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89 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

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Familie und andere Trostpreise

Martine McDonagh , Marion Ahl
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.07.2018
ISBN 9783959671958
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Familie und andere Trostpreise" stammt aus der Feder von Martine McDonagh, wurde von Marion Ahl ins Deutsche übersetzt und vom HarperCollins Verlag im Sommer 2018 herausgebracht.
Worum geht es? Der 21jährige Sonny macht sich in Großbritannien auf Spurensuche nach seinen Eltern. So hofft er, seine eigene Identität ein Stückchen besser vollziehen zu können. Er hofft auf aufschlussreiche Hintergrundinfos zur Beziehung seiner Eltern und deren Trennung. All dies bewerkstelligt er, indem er frühere Weggefährten seiner Eltern besucht und Interviews mit ihnen führt. Darin erfährt er schier Unglaubliches. Weitere Hiobsbotschaften erhält Sonny von seinem Vormund Thomas, bei dem er in Amerika aufwuchs. Thomas gab ihm auf seine Reise ein paar Briefe mit, in denen er seine eigene Beziehung zu Sonny Vater offenbart und pikante Details beichtet.
Bei alldem ist Protagonist Sonny selber ein wirklich schräger Typ, ehemaliger Drogensüchtiger gespikt mit zahlreichen Neurosen, mit dem Wissen um einen skrupellosen Vater und der Hoffnung, dass irgendwo eine liebende Mutter auf ihn wartet. Und so ist auch der ganze Roman quasi sein Reisebericht in Briefform an seine ihm unbekannte Mutter.
Das Buch ist kurzweilig geschrieben, unterhält durch seine schrulligen aber liebenswerten Darsteller und die wirklich schräge Familiengeschichte. Hinzu kommt der erfrischend unkonventionelle Sprachstil der Autorin, der das alles abrundet.
Zwei kleine Kritikpunkt habe ich allerdings: zum einen sind mir am Ende des Buches noch zu viele Fragen offen, deren Beantwortung mich interessiert hätten. Zum anderen  finde ich den Originaltitel sehr viel passender, denn dieser hat einen direkten Bezug zum Buch.
       

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Helle Tage, helle Nächte

Hiltrud Baier
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.07.2018
ISBN 9783810530387
Genre: Romane

Rezension:

Hilturd Baier beschäftigt sich in ihrem Debütroman "Helle Tage, helle Nächte" genau mit dieser Frage: Wie beendet man eine Lebenslüge? Protagonistin Anna, durch schwere Krankheit gezeichnet, steht genau vor dieser Entscheidung und wählt einen Brief, in dem sie alles aufklären möchte. Als Botin fungiert ihre Nichte Frederike, die selber von der Lüge ihrer Tante betroffen ist, ohne dies jedoch zu wissen. Also macht sich die junge Frau nichts ahnend mit ihrem roten Bully auf den Weg nach Lappland, um Annas Wunsch zu entsprechen und muss dort dann erfahren, um wie viel verwobener die Angelegenheit ist und in wieweit sie selber involviert ist.
Der Gegenwartsroman erzählt eindrücklich die Gefühlwelt der beiden Frauen, bezieht aber auch immer die Familiengeschichte mit ein. Will heißen, neben Anna und Frederike lernen wir noch Annas Zwillingsschwester Marie und deren Mutter kennen, sowie Petter, ebenfalls Betroffener von Annas Lügen.
Hilturd Baier ist es sehr gut gelungen, den Leser mit auf die Reise in den hohen Norden zu nehmen. Wortwörtlich lässt sie die Landschaft Lapplands vor unserem inneren Auge entstehen und uns die Protagonisten kennenlernen. Es gelingt ihr, die Spannungskurve durch den gesamten Text hindurch aufrecht zu erhalten und auch wenn das Ende vorhersehbar ist, so ist die Hinführung doch sehr einfallsreich und unterhaltsam.
Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung, denn es ist genau die richtige Lektüre für lange Sommerabende!
       

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

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Die Unruhigen

Linn Ullmann , Paul Berf
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 11.06.2018
ISBN 9783630874210
Genre: Romane

Rezension:

Linn Ullmann schrieb mit "Die Unruhigen" eine Familiengeschichte mit starken autobiographischen Zügen. Der Roman erscheint 2018 im Luchterhand Verlag, umfasst 409 Seiten und wurde von Paul Berf ins Deutsche übersetzt.
Um vom Inhalt nicht allzu viel zu verraten: eine Frau im mittleren Alter lässt rückblickend ihre Beziehung zu ihren Eltern speziell ihrem Vater Revue passieren, angefangen von frühesten Kindertagen bis hin zu einem gemeinsamen Buchprojekt kurz vor dessen Tod. Sie begibt sich wortwörtlich auf die Spurensuche nach den einzelnen Beziehungen in einem Wirrwarr an Familiengeflecht. Daher wohl auch der sehr treffende Name des Romans.
In dem postmodernen Roman wird dabei nicht nur die Gegenwart erzählt, sondern via Flashbacks immer wieder die Vergangenheit heraufbeschworen. So erleben wir mit ihr z.B. ihre Kindheitstage in der skandinavischen Provinz, wo das Mädchen ihre Ferien beim rigiden Vater und dessen Lebensgefährtin verbringt. Dank zahlreicher Wiederholungen und anschaulicher Darstellungen wird hier die Einsamkeit der Tochter sehr gut transportiert. Darüber hinaus veröffentlicht Ullmann Briefe ihres berühmten Vaters und spikt das Ganze mit Transkriptionen der mit ihm geführten Interviews. Besonders in diesen Sequenzen wird die fortschreitende Krankheit des Mannes bedrückend deutlich. Ganz allgemein wird hier also eine Eltern - Kind - Beziehung unter die Lupe genommen, ohne dabei zu emotional zu werden. Ullmann bleibt in all ihren Beschreibungen überraschend sachlich.    
Zwischen dem Cover und dem Text gibt es einen direkten Bezug, zeigt dieses doch ein verschwommenes Foto von Vater und Tochter, was wohl sinnbildlich für das Verschwimmen von Erinnerungen an die gemeinsame Zeit steht.
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, da die Autorin eine sehr klare Sprache verwendet und eine ausgesprochen gute Beobachterin ist. Wer sich also für die Familie Ullmann interssiert, dem wird in diesem Roman ein intensiver Einblick gewährt.
       

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Das Grab unter Zedern

Remy Eyssen
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548289076
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Das Grab unter Zedern" stammt vom Autor Remy Eyssen, erscheint im Frühsommer 2018 im Ullstein Verlag und ist der 4. Band um den Rechtsmediziner Leon Ritter.
Diesmal wird ein Familienvater durch das Berufungsgericht freigesprochen und kehrt 5 Jahre nach dem Mord an seiner Tochter in seine Heimatstadt zurück. Dort glaubt keiner an dessen Unschuld, doch die Polizei beginnt von neuem mit der Suche nach dem Täter und reißt damit alte Wunden auf. Gleichzeitig gibt es in der Umgebung 3 weitere Todesfälle, die Dr. Ritter auf den Plan rufen. Und hier beginnt der Autor geschickt, ein undurchsitiges Netz aus alter Schuld, Lügen und Irrwegen rund um den ungeklärten Mordfall an der kleinen Amelie zu weben. Seine inoffiziellen Recherchen führen Ritter entlang der Cote d´ Azur, sodass wir Leser neben der Spannung des Krimis auch noch detailierte Landschaftsbeschreibungen genießen können.
Erzählt wird die Geschichte aus 3 verschiedenen Perspektiven, wobei der Blickwinkel des Rechtsmediziniers den Löwenanteil ausmacht.
Beide, Dr. Ritter und seine Lebensgefährtin, die ermittelnde Kommissarin Isabelle, sind authentische Protagonisten mit liebenswerten Marotten und für mich neben den malerischen Landschaftsbeschreibungen elementar für diesen Roman. Hinzu kommen Nebendarsteller wie Ritters egozentrischer neuer Kollege Bodin oder Isabelles knurriger Chef Zerna, welche der Konstellation die nötige Würze geben.
Der Spannungsbogen in diesem Roman zieht sich buchstäblich bis zur vorletzten Seite, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Als Hinweis an alle Leser daher: nicht die letzte Seite schon vorablesen! Clever gemacht vom Autor ist auch die Tatsache, dass man zwar schon Dank des Titels weiß, dass es 3 Vorgängerromane gibt. Allerdings verzichtet er fast komplett auf Andeutungen zu diesen. Wer also nach der Lektüre des vorliegenden Buches Feuer gefangen hat, kann die Reihe getrost von hinten aufrollen und bleibt trotzdem bis zum Schluss neugierig.   
Von mir gibt es daher sehr gerne eine Leseempfehlung für Leon Ritters 4. Fall und ein herzliches Dankeschön an den Ullstein Verlag für die Überlassung des Rezensionsexemplares.    
       

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

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Häuser aus Sand

Hala Alyan , Michaela Grabinger
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 18.06.2018
ISBN 9783832198558
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Häuser aus Sand" stammt von der Autorin Hala Alyan, liegt hier in einer Übersetzung von Michaela Grabinger vor und wird 2018 vom DuMont Buchverlag herausgegeben.
Wir begleiten die Familie Yacoub, deren Wurzeln in Palästina liegen und begleiten sie über mehrere Jahrzehnte auf ihrer Suche nach einer Heimat. Das Leben der Familienmitglieder ist durch Vertreibung, Krieg und der ständigen Neuorientierung geprägt. Immer sind sie bestrebt, sich an einem neuen Ort einzufinden, heimisch zu werden, sich etwas Neues aufzubauen und ihrer Herkunft bewusst zu machen. Dies gelingt ihnen allen unterschiedlich gut. Ihre Suche führt sie von Jaffa über verschiedene Stationen bis nach Boston. Die Familie ist regelrecht über alle Kontinente zerstreut. Hieraus ergibt sich automatisch die Diskrepanz der einzelnen Familienmitglieder in Sprache, kulturellen Hintergrund, religiösen Ansichen und führt somit zu innerfamiliären Spannungen. Da die Familiengeschichte in chronologischen Zeitsprüngen erzählt wird, konzentriert sich der Plot auf die essentiellen Daten und man kann der Story sehr gut folgen.
Alle relevanten Familienmitglieder sind authentisch dargestellt. Leider werden innere Konflikte nur teilweise gut spürbar beschrieben. Daher fiel es mir schwer, mich in ihre jeweiligen Rollen zu versetzen oder Reaktionen / Handlungen immer gut nachzuvollziehen.
Außerdem erachte ich es als hilfreich, wenn man sich mit der politischen Komponente des Konfliktes in Israel / Palästina und dem Nahen Osten als Ganzes etwas auskennt. Der Roman füllt hier leider nicht immer die Lücken, sondern setzt diese Kenntnis voraus, bzw. baut auf ihnen auf. Schade für mich, denn ich mag es eigentlich, wenn ich Geschichte als Roman verpackt erleben darf, wenn sie am Schicksal einzelner greifbar wird, statt mir nüchtern die Fakten aus Geschichtsbüchern zu sammeln. Der vorliegende Roman hat das nicht in Gänze geschafft und konnte meine Neugier und Begeisterung am Thema nicht wie erhofft wecken.

       

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66 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

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Alles was glänzt

Marie Gamillscheg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 19.03.2018
ISBN 9783630875613
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch "Alles was glänzt" stammt aus der Feder von Marie Gamillscheg, erscheint im Frühjahr 2018 im Luchterhand Verlag und umfasst 221 Seiten.
Dieser ungewöhnlich geschriebene Roman spielt in den Bergen, genauer in einer kleinen Gemeinde. Vormals wurde hier Bergbau betrieben und der Ort erblühte im wirtschaftlichen Aufschwung. Doch nun, da die Stollen verwaisen, erstirbt das Leben im Ort. Hinzu kommt, dass die Gemeinde von einer selbstgemachten Naturkatastrophe bedroht wird, denn der ausgehöhlte Berg droht zusammenzubrechen und das Dorf zu begraben. Einfühlsam beschreibt Gamillscheg an wenigen exemplarischen Bewohnern den Umgang mit der Bedrohung. Ihnen gegenüber stellt sie Merih, der einen Sommer oben bei den Bewohnern im Ort verbringt und dem drohenden Untergang etwas Positives entgegenstellen soll.
Wir haben es hier mit einem Roman zu tun, den man nicht mal ebenso schnell durchliest. Der Autorin ist es gelungen, die handelnden Charaktere sehr gut zu beschreiben und durch ihr Schicksal wird man regelrecht mitten ins Geschehen gezogen. Da zwischen den Protagonisten hin- und hergeswitcht wird, schwankt man von euporischem Tatendrangen über Fluchttendenzen bis hin zu totaler Ignoranz - für den Leser eine wahre Achterbahn der Gefühle.
Genießer stilistischer Mittel kommen in diesem Roman genauso auf ihre Kosten wie Freunde von sozialkritischer Literatur. Beides vereint die junge Autorin in ihrem Werk und bekommt daher von mir eine klare Leseempfehlung!
       

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253 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch "Die Geschichte des Wassers" stammt von der norwegischen Autorin Maja Lunde, erscheint im Frühjahr 2018 und wird vom btb-Verlag herausgebracht.
Es ist nach "Die Geschichte der Bienen" schon der 2. Roman, in dem sich die Autorin einem aktuellen Umweltthema widmet. Dieses mal beschränkt sie sich darauf, zwei Handlungsstränge miteinander zu verweben. Zum einen ist da die in die Jahre gekommene Umweltaktivistin Signe, welche in der Gegenwart lebt und mit einer riskanten Aktion auf einen Missstand in ihrer alten Heimat aufmerksam machen möchte. Durch zahlreiche innere Monologe erfahren wir rückblickend ihre wichtigsten Lebensstationen und werden gezwungen, uns mit aktuellen Diskussionen auseinanderzusetzen. Der 2. Handlungsstrang spielt in der Zukunft und begleitet David mit seiner kleinen Tochter auf ihrer Flucht durch Frankreich und ihrem Leben in einem Flüchtlingscamp. Sie stehen stellvertretend für all jene Opfer, die die Umweltkatastrophen bewältigen müssen, für die unsere Generation die Grundlagen gelegt hat und noch immer legt.
Maja Lunde gelingt es dank ihrer enormen Erzählkraft die Welt der Protagonisten plastisch und greifbar darzustellen: auf der einen Seite die atemberaubende Landschaft der norwegischen Fjorde und zum anderen die erbarmungslose Einöde der sich ausbreitenden Wüste in Südeuropa. Daneben schildert sie genauso eindrücklich unseren gedankenlosen Umgang mit der Natur, ihre oft grundlose Zerstörung und die lebensbedrohlichen Konsequenzen, die sich für zukünftige Generationen daraus ergeben. Und all das schafft sie, indem sie uns einfach am Leben der Protagonisten teilhaben lässt. Hier werden also wieder geschickt umweltrelevante Themen mit bewegenden Schicksalen verwoben.
Einziger kleiner Kritikpunkt am Roman: im Part über Signe werden in einem Kapitel sehr viele Fachbegriffe des Segelns verwendet. Wer hier - wie ich - nicht bewandert ist, wird nicht umhinkommen, ein Lexikon zu bemühen, wodurch jedoch die Spannung des Kapitel leidet.
Für mich ist dieser Roman ein gelungener Nachfolger des Erstlingswerkes, auf den ich mich schon länger gefreut habe. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt und daher bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung!
       

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123 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

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Der Mond des Vergessens

Brian Lee Durfee , Andreas Heckmann
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.03.2018
ISBN 9783608961416
Genre: Fantasy

Rezension:

Das vorliegende Werk "Der Mond des Vergessens" stammt von dem amerikanischen Autor Brian Lee Durfee in einer Übersetzung von Andreas Heckmann, umfasst 869 Seiten und erscheint im Frühjahr 2018 im Klett-Cotta Verlag.
Es ist der erste Band einer mehrteiligen Reihe. Er entführt seinen Leser in die Fantasiewelt der fünf Inseln. Diese werden von verschiedenen Lebewesen bewohnt, u.a. lernt man neben Menschen Zwerge, Oghule, Valle und das Meervolk kennen. Epochal hat sich der Autor am Mittelalter orientiert, denn es werden Tavernen, Segelschiffe, Ritter und ihre Streitrösser, höfisches Leben auf Burgen usw. beschrieben. Auf den fünf Insel tobt ein jahrelanger Krieg, der auch um die Vorherrschaft der richtigen Religion ausgetragen wird, denn aktuell herrschen 2 verschiedene Deutungen nebeneinander. Im Fantasyepos lernen wir verschiedene Hauptcharaktere kennen: den Waisenjungen Nail, die Prinzessinnen Jondralyn und Tala, den Ritter Gault, epp. Zwischen ihnen springt die Handlung hin und her. Wir erleben also den Fortlauf der Handlung aus wechselnden Perspektiven, was für mich deutlich zur Spannung beigetragen hat. Trotz dieses umfangreichen Wissen, welches man als Leser hat, nimmt der Verlauf der Geschichte immer wieder überraschende Wendungen, die all das Vorangestellte in ein ganz neues Licht tauchen.
Der Roman lebt ganz klar von seiner bildlichen Sprache. Leicht erschließt sich dem Leser diese neue Welt und ihre Bewohner in all ihren Facetten. Leider nutzt Durfee sie auch bei der Darstellung von Gewalttaten und dem Kriegsgeschehen und das war mir dann hier und da doch etwas zu viel des Guten.
Sehr gut gefällt mir auch der Anhang des Buches. Hier findet man eine Übersicht über die Geschichte der fünf Inseln, wichtige Infos zu handelnden Wesen und zu den verschiedenen Religionen, nebst einer sehr schön gestalteten Karte zur leichteren Orietierung.
Dieses Buch hat alles, was es für ein gutes Epos braucht: authentische Charaktere, verbitterte Machtkämpfe, Intrigen, Rache, Liebe und eine gehörige Portion Heldentum.
Leider hab ich nicht herausfinden können, wann der nächste Teil in Deutschland erscheint. In englischer Fassung soll er aber schon im Sommer diesen Jahres vorliegen. Ein bischen Geduld wird dem Leser also abgerungen.
 
       

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Das Vermächtnis des Künstlers

Gordon McBane
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Midnight, 09.03.2018
ISBN 9783958199323
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Das Vermächtnis des Künstlers" stammt von Gordon McBane, erscheint im Februar 2018 und wird im Ullstein Verlag herausgegeben.
Im Roman macht sich der Parapsychologe Georg Mallory auf den Weg nach Venedig. Hier soll er zusammen mit einer Kunsthistorikerin zwei Bilder finden, die zu einer ganzen Sammlung von Werken eines unbekannten Künstlers gehören und als verschollen gelten. Leider stehen die Bilder alle im Zusammenhang von mysteriösen Bränden sowie Todesfällen. Zudem wird behauptet, dass sie ihre Besitzer in den Wahnsinn treiben und somit ist die Jagd nach den fehlenden Bildern eröffnet. Der Plot bietet also wirklich eine solide Grundlage für einen guten Thriller und startet tatsächlich auch sehr spannend. Doch dies bleibt leider nicht so. Schon nach kurzer Zeit streut McBane detailierte Beschreibungen diverser Nebensächlichkeiten ein, die er seitenlang ausschmückt. Fand ich es noch interessant, zahlreiche architektonische Details über Venedig zu erfahren (Lesen soll ja bekanntlich bilden), war bei der Entstehungsgeschichte des American Football für mich der Bogen eindeutig überspannt, zumal ich auch die Beziehung zum Buch nicht mehr herstellen konnte. Diese Ausschmückungen stellen jedoch nicht nur die Geduld der Leser auf eine harte Probe, sondern nehmen der Handlung leider oft genug auch die Spannung. Sehr gut gelingt es McBane, verschiedene Handlungsanfänge im Plot zu platzieren. So trägt nicht nur der Parapsychologe ein dunkles Geheimnis mit sich herum, auch die Kunsthistorikerin Josephine scheint traumatisch vorbelastet. Selbiges gilt für deren Adoptivtochter Amanda. Doch wer sich jetzt darauf freut, dass sich am Ende des Romans zumindest einige diese losen Enden zu einem großen Ganzen zusammenfügen, wird ebenfalls enttäuscht. Die Handlung endet mitten im Geschehen. Es handelt sich hier also nicht um einen abgeschlossenen Roman, sondern tatsächlich um den 1. Teil einer Triologie, deren Inhalt sich über 3 Bücher spannt und vermutlich auch erst an deren Ende offenbart.
Blicken wir noch auf die sprachlichen Mittel des Romans. Hier bin ich geneigt, zwischendurch den eloquenten Sprachstil eines Arthur Conan Doyle zu erkennen. Dieser angenehme Eindruck wird jedoch schnell durch schnoddrige Dialogteile zerstört, die ich eher einer veraltet Jugendsprache zuordnen möchte und somit ist das Ganze für mich nicht mehr rund. Wie schon erwähnt, sind dem Autor die descriptiven Anteile im Roman gut gelungen. Wer also darauf Wert legt, kommt als Leser voll auf seine Kosten.
Es fällt mir schwer, für diesen Einzelroman eine Leseempfehlung auszusprechen. Wer an der Geschichte interessiert ist, sollte wohl besser warten, bis auch die fehlenden 2 Teile veröffentlicht werden und dann alle zusammen lesen. Auch beim Titel "Thriller" möchte ich nicht ganz mitgehen. Dafür fehlt mir persönlich über weite Strecken im Buch die Spannung, von wirklichem Nervenkitzel ganz zu schweigen.

       

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(75)

107 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 73 Rezensionen

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Ein mögliches Leben

Hannes Köhler
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 23.02.2018
ISBN 9783550081859
Genre: Romane

Rezension:

Der Familienroman "Ein mögliches Leben" stammt von dem jungen Autoren Hannes Köhler, erscheint im Frühjahr 2018 beim Ullstein Verlag und umfasst 346 Seiten.
In ihm macht sich der hochbetagte Franz zusammen mit seinem Enkel Martin auf eine Reise in die Staaten. Hier besuchen sie gemeinsam ehemalige Strafgefangenenlager, in denen Franz nach seiner Festnahme 1944 in Frankreich durch die Amerikaner untergebracht war. Erzählt wird dieser Teil des Romans aus Sicht des Enkels, der seinen reservierten Großvater völlig neu kennenlernt und auch über sich selbst und sein Leben beginnt zu reflektieren. Unterbrochen wird die Handlung dann durch Erinnerungen des Großvaters an die Zeit in den Gefangenenlagern. Diese kommen nicht als Dialoge daher, sondern als Zeitsprünge zurück in die Jahre 1944/45. Aus der Sicht des jungen Franz bekommt der Leser nun einen schonungslosen Einblick in den Lageralltag, die vorherrschenden Hierarchien, den inneren Konflikt der Soldaten zwischen antrainierten Gehorsam, dem Realisieren von Schuld und dem Entdecken neuer Möglichkeiten. Ein weiterer Zeitsprung zurück in die Gegenwart führt uns nach Norddeutschland zu Barbara. Sie ist die Tochter von Franz, Mutter von Martin und steht somit für die 3. Generation im Roman. Zuerst nur verständnislose Zuschauerin des überraschenden USA-Besuches von greisem Vater und wankelmütigem Sohnemann, wird sie von Köhler jedoch gekonnt in die Abläufe integriert, stellt sozusagen das fehlende Bindeglied zum Verständnis des Romans dar.
Für mich ist der Roman schlüssig aufgebaut, die Zeitsprünge sind nicht zuletzt durch die wechselnden Erzählperspektiven gut nachzuvollziehen. Zudem sind die drei Hauptfiguren sympathische Zeitgenossen, die reflektiert durch´s Leben gehen und klar nachvollziehbare Standpunkte vertreten. Ganz am Ende des Buches wird dann noch ein deutlicher Bezug zum Titel "Ein mögliches Leben" hergestellt, den es für mich so nicht mehr gebraucht hätte, da er zwischen den Zeilen immer wieder anklingt.
Neben dem Plot, der ohne Frage schon reines Lesevergnügen verspricht, gefällt mir der Schreibstil des Autoren besonders gut. Er versteht es, mit Worten ganze Landschaften auferstehen zu lassen und kann ganz eindrücklich Atmosphären schaffen - positive wie negative. Und dies alles spickt er mit philosophischen Ansätzen, die unsere aktuelle gesellschaftliche Situation in ein deutliches Licht setzen und mich sehr nachdenklich zurücklassen.       
Einziges Rätsel des Buches bleibt für mich das um 90° gedrehte Cover. Daher erspare ich mir hier etwaige Spekulationen dazu.
Diesen Roman kann ich guten Gewissens all den Lesern ans Herz legen, die bereit sind, sich mit einem unschönen Teil deutscher Geschichte auseinanderzusetzen und dies nicht mit einem verstaubten Lehrbuch tun wollen, sondern unterhaltsam aufgearbeitet in einer gut recherchierten Familiengeschichte. Wer sich dann noch für den Einsatz diverser stilistischer Sprachmittel im Text begeistern kann, dem wird dieses Buch ein Vergnügen sein. Vielen Dank an den Ullstein Verlag, dass ich es lesen und rezensieren durfte.
       

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205 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 122 Rezensionen

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Die Herzen der Männer

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2018
ISBN 9783608983135
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Die Herzen der Männer" stammt von dem us-amerikanischen Autor Nickolas Butler, wurde wie auch schon der Vorgängerroman von Dorothee Merkel übersetzt, vom Klett-Cotta-Verlag herausgebracht und umfasst 473 Seiten.
Das Hauptthema des Buches ist die Bedeutung von Freundschaft, Familie, Liebe, Ehrenkodizis und Moral im Wandel der amerikanischen Gesellschaft. Um dies zu erkunden begleiten wir Protagonist Nelson durch dessen bewegtes Leben. Wir lernen die schwierige Beziehung zu seinen Eltern kennen, begegnen dem alten Pfandfinderführer Wilbur, der sich dem Jungen liebevoll annimmt, treffen Nelsons Freund Jonathan und werden Zeuge, wie ihre ungewöhnliche Freundschaft wächst. Nicht zuletzt sind da noch Jonathans Sohn Trevor und dessen Frau Rachel mit Sohn Thomas, die weitere tragende Rollen in Butlers Roman einnehmen. Die Geschichte umspannnt die Zeit von 1962 bis 2019, wodurch auch klar wird, dass einige Zeitsprünge eingebauten wurden. Diese tauchen in Form von Rückblenden, Gesprächen oder Erinnerungen der Hauptfiguren auf. Auch die Erzählperspektive wechselt zwischen den Protagonisten und gewährt uns somit einen direkten Einblick in das Seelenleben und die Gedankenwelt der jeweiligen Person. Bisweilen haben diese Einblicke stark philosophische Züge, was das Buch für mich zu einem besonderen Lesegenuss machte. Nun könnte man meinen, dass es schwierig wäre dem Plot zu folgen, wenn doch Zeit, Ort und Perspektive öfters wechseln, doch dem ist nicht so. Butler ist es stets gelungen, den Leser auf seine Wege zu begleiten und den roten Faden nicht zu verlieren.  
An keiner Stelle wurde das Buch für mich langweilig, da ein Höhepunkt den anderen jagt, sicher der Vorteil, wenn man die Geschichte auf mehrere handelnde Personen verteilt. Zudem nimmt der Plot überraschende Wendungen, was die Spannung um ein Weiteres erhöht. Sehr gut hat mir auch der berührende Schreibstil gefallen und die Tatsache, dass Butler neben vielen beschreibenden auch zahlreiche spannende Segmente eingebaut hat. Hinzu kommen die Protagonisten, die alle sehr authentisch, ja nahezu liebevoll dargestellt wurden.
Für mich war dies ein rundum gelungenes Buch, in dem man die Liebe des Autors zu seiner Heimat deutlich spüren kann. Daher gibt es von mir sehr gerne eine klare Leseempfehlung und einen herzlichen Dank an den Verlag für das Exemplar!
       

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78 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

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Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand

Glenn Dixon , Lars Bauer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2018
ISBN 9783462051148
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Roman "Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand" stammt aus der Feder von Glenn Dixon und von Lars Bauer aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.
Wir begegnen in diesen autobiographischen Werk einen Mann in den besten Jahren, der an einer kanadischen Schule Shakespeare unterrichtet. Gemeinsam mit seinen Schülern nimmt er das Werk "Romeo und Julia" unter die Lupe und schafft es dank seiner leidenschaftlichen und empathischen Art, den Inhalt des nicht immer leicht zu verstehenden Werkes zu vermitteln. Neben diesem Handlungsstrang verläuft ein zweiter, der die Hauptfigur nach Verona reisen lässt. Hier beginnt unser Lehrer seine Tätigkeit als "Julias Sekretär" in Verona, lernt Stadt, Land und Leute kennen und transportiert ganz nebenbei unzählige Infos zur Entstehung von Spakespeares Meisterwerk.
Als Literaturfan kommt man hier voll auf seine Kosten: quasi im Vorbeigehen bekommt man während des Lesens ein "Literaturseminar" mit viel Hintergrundwissen gespickt mit zahlreichen Betrachtungsweisen der Liebe. Was mir persönlich jedoch fehlt, sind die Emotionen. Diese bleiben bei der teils nüchternen Schreibweise für meinen Geschmack leider öfters auf der Strecke und mir gelang es nicht, eine Bindung zur Hauptfigur aufzubauen. Aber vielleicht hatte ich durch den eingangs beschriebenen Plot auch zu hohe Erwartungen.
Trotzdem ein lesenswertes Buch mit einer sympathischen Hauptfigur!
       

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

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Fa(t)shionista

Magda Albrecht
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 02.01.2018
ISBN 9783864930539
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Fa(t)shionista: Rund und glücklich durchs Leben" stammt von der bekannten Aktivistin und Bloggerin Magda Albrecht und erschien im Januar 2018 im Ullstein Verlag.
Albrecht selber beschreibt es als ein wichtiges Buch nicht nur für Frauen mit zu vielen Kilos auf den Rippen. Ob ich es so betiteln würde, weiß ich nicht. Mit Sicherheit aber kann ich sagen, dass es für mich ein spannendes Buch war. Es eröffnete mir eine ganz neue Sicht auf die täglichen Diskriminierungen, denen Menschen mit Übergewicht ausgesetzt sind und wie selbstverständlich diese den Weg in unsere Kommunikations- und Denkschemata gefunden haben.
Wie hat die Autorin dies geschafft? Zum einen durch eine schonungslose Offenheit. Sie lässt ihr bisheriges Leben Revue passieren und beschreibt detailliert Begegnungen, die sie ertragen musste. Dabei nimmt Albrecht kein Blatt vor den Mund und hält der Gesellschaft gekonnt den Spiegel vor. Zum anderen räumt sie auf mit gängigem Halbwissen über Ursachen und Folgen von zu viel Gewicht, gibt einen kurzen Abriss über die Entstehung von Schönheitsidealen und deren Auswirkungen. Hierbei bezieht sie sich auf zahlreiche Untersuchungen, etc.. Wer Zeit und Muse hat, sich noch eingehender mit dem Thema zu beschäftigen, findet am Schluss des Buches Unmengen an weiterführender Literatur und Verweise auf passende Internetseiten.
Wenn ich dem Buch einen Titel vermachen sollte, dann wäre es dieser: leider notwendig! Eigentlich leben wir ja in einer toleranten Gesellschaft, die auf einer freiheitlichen Grundordnung fußt und doch zeigt dieses Buch auf jeder Zeit, dass da bei genauerem Hinsehen noch viel Luft nach oben ist. Es ist absolut bemerkenswert, mit wie viel Haltung die Autorin uns die Autorin an ihren Erfahrungen teilhaben lässt und ein Thema auf den Tisch bringt, dass gerne unter den Teppich gekehrt wird oder komplett negiert. Für mich ein notwendiger Denkanstoß über gesellschaftliche Normen und Werte, der in einer unfassbar sympathischen Sprache formuliert ist. Daher gibt es von mir eine unbedingte Leseempfehlung!
       

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

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Highway to heaven

Katarina Bivald , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 11.12.2017
ISBN 9783442715602
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Highway To Heaven" stammt von der schwedischen Autorin Katarina BIVALD, wurde von Gabriele HAEFS ins Deutsche übersetzt und wurde vom btb - Verlag im Januar 2018 aufgelegt.
Dieses berührende Buch erzählt die Geschichte von der alleinerziehenden Anette, die in einer schwedischen Kleinstadt lebend nach dem Auszug ihrer Tochter verdammt viel Zeit hat, um sich ihr Leben ganz in Ruhe von allen Seiten zu betrachten und zu dem Ergebnis kommt: Das kann noch nicht alles gewesen sein. Da muss noch was kommen. Und so stürzt sie sich leidenschaftlich in verschiedene Unternehmungen und probiert wild drauf los. Hauptsache der Stille in den eigenen vier Wänden entkommen. Motiviert wird sie zusätzlich von ihren zwei Freundinnen und so nimmt das Chaos seinen Lauf. Als Leser_in hat man ständig das Gefühl, irgendwie mit von der Partie zu sein und Anette durch dieses Jahr zu begleiten.
Genau hier liegt für mich der Charme dieses Romans. Die Autorin verschohnt ihre Protagonistin nicht. Ungeschönt lässt sie uns teilhaben an all den Hochs und Tiefs, blickt mit uns auf die nicht minder chaotische Vergangenheit zurück und stellt sich der Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Wert von Freundschaften. Bei mir führte das nicht selten dazu vom Buch hochzublicken und mal mein eigenes Dasein zu reflektieren. Anstöße dazu finden sich im Text mehr als genug. Trotz der großen Themen, denen sich Frau Bivald widmet, bleibt der Roman spritzig und sehr unterhaltsam und nicht selten weckt er gekonnt Emotionen.
Für mich ein rundum gelungenes Buch, dass ich nur ungern aus der Hand gelegt habe. Es gehört für mich zu denen, die man erst verschlingt und dann der Tatsache nachtrauert, dass man es durchgelesen hat ... wo Verweilen doch so schön gewesen wäre.
Wem ich das Buch empfehlen würde? Fans der Gilmore Girls werden den Sprachstil sicher genauso lieben wie den Plot. Wer sich gerne mit den großen philosophischen Fragen auseinandersetzt, ist mit diesem Buch aber genauso gut beraten. Und wenn ihr euch ein paar schöne Stunden auf der Couch gönnen wollt, um kalten Wintertagen zu entfliehen, ist dieses Buch ein wundervoller Begleiter.
Ich wünsche viel Spaß beim Schmökern und danke dem btb - Verlag für das Vorabexemplar.
 
       

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Totengrab

Keith Nixon
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.12.2017
ISBN 9783732541812
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Krimi „Totengrab“ stammt von dem Autor Keith Nixon und erschien 2017 im Bastei Lübbe Verlag. Aus dem Englischen übersetzt wurde er von Kerstin Fricke. Es ist der erste Band um den Ermittler Solomon Gray.
Worum geht es? Detective Sergeant Solomon Gray ist Ermittler in einem kleinen Küstenort Englands. Eines Tages wird er mit seinem Team zu einem Hochhaus am Stadtrand gerufen. Der junge Nick Buckingham hat hier scheinbar Selbstmord begangen. Doch Grays Handynummer wird auf dessen Telefon gefunden und so nehmen die Ermittlungen ihren Lauf. Verwoben wird diese Geschichte zusätzlich mit dem Verschwinden von Grays Sohn vor 10 Jahren, dem Hilferuf des ortsansässigen Pfarrers, der Leidensgeschichte von Grays Frau und einer Geheimermittlung, in welche der Detective ebenfalls verstrickt ist. Normal bin ich ein großer Fan davon, wenn in Romanen mehrere Handlungsstränge parallel aufgebaut werden, um dann auf dem Höhepunkt des Buches zusammenzufinden. Das passiert auch hier, nur erscheint mir deren Kombination nicht immer logisch. Aufgrund der Irritationen kommt für mich die Spannung im Buch leider etwas zu kurz.
Gut gezeichnet ist der Protagonist Gray. Ihn umweht von Anfang an der Hauch des einsamen Wolfes: privat vom Glück verlassen, sich in Alkohol flüchtend und bei den Ermittlungsarbeiten stets von weiteren Schicksalsschlägen in die Knie gezwungen. Ein Vergleich mit Nesbos Ermittler Harry Hole liegt da nahe, nur hält er diesem qualitativ noch nicht stand. Neben Gray wird gleich im ersten Roman sein ganzes Team vorgestellt. Allerdings war ich eher verwundert, warum ich von all denen Name, Dienstrang und persönliche Befindlichkeiten wissen muss. Sie waren für die Handlung oft nicht relevant und da ist meine Meinung: weniger ist manchmal mehr. Außerdem sollen scheinbar noch weitere Bände folgen, Warum also die Eile?
Geprägt ist das Buch von einem flüssigen Erzählstil, sodass es sich gut lesen lässt. Da Zeitsprünge in den Überschriften schon kenntlich gemacht wurden, sind diese den 3 verschiedenen Zeitschienen gut zuzuordnen, auf denen sich der Krimi bewegt. Einen Bezug zwischen Titel und Inhalt habe ich nicht finden können, aber vielleicht habe ich den ja überlesen?
Gefesselt hat mich das Buch leider nicht richtig, dafür aber gut unterhalten.
       

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

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Der Serienkiller, der keiner war

Dan Josefsson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei btb, 13.11.2017
ISBN 9783442715664
Genre: Biografien

Rezension:

"Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen" ist ein Buch von Dan Josefsson und erschien 2017 im btb - Verlag. Es zählt zu den Sachbüchern. Inhalt ist die Aufarbeitung eines der größten Justizskandale Schwedens. Hier wurde der Drogenabhängige Sture Bergwall des mehrfachen Mordes für schuldig gesprochen, nachdem er diese und weitere Morde gestanden hatte. Wie sich viel zu spät herausstellte, hatte er keinen dieser Morde begangen. Das Buch macht sich zur Aufgabe herauszustellen, wie es durch den Einfluss von Psychotherapeuten passieren konnte, das Erinnerungsvermögen von Sture so zu manipulieren und wie Nachlässigkeit der Justiz zu Verurteilungen führte.
In den unterschiedlichen Kapiteln beleuchtet der Autor ausführlich das Leben und Wirken der beteiligten Personen, wobei sein Fokus ganz klar auf Sture, der Supervisorin Margit Norell und deren Wechselwirkung liegt. Ganz nebenbei erhält der Leser einen umfangreichen Abriss der Weiterentwicklung der Freudschen Psychoanalyse in Schweden.
Das Buch ist unglaublich gut und ausführlich recherchiert. Es gibt zahlreiche Querverweise auf weiterführende Literatur, fallrelevante Dokumente und Bildmaterial. Dazu kommen viele Zitate aus Zeugeninterviews, die Josefsson selber durchgeführt hat. Natürlich ist das Buch nicht spannend im Sinne einer klassischen Tätersuche, aber sehr aufschlussreich in der Ursachenforschung zu solch einem Justizirrtum.
Josefssons Buch ist geprägt durch einen sehr lockeren Erzählstil und trotzdem wurde es mir auf die Dauer doch etwas langatmig ob der vielen Details. Das Lesen des Buches setzt keine besonderen Kenntnisse therapeutischer Behandlungsansätze voraus. Ohne diese wird es aber hier und da noch zähflüssiger.
Das Cover ist ansprechend gestaltet. Das schwarz-weiß Negativ ist eine gekonnte Überleitung zum Beginn des Buches. Die erhabenen Buchstaben der Überschrift sorgen für eine gute Haptik.
Für war dieses Buch eine wirkliche Herausforderung und trotzdem glaube ich, dass Fans echter Kriminalarbeit hier ihre wahre Freude beim Lesen haben werden.
       

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Das Vermächtnis der Spione

John le Carré , Peter Torberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 13.10.2017
ISBN 9783550050121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Das Vermächtnis der Spione" stammt aus der Feder des bekannten Autoren John le Carré und erschien im Herbst 2017 im Ullstein-Verlag. Er ist der dritte Band einer Reihe von Spionageromanen und bildet damit ihren Abschluss.
Protagonist ist Peter, welcher als junger Mann eine Zeit lang für den britischen Geheimdienst arbeitet, danach jahrzehntelang unbehelligt in der Bretagne lebt und nun vom Geheimdienst zurück nach London beordert wird. Hier soll er Licht in das Dunkel der längst beendeten Geheimoperation "Mayflower" bringen und seine eigenen Verstrickungen darin erklären. Gemeinsam mit Peter lässt uns Carré alte Akten wälzen, aus der Retroperspektive heraus die Operation erneut durchleben und ihre fatalen Auswirkungen auf die Gegenwart erfahren. Der Roman kombiniert geschickt das gegenwärtige Leben des Agenten mit Zeitsprüngen zurück in die Tage des Kalten Krieges. Er gewährt interessante Einblicke in das Leben und Wirken von Spionen und ihren Widersacherm. Er zeigt darüber hinaus aber auch ganz menschliche Seiten der Agenten und deren innere Auseinandersetzung mit ihrer Tätigkeit.
Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und hält einige unerwartete Wendungen für uns Leser bereit. Wer allerdings einen nervenaufreibenden Krimi erwartet, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Dieser klug geschriebene Roman besticht eher durch die Innenansicht der dargestellten Hauptfigur und die leisen Zwischentöne. Der Plot ist zudem auch für Leser verständlich, die die ersten zwei Teile der Reihe noch nicht gelesen haben, da alle handelnden Figuren hinreichend vorgestellt werden.
Schon nach kurzer Zeit wird auch klar, dass eine der wichtigen Nebenfiguren mit Decknamen "Tulip" durch das Buchcover bereits wortwörtlich in den Focus gerückt wurde.
Für mich ein charmat geschriebenes Buch zum Thema Spionage und Gegenspionage und daher eine klare Leseempfehlung. Mein Dank gilt dem Ullstein-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
       

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284 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 104 Rezensionen

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Leere Herzen

Juli Zeh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630875231
Genre: Romane

Rezension:

Der postmoderne Roman "Leere Herzen" von Juli Zeh erschien im Herbst 2017 im Luchterhand Literaturverlag und umfasst 348 Seiten.
Die Autorin beschreibt eine düstere Zukunftsversion von Deutschland, indem sie den Leser ein paar Wochen am Leben von Britta teilhaben lässt. Diese laut eigenen Aussagen desillusionierte junge Frau unterhält im praktischen Eigenheim lebend eine kleine Familie und betreibt oberflächlich betrachtet mit ihrem Geschäftspartner Babak eine Praxis für Psychotherapie. Genauer betrachtet geht ihre Geschäftsidee jedoch weit über ein normales Beratungssetting hinaus, was die beiden in existenzielle Bedrängnis bringt. Der Konflikt eskaliert und Britta muss gemeinsam mit Babak abtauchen. Nur durch einen fulminanten Schachzug gelingt es ihnen, dem Geschehen noch eine entscheidende Wendung zu geben.
Mir persönlich hat der Roman sehr gut gefallen. Durch die Wahl der auktorialen Erzählperspektive kann der Leser tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin erhalten, bekommt aber auch zu den Ereignissen nur häppchenweise weitere Infos, die wirklich mitfiebern lassen. Zudem waren sie für mich Zugang zu einer unglaublich bedrückenden Zukunftsvision unseres Landes und den darin vorherrschenden Verhältnissen. Daher gehe ich davon aus, dass der Roman als eine Warnung zu verstehen ist. Es ist der Autorin sehr gut gelungen, den handelnden Personenkreis auf ein Minimum zu reduzieren, die Darsteller dafür aber umso detaillierter zu skizzieren. Hierzu nutzt sie einige Rückblenden. Zahlreiche innere Monologe erlauben die Teilnahme an Brittas Gedankengängen, ohne dass die Handlung dadurch an Spannung verlieren würde.
Der Titel wird gleich auf den ersten Seiten des Romans in Beziehung zum Bch gesetzt und zieht sich dann wie ein roter Faden durch das Geschehen. Auch die minimalistische Gestaltung des Covers wird nach wenigen Seiten verständlich und als Thema ganz am Ende noch einmal aufgegriffen.
Empfehlen kann ich diesen Roman all denen, die gerne einen Blick in die Zukunft wagen und bereit sind, sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinanderzusetzen. Ein herzlicher Dank geht an den Luchterhand Literaturverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
       

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

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Stille

Erling Kagge , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2017
ISBN 9783458177241
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Stille - Ein Wegweiser" ist ein wunderschönes Buch von dem Abenteurer Erling Kagge und erschien im Herbst diesen Jahres.
Äußerlich fällt sogleich der schlicht weiße Umschlag auf, der sehr passend zum Buchinhalt gewählt wurde. Für mich überraschend war dann aber der quirlig bunte Festeinband, der einen deutlichen Kontrast zum Umschlag setzt und damit genau das Spannungfeld des Buches optisch verdeutlicht - auf der einen Seite der innere Wunsch nach Ruhe und Stille und auf der anderen Seite der ganz normale Wahnsinn des realen Lebens. Der Autor hat für sich festgestellt, das ihm dieses Chaos die Notwendigkeit aufdiktiert, ab und zu in die Stille zu flüchten. Da er von sich auf andere schließt, nimmt er uns mit auf seine Gedankenreise zur Stille und gibt Hinweise, wie wir sie finden können. Hierbei bedient er sich der Selbsterfahrungen aus seinen Abenteuerreisen, involviert die Betrachtungen von Weggefährten und die Ansätze von poetischen Vordenkern. All dies geschieht auf eine ganz leichte, ganz unaufdringliche Weise.
Das Buch überzeugt durch eine klare, einfache und doch sehr bildhafte Sprache und es hält definitiv, was der Titel verspricht: es ist ein Wegweiser für Suchende. Ich kann es all den Lesern ans Herz legen, die sich gerne auf philosophische Betrachtungen einlassen, die es lieben, zwischen den Zeilen lesen und vielleicht sogar bereit sind, einen kleinen Denkanstoß zur Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensgewohnheiten zulassen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ein herzliches Dankeschön an den Inselverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
       

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72 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

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Der Tiger in der guten Stube

Abigail Tucker , Martina Wiese , Monika Niehaus , Jorunn Wissmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.09.2017
ISBN 9783806236477
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Sachbuch "Der Tiger in der guten Stube" von Abigail Tucker erschien in Deutschland im Herbst 2017. Im Wesentlichen behandelt das Buch die kulturgeschichtliche Entwicklung der heutigen Katzen und spannt dabei den Bogen von der Prähistorie über die Zeit der Pharaonen bis zur Internetpräsenz der Vierbeiner in der Gegenwart. Obwohl Frau Tucker sich selber als einen bekennenden Katzenfan outet und wohl auch das Cover mit dem Niedlichkeitsfaktor von Katzenbabies spielt, offenbart das Buch eine sehr detailierte und sachliche Betrachtungsweise des Themas. Neben Wissenschaftlern und Züchtern kommen auch Umweltschützer zu Wort. Dank dieser Bandbreite liegt dem Buch eine wissenschaftlich fundierte Sichtweise zu Grunde, die hoch interessante sowie auch kritische Fakten sichtbar macht. Frau Tucker untermauert zudem all ihre Behauptungen mit Quellennachweisen, welche durch eingebaute Fußnoten leicht zu finden sind. Katzenanekdoten aus ihrem privaten Umfeld und die wirklich liebevollen Illustrationen runden dieses Buch gekonnt ab.
Für mich ein wirklich gut recherchiertes Buch (auch wenn sich viele enthaltene Statistiken auf die USA beziehen), das ein profundes Wissen liefert. Aufgrund der hohen Informationsdichte nicht immer leicht zu lesen, aber mit etwas Konzentration doch unterhaltsam. Eine klare Leseempfehlung für alle Tierinteressierten!  
Vielen Dank an den Theiss-Verlag für das Rezensionsexemplar!       

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

alter, baden- baden, berlin, briefträger als retter, eine reise, familie, husum, kratzbürstige berlinerin, kur, reha, usedom, witwentröster, zwei ältere damen

Weit weg ist anders

Sarah Schmidt
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458752042
Genre: Romane

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Die Entdeckung des Glücks

Isabell Prophet
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Mosaik, 11.09.2017
ISBN 9783442393237
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Die Entdeckung des Glücks" von Isabell Prophet erschien im Sommer 2017. Ich würde es gerne unter die Rubrik Sachbuch oder Ratgeber einordnen.
Dem Buch liegt es am Herzen, uns die Frage zu beantworten, wie wir unser Glück finden können. Immer mit dem Blick, dass viele von uns einen Großteil ihrer Zeit im Job verbringen und dort gewissen Zwangskontexten unterliegen. Die Kapitel im Buch sind logisch aufeinander aufgebaut und so liefert die Autorin zuerst einmal eine Definition von Glück, beschreibt dann sehr gut verständlich neurologische und soziologische Prozesse, räumt später mit Klischees auf und entlarvt auf sehr charmante Weise festgefahrene Denkschemata. In den letzten Teilen gibt Isabell Prophet eine Unmenge an Handlungsvorschlägen zur Umsetzung in den Alltag - viele davon sicherlich schon bekannt, aber hier liebevoll aufgearbeitet und in unterhaltsame Anekdoten eingebettet.
Sehr gut finde ich, dass das gesamte Buch mit zahlreichen Querverweisen auf aktuelle Forschungsergebnisse und weiterführende Literatur durchsetzt ist. Wer sich also in dieses Thema vertiefen möchte, bekommt hier viele Ansätze geliefert.
Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Buch, dass genau zum richtigen Zeitpunkt den Weg in mein Bücherregal gefunden hat. Weit entfernt von den oft nichtssagenden Ratgebern in einschlägigen Zeitschriften, sondern schon nahe dran am Fachbuch.
Vielen Dank an den Mosaik-Verlag für das Rezensionsexemplar.
       

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

adoption, ddr, droemer verlag, familie, familiengeschichte, familiensuche, felixstephan, großvater, humor, israel, judentum, ost-west-konflikt, suche nach den wurzeln, ukraine, vergangenheit

Slawa und seine Frauen

Felix Stephan
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.09.2017
ISBN 9783426277164
Genre: Biografien

Rezension:

Der Roman "Slawa und seine Frauen" stammt aus der Feder von Felix Stephan und erschien in diesem Sommer.
Dieses autobiagraphische Buch führt seinen Leser in die spannende Familiengeschichte der Stephans ein. Gemeinsam mit seiner Mutter und Freundin Steph macht er sich unter anderem in der Ukraien und Israel auf die Spurensuche nach seinem Großvater Slawa. Auf diesem Roadtrip lernt er seine weitverzweigte Familie und deren Freundskreis kennen, taucht aber auch ab in die Lebensgeschichte von Slawa. Mit Neugier beobachtet der Autor die Anpassungsleistung von Menschen nach dem Zusammenbruch diverser Staaten und wirft einen Blick in deren Lebenswirklichkeiten.
Hierin liegt für mich die eigentliche Faszination des Buches: da der Plot selber nicht so umfangreich ist, sind es die vielen liebevollen Darstellung des Ottonormalverbrauchers, die diesen Roman unterhaltsam werden lassen. Hinzu kommt ein unkonventioneller Sprachstil, der auch vor Selbstironie keinen Halt macht.
Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung für Menschen, die gerne ein Stück politischer Geschichte leicht verdaulich aufbereitet in einer schönen Geschichte genießen möchten.  
       

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 68 Rezensionen

bayern, fotopirsch, frauenheld, fußball, jugendtrainer, krimi, mord, naturfotograf, regionalkrimi, reporterin, rosenheim, wald, wildfutter, wildschwein, wildschweine

Wildfutter

Alma Bayer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei btb, 14.08.2017
ISBN 9783442715312
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Wildfutter" von Alma Bayer nennt sich selbst einen Rosenheim-Krimi, womit schon das Genre grob umrissen ist.
Im beschaulichen Rosenheim nehmen der pensionierte Kommissar Vitus und seine bloggende Tochter Jo ihre ganz eigenen Mordermittlungen auf. Opfer ist vermutlich der bekannte Fußballtrainer Tiger. Da Jo und Vitus ebenfalls in Rosenheim leben, bleiben private Verbandelungen mit den zahlreichen Tatverdächtigen nicht aus ... und deren Zahl zeigt buchstäblich mit jedem Kapitel.
Nach einem recht amüsanten Start in diesen Roman der Gegenwart fällt die Spannungskurve zur Mitte des Buches hin leider deutlich ab. Die Zahl der Tatverdächtigen steigt zwar, damit jedoch nicht der Nervenkitzel. Und obwohl die amorösen Verwicklungen unseres Ermittlerdous sehr unterhaltsam sind, ziehen sich die Kapitel sehr in die Länge, ohne das Geschehen wesentlich voran zu bringen.
Sehr gemocht habe ich den lockeren, unkonventionellen Schreibstil von Alma Bayer. Man spürt ihre Begeisterung für die Stadt Rosenheim und ihr umfangreiches Detailwissen bereichert den Roman wesentlich. Auch die Skizzierungen ihrer beiden Protagonisten und der zahlreichen Nebendarsteller sind ihr sehr gut gelungen.
Alles in allem ein gutes, unterhaltsames Buch, dass sich selber nicht so ernst nimmt. (Man beachte das charmat aufgemachte Cover und beim Untertitel "Rosenheim-Krimi" dürfte nicht nur ich eine Assoziation zu bekannten TV-Serien haben.) Leichte Kost also für laue Sommerabende auf dem Balkon!
       

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380 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 38 Rezensionen

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Die Lebenden und die Toten

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783548287768
Genre: Krimi und Thriller

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