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86 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 10 Rezensionen

abenteuer, andreas steinhöfel, berlin, bingo, familie, freundschaft, gegenwart, geheimnis, herzgebreche, jugendbuch, kinderbuch, nachtclub, oskar, rico, tiefbegabt

Rico, Oskar und das Herzgebreche

Andreas Steinhöfel ,
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.04.2009
ISBN 9783551554598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

rico is wieder am start, im zweiten band nach “rico, oskar und die tieferschatten”. in diesem hatten rico und oskar sich kennengelernt und gemeinsam dem kindesentführer mister 2000 das handwerk gelegt, der in berlin sein handwerk trieb.
heute begleitet der hochbegabte oskar den tiefbegabten rico mit dessen mutter zu einem bingo-abend und übernachtet zum ersten mal bei seinem neuen freund. aus dieser einen nacht werden dann unerwartet gleich mehrere, da oskars vater ein bißchen abstand von was auch immer braucht. doch nicht nur das plötzliche verschwinden seines vaters macht oskar zu schaffen, seit dem bingo-abend benimmt er sich irgendwie komisch, vor allem ricos mutter gegenüber. und tatsächlich ist ihm dort etwas ziemlich verdächtiges aufgefallen und als er rico seinen verdacht anvertraut, wird dieser in eine nicht unerhebliche mutter-sohn krise gestürzt. aber seine mutter kann einfach keinen dreck am stecken haben und um diesen verdacht aus der welt zu schaffen, starten die beiden hobbydetektive erneute ermittlungen. schnell schlittern die zwei freunde mal wieder in eine ziemlich fiese sache hinein, in die sie dann auch noch mamas bereits pensionierten bingo-tischgenossen herrn von schwerten als auch frau dahling mit reinziehen, deren scheidung nun endlich “durch ist” und die rico mit ganz besonders feinen müffelchen dafür danken möchte, ohne ihn im vergangenen dreivierteljahr vor einsamkeit nicht verrückt geworden zu sein. und so findet sich ein konglomerat an menschen in diesem band zusammen, die sämtlich unter verschiedensten arten von “herzgebreche” leiden, manche mehr und manche weniger.
wie nicht anders zu erwarten gelingt es den beiden auch dieses mal, den fall zu lösen und so einige herzgebrechen ein wenig zu lindern. in mamas fall klappts am ende sogar mit dem nachbarn:)
wie schon im ersten band macht es irren spaß, in ricos ganz spezielle sicht auf die welt einzutauchen und die zwei verschieden-begabten bei ihren abenteuern zu begleiten, die nicht selten auch auch die eher traurigen seiten des lebens beleuchten, wenn oskar unter der trennung von seinem vater leidet, der fiese nachbar fitzke sein einziges lebensglück in seiner steinzucht zu finden scheint und nicht zuletzt ricos mama seit vielen jahren ein dunkles geheimnis vor ihrem sohn geheimhalten muß…

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

die küchen der welt, köche

Teufelsköche

Juan Moreno , Mirco Taliercio , Mirco Taliercio
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2011
ISBN 9783492054683
Genre: Biografien

Rezension:

Dies ist kein Kochbuch, sondern ein Buch über Köche. Denn sie erzählen die besten Geschichten.
juan moreno & mirco taliercio

ein kapitel wollte ich lesen und mich dann aufschwingen und 1000 dinge in angriff nehmen. tja, was soll ich sagen – alle kapitel hab ich schließlich gelesen und kein einzig ding in angriff genommen an diesem sonntag nachmittag.
juan moreno und sein freund und fotograf mirco taliercio sind um die welt gereist und haben 17 teufelsköche und köchinnen “an den heißesten herden der welt” portraitiert. da ist der doppelt promovierte wam kat, der erstmals auf der rainbow warrior in der küche stand und seitdem auf allen großen demos der vergangenen jahrzehnte für das leibliche wohl der kombattanten sorgte und immer noch sorgt. oder otonde odero, der leibkoch des gefürchteten diktators idi amin, der sich fast um sein leben kochte. verschiedene sterneköche sowie eine köchin, die in nairobie auf der größten müllhalde der welt um ihr überleben und das ihrer drei söhne kämpft. ein ehemliger bosnischer militär, der sich nach ende des krieges endlich seiner wahren leidenschaft widmen konnte oder yared hailesilassie, der darauf hofft, mittels hartem marathontraining der armut davonlaufen zu können. brian price, der als verurteilter schwerverbrecher in der knastküche für die letzte mahlzeit der zum tode verurteilten verantwortlich zeichnete, oder rashid, der sich auf die gastronomische verarbeitung harter drogen spezialisiert hat. und noch viele andere.

kurzweilig und mitreißend beschreibt moreno die gespräche mit diesen persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und eröffnet so über den blick in den kochtopf einen einblick in unterschiedliche lebenswelten und schicksale, die berühren, mitreißen und zum nachdenken anregen. jedem kapitel vorangestellt ist ein foto des dargestellten kochs, das ende bildet ein von ihm oder ihr ausgewähltes rezept.

wer auf der suche nach einem besonderen geschenk ist, dem kann ich dieses schmuckstück nur ans herz legen – es wird den beschenkten garantiert begeistern!!

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4.007 Bibliotheken, 28 Leser, 13 Gruppen, 183 Rezensionen

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Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

carl morck ist dem ganzen dezernat ein dorn im auge, weil er schon vor dem überfall auf ihn und seine beiden partner ein anstrengender und unleidlicher typ war, sich dies allerdings noch verschlimmert hat, seit der eine partner tot und der andere ans krankenbett gefesselt ist. um ihn irgendwo unschädlich unterzubringen und geschickt auch noch fördergelder einzuheimsen, wird er mit der bildung einer sonderermittlungstruppe beauftragt, die sich bereits einige zeit zurückliegender ungelöster mordfälle annehmen soll, im keller des präsidiums untergebracht ist und nur aus morck und einem hiwi, den er sich ausbedingt, besteht. ihm solls recht sein, er hat sowieso keine lust mehr auf den ganzen mist und wirklich rauskommen sieht er bei der ganzen sache sowieso nichts, außer unbeobachtet von seinen kollegen im keller die zeit bis zur rente totzuschlagen.

doch bereits der erste fall, den er sich denn alibimäßig doch zu gemüte führen muß, weist derartige ermittlungsfehler auf, daß sein kriminalistischer ehrgeiz nun doch geweckt wird: im jahr 2002 war eine junge, aufstrebende politiker mir nichts dir nichts von einer fähre verschwunden, auf der sie sich mit ihrem seit einem unfall geistig behinderten bruder auf den weg in den urlaub gemacht hatte. es wurde nie eine leiche oder ein hinweis auf einen geplanten suizid gefunden und dem leser ist schnell klar, daß es sich bei der frau um eben jene handeln muß, von deren schicksal in regelmäßigen einschüben berichtet wird und die mittlerweile seit jahren in einer hochdruckkammer eingeschlossen ist, von einem peiniger, dessen motive sie beim besten willen nicht zu ergründen vermag.

so ganz unergründlich fand ich die motive des täter denn allerdings doch nicht und spätestens nach den ersten beiden dritteln war für mich der fall eigentlich klar. ich hatte noch auf eine überraschung gehofft, diese allerdings trat nicht ein und deswegen war ich, obwohl der thriller gut und packend geschrieben ist und alles beinhaltet, was man sich von einem thriller eigentlich nur wünschen kann (bis auf ein überraschendes ende), am ende doch ein wenig enttäuscht. und spare mir daher glaube ich den nächsten fall von carl morck.

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185 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 16 Rezensionen

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Am Strand

Ian McEwan , Bernhard Robben
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.10.2008
ISBN 9783257237887
Genre: Romane

Rezension:

die flitterwochensuite am strand von chesil beach im jahr 1962. florence und edward sitzen sich im prüden england nach ihrer hochzeit beim ersten gemeinsamen abendessen als ehepaar gegenüber und betreiben konversation. denn selbstverständlich geht es beiden in dieser nacht der nächte um etwas ganz anderes: edward kann es kaum erwarten, nach der langen warterei endlich mit florence die betten zu zerwühlen und ahnt nicht im geringsten, daß es seiner soeben angetrauten gattin in erster linie darum geht, just dies mit aller macht zu verhindern.

in rückblicken wird erzählt, wie sich die beiden kennenlernten und verliebten und ihr erstes gemeinsames jahr mit den abwechslungsreichsten tätigkeiten außer sex zu füllen wußten. edward hielt florences zurückhaltung für nobel, sie hingegen schätzte seine akzeptanz ihres widerstrebens.

und so kommt es wie es kommen muß und noch schlimmer. zwei junge menschen, die sich eigentlich lieben und sich doch selber so drastisch im wege stehen, daß diese liebe die bestehenden hindernisse nicht zu überwinden weiß. man möchte die beiden schütteln und bei der hand nehmen und ihnen sagen: das und das müßt ihr sagen und so und so müßt ihrs machen. geht aber leider nicht. hilflos muß man mitanlesen, wie diese beiden sich zugetanen menschen die vermutlich größte chance ihres lebens auf ein bißchen lebensglück an sich vorbeiziehen und den dingen ihren lauf lassen.

ein großartiges kleines stück literatur.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

ermittlung, erwachsene, folter, gegenwart, heute, kunsthandel, mord, polizei, raub, rezi, sam, serie, tanja pleva, thriller, verhör

Totenpech

Tanja Pleva
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.05.2011
ISBN 9783492271912
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

sam o’connor ist nicht nur ein ziemlich gutaussehender, sondern auch ein ziemlich guter ermittler. deshalb ist er auch, obwohl er mittlerweile eigentlich hauptsächlich in münchen im dienst ist, immer noch in der europol datei (gibts das wirklich - europol? nie von gehört…) gelistet und wird angerufen, wenn international mal wieder die hütte brennt.

in münchen betreut er zunächst den fall eines ermordeten ägypten fanatikers, der in seiner freizeit einer höchst unappetitlichen sexuellen perversion gefrönt hat und nach einer langen verkleidungsnacht in altägyptischen ambiente seines wohnhauses enthauptet aufgefunden wird. in einem versteckten kellergewölbe finden sich ägyptische preziosen von unschätzbarem wert, inklusive einer mumie, die jedoch nicht so alt ist wie man dies von einer mumie annehmen sollte.

da allerdings auch außerhalb münchens das verbrechen nicht schläft und in verschiedenen küstenregionen europas immer wieder menschen spurlos verschwinden, bekommt sam einen anruf seines europol bosses und muß sich zunächst dieser fälle annehmen. schnell jedoch zeigt sich, daß er um den ermordeten münchner nicht herumkommt und die fälle auf irgendeine art miteinander verknüpft scheinen.

natürlich hat der gutaussehende sam auch ein privatleben, welches aus einer rassigen spanischen freundin besteht, die allerdings in hamburg wohnt und über mediale fähigkeiten verfügt. was das zu dem ganzen roman beiträgt, klärt sich bis zum schluß nicht, aber gut. die fernbeziehung bekommt den beiden nicht besonders und da beide sturköpfe sind, steht ihr verhältnis bald auf der kippe und auch hier findet – immer gerne genommen – eine (unglückselige) vermengung zwischen momentanem fall und privatleben statt.

der text liest sich flüssig und pleva versteht es wahrlich, spannung aufzubauen und den leser bei der stange zu halten. ich hab den thriller in einem rutsch gelesen, finde allerdings im nachhinein betrachtet die handlung und einige charaktere zu konstruiert und ein wenig zu sehr an den haaren herbeigezogen. daß dies im thriller genre nahezu unvermeidbar ist, ist mir schon bewußt, aber hier gab es einfach mehrere figuren, die ich einfach gänzlich unglaubwürdig fand.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

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Die Poeten der Nacht

Barry McCrea
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei Aufbau-Verlag, 01.02.2008
ISBN 9783351032227
Genre: Romane

Rezension:

niall hat eines der beiden beckett-stipendien ergattert, mittels dessen er ein studium an der universität in dublin aufnehmen kann. alles läßt sich gut an, schnell schließt er freundschaft mit der anderen stipendiatin fionnuala und ausgelassen genießen sie die neugewonnene freiheit. am morgen einer der fröhlichen studentenparties beobachtet er fiorella und zwei andere studenten bei einem merkwürdigen spiel: sie stellen eine frage in den raum und nehmen zu deren beantwortung ein buch aus dem regal, schlagen dieses an einer willkürlichen seite auf und finden dort die antwort. sortes nennt sich diese methode, welche schon die alten römer zur voraussage der zukunft anwandten. niall ist fasziniert von diesem spiel und sucht in der kommenden zeit mehr und mehr die nähe dieser beiden anderen studenten – sarah und john- die ihn aber eigentlich nicht bei ihren ritualen dabei haben wollen.

scheinbar jedoch geben die bücher ihnen einen anderen auftrag und widerwillig beziehen sie niall mehr und mehr in ihre nächtlichen lesungen ein, dies jedoch offenbar entgegen der anweisung der ihnen innerhalb der sekte pour mieux vivre übergeordneten person. allabendlich weiß niall sarah und john mit hilfe der bücher irgendwo in dublin aufzuspüren, anschließend lesen sie sich in trance und vernachlässigen ihr alltägliches leben mehr und mehr. niall geht nicht mehr in die vorlesungen und vermeidet nach und nach jeden kontakt mit seinen mitstudenten. einzig ins george, dublins bekannteste schwulenkneipe, treibt es ihn ziemlich oft für schnellen sex, denn obwohl er seiner umgebung seine sexuelle orientierung weiterhin verschweigt, kann er diese sich selbst gegenüber mittlerweile eingestehen und ausleben, manchmal expliziter als es dem leser lieb sein dürfte.

immer weiter entfernen die drei sich von aller normalität und sind bald nicht mehr in der lage, ein selbstbestimmtes leben zu führen, in dem sie anstehende entscheidungen eigenständig, sprich ohne die anweisungen der bücher, treffen können. sie schlafen nicht mehr und stellen ihr gesamtes leben in den dienst der sortes. bis niall der situation eines tages nicht mehr gewachsen ist, er zusammenbricht und bei der mutter eines schulfreundes hilfe sucht. im anschluß verbringt er einige wochen der rekonvaleszenz bei seinen eltern und mittels eines attests, welches ihm eine depression bescheinigt, gelingt es ein platzen des stipendiums zu verhindern und niall wieder in den unialltag einzugliedern. dann gibts aber doch noch einen rückfall und die bücher führen niall auf der suche nach sarah und john nach paris, dann aber kurz vor knapp doch wieder gesund nach hause. wenn ichs recht verstanden habe, das ende war recht kryptisch.

war mir dann allerdings auch ziemlich wurscht, denn ca. ab der hälfte konnte ich sowieso nur noch scannen und die sache schnell zu einem ende bringen, sonst wäre ich wohl einer schlafapnoe erlegen. die idee war gut und hätte potential gehabt, welches aber leider keineswegs genutzt wurde. es erschließt sich mir überhaupt nicht, warum niall den ihn offenbar kaum ertragen könnenden beiden anderen wie ein kleiner pudel hinterherläuft und den sinn und zweck der nächtlichen sitzungen habe ich auch nicht verstanden. die drei tragen sich dort wie die irren und bis zum umfallen ihre texte vor, dem leser werden die offenen fragen der drei jedoch nicht mitgeteilt und demzufolge bekommt er auch keine antworten. oder dient das ganze spektakel nur der spirituellen verbindungsschaffung mit den anderen sektenmitgliedern? und was hat es denn nun mit der sekte pour mieux vivre tatsächlich auf sich? und was treibt sarah und john an, diesen hokuspokus wie ferngesteuert mitzumachen? fragen über fragen, mit denen der leser am ende ratlos und genervt zurückgelassen wird und sich die lektüre dieses textes daher von vorneherein ersparen sollte.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

eroberung, inka, kultur, liebe, macht, südamerika

Die Favoritin

Colette Davenat
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB
ISBN 9783746616506
Genre: Historische Romane

Rezension:

eigentlich mag ich ja keine historischen romane, da ich aber einige monate in peru gelebt habe, habe ich mit diesem mal eine ausnahme gemacht. und siehe da – es hat sich gelohnt. die favoritin des inkas, bzw. gleich dreier inkas konsekutiv, die wunderschöne asarpay, berichtet pater juan, der ihrer loyalität den spaniern gegenübern auf den zahn fühlen soll, ihr leben. vom aufwachsen in einem armen, jedoch unter der herrschaft des inka gut durchstrukturierten dorf, über ihre auserwählung zu einer der gespielinnen und später favoritin des inka bis hin zu ihrem die geschicke des landes lenkenden einfluß auf die herrschenden der beiden neu entstehenden fronten: als gefährtin und ratgeberin einerseits des jeweiligen inkaherrschers oder andererseits der ihr heimatland unterjochenden spanier – hauptmann villalcázars im besonderen -, die sich ihrem charme nicht entziehen können und sich ihres überlaufens bald (zu) sicher sind.

davenat malt ein anschauliches bild perus vor und während der herrschaft der spanier und des verderbens, welches sie über die dortige bevölkerung gebracht haben. asarpay scheint eine historische persönlichkeit gewesen zu sein, die tatsächlich zu zeiten der inka gelebt und einigen einfluß ausgeübt hat, ihr tatsächliches leben unterscheidet sich jedoch erheblich von dem hier dargestellten. seis drum – ich hatte das gefühl, einen glaubhaften einblick in das seinerzeitige leben zu bekommen und hatte den eindruck, es sei davenat daran gelegen, dem/der leserin auch ein wenig geschichtswissen und nicht nur reine unterhaltung mit auf den weg zu geben. was in meinen augen gelungen ist.

und nun geb ich das buch weiter an den peruanischen gatten und bin gespannt, was der von der sache hält:) to be continued…

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

afrika, alkohol, alkoholismus, benny griessel, gewalt, kapstadt, kinderschänder, krimi, pädophile, polizist, prostitution, rache, selbstjustiz, südafrika, thriller

Der Atem des Jägers

Deon Meyer , Ulrich Hoffmann
Fester Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 21.08.2007
ISBN 9783352007460
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

deon meyer ist ein total netter und unprätentiöser typ (hab ihn mal in frankfurt zeitens der buchmesse kennengelernt) und zudem mittlerweile auch der erfolgreichste thrillerautor südafrikas. einige seiner titel stehen schon seit langem lektürebereit in meinem regal rum, irgendwie hat mich allerdings das südafrikanische setting immer wieder abgeschreckt.

nun hab ich aber doch endlich mal einen anfang gemacht und mir „der atem des jägers“ zu gemüte geführt. in dessen zentrum stehen zwei protagonisten, einerseits der versoffene superbulle benny griessel, dem sein alkoholismus nun langsam trotz aller ermittlerischer genialität den boden unter den füssen wegzuziehen droht und andererseits thobela mpayipheli, einem ehemaligen söldner, der mit einer frau und deren sohn ein neues leben beginnen wollte, in welchem ihm zuerst durch krankheit die frau und durch eine dumme schießerei schließlich auch noch der geliebte stiefsohn abhanden kommt.

und dann gibts da noch die ominöse christine, die im hinterzimmer einer kirche sitzt und dem dortigen priester in hoffnung auf irgendeine art von absolution ihr leben schildert.

natürlich müssen sich nun die leben dieser drei gescheiterten existenzen irgendwie verweben und das gelingt meyer ziemlich gut, wenngleich die einzige bis ziemlich zum schluß undurchschaubare rolle christine zufällt. ziemlich schnell ist klar, daß es sich bei jenem kriminellen, der seit kurzem die justiz in die eigenen hände genommen und vom gesetzt nicht bestrafte vermeintliche kinderschänder ihrer vermeintlich gerechten strafe zuführt, um thobela handelt, der seinem in seinen augen seit dem tod des sohnes wertlosen leben einen letzten sinn verleihen will. für benny stellt dieser fall die letzte chance dar, sich zu rehabilitieren und seine familie zurück zu gewinnen.

spannend gemacht das alles und natürlich gibts auch noch ein bißchen einblick in das leben in südafrika, welches kein zuckerschlecken zu sein scheint.

mich hats trotz allem nicht so irre angesprochen, was allerdings vor allem daran liegen mag, daß mir die handlung zu „männlich“ und zu trist angelegt ist: thobela mit seiner brutalen vergangenheit auf brutalem rachefeldzug, der seine frau schlagende, sich nicht um seine kinder kümmernde und versoffene griessel und zu guter letzt die einzige frau christine, die ihren unterhalt mit prostitution bestreitet. und der afrikanische kontinent ist für mich auch nicht wirklich ein sehnsuchtsort.

für den, ders mag sicher ein glücksgriff, für mich persönlich nicht wirklich ein volltreffer.

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