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43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Wie Eulen in der Nacht

Maggie Stiefvater , Katharina Volk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2018
ISBN 9783426522820
Genre: Fantasy

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46 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Der Apfelbaum

Christian Berkel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 12.10.2018
ISBN 9783550081965
Genre: Romane

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Der Mitternachtsladen

Tanja Karmann
Buch: 336 Seiten
Erschienen bei familia Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783961310654
Genre: Fantasy

Rezension:

Eigentlich war Lina nur auf dem Weg nach Hause, als ihr an der Straße im Wald ein Laden auffällt. Als der Besitzer des Ladens sie einstellt, ist sie erst mal dankbar für den Job. Dabei müssten die Arbeitszeiten von Sonnenuntergang bis Mitternacht sie eigentlich stutzig machen. Auch ihre Kollegin Mara benimmt sich ein wenig seltsam. Je länger Lina im Mitternachtsladen arbeitet, desto näher scheint sie dem Geheimnis zu kommen. Als sie Brendan, den Sohn des Ladenbesitzers, kennenlernt, offenbart sich ihr eine völlig neue Welt.

Tanja Karmann lässt sich während des Erzählens nur bedingt in die Karten schauen. Das ist insofern positiv für die Geschichte, da man lange gar nicht weiß, was es denn nun mit dem Mitternachtsladen auf sich hat. Auch Brendan und seine Freunde lassen sich dadurch nicht so leicht einordnen. Darüber hinaus hat jedes Detail seinen Platz innerhalb der Geschichte, irrelevante Erwähnungen und Bemerkungen am Rande sucht man vergeblich. Die verdichtete Erzählung fordert wiederum Aufmerksamkeit vom Leser, allerdings macht es einem die Autorin mit ihrem einladenen Schreibstil leicht in den Text einzutauchen. Die Bezüge zum gälischen und der irischen, schottischen und angelsächsischen Feenmythologie fügen sich nicht nur problemlos in die Geschichte ein, sondern ergeben sich auch logisch aus dem Aufbau der erzählten Welt.

Da Lina sich mit den neuen Gegebenheiten erst nach und nach vertraut machen muss, lernt man auch als Leser die Hintergründe Stück für Stück kennen. Das erleichtert es einem, sich in der erzählten Welt zurechtzufinden. Linas jugendliches Alter und die im Text angesprochenen Themen machen „Der Mitternachtsladen - Verbundene Welten“ vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene attraktiv. Allerdings spricht das Buch darüber hinaus eigentlich alle Fans von gutgeschriebener Fantasy an.

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Tags: der mitternachtsladen, familia verlag, fehu fantasy, tanja karmann, verbundene welten   (5)
 

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10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Drachenkralle - Das Feuer der Macht

Janika Hoffmann
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 31.07.2018
ISBN 9783958695573
Genre: Fantasy

Rezension:

Simon, Maya und ihre Freunde sind auf dem Rückweg in ihr Heimatdorf. Mit den beiden übermütigen Jungdrachen Mary und Juri gestaltet sich die Reise aber manchmal gar nicht so einfach. Als Mary einem fremden Mädchen das Leben rettet, erfahren die Freunde durch eine Prophezeiung von einer neuen Gefahr. Entschlossen, diese abzuwenden, wird die Heimreise erst ein Mal aufgeschoben. Um sich dem Bösen entgegenzustellen, müssen sich die Freunde aber erst einmal trennen.

Mit Alana taucht ein neuer Charakter auf, der sich jedoch nahtlos in die bereits bestehende Gruppe einfügt. Die Figuren aus dem ersten Band werden als bekannt vorausgesetzt, wodurch Alana deutlich in den Mittelpunkt gerückt wird. Da sie die Freunde allerdings erst kennenlernen muss, können hier auch noch Leser, die den ersten Teil nicht gelesen haben, in die Geschichte einsteigen. Viel Zeit, um sich in der neuen Gruppe zurechtzufinden, hat Alana allerdings nicht, da der Schwerpunkt des Buches auf der Entschlüsselung der Prophezeiung und der dadurch bedingten Reise liegt.

Die Handlung von „Drachenkralle – Das Feuer der Macht“ gliedert sich in drei Erzählstränge, zwischen denen gewechselt wird. Dadurch entsteht für den Leser ein umfassendes Bild von der Gesamthandlung. Im Laufe der Geschichte gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, aber auch Ereignisse, die sich als Anspielungen deuten lassen können. Hinzu kommen jugendliche Helden, die mitunter impulsiv handeln und verwundbar sind, wodurch die Erzählung eine gewisse Unberechenbarkeit bekommt. Wie bereits der erste Band richtet sich auch „Drachenkralle – Das Feuer der Macht“ primär an Jugendliche und junge Erwachsene.

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Tags: amrun verlag, das feuer der macht, drachenkralle, janika hoffmann   (4)
 

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95 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

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Die Sprache der Dornen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2018
ISBN 9783426226797
Genre: Fantasy

Rezension:

Sechs Geschichten aus der Welt der Grisha. Aus Semeni, Rawka, Kerch und Fjerda. Düstere Geschichten über Enttäuschungen und Heimtücke, aber auch fröhlichere über Freundschaften und Vertrauen kommen hier zusammen. Hoffnung, Liebe, Sehnsucht, Magie und Freundschaft funktionieren als zentrale Motive. Dabei sind die Protagonisten mal Menschen, mal Tiere und mal fantastische Wesen.

Mit „Die Sprache der Dornen“ erschafft Leigh Bardugo für ihre Welt der Grisha zusätzlich eine Märchentradition. Die Geschichten sind dabei nach Regionen geordnet und orientieren sich inhaltlich an der Geographie und den Gegebenheiten ihrer Herkunftsregion. So handelt das Märchen aus Kerch natürlich von einer Kaufmannsfamilie, während das Märchen aus Rawka während eines langen Winters spielt. Dabei werden in den Geschichten durchaus Motive aus den Märchen der Brüder Grimm, „Der kleinen Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen oder auch aus Tierfabeln, wie etwa von La Fontaine oder Aesop, aufgegriffen. So ergeben sich durchaus Parallelen und Ähnlichkeiten, ohne, dass die Motive wiederholend wirken.

Hinzu kommen außerdem zahlreiche Illustrationen von Sarah Kippin, die Seite für Seite mit der Geschichte wachsen oder sich verändern. Teilweise spiegeln die Illustrationen so auch den Inhalt der Geschichte wieder und erzählen so als eine Art Daumenkino selbst. „Die Sprache der Dornen“ lässt sich sowohl ergänzend als auch unabhängig zur Grisha-Trilogie und der „Glory or Grave“-Reihe lesen. Wer die genannten Buchreihen bereits kennt, der wird feststellen, dass durch die Märchen die, von Leigh Bardugo erschaffene, Welt ein Stück Kulturgeschichte erhält. Unabhängig gelesen, sind die sechs Geschichten sechs wunderschön erzählte Kunstmärchen.

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Tags: die sprache der dornen, grishaverse, knaur verlag, leigh bardugo   (4)
 

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Deutscher Buchpreis 2018

LovelyBooks
Buch
Erschienen bei LovelyBooks, 01.08.2018
ISBN 9783777777777
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Der Fall von Gondolin

J.R.R. Tolkien , Christopher Tolkien , Helmut W. Pesch , Alan Lee
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 30.08.2018
ISBN 9783608963786
Genre: Fantasy

Rezension:

Lange bevor Bilbo den Einen Ring fand, noch lange bevor der Ring überhaupt geschmiedet wurde, standen sich im Norden Mittelerdes Morgoth, der Ursprung allen Bösen und Ulmo, der Herr der Wasser, gegenüber. Im Mittelpunkt ihrer Rivalität steht die geheime elbische Stadt Gondolin, die Morgoth zerstören, Ulmo jedoch beschützen und erhalten möchte. Dazu wählt er den Mensch Tuor aus und führt in nach Gondolin, um dessen Bewohner zu warnen. Gondolins König entscheidet sich jedoch dafür, die Warnung zu missachten. Als Morgoth durch Verrat schließlich die Lage der Stadt erfährt, nimmt der Fall von Gondolin seinen Lauf.


„Der Fall von Gondolin“ ist keine neue Geschichte. Wer Tolkiens Werke kennt, hat in „Das Silmarillion“, den „Nachrichten aus Mittelerde“ oder in „Das Buch der Verschollenen Geschichten – Teil 2“ mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit schon etwas vom Untergang Gondolins gelesen. Die jetzige Neuausgabe beschäftigt sich aber nicht nur mit der Geschichte selbst, sondern vor allem mit ihrer Entwicklung und Entstehungsgeschichte. Dazu gibt es Anmerkungen von J. R. R. Tolkiens Sohn Christopher Tolkien, in denen Entstehungsdaten rekonstruiert werden oder sich Anmerkungen zu bestimmten Textpassagen finden. Tolkiens Sohn und Nachlassverwalter gelingt es außerordentlich gut, Ordnung in die oft widersprüchlichen Notizen zu bringen und diese für den Leser nachvollziehbar zu machen. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle die Arbeit des Übersetzers Helmut W. Pesch, der für die deutsche Ausgabe zusätzlich 150 Verse im Stabreim zu übertragen hatte, was nun wirklich keine leichte Aufgabe, ihm aber äußerst treffend gelungen ist.


„Der Fall von Gondolin“ steht in einer Reihe mit „Die Kinder Húrins“ und Beren und Lúthien“, spielt es doch ebenfalls im Ersten Zeitalter von Mittelerde. Da „Der Fall von Gondolin“ keine neue Geschichte ist, eignet sich das Werk vor allem für Tolkien Fans, die sich näher und intensiver mit seinem Werk auseinandersetzen oder auseinandergesetzt haben. Geht man von der endgültigen, letzten Fassung der Geschichte aus, dann wird Gondolins Fall auf gerade einmal 64 von 352 Seiten erzählt. Zum Vergleich: Die erste Fassung umfasst 83 Seiten. Als Lesebuch eignet sich das Werk daher nur bedingt. Wer aber die Entstehungsgeschichte kennen lernen und gerne verschiedene Versionen vergleichen, vielleicht sogar akademisch damit arbeiten möchte, für den hält das Buch interessante Erkenntnisse und auch die eine oder andere Anekdote bereit. Zusätzlich wird der Text durch acht Farbtafeln und fünfzehn Illustrationen des Künstlers Alan Lee bereichert, der bereits zahlreiche Werke Tolkiens illustriert und auch an den Verfilmungen mitgewirkt hat.

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Tags: der fall von gondolin, hobbitpresse, j. r. r. tolkien, klett cotta verlag, mittelerde, the fall of gondolin   (6)
 

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420 Bibliotheken, 44 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

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Das Gold der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.09.2018
ISBN 9783426654491
Genre: Fantasy

Rezension:

Kaz, Inej, Nina, Matthias, Jesper und Wylan haben es geschafft. Sie sind nicht nur in das streng gesicherte Eistribunal eingebrochen, sondern haben auch noch ihren Auftrag dort erfüllt und sind lebend wieder entkommen. Viel Grund zur Freude haben sie aber trotzdem nicht, denn Inej ist bei ihrer Rückkehr nach Ketterdam gefangen genommen worden. Wie sich herausstellt, gehört die Geiselnahme zu einem Plan, um von den Krähen die Droge Jurda Parem zu erpressen. Kaz und seine Bande müssen mit allen Mitteln die Verbreitung des Jurda Parem verhindern. Andernfalls wären die Konsequenzen nicht nur für Grisha fatal.

Kaz Brekker ist einem nicht sympathisch, aber das muss er auch nicht sein. Es reicht völlig, dass er die Fäden in der Hand hält und die Geschicke der sechs Krähen lenkt. Das man sich als Leser trotzdem mit ihm abgibt, liegt daran, dass die Fieslinge einem noch weniger gefallen und das seine Freunde, im Gegensatz zu ihm, echte Sympathieträger sind. Dazu kommt eine spannende und dicht gestrickte Geschichte, die mit der einen oder anderen überraschenden Wendung aufzuwarten weiß. Allerdings wäre die Geschichte ohne Kaz nicht das, was sie ist. Er tut das, was nötig ist und getan werden muss, notfalls eben auch ohne Rücksicht auf Verluste. Das sorgt zwar nicht dafür, dass man ihn mag, macht ihn aber zu einem ehrlichen Charakter, der sich selbst treu bleibt und der dennoch unvorhergesehene Entscheidungen trifft. Bei all dem vergisst man leicht, dass die Charaktere zwischen sechzehn und achtzehn Jahren alt sind und trotzdem an Gerissenheit und Entschlossenheit mehr zu bieten haben, als mancher Erwachsene.

Im Laufe der Geschichte taucht man auch in die Vergangenheit der Krähen ein und erfährt etwas über deren Lebensläufe und wie sie dazu gekommen sind, sich Kaz anzuschließen. Wie schon im ersten Band wechselt auch bei „Das Gold der Krähen“ die Erzählperspektive von Kapitel zu Kapitel. Und genau wie im ersten Teil ist das erste Kapitel durch die Sichtweise eines weitgehend handlungsfremden Charakter gekennzeichnet, dessen Erlebnisse für den weiteren Verlauf der Ereignisse richtungsweisend sind. Durch die wechselnden Perspektiven erweckt Leigh Bardugo den Eindruck, einen umfassenden Überblick über die Handlung zu geben. Wie bei einem guten Taschenspielertrick wird aber immer nur so viel preisgegeben, wie nötig ist, um dem Leser das Gefühl zu geben, sich auf der richtigen Spur zu befinden. Die unvorhersehbare Handlung sorgt für Spannung. Der Charme der Erzählung liegt aber in den facettenreichen Charakteren begründet, die trotz ihres jungen Alters ihre Päckchen zu tragen haben. Richtige Helden sucht man in „Das Gold der Krähen“ vergebens. Dafür findet man Charaktere mit Fehlern, Ecken und Kanten, die ihre Stärke in der Gemeinschaft finden und die Geschichte lesenswert machen.

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Tags: das gold der krähen, glory or grave, knauer verlag, leigh bardugo   (4)
 

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Georgien. Eine literarische Reise

Fatma Aydemir , Nestan Nene Kwinikadse , Lucy Fricke , Archil Kikodze
Buch: 220 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 31.08.2018
ISBN 9783627002572
Genre: Romane

Rezension:

Ich war in Georgien. Ich bin in Tuschetien und Kachetien auf Berge gestiegen, habe das Stalin Museum in Gori besichtigt und bin über schlechte Straßen Adschariens gefahren. Ich bin durch die Altstadt von Tblissi und durch die Dörfer Swanetiens geschlendert und habe schließlich den Kasbek vor mir aufragen sehen.

Nun, leider habe ich das alles nicht wirklich erlebt. Die berühmte Reise mit dem Finger auf der Landkarte war diesmal eher eine Reise mit den Gedanken zwischen den Seiten. Und um ehrlich zu sein, bin ich auch nur mitgereist. Eingeladen durch die Textsammlung „Georgien. Eine literarische Reise“ folgt man sechs Autorentandems quer durch Georgien und erfährt dabei so einiges über das Land, die Menschen und die Kultur. Initiiert wurden die Autorenreisen durch das Georgian National Book Center, Unterstützung kam durch das Goethe-Institut Georgien. Sechs deutsche und sechs georgische Autoren haben sich dann jeweils paarweise in eine Region Georgiens begeben. Dabei liegt der Fokus immer darauf, was der fremde und was der eigene Blick sieht. So unterschiedlich wie die Autoren sind auch ihre Erlebnisse und Texte.

Reiseberichte, Kurzgeschichten und Gedichte erzählen von einem Land mit einer bewegten Vergangenheit, die die heute dort lebenden Menschen immer noch prägt. Bereits der erste Text von Lucy Fricke macht deutlich, dass die Kultur nach wie vor stark von der Vergangenheit beeinflusst ist. Innerhalb der Texte wird aber auch die Rolle der Literatur in der Kultur hervorgehoben. Das als Titel verwendete Zitat des georgischen Schriftstellers Schota Rustaweli ist dem Buch vorangestellt und gibt treffend wieder, worum es eigentlich geht. Hält man an der eigenen Perspektive fest, dann entgeht einem das, was der Blick von außen wahrnimmt. Wenn man sich aber öffnet und die fremde Perspektive zulässt, dann gewinnt man einen neuen Blick auf etwas Bekanntes und manchmal wird das Altvertraute so zu etwas Neuem.

"Georgien. Eine literarische Reise" nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch ein widersprüchliches aber, den Texten zufolge, auch sehr schönes Land. Die Vielfalt der Texte und die darin literarisch erzählten Erlebnisse sprechen dafür, dass Unterschiede auch immer eine Bereicherung sind. Dadurch, dass die Schriftstellertandems in unterschiedlichen Regionen Georgiens unterwegs waren, macht man während des Lesens einmal eine Rundreise. Dabei ist der Begriff „literarische Reise“ doppeldeutig zu verstehen. Zum einen natürlich, weil man die Reise anhand literarischer Texte unternimmt, zum anderen, weil jede Region ihre eigene literarische Geschichte und ganz eigene Erzählkultur hat, die in den einzelnen Texten auch deutlich wird. Das Buch macht neugierig, Georgien selbst einmal zu bereisen und zu erkunden und wer bereits dort war, wird sicherlich das eine oder andere in den Texten wiedererkennen.

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Tags: eine literarische reise, frankfurter verlagsanstalt, fva, georgien   (4)
 

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215 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

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Das rote Adressbuch

Sofia Lundberg , Kerstin Schöps
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442314997
Genre: Romane

Rezension:

Hast du genug geliebt? Doris ist 96 Jahre alt. Ein Alter, in dem man durchaus schon mal auf sein Leben zurückblickt. Um ihrer Großnichte Jenny etwas zu hinterlassen, wenn sie einmal nicht mehr ist, beginnt sie anhand ihres roten Adressbuchs ihre Erinnerungen niederzuschreiben. Das Adressbuch wird dabei zum Reiseführer durch Doris Vergangenheit und lässt sie erneut Bekanntschaft mit verschiedensten Menschen machen, die ein Stück ihres Lebenswegs mit ihr geteilt und ihr Leben auf die unterschiedlichste Art und Weise geprägt haben. Und am Ende müssen Doris und auch Jenny erkennen, wie wichtig die Bedeutung der Liebe für das Leben ist.

„Das rote Adressbuch“ ist wie eine Novelle aufgebaut. Doris Lebensgeschichte wird vor dem Hintergrund ihrer gegenwärtigen Situation erzählt. Während die Kapitel, in denen von der Gegenwart erzählt wird, nummeriert sind und im Präsens verfasst sind, sind die Kapitel, die von Doris Vergangenheit handeln, mit Namen verschiedener Personen übertitelt und im Perfekt verfasst. Hinzu kommt ein Wechsel der Erzählperspektive zwischen den beiden Erzählebenen. Die Idee, Personennamen als Kapiteltitel zu nehmen, ist originell und macht deutlich, dass verschiedene Menschen tatsächlich so etwas wie Kapitel in der Lebensgeschichte sind. Manche Kapitel sind länger, manche kürzer und manchmal ist es nicht nur ein Kapitel, sondern ein durchgehendes Erzählmotiv. Inhaltlich hat der Roman ein paar kleine Schwächen, da einige von Doris Erlebnissen zu konstruiert wirken. Weil allerdings keine dieser Erinnerungen auf Effekte aus ist, sondern der Schwerpunkt auf der Darstellung liegt, ändert dies nichts an der Aussage, Wirkung und Qualität des Texts.

Sofia Lundbergs Roman ist stimmig durchkonzipiert. So, dass sich Aufbau des Textes und der Inhalt der Handlung ergänzen. Der rote Faden ist in diesem Fall das Adressbuch, welches Doris dabei hilft ihre Erinnerungen niederzuschreiben. Erinnerungen, die dazu anregen über Träume, sowie über genutzte und ungenutzte Gelegenheiten nachzudenken. Aber auch darüber hinaus stellt Sofia Lundberg in ihrem Roman dar, was es bedeutet zu lieben und wie wichtig Mitgefühl, Anerkennung und Toleranz nicht nur in der Liebe, sondern im Leben allgemein sind. „Das rote Adressbuch“ begleitet einen noch über das Lesen hinaus und regt dazu an, über Menschlichkeit und Mitgefühl nachzudenken. Eine berührende Geschichte über Erlebnisse, Bekanntschaften und darüber, was das Leben ausmacht.

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Tags: das rote adressbuch, goldmann-verlag, sofia lundberg   (3)
 

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329 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

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231 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

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Palace of Fire - Die Kämpferin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 23.07.2018
ISBN 9783764531980
Genre: Fantasy

Rezension:

Rea ist eine Magdalena, sie kann bei Hautkontakt die Gedanken anderer Menschen nicht hören, sondern diese auch manipulieren. In ihrem Heimatland England herrscht deswegen ein striktes Berührungsverbot, welches auch der Grund ist, warum Rea Handschuhe trägt, die sie nur für eigentlich verbotene Kämpfe auszieht. Als der Geheimdienst auf sie aufmerksam wird, beginnen die Ereignisse ihren Lauf zu nehmen. Sie wird als Leibwächterin von Kronprinz Robin eingestellt, es dauert jedoch gar nicht lange, bis die beiden deutlich mehr verbindet. Als herauskommt, dass Rea eine Magdalena ist, flieht sie nach Paris, wo deutlich liberalere Gesetze im Bezug auf Magdalenen gelten. Reas Traum von einem friedlichen Leben währt jedoch nicht lange, denn Ninon, Schwester des französischen Königs und Reas Freundin, bittet sie ebenfalls um Personenschutz. Als dann auch noch Robin auftaucht und um Ninons Hand anhält, ist das Chaos beinahe perfekt. Die Anwesenheit eines englischen Prinzen spaltet die Pariser Gesellschaft in Befürworter und Gegner der Berührungsfreiheit und auch am Hof gibt es sowohl für die eine als auch die andere Seite, Sympathisanten, die ihre eigenen Ränkespiele realisieren. Allen voran Madame Hiver, die Mätresse des Königs. Als Robin schließlich nicht Ninon, sondern Rea einen Heiratsantrag macht, wagt Rea an Robins Seite eine Rückkehr nach London, obwohl das Risiko, aufgrund ihrer Fähigkeiten verurteilt zu werden, eigentlich zu groß ist. Hinzu kommt ihr Pakt mit Madame Hiver, dessen Vereinbarung sie zu erfüllen hat. Als Robin schließlich verschwindet und für gesetzlos erklärt wird, spitzt die Situation sich zu.

Nachdem der erste Band Motive der Sage von König Arthur aufgegriffen hat und der zweite Teil Die drei Musketiere ins Spiel gebracht hat, steht diesmal Robin Hood Pate. Die Elemente der Sagen und Geschichten sind dabei zwar immer klar erkennbar, werden aber zu einer neuen spannenden Geschichte, die mit ihren literarischen Vorlagen letztendlich nur noch die Bezüge teilt. Palace of Glass, Palace of Silk und Palace of Fire haben genug an Hintergrund und eigener Handlung zu bieten. So ist die Welt von Rea, in der Berührungen verboten sind, schlüssig durchdacht. Sowohl was die Kleidung, die gesellschaftliche Ordnung, als auch das alltägliche Leben betrifft. Und wie überall, wo es Verbote gibt, gibt es ebenso Befürworter und Gegner dieses Verbots, wodurch die Palace-Saga einen politischen Aspekt bekommt, ohne dabei zu politisieren. Im Vordergrund steht Reas Geschichte. Ihr Verlangen nach Berührung und Freiheit, ihr Traum von einer Welt, in der Berührungen nicht verboten sind und ihr Kampf dafür und gegen ihre inneren Dämonen. Das ist mitunter düster und grausam, aber genau diese Eigenschaften lassen die Ereignisse real wirken. Und dann gibt es noch die Liebesgeschichte zwischen Rea und Robin, die wie, ein Gegenpol, allen Schrecken gegenübersteht. Und natürlich wünscht man den beiden, dass sie am Ende zusammenfinden. Weil sie sich lieben, weil sie sich gemeinsam für eine Sache einsetzen und weil sie sich schon so einigen Schwierigkeiten stellen mussten. Allerdings sind die Nebencharaktere auch nicht ohne, weshalb man für sie ebenfalls auf ein gutes Ende hofft und genauso wie bei den Hauptcharakteren mitleidet, wenn sie Rückschläge hinnehmen müssen.

Die Geschichte um Rea spielt nicht nur vor einem gut durchdachten Hintergrund, sondern ist auch tiefgründig. Keine Figur ist in irgendeiner Weise oberflächlich gestaltet, selbst Reas Widersacher haben ihre Motive. Ebenso wie die erzählte Welt ebenfalls einen Ursprung und eine Geschichte hat. Trotz der verschiedenen Figurenhintergründe entstehen keine Längen, vielmehr fügen sich diese Details zu einem Ganzen. C. E. Bernard hat die Palace-Saga auf Englisch verfasst, sodass sie auf Deutsch in der Übersetzung von Charlotte Lungstrass-Kapfer vorliegt. Die jedoch wunderbare Arbeit geleistet hat, die richtigen Worte für die richtigen Stellen zu finden. Der Erzählstil ist packend und macht es leicht in die Geschichte einzutauchen. Hinzu kommt, dass die Handlung selten vorhersehbar ist. Charaktere, die man bereits auf bestimmte Handlungsmuster festgelegt hatte, agieren auf einmal völlig anders als erwartet. Bei manchen Szenen muss man ganz schön schlucken, allerdings ist man zu gebannt, um mit dem Lesen aufzuhören oder zu überblättern. Darüber hinaus haben die Szenen absolut ihre Berechtigung, da es nicht um sie selbst, sondern um den Zustand der erzählten Welt geht.

Man muss die Sagen und Geschichten, die in die Handlung geflochten sind, nicht kennen, um die Palace-Saga zu verstehen. Wer sie hingegen kennt, der findet immer wieder kleinere und größere Details in der Handlung, die sich der Artussage, den drei Musketieren oder Robin Hood zuordnen lassen, was beim Lesen für den einen oder anderen Moment der Wiedererkennung sorgt. Der Schreibstil lädt dazu ein, die Geschichte flüssig weglesen zu wollen. Oberflächlich lesen lässt sich die Geschichte aber nicht. Dazu sind Figuren und Handlungen zu komplex, was aber bewirkt, dass man beim Lesen völlig in die Geschichte eintauchen kann. Als Strandlektüre eignet sich die Palace-Saga daher vielleicht nur bedingt, da man bei Ablenkung vielleicht das eine oder andere Detail überliest, zum immer wieder Lesen dagegen ziemlich gut, da einem beim erneuten Lesen sicherlich noch einige Details mehr auffallen, als bei der ersten Lektüre. Vor allem ist die Palace-Saga aber eine Geschichte für alle, die träumen. Von Gerechtigkeit, Gleichheit und Gemeinschaft. Und auch, wenn die französische Revolution schon einige Zeit zurück liegt, sind ihre Ideale, in Reas und in unserer Welt, in gewisser Weise immer noch aktuell.

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(376)

851 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 195 Rezensionen

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

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466 Bibliotheken, 32 Leser, 2 Gruppen, 165 Rezensionen

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zélie ist eine Divîné. Sie hat magische Fähigkeiten. In einer Welt, in der Magie verboten ist, nicht unbedingt von Vorteil. Als ein altes Artefakt auftaucht, dass Zélie die Möglichkeit gibt, nicht nur ihre Magie vollständig zu entwickeln, sondern auch die Magie in ihr Land Orïsha zurückzuholen, begibt sie sich auf eine Mission. Denn auch der Kronprinz von Orïsha ist hinter dem Artefakt her. Zusammen mit ihrem Bruder und der Schwester des Kronprinzen versucht sie ihren Gegnern immer einen Schritt voraus zu sein. Sollte sie scheitern, könnte es das endgültige Ende der Magie in Orïsha bedeuten.


Tomi Adeyemi erzählt Children of Blood and Bone: Goldener Zorn aus der Sicht von vier verschiedenen Personen: Zélie, ihrem Bruder Tzain, der Prinzessin Amari und dessen Bruder Kronprinz Inan. Dadurch wird die Handlung vielseitig, erfordert aber etwas Konzentration vom Leser, sonst verliert man leicht den Überblick, wer gerade spricht. Obwohl die Sichtweisen wechseln und man beim Lesen etwas darauf achten muss, wer gerade erzählt, ist die Erzählung jedoch nicht anstrengend zu lesen. Tomi Adeyemis Schreibstil verbindet die einzelnen Handlungsstränge zu einer Geschichte, die sich flüssig lesen lässt. Auch das Erzähltempo und die Handlungsentwicklung sind angenehm zu lesen und geben der Geschichte die Möglichkeit sich in angemessenem Erzähltempo entwickeln.

Tomi Adeyemi erzählt allerdings die Geschichte einer Rebellion. Und kein Aufstand kommt ohne Gewalt und Tod aus. Das muss auch Zélie im Laufe der Handlung erfahren. Als Leser muss man an manchen Stellen schon etwas schlucken. Weniger wegen der dargestellten bzw. beschriebenen Grausamkeiten, sondern weil einem bewusst wird, das auf Unterdrückung neue Gewalt folgt. Der Weg zur Menschlichkeit ist (nicht nur) innerhalb der Geschichte vor allem durch Kampf und Aufstände geprägt. In ihrem Nachwort betont die Autorin, dass das Buch ihre Antwort auf die Gewalt gegen Schwarze in Amerika ist. In diesem Kontext erhalten die Gewaltsamkeiten im Buch eine tiefere und wichtige Bedeutung. Children of Blood and Bone: Goldener Zorn ist nicht nur eine spannende und gut geschriebene Geschichte über den Aufstand einer unterdrückten Gruppe, sondern auch eine Parabel auf das tägliche Leben und führt unweigerlich zu der Frage, ob Menschlichkeit tatsächlich erkämpft werden muss. Auch wer kein allzu großer Fan von Fantasyromanen ist, wird, durch den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Bezug, für sich etwas in der Geschichte finden können.

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Tags: children of blood and bone, fischer fjb, goldener zorn, tomi adeyemi   (4)
 

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140 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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The Crown's Game

Evelyn Skye , Friederike Levin
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 15.08.2018
ISBN 9783407749482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vika Andrejewa kann zaubern. Genauso wie Nikolai Karimov. Aber leider kann es immer nur einen Magier des Zaren geben. Also müssen beide zum „Spiel der Krone“ antreten, einem Wettkampf, bei dem beide ihre magische Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Allerdings setzt ein Wettkampf bereits voraus, dass es einen Gewinner und einen Verlierer geben muss. Der Gewinner erhält jegliche verfügbare magische Macht, die gleichzeitig den Tod des Verlierers bedeutet. Die Erkenntnis, das der Wettkampf den Tod des jeweils anderen bedeutet, gefällt weder Vika noch Nikolai. Allerdings ist es da bereits zu spät, um aus dem Wettkampf auszusteigen.

„The Crown's Game“ spielt in St. Petersburg im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts, in einer Welt, in der Magie möglich ist. Evelyn Skye versteht es, diese längst vergangene Zeit lebendig werden zu lassen und „ihr“ St. Petersburg dem Leser näher zu bringen. Obwohl der Verlag damit wirbt, dass es sich auch um eine Liebesgeschichte handelt, liegt der Fokus allerdings eindeutig auf dem magischen Wettkampf, den Unterschieden zwischen Vikas und Nikolais Zauberkünsten, sowie verschiedenen magischen Raffinessen, die sich die beiden einfallen lassen. Auf die Dreiecksgeschichte zwischen Nikolai, Vika und Pawel wird zwar immer wieder angespielt, allerdings wird sie nie ganz zu einem Ende geführt. Eine Tatsache, die in Anbetracht des politischen Aspekts der Handlung und der Frage, wie weit man für eine Sache gehen würde bzw. der offensichtlichen Abscheu Vikas und Nikolais einander zu töten, eher in den Hintergrund gerät. Zusätzlich werden die russische Gesellschaft und deren damalige Kultur thematisiert.

Die Darstellung der erzählten Welt ist Evelyn Skye hervorragend gelungen. Durch viele kleine Details lässt sie St. Petersburg zur Zeit des russischen Zarenreichs vor dem inneren Auge lebendig werden. Einzig eine Karte, auf der man die, im Roman erwähnten, Orte nachverfolgen kann, fehlt. Mit Beginn des Magierwettstreits lässt sich eigentlich ein mögliches Ende der Geschichte bereits erahnen, das tatsächliche Ende ist dann aber doch überraschend und lässt Luft für den bereits angekündigten Folgeband. Zugegeben, dadurch, dass die beiden Magier eher halbherzig darauf aus sind, sich gegenseitig zu töten, fehlt dem Wettkampf selbst etwas an Spannung und auch die Liebesgeschichte ist kein zentrales Thema. Stattdessen lässt sich „The Crown’s Game“ eher als fantastischer Gesellschaftsroman lesen und als solcher funktioniert die Geschichte einwandfrei.

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Tags: beltz & gelberg, evelyn skye, gulliver verlag, the crown's game   (4)
 

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299 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 108 Rezensionen

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Hazel Wood - Wo alles beginnt

Melissa Albert , Fabienne Pfeiffer , Frauke Schneider
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alice Proserpine und ihre Mutter Ella bleiben nie lange an einem Ort. Fast so, als wären sie auf der Flucht. Und tatsächlich scheinen Pech und Verkettungen unglücklicher Ereignisse Mutter und Tochter zu verfolgen. Als Alice Großmutter Althea unerwartet stirbt beschließt Ella sesshaft zu werden und eine Zeitlang scheint das auch tatsächlich zu funktionieren, doch irgendwann kommt das Unglück zurück: Ella verschwindet. Alice bleibt zunächst ratlos und mit der Warnung sich von Hazel Wood fernzuhalten zurück. Ihr wird jedoch bald klar, dass sie wohl nur in Hazel Wood Antworten erhält.

Melissa Albert erschafft mit „Hazel Wood“ eine ganz eigene Märchenwelt. Das Kernelement bildet dabei das Märchenbuch „Geschichten aus dem Hinterland“, das Alice Großmutter Althea Proserpine vor vielen Jahren verfasst hat und das vielleicht doch nicht ganz so fiktiv ist, wie Alice sich das zu Beginn denkt. Alice selbst ist eine schwierige Protagonistin, mit der man als Leser auch nicht wirklich warm wird. Trotzdem übt ihre stachelige, schwer greifbare Art, die sie zur Anti-Heldin des Romans macht, eine starke Anziehung aus. Auch wenn die Geschichte aus Alices Perspektive erzählt wird, ist es für die Handlung nebensächlich, ob man sie sympathisch findet oder nicht. Melissa Albert stellt die Geschichten aus dem Hinterland und Hazel Wood selbst in den Vordergrund. Und passend zur Warnung und der Bezeichnung Hinterland findet sich hier eine eher düstere Stimmung, die durch das bedächtige und eindringliche Erzähltempo, sowie Alice schwierigen und teilweise recht wechselhaften Charakter zusätzlich verstärkt wird.  

“Hazel Wood” ist eine Geschichte, auf die man sich einlassen muss, die dann aber aufgrund des Erzähltons, der Sprache und der bildhaften Beschreibung der Handlungsorte ziemlich schnell ihren Sog entwickelt. Ist man erst einmal in die Geschichte eingetaucht, entwickelt auch Alices schwierige Persönlichkeit ihren gewissen Reiz. Wer Märchen mag, der wird die eine oder andere Anspielung erkennen, wobei in “Hazel Wood” eine völlig eigene Geschichte erzählt wird. Wer allerdings eine Märchenwelt mit Happy End erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Der Roman reiht sich eher bei den düsteren Erzählungen ein. Das allerdings so fesselnd, dass sich das Buch nur schwer beiseite legen lässt.

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Tags: dressler verlag, hazel wood, märchen, melissa albert, stay away from the hazel wood, the hazel wood   (6)
 

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Drachenkralle - Die Klaue des Morero

Janika Hoffmann
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 15.05.2017
ISBN 9783958695566
Genre: Fantasy

Rezension:

Maya und Simon, Maro und Katharina. Drache und Reiter. Einander Verpflichtete. An erster Stelle vor allem aber Freunde. Als Simon der Drachin Maya zu Hilfe kommen muss, versteht er ziemlich schnell, dass Drachen nicht die bösartigen Geschöpfe aus den Legenden sind. Und als wäre diese Erkenntnis nicht schon genug, um einiges zu verändern, wird gleichzeitig deutlich, dass die wahre Bedrohung viel weitreichendere Folgen hätte, als ein Angriff durch einen Drachen. Denn wenn die Klaue des Morero in die falschen Hände gerät, könnten die Folgen weitaus verheerender sein. Simon und seine Freunde beschließen das Artefakt zu suchen, damit kein zu gieriger Herrscher seine Finger danach ausstrecken kann.

Über Drachen ist schon viel geschrieben worden und doch nimmt die Faszination nicht ab. Janika Hoffmann erschafft in „Drachenkralle – Die Klaue des Morero“ eine ganz eigene Welt der Drachen und deckt innerhalb der Handlung viele Lebensbereiche der Drachen ab. Vor allem handelt die Geschichte aber von Freundschaft, Zusammenhalt, Verantwortung und vom Erwachsenwerden. Simon ist vierzehn, erst vierzehn mag man denken, muss im Laufe der Handlung aber bald Entscheidungen treffen, die ihn über sich hinauswachsen lassen. Seine Erlebnisse auf der Suche nach der Klaue des Morero sorgen ebenfalls dafür, dass Simon und ebenso seine Freunde am Ende der Geschichte deutlich erfahrener und erwachsener sind.

„Drachenkralle – Die Klaue des Morero“ ist spannend geschrieben und scheut auch nicht davor zurück von Verlusten, Grausamkeiten und Trauer zu erzählen. Allerdings werden diese Ereignisse immer im Kontext erzählt, sodass dadurch vielmehr verdeutlicht wird, wie gefährlich das Unternehmen für Drachen und Reiter eigentlich ist. Mitunter finden sich in der Geschichte ein paar kleinere erzählerische Schwächen, die vielleicht ein kurzes Stutzen verursachen, die Handlung und den Erzählfluss an sich aber nicht weiter beeinträchtigen. Das junge Alter der Protagonisten, sowie der Aspekt des Erwachsenwerdens machen das Buch vor allem für jüngere bzw. jugendliche Leser interessant. Die Jagd nach dem Artefakt spricht allerdings auch bereits erwachsene Leser an.

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Tags: amrun verlag, die kralle des morero, drachenkralle, janika hoffmann   (4)
 

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202 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Franny ist tot. Ertrunken. Ihre Freundin Su kann das nicht begreifen, denn schließlich war Franny eine gute Schwimmerin. Und so beschließt Su herauszufinden, warum Franny ertrunken ist. Bis sie an einen Punkt kommt, an dem sie akzeptieren muss, dass manche Dinge einfach passieren.

Su ist neugierig, wissbegierig und klug. Aber sie ist auch eine Außenseiterin. Da sie sich dadurch bedingt zurückzieht, ist oft etwas einsam und auch mit ihren Gedanken viel allein. Die Geschichte wird aus Sus Perspektive erzählt, sodass man als Leser Einblick in ihre Gedankenwelt erhält. Auch wenn sich Sus Gedankengänge mitunter überschlagen, behält man trotzdem den Überblick und kann ihrer Logik ohne Probleme folgen. Ali Benjamin schreibt mit viel Gefühl und erweckt so Sympathie für ihre nachdenkliche und selbstständige Protagonistin. Der gefühlvolle Schreibstil trägt zudem dazu bei, die Sichtweise der zwölfjährigen Su glaubwürdig darzustellen. Ein Mädchen zwischen Kindheit und Pubertät, in vielen Dingen schon sehr erwachsen und weiter als Gleichaltrige, in anderen Dingen noch sehr naiv.

„Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ ist eine Geschichte über Trauerbewältigung, Freundschaft und Wissenschaft. Der wissenschaftliche Aspekt spiegelt sich auch in der Gliederung des Buches wieder, dessen einzelne Teile nach der Struktur eines Versuchsprotokolls angeordnet sind. Zwischendurch finden sich immer wieder Notizen von Su, die sich vom restlichen Text abheben. Trotz der dargestellten kindlichen Sichtweise, die eben der Tatsache geschuldet ist, dass die Geschichte aus der Sicht eines zwölfjährigen Mädchens erzählt wird, ist Ali Benjamins Roman aber nicht nur eine Geschichte für Kinder und Jugendliche. „Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ berührt auch erwachsene Leser.

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Tags: ali benjamin, die wahrheit über dinge, die einfach passieren, hanser literaturverlage, the thing about jellyfish   (4)
 

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Sprichst du Schokolade?

Cas Lester , Christine Spindler , Kate Forrester
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.06.2018
ISBN 9783845827353
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Liebe geht durch den Magen. Freundschaft aber auch. Als das kurdische Mädchen Nadima neu in Josies Klasse kommt, scheitert die Kommunikation erst einmal an den Sprachschwierigkeiten. Bis Josie auf die Idee kommt, dass Schokolade eigentlich jeder versteht. Von da an teilen die beiden Mädchen ihre Pausenmahlzeiten. Wenn sie sich nicht mit Worten verständigen können, schicken sie sich Emojis und werden nach und nach richtig gute Freundinnen. Josies selbstbewusste und vorlaute Art schafft es aber immer wieder, sie in Schwierigkeiten zu bringen und auf einmal ist ihre Freundschaft zu Nadima gar nicht mehr so sicher.

„Sprichst du Schokolade?“ beschäftigt sich mit vielen Aspekten der Themen Migration, Multikulturalität, Integration und damit, was es bedeutet, vor Krieg fliehen zu müssen. Auch wenn die Geschichte aus Josies Perspektive erzählt wird, wird dabei sowohl auf die Sichtweisen Einheimischer, als auch Geflüchteter eingegangen. Etwa, wenn Nadima sich Sorgen macht, sie und ihre Familie könnten ausgewiesen werden, als sie einmal in der Schule nachsitzen muss. Zwischendurch gibt es den einen oder anderen politischen Unterton, allerdings vorrangig durch erwachsene Charaktere. Auch wenn Kinder und jüngere Jugendliche deren Aussagen vielleicht nicht in vollem Umfang verstehen, wird der Sinn dahinter dennoch mehr als deutlich.

Neben dem Thema Integration geht es auch um ganz normale Probleme von Jugendlichen, wie Eifersüchteleien, Freundschaftskrisen und Schwierigkeiten im Schulalltag. Das macht die Geschichte allerdings nicht zu noch einem Roman über pubertierende Mädchen, sondern verortet sie vielmehr in einem realitäts- und alltagsnahen Umfeld. Ein schönes Extra sind die Rezepte am Ende des Buches, die einen Josies und Nadimas kulinarischen Austausch nicht nur schmecken lassen, sondern auch leicht nachzukochen sind. Cas Lester ist mit „Sprichst du Schokolade?“ eine sensible und realitätsnahe Darstellung aktueller Themen gelungen, die in dieser Form, sowohl ein Plädoyer für ein faires Miteinander ist, sich aber auch nicht davor scheut, Schwierigkeiten anzusprechen und zum Nachdenken anzuregen. Die Autorin findet dabei einen Ton, der einem die Ereignisse nahe gehen lässt, ohne jemals das Gefühl von Schaulust zu erwecken.

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Tags: arsedition, cas lester, do you speak chocolate?, sprichst du schokolade?   (4)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

apfel, caraval, dante, donatella, elantine, empress, erbe, fate, fates, flatiron books, handel, jacks, julian, kuss, legend

Legendary

Stephanie Garber
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Flatiron Books, 01.01.2018
ISBN 9781250192226
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nur ein paar Tage, nachdem Donatellas Schwester Scarlett Caraval gewonnen hat, geht es für die beiden Schwestern und die Caraval Darsteller nach Valenda. Anlässlich des 75. Geburtstags von Kaiserin Elantine soll dort, in der Hauptstadt des Meridianreiches, die nächste Spielrunde Caraval stattfinden. Donatella und Scarlett beschließen erneut zu spielen. Allerdings muss Donatella schon nach kurzer Zeit feststellen, dass es um weit mehr geht als nur um das Spiel. Aber da fangen die Grenzen zwischen Illusion und Wirklichkeit bereits zu verschwimmen an.

Im Gegensatz zum ersten Band „Caraval“, in dem Scarlett im Vordergrund steht, wird „Legendary“ aus der Sicht ihrer jüngeren Schwester Donatella erzählt. Allerdings steht für Donatella genauso viel auf dem Spiel wie in der ersten Spielrunde für Scarlett und es ist spannend, die Handlungsmotive der Schwestern zu vergleichen und herauszufinden wie und wofür sie jeweils kämpfen. „Legendary“ funktioniert aber auch ohne den Vorgängerband, da sich einerseits vorangegangene Ereignisse aus dem Kontext erschließen lassen, andererseits eine eigenständige Handlung vorliegt. Und über allem steht die Frage nach Legends Identität.

Stephanie Garbers Schreibstil schafft es wieder einmal, den Leser erneut für eine Runde Caraval zu begeistern. Zwischendurch werden immer wieder subtile Hinweise gegeben, die zur Lösung des Rätsels beitragen. Da die Handlung allerdings aus Donatellas Sicht erzählt wird, verschwimmen die Grenzen zwischen Illusion und Wirklichkeit nicht nur für die Protagonistin, sondern ebenso für den Leser. Dinge, die zwei Seiten zuvor noch eindeutig schienen, sind so auf einmal gar nicht mehr haltbar. Hinzu kommen verschiedene Bedrohungen, die Donatellas Wunsch diese Runde Caraval für sich zu entscheiden, immer wieder dem Scheitern nah bringen. Das sorgt allerdings dafür, dass die Geschichte nicht vorzeitig an Spannung verliert.

Im Nachwort erwähnt Stephanie Garber selbst, dass das zweite Buch schwerer zu schreiben ist, als das Erste. Mit „Legendary“ hat die Autorin aber eine sehr gelungene Fortsetzung vorgelegt.

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Tags: a caraval novel, flatiron books, legendary, stephanie garber   (4)
 

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

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Die Unruhigen

Linn Ullmann , Paul Berf
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 11.06.2018
ISBN 9783630874210
Genre: Romane

Rezension:

Eine Lebensgeschichte. Aber nicht vollständig. Dafür viele kleine detaillierte Momente. Vater – Mutter, Vater – Tochter, Mutter – Tochter, allerdings nie alle drei auf einmal. Das hat das Erzählen mit dem Fotografieren gemeinsam. Einer muss immer das Bild machen bzw. die Geschichte erzählen. Und so sind Fotos mit der ganzen Familie selten. Zumal die Eltern der Erzählerin getrennt leben und sich die Momente vor allem in Mutter – Tochter und Vater – Tochter unterteilen lassen. Im Mittelpunkt stehen Gespräche und zwischenmenschliche Interaktionen, die den roten Faden der Erzählung bilden.

Autobiographie? Fiktion? Vielleicht biographische Fakten fiktiv in Szene gesetzt? „Die Unruhigen“ verweigert sich einer genauen Einordnung. Fakt ist, dass Linn Ullmanns Vater tatsächlich Drehbuchautor und Regisseur war und ihre Mutter auch tatsächlich Schauspielerin ist. Ihre Erzählweise, sowie der Verzicht auf Namen, entziehen den Roman ein Stück weit der Realität. Ebenso der Umstand, dass die Erzählerin von sich mitunter in der dritten Person spricht. Hinzu kommt der filmische Aspekt. Die Erzählerin schafft Momentaufnahmen. Der Titel „Die Unruhigen“ bezieht sich dabei ebenso auf die Charaktere, wie auch auf die Bilder, die in diesen Momentaufnahmen geschaffen werden. Denn unruhige, womöglich laufende, Bilder ergeben einen Film und genau das ist es, was Linn Ullmann mit ihrem Detailreichtum schafft. Aber auch die Personen sind Unruhige. Immer in Bewegung und immer auf der Suche.

Der Erzählton ist dagegen eher weniger unruhig, sondern ruhig und bedächtig. Zusammen mit den vielen kleinen Details entsteht Atmosphäre und es fällt leicht, in die erzählte Welt einzutauchen. Wenn man sich darauf einlässt. Der Roman verlangt Aufmerksamkeit. So werden immer wieder Dialogausschnitte, Briefe und Tagebucheinträge in die Erzählung mit eingebunden. Diese bilden die Ausgangspunkte für verschiedene Episoden aus der Vergangenheit, in denen vieles ungesagt bleibt und trotzdem keine Lücken entstehen.

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Tags: die unruhigen, linn ullmann, luchterhand literaturverlag   (3)
 

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Das Fehlen des Flüsterns im Wind … und andere phantastische Kurzgeschichten aus dem Halbdunkel

Miriam Schäfer
Flexibler Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 27.02.2018
ISBN 9783862825639
Genre: Fantasy

Rezension:

Wichtel, Geister, Engel, sie alle haben ihre eigene Geschichte. Mal ist ein kleines Mädchen, das sich mit ihrem Wunsch an eine Wichtelfrau wendet, mal sind es Geister, die keinen Frieden finden und mal ist es ein Engel, der gebeten wird, einen Wunsch zu erfüllen. Aber es gibt auch die anderen Geschichten, in denen der Schauer vorherrscht. Ein altes Bild, das nicht das ist, das es zu sein scheint, ein Geist, der nichts Gutes im Schilde führt.

Miriam Schäfers Kurzgeschichten könnten nicht unterschiedlicher sein und sind doch im Phantastischen vereint. Ob es Elemente aus Feenmärchen oder aus Tausend-und-einer-Nacht sind, ob Science Fiction oder High Fantasy, ob Urban Legends oder Schauerliteratur, „Das Fehlen des Flüsterns im Wind und andere phantastische Kurzgeschichten aus dem Halbdunkel“ lässt nahezu kein Genre außen vor. Gut so, denn so kommt bei den 21 Kurzgeschichten jeder auf seine Kosten. Themen wie Freundschaft, Liebe, Angst, Tod, Neugier und Ehrgeiz finden alle ihren Platz und jede Geschichte hat immer auch ein bisschen was mit Hoffnung zu tun. Der Erzählton wechselt zwischen den Geschichten, ist allerdings immer der Handlung angemessen. Eine Wanderung durch den Schnee hat eher einen poetischen Ton, während eine zum Scheitern verurteilte Expedition eher mit einem deutlich düsteren, melancholischeren Ton versehen ist. Unabhängig vom Erzählton ist der Erzählstil allerdings bei jeder Geschichte fesselnd, egal ob bedächtig oder eher spannend.

Darüber hinaus haben alle Geschichten die typischen Merkmale der Kurzgeschichte, so märchenhaft und phantastisch sie auch sein mögen. Das heißt: unvermittelter Einstieg, komprimierter, verdichteter Inhalt und ein meistens offenes Ende. Das regt einerseits dazu an, die Geschichte selber weiterzuspinnen, allerdings muss man andererseits auch bereit sein, etwas eigene Phantasie ins Lesen zu investieren. Längenmäßig bewegen sich die Texte zwischen 2 und 20 Seiten, was jedoch nicht heißt, dass die kürzeren einfacher sind oder die längeren eindeutigerer. „Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ lässt den Leser gedanklich in seine phantastischen Welten abtauchen und lässt ihn auch nach der Lektüre nicht sofort wieder in die Realität zurück. Und selbst nach mehrmaligem Lesen halten die Texte immer noch etwas Neues bereit.

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Tags: acabus verlag, das fehlen des flüsterns im wind, miriam schäfer, rezension   (4)
 

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(41)

65 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

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Die Bücherjäger

Dirk Husemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404176939
Genre: Historische Romane

Rezension:

Gianfrancesco Poggio Bracciolini ist Handschriftenjäger und Kopist. Als er in einem abgelegenen Kloster ein Buch entdeckt, dessen Inhalt einer Verschwörungstheorie nahekommt, wird er allerdings zum Bücherjäger, denn das gefundene Buch ist nicht das einzige seiner Art. Bei der Suche nach den weiteren Exemplaren erhält Poggio mal mehr, mal weniger Hilfe von Baldassare Cossa, dem frisch abgesetzten Papst, und Agnes von Mähren, einer Witwe, die noch eine Rechnung mit dem König offen hat. Und dann ist da noch Oswald von Wolkenstein, der die Bücher gerne für sich hätte.

Die Handlung in Dirk Husemanns Roman „Die Bücherjäger“ spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils, welches das Ende der Kirchenspaltung innerhalb der römischen Kirche bedeutete. Im Vordergrund des Romans steht jedoch die Geschichte rund um Poggio und seine Begleiter, sowie die Suche nach den Büchern. Der Autor erzählt spannend und lässt an mehreren Stellen durch temporeichen Erzählstil auch tatsächlich das Gefühl einer Jagd aufkommen. Den Gegensatz dazu bilden die einzelnen Stationen, die die Charaktere im Laufe ihrer Suche erreichen. Zwar kommt die Jagd nach den Büchern dort nicht zum Erliegen, doch wird der Erzählstil ruhiger und es findet sich Platz für Details und ausführlichere Details zu Gebäuden, Räumen oder der Umgebung. Zusätzlich gibt es einige Rückblenden, die dem Leser von Poggios Vergangenheit erzählen. Einerseits werden dadurch einige Motive und Beweggründe des Protagonisten deutlicher, andererseits bringt es ihn dem Leser auch näher.

Wenn man möchte, dann lässt sich der Roman flüssig runterlesen. Die Geschichte selbst gewinnt allerdings, wenn man bereits während des Lesens, immer mal wieder einen Blick in das Nachwort und das angefügte Glossar wirft und auch selbst ein paar Nachforschungen anstellt. Neben der Haupthandlung finden einige zeitpolitische Ereignisse ihren Weg in die Erzählung und auch die vier Bücherjäger haben tatsächlich gelebt. Die Recherche parallel zur Lektüre lohnt sich allemal, schließlich geht es im Roman um ein nicht unbedingt allgemein bekanntes Kapitel der Geschichte.

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Tags: bastei lübbe, die bücherjäger, dirk husemann   (3)
 

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72 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 55 Rezensionen

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Barbarentage

William Finnegan , Tanja Handels
Flexibler Einband: 566 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.05.2018
ISBN 9783518468739
Genre: Biografien

Rezension:

William Finnegan ist elf, als er anfängt zu Surfen. Mit vierzehn wird für ihn ein großer Traum wahrscheinlich vieler Surfer wahr. Er zieht mit seiner Familie nach Hawaii. Aber abgesehen davon, im Paradies für Wellenreiter zu leben, beginnt für ihn erst einmal keine leichte Zeit. Als Weißer ist er unter seinen hawaiianischen, samoanischen und filipinischen Klassenkameraden nicht besonders angesehen, was ihn dazu bringt, sich aufs Wasser zu flüchten. Der Anfang ist gemacht.

Surfen, das macht der Autor deutlich, ist mehr als ein Sport. Surfen ist Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls und auch Lebensstils. Surfer sind eine feste Gemeinschaft mit klaren Regeln, die auch dann gelten, wenn sie sich untereinander fremd sind. Hinzu kommt, dass Surfer Suchende sind. Nach der perfekten Welle, nach neuen Herausforderungen und vielleicht auch ein bisschen nach Gefahr und Nervenkitzel. Die Suche nach der perfekten Welle ist es, die ihn an die verschiedensten Strände weltweit treibt, die Suche nach Herausforderungen bringt ihn letztendlich dazu Kriegsreporter zu werden. Und noch während William Finnegan seine Geschichte erzählt wird deutlich, dass sich sein Hobby und sein Beruf gar nicht so unähnlich sind.

William Finnegans „Barbarentage“ ist nicht nur eine Liebeserklärung an das Surfen, bei der weder Höhen noch Tiefen ausgelassen werden, sondern vor allem die Geschichte seines Werdegangs. Sowohl sportlich als auch beruflich. Der Blick zurück, ist dabei ein äußerst reflektierter. Das alles verpackt der Autor geschickt und spannend in eine Erzählung, die auch diejenigen, die bisher nichts mit Surfen zu tun hatten, erreicht. Trotz zahlreicher Fachbegriffe verliert man auch als Surf-Laie nicht den Faden. Der Erzählton nimmt den Leser genug gefangen, um ihn nicht über die Fachwörter stolpern zu lassen. „Babarentage“ ist mehr als nur ein Surferbuch und auch mehr als nur eine Autobiographie. Der Text lässt sich vielmehr zwischen diesen beiden Kategorien ansiedeln und besticht zudem durch den fesselnden Schreibstil des Autors.

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Tags: barbarentage, barbarian days: a surfer's life, suhrkamp nova, william finnegan   (4)
 

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(153)

207 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 135 Rezensionen

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Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

Claire Costeau ist Mitte vierzig, steht mitten im Leben und ist Madame le Professeur für Verhaltensbiologie. Julie Beauchamp ist Anfang zwanzig, hätte gerne den Mut vor Publikum zu singen und arbeitet in einem Hotel, bis sie weiß welche Richtung ihr Leben nehmen soll. Beide Frauen sind auf der Suche. Nach Selbstverwirklichung und Freiheit. Als sie sich begegnen, löst das in Beiden die unterschiedlichsten Emotionen, Wünsche und Sehnsüchte aus.

Eigentlich ist Claire angekommen. Sie hat ihren Kindheitswunsch, sich mit Menschen und ihrem Verhalten zu beschäftigen, verwirklicht und hat eine Familie, zu der sie eigentlich gerne nach Hause kommt. Eigentlich, denn hinter der Fassade bröckelt es an den verschiedensten Stellen. Claire und ihr Mann Gilles, ein Komponist, sind sich nicht wirklich treu und eigentlich wollte Claire sowieso nie Kinder haben. Ihr Sohn Nicolas ist mittlerweile erwachsen und als er seine Freundin Julie seinen Eltern vorstellt, beginnt die Handlung sich zu entwickeln.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Claire und Julie erzählt, wobei auch Wechsel im Erzählton vollzogen werden. Claire neigt dazu, das Verhalten ihrer Mitmenschen zu analysieren oder in Gedanken, die entsprechenden Stellen aus ihren Vorlesungen zu rezitieren. Entgegen der möglichen Erwartung, wirkt dies jedoch nicht altklug, sondern eher so, als würde sie sich in die Wissenschaft flüchten, um sich mit bestimmten Alltagssituationen nicht auseinandersetzen zu müssen. Julie ist eher auf sich selbst bezogen. Nicht aus Egoismus, sondern weil sie dabei ist, sich selbst zu finden.

Nina George spickt ihren Roman mit unglaublich vielen Details, ohne jemals die Geschichte zu überladen. Stattdessen entsteht Atmosphäre und man hat das Gefühl sich mitten in der entsprechenden Szenerie zu befinden. Die Sprache wirkt durch den Detailreichtum und die Satzkonstruktion mitunter fast poetisch. Würde man „Die Schönheit der Nacht“ auf das Wesentliche reduzieren wollen, so könnte man davon sprechen, dass sich der Text aus einer Essenz von Begehren, Selbstzweifeln und Salz zusammensetzt. Definitiv ein Buch, das gekostet und nicht verschlungen werden will.

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Tags: die schönheit der nacht, knaur verlag, nina george   (3)
 
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