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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

navajo, indiane, türkis, traum, wilder westen

Turquoise

Sabine Tetzner
Buch: 149 Seiten
Erschienen bei Turmhut-Verlag, 02.01.2013
ISBN 9783936084467
Genre: Historische Romane

Rezension:

Arizona 1870.
Miriam wächst als "Bastardkind" heran, ungeliebt von der Mutter, deren Fehltritt (?) sie verkörpert, und auch vom Vater, der streng über ihre Tugend wacht. Demütig hat sie zu sein, darf z.B. ihre Arme nicht entblößen und hat zu gehorchen.
Dieses Mädchen und später Frau beschreibt ihre Welt. Die Ungerechtigkeiten ihres Alltags, die schwere Arbeit und auch Ansätze kleiner Freuden schildert sie. Sie erzählt von sich und lässt mich an ihren Gedanken teilhaben.
Ich erfahre vom armseligen harten Leben, vom strengen moralischen Korsett und von John, der ihr nachstellt und der sie heiraten will. Heirat nicht im romantischen Sinne, sondern als Handel, als Übergang von einem Zwang in den nächsten.

Ich möchte hier nicht zu viel vorwegnehmen. Mit einem Treck kommt Miriam in ihre neue Heimat und von nun an lebt sie in rotem Staub, in der Nähe eines Canyons und einem Dorf der Nawajo.

Das persönliche Schicksal Miriams hat mich berührt und hat mich weiterlesen lassen. Die Situation einer Frau im "wilden" Westen, zwischen gesellschaftlichen bzw. religiösen Zwängen, umgesetzt durch Vater, Ehemann und den Reverend, dem Kontakt zu "den Anderen", den "Wilden" und ihren eigenen Gedanken hat mich wieder einmal nachdenklich gemacht. Nicht die große Historie wichtiger Persönlichkeiten sondern die Geschichte einer einfachen Frau bekomme ich hier präsentiert. Ein Kapitel amerikanischer Geschichte um Vertreibung der Ureinwohner und deren Rückkehr. Der Umgang der Siedler mit den Nachbarn wird hier zwischen Traum und Wirklichkeit geschildert. Am Ende war ich verwirrt. Was war real, was Traum? Aber darauf kommt es letztlich nicht an.

Eigentlich mag ich diese Form monologischer Darstellungen nicht. Hier musste ich trotzdem weiterlesen, weil das Geschehen zum Teil dramatisch verläuft.
Vieles bleibt offen und insgesamt scheint mir der Roman nicht ganz rund zu sein. Trotzdem ist es ein lesenswertes Büchlein.

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29 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

italien, sichelgaita, 11. jahrhundert, serie, abwasserkanal

Der Sturm der Normannen

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426516416
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im vierten Band der Reihe wird Gilbert endgültig erwachsen.
Gelingt es ihm gleich zu Beginn durch seine gute Beobachtung und seine verwegenen Kampfgefährten die Belagerung der Stadt Consenza zu beenden, so sind es später wieder kleine und größere Eigenmächtigkeiten, die das Blatt zugunsten seines Herrn, Robert Guiscard, wenden.
Wieder erlebe ich die Abenteuer, den Streit, die Kämpfe durch Gilberts Augen, lese seine Gedanken zu den Geschehnissen. Auch hier zeigt sich, dass der Schweinehirt, der einst die Normandie verließ, erwachsen geworden ist. Er beobachtet das Zusammenwachsen der Völker, die Unterschiede der Religionen und die politische Situation und zieht daraus seine eigenen Schlüsse.

Mit dieser Reihe gelingt es dem Autor eine eher unbekannte Phase der Geschichte lebendig werden zu lassen.
Die Farbigkeit der Schilderungen fesseln mich und lassen mich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Dabei geht es sowohl um die große Politik der Tage, als auch um persönliche Schicksale. Alles geschieht vor einem wohlrecherchierten Hintergrund, was für mich die Faszination des Romans ausmacht. Ich kann abtauchen, mich ganz fallenlassen und verfolgen, wohin Gilbert als Erzähler der Geschehnisse mich führt.

Wie die gesamte Reihe ist auch dieses Buch absolut lesenswert, allerdings empfehle ich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen und mitzuerleben, wie Gilbert sich entwickelt.

Es gibt offene Ausblicke am Schluss, die mich auf eine Fortsetzung hoffen lassen.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Das Schokoladenmädchen: Roman

Katryn Berlinger
E-Buch Text: 448 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 02.05.2016
ISBN 9783958246188
Genre: Historische Romane

Rezension:

Madeleine Gürtler, Tochter deutscher Auswanderer, kehrt mit ihrer Mutter heim nach Hamburg. Die beengten Zustände auf dem Schiff werden unmittelbar lebendig, Farben, ja, selbst Gerüche werden erlebbar, und dann gerät das Schiff im Ärmelkanal in einen Sturm ...
Was dramatisch beginnt, geht nach und nach in eine Liebesgeschichte über. Ist es zunächst Martieli, Zuckerbäcker (bzw. Inhaber mehrerer Konditoreien) und Protegé, der Madeleines Schönheit zu schätzen weiß, so begegnet ihr später in Riga Graf Andras. All das wird auf dem Hintergrund der heraufziehenden Revolution geschildert. Arm und Reich, Sozialisten und Kapitalisten, dazu der alte Adel - und mittendrin Madeleine, das Schokoladenmädchen.

Ich war vom ersten Moment an in der Geschichte. Der Schreibstil ist dicht und lebendig.
Als die Schokolade ins Spiel kommt, werden die Beschreibungen opulent, lassen mich ahnen, dass es nur feinste Aromen sind, die hier Verwendung finden. Mir gefallen die Rezeptideen, die Beschreibungen der Schokoladentrüffel - ja ich liebe Schokolade und in dieser Form lässt sie sich ohne jede Reue genießen.

Leider lässt genau diese Dichte im letzten Drittel der Geschichte nach. Ich musste mich einige Male zurückhalten, die Seiten zu überblättern. Das Ende kommt dann eher schnell erzählt daher, vieles geschieht - fast zu viel und an der Grenze des Plausiblen aus meiner Sicht.
So lesenswert die erste Begegnung mit Andras beschrieben wird, so schwülstig wird es mitunter.

Was mich beim Lesen allerdings am meisten gestört hat, waren die vielen Fehler. Falsche Buchstaben, die mich einige Male rätseln ließen, was gemeint sei, und falsche Zeilenumbrüche rissen mich immer wieder aus der Geschichte. Schade.



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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

kate o'connor, geheimnisvolle leidenschaft, historical romance, liebesgeschicht, leidenschaft

Geheimnisvolle Leidenschaft

Kate O'Connor
E-Buch Text: 407 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.09.2016
ISBN 9783733785796
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ryanna, Tochter eines schottischen Lairds, dessen Land an England grenzt, soll eben jenen englischen Nachbarn heiraten. Schnell zeigt sich jedoch, dass es besser wäre, ihm aus dem Weg zu gehen.
Ryanna hat das zweite Gesicht und die Visionen überkommen sie, wenn sie einen anderen Menschen berührt. Bei einer zufälligen Berührung ihres Verlobten sieht sie, was in der Verbindung auf sie zukäme und zieht ihre Schlüsse daraus. Gemeinsam mit ihrer Zofe flieht sie in die Highlands ...

Cover und Titel deuten auf einen historischen Liebesroman hin und diesem Genre entspricht der Roman.
Es ist ein Spiel mit Klischees und das hat mich zu Beginn auch etwas gelangweilt. Der ungeliebte Künftige, die Halbwaise mit den besonderen Fähigkeiten, der uneinsichtige Vater ... Zwar eingebettet in ein attraktives Setting, aber der historische Hintergrund bleibt zumindest im Anfang des Buches blass, mühsam muss ich mich daran erinnern, wann die Geschichte spielt.

Trotzdem überrascht mich das Buch immer wieder mit unerwarteten Wendungen und selbst wenn ich eine bestimmte Situation erwarte, weil sie durchaus spannend vorbereitet wurde, fällt die Szene dann anders aus, als ich gedacht hätte.
Die Mischung aus Spannung und Überraschung ist es dann auch, die mich am Lesen hält.

Wer Romantik im historischen Gewand mag, mehr Wert auf Knistern und Verwicklungen als das umgebende Setting legt, kommt hier absolut auf seine Kosten. Die durchaus interessanten Fakten verbergen sich hier eher in Nebensätzen, spielen eine untergeordnete Rolle.
Für meinen Geschmack gab es zu viele Klischees und wiederkehrende recht ähnliche Bettszenen. Daher ziehe ich einen Stern ab.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

falke, wales, abenteuer, liebe, historisch

Falkenherz

Katharina Münz
E-Buch Text: 545 Seiten
Erschienen bei null, 18.10.2016
ISBN B01LZH8BDU
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nach einer langen Reise ist Melwyn angekommen. Endlich in Jütland heiratet sie ihren Falken und lebt sich in dieser noch immer fremden Welt ein.

Ich bin mit diesem Band in die Geschichte eingestiegen. Was zuvor geschah, wird mir in Rückblenden vermittelt und so bekomme ich einen umfassenden Einblick in Melwyns Vorgeschichte. An vielen Punkten wird mir klar, warum sie sich so verhält, wie sie agiert, weil dieses Figur sich verändert und entwickelt.
Die Figur macht für mich die Faszination beim Lesen aus. Melwyn hat Macken, manchmal möchte man ihr in den Allerwertesten treten und gerade das macht sie sympathisch. Gleichzeitig ist sie mutig und leidenschaftlich, so dass ich ihr gern folge.

Nicht erst durch viele Urlaube in Dänemark habe ich die faszinierende Welt der Wikinger kennenlernen dürfen. Dieses Buch weckt Erinnerungen an Museumsbesuche in Ribe, BorkHavn oder Haithabu und das Kopfkino läuft. Ich bin mitten drin im Langhaus, auf dem Schiff, auf der Reise. Der Stil ist genau meins, fesselt mich und lässt mich das Buch kaum aus der Hand legen.

Wer eine Familiengeschichte mit Abenteuern mag, sich für die Zeit interessiert und dieser Figur folgen mag, wird vergnügliche Lesestunden haben, und nebenbei noch einiges über die Lebenswelt der Wikinger erfahren. Ich werde mir die beiden Vorgänger jedenfalls noch kaufen.

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17 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

historischer roman, frankreich, freiheit, skalverei, unterdrückung

Die Kreolin

Cheryl Sawyer
E-Buch Text: 601 Seiten
Erschienen bei Endeavour Press, 01.09.2015
ISBN B014SLGDBG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ayisha wächst als Sklavin auf einer Zuckerrohrplantage auf Martinique auf. Der Schwester des Masters gefällt es, sie als Mädchen zu sich zu holen und ihr Französisch beizubringen. Schließlich lässt sie sich regelmäßig von ihr vorlesen, wodurch Ayisha die Literatur des fernen Europa kennenlernt.
Eines Abends lässt der Master Ayisha zu sich kommen. Er bietet sie seinem künftigen Nachbarn an und verfolgt seine eigenen Pläne, aber alles kommt anders.

Was mit einem spektakulären Prolog beginnt, ermüdet anschließend in langen Schilderungen der Lebenswelt Ayishas. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob all die geschilderten Details für die Geschichte wichtig sind.
Dann nimmt die Geschichte jedoch Fahrt auf und das Erzähltempo zieht an (oder habe ich mich an den Stil gewöhnt?).
Zu Beginn hätte ich das Buch vermutlich beiseite gelegt, hätte ich nicht versprochen es zu lesen. Nach Beendigung freue ich mich jedoch, dass ich durchgehalten habe.
Es wird deutlich, wie gut das Werk recherchiert ist. Die Schilderungen der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse sind farbig und eindrucksvoll gestaltet und so wird ein Stück Geschichte lebendig. Genau das ist es, was mich immer wieder an historischen Romanen reizt. Geschichte wird nachvollziehbar, besteht nicht länger nur aus den Zahlen und Verträgen, die in der Schule auswendig zu lernen waren.
Diese Faszination erlebe ich im weiteren Verlauf des Buches, auch wenn ich es nicht in einem Stück "weglesen" konnte. Die Fülle an Details, an Informationen war auch im Weiteren immer noch zu viel für meinen Geschmack.

Wer sich für Frankreich im 18. Jahrhundert interessiert, für Sklaverei, und wer auch eine Liebesgeschichte mit Hindernissen mag, für den bietet "Die Kreolin" unterhaltsame Stunden.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

normannen, cumbria, historischer roman, england, liebe

Die Eroberung des Normannen

Lisa McAbbey
E-Buch Text: 391 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 11.06.2016
ISBN 9783732517022
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Aufeinanderprallen zweier Welten führt auch Cwen und Tancreid zusammen.
Cwen, die bei der alten Ymma im Wald lebt, die Heilkunst erlernt und das Vermächtnis ihrer Mutter pflegt, die Rezepte und Heilpflanzen, sprich das alte Wissen zu erhalten. Eigens zu diesem Zweck hat sie lesen und schreiben gelernt. Die Tochter des von den Normannen vertriebenen Fürsten verbirgt ihre Herkunft sorgsam.
Tancreid wird vom König als Sheriff des eroberten Cumbria eingesetzt. Endlich wird sein Traum wahr, Land zu - nein noch nicht zu besitzen, sondern zu verwalten. Mit ihm halten normannische Bräuche und das Recht der Normannen Einzug nach Cumbria. Tancreid sorgt für die Einhaltung dieses Rechts ...
Nach einem ersten erschreckenden Aufeinandertreffen der beiden, kommt es zu einem Missverständnis, bevor Cwen in die Dienste des Normannen tritt. Dieser ist vom ersten Moment an von der rothaarigen Schönheit fasziniert, böse Zungen behaupten gar, eine Waldnymphe habe ihn verzaubert.

Ich habe den Roman in einem Zug gelesen, weil mich die Geschichte der Eroberung fasziniert hat. Manches mutet wie Robin Hood an, dann aber überraschen mich überzeugend recherchierte Details, fesseln mich z.B. Sagen aus cumbrischer Überlieferung.
Gewürzt wird die Geschichte durch die Annäherung der beiden Protagonisten. Trotz der Faszination stehen Stolz und Ablehnung der jeweils anderen Kultur tieferen Gefühlen im Weg.

Einen Stern habe ich abgezogen, weil die Figuren im Mittelteil an Tiefe verlieren, sich nicht weiterentwickeln, sondern in Stereotypen versinken. Dadurch wurde ich leider einige Male aus der Geschichte geworfen.
Es ist mein zweiter Roman von Lisa McAbbey und ich fand die Erzählweise in diesem Buch nicht so rund. Beim Lesen merkte ich, wie ich immer kritischer hinschaute, mir einiges zu modern vorkam und insgesamt der Lesegenuss getrübt war.

Trotzdem fühle ich mich gut unterhalten, habe (wieder) einiges über ein eher unbekanntes Kapitel der Geschichte erfahren. Wer historische Liebesromane mag und darüber hinaus mehr über eine Epoche bzw. ein regionales Ereignis erfahren möchte, ist mit diesem Buch gut bedient.

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

hebamme, historischer roman, mord, mittelalter, adelina

Vergeltung im Münzhaus

Petra Schier , any.way , Cathrin Günther , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499269585
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nach einer Phase der Ruhe, wie sie immer wieder im Leben der Familie Burka eintritt, geschieht wieder ein Mord im unmittelbaren Umfeld, Adelina wird sogar als erstes hinzugerufen, weil sie der aufgeregt schreienden Magd begegnet.
Der Tote ist ausgerechnet Claras Vater, der seine Tochter und seine Frau an einen Hurenwirt verpachtet hatte. Clara wusste, dass er schon eine Weile in Köln lebte, hatte ihn aber erst kurz vor dessen Tod getroffen. Bevor sie selbst Anklage erheben kann, wird sie verhaftet und in den Kerker geworfen.

Für mich ist die Fortsetzung sehr gelungen. Angefangen mit Band vier, habe ich in kurzer Zeit die ganze Reihe gelesen, und bin sofort wieder mitten im Geschehen, fühle mich den Charakteren der Geschichte eng verbunden. Die Erklärungen zu Beginn helfen aber jedem, sich an die Figuren und deren Verflechtungen zu erinnern, im Zweifel hilft ein Personenverzeichnis am Ende des Buches weiter, das ich jedoch nie bemühen musste.
Die Authentizität der Figuren, die einfühlsame Schilderung der Ereignisse und insbesondere der inneren Kämpfe (mehr möchte ich hier nicht verraten), machen für mich den großen Reiz der Geschichte aus. Die 500 Seiten fliegen nur so dahin, weil ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte.
So gilt meine uneingeschränkte Leseempfehlung nicht nur für diesen sechsten Band der Reihe. Hier ist ein Höhepunkt gelungen, der noch spannender und packender ist, als die vorhergehenden Bücher.

Bleibt die Frage: Ist es wirklich das große Finale oder wird es doch eine Fortsetzung geben, vielleicht auch in leicht anderer Konstellation ...? Ich würde mich freuen.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

historischer krimi, heinrich maler, krimi, münster, historische krimis

Die Sichel des Todes

Maria Rhein , Dieter Beckmann
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 03.08.2016
ISBN 9783839219119
Genre: Historische Romane

Rezension:

Maler bekommt den speziellen Autrag, einen amerikanischen Investor zu schützen.
Nach einem Prolog im Münster der Wiedertäufer, schreiten die Ereignisse schnell voran.
Zum Schutz des Amerikaners quartieren sich Maler und Winterbach auf dessen Landgut ein, als es den ersten Mord gibt ...
Wie schon im ersten Band entsteht beim Lesen ein farbiges Bild vergangener Tage. Ich denke an Münster, wie ich es kenne, an alte Postkarten der Jahrhundertwende und vor dieser faszinierenden Kulisse agieren Heinrich Maler, Jolmes Winterbach und Professor Landois authentisch und entwickeln sich weiter. Vor allem Jolmes gewinnt an Tiefe, während Heinrich in alte Laster zurückfällt.
Auch der Fall ist verworren, verschiedene Handlungsstränge verknäulen sich, um am Ende entwirrt zu werden.
Ich habe auch diese Geschichte, diesen historischen Kriminalroman mit Begeisterung gelesen. Die Mischung aus Lokalkolorit, lebendiger Geschichte und einem spannenden Fall hat mich das Buch gleichsam verschlingen lassen.
Ich hoffe, es gibt bald einen neuen Fall für Jolmes und Heinrich.

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93 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

köln, medicus, adelina, apotheke, apothekerin

Tod im Beginenhaus

Petra Schier
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.11.2006
ISBN 9783499243813
Genre: Historische Romane

Rezension:

Adelina, Tochter eines Apothekers, müht sich den Haushalt und Geschäft des Vaters zu versorgen und engagiert sich gleichzeitig im Siechenhaus der Beginen. So erfährt sie, dass Patienten dieses Hauses an einer rätselhaften Krankheit sterben und stößt auf einen schwerden Verdacht. Die Symptome der so plötzlich erkrankten weisen auf Gift hin ...
Ich hatte als Einstieg in die Reihe den vierten Band gelesen und mich dann den Anfängen der Geschichte zugewandt.
So habe ich in diesem Band die Protagonisten wie alte Bekannte begrüßen können und mit meinem Vorwissen habe ich die Irrungen und Wirrungen im Buch sehr genossen.
Das Buch bietet kurzweilige Unterhaltung für Freunde historischer Romane, authentisch in Sprache und Figuren.
Daher meine absolute Leseempfehlung.

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110 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

köln, mittelalter, adelina, mord, historischer roman

Verschwörung im Zeughaus

Petra Schier , ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783499259227
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schwerverletzt klopft Tilmann an Adelinas Tür, kaum ist etwas Ruhe in das Familienleben eingekehrt. Natürlich hilft sie ihrem Bruder, erst Recht, als sie erfährt, dass nach ihm gesucht wird ...
Von den bisherigen Bänden finde ich diese Geschichte am spannendsten. Die Geschehnisse, die Verfolgung, Verdächtigungen und Geheimnisse ... all das lässt mich mitfiebern, lässt mich Vermutungen anstellen, was geschehen sein könnte, wer hinter all dem stecken mag.
Da ich diesen Band fast unmittelbar nach den Bänden eins bis vier gelesen habe, ist der Einstieg fast ein Nach-Hause-Kommen. Ich treffe alte Bekannte, freue mich über familiäre Entwicklungen und vor allem Tilmann wird mir in dieser Episode immer sympathischer. Auch die Streitereien mit Mira, dem Lehrmädchen von Adelina, sind herrlich zu lesen und verleihen der Geschichte eine wundervolle Lebendigkeit.
Inzwischen weiß ich, dass ich die ganze Reihe uneingeschränkt empfehlen kann. Dieser Band ist der kriminalistische Höhepunkt, gewürzt mit familiären Verwicklungen. Auch der nächste ist absolut lesenswert, wenngleich der Schwerpunkt ein anderer ist. Aber das mag jeder selbst lesen und für sich entscheiden.

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

wikinger, sachsen, historischer roman, axel s. meyer, kämpfe

Das Schwert der Götter

Axel S. Meyer , any.way , Walter Hellmann
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.06.2016
ISBN 9783499271540
Genre: Historische Romane

Rezension:

Haithabu im 10. Jahrhundert. Ein Kaufmann nimmt als Fahrgeld für einen schweigsamen Jungen einen Beutel Silber, doch schon unterwegs hat er Bedenken, diesen tatsächlich auf die Insel der Untoten zu bringen. Er will sein Leben und das seiner Mannschaft schonen und beschließt den Gast zu töten, aber dann ...
Was düster beginnt, mit Zweifeln und Kämpfen, findet seine Fortsetzung in Überfall, Entführung und Krieg.

Ich kenne die beiden Vorgängerromane nicht, und begegne hier erstmals dem Jarl Hakon, der seine Familie und die Familie seiner Bonden zu schützen sucht. Der schwarze Jarl, wie er genannt wird, neigt zu spontanen Entscheidungen. Nicht immer führen diese zum gewünschten Ergebnis, aber er hat treue Freunde in seiner Hausmannschaft, die ihm und seiner Familie immer wieder beistehen.
Die Personen werden für mich schnell greifbar. Sie agieren, werden durch Taten und Gespräche lebendig. Ebenso wird das Leben der Zeit lebendig; die Langhäuser, die Schutz und Wärme an den Hausfeuern bieten, die Langschiffe der Zeit und die Auseinandersetzungen der Mächtigen.

Dänen und Sachsen sind den Nordmännern nicht wohlgesonnen und Hakon gerät zwischen die verschiedenen Interessen. Umgekehrt versucht er die Verhältnisse für seine Ziele zu nutzen.

Verschiedene Themen machen das Buch für mich interessant: Zum einen ist da die Auseinandersetzung zwischen den frisch christianisierten Herrschern und dem Jarl, der dem alten Glauben an die nordischen Götter anhängt. Machtgerangel, der Umgang mit den "Munkis", den Mönchen und Vertretern des neuen Glaubens und Einblicke in die Götterwelt Odins, Rans und der anderen, werden in lebendigen Bildern geschildert.
Die Herrschaftsverhältnisse unter Harald Blauzahn und seine Behauptung gegenüber Begehrlichkeiten aus Nord und Süd faszinieren mich, bin ich dem Dänenkönig schon in verschiedenen anderen Romanen begegnet.
Als Fan des Landes Dänemark habe ich viele Museen besucht, die das Leben der Wikinger darstellen. So war das Lesen des Roman fast die Fortsetzung des Sommerurlaubs, wobei ich immer wieder feststelle, wie froh ich bin, heute und hier zu leben. So fasziniert ich von Geschichte bin und die Lebendigkeit in guten historischen Romanen schätze, so sehr genieße ich den warmen Sessel und die Sicherheit, in der ich das Abenteuer risikofrei genießen kann.

So bleibt mir als Fazit eine klare Leseempfehlung für alle, die gute historische Romane mögen, Interesse an der Geschichte des Nordens haben und/ oder sich mit der Christianisierung des Nordens beschäftigen mögen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Teufelsnonne: Historischer Roman

Tina Berg
E-Buch Text: 338 Seiten
Erschienen bei BookRix, 19.01.2016
ISBN 9783739632261
Genre: Sonstiges

Rezension:

ist es, der Pauline im Wald vor einem Wolf rettet. Erstmals lernt sie ihre Gabe kennen und bekommt gleich darauf eingeschärft, dass niemand davon erfahren darf, wenn das Mädchen nicht auf dem Scheiterhaufen enden will.
Ihr behütetes Leben endet, als ein Obrist auf der Suche nach dem Mädchen mit dem bösen Blick ins Wirtshaus ihrer Eltern kommt. Die Eltern verraten sie nicht, werden jedoch getötet und das Haus, wie auch das Dorf abgebrannt. Pauline kann fliehen, steht jedoch von nun an allein da ...
Was in Sprache und Setting wie ein historischer Roman aus dem 17. Jahrhundert daherkommt, hat im Kern doch eher die Mythen der Zeit zum Thema. Die Verhältnisse während des großen Krieges spielen eine untergeordnete Rolle, wirbeln die Protagonisten jedoch immer wieder durch die Weltgeschichte.
Ich habe die von anderen kritisierten Fantasy-Elemente eher als Einblick in damaligen Volksglauben, in die Schauergeschichten u.ä. der Zeit gesehen.  Auch das macht m.E. historische Geschichten aus. Was dachten bzw. glaubten die Menschen damals?
Dass Magie dann immer wieder so - wirksam ist, hat mich nicht gestört.
Die Sprache fand ich überwiegend angemessen. Ausdrücke, wie sie mich an Krabat erinnerten, erzeugen ein Bild der Zeit.
Die Ausnahme bildet hier die schwülstige Ausschmückung der Bettszenen.

Alles in allem fühle ich mich gut unterhalten und habe mich in die (aber)gläubische Welt des 17. Jahrhunderts zurückversetzt gefühlt.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Die Rache der Heilerin

Beate Sauer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.03.2014
ISBN 9783442479320
Genre: Historische Romane

Rezension:

Vor dem Hintergrund des Aufstands der Königssöhne Richard und Henry gegen ihren Vater Henry II wird hier die fiktive Geschichte von Adela erzählt. Dem niederen Adel angehörend, unterstützt ihr Gatte Francis den Aufstand und scheitert. Dies nimmt William de Thorigny zum Anlass, seine lang gehegten Rachepläne in die Tat umzusetzen.

Ich lese sehr gern historische Romane und die Verquickung von Fiktion und Geschichte machen für mich den Reiz dieses Genre aus. Hier habe ich jedoch das Gefühl, dass die Fiktion sehr im Vordergrund steht und der historische Rahmen auf ein paar dekorative Namen und ein grobes Setting reduziert ist.
Der Sprache gelingt es nur streckenweise, ein stimmiges Bild der Zeit zu erzeugen. Es wird beschrieben, was aufgetischt wird, auch mit den Gewürzen und Kräutern, ebenso werden Heilmittel benannt, und doch bleibt das Bild farblos. Es bleibt bei Beschreibungen, die durch ihre Wiederholungen nicht an Reiz gewinnen. Manche Wendungen sind zu modern.
Auch die Handlung wirkt auf mich bemüht bis konstruiert. Es gibt spannende Momente, aber das Bild ist nicht rund, auch hier gelingt es dem Roman nicht, mich mitzureißen.
Eher werden hier Klischees bemüht, die heilkundige Frau, der das Schicksal übel mitspielt, die einen bösen Widersacher hat, ...

Für andere Leser(innen) ist das Buch sicher unterhaltsam und spanend. Für mich gibt es die genannten Kritikpunkte und damit nur eine mittlere Wertung.

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110 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 46 Rezensionen

köln, mittelalter, mord, historischer roman, adelina

Frevel im Beinhaus

Petra Schier , ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.08.2010
ISBN 9783499254376
Genre: Historische Romane

Rezension:

Adelina erfährt, kaum wieder in Köln angekommen, dass Knochen aus einem nahegelegenen Beinhaus entwendet wurden. Nur kurze Zeit später wird eine Tote in der Sickergrube des Haushaltes gefunden und ihr Gatte, der Medicus gerät unter Verdacht ...

Für mich ist es das erste Buch der Reihe und so brauchte ich einen Moment, die vielen Menschen aus Adelinas Haushalt auseinanderzuhalten. Das Personenverzeichnist musste ich jedoch nicht zu Rate ziehen, da die Figuren durch ihre Handlungen gut charakterisiert werden.
Aus dem frevelhaften Raub entsteht eine diffuse Bedrohung des Hausfriedens, und nach und nach verstärken sich Verdachtsmomente, wird der Haushalt der Apothekerin immer stärker in Mitleidenschaft gezogen.
Wie bei einem Krimi notwendig, werden falsche Fährten gelegt, gibt es überraschende Wendungen (auf die ich hier natürlich nicht eingehen werde), Bösewichte (alte wie neue) und helfende "gute" Geister.
Wie sehr mich der Roman gefesselt hat, habe ich nicht zuletzt daran gemerkt, dass ich immer schneller gelesen habe, das Buch am Ende kaum mehr aus der Hand legen mochte.

Nach diesem Roman möchte ich auch die anderen Bände kennenlernen, und so die ganze Geschichte der Apothekerin Adelina erfahren.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

ägypten, ramses ii., ramses, kinder, sethos

Ramses - Horus-im-Nest: Zweiter Teil des Romans aus dem alten Ägypten über Ramses II.

Anke Dietrich
E-Buch Text: 360 Seiten
Erschienen bei null, 25.06.2016
ISBN B01F1S5YOM
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ramses - Der Horus im Nest beschreibt in bunten Farben das Leben des heranwachsenden Prinzen. Nach seinen Flegeljahren, um die es im ersten Band der Reihe ging, übernimmt Ramses nun mehr und mehr Verantwortung. Durch Inspektionsreisen und Strafexpeditionen werden nebenbei Politik und Landschaft des weitläufige Reichs der Pharaonen vorgestellt. Auch die Religion und Kunst werden fast beiläufig nebenbei lebendig.
Der Prinz, über dessen Verhalten ich im ersten Teil mitunter den Kopf schütteln musste, zeigt zunehmend Verantwortung, wird aus heutige Sicht sehr früh erwachsen.
Für mich macht die gelungene Mischung aus familiären Beziehungen, Beschreibungen der Lebensweise und der Kultur dieser Epoche und der zunehmend sympathischen Figur des Ramses den Reiz des Romans aus. Die Entwicklung vom jugendlichen Flegel zum verantwortungsbewussten Vater und Mitregenten lässt sich wundervoll nachvollziehen.
Nach der letzten Seite bleibt mir nur, ungeduldig auf den nächsten Band zu warten.

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

werwolf, maria m. lacroix, vampir, drachenmondverlag, verrat

No heartbeat before coffee

Maria M. Lacroix
Flexibler Einband: 230 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 16.06.2016
ISBN 9783959912518
Genre: Fantasy

Rezension:

Diana Cunningham ist Agentin der RIPA, d.h. sie jagt paranormale Wesen, normalerweise Vampire, im Rahmen der Amtshilfe innerhalb der Organisation jedoch auch Hexen oder Werwölfe.
Während eines Einsatzes gegen Hexen wird sie mit einem tödlichen Fluch belegt, und Hilfe findet sie ausgerechnet bei einem Werwolf. Die Verwicklungen persönlicher wie dienstlicher Art, die sich aus dieser Beziehung ergeben, ranken sich um eine Mordserie, der Diana und ihre Kollegen nachgehen.

Ich lese eher selten Fantasy, noch seltener Urban Fantasy, und bin doch schnell im Bann dieser Ereignisse. Werwölfe mitten unter uns, Hexen, und alle in Schach gehalten von einer paramilitärischen Organisation, die bei "passenden" Mordfällen ermitteln und die Täter beseitigen. Gerichtsverhandlungen scheint es keine zu geben.

Ein großes Plus dieses Werks ist die Heldin Diana, aus deren Sicht ich die Geschichte erlebe. Selbst mit einem Vampir aneinandergeraten, nimmt sie viel auf sich, um in einer männerdominierten Branche "ihren Mann zu stehen". Gerade auch durch die Begegnung mit dem Werwolf entsteht ein lesenswertes Spiel mit Klischees um Rollen, Dominanz und Gefühle.
Vielleicht auch, weil ich Diana schon aus einer Kurzgeschichte kannte, war es fast ein Wiedersehen mit einer guten Bekannten und dementsprechend neugierig war ich auf das, was sie zu berichten hatte.
Einzig den Sprung zwischen dem Fluch und den weiteren Mordfällen fand ich etwas störend, aber wenn ich das Buch zuklappe und bedauernd Abschied von der Protagonistin nehme, zeigt das, wie sehr ich in die Geschichte eingetaucht bin.

"No heartbeat before coffee" bietet lesenswerte Unterhaltung - auch für Genreneulinge. Die Geschichte und das Setting sind vollkommen anders als bei ihren anderne Romanen (Das Geheimnis der Feentochter), aber ebenso fesselnd geschrieben. Für mich ein echter Lesegenuss.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

schokolade, kakao, historischer roman, andrea schacht, berlin

Göttertrank

Andrea Schacht
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.12.2009
ISBN 9783442372188
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die gekonnte Mischung aus Historie (Orte, Schokoladenherstellung, Medizin), Schokolade und menschlichen Schicksalen macht für mich die Faszination dieses Buches aus.
Ich habe es schon mehrfach gelesen und es hat einen besonderen Platz im Regal, wenn es nicht gerade verliehen ist, nachdem ich Freundinnen davon vorgeschwärmt habe.
Göttertrank ist für mich eins der faszinierenden Paradebeispiele für historische Romane. Es sind die vielen recherchierten Kleinigkeiten, die das Buch historisch auszeichnen, von der Verarbeitung von Kakao über medizinische Entwicklungen bis zu politischen Bedingungen, wie dem Verbot der Turnerbewegung. Hier werden hier fiktive Charaktere in die Zeit des 19. Jahrhunderts eingeflochten und zu einem wunderbaren Roman verwoben.
Dass große Passagen des Buches gleich "um die Ecke" spielen, macht einen zusätzlichen Reiz aus.

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

krimi, liebe, maria rhein, münster, geheimpolizei

Der Werwolf von Münster

Maria Rhein , Dieter Beckmann
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.03.2014
ISBN 9783839214923
Genre: Historische Romane

Rezension:

Heinrich Maler arbeitet für die preußische Geheimpolizei. Sein Auftrag führt ihn in seine Heimatstadt Münster, wo er, als Kommissar getarnt, vorgeblich für die Polizei arbeiten und gleichzeitig den katholischen Bischof ausspionieren soll.
Gleichzeitig treibt ein Unbekannter in Münster sein Unwesen, dem der Volksmund schnell den Namen "Werwolf" gibt. Bestialische Morde geschehen und Maler ermittelt.

Der Einstieg in den Roman fällt mir leicht. Die Personen sind schnell vorgestellt und so lebendig beschrieben, dass ich ihnen in die Stadt Münster vor 150 Jahren folge.
Da ich Münster kenne und liebe, verfolge ich beim Lesen fasziniert die Wege, die Ortsbeschreibungen und die ortstypischen Mosaiksteinchen. So erlebe ich z.B. den kauzigen Professor Landois, den Gründer des zoologischen Gartens (heute Allwetterzoo Münster, neugebaut in den 1970ern).
Zwischen Aufklärung, Politik und Spiritismus begegnen mir verschiedene Figuren, die allesamt in Beziehung zu Heinrich Maler stehen und ich mache mir so meine Gedanken, wer denn der Werwolf sein könnte.

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt und während ich dem ersten Teil gespannt gefolgt bin, fiel mir der Einstieg in den zweiten Teil schwerer. Auch das Ende hält nicht ganz das, was ich mir nach dem vielversprechenden Einstieg erhofft hatte.

Mein Fazit ist aber, dass "Der Werwolf von Münster" trotzdem ein spannender historischer Kriminalroman ist, der eine eher unbekannte Zeit in Westfalen beleuchtet. Insgesamt absolut lesenswert würde ich für das Ende einen halben Stern abziehen, was gerundet wieder 5 Sterne ergibt.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

götter, götterkinder, liebe, fantasy, scifi

Yohna, Erdenkind

Asta Müller
Flexibler Einband
Erschienen bei Feelings, 24.02.2016
ISBN 9783426215470
Genre: Fantasy

Rezension:

Yohna träumt seit sie denken kann von Göttern. Ihr bester Freund will ihr das über Jahre ausreden, aber dann kommt er mit einem potentiellen Untermieter, den er in seinem Salon kennengelernt hat ...
Zu Beginn wird nicht nur Yohna von den Ereignissen überrannt, wobei mir zunächst vieles so vertraut und vorhersehbar erschien. Die besondere Frau, aufgewachsen als Findelkind, der besondere Mann, Geheimnisse, Bedrohungen, ...
Dann aber gewinnen die Figuren Tiefe, geschehen Dinge, die ich mir niemals hätte vorstellen können und ich merke, wie sehr mich das Lesen fesselt.
Die Zutaten sind klassisch: Gut und Böse, Liebe und Zurückweisung, und dann der sprichwörtlich lange Weg, den die Protagonisten bestehen müssen.
Wie gut das Buch ist, wurde mir spätestens klar, als ich mit Trauer die letzte Seite beendet hatte. Die Figuren wieder loszulassen, fiel mir schwer. Interessanterweise, ohne dass ich mich über die Maßen mit Yohna identifiziert oder in einen der smarten Jungs verguckt hätte.
Die unerwarteten Wendungen, die Abenteuer und die Entwicklung der Figuren sind für mich das größte Plus an diesem Buch, gewürzt mit fantastischen Welten und ihren Bewohnern, deren Moral so anders ist, als die irdische.

Fazit: ein Fantasy-Roman, den ich gern weiterempfehle.

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

karibik, schmuggel, abenteuer, sklavenhandel, hanse

Bucht der Schmuggler

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783426516935
Genre: Historische Romane

Rezension:

Jan van Hagen segelt zufrieden mit der letzten Handelsreise zurück nach Bremen. Statt den Vater mit dem Erlös unterstützen zu können, kommt jedoch alles anders ...
Schnell ist mir dieser junge Mann sympathisch, der trotz seiner 24 Jahre schon ein erfahrener Schiffsführer ist und um seine Stärken und Schwächen weiß.
Im Kontrast dazu springt die Handlung dann nach Hispaniola. Die Verhältnisse der spanischen Kolonie mit ihren Einschränkungen durch Gesetze und Handelsmonopole, und die Wege der ansässigen "Pflanzer", damit "umzugehen", bilden den zweiten Handlungsstrang.
Es dauert nicht lange, bis eine mögliche Verbindung dieser beiden Erdteile im Roman angedacht und schließlich verwirklicht wird.

Hervorstechend an diesem Roman sind die authentischen Figuren. Von der ersten Seite an haben mich die Protagonisten mit in ihre Welt genommen und mitgerissen.
Ein weiteres Element ist die lebendige Sprache. "Show, don't tell", ist hier hervorragend umgesetzt. Die Figuren agieren lebendig und auch die Gegenden entstehen beim Lesen vor meinem inneren Auge.
Ich konnte das Buch kaum weglegen, so sehr hat mich die Handlung gefangen genommen.

Die Mischung aus Historie, Abenteuer und Exotik durch den karibischen Schauplatz ist meines Erachtens sehr gut gelungen.

Mein Fazit: Das Werk ist ein lesenswerter historischer Abenteuerroman, in dem auch menschliche Beziehungen nicht zu kurz kommen, und durch den ich wieder nebenbei etwas hinzulernen konnte. Für mich eine der Faszinationen, die historische Romane ausmachen

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

reinkarnation, wiedergeburt, hexenverfolgung

Brennende Träume

Alina Stoica
E-Buch Text: 237 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 02.05.2016
ISBN 9783958244085
Genre: Liebesromane

Rezension:

Patrick will mit seiner Frau anlässlich ihres Geburtstages Essen gehen. Auf der Fahrt erfahre ich bereits einiges über das Paar und seine Probleme, und so kommt es auch nicht zu dem romantischen Abend.
Bianca wird von Alpträumen gequält und hat eine Feuerphobie. Bisherige Therapien haben kaum geholfen und so schlägt Patrick eine Hypnose vor, nicht ahnend, was daraus erwächst ...

Inhaltlich möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen, gibt es doch in diesem Buch immer wieder unerwartete Wendungen.
Nur so viel: Während der Hypnose erzählt Bianca ihrer Therapeutin von ihrem letzten Leben, in dem sie als Hexe verbrannt wurde. Schauplatz des Hexenprozesses ist Schottland und so lautet die Empfehlung, sie solle die Schauplätze ihrer Vergangenheit aufsuchen, um ihrer Vergangenheit auf den Grund zu gehen und diese zu überwinden.

Die Story ist interessant. Zwischen der Geschichte des 16. Jahrhunderts und den Geschehnissen heute besteht eine Verbindung, die gleich mehrere der Protagonisten umfasst.

Womit ich leider nicht gut klarkam, ist die Sprache des Romans.
Es wimmelt geradezu von Adjektiven und Informationen, die mich vom eigentlichen Geschehen immer wieder ablenken. Hinzu kommen Bilder, die durch die Worte in meinem Kopf entstehen und sicher so nicht gemeint sind.
Besonders die erotischen Szenen sind so formuliert, dass ich geneigt war, sie zu überschlagen. Da rückt der Text meines Erachtens in die Ecke der Groschenromane.

Der Roman wird sicher begeisterte Leser finden - nur gehöre ich nicht dazu. Daher auch die mittlere Wertung.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

thriller, familiendrama

No Mercy - Kind der Schande: Thriller

Liza Crosshill
E-Buch Text: 292 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 15.07.2015
ISBN 9783426434093
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit "No Mercy" präsentiert Liza Crosshill ihren dritten Thriller.
Wieder nimmt sie mich mit in die USA, wo ein Sohn aus gutem Hause versucht, sich dem übermächtigen Einfluss seines Vaters zu entziehen und eine leise Revolution vollzieht. Statt den Plänen des Vaters zu folgen, die eine Karriere in der Politik vorsehen, schreibt sich Billy Wood an einer Universität in Colorado für Geologie ein.
Dies bleibt seinem Vater natürlich nicht lange verborgen und er schickt seinen persönlichen Assistenten in die kleine Stadt Golden, um seinen Sohn zur Raison zu bringen.
Schon bin ich mitten im Geschehen, verfolge staunend, welch abstruse Ideen auf willige Ohren treffen und wie Billy plötzlich mitten in einem Geschehen steckt, das die Handlungsfäden dieses Buches über Jahrzehnte zusammenhält.
Ich habe gespannt verfolgt, wie die Akteure handeln, die Polizei im Dunkeln tappt und schließlich alles zusammengeführt wird.

Die Sprache der Autorin erzeugt lebendige Bilder, sie passt in ihrer Härte zur Handlung und reißt mich mit sich in den Abgrund der Skrupellosigkeit mit der hier agiert wird.

Ich lese eher seltener Krimis oder Thriller, war aber von allen drei Büchern der Autorin begeistert.

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

nina, tagebuch, claudia zentgraf, botanik, schiff

Die Entdeckung der Neuen Welt

Claudia Zentgraf
E-Buch Text: 234 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 10.02.2016
ISBN 9783945298435
Genre: Sonstiges

Rezension:

Claudia Zentgraf präsentiert hier einen historischen Jugendroman. Toni (Antonio Lopez) trifft bei seiner Reise nach Südamerika auf Alexander von Humbold, der mit seinem Freund Aimé Bonpland ebenfalls dorthin unterwegs ist. Forschungsdrang und Neugier treiben den jungen Adeligen an, die Lust auf Abenteuer und neue Entdeckungen reizen ihn.
Aus einem ersten Gespräch an Bord entwickelt sich das Angebot an Toni, Humbold bei seinen Messungen und Aufzeichnungen zu unterstützen.
Die Kombination der realen Persönlichkeiten mit der fiktiven Figur Toni gefällt mir gut, bietet sie doch das Potential, sich mit dem jugendlichen (zwölf Jahre ist er am Beginn der Reise) Abenteurer zu identifizieren und an seinen Beobachtungen teilzuhaben.
Gleich zu Beginn lande ich mit dem Trio auf Tenneriffa, wo als erster Höhepunkt der Reise der Teide, der große Vulkan der Insel, bestiegen werden soll. Da ich selbst vor Jahren dort auf Humbolds Spuren unterwegs war, konnte ich gespannt der Reisebeschreibung folgen.
Kleine und größere Abenteuer der Reise werden berichtet, inzwischen der Beschreibungen von Forschungen, Sammlungen und Gesprächen mit Zeitgenossen Humbolds. Gewürzt wird die Schilderung durch die Geheimnisse um Tonis Vergangenheit, von der ich hier nichts verraten möchte.

Alles in allem ist es ein lesenswertes Buch, das Einblick in die Entdeckungen einer historischen Persönlichkeit gibt, das mich im Kopf mitnimmt in die fernen Länder Südamerikas.
Beim Versuch die Vielfältigkeit der Reise, der besuchten Länder abzubilden, gerät die Erzählung bisweilen zur Aufzählung. Immer wieder wird gesammelt und bestimmt, nehmen die Drei und ihre Begleiter Strapazen auf sich, um entlegene Orte kennenzulernen und zu vermessen.
Richtig gefesselt war ich leider nicht. Daher ziehe ich einen Punkt ab. Die Handlung plätschert trotz der guten Zutaten bisweilen vor sich hin.
Insofern ein lesenswerter Jugendroman, der nebenbei einen guten Einblick in Geschichte und Länderkunde gibt.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

familie, roman, trennung, salchow, hunde

Das Sonnenblumenhaus

Nancy Salchow
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783426518472
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch habe ich bereits vor der Veröffentlichung zugesandt bekommen, und wurde um eine ehrliche Meinung gebeten. Leider kam ich dann aber nicht so zum Lesen, wie ich mir das gewünscht hätte - und das lag nicht am Buch!!

Es ist bereits das dritte (oder vierte?) Buch der Autorin, das ich hier vor mir liegen habe. Ich mag ihren Stil und deshalb habe ich mich auch für das Vorablesen beworben.

Nun aber zum Buch, in dem es um eine Erfolgsautorin unter Druck geht. Der Abgabetermin drängt, ein Interview gerät zum Spießrutenlauf und dann ist da immer wieder dieser leere Bildschirm ... Auch die familiären Hintergründe sind nicht ohne. Die Mutter in einer psychiatrischen Klinik, der Vater hat die Familie vor Jahren verlassen und sich mit einer neuen Frau ein ganz anderes Leben aufgebaut. Ausgerechnet diesen Schuft soll Nora nun in seinem neuen Domizil besuchen?

Für meinen Geschmack dauert es recht lange, bis die Geschichte an diesem Punkt angekommen ist. Auch wenn die Hintergründe ausführlich geschildert werden und wichtig sind, wurde ich etwas ungeduldig. Einiges ist ja absehbar und dann werde ich schon mal "kribbelig", wenn ich nicht bald dort ankomme, wie ich es erwarte.

Doch an diesem Punkt angekommen, hatte ich mich festgelesen und mochte das Buch kaum mehr aus der Hand legen.

Es ist ein Buch mit vielen guten "Zutaten": Einblick in einen Lebensbereich, der für viele von uns unbekannt, aber attraktiv ist, wenn ich an das Sonnenblumenhaus auf dem Land denke, die Arbeit mit Hunden, ... eine sympathische Heldin, die ihrerseits Autorin ist, lädt zum Träumen ein und lässt mich einen kleinen Einblick in ihre Arbeit und ihre Probleme nehmen. Dazu kommt etwas Knistern zwischen Frau und Mann und eine große Portion Psychologie der vielfältigen Beziehungen.

Ich habe das Buch gern gelesen. Der Stil ist leicht eingängig und die Figuren haben das rechte Maß zwischen Klischee (das spart langatmige Erklärungen) und Originalität, so dass sie lebendig werden.
Trotzdem ziehe ich einen Stern ab. Ein Grund ist der langatmige Einstieg (s.o.). Auch fand ich schade, dass immer nur von "Bürojob" die Rede war. Hier hätte ich mir etwas mehr Lebenslauf des Protagonisten im Hintergrund gewünscht.
Insgesamt wurde ich gut unterhalten und konnte noch einmal ein paar Zeilen aus dem Luftblumenhaus lesen, das ich wunderbar finde.

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