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thriller, wölfe, schweden, wolf, drogen

Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 05.08.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zack Herry ist ein Ermittler in einer Sondereinheit. Doch nicht so, wie man sich einen klassischen Ermittler vorstellt. Nämlich rechtschaffen, vorbildlich, teamfähig. Zack hat auch dunkle Seiten, Seiten, von denen seine Kollegen und seine Frauen nichts ahnen. So treibt er sich nachts in wilden Clubs rum und konsumiert Drogen, auch während der Arbeitszeit. Von Treue hält er nicht viel. Genauso jagt er auch in wichtigen Situationen seine Verbrecher ganz gern allein und bremst seine Kollegen (Deniz) aus. Hinter Verdächtigen jagt er hinterher und dadurch kommen sie zu Tode. So, wie sich auch ein Wolf verhält. Insofern ist der Titel: "Die Fährte des Wolfes" und das Cover absolut passend.
Als er eines morgens wieder müde von einer durchgemachten Nacht in seine Einheit kommt, erfährt er von dem brutalen Mord an 4 ausländischen Frauen. So wie die Opfer zugerichtet sind, muss es sich um einen total kranken Psychopaten handeln. Die Opfer haben in einem Massagesalon gearbeitet, in denen auch andere Dienstleistungen angeboten wurden. Zack nimmt die Spur auf und stößt auf brutale Menschenhändler, die ein menschenfressendes Wolfsrudel halten, und korrupte Prominente. Doch er ist nicht allein. Integre Kollegen stehen ihm zur Seite. Allen voran Deniz, die Not und Unterdrückung auch in ihrem Heimatland kennengelernt hat.

Mir hat an diesem Thriller besonders die widersprüchliche Figur Zack gefallen. Auf der einen Seite, ist er ein glänzender Ermittler. Mutig, clever und erfolgreich. Auf der anderen Seite ist er nicht teamfähig, konsumiert Drogen auch während er im Dienst ist. Hält Beziehungen zu mehreren Frauen und hetzt Verdächtige bis in den Tod. Nur zwei Menschen vertraut er absolut und hintergeht sie nicht. Seinen Freund Abdulah und seine kleine Nachbarin. Ab und zu klingt auch irgendein unverarbeitetes Erlebnis im Zusammenhang mit dem Tod seiner Mutter an. Das wird jedoch in diesem Buch nicht aufgeklärt. Ich hoffe auf die Auflösung in folgenden Teilen der Ermittler-Serie.

Ich muss sagen, solch eine komplexe Ermittlerfigur habe ich noch nicht kennengelernt. Und das hat mich an diesem Buch gefesselt. Denn Menschenhandel, Prostitution und perfide Verbrechenorganisationen sind ja nichts neues in der Thriller-Branche.
Der Schreibstil ist flüssig. Ich habe es fast in einem Rutsch mühelos gelesen.
Dieses Buch ist für Leser, die nicht von Nullachtfünfzehn-Ermittlern lesen möchten. Und starke Nerven braucht man auch, denn es gibt eine Wolfsmeute, die gern Menschenfleisch verspeisen. Klare Leseempfehlung!

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