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64 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

thriller, psychothriller, stalking, london, verfolgung

Alleine bist du nie

Clare Mackintosh , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174706
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zoe Walker, geschiedene Mutter von zwei erwachsenen Kindern, lebt in London und fährt täglich via U-Bahn zur Arbeit. Eines Tages sieht sie in einer Zeitung ihr eigenes Foto in einer Dating Anzeige. Verwirrt versucht sie der Sache auf den Grund zu gehen. Oder hat sie sich getäuscht? Sieht die Frau auf dem Foto ihr vielleicht nur ähnlich? Zoes Gefühl sagt ihr, dass mehr dahinter steckt und dass sie die Hintergründe erforschen sollte. Ein gefährliches Unterfangen…

„Alleine bist du nie“ ist ein Psychothriller, geschrieben von Clare Mackintosh, einer britischen Autorin, die zuvor auch schon zwölf Jahre bei der Polizei arbeitete. Mit dieser Erfahrung kann sie Polizeiarbeit sicher authentisch darstellen, was dem Buche zu Gute kommt. Aber auch ihr flüssiger Schreibstil, der schnell zu lesen ist, gefällt mir gut. Außerdem versteht sie es, eine unterschwellige Spannung aufzubauen, die lange auch ohne viel Blut vergießen auskommt. Die Thematik ist hochaktuell, denn alleine sind wir heutzutage wirklich nie, überall wird gefilmt und fotografiert. Und wir selber posten ja auch fleißig Bilder in den sozialen Netzwerken, meistens für jeden zugänglich. Wer weiß schon, was mit all diesem Bildmaterial wirklich geschieht? Nach der Lektüre dieses Buches mache ich mir wesentlich mehr Gedanken über dieses Thema, denn der Thriller wirkt auf mich ziemlich realistisch. Die Protagonisten sind recht sympathisch, wenn auch Zoes Handlungsweise für mich nicht immer ganz nachvollziehbar ist. Die Spannung steigt zum Schluss des Thrillers rapide an, mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet, das hat mir sehr gut gefallen.

Das Cover stellt, passend zum Buch, eine Alltagsszene in einer Bahn dar. Durch die leicht verwischte Schrift und das ebenso bearbeitete Foto entsteht der Eindruck eines fahrenden Zuges, das ist ganz gut gemacht. Der Titel passt sehr gut zur Geschichte.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

schatten, ermordung, autounfall, geplantes attentat, mystery

Schattentäter

Jannes C. Cramer
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Romanfieber Verlag, 13.10.2016
ISBN 9783981817508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Felix ist nach dem Tod seiner Frau Leonie völlig am Ende. Er fängt an zu trinken und kann kaum noch einem geregelten Tagesablauf nachgehen. Zum Glück gibt es Melanie, seine gute Freundin, die ihn immer wieder aufrichtet. Doch als Felix einen vermeintlich tödlichen Unfall hat, verändern sich ihrer beider Leben schlagartig, denn nichts ist mehr so, wie es zu sein scheint.

„Schattentäter“ ist ein Mystery-Thriller aus der Feder von Jannes C. Cramer. Er schreibt in einem flüssigen, schnell lesbarem Schreibstil, der dem Leser die Lektüre einfach macht. Die Geschichte ist geheimnisvoll und mysteriös, als Leser muss man schon bereit sein, sich auch auf Unvorstellbares einzulassen, nur so macht das Lesen Spaß. Wer das kann, den erwartet hier ein rasanter, actionreicher Thriller, den man schnell liest. Felix und Melanie sind lebenswerte Protagonisten, die in einen wahren Strudel der Ereignisse gezogen werden und denen kaum Zeit zum Atemholen bleibt. Es gibt einige Wendungen und unvorhergesehene Ereignisse, die den Leser überraschen.

Nachdem ich mich in dieses Buch eingelesen hatte, hat es mir gut gefallen und wer Übersinnliches mag, dem sei es empfohlen!

Das Cover ist in düsteren Farben gehalten, da erkennt man, auch auf Grund der Kreuze,  sofort den Thriller. Es passt, ebenso wie der Titel „Schattentäter“ super zum Buch.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

regenwald, urvolk, holzmafia, palmöl, dschungel

Das Verschwinden der Luft

Christian Kahl
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Divan, 17.10.2016
ISBN 9783863270407
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mat Endesfelder ist ein sehr vermögender Mann, der sich zu einem Tauchurlaub auf Borneo befindet. Hier lernt er Darlene kennen, eine Mitarbeiterin des Tauch Resorts. Sie kommen sich langsam näher und er erfährt, dass der eigentliche Grund ihres Aufenthalts auf Borneo die Suche nach ihrem Bruder James ist, der hier vor einigen Jahren spurlos verschwand. James hatte sich für die Urvölker im Regenwald und damit gegen die Holzmafia und Palmölproduzenten eingesetzt. Mat entscheidet sich, Darlene auf einer Expedition in den Dschungel zu unterstützen, mit seinem Geld und auch mit seiner Begleitung. Zusammen tauchen sie in diese unbekannte und manchmal Furcht einflößende Welt ein…

„Das Verschwinden der Luft“ ist ein ungewöhnlicher Thriller aus der Feder von Christian Kahl. Schon der Ort des Geschehens ist für uns Europäer mystisch: der Regenwald Borneos. Die Atmosphäre des Dschungels  fängt der Autor gut ein, der Leser wähnt sich zwischen Zikaden und Affengeschrei. Das Ganze erzählt er uns in einem nüchternen Schreibstil, der gut und schnell zu lesen ist. Die brisante Thematik sorgt für ein Gefühl der Realität, auch wenn manche Aktionen etwas überzogen wirken. Die Spannung lässt leider im Mittelteil des Buches etwas nach, so dass es zu einigen wenigen Längen kommt. Zum Finale hin wird es dann wieder deutlich spannender mit einem etwas unvorhersehbaren Ende.

Das Cover deutet nicht unbedingt auf einen Thriller hin, gefällt mir aber, weil es durch die abgebildete Vegetation zum Buch passt. Der ungewöhnliche Titel passt, er erklärt sich durch die Lektüre des Buches. Ich finde ihn sehr gut gewählt, weil er neugierig macht.

Dieses Buch ist kein „normaler“ Thriller, hier geht es um viel mehr. Die Abholzung des Regenwaldes ist zwar ein bekanntes Problem, hier aber erfährt man, eingebettet in einen Thriller, mehr darüber. Die Aussagen dazu in diesem Buch scheinen gut recherchiert zu sein. Dafür und für die gute Idee, das Ganze in einen Roman zu verpacken, bekommt das Buch von mir den vierten Stern, den es als „Nur-Thriller“ von mir nicht bekommen hätte.

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72 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

rom, thriller, serienmörder, krebs, italien

Schattenkiller

Mirko Zilahy , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174201
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Profiler Enrico Mancini steht im verregneten Rom vor einer großen Herausforderung: Nach dem Auffinden von drei grausam zugerichteten Leichen wird er von der Polizei hinzu gezogen. Mancini ist nach dem Tod seiner Frau angeschlagen und scheint nicht voll belastbar zu sein. Doch der Mörder muss gestoppt werden, und Mancini mit seinen teilweise unorthodoxen Methoden könnte eine große Hilfe sein. Doch steht er diese Belastung durch? Kann er den Mörder ermitteln und überführen? Die Zeit läuft gegen ihn und sein Team.

„Schattenkiller“ von Mirko Zilahy ist mein erster italienischer Krimi und ich muss gestehen, dieses Schmuddelwetter, das sich durch dieses Buch zieht, passt so gar nicht zu meiner Vorstellung von Italien. Allerdings passt das Wetter sehr gut zum düsteren Geschehen in diesem Thriller. Die Opfer sind schlimm zugerichtet und die Fundorte dunkle Ecken der Stadt. Rom wird ausführlich beschrieben, diese Beschreibungen waren der Spannung nicht immer förderlich, gerade wenn man noch nie in Rom war, kann man mit den Straßennamen nur wenig anfangen. Zilahys Schreibstil ist flüssig, manchmal fast ein wenig blumig und etwas ausschweifend. Die Spannung wird recht gut aufgebaut, der Spannungsbogen kann aber nicht über die kompletten 423 Seiten des Buches gehalten werden. Das furiose Ende ist aber wieder gut gelungen. Mancini als Hauptperson konnte mich nicht so ganz überzeugen, zu viel bringt er an eigenen Problemen mit in dieses Buch und zu wenig ist er teamfähig.

Der Titel „Schattenkiller“ ist gut gewählt, er trifft den Täter gut. Das Cover ist düster und passt somit auch recht gut, auch wenn man wenig anderes als Wasser erkennt.

Leider konnte mich das Buch nicht 100prozentig überzeugen trotz einiger spannender Ideen.

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(107)

236 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

thriller, ethan cross, gefängnis, ich bin der zorn, serienkiller

Ich bin der Zorn

Ethan Cross , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174218
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Arizona, in einem neuen innovativen Gefängnis, erschießt ein Wärter mehrere Menschen. Die Gründe sind völlig unklar. Deshalb wird Special Agent Marcus Williams mit seinem Team hinzugezogen. Diese Elitetruppe findet schnell heraus, dass der Mörder von einem Mann, der sich Judas nennt, zu dieser Tat erpresst wurde. Doch wer ist dieser Judas? Um das herauszufinden, wird Francis Ackerman jr., der Bruder von Marcus und ein berüchtigter Serienkiller, in das Gefängnis eingeschleust. Hier soll nun er ermitteln, während die Spezialeinheit um Marcus in alle Richtungen forscht. Werden sie Judas enttarnen und weitere Morde verhindern können?

Der Autor Ethan Cross hat mit „Ich bin der Zorn“ den vierten Band der Reihe um den Killer Francis Ackerman jr. und seinen Bruder Marcus Williams vorgelegt. Ich habe die ersten drei Bände leider nicht gelesen, hatte aber anfangs nur kurz Probleme, mich in die Geschichte einzufinden. Nachdem ich die ziemlich zahlreichen Namen einordnen konnte, begann ein sehr spannendes und actionreiches Lesevergnügen. Der flüssige Schreibstil und die grenzenlose Fantasie des Autoren sorgen für eine schnell lesbare Lektüre, die manchmal auch ganz schön blutig und brutal ist, also nichts für allzu zart besaitete Leser. Die Protagonisten sind vielschichtig, den absoluten Supermann gibt es nicht, jeder hat seine dunklen Seiten, das macht die Geschichte glaubwürdig. Manchmal jedoch kommt es dann doch zu etwas übertriebenem  Wissen und Können bei einigen Personen, doch das stört den Lesefluss nicht besonders, wenn man sich darauf einlassen kann. Das Cover dieses Bandes fügt sich nahtlos in die Reihe der Vorgängerbände ein – relativ schlicht und doch irgendwie bedrohlich, es gefällt mir. Auch der Titel passt in die Reihe und passt zum Inhalt.

Ich kann dieses actionreiche Buch gerne weiter empfehlen, vor Allem an Leser, die auch gerne blutige Thriller lesen.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

wien, rassismus, mord, sexismus, flüchtlinge

Der König der Schweine

Manfred Rebhandl
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 06.10.2016
ISBN 9783709978603
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kitty Muhr arbeitet bei der Wiener Kriminalpolizei, sie ist ein Bulle, wie sie sich selber bezeichnet, fährt einen alten Benz und ist ziemlich sexbesessen. Als ihr als neuer Kollege ein kleiner Kurde namens Ali Khan Kurtalan zur Seite gestellt wird, hält sich ihre Begeisterung in engen Grenzen, schließlich steht sie auf eine ganz andere Art Mann: muskelbepackt und groß sollte er sein. Doch nun müssen die beiden sich zusammen raufen und einen Mörder stellen, dem schon zwei farbige Jugendliche zum Opfer gefallen sind. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf einige zwielichtige Gestalten in der „besseren“ Wiener Gesellschaft. Doch wie soll Kitty bei all der männlichen Ablenkung ernsthaft ermitteln? Schwierig…
„Der König der Schweine“ von Manfred Rebhandl ist ein origineller Roman mit einer ganz besonderen Protagonistin. Kitty Muhr trinkt zu viel, schleppt möglichst viele Männer ab und lässt sich ansonsten gern von ihrem „Ghetto-Boy“ beglücken. Außerdem fehlt ihr für ihre Arbeit doch ein gewisses Maß an Motivation. Sie spricht eine derbe Sprache, an die sich der Leser erst gewöhnen muss. Doch die Dialoge sind oft sehr witzig, auch wenn sie manchmal hart an der Grenze zum Geschmacklosen sind. Der Schreibstil gefällt mir, das Buch ist einfach und flüssig zu lesen. Wer hier  jedoch einen herkömmlichen Krimi erwartet, wird etwas enttäuscht sein: die Mordermittlung ist eigentlich nur Beiwerk, im Mittelpunkt steht Kitty und ihr extremer Lebenswandel, was stellenweise wirklich lustig ist, dem Genre Krimi aber nicht ganz gerecht wird und mir als Krimifan manchmal auch etwas zuviel war.
Das Cover gefällt mir gut, es fällt auf und die Gestaltung mit den abgerundeten Ecken ist schön. Der Schriftzug „Ein Kitty Muhr Krimi“ passt gut dazu und lässt darauf schließen, dass es noch mehr Bücher mit dieser Protagonistin geben wird. Der Titel macht neugierig.

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96 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

thriller, eden, candice fox, hades, sydney

Eden

Candice Fox , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 476 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2016
ISBN 9783518467145
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eden und Frank, Detectives bei der Mordkommission in Sydney, haben einen neuen geheimnisvollen Fall: Drei junge Frauen sind seit einiger Zeit verschwunden. Ihre Spuren verlieren sich auf einer einsamen Farm im Outback. Hier herrscht ein seltsames Klima von Frauenfeindlichkeit und Gesetzlosigkeit. Eden recherchiert undercover in dieser Kommune, ein sehr gefährliches Unterfangen! Durch versteckte Kameras ist sie mit ihren Kollegen verbunden, doch ein großes Risiko bleibt. Frank muss sich zudem noch mit einem Stalker befassen, der den „König der Unterwelt“ Hades belästigt. Und nicht zuletzt sind da seine Suchtprobleme, die er nur schlecht in den Griff bekommt…

Der Thriller „Eden“ der Autorin Candice Fox ist der zweite Teil einer Trilogie. Wie schon im ersten Band „Hades“ versteht es die Autorin den Leser in die Geschichte eintauchen zu lassen. Sie schreibt in einem flüssigen klaren Sprachstil, der gut und schnell zu lesen ist. In diesem Buch gibt es immer wieder Rückblenden in Hades´ Vergangenheit, die aber den Lesefluss nicht stören, sondern Einiges, was Hades betrifft, klarer werden lässt. Der Spannungsbogen wird über die 473 Seiten gehalten. Es gibt auch in diesem Buch diverse recht brutale und gewalttätige Szenen, wer so etwas nicht mag, sollte dieses Buch besser nicht als Lesestoff in Betracht ziehen. Mir als leidenschaftliche Thriller-Leserin hat auch das sehr gut gefallen. Die Protagonisten sind sehr vielschichtige Persönlichkeiten – einerseits sehr auf Gerechtigkeit bedacht, andrerseits durchaus auch bereit, das Gesetz zu brechen, wenn das ihren eigenen Auffassungen von Gerechtigkeit entgegen kommt. Ich finde das aber überhaupt nicht schlimm, das macht die Personen und damit die Geschichte spannender.

Das Cover gefällt mir, es passt gut zum Cover des ersten Bandes. Eden ist so dargestellt, wie ich sie mir auch vorstelle – düster, selbstbewusst und unerschrocken. Der Titel macht klar, wer die Hauptperson ist.

Wer Thriller mag, dem kann ich dieses Buch gerne empfehlen.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

benzin, bakterium, leserunde, will hofmann, roman

Lebensnacht

Will Hofmann
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783944788296
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Professor Harry Kauffmann bekommt den Chemie-Nobelpreis für seine Forschungen mit genetisch veränderten Bakterien. Mit deren Hilfe ist es ihm gelungen, Benzin herzustellen, so dass die Menschen nicht mehr auf die Ölförderländer angewiesen sind. Doch dann geschieht das Unfassbare: Überall auf der Welt sterben plötzlich Menschen einen qualvollen Tod. Sie lösen sich unter großen Schmerzen auf, bis nur noch das Skelett und eine nach Benzin riechende Schleimpfütze übrigbleibt. Haben diese Tode etwas mit den genveränderten Bakterien zu tun? Harry und sein Team forschen fieberhaft nach den Ursachen…

„Lebensnacht“ von Will Hoffmann ist ein aufrüttelnder Roman, in dem ein düsteres Szenario geschildert wird. Vieles in diesem Buch mutet sehr real an, so dass den Leser die Furcht beschleicht, dass unser Leben durch immer weiter führende Wissenschaft nicht unbedingt sicherer wird, im Gegenteil, es tun sich ganz neue Gefahren auf. In einer nüchternen Sprache, die zum Thema passt, erzählt der Autor mit großem Fachwissen (soweit ich als Laie das beurteilen kann) eine spannende und manchmal grausige Geschichte. Das Buch ist durch die relativ kurzen Kapitel und den flüssigen Schreibstil schnell zu lesen. Zum Schluss hin steigt die Spannung, die leider nicht ganz über die komplette Länge der 328 Seiten gehalten werden kann, nochmals an und der Roman endet mit Überraschungen.

Das Cover fällt auf, auch wenn man nicht auf Anhieb erkennt, dass es den oberen Teil einer menschlichen Wirbelsäule darstellt. Besonders gut gefällt mir der schwarze Schnitt, der wirkt ziemlich edel. Der Titel ist gut gewählt, er weist auf eine Art Endzeitstimmung hin.

Ich kann das Buch für Leser empfehlen, denen auch teilweise grausige Bilder nichts ausmachen und die sich in eine Reise in eine düstere Zukunft mitnehmen lassen wollen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

hamburg, thriller, mord, krimi, jan fabel

Auferstehung

Craig Russell
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 15.08.2016
ISBN 9783841211675
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jan Fabel ist Chef der Mordkommission in Hamburg. Nach einer Nahtoderfahrung zwei Jahre zuvor lebt er sein Leben anders, gelassener. Dann werden die sterblichen Überreste von Monika Krone gefunden, die seit 15 Jahren vermisst wurde. Fabel, der seinerzeit mit dem Fall betraut war, möchte jetzt unbedingt den Mörder der überaus attraktiven Frau finden. Doch dann geschehen mehrere Morde, deren Opfer allesamt eine Verbindung zu Monika Krone hatten. Und auch ein Gefangenenausbruch beschäftigt die Polizei. Jetzt gilt es, die etwaigen Zusammenhänge zu erkennen…

Der schottische Autor Craig Russel hat mit „Auferstehung“ einen Thriller geschrieben, der in Hamburg spielt. Man hat jedoch den Eindruck, es könnte sich um seine Heimatstadt handeln, so gut sind seine Ortskenntnisse. Das ist mir sehr positiv aufgefallen, es ist schon ungewöhnlich. Sein Schreibstil ist flüssig, die Sätze klar und einfach zu lesen. Die Szenen der Nahtoderfahrung fand ich gut geschrieben und sehr interessant. Außerdem passen sie gut zur Story, in der es unter Anderem um die Gothic-Szene geht. Der Spannungsbogen wird relativ gut gehalten, im Mittelteil flacht er allerdings für mein Gefühl etwas ab. Zum Schluss wir es aber nochmals richtig spannend.

Das Cover ist düster gehalten, passend für einen Thriller. Die grünen Akzente fallen auf, das gefällt mir recht gut. Die einsame Person, die dort geht, löste bei mir direkt Unbehagen aus, da erwartet der Leser schon Unbill. Der Titel ist in jeder Hinsicht gut gewählt.

Ich hatte bisher noch kein Buch dieses Autoren gelesen, den Namen werde ich mir aber merken und bestimmt noch mehr von ihm lesen und auch die Verfilmungen ansehen.

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(83)

130 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

berlin, jugendbuch, is, attentat, anschlag

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alain, Margarete und Cliff leben von Kindheit an im selben Haus in Berlin. Eine enge Freundschaft verbindet die drei sehr unterschiedlichen Charaktere: Alain, den sensiblen Künstler, Margarete, die Bodenständige und Cliff, den eine dunkle Aura umgibt. In ihrer Jugend driften sie langsam auseinander, Cliffs dunkle Seite tritt mehr in den Vordergrund. Schließlich tritt er zum Islam über und gerät an eine radikale Gruppe, die ihn gerne aufnimmt. Alain und Margarete kommen nicht mehr an ihn heran. Dann verbringt er ein Jahr im Nahen Osten und die Freunde befürchten schon das Schlimmste. Doch nach einem Jahr ist er wieder da, und seine Freunde fragen sich, ob er den IS endgültig hinter sich gelassen hat…

Die Autorin Antonia Michaelis beschreibt in ihrem sehr aktuellen Buch „Die Attentäter“ wie ein junger Mensch, dem ein richtiger Halt in seinem Leben fehlt, zu einem leichten Opfer von extremistischen Vereinigungen jeglicher Art werden kann. Der sehnliche Wunsch, „dazu zu gehören“ und Bestätigung zu erfahren, macht es leicht, ihn zu rekrutieren. Denn in solch einer Gruppe wird jedem gesagt, was er zu tun hat, es gelten Regeln, die jeder zu beachten hat und der Alltag ist durchstrukturiert, das gibt Halt und Handlungssicherheit. Die hehren Ziele tun ihr Übriges, diese meist jungen Leute völlig zu radikalisieren. Das macht uns die Autorin hier sehr klar, ebenso wie die Hilflosigkeit der Freunde, die trotzdem an Cliff und seine Menschlichkeit glauben. Das Buch ist gerade auch durch den realen und sehr aktuellen Hintergrund (Terroranschläge in Paris) spannend und erschreckend. Der Schreibstil der Autorin hat stellenweise etwas fast Poetisches, er ist aber leicht und flüssig lesbar. Die Spannungskurve konnte allerdings nicht über alle 447 Seiten konstant gehalten werden, im Mittelteil gab es einige wenige Längen. Trotzdem ist es ein sehr lesenswertes und ungewöhnliches Buch!

Das Cover finde ich nicht ganz so toll, es soll wohl eine Explosion darstellen, da gefällt mir die Abbildung mit dem Titel auf dem Schutzumschlag besser, die hier abgebildeten Flügel und Federn haben mehr Bezug zum Buch. Außerdem gefallen mir die Farben besser. Der Titel ist passend.

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(26)

44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

rassismus, usa, polizeigewalt, demonstration, intoleranz

Nichts ist okay!

Jason Reynolds , Brendan Kiely , Klaus Fritz , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423650243
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rashad, ein 16jähriger schwarzer Junge, wird Zufallsopfer polizeilicher Willkür. Er wird brutal zusammen geschlagen und kommt mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Quinn, ein ebenfalls 16jähriger Junge, allerdings weißer Hautfarbe, hat das Geschehen beobachtet und entsetzt festgestellt, dass der prügelnde Polizist ein guter Bekannter von ihm ist, der Bruder einer seiner besten Freunde. Nun ringt er mit sich, ob er sein Wissen weiter geben soll oder sich hinter seinen väterlichen Freund stellt. Und im Umfeld der beiden Protagonisten schlagen die Wellen hoch: Wer stellt sich auf wessen Seite? Wird diese Geschichte die Beziehungen unter den Jugendlichen nachhaltig verändern?

Die Autoren Jason Reynolds und Brendan Kiely haben mit "Nichts ist okay" ein außergewöhnliches Buch geschrieben. Schon der Schreibstil ist besonders: abwechselnd erzählen Rashad und Quinn über das Geschehen, das macht es dem Leser möglich, verschiedene Standpunkte und auch Entwicklungen mit zu erleben. Das Verhalten der meisten, allerdings nicht aller, Personen kann man nachvollziehen, genau wie im richtigen Leben. Durch die hohe Aktualität des Themas bekommt das Buch eine besondere Brisanz, zu oft liest man von rassistisch motivierten Übergriffen in den USA. Die beiden Protagonisten sind mit ihrer Wut, ihrer Zerrissenheit und auch ihren Selbstzweifeln und der Suche nach Erklärungen starke Charaktere, deren Entwicklungen in dieser einen beschriebenen Woche bemerkenswert sind.

Das Cover hat mich nicht so angesprochen, ich empfinde es als etwas nichtssagend. Der Titel dagegen gefällt mir sehr gut, er passt zum Buch.

Ich empfehle das Buch gerne für Jugendliche und Erwachsene weiter.

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(151)

272 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 39 Rezensionen

drachen, fantasy, cornelia funke, kinderbuch, drache

Drachenreiter

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.01.2014
ISBN 9783841502643
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Silberdrache Lung macht sich zusammen mit Schwefelfell, einem Koboldmädchen, und dem Waisenjungen Ben auf die Suche nach dem „Saum des Himmels“. Hier sollen der Sage nach Drachen leben, die sich vor dem schrecklichen Ungeheuer Nesselbrand in Sicherheit bringen mussten. Lung versucht diesen Ort zu finden um zu sehen, ob es ihn wirklich gibt und ob dort eventuell für die Drachen, mit denen er zusammen lebt, ein Rückzugsort vorhanden ist. Denn auch diese Gruppe Drachen muss fliehen – vor den Menschen, die ihr Tal fluten wollen. Eine aufregende und gefährliche Reise beginnt und der Leser lernt wundersame Fabelwesen kennen.

„Drachenreiter“ von Cornelia Funke ist ein 448 Seiten starkes spannendes Buch, nicht nur für Kinder. Auch Erwachsene, die sich darauf einlassen können und wollen, haben die Möglichkeit sich wunderbar in das Reich der Drachen und Zwerge hinein zu träumen. Der Schreibstil ist klar, flüssig und sehr gut verständlich, also durchaus kindgerecht. In diesem Buch kommt es kaum zu echter Gewalt, trotzdem ist immer eine unterschwellige Spannung vorhanden. Der Drache und seine Reiter haben sehr unterschiedliche Charaktere, doch sie sind alle äußerst liebenswert, mutig und klug. Die Wesen, auf die diese drei in der Geschichte treffen, sind im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaft und jedes hat einen ganz speziellen, nicht immer guten Charakter, der von der Autorin sehr schön herausgearbeitet wird. Cornelia Funkes Erzählweise lässt wunderbare Bilder im Kopf des Lesers entstehen.

Das Covergefällt mir ebenfalls sehr gut, auch wenn mich der rote Bestseller-Aufkleber schon ein wenig stört. Die Figuren sind schön gestaltet und der Schriftzug hat einen Wiedererkennungseffekt. „Drachenreiter“ ist ein Titel, der die Geschichte auf den Punkt bringt.

Für mich war dies das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe, doch es werden mit Sicherheit weitere folgen. Rundum gelungen!

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

kinderbuch, stinktier, krimi, kinderkrimi, comic

Flätscher - Die Sache stinkt

Antje Szillat , Jan Birck , Jan Birck
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423761567
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Flätscher, ein sehr selbstbewusstes und unglaublich cooles Stinktier, möchte eine Detektei gründen. Da kommt ihm Theo, der ihn vor einem wütenden Koch gerettet hat, gerade recht, denn der möchte ebenfalls gerne Detektiv sein. So eröffnen die beiden ihre Hinterhof-Detektei. Und der erste Fall, der es in sich hat, lässt nicht lange auf sich warten. Da sind die beiden Spürnasen gefordert...
Dieses tolle Kinderbuch "Flätscher - Die Sache stinkt" hat nicht nur meine Tageskinder im Grundschulalter überzeugt, auch ich musste beim Lesen und auch Vorlesen manches Mal schmunzeln. Flätscher ist aber auch einfach zu cool! Die Autorin Antje Szillat hat hier eine liebenswerte Figur geschaffen, die sehr menschliche Züge trägt. Auch Theo ist ein sympathischer Junge, den man sofort ins Herz schließt. Die tollen Illustrationen von Jan Birck machen dieses Buch zu einem sehr gelungenen Gesamtwerk, dass ich mit gutem Gewissen und gerne weiter empfehle.
Das Cover ist sehr schön gestaltet, hier lernt man Flätscher und Theo schon ein wenig kennen. Und der Titel passt natürlich hervorragend zu einem Stinktier - Krimi! Das Tüpfelchen auf dem i ist dann noch das beiliegende Sticker - Lesezeichen!
"Flätscher" ist einfach nur ein witziges und spannendes Buch! Ich hoffe jetzt schon auf weitere Fälle für dieses Duo.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

briefe, kinderbuch, 1. klasse, kinder, ole der hund

Pfeffer, Minze und das Schulgespenst

Irmgard Kramer , Petra Eimer
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 25.07.2016
ISBN 9783785582596
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Pfeffer, Olli und Paula sind gerade erst seit drei Wochen in der Schule, da entdecken sie an der Tafel in ihrem Klassenraum einen Brief! Von einem Schulgespenst! Gut, dass Paula schon ein wenig lesen kann und den Brief entziffert. Die drei lassen den Brief lieber verschwinden, damit ihre junge Lehrerin keinen Schrecken bekommt. Doch am nächsten Tag ist ein neuer Brief da und diesmal liest ihn die ganze Klasse und alle schreiben darauf hin dem Gespenst zurück. Doch durch einige Verstrickungen bekommen unsere drei Hauptpersonen den sehr traurigen Brief einer Mitschülerin zu lesen und beschließen, ihr zu helfen. Ob es gelingt?

„Pfeffer, Minze und das Schulgespenst“ von Irmgard Kramer ist ein liebenswertes Kinderbuch für Leser Im Grundschulalter. Die Protagonisten sind sehr sympathische Kinder, die ihre Lehrerin verehren, vor Allem Pfeffer liebt sie sehr und möchte ihr das auch zeigen. Die Geschichte ist in einer kindgerechten flüssigen Sprache geschrieben. Auch zum Vorlesen ist dieses Buch gut geeignet. Die Illustrationen von Petra Eimer sind liebevoll und bunt gestaltet und recht realistisch. Einzig die wenigen Anspielungen auf z.B. den kurzen Rock und großen Ausschnitt einer jungen Frau empfinde ich für ein Kinderbuch  nicht passend.

Das Cover gefällt mir gut, die drei Hauptfiguren wirken direkt sympathisch. Der Titel passt auch super.

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(181)

341 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

thriller, folter, mord, interpol, mark roderick

Post Mortem - Tränen aus Blut

Mark Roderick
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.02.2016
ISBN 9783596031429
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Avram Kuyper ist ein Profi-Killer, eigentlich eiskalt, doch als ihn ein Hilferuf seines Bruders erreicht, reagiert er sofort und fährt zu seinem Elternhaus. Doch die Familie seines Bruders ist verschwunden. Avram versucht alles, um heraus zu finden, was passiert ist und stößt dabei auf skrupellose Verbrecher. Zeitgleich ermittelt Emilia Ness, eine Interpol-Agentin, in einem mysteriösen Todesfall. Der Tote hatte ihr eine persönliche Nachricht geschickt.

"Post Mortem - Tränen aus Blut" ist ein Thriller aus der Feder Mark Rodericks. Ich kannte diesen Autoren bisher noch nicht, das Lesen dieses Buches hat mir einen deutschen Thriller Autoren nahe gebracht, von dem ich gerne noch mehr lesen möchte. Die Protagonisten sind klar gezeichnet, aber keiner ist ein "Superman", so wird die Geschichte realistischer. Ein Killer als Ermittler ist ja auch mal was Neues. Dieser Killer aber ist gar nicht mal so unsympathisch, er wirkt sogar sehr gefühlvoll. Allerdings erleben wir ihn hier ja auch nicht in seinem Beruf, sondern ganz privat. Auch Emilia ist kein perfekter Charakter, sie hat durchaus auch ihre Schwächen, obwohl mir ihre erotischen Ambitionen doch manchmal ein bisschen zuviel des Guten waren. Der Autor versteht es, den Spannungsbogen recht gut über das ganze Buch zu halten, das Finale ist natürlich besonders spannend.

Das Cover ist toll, diese erhabenen Tropfen, die man erfühlen kann, machen es zu etwas Besonderem. Die Farbgebung ist eher zurück haltend, nur einige "Blutspritzer" stechen ins Auge. Der Titel passt und macht neugierig.

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(218)

321 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 112 Rezensionen

thriller, robert hunter, los angeles, chris carter, mord

I Am Death - Der Totmacher

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548287133
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Robert Hunter ermittelt zusammen mit seinem Partner Garcia in einer seltsamen, blutigen Mordserie in Los Angeles. Die Opfer werden grausam gequält und sterben schreckliche Tode. Allerdings ist die Vorgehensweise des Täters immer anders. Das irritiert die Ermittler und erschwert ihre Arbeit ungemein. Nur Eines haben alle Morde gemein: die Botschaft des Mörders: "Ich bin der Tod". Und das sollte man nach den tödlichen Ereignissen ernst nehmen...
Der neue Band "I Am Death. Der Totmacher" der Robert-Hunter-Reihe vom Autoren Chris Carter fügt sich nahtlos in diese Serie ein: grausam, blutig und spannend bis zum überraschenden Schluss. Robert Hunter ist ein sympathischer, menschlicher Ermittler, der für die Lösung des Falls bis an seine Grenzen geht. Sehr gut gefällt mir, dass in diesem Band sein Kollege Garcia auch mit guten Leistungen auffällt, sich etwas aus Hunters Schatten heraus arbeitet. Für die Lösung dieses Falls lässt der Autor (Forensischer Psychologe) wieder sein psychologisches Wissen in die Geschichte einfließen, mit einigen Aha-Erlebnissen für den Leser. Der Spannungsbogen wird über die gesamte Länge des Buches (384 Seiten) gehalten und führt dazu, dass dieses Buch in kurzer Zeit gelesen ist.
Für mich war dieser Thriller nicht ganz so gut wie sein überragender Vorgänger (Die stille Bestie), aber es reicht doch für fünf Sterne. Für zart besaitete Leser ist dieses Buch allerdings nicht zu empfehlen, das Kopfkino zeigt einem wirklich schreckliche Bilder!
Das Cover passt sehr gut in die Reihe dieser Thriller, sie sehen sich fast ein wenig zu ähnlich. Der Titel passt!

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242 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 161 Rezensionen

thriller, familie, jenny milchman, night falls, mord

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

Jenny Milchman , Marie Rahn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sandra, Ben und Ivy Tremont leben einsam in einem absoluten Traumhaus, auch wenn die 15jährige Ivy das nicht immer so sieht. Sie befindet sich gerade auf einem pubertären Konfrontationskurs gegen ihre Eltern und ist mit sich und der Welt unzufrieden. Doch dann geschieht etwas Unfassbares: Die Familie wird Opfer eines brutalen Überfalls und wird in ihrem eigenen Haus von zwei entflohenen Straftätern drangsaliert. Nur langsam wird klar, dass die beiden wohl nicht ganz grundlos im Haus der Tremonts gelandet sind...
"Night Falls - Du kannst dich nicht verstecken" ist das erste Buch, das ich von der Autorin Jenny Milchmann gelesen habe. Es hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, es ist flüssig und spannend geschrieben. Vor Allem zum Schluss nimmt die Geschichte nochmals richtig an Fahrt auf und lässt dem Leser kaum eine Chance, das Buch aus der Hand zu legen. Leider weist es im mittleren Teil ein paar Längen auf, die jedoch durch das kurzweilige Finale fast vergessen gemacht werden. Die Protagonisten sind klar gezeichnet, jedoch nicht übermäßig sympathisch, was mich aber nicht stört, man muss ja auch im realen Leben nicht jeden mögen... Etwas nervig fand ich allerdings die Beziehungskonflikte zwischen den Familienmitgliedern, die waren irgendwie unpassend.
Das Cover, ein verfallenes Haus in einsamer Gegend, finde ich sehr gut, vor Allem auch mit dem immer kleiner werdenden Titel darauf. Das Wort "verstecken" scheint sich verstecken zu wollen. Der Titel wirkt etwas reißerisch, ist aber ganz ok.
Mein Fazit zu diesem hoch gehandelten Buch: Es ist durchaus lesenswert, vielleicht wären ein paar Seiten weniger mehr gewesen, nicht alles, was geschrieben wurde, war für die Plausibilität der Geschichte zwingend notwendig. Trotzdem fand ich es spannend und empfehle es gerne weiter!

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friedhof, krimi, georgien, gesine cordes, findelkind

Fuchskind

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548612515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gesine Cordes arbeitet als Friedhofgärtnerin, sie ist aber auch ehemalige Polizistin. An einem grauen Herbsttag entdeckt sie auf "ihrem" Friedhof ein schreiendes Baby. Sie gerät fast in Panik, hat sie doch zehn Jahre zuvor ihren Sohn durch ein Unglück verloren. Und nun dieses Baby, das scheinbar um sein Leben kämpft. Gesine tut alles, um dieses junge Leben zu retten. Dann wird auch noch in unmittelbarer Nähe zum Friedhof eine Frauenleiche gefunden, da liegt der Verdacht nahe, dass es zwischen diesen beiden Vorfällen eine Verbindung gibt. Gesine kann nicht anders, sie muss den Dingen auf den Grund gehen und trifft dabei auf ihren Exmann, dem sie auf Grund ihrer schrecklichen gemeinsamen Erinnerungen an den Tod des Sohnes lieber aus dem Wege gehen würde.

Die Autorin Annette Wieners hat mit "Fuchskind" den zweiten Krimi mit Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes als Hauptperson herausgebracht. Wie auch der erste Roman ist dieser flüssig geschrieben und damit schnell zu lesen. Gesine ist eine sympathische Protagonistin, auch wenn man als Leser nicht immer jede ihrer Handlungen nachvollziehen kann. Die Polizei, im Besonderen Kommissarin Marina Olbert, ist  immer mal wieder auf Gesines Mithilfe angewiesen, manchmal ist diese Zusammenarbeit doch ein wenig zu viel des Guten und wirkt etwas unrealistisch. Der Autorin gelingt es aber trotzdem durchaus, langsam Spannung aufzubauen und auch bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Zum Ende hin gewinnt das Buch meiner Meinung nach noch an Spannung und wenn dann die Zusammenhänge und die Hintergründe klar werden, ist man als Leser von der Komplexität der Handlung überrascht.

Ich denke, man kann dieses Buch auch ohne Verständnisschwierigkeiten lesen, wenn man den ersten Band nicht kennt, einfacher ist es natürlich, wenn man die Vergangenheit von Gesine schon kennt.

Das Cover finde ich schön, es wirkt ruhig und irgendwie beschaulich. Der Titel "Fuchskind" passt sehr gut zum Buch und ist kurz und knapp, wie es sein sollte.

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thriller, hades, candice fox, australien, sydney

Hades

Candice Fox , Anke Caroline Burger , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.05.2016
ISBN 9783518466735
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hades Archer ist eine Größe in Sydneys Unterwelt. Er lebt an einer riesigen Müllhalde und geht hier einem besonderen Geschäft nach: Er lässt "lästige" Leichen gegen Bezahlung spurlos verschwinden. Doch er hat durchaus auch einen Sinn für Gerechtigkeit: Eines Tages werden ihm zwei vermeintliche Kinderleichen gebracht, doch die beiden sind noch am Leben. Hades pflegt sie gesund und erzieht sie, bis sie es sogar zu Top-Cops der Mordkommission in Sydney bringen. Doch die beiden haben eine etwas eigenwillige Auffassung von Gerechtigkeit.

"Hades" ist ein Thriller der australischen Autorin Candice Fox. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, das macht die Geschichte abwechslungsreich und lässt den Leser mit den jeweiligen Protagonisten, soweit möglich, mitfühlen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich schnell und verständlich lesen. Der Autorin gelingt es, eine düstere Stimmung herzustellen, die mit einer Spannung einhergeht, die bis zum Ende anhält. Die Verbrechen, um die es in diesem Buch hauptsächlich geht, sind brutal und in ihrer Kaltschnäuzigkeit überraschend. Doch sie regen auch zum Nachdenken an: Kann man mit Geld wirklich alles kaufen? Wie weit würde man selber gehen, um einem geliebten Menschen das Leben zu retten? Sicher nicht so weit, wie einige Akteure in diesem Buch... Mir hat dieses Szenario sehr gut gefallen und ich finde diesen Thriller sehr spannend und durchaus originell.

Das Cover, Hades, Eric und Eden über "ihrer" Stadt finde ich passend. Der Titel ist knapp und bezeichnend. Ich hätte eventuell noch ein Ausrufezeichen (Hades!) hinzugefügt. Da dies der erste Band einer Trilogie ist, freue ich mich schon auf die Folgebände.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Lebt

Orkun Ertener
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596196517
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Can Evinman ist Ghostwriter und arbeitet an der Biographie der Schauspielerin Anna Roth. Im Zuge dieser Arbeit entdeckt er Hinweise auf seine eigene geheimnisvolle Lebensgeschichte.  Als Achtjähriger verliert er seine Eltern durch einen angeblichen Unfall, danach wächst er im Heim und in einer Pflegefamilie auf, zu der er später den Kontakt abbricht. Seine Eltern waren türkische Juden, so dass ihn und Anna seine Recherchen auch nach Istanbul führen, doch nicht nur dorthin: auch in Frankreich und Griechenland hoffen sie auf Hinweise auf Cans Familie und deren Verbleib.

Der Roman führt den Leser unter anderem zurück in die Zeit des zweiten Weltkriegs, hier wird vor einem realen geschichtlichen Hintergrund ein spannendes Szenario erstellt. Es gibt viele Verwicklungen zwischen den Familien, aber auch zwischen damals und der heutigen Zeit, zwischen Juden, Muslimen und Christen. Es ist schon ein sehr komplexes Werk, aber bis auf die ersten Seiten spannend zu lesen. Am Anfang hatte ich Probleme mit den langen teilweise verschachtelten Sätzen, die ich nicht immer im ersten Anlauf verstanden habe. Dann aber wurde das Buch doch einfacher und flüssiger zu lesen und hat mich damit auch überzeugt.

Das Cover finde ich ok, es fällt allerdings nicht besonders auf.

Auf Grund des etwas langatmigen Einstiegs gibt es von mir 4 von 5 Punkten.

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93 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

wien, krimi, serienmörder, carlotta fiore, theresa prammer

Mörderische Wahrheiten

Theresa Prammer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783471351376
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carlotta Fiore arbeitet als Kaufhausdetektivin in Wien. Sie hat auch schon eine wenig erfolgreiche Karriere als Opernsängerin und eine abgebrochene Polizistenausbildung hinter sich. Ihre Familienverhältnisse sind etwas verworren, sie vermutet, die entführte Tochter von Konrad, einem Polizisten, zu sein. Der hat über ein Jahr im Koma gelegen und wird nun, direkt nach seinem Erwachen, mit einem mysteriösen Fall konfrontiert, der dem Fall eines Serienmörders ähnelt, den Konrad vor zwanzig Jahren bearbeitet hat. Doch er kann sich an nichts erinnern... Carlotta versucht mit ihm und der Wiener Polizei Licht ins Dunkel um diesen Fall zu bringen.

Theresa Prammer hat mit "Mörderische Wahrheiten" einen spannenden Krimi geschrieben. Ihr flüssiger Schreibstil trägt dazu bei, dass man dieses Buch schnell liest, obwohl es mit fast 500 Seiten doch recht umfangreich ist. Witzig finde ich, dass man an der Sprache doch merkt, dass die Schriftstellerin aus Österreich kommt, ab und zu "stolperte" ich über für mich ungewöhnliche Ausdrücke. Durch einige unvorhersehbare Wendungen wird das Buch nicht langweilig und bleibt bis zum überraschenden Ende spannend. Die Protagonisten sind interessant, wenn auch nicht nur sympathisch, aber das muss ja auch nicht sein, das ist im realen Leben leider auch nicht anders. Einziges Manko war die, wie ich finde, etwas unrealistische Darstellung der Arbeitsweise der Polizei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es möglich ist, jemanden, der gerade aus dem Koma erwacht ist, und seine vermeintliche Tochter so in die Polizeiarbeit einzubinden. Aber - wer weiß... Ansonsten kann ich dieses Buch gerne weiter empfehlen.

Das Cover finde ich für einen Krimi ungewöhnlich, aber schön und auffällig. Der Titel ist passend gewählt.

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vergewaltigung, thriller, manipulation, wendy walker, therapie

Dark Memories - Nichts ist je vergessen

Wendy Walker , Verena Kilchling
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 23.06.2016
ISBN 9783651025424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alan Forrester arbeitet als Psychiater im beschaulichen Fairview. Seiner 16jährigen Patientin Jenny wurde nach einer Vergewaltigung ein Medikament verabreicht, das ihre Erinnerung an das Verbrechen auslöscht. Doch nun hat sie mit den Folgen zu kämpfen - ohne das Wissen darum, was eigentlich passiert ist. Alan versucht ihr ihre Erinnerung zurück zu geben. Doch was wird dabei ans Tageslicht kommen? Abgründe tun sich auf...
"Dark memories - Nichts ist je vergessen" , ein Roman der Autorin Wendy Walker, ist ein überraschendes Buch. Angekündigt als Thriller erfüllt es diese Erwartungen meines Erachtens nicht. Vielleicht könnte man es passender als Psyhoroman beschreiben. Schon die Erzählweise ist ungewöhnlich: Alan Forrester berichtet über seine Arbeit. Dabei ist die Sprache manchmal recht klinisch, was mich persönlich gerade in der ersten Hälfte des Buches doch etwas gestört hat. Zudem kommt dort auch noch keine rechte Spannung auf, das ändert sich erst zum unerwarteten Ende hin. Der Schluss ist der Autorin gut gelungen, die verschiedenen Stränge fügen sich dann doch zu einem nachvollziehbaren Ganzen zusammen. Die Thematisierung dieses Medikamentes, dessen wissenschaftliche Erforschung übrigens Tatsache ist, in einem Roman finde ich sehr gelungen, sie regt den Leser zum Nachdenken über ein solches Szenario an. Die vielen Einblicke in die Arbeit eines Psychiaters sind auch recht interessant, meiner Meinung nach war es aber etwas zu viel davon, als Leser hätte ich mir mehr spannende Handlung gewünscht.
Das Cover gefällt mir sehr gut, es deutet auf ein spannendes Buch hin. Die Buchstaben sind wie Schlitze gestaltet, die in das Dunkel Erinnerungsfetzen hinein lassen. Auch der Titel beschreibt das Buch sehr gut.

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selbstmord, psychothriller, trunksucht, neuanfang, freiheit

Trügerische Freiheit: Psychothriller

Anna Mattheo
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei null, 01.11.2015
ISBN B017HI54MG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Thomas Kornfeld entflieht seinem langweiligen, tristen Eheleben, indem er seinen Selbstmord vortäuscht. Er taucht mit einer neuen Identität in Amsterdam unter. Hier trifft er auf Carin, in die er sich verliebt. Erst spät erfährt er von ihrer Drogensucht und ihrem Job als Callgirl. Das verkraftet Thomas nur schwer, doch nach Carins Entzug scheint sich alles zum Guten zu wenden. Doch es kommt anders...
Anna Mattheo hat mit "Trügerische Freiheit" ein Buch vorgelegt, das sich nur schwer einem Genre zuordnen lässt. Es hat Anteile eines Thrillers, doch ist es auch eine Erzählung. Die Geschichte ist grob in drei Teile gegliedert: die Zeit vor Carin, die mit Carin und die nach Carin. Erzählt wird aus Thomas´ Sicht, was dem Leser tiefe Einblicke in seine (etwas problematische) Psyche gibt. Manchmal versteht man  seine Handlungen und Gefühle ganz gut, besonders im ersten Teil waren sie für mich oft nachvollziehbar. Doch Thomas macht im Laufe der Geschichte einige Wandlungen durch, bis er zu einem nicht mehr sehr sympathischen Protagonisten wird. Anna Mattheos Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen, obwohl es immer wieder Rückblicke innerhalb der Geschichte gibt, sie also nicht durchgehend in einer Zeit angesiedelt ist. Doch das wurde geschickt aufgebaut, so dass die Zeitsprünge nicht stören und plausibel sind.  Der Autorin gelingt es, immer wieder Spannung aufzubauen, auch wenn der Spannungsbogen nicht ganz gehalten werden kann.
Das Cover stimmt melancholisch, ich finde es ganz gut, es fällt auf. Der Titel ist sehr gut gewählt, passt zum Inhalt.

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100 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

münchen, krimi, mord, obdachlose, andreas föhr

Eisenberg

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.06.2016
ISBN 9783426653968
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rachel Eisenberg ist eine erfolgreiche Anwältin. Sie soll einen Obdachlosen verteidigen, der verdächtigt wird, eine junge Frau grausam ermordet zu haben. Doch die erste Begegnung mit ihrem Mandanten ist eine Überraschung: Der Verdächtige ist ihr früherer Lebensgefährte, ein ehemals renommierter Physik-Professor. Wie konnte er nur in diesen schrecklichen Verdacht geraten? Doch dann legt er ein Geständnis ab. Rachel versucht ihn dazu zu bewegen, es zu widerrufen, denn sie ist von seiner Unschuld überzeugt...


Der Krimi "Eisenberg" von Andreas Föhr ist eine sehr spannende Lektüre, in der mal eine Anwältin die Hauptprotagonistin ist. Rachel ist ungeheuer zielstrebig in ihrem Beruf, was ihr nicht nur Freunde bringt, aber sie ist auch oft sehr mitfühlend anderen Menschen gegenüber. Im Großen und Ganzen ist sie eine sympathische Person, mit der sich der Leser recht gut identifizieren kann. Auch die anderen Charaktere sind gut beschrieben und wecken beim Leser Gefühle, sowohl positive als auch negative. Die Handlung ist sehr spannend, es gibt einige unerwartete Wendungen, diese lassen keine Langeweile aufkommen, der Autor schafft es, den Spannungsbogen über die ganzen gut 500 Seiten dieses Buches zu halten.


Das Cover hat mir nicht ganz so gut gefallen, es fällt nicht besonders auf. Auf Grund des Titels "Eisenberg" hätte ich dieses Buch im Geschäft sicher nicht näher angeschaut, den Namen kennt man ja noch nicht... Aber man sollt ihn sich merken, denn das Buch ist absolut lesenswert und bekommt von mir fünf Sterne! Ich kann es mit gutem Gewissen weiter empfehlen.

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raf, terror, deutschland, drogen, erpressung

RAF - 1. Generation

Stefan Schweizer.
Buch: 300 Seiten
Erschienen bei SWB Media Publishing, 09.03.2012
ISBN 9783942661799
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Harald Grass kämpft als Staatsschützer Anfang der 70er Jahre gegen die RAD, eine linksterroristische Vereingung. Diese versetzt Deutschland mit blutigen Bombenattentaten in Angst und Schrecken. Die Anführer Arzt, Steinhoff und Gänslin beseitigen skrupellos alles und jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Grass versucht alles, um diese Barbarei zu stoppen und die Attentäter dingfest zu machen. Doch auch der Staatsschützerhar seine sehr dunklen Seiten...
Stefan Schweizer beschreibt in seinem Krimi "RAD 1. Generation" den Beginn einer Linksterror - Welle in Deutschland, und das immer nahe an der Realität. Als Leser bekommt man einen guten Eindruck davon, wie Menschen verachtend diese Terroristen zu Werke gehen, wie brutal sie sich gegen diese Gesellschaft wenden. Aber auch die Verlogenheit und die Widersprüche in ihren Aussagen werden klar. Doch auch Harald Grass als Ermittler ist beileibe kein Sympathieträger, seine Haltung Frauen gegenüber, seine Gewaltbereitschaft und der Drogenkonsum schrecken ab. Dieses Buch ist keine geeignete Lektüre für zart besaitete Gemüter, es geht schon mal brutal zu Werke und die Sprache ist auch schon mal deftig. Außerdem sollte man schon ein Grundinteresse an Politik haben. Manchmal hat die Geschichte fast dokumentarische Passagen, als Leser hat man den Eindruck, dass der Autor sehr gut recherchiert hat. Das hat mich bei diesem Buch besonders beeindruckt.
Das Cover passt sehr gut zum Buich, der Titel lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

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