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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Kafka: Ein Landarzt

Kat Menschik
Fester Einband
Erschienen bei Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch, 13.10.2016
ISBN 9783869711324
Genre: Sonstiges

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The Walking Dead Softcover 4

Robert Kirkman , Charlie Adlard
Flexibler Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 26.05.2016
ISBN 9783959812191
Genre: Comics

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154 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

frankreich, fiktion, literatur, wahrheit, identität

Nach einer wahren Geschichte

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 24.08.2016
ISBN 9783832198305
Genre: Romane

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22 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

poetisch, 4 sterne, hinterfragen, überdenken;, wahrheiten

Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen

Tim Parks , Ulrike Becker , Ruth Keen
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 24.08.2016
ISBN 9783956141300
Genre: Sachbücher

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77 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

drogen, udo lindenberg, musik, drogensucht, familie

Panikherz

Benjamin von Stuckrad-Barre
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048858
Genre: Biografien

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

widerfahrnis, flüchtlinge, novelle, deutscher buchpreis, liebe

Widerfahrnis

Bodo Kirchhoff
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 01.09.2016
ISBN 9783627002282
Genre: Romane

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118 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

geister, nathan hill, usa, chicago, debüt

Geister

Nathan Hill , Werner Löcher-Lawrence , Katrin Behringer
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492057370
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

literaturblogger-buch, mara giese, edel elements

Literaturbloggerbuch

Mara Giese
E-Buch Text
Erschienen bei Edel Elements, 13.10.2016
ISBN 9783955308773
Genre: Sachbücher

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Peter Pan

Tatjana Hauptmann , James Matthew Barrie , Christiane Buchner , Martina Tichy
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.09.2016
ISBN 9783257011890
Genre: Kinderbuch

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

hannover 96, hooligans, familie, hooligan, freundschaft

Hool

Philipp Winkler
Fester Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 19.09.2016
ISBN 9783351036454
Genre: Romane

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paris, k, klassiker, kurtisanen, balzac

Glanz und Elend der Kurtisanen

Honoré de Balzac , Emil Alphons Rheinhardt , Emil Alphons Rheinhardt
Fester Einband: 813 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.10.2007
ISBN 9783257066159
Genre: Klassiker

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59 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

sylvia plath, roman, ted hughes, biography, die glasglocke

Du sagst es

Connie Palmen , Hanni Ehlers
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.08.2016
ISBN 9783257069747
Genre: Romane

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Twin Peaks - 100 Seiten

Gunther Reinhardt
Flexibler Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 07.09.2016
ISBN 9783150204214
Genre: Sachbücher

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

comic, sachbuch, interessant, bilder, sprache

Comics richtig lesen

Scott McCloud , Scott McCloud
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.04.2001
ISBN 9783551748171
Genre: Comics

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thomas von steinaecker, dystopie, die verteidigung des paradieses, ch: niveau 2016, abenteuerroman

Die Verteidigung des Paradieses

Thomas von Steinaecker
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 10.03.2016
ISBN 9783100014603
Genre: Romane

Rezension:


„Solange ich schreibe, überleben wir.“ (Seite 155)

Der Deutsche Buchpreis hat bisher bei meiner Buchauswahl eher eine untergeordnete Rolle gespielt, dieses Jahr wollte ich mir bewusst die nominierten Bücher näher anschauen und die Leseproben haben meine Neugier auf einige Titel geweckt. Eine Dystopie hörte sich als Einstieg vielversprechend an, auf jeden Fall ist es für die Longlist ein eher ungewöhnliches Genre. Dass dieses Buch jedoch so viel mehr als Genreliteratur ist habe ich mit viel Freude bei der Lektüre dieses großartigen Romans herausgefunden.

Bereits das dem Roman vorangestellte Bibelzitat „Im Anfang war das Wort…“ lässt erahnen, dass den Leser ein Buch erwartet, bei dem es auch um die Bedeutung von Wörtern, Sprache und Literatur geht.

Deutschland in einer nicht allzu fernen Zukunft: Die schützende Ozonschicht um den Planeten hat sich aufgrund der Klimakatastrophe aufgelöst. Dörfer, Städte und Bevölkerung werden vor der lebensgefährlichen Strahlung von riesigen Schutzschirmen geschützt. Roboter haben einen Großteil der Arbeit übernommen, die Eliten bleiben in kleinen Luxusressorts unter sich.
Dann passiert die Katastrophe: Aufgrund eines zunächst nicht näher beschriebenen Unglücksfall werden fast alle Schutzschirme zerstört, nur wenige Menschen überleben diese Katastrophe.

Der Erzähler der Geschichte, ein Junge namens Heinz, kann sich zu einigen Überlebenden unter einen der letzten funktionierenden Schutzschirme auf eine Berchtesgadener Alm retten. Dort schafft er es mit einer Handvoll Überlebender so etwas wie eine heile Welt aufzubauen. Mit etwas Vieh und Landwirtschaft können sie die notwendigen Lebensmittel produzieren, sind aber auf den begrenzten Lebensraum unter dem Schutzschirm beschränkt.
Die eigentliche Erzählung beginnt mit dem fünfzehnten Geburtstag von Heinz, bei dem er von dem Anführer der Gruppe gebeten wird, fortan die Erlebnisse der Gruppe in einigen vor der Katastrophe geretteten Heften aufzuschreiben. Er wird der Chronist der Gruppe und hat große Freude daran Wörter aus der Zeit vor der Katastrophe vor dem Vergessen zu retten.

„Ab dem heutigen Tag werde ich jede freie Minute dafür verwenden, aufzuschreiben was uns wiederfährt. Ich schwöre, ich werde dabei die foxysten Altwörter verwenden, die sich in meiner Sammlung finden lassen.“ (Seite 17)

Im Laufe der Jahre haben sich in die deutsche Sprache zahlreiche Anglizismen, ausländische und erinnerte Wörter eingeschlichen, die anfangs etwas befremdlich wirken und mich vereinzelt an Clockwork Orange erinnert haben.
Wörter, die die kleine Gemeinschaft nicht mehr benutzt, sogenannte Altwörter wie Salbader, weidlich, Demonstration, Plenarsaal, Internet faszinieren Heinz und dem Leser wird klar, dass sich mit dem Untergang einer Bevölkerung zwangläufig auch die Sprache verändert.
Diesen sprachlichen Aspekt eines Endzeit-Szenarios habe ich bisher so noch nicht gelesen.

Irgendwann passiert, was passieren muss, der Schutzschirm über der Alm bricht zusammen und die Überlebenden sind gezwungen sich auf die Suche nach Lebensmitteln und weitere Hilfe zu machen und so beginnt deren Reise durch ein völlig zerstörtes Deutschland. Hier haben die Überlebenden zunächst mit den Problemen zu kämpfen, die man aus bekannten Endzeitszenarien wie Mad Max oder The Walking Dead kennt. Wie werden vorhandene Ressourcen aufgeteilt? Wie geht man mit erkrankten Gruppenmitgliedern um? Wie verhält man sich, wenn man auf andere Überlebende trifft? Philosophische Fragen nach dem Wesen des Menschen selbst werden aufgeworfen.

In diesem Abschnitt des Buches wird auch der zweite große Themenkomplex des Romans offensichtlich. Denn was wir in der aktuellen Flüchtlingsdebatte nur als Fernsehbilder zu sehen bekommen, wird für den Leser zu unmittelbar Erlebtem. Hier sind es aber nicht die Ausländer, sondern die Einwohner Deutschlands selber werden zu Flüchtlingen im eigenen Land. Sie treffen auf Überlebende und Schleuserbanden, die ihnen einen Transport in ein sicheres Auffanglager versprechen. Jeder ist sich selbst der Nächste und das Überleben der Gruppe verlangt große Opfer.

„Hier und da würden Alibi-Auffanglager wie jenes in der Wüste von Orléans eingerichtet, jawohl Alibi, denn bei einer Abweisung von 95 % könne man wohl kaum ernsthaft von Hilfe sprechen, oder?“ (Seite 385)

Eine Dystopie und gleichzeitig ein Coming-of-age-Roman, der die Bedeutung von Sprache und Literatur thematisiert und gleichzeitig die Flüchtlingsthematik aufgreift? Kritiker werden bemängeln, dass von Steinaecker zu viele Themen behandelt und daher keinem wirklich gerecht wird. Trotzdem oder gerade deshalb war es für mich ein großes Lesevergnügen und ein Buch, das noch länger nachhallt.

Ein Buch, das ich ohne den Deutschen Buchpreis sicherlich nicht entdeckt hätte und dem ich noch viele Leser wünsche. Klare Leseempfehung für alle, die sich für die genannten Themengebiete interessieren.

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176 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

südkorea, vegetarismus, korea, pflanzen, familie

Die Vegetarierin

Han Kang , Ki-Hyang Lee
Fester Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 15.08.2016
ISBN 9783351036539
Genre: Romane

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589 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 26 Rezensionen

wien, hotel, familie, bären, usa

Das Hotel New Hampshire

John Irving , Hans Hermann
Flexibler Einband: 596 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.01.1984
ISBN 9783257211948
Genre: Romane

Rezension:

Manchmal lohnt es sich doch, einem abgebrochenen Buch eine zweite Chance zu geben. So erging es mir mit diesem Roman.

In dem 1981 erschienen Roman „Das Hotel New Hamphire“ erzählt John Irving die tragisch-skurrile Geschichte der Familie Berry. Diese besteht, ebenso wie das übrige, reichhaltige Personal in diesem Roman, aus so vielen ungewöhnlichen, bizarren Charakteren, dass es bei anderen Schriftstellern vermutlich für fünf Romane gereicht hätte.

„Versteh doch“, erklärte mir Franny Jahre später, „wir sind nicht exzentrisch, wir sind nicht bizarr. Für einander“, sagte Franny, „sind wir so alltäglich wie Regen.“(Seite 233)

Die Berrys, das sind Vater Winslow „Win“, Mutter Mary, der Ich-Erzähler John, sowie seine beiden älteren Geschwister Franny und Frank und die beiden jüngeren Lily und Egg. Außerdem gehört noch Großvater Iowa-Bob, ein Bär namens State-o’Maine und der Familienhund Kummer dazu.

Die Erzählung beginnt im Sommer 1939, wo sich Mary und Win bei einem Ferienjob im Strandhotel Arbuthnot-by-the-sea kennen und lieben lernen. Dort machen sie auch die erste Bekanntschaft mit dem Dompteur Freud (nein, nicht der Freud), der mit seinem Bären State-o’Maine Station im Hotel macht.
Die beiden gründen eine Familie, Win hat Freud jedoch versprochen ein Harvard-Student zu werden, was diesem auch gelingt. Sein großer Traum ist aber die Führung eines erfolgreichen Hotels und so kaufen sie kurzerhand eine ehemalige Mädchenschule und versuchen diese mehr schlecht als recht zu einem Hotel umzubauen. Immerhin gibt es jetzt das erste Hotel New Hamspshire.

„Aber mein Vater hatte zwei Illusionen: einmal glaubte er, Bären könnten ein Leben überstehen, wie es von Menschen geführt wird, und zum anderen bildete er sich ein, Menschen könnten ein Leben überstehen, wie es in Hotels geführt wird.“ (Seite 101)

Nach einigen Jahren erhalten Sie Post von ihrem alten Bekannten Freud aus Wien, der dort ebenfalls „Hotel“-Besitzer ist. Er bittet Win um Unterstützung, da er alleine mit der Bewirtschaftung des Hotels nicht wirklich zurecht kommt. So beschließen die Berrys kurzerhand nach Wien überzusiedeln, ohne nähere Einzelheiten zum Hotel zu kennen. Dort treffen Sie jedoch nicht auf ein prachtvolles Luxus-Hotel wie das Sacher, sondern auf ein Haus, randvoll mit schrägen Typen besetzt. Eine Etage ist an Prostituierte vermietet, eine andere an Linksradikale. Ein wirklich gutes Hotel wird auch das zweite Hotel New Hampshire nicht und nach vielen dramatischen Erlebnissen zieht es die Familie zurück in ihre Heimat, wo es schließlich ein drittes Hotel New Hampshire geben wird.

In diese Rahmenhandlung eingebettet sind die Schicksale jedes einzelnen Familienmitglieds, ein jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen und seine ganz persönlichen Eigenheiten. Der älteste Frank, der erst spät lernen wird mit seiner Homosexualität klar zu kommen, die kleinwüchsige Lily, die eine Karriere als Schriftstellerin machen möchte und so versucht „zu wachsen“, der schwerhörige Egg und nicht zuletzt John und die ständig fluchende und mit Kraftausdrücken um sich werfende Franny, deren gegenseitige Anziehung sich beide lange nicht eingestehen wollen. Immer wieder wird die Familie von unvorhergesehenen Ereignissen und schweren Schicksalsschlägen getroffen, aber wo andere Familien daran zerbrechen würden, schweißt es diese noch viel mehr zusammen und lässt die gegenseitige Liebe noch wachsen.

Ein Buch, das einem klar macht, dass das Leben grausam sein kann, man daran aber nicht zerbrechen muss.

„Es gibt keine Happy Ends“ „Genau!“ rief Iowa-Bob – mit einer seltsamen Überschwenglichkeit und Gleichmut in seiner rauhen Stimme. „Der Tod ist schrecklich und endgültig und kommt oft zu früh“, erklärte Coach Bob. „Na und?“ sagte mein Vater. „Genau!“ rief Iowa-Bob. „Darauf kommt’s an: Na und?“ (Seite 227)

Irvings oft satirischer Ton und seine grotesken Charaktere und Situationen werden vermutlich nicht jedem Leser gefallen. Auch ich habe das Buch vor einigen Jahren abgebrochen, weil es doch auch einige Zeit dauert bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Lässt man sich jedoch vom Erzählfluss treiben, wachsen einem irgendwann die Personen des Romans so ans Herz, dass man wünschte, es würde gar nicht mehr aufhören.

Ein paar unvergessliche Zitate hält dieses Buch auch parat. „Kummer schwimmt immer oben.“ „Halt dich fern von offenen Fenstern!“ „464“ und „Earl!“ sind nur einige davon und (Achtung: an alle Shortlistkandidaten) auch zur Literaturkritik findet sich eine passende Textstelle:

„Die glauben alle, wenn etwas gekünstelt und angestrengt und verfickt schwierig ist, dann sei das besser als etwas Unkompliziertes, Flüssiges und Verständliches!“ (Seite 557)

Der perfekte Schmöker also für lange Ferientage oder gemütliche Winterabende. Zum „mal-eben-so-Nebenbei-lesen“ ist es, zumindest für mich, eher nicht geeignet.

Da dies mein erstes Buch von John Irving war, bin ich jetzt gespannt auf die weiteren Romane. Von einigen Lesern hört man, dass sich Themen und Personen, in seinen Romanen doch immer wieder sehr ähneln. Vielleicht sollte ich mich daher jetzt, da ich ja relativ unbelastet bin, mit seinem neuesten Werk „Straße der Wunder“ beschäftigen?

Wozu würde ihr mir raten? Lasst mir gerne Kommentare da.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

australien, korruption, garry disher, bitter wash road, outback

Bitter Wash Road

Garry Disher , Peter Torberg
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 15.02.2016
ISBN 9783293005006
Genre: Krimi und Thriller

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funny girl

Anthony McCarten
E-Buch Text: 374 Seiten
Erschienen bei Diogenes Verlag AG, 26.02.2014
ISBN 9783257604153
Genre: Romane

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Rolling Stone

Sebastian Zabel , Arne Willander , Heiko Zwirner
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Metrolit Verlag, 06.10.2014
ISBN 9783849303549
Genre: Sachbücher

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

london, schuld, neuanfang, owen sheers, familie

I Saw a Man

Owen Sheers , Thomas Mohr
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 22.02.2016
ISBN 9783421046697
Genre: Romane

Rezension:

„Der Vorfall, der ihrer aller Leben veränderte, ereignete sich an einem Samstagnachmittag im Juni, kurz nachdem Michael Turner – in der Annahme, es sei niemand da – das Haus der Nelsons durch die Hintertür betreten hatte.“ (Erster Satz des Romans)

Das Buch beginnt wie ein klassischer Thriller mit einem Protagonisten, der die Tür des Nachbarhauses halb offen stehend vorfindet und vorsichtig das Haus betritt um herauszufinden, ob hier vielleicht Einbrecher am Werke sind.
Der Roman erfüllt die Erwartung an einen Thriller zwar nicht, dennoch ist er unheimlich spannend zu lesen.

Der Schriftsteller Michael Turner trifft eines Tages die große Liebe seines Lebens. Caroline ist Journalistin und hauptsächlich in den Krisengebieten der Welt unterwegs. Mit ihrem plötzlichen Tod bei einem Auslandseinsatz in Pakistan bricht für Michael eine Welt zusammen. Er verkauft das gemeinsame Haus in Wales und zieht in eine kleine Wohnung in London. Hier freundet er sich überraschend schnell mit dem in unmittelbarer Nachbarschaft lebenden Ehepaar Josh und Samantha Nelson und deren beiden Töchtern an. Josh ist Banker bei Lehman Brothers, seine Ehefrau Samantha kümmert sich um den Haushalt, obwohl sie in ihrer Jugend eigentlich künstlerische Ambitionen hatte. Der leicht kriselnden Beziehung scheint die unkomplizierte Freundschaft zu Michael gut zu tun.

Im ersten Drittel des Romans wird anhand von Rückblenden hauptsächlich die Vorgeschichte von Martin und Caroline erzählt und wie Michael die Nelsons kennenlernt. Später lernen wir noch David kennen, der zwar tausende von Kilometern entfernt auf einem Luftwaffenstützpunkt in Nevada seine Arbeit verrichtet, mit dem Schicksal von Michael und seinen neuen Freunden aber auf engste verbunden ist.

Owen Sheers beschreibt meisterhaft wie eine einzige Entscheidung eines Menschen das Leben vieler, auch scheinbar unbeteiligter Personen, beeinflussen kann. Sein Buch behandelt die Themen Freundschaft und Liebe und geht der Frage nach, wie man mit Schuld und Verantwortung umgehen kann.

Bis Michael seinen Gang durch das Haus der Nelsons beendet hat und das Geheimnis um das im Eingangssatz erwähnte schicksalhafte Ereignis stattfindet braucht das Buch einige Zeit. Michaels Gang durch das Haus wird immer wieder von Rückblenden unterbrochen, diese Cliffhanger steigern die Spannung des Buches ungemein.
Auch wenn hier kein mysteriöser Todesfall aufzuklären ist und kein psychopathischer Mörder sein Unwesen treibt, Owen Sheers zeigt in seinem Roman gekonnt wie scheinbar unspektakuläre Ereignisse den Alltag der Menschen in die Katastrophe stürzen und erinnert mich dabei ungemein an meine Lieblingsschriftstellerin Patricia Highsmith. Die von ihr zur Perfektion gebrachte „Suspense“-Stimmung kommt auch in „I saw a man“ unweigerlich auf und auch ohne „Verbrechen“ im klassischen Sinne wird eine bedrohliche, spannende Atmosphäre erzeugt.

Von mir daher eine klare Leseempfehlung für diesen tollen Roman.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, los angeles, gattis, gewalt, rassismus

In den Straßen die Wut

Ryan Gattis , ,
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.01.2016
ISBN 9783499270406
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

3. März 1991: Nach einer Autoverfolgungsjagd wird der alkoholisierte Afroamerikaner Rodney King von Polizisten gestellt und widersetzte sich der Festnahme. Daraufhin setzten die Polizisten des Los Angeles Police Department Schlagstöcke ein und schlagen über 50 Mal auf King ein. Selbst als dieser bereits hilflos am Boden lag, hörten sie damit nicht auf. Ein Augenzeuge filmte den Vorgang aus einer nahegelegenen Wohnung und die anschließende massenhafte Ausstrahlung des Videos in den amerikanischen Fernsehsendern löste eine Diskussion über rassistisch motivierte Gewalt bei der amerikanischen Polizei aus.

29. April 1992: Die vier der Misshandlung beschuldigten Polizisten werden von einem Gericht freigesprochen. Die daraus resultierende Empörung führt zu einem Gewaltausbruch mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen, an deren Ende 52 Todesfälle und Tausende Verletzte zu beklagen sind. Es entstand ein Sachschaden von etwa einer Milliarde US-Dollar.

Dies sind die Fakten, doch was es für die einzelnen Bürger dieser Stadt bedeutet in diesem Hexenkessel zu leben, beschreibt der amerikanische Autor Ryan Gattis meisterhaft in seinen Roman. Gattis, selber Bürger von Los Angeles, der die umkämpften Gebiete aus seiner Zeit als Graffiti-Künstler sehr gut kennt, wollte die Geschichte hinter den abstrakten Zahlen erzählen.

„…52 Tote. Diese letzte Zahl erschien mir immer viel zu niedrig. Bis ich herausfand, dass Todesfälle in Gegenden, in die sich die Polizei damals nicht wagte, gar nicht in die Statistik eingeflossen waren.“ (Ryan Gattis in seinem Vorwort)

Der Autor erzählt die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge, beginnend am 29.04.1992 und endend mit der Niederschlagung der Unruhen durch Armee und Nationalgarde sechs Tage später anhand der Einzelschicksale von siebzehn Bürgern aus Los Angeles. Aus der Ich-Perspektive nimmt der Leser unmittelbar an den nacheinander erzählten Erlebnissen unterschiedlichster Personen teil, deren Schicksale manchmal zwar locker miteinander verbunden sind, die aber nicht immer in direktem Zusammenhang stehen.

Das Buch beginnt mit der Erzählung von Ernesto Vera einem Einwohner von Lynwood, einem Stadtteil von Los Angeles. Ernesto ist, im Gegensatz zu seiner Schwester und seinem Bruder, nicht „All involved“, also kein Mitglied einer Gang, die Großteile der Stadt beherrschen und unter sich aufgeteilt haben. Er versucht sich mit einem Job in einem Imbiss über Wasser zu halten und hat, wie viele andere Bewohner seines Viertels, noch Träume von einem besseren Leben.

„Als ich um die Ecke in meine Straße biege, überlege ich gerade wieder, wie zur Hölle ein japanischer Koch wohl darauf kommt, die California Roll zu erfinden , und meine Gedanken kreisen darum, dass sogar aus Avocado was Neues und Schönes entstehen kann, wenn man sie in eine andere Umgebung stellt, und in dem Moment grummelt ein Automotor hinter mir.“ (Seite 17)

Anhang Ernestos tragischem Schicksal wird einem schnell klar, dass man sich in einer Stadt wie Los Angeles kaum neutral verhalten kann. Irgendwie ist jeder mit einem Gangmitglied verwandt oder hat Bekannte, Freunde, Arbeitskollegen, die dazugehören. Ernesto wird Opfer eines Rachefeldzugs einer Gang und seine bis zum bitteren Ende geführte Erzählung bringt den Leser näher an das Geschehen, als so mancher aushalten kann.

„Es gibt keine Regeln mehr. Keine. Nicht in dieser Lage, bei diesen Ausschreitungen. Mir läuft ein Schauer über den Rücken als mir klar wird, dass jeder verdammte Bulle der Stadt anderweitig beschäftigt ist, und das bedeutet, die Jagdsaison ist eröffnet auf jeden Scheißidioten, der jemals mit irgendwas davongekommen ist.“ (Seite 31)

Ernestos Tod führt zu einem Rachefeldzug seiner Schwester Lupe, der wiederum Gegengewalt auslöst.

Aber nicht nur die Gangmitglieder erzählen ihre Sicht auf die Erlebnisse, auch eine Krankenschwester, ein Feuerwehrmann und ein Mitglied einer Polizei-Spezial-Einheit kommen zu Wort. So wird der Leser Teil des Geschehens in einer Stadt, die schon vor den Unruhen zu den gefährlichsten Orten der USA zählte, wie man auch aus der Erzählung des Feuerwehrmanns erfährt:

„Die SEALs lassen ihre Sanitäter schon seit Jahren Praktika bei uns machen, weil die Marine anscheinend meint, hier könnten sie am effektivsten alles über Kriegsverletzungen lernen: stumpfe Gewalteinwirkung, Schusswunden, Stichwunden, Explosionstrauma – davon gibt es in L.A. mehr als irgendwo sonst in den Vereinigten Staaten.“ (Seite 225)

Auf dem Cover des Romans steht zwar „Thriller“, allerdings hat das Buch in meinen Augen sehr viel mehr Gemeinsamkeiten mit einer Reportage oder Dokumentation. Die Einzelschicksale der einzelnen Personen sind zwar locker verbunden, einen richtigen Plot findet man jedoch nicht. Ich empfehle den Roman daher dringend auch Lesern, die normalerweise keine Krimis oder Thriller lesen. Wie im Klappentext nachzulesen beschreibt Gattis selber seine Erzählform als „sourced fiction“, eine erfundene Handlung, authentisch durch das Maß an intensiv recherchierter Information.

Ein Buch, das einem die dunkle Seite Amerikas zeigt und einen nach „Die Geschichte der Baltimores“ wieder auf den Boden der Tatsachen holt, denn den so oft gepriesenen amerikanischen Traum werden wohl nur die wenigsten leben können.

„ „Das Land der Freien“, sagt sie, „aber nur, wenn man seinen verfickten Beitrag zahlt.“ „ (Seite 479)

Am Ende ist der Leser „All Involved“, so der Originaltitel des Romans, und den Ereignissen näher gekommen als ihm vielleicht lieb ist.

HBO hat sich bereits die Verfilmungsrechte gesichert und möchte aus dem Stoff eine Fernsehserie machen.

Die aktuelle Nachrichtenlage macht auf traurige Weise klar, dass sich an den grundlegenden Problemen in der amerikanischen Bevölkerung nicht viel geändert hat.
„Die Leute denken sicher, was mit Rodney King passiert ist, war ein Einzelfall, doch sie wissen nicht, dass jeder hier einen Rodney King in der Nachbarschaft hat, jemanden, den die Cops windelweich geprügelt haben, aus gutem oder schlechtem Grund. Und vielleicht ist er auch nicht schwarz. Vielleicht hat er braune Haut.“ (Seite 494)

Ein sehr intensives Buch, das den Leser nachdenklich zurücklässt. Eines meiner Jahreshighlights und sehr zu empfehlen.

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186 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

japan, liebe, verschwinden, haruki murakami, suche

Sputnik Sweetheart

Haruki Murakami ,
Flexibler Einband: 234 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 25.10.2016
ISBN 9783832161002
Genre: Romane

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499 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

einsamkeit, liebe, verlust, tod, familie

Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells
Fester Einband: 355 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069587
Genre: Romane

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ungarn, diogenes verlag, verlockung, zwischenkriegszeit, ungarische literatur

Verlockung

János Székely , Ita Szent-Iványi
Flexibler Einband: 992 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 27.04.2016
ISBN 9783257243635
Genre: Romane

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