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(3.615)

5.471 Bibliotheken, 39 Leser, 15 Gruppen, 123 Rezensionen

dystopie, liebe, panem, suzanne collins, jugendbuch

Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Suzanne Collins , Hanna Hörl , Silke Hachmeister , Peter Klöss
Buch: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783841501356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Katniss und Peeta haben die Hungerspiele überlebt. Doch viel mehr: Sie haben dem mächtigen Kapitol die Stirn geboten. Ihr Beispiel ermutigt die unterdrückte Bevölkerung in den Distrikten zur Rebellion gegen das Regime. Doch dann ändert Präsident Snow kurzerhand die Spielregeln und lässt alle bisherigen Gewinner bei den anstehenden Hungerspielen noch einmal gegeneinander antreten. Auch Katniss und Peeta werden in die Arena geschickt und müssen sich erneut dem Kampf ums Überleben stellen. Und langsam wird ihnen klar, dass sie in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sind.

Obwohl die Hungerspiele wieder stattfinden und sich so viele Ereignisse wiederholen, besonders alles rund um die Arena, wird vieles so abgeändert, dass man sich beim Lesen nicht langweilt, sondern eher entgegenfiebert, wie die Charaktere die Situationen diesmal handhaben. Zudem gehen die meisten Charaktere diesmal viel rebellischer mit der Situation um, was bewirkt, dass die Interviews, das Training, alles rund um die Spiele interessanter wirken und denen im ersten Teil nicht so sehr ähneln, es sind mehr unterschiedliche Charakterzüge zu erkennen und, was mich am meisten gefreut hat, da es mich im ersten Teil gestört hat: Sie nehmen ihr Schicksal nicht einfach hin. Sie versuchen Schuldgefühle in den Unterstützern der Spiele zu wecken, sie zeigen, dass sie nicht nur Spielfiguren sind.

In der Arena selbst wurden die Kämpfe nicht so spannend beschrieben, wie in Band in, was wieder bewirkt, dass man sich nicht zu schnell langweilt, da man dies bereits aus dem ersten Band kennt. Dafür wurde die Arena viel ausgeklügelter gestaltet, mit vielen Fallen und einer Systematik, die sich Stück für Stück mehr offenbart.
Außerdem wirkten die Charaktere lebendiger auf mich, mit mehr Emotionen und solchen, die man eher nachvollziehen und in die man sich besser hinein versetzten kann.

Ein Gelungener 2. Teil, der den ersten noch überragt.

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Tags: krieg panem katniss   (1)
 

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(12.615)

15.507 Bibliotheken, 107 Leser, 32 Gruppen, 454 Rezensionen

dystopie, liebe, panem, hungerspiele, jugendbuch

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Werbeagentur Hauptmann & Kompanie
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783841501349
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das Land Panem war in 13 Distrikte und das Kapitol unterteilt. Die Distrikte lehnten sich gegen das Kapitol auf in einem erbitterten Krieg, aus dem das Kapitol als Sieger hervorging. Der Distrikt 13 wurde komplett zerstört. Die anderen Distrikte müssen jeweils bestimmte Produkte für das Kapitol herstellen. Bei Distrikt 12 ist es beispielsweise Kohle. Dafür bekommen sie vom Kapitol gerade genug Lebensmittel zum Überleben. Und einmal im Jahr gibt es die „Ernte“. In einem großen Lostopf sind die Namen aller Jugendlichen von 12 bis 18 Jahre enthalten, daraus werden ein Junge und ein Mädchen gewählt, die die Tribute dieses Distrikts darstellen. In den Hungerspielen müssen die insgesamt 24 Tribute aller Distrikte in einer künstlich generierten Arena sich auf Leben und Tod bekämpfen, bis der Sieger feststeht.



Bereits zu Beginn bemerkt man, dass der Schreibstil sehr klar und nicht zu sehr ausschmückend ist. Das heißt nicht, dass einem viele Beschreibungen fehlen, sondern dass zu lange Beschreibungen der Natur, Kleidung, Aussehen,... vermieden werden. Suzanne Collins lässt ihre Figuren lieber handeln oder beobachten, anstatt viel zu beschreiben. Manchmal hätte ich mir da mehr gewünscht, um einen besseren Einblick in die Sznerie zu haben, doch wenn dann doch viel beschrieben wurde, wie beispielsweise Katniss' Kleider, hatte es einen größeren Effekt.

Die Person von Katniss war für mich anfangs nicht so greifbar, vieles wirkte neutral beschrieben.

Doch mit der Zeit, konnte man vielschichtige Seiten von Katniss erkennen, Seiten, mit denen sich der Leser gut identifizieren kann: Sturheit, Humor oder eher Sarkasmus als Abwehr, das hoffnungslose Gefühl nur ein Spielball zu sein, die Rebellion.

Apropos Rebellion: Eine Sache, die mich stört ist, dass Katniss von sich selbst immer behauptet nicht rebellieren zu wollen. Natürlich muss sie das dem Kapitol gegenüber behaupten, doch das sagt sie auch zu sich selbst, dass es ihr ''nur ums überleben geht''. Doch wenn man ihre Aktionen betrachtet (das drei Finger Symbol, Ehrwürdigung von Rue, Schuss bei der Punktevergabe, …) und dabei auch ihre Gefühle genauer anschaut (wie stolz, mutig und rebellisch sie sich als das Mädchen, das in Flammen steht, fühlt, keine Spielfigur des Kapitols sein zu wollen, …) führt sie sich immer und immer wieder rebellisch auf, doch sie erwartet teilweise, dass man ihr glaubt, dass das nicht der Fall sein soll.

Doch ich finde es bewundernswert, dass Katniss nie mit ihrem Schicksal hadert. Sie fragt sich nicht, warum sie das ganze eigentlich machen muss und was das alles soll. Sie versucht dagegen vorzugehen.

Ein andere negativer Aspekt, der sich erneut um Katniss' Gefühlswelt dreht, ist ihr ''Liebesleben''. Eigentlich wollte ich nicht darauf eingehen, da mir der Punkt nicht so wichtig ist, doch je weiter man in dem Buch ist, desto nervender wird es, dass sie immer weiter die Signale und Ereignisse ignoriert, die zeigen, dass Peeta in sie verliebt ist. Ihre Naviität ist in der Hinsicht deutlich zu groß geraten.


Die Geschichte insgesamt finde ich jedoch recht spannend und interessant ausgearbeitet: Es wird dem Leser immer wieder vor Augen geführt, dass man vieles nur für das Publikum, für die Öffentlichkeit machen muss, damit man Erfolg hat, damit man weiter kommt und erfolgreich wird. Außerdem stürzen sich die Medien heutzutage nur noch auf Skandale und tragische Schicksale, weshalb nichts davon zu Realitätsfremd ist

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Tags: hunger games, hunger spiel, naiv, realität   (4)
 

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(353)

700 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 28 Rezensionen

fantasy, stephen king, der dunkle turm, revolvermann, drei

Drei

Stephen King , Joachim Körber
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.02.2005
ISBN 9783453012158
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der zweite Band der Reihe schließt nahtlos, einige Stunden später, an den ersten Band an: Roland befindet sich an einem Strand, an denen er Riesenhummer ähnlichen Wesen begegnen, die ihn schwer verletzen. In diesem Zustand macht er sich auf die Suche nach den ''Dreien''.


Die Charaktere, die einem in diesem Teil begegnen, sind gut und facettenreich ausgearbeitet, sodass sie sehr unterschiedliche Persönlichkeiten bilden, wodurch bereits dadurch dieser Teil nicht so eintönig ist wie der erste.


Auch die Geschichte entwickelt sich in eine völlig andere Geschichte, als ich zunächst vermutet hätte, nimmt aber auch mehr Gestalt an: Es gibt viele Überraschungen, Plot-Twists, immer wieder kleine Informationen zu dem großen Ganzen und viel Aktion. Zudem bekommt man dieses mal das Gefühl mehr mit einbezogen zu werden, vor allem da dem Leser ein größerer Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere gewährt wird.


Band 2 ist für mich somit um einiges besser als Band 1, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass man etwas mehr Informationen über den Dunklen Turm bekommen würde, da man bis jetzt noch immer nichts über ihn weiß.



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Tags: drei, stephen king, turm   (3)
 

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(379)

736 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 39 Rezensionen

der dunkle turm, stephen king, fantasy, revolvermann, schwarz

Schwarz

Stephen King , Joachim Körber
Fester Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 23.02.2005
ISBN 9783453012134
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Roland, der letzte Revolvermann, wandert durch die Wüster, verfolgt den schwarzen Mann, dem er das Geheimnis des schwarzen Turms entlocken will. Auf dem Weg durchquert er verschiedene Orte, die ihm mehr über den schwarzen Mann und den Turm verraten.





Das Wort "Auftakt" beschreibt die Geschichte ziemlich gut, denn sie wirkt wie eine ausgiebige Einführung in die dargelegte Welt, wie eine Art langer Prolog.


Das Buch beginnt damit, dass Roland alleine durch die Wüste reist, auf der Suche nach dem schwarzen Mann, welches auch die Haupthandlung des Buches ist. Dabei erfährt man stückweise durch Flashbacks mehr über die Kindheit des Revolvermannes und damit auch über das Leben eines solchen. Währenddessen werden viele Menschen und Ereignisse eingeführt über die man jedoch nichts weiter erfährt: Es wird fast immer ausgelassen was mit den Charakteren passiert oder wie Ereignisse ausgehen.


Dies geschieht ebenfalls mit der aktuellen Situation: Am Ende des Buches werden kaum Fragen beantwortet, aber sehr viele neue aufgeworfen, die die aktuelle Lage noch mehr verwirren.





Zudem werden durch die vielen Flashbacks, auch wenn sie spannend sind, viele ineinander verschachtelte Handlungen erzählt, wobei man zwischenzeitlich erst einmal vieles ordnen und überdenken muss, um die Handlungen auseinander halten zu können.





Doch trotz dieser Erzählweise schafft es King eine düstere Atmosphäre und vielversprechende Welt und Charaktere zu entwickeln, auf dessen Entwicklung man gespannt ist.


Alles in allem, bin ich auf die weiteren Bände gespannt und hoffe darauf, dass sich diese bis jetzt eher dünner Handlung ausweitet.

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Tags: schwarz, stephen king, turm   (3)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

vampir, liebe, zeit, mord, misshandlung

Immortal Blood 1

Sophie Oliver
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Fabylon, 27.07.2016
ISBN 9783927071988
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Jagd beginnt 1899. Ihr Ursprung geht zurück auf die Zeit, da Kain seinen Bruder Abel tötete. Seither existieren die »Zeitjäger«, die das Böse im Menschen vernichten sollen. Haben sie Erfolg, erhalten sie die Lebenskraft der Verurteilten und somit die relative Unsterblichkeit. 1899 in London wird die junge Emmaline zur Ehe mit einem angesehenen Mann der Gesellschaft gezwungen. Doch er entpuppt sich als äußerst gewalttätig und sadistisch. Da begegnet sie dem geheimnisvollen Nathaniel. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Nathaniel verspricht Emmaline zu helfen, aber dafür muss sie sich den Zeitjägern anschließen und fortan der Gerechtigkeit dienen. Der Preis für die Unsterblichkeit ist hoch, denn die Menschen dürfen niemals die Wahrheit erfahren. Emmaline ist zu diesem Opfer bereit, um ein neues Leben in Geborgenheit und an Nathaniels Seite zu beginnen. Doch die Beziehung zu Nathaniel gestaltet sich schwieriger als gedacht, Emmaline fühlt sich von ihm verraten, bricht erneut alle Brücken hinter sich ab und verkriecht sich tief verletzt in Rom, wo sie als hoch geachtete Zeitjägerin jahrzehntelang ihre Aufträge erfüllt.

Der Einstieg in das Buch ist gut gelungen: Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Situationen und Orte sind bildlich beschrieben, wodurch man sich alles gut vorstellen kann. Genauso verhält es sich mit den Charakteren: Sie sind detailreich beschrieben, haben Höhen und Tiefen und man kann ihre Gedankengänge und Handlungen gut nachvollziehen. Sie wirken sehr realistisch.

Was ich sehr gut gelungen finde ist die Wandlung von Emmaline: Anfangs ist sie noch schüchtern und kann sich nicht gegen ihren gewalttätigen Ehemann wehren, womit zu der damaligen Zeit viele Frauen zu kämpfen hatten. Doch dank Nathaniel entwickelt sie sich zu einer kämpferischen, unabhängigen, selbstbewussten Frau, womit sie dem damaligen Frauenbild entgegen tritt.

Durch unerwartete Ereignisse sinkt das Spannungsniveau selten und es wird nicht durch ereignislose Passagen langweilig.

Die Geschichte entspricht nicht einem typischen Vampirroman, sondern erzählt mehr die Geschichte von Unsterblichen.

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Tags: vampir, zeitjäger   (2)
 

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15 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, abenteuer, spass haben, feinsinniger humor, geheimnis

Die Herrschaft der Xarquen

Lisa-Marie Reuter
E-Buch Text: 614 Seiten
Erschienen bei null, 04.01.2016
ISBN B019FYGI3E
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein neurotischer Drache, adelige Werwölfe und ein gut gehütetes Geheimnis – Willkommen in Pärlonien! Seit mehr als vier Jahrhunderten herrschen die unbarmherzigen Xarquen über Pärlonien und unterdrücken das ehemals königliche Volk der Pären. Als sich Pongo, ein junger Gesetzeshüter, gegen die Obrigkeit auflehnt, muss er fliehen, um sein Leben zu retten. In der kriminellen, aber gutherzigen Elfe Kiffi findet er eine unerwartete Verbündete. Zusammen müssen sie ein Holzkästchen – die einzige Hoffnung auf die Erlösung von der Schreckensherrschaft – sicher ans andere Ende des Landes schmuggeln. Es ist der Beginn einer haarsträubenden Flucht quer durch Pärlonien, denn dem ungleichen Paar wird bald bewusst, dass mächtige Feinde ihre Hände nach dem geheimnisvollen Gegenstand ausstrecken. Während Kiffi und Pongo es mit den Schergen der Xarquen und einem machthungrigen Kobold aufzunehmen versuchen, erfahren sie eine Wahrheit, die ihre Welt für immer auf den Kopf stellt.

Der Einstieg ist gut gelungen, man kommt gut in die Geschichte hinein, besonders da es auch direkt mit einer Geschichte losgeht und nicht erst Hintergrund, Politik oder Geografie erklärt werden, was man sonst des öfteren findet. Es lässt sich angenehm lesen, wenn es stückchenweise in die Geschichte mit einfließt.
Nach einigen Seiten beginnt dann auch schon die Spannung, beispielsweise mit einem unerwartetem Mord. Dieser hat mich sehr überrascht und diese Überraschungsmomente gibt es immer wieder, was die Spannung in dem Buch meistens auf einem hohen Niveau hält und es nicht langweilig wird.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, sie haben Höhen und Tiefen, die sie realistisch wirken lassen und man zwischendurch vergisst, dass es sich um wirkliche Tiere handelt. Auch tauschen neue Charaktere auf, die nocjmals neue Charakterzüge und Spannung für den Verlauf der Geschichte mitbringen.

Doch die Geschichte besitzt einen durchgehenden satirischen Unterton, beispielsweise durch Alliterationen wie Kiffy, die Killerelfe und Pongo, den Pären oder Namen für gefährliche Werwölfe: Fiffy, Hasso, Rex. Dies fande ich am Anfang relativ interessant, doch bereits nach einigen Seiten hat es meiner Meinung nach nicht mehr zur Geschichte gepasst.

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

dystopie, julian fröhlich, gut und böse, spannung, macht

Gut & Böse

Julian Fröhlich , Veronika Aretz , Veronika Aretz
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei VA - Verlag Aretz, 16.11.2016
ISBN 9783944824611
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Jahr 2031 wird Samuels bester Freund Ben bei einem militärischen Einsatz auf einer Gefangeneninsel verletzt. Zurück in der Heimat lässt sich Ben zu einem geheimen Einsatzort versetzen, Frau und Tochter wie auch Samuel bleiben fassungslos zurück.
Erst Jahre später verhärtet sich der Verdacht, dass der Schwerverbrecher Xavier Martello in Bens Rolle geschlüpft ist. Samuel spürt ihn auf und stellt ihn zur Rede. Da Xavier inzwischen zum Sicherheitschef einer geheimen Einrichtung aufgestiegen ist, wird Samuel in das Land der Ausgesonderten abgeschoben. Von dort hatte es noch nie ein Zurück gegeben …

Der Anfang des Buches war für mich etwas schwierig: Dadurch, dass man keine Informationen über die Hauptcharaktere gab, es lange dauerte, bis man welche bekam und man bei vielen eine Tendenz zu Gut oder Böse entwickeln musste, war er sehr langatmig und auch ein wenig verworren.
Doch nachdem vieles davon geklärt war, ich denke es waren ca 100 Seiten, wurde es dann spannender, die Action nahm zu.

Doch irgendwann wurde das Buch durchdacht. Es ist völlig okay, wenn mal eine unlogische Situation dargestellt wird, doch wenn es sich häuft und sie völlig unverständlich sind, macht es das Lesen schwerer. Beispielsweise als Grünwald ohne Schutzausrüstung in eine Dachkonstruktion fliegt, wodurch Metall und Glas zerbrechen, er aber ohne einen Kratzer davon kommt. Solche Sachen häufen sich in der Geschichte.

Dennoch hat mir gut gefallen, wie der Autor die Entscheidungen über Gut und Böse eingebracht hat, wobei auch Manipulationen, verschiedene Ansichten und ,,falsche‘‘ Entscheidungen eine große Rolle spielen.

Alles in allem ist die Grundidee hinter dem Buch eine sehr gute und wenn man sich noch einmal dran setzt und es überarbeitet, kann etwas Großartige daraus entstehen.

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Tags: böse, gut   (2)
 

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(19)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

schatten, ermordung, autounfall, geplantes attentat, mystery

Schattentäter

Jannes C. Cramer
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Romanfieber Verlag, 13.10.2016
ISBN 9783981817508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

»Erst als sie den Schatten bemerkte, erkannte sie die Gefahr und erstarrte für den Bruchteil einer Sekunde. Dann rannte sie los.« Felix’ Leben gerät mehr und mehr aus den Fugen. Seit dem plötzlichen Tod seiner Frau zieht er sich völlig zurück und greift immer häufiger zur Flasche. Selbst seine beste Freundin Melanie findet kaum noch Zugang zu ihm. Nach einem schweren Unfall glaubt sie, ihn für immer verloren zu haben, doch Felix überlebt wie durch ein Wunder. Hatte er einfach nur Glück? Oder steckt mehr dahinter? Es heißt, Schatten sei die Abwesenheit von Licht – der Tod das Ende des Lebens. Doch was, wenn manches von dem, was wir denken zu wissen, ein Irrglaube ist? Wenn es diejenigen gibt, für die andere Regeln gelten?

Der Leser wird mitten in das Geschehen hinein geworfen und muss sich mit Felix‘ Problemen auseinandersetzen, ohne zu wissen, weshalb es ihm so geht. Doch dies ist sehr gut, denn so wird ein Charakter vorgestellt, der alles andere als perfekt ist, sogar kaum mit seinem Leben klar kommt.
So auch die weibliche Hauptperson: Sie ärgert sich über Felix, kann es aber auch etwas nachvollziehen, da nicht jeder mit allem zurecht kommen kann. Über das Buch hinweg zeigen sich natürlich auch bei ihr ,,Schwächen‘‘, beispielsweise, dass sie temperamentvoll und emotional handelt. Doch bei einigen Situationen stellt sich dies auch als etwas positives dar.

Bereits nach einigen Seiten beginnt auch schon die Spannung und hört nicht mehr auf. Immer, wenn eine von den vielen offenen Fragen beantwortet wird und man denkt, dass die Spannung möglicherweise dadurch abflauen kann, passiert etwas neues und überraschendes, neue Fragen werden aufgeworfen und man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Durch Zeitsprünge erfährt man immer mehr von Felix‘ Vergangenheit, jedoch nur stückweise, sodass der Spannungsbogen dadurch ebenfalls oben gehalten wird.

Die Idee des Buches und dass Schatten einen großen Teil spielen finde ich sehr gut, und durch die bereits genannten Kriterien ist das Buch nur zu empfehlen. Da am Ende noch viele Fragen offen bleiben hoffe ich auf eine Fortsetzung, auch wenn sie (noch) nicht geplant ist.

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Tags: schatten   (1)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

entführung, freundschaft, folter, inzucht, geschwister

Grimsby's schwarze Seele

Lisa Katharina Bechter , Nicole Budzyn
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 11.10.2016
ISBN 9783741284991
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alice und Grace, zwei Freundinnen, die stets auf der Suche nach alten und neuen Buchschätzen sind, verschlägt es in den etwas abseits von Grimsby gelegenen urigen Buchladen Willoughby Books. Dass dieser Ausflug ihr Leben nachhaltig verändern würde, damit hätte wohl keiner von beiden gerechnet … Während Alice sich auf einen Flirt einlässt und die Gefühle zunehmend verrückt spielen, begegnet Grace einem alten Einsiedler, der sich nur zu gern in seiner Hütte im Wald verschanzt und der ihr einen Schrecken einjagt, den sie nie wieder vergessen sollte …

Durch einen flüssigen Schreibstil kommt man schnell in die Geschichte rein. Der Prolog wirft zwar einige Fragen auf und man kann ihn noch nicht sofort einordnen, doch dies weckt Neugierde und Interesse.
Die Charaktere sind meist sehr gut dargestellt, nur Alice und Grace wirken auf mich jünger als sie eigentlich sein sollten. Die anderen sind jedoch gut gelungen, besonders die Geschwister, die nur durch ihre Anwesenheit eine düstere Atmosphäre schaffen können.
Auch die Beschreibungen der Dinge, die den Hauptcharakteren angetan wurden, muss ich loben. So etwas zu authentisch zu beschreiben ist sehr schwierig, aber hier ist es gut gelungen und hat beim Lesen eine Gänsehaut verursacht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass schnell eine große Spannung aufgebaut und durch fast nichts unterbrochen wird. Dazu die düstere Atmosphäre und man hat einen sehr lesenswerten Thriller.

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Tags: entführung, geschwister, thrille   (3)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

aliens, erstkontakt mit ausserirdischen, eismond, science fiction, dunkelheit

Meer der Dunkelheit

James L. Cambias
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 23.05.2016
ISBN 9783864258572
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Auf dem Eismond Ilmatar leben hummerähnliche, intelligente Wesen unter einer einen kilometerdicken Eisschicht, deren Sozialstruktur und Verhalten von einer Gruppe Wissenschaftler erforscht wird. Es gibt allerdings eine Auflage, an die sie sich strikt halten müssen: Keine Einmischung oder Kontaktaufnahme. Diese Bedingung wurde ihnen von den Sholen, einer außerirdischen, weitentwickelten Rasse, mit der die Menschheit ein empfindliches Abkommen pflegt, auferlegt.
Doch dann begeht einer der Forscher einen verheerenden Fehler und bricht die Direktive unbeabsichtigt. Die Sholen leiten umgehend Untersuchungen vor Ort ein und bestehen auf einen Abbruch der Mission. Es kommt zu Konflikten und die Lage spitzt sich auf beiden Seiten zu. Gerät die Konfrontation außer Kontrolle? Und wie wirkt sich das auf die Ilmataraner aus?

Man kann gut in das Buch einsteigen, denn Perspektivenwechsel und humorvolle Momente sorgen für Abwechslung, verschiedene Perspektiven und Unterhaltung. Auch die Orte und Situationen werden so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann. Doch leider kam anfangs keine Spannung auf, erst ab Mitte des Buches.
Doch als sie dann aufkommt und die Ilmataraner Kontakt mit den Menschen aufnehmen werden die Bemühungen und Schwierigkeiten sehr gut geschildert und das von beiden Seiten aus, wodurch man viele Entscheidungen mit verfolgen und nachvollziehen kann. Zudem sind diese auch realitätsnah.
Ab diesem Punkt steigen die Spannung und das Tempo immer weiter und stetig an und da Buch endet mit einem runden Ausgang der Geschichte, auch wenn es einem Hollywoodende ähnelt: Die Menschen gewinnen, die meisten Verletzten sind auf der Gegnerseite, und die wichtigsten oder sympathischsten Personen sterben nicht.

Alles in allem ein gutes Buch, das man sehr gerne einmal lesen kann.
3,5 Sterne

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Tags: aliens, dunkelheit   (2)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

erinnerung, engel, atem der engel, angelina, cole

Erinnerung

Stephanie Eos
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 01.11.2016
ISBN 9783740715137
Genre: Fantasy

Rezension:

Kann dich ein Engel glücklich machen? Adam ist tot – einfach so. Unverhofft, aus heiterem Himmel… Und Angelina hat keine Ahnung, was sie davon halten soll, dass sie diesen überheblichen und zum Verrücktwerden ungestümen Kerl nie wiedersehen wird – bis er dann auf einmal doch wieder vor ihr steht. Schneller, als der jungen Frau lieb ist, gehört ihr unaufgeregtes Studentenleben in München der Vergangenheit an. Alles in ihr kreist unentwegt um das Geheimnis, das die Engel beinahe greifbar umgibt wie eine Aura. Sie ist magnetisch angezogen… Von dem Mysterium – und von den beiden Männern, die es umgibt.

Bereits der Einstieg ist sehr gut gelungen: Man kann sich die Charaktere gut vorstellen und auch ihre Gefühle nachvollziehen.
Der männliche Protagonist Adam kann einem anfangs auf die Nerven gehen, da er nie eine Frage beantwortet und man lange im Dunkeln tappt. Doch diese harte Fassade passt auch irgendwie zu ihm. Währenddessen taucht ein zweiter Engel auf, der einem sympathischer ist, doch meiner Meinung nach entwickelt sich die Liebesbeziehung zwischen ihm und Angelina etwas zu schnell. Zudem bemerkt man, dass sie noch viele Gefühle für Adam hat und Adam auch für sie. Nur die zwei selbst bemerken es natürlich nicht, was ich als klischeehaft einstufe.
Die Szene, wo auf dem Friedhof gekämpft wurde, war verwirrend und auch kurz, aber trotzdem spannend.
Ebenfalls sehr gut finde ich, dass Engeln etwas zustoßen kann, denn von Unsterblichen oder fast Unverwundbaren habe ich schon so einiges gelesen.

Das Ende kam wirklich sehr überraschend und lässt viele Fragen offen, doch im guten Sinne, denn so will man definitiv weiter lesen!

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Tags: engel, flügel   (2)
 

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

fantasy, magie, feuer, edelsteine, elben

Die Zauberschmiedin - Feuerzorn

Ruth Mühlau
E-Buch Text: 266 Seiten
Erschienen bei null, 01.09.2016
ISBN B01LFBHSD4
Genre: Fantasy

Rezension:

Wird eine junge Feuerelbin die Welt vor der dunklen Macht retten? Eisenland wurde längst von den Göttern verlassen, die Welt verkommt zu einem düsteren Ort. Orks und Warge in ungeheurer Zahl treiben ihr Unwesen. Dunkle Mächte und der Weltenwanderer Viator sind auf der Suche nach den Silbren, verschollenen Götterjuwelen, die das Schicksal der Welt besiegeln können. In einem Waldelbendorf wächst ein Findelkind auf. Rayka flucht wie ein Zwerg, zähmt einen wilden Warg und kann ihre Magie nicht kontrollieren. Doch sie besitzt eine besondere Gabe im Umgang mit Edelsteinen, denn als Einzige begreift sie deren Seele. Gelingt es der Elbin, die Silbren aufzuspüren? Und für welche Seite der Macht wird Rayka sich entscheiden?

Von Beginn an entführt die Autorin den Leser in eine Welt, die Fantasy pur ist. Es gibt nicht nur Elben, Trolle und Orks, sondern auch Wesen, die ich bisher nicht kannte, wie zum Beispiel Warge, der Weltenwanderer oder Wintergnome. Dabei sind die Charaktere liebevoll ausgearbeitet, auch wenn die Protagonistin sehr dominiert und anderen nicht viel Raum lässt.
Die Situationen und Orte werden ebenfalls schön beschrieben, sodass man klare Bilder im Kopf hat und es einem nicht an Beschreibung fehlt.

Auch an Spannung fehlt es nicht: Während man Rayka auf ihrer Reise begleitet hat man durch den Schreibstil das Gefühl die Abenteuer selbst zu erleben und doch schafft es die Autorin kleinere Verschnaufpausen einzulegen, damit die Spannung nicht überquillt.

Als Fazit lässt sich sagen, dass es wirklich ein faszinierender Auftakt ist und man gar nicht mehr auf den zweiten Teil warten möchte.

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Tags: fantasy, magie   (2)
 

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liebe, inzest, schuld, intimität, paris

Seelensplitter

Stephanie Pinkowsky
Flexibler Einband
Erschienen bei Pro Business, 11.01.2016
ISBN 9783864603471
Genre: Liebesromane

Rezension:


Helene, eine junge Frau von atemberaubender Schönheit, schwärmt schon seit frühester Jugend für Mark, den gutaussehenden und charismatischen Freund und Geschäftspartner ihres Onkels.
Mark frustriert sein eintöniges Eheleben immer mehr, sodass er sich schließlich auf eine Affäre mit der wesentlich jüngeren Frau einlässt. Als ihm diese Liebschaft zu entgleiten droht und er sich doch für seine Ehefrau entscheidet, bemerkt Helene, dass sie von Mark schwanger ist.
Helene fühlt sich zunächst außerstande, für ihr Baby - das lebendige Symbol ihres Schmerzes - zu sorgen und geht alleine fort. Ein glücklicher Zufall ebnet ihr einige Jahre später den Weg zu einer beeindruckenden Film- und Fernsehkarriere.
Sie sehnt sich inzwischen nach ihrer Tochter Katja und beschließt, diese nun zu sich zu holen. Doch das kleine Mädchen benimmt sich sonderbar.
Je älter Katja wird, umso mehr schizoide Züge kommen zum Vorschein. Helene lässt sich immer tiefer in einer Strudel aus Sehnsucht, Schuldgefühl und Liebe reißen. Es beginnt der Weg in eine fassungslos machende Katastrophe.

Das Buch ist recht ungewöhnlich. Der Anfang ist gut, denn er zeigt gekonnt die momentane Situation, doch bereits von da an war die Hauptperson mir unsympathisch, da sie egoistisch, naiv, rücksichtslos und verantwortungslos handelt und die Menschen um sie herum akzeptieren es einfach.
Solche Entscheidungen ziehen sich durch das ganze Buch und werden auch von der Tochter übernommen.
Irgendwann reiht sich ein ungewöhnliches Ereignis an das nächste und man kann vorausahnen was als nächstes passiert, denn es läuft fast immer nach diesem Schema ab: Es wird angedeutet, dann passiert es, alle sind schockiert, es entsteht eine lange Pause zwischen Mutter und Tochter, dann vertragen sie sich doch wieder und dann kommt das nächste Ereignis.
Diese Ereignisse waren für mich fast alle unverständlich, nicht einmal ansatzweise nachvollziehbar.
Ich bin definitiv eine Person, die offen für so ziemlich alles ist (Unterstützung von Homosexuellen, Bisexuellen, Verständnis für psychische und körperliche Probleme, Chancengleichheit,…), aber, dass eine Mutter mit ihrer 15 jährigen Tochter schläft, kann ich nicht nachvollziehen oder ihr eigenes Kind nach Lust und Laue hin und her zu schieben, mit Selbstmord zu drohen, wenn man nicht den Liebeswunsch erfüllt bekommt, wichtige Entscheidungen andauernd zu ändern und dann keine Konsequenzen zu bekommen,…

Das Buch beendet habe ich nur, weil der Schreibstil doch sehr gut war, die Ereignisse wirklich ungewöhnlich waren und ich deshalb wissen wollte, was noch alles passiert.

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Tags: inzest, liebe, sex, verlange   (4)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

gargoyle, deutchland, krimi, gragoyle, stein

Verlorene Seelen: Die Legende der Genii (German Edition)

Julia Sypke
E-Buch Text: 354 Seiten
Erschienen bei null, 04.08.2015
ISBN B013FYI996
Genre: Sonstiges

Rezension:

»Oh, der verlorene Sohn, mal wieder. Wie siehst du denn aus? Hast du Steine gekotzt?« »Mir ist was ganz Seltsames passiert.« Mit knappen Worten erzählte ich, was ich eben erlebt hatte. Der Narr legte den Kopf schief und wirkte ungewohnt nachdenklich. »Das habe ich schon mal gehört«, meinte er schließlich. »Angeblich bedeutet es, dass man gerade seinem Schicksal begegnet ist. Es heißt aber auch, dass so etwas nur passiert, wenn man dem Tod schon ins Auge blickt.« Eine Serie mysteriöser Ritualmorde hält die ganze Stadt in Atem. Auch die Gargoyles an St. Laurentius spekulieren, wer der Täter sein könnte. Nur Max, ein steinerner Greif, kann sich nicht für die wilden Vermutungen begeistern, denn er weiß, dass er selbst bald sterben soll. Bis er herausfindet, dass sein Schicksal untrennbar mit dem des Mörders verbunden ist – eines Mannes, der sich für die Wiedergeburt eines englischen Hexenjägers hält und seine Mission in dieser Zeit mit allen Mitteln fortsetzen will ...

Das Buch ist aus der Sicht eines Gargoyles geschrieben und dies ist auch sehr interessant gestaltet: Man kann verfolgen, wie dieser entsteht und sich weiter entwickelt, zuerst nur Kopfbewegungen, sprechen, Bewegungen, besser sehen,... So etwas hatte ich bis jetzt noch nicht gelesen, weshalb mich die Idee sehr gefesselt hat!
Doch dieses Interesse wird ziemlich beansprucht, als der Hauptgargoyle, der Greif, durch den Steinschnupfen durch die Jahrhundete reist und seine Beobachtungen nur aneinander gereiht werden, ohne eine eigentliche Story zu verfolgen. Dies geht mehrere Kapitel so und fast hätte ich das Buch deshalb abgebrochen.
Zum Glück habe ich das nicht getan, denn nach dieser Aneinaderreihng fägt die eigentliche Geschichte an und Spannung wird aufgebaut. Das Buch entwickelt sich zu einem Krimi mit Fantasyelementen, man fiebert mit, wer dieser Taubentreter und dann wer der mysteriöse Hopkins ist und vor allem auch was er ist: Ein Verrückter, ein Unsterblicher, eine weiter gewanderte Seele? Und wie hängt er mit dem Greif zusammen?

Aber obwohl es spannend geworden ist und auch das Ende gut gestaltet wurde, lässt das Buch einen unbefriedigt zurück, denn es wurden viel interessante und mysteriöse Sachen angedeutet, doch dann nie wieder angesprochen oder näher auf sie eingegangen (z.B. die Geruchs-Kathedrale) oder auch einfach offen zurück gelassen (Hat nun der Widder oder der Bartweiser den Wanderer geschickt? Wieso hat der Bartweiser so lange gewartet? Wieso ist das Tor des Friedhofes manchmal geschlossen, obwohl es eigentlich nicht möglich ist?).
Aber vielleicht werden einige Fragen im nächsten Band beantwortet!

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Tags: gargoyle, lebendig, stein   (3)
 

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99 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

game of thrones, mittelalter, westeros, sachbuch, got

Winter is Coming

Carolyne Larrington , Jörg Fündling
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2016
ISBN 9783806233506
Genre: Sachbücher

Rezension:

›Game of Thrones‹ ist Gegenstand heftiger Diskussionen in den Medien und für Millionen von Fans in aller Welt, die zahllose Theorien entwickeln, wie die Geschichte wohl weitergehen wird. Doch trotz all dem hat bisher kein Buch verraten, wie George R. R. Martin sein erstaunliches Universum geschaffen hat. Während Carolyne Larrington Romane und Fernsehserie zugleich im Blick hält, erkundet sie jene mittelalterliche Welt aus Rivalitäten und Krieg, Liebe und Verrat, Gier und Macht, deren Inbegriff die Rosenkriege in England bilden. Außerdem vertieft sie sich unter anderem in die Themen Wappen, Riesen, Drachen und Schattenwölfe in Texten des Mittelalters, Raben, alte Götter und Wehrholz in den nordischen Mythen sowie in den bizarren, exotischen Orient auf dem Ostkontinent Essos. Von den Weißen Wanderern bis zur Roten Frau, von Casterlystein bis zum Zitternden Meer ist dieses Buch ein unentbehrlicher Reiseführer in die bedeutendste Schöpfung der Fantasyliteratur des 21. Jahrhunderts.

Da dieses Buch ein Buch für richtige Fans ist und nicht für Leute, die nur mal in die Bücher oder die Serie reingeschnuppert haben, wird Grundwissen (ca die ersten fünf Staffeln) vorausgesetzt.
Und doch werden allzu große Spoiler mit drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden markiert, und auch die einzelnen Themen sind unterteilt, sodass man sich auch nur die Teile durchlesen kann, die einen interessieren. Da es sich um ein Sachbuch handelt, finde ich dieses Prinzip sehr gut.

Das Buch vergleicht die Welt von Game of Thrones mit der mittelalterlichen Welt unserer Zeit.
Der Schreibstil der Autorin ist dabei flüssig und lässt sich angenehm lesen, so dass auch einige für mich nicht ganz so interessante Abschnitte gut zu lesen waren. Sie reiht nicht nur Fakten aneinander, sondern schreibt sehr lebendig, sodass einzelne kleine Geschichte zustande kommen und man merkt, dass sie die Geschichte und die Charaktere von Game of Thrones sehr mag.

Ich konnte das Buch nicht in einem Rutsch durchlesen, aber das war bei mir und Sachbüchern schon immer so. Es geht eher darum das Wissen aufzunehmen und interessante Themen und Fakten zu finden. Darum zu sehen, wie sehr die Welt von Game of Thrones unserer ähnelt.

Ein sehr toller Zusatz zur Serie und den Büchern!

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Tags: game of thrones, mittelalter   (2)
 

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

wind, meer, hoffnung, trauer, jando

Die Chroniken der Windträume

Jando , Antjeca
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei Koros Nord, 16.09.2016
ISBN 9783945908075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Früher einmal glaubte man, wenn jemand stirbt, dass der Wind seine Seele in das Reich der Toten begleitet. Aber manchmal, nur manchmal bringt der Wind die Seele zurück, um geliebten Menschen noch einmal nahe zu sein und um ihnen in ihren größten Ängsten und Nöten beizustehen.- um sie an ihre Träume zu erinnern. Tom und sein Sohn Jan stehen in unterschiedlichen Jahrzehnten am Scheideweg ihres Lebens. Der Verlust eines geliebten Menschen hat ihnen ihre Träume und Hoffnung genommen. Die Begegnung mit dem Herrn der Winde an ihrem Zufluchtsort am Meer zeigt ihnen Wege auf, ja sagen zu lernen zu ihren Träumen, aber auch ja zu Liebe und Schmerz. Doch müssen sie erst einmal lernen, dass selbst das Abschied nehmen, der Beginn einer neuen fantastischen Reise sein kann. Eine Reise voller Trauer, Hoffnung und Liebe und über die magische Entstehung von Sternschnuppen.

Das Buch beinhaltet zwei kurze, aber rührende Geschichten, die von Abenteuern, Freiheit, Hoffnung und Liebe erzählen, aber auch von Tod, Abschied und Neuanfang. Während der Geschichten werden einem Botschaften übermittelt, die einem Hoffnung und Hilfe geben können. Beispielsweise, dass man nicht verzweifeln soll oder die Seele auch mal frei lassen soll.
Mir hat das Buch etwas Trost gespendet, denn ich habe momentan selbst ein paar Probleme, die dem ziemlich nahe kommen.
Und diese Geschichte hat noch so viel Potenzial! Man könnte einen größeren Roman mit vielen Details schreiben, aber ich bi mir dann doch nicht so sicher, ob das wirklich so gut wäre, ob dadurch nicht diese Einfachheit und Unbeschwertheit nach dem Lesen zerstört werden würde.
Aber einen Kritikpunkt gibt es doch: Die sprechenden Robben waren meiner Meinung nach doch etwas zu viel des Guten.

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Tags: hoffnung, liebe, meer, tod   (4)
 

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

barcelona, gaudi, mord, spanien, frauen

Die Sieben Türen

Daniel Sánchez Pardos , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2016
ISBN 9783492060479
Genre: Historische Romane

Rezension:

Gabriel Camarasa wird beinahe von einer Straßenbahn überfahren, als ihm im letzten Moment ein junger Mann das Leben rettet: Antoni Gaudí. Schnell freunden sich die beiden an. Als Gabriels Vater unter Verdacht steht, seinen Geschäftspartner erstochen zu haben, begeben sich die jungen Männer zusammen mit Gabriels Freundin Fiona auf die Suche nach dem wahren Täter. Die führt sie zu Barcelonas geheimnisvollsten Orten: in das Lokal »Die sieben Türen«, in »Das Theater der Träume« – und geradewegs in die Fänge einer skrupellosen Geheimgesellschaft.

Mir helfen manchmal bestimmte Anhaltspunkte, um mich in die Zeit zurück zu versetzten und ich finde hier ist es durch die Beschreibungen sehr gut gelungen: Durch die detaillierten Beschreibungen und diesen Anhaltspunkten (beispielsweise Pferde, die die Straßenbahn und die Feuerwehr ziehen, Kleidung, die im englischen Stil geschnitten ist, die allgemeine Luftverschmutzung durch die Kohle- oder Holzfeuerung in den Wohnungen zum Heizen und Kochen) hatte ich keine Probleme mich in der Zeit hinein zu finden und mich dort zurecht zu finden.
Auch die Charaktere waren gut und detailreich beschrieben, gewünschte Charakterzüge ließen sich gut erkennen und somit auch deren Handlungen und Gedanken nachvollziehen.

Doch was mich gestört hat war die Spannung: Es dauerte sehr lange bis Spannung aufgebaut wurde und als sie dann da war, war sie schnell wieder weg. Der erwähnte Mord im Klapptext passiert erst nach ca der Hälfte des Buches. Die gesamte Geschichte war einfach sehr zäh.

Alles in allem wäre es mit mehr Spannung ein sehr interessantes Buch geworden, dessen Geschichte man gerne verfolgt hätte, doch so musste ich mich ein, zwei mal aufraffen das Buch weiter zu lesen, denn ich wollte doch wissen, wie es endet.

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Tags: barcelona, mord, verdacht   (3)
 

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

brüder, krieg, virginia woolf, kindheit, literatur

Brüder für immer

Rindert Kromhout , Birgit Erdmann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 30.09.2016
ISBN 9783958540682
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Wenn ich vor dir sterbe“, sagte ich, „werde ich ein Buch über dich schreiben.“ „Wenn ich vor dir sterbe“, sagte Julian, „dann habe ich keinen Bruder mehr.“ Quentins Buch hält der Leser in den Händen. Er schreibt über die Kindheit mit seinem Bruder Julian, bis dieser in den Spanischen Bürgerkrieg zieht. Vom englischen Landleben der zwanziger und dreißiger Jahre, den Künstlern, die in ihrem Haus ein und aus gehen und von einem schrecklichen Geheimnis, das ans Licht kommt und alles verändert.

Durch das Einstiegskapitel wurde man bereits nach nur drei Seiten emotional getroffen und man wollte sofort wissen, wie genau sich die Geschichte abspielt. Dies wird dadurch unterstützt, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt.

Die Charaktere entführen einen in die Zeit der 30er Jahre und erzählen das Leben von Quentin. Die Situationen und Orte werden detailreich beschrieben, sodass man sich alles sehr genau vorstellen kann und man das Gefühl hat alles selbst mit zu erleben.
Auch viele Charaktere selbst sind sehr ausführlich beschrieben, aber nicht alle. Beispielsweise erfährt man die vollständige Persönlichkeit von den Brüdern, doch nichts über ihr Aussehen. Das hätte ich mir gewünscht, besonders da das Ende mit ihrer Schwester zusammen hängt und man mit einem unterschiedlichen Aussehen zu ihr hätte man Zusammenhänge schließen können, als einfach nur den Fakt akzeptieren zu müssen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und, wie bereits erwähnt, sehr schön beschreibend. Man kann die Gefühle der Personen nachvollziehen und besonders die emotionale Ebene wird angesprochen.

Sehr empfehlenswert!

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Tags: brüder, hitler, krieg, weltkrieg   (4)
 

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

england, london, anne breckenridge, krimi, historischer krimi

Engel der Themse

Anne Breckenridge
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 06.09.2016
ISBN 9783940855664
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im viktorianischen London werden immer wieder Kinder vermisst, die Kinder der Ärmsten. Der Schatten holt sie, sagen die Leute. Die Polizei unternimmt nichts. Auch nicht, als der neugeborene Bruder von Gladys verschwindet. Dann verschwindet der Sohn eines Lords, und diesmal wird die Polizei aktiv. Das vorlaute Küchenmädchen Emma gerät in Verdacht und muss fliehen. In den Straßen von London trifft sie Gladys. Keine traut der anderen. Doch als auch der zweite Sohn des Lords vermisst wird und die Polizei alle Schuld bei Emma sucht, müssen sie sich zusammenraufen. Nur gemeinsam können sie den Schatten besiegen und das Kind retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen, das Hauptproblem war dabei, dass sehr viele Namen auf einmal kamen. Besonders als beide Hauptcharaktere in neuen Familien untergebracht wurden, kam ich oft durcheinander. Dies hat sich bei mir erst nach ca 100 Seiten gelegt.

Nachdem man sich in die Geschichte weiter reingelesen hat, ist es aber einfacher den zwei sich ähnelnden Handlungssträngen zu folgen. Es wird immer spannender und verzwickter und weckt definitiv die Neugier weiter zu lesen!
Positiv ist ebenfalls, dass man während des Lesens nicht gleich dahinter kommt, wer die ganzen Kinder entführt und als das Geheimnis dann gelüftet wurde, war ich überraschet, denn mit dieser Person hätte ich nicht gerechnet.
Doch aus irgendeinem Grund hatte ich immer wieder Probleme zu 100 Prozent zu folgen, möglicherweise lag es daran, dass sich die Geschichten von Emma und Gladys zu sehr ähneln und man gedanklich noch in der einen Geschichte war, obwohl wieder die andere dran war.

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Tags: england, london   (2)
 

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257 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 101 Rezensionen

drachenreiter, cornelia funke, greif, drachen, fantasy

Drachenreiter - Die Feder eines Greifs

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 26.09.2016
ISBN 9783791500119
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zwei Jahre nach ihrem Sieg über Nesselbrand erwartet Ben, Barnabas und Fliegenbein ein neues Abenteuer: Der Nachwuchs des letzten Pegasus ist bedroht! Nur die Sonnenfeder eines Greifs kann ihre Art noch retten. Gemeinsam mit einer fliegenden Ratte, einem Fjordtroll und einer nervösen Papageiin reisen die Gefährten nach Indonesien. Auf der Suche nach dem gefährlichsten aller Fabelwesen merken sie schnell: sie brauchen die Hilfe eines Drachens und seines Kobolds.

Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr alle Charaktere genau im Kopf hatte, da ich das Buch als Kind gelesen habe. Aber dieses Problem wurde auf schöne Weise mit einem Glossar gelöst, welches alle Lebewesen auflistet.
Auch hatte ich Bedenken, ob das Buch mit dem ersten Teil mithalten kann, die waren jedoch völlig unbegründet. Bereits nach den ersten Seiten wurde ich wieder in die Welt der von Ben gezogen und die Charaktere haben sich erneut in mein Herz geschlichen.
Natürlich sind die Sätze aufgrund der Alterszielgruppe etwas einfacher gestrickt und die Kapitel sind kürzer, doch darüber lässt sich leicht hinweg sehen, da man von den wundervollen Zeichnungen bezaubert wird. Zudem sind die Worte doch so gewählt, dass sie einen im Herzen berühren. Halt wie ein typisches Funke Buch. Das einzige, was mich gestört hat ist, dass wirklich sehr viele Wesen erwähnt wurden, aber danach nie wieder. Ich hätte es besser gefunden, wenn weniger in der Geschichte vorgekommen wären und dafür die anderen mehr beschrieben worden wären.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch sehr lesenswert ist, man in die Kindheit zurück geholt wird, wenn man den ersten Teil bereits Jahre zuvor gelesen hat und die Geschichte einen nicht mehr loslässt.

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Tags: drache, fabelwesen, greif   (3)
 

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182 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

animox, gestaltwandler, kinderbuch, fantasy, das heulen der wölfe

Animox - Das Heulen der Wölfe

Aimée Carter , Maren Illinger , Frauke Schneider
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789146237
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als Ratten seine Mutter entführen und sein Onkel sich in einen Wolf verwandelt, wird dem 12-jährigen Simon in Aimée Carters "Animox" klar: Seine Familie zählt zu den sogenannten Animox – Menschen, die sich in mächtige Tiere verwandeln können. Und schon steckt er mitten im erbitterten Krieg der fünf Königreiche der Animox. Ob Simon ein Nachfahre des „Beast King“ ist, der sich in alle fünf Tierarten verwandeln kann?


Dieses Buch ist ausgeschrieben für Kinder zwischen 11 und 14 Jahren, doch ich denke, dass jeder es lesen und sich damit unterhalten kann, egal welche Altersgruppe.
Natürlich ist der Schreibstil der Zielgruppe angepasst, doch die beschriebene Welt ist so magisch und bezaubernd, dass man darüber schnell hinweg sehen kann.

Ich denke die meisten haben sich mindestens einmal im Leben überlegt, wie es wohl wäre, wenn man mit Tieren sprechen könnte und genau dies wird hier dargestellt und zwar auf spannende, humorvolle, geheimnisvolle und traurige Weise. Die Emotionen, die einem beim Lesen aufkommen, lassen einen nicht mehr los und überraschen einen immer wieder aufs neue.

Die Autorin erschafft einzigartige Charaktere, die alle ziemlich unterschiedlich sind, auch wenn die meisten liebenswürdig sind, was aber natürlich mit dem eigentlichen Lesealter zu tun hat.

Das Cover muss ich auch erwähnen, da es mir so gut gefällt: Es ist wirklich bezaubernd. Erstmal ist das Zusammenspiel der grün/blau/türkisen Farben sehr gut gemacht und dann ist der Wolskopf anders bestrichen und teilweise hervorgehoben, sodass man ihn beim drehen von der Spiegelung unterscheiden kann und man ihn fühlt, wenn man drüber streicht.

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Tags: tiere   (1)
 

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(29)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

benzin, bakterium, leserunde, will hofmann, vergrünen

Lebensnacht

Will Hofmann
Fester Einband: 335 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783944788296
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Menschen sterben weltweit in großer Zahl, ihre Leichname lösen sich in Pfützen auf, nur Knochen und Kleidungsstücke bleiben übrig. Und der Geruch nach Benzin. Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität: Die Menschheit steht vor dem Aus. Professor Harry Kauffmann, Träger des Chemie-Nobelpreises und weltweit anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, versucht mit seinem Team, den Schaden einzudämmen, der ihm bei seinen Experimenten unterlaufen ist. Er wollte Benzin mithilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen. Um die tödlichen Folgen seiner Forschungen zu bekämpfen, fehlen aber die adäquaten Mittel. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wie wird dieser enden?

Die Kapitel sind kurz gehalten und passen zu der sofort einsetzenden Spannung. Man erfährt schnell, worum es geht und kann sich somit, und auch durch den flüssigen und verständliche Schreibstil, auch gut in die Geschichte hineinversetzen.

Es werden einige Fachbegriffe und wissenschaftliche Zusammenhänge beschrieben, doch sie werden meist innerhalb von Dialogen oder, wenn nicht, im Glossar erklärt. So muss der Leser sich nicht sorgen, dass er ohne die Kenntnis einen inhaltlichen Aspekt nicht versteht.

Der Autor nutzt viele Aspekte, um die Geschichte so realistisch zu machen: Er beschreibt die Veränderungen in der Gesellschaft, die Verhaltensweisen der Bevölkerung und ihr Handeln, dass sich durch die neue Situation verändert und ins panische übergeht und erklärt teilweise das Handeln einiger Charaktere durch Kindheits- und Jungenderfahrungen. Auch den Humor lässt er nicht aus, der beispielsweise durch einen hessischen Dialekt mit eingebracht wurde. Dadurch wirkt alles sehr lebendig.

Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, da es so realitätsnah dargestellt ist und man es leicht auf die heutige Zeit übertragen kann. Wie gehen wir miteinander um? Kann Genmanipulation so etwas bewirken?

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Tags: chaos, experimente, realitätsnah   (3)
 

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

steampunk, fantasy, maschinen, gwenael chabod, jaleel

Die Seelenlosen

Tanja Meurer
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Incubus Verlag, 21.03.2016
ISBN 9783945569023
Genre: Fantasy

Rezension:

Valvermont war einst die Heimat des Kriegsveteranen Gwenael Chabod, der zum Commandanten über die Garnisonen der Stadt berufen wird. Sein Geliebter Orin - ein ehrwürdiger Priester orcischer Abstammung - ist an seiner Seite, als sich vor Gwenaels Augen ein Mann in eine seelenlose Kreatur verwandelt. Kurz darauf wird eine junge Frau getötet. Einziger Augenzeuge ist der Dieb Jaleel. Sein Bericht deckt Grauenvolles auf - und bringt sein eigenes Leben in Gefahr. Gemeinsam mit neuen Freunden und Verbündeten jagt Gwenael den finsteren Geist, der von Valvermont Besitz ergriffen hat. Nicht ahnend, wie nah ihm die Dunkelheit bereits ist. Ein Roman aus einer fantastischen Welt, die die ersten vorsichtigen Schritte in Richtung Moderne wagt. Umgeben von dampfbetriebenen Maschinen, mächtigen Magiern und einem undurchsichtigen Stadtoberhaupt muss Gwenael sich fragen, wem er trauen kann, wer seine Freunde sind, wer ihn liebt und welche düsteren Geheimnisse die Villa seiner Familie birgt.

Der Anfang dieses Buches ist so eine Sache: Es gibt sehr viele Namen, die man sich schnell merken muss und bei einigen weiß ich nicht so richtig, ob ich sie wirklich korrekt ausspreche. Doch da ich Französisch in der Schule hatte, war dieses eine Problem doch nicht so groß.
Aber trotzdem konnte ich mich sehr gut in die Geschichte reinlesen, da der Schreibstil sehr flüssig und verständlich ist und die Charaktere und Handlungsorte detailreich beschrieben sind. Sowohl positive als auch negative Aspekte fließen bei ihnen mit ein und man bekommt man einen genauen Einblick in die Welt und deren Funktionsweise des Buches.

Dadurch, dass sich mehrere Charaktere seltsam verhalten (beispielsweise die Wirtin), weiß man nicht, ob es einfach zu ihren Charakterzügen gehört oder ob sie etwas planen. Man rätselt, ob sie zu den Guten, den Bösen oder auch zu einem Mittelding gehören.
Doch es wirkt nicht nervend, sondern man möchte weiter lesen und mehr erfahren und man kann nicht bereits im Vorfeld sagen, wie es ausgeht. So hält die Spannung weiter an.
Was ich noch besonders gut fand war eine Erotikszene, wo man beim Lesen spürt wie es knistert.
Die Autorin schreckt nicht davor zurück sie anschaulich zu beschreiben, wobei man merkt, wie es knistert.

Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger. Das trifft einen sehr unvorbereitet und es kommt wahrscheinlich auf die Person an, ob man es gut (die Neugier für den nächsten Teil) oder schlecht (zu abrupt) aufnimmt. Ich persönlich finde es gar nicht schlecht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man sich durch die vielen Namen und Ereignisse am Anfang nicht abschrecken lassen soll, denn danach fesselt das Buch einen.

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Tags: cliffhanger, maschinen   (2)
 

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

lottogewinn, krimi, mord, missbrauch, usa

Die Einsamkeit des Bösen

Herbert Dutzler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 29.09.2016
ISBN 9783709972571
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das kleine Mädchen Alexandra musste schon früh lernen, was es heißt, wenn jemand grundlos böse ist, wenn jemand voll von Hass, Frust und Aggression ist. Die erwachsene Frau Alexandra scheint die schwere Kindheit völlig hinter sich gelassen zu haben - doch wirkt es nur an der Oberfläche so. Von den düsteren Geheimnissen, die in ihr schlummern, wissen weder ihr Mann noch ihre beiden Kinder. Manchmal sind sie so weit weg, dass selbst Alexandra sie vergisst.
Ein Lotteriegewinn: überraschender Geldsegen oder Fluch?
Eines Tages gerät Alexandras heile Welt aus den Fugen: Ein Millionengewinn entpuppt sich mehr als Fluch denn als Segen. Plötzlich fühlt Alexandra sich allein. Ihr Ehemann wird ihr von Tag zu Tag fremder, Heimlichkeiten vor Freunden sind an der Tagesordnung, die Kinder stellen materielle Ansprüche, nichts ist mehr so, wie es war - da beginnt Alexandras Fassade zu bröckeln. Sie spürt: Die Schatten ihrer Vergangenheit fallen noch immer düster auf ihre Seele. Und dann regt sich in ihr jenes zornige kleine Mädchen, das damals dem Bösen direkt ins Auge geblickt hat …

Der Autor erzählt in zwei zeitversetzten Handlungssträngen die Vergangenheit und Gegenwart von Alexandra. Die gefallen mir sehr gut, so erfährt man nur stückweise Dinge von der Vergangenheit und wird trotzdem mit der Gegenwart konfrontiert.

Durch das, was Alexandra passiert ist und weiterhin zustößt tut sie einem leid und man fühlt mit ihr, doch sie wirkt nicht wie eine Person, die Mitleid benötigt, weshalb sie mir sehr sympathisch ist.

Wahrscheinlich hat so gut wie jeder schon einmal mit dem Gedanken gespielt einen Millionenbetrag zu gewinnen, was man damit machen würde, wie man sich selbst und die anderen um einen herum verändern würde und so weiter.
Und genau dies passiert Anton. Es wird auf äußerst realistische Weise erzählt, wie der Geldbetrag die bereits inaktive Familie vollständig zerreißt, bis fast nichts mehr gutes übrig bleibt.
Mit dem Reichtum verändern sich Anton und die Kinder, bis Alexandra, die das Geld nicht will und es am liebsten verschenken würde.

Je weiter man in der Geschichte vorankommt, desto spannender, mitreißender und intensiver wird sie. Durch die detaillierten Beschreibungen der Charaktere und deren Veränderungen ist man mitten im Geschehen und am Ende fragt man sich: Würde meine Familie ebenfalls zerbrechen?

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Tags: geldgewinn, reich, zerbrechen   (3)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

unsterblichkeit, mystery, wel, bücher, ewigkeit

Die Ewigen - Das Gedächtnis der Welt

Chriz Wagner
E-Buch Text: 82 Seiten
Erschienen bei Endeavour Press, 19.09.2016
ISBN B01LBB4XB8
Genre: Fantasy

Rezension:

Mein Name ist Thyri. Ich lebe ewig. Solange ich zurückdenken kann, bin ich auf der Erde. Ich suche nach meiner Liebe. Und ich suche nach dem Tod. Gemeinsam werden wir eine Antwort finden auf die Frage: Wer bin ich? Ich kann nicht sterben. Ich kann nicht lieben. Ich bin Thyri. 1933 n. Chr.: Thyri hat eine Anstellung im Lesesaal der London Museum Library. Dort, inmitten all der alten Bücher fühlt sie sich aufgehoben. Sie hat das Gefühl an einem Ort angekommen zu sein, an dem sie sich nicht verstecken muss. Und vielleicht, so hofft sie, findet sie in einem der abertausend Bücher Informationen über ihre Herkunft, ihre Unsterblichkeit – und über Simon, den sie nicht vergessen kann. Eines Tages wird die Sammlung der Bibliothek um ein ganz besonderes Schmuckstück reicher: Der Codex Sinaiticus, die älteste Bibelübersetzung der Welt, findet ihren Weg nach London. Und während Thyri noch ihr normales Leben genießt, schleicht sich der Codex langsam in ihre Lebenswirklichkeit und verändert alles. Denn was hat es mit den seltsamen historischen Ungereimtheiten auf sich, die Thyri immer häufiger in den historischen Büchern entdeckt? Sind ihre Freunde, wer sie vorgeben zu sein? Oder findet Thyri unter ihnen vielleicht endlich einen weiteren Ewigen?

Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, weshalb man sich gut in die Geschichte reinlesen und reinversetzten kann. Auch die Charaktere kann man sich sehr gut vorstellen, da sie detailliert beschrieben sind, aber auch realistisch mit positiven und negativen Eigenschaften.

Während des Lesens baut sich schnell eine gewisse Spannung auf, die fast über die ganze Geschichte erstreckt und den Leser daran fesselt. Und doch wird nicht Zuviel verrate, wodurch man bis zum Ende rätselt was die Lösungen für die vielen offenen Fragen sind.

Am Ende bleiben dennoch viele Fragen unbeantwortet, aber da es mehrere Teile gibt, denke ich, dass einige noch im nächsten Teil aufgelöst werden.

Insgesamt eine lesenswerte Geschichte!

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Tags: gedächtnis, wel   (2)
 
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