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31 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

diät, übergewicht, selbstbewusst, starke frauen, schönheitsideale

Fa(t)shionista

Magda Albrecht
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 02.01.2018
ISBN 9783864930539
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Fa(t)shionista: Rund und glücklich durchs Leben" stammt von der bekannten Aktivistin und Bloggerin Magda Albrecht und erschien im Januar 2018 im Ullstein Verlag.
Albrecht selber beschreibt es als ein wichtiges Buch nicht nur für Frauen mit zu vielen Kilos auf den Rippen. Ob ich es so betiteln würde, weiß ich nicht. Mit Sicherheit aber kann ich sagen, dass es für mich ein spannendes Buch war. Es eröffnete mir eine ganz neue Sicht auf die täglichen Diskriminierungen, denen Menschen mit Übergewicht ausgesetzt sind und wie selbstverständlich diese den Weg in unsere Kommunikations- und Denkschemata gefunden haben.
Wie hat die Autorin dies geschafft? Zum einen durch eine schonungslose Offenheit. Sie lässt ihr bisheriges Leben Revue passieren und beschreibt detailliert Begegnungen, die sie ertragen musste. Dabei nimmt Albrecht kein Blatt vor den Mund und hält der Gesellschaft gekonnt den Spiegel vor. Zum anderen räumt sie auf mit gängigem Halbwissen über Ursachen und Folgen von zu viel Gewicht, gibt einen kurzen Abriss über die Entstehung von Schönheitsidealen und deren Auswirkungen. Hierbei bezieht sie sich auf zahlreiche Untersuchungen, etc.. Wer Zeit und Muse hat, sich noch eingehender mit dem Thema zu beschäftigen, findet am Schluss des Buches Unmengen an weiterführender Literatur und Verweise auf passende Internetseiten.
Wenn ich dem Buch einen Titel vermachen sollte, dann wäre es dieser: leider notwendig! Eigentlich leben wir ja in einer toleranten Gesellschaft, die auf einer freiheitlichen Grundordnung fußt und doch zeigt dieses Buch auf jeder Zeit, dass da bei genauerem Hinsehen noch viel Luft nach oben ist. Es ist absolut bemerkenswert, mit wie viel Haltung die Autorin uns die Autorin an ihren Erfahrungen teilhaben lässt und ein Thema auf den Tisch bringt, dass gerne unter den Teppich gekehrt wird oder komplett negiert. Für mich ein notwendiger Denkanstoß über gesellschaftliche Normen und Werte, der in einer unfassbar sympathischen Sprache formuliert ist. Daher gibt es von mir eine unbedingte Leseempfehlung!
       

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(33)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

mutter, kinder, single, schweden, liebe zu einem jüngeren mann

Highway to heaven

Katarina Bivald , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 11.12.2017
ISBN 9783442715602
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Highway To Heaven" stammt von der schwedischen Autorin Katarina BIVALD, wurde von Gabriele HAEFS ins Deutsche übersetzt und wurde vom btb - Verlag im Januar 2018 aufgelegt.
Dieses berührende Buch erzählt die Geschichte von der alleinerziehenden Anette, die in einer schwedischen Kleinstadt lebend nach dem Auszug ihrer Tochter verdammt viel Zeit hat, um sich ihr Leben ganz in Ruhe von allen Seiten zu betrachten und zu dem Ergebnis kommt: Das kann noch nicht alles gewesen sein. Da muss noch was kommen. Und so stürzt sie sich leidenschaftlich in verschiedene Unternehmungen und probiert wild drauf los. Hauptsache der Stille in den eigenen vier Wänden entkommen. Motiviert wird sie zusätzlich von ihren zwei Freundinnen und so nimmt das Chaos seinen Lauf. Als Leser_in hat man ständig das Gefühl, irgendwie mit von der Partie zu sein und Anette durch dieses Jahr zu begleiten.
Genau hier liegt für mich der Charme dieses Romans. Die Autorin verschohnt ihre Protagonistin nicht. Ungeschönt lässt sie uns teilhaben an all den Hochs und Tiefs, blickt mit uns auf die nicht minder chaotische Vergangenheit zurück und stellt sich der Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Wert von Freundschaften. Bei mir führte das nicht selten dazu vom Buch hochzublicken und mal mein eigenes Dasein zu reflektieren. Anstöße dazu finden sich im Text mehr als genug. Trotz der großen Themen, denen sich Frau Bivald widmet, bleibt der Roman spritzig und sehr unterhaltsam und nicht selten weckt er gekonnt Emotionen.
Für mich ein rundum gelungenes Buch, dass ich nur ungern aus der Hand gelegt habe. Es gehört für mich zu denen, die man erst verschlingt und dann der Tatsache nachtrauert, dass man es durchgelesen hat ... wo Verweilen doch so schön gewesen wäre.
Wem ich das Buch empfehlen würde? Fans der Gilmore Girls werden den Sprachstil sicher genauso lieben wie den Plot. Wer sich gerne mit den großen philosophischen Fragen auseinandersetzt, ist mit diesem Buch aber genauso gut beraten. Und wenn ihr euch ein paar schöne Stunden auf der Couch gönnen wollt, um kalten Wintertagen zu entfliehen, ist dieses Buch ein wundervoller Begleiter.
Ich wünsche viel Spaß beim Schmökern und danke dem btb - Verlag für das Vorabexemplar.
 
       

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

selbstmord, totengrab, krimi, zusammenhang von morden, vermisster sohn

Totengrab

Keith Nixon
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.12.2017
ISBN 9783732541812
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Krimi „Totengrab“ stammt von dem Autor Keith Nixon und erschien 2017 im Bastei Lübbe Verlag. Aus dem Englischen übersetzt wurde er von Kerstin Fricke. Es ist der erste Band um den Ermittler Solomon Gray.
Worum geht es? Detective Sergeant Solomon Gray ist Ermittler in einem kleinen Küstenort Englands. Eines Tages wird er mit seinem Team zu einem Hochhaus am Stadtrand gerufen. Der junge Nick Buckingham hat hier scheinbar Selbstmord begangen. Doch Grays Handynummer wird auf dessen Telefon gefunden und so nehmen die Ermittlungen ihren Lauf. Verwoben wird diese Geschichte zusätzlich mit dem Verschwinden von Grays Sohn vor 10 Jahren, dem Hilferuf des ortsansässigen Pfarrers, der Leidensgeschichte von Grays Frau und einer Geheimermittlung, in welche der Detective ebenfalls verstrickt ist. Normal bin ich ein großer Fan davon, wenn in Romanen mehrere Handlungsstränge parallel aufgebaut werden, um dann auf dem Höhepunkt des Buches zusammenzufinden. Das passiert auch hier, nur erscheint mir deren Kombination nicht immer logisch. Aufgrund der Irritationen kommt für mich die Spannung im Buch leider etwas zu kurz.
Gut gezeichnet ist der Protagonist Gray. Ihn umweht von Anfang an der Hauch des einsamen Wolfes: privat vom Glück verlassen, sich in Alkohol flüchtend und bei den Ermittlungsarbeiten stets von weiteren Schicksalsschlägen in die Knie gezwungen. Ein Vergleich mit Nesbos Ermittler Harry Hole liegt da nahe, nur hält er diesem qualitativ noch nicht stand. Neben Gray wird gleich im ersten Roman sein ganzes Team vorgestellt. Allerdings war ich eher verwundert, warum ich von all denen Name, Dienstrang und persönliche Befindlichkeiten wissen muss. Sie waren für die Handlung oft nicht relevant und da ist meine Meinung: weniger ist manchmal mehr. Außerdem sollen scheinbar noch weitere Bände folgen, Warum also die Eile?
Geprägt ist das Buch von einem flüssigen Erzählstil, sodass es sich gut lesen lässt. Da Zeitsprünge in den Überschriften schon kenntlich gemacht wurden, sind diese den 3 verschiedenen Zeitschienen gut zuzuordnen, auf denen sich der Krimi bewegt. Einen Bezug zwischen Titel und Inhalt habe ich nicht finden können, aber vielleicht habe ich den ja überlesen?
Gefesselt hat mich das Buch leider nicht richtig, dafür aber gut unterhalten.
       

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

mord, psychologie, fehlurteil, serienmörder, real

Der Serienkiller, der keiner war

Dan Josefsson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei btb, 13.11.2017
ISBN 9783442715664
Genre: Biografien

Rezension:

"Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen" ist ein Buch von Dan Josefsson und erschien 2017 im btb - Verlag. Es zählt zu den Sachbüchern. Inhalt ist die Aufarbeitung eines der größten Justizskandale Schwedens. Hier wurde der Drogenabhängige Sture Bergwall des mehrfachen Mordes für schuldig gesprochen, nachdem er diese und weitere Morde gestanden hatte. Wie sich viel zu spät herausstellte, hatte er keinen dieser Morde begangen. Das Buch macht sich zur Aufgabe herauszustellen, wie es durch den Einfluss von Psychotherapeuten passieren konnte, das Erinnerungsvermögen von Sture so zu manipulieren und wie Nachlässigkeit der Justiz zu Verurteilungen führte.
In den unterschiedlichen Kapiteln beleuchtet der Autor ausführlich das Leben und Wirken der beteiligten Personen, wobei sein Fokus ganz klar auf Sture, der Supervisorin Margit Norell und deren Wechselwirkung liegt. Ganz nebenbei erhält der Leser einen umfangreichen Abriss der Weiterentwicklung der Freudschen Psychoanalyse in Schweden.
Das Buch ist unglaublich gut und ausführlich recherchiert. Es gibt zahlreiche Querverweise auf weiterführende Literatur, fallrelevante Dokumente und Bildmaterial. Dazu kommen viele Zitate aus Zeugeninterviews, die Josefsson selber durchgeführt hat. Natürlich ist das Buch nicht spannend im Sinne einer klassischen Tätersuche, aber sehr aufschlussreich in der Ursachenforschung zu solch einem Justizirrtum.
Josefssons Buch ist geprägt durch einen sehr lockeren Erzählstil und trotzdem wurde es mir auf die Dauer doch etwas langatmig ob der vielen Details. Das Lesen des Buches setzt keine besonderen Kenntnisse therapeutischer Behandlungsansätze voraus. Ohne diese wird es aber hier und da noch zähflüssiger.
Das Cover ist ansprechend gestaltet. Das schwarz-weiß Negativ ist eine gekonnte Überleitung zum Beginn des Buches. Die erhabenen Buchstaben der Überschrift sorgen für eine gute Haptik.
Für war dieses Buch eine wirkliche Herausforderung und trotzdem glaube ich, dass Fans echter Kriminalarbeit hier ihre wahre Freude beim Lesen haben werden.
       

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

kalter krieg, agenten, spionage, spione, george smiley

Das Vermächtnis der Spione

John le Carré , Peter Torberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 13.10.2017
ISBN 9783550050121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Das Vermächtnis der Spione" stammt aus der Feder des bekannten Autoren John le Carré und erschien im Herbst 2017 im Ullstein-Verlag. Er ist der dritte Band einer Reihe von Spionageromanen und bildet damit ihren Abschluss.
Protagonist ist Peter, welcher als junger Mann eine Zeit lang für den britischen Geheimdienst arbeitet, danach jahrzehntelang unbehelligt in der Bretagne lebt und nun vom Geheimdienst zurück nach London beordert wird. Hier soll er Licht in das Dunkel der längst beendeten Geheimoperation "Mayflower" bringen und seine eigenen Verstrickungen darin erklären. Gemeinsam mit Peter lässt uns Carré alte Akten wälzen, aus der Retroperspektive heraus die Operation erneut durchleben und ihre fatalen Auswirkungen auf die Gegenwart erfahren. Der Roman kombiniert geschickt das gegenwärtige Leben des Agenten mit Zeitsprüngen zurück in die Tage des Kalten Krieges. Er gewährt interessante Einblicke in das Leben und Wirken von Spionen und ihren Widersacherm. Er zeigt darüber hinaus aber auch ganz menschliche Seiten der Agenten und deren innere Auseinandersetzung mit ihrer Tätigkeit.
Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und hält einige unerwartete Wendungen für uns Leser bereit. Wer allerdings einen nervenaufreibenden Krimi erwartet, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Dieser klug geschriebene Roman besticht eher durch die Innenansicht der dargestellten Hauptfigur und die leisen Zwischentöne. Der Plot ist zudem auch für Leser verständlich, die die ersten zwei Teile der Reihe noch nicht gelesen haben, da alle handelnden Figuren hinreichend vorgestellt werden.
Schon nach kurzer Zeit wird auch klar, dass eine der wichtigen Nebenfiguren mit Decknamen "Tulip" durch das Buchcover bereits wortwörtlich in den Focus gerückt wurde.
Für mich ein charmat geschriebenes Buch zum Thema Spionage und Gegenspionage und daher eine klare Leseempfehlung. Mein Dank gilt dem Ullstein-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
       

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185 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

dystopie, juli zeh, leere herzen, roman, braunschweig

Leere Herzen

Juli Zeh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630875231
Genre: Romane

Rezension:

Der postmoderne Roman "Leere Herzen" von Juli Zeh erschien im Herbst 2017 im Luchterhand Literaturverlag und umfasst 348 Seiten.
Die Autorin beschreibt eine düstere Zukunftsversion von Deutschland, indem sie den Leser ein paar Wochen am Leben von Britta teilhaben lässt. Diese laut eigenen Aussagen desillusionierte junge Frau unterhält im praktischen Eigenheim lebend eine kleine Familie und betreibt oberflächlich betrachtet mit ihrem Geschäftspartner Babak eine Praxis für Psychotherapie. Genauer betrachtet geht ihre Geschäftsidee jedoch weit über ein normales Beratungssetting hinaus, was die beiden in existenzielle Bedrängnis bringt. Der Konflikt eskaliert und Britta muss gemeinsam mit Babak abtauchen. Nur durch einen fulminanten Schachzug gelingt es ihnen, dem Geschehen noch eine entscheidende Wendung zu geben.
Mir persönlich hat der Roman sehr gut gefallen. Durch die Wahl der auktorialen Erzählperspektive kann der Leser tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin erhalten, bekommt aber auch zu den Ereignissen nur häppchenweise weitere Infos, die wirklich mitfiebern lassen. Zudem waren sie für mich Zugang zu einer unglaublich bedrückenden Zukunftsvision unseres Landes und den darin vorherrschenden Verhältnissen. Daher gehe ich davon aus, dass der Roman als eine Warnung zu verstehen ist. Es ist der Autorin sehr gut gelungen, den handelnden Personenkreis auf ein Minimum zu reduzieren, die Darsteller dafür aber umso detaillierter zu skizzieren. Hierzu nutzt sie einige Rückblenden. Zahlreiche innere Monologe erlauben die Teilnahme an Brittas Gedankengängen, ohne dass die Handlung dadurch an Spannung verlieren würde.
Der Titel wird gleich auf den ersten Seiten des Romans in Beziehung zum Bch gesetzt und zieht sich dann wie ein roter Faden durch das Geschehen. Auch die minimalistische Gestaltung des Covers wird nach wenigen Seiten verständlich und als Thema ganz am Ende noch einmal aufgegriffen.
Empfehlen kann ich diesen Roman all denen, die gerne einen Blick in die Zukunft wagen und bereit sind, sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinanderzusetzen. Ein herzlicher Dank geht an den Luchterhand Literaturverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
       

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

stille, erling kagge, wegweiser, achtsamkeit, zur ruhe kommen

Stille

Erling Kagge , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2017
ISBN 9783458177241
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Stille - Ein Wegweiser" ist ein wunderschönes Buch von dem Abenteurer Erling Kagge und erschien im Herbst diesen Jahres.
Äußerlich fällt sogleich der schlicht weiße Umschlag auf, der sehr passend zum Buchinhalt gewählt wurde. Für mich überraschend war dann aber der quirlig bunte Festeinband, der einen deutlichen Kontrast zum Umschlag setzt und damit genau das Spannungfeld des Buches optisch verdeutlicht - auf der einen Seite der innere Wunsch nach Ruhe und Stille und auf der anderen Seite der ganz normale Wahnsinn des realen Lebens. Der Autor hat für sich festgestellt, das ihm dieses Chaos die Notwendigkeit aufdiktiert, ab und zu in die Stille zu flüchten. Da er von sich auf andere schließt, nimmt er uns mit auf seine Gedankenreise zur Stille und gibt Hinweise, wie wir sie finden können. Hierbei bedient er sich der Selbsterfahrungen aus seinen Abenteuerreisen, involviert die Betrachtungen von Weggefährten und die Ansätze von poetischen Vordenkern. All dies geschieht auf eine ganz leichte, ganz unaufdringliche Weise.
Das Buch überzeugt durch eine klare, einfache und doch sehr bildhafte Sprache und es hält definitiv, was der Titel verspricht: es ist ein Wegweiser für Suchende. Ich kann es all den Lesern ans Herz legen, die sich gerne auf philosophische Betrachtungen einlassen, die es lieben, zwischen den Zeilen lesen und vielleicht sogar bereit sind, einen kleinen Denkanstoß zur Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensgewohnheiten zulassen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ein herzliches Dankeschön an den Inselverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
       

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

katzen, sachbuch, katze, abigail tucker, wissenschaftliche untersuchungen

Der Tiger in der guten Stube

Abigail Tucker , Martina Wiese , Monika Niehaus , Jorunn Wissmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2017
ISBN 9783806236477
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Sachbuch "Der Tiger in der guten Stube" von Abigail Tucker erschien in Deutschland im Herbst 2017. Im Wesentlichen behandelt das Buch die kulturgeschichtliche Entwicklung der heutigen Katzen und spannt dabei den Bogen von der Prähistorie über die Zeit der Pharaonen bis zur Internetpräsenz der Vierbeiner in der Gegenwart. Obwohl Frau Tucker sich selber als einen bekennenden Katzenfan outet und wohl auch das Cover mit dem Niedlichkeitsfaktor von Katzenbabies spielt, offenbart das Buch eine sehr detailierte und sachliche Betrachtungsweise des Themas. Neben Wissenschaftlern und Züchtern kommen auch Umweltschützer zu Wort. Dank dieser Bandbreite liegt dem Buch eine wissenschaftlich fundierte Sichtweise zu Grunde, die hoch interessante sowie auch kritische Fakten sichtbar macht. Frau Tucker untermauert zudem all ihre Behauptungen mit Quellennachweisen, welche durch eingebaute Fußnoten leicht zu finden sind. Katzenanekdoten aus ihrem privaten Umfeld und die wirklich liebevollen Illustrationen runden dieses Buch gekonnt ab.
Für mich ein wirklich gut recherchiertes Buch (auch wenn sich viele enthaltene Statistiken auf die USA beziehen), das ein profundes Wissen liefert. Aufgrund der hohen Informationsdichte nicht immer leicht zu lesen, aber mit etwas Konzentration doch unterhaltsam. Eine klare Leseempfehlung für alle Tierinteressierten!  
Vielen Dank an den Theiss-Verlag für das Rezensionsexemplar!       

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

alter

Weit weg ist anders

Sarah Schmidt
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458752042
Genre: Romane

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

glück, ratgeber, sachbuch, isabell prophet, zufriedenheit

Die Entdeckung des Glücks

Isabell Prophet
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Mosaik , 11.09.2017
ISBN 9783442393237
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Die Entdeckung des Glücks" von Isabell Prophet erschien im Sommer 2017. Ich würde es gerne unter die Rubrik Sachbuch oder Ratgeber einordnen.
Dem Buch liegt es am Herzen, uns die Frage zu beantworten, wie wir unser Glück finden können. Immer mit dem Blick, dass viele von uns einen Großteil ihrer Zeit im Job verbringen und dort gewissen Zwangskontexten unterliegen. Die Kapitel im Buch sind logisch aufeinander aufgebaut und so liefert die Autorin zuerst einmal eine Definition von Glück, beschreibt dann sehr gut verständlich neurologische und soziologische Prozesse, räumt später mit Klischees auf und entlarvt auf sehr charmante Weise festgefahrene Denkschemata. In den letzten Teilen gibt Isabell Prophet eine Unmenge an Handlungsvorschlägen zur Umsetzung in den Alltag - viele davon sicherlich schon bekannt, aber hier liebevoll aufgearbeitet und in unterhaltsame Anekdoten eingebettet.
Sehr gut finde ich, dass das gesamte Buch mit zahlreichen Querverweisen auf aktuelle Forschungsergebnisse und weiterführende Literatur durchsetzt ist. Wer sich also in dieses Thema vertiefen möchte, bekommt hier viele Ansätze geliefert.
Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Buch, dass genau zum richtigen Zeitpunkt den Weg in mein Bücherregal gefunden hat. Weit entfernt von den oft nichtssagenden Ratgebern in einschlägigen Zeitschriften, sondern schon nahe dran am Fachbuch.
Vielen Dank an den Mosaik-Verlag für das Rezensionsexemplar.
       

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

ukraine, familiengeschichte, ddr, familiensuche, familie

Slawa und seine Frauen

Felix Stephan
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.09.2017
ISBN 9783426277164
Genre: Biografien

Rezension:

Der Roman "Slawa und seine Frauen" stammt aus der Feder von Felix Stephan und erschien in diesem Sommer.
Dieses autobiagraphische Buch führt seinen Leser in die spannende Familiengeschichte der Stephans ein. Gemeinsam mit seiner Mutter und Freundin Steph macht er sich unter anderem in der Ukraien und Israel auf die Spurensuche nach seinem Großvater Slawa. Auf diesem Roadtrip lernt er seine weitverzweigte Familie und deren Freundskreis kennen, taucht aber auch ab in die Lebensgeschichte von Slawa. Mit Neugier beobachtet der Autor die Anpassungsleistung von Menschen nach dem Zusammenbruch diverser Staaten und wirft einen Blick in deren Lebenswirklichkeiten.
Hierin liegt für mich die eigentliche Faszination des Buches: da der Plot selber nicht so umfangreich ist, sind es die vielen liebevollen Darstellung des Ottonormalverbrauchers, die diesen Roman unterhaltsam werden lassen. Hinzu kommt ein unkonventioneller Sprachstil, der auch vor Selbstironie keinen Halt macht.
Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung für Menschen, die gerne ein Stück politischer Geschichte leicht verdaulich aufbereitet in einer schönen Geschichte genießen möchten.  
       

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 66 Rezensionen

rosenheim, fußball, krimi, bayern, mord

Wildfutter

Alma Bayer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei btb, 14.08.2017
ISBN 9783442715312
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Wildfutter" von Alma Bayer nennt sich selbst einen Rosenheim-Krimi, womit schon das Genre grob umrissen ist.
Im beschaulichen Rosenheim nehmen der pensionierte Kommissar Vitus und seine bloggende Tochter Jo ihre ganz eigenen Mordermittlungen auf. Opfer ist vermutlich der bekannte Fußballtrainer Tiger. Da Jo und Vitus ebenfalls in Rosenheim leben, bleiben private Verbandelungen mit den zahlreichen Tatverdächtigen nicht aus ... und deren Zahl zeigt buchstäblich mit jedem Kapitel.
Nach einem recht amüsanten Start in diesen Roman der Gegenwart fällt die Spannungskurve zur Mitte des Buches hin leider deutlich ab. Die Zahl der Tatverdächtigen steigt zwar, damit jedoch nicht der Nervenkitzel. Und obwohl die amorösen Verwicklungen unseres Ermittlerdous sehr unterhaltsam sind, ziehen sich die Kapitel sehr in die Länge, ohne das Geschehen wesentlich voran zu bringen.
Sehr gemocht habe ich den lockeren, unkonventionellen Schreibstil von Alma Bayer. Man spürt ihre Begeisterung für die Stadt Rosenheim und ihr umfangreiches Detailwissen bereichert den Roman wesentlich. Auch die Skizzierungen ihrer beiden Protagonisten und der zahlreichen Nebendarsteller sind ihr sehr gut gelungen.
Alles in allem ein gutes, unterhaltsames Buch, dass sich selber nicht so ernst nimmt. (Man beachte das charmat aufgemachte Cover und beim Untertitel "Rosenheim-Krimi" dürfte nicht nur ich eine Assoziation zu bekannten TV-Serien haben.) Leichte Kost also für laue Sommerabende auf dem Balkon!
       

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(187)

357 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 36 Rezensionen

krimi, nele neuhaus, organspende, taunus, pia kirchhoff

Die Lebenden und die Toten

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783548287768
Genre: Krimi und Thriller

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(32)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

norwegen, telemark, krimi, mord, thriller

Kein guter Ort

Bernhard Stäber
E-Buch Text: 378 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 15.08.2017
ISBN 9783732542352
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Kein guter Ort" ist ein Roman aus der Feder von Bernhard Stäber, der diesen Sommer erscheint. Der Thriller ist der 3. Teil einer Serie um die Kommissarin Kari und ihren Freund und Psychologen Arne. Zusammen ermitteln sie dieses mal in Bergen und der norwegischen Provinz Telemark. Zu ihnen gesellt sich als Protagonistin Janne, die drogenabhängige Tocher von Karis Chef. Ihrer Neugier an zwei lang zurückliegenden ungeklärten Mordfällen ist es auch zu verdanken, dass Kari und Arne unfreiwillig in die Ermittlungen verwickelt werden.
Geschickt und unterhaltsam gelingt es dem Autor, uns die Lebenswege der verschiedenen Beteiligten ein Stück begleiten zu lassen. Lange bleibt ungewiss, wie diese miteinander verwoben sind. Wie von einem Thriller nicht anders zu erwarten, entwirrt sich das Knäul auch erst kurz vor Schluss. Abwechselnd nimmt man die Sichtweise der Ermittler und weiterer Personen ein. Dies erlaubt uns eine spannende Innenansicht der verschiedenen Charaktere. Trotzdem bleibt die Handlung immer schlüssig und leicht nachvollziehbar.
Neben den zahlreichen gesellschaftlichen Problematiken, die im Roman aufgegriffen werden (Drogenmissbrauch, Bürgerwehren, Flüchtlingspolitik, etc.), bietet das Buch viele interessante Hintergrundinformationen zur norwegischen Geschichte und informative Details aus dem Leben in der Provinz Telemark.
Ruhigen Gewissens kann ich diesen Thriller weiterempfehlen. Für einen Roman dieses Genres fehlte mir zwar hier und da der Nervenkitzel, auch haben mich die frühen Hinweise auf die Täterschaft etwas irritiert, aber Lesespaß ist absolut garantiert. Durch diesen Band neugierig geworden, werde ich mir sicher die beiden Vorgängerbücher anschaffen. Allerdings ist dies keine Voraussetzung, um den hier vorliegenden 3. Teil zu verstehen.

       

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151 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

krebs, familie, adhs, brustkrebs, roman

Sieh mich an

Mareike Krügel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492058551
Genre: Romane

Rezension:

 Das Buch "Sieh mich an" von Mareike Krügel erschien im Sommer diesen Jahres. Grundthema des vorliegenden Romans der Gegenwart ist der Versuch einer jungen Frau, mit der Erkenntnis umzugehen, vielleicht an einer schweren Krankheit zu leiden.
Katharina ist die Protagonistin der Geschichte. Mit Anfang 40 steckt sie im üblichen Chaos des Lebens: sie ist zweifache Mutter, arbeitet halbtags, ihre Ehe kriselt gerade und dann die Befürchtung, nicht mehr sehr viel Zeit im Leben zu haben. Also reagiert sie völlig nachvollziehbar, indem sie einen klärenden Arzttermin aufschiebt, um noch ein letztes normales Wochenende verbringen zu können. Genau dies muss jedoch scheitern und so nehmen die Dinge ihren Lauf.
Der Autorin gelingt es, diesen vollgepackten Tag im Leben von Katharina sehr detailgetreu zu beschreiben. Unterbrochen wird diese Beschreibung jedoch von vielen Rückblenden auf ihr bisheriges Leben. Solche zahlreichen Zeitsprünge machen das Lesen hier und da leider anstrengend. Zudem ist der Grundtenor der Erzählung vorwiegend traurig. Mir fehlen da ein bischen der Kampfgeist und Optimismus.
Alles in allem trotzdem ein lesenswertes Buch, jedoch ohne besondere Höhen und Tiefen.
 
       

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

krimi, sommer, mor, urlaub, der letzte tanz

Der letzte Tanz

Moa Graven
E-Buch Text: 170 Seiten
Erschienen bei Criminal-kick-Verlag Moa Graven, 30.07.2017
ISBN 9783946868156
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch "Der letzte Tanz" wird von der Autorin selber als Ostfrieslandkrimi bezeichnet und erscheint im Sommer diesen Jahres. Es ist somit der 11. Band um die Ermittlerin Eva Sturm auf der Insel Langeoog.
Protagonisten sind neben Eva ihr in der örtlichen Touristinfo arbeitender Freund Jürgen, sowie die Kurgäste Thorsten nebst Sohnemann und Annika mit ihrer kleinen Tochter. Bei letzerer findet sich eine abgetrennte Menschenhand im Hotelzimmer und Eva beginnt mit ihren Ermittlungen. Diese verlaufen für mich wenig nachvollziehbar. Mittels nichtssagenden Dialogen kämpft sie sich quer über die Insel, wobei der Leser noch einige Randfiguren flüchtig kennenlernt. Evas Handlungen sind wenig nachvollziehbar. Überhaupt könnte man den Eindruck bekommen, Ermittlungsarbeit besteht vorwiegend aus Pizzaessen und dazu flaschenweise Rotweintrinken. Der Plot ist flach, wechselt wie für einen Krimi üblich öfters die Richtung, macht den Roman aber leider auch nicht spannender. Zudem ist er durchsetzt mit Querverweisen zu den Vorgängerromanen, was jedoch völlig unnötig ist, da Eva in einem kurzen Vorwort ausführlich vorgestellt wird. Das Ende der Handlung kommt dann völlig abrupt. Ein Klimax ist nicht wirklich erkennbar. Das Lesen wird durch einen oft unnötig verschachtelten Satzbau zusätzlich erschwert. Eingeschobene Nebensätze in jedem 3. Satz.
Ärgerlich finde ich zudem, dass hier ein wirklich schwerschwiegendes gesellschaftliches Problem dilletantisch behandelt wird. Von mir gibt es daher keine Leseempfehlung für dieses Buch!

 
       

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

hummerfang, hummer, insel, familiengeschichte, fischerei

Die Hummerkönige

Alexi Zentner , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 09.05.2017
ISBN 9783442715442
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Die Hummerkönige" stammt aus der Feder von Alexi Zentner und führt uns Leser hoch in den Norden an die Grenze zwischen den USA und Kanada. Dort liegt die kleine Insel Loosewood Island und bietet einer kleinen Gemeinde von Hummerfängern ein beschauliches Zuhause. Protagonisten sind verschiedene Personen der Familie Kings, wobei der Focus eindeutig auf Cordelia Kings liegt, der wir beim Aufwachsen zusehen. Ihr gegenüber steht Woody Kings, ihr liebevoller Vater, Hummerfänger seit er denken kann und stilles Oberhaupt der Gemeinde. In Rückblenden erfahren wir dann noch Details aus dem Leben von Brumfitt Kings, Urahne der Familie, erster Siedler auf Loosewood und begnadeter Maler.
Im Wesentlichen lebt dieser postmoderne Roman von der Beziehung zwischen Vater und Tochter. Cordelia fühlt sich dazu berufen, das Erbe der Kings anzutreten und kämpft daher um Anerkennung in einem klassischen Männerberuf sowie der eigenen Identitätsfindung. Erschwert wird das Ganze zudem durch einen Konflikt mit anderen Hummerfängern um die Fanggründe, welcher sich im letzten Drittel des Buches dramatisch zuspitzt. Durchbrochen wird die Familiengeschichte durch Beschreibungen und Interpretationen von Brumfitts Gemälden. Geschickt versteht Zentner hier die Sagen um die Insel mit der Familie Kings zu verweben.
Der Roman ist ein solides Buch, welches besonders zum Schluss sehr spannend geschrieben ist. Die Handlung ist trotz Zeitsprüngen immer schlüssig, bietet überraschende Wendungen, ist also kurzweilig, die Protagonisten sind autentisch und ein Lesespaß garantiert.
       

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bienen, bienensterben, roman, natur, maja lunde

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch "Die Geschichte der Bienen" stammt aus der Feder von Maja Lunde und erscheint im Frühjahr 2017. Es handelt sich um ein Werk, das sich mit einer aktuellen Umweltproblematik auseinandersetzt: dem weltweiten Bienensterben.

In ihrem zeitgenössischen Roman verwebt die Autorin geschickt die Biographien dreier Menschen, die sie in ganz unterschiedlichen Zeitepochen ansiedelt und die unterschiedlicher nicht sein könnten. In kurzen Sequenzen springt sie zwischen den verschiedenen Erzählsträngen, die uns das Leben von Forscher William, Imker George und Bestäuberin Tao näher bringen. Der Roman nimmt zu Beginn ordentlich Fahrt auf, die Ereignisse überschlagen sich bei allen drei Protagonisten, doch dann kommt die Erzählung für meinen Geschmack leider etwas ins Stocken. Die Spannung nimmt erst wieder im letzten Drittel zu, in dem der Leser erfährt, wie die Hauptpersonen miteinander verstrickt sind.
Schön erzählt werden die ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten, die Sorgen und Nöte der jeweiligen Zeiten. Detailgetreu erfahren wir zudem viel Insiderwissen über Bienen und bekommen ihre Wichtigkeit für unser Dasein vor Augen gehalten. Zudem gibt es Querverweise auf weiterführende Literatur zum gleichen Thema.
Ein wirklich gelungenes Buch, dem zwar hier und da die Spannung etwas fehlt, das aber ein wichtiges Thema zur Grundlage hat und somit zum Nachdenken (und vielleicht Umdenken) führt.
       

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frankreich, kurzgeschichten, erzählungen, anna gavalda, paris

Ab morgen wird alles anders

Anna Gavalda , Ina Kronenberger
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446250499
Genre: Romane

Rezension:

Der vorliegende Roman "Ab morgen wird alles anders" stammt von Anna Gavalda und ist 2017 erschienen. Es handelt sich hier um eine Sammlung von längeren Kurzgeschichten, welche die Themen Liebe, Lebensumbrüche und Identitätsfindung behandeln und in der Gegenwart verankert sind. Die Protagonisten hat Frau Gavalda wie gewohnt mitten aus dem Leben gegriffen. Sie sind druchweg authentisch und immer auf der Suche nach einem kleinen bisschen Glück im Leben.
Dieses tolle Buch ist in der Ich-Erzählerform geschrieben. Somit haben wir permanent die inneren Monologe der Hauptfiguren mit all ihren Gefühlen vor Augen. Die Handlungen der Akteure sind gut nachvollziehbar, teilweise chaotisch schräg und in jedem Fall berührend erzählt, die Konflikte aus dem Alltag gegriffen und dadurch gut nachzuempfinden. Man freut sich und leidet mit den wechselnden Protagonisten mit, die liebevoll beschrieben sind. Mir viel es daher oft schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Geeignet ist das Buch für Leser aller Altersklassen mit Interesse an der Auseinandersetzung innerer Konflikte und ein bisschen Happy End.
       

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drogen, baby, flucht, winter, schnee

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

Rezension:

Der vorliegende Roman "Sweetgirl" stammt von Travis Mulhauser und erschien Anfang 2017.
Mulhauser schickt seine Protagonistin Percy an einem eiskalten, stürmischen Wintertag in die Berge, um ihre Mutter zu suchen. Doch statt dieser findet das Mädchen einen verwahrlosten Säugling, den sie spontan beschließt durch eine Entführung zu retten. Als der Stiefvater den Verlust der Kleinen bemerkt, ist dies der Startpunkt für eine turbolente Verfolgungsjagd quer durch die tiefverschneiten Berge.
Obwohl Entführung und Verfolgungsjagd fordergründig beschrieben werden, handelt dieser Thriller aber auch von der Abnablung von suchtkranken Eltern und den ganz unterschiedlichen Folgen, die soziale Ausgrenzung haben können. Gerade Percy wird als ein Teenager beschrieben, der sich in einer klassichen Co-Abhängigkeit befindet und versucht, sich daraus zu befreien. Viel zu schnell erwachsen geworden, übernimmt sie große Verantwortungen. Auch bei ihrem Gegenspieler wird in Rückblenden deutlich, dass er für sich einen ganz anderen Lebensentwurf gehabt hat.
Und hiervon lebt der Roman im Wesentlichen: es gibt einen kontinuierlichen Perspektivwechsel, mal sehen wir die Situation aus Percys Augen und mal aus der ihres Verfolgers. Dies trägt ganz wesentlich dazu bei, dass die Spannung bis zum letzten Kapitel gehalten wird. Hinzu kommen völlig überraschende Wendungen, bis die Verfolgung sehr skurril endet. Eine schnelle Erzählfolge komplettiert das ganze.
Müßig zu erwähnen, dass ich dieses Buch in nur 2 Tagen durchgelesen hatte. Ein wirklicher Lesegenuss!

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99 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

flucht, familie, lissabon, hochstapler, kindheit

So, und jetzt kommst du

Arno Frank
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Tropen, 20.12.2017
ISBN 9783608503692
Genre: Romane

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spanien, kuba, mexiko, liebe, mexico

Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Historische Romane

Rezension:

Den mir vorliegenden Roman "Wenn ich jetzt nicht gehe" von Maria Duenas möchte ich gerne der Kategorie Familiensaga zuordnen, obgleich er Züge einer Abenteuergeschichte und eines klassischen Liebesromans aufweist. Der Autorin ist mit ihrem Werk eine gekonnte Kombination gelungen.
Protagonist ist der sympathische Mauro Larrea, ein klassischer Selfmademan und Familienvater. Dank harter Arbeit hat er es zu Wohlstand gebracht, den er aufgrund von Fehlinvestitionen zu verlieren droht. Um das Leben seiner Familie zu sichern, begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihn unter anderem nach Kuba und Spanien führt. Auf dieser Reise konfrontiert ihn die Autorin mit Menschen und Ereignissen, die seinem Tun immer wieder eine völlig neue Richtung geben, beeinflusst durch Verrat, Intriegen und nicht zuletzt der Liebe wegen. Mit Hilfe dieser Wendungen schafft die Autorin es, den Spannungsbogen über den gesamten Roman aufrecht zu erhalten.
Maria Duenas gelingt es in ihrem Roman wunderbar, uns Leser auf Mauros Reise mitzunehmen. Durch detailgetreue Beschreibungen macht sie es möglich, vor unserem inneren Augen ganze Landschaften entstehen zu lassen. Dank der gewählten Erzählperspektive erfahren wir zudem die inneren Auseinandersetzungen des Protagonisten.
Ein durchweg gelungener Roman und mit Recht in Spanien zum Buch des Jahres gekürt. Lesevergnügen garantiert!
       

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luxemburg, koch, krimi, guide gabin, xavier kieffer

Gefährliche Empfehlungen

Tom Hillenbrand
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.01.2017
ISBN 9783462049220
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei diesem Krimi handelt es sich um den Band aus der Reihe des ermittelnden Koch Xavier aus Luxemburg. Eher zufällig gerät er zum wiederholten mal in einen Mordfall und beginnt aus persönlichem Interesse heraus mit den Ermittlungen.
Das Buch als Krimi zu bezeichnen fällt mir eher schwer. Der Inhalt kreist natürlich um einen ungeklärten Mord, aber das war es auch schon. Zum größten Teil verliert sich der Text in detailierten Beschreibungen von Orten und französischen bzw. luxemburger Gerichten, sodass ich zwischenzeitlich eher den Eindruck gewonnen habe, einen Reiseführer über Luxemburg oder Frankreich in der Hand zu halten. Die Hauptfigur Xavier dagegen bleibt eher blass. Richtig "mitfiebern" kann ich mit ihm leider nur selten. Da helfen auch die Rückblenden ins von Deutschland besetzte Frankreich nichts. Hinzu kommt, dass das Ende für meine Begriff sehr an den Haaren herbeigezogen ist.
Für mich waren bisher drei Kategorien Krimis interessant: der klassisch Englische, der Spannende oder Krimis a la Rita Falk rund um ihren Franz Eberhofer, die eher lustig unterhaltsam sind. Das hier vorliegende Buch kann ich leider keiner der genannten Kategorien zuordnen.
       

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

kimchi, fermentieren, pickles, kochbuch, einlegen

Saures

Freddie Janssen , Melina Bucholz , Helen Cathcart
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei AT Verlag AZ Fachverlage, 13.02.2017
ISBN 9783038009474
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das 2017 erschienen Buch "Saures" von Freddie Janssen gehört zu der Kategorie Sachbuch. Im Buch werden leckere Rezepte zum Einlegen und Fermentieren vermittelt.
Die Autorin Freddie liebt was sie tut und gibt dieses Wissen gerne an ihre Leser weiter. Dies macht sie auf eine herrlich unprätentiöse Art und Weise. So beginnt zum Beispiel der Rezeptteil mit dem Geständnis, dass ihre ersten eingelegten Gurken grausig geschmeckt haben. Das Eis ist an dieser Stelle gebrochen und einem Neuling wie mir nimmt das die anfänglichen Bedenken vorm Einlegen. Auch die Tatsache, dass nicht extra ein Großeinkauf neuer Küchenutensilien ansteht, erleichtert die Entscheidung zum Selbstversuch.
Begonnen wird mit einfachen, aber leckeren Klassikern. Von Seite zu Seite steigt dann der Schwierigkeitslevel, führt schließlich über komplette Gerichte und mündet in süffigen Drinks.
Mein persönlicher Eindruck von diesem Buch ist überaus positiv. Mit ihm zu arbeiten ist wie mit der besten Freundin gemeinsam neue Küchenexperimente wagen - mit Gelinggarantie! Die Rezepte sind leicht verständlich erklärt, auf mögliche Stolperfallen wird im Voraus verwiesen und die Bebilderung lässt dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Das Buch ist meines Erachtens gut geeignet für absolute Anfänger in Sachen Einlegen und Fermentieren, liefert aber auch gestandenen Küchenprofis Ideen für neue Kreationen.
       

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weltreise, reisen, afrika, australien, gewinn

Das große Los

Meike Winnemuth
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei btb, 14.07.2014
ISBN 9783442748051
Genre: Biografien

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