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62 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 24 Rezensionen

dresden, nachkriegszeit, krimi, max heller, historischer krimi

Tausend Teufel

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423261708
Genre: Krimi und Thriller

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

stephen king, nachtschicht

Nachtschicht

Stephen King
Fester Einband
Erschienen bei Gütersloh: Lizenzausgabe für Bertelsmann Club, 01.01.1978
ISBN B009WC8GW6
Genre: Krimi und Thriller

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

historischer roman, großbritannien, roman, napoleonische kriege, seefahrt

Der gelbe Admiral

Patrick O'Brian , Andrea Kann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.08.2004
ISBN 9783548259031
Genre: Historische Romane

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sherlock holmes, london, 19. jahrhundert, kurzgeschichten, dr. john watson

Seine Abschiedsvorstellung

Arthur Conan Doyle , Leslie Giger ,
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 26.11.2007
ISBN 9783458350200
Genre: Klassiker

Rezension:

Vorneweg:
Ich habe den Roman in der Werkausgabe des Weltbild-Verlag (ISBN 3-8289-7184-9) gelesen, welcher mittlerweile vergriffen und in der WAS LIEST DU - Datenbank leider nicht vorhanden ist. Diese sollte aber inhaltlich identisch sein mit dieser Ausgabe…

KURZBESCHREIBUNG:
Dies ist das vierte Buch mit acht weiteren Kurzgeschichten um den Detektiv Sherlock Holmes, die Sir Arthur Conan Doyle monatlich im Jahre 1903 und 1904 im 'The Strand Magazine' veröffentlichte und damit die Geschichte des berühmtesten Detektivs der Welt von seinem Freund weiter erzählen ließ, da die Fangemeinde auf neue Fälle wartete und der Autor diesem weiter nachkommen wollte...

'Wisteria Lodge':
Die Aufwartung von Mr. Scott Eccles und direkt im Anschluss von den Inspektoren Gregson und Baynes, welche den Erst-Eintreffenden suchen, lässt Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson in eine interessante Geschichte rutschen. Denn Mr. Eccles kam direkt von seinem Besuch bei seiner jungen Bekanntschaft eines gewissen Mr. Garcia, welcher aber sein Heim 'Wisteria Lodge' nach einer Übernachtung seines Gastes verschwunden war und zwei Meilen weiter tot aufgefunden wurde. Von seiner Dienerschaft fehlt jede Spur und warum er bei dem Besuch besonders nach einer mysteriösen Botschaft so abwesend schien, ist alles fraglich. Der Meisterdetektiv aber macht sich so seine Gedanken und holt nötige Erkundigungen ein, um bald den Mörder dingfest zu machen...

'Die Pappschachtel':
Als Sherlock Holmes von Inspektor Lestrade gebeten wird, sich mit der eigenartigen Lieferung, welche eine gewisse Miss Susan Cushing erhielt, zu befassen, ist er sich schnell sicher, dass es sich bei der Lieferung von zwei Ohren in einem Päckchen um ein Verbrechen und keinen Scherz von ehemaligen Untermietern der Miss Cushing handelt. Und der Meisterdetektiv hat auch bald eine Lösung parat...

'Der rote Kreis':
Mrs. Warren spricht bei Sherlock Holmes vor, da sie einen ungewöhnliche Untermieter einquartiert hat und sich trotz regelmäßiger Zahlung sehr eigenartig benimmt. Obwohl er gar nicht das Zimmer verlässt und alle Wünsche per kleine Notizzettel verkündet sowie auf die Tageszeitung 'Daily Gazette' beharrt, glaubt Holmes an eine eher kleinere Tragödie. Als eines Tages der Mann von Mrs. Warren bei dem Weg aus dem Haus kurzzeitig entführt wird, weiß er bald, dass die Geschehnisse eine weitaus größere Tragweite besitzen und er handelt zügig, um einen möglichen Mord zu vermeiden...

'Die Bruce-Partington-Pläne':
Mycroft Holmes, der Bruder von Sherlock, bittet diesen bei der Unterstützung eines rätselhaften Falles: der junge Mitarbeiter im Staatsdienst namens Arthur Cadogan West wird tot an den Bahngleisen nahe der Station Aldgate in London gefunden, bei ihm sieben wichtige Seiten der 'Bruce-Partington-Pläne'; einem geheimen Projekt des Königreiches zum Bau von Unterseebooten. Die drei wichtigsten Seiten fehlen indes jedoch.Schnell wird Holmes klar, dass es sich bei dem Fall um eine brisante Agenten-Angelegenheit handelt, in die jedoch der Staatsdiener West, welcher sogar am Abend vor seinem Tode seine Verlobte einfach stehen ließ, nicht passen will. Holmes muss den Tätern ein gut getarntes Lockmittel bieten, will er diesen Fall vollends aufklären!

'Der Detektiv auf dem Sterbebett':
Ganz aufgewühlt erscheint Mrs. Hudson, die Haushälterin von Sherlock Holmes, bei Doktor John Watson und berichtet, dass der berühmte Detektiv wohl im Sterben liegt. Bei seiner Ehre gepackt macht sich der Mediziner direkt auf den Weg, wird jedoch von einem zwar todkrank aussehenden Freund bekannt massiv und energisch in die Schranken gewiesen. Es bedarf einige Zeit, bis Sherlock sich tatsächlich von einem Fachkundigen helfen lassen möchte. Dies muss allerdings Culverton Smith sein, der zwar kein Arzt, aber aufgrund seiner Erfahrung als Plantagenbesitzer in Sumatra nach Holmes Meinung die effektivste Lösung ist. Oder gibt es gänzlich andere Gründe, warum Holmes dessen Hilfe benötigt und Watson sich in dieser Zeit verstecken soll?

'Das Verschwinden der Lady Frances Carfax':
Da Sherlock Holmes in London unabkömmlich zu sein scheint, sendet er seinen Freund Dr. Watson nach Lausanne, um das Verschwinden von Lady Frances Carfax aufzuklären. Die verarmte Adelige hat sich nämlich entgegen ihren Gewohnheiten nicht mehr bei ihrer ehemaligen Gouvernante Miss Susan Dobney gemeldet, worauf diese sich an den Detektiven wandte. Und aus der Stadt in Frankreich kam das letzte Lebenszeichen der Lady. Watson forscht auf seine Weise und trifft nach einer Verfolgungsjagd bis nach Baden Baden auf einen großen, wild aussehenden Mann, welcher Lady Frances schon in Lausanne bedrängt hatte. Ist er nun an den Verursacher des Verschwinden von der Lady geraten?

'Der Teufelsfuß':
Während eines Erholungsurlaubs in Cornwall, wird Sherlock Holmes vom ansässigen Pfarrer Mr. Roundhay um Unterstützung gebeten. Die beiden Brüder seines Untermieters Mortimer Tregennis wurden am Morgen in einem Zustands des Wahnsinns aufgefunden, während deren Schwester Brenda tot zwischen den beiden lachenden und lallenden Brüdern auf der Bank saß, auf der Mortimer seine Geschwister am Abend zuvor verlassen hatte! Der Detektiv schaltet direkt in den Ermittlungs-Modus, da diese Geschichte wirklich ungewöhnlich klang. Allerdings wird die Situation brenzliger, als Mortimer Tregennis ebenfalls tot aufgefunden wird! Der Meisterdetektiv ist nun gefordert...

'Seine Abschiedsvorstellung':
Der deutsche Agent Von Bork benötigt noch durch den Handlanger Mr. Altamont die aktuellen Pläne an Flaggensignalen der gegnerischen englischen Armee, um dann baldmöglichst den britischen Boden zu verlassen, da sich ein Krieg mit dem deutschen Reich anbahnt. Er ahnt jedoch nicht, dass die britische Regierung den zur Ruhe gesetzten Detektiven Sherlock Holmes wieder aktiviert hat, um den deutschen Agenten auffliegen zu lassen!

KOMMENTAR:
Schon im Vorwort erklärt Sherlocks Freund Dr. Watson, der ja fiktiv die Abenteuer von dem Detektiv der Öffentlichkeit zutrug, dass sich der großartige Detektiv in die Downs zu Studienzwecken in Philosophie und Landwirtschaft zurückgezogen hatte. Er fasste aber in diesem Buch seine letzteren Fälle zusammen. Darunter auch seine Arbeit für das Militär, wie in der titel-gebenden Geschichte 'Seine Abschiedsvorstellung' zu Lesen ist. Viele Fans und sogenannte Experten des Autors wie auch der Romanfigur selbst halten ja diese jüngeren Abenteuer als nicht so gelungen, wie seine ersteren Romane und Kurzgeschichten um den Detektiv. Da muss ich allerdings widersprechen! Es ist richtig, das besonders die ersten Geschichten 'Wisteria Logde' oder 'Die Pappschachtel' vom Handlungsverlauf her sich ein wenig wie eine Kopie von 'Eine Studie in Scharlachrot' oder 'Im Zeichen der Vier' lesen lassen, aber in den folgenden Geschichten wird es doch zunehmen spannender. 'Die Bruce-Partington-Pläne' weist doch eine interessante Kriminalgeschichte mit Agenten-Hintergrund auf; in 'Der Detektiv auf dem Sterbebett' wird einmal mehr die große Kunst von Sherlocks Maskeraden aufgezeigt und 'Der Teufelsfuß' hat gar einen gruseligen Touch. Die schon ein wenig melancholisch zu lesende Story 'Seine Abschiedsvorstellung' ist in der Tat recht ungewöhnlich, aber zeigt ein weiteres Mal, wie abwechslungsreich Sir Arthur Conan Doyle mit seiner Charaktere zu Arbeiten pflegte. Ich finde zusammenfassend diese Sammlung an Kurzgeschichten den älteren zumindest ebenbürtig und sie gehören auf alle Fälle voll in das Sherlock-Holmes-Universum integriert!
8,2 Sterne

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

lösegeld, entführer, knochensplitter, logan mcrae, logan mcra

Knochensplitter

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.05.2014
ISBN 9783442480739
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Detective Sergeant Logan McRae hat mal wieder die übelsten Karten: zum einen sind seit einigen Tagen Jenny und Alison McGregor, die Shooting-Stars einer Talent-Show, entführt worden und die Grampian Police stellt sich bei den Ermittlungen nicht gerade pfiffig an, da bekommt er noch eine Razzia bei einem stadtbekannten Drogendealer aufgehalst, die natürlich in die Hose geht! Shuggie Webster, der Hauptdealer entkommt und seine drogensüchtige Freundin Trisha Brown verlangt von Logan nun die sichergestellten Stoff zurück, da die 'Kreditgeber' das Geld oder ihre ausgegebene Ware zurückhaben wollen! Bis dahin wird der gesamten Familie tagtäglich übel nachgestellt. Während sich die Polizei im McGregor-Fall der Presse und den neuen Forderungen der Entführern stellen muss, macht Trisha und ihr flüchtiger Freund Shuggie das Leben von McRae immer unangenehmer. So greift er schließlich zu zwielichtigen Kontakten und nicht ganz legalen Mitteln, um diesen Problemen endlich Herr zu werden...

KOMMENTAR:
Auch der siebte Roman um den Detective Sergeant Logan McRae entführt den Leser dieses Thrillers in das nördliche Aberdeen und zu dessen Polizeieinheit, welche wirklich einen ziemlich rüden Umgang zu Tage bringt. Hier hat es der Autor Stuart McBride ein weiteres Mal auf die Spitze getrieben; alleine die Respektlosigkeit den Vorgesetzten gegenüber ist mehr als verblüffend. Wer beim Lesen von solch einer provokanten Ausdrucksweise seine Probleme hat, wird hier beim Schmökern garantiert nicht glücklich! Wenn nicht, bietet der Autor hier zwei parallel laufende Fälle, wobei die Entführung der Shooting-Stars alleine wegen dem großen Medieninteresse Vorrang hat. Allerdings ist der Fall des entflohenen Dealers gerade für die Geschichte um den Hauptprotagonisten wichtig. Die Stammleser der Reihe darf sich wieder über die bekannten Figuren wie unter anderem die sich andauernd kratzende und fluchende Roberta Steel freuen. So wartet McBride auch mit 'Knochensplitter' einen kurzweiligen Roman auf, der die Fans befriedigen sollte, allerdings nicht gerade das herausragende Werk der Reihe ist. Trotzdem möchte ich diesen Thriller empfehlen, denn die entstandenen Plots gegen Ende des Romans sowie die dazugehörige Gefühlswelt von Logan, welcher sogar noch zuvor eine kontroverse Beförderung über sich ergehen lassen darf, sind allemal überraschend und verblüffen den Leser letzten Endes doch...
7,8 Sterne

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153 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

drachen, fantasy, das erwachen des feuers, krieg, anthony ryan

Das Erwachen des Feuers

Anthony Ryan , Birgit Maria Pfaffinger , Sara Riffel
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608949742
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Als sich mehr und mehr herausstellt, dass das Blut von gezüchteten Drache qualitativ schlechter wird und sich freilebende Feuerspucker kaum noch als fangbar erweisen, besinnt sich das Eisenboot-Syndikat der Legende um den weißen Drachen. Mit dessen Blut sollen Blutgesegnete ihre Fähigkeiten um ein Vielfaches steigern. Das sehr rationell denkende Syndikat unter der Projektleitung von Lodima Bondersil macht dies jedoch nicht nur aus reiner Verzweiflung; der Grund ist der Fund von raren corvantinischen Artefakte, die plötzlich auftauchen und ebenso alt wie hoch-technologisch zu sein scheinen. So wird die ehemalige Akademie-Absolventin Lizanne Lethridge dazu auserwählt, sich im Inneren des Kontinents Arradsia auf der Suche nach dem Ei des weißen Drachen zu machen, eine Suche, die zuletzt mit der Wittler-Expedition scheiterte und bei der die Eisenboot-Syndikat Mitarbeiterin Ethelynne Drystone zuletzt mysteriöse Hinweise versandte und dann wie alle Expeditionsteilnehmer als verschollen galt. Um sich gegen die Agenten der verfeindeten Länder wie das corvantinische Kaiserreich zu schützen, benötigen die Eisenbootler noch einen unregistrierten Blutgesegneten. Diesen scheint Lizanne in dem freilebenden Tagedieb Claydon Torcreek gefunden zu haben. Mehr unter Zwang nimmt dieser den Auftrag an der Seite seines einflussreichen Onkels Braddon an und macht sich auf den Weg zu den Roten Sande, aus der es die letzten Informationen der Wittler-Expedition gab. Niemand ahnt bei dem aktuell aggressiven Verhalten der Drachen nicht, dass sich Arradsia im Umschwung befindet. Auch nicht Corrick Hilemore, der als frischgebackener Leutnant auf den Kreuzer 'Gute Gelegenheit' abberufen wird, um die Stadt Kerberhafen vor Piraten zu schützen. Und er ahnt nicht mal, dass das corvantinische Kaiserreich zum Krieg rüstet, um Arradsia endgültig einzunehmen!

KOMMENTAR:
Mit dem Roman 'Das Erwachen des Feuers' hat der Autor Anthony Ryan überraschend schnell nach seiner fulminanten High-Fantasy Trilogie der 'Rabenschatten' ein neues Projekt auf den Markt gebracht. Mit diesem ersten Roman aus der dreiteiligen Reihe mit dem Titel 'Dragonis Memoria' überrascht er des weiteren mit einer komplett neuen Welt. In dieser dreht es sich auf allen Kontinenten nur um eines: das Blut von Drachen. Somit wird der Leser ein weiteres Mal in eine phantastische Welt gesteckt, die jedoch kein simpler Abklatsch seiner 'Rabenschatten'-Trilogie, sondern komplett eigenständig ist. Eine an das 18. Jahrhundert erinnernde Hierarchie erwartet den Leser, welche zwar komplexe Verknüpfungen durch jede Menge geschichtliche Ereignisse aufwartet, jedoch sehr plausibel dem schmöker-freudigen Käufer näher gebracht werden. Die Ländereien wie Mandinorien oder Arradsia erinnern ein wenig an das vorletzte Jahrhundert unserer realen Welt, haben jedoch jeder seine charakteristischen Eigenschaften, wobei Arradsia wie ein unerforschtes Afrika anmutet. Den stark phantastischen Einschlag bieten natürlich die Drachen in dieser Welt, welche zwar gefürchtet, aber auch ihres sehr wertvollen Blutes wegen gejagt werden. Und die Eigenschaften, welche mit dem Lebenssaft erreicht werden, sind noch phantastischer. Hier geht es in Richtung Superhelden-Liga. Der große Clou ist allerdings, dass Ryan hier sehr viele Genre vermischt. In diesen ersten Teil hat er eine starke Prise Steam-Punk beigefügt und der Handlungsfaden um Corrick Hilemore ist ein wirklich maritimes Vergnügen. Beim Lesen von 'Das Erwachen des Feuers' findet man sich außerdem stellenweise in einem Agenten-Thriller wieder und die Reise ins Innere des Kontinents Arradsia von dem Protagonisten Claydon Torcreek erinnert stark an einen Abenteuer-Roman á la Indiana Jones. Also von Langeweile jeglicher Art kann bei diesem bunten Spektrum absolut keine Rede sein! Es ist eigentlich schon fast zuviel des Guten, besonders die Schlacht um Kerberhafen zieht sich über viele Seiten des über 700 Seiten starken Werkes. Punktabzüge gab es von mir noch, da der Prolog (wohl unbeabsichtigt) im Laufe des Romans etwas suggeriert, was jedoch nicht sein kann. Es kam mir immer der Verdacht auf, dass Clay das verschollene Kind sei, was mit seiner Mutter in den Trog mit Drachenblut sprang - unmöglich, da er kurz daraufhin als junger Mann die Szenerie betritt. Die ist allerdings ein klitzekleiner Kritikpunkt, dazu eher persönlich. Einigen Lesern mögen etliche Stellen auch etwas zu hart herüberkommen - Ryan geizt nun nicht mit dem Opfern von Charakteren und Statisten. Teilweise aber auch sehr einfühlsam; ich musste bei dem Ableben einer feinen, um Spoileralarm zu verhindern, nicht näher benannten Figur, die Tränendrüsen konzentriert zähmen, um nicht loszuflennen. 'Das Erwachen des Feuers' ist ein sehr gelungener Auftakt, der den bisherigen Werken des Autors in nichts nachsteht! Gespannt darf man dem zweiten Teil der 'Dragonis Memoria' entgegenfiebern...

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184 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

stephen king, dystopie, horror, endzeit, virus

The Stand - Das letzte Gefecht

Stephen King , Harro Christensen , Joachim Körber , Wolfgang Neuhaus
Flexibler Einband: 1.488 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453438187
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Es beginnt mit dem Unfall des flüchtigen Charles D. Campion samt seiner Frau und ihrem Kind, bei dem in dem kleinen Nest Arlette/Texas die komplette Tankstelle wegrasiert wurde. Nur durch die Geistesgegenwart von den ansässigen Mitbürgern konnte ein größeres Unglück verhindert werden. Das bringt den meisten jedoch nicht viel, konnte Campion nur durch einen technischem Fehler von seiner Basis in Kalifornien fliehen, nachdem sich dort bei Tests mit Viren ein dramatischer Unfall ereignet. Dieser offiziell 'Captain Trips' genannte Virus verbreitet sich leichter als eine simple Grippe und ist absolut tödlich! Das Ende der Menschheit scheint nahe, nur wenige Menschen wie zum Beispiel Stuart Redman, der bei dem Unfall an der Tankstelle zugegen war, sind gegen den Virus resistent. Nach einer Orientierungsphase machen sich die Verbliebenen auf den Weg, um sich zu sammeln, denn alle scheinen von einer alten Frau namens Abagail zu Träumen, welche die Überlebenden zu sich ruft. Aber sie träumen auch von einem schwarzen Mann, dem ebenfalls nicht wenige Menschen anziehend finden. Keiner der Überlebenden ahnt: dies ist der Beginn des Endkampfes von Gut gegen Böse!

KOMMENTAR:
'The Stand: Das letzte Gefecht' ist auch schon vor seiner Vervollständigung im Jahre 1990 das längste Werk vom 'Meister des Horrors' namens Stephen King gewesen und bis dato noch nicht an Seitenzahl und Wörtern überholt worden. Die jüngste deutsche Ausgabe hat sage und schreibe 1712 Seiten inne! Oft wird der Roman als Kings Meisterwerk genannt, auch wenn seine komplette Saga um den 'dunklen Turm' noch epischer angelegt ist. Allerdings sind dies auch summa summarum acht Bücher. Im vorliegenden Werk geht es unschwer zu erkennen um eine Endzeit-Story, bei der sich der Autor sehr akribisch um gefühlte endlos viele Charaktere kümmern scheint. Einigen entledigt er sich ziemlich schnell, anderen widmet er mehrere Seiten. Figuren wie zum Beispiel Stuart Redman, welcher praktisch von Beginn an Zeuge des Untergangs der Welt wird und sogar von den staatlichen Stellen als Versuchskaninchen herhalten muss, folgt er jedoch auf Schritt und Tritt. Oder dem Musiker Larry Underwood, welcher durch plötzlichen Ruhm vor Ausbruch der Epidemie in das altbekannte 'Sex & Drugs & Rock'n'Roll' Loch gerät und mit dem Anfang vom Ende praktisch wieder auf den rechten Weg gelangt - was jedoch angesichts der Ereignisse zu spät erscheint. Viele Kritiker des Buches sehen in dieser Ansammlung von persönlichen Schicksalen die Schwachstelle, da sie als überflüssig erscheinen und der eigentlichen Handlung nicht dienlich sind. Nun, darüber lässt sich gewiss (oder eben überhaupt nicht) streiten. Stephen King hat mit 'The Stand' auf jeden Fall erstmalig gezeigt, was für ein begnadeter Erzähler er doch ist und nicht nur banalen Horror abliefert! Diese kleinen Anekdoten über Protagonisten und wie sie mit der Epidemie und all ihren Auswirkungen umgehen sind sehr interessant, manchmal gar sarkastisch oder ironisch geschildert worden. Seine Figuren müssen sich den Fragen über Religion und Zivilisation, später auch über die Rechte des Menschen machen. Für meinen Teil fand ich die Gedankengänge zumeist unterhaltsam. Der rote Faden geht dabei übrigens nie verloren, mühelos kann man den Geschehnissen folgen. Allerdings tat ich mich mit diversen Visionen der Akteure manchmal schwer. Dieses Problem habe ich jedoch bei den meisten Büchern, welche Visionen als starken Antrieb zur Handlung nutzen. In der Gesamtübersicht beschreibt King hier nun das altbekannte Thema vom Kampf des Guten gegen das Böse, jedoch auf eine bis dato neue Art und Weise; schon alleine Randall Flagg, der in dem Roman die dunkle Seite verkörpert, ist eine ungewohnte Variante dessen. Kein Wunder, dass viele Autoren dieses Buch mittlerweile als Inspiration für ihre eigene Endzeit-Vorstellung nutzten. Ein dicker Wälzer, der den Leser einige Zeit beschäftigt und in eine düstere wie augenscheinlich hoffnungslose Endzeit unserer geliebten Erde aufhalten lässt...
93 Sterne

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Triumph des Kommodore

Patrick O'Brian , Jutta Wannenmacher
Flexibler Einband: 409 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.07.2008
ISBN 9783548268989
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Nach vielen Jahren auf See gelangt Käpitän Jack Aubrey bald nach der Heimkehr zu den fast kaum noch geglaubten Lorbeeren. Er erhält ein komplettes Kommando und steigt somit in den Rang eines Kommodore auf. Die Aufgabe hat es trotz allem in sich: er soll mit der 'Bellona' und seiner Flotte an der afrikanischen Küste den Sklavenhandel unterbinden, welchen die Amerikaner und Franzosen dort durchführen. Aubrey ist jedoch ein raffinierter Stratege und glaubt trotz einiger ungeeigneter Kapitäne in seinem Kommando an den Erfolg. Für seinen Freund, dem Doktor Stephen Maturin wird die Heimkehr allerdings zu einem Desaster. Zum einen hat seine Frau Diana sich aus dem Staub gemacht, als sie - fälschlicherweise - das Gefühl bekam, dass ihre Tochter Brigid ein verblödetes Kind ist. Zum anderen wird Stephen von Sir Joseph Blaine informiert, dass es immer noch eine Lücke im Agentennetz der Engländer gibt und er nun gänzlich aufgeflogen ist. Zudem wurden sein Diener Padeen Coleman und Clarissa Oakes verraten und ihnen droht die Haft - und womöglich gar schlimmeres. Der Doktor ist zum Handeln gezwungen, um noch zu retten, was zu retten ist! Somit kommt ihm das Kommando von Jack gerade recht, ohne zu ahnen, wie gefährlich die Sklavenhändler wirklich sind...

KOMMENTAR:
In dem siebzehnten Band der Serie um Jack Aubrey und Dr. Maturin wird dem Leser einiges geboten, wobei dies gerade im ersten Drittel des Buches weniger maritim anmutet als vielmehr die privaten Belange der Hauptcharaktere betrifft. Gerade mit dem geliebten Maturin muss der Leser doch einiges in dem Buch 'Der Triumph des Kommodore' durchleben. Nach den Ereignissen an der afrikanischen Küste hat Aubrey noch einen weiteren Auftrag, der schließlich eine spannende Seeschlacht garantiert. Das sollte auch die rein maritim-orientierten Leser begeistern. Ich denke jedoch, dass die meisten Leser eher aus der Riege der Aubrey & Maturin Fans kommen - und diese werden mit diesem Werk ziemlich befriedigt. Gerade die persönlichen Schicksale der Haupt- und auch Nebenprotagonisten fesseln den Leser an den Romanen von Autor Patrick O'Brian. Und diesbezüglich wird man hier hundertprozentig bedient. O'Brian macht dabei nicht einmal vor der doch recht harmonischen Ehe von Jack und seiner Frau Sophia halt. Aber ich möchte nun wirklich nicht zuviel verraten; lest das Buch selber. Es ist ausgesprochen kurzweilig und ein wahrhaftiges Lesevergnügen; garantiert trägt die Übersetzerin Jutta Wannenmacher einen großen Anteil bei. Vielleicht ist der Roman sogar eins der besten Bücher der Serie!
8,4 Sterne

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244 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

john cleaver, thriller, dan wells, dämonen, mord

Ich will dich nicht töten

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2012
ISBN 9783492273855
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Es kam, wie es der mittlerweile sechszehnjährige John Cleaver erhofft hatte: der Dämon Niemand, den er nach dem Tode von Clarke Foreman herausgefordert hatte, treibt nun in Clayton sein Unwesen! Die Opfer sind Personen der Öffentlichkeit, wie der Pastor Elijah Olson, der mit abgehakten Armen und Pfählen im Rücken vor der Kirche aufgefunden wird. Verzweifelt versucht der soziopathische Junge ein Profil des Killers zu erstellen, aber eine ungewöhnliche Selbstmord-Serie von jungen Mädchen halten John von seinen Nachforschungen ab. Da erhält er überraschend Unterstützung von Marci Jensen, einem der beliebtesten und hübschesten Mädchen seiner Schule. Da ihr Vater Sheriff Jensen immer wieder Informationen preis gibt, ist sie für John tatsächlich eine wertvolle Unterstützung. Doch wird das Mädchen, welches sogar Gefühle für den Jungen entwickelt , nicht zum Hindernis, wenn John den Dämon entlarvt hat?

KOMMENTAR:
Der Roman 'Ich will dich nicht töten' stellt den Abschlussband der 'Serienkiller-Trilogie ' von Autor Dan Wells dar, welcher mit seinem gefühlsarmen Charakter John Cleaver eine sehr eigenwillige Figur erschaffen hat. Auch in diesem Roman sind die Gedankengänge des Sechszehnjährigen sehr ungewöhnlich, man muss wirklich alle eigenen Empfindungen und Meinungen beiseite schieben, um diesen verständlich folgen zu können. Das mindert den Lesespaß jedoch nicht im geringsten, ist es einfach eine andere Art von Thrillern mit Mystery-Einfluss, die mit diesem Buch in die dritte Runde geht. Und das ist doch ein Reiz bei der Leidenschaft des Schmökerns, oder? Auf jeden Fall kann man behaupten, dass sich in diesem Roman nochmal das bisherige Erlebte von der Figur des soziopathischen Jungen getoppt wird. Durchlebt der Leser anfangs noch die Ermittlungsarbeiten von John, steigert sich mit fortlaufender Seitenzahl die Action bis hin zu einem mehr als dramatischen Finale, dass einem dem Atem raubt! Dan Wells hat wirklich ein tiefgründiges und fesselndes Werk hingelegt. Eigentlich ein würdiges Finale für diese 'Serienkiller-Reihe' - doch heute weiß man ja, dass es noch über diese Trilogie hinaus geht. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!
8,4 Sterne

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78 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

steampunk, frost & payne, london, greenlight press, pinkerton

Frost & Payne - Die Schlüsselmacherin

Luzia Pfyl
E-Buch Text: 124 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 15.09.2016
ISBN 9783958342132
Genre: Science-Fiction

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336 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

stephen king, horror, shining, sekte, doctor sleep

Doctor Sleep

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453438026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Das bedrohliche 'Outlook Hotel' sowie der wahnsinnige Jack Torrance sind für dessen Sohn Danny Geschichte. Geblieben ist auch nach gut fünfundzwanzig Jahren der Ereignisse in den Bergen von Colorado nur noch das 'Shining'; seine Gabe, gewisse Dinge vorauszusehen. Der mittlerweile über dreißigjährige Daniel steht allerdings wie einst sein Vater nun selber vor dem Abgrund. Drogen und Alkohol haben ihn in einen tiefen Sumpf rutschen lassen; so konnte er aber immerhin sein verhasstes Shining verdrängen. Dann aber findet er seine Bestimmung: er hilft mit seinen Kräften sterbenden Menschen bei dem Weg auf die andere Seite. Und er findet die geheimnisvolle Abra Stone, welche ebenfalls das Shining besitzt - jedoch in weitaus stärkerem Maße. Dies kann ihr allerdings zum Verhängnis werden, zieht es doch die im Dunklen agierende Vereinigung des 'Wahren Knotens' auf sich; einer Gruppe von Menschen, die sich von solch begabten Kindern wie die dreizehnjährige Abra es ist, nähren, um ihre Existenz zu erhalten. Kann Daniel das Mädchen von dieser gefährlichen Sekte schützen?

KOMMENTAR:
Der Roman 'Doctor Sleep' ist die Fortsetzung des sehr bekannten Werkes 'Shining' von dem Autor Stephen King, denn dieser Doctor Sleep ist niemand anderes als Danny Torrance, der in 'Shining' als fünfjähriger in einem eingeschneiten Hotel zusammen mit seiner Mutter seinen Vater fürchten musste. Das war es grob gesagt aber auch mit den Zusammenhängen; wer hier einen weiteren Psycho-Thriller mit einer Dichte und der nervlichen Anspannung wie in 'Shining' rechnet, der wird mit diesem Roman enttäuscht! Ich denke aber, dass es auch gut so ist, denn mit dem Versuch, einem nachgestellten Shining-Werk daher zu kommen, wäre King wohl auf die Nase gefallen. Diese Geschichte ähnelt mehr dem klassischen Kampf von Gut gegen Böse und ist king-tyisch wieder einmal mit einem Kind in der Hauptrolle. Ebenfalls gewohnt behutsam baut der Autor seinen Handlungsbogen auf, was den Leser sehr tief in die Gedankenwelten der jeweiligen Charakteren eintauchen lässt. So nimmt der Roman mit fortlaufender Seitenzahl mehr und mehr an Fahrt auf, ohne dass man in die Gefahr gerät, den Überblick zu verlieren. Ein spannendes Finale an einem aus dem Vorgängerband wohlbekannten Ort rundet schließlich einen sehr lesenswerten Mystery-Thriller ab, der in sich gesehen wirklich sehr reizvoll ist - allerdings viel mehr für sich gesehen werden sollte, als man als Leser anfänglich mit dem Aufhänger 'Fortsetzung' suggeriert bekommt. Also: den Kopf freimachen und unvoreingenommen den Roman 'Doctor Sleep' lesen - dann lohnt es sich!
7,9 Sterne

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

england, krimi, alan bradley, mord ist nicht das letzte wort, verlag penhaligon

Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort

Alan Bradley
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 25.04.2017
ISBN 9783641203627
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Kaum ist Flavia de Luce aus dem fernen Kanada zurück gekehrt, stolpert sie bei einem Botengang für ihre Freundin Mrs. Cynthia Richardson über die nächste Leiche. Der zurückgezogen lebende Mr. Sambridge wurde an seiner eigenen Schlafzimmertür kopfüber aufgeknüpft. Flavia fängt direkt Feuer und ermittelt in diesem Mordfall. Zeit dazu hat sie reichlich, ist in dem Herrenhaus Buckshaw, dem Sitz der de Luces, seit Beginn des Krankenhausaufenthalts ihres Vaters Colonel Haviland de Luce die Ordnung etwas auf dem Kopf gestellt. Dazu ist während Flavias Aufenthalt in Nordamerika ihre Kusine Undine ebenfalls in das Haus eingezogen. Die junge Chemie-Fanatikerin folgt bald der Spur eines Kinderbuches, welches sie im Haus des Toten findet, jedoch mit einer Widmung an ein ihr bekanntes Mädchen namens Carla. Welche Verbindung gab es dort, dass die Hobbydetektivin das Buch bei dem Tischler findet? Außerdem stellt sie sich die Frage, wer genau in dem Haus gegenüber dem des augenscheinlichen Mordopfers wohnt, denn angeblich sei Lilian Trench eine wahrhaftige Hexe. Ein abenteuerlicher Fall für Flavia de Luce ...

KOMMENTAR:
Der Autor Alan Bradley kann mit dem Roman 'Mord ist nicht das letzte Wort' auf den mittlerweile achten Roman um seine Hauptcharaktere, der nun zwölfjährigen Flavia de Luce, schauen. Und diese ist nach ihrem Lebensabschnitt in Kanada doch sichtlich forscher wie ebenso reifer geworden. So etwas erfreut natürlich den Leser, denn dieser natürliche Prozess ist allen vertraut und lässt einen noch näher an das Geschehen rücken. Ihre Fahrten in das ferne London sind hier gute Beispiele. Auch der Einzug von Flavias Kusine nach Buckshaw birgt neuen Zündstoff in Sachen Beziehungs-Dramatik und kann in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Der Handlungsstrang des eigentlichen Mordfalles ist ebenso interessant, wenn man allerdings auch sagen muss, dass die junge Hobbydetektivin schon kniffligere Fälle knacken musste. Es ist jedoch immer wieder faszinierend, wie sich Flavia anhand ihrer Chemie-Kenntnisse der Lösung Stück für Stück näher hangelt. Das Finale bezüglich des Mordes ist dann gar nicht so spektakulär, dafür ist Flavias privater Handlungsstrang am Ende umso dramatischer und tiefgründiger. Da fällt es schwer, die eine oder andere Träne zu verdrücken! 'Mord ist nicht das letzte Wort' ist somit ein weiterer toller Roman aus der Serie um Flavia de Luce, welcher sich zwar nicht mit den besten Stories der Reihe messen kann, allerdings jede Menge kurzweiligen Lesespaß verbreitet. Es wird hoffentlich noch einige weitere Romane mit dem aufgeweckten und eigenwilligen Mädchen geben. Über die Neugestaltung des Covers möchte ich nur zwei Worte sagen: Ziel verfehlt! Auch wenn es neutral gesehen nicht schlecht ausschaut, hat der Verlag damit jede Menge Sammler verschrocken, denn es passt nicht in die bisherige Gestaltung und sieht gegenüber dieser alten dann doch schlechter aus...
8 Sterne

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

historischer roman, großbritannien, roman, napoleonische kriege, seefahrt

Gefährliche See vor Kap Horn

Patrick O'Brian , Andrea Kann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.01.2004
ISBN 9783548257747
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Kaum hat Kapitän Jack Aubrey gemeinsam mit seinem Freund Stephen Maturin den Auftrag auf der Insel Moahu erledigt, hatzen sie weiter in Richtung Südamerika, um dort die Länder Peru und Chile auf die britische Seite und weg von Spanien zu bringen. Da kommt ihnen aber die amerikanische Fregatte 'Franklin' in die Quere, welche von Moahu geflüchtet war. Diesmal entkommt der Gegner Aubrey und seiner Crew nicht. Allerdings wird bei dem Gefecht und dem Ausbruch eines Vulkans dessen Kapitän getötet und ein gewisser Jean Dutroud stellt sich als Besitzer der Fregatte vor. Jedoch ist von diesem in keinerlei Papieren etwas vermerkt. Maturin glaubt diesen Franzosen zu kennen und fürchtet durch ihn seine Mission in Südamerika gefährdet; ist Dutroud doch sehr wortgewandt und bindet so schnell ein Gefolge um sich. Da taucht mit der 'Alastor' der nächste Freibeuter auf und Aubrey riecht die nächste Prise. Allerdings ahnt der Kapitän nicht, dass auch er verwundbar ist und erlebt in dem Gefecht eine böse Überraschung!

KOMMENTAR:
Der sechzehnte Band der Serie um Jack Aubrey und Dr. Maturin beginnt überraschend furios mit einer Verfolgungsjagd. Das fesselt natürlich jeden maritim-begeisterten Leser direkt. Auch auf den folgenden Seiten, schafft es der Autor Patrick O'Brian mit seinen weiteren Erzählungen von den Freunden Aubrey und Maturin zu begeistern. Das Buch wandelt sich mit Maturins Ankunft in Südamerika viele Seiten lang einem Abenteuer-Roman innerhalb der Anden. Wem solche Geschichten gefallen, der ist hier ziemlich gut aufgehoben und kann sich einiges über die Ureinwohner des Landes belesen. Reine Freunde der Schifffahrt des 19. Jahrhunderts kann dieses Szenario etwas zäh vorkommen. Kenner der Serie wissen jedoch, dass O'Brian gerade in den Vorgänger-Romanen seine Geschichten ähnlich aufsplittete und der Serie somit eine weitere besondere Note verliehen hatte. Maritime Spannung kommt allerdings in den letzten Abschnitten nochmals auf, als Aubrey auf seiner geliebten 'Surprise' auf die nächste Prisen-Jagd geht, die ihm jedoch fast zum Verhängnis wird. Auch ein Held muss mal einstecken können. 'Gefährliche See um Kap Hoorn' ist somit ein mittelmäßiger Roman mit Stärken und Schwächen. Für die Fans von O'Brians Serie ein Muss, ansonsten doch eher ein maritimer Abenteuer-Roman für Leseratten mit großer Neugierde...
7,2 Sterne

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, mord, london, sherlock holmes, moriarty

Das Tal der Angst

Arthur Conan Doyle , Hans Wolf (Übers.)
Flexibler Einband: 259 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 26.11.2007
ISBN 9783458350163
Genre: Krimi und Thriller

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749 Bibliotheken, 16 Leser, 4 Gruppen, 37 Rezensionen

horror, hotel, stephen king, thriller, shining

Shining

Stephen King
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 30.04.1985
ISBN 9783404130085
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Jack Torrance steht am Abgrund: seine Ehe mit Wendy ist eigentlich schon gescheitert, das Verlangen nach Alkohol wird seit der Abstinenz mit jedem Tag größer und seinen Job als Lehrer musste er wegen einer Tätigkeit an einem Schüler aufgeben. Die letzte Chance für sein Leben sieht er in dem Job, dem ihm sein Kumpel Al Shockley vermittelt: er soll in dem abgelegenen 'Overlook Hotel' in Colorado über die Winterzeit den Hausmeistertätigkeiten nachgehen. Das bedeutet einige Monate ganz alleine mit seiner Frau und seinem Sohn Danny. Sein Sohn - ein merkwürdiger fünfjähriger Junge, der über die Gabe verfügt, Dinge vorauszusehen ist eine weitere Herausforderung. Und dann ist da noch das Hotel selber - ein dunkler Ort, der nicht nur das Böse anzuziehen scheint, sondern die Menschen an sich noch sehr negativ beeinflusst. Eine Krisensituation scheint vorprogrammiert, auch wenn es Jack einfach nicht wahrhaben will...

KOMMENTAR:
Als ich 'Shining' vor Jahrzehnten das erste Mal gelesen habe, gefiel mir dieses dritte Werk von Stephen King aus dem Jahre 1977 gar nicht so gut. Es lag einfach daran, dass ich mit der Problematik, mit welcher sich King in diesem Buch auseinander setzt, persönlich weniger anfangen konnte. Es war einfach nicht so meins, auch wenn der Roman, der gut und gerne als Psycho-Thriller betitelt werden darf, interessant geschrieben und flüssig zu lesen ist. Doch damals konnte ich mit der Kombination von einer zwiespältigen Persönlichkeit und diesem eher wage umschriebenen 'Shining' nicht so viel anfangen. Heute jedoch wirkt diese Mischung, welche sich im Laufe des Romans als hochexplosiv entwickelt, schon ziemlich ansprechender. Es mag noch immer nicht zu meinen Lieblings-Thematiken zählen, jedoch zeigt sich gerade in diesem Roman erstmalig, was den Autor in den Folgejahren so ausmachte. Dieses tiefe Eintauchen in Details - und seien sie noch so nebensächlich - wurde in diesem Roman von King erstmalig regelrecht ausgelebt. Gerade mit dem geistigen Zustand von Jack Torrance und dessen Gründen konnte sich der amerikanische Schriftsteller so richtig austoben. Für diesen Erfolg zeichnet sich bestimmt auch seine eigene Erfahrung mit dem Missbrauch von Alkohol aus, die King ja beinahe schon ins Grab gebracht hätte - oder zumindest in die Gosse. Das Pendel schlug jedoch um und so nutzte er dies zu einem wirklich tiefgründigen Roman. Manche mögen diese detaillierten Gedankengänge und Erinnerungen von dem schon ziemlich herunter gekommenen Familienvater etwas langatmig erscheinen; jedoch begründen diese sehr authentisch das Seelenleben des Mannes in dem Hotel. Apropos: das 'Overlook Hotel' selber mit seiner dunklen Vergangenheit stellt für mich den Grusel-Faktor in diesem Roman dar. Für mich ist 'Shining' zwar immer noch kein Highlight aus dem Schaffenswerk des 'Meister des Horrors', jedoch ein überzeugender Roman zu begründetem Wahnsinn!
8 Sterne

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55 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

sinclair, schottland, kinderbuch, geister, sabine städing

Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger

Sabine Städing
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783833904677
Genre: Kinderbuch

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Der zwölfjährige Johnny Sinclair hat einen großen Traum: er möchte Geisterjäger werden; genauso wie sein Namensvetter und Vorbild John Sinclair aus dem fernen London. Und dessen Unterstützung könnte er auf Greyman Castle, dem Sitz seiner Familie, gut gebrauchen. Denn Johnny begegnet hier oftmals Geister, wie zum Beispiel den wild rumorenden Urahnen Malcolm Sinclair, der bald jede Nacht mit seinem Schwert randaliert. Sein Kindermädchen Cécile ist zwar eine Voodoo-Priesterin aus dem fernen Haiti, doch kann ihm auch nicht wirklich bei seinen Sorgen helfen. Als er eines Tages allerdings auf dem Heimweg einen sprechenden Totenschädel findet, der auf den Namen Erasmus von Rothenburg hört, wendet sich das Blatt und Johnnys Karriere kann dank der Unterstützung des Knochenkopfes durchstarten. Allerdings ahnt er nicht, dass es bei der Geisterjagd jede Menge zu beachten gibt, will man nicht selber der Gejagte werden!

KOMMENTAR:
Mit dem Band 2000 der Heftroman-Serie 'John Sinclair' wurden so einige Projekte rund um die Serie gestartet. Es gab sogar einen Heftroman-Ableger, die Sub-Serie mit dem Namen 'Dark Land'. Außerdem entschloss sich der Bastei-Verlag, in seiner Jugendabteilung 'Baumhaus' eine Serie um einen jungen Geisterjäger zu starten, welche auf die Zielgruppe der 10-13 Jährigen Leser zielen soll. Und zack - kam 'Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger' auf den Markt. Es ist allerdings nicht wie befürchtet einfach eine Serie um die Abenteuer eines jugendlichen John Sinclair. Nein, die Autorin Sabine Städing konnte ein komplett eigenes Projekt hochziehen und erschuf den zwölfjährigen Spross von vielbeschäftigten Eltern, der auf dem Gutsitz Greyman Castle im abgelegenen Schottland nahe des kleinen Örtchens Blacktooth die meiste Zeit auf sich gestellt ist. Naja, neben seinem Kindermädchen Cécile, einer echten Voodoo-Priesterin, und der Haushälterin Mrs Adams, die sich zumeist auch auf dem Anwesen aufhalten. Mit einem lockeren und frischen Schreibstil bringt uns so die Schriftstellerin die Welt des aufstrebenden Geisterjägers wieder, der auf seinem Weg zur professionellen Geisterbekämpfung allerlei altersgerechte Abenteuer erleben muss. Dabei überzieht Frau Städing niemals und entwaffnet brenzlige Situationen gerne mit witzigem Charme. Dazu ist für Johnny jede Menge Kombinationsvermögen gefragt, was den Leser gespannt an den Seiten fesselt. Auch bei der Bewaffnung achtete die Autorin auf recht verträgliche Alternativen und zieht kein Kriegsarsenal herbei. Da die Handlung bis zum fesselnden Finale wunderbar abgerundet wurde, kann man nur sagen, das 'Johnny Sinclair - Beruf:Geisterjäger' ein wunderbarer Gruselroman nicht nur für die angepeilte Zielgruppe geworden ist, dem nun jede Menge Leser zu wünschen bleibt, damit weitere Abenteuer mit dem jungen Sprössling des Sinclair-Clans erscheinen werden...
8,1 Sterne

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

flavia de luce, krimi, kurzgeschichte, england, alan bradley

Flavia de Luce - Das Geheimnis des kupferroten Toten

Alan Bradley
E-Buch Text
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 13.03.2017
ISBN 9783641189068
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Als an einem Sonntagmorgen die junge Hobby-Chemikerin Flavia de Luce einen mysteriösen Brief erhält, in dem von einem Mord geredet wird, macht sie sich sofort auf den Weg zur Greyminster-Schule. Dort triffst sie den Verfasser des Schreibens, den Studenten Plaxton, der ihr eine höchst sonderbare Leiche zeigt: der Hausmeister Mr. Denning liegt tot in einer Badewanne und sein Körper ist komplett mit einer Kupferschicht überzogen! Flavia beginnt direkt mit ihren Ermittlungen und stellt dabei schnell fest, dass die meisten Studenten des Wohnheims als Täter in Frage kommen! Doch wer von diesen war es?

KOMMENTAR:
Die Kurzgeschichte 'Das Geheimnis des kupferroten Toten' erschien im Original vor dem siebten Band der Serie um Flavia de Luce. Nun ist vor dem achten Werk des Autors Alan Bradley um die junge Flavia diese Kurzgeschichte von den bekannten Übersetzern Katharina Orgaß und Gerald Jung ins Deutsche transferiert worden und der Verlag bietet sie als kostenlose Single-eBook Variante an. Ein Appetithappen zum anstehenden Roman sozusagen. Da ich die Geschichte zwar schon in der Originalversion gelesen hatte, wollte ich sie mir jedoch nochmal antun und ich war erfreut, dass ich die Handlung aus der englischen Variante genauso in Erinnerung hatte. Klappt doch mit der Sprache... Die Handlung ist knackig und spannend gehalten, eine echte Flavia-Story in Minimalausgabe. Für Leser, denen die kleine aber feine Welt der Hobby-Chemikerin und Amateur-Detektivin nicht vertraut ist, sei gesagt, dass sie die Story bedenkenlos herunterladen können; die Kurzgeschichte steht komplett ohne nötigem Hintergrundwissen für sich. Die Geschichte um den mysteriösen Todesfall mit einer kupferroten Leiche hebt wirklich die Vorfreude auf das kommende Buch an; ich bin jetzt schon gespannt, wie sich Flavias Heimkehr aus Kanada gestaltet. Ein Dank an den Verlag für dieses tolle Lese-Bonbon!
7,9 Sterne

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Inseln der Vulkane

Patrick O'Brian , Jutta Wannenmacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2010
ISBN 9783548281575
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Eigentlich sollte Kapitän Jack Aubrey zufrieden sein. Er ist wieder im Marinedienst aufgenommen worden, er darf die 'Surprise' - sein eigenes Schiff - befehligen und die Aufträge in Australien sind erfolgreich abgeschlossen worden. Doch irgendetwas stimmt mit seiner Crew nicht. Hinter seinem Rücken scheinen sie heimlich zu Reden und Grinsen. Bald kommt er auf des Rätsels Lösung: der Bootsmann William Oakes hat eine Gefangene aus Botany Bay herausgeschmuggelt und versteckte sie auf der 'Surprise'. Für Lucky Jack eine unmögliche Situation. Eine Heirat zwischen der flüchtigen Clarissa Harvill und Oakes scheint tatsächlich die beste Lösung für alle. Doch er ahnt nicht, dass auch eine verheiratete Frau die Stimmung auf einer Fregatte ziemlich anspannen lassen kann. Dazu erhält er einen verzwickten Auftrag: auf dem kleinen Eiland Moahu, zugehörig der Sandwich-Inseln, haben die Verbündeten Frankreich und Amerika sich auf die Seite des nördlichen Stammesführers Kalahua geschlagen, um die im Süden regierende Königin Puolani vom Thron zu stoßen und die Insel für ihre Zwecke zu nutzen. Dazu haben sie sich schon der 'Truelove', eines Schiffes der Krone, bemächtigt und nun soll Aubrey die Situation dort bereinigen. Jede Menge Arbeit also für den Kapitän der 'Surprise'...

KOMMENTAR:
Auch der fünfzehnte Band der Serie um Jack Aubrey und Dr. Maturin kann man wie schon die beiden Vorgänger-Romane in verschiedenen Abschnitten sehen. Die gut ersten beiden Drittel des Romans 'Inseln der Vulkane' dreht sich definitiv um die auf Bord der 'Surprise' geschmuggelte Person Clarissa Oakes, was den englischen Originaltitel mit eben jenem Namen weitaus logischer als den der deutschen Variante erscheinen lässt. So interessant die Ereignisse auf diesen Seiten jedoch beschrieben werden und von Jutta Wannenmacher wunderbar übersetzt wurden, es ist nicht gerade das, was man in einem maritimen Roman erwartet. Hier geht es viel mehr um Empfindungen und Dramatiken fernab von großartigen Aktionismus. Diese kommt dann eher im zweiten Abschnitt um die Insel Moahu zum Tragen; wirkt im Nachhinein betrachtet jedoch ein wenig komprimiert und kaum detailgetreu - wie man es doch oftmals von den Romanen des Autors Patrick O'Brian gewohnt ist, abgehandelt. So haben beide Abschnitte für Freunde der Serie zwar viele neue Anhaltspunkte und interessante Informationen, sind allgemein auch bis zu einem gewissen Grad interessant und spannend - aber eben nur bis zu einem gewissen Grad. Ich bin gespannt, ob es dann im nächsten Band mal wieder Seeschlacht-technisch höher hergeht als in diesem Roman und lasse mich gerne überraschen...
7,3 Sterne

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101 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

markus heitz, kartenspiel, fantasy, thriller, urban fantasy

Des Teufels Gebetbuch

Markus Heitz
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.03.2017
ISBN 9783426654194
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Nur noch 24 Monate muss Tabeus Boch seine Schulden ab bezahlen, um dann aus seiner privaten Insolvenz zu kommen, in welche ihn die Spielsucht, die Drogen und das ausschweifende Leben getrieben hatten. Im Spielkasino von Baden-Baden stellt er sich als Security-Mann jeden Abend jeden Abend seinen alten Schwächen. Als er eines Abends von einem neureichen Russen in ein illegales Kasino geladen wird und er zum ersten Mal von dem Spiel Supérior hört, wird sein in die richtigen Bahnen geführt geglaubtes Leben auf den Kopf gestellt. Mehr durch Zufall gelangt Tadeus in den Besitz einer sehr alten Spielkarte, welche nicht nur faszinierend ausschaut, sondern auch etwas magisches an sich hat und den ehemaligen Spieler kräftig beeinflusst. Allerdings wird ihm schnell auf brutale Art und Weise klar gemacht, dass er diese antike Karte nicht lange behalten kann, scheinen doch gar zwei oder drei Parteien hinter diesen raren Karten hinterher zu sein. Boch ahnt nicht, welche Macht tatsächlich im Hintergrund agiert und deren weitreichenden Beziehungen schon Jahrhunderte gefestigt sind! Eine dramatische Jagd nach den Karten über den ganzen Weltball beginnt...

KOMMENTAR:
Der deutsche Autor Markus Heitz hat sich mit dem Roman 'Des Teufels Gebetbuch' eines Themas angenommen, welches eher selten als Dreh- und Angelpunkt in einem Buch auftaucht: dem Kartenspiel. Dabei ging es ihm in seinem jüngsten Werk nicht nur um einen wertvollen wie mystischen Kartensatz, sondern er kreierte direkt noch ein Spiel dazu, welches in seiner alten Variante sogar einen tödlichen Ausgang haben kann. Damit schuf er die Grundlagen für eine aufregende, weltumfassende Jagd auf ein begehrtes Kartendeck, bei der die Jäger keinerlei Skrupel kennen und über Möglichkeiten verfügen, von welchen die Gegenspieler Tadeus Boch und Hyun Poe nur träumen können. Mit diesen ungleichen Paar des auf der einen Seite geläuterten Spielers und auf der anderen der nach Rache sinnenden Medizinerin packte der Autor direkt noch zwei Charaktere in die Geschichte, welche durch ihre jeweiligen Eigenheiten den Leser weiter fesseln. Hinzu kommen gelegentliche Zeitreisen, um die dubiose Geschichte des Kartendecks näher zu bringen. Zusammengefasst entstand so in Verbindung mit der sehr eingängigen und einnehmenden Schreibe von Heitz ein regelrechter Pageturner, dem ich mich auch spät Abends, wenn es eigentlich Zeit zur Bettruhe war, nicht entziehen konnte. Und das heißt bei mir schon was! Zu keiner Zeit war man sich sicher, ob die jeweiligen Protagonisten auf der nächsten Seite noch am Leben sind oder sich die Gesamtsituation nicht wieder einmal geändert hat. Und trotz all den spektakulären Szenarien sowie den rückblickenden Kapitel in die tiefe Vergangenheit gibt das Buch dem Leser niemals das Gefühl, überfordert oder irgendwo stehengelassen zu sein. Besonders reizvoll ist dann auch die Herkunft und die allgemeine Geschichte um das Kartenspiel, dem die verschiedensten Gestalten nachjagen. Sehr erwähnenswert finde ich noch den äußerst informativen Anhang, in dem Heitz so ziemlich alles zusammengefasst hat, was man über das Kartenspiel allgemein und im speziellen wissen muss ... oder vielleicht besser nicht. Auch wenn erst ein Viertel des Jahres ins Land gegangen ist, der Roman 'Des Teufels Gebetbuch' ist definitiv eines der Besten in diesem!
9,3 Sterne

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634 Bibliotheken, 23 Leser, 4 Gruppen, 40 Rezensionen

justin cronin, dystopie, endzeit, die zwölf, vampire

Die Zwölf

Justin Cronin , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.04.2014
ISBN 9783442469352
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Knapp einhundert Jahre nachdem in den Vereinigte Staaten die zwölf Ersten mit ihren Herrscharen von Virals - ziemlich flinke und raubtiergleiche Vampire - die Menschheit auf dem amerikanischen Kontinent fast ausgerottet hatten, hat sich einiges verändert: die Überlebenden haben sich neue Zivilisationen geschaffen; gut geschützte Städte. Dazu sind die Transportwege und Produktionsstätten wie zum Beispiel Raffinerien gesichert worden. Dort leben mittlerweile auch die aus dem fernen Kalifornien angereisten wie Peter Jaxon, der nun wie auch die eigensinnige Alicia Donadio Offizier der Expeditionsstreitkräfte ist, und Michael Fisher, der als Ölförderer fungiert. Ihre Wege kreuzen sich aber immer seltener. Das Ziel aller Menschen ist aber nicht mehr das Überleben gegen die Virals, sondern das Vernichten dieser Spezies. Allerdings wurde unter den Bestien auch eine Stadt erschaffen. Der einstige stellvertretende Direktor der Versuchsstation Horace Guilder hatte kurz nach dem Ausbruch der Zwölf selber das Serum injiziert und ist nun zum Herrscher von 'Homeland' geworden, einer Stadt, in dem viral-ähnliche Geschöpfe als Untertanen des Anführers Guilder dienen, um die Menschen zu knechten. Geleitet wird der Unsterbliche von dem großen Ziel, die Ersten zu Gottheiten zu machen. Aber es gibt auch noch Amy Harper Bellafonte, welche als Helferin in einem Kinderhort arbeitet und auf das Zeichen wartet, den Zwölf Einhalt zu gebieten...

KOMMENTAR:
Wow, schon bei dem Prolog der Romans 'Die Zwölf' hat sich Autor Justin Cronin etwas Außergewöhnliches einfallen lassen: er packt die Zusammenfassung des mit über tausend Seiten nicht gerade kleinen Vorgänger-Romans in biblische Verse, die sich wie Psalme lesen lassen. Somit ist für jeden Quereinsteiger das Schmökern um einiges leichter gemacht worden, auch wenn ich nur wärmstens empfehlen kann, sich 'Der Übergang' zuvor zur Brust zu nehmen! Cronin wagt in diesem zweiten Teil der 'Passage-Trilogie' einen erklärenden Rückblick in das Jahr Null des Ausbruchs von dem tödlichen Virus und lässt den Leser dann die Geschehnisse in den verschiedensten Flecken in Amerika miterleben. Damit erzählt er gleichzeitig die Geschichte der Protagonisten aus dem ersten Teil weiter - adaptiert allerdings auch jede Menge neue Gesichter, von den man sich jedoch nicht alle behalten muss. Hilfreich ist hier der Anhang 'Dramatis Personae', welcher die wichtigsten Figuren auflistet. Mit wenigen langwierigen Kapiteln ist dem Autor ein nahezu gleichwertiger Roman gelungen, bei dem mich eigentlich nur manchmal die Visionen oder Träume der sich wandelten Amy etwas aus dem Lese-Rhythmus brachten. Die Spannung und Dramatik steuert durch die vielen Seiten zielgerichtet über die Dramatik auf dem 'Feld' und den Abscheulichkeiten in der gewalttätigen Stadt 'Homeland' auf ein großes Finale hin. Allerdings ist die gesamte Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt; der Abschlussband ist inzwischen erhältlich und so darf sich jeder begeisterte Leser der Romane auf den neuen Stoff freuen.
8,8 Sterne

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(133)

227 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 14 Rezensionen

science fiction, androiden, klassiker, utopie, düster

Blade Runner

Philip K. Dick
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.09.2002
ISBN 9783453217287
Genre: Science-Fiction

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
In einer post-nuklear verseuchten Welt schlägt sich Rick Deckard als Prämienjäger der Polizei von San Francisco durch das Leben. Als sein erfahrener Kollege Dave Holden von einem Androiden außer Gefecht gesetzt wird, sieht der 'Blade Runner' eine Chance, richtig gutes Geld zu verdienen. Allerdings sind die neuen Androiden Modelle Nexus-6 von dem Rosen-Konzern sehr schwer von gewöhnlichen Menschen zu unterscheiden, was seinem Kollegen ja fast das Leben gekostet hätte. Gewissenhaft macht er sich an die Arbeit und glaubt nach der Eliminierung des erste Nexus-6 Androiden auf dem richtigen Weg, als Richard ein ihm völlig unbekanntes Polizei-Department in die Quere kommt, die den Prämienjäger selber als Androiden verdächtigen! Die Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Künstlichen scheinen nur noch minimal und dementsprechend tödlich...

KOMMENTAR:
Ich glaube, 'Träumen Androiden von elektrischen Schafen?' ist eine wunderbare Einstiegs-Lektüre in die phantastische Welt des 1982 verstorbenen amerikanischen Autors Philip K. Dick! Was dieser Roman mit des hier zu bewertenden Romans zu tun hat? Nun, dies war der Originaltitel der ersten deutschsprachigen Veröffentlichung, bevor der Roman durch den erfolgreichen Film 'Blade Runner' in den folgenden Auflagen umbenannt wurde. Dick schafft es auf wenigen Seiten eine düstere Zukunft unserer Welt zu skizzieren, die den Leser fesselt, betrübt und zugleich beängstigend fasziniert. Die nicht gerade positiv wirkende Hauptcharaktere Rick Deckard wirkt trotz allem sofort sympathisch und seine ihn an den Rande der Verzweiflung bringende Aufgaben als Prämienjäger nehmen einem beim Lesen mit. Diese Vision des Autors über die kommenden Tage unserer Welt ist eine Gewagte, jedoch keinesfalls von der Hand zu weisende. Dass wir einmal anhand eines Haustiers den Stellenwert in der Gesellschaft verdeutlichen klingt genauso abgedreht wie auch realitätsnah. 'Blade Runner' hat den Hauch einer dunklen Dystopie, welche auf knapp 220 Seiten intensiv von Dick ausgelebt wurde. Ein wunderbares, kurzweiliges Lesevergnügen für Freunde der bodenständigen Science-Fiction. Dieses Buch kann man immer wieder mal Lesen!
9,1 Sterne

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

krimi, ausbeutung, frauenbewegung, historischer roman, historischer krimi

Das Feuer der Freiheit

Lyndsay Faye ,
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.02.2016
ISBN 9783423260862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Während eines Einsatzes wird Timothy Wilde von dem Stadtrat Robert Symmes darüber informiert, dass er bedroht wird. Der zwielichtige Geselle verdächtigt die Frauenrechtlerin Sally Woods hinter diesen Drohungen. Der Kupfersternträger und New Yorks erster Detektiv nimmt die Untersuchung der Drohbriefe auf, als auch schon das erste Gebäude von Symmes den Flammen zum Opfer fällt und dabei zwei sogenannte Heimnäherinnen sterben. Hat der Vorfall tatsächlich etwas mit den Kämpfen der Frauenbewegung zu tun, welche eben jenen armen Frauen zu einem besseren Lebens-Status verhelfen will? Je tiefer Timothy bei seinen Ermittlungen in die undurchsichtigen Hintergründe dringt, umso düsterer und unbarmherziger scheint die Lösung des Falls. Da taucht auch noch seine alte Liebe Mercy Underhill in New York auf und sein Bruder Valentin nimmt den Wahlkampf gegen den mächtigen Symmes um den Titel des Stadtrates auf. Zu viele Probleme auf einmal, wie es für den jungen Wilde erscheint...

KOMMENTAR:
Der Roman 'Das Feuer der Freiheit' ist der dritte Teil um den Kupfersternträger Timothy Wilde. Die Autorin beendet damit ihre Werke um den Aufbau der New Yorker Polizei in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Durch ihre sehr einfühlsame Schreibweise und ihren charakterstarken Figuren wie dem Anti-Held Timothy Wilde ist der Leser schnell in dem Geschehen, welches außer eben den vertrauten und lieb gewonnenen Personen wie die beiden anderen Bücher als eigenständiger Roman dasteht. Dabei fügt sie kleine Überraschungen ein, wobei allerdings einige davon unglücklicherweise auf dem Klappentext wie auch im Inlay schon ausposaunt werden; beziehungsweise man einiges schnell erahnen kann. Da hat der Verlag leider etwas gepatzt, würde ich meinen! Trotzdem ist auch dieser dritte Roman ein feines Buch, welches besonders Fans von historischen Kriminalromanen ans Herz gelegt werden kann. Ich persönlich muss allerdings hinzufügen, dass ich mich irgendwo im letzten Fünftel des Buches stehen gelassen fühlte und glaubte, nicht mehr mittendrin im Geschehen zu sein, sondern hinter der Handlung hinterher zu humpeln. Ich denke, so beschrieben trifft es mein Gefühl am Besten. Nicht der stärkste Band der Trilogie, jedoch auch keinesfalls ein schwacher Roman. Die Messlatte der beiden Vorgänger lag halt recht hoch...
8,2 Sterne

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(80)

188 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 14 Rezensionen

vampire, horror, virus, endzeitszenario, endzeit

Ich bin Legende

Richard Matheson , Ralf Schmitz , Werner Bauer , Werner Bauer
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 03.12.2007
ISBN 9783453501553
Genre: Romane

Rezension:

VORNEWEG:
Ich habe den Roman in einer alten Version aus dem Heyne-Verlag (ISBN 3-453-30803-4) gelesen, welcher mittlerweile vergriffen ist. Dieser enthält nicht die Kurzgeschichten des hier angezeigten Buches...

KURZBESCHREIBUNG:
Für Robert Neville gibt es nur noch ein Ziel in seinem Tagesablauf: Überleben! Seit fünf Monaten lebt er nun abgeschottet in seinem Haus, aus dem er sich nur noch am helllichten Tage heraus traut. Denn in der Nacht wird er von unzähligen Vampiren belauert und aus seinem Versteck gelockt. Mit dem ziemlich niederschmetternden Gefühl alleine auf dieser Welt zu sein, rafft er sich jeden Tag aufs Neue auf, um eine Lösung aus seinem Dilemma zu finden. Allerdings werden seine gezielten Überlegungen immer wieder durch die Suche nach Lebensmitteln, Abwehrmaßnahmen und alles, was er sonst noch für sein letztes Ziel benötigt, abgelenkt. Eine scheinbar ausweglose Situation, an der Robert allmählich zu zerbrechen droht...

KOMMENTAR:
Der amerikanische Autor Richard Matheson legte mit seinem Roman 'Ich bin Legende' ein sehr knappes, kompaktes und doch fesselndes Werk hin. Durch eine faszinierenden Mischung aus Science Fiction und Horror gelang es ihm, eine bedrückende Dystopie auf Papier zu bringen; ich glaube aber, Endzeit-Horror trifft es als Bezeichnung am Besten. Die Geschichte um den einsamen Robert Neville, welcher Tag für Tag um sein Leben kämpft und kaum einen Ausweg findet, bot vielen Autoren - unter anderem Stephen King oder jüngst Justin Cronin - eine Inspiration für ähnlich gelagerte Romane. Auf den nicht gerade vielen Seiten führt uns der Autor in die verzweifelte Gedankenwelt von Neville mit der zentralen Frage, ob er tatsächlich der letzte Mensch auf Erden sei und rundet das Bild mit informativen Rückblicken sowie einigen überraschenden Geschehnissen ab. Dies gelingt Matheson ziemlich gut, denn das Gelesene hing mir doch immer noch im Kopf,sobald ich das Buch mal beiseite gelegt hatte. Ich grübelte darüber nach, was der tragische Held am Besten als nächstes machen sollte. Selbst die Forschungen nach den Ursachen dieser Vampir-Plage fand ich spannend und ziemlich logisch nachvollziehbar aufgebaut. Die dramatische Wandlung gegen Ende des Romans, welche stark an den Tugenden von Vertrauen und Misstrauen herumzerrt sowie verschiedene Perspektiven aufdeckt, sind mehr als beeindruckend. 'Ich bin Legende' ist gerade wegen seiner wenigen Seiten ein großer Roman, in dessen fiktiven Endzeit ich gerne verweilte!
8,2 Punkte

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

australien, segelschiffe, batavia

Anker vor Australien

Patrick O'Brian
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 03.12.2008
ISBN 9783548280035
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Durch ein Riff gestoppt und einen Taifun der Fregatte 'Diane' beraubt stranden auf einer kleinen Insel in der südchinesischen See. Und es kommt für Kapitän Jack Aubrey und seine Crew noch schlimmer. Sie werden von einer Dayak-Piraten-Truppe unter der Führung der wagemutigen Kesegaran angegriffen und müssen sich unter herben Verlusten ihrer Haut erwehren. Mit etwas Glück gelangen die Überlebenden schließlich doch noch nach Batavia. Und dieses Glück bleibt Lucky Jack auch hier holt, bekommt er mit der sich gerade in der Restauration befindlichen 'Nutmeg Of Consolation' ein neues Kommando. Schnell unterstützt er die Fertigstellung mit seinem Geld und seinen Männern, um zwei Zielen nachzugehen: zum einen die Jagd auf die 'Cornélie', welche sich mittlerweile auch aus dem Hafen Pulo Prabang gemacht hat. Zum anderen möchte er endlich auf seine geliebte 'Surprise' stoßen, die mittlerweile Doktor Stephen Maturins einziges großes Hab und Gut darstellt, da seine Bank Inkasso gemeldet haben soll. Bis dahin sind aber viele Meilen im südchinesischen Meer zu überwinden - und jede Meile bietet Gefahren auf!

KOMMENTAR:
Nach dem recht politisch-strategischen dreizehnten Band der Serie um Jack Aubrey und Dr. Maturin ist der Nachfolge-Roman 'Anker vor Australien' aus dem Jahr 1991 um einiges mehr ein Abenteuer-Roman. Piraten-Angriffe und waghalsige Überfahrten sind in der ersten Hälfte des Bandes als Schlagzeilen zu nennen. Darauf folgt sogar eine spannende Schiffsverfolgung - denn Aubrey ist immer auf eine einträchtige Prise aus. Das letzte Drittel kann man allerdings getrost als Abenteuer-Erzählung ablegen, wird es doch von den Eindrücken des damaligen Australiens bestimmt. Sehr beeindruckend und in einer bedrückenden Weise beschreibt Autor Patrick O'Brian die einstigen Verhältnisse im neunzehnten Jahrhundert betitelten New South Wales; was den Briten ja als reine Strafkolonie dienen sollte. Hier zeigt sich mal wieder: den besten Stoff für Romane bietet die Geschichte der Menschheit - und das in allen Variationen! Dazu sind Maturins biologischen Erfahrungen wertvolle Einträge, die das Bild für diesen Roman abrunden, der mit kleinen Anekdoten zu den bekannten Charakteren den nötigen Pfeffer herbeibringen, um den Leser bei der Serien-Stange zu halten. Auch 'Anker vor Australien' ist ein gelungener Roman aus der Reihe um Aubrey und Maturin, der allerdings den maritimen Kern ein wenig in den Hintergrund drängt...
7,7 Sterne

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stephen king, amok, schule, horror, thriller

Amok

Richard Bachman , Stephen King , Joachim Honnef (Übers.)
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.01.2002
ISBN 9783453025547
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Nach einer Rüge des Direktors Thomas Denver geht der Schüler Charles Decker an seinen Spind, entnimmt diesen einen Revolver und setzt den Aufbewahrungsort in Flammen. Dann geht zurück in sein Klassenzimmer und erschießt die Algebra-Lehrerin Jean Underwood. Das ist der Anfang vom Ende des für verwirrt erklärten Jungen. Er nimmt seine Klassenkameraden als Geiseln, und beginnt ein Psycho-Spiel mit den Lehrern und Polizisten, bei dem sich seine Mitschüler bald beteiligen. Denn wird Charles vielleicht auch von allen als Psychophat eingestuft, steckt in jedem einzelnen seiner Klassenkameraden eine tiefere Geschichte, die das jeweilige Tun und Handeln bestimmt - nur das Resultat dieser Taten ist bei allen offen, besonders bei Charles...

KOMMENTAR:
Die famose Idee, seine älteren Werke unter einem Pseudonym anzubieten, kam dem Autor Stephen King, nachdem er mit seinen ersten Romanen Erfolg hatte, allerdings schon einen leichten 'Horror'-Stempel aufgesetzt bekommen hatte. Seine Frühwerke waren jedoch einem anderen Genre zuzuschreiben. So wurde Richard Bachman geboren, dessen erster Roman 'Amok' im Jahr 1977 veröffentlicht wurde. Der relativ kurze Roman lebt von seinen Dialogen und der sehr starken Charaktere des Charles Decker. Faszinierend ist es, wie nach den Tötungen Charlies Mitschüler ziemlich offen gegenseitig eine Art Seelen-Strip hinlegen und es sich herausstellt, dass niemand eine weiße Weste hat und ein jedermann etwas verbirgt, was er im Grunde liebend gerne mit anderen Menschen teilen möchte. Diese simple Erkenntnis und die kurzweilige Handlung innerhalb des Klassenzimmers einer Highschool machen das Debüt von Bachman und das schon einige Jahre alte Werk von King zu einem wirklichen Leseschmaus. Allerdings wurde King nach den vermehrten Amokläufen in amerikanischen Schulen etwas wankelmütig und als sein Werk in einem Spind eines amok-gelaufenen Studenten gefunden wurde, lässt er das Buch gänzlich vom Markt nehmen! Ich finde jedoch, dass der Stoff dieser Seiten eher zum Nachdenken über das eigene Ich anregt anstatt Amokläufer produziert. Der Gedanke, mir nun eine Waffe zu besorgen ist mir mal noch nicht gekommen... Ein beeindruckender Roman mit sehr viel Tiefgang!
8,3 Sterne

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