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2 Bücher, 1 Rezension

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zukunft, dystopie, gegenwart, korea, roman

Der Wolkenatlas

David Mitchell , Volker Oldenburg , ,
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2007
ISBN 9783499240362
Genre: Romane

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satire, hitler, berlin, humor, adolf hitler

Er ist wieder da

Timur Vermes
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.09.2012
ISBN 9783847905172
Genre: Romane

Rezension:

Er ist (hoffentlich nicht) wieder da

Dieser Eintrag stammt von Bernd Wiese Am 4.2.2013 @ 11:06 In Rezension, Allgemeines | Keine Kommentare

Er ist wieder da von Timur Vermes
Eichborn Verlag, 2012

Er ist wieder da. Adolf Hitler. 66 Jahre nach seinen unrühmlichen Abgang erwacht er auf einem Abrissgelände inmitten von Berlin.
Erstaunlich schnell erfasst er, dass er einem Zeitreisephänomen unterlegen sein muss.
Zunächst halten ihn alle für einen Schauspieler oder Kleindarsteller. So auch der Kioskbesitzer, der ihn in seinem Geschäft hausen lässt.
Als vermeintlicher Comedian erhält er einen Vertrag für eine Teilnahme an einer Fernsehsendung.
Inzwischen hat er sich durch Lektüre der im Kiosk befindlichen Zeitschriften und später mittels einer „großartigen Erfindung“ wie das Internet über die gegenwärtige age in Deutschland informiert und im Gedanken plante er schon wieder den Neuaufstieg, ja selbst Kriegspläne entstehen schon wieder in seinem Kopf.
Der Auftritt als vermeintlicher „Comedian“ schlägt ein wie eine Bombe, obwohl er eigentlich nur wieder sein mehr oder weniger bekanntes Programm aus „Mein Kampf“ wiederholt. Nur diesmal angepasst auf die gegenwärtige Situation. Aber man betrachtet seinen Auftritt weiterhin als Satire und das bringt ihm sogar den „Grimme“-Preis ein. Die Parteien reißen sich um ihn. Nur, und das ist das Kuriose, die Neonazis lehnen ihn ab und das beruht sogar auf Gegenseitigkeit.
Dabei ist er von der Richtigkeit seines bisher gegangenen Weges total überzeugt und ein Unrechtsbewusstsein in Hinblick auf dem Krieg und auf die Vernichtung der Juden geht im völlig ab. Er sieht beides als eine gesetz- und rechtmäßige Notwendigkeit an.
Der Ich-Erzähler Hitler ist so angelegt, dass man im Kopf versucht ist, den schnarrenden Tonfall, den man aus den alten Wochenschauen kennt, bei seinen Erklärungen der Situation nachzuahmen.
Diese Persiflage, so die Verlagseinschätzung, ist teils komisch aber andererseits bleibt einem auch das Lachen im Halse stecken. Und man fragt sich am Ende, das offen bleibt, ob sich aus dem vermeintlichen Satire-Programm nicht doch wieder eine Bewegung erheben wird. Denn das Argument „es war nicht alles schlecht“ hört man ja auch in der realen Welt zur Genüge.

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http://s292266560.online.de/2013/02/04/er-ist-hoffentlich-nicht-wieder-da/

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Tags: faschismus, hitler, satire   (3)
 
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