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92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

london, schuld, neuanfang, owen sheers, familie

I Saw a Man

Owen Sheers , Thomas Mohr
Fester Einband: 299 Seiten
Erschienen bei DVA, 22.02.2016
ISBN 9783421046697
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Frida - Ein Leben zwischen Kunst und Liebe

Vanna Vinci
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Prestel Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783791383873
Genre: Comics

Rezension:

„ …und mir wurde eines klar…dass es in meinem Leben zwei große Unfälle gegeben hatte: Einmal, als ich von der Straßenbahn zerquetscht worden war…und ein zweites Mal, als ich Diego begegnet war.“

Die mexikanische Malerin Frida Kahlo (1907-1954) war zu Lebzeiten in der Öffentlichkeit vor allem als Ehefrau des berühmten Malers Diego Rivieras bekannt.

Im Jahr 1907 als Tochter eines deutschen Einwanderers und einer Mexikanerin geboren, ist sie schon als junge Frau sehr selbstbewusst, hat sie doch einen männlichen Kleidungsstil und treibt viel Schabernack mit ihren (hauptsächlich männlichen) Schulfreunden. Doch ein schwerer Unfall in einer Straßenbahn im September 1923 ändert alles: Viele Knochen in ihrem Körper sind gebrochen und sie muss eine sehr lange Zeit liegend verbringen.

Um sich von den schrecklichen Schmerzen abzulenken, beginnt sie zu malen. Einige Zeit später lernt sie den berühmten -und wegen seiner vielen Affären auch berüchtigten- Maler Diego Riviera kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Der wesentlich ältere, unattraktive und dickliche Künstler ist die Liebe ihres Lebens. Frida beginnt traditionelle Tehuana Bekleidung zu tragen und unterstützt ihren Mann in seinem künstlerischen Schaffen.

Doch Diego kann ihr nicht treu bleiben und verletzt sie immer wieder mit zahllosen Liebschaften. Auch hat Frida mehrere Fehlgeburten und ihre körperlichen Beschwerden machen ihr immer mehr zu schaffen. Letztendlich beschließt sie, sich ebenso zu Verhalten wie ihr Mann und beginnt nicht nur Affären, sondern beschäftigt sich auch immer mehr mit der Malerei, durch die sie die Möglichkeit hat, ihre Gefühle und ihren Schmerz zum Ausdruck zu bringen.

Ich habe vorher noch nie ein Graphic Novel gelesen, aber da ich mich für Frida Kahlo und ihre Werke schon seit einigen Jahren interessiere, musste ich es einfach lesen. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn obwohl ich schon einige sehr interessante Biografien über sie gelesen habe, wurde ihre Geschichte durch die Bilder noch einmal anders erzählt.

So ging mir die Darstellung des Unfalls, der so viel Einfluss auf ihr Leben und Schaffen haben sollte, sehr nahe, da ihre Hilflosigkeit und Verwirrung angesichts der unübersichtlichen Situation und der Schmerzen mithilfe der Bilder ganz anders dargestellt werden, als „nur“ Worte es können.

Des Weiteren fand ich es sehr gut, dass durch die Einbettung ihrer Malereien noch einmal genau herausgestellt wird, wie eng ihr Leben mit der Kunst verbunden ist.

„Ich habe immer meine Realität und mich selbst gemalt…denn ich war das Einzige, was ich wirklich kannte…und ich war das einzige Territorium, das ich erkunden wollte.“

Frida Kahlo ist in diesem Graphic Novel selber die Erzählerin ihrer Lebensgeschichte, das komplette Buch ist ein Dialog zwischen ihr und jemand anderem (wer das ist, möchte ich hier nicht verraten). Vinci orientiert sich bei ihren Zeichnungen an dem Stil Frida Kahlos: Die Zeichnungen sind bunt und dadurch wirken sie auf den ersten flüchtigen Blick fröhlich, die Tragik offenbart sich nicht sofort. Die vielen Farben drücken vielleicht auch die Lebensfreude aus, die diese Frau trotz all der körperlichen Beschwerden, die sie hatte, nicht verloren hat. Trotz ihrer  körperlichen und seelischen Not scheint sie immer lebensbejahend zu sein und sich nicht aufzugeben. Wenn die Malerin über ihre Vergangenheit spricht, sind die Farben etwas gedeckter gehalten.

Da dieses Buch nicht nur unterhaltend ist, sondern auch einige wichtige Informationen zum Leben und Schaffen der Malerin vermittelt, ist es auch für Kahlo „Neulinge“ interessant. Allerdings werden auch Menschen, die sich mit Kahlo schon etwas ausführlicher auseinander gesetzt haben, ihre Freude beim Lesen dieses sehr schön gestalteten Graphic Novels haben.

 

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55 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

hogarth shakespeare, shakespeare, jeanette winterson, der weite raum der zeit, das wintermärchen

Der weite Raum der Zeit

Jeanette Winterson , Sabine Schwenk
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.04.2016
ISBN 9783813506730
Genre: Romane

Rezension:

„Der weite Raum der Zeit“ der Autorin Jeanette Winterson ist ein Teil der Reihe „Hogarth Shakespeare“, in der bekannte Autoren die Stücke Shakespeares in moderne, eigene Geschichten adaptieren. Dieser Roman (und auch die anderen der Reihe) erscheinen beim Klaus Verlag in deutscher Übersetzung. „Der weite Raum der Zeit“ basiert auf „Das Wintermärchen“, einem von Shakespeares Spätwerken, in dem ein von Eifersucht zerfressender König sein Leben und das seiner Liebsten zerstört. Eine Zusammenfassung des Stücks befindet sich auf den ersten Seiten des Romans.

Die Geschichte beginnt in New York City mit dem Auffinden eines Babys in einer offen gelassenen Babyklappe von Shep und dessen Sohn. Nachdem die beiden Zeugen eines Mordes geworden sind, nehmen sie das Baby und die Tasche, die neben dem Säugling liegt, mit zu sich nach Hause. In der Tasche befindet sich viel Bargeld, kostbarer Schmuck und ein Musikstück, das mit „Perdita“ betitelt ist. Er benennt das Mädchen nach dem Musikstück und kauft von dem Bargeld eine Bar. Danach geht die Handlung zurück in die Zeit kurz vor der Geburt Perditas in London. Leo, ein erfolgreicher Geschäftsmann, der durch dubiose Geschäfte zu Reichtum gelangt ist, verdächtigt seinen besten Freund aus Kindheitstagen und jetzigen Geschäftspartner Xeno eine Affäre mit seiner Frau MiMi, einer französischstämmigen Sängerin zu haben. Auch das Kind, das sie erwartet, soll von Xeno sein. Vollkommen von seiner Eifersucht zerfressen, versucht er seinen besten Freund zu töten und behandelt seine Frau so schlecht, dass sie zusammen mit dem Baby zu einer gemeinsamen Freundin flieht. Leo schafft es jedoch, einen Mann zu bestechen, das Baby zu holen und nach New York zu Xeno, dem vermeintlichen Vater des Kindes zu bringen. Dies misslingt jedoch, da der Mann auf den Straßen New Yorks ermordet wird. Einige Jahre später ist Perdita eine fast erwachsene Frau, die bei ihrem Adoptivvater und Bruder lebt. Sie hat sich in Zel verliebt, der zufällig der Sohn von Xeno ist. Schnell wird klar, dass Perditas Vergangenheit eng mit der ihres Freundes zusammenhängt. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg, Perditas Herkunft zu erkunden.

Dieses Buch hat es mir wirklich nicht leicht gemacht, es zu mögen. Die Charaktere sind leider flach: Perdita, das schöne und gute Findelkind; Leo, der kaltherzige Geschäftsmann, dessen Eifersucht ihn fast in den Wahnsinn treibt und nicht nur sein Leben zerstört; Xeno, der tiefsinnige, gebrochene, homosexuelle Künstler (er erfindet Videospiele), der versucht, seinen Kummer in Alkohol zu ertränken; Zel, der schüchterne, intelligente Junge, der seinen Vater verachtet. Auch die Art, Leos Eifersucht deutlich zu machen, funktioniert bei mir leider nicht- der Versuch, seiner Raserei durch derbe Schimpfworte und eigenartige Sexualfantasien Ausdruck zu verleihen, erzielt bei mir leider nicht den gewünschten Effekt, sondern veranlasste mich eher zum exzessiven Augenrollen. Das Ende ist eher zu viel des Guten (und das ist noch euphemistisch ausgedrückt), allerdings musste sich die Autorin natürlich auch an die Vorlage halten und hatte wahrscheinlich keine wirkliche Wahl. Natürlich hat der Roman auch Stärken. So fand ich die Umsetzung von MiMis (im Original Hermione) Schicksal sehr treffend umgesetzt. Im „Wintermärchen“ stirbt Hermione und es wird eine Statue aus Stein von ihr im Palast aufgestellt. Ich war schon vor dem Lesen des Buches gespannt, wie man damit umgehen würde und Winterson hat dies wunderbar gelöst. MiMi ist eine gebrochene Frau, die durch die Straßen von Paris streicht.

„Paris ist voller Engel. Jeden Tag entdeckt sie eine neue Statue, eine neue Schnitzerei, und stellt sich vor, was wäre, wenn sie alle zum Leben erwachen würden. Wer hat sie eigentlich eingeschlossen in Stein? Auch sie fühlt sich eingeschlossen in Stein.“

Auch die Metaphern, die ab und an eingestreut werden, sind gekonnt und poetisch, ohne dabei in den Kitsch abzudriften. Ebenso fand ich die Beschreibung des Videospiels, das Reno kurz vor Perditas Geburt entworfen hat, sehr interessant und ansprechend. Alles in allem ist dieser Roman streckenweise gut geschrieben und ist vor allem für Leser zu empfehlen, die sich für moderne Umsetzungen der Werke Shakespeares interessieren. 

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

roman, fremdbild, ch: niveau 2016, selbstbild, arbeit

Das Zimmer

Jonas Karlsson , Paul Berf
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 11.04.2016
ISBN 9783630874609
Genre: Romane

Rezension:

Joans Karlsson, Jahrgang 1971, ist nicht nur Autor, sondern auch Schauspieler. „Das Zimmer“ erschien 2016 auf Deutsch und wurde von Paul Berg aus dem Schwedischen übersetzt. Björn, der Ich-Erzähler des Romans, arbeitet seit Kurzem in „der Behörde“. Wofür diese Behörde nun genau zuständig ist, erfährt man nicht. In seinem vorherigen Job wurde ihm nahegelegt zu gehen und nun hat er einen Arbeitsplatz in einem Großraumbüro, in dem er Akten bearbeitet. Er ist sehr ehrgeizig und sieht seine Chance, in der Behörde aufzusteigen, hält er sich doch für intelligenter und arbeitsamer als seine Kollegen. Jedoch unterscheidet sich Björn auch in anderer Hinsicht von ihnen: Er ist sozial inkompetent und wenn ihn etwas an seinen Kollegen stört, dann sagt er es ihnen frei heraus, er nimmt keine Rücksicht auf die Empfindlichkeiten seines Umfelds. Auch legt er keinen Wert auf nähere Bekanntschaften mit seinen Kollegen und macht das durch seine kurzsilbigen Antworten deutlich. Er fühlt sich von dem Verhalten seiner Umgebung abgelenkt, es bringt ihn in seinem Arbeitsrhythmus mit fest gelegten Pausen durcheinander. Eines Tages entdeckt er aber auf dem Weg zur Toilette eine Tür, hinter der sich ein kleines Büro befindet. Sobald er dieses Zimmer betritt, fühlt er sich ruhig und kann sich danach wie er ungestört seinen Aufgaben widmen. Allerdings behaupten seine Kollegen, dass dieses nicht existiert und Björn vermutet, dass sie das sagen, um ihn zu mobben. Er besucht weiterhin das Zimmer und macht sich damit noch mehr zum Außenseiter dieses Büros, es wird ihm sogar von seinem direkten Vorgesetzten verboten, das Zimmer nochmals zu betreten. Also besucht er es heimlich, wenn alle gegangen sind und arbeitet darin unglaublich produktiv. „In ihm herrschte die gleiche Art von Entspannung und begrenzter Freiheit. Jede Linie schien perfekt mit der nächsten verzahnt zu sein. Alles Turbulente, Unruhige verschwand. Die Präzision kehre zurück.“ Doch was macht dieses Zimmer zu so etwas Besonderem? Existiert es überhaupt? Dieses Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, es ist leicht und flüssig zu lesen, vielleicht auch dank der sehr kurzen Kapitel. Es ist zu einem gewissen Grad kafkaesk, Karlsson erreicht zwar nicht die sprachliche Virtuosität Kafkas, doch der Leser befindet in einer undurchschaubaren Situationen, da erst am Ende geklärt wird, ob sich das Zimmer nur in Björns Kopf befindet oder er aufgrund seines ungewöhnlichen Verhaltens das Opfer einer großangelegte Mobbingaktion seiner Kollegen ist, auch das Unwissen, für welche Dinge diese ominöse Behörde zuständig ist und warum eine mögliche Schließung droht, trägt dazu bei. Björn ist nicht durchschnittlich, meiner Meinung nach könnte es sein, dass er das Asperger Syndrom hat, denn das würde sein Benehmen gegenüber den Kollegen erklären. Da diese sich darüber keine Gedanken machen, sondern ihn wahrscheinlich als Sonderling abstempeln und meiden und ab einem gewissen Zeitpunkt auch einfach nur „loswerden“ wollen, zeigt, dass die (Arbeits-) Gesellschaft doch weniger Platz für anders denkende Menschen hat, als man gemeinhin annimmt. Björn erfährt erst Anerkennung und auch eine gewisse soziale Akzeptanz, als er (dank der heimlichen Arbeit in dem Zimmer) Erfolg hat, wobei ihm da auch klar wird, was den Unterschied zwischen ihm und den anderen Büromitarbeitern ausmacht. „Ich war ihnen immer etwas voraus. Ungefähr zwei Wochen. Sie benötigten diverse Gelegenheiten, um wahrzunehmen, was ich bereits beim ersten Versuch sah. War es mit dem Zimmer vielleicht das Gleiche?“ Um meine Kritikpunkte an dem Buch zu schildern, müsste ich auf das Ende näher eingehen, was ich aber hier nicht tun möchte. Abschließend bleibt zu sagen, dass „Das Zimmer“ ein Roman mit guten Ideen (z.B. dass beruflicher Erfolg auch gesellschaftlichen Erfolg bedeutet, der unabhängig ist von den positiven und negativen Eigenschaften der erfolgreichen Person) und einer gut zu lesenden Umsetzung ist, ich allerdings einen anderen Ausgang interessanter gefunden hätte.

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99 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

krimi, mord, missbrauch, england, lynley

Bedenke, was du tust

Elizabeth George , ,
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.10.2015
ISBN 9783442313723
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Feministin und Autorin Clare Abbott feiert gerade große Erfolge mit ihrem jüngst erschienen Buch „Auf der Suche nach Mr Darcy“, in dem es über die Institution Ehe geht. Auf ihren Lesereisen begleiten sie die Verlagsmitarbeiterin Rory Statham und ihre dominanten Assistentin Caroline Goldacre. Barbara Havers besucht eine ihrer Lesungen und führt auch ein kurzes Gespräch mit der Autorin und ihren beiden Begleitungen. Als Clare Abbott kurz danach von ihrer Assistentin tot in ihrem Hotelzimmer gefunden wird, setzt sich Rory mit Barbara Havers in Verbindung, da sie nicht an eine natürliche Todesursache glauben kann, sie verdächtigt Clares Assistentin, die ein sehr eigenartiges Verhalten an den Tag legt, ihrer Chefin etwas angetan zu haben. Doch DS Barbara Havers steht aufgrund von Fehlentschlüssen in ihrem letzten Fall unter strenger Beobachtung ihrer Chefin Isabelle Ardery, ihrer beruflichen Karriere droht ein schnelles Ende, wenn sie sich noch einen Fehltritt erlaubt. Nichtsdestotrotz überzeugt sie ihren direkten Vorgesetzten DI Lynley davon, sich des Falles anzunehmen und bald stellt sich heraus, dass die berühmte Feministin vergiftet worden ist. Isabelle Ardery ist gegen die Ermittlungen in diesem Fall, da Clare Abbott in Dorset lebte und in Oxford starb und es somit nicht in das Arbeitsgebiet von Scotland Yard fällt. Lynley übergeht ihre Anweisungen jedoch und kurz darauf macht Havers sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Winston Nkata auf den Weg nach Dorset, um herauszufinden, wer Interesse an dem Tod der bekannten Feministin gehabt hätte. Besonders interessieren sie sich für Caroline Goldacre, da  ihr Verhältnis zu Clare ungewöhnlich zu sein schien. Nach dem Suizid ihres Sohnes Will vor zwei Jahren scheint sie sehr labil, doch hatte sie einen Grund, ihrer Arbeitgeberin den Tod zu wünschen?

Eigentlich spielt die Krimihandlung in diesem Roman nur eine Nebenrolle (der Mord geschieht erst nach 200 Seiten), auch Thomas Lynleys und Barbara Havers' Privatleben wird relativ wenig Aufmerksamkeit gewidmet, was aber der Lesefreude keinen Abbruch tut. Die Autorin hat sich auch schon in einigen vorherigen Romanen nicht hauptsächlich auf das Verbrechen, sondern auf die Psychologie ihrer Charaktere konzentriert und beherrscht dies wirklich meisterhaft. Statt der Geschichte eines Mordes wird vielmehr die Geschichte der Familie Goldacre erzählt, von Caroline, ihrem zweiten Mann Alistair, ihrem Sohn Will, der Selbstmord beging, ihrem Sohn Charlie, der als Psychologe in London lebt und arbeitet und dessen Frau India, die sich vor Kurzem von ihm getrennt hat. In dieser Familie ist jeder auf seine Weise unglücklich, was aber zumeist ihren Ursprung in dem unberechenbaren Verhalten Carolines hat. Sie will alles und jeden kontrollieren und schreckt auch nicht vor Lügen zurück, um ihre Macht, die sie über die einzelnen Familienmitglieder hat, zu behalten. So versuchen ihr Mann, ihre Kinder und selbst India es ihr recht zu machen, doch Wills Suizid bringt Carolines Machtverhältnisse ins Wanken. Man könnte meinen, dass der Selbstmord die Familie zerstört, doch die Frage ist eigentlich, ob es überhaupt etwas zu zerstören gab, da die gesamte Familiengeschichte nur auf Lügen aufgebaut zu sein scheint. Die Charaktere und ihre Geschichten sind das, was diesen Roman so lesenswert macht, die Perspektivwechsel zwischen Havers, Lynley, Alistair, Charlie India und Rory unterstützen dies noch. Der Roman ist flüssig zu lesen und da dies nun schon der 19 Band mit den beiden Hauptermittlern ist, fühlt man sich gleich „zu Hause“. Auch wenn, wie schon erwähnt, der größte Teil des Romans nicht unbedingt von Lynley und Havers handelt, so ist es doch offensichtlich, dass ihre Charaktere sich innerlich und- in Havers Fall- auch äußerlich entwickeln. Diese Entwicklung ist etwas, das mir bei den drei vorangegangenen Romanen gefehlt hat, hier aber nun endlich geschieht. Besonders Barbara Havers, die schon seit dem ersten Buch der Reihe größere Veränderungen strikt abgelehnt hat, scheint langsam zu begreifen, dass sie sich selbst verändern muss, um ein erfüllteres Leben zu haben. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band der Reihe, nicht nur, um die Entwicklungen der Hauptfiguren zu verfolgen, sondern auch, weil Elizabeth George mich wunderbar unterhalten kann, was sie mit diesem Buch endlich wieder bewiesen hat.

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154 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 39 Rezensionen

thriller, mord, helen grace, england, familie

D.I. Helen Grace - Schwarzes Herz

M. J. Arlidge , Karen Witthuhn , Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 11.03.2016
ISBN 9783499238390
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Schwarzes Herz“ ist der zweite Band der Reihe um die Ermittlern D.I. Helen Grace. 

Der Roman beginnt einige Monate nach dem Ende des ersten Bands, ich würde empfehlen, den Vorgänger „Einer lebt, einer stirbt, zuerst zu lesen, da die Auswirkungen dieses Falles auch die Protagonisten dieses Thrillers beschäftigt. 


Es werden Männer auf bestialische Weise ermordert, ihnen wird das Herz rausgeschnitten. Die Herzen werden mit einem Paket an die Hinterbliebenen oder aber an den Arbeitsplatz geschickt. Die Opfer scheinen auf den ersten Blick unbescholtene Bürger zu sein, einer ist aktives Mitglied einer Glaubensgemeinschaft und mehrfacher Vater, ein anderes Opfer hat gerade mit seiner Frau ein Baby bekommen. Doch es stellt sich im Laufe der Ermittlungen heraus, dass diese Männer regelmäßig  einen Chatroom aufgesucht haben, der eine Art Bewertungsportal für das Können von Prostituierten ist. 

D.I. Grace übernimmt diesen Fall zusammen mit ihrem Team, dazu gehören auch Tony, dessen Frau ein Pflegefall ist, und Charlie, die gerade wieder ihren Dienst antritt. Charlies und Helens Beziehung ist am Anfang schwierig, da Helen ihr Vorwürfe wegen des Ausgangs des vorherigen Falles macht. Außerdem hat Helen auch einen schweren Stand bei ihrer neuen Vorgesetzten, die nur auf medientauglichen Erfolg erpicht zu sein scheint und auch der öffentliche Druck, der durch die Presse ausgeübt wird, wächst stetig. Trotz all dieser Widrigkeiten macht sich Helen Grace daran, den Mörder zu finden. 


Ich lese sehr gerne Thriller, dieser konnte mich aber leider nicht so überzeugen. Die Figuren bleiben blass, man kann sich weder mit ihnen identifizieren noch in irgendeiner Form an ihren Problemen Anteil nehmen. Des Weiteren fand ich die Schilderungen der Morde sehr, sehr brutal und auch die Sprache des Romans ist sehr rau- ich finde, dass man selbst bei einem Thriller auf unnötige Gewaltszenen, bzw. deren detaillierte Schilderungen, verzichten kann, denn es trägt der Spannung nicht zwangsläufig bei, wenn das Blut bis an die Decke spritzt, es erhört lediglich den Ekelfaktor. 

Ich denke aber, dass diese Reihe sicher Fans von Karen Slaughter oder Cody McFayden gefallen könnte. 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

astronomie, liebe, hamburg, segelschiff, wattenmeer

Die vier Liebeszeiten

Birgit Rabisch
Flexibler Einband
Erschienen bei Verlag duotincta GbR, 19.02.2016
ISBN 9783946086130
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman ist unterteilt in vier Abschnitte: Frühling, Sommer, Herbst und Winter, die Jahreszeiten sollen die jeweiligen Stadien des Lebens und der Liebe der beiden Protagonisten Rena und Hauke darstellen. 

Der Roman beginnt im Jahr 1970 in Hamburg, als die siebzehnjährige Rena den acht Jahre älteren Germanistikstudenten Hauke auf einer Party kennenlernt. Die beiden verstehen sich von Beginn an gut und verabreden sich zu einer Radtour. Trotz Renas anfänglicher Nervosität fasst sie schnell Vertrauen zu dem älteren Jungen und erzählt ihm von ihrem schwierigen familiären Hintergrund. Aufgewachsen ist sie in einem kleinen Ort bei ihrer Oma Anna, die sich rührend um sie kümmerte, nun lebt Rena schon seit einiger Zeit bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater, ihre Beziehung ist aber konfliktreich. Am liebsten hätten ihre Eltern sie auf einer Volksschule gesehen, da sie einen  höheren Schulabschluss für ein Mädchen als unnötig erachten. Rena geht trotzdem aufs Gymnasium, denn trotz ihres jugendlichen Alters hat sie schon klare Vorstellungen von ihrer Zukunft - sie interessiert sich brennend für Naturwissenschaften und möchte nach dem Abitur etwas in der Richtung studieren. Hauke ist beeindruckt von Renas Offenheit und Willensstärke und die beiden beginnen eine Beziehung. 

Im „Sommer“ sind einige Jahre ins Land gezogen und Rena (inzwischen in ihren Zwanzigern) ist mit ihrem ersten Kind schwanger. Sie befinden sich auf einem Boot, das Hauke von seinen Eltern geerbt hat. Rena hat ihr Physikstudium inzwischen fast beendet und will nach der Geburt ihres Kindes weiter arbeiten, da Hauke von zu Hause arbeitet und sich so um das Kind kümmern kann. 

Der Abschnitt „Herbst“ beginnt am Morgen von Haukes 60. Geburtstag, die Jahre, die zwischen der Geburt und diesem Tag vergangen sind, werden in Rückblenden erzählt. Rena ist der Meinung „Sie haben ein unverschämtes Glück gehabt … Und vor allem sollte sie den Augenblick genießen, ihn hinzufügen zu all den wunderbaren Augenblicken, die ihre Erinnerung schon angesammelt hat. Vielleicht wird sie sie noch brauchen, wie das Eichhörnchen, das im Winter auf seine gesammelten Vorräte zurückgreifen kann, um der eisigen Jahreszeit zu trotzen.“

Und das Rena dies tut, ist auch gut, denn auch sie wird bald im Winter ihres Lebens sein…


Der Roman ist einfach zu lesen und hat mich so gut unterhalten, dass ich ihn „in einem Rutsch“ durchgelesen habe. Renas und Haukes Liebesgeschichte ist realistisch und entbehrt jeglichem Anflug von Kitsch, das ist mir wichtig zu betonen. 

Auch die fehlenden Zeitabschnitte zwischen den Kapiteln haben mich nicht gestört, da die wichtigsten oder prägendsten Ereignisse in Rückblenden erzählt wurde. Besonders beeindruckt hat mich Renas Charakter, da sie schon als Jugendliche wusste, was sie erreichen will und ihr Ziel auch, trotz aller Widrigkeiten, erreicht, ohne dabei rücksichtslos gegenüber ihrem Mann oder ihren Kindern zu werden. Mein einziger Kritikpunkt an dem Roman ist das Fehlen von „echten“ Konflikten, bzw. Situationen, die Renas und Haukes Beziehung auf längere Sicht beschädigt hätten, es gibt keinen wirklichen Streit und selbst ein Vorfall, der in jeder anderen Beziehung zu einer großen, länger andauernden Krise geführt hätte, wird hier nur kurz abgehandelt. 

Alles in allem ist „Die vier Liebeszeiten“ jedoch ein schöner und berührender Roman, den man auch Menschen ans Herz legen kann, die eigentlich keine Liebesromane lesen. Es wird die Geschichte einer großen Liebe erzählt, die an der Stellen einsetzt, an der andere Romane normalerweise aufhören - dem Finden der Liebe des Lebens, des Seelenverwandten. 

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polen, familie

Die vielen Tode unseres Opas Jurek

Matthias Nawrat ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 28.08.2015
ISBN 9783498046316
Genre: Romane

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194 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

tod, leben, roman, thees uhlmann, roadtrip

Sophia, der Tod und ich

Thees Uhlmann
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.10.2015
ISBN 9783462047936
Genre: Romane

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The Attack

Yasmina Khadra
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Vintage, 05.07.2011
ISBN 9780099499275
Genre: Romane

Rezension:

Yasmina Khadra ist das Pseudonym des algerischstämmigen Mohammed Moulessehoul. Er lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Frankreich.


Dr Amin Jaafari ist ein israelischer Araber, der in Tel Aviv lebt und als erfolgreicher Chirurg in einem großen Krankenhaus arbeitet. Er und seine Ehefrau Sihem leben in einer Villa in einem schönen Stadtviertel, sie haben viele jüdische Freunde und scheinen erfolgreich integriert zu sein. 

Zu Beginn des Romans wartet Amin während seiner Schicht im Krankenhaus auf eine Nachricht seiner Frau, die die letzten Tage Verwandte außerhalb von Tel Aviv besucht hat. Dann gibt eine Explosion in einem Schnellrestaurant, es gibt viele Verletzte und Tote, darunter auch Kinder. Nachdem Amin die Patienten versorgt hat, erhält er eine schockierende Nachricht: Siehe befindet sich unter den Todesopfern und die Polizei vermutet aufgrund ihrer Verletzungen, dass sie diejenige war, die die Bombe am Körper trug. Amin weißt das natürlich von sich, er kann sich nicht vorstellen, dass seine geliebte Ehefrau eine Selbstmordattentäterin sein könnte. Nach tagelangem Verhör auf der Polizeiwache kann er wieder nach Hause gehen, da ihm keine Beteiligung an dem Anschlag nachgewiesen werden kann. Die Polizei weiß nur, dass Sihem nicht zu ihrer Familie gefahren ist, sondern in Betlehem den Bus verließ und von einem Auto dort abgeholt wurde. Als er heimkehrt,  findet er sein zu Hause verändert vor: Es wurde inzwischen nicht nur von der Polizei durchsucht, sondern auch die Fenster wurden von Vandalen zerbrochen und Beschimpfungen an die Wände gesprüht. Er ist aber so lethargisch, dass er den Zustand ignoriert - Amin weigert sich noch immer, die Tat seiner Frau zu akzeptieren. Er hat ihr alles gegeben, sie haben sich ein gemeinsames Leben in Wohlstand erarbeitet und sie wirkte auf ihn immer glücklich und zufrieden. Als er jedoch im Briefkasten einen Brief von Sihem findet, in dem sie die Tat gesteht, ist er schockiert. Er will das Haus verlassen, wird aber von einem wütenden Mob, der vor seinem Haus steht, verprügelt. Kim, seine ehemalige Geliebte und jetzige Kollegin gewährt ihm Unterschlupf. Der vor kurzem noch beliebte Chirurg wird nicht nur von Fremden angefeindet, seine Reputation leidet auch - ein Kollege im Krankenhaus hat die Belegschaft überzeugen können, dass es nicht gut wäre, würde er wieder zu seiner Arbeit zurück kehren. Kim fährt mit ihm zu ihrem Großvater, einem ehemaligen Auschwitzhäftling, um Amin wieder etwas auf die Spur zu bringen. Doch Amin möchte herausfinden, was seine Frau dazu gebracht hat, so viele Menschen in den Tod zu schicken und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. 


Ich bin vielleicht mit zu großen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen, ich hatte gehofft, einen Einblick in das Leben eines Menschen zu bekommen, das sich nach dem Selbstmordattentat des Partners von Grund auf verändert. Dies ist nur am Rande geschehen, die Anfeindungen, die er sowohl von israelischer als auch von arabischer Seite erfährt, werden nur oberflächlich erzählt. Die Geschichte wird aus Amins Perspektive wiedergegeben, was dazu führt, dass alle anderen Charaktere des Romans blass und leer bleiben, selbst Sihem wird nur als schön und gut beschrieben. Das Problem ist, dass auch Amin seltsam farblos ist und ich seine Gedanken bezüglich des Selbstmordattentats von Sihem nicht nachvollziehen kann. Es beschäftigt ihn  nur am Rande, dass seine Frau zahlreiche Menschen getötet oder verletzt hat, es macht ihm größere Sorgen, dass Sihem die Islamisten ihm vorgezogen hat „It makes me very angry that she preferred a set of fundamentalists to me“. Zu einem späteren Zeitpunkt ist aber auch das vergessen, denn es verletzt ihn anscheinend mehr, dass es den Anschein hat, dass seine Frau mit einem anderen Mann hintergangen hat. Dies alles führt dazu, dass ich zu keiner Person des Romans eine Beziehung aufbauen konnte und ich noch nicht mal ansatzweise Empathie empfinden konnte. Die Beweggründe von Sihem werden nur ansatzweise dargestellt und Amins Sichtweise auf sie und Trauer wirken auf mich einfach nur konstruiert und oberflächlich. Dieses Buch wäre wesentlich interessanter zu lesen gewesen, wenn man Amins Leben nach dem Anschlag realistischer dargestellt worden wäre- ein ehemals erfolgreicher und anerkannter Muslim in Israel, der von einem Moment zum anderen zu einem geächteten wird, hätte mich mehr überzeugt. Der Schreibstil des Romans ist einfach zu lesen und zu verstehen, manche Gedanken sind auch durchaus interessant, wie zum Beispiel die Aussage von Kims Großvater, der am Meer lebt „One should always look at the sea. It’s a mirror that can’t lie. Among other things, looking at it has taught me to stop looking behind me. Before, everytime I looked over my shoulder, I found my old sorrows and my old ghosts, still intact.“ Hätte Amin vielleicht länger auf das Meer gesehen, dann hätte mir dieser Roman besser gefallen. 

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165 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

autismus, england, englisch, hund, mathematik

The Curious Incident of the Dog in the Night-Time

Mark Haddon
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Vintage, London, 01.04.2004
ISBN 9780099470434
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"The Curious Incident Of The Dog In The Night-Time" by Mark Haddon was first published in 2003 and has won numerous awards.

It's told from the point of view of Christopher Boone, a fifteen-year- old boy who has the Asperger's Syndrome. On the one hand he has problems reading facial expressions and understanding emotions, but on the other hand he knows much more about maths, physics and science than other teenagers or even adults do. Moreover, he hates being touched and the colours yellow and brown. He lives with his father and says that his mother is dead.

One evening, Christopher finds Wellington, his neighbour's dog, who was killed with a garden fork. Christopher likes crime mystery novels and also liked Wellington, so he begins to investigate the murder of the dog. He starts writing a mystery crime novel about it (the book we read) because his teacher Siobhan advised him to write the kind of book he would like to read. His father doesn't want him to question the neighbours about Wellington's mysterious passing, so Christopher doesn't tell him that he does. However, he claims that he always tells the truth, so when he doesn't tell his father what exactly he's doing when he isn't at home, he only tells a white lie since he only omits things. So Christopher continues to identify the murderer - but since Christopher is not an average teenager, the search for the murderer and its outcome is against all expectation.

I really loved this book and as far as I know, it has been on the curriculum in England as well as in Germany (in English lessons, of course!). The great thing about the book is- although it is quite easy to read- the authentic depiction of a person who has the Asperger's Syndrome. The way he thinks and how he deals with the unpredictable environment he's living in isn't artificial at all. Here's a short example where he describes what causes a good day and a bad day for him:

Mr Jeavons, the psychologist at the school, once asked me why 4 read cars in a row made it a Good Day, and 3 red cars in a row made it a Quite Good Day, and 5 red cars in a row made it a Super Good Day, and why 4 yellow cars in a row made it a Black Day, which is a day when I don't speak to anyone and sit on my own reading books and don't eat my lunch and Take No Risks.

Another nice thing is the consistency: Christopher likes prime numbers, so the book's chapters are only prime numbers- it doesn't start with chapter one, it starts with chapter two. Moreover, he frequently lets his mind wander when he is in a situation that  demands a deeper understanding of feelings or other people's emotions. When he thinks of his deceased mother, he thinks where her body now is and why people think that there is a heaven.

His mother's death doesn't seem to bother him at first sight, but as the story progresses, it catches the reader's eye that he frequently thinks of his mother, although he claims that he isn't sad, because his mother isn't there anymore "so I would be feeling sad about something that isn't real and doesn't exist. And that would be stupid." However, his thoughts are often about her, about things she did and said and that he sometimes thinks that his mother's molecules are in the sky which shows that he is somehow touched by her death.

The book is full of drawings (e.g. smileys his teacher Siobhan uses to explain facial expressions to him), graphs and explanations of mathematical problems which make the novel unique and special- like Christopher. In my opinion Haddon shows brilliantly that people with the Asperger's Syndrome are neither handicapped nor helpless- they just think and act differently than we do. If we just open up to them, we will discover human beings who are unique and special in their very own ways.

It is a book I highly recommend, not only for teens but also for adults- basically for everyone who is interested in the story and thoughts of a boy who isn't average by any means. It can also be read and enjoyed by people learning English as a foreign language (Intermediate Level perhaps) since the vocabulary is quite simple, even when more complex issues are explained.


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What She Left

T. R. Richmond
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster, 12.01.2016
ISBN 9781476773841
Genre: Krimi und Thriller

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wuli top 20, lena gorelik, liebe, tod, challenge: niveau 2015

Null bis unendlich

Lena Gorelik ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 28.08.2015
ISBN 9783871348068
Genre: Romane

Rezension:

Die jugoslawische Kriegswaise Sanela und der hochintelligente Nils Liebe lernen sich 1992 als Teenager kennen, als ihre Lehrerin sie im Unterricht nebeneinander setzt und Nils bittet, sich um Sanela zu kümmern, die kaum Deutsch spricht. Es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Nils Liebe, der sich den Menschen aufgrund seiner Intelligenz überlegen und sich von seinen Eltern unverstanden fühlt und Sanela, die bei ihrer ungeliebten Tante lebt und ihre ständige Wut an sich selbst auslässt.

"Sanela kannte Wut nur als Gefühl der Maßlosigkeit, wenn sie wütend wurde, waren es sogar ihre Haare, die abstehenden Ohren liefen rot an, ihre Stimme musste die Welt übertönen, ihr Herz hämmerte, ihr Blut pulsierte, dass die Finger zitterten. Meistens war diese Wut nach innen gerichtet, Sanela hasste sich selbst. Auch für alles, was andere taten. Das wird mit der Zeit vergehen. Gefühle lassen sich auch umkehren. Man kann zum Beispiel auch andere hassen, für das, was man tut."

Sanela beschließt, mit Nils Liebe nach Jugoslawien zu fahren, um das Grab ihres verstorbenen Vaters zu suchen (ihre Mutter war schon sehr viel früher an Krebs gestorben). Da Sanela Sanela ist und Nils das tut, was sie ihm sagt, fahren die beiden Jugendlichen ins Kriegsgebiet, ihre Suche nach dem Grab verläuft aber erfolglos. Zurück in Deutschland, nach einem missglückten Selbstmordversuchs Sanelas und dem darauf folgendem Umzug, trennen sich erst mal ihre Wege. 15 Jahre später schreibt Sanela, inzwischen Mutter eines Sohnes namens Niels Tito und an einem Hirntumor erkrankt, Nils Liebe einen Brief. Die beiden treffen sich und beginnen so etwas wie eine Beziehung.

Ich habe mir das Buch aufgrund der positiven Besprechung von Christine Westermann bei WDR2 Bücher gekauft und wurde nicht enttäuscht. Obwohl ich nur in einigen Passagen Sympathie oder Verständnis für die Protagonisten empfand, habe ich es mit Begeisterung gelesen. Zu Beginn, als Sanela kaum Deutsch spricht, vertiefen sie ihre Beziehung, indem sie sich in dem Bücherladen des kleinen Ortes die Romane zeigen, die sie gelesen haben- um sich zu verständigen, brauchen sie nicht viele Worte. Meistens bestimmt Sanela, was sie tun, wie zum Beispiel die Reise in ihre Heimat. Auch als sie sich als Erwachsene wieder treffen, hat sich daran nicht viel geändert- Sanela bestimmt den Ablauf ihrer Beziehung und Nils Liebe richtet sich danach. Sanela und Nils brauchen auch jetzt nicht viele Worte aneinander zu richten,

"Bei allem, was war, bei allem, was ist, bei allem, was sein wird, wissen sie, wer sie sind, und brauchen dafür keine Worte."

Leider ist dieses Glück nur von kurzer Dauer, da Sanela in den 15 Jahren, die seit ihrem ersten Treffen vergangen sind, ihre Wut nicht mehr nur gegen sich selbst richtet, sondern ihre Umgebung verletzt. Sie verletzt meist mit Worten und Taten, auch wenn Nils Liebe eine physischer Gewaltausbruch lieber gewesen wäre als ihre verletzenden Worte. Aber Nils bleibt bei ihr, obwohl er selber nicht so genau weiß, warum. Dem ein oder anderen Leser mag dies zu konstruiert wirken, aber meiner Meinung nach ist Nils Verhalten schlüssig- erst als er mit Sanela zusammen ist, beginnt er überhaupt etwas zu fühlen und er fühlt sich ihr nicht überlegen wie den meisten anderen Menschen. Nils Liebe war, bis Sanela kam, ein Einzelgänger, der zwar beruflich erfolgreich, aber nicht in der Lage war, sich in die Gefühlswelten anderer hineinzuversetzen und sich oft unverstanden gefühlt hat.  Sanela jedoch scheint unfähig zu sein, Liebe zu spüren (nach ihrer Aussage liebt sie nur ihren Sohn und ihren Vater), sie schlägt verbal wild um sich, wenn zu viel Nähe entsteht, selbst ihr zehnjähriger Sohn Niels Tito wird nicht von ihr verschont. Sie ist, wahrscheinlich bedingt durch ihre traumatischen Kindheitserlebnisse, ein schwieriger Charakter, mit dem ich mich nicht anfreunden konnte. Nichtsdestotrotz hat mir der Roman sehr gut gefallen - Goreliks klare, unaufdringliche Sprache, der ständige Wechsel der Perspektiven und die kurzen Zeitsprünge in die nahe Zukunft machten dieses Buch für mich zu einem Leseerlebnis, das mich nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern mich auch mit Sätzen wie "Ich liebe dich nicht, weil, und nicht, obwohl, sagte ich, ich liebe dich nur."  berührt hat.


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london, reinkarnation, 2. weltkrieg, schicksal, familie

Die Unvollendete

Kate Atkinson , Anette Grube
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 14.01.2015
ISBN 9783426304310
Genre: Romane

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krimi, frankreich, werwolf, adamsberg, schafe

Bei Einbruch der Nacht

Fred Vargas ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 01.04.2002
ISBN 9783746615134
Genre: Krimi und Thriller

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spanien, selbstmord, familie, havanna, vater

Mein Herz so weiß

Javier Marías , Elke Wehr
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 05.04.2012
ISBN 9783596194599
Genre: Romane

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gegenwart, großbritannien, kleinstadt, joanne k. rowling, menschliche abgründe

The Casual Vacancy

Joanne K. Rowling
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Little Brown & Co, 27.09.2012
ISBN 9780316228541
Genre: Romane

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10.108 Bibliotheken, 77 Leser, 9 Gruppen, 345 Rezensionen

krebs, liebe, tod, krankheit, john green

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2014
ISBN 9783423625838
Genre: Jugendbuch

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flüchtlinge, berlin, asyl, afrika, roman

Gehen, ging, gegangen

Jenny Erpenbeck
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaus, 31.08.2015
ISBN 9783813503708
Genre: Romane

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andy dalziel, charlotte heywood, peter pascoe, e-mails. diktiergerät, rekonvaleszenz

A Cure for All Diseases

Reginald Hill
Flexibler Einband: 612 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Publishers, 13.10.2008
ISBN 9780007252695
Genre: Krimi und Thriller

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

englisch, klassiker

Pride and Prejudice

Jane Austen
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Baltic Sea Press, 08.10.2015
ISBN 9783945342350
Genre: Romane

Rezension:

Although this book was published more than 200  years ago, it is still read and loved by many readers nowadays and has been made into movies for several times (in my opinion the best adaption is the BBC mini series from 1995).

For those who still haven't read "Pride and Prejudice"  I'll summarize the content shortly.

The Bennet family has five daughters (the beautiful and kind Jane, the witty and clever Elizabeth who is her father's favourite, the boring  Mary, and the untamed girls Lydia and Kitty) and no son which means that Mr Bennet's estate and money will be inherited by the closest male relative. Because of that Mrs Bennet is eager to find a wealthy and suitable husband for her daughters. When a young wealthy gentleman, Mr Bingley, his two sisters, Miss Bingley and Mrs Hurst with her husband, and his friend Mr Darcy arrive in Meryton (Mr Bingley has rented a mansion, Netherfield Hall), hopes are high that he will be looking for a wive in the village. However, the first meeting is disappointing. Although Mr Bingley is a handsome young man and seems to have genuine interest in Jane, his relatives and Mr Darcy seem to be completely uninterested and arrogant. As the story continues, Mr Darcy and Elizabeth bicker constantly. But is Mr Darcy as proud as Elizabeth believes?

While writing the summary I realized how hard it is to put everything what's in this book in a few short sentences. It's more than just a love story- it's a novel that portrays society and class in 19th century England. The summary omits many characters and story lines but I didn't want to spoil anything - I vividly recall the embarrassment I felt every time Mrs Bennet spoke, laughed about the ridiculous Mr Collins  or the feelings I had towards Mr Darcy and his arrogant behaviour when I was reading the novel for the first time.The novel is mainly told from Elizabeth's point of view and I could perfectly understand her feelings towards Mr Darcy. Moreover, I love Elizabeth's character - she is a woman who has her own mind and I (and I think many other readers) could relate to her views of love and marriage. In a time when marriage meant (financial) security for women, she doesn't understand that a woman should ever marry a man she doesn't love. After she is informed that her best friend is going to marry a man without loving him, she is devastated.

"The more I see of the world, the more I am dissatisfied with it; every day confirms my belief of the inconsistency all human characters, and of the little dependence that can be placed on the appearance of either merit or sense."


In 2010, the Harvard University Press published an annotated version of the famous novel. It was edited by Patricia Meyer Spacks who is an emerita professor of English at the University of Virginia.

Although I've read the book at least five times and had access to  additional material , I've really enjoyed reading this annotated version. It delivers insight into the role of women and the importance of marriage during the Regency era. Some annotations are short explanations of today obsolete and unusual expressions and words, but most of the annotations build a bridge to Austen's biography and novels, other novels of the era and  social conditions. Many questions that could arise while reading the novel are answered very well, e.g. why it is a problem if Mr Bennet doesn't call upon the new neighbours (no social connections  between the families would have been possible if he hadn't) or why Mr Darcy avoids being introduced to anyone at a dance (a man and a woman  who hadn't been formally introduced before couldn't dance). Moreover, there are pictures of illustrations, paintings and sketches which are very well-chosen to get an idea how life looked like 200 years ago.Besides all the interesting and fascinating information given, the book itself has high-quality binding and paper and is an eye catcher for every shelf or coffee table of Janeites. This annotated edition can be recommended to everyone who has already read Pride and Prejudice  because it gives uncountable additional information of various Jane Austen scholars so that the reader can enjoy this brilliant story even more. However, I wouldn't recommend it for first readers since I think it the amount of information can be overwhelming and also spoil some fun.

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170 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

klassiker, emanzipation, liebe, liebesgeschichte, emanzipation der frau

Jane Eyre

Charlotte Bronte , Andrea Ott , Elfi Bettinger
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Manesse, 21.03.2016
ISBN 9783717524069
Genre: Romane

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258 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

michael robotham, thriller, psychothriller, joe o'loughlin, vincent ruiz

Der Schlafmacher

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 11.01.2016
ISBN 9783442314089
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Der Schlafmacher" ist der nunmehr zehnte Thriller mit dem an Parkinson erkrankten Psychologen Joe O'Loughlin in der Hauptrolle.

Eigentlich wollte Joe O'Loughlin nicht mehr der Polizei bei der Aufklärung Gewaltverbrechen helfen, da er sich mehr auf sein Familienleben konzentrieren wollte. Als er aber jedoch von Chief Superintendent Ronnie Cray um Mithilfe bei der Aufklärung eines besonders brutalem Verbrechens gebeten wird,bei dem eine Mutter und ihre siebzehnjährige Tochter in ihrem abgelegenen Haus ermordet aufgefunden worden sind, willigt er nach kurzem Zögern ein. Aber nicht nur die Brutalität des Verbrechens bringt O'Loughlin dazu, sich zu engagieren, sondern auch die Tatsache, dass ein ehemaliger Student von ihm, der sich als Profiler bezeichnet und den die Polizei vorher um Hilfe gebeten hatte, wichtige Informationen über den Fall an die Presse weitergegeben hat. So macht sich Joe O'Loughlin mit Unterstützung seines Freundes und Ex-Polizisten Vincent Ruiz daran, den Schuldigen zu finden, bevor es noch weitere Morde gibt. Auch in seiner Familie- seiner getrennt von ihm lebenden Frau Julianne und seiner beiden Töchtern Charlie und Emma- gibt es einschneidende Veränderungen.

Ich habe bis jetzt alle Romane in der Reihe verschlungen, da mir die Ausarbeitung der einzelnen Figuren, der Schreibstil und auch die spannende Handlung jedes Buches gefallen und in Atem gehalten haben. Die Handlungen der Hauptfiguren sind, sowohl im Privat- als auch im Berufsleben, nachvollziehbar und authentisch. Gut finde ich auch, dass auf enorm brutale Schilderungen verzichtet wird und dass nicht nur das "wer" bei der Aufklärung des Verbrechens wichtig ist, sondern auch das "warum" hinterfragt und bis zu einem gewissen Punkt erklärt wird.

Ich bin nicht nur von dem Kriminalfall in Atem gehalten worden, sondern auch das Privatleben der Familie O'Loughlin hat mich von Beginn an gefesselt. Ich habe die Entwicklung dieser Familie nun seit 10 Bänden begleitet und finde es spannend, wie sich die Familienmitglieder und deren Beziehung im Laufe der Zeit verändert haben.

Der Leser bekommt durch die Passagen, die aus der Sicht des Täters geschildert werden, Hintergrundwissen über die Motive der Tat(en). Es gefällt mir auch , wie der Verlauf Parkinsonkrankheit des Protagonisten geschildert wird- da das Buch aus Joe O'Loughlins Perspektive erzählt wird, schildert er die Beschreibung der Krankheitssymptome eher tragikkomisch :

"Diesen Moment wählte mein Körper, um zu versteifen, sodass ich in einer klassischen James-Bond-Hocke erwischt werde, ohne die Pistole natürlich, das Gesicht starr, der Körper in der Bewegung eingefroren, als würde ich Stopptanzen spielen."

Alles in allem ist "Der Schlafmacher" ein solider Krimi/Thriller, der mich sehr gut unterhalten hat. Oftmals ist es bei Krimireihe mit einem Ermittler so, dass das Niveau der Anfangsbände nicht durchgehend aufrecht erhalten wird und es kaum Charakterentwicklungen gibt, bei der Joe O'Loughlin/ Vincent Ruiz Reihe ist es für mich aber (zum Glück) nicht so.

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