geht es darum gerade nicht. Viel mehr geht es darum, was man fühlt, was man an seinen Erfahrungen mitnimmt und das manchmal vielleicht auch unmögliches, möglich wird.
Ich hab es so sehr genossen und bin jetzt auch etwas traurig, das ich diese beiden zauberhaften Menschen verlassen muss.
Aber nicht nur Phoebe und David mochte ich so unheimlich gern. Wir treffen auch alte Berkannte wieder und der ein oder andere, der neu dazustößt, punktet mit Sympathie oder eben nicht.
Es ist eine Geschichte voller Leben, Liebe und Freundschaft.
Auch hier bin ich dank des fließenden und bildgewaltigen Schreibstil der Autorin wieder durchgerast. Sie legt wieder sehr viel Gefühl zwischen die Zeilen und das spürt man einfach.
Danke für diesen wunderschönen Roman, der mir wieder gezeigt hat, das einfach alles möglich ist.

Fazit:
Mit dem dritten Band der New York Diaries hat Ally Taylor sich mal wieder selbst übertroffen.
Es ist echt, unverfälsch und voller Sehnsucht, Träume und Hoffnungen.
David und Phoebe ihr seid einfach mein Traumpaar schlechthin, wie denn auch nicht?
Sie sind erfrischend, humorvoll, sanftmütig und ergänzen sich auf perfekte Art und Weise.
Eine ungewöhnliche Lovestory in der Stadt, in der alles möglich ist.
Berührend, witzig und voller Charme.
Ich bin absolut hingerissen, bewegt und ein Lächeln auf meinen Lippen  beweist dies.

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irland, familie, geheimnis, liebe, auktion

Ein Sommer in Irland

Ricarda Martin
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2016
ISBN 9783426518038
Genre: Romane

Rezension:

Als ich damals "Das Lied der Lüge" von Ricarda Martin gelesen habe, war ich vollkommen begeistert von ihrer großartigen Art zu schreiben. Ich wusste, es würde nicht mein einziges Buch von ihr bleiben und jetzt war es wieder soweit.
"Ein Sommer in Irland" klingt auf den ersten Blick sehr sehnsuchtsvoll und auch romantisch. Doch das Ganze ist viel mehr und viel Größer, als man  zunächst annimmt.
Zunächst war ich wirklich total gefesselt von Caroline. Gerade wie sie ihr Leben bestreitet als alleinerziehende Mutter mit einer 16jährigen Tochter. Ich denke, der ein oder andere wird sich in ihr wiederfinden. Gerade am Anfang hätte ich da wirklich regelmäßig an die Decke gehen können und hätte Caroline am liebsten meine Arme um die Schultern gelegt, um ihr Trost zu spenden.
Den Drahtseilakt den sie leistet ist weiß Gott nicht einfach und sie hat immer wieder aufs neue zu kämpfen. Aber Caroline ist eine sehr starke Frau, was sie im Laufe des Buches immer mehr unter Beweis stellt.
Denn das, was es für sie bereithält wird ihr komplettes Leben auf den Kopf stellen.
Die Autorin führt uns, wie schon der Titel verrät nach Irland. Was für ein großartiges Land. Aber es ist auch ein Land mit strengem Glauben und ungeahnten Weiten. Irland hat eine Geschichte und über diese erhält man hier einen sehr guten Einblick.
Der Autorin gelingt es einfach sehr eindrucksvoll sowohl auf die Geschichte Irlands rund um die Zeit 1900, als auch eine wunderschöne und auch sehr bewegende Lebensgeschichte einer jungen Frau zu offenbaren.
Ich kann nicht sagen, was mich mehr gefesselt hat. Es war die Geschichte von Caroline die auf ihren irischen Wurzeln wandelt und so manch fassungslose und auch bewegende Erlebnisse sammelt.
Aber auch die Geschichte von Amy hat mich ungeheuer bewegt. Von der ersten Zeile an, musste ich unbedingt mehr darüber erfahren. Es hat mich von Anfang an zutiefst erschüttert und enorm in den Bann gezogen.
Dabei wandeln wir auf verschiedenen Zeitebenen.  In der Vergangenheit und in der Gegenwart.
Dabei wird alles aus der Sicht der dritten Person erzählt, was mir gerade hier besonders gut gefallen hat. Zumeist begleitet man jedoch Carolin und auch Amy.
Zwei sehr unterschiedliche Frauen, die jeweils eine sehr facettenreiche Geschichte zu erzählen haben. Auch über die Hintergründe erfährt man sehr viel, was uns dem ganzen noch viel näherbringt.
Ich weiß nicht wie es geschah, aber irgendwann habe ich einfach alles andere ausgeblendet und habe mich in dieser Geschichte verloren.
Eine bewegende Geschichte die mir den Atem geraubt hat. Die mir gezeigt hat, wie es damals zuging. Man möchte wirklich so oft eingreifen und helfen, beschützen. Es gibt so viel Dinge die mich wirklich entsetzt und sprachlos gemacht haben, daß ich es kaum in Worte fassen kann.
Sie macht dabei auf sehr wichtige Themen aufmerksam. Die damals verwerflich waren und es teilweise auch heute noch sind. Bei denen man wegsieht, um es auf diese Weise nicht existent zu machen.
Aber es ist auch die Geschichte eines geheimnisumwitterten Schlosses. Das mich wirklich viele Nerven gekostet hat. Ich musste unbedingt wissen, was es damit auf sich hat und auch mit den Menschen die mit diesem verwoben sind.
Immer mehr kommt man alten Geheimnissen auf die Spur. Taucht ein in die Abgründe der menschlichen Seele und es zerreißt einem einfach nur das Herz.
Ich hab so sehr gelitten, das es fast nicht zum aushalten war.
Ich hab gebangt, gehofft und einfach mitgefiebert.
Die Entwicklungen der Charaktere und auch der Geschichte waren für mich mehr als gut spürbar. Einige haben mir ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert, andere haben in mir nur Abneigung hervorgerufen.
Es ist eine Familiengeschichte voller Traurigkeit und Leid. Die Verzweiflung und die Ängste kann man mit jeder Zeile fühlen.
Aber es ist auch eine Geschichte über die Liebe. Aber nicht so wie man vielleicht erwarten würde. Sie ist zerbrechlich und man muss immer wieder kämpfen. Sie zeigt das es mehr gibt, als man zunächst annimmt. Und das macht es auch sehr echt und so wertvoll.
Ricarda Martin hat dabei eine so lebendige und gefühlvolle Art alles zu beschreiben, daß ich mir alles wirklich gut vorstellen konnte. Die Handlungen und auch die Gedankengänge waren für mich jederzeit gut nachvollziehbar gestaltet. Der fließende und stark einnehmende Schreibstil macht es leicht, sich diesem Buch restlos hinzugeben.
Man erlebt so viel und erfährt dabei unglaubliches.
Es war an keiner Stelle vorhersehbar. Bis zuletzt hat es die Autorin geschafft mich mit ihren Wendungen zu überraschen und vollkommen fassungslos dasitzen zu lassen.
Ich hätte zwar am Ende noch die ein oder andere Frage gehabt, aber für die Geschichte wurde alles erzählt.
Schlussendlich ist es ein ganz besonderer Roman , voller Tragik und Dramatik, der extrem berührt und darüber hinaus noch sehr viel über die Geschichte Irlands erzählt.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf ihren nächsten Roman.
Ganz großes Kino.

Fazit:
Mit "Ein Sommer in Irland" hat die Autorin etwas sehr bewegendes, komplexes und absolut gewaltiges aufs Papier gebracht.
Es ist die Geschichte einer großartigen Frau und einer zutiefst bewegenden Lebensgeschichte, aber es ist auch die Geschichte Irlands, auf die man hier einen näheren und sehr eindrucksvollen Einblick erhält.
Er tut weh, er berührt und entsetzt gleichermaßen.
Er ist emotional, geheimnisvoll und voller Wendungen.

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211 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, freundschaft, dani atkins, familie, intensivstation

Der Klang deines Lächelns

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426519356
Genre: Romane

Rezension:

Bereits in ihren ersten beiden Romanen bewies die Autorin das sie auf unheimlich packende und dramatische Art und Weise schreiben kann, das es einem schier das Herz zerreißt.
Daher habe ich wirklich jedes Mal richtig Angst wenn ich einen ihrer Romane zur Hand nehmen. Es macht mir Angst, das ich dem ganzen nicht gewachsen bin, das ich es nicht bewältigen kann.
Doch ich spürte jetzt einfach, es ist die Zeit für ihren neuen Roman gekommen.
Es hat mich zu ihm hingezogen und mich danach greifen lassen.
Zuallererst muss ich wirklich darauf aufmerksam machen, daß man Taschentücher bereithalten sollte. Denn bereits nach nur wenigen Seiten habe ich geheult wie ein Schlosshund.
Es ist schwer zu beschreiben was man empfindet.
Man fühlt sich glücklich, losgelöst, aber zugleich auch unheimlich traurig und man hat das Gefühl es würde einem das Herz zerreißen.
In diesem großartigen Roman treten wieder ganz außergewöhnliche Menschen in unser Leben. Sie haben mich wirklich von der allerersten Seite berührt und waren fortan nicht mehr wegzudenken.
Doch den größten Anteil an diesem Roman haben Charlotte und Ally, aus deren Perspektive wir auch alles erfahren.
Zwei wirklich sehr ausdrucksstarke Persönlichkeiten, die vollkommen verschieden in ihren Wesenzügen sind. Die aber eins gemeinsam haben, sie schleichen sich merklich in unser Herz.
Ally ist mir ganz besonders ans Herz gewachsen. Ich hab sie von der ersten Sekunde an geliebt. Ich habe sie in Gedanken im Arm gehalten, sie getröstet, mit ihr geliebt und gelacht. Ich hab mit ihr geweint und die tiefe Verzweiflung geteilt.
Den Menschen denen man hier begegnet sind sehr lebendig und authentisch gehalten. Man hat das Gefühl, man könnte sie an der nächsten Ecken wiedertreffen.
Sie haben Ecken und Kanten, lernen auf ihrem Lebensweg immer mehr dazu. Sie haben Schmerz und Leid zu bewältigen und stehen mehr als einmal vor einer schwierigen Entscheidung.
Entscheidungen die uns ständig Prüfungen auferlegen.
Trifft man die richtige Entscheidung?
Das ist nicht immer leicht zu beantworten. Das Herz entscheidet und man hat tief drinnen das Gefühl, es ist richtig.
Wenn ich sage diese tiefgründige und mehr als berührende Story lebt, so meine ich das wirklich so. Denn man fühlt das Ganze mehr als das man es liest.
Man nimmt es mit dem Herzen auf.
Leidet, zittert, ist am Ende und die Tränen fließen einfach nur noch.
Ich kam irgendwann an einem Punkt an, wo ich das Buch wirklich zur Seite legen musste. Einerseits weil ich wirklich vor Tränen nichts mehr gesehen habe. Aber andererseits auch, weil man erstmal alles verinnerlichen, akzeptieren und verarbeiten muss.
Für die Seele ist es nicht leicht,man hat mehr als einmal mit sich selbst zu kämpfen. Es hat mich enorm gefordert und man gerät leicht an seine emotionalen Grenzen.
Die Thematik die hier zugrunde liegt ist schwierig und sicher nicht leicht umzusetzen, aber Dani Atkins hat es auf eine wundersame gefühlvolle Art und Weise geschafft, dies gekonnt umzusetzen und dem ganzen noch mehr zu geben.
Zwei Frauen deren Wege sich immer wieder kreuzen. Schicksale die miteinander verwoben werden.
Schmerz und Qual findet kein Ende und man fragt sich irgendwann, warum das alles.
Warum geschieht das mir?
Warum nicht anderen?
Es ist eine Geschichte die sehr tragisch und dramatisch ist, die aber auch sehr viel aufzeigt.
Es geht um Freundschaft, die mehr ist, als man meint.
Um Liebe, die sich in all ihren Facetten offenbart.
Vergebung und Verluste, die zum Leben dazugehören und die auch unsere eigentliche Entwicklung ausmachen.
Es ist ein Buch das mich nicht nur unsagbar berührt hat, es hat mich auch nachdenklich gestimmt und einfach auch über das Leben sinnieren lassen.
Man hat das gefühl, alles intensiver erleben zu wollen.
Schlussendlich muss ich wirklich sagen, das ich diese Geschichte wirklich sehr geliebt habe. Allen voran durch Ally. Eine bemerkenswerte Frau, die mir unheimlich viel gegeben hat. Aber auch Charlotte zu der ich erst nach und nach Zugang fand, hat ihren Teil dazu beigetragen.
Zu Joe muss ich nicht viel sagen, er hat mein Herz erobert.
Die Hintergründe haben mich wirklich bewegt und ordentlich in Atem gehalten.
Dabei muss ich dazu sagen, das man immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und herpendelt. Was auch gut ist, denn so kann man alles sehr gut verstehen und die einzelnen Handlungen besser nachvollziehen.
Der Schreibtstil der Autorin ist wie gewohnt sehr fließend und gefühlvoll. Alleine dieser Umstand hat mir schon Tränen in die Augen getrieben.
Besonders das letzte Drittel des Buches hat mir enorm zugesetzt. Vor allem weil ich plötzlich begriffen habe worauf es hinauszielt. Was mein Herz nur noch mehr in seine Einzelteile zerlegt hat.
Eine Geschichte bei der nichts mehr danach ist ,wie es vorher vor.

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200 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

fantasy, liebe, katja ammon, basel, herz aus gold und asche

Herz aus Gold und Asche

Katja Ammon
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.07.2016
ISBN 9783522505321
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In diese magische und sehr gefühlvolle Geschichte habe ich mich auf Anhieb verliebt. Was nicht nur an dem Cover liegt, was wirklich sehr schön gestaltet ist. Auch der Titel passt einfach perfekt zur Story. Sehr charakteristisch sind auch die kleinen Blätter die auf jeder Seite widerzufinden sind. Das hat das ganze perfekt unterstrichen und ihm zugleich mehr Leben eingehaucht.
Es ist nicht nur ein Buch das gehörig in den Bann zieht. Es ist eine Geschichte die deshalb so gut ist, weil man sie quasi zusammen mit den Charakteren erlebt.
Diese sind sehr abwechlsungsreich und sehr liebevoll gestaltet.
Besonders Elin ging mir besonders nahe. Sie ist eine wahnsinnig berührende Persönlichkeit, die mir wirklich unter die Haut gegangen ist. Ihr Leben ist nicht einfach. Um ehrlich zu sein hat sie mit ziemlich viel Schmerz und Verzweiflung zu kämpfen. Man spürt die Traurigkeit die sie umgibt, aber gleichzeitig merkt man ihr auch ihre Stärke an. Und nicht zu vergessen die Hoffnung die sie niemals verliert. Das darf sie auch nicht, denn es würde sie zerbrechen und vollends zerstören.
Als ich ihre Geschichte erfuhr über dessen Hintergrund man nach und nach immer mehr erfährt, hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich war sofort in Alarmbereitschaft versetzt und meine Gedankengänge liefen auf Hochtouren.
Ich habe alles doppelt und dreifach auseinandergenommen und überall Schatten gesehen. Ich wollte nur das Beste für Elin und vor allem, das sie den richtigen Weg einschlägt.
Doch natürlich ist das mit vielen Hindernissen und auch Erkenntnissen behaftet, die ihre Welt aus den Angeln hebt.
Sie sieht sich mit Dingen konfrontiert, die ihr Weltbild erschüttert und ihre eine völlig neue Welt offenbart.
Was ist richtig und was ist falsch?
Gar nicht leicht auszumachen und die  dunklen Geheimnisse schweben zwischen allem.
Elin muss ihren eigen Weg finden um die Dämonen zu vertreiben und auch die Wahrheit zu finden.
Wir erfahren alles überwiegend aus Elins Sicht, was ihr mehr Raum und Tiefe schenkt.
Aber nicht nur Elin macht diese Geschichte zu etwas ganz besonderem.
Es ist diese andere Welt die Magie hervorbringt, die man bis in jede Faser seines Seins spürt. Sie lässt uns das Ganze intensiver und farbenfroher wahrnehmen und der eigenen Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Und natürlich darf auch eine zarte und sehr gefühlvolle sowie prickelnde Liebesgeschichte nicht fehlen. Ich hab mich so wohl gefühlt da mittendrin. Man vergisst Zeit und Raum und genießt einfach nur.
Durch den sehr lebendigen und fließenden Schreibstil der Autorin bin ich quasi durch das Buch geflogen. Es hat mich völlig gefesselt und es war nicht mehr daran zu denken, das Buch zur Seite zu legen.
Die Grundidee gefiel mir richtig gut und wurde auch sehr gut umgesetzt. Sie hat mich dabei in eine Welt entführt, die allerlei verschiedenes verkörpert. Die Charaktere sind dabei sehr abwechslungsreich gestaltet. Die Beschreibungen waren dabei wirklich so wunderschön, das ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.
Es gab humorvolle, schmerzvolle und tragische Momente, die mich wirklich mitgenommen haben.
Besonders Nico hat mich bewegt, einfach weil er ein ganz besonderer Junge ist und das auch in seinem Handeln sehr gut aufzeigt.
Aber zwischen all den schönen und verheißungsvollen Momenten, gibt es auch viel abgründiges zu beobachten. Die Kälte und die Gier hat mich wirklich entsetzt und begreifen lassen, was in diesen Menschen vor sich geht. Das heißt aber noch lange nicht, das man es versteht.
Es ist wie einmal Hölle und zurück und das mit ganz viel Dramatik und Action bestückt.
Kaum hat man das eine verarbeitet, wartet schon die nächste Hürde auf einen.
Ich hab unsäglich mit Elin und auch mit Esra mitgefiebert.
Das Adrenalin tobte durch meine Adern und ich wollte einfach nur, das alles einen guten Ausgang findet.
Besonders das letzte Drittel hatte es nochmal komplett in sich.
Schlussendlich hat die Autorin hier einen Roman zu Papier gebracht der nicht nur von Tragik und Liebe spricht, er lebt auch durch seine Charaktere und dadurch wird das Ganze besonders.
Das Setting ist einfach nur sehr magisch und man kann sich vollends fallen lassen.
Es geht um Freundschaft, um Liebe, um Vergangenheit und um die Zukunft.
Aber es geht auch darum nie aufzugeben, sich allem zu stellen und dabei auch mehr über sich selbst herauszufinden. Ein Buch das viele Grenzen aufzeigt, aber ebenso viele auch setzt.
Sehr bewegend, sehr traurig und sehr einnehmend.
So schnell habe ich noch nie ein Buch gelesen und bin von vorne bis hinten komplett hingerissen und überzeugt.
Ich bin sehr gespannt darauf, was die Autorin als nächstes zaubert.

Fazit:
Mit diesem sehr gefühlvollen, etwas traurigen und sehr magischen Roman ist der Autorin etwas ganz besonderes gelungen.
Es lebt, man ist ein Teil davon und besteht all die Hürden zusammen mit Elin und Esra.
Ein Roman der mich mit jeder Zeile mehr fasziniert und mitgenommen hat.
Bewegend, abgründig und voller Offenbarungen.

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317 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

schattendiebin, fantasy, hexen, jugendbuch, catherine egan

Schattendiebin – Die verborgene Gabe

Catherine Egan , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401475
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Auftakt dieser Reihe lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Um ehrlich zu sein, hat er mir doch immer mal wieder Probleme bereitet.
Positiv zu werten ist, das es sich wirklich angenehm und fließend lesen ließ.
Man erfährt alles aus der Sicht der Protagonistin Julia. Man sollte ja annehmen, daß man sich ihr dadurch auch emotional nähern kann. Leider war das bei mir erst spät der Fall. Was ich wirklich als schade empfand. Sie ist eine doch recht interessante Persönlichkeit . Vor allem ihre Gabe hat mich enorm fasziniert. Es gab die ein oder andere Stelle, da hätte man gerade diesbezüglich mehr in die Tiefe gehen können. Nichtsdestotrotz hab ich es jedesmal genossen, wenn sie sich mal wieder unsichtbar gemacht hat. Was wirklich angenehm für mich war. Das so eine Gabe aber nicht nur Segen ist, muss Julia schon bald feststellen.
Schlecht, wenn es bei den falschen Leuten passiert.
Gerade ihre Arbeit als Spionin glänzt sehr durch Details, was den Ablauf leicht verfolgen lässt.
Es gibt viele Geheimnisse, Hindernisse und oft weiß man nicht , womit man wirklich konfrontiert wird.
Es gibt aber auch viel ruhige Momente, wo man seinen eigenen Gedankengängen nachhängen kann.
Es treten sehr interessante und facettenreiche Charaktere ins Geschehen. Dabei sind sie alle recht abwechslungsreich gestaltet. Von einigen von ihnen hätte ich auch gern noch mehr erfahren. Doch es war, als gäbe es eine Mauer, dadurch konnte ich sie nicht vollends ergründen.
Doch es wird klar, wer wichtig ist und wer nicht. Was dem ganzen doch auch etwas Brisanz und Spannung verschafft hat.
Gut haben mir auch die leichten Thriller Elemente gefallen, die sich für mich aber nicht völlig entfalten konnten.
Die Handlung ist recht komplex und man braucht etwas, bis man vollends den Überblick hat. Gerade am Anfang hat es sich für mich leider auch etwas gezogen. Erschwerend war zu Beginn, das man einfach mitten ins Geschehen geowrfen wurde.
Dafür wurde am Ende jedoch nochmal richtig angezogen. Denn da wurde es nochmal richtig explosiv und auch die kalte und abgründige Seite wurde nochmal richtig gut spürbar.
Die Magie die über allem schwebte konnte ich gut fühlen, gern hätte man dies auch noch mehr ausbauen können.
Hexen spielen in diesem historischen Roman eine große Rolle,darüber und auch über die Hintergründe erfährt man nach und nach immer mehr.
Auch die einzelnen Verbindungen wurden für mich nachvollziehbar in Szene gesetzt.
Einzig die komplizierte Beziehung zwischen Julia und Wyn konnte ich nicht wirklich greifen, da sie vielleicht auch etwas zu blass gehalten wurde.
Schlussendlich ist es zwar ein Auftakt der mich fesseln konnte, doch so richtig überzeugt bin ich noch nicht, was aber vielleicht auch mit daran liegt, das mir der emotionale Teil zu wenig durchkam. Auch das Julia in ihrem Handeln und Denken etwas eigen war, hat nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen und einen leicht bitteren Geschmack zurückgelassen.
Dennoch sehe ich Potenzial, das sich hoffentlich im nächsten Band noch mehr entfalten kann.
Sehr gut hat mir die Gestaltung gefallen. Denn ohne den Umschlag sieht das Buch fast noch besser aus  als mit.

Fazit:
Der Auftakt der Schattendiebin Reihe verfügt über eine interessante Grundidee mit enorm Potenzial.
Es konnte mich fesseln und faszinieren, dennoch gab es einige Punkte die mich zwiegespalten zurückgelassen haben.
Ein historisches Jugendbuch das über viel Spannung und Magie verfügt und recht komplex gehalten ist.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

psychiatrie, feuer;

Feuerschwester

Emiko Jean , Britta Keil
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Feuerschwester ist ein sehr düsteres und drückendes Buch, das volle Konzentration erfordert. Besonders die dunkle und unheilvolle, aber auch irgendwie hoffnungslose Atmosphäre hat mir enorm zu schaffen gemacht. Ich empfand es als etwas langatmig, aber zugleich hat es auch sehr für sich eingenommen. Irgendwie konnte ich es nicht zur Seite legen, da ich unbedingt wissen musste, was es mit dem ganzen auf sich hat.
Hierbei erfahren wir die Perspektive von Alice. Einer an sich sehr interessanten Persönlichkeit, die doch ziemlich facettenreich gehalten ist. Sie hat eine Vergangenheit die nicht leicht zu verarbeiten ist. Sie trägt viel Schmerz, Schuld und Qual in sich. Man fragt sich automatisch jedes Mal, wann wohl alles aus ihr herausbrechen wird. Denn das, daß ganze recht explosiv ist, wird immer mehr spürbar.
Je mehr man über Alice erfährt, umso mehr bindet man sich emotional an sie.
Man möchte ein wenig Hoffnung schöpfen und doch ist da nichts, womit man arbeiten kann.
Ich hab mich immer wieder gefragt, was es wirklich mit den Schwestern auf sich hat.
Was bei diesem Feuer wirklich geschehen ist und auch was es mit Jason auf sich hat.
Hat sie ihn tatsächlich geliebt oder steckt etwas vollkommen anderes dahinter.
Nach und nach erfährt man immer mehr über sie und ihre Vergangenheit, was dem ganzen nur noch mehr Ausdruckskraft verleiht.
Langsam begann ich zu ahnen, worauf es hinauszielt und es schnürte sich mir langsam der Hals zu.
So viel Dunkelheit, Geheimnisse und ein Mensch, der all das in sich trägt.
Wer ist Gut und wer ist Böse?
Dadurch das man in der Gegenwart und anhand von Tagebucheinträgen in der Vergangenheit hin und herspringt, kann man sich das Ganze auch sehr gut vorstellen.
Man begreift, verinnerlicht und ist zugleich maßlos geschockt. Aber gleichzeitig kann man das Ganze auch gut nachvollziehen.
Ich empfand das Leben in der psychiatrischen Anstalt sehr realistisch, aber auch beängstigend dargestellt. Es hat mir wirklich immer wieder eine Gänsehaut beschert und mitunter hatte ich wirklich das Gefühl, da gar nicht mehr herauszukommen.
Es ist eine Grundidee die ziemlich interessant ist. Zwar sehr düster, drückend und schmerzlich. Aber man kann sich dem ganzen nicht verschließen und nimmt immer mehr Anteil am Leben dieses jungen Mädchens.
Die Umsetzung hat mir recht gut gefallen. Auch die Wendungen waren wirklich gut platziert, auch wenn ich schon recht früh ahnte, worauf es hinauszielen würde.
Der Schreibstil der Autorin ist recht einnehmend. Man kommt recht gut voran, auch wenn man zwischenzeitlich das Gefühl hat, das Buch weglegen zu wollen. Einfach weil es nicht einfach ist und so manche Gedankengänge produziert.
Schlussendlich ist es ein Roman der eine tiefgreifende Thematik offenbart, die es in sich hat.
Eine Protagonistin die nicht einfach ist und von viel Schmerz und Kummer geleitet wird.
Ein Buch das von der psychologischen Ebene sehr gut ausgearbeitet ist und uns zeigt, was in uns steckt. Wie wir uns verändern, wie es unser Umfeld tut.
Und wie man daraus wachsen und dem ganzen entfliehen kann.
Ein Buch das aufwühlt und gleichzeitig mit Wendungen nur in Atem hält.
Ein Buch das für jung und alt gleichermaßen gut geeignet ist.

Fazit:
Feuerschwester ist ein sehr drückendes und düsteres Buch, das mich mit Alice und der Grundthematik in den Bann gezogen hat.
Wendungsreich, schmerzvoll und nicht einfach zu handhaben.
Wer auch mal tiefer in die menschliche Psyche eintauchen und eine sehr tiefgreifende und alles verändernde Geschichte erfahren möchte, sollte dieses Buch zur Hand nehmen.

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144 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 64 Rezensionen

thriller, john katzenbach, cold cases, usa, krimi

Die Grausamen

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426306031
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon lange habe ich kein Buch des Autors mehr zur Hand genommen. Doch nachdem ich den Klappentext zu seinem neuem Thriller gelesen hatte war klar, ich muss es lesen.
Da ich Thriller mit Ermittlern liebe, war ich gespannt wie er sich dabei machen würde.
Schon von Beginn an, war mir klar, es wird ein Pageturner wie er im Buche steht. Und ich sollte recht behalten. Zuletzt hat mich "Das Opfer" von ihm so überzeugt und in Begeisterung versetzt.
Mit seinen beiden Ermittlern Gabe und Marta wirft er zwei sehr authentische Charaktere ins Geschehen, die auch mit ihrem Privatleben unter die Haut gehen.
Es sind Personen die über Ecken und Kanten verfügen, was sie mir sehr viel näherbrachte. Vom ersten Moment an waren sie mir sympathisch und ich habe wirklich jede Sekunde mit ihnen mitgelitten und mitgefiebert.
Im Laufe des Buches erfährt man sehr viel über sie und ihre Vergangenheit. Die Entwicklung die sie mitmachen ist wirklich gewaltig und mehr als gut zu spüren.
Sie wurden nicht immer vom Leben verwöhnt und gerade dieser Umstand haucht dem ganzen  sehr viel Leben und Seele ein. Was für mich immer sehr wichtig ist.
Der Autor hat das Buch in 3 Teile gegliedert, warum das so ist, wird einem nach und nach klar.
Die Sichtweisen erfolgen überwiegend von Gabe und Marta, was ihnen mehr Raum und Tiefe gibt.
Zwei Ermittler die aufs Abstellgleis geschoben werden sollen, ein Mordfall der vermeintlich nicht aufklärbar ist.
Doch was, wenn diese beiden Ermittler so viel mehr draufhaben, als es den Anschein hat?
Sie stoßen auf einen ungeklärten Fall, der ihnen die Haare zu Berge stehen lässt und mehrere eisige Schauer über den Rücken wirft.
Dieser Fall hat eiskalt nach mir gegriffen und mich vollkommen in den Bann gezogen.
Ich wusste, sie würden gegen eine Mauer des Schweigens stoßen.
Doch warum?
Was macht diesen Fall so brisant?
Mit viel Eindringlichkeit und Gefühl bringt uns der Autor diesem Fall und die darin verwobenen Charaktere näher. Man erfährt mehr über die Hintergründe und ein vermisstes Mädchen.
Der Schmerz, die Hoffnungslosigkeit und auch die innere Zerrissenheit bemächtigten sich meiner.
Ich habe es gefühlt und das hat es nur umso schlimmer gemacht.
Man wollte einen Ausweg, eine Lösung haben.
Doch was, wenn die Wahrheit noch viel schlimmer ist?
Was , wenn man sie nicht ertragen kann?
Ich wusste bis zu einem gewissen Punkt ist es vorhersehbar und ich dachte wirklich, ich hätte schon das schlimmste gesehen.
Was ich nicht wusste, es sollte noch viel schlimmer werden.
Aber geht das überhaupt noch?
Ja, das tut es.
Denn die Charaktere die mir so ans Herz gewachsen sind, haben hier einiges zu bestehen und müssen immer wieder alles geben um weiterzukommen.
Es baut sich großes vor ihnen auf, das scheinbar nicht zu bewältigen ist.
Aber sie überraschen ein ums andere Mal.
Dieses Buch ist wirklich sehr komplex gehalten und gerade in den Anfängen muss man sich in alles hineinarbeiten, um zu verstehen was sich da herauskristallisiert.
Die Überraschungen und Wendungen wollten gar kein Ende nehmen. Ich war ständig in Alarmbereitschaft, das spürbare Grauen manifestierte sich und ich war einfach nur sprachlos.
Die Grundidee die dem ganzen zugrunde liegt, ist wahrlich keine leichte Kost. Es ist wirklich gut umgesetzt, auch wenn man an der ein oder anderen Stelle noch mehr hätte in die Tiefe gehen können.
Es ist sehr dramatisch, geht an die Nieren und hat mich grad am Emde einiges gekostet.
Man erlebt das, was man nie erleben möchte.
Man macht ein Martyrium durch, das sich gewaschen hat.
Und dazwischen die wirklich sehr gut durchstrukturierte Ermittlungsarbeit, bei der man fleißig mitmachen kann.
Ich empfand das ganze sehr gefühlvoll und nicht gänzlich vorhersehbar.
Mir hat es gefallen, wie das Ganze vonstatten ging. Da ich mich wirklich immer wieder in neue Überlegungen stürzen musste.
Man sieht es nicht kommen und ist schlussendlich wie erschlagen.
Die Verzweiflung, die Qualen brechen über einem herein und dazwischen auch diese Glücksgefühle, die alles anders machen und einen aus der Dunkelheit herausholen.
Ich war nicht in der Lage, das Buch auch nur eine Sekunde aus der Hand zu legen, was auch sicher an dem sehr lebendigem, bildgewaltigem und fließendem Schreibstil des Autors liegt.
Aber wichtig ist auch , was zwischen den Zeilen steht.
Er macht darin auf brisante Dinge aufmerksam, die nur schwer zu ertragen sind.
Aber er zeigt auch, das man niemals am Ende ist. Egal was auch geschieht, man steht immer wieder auf.
Und er zeigt auch sehr gut auf, was Menschen aus Liebe tun würden.
Für mich eines seiner besten Bücher.
Ich hoffe, das es mit den Ermittlern eine Fortsetzung geben wird.

Fazit:
John Katzenbach hat sich mit seinem neuen Buch nochmal selbst übertroffen.
Ein ungelöster Fall der unter die Haut geht und so manches Grauen offenbart und dabei zwei Ermittler, die besser nicht hätten sein können.
Es hat mich wirklich viel gekostet, an meine Grenzen gebracht und am Ende war ich einfach nur sprachlos und am Ende meiner Kräfte.
Es ist ein Thriller der einfach alles fordert und mit einer Grundidee aufwartet,  die ziemlich explosiv und nicht einfach zu verarbeiten ist.
Dramatisch, packend und sehr gefühlvoll.
Eine mehr als klare Leseempfehlung und für mich ein Highglight schlechthin.

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385 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 184 Rezensionen

thriller, london, ragdoll, serienmörder, wolf

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf dieses Buch war ich unheimlich gespannt. Gerade weil es schon vorher in aller Munde war und auch ich diesbezüglich so meine Erwartungen hatte. Die Meinungen sind unterschiedlich und es war Zeit mir meine eigene Meinung zu bilden.
Sehr schön finde ich die Aufmachung des Covers. Es wirkt recht unheimlich und düster auf mich, was recht gut mit dem Inhalt übereinstimmt.
In das Geschehen selbst kam ich sehr gut rein. Was vor allem auch an dem nervenzerrendem Plot liegt, der so einiges verspricht.
Ich hatte schon gewisse Ahnungen, was mich erwarten würde. Dennoch wurde ich das ein oder andere Mal überrascht.
Das Buch wird in der dritten Person erzählt, was doch ein recht gutes Bild auf die verschiedenen Charaktere  wirft. Zunächst musste ich mich jedoch an die vielen Personen gewöhnen. Was nicht immer einfach war. Ebenso sollte man die Zeitangaben über den Kapiteln beachten, da dies eine Bedeutung hat. Denn wir tauchen in die Gegenwart als auch in die Vergangenheit ein.
Detective William Fawkes ist einer der wichtigsten Personen um die es hier geht. Zum Anfang mochte ich ihn wirklich recht gern. Gerade weil er für mich schwer durchschaubar war. Seine Art alles zu handhaben mag nicht unbedingt auf jeden sympathisch wirken, ich jedoch mochte es. Er war oft einfach ziemlich schwer zu greifen, was im Laufe des Buches zu einigen Überraschungen führte.
Der Mordfall ansich ist ziemlich perfide und abgründig, aber auch sehr gut strukturiert.
Es ist recht komplex und offenbart so einige Facetten.
Man begibt sich natürlich gleich auf die Suche nach dem Täter. So auch ich. Für mich war er jedoch wie ein Phantom.
Immer den Detectives einen Schritt voraus, was zu einigen Spekulationen und tiefgehenden Gedankengängen führt.
Die Suche nach dem Motiv erhält Einzug und man wird in Atem gehalten.
Es ist ein Thriller der vor allem durch Ermittlungsarbeit lebt, was ich persönlich zwar sehr mag. dennoch entstanden für mich zwischendurch ein paar Längen. was ich mitunter wirklich sehr schade empfand.
Probleme bereitete mir jedoch der emotionale Aspekt. Denn obwohl ich die Handlung gut verfolgen und nachvollziehen konnte, so konnte ich mich emotional den Personen nicht richtig nähern und mich dementsprechend auch nicht fallenlassen.
Die Grundidee fand ich sehr interessant. Gut und böse erhält ein völlig neue Bedeutung und das Ganze nimmt Ausmaße an, die man nicht erwarten würde.
Das führt dazu, daß sich die Blickwinkel das ein oder andere Mal doch etwas verschieben. Es war interessant zu beoachten wie man selbst manche Dinge einschätzte und die eigenen Resultate daraus zog.
Denn nichts ist hier wie es scheint und man sollte nie glauben , man wüsste alles.
Man wird eines besseren belehrt.
Ich musste das ein oder andere Mal doch ziemlich schlucken.
Der Autor hat mich mit seinen stark einnehmenden und fließenden Schreibstil gut durch das Buch gebracht.
Die Wendungen waren gut platziert und haben mir so einige Abgründe vor Augen geführt.
Denn das war es. Wendungsreich und das nicht zu knapp.
Man merkt mitunter was Schmerz aus Menschen machen kann, aber auch die Erfahrungen und Erlebnisse die sie im Laufe des Lebens mitnehmen, leiten ihre Wege.
Die Spannung wurde durchweg recht gut gehalten, flaute jedoch ab der Mitte mal etwas ab, um gegen Ende wieder anzusteigen.
Ich empfand es nicht sehr blutig, aber der psychologische Aspekt hat mir gut gefallen.
Die Charaktere sind mir persönlich etwas zu blass, ich hätte gern mehr über sie erfahren. Aber da dies der Start einer Reihe ist, ändert sich das vielleicht in den nächsten Bänden noch.
Besonders gut sind mir auch Edmunds und Baxter in Erinnerung geblieben, zwei Charaktere bei denen man wohl noch einiges erwarten kann.
Schlussendlich ein gut durchstruktierter Thriller, der einem die wahren menschlichen Abgründe vor Augen führt und mit viel Ermittlungsarbeit punktet.

Fazit:
Der Auftakt der William Fawkes Reihe lebt von viel Ermittlungsarbeit und einem Killer der die Detectives in Atem hält.
Eine Liste die viele Opfer fordert und die Detectiver unter Druck setzt.
Die wahren menschlichen Abgründe werden einem vor Augen geführt und dabei gibt es einige Wendungen, die man nicht erwarten würde.
Ich fand den Auftakt sehr solide, meine Erwartungen für die nächsten Bände sind aber etwas höher.
Vor allem verspreche ich mir da mehr Action und Nervenkitzel.
Ich empfehle diesen Thriller gern weiter. Da er sich mit seiner Grundidee doch etwas abhebt.

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619 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

veronica roth, rat der neun, jugendbuch, fantasy, galaxie

Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.01.2017
ISBN 9783570164983
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Nun habe ich mich endlich an den ersten Band der Dilogie rund um den Rat der Neun herangetraut.
Durch die vielen verschiedenen Meinungen war ich schon etwas skeptisch. Aber ich muss sagen, ich wurde positiv überrascht.
Der Einstieg gelang mir durch den fließenden und stark einnehmenden Schreibstil der Autorin sofort recht gut.
Das Setting selbst empfand ich als sehr faszinierend, auch wenn alles recht düster und trostlos wirkte. Dabei wurde sich jedoch nicht groß mit Beschreibungen aufgehalten. So hatte ich für mich die Möglichkeit, meiner eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen. Und diese hat das dann auch bis zum Anschlag ausgeführt.
Die Idee dahinter gefällt mir wirklich recht gut, schafft es aber auch verschiedene Blickwinkel zu offenbaren.
Angefangen bei den Lebensgaben. Wo man sich gleich mit dem Gedanken beschäftigt, ob dies ein Segen oder auch ein Fluch ist.
Selbst jetzt nach dem lesen, bin ich mir noch nicht sicher, für welche Seite ich mich entscheide. Vielleicht ist es ja auch von beiden etwas.
Die verschiedenen Völker, auf welcher Stufe man steht und auch wer Freund und Feind ist. Denn dies ist nicht immer leicht zu beantworten.
Auch den Wandel der Charaktere zu beobachten war für mich sehr interessant. Sie müssen viel für sich selbst herauszufinden, auch um daran zu arbeiten und daran zu wachsen.
Nach und nach kommt dabei immer mehr ans Licht, aber immernoch liegt so unheimlich viel im Dunkeln.
Cyras Gabe fand ich besonders facettenreich und sie wurde auch sehr gut herübergebracht. Das dies auch mit Schmerz , Qual und innerer Zerrissenheit verbunden ist, wird bald recht deutlich. Und vielleicht habe ich mir ihr gerade deshalb auch so nah und verbunden gefühlt. Ich konnte mich stets sehr gut in ihre Gedankenwelt hineinfühlen und auch ihr Handeln nachvollziehen. Und obwohl ich sie unglaublich stark und mutig fand, kam sie mir auch enorm zerbrechlich vor. So das in mir doch ab und zu der Beschützerinstinkt erwacht ist
Die zentralen Personen hierbei sind vor allem Cyra und Akos, aus deren Sicht wir auch alles erfahren. Bei Akos habe ich etwas gebraucht, bis ich mit ihm warm werden konnte. Aber mit der Zeit hat auch er etwas in mir ausgelöst.
Auch Ryzek ist für diese Geschichte von enormer Bedeutung. Das ich ihn nicht sonderlich mochte, ja sogar verabscheute ist mehr als nachvollziehbar. Bei ihm gab es viel geheimnisvolles, was ich nicht alles ergründen konnte. Und wo für mich auch noch Fragen offen blieben.
Das Buch selbst ist in vier Teile gegliedert, was mir sehr gut gefallen hat. Ebenso wie die Karte und das Glossar am Ende des Buches.
Mir bereiteten vor allem die verschiedenen Namen und auch die Begriffe immer wieder Probleme. Hätte ich vorher von dem Glossar gewusst, hätte ich es wohl gleich zu Rate gezogen. Da nicht so viel dazu im Buch erklärt wurde, gelang es mir erst nach und nach alles herauszufinden und in Einklang zu bringen.
Dennoch beeinflusste das nicht meine Begeisterung für diese komplexe und wendungsreiche Geschichte, die mich von Beginn an im Griff hatte. Es ist sicher nicht leicht zu lesen, besonders wenn man den emotionalen Aspekt betrachtet. So musste auch ich immer mal wieder Pausen einlegen. Was aber auch mit daran gelegen hat, das es sich ab einem gewissen Zeitpunkt gezogen hat.
Die Story selbst ist sehr abwechslungsreich gestaltet und ergründet viele Wege. Erkenntnisse und Wahrheiten offenbaren sich, die das ein oder andere Mal doch ziemlich erschüttern.
Das Grauen manifestiert sich immer mehr.
Und auch wenn ich dachte, mich könnte nichts mehr erschüttern. So gelang es der Autorin , mich eines besseren zu belehren.
Es wird von vielen Höhen und Tiefen begleitet und oftmals versinkt man in Grübeleien.
Und auch wenn ich es als ziemlich düster, schmerzlich und hoffnungslos empfand, so wurde auch der zwischenmenschliche Aspekt nicht außer acht gelassen. Das hat das ganze für mich doch etwas aufgelockert.
Die Spannung ist durchweg vorhanden, jedoch meist unterschwellig spürbar.
Schlussendlich ein Auftakt der viel über die Charaktere und ihre Verbindungen offenbart, aber gleichzeitig auch mit einem wundervollen Setting und einer faszinierenden Grundidee beeindruckt.
Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich das ganze im Folgeband weiterentwickeln wird.

Fazit:
Mich konnte der erste Band der Dilogie beeindrucken und enorm faszinieren.
Neben einigen Punkten die mir Probleme bereiteten, hat es die Autorin dennoch perfekt verstanden, mich mit der Grundidee und den ausdrucksstarken Charakteren in Atem zu halten.
Ich bin gespannt darauf wie es weitergeht.

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109 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

nachtschwärmer, liebe, vampire, hexen, dark diamonds

Call it magic - Nachtschwärmer

Cat Dylan
E-Buch Text: 374 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300017
Genre: Fantasy

Rezension:

Von diesem Reihen Auftakt rund um die Nachtschwärmer war ich wirklich sehr angetan.
Die Autorin hat einfach eine wundervolle Art zu schreiben. Es ist erfrischend, lebendig und man kann sich dem Sog nur schwer entziehen.
Die Charaktere erwachen dabei zum leben und man hat das Gefühl, die Erlebnisse mit ihnen zu teilen.
Besonders faszinierend empfand ich, das ich größtenteils überhaupt nicht das Gefühl hatte, es mit übernatürlichen Wesen zutun zu haben. Das empfand ich als erstaunlich , aber auch enorm interessant.
Die beiden zentralen Personen sind sehr ausdrucksstark und vollkommen gegensätzlich, was die Spannung nur noch mehr ankurbelt.
Eliza ist leidenschaftlich, impulsiv und lässt sich einfach nichts sagen. Sie ist erfrischend und hat mich mit ihrer Art immer wieder zum schmunzeln gebracht.
Morgan ist heiß, anders und versteht es völlig für sich einzunehmen. Ich mochte seine zugeknöpfte und leidenschaftliche Art unheimlich gern. Er steht im krassen Gegensatz zu Eliza und dadurch spürt man auch enorm die Funken sprühen. Die Art wie sie miteinander umgegangen sind war förmlich wie elektrisch aufgeladen und pulsierte mit jeder Zeile mehr. Wenn man diese beiden Menschen kennengelernt hat, möchte man einfach immer nur mehr von ihnen.
Obwohl hierbei auch eine Liebesgeschichte eingewoben ist, wird das ganze nicht mit zu vielen Details belagert. Aber dennoch spürt man das Knistern, die Spannung und einfach das ganz besondere Etwas.
Die Kämpfe die sie dabei ausfechten, die Zweifel und auch die Ängste sind mit jeder Zeile spürbar.
Die Welt der Nachtschwärmer wird sehr toll dargestellt und man kann sich alles recht gut vorstellen. Es gibt gewissen Ordnungen und Gesetze, denen man sich beugen muss.
Was auch recht nachvollziehbar ist.
Die Hintergründe haben das ganze nur noch interessanter und facettenreicher gemacht.
Aber was wäre ein magischer Liebesroman ohne Rivalität, Missgunst und Neid?
Richtig, gibt es nicht und das ist genau die richtige Würze bei dem ganzen.
Der Adrenalinpegel schellt dabei immer wieder in die Höhe und man fiebert in jeder Sekunde mit.
Aber nicht nur die ganze Handlung ist recht komplex. Es gab einige Wendungen, die mir buchstäblich die Schuhe ausgezogen haben.
Es traten Erekenntnisse und Wahrheiten zutage, mit denen man absolut nicht rechnet. Teilweise entsetzt es und macht fassungslos.
Und die Charaktere sind einfach nur zum dahinschmelzen. Besonders Morgans Freunde und Elizas Mom habe ich unwahrscheinlich geliebt. Sie sind mit so viel Liebe zum Detail herausgearbeitet, das man sie einfach lieben muss. Einige sind zwar noch etwas blass, das fördert jedoch nur das Geheimnisvolle um sie.
Und mein Gott was haben sie mich zum lachen und lieben gebracht. Genau die richtige Mischung, was dem ganzen auch eine Spur an Leichtigkeit verschaffte.
Die Geschichte erfährt man aus Elizas und Morgans Sicht, was den beiden besonders viel Raum und Tiefe verschafft. Besonders Elizas Hintergrund hat mich wirklich berührt und auch den Schmerz dahinter fühlen lassen. Ich hab mich ihr dadurch besonders nahe gefühlt.
Aber hier geht es nicht nur um eine Liebesgeschichte die von einigen Höhen und Tiefen begleitet wird.
Es geht auch um Freundschaft, Loyalität und Zusammengehörigkeit.
Es geht darum seinen eigenen Weg zu gehen und sich auch mal durchzusetzen, wenn es verlangt wird.
Ich habe diesen Reihenauftakt rund um Eliza und Morgan wirklich sehr geliebt und kann den zweiten Band kaum abwarten.
Die Spannung wird durchweg konstant gehalten und besonders interessant fand ich die verschiedenen magischen Wesen. Sie sind besonders und auf ihre Art einzigartig.
Ich bin gespannt ob man im nächsten Band etwas näher auf sie eingeht.
Es ist explosiv, leidenschaftlich und hat mich emotional komplett mitgerissen.
Durch den fließenden und bildgewaltigen Schreibstil der Autorin war ich auch im Nu durch.
Mich konnte es auf ganzer Ebene von vorne bis hinten durchweg in Atem halten.

Fazit:
Ein Reihenauftakt der mich förmlich aus den Latschen kippen ließ.
Ich liebe Morgan und Eliza. Sie sind impulsiv, leidenschaftlich und einfach perfekt unperfekt.
Heiß, explosiv und sehr emotional gehalten.
Magisch, facettenreich und mit einigen Höhen und Tiefen versehen.
Mich konnten die Nachtschwärmer auf ganzer Ebene mitreißen.
Eine Reise in eine Welt die so einige Überraschungen bereithält und dabei auch noch mit viel Charme und Humor punktet.

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