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295 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 134 Rezensionen

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Blutrausch - Er muss töten

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783548289533
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In ihrem neunten Fall bekommen es Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia mit einem ganz speziellen Serienmörder zu tun. Sein  jüngstes Opfer ist eine schöne junge Frau, die als Model arbeitete. Nun aber liegt sie, brutal verstümmelt, vor den Detectives. In ihre Haut wurde eine Botschaft geritzt: „Schönheit umgibt sie“. Jetzt setzt das Team, zu dem nun auch noch zwei FBI-Agenten stoßen, alles daran, diese Botschaft zu entschlüsseln. Es scheint der einzige Weg zum Täter zu sein. Doch die neuen Arbeitskollegen müssen erstmal zueinander finden und am gleichen Strang ziehen. Wenn das nicht gelingt, wird die Suche nach dem Täter unnötig erschwert. Da heißt es also: “Zusammenraufen und das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verlieren“.

Der amerikanische Autor Chris Carter hat mit „Blutrausch – Er muss töten“ wieder einen spannenden Thriller der Robert Hunter Reihe geschrieben. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und nüchtern, die Handlung blutig und brutal – eben ein echter Thriller. Der Spannungsbogen wird gut gehalten bis zum etwas überraschend schnellen Ende. Hunter ist auch hier wieder , man kann es nicht anders bezeichnen, ein Superman, der alles kann – intelligent, attraktiv, nett. Vielleicht doch etwas zu viel des Guten, etwas weniger Perfektion wäre realistischer. In diesem Band hat mir Garcia mit seinem triefenden Sarkasmus besonders gut gefallen. Die Einteilung in kurze Kapitel (104 auf 445 Seiten) finde ich sehr gut, man hat beim Lesen den Eindruck, es geht schnell voran. Das 104. Kapitel lässt auf einen baldigen neuen Band der Reihe hoffen, darauf kann man sich als Thrillerfan nur freuen.

Das Cover kommt diesmal ganz ohne die bisher obligatorische Farbe Rot aus, dieses Mal herrscht lila vor. Ansonsten passt die Covergestaltung gut in die Reihe der bisherigen Bände. Der Titel ist, wie immer, reißerisch, passend für das Genre.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

Pfad der Lügen

Lucy Dawson , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783404177301
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Mutter Sally wacht eines Morgens am Rand einer Klippenlandschaft in einem Taxi auf, ohne jede Erinnerung, wie sie an diesen 250 Meilen von ihrem Zuhause entfernten Ort gekommen ist. In ihrer Tasche befindet sich ein von ihr geschriebener Abschiedsbrief und das passende Geld für das Taxi findet sie dort ebenfalls. Wollte sie wirklich Selbstmord begehen? Sally ist überzeugt, dass das nicht wahr sein kann und versucht herauszufinden, was wirklich in dieser Nacht passiert ist. Ihre Familie jedoch glaubt eher an die Selbstmordabsicht, das erschwert natürlich Sallys Such nach der Wahrheit. Oder war sie doch so von ihrem anstrengenden Alltagsleben überfordert, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen wollte?

Die britische Bestsellerautorin Lucy Dawson hat mit „Pfad der Lügen“ einen neuen Thriller geschrieben. In einem sehr gefälligen, flüssigen Schreibstil erzählt sie eine leider etwas langatmige Geschichte. Der Spannungsbogen als solcher ist nicht vorhanden, es ist eher eine Linie mit ein paar Ausreißern nach oben. Viel wird über den Stress einer jungen Mutter mit zwei Kindern berichtet, sicherlich eine unumstößliche Tatsache, gehört in dem Ausmaß für mich aber nicht in einen Thriller. Die Protagonisten handeln teils nicht nachvollziehbar, das macht manche Passage etwas unrealistisch. Dieses Szenario zieht sich leider durch die komplette Geschichte, so dass ich Probleme hatte, mit irgendeiner handelnden Person mitzufühlen. Nur dem einfach zu lesenden Schreibstil ist es zu verdanken, dass man als Leser sehr schnell durch das Buch liest, ein dicker Pluspunkt für die Autorin.

Das Cover wirkt düster und bedrohlich, es passt sehr gut zum Klappentext, der mich übrigens sehr neugierig auf diesen Thriller gemacht hatte. Der Titel hebt sich nicht von anderen Titeln in diesem Genre ab, gefällt mir aber recht gut.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Todeslüge: Eine mörderische Affäre

Dörte Jensen
E-Buch Text: 188 Seiten
Erschienen bei null, 01.08.2018
ISBN B07G49QC38
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hermann Spengler ist ein skrupelloser Politiker, der für die „Neuen Werte“ steht, eine Partei, die an reale Gruppierungen in Deutschland erinnert. Ein Video, das ihn zeigt, wie er wirklich ist, bringt ihn in Zugzwang – er wird damit erpresst. Doch das lässt sich ein Politiker seines Schlages natürlich nicht bieten, er setzt seinen rücksichtslosen Leibwächter auf die Sache an – und der schreckt nicht mal vor Mord zurück. Schlechte Aussichten also für die Modedesignerin Wiebke Dierksen und ihre Freundin Ricarda, die ohne eigenes Zutun in dieses Dilemma geraten. Doch die beiden Frauen sind nicht die armen wehrlosen Opfer, die der Leibwächter gerne hätte, sie versuchen alles, dem Verbrecher zu entgehen und Spengler zu stoppen. Doch kann das gelingen, gegen einen so einflussreichen Feind?

Die Autorin Dörte Jensen, über die ich übrigens in diesem Buch weitergehende Informationen vermisst habe, hat mit „Todeslüge“ ein kurzweiliges Buch geschrieben, das ich jedoch nicht dem Genre Thriller zuordnen würde, wie es auf dem Cover geschehen ist. Für mich ist es eher ein etwas seichter norddeutscher Krimi ohne die Spannung und Überraschungen, die ich bei einem Thriller erwarte. Einige Szenen sind für meine Begriffe doch etwas unrealistisch, nicht alles ist nachvollziehbar. Dafür gibt es ein bisschen Liebelei, was mich nicht besonders anspricht. Allerdings schreibt Dörte Jensen in einem flüssigen Stil, der den Leser schnell durch das Buch eilen lässt. Das hat mir dann doch wieder gut gefallen. Wiebke und Ricarda sind sympathische, wenn auch etwas naive Protagonisten, Spengler der typische Böse, vielleicht etwas zuviel „Schublade“.

Das Cover gefällt mir gut, der Titel ist etwas reißerisch, aber gerade das hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht.

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Fünf plus drei

Arne Dahl , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.09.2018
ISBN 9783492058124
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Polizist Sam Berger wird beschuldigt, einen Mord begangen zu haben, deshalb ist er auf der Flucht. Doch der schwedische Geheimdienst spürt ihn auf – er braucht Sams Hilfe in einem undurchsichtigen Fall. Ein 17jähriges Mädchen befindet sich in der Gewalt des ehemaligen Geheimdienstlers Carsten, er versucht über das Mädchen Informationen von ihrem Vater zu bekommen. Denn hier geht es nicht um eine schnöde Lösegelderpressung, Carsten hat Kontakte zu terroristischen Organisationen und braucht für einen großen Deal diese brisanten Daten. Sam versucht alles, Carsten aufzuhalten und das Mädchen zu retten. Doch Carsten ist mit allen Wassern gewaschen , außerdem fehlt Sam seine Kollegin Molly, die nach einer Geiselnahme im Koma liegt.

Der hochgelobte schwedische Bestsellerautor Arne Dahl hat mit seinem Krimi „Fünf plus drei“ den dritten Band der Reihe um Sam Berger vorgelegt. Leider kenne ich die beiden Vorgängerbände nicht, das hat sich als etwas problematisch erwiesen. Ich konnte der Handlung nicht immer folgen, an manchen Stellen wäre das Wissen aus den ersten beiden Bänden sicher hilfreich gewesen. Gerade zu Beginn hat mich diese Tatsache gestört. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten, die sich allerdings schon ein gutes Stück ins Buch hineinzogen, wurde die Geschichte spannender und ereignisreicher. Allerdings wurde der Spannungsbogen nicht so gehalten, wie ich es erwartet habe. Der Schreibstil des Autors ist für einen Krimi ziemlich ungewöhnlich, irgendwo stand, er hätte „literarische Qualität“. Dem stimme ich gerne zu, die Sprache ist nicht so nüchtern, wie man es sonst in diesem Genre kennt, eher stellenweise etwas „blumig“, was mir aber gut gefallen hat.

Das düstere Cover mit dem bunten Schriftzug fällt auf, der Titel orientiert sich an den beiden Vorgängern und passt somit gut in die Reihe.

Das Buch konnte mich leider nicht komplett überzeugen, was aber durchaus mit meiner eventuell überzogenen Erwartungshaltung zu tun haben könnte.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Luckiest Girl Alive

Jessica Knoll , Kristiana Dorn-Ruhl
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736307131
Genre: Romane

Rezension:

Ani FaNelli hat einen glamourösen Job bei einer Modezeitschrift, keine Geldsorgen und ist mit einem adeligen, gut aussehenden, jungen Mann verlobt. Schon bald soll die rauschende Hochzeitsfeier stattfinden. Für alle Außenstehenden scheint sie eine sehr glückliche Frau mit einem perfekten Leben zu sein. Doch nun dreht sie einen Dokumentarfilm über ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugendzeit. Gelingt es ihr, trotzdem ihre heile Welt zu erhalten? Oder zerstören die Erinnerungen ihre mühsam errichtete Fassade?
Jessica Knoll beschreibt in ihrem Roman "Luckiest girl alive“ das Schicksal einer jungen amerikanischen Frau. Anfangs hatte ich ein wenig Mühe, mich in dieses Buch einzulesen, doch spätestens ab der zweiten Hälfte fand ich es sehr spannend. In Rückblenden wird über Anis Schulzeit berichtet, die nicht so harmonisch verlief, wie wir alle es uns für uns und unsere Kinder wünschen. Auch ihr Familienleben kann man sich durchaus einvernehmlicher vorstellen. Von den Ereignissen der Vergangenheit war ich sehr überrascht und betroffen, so hatte ich das nicht kommen sehen. Für mein Empfinden beschreibt die Autorin sehr empathisch die Gefühle der Protagonistin. Manches hätte Ani sicher durch vorausschauendes Handeln verhindern können, doch das soll keineswegs eine Entschuldigung für das Verhalten anderer Personen sein. Und so stellt es Jessica Knoll auch dar: Manche Verhaltensweisen sind unentschuldbar. Und dann kommt dieses schreckliche Inferno, das leider, gerade in den USA, immer wieder geschieht. Leider sehr aktuell. Mit ihrem flüssigen Schreibstil sorgt die Autorin für viel Spannung, die zum Ende hin stark zunimmt.
Das Cover mit der schwarzen Rose finde ich sehr edel und passend. Der englischsprachige Titel passt zum Buch, ich fände aber einen deutschen Titel besser. Ich kann dieses Buch weiter empfehlen, auch wenn ich den Einstieg nicht ganz so gelungen fand, gerade, wenn man sich für die Welt der Reichen und Schönen eher wenig interessiert

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

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Opfer

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel
Flexibler Einband: 329 Seiten
Erschienen bei Tropen, 02.09.2018
ISBN 9783608503708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Camille Verhoeven, Chef der Pariser Mordkommission, ermittelt in einem Verbrechen, das er eigentlich nicht bearbeiten dürfte: Seine Freundin Anne Forestier wurde bei einem brutalen Raubüberfall schwer verletzt. Auch danach wird sie verfolgt und bedroht. Camille setzt alles daran, Anne zu beschützen und die Verbrecher zu stellen und verstrickt sich dabei immer mehr in ein Netz aus Lügen, Rachegedanken und Angst. Kann es dem klein gewachsenen Kommissar wirklich gelingen fast im Alleingang diese abscheulichen Verbrechen aufzuklären? Und schafft er es, Anne vor dem skrupellosen Killer zu beschützen?

Der französische Autor Pierre Lemaitre hat mit „Opfer“ einen besonderen Thriller geschrieben. Schon der Protagonist ist auf Grund seiner geringen Körpergröße außergewöhnlich, aber auch sympathisch. Die Story ist etwas verworren, entwickelt sich aber mit einigen unvorhergesehenen Wendungen recht spannend – ich zumindest war von mancher Entwicklung sehr überrascht. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der Schreibstil. Anfangs fand ich den noch ganz in Ordnung, irgendwann war er aber für mich nervig. Es wird aus verschiedenen Perspektiven berichtet , das gefällt mir ja auch noch gut. Wenn aber plötzlich der Leser angesprochen wird, dann mag ich das nicht so gern. Zudem wirkt die Sprache manchmal etwas „lapidar“, besser kann ich es leider nicht beschreiben. Und dann gibt es noch angefangene Sätze, die nicht beendet werden – dieser Stil hat meinen Geschmack nicht so ganz getroffen. Das Cover dafür umso mehr: Das blutige Einschussloch in einer Glasscheibe fällt auf und passt gut zur Geschichte. Die schräge Anordnung der Buchstaben des Titels gefällt mir auch gut. Der Titel  „Opfer“ passt auch sehr gut, würde aber wahrscheinlich zu fast jedem Thriller passen.

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208 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

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Totenweg

Romy Fölck
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783785726228
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Frida ist Polizistin in Hamburg, eilt aber nach einem Hilferuf ihrer Mutter in ihre Heimat auf den elterlichen Obsthof in der Elbmarsch zurück: Ihr Vater wurde brutal zusammen geschlagen. Hier ermittelt nun Kriminalkommissar Haverkorn, der Frida noch von einem anderen Fall her kennt: Vor zwanzig Jahren wurde Fridas Freundin Marit kaltblütig ermordet, der Mörder wurde nie gefunden. Ein Verbrechen, das sowohl Frida als auch Haverkorn bis in die Gegenwart verfolgt, Frida, weil sie damals nicht die ganze Wahrheit gesagt hat, Haverkorn, weil er diesen Fall nicht lösen konnte. Und nun stehen sie sich wieder gegenüber, mit der alten Last und zusätzlichen neuen Sorgen.


Der Krimi „Totenweg“ aus der Feder der deutschen Autorin Romy Fölck ist der erste Band einer Serie um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Romy Fölck schreibt flüssig und schnörkellos, der Leser fliegt nur so durch das 380 Seiten starke Buch. Frida ist mit ihren Fehlern und Unsicherheiten eine sympathische Protagonistin, wie auch Haverkorn, der engagierte Kommissar. Die beiden haben ihr privates Päckchen zu tragen, das macht sie menschlich und das wird gut in die Geschichte eingearbeitet. Sie sind keine Superhelden, eher so die Menschen von nebenan. Die Spannung wird über einen großen Teil des Buches gehalten, es gibt einige unvorhersehbare Wendungen, sowohl was das Verbrechen angeht, als auch im privaten Bereich.


Das Cover zeigt eine typische norddeutsche Landschaft, ich hatte mir nach der Lektüre des Buches den „Totenweg“ etwas düsterer vorgestellt, hier wirkt er eher idyllisch. Der grellrote Titel weist dann schon eher auf den Krimi hin. Der Titel passt zur Geschichte und ist prägnant, also gut gewählt.


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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Der Kuss des Menschenfressers: Staatsanwalt Oberlins dritter Fall

J. J. Caesing
E-Buch Text: 186 Seiten
Erschienen bei null, 20.06.2018
ISBN B07DX2MDDR
Genre: Sonstiges

Rezension:

Militärstaatsanwalt Jean Oberlin ermittelt in den Jahren 1915 und 1916 in einem schrecklichen Fall: Das junge Mädchen Lieselotte wurde brutal missbraucht und ermordet. Dieses Verbrechen erinnert Jean an einen Mordfall aus seiner Kindheit: Seine Klassenkameradin wurde dreißig Jahre zuvor auf ähnliche Weise ermordet und der Täter nie gefunden. Doch können diese Fälle zusammenhängen? Jean ermittelt in alle Richtungen und wird dabei nicht überall gern gesehen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Krieg in den Vogesen gnadenlos wütet und die Zuständigkeiten nie ganz klar sind, wo ist das Militär und wo ist die Polizei zuständig? Lieselotte hielt einen Uniformknopf in ihren starren Händen. Das deutet doch auf die Militärpolizei hin – oder?

Der Krimi „Der Kuss des Menschenfressers“ von J. J. Caesing nimmt den Leser mit in die Wirren des Ersten Weltkrieges. Der Autor versteht es, im Kopf des Lesers Bilder entstehen zu lassen – Bilder, die einen nicht so schnell wieder loslassen. Auch die Polizeiarbeit ist natürlich eine andere als heutzutage, interessant, wie das damals ablief. Zumindest macht das Gelesene den Eindruck, dass der Autor gut recherchiert hat. Jean Oberlin ist in seinem Bestreben, diese schrecklichen Fälle zu lösen, sympathisch; manchmal aber schießt er etwas über das Ziel hinaus, was aber auch nachvollziehbar ist. Alles in allem ist er also ein recht sympathischer und vor allem engagierter Protagonist. Der Schreibstil ist dem Zeitalter angepasst und mit etlichen regionalen Ausdrücken gespickt – man muss schon konzentriert lesen! Und doch sind die 221 Seiten schnell gelesen – die Spannung wird recht gut auf einem hohen Niveau gehalten. „Der Kuss des Menschenfressers“ ist schon der dritte Fall für Jean Oberlin, man kann diesen Band aber problemlos lesen, ohne die ersten Teile zu kennen.

Das Cover mit diesem gruseligen Wasserspeier fällt auf – mich hat es zum genaueren Hinschauen inspiriert. Der etwas reißerische Titel klärt sich im Buch auf.

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174 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Racheopfer

Ethan Cross
E-Buch Text: 94 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 02.10.2013
ISBN 9783838747163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jennifer Kellys Familie gehörte zu den ersten Opfern des Serienkillers Francis Ackerman jr. Jennifer überlebte als einzige das Blutbad, dem ihre Lieben zum Opfer fielen.  Als Erwachsene trifft sie wieder auf ihren Peiniger, dieses Mal in einer psychiatrischen Klinik. Jennifer ist Psychiaterin und hat darauf hin gewirkt, dass Ackerman in ihre Klinik verlegt wird, zu Forschungszwecken, wie der Schritt begründet wurde. Doch Jennifer ist voller Hass auf den Mann, der ihr die Familie genommen hat, und hat eigene Pläne mit ihm. Ihr Feind jedoch ist ein äußerst cleverer und manipulativer Charakter, da muss jeglicher Racheplan bestens überlegt sein…

Der Thriller „Racheopfer“ vom amerikanischen Autor Ethan Cross ist die Vorgeschichte zum Band „Ich bin die Nacht“. Wer jetzt glaubt, man erfährt hier mehr über Ackermans traumatische Kindheit, der wird enttäuscht, dem ist leider nicht so. Trotzdem ist dieses 156 Seiten kurze Buch voller Spannung, geschrieben in einer flüssigen, schnell zu lesenden Sprache. Auch mit Grausamkeiten geizt der Autor nicht, Ackerman ist nun mal so, wie er ist – brutal, manipulativ und ohne Mitgefühl.  Und er weiß, dass er so ist, denkt, das ist seine Bestimmung. Sein grauenvoller Vater hat da wohl ganze Arbeit geleistet, dort liegt das Böse begründet. Jennifer ist voller Zorn und Rachegedanken, aber gerade das lässt sie unvorsichtig werden – sie ist im Sinne des Wortes blind vor Hass. Von dieser Protagonistin hätte ich mir etwas mehr Cleverness gewünscht. Ethan Cross gelingt es, den Spannungsbogen hoch zu halten bis zum ganz speziellen Schluss.

Das düstere Cover mit den blutroten Buchstaben fällt einem Thrillerleser sofort ins Auge. Mir gefällt es sehr gut. Der Titel „Racheopfer“ ist ebenfalls gut gewählt, er passt zum Buch.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Vom kleinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist

Kerstin Toepel
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 24.05.2018
ISBN 9783417288186
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Henry ist ein kleiner Waschbär, der mit allen Tieren des Waldes gut befreundet ist. Doch er ist gerade etwas traurig, denn er merkt, dass er all die tollen Dinge, die seine Freunde können, nicht kann. Er ist halt etwas tollpatschig. Seine Mäusefreunde Bernie und Fips segeln an Pusteblumen durch die Luft. Henry plumpst auf den Waldboden. Milo, der Biber, macht wunderschöne Figuren aus Holz. Henris Figuren sehen dagegen etwas gewöhnungsbedürftig aus. Rosie, das Reh, tanzt elfengleich. Bei Henry sieht das – nun ja – nicht ganz so elegant aus. Lenny, der Frosch, hat es sich auf einer Seerose gemütlich gemacht. Henry versucht es ihm gleich zu tun und landet im Teich. Das alles macht ihn sehr traurig. Dann aber trifft er auf einen Wolf, und der öffnet ihm die Augen für seine ganz speziellen Fähigkeiten.

Die Autorin Kerstin Toepel hat mit „Vom kleinen Waschbären, der nicht wusste, dass er was ganz Besonderes ist“ ein liebenswertes Kinderbuch geschrieben. Den Lesern wird kindgerecht klar gemacht, dass jeder ganz spezielle Fähigkeiten und Wesenszüge hat, die ihn zu einem wichtigen Mitglied in der Gemeinschaft machen. Henry ist ein wundervoller Protagonist, er ist unglaublich lieb und auch sehr liebevoll gezeichnet. Überhaupt, die Illustrationen sind ganz toll gelungen, bis vielleicht auf das Reh, das ist mir etwas zu „kitschig“. Aber alle anderen mag ich wirklich gern, Kompliment an die Autorin, die auch für die Illustrationen zuständig war. Auch die Kinder, mit denen ich das Buch gelesen habe, waren von den Bildern begeistert. Die Sprache ist so, dass Kinder ab drei Jahren der wirklich schönen Geschichte folgen können.

Das Cover zeigt den niedlichen Titelhelden, das gefällt mir sehr gut, ebenso wie der Titel, der die Botschaft des Buches gut zusammenfasst.

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(612)

1.029 Bibliotheken, 15 Leser, 11 Gruppen, 130 Rezensionen

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Der Knochenbrecher

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2012
ISBN 9783548284217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Robert Hunter gehört einer Spezialabteilung des Morddezernats in Los Angeles an: Sie ermittelt in besonders gewalttätigen Serienverbrechen. Mit seinem Partner Carlos Garcia hat er es in diesem Fall mit einer Frauenleiche zu tun, deren Mund und Vagina zugenäht wurde. Die Todesursache ist allerdings unklar. Dann wird in der Frau ein Gegenstand entdeckt, den der Täter eingeführt haben muss.  Als Hunter über eine Privatermittlerin erfährt, dass noch eine Frau vermisst wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen einen scheinbar wahnsinnigen und skrupellosen Verbrecher.

Der gelernte Kriminalpsychologe Chris Carter hat mit „Der Knochenbrecher“ schon den dritten Fall für das Ermittler Duo Hunter und Garcia geschrieben.  Auch in diesem Buch gelingt es ihm, die Spannung über die 415 Seiten des Buches zu halten. Der flüssige, schnörkellose Schreibstil trägt dazu nicht unwesentlich bei. Die Verbrechen sind furchtbar, nichts für zartbesaitete Gemüter. Mir als leidenschaftlicher Thrillerleserin war das aber nicht zuviel. Der Autor macht den Eindruck, sehr kompetent zu sein, die Ermittlungen und Schlussfolgerungen scheinen mir als Laien folgerichtig. Hunter ist schon ein begnadeter Ermittler, vielleicht schon fast zu perfekt, denn sympathisch und gut aussehend ist er auch noch… Garcia ist ebenfalls sehr sympathisch, zusammen sind sie ein tolles Team. Diesen Teil kann man auch ohne Verständnisprobleme lesen, wenn man die ersten Bände nicht kennt, die Protagonisten werden hier wieder neu vorgestellt. Mir hat dieser Band wieder sehr gut gefallen.

Das Cover fügt sich gut in die Reihe der Hunter-Thriller ein, es sieht schon etwas reißerisch aus durch das blutgetränkte Seil. Der Leser erkennt sofort den Thriller hinter dem Buchdeckel. Mit dem Titel verhält es sich ganz ähnlich: auch er wirkt reißerisch und weist auf den blutigen Inhalt hin.

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280 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 132 Rezensionen

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Das Haus der Mädchen

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499275166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leni kommt aus Sandhausen, einer  dörflichen  Gegend, nach Hamburg, wo sie ein Praktikum in einem Verlag antreten möchte. In einer Villa an einem Kanal bekommt sie ein überraschend schönes Zimmer, was ihr den Tag nach einer anstrengenden Anreise etwas versüßt. Schnell lernt sie ihre Zimmernachbarin Vivien kennen und freundet sich mit ihr an. Doch am nächsten Morgen ist Vivien verschwunden und Leni fängt an, nach ihr zu suchen. Dabei trifft sie auf Freddy, einen Obdachlosen, der ebenfalls auf der Suche ist – allerdings nach einem Mörder. Zufällig hatte er das Verbrechen beobachtet und befürchtet nun, das nächste Opfer zu werden. Kann es einen Zusammenhang geben zwischen Viviens Verschwinden und dem Mord an einem jungen Mann? Leni und Freddy geraten in einen Strudel aus Indizien, Verdächtigungen und Angst…

Andreas Winkelmanns Thriller „Haus der Mädchen“ ist ein rasanter Thriller mit ungeahnten Wendungen. Der flüssige Schreibstil trägt dazu bei, dass der Spannungsbogen jederzeit gehalten wird und der Leser durch das Buch eilt. Leni und Freddy als Protagonisten sind außergewöhnliche Charaktere, gerade Freddy hat schon ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Die Ortsbeschreibungen lassen konkrete Bilder im Kopf des Lesers entstehen, tragen zum spannenden Kopfkino bei. Teilweise sind die Szenen schon sehr gewalttätig, aber mir als begeisterter Thriller-Leserin  hat das sehr gut gefallen - wer sehr zart besaitet ist, hat vielleicht Probleme damit.

Das Cover zeigt ein blutiges Klingelschild an einer grauen Mauer, das passt bestens zum Buch. Auch der Titel ist passend gewählt, zudem klingt er etwas geheimnisvoll.

Für mich war es das erste Buch von diesem schon recht bekannten Autoren, der Thriller hat alle meine Erwartungen erfüllt. Ich empfehle ihn gerne weiter.

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

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Mädchen, Mädchen, tot bist du

Mel Wallis de Vries
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ONE, 29.06.2018
ISBN 9783846600757
Genre: Jugendbuch

Rezension:

An einer Schule in Amsterdam scheint ein Spuk umzugehen: Junge Mädchen nehmen sich, scheinbar grundlos, das Leben. Tess ist erst vor Kurzem in diese Stadt gezogen und fühlt sich noch nicht wohl in ihrem neuen Umfeld. Als sie bedrohliche anonyme Briefe bekommt, setzt sie alles daran, herauszufinden, was hinter dieser Post steckt. Und sie befasst sich auch näher mit den mysteriösen Selbstmorden, nachdem sie zufällig zum Bergungszeitpunkt am Fundort einer Leiche vorbei gekommen ist. Doch sie fühlt sich immer mehr bedroht und kann diese Bedrohung überhaupt nicht einordnen. Ist wirklich jemand hinter ihr her oder erzeugen ihre Nachforschungen Gefühle der Angst und Beklemmung bei ihr? Die Polizei zumindest nimmt ihre Ängste nicht wirklich ernst…

Die niederländische Autorin Mel Wallis de Vries hat mit „Mädchen, Mädchen, tot bist du“ einen tollen Jugendthriller geschrieben. In einem sehr flüssigen Schreibstil erzählt sie eine mysteriöse Geschichte um unerklärliche Selbstmorde. Der Leser fliegt nur so durch das Buch bis zum überraschenden Ende. Der Spannungsbogen flacht nur im Mittelteil etwas ab, das ändert sich jedoch schnell wieder. Empfohlen wird das Buch ab 14 Jahren, früher würde ich es auf keinen Fall empfehlen, an manchen Stellen ist es doch recht unheimlich. Ich bin der Zielgruppe zwar schon lange entwachsen, hatte aber trotzdem ein sehr kurzweiliges Leseerlebnis. Von dieser Autorin hatte ich bisher noch nicht gehört, ich werde aber definitiv meine Augen nach weiteren Büchern von ihr offen halten.

Das Cover gefällt mir gut, es lässt auf die vermeintliche Willkür der Todesfälle schließen. Auch der Titel geht in diese Richtung, beide zusammen machen den Eindruck eines makabren Spiels.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Fiona: Den Toten verpflichtet

Harry Bingham , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499291357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Polizistin Fiona Griffiths ermittelt in einem schrecklichen Verbrechen: Eine junge Frau wird in einer völlig verwahrlosten Wohnung tot aufgefunden, neben ihr ihre brutal ermordete kleine Tochter. Ein Indiz, das gefunden wird, ist die Kreditkarte eines lange zuvor bei einem Flugzeugabsturz getöteten Mannes, dessen Leiche nie gefunden wurde. Fiona versucht alles, um dieses furchtbare Verbrechen aufzuklären, oft wandelt sie dabei auf einem schmalen Grat am Rande der Legalität, sehr zum Verdruss ihres Chefs. Doch Fiona ist eine außergewöhnliche Polizistin mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, die sie scheinbar nicht loslässt.

„Fiona Den Toten verpflichtet“ ist der erste Teil einer Thriller Trilogie vom britischen Autor Harry Bingham. Mit Fiona hat der Verfasser eine außergewöhnliche und geheimnisvolle Figur geschaffen. Sie ist liebenswert, ehrlich und verfolgt ihr Ziel unbeirrt. Manchmal allerdings möchte man ihr zurufen:“Fiona, mach das nicht!“ Doch das würde sie nicht von ihrem Weg abbringen. Dadurch, dass dieses Buch aus Fionas Sicht geschrieben ist, lernt der Leser sie außerordentlich gut kennen. Der Schreibstil ist flüssig und mit einer guten Portion trockenem und manchmal makabrem Humor gewürzt. Der Spannungsbogen wird leider nicht konstant gehalten, ein paar wenige Längen schleichen sich dann doch ein, gerade dann, wenn Fionas Verhalten thematisiert wird.

Das Cover wirkt recht nüchtern und klar, das gefällt mir ganz gut. Besonders gelungen finde ich die Frauenfigur, die das „i“ im Titel darstellt. Der Titel und auch das Cover passen gut zum Buch und auch zu den anderen beiden Bänden der Trilogie.

Im Großen und Ganzen ist dieses Buch ein gelungener Start in die Reihe „Fiona“.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Stille Feinde

Joe Ide , Thomas Wörtche , Conny Lösch
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.06.2018
ISBN 9783518468708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Isaiah Quintabe, in jeder Beziehung verständlicherweise IQ genannt, verdient sein Geld – oder auch Naturalien – als sehr privater Privatdetektiv. Doch er ermittelt nicht nur im Auftrag anderer: Nachdem er auf einem Schrottplatz das Auto entdeckt hat, das seinen Bruder überfahren hat, sucht er auch intensiv nach dem Fahrer und damit Mörder seines Bruders. Als dann auch noch die damalige Freundin seines Bruders um Hilfe für ihre Halbschwester bittet, bekommt IQ es mit vielen unangenehmen Leuten zu tun, die nicht unbedingt sein Bestes wollen. Glücklicherweise steht ihm sein Freund Dodson zur Seite, zumindest, solange dieser Zeit hat – seine Frau ist hochschwanger und möchte natürlich nicht lange auf den werdenden Vater verzichten.


„Stille Feinde“ ist ein actionreicher Thriller aus der Feder des amerikanischen Autoren Joe Ide. Es ist der zweite Band um den meist sympathischen Ermittler IQ, man kann ihn aber problemlos lesen, auch wenn man den ersten Teil nicht kennt. Ide schreibt in einem flüssigen, schnellen Schreibstil, an manchen Stellen gab es für meinen Geschmack aber zu viele sehr derbe Ausdrücke: „Motherfucker“ z. B. brauche ich als Leser nicht mehr als einmal pro Seite… Das Buch ist voller Action, da sind Messer, Pistolen und alles, was sich als Waffe eignet, immer schnell bei Hand. Da und auch bei der Anzahl der handelnden Personen wäre weniger manchmal vielleicht mehr gewesen. Ich zumindest hatte Schwierigkeiten, die Personen und auch die Clans auseinanderzuhalten. Manche Hintergrundgeschichten der verschiedenen Personen sind etwas langatmig, sonst ist Handlung recht spannend. Die Orte – Long Beach und Las Vegas – werden anschaulich dargestellt, als Leser hat man relativ genaue Bilder im Kopf. Das Cover passt gut dazu, es wirkt allerdings durch das etwas verschwommene Bild sehr vage.

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81 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

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Der einsame Bote

Gard Sveen , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783471351505
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit Monaten wird in Oslo die 13jährige Amanda vermisst. Kommissar Tommy Bergmann sucht verzweifelt nach ihr, doch nun wird das Mädchen für tot erklärt und der Fall damit abgeschlossen. Doch das kann und will Tommy nicht hinnehmen: Er ermittelt trotz drohender Suspendierung weiter. Kann es sein, dass der berüchtigte Serienmörder Farberg noch am Leben ist und nicht verbrannt, wie es den Anschein hat? Tommy ermittelt in alle Richtungen, eine Spur führt ihn ins Baltikum. Seine Kollegin Susanne verfolgt währenddessen in Norwegen und Schweden weitere Spuren. Doch beide sind rechte Sturköpfe, da ist die Zusammenarbeit und der Austausch nicht immer einfach.

Nach „Der letzte Pilger“ ist „Der einsame Bote“ der zweite Fall für den außergewöhnlichen Kommissar Tommy Bergmann. Dem Autor Gard Sveen ist auch mit diesem Band wieder ein sehr gutes Buch gelungen. Der Schreibstil ist geradlinig und ohne besondere Ausschmückungen, sehr flüssig zu lesen. Die Spannung ist immer vorhanden, als Leser fiebert und bangt man bis zum Schluss mit den Ermittlern. Tommy ist eine zwiespältige Figur, sein unbedingter Wille, dieses Kind zu retten, wirkt sehr sympathisch, doch er hat auch einige sehr dunkle Wesenszüge, die man bei einem Kommissar nicht vermuten würde. Trotzdem ist er für mich eine tolle Figur, vielleicht gerade, weil er so wenig perfekt ist. Auch Susanne ist sehr ambitioniert, aber auch eigensinnig, ebenfalls eine starke Protagonistin. Zusammen sind sie ein ungewöhnlich gutes Team.

Das Cover ist düster und ähnelt dem des ersten Bandes, hier gefällt mir besonders der Farbverlauf in der Schrift, das gibt dem Titel etwas Geheimnisvolles. Auch der Titel ist gut gewählt, passt zur Geschichte. Mit „Der einsame Bote“ hat „Der letzte Pilger“ eine würdige und empfehlenswerte Fortsetzung bekommen.

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101 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

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Gleis der Vergeltung

Astrid Korten
Flexibler Einband: 309 Seiten
Erschienen bei Independently published, 20.05.2018
ISBN 9781982949457
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lynn Elisabeth von Raaben freut sich auf ihre Hochzeit mit Benedikt, ihrer großen Liebe. Doch dann geschieht das Unfassbare: Benedikt verunglückt auf dem Weg zu ihr tödlich. Dieses Ereignis wirft Lynn völlig aus der Bahn. Sieben Jahre später hat sie den Schicksalsschlag immer noch nicht ganz verkraftet. Und dann erhält sie einen ominösen Anruf, der Zweifel am Unfall aufkommen lässt. Was fängt sie mit den neuen Informationen an? Sie muss eine Entscheidung treffen, und das tut sie – mit dem Ergebnis, dass die Ereignisse drohen, sie zu überrollen.

Die erfolgreiche Autorin Astrid Korten hat mit „Gleis der Vergeltung“ einen neuen besonderen Thriller geschrieben, dem eine wahre Begebenheit zu Grunde liegt. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, die einzelnen Handlungsstränge in Zusammenhang zu bringen, doch im Laufe der Geschichte fügen sich die Teile zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Das Ende fand ich überraschend, auf diese Lösung wäre ich niemals gekommen. Der Schreibstil ist, wie in all ihren Büchern, flüssig und einfach zu lesen. Der Spannungsbogen steigt zum Ende des fast 300 Seiten starken Thrillers enorm an, zu Anfang machten mir die rätselhaften Zusammenhänge etwas Probleme. Die Protagonisten wirken menschlich, jeder hat auch seine dunkle Seite. Einiges hat mich in diesem Buch wirklich erschüttert, immer, wenn es um Kinder geht, bin ich etwas zart besaitet. Vor dem Hintergrund der wahren Begebenheit sind diese Geschehnisse natürlich nochmals erschreckender.

Das Cover passt gut zum Buch. Das weiße Kleid in Kombination mit den leuchtend roten Haaren fällt vor dem etwas düsteren Hintergrund auf. Der Titel „Gleis der Vergeltung“ gefällt mir nicht ganz so gut, er wirkt irgendwie etwas konstruiert.

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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Wir sind dann wohl die Angehörigen

Johann Scheerer
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492059091
Genre: Biografien

Rezension:

Vor über zwanzig Jahren wurde Jan Philipp Reemtsma entführt und befand sich 33 Tage in der Hand seiner Entführer. Sein dreizehnjähriger Sohn Johann erlebt die für ihn verstörende Situation zuhause im Beisein von Polizisten und Anwälten, die plötzlich über sein Leben bestimmen. Es werden Fangschaltungen installiert, Geldübergaben vorbereitet, die dann wieder fehlschlagen. Johann wird aus seinem normalen Leben gerissen, zur Schule geht er erstmal nicht mehr, zudem wird versucht, nichts über die Entführung an die Öffentlichkeit dringen zu lassen, um das Leben des Entführten nicht zu gefährden. So besteht auch Johanns Leben plötzlich aus Lügen und Ausflüchten, seine Freunde dürfen die Wahrheit nicht erfahren. Gepaart mit der Angst um seinen Vater ist das eine schreckliche Situation für den Teenager.

Johann Scheerer, Musiker und Produzent, hat mit „Wir sind dann wohl die Angehörigen“ ein sehr persönliches Buch über eine absolute Ausnahmesituation in seinem Leben geschrieben. Für Außenstehende ist es kaum nachvollziehbar, unter welchem gewaltigen Druck eine Familie steht, die um einen entführten Angehörigen bangt. Johann Scheerer hat es geschafft, uns dieses Szenario ein Stück weit nahe zu bringen. Er erzählt flüssig, an manchen Stellen sogar trotz der traurigen Geschichte mit einer gewissen Komik. Trotzdem ist das Bedrückende an der Situation durchweg spürbar. Der Wechsel zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit wird so geschildert, dass der Leser einfach mitleiden muss. Mir hat das Buch gut gefallen, es bietet einen interessanten Einblick in die Gefühlswelt eines 13jährigen in einer außerordentlich bedrohlichen Situation.

Das Cover wirkt etwas geheimnisvoll, passt aber sehr gut zum Thema Entführung. Der rote Kreis mit dem Titel ist hier der Blickfang. „Wir sind dann wohl die Angehörigen“ ist ein ungewöhnlicher Titel, der auf die Hilflosigkeit der Familie in dieser schrecklichen Zeit hinweist.

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

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Podkin Einohr - Der magische Dolch

Kieran Larwood , Katharina Orgaß , Maximilian Meinzold
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473408191
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Kaninchenjunge Podkin lebt mit seiner Familie friedlich in einem großen Bau. Er ist der Sohn des Stammesführers und soll diesen Posten später von seinem Vater übernehmen. Doch erstmal lebt er ein bequemes Leben, hat nur wenig Lust zum Arbeiten und Lernen. Als eines Tages böse Kaninchen, die Gorm, in den Bau von Podkins Stamm eindringen, muss er mit seinen beiden Geschwistern fliehen. Den magischen Dolch Sternenklaue nehmen sie mit, er ist das, wonach die Gorm suchen. Eine abenteuerliche und gefährliche Flucht beginnt, bei der die drei Geschwister lernen müssen zu unterscheiden: Wer ist Freund und wer Feind?

Der begeisterte und begeisternde Geschichtenerzähler Kieran Larwood hat mit „Podkin Einohr – Der magische Dolch“ ein spannendes Kinderbuch mit liebenswerten Protagonisten geschrieben. Die sehr bildhafte Sprache lässt tolle und manchmal auch unheimliche Bilder im Kopf entstehen. Das Buch ist flüssig geschrieben, für Kinder ab zehn Jahren sicher gut zu lesen. Allerdings gibt es einige gewalttätige und blutige Szenen in der Geschichte, die für manche Kinder vielleicht zu heftig sind. Andererseits gibt es in unseren Märchen auch viele brutale Szenen, ich denke, da wissen die meisten Kinder schon zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Sehr schön wird erzählt, wie die Kaninchen zu einem Team zusammenwachsen und wie auch neue Freunde mit speziellen Fähigkeiten dazu stoßen und die Truppe komplett machen.

Das Cover möchte ich hier ganz besonders positiv hervorheben, es ist einfach sehr schön gemacht, in Wirklichkeit ist es noch um Einiges schöner als z.B. auf der Amazon-Produktseite. Der Titel mit Untertitel weist schon darauf hin, dass es bald einen zweiten Band mit Podkin & Co geben wird – wir freuen uns drauf!

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

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Bülent Rambichler und die fliegende Sau

Anja Bogner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei btb, 14.05.2018
ISBN 9783442716760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bülent Rambichler , Hauptkommissar im Nürnberger Morddezernat, mag seinen ruhigen Schreibtischjob sehr, ja er sträubt sich förmlich gegen jedweden Außendienst. Doch nun wurde in seinem Heimatort Strunzheim eine Leiche aufgefunden, bei der alles auf eine Gewalttat hindeutet. Wer wäre da der optimale Ermittler, wenn nicht Bülent? Also macht sich der Deutschtürke widerwillig auf den Weg in seine Vergangenheit, seine Assistentin Astrid Weber an seiner Seite. In Strunzheim angekommen wird Bülent direkt wieder klar, warum er damals von hier weggezogen ist: der Kleinstadtmief macht ihm sofort wieder zu schaffen. Doch wichtig ist jetzt natürlich nur der Todesfall: was ist mit der Fleischfachverkäuferin Kerstin passiert? Besonders hilfreich sind die Einwohner Strunzheims nicht gerade…

„Bülent Rambichler und die fliegende Sau“  ist ein Provinzkrimi aus Franken, geschrieben von Anja Bogner, einer jungen Autorin aus der Nähe von München. Die Sprache ist derb, eigentlich ganz witzig, manchmal aber zu bemüht humorvoll. Hätte ich nicht gewusst, dass es sich hier um eine Autorin handelt, hätte ich eher auf einen Mann als Verfasser getippt – wahrscheinlich, weil manche Sprüche sehr nahe am Sexistischen vorbeischrammen… Aber das gilt hier glücklicherweise für Frauen genauso wie für Männer. Bülent, als bestens integrierter Deutschtürke, ist ein sympathischer Protagonist, eher ein Anti-Held als ein Superman. Seine taffe Assistentin Astrid ist ebenfalls eine sehr ansprechende Figur, ein guter Gegenpol zum etwas trägen Bülent. Seine stolzen Eltern sehe ich förmlich vor mir, so gut sind sie beschrieben. Der Todesfall spielt eigentlich nur eine untergeordnete Rolle, das Miteinander und Gegeneinander im Ort nimmt den größeren Platz ein. Trotzdem ist die Auflösung dann doch sehr überraschend…

Das Cover ist einfach toll, das hat mich auch auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Dazu passend ist auch der Titel ist sehr originell.

Liebhaber von Provinzkrimis werden hier ihren Spaß haben.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Während du schläfst

Kathryn Croft , Eva Riekert
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 16.02.2018
ISBN 9783352009105
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tara führt ein wohlgeordnetes Leben mit ihrem Mann Noah und ihren beiden Kindern Rosie und Spencer. Doch als sie eines Morgens ohne jegliche Erinnerung an die Nacht im Bett ihres attraktiven, aber verheirateten Nachbarn Lee aufwacht, ist es mit der Ruhe und Ordnung vorbei – denn Tara ist nackt und ihr Nachbar tot. Er wurde erstochen. Tara schleicht sich ungesehen (so hofft sie zumindest) in ihr Haus zurück und spielt die Ahnungslose (die sie ja eigentlich auch ist). Doch nun startet die Polizei  eine professionelle Jagd auf den Mörder und immer mehr gerät auch die 17jährige Rosie ins Visier der Ermittler. Und Taras Familie gerät in einen Strudel aus Lügen und Verdächtigungen.

Der Thriller „Während du schläfst“ der britischen Autorin Kathryn Croft besticht durch eine unterschwellige Spannung, die sich durch das ganze Buch zieht. Der flüssige und gut lesbare Schreibstil unterstützt dieses noch. Die Verzweiflung und das Rätseln der Protagonistin Tara (waren K.O.-Tropfen im Wein oder war es einfach zuviel desselben?) ist sehr gut beschrieben und auch der Leser rätselt mit. Ganz nachvollziehen kann ich Taras Handlungsweisen nicht immer, auch ihr Verhältnis zu Rosie ist etwas sonderbar. Nichtsdestotrotz gefällt mir dieses Buch gut, gerade die unvorhersehbaren Wendungen entfachen die Spannung immer wieder aufs Neue. Bis zum spektakulären Ende – mit dem man wirklich nicht rechnen kann! Die Geschichte ist nicht besonders blutig oder gewalttätig, wer es etwas psychologischer liebt, dem kann ich die 366 Seiten dieses Thrillers empfehlen.

Das Cover wirkt düster und unheimlich. Es passt sehr gut zum Buch. Der Titel „Während du schläfst“ wird jeden Thrillerfreund aufhorchen lassen, da steckt die Spannung schon drin und macht neugierig auf diesen Thriller.

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117 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 84 Rezensionen

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Sommernachtstod

Anders de la Motte , Marie-Sophie Kasten
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.05.2018
ISBN 9783426306246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vera arbeitet als Therapeutin mit Menschen, die um geliebte Menschen trauern. Sie selber ist ein gebranntes Kind – ihr kleiner Bruder Billy ist zwanzig Jahre zuvor spurlos verschwunden. Bis heute ist nicht klar, was mit ihm geschehen ist. Als nun ein neues Mitglied ihrer Trauergruppe seine Geschichte erzählt, wird Vera unweigerlich an ihren Bruder erinnert. Sie macht sich auf den Weg zurück in ihren Heimatort und versucht nach all den Jahren Licht in das Dunkel um das Verschwinden ihres Bruders zu bringen. Doch es hat den Anschein, als ob nicht jeder ein Interesse an der Aufklärung dieses Falles hat. Doch Vera gibt nicht auf, glücklicherweise ist ihr älterer Bruder mittlerweile Polizist im Ort, das kann ihr doch nur nützlich sein…

Der schwedische Schriftsteller Anders de la Motte hat mit „Sommernachtstod“ einen spannenden Krimi geschrieben. Er schafft es, dass der Leser mit Vera mitfiebert, die so gerne Antworten auf ihre drängenden Fragen haben möchte. In diesem Buch gibt es einige überraschende Wendungen, zum Schluss hin steigt der Spannungsbogen nochmal stark an. Das Ende ist dann so nicht vorhersehbar, ich zumindest hatte während der Lektüre ein vollkommen andere Lösung im Kopf. Die Charaktere sind klar gezeichnet, was sie tun, erscheint im jeweiligen Zusammenhang logisch. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist flüssig und lässt den Leser nur so durch das Buch eilen. Manche Abschnitte könnten eventuell etwas gestrafft werden, aber Alles in Allem hat der Autor hier einen lesenswerten Krimi vorgelegt.

Das Cover gefällt mir sehr gut, man erahnt direkt den skandinavischen Krimi. Der Titel „Sommernachtstod“ ist nicht besonders aussagekräftig, ich mag ihn aber trotzdem, auch er lässt sofort an Skandinavien denken.

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94 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

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Immer wenn du tötest

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.05.2018
ISBN 9783328101635
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Targa Hendricks zweitem Fall wird sie als Undercover-Ermittlerin auf Freya von Rittberg angesetzt. Freya ist eine exzentrische Künstlerin, sie malt Bilder mit Blut. Hierzu veranstaltet sie sogenannte Mut-Challenges, um so an das Blut ihrer Fans zu kommen. Als in einem stillgelegten Schlachthof die Leichen von drei jungen Menschen gefunden werden, blutleer und aufgehängt wie Schlachtvieh, fällt der Verdacht schnell auf Freya. Hier kommt nun Targa ins Spiel, die als Freyas Bodyguard ihr Vertrauen gewinnen soll. So erhofft sich das BKA neue Erkenntnisse. Für Targa beginnt eine Gratwanderung, bei der sie riskiert, auf die dunkle Seite ihrer Seele abzugleiten.

Das Autorenduo B.C. Schiller hat mit „Immer wenn du tötest“ den zweiten Band mit der ganz speziellen Ermittlerin Targa Hendricks geschrieben. Man kann dieses Buch aber auch problemlos lesen, wenn man den ersten Band nicht kennt, die handelnden Personen werden ausführlich vorgestellt. Dieser Thriller ist in bekannter Schiller-Manier flüssig und spannend geschrieben. Die Geschichte ist sehr blutig, was die meisten Leser dieses Genres aber nicht stören wird. Targa ist eine meist sympathische Figur, die an ihrem Gefühlsleben arbeitet, ihr Verhalten mutet etwas autistisch an. Freya ist eine sehr dominante und rücksichtslose Person, doch es werden auch Gründe genannt, die zu diesem Verhalten geführt haben. Einen kurzen Einblick gewähren die Autoren in das Lebensborn-Projekt während des Nationalsozialismus, das hat mir gut gefallen und hätte für mich noch etwas ausführlicher sein können, im Gegenzug waren mir die Mut-Challenges und damit die doch etwas naiven jungen Leute ein wenig zu viel. Alles in Allem jedoch wieder ein spannender Thriller mit einer ganz speziellen Geschichte vom bekannten Duo!

Das Cover fällt durch die blutrote Schriftfarbe, die auf den Thriller „inside“ hinweist, auf. Die orange hinterlegte Aussage von Catherine Shepherd hätte ich allerdings nicht gebraucht. Der Titel passt zum Buch.

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82 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Wie sich mein Leben von Grund auf verändert hat, als ich mich endlich locker gemacht habe

Alexandra Reinwarth
E-Buch Text: 194 Seiten
Erschienen bei mvg Verlag, 09.05.2016
ISBN 9783864159275
Genre: Sachbücher

Rezension:

Fühlen Sie sich manchmal ausgenutzt, können Sie nur schlecht „nein“ sagen? Rollen Sie nur innerlich mit den Augen, wenn der Chef, die Freundin oder der Nachbar mal wieder ein unaufschiebbares Anliegen hat? Wie wäre es, einfach mal abzusagen, wenn sich die immer gleichen Leute mit Hilferufen an Sie wenden. Das fällt natürlich nicht leicht, denn die Angst, mit einer Absage alle Sympathien zu verscherzen, ist groß. Und doch gibt es Menschen, die nur das tun, was sie wirklich wollen und sie sind trotzdem beliebt. Das muss doch irgendwie für jedermann machbar sein…

Alexandra Reinwarth erklärt uns in ihrem Ratgeber „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“, dass man viele Sachen, die einem nicht gut tun, einfach sein lassen kann. In einem flüssigen Schreibstil und mit viel Humor zeigt sie Alternativen auf, bzw. erklärt, dass man penetrante Nervensägen auch mal links liegen lassen kann. Unterteilt ist das Buch in sechs Kapitel: Die eigene Person, Freunde, Bekannte und Unbekannte, Familie, Im Beruf, Eltern & Kinder und Liebe. Man sieht also, es gibt viele Gelegenheiten, sich etwas am Arsch vorbei gehen zu lassen. Auch wenn sich das alles recht lustig anhört, steckt doch viel Wahres in diesem Buch, was zum Nachdenken anregt. Es hat mir sehr gut gefallen, gerade weil es so kurzweilig geschrieben ist, also es ist absolut kein trockener Ratgeber! Das erahnt man auch schon bei der Betrachtung des Covers. Ein in sich ruhender Buddha zeigt den Stinkefinger, ihm geht scheinbar auch Einiges „am Arsch vorbei“. Sehr schön gemacht!

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246 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 137 Rezensionen

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Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Targa Hendricks ist Undercover-Ermittlerin in Berlin. Sie ist eine besondere, fast schon autistisch anmutende Persönlichkeit, hat kaum Freunde und weiß nicht recht, was Liebe eigentlich ist. Und sie hat keine Angst, was sie für ihren Job unendlich wertvoll macht. Ihrer Aufgabe, Serienmörder zu überführen, geht sie mit sehr persönlichem Einsatz nach. Im Fall vom manipulativen Hochschuldozenten Falk Sandman, der einiger Morde an jungen Frauen verdächtigt wird, wird Targa alles abverlangt, doch reicht das, diesen hochintelligenten Verbrecher zu überführen?

Das Autoren-Duo B.C. Schiller hat mit „Targa – Der Moment, bevor du stirbst“ eine neue Romanfigur erschaffen, die sich wohltuend von den vielen Supermenschen in diesem Genre abhebt. Targa hat Ecken und Kanten und nicht immer kann sich der Leser mit ihr identifizieren, doch nach ihrem schweren Start ins Leben hat man für Vieles Verständnis. Ihre geradlinige ehrliche, manchmal fast naive Art macht sie dem Leser sympathisch. Ihr Gegenspieler Falk Sandman ist ein gefühlloser Verbrecher, den man möglichst schnell überführt sehen will. Die Autoren schreiben flüssig, als Leser fliegt man nur so durch das Buch. Der Spannungsbogen wird recht gut über die 395 Seiten dieses Buches gehalten, so dass man bis zum Schluss mit Targa mit fiebert. Ich musste mich erstmal mit dieser neuen ungewöhnlichen Romanfigur anfreunden, im Laufe dieses Thrillers ist sie mir aber immer mehr ans Herz gewachsen.

Das blutrote Cover fällt einem Thriller Leser natürlich sofort ins Auge, auch der silberne Schriftzug darauf  fällt auf. Der Untertitel „Der Moment, bevor du stirbst“ trifft die Geschichte sehr gut.

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