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126 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

1440, alchemie, baron, bretagne, dorf, frankreich, historisch, historischer krimi, historischer roman, inquisition, kirche, liebe, mord, schloss, serienmörder

Sehet die Sünder

Liv Winterberg
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2013
ISBN 9783423249409
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:
*********

Sehet die Sünder spielt im Jahre 1440 in Frankreich. In dem kleinen Dörfchen Saint Mourelles geschehen grausame Morde und immer wieder verschwinden Kinder und Frauen aus der Umgebung. Catheline, die Haushälterin des Pfarrhauses, und der Bauer Mathis nehmen sich der Sache an und versuchen den Mörder zu finden. Dabei erbitten sie die Unterstützung von Baron de Troyenne, der für ihr Dorf zuständig ist. Doch der Baron hat mehr Gefallen an seiner Verschwendungssucht, als an der Aufklärung der Morde. Durch unglückliche Umstände wird Catheline des Mordes an den Frauen beschuldigt und Mathis versucht nun mit aller Kraft Cathelines Unschuld zu beweisen.

Meine Meinung:
*****************

Der Sprachstil ist flüssig und gut lesbar. Dadurch kann man sich gut in die Zeit des 15. Jahrhunderts versetzen. Dieser Umstand ist ein Pluspunkt für das Buch, leider ist dies so ziemlich der einzige, dem ich dem Buch verleihen kann. Das Buch hat mich nämlich nicht gepackt. Für mich kam keine Spannung auf. Nur der Schlussteil wurde etwas interessanter, konnte mich aber dann doch auch nicht richtig überzeugen.

Das Buch hat mich nicht berührt und das eingebaute Liebesgeplänkel zwischen Mathis und Catheline fand ich nicht prickelnd. Dieses Hin und Her und dann doch wieder nicht löste bei mir keine Emotion aus. Ist natürlich schade, nur empfand ich die Liebesgeschichte, die eigentlich ja keine war, irgendwie unpassend und belanglos.

Die Charaktere fand ich eigentlich durch die Bank etwas blass, naiv und unsympathisch. Ich wurde einfach nicht richtig warm mit ihnen.

Irgendwie konnte ich mir auch zu schnell die Zusammenhänge erklären und es war danach nur mehr noch eine Bestätigung, nachdem aufgedeckt wurde, wer für die Morde verantwortlich war. Dies nahm auch noch zusätzlich die Spannung und den Reiz für mich.

Alles in allem ist das Buch für mich kein Highlight gewesen. Ich mag historische Romane gerne, aber von guten Schauplatzerzählungen und einem schönen Sprachstil habe ich leider nichts, wenn die Geschichte für mich einfach nicht in Fahrt kommt. Ich finde es ganz einfach schade, den aus der Erzählung hätte man mehr machen können, zu mal sie ja auf Tatsachen basiert. Schade, war für mich wohl nicht das Richtige.

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Tags: adel, bretagne, frankreic, frauen, inquisition, mittelalter, serienmörder, winter   (8)
 

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Lockruf der Nacht

Lilly M. Love
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 17.09.2012
ISBN 9781479145928
Genre: Sonstiges

Rezension:

Lockt nicht mal bei Tage!

Inhalt:
******

Leia arbeitet als Maklerin in New York. Immer wieder träumt sie von einem schönen Mann mit blauen Augen. Dieser Unbekannte will ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen und sie versucht ihn in der realen Welt zu finden. Immer intensiver werden die Träume über ihren Traummann und Leia kann nicht mehr richtig zwischen realer und fiktiver Welt entscheiden.
Eines Tages lernt sie Yven und seine Brüder kennen und es stellt sich heraus, dass ihr Traummann dessen Bruder ist. Die drei Brüder scheint ein Geheimnis zu umgeben. Leias Träume werden immer schrecklicher und plötzlich ist sie sich bewusst, dass sie gar nicht schläft.

Meine Meinung:
**********

Der Klappentext hat sich interessant angehört und ich habe mir eher eine spannende Fantasygeschichte mit einigen Schockmomenten vorgestellt. Meines Erachtens ist die Autorin aber am Thema vorbeigerutscht. Der knackige Stil machte es mir am Anfang nicht leicht in das Buch einzusteigen. Fast stakkatomäßig wurden die einzelnen Szenen abgehandelt und im nächsten Satz konnte man schon auf einem ganz anderen Schauplatz sein. Im Laufe des Buches bin ich aber immer besser damit zu recht gekommen und es wirkte dann schon etwas flüssiger auf mich.

Das Thema über Traumdämonen klang interessant, jedoch hätte ich mir die Umsetzung anders vorgestellt. Mir bleiben einfach zu viele Fragen offen. Mir kam es so vor, als hätte ich im Buch etwas verpasst, da Leia alles einfach so hingenommen hat. Ich fühlte mich, als würde ich in der Luft hängen. Irgendwie war es einfach komisch. Leia beginnt sich in den Mann ihrer Träume zu verlieben und schmachtet dahin. Als ihre Träume dann immer gewalttätiger werden, stellt sie sich immer noch nicht die Frage nach dem Warum. Sie ist vielmehr damit beschäftigt sich das nächste amouröse Abenteuer herbei zu wünschen, als mal ernsthaft über die Situation nachzudenken. Selbst als sie ihren Traummann in Natura sieht, scheint es das Normalste auf der Welt zu sein. Und ich frage mich wieder: Habe ich den Anschluss verpasst?
Als Leia dann endlich soweit ist und ihre vermeintlichen Träume als Realität anerkennt, wird es mir als Leser dann schon etwas zu fad. Denn sofort beginnt sie wieder mit ihrer verliebten Tour und ich frage mich ernsthaft in welchem Traum ich gefangen bin.

Das Buch bietet zu viele Ungereimtheiten. Auch wenn es Fantasy ist, darf man als Leser doch auf ein paar Erklärungen bzw. den Aha-Effekt hoffen. Leider schafft es das Buch nicht mich zu überzeugen und ich glaube nicht, dass ich mir die Nachfolgebänder holen werde. Ganz fies finde ich außerdem, dass das Buch mit einem Prolog beginnt und auch mit einer Kurzversion dessen wieder aufhört. Zwischendrin ist man als Leser genauso schlau wie zuvor. Besser wäre es gewesen, wenn das Buch nicht auf vier Teile aufgebaut. Man hätte der Geschichte bessere Chancen zum Entfalten geben können, dem Leser hätte man mehr Antworten geliefert und 2 Bände hätten gereicht.

Obwohl ich Fantasy gerne mag, ist diese Geschichte aber nichts für mich. Es fehlt nämlich grundlegend auch an Spannung. Die Idee hätte viel Potenzial geboten, wenn man anders daran gegangen wäre. Die Protagonistin und ihre Handlungen sind etwas flach, um Stimmung zu erzeugen. Leia verströmt eine gewisse Ja, mei. Sei`s wie`s sei – Mentalität und so liest sich dieses Buch auch. Für mich ist es leider kein gelungener Auftakt zu dieser Serie.

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Tags: amerika, brüder, dämon, gewalt, liebe, new york, realität, traum, traummann, verlangen   (10)
 

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

drogen, drogenschmuggel, edward banner, einbruch, emma caldridge, emma caldrige, entführung, kartell, krankheit, lepra, marihuana, mexiko, mord, thriller, usa

Emmas Angst

Jamie Freveletti , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2012
ISBN 9783548283463
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Angst vor einer guten Erzählung?

Inhalt:
**********

Emma ist Biochemikerin und sucht in Mexiko nach neuen Pflanzen. Nebenbei soll sie aber auch noch Schmuggler auskundschaften, die Drogen nach Amerika bringen. Emma gerät dabei in die Fänge eines Drogenkartells. Auf dem Anwesen trifft sie auf Oz, der Drogen schmuggeln soll. Jedoch gibt es ein Problem. Die Pflanzen und die Arbeiter auf der Plantage sind mit einer unbekannten Krankheit infiziert, die Geschwüre auf der Haut verursacht. Einmal angesteckt, stirbt man innerhalb von wenigen Tagen. Da trifft es sich also gut, dass Emma Chemikerin ist, sie soll die Krankheit heilen und Oz soll das infizierte Marihuana nach Amerika bringen.
Ein Militärangriff auf das Anwesen zwingt die Mitglieder des Kartells zu verschwinden. Emma und Oz werden kurzerhand mitgenommen und man bringt Emma zu einem Labor, um ein Gegenmittel für die Krankheit zu finden.
Auf der Reise geht aber einiges schief und Emma muss sich zu kriminellen Handlungen hinreißen lassen, um ihr Leben zu schützen, vor allem aber auch, da Oz nun auch an der Krankheit leidet. Die Zeit drängt!

Meine Meinung:
******************

Obwohl es sich um das dritte Buch einer Reihe handelt, kann man es als eigenständiges Buch lesen. Es ist nicht zwingend notwendig, die anderen zu kennen und bezüglich den Personen hat es bei mir keine Fragen aufgeworfen. Die Personen sind durch die Bank sehr blass und ihre Charaktere wirken auf mich uninteressant. Ob dies daran liegt, dass sich die Autorin mit dem Charakteraufbau schon ausführlicher in den Vorgängerbänden beschäftigt hat, kann ich nicht sagen, bin aber nicht so der Meinung, dass sie dies getan hätte. Es bleiben nämlich die Personen, die neu im dritten Band dazukommen, sehr blass und wirken sehr monoton.

Blasse Charaktere verleiten auch nicht gerade dazu, ein Buch interessanter zu machen, kann aber durch die Handlung wieder wettgemacht werden. Doch leider ist die Handlung für mich auch Käse.

Die Autorin setzt auf zuviel Effekthascherei und baut eine actionreiche Szene nach der anderen ein. Damit bringt sie mich fast zur Verzweiflung. Ich kauf ihr die einzelnen Handlungen nämlich nicht ab. Die Autorin schafft es für mich nicht eine Spannung aufzubauen und manches ist mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Für mich wurstelt sich Emma von einer stumpfsinnigen Situation in die nächste. Mir ist es eher so vorgekommen, als wäre der Autorin immer nur stückweise etwas eingefallen und hat dies dann aneinandergereiht. Für mich wirkte das Buch auch künstlich in die Länge gezogen. Hätte es wenigstens etwas Spannung gehabt, so hätte man über so manchen Einfall hinwegsehen können, aber es blieb für mich einfach nur platt und unausgereift und dies leider schon von Beginn an. Anfangs hatte man noch den Wunsch sich einzulassen und hat sich auf die Geschichte gefreut, aber zu schnell wurde klar, dass die Autorin an ihrer eigenen Geschichte scheitern wird.

Für mich wird es keine weitere Begegnung mit Emma geben, dafür habe ich schon viel bessere actionreiche Thriller gelesen. Bei denen stimmen die Handlung, die Spannung und die Charaktere. Bei Emmas Angst gibt es von allem nur ein bisschen. Ein Buch, dass man schon nach einem Tag wieder vergisst!

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Tags: amerika, ansteckend, auto, blut, drogen, einbruch, flugzeug, gürteltiere, kartell, krankheit, labor, laufen, marihuana, medikamente, mexiko, mord, schmuggeln, tod, waffen   (19)
 

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(78)

165 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

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Angsthauch

Julia Crouch , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2012
ISBN 9783548283326
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mir bleibt die Luft weg!

Inhalt:
******

Rose lebt mit ihrer kleinen Familie in einem Cottage in England. Das Leben ist ruhig und soweit harmonisch. Doch der Familienfrieden wird jäh gestört, als sich Polly aus Griechenland meldet und ihr von dem Tod ihres Mannes erzählt. Da Rose und Polly Freundinnen seit ihren Kindertagen sind, lädt sie Polly und ihre kleinen Söhne ein, zu ihr zu ziehen, solange bis sie wieder auf die Beine kommt.
Gareth ist zunächst von der Idee nicht angetan, da er Polly, eine ehemalige berühmte Sängerin, nicht ausstehen kann. Rose kann ihn aber überzeugen, doch seit Polly eingezogen ist, wird das Leben für Rose immer schwieriger und ihr Leben gerät aus den Fugen, zumal es auch ein Geheimnis zu schützen gilt, dass Rose seit langem mit sich herumträgt.

Meine Meinung:
**********

Der Klappentext hat mich sehr interessiert und ich habe mich auf eine Geschichte gefreut, bei der man so richtig mitleiden kann. Gelitten habe ich dann, aber nicht mit den Buchfiguren!

Als erstes kam ich mit dem Stil nicht zurecht. Frau Crouch hat bekanntlich ja einige Jahre als Bühnenschriftstellerin gearbeitet und diesen Stil merkt man. Es ist kein schöner Lesefluss und alles wirkt etwas abgehakt. Sowie, als würde man eben Bühnenanweisungen lesen. Es wirkte einfach nicht rund auf mich und es holpert dahin.
Manche Beschreibungen sind sehr unglücklich gewählt und ich habe mir des Öfteren auf den Kopf fassen müssen. Zum Beispiel dreht sich Rose auf dem Bett liegend zur Seite um ihre Tochter zu stillen und der Vorgang wird von der Autorin mit dem Säugen eines Ferkels verglichen. Manchmal wusste ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll! Es holpert für meinen Geschmack einfach zu viel und ich kann mich daher nicht richtig fallen lassen.

Einen Bezug konnte ich schon gar nicht herstellen. Rose geht einen mit der Zeit fürchterlich auf die Nerven mit ihrer ganzen Naivität. Ihr Geheimnis wird schnell mal auf den letzten Seiten ausgeplappert und hat weder für Spannung noch für Interesse gesorgt. Noch hätte man als Leser die Hintergründe erfahren wollen. Es war mir einfach egal. Vieles wurde einfach nur angerissen und bis zum Schluss erhielt man keine wirklichen Antworten.

Das Ende war überzogen und konnte nur einen kurzen Moment Spannung erzeugen, der aber sofort wieder verpufft ist. Die Autorin hätte hier Wendungen einbauen können um den Leser doch noch zu überraschen. Gut, ich war zwar überrascht, dass Rose selbst in dieser Situation noch immer dumm, naiv und weltfremd agiert, war aber eben ein Zustand, der für mich als Leser nicht neu war.

Die Geschichte wird einfach immer abstruser und man stellt sich die Frage, was soll das? Ein jeder kippt sich ständig Unmengen von Alkohol in sich rein und geht fremd. Selbst die noch stillende Rose ist von Wein, Drogen, etc. nicht abgeneigt. Also bitte! Nicht mal vor dem Krankenbett macht die Autorin halt und so lässt sie Rose im Krankenhaus einen Zwitschern, während sie um ihr todkrankes Baby bangt. Was zuviel ist, ist einfach zuviel und mich beschleicht der Gedanke, dass die Autorin selbst während dem Schreiben etwas zu tief in das Glas geschaut hat.

Anders kann ich mir das Ganze nicht erklären. Das ganze Buch verläuft unspektakulär und wird mit irrsinnigen Handlungen aufgepeppt, die Fragen aufwerfen und leider keine Antworten parat halten. Da das Buch die Sicht von Rose wiedergibt, bekommt man natürlich die ganze geballte Ladung Dümmlichkeit ab und so bleiben auch die restlichen Protagonisten blass oder sie beginnen einen auf die Nerven zu gehen.

Aus dem Buch hätte man soviel mehr machen können und was ist es geworden? Nichts, denn die Geschichte verflüchtigt sich schon wieder aus meinem Kopf. Nur das Wissen, dass ich die Autorin in Zukunft meiden möchte. Gute Psychothriller sehen anders aus!

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Tags: alkohol, cottage, dumm, england, fremdgehen, geheimnis, griechenland, kinder, kochen, krankheit, künstler, naiv, sängerin   (13)
 

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(21)

38 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

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Töten ist ganz einfach

B. C. Schiller
E-Buch Text
Erschienen bei null, 14.07.2011
ISBN B005CX8IHC
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
*****

In Prag wird ein Geschäftsmann brutal ermordet. Peter Hajek von der Prager Polizei meldet sich bei seinem Freund Tony Braun, der Leiter des Morddezernates in Linz. Braun beginnt sofort zu recherchieren und hat den Geschäftsführer von Royal International, Bogdan Drakovic, in Verdacht seinen Cousin in Prag ermordet zu haben. Da sich Bogdan in zwielichtigen Geschäften nur allzu gut auskennt und diese auch zu dominieren scheint, bekommt Tony Braun bald eine erste Spur.

Meine Meinung:
**********

Der Anfang gestaltet sich nicht schlecht, da man den ersten Mord aus der Ich-Perspektive des Killers liest. Danach werden einige Personen sehr rasant vorgestellt und noch bevor sich die Person im Kopf manifestiert hat, ist man schon wieder in einem anderen Geschehen. Soweit so gut. Teilweise kommen die Personen aber erst wieder später zum Vorschein und man frägt sich, wer das war. Es trägt zwar zu einem hohen Tempo bei, kann aber mitunter zu Verwirrungen führen.

Es wurde versucht durch ein hohes Tempo den Ereignissen einen flotten Anstrich zu geben, leider passte es nicht so gut. Mir sind einfach zu viele Ereignisse in die Geschichte gepackt, die teilweise konstruiert wirkten. Fast als wären dies Lückenfüller. Man möchte etwas Bestimmtes beschreiben, findet aber keine Erklärung dafür und baut deshalb einen kleinen Vorfall, etc. ein, um so die Kurve zu bekommen. Leider ist mir diese Art die Geschichte anzutreiben zu oft aufgefallen.

Zum einen sind die Personen etwas blass geblieben und agierten mir zu einseitig. Da Tony Braun ja der Hauptdarsteller ist, hätte das Augemerk etwas mehr auf ihm liegen sollen. Im Grunde wurde er mir nur als pöbelhafter Trinker präsentiert. Ich wurde einfach nicht so recht warm mit den Protagonisten und einen richtigen Tiefgang hatten sie nicht. Anna Lange, eine Werbeagenturchefin, zum Beispiel, ging mir leicht auf die Nerven. Erst hat sie auf ihren Vater geschimpft und ihn an dem Selbstmord ihrer Mutter verantwortlich gemacht, um dann wie eine Löwin für ihn zu kämpfen und gleichzeitig damit aber nicht nachvollziehbare Handlungen auszuführen. Von den Charakterzügen, sowie den Handlungen, die die Personen zum Leben erwecken sollen, bin ich nicht so angetan. Es ist irgendwie zuviel reingepackt ohne wirklich etwas zu erfahren. Manches wirkte auch nur angerissen.

Dem Buch hätte der Spruch: Weniger ist mehr, gut getan. Es befinden sich in dem Buch einfach zu viele Baustellen. Gerade am Anfang versteht man nicht, warum Tony Braun sich sofort auf Bogdan einschießt und es erschließt sich mir bis jetzt nicht. Braun versucht ihn mit ganzer Vehemenz zu Fall zu bringen, aber warum? Und warum sollte ausgerechnet Bogdan am Mord seines Cousins schuldig sein? Für den Leser besteht hier keine Verbindung und der Hass auf Bogdan ist auch nicht so nachvollziehbar.

Wie gesagt sind mir in dem Buch zu viele Baustellen, die zwar rasant stattfinden, bei mir aber nur Fragen und eine gewisse Geschichtskonstruktion erkennen lassen. Ich kann auch eine Schwarz-Weiß-Malerei erkennen. Entweder sind die Gebäude in Linz verfallen und nur von Asylwerbern bewohnt, oder es wird der noble Designchic präsentiert.

Die Morde werden schonungslos erzählt und die Autoren haben keine Hemmungen diese auch detailliert zu beschreiben. Ich fand diese gut ausgearbeitet und konnte mit den blutigen Beschreibungen gut umgehen. Ebenso fand ich den Stil gut, man konnte sich die Schauplätze gut vorstellen und die Sprache war flüssig.

Zum Schluss wurde ich wieder etwas milder gestimmt, da die Geschichte nun dort war wo sie sein sollte. Es bedurfte keiner aufwendigen Verstrickungen mehr und der Fokus lag jetzt mehr auf dem Serienkiller, sein Motiv und die Art wie sich die Schlinge zuzieht. Hier kann sich das Autorenteam stark präsentieren und es machte wieder Spaß das Buch zu lesen.

Für mich hätte das Buch wirklich gut werden können, wenn es am Anfang nicht so konstruiert gewirkt hätte. Mit weniger Personen, dem Augenmerk auf die eigentliche Handlung und eine bessere Zeichnung von Tony Braun wäre es echt gut geworden. Da ich mit anderen Handlungssträngen, die zwar auch etwas mit der Geschichte zu tun hatten, und die Personen und deren Hintergrund durchleuchten sollten, etwas überfüllt wurde vergaß ich teilweise, dass sich hier ja ein Serienkiller herumtreibt. Wobei wir eben wieder bei weniger ist mehr gelandet sind.

Die Stärke von dem Autorenteam liegt sicher an einer rasanten Erzählweise, leider bleiben die Personen dabei auf der Strecke und Klischeehaftigkeit macht sich breit. Für ein Erstlingswerk geht es in Ordnung, ich sehe aber noch viel Luft nach oben und denke mir, wenn man es etwas ruhiger angeht und nicht so viele Ereignisse einarbeitet, kann die Geschichte genauso rasant wirken. Sie wird dadurch sicher durchdachter, denn gute Ansätze kann ich darin erkennen. Schonungslose Morde sind nicht alles und können die Geschichte auf Dauer nicht stützen, daher kann ich nur sagen: Weniger ist mehr.

Ich bin aber zuversichtlich, dass das Autoren-Team die Gradwanderung schaffen kann. Die Morde schaffen eine Spannung und das Tempo ist hoch. Leider kann ich aber nur einen Stern vergeben, da ich mit den vielen konstruierten Baustellen nicht so zu recht komme. Dennoch steckt Potenzial darin, es müsst halt noch mehr nach oben gekitzelt werden.

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Tags: alkohol, brutal, erstlingswerk, linz, mallorca, mord, österreich, prag, serienkiller, tod, werbeagentur, zwielichtige geschäfte   (12)
 

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(409)

676 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 100 Rezensionen

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Blutige Stille

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 08.06.2011
ISBN 9783596184514
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Liebe Kate, lass es bitte sein!
Inhalt:

Bei der nächtlichen Streife in Painters Mill hört ein Polizist die Schreie eines Mannes. Der Helfer der Familie Plank hat eine schreckliche Entdeckung gemacht. Alle Familienmitglieder der Familie Plank sind tot. In der Scheune findet man die zwei jungen Mädchen, die gefoltert und verstümmelt wurden.

Kate Burkholder und ihr Team beginnen mit den Ermittlungen. Der Fall geht Kate sehr nahe, da es sich um eine amische Familie handelt und sie selbst in nach dieser Glaubensrichtung erzogen wurde. Zuerst werden noch Vermutungen über den Mord angestellt, doch als Kate das Tagebuch der jungen Mary Plank findet, ergibt sich erstmals eine konkrete Spur.

Unterstützt wird sie bei ihren Recherchen von John Tomassetti, mit dem sie eine Liaison unterhält. Immer mehr taucht sie in die Welt von Mary ein, doch der Mörder scheint nicht auffindbar zu sein. Bei der Beerdigung der Familie Plank fühlt sich Kate wie vor den Kopf gestoßen, als sie plötzlich vor dem ältesten Sohn der Familie Plank steht.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt ja sehr interessant mit dem Auffinden der Familie Plank und die Thematik rund um die Amischen ist mal etwas anderes. Leider sind dies auch meine einzigen positiven Eindrücke von der Geschichte, da sie in der Ausführung doch schon sehr hinkt.

Kate trägt viel persönlichen Ballast mit sich rum und flüchtet sich in Alkohol und Tabletten. Der Grund warum sie so ist, wird lange Zeit nicht gesagt, nur dass sie ebenfalls der amischen Gemeinschaft angehörte und diese verlassen hat. Man tappt im Dunkeln und man verliert allmählich das Interesse an ihrer Geschichte. Sie lamentiert ohne wirklich etwas preiszugeben und verbeißt sich in den Fall, da sie mit Mary sehr mitfühlt. Die anderen Personen scheinen ihr wiederum weniger wichtig.

Ich hatte irgendwie den Eindruck, dass von der Autorin nur die gesamte Familie umgebracht wurde, um den Leser schon mal so richtig zu fesseln und das Buch auch zu kaufen. Wäre nur Mary umgebracht worden, hätte es meiner Meinung nach auch getan und die Geschichte hätte so eventuell noch interessanter werden können, da die Amischen ein verschlossenes Völkchen sind. Da dies aber gleichzeitig bedeutet sich intensiver mit der Geschichte auseinander zu setzen und ihr mehr Tiefgang und gut durchdachte Momente zu verleihen, glaube ich wohl kaum, dass die Autorin diesen Weg hätte gehen wollen. Ich finde nämlich, dass die Autorin die Sache einfach lapidar angegangen ist. Eben ohne sich selbst in die Geschichte einzuleben und mit dem persönlichen Wunsch diese mit mehr Raffinesse aufzubauen.

Ich habe stark das Gefühl, als wollte sie mal schnell etwas hinkritzeln.

Die restlichen Personen bleiben auch dermaßen blass, dass ich beim Lesen schon vergessen hatte wer sie sind. Das passiert mir echt selten. Der einzige der noch etwas mithalten kann ist Kates Freund, der aber auch vom Leben gebeutelt ist und ebenfalls gerne mal zutief in das Glas schaut. Selbst als die Auflösung über den Mörder stattfand, habe ich mich gefragt, wer das den war! Es wirft kein allzu gutes Licht auf die Autorin, wenn sie es nicht mal schafft mir die Personen schmackhaft zu machen und diese in meinem Gedächtnis zu verankern.

Eine Person tauchte auf, es wurde ein bisschen geredet und schon verschwand die Person wieder von der Bildfläche. Man konnte einfach keinen Bezug zu ihnen aufbauen. Selbst bei dem Polizeiteam blieb alles blass. Ein kurzer Auftritt, ab und zu mal namentlich erwähnt, am Schluss dann wieder ein Satz, fertig. Macht die Geschichte ja wahnsinnig lebendig!

Von der Handlungsweise der Protagonistin braucht man im Grunde gar nicht sprechen. Sie wurschtelt sich wie ein Holzfäller durch die Geschichte und ich fand sie überhaupt nicht sympathisch. Ich finde sie naiv und unbedacht handelnd. Mit biegen und brechen versucht sie den Mordfall zu lösen und ihre Aussagen und Gedanken empfinde ich aber als platt. Ich werde mit Kate einfach nicht warm. Vielleicht sollte sie weniger trinken, dann würde sie Hinweise erkennen und nicht so selbstgefällig agieren.

Was mich zusätzlich noch gestört hat ist der Schreibstil. Blutige Stille ist aus der Sicht von Kate geschrieben und fast jeder Satz beginnt mit Ich. Es wirkte einfach abgehackt und für mich jedenfalls nicht flüssig. Die Dialoge hingegen lassen sich gut lesen. Mir gefiel dieses ständige Ich jedenfalls nicht. Ich gehe die Treppe rauf. Ich sehe mich im Zimmer um. Es kam bei mir eben keine gute Lesestimmung auf. Sorry! Flüssig und packend finde ich etwas anderes und ich habe schon viele Ich-Perspektive-Bücher gelesen.

Was mir ebenfalls das Buch noch verhagelt hat, ist der schlechte Schluss. Völlig unlogisch wird ein Szenario erdacht, das man als bestenfalls dilettantisch beizeichnen kann. Kate entwickelt einen Plan der bei mir Kopfschütteln auslöst und man bemerkt den Versuch der Autorin noch etwas Action in die Sache zu bringen. Von gut durchdacht sind wir aber Meilenweit entfernt.

Außerdem erhält man nach dem Showdown keine richtigen Antworten und darf sich nur mit den Vermutungen von Kate herumplagen.

Insgesamt hätte sich die Geschichte gut entwickeln können. Was sie durch die naive, ich-mach-mir-meine-eigene-Welt, Kate leider nicht wurde. Der Einblick in die amische Lebensweise ist nett und ich hoffe, dass dies auch den Tatsachen entspricht. Außer die Autorin hatte keine Lust sich an die Wirklichkeit zu halten, was man angesichts der lieblosen, platten Darstellung und des eigentlich-habe-ich-keinen-Schimmer-wie-es-weitergehen-soll Stiles auch vermuten lässt.

Ich werde mir kein weiteres Buch dieser Autorin zulegen, da ich vermute, dass es nicht besser werden wird und wenn Kate schön brav weiter trinkt, jegliche Hinweis als bedeutungslos abtut und lieber alles so sehen möchte, wie es ihr gerade passt, dann denke ich, dass die Reihe wohl eher nicht lange fortgesetzt wird. Wegen mir muss es jedenfalls nicht!

Ich vergebe einen Sterne, es lässt sich zwar leicht lesen, aber es bleibt kein bleibender Eindruck. Die Geschichte reißt mich nicht so wirklich mit, da mir Kate etwas auf die Nerven geht und die Personen sehr blass bleiben, dennoch gibt es Bücher, die schlechter sind.

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Tags: alkohol, amerika, amische, familienmord, ich-perspektive, polizei   (6)
 
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