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84 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Der Zorn der Einsiedlerin

Fred Vargas , Waltraud Schwarze
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Limes, 29.10.2018
ISBN 9783809026938
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Adamsberg weilt noch in den Nebeln Islands, wohin ihn der letzte Fall getrieben hat, als ihn ein Telegramm eilends nach Paris ruft. Seine Brigade muss einen schwierigen Fall lösen und Adamsbergs Anwesenheit ist erwünscht. Vermutlich haben die Kollegen auch die Befürchtung, dass der Kommissar, der ,,Wolkenschaufler“, sich in den Nebeln verliert.

Gleich im ersten, sehr kurzen Kapitel, wird deutlich, dass Adamsberg ein außergewöhnlicher Kommissar ist: eigenwillig, mit ausgeprägtem Charakter, dennoch schwer greif- und begreifbar, trotz allem immer sympathisch und äußerst menschlich.

In Paris angekommen, löst Adamsberg auf die ihm eigene, unkonventionelle Art den Fall in recht kurzer Zeit. Man ahnt, dass dies nicht der eigentliche Grund für seine Rückberufung gewesen sein kann. Offenbar schwelt es in der Brigade, Gruppen für und gegen den eigenwilligen Kommissar bilden sich, teils heimlich, teils ganz offen.

Als Adamsberg einer Reihe von merkwürdigen Todesfällen älterer Männer im Süden Frankreichs nachgehen will, die offenbar durch das Gift der Einsiedlerspinne gestorben sind, bricht die Meuterei in der Brigade aus. Besonders Danglard, der Stellvertreter und eigentlich sehr vertraute Kollege und Freund Adamsbergs, stellt sich vehement gegen dessen Ermittlungen. Die Einsiedlerspinne ist extrem selten und äußerst scheu, ein Mensch kann nur durch die vielfache Menge des Gifts eines Bisses in Lebensgefahr geraten. Ein Mord durch das Spinnengift ist, nach Meinung eines Spezialisten und auch der meisten Kollegen, absolut unmöglich. Doch Adamsberg lässt sich von seinem Bauchgefühl leiten und ermittelt, mithilfe einiger eingeweihter Kollegen, im Verborgenen weiter.

Wer die Reihe um Adamsberg kennt, weiß, dass die Fälle meist etwas abstrus und nicht unbedingt realistisch sind. Doch dies tut der Spannung und auch dem Lesegenuss in keinster Weise Abbruch, wenn man die besonderen Charaktere, die originellen und teils auch schrulligen Figuren zu schätzen weiß. Adamsberg löst seine Fälle durch teils aberwitzige Gedankenexperimente und weniger durch Action, was den besonderen Reiz dieser Reihe ausmacht. Allerdings muss man sich auf Skurriles und Unkonventionelles einlassen können.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Commissaris Van Leeuwen und der Engel des Todes

Claus Cornelius Fischer
E-Buch Text: 401 Seiten
Erschienen bei Edition M, 21.11.2018
ISBN 9782919803798
Genre: Romane

Rezension:

Commissaris Bruno van Leeuwen trauert. Vor einiger Zeit ist seine Frau gestorben, mit der ihn eine tiefe, innige Beziehung verband. Doch verlassen hatte sie ihn im Grunde schon vor Jahren, als sie an Demenz erkrankte und sich an immer weniger erinnern und ihn am Ende nicht einmal mehr erkennen konnte.

Da van Leeuwen zu Hause nicht schlafen kann, spaziert er des Nachts durch Amsterdam oder findet hin und wieder für ein paar wenige Stunden Schlaf – in der Bahnhofshalle. Bei einem seiner Gänge findet er einen jungen Mann tot in einer Gasse. Obwohl nichts auf einen gewaltsamen Tod hindeutet, beschleicht van Leeuwen ein Verdacht, der sich bei der von ihm angeordneten Autopsie auch bestätigt. Der junge Mann wurde mit einer Plastiktüte erstickt! Die Nachforschungen ergeben, dass der Mann als Lehrer mit sehr schwierigen Schülern gearbeitet hat und vor kurzem ein Film ins Internet gestellt wurde, der ihn in einer kompromittierenden Situation zeigt. Seine Lebensgefährtin gibt an, dass er schwer depressiv und suizidgefährdet gewesen sei. Hat er womöglich seinen eigenen Mörder angeheuert?

Als kurz darauf eine weitere Tote gefunden wird, eine schwer krebskranke Frau, ebenso mit einer Plastiktüte erstickt, weiß van Leeuwen, dass er es mit einem Serienmörder zu tun hat.

Die Sprache ist ungewöhnlich poetisch für einen Krimi. Selbst ein Besuch des Kommissars in der Pathologie wird anschaulich, aber eher lyrisch und metaphernreich als gruselig geschildert. Die Gedankengänge van Leeuwens oder so mancher Dialog scheinen teils philosophischer Natur zu sein. Unaufdringliche Vor- oder Rückblenden steigern zum Ende hin Dynamik und Spannung des ansonsten eher ruhigeren Krimis.

Die Reihe um Bruno van Leeuwen startete schon 2007, wurde aber neu aufgelegt, was sich meiner Meinung nach auf jeden Fall gelohnt hat!

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97 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

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Der Schmetterling

Gabriella Ullberg Westin , Stefanie Werner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672054
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kriminalinspektor Johan Rokka kehrt nach zwanzig Jahren von Stockholm in seine Heimatstadt Hudiksvall in Nordschweden zurück. Die Gründe dafür bleiben zunächst unklar. Erst nach und nach wird angedeutet, dass Johan etwas aus seiner Vergangenheit so stark beschäftigt, dass ihn dies zur Rückkehr bewogen hat. Mit seiner direkten Art macht er sich zu Beginn bei den Kollegen und seiner Chefin nicht unbedingt beliebt. Allerdings trifft er auch auf viele alte Bekannte und ehemalige Freunde und Schulkameraden, mit denen er gerne mal einen trinken geht.

Noch vor seinem eigentlichen Amtsantritt muss er den Dienst beginnen. Henna, die Frau des Fußballstars Mans Sandin wird an Heilig Abend in ihrem Haus vor den Augen der beiden Kinder erschossen. Der Täter war als Weihnachtsmann verkleidet. War Mans Sandin selbst der Täter? Oder galt der Anschlag womöglich ihm? Dass Sandin auch ein alter Bekannter Johan Rokkas ist, gestaltet seine Ermittlungen nicht unbedingt einfacher.

Düster und kalt wie die Jahreszeit ist auch die Atmosphäre des Romans. Durch die verschiedenen Schauplätze (z.B. Florenz) und wechselnden Perspektiven wird dennoch genug Spannung und Dynamik aufgebaut. Lediglich das Ende wirkt etwas hastig.

Johan Rokka ist noch etwas undurchsichtig, durchaus sympathisch, aber mit Ecken und Kanten. Ihn möchte man gerne noch in weiteren Fällen erleben. Auch seine Kollegen zeigen Charakter, allen voran die etwas spröde Janna Weissmann. Sie ist eine interessante und etwas geheimnisvolle Figur, von der man gern noch mehr erfahren will.

Ein spannender und unterhaltsamer Krimi mit genügend Potential für weitere Folgen.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Belfast Central

A.K. Amherst
E-Buch Text: 623 Seiten
Erschienen bei null, 10.04.2018
ISBN B07CF4T4PC
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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52 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

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Flucht in die Schären

Viveca Sten , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.11.2018
ISBN 9783462051971
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der nunmehr 9. Band um Thomas Andreasson und seine Jugendfreundin Nora Linde zeigt einen etwas anderen Charakter als die vorigen Bände. Auch hier spielt sich das Geschehen teilweise auf Sandhamn und den umliegenden Inseln des Schärengartens ab. Doch für idyllische oder atmosphärische Landschaftsbeschreibungen ist wenig Platz.

 

Kriminalkommissar Thomas Andreasson spielt in diesem Band eine eher undankbare Rolle. Einerseits, weil er aufgrund der erneuten Trennung von Pernilla sehr unglücklich ist und bei laufenden Ermittlungen auch nur wenig Zeit für seine kleine Tochter Elin hat. Andererseits ist er von seiner Arbeit und den ständigen Einsparungen bei der Polizei völlig frustriert.

Auch Noras Familienleben spielt dieses Mal nur eine untergeordnete Rolle. Durch ihre Stelle als Chefanklägerin der Behörde gegen Wirtschaftskriminalität ermittelt sie gegen den Drogenboss Andreis Kovac, den sie wegen Steuerbetrugs anklagen will, da für seine anderen schweren Delikte die Beweise fehlen. Im Zuge ihrer Nachforschungen stößt sie auf Mina, Andreis Frau, die von ihm, nicht zum ersten Mal, fast totgeschlagen wurde. Nora versucht, Mina zu überzeugen, sich von Andreis loszusagen und verschafft ihr einen Platz in einem gut versteckten Frauenhaus. Damit hofft Nora nicht nur, Mina und ihrem kleinen Sohn zu helfen, sondern auch, dass Mina gegen ihren gewalttätigen Mann aussagen wird und Nora damit eine Anklage durchsetzen kann.

Doch Andreis ist nicht nur äußerst brutal, sondern auch gerissen und schlau. So manipuliert er nicht nur seine Anwältin, die skrupellos ihre Fälle gewinnen will, egal welche Verbrecher sie dadurch dem Freispruch zuführt. Andreis bedroht auch andere Menschen aus Minas Umfeld so massiv, dass er ihr doch auf die Spur kommt. Mit lebensbedrohlichen Folgen, nicht nur für Mina.

Wie immer ist Viveca Sten eine Garantin für beste und spannende Unterhaltung. Dieser 9. Band ist durch die ziemlich brutale Geschichte von Mina und ihrem Mann etwas düster.

Dennoch für Fans der Reihe unbedingt zu empfehlen.

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(29)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Arrowood - In den Gassen von London

Mick Finlay , Kerstin Fricke
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.08.2018
ISBN 9783959671743
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ende des 19. Jahrhunderts gibt es in London zahlreiche dunkle und düstere Ecken, üble Spelunken, in denen sich Gauner, Halunken und Mörder herumtreiben. Wer arm ist, haust in dunklen Hinterhöfen, in denen der Nachttopf einfach aus dem Fenster geschüttet wird.

Hier gilt meist das Recht des Stärkeren, und wer Hilfe braucht, sollte sich nicht unbedingt auf die Polizei verlassen. Einen Privatdetektiv wie Sherlock Holmes können sich nur sehr wenige leisten. Doch zum Glück gibt es William Arrowood, der den weniger Betuchten seine Dienste anbietet. In diesem Fall bittet ihn eine junge Französin, ihren verschwunden Bruder zu finden. Doch bald wird klar, dass sich hinter diesem scheinbar so einfachen Auftrag sehr viel mehr verbirgt und Arrowood und sein Assistent Norman Barnett sich durch ihre Nachforschungen in große Lebensgefahr begeben.

Erzählt wird aus der Perspektive des weniger genialen, dafür umso bodenständigeren Barnett was deutliche Parallelen zum berühmten Vorbild Holmes und Watson aufweist. Sehr witzig allerdings sind die ständigen Spitzen Arrowoods gegen seinen so berühmten und erfolgreichen Konkurrenten, den er einfach nicht ausstehen kann.

Gute und spannende Unterhaltung, besonders für historisch interessierte Krimileser.

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(75)

92 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

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Redemption Point

Candice Fox , Thomas Wörtche , Andrea O'Brien
Flexibler Einband: 439 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 02.10.2018
ISBN 9783518468982
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schauplatz des überaus lesenswerten und unterhaltsamen Krimis ,,Redemption Point" ist die Kleinstadt Crimson Lake im Norden Australiens, geprägt von Hitze und allgegenwärtigen Krokodilen. ,,Crimson Lake" heißt auch der 1. Band um den Ex-Polizisten Ted Conkaffey. Dieser wird verdächtigt, die 13-jährige Claire Bingley entführt und vergewaltigt zu haben. Seine Unschuld konnte er nie beweisen, er verlor seinen Job, seine Frau wandte sich von ihm ab, seine kleine Tochter kennt er kaum.

Doch Conkaffey ist ein Stehaufmännchen, er hat sich ein dickes Fell zugelegt, um irgendwie zu überleben. In Crimson Lake versucht er, unterzutauchen und endlich Ruhe zu finden. Schon im 1. Band schließt er sich der recht bizarren Privatdetektivin Amanda Pharrell an, die als Mörderin einige Jahre im Gefängnis verbracht hat und wohl davor auch schon reichlich merkwürdige Verhaltensmuster zeigte. Diese beiden vom Schicksal gebeutelten Menschen geben ein eigentümliches, aber auch unschlagbares Team als Privatdetektive ab.

Als Conkaffey plötzlich von Dale Bingley, dem Vater seines vermeintlichen Opfers überfallen wird, muss er handeln. Entweder er findet den wahren Täter oder Bingley nimmt Rache. Als auch noch ein mächtiger Drogenboss, der Conkaffey einen Gefallen schuldet, ihm helfen will, den Täter zu finden und aus dem Verkehr zu ziehen, führt dies für Ted Conkaffey nur zu noch größeren Problemen.

In der Zwischenzeit ist seine Partnerin Amanda Pharrell mit einem Mord an zwei jungen Barkeepern beschäftigt, der zunächst wie ein normaler Raubmord aussieht. Amanda unterstützt Detective Inspector Pip Sweeney, die mit diesem Fall ihre erste Morduntersuchung vor sich hat und Amandas genialen Einfälle dringend braucht. Doch bald entpuppt sich auch dieser Fall als viel komplexer und lebensgefährlich.

Candice Fox schafft es, mit zwar reichlich schrägen, originellen, aber sympathischen Figuren eine hochspannende Geschichte mit überraschenden Wendungen zu gestalten, die den Leser immer wieder auf die falsche Fährte führen. Witzige Dialoge, wie z.B. der Schlagabtausch zwischen Ted und Amanda, aber auch berührende Momente, wie z.B. die zwischen Ted und seiner Ex-Frau und seiner kleinen Tochter, unterhalten den Leser bestens.

Den 1. Band sollte man fürs bessere Verständnis gelesen haben, um so auch die Entwicklung der Figuren mitverfolgen zu können. Schade nur, dass man keinen deutschen Titel gefunden hat.

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61 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

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Mexikoring

Simone Buchholz
Flexibler Einband: 247 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.09.2018
ISBN 9783518468944
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autos brennen in Hamburg fast jede Nacht. Aber in dieser Nacht sitzt noch jemand in seinem Auto, als dieses am Mexikoring in Flammen aufgeht. Er wird zwar schnell von der herbeigerufenen Feuerwehr aus brennenden Auto gerettet, doch er stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Bei dem Opfer handelt es sich um Nouri Saroukhan, dem verlorene Sohn eines mächtigen kurdisch-libanesischen Clans aus Bremen. Er wurde von seiner Familie verstoßen, da er sich nicht in ihre Welt der Gewalt und Kriminalität einordnen wollte. Bald ist klar, dass es sich um Mord handelt. Die knallharte und unkonventionelle Staatsanwältin Chastity Riley übernimmt die Ermittlungen und taucht tief ein in die Welt der Mhallamiye – Clans, dessen weit verzweigte kriminelle Strukturen sich über ganz Deutschland erstrecken.

Besonders charakteristisch ist Simone Buchholz Sprache. Die kurzen, knappen Sätzen, aber auch abrupte Wechsel in der Handlung stellen eine Herausforderung für den Leser dar, heben sich aber dadurch auch deutlich vom Durchschnitt ab. Kurze Kapitel mit unkonventionellen Überschriften treiben die Handlung dynamisch voran und halten die Spannung hoch. Dazu kommen interessante Figuren wie die knallharte Staatsanwältin Chastity Riley selbst, die überaus engagiert, aber auch vom Leben gebeutelt ist. Ihre Sicht der Dinge ist messerscharf, dennoch lässig und überaus originell. Die Dialoge sind knapp, schnoddrig, witzig, deuten aber auch tragische Ereignisse in der Vergangenheit an.

,,Mexikoring“ ist bereits der achte Fall um die Staatsanwältin Chastity Riley, den man aber sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen kann. Allerdings wird man die Vorgängerbände nach dieser Lektüre vermutlich unbedingt lesen wollen!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Mein Leben als Tennisroman

Andreas Merkel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 14.09.2018
ISBN 9783351050610
Genre: Romane

Rezension:

Schreiben über das Schreiben? Diese Idee ist nicht ganz neu.

Die Gattung ,,Tennisroman“ hingegen schon. Wer nun aber einen spannenden Schlagabtausch wie bei einem packenden Tennismatch erwartet, wird eher enttäuscht. Zu viel Kreisen des Protagonisten um sich selbst, zu viele Gedanken über Gedanken und zu wenig Handlung. Dadurch wird die eigentlich originelle Idee zu einer zunehmend ermüdenden Lektüre.

 

Der Ich-Erzähler Arthur Wilkow hat die Idee, einen Roman über Tennis zu schreiben. Da er selbst seit Jugendtagen Tennis spielt und diese Sportart auch von einer philosophischen Seite betrachtet, hört sich dies nach einem genialen Einfall an. Doch mit dem eigentlichen Schreiben tut er sich schwer. Er kommt nicht voran, ihn plagen Schreiblockaden und immer wieder Zweifel an seinem Vorhaben.

Interessant sind zwar die Schauplätze, an denen Wilkow versucht, seinen Roman zu schreiben, Hawaii, Warschau, New York usw. Doch auch hier überwiegen die Gedanken und Grübeleien über das Schreiben, was natürlich auch zu Konflikten mit seiner Partnerin E. führt. Während Wilkow selbst sein Leben und seine Fiktion mehr und mehr vermischt, ist seine Partnerin zunehmend irritiert.

Diese verschiedenen Ebenen sind eine durchaus interessante Konstruktion, die allerdings auch beim Leser zunehmend für Verwirrung sorgt. Zusätzlich sind längere, englische Passagen und zahlreiche intertextuelle Verweise auf andere Autoren oder Filme eingestreut, was aber immer nur denjenigen Leser erfreut, der diese Werke kennt.

Gestört hat mich auch der grüblerische, melancholische Tenor des Buches. Merkwürdig, dass Kritiker von dem ,,fröhlichsten, unbeschwertesten Roman der Saison“ sprechen (Berliner Morgenpost 10.10. 2018).

 

Insgesamt hat mich ,,Mein Leben als Tennisroman“ also leider nur mäßig unterhalten.

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(43)

51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Chicago

David Mamet
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.10.2018
ISBN 9783959672245
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erwartet hatte ich einen Krimi, der das Chicago der Zwanzigerjahre spannend und unterhaltsam in Szene setzt. Prohibition, Drogensumpf, Korruption, Gangster und natürlich Al Capone..... Das alles hatte ich vor Augen. Doch dieses Buch lässt mich ziemlich ratlos zurück.

Im Zentrum der Handlung steht der Lokalreporter Mike Hodge, der im Krieg als Pilot in Frankreich war. Mit seinem Kollegen und Kumpel Clement Parlow ist er immer auf der Suche nach einer guten Story, die er unter anderem in den Kneipen oder Bordells der Stadt finden kann. Als Mike Hodge sich in die Irin Annie verliebt und nach langem Werben auch ein Verhältnis mit ihr beginnt, wird sie kurz darauf vor seinen Augen ermordet. Mike versinkt in tiefe Depression und gibt sich völlig dem Alkohol hin, da er ahnt, dass Annies Tod eine Warnung an ihn sein sollte. Es dauert geraume Zeit, bis er sich endlich dazu aufraffen kann, sich ernsthaft auf die Suche nach den Tätern zu machen.

Die eigentliche Handlung liest sich knapp zusammengefasst recht spannend. Davon bleibt bei der eigentlichen Lektüre leider wenig übrig, da endlose und teilweise schwer verständliche Dialoge das Lesevergnügen stark trüben. Ich weiß nicht, ob es an meinem mangelnden Hintergrundwissen oder an der Übersetzung liegt. Doch auch die stellenweise abrupten Wechsel verbreiten eher Orientierungslosigkeit. Selbst die Hauptfiguren wie Mike Hodge, Parlow oder sogar Annie bleiben dem Leser fremd, distanziert und nicht einmal besonders sympathisch..

Mich konnte das Buch leider überhaupt nicht mitreißen. Schade, da das Cover und auch der Klappentext so vielversprechend wirken.

 

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311 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 150 Rezensionen

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Der Schatten

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 23.07.2018
ISBN 9783442757527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gerade hat die Journalistin Norah Richter ihr altes Leben und ihre Beziehung in Berlin hinter sich gelassen und fängt in Wien neu an. Um der Einsamkeit zu entfliehen, stürzt sie sich sofort in die Arbeit.

Doch dann sagt ihr eine alte Bettlerin, der sie mitten auf der Straße begegnet, voraus, dass sie am 11. Februar einen Mann Namens Arthur Grimm ermorden wird, und zwar aus freien Stücken. Norah ist verständlicherweise verstört. Zwar kennt sie keinen Mann namens Arthur Grimm. Allerdings ist der 11. Februar ein schmerzhaftes Datum für sie. Am 11. Februar vor vielen Jahren hat sich ihre beste Freundin Valerie umgebracht und Norah hat dies noch nicht verarbeitet.

Zufällig begegnet Norah nun immer öfter dem Namen Arthur Grimm und sie beginnt, Recherchen über diesen Mann anzustellen und nach ihm zu suchen. Was verbindet Grimm mit dem 11. Februar? Hat er womöglich mit Valeries Tod zu tun?

Während Norah sich in ihre Recherchen stürzt und sich völlig von ihren neuen Kollegen abkapselt, geschehen merkwürdige Dinge. Sie findet ihr Handy nicht mehr, plötzlich taucht es aber wieder auf. Aus ihrer Wohnung verschwinden Sachen. Ihre besten Freunde belügen sie oder wollen plötzlich keinen Kontakt mehr mit ihr. Es scheint, als wäre Norahs Leben von etwas Mysteriösem überschattet und bedroht. Dazu passend wird die kalte, melancholische Atmosphäre Wiens im Winter sehr anschaulich beschrieben.

Als man schon meint, dass Norah, wie so häufig in Thrillern üblich, sich alles nur einbildet oder durch Verdrängung sich ihre eigene Wirklichkeit zurechtschneidert, wird man eines Besseren belehrt.

Interessante Charaktere, überraschende Wendungen, und vor allem die präzise Sprache der Autorin haben mich überzeugt. ,,Der Schatten" ist ein Psychothriller, der mit wenig Blut und ohne grausige Details auskommt, dafür umso mehr mit subtil aufgebauter Spannung punkten kann.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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Alchimie einer Mordnacht

Benjamin Black , Elke Link
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 04.10.2018
ISBN 9783462049190
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Christian Stern, unehelicher Sohn des Bischofs von Regensburg und aufgewachsen bei wenig liebevollen Zieheltern, ist ehrgeizig und wissensdurstig. Nach dem Studium in Würzburg kommt der 25-Jährige im Winter 1599 nach Prag, um dort am Hof des kauzigen Kaisers Rudolf II sein Glück zu suchen. Doch schon in der ersten Nacht findet er die Leiche eines jungen Mädchens. Der erst 16-jährige Magdalena Kroll wurde die Kehle durchgeschnitten und sie war, wie sich bald herausstellen soll, die Geliebte des Kaisers! Obwohl Christian Stern den Leichenfund sofort bei der Stadtwache meldet, gerät in Verdacht und wird zunächst eingekerkert. Doch bald zieht er die Aufmerksamkeit des Kaisers auf sich. Er vermutet in Stern eine Art Heilsbringer, den er in seinen Träumen vorhersehen hat. Und er beauftragt Christian Stern damit, den Mord an der jungen Magdalena Kroll aufzuklären.

Sterns rascher Aufstieg am Hof bringt ihm natürlich auch Neid und Missgunst ein. Außerdem zieht ihn schon bald Caterina Sardo in ihren Bann, was aber äußerst gefährlich ist, da sie die Geliebte des Kaisers Rudolf und die Mutter seiner Kinder ist. Dazu kommen die Intrigen und Machtspiele skrupelloser Höflinge, sodass Christian Stern schon bald um sein eigenes Leben fürchten muss.

Der Roman beginnt stark. Lebendig, sehr anschaulich und stellenweise sogar witzig erzählt Stern von seiner Ankunft in einer heruntergekommenen Herberge in Prag, einem Saufgelage mit einem Soldaten und dem Leichenfund. Auch Sterns Rückblicke in seine Kindheit und Jugend gestalten sich originell und unterhaltsam. Je länger Stern sich dann allerdings in Prag aufhält und in die Ränkespiele des Hofs verwoben wird, desto zäher gestaltet sich leider auch die Lektüre. So wie für Christian Stern selbst ist es auch für den Leser fast unmöglich, Schein und Sein, Freund und Feind auseinanderzuhalten. Dabei wird einem zwar die Figur des jungen Gelehrten Stern mit all ihren menschlichen Schwächen und in ihrer Widersprüchlichkeit durchaus sympathisch. Dennoch geht die Darstellung der Verwicklungen auf Kosten der Spannung und der Lesegenuss wird deutlich getrübt.

Schade, denn die Idee und der Schauplatz des ,,historischen Kriminalromans" klangen sehr vielversprechend.

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148 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 92 Rezensionen

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Der Spielmann - Die Geschichte des Johann Georg Faustus

Oliver Pötzsch
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 21.09.2018
ISBN 9783471351598
Genre: Historische Romane

Rezension:

1486: Johann Georg ist ein aufgeweckter und besonderer Junge. Seine Mutter nennt ihn ,,Faustus“, den Glücklichen, da bei seiner Geburt die Sterne in einer besonderen Konstellation standen. Doch nach dem Tod der Mutter ist Johanns Leben alles andere als glücklich. Die Brüder hänseln ihn wegen seiner Andersartigkeit, vom Vater wird er abgelehnt. Als dann auch noch die Liebe zu seiner Jugendfreundin Margarethe unglücklich endet, schließt sich Johann Georg dem Magier Tonio del Moravia an. Dieser zieht als fahrender Gaukler und Magier durch die Lande, verkauft Heiltränke und sagt den Leuten ihre Zukunft vorher. Faustus ist fasziniert von Tonio del Moravia, von ihm lernt er nicht nur Zaubertricks, Handlesen und das Erstellen von Horoskopen, sondern wird durch ihn auch selbständiger und erwachsener. Allerdings fürchtet er auch seinen Meister und dessen Raben und Krähen, die ihn immer begleiten. Mehr und mehr beschleicht Faustus der Verdacht, dass del Moravia mit dunklen Mächten in Verbindung steht und eine tödliche Gefahr für ihn darstellt. Faustus flieht und schließt sich einem Gauklertrupp an, mit dem er durch Italien bis nach Venedig zieht. Doch auch dort kann er del Moravias Einfluss nicht entfliehen.

Plötzsch gestaltet seine Figuren facettenreich, das Geschehen wird sehr anschaulich und farbenfroh erzählt, sodass man als Leser mitfiebern und mitleiden kann. Phantastisches und Gruseliges wird mit historischen Fakten verknüpft und zu einer großen Abenteuergeschichte verwoben. Wie schon Goethe ließ auch Oliver Plötzsch sich von der Geschichte des Dr. Faustus inspirieren. Und wer Goethes ,,Faust“ kennt, wird so manche Figur und so manches Zitat im ,,Spielmann“ wiedererkennen, die Plötzsch aber kreativ nutzt und in neue Zusammenhänge stellt.

Der fast 800 Seiten starke Roman ist ein wahrer Schmöker. Wer historische Romane und Abenteuer mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

 

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

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Forgotten Girl

Eva-Maria Silber
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 31.03.2018
ISBN 9783960873266
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als am Karfreitag 1984 fünf Teenager am Totenmaar in der Eifel zelten, sind am nächsten Tag drei von ihnen tot. Die Ermittlungen gestalten sich zäh, da die beiden Überlebenden Katharina und Sebastian nichts wissen oder sich an nichts erinnern können. Der Fall bleibt ungeklärt, bis 30 Jahre später Janna Habena, die bereits 1984 als junge Polizistin an den Ermittlungen beteiligt war, den Fall wieder aufnimmt.


Der Krimi beruht auf einem wahren und ungelösten Fall. Allerdings wurden Ort, Zeitpunkt und teilweise die beteiligten Personen verändert. Dieser ,,true crime“ Hintergrund macht ,,Forgotten girl“ zunächst interessant.

Durch die Wiederaufnahme des Falls kommen die beiden Überlebenden Sebastian und Katharina nun, 30 Jahre später, wieder in Kontakt. Katharina, damals pummelige Pfarrerstochter und sehr streng und konservativ erzogen, war eigentlich nur als Alibi für die anderen beiden Mädchen mit zum Zelten eingeladen worden. Sie war damals unsterblich in Sebastian verliebt, der sie aber kaum wahrnahm. Nun hat sich Katharina zur attraktiven und erfolgreichen Rechtsanwältin gemausert. Sebastian wirbt massiv um sie und die beiden beginnen eine Liebesbeziehung. Katharina leidet allerdings noch immer unter dem Gedächtnisverlust, sowohl physisch als auch psychisch. Auch weiß sie nicht, ob sie Sebastian trauen kann.

Die Figuren wirken in meinen Augen ziemlich platt und klischeehaft. Katharina, das unattraktive Pummelchen, Sebastian, der Draufgänger und Schwarm aller Mädchen.....

Die Ich-Perspektive, in der Katharina erzählt, ist gerade an den interessanten Stellen, als sie sich stückchenweise erinnert und dabei zusammenbricht, unpassend und nicht schlüssig. Auch die Auflösung war mir zu vorhersehbar.

Leider konnte mich ,,Forgotten girl“ nicht überzeugen, auch wenn es sich flott lesen lässt.

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 69 Rezensionen

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Die Tote im Wannsee

Lutz Wilhelm Kellerhoff
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 10.08.2018
ISBN 9783550050640
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 West-Berlin im Jahr 1968: der Alltag der Menschen ist durch die Teilung der Stadt und die Mauer geprägt. Es ist eine unruhige Zeit, zwischen alten Nazi-Seilschaften und der politischen Studentenrevolte auf der einen, Stasi und einem neuen, sozialistischen Gesellschaftsmodell auf der anderen Seite. Auch politisch uninteressierte Menschen wie  z.B. der junge Kommissar Wolf Keller können sich den Wirrnissen der Zeit nicht entziehen.

Als eine junge Frau tot im Wannsee gefunden wird, mit zahllosen Messerstichen übersät, will Max Heller eigentlich nur den Fall lösen und für Gerechtigkeit kämpfen. Doch bald bemerkt er, dass Kollegen Beweise am Tatort manipulieren und dass er selbst durch eine Beförderung ruhig gestellt werden soll. Doch Heller lässt sich nicht beirren und bringt sich damit in Gefahr. Allerdings ist nicht nur sein eigenes Leben bedroht. Seine Vermieterin Paula und deren zwei Kinder, für die Heller fast schon eine Art Vaterersatz ist, geraten auch ins Visier derer, die Heller ausbremsen wollen. Bald weiß Heller nicht mehr, wem er noch vertrauen kann.

Die Handlung wird mit den politischen Ereignissen der Zeit geschickt verwoben. Immer wieder werden ,,alte Bekannte“ wie Benno Ohnesorg, Rudi Dutschke, Axel Springer usw. erwähnt, was des Geschehen authentisch, fast schon dokumentarisch wirken lässt. Allerdings gerät dadurch die eigentliche Krimihandlung stellenweise zu sehr in den Hintergrund. Etwas blass bleiben die zahlreichen Figuren, die erwähnt werden. Sehr amüsant allerdings sind z.B. die Gespräche in der Kommune Wielandstraße, die in ihrer Phrasenhaftigkeit so manchen ,,Revolutionär“ der 68er entlarven.

Max Heller selbst ist zwar ein sympathischer und in seiner Zerrissenheit auch interessanter Ermittler, allerdings bleibt er einem doch noch etwas fremd. Er dürfte in einem möglichen zweiten Band dem Leser noch etwas vertrauter werden.

Eine klare Leseempfehlung für historisch interessierte Krimileser.

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(55)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

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In Schönheit sterben

Stefan Ulrich
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.08.2018
ISBN 9783548290485
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der deutsche Rechtsanwalt Robert Lichtenwald, den man schon im 1. Band ,,Die Morde von Morcone“ als Privatermittler erleben durfte, hat sich nun endgültig in der Maremma niedergelassen. Hier in der südlichen Toskana hat er sich ein Rustico ganz nach seinen Wünschen und Vorstellungen eingerichtet. Der einzige Wermutstropfen ist, dass er diesen Traum nun nicht gemeinsam mit seiner Frau Stefanie leben kann, da diese ihn verlassen hat. Noch immer leidet Robert Lichtenberg unter dieser Trennung und hofft nach wie vor, dass er seine Frau zurückgewinnen kann. Aus seiner schwermütigen Zurückgezogenheit holen ihn endlich seine italienischen Freunde. Allen voran die quirlige Reporterin Giada Bianchi, die nun für eine Zeitung in Rom arbeitet und über einen Raubmord in der Kunstszene schreiben soll. Der schwerreiche und ziemlich exzentrische Sammler Annibale Colasanti wurde in seiner Wohnung überfallen und ermordet. Aus seiner exquisiten Sammlung fehlt aber nur ein einziges Kunstwerk: offenbar eine Statue, um die Colasanti aber ein großes Geheimnis gemacht hat. Giada Bianchi bittet Robert Lichtenwald um Unterstützung. Er soll für sie in der Grabräuberszene ermitteln. Lichtenwald und Bianchi kommen sich dabei auch persönlich etwas näher, allerdings bringen sie sich auch beide in Lebensgefahr.

Italienisches Lebensgefühl und natürliche so einige bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten Roms und der Toskana geben einen interessanten und authentischen Hintergrund für die Krimihandlung ab. Diese wirkt allerdings teilweise etwas zu konstruiert, vor allem das Ende scheint mir überspitzt. Dies gleichen die sympathischen Charaktere Giada Bianchi und Robert Lichtenwald allerdings wieder aus, so dass man gerne eine weitere spannende und unterhaltsame Fortsetzung mit dem Ermittlerduo lesen wird.

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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Die Elternsprecherin

Laurie Gelman , Maike Müller
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783956498329
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jennifer Dixon wird von ihrer Freundin dazu überredet, in der Klasse ihres Fünfjährigen Sohns das Amt der Elternsprecherin zu übernehmen. Als dreifache Mutter ist sie schon etwas erfahrener und weiser als die meisten anderen Mütter der Vorschulklasse und deshalb, so ihre Freundin, prädestiniert für diesen undankbaren Job. Wie zu erwarten kommt es in diesem Schuljahr zu so manch lustiger und auch merkwürdiger Begebenheit.

Schon die erste Nachricht von Jennifer an die Eltern der Klasse zeigt: sie ist engagiert, hat aber einen ganz eigenen, eher sarkastischen Humor. Das ist für den Leser zunächst recht unterhaltsam. Die Reaktion der Eltern wiederum zeigt, dass nur die wenigsten mit dieser Art der Kommunikation etwas anfangen können. Und schon beim ersten Elternabend wird deutlich, warum. Da gibt es die hysterische Mutter, deren Sohn praktisch jede Form von Allergie hat und die auf nussfreien Snacks usw. besteht, die schönen und schicken Mütter, die zwei Lesben-Mütter, die gut aussehenden Väter....Tatsächlich findet sich auch Jennifers alter Schulschwarm Don darunter, mit dem sie einen heißen Flirt beginnt. Die sehr attraktive, aber auch sehr rätselhafte Lehrerin Miss Ward bietet Jennifer auch keine Unterstützung. Als eine übereifrige und überkorrekte Mutter allerdings Jennifer aus ihrem Amt drängt, holt diese zum Gegenschlag aus.

Das Buch liest sich flott und ist stellenweise auch ganz lustig. Allerdings störten mich die klischeehaften Personen und die oberflächlichen Dialoge zunehmend. Auch Jennifer selbst mit ihrem recht teenagerhaften Verhalten wird mit der Zeit anstrengend und nervig. Da sie den ganzen Tag neben ihrem Elternsprecherjob nichts anderes zu tun hat, als sich mit einem Privattrainer für einen Schlammlauf fit zu machen, bleibt ihr genügend Zeit für ihren sms-Flirt mit Don, diversen Caffè lattes mit anderen Müttern und entsprechenden Gesprächen. Der fünfjährige Sohn Max spielt eher eine Nebenrolle. Dafür wird Jens Leben in breiter Ausführlichkeit dargestellt, was, mit Ausnahme von ein paar lustigen Situationen, immer langweiliger wurde. Für mich war dieser Roman eher eine Enttäuschung.

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161 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

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Ein unvergänglicher Sommer

Isabel Allende , Svenja Becker
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 13.08.2018
ISBN 9783518428306
Genre: Romane

Rezension:

Isabel Allende ist ein Garant für humorvolle, kluge und mitreißende Unterhaltung.

In ,,Ein unvergänglicher Sommer“ stellt sie drei Personen in den Mittelpunkt, deren Leben sich zufällig kreuzt und dadurch eine unvorhergesehen Wendung nimmt.

Die Handlung beginnt, ganz anders als es der Titel vermuten lässt, mitten im Winter, in Brooklyn während eines Schneesturms, der eigentlich alle zuhause bleiben lässt. Doch Richard Bowmaster, eigenbrötlerischer Professor an der New York University,  muss seinen vergifteten Kater zum Tierarzt fahren. Dabei rutscht er auf den eisglatten Straßen in ein anderes Fahrzeug. Dessen Fahrerin steht kurz darauf völlig aufgelöst vor seiner Tür, denn im Kofferraum des Fahrzeugs befindet sich eine Leiche. Die Fahrerin, Evelyn Ortega, ein guatemaltekisches Kindermädchen, traut sich aber nicht zur Polizei, da sie sich illegal in den USA aufhält. Außerdem hat sich panische Angst vor ihrem Arbeitgeber, der offenbar gewalttätig und sehr gefährlich ist. Richard, heillos überfordert mit der Situation, ruft seine chilenische Untermieterin Lucia zu Hilfe. Diese ist wie Richard Anfang 60, anders als er ist sie aber pragmatisch, zupackend und lebensfroh. Sie entscheidet, dass die Leiche und das Unfallauto verschwinden müssen. Mitten im Schneesturm machen sich die drei ungleichen Gefährten auf eine abenteuerliche Reise.

Die einzelnen Kapitel rücken zu Beginn je eine Figur in den Fokus. So erfährt man nach und nach nicht nur die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven, sondern auch das vergangene Leben der einzelnen Figuren. Isabel Allende verwebt dabei geschickt die Geschichte Guatemalas, Chiles, Brasiliens und der USA mit dem jeweiligen Schicksal ihrer Figuren. Auch wenn dabei viel Grausames und Trauriges zur Sprache kommt, schafft es die Autorin dennoch, Hoffnung, Lebensfreude und Herzenswärme zu vermitteln.

Ein berührender Roman für Leser, die ausschweifendes Erzählen lieben.

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(72)

86 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

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Opfer

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel
Flexibler Einband: 329 Seiten
Erschienen bei Tropen, 02.09.2018
ISBN 9783608503708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigenwillig ist in diesem Krimi nicht nur das Opfer, Anne Forestier, die sich leider zur falschen Zeit am falschen Ort befindet. Bei einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft sieht sie zufällig die Täter, kurz bevor diese ihre Masken überstreifen. Da sie die Täter also identifizieren könnte, wird sie brutal zusammengeschlagen, doch sie überlebt.

Nun ist Anne Forestier zufällig die Freundin des Kommissars Camille Verhoeven, Chef der Pariser Mordkommission, allerdings weiß fast niemand von dieser Liaison. Er muss ohnmächtig auf den Bildern der Überwachungskameras mitansehen, wie Anne auf extreme Weise misshandelt wird. Er setzt nun alles daran, den Fall zu übernehmen, obwohl dies ja nun gar nicht in seinen Aufgabenbereich fällt. Dazu verstrickt er sich mehr und mehr in Halbwahrheiten und Lügen, um die Täter zu finden. Als klar wird, dass Anne Forestier auch im Krankenhaus, trotz Bewachung, nicht sicher ist, zieht Verhoeven alle Register.

Anne Forestiers Verhalten kann man zunächst schlecht einordnen, ihre Reaktionen und ihre Art, mit Camille umzugehen, sind oft nicht ganz nachvollziehbar. Ebenso eigenwillig ist Camille Verhoeven, nur 1,45 m groß, aber von einer ganz besonderen Autorität. Nach dem Mord an seiner Frau Irène hat ihn die Welt, und besonders die Frauenwelt, nicht mehr interessiert, bis er auf Anne getroffen ist.

Sehr eigenwillig und gewöhnungsbedürftig ist auch der Stil des französischen Autors. Die Unverbundenheit vieler Sätze zwingt den Leser, selbst logische Schlüsse zu ziehen. Einzelne Szenen, die aus der Sicht des geheimnisvollen Täters in der Ich-Perspektive dargestellt sind, werden in einer teilweise vulgären und menschenverachtenden Sprache und sehr brutal bis ins letzte Detail beschrieben. Das charakterisiert zwar den Drahtzieher sehr gut, ist stellenweise aber schwer erträglich.

Eigenwillig und überraschend ist auch, wie sich die Handlung entwickelt, wie aus Täter Opfer werden und umgekehrt, und wie man als Leser immer stärker verunsichert wird.

,,Opfer“ ist keine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch, sondern eher ein etwas sperriger, aber interessanter Krimi.

 

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210 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 135 Rezensionen

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im australischen Giralang-Massiv brechen eine Männer- und eine Frauengruppe zu einer mehrtägigen Wandertour auf, ausgerüstet mit Zelt, Kompass und Wanderkarte. Die Wanderung wird als Teambildungsmaßnahme von ihrer Firma Bailey Tennants organisiert.

Während die Männer rechtzeitig und vollzählig von der Wanderung zurückkehren, verspätet sich die Frauengruppe um Stunden. Und statt der ursprünglich fünf kehren nur vier Frauen zurück. Über das Schicksal der verschwundenen Alice Russell wissen die anderen Frauen offenbar nichts.

Für Aaron Falk und seine Kollegin Carmen von der australischen Polizei ist Alice Russells Verschwinden ein größeres Problem. Russell ist ihre Undercover-Informantin in der Firma, gegen die sie seit Jahren wegen des Verdachts der Geldwäsche ermitteln. Hat ihr Verschwinden womöglich damit zu tun, dass sie enttarnt wurde? Immerhin befindet sich in der Frauengruppe neben einfachen Sekretärinnen auch die Vorstandschefin Jill Bailey.

Während sich normale Stadtmenschen an sich schon schwer im australischen Busch orientieren können, kommen in diesem Fall noch die Kälte und das schlechte Wetter, aber auch die Angst vor einem Serientäter, der früher in der Region sein Unwesen trieb, hinzu. Außerdem erfährt man nach und nach, welche Konflikte innerhalb der Gruppe schwelen, die in einer Notsituation zu wahrem Sprengstoff werden. Das Geschehen wird aus den verschiedenen Perspektiven der einzelnen Beteiligten erzählt, was allmählich, Puzzlestück für Puzzlestück, zu einem Gesamtbild zusammenwächst. Die Spannung wird eher subtil gesteigert. Nicht Gewaltszenen oder allzu viel Action, sondern eher die geschickte Verflechtung der Perspektiven, die in immer kürzer werdenden Abständen wechseln, lassen das Buch zu einem Thriller werden. Zwar ahnt man durch den Satz im Klappentext ,,Grausamer als die Natur ist nur der Mensch“ schon, in welche Richtung es gehen wird. Dennoch ist ,,Ins Dunkel“ ein spannender Krimi mit überraschenden Wendungen.

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(46)

85 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

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Eifersucht

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.06.2018
ISBN 9783426654460
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

,,Eifersucht“ ist der zweite Fall für die Münchner Anwältin Rachel Eisenberg, den man aber auch sehr gut ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen und verstehen kann.

Eher zufällig, bei einem Besuch im Biergarten, kommt Rachel Eisenberg zu einer neuen Klientin: Judith Kellermann. Sie ist eine alte Bekannte, der Rachel aber wenn möglich aus dem Weg geht, da sie als Filmproduzentin das übliche Münchner Schickeria-Klischee bedient. Doch als Kellermann im Biergarten verhaftet werden soll, sieht sich Rachel Eisenberg in der Pflicht, ihr als Rechtsanwältin zur Seite zu stehen. Judith Kellermann soll ihren Lebensgefährten Eike Sandner in die Luft gesprengt haben. Als bei Kellermann zu Hause Reste von Sprengstoff gefunden werden, kommt sie in Untersuchungshaft und der Fall scheint für die Kripo klar zu sein. Kellermanns Erklärung um einen geheimnisvollen Ex-Soldaten, der als Söldner den Mord verübt haben soll, wirken wenig überzeugend und eher der Phantasie der Beschuldigten entsprungen. So muss Rachel Eisenberg selbst und zum Teil auf ungewöhnlichen Wegen ermitteln, um ihre Klientin zu verteidigen. Eisenberg wirkt dabei zwar durchsetzungsstark und kompetent, allerdings auch sehr kühl und distanziert. Kleinere Episoden aus ihrem Privatleben, z.B. mit einer sehr reifen Tochter, die teils vernünftiger wirkt als die Mutter selbst, lockern die Handlung um den Fall zwar auf, bringen Rachel Eisenberg dem Leser aber nicht unbedingt näher.

Viel Zeit wird im Krimi auf juristische Erklärungen verwendet, was mir nicht so sehr gefallen hat. Die Handlung ist dennoch spannend, verzwickt und weist einige überraschende Wendungen auf. Allerdings gibt es auch unrealistisch wirkende und weniger überzeugende Szenen. Insgesamt ist ,,Eifersucht“ aber ein spannender Krimi, der unterhaltsame Lesestunden verspricht.

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90 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

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Der englische Liebhaber

Federica de Cesco
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 29.06.2018
ISBN 9783958900806
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Nach einer wahren Begebenheit in ihrer eigenen Familie erzählt Federica de Cesco eine schöne, unendlich tragische Liebesgeschichte.

Als die junge Deutsche Anna Henke kurz nach dem 2. Weltkrieg den britischen Besatzungsoffizier Jeremy Fraser kennenlernt, ahnt sie schon, dass er ihr Leben verändern wird. Trotz aller Widrigkeiten gehen die beiden eine Liebesbeziehung ein, die sogar soweit führt, dass Jeremy den Dienst quittieren und sich in Deutschland niederlassen will. Als Anna merkt, dass sie schwanger ist, verschwindet Jeremy spurlos und die englischen Behörden verweigern jede Auskunft. Ihre Briefe an Jeremy werden alle unbeantwortet zurückgesendet. Anna entscheidet sich entgegen jeder Vernunft für das Kind, das sie Charlotte, nach Jeremy Mutter nennt. Charlotte muss sich als uneheliches Kind einer allein erziehenden Mutter, die aufgrund ihrer Arbeit wenig Zeit für sie hat, sehr viel gefallen lassen und lernt, sich durchzuschlagen.

Jahrzehnte später findet Charlotte im Nachlass ihrer inzwischen verstorbenen Mutter Briefe und Tonbandaufnahmen, die von der großen Liebe zwischen Anna und Jeremy erzählen.

Der Roman berührt, gerade auch dadurch, dass eine wahre Geschichte erzählt wird. Die schicksalhafte Liebe zwischen zwei Menschen, die nicht zusammenkommen können, ist zutiefst traurig. Man erahnt, wie Menschen unter den Gegebenheiten ihrer Zeit leiden und welche Blessuren sie dadurch ein Leben lang ertragen müssen.

Allerdings weist die Geschichte auch einige Längen auf und die Dialoge wirken stellenweise auf mich etwas zu gestelzt und künstlich.

Dennoch ist ,,Der englische Liebhaber“ ein sehr interessantes und lesenwertes Buch.

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(132)

186 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 115 Rezensionen

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Der Alphabetmörder

Lars-Erik Schütz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289304
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Jan Grall ist ein besonderer Fallanalytiker beim LKA. Er leidet an Hypersensibilität, was ihn im Alltag des öfteren verzweifeln lässt, ihm bei schwierigen Fällen dafür aber besonders zugute kommt.

Als er mit seiner Kollegin, der Schweizerin Rabea Wyler, zu einem Fall in seine alte Heimat im Westerwald gerufen wird, muss er sich notgedrungen seiner Vergangenheit stellen. Seit Jahren verdrängt er die Schuld, die er am Tod seines Bruders trägt. Doch erfährt man nach und nach, dass der Bruder, der für Jan früher ein großes Vorbild war, in üble Machenschaften verwickelt war, was Jan bis heute nicht verarbeitet hat.

Der Fall, zu dem Jan und Rabea gerufen werden, ist spektakulär. In einem Wildgehege wird ein Mann mit zertrümmertem Schädel gefunden, in seine Brust wurde ein großes A eintätowiert. Bald folgen die Opfer B und C und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Und Jan Grall ahnt bald, dass der Täter es eigentlich auf ihn abgesehen hat.

Grall und seine Kollegen geben ein interessantes Ermittlerteam mit charakterstarken Typen ab. Durch die erbarmungslose Aufeinanderfolge der Buchstaben und die Perspektive einer gefangen gehaltenen Frau wird die Spannung hochgetrieben.

Allerdings finde ich die Auflösung am Ende zu konstruiert und etwas enttäuschend. Etwas schade, da man Jan Grall mehr zutrauen würde.

Vielleicht darf er ja in einem nächsten Band  besser ermitteln.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Hopfenkiller

Andreas Schröfl
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 11.04.2018
ISBN 9783839222188
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Als der Amerikaner Garreth Vane seine erste Craftbier-Brauerei in München eröffnet, schlägt das hohe Wellen in der Brauer-Szene. Die alteingesessenen Brauer fürchten um das Reinheitsgebot, die anderen Craftbier-Brauer fürchten die Konkurrenz. Und die Herzen der Frauen schlagen höher, denn Garreth Vane ist äußerst attraktiv, ähnelt er doch dem berühmten Geiger mit dem zerwuschelten Zopf. Als kurz darauf ein Brauereibesitzer tot in der Isar aufgefunden, ein weiterer erschlagen im Hof seiner Brauerei entdeckt wird und dann auch noch Phosphorsäure und Keime im Bier der Konkurrenz gefunden werden, wird klar, dass mit mehr als unlauteren Mitteln gekämpft wird. Da die Polizei rund um Kommissar Bichlmaier schnell an ihre Grenzen kommt, wird Alfred Sanktjohanser, genannt der Sanktus, zu Hilfe gerufen. Er als kleiner Brauer mit zahllosen Kontakten und viel Insiderwissen soll sozusagen privat ermitteln. Dabei bringt er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie in Gefahr.

Auch wenn die Sprache sehr gewöhnungsbedürftig und sicher nicht jedermanns Geschmack ist (z.B. ,,Jetzt Blitzeinschlag, weil was war er denn für ein riesen Depp?“), passt sie bestens zu den Figuren, München und der Brauer-Szene.

Die Krimihandlung ist spannend, verzwickt und überrascht am Ende doch noch durch die eine oder andere Wendung. Manche Figuren wirken etwas überzogen und klischeehaft, wie z.B. Drengler mit seinem Porsche Cayenne oder Kriminalassistent Demuth aus dem Fränkischen, der nun so gar nicht mit dem Sanktus kann. Andererseits kann man sich dabei herrlich amüsieren und in Schadenfreude schwelgen.

Diesen 4. Band um den Sanktus kann man gut ohne Vorkenntnisse lesen und verstehen. Allerdings wird man nach der Lektüre von ,,Hopfenkiller“ wahrscheinlich auch die Vorgängerbände lesen wollen.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Ende der Hoffnung

Hendrik Falkenberg
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Edition M, 19.06.2018
ISBN 9782919802340
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hannes Niehaus ist Sportpolizist. Das heißt, er ist teilweise freigestellt, um für Olympia zu trainieren. Allerdings beanspruchen ihn in diesem Fall die Ermittlungen so, dass er kaum zu seinem normalen Training kommt.

Auf der Ostsee wird eine junge Frau tot in einem kleinen Boot aufgefunden. Sie liegt, in einem weißen Kleid und mit einem Blumenstrauß zwischen den Händen aufgebahrt in dem Boot. Wollte der Täter damit der Toten eine letzte Ehrerbietung erweisen? Oder tat ihm sein Opfer am Ende Leid?

Hannes Niehaus muss für die Ermittlungen sogar ins benachbarte Schweden reisen. Auch dort sind Frauen verschwunden, die alle ein gemeinsames Merkmal haben: rotes Haar. Niehaus muss dadurch nicht nur seinen Trainingsplan vernachlässigen. Er hat auch für seine Freundin Anna keine Zeit, die im Moment mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat. Als auch sie verschwindet, offenbar zusammen mit einem dubiosen jungen Mann, hat Hannes Niehaus alle Hände voll zu tun.

Der Krimi liest sich locker weg. Allerdings stört etwas die Fülle an Personen, die teilweise nur eine Randrolle einnehmen, wie z.B. Ben und Elke. Vermutlich können Leser, die die Vorgängerbände kennen, diese besser einordnen. Auch die jungen Frauen werden teils sehr ausführlich vorgestellt, mit ihren Lebensplänen, Wünschen, beruflichen Veränderungen, nur um dann kurz darauf zu verschwinden. Manche Figuren fallen meiner Ansicht nach auch zu klischeemäßig aus, wie z.B. der Sonderling Rasmus Holm. ,,Das Ende der Hoffnung“ ist ordentliche Krimiunterhaltung für zwischendurch, hinterlässt aber leider keinen nachhaltigen Eindruck.

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