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114 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

paris, weltausstellung, historischer roman, historisch, 1889

Der Turm der Welt

Benjamin Monferat
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 26.08.2016
ISBN 9783805250931
Genre: Historische Romane

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382 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 106 Rezensionen

hamburg, thriller, angst, mord, traumfänger

Ich bin der Herr deiner Angst

Stephan M. Rother ,
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2012
ISBN 9783499258695
Genre: Krimi und Thriller

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109 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

zug, paris, spionage, italien, hitler

Welt in Flammen

Benjamin Monferat ,
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.11.2015
ISBN 9783499268434
Genre: Historische Romane

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108 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

thriller, totenfang, david hunter, mord, forensische anthropologie

Totenfang

Simon Beckett , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.09.2017
ISBN 9783499255052
Genre: Krimi und Thriller

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27 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Zoe und die Liebe

Janna Solinger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783499291524
Genre: Liebesromane

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(65)

235 Bibliotheken, 29 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

freundschaft, jugendbuch, zwangsneurosen, john green, anspruchsvolle literatur

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 10.11.2017
ISBN 9783446259034
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Aza Holmes ist ein intelligenter Teenager und auf der High School. Das alles allein könnte schon für genug emotionales Chaos sorgen, aber leider geht es bei Aza noch weiter. Denn ihre Gedankenspiralen machen ihr oft einen Strich durch die Rechnung. Als dann ein Milliardär, der Vater von Davis, eines Grundschulfreundes von ihr, spurlos verschwindet, hilft Aza ihrer Freundin Daisy, diesen Fall so gut es geht aufzulösen.

Doch John Green hat hier keinen Kriminalroman geschrieben, sondern einen schockierenden, offenen, ehrlichen und realistischen Roman, bei dem die Hauptperson an einer psychischen Störung leidet, die ihre Leben tagtäglich beeinflusst. Aza hat OCD (Obsessive Compulsive Disorder) und ihre Gedankenwelt kreist ständig um die panische Angst, sich zu infizieren und obwohl sie weiß, wie unwahrscheinlich es ist, lässt sie der Gedanken nicht los und zwingt sie zu zwanghaftem Verhalten. Dass es somit schwierig ist, Beziehungen einzugehen, Freundschaften zu pflegen oder einfach die Schule zu überstehen, wird in diesem Buch sehr gut klar.

Diese Gedankenspiralen werden allein deswegen schon sehr realistisch dargestellt, da ein Teil von John Green selbst wohl in Azas Charakter eingebaut wurde. In Interviews über das Buch hat er berichtet, selbst an OCD zu leiden und seine Erfahrungen damit in das Buch einfließen zu lassen.

Da in unserer Gesellschaft das Thema Mental Health immer noch oft unter den Tisch gekehrt wird, sind es solche Bücher, die gerade Jugendliche brauchen. Einerseits, um zu verstehen, dass andere an solchen (für die meisten abstrusen) Gedanken leiden – und das eigentlich gar nicht wollen; und andererseits, um als selbst betroffener zu merken: Ich bin nicht allein.

Wer jetzt denkt, das Buch würde eine traurige Stimmung verbreiten: Nun ja, das tut es teilweise. Aber wer andere Bücher von John Green kennt (Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Warten auf Alaska etc), der konnte das ja erwarten. Aber es hat auch tolle Momente voller Witz und Liebe, sowie einige interessante Informationen über Tuataras, Astronomie und Star Wars. Das klingt verwirrend? Nein, das ist es nicht!

Mir gefällt es, dass John Green Charakter voller Tiefe gestaltet, deren Beziehungen untereinander so komplex sind, wie in Wirklichkeit auch. Der „Kriminalfall“ rund um Davis‘ Vater rückt generell in den Hintergrund und zeigt vielmehr auf, welche Probleme Davis und dessen Bruder Noah, daraufhin haben. Dies bricht außerdem das Cliché, dass Geld ja wohl glücklich macht. Mitnichten, Davis und Noah würden sicherlich auf ihr Geld verzichten, wenn sie nur eine intakte Familie haben könnten.

Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen. Mental Health geht uns alle etwas an! Das Buch ist kein Sachbuch und hat sicherlich nicht den Anspruch, uns über verschiedene Symptome der psychischen Krankheit aufzuklären, aber durch die Handlung wird ganz beiläufig ein Verständnis für Azas Situation aufgebaut und wer jemanden kennt, der mit solchen Gedankendämonen leben muss, der kann hieraus vielleicht ein paar kleine Tipps ziehen oder etwas mehr Verständnis entwickeln. Letztendlich sucht es sich keiner aus, eine psychische Krankheit zu bekommen, deswegen ist es umso wichtiger, es nicht als Aufmerksamkeit-Wollen abzutun, sondern es als Krankheit genauso ernst zu nehmen, wie wir es bei einer Allergie tun würden und den Menschen als Freund zu helfen, ihren Alltag ein bisschen einfacher gestalten zu können.

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104 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

schweden, mord, thriller, stockholm, rache

Der Mörder und das Mädchen

Sofie Sarenbrant , Hanna Granz
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.02.2017
ISBN 9783352008931
Genre: Krimi und Thriller

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14 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Mädchen und die Fremde

Sofie Sarenbrant , Hanna Granz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 06.11.2017
ISBN 9783352009006
Genre: Krimi und Thriller

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

gentechnik, geneti, forschun, ewige jugen, ewiges leben

Der Tag der Engel

Paul Weiler
Flexibler Einband
Erschienen bei bookshouse, 19.09.2017
ISBN 9789963537983
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

John Flender, ein herausragender Wissenschaftler, bekommt ein seltsames Angebot: Er darf Teil eines anonymen, aber genialen Teams werden, dass vom (ebenfalls anonymen) Auftragsgeber alle Freiheiten der Welt bekommt, um gemeinsam zu forschen – das Ziel der Gruppe: Alterungsforschung zu betreiben und herauszufinden: Kann der Mensch ewig leben? Die Umstände des Projektes sind Flender zunächst suspekt, aber die wissenschaftlichen Möglichkeiten und seine attraktive Betreuerin während der Zeit lassen ihn dann doch zustimmen. Bis er jedoch nach und nach Dinge aufdeckt, die so gar nicht in das Bild passen, das er von diesem Projekt hatte – und dann bricht alles über ihn herein.

Ein nervenaufreibender Thriller, den Autor Paul Weiler hier geschaffen hat und der gleichzeitig moralische Fragen aufwirft: Was würde passieren, wenn der Mensch in der Lage wäre, unsterblich zu sein? Gerade dieser Abschnitt, in dem dies ausführlich als pro und kontra dargestellt wird, war für mich sehr interessant. Viele Ansichten habe ich geteilt, über andere Konsequenzen noch gar nicht nachgedacht. Trotz der Fiktion dieses Buches wäre es durchaus denkbar, dass all dies genau so passieren könnte – angefangen mit der geheimen Forschungstruppe.

In meinen Augen ist dies hier ein gelungener Thriller, dem die Mischung aus Technologie, Wissenschaft, Moral und Skrupellosigkeit gelingt und eine ordentliche Prise Spannung, Verwirrung und Verwicklung mit sich bringt und ich kann es jedem nur empfehlen, ihn zu lesen!

Oft habe ich in Thrillern das Gefühl, dass die Backstories der einzelnen Charaktere sehr weit hergeholt sind, aber hier fügen sich alle Puzzlestücke zusammen und ergeben ein koherentes Ganzes.

Und wer den Prolog liest und dann nicht unbedingt wissen will, was der mit dem Buch zu tun hat – der begeht einen schweren Fehler!


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74 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

iain reid, thriller, psychothriller, the ending, reid

The Ending

Iain Reid , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426306192
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller „The Ending“ von Iain Reid zieht den Leser in ein Geflecht aus mysteriösen Personen, merkwürdigen Verhaltensweisen, verlassenen und gruseligen Gegenden, unerklärlichen Phänomenen und intelligenten Konversationen. Die Androhung auf dem deutschen Cover: „Du wist dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum.“ passt für mich perfekt auf das Buch. Die gesamte Zeit herrscht eine sehr seltsame, angespannte Stimmung und man erwartet jederzeit irgendwelche noch seltsameren Elemente – da wird man nicht enttäuscht.

Jedoch muss ich sagen, dass ich mir mit der Bewertung schwer tue. Deswegen möchte ich jeden bitten, jetzt weiterzulesen, denn sonst ist meine 3-Sterne-Bewertung wohl nicht richtig zu verstehen und die Rezension wird dem Buch nur dann gerecht, wenn sie ausführlich ist.

Ich habe mir lange schwer getan und möchte deswegen hier nun begründen…

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…warum ich dem Buch 1 Stern geben könnte:

Das Ende hat mich ziemlich frustiert. Ich hatte noch so viele offene Fragen, die sich auch bei wiederholtem Lesen nicht geklärt haben und bei denen ich nicht verstehe, warum der Autor sie dann überhaupt aufgebracht hat, wenn sie alles doch nur noch verwirrender machen. Bei einem Thriller wie diesem, der viele seltsame Sachen (z.B. ein mysteriöser Anrufer/Stalker, der aber die Hauptperson mit ihrer eigenen Handynummer anruft) aufbringt, wünsche ich mir am Ende dafür eine Erklärung. Gerne darf diese nur aus Andeutungen bestehen, ein bisschen geistige Leistung kann ja vom Leser noch erwartet werden. Aber leider waren mir bei diesem Ende noch viel zu viele Stellen offen und nicht mal ansatzweise erklärbar, lediglich mit sehr abstrusen Ideen kann ich mir da eine Erklärung spinnen, aber die halte ich jetzt nicht für zwangsweise vom Autor beabsichtigt.

Desweiteren fehlt mir so ein bisschen ein Spannungsbogen. Dieser ist irgendwie die ganze Zeit gleich hoch, was ein seltsames Gefühl beim Leser erzeugt, da man ständig erwartet, dass jetzt etwas kommen muss, was alles noch toppt, aber irgendwie bleibt es auf dem gleichen Level.

Ich konnte mich noch nicht dazu durchringen, das Buch weiterzuempfehlen, weil ich einfach das Gefühl hatte, dass hier irgendwie mit dem Ende zwar viel erreicht werden sollte, aber einiges dazu eben nicht beigetragen hat.

 

…warum ich dem Buch 5 Sterne geben könnte:

Genauso wie ich das Ende frustrierend fand, war es gleichzeitig ein solcher Schock und Wow-Moment, wie ich ihn in dieser Weise bei noch keinem Thriller gefunden habe. Der Plot-Twist ist unglaublich perfide und ändert alles, was man vorher noch für sicher gehalten hat – genau das wünsche ich mir von einem Thriller. Diese Einzigartigkeit hat es verdient mit der vollen Punktzahl belohnt zu werden.

Die gruselige Atmosphäre, die die ganze Zeit herrscht, sowie die generell einfach unnahbaren, sich seltsam verhaltenden und mir persönlich dadurch unsympathischen Charaktere, sorgten für Gänsehaut von Anfang bis Ende.

Dass das Ende so Plot-Twist-artig ist und man sich dem gesamten Ausmaß dieser Auflösung erst mal bewusst werden muss, erfordert einiges an Intelligenz, Verständnis und Kombinationsgabe – und definitiv ein zweites Lesen. Auch das sind Dinge, die ich mir von einem Thriller wünsche.

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Ein Buch zu finden, das mich gleichzeitig so enttäuscht, wütend, fassungslos, begeistert und erschaudernd zurück lässt und mich wirklich tagelang über die Handlung nachgrübeln lässt, ist mir noch nie untergekommen. Eine Plot-Twist, der mich gleichzeitig so fasziniert wie auch nachdenklich stimmt, so dass ich mich erst mal mit mehreren Freunden darüber unterhalten muss, auch nicht. Seit Tagen ringe ich mit mir, wie viele Sterne ich geben soll. In manchen Momenten bin ich für 5, dann wieder für weniger. Letztendlich stelle ich es jetzt mit 3 Sternen ein – die goldenen Mitte quasi und bitte jeden Thriller-Fan, sich selbst seine Meinung zu bilden.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Magnus Chase and the Ship of the Dead

Rick Riordan
E-Buch Text: 423 Seiten
Erschienen bei Puffin, 03.10.2017
ISBN 9780141342610
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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95 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

fantasy, die königschroniken, stephan m. rother, esche, high fantasy

Ein Reif von Eisen

Stephan M. Rother
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783499273568
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Reif von Eisen ist für mich das erste Buch von Stephan M. Rother und ich muss sagen: Es kann es meiner Meinung nach mit Fantasywelten à la Eragon, Herr der Ringe etc aufnehmen. Die Charaktere und Handlungsorte sind ausführlich beschrieben, so dass man sich als Leser direkt ins Geschehen hineindenken kann, aber nicht zu ausführlich, als dass es langweilig wäre, zu lesen.
Das Buch ist zwar dick, aber durch die Schnelligkeit der Handlung und die Spannung ist man schnell damit durch - muss sich aber gleichermaßen Zeit nehmen, das Gelesene zu verarbeiten.
Der magische Baum, der quasi im Zentrum des Ganzen steht, strahlt für mich eine unglaubliche Faszination aus.
Magische und mystische Dinge kommen gleichermaßen vor wie Machtspielchen, Kriege und strategische Hindernisse - alles in allem ein tolles Fantasyabenteuer!
Man möchte unbedingt erfahren, was die Verbindungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen sein können und ich verzeihe es dem Autor gerade mal so, dass er das Buch mit einem Cliffhanger enden lässt.
Der klitzekleine Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass ich das Gefühl habe, das Buch hätte einen runderen Abschluss gebraucht - jeder der Handlungsstänge hängt irgendwie noch in der Luft und ich hätte mir gewünscht - ich weiß auch nicht - dass es irgendwie ein runderes Ende wäre oder z.B. ein größerer Cliffhanger. So war das etwas willkürlich - aber das bedeutet nicht, dass ich nicht wissen möchte, wie es weitergeht!

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

4 sterne, naiv und unerfahren, hacker, erste liebe mit happy end, geheimbund

Soul Hunters

Gerd Ruebenstrunk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.09.2017
ISBN 9783522505499
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hannah ist gerade mal fast 16 doch eine begnadete Programmiererin und Hackerin. Nach einem Auftrag entwickelt sie ein Programm, dass mithilfe von Informationen aus dem Internet den Seelenverwandten jeder Person finden kann – doch bevor sie es je veröffentlichen kann, wird sie verfolgt – von wem, das weiß sie nicht, die Geheimorganisation ist nicht zu durchschauen. Helfen soll ihr Jona, Internatsschüler aus Brügge, dem sie ihr geheimes Programm zukommen lässt. Doch nun befindet auch er sich im Visier der Geheimorganisation – können Hannah und Jona da wieder herauskommen? Und wem können sie trauen?

Dieser Jugendthriller, wie ich ihn mal nennen möchte, ist spannend von Anfang bis Ende – und wirft zusätzlich noch einige Fragen über das Internet auf, die nicht ohne sind. Der Autor schafft es, falsche Fährten, so genannte Red Herrings, durch die gesamte Handlung zu verteilen, so dass weder der Leser, noch die Hauptcharaktere wissen, wem sie trauen können und wer auf welche Seite welche Interessen verfolgt. Der Spannungsbogen fällt bis zum Ende nicht ab und zieht den Leser in seinen Bann. Meiner Meinung nach ist dieser Thriller durchaus auch für Erwachsene lesenswert. Gespickt mit kleinen Rätseln à la Robert Langdon-Manier aus den Dan Brown Büchern  begibt sich der Leser mit Hannah und Jona auf die Suche nach ihren Verfolgern – und lernt dabei noch ein bisschen was über die (wohl schöne) Stadt Brügge.

Lediglich einige Kleinigkeiten waren mir etwas zu weit hergeholt, aber diese möchte ich aus literarischer Sicht großzügig übersehen, denn sie bringen die Handlung natürlich ins Rollen. Einen kleinen Anflug von Mythos bzw Magie hatte ich nicht erwartet, aber vorgefunden – das fand ich aber umso bereichernder für das Buch, denn der Autor hat es geschafft, die Realität nicht zu verlieren – und es ist ja sehr wohl vorstellbar, dass manche eben diesen alten Mythen nachjagen. Auch dieses Element hat mich an die Robert Langdon Bücher erinnert, aber es ist keinesfalls eine Kopie!

Ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen, es ist ein echte Pageturner und der Leser weiß bis zum Ende nicht, wie es ausgehen wird! 4 Sterne von mir, da die Ortsbeschreibungen manchmal etwas Überhand nahmen (oder ich einfach viel zu neugierig war, wie es jetzt denn eigentlich weitergeht) und da ich, wie erwähnt, manche Kleinigkeiten zu weit hergeholt fand. Nichtsdestotrotz spreche ich eine Leseempfehlung aus!

Ich bedanke mich beim Thienemann-Verlag, der mir das Buch im Rahme einer Leserunde zur Verfügung gestellt hat!

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78 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

krimi, weihnachten, klassiker, england, mavis doriel ha

Geheimnis in Rot

Mavis Doriel Hay , Barbara Heller
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608961898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn sich die ganze Familie an Weihnachten versammelt, sollte ja friedliche Stimmung herrschen. Könnte man meinen – doch bei den Melburys, einer reichen Familie aus der Nähe von Bristol, scheint zunächst alles friedlich – bis Sir Osmond ermordet wird – vom Weihnachtsmann persönlich. Zumindest von einem verkleideten Gast. Doch wer war es? Die Polizei kann nur Stück für Stück aufklären was am Weihnachtsabend geschehen ist, denn viele der Anwesenden sagen nicht die Wahrheit: Wen versuchen sie zu decken? Und was hat Sir Osmond in seinem Testament niedergeschrieben – denn sein Vermögen ist nicht gerade klein.

Die Originalausgabe stammt von 1936, das sollte jedoch nicht davon abschrecken, es heutzutage zu lesen. Die deutsche Übersetzung, erstmals im Jahr 2017, war tatsächlich lohnenswert. Bis fast bis zum Schluss bleibt es spannend, denn der Leser kann nur das miterleben, was die Polizei aus Zeugenaussagen und Berichten weiß. Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen, denn er ist klassisch, typisch britisch und hält die Geschichte konstant im Rollen, gleichzeitig lernt man alle Charaktere sehr gut kennen und kann selbst mit ermitteln.

Auch das Cover ist genial gemacht, fühlt sich fast wie eine Leinwand an und ist eine Mischung aus Hard- und Softcover, was super angenehm zu lesen ist und aufgrund der kleinen Größe auch sehr gut in der Hand liegt.

Ein rundum gelungenes Buch, das wieder einmal beweist, dass ein Krimi auch spannend sein kann ohne dass er voller neumodischer und technischer Spielereien sein muss, die ein Täter benutzen kann oder die die Polizei zum Ermitteln braucht – denn früher wie heute: Täter machen Fehler und nur mit der komplett wahren Aussage aller Anwesenden kann man ihn überführen: Aber die muss man erst mal bekommen.

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(39)

66 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, schicksal, liebesgeschichte, bestimmung, krankheit

Ivy und Abe

Elizabeth Enfield , Babette Schröder
Flexibler Einband: 439 Seiten
Erschienen bei Diana, 18.09.2017
ISBN 9783453291898
Genre: Liebesromane

Rezension:

Jede Entscheidung, die wir im Leben treffen – das können kleine Entscheidungen sein: ob wir auf dem Weg zu Eisdiele den langen oder kurzen Weg laufen; ob wir nicht doch noch auf einen Drink in der Bar bleiben; oder große: ob wir den Job im Ausland annehmen; ob wir nach der Schule in der Nähe oder der Ferne studieren et cetera.

Im Roman „Ivy & Abe“ spielt Elizabeth Enfield gekonnt mit diesen Möglichkeiten. Der Leser trifft in jedem Kapitel auf eine neue Möglichkeit, wie sich Ivy & Abes Lebenswege hätten kreuzen können. Interessant ist dabei, dass beide im nach jedem Kapitel jünger werden, sie treffen sich also erst als Rentner, dann als Erwachsene und ganz am Ende des Buches als Teenager und Kinder. Die Handlungen der Kapitel sind dabei unabhängig voneinander, denn schließlich geht es genau darum, dass kleine Schicksale oder Handlungen beeinflusst haben, wie die Begegnungen aussehen. Dennoch gibt es wiederkehrende Themen, denn sowohl Ivy als auch Abe können einem bestimmten Schicksal nie ganz entgehen: Ivy muss mit der Möglichkeit leben, zu 50% ein Gen mit einer tödlichen Erbkrankheit in sich zu tragen, an der zuvor schon ihre Mutter erkrankt war. Abes Leben hingegen ist von einem schicksalsträchtigen Moment mit einem Lastwagen und einem Heuballen bestimmt, der je nach Vorgeschichte den einen oder anderen Unschuldigen trifft.

Zusätzlich enthält jedes Kapitel sein eigenes Drama, von der Ehekrise mit Fremdgehen bis hin zum Wegzug des besten Grundschulfreundes.

Das Buch und auch die Charaktere sind für mich faszinierend gewesen. Ich musste nur lediglich nach jedem Kapitel kurz innehalten, bevor ich weiterlese, damit ich mir bewusst mache, dass die bisherige Handlung jetzt keinen Einfluss auf das kommende haben wird. Doch gerade die kleinen, schon erwähnten Schicksale, die in fast jedem Kapitel auftauchen, machen das Buch für mich zu einem künstlerischen Gesamtwerk, denn es zeigt, wie sich das Leben von kleinen oder großen Dingen beeinflussen lässt.

Das Buch lässt sich leicht lesen, kann jedoch für traurige Stimmung sorgen, wenn die Episoden enden und es manchmal doch nicht mit Ivy & Abe geklappt hat. Doch wenn man sich auf dieses Experiment einlässt, wird man Ivy & Abe lieb gewinnen und danach vielleicht die kleinen Entscheidungen im Leben mehr wertschätzen, die einem neue Türen geöffnet haben oder neue Begegnungen ermöglicht haben.

Von mir eine klare Leseempfehlung, unter der Kategorie Liebesroman ist „Ivy & Abe“ bisher mein Lesehighlight 2017.

Ich bedanke mich recht herzlich beim DIANA-Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat!

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87 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

lotto, jackpot, glück, kiosk, berlin

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Florian Beckerhoff , Steffi Korda
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.10.2017
ISBN 9783959671347
Genre: Romane

Rezension:

Herrn Haiduk muss man einfach lieb haben. Der sympathische Verkäufer hat in Berlin einen kleinen Zeitschriften/Lotto/Süßigkeiten-Kiosk. Tag für Tag beobachtet er still seine Kunden mit aufrichtigem Interesse. Als eines Tages seine recht ruhige Kundin Alma an seiner Tür einen Zettel anbringt, auf dem sie nach dem Besitzer des Lottoscheins sucht, den sie gefunden hat, muss er tätig werden. Denn dieser Schein gehört dem bisher noch unbekannten Jackpot-Gewinner. Gemeinsam mit Alma macht er sich auf die Suche nach dem rechtmäßigen Gewinner – doch ob dieser so viel Geld überhaupt vertragen kann?

Diese außergewöhnliche Geschichte, die jedoch frei von jeglichen abstrusen Ideen ist und sehr realistisch dargestellt, wird vom Autor mit eine liebevollen Art erzählt. Geschickt lässt er Herrn Haiduk die Geschichte quasi selbst erzählen als dieser auf einen ehemaligen Kunden und Autor trifft. Stück für Stück erfahren dieser und der Leser, wie Herr Haiduk und Alma auf besondere Weise nach dem Lottogewinner suchen und darf amüsiert beobachten, was die Menschen alles tun, wenn der Jackpot in ihrer Umgebung geknackt wird.

Die Erzählweise ist locker leicht, die Charaktere liebenswürdig! Von Anfang bis Ende eine absolute Freude das Buch zu lesen – und obwohl es kein Krimi ist, ist es schon richtig spannend, wie es denn ausgeht! Der Leser selbst stellt sich die Frage, was ein Lottogewinn alles verändern könnte.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen und könnte mir sogar gut eine Verfilmung vorstellen, nach Vorlage von französischen Komödien (obwohl das Buch an sich nichts mit Frankreich zu tun hat – es passt einfach von der Aufmachung her).

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

magischer realismu, familiengeschichte

Asche zu Asche, Sterne zu Staub

Wiebke Schmidt-Reyer
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei epubli, 20.06.2017
ISBN 9783745073584
Genre: Romane

Rezension:

Der Debüt-Roman „Asche zu Asche – Sterne zu Staub“ von Wiebke Schmidt-Reyer begleitet eine aus Bayern und England stammende Familie. Erzählt von Kim aus der jüngsten Generation, begleiten wir ihre Großmutter und auch schon deren Mutter, sowie sämtliche Familienangehörige dazwischen auf ihren Lebenswegen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber doch an entscheidenden Knotenpunkten immer wieder zusammenführen. Über diese Zeit hinweg spielt die Handlung in den verschiedensten Ländern und erzählt malerisch den Lebensweg der Charaktere.

Die Autorin zählt diesen Roman zum „Magischen Realismus“, worunter ich mir anfangs nicht wirklich etwas vorstellen konnte. Im Roman selbst finde ich diesen allerdings etwas zu kurz gekommen. „Magische“ Elemente werden angedeutet, dann aber durch „realistische“ Theorien teilweise sofort abgeschwächt, so dass ich persönlich nicht wusste, wie ich die Geschehnisse zu interpretieren habe.

Als England/Schottland-Fan kam ich hier auf meine Kosten, denn gerade am Anfang der Geschichte wird ein vorkriegliches England und die ländliche Idylle in Schottland gezeigt, beobachtet von einer auch vom Land und den Leuten faszinierten Hauptperson. Die Charaktere waren wirklich faszinierend, allerdings musste ich mich von manchen viel zu schnell verabschieden, nachdem ich gerade ihre Geschichte gelernt hatte.

Es ist erwähnenswert, dass Wiebke Schmidt-Reyer dieses Buch nicht durch einen Verlag hat veröffentlichen lassen, was für mich zeigt, dass ihr das literarische Schreiben sehr liegt. Ihre Sprache ist oft sogar etwas zu komplex mit Hypotaxen ausgestaltet, aber zeigt deutlich, dass sie sich viele Gedanken gemacht hat (und das ohne die Hilfe eines Lektors).

Ich denke, dass ich nicht die Zielgruppe bin. Menschen, die generell gerne etwas Magie/Übersinnliches in ihrem Leben zulassen, werden mit diesem Buch mehr anfangen können. Ich bin Realistin und wenn dann nur kleine Andeutungen gemacht werden, nehme ich die fast nicht wahr. Da hätte es mehr sein müssen, dass bei mir persönlich die Magie ankommt.

Letztendlich fehlte mir im Roman der klassische Aufbau mit Höhe-/Wendepunkt bzw. etwas Dramaturgie, denn wenn etwas davon vorkam, war es leider viel zu schnell wieder verschwunden; und ich habe leider am Ende nicht das Gefühl, dass die Geschichte jetzt zu einem runden Schluss kommt, denn es könnte genauso noch weitere Generationen beschrieben werden oder früher aufgehört werden können, da es für mich keine Haupthandlung mit beispielweise einem zu lösenden Problem gab.

Nichtsdestotrotz, war es im Großen und Ganzen angenehm zu lesen, wenn man sich mal in die Sprache eingefunden hatte, man erfährt viel über unterschiedliche Arten von Menschen und wie sie miteinander umgehen. Ich habe großen Respekt vor der Autorin, die hier mit über 400 Seiten ihre freie Zeit genutzt hat, um ihren Traum eines Buches zu verwirklichen und kann es jedem ans Herz legen, der Lust hat, sich in eine englisch-bayrische Mischwelt entführen zu lassen.

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123 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

humor, roman, dystopie, qualityland, ullstein

QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050152
Genre: Science-Fiction

Rezension:

„Diese Rezension wurde Ihnen vorgeschlagen, weil sie zu ihren Lesegewohnheiten passt. Möchten Sie sie lesen?“

OK

 

So könnte in der Zukunft eine Bücherwebsite aussehen. Zumindest wenn es nach Marc-Uwe Klings „QualityLand“ geht. Denn jeder bekommt personalisierte Werbung, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. Drohnen liefern Ware nach Hause, obwohl man sie nicht bestellt hat – aber das System weiß, was man will, noch bevor man es selbst weiß. Menschen werden je nach gesellschaftlichem Stand in Level eingeordnet, die bestimmen, wann sie einen Platz im Restaurant bekommen bzw. wer überhaupt Zutritt hat. Alles ist digitalisiert und auch die Partnersuche wird bequem von Algorithmen übernommen, damit man wirklich den Partner findet, den man schon immer wollte – vorausgesetzt, er hat etwa das gleiche Level.

Es klingt absurd, aber Kling hat es geschafft, die heutige Digitalisierung teilweise nur ein bisschen auf die Spitze zu treiben, um einen Effekt entstehen zu lassen, der gleichzeitig gruselig und witzig ist. Denn viele Szenarien könnten in naher Zukunft tatsächlich so eintreffen.

Der Leser verfolgt hauptsächlich Peter Arbeitsloser (Nachnamen erbt man vom Beruf der Eltern), der von einer Drohne etwas geliefert bekommt, von dem er sicher ist, dass er es nicht wollte. Doch die Rückgabe gestaltet sich als schwierig. Und was hat Peter in seinem Keller versteckt? Was hat das alles mit depressiven Robotern und Drohnen mit Flugangst zu tun?

Finden Sie es heraus und lesen Sie QualityLand! Wer die Känguruh-Chroniken des Autors kennt und mag, wird wohl auch den Humor in diesem Buch mögen. Ich kann es jedem nur empfehlen, denn das Buch bringt einen zum Schmunzeln über Dinge, die tatsächlich jetzt schon so sind bzw. über Anspielungen auf unsere Zeit hier, zum Lachen über die abstrusen Systeme in QualityLand und zum Nachdenken darüber, was heute schon so ist, wie es dort dargestellt wird – und ob wir das wirklich so wollen.

 Info: Das Buch gibt es in der weißen und grauen Edition. Von der Handlung her sind diese identisch. Lediglich die kleinen Anekdoten, wie Zeitungsanzeigen aus der Zeitung von QualityLand, die sich zwischen den Kapiteln befinden, sind unterschiedlich. Aber keine Sorge, man muss nicht beide Bücher kaufen. Am Ende des Buches ist ein Link, mit dem jeder Leser Zugriff auf die Anekdoten des jeweils anderen Buches hat. Eine sehr interessante Idee!

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(133)

376 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, utopie, neal shusterman

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stellen Sie sich eine Zukunft vor, in der alles erforscht ist, was zu erforschen ist. Die Menschheit hat einen Weg gefunden, ewig zu leben und auch eine große Bevölkerung mit erneuerbaren Ressourcen zu versorgen. Jeder kann jederzeit sein Alter und Aussehen zurücksetzen lassen; Krankheiten sind verschwunden und größere Verletzungen können jederzeit dank herausragender Technik sofort geheilt werden.

Doch ein Problem bleibt: Die Menschheit kann nicht ewig weiter wachsen und einige müssen sterben. Dafür verantwortlich sind die Scythe, die dazu verpflichtet sind, eine bestimmte Anzahl an Menschen jährlich „nachzulesen“. Doch nicht alle von ihnen tun dies, ohne einen gewissen Gefallen daran zu finden.

Als Citra und Rowan, zwei Teenager, von einem Scythe dazu auserkoren werden, seine Lehrlinge zu sein, ändert sich ihr Leben von Grund auf. Doch nur einer von beiden wird am Ende den Ring der Scythe tragen dürfen – und es gibt eine weitere Auflage, die beide später erfahren – und keinem von beiden gefällt.

 

Es ist immer leichter, eine Rezension zu schreiben, wenn man etwas an einem Buch zu kritisieren hat. Schwierig wird es in einem Fall wie bei Scythe, bei dem mich das Buch vom ersten Kapitel an gefesselt und bis zum Schluss begeistert hat. Über die gesamten 516 Seiten habe ich mich nicht einmal gelangweilt und fand die Handlung niemals schleppend. Das Buch hat mich immer wieder mit mehreren Plottwists, als Handlungswendungen überrascht und geschockt. Das Buch ist realistisch und futuristisch zugleich und hat ausgeprägte Charaktere, die sich gut ergänzen und den Leser hin und wieder überraschen.

Ich würde Scythe nicht unter dem Genre der Jugendliteratur einordnen, sondern es jedem empfehlen zu lesen. Natürlich stehen zwei Teenager im Mittelpunkt des Geschehens, aber das bedeutet nicht, dass es nur für diese Zielgruppe geeignet ist. Auch Erwachsene können vieles aus dem Buch lernen. Sich einmal ganz darauf einzulassen, wie es wirklich wäre, in einer solchen Zukunft zu leben und was es bedeuten würde, selbst „nachgelesen“ zu werden, treibt den menschlichen Verstand zunächst einmal an eine Grenze. Denn einerseits wünscht man sich unendliches Leben, andererseits sieht man in dem Buch auch die Probleme, die damit auf einen persönlich zukommen. Der Autor hat dies meiner Meinung nach erstaunlich auf den Punkt gebracht.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich warte nun gespannt auf die Fortsetzung. Das Buch schließt zwar rund ab – die Hauptproblematiken wurden soweit behandelt – aber es wird spannend weitergehen, da bin ich mir sicher.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rick riordan, the trials of apollo, lieblinge, meg

Trials of Apollo - The Dark Prophecy

Rick Riordan
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Puffin, 02.05.2017
ISBN 9780141363950
Genre: Sonstiges

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

beziehungen, trennungen, freundschaft, veränderungen, liebe

Momente der Klarheit

Jackie Thomae
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.06.2017
ISBN 9783596036523
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The Wrinkle in Time Quintet by L'Engle, Madeleine (2007)

Madeleine L'Engle
Flexibler Einband
Erschienen bei Square Fish, 01.01.0100
ISBN B00DO8MT0Y
Genre: Sonstiges

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apollo, rick riordan, percy jackson, mythologie, götter

Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2017
ISBN 9783551556882
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für mich als eingefleischten Rick Riordan Fan hätte es eigentlich ein Muss sein sollen, mir sofort die englische Originalausgabe „The Trials of Apollo“ zu bestellen – Warum ich es nicht getan habe, weiß ich gar nicht, ich vermute, dass mir erst nicht klar war, dass auch hier wieder Camp Half Blood im Mittelpunkt stehen wird. Das Buch ist nämlich ein absolutes Muss für alle Fans von der  „Percy Jackson“ oder der „Helden des Olymp“-Reihe. Dieses Buch nimmt auch teilweise Bezug auf die gerade gleichzeitig verlaufende Handlung von „Magnus Chase“ – ob und wie diese Handlungen zusammen laufen werden, ist (mir) noch nicht bekannt, aber ich nehme stark an, dass es bald geschehen wird.

Anders als bei den anderen Riordan Büchern steht hier kein Halbgott, der bisher nichts von seiner Herkunft wusste, im Mittelpunkt, sondern der Apollo selbst, Gott der Poesie und der Weissagungen. Von Zeus‘ Zorn dazu verbannt, als (leider pickliger und leicht unattraktiver) Sterblicher auf der Erde Aufgaben zu erfüllen. Natürlich wendet sich Apollo an Percy, gelangt ins Camp Half Blood und wird dort gemeinsam mit aus älteren Büchern bekannten Charakteren und interessanten Neulingen mehrere Abenteuer erleben. „Das verborgene Orakel“ ist nur der Auftakt zu einer neuen Reihe rund um Apollo, der mit den Halbgöttern versucht, die Erde zu retten.

Besonders an diesem Buch war eben die Sichtweise des Gottes, der zuerst lernen muss, sich selbst nicht mehr so sehr in den Mittelpunkt zu stellen und seine Nicht-Fähigkeiten und die Sterblichkeit zu akzeptieren. Zudem hat Riordan es durch Kleinigkeiten geschafft, dieser Figur wirklich Authentizität zu verpassen: Da Apollo ein großer Poet ist, sind alle Kapitelüberschriften durchweg als Haikus (Japanische Gedichtart) verfasst.

Wie immer sind die Bücher vollzogen mit Göttersagen, Legenden und Mythen, die hier zur Realität werden und mit viel Wortwitz und Charakterentwicklungen ausgestattet. Ich würde nicht empfehlen, dieses Buch als Einstieg in die Riordan/Percy-Welt zu nehmen, denn es wird schon viel Wissen vorausgesetzt, das zwar in wenigen Sätzen kurz zusammengefasst wird – und so auch den Fans nochmals kurz ins Gedächtnis ruft, was alles in den vielen „Vorgänger“-Büchern passiert ist – allerdings sind es eben viele Bücher, die vorangehen und meiner Meinung nach verpasst man einfach einiges, wenn man diese Werke nicht als Gesamtes liest. Wer dieses Buch als Einstieg gelesen hat und es mochte, dem lege ich dringend ans Herz, die anderen Bände nun von vorne zu lesen; wer überlegt, hier einzusteigen, der kann auch mit „Diebe im Olymp“ beginnen und sich langsam in das Universum einarbeiten.

Ich bin absolut begeistert von dem Buch, es war spannend wie alle anderen, mit unvorhergesehenen Ereignissen, toller Storyline und einfach liebenswerten Charakteren. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen und bin begeistert, wie es Riordan immer wieder schafft, ein neues spannendes Buch rund um die Götter zu verfassen!

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

tod, familie, roman, britischer humor, vater

Der Vater, der vom Himmel fiel

J. Paul Henderson , Jenny Merling
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069877
Genre: Romane

Rezension:

Als Lyle Bowman durch ein Missgeschick stirbt, hat er das Gefühl, in seinem Leben noch nicht alles gemacht zu haben, was er sich eigentlich vorgenommen hat. Seine Söhne Billy und Greg sind seit Jahren im Streit und wissen selbst nicht einmal mehr, was genau der Auslöser war. Lyles Bruder Frank stellt sich seit Jahren nach jedem kleinen Überfall der Polizei und keiner weiß, warum.

Auf Lyles Beerdigung treffen alle aufeinander und viele offene Fragen entstehen: Wer war die unbekannte Frau, die kurz vor Ende der Beerdigung vom Pfarrer gesehen wurde? Was plant Onkel Frank wirklich? Warum rastet Billy aus, als seine Tochter im Haus barfuß Rad schlägt?

Greg will das Haus seines Vaters renovieren, um es zu verkaufen, aber mit dem, den er dort „trifft“, hat er nicht gerechnet und so beginnt das Übersinnliche Sinn in das Seltsame zu bringen und versucht, die Familie wieder zusammen zu bringen und Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten.

J. Paul Henderson hat in seinem Roman eine liebevolle Geschichte gepackt, die besticht durch Humor und gleichzeitiger Tiefe. Die Geheimnisse, die Menschen ein Leben lang aus verschiedensten Gründen mit sich herumschleppen und die Sehnsüchte, die teilweise für sie selbst unerklärbar sind, werden hier realistisch abgebildet. Gemeinsam mit dem schwarzen Schaf der Familie, Greg, macht sich der Leser auf die Suche nach den Wahrheiten, um den Familienmitgliedern eine gute Zukunft zu geben. Greg selbst wird vieles in der Vergangenheit entdecken, was ihn zu einem besseren Menschen machen kann.

Die Handlung ist fließend und dennoch oft unerwartet, denn genau wie Greg kennt der Leser die Familie kaum und wird langsam in die Vergangenheit der einzelnen Personen eintauchen. Das „Übersinnliche“, das ja im Klappentext schon angekündigt wird, hat mich dann persönlich doch überrascht und ich war zuerst abgeneigt, da dies dem Buch eine Art unrealistischen Touch verleiht. Jedoch wurde es nach und nach besser, so dass man sich als Leser sogar überlegen sollte, ob es wirklich so war oder ob sich da etwas in Gregs Unterbewusstsein geregt hat, dass diese Erscheinung veranlasst hat – hiergegen sprechen natürlich einige Aussagen.

Das Buch ist empfehlenswert als herzerwärmende Lektüre rund um Familie, Streit und Versöhnung. Aber es handelt sich wirklich um eine außergewöhnliche Familie, die aber meiner Meinung nach auch in Wirklichkeit so irgendwo existieren kann. Der Humor kommt trotz des traurigen Hintergrundes rund um Lyles Tod nicht zu kurz.

Hinweis: Es handelt sich hier um ein Diogenes-Buch, das deswegen auch etwas teurer ist. Ob der Preis gerechtfertigt ist, kann ich nicht wirklich einschätzen. Ich glaube, ich wäre bereit, 15 zu bezahlen, aber nicht 20. Das ist aber Geschmackssache.

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

sklaverei, ghana, afrika, usa, amerika

Heimkehren

Yaa Gyasi , Anette Grube
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 22.08.2017
ISBN 9783832198381
Genre: Romane

Rezension:

In Yaa Gyasis literarischem Debüt „Heimkehren“ begleitet der Leser Abkömmlinge zweier afrikanischer Stämme – der Fante und des Asante. Beginnend im 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart werden die Geschichten von 14 verschiedenen Personen erzählt, die das Schicksal anfangs aus Afrika treibt, die aber mit ihrem Land weiterhin verbunden bleiben – auf verschiedenste Weise. Die Erzähler wechseln von Generation zu Generation und erzeugen so ein eindrucksvolles Wirkungsgeflecht. Dieses Buch ist eines der ergreifendsten fiktionalen Bücher, die reale (nicht fantastische) Geschichten erzählen, das ich je gelesen habe.

Die Sprache der Autorin ist mächtig und wirkungsvoll. Sie stellt die Sichtweise der einzelnen Charaktere sehr gut dar und schafft es, das Grauen, das Sklaverei und Menschenhandel mit sich bringen, in Worte zu fassen. Die Traditionen, Sagen und Mythen der einzelnen Stämme sind unglaublich faszinierend und die Grausamkeit der Weißen abstoßend. Der Kampf um Freiheit und das Überleben, aber auch die Aufopferungsbereitschaft der Frauen für ihre Kinder wird in den Charakteren herausgehoben.

Jeder Charakter hat jedoch seine eigenen Ideale, Vorstellungen und Probleme und eine individuelle Geschichte, die zwar durch die vorhergehenden Generationen beeinflusst ist, aber nicht ausdrücklich durch sie bestimmt. Anfangs war es etwas schwierig, sich an alle Verwandten der einzelnen Personen zu erinnern, gerade, wenn größere Zeitsprünge vorkommen und weil die Namen sich etwas ähneln. Ich habe mir damit beholfen, eine Art Mini-Stammbaum zu zeichnen, während ich die Kapitel gelesen habe. So hat sich für mich die Handlung gleich verstrickter dargestellt und ich kann weiterhin mit jedem Namen des Stammbaumes eine Geschichte verbinden, was für mich davon zeugt, wie genial das Buch geschrieben ist.

Das Thema selbst könnte nicht aktueller sein. Auch heute noch nehmen viele Menschen traditionsreiche Stämme nicht für voll oder meinen, ihnen unsere industrialisierte Welt aufdrängen zu müssen. Obwohl die Rassentrennung gesetzlich abgeschafft ist, scheint sie in vielen Köpfen leider immer noch vorzukommen.

Ich kann jedem nur eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen! Lesen Sie es, lassen Sie sich berühren und abschrecken und dann das Gesamtwerk auf sich wirken!

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