bblubber

bblubbers Bibliothek

92 Bücher, 88 Rezensionen

Zu bblubbers Profil
Filtern nach
92 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

67 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

scheidung, trennung, nicholas sparks, ehe, krankheit

Seit du bei mir bist

Nicholas Sparks , Astrid Finke , Alexander Wussow
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 27.03.2017
ISBN 9783837137767
Genre: Romane

Rezension:

Sparks zählt zu den wenigen Autoren, von denen ich romantische Literatur überhaupt lese. Ich mag eigentlich seinen Schreibstil und seine Art, die emotionale Seite näher zu bringen. Deshalb habe ich mich richtig auf das Hörbuch gefreut.

Leider war ich schon nach kurzer Zeit genervt. Hauptdarsteller Russel war ein Warmduscher vom Feinsten. Weder merkt er, dass seine Ehe von Anfang an Schieflage hat, denn Vivian nimmt ihn nicht für voll. Noch bringt er sein eigenes Berufsleben so wirklich auf die Reihe. Kein Typ, den ich mögen würde, wenn ich ihm im realen Leen begegnen würde. Und seine Frau war ein richtiges Biest.

Es kommt, wie es kommen muss. Fremdgehen, Trennung, Scheidungskrieg. Nebenbei findet Russel wieder zu einer Verflossenen und muss sich mit der Krebserkrankung seiner Mutter auseinander setzen.

Ehrlich. Ich habe mich durchgequält. Keine Hörempfehlung von mir. Vielleicht hätte ich besser das Buch gelesen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

japan, tokio, liebe, krieg, spionage

Demnächst in Tokio

Katharina Seewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 27.03.2017
ISBN 9783958901063
Genre: Romane

Rezension:

Elisabeth wird keine Wahl gelassen. Man schreibt das Jahr 1934 als ihr Vater sie kurzerhand mit dem Sohn des Chefs verheiratet. Er erhofft sich dadurch beruflichen Aufstieg und für seine Tochter eine gute Partie. Ihr neuer Ehemann Wilhelm ist 20 Jahre älter als sie und auf dem Weg nach Tokio, wo er als Diplomat eine neue Stelle antritt. Dafür benötigte er schnell eine passable Ehefrau.

Elisabeth hat Glück im Unglück, denn Wilhelm ist ein zuvorkommender, liebevoller Mann, der weder auf der Hochzeitsnacht besteht noch sonst zudringlich oder despotisch ist. So wird das große Abenteuer Japan für sie zu einem Weg in ein neues und interessantes Leben. Bald schon fühlt sie sich zu Alexander, einem Freund ihres Mannes hingezogen.

An diesem Buch hat mir wirklich alle gefallen.

Es hat ein sehr ansprechendes Cover. Es sagt sogar etwas über die Dreiecksgeschichte aus ist dabei aber nicht aufdringlich. Die Geschichte klang schon vom Klappentext sehr verheißungsvoll und Katharina Seewald besticht durch einen gut leserlichen und angenehmen Erzählstil, kluge und interessante Details der politischen und gesellschaftspolitischen Verwicklungen zwischen Japan und Deutschland, eine Dreiecksgeschichte, die nicht mit dem Holzhammer daher kommt sondern mit feinen Zwischentönen und ein paar überraschenden Wendungen und Offenbarungen, mit denen vor allem Elisabeth so sicherlich nicht gerechnet hätte.

Eine schöne Lektüre, bis zum Schluss spannend. Ich war sehr angetan und freue mich, wenn ich bald Neues von dieser Autorin hören würde.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(130)

308 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 115 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, cora carmack, stormheart - die rebellin, sturmjäger

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Königstochter Aurora flieht kurzentschlossen aus der Stadt. Sie soll eigentlich den Edlen Cassius heiraten, damit dieser ihr Volk vor den Stürmen schützen kann. Denn ihre magischen Fähigkeiten sind nicht entwickelt und sie kann ihren zukünftigen Untergebenen nicht die nötige Hilfe geben. Aber Aurora ist sich sicher, dass sie lernen kann, wie man die Stürme bekämpft und besiegt und dazu schließt sie sich einer Gruppe von Sturmjägern an, die ihr dafür genau die richtigen Lehrer zu sein scheinen. Vor allem Lock ist es, zu dem sie sich hingezogen fühlt.

Cora Carmack hat ein sehr spannendes Setting erschaffen. Die bösen Stürme, die den Menschen mit ihrer Magie vernichten wollen...Das war Klasse. Auch das Training für Aurora und ihre ersten Begegnungen mit den Naturgewalten sind unterhaltsam.

Etwas vorhersehbar war die Liebesgeschichte. Das ging alles sehr schnell und war nicht wirklich etwas Neues. Höchstens Cassius hatte hier Überraschungspotential. Allerdings muss man da wohl noch auf Band zwei warten, denn man weiß noch zu wenig von ihm. Aber der ein oder andere Cliffhanger macht durchaus Lust auf mehr.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(233)

384 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 183 Rezensionen

thriller, london, ragdoll, serienmörder, wolf

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein bizarrer Mord steht am Anfang, wie meist in den aktuellen Thrillern. Ein bisschen habe ich das Gefühl, die Autoren wollen sich gegenseitig mit besonders abartigen Szenarien toppen. Ein Puzzleopfer aus verschiedenen Körperteilen. Und wieder mal ist es ein Serientäter, der grausam zu Werke geht und der schließlich auch den ermittelnden Kommissar aufs Korn nimmt.

Auch der Detective Wolf ist nach bekannter Machart gestrickt. Ein sturer Kerl, Egomane, mit dem Problem sich abzugrenzen und privatem Disaster im Hintergrund. Einer der schlauer ist, als seine Kollegen und Chefs, einer der fast im Alleingang dem Täter hinterher jagt.

So was ist alles nicht neu aber es kann durchaus ein paar vergnügliche Krimilesestunden bringen. So ganz konnte mich Ragdoll aber nicht überzeugen. Das lag weniger am Plot als am Schreibstil. Der hat mir irgendwie nicht so gut gefallen. Manche Sprüche und Vergleiche fand ich einfaltslos, die Dialoge waren ohne richtigen Schliff und mir hätten ein paar Beschreibungen mehr gut gefallen. Auch die Charaktere waren mir zu eindimensional. Richtige Überraschungen gab es da keine.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(93)

137 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

fantasy, osten ard, tad williams, high fantasy, das herz der verlorenen dinge

Das Herz der verlorenen Dinge

Tad Williams , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608961447
Genre: Fantasy

Rezension:

Leute was soll ich groß schreiben. Ich bin einfach geflasht. Als ich gehört habe, dass Osten-Ard tatsächlich in eine neue Runde geht, da dachte ich nur, wow!!! Und ich hoffte aus tiefstem Herzen, dass Tad es gut macht. Schließlich sind ja schon ein paar Jährchen vergangen und er hat jede Menge andere Sachen geschrieben. Und nicht alles fand ich so überzeugend und genial, da bin ich ganz ehrlich. Aber der Drachenbeinthron war einfach immer mein Liebling und zum Warmlaufen habe ich mir dieses Buch als Wunschtitel bei vorablesen gleich gesichert.

Und es ist der Hammer, wie weich man landet in der Welt von Osten-Ard. Da wird nicht lange gefackelt. Da kommen Sludig und Isgrimnur zu Wort und ich möchte Hurra schreien und alle Fantasyleser umarmen.

Das Herz der verlorenen Dinge macht einfach da weiter, wo der Engelsturm aufgehört hat. Es soll ein Übergangsband sein - quasi auch für Neulinge. Aber ob das so ohne weiteres funktioniert, weiß ich nicht so recht. Für mich als Heimkehrer ist es auf jeden Fall perfekt. Ein paar neue Darsteller in der Geschichte, ein paar altbekannte, liebgewonnene dazu, jede Menge Nornen, die keineswegs geschlagen und noch lange nicht am Ende sind. Das macht Lust und Laune und ist viel zu kurz. Und Tad Williams schreibt göttlich und fabuliert wie eh und je. Einziger Trost ist, dass es im August schon so richtig dicke losgeht.

Ich hoffe sehr, dass Vorablesen da auch wieder dabei ist. Aber ganz egal. Spätestens am Erscheinungstag liegt das bei mir auf dem Tisch und dann habe ich für nichts andereres mehr Zeit.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(97)

163 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 92 Rezensionen

kamerun, usa, new york, finanzkrise, american dream

Das geträumte Land

Imbolo Mbue , Maria Hummitzsch
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462047967
Genre: Romane

Rezension:

Zuallererst spielt das Buch „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue mit all den gängigen Klischees, die wir alle mehr oder weniger im Kopf haben. Jende Jonga und seine Frau Neni kommen aus Kamerun und leben illegal in New York. Sie sind eine Art Wirtschaftsemigranten, die sich von Amerika Wohlstand und sozialen Aufstieg erhoffen. Dafür sind sie bereit hart zu arbeiten und schon mal ein bisschen zu tricksen oder zu schwindeln – aber alles freundlich und durchaus liebenswert. Die beiden sind anfangs so typisch für den netten Afrikaner von Nebenan, dass es beim Lesen schon fast schmerzt, wenn die beiden nicht so amüsant wären. Beide beginnen bei der Familie eines reichen Börsenmaklers zu arbeiten. Auch dieser führt sich erst mal als der wohlbekannte Finanzhai ein. Erinnerungen an „Wall Street“ oder „Wolf of Wall Street“ geisterten mir durch den Kopf. Clark Edwards ist überheblich und etwas herablassend, ohne es wirklich böse zu meinen. Seine Frau ist da sogar noch eine Nummer unsympathischer.
Dann passiert der Börsenkrach 2008 und die Geschichte nimmt eine rasante Wendung.

Die Autorin möchte mit ihrer Geschichte, denke ich, gleich mehreres. Sie möchte uns ein bisschen die Lebenseinstellung der Kameruner nahebringen, berichten von den Konfrontationen mit der westlichen Welt aber auch davon, dass eigentlich bestimmte Verhaltensmuster über alle nationalen, ethnischen und sozialen Grenzen hinweg gleich sind. Und das ist durchaus unterhaltsam zu lesen, hat Charme und regt zum Nachdenken an.

Mir hat das Cover übrigens ausgesprochen gut gefallen. Es passt mit seinen erdigen Farben zu Afrika und die Skyline ist ja wohl unverkennbar.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

187 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

liebe, dystopie, wir zwei in fremden galaxien, kate ling, science fiction

Wir zwei in fremden Galaxien

Kate Ling , Anja Hackländer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600412
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 17-jährige Seren lebt auf dem Raumschiff Ventura. Seit 84 Jahren ist es unterwegs an einen unbekannten, fernen Ort, von dem geheimnisvolle Signale zur Erde gelangen. Die Menschheit hofft, dort einen neuen Platz für sich zu finden, bevor die Erde vollkommen unbewohnbar oder übervölkert ist. Da die Reise schätzungsweise 300 Jahre dauern soll, müssen immer wieder neue Menschenkinder „gezüchtet“ werden, die die Reise ihrer Eltern und Großeltern fortsetzen können. Seren ist deprimiert, denn das Leben ist streng reglementiert und öde. Außerdem wurde ihr ein Ehepartner ausgesucht, mit dem sie künftige Kinder großziehen muss. Und Esza ist so gar nicht nach ihrem Geschmack. Sie kann den eitlen Kerl nicht ausstehen. Da wäre Dom schon eher der richtige. Wenn sie ihn trifft, bekommt sie Herzrasen und feuchte Hände. Aber es ist verboten, sich einen Partner selbst auszusuchen und lange bleibt ihre Liebelei nicht geheim und sie und Dom bekommen jede Menge Ärger.

Was hatte ich erwartet?

Einen dystopischen Jugendroman mit einer gehörigen Portion Science Fiction. Vielleicht einen neuen Planeten, den es zu entdecken gilt. Eine Heldin und eine spannende Story, gerne mit etwas Liebe und Action.

Was habe ich bekommen?

Eine Heldin, die weder mutig ist noch einen guten Plan auf Lager hat. Eine, die sich seufzend nach ihrem Liebsten verzehrt und ständig über seinen tollen Geruch und ihre Befindlichkeiten sinniert. Eine, die mal wieder zwischen zwei Kerlen steht, was ja schon zur Genüge in anderen Büchern dieses Genres durchgekaut wurde. Einen Plot, der leider immer dürftiger wird, umso länger die Geschichte währt. Bis auf Seren lauter blasse Figuren, die für meinen Geschmack alle mehr oder weniger austauschbar gewesen sind. Am Ende waren Dom und Esra gleich farblos, der Vater und die Schwester unwichtig, der Großvater nicht zu fassen, die ach so bedrohliche Kommandantin wie eine Tigerin ohne Zähne und Klauen und das Ende weder überraschend noch interessant. Am Ende verpuffte alles und zurück blieb lediglich die Hoffnung, dass es im zweiten Band die ein oder andere Aufklärung geben könnte.

Meine Meinung: Weder neu noch ausgefeilt. Einzig der Schreibstil hat mir gut gefallen. Und das Setting war eigentlich auch genau meines. Aus reiner Neugierde würde ich wahrscheinlich auch in einen zweiten Band mal reinlesen. Aber mit deutlich höheren Erwartungen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(108)

212 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

thriller, drama, vergangenheit, perfect girl, familie

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426520567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was ist vor drei Jahren wirklich passiert, als drei Jugendliche von Zoe angeblich überfahren wurden? Wer war Schuld daran? Warum stirbt die Mutter so plötzlich? Hängt alles zusammen?

Was mir gefallen hat: Der Erzählstil der Autorin ist routiniert und ansprechend. Sie schafft es, dass man als Leser schnell Empathie für Zoe entwickelt. Außerdem wird mit Rückblenden und verschiedenen Sichtweisen gespielt. Dadurch wird Spannung aufgebaut und die Abwechslung gibt eine Art Rundumsicht.

Was mir nicht gefallen hat: Ich fand die ganze Geschichte als Gesamtkonstrukt nicht glaubwürdig genug. Psychothriller kranken ja oft daran, dass eine Story entweder zu aufgeblasen und unnötig kompliziert ist. Oder im Gegenteil dünn und substandlos. Obwohl viel erklärt und hinterfragt wird, so fand ich es doch eher eine etwas magerere Auflösung, warum alles so passiert, wie es eben passiert.

Obwohl der Fall mich nicht überzeugt hat, ist die Sprache der Autorin so gehaltvoll, dass ich das Buch flott durchgelesen hatte und gerne noch ein weiteres von ihr lesen würde.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(154)

203 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

thriller, psychothriller, schweden, stockholm, krimi

Glücksmädchen

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Glücksmädchen“ ist das erste Buch der Autorin Mikaela Bley, dass auf Deutsch erschienen ist.

Lycke ist verschwunden. Sie ist acht Jahre alt. Ihre Eltern leben getrennt, der Vater hat eine neue Frau. Das Mädchen sitzt ein bisschen zwischen allen Stühlen. Es gibt noch zu viele frische Wunden in der Familie und alles ist unharmonisch und nicht so, wie man sich das Umfeld für ein Kind wünscht.

Die Journalistin Ellen Tamm wird auf den Fall angesetzt und fühlt sich persönlich bald sehr betroffen, da vor Jahren ihre Schwester entführt und tot aufgefunden wurde. Ellen erinnerte mich manchmal etwas an die Reporterin aus der Krimireihe von Liza Marklund. Sie ist leidenschaftlich und klug, muss sich gegen die männlichen Kollegen und Chefs durchsetzen, hat ein Gespür für den Fall und weibliche Intuition.

Die Geschichte ist kein reißerischer Krimi sondern in erster Linie auf einem ausgefeilten psychologischen Plot aufgebaut, bei dem weder Blut noch wilde Aktion angesagt sind, sondern die Menschen, ihre Motive und Charaktere eine entscheidende Rolle spielen. Es ist kein Pageturner, aber es liest sich wirklich gut. Ich mochte vor allem den Erzählstil der Autorin, der sehr einfühlsam ist.

Ein guter Krimi. Die Autorin werde ich mir merken.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(149)

230 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 122 Rezensionen

schweden, krimi, fabian risk, dänemark, mord

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

No Risk no fun, so könnte das Motto für diesen dritten Krimi mit Fabian Risk sein. Wobei diesmal nicht nur Risk und sein Team und sein Fall eine große Rolle spielen. Er ermittelt in einer ziemlich undurchsichtigen Angelegenheit. Ein Auto stürzt ins Wasser aber der Fahrer ist bereits lange tot gewesen und auch wieder nicht, da er die letzten Wochen überall gesehen wurde. Fazit: Er ist nicht gefahren und jemand anders hat sich für ihn ausgegeben.
Aber Fabian Risk hat auch weiterhin jede Menge Probleme mit seiner Familie. Hier sehe ich auch den größten Kritikpunkt für mich, denn eben seine Familienmitglieder sind teilweise ziemlich stark in die Krimihandlung involviert und das liest sich manchmal doch etwas aufgesetzt und unglaubwürdig.

Anderenorts wird aber auch ermittelt. In einem scheinbar ganz anderen Fall. Diese verschiedenen Erzählstränge laufen die meiste Zeit erst mal nebeneinander her. Man wird genötigt, das Buch schnell zu lesen, weil man immer wieder wissen will, wie es im gerade anderen Fall noch weitergehen könnte. Das ist schlau gemacht aber man hat das Gefühl, es würde fast für zwei Krimis reichen.

Im Vergleich finde ich, dass dieser Band nicht ganz an die Vorgängerbücher herankommt. Aber am Ende gibt es noch ein, zwei überraschende Wendungen und das Finale ist dann wieder solide und zufriedenstellend. Für Fans der Reihe ist das Buch ein Muss. Man kann es sicherlich auch als Neueinsteiger versuchen, ich finde aber, man nimmt sich damit etwas den Spaß. Lieber am Beginn der Reihe mit Herzsammler anfangen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(71)

73 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

low carb, kochbuch, lchf, diät, rezepte

Easy. Überraschend. Low Carb.

Bettina Matthaei , Oliver Brachat
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531127
Genre: Sachbücher

Rezension:

Low Carb heißt heutzutage die neueste Diätform. Ich bin kein Diätfan. Ich glaube an eine Änderung der Lebensweise und an eine langfristige Änderung des Essverhaltens. Aber das System Kohlenhydrate wegzulassen zwar nicht neu aber es interessiert mich. Vor allem die Idee, dennoch alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine zu bekommen und aus Gemüse mal etwas anderes als eine langweilige Beilage zu machen.

Die Autorin, Bettina Matthaei schafft es, dem Diät-Begeisterten trotzdem Knödel, Gnocci Polenta, Rissotto oder ähnliches vorzusetzen, nur sind die Ausgangszutaten eben nicht Mehl oder Reis sondern Gemüse und vegetarische Ersatzmittel wie Tofu, die nicht nur den Magen füllen sollen, sondern ein vollwertiger Ersatz für die Kohlenhydrate sind und auch optisch schon was hermachen.

Es sind ein paar wirklich ansprechende Dinge in diesem Kochbuch. Z.B. die Blumenkohl-Chia-Polenta, die einfach und extrem lecker mit dem Seelachs harmoniert hat. Highlights wie Petersielienwurzelpüree oder Möhren-Mandel-Brot gibt es jetzt definitiv öfter auf unserem Speiseplan.

Leckere Rezepte nicht nur für Diät-Fans. Mir gefällt das Buch gut.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(72)

83 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

vegan, rezepte, diät, kochen, abnehmen

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät

Attila Hildmann , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531318
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich kenne bereits andere Bücher von Attila Hildmann und hatte die Vorstellung, dass dieses neue "Vegan for Fit" ähnlich strukturiert wäre. Aber dem ist nicht ganz so. Es ist statt dessen ein wirkliches Diät-Programm, welches hier in einer Woche durchgezogen werden soll. Dabei wird eine begrenzte Anzahl von Gerichten für jeden Tag angeboten und ein zusätzliches Work-out-Programm am Ende soll ein paar Pfunde purzeln lassen und der Gesundheit auf die Sprünge helfen.

Hildmanns Rezepte sind wie immer sehr ansprechend. Es sind jede Menge schnelle Gerichte oder Drinks für das Frühstück oder für Zwischendurch. Die Mittags- oder Abendmahlzeiten sind anspruchsvoller und verlangen etwas Einsatz und Zeit.

Ich finde, es wird relativ viel Raum für Erklärungen, Tipps und Beschreibungen der Diät gegeben; die sportlichen Übungen hätte ich persönlich gar nicht mehr gebraucht. Für Leute, die diese Diät machen wollen, ist das sicherlich hilfreich. Als reines Kochbuch funktioniert es deshalb aber nur bedingt, da es einfach wenig verschiedene Rezepte sind und das Ganze richtig zielorientiert ist.

Wer vegan abnehmen und fit werden will, sollte einen Blick riskieren. Für die anderen empfehle ich einfach Hildmanns andere Bücher.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(101)

131 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 88 Rezensionen

fantasy, magie, andreas suchanek, lichtkämpfer, wechselbalg

Das Erbe der Macht - Schattenchronik: Das Erwachen

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

Rezension:

Andreas Suchanek ist der Autor der Fantasyreihe „Das Erbe der Macht Schattenchronik“. Im ersten Band „Das Erwachen" sind 3 Abschnitte, die es bereits online zu lesen gab. Die gebundene Ausgabe ist jetzt nachgereicht und optisch hochwertig und liebevoll gemacht.

Es existieren zwei Parallelwelten. Die, wie wir sie kennen und die Phantastische voller Magie. Besonders ist hier, dass in der magischen Welt Personen leben, die wir in der realen Welt nur zu gut kennen. Johanna von Orleans zum Beispiel, oder Leonardo da Vinci und Albert Einstein. Diese kämpfen in einer geheimen Gesellschaft mit einigen Lichtkämpfern gegen die Schattenfrau.

Mir hat gefallen, dass man sofort mitten reingeschmissen wurde ins Geschehen. Da wird nicht lange gefackelt und es gibt auch schnell erste Opfer zu beklagen. Dadurch wird die Spannung sofort angeheizt. Überhaupt ist das Buch sehr actionlastig. Das war unterhaltsam, aber manchmal war es mir fast zu wenig

Hintergrundmaterial, zu wenig intensive Charakterzeichnung. Man merkte, dass die drei Abschnitte jeder für sich eine eigene Choreographie hatten, mit einer Art Höhepunkt. Mir fehlte aber etwas der Lesefluss, die Verbindung zu einem großen Ganzen. Vielleicht hätte man den Text für das Buch nochmal etwas überarbeiten und in ein ganzes Stück bringen sollen.

Guter erster Band mit noch einiger Luft nach oben.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(127)

217 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 92 Rezensionen

new york, familie, geschwister, usa, erbschaft

Das Nest

Cynthia D'Aprix Sweeney , Nicolai Schweder-Schreiner
Fester Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 13.02.2017
ISBN 9783608980004
Genre: Romane

Rezension:

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Ihr Vater hat ihnen ein sicheres Nest gebaut – einen Fond, der am Vierzigsten der Jüngsten an alle verteilt werden sollte. Aber es kommt ganz anders, denn einer braucht schon vorher finanzielle Hilfe und die Mutter zahlt ihm den Großteil des Fonds aus. Plötzlich müssen die restlichen Geschwister erkennen, dass sie andere Wege finden müssen, zu Geld zu kommen. Geld dass alle dringend brauchen.
Erzählt wird hier eine Familiengeschichte. Eine große Familie und jeder hat sein eigenes Lebensdesaster, seine Probleme und Visionen. Es gibt Zwistigkeiten, Neid und Streitereien. Es gibt die verschiedensten Lebensmodelle. Die Hausfrau ohne eigenen Job, die erfolglose Autorin, den Lebemann, den Geschäftsmann mit Schulden. Alle haben Geldprobleme. Alle sind unzufrieden und suchen nach einem Ausweg. Dazu kommen Probleme mit Kindern und Ehemännern und Zwist untereinander.

So richtig warm wurde ich mit der Geschichte nicht. Ich glaube, das lag vor allem daran, dass mich durchweg alle Darsteller mehr oder weniger genervt haben. Alle sind ja eigentlich erwachsen aber keiner hat sein Leben im Griff. Und die Stimmung innerhalb der Familie ist wirklich mies, ohne, dass ich wirklich einen Grund dafür sehe. Also keine allzu schwierigen Eltern. Keine dramatischen Dinge in der Kindheit. Einfach schlechte Vibes. Und es passiert auch nicht wirklich viel.

Das Cover ist sehr ansprechend und der Schreibstil gut lesbar.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(140)

247 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

drachenreiter, greif, cornelia funke, fantasy, drachen

Drachenreiter - Die Feder eines Greifs

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 26.09.2016
ISBN 9783791500119
Genre: Kinderbuch

Rezension:

19 Jahre mussten Fans auf die Fortsetzung von „Der Drachenreiter“ warten. Ich gehöre zu denen, die das wirklich getan haben. Es war eines meiner liebsten Kinderbücher und es hat immer noch einen Ehrenplatz in meinem Schrank. Und das will was heißen – viele Kinderbücher habe ich nämlich nicht aufgehoben. Mir gefiel der Drachenreiter auch um einiges besser als die Tintenherz-Trilogie. Ich wäre immer selber gerne so ein Junge mit so einem Drachen gewesen. Die Erwartungen waren also schon etwas hochgeschraubt, als ich das Buch „Die Feder eines Greifs“ dann endlich in Händen hielt.

Es liegt gleich gut in der Hand und Titel und Cover stimmen richtig ein auf die Geschichte. Gefangen genommen wurde ich von der ersten Seite an. Nicht nur von der spannenden Handlung, sondern natürlich auch von den feinen kleinen Zeichnungen, mit denen Frau Funke dem Buch zusätzlich Leben und Charme einhaucht. Sie lässt den Leser noch intensiver an ihrer fantastischen Welt teilhaben, da sie nicht nur mit Worten sondern auch mit Bildern ein Panoptikum von liebenswerten Figuren entwirft.

Es ist eines der Jugendbücher, die man als Erwachsener gut lesen kann. Eines, bei dem ich mir wünschte, ich hätte schon eigene Kinder, um es ihnen vorzulesen und mit ihnen die Zeichnungen zu betrachten. Meine Erwartungen wurden zu 100 % erfüllt. Es ist eine tolle Fortsetzung und ein wirklich empfehlenswertes Kinder- und Jugendbuch mit Zertifikat für die ganze Familie. Es steht jetzt harmonisch neben den ersten Band und wartet auf Kinderhände, die es sicherlich mehr als einmal mit Begeisterung hervorholen werden.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(111)

217 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 85 Rezensionen

barbarazweig, heiligendamm, liebe, ostsee, weihnachten

Winterblüte

Corina Bomann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783471351420
Genre: Historische Romane

Rezension:

Verrate uns hier Deine Meinung zum BuchDies war mein erster Roman von Corina Bomann. Mir war bewusst, dass es sich um einen vor allem für Frauen geeigneten Roman handelt, der in einer interessanten Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, nämlich 1920, spielt. Hauptakteurinnen sind zum einen Johanna, eine junge, für ihre Zeit relativ selbstbewusste, Frau, die von Familie und Gesellschaft immer mehr dazu gedrängt wird, sich endlich für einen ihrer Verehrer zu entscheiden und in den soliden Hafen der Ehe einzufahren. Zum anderen eine etwa gleichaltrige junge Frau, die am Strand bewusstlos angespült wird und die nach ihrem Erwachen feststellt, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat und nicht mehr weiß, wer sie ist. Wegen eines Kirschblütenzweiges wird sie einstweilen Barbara genannt.

Die beiden Frauen werden Freundinnen und versuchen beide, ihr Glück zu finden und gleichzeitig ihr Leben in den Griff zu bekommen. Dabei unterstützen sie sich gegenseitig durch Gespräche und Verständnis, welches vor allem die Eltern von Johanna nicht wirklich für ihre Tochter aufbringen können.

Das Buch ist in einem leichten und angenehmen Stil geschrieben und die Geschichte unterhält vor allem durch die sympathischen lebendigen Charaktere. Man sollte keine allzu intensiven geschichtlichen Fakten erwarten. Die Zeit ist eigentlich nur Staffage und Zeitcollorit für diesen Unterhaltungsroman. Ein nettes Buch für zwischendurch. Nicht zu kitschig aber doch gefühlvoll. Mit einem wirklich ansprechenden Cover.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

österreich, historischer roman, donaumonarchie, kaiser, erster weltkrieg

Der Sturz des Doppeladlers

Birgit Mosser
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Amalthea Signum, 05.09.2016
ISBN 9783990500521
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Birgit Mosser bereits mehrere geschichtliche Sachbücher verfasst hat, merkt man vor allem den historischen Details und Szenen an. „Der Sturz des Doppeladlers“ spielt im ersten Weltkrieg. Der österreichische Kaiser ist gestoben und mit ihm stürzt im Krieg auch langsam aber unaufhaltsam die Monarchie. Dabei erzählt Mosser anhand von vier Familien aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten von den Menschen, die zuhause bleiben aber auch von den Soldaten an der Front. Sie scheut sich nicht, von Blut und Tod zu berichten und das Leid und Unglück, dass weite Teile Europas damals überzogen hat, wird in ihrem ersten Roman eindringlich spürbar.

Es dauerte eine Weile, bis ich alle Personen soweit kennengelernt hatte, dass ich sie nicht mehr durcheinander brachte und auch nach und nach zu schätzen und einzuschätzen wusste. Der Erzählstil hat mir gefallen, allerdings bin ich kein Fan von Gesprächen im Dialekt. Auch wenn ich keine Probleme damit hatte, da ich als Bayer des Österreichischen Slangs durchaus mächtig bin, so hätte es mir gereicht, wenn dies einfach nur angedeutet gewesen wäre.

Es ist nicht mein erster Roman aus dieser Epoche, den ich dieses Jahr gelesen habe, deshalb muss er sich mit Büchern messen, die mich richtig umgehauen haben. Aber Birgit Mosser gelingt es durchaus, dass sie neue Eindrücke und Einblicke gibt und ich habe das Buch gerne gelesen. Für einen Erstling eine sehr solide und unterhaltsame Geschichte. Diese Autorin werde ich im Auge behalten.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

semmering, österreich, historischer krimi, hotel panhans, mord

Tod am Semmering

Beate Maly
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783954519958
Genre: Historische Romane

Rezension:


1922 Semmering in Niederösterreich.

Die pensionierte Lehrerin Ernestine Kirsch und der Apotheker Anton Böck sind eingeladen, in einem Luxushotel einen Tanzkurz zu machen. Da geschieht ein Mord. In der guten alten Manier einer Miss Marple fängt die aufgeweckte Ernestine sofort an zu ermitteln und lässt sich auch von den Einwänden ihres Begleiters nicht abhalten. Gewitzt und schlau und mit einer gehörigen Prise Humor geht sie zu Werke und es entwickelt sich ein Who-done-it-Roman, bei dem der Leser mit den beiden Helden mit rätseln darf. Ein Schneesturm hält die Gäste und den Mörder im Hotel gefangen und man fühlt sich stark an „Orient Express“ oder ähnliche Krimis erinnert, in denen das Personal und die Räumlichkeiten begrenzt sind und so den Fokuszentrieren  für ein spannendes Krimi-Puzzle.
 
An dem kleinen feinen Büchlein stimmt einfach alles. Die Optik des Einbandes ist schlicht aber sehr ansprechend. Die Akteure erobern den Leser mit Herz und Verstand und der Mord und seine Auflösung sind spannend und nachvollziehbar.  Der österreichische Dialekt kommt hier fein und stimmig rüber und ist mit zahlreichen historischen Details die leckere Verzierung für einen wirklich schönen Histo-Krimi.
 
Besonders gefallen hat mir wieder der angenehme Erzählstil von Beate Maly, den ich bereits aus ihren anderen Histos schätzen gelernt habe. Und dieses Ermittlerpärchen ist zwar etwas älter als üblich aber nicht weniger effizient und nebenbei so liebenswert, dass ich hoffe, nochmal von den beiden zu hören. Ernestine und Anton dürfen für mich gerne in Serie gehen.
 
 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(190)

389 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 149 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, melinda salisbury, jugendbuch

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Tödliche Berührung – die Idee ist originell. Twylla ist gesegnet und verdammt zugleich. Ihre Haut ist so giftig, dass nur die Königsfamilie sie berühren kann ohne sofort zu sterben. Dafür darf sie den Thronerben heiraten. Eine interessante Idee, die ich durchaus als Metapher genommen habe. Auch wie Twyllas Charakter und ihre Empfindungen beschrieben werden ist jugendgerecht und aus einem so direkten Winkel, dass es einem als Leser nahegeht. Es gibt auch zwei junge Männer, die wichtig für sie sind. Den Prinzen, den sie heiraten soll und ihren Leibwächter Lief. Also ein gängiges Muster in Jugend-Fantasy dieser Art. Nicht neu aber eigentlich finde ich so was ganz okay. Es darf gerne ein bisschen knistern und die Frage gestellt werden, für wen wird sie sich entscheiden.

Allerdings war alles etwas sehr einfach gestrickt. So richtig in die Gänge kam die Spannung für mich nicht. Und das mit dem Knistern war auch nicht so ganz, denn der Prinz ist mir nie besonders sympathisch gewesen. Ich wollte von Anfang an, dass der Leibwächter den Sieg davon trägt. Auch gibt es wenig Überraschungen, keine Wendungen, die nicht vorhersehbar gewesen wären.

Gefallen hat mir allerdings das ansprechende Cover und der gut lesbare Schreibstil. Die Autorin hätte aus dem Plot sicherlich noch mehr rausholen können.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(250)

381 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 180 Rezensionen

thriller, psychothriller, entführung, hamburg, spannung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon das Cover hat mich in den Bann gezogen. Eine Frau hat sich die Haare abgeschnitten. Gerade fällt die letzte Strähne. Handelt es sich um die Hauptperson? Ist sie womöglich auf der Flucht? Hat sie etwas zu verbergen? Oder beginnt sie einfach ein neues Leben? Eigentlich spielt schon das Cover mit den Vermutungen des Lesers.

Der sieben Jahre verschollene Ehemann von Sarah erscheint plötzlich wieder auf der Bildfläche. Nachdem er entweder für tot oder entführt gehalten wurde und sie so lange verzweifelt auf seine Rückkehr hoffte, kommt er jetzt in einem Augenblick zurück, wo sie sich endlich damit abgefunden hatte und mit ihrem Sohn ´nochmal ein neues Leben anfangen wollte. Aber es ist natürlich nicht alles so wie es scheint. Denn ein Fremder steht schließlich als vermeintlicher Ehemann Philipp am Flughafen. Und er setzt Sarah mit einem mysteriösen Geheimnis so unter Druck, dass sie sein Spiel mitspielen muss, wenn sie nicht alles verlieren will.

Was will der Kerl? Lebt ihr richtiger Ehemann doch noch? Was hat Sarah für eine "Leiche" im Keller?

Ich kannte bereist Melanie Raabes Erstling "Die Falle" und war schon in freudiger Erwartung eines neuen Psychothrillers. Genau einen solchen bekommt man denn auch. Klar macht man sich seine Gedanken und wenn man schon viele solche Romane gelesen hat, kommt man vielleicht sogar auf die richtigen Ideen. Ich musste auch immer wieder mal an den Film mit Gere und Foster denken, in dem eine ganz ähnliche Geschichte abläuft. Anfangs ähnlich. Aber Melanie Raabe schafft es, einen neuen Ton reinzubringen und ein, zwei überraschende Wendungen, so dass das Buch bis zum Ende spannend bleibt.

Sehr guter Psychothriller - endlich mal wieder aus Deutschland

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(102)

169 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 78 Rezensionen

literatur, frankreich, fiktion, identität, schriftstellerin

Nach einer wahren Geschichte

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 24.08.2016
ISBN 9783832198305
Genre: Romane

Rezension:

Delphine de Vigan ist eine erfolgreiche Schriftstellerin. Auf einer Party freundet sie sich mit der Ghostwriterin L. an. Aus der anfangs lockeren und unkomplizierten, ja interessanten und durchaus Delphines Arbeit befruchtenden Freundschaft wird jedoch schnell eine sich ungesund entwickelnde Symbiose. L. übernimmt nach und nach die Führung und gibt Delphine erst vor, wie sie ihre Arbeit besser machen könnte um dann auch ihr Privatleben zu dominieren. Sie zieht bei ihr ein und umso mehr L. das Ruder übernimmt, um so mehr wird die Autorin verunsichert, zieht sich zurück und erlebt schließlich sogar eine heftige Schreibblockade. Der Roman, den Delphine schreibt und um den es in weiten Teilen dieser Geschichte auch geht, wird zusehens zur Realität. Für de Vigan und für den Leser gleichermaßen verwischen die klaren Grenzen.

L. schien mir wie die Spinne im Netz, die die Fäden zieht und die Delphine auf ihre Art in ein dichtes Netz einspinnt aus dem diese kein Entrinnen mehr zu finden scheint. Immer mehr entwickelt sich das Ganze zu einem Psychothriller.

Die Geschichte ist faszinierend, verwirrend, bis zum Schluss undurchschaubar und unvorhersehbar. Ein sehr ungewöhnliches Buch. Man muss sich auf die Story einlassen, dann ist man gefesselt und begeistert. Ein anspruchsvolles Werk, welches lange nachklingt. Kein Wunder, dass die wahre Delphine für die Geschichte der vielleicht erfundenen Delphine bereits Preise abgeräumt hat. Eine Leseempfehlung für die, die mal etwas außergewöhnliches suchen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(81)

111 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

israel, liebe, palästina, new york, nahostkonflikt

Wir sehen uns am Meer

Dorit Rabinyan
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.08.2016
ISBN 9783462048612
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine kniffelige Rezi, die ich hier schreiben muss. Ein Abwägen und Hin und Herdrehen der Eindrücke.
Gefallen hat mir
- Das Cover zu aller erst. Der Hauch der New Yorker Skyline, dazu die Wellenbewegungen und die zwei Schatten und alles in einem warmen sonnigen Farbton. Ein echter Eyecatcher im Buchladen.
- Der Klappentext der eine ungewöhnliche, ja womöglich schwierige Liebesgeschichte erwarten lässt. Dazu die politische Lage eines Landes, welches mir noch weitgehend fremd ist. Ich weiß natürlich um den uralten Streit von Israelis und Palästinensern. Aber dass es bis heute so krasse Auswirkungen auch auf das Privatleben und die Liebe hat, war mir nicht bewusst und hat mich angesprochen.
- Die Leseprobe hat mir gut gefallen und ich hoffte auf ein paar unterhaltsame Stunden mit Tiefgang.
Nicht gefallen hat mir
- Der wahnsinnig ausführliche Erzählstil. Es wurde wirklich – sorry – jeder Pups, jedes Fitzelchen, jede noch so kleinste Gefühlsregung lang und breit und so intensiv erklärt und beschrieben, dass ich irgendwann leider angefangen hat, ganze Seiten zu überfliegen oder nur noch quer zu lesen.
- Die zwei Hauptdarsteller, die ziemlich bald auseinanderdriften. Ich hatte Probleme, die Tiefe ihrer Zuneigung zu erfassen, hatte bald das Gefühl, dass sie gar nicht zusammen passen, da sie ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Leben und ihrem Land haben. Dadurch wurde mir ihre Beziehung schnell uninteressant was für den spannenden Fortgang einer Liebesgeschichte nicht förderlich ist.
- Das Ende, weil es zu wenig positiv und hoffnungsvoll war und mir einfach zu nichtssagend. Ganz allgemein stellte ich mir die Frage, was die Autorin mit dieser Story überhaupt sagen wollte, was ihre eigene Meinung ist.

Am Ende war ich ziemlich angestrengt von diesem Buch und gebe gerade noch 3 Sterne. Es war einfach nicht dass, was ich erwartet und erhofft hatte.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(186)

342 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 126 Rezensionen

sekte, 1969, mord, kalifornien, usa

The Girls

Emma Cline , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446252684
Genre: Romane

Rezension:

„The girls“ von Emma Cline sind die vierzehnjährige Evie Boyd und die etwas ältere Suzanne die für die Jüngere zum Vorbild wird. Die beiden landen bei Russell auf einer Farm. Bei Sex, Drugs und Rock‘n Roll. Das Ende der 60 Jahre, Flower Power und Hippies sind angesagt. Die Mädchen sind eigentlich noch mitten in der Pubertät, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, der Liebe und einem großen Masterplan für die Zukunft. Aber sie werden ihn auf diese Weise wohl nicht finden. Sie werden ausgenutzt und am Ende droht noch Schlimmeres.

Was mir gefallen hat?
Die Idee, die das Thema um die Charles-Manson-Gruppe aufgreift, fand ich sehr interessant. Ich wusste – und weiß – davon vor allem die Schlagzeilen, die mir bis heute im Kopf geblieben sind. Inclusive der Morde und dem Mädchen Tate. Ich hatte also schon eine ungefähr Vorstellung von diesem Buch und hoffte auf Neues, auf Näheres, auf Erklärungen der Vorkommnisse von damals sogar. Dafür war das Buch dann aber doch nicht nah genug dran an den Tatsachen und auch etwas zu dünn, um dieses Thema gründlich zu bearbeiten. ich denke, das war auch nicht unbedingt die Intension der Autorin. Die beschäftigte sich vor allem mit dem Innenleben der Girls. Ihren Beweggründen, ihren Fragen und ihrer jugendlichen Suche. Dafür verwendet sie einen anspruchsvollen schönen Erzählstil.

Was mir nicht gefallen hat?
Die Charaktere waren mir alle unsympathisch und nicht immer altersgerecht entwickelt. Mir fehlte oft das Kindliche und Naive, welches ich 14-Jährigen schon noch unterstellen würde. Über weite Strecke habe ich mich auch gefragt, was mir die Geschichte eigentlich sagen will wenn sie doch mit der Wirklichkeit nicht konkurrieren will, was dann? Am Ende fand ich alles etwas bemüht aber unausgegoren. Die Handlungen waren gewollt und gekünstelt. Ich hatte nicht das Gefühl hier von realen Menschen zu lesen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(60)

95 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

sport, kanada, laufen, olympische spiele, familie

Die Frau, die allen davonrannte

Carrie Snyder , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2016
ISBN 9783442754649
Genre: Romane

Rezension:

Aganetha Smart ist 104 Jahre und lebt zurückgezogen und fast vergessen in einem Altersheim. Während ihr Körper durch das Alter bereits schwach und zittrig geworden ist, lebt immer noch ein reger Geist in ihr. Zwei junge Leute kommen, um sie über ihr langes ungewöhnliches Leben zu interviewen.
In Rückblenden erfährt der Leser, das Aggie in einer großen Familie auf dem Land aufgewachsen ist. Mit Geschwistern und Halbgeschwistern. Auch ihre Jugend ist es die ihr die Energie und Ausdauer gibt um später zu einer der erfolgreichsten Läuferinnen ihrer Zeit zu werden. Sie und andere Frauen setzen sich in einer Männerdomäne des Sports durch und sie gewinnt schließlich eine Goldmedallie.

Mir hat vor allem gefallen, dass am erfundenen Leben der Aggie Smart die damaligen Wettkampf-Umstände der Sportlerinnen auf eindringliche Weise geschildert werden. Auch wenn es Aganetha nicht wirklich und leibhaftig gab, so sind ihre Erlebnisse doch die Essenz vieler realer Geschehnisse um tatsächliche Läuferinnen und man erlebt hautnah mit, wie es im letzten Jahrhundert auch im Sport zu einem Kampf um Gleichberechtigung und Anerkennung der Frauen kam.

„Die Frau, die allen davonrannte“ ist der viel beachtete Erstling der Autorin Carrie Snyder. Man merkt der Geschichte an, dass Frau Snyder über Dinge schreibt, die sie nachvollziehen kann, die sie sogar selbst kennt. Sie ist Mutter von vier Kindern, Lehrerin und vor allem Läuferin. Mit kraftvollen Worten beschreibt sie Emotionen und Erlebnisse, versucht auf den Grund der Dinge zu kommen. Der Erzählstil ist anspruchsvoll und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit fordert die Aufmerksamkeit des Lesers.

Sehr ansprechend ist auch die optische Gestaltung des Covers.
Ein Buch welches ich gerne gelesen habe und durch dass ich auf eine interessante neue Autorin aufmerksam geworden bin.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(74)

108 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

friedhof, krimi, georgien, gesine cordes, findelkind

Fuchskind

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548612515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gesine Cordes arbeitet als Friedhofsgärtnerin, seit sie aus dem Polizeidienst ausgeschieden ist. Eines morgens entdeckt sie ein scheinbar ausgesetztes Baby. Wenig später wird nicht weit vom Friedhof eine Tote an einer Bushaltestelle gefunden, an der Gesine kurz vorher vorbei gekommen ist. Die alten Ermittlerinstinkte von Gesine lassen sich nicht unterdrücken und sie stellt alsbald eigene Nachforschungen an bei denen ihr Marina Olbert hilft.

Mir waren Autorinnen und „Ermittlerin“ bis dato unbekannt. Es gibt bereits einen Vorgängerband in dem sicherlich noch mehr Details aus Gesines Vorleben zu finden sind und auch über den Tod ihres Kindes. Aber ich konnte auch so als Quereinsteiger dem Geschehen gut folgen und fand es einen netten Kniff, dass es in diesem Krimi keine offizielle Ermittlerin ist. Natürlich ist Gesines Persönlichkeit, wie die vieler Kommissare, auch eine gebrochene. Aber in ihrem Fall fand ich das ganz okay und nicht überzeichnet dargestellt.

Der Schreibstil ist gut lesbar und der Plot interessant. Ein bisschen fehlten mir am Ende vielleicht die überraschenden Wendungen und es wurde ziemlich weit ausgeholt zur Erklärung der Geschehnisse. Aber alles in allem ein guter Kriminalfall der für ein paar unterhaltsame Stunden gesorgt hat.
Besonders schön finde ich das Cover.

  (3)
Tags:  
 
92 Ergebnisse