benfis Bibliothek

54 Bücher, 39 Rezensionen

Zu benfis Profil
Filtern nach
54 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(57)

97 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

new orleans, krimi, axeman, historischer krimi, axtmörder

Höllenjazz in New Orleans

Ray Celestin , Elvira Willems
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492060868
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(43)

99 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

fantasy, intrigen, krieg, götter, high fantasy

Der Mond des Vergessens

Brian Lee Durfee , Andreas Heckmann
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.03.2018
ISBN 9783608961416
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Eigentlich hat der siebzehnjährige Nail ein angenehmes Leben: auch wenn er von dem geheimnisvollen und einsilbigen Shawcroft großgezogen wurde, kann er in dem kleinen Küstenort Galgenhafen seine Soldatenausbildung durchführen, wird bei seinen Freunden angesehen und liebt heimlich das Mädchen Ava Shay. Doch als die Insel Gul Kana, auf der sich jener Ort befindet, von dem Krieg heimgesucht wird, der seit einigen Jahren auf den Nachbars-Inseln Adin Wyte und Wyn Darre tobt und unter Führung von Aeros Raijael, dem weißen Prinzen und selbsternannter Nachkomme des gottesähnlichen Laijon von seinen Untertanen der Insel Sor Sevier ausgeführt wird, ändert sich das Leben des jungen Waisen. Dem Massaker entkommen flüchtet er mit seinen Freunden wie von seinem Ziehvater Shawcroft befohlen in den Norden, da ihm die Bluthölzler, die Mord-Garde auf den Fersen ist und es so aussieht, als wäre Nail ihre Jagd-Trophäe. Hängt dies unter anderem mit seiner Herkunft ab und von der beeindruckenden Axt sowie dem magisch wirkenden blauen Stein, welche Shawcroft für Nail versteckt hat und dieser sich der Untensilien annimmt? Viele Fragen für den erschütterten Jungen. Zeitgleich macht man sich in Amadon, der Hauptstadt und Sitz des Königshauses von Gul Kana auf den Angriff der Sor Sevierer bereit. Allerdings sieht der junge König Jovan Bronachell in diesem Angriff den prophezeiten feurigen Sündenerlass und ist einer Verteidigung der Insel gar nicht so zugetan. Ganz entgegen seiner Schwester Jondralyn, eine bildhübsche Frau, die sich auf keinen Fall von dem weißen Prinzen unterjochen lassen möchte und durch den Einfluss des Zwerges Roguemoore und dem abtrünnigen Bluthölzler Habichtholz den Lehren der Mia zuwendet, welche die Rückkehr der fünf Kriegerengel, treue Diener von Laijon, voraussagt. Und diese Lehren scheinen ehrlicher als der Glaube an Laijon, was Jondralyn mehr und mehr Ärger mit dem Großvikar Denarius und seines Quorums hervorruft. Kann sie gegen die vernichtende Einstellung ihres augenscheinlich verblendeten Bruders überhaupt noch etwas unternehmen oder können die Invasoren unter Raijael die Insel im Handstreich nehmen?



KOMMENTAR:

Der Roman 'Der Mond des Vergessens' ist der Auftakt einer fünfteiligen Reihe um die Kriegerengel des göttlichen Lajion. Diese haben neben ihrer unterschiedlichen Herkunft individuelle Waffen - der Mond des Vergessens, die mächtige Streitaxt ist eine davon. Hauptsächlich ist das mit an die neunhundert Seiten gewichtige Debüt von dem amerikanischen Autor Brian Lee Durfee die Geschichte des Jungen mit unbekannter Herkunft Nail. Und auch wenn man schon aufgrund Titel und dem informativen Anhang ahnt, dass dieser eigentlich nicht gerade zum Helden geborene und auch keinesfalls so agierende Nail scheinbar einer der Kriegerengel sein soll, gerät er doch kurzfristig in die Sklaverei und bildet damit die Basis zu den Vorhersagen der Lehren Mias, scheint uns die Geschichte etwas anderes vermitteln zu wollen. Damit kommt schon ein weiterer Aspekt des Buches in den Blickpunkt, ist der Krieg, welcher in der faszinierenden Inselwelt von Durfee tobt, doch großteils ein Kampf drei verschiedenster Glaubensrichtungen - allerdings mit gemeinsamen Wurzeln. Alleine dies sorgt in den vielen Handlungssträngen, die gerne mal ein klein wenig Unruhe beim Lesen des Machwerkes stiften und nur durch Konzentration gezähmt werden können, für vielerlei Disput und Duelle. Auch die vielen Geheimnisse und versteckten Machenschaften - scheinbar so viele, wie die Königssitz in Amadon an Geheimgängen birgt - verlangen ein hohes Level an Konzentration beim Schmökern. Doch man wird mit dem Beginn einer tollen und intriganten Geschichte belohnt, die stellenweise eine heftige Brutalität aufweist, so dass dieses Buch bestimmt nicht gerade für jüngere Leser geeignet ist. Man kann wirklich nicht behaupten, dass die Sor Sevierer zimperlich mit ihren Gegnern umgehen. Trotz allem werfen auch diese 'Bösen' faszinierende Charaktere aus, wie es die mordlustige Enna Spades zum Beispiel ist. Charaktere zu erschaffen liegt dem Autor scheinbar bestens, denn 'Der Mond des Vergessens' ist vollgepackt mit solchen. Shawcroft, Jondralyn und Tala Bronachell, die ganzen Bluthölzler sowie Nail und seine Freunde - die Liste an ausdrucksstarken Figuren ist echt lang. Der Auftakt dieser neuen Fantasy-Reihe, welche wohl trotz eines sehr offenen Endes - oder gerade deswegen - in den nächsten Jahren einiges an spannenden Lesefutter aufbieten wird, kann jedem Freund des Genres empfohlen werden, wenn auch phantastische Gestalten wie Drachen, diverse Meeresbewohner und die Zombie-Vampir-Ghoul-Mischung der Ohgule in diesem Roman eher eine Randbedeutung haben. Es kommt noch Großes von den fünf Kriegerengel auf uns zu, wie der sehr gelungene Serienstart andeutet!
8,5 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

schulcafe, pustekuchen, mogelmuffins, muffins, lustig

Schulcafé Pustekuchen

Kati Naumann , Silvia Baroncelli
Fester Einband
Erschienen bei Kosmos, 08.02.2018
ISBN 9783440154991
Genre: Kinderbuch

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Für Tilli Hupf ist die Schule prima: zum einen ist diese direkt neben dem Haus, in dem sie mit ihrem jüngeren Bruder Jacob und ihrer Mutter Vera wohnt; zum anderen leitet ihre Oma Moma das Schulcafé, in der Tilli mehr als nur aushelfen darf. Da ihre eigenwillige Großmutter auch ihre beste Freundin ist, hat diese auch schon einen Plan für die schwere Geografiearbeit bei der strengen Lehrerin Frau Habersack. In Muffins versteckt sollen die Lösungen parat liegen. Doch Frau Habersack kommt dem ganzen auf die Schliche und plötzlich ist nicht nur eine gute Note in Gefahr, sondern die gesamte Existenz des Schulcafé Pustekuchen. Kann Tilli und ihre Freundin Annika dies noch verhindern?


KOMMENTAR:

Das Buch 'Schulcafé Pustekuchen: Die Mogelmuffins' ist das Debüt in Sachen Kinderbücher für die Autorin Kati Naumann. Und vorweggenommen ist ihr dieses Debüt wirklich gelungen. Das begründet sich durch die wunderbaren Charaktere, die Jung und Alt hier durch Vorlesen, Gemeinsamlesen oder Selbstlesen kennenlernen. Neben der liebenswürdigen Tilli ist da vor allem ihre Oma Moma, welche so außergewöhnlich vollgepackt mit Frohsinn und Einfallsreichtum ist, dass jeder sich eine solche Großmutter wünscht. Kombiniert mit einem Schulcafé, was mit seinen ausgefallenen Rezepten schon beim Lesen den Mund wässerig macht, gibt es hier praktisch Lesestoff für Körper und Geist. Die Handlung ist dem Alter von acht Jahren entsprechend; die Erfahrung zeigte, dass auch ältere Kinder und vor allem deutlich jüngere die Geschichte zu schätzen wissen, stellt sie sich doch kurzweilig, spannend und immer wieder lustig dar. Das Sahnehäubchen bilden die Illustrationen von der italienischen Künstlerin Silvia Baroncelli, welche der Phantasie von Groß und Klein einen deutlichen Schubser verleiht. Insgesamt regt das Werk sogar zu weiteren Tätigkeiten an; ich glaube, dass Muffins backen direkt jedem Leser durch den Kopf schießt. Der Auftakt der Reihe, welche noch in diesem Jahr seine Fortsetzung finden soll und sogar als Hörspiel adaptiert wurde, kann man also locker als gelungen bezeichnen - 'Die Mogelmuffins' hat alles, was ein Kinderbuch haben muss; es hätte nur gerne eine längere Geschichte sein können! Trotzdem wunderbar...
9 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(154)

273 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

stephen king, todesmarsch, horror, tod, richard bachman

Todesmarsch

Stephen King , Nora Jensen
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.09.2013
ISBN 9783453436916
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

57 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fanatsyreihe, high fantasy, rabenschatten-triologie

Rabenschatten - Der Herr des Turmes

Anthony Ryan , Sara Riffel , Birgit Pfaffinger
Flexibler Einband: 861 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2017
ISBN 9783608949728
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Fünf Jahre sind vergangen, als Vaelin Al Sorna, der zugleich gefürchtete wie geachtete Krieger in seine Heimat die Königslande zurück kehrt. Kaum angekommen, wird er auch schon von einer gewissen Rena attackiert, welche die Tochter des verstorbenen Erzfürsten von Cumbrael sein soll. Vaelin nimmt diese unter dem Vorwand, ihr das Schwert ihres Vaters auszuhändigen, kurzerhand mit auf seine Reise, die ihn in die Nordlande führen soll. Währenddessen macht sich Lady Lyrna Al Nieren, die Schwester des Königs Malcius, auf den Weg , um für ihren Bruder einen Friedensvertrag mit den Lonakhim auszuhandeln. Keiner ahnt jedoch, dass die Gefahr für die gesamten Königslande von einer ganz anderen Seite droht! Frentis, ein alter Gefährte von Vaelin, welcher in der Gewalt der undurchsichtigen Volarianerin durch die Welt reist und eine Todesliste abarbeiten muss, ahnt mehr und mehr, das eine Invasion von ganz anderer Seite droht, doch er kann sich nicht der geistigen Fesseln seiner Herrin lösen und wird zu allem Übel in dem ganzen Morden eingespannt...



KOMMENTAR:

Vaelin Al Sorna ist zurück! Dieser Krieger ist der Protagonisten, der mich seit dem ersten Roman der Rabenschatten-Trilogie von Anthony Ryan mit all seinen beeindruckenden Figuren am meisten fasziniert hat. Nun ist er wieder in den Königslande, anstatt sich jedoch in Ruhe zurück ziehen zu können, drängen weitere Kriege nach seinem Handeln! Der schottische Autor hat mit 'Der Herr des Turmes' den Nachfolger des ersten Rabenschatten-Romans 'Das Lied des Blutes' vorgelegt, welcher vom Aufbau her schon recht unterschiedlich ist. Mit drei Handlungssträngen startet der Leser in ein weit über 800 Seiten starkes Abenteuer, das in allen drei Strängen sehr zart und behütet aufgezogen ist und nur langsam wächst und Formen annimmt. Dieses leicht gestreckte Vorspiel dauert so gut ein Viertel des Romans, in denen der Leser nicht so wirklich weiß, worauf die Handlungen hinzielen. Ebenso las sich das Buch besonders in diesem vorderen Bereich ein wenig ungewohnt, was wohl an dem leicht gewandelten Übersetzer-Team liegen mag. Gerade die Geschichte um Prinzessin Lyrna ist ziemlich mystisch und recht geheimnisvoll aufgebaut. Nach diesen Seiten holt Ryan jedoch mächtig aus und dreht die gewohnten Königslande doch ausufernd auf den Kopf. Mit fortschreitender Geschichte kommen die Handlungsfäden langsam zusammen und entwickeln das Puzzle, welches auffallend viele Schlachtszenen beinhaltet. Das sollte aber bei einer Invasion auch nicht allzu überraschend sein. Ein klein wenig betrübt mich, dass Vaelin im Gegensatz zum ersten Band viel weniger Raum innerhalb der Seiten zugesprochen bekam und auf diesen dazu sehr verhalten agiert. Der Gute scheint recht ruhig wie auch weise geworden zu sein; an Sympathie hat er jedoch nichts verloren. Dafür kümmert sich Ryan allerdings nun mehr um seine Rabenschatten-Welt und präsentiert dem lesenden Volk die umliegenden Ländereien und Meere etwas ausführlicher. Und dieses Universum ist schon sehr faszinierend, besonders mit den auf Sklaventum errichteten volarianische Kaiserreich. Aber auch die Bewohner der Melnendeischen Inseln wissen zu gefallen. Wohl ein interessanter wie uriger Ort, um sich niederzulassen. Insgesamt bildet dieser zweite Band eine gelungene Fortsetzung in diesem wahrhaftigen Epos einer Fantasy-Trilogie, die aufgrund ihrer sehr dosierten Mystik und vordergründig fast mittelalterlich nennenden Zustände einen eigenen Status bilden, welcher in der Zukunft einmal kultig zu nennen ist!
8,9 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

130 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

fantasy, amber, die neun prinzen von amber, die chroniken von amber, chroniken von amber

Die Chroniken von Amber - Die neun Prinzen von Amber

Roger Zelazny , Thomas Schlück
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608981278
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Ohne große Erinnerung erwacht Corwin in einem Privatkrankenhaus in New York. Schnell begreift er, dass seine Verletzungen, die wohl von einem Autounfall herrühren, gar nicht so schlimm sind wie ihm vorgegaukelt wird. Corwin, der unter dem Namen Carl Corey aufgenommen wurde, flüchtet aus der Institution. Sein einziger Anhaltspunkt ist seine Schwester Evelyn Flaumel, die ihn wohl in diese Klinik eingeliefert hat. Verwirrend wird es für ihn, als er durch Florimel, wie seine Schwester wirklich heißt, erfährt, dass er noch viele weitere Geschwister hat, allesamt Prinzen und Prinzessinnen, welche von Corey erwarten, dass er in das ominöse Amber zurückkehrt, um seinen Bruder Eric vom Thron zu stoßen. Nur langsam dämmert Corwin, dass Amber eine Stadt in einer ganz anderen Welt ist - und die Erde, wie wir sie kennen, nur in deren Schatten liegt! Doch schon alleine um seiner Erinnerung Willen macht er sich auf den abenteuerlichen Weg zu dieser unsterblichen Stadt...



KOMMENTAR:

Ich finde es ja toll, dass alte Serien, wie es 'Die Chroniken von Amber' nun mal eine ist, nochmal eine liebevoll gestaltete Neuauflage erleben. Die alten Romane, welche zwischen den Siebzigern und den Neunzigern veröffentlicht wurden, waren nur noch schwer und/oder teuer zu erhalten. Immerhin sind die Bücher von Autor Roger Zelazny, welcher leider 1995 verstarb, beginnend 1970 erstmals in der Original-Ausgabe (also der englischen Variante) auf den Markt gekommen; die erste Hochblüten-Zeit der Fantasy. Denn genau in diesem Genre sind diese Bücher zuhause. 'Die neun Prinzen von Amber' ist nun der Auftakt der Reihe, in dem der Leser mit Amber, dem Zentrum der wahren Realität, vertraut gemacht wird. Und so lernt man gemeinsam mit der Hauptcharaktere Corwin die Geheimnisse um die ewige Stadt, ihre Eigenheiten und dem gesamten Rest, was als Schatten bezeichnet wird, kennen. Auch unsere Erde ist nur einer von unzähligen Schatten-Bereichen, in der Corwins Reise beginnt. Der amerikanische Autor ging dabei stilistisch einen sehr direkten und knapp gehaltenen Weg an; sein Anliegen war mehr, die Geschichte voran zu treiben. Oftmals erinnert mich diese Art des Schreibens an die klassischen Heftromane, in denen nicht selten Detailgenauigkeiten und tiefgründige Beschreibungen oder Erklärungen beiseite geschoben wurden. Nicht falsch verstehen, ich liebe Heftromane sehr, aber diese Form in einem - wenn auch recht dünnen - Buch vorzufinden, ist schon ein wenig sonderlich. So schießt man als Leser geradezu durch die Seiten, in der mit riesigen Schlachten und voluminösen Gemetzeln nicht gespart wird. Schlussendlich ist das Schicksal des Helden die zentrale und reizvolle Storyline, das andere fast schon schmückendes Beiwerk. Trotzdem besitzt der erste Teil einen gewissen Charme (und das ist bestimmt nicht die Tatsache, dass Corwin anscheinend in allen Welten Zigaretten auftreibt), den man nicht entgehen kann und trotz einiger Oberflächlichkeiten bleibt es nur dem nächsten Band entgegen zu fiebern, um die Geschehnisse um Corwin und der Stadt Amber weiter zu verfolgen. Prima, dass der Verlag Klett-Cotta in seinem Unterbau Hobbit Presse die nächsten Romane monatlich auf den Markt bringt. Lange Wartezeiten sind somit keinerlei Thema...

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

monster, fantasy, der monstrumologe und die insel des blutes, gelesen 2017, bücherreihe

Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Rick Yancey , Axel Franken
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.05.2014
ISBN 9783404207510
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

Als der Monstrumologe Pellinore Warthrop ganz unerwartet von dem Wohnungsvermieter Wymond Kendall Besuch erhält und dieser ihm mit einer sichtlichen Angst ein Paket überreicht, ahnt noch niemand, dass diese Geschehnisse der Beginn eines der größten Abenteuer von Warthrop und seinem Assistenten Will Henry James werden soll. Denn in dem Paket befindet sich ein 'Nidus ex Magnificum', eine Art Töpferware in Nestform, welche jedoch mit 'Pwdre ser' - sogenannte Sternenfäule - behandelt wurde und alleine die Berührung absolut tödlich wirkt! Was wiederum aber beweist, dass das 'Magnificum', der unsichtbare Böse existiert! Der Monstrumologe macht sich direkt auf den Weg nach New York, um das 'Nidus' an das Monstrumarium zu übergeben und dann seine Europareise anzutreten, denn das Paket kam von niemand anderem als John Kearns, einem ziemlich rücksichtslosen Zeitgenossen. Entsetzt stellt jedoch fest, dass Warthrop nicht mit ihm, sondern einem neuen Assistenten namens Thomas Arkwright auf die Reise ging! Für Will Henry beginnt eine schwere Zeit in einem fast normal-bürgerlichen Leben. Bis eines Tages Arkwright alleine nach Amerika zurückkehrt und behauptet, dass Pellinore Warthrop tot ist! Will Henry glaubt dem kein bisschen und macht sich mit dem Monstrumologen-Präsidenten Abram von Helsung und dem etwas rücksichtslosen Monstrumologen Jacob Torrance auf den Weg nach Europa, nicht wissend, dass das gefährlichste Abenteuer jetzt beginnt!



KOMMENTAR:

Der Roman 'Der Monstrumologe und die Insel des Blutes' ist der mittlerweile dritte Band um den Assistenten Will Henry James und seinen Erlebnissen bei dem Monstrumologen. Der Autor Rick Yancey ist diesem geheimnisvollen Assistenten, deren Geschichte er aus dessen Tagebüchern erkennt erneut auf der Spur - und scheint diesmal tatsächlich auf existierende Verwandte dieses in einem Altersheim verstorbenen Menschen gefunden zu haben. Alleine diese Einführung des Schriftstellers finde ich eine wunderbare Idee, welche dieses schriftliche Erbe von Will Henry ziemlich lebhaft erscheinen lässt. Die Geschichte aus den Folianten Sieben bis Zehn streckt sich allerdings ein wenig in diesem Roman. Allerdings ist es schon interessant zu lesen, wie sich der mittlerweile dreizehnjährige Assistent in einer normalen Familie behaupten muss und wie er mit seinen Gedanken und Erfahrungen durch den Monstrumologen umgeht. Die Handlung um das 'Magnificum' ist komischerweise gleichermaßen schwammig wie detailliert. Irgendwie gar nicht fassbar. Auf keinster Weise mit ähnlichen Artefakten des selbigen Genres vergleichbar, ist doch oftmals eine Saga oder komplette Legende hinter solchen Dingen hinterlegt. Das ist in diesem Roman schon anders vom Autor angegangen worden. Am Ende muss ich sagen, dass mich am meisten das Martyrium erschreckt hat, welches Will Henry erleben muss - ganz schon harter Stoff für ein so junges Kind! All die Dinge um dieses 'Magnificum' jedoch war nicht so ganz mein Thema, wenngleich diese Sternenfäule eine interessante Sache war, die im Vorfeld des Romans mit Zeitungsausschnitten untermalt wurde. Trotz flüssigen Schreibstil und feiner Übersetzung daher von mir etwas weniger Punkte als die beiden vorherigen Romane um den Monstrumologen...

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

mond, dynastie, familie, wirtschaft, macht und intrigen

Luna

Ian McDonald , Friedrich Mader
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453317956
Genre: Science-Fiction

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Als die Menschheit den Mond besiedelt, entwickeln sich daraus schnell die fünf Drachen. Das sind die Familien, welche das Sagen auf dem neuen Lebensraum für Menschen haben. Die Familie Corta wird dabei am meisten verachtet, denn Adriana Corta, der Begründerin ihres Clans auf dem Mond, wird oft nachgesagt, sie hätte sich ihren Status auf eine unehrenhafte Art und Weise angeeignet. Trotzdem hat ihre Familie ihre Monopolsstellung erreicht und so gibt es viele Neider und heimliche Lästerer dieser Drachen mit den so unterschiedlichen Kindern von der langsam sterbenden Adriana. In diese Familie gelangt Marina Calzaghe, welche auf dem Mond gekommen ist und viel Geld verdienen will, da ihre Mutter auf Erden eine teure medizinische Versorgung benötigt. Als Bedienstete auf einer Feierlichkeit der Corta engagiert, rettet sie Adrianas Sohn Raffa bei einem Mordanschlag. Fortan ist sie von der Familie eingestellt und damit enden ihre Sorgen um die ständige Zahlung der nötigen Grundelemente auf dem Mond und natürlich die Kosten für das Wohl ihrer Mutter. Aber dadurch wird Marinas Leben nicht nur mit vielen neuen Erfahrungen bereichert, sondern auch der Lebensgefahr ausgesetzt, denn nicht wenige Mondmenschen denken sich: Tod den Corta und ihren Mitstreitern!

KOMMENTAR:
Der Roman 'Luna' aus dem Jahr 2016 konnte mich leider nicht richtig überzeugen. Ich war mit recht hohen Erwartungen an diesen Science-Fiction Roman gegangen und der Autor Ian McDonald legt eigentlich ein wunderbares Setting vor: ein bevölkerter Erdtrabant, auf dem viele technologische Aspekte, die heutzutage auf der Erde seinen Anfang finden, in der gar nicht so entfernten Zukunft umgesetzt werden. Zum Beispiel das 'Chib': eine Art Kontaktlinse, die im Verbund mit einem virtuellen Vertrauten die Plattform darstellt, über welche man Rechnungen zahlt, alle seine Daten unter Kontrolle hat sowie seine sozialen Netze verwaltet; das ist gar nicht so abwegig in der nahen Zukunft. Und dass man für wirklich alles wie auch das Atmen bezahlt - da warte ich noch drauf. Dazu das Gefüge von fünf Familien, welche über den Mond herrschen, sich aber untereinander gar nicht grün sind, ist sehr interessant. Doch McDonald macht dieses Szenario meiner Meinung nach unnötig kompliziert: er mixt eine eigene Sprache aus Englisch und den jeweiligen Herkunftssprachen der Familien und fügt ebenso noch 'Globo', ein vereinfachtes Englisch, was jedoch Maschinen sehr gut verstehen, auf dem Mond ein. Ich glaube, während der ersten hundert Seiten war ich dauernd zwischen aktueller Seite und dem Glossar am Pendeln, bevor ich es aufgab und die Ausdrücke schlicht überlesen habe. Es war schon ungewohnt genug, das der Roman im Präsens geschrieben wurde, was mir persönlich weniger zusagt. Gebündelt mit einem eigenwilligen Schreibstil des Autors fliegt man halt nicht so leicht über die Seiten. Die Geschichte des Buches ist zum großen die der aufgestiegenen Adriana Corta und das derzeitige Treiben ihrer Familie mit all ihren Verknüpfungen und Bestrebungen. Sicherlich hat McDonald sehr viele charismatische Figuren erschaffen, wobei man einige erst einmal verstehen muss. Ich frage mich immer noch, ob diese Wölfe, wie Wagner Corta einer ist, eine Art Spiegelbild der Werwölfe auf Erden darstellt. Dies sickert nicht so richtig durch. So geht es auch mit all diesen religiösen und eher im Hintergrund agierenden Gemeinschaften wie dem 'Orden der Herren des Jetzt' oder den 'Weißen Hasen'. Erwähnen sollte man auch, dass Sex in dem Roman eine wichtige Rolle spielt, da er sich um Stufen freizügiger gestaltet als auf Erden. Ich weiß, dass dies vielen Sci-Fi Lesern vor den Kopf stößt, fand es aber selber ziemlich interessant. Das sehr gewaltige wie nicht minder brutale Finale samt einem recht offenem Ende hebt die Qualität des Buches nochmals an und fixt den Leser schon auf den Fortsetzungsroman, aber unterm Strich denke ich, dass McDonald aus dem Stoff hätte viel mehr draus machen können - und weniger verwirrend. Ich glaube aber, dass meine Neugier siegen wird und ich auch den nachfolgenden Roman auch lesen werde...
7,0 von 10 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

99 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 35 Rezensionen

dresden, nachkriegszeit, russische besatzung, max heller, historischer krimi

Tausend Teufel

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423261708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Etwas über einem Jahr nach Kriegsende ist Max Heller immer noch im Polizeidienst tätig, jedoch hat der Oberkommissar nun mit den sowjetischen Herrschern anstelle zuvor den Nazis zu kämpfen. Und als die beiden russischen Offiziere Major Wadim Berinow und Oberst Vassili Cherin tot aufgefunden werden, gerät er ziemlich in die Mahlsteine von Kommandant Medvedev, dem Leiter der sowjetischen Militäradministration und Oberst Ovtscharov, dem Leiter des Ministerium für innere Angelegenheiten. Er findet bei dem zweiten Toten jedoch einen Rucksack, in dem sich ein abgetrennter Kopf verborgen hält. Heller fokussiert sich auf diesen Fund, als das Lokal von Josef Gutmann, in dem die Sowjets ein und aus gingen, mit Handgranaten und Maschinenpistolen attackiert wird. Hängen die Anschläge mit den Morden zusammen? Was für ein Zwist gibt es unter den russischen Offizieren? Der Oberkommissar hat so seine Probleme, in der mittellosen und hungernden Bevölkerung Unterstützung zu finden. Besonders die Alt-Nazis wie Frau Schlüter, die ehemalige Frau eines Druckereibetrieb-Besitzers machen es Heller nicht leicht. Da trifft er auf Fanny, einem einfältigen Mädchen, die verwahrlost und ziemlich naiv daherkommt, allerdings von Heller schon bei dem Fund des Rucksacks gesehen wurde. Gehört sie auch in dieses verwirrende Puzzle, in dem Prostitution ebenfalls eine Rolle spielt? Trotz aller Warnungen wagt sich Max tiefer in den Sumpf der Wahrheit, welcher ganz schnell tödlich sein kann!

KOMMENTAR:
Der zweite Band mit Max Heller als Ermittler spielt ebenfalls in Dresden, jedoch ist der Krieg nun vorbei und die Russen haben das Kommando übernommen. Schon nach wenigen Zeilen fühlte man sich in 'Tausend Teufel' gut aufgehoben, wenn man das erste Buch 'Der Angstmann' gelesen hatte; aber auch Neueinsteiger sollten ohne Probleme zurecht kommen! Der Autor Frank Goldammer beschreibt einen wirklich bitterkalten Winter aus dem Jahre 1947, was den Leser unwillkürlich unter die Decke kriechen lässt und bedingt durch die beschriebene Armut sowie den Notstand eigentlich beglückt zum Tee, Kaffee oder den Knabbereien greifen lassen sollte. Goldammer ist wirklich begnadet darin, die Stimmung innerhalb seiner Geschichte herüber zu bringen. Und es gelingt ihm zu Mitte des Romans sogar, diese noch zu steigern. Der eigentliche Kriminalfall neigt manchmal ein wenig beiseite zu rücken, aber auch diesen Twist beherrscht Herr Goldammer ziemlich gut. Mehr und mehr entpuppen sich die Morde, die Anschläge als ein Intrigenspiel, in dem es wahrhaftig mehr Verlierer als Gewinner gibt. Spannend und mit dosierter Action versehen schafft der Autor ein fesselndes Finale, dass den Leser erst mit dem Wort ENDE wieder einatmen lässt. In Sachen historischer Kriminalromane kann sich der Autor wirklich mit allen bekannten Größen messen, wobei ich sogar hier und da ganz leichte Züge eines Sir Arthur Conan Doyle oder einer Agatha Christie feststellen konnte. Ein nahezu gleichwertiger Krimi wie das erste Werk um die wunderbare Charaktere des Oberkommissars! Die Freude auf den nächsten Roman kann übrigens aufrecht erhalten werden; schon im kommenden Sommer gibt es den dritten Fall in der Nachkriegszeit von Dresden. Ich freue mich wirklich drauf...
8,4 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kurzgeschichten, stephen king, nachtschicht, spannung pur, thriller

Nachtschicht

Stephen King
Fester Einband
Erschienen bei Gütersloh: Lizenzausgabe für Bertelsmann Club, 01.01.1978
ISBN B009WC8GW6
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:

'Nachtschicht' ist die erste Sammlung an Kurzgeschichten des Autors Stephen King aus seiner Anfangszeit. Von den zwanzig mehr oder weniger langen Geschichten waren die meisten in diversen Magazinen veröffentlicht worden, ehe es zu dieser Zusammenfassung kam. Hier die Stories im einzelnen:

'Briefe aus Jerusalem':

In Briefform berichtet Charles Boone seinem Freund Bones Granson von seinen Erlebnissen im Jahre 1850 in 'Jerusalem's Lot', einem unheilvollen verlassenen Dorf, in dessen Nähe er ein Haus geerbt hat und in dem es ebenfalls beängstigend rumort. Die Nachforschungen mit seinem Diener Calvin McCann offenbaren grauenvolle Ereignisse aus der eigenen Geschichtshistorie der Boones und es scheint, als nehmen diese auch über die Jahre hinweg Charles ein...

'Spätschicht':

Um ein paar Extra-Kröten zu verdienen, beteiligt sich umherreisende Gelegenheitsarbeiter Hall während der freien Woche um den Unabhängigkeitstag an den Reinigungsarbeiten im Keller einer Spinnerei in Gates Falls, in der er noch recht frisch eingestellt ist. Er ahnt zwar dass es in diesem heißen Sommer eine Plackerei wird, aber wie sehr ahnt er noch nicht. Ein größeres Problem sind aber die Ratten; diese sind in dem Keller bis zu dreißig Zentimeter groß. Als es zu ersten Angriffen kommt, fordert Hall seinen Vorarbeiter Warwick auf, dagegen etwas zu unternehmen. Ob dies jedoch nicht ein verhängnisvoller Fehler ist?

'Nächtliche Brandung':

Bernie und seine Freunde leben am Strand von Anson Beach in den Tag hinein. Highlight ihres neuen Lebens sind nun absurde Dinge wie aktuell die Verbrennung des sterbenden Alvin Sackheim. Denn eigentlich sind alles des Todes geweiht, da die Super-Grippe Captain Trips die Menschheit nahezu ausgelöscht hat...

'Ich bin das Tor':

Der Astronaut Arthur erzählt seinem Freund Richard eine eigenartige Geschichte, welche aufzeigt, warum er seit seiner Mission zur Venus immerzu seine Hände verbunden hat. Was kein anderer Mensch auf Erden weiß, ist bei Arthur verankert - er ist das Tor von einer außerirdischen Existenz!

'Der Wäschemangler':

Als Officer Johnny Hunton zum Unfallort gerufen wird, bemerkt er direkt die unheimliche Aura, welche der Wäschemangler verbreitet. Und dieser tötete die Mitarbeiterin Mrs. Frawley, welche in die Maschine gezogen wurde. Eigenartigerweise reagierte keine der Sicherheitseinrichtungen. Nach weiteren Unfällen und den Geschichten seines Freundes Mark Jackson über Dämonenbeschwörung neigt der Polizist diesen Glauben zu schenken und findet dazu mehr und mehr Fakten. Allerdings fürchtet er, diese allesamt zu spät erhalten zu haben, um den Wäschemangler aufzuhalten...

'Das Schreckgespenst':

Ist Lester Billings, der sich auf die Couch des Psychiater Dr. Harper begibt, irre, oder ist an seiner unheimlichen Geschichte etwas dran, dass ein Gespenst aus dem Kleiderschrank nach und nach seine drei Kinder Denny, Shirl und Andrew umbrachte? Die Dinge sprechen irgendwie für sich...

'Graue Masse':

Als Timmy, Sohn von Richie Grenadine ziemlich erschüttert in die Kneipe 'Nachteule' kommt, ist der Besitzer Henry mit seinen Freunden geneigt zu handeln, denn Timmys Vater hat wohl schlechtes Bier getrunken und meidet nun jegliches Licht. Außerdem stinkt es im Haus wie diese graue Masse, welche in dem Bier war!

'Schlachtfeld':

Als Johnny Renshaw von seinem Auftrag zurück in sein Apartment kommt, erhält er überraschend ein Päckchen Kriegsspielzeug. Und zwar von jener Spielzeugfabrik, dessen Besitzer Hans Morris er getötet hat, denn Renshaw ist Profi-Killer. Er ahnt nicht, dass dieses Spielzeug nun nach seinem Leben trachtet...

'Lastwagen':

Mehrere Personen werden auf einer Raststätte von Lastwagen festgehalten! Sie hoffen, dass dieser Horror-Trip ein Ende nimmt, sobald den Monstern auf vier Rädern der Sprit ausgeht. Allerdings sind diese gar nicht so dumm und stellen die Eingekesselten vor die Entscheidung: betanken oder platt gemacht werden...

'Manchmal kommen sie wieder':

Jim Norman erhält endlich einen neuen Job als Lehrer an der Harold Davis High School. Dieser soll ihm helfen, endlich seine Schatten der Vergangenheit vollends abzulegen. Doch bald kommen seine Träume wieder - und dazu werden an der Schule einige neue Schüler eingestellt; die Schüler, welche vor ca. zwanzig Jahren seinen Bruder Wayne nieder stachen!

'Erdbeerfrühling':

Eine unheimliche Mordserie erschütterte das New Sharon Teacher's College, die während des sogenannten Erdbeerfrühlings 1968 geschah. Die Erinnerung ist für den Erzähler frisch, auch wenn das alles fast zehn Jahre her ist. Aber nun ist wieder ein Erdbeerfrühling und die erste Leiche wird gefunden!

'Der Mauervorsprung':

Der Tennislehrer Stan Norris verliebt sich in Marcia, welche jedoch die Frau des mächtigen Mr. Cressner ist. Dieser möchte seine Frau aber eigentlich nicht hergeben, doch bietet Norris eine Wette an. Er muss auf dem Sims um sein Penthouse im 43. Stockwerk einmal herum gehen. Schafft er es, kann er Marcia sowie 20.000 Dollar behalten, schafft er es nicht - nun das bedeutet Tod!

'Der Rasenmähermann':

Eigentlich war die Welt - und besonders sein Rasen - für Harold Parkette in Ordnung, bis eines Tages die Katze des Nachbarn unter den von seinem jungen Helfer aktiven Mäher geriet. Als im Folgejahr das Gras so hoch war, dass sich die Nachbarn schon lustig über Harold machten, ordert er einen Rasenmähermann - und ahnt nicht, was er damit für eine alles verschlingende Bestie gerufen hat!

'Quitters, Inc.':

Als Dick Morrison am Flughafen seinen alten Bekannten Jimmy McCann trifft und dieser ihn eine Adresse von NONFUMO, einer Organisation, welche helfen soll, Nichtraucher zu werden, ahnt er nicht, dass sich sein Leben radikal ändern wird; denn NONFUMO hat sehr radikale Methoden!

'Ich weiß, was du brauchst':

Erst war es nur ein scheinbar zufälliges Treffen, doch dann gelangt der unscheinbare Edward Jackson Hamner Junior immer mehr in das Leben von der Studentin Elizabeth. Denn entgegen seinem vernachlässigten Erscheinungsbild weiß er immer, was Liz gerade benötigt und ist jederzeit zur Stelle. Ein Traummann - oder eher ein Horror?

'Kinder des Mais':

Die Reise von Küste zu Küste sollte die Ehe von Vicky und Burt Robertson retten, doch als sie in das scheinbar ausgestorbene Örtchen Gatlin kommen und langsam einem ziemlich bedrohlichen Religions-Wahn erkennen, sieht es eher so aus, als müsste das Ehepaar eher ihr Leben retten...

'Die letzte Sprosse':

Larry erinnert sich an die tolle Kindheit mit seiner Schwester Katrina, in der diese sogar einmal vor dem sicheren Tod rettete. Doch den kurzen Brief, den Larry Jahre später von seiner kleinen Kitty erhält, lässt ihn daran nachhaltig zweifeln...

'Der Mann der Blumen liebte':

Blumen, so glaubt der namenlose junge Mann, sind immer eine nette Geste - zu jedem Anlass! Auch wenn der Anlass den Tod mit sich bringt!

'Einen auf den Weg':

Herb Tooklander und sein alter Kunde Booth ahnten Übles, als der Reisende Gerard Lumley halb-erfroren in die Kneipe 'Tookey's Bar' stürmt und erzählt, dass er bei dem wütenden Schneesturm vom rechten Weg abgekommen wäre und seine Frau Janey sowie seine Tochter Francie nun in dem Wagen in Jerusalem's Lot aushaarten. In jenem verfluchten Jerusalem's Lot, das zwar vor gut zwei Jahren niederbrannte, aber die Vampire dort immer noch hausen...

'Die Frau im Zimmer':

Johnny sieht den Fakten ins Auge: seine Mutter ist durch Krebs unheilbar krank - und wird trotz komplizierter Operation den Rest ihres Lebens ein Pflegefall bleiben. Soll er den drastischen Schritt gehen und ihrem Leiden ein Ende bereiten?



KOMMENTAR:

In dem Buch 'Nachtschicht' wurden im Jahre 1978 erstmalig Kurzgeschichten von dem damals mittlerweile namenhaften Schriftsteller Stephen King zusammengefasst veröffentlicht. Einige dieser Stories hatte er tatsächlich schon zuvor in diversen Zeitschriften veröffentlichen können, andere wiederum hatten noch nie das Licht der Öffentlichkeit zu Gesicht bekommen. Ebenso gemischt ist die Art der Geschichten, sei es nun klassisch angehaucht wie Briefe aus Jerusalem, eine Vorgeschichte zu Kings Werk 'Brennen muss Salem', welche ein wenig an H.P. Lovecraft erinnert und den Stil in Briefen und Tagebucheinträgen wie der Roman 'Dracula' aufweist. Oder gar Science Fiction beschlagen, wie es in Ich bin das Tor der Fall ist. Stephen King läßt das Grauen in allen alltäglichen Geschehnissen aufleben, sei es bei der Reinigung eines Kellers, wie in Spätschicht beschrieben, oder bei dem schlichten Konsum von Bier, wodurch der Horror in Graue Masse entstand. Bekanntlicherweise greift der Autor immer wieder gerne zu technischen Gerätschaften, die ein Eigenleben entwickeln. Dies ist in dieser Anthologie bei Der Wäschemangler sowie Lastwagen, bei dem sich Fahrzeuge aller Art gegen ihre Schöpfer erheben, der Fall. Beide Kurzgeschichten wurden übrigens wie viele andere auch verfilmt. Auch nicht selten arbeitet King mit klassischen Ängsten, wie zum Beispiel das Monster im Schrank, welches er in Das Schreckgespenst unterbrachte. Klar, dass ein Thema wie Krebs nicht fehlen darf. Der Autor wagt sich da sogar an die Problematik der Sterbehilfe, was in Die Frau im Zimmer nachzulesen ist. Und auch die Ursachen, wie zum Beispiel das Rauchen, werden in Quitters, Inc. in die Mangel genommen. Einige Geschichten wirken leider wie aus einem Bild herausgerissen, haben ihren Charme, aber fühlen sich nicht komplett an. Das ist besonders bei Nächtliche Brandung der Fall. Die Story ist wie ein Kapitel aus seinem großen Wälzer 'The Stand- Das letzte Gefecht' und ich fürchte, das Leser, die den Roman überhaupt nicht kennen, auch mit dieser Kurzgeschichte herzlich wenig anfangen können. Auch Der Mann, der Blumen liebte startet so irgendwie im Nichts und endet schließlich auch dort. Die wirklich starken Stücke in diesem Buch sind auf jeden Fall Kinder des Mais, welches sich mit religiösem Wahn beschäftigt - spannend und erschreckend zugleich; sowie Einen auf den Weg, was in etwa zwei Jahre nach den Geschehnissen aus 'Brennen muss Salem' spielt. Und nicht vergessen zu erwähnen sollte man Die letzte Sprosse. Hier beweist Stephen King in einer komprimierten Version, wie toll er doch erzählen kann und der Handlung dann noch ein aufwühlendes Ende verleiht. Ich glaube übrigens, dass sich manche Qualität der Geschichte auf den Übersetzer zurückverfolgen lässt; es haben an diesen zwanzig Geschichten etliche Leute gütig getan. So ist es interessant, dass die so spannende und schon erwähnte Story Kinder des Mais von niemand geringerem als Wolfgang Hohlbein übersetzt wurde - heute einer der Großen des Genres im deutschsprachigen Bereich. 'Nachtschicht' ist ein wirklich gutes Buch für alle, die mal zwischendurch eine gute Horror-Geschichte lesen möchten. Da kann man immer wieder auf dieses Werk zurückgreifen...

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

historischer roman, großbritannien, roman, napoleonische kriege, seefahrt

Der gelbe Admiral

Patrick O'Brian , Andrea Kann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.08.2004
ISBN 9783548259031
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Nachdem Stephen Maturin den Häschern entkommen und wieder in England weilt, scheint bei ihm wie auch bei seinem Freund Käpitän Jack Aubrey einige Zeit das Landleben angesagt zu sein. Doch gerade Aubreys unkonventionellen Auftritte als Parlamentsabgeordneter sind vielen ein Dorn im Auge und sein energisches Einsetzen gegen die Einhegung eines gemeinschaftlichen Stück Wald und Wiese machen ihm gerade auf höherer Ebene keine Freunde. Als er dann auf der 'Bellona' zum Blockade-Dienst vor Brest eingeteilt wird und der Flottenkapitän auch noch Lord Stranraer, der Onkel seines Gegners Kapitän Griffiths bei dem Einhegungs-Projekt ist, merkt Lucky Jack, dass er sich besser auf sein Schiff konzentrieren sollte, da er dort einfach erfolgreicher ist. Und auch bei dieser Blockade ist ihm das Seemanns-Glück hold. Allerdings ziehen von Daheim Wolken auf: seine Frau Sophia erfährt von der Affäre mit Amanda Smith und will sich nun von Jack trennen!

KOMMENTAR:
Ich muss sagen, dass in dem achtzehnten Band der Serie um Jack Aubrey und Dr. Maturin leider noch weniger maritime Handlung geboten wird als in den letzten Romanen. Und als es in dem Roman 'Der gelbe Admiral' dann endlich auf die Planken des Schiffes geht, ziehen sich die Seiten mit zwischenmenschlichen Beziehungen und dem routinierten Seemanns-Alltag. Natürlich hat Autor dies routiniert und flüssig beschrieben und es finden sich auch einige dramatische Ansätze wieder, doch das alles ist im Vergleich zu älteren Aubrey & Maturin Romanen nicht gerade viel. Die Streitereien zwischen Jack und Sophia oder die Ereignisse, wie Maturin wieder sein Vermögen zurück bekommt ist eher was für den Hardcore-Fan der Reihe. Es ist bestimmt interessant zu erfahren, wie es im 19. Jahrhundert mit Einhegungen gehandhabt wurde oder wie man in der britischen königlichen Navy zu höheren Ehren gelangen kann, allerdings ist in 'Der gelbe Admiral' wenig über Schlachten, Verfolgungsjagden oder brenzelige Kampfmanöver zu lesen. Als Fan der Serie kennt man hier zwar nun den Fortgang mit allen Charakteren - das war es aber auch schon. Nichts für reine Freunde von maritimen Duellen oder gar Neu-Interessierte...
6,6 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sherlock holmes, detektiv, diebstahl, dr john watson, baker street 221b

Seine Abschiedsvorstellung

Arthur Conan Doyle , Leslie Giger ,
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 26.11.2007
ISBN 9783458350200
Genre: Klassiker

Rezension:

Vorneweg:
Ich habe den Roman in der Werkausgabe des Weltbild-Verlag (ISBN 3-8289-7184-9) gelesen, welcher mittlerweile vergriffen und in der WAS LIEST DU - Datenbank leider nicht vorhanden ist. Diese sollte aber inhaltlich identisch sein mit dieser Ausgabe…

KURZBESCHREIBUNG:
Dies ist das vierte Buch mit acht weiteren Kurzgeschichten um den Detektiv Sherlock Holmes, die Sir Arthur Conan Doyle monatlich im Jahre 1903 und 1904 im 'The Strand Magazine' veröffentlichte und damit die Geschichte des berühmtesten Detektivs der Welt von seinem Freund weiter erzählen ließ, da die Fangemeinde auf neue Fälle wartete und der Autor diesem weiter nachkommen wollte...

'Wisteria Lodge':
Die Aufwartung von Mr. Scott Eccles und direkt im Anschluss von den Inspektoren Gregson und Baynes, welche den Erst-Eintreffenden suchen, lässt Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson in eine interessante Geschichte rutschen. Denn Mr. Eccles kam direkt von seinem Besuch bei seiner jungen Bekanntschaft eines gewissen Mr. Garcia, welcher aber sein Heim 'Wisteria Lodge' nach einer Übernachtung seines Gastes verschwunden war und zwei Meilen weiter tot aufgefunden wurde. Von seiner Dienerschaft fehlt jede Spur und warum er bei dem Besuch besonders nach einer mysteriösen Botschaft so abwesend schien, ist alles fraglich. Der Meisterdetektiv aber macht sich so seine Gedanken und holt nötige Erkundigungen ein, um bald den Mörder dingfest zu machen...

'Die Pappschachtel':
Als Sherlock Holmes von Inspektor Lestrade gebeten wird, sich mit der eigenartigen Lieferung, welche eine gewisse Miss Susan Cushing erhielt, zu befassen, ist er sich schnell sicher, dass es sich bei der Lieferung von zwei Ohren in einem Päckchen um ein Verbrechen und keinen Scherz von ehemaligen Untermietern der Miss Cushing handelt. Und der Meisterdetektiv hat auch bald eine Lösung parat...

'Der rote Kreis':
Mrs. Warren spricht bei Sherlock Holmes vor, da sie einen ungewöhnliche Untermieter einquartiert hat und sich trotz regelmäßiger Zahlung sehr eigenartig benimmt. Obwohl er gar nicht das Zimmer verlässt und alle Wünsche per kleine Notizzettel verkündet sowie auf die Tageszeitung 'Daily Gazette' beharrt, glaubt Holmes an eine eher kleinere Tragödie. Als eines Tages der Mann von Mrs. Warren bei dem Weg aus dem Haus kurzzeitig entführt wird, weiß er bald, dass die Geschehnisse eine weitaus größere Tragweite besitzen und er handelt zügig, um einen möglichen Mord zu vermeiden...

'Die Bruce-Partington-Pläne':
Mycroft Holmes, der Bruder von Sherlock, bittet diesen bei der Unterstützung eines rätselhaften Falles: der junge Mitarbeiter im Staatsdienst namens Arthur Cadogan West wird tot an den Bahngleisen nahe der Station Aldgate in London gefunden, bei ihm sieben wichtige Seiten der 'Bruce-Partington-Pläne'; einem geheimen Projekt des Königreiches zum Bau von Unterseebooten. Die drei wichtigsten Seiten fehlen indes jedoch.Schnell wird Holmes klar, dass es sich bei dem Fall um eine brisante Agenten-Angelegenheit handelt, in die jedoch der Staatsdiener West, welcher sogar am Abend vor seinem Tode seine Verlobte einfach stehen ließ, nicht passen will. Holmes muss den Tätern ein gut getarntes Lockmittel bieten, will er diesen Fall vollends aufklären!

'Der Detektiv auf dem Sterbebett':
Ganz aufgewühlt erscheint Mrs. Hudson, die Haushälterin von Sherlock Holmes, bei Doktor John Watson und berichtet, dass der berühmte Detektiv wohl im Sterben liegt. Bei seiner Ehre gepackt macht sich der Mediziner direkt auf den Weg, wird jedoch von einem zwar todkrank aussehenden Freund bekannt massiv und energisch in die Schranken gewiesen. Es bedarf einige Zeit, bis Sherlock sich tatsächlich von einem Fachkundigen helfen lassen möchte. Dies muss allerdings Culverton Smith sein, der zwar kein Arzt, aber aufgrund seiner Erfahrung als Plantagenbesitzer in Sumatra nach Holmes Meinung die effektivste Lösung ist. Oder gibt es gänzlich andere Gründe, warum Holmes dessen Hilfe benötigt und Watson sich in dieser Zeit verstecken soll?

'Das Verschwinden der Lady Frances Carfax':
Da Sherlock Holmes in London unabkömmlich zu sein scheint, sendet er seinen Freund Dr. Watson nach Lausanne, um das Verschwinden von Lady Frances Carfax aufzuklären. Die verarmte Adelige hat sich nämlich entgegen ihren Gewohnheiten nicht mehr bei ihrer ehemaligen Gouvernante Miss Susan Dobney gemeldet, worauf diese sich an den Detektiven wandte. Und aus der Stadt in Frankreich kam das letzte Lebenszeichen der Lady. Watson forscht auf seine Weise und trifft nach einer Verfolgungsjagd bis nach Baden Baden auf einen großen, wild aussehenden Mann, welcher Lady Frances schon in Lausanne bedrängt hatte. Ist er nun an den Verursacher des Verschwinden von der Lady geraten?

'Der Teufelsfuß':
Während eines Erholungsurlaubs in Cornwall, wird Sherlock Holmes vom ansässigen Pfarrer Mr. Roundhay um Unterstützung gebeten. Die beiden Brüder seines Untermieters Mortimer Tregennis wurden am Morgen in einem Zustands des Wahnsinns aufgefunden, während deren Schwester Brenda tot zwischen den beiden lachenden und lallenden Brüdern auf der Bank saß, auf der Mortimer seine Geschwister am Abend zuvor verlassen hatte! Der Detektiv schaltet direkt in den Ermittlungs-Modus, da diese Geschichte wirklich ungewöhnlich klang. Allerdings wird die Situation brenzliger, als Mortimer Tregennis ebenfalls tot aufgefunden wird! Der Meisterdetektiv ist nun gefordert...

'Seine Abschiedsvorstellung':
Der deutsche Agent Von Bork benötigt noch durch den Handlanger Mr. Altamont die aktuellen Pläne an Flaggensignalen der gegnerischen englischen Armee, um dann baldmöglichst den britischen Boden zu verlassen, da sich ein Krieg mit dem deutschen Reich anbahnt. Er ahnt jedoch nicht, dass die britische Regierung den zur Ruhe gesetzten Detektiven Sherlock Holmes wieder aktiviert hat, um den deutschen Agenten auffliegen zu lassen!

KOMMENTAR:
Schon im Vorwort erklärt Sherlocks Freund Dr. Watson, der ja fiktiv die Abenteuer von dem Detektiv der Öffentlichkeit zutrug, dass sich der großartige Detektiv in die Downs zu Studienzwecken in Philosophie und Landwirtschaft zurückgezogen hatte. Er fasste aber in diesem Buch seine letzteren Fälle zusammen. Darunter auch seine Arbeit für das Militär, wie in der titel-gebenden Geschichte 'Seine Abschiedsvorstellung' zu Lesen ist. Viele Fans und sogenannte Experten des Autors wie auch der Romanfigur selbst halten ja diese jüngeren Abenteuer als nicht so gelungen, wie seine ersteren Romane und Kurzgeschichten um den Detektiv. Da muss ich allerdings widersprechen! Es ist richtig, das besonders die ersten Geschichten 'Wisteria Logde' oder 'Die Pappschachtel' vom Handlungsverlauf her sich ein wenig wie eine Kopie von 'Eine Studie in Scharlachrot' oder 'Im Zeichen der Vier' lesen lassen, aber in den folgenden Geschichten wird es doch zunehmen spannender. 'Die Bruce-Partington-Pläne' weist doch eine interessante Kriminalgeschichte mit Agenten-Hintergrund auf; in 'Der Detektiv auf dem Sterbebett' wird einmal mehr die große Kunst von Sherlocks Maskeraden aufgezeigt und 'Der Teufelsfuß' hat gar einen gruseligen Touch. Die schon ein wenig melancholisch zu lesende Story 'Seine Abschiedsvorstellung' ist in der Tat recht ungewöhnlich, aber zeigt ein weiteres Mal, wie abwechslungsreich Sir Arthur Conan Doyle mit seiner Charaktere zu Arbeiten pflegte. Ich finde zusammenfassend diese Sammlung an Kurzgeschichten den älteren zumindest ebenbürtig und sie gehören auf alle Fälle voll in das Sherlock-Holmes-Universum integriert!
8,2 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

albtraum, alison mcgregor, berühmt, beweise, aberdeen

Knochensplitter

Stuart MacBride , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.05.2014
ISBN 9783442480739
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Detective Sergeant Logan McRae hat mal wieder die übelsten Karten: zum einen sind seit einigen Tagen Jenny und Alison McGregor, die Shooting-Stars einer Talent-Show, entführt worden und die Grampian Police stellt sich bei den Ermittlungen nicht gerade pfiffig an, da bekommt er noch eine Razzia bei einem stadtbekannten Drogendealer aufgehalst, die natürlich in die Hose geht! Shuggie Webster, der Hauptdealer entkommt und seine drogensüchtige Freundin Trisha Brown verlangt von Logan nun die sichergestellten Stoff zurück, da die 'Kreditgeber' das Geld oder ihre ausgegebene Ware zurückhaben wollen! Bis dahin wird der gesamten Familie tagtäglich übel nachgestellt. Während sich die Polizei im McGregor-Fall der Presse und den neuen Forderungen der Entführern stellen muss, macht Trisha und ihr flüchtiger Freund Shuggie das Leben von McRae immer unangenehmer. So greift er schließlich zu zwielichtigen Kontakten und nicht ganz legalen Mitteln, um diesen Problemen endlich Herr zu werden...

KOMMENTAR:
Auch der siebte Roman um den Detective Sergeant Logan McRae entführt den Leser dieses Thrillers in das nördliche Aberdeen und zu dessen Polizeieinheit, welche wirklich einen ziemlich rüden Umgang zu Tage bringt. Hier hat es der Autor Stuart McBride ein weiteres Mal auf die Spitze getrieben; alleine die Respektlosigkeit den Vorgesetzten gegenüber ist mehr als verblüffend. Wer beim Lesen von solch einer provokanten Ausdrucksweise seine Probleme hat, wird hier beim Schmökern garantiert nicht glücklich! Wenn nicht, bietet der Autor hier zwei parallel laufende Fälle, wobei die Entführung der Shooting-Stars alleine wegen dem großen Medieninteresse Vorrang hat. Allerdings ist der Fall des entflohenen Dealers gerade für die Geschichte um den Hauptprotagonisten wichtig. Die Stammleser der Reihe darf sich wieder über die bekannten Figuren wie unter anderem die sich andauernd kratzende und fluchende Roberta Steel freuen. So wartet McBride auch mit 'Knochensplitter' einen kurzweiligen Roman auf, der die Fans befriedigen sollte, allerdings nicht gerade das herausragende Werk der Reihe ist. Trotzdem möchte ich diesen Thriller empfehlen, denn die entstandenen Plots gegen Ende des Romans sowie die dazugehörige Gefühlswelt von Logan, welcher sogar noch zuvor eine kontroverse Beförderung über sich ergehen lassen darf, sind allemal überraschend und verblüffen den Leser letzten Endes doch...
7,8 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

183 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

drachen, fantasy, anthony ryan, das erwachen des feuers, krieg

Das Erwachen des Feuers

Anthony Ryan , Birgit Maria Pfaffinger , Sara Riffel
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608949742
Genre: Fantasy

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Als sich mehr und mehr herausstellt, dass das Blut von gezüchteten Drache qualitativ schlechter wird und sich freilebende Feuerspucker kaum noch als fangbar erweisen, besinnt sich das Eisenboot-Syndikat der Legende um den weißen Drachen. Mit dessen Blut sollen Blutgesegnete ihre Fähigkeiten um ein Vielfaches steigern. Das sehr rationell denkende Syndikat unter der Projektleitung von Lodima Bondersil macht dies jedoch nicht nur aus reiner Verzweiflung; der Grund ist der Fund von raren corvantinischen Artefakte, die plötzlich auftauchen und ebenso alt wie hoch-technologisch zu sein scheinen. So wird die ehemalige Akademie-Absolventin Lizanne Lethridge dazu auserwählt, sich im Inneren des Kontinents Arradsia auf der Suche nach dem Ei des weißen Drachen zu machen, eine Suche, die zuletzt mit der Wittler-Expedition scheiterte und bei der die Eisenboot-Syndikat Mitarbeiterin Ethelynne Drystone zuletzt mysteriöse Hinweise versandte und dann wie alle Expeditionsteilnehmer als verschollen galt. Um sich gegen die Agenten der verfeindeten Länder wie das corvantinische Kaiserreich zu schützen, benötigen die Eisenbootler noch einen unregistrierten Blutgesegneten. Diesen scheint Lizanne in dem freilebenden Tagedieb Claydon Torcreek gefunden zu haben. Mehr unter Zwang nimmt dieser den Auftrag an der Seite seines einflussreichen Onkels Braddon an und macht sich auf den Weg zu den Roten Sande, aus der es die letzten Informationen der Wittler-Expedition gab. Niemand ahnt bei dem aktuell aggressiven Verhalten der Drachen nicht, dass sich Arradsia im Umschwung befindet. Auch nicht Corrick Hilemore, der als frischgebackener Leutnant auf den Kreuzer 'Gute Gelegenheit' abberufen wird, um die Stadt Kerberhafen vor Piraten zu schützen. Und er ahnt nicht mal, dass das corvantinische Kaiserreich zum Krieg rüstet, um Arradsia endgültig einzunehmen!

KOMMENTAR:
Mit dem Roman 'Das Erwachen des Feuers' hat der Autor Anthony Ryan überraschend schnell nach seiner fulminanten High-Fantasy Trilogie der 'Rabenschatten' ein neues Projekt auf den Markt gebracht. Mit diesem ersten Roman aus der dreiteiligen Reihe mit dem Titel 'Dragonis Memoria' überrascht er des weiteren mit einer komplett neuen Welt. In dieser dreht es sich auf allen Kontinenten nur um eines: das Blut von Drachen. Somit wird der Leser ein weiteres Mal in eine phantastische Welt gesteckt, die jedoch kein simpler Abklatsch seiner 'Rabenschatten'-Trilogie, sondern komplett eigenständig ist. Eine an das 18. Jahrhundert erinnernde Hierarchie erwartet den Leser, welche zwar komplexe Verknüpfungen durch jede Menge geschichtliche Ereignisse aufwartet, jedoch sehr plausibel dem schmöker-freudigen Käufer näher gebracht werden. Die Ländereien wie Mandinorien oder Arradsia erinnern ein wenig an das vorletzte Jahrhundert unserer realen Welt, haben jedoch jeder seine charakteristischen Eigenschaften, wobei Arradsia wie ein unerforschtes Afrika anmutet. Den stark phantastischen Einschlag bieten natürlich die Drachen in dieser Welt, welche zwar gefürchtet, aber auch ihres sehr wertvollen Blutes wegen gejagt werden. Und die Eigenschaften, welche mit dem Lebenssaft erreicht werden, sind noch phantastischer. Hier geht es in Richtung Superhelden-Liga. Der große Clou ist allerdings, dass Ryan hier sehr viele Genre vermischt. In diesen ersten Teil hat er eine starke Prise Steam-Punk beigefügt und der Handlungsfaden um Corrick Hilemore ist ein wirklich maritimes Vergnügen. Beim Lesen von 'Das Erwachen des Feuers' findet man sich außerdem stellenweise in einem Agenten-Thriller wieder und die Reise ins Innere des Kontinents Arradsia von dem Protagonisten Claydon Torcreek erinnert stark an einen Abenteuer-Roman á la Indiana Jones. Also von Langeweile jeglicher Art kann bei diesem bunten Spektrum absolut keine Rede sein! Es ist eigentlich schon fast zuviel des Guten, besonders die Schlacht um Kerberhafen zieht sich über viele Seiten des über 700 Seiten starken Werkes. Punktabzüge gab es von mir noch, da der Prolog (wohl unbeabsichtigt) im Laufe des Romans etwas suggeriert, was jedoch nicht sein kann. Es kam mir immer der Verdacht auf, dass Clay das verschollene Kind sei, was mit seiner Mutter in den Trog mit Drachenblut sprang - unmöglich, da er kurz daraufhin als junger Mann die Szenerie betritt. Die ist allerdings ein klitzekleiner Kritikpunkt, dazu eher persönlich. Einigen Lesern mögen etliche Stellen auch etwas zu hart herüberkommen - Ryan geizt nun nicht mit dem Opfern von Charakteren und Statisten. Teilweise aber auch sehr einfühlsam; ich musste bei dem Ableben einer feinen, um Spoileralarm zu verhindern, nicht näher benannten Figur, die Tränendrüsen konzentriert zähmen, um nicht loszuflennen. 'Das Erwachen des Feuers' ist ein sehr gelungener Auftakt, der den bisherigen Werken des Autors in nichts nachsteht! Gespannt darf man dem zweiten Teil der 'Dragonis Memoria' entgegenfiebern...

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(93)

217 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

dystopie, stephen king, horror, pandemie, endzeit

The Stand - Das letzte Gefecht

Stephen King , Harro Christensen , Joachim Körber , Wolfgang Neuhaus
Flexibler Einband: 1.488 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453438187
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Es beginnt mit dem Unfall des flüchtigen Charles D. Campion samt seiner Frau und ihrem Kind, bei dem in dem kleinen Nest Arlette/Texas die komplette Tankstelle wegrasiert wurde. Nur durch die Geistesgegenwart von den ansässigen Mitbürgern konnte ein größeres Unglück verhindert werden. Das bringt den meisten jedoch nicht viel, konnte Campion nur durch einen technischem Fehler von seiner Basis in Kalifornien fliehen, nachdem sich dort bei Tests mit Viren ein dramatischer Unfall ereignet. Dieser offiziell 'Captain Trips' genannte Virus verbreitet sich leichter als eine simple Grippe und ist absolut tödlich! Das Ende der Menschheit scheint nahe, nur wenige Menschen wie zum Beispiel Stuart Redman, der bei dem Unfall an der Tankstelle zugegen war, sind gegen den Virus resistent. Nach einer Orientierungsphase machen sich die Verbliebenen auf den Weg, um sich zu sammeln, denn alle scheinen von einer alten Frau namens Abagail zu Träumen, welche die Überlebenden zu sich ruft. Aber sie träumen auch von einem schwarzen Mann, dem ebenfalls nicht wenige Menschen anziehend finden. Keiner der Überlebenden ahnt: dies ist der Beginn des Endkampfes von Gut gegen Böse!

KOMMENTAR:
'The Stand: Das letzte Gefecht' ist auch schon vor seiner Vervollständigung im Jahre 1990 das längste Werk vom 'Meister des Horrors' namens Stephen King gewesen und bis dato noch nicht an Seitenzahl und Wörtern überholt worden. Die jüngste deutsche Ausgabe hat sage und schreibe 1712 Seiten inne! Oft wird der Roman als Kings Meisterwerk genannt, auch wenn seine komplette Saga um den 'dunklen Turm' noch epischer angelegt ist. Allerdings sind dies auch summa summarum acht Bücher. Im vorliegenden Werk geht es unschwer zu erkennen um eine Endzeit-Story, bei der sich der Autor sehr akribisch um gefühlte endlos viele Charaktere kümmern scheint. Einigen entledigt er sich ziemlich schnell, anderen widmet er mehrere Seiten. Figuren wie zum Beispiel Stuart Redman, welcher praktisch von Beginn an Zeuge des Untergangs der Welt wird und sogar von den staatlichen Stellen als Versuchskaninchen herhalten muss, folgt er jedoch auf Schritt und Tritt. Oder dem Musiker Larry Underwood, welcher durch plötzlichen Ruhm vor Ausbruch der Epidemie in das altbekannte 'Sex & Drugs & Rock'n'Roll' Loch gerät und mit dem Anfang vom Ende praktisch wieder auf den rechten Weg gelangt - was jedoch angesichts der Ereignisse zu spät erscheint. Viele Kritiker des Buches sehen in dieser Ansammlung von persönlichen Schicksalen die Schwachstelle, da sie als überflüssig erscheinen und der eigentlichen Handlung nicht dienlich sind. Nun, darüber lässt sich gewiss (oder eben überhaupt nicht) streiten. Stephen King hat mit 'The Stand' auf jeden Fall erstmalig gezeigt, was für ein begnadeter Erzähler er doch ist und nicht nur banalen Horror abliefert! Diese kleinen Anekdoten über Protagonisten und wie sie mit der Epidemie und all ihren Auswirkungen umgehen sind sehr interessant, manchmal gar sarkastisch oder ironisch geschildert worden. Seine Figuren müssen sich den Fragen über Religion und Zivilisation, später auch über die Rechte des Menschen machen. Für meinen Teil fand ich die Gedankengänge zumeist unterhaltsam. Der rote Faden geht dabei übrigens nie verloren, mühelos kann man den Geschehnissen folgen. Allerdings tat ich mich mit diversen Visionen der Akteure manchmal schwer. Dieses Problem habe ich jedoch bei den meisten Büchern, welche Visionen als starken Antrieb zur Handlung nutzen. In der Gesamtübersicht beschreibt King hier nun das altbekannte Thema vom Kampf des Guten gegen das Böse, jedoch auf eine bis dato neue Art und Weise; schon alleine Randall Flagg, der in dem Roman die dunkle Seite verkörpert, ist eine ungewohnte Variante dessen. Kein Wunder, dass viele Autoren dieses Buch mittlerweile als Inspiration für ihre eigene Endzeit-Vorstellung nutzten. Ein dicker Wälzer, der den Leser einige Zeit beschäftigt und in eine düstere wie augenscheinlich hoffnungslose Endzeit unserer geliebten Erde aufhalten lässt...
93 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Triumph des Kommodore

Patrick O'Brian , Jutta Wannenmacher
Flexibler Einband: 409 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.07.2008
ISBN 9783548268989
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Nach vielen Jahren auf See gelangt Käpitän Jack Aubrey bald nach der Heimkehr zu den fast kaum noch geglaubten Lorbeeren. Er erhält ein komplettes Kommando und steigt somit in den Rang eines Kommodore auf. Die Aufgabe hat es trotz allem in sich: er soll mit der 'Bellona' und seiner Flotte an der afrikanischen Küste den Sklavenhandel unterbinden, welchen die Amerikaner und Franzosen dort durchführen. Aubrey ist jedoch ein raffinierter Stratege und glaubt trotz einiger ungeeigneter Kapitäne in seinem Kommando an den Erfolg. Für seinen Freund, dem Doktor Stephen Maturin wird die Heimkehr allerdings zu einem Desaster. Zum einen hat seine Frau Diana sich aus dem Staub gemacht, als sie - fälschlicherweise - das Gefühl bekam, dass ihre Tochter Brigid ein verblödetes Kind ist. Zum anderen wird Stephen von Sir Joseph Blaine informiert, dass es immer noch eine Lücke im Agentennetz der Engländer gibt und er nun gänzlich aufgeflogen ist. Zudem wurden sein Diener Padeen Coleman und Clarissa Oakes verraten und ihnen droht die Haft - und womöglich gar schlimmeres. Der Doktor ist zum Handeln gezwungen, um noch zu retten, was zu retten ist! Somit kommt ihm das Kommando von Jack gerade recht, ohne zu ahnen, wie gefährlich die Sklavenhändler wirklich sind...

KOMMENTAR:
In dem siebzehnten Band der Serie um Jack Aubrey und Dr. Maturin wird dem Leser einiges geboten, wobei dies gerade im ersten Drittel des Buches weniger maritim anmutet als vielmehr die privaten Belange der Hauptcharaktere betrifft. Gerade mit dem geliebten Maturin muss der Leser doch einiges in dem Buch 'Der Triumph des Kommodore' durchleben. Nach den Ereignissen an der afrikanischen Küste hat Aubrey noch einen weiteren Auftrag, der schließlich eine spannende Seeschlacht garantiert. Das sollte auch die rein maritim-orientierten Leser begeistern. Ich denke jedoch, dass die meisten Leser eher aus der Riege der Aubrey & Maturin Fans kommen - und diese werden mit diesem Werk ziemlich befriedigt. Gerade die persönlichen Schicksale der Haupt- und auch Nebenprotagonisten fesseln den Leser an den Romanen von Autor Patrick O'Brian. Und diesbezüglich wird man hier hundertprozentig bedient. O'Brian macht dabei nicht einmal vor der doch recht harmonischen Ehe von Jack und seiner Frau Sophia halt. Aber ich möchte nun wirklich nicht zuviel verraten; lest das Buch selber. Es ist ausgesprochen kurzweilig und ein wahrhaftiges Lesevergnügen; garantiert trägt die Übersetzerin Jutta Wannenmacher einen großen Anteil bei. Vielleicht ist der Roman sogar eins der besten Bücher der Serie!
8,4 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(125)

262 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

john cleaver, thriller, dan wells, mord, dämonen

Ich will dich nicht töten

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2012
ISBN 9783492273855
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Es kam, wie es der mittlerweile sechszehnjährige John Cleaver erhofft hatte: der Dämon Niemand, den er nach dem Tode von Clarke Foreman herausgefordert hatte, treibt nun in Clayton sein Unwesen! Die Opfer sind Personen der Öffentlichkeit, wie der Pastor Elijah Olson, der mit abgehakten Armen und Pfählen im Rücken vor der Kirche aufgefunden wird. Verzweifelt versucht der soziopathische Junge ein Profil des Killers zu erstellen, aber eine ungewöhnliche Selbstmord-Serie von jungen Mädchen halten John von seinen Nachforschungen ab. Da erhält er überraschend Unterstützung von Marci Jensen, einem der beliebtesten und hübschesten Mädchen seiner Schule. Da ihr Vater Sheriff Jensen immer wieder Informationen preis gibt, ist sie für John tatsächlich eine wertvolle Unterstützung. Doch wird das Mädchen, welches sogar Gefühle für den Jungen entwickelt , nicht zum Hindernis, wenn John den Dämon entlarvt hat?

KOMMENTAR:
Der Roman 'Ich will dich nicht töten' stellt den Abschlussband der 'Serienkiller-Trilogie ' von Autor Dan Wells dar, welcher mit seinem gefühlsarmen Charakter John Cleaver eine sehr eigenwillige Figur erschaffen hat. Auch in diesem Roman sind die Gedankengänge des Sechszehnjährigen sehr ungewöhnlich, man muss wirklich alle eigenen Empfindungen und Meinungen beiseite schieben, um diesen verständlich folgen zu können. Das mindert den Lesespaß jedoch nicht im geringsten, ist es einfach eine andere Art von Thrillern mit Mystery-Einfluss, die mit diesem Buch in die dritte Runde geht. Und das ist doch ein Reiz bei der Leidenschaft des Schmökerns, oder? Auf jeden Fall kann man behaupten, dass sich in diesem Roman nochmal das bisherige Erlebte von der Figur des soziopathischen Jungen getoppt wird. Durchlebt der Leser anfangs noch die Ermittlungsarbeiten von John, steigert sich mit fortlaufender Seitenzahl die Action bis hin zu einem mehr als dramatischen Finale, dass einem dem Atem raubt! Dan Wells hat wirklich ein tiefgründiges und fesselndes Werk hingelegt. Eigentlich ein würdiges Finale für diese 'Serienkiller-Reihe' - doch heute weiß man ja, dass es noch über diese Trilogie hinaus geht. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!
8,4 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

steampunk, london, frost & payne, greenlight press, pinkerton

Frost & Payne - Die Schlüsselmacherin

Luzia Pfyl
E-Buch Text: 124 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 15.09.2016
ISBN 9783958342132
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(158)

360 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

stephen king, horror, shining, doctor sleep, sekte

Doctor Sleep

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453438026
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Das bedrohliche 'Outlook Hotel' sowie der wahnsinnige Jack Torrance sind für dessen Sohn Danny Geschichte. Geblieben ist auch nach gut fünfundzwanzig Jahren der Ereignisse in den Bergen von Colorado nur noch das 'Shining'; seine Gabe, gewisse Dinge vorauszusehen. Der mittlerweile über dreißigjährige Daniel steht allerdings wie einst sein Vater nun selber vor dem Abgrund. Drogen und Alkohol haben ihn in einen tiefen Sumpf rutschen lassen; so konnte er aber immerhin sein verhasstes Shining verdrängen. Dann aber findet er seine Bestimmung: er hilft mit seinen Kräften sterbenden Menschen bei dem Weg auf die andere Seite. Und er findet die geheimnisvolle Abra Stone, welche ebenfalls das Shining besitzt - jedoch in weitaus stärkerem Maße. Dies kann ihr allerdings zum Verhängnis werden, zieht es doch die im Dunklen agierende Vereinigung des 'Wahren Knotens' auf sich; einer Gruppe von Menschen, die sich von solch begabten Kindern wie die dreizehnjährige Abra es ist, nähren, um ihre Existenz zu erhalten. Kann Daniel das Mädchen von dieser gefährlichen Sekte schützen?

KOMMENTAR:
Der Roman 'Doctor Sleep' ist die Fortsetzung des sehr bekannten Werkes 'Shining' von dem Autor Stephen King, denn dieser Doctor Sleep ist niemand anderes als Danny Torrance, der in 'Shining' als fünfjähriger in einem eingeschneiten Hotel zusammen mit seiner Mutter seinen Vater fürchten musste. Das war es grob gesagt aber auch mit den Zusammenhängen; wer hier einen weiteren Psycho-Thriller mit einer Dichte und der nervlichen Anspannung wie in 'Shining' rechnet, der wird mit diesem Roman enttäuscht! Ich denke aber, dass es auch gut so ist, denn mit dem Versuch, einem nachgestellten Shining-Werk daher zu kommen, wäre King wohl auf die Nase gefallen. Diese Geschichte ähnelt mehr dem klassischen Kampf von Gut gegen Böse und ist king-tyisch wieder einmal mit einem Kind in der Hauptrolle. Ebenfalls gewohnt behutsam baut der Autor seinen Handlungsbogen auf, was den Leser sehr tief in die Gedankenwelten der jeweiligen Charakteren eintauchen lässt. So nimmt der Roman mit fortlaufender Seitenzahl mehr und mehr an Fahrt auf, ohne dass man in die Gefahr gerät, den Überblick zu verlieren. Ein spannendes Finale an einem aus dem Vorgängerband wohlbekannten Ort rundet schließlich einen sehr lesenswerten Mystery-Thriller ab, der in sich gesehen wirklich sehr reizvoll ist - allerdings viel mehr für sich gesehen werden sollte, als man als Leser anfänglich mit dem Aufhänger 'Fortsetzung' suggeriert bekommt. Also: den Kopf freimachen und unvoreingenommen den Roman 'Doctor Sleep' lesen - dann lohnt es sich!
7,9 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

85 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

england, krimi, alan bradley, bücher, chemie

Flavia de Luce - Mord ist nicht das letzte Wort

Alan Bradley
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 25.04.2017
ISBN 9783641203627
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Kaum ist Flavia de Luce aus dem fernen Kanada zurück gekehrt, stolpert sie bei einem Botengang für ihre Freundin Mrs. Cynthia Richardson über die nächste Leiche. Der zurückgezogen lebende Mr. Sambridge wurde an seiner eigenen Schlafzimmertür kopfüber aufgeknüpft. Flavia fängt direkt Feuer und ermittelt in diesem Mordfall. Zeit dazu hat sie reichlich, ist in dem Herrenhaus Buckshaw, dem Sitz der de Luces, seit Beginn des Krankenhausaufenthalts ihres Vaters Colonel Haviland de Luce die Ordnung etwas auf dem Kopf gestellt. Dazu ist während Flavias Aufenthalt in Nordamerika ihre Kusine Undine ebenfalls in das Haus eingezogen. Die junge Chemie-Fanatikerin folgt bald der Spur eines Kinderbuches, welches sie im Haus des Toten findet, jedoch mit einer Widmung an ein ihr bekanntes Mädchen namens Carla. Welche Verbindung gab es dort, dass die Hobbydetektivin das Buch bei dem Tischler findet? Außerdem stellt sie sich die Frage, wer genau in dem Haus gegenüber dem des augenscheinlichen Mordopfers wohnt, denn angeblich sei Lilian Trench eine wahrhaftige Hexe. Ein abenteuerlicher Fall für Flavia de Luce ...

KOMMENTAR:
Der Autor Alan Bradley kann mit dem Roman 'Mord ist nicht das letzte Wort' auf den mittlerweile achten Roman um seine Hauptcharaktere, der nun zwölfjährigen Flavia de Luce, schauen. Und diese ist nach ihrem Lebensabschnitt in Kanada doch sichtlich forscher wie ebenso reifer geworden. So etwas erfreut natürlich den Leser, denn dieser natürliche Prozess ist allen vertraut und lässt einen noch näher an das Geschehen rücken. Ihre Fahrten in das ferne London sind hier gute Beispiele. Auch der Einzug von Flavias Kusine nach Buckshaw birgt neuen Zündstoff in Sachen Beziehungs-Dramatik und kann in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Der Handlungsstrang des eigentlichen Mordfalles ist ebenso interessant, wenn man allerdings auch sagen muss, dass die junge Hobbydetektivin schon kniffligere Fälle knacken musste. Es ist jedoch immer wieder faszinierend, wie sich Flavia anhand ihrer Chemie-Kenntnisse der Lösung Stück für Stück näher hangelt. Das Finale bezüglich des Mordes ist dann gar nicht so spektakulär, dafür ist Flavias privater Handlungsstrang am Ende umso dramatischer und tiefgründiger. Da fällt es schwer, die eine oder andere Träne zu verdrücken! 'Mord ist nicht das letzte Wort' ist somit ein weiterer toller Roman aus der Serie um Flavia de Luce, welcher sich zwar nicht mit den besten Stories der Reihe messen kann, allerdings jede Menge kurzweiligen Lesespaß verbreitet. Es wird hoffentlich noch einige weitere Romane mit dem aufgeweckten und eigenwilligen Mädchen geben. Über die Neugestaltung des Covers möchte ich nur zwei Worte sagen: Ziel verfehlt! Auch wenn es neutral gesehen nicht schlecht ausschaut, hat der Verlag damit jede Menge Sammler verschrocken, denn es passt nicht in die bisherige Gestaltung und sieht gegenüber dieser alten dann doch schlechter aus...
8 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

historischer roman, großbritannien, roman, napoleonische kriege, seefahrt

Gefährliche See vor Kap Horn

Patrick O'Brian , Andrea Kann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.01.2004
ISBN 9783548257747
Genre: Historische Romane

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Kaum hat Kapitän Jack Aubrey gemeinsam mit seinem Freund Stephen Maturin den Auftrag auf der Insel Moahu erledigt, hatzen sie weiter in Richtung Südamerika, um dort die Länder Peru und Chile auf die britische Seite und weg von Spanien zu bringen. Da kommt ihnen aber die amerikanische Fregatte 'Franklin' in die Quere, welche von Moahu geflüchtet war. Diesmal entkommt der Gegner Aubrey und seiner Crew nicht. Allerdings wird bei dem Gefecht und dem Ausbruch eines Vulkans dessen Kapitän getötet und ein gewisser Jean Dutroud stellt sich als Besitzer der Fregatte vor. Jedoch ist von diesem in keinerlei Papieren etwas vermerkt. Maturin glaubt diesen Franzosen zu kennen und fürchtet durch ihn seine Mission in Südamerika gefährdet; ist Dutroud doch sehr wortgewandt und bindet so schnell ein Gefolge um sich. Da taucht mit der 'Alastor' der nächste Freibeuter auf und Aubrey riecht die nächste Prise. Allerdings ahnt der Kapitän nicht, dass auch er verwundbar ist und erlebt in dem Gefecht eine böse Überraschung!

KOMMENTAR:
Der sechzehnte Band der Serie um Jack Aubrey und Dr. Maturin beginnt überraschend furios mit einer Verfolgungsjagd. Das fesselt natürlich jeden maritim-begeisterten Leser direkt. Auch auf den folgenden Seiten, schafft es der Autor Patrick O'Brian mit seinen weiteren Erzählungen von den Freunden Aubrey und Maturin zu begeistern. Das Buch wandelt sich mit Maturins Ankunft in Südamerika viele Seiten lang einem Abenteuer-Roman innerhalb der Anden. Wem solche Geschichten gefallen, der ist hier ziemlich gut aufgehoben und kann sich einiges über die Ureinwohner des Landes belesen. Reine Freunde der Schifffahrt des 19. Jahrhunderts kann dieses Szenario etwas zäh vorkommen. Kenner der Serie wissen jedoch, dass O'Brian gerade in den Vorgänger-Romanen seine Geschichten ähnlich aufsplittete und der Serie somit eine weitere besondere Note verliehen hatte. Maritime Spannung kommt allerdings in den letzten Abschnitten nochmals auf, als Aubrey auf seiner geliebten 'Surprise' auf die nächste Prisen-Jagd geht, die ihm jedoch fast zum Verhängnis wird. Auch ein Held muss mal einstecken können. 'Gefährliche See um Kap Hoorn' ist somit ein mittelmäßiger Roman mit Stärken und Schwächen. Für die Fans von O'Brians Serie ein Muss, ansonsten doch eher ein maritimer Abenteuer-Roman für Leseratten mit großer Neugierde...
7,2 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, mord, london, sherlock holmes, moriarty

Das Tal der Angst

Arthur Conan Doyle , Hans Wolf (Übers.)
Flexibler Einband: 259 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 26.11.2007
ISBN 9783458350163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(397)

838 Bibliotheken, 18 Leser, 4 Gruppen, 41 Rezensionen

horror, hotel, stephen king, thriller, shining

Shining

Stephen King
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 30.04.1985
ISBN 9783404130085
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Jack Torrance steht am Abgrund: seine Ehe mit Wendy ist eigentlich schon gescheitert, das Verlangen nach Alkohol wird seit der Abstinenz mit jedem Tag größer und seinen Job als Lehrer musste er wegen einer Tätigkeit an einem Schüler aufgeben. Die letzte Chance für sein Leben sieht er in dem Job, dem ihm sein Kumpel Al Shockley vermittelt: er soll in dem abgelegenen 'Overlook Hotel' in Colorado über die Winterzeit den Hausmeistertätigkeiten nachgehen. Das bedeutet einige Monate ganz alleine mit seiner Frau und seinem Sohn Danny. Sein Sohn - ein merkwürdiger fünfjähriger Junge, der über die Gabe verfügt, Dinge vorauszusehen ist eine weitere Herausforderung. Und dann ist da noch das Hotel selber - ein dunkler Ort, der nicht nur das Böse anzuziehen scheint, sondern die Menschen an sich noch sehr negativ beeinflusst. Eine Krisensituation scheint vorprogrammiert, auch wenn es Jack einfach nicht wahrhaben will...

KOMMENTAR:
Als ich 'Shining' vor Jahrzehnten das erste Mal gelesen habe, gefiel mir dieses dritte Werk von Stephen King aus dem Jahre 1977 gar nicht so gut. Es lag einfach daran, dass ich mit der Problematik, mit welcher sich King in diesem Buch auseinander setzt, persönlich weniger anfangen konnte. Es war einfach nicht so meins, auch wenn der Roman, der gut und gerne als Psycho-Thriller betitelt werden darf, interessant geschrieben und flüssig zu lesen ist. Doch damals konnte ich mit der Kombination von einer zwiespältigen Persönlichkeit und diesem eher wage umschriebenen 'Shining' nicht so viel anfangen. Heute jedoch wirkt diese Mischung, welche sich im Laufe des Romans als hochexplosiv entwickelt, schon ziemlich ansprechender. Es mag noch immer nicht zu meinen Lieblings-Thematiken zählen, jedoch zeigt sich gerade in diesem Roman erstmalig, was den Autor in den Folgejahren so ausmachte. Dieses tiefe Eintauchen in Details - und seien sie noch so nebensächlich - wurde in diesem Roman von King erstmalig regelrecht ausgelebt. Gerade mit dem geistigen Zustand von Jack Torrance und dessen Gründen konnte sich der amerikanische Schriftsteller so richtig austoben. Für diesen Erfolg zeichnet sich bestimmt auch seine eigene Erfahrung mit dem Missbrauch von Alkohol aus, die King ja beinahe schon ins Grab gebracht hätte - oder zumindest in die Gosse. Das Pendel schlug jedoch um und so nutzte er dies zu einem wirklich tiefgründigen Roman. Manche mögen diese detaillierten Gedankengänge und Erinnerungen von dem schon ziemlich herunter gekommenen Familienvater etwas langatmig erscheinen; jedoch begründen diese sehr authentisch das Seelenleben des Mannes in dem Hotel. Apropos: das 'Overlook Hotel' selber mit seiner dunklen Vergangenheit stellt für mich den Grusel-Faktor in diesem Roman dar. Für mich ist 'Shining' zwar immer noch kein Highlight aus dem Schaffenswerk des 'Meister des Horrors', jedoch ein überzeugender Roman zu begründetem Wahnsinn!
8 Sterne

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

kinderbuch, sinclair, schottland, geister, sabine städing

Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger

Sabine Städing
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Baumhaus , 16.03.2017
ISBN 9783833904677
Genre: Kinderbuch

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Der zwölfjährige Johnny Sinclair hat einen großen Traum: er möchte Geisterjäger werden; genauso wie sein Namensvetter und Vorbild John Sinclair aus dem fernen London. Und dessen Unterstützung könnte er auf Greyman Castle, dem Sitz seiner Familie, gut gebrauchen. Denn Johnny begegnet hier oftmals Geister, wie zum Beispiel den wild rumorenden Urahnen Malcolm Sinclair, der bald jede Nacht mit seinem Schwert randaliert. Sein Kindermädchen Cécile ist zwar eine Voodoo-Priesterin aus dem fernen Haiti, doch kann ihm auch nicht wirklich bei seinen Sorgen helfen. Als er eines Tages allerdings auf dem Heimweg einen sprechenden Totenschädel findet, der auf den Namen Erasmus von Rothenburg hört, wendet sich das Blatt und Johnnys Karriere kann dank der Unterstützung des Knochenkopfes durchstarten. Allerdings ahnt er nicht, dass es bei der Geisterjagd jede Menge zu beachten gibt, will man nicht selber der Gejagte werden!

KOMMENTAR:
Mit dem Band 2000 der Heftroman-Serie 'John Sinclair' wurden so einige Projekte rund um die Serie gestartet. Es gab sogar einen Heftroman-Ableger, die Sub-Serie mit dem Namen 'Dark Land'. Außerdem entschloss sich der Bastei-Verlag, in seiner Jugendabteilung 'Baumhaus' eine Serie um einen jungen Geisterjäger zu starten, welche auf die Zielgruppe der 10-13 Jährigen Leser zielen soll. Und zack - kam 'Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger' auf den Markt. Es ist allerdings nicht wie befürchtet einfach eine Serie um die Abenteuer eines jugendlichen John Sinclair. Nein, die Autorin Sabine Städing konnte ein komplett eigenes Projekt hochziehen und erschuf den zwölfjährigen Spross von vielbeschäftigten Eltern, der auf dem Gutsitz Greyman Castle im abgelegenen Schottland nahe des kleinen Örtchens Blacktooth die meiste Zeit auf sich gestellt ist. Naja, neben seinem Kindermädchen Cécile, einer echten Voodoo-Priesterin, und der Haushälterin Mrs Adams, die sich zumeist auch auf dem Anwesen aufhalten. Mit einem lockeren und frischen Schreibstil bringt uns so die Schriftstellerin die Welt des aufstrebenden Geisterjägers wieder, der auf seinem Weg zur professionellen Geisterbekämpfung allerlei altersgerechte Abenteuer erleben muss. Dabei überzieht Frau Städing niemals und entwaffnet brenzlige Situationen gerne mit witzigem Charme. Dazu ist für Johnny jede Menge Kombinationsvermögen gefragt, was den Leser gespannt an den Seiten fesselt. Auch bei der Bewaffnung achtete die Autorin auf recht verträgliche Alternativen und zieht kein Kriegsarsenal herbei. Da die Handlung bis zum fesselnden Finale wunderbar abgerundet wurde, kann man nur sagen, das 'Johnny Sinclair - Beruf:Geisterjäger' ein wunderbarer Gruselroman nicht nur für die angepeilte Zielgruppe geworden ist, dem nun jede Menge Leser zu wünschen bleibt, damit weitere Abenteuer mit dem jungen Sprössling des Sinclair-Clans erscheinen werden...
8,1 Sterne

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

flavia de luce, krimi, alan bradley, kurzgeschichte, england

Flavia de Luce - Das Geheimnis des kupferroten Toten

Alan Bradley
E-Buch Text
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 13.03.2017
ISBN 9783641189068
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

KURZBESCHREIBUNG:
Als an einem Sonntagmorgen die junge Hobby-Chemikerin Flavia de Luce einen mysteriösen Brief erhält, in dem von einem Mord geredet wird, macht sie sich sofort auf den Weg zur Greyminster-Schule. Dort triffst sie den Verfasser des Schreibens, den Studenten Plaxton, der ihr eine höchst sonderbare Leiche zeigt: der Hausmeister Mr. Denning liegt tot in einer Badewanne und sein Körper ist komplett mit einer Kupferschicht überzogen! Flavia beginnt direkt mit ihren Ermittlungen und stellt dabei schnell fest, dass die meisten Studenten des Wohnheims als Täter in Frage kommen! Doch wer von diesen war es?

KOMMENTAR:
Die Kurzgeschichte 'Das Geheimnis des kupferroten Toten' erschien im Original vor dem siebten Band der Serie um Flavia de Luce. Nun ist vor dem achten Werk des Autors Alan Bradley um die junge Flavia diese Kurzgeschichte von den bekannten Übersetzern Katharina Orgaß und Gerald Jung ins Deutsche transferiert worden und der Verlag bietet sie als kostenlose Single-eBook Variante an. Ein Appetithappen zum anstehenden Roman sozusagen. Da ich die Geschichte zwar schon in der Originalversion gelesen hatte, wollte ich sie mir jedoch nochmal antun und ich war erfreut, dass ich die Handlung aus der englischen Variante genauso in Erinnerung hatte. Klappt doch mit der Sprache... Die Handlung ist knackig und spannend gehalten, eine echte Flavia-Story in Minimalausgabe. Für Leser, denen die kleine aber feine Welt der Hobby-Chemikerin und Amateur-Detektivin nicht vertraut ist, sei gesagt, dass sie die Story bedenkenlos herunterladen können; die Kurzgeschichte steht komplett ohne nötigem Hintergrundwissen für sich. Die Geschichte um den mysteriösen Todesfall mit einer kupferroten Leiche hebt wirklich die Vorfreude auf das kommende Buch an; ich bin jetzt schon gespannt, wie sich Flavias Heimkehr aus Kanada gestaltet. Ein Dank an den Verlag für dieses tolle Lese-Bonbon!
7,9 Sterne

  (1)
Tags:  
 
54 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks