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87 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebe, krankenhaus, jugendbuch, krebs, kreb

Heller als ein Stern

Celia Bryce , Katja Henkel , Bettina Obrecht
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 03.07.2013
ISBN 9783760799407
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:

Megan hat Krebs. Und das nicht genug, kommt sie auch noch auf eine Kleinkinderstation, wovon sie reglich genervt ist. Als dann auch noch dieser Jackson mit seiner guten Laune daherkommt, ist ihr eins klar: Wo bin ich hier nur gelandet? Doch mit der Zeit merkt sie, dass Jackson doch eigentlich gar nicht so schlimm ist, wie sie gedacht hatte...

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, wenngleich er an manchen Stellen noch ein bisschen umständlich ist, da sehr oft lange Sätze aneinander gereiht werden und so kein ständiger Lesefluss zustande kommt.
Die Charaktere sind gut ausgeführt. Man merkt, dass Megan mit ihrer Siutation zu Anfang nicht recht klar kommt und so ist es umso schöner, ihre Entwicklung mit anzusehen. Ihr Charakter ist mit Skepsis durchzogen. Vor allem am Anfang ist sie mit der Situation überhaupt nicht zufrieden und hat an wirklich allem etwas auszusetzen. Verständlich für ein fast 13 jähriges Mädchen, dem gesagt wurde, dass es Krebs hat. Dennoch fand ich es nicht sehr realistisch, dass sich Megan fast gar keine Gedanken über ihre Krankheit und ihren Krankenhausaufenthalt macht... Ich war damals selbst fast 13, als ich für ein paar Tage ins Krankenhaus musste, und da habe ich mich eher vor den ganzen Spritzen gefürchtet, als mich darüber aufzuregen, dass die Vorhänge aufgedruckte bunte Tiere draufhaben.
Jackson ist der Gegenpol zu Megan und der Sonnenschein schlechthin! Er lässt sich von nichts unterkriegen und diese positive Art, die er so oft an den Tag legt, bringt auch dem Leser gute Laune. Er ist immer für Megan da und durch ihn verändert sie sich imens. Was mir an ihm aber am besten gefallen hat, war, dass man seine Krankheit bei ihm gemerkt hat, im Gegensatz zu Megan. Er hat auch mal schlechte Tage und es werden öfter mal Symptome von seinem Krebs beschrieben. Das ist bei Megan nicht der Fall. Bei ihr bekommmt man nämlich nur sehr wenig von ihrer Situation mit, was ich sehr schade fand.
Sonst plätschelt die Geschichte eigentlich nur dahin und kommt hin und wieder durch ein paar Gefühlsachterbahnen der Protagonistin in Fahrt. Das ist auch eines der wenigen Bücher, bei dem ich froh war, dass es so dünn ist. Es gibt einfach nicht viel Handlung. Der rote Faden wird nicht von anderen feineren Fäden begleitet, sondern dominiert allein, was auf Dauer zu eintönig wird.
Ich hatte beim Lesen oft die Seiten vor Augen. Es hat sich angefühlt, als lese ich ein Buch. Manche würden sagen, ja, so sollte es auch sein... Aber für mich sollte Lesen so sein, dass man in das Buch eintaucht. Das man an der Seite des Protagonisten ist und nicht einfach nur zuschaut.
Nichtsdestotrotz werden meine ganzen Mängel zum Ende hin beseitigt. Das Buch wird immer emotionaler und Megan wird interessanter, da man sie mehr kennenlernt. Zum Ende hin kommt man auch nicht drum herum ein paar Tränen zu verdrücken...
Aufbau & Gestaltung:
Das Cover ist wahrscheinlich das vorausschaubarste Cover, das ich je bei einem Buch gesehen habe. Mehr möchte ich dazu nicht sagen...
Fazit:
Ein schönes Buch, das einige Mängel aufweist, welche zum Glück aber zum Ende hin ausgebügelt werden. Dieses Buch ist besonders für Jüngere (13/14 Jahre) perfekt dafür geeignet, einen guten Einstieg in so ein ernstes Thema wie Krebs zu gewährleisten, da es nicht so belastend ist, wie seine anderen Krebsbücher-Kollegen.

  (1)
Tags: jugendbuch, krankenhaus, kreb, liebe, to   (5)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

meer, insel, mauer, hoffnung, liebe

The Island

Jen Minkman
Flexibler Einband: 138 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 30.05.2013
ISBN 9781483959818
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Handlung:
Leia lebt auf einer Insel, auf der die Kinder nach ihrem 10. Lebensjahr in ein Camp geschickt werden, um dort bis zu ihrer Heirat zu selbstständigen jungen Erwachsenen heran zu wachsen. Auf der anderen Seite der Insel, getrennt, hinter der MAUER, leben sogenannte "Fools", unzivilisierte Menschen, die zurückgeblieben und dumm sind und vor denen jeder in Leias Welt gewarnt wird. Doch eines Tages trifft Leia zufälligerweise auf einen Fool, der ihre ganze Welt auf den Kopf stellt und daran zweifeln lässt...
Meine Meinung:

Da es mein zweites Buch von Jen Minkman war, lagen meine Erwartungen dementsprechend hoch. Schon ""Shadow of time" hatte mich mit seiner immer wiederkehrenden Spannung gepackt, doch dieses Buch setzt noch einmal was drauf!

Der Schreibstil ist sehr locker, ohne unnötige Schnörkel und Abweichungen von der eigentlichen Handlung, sodass der Leser nicht weiter von den Hauptereignissen abgelenkt wird. Die Sätze sind weder abgehackt noch elend lang. Schade fand ich jedoch, dass sehr wenige Beschreibungen der Umgebung vorhanden sind, wodurch man noch mehr in das Buch hätte eintauchen können.

Nichtsdestotrotz wird man immer weiter in den Sog der Geschichte gezogen und ehe man es sich versieht, hat man das Buch auch schon durch (vielleicht könnte das aber auch nur an den 105 Seiten Buchumfang liegen...;))

Die Protagonistin Leia ist einem auf Anhieb sympathisch und sie hat einen starken Charakter! Leia ist nicht das schüchterne Mädchen von nebenan, das in fast jedem Buch zurzeit postiert ist. Aber auch nicht die "Toughheit" in Person, die alle Fähigkeiten besitzt. Diese Mischung macht sie noch realistischer und lebendiger. Mit ihr kann sich wohl jeder leicht identifizieren.

Da "The Island" eine Dystopie ist, war ich gespannt, welche Idee die Autorin wohl für unsere Welt für die Zukunft ausgedacht hat und ich war schier begeistert! Hier gibt es 3 Schichten. Die Fools, die Erwachsenen und die Kinder, die getrennt von einander leben und zwischen denen viele Missverständnisse herrschen.

Die Stimmung im Buch ist angespannt und es wird Interesse im Leser geweckt, diese neue Welt zu erkunden. Man spürt, dass dieses frühe Trennen der Kinder von den Eltern, um auf eigenen Beinen zu stehen, nur den Wenigsten der Bevölkerung gefällt und doch diese Hilflosigkeit, dass keiner deswegen etwas ausrichten kann.

Ansonsten baut die Geschichte gut aufeinander auf und die Handlung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Als Krönung hält die Handlung noch eine große Überraschung für den Leser parat, die mir ein Grinsen auf das Gesicht gezaubert hat. Aber was es ist, verrate ich hier nicht ;)
Fazit:
Eine spannende Dystopie, die einen mit seiner sympathischen und starken Protagonistin in eine völlig neue Welt nimmt und mitfiebern lässt. Durch den lockeren Schreibstil, aber auch mit seinen 105 Seiten, kommt man mit diesem Buch schnell voran und es ist perfekt geeignet für einen gemütlichen und regnerischen Abend oder Nachmittag.

  (2)
Tags: dystopie, grenze, hoffnung, insel, liebe, mauer, meer   (7)
 

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(35)

52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

fantasy, viejendalisk, der pakt um nadim, intrige, flo wandemberg

Viejendalisk

Flo Wandemberg
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei novum pro Verlag, 13.03.2013
ISBN 9783990268841
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Handlung:
Als Vlou von zu Hause wegläuft, ahnt er noch nicht, in was er da hineingeraten wird. Zufällig trifft er nämlich auf Namaria, eine alte Magierin, die ihn bei sich aufnimmt. Sie möchte ihm weiße Magie lehren, was gerade noch rechtzeitig geschieht, denn keiner ahnt, dass schon bald dunkle Mächte in Viejendalisk am Werk sein werden...
Meine Meinung:
Mit diesem Buch lädt der Autor einen in die Welt von Viejendalisk ein. Eine Welt, die sehr interessant klingt, mit mehreren Reichen, von denen jedes auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert ist, sei es Holzschnitzerei oder Bergbau, und vielen neuen Charakteren, die man im Laufe der Zeit noch näher kennen lernt.Gespannt auf die Geschichte hinter dem Buchcover, blätterte ich also dieses Buch auf und fing an zu lesen.
Der Protagonist ist Vlou, der als Lehrling bei seinem Onkel in der Arestei arbeitet. Vlou mag die Stelle dort jedoch überhaupt nicht und als sein Vater ihm auch noch offenbart, dass er ihm eine feste Stelle gesichert hat, beschließt Vlou kurzerhand einfach von zu Hause wegzulaufen. Ich fand es sehr schade, dass diese Stelle, in der er aus seinem bisherigen Leben ausbricht, so kurz beschrieben wurde. Man hätte vielleicht noch innere Konflikte mit einbauen können, doch so fühlte sich Vlou wie ein kleiner Junge an, der einfach das macht, was ihm gerade in den Sinn kommt, ohne an die Konsequenzen zu denken. So fällt er auch schon innerhalb der nächsten 10 Seiten Namaria vor die Füße. Diese ist eine gutmütige Person, ja ich würde sogar sagen, durch und durch gutmütige Person (dazu aber später mehr) und schlägt ihm vor, ihm doch weiße Magie zu lehren. Vlou willigt sofort ein und los geht's mit den Lehrstunden. Ich kam mir sehr überrumpelt vor, als ich diese Stelle las, vor allem, da Namaria nie wirklich hinterfragt hat, was denn ein Junge einfach so im Wald zu suchen hat... Auch Vlou hinterfragt die ganze Situation für meinen Geschmack zu wenig. Jeder Mensch würde doch erst einmal misstrauisch, ja geradezu mit Argwohn auf die Frage, ob man Magie lernen möchte, reagieren...Wie dem auch sei... Schwuppdiwupp landet Vlou/man also auch schon mittendrin in den magischen Teil von Viejendalisk.
Der Schreibstil ist sehr locker und leicht zu lesen. An manchen Stellen etwas holprig, verbessert er sich jedoch enorm zum Ende des Buches hin und man hat immer den Eindruck, als ob man gerade ein Märchen liest. Fragt mich nicht warum, ich weiß den Grund nämlich selbst nicht wirklich...
Kommen wir also zu den Charakteren. Und oh mann, sind das viele! Was ich besonders gelungen fand, war, dass, obwohl es so viele waren, jeder jedoch seinen Teil zur Geschichte beigetragen hat, und nicht vollkommen überflüssig war. Jeder ist wichtig, egal ob groß oder klein (Ist das nicht ein schönes Motto? ;)).Wiederum schade fand ich jedoch, diese Schwarz-Weiß-Lastigkeit, die man bei jeder Person im Buch merkt. Ein Charakter ist entweder durchweg gut oder durchweg böse. Ihr wollt ein paar Beispiele? Hier kommen sie:Vlou ist IMMER verwundert, Namaria ist IMMER gutmütig/weise, Roke ist IMMER hinterhältig, Hanar ist IMMER schrullig, usw..Mit verschiedeneren Facetten, würden die Charaktere mehr Tiefe erlangen und realistischer erscheinen.Sie haben so viel Potenzial in sich, was im Buch aber leider nicht ausgeschöpft wurde.
Der Autor hat sehr viele Ideen. Das merkt man sehr beim Lesen. Es kommen immer wieder neue Wendungen auf und die Geschichte wird nie wirklich langweilig. Manchmal fand ich jedoch, dass manche Ereignisse nicht völlig ausgeführt wurden, sondern nur halb. Als ob noch etwas fehlen würde, um das ganze nachvollziehbar und komplett zu machen. Wiederum sehr gelungen war jedoch der rote Faden, der einen beim Lesen begleitet und einen an der Hand durch diese Geschichte führt.
Da Viejendalisk nun mal eine Fantasy-Welt ist, kommen einem sehr viele neue Namen unter. Für meinen Geschmack etwas ZU viele. Das legt sich zum Glück zum Ende hin und ich hatte nicht mehr das Gefühl der Verzweiflung, das einen mit jedem neuen Namen erfasst. Diese sind zwar alle sehr klingend, doch teilweise so kompliziert, dass der Lesefluss dadurch sehr ins Stocken gerät. Ich hätte es besser gefunden, wenn man manche Wörter einfach so gelassen hätte und nicht jedem Kristall (hier hätte man verschiedene Farben als Unterscheidung nehmen können) oder jedem Gebirge einen anderen Namen gegeben hätte. Aber wie gesagt, dies legt sich im Laufe der Handlung.

Was ich noch sagen wollte: In diesem Buch gibt es sehr viele Rechtschreibfehler, was wahrscheinlich vom schlechten Lektorat herkommt.

Kommen wir aber zum Protagonisten selbst. Vlou. Er ist wahrscheinlich einer der langweiligsten Protagonisten, die mir je untergekommen sind, weshalb ich sehr enttäuscht von ihm war. Er ist schlicht und ergreifend uninteressant und sein Charakter wird nur an der Oberfläche angekratzt, denn man erfährt nur wenig über ihn selbst. Andere Nebencharaktere hatten es mir einfach sehr viel mehr angetan. Dies war wahrscheinlich auch der Grund, weshalb Vlous Auftritte im Laufe der Geschichte immer weniger wurden. Circa ab der Hälfte des Buches liest man nämlich nur noch sehr wenig über ihn und es wird endlich unheimlich spannend und sehr interessant. Es kommt Handlung auf, eine Geschichte kommt zustande! Am Ende war ich dann richtig enttäuscht, dass es nun zu Ende ging. Aber zum Glück ist es der Beginn einer neuen Reihe, die hoffentlich genauso gut sein wird, wie das Ende dieses ersten Bandes!
Ich weiß nicht warum, aber, wenn der Inhalt dieses Buches in eine Zeichentrickserie wie "Aang - Herr der vier Elemente" umgewandelt werden würde, würde ich sie lieben! Die Welt um Viejendalisk bietet noch sehr viel Raum für Ideen und ich bin gespannt, was der Autor noch daraus zaubern wird!
Aufbau & Gestaltung:
Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, der einen seine Hilfe anbietet, bei all den Namen, die in diesem Buch vorkommen. Die Welt um Viejendalisk ist vorne als Zeichnung zu finden.Das Cover finde ich wunderschön, obwohl es noch schöner wäre, wenn dieses Orange durch ein Weiß oder Silber ersetzt worden wäre.
Fazit:
Ein Buch, in dem viel Potenzial steckt, das jedoch noch ausbaufähig ist. Dazu zählen die einseitigen Charaktere und ganz besonders der Protagonist Vlou! Auch die vielen komplizierten Namen stiften nur unnötige Verwirrung. Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil sehr locker und ab der 2. Hälfte fiebert man sogar richtig mit. Die Idee ist toll und hält noch viele Ideen in sich bereit und ich bin gespannt auf den nächsten Teil (dieser hier hat nämlich mit einem unglaublichen Cliffhanger geendet).

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Tags: fantasy, magi   (2)
 

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1.243 Bibliotheken, 21 Leser, 10 Gruppen, 236 Rezensionen

dystopie, liebe, day, june, legend

Legend - Fallender Himmel

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.09.2012
ISBN 9783785573945
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
June ist eine hochbegabte Soldatin, die zum töten ausgebildet wird. Day dagegen der meistgesuchte Verbrecher der ganzen Republik. Die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein und doch haben sie eine Gemeinsamkeit. Sie sind Feinde. Als dann auch noch Junes Bruder ermordet wird, deuten alle Indizien auf Day hin. Für June ist nur noch klar: Sie muss Day finden und den Tod ihres Bruders rächen...

Meine Meinung:
Als ich dieses Buch in die Hand nahm, um es zu lesen, kamen folgende Gefühle bei mir auf:Hohe Erwartungen, Neugier und Hoffnung. Mit diesen dreien als Begleitung, schlug ich dieses Buch also auf und fing zu lesen.
Gleich zu Anfang kristallisieren sich zwei Welten heraus. Die Reiche, in der June lebt, und die Arme, aus der Day stammt. Und dazwischen klafft nur ein riesiger unbezwinglicher Abgrund, der jeden, der auch nur versucht diesen zu überwinden, verschlingt. Die Menschen leben in ständiger Angst in der Republik. Und zwar vor der Seuche. Diese sucht nämlich viele heim, vor allem die Armenviertel, und wenn man einmal infiziert ist, heißt der nächste Schritt nur noch der Tod. Eines Tages geht Junes Bruder ins Krankenhaus, um Medikamente gegen die Seuche zu holen und wird ermordet. Alle Hinweise deuten auf Day hin, und so macht sich June auf den Weg, um ihn zu schnappen. Doch als sie ihn findet, stellt sich heraus, dass Day eigentlich kein böser Mensch ist. Kann er wirklich ihren Bruder getötet haben?
Wie ihr schon an meiner Zusammenfassung sehen könnt, ist die Geschichte unheimlich spannend und das ist auch das einzige Wort, mit dem man dieses Buch beschreiben kann: Spannend! Es macht süchtig, man will die Seiten immer weiter und schneller umblättern und neue Geheimnisse der Geschichte lüften, neue Wendungen aufdecken und mit den beiden Protagonisten mitfiebern! Die Seiten fliegen nur so dahin und man wird sehr schnell fertig mit diesem Buch.
Das liegt teilweise auch an dem lockeren Schreibstil, den man in "Legend - Fallender Himmel" finden kann. Was ich ein bisschen schade fand, war jedoch, dass June keine andere Sprachweise von der Autorin bekommen hat, als Day. So hätte man die beiden Welten aus der sie stammen noch mehr differenzieren können.
Die Protagonisten fand ich sehr sympathisch. Beide haben Tiefe, eine Hintergrundgeschichte, weshalb sie dadurch noch realistischer wirken. Es passiert nicht oft, aber wenn mir jemand sagen würde, zeichne doch mal die beiden, dann könnte ich es, weil die Autorin sie so stark ausgeprägt und geformt hat!
Auch alle Nebencharaktere sind gut gelungen. Manche sind vielleicht eher unwichtig, aber wer weiß, vielleicht werden sie im nächsten Band eine tragende Rolle spielen...
Das einzige, was ich nicht mochte, war die Liebesgeschichte zwischen Day und June. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Liebe auf den wirklich aller aller mega ersten Blinzel-Moment. Unrealistisch? Ja. Die Gefühle sind einfach nicht nachvollziehbar und sehr schade fand ich, dass beide eigentlich meistens nur von ihrem Äußeren schwärmen und nicht, was sie am Charakter des jeweilig anderen so toll finden. Für mich war alles eindeutig zu schwammig und ich hoffe, dass sich das im nächsten Band bessert. Schon am Ende dieses Buches hin, zeigt sich eine kleine Besserung, wenn auch nur eine federleichte.
Aufbau & Gestaltung:
Das Cover ist schlicht und steril gehalten. Es zeigt das Republik-Symbol, zumindest nehme ich das an, denn im Buch wird es nie richtig beschrieben. Ich mag es, es hat etwas herrschendes und spiegelt so auch den Inhalt wider.
Fazit:
Die Beziehung zwischen den Protagonisten ist nicht ganz nachvollziehbar erzählt, aber ich hoffe, dass sich dies in der Fortsetzung ändern wird. Dennoch, wenn dieses Buch nicht spannend ist, dann weiß ich auch nicht weiter... Mit einem lockeren Schreibstil, der diese Spannung noch unterstützt und den beiden tiefgründigen Protagonisten, nimmt "Legend - Fallender Himmel" jeden Leser mit auf eine fantastische Geschichte zweier Legenden.

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Tags: dystopi, krie, liebe, rache, republi   (5)
 

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(822)

1.251 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 114 Rezensionen

liebe, e-mail, email, freundschaft, e-mails

Gut gegen Nordwind

Daniel Glattauer
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 30.04.2012
ISBN 9783442478019
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung:

Eigentlich will Emmi nur ihr Zeitschriftenabo bei "Like" kündigen, doch durch einen Tippfehler landet ihre Mail bei Leo Leike. Nach anfänglicher Distanz, entsteht ein Briefwechsel und Dialog, der zwei völlig Fremde durch ihre immer mehr wachsende Vertrautheit an sich bindet und sie schließlich auch nicht mehr loslässt...

Meine Meinung:

Eigentlich hatte ich ja vor, nur einmal einen ganz kurzen Blick in dieses Buch hinein zu werfen, um meine Neugierde zu stillen und zu schauen, wie der Schreibstil auf mich wirkt. Man muss nämlich bedenken, dass ich es einfach mal so aus Neugierde gekauft habe, ohne einmal genau den Klappentext zu lesen, weil es ein Mängelexemplar war und ich nur ein einziges Mal darüber auf einem Blog gelesen hatte (und das war nicht einmal eine Rezension) und ich einfach mal überrascht werden wollte (was diesem Buch auch reichlich gelungen ist!)
So schlug ich also unwissend darüber, was mich gleich erwartet, die erste Seite auf und blätterte weiter bis zum ersten Kapitel... und stutzte. Die Geschichte wurde mit einer E-Mail eingeleitet. Ich las sie durch und unten angekommen, schlug ich die Seite um und... schon wieder eine E-Mail! Langsam dämmerte es mir und ich blätterte durch das ganze Buch durch. Und tatsächlich! Die ganze Geschichte war in den gegenseitigen Nachrichten zwischen Emmi und Leo verpackt!

Diese Idee des Autors ist schlicht und ergreifend genial! Sie macht jeden Leser stutzig und neugierig zugleich.
Ich war gespannt auf die Umsetzung und wurde zum Glück nicht enttäuscht.
Es gibt weder einen Erzähler, noch eine wirkliche Ich-Person, sondern zwei Personen, die ein Gespräch führen, das sich einfach mal über 200 Seiten erstreckt.
Der Autor hat dementsprechend keinen eigenen Schreibstil, der auffällig sein könnte, sondern es sind vielmehr Emmis und Leos Schreib- und Ausdrucksweisen, die den Leser das Gefühl der Verbundenheit geben und sie plastischer wirken lassen. Sie verhalten sich wie ganz normale Personen mit Fehlern und Schwächen und das macht sie beide umso sympathischer.

Auf der einen Seite seines Rechners sitzt Leo, dessen Nachrichten eher förmlich und zurückhaltend sind, und auf der anderen Emmi, die immer einfach mal drauflos schreibt ohne ihre Gedanken vorher zu ordnen, die sie noch mit Sarkasmus und Ironie unterstreicht. Dies bleibt dabei aber trotzdem noch an der Grenze des Förmlichen. Ihre E-Mails spiegeln ihren Charakter wider, ohne dass man je eine wirkliche Beschreibung davon zu lesen bekommt. Das ist einfach unglaublich geschickt umgesetzt worden!

Anfangs ist es diese Unverbindlichkeit mit der beide kommunizieren, doch schon bald entsteht eine immer tiefer gehende Verbindung zwischen ihnen. Auch die Beziehung zwischen Leser und Protagonisten ist hier einzigartig. Es passiert nur sehr selten, dass man sich so stark in einen Charakter hineinversetzen kann. Dies war so ein Moment. Da man auch nicht viel mehr über das Leben des anderen weiß, kann man sich gut in den jeweiligen E-Mail-Partner hineindenken und kann die Handlungsstränge und Beweggründe besser nachvollziehen. Diese Bindung wird parallel zu der der Protagonisten immer stärker und entwickelt sich weiter, je mehr sie miteinander schreiben. Dies macht diese Charaktere so realistisch und handfest!

Ein weiterer Grund für mein Verlangen, immer weiter zu lesen und gar nicht mehr aufhören zu KÖNNEN, ist dieser große Sog in diese einzigartige Geschichte. Und das hat eher einen psychologischen Hintergrund. Denn als Leser denkt man sich unentwegt bei diesem Buch nur folgendes, wenn man eigentlich schon schlafen sollte: Nur noch diese eine E-Mail, dann ist aber Schluss für heute!
Doch leider ist dem nicht so. Da die Mails alle recht kurz sind (es gibt lediglich nur ein paar Ausnahmen), wiederholt sich dieser Gedanke bei jedem Mal und ehe man es sich versieht, hat man auch schon die Hälfte des Buches durch, obwohl man doch "nur noch diese eine Nachricht" lesen wollte (47 Seiten vorher...). 

Auch gibt es keine großen und ausschweifenden Beschreibungen, weshalb die Geschichte aufgelockert ist und einen immer mehr vorantreibt, weiterzulesen und sich nicht zu langweilen. Es passiert einfach so viel auf diesen wenigen Seiten, aber gleichzeitig sehr wenig, was einen fasziniert zurücklässt!

Mit jeder Seite deckt man gleichzeitig auch einen Charakterzug der Person auf und nähert sich als Leser somit auch Schritt für Schritt dem Charakter. Die Überraschung war groß, als ich dann am Ende des Buches angelangt war, und erstaunt feststellen musste, dass ich ja fast gar keine Informationen über Emmi und Leo wusste. Keine Hintergrundgeschichte, Wendepunkte im Leben, die sie zu dem gemacht haben, wer sie heute sind oder auch Schicksalsschläge. Diese Dinge werden in "normalen" Büchern eigentlich auf den ersten 50 Seiten geklärt, damit der Leser einen groben Überblick über den Protagonisten hat. Nicht hier. Hier tappt man im Dunkeln, und weiß nicht mehr, als der andere, der die Nachricht bekommt. So tappt man bis zur letzten Seite im Ungewissen, bis der Protagonist selbst bereit für eine weitere Neuigkeit aus seinem Leben ist. Dadurch entsteht eine sehr viel größere Bindung zu den Charakteren als in anderen Büchern, die man sonst so liest.

Durch dieses ständige Unwissen wird auch die Spannung beim Leser hochgekurbelt. Besonders zum Ende hin gab es für mich nur eine Frage, die hier jetzt aber gespoilert wäre. Vielleicht hat sie sich ja der ein oder andere von euch, der das Buch schon gelesen hat, auch schon gestellt?

Leider gibt es ab der Hälfte der Geschichte eine Wendung. Der Fluss an Abwechslung, der einen so mitreißen konnte, wird zu einem Bächlein. Der Sturm an Handlung, der einen zum Weiterlesen animiert hat, wird zu einem lauen Lüftchen und auch der Berg an Ideen und Einfallsreichtum schrumpft zu einem Häufchen zusammen. Ab dieser Stelle macht auch die Spannung Höhen und Tiefen durch (wobei die Tiefen überwiegen). Emmi und Leo erkennen, dass ihnen der Gesprächsstoff ausgegangen ist und haben sich nichts mehr zu sagen. Umso froher war ich dann aber, als es dann wieder bergauf ging und diese Stelle endlich vorbei war. Wenig später kommt nämlich noch eine überraschende Wendung, die mich...tja, wie soll ich es anders ausdrücken...überraschte.

Auch vom Ende war ich enttäuscht und habe mich auch ein bisschen darüber geärgert. Die Spannung ist gerade so schön am Köcheln, die Situation spitzt sich zusammen, man hält den Atem an,... und dann.
Ja, genau so überrascht, wie ihr gerade über meinen Punkt mitten im Satz wart, war ich über das Ende. Es war so abgeschnitten. So lieblos. Als ob der Autor einfach keine Lust mehr gehabt hätte und einfach mal einen Punkt als Abschluss gesetzt hat... So böse! Als ob er einen absichtlich quälen wollte. Was? Du willst noch weiterlesen? Tja, ätsch, kauf dir das nächste Buch, da hast du dann deine Fortsetzung. Ich nehme dir jetzt meine beiden Charaktere weg, die du so sehr in dein Herz geschlossen hast und höre jetzt einfach auf. Was, du findest das ungerecht? Pech gehabt.
Böser Autor, BÖSER Autor, BÖSER AUTOR!

Aufbau & Gestaltung:

Wie schon gesagt, ist das Buch in E-Mails aufgeteilt. Das Cover ist eigentlich eher hässlich, obwohl es auch wiederum ganz passend ist. Man erhält außerdem mit jeder E-Mail einen Überblick darüber, wann diese abgeschickt wurde und mit welchem Betreff, was den Effekt noch mehr verstärkt hat.

Fazit:

Ein tolles und einzigartiges Buch, das mit seiner Idee einen so sehr an die Hauptprotagonisten bindet, dass man das Fehlen der Nebencharaktere gar nicht mehr besonders wahrnimmt. Man erfährt einfach ganz andere Dinge, die in anderen Büchern nur am Rande angeschnitten werden. Die wirklichen Fakten bleiben dem Leser bis zum Schluss hin verborgen und werden teilweise auch dann nicht freigegeben. Es bleibt nur zu hoffen, dass der 2. Band all diese Fragen klären wird und mich nicht im Stich lassen wird, von so einem tollen Buch, so arg getäuscht worden zu sein...
Wie ihr sehen könnt, habe ich die meiste Zeit in meiner Rezension mit der Auseinandersetzung mit den beiden Hauptprotagonisten verbracht. Das liegt daran, dass diese auch im Buch im Fokus stehen und alles andere quasi einfach als Kulisse aufgebaut wurde. Es ist IHRE Geschichte, über die SIE bestimmen, was sie preisgeben und was nicht. Sie entwickeln ein Eigenleben, das jeden Leser fasziniert!

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Tags: bekannschaft, beziehung, computer, e-mail, lieb, zufall   (6)
 

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123 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

london, istanbul, liebe, reise, alice pendelbury

Die zwei Leben der Alice Pendelbury

Marc Levy , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 28.05.2013
ISBN 9783764504441
Genre: Romane

Rezension:

Für dieses Buch habe ich heute mal etwas neues geplant :) Ich hoffe, es gefällt euch und über Feedback würde ich mich sehr freuen. Vielleicht mache ich das öfters mal :)


Die Handlung:


Was für Alice eigentlich nur ein schöner Abend mit ihren Freunden auf dem Jahrmarkt sein sollte, entpuppt sich als der Beginn einer spannenden Reise zu sich selbst. Aus Spaß besucht sie eine Wahrsagerin, die ihr offenbart, dass sie den Mann, der der wichtigste in ihrem Leben sein wird, durch die Hilfe von 6 weiteren Personen, finden wird. Dafür muss sie nur eine Reise machen. Alice ist misstrauisch und neugierig zugleich und begibt sich, auf das Drängen ihres Nachbarn hin, mit diesem auf diese spannende Reise und ihren Wurzeln...


Meine Meinung in einer Geschichte verpackt:


Die Bloggerin saß in dem Internetcafe, wie jeden Sonntagmorgen. Wie immer bestellte sie ihren Chailatte und eine Schokotarte, die außen weich und innen die Schokolade zerlief. Sie blickte auf und erkannte einen ihrer Leser.

"Hallo, ich habe mich schon gefragt, wo du geblieben bist. Sitze hier schon eine geschlagene Stunde und von dir ist keine Spur in Sicht. Was, du wusstest nicht, dass du mich hier treffen solltest? Tja, jetzt weißt du es ja, also mache es dir bequem und höre mir einfach zu. Heute erzähle ich dir nämlich mal ein bisschen über ein Buch meines Lieblingsautors Marc Levy. Vielleicht kennst du es ja schon oder hast sogar mal davon gehört. Wenn nicht, ist auch nicht weiter schlimm, denn hier wirst du gleich einiges erfahren."

"Du bist komisch, weißt du das?", fragte der Leser.

"Danke, ich glaube, dieses Kompliment behalte ich lieber für mich. Also hör gut zu. In diesem Buch geht es darum, dass sich für Alice, die Hauptprotagonistin, schlagartig alles verändert...", setzte die Bloggerin an.

"Was in jedem zweiten Buch passiert. Ja ja, das kennen wir Leser doch alle schon und haben es eindeutig zu oft durchgekaut. Komme doch mal mit etwas neuem!", unterbrach sie der Leser.

"Und du komme mal mit etwas mehr Geduld... Denn hier ändert sich nicht die Gegenwart der Protagonistin, sondern ihre Vergangenheit und Zukunft."

"Was redest du eigentlich für einen Müll? Man kann diese beiden nicht einfach ändern."

"Tja, für Alice tritt genau das aber ein."

"Ok, du hast mich gekriegt. Erzähl mehr.", sagte der Leser und lehnte sich in seinem Stuhl zurück.


"Die Hauptprotagonistin ist Alice, eine Frau Anfang 30, die auf eigenen Beinen steht und, ok, hier hast du schon recht, single ist, was wirklich in jedem zweiten Buch anzutreffen ist. Doch das ist auch schon das einzige...

Sie war mir sehr sympathisch und wegen ihres Charakters, der sich wie ein Fächer ausbreiten ließe! Diese höfliche, aber doch dickköpfige, gutherzige und strebsame Art von Alice katapultiert sie nicht nur in die Herzen der Männer in diesem Buch, sondern auch in dein Herz, das Herz des Lesers. Was mir aber am meisten daran gefallen hat, war, dass man als Leser mitbekommt, wie sich diese Charakterzüge entwickeln und sich durch die verschiedenen Begebenheiten verändern und verformen und sind nicht, wie in anderen Büchern, einfach da. Man spürt diese Entwicklung einfach und fühlt sich somit noch mehr mit dieser Person verbunden."

"Aaaaw, hat da jemand vielleicht eine neue beste Freundin gefunden?", fragte der Leser trocken.

"Nein, aber eine Heldin, die es Wert ist, so genannt zu werden. Also wo war ich stehen geblieben... Ach ja, jetzt habe ich es! Alice ist also ein wunderbarer Charakter und was könnte so eine Frau wohl als Beruf ausüben?"

"Mhm... vielleicht Betriebskauffrau?"

"Betriebskauffrau?"

"Ja, warum nicht, das macht doch jeder hier zurzeit..."

"Nur leider spielt dieses Buch in den Fünfzigern. Und das auch noch in London, bzw. später in Istanbul, aber dazu später mehr. Jetzt hast du mich wieder vom eigentlichen abgebracht! Alice hat den Beruf als Parfumeurin gewählt und kommt mehr schlecht als recht über die Runden. Dennoch liebt sie es, neue Düfte zu kreieren und mit den einzelnen Molekülen herum zu experimentieren. Nachdem ihr die Wahrsagerin aber gesagt hat, dass sie in den Orient reisen soll, überredet ihr Nachbar Ethan Daldry sie kurzerhand mit ihm nach Istanbul zu fliegen. Sie willigt nach langem Zögern ein und reisen zusammen kurze Zeit später in die Türkei."

"Zwar war ich noch nie in der Türkei, würde aber sehr gerne einmal dorthin fliegen.", entgegnete der Leser betrübt.

"Das war ich auch, aber keine Sorge. Der Schreibstil des Autors ist eine Perle. Er schmückt seine Sätze mit Beschreibungen, die kleine Details hervorheben und man das Gefühl hat, selbst am Bosporus spazieren zu gehen. Ein guter Schachzug war da auch Alices Beruf. Die Beschreibungen werden so nämlich auch mit Gerüchen untermalen, die einen noch mehr in die Türkei versetzen. Es artet aber nicht so stark aus, dass ellenlange Sätze entstehen und man die Lust am Lesen verliert."

"Gut, vielleicht hast du mich bis jetzt noch überzeugt, aber was ist mit Spannung? Das Feuer, das die Geschichte vorantreibt und die Seiten in Flammen setzt.", warf der Leser ein.

"Auch das gibt es. Zwar erst ganz zum Schluss, aber dein Feuer sollst du haben. Bis dahin gibt es eher lauter kleine Flämmchen, kleine Höhepunkte, Ereignisse, die die Handlung vorwärtstreiben. Diese verknüpfen sich schließlich zu einem einzigen roten Faden und schüren somit das Feuer."

"Und was ist mit Nebencharaktere? Ich habe gelesen, dass es da 6 besondere Personen geben soll, die Alice helfen sollen, ihren Mr. Perfekt zu finden.", entgegnete der Leser.

"Das ist wahrscheinlich auch ein kleiner Schwachpunkt dieses Buches. Nebencharaktere gibt es viele und der Autor hat jedem eine Seele eingehaucht. Doch genau diese 6 Personen, oder eher 3-4 von ihnen, sind sehr platt und nur oberflächlich angekratzt. Sie spielen eher Nebenhandlungen und man bekommt beim Lesen nicht sehr viel von ihnen mit. Das fand ich sehr schade, weil ich mir mehr davon erwartet hatte. Ach ja, bevor ich es vergesse! Ich habe noch eine wichtigen Protagonisten vergessen! Nämlich Daldry, den Nachbarn von Alice, der mit nach Istanbul reist. Er ist die facettenreichste Person, die mir je in einem Buch untergekommen ist! Er ist mürrisch, ironisch und sarkastisch, liebenswert, aber gibt sich distanziert. Und seine "leichte" Alkoholabhängigkeit setzt dem ganzen noch die Krone auf. Eine perfekte Mischung also für einen perfekten Charakter. Er gefiel mir sogar noch besser als Alice selbst. Und weiß du, was ich an Marc Levys Charakteren so mag?"

"Was?"

"Dass er nie ihre Gedanken und Gefühle beschreibt. Er schreibt nur ihre Handlungen und Entscheidungen. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber so wird der Charakter der Person auch genau deutlich. Nicholas Sparks macht ersteres, Marc Levy letzteres und doch funktionieren beide Weisen sehr gut!"


"Gut, vielleicht werde ich mir mal dieses Buch genauer ansehen. Scheint dich ja doch sehr überzeugt zu haben. Und jetzt bestelle mir lieber auch so eine Schokotarte. Sonst musst du mir nachher noch meinen ganzen Sabber vom Tisch wegwischen..."

Und so bestellte die Bloggerin für den Leser die Schokotarte und schwärmt noch heute von diesem Buch.


Fazit:


Ein schönes Buch, für gemütliche Abende, das ich jedem Marc Levy-Fan empfehlen würde oder denjenigen, die es werden wollen. Und die, die es nicht werden wollen, sollten diesen Gedanken noch einmal überdenken und Levy-Fan werden wollen. Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr verwirrt...

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Tags: 1879–1950, bosporus, istanbu, krieg, liebe, london   (6)
 

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liebe, hochzeit, london, flugzeug, flughafen

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

Jennifer E. Smith , Ingo Herzke , Jennifer Smith
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.02.2012
ISBN 9783551582737
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:

Die 17-jährige Hadley ist wider Willen auf dem Weg zu ihrem Vater nach London, bei dessen Hochzeit mit einer anderen Frau sie die Brautjungfer sein soll. Am Flughafen trifft sie auf Oliver, der das gleiche Reiseziel hat. Während dem Flug kommen sich die beiden so näher, wie sich nur zwei völlig Fremde im Flugzeug näher kommen können...

Meine Meinung:

Nach einem Jahr vorfreudigen Herumschmorens auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), holte ich dieses Buch aus den Tiefen meines Regals und begann zu lesen. Vielleicht war genau das auch mein Fehler. Denn ich bekam nicht dieses heiß ersehnte Buch, voller toller Charaktere und dieser wunderschönen Handlung, die in vielen Rezensionen so hoch gerühmt wird. Nein, ich bekam vielmehr eine Enttäuschung. Eine Enttäuschung darüber, wie viel Potenzial eigentlich in diesem Buch steckte, und wie wenig die Autorin daraus letzten Endes gemacht hat.

Gleich zu Beginn wird man nicht warm mit der Geschichte. Man taucht nicht sofort in sie ein oder schwimmt wenigstens mit kleinen Wellen von Ereignissen mit. Vielmehr führt die Autorin einen vorsichtig über das Eis, darauf bedacht, dass man ja nicht ausrutscht. Genau das fehlt nämlich. Dieses Unvorhersehbare, diese Spannung, die die Luft zum Knistern bringt, dieses Unberechenbare, mit dem die Autorin hätte spielen können. Dieses Ausrutschen. 

Auch die Perspektive, aus der das Buch geschrieben ist, schien mir unpassend. Die Autorin hätte besser daran getan, aus Hadleys Perspektive in Präsens zu schreiben, als aus der Erzähler-Perspektive in Präsens. Das hätte die Verbindung zwischen Leser und Protagonistin einfach mehr verstärkt.

Dagegen ist der Schreibstil schön verschnörkelt und voller Beschreibungen, die einem beim Lesen Bilder vor den Augen hervorrufen. Durch ihn, kann man sich alles viel besser vorstellen und die Autorin hat ein wahnsinniges Talent, aus den kleinsten Dingen, die man so gar nicht bemerkt hätte, eine Beschreibung hervorzuzaubern, die einen verblüfft und dazu veranlasst, diese Sache mit ganz anderen Augen zu sehen. Allein daran wie sie den Flughafen beschreibt, konnte ich mich nicht satt lesen.

Über die Hauptprotagonistin Hadley war ich mir bis zum Ende hin unschlüssig, ob sie mir nun gefiel oder nicht. Erst zum Schluss, als die Handlung endlich in Fahrt kommt, wurde mir bewusst, dass sie mir nicht unsympathisch war, sondern ich ihr gegenüber vielmehr eine Gleichgültigkeit entwickelt hatte. Sie ist als Hauptprotagonistin einfach nicht geeignet, weil sie nichts besonderes an sich hat. Zwar erfährt man eine Menge interessanter Dinge aus ihrem Leben, aber einen wirklichen Charakter hat sie nicht. Sie ist schlichtweg langweilig.

Aber mein größter Kritikpunkt sind Hadleys Gedanken. Und Mann, sind das viele! Sie erstrecken sich nicht nur über ganze Absätze, nein, eher nehmen sie ganze Seiten ein. Sie machen sich breit und lassen der eigentlichen Handlung kaum noch Platz. Ich hatte ein romantisches Buch erwartet, wie der Titel es ja auch andeutet. Stattdessen bekam ich durchgehend Hadleys Gedanken, die sich fast ausschließlich nur um die Scheidung ihrer Eltern drehen. Es wäre ja für mich noch ok gewesen, wenn man doch wenigstens eine Vorwarnung in der Inhaltsbeschreibung darüber bekommen hätte. Hadley ist immer wieder hin- und hergerissen zwischen der Liebe und dem Hass gegenüber ihrem Vater.

Auch die Beziehung zwischen Hadley und Oliver ist nicht klar genug herausgearbeitet. Das liegt daran, dass gemeinsame Gespräche nicht sehr viel vorhanden sind und man so nicht das Gefühl hat, dass es Liebe auf den ersten Blick ist.

Das waren jetzt viele negative Dinge über dieses Buch, aber natürlich hat es auch eine positive Seite!

Das letzte Drittel war nämlich richtig toll. Ab der Landung in London kommen Ereignisse auf, die die Spannung ankurbeln. Zwar war mir Hadley immer noch mehr oder weniger egal, aber ihre Gefühle werden einem sehr gut übermittelt (Könnte auch an den zahlreichen Gedanken liegen...). Es kommen Höhen und Tiefen hinzu und kaum hat das alles angefangen, ist man mit dem Buch auch schon durch.

Die Nebencharaktere sind alle sehr gut herausgearbeitet. Manche sind zwar eher flacher als andere, aber im großen und ganzen tragen sie eine Menge zur Handlung bei.

Was mir wahnsinnig gut gefallen hat, war die Entwicklung von Hadley. Zu Anfang noch total gegen die Hochzeit ihres Vaters, bekommt sie durch Oliver eine neue Sichtweise auf die Dinge und beginnt sich (wie sollte es auch anders sein) Gedanken darüber zu machen, ob sie der Hochzeit vielleicht doch noch eine Chance geben sollte. Obwohl ich dann wieder enttäuscht darüber war, und es ein wenig sogar bewunderte, wie schnell sie immer wieder ihre Meinung über dieses Thema ändern konnte...

Aufbau & Gestaltung:

Jedes Kapitel fängt mit der Uhrzeit in England und den USA an. Diese Idee fand ich klasse, da es einem auch die Zeitverschiebung in beiden Ländern vor Augen hält, und was noch wichtiger ist, auch den Zeitverlauf der Geschichte. Das Cover ist wunderschön! Ich mag das rosa und es glänzt auch ohne Schutzumschlag schön. Allerdings geht die Farbschicht schon mit einem leichten Kratzen mit dem Fingernagel darüber ab. Auch sieht es am Buch hinten schon sehr abgenutzt aus, genau wegen dieser leichten Farbschicht. Also entweder mit Schutzumschlag lesen oder gleich eine Buchtasche kaufen.

Fazit:

Ein Buch, in das ich zu Anfangs zwar nicht wirklich eintauchen konnte, aber es wenigstens ab dem Drittel ereignisreicher wird, wodurch die Spannung gehebt wird. Zur Protagonistin kann man keine große Bindung aufbauen. Es ging sogar so weit, dass sie mir völlig egal wurde. Auch die Beziehung zwischen Hadley und Oliver hätte intensiver beschrieben werden müssen und nicht nur an der Oberfläche angekratzt. Mein größter Kritikpunkt gilt auch den Gedanken von Hadley, die sich über Seiten hinweg erstrecken. Im Mittelpunkt steht hier dabei die Scheidung ihrer Eltern und der bevorstehenden Hochzeit. Vom Schreibstil bin ich dagegen absolut begeistert, weil man hier so wunderschöne Beschreibungen finden kann. Ich möchte aber noch sagen, dass meine Rezension vielleicht ganz anders ausgefallen wäre, hätte ich meine Erwartungen an dieses Buch nicht zu hoch angesetzt. Einfach ein durchschnittliches Buch, das jedoch die 17 Euro wirklich nicht wert ist, dagegen die 7 vom Taschenbuch, da angebrachter sind.

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Tags: flughafen, flugzeug, hochzeit, liebe, londo   (5)
 

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dystopie, liebe, kyria, reb, flucht

Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

Andrea Schacht
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei INK, 09.02.2012
ISBN 9783863960162
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:
Kyria möchte einmal in ihrem Leben frei sein. Schon immer hatte sie unter der Kontrolle ihrer Mutter, einer machtvollen Politikerin, gestanden und so nutzt sie ihre Chance, als sie auf den Rebellen Reb trifft, und flieht mit ihm zu ihrer Freundin Hazel in die Reservate. Auf dem Weg dorthin erfährt sie nicht nur mehr über das Leben und die Menschen außerhalb der Stadt, sondern entdeckt auch, dass sie gefährliche Feinde hat...

Meine Meinung:
Verleitet vom Titel hatte ich ein Buch wie "Die Auswahl - Cassia und Ky" erwartet, aber was ich bekam hat mich vollkommen überrascht. Und das  sehr positiv!
Die Idee war mir vollkommen neu! Eine Gesellschaft die von Frauen dominiert wird, Männer unterdrückt werden und der Staat alle Schritte der Menschen überwacht. Gut, letzteres ist wahrscheinlich eher ein typisches Merkmal ein jeder Dystopie... Frau Schacht konnte mich vollkommen in ihre neue, und doch erschreckend realistische Welt einführen, die man mit jeder neuen umgeblätterten Seite, näher kennenlernt. Die Gesellschaft ist in Stände unterteilt. Die Electi, zu denen auch Kyria gehört, sind die Ranghöchsten und somit die Wohlhabendsten in New Europe. Die "normalen" Bürger heißen Civitas und ganz zum Schluss bleiben die Subcults, die die schändlichste Arbeit für die anderen machen müssen, wie Reb einer ist. Überall dominieren die Frauen, sei es in der Politik oder in den höheren Berufen und unterdrücken die Rechte der Männer. Genau diese Idee hat mich am meisten fasziniert. Schließlich kämpft unsere heutige Gesellschaft für mehr Rechte für Frauen und es war interessant zu sehen, wie dieses Gleichgewicht nun auf der anderen Seite außer Kontrolle geraten und welche Ausmaße das für uns haben könnte.
Umrahmt wird diese Idee von Kyrias Flucht mit Reb aus dem Heilungshaus und somit auch aus den wohlbehüteten Händen ihrer Mutter, als Kyria erfährt, dass sie durch einen Gendefekt nur 3 Wochen zu leben hat.
Der Schreibstil ist angenehm und mit vielen Beschreibungen versehen. Da das Buch aus Kyrias Perspektive geschrieben ist und sie sich wegen ihrer Herkunft sehr gewählt ausdrückt, ist auch der Schreibstil dementsprechend beeinflusst. Manchmal gab es jedoch sehr stark umgangssprachliche Gespräche zwischen Kyria und Reb, die das ganze dann wieder aufgelockert haben.
Spannung herrscht seit der ersten Seite an und die Geschichte hat mehrere Wendungen und Höhepunkte, die einen aufmerksam und mitfiebern lassen!
Einen großen Pluspunkt liefern die facettenreichen Charaktere! Allen voran Kyria, die mit ihrer schlagfertigen Art von jedem Leser ins Herz geschlossen werden kann. Sie war mir von Anfang an sympathisch und ist eine mutige Protagonistin. Auch macht sie eine erstaunliche, jedoch realistische, Entwicklung im Laufe der Geschichte durch, vom ängstlichen Mädchen, zur toughen Heldin. Reb ist auch sehr schlagfertig und weiß sich aus jeder noch so schwierigen Situation rauszuwinden. Die Dialoge zwischen den beiden sind schon fast allein Grund genug dieses Buch zu lesen!
Ungewöhnlich für eine Dystopie ist der Humor, der einen auf Schritt und Tritt begleitet. Der Sarkasmus liegt in diesem Buch sehr hoch und beschert dem Leser ein hohes Lesevergnügen.
Mein einziger kleiner Kritikpunkt sind die vielen Wörter, bei denen mal Buchstaben fehlten oder sogar vertauscht wurden, was den Lesefluss manchmal zum Stocken gebracht hat.
Fazit:
Ein Buch, das einen in eine völlig andere Welt einlädt, in der Frauen an der Macht sind und die Männer unterdrücken. Außer facettenreiche Charaktere und 2 noch stärkere und schlagfertige Hauptprotagonisten, deren humorvolle Dialoge einen ein großes Lesevergnügen bereiten, konnte dieses Buch auch mit seiner gekonnten Mischung aus Spannung und Humor bei mir punkten und verdient völlig zurecht die volle Punktzahl!

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Tags: dystopi, liebe   (2)
 

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liebe, astralreisen, freundschaft, fantasy, auracle

Auracle

Gina Rosati
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 05.02.2013
ISBN 9783760789071
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:

Anna hat eine besondere Gabe von der nur sie und ihr bester Freund Rei wissen. Sie kann sich aus ihrem Körper herausprojizieren und an fremde Orte reisen. Doch eines Tages wird ihr diese Gabe zum Verhängnis, denn Taylor Gleason, ihre arrogante Mitschülerin, kommt bei einem schrecklichen Unfall ums Leben und besetzt Annas Körper, während diese gerade abwesend ist. Ab da beginnt das große Chaos und die Suche auf die Frage, wie sie Taylor aus ihrem Körper herausbekommen kann...

Meine Meinung:

Ich weiß immer noch nicht so recht, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht.
Der Schreibstil ist steril. Anders kann man es nicht sagen. Die Sätze sind klar miteinander verknüpft und es gibt keine großartigen Beschreibungen. Man könnte jetzt darüber streiten, ob das absichtlich so gedacht war, oder nicht. Ich fand den Schreibstil eher störend und konnte mich nicht gut in die Geschichte einleben.

Jedoch hat die Geschichte einige Höhen und Tiefen, sodass die Handlung nie ganz abflaut und der Leser durch diese Spannung immer mehr in die Geschichte gezogen wird und so auch weiter und weiter lesen möchte. Und doch dreht sich vieles auf der Stelle. Immer wieder wollen Anna und Rei Taylor aus Annas Körper herauskriegen und die Fragen, die sie sich stellen, wiederholen sich permanent, sodass sich die Handlung kaum weiterbewegt, dennoch aber hoch und runter.

Die Charaktere sind zwar alle gut beschrieben, aber mir waren sie teilweise etwas zu Klischeelastig. Nur Rei hatte ein bisschen Tiefe im Charakter und hat sich dementsprechend auch weiterentwickelt. Auch das hat mir gefehlt. Die Protagonisten sind nicht an ihren Herausforderungen gewachsen, was ich sehr schade fand.

Obwohl Anna mehr als die Hälfte des Buches nicht sprechen konnte, hat mir das gar nichts ausgemacht und Annas Charakter fand ich auch sehr angenehm. Sie ist das typische Mädchen von nebenan, das von keinem beachtet wird und in dem sehr viel potenzial steckt. Hätte sie nicht so viel Humor gehabt, hätte ich sie sogar zu langweilig gefunden, aber ihre Sprüche und ihr Sarkasmus haben das ganze wieder wett gemacht.

Das Ende kam mir etwas zu plötzlich. Für meinen Geschmack hat die Autorin das Problem mit Taylor auf die leichte Art gelöst und ich hatte mir etwas anderes vorgestellt. Die Lösung war mir einfach zu primitiv und einfallslos und war völlig aus der Luft gegriffen.

Auch fehlt diesem Buch das gewisse etwas. Ich habe mich nicht so gut in die Situationen einleben können und war dementsprechend auch nicht sonderlich traurig als es geendet hat. Am Ende kam bei mir nicht das Gefühl, als hätte ich etwas verloren und gleichzeitig gefunden, sondern einfach nur der Gedanke: Oh, ok, das ist dann wohl das Ende, Aha.

Fazit:
Die Autorin hatte zwar eine wunderbare Idee, doch diese hat sie nicht gut umsetzten können. Die Charaktere hatten nicht den nötigen Tiefgang und waren mir zu klischeelastig. Annas Humor und Reis Charakter haben aber das ganze wieder fast ausgeglichen. Sichtlich enttäuscht war ich vom Ende, da mir die Lösung zu den ganzen Fragen einfach zu primitiv war und ich mehr erwartet hatte. Dieses Buch hat nicht das gewisse etwas, aber ist doch etwas schönes für zwischendurch, wenn man sich mal entspannen möchte.

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Tags: astralreisen, fantasy, jugendbuch, liebe   (4)
 

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1.539 Bibliotheken, 15 Leser, 7 Gruppen, 134 Rezensionen

wölfe, liebe, grace, fantasy, sam

In deinen Augen

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 15.08.2012
ISBN 9783839001264
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Shadow of Time

Jen Minkman
E-Buch Text: 401 Seiten
Erschienen bei null, 14.12.2012
ISBN B00AOL7W38
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Handlung:

Als Hannah ihre Ferien in Arizona bei ihrem Bruder Ben verbringen möchte, ahnt sie noch nicht, was der Sommer alles mit sich bringen wird. Denn dort trifft sie auf Bens besten Freund Josh, für den sie nun größere Gefühle hegt, als sie es sich eingestehen möchte. Doch Josh verhält sich ihr gegenüber abweisend und lässt niemanden wirklich an sich heran. Was ist der Grund für sein Verhalten und warum verfolgen Hannah seit ihrer Ankunft in Arizona solche schrecklichen und realen Albträume in denen immer wieder er und ein abbrennendes indianisches Dorf vorkommen...?


Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich total überrascht!
Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde immer mehr in die Geschichte hineingezogen.

Der Anfang war jedoch etwas holprig. Man konnte sich nicht sonderlich gut in die Hauptprotagonistin Hannah hineinversetzen und keine große Verbindung mit ihr aufbauen. Ihre Gefühle und Gedanken kamen nicht so deutlich heraus und der Schwerpunkt war eher auf das Schildern der jeweiligen Situation gelegt, in der sie sich befand. Doch mit der Zeit wird man immer mehr in den Sprudel der Ereignisse gezogen und kommt nicht mehr so schnell wieder raus. Spätestens als Hannah die ersten Albträume bekam, war sie mir vollends sympathisch und auch ihre Gedanken wurden besser erklärt und geschildert. Es ging sogar soweit, dass man nach dem Lesen dieses Buches sogar ein bisschen das Gefühl hat eine gute Freundin verloren zu haben.

Die anderen Charaktere sind dagegen von Anfang an gut beschrieben und mir wurde schnell klar, wer mein Lieblingscharakter ist: Ben, der Bruder von Hannah, dem auch in den schlimmsten Situationen die lustigsten Sprüche einfallen. Auch sonst ist dieses Buch gespickt mit Humor!

Was mich zu Beginn auch noch sehr gestört hat, waren die Abschnitte, die mitten im Text gemacht wurden. In einem überlegt sich Hannah, dass sie sich mit jemanden treffen könnte, und im nächsten sitzt sie schon mit dieser Person im Cafe. Man hätte diese Stellen gut ausfüllen können oder sonst mit ein paar Worten miteinander verknüpfen können. Das ist auch der Grund für den Punktabzug.

Im Buch sind viele kleine Geschichten und Ereignisse, die im ersten Blick nichts weiter miteinander zu tun haben, aber am Schluss bemerkt man als Leser, das all diese Ereignisse Puzzleteile zum eigentlich Höhepunkt waren. Das hat es das ganze sehr unvorhersehbar gemacht, wodurch mancher Aha-Effekt beim Leser ausgelöst wurde und natürlich so die Spannung noch weiter erhöht.
Diese ist im Buch übrigens stets präsent und es gab keine sonderlich großen Handlungsflauten.

Sowohl positiv als auch negativ sind die Wortwiederholungen beim Lesen. Einerseits sind sie störend und ich war das ein oder andere Mal genervt, als Hannah schon wieder rot wurde, aber im Nachhinein fand ich diese gar nicht mal so schlecht. So habe ich mir nämlich diese Wörter am besten eingeprägt.
Da das ganze Buch auf englisch geschrieben ist und es nicht auf deutsch erschienen ist, lernt man auch noch englisch bei der ganzen Sache. Mein Wortschatz hat sich sehr erweitert (Die wiederholten Wörter kann ich mir immer noch am besten merken) und ich werde demnächst öfter mal zur englischsprachigen Literatur greifen! Auch kam ich mit der Zeit schneller mit dem Buch voran und brauchte am Anfang doppelt so viel Zeit für eine Seite, wie auf deutsch.

Der Schreibstil ist angenehm und liest sich locker. Es sind keiner überflüssigen Beschreibungen der Umgebung vorhanden und er hindert auch nicht den Lesefluss.

Aber am besten fand ich die Geschichte an sich! Die Idee ist auf jeden Fall mal etwas völlig neues und macht  Lust auf mehr. Leider ist dieses Buch aber ein Einzelband, aber ich hoffe, demnächst noch mehr von der Autorin Minkman zu lesen. Sie hat die Geschichte der Ureinwohner Amerikas (also Indianer) sehr gut recherchiert, man lernt also beim Lesen dieses Buches auch noch viel über ihr Leben. Vorher haben mich Indianer nicht sonderlich interessiert. Ich weiß nicht warum. Aber das Buch hat mein Interesse an ihrer Kultur geweckt und das wird sicher nicht das einzige Buch bleiben, welches ich über dieses Thema lese!

Aufbau & Gestaltung:

Die Kapitel sind mit wunderschönen Verzierungen versehen, die alle einen Schmetterling tragen. Dieser hat übrigens auch eine große Bedeutung im Buch, was ich umso schöner fand.
Das Cover gefällt mir auch sehr gut, weil es wie die Faust aufs Auge passt. Man sieht Hannah und Josh in einer Höhle und wieder ist ein blauer Schmetterling zu sehen.

Fazit:

Ein wunderbares Buch, das tolle Charaktere in sich trägt, wobei ich mit der Hauptprotagonistin erst einmal warm werden musste. Der Schreibstil ist angenehm und hindert nicht den Lesefluss. Spannung ist immer präsent und besonders begeistert bin ich von der Idee an sich, die mal etwas völlig neues ist! Mit diesem Buch lernt man auch etwas über die Geschichte der Indianer, ohne dass es zu lehrbuchlastig wird und verbessert sein Englisch! Was mich zu meinem Punktabzug verleitet hat, sind die unverbundenen Abschnitte im Text, die jedoch nur bis zur Hälfte da waren.

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127 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 91 Rezensionen

träume, jando, krankenhaus, liebe, sterne

Sternenreiter - Kleine Sterne leuchten ewig

Jando , ,
Fester Einband: 131 Seiten
Erschienen bei Koros Nord, 24.07.2012
ISBN 9783981486315
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung:

Mats ist ein Workaholic und vernachlässigt völlig seine Familie. Doch dann geschieht ein Unfall und er landet im Krankenhaus. Dort lernt er den allseits bekannten und geliebten kleinen Jungen kennen. Seine Geschichte ist mysteriös, keiner weiß, woher er kommt oder wer er ist und doch haben ihn alle im Krankenhaus in ihr Herz geschlossen. Der kleine Junge hilft Mats wieder an seine Träume zu glauben und gibt allen in diesem Krankenhaus neue Hoffnung und Kraft.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist eine ungeschliffene Perle.

Eine Perle, weil dieses Buch klein und wunderschön ist und ungeschliffen, weil der Schreibstil einen letzten Schliff hätte vertragen können.
Dieser ist nämlich teilweise sehr abgehackt und dann wieder sehr poetisch. Ich bin immer noch zwiegespalten, ob ich ihn mögen oder nicht mögen soll. Er hat zum Buch gepasst, aber diese abgehackten und kurzen Sätze haben den Lesefluss beeinträchtigt.

Ich liebe ja Bücher mit einer gewissen Tiefe und genau das hat dieses kleine Meisterwerk von Jando. "Sternenreiter" nimmt einen mit auf eine wunderschöne Reise, auf der man wieder anfängt zu träumen und über kleine Dinge nachzudenken.

Der kleine Junge erinnert einen sehr an den kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupery, den wahrscheinlich jeder kennt. Der kleine Junge hilft allen im Krankenhaus, vom Patienten bis hin zum Arzt, einfach allen, die nicht mehr den richtigen Weg finden und nicht mehr an ihre Träume glauben. Es ist einfach rührend, wie verschiedene Patienten schon die Hoffnung aufgegeben haben und der kleine Junge ihnen mit seinem Gesagten ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

Der kleine Junge an sich erscheint meistens wie ein alter weiser Mann. Er ist sehr nachdenklich und auch seine Wortwahl entspricht nicht seinem Aussehen. Er hilft jeden selbstlos und freut sich dann doch wieder wie ein kleiner Junge über die kleinen Dinge des Lebens.
Wie man schon wahrscheinlich an meiner Rezension sehen kann, wird der kleine Junge nie beim Namen genannt. Diesen erfährt der Leser nämlich nicht.
Was mich sehr gerührt und am Anfang auch verwundert hat, war seine Ausdrucksweise, als er schlafen wollte. Denn der kleine Junge schläft nicht. Er träumt.

Der normale Text ist immer wieder mit kursiv gedruckten stellen versehen, an denen etwas schönes oder rührendes, aber auch lehrreiches gesagt wird.
Nach diesem Buch sieht man ganz unwillkürlich viele einfache Dinge ganz anders. Sie scheinen besonderer zu scheinen.

Auch ist Mats Veränderung vom Workaholic in sein altes verträumtes Ich sehr schön mit anzusehen und rührt einen. Ich musste oft tief Seufzen, wenn er etwas neues vom kleinen Jungen gesagt bekommen hat.

Das Buch ist sehr dünn, aber trotzdem reicht diese Länge vollkommen um dem Leser die Botschaft des Autors zu übermitteln!

Das ganze Buch ist mit Bildern gespickt. Man könnte daraus vielleicht schließen, dass es ein Kinderbuch ist, aber dieses Buch würden wahrscheinlich nur Jugendliche und Erwachsene verstehen. Ich fand die Bilder schön, obwohl sie sehr schlicht und einfach gehalten sind. Teilweise schauen sie aus, als ob sie ein Kind gezeichnet hätte. Man hätte die Zeichnungen allerdings auch weglassen können, weil sie nichts neues in die Geschichte gebracht haben und man sich schon durch den Schreibstil alles vorstellen konnte. Sie waren eher ein schöner kleiner Zusatz.

Die ganze Geschichte wird aus Mats Sicht erzählt. Und zwar dem gegenwärtigen Mats, der auf das Geschehene zurückblickt. Diesen Effekt fand ich besonders im Prolog und Epilog sehr passend.

Im ganzen Buch kommt nie so wirklich Spannung auf. Nur zum Schluss hin wird es ein bisschen spannender als am Anfang. Man fragt sich die ganze Zeit natürlich, woher der kleine Junge kommt, aber durch die Handlung wird beim Leser keine große Spannung diesbezüglich ausgelöst.
Und dieses Buch soll auch gar nicht spannend sein. Es soll den Leser eher über das eigene Leben anregen nachzudenken.

Zum Buch gibt es noch Postkarten. Sie sind mit den Bildern und den Zitaten aus dem Buch geschmückt. Es war ein sehr schönes Extra, das ich noch bei keinem anderen Buch gesehen habe.

Aufbau & Gestaltung:

Das Cover finde ich sehr schön. Es zeigt den Hauptprotagonisten und den Schauplatz des Buches. Also den kleinen Jungen und das Meer. Auch gibt es einen Prolog und einen Epilog, die die Geschichte abrunden.

Fazit:

Dieses Buch ist ein Must-Heave für alle, die gerne Zitate sammeln (wie ich). "Sternenreiter" ist zwar nicht sehr spannend, aber trotzdem sollte es jeder einmal gelesen haben. Der Schreibstil hat mich zwiegespalten gelassen, weil er zwar poetisch, aber zu abgehackt war. Doch der Leser wird durch diese wunderschöne Geschichte und Charaktere zum Nachdenken angeregt und bekommt eine ganz neue Sicht auf die alltäglichsten Dinge. Man wird einfach zum Träumen animiert.
Einfach eine ungeschliffene Perle, die ich jedem Erwachsenen und Jugendlichen empfehle!

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Tags: jando, meer, träume, workaholic   (4)
 

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

krieg, rachel, juden, england, deutschland

Ein Flüstern in der Nacht

Moya Simons , Anne Braun
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei cbj, 22.10.2012
ISBN 9783570153314
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich sehr berührt.
Am Anfang konnte ich mich jedoch nicht mit dem Schreibstil anfreunden. Es wurden ständig Absätze gemacht, in denen das Thema gewechselt wurde. Im einen Absatz erzählt Rachel noch über ihre Schleifen und im nächsten beschreibt sie, wie sich der Krieg immer mehr zuspitzt. Der Lesefluss wurde dadurch erheblich gedämmt.

Der Schreibstil an sich ist anfangs sehr kindlich und einfach gehalten. Da das Buch aus Rachels Sicht geschrieben ist, bekommt der Leser die Eindrücke und Gefühle einer 5-Jährigen mit. Sie versteht z.B. nicht die Gründe des Kriegs und warum das Essen auf einmal immer weniger wird. So konnte ich mich nicht wirklich mit Rachel identifizieren. Doch mit der Zeit ändert sich das. Sie wird älter und beginnt die Dinge auf eine andere Weise zu hinterfragen. Es kommt mehr Tiefe in die Geschichte hinein, was nicht zuletzt auch an Rachels Erlebtem liegt.

Auch löst sich der abgehackte Schreibstil mit der Zeit auf. Je älter Rachel wird, desto flüssiger wird er und desto mehr Eindrücke und Gefühle werden beschrieben. Das Buch wird zunehmend interessanter.

Rachels Verwandlung von einem sorglosen kleinen Kind zu einer gutherzigen und nachdenklichen jungen Frau, die viel in ihrem Leben erlebt hat, regt einen zum Nachdenken an und ist auch im Schreibstil wiederzufinden. Dass ein so junges Mädchen so viel Leid erleben musste und es ein Wunder ist, dass sie noch lebt, hat mich sehr berührt.

Man fragt sich während des Lesens immer wieder, ob Rachel wieder sprechen wird, ob sie ihre Familie wiedersehen wird und hofft mit ihr, dass sie in ihrem Versteck nicht entdeckt wird. Es werden viele Emotionen beim Leser ausgelöst und ungefähr ab der Hälfte des Buches musste ich nur noch Weinen (Seien es Freuden- oder Trauertränen)
Man ist in einem Strudel aus Gefühlen, die einen nicht mehr loslassen!

Dieses Buch zeigt auch, dass das Menschliche sogar in diesen grausamen Zeiten nicht völlig ausgestorben ist. Sei es die Familie, die Rachel versteckt hat und somit ihr Leben für ein kleines jüdisches Mädchen riskiert hat, sei es die deutsche Frau, die Rachels Mutter heimlich Lebensmittel zugesteckt hat oder sei es der Soldat, der wegschaute. All das ist der Beweis, dass die Menschen nicht alle böse und rücksichtslos in diesem schlimmen Krieg waren. Diese vielen Grauschattierungen lassen einem richtig warm ums Herz werden und geben einem Hoffnung.

Rachel ist ein ganz normales Kind. Sie interessiert sich für Schleifen und ist neugierig, was ihre Schwester in ihr Tagebuch schreibt. Doch man merkt, dass sie an den Ereignissen wächst. Sie wird ernster, denkt nicht mehr naiv und versteht immer mehr. Ich habe Rachel sehr in mein Herz geschlossen und konnte mich später auch sehr gut in sie hineinversetzen.

Jeder Charakter ist einfach, und doch interessant, geschildert. Jeder hat eine markante Eigenschaft oder Merkmal an sich. Sei es Rachels rebellische Schwester Miri, ihr trauriger Cousin Erich oder ihr gutherziger Vater. Sie alle haben mich mit ihren Gesten und Taten berührt und mich wollen lassen, dass das Buch nicht zu Ende geht und ich sie dann nicht mehr "sehe".

Doch neben dem Fiktiven enthält dieses Buch auch viel Wahres. Man lernt viel über den 2. Weltkrieg und doch geschieht das eher nebenbei. Die Autorin fügt auch Jahreszahlen in das Geschehen, sodass der Leser ungefähr weiß, in welchem Stadium der Krieg sich befindet und wann alles vorbei sein wird. Man lernt sozusagen ganz nebenbei noch ein bisschen Geschichte.

Auch ist hinten im Buch ein Glossar mit den Jahreszahlen. Dort werden die Ereignisse vom Buch noch einmal aufgegriffen und als Fakten wiedergegeben.

Aufbau & Gestaltung:

Die Kapitel im Buch sind sehr lang. Dafür wurden aber viele Abschnitte im Text gemacht, sodass es nicht zu anstrengend ist.
Das Cover zeigt Rachel. Was mich enttäuscht hat, sind die Schuhe. Ich dachte, dass sie im Buch eine wichtige Rolle spielen würden, aber da hatte ich falsch gelegen. Stattdessen hätte ich lieber den längsten Schal der Welt, den Rachels Mutter gestrickt hatte und Miris Tagebuch, beides Gegenstände, die sie vor den Nazis noch retten konnte, auf dem Cover gesehen. Dass das Cover in schwarzweiß gehalten ist, finde ich sehr passend, da das Buch in der Vergangenheit spielt und es da schon angedeutet ist.

Fazit:

Ein Buch, das einen berührt und einem die Schrecken des Holocausts vor Augen hält. Ein Buch, das zeigt, dass nicht einmal die Kinder verschont geblieben sind und ein Buch, das beim Leser zahlreiche Emotionen auslöst. Ein Buch, dessen Hauptprotagonistin man ins Herz schließt und sich ein Happy End wünscht. Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt!

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tod, trauer, liebe, krebs, freundschaft

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

Donna Freitas , Christine Gallus
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Gabriel ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.08.2012
ISBN 9783522303125
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Einfach wunderschön.
"Einfach", weil die Autorin eigentlich nur die Zeit nach dem Tod von Roses Mutter beschreibt und "wunderschön", weil ihre Worte einem das Herz aufgehen lassen!

Am Anfang ist der Schreibstil noch etwas holprig, was aber daran liegt, dass die Autorin sonst eher Sachbücher schreibt. Das legt sich aber nach kurzer Zeit und wird zunehmend flüssiger und lockerer. Es ist alles aus der Perspektive von Rose erzählt, sodass man sich besser in sie hineinversetzen kann, was bei diesem Buch ja sehr wichtig ist, weil die Gefühle hier die tragende Rolle spielen.

Die Hauptcharakterin Rose kann den Leser zu 100% überzeugen. Ich hatte am Anfang befürchtet, dass sie sich das ganze Buch über in Mitleid suhlen wird und einfach nur nervig sein wird, aber glücklicherweise wurde das nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil!
Sie war mir von Anfang an sympathisch, weil sie so eine normale Art an den Tag gebracht hat. Sie hat nichts außergewöhnliches an sich und doch ist sie die Hauptperson in diesem Buch und auch völlig zurecht! Ihre Gefühle sind sehr verständlich beschrieben und man leidet richtig mit ihr mit.
Rose geht mit dem Tod ihrer Mutter so um, dass es passend erscheint. Das kann aber auch daran liegen, dass die Autorin Donna Freitas hier autobiographische Züge mit einfließen hat lassen. Auch Frau Freitas hat nämlich ihre Mutter verloren und sie war nach dem Tod sehr traurig. Ihre Mutter hatte immer für andere Survival Kits gemacht und so ist die Idee entstanden, was denn wäre, wenn sie auch Donna Freitas eins gemacht hätte.
Aber jetzt bin ich abgeschweift ^^
Roses Gefühle berühren den Leser einfach. Wenn sie traurig war, war ich es auch und wenn sie einen glücklichen Moment hatte, hatte auch ich sehr gute Laune beim Lesen. Das hat sehr viel Schwung in die Geschichte gebracht und animiert weiterzulesen.

In diesem Buch spielt auch die Liebe eine Rolle. Die Gegenstände vom Survival Kit führen Rose immer wieder zu Will. Und ganz langsam sprießen hier auch Gefühle. Aber ich will nicht zu viel verraten. Den Rest müsst ihr selbst lesen ;)

Auch hat dieses Buch eine gewisse Tiefe. Die Gegenstände vom Survival Kit verleiten den Leser zum Nachdenken. Für was stehen sie? Warum genau diese Sachen, und nicht andere Gegenstände? Was würde in meinem Survival Kit sein? All diese Fragen stellt man sich während des Lesens und beschäftigt sich so tiefer mit diesem Buch.

Hier wird alles thematisiert: Trauer, Hoffnung, Glück und Freude am Leben!

Ein kleiner Kritikpunkt wäre hier vielleicht, dass die Nebencharaktere nicht so genau beschrieben wurden. Man wusste also während des Lesens nicht sehr viel über das Aussehen von den verschiedenen Personen. Aber vielleicht soll das so sein, damit man sich noch mehr mit dem Buch beschäftigt und selbst mal seine Fantasie benutzen soll und sich alles selbst vorstellen muss. Wie Roses Mutter in ihrem Abschiedsbrief geschrieben hat:
"Benutze deine Fantasy, sooft es geht. Sie ist eine wunderbare Gabe" S. 42

  (9)
Tags: hoffnung, krebs, leben, tod, trauer   (5)
 

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455 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 81 Rezensionen

liebe, musik, geige, wettbewerb, jugendbuch

Virtuosity - Liebe um jeden Preis

Jessica Martinez , Sabine Bhose
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Boje, 17.02.2012
ISBN 9783414823229
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:

Seit Jahren träumt Carmen davon. Einmal am Guarneri-Wettbewerb teilzunehmen, dem größten und wichtigsten Geigenwettbewerb der Welt. Ich ganzes Leben dreht sich darum und sie wird von anderen und von sich selber enorm unter Druck gestellt. Diesen kriegt sie nur durch Tabletten unter Kontrolle. Und dann lernt sie auch noch ihren größten Konkurrenten Jeremy King kennen, der so ganz anders ist, als sie selber. Er zeigt ihr eine ganz neue Welt und Sichtweise und langsam verliebt sich Carmen in ihren größten Konkurrenten...

Charaktere:

Carmens Welt dreht sich nur um das Geigespielen und dem Guarnerwettbewerb. Sie kriegt zu Hause und hat außer ihrer Privatlehrerin keine Freunde. Nicht genug, dass ihre Mutter auf sie Druck ausübt, setzt sich Carmen selber auch ziemlich unter Druck. Diesen kriegt sie nur durch Tabletten im Griff. Damit nicht genug entwickelt sie auch einen Hass auf Jeremy King, denn er ist ihr ärgster Konkurrent. Doch als sie ihn dann kennenlernt, lernt sie eine ganz andere Sichtweise kennen.

Meine Meinung:

Es ist ein sehr schönes Buch!
Gleich am Anfang taucht man in die Welt von Carmen ein. Man merkt wie viel Druck ihr gemacht wird und dem sie nur durch Medikamente Stand halten kann. Schockierend ist hier auch, dass ihre Mutter sie dabei auch noch unterstützt und noch mehr Druck macht!
Auch ist Carmen wie von Jeremy besessen. Sie denkt nur an ihn, will ihn andauernd sehen und sieht ihn als ihren größten Konkurrenten an. Man kann sogar sagen, dass sie ihn so richtig hasst!
Am Anfang konnte ich mich überhaupt nicht mit Carmen identifizieren. Sie war mir zu kühl, zu gefühlslos. Sie verhielt sich nicht wie eine 17 Jährige, sondern wie eine Erwachsene, die nur auf den Konkurrenzkampf gedrillt wurde.

Doch dann lernt Carmen Jeremy kennen. Am Anfang hasst sie ihn noch sehr, doch dann treffen sie sich und sie verliebt sich in ihn. Und jetzt kommt auch mein großer Kritikpunkt. Diese Liebe war einfach unglaubwürdig!
Wie kann es sein, dass ein Mensch jemanden von ganzem Herzen hasst und dann nach nur einer Unterhaltung Gefühle für ihn entwickelt um sich nur kurze Zeit später unsterblich zu verlieben?
Doch das nicht genug, lief es auch noch ganz schnell ab. Auf wenigen Seiten wurde geklärt, dass beide Gefühle füreinander haben und gut ist. Aber bei so einer kleinen Seitenzahl ist wahrscheinlich auch nicht mehr zu erwarten.

Doch nach und nach kam ich mehr in die Geschichte rein. Da half aber auch der Schreibstil, da er sehr locker, aber erzählend gehalten wurde und man als Leser schnell vorankommen konnte.

Auch Carmen wird mir im Laufe der Zeit immer sympathischer. Sie ist nicht mehr so verklemmt, sondern bietet ihrer Mutter endlich die Stirn. Aber da finde ich ihre Mutter schon richtig krass. Sie zwingt Carmen Tabletten zu schlucken und macht aus ihr eine Geige spielende Maschine. Da ist ihr Stiefvater der einzige, der sie so sein lässt, wie sie sein möchte.

Frau Martinez lässt dem Leser den Ernst der Lage sehr gut erkennen. Alles, woran Carmen je geglaubt und geträumt hatte hängt an einem seidenen Faden. Und auch die Beziehung mit Jeremy kann alles kaputt machen, da er ihr größter Konkurrent ist und nur einer von beiden gewinnen kann. Beide werden ihr bisheriges Leben hinter sich lassen. Einer als weltbester Geiger und Gewinner und einer als Verlierer.

Natürlich bleibt hier auch die Musik nicht links liegen. Carmen behandelt ihre Geige wie ein Kind.
Es werden auch ein paar Fachbegriffe genannt, aber die versteht jeder Laie, der in der Schule das Fach Musik hatte ^^

Die restlichen Charaktere sind schön herausgearbeitet und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Es sind nicht sehr viele wichtige dabei, aber passten in die Geschichte rein.

Auch der Spannungsbogen war immer da. Man fragte sich immer wie alles enden wird. Wie wird Carmen sich entscheiden. Für die Liebe oder doch für den Gewinn? Man weiß es nicht, und kann nur mitfiebern.

Aber hier möchte ich noch anmerken, dass auch ich letztes Jahr eine Klavierprüfung hatte. Ich musste mich das ganze Jahr drauf vorbereiten und als es dann soweit war, hatte ich mich selber sehr unter Druck gesetzt. Deshalb konnte ich mich sehr gut in Carmens Situation hineinversetzen, obwohl von meiner nicht so viel abgehangen hatte.

Erster Satz:
"Das Balkongeländer fühlte sich kühl an, als ich meine Wange dagegen presste."

Aufbau & Gestaltung:

Das Cover ist sehr schön *.* Man sieht Carmen mit ihrer Geige, die den Blick gesenkt hält. Das soll wahrscheinlich auch zeigen, dass sie von ihrer Mutter unterdrückt wird und nicht widersprechen darf.
Die Kapitel sind mittel bis lang. Aber es gab auch ein paar Abschnitte im Text, die das ganze schön eingeteilt haben.

Fazit:

Dieses Buch ist nicht nur für Musikbegeisterte geeignet, sondern auch für den Laien. Es erzählt eine Geschichte über ein Mädchen, das vor einer lebensverändernden Entscheidung steht und sich nur durch Tabletten über Wasser halten kann. Ein tolles Buch, das aber leider zu kurz war und Carmens Gefühle zu Jeremy einfach zu schnell von Hass auf Liebe umschalteten.

  (7)
Tags: geige, jugendbuch, konkurrenz, musik, tabletten, wettbewerb   (6)
 

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(196)

472 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 67 Rezensionen

hexen, liebe, magie, lynn raven, fantasy

Hexenfluch

Lynn Raven
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2012
ISBN 9783426505601
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Handlung:

Nach einem Patientenbesuch stößt die junge Ärztin Ella Thorens auf einen schwer verwundeten Mann in einer kleinen Gasse. Als sie ihn berührt erwacht etwas in ihr und seine Verletzungen werden auf sie übertragen. Im Krankenhaus kommt er sie dann besuchen und stellt sich als Christian Havreux vor. Er erklärt ihr, dass das, was in ihr erwacht ist, ihre Gabe sei und dass sie eine Heilerin ist. Außerdem bietet Christian Ella an, ihr beizubringen, wie sie ihre Gabe unter Kontrolle bekommt. Dabei hat er aber nicht ganz uneigennützige Pläne...

Charaktere:

Ella ist eine junge Ärztin. Ihr Beruf ist ihr Leben. Und genau aus diesem Grund dauern ihre Beziehungen auch nur ein paar Wochen an. Sie war mir mit ihrer Ehrlichkeit und Sturheit auf Anhieb sympathisch. Doch es gab ein paar Stellen, an denen ich wirklich genervt war, dass sie so naiv gehandelt hat.
Christian Havreux ist ein Hexer. Er ist, ist unverschämt gutaussehend und geheimnisvoll. Obwohl er eine große Firma sind keine Bilder von ihm da. Auch weiß Ella nur sehr wenig über Christian. Der Leser allerding weiß schon sehr früh, dass er einen Pakt mit der Dämonenfürstin Lyresha geschlossen hat und ihr Sklave, bzw. "Spielzeug" ist.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist sehr interessant.
Anders kann man es einfach nicht beschreiben...
Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist beschreibend, sodass der Leser ein Bild von der Umgebung bekommt und in die Geschichte eintaucht, es gibt manchmal abgehackte Sätze, die einen zum Weiterlesen animieren und ist trotzdem nicht zu aufdringlich, wodurch der Inhalt verständlich und übersichtlich bleibt.
Die beiden Hauptprotagonisten hatte ich sofort in mein Herz geschlossen. Ella mit ihrer ehrlichen Art ist voll auf ihren Beruf fixiert und hat für Männer einfach keine Zeit. Sie kann manchmal echt stur sein, was mich manchmal ein bisschen aufgeregt hat, aber auf der anderen Seite auch bewundernswert war. Auch ist sie sehr feinfühlig, wodurch ich einen sympathischen Eindruck bekommen habe.
Und dann tritt auf einmal Christian Havreux in ihr Leben und ändert es schlagartig.
Christians Charakter hat mir besonders gut gefallen. Er ist ein Bad Boy (Oder eher Bad Man) und sehr geheimnisvoll. Und genau dieses Geheimnisvolle an ihm drängt den Leser zum Weiterlesen.
Die ganze Zeit kommen Fragen auf und auf ihre Antworten kommen neue Fragen auf. Dadurch bleibt dieses Buch durchgehend unglaublich spannend und es entstehen keine langatmige Stellen.
Neben Ella und Christian kann man die restlichen Personen an den Fingern abzählen. Und das ist auch mein einziger erheblicher Kritikpunkt.
Der ganze Plot dreht sich NUR um sie beide. Es gibt EINEN roten Faden und sonst keine kleineren "Fädchen", die das ganze auflockern.
Ich fand es sehr schade, dass es keine einzige Nebengeschichte oder Vorgeschichte von den Nebencharakteren gegeben hat. Mich hätten über sie einfach noch ein paar Sachen interessiert.
Und so blieben sie mir zu schwammig und ich konnte sie mir eher schlecht bis gar nicht vorstellen.
Und noch etwas muss zu diesem Buch gesagt werden. Es ist ein richtiger Pageturner! Ich hatte in letzter Zeit sehr wenig Zeit zum Lesen, obwohl doch Ferien sind, doch wenn ich das Buch mal angefangen hatte zu lesen, konnte ich gar nicht mehr aufhören.

Erster Satz des Buches:

"Wir waren nicht verabredet, Roland."

Aufbau & Gestaltung:

Es gibt keine so großen Unterschiede zu anderen Büchern und es hebt sich auch nichts durch die Gestaltung durch. Die Kapitel sind ein bisschen zu lang, aber dennoch an der Grenze.
Das Cover ist sehr schlicht sagt nicht viel über die Situation im Buch aus. Man sieht Ella in ihrem roten Kleid, obwohl das eigentlich langärmlig beschrieben ist, und New York mit seinen Hochhäusern.

Fazit:

Ein Buch voller Spannung und unglaublich sympathischen Hauptpersonen. Aber besonders der Schreibstil ist ganz eigen und lässt den Leser das Buch verschlingen. Leider gab es zu wenige Nebencharaktere, die mir einfach zu schwammig waren.

  (9)
Tags: bannfluch, dämonen, fluch, hexe, liebe, new york, vergewaltigung   (7)
 

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3.873 Bibliotheken, 69 Leser, 12 Gruppen, 115 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, liebe, dämonen, cassandra clare

City of Glass

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 728 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2012
ISBN 9783401502625
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:

In Idris, im Land der Schattenjäger, sind düstere Zeiten angebrochen. Valentin steht kurz davor sein Dämonenheer mit Hilfe des Engelsschwertes und des Spiegels zusammenzurufen. Da Clarys Mutter immer noch nicht aufgewacht ist, muss Clary nun nach Alicante fahren, um das Gegenmittel von einem mächtigen Hexenmeister zu besorgen. Dabei decken sie und Jace auch noch ein Familiengeheimnis auf...

Meine Meinung:

Dieser Band war der bis jetzt beste der ganzen Reihe!
Der 2. Band hatte mir ja nicht sooo sehr zugesagt, weil es doch sehr viele Höhen und Tiefen gab, und so bin ich auch nicht mit allzu vielen Erwartungen an "City of Glass" herangegangen. Doch es hat mich vollends überzeugt!
Der Schreibstil ist der gleiche geblieben. Locker und doch sehr beschreibend entführt die Autorin Clare den Leser in die Welt der Schattenjäger. Auch gibt es hier wieder einen roten Faden, der durch die Geschichte leitet und man merkt sehr schnell, dass die Autorin nicht einfach drauf losgeschrieben hat, sondern sich die einzelnen Handlungen durchdacht und geplant hat.
Besonders Clarys Charakter hat mir total gefallen! Sie hat sich seit dem 1. Band immens verändert und ist über sich hinaus gewachsen. Früher war sie noch das Mädchen von neben an und jetzt ist aus ihr eine richtige junge Frau geworden. Doch trotzdem hat sie ihr wichtigstes Merkmal bewahrt, nämlich ihren großen Dickkopf ;)
Jace ist der Bad-Boy und hat sich überhaupt nicht verändert. Sarkasmus ist sein 2. Vorname und er hat gegenüber Clary immer noch widerstreitende Gefühle. Er ist einfach ein toller Typ!
Simon hat mir in diesem Band besonders gefallen. Er ist jetzt ein Vampir und trotzdem immer noch der alte Tollpatsch und Computer-Nerd, der er immer war und dafür liebe ich ihn auch so. Er versucht nicht auf Jace eifersüchtig zu sein, weil auch Clary noch widerstreitende Gefühle für ihn hat. Für diesen Versuch habe ich Simon einfach nur geliebt! Er ist einfach der beste Freund, den man sich nur wünschen kann.
Der Schauplatz ist dieses Mal, nicht wie in den letzten Büchern, New York, sondern Idris, das Land der Schattenjäger. Idris, und besonders die Hauptstadt Alicante, ist super beschrieben und während ich diese Rezension schreibe, sehe ich Alicante vor mir, was mir eigentlich nur bei solchen Büchern passiert, bei denen ich einen Film im Kopf hatte und kein Buch gelesen habe.
In diesem Buch ist alles dabei: Spannung, Hass, Eifersucht, Hoffnung und viele Geheimnisse der Vergangenheit. Diese ganzen Gefühle werden beim Leser andauernd ausgelöst und erzeugten bei ganz spannenden Stellen eine Gänsehaut bei mir.
Obwohl der Krieg in diesem Buch im Mittelpunkt steht, gibt es doch sehr viele kleine oder teilweise auch ganz große Nebenhandlungen, die es immer spannend machen und dieses Buch zu einen richtigen "Pageturner" machen!

Aufbau & Gestaltung:

Es gibt wieder 3 Teile und einen Epilog. Die Kapitel sind aus den Verschiedenen Perspektiven der einzelnen Personen geschrieben, sodass man ihr Vorgehen besser nachvollziehen kann.
Das Cover ist wie bei den ersten beiden Bänden vom Design her gleich. Es ist blau und an den Seiten sind Dämonen abgebildet, die in diesem Buch eine tragende Rolle spielen.

Fazit:

Dieses Buch ist bis jetzt das beste der ganzen Reihe! Es hat alles, was nötig ist um einen Leser glücklich zu machen. Im Mittelpunkt steht der Krieg zwischen Valentins Dämonenheer und den Schattenjägern, und trotzdem gibt es jede Menge kleine Nebengeschichten, die das Buch auflockern und abwechselnd gestalten. Auch die Charaktere sind total gelungen und sind aus sich heraus gewachsen!

  (11)
Tags: alicante, dämonen, fantasy, idris, jugendbuch, liebe, new york, schattenjäger, schattenwelt, vampire   (10)
 

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(760)

1.195 Bibliotheken, 28 Leser, 8 Gruppen, 158 Rezensionen

england, pilgerreise, krebs, liebe, freundschaft

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Rachel Joyce , Maria Andreas
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 16.05.2012
ISBN 9783810510792
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung:

Harold ist schon ein Rentner als er eines Tages einen Brief von seiner ehemaligen Kollegin und Freundin Queenie bekommt, in dem sie von ihm Abschied nimmt, da sie Krebs hat. Auf dem Weg um die Antwort ab zu schicken, geht er jedoch am Briefkasten vorbei und beschließt kurzerhand zu Queenie zu laufen. Ohne Vorkehrungen oder Proviant macht Harold sich auf dem Weg zum Hospital und trifft auf viele Menschen. Ein Weg voller Selbstzweifel, Erinnerungen und außergewöhnlichen Folgen, bei denen Harold nicht nur viele andere, sondern auch sich selbst besser kennenlernt...

Charaktere:

Harold ist ein sehr schüchterner und lieber Rentner. Er will es allen Recht machen und traut sich nie anderen die Meinung zu sagen. Nachdem sein Sohn sie verlassen hat, ist auch ein Keil zwischen Harold und seine Frau Maureen getrieben worden und sie reden nicht mehr viel miteinander.
Maureen ist die Frau von Harold und ebenfalls Rentnerin. Am Anfang war sie mir noch total unsympathisch, doch mit der Zeit habe ich sie verstanden und mich an ihre Art gewöhnt. Sie kann sich nicht so gut ausdrücken und hackt immer auf Harold rum, obwohl sie es eigentlich nicht so meint.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich fasziniert!
Gleich zu Beginn beeindruckt einen die Sprache und der Schreibstil. Er ist so ganz anders als man es von Jugendbüchern her kennt. So beschreibend und malerisch schreibt die Autorin Joyce von Harolds Weg und sein Leben.
Dabei hätte sie sich keinen besseren Protagonisten aussuchen können. Als Rentner hat Harold schon sehr viel in seinem Leben erlebt und so wird in diesem Buch von zwei Geschichten erzählt: Von der Reise, die Harold unternimmt und von seiner Vergangenheit.
Harold ist selber eine sehr ruhige und schüchterne Person . Er ist sehr einsam und will es jedem Recht machen. Ihn habe ich vom Anfang an ins Herz geschlossen. Und diese Reise ist ein Stück Freiheit und Entschädigung für all die Jahre, die er vorher versäumt hat und verändert ihn zu einem ganz neuen Menschen!
Auch seine Frau Maureen verändert sich im Laufe des Buches. Sie war mir zuerst total unsympathisch und nervig. Sie lästert über jeden und triezt Harold die ganze Zeit, was mich total aufgeregt hat. Doch auch sie wird eine andere und im Laufe der Zeit versteht man auch durch ihre Vergangenheit ihr Verhalten und ihre Probleme.
Auf Harolds Weg erfährt man als Leser viel von ihm. Anfangs noch ein Unbekannter, begegnet man ihm am Ende wie einem alten Freund. Seine Gefühle kommen sehr gut rüber und so kann man sich noch besser in ihn hineinversetzen, was ja bei dieser Altersdifferenz zwischen Leser und Protagonist, nicht ganz einfach ist.
So war ich traurig als Harold es war, und gut gelaunt, wenn er glücklich war.
Auch lernt man sehr viele weitere Charaktere kennen. Jeder ist auf seine Art einzigartig, mal nett, mal zum an-die-Wand-klatschen und doch sind sie sehr wichtig für diese Geschichte und spielen mal große und mal kleine Rollen.
Sie treiben die Handlung voran oder bringen erst überhaupt welche hinein.
Es ist eine große Vielfalt von Menschen, die zwar alle Nebenfiguren sind, aber doch das ganze ausmachen. Sie haben Harold auf seinem Weg ermutigt, im Stich gelassen oder ihn ausgelacht und doch halten sie alle etwas in ihrem Leben versteckt oder leiden innerlich.
Dieses Buch ist ein Bild. Ein Bild von Harolds Leben und die Autorin ist die Malerin. Zu Anfang fertigt sie noch die Skizze an. Der Leser tastet sich vorsichtig an Harold heran und erfährt erst nach und nach, was er alles erlebt hat. Als Bild wäre dieses Buch eindeutig voll leuchtender Farben, wie der Schreibstil. Die Autorin Joyce kann mit ihren Beschreibungen aus den banalsten Dingen, richtige Neuheiten erschaffen, worüber ich mehrere Male gestutzt habe und einem eine ganz neue Sichtweise verleiht.
Und genau das ist es, was dieses Buch ausmacht. Es verleitet dem Leser zum Nachdenken. Über das Leben, das Vergangene und über die einfachsten und doch so seltsamsten Dinge im Leben. Genau wie Harold von Anderen Mut verliehen wird, so verleiht einem dieses Buch Mut ein paar Dinge zu wagen, über die man so nicht einmal nachgedacht hätte.

Erster Satz des Buches:
Der Brief, der alles veränderte, kam an einem Dienstag

Aufbau & Gestaltung:

Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Es sind Harolds Segelschuhe abgebildet, die vielleicht sein wichtigstes Merkmal sind. Auch ist ein Rabe abgebildet. Vielleicht, weil Raben auch solche Ausgestoßene von der Tierwelt sind, wie Harold es ist. Er ist allein und wurde in seiner Jugend von seinen Eltern ausgestoßen. Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man, dass der Rabe weint. Das finde ich besonders schön, weil es so detailliert ist.

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Tags: belletristik, harold fry, pilger, pilgerreise, reise, rentner, wandern   (7)
 

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verschollen, star, devon stafford, tami hoag, journalist

Weil nichts uns trennen kann

Tami Hoag
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.03.2010
ISBN 9783442373529
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung:

Die berühmte Schauspielerin Devon Stafford ist von der Bildfläche verschwunden. Fest entschlossen begibt sich der Journalist Jake auf die Suche nach ihr. Auf dem Weg bleibt sein Porsche aber auf der Straße liegen und Jake muss notgedrungen den Abschleppdienst rufen. Da kommt Dixie, die schöne Abschleppfahrerin, die anscheinend etwas von der schimmernden Leinwandgöttin mehr weiß als sie zugeben will...

Charaktere:

Jake Gannon ist ein Journalist. Seitdem er Devon Stafford das erste Mal gesehen hat, ist er von ihr verzaubert. Doch als diese verschwindet, macht er es sich zur Aufgabe, sie zu finden. Er ist sehr gutaussehend, sportlich und kann absolut nicht mit technischen Geräten umgehen. Ein typischer Californischer Mann also, wie Dixie denkt.
Dixie La Fontaine ist sehr hübsch und taff gleichzeitig. Sie hasst es, wenn man ihr etwas vorschreibt und setzt gerne ihren Kopf durch. Sie hat ein weiches Herz und außerdem viele Katzen und Hunde, die einst Streuner waren. Die ganze Dorfgemeinschaft liebt Dixie und will sie beschützen.

Meine Meinung:

Ich dachte, dieses Buch ist vielleicht mal eine Abwechslung vom Fantasy und wird mich ein bisschen ablenken. Und genau das ist es auch. Ein Buch zum Entspannen und abschalten.
Zu Anfang war es noch interessant und nett zu Lesen.
Dixie ist mit ihrer Schlagfertigkeit und Taffheit sehr sympathisch und auch Jake Gannon kann mit seinem Drang zum Perfektionismus und dem Mangel an technischen Fähigkeiten sofort ins Herz geschlossen werden. Und auch die restlichen Dorfbewohner und Charaktere sind sehr gelungen, wenngleich sie ein bisschen verschwommen bleiben und auch nicht so viele sind. Sie sind wie eine Familie für Dixie und wollen sie vor Allem und besonders Jedem beschützen.
Der Schreibstil ist sehr normal. Nichts außergewöhnliches, aber auch nichts wirklich schlechtes. Einfach sehr durchschnittlich...
Doch ab der Hälfte dieses Buches geht es auch schon los.
Es wird zunehmend langweiliger und die wenige Spannung, die es vorher noch gegeben hat, verpufft völlig. Es passiert keine neue Handlung und die Geschichte dreht sich im Kreis. Nichts kommt mehr voran.
Auch ist es sehr vorhersehbar. Zum Beispiel weiß man als Leser schon ab den ersten 10 Seiten, dass Dixie die berühmte Devon ist (Wegen zahlreichen Gedanken, von Dixies Seite, die sich immer wieder an die Zeit zurück erinntert). Das fand ich sehr schade. Wenn das Buch nur aus der Sicht von Jake geschrieben worden wäre, wäre vielleicht auch die Spannung geblieben. Und so war ich manchmal echt genervt, dass Jake immer noch im Dunklen getappt ist und sich andauernd gefragt hat, wo Devon Stafford ist.
Aber am meisten hat mich dieses Anhimmeln der beiden gestört und genervt. Gleich zu Beginn finden sie sich beide gegenseitig attraktiv und es herrscht eine Anziehung zwischen ihnen. Am Anfang vielleicht noch schön und gut, aber wenn 40 % NUR aus Schwärmereien bestehen, kann man da nur den Kopf schütteln.
Noch dazu gibt es ein paar Widersprüche, die es aber in sich haben. Zum Beispiel legt Dixie seeeehr viel Wert auf innere Werte (Wie sie ihrer Meinung nach selber von sich denkt), aber dann findet sie Jake nur wegen ihrem Aussehen toll. Über was anderes hat sie nämlich nicht gedacht/gesprochen. Und Jake findet Dixie zwar atemberaubend hübsch/toll/gutaussehend/etc., aber dann sagt er im gleichen Atemzug noch, dass sie ja doch keine "Fitnessgöttin" wie Devon Stafford ist. Das hat einfach nur genervt.
Ausserdem hat mir dieses Buch ein eine üble Leseflaute bereitet :/

Erster Satz des Buches:

"Der Porsche raste den Küsten-Highway nördlich von Charleston entlang."

Aufbau & Gestaltung:

Das Cover ist sehr durchschnittlich und auch nicht sooo der Hingucker. Einfach ein 0815 Cover von Frauenromanen. Der Handlungsort ist das Meer und genau das ist auch abgebildet. Vielleicht nicht gerade sehr einfallsreich, aber immerhin passt es zum Inhalt ^^

Fazit:

Tolle Hauptcharaktere, die sehr sympathisch sind. Die wenigen Nebencharaktere sind dagegen eher schwammig beschrieben. Der Schreibstil ist durchschnitt pur und auch die Geschichte ist ab der Hälfte unglaublich... langweilig. Auch hat mich dieses ständige Anhimmeln sehr genervt.
Einfach ein sehr durchschnittliches Buch!

  (9)
Tags: devon stafford, journalist, meer, star, tami hoag, verschollen   (6)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

nationalsozialismus, 2. weltkrieg, auschwitz, konzentrationslager, zaun

Der Junge im gestreiften Pyjama

John Boyne , Brigitte Jakobeit , Gianni de Conno , Gianni Conno
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 05.10.2010
ISBN 9783596854257
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung:

Deutschland 1941. Der 9-jährige Bruno muss mit seiner Familie nach Auswitz ziehen, weil sein Vater als Kommandant dorthin versetzt wurde. Dort ist es ganz anders als in dem Haus in Berlin, wo Bruno vorher gewohnt hat und er fragt sich auch, was für Leute wohl hinter diesem Zaun leben. Eines Tages lernt er zufällig den gleichaltrigen jüdischen Schmuel kennen, der auf der anderen Zaunseite sitzt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge und einzigartige Freundschaft...

Charaktere:

Bruno ist 9 Jahre alt und liebt es mit seinen 3 besten Freunden draußen zu spielen. Umso entsetzter ist er, als er erfährt, dass er mit seiner Familie nach Auswitz ziehen soll. Er weiß gar nichts über den Beruf, den sein Vater ausübt, außer dass er "ein wichtiger Mann" sei und der "Furor" (der Führer) "großes mit ihm vorhat".
Schmuel ist auch 9 Jahre alt und ein Jude. Er wurde mit seinem Vater, Großvater und seiner Mutter, die aber von ihm getrennt wurde, nach Auschwitz gebracht. Schmuel ist sehr reif für sein Alter und hat schon eine Menge schrecklicher Sachen erlebt.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist sehr aufwühlend!
Der Schreibstil ist eher kindlich gehalten. Es ist zwar nicht in der 1. Person geschrieben, aber trotzdem fühlt es sich an, als ob Bruno selbst das ganze erzählt und nicht der Erzähler. Dadurch kann man sich besser in Bruno hineinversetzen und bekommt auch so seine Sichtweise besser mit, aber es ist schon seeehr kindlich geschrieben. So wurde ich nicht wirklich in die Geschichte hineingezogen.
Das kann aber auch an Bruno liegen. Er ist für seine 9 Jahre schon seehr naiv. Sein Verhalten gleicht eher dem, eines 5-Jährigen, und ist nicht gerade realistisch dargestellt. Er weiß gar nicht so wirklich als was sein Vater da arbeitet und bekommt von dem Krieg auch nicht viel mit. Auch hat er keine Ahnung, dass sich hinter dem Zaun Juden befinden und dass sie schlecht behandelt werden. Er glaubt, dass das einfach sowas wie eine kleine Stadt ist. Bruno lebt in seiner heilen Welt und als man ihm sagt, dass seine Familie nach Auschwitz ziehen wird, ist er natürlich erst einmal total entsetzt.
In Auschwitz ist er erstmal total bockig und das konnte ich auch total nachvollziehen. Schließlich ist man als Kind nicht gerade glücklich, wenn man von den besten Freunden getrennt wird, und in einen Ort zieht, wo es überhaupt keinen zum Spielen gibt.
Auch Brunos Sprachweise fand ich manchmal echt merkwürdig. Er kann z.B. nicht "Führer" sagen und spricht immer von dem "Furor". Am Anfang wusste ich gar nicht wer damit gemeint ist, aber dann wurde es mir so langsam klar ^^. Auch sagt er nicht "Auschwitz" sonder "Aus-Wisch". Das alles gibt dem Buch aber auch seinen gewissen Charme und macht ihn zu etwas besonderem.
Doch wenn Bruno mit seinem Vater redet, benimmt er sich wiederum ganz erwachsen, was ich dann aber unpassend fand. Aber vielleicht waren die Kinder damals so. Vielleicht waren sie einfach sehr naiv und mit den Erwachsenen sehr ernst. Das weiß ich nicht und deshalb werde ich mal diesen Aspekt auch bei meiner Bewertung rauslassen.
Schmuel ist am genau gleichen Tag geboren wie Bruno und ist somit auch 9 Jahre alt. Aber es herrscht ein meilenweiter Unterschied zwischen den beiden. Nach all dem, was er durchstehen musste, ist er abgehärtet und oft traurig und da ist Bruno einfach nur noch lächerlich.
Bruno ärgert sich, dass er statt "junger Mann" "kleiner Mann" genannt wird und Schmuel muss verhungern, was er allerdings mit keinem Wort erwähnt. Manchmal hat es mich richtig gewurmt, dass Bruno so viel besser lebt, als Schmuel und dass Bruno auch nie so wirklich bei Schmuels Geschichten aus seiner Vergangenheit zugehört hat, aber dann ist ihm das nach einiger Zeit aufgefallen und hat sich bei Schmuel dafür entschuldigt, was ich richtig süß fand.
Auch die restlichen Personen passen alle perfekt in ihre Rollen und auch ihr Charakter wurde so geformt, dass er nachvollziehbar oder passend ist.
Doch den größten Pluspunkt hat dieses Buch mit dieser einzigartigen Freundschaft bei mir erzielt. Es ist einfach rührend, dass beide Jungen so ein Risiko eingehen um sich zu treffen und miteinander zu reden.
Ein Deutscher und ein Jude, letztendlich doch 2 ganz normale 9-Jährige, sind die besten Freunde und gehen durch dick und dünn. Das fand ich einfach rührend und besonders zum Schluss haben meine Tränendrüsen deswegen sehr gelitten :').

Aufbau & Gestaltung:

Dieses Buch ist vom Fischer-Verlag als blauer Band. Hier sind viele Illustrationen vorhanden, die dem Leser noch einmal das Beschriebene vor Augen halten. Das Papier ist sehr glänzend und auch quietschend (wenn ihr wisst, was ich meine ^^).
Das Cover ist sehr schlicht und sagt doch so viel aus. Man sieht Schmuel, der hinter dem Zaun steht, der sich endlos in die Höhe erstreckt.

Fazit:

Dieses Buch beschreibt eine ganz außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Juden und einem Deutschen in der Nazizeit. Die Kluft zwischen den beiden Jungen könnte nicht größer sein und doch sind sie die besten Freunde. Doch leider ist der Schreibstil nicht wirklich gelungen, denn es hat meistens sehr kindlich geklungen und war bei so einem Thema nicht realistisch genug. Auch kann man sich nicht so wirklich mit dem Protagonist identifizieren, weil Bruno einfach viel zu naiv ist.

  (5)
Tags: 2. weltkrieg, auschwitz, jugendbuch, junge, kinderbuch, nationalsozialismus, zaun   (7)
 

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

berlin, juden, auschwitz, konzentrationslager, zaun

„Der Junge im gestreiften Pyjama“

Ulrike Rohr , John Boyne , Ulrike Rohr
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Verlag an der Ruhr, 06.10.2011
ISBN 9783834608888
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Handlung:

Deutschland 1941. Der 9-jährige Bruno muss mit seiner Familie nach Auswitz ziehen, weil sein Vater als Kommandant dorthin versetzt wurde. Dort ist es ganz anders als in dem Haus in Berlin, wo Bruno vorher gewohnt hat und er fragt sich auch, was für Leute wohl hinter diesem Zaun leben. Eines Tages lernt er zufällig den gleichaltrigen jüdischen Schmuel kennen, der auf der anderen Zaunseite sitzt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge und einzigartige Freundschaft...

Charaktere:

Bruno ist 9 Jahre alt und liebt es mit seinen 3 besten Freunden draußen zu spielen. Umso entsetzter ist er, als er erfährt, dass er mit seiner Familie nach Auswitz ziehen soll. Er weiß gar nichts über den Beruf, den sein Vater ausübt, außer dass er "ein wichtiger Mann" sei und der "Furor" (der Führer) "großes mit ihm vorhat".
Schmuel ist auch 9 Jahre alt und ein Jude. Er wurde mit seinem Vater, Großvater und seiner Mutter, die aber von ihm getrennt wurde, nach Auschwitz gebracht. Schmuel ist sehr reif für sein Alter und hat schon eine Menge schrecklicher Sachen erlebt.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist sehr aufwühlend!
Der Schreibstil ist eher kindlich gehalten. Es ist zwar nicht in der 1. Person geschrieben, aber trotzdem fühlt es sich an, als ob Bruno selbst das ganze erzählt und nicht der Erzähler. Dadurch kann man sich besser in Bruno hineinversetzen und bekommt auch so seine Sichtweise besser mit, aber es ist schon seeehr kindlich geschrieben. So wurde ich nicht wirklich in die Geschichte hineingezogen.
Das kann aber auch an Bruno liegen. Er ist für seine 9 Jahre schon seehr naiv. Sein Verhalten gleicht eher dem, eines 5-Jährigen, und ist nicht gerade realistisch dargestellt. Er weiß gar nicht so wirklich als was sein Vater da arbeitet und bekommt von dem Krieg auch nicht viel mit. Auch hat er keine Ahnung, dass sich hinter dem Zaun Juden befinden und dass sie schlecht behandelt werden. Er glaubt, dass das einfach sowas wie eine kleine Stadt ist. Bruno lebt in seiner heilen Welt und als man ihm sagt, dass seine Familie nach Auschwitz ziehen wird, ist er natürlich erst einmal total entsetzt.
In Auschwitz ist er erstmal total bockig und das konnte ich auch total nachvollziehen. Schließlich ist man als Kind nicht gerade glücklich, wenn man von den besten Freunden getrennt wird, und in einen Ort zieht, wo es überhaupt keinen zum Spielen gibt.
Auch Brunos Sprachweise fand ich manchmal echt merkwürdig. Er kann z.B. nicht "Führer" sagen und spricht immer von dem "Furor". Am Anfang wusste ich gar nicht wer damit gemeint ist, aber dann wurde es mir so langsam klar ^^. Auch sagt er nicht "Auschwitz" sonder "Aus-Wisch". Das alles gibt dem Buch aber auch seinen gewissen Charme und macht ihn zu etwas besonderem.
Doch wenn Bruno mit seinem Vater redet, benimmt er sich wiederum ganz erwachsen, was ich dann aber unpassend fand. Aber vielleicht waren die Kinder damals so. Vielleicht waren sie einfach sehr naiv und mit den Erwachsenen sehr ernst. Das weiß ich nicht und deshalb werde ich mal diesen Aspekt auch bei meiner Bewertung rauslassen.
Schmuel ist am genau gleichen Tag geboren wie Bruno und ist somit auch 9 Jahre alt. Aber es herrscht ein meilenweiter Unterschied zwischen den beiden. Nach all dem, was er durchstehen musste, ist er abgehärtet und oft traurig und da ist Bruno einfach nur noch lächerlich.
Bruno ärgert sich, dass er statt "junger Mann" "kleiner Mann" genannt wird und Schmuel muss verhungern, was er allerdings mit keinem Wort erwähnt. Manchmal hat es mich richtig gewurmt, dass Bruno so viel besser lebt, als Schmuel und dass Bruno auch nie so wirklich bei Schmuels Geschichten aus seiner Vergangenheit zugehört hat, aber dann ist ihm das nach einiger Zeit aufgefallen und hat sich bei Schmuel dafür entschuldigt, was ich richtig süß fand.
Auch die restlichen Personen passen alle perfekt in ihre Rollen und auch ihr Charakter wurde so geformt, dass er nachvollziehbar oder passend ist.
Doch den größten Pluspunkt hat dieses Buch mit dieser einzigartigen Freundschaft bei mir erzielt. Es ist einfach rührend, dass beide Jungen so ein Risiko eingehen um sich zu treffen und miteinander zu reden.
Ein Deutscher und ein Jude, letztendlich doch 2 ganz normale 9-Jährige, sind die besten Freunde und gehen durch dick und dünn. Das fand ich einfach rührend und besonders zum Schluss haben meine Tränendrüsen deswegen sehr gelitten :').

Aufbau & Gestaltung:

Dieses Buch ist vom Fischer-Verlag als blauer Band. Hier sind viele Illustrationen vorhanden, die dem Leser noch einmal das Beschriebene vor Augen halten. Das Papier ist sehr glänzend und auch quietschend (wenn ihr wisst, was ich meine ^^).
Das Cover ist sehr schlicht und sagt doch so viel aus. Man sieht Schmuel, der hinter dem Zaun steht, der sich endlos in die Höhe erstreckt.

Fazit:

Dieses Buch beschreibt eine ganz außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Juden und einem Deutschen in der Nazizeit. Die Kluft zwischen den beiden Jungen könnte nicht größer sein und doch sind sie die besten Freunde. Doch leider ist der Schreibstil nicht wirklich gelungen, denn es hat meistens sehr kindlich geklungen und war bei so einem Thema nicht realistisch genug. Auch kann man sich nicht so wirklich mit dem Protagonist identifizieren, weil Bruno einfach viel zu naiv ist.

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Tags: auschwitz, berlin, juden, junge, konzentrationslager, nationalsozialismus, zaun   (7)
 

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(204)

448 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 99 Rezensionen

venedig, liebe, wasser, feuer, jugendbuch

Feuer und Glas - Der Pakt

Brigitte Riebe
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 21.05.2012
ISBN 9783453267381
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Handlung:

Venedig ist in zwei Völker geteilt. Das Wasservolk und das Feuervolk. Zum letzteren gehört auch Milla, die mit ihrer Mutter bei ihrer Tante Ysa wohnt, da ihr Vater vor ein paar Jahren spurlos verschwunden ist. Ihre Tante besitzt eine Taverne, in der die drei Frauen gemeinsam arbeiten. Doch nun herrscht ein Streit zwischen den beiden Völkern. Da begegnet Milla dem Gondoliere Luca. Sie ist völlig von seinem aristokratischen Aussehen fasziniert und auch der bläuliche Schimmer um ihn herum lässt sie nicht mehr los. Doch was Milla nicht ahnt. Sie und Luca haben ein Erbe, das sie auf gefährliche Weise miteinander verbindet...

Charaktere:

Milla ist aus dem Feuervolk. Ihr Vater ist spurlos verschunden und so lebt sie mit ihrer Mutter Savinia bei ihrer Tante Ysa. Milla ist ein sehr stures Mädchen und das macht sie so sympathisch. Sie versteckt sich nicht hinter Luca und hat andauernd Angst, sondern ist mutig und geht ein Risiko für ihre Familie ein.
Luca ist aus dem Wasservolk. Er ist stolz und unberechenbar. Das macht ihn auch zu einer starken Person. Doch hinter dieser harten Schale befindet sich ein weicher Kern.
Marco ist die rechte Hand vom Admiral, der Millas Erbe benutzen will um an noch mehr Reichtum zu gelangen. Zuerst macht auch Marco alles was der Admiral von ihm verlangt, doch als er Milla trifft, erkennt er, was aus ihm geworden ist.

Meine Meinung:

Ich war sofort fasziniert!
Der Schreibstil der Autorin Riebe ist etwas einzigartiges. Er ist sehr malerisch. Es war, als habe sie kein Buch geschrieben, sondern ein Gemälde gemalt! Venedig wird einfach genau beschrieben und trotzdem bleibt es bei einem flüssigen Schreibstil, der zum Weiterlesen anregt. Ich war von dieser Stadt total angetan und fühlte mich auch wie in Venedig selber. Ich bin richtig eingetaucht und habe mit Milla diese geheimnisvolle Stadt mit ihren kleinen Gassen und Kanälen erkundigt.
Man kann sich die Umgebung sehr gut vorstellen und sich besser in das Buch hineinversetzen.
Das ganze runden dann auch noch Metaphern, Personifikationen und anschauliche Adjektive ab, die dem Leser noch mehr in die Geschichte hineinziehen, als es ohnehin schon möglich wäre.
Die Charaktere sind toll gelungen. Milla ist keine 0815 Protagonistin, sondern eine mutige junge Frau, die sich nicht so leicht unterzukriegen lässt. Sie weiß, was sie will und ist durch den Verlust ihres Vaters auch innerlich stärker und taffer geworden. Doch sie hat auch Ängste und Zweifel, die sie menschlich wirken lassen und sie mit einer solchen Mischung auch sympathisch machen.
Lucas Charakter hat mir sehr gut gefallen. Er ist am Anfang sehr geheimnisvoll und mutig. Auch ist er genauso stur wie Milla , und wenn sie mal aneinander geraten, dann gibt es kein Halt mehr, genauso wie es auch bei den Elementen Feuer und Wasser ist... Auch schön fand ich die Wandlung von Marco. Am Anfang ist er noch ein willenloser Handlanger, der nach einem sucht, zu dem er aufblicken kann, doch mit der Zeit widersetzt er sich den grausamen Anweisungen des Admirals und wächst über sich hinaus.
Die Charaktere sind einfach alle durch ihre Eigenschaften und Vergangenheiten miteinander verbunden und so tragen sie gemeinsam zu einem tollen Buch bei!
Das Romeo-Julia-Verhältnis fand ich auch sehr schön. Milla und Luca sind von unterschiedlichen Stämmen und dürfen sich eigentlich nicht lieben, weil sich ihre Leute zur Zeit zerstritten haben.
Der Kontrast zu diesem ganzen Malerischen ist der Krieg in Venedig. Er ist sehr wichtig für die Handlung und bringt sehr viel Spannung und Action mit in dieses Buch. Gemeinsam mit den Helden zittert man mit und hofft nur, dass Venedig nicht in die Hände anderer fällt.
Auch die historischen Aspekte dürfen hier nicht fehlen. Man lernt sehr viel über die Vergangenheit Venedigs und meine Allgemeinbildung wurde auch erweitert, was ja nie schaden kann ;)

Aufbau & Gestaltung:

Es hat einen Prolog und einen Epilog. Die Kapitel sind zwar lang, aber durch Abschnitte sehr praktisch und erleichtern das Lesen, sodass immer ein Lesefluss besteht. Innen ist dann noch eine Karte von Venedig abgebildet (in Farbe!) __ Das fand ich besonders schön! Auch gibt es ein Glossar, wo noch einmal die verschiedenen italienischen Begriffe erklärt werden. Typisch für einen historischen Roman, gibt es auch eine Zeittafel.
Das Cover ist sehr schön. Es zeigt Milla mit ihren roten Locken und smaragdgrünen Augen. Im Hintergrund sieht man noch Venedig und eine Gondel, die sehr viel mit der Geschichte zu tun hat.
Wenn man den Schutzumschlag abnimmt ist das Buch grün, was ich allerdings nicht so schön fand.

Fazit:

Ein tolles Buch, was mit seinem malerischen Schreibstil jeden in seinen Bann zieht. Die Charaktere haben alle besondere Eigenschaften und lassen sich nicht so schnell wieder vergessen. Auch erfährt man viel über die Vergangenheit Venedigs. Das heißt, dieses Buch ist nicht nur ein pures Lesevergnügen, sondern ist auch noch lehrreich. Also wenn das mal kein Grund ist, dieses Buch zu lesen :D.

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Tags: fantasy, feuer und glas, gondel, historischer roman, insel, italien, jugendbuch, liebe, venedig   (9)
 

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(854)

1.473 Bibliotheken, 20 Leser, 20 Gruppen, 136 Rezensionen

vampire, liebe, bones, cat, vampir

Blutrote Küsse

Jeaniene Frost , Sandra Müller
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.12.2008
ISBN 9783442266050
Genre: Fantasy

Rezension:

Blutrote Küsse

Die Handlung:

Weil ihre Mutter von einem Vampir vergewaltigt worden ist, hat diese Cat mit einem Hass auf Vampire erzogen. So ist Cats Vorstellung gespickt mit Vorurteilen gegenüber diese Spezies. Abends geht sie immer in verschiedene Clubs um Vampire zu töten. Dort trifft sie eines Tages auf Bones, der gar nicht so leicht umzulegen ist, wie es scheint. Er greift sie an und als er herausfindet, dass sie eine Halbvampirin ist und ,dass Potenzial in ihr steckt, schlägt er ihr einen Deal vor. Sie soll ihm bei der Jagd auf andere Vampire helfen, denn Bones ist ein Kopfgeldjäger.

Charaktere:

Cat ist eine taffe und sympathische Frau. Sie hat einen unglaublichen Hass auf Vampire, der ihr von ihrer Mutter anerzogen wurde. Anfänglich hasst sie Bones, doch nach einer Zeit merkt sie, dass nicht alle Vampire böse sind.
Bones ist ein toller Typ. Er ist gutaussehend (wie jeder Vampir) und hat in jeder Situation einen sarkastischen Spruch parat. Er ist ein richtiger Macho und will Cat vor allem beschützen. Auch ist er altmodisch, da er sehr alt ist, aber das fand ich klasse, da ein Vampir meiner Meinung nach eher altertümlich sein sollte. Sein weiteres Merkmal ist, dass wann immer ihm es nicht passt, er das auch einem sagt und sonst auch nie ein Blatt vorm Mund hat.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist perfekt. Gleich zu Beginn taucht man in das Leben von Cat ein. Ein Leben voll Mord, Geheimhaltung ihrer „dunklen“ Seite und einem Hass auf Vampire.
Man wird von der Geschichte gefesselt und kann sich sofort in die Personen hineinversetzen. Jeder Charakter hat seine eigene Persönlichkeit und trägt seinen ganz eigenen Teil dazu bei, dass dieses Buch zu einem Leseereignis wird!
Durch das ganze Buch zieht sich ein roter Faden, sodass das ganze sehr übersichtlich bleibt. Außerdem ist es sehr spannend geschrieben. An manchen Stellen konnte ich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören und die Geschichte hat einen echten Suchtfaktor.
Aber das größte Merkmal am Schreibstil ist wohl der großartige Humor, den die Autorin an den Tag legt. Immer wieder brachten mich die sarkastischen Bemerkungen und Sprüche von Bones zum Schmunzeln und an manchen Stellen konnte ich sogar nur noch mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht weiterlesen.
Aber auch die romantischen Gefühle kommen nicht zu kurz. Am Anfang hat Cat noch widersprüchliche Gefühle zu Bones, aber diese legt sie im Laufe der Geschichte ab und es knistert ordentlich bei ihnen.
Da stets etwas passiert, entsteht keine einzige zähe Strecke im Buch, sodass man einfach weiterlesen muss und gar nicht mehr aufhören kann!

Aufbau & Gestaltung:

Das Cover zeigt Cat. Sie hat den Zeigefinger an den Lippen, was so viel heißt wie: Verratet bloß nicht, dass ich ein Halbvampir bin.

Fazit:

Dieses Buch hat alles was ein gutes Buch braucht. Spannung, Witz, Charme, tolle Charaktere und eine Liebe, die nicht sein darf begleiten einen durch die ganze Geschichte hinweg und bereiten einem ein pures Lesevergnügen. Ich würde es allen ans Herz legen, die Bücher über Vampire lieben und die vor Allem unterhalten werden wollen. Denn das kann ich euch versprechen: Dieses Buch ist auf alle Fälle unterhaltsam!

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Tags: kopfgeldjäger, vampir   (2)
 

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(4.474)

6.589 Bibliotheken, 114 Leser, 18 Gruppen, 361 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, dämonen, liebe, vampire

City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401502601
Genre: Jugendbuch

Rezension:

City of Bones – Chroniken der Unterwelt

Die Handlung:

Eines Abends geht Clary mit ihrem besten Freund Simon in eine Disko. Dort wird sie Zeugin eines Mordes, den aber scheinbar nur sie sieht. Am darauffolgenden Tag lernt sie den gut aussehenden Jace kennen, der ein Schattenjäger ist. Durch ihn findet sie heraus, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben angelogen hat. Gemeinsam versuchen sie Antworten auf Clarys Vergangenheit zu finden und kommen sich dabei auch näher. Als dann auch noch Clarys Mutter entführt wird spitzen sich die Ereignisse zusammen...

Charaktere:

Clary ist ein normales Mädchen. Zumindest glaubt sie das, bis sie erfährt, dass sie auch eine Schattenjägerin ist. Sie hat rote Haare und ist ziemlich klein. Als sie herausfindet, dass sie ihr ganzes Leben lang von ihrer Mutter angelogen wurde ist, wird in ihre eine große Wut entfacht.
Jace ist sehr gutaussehend und hat einen tollen Sinn für Humor. Er hat immer einen sarkastischen Spruch auf Lager und bleibt dabei auch ganz cool. Er ist ein Schattenjäger und gemeinsam mit seinen Stiefgeschwistern Alec und Isabel tötet er Dämonen.
Simon ist Clarys bester Freund und ein Mensch. Er ist seit langem in Clary verliebt, doch diese erwidert seine Liebe nicht.
Isabel und Alec sind die Stiefgeschwister von Jace. Gemeinsam mit ihm gehen sie auf Dämonenjagd. Während Isabel zickig und aufbrausend ist, ist Alec der ruhigere und nachdenklichere Typ.

Meine Meinung:

Die Autorin hat das ganze sehr gut durchdacht. In der ganzen Geschichte über gibt es einen roten Faden und noch ein paar Nebenhandlungen. Sie baut ihre Geschichte sehr schön auf und macht einen sehr spannenden Schluss, bei dem man richtig mitfiebert.
Auch hat sie eine unglaubliche Fantasie! Die Idee, dass In New York sogenannte Schattenjäger leben, deren Aufgabe es ist Dämonen zu töten war mir neu, aber ich fand es auf Anhieb klasse!
Während der ganzen Zeit fand ich immer wieder gemeinsam mit Clary, Jace, Alec und Isabel Antworten auf Clarys Vergangenheit, doch es kamen dann abermals neue Fragen auf, bei denen ich dann nochmal von neuem anfing zu rätseln. Das macht das Buch natürlich sehr spannend und ich konnte es nur mit Mühe mal aus der Hand legen.
Das Verhältnis zwischen Jace und Clary ist auch toll beschrieben und da auch Simon in Clary verliebt ist, macht es das ganze ebenfalls umso spannender, da ich diesbezüglich zwar hoffte, dass Jace und Clary zusammen kommen, aber ich es eigentlich nicht sicher wissen konnte.
Für den Schluss hat sich die Autorin dann auch noch eine böse Überraschung für den Leser ausgedacht bei dem ich es erst gar nicht glauben konnte. Und da es noch einen echt fiesen Cliffhanger gab bei dem die Geschichte einfach abgebrochen wurde, war ich auf den Folgeband natürlich mächtig gespannt!
Also mein Tipp an euch: Wenn ihr diesen Band lest, solltet ihr schleunigst den nächsten zur Hand haben, denn sonst seit ihr genauso sauer wie ich es nach dem Beenden dieses Buches war ;)

Aufbau & Gestaltung:

Das Buch ist in 3 Teile eingeteilt, wobei es bei jedem Anfang ein Zitat gibt. Es gibt einen Epilog und natürlich wie schon erwähnt diesen fiesen Cliffhanger -.-. Auch ist eine Karte der Stadt vorhanden, bei der die wichtigsten Stellen markiert sind.
Das Cover ist schön. Es zeigt New York, was sehr passend zum Genre Urbanfantasy ist. Am Himmel sind schwarze Vögel abgebildet, die wahrscheinlich für die Dämonen stehen sollen.

Fazit:

Ein tolles Buch, das durch seine Vielfältigkeit punkten kann. Alle Gefühle sind vorhanden und es gibt sogar eine Dreiecksbeziehung zwischen Clary, Jace und Simon, die einen mitfiebern lässt, da es doch ziemlich hin und her geht. Der einzige negative Aspekt, der aber enorm genervt hat, war dieser blöde Cliffhanger am Schluss.

  (7)
Tags: dämonen, fantasy, schattenjäger   (3)
 

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370 Bibliotheken, 4 Leser, 12 Gruppen, 67 Rezensionen

engel, berlin, liebe, satan, dämonen

Damian - Die Stadt der gefallenen Engel

Rainer Wekwerth
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.05.2010
ISBN 9783401065137
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Damian – Stadt der gefallenen Engel

Die Handlung:

Als Lara sich von ihrem Freund Ben trennt, ist sie am Boden zerstört. Da Ferien sind, beschließt sie kurzerhand nach Berlin zu ihren Großeltern zu fahren um sich von dem Trennungsschmerz abzulenken. Sie hat ihre Großeltern lange nicht gesehen, weil ihre Mutter den Kontakt bis auf 1-2 Anrufe im Jahr, abgebrochen hat. Lara versteht den Grund dafür nicht und keiner will es ihr so richtig erklären. Außerdem wollen beide Seiten nicht über ihren Vater reden, der sie bei ihrer Geburt verlassen hat. Sie denkt, sie sei die Ursache dafür, aber ihre Mutter bestreitet das. In Berlin angekommen genießt sie ihre Anonymität und die Stadt. Doch eines Tages wird sie in einem Park angegriffen und wird anschließend von einem Jungen gerettet. Dieser Junge ist Damian. Die beiden beginnen sich zu treffen und Lara fühlt sich immer mehr zum angezogen und ihr scheint als hätte sie ihn schon vorher gekannt. Aber wer ist Damian wirklich und wo kommt er überhaupt her?

Charaktere:

Die Protagonistin ist die siebzehnjährige Lara, die zu Anfang sehr unter der Trennung von ihrem Freund Ben leidet. Sie war mir ein bisschen unsympathisch, weil sie so quengelig war und sehr in Selbstmitleid gebadet hat, aber mit der Zeit hat sich das dann doch einigermaßen wieder gelegt. Lara fühlt sich von Damian angezogen, doch sie ist vorsichtig nach der verdorbenen Beziehung mit Ben. Auch nimmt sie immer mehr Veränderungen an sich war. Manchmal sieht sie seltsame Dinge und fühlt sich auch anders. Sie hat natürlich keine Ahnung davon, dass sowohl der Himmel als auch die Hölle sehr an ihr interessiert sind, da sie der Schlüssel zu dem Kamp ist, der zwischen diesen beiden Mächten ausgetragen wird.
Damian ist ein geheimnisvoller und gut aussehender Mann. Er spricht sehr selten mit Lara über sich selbst und war mir sehr sympathisch im Gegensatz zu Lara. Aber er hat ein Geheimnis. Damian ist nämlich ein gefallener Engel, der als Krieger gegen den Himmel kämpft. Doch nachdem er Lara kennenlernt ist er sich nicht mehr so sicher ob seine Seite wirklich die bessere ist und er gerät in einen Zwiespalt.
Laras Großeltern sind sehr nett. Ihre Oma Martha ist sympathisch, halt eine richtig typische Oma ^^ Laras Opa Max ist auch sehr nett und Professor von Geschichte und Okkultismus. Doch die beiden haben eine dunkle Vergangenheit von der Lara nichts ahnt...

Meine Meinung:

Dieses Buch ist schön. Der Autor hat eine neue Welt erschaffen, wobei die Idee von einem Kampf zwischen Himmel und Hölle eigentlich nichts neues ist. Doch, dass das ganze in Berlin spielt find ich klasse. Das verleiht dem ganzen ein bisschen eine realistische Note.
In Berlin gibt es eine Menge Dämonen, die von der Hölle als Krieger geschickt worden sind. Doch ein paar von ihnen sind es Leid ständig unter der Leitung von Satan zu stehen und es kommt zu einem Aufstand unter der Hölle selbst. Auch die Engel sind nicht ganz so makellos. Getrieben aus Rache, wegen dem Tod eines anderen Engels, wollen einige nur den Tod und die Ausmerzung der Dämonen. Ich fand es toll, da es dadurch nicht viele dieser Klischees gab. Nicht jeder Engel ist gut und nicht jeder aus der Hölle wirklich böse, was das Beispiel von Damian zeigt.
Auch war das Geheimnis um Lara und ihre Großeltern sehr interessant. Wie der Autor das ganze dann auch noch zu dem Kampf verknüpft ist einfach großartig! Es gibt spannende, traurige und schöne Momente, die ich alle voll genossen habe.
Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die einzelnen Handlungen sind sehr spannend beschrieben und das Geheimnis wird auch erst ganz zum Schluss gehüllt.
Der einzige, aber erhebliche Kritikpunkt ist nur, dass Lara so eine schwache Persönlichkeit ist. Sie suhlt sich einfach die Hälfte des Buches in Selbstmitleid und wirkt dadurch einfach nur unsympathisch. Das hat mich auf Dauer einfach nur genervt, aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu streng mit ihr gewesen ^^.

Aufbau & Gestaltung:

Das Buch fängt mit einem Prolog und endet mit einem Epilog. Die Geschichte an sich ist in viele kurze Kapitel eingeteilt.
Das Cover stellt Berlin mit seinen Hochhäusern und dem Fernsehturm dar. Am türkisblauen Himmel fliegen schwarze Fledermäuse und Vögel. Im unteren Teil spiegelt sich die Stadt, aber mit anderen Hochhäusern. Es passt perfekt zum Buch, weil es Berlin und sozusagen die Situation der Stadt zeigt: Oben die Stadt der Menschen und unten die Stadt der Dämonen und Engel.

Fazit:

Ein tolles und einfallsreiches Buch, das mich durch seine Spannung gefesselt hat, aber bei dem die Protagonistin eher unsympathisch herübergekommen ist. Aber das ist nur meine Meinung und wer mit Selbstmitleid klar kommt, dem rate ich zu diesem Buch :)

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Tags: engel, erde, himmel, hölle, teufel   (5)
 
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