Leserpreis 2018

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103 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 76 Rezensionen

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Redemption Point

Candice Fox , Thomas Wörtche , Andrea O'Brien
Flexibler Einband: 439 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 02.10.2018
ISBN 9783518468982
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Ex-Cop Ted Conkaffey ermittelt zusammen mit seiner Detektiv-Partnerin Amanda Pharrell in einem mysteriösen Doppelmord. Zwei junge Menschen wurden  kaltblütig erschossen. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwierig, wer hatte wohl ein Motiv, diese unauffälligen Leute zu ermorden? Ted kann sich nicht nur auf diesen Fall konzentrieren: Seine Vergangenheit holt ihn in Form des Vaters seines vermeintlichen Entführungsopfers ein. Denn Ted wurde beschuldigt, ein 13jähriges Mädchen gekidnappt zu haben und er konnte die Verdächtigungen nie ganz entkräften. Nun steht er unter dem Druck des Vaters, der nun unbedingt die Wahrheit erfahren will, das heißt für Ted, er muss sich in die Ermittlungen stürzen, will er nicht selber zum Opfer eines traumatisierten Vaters werden. In jeder Hinsicht schmerzvoll taucht er in die Vergangenheit ein.

Der Thriller „Redemption Point“ der australischen Autorin Candice Fox ist der zweite Band über das spezielle Ermittlerteam Ted und Amanda. In einem ungeheuer mitreißenden Schreibstil erzählt Fox die Geschichte zweier Existenzen, die schon gescheitert schienen, sich jedoch mit beeindruckender Stärke und Willenskraft zurück ins Leben kämpfen. Ted ist sehr sympathisch, der Leser fühlt und leidet mit ihm. Seine Liebe zu seiner Familie, aber auch zu seiner Gänsefamilie, rührt an. Die autistisch anmutende Amanda hat eine ganz eigene Art, die Vergangenheit zu verarbeiten, sehr speziell, aber auch liebenswert. Und effektiv, wenn es um ihre Arbeit geht: Für sie sind Perspektivwechsel an der Tagesordnung. Der Spannungsbogen dieses Buches bleibt über 440 Seiten erhalten, man kann diesen Thriller kaum aus der Hand legen.

Das Cover ist schön, nicht blutig, aber passend zur Gegend um das australische Cairns, so wie ich sie mir vorstelle. Den Titel hätte ich so für das deutsche Buch nicht gewählt, zumindest konnte ich mit meinen durchschnittlichen Englischkenntnissen „Redemption“ nicht ohne Hilfe übersetzen und so gab mir dieser Titel keinen inhaltlichen Hinweis auf diese spannende Geschichte.

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

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Walter muss weg

Thomas Raab
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2018
ISBN 9783462050950
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hannelore Huber muss ihren Mann Walter beerdigen. Doch entgegen jeder Erwartung ist es für sie ein Freudentag, ist sie den ungeliebten Gatten nun endlich los! Doch dann kommt alles ganz anders: Der Sarg springt auf und darinnen liegt nicht ihr Walter! Nun möchte Hannelore aber doch herausfinden, was aus Walter geworden ist und muss sich, mangels fähiger Ermittler, selber auf die Suche begeben. Und nun zeigt sich, dass ihr beschauliches Glaubenthal wohl doch nicht das ehrbare Örtchen ist, als dass es die meisten Einwohner wohl bisher gesehen haben. Plötzlich streifen dunkle unheimliche Gestalten durch den Ort auf der Suche nach dem Bürgermeister? Oder nach Walter? Oder etwas ganz Anderem?

Der Roman „Walter muss weg“ aus der Feder des vielseitigen österreichischen Schriftstellers Thomas Raab ist eine rabenschwarze Geschichte über ein Dorf, das aus den Fugen gerät. Mit viel Humor geschrieben bringt uns der Autor seine besonderen Protagonisten nahe. Nicht alle sind Sympathieträger – wie im richtigen Leben eben. An die Namen musste ich mich erst gewöhnen, meinen Ohren (oder auch Augen) sind Begriffe wie „der Schusterbauer“ oder auch „die alte Huber“ nicht so geläufig. Der Schreibstil ist speziell, die Sätze manchmal unvollständig und etwas abgehackt. Anfangs fand ich das sehr lustig und passend zur Region, im Laufe der Geschichte fand ich es aber zunehmend anstrengend, so der Geschichte zu folgen. Trotzdem hat mir das Buch mit seinem bitterbösen Humor und den menschelnden Personen gut gefallen.

Das Cover ist toll, der große Sarg weist auf ein wichtiges Requisit in diesem Buch hin. Der Titel „Walter muss weg“ trägt irgendwie schon ein Augenzwinkern in sich, passt also auch bestens.

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Kälter als die Angst

Christine Drews
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2018
ISBN 9783404177882
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carla Dellbrück, eine Opernsängerin, wird brutal ermordet aufgefunden. Der Mörder hat den Fundort der Leiche rituell hegerichtet, da versucht Peter Käfer, Ermittler der Münsteraner Kripo, anzusetzen. Als Verdächtiger kommt natürlich erst einmal der Ehemann des Opfers in Frage. Doch war es wirklich eine Beziehungstat? Zeitgleich versucht Charlotte Schneidmann, Käfers Kollegin im derzeitigen Innendienst, aufzuklären, warum und von wem ihre Bekannte Katrin Ortrup Drohbriefe erhält. Scheinbar erhielten auch schon die anderen Bewohner des Mietshauses solche Angst machenden Briefe, die jedoch haben die Sache nicht ernst genommen. Katrin aber, sensibilisiert durch ein früheres Verbrechen an ihrer Familie, möchte, dass Charlotte der Sache auf den Grund geht. Nur zu gern tut Charlotte das, hat sie doch auf den verordneten Innendienst so gar keine Lust mehr…

Der fünfte Fall „Kälter als die Angst“ für das Ermittlerduo Käfer und Schneidmann war für mich das erste dieser Reihe von Christine Drews. Auch ohne Vorkenntnisse konnte ich diesen Krimi problemlos und, dem flüssigen Schreibstil geschuldet, zügig lesen. Die handelnden Personen werden sehr gut beschrieben, ich hatte immer genaue Bilder im Kopf. Die Ermittler sind mir sympathisch, sie wirken motiviert und empathisch. Der Autorin gelingt es, den Spannungsbogen recht gut bis zum spektakulären Schluss zu halten. Ja, das Ende ist das absolute Highlight dieses Buches: völlig unvorhersehbar überrascht es den Leser auf der ganzen Linie. Sehr gut gefallen mir auch die psychologischen Aspekte der Geschichte.

Das Cover mit einer düsteren Ansicht von Münster ist nicht besonders auffällig, passt aber gut zum Ort des Geschehens. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob mir das Buch auf Grund dieser Umschlaggestaltung im Buchladen aufgefallen wäre. Da gefällt mir der vielversprechende Titel „Kälter als die Angst“ schon besser.

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86 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

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Spreewaldrache

Christiane Dieckerhoff
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783548289519
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Daniel, ein junger Mann aus dem Spreewald, wird auf dem Grundstück einer Datsche brutal niedergeschlagen und schwer verletzt. Als dann kurz darauf in der Nachbarschaft ein toter Obdachloser gefunden wird, führen die Ermittlungen Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner und ihr Team auf die Spur einer alten Familienfehde, die zwanzig Jahre zuvor mit einem Todesfall ihren Anfang nahm. Die Auswirkungen scheinen bis in die Gegenwart zu reichen und auch heute noch sind sich die Familien feindlich gesinnt. Doch wie passen die neuen Verbrechen ins Bild? Klaudia Wagner steht vor schwierigen Untersuchungen, einige der Befragten scheinen Geheimnisse zu haben und zu wahren.

Der Krimi „Spreewaldrache“ von Christiane Dieckerhoff ist der dritte Band ihrer Spreewaldkrimis. Man kann dieses Buch auch ohne Kenntnisse der ersten Bände recht gut ohne Verständnisschwierigkeiten lesen. Was dem Leser aus Klaudias Vergangenheit nicht ganz klar wird, ist für diese Geschichte nicht zwingend erforderlich zu wissen. Klaudia und ihr Team sind eine sympathische Truppe, die aber auch durch die Bank ihr privates Päckchen zu tragen haben. Das macht die Figuren menschlich und der Leser kann hier mitfühlen. Der Krimi ist in einem Landstrich angesiedelt, den ich zwar schon mal besucht habe, der auf mich doch immer etwas geheimnisvoll wirkt, die perfekte Umgebung für ein (fiktives) Verbrechen. Schon die Entschleunigung, die durch die auf dem Wasser zurückzulegenden Wege entsteht, ist speziell. Der Schreibstil ist sehr schön zu lesen, flüssig und schnörkellos. Einzig die familiären Verwicklungen waren mir manchmal etwas zu viel, da konnte ich teilweise nicht mehr ganz folgen. Im Großen und Ganzen aber wieder ein gelungener Krimi aus Christiane Dieckerhoffs Feder!

Das Cover wirkt fast romantisch, die Landschaft scheint authentisch, das gefällt mir. Der Titel „Spreewaldrache“ passt zum Inhalt des Buches und reiht sich nahtlos in die Spreewaldreihe ein.

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(73)

107 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

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Tattoo

Ashley Dyer , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.10.2018
ISBN 9783734106514
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:





Detective Chief Inspector Greg Carver wird angeschossen in seiner Wohnung aufgefunden. War es ein Selbstmordversuch? Oder steckt der ominöse Dornenkiller dahinter, der seit über einem Jahr erfolglos von Carver und seiner Kollegin Ruth Lake gejagt wird? Der Mörder hat bereits fünf Frauen auf dem Gewissen. Jedes Opfer hat er vor derenTod mit einem Pflanzendorn tätowiert, und das fast am ganzen Körper. Die letzte Frau scheint in einem Zusammenhang mit Carvers Frau zu stehen, sie sieht ihr sehr ähnlich und trägt zudem deren Ohrringe. Nun ist es erst mal an Ruth, den Killer zu finden, Carver liegt mit schweren Verletzungen und anfangs ohne Erinnerungen an den Anschlag auf ihn im Krankenhaus.


Das englische Autorenduo Ashley Dyer hat mit „Tattoo“ einen Thriller geschrieben, auf den ich mich aufgrund des Klappentextes sehr gefreut hatte. Leider hat mir das Buch nicht so gut gefallen wie erwartet. Trotz eines flüssigen und leicht lesbaren Schreibstils konnte der Spannungsbogen nicht über die langen 558 Seiten des Buches gehalten werden. Manches hat mich verwirrt, nicht immer konnte ich dem Geschehen problemlos folgen. Erschwerend kamen die manchmal nicht nachvollziehbaren Handlungsweisen der Protagonisten hinzu. Und auch manche sehr ausführliche Erklärungen empfand ich als etwas langweilig. Andererseits kam für mich der eigentliche Fall des Dornenkillers zu kurz. Hier hätte ich mir mehr Ermittlungsarbeit gewünscht, dieses Verbrechen hatte mich in der Buchbeschreibung „angesprochen“. Viel Platz nahmen dagegen die Probleme der Ermittler ein. Schade, die Geschichte des Dornenkillers hätte meiner Meinung nach Potential für einen grandiosen Thriller gehabt! Bei meiner Bewertung möchte ich aber die Idee als solche positiv hervorheben.


Das Cover finde ich toll, die blutrote Schrift auf dem silbernen Hintergrund sieht super aus. Ebenso lässt der Titel auf eine blutige Geschichte schließen.



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(24)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Deine letzte Stunde

Carlos Montero , Lutz Kliche
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 30.11.2018
ISBN 9783404178049
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Vertretungslehrerin Raquel tritt eine neue Stelle an. Auf ihre Nachfragen erfährt sie, dass ihre Vorgängerin Viruca sich das Leben genommen hat. Zumindest deuten die Umstände ihres Todes darauf hin und die örtliche Polizei sieht keinen Grund, daran zu zweifeln. Virucas Exmann beschuldigt deren Schüler, sie mit extremen Mobbing in den Tod getrieben zu haben. Auch Raquel bekommt schnell zu spüren, dass die Schüler ihr alles andere als wohlgesonnen sind. Doch was steckt hinter diesen Angriffen auf ihre Person und wer schreibt ihr Zettel mit bedrohlichem Inhalt wie „Und du, wann stirbst du wohl?“ Für Raquel beginnt eine schwere Zeit, die sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringt.

Der spanische Autor Carlos Montero hat mit „Deine letzte Stunde“ einen Thriller geschrieben, der mit dem Premio Primavera 2016, dem spanischen Frühjahrspreis, ausgezeichnet wurde. Das Buch ist zweifellos spannend geschrieben, der Schreibstil ist flüssig und schnörkellos. Die Grundidee gefällt mir sehr gut, bei entsprechender Umsetzung hätte dies ein grandioser Thriller werden können. Doch dem steht dann doch Einiges im Wege: Raquel, die Hauptprotagonistin, handelt sehr unüberlegt und oft leider auch völlig unrealistisch. Das hat mich beim Lesen richtig geärgert! Ich möchte mich beim Lesen eines Buches zumindest ein Stück weit mit einer der handelnden Personen identifizieren können, das war bei diesem Thriller leider nicht gegeben. Und es gab es auch keine andere Person, die wirklich sympathisch war. Die für mich überraschende Auflösung dieser Geschichte hat mich etwas versöhnt, auch wenn nicht alles logisch aufgeklärt wurde.

Das dunkle Cover lässt den Thriller erahnen, der in Schreibschrift gestaltete Titel passt zum Hauptort des Geschehens – der Schule. „Deine letzte Stunde“  ist ein ausgesprochen passender Titel, der gefällt mir sehr gut.

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(24)

42 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

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Wo der Teufel ruht

Craig Russell , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 14.09.2018
ISBN 9783352009174
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Viktor Kosárek ist ein junger engagierter Arzt, der in der Tschechoslowakei der 1930er Jahre praktiziert. Seine neue Anstellung führt ihn in eine psychiatrische Klinik, die in einer düsteren berüchtigten Burg angesiedelt ist. Hier hat er die Möglichkeit, Insassen, die schwerste Verbrechen begangen haben, zu therapieren, auch wenn diese wohl nie entlassen werden sollen. Viktor kann nun aber versuchen, über diese Patienten seine Forschungen über den „Teufelsaspekt“ weiterzuführen, was ihn in bedrohliche Situationen führt. Zeitgleich macht er sich größte Sorgen um seinen guten Freund Filip. Immer mehr hat er ihn in Verdacht, in eine schreckliche Mordserie verwickelt zu sein. Aber kann Filip wirklich zu solch bestialischen Taten fähig sein oder verdächtigt Viktor ihn zu Unrecht?

Der schottische Autor Craig Russel hat mit „Wo der Teufel ruht“ einen düsteren Thriller geschrieben, der sich nicht nur auf grausame Verbrechen beschränkt, sondern dem Leser auch einen Einblick in das Leben in der Tschechoslowakei während dieser düsteren Zeit gibt. Das fand ich sehr interessant und gut beschrieben. Die Haupthandlung hatte einige wenige Längen und war für meinen Geschmack an manchen Stellen mit zu vielen Fachausdrücken durchsetzt. Das hat meinen Lesefluss manchmal etwas gebremst. Davon abgesehen ist der Schreibstil flüssig und gut zu lesen. Viktor ist ein meist netter Protagonist, der ganz in seiner Arbeit aufgeht. Der Prager Kommissar Smolak mit seiner mitfühlenden Art ist mir ebenfalls sympathisch, auch er ist in seinem Beruf sehr engagiert. Nach zwei Dritteln des Buches hätte ich drei Sterne vergeben, das letzte Drittel hat mich mit seinen überraschenden Wendungen aber völlig überzeugt, do dass es insgesamt zu vier Sternen reicht.

Das düstere Cover mit der Teufelsmaske lässt, wie auch der Titel, keinen Zweifel am Genre des Buches, so findet das Buch schnell seine Zielgruppe.

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(43)

59 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

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Hasenjagd

Lars Kepler , Thorsten Alms
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2018
ISBN 9783404177790
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Stockholm geschehen brutale Morde, ein Verbindungsglied zwischen ihnen ist ein Kinderlied, das den Opfern vorgespielt wird. Es handelt von zehn Kaninchen, die in der Hölle landen. Was hat es mit diesem grausamen Reim auf sich? Die Polizei tappt im Dunkeln und versucht, keine Einzelheiten an die Öffentlichkeit dringen zu lassen, denn ein Opfer ist ein bekannter Politiker. Ist es etwa ein Terroranschlag? Der Premierminister weiß sich nicht anders zu helfen als Joona Linna aus dem Gefängnis zu holen. Er hofft auf das unvergleichliche Gespür dieses Ermittlers. Zusammen mit seiner früheren Kollegin Saga Bauer macht sich Joona an die schwierige Arbeit.

Lars Kepler, ein sehr bekanntes Autorenduo aus Schweden, hat mit dem Krimi „Hasenjagd“ den sechsten Band um das Ermittlerteam  Linna und Bauer vorgelegt. Den Autoren gelingt es, den Leser mit einem flotten, stellenweise auch fast poetisch anmutenden Schreibstil zu fesseln. Obwohl das Buch stolze 650 Seiten umfasst, kommt keine Langeweile auf, und besonders im letzten Teil schaltet Lars Kepler noch einen Gang höher und lässt das Buch mit einem spektakulären Finale ausklingen. Joona und Saga sind zwei starke Charaktere, denen Dienst nach Vorschrift eher fremd ist, ihnen geht es wirklich um Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Dafür riskieren sie alles. Sie haben also das Zeug zum Helden. Doch auch sie sind nicht unfehlbar, das ist menschlich und gut so. Die Geschichte ist recht komplex, doch als Leser kann man dem Geschehen trotzdem gut folgen. Einzig  die verschiedenen Institutionen und Zuständigkeiten bereiteten mir Schwierigkeiten. Einige Szenen im Buch sind schon sehr brutal und grausam, mir als Thriller Leserin hat das aber wirklich gut gefallen.

 Das Cover fällt durch die gelben Augen des Fuchses auf, ansonsten ist es eher schlicht, dadurch hebt es sich von den üblichen Krimi und Thriller Covern ab. Der Titel ist prägnant und passt zum Inhalt.

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(155)

268 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 116 Rezensionen

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Rachewinter

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2018
ISBN 9783442486557
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Wiener Anwältin Evelyn Meyers und ihr Mitarbeiter Florian Zock werden von Michael Kotten, einem vermögenden Unternehmerssohn, gebeten, ihn in einem Mordfall zu verteidigen. Er wird beschuldigt, einen Mann brutal ermordet zu haben. Das Verbrechen wurde zufällig von Handwerkern gefilmt, die von ihrem Arbeitsplatz den Tatort einsehen konnten. Alles scheint gegen Michael zu sprechen, doch Evelyn und Flo starten eine gefährliche Recherche. Fast zeitgleich ermittelt Kommissar Walter Pulaski in Leipzig in einem vermeintlichen Unfall, der Pulaski aber Rätsel aufgibt. Dazu kommt, dass er den Toten kannte und auch seine Tochter eine gute Freundin der Tochter des Toten ist. Die beiden Mädchen möchten unbedingt wissen, was wirklich passiert ist und setzen Pulaski unter Druck, die Ermittlungen gegen alle Widerstände weiter zu führen.

Mit „Rachewinter“ hat der österreichische Thriller Autor Andreas Gruber den dritten Teil der Reihe um das Duo Walter Pulaski und Evelyn Meyers vorgelegt. Für mich war es das erste Buch dieses Schriftstellers, was aber in keiner Weise mein Verständnis der Geschichte beeinträchtigt hat. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, einzig das gehäufte Darlegen der Gedanken der Protagonisten (kursiv gedruckt) war mir etwas zu viel. Das Wechseln zwischen den Handlungssträngen in Deutschland und Österreich ist der Spannung sehr zuträglich, es dauert, bis der Leser ahnt, wie diese Stränge zusammenhängen könnten. Der Spannungsbogen zieht sich ohne Längen durch das  ganze 586 Seiten starke Buch, bis zum fulminanten und überraschenden Ende. Die Protagonisten, hier vor allem die beiden Österreicher, sind sehr sympathisch, doch auch Pulaski mit seiner etwas knurrigen Art mag ich gern.

Das Cover in eisigem Blau passt gut zum Titel „Rachewinter“ und zu den ersten beiden Teilen dieser Reihe. Für mich wird es mit Sicherheit nicht das letzte Buch dieses Autors sein, ich habe einen guten Buchschreiber neu für mich entdeckt!

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(252)

408 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 164 Rezensionen

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Blutrausch - Er muss töten

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783548289533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In ihrem neunten Fall bekommen es Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia mit einem ganz speziellen Serienmörder zu tun. Sein  jüngstes Opfer ist eine schöne junge Frau, die als Model arbeitete. Nun aber liegt sie, brutal verstümmelt, vor den Detectives. In ihre Haut wurde eine Botschaft geritzt: „Schönheit umgibt sie“. Jetzt setzt das Team, zu dem nun auch noch zwei FBI-Agenten stoßen, alles daran, diese Botschaft zu entschlüsseln. Es scheint der einzige Weg zum Täter zu sein. Doch die neuen Arbeitskollegen müssen erstmal zueinander finden und am gleichen Strang ziehen. Wenn das nicht gelingt, wird die Suche nach dem Täter unnötig erschwert. Da heißt es also: “Zusammenraufen und das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verlieren“.

Der amerikanische Autor Chris Carter hat mit „Blutrausch – Er muss töten“ wieder einen spannenden Thriller der Robert Hunter Reihe geschrieben. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und nüchtern, die Handlung blutig und brutal – eben ein echter Thriller. Der Spannungsbogen wird gut gehalten bis zum etwas überraschend schnellen Ende. Hunter ist auch hier wieder , man kann es nicht anders bezeichnen, ein Superman, der alles kann – intelligent, attraktiv, nett. Vielleicht doch etwas zu viel des Guten, etwas weniger Perfektion wäre realistischer. In diesem Band hat mir Garcia mit seinem triefenden Sarkasmus besonders gut gefallen. Die Einteilung in kurze Kapitel (104 auf 445 Seiten) finde ich sehr gut, man hat beim Lesen den Eindruck, es geht schnell voran. Das 104. Kapitel lässt auf einen baldigen neuen Band der Reihe hoffen, darauf kann man sich als Thrillerfan nur freuen.

Das Cover kommt diesmal ganz ohne die bisher obligatorische Farbe Rot aus, dieses Mal herrscht lila vor. Ansonsten passt die Covergestaltung gut in die Reihe der bisherigen Bände. Der Titel ist, wie immer, reißerisch, passend für das Genre.

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(17)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

Pfad der Lügen

Lucy Dawson , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783404177301
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Mutter Sally wacht eines Morgens am Rand einer Klippenlandschaft in einem Taxi auf, ohne jede Erinnerung, wie sie an diesen 250 Meilen von ihrem Zuhause entfernten Ort gekommen ist. In ihrer Tasche befindet sich ein von ihr geschriebener Abschiedsbrief und das passende Geld für das Taxi findet sie dort ebenfalls. Wollte sie wirklich Selbstmord begehen? Sally ist überzeugt, dass das nicht wahr sein kann und versucht herauszufinden, was wirklich in dieser Nacht passiert ist. Ihre Familie jedoch glaubt eher an die Selbstmordabsicht, das erschwert natürlich Sallys Such nach der Wahrheit. Oder war sie doch so von ihrem anstrengenden Alltagsleben überfordert, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen wollte?

Die britische Bestsellerautorin Lucy Dawson hat mit „Pfad der Lügen“ einen neuen Thriller geschrieben. In einem sehr gefälligen, flüssigen Schreibstil erzählt sie eine leider etwas langatmige Geschichte. Der Spannungsbogen als solcher ist nicht vorhanden, es ist eher eine Linie mit ein paar Ausreißern nach oben. Viel wird über den Stress einer jungen Mutter mit zwei Kindern berichtet, sicherlich eine unumstößliche Tatsache, gehört in dem Ausmaß für mich aber nicht in einen Thriller. Die Protagonisten handeln teils nicht nachvollziehbar, das macht manche Passage etwas unrealistisch. Dieses Szenario zieht sich leider durch die komplette Geschichte, so dass ich Probleme hatte, mit irgendeiner handelnden Person mitzufühlen. Nur dem einfach zu lesenden Schreibstil ist es zu verdanken, dass man als Leser sehr schnell durch das Buch liest, ein dicker Pluspunkt für die Autorin.

Das Cover wirkt düster und bedrohlich, es passt sehr gut zum Klappentext, der mich übrigens sehr neugierig auf diesen Thriller gemacht hatte. Der Titel hebt sich nicht von anderen Titeln in diesem Genre ab, gefällt mir aber recht gut.

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(23)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Todeslüge: Eine mörderische Affäre

Dörte Jensen
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 01.08.2018
ISBN B07G49QC38
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hermann Spengler ist ein skrupelloser Politiker, der für die „Neuen Werte“ steht, eine Partei, die an reale Gruppierungen in Deutschland erinnert. Ein Video, das ihn zeigt, wie er wirklich ist, bringt ihn in Zugzwang – er wird damit erpresst. Doch das lässt sich ein Politiker seines Schlages natürlich nicht bieten, er setzt seinen rücksichtslosen Leibwächter auf die Sache an – und der schreckt nicht mal vor Mord zurück. Schlechte Aussichten also für die Modedesignerin Wiebke Dierksen und ihre Freundin Ricarda, die ohne eigenes Zutun in dieses Dilemma geraten. Doch die beiden Frauen sind nicht die armen wehrlosen Opfer, die der Leibwächter gerne hätte, sie versuchen alles, dem Verbrecher zu entgehen und Spengler zu stoppen. Doch kann das gelingen, gegen einen so einflussreichen Feind?

Die Autorin Dörte Jensen, über die ich übrigens in diesem Buch weitergehende Informationen vermisst habe, hat mit „Todeslüge“ ein kurzweiliges Buch geschrieben, das ich jedoch nicht dem Genre Thriller zuordnen würde, wie es auf dem Cover geschehen ist. Für mich ist es eher ein etwas seichter norddeutscher Krimi ohne die Spannung und Überraschungen, die ich bei einem Thriller erwarte. Einige Szenen sind für meine Begriffe doch etwas unrealistisch, nicht alles ist nachvollziehbar. Dafür gibt es ein bisschen Liebelei, was mich nicht besonders anspricht. Allerdings schreibt Dörte Jensen in einem flüssigen Stil, der den Leser schnell durch das Buch eilen lässt. Das hat mir dann doch wieder gut gefallen. Wiebke und Ricarda sind sympathische, wenn auch etwas naive Protagonisten, Spengler der typische Böse, vielleicht etwas zuviel „Schublade“.

Das Cover gefällt mir gut, der Titel ist etwas reißerisch, aber gerade das hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht.

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(43)

88 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

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Fünf plus drei

Arne Dahl , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.09.2018
ISBN 9783492058124
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Polizist Sam Berger wird beschuldigt, einen Mord begangen zu haben, deshalb ist er auf der Flucht. Doch der schwedische Geheimdienst spürt ihn auf – er braucht Sams Hilfe in einem undurchsichtigen Fall. Ein 17jähriges Mädchen befindet sich in der Gewalt des ehemaligen Geheimdienstlers Carsten, er versucht über das Mädchen Informationen von ihrem Vater zu bekommen. Denn hier geht es nicht um eine schnöde Lösegelderpressung, Carsten hat Kontakte zu terroristischen Organisationen und braucht für einen großen Deal diese brisanten Daten. Sam versucht alles, Carsten aufzuhalten und das Mädchen zu retten. Doch Carsten ist mit allen Wassern gewaschen , außerdem fehlt Sam seine Kollegin Molly, die nach einer Geiselnahme im Koma liegt.

Der hochgelobte schwedische Bestsellerautor Arne Dahl hat mit seinem Krimi „Fünf plus drei“ den dritten Band der Reihe um Sam Berger vorgelegt. Leider kenne ich die beiden Vorgängerbände nicht, das hat sich als etwas problematisch erwiesen. Ich konnte der Handlung nicht immer folgen, an manchen Stellen wäre das Wissen aus den ersten beiden Bänden sicher hilfreich gewesen. Gerade zu Beginn hat mich diese Tatsache gestört. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten, die sich allerdings schon ein gutes Stück ins Buch hineinzogen, wurde die Geschichte spannender und ereignisreicher. Allerdings wurde der Spannungsbogen nicht so gehalten, wie ich es erwartet habe. Der Schreibstil des Autors ist für einen Krimi ziemlich ungewöhnlich, irgendwo stand, er hätte „literarische Qualität“. Dem stimme ich gerne zu, die Sprache ist nicht so nüchtern, wie man es sonst in diesem Genre kennt, eher stellenweise etwas „blumig“, was mir aber gut gefallen hat.

Das düstere Cover mit dem bunten Schriftzug fällt auf, der Titel orientiert sich an den beiden Vorgängern und passt somit gut in die Reihe.

Das Buch konnte mich leider nicht komplett überzeugen, was aber durchaus mit meiner eventuell überzogenen Erwartungshaltung zu tun haben könnte.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Luckiest Girl Alive

Jessica Knoll , Kristiana Dorn-Ruhl
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736307131
Genre: Romane

Rezension:

Ani FaNelli hat einen glamourösen Job bei einer Modezeitschrift, keine Geldsorgen und ist mit einem adeligen, gut aussehenden, jungen Mann verlobt. Schon bald soll die rauschende Hochzeitsfeier stattfinden. Für alle Außenstehenden scheint sie eine sehr glückliche Frau mit einem perfekten Leben zu sein. Doch nun dreht sie einen Dokumentarfilm über ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugendzeit. Gelingt es ihr, trotzdem ihre heile Welt zu erhalten? Oder zerstören die Erinnerungen ihre mühsam errichtete Fassade?
Jessica Knoll beschreibt in ihrem Roman "Luckiest girl alive“ das Schicksal einer jungen amerikanischen Frau. Anfangs hatte ich ein wenig Mühe, mich in dieses Buch einzulesen, doch spätestens ab der zweiten Hälfte fand ich es sehr spannend. In Rückblenden wird über Anis Schulzeit berichtet, die nicht so harmonisch verlief, wie wir alle es uns für uns und unsere Kinder wünschen. Auch ihr Familienleben kann man sich durchaus einvernehmlicher vorstellen. Von den Ereignissen der Vergangenheit war ich sehr überrascht und betroffen, so hatte ich das nicht kommen sehen. Für mein Empfinden beschreibt die Autorin sehr empathisch die Gefühle der Protagonistin. Manches hätte Ani sicher durch vorausschauendes Handeln verhindern können, doch das soll keineswegs eine Entschuldigung für das Verhalten anderer Personen sein. Und so stellt es Jessica Knoll auch dar: Manche Verhaltensweisen sind unentschuldbar. Und dann kommt dieses schreckliche Inferno, das leider, gerade in den USA, immer wieder geschieht. Leider sehr aktuell. Mit ihrem flüssigen Schreibstil sorgt die Autorin für viel Spannung, die zum Ende hin stark zunimmt.
Das Cover mit der schwarzen Rose finde ich sehr edel und passend. Der englischsprachige Titel passt zum Buch, ich fände aber einen deutschen Titel besser. Ich kann dieses Buch weiter empfehlen, auch wenn ich den Einstieg nicht ganz so gelungen fand, gerade, wenn man sich für die Welt der Reichen und Schönen eher wenig interessiert

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

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Opfer

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel
Flexibler Einband: 329 Seiten
Erschienen bei Tropen, 02.09.2018
ISBN 9783608503708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Camille Verhoeven, Chef der Pariser Mordkommission, ermittelt in einem Verbrechen, das er eigentlich nicht bearbeiten dürfte: Seine Freundin Anne Forestier wurde bei einem brutalen Raubüberfall schwer verletzt. Auch danach wird sie verfolgt und bedroht. Camille setzt alles daran, Anne zu beschützen und die Verbrecher zu stellen und verstrickt sich dabei immer mehr in ein Netz aus Lügen, Rachegedanken und Angst. Kann es dem klein gewachsenen Kommissar wirklich gelingen fast im Alleingang diese abscheulichen Verbrechen aufzuklären? Und schafft er es, Anne vor dem skrupellosen Killer zu beschützen?

Der französische Autor Pierre Lemaitre hat mit „Opfer“ einen besonderen Thriller geschrieben. Schon der Protagonist ist auf Grund seiner geringen Körpergröße außergewöhnlich, aber auch sympathisch. Die Story ist etwas verworren, entwickelt sich aber mit einigen unvorhergesehenen Wendungen recht spannend – ich zumindest war von mancher Entwicklung sehr überrascht. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der Schreibstil. Anfangs fand ich den noch ganz in Ordnung, irgendwann war er aber für mich nervig. Es wird aus verschiedenen Perspektiven berichtet , das gefällt mir ja auch noch gut. Wenn aber plötzlich der Leser angesprochen wird, dann mag ich das nicht so gern. Zudem wirkt die Sprache manchmal etwas „lapidar“, besser kann ich es leider nicht beschreiben. Und dann gibt es noch angefangene Sätze, die nicht beendet werden – dieser Stil hat meinen Geschmack nicht so ganz getroffen. Das Cover dafür umso mehr: Das blutige Einschussloch in einer Glasscheibe fällt auf und passt gut zur Geschichte. Die schräge Anordnung der Buchstaben des Titels gefällt mir auch gut. Der Titel  „Opfer“ passt auch sehr gut, würde aber wahrscheinlich zu fast jedem Thriller passen.

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Totenweg

Romy Fölck
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783785726228
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Frida ist Polizistin in Hamburg, eilt aber nach einem Hilferuf ihrer Mutter in ihre Heimat auf den elterlichen Obsthof in der Elbmarsch zurück: Ihr Vater wurde brutal zusammen geschlagen. Hier ermittelt nun Kriminalkommissar Haverkorn, der Frida noch von einem anderen Fall her kennt: Vor zwanzig Jahren wurde Fridas Freundin Marit kaltblütig ermordet, der Mörder wurde nie gefunden. Ein Verbrechen, das sowohl Frida als auch Haverkorn bis in die Gegenwart verfolgt, Frida, weil sie damals nicht die ganze Wahrheit gesagt hat, Haverkorn, weil er diesen Fall nicht lösen konnte. Und nun stehen sie sich wieder gegenüber, mit der alten Last und zusätzlichen neuen Sorgen.


Der Krimi „Totenweg“ aus der Feder der deutschen Autorin Romy Fölck ist der erste Band einer Serie um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Romy Fölck schreibt flüssig und schnörkellos, der Leser fliegt nur so durch das 380 Seiten starke Buch. Frida ist mit ihren Fehlern und Unsicherheiten eine sympathische Protagonistin, wie auch Haverkorn, der engagierte Kommissar. Die beiden haben ihr privates Päckchen zu tragen, das macht sie menschlich und das wird gut in die Geschichte eingearbeitet. Sie sind keine Superhelden, eher so die Menschen von nebenan. Die Spannung wird über einen großen Teil des Buches gehalten, es gibt einige unvorhersehbare Wendungen, sowohl was das Verbrechen angeht, als auch im privaten Bereich.


Das Cover zeigt eine typische norddeutsche Landschaft, ich hatte mir nach der Lektüre des Buches den „Totenweg“ etwas düsterer vorgestellt, hier wirkt er eher idyllisch. Der grellrote Titel weist dann schon eher auf den Krimi hin. Der Titel passt zur Geschichte und ist prägnant, also gut gewählt.


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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Der Kuss des Menschenfressers: Staatsanwalt Oberlins dritter Fall

J. J. Caesing
E-Buch Text: 186 Seiten
Erschienen bei null, 20.06.2018
ISBN B07DX2MDDR
Genre: Liebesromane

Rezension:

Militärstaatsanwalt Jean Oberlin ermittelt in den Jahren 1915 und 1916 in einem schrecklichen Fall: Das junge Mädchen Lieselotte wurde brutal missbraucht und ermordet. Dieses Verbrechen erinnert Jean an einen Mordfall aus seiner Kindheit: Seine Klassenkameradin wurde dreißig Jahre zuvor auf ähnliche Weise ermordet und der Täter nie gefunden. Doch können diese Fälle zusammenhängen? Jean ermittelt in alle Richtungen und wird dabei nicht überall gern gesehen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Krieg in den Vogesen gnadenlos wütet und die Zuständigkeiten nie ganz klar sind, wo ist das Militär und wo ist die Polizei zuständig? Lieselotte hielt einen Uniformknopf in ihren starren Händen. Das deutet doch auf die Militärpolizei hin – oder?

Der Krimi „Der Kuss des Menschenfressers“ von J. J. Caesing nimmt den Leser mit in die Wirren des Ersten Weltkrieges. Der Autor versteht es, im Kopf des Lesers Bilder entstehen zu lassen – Bilder, die einen nicht so schnell wieder loslassen. Auch die Polizeiarbeit ist natürlich eine andere als heutzutage, interessant, wie das damals ablief. Zumindest macht das Gelesene den Eindruck, dass der Autor gut recherchiert hat. Jean Oberlin ist in seinem Bestreben, diese schrecklichen Fälle zu lösen, sympathisch; manchmal aber schießt er etwas über das Ziel hinaus, was aber auch nachvollziehbar ist. Alles in allem ist er also ein recht sympathischer und vor allem engagierter Protagonist. Der Schreibstil ist dem Zeitalter angepasst und mit etlichen regionalen Ausdrücken gespickt – man muss schon konzentriert lesen! Und doch sind die 221 Seiten schnell gelesen – die Spannung wird recht gut auf einem hohen Niveau gehalten. „Der Kuss des Menschenfressers“ ist schon der dritte Fall für Jean Oberlin, man kann diesen Band aber problemlos lesen, ohne die ersten Teile zu kennen.

Das Cover mit diesem gruseligen Wasserspeier fällt auf – mich hat es zum genaueren Hinschauen inspiriert. Der etwas reißerische Titel klärt sich im Buch auf.

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177 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Racheopfer

Ethan Cross
E-Buch Text: 94 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 02.10.2013
ISBN 9783838747163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jennifer Kellys Familie gehörte zu den ersten Opfern des Serienkillers Francis Ackerman jr. Jennifer überlebte als einzige das Blutbad, dem ihre Lieben zum Opfer fielen.  Als Erwachsene trifft sie wieder auf ihren Peiniger, dieses Mal in einer psychiatrischen Klinik. Jennifer ist Psychiaterin und hat darauf hin gewirkt, dass Ackerman in ihre Klinik verlegt wird, zu Forschungszwecken, wie der Schritt begründet wurde. Doch Jennifer ist voller Hass auf den Mann, der ihr die Familie genommen hat, und hat eigene Pläne mit ihm. Ihr Feind jedoch ist ein äußerst cleverer und manipulativer Charakter, da muss jeglicher Racheplan bestens überlegt sein…

Der Thriller „Racheopfer“ vom amerikanischen Autor Ethan Cross ist die Vorgeschichte zum Band „Ich bin die Nacht“. Wer jetzt glaubt, man erfährt hier mehr über Ackermans traumatische Kindheit, der wird enttäuscht, dem ist leider nicht so. Trotzdem ist dieses 156 Seiten kurze Buch voller Spannung, geschrieben in einer flüssigen, schnell zu lesenden Sprache. Auch mit Grausamkeiten geizt der Autor nicht, Ackerman ist nun mal so, wie er ist – brutal, manipulativ und ohne Mitgefühl.  Und er weiß, dass er so ist, denkt, das ist seine Bestimmung. Sein grauenvoller Vater hat da wohl ganze Arbeit geleistet, dort liegt das Böse begründet. Jennifer ist voller Zorn und Rachegedanken, aber gerade das lässt sie unvorsichtig werden – sie ist im Sinne des Wortes blind vor Hass. Von dieser Protagonistin hätte ich mir etwas mehr Cleverness gewünscht. Ethan Cross gelingt es, den Spannungsbogen hoch zu halten bis zum ganz speziellen Schluss.

Das düstere Cover mit den blutroten Buchstaben fällt einem Thrillerleser sofort ins Auge. Mir gefällt es sehr gut. Der Titel „Racheopfer“ ist ebenfalls gut gewählt, er passt zum Buch.

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Vom kleinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist

Kerstin Toepel
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 30.11.2018
ISBN 9783417288186
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Henry ist ein kleiner Waschbär, der mit allen Tieren des Waldes gut befreundet ist. Doch er ist gerade etwas traurig, denn er merkt, dass er all die tollen Dinge, die seine Freunde können, nicht kann. Er ist halt etwas tollpatschig. Seine Mäusefreunde Bernie und Fips segeln an Pusteblumen durch die Luft. Henry plumpst auf den Waldboden. Milo, der Biber, macht wunderschöne Figuren aus Holz. Henris Figuren sehen dagegen etwas gewöhnungsbedürftig aus. Rosie, das Reh, tanzt elfengleich. Bei Henry sieht das – nun ja – nicht ganz so elegant aus. Lenny, der Frosch, hat es sich auf einer Seerose gemütlich gemacht. Henry versucht es ihm gleich zu tun und landet im Teich. Das alles macht ihn sehr traurig. Dann aber trifft er auf einen Wolf, und der öffnet ihm die Augen für seine ganz speziellen Fähigkeiten.

Die Autorin Kerstin Toepel hat mit „Vom kleinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist“ ein liebenswertes Kinderbuch geschrieben. Den Lesern wird kindgerecht klar gemacht, dass jeder ganz spezielle Fähigkeiten und Wesenszüge hat, die ihn zu einem wichtigen Mitglied in der Gemeinschaft machen. Henry ist ein wundervoller Protagonist, er ist unglaublich lieb und auch sehr liebevoll gezeichnet. Überhaupt, die Illustrationen sind ganz toll gelungen, bis vielleicht auf das Reh, das ist mir etwas zu „kitschig“. Aber alle anderen mag ich wirklich gern, Kompliment an die Autorin, die auch für die Illustrationen zuständig war. Auch die Kinder, mit denen ich das Buch gelesen habe, waren von den Bildern begeistert. Die Sprache ist so, dass Kinder ab drei Jahren der wirklich schönen Geschichte folgen können.

Das Cover zeigt den niedlichen Titelhelden, das gefällt mir sehr gut, ebenso wie der Titel, der die Botschaft des Buches gut zusammenfasst.

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Der Knochenbrecher

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2012
ISBN 9783548284217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Robert Hunter gehört einer Spezialabteilung des Morddezernats in Los Angeles an: Sie ermittelt in besonders gewalttätigen Serienverbrechen. Mit seinem Partner Carlos Garcia hat er es in diesem Fall mit einer Frauenleiche zu tun, deren Mund und Vagina zugenäht wurde. Die Todesursache ist allerdings unklar. Dann wird in der Frau ein Gegenstand entdeckt, den der Täter eingeführt haben muss.  Als Hunter über eine Privatermittlerin erfährt, dass noch eine Frau vermisst wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen einen scheinbar wahnsinnigen und skrupellosen Verbrecher.

Der gelernte Kriminalpsychologe Chris Carter hat mit „Der Knochenbrecher“ schon den dritten Fall für das Ermittler Duo Hunter und Garcia geschrieben.  Auch in diesem Buch gelingt es ihm, die Spannung über die 415 Seiten des Buches zu halten. Der flüssige, schnörkellose Schreibstil trägt dazu nicht unwesentlich bei. Die Verbrechen sind furchtbar, nichts für zartbesaitete Gemüter. Mir als leidenschaftlicher Thrillerleserin war das aber nicht zuviel. Der Autor macht den Eindruck, sehr kompetent zu sein, die Ermittlungen und Schlussfolgerungen scheinen mir als Laien folgerichtig. Hunter ist schon ein begnadeter Ermittler, vielleicht schon fast zu perfekt, denn sympathisch und gut aussehend ist er auch noch… Garcia ist ebenfalls sehr sympathisch, zusammen sind sie ein tolles Team. Diesen Teil kann man auch ohne Verständnisprobleme lesen, wenn man die ersten Bände nicht kennt, die Protagonisten werden hier wieder neu vorgestellt. Mir hat dieser Band wieder sehr gut gefallen.

Das Cover fügt sich gut in die Reihe der Hunter-Thriller ein, es sieht schon etwas reißerisch aus durch das blutgetränkte Seil. Der Leser erkennt sofort den Thriller hinter dem Buchdeckel. Mit dem Titel verhält es sich ganz ähnlich: auch er wirkt reißerisch und weist auf den blutigen Inhalt hin.

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349 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 142 Rezensionen

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Das Haus der Mädchen

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499275166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leni kommt aus Sandhausen, einer  dörflichen  Gegend, nach Hamburg, wo sie ein Praktikum in einem Verlag antreten möchte. In einer Villa an einem Kanal bekommt sie ein überraschend schönes Zimmer, was ihr den Tag nach einer anstrengenden Anreise etwas versüßt. Schnell lernt sie ihre Zimmernachbarin Vivien kennen und freundet sich mit ihr an. Doch am nächsten Morgen ist Vivien verschwunden und Leni fängt an, nach ihr zu suchen. Dabei trifft sie auf Freddy, einen Obdachlosen, der ebenfalls auf der Suche ist – allerdings nach einem Mörder. Zufällig hatte er das Verbrechen beobachtet und befürchtet nun, das nächste Opfer zu werden. Kann es einen Zusammenhang geben zwischen Viviens Verschwinden und dem Mord an einem jungen Mann? Leni und Freddy geraten in einen Strudel aus Indizien, Verdächtigungen und Angst…

Andreas Winkelmanns Thriller „Haus der Mädchen“ ist ein rasanter Thriller mit ungeahnten Wendungen. Der flüssige Schreibstil trägt dazu bei, dass der Spannungsbogen jederzeit gehalten wird und der Leser durch das Buch eilt. Leni und Freddy als Protagonisten sind außergewöhnliche Charaktere, gerade Freddy hat schon ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Die Ortsbeschreibungen lassen konkrete Bilder im Kopf des Lesers entstehen, tragen zum spannenden Kopfkino bei. Teilweise sind die Szenen schon sehr gewalttätig, aber mir als begeisterter Thriller-Leserin  hat das sehr gut gefallen - wer sehr zart besaitet ist, hat vielleicht Probleme damit.

Das Cover zeigt ein blutiges Klingelschild an einer grauen Mauer, das passt bestens zum Buch. Auch der Titel ist passend gewählt, zudem klingt er etwas geheimnisvoll.

Für mich war es das erste Buch von diesem schon recht bekannten Autoren, der Thriller hat alle meine Erwartungen erfüllt. Ich empfehle ihn gerne weiter.

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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Mädchen, Mädchen, tot bist du

Mel Wallis de Vries
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ONE, 29.06.2018
ISBN 9783846600757
Genre: Jugendbuch

Rezension:

An einer Schule in Amsterdam scheint ein Spuk umzugehen: Junge Mädchen nehmen sich, scheinbar grundlos, das Leben. Tess ist erst vor Kurzem in diese Stadt gezogen und fühlt sich noch nicht wohl in ihrem neuen Umfeld. Als sie bedrohliche anonyme Briefe bekommt, setzt sie alles daran, herauszufinden, was hinter dieser Post steckt. Und sie befasst sich auch näher mit den mysteriösen Selbstmorden, nachdem sie zufällig zum Bergungszeitpunkt am Fundort einer Leiche vorbei gekommen ist. Doch sie fühlt sich immer mehr bedroht und kann diese Bedrohung überhaupt nicht einordnen. Ist wirklich jemand hinter ihr her oder erzeugen ihre Nachforschungen Gefühle der Angst und Beklemmung bei ihr? Die Polizei zumindest nimmt ihre Ängste nicht wirklich ernst…

Die niederländische Autorin Mel Wallis de Vries hat mit „Mädchen, Mädchen, tot bist du“ einen tollen Jugendthriller geschrieben. In einem sehr flüssigen Schreibstil erzählt sie eine mysteriöse Geschichte um unerklärliche Selbstmorde. Der Leser fliegt nur so durch das Buch bis zum überraschenden Ende. Der Spannungsbogen flacht nur im Mittelteil etwas ab, das ändert sich jedoch schnell wieder. Empfohlen wird das Buch ab 14 Jahren, früher würde ich es auf keinen Fall empfehlen, an manchen Stellen ist es doch recht unheimlich. Ich bin der Zielgruppe zwar schon lange entwachsen, hatte aber trotzdem ein sehr kurzweiliges Leseerlebnis. Von dieser Autorin hatte ich bisher noch nicht gehört, ich werde aber definitiv meine Augen nach weiteren Büchern von ihr offen halten.

Das Cover gefällt mir gut, es lässt auf die vermeintliche Willkür der Todesfälle schließen. Auch der Titel geht in diese Richtung, beide zusammen machen den Eindruck eines makabren Spiels.

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Fiona: Den Toten verpflichtet

Harry Bingham , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499291357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Polizistin Fiona Griffiths ermittelt in einem schrecklichen Verbrechen: Eine junge Frau wird in einer völlig verwahrlosten Wohnung tot aufgefunden, neben ihr ihre brutal ermordete kleine Tochter. Ein Indiz, das gefunden wird, ist die Kreditkarte eines lange zuvor bei einem Flugzeugabsturz getöteten Mannes, dessen Leiche nie gefunden wurde. Fiona versucht alles, um dieses furchtbare Verbrechen aufzuklären, oft wandelt sie dabei auf einem schmalen Grat am Rande der Legalität, sehr zum Verdruss ihres Chefs. Doch Fiona ist eine außergewöhnliche Polizistin mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, die sie scheinbar nicht loslässt.

„Fiona Den Toten verpflichtet“ ist der erste Teil einer Thriller Trilogie vom britischen Autor Harry Bingham. Mit Fiona hat der Verfasser eine außergewöhnliche und geheimnisvolle Figur geschaffen. Sie ist liebenswert, ehrlich und verfolgt ihr Ziel unbeirrt. Manchmal allerdings möchte man ihr zurufen:“Fiona, mach das nicht!“ Doch das würde sie nicht von ihrem Weg abbringen. Dadurch, dass dieses Buch aus Fionas Sicht geschrieben ist, lernt der Leser sie außerordentlich gut kennen. Der Schreibstil ist flüssig und mit einer guten Portion trockenem und manchmal makabrem Humor gewürzt. Der Spannungsbogen wird leider nicht konstant gehalten, ein paar wenige Längen schleichen sich dann doch ein, gerade dann, wenn Fionas Verhalten thematisiert wird.

Das Cover wirkt recht nüchtern und klar, das gefällt mir ganz gut. Besonders gelungen finde ich die Frauenfigur, die das „i“ im Titel darstellt. Der Titel und auch das Cover passen gut zum Buch und auch zu den anderen beiden Bänden der Trilogie.

Im Großen und Ganzen ist dieses Buch ein gelungener Start in die Reihe „Fiona“.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Stille Feinde

Joe Ide , Thomas Wörtche , Conny Lösch
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.06.2018
ISBN 9783518468708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Isaiah Quintabe, in jeder Beziehung verständlicherweise IQ genannt, verdient sein Geld – oder auch Naturalien – als sehr privater Privatdetektiv. Doch er ermittelt nicht nur im Auftrag anderer: Nachdem er auf einem Schrottplatz das Auto entdeckt hat, das seinen Bruder überfahren hat, sucht er auch intensiv nach dem Fahrer und damit Mörder seines Bruders. Als dann auch noch die damalige Freundin seines Bruders um Hilfe für ihre Halbschwester bittet, bekommt IQ es mit vielen unangenehmen Leuten zu tun, die nicht unbedingt sein Bestes wollen. Glücklicherweise steht ihm sein Freund Dodson zur Seite, zumindest, solange dieser Zeit hat – seine Frau ist hochschwanger und möchte natürlich nicht lange auf den werdenden Vater verzichten.


„Stille Feinde“ ist ein actionreicher Thriller aus der Feder des amerikanischen Autoren Joe Ide. Es ist der zweite Band um den meist sympathischen Ermittler IQ, man kann ihn aber problemlos lesen, auch wenn man den ersten Teil nicht kennt. Ide schreibt in einem flüssigen, schnellen Schreibstil, an manchen Stellen gab es für meinen Geschmack aber zu viele sehr derbe Ausdrücke: „Motherfucker“ z. B. brauche ich als Leser nicht mehr als einmal pro Seite… Das Buch ist voller Action, da sind Messer, Pistolen und alles, was sich als Waffe eignet, immer schnell bei Hand. Da und auch bei der Anzahl der handelnden Personen wäre weniger manchmal vielleicht mehr gewesen. Ich zumindest hatte Schwierigkeiten, die Personen und auch die Clans auseinanderzuhalten. Manche Hintergrundgeschichten der verschiedenen Personen sind etwas langatmig, sonst ist Handlung recht spannend. Die Orte – Long Beach und Las Vegas – werden anschaulich dargestellt, als Leser hat man relativ genaue Bilder im Kopf. Das Cover passt gut dazu, es wirkt allerdings durch das etwas verschwommene Bild sehr vage.

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Der einsame Bote

Gard Sveen , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783471351505
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit Monaten wird in Oslo die 13jährige Amanda vermisst. Kommissar Tommy Bergmann sucht verzweifelt nach ihr, doch nun wird das Mädchen für tot erklärt und der Fall damit abgeschlossen. Doch das kann und will Tommy nicht hinnehmen: Er ermittelt trotz drohender Suspendierung weiter. Kann es sein, dass der berüchtigte Serienmörder Farberg noch am Leben ist und nicht verbrannt, wie es den Anschein hat? Tommy ermittelt in alle Richtungen, eine Spur führt ihn ins Baltikum. Seine Kollegin Susanne verfolgt währenddessen in Norwegen und Schweden weitere Spuren. Doch beide sind rechte Sturköpfe, da ist die Zusammenarbeit und der Austausch nicht immer einfach.

Nach „Der letzte Pilger“ ist „Der einsame Bote“ der zweite Fall für den außergewöhnlichen Kommissar Tommy Bergmann. Dem Autor Gard Sveen ist auch mit diesem Band wieder ein sehr gutes Buch gelungen. Der Schreibstil ist geradlinig und ohne besondere Ausschmückungen, sehr flüssig zu lesen. Die Spannung ist immer vorhanden, als Leser fiebert und bangt man bis zum Schluss mit den Ermittlern. Tommy ist eine zwiespältige Figur, sein unbedingter Wille, dieses Kind zu retten, wirkt sehr sympathisch, doch er hat auch einige sehr dunkle Wesenszüge, die man bei einem Kommissar nicht vermuten würde. Trotzdem ist er für mich eine tolle Figur, vielleicht gerade, weil er so wenig perfekt ist. Auch Susanne ist sehr ambitioniert, aber auch eigensinnig, ebenfalls eine starke Protagonistin. Zusammen sind sie ein ungewöhnlich gutes Team.

Das Cover ist düster und ähnelt dem des ersten Bandes, hier gefällt mir besonders der Farbverlauf in der Schrift, das gibt dem Titel etwas Geheimnisvolles. Auch der Titel ist gut gewählt, passt zur Geschichte. Mit „Der einsame Bote“ hat „Der letzte Pilger“ eine würdige und empfehlenswerte Fortsetzung bekommen.

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