blauer_Regens Bibliothek

34 Bücher, 29 Rezensionen

Zu blauer_Regens Profil
Filtern nach
34 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

64 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 53 Rezensionen

berg, bergbau, debüt, eigenwillige bewohner, ein dorf am berg, hoffnungsvoll, landflucht, marie gamillscheg, melancholisch, nostalgisch, österreich, roman, schöne sprache, strukturwandel, touristen

Alles was glänzt

Marie Gamillscheg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 19.03.2018
ISBN 9783630875613
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch "Alles was glänzt" stammt aus der Feder von Marie Gamillscheg, erscheint im Frühjahr 2018 im Luchterhand Verlag und umfasst 221 Seiten.
Dieser ungewöhnlich geschriebene Roman spielt in den Bergen, genauer in einer kleinen Gemeinde. Vormals wurde hier Bergbau betrieben und der Ort erblühte im wirtschaftlichen Aufschwung. Doch nun, da die Stollen verwaisen, erstirbt das Leben im Ort. Hinzu kommt, dass die Gemeinde von einer selbstgemachten Naturkatastrophe bedroht wird, denn der ausgehöhlte Berg droht zusammenzubrechen und das Dorf zu begraben. Einfühlsam beschreibt Gamillscheg an wenigen exemplarischen Bewohnern den Umgang mit der Bedrohung. Ihnen gegenüber stellt sie Merih, der einen Sommer oben bei den Bewohnern im Ort verbringt und dem drohenden Untergang etwas Positives entgegenstellen soll.
Wir haben es hier mit einem Roman zu tun, den man nicht mal ebenso schnell durchliest. Der Autorin ist es gelungen, die handelnden Charaktere sehr gut zu beschreiben und durch ihr Schicksal wird man regelrecht mitten ins Geschehen gezogen. Da zwischen den Protagonisten hin- und hergeswitcht wird, schwankt man von euporischem Tatendrangen über Fluchttendenzen bis hin zu totaler Ignoranz - für den Leser eine wahre Achterbahn der Gefühle.
Genießer stilistischer Mittel kommen in diesem Roman genauso auf ihre Kosten wie Freunde von sozialkritischer Literatur. Beides vereint die junge Autorin in ihrem Werk und bekommt daher von mir eine klare Leseempfehlung!
       

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(129)

213 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

dürre, frankreich, klima, klimawandel, majalunde, maja lunde, naturkatastrophe, norwegen, roman, umwelt, umweltschutz, wasser, wasserknappheit, wassermangel, zukunft

Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch "Die Geschichte des Wassers" stammt von der norwegischen Autorin Maja Lunde, erscheint im Frühjahr 2018 und wird vom btb-Verlag herausgebracht.
Es ist nach "Die Geschichte der Bienen" schon der 2. Roman, in dem sich die Autorin einem aktuellen Umweltthema widmet. Dieses mal beschränkt sie sich darauf, zwei Handlungsstränge miteinander zu verweben. Zum einen ist da die in die Jahre gekommene Umweltaktivistin Signe, welche in der Gegenwart lebt und mit einer riskanten Aktion auf einen Missstand in ihrer alten Heimat aufmerksam machen möchte. Durch zahlreiche innere Monologe erfahren wir rückblickend ihre wichtigsten Lebensstationen und werden gezwungen, uns mit aktuellen Diskussionen auseinanderzusetzen. Der 2. Handlungsstrang spielt in der Zukunft und begleitet David mit seiner kleinen Tochter auf ihrer Flucht durch Frankreich und ihrem Leben in einem Flüchtlingscamp. Sie stehen stellvertretend für all jene Opfer, die die Umweltkatastrophen bewältigen müssen, für die unsere Generation die Grundlagen gelegt hat und noch immer legt.
Maja Lunde gelingt es dank ihrer enormen Erzählkraft die Welt der Protagonisten plastisch und greifbar darzustellen: auf der einen Seite die atemberaubende Landschaft der norwegischen Fjorde und zum anderen die erbarmungslose Einöde der sich ausbreitenden Wüste in Südeuropa. Daneben schildert sie genauso eindrücklich unseren gedankenlosen Umgang mit der Natur, ihre oft grundlose Zerstörung und die lebensbedrohlichen Konsequenzen, die sich für zukünftige Generationen daraus ergeben. Und all das schafft sie, indem sie uns einfach am Leben der Protagonisten teilhaben lässt. Hier werden also wieder geschickt umweltrelevante Themen mit bewegenden Schicksalen verwoben.
Einziger kleiner Kritikpunkt am Roman: im Part über Signe werden in einem Kapitel sehr viele Fachbegriffe des Segelns verwendet. Wer hier - wie ich - nicht bewandert ist, wird nicht umhinkommen, ein Lexikon zu bemühen, wodurch jedoch die Spannung des Kapitel leidet.
Für mich ist dieser Roman ein gelungener Nachfolger des Erstlingswerkes, auf den ich mich schon länger gefreut habe. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt und daher bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung!
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

115 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

brian lee durfee, fantasy, götter, highfantasy, high fantasy, hobbit presse, inseln, intrigen, kampf, klett-cotta, klett cotta verlag, könig, krieg, meuchelmörder, religionskrieg

Der Mond des Vergessens

Brian Lee Durfee , Andreas Heckmann
Fester Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.03.2018
ISBN 9783608961416
Genre: Fantasy

Rezension:

Das vorliegende Werk "Der Mond des Vergessens" stammt von dem amerikanischen Autor Brian Lee Durfee in einer Übersetzung von Andreas Heckmann, umfasst 869 Seiten und erscheint im Frühjahr 2018 im Klett-Cotta Verlag.
Es ist der erste Band einer mehrteiligen Reihe. Er entführt seinen Leser in die Fantasiewelt der fünf Inseln. Diese werden von verschiedenen Lebewesen bewohnt, u.a. lernt man neben Menschen Zwerge, Oghule, Valle und das Meervolk kennen. Epochal hat sich der Autor am Mittelalter orientiert, denn es werden Tavernen, Segelschiffe, Ritter und ihre Streitrösser, höfisches Leben auf Burgen usw. beschrieben. Auf den fünf Insel tobt ein jahrelanger Krieg, der auch um die Vorherrschaft der richtigen Religion ausgetragen wird, denn aktuell herrschen 2 verschiedene Deutungen nebeneinander. Im Fantasyepos lernen wir verschiedene Hauptcharaktere kennen: den Waisenjungen Nail, die Prinzessinnen Jondralyn und Tala, den Ritter Gault, epp. Zwischen ihnen springt die Handlung hin und her. Wir erleben also den Fortlauf der Handlung aus wechselnden Perspektiven, was für mich deutlich zur Spannung beigetragen hat. Trotz dieses umfangreichen Wissen, welches man als Leser hat, nimmt der Verlauf der Geschichte immer wieder überraschende Wendungen, die all das Vorangestellte in ein ganz neues Licht tauchen.
Der Roman lebt ganz klar von seiner bildlichen Sprache. Leicht erschließt sich dem Leser diese neue Welt und ihre Bewohner in all ihren Facetten. Leider nutzt Durfee sie auch bei der Darstellung von Gewalttaten und dem Kriegsgeschehen und das war mir dann hier und da doch etwas zu viel des Guten.
Sehr gut gefällt mir auch der Anhang des Buches. Hier findet man eine Übersicht über die Geschichte der fünf Inseln, wichtige Infos zu handelnden Wesen und zu den verschiedenen Religionen, nebst einer sehr schön gestalteten Karte zur leichteren Orietierung.
Dieses Buch hat alles, was es für ein gutes Epos braucht: authentische Charaktere, verbitterte Machtkämpfe, Intrigen, Rache, Liebe und eine gehörige Portion Heldentum.
Leider hab ich nicht herausfinden können, wann der nächste Teil in Deutschland erscheint. In englischer Fassung soll er aber schon im Sommer diesen Jahres vorliegen. Ein bischen Geduld wird dem Leser also abgerungen.
 
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

band 1, bilder, gemälde, krimi, kunst, mysterie, mystery, mysteryroman, mysterythriller, parapsychologie, venedig, verflucht, verfluchte bilder

Das Vermächtnis des Künstlers

Gordon McBane
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Midnight, 09.03.2018
ISBN 9783958199323
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Das Vermächtnis des Künstlers" stammt von Gordon McBane, erscheint im Februar 2018 und wird im Ullstein Verlag herausgegeben.
Im Roman macht sich der Parapsychologe Georg Mallory auf den Weg nach Venedig. Hier soll er zusammen mit einer Kunsthistorikerin zwei Bilder finden, die zu einer ganzen Sammlung von Werken eines unbekannten Künstlers gehören und als verschollen gelten. Leider stehen die Bilder alle im Zusammenhang von mysteriösen Bränden sowie Todesfällen. Zudem wird behauptet, dass sie ihre Besitzer in den Wahnsinn treiben und somit ist die Jagd nach den fehlenden Bildern eröffnet. Der Plot bietet also wirklich eine solide Grundlage für einen guten Thriller und startet tatsächlich auch sehr spannend. Doch dies bleibt leider nicht so. Schon nach kurzer Zeit streut McBane detailierte Beschreibungen diverser Nebensächlichkeiten ein, die er seitenlang ausschmückt. Fand ich es noch interessant, zahlreiche architektonische Details über Venedig zu erfahren (Lesen soll ja bekanntlich bilden), war bei der Entstehungsgeschichte des American Football für mich der Bogen eindeutig überspannt, zumal ich auch die Beziehung zum Buch nicht mehr herstellen konnte. Diese Ausschmückungen stellen jedoch nicht nur die Geduld der Leser auf eine harte Probe, sondern nehmen der Handlung leider oft genug auch die Spannung. Sehr gut gelingt es McBane, verschiedene Handlungsanfänge im Plot zu platzieren. So trägt nicht nur der Parapsychologe ein dunkles Geheimnis mit sich herum, auch die Kunsthistorikerin Josephine scheint traumatisch vorbelastet. Selbiges gilt für deren Adoptivtochter Amanda. Doch wer sich jetzt darauf freut, dass sich am Ende des Romans zumindest einige diese losen Enden zu einem großen Ganzen zusammenfügen, wird ebenfalls enttäuscht. Die Handlung endet mitten im Geschehen. Es handelt sich hier also nicht um einen abgeschlossenen Roman, sondern tatsächlich um den 1. Teil einer Triologie, deren Inhalt sich über 3 Bücher spannt und vermutlich auch erst an deren Ende offenbart.
Blicken wir noch auf die sprachlichen Mittel des Romans. Hier bin ich geneigt, zwischendurch den eloquenten Sprachstil eines Arthur Conan Doyle zu erkennen. Dieser angenehme Eindruck wird jedoch schnell durch schnoddrige Dialogteile zerstört, die ich eher einer veraltet Jugendsprache zuordnen möchte und somit ist das Ganze für mich nicht mehr rund. Wie schon erwähnt, sind dem Autor die descriptiven Anteile im Roman gut gelungen. Wer also darauf Wert legt, kommt als Leser voll auf seine Kosten.
Es fällt mir schwer, für diesen Einzelroman eine Leseempfehlung auszusprechen. Wer an der Geschichte interessiert ist, sollte wohl besser warten, bis auch die fehlenden 2 Teile veröffentlicht werden und dann alle zusammen lesen. Auch beim Titel "Thriller" möchte ich nicht ganz mitgehen. Dafür fehlt mir persönlich über weite Strecken im Buch die Spannung, von wirklichem Nervenkitzel ganz zu schweigen.

       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

104 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 71 Rezensionen

amerika, deutschland, essen, familie, familien-saga, frankreich, freundschaft, gefangenschaft, generationen, kameraden, kriegsdienst, kriegsgefangenschaft, roman, trauma, usa

Ein mögliches Leben

Hannes Köhler
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 23.02.2018
ISBN 9783550081859
Genre: Romane

Rezension:

Der Familienroman "Ein mögliches Leben" stammt von dem jungen Autoren Hannes Köhler, erscheint im Frühjahr 2018 beim Ullstein Verlag und umfasst 346 Seiten.
In ihm macht sich der hochbetagte Franz zusammen mit seinem Enkel Martin auf eine Reise in die Staaten. Hier besuchen sie gemeinsam ehemalige Strafgefangenenlager, in denen Franz nach seiner Festnahme 1944 in Frankreich durch die Amerikaner untergebracht war. Erzählt wird dieser Teil des Romans aus Sicht des Enkels, der seinen reservierten Großvater völlig neu kennenlernt und auch über sich selbst und sein Leben beginnt zu reflektieren. Unterbrochen wird die Handlung dann durch Erinnerungen des Großvaters an die Zeit in den Gefangenenlagern. Diese kommen nicht als Dialoge daher, sondern als Zeitsprünge zurück in die Jahre 1944/45. Aus der Sicht des jungen Franz bekommt der Leser nun einen schonungslosen Einblick in den Lageralltag, die vorherrschenden Hierarchien, den inneren Konflikt der Soldaten zwischen antrainierten Gehorsam, dem Realisieren von Schuld und dem Entdecken neuer Möglichkeiten. Ein weiterer Zeitsprung zurück in die Gegenwart führt uns nach Norddeutschland zu Barbara. Sie ist die Tochter von Franz, Mutter von Martin und steht somit für die 3. Generation im Roman. Zuerst nur verständnislose Zuschauerin des überraschenden USA-Besuches von greisem Vater und wankelmütigem Sohnemann, wird sie von Köhler jedoch gekonnt in die Abläufe integriert, stellt sozusagen das fehlende Bindeglied zum Verständnis des Romans dar.
Für mich ist der Roman schlüssig aufgebaut, die Zeitsprünge sind nicht zuletzt durch die wechselnden Erzählperspektiven gut nachzuvollziehen. Zudem sind die drei Hauptfiguren sympathische Zeitgenossen, die reflektiert durch´s Leben gehen und klar nachvollziehbare Standpunkte vertreten. Ganz am Ende des Buches wird dann noch ein deutlicher Bezug zum Titel "Ein mögliches Leben" hergestellt, den es für mich so nicht mehr gebraucht hätte, da er zwischen den Zeilen immer wieder anklingt.
Neben dem Plot, der ohne Frage schon reines Lesevergnügen verspricht, gefällt mir der Schreibstil des Autoren besonders gut. Er versteht es, mit Worten ganze Landschaften auferstehen zu lassen und kann ganz eindrücklich Atmosphären schaffen - positive wie negative. Und dies alles spickt er mit philosophischen Ansätzen, die unsere aktuelle gesellschaftliche Situation in ein deutliches Licht setzen und mich sehr nachdenklich zurücklassen.       
Einziges Rätsel des Buches bleibt für mich das um 90° gedrehte Cover. Daher erspare ich mir hier etwaige Spekulationen dazu.
Diesen Roman kann ich guten Gewissens all den Lesern ans Herz legen, die bereit sind, sich mit einem unschönen Teil deutscher Geschichte auseinanderzusetzen und dies nicht mit einem verstaubten Lehrbuch tun wollen, sondern unterhaltsam aufgearbeitet in einer gut recherchierten Familiengeschichte. Wer sich dann noch für den Einsatz diverser stilistischer Sprachmittel im Text begeistern kann, dem wird dieses Buch ein Vergnügen sein. Vielen Dank an den Ullstein Verlag, dass ich es lesen und rezensieren durfte.
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(132)

197 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 119 Rezensionen

amerika, familie, frauen, freundschaft, gegenwartsliteratur, generationen, krieg, liebe, männer, moral, nickolas butler, pfadfinder, pfadfinderlager, söhne, usa

Die Herzen der Männer

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2018
ISBN 9783608983135
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Die Herzen der Männer" stammt von dem us-amerikanischen Autor Nickolas Butler, wurde wie auch schon der Vorgängerroman von Dorothee Merkel übersetzt, vom Klett-Cotta-Verlag herausgebracht und umfasst 473 Seiten.
Das Hauptthema des Buches ist die Bedeutung von Freundschaft, Familie, Liebe, Ehrenkodizis und Moral im Wandel der amerikanischen Gesellschaft. Um dies zu erkunden begleiten wir Protagonist Nelson durch dessen bewegtes Leben. Wir lernen die schwierige Beziehung zu seinen Eltern kennen, begegnen dem alten Pfandfinderführer Wilbur, der sich dem Jungen liebevoll annimmt, treffen Nelsons Freund Jonathan und werden Zeuge, wie ihre ungewöhnliche Freundschaft wächst. Nicht zuletzt sind da noch Jonathans Sohn Trevor und dessen Frau Rachel mit Sohn Thomas, die weitere tragende Rollen in Butlers Roman einnehmen. Die Geschichte umspannnt die Zeit von 1962 bis 2019, wodurch auch klar wird, dass einige Zeitsprünge eingebauten wurden. Diese tauchen in Form von Rückblenden, Gesprächen oder Erinnerungen der Hauptfiguren auf. Auch die Erzählperspektive wechselt zwischen den Protagonisten und gewährt uns somit einen direkten Einblick in das Seelenleben und die Gedankenwelt der jeweiligen Person. Bisweilen haben diese Einblicke stark philosophische Züge, was das Buch für mich zu einem besonderen Lesegenuss machte. Nun könnte man meinen, dass es schwierig wäre dem Plot zu folgen, wenn doch Zeit, Ort und Perspektive öfters wechseln, doch dem ist nicht so. Butler ist es stets gelungen, den Leser auf seine Wege zu begleiten und den roten Faden nicht zu verlieren.  
An keiner Stelle wurde das Buch für mich langweilig, da ein Höhepunkt den anderen jagt, sicher der Vorteil, wenn man die Geschichte auf mehrere handelnde Personen verteilt. Zudem nimmt der Plot überraschende Wendungen, was die Spannung um ein Weiteres erhöht. Sehr gut hat mir auch der berührende Schreibstil gefallen und die Tatsache, dass Butler neben vielen beschreibenden auch zahlreiche spannende Segmente eingebaut hat. Hinzu kommen die Protagonisten, die alle sehr authentisch, ja nahezu liebevoll dargestellt wurden.
Für mich war dies ein rundum gelungenes Buch, in dem man die Liebe des Autors zu seiner Heimat deutlich spüren kann. Daher gibt es von mir sehr gerne eine klare Leseempfehlung und einen herzlichen Dank an den Verlag für das Exemplar!
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

73 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

briefe, glenn dixon, italien, klassische musik, korrespondenz, lehrer, liebe, liebesgeschichte, liebeskummer, liebesschmerz, romeo&julia, romeo und julia, shakespeare, unerwiderte liebe, verona

Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand

Glenn Dixon , Lars Bauer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2018
ISBN 9783462051148
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Roman "Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand" stammt aus der Feder von Glenn Dixon und von Lars Bauer aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.
Wir begegnen in diesen autobiographischen Werk einen Mann in den besten Jahren, der an einer kanadischen Schule Shakespeare unterrichtet. Gemeinsam mit seinen Schülern nimmt er das Werk "Romeo und Julia" unter die Lupe und schafft es dank seiner leidenschaftlichen und empathischen Art, den Inhalt des nicht immer leicht zu verstehenden Werkes zu vermitteln. Neben diesem Handlungsstrang verläuft ein zweiter, der die Hauptfigur nach Verona reisen lässt. Hier beginnt unser Lehrer seine Tätigkeit als "Julias Sekretär" in Verona, lernt Stadt, Land und Leute kennen und transportiert ganz nebenbei unzählige Infos zur Entstehung von Spakespeares Meisterwerk.
Als Literaturfan kommt man hier voll auf seine Kosten: quasi im Vorbeigehen bekommt man während des Lesens ein "Literaturseminar" mit viel Hintergrundwissen gespickt mit zahlreichen Betrachtungsweisen der Liebe. Was mir persönlich jedoch fehlt, sind die Emotionen. Diese bleiben bei der teils nüchternen Schreibweise für meinen Geschmack leider öfters auf der Strecke und mir gelang es nicht, eine Bindung zur Hauptfigur aufzubauen. Aber vielleicht hatte ich durch den eingangs beschriebenen Plot auch zu hohe Erwartungen.
Trotzdem ein lesenswertes Buch mit einer sympathischen Hauptfigur!
       

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

abnehmen, anekdoten, bh, biographi, body-mass-index, body positivity, diät, dick, dick sein, fashion, fatschion, gesellschaft, gesund, kindheit, übergewicht

Fa(t)shionista

Magda Albrecht
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 02.01.2018
ISBN 9783864930539
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Fa(t)shionista: Rund und glücklich durchs Leben" stammt von der bekannten Aktivistin und Bloggerin Magda Albrecht und erschien im Januar 2018 im Ullstein Verlag.
Albrecht selber beschreibt es als ein wichtiges Buch nicht nur für Frauen mit zu vielen Kilos auf den Rippen. Ob ich es so betiteln würde, weiß ich nicht. Mit Sicherheit aber kann ich sagen, dass es für mich ein spannendes Buch war. Es eröffnete mir eine ganz neue Sicht auf die täglichen Diskriminierungen, denen Menschen mit Übergewicht ausgesetzt sind und wie selbstverständlich diese den Weg in unsere Kommunikations- und Denkschemata gefunden haben.
Wie hat die Autorin dies geschafft? Zum einen durch eine schonungslose Offenheit. Sie lässt ihr bisheriges Leben Revue passieren und beschreibt detailliert Begegnungen, die sie ertragen musste. Dabei nimmt Albrecht kein Blatt vor den Mund und hält der Gesellschaft gekonnt den Spiegel vor. Zum anderen räumt sie auf mit gängigem Halbwissen über Ursachen und Folgen von zu viel Gewicht, gibt einen kurzen Abriss über die Entstehung von Schönheitsidealen und deren Auswirkungen. Hierbei bezieht sie sich auf zahlreiche Untersuchungen, etc.. Wer Zeit und Muse hat, sich noch eingehender mit dem Thema zu beschäftigen, findet am Schluss des Buches Unmengen an weiterführender Literatur und Verweise auf passende Internetseiten.
Wenn ich dem Buch einen Titel vermachen sollte, dann wäre es dieser: leider notwendig! Eigentlich leben wir ja in einer toleranten Gesellschaft, die auf einer freiheitlichen Grundordnung fußt und doch zeigt dieses Buch auf jeder Zeit, dass da bei genauerem Hinsehen noch viel Luft nach oben ist. Es ist absolut bemerkenswert, mit wie viel Haltung die Autorin uns die Autorin an ihren Erfahrungen teilhaben lässt und ein Thema auf den Tisch bringt, dass gerne unter den Teppich gekehrt wird oder komplett negiert. Für mich ein notwendiger Denkanstoß über gesellschaftliche Normen und Werte, der in einer unfassbar sympathischen Sprache formuliert ist. Daher gibt es von mir eine unbedingte Leseempfehlung!
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

63 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

callmeabookaholic, eltern, erwachsenwerden, heaven, highway, #highwaytoheaven, highway to heaven, #katarinabivald, katarina bivald, kinder, kleinstadt, liebe, liebe zu einem jüngeren mann, mutter, mutterrolle

Highway to heaven

Katarina Bivald , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 11.12.2017
ISBN 9783442715602
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Highway To Heaven" stammt von der schwedischen Autorin Katarina BIVALD, wurde von Gabriele HAEFS ins Deutsche übersetzt und wurde vom btb - Verlag im Januar 2018 aufgelegt.
Dieses berührende Buch erzählt die Geschichte von der alleinerziehenden Anette, die in einer schwedischen Kleinstadt lebend nach dem Auszug ihrer Tochter verdammt viel Zeit hat, um sich ihr Leben ganz in Ruhe von allen Seiten zu betrachten und zu dem Ergebnis kommt: Das kann noch nicht alles gewesen sein. Da muss noch was kommen. Und so stürzt sie sich leidenschaftlich in verschiedene Unternehmungen und probiert wild drauf los. Hauptsache der Stille in den eigenen vier Wänden entkommen. Motiviert wird sie zusätzlich von ihren zwei Freundinnen und so nimmt das Chaos seinen Lauf. Als Leser_in hat man ständig das Gefühl, irgendwie mit von der Partie zu sein und Anette durch dieses Jahr zu begleiten.
Genau hier liegt für mich der Charme dieses Romans. Die Autorin verschohnt ihre Protagonistin nicht. Ungeschönt lässt sie uns teilhaben an all den Hochs und Tiefs, blickt mit uns auf die nicht minder chaotische Vergangenheit zurück und stellt sich der Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Wert von Freundschaften. Bei mir führte das nicht selten dazu vom Buch hochzublicken und mal mein eigenes Dasein zu reflektieren. Anstöße dazu finden sich im Text mehr als genug. Trotz der großen Themen, denen sich Frau Bivald widmet, bleibt der Roman spritzig und sehr unterhaltsam und nicht selten weckt er gekonnt Emotionen.
Für mich ein rundum gelungenes Buch, dass ich nur ungern aus der Hand gelegt habe. Es gehört für mich zu denen, die man erst verschlingt und dann der Tatsache nachtrauert, dass man es durchgelesen hat ... wo Verweilen doch so schön gewesen wäre.
Wem ich das Buch empfehlen würde? Fans der Gilmore Girls werden den Sprachstil sicher genauso lieben wie den Plot. Wer sich gerne mit den großen philosophischen Fragen auseinandersetzt, ist mit diesem Buch aber genauso gut beraten. Und wenn ihr euch ein paar schöne Stunden auf der Couch gönnen wollt, um kalten Wintertagen zu entfliehen, ist dieses Buch ein wundervoller Begleiter.
Ich wünsche viel Spaß beim Schmökern und danke dem btb - Verlag für das Vorabexemplar.
 
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

callmeabookaholic, depressionen, einsamer wolf, keithnixon, kindesentführung, kirche, krimi, margate, missbrauch, mord, polizist, prostitution, schicksal, selbstmord, totengrab

Totengrab

Keith Nixon
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.12.2017
ISBN 9783732541812
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Krimi „Totengrab“ stammt von dem Autor Keith Nixon und erschien 2017 im Bastei Lübbe Verlag. Aus dem Englischen übersetzt wurde er von Kerstin Fricke. Es ist der erste Band um den Ermittler Solomon Gray.
Worum geht es? Detective Sergeant Solomon Gray ist Ermittler in einem kleinen Küstenort Englands. Eines Tages wird er mit seinem Team zu einem Hochhaus am Stadtrand gerufen. Der junge Nick Buckingham hat hier scheinbar Selbstmord begangen. Doch Grays Handynummer wird auf dessen Telefon gefunden und so nehmen die Ermittlungen ihren Lauf. Verwoben wird diese Geschichte zusätzlich mit dem Verschwinden von Grays Sohn vor 10 Jahren, dem Hilferuf des ortsansässigen Pfarrers, der Leidensgeschichte von Grays Frau und einer Geheimermittlung, in welche der Detective ebenfalls verstrickt ist. Normal bin ich ein großer Fan davon, wenn in Romanen mehrere Handlungsstränge parallel aufgebaut werden, um dann auf dem Höhepunkt des Buches zusammenzufinden. Das passiert auch hier, nur erscheint mir deren Kombination nicht immer logisch. Aufgrund der Irritationen kommt für mich die Spannung im Buch leider etwas zu kurz.
Gut gezeichnet ist der Protagonist Gray. Ihn umweht von Anfang an der Hauch des einsamen Wolfes: privat vom Glück verlassen, sich in Alkohol flüchtend und bei den Ermittlungsarbeiten stets von weiteren Schicksalsschlägen in die Knie gezwungen. Ein Vergleich mit Nesbos Ermittler Harry Hole liegt da nahe, nur hält er diesem qualitativ noch nicht stand. Neben Gray wird gleich im ersten Roman sein ganzes Team vorgestellt. Allerdings war ich eher verwundert, warum ich von all denen Name, Dienstrang und persönliche Befindlichkeiten wissen muss. Sie waren für die Handlung oft nicht relevant und da ist meine Meinung: weniger ist manchmal mehr. Außerdem sollen scheinbar noch weitere Bände folgen, Warum also die Eile?
Geprägt ist das Buch von einem flüssigen Erzählstil, sodass es sich gut lesen lässt. Da Zeitsprünge in den Überschriften schon kenntlich gemacht wurden, sind diese den 3 verschiedenen Zeitschienen gut zuzuordnen, auf denen sich der Krimi bewegt. Einen Bezug zwischen Titel und Inhalt habe ich nicht finden können, aber vielleicht habe ich den ja überlesen?
Gefesselt hat mich das Buch leider nicht richtig, dafür aber gut unterhalten.
       

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

71 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

echte fälle, fehlurteil, irrtum, mord, psychologen, psychologie, real, sachbuch, serienkiller, serienmörder, true crime, wirklichkeit

Der Serienkiller, der keiner war

Dan Josefsson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei btb, 13.11.2017
ISBN 9783442715664
Genre: Biografien

Rezension:

"Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen" ist ein Buch von Dan Josefsson und erschien 2017 im btb - Verlag. Es zählt zu den Sachbüchern. Inhalt ist die Aufarbeitung eines der größten Justizskandale Schwedens. Hier wurde der Drogenabhängige Sture Bergwall des mehrfachen Mordes für schuldig gesprochen, nachdem er diese und weitere Morde gestanden hatte. Wie sich viel zu spät herausstellte, hatte er keinen dieser Morde begangen. Das Buch macht sich zur Aufgabe herauszustellen, wie es durch den Einfluss von Psychotherapeuten passieren konnte, das Erinnerungsvermögen von Sture so zu manipulieren und wie Nachlässigkeit der Justiz zu Verurteilungen führte.
In den unterschiedlichen Kapiteln beleuchtet der Autor ausführlich das Leben und Wirken der beteiligten Personen, wobei sein Fokus ganz klar auf Sture, der Supervisorin Margit Norell und deren Wechselwirkung liegt. Ganz nebenbei erhält der Leser einen umfangreichen Abriss der Weiterentwicklung der Freudschen Psychoanalyse in Schweden.
Das Buch ist unglaublich gut und ausführlich recherchiert. Es gibt zahlreiche Querverweise auf weiterführende Literatur, fallrelevante Dokumente und Bildmaterial. Dazu kommen viele Zitate aus Zeugeninterviews, die Josefsson selber durchgeführt hat. Natürlich ist das Buch nicht spannend im Sinne einer klassischen Tätersuche, aber sehr aufschlussreich in der Ursachenforschung zu solch einem Justizirrtum.
Josefssons Buch ist geprägt durch einen sehr lockeren Erzählstil und trotzdem wurde es mir auf die Dauer doch etwas langatmig ob der vielen Details. Das Lesen des Buches setzt keine besonderen Kenntnisse therapeutischer Behandlungsansätze voraus. Ohne diese wird es aber hier und da noch zähflüssiger.
Das Cover ist ansprechend gestaltet. Das schwarz-weiß Negativ ist eine gekonnte Überleitung zum Beginn des Buches. Die erhabenen Buchstaben der Überschrift sorgen für eine gute Haptik.
Für war dieses Buch eine wirkliche Herausforderung und trotzdem glaube ich, dass Fans echter Kriminalarbeit hier ihre wahre Freude beim Lesen haben werden.
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(47)

52 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

agenten, das vermächtnis der spione, geheimdienste, george smiley, geschmacksache, john lecarre, john le carre, kalter krie, kalter krieg, nei, operation windfall, spion, spionage, spionageroman, spione

Das Vermächtnis der Spione

John le Carré , Peter Torberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 13.10.2017
ISBN 9783550050121
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Das Vermächtnis der Spione" stammt aus der Feder des bekannten Autoren John le Carré und erschien im Herbst 2017 im Ullstein-Verlag. Er ist der dritte Band einer Reihe von Spionageromanen und bildet damit ihren Abschluss.
Protagonist ist Peter, welcher als junger Mann eine Zeit lang für den britischen Geheimdienst arbeitet, danach jahrzehntelang unbehelligt in der Bretagne lebt und nun vom Geheimdienst zurück nach London beordert wird. Hier soll er Licht in das Dunkel der längst beendeten Geheimoperation "Mayflower" bringen und seine eigenen Verstrickungen darin erklären. Gemeinsam mit Peter lässt uns Carré alte Akten wälzen, aus der Retroperspektive heraus die Operation erneut durchleben und ihre fatalen Auswirkungen auf die Gegenwart erfahren. Der Roman kombiniert geschickt das gegenwärtige Leben des Agenten mit Zeitsprüngen zurück in die Tage des Kalten Krieges. Er gewährt interessante Einblicke in das Leben und Wirken von Spionen und ihren Widersacherm. Er zeigt darüber hinaus aber auch ganz menschliche Seiten der Agenten und deren innere Auseinandersetzung mit ihrer Tätigkeit.
Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und hält einige unerwartete Wendungen für uns Leser bereit. Wer allerdings einen nervenaufreibenden Krimi erwartet, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Dieser klug geschriebene Roman besticht eher durch die Innenansicht der dargestellten Hauptfigur und die leisen Zwischentöne. Der Plot ist zudem auch für Leser verständlich, die die ersten zwei Teile der Reihe noch nicht gelesen haben, da alle handelnden Figuren hinreichend vorgestellt werden.
Schon nach kurzer Zeit wird auch klar, dass eine der wichtigen Nebenfiguren mit Decknamen "Tulip" durch das Buchcover bereits wortwörtlich in den Focus gerückt wurde.
Für mich ein charmat geschriebenes Buch zum Thema Spionage und Gegenspionage und daher eine klare Leseempfehlung. Mein Dank gilt dem Ullstein-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(154)

260 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

braunschweig, demokratie, deutschland, dystopie, festeinband, geschäft mit dem tod, juli zeh, leere herzen, politik, politthriller, roman, selbstmord, selbstmordattentat, vorablesen, zukunft

Leere Herzen

Juli Zeh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630875231
Genre: Romane

Rezension:

Der postmoderne Roman "Leere Herzen" von Juli Zeh erschien im Herbst 2017 im Luchterhand Literaturverlag und umfasst 348 Seiten.
Die Autorin beschreibt eine düstere Zukunftsversion von Deutschland, indem sie den Leser ein paar Wochen am Leben von Britta teilhaben lässt. Diese laut eigenen Aussagen desillusionierte junge Frau unterhält im praktischen Eigenheim lebend eine kleine Familie und betreibt oberflächlich betrachtet mit ihrem Geschäftspartner Babak eine Praxis für Psychotherapie. Genauer betrachtet geht ihre Geschäftsidee jedoch weit über ein normales Beratungssetting hinaus, was die beiden in existenzielle Bedrängnis bringt. Der Konflikt eskaliert und Britta muss gemeinsam mit Babak abtauchen. Nur durch einen fulminanten Schachzug gelingt es ihnen, dem Geschehen noch eine entscheidende Wendung zu geben.
Mir persönlich hat der Roman sehr gut gefallen. Durch die Wahl der auktorialen Erzählperspektive kann der Leser tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin erhalten, bekommt aber auch zu den Ereignissen nur häppchenweise weitere Infos, die wirklich mitfiebern lassen. Zudem waren sie für mich Zugang zu einer unglaublich bedrückenden Zukunftsvision unseres Landes und den darin vorherrschenden Verhältnissen. Daher gehe ich davon aus, dass der Roman als eine Warnung zu verstehen ist. Es ist der Autorin sehr gut gelungen, den handelnden Personenkreis auf ein Minimum zu reduzieren, die Darsteller dafür aber umso detaillierter zu skizzieren. Hierzu nutzt sie einige Rückblenden. Zahlreiche innere Monologe erlauben die Teilnahme an Brittas Gedankengängen, ohne dass die Handlung dadurch an Spannung verlieren würde.
Der Titel wird gleich auf den ersten Seiten des Romans in Beziehung zum Bch gesetzt und zieht sich dann wie ein roter Faden durch das Geschehen. Auch die minimalistische Gestaltung des Covers wird nach wenigen Seiten verständlich und als Thema ganz am Ende noch einmal aufgegriffen.
Empfehlen kann ich diesen Roman all denen, die gerne einen Blick in die Zukunft wagen und bereit sind, sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinanderzusetzen. Ein herzlicher Dank geht an den Luchterhand Literaturverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(63)

78 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

achtsamkeit, erling kagge, gelassenheit, geräuschlosigkeit, geschenk, hardcover, ich, insel, nordpol, ruhe, sachbuch, stille, südpol, wegweiser, zur ruhe kommen

Stille

Erling Kagge , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2017
ISBN 9783458177241
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Stille - Ein Wegweiser" ist ein wunderschönes Buch von dem Abenteurer Erling Kagge und erschien im Herbst diesen Jahres.
Äußerlich fällt sogleich der schlicht weiße Umschlag auf, der sehr passend zum Buchinhalt gewählt wurde. Für mich überraschend war dann aber der quirlig bunte Festeinband, der einen deutlichen Kontrast zum Umschlag setzt und damit genau das Spannungfeld des Buches optisch verdeutlicht - auf der einen Seite der innere Wunsch nach Ruhe und Stille und auf der anderen Seite der ganz normale Wahnsinn des realen Lebens. Der Autor hat für sich festgestellt, das ihm dieses Chaos die Notwendigkeit aufdiktiert, ab und zu in die Stille zu flüchten. Da er von sich auf andere schließt, nimmt er uns mit auf seine Gedankenreise zur Stille und gibt Hinweise, wie wir sie finden können. Hierbei bedient er sich der Selbsterfahrungen aus seinen Abenteuerreisen, involviert die Betrachtungen von Weggefährten und die Ansätze von poetischen Vordenkern. All dies geschieht auf eine ganz leichte, ganz unaufdringliche Weise.
Das Buch überzeugt durch eine klare, einfache und doch sehr bildhafte Sprache und es hält definitiv, was der Titel verspricht: es ist ein Wegweiser für Suchende. Ich kann es all den Lesern ans Herz legen, die sich gerne auf philosophische Betrachtungen einlassen, die es lieben, zwischen den Zeilen lesen und vielleicht sogar bereit sind, einen kleinen Denkanstoß zur Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensgewohnheiten zulassen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ein herzliches Dankeschön an den Inselverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

#dertigerindergutenstube, fachbuch, fakten, felis silvestres, felis silvestres lybica, fellnase, fleischfresser, fressfeinde, hauskatze, haustiere, informationen, katze, katzen, sachbuch, stubentiger

Der Tiger in der guten Stube

Abigail Tucker , Martina Wiese , Monika Niehaus , Jorunn Wissmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.09.2017
ISBN 9783806236477
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Sachbuch "Der Tiger in der guten Stube" von Abigail Tucker erschien in Deutschland im Herbst 2017. Im Wesentlichen behandelt das Buch die kulturgeschichtliche Entwicklung der heutigen Katzen und spannt dabei den Bogen von der Prähistorie über die Zeit der Pharaonen bis zur Internetpräsenz der Vierbeiner in der Gegenwart. Obwohl Frau Tucker sich selber als einen bekennenden Katzenfan outet und wohl auch das Cover mit dem Niedlichkeitsfaktor von Katzenbabies spielt, offenbart das Buch eine sehr detailierte und sachliche Betrachtungsweise des Themas. Neben Wissenschaftlern und Züchtern kommen auch Umweltschützer zu Wort. Dank dieser Bandbreite liegt dem Buch eine wissenschaftlich fundierte Sichtweise zu Grunde, die hoch interessante sowie auch kritische Fakten sichtbar macht. Frau Tucker untermauert zudem all ihre Behauptungen mit Quellennachweisen, welche durch eingebaute Fußnoten leicht zu finden sind. Katzenanekdoten aus ihrem privaten Umfeld und die wirklich liebevollen Illustrationen runden dieses Buch gekonnt ab.
Für mich ein wirklich gut recherchiertes Buch (auch wenn sich viele enthaltene Statistiken auf die USA beziehen), das ein profundes Wissen liefert. Aufgrund der hohen Informationsdichte nicht immer leicht zu lesen, aber mit etwas Konzentration doch unterhaltsam. Eine klare Leseempfehlung für alle Tierinteressierten!  
Vielen Dank an den Theiss-Verlag für das Rezensionsexemplar!       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

alter, baden- baden, berlin, briefträger als retter, eine reise, familie, husum, kratzbürstige berlinerin, kur, reha, usedom, witwentröster, zwei ältere damen

Weit weg ist anders

Sarah Schmidt
E-Buch Text: 261 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458752042
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

achtsamkeit, alltag, arbeit, arbeitsleben, gehirn, glück, glücklich, isabell prophe, isabell prophet, job, kollegen, mosaik verlag, ratgeber, sachbuch, zufriedenheit

Die Entdeckung des Glücks

Isabell Prophet
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Mosaik , 11.09.2017
ISBN 9783442393237
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch "Die Entdeckung des Glücks" von Isabell Prophet erschien im Sommer 2017. Ich würde es gerne unter die Rubrik Sachbuch oder Ratgeber einordnen.
Dem Buch liegt es am Herzen, uns die Frage zu beantworten, wie wir unser Glück finden können. Immer mit dem Blick, dass viele von uns einen Großteil ihrer Zeit im Job verbringen und dort gewissen Zwangskontexten unterliegen. Die Kapitel im Buch sind logisch aufeinander aufgebaut und so liefert die Autorin zuerst einmal eine Definition von Glück, beschreibt dann sehr gut verständlich neurologische und soziologische Prozesse, räumt später mit Klischees auf und entlarvt auf sehr charmante Weise festgefahrene Denkschemata. In den letzten Teilen gibt Isabell Prophet eine Unmenge an Handlungsvorschlägen zur Umsetzung in den Alltag - viele davon sicherlich schon bekannt, aber hier liebevoll aufgearbeitet und in unterhaltsame Anekdoten eingebettet.
Sehr gut finde ich, dass das gesamte Buch mit zahlreichen Querverweisen auf aktuelle Forschungsergebnisse und weiterführende Literatur durchsetzt ist. Wer sich also in dieses Thema vertiefen möchte, bekommt hier viele Ansätze geliefert.
Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Buch, dass genau zum richtigen Zeitpunkt den Weg in mein Bücherregal gefunden hat. Weit entfernt von den oft nichtssagenden Ratgebern in einschlägigen Zeitschriften, sondern schon nahe dran am Fachbuch.
Vielen Dank an den Mosaik-Verlag für das Rezensionsexemplar.
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

adoption, ddr, droemer verlag, familie, familiengeschichte, familiensuche, felixstephan, großvater, humor, israel, judentum, ost-west-konflikt, suche nach den wurzeln, ukraine, vergangenheit

Slawa und seine Frauen

Felix Stephan
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.09.2017
ISBN 9783426277164
Genre: Biografien

Rezension:

Der Roman "Slawa und seine Frauen" stammt aus der Feder von Felix Stephan und erschien in diesem Sommer.
Dieses autobiagraphische Buch führt seinen Leser in die spannende Familiengeschichte der Stephans ein. Gemeinsam mit seiner Mutter und Freundin Steph macht er sich unter anderem in der Ukraien und Israel auf die Spurensuche nach seinem Großvater Slawa. Auf diesem Roadtrip lernt er seine weitverzweigte Familie und deren Freundskreis kennen, taucht aber auch ab in die Lebensgeschichte von Slawa. Mit Neugier beobachtet der Autor die Anpassungsleistung von Menschen nach dem Zusammenbruch diverser Staaten und wirft einen Blick in deren Lebenswirklichkeiten.
Hierin liegt für mich die eigentliche Faszination des Buches: da der Plot selber nicht so umfangreich ist, sind es die vielen liebevollen Darstellung des Ottonormalverbrauchers, die diesen Roman unterhaltsam werden lassen. Hinzu kommt ein unkonventioneller Sprachstil, der auch vor Selbstironie keinen Halt macht.
Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung für Menschen, die gerne ein Stück politischer Geschichte leicht verdaulich aufbereitet in einer schönen Geschichte genießen möchten.  
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

79 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 68 Rezensionen

bayern, fotopirsch, frauenheld, fußball, jugendtrainer, krimi, mord, naturfotograf, regionalkrimi, reporterin, rosenheim, wald, wildfutter, wildschwein, wildschweine

Wildfutter

Alma Bayer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei btb, 14.08.2017
ISBN 9783442715312
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman "Wildfutter" von Alma Bayer nennt sich selbst einen Rosenheim-Krimi, womit schon das Genre grob umrissen ist.
Im beschaulichen Rosenheim nehmen der pensionierte Kommissar Vitus und seine bloggende Tochter Jo ihre ganz eigenen Mordermittlungen auf. Opfer ist vermutlich der bekannte Fußballtrainer Tiger. Da Jo und Vitus ebenfalls in Rosenheim leben, bleiben private Verbandelungen mit den zahlreichen Tatverdächtigen nicht aus ... und deren Zahl zeigt buchstäblich mit jedem Kapitel.
Nach einem recht amüsanten Start in diesen Roman der Gegenwart fällt die Spannungskurve zur Mitte des Buches hin leider deutlich ab. Die Zahl der Tatverdächtigen steigt zwar, damit jedoch nicht der Nervenkitzel. Und obwohl die amorösen Verwicklungen unseres Ermittlerdous sehr unterhaltsam sind, ziehen sich die Kapitel sehr in die Länge, ohne das Geschehen wesentlich voran zu bringen.
Sehr gemocht habe ich den lockeren, unkonventionellen Schreibstil von Alma Bayer. Man spürt ihre Begeisterung für die Stadt Rosenheim und ihr umfangreiches Detailwissen bereichert den Roman wesentlich. Auch die Skizzierungen ihrer beiden Protagonisten und der zahlreichen Nebendarsteller sind ihr sehr gut gelungen.
Alles in allem ein gutes, unterhaltsames Buch, dass sich selber nicht so ernst nimmt. (Man beachte das charmat aufgemachte Cover und beim Untertitel "Rosenheim-Krimi" dürfte nicht nur ich eine Assoziation zu bekannten TV-Serien haben.) Leichte Kost also für laue Sommerabende auf dem Balkon!
       

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(192)

376 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

deutschland, krimi, krimi-reihe, mord, nele neuhaus, oliver von bodenstein, organhandel, organspende, organtransplantation, pia kirchhoff, profiler, rache, sniper, taunus, taunuskrimi

Die Lebenden und die Toten

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783548287768
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

bergen, drogen, kein guter ort, klinische psychiatri, krimi, mord, mordfal, mysteri, mystisch, norwege, norwegen, psychologie, spannung, telemark, thriller

Kein guter Ort

Bernhard Stäber
E-Buch Text: 378 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 15.08.2017
ISBN 9783732542352
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Kein guter Ort" ist ein Roman aus der Feder von Bernhard Stäber, der diesen Sommer erscheint. Der Thriller ist der 3. Teil einer Serie um die Kommissarin Kari und ihren Freund und Psychologen Arne. Zusammen ermitteln sie dieses mal in Bergen und der norwegischen Provinz Telemark. Zu ihnen gesellt sich als Protagonistin Janne, die drogenabhängige Tocher von Karis Chef. Ihrer Neugier an zwei lang zurückliegenden ungeklärten Mordfällen ist es auch zu verdanken, dass Kari und Arne unfreiwillig in die Ermittlungen verwickelt werden.
Geschickt und unterhaltsam gelingt es dem Autor, uns die Lebenswege der verschiedenen Beteiligten ein Stück begleiten zu lassen. Lange bleibt ungewiss, wie diese miteinander verwoben sind. Wie von einem Thriller nicht anders zu erwarten, entwirrt sich das Knäul auch erst kurz vor Schluss. Abwechselnd nimmt man die Sichtweise der Ermittler und weiterer Personen ein. Dies erlaubt uns eine spannende Innenansicht der verschiedenen Charaktere. Trotzdem bleibt die Handlung immer schlüssig und leicht nachvollziehbar.
Neben den zahlreichen gesellschaftlichen Problematiken, die im Roman aufgegriffen werden (Drogenmissbrauch, Bürgerwehren, Flüchtlingspolitik, etc.), bietet das Buch viele interessante Hintergrundinformationen zur norwegischen Geschichte und informative Details aus dem Leben in der Provinz Telemark.
Ruhigen Gewissens kann ich diesen Thriller weiterempfehlen. Für einen Roman dieses Genres fehlte mir zwar hier und da der Nervenkitzel, auch haben mich die frühen Hinweise auf die Täterschaft etwas irritiert, aber Lesespaß ist absolut garantiert. Durch diesen Band neugierig geworden, werde ich mir sicher die beiden Vorgängerbücher anschaffen. Allerdings ist dies keine Voraussetzung, um den hier vorliegenden 3. Teil zu verstehen.

       

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(111)

155 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

adhs, brustkrebs, familie, freundschaft, fuchs, gegenwartsliteratur, kinder, krebs, liebe, mareike krügel, musik, roman, sterben, wochenendehe, zukunft

Sieh mich an

Mareike Krügel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492058551
Genre: Romane

Rezension:

 Das Buch "Sieh mich an" von Mareike Krügel erschien im Sommer diesen Jahres. Grundthema des vorliegenden Romans der Gegenwart ist der Versuch einer jungen Frau, mit der Erkenntnis umzugehen, vielleicht an einer schweren Krankheit zu leiden.
Katharina ist die Protagonistin der Geschichte. Mit Anfang 40 steckt sie im üblichen Chaos des Lebens: sie ist zweifache Mutter, arbeitet halbtags, ihre Ehe kriselt gerade und dann die Befürchtung, nicht mehr sehr viel Zeit im Leben zu haben. Also reagiert sie völlig nachvollziehbar, indem sie einen klärenden Arzttermin aufschiebt, um noch ein letztes normales Wochenende verbringen zu können. Genau dies muss jedoch scheitern und so nehmen die Dinge ihren Lauf.
Der Autorin gelingt es, diesen vollgepackten Tag im Leben von Katharina sehr detailgetreu zu beschreiben. Unterbrochen wird diese Beschreibung jedoch von vielen Rückblenden auf ihr bisheriges Leben. Solche zahlreichen Zeitsprünge machen das Lesen hier und da leider anstrengend. Zudem ist der Grundtenor der Erzählung vorwiegend traurig. Mir fehlen da ein bischen der Kampfgeist und Optimismus.
Alles in allem trotzdem ein lesenswertes Buch, jedoch ohne besondere Höhen und Tiefen.
 
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

der letzte tanz, ebooks, eva sturm, familie, krimi, langeoog, moa graven, mor, ostfrieslandkrimi, regionalkrimi, sommer, urlaub

Der letzte Tanz

Moa Graven
E-Buch Text: 170 Seiten
Erschienen bei Criminal-kick-Verlag Moa Graven, 30.07.2017
ISBN 9783946868156
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch "Der letzte Tanz" wird von der Autorin selber als Ostfrieslandkrimi bezeichnet und erscheint im Sommer diesen Jahres. Es ist somit der 11. Band um die Ermittlerin Eva Sturm auf der Insel Langeoog.
Protagonisten sind neben Eva ihr in der örtlichen Touristinfo arbeitender Freund Jürgen, sowie die Kurgäste Thorsten nebst Sohnemann und Annika mit ihrer kleinen Tochter. Bei letzerer findet sich eine abgetrennte Menschenhand im Hotelzimmer und Eva beginnt mit ihren Ermittlungen. Diese verlaufen für mich wenig nachvollziehbar. Mittels nichtssagenden Dialogen kämpft sie sich quer über die Insel, wobei der Leser noch einige Randfiguren flüchtig kennenlernt. Evas Handlungen sind wenig nachvollziehbar. Überhaupt könnte man den Eindruck bekommen, Ermittlungsarbeit besteht vorwiegend aus Pizzaessen und dazu flaschenweise Rotweintrinken. Der Plot ist flach, wechselt wie für einen Krimi üblich öfters die Richtung, macht den Roman aber leider auch nicht spannender. Zudem ist er durchsetzt mit Querverweisen zu den Vorgängerromanen, was jedoch völlig unnötig ist, da Eva in einem kurzen Vorwort ausführlich vorgestellt wird. Das Ende der Handlung kommt dann völlig abrupt. Ein Klimax ist nicht wirklich erkennbar. Das Lesen wird durch einen oft unnötig verschachtelten Satzbau zusätzlich erschwert. Eingeschobene Nebensätze in jedem 3. Satz.
Ärgerlich finde ich zudem, dass hier ein wirklich schwerschwiegendes gesellschaftliches Problem dilletantisch behandelt wird. Von mir gibt es daher keine Leseempfehlung für dieses Buch!

 
       

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

alexi zentner, btb verlag, familie, familiengeschichte, fischerei, fluch, hummer, hummerfang, insel, kanada, loosewood island, maine, meer, nova scotia, roman

Die Hummerkönige

Alexi Zentner , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 09.05.2017
ISBN 9783442715442
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman "Die Hummerkönige" stammt aus der Feder von Alexi Zentner und führt uns Leser hoch in den Norden an die Grenze zwischen den USA und Kanada. Dort liegt die kleine Insel Loosewood Island und bietet einer kleinen Gemeinde von Hummerfängern ein beschauliches Zuhause. Protagonisten sind verschiedene Personen der Familie Kings, wobei der Focus eindeutig auf Cordelia Kings liegt, der wir beim Aufwachsen zusehen. Ihr gegenüber steht Woody Kings, ihr liebevoller Vater, Hummerfänger seit er denken kann und stilles Oberhaupt der Gemeinde. In Rückblenden erfahren wir dann noch Details aus dem Leben von Brumfitt Kings, Urahne der Familie, erster Siedler auf Loosewood und begnadeter Maler.
Im Wesentlichen lebt dieser postmoderne Roman von der Beziehung zwischen Vater und Tochter. Cordelia fühlt sich dazu berufen, das Erbe der Kings anzutreten und kämpft daher um Anerkennung in einem klassischen Männerberuf sowie der eigenen Identitätsfindung. Erschwert wird das Ganze zudem durch einen Konflikt mit anderen Hummerfängern um die Fanggründe, welcher sich im letzten Drittel des Buches dramatisch zuspitzt. Durchbrochen wird die Familiengeschichte durch Beschreibungen und Interpretationen von Brumfitts Gemälden. Geschickt versteht Zentner hier die Sagen um die Insel mit der Familie Kings zu verweben.
Der Roman ist ein solides Buch, welches besonders zum Schluss sehr spannend geschrieben ist. Die Handlung ist trotz Zeitsprüngen immer schlüssig, bietet überraschende Wendungen, ist also kurzweilig, die Protagonisten sind autentisch und ein Lesespaß garantiert.
       

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(383)

735 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 175 Rezensionen

bienen, bienensterben, china, dystopie, england, familie, hoffnung, imker, maja lunde, natur, naturschutz, roman, umwelt, vergangenheit, zukunft

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch "Die Geschichte der Bienen" stammt aus der Feder von Maja Lunde und erscheint im Frühjahr 2017. Es handelt sich um ein Werk, das sich mit einer aktuellen Umweltproblematik auseinandersetzt: dem weltweiten Bienensterben.

In ihrem zeitgenössischen Roman verwebt die Autorin geschickt die Biographien dreier Menschen, die sie in ganz unterschiedlichen Zeitepochen ansiedelt und die unterschiedlicher nicht sein könnten. In kurzen Sequenzen springt sie zwischen den verschiedenen Erzählsträngen, die uns das Leben von Forscher William, Imker George und Bestäuberin Tao näher bringen. Der Roman nimmt zu Beginn ordentlich Fahrt auf, die Ereignisse überschlagen sich bei allen drei Protagonisten, doch dann kommt die Erzählung für meinen Geschmack leider etwas ins Stocken. Die Spannung nimmt erst wieder im letzten Drittel zu, in dem der Leser erfährt, wie die Hauptpersonen miteinander verstrickt sind.
Schön erzählt werden die ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten, die Sorgen und Nöte der jeweiligen Zeiten. Detailgetreu erfahren wir zudem viel Insiderwissen über Bienen und bekommen ihre Wichtigkeit für unser Dasein vor Augen gehalten. Zudem gibt es Querverweise auf weiterführende Literatur zum gleichen Thema.
Ein wirklich gelungenes Buch, dem zwar hier und da die Spannung etwas fehlt, das aber ein wichtiges Thema zur Grundlage hat und somit zum Nachdenken (und vielleicht Umdenken) führt.
       

  (1)
Tags:  
 
34 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.