Leserpreis 2018

benfis Bibliothek

80 Bücher, 64 Rezensionen

Zu benfis Profil
Filtern nach
80 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(89)

186 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 10 Rezensionen

"drachen":w=20,"fantasy":w=16,"20er jahre":w=8,"markus heitz":w=4,"london":w=2,"europa":w=2,"münchen":w=2,"gargoyles":w=2,"heitz":w=2,"kiew":w=2,"drachentöter":w=2,"drachenjäger":w=2,"tod":w=1,"thriller":w=1,"magie":w=1

Die Mächte des Feuers

Markus Heitz
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.01.2016
ISBN 9783492701334
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(105)

239 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

"thriller":w=3,"stephen king":w=3,"mord":w=2,"stephenking":w=2,"finderlohn":w=2,"krimi":w=1,"fantasy":w=1,"horror":w=1,"gefängnis":w=1,"band 2":w=1,"jagd":w=1,"detektiv":w=1,"junge":w=1,"psychopath":w=1,"autor":w=1

Finderlohn

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453438453
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Im Zeichen des Einhorns

Roger Zelazny , Thomas Schlück
Flexibler Einband: 271 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.12.2017
ISBN 9783608981292
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Lord Corvin ist seinem Ziel nahe: er hat nach dem Tode seines Bruder Eric in der sagenumwobenen Stadt Amber das Sagen! Es fehlt lediglich die offizielle Krönung. Allerdings glaubt Corwin sich besser erstmal um die Bedrohungen, die vor den Stadttoren lauern, anzunehmen. Und noch wichtiger erscheint es ihm, die Rätsel seiner eigenen Vergangenheit zu klären. Da wird sein Bruder Caine ermordet aufgefunden! Um dieses Verbrechen zu klären, lädt er alle Geschwister nach Amber ein. Dadurch will er endlich Klarheit seiner Vorgeschichte schaffen und plant außerdem mit den angereisten Verwandten die Befreiung seines Bruders Brand, der in einer mysteriösen Gefangenschaft feststeckt. Damit könnte er sich selber aus jeglichen Verdacht-Hypothesen bringen. Doch bald müssen Corwin und Anhang verstehen, dass es einen Verräter innerhalb der Familie gibt, wird Brand doch direkt nach der Befreiung niedergestochen. Und die tödliche Messerklinge wartet schon auf das nächste Opfer: Corwin von Amber!



KOMMENTAR:

Auch in dem dritten Roman der Serie ‚Die Chroniken von Amber‘ macht es der Autor Roger Zelazny dem Leser nicht leicht. Er packt wieder dermaßen viel neues Material in das eigentlich recht dünne Buch, dass der Leser eine sehr große Konzentrationsfähigkeit sowie eine sehr rege Fantasie aufweisen muss! Und dies in einem ziemlich erschreckend großem Maße. Ich muss gestehen, dass ich mich beim Lesen dieses dritten Romans um Corvin und seine Geschwister irgendwann in der Welt von Zelazny ziemlich verloren fühlte. Die Handlungen und Gedanken der Hauptcharaktere so sprunghaft, dass man kaum hinterher kommt. Dazu beschreibt Zelazny dieses streckenweise ziemlich umständlich; besonders wenn es darum geht, zwischen den Schatten umher zu wandern. Der rote Faden der eigentlichen Geschichte ist dabei schlicht gehalten und zugegeben weiterhin interessant - auf der Höhe des Geschehens zu bleiben hingegen schwer. Problematisch ist es in dem Falle um 'Die Chroniken von Amber', dass es überladen wirkt und alles was mal gegeben ist, gegebenenfalls später doch anders dargestellt wird. Ist alles legitim und eigentlich einem Roman förderlich, doch irgendwie zieht es so, wie Zelazny es aufgezogen hat, bei mir nicht. So ist meiner Meinung nach 'Im Zeichen des Einhorns' der schwächste Band der Serie, obwohl tatsächlich Corwin alle seine Geschwister um sich hat, was wegen den Anfeindungen schon interessant wird. Trotzdem werde ich am Ball bleiben; die zwei letzten Bände liegen bereit. Vielleicht kann mich schon der nächste Roman der Reihe positiv überraschen...
5,7 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"new york":w=1,"19. jahrhundert":w=1,"steampunk":w=1,"zirkus":w=1,"mordfall":w=1,"kurzkrimi":w=1

Der Traum vom Fliegen: Ein Steampunk-Kurzkrimi aus den Floodlands

Nina C. Hasse
E-Buch Text: 39 Seiten
Erschienen bei null, 12.04.2016
ISBN B01E7Y4M30
Genre: Sonstiges

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der Gesichtsanalytiker Remy Lafayette und Detective Madeline Vezér planten kurzfristig einen schönen und interessanten Nachmittag in dem 'Kabinett der Wunderlichkeiten und Kuriositäten' von Barry Bartleby zu verbringen. Da geschieht jedoch bei den Vorführungen des Ensembles ein Unfall. 'Flying Beauty' - die fliegende Schönheit - stürzt bei ihrer Darbietung des sich in die Lüfte erhebenden Menschen ab und überlebt den plötzlichen Fall nicht. Schnell überwinden Madeline und Remy den Schreck und eilen zu Hilfe. Dabei stellt die junge Polizistin aufmerksam fest, dass das Flugwerk manipuliert wurde und die Artistin Celina Brooks somit ermordet wurde! Sofort leitet Madeline Befragungen der Mitarbeiter des Kabinetts ein. Gelingt es Lafayette und ihr die Wahrheit aufzudecken und den Mörder schnellstmöglich dingfest zu machen?



KOMMENTAR:

Die Kurzgeschichte 'Der Traum vom Fliegen' ist eine Einführung in die Steampunk-Serie um das New York Floodlands Department; einer Polizeidienststelle im größten Einwanderer-Fluchtpunkt der noch jungen, neuen Welt im 19. Jahrhundert. Damit zeigt die deutsche Autorin Nina C. Hasse direkt auf, wohin sie ihre Version einer Steampunk-Reihe transferiert hat; also weg aus der oftmals typischen Kulisse des viktorianischen Empire hinüber auf den amerikanischen Kontinent. Auf den wenigen Seiten (oder muss man bei eBook 'Datensätze' sagen?) ist allerdings mit einem schönen Schreibstil nur eine Prise des sogenannten Steampunk verstreut worden; Frau Hasse macht den Leser eher mit ihren Haupt-Charakteren ihrer Serie vertraut. So ist die Kurzgeschichte ein schönes, kurzes Lese-Ereignis, welches auf jeden Fall die Lust auf die kommenden Romane weckt! 'Der Traum vom Fliegen' war übrigens für eine mittlerweile vergriffene Anthologie namens 'Das Tattoo' verfasst worden, was ein kleiner Fingerzeig zu diesem Fall von Lafayette und Vezér ist. Die Kurzgeschichte ist nun aber in überarbeiteter Variante für kleines Geld als eBook erhältlich und erhält von mir eine Lese-Empfehlung für zwischendurch sowie Appetithappen zur erwähnten Serie...

7,7 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(205)

440 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

"horror":w=20,"stephen king":w=17,"feuer":w=14,"pyrokinese":w=10,"vater":w=7,"usa":w=6,"feuerkind":w=6,"thriller":w=5,"spannung":w=4,"flucht":w=4,"experiment":w=4,"roman":w=3,"mord":w=3,"kind":w=3,"folter":w=3

Feuerkind

Stephen King ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.09.2007
ISBN 9783453432734
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Andrew McGee ist mit seiner Tochter auf der Flucht! Gejagt von der sogenannten 'Firma' - einer geheimen Organisation der Regierung - will der Vater vor allem seine siebenjährige Tochter in Schutz bringen. Dabei waren es nur zweihundert Dollar, die Andy sowie Charlies Mutter Vicky während der College-Zeit benötigten und dazu als Probanden für eine neuartige Droge dienten. Ihre damals wachsende Beziehung und die daraus entstandene Charlie rückten in den Fokus, denn vielen Menschen, welche das damalige Präparat 'Lot Sechs' zu sich nahmen, bekamen äußerst schlimme Nebenwirkungen - um es milde zu beschreiben. Andy und Vicky aber ging es gut und der Vater nutzte sogar seine durch die Droge entstandene Gabe, dem Gegenüber seinen Willen aufzuzwingen und beeinflusste damit schwache Menschen zu positiven Taten. Charlie allerdings hat eine Gabe mitbekommen, welche sehr explosiv sein kann; schon durch leichte Ärgernisse kann sie durch ihren Willen Feuer entfachen. Was geschieht, wenn sie mal vollkommen außer Rage gerät? Nicht nur Andy ahnt das Schlimmste - die Firma hingegen will sich diese Gabe profitabel zu gute kommen lassen ...



KOMMENTAR:

Das im Jahre 1980 erschienene Buch 'Feuerkind' kann man wohl rückblickend als typischen King-Roman bezeichnen. Viele Dinge in diesem Buch sind charakterlich einfach dem Autor Stephen King wie angewachsen und tauchen immer wieder in seinen Romanen auf. Vorneweg natürlich Kinder mit besonderen Gaben, was schon bei 'Carrie', 'Shining' oder 'Dead Zone' der Fall war. Ebenfalls baut er in diesem Roman seine Charaktere langsam und tiefgründig auf, dass man im Anschluss meint, diese in- und auswendig zu kennen. So ist der Roman ein recht ruhiges Werk, was anfangs von der Spannung der Verfolgung lebt und später den Leser auf das große Finale hinfiebern lässt. Der Schreibstil samt der Übersetzung von Harro Christensen bietet ein sehr angenehmes Lesevergnügen; auch bei Unterbrechungen ist man bei Wiederbeginn direkt zurück im Geschehen. King konzentriert sich in 'Feuerkind' sehr darauf, das Empfinden und die Gefühle der Figuren zu beschreiben und den Leser so noch mehr in den Roman zu intigrieren. Das ist ihm zweifelsohne gelungen. Ich muss gestehen, dass mir aus diesem Roman vom einstigen Schmökern vor Jahrzehnten nicht mehr so viel in Erinnerung geblieben war und das erneute Lesen so unbefangen durchgezogen werden konnte. Es ist ein guter Lesestoff, der weniger mit Horroreffekten aufwartet, dafür eher in die mystische Ecke angesiedelt werden kann. Unterm Strich denke ich, dass der Roman 'Feuerkind' vielleicht einer der besten Geschichten ist, um in das Universum von Stephen King einzusteigen.

8,2 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

107 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

"thriller":w=3,"dämonen":w=3,"dan wells":w=3,"john cleaver":w=2,"fantasy":w=1,"fbi":w=1,"4 sterne":w=1,"sekte":w=1,"john":w=1,"wuli highlights":w=1,"tolles buch":w=1,"marc":w=1,"niemand":w=1,"brooke":w=1,"verwelkte":w=1

Nur über deine Leiche

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 19.10.2015
ISBN 9783492280242
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Nach dem großen Duell gegen den Verwelkten Rack und seiner Horde und der damit eingehenden Zerschlagung der Sondereinheit des FBI sind der achtzehnjährige John Cleaver und seine zwiegespaltene Freundin Brooke Watson ein gutes Jahr auf der Flucht durch den mittleren Westen von Amerika. Gleichzeitig folgen sie den Erinnerungen, die Brooke durch den Geist von der Verwelkten Niemand und all ihren Opfern hervorholen kann, um weitere dieser uralten Dämonen zu vernichten. Als sie in dem kleinen Ort Dillon angelangen und dort statt mit einem weiteren Dämon mit dem ursprünglichen Namen Attina mehr Ärger mit den ansässigen Jugendlichen haben, glauben sie, dass diese Spur ins Leere führt. Allerdings täuscht sich das reisende Pärchen gewaltig - ihr Gegner schlägt plötzlich mit einer unglaublichen Brutalität zu, welche weder John noch Brooke oder die verstorbenen Seelen, die aus ihr sprechen, jemals vermutet hätten. Es heißt also sich dem unbekannten Gegner zu stellen, welcher leider für John bei seinen Tötungen keinerlei sinnvolles Profil hinterlässt. Das erschwert es nicht nur, den geheimnisvollen Gegner auf die Schliche zu kommen, sondern könnte sich schnell als tödlich erweisen!



KOMMENTAR:

Der Roman 'Nur über deine Leiche' ist mittlerweile der fünfte Roman aus der Serienkiller-Reihe von dem amerikanischen Autor Dan Wells, die den Kampf des jungen Soziopathen John Cleaver gegen die Verwelkten - selber nennen sie sich zumeist die Begnadeten - fortführt. Das Buch kommt mir irgendwie wie eine Mischung aus einem Road-Movie (gibt es da eigentlich ein sinniges deutsches Wort für?) sowie einem Kleinstadt-Thriller a la Stephen King. Bei dem ersten Part kam mir die Geschichte allerdings ein wenig ziellos vor, so wie dem leid geplagten John gingen mir die Persönlichkeitswechsel ziemlich an die Nerven - was allerdings positives über den geschriebenen Text aussagt - und ich fürchtete schon, dass Wells sich verzetteln würde. Allerdings gelang ihm zum richtigen Zeitpunkt der Umschwung, welcher sich dann in eine spannende, blutige Jagd nach einem Dämon bis hin zu in ein dramatisches Finale entwickelt. Diese Handlung in dem Örtchen Dillon ist wirklich so kompakt beschrieben, dass dem Leser schnell sämtliche Figuren ans Herz wachsen, und man ziemlich in Sorge um jeden einzelnen ist, sind doch alle potentielle Opfer des Verwelkten. Ohne nun zuviel zu verraten, wird es gar am Ende um die Beziehung von John und Brooke dramatisch. Zweifelsohne ist auch dieser fünfte Band der Serie lesenswert und ich freue mich, dass mir nun noch ein weiterer Roman um John Cleaver bleibt. Die Serienkiller-Romane sind auch nach der angedachten Trilogie weiter sehr gut zu lesen, was dankenswerter Weise gewiss auch dem ständigen Übersetzer Jürgen Langowski geschuldet ist - nicht wenige Reihen wurden durch verschiedene Interpretationen der Übersetzer ziemlich ins Schleudern gebracht. Dies ist der Serienkiller - Reihe erspart geblieben!
8,3 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

105 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

"fantasy":w=4,"anthony ryan":w=2,"rabenschatten":w=2,"vaelin al sorna":w=2,"krieg":w=1,"spannend":w=1,"rache":w=1,"high fantasy":w=1,"band 3":w=1,"kämpfe":w=1,"helden":w=1,"3. band":w=1,"begabung":w=1,"verwirrend":w=1,"eroberung":w=1

Die Königin der Flammen

Anthony Ryan , Sara Riffel , Birgit Pfaffinger
Fester Einband: 879 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.05.2017
ISBN 9783608960198
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

In einer dramatischen Schlacht konnte Alltor gegen die in die Königslande eingedrungenen Volarianer verteidigt und der Gegner stark angeschlagen werden. Während sich dieser unter der Führung des Verräters Darnel Linel, einem ehemaligen Erzfürsten, nach Varinsburg zurückzieht, um seine Wunden zu lecken und auf Verstärkung aus dem volarianischen Kaiserreich zu warten, plant die neue Königin Lyrna Al Nieren mit ihrem Kriegsherr Vaelin Al Sorna die Rückeroberung der Hauptstadt Varinsburg. Vaelin hat allerdings eine persönliche Krise; scheint ihm bei seinem Beinahe-Tod sein Lied abhanden gekommen zu sein und er muss sich erst einmal ohne diese Gabe zurecht finden. Lyrna hingegen hat noch viel weitreichendere Pläne: Sie will die Volarianier nicht nur aus den vereinigten Königslande vertreiben, sondern deren Kaiserreich angreifen! Sind diese Vorhaben trotz Unterstützung von den nördlichen Völkern, den Meldeenern sowie von Piraten nicht zu groß für das angeschlagene Land?



KOMMENTAR:

Der Roman 'Die Königin der Flammen' bildet den Abschluss der 'Rabenschatten-Trilogie'. Die beiden vorherigen Romane um den Krieger und Turmherrn Vaelin Al Sorna verhalf dem britischen Autor Anthony Ryan nicht unbegründet in die Riege der Spitzenschreiber der Fantasy. Leider muss man sagen, dass der dritte Band ein wenig hinterher hängt. Dabei liegt es weder an der Handlung an sich oder dem gewohnt mitnehmenden Schreibstil; es ist viel mehr das viele Neuland, welches der Autor dem Leser hier bietet und gerade die Träume von dem Kämpfer Frentis sowie die magischen Fähigkeiten der Begabten nötigen doch oftmals einige Konzentration beim Lesen ab. Das alles scheint den Roman stellenweise sehr zu strecken. Die bis dato recht dosierte Hinzugabe der Fähigkeiten der Begabten wird nun ziemlich offenbart, was hätte vielleicht schon viel früher geschehen sollen. So birgt der dritte Band der 'Rabenschatten' den größten Anteil an Mystik und Magie innerhalb dieser Trilogie. Das ist natürlich für den Leser des Genres immer willkommen, jedoch hier fiebert man doch eher dem finalen Kampf mehr als allem anderen entgegen. Vaelin wirkt zu Beginn trotz seiner heroischen Schlacht im vorherigen Band etwas verloren und benötigt viele Seiten, um wieder auf den gewohnten Pfad zu gelangen. Allerdings wirkt er diesmal eher wieder wie ein Schüler, als wie ein erfahrener und gleichermaßen weiser Kampf-Recke. Ryan schafft es allerdings in 'Die Königin der Flammen' all seine begonnenen Handlungsfäden zu einem Finale zusammen zu knüpfen, dass den Leser mitnimmt und unterm Strich wie eine runde Sache wirkt. Die drei Romane um den 'Rabenschatten' ist ein Lesestoff, den man irgendwann bestimmt nochmals lesen wird, dazu ist er zu gehaltvoll und fesselnd, als ihn nur einmal zu Lesen. Und die Freude auf ein Wiedersehen mit Vaelin, Rena, Lyrna und all den lieb gewonnenen Figuren wird gewiss eine große sein!
8,0 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

121 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

"markus heitz":w=5,"doors":w=3,"dämmerung":w=2,"x":w=2,"fantasy":w=1,"spannung":w=1,"reihe":w=1,"mystery":w=1,"rezension":w=1,"buchreihe":w=1,"5":w=1,"türen":w=1,"mystery thriller":w=1,"heitz":w=1,"staffel 1":w=1

DOORS X - Dämmerung

Markus Heitz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523872
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der verzweifelte Geschäftsmann Walter van Dam stellt eine ungewöhnliche Truppe zusammen, welche seine Tochter Anna-Lena retten soll. Diese ist nämlich verschwunden. Was erst wie eine Entführung klingt, überrascht die sechs Mitglieder der Rettungs-Mannschaft schnell, denn nach einem kurzen Kennenlernen werden unter Leitung des Höhlenforschers Dr. Wilhelm Rüdiger Friedemann die Free-Climber und Kletterkünstler Viktor Troneg und Dana Rentski, dem technisch versierten Carsten Spanger, der spirituellen Coco Fendi, dem Parapsychologen Dr. Ingo Theobald zu einem heruntergekommenen Haus kutschiert, unter dem sich eine scheinbar unendlich tiefe Höhle befindet. In dieser soll die zwanzigjährige junge Frau augenscheinlich verschwunden sein. Das ungleiche wie auch geheimnisvolle Sextett macht sich auf den Weg in die Tiefe - und stößt nicht nur auf einige Gefahren sondern auf fünf mit obskuren wie deutlichen Zeichen versehene Türen ...

Es kommt anders, als sich es das Team gedacht hatte; sie werden nämlich getrennt. Während Dana und Viktor in dem unterirdischen Höhlensystem einer ominösen Soldatentruppe folgen und dabei auf einen uralten Bunker stoßen, macht sich der Rest der Truppe auf den Weg durch die erste Tür, was sich als Fehlschlag erweist. So wagt man sich an die Tür, welche mit dem 'X' gekennzeichnet ist - und landet in der Zukunft. Diese erweist sich im Jahr 2049 als eine ziemliche überwachte, wie kontrollierte Welt, in der alles und jeder verfolgt wird, der sich dagegen wehren möchte. Dummerweise gelangen so Spanger und Friedeman in den Fokus, da sie mehr durch Zufall ein wertvolles Elektrogerät in die Hände bekommen und dadurch sofort von Söldnern gejagt werden. Was die gesamte Truppe jedoch am meisten verunsichert, ist eine geheimnisvolle Stimme, welche die jeweilige Person mit individuellen Vorteilen zu locken versucht. Hat die Mannschaft überhaupt eine Chance, das verschwundene Mädchen zu finden oder finden sie eher den Tod?



KOMMENTAR:

Die neue Serie von dem deutschen Autor Markus Heitz mit dem schlichten Namen 'Doors' bietet nach der kostenlosen Vorgeschichte 'Doors: Der Beginn' drei Alternativen der fortlaufenden Geschichte der ersten Staffel. Als erstes habe ich mich für 'Doors X: Dämmerung' entschieden. Ich möchte es vorwegnehmen: ich bin schon ein wenig zwiegespalten. Da dieser Roman wie auch die anderen beiden Werke der ersten Staffel jeweils die Vorgeschichte innehaben, gibt es also pro Roman gerade mal ca. zweihundert Seiten Lesestoff; insgesamt sind es also 600, was fein ist, doch preislich liegen wir bei knappen 30 Euro. Andererseits: würde ich in ein paar Jahren durch Zufall einen der Romane in die Hände bekommen, wäre ich froh, dass die Vorgeschichte vom Verlag eingefügt wurde. Allerdings sind solche Dinge für meine Bewertung nicht ausschlaggebend, wie unter anderem auch nicht das Cover, welches mir von den drei Romanen schon am meisten zusagt. Die Geschichte ist doch das, was das Herz des Lesens bedeutet. Hier muss ich leider sagen, dass Herr Heitz die Geschichte einfach viel zu voll gepackt hat. Mehrere Handlungsstränge an verschiedenen Orten, die dann auch noch gewechselt werden; dazu steigert sich mit dem Verlauf der Handlung der Stapel an unbeantworteten Fragen und mysteriösen Gegebenheiten, welche bis zur letzten Romanseite weitaus unzureichend beantwortet werden. Okay, wir reden hier von dem Start einer gestaffelten Serie, aber wenn jedes Buch eine solche Ladung an offenen Fragen aufwirft, kann das ja heiter werden. Und wer soll sich das bis zur nächsten Staffel alles merken. Vorteilhaft ist jedoch der gewohnt fesselnde und flüssige Schreibstil des Autors. Somit wird es wohl das Beste sein, diese gesamte Serie eines Tages nochmal zur Hand zu nehmen und zu Lesen. Das muss aus meiner Sichtweise allerdings erst noch mit den beiden anderen Bänden geschehen. Ich lasse mich überraschen, wohin die alternative Handlung die Protagonisten dort führt...
7,7 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Kein schöner Tod: Eine Novelle zu "Ich bin kein Serienkiller"

Dan Wells
E-Buch Text: 42 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 15.07.2015
ISBN 9783492968768
Genre: Sonstiges

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der Verwelkte Elijah Sexton glaubt, nach Jahrtausenden seine Bestimmung auf der Erde gefunden zu haben. Zumindest fühlt er sich in seiner derzeitige Rolle als Nachtschicht-Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens ziemlich wohl. Außerdem glaubt er, dass seine Unterstützung bei dem an Demenz erkrankten Merrill Evans ihn seine jahrtausend-alten Schuldgefühle mindert, denn Elijah alias Meshara bleibt durch die Erinnerungen von sterbenden Menschen am Leben. Doch mittlerweile tötet er sie nicht, sondern wartet geduldig, bis sie ohne sein Zutun gestorben sind. Das alles ändert sich, als Gidri und zwei weitere Begabte, wie sie sich selber nennen, bei Elijah auftauchen, um sich mit ihm gegen die Menschen zu verbünden. Dieser ist allerdings nicht von der Idee angetan und so wollen die Begabten ihn zu diesem Schritt zwingen - und das durch eine Frau, in welche Elijah sich durch die Erinnerungen ihres Mannes verliebt hat. Kann er diese vor seinesgleichen beschützen?



KOMMENTAR:

'Kein schöner Tod' ist eine kleine Novelle, die vor dem fünften Roman der Serienkiller-Serie des Autors Dan Wells veröffentlicht wurde. Sie greift die Figur des Elijah Sexton oder Meshara, wie er einst als Göttlicher hieß, auf und hinterleuchtet einen Teil des letzten Romans 'Du bist noch nicht Tot'. Diese kann man in diesem vierten Band der Serie schon als Schlüssel-Szene bezeichnen. Und auf diese läuft nun diese Kurzgeschichte hinaus. Der Leser - und besonders natürlich der Fan der Serienkiller-Reihe - erfährt hier noch einiges über die Verwelkten, welche wohl einst von den Menschen angebetet wurden. Neben der gewohnt guten Schreibe wie auch Übersetzung von Jürgen Langowski berührt in diesem kurzen Werk doch besonders Elijahs Umgang mit dem Alzheimer-Patienten Evans. Es zeigt mal wieder auf, dass es im wahren Leben genug Horror gibt, wie diese Krankheit zum Beispiel. Auch der Person Rosie hat der Autor eine starke Persönlichkeit gegeben; wie sie den Tod ihres Mannes und im Allgemeinen verarbeitet, ist schon vorbildlich und wünschenswert. 'Kein schöner Tod' ist ein kleines, feines Puzzle-stück zur den Serienkiller-Romanen, welcher der erwähnten Handlung ein wenig mehr Futter verleiht und großartige Worte enthält. Gelungene Kurzgeschichte, die es übrigens nur als eBook gibt. Aber gerade für solche lohnt sich auch für Nostalgie-Freunde ein Reader...
7,8 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

88 Bibliotheken, 1 Leser, 8 Gruppen, 7 Rezensionen

"horror":w=7,"grusel":w=3,"lovecraft":w=3,"cthulhu":w=3,"phantastik":w=2,"h. p. lovecraft":w=2,"fantasy":w=1,"spannung":w=1,"kurzgeschichten":w=1,"monster":w=1,"gespenster":w=1,"h.p. lovecraft":w=1,"unheimliche geschichten":w=1,"horror und grusel":w=1,"verlag suhrkamp":w=1

Schatten über Innsmouth

H. P. Lovecraft ,
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.07.1990
ISBN 9783518382837
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der Student und Erzähler der Geschichte hört auf seiner Reise durch Neuengland von dem eigenartigen Ort Innsmouth, in dem es nicht mit rechten Dingen zugehe und die Einwohner recht seltsam seien. Als der junge Mann im Museum von Newportsbury eine Art Krone mit fischähnlichen Gestalten eingraviert, ist sein Interesse geweckt. Kurzum unternimmt er einen Kurzaufenthalt in dem abgelegenen Ort. Allerdings ist im dort direkt unwohl - die Bewohner sehen komisch aus und weisen einen eigenartigen Gang auf. Der Jüngling beschließt besonders nach den Erzählungen eines alten Trinkers den Ort schnellstmöglichst zu verlassen, jedoch kommt sein angedachter Linienbus nicht. So erlebt der Student die schlimmste Nacht seines Lebens ...


KOMMENTAR:

Dieses Buch sollte jeder grusel-begeisterte Fan einmal gelesen haben! Es ist unglaublich faszinierend, wie viel Atmosphäre Autor H.P. Lovecraft in die recht simple Handlung seines einzigen Romans, der während seiner Lebenszeit veröffentlicht wurde, gepackt hat, so dass diese denn Leser wahrhaftig schaudern lässt! Denn die Ereignisse der Story beschränken sich auf ein paar Dialoge und zwischen dem reisenden Amateur-Historiker und diversen Menschen wie dem streunenden Trinker Zadok Allen und einer nächtliche Flucht aus eben jener unheimlichen Stadt Innsmouth sowie vor seinen fischähnlichen Bewohnern. Und natürlich einem wunderbaren abschließenden Plot. Aber die Dichte der Empfindungen, die Lovecraft aus der Sichtweise seines reisenden Studenten herüber bringt, ist wirklich ergreifend! Warum Suhrkamp allerdings den Untertitel 'Eine Horrorgeschichte' gewählt hat, ist mir aufgrund keinerlei vorhandenen typischen Horroreffekte mehr als schleierhaft. Eine sehr qualitative Gruselgeschichte ist 'Schatten über Innsmouth' alle Mal! Leider nur viel zu kurz...
8,3 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

87 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

"thriller":w=3,"stuart macbride":w=3,"folter":w=2,"macbride":w=2,"mord":w=1,"entführung":w=1,"düster":w=1,"opfer":w=1,"serienkiller":w=1,"brutal":w=1,"geburtstag":w=1,"thrille":w=1,"goldmann verlag":w=1,"wettlauf gegen die zeit":w=1,"mädchenmörder":w=1

Das dreizehnte Opfer

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.12.2013
ISBN 9783442479696
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Fünf Jahre ist es her, dass Rebecca, die damals fast dreizehnjährige Tochter von Detective Constable Ash Henderson, spurlos verschwand. Allerdings wissen nur ganz wenige Menschen, dass dies nur die halbe Wahrheit ist, denn wie alle Eltern der Opfer des 'Gratulators' bekam auch er an ihrem nächsten Geburtstag ein Bild seiner Tochter aus ihrer Gefangenschaft. Jedes Jahr folgte ein weiteres wie eine makabere Fortsetzungsgeschichte ihrer Tortur. Der Polizeibeamte verschweigt dies alles - sogar seiner Frau gegenüber, welche sich irgendwann von ihm trennt. Aus Angst, den Fall zu verlieren und nicht derjenige zu sein, der den mutmaßlichen Mörder seiner Tochter fasst, behält er das Geheimnis für sich. Der 'Gratulator' jedoch entführt und mordet weiter dreizehnjährige Mädchen und sendet dann seine schockierenden Bilder. Bis eines Tages nicht erst ein Jahr zum ersten Foto vergeht, sondern direkt am Geburtstag das Bild bei den Eltern landet. Will der Kindermörder nun mehr? Was sind seine Ziele? Da wird in einem Park in Oldcastle ein Kinderskelett ausgegraben - endlich eine Spur zu dem Mörder! Henderson und seine Kollegen stürzen sich in die Arbeit, ohne zu ahnen, dass der 'Gratulator' nun erst richtig loslegen will ...



KOMMENTAR:

Mit dem Roman 'Das 13. Opfer' ging der schottische Autor Stuart MacBride neue Wege. Er löst sich von seiner Figur, dem Detective Sergeant Logan McRae und erschuf mit dem DC Ash Henderson eine neue. Diese pflanzte er dann noch in den fiktiven schottischen Ort Oldcastle. Allerdings muss man sagen, dass es besonders für Leser von dem Autor gar nicht wirklich so viel neues ist. Am ungewohntesten mag da noch die Erzählweise in Ich-Form sein, an der sich MacBride in dem Roman aus dem Jahre 2012 versucht. In der erfundenen Stadt Oldcastle - einer Mischung aus Aberdeen und Edinburgh - finden sich Leser der Kurzgeschichten-Sammlung '12 tödliche Gaben' schon ein wenig zurecht, zumal doch einige Charaktere aus diesen erwähnt werden oder gar auftauchen, wie beispielsweise der Abgeordnete Lord Peter Forsythe-Leven. Die Hauptfigur Ash Henderson selbst ähnelt der bisherigen Charaktere Logan McRae schon ein wenig, ist jedoch in die meisten Richtungen hin viel überspannter. Korrupt, mit noch mehr private Probleme behaftet und nicht selten in einer Rauferei verwickelt, ist dieser Anti-Held nicht gerade jedermanns Freund. Man mag ihn oder hasst ihn wohl. Garantiert ist jedoch, dass MacBrides Schreibstil samt der deutschen Übersetzung von Andreas Jäger den Leser über die Seiten fliegen lässt - es wird schon stark mit der Neugier der Zielgruppe gespielt. Mir persönlich gefiel die Figur der Polizei-Psychologin Alice McDonald ziemlich gut. Sie war mal mit ihrer teils schüchterner, teils plapperhafter Eigenart etwas außerhalb der Schiene. Insgesamt ist das Projekt 'Das 13. Opfer' und der Stadt Oldcastle spannend genug, um das Buch zur Hand zu nehmen. Ein Autor sollte sich meiner Meinung nach nicht nur an einer Figur bzw. Serie festhalten, sondern seinen Horizont erweitern. Ist hier zwar nur bedingt geschehen, aber der erste Schritt ist zumeist der Schwerste!
7,8 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(40)

101 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

"thriller":w=1,"phantastik":w=1,"parallelwelt":w=1,"wahn":w=1,"genie":w=1,"stephen king":w=1,"king":w=1,"leben nach dem tod":w=1,"eletrizität":w=1

Revival

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453438484
Genre: Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Das erste Treffen zwischen Jamie Morton und Charlie Jacobs war für den damals sechsjährigen schon etwas prägend. Als dieser seinen Bruder Con mit einem elektrischen Halsband das Sprechen wiedergibt, erscheint der Reverend mitsamt seinem Gottesglauben fast wie ein Heiliger. Die Lebenswege der beiden verlaufen allerdings sehr unterschiedlich - Jamie rutscht als zweitklassiger Gitarrist mehr und mehr ins Drogenmilieu und Charlie fällt nach einschneidenden Ereignissen von seinem Glauben ab. Er widmet sich anderen Projekten, welche sich aber auch um Elektrizität drehen. Immer wieder treffen Jamie und Charlie aufeinander und der Musiker wird sich mehr und mehr bewusst: der ehemalige Reverend strebt ein Ziel an, was für viele Menschen einen unguten Ausgang haben wird! Nur: gibt es eine Möglichkeit, dies zu verhindern?



KOMMENTAR:

Der Roman 'Revival' erschien im Jahre 2014 interessanterweise mitten in Stephen Kings 'Bill-Hodges Trilogie'. Scheinbar hatte der amerikanische Autor einfach große Lust, diese Geschichte zu erzählen, denn genau das ist die Stärke des Romans. King beweist wieder einmal seine großen erzählerischen Fähigkeiten. Ganz gemächlich baut er seine Geschichte auf, ohne den Leser zu langweilen. Allerdings gibt es wenig Bumm und Krach, wer darauf steht, wird mit 'Revival' nicht glücklich. Der Autor bringt uns die Geschichte seines Protagonisten Jamie Morton näher, welche wirklich aus dem wahren Leben gegriffen zu sein scheint. Ich denke, da hat Mister King auch einiges aus seinem eigenen Leben mit hinein gepackt. Was der Reverend Jacobs auf den über 500 Seiten jedoch fabriziert, nenne ich mal schlicht mysteriöse Wissenschaft. Die Elektrizität ist an und sich natürlich ein ziemliches Geheimnis für viele Menschen dieser Welt - trotz tagtäglichen Nutzens derer. Gepaart ergibt das gesamte Bild eine verhängnisvolle Beziehung durch die Jahre. Während der Leser gemeinsam mit dem schon etwas bedauernswerten Jamie seine Höhen und besonders seine Tiefen erlebt, schiebt der mysteriöse Schatten des unheimlichen ehemaligen Reverends sich immer wieder ins Bild. Der Hauptschauplatz Harlow ist ein Ort in der Nähe von Castle Rock, was regelmäßige Leser schnell sehr heimisch fühlen lassen. Nicht wenige Dinge verweisen auf andere King-Romane, allerdings ohne, dass es nötig ist, diese kennen zu müssen. So war Charlie Jacobs zum Beispiel in Joyland tätig, einem Vergnügungspark aus dem gleichnamigen Buch. 'Revival' ist eine Hommage an Mary Shelley, H.P. Lovecraft und andere Autoren, die Stephen King zum Schreiben brachten. Der Roman ist tatsächlich eine schön wie dramatisch erzählte Geschichte über den Glauben, über die Sucht und über Besessenheit sowie all dessen drastischen Nebenwirkungen - abgerundet mit einem nahezu katastrophalen Finale. Ein schöner Lesestoff!
8,3 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"roman":w=1,"england":w=1,"historischer roman":w=1,"großbritannien":w=1,"seefahrt":w=1,"napoleonische kriege":w=1

Der Lohn der Navy

Patrick O'Brian , Andrea Kann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.01.2005
ISBN 9783548261317
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der Krieg ist vorüber - Napoleon Bonaparte endgültig besiegt! So schön dieser geschichtliche Ausgang erscheint, ist es für die dienenden Seeleute eine harte Situation, werden sie nun schlicht kaum benötigt. Da ist es für Jack Aubrey ein wirkliches Glück, dass er auf seiner geliebten 'Surprise' von offizieller Seite aus zu Vermessungszwecken in den pazifischen Ozean vor die südamerikanische Küste abgeordert wird. Inoffiziell soll er jedoch dem chilenischen Staat bei dem Aufbau einer Flotte verhelfen, möchte die britische Regierung diesen doch als Verbündeten gegen die Länder Spanien oder Portugal wissen. Außerdem wird das Land immer wieder von seinen Nachbarn Peru angegriffen, was sich mit einer starken Flotte ändern würde. Aubrey macht sich mit seiner Mannschaft und seinem Freund Stephen Maturin auf den weiten und beschwerlichen Weg. Der Doktor ist dabei mit seinem Kollegen Amos Jacobs ein unverzichtbarer Kamerad, denn durch seine Beziehungen im Spionagenetz erhält der zeitig die benötigten Informationen. Allerdings ahnen beide nicht, dass alleine schon die Reise mehr als gefährlich sein wird ...



KOMMENTAR:

Der Roman 'Der Lohn der Navy' ist das letzte Buch der Serie um Aubrey und Maturin, verstarb der Autor Patrick O'Brian leider im Jahr 2000 während der Arbeiten an dem nächsten Band. Leider muss ich sagen, dass dieses Werk auch das schwächste innerhalb der Serie war; ich habe ziemlich gebraucht, um durch die gut 350 Seiten zu kommen. Es lag jedoch weniger an dem Schreibstil und der guten Übersetzung von Andrea Kann, vielmehr erschien mir die Handlung als eine Wiederholung etlicher Ereignisse. Die 'Surprise' musste wieder mal aufwendig repariert werden, Stephen gerät erneut in eine kompliziertere Liebelei und um Kap Hoorn sind die Freunde auch nicht zum ersten Mal gesegelt. Natürlich ist es für maritime Liebhaber schön zu Lesen, wie das Bordleben auf der Fregatte abläuft und noch interessanter sind für Freunde der Buchreihe die weiteren Lebenswege der beiden Freunde sowie ihrem Umfeld, aber leider werden die Schiffsschlachten immer seltener und wenn dann mal eine solche naht, geht das ganze entweder überraschend gefechtsarm vonstatten oder wird recht komprimiert abgehandelt. Das Werk kann ich somit wirklich nur reinen Fans der Serie empfehlen. Ein kleiner Wehmutstropfen mag aufgrund des Wissens um den letzten Band verdrückt werden, doch es gab innerhalb der Serie viele Romane, die es weitaus mehr lohnten, gelesen zu werden...
6,0 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(85)

126 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

"fantasy":w=5,"markus heitz":w=5,"spannung":w=4,"mystery":w=4,"abenteuer":w=3,"doors":w=3,"reihe":w=2,"geheimnis":w=2,"geheimnisvoll":w=2,"höhle":w=2,"beginn":w=2,"prequel":w=2,"türen":w=2,"höhlensystem":w=2,"der beginn":w=2

DOORS - Der Beginn

Markus Heitz
E-Buch Text: 97 Seiten
Erschienen bei Knaur eBook, 20.08.2018
ISBN 9783426454817
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der verzweifelte Geschäftsmann Walter van Dam stellt eine ungewöhnliche Truppe zusammen, welche seine Tochter Anna-Lena retten soll. Diese ist nämlich verschwunden. Was erst wie eine Entführung klingt, überrascht die sechs Mitglieder der Rettungs-Mannschaft schnell, denn nach einem kurzen Kennenlernen werden unter Leitung des Höhlenforschers Dr. Wilhelm Rüdiger Friedemann die Free-Climber und Kletterkünstler Viktor Troneg und Dana Rentski, dem technisch versierten Carsten Spanger, der spirituellen Coco Fendi, dem Parapsychologen Dr. Ingo Theobald zu einem heruntergekommenen Haus kutschiert, unter dem sich eine scheinbar unendlich tiefe Höhle befindet. In dieser soll die zwanzigjährige junge Frau augenscheinlich verschwunden sein. Das ungleiche wie auch geheimnisvolle Sextett macht sich auf den Weg in die Tiefe - und stößt nicht nur auf einige Gefahren sondern auf fünf mit obskuren wie deutlichen Zeichen versehene Türen ...



KOMMENTAR:

Mit dem kostenlosen Trailer-Roman 'Doors - Der Beginn' geht der Autor Markus Heitz direkt in die Vollen; immerhin bleiben ihm nur 80 Seiten. Kurz und knapp umreist der deutsche Schriftsteller ein Ausgangs-Szenario, welches mit so vielen Fragezeichen gespickt ist, dass dem Leser bald schwindelt. Die Lösung der vielen Rätsel ist nämlich der Clou an dem Ganzen. Gleich drei Romane mit dem Haupttitel 'Doors' werden zeitgleich veröffentlicht und damit hat der Leser selbst die Option zu entscheiden, wie die hier spannend wie mysteriöse beginnende Story dann weiter geht. Ich verrate wohl nicht zuviel, dass die Protagonisten vor eben jener Auswahlmöglichkeit stehen, durch welche Tür sich nun wenden, um ihren Auftrag zu erfüllen. Die drei erschienenen Bücher werden sich dann um jeweils ein Abenteuer pro Tür drehen. Diese an sich brillante Idee ist zugegebenermaßen nicht brandneu - ähnliche Konzepte, dem Leser Optionen zu bieten, gab es zuvor schon -, doch die Auswahl, drei Bücher zu haben, ist schon faszinierend gut. Zumal es nach Beendigung dieser Kurzgeschichte, welche in die 'Doors'-Materie führt, dem Lesewurm unter den Fingern brennt! Jeder der erwähnten Figuren hat Herr Heitz ein mehr oder weniger offensichtliches Geheimnis eingepflanzt und selbst der Auftrag wie auch das verwitterte Haus, welches den Höhleneingang birgt, müssen hinterfragt werden. Markus Heitz nutzt bei diesem Projekt seine Erfahrungen aus Rollenspiel-Projekten, in denen man ja oftmals vor diversen Entscheidungen steht, welchen Weg man nun begehen mag. Der Start in dieses Abenteuer wird übrigens als erste Staffel betitelt - kein Wunder, bietet er jede Menge Material, die den Leser interessieren könnten. Diese gestaffelte Rollenspiel-Szenario wurde nun in Buchform umgesetzt und die Vorgeschichte ist schon mal eine kurzweiliger Anfixer für jeden Freund von mystisch - abenteuerlichen Romanen! Auf geht's zu den 'Doors'-Büchern...
8,8 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(138)

300 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

"horror":w=9,"stephen king":w=9,"koma":w=5,"unfall":w=4,"thriller":w=3,"politik":w=3,"attentat":w=3,"hellsehen":w=3,"liebe":w=2,"usa":w=2,"zukunft":w=2,"politiker":w=2,"hellseher":w=2,"dead zone":w=2,"spannung":w=1

Dead Zone - Das Attentat

Stephen King , ,
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.09.2007
ISBN 9783453432727
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Eigentlich geht es Johnny Smith ganz gut. Er hat in seinem Beruf als Lehrer in der Cleaves Mills High School Fuß gefasst und in Sarah Hazlett eine Frau für's Leben kennengelernt. Da reißt ihn ein Autounfall aus dem Leben und er liegt beinahe fünf Jahre im Koma. Als er wieder erwacht, muss er allerdings nicht nur seinen Einstieg in die immer weiter laufende Welt bekommen, sondern sich mit der Gabe auseinander setzen, welche er zwar in einer schwächeren Version schon vor dem Unfall hatte, die aber nun ausgewachsen scheint: er kann nämlich alleine durch eine Berührung Dinge vorhersehen oder geheime Gedanken und Erlebnisse der kontaktierten Person erkennen! Dies ist natürlich Fluch und Segen zugleich! Die Presse sowie viele fanatische Menschen stürmen nun auf ihn ein, andererseits beginnen die Leute Johnny mit einer gewissen Angst zu meiden. Als ihn eines Tages George Bannerman, der Sheriff von Castle Rock um seine Mithilfe in einer Mordserie bittet, erahnt der einstige Lehrer, dass er seine Gabe vielleicht doch zum Guten einsetzen sollte. Allerdings kann er sich da noch nicht vorstellen, dass er noch viel schlimmere Dinge wie zum Beispiel ein Attentat von großem Ausmaß vorhersehen muss - ohne zu wissen, wie er ein solches verhindern soll!



KOMMENTAR:

Also ich muss direkt vorneweg sagen, dass ich das Buch 'Dead Zone: Das Attentat' als viel langatmiger in Erinnerung hatte. Bei meinem Re-Read - so nennt man ja heutzutage erneutes Lesen - merkte ich jedoch sehr schnell, wie sehr dieser Roman aus der Feder von Stephen King sehr zu fesseln weiß! Das liegt an verschiedenen Punkten: erstens zeigte er mit diesem Roman (neben seinen bis dato verfassten Richard-Bachman-Büchern), dass er weit mehr als ein schlichter Horror-Autor ist; ich würde das Buch eher in Richtung Mystery-Thriller einstufen. Zweitens ist es erneut die Tiefgründigkeit, welche er seinen Charakteren verleiht. Das mag in meiner Sturm- und Drangphase vielleicht die erwähnte Langatmigkeit ausgelöst haben; damals musste die Geschichte schnell und knackig voran gehen, wie zum Beispiel in einem John-Sinclair-Heftroman. Drittens entfacht King in seiner Geschichte einen wirklich guten Überblick über den Zustand der Siebziger in den U.S.A. All die Dinge wie Watergate, Vietnam und dem damaligen Wahlsystem werden hier fast schon nebenbei skizziert. Dazu kommen dann noch Dinge, welche ich King-typisch nennen möchte. Auch in diesem Roman ist mit der Mutter von John Smith eine Figur vorhanden, die sich in einen religiösen Wahn steigert - ein Thema, welches Stephen King immer wieder zu beschäftigen scheint, siehe der Kurzgeschichte 'Kinder des Mais', dem jüngeren Roman 'Revival' oder seinem Erstling 'Carrie'. Letztgenannter wird in dieser Geschichte übrigens erwähnt - ein netter Gimmick. Auch das Thema Attentate wird immer wieder von King angepackt; ich kann mir gut vorstellen, dass er sich oft selber mit der in diesem Roman aufkommende Frage, ob man Hitler töten würde, wenn man in die Zeit vor den zweiten Weltkrieg zurück reisen könne, gestellt hat. Wichtig mag noch in der Historie des Autors sein, dass in 'Dead Zone: Das Attentat' erstmalig Castle Rock eine Rolle spielt; eine fiktive Kleinstadt, in der King in seinen folgenden Werken immer wieder vorbeischaut und damit ein eigenes Universum schafft, was heute sogar eine eigene Fernsehserie aufweist. Das Werk von 1979 ist - auch wenn es auf Platz Eins der amerikanischen Bestsellerlisten stand - bestimmt nicht das Meisterwerk des Autors, aber doch ein wahnsinnig unterhaltsamer, informativer sowie wichtiger Roman von King - kann man jedem Nicht-Fan vorbehaltlos empfehlen!
8,4 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

"dan wells":w=2,"fantasy":w=1,"spannend":w=1,"dämonen":w=1,"bücherreihe":w=1,"gelesen 2017":w=1,"soziopath":w=1,"dämonisch":w=1,"john wayne cleaver":w=1,"junger serienkiller":w=1,"du bist noch nicht tot":w=1

Du bist noch nicht tot

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2016
ISBN 9783492281126
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der mittlerweile siebzehnjährige John Cleaver ist nach dem Tod seiner Mutter der Anfrage einer geheimen Organisation des FBI gefolgt, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Dämonen - oder Verwelkten, wie das Team sie nennen - aufzuspüren und zu vernichten. In Fort Bruce kommen sie dank der Hilfe von Brooke Watson, in der viele Erinnerungen von Niemand (welche vor Jahrtausenden Hulla hieß) schlummern und sie mit diesem Wissen das Team um Leiterin Linda Ostler unterstützt, auf die Spur von Mary Gardner. Und diese Verwelkte will das Team schnell ausschalten; allerdings mit katastrophalen Ausgang: Kelly Ishid stirbt und Albert Potash wird schwer verletzt. Dazu kommt es noch schlimmer: zum einen geht ein Verwelkter namens Meshara in dem Pflegeheim um, in dessen geschlossenen Abteilung Brooke untergebracht ist! Bei der Observierung dessen stößt die Truppe auf eine drei weitere Verwelkte! Was geschieht hier in Fort Bruce; sind die Gegner auf die Einheit aufmerksam geworden und vereinen sich nun zu einem Rückschlag? Zu allem Übel taucht auch noch ein Verwelkter auf, den Brookes Erinnerungen als Rack identifiziert. Dieser agiert wie ein Kannibale und sendet in dreister weise einen Brief an John und das Team. Der junge Soziopath sieht diesen als Herausforderung des einstigen Königs der Verwelkten an und nimmt sie entgegen der Teamregeln an!



KOMMENTAR:

Eigentlich als Trilogie angedacht, legt der Autor Dan Wells dank des großen Erfolges nun doch noch weitere Romane um den außergewöhnlichen Jungen John Cleaver nach. 'Du bist noch nicht tot' ist also der vierte Roman der Reihe und der Autor hat mit der Schaffung eines Teams einen riesigen Schritt in der Serie getan. Dazu gibt es durch die Erinnerungen von dem Verwelkten namens Hulla, der nun in Brooke haust, jede Menge Informationen, welche die Dämonen, gegen die John in den vorherigen Romanen nahezu alleine kämpfte, nun mit einem tiefgründigen Background näher bringt. Dabei klingt die umfassende Entstehungsgeschichte wie diverse Werdegänge sinnig und spannend. Wells expandiert somit sein 'Serienkiller-Universum', was allerdings John in der ersten Hälfte des Romans ein wenig in den Hintergrund drängt. Aufgrund der vielen Hinweise und Informationen über die Gegner unseres Anti-Helden muss man sich aber schon sehr auf das Werk konzentrieren, es fordert ein wenig mehr als wie die Vorgängerbände. Insgesamt kann man bei den Romanen nun eigentlich keineswegs mehr von Thriller reden - das Werk aus dem Jahr 2014 geht schon eher in die Kategorie Horror / Fantasy / Mystery. Das ist aber weiterhin nicht auf den Romanen erkennbar, und wird wohl weiterhin Neuleser ziemlich überraschen, welche sich zuvor nicht mit der Reihe auseinander gesetzt haben. Die Erweiterung wie Offenbarung der Geschichte der Dämonen oder Verwelkten fand ich äußerst interessant und birgt natürlich jede Menge Stoff für weitere Romane. Die Erstellung eines Teams klingt ebenfalls als logische Konsequenz der vorherigen Bände, wenn auch in der Story weniger effektiv wie gedacht - ohne mehr verraten zu wollen. Gerade gegen Ende des Buches geht dieses schon eine härtere Gangart, was die Serienkiller-Reihe nun definitiv von vielen Mystery-Serien abhebt. John ist und bleibt zum Glück ein schräger Querdenker und nach dem furiosen Finale darf man gespannt sein, wie die Geschichte um den ungewollten Helden weiter gehen wird!
8,4 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

65 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

"flavia de luce":w=5,"krimi":w=3,"reihe":w=3,"england":w=2,"alan bradley":w=2,"familie":w=1,"mord":w=1,"jugendbuch":w=1,"jugendroman":w=1,"morde":w=1,"gift":w=1,"pfarrer":w=1,"chemie":w=1,"weibliche hauptfigur":w=1,"verlag penhaligon":w=1

Flavia de Luce - Der Tod sitzt mit im Boot

Alan Bradley , Katharina Orgaß
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.06.2018
ISBN 9783764531140
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Seit dem Tod des Vaters und Familienoberhauptes ist alles anders auf Buckshaw: Tante Felicity hat erstmal das Kommando übernommen und es steht zu Befürchten, dass der Rest der Familie in alle Winde verstreut wird! Da kommt Doggers Idee einer Bootstour die Themse hinauf gerade recht. Kaum mit dem langjährigen Diener von Colonel Haviland de Luce und Ihren Schwestern Daphne und Ophelia unterwegs, fischt die junge Flavia auch schon auf ungewöhnliche Weise eine Leiche aus dem Fluss! Sofort nehmen die junge Detektivin und der treue Dogger die Ermittlungen auf und stellen fest, dass der talentierte junge Schauspieler Orlando Whitbread zwar ertrunken war, sich jedoch auch Gifte in seinem Körper befanden! Da der zuständige Wachtmeister Opper des Ortes Volesthorpe die de Luces erstmal im Gasthaus ‚Fasan und Eiche‘ unterbringen lässt, beginnt Flavia zu schnüffeln. Was hat der gerade im Ort gastierende Zirkus Shadrach, in dem Orlando bekannt war, mit dessen Tod zu tun und wie viel Einfluss hatte die kratzbürstige und alternde Schauspiel-Diva Poppy Mandrill auf den Sohn eines Pfarrers, dessen Vater wegen dreifachen Mordes erhängt wurde? Viele Fragen, die unsere liebenswürdige Chemie-Expertin in recht kurzer Zeit beantworten muss...



KOMMENTAR:

Mit ‚Der Tod sitzt mit im Boot‘ hat der kanadische Autor Alan Bradley den nun schon neunten Fall seiner jungen Ermittlerin Flavia de Luce vorgelegt. Tragisch geht der rote Leitfaden um die sympathische Charaktere weiter, was natürlich ein gutes Bindemittel für die Leserschaft ist. Denn neben Flavia selber machen die Romane von Bradley eben jene Nebenfiguren wie Dogger oder ihre beiden Schwestern Daffy und Feely aus. Positiv ist in dem jüngsten Werk, dass der äußerst charismatische Dogger mehr in den Fokus rückt und damit die detektivischen Arbeiten von der jungen Flavia interessanter gestaltet. Mir persönlich hat die Kulisse um den Mordfall gut gefallen, da hat sich der Autor mit der familiären Bootsfahrt schon was pfiffiges ausgedacht. Der Fall an sich ist an sich interessant, jedoch auch nicht so fesselnd wie erhofft. Dazu hatte ich irgendwie das Gefühl, dass die Geschichte um Pfarrer Whitbread, dem Vater des Opfers als bekannt hingestellt wurde und mir der Verdacht kam, dass ich wohl in den vorherigen Romanen etwas überlesen hätte. Trotzdem war dieser neunte Band kurzweilig und hat mir auch aufgrund seines vertrauten Schreibstils (dank konstantem Übersetzer-Duo Katharina Orgaß und Gerald Jung) gut gefallen. Die Flavia-De-Luce Geschichten sind tatsächlich immer wieder lesenswert. Damit kommt die Frage auf, warum diese nicht öfters erscheinen. Allerdings ist es ja bekanntlich so, dass weniger oftmals auch mehr ist. So darf man sich einfach in aller Ruhe und Geduld auf den nächsten Roman von Alan Bradley freuen!
7,8 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

29 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

"klassische fantasy":w=1

Die Gewehre von Avalon

Roger Zelazny , Thomas Schlück
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.11.2017
ISBN 9783608981285
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Entkommen aus der Gefangenschaft seines Bruders Eric versucht Lord Corvin von Amber durch die Schatten - so nennen sich die Zwischenreiche - in sein einstiges Herrschaftsgebiet Avalon zu gelangen. Doch da trifft er auf Lance, einem alten Bekannten, der verletzt an einem Baum lehnt. Körperlich arg durch seine lange Gefangenschaft verändert, ist Corwin zum Glück nicht so schnell zu erkennen, nimmt er sich den Problemen des Landes Lorraine an, welches von den dunklen Kreisen bedroht wird. Aus diesem stürmen immer wieder Armeen von Monster und seelenlosen Unmenschen. Corvin steht dem Herrscher Ganelon bei, welchen er vor einer Ewigkeit selbst aus Avalon verbannte! Schnell erkennen die beiden, dass sie nur gemeinsam gegen die tödliche Gefahr, welche von dem dunklen Kreis und seinem teufelsähnlichen Herrscher ausgeht, bestehen können, um wieder in das geliebte Avalon zurück zu gelangen. Das soll allerdings nur der Ausgangspunkt für Corwins eigentliches Ziel sein: die Eroberung des Throns von Amber!



KOMMENTAR:

Es ist schon ein paar Monate her, als ich den ersten Teil dieser Neuauflage von den ‚Chroniken von Amber‘ gelesen habe und ich muss gestehen, dass der Einstieg in Band Zwei offen gestanden nicht ganz so leicht war. Der amerikanische Autor Roger Zelazny packte nämlich dermaßen viel Material in seine Romane, dass man wirklich leicht den Überblick verlieren kann. Allerdings wurden die Geschehnisse um Corwin nach und nach wiedergegeben, dass man nach etwas mehreren Seiten wieder auf der Höhe des Geschehens ist. Auch ‚Die Gewehre von Avalon‘ hat eine flotte Abfolge an Ereignissen - immer mal wirft Zelazny etwas ein, was dem Leser (noch) kein Begriff ist, wie zum Beispiel die 'Mondreiter' - damit kann man sich gegebenenfalls überfordert fühlen. Der Autor hatte zuweilen viele Ideen, die er in diese Roman-Serie packen wollte, wobei es bisher fraglich ist, ob er auch jede Idee vollends ausschöpfte. Je mehr Seiten man hinter sich bringt, umso fesselnder wirkt der Roman dann aber auch. Besonders als der Schauplatz sich dann nach Amber verlagert. Dort packt Zelazny dann seine Schreibfähigkeiten aus, die den Leser einfach fesseln und mitnehmen. Leider ist er ansonsten in seinem Handlungsstrang etwas oberflächlich gewesen; ich finde es schon überraschend, das seine Heldenfigur Corvin in jeder Welt oder Zwischenreich Rauchware auftreibt beziehungsweise einstecken hat. Auch umgangssprachlich scheinen ja viele Welten die Redewendungen unserer Erde übernommen zu haben. Natürlich ist es bestimmt nicht so einfach, jeweils eine Sprache und neue Redewendungen wie Namen für jegliche Dinge zu erschaffen, doch dann wäre es schon angebrachter, dass zum Beispiel in einem mittelalterlichen Zwischenreich ein eher mittelalterlicher Sprachumgang eingepflegt würde. Der Autor machte es sich da ein wenig einfach, was jedoch einen Hauch von trivialen Werken anlastend wirkt. Im Ganzen gesehen hat der zweite Band 'Die Gewehre von Avalon' dasselbe Level wie sein Vorgänger mit einigen interessanten aufgeworfenen Gegebenheiten, die eine Spannung auf den nächsten Band hoch halten...
7,8 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"verzweiflung":w=1,"kalifornien":w=1,"sekte":w=1,"sinnsuche":w=1,"verloren":w=1,"psychose":w=1,"ellen":w=1,"identitätskrise":w=1,"getrieben":w=1,"theodor":w=1,"50iger jahre":w=1,"katharsis":w=1,"verständnislosigkeit":w=1,"selbstverleugnung":w=1,"perfektes leben":w=1

Stimmen der Straße

Philip K Dick , Jürgen Bürger , Kathrin Bielfeldt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Liebeskind, 23.08.2010
ISBN 9783935890724
Genre: Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der Fernseh-Verkäufer Stuart Hadley ist ziemlich verzweifelt. Sein Job samt seinem Vorgesetzten, der ehrgeizige und sparsame Ladenbesitzer Jim Fergesson sind nicht nur langweilig sondern widern Stuart an. Seine Beziehung mit seiner stark an ihm hängenden Ehefrau Ellen bringt ihm aber auch keine Zufriedenheit in seinem Leben. Trennen kann er sich aber auch nicht, da Ellen hochschwanger ist. Da lernt er über sein befreundetes Ehepaar Dave und Laura Gold die 'Gemeinschaft der Wächter' kennen. Auch wenn ihn die wortgewaltige und aggressive Marsha Frazier abstoßend vorkommt, beginnt er schnell zu begreifen, dass er über sie an Theodore Beckheim kommen kann, dem Anführer der Gemeinschaft. Allerdings ahnt Hadley nicht im geringsten, dass diese Vereinigung auch nicht das Ziel seiner Suche nach sich selbst und seinem Platz in dem Leben ist - ganz im Gegenteil!



KOMMENTAR:

Der Roman 'Stimmen der Straße' wurde im Jahre 2007 posthum veröffentlicht. Es ist das Zweitwerk des amerikanischen als Science Fiction und Fantasy Autor bekannten Schriftstellers Philip K. Dick, der im Jahre 1982 verstarb. Viele seiner folgenden Romane dienten als Vorlage für Filme und Serien. Dieses Erstlings-Werk hat jedoch überhaupt nichts fiktives oder phantastisches an sich; Dick versetzt den Leser in die Zeit der Fünfziger des amerikanischen Kalifornien und bedient sich anhand seiner Figur Stuart Hadley mit der Fragestellung nach dem Sinn des Lebens. Denn Hadley ist gewiss kein Vorzeige-Held; er ist eine frustrierte Persönlichkeit, welche ständig sich selbst hinterfragt. Interessant sind die Charaktere des 1952 geschriebenen Romans allemal, die hörige Ehefrau Ellen und die teils dominante Marsha bilden einen echten Kontrast. Leider kann man dem Roman nicht viel mehr abgewinnen; der Weg von Hadley ist irgendwie vorgezeichnet und kann nur in einem wahrhaften Chaos enden! Dazu braucht man kein Hellseher zu sein. Als Fan des amerikanischen Autors wollte ich mir das Werk aber schon mal antun und bin eigentlich nicht überrascht worden. Wäre das Buch ein echter Brenner gewesen, wäre es schon viel früher auf den Markt gebracht worden. Wer Interesse an Persönlichkeiten hat, die mit sich und ihrem Leben hadern, der wird mit 'Stimmen der Straße' ganz nett bedient - nicht mehr, nicht weniger. Die Freunde von den Fiktionen des Philip K. Dick sollten sich es stark überlegen, ob sie sich den Roman aneignen und lesen wollen - meine Meinung zumindest!
5,5 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

21 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

Asche zu Asche, Blut zu Blut

James Oswald , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.03.2015
ISBN 9783442480319
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der Christmas-Killer ist tot! Detective Inspector Anthony McLean macht sich extra auf den Weg nach Aberdeen, um an der Beerdigung von Donald Anderson teilzunehmen, nachdem der Serienmörder im Gefängnis selbst einem Gewaltakt zum Opfer fiel. So ganz fällt dem Polizisten aber nicht die Last von den Schultern, hatte er zwar selber Anderson dingfest gemacht, doch seine Freundin Kristie war eines seiner Opfer gewesen. Zu allem Übel wird neben den vielen aktuellen Fällen, in denen McLean steckt, nun eine weibliche Leiche gefunden, welche ganz nach dem Muster des Christmas-Killers getötet wurde! Ist dies die Tat eines Nachahmers, was angesichts eines sehr populären Buches über die Verbrechen von Anderson ja nicht mal so schwer wäre, oder hat McLean damals doch den falschen Mörder erwischt? Es bleibt nicht viel Zeit, diesen Fragen auf den Grund zu gehen - die Tote ist die Tochter des zwielichtigen Razor MacDougal, der McLean ziemlich unter Druck setzt ... und das nächste Opfer wird alsbald gefunden!



KOMMENTAR:

Auch den Roman 'Asche zu Asche, Blut zu Blut' hat der schottische Autor James Oswald erst online veröffentlicht, bevor sich ein Verlag seiner Werke annahm. Dies ist meiner Meinung nach auch lohnenswert; der Schreibstil ist flüssig gehalten und kommt der deutschen Übersetzung durch Sigrun Zühlke zu Gute. Allerdings muss man doch ein wenig an die Kollegen aus demselben Lande denken; stärker als der Vorgänger-Roman 'Das Mädchenopfer' lehnt sich Oswald hier an seinen Mentor Stuart MacBride und ich meine auch ein wenig die klassischen Merkmale von Ian Rankin heraus zu Lesen. Gerade ersteren hat er ja seine Figur, den Detective Constable mit selbigen Namen gewidmet und wenn ich mich nicht irre ist die in diesem Roman aus Aberdeen zu dem Team von DI Anthony McLean gestoßene DS Kirsty Ritchie von MacBride erschaffen und in seinen Romanen nach Edinburgh abgeschoben worden. Das müsste ich mal recherchieren. Die Reibereien zwischen McLean und seinen Kollegen sowie harte Diskussionen mit den Vorgesetzten - das alles ist mir gerade durch MacBrides Figur Logan McRae sehr vertraut - wenn auch dort ein paar Stufen derber; um nicht obzöner zu sagen. In diesem zweiten Roman um die Charaktere McLean geht es tiefer in seine eigene Geschichte, was einen großen Reiz der Geschichte ausmacht. Die Figuren wie Grumpy Bob oder auch die zynische Emma Baird sind dem Leser schnell wieder vertraut, der Wiedererkennungs-Faktor ist also gegeben. Die knallharte Action darf man bei diesem Roman nicht erwarten, dafür jedoch eine leichte Prise an Mystik, welche Oswald schon in seinem ersten Roman versprühte und dem Thriller weitere Würze verleiht. Schlussendlich ein guter Kriminalroman, wobei er von meiner Seite aus ein wenig hinter 'Das Mädchenopfer' einzustufen gilt, war dieser einfach eine Spur dunkler. Trotzdem bin ich auf den nächsten Band gespannt, da die gesamten Charaktere doch nun sehr vertraut sind und man gerne von ihnen liest - allen voran DI Anthony McLean...

7,7 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

60 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

"musik":w=4,"biographie":w=2,"musiker":w=2,"düsseldorf":w=2,"punk":w=2,"punkrock":w=2,"die toten hosen":w=2,"kuddel":w=2,"campino":w=2,"flingern":w=2,"abenteuer":w=1,"alkohol":w=1,"autobiographie":w=1,"außenseiter":w=1,"2014":w=1

Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm

Philipp Oehmke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 21.11.2014
ISBN 9783498073794
Genre: Biografien

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Die Toten Hosen sind eine außergewöhnliche Erscheinungsweise innerhalb der deutschen Musikszene - und darüber hinaus! Sie begannen in dieser Formation 1982, als der Punk eigentlich schon als tot galt und die Nachgeburten wie New Wave oder EBM den Markt für sich erobern wollten. Doch die deutsche Punk-Szene lebte - besonders in und um den Ratinger Hof, wo sich Campino und Kollegen nicht selten herumtrieben. Aus den mehr als chaotischen Tagen wurde die wohl größte Rockband der deutschen Musikgeschichte. Diesen mehr als wellig zu nennenden Weg mit Alkohol- und Drogenexzessen, Konflikten mit der Staatsgewalt und gesellschaftlicher Ablehnung hat der Autor und jahrelanger Freund der Band Philipp Oehmke versucht, in einem Buch zusammenzufassen. Ein Kompendium des Lebens der Toten Hosen sozusagen...



KOMMENTAR:

Ich muss zugeben: als ich mit dem Buch 'Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm' begonnen hatte und las, dass der Autor Philipp Oehmke die Band in den frühen Neunzigern kennen lernte, dachte ich mir: oha, wie soll der Gute denn fundiert die Geschichte der Band sinnig zusammen bekommen, wenn er nicht mal die gesamte Zeit miterlebt hat? Im Nachhinein kann ich nun alle Leser dieser Zeilen beruhigen: durch die Zusammenarbeit mit den Bandmitgliedern, welche seit dieser Zeit nun auch seine Freunde und Kumpels geworden sind, hat Oehmke ein sehr beeindruckendes Werk auf den Markt gebracht! Wie vorteilhaft diese enge Freundschaft war, zeigen Kapitel wie zum Beispiel über die familiäre Herkunft von Campino, Breiti, Kuddel, Andi und Trini. Diese sind sehr er- und aufklärend geschrieben und geben doch Antworten auf die Fragen um diese Band, welche doch aus echten Freunden besteht. Wie konnten sie all das erlebte über die Jahrzehnte mit Rückschlägen und Eigensinnigkeiten überstehen, ohne sich gegenseitig zu zerfleischen? Das Buch durchleuchtet also nicht nur den Werdegang der Band, wie unter anderem mit solch besonderen Abschnitten der Auftritte hinter dem einstigen 'Eisernen Vorhang' in den Achtzigern, sondern wirft auch einen tiefgründigen Blick in die Zeit davor und einen vorsichtigen Ausblick, wie und wo die Musiker sich in der Zukunft sehen. Dazu hat der Autor wirklich fundiertes Hintergrundwissen wie die damaligen Verhältnisse im 'Ratinger Hof' in die Seiten gedrückt und manche kurz oder lang auf der Bühne erschienenen Gestalten auf dem Weg der Band mehr oder minder durchleuchtet; manchmal auch schlicht offen interviewt. Der Leser bekommt somit einen sehr guten Überblick über die damaligen Verhältnisse in der Szene sowie die Sichtweisen von diversen Personen. Fesselnd beschrieben reist man so über die Seiten - und gleichfalls durch die Jahre der Bandgeschichte. Ein sehr tiefgehender und stark berührendes Kapitel ist '1000', welches sich natürlich mit dem tragischen Tod von Rieke Lax auf einem Konzert der TOTEN HOSEN beschäftigt. Es ergreift nicht nur den Leser, man merkt den Jungs in ihren Meinungen und auch Taten zu der Zeit an, wie sehr das Thema sie mitnahm und beschäftigte. 'Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm' ist nicht nur ein Buch für Fans der Band; jeder Musik-interessierte Leser bekommt mit diesem Buch einen tollen Leitfaden zur deutschen Punk-Szene der Achtziger sowie ein detailliertes Gesamtbild der Lage der Nation in dieser Zeit - und danach! Es ist bis dato die beste Biographie, welche ich über eine Musikband lesen durfte!
9,3 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(220)

458 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

"stephen king":w=12,"thriller":w=6,"usa":w=4,"mercedes":w=4,"bill hodges":w=4,"mr. mercedes":w=4,"anschlag":w=3,"krimi":w=2,"roman":w=2,"horror":w=2,"psychopath":w=2,"auto":w=2,"menschenmenge":w=2,"spannung":w=1,"spannend":w=1

Mr. Mercedes

Stephen King ,
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453419018
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Eigentlich ist der ehemalige Detective Bill Hodges raus, nachdem er vor einem halben Jahr in die wohlverdiente Rente ging! Da erhält er einen anonymen Brief, welcher augenscheinlich von dem Mercedes-Killer stammt; jene Person, die vor einem Jahr einen Mercedes S 600 in eine vor dem Arbeitsamt wartende Menschenmenge hinein raste und acht Menschenleben sowie viele Verletzte forderte. Hodges ist schnell bei der Sache, ist der Fall zum einen einer, den er leider nicht klären konnte und dies ihn schon irgendwie belastete; zum anderen bringt der alter Jagdtrieb den Mann aus seiner selbstzerstörenden Monotonie, welche sich eh schon zu oft um den Selbstmord drehte. Allerdings ist der unbekannte Mörder mehr als gut informiert - was den Detective in Rente wirklich überrascht. Wer steckt hinter diesen Provokationen und was plant der Mercedes-Killer als nächstes? Bill ist sich sicher, dass der Gejagte wieder töten will - und zwar diesmal in einem noch größeren Stil!



KOMMENTAR:

Das erste was ich nach den anfänglichen Seiten des Romans 'Mr. Mercedes' dachte, war: oh, Stephen King auf Psycho-Thriller-Pfaden! Dem ist allerdings nur bedingt so. Ganz schnell erfährt der Leser, wer der Mörder ist und der amerikanische Autor packt den Leser in das spannende Handlungs-Gefecht zwischen dem Killer und dem ehemaligen Polizisten. Dabei muss man Bill Hodges - diesen totalen Anti-Helden - wirklich gerne haben. Sehr realitätsbezogen lässt King diesen als selbst-zweifelnden Rentner erscheinen, der dem Leben gar nicht mehr soviel abgewinnen kann. Ein ungewohnter Krimi in dem klassischen Stephen-King-Stil; das ist es, was hier der Leser geboten bekommt, wenn auch in der von ihm selten benutzten gegenwärtigen Erzählung. Gleichfalls ist es wieder mal ein Kampf zwischen Gut und Böse - allerdings auf eine ganz neue Art vom Meister des Horrors, wie King ja oftmals genannt wird; geboten. Kein Dämon, kein Spuk - der Horror ist hier mal wieder in Menschengestalt vertreten - und auch diesen beschreibt King sehr nachvollziehbar aus der Sichtweise des Mercedes-Killers. Die Story-Line ist rundum perfekt und immer wieder gelingt dem Autor eine kleine oder auch größere Wendung in der Handlung, welche sich zu einem spannenden Showdown hinarbeitet. 'Mr. Mercedes' ist ein sehr gelungenes Werk, was wieder einmal aufweist, dass Stephen King alle Varianten von Romanen beherrscht - und dabei wirklich tolles abliefert! Da erfreut es den Leser umso mehr, dass der Roman der erste einer Trilogie um den Detective Bill Hodges ist - es gibt also noch einiges an Nachschlag aus der Feder des Autors!

8,4 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"roman":w=1,"england":w=1,"historischer roman":w=1,"großbritannien":w=1,"seefahrt":w=1,"napoleonische kriege":w=1

Mission im Mittelmeer

Patrick O'Brian , Andrea Kann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.10.2004
ISBN 9783548261256
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Napoleon Bonaparte ist aus dem Exil entflohen! Diese Nachricht jagt durch ganz Europa und setzt auch die englische Krone samt Royal Navy in Alarmbereitschaft. Da allerdings nicht viele Schiffe der Flotte einsatzbereit sind, wird Admiral Aubrey von seinem eigentlichen Plan, die peruanische Regierung beim Aufbau einer Seeflotte zu unterstützen, abgehalten und startet den Blockade-Dienst bei Gibraltar. Schnell ändern sich jedoch die Order; scheinbar will Napoleon mit dem Gold von nordafrikanischen Herrschern die Allierten aufhalten sowie seine Armee vergrößern und so wird die 'Surprise' ausgesandt, um in der Adria die napoleon-gesinnten Schiffe zu vernichten und den Goldtransport zu stoppen. Außerdem muss Stephen als Botschafter unbedingt mit dem Dey Omar Kontakt aufnehmen, damit die Goldreserven nicht dem französischen Widersacher in die Hände fallen. Doch dieser ist gerade im tiefsten Landesinneren auf der Jagd. Maturin bleibt nichts anderes übrig, als ihm nachzureisen, ohne zu Wissen, ob dies erfolgreich sein wird...



KOMMENTAR:

Kein Zweifel, der Hammer des Buches ist die anfangs schlichte Nachricht vom Todes der Frau Maturins! Ich dachte tatsächlich, dass ich mich wohl nun in der Reihenfolge der Serie vertan haben musste, jedoch setzen die sonstigen Handlungen tatsächlich an dem Vorgängerband 'Der gelbe Admiral' an. Es ist schon überraschend, dass diese nicht unerhebliche Tatsache von dem Autor Patrick O'Brian so sehr am Rande eingepflegt wurde, war Diana Villiers in früheren Büchern eine der zentralen Persönlichkeiten! Während man weiterlesend diese Information verdaut - wie es Stephen Maturin auf seine Art auch tut - ist der Roman ansonsten nicht mit so vielen Neuerungen oder Überraschungen gespickt. Man kann fast sagen, dass die maritimen Geschehnisse in dem Roman 'Mission im Mittelmeer' an den Rand geschoben wurden; die Reise von Jack Aubreys Freund und Vertrauten Maturin zu dem Dey von Tunesien ist im Grunde der Dreh-und Angelpunkt. Fans der Serie erfreut natürlich jede Fahrt von Aubrey auf der lieb gewonnenen 'Surprise', doch es gibt nicht gerade etwas, was man da nicht schon einmal in einer ähnlichen Art und Weise gelesen hat. So muss ich leider sagen, dass der neunzehnte Band recht flach ist - abgesehen von der schon erwähnten Neuigkeit. Die O'Brian-Freaks wird dies nicht stören, doch für den Rest wird dieser Band wohl etwas langatmig anmuten. Schade, denn wissentlich gibt es danach nur noch einen fertiggestellten Roman, bevor der Autor während den Arbeiten am 21. Band verstarb....

6,5 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sherlock Holmes' Buch der Fälle

Arthur Conan Doyle , Henning Ahrens
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.09.2019
ISBN 9783596298990
Genre: Historische Romane

Rezension:

Vorneweg:


Ich habe den Roman in der Werkausgabe des Weltbild-Verlag (ISBN 3-8289-7181-4) gelesen, welcher mittlerweile vergriffen und in der WAS LIEST DU - Datenbank leider nicht vorhanden ist. Diese sollte aber inhaltlich identisch sein mit dieser Ausgabe…

KURZBESCHREIBUNG:

Dies ist das fünfte Buch mit den letzten zwölf Kurzgeschichten um den Detektiv Sherlock Holmes, die Sir Arthur Conan Doyle im Jahre 1927 veröffentlichte und damit die Geschichte des berühmtesten Detektivs der Welt von seinem Freund nochmals weiter erzählen ließ. In einem Vorwort erklärt der britische Autor sogar, warum er diese zu Papier brachte...



'Der illustre Klient':

Sherlock Holmes behält über den Vermittler James Damery einen außergewöhnlichen Auftrag: er soll Violet, die Tochter von General de Melville, von einer Heirat mit dem Verbrecher Baron Adelbert Gruner verhindern. Diese ist jedoch vollkommen in Gruner verliebt, so das der Meisterdetektiv den direkten Kontakt mit seinem Kontrahenten sucht. Doch Gruner ist eiskalt und droht Holmes sogar unterschwellig mit dem Tode!

'Der erbleichte Soldat':

Als sich James M. Dodd nach dem Burenkrieg nach seinem verletzten Kameraden Godfrey Emsworth, erkundigen möchte, wird er nach dem zweiten Anschreiben von dessem Vater Colonel Emsworth schroff abgewiesen. Dodd lässt nicht locker und reist zu dem Gutshaus der Emsworth. In der Nacht entdeckt er ein bleiches Gesicht, welches in sein Fenster schaut und James ist sich sicher, dass es sein Kamerad Godfrey gewesen war. Doch wo steckt sein Kamerad, wenn doch seine Eltern behaupten, dass er zur Erholungszwecken auf einer Weltreise sei?

'Der Mazarin-Stein':

Vom Ministerium persönlich erhält Sherlock Holmes den Auftrag, den wertvollen 'Mazarin-Stein', welcher entwendet wurde, ohne viel Aufsehen wieder zu beschaffen. Dem Hauptverdächtigten Graf Negretto Sylvius ist der Meisterdetektiv auch schnell auf der Spur und kann bald Beweise für den Diebstahl aufweisen, jedoch weiß Holmes nicht, wo sich der Juwel befindet. Er muss dem Dieb also eine geschickte Falle stellen...

'Die drei Giebel':

Trotz einer Drohung von der berüchtigten Spencer-John-Bande macht sich Sherlock Holmes zu den drei Giebeln in Harrow Weald und erhält dort eine sehr merkwürdige Geschichte vorgesetzt:die Witwe Mary Maberley erhält von einem Makler ein verlockendes Angebot zum Kauf ihrer Immobilie, jedoch besteht sein Klient ausdrücklich darauf, nicht nur das Mobiliar mit zu kaufen, sondern nahezu jeglichen privaten Besitz der Dame! Was hat der geheimnisvolle Klient ein so starkes Interesse, dass er nicht nur Gangster sondern auch Susan, das Dienstmädchen von Mrs. Maberley für seine Zwecke einspannt?

'Der Vampir von Sussex':

Einen ganz außergewöhnlichen Fall lassen Holmes und Watson nach Sussex reisen: Robert Ferguson verdächtigt seine eigene Frau, dass sie ein Vampir sei! Nicht dass sie seinen Sohn Jack schon schlug, so wurde sie von der Hebamme dabei beobachtet, wie sie sich bei dem gemeinsamen Baby an dessen Blut labte. Die peruanische Schönheit ist zwar durch ihr feuriges Temperament bekannt, doch ansonsten war sie Ferguson eher eine sehr liebende Ehefrau. Was hat seine Frau in eine scheinbar Untote verwandelt? Der Meisterdetektiv beginnt sofort mit Verhören der Hausbewohner, um dem Rätsel auf die Schliche zu kommen...

'Die drei Garridebs':

Ein äußerst ungewöhnlicher Fall wird von dem Forscher und Sammler Nathan Garrideb an den Meisterdetektiv herangetragen: der in seinen Nachnamen vernarrte Amerikaner Alexander Hamilton Garrideb eröffnet in seinem Testament seinem bekannten Namensvetter, dem Rechtsanwalt John Garrideb, dass wenn dieser zwei weitere männliche Garridebs ausmacht, sie jeweils einen Drittel seiner Ländereien erhalten. Erwähnter John Garrideb taucht da auch schon bei Sherlock Holmes und Watson in London auf und bestätigt diese fast unglaubliche Geschichte. Holmes findet diese jedoch mehr als eigenartig und beginnt mit seinen Forschungen auf seinem Weg - und macht eine interessante Entdeckung!

'Die Thor-Brücke':

Eigentlich ist der Fall ganz eindeutig: die Frau von Neil Gibson, dem Goldkönig wird mit einem Kopfschuss tot auf der Thor-Brücke unweit des Anwesens ihres ehrgeizigen Mannes aufgefunden. Die Gouvernante Grace Dunbar wurde an dem Abend der Todesnacht in der Nähe gesehen und man fand die vermeintliche Mordwaffe in ihrem Kleiderschrank. Nun kommt aber Gibson zu Holmes, um ihn zu bitten, Ms. Dunbar vor dem Strang zu bewahren! Er sei sich sicher, dass die Betreuerin seiner Kinder unschuldig sei. Der Meisterdetektiv macht sich auf den Weg zum Anwesen, um dieses Rätsel zu lösen...

'Der Mann mit dem geduckten Gang':

Trevor Bennett, der Sektretär, Vertraute und Verlobte der Tochter von Professor Presbury bittet Sherlock Holmes um Hilfe: sein zukünftiger Schwiegervater, ein eigentlich sehr angesehener Professor scheint nach einem unangekündigten Urlaub nicht ganz schadensfrei zurückgekehrt zu sein. Neben gelegentlicher Aggression ist er nicht gut auf seinen Hund zu sprechen und wird mehr und mehr eigenbrötlerischer. Hängt diese Veränderung mit dem Kästchen zusammen, dass er aus dem Urlaub mitgebracht und nun wie den heiligen Gral aufbewahrt hat? Holmes hat hier wohl eine harte Nuss zu knacken und ahnt gar nicht, was alles noch geschieht, als er in dem Gutshaus von Presbury anreist...

'Die Löwenmähne':

Zurückgezogen lebt Holmes mittlerweile an der Küste von Sussex, als er bei einem Spaziergang Zeuge wird, wie der Physiklehrer Fitzroy McPherson aus dem Privatinstitut in der Nachbarschaft am Strand verstirbt. Sofort ist sein Spürhund-Instinkt wieder geweckt. Warum sprach McPherson zuletzt von einer Löwenmähne und hat die heimliche Verlobung mit der bildhübschen Maud Bellamy etwas mit seinem Tod zu tun?

'Die verschleierte Mieterin':

Besorgt meldet sich die Vermieterin Mrs. Merrilow bei dem Meisterdetektiv, ist ihre Mieterin Mrs. Ronder, welche wegen einer entsetzlichen Entstellung eigentlich nur verschleiert in die Öffentlichkeit geht, in einer schlechten Verfassung. Sie scheint aus irgendwelchen Gründen dahinzusiechen. Offenbar hat ihre Vergangenheit die zurücklebende Frau eingeholt, war sie einst in einem bekannten Wanderzirkus unterwegs, der wegen einer Tragödie mit Todesfolgen bekannt wurde. Waren die damaligen Geschehnisse doch nicht so aufgeklärt, wie die Menschheit gedacht? Holmes macht sich begierig daran, Licht in das Dunkel zu bringen...

'Shoscombe Old Place':

Das Gestüt von Shoscombe Old Place ist Schauplatz eines pikanten Falles von Sherlock Holmes: Robert Norberton, der Bruder der Besitzerin Lady Beatrice Falden legt in letzter Zeit eine Art an den Tag, welche auf Irrsinn scheinen lässt! Er streitet mit seiner Schwester, verbannt ihren treuen Hund außerhalb des Guts und treibt sich nachts bei der Gruft an der Kirche herum. Hat ihm das Renn-Derby, bei dem sein Pferd unbedingt gewinnen muss, damit Norberton seinen Kopf aus der Schulden-Schlinge ziehen kann, den Kopf verdreht? Gemeinsam mit Watson macht sich Holmes auf den Weg nach Shoscombe, um diese Geheimnisse aufzuklären...

'Der Farbenhändler im Ruhestand':

Ein scheinbar belangloser Fall: betrogen von seiner viel jüngeren Frau mit seinem Freund und Schachpartner Dr. Ray Ernest bittet der zurückgezogene Firmenteilhaber Josiah Amberley den Meisterdetektiv, zumindest sein gestohlenes Vermögen zurück zu holen. Beschäftigt mit anderen Tätigkeiten sendet Holmes erstmal Doktor Watson aus. Er wäre aber kein Meisterdetektiv, wenn er nicht irgendwie schon etwas Faules ahnt und dementsprechend agiert, um gemeinsam mit Watson den Fall zu klären...



KOMMENTAR:

Der Band 'Sherlock Holmes' Buch der Fälle' waren die letzten Veröffentlichungen von dem schottischen Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle mit seinem berühmten Meisterdetektiv. Viele Kritiker sahen auch in diesen Kurzgeschichten nicht die besten des Autors, jedoch muss man sagen, dass sich Conan Doyle doch um etwas Abwechslung mühte und so zwölf weitere aufregende Fälle dem Leser präsentierte. Besonders bei der Herangehensweise suchte der Schriftsteller neue Wege. So erzählt zum Beispiel Holmes selber die Geschichten 'Der erbleichte Soldat' und 'Die Löwenmähne' in einer doch etwas anderen Weise, als wie von seinem Chronisten Doktor John Watson gewohnt. Besonders letztere Novelle hat ihren eigenen Reiz, lebt der Detektiv in dieser schon zurückgezogen in Sussex und wird alsbald wieder als Detektiv aktiv. Und so widmet sich der Autor verschiedensten Themen: einen Hauch Grusel verbreitet die Story 'Der Vampir von Sussex', eine ziemlich eigenartige Suche nach einem Menschen mit ungewöhnlichen Namen findet in 'Die drei Garidebs' statt und 'Der Farbenhändler im Ruhestand' entwickelt sich von einer harmlosen Liebestragödie in einen gewaltigen Mordfall. Aber auch die Freunde des klassischen Holmes-Falles wird hier unter anderem mit 'Die verschleierte Vermieterin' einige interessante Fälle mit starkem Vergangenheits-Bezug der Charaktere angeboten. Rundum ein Buch für alle Arten von Holmes-Fans und ein echter Fingerzeig auf die Vielfältigkeit des Autors mit seiner berühmtesten Charaktere. In den letzten Jahrzehnten haben sich natürlich viele Schriftsteller teils in den phantasievollsten Geschichten dem bekanntesten Meisterdetektiv gewidmet und seit 2013 hat der englische Autor Anthony Horowitz von offizieller Seite aus - also der Erbengemeinschaft 'Conan Doyle Estate Ltd.' - den Auftrag, weitere 'originale' Sherlock Holmes Romane zu verfassen. Dabei sind lediglich die Romane von Sir Arthur die wahren Originale! Immer wieder lesenswert!
7,7 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

"zweiter weltkrieg":w=2,"alternative realität":w=2,"fantasy":w=1,"usa":w=1,"klassiker":w=1,"science fiction":w=1,"dystopie":w=1,"science-fiction":w=1,"nazi":w=1,"alternative reality":w=1

Das Orakel vom Berge

Philip K. Dick , Norbert Stöbe
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783596521326
Genre: Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Der zweite Weltkrieg wurde von den Deutschen und den Japanern gewonnen, welche sich die Vereinigten Staaten im Anschluss aufgeteilt haben. Während die Asiaten die Westküste beherrschen, ist das deutsche Reich an der Ostküste als Besatzer präsent. Nur an den Rocky Mountains entlang gibt es einige wenige freie Staaten; zusammengefasst in einer neutralen Zone. Etliche Jahre nach Kriegsende haben sich die Amerikaner mit dieser Situation mehr oder minder arrangiert, auch als es zwischen den zwei Großmächten zu Spannungen kommt, welche auf amerikanischem Boden ausgetragen werden. Menschen wie der Antiquitätenhändler Robert Childam oder der japanische Diplomat Nobusuke Tagomi versuchen so durch das 'I Ging', dem sogenannten 'Buch der Wandlungen', ihr eigenes Schicksal herauszufinden. Dies gelingt leider nur mehr oder weniger. Und dann gibt es noch ein Buch namens 'Die Plage der Heuschrecken', welches eine alternative Realität beschreibt, in dem Amerika mit den Briten den Krieg gewonnen hat. Verboten und eigentlich nur in der neutralen Zone erhältlich, ist Juliana Frink so von diesem Werk beeindruckt, dass sie unbedingt den Autoren kennen lernen möchte und sich mit ihrem neuen Freund Joe, ein eigenbrötlerischer Italiener, auf den Weg zu seiner Festung in den Bergen macht...



KOMMENTAR:

Mit dem Roman 'Das Orakel vom Berge' hat der amerikanische Autor Philip K. Dick aufgezeigt, was für überwältigende Gedankengänge und Vorstellungen doch in seinem Kopf schwebten. Er krempelt hier die Geschichte mitten im zweiten Weltkrieg dramatisch um und versetzt in dieses Geschehen seine Protagonisten. Im Detail bedeutet das einen Sieg der deutschen und japanischen Armeen, welche sich Amerika aufteilten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht wenige Landsmänner des exzentrischen Autors ein Schaudern zugeführt hat. Typischerweise sind die Protagonisten auch in diesem Roman keine Helden, sondern eher zweifelnde und suchende Figuren. Es mag gut sein, dass dies nicht wenig des Seelenlebens von Dick wiederspiegelt. Besonders die Frage nach dem eigenen Sein taucht ja nicht selten in seinen Werken auf. Sehr gut kann man es zum Beispiel an der Person Juliana Frink ausmachen, die in ihrem Leben dahintreibt, glaubt immer wieder mal, auf dem rechten Weg zu sein und steht plötzlich wieder vor einer Leere. Leider muss man dem relativ kurzen Roman dasselbe eingestehen; Dick schien sich ein wenig in der Handlung zu verzetteln und beendete 'Das Orakel vom Berge' mit mehr Fragen oder gedanklichen Anstöße, denn einem schlüssigen Ende. So bin ich etwas zwiegespalten und muss die hohe Wertung der grundsätzlichen Idee mit dem etwas unbefriedigenden Verlauf der Handlung kombinieren. Empfehlen möchte ich hierzu übrigens die Film-Serie 'The Man in the High Castle', welche den Roman sehr detail-verliebt umsetzt und die eigentliche Geschichte in alle Richtungen wohl überlegt auf derzeit schon drei Serien-Staffeln ausgebaut hat.
7,9 Sterne

  (0)
Tags:  
 
80 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.