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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gay romance, gay jugendbuc, pubertät

Träumertrottel

Tristan Thomas
E-Buch Text: 179 Seiten
Erschienen bei null, 02.07.2017
ISBN B073PHDNG1
Genre: Sonstiges

Rezension:

*Ich musste mir eingestehen, dass ich dicht davor war, mich Hals über Kopf in Volker zu verknallen.*


Tristans Leben ändert sich schlagartig, als die beiden Söhne seiner neuen Stiefmutter bei ihnen einziehen sollen. Der eine ein mürrischer Brummbär, der andere lebensfroh und sehr gut aussehend. Da will sich der schwule Sechzehnjährige die Chance nicht entgehen lassen, die sich ihm bietet. Er legt es immer wieder darauf an, den schönen Victor in seiner Nähe zu haben.


Die Geschichte wird einerseits aus einer Erzählerperspektive erzählt, andererseits kommen Abschnitte aus Tristans Tagebuch und Briefe an seine beste Freundin mit dazu. Die Handlung um seine neuen Stiefbrüder bleibt nicht die einzige. Nachdem er sein Schwul-sein zum ersten Mal richtig ausleben kann, stürzt er sich in die Szene – und das nicht nur zum Guten. Im Gegenteil ändert er sich stark im Laufe der Geschichte.


Besonders die Abschnitte aus seinem Tagebuch waren recht pubertär. Seine neue große Liebe stellt er über alles, schwärmt vor sich hin, streitet mit Freunden und ist am Boden zerstört, als er verlassen wird. Dass er dadurch seine – etwas sarkastische – aber doch reife Art vom Beginn der Geschichte verliert, hat mir sehr leid getan. War er mir zu Beginn sehr sympathisch, wurde der verzweifelt verliebte Tristan mit unter auch anstrengend.


Überrascht wurde ich dadurch, dass ich mir eigentlich einen Jugendroman erwartet hätte. Dafür nimmt Sex allerdings einen recht großen Stellenwert in der Geschichte ein und wird dauernd wieder erwähnt, sodass ich nicht sicher bin, ob ich das Buch als jugendtauglich einordnen würde. Ebenso überrascht hat mich die Schwulenszene, die immer wichtiger wurde und bei deren Partys auch der übermäßige Alkohol- und Drogenkonsum – wenn dieser auch immer wieder kritisch betrachtet wurde.


Fazit: Einiges an der Geschichte fand ich gut, besonders die einsichtigeren Momente Tristans. Dann aber war es mir wieder zu pubertär – und damit manchmal auch nervig.

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Tags: gay jugendbuc, gay romance, pubertät   (3)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Absinth mit dem Teufel: Klippen der Hölle

Jona Dreyer
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei null, 02.10.2017
ISBN B075Z6SSBV
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

gay romance, liebesgeschichte, schwul, gay love stories

Wildherz

Diana Wintermeer
E-Buch Text: 344 Seiten
Erschienen bei null, 01.02.2016
ISBN B01ARW7Q5M
Genre: Sonstiges

Rezension:

*Ich betrachte ihn und erst jetzt realisiere ich, was ich da gerade getan hatte. Ich hatte einen verwahrlosten, verstörten und außerdem noch schwer verletzten Jungen aufgelesen. Waren mir meine wilden Hunde nicht mehr genug? In welch einen Schlamassel war ich da geraten?*


Seit zehn Jahren lebt Jim als Einsiedler in einer Hütte im Wald, alleine bis auf seine Hunde. Diese sind es auch, die ihm einen ungewöhnlichen Fund bescheren. Sie finden im Wald einen verletzten jungen Mann. Jim beschließt kurzerhand, ihn mit zu sich zu nehmen und zu pflegen, anstatt ihn ins Krankenhaus zu bringen. Der Junge entpuppt sich als Manou, der Jim erst einmal großes Misstrauen entgegenbringt. Anscheinend hat er längere Zeit in den Wäldern verbracht und muss sich erst wieder an menschliche Nähe und das Sprechen gewöhnen. Jims Beschützerinstinkt wird geweckt. Langsam fasst auch Manou Vertrauen und wächst Jim immer mehr ans Herz – mehr noch, als ihm recht sein kann.



Die Geschichte wird von Jim erzählt, sodass man von ihm gleich schon mehr erfährt. Dadurch, dass er sich für das Leben in der Einsamkeit entschieden hat – zusammen mit der Tatsache, dass Manou so viel Zeit im Wald gelebt hat – spielt die Natur eine große Rolle im Buch. Immer wieder wird sie beschrieben, Besonderheiten erwähnt und schöne Bilder schafft. Das Leben von Manou, das langsam eröffnet wird, zeigt aber auch die härteren Seiten der Natur.


Sowohl Jim, als auch Manou, lebten zumindest in letzter Zeit abseits anderer Menschen. So entwickeln sich – nachdem Manou erst einmal das Sprechen wieder erlernt hat – einige Gespräche, vieles passiert aber subtiler. Die Liebesgeschichte entsteht dadurch auch langsamer. Besonders, da Jim sich erst Vorwürfe darüber macht, dass er sich zu Manou hingezogen fühlt. Die Konstellation – der Retter und der junge Mann, der über Jahre keinen menschlichen Kontakt hatte – hat auch bei mir kurz Bedenken ausgelöst, bot sie doch die Möglichkeit in Jims Verhalten ein Ausnutzen des ihm dargebotenen Vertrauens zu sehen. Dadurch, dass sich die Liebesgeschichte aber so langsam entwickelt und sich Jim sehr wohl bewusst über die besondere Situation ist, konnte ich meine Bedenken schnell verwerfen.


Zu Beginn muss Jim erst einmal Manous Vertrauen gewinnen. Dabei wurde er mir besonders dadurch sympathisch, wie einfühlsam er sich zeigte. Er getraute sich auch Wege einzuschlagen, die mir als ungewöhnlich erschienen. Schon allein die Tatsache, dass er ihn nicht ins Krankenhaus bringt, auch auf die Gefahr hin, dass er für seinen Tod verantwortlich wäre, war für mich ungewöhnlich. Allerdings hat es zu dem zurückgezogen lebenden Jim gepasst. Manou wirkte erst einmal auf tierische Instinkte reduziert, dann voller kindlicher Begeisterung aber auch Angst. Erst gegen Ende konnte ich den Mann in ihm sehen, zu dem er geworden ist.


Fazit: Eine sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte, die ich dadurch aber als intensiver empfunden habe. Zusammen mit der wunderschönen Natur, in der sie sich abspielt, eine wirklich schöne Geschichte.

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Tags: gay love stories, gay romance, liebesgeschichte   (3)
 

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gay romantik, erotische gay romance, gay, liebesgeschichte

Scars ... Narben auf meiner Seele

Kay Monroe
E-Buch Text: 234 Seiten
Erschienen bei null, 26.03.2015
ISBN B00VAOYJ3E
Genre: Sonstiges

Rezension:

*Auch wenn er ihn nicht mal vierundzwanzig Stunden kannte, hatte er sein dummes Herz bereits an Kaelan Mackay verloren. Wie doof war das denn?*


Zwei Jahre ist es her, dass Kealan das Opfer eines Anschlags wurde. Seitdem hat er das Haus nur noch selten verlassen und lässt einzig seine Schwester zu sich. Nun aber hat der Selfpublisher die Chance sein Buch zu verfilmen – dazu muss er allerdings seiner Isolation entkommen und nach LA fliegen. Im Flieger führt ein Zufall dazu, dass er neben dem Filmstar Scott Moore zu sitzen kommt. Eben jenem Star, für den er schon lange heimlich schwärmt. Sie verstehen sich gleich gut und verbringen noch mehr Zeit zusammen, soll doch Scott die Hauptrolle in der Buchverfilmung bekommen. Auch Scott fühlt sich immer mehr zu Kaelan hingezogen.


Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel der Beiden erzählt, sodass die Gefühle beider schon gleich klar werden. Während zu Beginn des Buches noch recht distanziert die Hintergründe zu Kaelan und Scott erzählt werden, wird es bald schon emotionaler. Die erwarteten Geheimnisse zwischen den Beiden lösen sich rasch auf, sodass es zu weniger Missverständnissen kommt, als ich gedacht hätte. Dadurch, dass Kaelan seine Erlebnisse und den Grund für den Anschlag in seinem Buch niedergeschrieben hat, zählt auch Scott schnell eins und eins zusammen und kennt Kaes Geschichte. So haben die Beiden schneller zusammen gefunden als gedacht. Nur leider war das Zusammenfinden – und alles danach – für meinen Geschmack absolut zu kitschig beschrieben. Die dauernden Liebesbekundungen waren mir zuviel. Die Narben auf Kaes Seele wurden zwar erwähnt, meines Erachtens aber viel zu schnell überwunden. Am Ende der Geschichte kam dann – wie aus dem Nichts – noch Drama auf um den endgültigen Liebesschwur noch zu intensivieren. Bei mir hat das leider fehlgeschlagen.

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Tags: erotische gay romance, gay romantik, liebesgeschichte   (3)
 

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abenteuer, krim, mystery-krimi, fantasy, humor

Fletchers Alptraum. Das dunkle Ritual

Rudolf Otto Schäfer
E-Buch Text: 242 Seiten
Erschienen bei null, 11.02.2015
ISBN B00TIVWP0K
Genre: Fantasy

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götter & helden, olymph

Spiegel der Wahrheit

Emilia Lynn Morgenstern
Flexibler Einband: 518 Seiten
Erschienen bei Independently published, 29.08.2017
ISBN 9781549619762
Genre: Fantasy

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gay romance, historical gay romance, liebesgeschichte

Sein wahres Selbst

Amalia Zeichnerin
E-Buch Text
Erschienen bei null, 26.09.2017
ISBN B075YDWC1M
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Es gibt Schauspieler, die irgendwann nicht mehr klar zwischen ihren Rollen und ihrem eigenen Leben trennen können. Aber das versuche ich zu vermeiden.“ Was die Frauenrollen in Wirklichkeit für ihn bedeuteten, erklärte er nicht.


1606: Der Tischler Geoffrey ist zu Gast in London. Seinen Aufenthalt würzt er mit einem Theaterbesuch. Dort faszinieren ihn besonders die Rollen der Frauen. Bei „Rosalinde“ ist er sich nicht einmal sicher, ob er einen Mann oder eine Frau vor sich hat. Unbedingt will er den Schauspieler kennenlernen. So kommt es, dass der junge Simon sich über Geoffreys Einladung freuen kann.



Die Kurzgeschichte wird abwechselnd mit Fokus auf Geoffrey und Simon erzählt. Der eine ist ein bodenständiger Handwerker, der bereits verheiratet war und vom Land kommt. Der andere kann sich als Schauspieler in seine Rollen hineinversetzen. Obwohl ihm klar ist, dass seine Neigungen gefährlich sind, da sie ihn ins Gefängnis bringen können, kann er sie nicht leugnen. Sich selbst gegenüber gibt er zu, im Inneren mehr einer Frau als einem Mann zu entsprechen.


Trotz der Kürze der Geschichte ist es der Autorin gut gelungen, die Charaktere, ihre Umgebung und ihre Gedanken und Gefühle einzufangen. Gewürzt durch Nebenhandlungen entsteht eine interessante Novelle, die besonders auch durch die Liebesgeschichte überzeugen konnte.

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Tags: gay romance, historical gay romance, liebesgeschichte   (3)
 

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Chroniken von Chaos und Ordnung. Band 1: Thorn Gandir: Aufbruch

J.h. Praßl
E-Buch Text: 540 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783862822126
Genre: Fantasy

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magdalena nirva, prostitution, bulgarien, escort, biografie

Magdalena 24h: Mein abenteuerliches Leben als Escort Girl. Eine wahre Geschichte.

Magdalena Nirva
E-Buch Text: 381 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 26.07.2017
ISBN B0749XYW47
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

*Sicher, ich bin etwas nervös. Es ist mein erster Termin in einer fremden Stadt, in einem fremden Land. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Grenze überschritten und Bulgarien verlassen. Wirke ich vielleicht unbeholfen und schüchtern*


Die junge Studentin und Mutter Magdalena lässt ihr Heimatland Bulgarien hinter sich, um mit ihrem neuen Freund Eagle nach Wien zu gehen und dort als Escortgirl zu arbeiten und endlich viel Geld zu machen. Ihr bisheriger Lebensverlauf war nicht immer glücklich und so sucht sie das Geld und damit das Glück in der käuflichen Liebe. Dabei begegnet sie so manch skurrilem Kunden und setzt sich den verschiedensten Situationen und Männern aus.



Die Geschichte wechselt zwischen den Ereignissen in Wien/Deutschland und der Vergangenheit. So kommt schnell schon zu den ersten Erlebnissen aus Magdalenas Job. Diese Szenen waren anders, als ich es mir erwartet hatte. Weniger ging es um die Einstellung oder die Gefühle Magdalenas, als um die unterschiedlichsten Kunden. Manche davon wurden witzig beschrieben, andere unerwartet nett – manchmal waren sie aber auch nur eklig.


Die Kapitel um ihre bisheriges Leben zeigten schonungslos ihre harte Kindheit, gaben aber auch einen Einblick in ihre Situation in Bulgarien. Dabei wird Armut, Korruption, Erpressung aber auch die untergeordnete Rolle der Frauen angesprochen. Magdalena wächst mit wenig Geld auf, kommt schon recht früh in Kontakt mit Männern und trifft einige Entscheidungen, die sie im Nachhinein bereut. Das Zusammentreffen mit Eagle gibt ihr die Möglichkeit dem Ganzen zu entfliehen. So nimmt sie diese bewusst an und scheint – nach ihrer Erzählung – dem neuen Job nicht abgeneigt zu sein. Sie bezieht sich dabei nicht nur auf das Geld, sondern auch auf ihre allgemeine Freude am Sex.


Sex spielt im Buch eine große Rolle, als erotisch kann ich persönlich die Beschreibungen nicht sehen. Dafür wird der Sex viel zu nüchtern angesprochen. Den Spaß am vielen Sex mit den unterschiedlichsten Männern und das von einem Moment auf den nächsten – da sie ja 24 Stunden am Tag erreichbar ist – konnte ich ihr allerdings auch nicht so recht abkaufen. In Bezug auf die Arbeit als Escortgirl und den Sex hätte ich mir mehr Einblick in ihre Gefühle gewünscht und weniger Berichtcharakter.


Der negative Blickwinkel kam erst später dazu, als sie auch über ihre Erfahrungen in der Pornoindustrie und im Puff berichtete. Dort gab es dann auch deutlichere Kommentare, die zeigten, dass es eben auch viele negative Seiten im Gewerbe gibt.


Sehr gestört hat mich aber die Tatsache, dass Magdalena oft recht abwertend von den Männern schreibt. Sicher kommt das mit dem Job auch so. Aber gerade wenn sie einerseits betont, dass die Kunden nett, höflich und gepflegt waren, andererseits aber immer wieder erwähnt, dass ihr das Aussehen des Mannes so gar nicht zusagt (und das ist jetzt meine höfliche Umschreibung), fand ich das einfach nur oberflächlich. Zudem kam ich auch mit der Tatsache nicht so zurecht, wie wichtig für sie Sex ist, sodass sie viele Männer (auch privat) darauf reduziert.


Fazit: Die Einblicke in das Rotlichtmilieu waren sehr ehrlich beschrieben – für meinen Geschmack öfters zu ehrlich. Manches davon war skurril, anderes eklig und nicht leicht zu lesen. Alles in allem war es nicht so mein Geschmack.

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Tags: biografie, erlebnisberich, escortgir, prostitution, rotlichtmili   (5)
 

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korruption, blutiger thrille, südafrika, thriller, vertuschung

Nowhere

Roger Smith
E-Buch Text: 310 Seiten
Erschienen bei Tin Town, 23.02.2016
ISBN B01AY6DJWU
Genre: Sonstiges

Rezension:

*Louw said nothing, confronting one of the many facets of South African racism, which wasn´t – contrary to the belief of outsiders – a black and white affair. All colors, and all shades of skin, seemed to be caught up in a complex and never ending dance of mutual dislike and suspicion.*


Der Präsident Südafrikas ersticht in einem Wutanfall seine Frau – viel Arbeit für seinen Handlanger Steve Bungu, der für die Drecksarbeit zuständig ist. Dieser erpresst kurzerhand den pensionierten und von allen als integer geltenden Cop Joe Louw. Dieser soll die „Nachforschungen“ leiten und den Präsidenten von aller Schuld frei sprechen. Neben den News des Mordes geht die Verhaftung des Afrikans-Rassisten Markus Kruger geradezu unter. Nichtsdestotrotz wird der Ex-Militär Zondi, der auf einen Posten im Department gegen Apartheid abgeschoben wurde, darauf angesetzt.



Die Geschichte wechselt zwischen den Handlungen rund um Bungu, Louw und Zondi. Wie die Handlungsstränge um Kruger und der Mord an der Präsidentengattin zusammenhängen, bleibt lange im Unklaren. Die drei Hauptprotagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, auch wenn alle drei von ihrer Vergangenheit verfolgt werden. Bungu ist skrupellos und fungiert auch als Mörder um die Interessen des Präsidenten zu wahren. Zondi scheint zwar die Hoffnung schon lange aufgegeben zu haben, dennoch versucht er für die Gerechtigkeit einzustehen und dabei den Gesetzen zu folgen, auch wenn ihm das nicht immer leicht fällt. Louw hat bisher immer nach seinen Prinzipien gelebt und ist stolz darauf, der Korruption bisher entgangen zu sein. Nun muss er sich erst an seine neue Rolle gewöhnen.


Wie im Zitat erwähnt war auch ich nicht auf den großen Rassismus gefasst. Nicht nur die Apartheid ist immer noch Thema. Auch war ich überrascht davon, dass nicht nur zwischen Weiß und Schwarz unterschieden wird, sondern dass in Südafrika sehr viele unterschiedliche Völker leben, die ganz unterschiedlich zueinander stehen. Die Völkervielfalt bringt auch eine Sprachenvielfalt mit sich, die ich nicht erwartet hätte. Neben diesen waren es auch die Verhältnisse in den Städten, aber auch in den ländlichen Gegenden, die ich sehr interessant fand.


Mit fortschreitender Geschichte wurden nicht nur die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren immer offensichtlicher, der Pfuhl an Korruption und Vertuschung erscheint immer endloser. Bis zuletzt waren noch so einige blutige Szenen mit dabei, sodass die Geschichte einen sehr brutalen Eindruck bei mir hinterließ.


Fazit: Ein Thriller der die schlechtesten Seiten Südafrikas zeigt, mitunter sehr brutal war. Einiges fand ich zwar interessant, das Ende dann aber doch deprimierend.

*Louw said nothing, confronting one of the many facets of South African racism, which wasn´t – contrary to the belief of outsiders – a black and white affair. All colors, and all shades of skin, seemed to be caught up in a complex and never ending dance of mutual dislike and suspicion.*


Der Präsident Südafrikas ersticht in einem Wutanfall seine Frau – viel Arbeit für seinen Handlanger Steve Bungu, der für die Drecksarbeit zuständig ist. Dieser erpresst kurzerhand den pensionierten und von allen als integer geltenden Cop Joe Louw. Dieser soll die „Nachforschungen“ leiten und den Präsidenten von aller Schuld frei sprechen. Neben den News des Mordes geht die Verhaftung des Afrikans-Rassisten Markus Kruger geradezu unter. Nichtsdestotrotz wird der Ex-Militär Zondi, der auf einen Posten im Department gegen Apartheid abgeschoben wurde, darauf angesetzt.



Die Geschichte wechselt zwischen den Handlungen rund um Bungu, Louw und Zondi. Wie die Handlungsstränge um Kruger und der Mord an der Präsidentengattin zusammenhängen, bleibt lange im Unklaren. Die drei Hauptprotagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, auch wenn alle drei von ihrer Vergangenheit verfolgt werden. Bungu ist skrupellos und fungiert auch als Mörder um die Interessen des Präsidenten zu wahren. Zondi scheint zwar die Hoffnung schon lange aufgegeben zu haben, dennoch versucht er für die Gerechtigkeit einzustehen und dabei den Gesetzen zu folgen, auch wenn ihm das nicht immer leicht fällt. Louw hat bisher immer nach seinen Prinzipien gelebt und ist stolz darauf, der Korruption bisher entgangen zu sein. Nun muss er sich erst an seine neue Rolle gewöhnen.


Wie im Zitat erwähnt war auch ich nicht auf den großen Rassismus gefasst. Nicht nur die Apartheid ist immer noch Thema. Auch war ich überrascht davon, dass nicht nur zwischen Weiß und Schwarz unterschieden wird, sondern dass in Südafrika sehr viele unterschiedliche Völker leben, die ganz unterschiedlich zueinander stehen. Die Völkervielfalt bringt auch eine Sprachenvielfalt mit sich, die ich nicht erwartet hätte. Neben diesen waren es auch die Verhältnisse in den Städten, aber auch in den ländlichen Gegenden, die ich sehr interessant fand.


Mit fortschreitender Geschichte wurden nicht nur die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren immer offensichtlicher, der Pfuhl an Korruption und Vertuschung erscheint immer endloser. Bis zuletzt waren noch so einige blutige Szenen mit dabei, sodass die Geschichte einen sehr brutalen Eindruck bei mir hinterließ.


Fazit: Ein Thriller der die schlechtesten Seiten Südafrikas zeigt, mitunter sehr brutal war. Einiges fand ich zwar interessant, das Ende dann aber doch deprimierend.

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Tags: blutiger thrille, korruption, südafrika, thriller, vertuschung   (5)
 

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

mecklenburg, liebe, winter, schwul, homophobie

Mecklenburger Winter: Gay Romance

Chris P. Rolls
Flexibler Einband: 492 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 31.12.2012
ISBN 9781481871310
Genre: Sonstiges

Rezension:

Warum ausgerechnet Leon? Jede andere Herausforderung seines Körpers, der Ausdauer, seines Kampfwillens hätte Kai nur zu gerne angenommen. Nur wie zum Teufel, sollte er einen solchen Wettkampf gewinnen?


Trotz vierzig Zentimeter Neuschnee und vereisten Straßen will der Extremsportler Kai sein Training nicht unterbrechen. Als er mit seinem Fahrrad von der Straße abkommt und in einer Schneewehe stecken bleibt, ist es Leon, der ihn rettet. Der attraktive, junge Mann hat es Kai gleich angetan. Nur leider scheint es so, als wäre der nicht an Männern interessiert. Aber so leicht gibt Kai nicht auf und merkt bald, dass nicht das Interesse Leons Problem ist.



Die Geschichte spielt in Mecklenburg und wird aus Sicht von Kai erzählt. Obwohl mitten im Winter, der nicht nur mit viel Schnee, sondern auch mit eisiger Kälte daherkommt, ist das Buch auch eine Liebeserklärung an Mecklenburg und seine idyllischeren kleinen Orte. Nur leider bringen es gerade diese kleinen Orte mit sich, dass die Menschen nicht so offen sind, wie in Hamburg, aus dem Kai stammt.


Kai ist es gewohnt, sehr direkt vorzugehen und seine Zunge ist manchmal schneller, als seine Gedanken. Mit seiner forschen Art (ungefähr der dritte Satz, den er zu Leon sagt, ist „Du hast einen tollen Hintern“) hat er nicht nur Leon, sondern auch mich ganz schön überrumpelt. Die direkte Art bleibt ihm auch weiter erhalten. Dennoch zeigt er im Laufe der Geschichte mehr Feingefühl, als ich ihm das zugetraut hätte.


Leon hingegen ist noch sehr unschuldig (und mit seinen siebzehn Jahren für meinen Geschmack fast schon zu jung für die Geschichte). Er sucht erst einmal Kais Freundschaft, scheint recht einsam zu sein und froh um jemanden, mit dem er reden kann. Dass er an Kai interessiert sein könnte, kann er sich nicht eingestehen. Dazu war er viel zu lange den homophoben, aber auch beleidigenden Sprüchen seines Vaters ausgesetzt.


So ist das Überwinden von Leons Skepsis und seinen Ängsten das Thema, das den Großteil der Geschichte beansprucht. Während er mit sich ringt, sind es aber Kais Gedanken, die der Leser mitbekommt. Dieser scheint in sehr vielen Situationen sehr triebgesteuert. Einerseits hatte ich das Gefühl, er denkt überhaupt nur mehr an Sex, andererseits konnte ich auch nachvollziehen, dass der unerfüllte Wunsch dazu führt, dass das Thema seine Gedanken bestimmt. Die tatsächliche Annäherung erfolgt dann sehr langsam, ist von so einigen Rückschlägen gezeichnet und – leider – manchmal auch von Szenen, die mir wie eine Wiederholung vorkamen. Dieser Part war mir eher zu langwierig ausgeführt und ich hätte mich über eine Lösung, oder ein neues Problem, das neue Handlung mit sich bringt, gefreut.


Fazit: Eine nette Geschichte, bei der ich mich sowohl an den draufgängerischen Kai, als auch an den sehr schüchternen Leon erst gewöhnen musste. Das Hin und Her zwischen ihnen war mir eine Spur zu lang, dann aber wieder durch schöne Szenen beschrieben.

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Tags: gay romanc, mecklenburg, schwule liebesgeschichte, vorurteile   (4)
 

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elfen, familie, gay-romance, elfenkrieger, düstere atmosphäre

Elfenprinz: Verdammung - Gay Fantasy (Elfenprinz-Reihe 3)

Ray van Black
E-Buch Text: 286 Seiten
Erschienen bei null, 07.09.2017
ISBN B075GMHPV1
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mein Herz machte einen Satz. Meine Augen fokussierten den großen Mann sofort, dessen Ankunft niemanden zu interessieren schien. Ich erkannte ihn sofort. Es war der Blinde, der mich für eine Frau gehalten hatte.

Das Elfenreich Ashtir besteht großteils aus nebeligen Sumpfland. Die Elfen dort leben einfacher, als andere Elfenstämme. Auch der Kundschafter Filverel hat sich in die Einsamkeit der Moore zurückgezogen, einerseits da er die Weiten des Landes liebt, andererseits um sich vor seinem Fluch zu verstecken. Der Fluch, der ihn dazu verdammt, bei jeder Berührung eines Lebewesens dessen Ängste, Gedanken und Sehnsüchte zu lesen. Plötzlich wird er aber aus seiner Zuflucht gerissen, als ihn der König zu sich beordert. Er soll den vier Prinzen bei ihrem Kampf um den Thron behilflich sein. Doch dazu muss er sich erst für einen von ihnen entscheiden. Da wäre der Älteste, mit dem er unwissentlich eine Nacht im Freudenhaus verbracht hat, der Kriegerische, der Zügellose und dann der Jüngste: Varl, blind und absolut anziehend. Allerdings scheint er seine Hilfe nicht zu wollen.


Die Geschichte wird von Filverel erzählt, ist locker geschrieben und lässt sich leicht lesen. Schon von Beginn an fand ich das Setting interessant. Ganz anders, als ich es mir von einem Elfenvolk erwartet hatte, leben diese nicht prunkvoll und üppig, sondern müssen den Sümpfen um ihre Heimat trotzen. Filverel, aber auch der blinde Prinz Varl, zeigen sich gleich schon als starke Krieger, wenn ihre Stärke sich nicht immer nur auf Kampfkraft bezieht.

Die Anziehung, die Varl auf Filverel ausübt, wird bald schon angesprochen. Allerdings belastete Filverels Begabung sein bisheriges Leben. So hält ihn nicht nur die Tatsache, dass es sich bei Varl um einen Prinzen handelt, zurück. Was andererseits Varl von ihm hält bleibt vorerst im Verborgenen. Überhaupt wird seine Person geheimnisvoller dargestellt, als die von Filverel. Damit war er aber auch der Charakter, der am meisten überraschen konnte – und das nicht nur mit seinen Fähigkeiten, die nicht nur Filverel unterschätzt hat.

Zu den beiden Hauptcharakteren gesellen sich so manche Nebencharaktere mit Potential. Von allen fand ich die Nebelleserin Jaqui – genauso wie Filverel – am nervigsten, aber auch am interessantesten. Als einzige Frau, die in der Geschichte ein größere Rolle einnimmt, war ich gespannt, was es mit ihren Fähigkeiten auf sich hat.

Neben den Gefühlen, die der Prinz in ihm hervorruft, widmet sich Filverel – und damit auch die Geschichte – auch dem Rivalenkampf der Prinzen um den Thron. Dieser soll dazu führen, nur einen König übrig zu lassen und ist damit genauso eine Bedrohung für Varl und seine Gefährten, wie die dunkleren Moorbewohner.

Im Laufe der Geschichte muss sich Filverel mit einer Menge an Gefühlen auseinander setzen, die ihn auch dazu führen, dass er Entscheidungen trifft, die gegen seine wirklichen Überzeugungen stehen. So kommt es dazu, dass auch die anderen Prinzen eine andere Rolle spielten, als dass ich das zu Beginn erwartet hätte. Zum Ende hin kommt es aber doch zu kriegerischen Szenen, die auch einige blutige Szenen beinhalten.

Fazit: Düsterer, als die bisherigen Teile der Reihe (die im übrigen unabhängig voneinander gelesen werden können), fand ich Filverel als Erzähler sehr sympathisch. Seine Gefühle und Entscheidungen waren nachvollziehbar, hätten für meinen Geschmack aber noch ein wenig ausgearbeitet werden können. Alles in allem ein guter Teil der Reihe.

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Tags: elfen, elfenkrieger, elfenprinz, gay romance   (4)
 

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kommunismus, integration, flüchtlinge, totalitäre regime, fluch

Fragemente

Dalibor Truhlar
Buch
Erschienen bei Trauner Verlag, 13.07.2016
ISBN 9783990338247
Genre: Biografien

Rezension:

Auf den folgenden Seiten erzähle ich die Geschichte unserer Flucht. Sie stammt aus einer anderen Welt, aus einer anderen Zeit. Und doch wiederholt sie sich laufend.

1969 in der Tschechoslowakei geboren, flüchtet Dalibohr Truhlar als Elfjähriger mit seiner Familie nach Österreich. In diesem Buch erzählt er seine Geschichte, stellt sie in Fragmenten dar. Den kurzen Kapiteln stellt er eine Frage voran, deren Antwort man aus den Szenen herauslesen, manchmal nur erahnen kann.

Schon der Beginn zeigt zwar nur fragmentarisch, aber doch sehr eindrücklich die Situation in der damaligen Tschechoslowakei. Obwohl erst ein Junge, erkennt er – zumindest im Rückblick – den Zwiespalt seiner Eltern, die nicht mit dem Regime übereinstimmen, aber auch den seiner Lehrerin, die sich bewusst ist, Lügen zu lehren. Ich hatte zwar schon vorher Erzählungen aus ehemaligen kommunistischen Systemen gehört, empfand diesen (leider sehr kurzen) Einblick aber als eindrucksvoll, vielleicht auch, weil sich der junge Dalibohr an anders erinnert, als Erwachsene.

Der mitunter metaphorische Schreibstil erschien mir sehr gehaltvoll – einige Sätze musste ich öfters lesen um den wahren (und manchmal versteckten) Sinn dahinter zu entdecken. Umso mehr hat es mich überrascht, wie sehr die kurze Geschichte mich zum Nachdenken gebracht hat und wie viele Fragen aber auch Antworten sie aufgeworfen hat.

Das Thema Flucht/Flüchtlinge wird wohl nie an Aktualität verlieren. Die Flucht, die hier beschrieben wird, steht zwar nicht im direkten Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen – ich bin mir auch nicht ganz sicher darüber, in wie weit das Schicksal der Flüchtlinge miteinander vergleichbar sind – dennoch stellt dieses Buch wichtige Fragen, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben. Verblüfft hat mich dabei auch, wie positiv der Empfang in Österreich dargestellt wurde. Fast schon beschämt musste ich mir die Frage stellen, ob solches Glück heute auch noch möglich ist.

Fazit: Durch einen Zufall bin ich auf diese Biografie aufmerksam geworden und sehr froh darüber, dass ich sie gelesen habe. Sehr empfehlenswert!

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Tags: fluch, flüchtlinge, integration, kommunismus, totalitäre regime   (5)
 

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4 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

drachen, fantasy, besondere fähigkeiten, savante, magie

Die Savanten: Drachenstimme

Uwe Eckardt
E-Buch Text: 251 Seiten
Erschienen bei Selfpublisher, 29.09.2017
ISBN B074XJKQGZ
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Angst kroch Finn in alle Glieder und nistete sich schleichend in seinem Verstand ein. Mühsam kämpfte er dagegen an. Er war ein Magier! Er durfte seine Freunde jetzt nicht im Stich lassen.


Savanten Band 2


Die Drachenhaut ist auf den Weg zu den Yangri, um dort Verbündete gegen den Kampf mit den Drachen zu finden. Doch die Hauptstadt der Yangri ist anders, als sich die Savanten und Kapitätin Samara erwartet hatten. Sie wurde von den geflügelten Mayatan übernommen. Diese greifen das Luftschiff bei seiner Ankunft an und die Freunde werden getrennt. Nicht nur das – sie erfahren, dass die Heimat der Hyva in noch größerer Gefahr schwebt. Die Situation scheint aussichtslos, doch dann erhalten die Menschen unerwartete Hilfe.



Der Band schließt an die Ereignisse des ersten Teils an. Der Beginn ist durch den Angriff auf die Drachenhaut spannend und actiongeladen. Durch das Auseinanderreißen der Gefährten wird die Geschichte in unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt, die das Schicksal der Einzelnen erzählen. Dadurch kommt es immer wieder zu ruhigeren Szenen, die Andeutungen zum bisher Geschehenen und ein kurzes Revuepassieren des ersten Bandes zulassen.


Wieder sind es die Savanten die sich gegen das Schicksal stellen: Finns magische Fähigkeiten können ihn nicht vor Gefahr retten, Emma setzt ihre Heilkräfte ein, Riku kann sich durch seine Kampffähigkeiten beweisen und Kens Freundschaft zum weißen Drachen vertieft sich noch weiter. Ihnen zur Seite stehen alte und neue Freunde. So sind nicht nur die Kapitänin Samara und Finns Freundin Schey mit von der Partie. Interessant waren auch die Veränderungen, mit denen die Kämpferin Sascha zurecht kommen muss, seit sie den Fluch ihres Ziehvaters übernommen hat. Mit jedem neuen Abschnitt, der ihr gewidmet war, wurde sie mir immer sympathischer, besonders auch durch ihre mitunter zynische Art. Zu den neuen Verbündeten zählen trotz ihrer unglücklichen Lage die Yangri mit neuen, sympathischen Charaktere.


Die Geschichte spielt dieses Mal komplett in der Parallelwelt, in die es die Savanten verschlagen hat. Dadurch war der fantastische Anteil an der Erzählung größer, als im ersten Band. Auch war die Handlung hier von einigen Enthüllungen geprägt. Zudem war der Band von Anfang an rasanter und actiongeladener. Die einzigartigen Fähigkeiten der Savanten – ihre Inselbegabung – fand ich bereits im ersten Teil interessant. Ihre Entwicklung in der magischen Welt war für mich noch eine Spur besser.


Fazit: Ein rasanter zweiter Teil, der die bekannten Charaktere wieder aufgreift, allen neuen Raum gibt um ihren Teil der Geschichte wiederzugeben. Die Bedrohung in der magischen Parallelwelt wird konkreter, aber auch die Hoffnung auf eine Lösung. So fand ich diesen Abschlussband spannender und interessanter als den ersten Teil.

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Tags: besondere fähigkeiten, drachen, fantasy, feen, magie, savante   (6)
 

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gay romance, romantik, liebesgeschichte

Liebe fängt man mit Geduld

Jessica Martin
E-Buch Text: 339 Seiten
Erschienen bei Jessica Martin, 07.09.2016
ISBN B01LVX9FND
Genre: Sonstiges

Rezension:

*Nackt war Jannis ja noch ganz amüsant, aber langsam beginnt er mich zu nerven.*

Nach einer durchzechten Nacht wacht der Sportstudent Jannis neben einem Mann auf, der so gar nicht sein Typ ist. Blöd nur, dass sich das „Moppelchen“ als sein neuer Mitbewohner Tobias herausstellt. Anstatt sich für seine Kommentare über dessen Körper zu entschuldigen gerät er von einem Fettnäpfchen ins nächste – was bei Tobias keinen guten Eindruck hinterlässt. Mit der Zeit merken die Beiden aber, dass der erste Eindruck vermuten ließ.



Die Geschichte wird abwechselnd von Jannis und Tobias erzählt. Der erste Eindruck, den Jannis hinterlässt, war auch bei mir nicht gerade ein guter. Er ist schon fast erschrocken darüber, dass da anscheinend mit dem „Moppelchen“ was lief. Dazu reitet er immer wieder auf Tobias Aussehen herum, sodass er sehr oberflächlich erschien. Doch schon bald mochte ich seine Abschnitte lieber, da Tobias sehr ernst ist und seine Kapitel sich fast nur auf Handlungen bezogen. Jannis hingegen tun seine Kommentare bald schon leid und der Leser erfährt mehr über seine Gedanken und Emotionen. So zeigt er seinen Ärger aber auch Freude oder Zweifel viel offener, als Tobias.


Gefallen hat mir besonders die Annäherung der Beiden. Die beschriebene Handlung zieht sich über einen längeren Zeitraum, eine Freundschaft, später auch persönlicherer Kontakt – ja, auch sexueller – entwickelt sich erst langsam. Positiv überrascht hat mich die Tatsache, dass wenig über Liebe geredet wird. Im Gegenteil verbringen die Beiden erst einmal wenig Zeit miteinander. Dennoch lernen sie sich besser kennen. Die ersten Intimitäten führen zu einer Vertrautheit, die dazu führt, dass sie im Alltag mal miteinander kuscheln oder sich gegenseitig trösten lassen. Diese Art, eine aufkommende Liebe zu beschreiben, hat mir besser gefallen, als hochtrabende Liebesbekundungen, die doch bloß aus Worten und nicht Taten bestehen. Auch wenn sich das im Laufe des Buches noch geändert hat.


Neben der Liebesgeschichte gibt es auch andere Handlungsstränge. So nimmt einen großen Teil von Tobias Leben seine Familie ein. Seine Schwester hat zwei Kinder, um die sie sich nicht selbst sorgen kann und einen unzuverlässigen Kindsvater gleich mit dazu. So sind die beiden Kleinen immer wieder bei ihm. Besonders die dreijährige Maya peppt die Geschichte immer wieder auf. Dazu kommt noch eine düstere Seite der Geschichte: Jannnis bekommt durchaus Blumen von einem heimlichen Verehrer, von dem er sich bald schon gestalkt fühlt. Zum Schluss hin kam noch ein Schuss Drama mit ins Spiel.


Fazit: Eine Liebesgeschichte, bei der mir die eher untypische Beschreibung der aufkommenden Liebe gefallen hat. Nett.

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Tags: gay romance, liebesgeschichte, romantik   (3)
 

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western - horror - mischung, wilder westen, horrorwesen, revolverhelde, cowboys

Troubleshooter: Das Aufgebot

Felix A. Münter
E-Buch Text: 183 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 28.09.2017
ISBN 9783959620314
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Ich will herausfinden, was dort draußen passiert. Was sich in den Schatten verbirgt und warum.“

Amerika 1872: Samuel Reeve ist auf einer Mission. Er versammelt Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten um sich, um hinter das Geheimnis vollkommen ausgelöschter Orte zu kommen. Den Gerüchten zu Folge hat sich ein Tor zur Hölle geöffnet und böswillige Kreaturen befinden sich nun im Wilden Westen. Der Arzt und Falschspieler Hitchcock, der Kopfgeldjäger Santiago, die beste Schützin der Gegend Cora und die Einbrecherin O´Reilly bilden Reeves Aufgebot. Nun gilt es hinter die Vertuschungen der Regierung zu sehen und dem Unheimlichen zu begegnen.


Die Geschichte bildet den Auftakt zur neuen Reihe des Autors. Als Mischung aus Western und Horror beginnt sie erst einmal mit typischen Westernszenen: Hitchcock wird beim Falschspielen erwischt und muss einem Mob entkommen, er und Sam lösen bald schon die erste Saloonschlägerei aus und Revolverduelle gibt es mehr als genug.

Der Beginn widmet sich auch erst einmal der Vorstellung aller Beteiligten. Diese entsprechen so manchem Klischee und erfüllten genau die Vorstellungen, die ich mir von hartgesottenen Protagonisten eines Westerns gemacht hatte. Positiv überrascht war ich davon, dass der Trupp auch Frauen vorzuweisen hat, die es mit den Männern aufnehmen können.

Es dauert ein bisschen, bis Sam überhaupt mit der Sprache herausrückt und den neuen Gefährten – und damit auch dem Leser – den Grund für sein Aufgebot nennt. Mit seinem Plan alleine ist es aber noch nicht getan. Das Unheimliche scheint sich gut zu tarnen, denn erst langsam begegnen sie ihm, sodass der Übergang zwischen typischem Western und Horror erst recht spät kam. Dies hat meinem Lesevergnügen aber keinen Dämpfer versetzt. Im Gegenteil fand ich die Zeit die hier der Vorstellung aller Beteiligten und ihrer neuen Aufgabe gegeben wurde passend für den Auftakt einer Reihe.

Fazit: Eine sehr gute Mischung aus Western und Horror, die mit sympathischen Charakteren, Witz und Spannung kurzweiliges Vergnügen brachte.

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Tags: cowboys, horrorwesen, revolverhelde, western - horror - mischung, wilder westen   (5)
 

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dreckiger humor, stripclu, killer, sex, witz und ironie

One Night Stan's

Greg Sisco
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 02.12.2014
ISBN 9783958350199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Armer alter Tragic Jack. Er war nur der Erste von einem Dutzend Typen in Scud City, die bei Sonnenaufgang tot sein würden.

Eine Nacht in Scud City: Der Besitzer der Tittenbar One Night Stans hat den Auftrag eine Geldübergabe zu manipulieren. Nur leider setzt er dazu ausgerechnet die Stripperin an, die sich daran aufgeilt, andere zu foltern. So kommen zwei betrunkene Collegestudenten in den Besitz des Geldes und damit mitten hinein in eine heiße, blutige Nacht, in der sich nicht nur die mächtigen Kriminellen und die Stripperinnen der Bar, sondern auch der ein oder andere Gesetzesvertreter im Stans wiederfinden. Eine skurrile Suche nach dem Geld folgt, die so manchen Toten hinterlässt.


Unterteilt in viele kurze Kapitel wechselt die Geschichte zwischen einigen Charakteren. Schon der Beginn zeigt die Stripperin Ginger und bereitet den Leser auf das vor, was ihn im Buch erwartet. Der eigentliche Geldbote wird von der psychopathischen Ginger kurzerhand umgebracht, weil sie grad so in Fahrt ist. An Vulgarität, Brutalität und Sex mangelt es dabei nicht.

Dermaßen vorgewarnt, war ich fand ich die Studenten Jeremy und Caleb trotz ihres betrunkenen Zustandes – und damit verbundenen Einschränkungen so mancher körperlichen Funktionen - fast schon unschuldig-naiv. Nach und nach wurden die restlichen Charaktere vorgestellt und fanden ihre Rolle in der Geschichte. Der schnelle Wechsel im Zusammenhang mit den blutigen Szenen hat mich an Anonymus „Das Buch ohne Namen“ erinnert. Wobei hier schneller klar wird, in welcher Verbindung die ganzen Personen zueinander stehen.

Auf Grund der vulgären Sprüche und der knallharten Beschreibungen war ich ganz überrascht auf einige sehr sarkastische Stellen zu treffen, die unerwartet unauffällig und zurückhaltend waren, sodass ich sie fast überlesen hätte. Umso positiver kamen sie bei mir an.

Fazit: Eine Nacht im Stans hat es in sich – wer sich am Rausschmeißer Russian Bob (von dem die Legende so einiges erzählt, das nichts Gutes verheißt) vorbeitraut, bekommt genau das, was man von einer Geschichte rund um eine Tittenbar erwartet: Sex, Drogen und so manchen blutigen Tod.

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Tags: blutig, satirisc, stripclu   (3)
 

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victorianische alternativwelt, viktorianisches england, seance, steam punk, steampunk

Vanishing Point - Fluchtpunkt (Pax Britannia)

Jonathan Green
E-Buch Text
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 20.10.2015
ISBN 9783958351080
Genre: Sonstiges

Rezension:

In Hardwick Hall spukte es eindeutig. Daran bestand gar kein Zweifel. Madam Garside hatte es innerhalb von nur wenigen Minuten festgestellt, nachdem sie das verfallende, gotische Gebäude betreten hatte, dass es so war.

Kurzgeschichte aus der Pax Britannia Reihe

Emilia Oddfellow lädt zu einer Seance: Sie will Kontakt zu ihrem verstorbenen Vater aufnehmen. Neben ihrem Cousin, dem Gönner ihres Vaters, zwei Wissenschaftlern und dem Medium Madam Garside lädt sie auch Ulysses Quicksilver dazu ein. So gerät dieser wieder einmal in ein unerwartetes Abenteuer.

Pax Britannia ist eine Reihe, die in einer alternativen Welt Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts spielt. Queen Vistoria regiert immer noch über Britannien mit all seinen Kolonien, die Nazis bilden eine Geheimgesellschaft, die nicht nur Europa bedroht. Neben dem Flair der victorianischen Zeit sind es ungewöhnliche Maschinen mit ihren Kräften, die die Reihe prägen.

Die Kurzgeschichte zeigt Ulysses Quicksilver – den Helden der Reihe – in einem Abenteuer, das nicht nur seine kombinatorischen Fähigkeiten fordert, sondern auch noch zwiespältige Gefühle weckt – schließlich ist Emilia seine ehemalige Partnerin. In sich geschlossen gibt die Geschichte einen Einblick in die Reihe, stellt einen findigen Ulysses vor und hat mir sogar besser gefallen, als der erste Teil der Reihe.

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Tags: pax britannia, seance, steam punk, victorianische alternativwelt   (4)
 

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humor, kinder, schwangerschaft, kleinkind, väter

Chef, ich bin dann mal Windeln wechseln (Humorvoller Roman, Humor)

Mats Federberg
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 10.08.2017
ISBN 9783960872344
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit ihrer Energie ließe sich der Strombedarf einer mittleren Kleinstadt decken. Davon hat mir meine Frau nichts erzählt. Ich bewundere alle Mütter. Ich vergöttere alle Alleinerziehende, die länger als zwei Wochen überleben. Um meinem Umfeld den Grund für mein zweifellos baldiges Ableben zu dokumentieren, muss ich Tagebuch führen. Das glaubt mir sonst kein Mensch!


Zum zweiten Mal schwanger bekommt die werdende Mutter den Rat, die nächsten Monate liegend zu verbringen – und so wird der Papa zum Alleinerzieher der achtundzwanzig Monate alten Tochter. Nach der Arbeit schlägt er sich mit seiner kleinen Feldwebelin rum, füllt zum x-ten Mal den verschütteten Saft nach, sucht bei ausgezogener Windel nach dem Ort des verrichteten Geschäfts, schaut sich bis zur Verblödung den gleichen Zeichentrickfilm an und kämpft am Spielplatz um das Spielzeug seiner Kleinen.


Dass das Vatersein anstrengend sein kann, merkt man hier gleich. Man kann es aber auch mit Humor nehmen. Und davon gibt es hier reichlich. Frech, sarkastisch, oft auch übertrieben erzählt Mats Federberg über die Leiden die er durch seinen neuen Stand als (Fast-) Alleinerziehender durchlebt. Aufgeteilt in kurze Einblicke in sein Familienleben, das sich nur mehr um seine Tochter dreht, geizt er nicht mit lustigen Übernamen und Vergleichen, mit denen er sein Töchterchen versieht – ab und zu wird das Ganze sogar mit Comiczeichnungen veranschaulicht.

Beim Humor hat ja jeder seine Grenzen. So hat mich am meisten überrascht, wie gut es dem Autor gelungen ist, das ganz normale Alltagschaos rund um seine Vaterschaft witzig einzufangen, dabei auch mal zu übertreiben, aber nie respektlos zu sein. Im Gegenteil drückt er immer wieder seinen Respekt vor Müttern aus. Ebenso waren die gewählten Vergleiche nie abwertend, kamen bei mir - trotz Ärger z.B. über das wiederholte Windelmalheur – immer mit einem liebenden Gefühl seiner Tochter gegenüber an.

Fazit: Ein herrlicher Einblick in das Leben eines überforderten Vaters, der seine Situation ironisch aber immer liebevoll beschreibt. Nicht nur für Eltern empfehlenswert! Einige Lacher sind hier garantiert

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Tags: humor, kleinkinde, sarkasmus, vatersein   (4)
 

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liebe, sommer, kalifornien, katie jay adams, roman

Ein Sommer fürs Leben

Katie Jay Adams
E-Buch Text
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.07.2017
ISBN B0747Z238J
Genre: Liebesromane

Rezension:

Genau in dieser Sekunde begann ihr neues Leben – ganz ohne Michael, dafür mit dem perfekten Job und einer Familie, die vielleicht nicht perfekt, aber dafür immer für sie da war. Sie ließ es zu, sich ein ganz klein wenig darüber zu freuen.


Emily ist überstürzt von New York und ihrer jungen Ehe zurück nach Hause zu ihrem Vater und ihrer Schwester geflohen. Nun muss sie erst einmal einen neuen Job suchen, um finanziell eigenständig zu sein. Der perfekte Job liegt vor ihr – nur leider gibt es da eine Aufgabe, die sie erst meistern muss, um ihn auch zu bekommen. Und so ganz moralisch richtig scheint ihr diese nicht zu sein. Dazu bringt die Aufgabe sie Chris näher – genau dem Mann, dem sie eigentlich aus dem Weg gehen will.



Die Geschichte wird von Emily erzählt. Obwohl schnell klar wird, dass sie Probleme in ihrer Ehe hat, bleibt der Grund für ihre Heimkehr lange im Dunkeln. Der Leser merkt, wie sehr sie unter der Situation leidet. In vielen Szenen wirkt sie verzweifelt und traurig. Besonders zu Tage kommt das in ihrem Verhalten Chris gegenüber, von dem man nie wirklich erfährt, was sie gegen ihn hat. Jedenfalls scheint sie jedes Mal, wenn sie ihm begegnet sehr zickig und lässt sich auf einen Streit mit ihm ein. Mir war sie in diesen Augenblicken nicht wirklich sympathisch.


Die Geschichte um Emiliys neuen Job und dem Geheimnis, das es zu lüften gibt, sollte wahrscheinlich für Spannung sorgen. Bei mir kam das eher nicht an. Nicht nur in Bezug auf diesen Part der Geschichte, sondern auch auf die sich ändernde Beziehung zwischen Emily und Chris fand ich die dahinter steckende Idee klischeehaft und sehr vorhersehbar. Nachdem auch die Charaktere nicht sonderlich sympathisch waren, konnte ich dem Buch als Ganzen nicht sehr viel abgewinnen.

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Tags: hass zu liebe, liebesgeschichte, weingut   (3)
 

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Il fuoco della notte (Leggereditore Narrativa) (Italian Edition)

Larissa Ione
E-Buch Text: 379 Seiten
Erschienen bei Leggereditore, 13.02.2014
ISBN 9788865084977
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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gay romance, fantasy, rassenkonflikte

Goldene Fesseln

Nakkita
E-Buch Text: 378 Seiten
Erschienen bei null, 29.07.2017
ISBN B074DHBKJC
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Wir sind beide ein wenig anders als das, was wir sein sollten, nicht wahr? Du und ich. Wahrscheinlich habe ich das instinktiv gespürt – deswegen ist mein Interesse an dir stetig gewachsen. Wir unterscheiden uns – von unseren Brüdern.“

Der stolze Wüstenkrieger Van gehört zu den wenigen überlebenden Angehörigen seines Volkes, als unbekannte Soldaten mit überlegenen Waffen das Volk der Maruken überfällt. Er wird zusammen mit den anderen verschleppt und soll fortan als Sklave der Irash dienen. Schon bei der ersten Begegnung mit deren Prinzen Chronos erkennt er dessen Macht und dessen Grausamkeit. Er schwört Rache und versucht alles um die Aufmerksamkeit des Prinzen zu gewinnen. Als ihm dies gelingt, nimmt Chronos ihn zu sich als persönlichen Sklaven. Durch Gewalt und psychische Folter will er Van an sich binden. Nur schwer gelingt es diesem sich dagegen zu wehren.


Die Geschichte spielt in der Zukunft. Erst langsam werden einige Zusammenhänge dazu erwähnt. Neben unterschiedlichen Planeten mit verschiedensten Wesen, von denen manche auch direkt in der Geschichte vorkommen, sind es die Anspielungen auf die Vorfahren Vans – die Menschen – die immer wieder angesprochen werden. In dieser Zukunft haben die Menschen nicht nur ihren Heimatplaneten zerstört, sondern auch einige Schuld in Bezug auf ihre Handlungen anderen Rassen gegenüber auf sich geladen. So gelten sie nicht nur als schmutzig und minderwertig, viele hassen die Menschenstämmigen, was Van am auch am eigenen Leib erfährt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Van und Chronos erzählt, wobei Vans Abschnitte überwiegen. Schon von Beginn an zeigen sich die großen Unterschiede zwischen den Völkern aber auch zwischen Van und Chronos. Während Van vorerst als stolzer Krieger seines Volkes erscheint, wird schon bald klar, dass er nicht die rücksichtslose Art seiner Stammesbrüder besitzt. Im Gegenteil ist er sehr mitfühlend, zeigt Mitleid mit anderen Rassen und versucht selbst seinen ärgsten Feind zu verstehen. Chronos hingegen ist ein rücksichtsloser Tyrann, jähzornig, blutrünstig und oft auch sadistisch.

Besonders der Beginn zeigt Vans neue Situation und auch seinen Status als Sklave. Dabei wird nichts beschönigt. Seine Existenz wird öfters auf Schmerz und Verzweiflung reduziert und so manche blutige Szene kommt vor. Nachdem Chronos ihn mit zu sich nimmt wechselt physische auch oft mit psychischer Gewalt. Der Prinz wird dabei nie in ein gutes Licht gerückt oder versucht seine Taten zu entschuldigen. Dennoch fand ich mich bald in der Lage wieder, seine Abschnitte faszinierender zu finden. In manchen Dingen war er so unwissend, dass nicht nur Van sondern auch ich versucht war, seinen Charakter zu durchschauen und auf den Grund für all die Grausamkeit zu kommen.

Im Laufe der Geschichte zeigte Chronos auch andere Seiten an sich, sein Charakter wandelte sich dabei aber nicht grundlegend, sodass viele der negativen Seiten erhalten blieben. Trotzdem ändert sich Vans Einstellung zum Prinzen immer wieder. Von Hass über Mitleid werden seine Gefühle unerwartet andere.

Die Irash und Prinz Chronos haben nicht viel menschliches an sich (außer ihrer Gestalt) und so muss sich nicht nur Van, sondern auch der Leser darauf einlassen können, dass ihre Macht mit einer Menge an Grausamkeiten verbunden ist und ihre Zuneigung sich ganz anders ausdrückt, als man erwarten könnte. Aber gerade das empfand ich als faszinierend an ihnen.

Vielen der Aussagen, die die Liebesgeschichte beeinflussten und in ihr zu Problemen führten, konnte ich zustimmen. So wurde hier immer wieder darauf hingewiesen, wie unterschiedlich die Völker von Van und Chronos sind, dass es aber auch die Einsicht braucht, diese Unterschiede anzunehmen, dass es nicht zum Glück führt, seine eigenen Ideale für jemanden zu verraten (wenn sie auch in den Augen des anderen als falsch gelten).

Fazit: Romance einmal anders – vermischt mit Vans Status als Sklave, dem Wesen der Irash, das blutrünstiger ist, als manchmal von mir (oder Van) gewünscht, war die Geschichte eine Liebesgeschichte, die den Fokus mehr auf Konflikte legte, als auf die Liebe als Lösung für alles.

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Tags: fantasy, gay romance, rassenkonflikte   (3)
 

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gay romance, liebesgeschichte, romanti, schwul, coming out

Mucksmäuschenstill

Coco Zinva
E-Buch Text: 244 Seiten
Erschienen bei null, 01.04.2015
ISBN B00VKVVUWK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Okay, ich bin wirklich schwul. Aber eigentlich ist das auch egal, denn ich war noch nie und werde wohl auch niemals jemanden so nahe sein, dass das eine Rolle spielt.

Zehn Jahre ist es her, dass Valentin nicht nur seinen geliebten Bruder, sondern auch seine Stimme verloren hat. Nun wechselt er auf eine neue Uni und erwartet von den Menschen in seiner Umgebung das Gleiche wie immer – Neugier, Faszination aber auch Ekel. Eigentlich will er nur in Ruhe gelassen werden, als ihn ausgerechnet der Schönling Leon anspricht. Der will Nachhilfeunterricht von ihm. Und plötzlich ist da jemand, der ihn ganz anders behandelt als die anderen. Das führt dazu, dass er sich schon bald in Leon verliebt – nur der scheint sich über seine Gefühle nicht so klar zu sein.


Die Geschichte beginnt mit dem Grund für Valentins Stummheit. An seinem vierzehnten Geburtstag haben er und sein großer Bruder einen Verkehrsunfall, der den einen tötet und den anderen einer Menge Operationen aussetzt, bei denen Probleme bei der Intubation seine Stimmbänder verletzten. So startet die Geschichte sehr emotional. Auch im weiteren Verlauf wird sein Bruder immer wieder erwähnt, was ich sehr traurig empfand.

Seine schlechten Erfahrungen haben dazu geführt, dass Valentin keine sozialen Kontakte pflegt, von allen nur das schlechteste erwartet und sich oft selbst bemitleidet. Auch von mir hat er eine Menge Mitleid kassiert. Allerdings führt seine Begegnung mit Leon dazu, dass er auch über sein Verhalten nachdenkt und zu dem Schluss kommt, dass auch er seinen Beitrag zur Verständigung mit anderen beitragen kann. So wird er – zumindest in dieser Hinsicht – im Laufe der Geschichte reifer.

Seine Unerfahrenheit in Bezug auf seine Sexualität allerdings bringt ihn besonders zu Beginn des Buches in die ein oder andere Situation, die auch unschön ausgehen hätte können. Da benahm er sich sehr naiv. 

Auch Leons Charakter veränderte sich im Laufe der Geschichte. Während er zu Beginn als ein sehr beliebter Schönling vorgestellt wird, der offen mit seiner Homosexualität umgeht und sehr selbstbewusst ist, zeigte er danach andere Seiten an sich. Auch er hat Probleme, denen er sich stellen muss und sucht Hilfe bei ihrer Bewältigung.

Fazit: Eine Geschichte, die sehr emotional auf mich gewirkt hat. Die Liebesgeschichte steht im Mittelpunkt, mich haben aber mehr die Ereignisse rund um die Personen interessiert, die deren Charakter geprägt haben. Valentin fand ich von Beginn an sympathisch und habe mit ihm mitgehofft und mitgelitten.

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Tags: gay romance, liebesgeschichte, romanti   (3)
 

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der schurke und sein gentlemen, farefyr, tharah meester, gay romanc, gay

Save Me

Tharah Meester
E-Buch Text: 55 Seiten
Erschienen bei null, 13.03.2015
ISBN B00UO6AYI8
Genre: Sonstiges

Rezension:

Unvermittelt stiegen ihm Tränen in die Augen. Ihm war, als hätte man ihm die letzte Hoffnung geraubt, die letzte Illusion. Denn wenn er ehrlich war, dann wusste er nicht, ob er tatsächlich den Mut aufgebracht hätte, Blake Turner die Waffe an den Kopf zu halten und den Abzug zu drücken. Und doch war es die einzige Chance auf ein Leben in Freiheit.

Kurzgeschichte aus farfyr

Harry leidet seit langem unter den Launen seines Bordellbesitzers Turner. Nun sieht er nur einen Ausweg – er muss ihn töten. Dazu muss er aber auch den Rezeptionisten Prince bestehlen, zu dem er sich schon seit längerem hingezogen fühlt.


Ich war erstaunt darüber, hier auf Harry zu treffen, den ich bereits durch seine Rolle als Nebencharakter der Geschichte „Der Schurke des Gentlemen“ kannte. In dieser erschien er erst nicht sonderlich sympathisch, am Ende wurde aber angedeutet, dass es mit Harry mehr auf sich hat, als ursprünglich gedacht. Hier wird diese Einschätzung bestätigt und ein ganz anderer Harry zeigt sich dem Leser: ein Harry, der nicht mehr damit leben will, was er machen muss, einer der sich vor sich selbst ekelt und das auch schonungslos zugibt. Diesen Teil der Geschichte fand ich sehr einfühlsam beschrieben. Gerade in Bezug auf ihre Vergangenheit als Stricher kamen mir die Gedanken hier trotz Kürze der Geschichte besser beschrieben vor, als in manch anderem, längerem Buch.

Fazit: Wieder einmal eine gelungene Geschichte – nett, dass ich so Harry noch einmal wiedertreffen konnte.

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Tags: der schurke und sein gentlemen, farfyr, gay romanc   (3)
 

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geister, fantasy, fantastischer krimi, liebevoll geschrieben, gute story

Fletchers erster Fall. Der Richter aus dem Schattenreich

Rudolf Otto Schäfer
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 16.04.2014
ISBN 9781499172522
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich schnaufte durch. Was sollte ich nun machen? Einerseits war es ein beruhigendes Gefühl anzunehmen, dass ich vielleicht doch nicht wahnsinnig wurde. Andererseits, was war besser? Wahnsinnig zu werden und das medikamentös zu behandeln? Oder plötzlich tote Menschen herumlaufen zu sehen?

Fletchers erster Fall

Nach seiner Scheidung zieht der fast vierzigjährige Fletcher in einen kleinen Ort in Lincolnshire. Dort will er sein neues Leben beginnen. Nur hat er sich das anders vorgestellt – ohne Geistererscheinungen und böse Wesen, die es auf ihn abgesehen haben. Als nämlich der junge Tom einfach bei ihm auftaucht und sich von einem Moment auf den nächsten in Luft auflöst muss sich Fletcher eingestehen, die fragwürdige Gabe zu besitzen, Geister zu sehen. Da Tom ihn dazu auserkoren hat, ihm zu helfen, bekommt Fletcher bald schon Probleme mit dem Richter – einer bösen Erscheinung, die die Toten des Ortes terrorisiert. Fletcher macht sich auf, ihm das Handwerk zu legen.


Der Prolog widmet sich den Ereignissen rund um den Richter, der schon vor zweihundertfünfzig Jahren – zu seinen Lebzeiten – das Dorf in seinem eisernen Griff hatte und sichs damals schon an den Leichen der Toten vergriff. Mit dem ersten Kapitel übernimmt Fletcher die Rolle des Erzählers, was eine Menge Sarkasmus, aber auch sehr viele schonungslos beschriebene Szenen mit sich bringt.

Hautnah bekommt der Leser so Fletchers Angst, Verwirrung, aber auch seine selbstironische Art mit, als er auf Tom trifft. Dabei stellt sich Fletcher nicht selbst in ein gutes Licht, im Gegenteil beschreibt er Dinge an sich, die ihn nicht heldenhaft erscheinen lassen, sondern eher schreckhaft. So war ich einerseits von seinen witzigen Momenten angetan, von anderen eher abgeschreckt.

Spannend wurde es mit dem Auftauchen des Richters und den Gesprächen mit Tom und einer neuen Bekanntschaft. Dem Richter soll das Handwerk gelegt werden. Durch den Prolog wurde der Leser allerdings davor gewarnt, dass in Bezug auf die Macht des Richters über alle in seiner Umgebung, niemanden vertraut werden darf. So war ich sehr misstrauisch gegenüber Fletchers neuen Verbündeten, was die Spannung noch steigerte.

Bis zuletzt entwickelte sich die Geschichte dann zwar weniger spektakulär, als ich das gedacht hatte, sie brachte aber noch einige witzige Szenen mit sich.

Fazit: Fletchers erster Fall bringt bereits eine Mischung aus Humor, Geistern und Charakteren mit sich, die zwar nicht immer der Norm entsprachen, die ich bis zum Ende aber dennoch ins Herz schließen konnte. Bin gespannt auf weitere Abenteuer.

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Tags: dämonen, fantastischer krimi, geister   (3)
 
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