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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

organhandel, spannung, thriller, hass, die fra

Die Farm

V. S. Gerling
Buch: 450 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 30.09.2017
ISBN 9783956690884
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der vierte Fall für das Ermittlerduo Nicolas Eichborn und Helen Wagner zeigt dem Leser tiefste menschliche Abgründe auf. Alles beginnt mit seltsamen Überfällen auf Geldtransporter, bei denen die Räuber vollkommen unsicher erscheinen. Günter Helmes, Analyst in Eichborns Team, sieht einen Zusammenhang mit dem Verschwinden von sechzehn Frauen. Doch in welchem Zusammenhang können so unterschiedliche Fälle stehen? Und es bleibt nicht bei diesen Verbrechen, dem Ermittlerteam stehen noch ganz andere Erkenntnisse bevor.

Der Braunschweiger Autor V. S. Gerling legt mit „Die Farm“ einen spannenden neuen Fall für das unkonventionelle Paar Eichborn und Wagner vor. Der Thriller besticht durch fast pausenlose Action, der Leser wird förmlich in die Geschichte hinein gezogen. Dieser Eindruck wird durch den rasanten Schreibstil noch verstärkt. Sehr gut gefällt mir auch eine gewisse „Schoddrigkeit“ in den Dialogen, manches Mal muss man als Leser schmunzeln, das heißt, auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Handlung ist sehr komplex, in ihrer Gänze wird sie dem Leser erst nach dem spektakulären Ende und nach einigen sehr überraschenden Wendungen klar. Mit den Hauptprotagonisten kann man sich recht gut identifizieren, auch wenn sie manchmal sehr eigenwillig handeln und ab und zu am Ende ihrer Weisheit sind. Das jedoch macht sie sehr menschlich. Der Autor hat in diesem Buch seine künstlerische Freiheit genutzt, an wenigen Stellen wird die Story dadurch etwas unrealistisch. Nichtsdestotrotz gibt es von mir für diesen Thriller eine klare Leseempfehlung!

Das Cover gefällt mir ganz gut, man weiß sofort, welchem Genre dieses Buch zuzuordnen ist. Der Titel offenbart dem Leser seinen Sinn erst während der Lektüre dieses Buches – aber er passt!

 

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138 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

island, thriller, mord, sog, missbrauch

SOG

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei btb, 18.09.2017
ISBN 9783442756643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Reykjavik geht ein grausamer Mörder um: Abgetrennte Gliedmaßen werden gefunden und es bleibt auch nicht bei einem Opfer. Kommissar Huldar, der seinen Führungsposten in der Mordkommission abgeben musste, versucht, Licht in das Dunkel zu bringen. Er setzt dabei auf die Hilfe der Kinderpsychologin Freya, zu der er eine komplizierte Beziehung hat. Zusammen stoßen sie auf den Fall eines vergewaltigten und getöteten Kindes, der zwölf Jahre zurückliegt. Außerdem wird in einer Zeitkapsel, die Schüler mit ihren Zukunftsvisionen gefüllt haben, der zehn Jahre alte Brief eines Schülers gefunden. Dieser Brief beinhaltet die Initialen von zukünftigen Mordopfern. Eine Herausforderung für die Ermittler, all diese Puzzleteile zu einem Ganzen zu verbinden…

Mit „Sog“ hat die isländische Autorin Yrsa Sigurdardóttir einen packenden Thriller geschrieben, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Das 444 Seiten starke Buch ist flüssig geschrieben und lässt den Leser durch die Seiten rasen. Der Spannungsbogen baut sich recht schnell auf und wird sehr gut über die ganze Länge des Buches gehalten, einige unerwartete Wendungen tun ihr Übriges. Huldar ist ein interessanter Charakter, nicht immer sympathisch, aber er ist ein motivierter und guter Ermittler, der es in seinem beruflichen Umfeld nicht immer leicht hat. Freya wirkt ebenfalls sehr kompetent in ihrem Beruf, in beider Privatleben gibt es dagegen einige hausgemachte Probleme.

Das Cover ist toll, der blutrote Schriftzug „Sog“ fällt jedem Thriller Leser sofort ins Auge. Der kurze und knappe Titel macht neugierig und gefällt mir ebenfalls sehr gut. Ich kann dieses Buch mit gutem Gewissen weiter empfehlen, für mich war es einer der besten Thriller, die ich bisher gelesen habe.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

thriller, forensik, gerichtsmedizin, forensikerin, 2017

Totenstarre

Patricia Cornwell , Karin Dufner
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.09.2017
ISBN 9783959671255
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

An einem heißen Sommerabend wird in Cambridge in einem Park die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie scheint von einem Blitz getroffen worden zu sein, doch es gab an diesem Ort zu dieser Zeit kein Gewitter – was also kann dort passiert sein? Dr. Kay Scarpetta wird mit ihrem Team zum Tatort gerufen und ermittelt unter erschwerten Bedingungen: Es ist sehr heiß, dunkel und sie müssen die Leiche vor den Augen sensationslustiger Zeitgenossen schützen. Und dann steht Kay noch der Besuch ihrer etwas seltsamen Schwester bevor. Obendrein bekommt sie noch angsteinflößende Nachrichten von einem gewissen Tailend Charlie, der sehr private Details aus ihrem Leben kennt. Eine äußerst anstrengende und nervenaufreibende Nacht beginnt…

Mit dem Thriller „Totenstarre“ setzt die Autorin Patricia Cornwell die lange Reihe ihrer Bücher mit der Forensikerin Kay Scarpetta fort. Ihr Schreibstil ist angenehm flüssig, die Sprache klar und geradlinig. Die Beschreibungen und Erklärungen in diesem Buch sind leider etwas langatmig und ausschweifend. Das wirkt sich naturgemäß negativ auf den Spannungsbogen aus, der nicht über die gesamten 432 Seiten gehalten werden kann. Kay und auch ihr Lebensgefährte Benton sind recht sympathische Charaktere, ganz im Gegensatz zu Kays Schwester, von der der Leser einige unschöne Dinge erfährt.

Das Cover spricht mich sehr an, der Blitz vor schwarzem Himmel wirkt unheimlich. Der Titel „Totenstarre“ passt ganz gut. Dieses Buch fällt rein äußerlich sicher jedem Thrillerfan positiv auf, leider kann ich es nicht zu hundert Prozent weiter empfehlen, denn das Buch hat für meinen Geschmack zu viele Längen. Es hat mich nicht wirklich überzeugt.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

braunschweig, magdebur, krimmi, spannun

Das Blutspiel

Hardy Crueger
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei KBV, 15.06.2017
ISBN 9783954413669
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carsten Sanders arbeitet beim LKA Niedersachsen in der Abteilung „Organisiertes Verbrechen und Menschenhandel“. Er ermittelt in einem grausigen Mord an einem Rumänen, Spuren gibt es so gut wie keine. Die Leiche wurde verstümmelt und notdürftig verscharrt am Mittellandkanal bei Peine gefunden. Die Polizei vor Ort scheint sich nicht besonders intensiv mit diesem Fall befasst zu haben, so dass die Ermittlungsarbeit nun in Carstens Händen liegt. Der holt sich Hilfe bei seiner Kollegin und Freundin Mandy Kolwicz, die für das LKA Sachsen-Anhalt arbeitet. Die beiden führen eine Wochenendbeziehung, bei der auch noch für Mandys Tochter und für Carstens Bruder Zeit sein muss. Doch dieser Fall fordert den beiden Kriminalisten alles ab und bringt sie, und manchmal auch den Leser, an die Grenze des Erträglichen.

„Das Blutspiel“ vom Autoren Hardy Crueger ist ein spannender Thriller, der dem Leser Verbrechen aufzeigt, die für viele sicher unvorstellbar sind. Grausame und menschenverachtende Szenen erzeugen bluttriefende Bilder im Kopf des Lesers – aber das ist es ja, was ein Thrillerleser will. Nach dem Lesen des Buches fragt man sich schaudernd, was wirklich möglich ist und was hier nur der Fantasie des Autors entspringt. Doch auch einige komische Situationen gibt es, die dem Leser ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Der flüssige Schreibstil gefällt mir sehr gut, er trägt zur Spannung bei, die sich vor Allem in der zweiten Hälfte aufbaut, nachdem Carsten anfangs  viel alleine im Büro arbeitet. Doch zum Ende hin kommt es zu einem actiongeladenen Showdown, der den Leser atemlos durch das Buch eilen lässt.

Das Cover ist ein typisches düsteres Thrillercover mir blutroten Akzenten. Das gefällt mir ganz gut und passt wiederum bestens zum Titel. Und dieser Titel „Das Blutspiel“ fasst passend den Inhalt zusammen.

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78 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

thriller, entführung, berlin, mord, rache

Der Totensucher

Chris Karlden
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633428
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Adrian Speer arbeitet als Ermittler in einer neu zusammengestellten Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen. Sein erster Fall für ihn und sein Team ist der bestialische Mord an einem früheren Unterweltboss. Doch es bleibt nicht bei dem einen Opfer. Beim zweiten Opfer wird ein Handy gefunden, auf dem sich ein aktuelles Foto von Speers Tochter befindet. Diese wurde zwei Jahre zu vor entführt und seitdem fehlte jede Spur von ihr. Für Speer war dieses Verbrechen ein furchtbarer Schicksalsschlag, doch nun fasst er wieder Hoffnung: Er muss diesen Serienmörder unbedingt fassen und den Aufenthaltsort seiner Tochter herausfinden.

Der Thriller „Der Totensucher“ von Chris Karlden ist in einer klaren Sprache flüssig geschrieben, was der Spannung sehr entgegenkommt. Und der Autor versteht es, diese Spannung kontinuierlich aufzubauen und zu steigern, bis zum unerwarteten und spektakulären Ende. Adrian Speer hat das Mitgefühl der Leser, schließlich kämpft er auch um seine entführte Tochter, das entschuldigt doch den einen oder anderen Alleingang. Auch sein kleines dreiköpfiges Team ist sympathisch, auch wenn Adrians zwei engste Kollegen  ganz eigene, teils selbstverschuldete Probleme haben. Doch auch in dieser Abteilung gibt es leider Polizisten, die die Ermittlung eher behindern anstatt sie voranzutreiben.

Das Cover ist ein typisches Thriller-Cover, dunkel mit blutig-roten Akzenten, also schon ein Cover, dass mein Interesse weckt. Der Titel ist etwas nichtssagend, sagt für mein Gefühl nicht viel über dieses Buch aus. Trotzdem möchte ich dieses Buch gerne weiter empfehlen, schließlich kommt es ja auf den Inhalt an, und der ist sehr gut! Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung!

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

gedicht, herr einzhard, nachdenken, gedichte, hintersinniges

Herr Einzhard "Neulich hinterm Mond"

Martin Bussmann
E-Buch Text: 30 Seiten
Erschienen bei null, 26.07.2017
ISBN B0749P22S3
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Neulich hinterm Mond“ ist ein wunderbares Gedichtbändchen von Herr Einzhard alias Martin Bußmann. Wie das Pseudonym schon vermuten lässt, erinnern diese Gedichte mit teilweise tollen Wortspielen an Heinz Erhard und ich muss sagen:  „Doch, Herr Einzhard, Ihnen ist es bestens gelungen, seine Stapfen mit Füßen zu treten!“  Doch nicht nur die Reime und die Sprachkompetenz haben es mir angetan, auch die Themenvielfalt ist bemerkenswert. Blödelreime wie „PARADELDOX“ wechseln mit tiefsinnigeren Gedichten wie „Tick Tick“. Der Autor hält also mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg und versteht es, auch aktuelle politische Themen zu überspitzen und damit auf den Punkt zu bringen, was den Leser staunend lächeln oder zustimmend nicken lässt.

Das Buch wäre mir im Buchladen wahrscheinlich nicht besonders aufgefallen, vielleicht auch, weil es mit 70 Seiten recht dünn ist. Das Cover passt zum Titel, könnte aber noch etwas auffälliger gestaltet sein, damit man auch rein äußerlich auf diesen Band aufmerksam wird.

Allen, die intelligenten Wortwitz mögen, sei dieses Büchlein wärmstens empfohlen! Ich halte es im Übrigen auch für ein tolles Geschenkebuch, wenn man mal wieder jemanden aufmuntern muss…

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176 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

thriller, dänemark, mord, geheimbund, geheimdienst

Oxen - Das erste Opfer

Jens Henrik Jensen , Friederike Buchinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423261586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Niels Oxen, hochdekorierter ehemaliger Elitesoldat, ist schwer traumatisiert aus seinen Einsätzen nach Dänemark zurückgekehrt. Dort bleibt er für sich, kann der Gemeinschaft mit anderen nichts mehr abgewinnen. Zu guter Letzt zieht er sogar mit seinem Hund in einen Wald, um dort ungestört zur Ruhe zu kommen. Doch bei einem seiner nächtlichen Rundgänge zu einem nahegelegenen Schloss entdeckt er einen Toten und gerät unter Mordverdacht. Und dann mischt sich der dänische Geheimdienst in die Ermittlungen ein und Oxen wird darin einbezogen. Doch schnell arbeitet er auf eigene Faust und mit unorthodoxen Methoden, unterstützt von Margrethe Franck, die für den Geheimdienst arbeitet. Schon bald ist nicht mehr klar: Wer ist in diesem Verwirrspiel Freund und wer Feind?

„Oxen Das erste Opfer“ ist der erste Teil einer Trilogie vom dänischen Autoren Jens Henrik Jensen. Mit dem Ex-Soldaten Oxen hat Jensen eine besondere Ermittlerfigur geschaffen, traumatisiert und alles andere als zimperlich in seinen Methoden. Er und Margrethe Franck sind ein sehr spezielles Team, das mir mit einigen Abstrichen sympathisch ist. Die Albträume und Flashbacks machen Oxen menschlich und sein Verhalten nachvollziehbar. Überhaupt gefällt es mir, dass hier ein Stück weit ein unmenschlicher Krieg thematisiert wird, das trägt dazu bei, dass diese Gräueltaten in Erinnerung bleiben. Die Geschichte dieses Thrillers ist sehr komplex und fordert einige Opfer, die Zusammenhänge werden erst spät klar – so soll es ja aber auch sein! Der Autor hat einen nüchternen, geradlinigen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Er versteht es, Spannung aufzubauen und auch über lange Strecken zu halten.

Das Cover finde ich gelungen, der Blick im Wald von unten hinauf in den Himmel passt gut zu Oxens selbstgewähltem Aufenthaltsort. Der Titel lässt direkt auf Nachfolgebände schließen, die ja auch schon im März bzw. August 2018 erscheinen werden.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, an manchen Stellen war es vielleicht etwas überfrachtet. Trotzdem bekommt es gute vier Sterne von mir.

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88 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

adel, graf, wahrsagerin, schloss, belgien

Töte mich

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069891
Genre: Romane

Rezension:

Graf Neville lebt mit seiner Familie in einem Schloss, das er wahrscheinlich wegen Geldmangels aufgeben muss. Doch das ist nicht die einzige Sorge des Grafen: Seine 17-jährige Tochter Sérieuse glaubt, empfindungslos geworden zu sein. Sie verletzt sich selber, um etwas zu spüren. Eines Abends geht sie in einen Wald und wäre fast erfroren, hätte nicht eine Wahrsagerin sie gefunden. Diese nimmt sich ihrer an und lässt den Grafen seine Tochter abholen. Bei dieser Gelegenheit prophezeit sie ihm, dass er bei seinem in Kürze stattfindenden Gartenfest jemanden töten wird. Als Sérieuse das hört, versucht sie ihren Vater zu überzeugen, sie zu töten, denn sie möchte nicht mehr weiterleben. Eine schreckliche Situation für den Grafen…

„Töte mich“ ist ein kleiner Roman der erfolgreichen Autorin Amélie Nothomb. Sie entführt uns in eine Welt, die die meisten von uns wohl so nicht kennen. Das Leben auf dem Schloss der Nevilles ist von Entbehrungen gezeichnet, den Schein zu wahren ist das wichtigste, dem hat sich alles unterzuordnen. Mit den Personen in diesem Buch konnte ich nicht so recht warm werden, dafür ist ihr Handeln in meinen Augen zu unrealistisch.  Der Schreibstil hingegen gefällt mir recht gut, er ist flüssig und passt zu den Schlossbewohnern. Die 111 Seiten dieses Büchleins sind schnell gelesen. Für mich liest sich dieses Buch eher wie ein langes Märchen als wie ein Roman. Gerade zum Schluss wird es ziemlich märchenhaft.

Das Cover ist typisch für den Diogenes-Verlag: Das Coverbild ist in einen dünnen „Rahmen“ eingefasst. Das Foto darauf ist super gemacht, es zeigt eine Frau, die dadurch, dass ihr Kleid das gleiche Muster wie die Wand dahinter hat, fast unsichtbar wird. Der Titel macht neugierig und passt zum Buch.

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121 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

thriller, schweden, skandinavien, wolf, drogen

Zack Herry / Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 07.09.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zack Herry ermittelt in Stockholm als Mitglied einer Sondereinheit in einem Fall von vierfachem Mord. Opfer sind thailändische Masseurinnen, die brutalst hingerichtet wurden. Erstmal tappen die Ermittler im Dunkeln, was das Motiv und den oder die Täter angeht. Nur langsam ergeben sich erste Spuren. Doch welche dieser verschiedenen Fährten führen wirklich zum Ergebnis? Schließlich könnten viele Motive ausschlaggebend sein: Fremdenhass, Bandenkrieg, Frauenhandel, Frauenhass… Die Ermittler geben alles, um die Mordserie zu stoppen.

Mons Kallentoft und Markus Lutteman haben mit Zack Herri in dem Thriller „Die Fährte des Wolfes“ einen neuen Typ Ermittler geschaffen: tagsüber fähiger Polizist, nachts auf Drogen in zwielichtigen Clubs unterwegs. Als Leser fürchtet man jederzeit den totalen Zusammenbruch. Scheinbar hat er den frühen Mord an seiner Mutter nicht verkraftet. Doch auch seine Kollegen haben teilweise eine traumatische Vergangenheit. Das macht die Personen menschlicher, auch wenn hier doch sehr viele schwerwiegende Probleme zusammenkommen. Zacks Arbeitsweise ist nicht immer teamtauglich, manchmal sind seine Alleingänge etwas unrealistisch. Die Geschichte ist spannend erzählt, der flotte Schreibstil gefällt mir gut. Außerdem finde ich gut, dass die Umstände, unter denen diese asiatischen Frauen nach Europa kommen und hier arbeiten müssen, thematisiert werden. Es fließt viel Blut in diesem Buch, wer das nicht mag, sollte besser die Finger davon lassen… Mir als ausgewiesener Thriller-Leserin hat aber auch das gut gefallen, das Kopfkino hatte gut zu tun.

Das Cover ist mit einem Wolfskopf relativ schlicht gehalten, da stechen vor Allem die gelben Augen heraus. Der Titel in blutroter Farbe setzt den zweiten Akzent, das Gesamtbild ist ansprechend und macht neugierig. Der Titel ist nicht besonders aussagekräftig, bildet aber mit dem Coverbild ein gutes Gesamtpaket.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

abenteuer, dinosaurier, dschungel

Supersaurier - Kampf der Raptoren

Jay Jay Burridge , Rainer Schumacher , Chris West , Jay Jay Burridge
Fester Einband
Erschienen bei Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 25.08.2017
ISBN 9783833907098
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Bea ist ein abenteuerlustiges Mädchen, das mit ihrer Großmutter Bunty und dem Freund der Familie Theodore nach einer langen Seereise auf einer Insel landet, auf der ihnen nicht alle Einwohner wohl gesonnen sind. Was genau der Grund für ihre Reise ist, ist Bea nicht ganz klar. Jedenfalls geht es in den Dschungel, wo sie seltene Raptoren suchen. Doch sie sind nicht alleine im dichten Wald, es fragt sich nur: Wer ist hier Freund und wer der Feind?

Jay Jay Burridge hat mit „Super Saurier – Kampf der Raptoren“ einen spannenden und fantasievollen Jugendroman geschrieben. Die Idee, dass Menschen mit Sauriern zusammenleben, meist sogar friedlich, finde ich sehr originell. Bea ist ein mutiges Mädchen, mit dem sich der jugendliche Leser gut identifizieren kann. Gut und Böse ist schnell einzuordnen, das macht das Tun der Protagonisten nachvollziehbar. Die Beschreibungen der Saurier lassen tolle, farbenfrohe Bilder im Kopf entstehen, die nicht immer ganz mit den schwarz-weiß Illustrationen des Buches übereinstimmen – so ging es mir jedenfalls…  Die Bilder von Chris West und Jay Jay Burridge gefallen mir aber meist ganz gut, sie illustrieren das Geschehen sehr anschaulich. Der weiß-graue Farbverlauf der Buchseiten erzielt ein „altes“ Aussehen, was ja zum Buch passt. Das Cover finde ich etwas zu reißerisch, der Saurier hat schon ein sehr furchteinflößendes Aussehen.  Ein interessanter Anhang über  die „Saurier der Welt“ rundet das Buch ab.

Ich empfehle dieses actionreiche Buch für LeserInnen ab zehn Jahren.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

berlin, spreeblut, spree, spannung, thriller

Spreeblut

Karsten Krepinsky
E-Buch Text: 203 Seiten
Erschienen bei Independently published, 20.07.2017
ISBN B073Y4BNQC
Genre: Sonstiges

Rezension:

In Berlin geht ein mysteriöser Krimineller um: In jedem Frühjahr verschwindet eine junge Frau ohne jegliche Spur, es werden auch keine Leichen gefunden. Wo sind diese Frauen? Die Polizei scheint wenig Interesse an der Aufklärung der Vermisstenfälle zu haben, sie sieht auch keine wirklichen Zusammenhänge zwischen den Fällen. Ana, Ende dreißig und unglücklich verheiratet, interessiert sich für die verschwundenen Frauen. Und nicht nur sie: Als sie sich ein Plakat mit einem Suchaufruf anschaut, wird sie von Jan angesprochen, einem sympathischen jungen Mann, und der weiß Einiges über die vermissten Frauen. Doch woher hat er dieses Wissen?

„Spreeblut“ von Karsten Krepinsky ist ein besonderes Buch, das ich als Mysterythriller bezeichnen würde. Wenn der Leser sich auf ein übernatürliches Szenario einlassen kann, erwartet ihn eine spannende, etwas gruselige Geschichte. Der Autor schreibt flüssig, manchmal ist der Schreibstil ungewöhnlich, aber angenehm. Mit 200 Seiten ist das Buch recht schnell gelesen, auch weil es Karsten Krepinsky gelingt, einen Spannungsbogen aufzubauen und recht gut zu halten. Besonders zum turbulenten Ende hin wird die Spannung nochmals gesteigert. Die Protagonisten sind recht sympathisch, auch wenn man Jan lange nicht so wirklich einordnen kann: Ist er nun der Gute, als der er sich darstellt oder ist er vielleicht doch in die Kriminalfälle verwickelt? Das macht die Figur besonders interessant. Ana wünscht man das nötige Selbstbewusstsein, sich gegen ihren Mann zu wehren.

Das Cover ist relativ schlicht, fällt aber durch den pinkfarbenen Schriftzug auf dem dunklen Untergrund auf und macht neugierig. Dass die Rückseite pink ist, finde ich ungewöhnlich, aber es gefällt mir. Auch der Titel „Spreeblut“ spricht mich an und passt zum Buch.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

loch ness, schottland, nessie, plesiosaurus, vidocq

Last Secrets - Das Rätsel von Loch Ness

Richard Dübell
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 10.09.2015
ISBN 9783833939259
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Franzi und Fynn sind 12-jährige Zwillinge und verstehen sich fast ohne Worte. Die beiden verbringen viel Zeit mit ihren Freunden Lena und Cornelius. In den Träumen der Zwillinge taucht ein alter Mann auf, der behauptet, ein Urahn der beiden zu sein und nicht nur das: er war auch der erste Detektiv der Welt!  Und er hat eine Aufgabe für seine Nachfahren: sie sollen das Rätsel um das Ungeheuer von Loch Ness lösen. Das ist eine schwierige Herausforderung für die vier Freunde, aber sie stürzen sich mutig ins Abenteuer.

„Last secrets Das Rätsel von Loch Ness“ ist ein spannendes Jugendbuch von Richard Dübell. Der Autor hat die Geschichte flüssig und in einer altersgemäßen Sprache geschrieben. Mit viel Fantasie wird ein Abenteuer beschrieben, dass die jugendlichen Leser mitzureißen vermag. Die Illustrationen von Max Meinzold sind in Grau und Schwarztönen gehalten und passen gut zum Abenteuer der Freunde. Im Anhang gibt es dann noch Rätsel zum Buch, eine erklärende Nachbemerkung des Autors und Urzeitkrebse samt Futter! Das alles ist sehr nett gemacht und schön kurzweilig.  Das Cover mit dem riesigen Ungeheuer und den vier Freunden davor sieht sehr gut und etwas furchteinflößend aus. Es macht neugierig auf dieses Buch – und auch auf die Nachfolgebände. Den Titel für die Reihe, „Last secrets“, finde ich gut und passend.

Ich empfehle diesen Abenteuerroman gerne für Kinder ab 10 Jahren.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 24 Rezensionen

japan, hamburg, krimi, krimi-reihe, mord

Inspektor Takeda und der leise Tod

Henrik Siebold
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.05.2017
ISBN 9783746633008
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Claudia Harms ist Kriminalhauptkommissarin in Hamburg. Bei ihren Ermittlungen im Fall eines ermordeten Stars der Internetszene steht ihr Inspektor  Kenjiro Takeda von der Mordkommission in Tokio zur Seite.  Dieser ist noch dabei, sich in Deutschland einzuleben. Der Fall ist verzwickt, das Opfer Markus Sassnitz hatte viele Feinde und damit geraten auch einige Verdächtige ins Visier des Ermittlerteams, u. a. auch seine Ehefrau, die ein Faible für japanische Kunst hat, was wiederum Takeda gefällt. Harms und Takeda arbeiten sehr intensiv an diesem rätselhaften Fall.

Der Krimi „Inspektor Takeda und der leise Tod“ vom Autoren Henrik Siebold ist der zweite Band der Reihe um den japanischen Inspektor. Den ersten Teil kenne ich leider nicht, ich hatte aber trotzdem keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Dieser Krimi ist eher einer der leisen Sorte, er kommt ohne wilde Verfolgungsjagden und halsbrecherische Stunts aus. Takeda erscheint als höflicher Mensch, so wie man sich einen Japaner vorstellt. Doch er hat auch eine ganz andere Seite: den Whiskey trinkenden Jazzmusiker, der die Nächte in Clubs verbringt, vermutet man nicht hinter dem zurückhaltenden Polizisten. Die deutsche Kommissarin und ihr japanischer Kollege ergänzen sich recht gut in ihrer Arbeit, auch wenn mal die Fetzen fliegen. Der Mordfall mit den Ermittlungen in verschiedene Richtungen bringt die beiden an ihre Grenzen. Neben der Krimihandlung bringt uns der Autor ein wenig japanische Kultur in Form der Teezeremonie oder auch des japanischen Ehelebens näher. Man merkt, dass er eine enge Beziehung zu diesem Land hat. Das alles erzählt er dem Leser in einem angenehmen flüssigen Schreibstil, bei dem auch immer wieder eine gewisse Portion Humor durchblitzt.

Der Titel dieses Buches mutet passend etwas fernöstlich an. Das Cover zeigt eine, wie ich denke, Brücke in Hamburg, der Kreis, in dem der Titel steht, erinnert aber an eine japanische Flagge. Dieser Kreis wiederholt sich bei jedem neuen Kapitel, deutet auf eine deutsch – japanische Zusammenarbeit hin.

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1.256 Bibliotheken, 14 Leser, 20 Gruppen, 189 Rezensionen

thriller, los angeles, serienmörder, mord, serienkiller

Der Kruzifix-Killer

Chris Carter , Maja Rößner
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2009
ISBN 9783548281094
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective und Profiler Robert Hunter arbeitet mit seinem neuen Kollegen Carlos Garcia an einem schrecklichen Mordfall in Los Angeles: Eine hübsche junge Frau wurde bestialisch ermordet und verstümmelt. Spuren: Fehlanzeige! Doch ein in den Nacken des Opfers geritztes Kreuz deutet auf einen Serienmörder hin, der allerdings schon hingerichtet wurde. Hunter ahnt, dass der falsche Mann sein Leben lassen musste und der Killer seine mörderische Leidenschaft wieder aufnimmt. Ein Wettlauf gegen die Zeit und einen eiskalten Mörder beginnt…

„Der Kruzifix Killer“ von Chris Carter ist ein sehr spannender, temporeicher Thriller, der erste in der Reihe der Hunter-Bücher. Hunter ist ein begnadeter Profiler, der sich extrem gut in andere Menschen hineindenken kann. Sein neuer Partner ist noch etwas unerfahren, doch spürt man schon seine tollen Fähigkeiten. In diesem Buch wachsen sie langsam zu einem funktionierenden Team zusammen. Die Protagonisten sind sympathisch und kompetent. Chris Carter schafft es, den Spannungsbogen bis zum unerwarteten Ende zu halten, 477 Seiten lang! Man spürt, dass der Autor vom Fach ist (forensischer Psychologe), zumindest lesen sich manche Passagen, als ob sie auf fundierten Kenntnissen beruhen. Dazu kommt ein sehr angenehmer, flüssiger Schreibstil, der den Leser schnell durch das Buch rasen lässt. Zu zart besaitet sollte man aber nicht sein, diese Geschichte hat schon sehr grausame und brutale Szenen. Für mich ist dies ein Thriller, wie er sein soll: rasant, unvorhersehbar und spannend.

Das Cover ist ein typisches Thriller – Cover: düster mit roten Akzenten, da weiß man schon, was einen erwartet… Der Titel bringt die Story auf den Punkt.

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93 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

mord, zorn und schröder, krimi, selbstmord, halle/saale

Zorn - Wie du mir

Stephan Ludwig
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.10.2016
ISBN 9783596036080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies ist Hauptkommissar Claudius Zorns sechster Fall: Die Leiche eines jungen Mannes wird an einem Baum gefesselt gefunden. Durch sein Bein wurde ein Nagel getrieben, er muss furchtbare Schmerzen gehabt haben. Zorn, gerade fünfundvierzig geworden und mit Staatsanwältin Frieda Borck im Bett gelandet, nimmt die Ermittlungen zusammen mit Schröder, seinem Partner, auf. Beim Durchsehen der Telefonnummern auf dem Handy des Toten gibt es eine Überraschung: Zorn kennt eine Nummer sehr gut. Nun folgt heikle Polizeiarbeit, denn dieser Fall reicht in Zorns Privatleben hinein.

„Zorn Wie du mir“ von Stephan Ludwig ist ein toll geschriebener Thriller. Die Protagonisten sind sympathisch, haben aber auch ihre Ecken und Kanten. Ganz besonders gut gefallen mir die Gespräche zwischen Zorn und Schröder, meist sind sie mit viel Witz geschrieben. Obwohl ich es normalerweise nicht so gut finde, wenn in einem Thriller sehr viel über das Privatleben der Ermittler erzählt wird, finde ich hier die Treffen der beiden Polizisten mit Zorns Sohn sehr passend, sie sind gefühlvoll beschrieben, man spürt die Liebe zu dem Kind. Doch auch die Spannung kommt nicht zu kurz: bis zum spektakulären Ende gibt es einige überraschende Wendungen. Aufgrund dieser Spannung und der flüssigen Schreibweise sind die 410 Seiten dieses Buches schnell gelesen. Die Idee dieser Geschichte finde ich originell, es ist eine besondere Geschichte, mehr wird hier natürlich nicht verraten. Diesen sechsten Fall für Claudius Zorn kann man ohne Verständnisschwierigkeiten lesen, auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Ein tolles Buch, das ich gerne weiter empfehle!

Das Cover mit dem „durchschossenen“ O und den klaren Farben ohne Firlefanz spricht mich ebenfalls an und passt gut in die Zorn-Reihe.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

thriller, florian gerlach, mörder, angst, serienmörder

Todesspiegel

Florian Gerlach
E-Buch Text
Erschienen bei BookRix, 01.06.2017
ISBN 9783743816510
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anna lernt ihren Nachbarn David unter widrigen Bedingungen kennen: Sie wird von einer Zufallsbekanntschaft sexuell bedrängt . David kümmert sich um sie und bringt sie in ihre Wohnung. Nach diesem Erlebnis überschlagen sich in Annas Leben die Ereignisse. Sie fühlt sich stark zu David hingezogen, doch der ist plötzlich verschwunden. Dann wird sie auch noch von einem maskierten Mann bedroht, sie fühlt sich nirgends mehr sicher. Wer steckt hinter der unheimlichen Ledermaske?

Der Thriller „Todesspiegel“ von Florian Gerlach ist ein flüssig geschriebenes Buch, die 223 Seiten sind recht schnell gelesen. Meistens gelingt es dem Autor, eine gewisse Spannung zu halten, gerade zum Ende hin wird es actionreich. Viel Platz nimmt allerdings auch eine Liebesgeschichte ein, das war für meinen Geschmack  etwas zuviel, das brauche ich nicht unbedingt in einem Thriller. Anna und David sind sympathische Protagonisten, auch wenn sie für mich nicht immer nachvollziehbar handeln und eher etwas naiv wirken. Im Großen und Ganzen hat mir die atemlose Spannung etwas gefehlt, die für mich zu einem sehr guten Thriller gehört.

Das Cover lässt durch die Blutspur direkt auf einen Thriller schließen, die rote Schrift tut ihr Übriges. Das gefällt mir recht gut. Der Titel „Todesspiegel“ erschließt sich dem Leser während der Lektüre des Buches.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

gedächtnisverlust, thriller, siegfried langer, verbrechen, mord

Aus dem Koma

Siegfried Langer
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.06.2017
ISBN 9781521531877
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sebastian Fuchs, aus dessen Perspektive dieser Thriller geschrieben ist, erwacht aus einem Koma. Er hat keinerlei Erinnerung an sein bisheriges Leben und muss sich seine Geschichte von Susanne, die an seinem Bett sitzt, erzählen lassen. Susanne – attraktiv und liebevoll, doch irgendetwas stimmt nicht, Sebastian hat das Gefühl, dass sich hinter der hübschen Fassade ein dunkles Geheimnis verbirgt. Und dann erscheint ein Kommissar, um Sebastian in einer Mordermittlung zu vernehmen – was ist passiert? Sebastian versteht gar nichts mehr und weiß nicht, wem er trauen kann, sogar an seiner eigenen Wahrnehmung kommen ihm Zweifel.

Der Autor Siegfried Langer hat mit „Aus dem Koma“ einen kleinen feinen Thriller geschrieben. Die 182 Seiten des Buches sind in 48 Kapitel aufgeteilt, der Leser eilt also von Kapitel zu Kapitel. Auch der flüssige Schreibstil  trägt zum schnellen Lesen bei. Lange weiß man als Leser nicht, was hier eigentlich vor sich geht, der Autor versteht es zu verwirren. Auch die Protagonisten kann man lange nicht wirklich einordnen – wer sagt hier die Wahrheit, wer lügt? Und dann kommt doch alles ganz anders als man denkt…

Auf dem Cover ist ein Kopf dargestellt, als Gehirn sieht man Zahnräder, die ineinander greifen. Unter der Lupe ist eines blutbesudelt. Diese Bild ist sehr gut gemacht und passt auch recht gut zum Buch. Der Titel sagt erstmal alles, was der Leser wissen muss.

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146 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

thriller, hamburg, mord, bernhard aichner, totenrausch

Totenrausch

Bernhard Aichner
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2017
ISBN 9783442756377
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Brünhilde Blum ist mit ihren beiden Kindern auf der Flucht, sie wird wegen Mordes gesucht. Die Österreicherin beschließt nach einem Aufenthalt in Norwegen sich in Hamburg eine neue Identität zu verschaffen. Hierzu benötigt sie die Hilfe einer Unterweltgröße, dem sie in ihrer Notlage verspricht,  notfalls für ihn sogar einen Mord zu begehen. Es fügt sich alles sehr gut, die kleine Familie bezieht ein schönes Haus, die Kinder gehen zur Schule und Brünhilde knüpft vorsichtig neue Kontakte. Sie findet sogar eine Anstellung in ihrem Beruf als Bestatterin. Doch dann kommt der Tag, an dem sie für ihr schönes neues Leben bezahlen muss.

„Totenrausch“ von Bernhard Aichner ist der letzte Teil einer Trilogie um die Bestatterin Brünhilde Blum. Die ersten beiden Teile „Totenfrau“ und „Totenhaus“ habe ich leider nicht gelesen, das war aber für das Verständnis auch nicht zwingend notwendig. Der Autor hat „Totenrausch“ in einem besonderen Schreibstil verfasst, z.B. gibt es keine Anführungszeichen in der wörtlichen Rede, was anfangs etwas seltsam anmutete. Ansonsten schreibt Herr Aichner sehr flüssig und spannend, man mag das Buch kaum aus der Hand legen. Brünhilde Blüm ist eine Mörderin, aber eine sehr sympathische! Als Leser fiebert man mit ihr und ihren Lieben. Die Geschichte ist originell, sie unterscheidet sich sehr von mir bisher bekannten Thrillern. Schon alleine der Name der Protagonistin ist sehr ungewöhnlich so wie auch ihr Beruf. Man könnte einwenden, dass es einige unrealistische Situationen im Buch gab – ok, das ist so, ist aber in anderen Büchern auch üblich… Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Übrigens auch das Cover, das blutrot sofort den Thriller erkennen lässt. Auch der Titel passt zum Buch, aber auch zu den anderen beiden Titeln der Trilogie.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

pornografie, wahrhei, strippen, bordel, missbrauch

Pornographie

Shelley Lubben
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Ruhland, 05.09.2016
ISBN 9783885091073
Genre: Biografien

Rezension:

Shelley Lubben hat ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Schon als Kind wurde sie missbraucht und später aus ihrem Elternhaus verstoßen. Sie gerät in einen Teufelskreis von Alkohol, Drogen und dann auch Prostitution. Zu guter Letzt wird sie Pornodarstellerin, ein Star der Branche. Doch dieses Geschäft ist hinter den Kulissen grausam und erniedrigend. Zum Glück schafft sie den Absprung, heiratet einen netten Kerl und versucht dann, mit Gottes Hilfe, die Machenschaften der Pornoindustrie aufzudecken.

Shelley Lubben hat mit „Pornographie. Die größte Illusion der Welt“ einen Erfahrungsbericht geschrieben, der den Leser erstmal schockiert, obwohl die meisten Menschen wohl doch vermuten, dass die Pornoindustrie so funktioniert. Erschreckend ist vor Allem, wie Frau Lubben in diese Maschinerie hinein geraten ist: Missbrauch, Drogensucht und auch ein gutes Maß Naivität haben wohl dazu geführt. Den Blick hinter die Kulissen fand ich sehr interessant, man leidet mit den missbrauchten Frauen. Doch als die Autorin dann von ihrem Ausstieg mit Gottes Hilfe berichtete, wurden mir ihre Gespräche mit Gott schnell zuviel. Ich bin als Christin erzogen worden und bin völlig tolerant anderen Religionen gegenüber, aber dass Gott andauernd mit der Autorin redet – nein, zuviel des Guten. Da habe ich das Buch dann auch für eine Zeit weggelegt, ich mochte einfach nicht mehr weiter lesen. Frau Lubbens sehr einfacher Schreibstil passt zu dem etwas naiven Eindruck, den sie auf mich macht. Einige Aussagen haben mich sehr erschreckt, z.B., dass sie kein „hässliches asiatisches Kind“ bekommen möchte, ich habe keine Stelle gefunden, wo sie diese Aussage relativiert hätte. Und dieses Kind hatte dann ja wohl eine noch viel schwerere Kindheit als die Autorin selber. Nein, mit Frau Lubben kann ich mich nicht anfreunden. Gut, dass sie den Absprung geschafft hat und darüber berichtet, aber sympathisch ist sie mir leider nicht und die Gespräche mit Gott kann ich ihr  so nicht abnehmen. Ich hatte mehr von diesem Buch erwartet!

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

freundschaft, entführung, hass, neid, psychothriller

WO IST JAY?

Astrid Korten
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.05.2017
ISBN 9781521310021
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Tierärztin Mia hat mit ihrem Mann Leon und den beiden Kindern Esther und Benny ein recht beschauliches Leben, bis ihre Freundin Jay plötzlich spurlos verschwindet. Mia befürchtet das Schlimmste und fordert ihren gemeinsamen Freundeskreis auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Jay zu finden. Doch die Freunde reagieren seltsam teilnahmslos und plötzlich hat Mia das Gefühl, dass Jay vielleicht doch nicht bei allen so beliebt ist, wie sie immer vermutet hat. Langsam erscheint Mia die schöne, schlaue und charmante Jay in einem ganz anderen Licht, doch wem von ihren Freunden kann sie wirklich noch trauen? Haben sie eventuell gar kein Interesse daran, dass Jay wieder auftaucht? Mia nimmt den Wettlauf mit der Zeit auf und sucht verzweifelt nach ihrer Freundin.

Der Thriller „Wo ist Jay“ von Astrid Korten besticht durch eine unterschwellige Spannung, die den Leser durch das ganze Buch begleitet. Der flüssige, schnell lesbare Schreibstil lässt den Leser atemlos durch das Buch eilen, besonders in der zweiten Hälfte, wo die Spannung steigt.  Und manch einer wird sich fragen, wie es in seinem eigenen Freundeskreis ist: Steht da wirklich jeder für jeden ein? Oder frisst Neid und Eifersucht schon Löcher in die schöne Fassade? Ja, die Autorin versteht es, Zweifel zu säen, da kommt der Begriff „Psychothriller“ ins Spiel, das Buch lebt von dunklen Geheimnissen, nicht von grausamen blutrünstigen Bildern. Dieses Spiel mit den Gefühlen der Leser ist der Autorin sehr gut gelungen.

Das Cover mit dem Nachtfalter (er symbolisiert die verborgene Seite des Menschen) ist ansprechend gestaltet. Der Titel könnte nicht passender sein, denn diese Frage „Wo ist Jay?“ beschäftigt den Leser unentwegt.

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212 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

thriller, martin abel, rainer löffler, gummersbach, fallanalytiker

Der Näher

Rainer Löffler
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.04.2017
ISBN 9783404174546
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Marin Abel, Fallanalytiker beim LKA in Stuttgart, ermittelt in der Nähe von Köln in zwei Fällen, in denen schwangere Frauen verschwunden sind. Und dann werden auch noch die Leichen einer Frau und ihres neugeborenen Kindes gefunden. Diese Frau war schon sehr viel früher verschwunden. Können diese Morde in Zusammenhang mit den kürzlich verschwundenen Frauen stehen? Abel stürzt sich in die Arbeit und muss feststellen, dass die Polizei vor Ort nicht soviel Enthusiasmus an den Tag legt…

Der Thriller „Der Näher“ von Rainer Löffler ist der dritte Band der Reihe um den Fallanalytiker Martin Abel. Doch auch, wenn man die ersten beiden Bände nicht gelesen hat, kann man diesen problemlos verstehen. Abel ist ein engagierter, mitfühlender Ermittler, der niemals aufgibt, wenn es noch eine Chance gibt, ein vermeintliches Opfer zu retten. Ein sehr einnehmender Wesenszug, wie ich finde. Auch seine Frau Hannah wirkt sympathisch. Zu den anderen Charakteren in diesem Buch hatte ich eher ein zwiespältiges „Verhältnis“. Die Geschichte dieses Buches ist  originell und ziemlich grausam, manchmal fast etwas bizarr. Als Leser leidet man jedenfalls mit den Opfern. Die Spannung im Buch wird gut aufgebaut und auch recht gut über die 439 Seiten gehalten, wobei sie zum überraschenden Schluss nochmals richtig gesteigert wird.

Das Cover und der Titel passen perfekt zueinander und zum Buch. Die etwas erhabene Schrift in Form einer Naht fällt auf und macht neugierig. Die Buchklappe, die über den Buchschnitt reicht, macht das Cover besonders interessant.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

thriller, wissenschaftliches experiement, mord, religio, religiöse morde

Totenengel

Mark Roberts , Angela Koonen
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.05.2017
ISBN 9783404175444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Eve Clay ermittelt in Liverpool in einem spektakulären Mordfall. Ein greiser Kunstprofessor wurde grausam ermordet, von einem Speer durchbohrt und wie ein Stück Vieh aufgehängt. Seine Tochter bricht, nachdem sie ihren Vater so vorgefunden hat, zusammen. Was steckt hinter diesem bizarren „Kunstwerk“? Bei ihren Ermittlungen stößt Clay auf mehrere Motive, religiöser Fanatismus ist nur eines von ihnen.

Der Autor Mark Roberts hat mit „Totenengel“ einen rasanten, actionreichen Thriller geschrieben. Es ist  die Fortsetzung von „Totenprediger“, dem ersten Band der Reihe um Eve Clay. Man kann dieses Buch aber unabhängig davon lesen, ob man „Totenprediger“ gelesen hat, nur die Hintergründe von Eve Clays Vergangenheit werden nicht ganz klar. Nachdem es im Prolog einige Andeutungen auf eine schwierige Kindheit gab, erfährt man nicht wirklich, wie Eve aufgewachsen ist – leider.  Der Schreibstil in „Totenengel“ ist klar und flüssig. Das Buch ist in viele kurze Kapitel unterteilt, was mir persönlich sehr gut gefällt, so hat man immer das Gefühl, es passiert gleich was Neues, man muss schnell weiter lesen. Für den Leser sind anfangs die relativ vielen Namen eine Herausforderung, gerade, weil manchmal der Vorname, manchmal aber auch der Nachname genannt wird. Vielleicht erschien das aber auch nur mir mit meinem mangelnden Namensgedächtnis so…  Thematisch empfinde ich das Buch als etwas überladen, etwas weniger wäre hier für meinen Geschmack mehr gewesen. Nichtsdestotrotz  ist es ein spannendes Buch, das die Bezeichnung „Thriller“ verdient, besonders auch, weil die Auflösung des Falls mich völlig überrascht hat.

Das Cover lässt keinen Zweifel daran, dass es sich hier um einen Thriller handelt: Schwarz und der Titel als Kreuz arrangiert, das gefällt mir sehr gut. Und der Titel? Ja, der passt auch, und macht neugierig auf dieses Buch.

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

abenteuer, freundschaft, kinderbuch, mädchen, abenteue

Lilo auf Löwenstein - Ab ins Schloss

Mara Andeck , Eleni Livanios
Fester Einband
Erschienen bei Boje ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783414824776
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lilo zieht mit ihren Eltern und ihrem Bruder Ben endlich in die dringend benötigte größere Wohnung und diese entpuppt sich als Teil eines Schlosses! Das ist die richtige Umgebung für die Abenteuerin Lilo, da kann sie ihrem Forscherdrang nachgeben. Doch der Schlossherr und sein Enkel scheinen nicht so glücklich zu sein, außerdem benehmen sie sich etwas merkwürdig. Dann gibt es noch eine chaotische Familie im Haus, die Lilo nun auch kennenlernt. Und natürlich einige Abenteuer, die das Leben niemals langweilig werden lassen.

„Lilo auf Bodenstein – Ab ins Schloss“ ist das erste Buch, dass ich von der Autorin Mara Andeck gelesen habe, und es wird für mich und meine Enkel bestimmt nicht das Letzte sein. Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam Lilos Gefühle, bzw. lässt Lilo sie in „feelies“ selber beschreiben. Lilo ist ein ganz normales und liebenswertes Kind, voller Bewegungs- und Abenteuerdrang. Dass sie in ein Schloss zieht, spricht sicher nicht nur Mädchen an, überhaupt ist es nicht unbedingt ein Mädchenbuch, eher ein Abenteuer-Kinderbuch. Die Autorin schreibt flüssig und mit einer guten Prise Humor.

Das Cover und die Illustrationen im Buch sind sehr ansprechend und liebevoll gestaltet. Die besondere Erzählart, der Dialog zwischen Lilo und X ist originell.

Das Buch kann ich für LeserInnen ab acht Jahren wärmstens empfehlen.

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

thriller, australien, candice fox, abschluss, trilogie

Fall

Candice Fox , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 470 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.04.2017
ISBN 9783518467657
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Frank Bennett ermittelt zusammen mit seiner Partnerin Eden in einem grausamen Mordfall, in dem dem Opfer das Gesicht zerschlagen wurde. Die Tote war zu Lebzeiten jung und schön. Was treibt einen Menschen dazu, einen anderen so brutal zu zerstören? Und wird diese Frau das einzige Opfer sein oder folgen noch weitere? Ein schwieriger Fall für die beiden Top-Cops bei der Polizei in Sydney, zumal Eden nach dem voraus gegangenen Fall körperlich noch angeschlagen ist und trotzdem schon wieder Jagd auf gefährliche Psychopathen und Mörder macht. Frank ahnt, was sie nachts treibt und weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Ungünstige Umstände, die bei der Polizeiarbeit nicht gerade hilfreich sind.

„Fall“ ist der letzte Teil der Trilogie um Eden, Frank und Hades von Candice Fox. Ein Buch voller Action, das den Leser nicht loslässt. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht lesbar. Auch in diesem dritten Teil gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen bis zum unerwarteten Ende zu halten. Die handelnden Charaktere sind nicht gut oder böse, sie sind immer ein bisschen von beidem, das gefällt mir sehr gut. Die Handlungsstränge, zwischen denen man anfangs keinen Zusammenhang herstellen kann, werden nach und nach verständlich zusammen geführt.

Das Cover ist düster und passt gut zu den zwei vorherigen Bänden. Man erahnt sofort den Thriller zwischen den Buchdeckeln. Der Untertitel „Bestimmt fragt sie sich jeden Tag, ob sie mich nicht doch töten soll.“ sagt viel über die verzwickte Beziehung zwischen Frank und Eden aus.

Man kann dieses Buch sicher auch lesen, wenn man “Hades“ und „Eden“ nicht gelesen hat, ich war jedoch froh, diese Bücher zu kennen, weil sich doch ab und zu darauf bezogen wurde und man dann einfach das Gefühl hat, die Protagonisten zu kennen und ihr Handeln besser nachvollziehen kann.

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69 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

depression, depression abzugeben, uwe hauck, tagesklinik, psychiatrie

Depression abzugeben

Uwe Hauck
Flexibler Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404609222
Genre: Sachbücher

Rezension:

Uwe Hauck hat eine liebenswerte Familie – eine Frau, die ihn liebt, und drei tolle Kinder. Eigentlich könnte er ein beneidenswertes Leben führen, wenn da nicht diese Angst und Panikattacken wären. Irgendwann hält er es nicht mehr aus und versucht sich das Leben zu nehmen. Zum Glück wird er rechtzeitig gefunden und kommt in psychiatrische Behandlung. Die beginnt in der geschlossenen Abteilung, setzt sich aber sehr schnell auf der offenen Station fort. Viele Therapien werden hier angeboten, manche hilfreich, andere weniger. Auch Rückschläge muss Uwe verkraften – was für ein Glück, dass seine Familie hinter ihm steht! Und wie gut, dass er sich entschließt, seine Erfahrungen „aus der Klapse“ mit uns zu teilen, denn so bekommt man als Leser Einblicke nicht nur in den Tagesablauf in der Psychiatrie sondern auch in die Gedankenwelt eines Patienten mit gebrochener Seele. Für mich waren das sehr interessante Einblicke, die mir hoffentlich helfen, etwas gelassener mit depressiven Menschen umzugehen, denn da bin ich, wie viele andere auch, oft unsicher. Einerseits möchte man alles tun, um dem Betroffenen Verständnis entgegen zu bringen, aber wenn der Kranke sich nicht öffnen möchte, ist das schwierig. Uwe Hauck macht mit seiner offenen Art und dem Humor, den ich sehr erfrischend finde, klar, dass sich Betroffene nicht scheuen sollten, professionelle Hilfe anzunehmen – bevor es zu spät ist und man in seiner Depression versinkt.

Das Buch „Depression abzugeben“ ist flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Es ist, obwohl  ein Sachbuch, spannend, auch wenn sich im Laufe der Therapien natürlich Einiges wiederholt, das liegt in der Natur der Sache. Mich hat die Offenheit des Autors sehr beeindruckt, er lässt tiefe Einblicke in seine Seele zu. Und die witzigen Einlassungen nehmen dem Buch die Schwere, das gefällt mir gut. Das Cover ist sehr schön gestaltet, dieser verlorene Mensch, der im strahlenden Sonnenschein allein unter einer Regenwolke sitzt, trifft das Thema für mein Empfinden sehr gut. Der Untertitel „Erfahrungen #aus der Klapse“ weist schon auf den teilweise witzigen Schreibstil hin. Dieses Buch ist eine gelungene Lektüre für Betroffene, deren Angehörige und alle, die sich für dieses Thema interessieren.

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