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129 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

horror, thomas olde heuvelt, heyne, kultwerke des horrors, hexe

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hex ist in aller Munde und da es mir wärmstens empfohlen wurde, musste auch ich mir mein Urteil bilden. Es ist im Genre Horror angesiedelt und so freute ich mich auf einige Gruselmomente. Nun, was aber dann tatsächlich kam, traf meine Erwartungen nicht ganz.

Schon zu Beginn kam ich wirklich gut in die Geschichte hinein und erfreute mich am Alltagsleben der Familie Grant. Besonders Tyler war sehr präsent und so baute ich gerade zu ihm die meiste Bindung auf. Es mag krotesk klingen. Aber ich fand es wirklich amüsant. Es gab Szenen, die mich immer wieder zum schmunzeln verleiteten. Ich empfand es nicht als erschreckend, als ich zum ersten Mal Katherine begegnete. Es war eher eine surreale und komische Begegnung, die auch lange Zeit nicht aufhörte. Meine Ängste und die bedrohlichen Gefühle wollten sich einfach nicht einstellen.
Viel mehr ist es so, das der ganze Ort eine ziemliche Anziehung ausgelöst hatte. So das ich mehr über alles erfahren wollte.
Doch wenn man sich in die Bewohner hineinversetzt und Katherine erblickt, so baut sich eine unheimliche und bedrohliche Atmosphäre auf, in der man nur noch fliehen möchte.
Prompt erfuhr ich auch mehr über Black Springs und ihre Bewohner. Denn man erfährt Katherines Geschichte und gleichzeitig die Geschichte und die Hintergründe des Ortes und was es im speziellen mit Katherines Fluch auf sich hat. Ein Stück weit kann man Verständnis aufbauen.
Uns so wartete ich quasi auf den Höllenausbruch. Doch was ich bekam, war namenloses Entsetzen, was allerdings nicht Katherine betraf.
Schmerz, Verzweiflung, Mitgefühl erfüllte mich und traf mich gleichzeitig mit immenser Kraft.
Es löste die unterschiedlichsten Gedankengänge bei mir aus wie mit der ganzen Thematik , den Umständen umgegangen wurde.
Wie die Menschen miteinander umgingen, wie sie letztendlich auf alles reagierten und wie sie handelten.
Die Abgründe könnten nicht größer sein und so verfiel auch ich in Grübeleien.
Wo es anfangs noch recht spannend und fesselnd war, wurde es dann jedoch allmählich langatmig.
Der Sog verlor sich und ich brauchte letztendlich einige Zeit um überhaupt vorwärts zu kommen.
Doch ich gab nicht auf und ergründete Black Springs und ihre Bewohner.
Besonders Tyler und Steve haben mir dabei wirklich gut gefallen. Was auch ihre Entwicklung betrifft, denn diese ist gut spürbar. Ihr Leben,wie sie waren, hat mich wirklich bewegt und daneben spürte man auch das Unbekannte, das Grauen, das unterschwellig lauert recht deutlich.
Dieses Nicht wissen, hat letztendlich auch die Ängste und Verzweiflung ausgelöst.

Währendessen steigerte sich alles immer mehr.
Wahn, Besessenheit, Wut, Kaltblütigkeit.
Nur Grauen, stellte sich nicht wirklich ein.
Doch irgendwann wurde eine neue Ebene erreicht und plötzlich überschlugen sich die Ereignisse.
Es wurde spannend , explosiv und mystisch.
Ich begann hinter die Fassade zu sehen, zu verstehen und begriff allmählich, worum es hier tatsächlich geht.
Was uns hiermit gesagt wird, trägt tatsächlich ein Körnchen Wahrheit in sich.
Und obwohl ich diese Story wirklich sehr abgedreht und surreal empfand, so hat sie mich doch auch mitgerissen und immer weiterlesen lassen.
Der Autor verstand es geschickt Wendunge einzuweben, die man nicht erwartet und die dann dementsprechend doch schockieren und sprachlos machen.
Er hat dabei eine sehr einnehmende und recht einfache Art zu schreiben. Es entwickelt sich ein Kopfkino, dem man nicht gewachsen ist. Man sieht Katherine und die eigene Fantasie tut ihr übriges.
Man erfährt hierbei verschiedene Perspektiven, was es für mich noch gewaltiger und facettenreicher gemacht hat. Man hat keine Ahnung worauf es hinausläuft und doch weiß man ganz genau, es kann nichts gutes sein.
Teilweise ist es wirklich nicht für zarte Gemüter geeignet, das es doch stellenweise etwas brutal und blutig ist. Für mich hielt es sich jedoch in Grenzen, so das es gut auszuhalten war.
Letztendlich ein Roman der mich gut unterhalten konnte. Der jedoch größtenteils amüsant war. Leider kam die explosige Spannung erst ziemlich spät auf, was ich doch schade empfand. Das hätte man sehr früher einläuten können. Ebenso suchte ich die Gruselmomente zunächst vergebens, doch auch da holte der Autor nochmal auf.
Leider blieben einige Fragen noch ungelöst z.b. was insbesondere Katherine betrifft.
Die Charaktere sind greifbar und facettenreich gestaltet. Man kann nicht zu allen eine Bindung aufbauen, sich jedoch ein Stück weit in sie hineinversetzen und ihrem Handeln folgen.
Schlussendlich ein Roman, bei dem es sich lohnt, ein Blick hinter die Fassade zu werfen.

Fazit:
Horror sieht anders aus.
Es ist abgedreht, surreal und zeigt uns ein kleines Örtchen, das von einer Hexe beherrscht wird.
Es ist amüsant, spannend und doch schlichen sich immer wieder Längen ein.
Katherine ist einfach eine Klasse für sich und ich habe gerade die Momente mit ihr sehr genossen.
Ebenso mit Tyler und Steve, die mir enorm gut gefallen haben und mich auch bewegen konnten.
Wer hier auf eine Menge Gruselmomente hofft, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.
Oder aber ihn erschreckt oder ängstigt es zutiefst.
Bei mir kam dieser Effekt leider nicht gänzlich auf.
Nichtsdestotrotz konnte mich "Hex" sehr gut unterhalten, amüsieren und die unterschiedlichsten Gedankengänge auslösen.
Der Autor versteht es geschickt eine unheimliche und bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, Katherine überall und die Fantasie kennt dabei keine Grenzen.
Man sollte die Erwartungen herunterschrauben, dann ist es eine wirklich interessante Story mit einem originellem Plot.

© magischemomentefuermich.blogspot.de

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30 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

neandertaler, klonen, zukunftsvision, gentechnik, deutschland in naher zukunf

Neanderthal

Jens Lubbadeh
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453318250
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das neue Werk von Jens Lubbadeh ist für mich die Überraschung schlechthin und zudem noch ein richtiges Highlight, wenn auch sehr beängstigend und erschreckend.
Das Cover hat mich sofort mit seiner mysteriösen Art sehr angezogen und der Klappentext tat sein übriges.
Der Inhalt hört sich zunächst etwas nach einem Ermittler Thriller an, doch weit gefehlt. Zunächst bekommt man zwar dieses Gefühl, doch mit der Zeit verläuft sich das immer mehr und macht viel Größerem Platz.

Das Buch ist dabei in drei Teile gegliedert, was sehr passend ist. Denn es erstreckt sich über mehrere Jahre. Das Ganze erfahren wir aus der Sicht der dritten Person und begleiten so verschiedene Menschen auf ihrem Weg.
Verschiedene Schicksale die auf gekonnte und brisante Art und Weise miteinander verknüpft werden und voller Tragik und Dramatik sind.
Zunächst brauchte ich eine gewisse Eingewöhnungszeit um mich an die verschiedenen Personen und Handlungsstränge zu gewöhnen. Denn es ist doch recht komplex und man muss sich erst einen Überblick verschaffen.
Nach einer gewissen Zeit hatte ich den Dreh raus und es gab kein halten mehr.
Der Autor schreibt dabei sehr einnehmend, fließend und bildgewaltig. Es brach ein regelrechtes Kopfkino bei mir aus, das es wirklich in sich hatte.
Er zeigt uns eine Welt, die sich in der Zukunft befindet und doch so einiges zu bieten hat.

Von Zeile zu Zeile hat mich dieses Buch mehr fasziniert und nicht mehr losgelassen. Die Menschen in der Zukunft sind perfekt und gänzlich ohne Makel.
Doch sind sie das wirklich?
Wie lässt sich Perfektionismus thematisieren, wie realisieren?
Oder ist es mehr Schein als Sein?
Als das Massengrab in Düsseldorf entdeckt wird, ist es der Beginn einer wahren Odyssee und Hetzjagd ohne Grenzen. Plötzlich verliert sich alles, muss neu geordnet werden und die Blickwinkel verschieben sich merklich.
Die Grenzen verschwimmen immer mehr ineinander und man muss selbst überlegen, was richtig und falsch ist.
Man hat das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren und weiß nicht mehr, was man überhaupt noch glauben oder woran man glauben soll.
Wer ist man wirklich?
In diesem Buch hat mich ganz besonders Sarah berührt. Denn sie ist ein Kern des Ganzen und es ist nur der Anfang.
Es ist ihre Geschichte und gleichzeitig geht es um Vergangenheit und Gegenwart.
Es geht um Missstände, Macht und Kaltblütigkeit.
Es geht darum, den Galuben an sich selbst und seine Geschichte nicht zu verlieren. Alles zu geben, Stärke und Mut zu zeigen, um irgendwie aus dem ganzen herauszukommen.
Es geht darum die Welt besser zu machen und gleichzeitig hat man auch das Gefühl, alles wird zerstört.
Die Verzweiflung und Ohnmacht kämpft sich immer mehr an die Oberfläche und man wird ein Teil des Ganzen. Oben oder Unten existiert nicht mehr, man ist mittendrin.
Man wird gejagt und jagt gleichzeitig selbst.
Hier wird eine Welt offenbart die wirklich beängstigend ist und gleichzeitig ist sie auch technisch geshehen ziemlich versiert. Es hat fast etwas gespenstisches an sich. Dabei stechen Max und Sarah ziemlich heraus. Warum das so ist, erfährt man nach und nach. Und gerade diese beiden Menschen habe ich ganz besonders ins Herz geschlossen, aber nicht nur.
Es gab eine Person, die hat mir blankes Grauen beschert und ich konnte die Abgründigkeit und das Kalkül dessen extrem gut spüren. Es hat mir Schauer über den Rücken rieseln lassen und ich wollte nur noch die Augen schließen.
Auch über die Hintergründe wird man nicht im Unklaren gelassen und erfährt im Laufe des Geschehen immer mehr darüber, was die Emotionen sprichwörtlich überkochen lässt.
Die Handlung selbst ist vielschichtig und spielt sich auch an verschiedenen Handlungsorten ab, was mir sehr gut gefallen hat. Man bekommt ein Gefühl für die Orte, da man auch das ein oder andere Detail erfährt. Interessant waren hier wirklich die Charaktere, denn sie waren undurchschaubar und haben mich immer wieder überrascht und mit meinem Glauben an sie erschüttert und umdenken lassen.
Der wissenschaftliche Aspekt des Buches war wirklich sehr interessant und facettenreich. Hin und wieder gab es zwar Momente die mich wirklich grübeln und erstmal ratlos zurückließen, aber im Großen und Ganzen ist es sehr verständlich.
Die Einblendungen von Mitschnitten, Briefen sowie Einblicke in die Vergangenheit, fand ich sehr gut. Dadurch konnte man sich noch mehr an alles binden und das Ganze verinnerlichen.

Es ist erstaunlich was für einen Sog dieses Werk auf mich ausgeübt hat. Denn von Seite zu Seite  nahm die Spannung immer mehr zu. Es wurde explosiver und rasanter.
Die Wahrheiten und Erkenntnisse zogen einem die Schuhe aus und oft wusste ich nicht ob ich bleiben oder wegrennen sollte.
Die Wut brodelte in mir und gleichzeitig hatte ich auch Verständnis.
Die Charaktere sind greifbar, tiefgründig und mit spürbaren Ecken und Kanten versehen. Man kann sich ein Bild von Ihnen machen, sich in sie hineinversetzen und einfach verstehen, was sie antreibt und in Ihnen vorgeht.
Der Autor hat hier Wendungen eingewoben die man zwar bis zu einem gewissen Grat kommen sieht, die aber dennoch gut platziert sind und die unterschiedlichsten Emotionen auslösen.
Und doch gibt es auch Überraschungen, die man so nie erwarten würde und die dann richtig einschlagen.
Es gab Stellen die haben mir wirklich die Tränen in die Augen getrieben. Es ging mir wirklich unglaublich nahe, aber es hat mich auch fertig gemacht und nicht zur Riuhe kommen lassen.
Das Ende des Ganzen hat mir gut gefallen.
Ich kann schon jetzt sagen, das ich sicher noch einmal etwas von dem Autor lesen werde.

Fazit:
Jens Lubbadeh hat mit "Neanderthal" etwas sehr gewaltiges, vielschichtiges und enorm emotionales zu Papier gebracht.
Ich bin wirklich schwer begeistert, auch wenn ich es extrem beängstigend und erschreckend empfand.
Es hat mich grübeln lassen, fertig gemacht und an meine Grenzen gebracht.
Die Grundidee wurde hervorragend ausgearbeitet und dabei schafft er es auch, die Charaktere lebendig werden zu lassen, das einem Hören und Sehen vergeht.
Es geht viel um Wissenschaft und doch hat es auch Thrillerelemente in sich, was die Spannung immens ankurbelt.
Ein explosives und emotionales Werk, das auch mit seinen gut platzierten Webndungen punkten und überzeugen kann.
Unbedingt lesen.

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39 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

filme, popcorn, kino, glück, liebesroman

Glück schmeckt nach Popcorn

Marie Adams
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.11.2017
ISBN 9783734104947
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auf den neuen Roman von Marie Adams habe ich mich sehr gefreut und gerade in der kalten Zeit passt er einfach perfekt.
Er bringt eine tolle Wohlfühl Atmosphäre mit, die man sofort spürt und es dauert auch nicht lange und man erfährt mehr über das Lichtspielhaus und seine Geschichte. Das ist aber nur ein erster Anreiz, damit man den Hauptort besser kennenlernen kann.
Es ist Marthas Geschichte.
Ihr Leben erhält ein Umbruch als sie jemand neues für ihr Lichtspielhaus sucht, weil Susanna neue Wege geht.  Ein Moment in dem sich die Leben von Martha und Erik kreutzen. Zwei Menschen die auf den ersten so verschieden und gegensätzlich sind, doch im Herzen so viel gemeinsam sind.
Es folgt eine Zeit voller Stolpersteine, Missverständnisse und manchmal geht man Umwege um das Glück und die Liebe ganz neu kennenzulernen.
Alleine durch das Lichtspielhaus mochte ich Martha gleich sehr gern.
Es hat einfach das ganz gewisse Etwas. Bringt altes, neues und viel Romantik mit.
Es eröffnet neue Türen und Wege und schenkt Romantik und Sehnsucht. Ein Ort an dem neue Gechichten entstehen können.
Manchmal sogar für das Leben.
Marthas Art hat es mir jedoch zunächst etwas erschwert mit ihr warm zu werden.
Sie war mir zunächst zu verbittert, was natürlich anhand ihres Hintergrundes gut zu verstehen ist und dennoch hätte ich mir da etwas mehr Leichtigkeit gewünscht. Mit ihrer Kühle dagegen kam ich gut zurecht und wusste einfach, ich würde etwas brauchen um ihren Panzer zu durchbrechen.
Im Laufe der Zeit wurde sie lockerer und nicht mehr ganz so verbissen und unter ihrer Schale kam einfach etwas sehr schönes zu Vorschein.
Erik hingegen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Er ist sehr weich, hat Ziele und Träume, von denen er sich nicht abbringen lässt und doch muss er sich trotz allem noch ein stärkeres Fell zulegen. Man merkt ihm seine Unerfahrenheit noch an und wenn ich ganz ehrlich bin, mochte ich gerade das sehr gern. Im Laufe des Buches macht er eine spürbare Entwicklung durch, die ich sehr schön fand.
Seine Familie hingegen ist etwas ganz besonderes und hat mich doch hin und wieder zum schmunzeln gebracht, was das Ganze doch ziemlich aufgelockert hat.

Man erfährt hier die Perspektiven von Martha und Erik. Was ansich sehr schön ist, da man sie beide kennenlernen kann, sie an Tiefe gewinnen und einfach präsenter werden. Mit dem Perspektivenwechsel hatte ich jedoch auch Probleme, da es manchmal zu abrupt war und keine klare Linie zu verzeichnen war. Doch nach einiger Zeit gewöhnte ich mich daran und konnte mich in die Story fallen lassen.
Die Autorin hat dabei wie gewohnt einen sehr fließenden, leichten und einnehmenden Schreibstil, der mich wirklich toll durch das Geschehen begleitete.
In ihrem neuen Buch erzählt sie über Verluste, Neubeginne und den Mut nach vorne zu schauen, auch wenn viel Schmerz in einem wohnt.
Und Schmerz und Traurigkeit gibt es hier einiges, was dem Ganzen jedoch auch etwas melancholisches und einen Hauch von Sehnsucht gab.
Aber es geht auch darum neue Wege einzuschlagen, mit Herausforderungen umgehen zu lernen. Und natürlich geht es um Freundschaft und Liebe.
Hier empfand ich die Liebe nicht als berauschend und alles verändernd schön. Sie kam sanft und leise und legte sich wie ein wärmender Mantel um das Lichtspielhaus.
Das hat dem ganzen viel Wärme und Zuversicht geschenkt. Die traurigen und verzweifelten Gedanken in den Hintergrund gedrängt und einfach etwas neues und wunderschönes geschaffen.
Die Charaktere sind authentisch, greifbar und besonders Erik war für mich sehr gut zu fühlen. Man kann sich mit ihnen identifizieren, sich in sie hineinversetzen und sie einfach verstehen. Sie sind nicht perfekt und gerade deshalb, erfüllt es die ganze Story mit Leben.

Martha und Erik haben beiden auf ihre Weise mit Herausforderungen zu kämpfen. Man begleitet sie und ist gespannt ob sie es am Ende zu einem guten Abschluss bringen werden.
Und daneben spielt auch die Vergangenheit eine große Rolle, dieser Aspekt hätte jedoch gern noch weiter ausgebaut werden können.
Die Handlung ist sehr abwechslungsreich gehalten. Man wird auch mal mit ernsten Themen konfrontiert, was ich als sehr gut erachte.
Man darf mitfiebern, schmunzeln und sich einfach wohlfühlen.
Ein Buch das dem Herzen nahekommt mit seiner Grundidee und sehr schön ausgearbeitet wurde.
Es ist vorhersehbar keine Frage, was aber der Spannung keinen Abbruch tut und man trotz allem sich darin sonnt.
Ein toller Wohlfühlroman, der einfach Spaß macht und den kalten Alltag etwas wärmer macht.

Fazit:
Marie Adams hat mit "Glück schmeckt nach Popcorn" wieder einen tollen Roman geschaffen.
Es ist ein Wohlfühlroman, der einfach Spaß macht und den kalten Alltag etwas wärmer macht.
Er ist romantisch, ein wenig kühl, voller Sehnsucht  und einfach mit einer tollen Wohlfühl Atmosphäre behaftet.
Ich mochte ihn sehr gern, auch wenn er für mich noch die ein oder anderen Stolpersteine beinhaltete.
Voller Träume, Hoffnungen und Liebe.
Und den Mut das Leben zu bewältigen, egal was kommt. Nach vorne zu schauen und vielleicht mal etwas ganz neues zu wagen.

© magischemomentefuermich.blogspot.de

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fantasy, königin, magie, geister, akademie

Die Blutkönigin

Sarah Beth Durst , Michaela Link
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 30.10.2017
ISBN 9783764531881
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf diesen Reihenauftakt habe ich mich sehr gefreut. Als ich das Buch dann in den Händen hielt, war ich völlig verzaubert von dem Anblick. Das Cover ist schlicht und dennoch wunderschön und sehr ausdrucksstark. Denn es spiegelt den Inhalt des Buches perfekt wieder.
Als ich die ersten Zeilen las, überschwemmte mich eine Welle von Schmerz und Traurigkeit.
So viel Traurigkeit, Verderben und Verlust. Man spürt es bis ganz tief drinnen. Was darunter schwelt, was es heraufbeschwört und auch , was sich daraus ergeben kann.
Der Weltentwurf ist einfach grandios. Nie hätte ich mit so etwas gerechnet. Es ist atemberaubend, wunderschön in seiner Art und gleichzeitig herrscht da so viel Finsternis, das man sich sofort zurückziehen möchte. So ein Setting wie dieses, ist mir noch nie begegnet. Vielleicht ist es deshalb so eindrucksvoll und überwältigend. Die Autorin verwöhnt uns mit vielen Details wodurch man sich alles sofort sehr gut vorstellen kann.
Leben, man spürt es einfach. Egal ob es die Welt an sich, die Charaktere oder die Emotionen sind. Man wird sofort weggetragen und fühlt sich jedem verbunden. Es ist mit einer Leichtigkeit, aber gleichzeitig auch mit Schwere durchzogen. Man kann sich dem Ganzen nicht entziehen, es nistet sich ein und man verlangt immer nur nach mehr.

Wir befinden uns in einer Welt, in der eine Königin von immenser Bedeutung ist. Wie sehr erfährt man nach und nach. Auch die Hintergründe werden sehr detailreich vor Augen geführt. Man lernt die Schatten- und Sonnenseiten kennen und man versteht und verinnerlicht es einfach.
Es ist eine Welt in der es Elementargeister gibt. Und diese sind wirklich sehr vielschichtig und absolut magisch gestaltet. Sie haben mich wirklich sehr fasziniert und gleichzeitig auch abgeschreckt.
Verderben, Blut, Macht.
Sie terrorisieren das Königreich Renthia bis aufs Blut.
Das bedeutet man muss sie unter Kontrolle halten.
Daleina ist eine von wenigen, die die Gabe hat, diese zu kontrollieren.
Doch ist das überhaupt möglich oder ist es mehr Schein als Sein?
Daleinas Weg ist ohne Zweifel enorm steinig und man denkt einfach nur. Es geht einfach nicht mehr. Sie schafft es nicht. Sie opfert sich selbst und zerbricht daran.
Gleichzeitig entwickelt sie aber enorm viel Stärke und Mut. Ich habe ihre Entwicklung voller Staunen verfolgt. Sie hat mich zum lächeln, zum weinen und zum wüten gebracht. Sie hat mich ein ums andere Mal überrascht. Mit ihrem Facettenreichtum. Wie sie die Dinge sah und letzlich damit umging. Es geschah nicht selten, das ich sie am liebsten die Arme um sie geschlungen hätte, um sie vor all dem Übel zu beschützen.
Ich hab mit ihr gekämpft, gelitten und gezittert.
So viel Hürden, Wahrheiten und Wagnisse. es nimmt kein Ende und es wirkt die Ganze Zeit so zerbrechlich. Jeden Moment denkt man, ein Sturm bricht über einen herein.
Daleina ging mir unheimlich nahe. Gerade weil man von ihr das meiste erfährt. Dabei erfahren wir hier jedoch alles aus der Sicht eines Erzählers. Was mir enorm gut gefallen hat. Man konnte sich gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen, ihr Handeln nachvollziehen und sie einfach spüren. Man folgt dabei verschiedene Handlungssträngen. Ob es nun Königin Fara, Daleina oder auch Meister Ven sind. Aber daneben fand ich auch Merecot sehr eindrucksvoll, aber auch furchterregend. Ihre Rolle hätte man auch gern noch mehr ausbauen können. Denn sie brachte enorm viel Feuer mit rein.
Alle Charaktere sind sehr ausdrucksstark und lebendig, so das man sich wirklich in jeden hineinversetzen kann. Selbst auf die Geister trifft dies zu.
Die Autorin hat dabei eine sehr fließende, einnehmende und bildgewaltige Art zu schreiben. Ist man erstmal drin, so kommt man nicht mehr davon los. Dabei legt sie teilweise auch richtig Poesie hinein, was wirklich sehr gut passt und dem Ganzen einfach das Besondere verschafft. Man fühlt sich geborgen und obwohl die Handlung viel Grauen in sich birgt, möchte man einfach nicht mehr davon loskommen. Man krallt sich förmlich daran fest und weigert sich loszulassen.
Die Handlung geht sehr sanft und leise vonstatten, aber gleichzeitg ist es auch sehr explosiv und von tiefen Emotionen durchzogen.
Es ist spannend und mit jeder Zeile tun sich neue , größere Dinge auf.
Auch wenn man das ein oder andere erahnt, so versteht es die Autorin doch geschickt Wendungen einzuweben, die mich überrascht und sprachlos gemacht haben.
Besonders am Ende wurde es nochmal gewaltig und enorm emotional.
Für mich ist dieser Auftakt ein sehr überwältigendes Leseerlebenis. Auch wenn es keinen Cliffhanger gibt, so bin ich doch sehr gespannt, wie es weitergehen wird.

Liebe, natürlich geht es auch um Liebe. Aber nicht so. Liebe zieht durch jede Zeile und dient oft als Antrieb. Viel mehr geht es noch um Vertrauen, Freundschaft und den Mut, mehr von sich selbst zu geben, als man bereit ist. Über sich selbst hinauszuwachsen, den Mut nicht zu verlieren und gleichzeitig auch den Glauben an sich selbst und an andere nie aufzugeben.
Doch wer mit Romantik oder gar einer Liebesgeschichte rechnet, ist hier fehl am Platz. Denn dies spielt nur nebensächlich eine Rolle.
Ich hibbel jetzt förmlich dem Folgeband entgegen und bin gespannt , was dieser zu bieten haben wird.
Doch eins kann ich euch versprechen. Dieser Auftakt tut weh, er macht glücklich und löst wahre Euphorie aus.
Für mich ein absolutes Highlight.

Fazit:
Mit dem Auftakt der Trilogie von "Die Königinnen von Renthia", ist der Autorin etwas sehr gewaltiges, atmosphärisches und ungleich magisches gelungen.
Ich bin völlig geflasht von dieser Ausdruckskraft und der Lebendigkeit. Es ist echt, es ist greifbar und man versinkt förmlich darin.
Es tut weh, macht glücklich und zugleich auch wütend und traurig.
Man hofft, man betet und zittert immens mit.
Ein atemberaubendes Setting und Charaktere, die einfach Faszination pur auslösen.
Ich bin absolut begeistert, hingerissen und kann es nur jedem ans Herz legen.
Es ist einfach etwas sehr überwältigendes, dramatisches und tief emotionales.
Enorm mitreißend und voller Höhen und Tiefen.
Bitte mehr davon.

© magischemomentefuermich.blogspot.de

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109 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, mord, vergangenheit, spannung, missbrauch

Blutzeuge

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 20.11.2017
ISBN 9783809026389
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Endlich geht es weiter mit Rizzoli und Isles. Als das Buch bei mir eintraf, musste ich daher auch sofort damit starten.
Mittlerweile handelt es sich hier um den 12.Band und ich war unheimlich gespannt, was mir dieser bieten würde.
In das Geschehen kommt man sofort sehr gut hinein. Alles ist sofort wieder präsent und obwohl es nicht allzu viele Rückblicke gibt, hat man keine Probleme, dem Geschehen zu folgen.
Die Autorin versteht es mit ihrem fließenden und einnehmenden Schreibstil sofort in den Bann zu versetzen. Leider hat das zur Folge, das ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte und die Geschichte viel zu schnell vorbei war.

Hierbei folgen wir zum einen Jane Rizzoli und Maura Isles. Auf der anderen Seite aber auch einer anderen Person, was es in meinen Augen perfider und umso spannender machte.
Gerade diese eine Person hat mich ungalublich gereizt. Man hat schon im Vorfeld einige Ahnungen, die in verschiedene Richtungen gehen. Doch nichts bereitet tatsächlich darauf vor, worauf es im Endeffekt hinauszielt. Lange Zeit war sie für mich ein Buch mit sieben Siegeln und ich wusste einfach nicht, was ich von ihr halten , geschweige denn, wie ich sie einschätzen sollte.
Die ersten Leichen lassen auch gar nicht solange auf sich warten. Sie lösen einiges an Grauen und Fassungslosigkeit aus. Dabei versteht es die Autorin den gesamten Charakteren Tiefe und Leben einzuhauchen. Sie werden greifbar und man teilt ihre Emotionen auf jeder Ebene.
Die Grundthematik hat mir hierbei besonders gut gefallen. Wurde gut ausgearbeitet und dem Leser vor Augen geführt. Dabei versteht es die Autorin mit einigen Wendungen zu punkten, die man nicht kommen sieht. Einiges erahnte ich und doch überlief mich eine Schockwelle nach der anderen.
Ganz besonders fassungslos und schockiert war ich über die Emotionslosigkeit einer ganz besonderen Person. So viel Kälte und Kalkül, es hat mich wirklich entsetzt. Ratlos gemacht und auch zum nachdenken gebracht.
Was ist nötig, damit man so wird? Wie tief sind die Abgründe, die tatsächlich darin schlummern?
Wieviel Schmerz und Leid kann ein einzelner Mensch ertragen, ohne daran zugrunde zu gehen?

Die Handlung selbst ist etwas komplex aufgebaut und es dauerte einige Momente, bis ich mir ein Bild machen konnte.
Bis zu einem gewissen Grad fand ich es ziemlich vorhersehbar, was das Lesevergnügen aber keinesfalls geschmälert hat.
Derweil bleibt auch die Zwischenmenschlichkeit nicht außen vor. Maura und Jane haben derweil mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und ich fühlte mich Ihnen dabei wirklich verbunden. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, ihren Gedanken folgen und ihr Innerstes nach außen kehren. Sie haben dem ganzen Fall etwas Ausgeglichenheit verschafft. Sie haben gezeigt, das auch das Gute noch existiert und das nicht immer alles nur schwarz weiß ist.
Ihr Privatleben dominiert nicht, was ich als sehr gut empfinde. Die Ermittlungsarbeit hat mir nach wie vor sehr gut gefallen. Man konnte gut miträtseln und immer wieder in eigene Überlegungen verfallen.

Auf emotionaler Schiene konnte ich mich komplett einbringen und hab so jede Zeile mitgezittert und gebangt. Die Handlung wechselt immer wieder von ruhigem Modus in den nervenzehrenden. Dabei empfand ich es auf der psychologischen Ebene sehr gut ausgearbeitet.
Es geht um Berechnung, Macht, und Missgunst.
Es geht aber auch um Liebe, Akzeptanz und dem Wunsch, immer mehr zu wollen.
Es geht um die Vergangenheit, die niemals zur Ruhe kommt und sich irgendwann mit der Gegenwart verbindet.
Es hat mich traurig und wütend gemacht. Es hat in mir gebrodelt und ich konnte vieles einfach nicht akzeptieren, nicht verstehen. Es hat mich mit Grauen und Fassungslosigkeit erfüllt.
Und daneben ist es mir auch nahe gegangen.
Schlussendlich ein sehr gut ausgearbeiteter  12. Fall, der einiges an Grauen zutage fördert und in dem auch die Zwischenmenschlichkeit nicht zu kurz kommt.

Fazit:
Mit dem 12. Band rund um Jane Rizzoli und Maura Isles , konnte mich die Autorin komplett begeistern, mitreißen und ohne Unterbrechung in Atem halten.
Das Böse schläft nie und kommt immer wieder zum Vorschein.
Perfide, abgründig explosiv.
Ein sehr gut ausgearbeiteter Fall, der einiges an Grauen zutage fördert, bei dem aber auch die Zwischenmenschlichkeit nicht zur kurz kommt.
Die Charaktere sind gekonnt in Szene gesetzt und auch die Wendungen, konnten mich komplett mitreißen.
Rizzoli & Isles Fans wwerden hier auf ihre Kosten kommen.

© magischemomentefuermich.blogspot.de

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141 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

science fiction, cbj, constellation, dystopie, jugendbuch

Constellation - Gegen alle Sterne

Claudia Gray , Christa Prummer-Lehmair , Heide Horn
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.11.2017
ISBN 9783570174395
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von der Autorin habe ich bereits schon andere Werke gelesen und war daher ganz besonders gespannt auf ihren neuen Reihenauftakt.
Der Beginn hat nicht sofort Euphorie bei mir ausgelöst. Um ehrlich zu sein, brauchte ich eine Weile um mich in dieser Welt zurechtzufinden und auch mit den Charakteren musste ich erst warm werden.
Doch dann kam dieser eine Punkt, an dem es mit einem Schlag um mich geschehen war. Und ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr und ich war vollkommen gefesselt, konnte mich fallen lassen und war gar nicht mehr von der Geschichte wegzubekommen.

Sie hat hier etwas ganz besonderes zu Papier gebracht. Das zwar erst langsam an Fahrt aufnimmt, sich dann aber immer mehr steigert und den Leser komplett in den Bann zieht und einfach zeigt, daß es mehr gibt, als wir uns je vorstellen könnten.
Abel und Noemi sind zwei außergewöhnliche Protagonisten, die man erst kennenlernen muss, um sie zu begreifen, sie zu fühlen und den Weg mit ihnen gehen zu können.
Besonders Abel hatte es mir angetan. Außergewöhnlich, wunderschön ausgearbeitet. Voller Facettenreichtum und faszinierend ohne Gleichen.
Oft habe ich wirklich vergessen, was er ist und das sagt eigentlich schon alles.Denn Abel ist eine Maschine, ein Mech. Aber wie man sich schon denken kann, ist er anders, als alle anderen. Obwohl ich gerade diesen Aspekt sehr vorhersehbar fand, hat mich das eigentlich weniger gestört.
Ich hab mich so sehr mit ihm gefreut, bin fast verzweifelt und auch die Tränendrüse wurde in Anspruch genommen. Er ist mir unheimlich ans Herz gewachsen und ich habe einfach sämtliche Emotionen mit ihm zusammen durchlaufen. Man spürt seine Entwicklung und ist stolz und freut sich jede Sekunde mit ihm. Man leidet, wenn sein Innerstes in Aufruhr gerät und zittert einfach in jeder Minute mit.
Mir hat lediglich ein bißchen mehr Dramatik gefehlt. Wenn es mal ernst wurde, wurde es fast zu schnell in meinen Augen abgehandelt, das hätte man gern noch mehr ausbauen und mehr Emotionen und Explosivität hineinlegen können.
Noemi ist eine Person, die mir sehr gut gefallen hat. Mut und Stärke zeichnen sie aus, aber sie hat auch sehr viel weiches an sich, was sie sehr viel greifbarer macht. Sie hat mich in der ein oder anderen Szenen sehr überrascht und ich habe wirklich mit ihr gefühlt.
Aber daneben gibt es auch Charaktere, die mich zum schmunzeln brachten. Virginia ist eine von Ihnen und sie hat mir einfach vieles leichter gemacht. Sie hat dem Ganzen etwas die Schwere genommen.
Denn die Atmosphäre fand ich mitunter doch etwas drückend und düster.
Und daneben gibt es auch Charaktere, die Wut und Zorn erzeugten. Aber nicht nur das. Auch Hilflosigkeit und Verzweiflung kam nicht zu kurz, was das Ganze einfach toll abrundet.

Das Setting sticht hier besonders heraus und gerade dieser Umstand hat es sehr viel magischer, brillierender und auch facettenreicher gemacht. Wir befinden uns in der Galaxie, doch damit ist es nicht getan.
Es ist sehr viel komplexer als man annimmt und während der Handlung erhält man immer mehr Einblicke, wodurch man nach und nach alles greifen und verstehen lernt.
Das Ganze erfahren wir aus der Sicht eines Erzählers, wodurch wir meist Abel und Noemi begleiten.
Die Autorin hat dabei einen sehr leichten, einnehmenden und bildgewaltigen Schreibstil, der mich förmlich durch das Buch fliegen ließ.
Sie erweckt alles zum Leben und dadurch spürt man auch alles viel besser.
Die zarten Gefühle, die daraus erwachsen, die Romantik und die Tiefe des Ganzes haben mich sehr berührt.
Es ist einfach eine ganz besondere Geschichte, die dem Leser etwas ganz besonderes mit auf den Weg gibt.
Niemals aufgeben, niemals verzweifeln.
Es ist niemals zu Ende. Manchmal ist es vielleicht sogar ein neuer Anfang.
Und manchmal entsteht daraus etwas ganz neues.
Abels und Noemis Weg ist voller Hürden, Wagnissen, Erkenntnissen und Wahrheiten, die ihr Innerstes erschüttern, aber auch auf eine ganz besondere Art und Weise zum leuchten bringen.
Die Autorin baut sehr geschickt Wendungen ein, die mich ziemlich schockiert haben, die ich aber auch gut nachvollziehen und ein Stück weit verstehen konnte.
Hätte ich nicht im Vorfeld gewusst, das es sich hier um einen Reihenauftakt handelt, so hätte ich dies nicht vermutet.
Denn das Ende ist in meinen Augen sehr rund und ausgewogen.
Die Handlung selbst ist teils ruhig, teils actionreich und wird gerade durch die Emotionen sehr bewegt.
In die Charaktere kann man sich wunderbar hineinversetzen und ihr Innerstes ergründen und verstehen.
Für mich einfach eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die mich vor allem das Setting, ihren Tiefgang , die ungeahnten Möglichkeiten und vor allem durch Abel und Noemi sehr beeindruckt hat.
Ich bin sehr gespannt darauf, wie es weitergeht.

Fazit:
Claudia Gray hat hier eine sehr außergewöhnliche ,  bewegende und besondere Geschichte rund um Abel und Noemi zu Papier gebracht.
Diese sticht vor allem in ihrer Art und dem ganz besonderen Setting heraus.
Beeindruckende Wendungen, die komplett mitreißen und eine ganze Palette an Gefühlen durchlaufen lassen.
Abel und Noemi sind anders und gerade deswegen auch so beeindruckend.
Eine Geschichte die nicht sofort Euphorie in mir auslöste, die mich aber ab einem bestimmten Punkt vollkommen im Griff hatte und nicht mehr gehen ließ.
Unbedingt lesen.

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bettina kiraly, racing love, formel 1, liebe, motorsport

Poleposition für die Liebe

Bettina Kiraly
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 23.11.2017
ISBN 9783960872269
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich liebe Liebesgeschichten die etwas rebellisches, aber auch unschuldiges und zartes an sich haben. Diese Geschichte reiht sich perfekt in diese Kategorie ein.
Es gab so vieles schon, aber Rockstars sind doch immer wieder im Vordergrund.
Diesmal geht es in Richtung Sport. Was ich doch aufregend und anders fand. Aber nicht weniger leidenschaftlich, nicht weniger heißblütig.
Auch hier können eine Menge Herzen gebrochen werden und das bleibt defintiv nicht ohne Folgen.

"Poleposition für die Liebe" ist ein wunderschöner, emotionaler mit einem Hauch Dramatik versehener Reihenauftakt der Racing Love Serie.
Ich kenne die Autorin bereits aus früheren Werken, weshalb ich auch sofort wusste, daß ich mich damit nicht auf das Glatteis begebe. Sie hat mich sofort wieder mit ihrem gefühlvollen, fließenden und atmosphärischen Schreibstil in den Bann gezogen und im Nu war alles inhaliert. Viel zu schnell möchte ich sogar meinen.
Ihre Charaktere sind einfach wunderbar gelungen. Allen voran natürlich Frederick und Ava. Frederick ist ohne Zweifel heiß, aber er trägt auch einen ernsthaften , nicht weniger prägenden Hintergrund mit sich herum. Alleine dieser Aspekt hat mir wirklich gut gefallen. Man hat gemerkt, es steckt was dahinter. Er hat Ecken und Kanten. Was ihn für mich nur umso greifbarer und auch authentischer machte. Jede Minute die ich mehr mit ihm verbrachte, wollte ich weniger gehen. Denn er bringt so viel mit und zeigt uns zudem auch die Schattenseiten seines Ruhms. Daneben bekommt man auch noch einen sehr guten Einblick in sein Leben und was es eben alles mit sich bringt.
Sein Leben war immer leicht, locker, ohne Zugeständnisse und ohne Zwänge.
Und dann kam Ava.
Ein Wirbelsturm wäre nichts im Vergleich und das obwohl Ava völlig anders ist, als man denkt.
Ich mochte sie sofort. Ihre sanfte, unschuldige Art. Aber sie hat auch eine sehr verletzliche und auch starke Seite, die immer mehr zum Vorschein kommt.
Ava ist einfach zum knuddeln, aber man spürt gleichzeitig wie sie aufblüht, ein Stück der Freiheit kostet und daneben auch mit ihrer inneren Zerrissenheit zu kämpfen hat.
Kann es eine Freundschaft zwischen Mann und Frau geben?
Natürlich, aber Ava und Frederick sind eben anders und so ist es auch ihre Beziehung.
Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen um etwas zu erreichen.
Etwas wagen, um etwas viel kostbareres gewinnen zu können.
Doch haben sie den Mut dazu?
Toll fand ich hier, daß man von beiden die Perspektiven erfährt, was ihnen mehr Tiefe und Raum verlieh. Man taucht immer mehr in ihr Leben ein. Versteht wie sie fühlen, wie sie denken, was sie eigentlich ausmacht.

Ich habe dieses Buch nicht mehr weglegen können.
Ich hab gelacht, gezittert, gelitten und musste tatsächlich auch mal innehalten.
Und doch ist diese Story so herrlich leicht, das ich mich darin hätte verlieren können.
Es geht nicht einfach nur um Liebe. Es geht um Freundschaft, um Loyalität, um den Mut sich selbst zu verwirklichen und seinen eigenen Weg zu gehen. Sich nicht verbiegen zu lassen und vor allem geht es darum, die Liebe in sein Herz zu lassen.
Ava und Frederick machen eine gewaltige Entwicklung durch, die man gern beobachtet. Auch wenn es die ein oder andere Szene gibt, in der man denkt, wie kannst du nur.
Oft ist da mal ein Brett vor dem Kopf, daß man nur zu gern herunterreißen würde.
Doch es geht nicht nur darum, alles geschenkt zu bekommen. Es geht um mehr, es geht darum, auch zu kämpfen.
Aber nicht nur Ava und Frederick haben mir gut gefallen. Auch ihre Freundinnen waren total süß und ich musste mir ständig das lachen verkneifen. Ihre Schwester empfand ich auch als eine sehr beeindruckende Persönlichkeit und ich habe wirklich die Hoffnung, daß wir noch einmal zu ihr zurückkehren werden.
Aber vordergründig geht es hier um Ava und Frederick.
Zwei Menschen die schweben, taumeln und so manche Stolpersteine beseitigen müssen. Das macht es echter, gewaltiger und auch lebendiger.
Man grübelt und zittert selbst mit.
Ein Roman der zwar einerseits spritzig und lockerleicht ist, aber auf der anderen Seite auch sehr viel mitzugeben hat.
Ich bin absolut überzeugt und freue mich schon sehr auf auf den nächsten Band dieser Reihe.

Fazit:
Ava und Frederick bilden den Auftakt der Racing Love Reihe von Bettina Kiraly.
Ich sag nur heiß, bewegend und absolut spritzig und erfrischend.
Ein Roman der dich nicht mehr loslässt, der dich einnimmt.
Der auf der einen Seite lockerleicht ist, aber auf der anderen Seite auch die ein oder andere Sache mit auf den Weg gibt.
Zwar in seinem Kern sehr vorhersehbar, was jedoch überhaupt nicht stört.
Man taumelt, man fällt und steht wieder auf.
Liebe mit dem ganz gewissen Etwas.
Unbedingt lesen.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

Cassandra - Niemand wird dir glauben

Eva Siegmund
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.11.2017
ISBN 9783570311837
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der erste Band dieser Dilogie hat mir schon unglaublich gut gefallen, so das ich mich sehr auf Band zwei gefreut habe. Ich war gespannt darauf, was mich erwarten würde und stürzte mich voller Elan in ein neues Abenteuer von Liz und Sophie.

Der Einstieg gelang relativ gut. Dennoch wären ein paar tiefere Rückblicke gut gewesen. Da ich doch einige Zeit gebraucht habe um wieder komplett ins Geschehen zu finden.
Nichtsdestotrotz haben mich Sophie und Liz sofort wieder gefesselt und nicht mehr gehen lassen.
Auch hier erfährt man wieder verschiedene Perpektiven. Was den Blickwinkel doch erweitert und man so tiefer eintauchen kann und zudem noch verschiedene Charaktere ergründen und in sich aufnehmen kann.
Man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen. Sie wirken authentisch und auch die Nebencharaktere sind sehr greifbar. Man kann ihre Stimmungen und Empfindungen sehr gut spüren und in sich aufnehmen.
Der Anfang hätte spannender kaum sein können und ich fieberte komplett mit Sophie mit. Und auch Sophie war es auch, die mich komplett emotional erreicht hat. Liz fand ich dagegen doch etwas unterkühlt in ihrer Art, was ich doch etwas schade fand.
Und dann gab es noch diese eine Person, komplett wandelbar und doch hatte ich mir von ihr noch etwas mehr erhofft, gerade was die Erklärungen betrifft. Und dieser Charakter war es wohl auch, der mich wohl am meisten erschüttert und entsetzt hat.
Sofort eröffnet sich uns wieder eine Welt die kaum erschreckender und grausamer sein könnte. Eine Welt, die wir so nie betreten wollen würden. Sicher haben auch manche Aspekte ihre Vorteile, doch gerade anhand von Liz wird sehr deutlich aufgezeigt, das es immense Nachteile mit sich zieht und das es doch die ein oder anderen Missstände zu verzeichnen gibt.

Die Autorin hat mich auch hier wieder mit ihrer fließenden, bildgewaltigen und sehr gefühlvollen Art zu schreiben, nicht mehr losgelassen. Ich fing an und konnte nicht mehr aufhören. Ein Sog entwickelte sich, dem ich mich nicht entziehen konnte oder gar wollte.
Auch wenn es noch die ein oder andere Schwachstelle gab, oder mir sich einige Dinge nicht recht erschlossen, so hat mich dieses Buch doch komplett mitgerissen und auch bei der ein oder anderen Szene nachdenklich gestimmt. Ganz besonders schön fand ich das Auftreten von Juan. Man hätte diesen Charakter gern noch mehr vertiefen können. Denn er ist einfach so schön ausbaufähig und bringt ein Gefühl von Zuhause und Wehmut mit sich. Bei ihm konnte man einfach alles spüren, was ihn ausmacht. Ja, was er eigentlich ist und in die Welt trägt.
Auch in diesem Band sehen sich Sophie und Liz mit einigen Herausforderungen und Stolpersteinen konfrontiert. Sie fordern ihnen alles ab und bringen sie immer wieder an ihre Grenzen. So oft habe ich mit ihnen mitgelitten. Besonders bei Sophie ging mein Herz besonders auf. Sie ist einfach ein ganz besonderer Mensch, deren Entwicklung mehr als gut spürbar wird. Natürlich hat Neurolink auch hier wieder seinen Auftritt, doch nicht so wie man vielleicht erwarten würde. Es ist eher das, was unter der Oberfläche brodelt und Missgunst und Machtspielchen mit sich bringt.
Auch ein alter Bekannter darf hier nicht fehlen und da liegt leider auch schon der erste Schwachpunkt. Denn gerade was diesen Handlungsstrang anbelangt, so hatte ich mir doch mehr davon erhofft. Es war mir zu wenig, nicht so abgründig , wie ich erhofft hatte und auch das Danach wurde mir zu schnell abgehandelt. Dennoch versteht er komplett Grauen und Eiseskälte hervorzurufen. Man spürt was ihn ausmacht und das man ihn nie unterschätzen sollte.
Und auch wenn vieles vorhersehbar war, so hat es die Autorin doch toll verstanden immer wieder Wendungen einzubauen, die man so nicht erwarten würde. Das hält sie konstant aufrecht bis zum Schluss.
Das Ende fand ich im Prinzip gut gelungen, mir persönlich war es jedoch ein Hauch zuviel an Dramatik und Tragik. Ich verstehe gut, warum es so ist, dennoch hätte ich es mir anders gewünscht.
Ebenso bleibt die Zwischenmenschlichkeit nicht außen vor. Die Gefühle sind sehr intensiv und doch hauchzart beschrieben, so das sich schnell Wärme in mir ausbreitete und ich es einfach genossen habe. Man erlebt ein Gefühl von Zerbrechlichkeit und weiß, jeder Moment könnte der letzte sein. Was es in meinen Augen nur umso packender gemacht hat. Man möchte einfach alles festhalten, helfend einschreiten und gleichzeitig jede Sekunde auf das intensivste auskosten.

Die Handlung selbst ist ziemlich abwechslungsreich, was vor allem an den zwei Handlungssträngen liegt.Auf der einen Seite folgt man Liz und auf der anderen Sophie.
Die Grundthematik selbst fand ich sehr gelungen. Die Autorin hat das Ganze mit sehr viel Einfühlsamkeit und Eindringlichkeit , aber auch mit viel Feinfühligkeit und Dramatik ausgearbeitet.
Ein Ausarbeitung die keine Wünsche offen lässt und doch hätte man sich gewünscht, es wäre noch tiefer und detailreicher vonstatten gegangen. Teilweise wurde für mich zu sehr an der Oberfläche gekratzt, ohne bis in den wahren Kern vorzudringen. Gerade bezüglich Neurolink hätte ich mir noch mehr Infos gewünscht.
Der Verlauf ist actionreich, explosiv und bringt auch den Leser immer wieder zum sinnieren und grübeln. Man denkt oft, was wäre wenn.
Und nach diesem Abschluss packt mich die Wehmut, weil ich Abschied nehmen muss.
Schlussendlich eine lesenswerte Dilogie, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Fazit:
Mit Band 2 der Pandora Dilogie hat die Autorin wieder etwas sehr gewaltiges und emotionales zu Papier gebracht. An den Vorgänger reicht es zwar nicht ganz ran und hat auch noch die ein oder andere Schwachstelle.
Dennoch konnte es mich packen, bewegen und auch zum nachdenken bringen.
Eine Welt die erschreckender und grauenvoller kaum sein könnte und mittendrin Liz und Sophie , im Kampf um ihr Leben und Gerechtigkeit.
Sehr mitreißend, spannend und klar.
Wer Band 1 mochte, dem wird auch dieser gefallen.

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86 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

jugendbuch, space opera, science fictio, intrigen, verrat

Herrscherin der tausend Sonnen

Rhoda Belleza , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 30.10.2017
ISBN 9783570164709
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf dieses Buch hatte ich mich unheimlich gefreut. Obwohl es vereinzelt durchwachsene Kritiken gab, habe ich mich sehr auf schöne Lesestunden gefreut, daher ließ ich mich voller Spannung darauf ein.
Das Cover gefällt mir unheimlich gut und bis auf das Laserschwert passt es auch toll zur Geschichte. Denn so stellt man sich Rhee vor.
Sehr gut hat mir am Anfang das Glossar gefallen, dennoch möchte ich dabei anmerken, daß es bei weitem nicht reicht. Umfangreicher wäre in dem Fall noch besser gewesen.

Der Einstieg war auch gar nicht mal so leicht, denn die vielen Begriffe und Namen bereiteten mir zunächst einige Probleme. Nach und nach begann sich das zu lichten und ich konnte mich gut in die Geschichte hineinfühlen.
Dabei erfährt man hier verschiedene Perspektiven, nämlich die von Rhee und Aly. Ebenso sind es zwei verschiedene Handlungsstränge. Das war mir persönlich etwas zuviel. Denn ich habe mich mitunter dabei erwischt, daß ich viel lieber nur bei Rhee geblieben wäre. Ganz einfach, weil ich es bei ihr viel spannender empfand. Bei Aly hingegen schlichen sich schnell ein paar Längen ein, was wirklich schade ist. Seine Figur hätte einfach noch mehr verdient, er wirkt einfach doch etwas zu nichtssagend gegenüber Rhee. Leider kam ich ihm emotional auch nur bedingt näher.
Nichtsdestotrotz empfand ich beide als sehr interessante und faszinierende Persönlichkeiten. Besonders Rhees Hintergrund war sehr informativ und hat mir vieles erleichtert, um mit der kompletten Geschichte umgehen und diese noch besser betrachten zu können.
Rhee hat für mich eine doch spürbare Entwicklung durchgemacht. Ich mochte ihre Stärke und ihren Mut sehr gern und sie handelte oft einfach auch sehr menschlich und gefühlsbetont, was sie in meinen Augen gleich viel authentischer machte. Aber auch sie hat hier einiges zu durchstehen, womit sie nie gerechnet hätte.
Mitunter muss sie wirklich begreifen, daß die Dinge ganz anders sind, als sie bisher gedacht hatte. Das sie im Grunde gar nichts wusste und das wiederum bringt ihr Innerstes auch deutlich in Aufruhr.
Es gibt Missstände, es gibt Kämpfe und es geht nicht immer nur darum, sich selbst zu behaupten.
Oft geht es um etwas ganz anderes. Etwas viel wichtigeres.
Ebenso hat Aly einiges zu erkennen. Dabei wird auch er das ein oder andere Mal erschüttert und gefordert, was seiner Entwicklung gut tut.
Auch die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen und wurden ein Stück weit greifbarer für mich.
Besonders Dahlen und Vin fand ich sehr gelungen.
Aber es gibt auch noch einige andere, denen man schnell auf emotionaler Ebene näherkommt und mit ihnen leidet und zittert. Was es auch gleich viel tiefer und facettenreicher macht.

Das Setting empfand ich als sehr toll. Für Fantasy Liebhaber eher nur bedingt geeignet, da es wirklich Science Fiction ist. Man bekommt einen sehr guten Einblick in die Welt, in ihre Technologie und wie alles läuft. Dennoch hatte ich etwas das Gefühl, das volle Potenzial wurde nicht ausgeschöpft. Da ist für mich noch Luft nach oben. Hier hätte ich mir ganz einfach noch mehr Details gewünscht. Da es doch recht komplex ist und man nicht alles auf Anhieb versteht.
Die Handlung selbst ist ziemlich spannend. Es wird schnell temporeich, flaut jedoch auch immer wieder ab. Nicht selten passiert es, daß ein Kapitel mit einem Cliffhanger endet. Leider führt es durch den Perspektivenwechsel dazu, daß die Spannungskurve dadurch schnell abbricht und man doch mitunter etwas gelangweilt ist.
Der Autorin gelingen jedoch einige Überraschungen, die ich so nicht kommen sehen habe.
Ich konnte wunderbar mit Rhee mitfiebern und an ihren Emotionen teilhaben. Sie hat etwas in mir ausgelöst, daß mich ihr einfach ein Stück weit nähergebracht hat. Ich konnte ihre Rachegefühle gut nachvollziehen und ging mit ihr zusammen ihren Weg.

Das Ende ist etwas offen und ich frage mich natürlich schon wie es weitergeht.
Ich empfand es vom Lesen her doch etwas anstrengend  und leider konnte es mich nicht zu einhundert Prozent mitreißen.
Am Schreibstil der Autorin lag es nicht, denn dieser war einnehmend und fließend, es kam einfach immer wieder während der Handlung ins stocken, was den Lesefluss doch etwas erschwerte.
Nun bin ich gespannt darauf, was die Autorin sich im zweiten Band der Dilogie einfallen lässt und ich hoffe sehr, daß diese dann mehr überzeugen kann.

Schlussendlich ist der Autorin ein Roman gelungen, dessen Setting mich wirklich beeindruckt hat, das jedoch das volle Potenzial nicht ausgeschöpft hat. Es gibt noch einige Fragen, die hoffentlich im Folgeband aufgelöst werden.

Fazit:
Rhoda Belleza versteht es mit der Grundidee und dem Setting zu begeistern, so das ich es enorm interessant und auch faszinierend fand. Ebenso sind die Charaktere sehr interessant gestaltet, so das sie schnell greifbar werden und man ein Teil dieser Welt wird.
Leider konnte es mich dennoch nicht zu einhundert Prozent überzeugen, auch wenn die Autorin durchaus mit einigen Wendungen punkten kann.
Es ist hier einfach noch Luft nach oben und ich bin doch gespannt darauf, ob das Potenzial im Folgeband ausgeschöpft wird.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

thriller, heyne-verlag, anne frasier, ich bin nicht tot

Ich bin nicht tot

Anne Frasier , Anu Katariina Lindemann
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453439061
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon früher habe ich die Thriller von Anne Frasier sehr gern gemocht. Als ich jetzt hörte, das es neues von ihr gibt, war ich sehr gespannt auf mehr.
Hierbei handelt es sich um den Auftakt der Jude Fontaine Reihe.
Der Schreibstil von Anne Frasier ist sehr einnehmend, fließend und bildgewaltig. Im Nu war ich von dem Buch nicht mehr wegzubekommen. Der Sog hatte mich einfach wieder einmal erfasst.

Der Einstieg begann gleich sehr nervenzehrend und explosiv. Man taucht ein, in Judes Leben und begreift, was in ihr brennt, was sie erleidet, welche Qualen sie aussteht. Dabei ist ihre Entführung, die sie von ihrem früheren Leben abschnitt, nicht Vergangenheit. Sie ist präsent, man spürt sie mit jedem Atemzug.
Man fühlt  mit ihr, leidet stumm und wartet voller Spannung, was als nächstes folgt.
Bei diesem Thriller erfährt man verschiedene Perspektiven, aus der Sicht eines Erzählers. Man erlebt Jude, Uriah, aber auch den Täter hautnah. Das verschafft nicht nur mehr Raum, dadurch wird es einfach greifbarer und man zittert nur umso mehr mit.

Jude ist eine Frau, die mir sofort ans Herz ging. Sie ist kaputt, ohne Frage. Aber wie kann sie das auch nicht sein, bei dem was sie mitmachen musste. Wie kann eine Seele so etwas ertragen, ohne Schaden zu nehmen?
Doch anhand Jude wird sehr gut aufgezeigt, das man nicht zerbrechen muss. Das man Stärke besitzt, die auftstehen und weitermachen lässt.
Man erfährt mit der Zeit immer mehr über ihren Hintergrund und was sie selbst als Menschen ausmacht. Dadurch kann man sich noch besser in sie hineinversetzen und ihrem Handeln folgen.
Dabei geht es nur vordergründig um Jude und ihr Martyrium. Da draußen ist längst noch ein anderer Psychopath, der junge Frauen in seine Gewalt bringt, ermordet.
Jude und ihr neuer Partner nehmen die Fährte auf und niemand kann das Böse so gut sehen, wie Jude selbst.
Wird es ihr letztlich dabei helfen , ihn zu schnappen oder ist es ihr eigener Untergang?

Mir hat dieser Thriller wirklich enorm gut gefallen. Anne Frasier versteht es den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten und immer wieder hochschellen zu lassen. Sie legt langsam Fährten und ist man erstmal auf einer rechten Spur, so tut sie das unmögliche. Sie schwenkt in eine andere Richtung und stürzt den Leser somit vollends in Verwirrung.
Dabei hatte ich oftmals tatsächlich das Gefühl, das Judes Leben enorm viel Raum einnimmt. Aber genau dieser Umstand ist auch wichtig, um sie besser verstehen und verinnerlichen zu können.
Nicht selten hatte ich Angst, sie verliert sich dabei selbst und verfällt dem Wahnsinn.
Es gab einige Szenen, die haben mir einfach nur Gänsehaut über den Rücken rieseln lassen. Ich kam kaum zum Luft holen, weil ständig neues passierte.
Und während man in die Seele und die Qualen der Ermittlerin eintaucht, folgt man auch voller Spannung den Emittlungen. Diese sind nicht weniger gut ausgearbeitet, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, daß man den Fokus etwas mehr darauf gerichtet hätte.
Ich hatte keine Ahnung wohin mich das Ganze führen würde, doch plötzlich war alles an seinem richtigen Platz.
Man sah klar und wusste plötzlich, warum es so war, wie es war.
Es war nachvollziehbar, schockierend und machte mich sprachlos.
Das Böse ist zum greifen nah und man taucht in die Abgründe ein, die tiefer kaum sein könnten.
Ein Thriller der pures Grauen auslöst und an den Rand der Belastbarkeit bringt.
Es geht um Schmerz.
Emotionalen, körperlichen. Dabei versteht es die Autorin , dies recht eindringlich zu verdeutlichen. Es zeigt auf, was man durchlebt, was es mit den Menschen macht, wie es sie verändert. Welche Qualen, welche Zerrissenheit und welche Kämpfe es bedeutet. Aber man begreift auch, wie das Umfeld damit umgeht.
Vergangenheit ist nicht länger Vergangenheit. Präsenter und greifbarer denn je. Die Grenzen verschwimmen unmerklich ineinander. Alles explodiert über einem und der Tumult bricht los.
Ein Thriller dessen Wendungen mich ganz besonders in Atem gehalten haben und dessen Abschluss wirklich sehr gut gelungen ist. Es ist zwar nicht sehr blutig, dennoch ist es psychologisch sehr gut ausgearbeitet und bringt den Leser wirklich zum zittern und mitfiebern.
Eine Thematik die nicht kaltlässt uhd deswegen auch so mitreißt. Ich bin schon sehr gespannt auf den Folgeband.

Fazit:
Anne Frasier ist zurück.
Ihr Auftakt der Jude Fontaine Reihe ist sehr komplex, nervenzehrend und abgründig.
Eine Frau die weiß, was Qualen bedeuten und ein Täter, der immernoch auf der Jagd ist.
Eine komplexe Handlung und Charaktere , die unweigerlich ans Herz wachsen.
Das Wort Schmerz bekommt eine völlig neue Bedeutung und man begreift, das die Abgründe enorm tief werden können.
Ein Thriller, bei dem auch die Ermittlungsarbeit nicht zu kurz kommt, der aber besonders durch die Wendungen beeindruckt.
Unbedingt lesen.

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dreililiendaserstebuchdesblutadels, romantasy, romance, rezension, rosesnow

3 Lilien - Das erste Buch des Blutadels

Rose Snow
E-Buch Text
Erschienen bei Independently published, 15.11.2017
ISBN B077J35SMP
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich etwas neues von den beiden Autorinnen.
Meine Freude war grenzenlos und so begann ich voller Erwartung mit dem lesen.
Ihr leichter , fließender und lebendiger Schreibstil hat mich sofort wieder mitgerissen und nicht mehr zu Atem kommen lassen.
Der Einstieg war gleich sehr geheimnisvoll und düster. Doch die ersten Seiten waren so geschickt und spannend ausgearbeitet, das ich unbedingt mehr erfahren wollte.
Mit Lorelai haben sie eine wunderbare und facettenreiche Protagonistin erschaffen, die mein Herz sogleich eroberte. Aber noch viel mehr hat mich Vitus fasziniert und nicht losgelassen. Er wirkt sehr geheimnisvoll und man kann sich seinem Charme einfach nicht entziehen.
Der Stoff aus dem Träume geboren werden.
Dabei erfahren wir die Perspektive von Lorelai, was ihr sehr viel Raum und Tiefe verschafft und sie viel greifbarer macht. Aber auch die Nebencharaktere sind wunderbar gestaltet und in Szene gesetzt.
Besonders Lorelais Freundin und Familie mochte ich so unheimlich gern und konnte mich wahnsinnig gut in sie hineinversetzen. Sie haben mir Wärme geschenkt und immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.
Und mein Gott der Blumenladen schafft ein Gefühl von Romantik, Geborgenheit und eben ein ganz besonderes Feeling.
Ich habe mich direkt darin verliebt und einfach diese Wow Momente genossen.
Man kann es nur schwer beschreiben. Man muss es erleben, fühlen und in sich aufnehmen. Einfach Magie, die daraus wächst.

Die beiden Autorinnen entführen uns hier in die Welt des Blutadels. Eine ganz besondere Welt die sofort einnimmt, Faszination aber auch Ängste auslöst.
Dabei haben wir es hier mit Hellen und Dunklen zutun. Worum es sich dabei genau handelt, erfährt man schon bald auf einnehmende Art und Weise.
Über die Gesetze und Regeln erfährt man bald mehr und gerade diese Einblendungen haben mir gut gefallen. Es macht das Ganze ernster , facettenreicher und ungleich magischer.
Durch Lorelai bekommt man einen sehr guten Blick darauf und begreift immer mehr, worauf man sich eingelassen hat.
Lorelai hat mit einigem zu kämpfen. Aus Vorfreude wird plötzlich Angst. Und plötzlich explodiert alles über ihr.
Ihre Zerrissenheit ist deutlich zu spüren und man fiebert einfach gnadenlos mit ihr mit.

Die Handlung ist dabei von einigen Überraschungen begleitet, die man teilweise jedoch schon im Vorfeld erahnen kann.
Und dann tritt genau das ein, was man vielleicht erahnt, aber nicht kommen sehen hat.
Mein Innerstes war in Alarmbereitschaft und es zerbrach einfach etwas und macht völlig neuen Dingen Platz.
Alles verschiebt sich und man möchte einfach nur fliehen , es nicht sehen.
Ein Ende das mir die Tränen in die Augen getrieben, mich erschüttert und bewegt hat.
Das mir gezeigt hat, daß man nie sicher ist.
Das ständig alles in Bewegung bleibt und einen gnadenlos mitreißt.
Hin und wieder hätte ich mir zwar noch etwas mehr Adrenalin und Tempo gewünscht, aber durch die Details, die Beschreibungen und die Zwischenmenschlichkeit wurde es wieder wett gemacht.
Eine Welt , in der ich noch so viele Fragen habe, die mich aber vollkommen in den Bann gezogen hat.

Schlussendlich ein sehr gelungener Auftakt, der auf magische und faszinierende Art und Weise völlig einnimmt.
Seiten die vorbeifliegen, Emotionen die mitreißen und ein Wissen , daß alles in den Schatten stellt.


Fazit:
Die beiden Autorinnen entführen uns diesmal in die Welt des Blutadels und diese Welt hat so einiges zu bieten.
Ein gelungener Auftakt der auf magische und faszinierende Art und Weise völlig einnimmt.
Seiten die vorbeifliegen, Emotionen die mitreißen und ein Wissen, daß alles in den Schatten stellt.
Ich sag nur Vitus. Düster, heiß und mit jeder Zeile will man mehr von ihm und daneben Lorelai, die es kaum schafft seinen Charme zu überbieten oder gar zu widerstehen.
Ein Auftakt der düster, geheimnisvoll und unendlich magisch ist und daneben noch so einige Fragen aufwirft.
Unbedingt mehr davon.

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vivien johnson, familie, verrat, glück, selfpublishing

Love without lies (Weaverhill-Reihe 1)

Vivien Johnson
E-Buch Text: 169 Seiten
Erschienen bei null, 22.08.2016
ISBN B01KVOOQM2
Genre: Sonstiges

Rezension:

“Love without Lies” ist der erste Band der Weaverhill Reihe und gleichzeitig mein erstes Buch der Autorin.
Der Klappentext hörte sich interessant an und so freute ich mich auf viel Spannung und Leidenschaft.

Hierbei erfahren wir sowohl die Perspektive von Virginia, als auch von Blake. Das verschafft dem Ganzen mehr Raum und Tiefe.
Man kann sich wunderbar in die Charaktere hineinversetzen und ihren Handlungen und Gedankengängen folgen.
Die Autorin hat dabei einen sehr leichten, fließenden und einnehmenden Schreibstil.
Die Seiten flogen nur so an mir vorbei, weil ich mich dem Ganzen nicht entziehen wollte und konnte.
Die beiden Hauptcharaktere sind wunderbar ausgearbeitet und überzeugen mit ihrem Facettenreichtum. Dennoch denke ich, man hätte aus beiden noch mehr herausholen können.
Virginia mochte ich sehr. Sie hat ihre Ecken und Kanten, ebenso wie Blake. Dadurch sind sie authentischer und auch greifbarer für mich geworden. Dennoch gab es gerade bei Virginia einige Momente, in denen ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte und gerade da ins grübeln kam, warum sie so handelte.
Beide haben ihr Päckchen zu tragen, es hat sie stärker gemacht und zu dem werden lassen, die sie heute sind. Blakes "Päckchen" konnte ich besonders gut verstehen, da mir sein Hintergrund nicht fremd ist und es wirklich gut eingearbeitet wurde.
Ganz besonders Virginias innere Zerrisssenheit und Verzweiflung kam sehr gut dabei heraus.
Manchmal hätte ich sie wirklich gern in die Arme geschlossen und ihr mehr Mut und Hoffnung geschenkt.
Es gab einfach Szenen, die haben mich unheimlich wütend gemacht und ich hätte die Wände hochgehen können. Einfach weil ich es nicht verstehen konnte und wollte.
Aber besonders gut gefallen hat mir Kate und ich hoffe, bald mehr über sie zu erfahren. Sie hat alles geerdet und einfach ein Gefühl von Geborgenheit geschaffen, in dem man einfach , man selbst sein kann.

Die Geschichte selbst verzaubert mit wundervollem Texas Charme und ich mochte gerade diesen Aspekt so unheimlich gern. Es hat dem Ganzen etwas Wildes und Rauhes verliehen.
Daneben ist diese Lovestory voller Höhen und Tiefen und besticht auch mit Wendungen , die gut platziert und ausgearbeitet sind.
Am Ende gab es jedoch eine Situation, die mich zunächst ziemlich schockiert hat, aber genau da kam ich wieder ins grübeln und nachdenken. Denn da hätte man noch mehr herausholen können.
Nichtsdestotrotz gelingt der Autorin eine wunderschöne Lovestory die mich mit tiefen Emotionen und einem ernsten Hintergrund sehr gefesselt und mitgerissen hat. Besonders den Hintergrund empfand ich als sehr interessant, da es wirklich sehr schmerzlich und berührend ist. Man wird mit Dingen konfrontiert, die einfach sehr nahe gehen und komplett die Grenzen verschwimmen lässt. Ich hab in diesen Zeiten so mitgefiebert, gelitten und war gleichzeitig so voller Wut.
Es hat mich nicht losgelassen und immer wieder beschäftigt.
Daneben gelang es der Autorin , mich auch schmunzeln zu lassen. Ich konnte mich in den prickelnden Emotionen sonnen und sie einfach erleben. Man spürt die Lebendigkeit und die Leidenschaft dahinter, was dem ernsten Thema auch etwas Leichtigkeit verschafft hat.
Der Abschluss ist gut gelungen.

Fazit:
Den Auftakt der Weaverhill Reihe machen Virginia und Blake.
Eine wunderbare Lovestory, die mich mit ihrem Texas Charme mit einigen Höhen und Tiefen sowie tiefen Emotionen und einer ernsten Thematik sehr mitgerissen, bewegt und gefesselt hat.
Sehr charismatisch, spannend und emotional.
Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band.

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nicole böhm, die chroniken der seelenwächter, greenlight press, seelenwächter, wasser

Die Chroniken der Seelenwächter - Es war einmal ...

Nicole Böhm
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 06.02.2017
ISBN 9783958342507
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem man im letzten Band mit einigem an Wissen bombardiert wurde, was ziemlich forderte, hoffte ich doch hier auf etwas mehr Action und Tempo. Leider erfüllte sich dies nur sehr bedingt.
Wie gewohnt erfährt man hier wieder verschiedene Perspektiven. Ebenso ist der Schreibstil der Autorin wie gewohnt fließend und einnehmend.

Der Einstieg gelingt auch hier wieder gleich recht gut.
Mit dem Ende von Band 19 trat eine neue Ära in Kraft und das führt sich hier auf sehr tiefgründige und düstere Art und Weise fort.
Man erlebt dabei verschiedene Handlungsstränge. Zum einen verfolgt man Jaydee auf seinem Weg, der nicht leicht ist und ihn vor einige Herausforderungen stellt. Auf der anderen Seite haben wir Jess, die auch einiges zu meistern hat, was sie spürbar an ihre Grenzen bringt.
Ich persönlich empfand diesen Band von der Atmosphäre her, als sehr drückend,schwer, unheilvoll, aber auch auf eine Art und Weise auch als erleichternd.
Immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht und die Charaktere haben spürbar daran zu knabbern.
Mitunter sorgen aber auch einige Szenen für Leichtigkeit und brachten mich zum schmunzeln. So folgte ich sehr gern so manchen Dialogen, die alles ein Stück weit leichter machten.
Leider war von Action oder gar mehr Tempo nicht allzu viel zu merken. Was ich leider etwas schade empfand. Dennoch konnte mich dieser Band nicht weniger mitreißen, bewegen, in Atem halten und somit in den Bann ziehen.
Es fordert auf emotionaler Ebene gewaltig und man kann sich immer besser in Jess und Jaydee hineinversetzen. Beide durchlaufen die unterschiedlichsten Stadien, die sie zwangsläufig vor Entscheidungen stellen, die alles verändern können.
Derweil werde beide auch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die so einiges im Gepäck hat.
Dabei spürt man bei beiden deutlich die Zerrissenheit und die inneren Kämpfe mehr als deutlich.
Aber ich kam auch nicht umhin zu bemerken, das beide eine gewaltige Entwicklung mitmachen.
Plötzlich ist alles anders und die Grenzen verschieben sich merklich und verlangen ihnen auf einer anderen, persönlicheren Ebene alles ab.
Ich hatte aber auch das Gefühl, ich würde sie nun völlig anders betrachten. Nicht mehr so faszinierend, magisch und brillierend. Sie werden noch greifbarer, als ohnehin schon und doch hatte ich das Gefühl, einen Teil von Ihnen zu verlieren. Sie werden in ihrer ganzen Form klarer, authentischer und bringen einfach mehr von sich selbst ein. So das man auch ihr Handeln und Denken gut nachvollziehen kann.
Und das ist im Endeffekt auch der Punkt, der mich belastet und zum nachdenken bringt.
Werden sie nach dieser Reise noch sie selbst sein, oder sich immer mehr entfernen und sich dabei selbst verlieren?
Nichtsdestotrotz ist dies wieder ein sehr einnehmender und facettenreicher Band, der uns den Seelenwächtern noch ein Stück näher bringt. Der Geschichte dahinter und deren Ursprung.
Vieles sieht man jetzt aus einem anderen Blickwinkel, was ins grübeln bringt und dennoch auch gut ausgearbeitet ist.
Nicole Böhm versteht es gekonnt dem Ganzen mehr Raum und Präsenz zu verleihen. Den Leser auf einer anderen , gefühlvolleren und tieferen Ebene mitzureißen und um den Verstand zu bringen.
Ihm einfach etwas gewaltigeres, nie dagewesenes zu verleihen und dem Ganzen einen ordentlichen Schubs an Entwicklung zu verleihen.
Man kann auch hier wieder sehr gut mitfühlen, an der ein oder anderen Stelle leiden und sich dem Ganzen hingeben. Immer mehr Bilder entstehen im Kopf und geben dem Ganzen mehr Ausdrucksskraft, mehr Leben und Greifbarkeit.
Und dennoch hoffe ich einfach, das in den nächsten Bänden wieder mehr Tempo und Action ins Spiel kommt. Denn so schön ich auch das Dahinter finde, so vermisse ich diesen Part doch etwas.

Fazit:
Auch im 20.Band der Seelenwächter wird man wieder mit einigem konfrontiert und dringt weiter in die Geschichte und dem Ursprung der Seelenwächter vor.
Jess und Jaydee haben ihr Päckchen zu tragen und sehen sich mit allerlei konfrontiert, was ihnen einiges abverlangt.
Werden sie nach dieser Reise noch sie selbst sein?
Dieser Band ist voller Geheimnisse, düster und unheilvoll angehaucht.
Er fordert, bringt mitunter an die Grenzen und offenbart wieder so einiges.
Dennoch konnte er mich nicht ganz zufrieden stellen und ich hoffe, in den nächsten Bänden wieder etwas mehr auf Tempo.

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nicole böhm, seelenwächter, die chroniken der seelenwächter, fieber, fantasy

Die Chroniken der Seelenwächter - Fieber

Nicole Böhm
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 06.01.2017
ISBN 9783958342446
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem ich jetzt wieder eine ganze Weile pausiert habe, wurde es wieder Zeit zu den Seelenwächtern zurückzukehren.
Bereits als ich in diesem Band einstieg, fühlte ich mich sofort wieder wie zuhause. Obwohl es wieder kleine Rückblicke gab, kam ich auch ohne diese sofort wieder gut ins Geschehen hinein.

Wir erfahren hier wieder wie gewohnt verschiedene Perspektiven,was es viel facettenreicher macht, man kann außerdem sehr gut in die einzelnen Charaktere und ihr Seelenleben eintauchen.
Mit ihrem fließenden, einnehmenden und absolut bildgewaltigen Schreibstil, hat es Nicole Böhm geschafft, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte.
Es ging auch sofort wieder sehr gut los und wurde doch ziemlich temporeich. Jaydee hat mich da ziemlich gefordert und ich litt wirklich Qualen.
Doch dabei bleibt es nicht, denn die Autorin schlägt hier eine andere Richtung ein.
Es wurde ruhiger,emotionaler, tiefgründiger und als Leser leidet man wirklich extrem mit.
Besonders was Jaydee und Jess angeht. Aber besonders Jaydees Part ging mir wirklich nahe.
Wir bekommen endlich mehr zu sehen. Plötzlich verschieben sich Grenzen und Blickwinkel, man ist sprachlos und muss direkt noch einmal alles lesen.
Ich war wirklich im Stillstand, ich konnte es nicht glauben und gleichzeitig ist es auch sehr nachvollziehbar. Und trotzdem, möchte ich das?
Nein, natürlich nicht. Spielt aber keine Rolle.
Man muss sich mit dem neuen Wissen abfinden, arrangieren und das Ganze erstmal auf sich wirken lassen und verarbeiten.
Man hat das Gefühl, man läuft gegen eine Mauer und prallt sofort wieder zurück.
Man ist hilflos, voller Angst und möchte das Ganze doch auch irgendwie ausbalancieren.
Jess´ Part ist nicht weniger berührend und aufschlussreich und führt doch so einiges zutage.
Jetzt nachdem ich diesen Band gelesen habe, weiß ich gar nicht, was ich dazu sagen soll. Es hat mich wirklich getroffen, mich haltlos gemacht und zu Boden gezwungen.
Und trotzdem , ein kleiner Teil von mir mag es auch, aber ein anderer Teil verspürt auch brennende Wut.
Womit wir auch schon bei Coco wären. Ich mochte sie schon länger und gerade ihr Hintergrund, hat mir wirklich gefallen, aber auch namenloses Entsetzen ausgelöst und mich plötzlich ins grübeln gebracht.
Vor allem was Coco und die Gefühle zwischen Jess und Jaydee angehen , bin ich nun mehr als gespannt wie es weitergeht.

Schlussendlich ist es ein wirklich emotionaler, tiefgründiger und enorm fordernder Teil der Seelenwächter.
So viel Erkenntnisse, Wissen und Überraschungen.
Es ist ruhig, fast leise und sanft und doch spürt man es unterschwellig brodeln und hat Angst, das irgendetwas über einem hereinbricht.
Man kann sich wunderbar in die Charaktere hineinversetzen, sie spüren und mit ihnen leiden und mitfiebern.
Auch wenn dieser Teil anders ist, so ist er doch auf ganzer Ebene gelungen und bringt vor allem Licht ins Dunkel.

Fazit:
Fieber - das sagt eigentlich schon alles.
Im 19.Teil der Seelenwächter schlägt Nicole Böhm leise Töne an.
Sie verletzt und fordert mich mit diesem Band. Zwingt mich zu Boden und lässt mich still vor mich hinleiden.
Es ist ruhig, es ist tief, es ist anders.
Und ich liebe es, eben weil man endlich vordringt und gleichzeitig möchte man es nicht und sich irgendwie davor schützen.
Jess und Jaydee, Coco.
Sie haben mich gefordert, mich sprachlos gemacht. Denn jetzt ist alles anders und ich bin mittendrin.

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l.a., freundschaft, basketball, freundinnen, liebe

L.A. Stories - Hope

S.P. Bräutigam
E-Buch Text
Erschienen bei null, 11.11.2017
ISBN B077CNLJX1
Genre: Sonstiges

Rezension:

Endlich geht es weiter mit den Freundinnen Lauren, Maddie, Kaylie und Hope.
Im letzten und ersten Band dieser Reihe bekam Lauren ihre Lovestory.
Nun ist Hope an der Reihe und ich war mehr als gespannt, was nun mit ihr passieren würde.

Hope selbst hat man schon im Vorgänger etwas kennenlernen dürfen. Hier taucht man noch mehr in ihr Leben ein. Dadurch das man auch alles aus ihrer Perspektive erfährt, wird dies in der Hinsicht wirklich sehr schön unterstützt.
Hope ist tough, nicht auf den Kopf gefallen und weiß, was sie will.
Ihre Arbeitslosigkeit macht ihr mächtig zu schaffen und da kommt der neue Job als Pressesprecherin wie gerufen. Inklusive heißer Typen, die hier nicht Mangelware sind.
Sofort spürt man, wie es zwischen ihr und Matt knistert und freut sich auf eine geballte Ladung an prickelnden Emotionen und heißen Szenen.
Doch einfach gibt es nicht und ehe Hope weiß wie ihr geschieht, befindet sie sich schon bald in einem kompletten Gefühlschaos, daß ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt.
Dabei geht es nicht nur länger nur um sie selbst und sie muss entscheiden für wen ihr Herz schlägt.

Heiße Szenen sind nicht zu knapp. Aber besonders das, was zwischen den Zeilen steht, ist wirklich sehr berührend.
Es wird sich zwar an ein paar Klischees bedient. Aber mein Gott, es ist einfach so schön, romantisch und heiß.
Daneben fand ich wirklich wieder die Gespräche mit den Mädels unheimlich toll und man spürt einfach  wieder was wahre Freundschaft ausmacht. Das sie mehr wissen, als du selbst. Das sie dir den Kopf waschen, wenn es nötig ist.
Und vor allem, das sie da sind, wenn du sie am nötigen brauchst.
Ich hab so gelacht, geliebt und hing einfach komplett an den Zeilen fest.
Die Autorin schreibt dabei wieder sehr leicht und locker, viel zu schnell ist das Ende erreicht und man weiß gar nicht, wie es so schnell geschehen konnte.
Es gibt zwar nicht allzuviele Überraschungen, dennoch webt sie die ein oder andere Wendung ein, die sehr gelungen sind und das Leserherz einfach glücklich machen.
Aber besonders die Emotionen sind wunderbar ausgeprägt. Man fühlt sich bereits nach kurzer Zeit, als ein Teil von Ihnen und ja, man liebt es einfach.
Die männlichen Protagonisten lassen das Herz höher schlagen und schon bald begreift man, das nicht alles ist, wie es scheint.
Das es da noch mehr gibt, das es wert ist, ergründet zu werden.
Allesamt sind die Charaktere greifbar, authentisch und reißen einfach mit. Ein paar mehr Ecken und Kanten wären zwar nicht schlecht gewesen, es tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch.

Der Autorin ist hier ein sehr spritziger, emotionaler und charismatischer Roman gelungen, der die Herzen reihenweise schmelzen lässt. Man kann sich hineinversetzen, mitfühlen und mitzittern. Es bleiben einfach keine Wünsche offen.
Allzu viel Tiefe gibt es zwar nicht, aber darum geht es auch nicht.
Es reißt mit , bringt zum glühen und schafft es einfach , für kurze Zeit den Alltag zu entfliehen.
Ein wunderbarer Roman für zwischendurch.

Nur das Ende war wieder so gemein und ich möchte jetzt unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Fazit:
Mit dem zweiten Band um die Freundinnen Lauren, Maddie, Kaylie und Hope, gelingt der Autorin eine tolle Fortsetzung.
Es ist heiß, es ist romantisch und es bringt die Herzen reihenweise zum schmelzen.
Ich hab wieder so viel gelacht und hing einfach an den Zeilen fest.
Ein Roman der sich toll für zwischendurch eignet.
Locker und leicht ist und mit seiner spritzigen und emotionalen Art für kurze Zeit vom Alltag wegholt

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fantasy, glück, high fantas, freundschaften, aufgabe

Auf dem Pfad des Schicksals

Brienne Brahm
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 24.06.2017
ISBN B0738LXQ4M
Genre: Fantasy

Rezension:

Pfad des Schicksals ist ein sehr außergewöhnliches Buch, über den Ruf des Orakels und ein aufregendes, aber auch ruhiges Abenteuer des jungen Iray.

In die Geschichte reinzukommen, dauerte etwas. Was schlichtweg an den ungewöhnlichen Namen lag. Mitunter bereiteten sie mir doch etwas Probleme. Doch hat man sich erstmal daran gewöhnt , kann man sich richtig gut in die Geschichte hineinfallen lassen.
Am beeindruckendsten war für mich das außergewöhnliche Setting. Die Autorin legt dabei sehr viel Kraft und Gefühl in ihre Beschreibungen, wodurch ich mich immer mehr darin verliebt habe.
Ein weiterer Pluspunkt ist das märchenhafte Feeling, das hier versprüht wird. Es hat etwas sehr strahlendes und magisches an sich, was ich sehr mochte.
Traumhaft schwebt man fast durch die Seiten und merkt gar nicht, wie einem geschieht.
So viele Eindrücke, die die unterschiedlichsten Emotionen und Gedankengänge auslösen, die einnehmen und alles anders machen.
Es ist eine Geschichte, die für jung und alt gleichermaßen geeignet ist und sich toll zum vorlesen eignet.

Wir erfahren dabei alles aus der Sicht der dritten Person. Was es gleich viel facettenreicher, interessanter und magischer für mich machte.
Die Autorin hat einen sehr einnehmenden ,bildgewaltigen und mitreißenden Schreibstil, der mich von Beginn an , nicht mehr losließ.
Die Charaktere wurden mit sehr viel Liebe ausgearbeitet. Am Anfang konnte man sie kennenlernen und irgendwann waren sie mir so nah, daß ich sie einfach ins Herz schloss.
Am herausragendsten waren dabei für mich Saphina und Camlin.
Saphina weil sie eine sehr ausdrucksstarke und toughe Persönlichkeit ist. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und einfach bis in ihr Innerstes vordringen. Sie hat etwas sehr verletzliches, aber auch starkes an sich, das mich sehr gefangen nahm. Sie hat eine spürbare Entwicklung durchgemacht, die mich mitgerissen hat.Sie hat einfach etwas an sich, das mich sehr berührt und nicht losgelassen hat.
Camlin empfand ich deswegen sehr beeindruckend, weil er sehr viel Weisheit und Wissen versprüht. Er ist der Fels in der Brandung und ich hab einfach das Gefühl, da passiert noch einiges.

Die Handlung ist dabei eher ruhig mit sanften und leisen Tönen behaftet. Es hat fast etwas zaghaftes an sich, was ich sehr mochte. Dennoch wäre manchmal ein bisschen mehr Tempo nicht schlecht gewesen.
Die Gaben die uns hier begegnen empfand ich als faszinierend und interessant.
Auch die Kommunikation und Verbundenheit mit den tierischen Gefährten fand ich nicht nur sehr originell, sondern auch sehr schön in Szene gesetzt. Man konnte sich direkt hineinfühlen und es wirklich erleben
Irays Reise ist ein Abenteuer, in dem man nie weiß, wo es letztendlich hinführen wird. Ein Umstand, der mich doch manchmal etwas ruhelos machte. Die Autorin hat es jedoch verstanden Wendungen einzubauen , die ich so nicht kommen sah und dem ganzen nochmal eine völlig neue Dimension verlieh und auch das Tempo anzog.
Irays Leben gerät völlig ins Wanken mit seinem Abenteuer, ein Umstand der sich sehr gut bei seiner Entwicklung bemerkbar macht. Leider konnte ich ihn nicht ganz so intensiv spüren wie verschiedene andere Charaktere, was aber nicht als schlimm zu werten ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie er alles weitere meistern und wie er damit letztendlich umgehen wird.

Es ist ein Abenteuer, das auch vor Dunkelheit nicht halt macht und gerade dieser Aspekt ist noch ausbaufähig.Mir persönlich wurde diesem Bereich etwas zu wenig Beachtung geschenkt. Es gibt so vieles, was mich zum grübeln brachte. Gleichzeitig liegt da auch so viel geheimnisvolles und dunkles in der Luft, daß man es stellenweise als Leser auch wirklich genießt und unbedingt mehr darüber erfahren möchte.
Eine Geschichte die wandelbar und facettenreich ist und die Spannung immer mehr ankurbelte, um schließlich in einem sehr emotionsgeladenen Showdown zu münden, der große Lust auf mehr macht.
Letztendlich konnte mich diese Geschichte durch ihre außergewöhnliche Idee in den Bann ziehen und komplett mitfiebern lassen. Ich habe jede Sekunde genossen, gerade weil die Emotionen sehr gut herauskamen, man aber dennoch nie wusste, wohin alles führt.
Es geht dabei um Freundschaft, Weiterentwicklung und den Mut zu haben, immer einen Schritt weiterzugehen und die Augen nicht zu verschließen.
Iray wird sehr gefordert und sieht sich mit so manchen Hürden konfrontiert, die alles anders machen.
Ein eher sanfter Start der Lust auf mehr macht.

Fazit:
“Pfad des Schicksals” ist eine sehr außergewöhnliche Story voller Magie und Emotionalität.
Ein sanfter fast zaghafter Auftakt, der die Spannung immer mehr ankurbelte und neuguierig auf mehr macht.
Ein Abenteuer, das mich vor allem durch das märchenhafte Feeling und das ungewöhnliche Setting beeindruckt hat.
Eine Geschichte die für jung und alt gleichermaßen geeignet ist und sich hervorragend zum vorlesen eignet.

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Der Schleicher

Nadine d'Arachart , Sarah Wedler
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei telescope, 14.11.2017
ISBN 9783959150330
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Auftakt der Daria Storm Trilogie ging mit dem gnadenlosen Schinder daher, der kaum zu übertreffen war. Der Scharfrichter vermochte es nicht, ihn zu toppen.
Nun legen die beiden Autorinnen mit dem Schleicher nach und stellen damit den Schinder als auch den Scharfrichter in den Schatten.
Denn was sich hier auftürmt ist nicht nur gnadenlos abgründig und absolut nervenzerrend, es stellt auch alles in den Schatten, was ich bisher geglaubt habe zu wissen.
Ich bin wirklich von vorne bis hinten begeistert von so viel Kalkül, Präzision und auch Einfühlsamkeit.
Das ganze geht schon mit dem Prolog einher. Der zunächst etwas sanftmütig und gut durchorganisiert wirkt, aber dennoch genau aufzeigt, womit man es zutun bekommt.
Doch das ist erst der Anfang.
Daria Storm muss sich verdammt warm anziehen um das alles zu bewältigen.
In ihren kühnsten Träumen würde sie nie mit so etwas rechnen.
Mit so viel Eisekälte, Berechnung und dem immensen Wunsch nach Blut und Rache.
Der Einstieg erfolgt zunächst zwar etwas geruhsam, doch es ist lediglich die Ruhe vor dem Sturm.
Immer mehr wird klar, was sich hier langsam aber stetig anbahnt. Meine Nerven lagen schon ziemlich früh brach.
Der fließende und lebendige Schreibstil der Autorinnen ließ mich anhand der kurzen Kapitel wieder durch das Buch rasen. Ich konnte es nicht eine Minute zur Seite legen, weil es enorm spannend war.
Und das ließ zu keiner Zeit nach.
Das Kopfkino das sich immer mehr aufbaute, schürte die schlimmsten Alpträume und unglaublichsten Szenarien.
Ganz ehrlich, ich wusste nicht ob ich weinen, lachen oder wütend sein sollte.
Auch wenn man denkt,man wüsste alles, so wird man ein ums andere Mal eines besseren belehrt.
Denn hier bekommt sie es gleich mit mehreren Verbrechern zutun und nicht umsonst entsteht die Frage, ob sie sich damit nicht zuviel zumutet.
Doch Daria brilliert wie eh und je mit ihrer Stärke und dem Wunsch der Gerechtigkeit Genüge zutun.
Ein perfides Katz- und Mausspiel entbrennt, bei dem es nur einen Gewinner geben kann.
Täter oder Ermittler?
Und das ist auch der Punkt. Denn das war nie ganz klar. Ich wusste gar nicht wo ich zuerst mitzittern und leiden sollte. Denn meine eigenen Emotionen verschoben sich immer mehr.
Es half auch nichts, das mir ein Schock nach dem anderen versetzt wurde.
Ich war wirklich nervlich komplett am Ende und wusste oft nicht, wo oben und wo unten ist.
Der Schleicher ist anders, besser , undurchschaubarer.
Er versetzt alles in Angst und Schrecken.
Er ist ein Phantom, ein Mythos, an den keiner glauben mag.
Er ist abgründig, eiskalt und absolut bestialisch. Der Stoff aus dem Alpträume gemacht werden.
Dabei erfährt man hier die Perspektiven sowohl aus der Täter sowie auch aus der Ermittlersicht.
Was dem ganzen ungemein viel Raum schenkt und einfach auch greifbarer macht. Dabei haben sie auch stets authentisch auf mich gewirkt.
Ich mochte jeden einzelnen von ihnen.
Manche waren faszinierend, manche lehrten mich das Grauen und andere wiederum ließen mich auch mal schmunzeln, was das Ganze ungemein aufgelockert hat.
Daria hat mein Herz mit Wärme überflutet und mich sehr oft überrascht mit ihrem Handeln. Ich glaub so nah, wie hier, bin ich ihr noch nie gekommen.
Sie hat sich in den letzten beiden Bänden enorm weiterentwickelt und das spürt man auch mit jeder Zeile.
Der Verlauf der Handlung ist recht komplex und offenbart erst nach und nach, was alles darin steckt.
Es ist sehr geheimnisvoll, düster und unheilvoll.
Ich konnte die immense Verzweiflung und die Ängste mehr als gut spüren.
Es hat mich teilweise um den Verstand gebracht, unglaublich viel gekostet, es hat mir aber auch viel mitgegeben.
Sehr schön fand ich, das man immer wieder Rückblicke erhalten hat. Man kann die Teile zwar auch unabhängig voneinander lesen. So kann man jedoch die Entwicklung und die Zusammenhänge viel besser begreifen und auch verinnerlichen.
Mit diesem Band haben sie die ersten beiden Bände der Reihe nochmal komplett in den Schatten gestellt.
Die Ermittlungen waren sehr gut ausgearbeitet und auch den Taten kommt man nahe. Was ich sehr gut fand, da man dadurch all die Grausamkeit und das Kalkül sehr gut miterleben konnte.
Es wird sehr detailliert und naja eben blutig.
Man wusste nie was als nächstes geschah und das machte es im Endeffekt auch so gnadenlos gut.
Aber auch auch die sehr guten Beschreibungen der Umgebungen sowie der Emotionen waren unglaublich gut beschrieben, so das ich mich jederzeit gut dort wiederfinden konnte.
Der Abschluss hat mir sehr gut gefallen und ich wünsche, nein ich bete darum, das es nochmal weitergeht.
Ein Thriller der keine leichte Kost ist und uns lehrt, was das wirkliche Grauen bedeutet.

Fazit:
Ein gut ausgearbeiteter Thriller, der nicht nur actionreich und emotional, sondern auch enorm wendungsreich ist.
Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und das auf sehr hohem Niveau.
Ein absolutes Muss.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Mudbound – Die Tränen von Mississippi

Hillary Jordan , Karin Dufner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.11.2017
ISBN 9783866124561
Genre: Romane

Rezension:

Als dieses Buch bei mir eintraf, musste ich sofort damit starten, um herauszufinden was sich hinter Mudbound verbirgt.

Es startet mit einem Geschehen, das die unterschiedlichsten Gedankengänge in mir auslöste und mich ein Stück weit auch zum nachdenken brachte. Mir wurde sofort klar, dass es hier um Großes ging. Etwas das man nicht so einfach wegsteckt und das mich auch auf emotionaler Ebene an meine Grenzen bringen würde.
Die Atmosphäre ist sofort sehr drückend und düster. Es schwingt aber auch ein Hauch von Sehnsucht und Wehmut darunter mit.
Hierbei erfahren wir verschiedene Perspektiven, dies ist in den Überschriften immer sehr gut gekennzeichnet, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch erlangten die Charaktere mehr Präsenz und Tiefe. Man konnte sich ein Stück weit in sie hineinversetzen, ihre inneren Kämpfe spüren und einfach verinnerlichen was sie ausmacht.
Das Buch ist dabei in drei Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel normal gehalten.

Zunächst hat man die Chance die Charaktere kennenzulernen. Dieser Teil war für mich jedoch von einigen Längen begleitet und ich hatte Schwierigkeiten Bindungen zu Ihnen aufzubauen. Besonders Henry und Laura haben zunächst überhaupt nichts in mir ausgelöst. Besonders bei diesen beiden hat mir die Leidenschaft und Hingabe gefehlt. Man hatte einfach das Gefühl,es fehlte einfach etwas. Besonders Henry blieb für mich sehr blass. Bei Laura wurde es besser und es gelang ihr, mich doch einige Male zu überraschen und aus dem Tief wieder herauszuholen.
Erst nach und nach fand ich Zugang und es wurde besser.
Das änderte sich schnell als Jamie und die Jacksons auf der Bildfläche erschienen.
Besonders Florence und Jamie mochte ich unheimlich gern. Und schon da hatte ich das Gefühl, einen Teil des Verlaufs zu erahnen.

Mudbound ist ein sehr gewaltiges Werk in dem es zum einen um eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei Menschen unterschiedlicher Rassen geht. Ein Umstand der hier, für besonders große Konflikte sorgt.
Mich hat gerade dieser Aspekt sehr bewegt, erschüttert und teilweise an meine Grenzen gebracht. Schwarz und Weiß, Grautöne nicht ausmachbar. Man folgt strengen Regeln. Entweder man ordnet sich unter, oder verliert dabei.
Im schlimmsten Fall sogar sich selbst.
Besonders anhand von Pappy wurde das sehr gut ersichtlich. Dieser Mensch hat einfach so unglaubliche Wut in mir ausgelöst. Ich hätte die Wände hochgehen können, so hat mich dieser Mann zur Weißglut getrieben. Einfach unvorstellbar, wie perfide und kaltblütig manche handeln und denken. Alleine die Vorstellung davon, hat mir schon Gänsehaut beschert.
Je tiefer ich in diese Geschichte eintauchte , umso mehr fesselte sie mich.
Die Autorin hat dabei eine sehr einnehmende und fließende Art zu schreiben, was mir sehr gut gefiel.

Es geht um so viel.
Um Freundschaft, Vertrauen und Liebe.
Um Mut, Akzeptanz und Stärke.
Die Charaktere sind unterschiedlich , facettenreich und reißen mit ihrer Lebendigkeit mit.
Mir hat diese Geschichte, der Grundgedanke dahinter keine Ruhe gelassen.
Es hat mich berührt, die Grenzen verschieben lassen.
Entsetzen, Trauer und Fassungslosigkeit in mir ausgelöst.
Die Autorin macht dabei sehr eindringlich auf die Thematik aufmerksam und rüttelt damit auch stellenweise auf.
Es gibt so viele Hindernisse, Wahrheiten und Erkenntnisse, die einfach erschüttern.
Es ist kein Liebesroman.
Es geht um das Schicksal zweier Familien. Wie sie sich dem Leben stellen und wie sie letztlich damit umgehen und daran wachsen.
Wie sich das Schicksal immer mehr verselbständigt und man einfach nichts dagegen tun kann. Wie sich alles immer mehr zuspitzt und es schließlich auf dramatische Art und Weise in einem gewaltigen und emotionalen Showdown endet.
Es beinhaltet so viel Tragik, Leid und Verzweiflung, das es schwer zu ertragen ist. Besonders im letzten Drittel hatte ich ordentlich daran zu knabbern.
Man kann es nicht verstehen, will es auch gar nicht. Es bricht einfach über einen herein und man kann es nicht ändern.
Die Macht, die Gier und Wut dahinter. Das Ausweglose, die Hoffnungslosigkeit haben mich förmlich erdrückt.
Die Engstirnigkeit und teilweise Besessenheit hat so viel Wut und Unglauben erzeugt.
Umso schöner waren die sanften und leisen Töne dazwischen. Es nahm dem Ganzen etwas die Schwere.
Auch wenn es größtenteils vorhersehbar war. So hat es die Autorin doch glänzend verstanden mit einigen Wendungen zu punkten.
Schlussendlich ein Roman bei dem es um vieles geht, das jedoch in erster Linie mit einem rauhen Setting und herausragenden Charakteren punktet.
Besonders Florence und Jamie waren für mich am greifbarsten von allen. Sehr starke und ausdrucksstarke Personen , die mir einfach unter die Haut gingen.
Dabei war auch der Alltag sehr aufschlussreich und zeigte wie schwer es zu dieser Zeit war.
Ein Roman der seine Finger langsam nach dir ausstreckt und dich langsam aber sicher ins Verderben stürzt.

Fazit:
Hillary Jordan hat mit “Mudbound “ ein sehr gewaltiges und emotionales Werk zu Papier gebracht.
Es ist kein einfaches Buch, bei weitem nicht.
Es ist schmerzlich, voller Verzweiflung und Wut.
Es streckt die Finger langsam nach dir aus und wenn du einmal drinsteckst, lässt es dich nicht mehr los. Es stürzt dich immer mehr ins Verderben.
Herausragende Charaktere und eine Handlung die mich bewegt, mitgerissen und zum nachdenken gebracht hat.
Dramatisch, voller Tragik und Ausweglosigkeit.

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thriller, sander, england, deutschland, klewe

Bald stirbst auch du

Karen Sander
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.09.2017
ISBN 9783499272554
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich liebe die Reihe um Liz Montario und Georg Stadler und daher habe ich mich unbändig auf den vierten Band gefreut. Voller Vorfreude stürzte ich mich sogleich auf den Thriller und man muss es einfach sagen. Karen Sander weiß einfach wie man Thriller schreibt.

Zunächst beginnt alles mit dem , was davor geschah, was in mir schon einiges an Grauen auslöste.
Danach wird in die Gegenwart gewechselt.
Das Buch ist hierbei in 5 Teile gegliedert und wir wechseln von Vergangenheit in Gegenwart.
Interressant sind hierbei wirklich die verschiedenen Perspektiven. Denn man erlebt nicht nur Georgs und Liz´ Sichtweise, sondern auch die von Täter und Opfer. Was das Ganze zum einen komplexer , aber auch nervenzehrender machte.
Man ist somit immer sehr nah am geschehen, was dem Ganze mehr Raum und Tiefe verschafft.
Man sollte meinen dadurch hat man Probleme in die Handlung hineinzufinden, was aber keineswegs der Fall ist. Es ist fast so als würde man nach Hause kommen, als wäre man nie weg gewesen. Mir war sofort alles wieder präsent. Hinzu kommt das man auch Rückblicke aus der Zeit davor, von den anderen Ermittlungen erfährt. Weswegen man diese Reihe auch der Reihenfolge nach lesen sollte.

Karen Sander hat einfach eine sehr bildhafte und fließende Art und Weise zu schreiben. Ich liebe es wirklich, sie lässt mich damit immer wieder in einen gewaltigen Sog fallen, dem ich mich nicht verschließen kann und auch nicht möchte.
Sie haucht den Charakteren Leben ein und man spürt sie einfach. Egal ob es Neben- oder Hauptcharaktere sind, sie sind allesamt gut ausgearbeitet und mit der nötigen Tiefe gestaltet.
Auch hier befinden wir uns zu einem in England und zum anderen in Deutschland.
Zwei unterschiedliche Ermittler, die jedoch immer wieder zusammen treffen.
Der neue Fall hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Während Liz Cold Cases mit ihrem Workshop bearbeitet, hat es Georg mit perfiden und ausgeklügelten Morden zutun.
Der Fall wird schnell brisant und entwickelt weitere Kreise, als man je denken würde. Wie kaltblütig und abgründig der Täter tatsächlich ist, wird schon bald klar.
Plötzlich geht es nicht mehr nur um die Fälle. Es geht um alles. Es geht um Vergangenheit und Gegenwart. Es geht um Leben oder Sterben. Es geht darum, dem ganze ein Ende zu bereiten und daraus auch noch als Sieger hervorzugehen.
Die Ermittlungen selbst waren wunderbar ausgearbeitet, so das man immer am Ball war, miträtseln und sich wunderbar in alles hineinversetzen konnte.

Die Charaktere sind mir hier wirklich sehr schnell ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihnen gelitten und gehofft.
War so unglaublich wütend, das ich die Wände hätte hochgehen können und zugleich hat es mich auch ziemlich mitgenommen.
Ein komplexer Fall der wirklich die Grenzen sprengt und mich mehrmals vor Entsetzen und Sprachlosigkeit stumm dasitzen ließ.
Die Autorin spinnt geschickt die Fäden der Täuschung und Irreführung. Es gab so einige Wendungen, die mir die Nackenhaare zu Berge stehen ließ.
Sie macht das ganze so geschickt, das man irgendwann an jedem und allem zweifelt und schlichtweg nicht mehr weiß, wem oder was man tatsächlich noch vertrauen kann.
Es sind einfach diese Momente, die man nicht kommen sehen kann und auch nicht möchte. Es ist das unmögliche, das plötzlich eintritt.
Doch so grauenhaft auch die Taten an sich und der Verursacher dessen waren. So empfand ich auch die Hintergründe enorm interessant und ein Stück weit auch faszinierend. Ich verfiel immer wieder in Grübeleien. Sicher, ich hatte schnell meinen Verdächtigen. Doch hier war ich komplett auf den Holzweg. Aber es geht nicht nur darum, daß man unbedingt diesen Fall auflösen möchte. Man möchte auch alle Beteiligten kennenlernen und diese verstehen.
Sie sind authentisch und dadurch auch greifbar. Vieles mag perfekt wirken. Aber das ist es nicht, es lauert so manches im Dunkeln und zeigt einfach auch, daß durchaus Ecken und Kanten vorhanden sind.

Die tatsächliche Auflösung hat mich wirklich überrascht, denn damit hätte ich nie gerechnet.
Was dadurch nur umso erschütternder war, aber gleichzeitig war es auch nachvollziehbar.
Auch das Privatleben der Ermittler bleibt hier nicht außen vor. Und gerade Liz´ Weiterentwicklung und emotionale Situation ist deutlich zu spüren. Man spürt richtig wo ihre Ängste liegen. Was ihre innere Zerrissenheit bedeutet und auch wie sie an allem wächst.
Schlussendlich kann ich diese Reihe nur jedem ans Herz legen. Mit dem vierten Band hat sie mich wieder vollkommen geflasht und einfach auf ganzer Ebene überzeugt und mitgerissen. ich hoffe, jetzt dauert es nicht mehr ganz so lange bis zum neuen Fall.

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584 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 167 Rezensionen

zukunft, lügen, geheimnisse, intrigen, liebe

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.10.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie viele andere, habe auch ich mich sehr auf diesen Trilogie Auftakt gefreut. Das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen, aber das wahre Schmuckstück verbirgt sich unter dem Schutzumschlag. Es ist wirklich eins dieser Bücher, die man auch ohne Umschlag ständig ansehen könnte. Es unterstreicht das ganze Setting sehr toll und ist wunderbar ins Szene gesetzt.

Der Einstieg fiel mir jedoch gar nicht mal so leicht, was einfach an den wahnsinnig vielen Perspektiven liegt. Zunächst fiel es mir nicht unbedingt leicht zu jedem eine Bindung aufzubauen. Doch irgendwann platzte der Knoten und ich war von der Geschichte nicht mehr wegzubekommen.
Ich wurde in eine Welt gezogen, die enorm faszinierend ist. In der die Reichen im Mittelpunkt stehen und die Unterschicht sich ihr Plätzchen suchen und unterordnen muss.
Neid, Missgunst, Rivalität und Intrigen sind ander Tagesordnung. Man mag es nicht glauben, aber es gibt noch so viel dazwischen zu entdecken.
Es tut sich eine Zukunftsvision auf, in der man kaum noch etwas selbst machen muss. Man verfügt über Augenscanner, die alles übernehmen. Es ist eine Welt die elektronisch hoch entwickelt ist , die aber gleichzeitig auch beängstigend und beklemmend ist.
Man stellt sich automatisch vor wie es wäre, in dieser Welt zu leben und kommt dabei auch immer wieder ins grübeln.
Man erfährt sehr viel über diese Welt, wie man lebt, wie man fühlt, was antreibt und was sie ausmacht.
Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Man begleitet u.a. Avery, Eris , Leda oder auch Watt. Enorm unterschiediche Charaktere, die jeder für sich vollkommen in den Bann ziehen. Man kann sich in sie hineinversetzen, mit ihnen fühlen und zittern. Man begreift was sie ausmacht, wer sie eigentlich sind.
Ganz besonders Eris hat mich berührt. Sie ist ein Mensch, der wohl die größte Entwicklung für mich durchgemacht hat. Gerade durch die Probleme, mit denen sie sich herumschlagen muss und ständig hat man das Gefühl, es würde eine andere Persönlichkeit daraus entstehen. Sie sieht sich mit Dingen konfrontiert, die ihr jeglichen Halt rauben, sie förmlich ins Bodenlose fallen lassen.
Ich hab unheimlich mit ihr gebangt, mich mit ihr gefreut, mit ihr gelitten, gelacht und gewütet.
Und daneben gibt es auch Charaktere, die mich einfach nur unheimlich wütend und traurig gemacht haben. Die Unsicherheit und Verzweiflung auslösten. Die mir ein Stück weit Leid taten und doch war ich gespannt, wie auch sie sich entwickeln würden.
Katharine McGee hat eine sehr schöne Art zu erzählen. Ihr Schreibstil ist sehr fließend, einnehmend und bildhaft. Man kann sich diesen Tower richtig gut vorstellen und hat gleichzeitig doch keine Vorstellung davon wie weitreichend , wie lebensverändert all das ist.
Sie spinnt ein Netz , das sprichwörtlich vollkommen faszinierend und komplex ist. In dem es nicht nur um Glamour und Ansehen geht. Zunächst ist noch alles schwarz und weiß. Doch nach und nach treten immer mehr Nuance hervor. Man hat einfach nur den Wunsch hinter die Fassade zu schauen, die Intrigen und Liebschaften aufzudecken.
Es geht um Freundschaft, Ansehen, aber auch um Macht und Loyalität.
Es gibt so unheimlich viele Geheimnisse zu entdecken.
Die Atmosphäre ist geprägt von Sehnsucht, Zerbrechlichkeit und Leidenschaft.
Aber auch die Dunkelheit findet ihren Platz. Eher als einem lieb ist und man staunt immer wieder, wozu Menschen in der Lage sind. Manchmal hätte ich am listen die Hände über den Kopf zusammengeschlagen.
Es gibt ordentlich Dramatik. Aber nicht zu überspitzt. Die Zwischenmenschlichkeit wird dabei nicht außer Acht gelassen. Man spürt das Prickeln und kostet die ersten sanften und leisen Emotionen aus. Man genießt es und schöpft daraus Kraft für all die Hürden und Erkenntnisse, die sich hier nach und nach offenbaren.
Es war ein Wechselbad der Gefühle. Es tobt in einem und es gibt kein entkommen daraus.
Die Autorin hat mich mit ihren Wendungen vollkommen sprachlos und fassungslos gemacht. Entsetzen und Grauen zog ein. Man spürt die Brisanz des Ganzen sehr deutlich und währenddessen schlittert man unaufhörlich dem Showdown entgegen.
Dieser hat mich vollkommen getroffen. Ich hätte am liebsten schreien und um mich schlagen wollen. Es hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggezogen und dabei hat es die Autorin sogar noch geschafft, dem Ganzen die Krone aufzusetzen. Dadurch verschoben sich die Blickwinkel unmerklich, es wurde eine völlig neue Dimension des Ganzen erreicht und letztendlich hat es eine seltsame Leere in mir hinterlassen.
Nun bin ich wahnsinnig gespannt wie es im zweiten Band weitergeht und kann die Fortsetzung kaum mehr erwarten.
Eine Trilogie Auftakt der zwar sehr komplex und vielschichtig gestaltet ist, aber eine Menge Raum für Explosivität, Lebendigkeit und ganz viel Gefühle lässt.


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bianca iosivoni, soul mates, seelen, licht, romantasy

Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf den Auftakt dieser Dilogie habe ich mich sehr gefreut, was nicht zuletzt daran liegt, daß es aus der Feder von Bianca Iosivoni stammt. Denn ich mag ihre Bücher unheimlich gern. Doch würde sie mich auch mit einem Ausflug ins Fantasy Genre überzeugen können?
Als erstes ist mir natürlich dieses unheimlich schöne Cover aufgefallen. es ist nicht nur ein Eyecatcher, sondern es spiegelt Rayne sehr schön wieder.

Der Einstieg fiel mir sofort recht leicht und es hat nicht lange gedauert und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Biancas Schreibstil hat mich sofort wieder gefesselt und ich glitt nur so durch die Seiten. Es lässt sich herrlich leicht und fließend lesen und das Kopfkino baut sich dabei immer mehr auf.
Man erlebt hierbei Raynes Perspektive, was ihr sehr viel Raum und Präsenz verleiht. Man erfährt sehr viel über sie selbst und entdeckt, das es so manch Ecken und Kanten bei ihr gibt. Ihr Leben war nie leicht und so schlägt sie sich auch heute noch mit Problemen herum.
Ich kann es nicht anders sagen, Rayne ist eine sehr sanfte und verletzliche Persönlichkeit, dessen Naivität aber auch immer wieder durchkommt. Was vielleicht auch an ihrem Alter liegt. Ich hatte immer wieder den Drang sie beschützen zu wollen und an anderer Stelle hat sie mir aber auch wieder ihre Stärke gezeigt.
Ein weitere wichtige Persönlichkeit ist Colt. Ein Kerl mit Biss, dem man nichts entgegenzusetzen hat. Eine riesige Mauer umsäunt seine Persönlichkeit und es hat mir förmlich unter den Fingern gejuckt, diese einzureißen und den wahren Colt zu sehen.

Bianca Iosivoni verbindet hier sehr gekonnt Realität mit Fantasy Elementen. Mich hat das enorm fasziniert und doch kam es mir am Anfang etwas zu langsam in Schwung. Sie versteht es gekonnt die unterschiedlichsten Emotionen beim Leser auszulösen.
Wut, Trauer, Freude und Angst.
Schmerz, Qual und Verzweilfung.
Man durchläuft die verschiedensten Stadien und merkt dabei gar nicht wie sehr man mit Colt und Rayne mitfiebert und mitzittert.
Die Welt stürzt wie eine Flutwelle über einen herein und hat mich gnadenlos mitgezogen.
So viel neue Eindrücke, Wissen und Wahrheiten, die mir die Schuhe ausgezogen haben.
In einen Moment ist noch alles ausgeglichen, um im nächsten Moment wieder völlig umzuschlagen.
Ich hab nicht selten sprachlos und entsetzt dagesessen, weil es mir wirklich naheging, aber teilweise auch immense Wut auslöste.
Dabei macht sie auch vor überraschenden Wendungen nicht halt, die man als solche unmöglich kommen sehen kann.
Immer mehr erfährt man über die Licht- und Dunkelseelen, was sie ausmacht, worin ihr Dasein besteht und welche Funktion sie innehaben.
Und trotzdem hätte ich am liebsten noch mehr erfahren. Es ist einfach eine Thematik die sehr interessant und facettenreich ist und wirklich gut umgesetzt und ausgearbeitet wurde.
Man kann sich gut in die Szenarien und die Charaktere hineinversetzen, ihrem Handeln folgen und es auch nachvollziehen.
Dabei sind nicht nur Colt und Rayne sehr ausdrucksstark und lebendig gehalten. Man baut auch zu den anderen eine Bindung auf. Besonders Gray, Emma , William oder auch Lauren hatten es mir angetan.
Ich mag es , daß sie sehr unterschiedlich in ihrer Art sind und sich irgendwo auch ergänzen.
Schwarz und weiß gibt es nicht, so erkennt man auch hier immer mehr Grauzonen, als man für möglich halten würde.
Rayne macht eine spürbare Entwicklung durch, was ihr sehr gut tut, sie aber auch über ihre Grenzen hinauswachsen lässt.
Auch die Zwischenmenschlichkeit wird nicht außer acht gelassen, diese kommt sehr sanft und leise daher und überzeugt vor allem mit den tiefen Gefühlen, die immer wieder Gänsehaut erzeugen.
Besonders im letzten Drittel hat die Autorin nochmal kräftig angezogen und mich vollkommen an den Rande des Abgrunds getrieben. Und das Ende hat mich vollkommen überwältigt, so das ich nichts mehr herbeisehne, als die Fortsetzung dieser Dilogie.
Sie überzeugt nicht nur mit der Handlung, der Grundthematik und den Charakteren.
Besonders gut hat mir die sehnsuchtsvolle, zerbrechliche und auch etwas dunkle und mystische  Atmosphäre gefallen. Dadurch wurde das Ganze sehr schön unterstrichen.
Sie zeigt dabei auch die dunkle Seite sehr gut auf, die Abgründigkeit dahinter, die keine Gnade kennt.
Ein Auftakt der mich schlussendlich vollkommen überwältigt und mitgerissen hat. Nur manchmal hätte ich mir gern noch eine zweite Perspektive gewünscht. Einfach um die andere Sicht kennenzulernen und einen weiteren Gefühlsstrom zu erleben.

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koma, lily oliver, träume die ich uns stehle, hoffnung, liebe

Träume, die ich uns stehle

Lily Oliver
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426518977
Genre: Liebesromane

Rezension:

Für mich ist es das erste Buch der Autorin und auch jetzt nach der Geschichte, bin ich noch vollkommen berührt von ihrem Facettenreichtum und wie sie alles nähergebracht hat.

Ich wusste nicht , was mich hier erwarten würde. Doch es hat sich völlig anders entwickelt, als man auch nur ahnen könnte.
Zu Beginn hatte ich einige Probleme in das Buch hineinzufinden und ich wusste einfach nicht, wohin es mich führen würde oder was es mir überhaupt sagen wollte.
Doch dann kam dieser Funke und er brach völlig überraschend und überwältigend über mir herein.
Ich bin froh, dasd ich weitergelesen habe. Denn sonst, wäre mir eine wundervolle Geschichte entgangen.

Die Hauptpersonen hierbei sind Lara und Thomas, aus deren Perspektive wir auch alles erfahren. Besonders Lara ging mir unheimlich nahe. Man erlebt ihren Fortschritt, wie sie sich entwickelt und einfach wie sie ihre Umgebung und ihre Mitmenschen wahrnimmt. Sie hat sich ihren eigenen Kokon gebastelt und teilweise hatte ich das Gefühl ich schwebe, ich ertrinke in ihren Worten und ihren Emotionen.
Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, auch wenn sie nahezu zerbrechlich wirkt. Die Verzweiflung strömt förmlich aus ihr heraus. Es zehrt an ihr. Sie sucht nach einem Ausweg aus dem Labyrint und gleichzeitig eröffnen sich ihr immer mehr Wege.
Lara ist eine Person mit vielen Facetten und oft hab ich wirklich über sie nachgedacht. Hab mich versucht in sie hineinzuversetzen und ihre Emotionen zu fühlen. Man spürt all die Ängste und die Qual sehr deutlich und man muss einfach diesen Weg mit ihr gehen. Man kann sich dem nicht verschließen. Man kann nicht aufhören mit lesen, es ist wie ein Sog der kein Ende nehmen will.
Die Autorin bringt hier eine sehr faszinierende und interessante Thematik zu Papier, die wirklich toll umgesetzt wurde.
Dazu ist die drückende, traurige und tiefgehende Atmosphäre sehr gut spürbar. Es untermalt das Ganze sehr gekonnt.
Es ist keine leichte Thematik, um ehrlich zu sein ist sie sogar ziemlich ernst.
Es gab nicht selten Momente da habe ich wirklich geweint. Es hat mich nicht zur Ruhe kommen lassen und ich hab mich dabei erwischt, wie ich immer mehr mit ihr und Thomas mitgefiebert und mitgezittert habe.
Über so etwas habe ich bisher noch nie gelesen und gerade für Betroffene ist es wirklich schwere Kost.
Wie soll es erst ihnen dabei ergehen, wenn ich schon total am Ende bin und förmlich zerfließe?
Schmerz, Leid und Verzweiflung.
Angst, Hoffnung und Erlösung.
Wut, Zerrissenheit und Hilflosigkeit.
Ich hab so viel gefühlt, das ich es kaum in Worte fassen kann.
Es hat mich erdrückt, es war voller Sehnsucht und auch ein Stück weit romantisch.
Es gab Momente da durfte ich etwas schmunzeln, was etwas Leichtigkeit hineingezaubert hat und doch hatte ich Angst vor dem Ende dieser Geschichte.
Doch die Autorin hat auch hier Wendungen eingewoben, die mich vollkommen überraschend trafen. Ich war sprachlos. Hab es nicht kommen und sehen und doch hat es dem ganzen einen völlig neuen Blickwinkel verschafft.
Ihr einnehmender, sprachgewaltiger und bildhafter Schreibtil geht nicht nur sehr unter die Haut, er bewegt etwas in dir und zeigt dir Dinge auf, die du nie erwarten würdest.
Für mich ein wirklich herausragendes Werk, das mich vollkommen überrollt hat und mir Grenzen aufgezeigt hat, die ich so nie erahnt habe.
Ich kann nur sagen, lest dieses Buch. Es wird euch zum nachdenken bringen, euch berühren und doch zeigt es wie weit Liebe gehen kann.
Was der Sinn davon ist und wo sie oftmals zu finden ist.
Das es keine Grenze gibt, die sie nicht erreicht.
Daneben sind ihre Charaktere wirklich sehr ausdrucksstark und authentisch, sie erwachen mit jeder Zeile mehr zum Leben. Man erfährt mehr über ihr Leben , ihre Hintergründe und entdeckt dabei auch immer mehr Ecken und Kanten. Man begleitet sie und sieht dabei zu, wie sie sich entwickeln, sich entfalten und auch wenn man gerade bei Thomas vieles durch Gedanken und Gefühle erfährt, so berührt das nicht weniger, als es bei Lara der Fall ist.
Man betritt eine Zwischenebene und man weiß nie, wie es dort sein wird oder was überhaupt möglich ist. Hier bekommt man vielleicht einen kleinen Einblick. Es ist sprichwörtlich Magie, die mich erfasst und nicht mehr losgelassen hat.
Selbst die Nebencharaktere wurden gut gestaltet, so das man sich wirklich in sie hineinversetzen konnte.
Absolut gelungen.

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dani atkins, liebe, flugzeugabsturz, kanada, roman

Sieben Tage voller Wunder

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520888
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dani Atkins konnte mich bisher mit jedem ihrer Romane absolut begeistern, mitreißen und vollkommen bewegen. Ihrem neuen Roman stand ich zunächst jedoch etwas skeptisch gegenüber. Mir war nicht klar, ob sie mit ihrer Geschichte die nur über 240 Seiten verfügt, überzeugen würde können.
Doch ich freute mich auf die Geschichte und so tauchte ich ein.
In ein Abenteuer, das mich sofort gefangen nahm. Hannah nahm mich gefangen. Ich schloss sie sogleich in mein Herz. Was nicht allzu schwer war, denn ich mochte sie einfach sofort. Wie auch nicht? Sie ist ein warmherziger und offener Mensch. Vielleicht manchmal etwas ängstlich, aber sie nimmt jede Herausforderung an. Und ist es nicht gerade dieser Umstand, der sie authentischer und greifbarer macht?
Ich sage ja. Hannah hat eine herbe Enttäuschung erlebt und suhlt sich in ihrem Leid. Als sie all ihre Kraft sammelt um zurück nach Hause zu fliegen, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Ihr Schicksal in Form von Logan. Einen sehr charismatischen und anziehenden Mann, gegen dessen Charme auch ich nicht immun war. Er wirkte geheimnisvoll, betörend und man wollte unbedingt mehr über ihn erfahren.
Doch bevor es soweit kommt nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Werden es beide schaffen und vielleicht sogar einen Ausweg finden?

Man erfährt hierbei die Perspektive von Hannah, was ihr sehr viel Raum und Präsenz verleiht.
Durch den fließenden und einnehmenden Schreibstil fliegt man auch wieder geschwind durch die Seiten.
Auch wenn die Thematik recht ernst ist, so habe ich diesen Roman wirklich gern gelesen.
Besonders gut hat mir das Setting gefallen. Denn die Autorin legt viele Details und Kraft in ihre Beschreibungen, was mir wirklich enorm gut gefallen hat. Man bekam so ein genaues Gespür für die Umgebung und konnte sich alles besser vorstellen und in sich aufnehmen.
Die Autorin setzt viel auf Dramatik und eine große Portion Tragik. Was auch in ihrem neuen Roman zu finden ist. Mir bereiteten jedoch die Emotionen oftmals Sorgen. Die Charaktere verfügten über Tiefgründigkeit, daran lag es nicht und doch hatte ich lange Zeit Probleme, das zwischenmenschliche zu spüren. Man spürt das prickeln und die Anziehung sehr  deutlich und doch hatte ich das Gefühl, mir fehlte einfach etwas.
Es ging mir nicht so ans Herz wie sonst.
Der Weg ist steinig keine Frage. Hannah hat hier einiges zu meistern und zu überstehen.
Sie erfährt zum ersten Mal wie es ist in Gefahr und in Not zu geraten.
Sie spürt Ängste, Verzweiflung und ein Stück weit Panik. Und wäre da nicht Logan, wäre sie wohl vollkommen verloren gewesen.
Bei einigen Situationen hätte ich mir jedoch etwas mehr Hürden gewünscht. Es war sehr dramatisch und doch hätte man das Ganze noch mehr auskosten können. Um die Dringlichkeit , die Überlebensinstinkte und die maßlose Qual noch besser spüren zu können.
Es gab Szenen da hätte ich mir bei ihr einfach mehr Selbstbewusstsein und Stärke gewünscht. Ich weiß, man kann nicht nachempfinden, was sie wohl empfunden hat.
Man gerät an seine Grenzen und entwickelt sich dabei doch stetig weiter.
Man erfährt dabei auch mehr über sich selbst. Man denkt über Dinge nach, die man nie zuvor in Betracht gezogen hat.
Und obwohl die Atmosphäre recht angespannt und auch ein Stück weit hoffnungslos war. So empfand man doch anders.
Die Autorin zeigt recht deutlich wozu man in der Lage ist, wenn es darauf ankommt.
Was es mit uns selbst macht. Wie man sich währenddessen verändert.
Und die ganze Zeit hofft man auf Rettung, Erlösung.

Mir hat dieser Roman ausgesprochen gut gefallen, jedoch erst zum Ende hin gab es einige Wendungen, die bei mir buchstäblich Unglauben und Sprachlosigkeit auslösten.
Ich musste einige Zeilen sogar nochmal lesen, um das Ganze zu verstehen, zu  verinnerlichen.
Ein Ende das man so unmöglich kommen sehen hat und das mich wirklich richtig bewegt hat.
Jetzt nach dem Lesen weiß ich immernoch nicht, was ich fühlen, was ich denken soll.
Es hat mir buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen.
Und irgendwie muss ich auch immer wieder darüber nachdenken.
Es ist ein kurzweiliger Roman, der emotional und spannend ist, aber auch viel zwischen die Zeilen legt.
Ein Roman der größtenteils recht ruhig ist und zum Ende hin nochmal richtig Tempo aufnimmt.
Etwas weniger Kühle und mehr Emotionen hätten ihn in meinen Augen noch besser gemacht.

Fazit:
Mit ihrem neuen Roman konnte mich Dani Atkins auch hier mitreißen , bewegen und begeistern.
Eine ernste Thematik und zwei Charaktere die komplett in den Bann ziehen.
Und doch war es diesmal für mich nicht perfekt.
Doch abseits meiner Kritikpunkte ist es ein lesenswerter Roman voller Dramatik und Tragik.
Ein Roman der die Grenzen verschieben lässt und immer wieder neue Blickwinkel schafft.
Ein Roman der trotz weniger Seiten gut ausgearbeitet ist und mich durch die Seiten fliegen ließ.
Ich bin gespannt auf welche Thematik sie sich als nächstes stürzen wird.

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2017, monster geek, drachenmond verlag, fantasy

Monster Geek

May Raven
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783959912723
Genre: Fantasy

Rezension:

Monster Geek geht in die zweite Runde und damit ist auch die quirlige und etwas verrückte Jessamine Diaz wieder zurück.
Ich liebe Jess einfach. Sie ist einfach eine Person, die man komplett ins Herz schließt und nicht mehr gehen lässt.
Mir fiel der Einstieg eigentlich überhaupt nicht schwer und ich konnte gerade zum Anfang wieder sehr schön mit Jess schmunzeln. Eine andere Person war natürlich auch ein weiterer Grund.
Der Anfang ist recht losgelöst und trotzdem hatte ich das Gefühl, das ganze kommt nur langsam in die Gänge.
Man könnte es natürlich auch als die Ruhe vor dem Sturm bezeichnen.
Denn was hier auf Jess und ihre Freunde zukommt ist gewaltig und kaum ermessbar.
Jess ist die Frau für das Monsterproblem.
Doch es gibt verschiedene Arten von Monstern, was hier mehr als einmal recht deutlich wird.
Mir hat besonders gut der paranormale Bereich gefallen. Ich empfand es teilweise schon echt gruselig, aber das hat verdammt gut gepasst.
In dem Moment konnte ich mich verdammt gut in Jess hineinversetzen und teilweise ihre Hilfslosigkeit und ihre Zweifel spüren.
Nichts ist so wie scheint.
Man unterliegt ständigen Prüfungen und es gibt einige Erkenntnisse , die einem die Schuhe ausziehen.
Obwohl dieser Teil nicht ganz so temporeich wie der Vorgänger ist, so habe ich mich doch sehr in die Thematik verliebt. Hinzu kommt, das diese auch wirklich gut umgesetzt wird.
Man fiebert wie eh und je mit Jess und Co mit, kann dabei ihre Emotionen auf ganzer Ebene spüren.
Aber nicht nur um Monster und Co geht es hier.
Es geht auch um Jess. Man erfährt ein Stück weit mehr über sie selbst und erlebt sie von ihrer verletzlichen Seite. Was ich sehr toll fand, da man sich ihr so noch zugehöriger fühlt. Und es haucht ihr auch viel mehr Leben ein.
Auch der Teil fürs Herz wird nicht ausgespart und es gibt die ein oder andere Überraschung, die einen aufseufzen lassen.
Die komplette Handlung ist ansich überhaupt nicht vorhersehbar, es gab einige Szenen, da musste ich doch schlucken. Bei anderen blieb mir vor Sprachlosigkeit gleich mal der Mund offen stehen.
Mir wurde letztendlich alle Fragen erstmal beantwortet und ich bin zufrieden.
Nun bin ich sehr gespannt, womit es Jess bei ihrer nächsten Mission zutun bekommt.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Jess, was ihr mehr Raum und Tiefe verschafft.
Die Charaktere sind ausdrucksstark, lebendig und nehmen völlig für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Der Schreibstil ist locker und fließend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

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634 Bibliotheken, 56 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

sebastian fitzek, thriller, flugangst, flugangst 7a, psychothriller

Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf den neuen Thriller von Sebastian Fitzek habe ich mich sehr gefreut. Darum stürzte ich mich auch sofort ins Geschehen.
Es dauerte nicht lange und die Story hatte mich komplett im Griff. Sebastian Fitzek versteht es auf geniale Art und Weise, das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Er setzt so gekonnt die Cliffhanger am Ende der Kapitel, das man sich immer wieder sagt, ein Kapitel kann ich ja noch. Das die einzelnen Kapitel da auch nicht sehr lang sind, tut ihr übriges.
Die Story selbst hat mir ungemein gut gefallen. Am Anfang war da ein Mann mit Flugangst, der sich auf den Weg zu seiner Tochter machte, die ein Kind erwartete.
Das war am Anfang. Es war normal, nichts besonderes, viel mehr vielleicht sogar alltägliches.
Doch ein einziger Anruf verwandelte Mats Leben in seine ganz persönliche Hölle.
In ein Grauen, das kein Ende nehmen will und ihn auf perfide Art und Weise wachsen ließ.

Hierbei erfahren wir verschiedene Perspektiven, zumeist jedoch die von Mats. Was ihm mehr Präsenz und Raum verleiht. Doch man taucht nicht nur in seine Psyche ein. Der Autor versteht es auch die Nebencharkatere zum Leben zu erwecken. Auch wenn man oft nicht merkt, welchen Status sie überhaupt innehaben.
Alle sind Menschen wie du und ich. Sie haben Ecken und Kanten, was sie umso greifbarer und authentischer macht. Irgendwann in ihrem Leben kamen sie an einen Punkt, der sie veränderte, völlig verwandeln ließ. Ein Punkt, an dem sie nicht mehr unkehren konnten und der ihren Weg besiegelte.
Das wirft doch die Frage auf, wie Gut und Böse zu erklären ist. Oftmals ist es das gar nicht, was man hier auf schmerzliche Art und Weise erfahren muss.

Der Autor hat eine sehr fließende und stark einnehmende Art zu schreiben, die mich vollkommen in den Bann zog und nicht zur Ruhe kommen ließ. Durch die Beschreibungen baute sich schnell ein Kopfkino auf, das es in sich hatte.
Die Handlung ist sehr komplex aufgebaut , so erfährt man beispielsweise gleich drei Handlungsstränge, was mir das mitkommen jedoch keineswegs erschwerte.
Dieses Buch glänzt weniger durch Brutalität, als viel mehr durch die psychologische Note, was es nicht weniger beängstigender und beklemmender machte.
Schon die ersten Seiten bereiteten mir Gänsehaut. Als ich dann Nele kennenlernte, war es restlos um mich geschehen.
Wie soll man nicht mitfiebern und mitbangen, wenn man weiß, was sie unter dem Herzen trägt und was ihr womöglich noch bevorsteht?
Doch damit nicht genug, ist sie noch von einem weiteren Schicksalschlag gebeutelt. Ein Umstand, der mir wirklich naheging. Vor allem wenn man erfährt, wo da der Ursprung liegt.
Die Hintergründe dieser Familie , über die man immer mehr erfährt, haben mich wirklich bewegt, vielleicht auch teilweise schockiert, aber hauptsächlich doch bewegt.
Man kommt nicht umhin, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Auch wenn dazu nicht viel Zeit bleibt. denn die Spannung wird währenddessen immer mehr angezogen.
Und plötzlich ist man in einem Alptraum gefangen, der kein Ende nehmen will.
Und wenn man meint, endlich durchschaue man alles. Aus die Maus, schon folgt die nächste Wendung. Eine Tatsache, die mich immer unruhiger machte und meinem Körper immer angespannter werden ließ. Da half es auch nicht wirklich, das die Atmosphäre düster und emotionsgeladen war.
Die Beklemmung , die Verzweiflung und die innere Zerrissenheit war förmlich greifbar und baute sich immer mehr auf.
Man lernt hier unheimlich viele Charaktere kennen und lässt sich auf sie ein. Man baut eine Bindung zu Ihnen auf und gerade deswegen, ist man hinterher umso schockierter.
Psychologisch gesehen ist dieser Thriller wunderbar ausgearbeitet. Der Autor spielt mit den Ängsten der Leser und setzt diese auch gegen sie ein. Wir alle haben diesen Impuls in uns, das wir helfend eingreifen wollen und gerade wenn es soweit ist, folgt der nächste Schlag.
Ganz ehrlich, ich wusste nicht wohin mit meinen Emotionen. In einem Moment war ich wie paralysiert von den, in mir tobenden Gefühlen, die keine Erlösung fanden und im nächsten Moment wollte ich schon wieder schreiend um mich schlagen.
Aber was mir besonders gut gefallen hat, bis zum Schluss kommt man des Rätsels Lösung nicht auf die Spur. Immer wieder bekommt man häppchenweise etwas zugeworfen und ich weiß gar nicht, wie oft ich dachte, jetzt habe ich dich. So verschoben sich im nächsten Moment schon wieder sämtliche Blickwinkel.
Ein Thriller, in dem gut platzierte Wendungen Programm sind, was die Spannung nur umso mehr anheizte. Der rote Faden wird dabei jedoch zu keiner Zeit aus den Augen verloren.
Sebastian Fitzek zeigt sich hier wieder in Bestform und ich muss ehrlich gestehen, so viele Momente voller Entsetzen und Sprachlosigkeit, habe ich bei seinen Büchern selten erlebt.
Er erweckt die Handlung und ihre Charaktere zum Leben, so das man wirklich tief drinsteckt und selbst versucht ein Ausweg aus dem Horrorszenario zu finden.
Ein ganz normaler Tag, der sich im Bruchteil einer Sekunde zum ganz persönlichen Grauen entwickelt.
Immer wieder habe ich mich gefragt, wie eine menschliche Seele so etwas verkraften, wie damit umgehen kann. Sie kann, denn hier wird uns gezeigt, wozu der Mensch fähig ist, wenn er genug Antrieb erhält. Man staunt immer wieder wozu man fähig ist, wenn es nicht anders geht. Wenn es um Leben oder Sterben geht.
Aber es liegt auch Berechnung, Rache oder Egoismus darin. Auch die Zwischenmenschlichkeit wird dabei nicht aus den Augen verloren. So spürt man doch auch zwischen den Zeilen, die tiefe Verbindung , was es nur umso bewegender und facettenreicher für mich machte.

Ein wirklich gut ausgearbeiteter Thriller, der zeigt wo die wahre Gefahr liegt. Ein Thriller der zeigt, was schwach und stark macht.
Und der vor allem zeigt, das nicht alles ist, wie es zunächst scheint.
Absolut gelungen und perfekt in Szene gesetzt.

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