brauchnix

brauchnixs Bibliothek

94 Bücher, 84 Rezensionen

Zu brauchnixs Profil
Filtern nach
94 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(108)

183 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 85 Rezensionen

drachenreiter, drachen, cornelia funke, fantasy, greif

Drachenreiter - Die Feder eines Greifs

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 26.09.2016
ISBN 9783791500119
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Fangemeinde der Drachenreiter ist in den Jahren sicherlich gewachsen und sie sind älter geworden. Denn es hat lange gedauert, bis Cornelia Funke unseren Ruf erhört, und endlich eine Fortsetzung geschrieben hat. Umso glücklicher bin ich, dass ich das Buch ganz schnell in Händen halten durfte. Und es ist wirklich schon optisch ein Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte und der auch und vor allem Erwachsene begeistern wird. Fast auf jeder Seite gibt es teils nur winzige, teils detailverliebte, teils nur ganz schlichte Zeichnungen in schwarz-weiß, die trotz ihrer Fülle den Leser nicht erdrücken und die eigene Phantasie keineswegs hemmen sondern ihr Flügel verleihen, wie dem Drachen dieser Geschichte. Man versinkt mit Worten und Bildern in diesem Buch und ich kann gar nicht sagen ob es schöner ist, die Geschichte für sich zu lesen oder mit Kindern als Vorleser zu entdecken.

In „Die Feder des Greifs“ finden wir altbekannte Figuren wieder, allen voran Ben und seinen Drachen Lund, deren Freundschaft unverbrüchlich und so groß ist, dass sie alle Stürme und Unbillen überstehen kann und die beiden auch getrennt immer zueinander stehen. Als die letzten Pegasusfohlen ihre Unterstützung brauchen, gibt es keine Frage, wer ihnen helfen wird.
Die Sprache ist für Kinder ab 10 Jahren durchaus geeignet. Ich finde schön, dass sie dennoch anspruchsvoll für ein Kinderbuch ist, also Wert auf Stil und Ausdruck gelegt wird – auch die Eltern kommen hier auf ihre Kosten und ich finde es schön, wenn man die kleinen Leser nicht unterschätzt sondern ein bisschen fordert und fördert. So sind auch die Themen, die sich hier im Gewand einer märchenhaften Story verstecken natürlich solche, die auch in der Realität wichtig und wahrhaftig sind. Freundschaft und Treue ebenso wie der Umweltschutz und das Beschützen bedrohter Arten.

Ich kann also das neue Buch von Cornelia Funke ohne Wenn und Aber empfehlen – für die ganze Familie – für Fans und Neueinsteiger – für Leser und Vorleser – für Drachenreiter und Pegasus-Liebhaber – für Fantasyanhänger und solche, die es mit diesem Buch werden könnten. 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

kochbuch, kochen, schiffskoch, rezepte, mediterran

Staats‘ Geheimnisse

Stephan Staats , Martin Lagoda , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 21.09.2016
ISBN 9783954531066
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich koche leidenschaftlich und sehr gerne aus guten Kochbüchern. Ich finde, man muss wirklich kein Genie sein, um leckere Gerichte zu zaubern. Man braucht nur eine hervorragende Anleitung und ein bisschen Übung. Deshalb bin ich immer interessiert an neuen Kochbüchern und hier vor allem an solchen von Köchen, die ich noch nicht kenne und die dann meist auch einen neuen Wind in meine Küche bringen können.

Stephan Staats hat unter dem Titel Staats‘ Geheimnisse eine Sammlung mediterraner Rezepte herausgebraucht, die rund um das Mittelmeer quer durch alle Länder geht. Mir war er noch nicht bekannt und als Mann hat mich natürlich sein abenteuerlicher Arbeitsplatz auf den Jachten der Superreichen durchaus angesprochen. Jedes Kochbuch sucht neben der reinen Rezepteansammlung den Leser und Koch entweder mit einer Philosophie oder einem Motto anzusprechen. Hier ist es so, dass Stephan Staats aus seinem Nähkästchen plaudert und über Oligarchen und Promis und sein Leben als reisender in Sachen gutes Essen berichtet. Die Geschichten sind kurz und knackig, manchmal amüsant manchmal überraschend und zwischen den Rezepten sehr unterhaltsam. Aber es gibt sehr viel Raum für die einzelnen Gerichte. Hervorragend Bilder zeigen leckere Kochergebnisse, die man sehr gerne nachkochen und probieren möchte. Die Rezepte sind durch die Bank einfach nach zu kochen und haben wenig Klimbim, an dem man sich die Zähne ausbeißen würde. Es sind die Klassiker aber auch ein paar Rezepte, von denen ich so noch nie gehört hatte, wobei ich hier vor allem auf die Sachen Richtung Albanien, Montenegro abzielen.

Zu meinen Favoriten gehörten die Nudeln mit Meeresfrüchten und die Kirchererbsensuppe, die in meiner Familie reißenden Absatz fand.
Das Buch ist wirklich empfehlenswert und ich würde es auch weiterverschenken, da es mir überraschend gut gefallen hat. Staats‘ Geheimnisse hat meine Erwartungen positiv übertroffen.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

australien, familie, verna, waisenkind, 2016

Das Land der roten Sonne

Harmony Verna , Marie Rahn
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.10.2016
ISBN 9783352008887
Genre: Historische Romane

Rezension:

Australien im Jahr 1898. Leonora und ihr Vater sind nahe am Verhungern und als der Vater das Mädchen alleine lässt – mutmaßlich, um etwas zu Essen zu finden – stirbt sie fast im australischen Outback. Aber ein Wanderarbeiter rettet sie und schließlich landet sie in einem Waisenhaus, wo sie den irischen Jungen James kennenlernt. Die beiden werden ein eingeschworenes Team und geben einander Halt und Zuneigung. Aber dann wird Leonora von Amerikanern adoptiert und verlässt das Land. Und James wächst bei seinen irischen Verwandten auf.

Jahre später kehrt Leonora nach Australien zurück. Sofort weiß sie, dass sie hierher gehört in dieses Land. Sowohl Amerika, als auch ihr Ehemann sind nur ein Kompromiss gewesen und sie ist unglücklich. Dann trifft sie James wieder und aus der Kindheitsfreundschaft wird schnell mehr.

Das Buch hat all meine Erwartungen erfüllt. Harmony Verna hat einen angenehmen und bildhaften Erzählstil und versteht es nicht nur die wilden Landschaften des australischen Kontinents dem europäischen Leser näher zu bringen, sondern auch ihre zwei Helden sind schnell sympathisch und man fiebert mit ihnen mit. Es ist natürlich eine Liebesgeschichte, aber es ist keineswegs seicht oder belanglos und auch nicht kitschig. Gefallen hat mir, dass es neben Leonora und James noch einige andere starke Charakter gibt, die der Geschichte Leben und Farbe einhauchen. Und gerade im letzten Drittel wird es richtig spannend, ja fast abenteuerlich. Das hat mir besonders gefallen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

jagdunfall, tradition, native americans, chippewa, ch: niveau 2016

Ein Lied für die Geister

Louise Erdrich , Gesine Schröder
Fester Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 17.10.2016
ISBN 9783351036461
Genre: Romane

Rezension:

Auf den ersten Blick mutet uns die Geschichte ungeheuerlich an. Ein Mann erschießt auf der Jagd nach einem Hirsch stattdessen den kleinen Nachbarsjungen. Und in seiner Verzweiflung deutet er die Visionen im Schwitzhaus als Aufforderung zu einem altem Ritual und bringt seinen eigenen jüngsten Sohn zu den fassungslosen Eltern des toten Kindes und sagt, er wäre nur ihr Sohn. Ein Sohn für den anderen. So wie es früher schon in den alten Zeiten war.

Luise Erdrich schreibt mit einer wohldosierten Distanz, die dem Leser Raum lässt für eigene Interpretationen. Sie beschreibt mit gefühlvollen lebhaften Worten, aber alle ihre Figuren sind ihr gleich lieb und sie ist eine kluge Beobachterin, die die Geschehnisse beschreibt ohne zu werten oder zu erklären. Von Anfang an nahm mich diese Geschichte gefangen. Man spürt die indianische Spiritualität, man riecht das weite Land, die Felder und Wälder. Man erfährt, wie das Leben der Indianer noch immer dadurch bestimmt ist, dass sie ihre Herkunft und ihre Kultur verleugnen sollen, dass sie sich anpassen und ihre Eigenheiten ablegen sollen. Das neue und das alte Amerika, die Kraft der alten Riten und die Verlockung der westlichen Errungenschaften, ringen miteinander und jeder Indianer versucht seinen eigenen Weg für sein eigenes Leben zu finden.

Lebendig und ganz nah kommen einem die Personen. Die Einblicke in eine fremde Gesellschaft, ganz anders, wie wir sie aus Karl-May-Büchern und Wild-West-Filmen kennen, ist ruhig und eindringlich erzählt. Schon das Cover ist ein Augenschmaus und der Titel hallt ebenso wie die ganze Geschichte kräftig und lange in mir nach.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(229)

426 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 135 Rezensionen

thriller, cody mcfadyen, smoky barrett, die stille vor dem tod, mord

Die Stille vor dem Tod

Cody McFadyen , Axel Merz
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.09.2016
ISBN 9783785725665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Smoky Barrett ist zurück. Drei Familien werden in einer Nacht grausam ermordet und mit Blut steht eine Botschaft für Smoky an einer der Wände. Dies ist nur der Beginn eines neuen Falles und nur die Spitze des Eisberges voller Gewalt, Brutalität und Boshaftigkeit. Zuerst jagt uns McFadyen mit seiner Ermittlerin in einen tiefen Keller und was Smoky dort findet ist schlimmer, als alle Mordfälle der Vergangenheit, größer als alle Verbrechen, die sie bis dahin aufgeklärt hat. Und die Mörder wollen, dass sie lernt und versteht. Das Böse in seiner absolutesten Form. Der Leser und Smoky werden an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht.

Der Klappentext verspricht Hochspannung und Gänsehaut. Letzteres kann ich bestätigen. Mir haben sich mehr als einmal die Haare aufgestellt und der Magen umgedreht von den Beschreibungen zahlloser Opfer die zahllose unvorstellbare Foltermethoden erdulden mussten, bis sie bestialisch ermordert, nein eher vernichtet wurden. Die menschlichen Perversitäten sind unendlich und ein ums andere Mal musste ich denken, dass der Autor schon ein schräger Typ sein muss, wenn er mit solcher Akribie und Vehemenz solche Dinge erzählen kann. Da ich Cody McFadyen aus einer Lesung kenne und weiß, dass er ganz harmlos, nett und unscheinbar daher, kommt ist es umso verwunderlicher. Man sollte also auf jeden Fall hartgesotten sein, wenn man diesen Thriller lesen möchte.

Was ich nicht gefunden habe war leider die versprochene Hochspannung. Die gibt es, meiner Meinung nach, gerade mal die ersten 100 Seiten im Ansatz. Aber danach zog sich das Ganze ziemlich und hat mich nicht mehr abholen können. Am Schreibstil lag es nicht. Denn Cody McFadyen kann mit Worten und Bildern gut umgehen. Seine Charaktere haben durchaus eine gewissen Tiefe und machen eine Entwicklung durch. Aber der Plot enthält einfach wenig Action und wenig von der gewohnten Jagd auf den oder die Täter sondern viel Gefühlschaos und Nebengeräusche, die einfach nicht spannend sind. Und das Ende kommt abrupt und ohne, dass der Fall einen Abschluss gefunden hätte. Man muss also warten, was da in einem Folgeband noch kommt.

Schade, da wäre definitiv mehr drinnen gewesen. Das kann der Autor doch besser.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(201)

411 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 158 Rezensionen

krimi, mord, nele neuhaus, taunus, fuchs

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im 8.ten Krimi der Autorin Nele Neuhaus wird diesmal vor allem ihr Ermittler Oliver Bodenstein schwer erschüttert. Denn die Mordserie, die er diesmal mit seiner Kollegin Pia aufklären muss, führt ihn alsbald zurück in die eigene Vergangenheit, als sein bester Schulfreund mit 11 Jahren spurlos verschwand. Und die Verdächtigen von heute sind zum Großteil Schulkameraden aus der Kinderzeit und deren Verwandte und Bekannte. Diese Konstellation wird für Oliver mehr und mehr zur Belastung und schließlich fühlt er sich befangen und nicht mehr fähig, als Ermittler diesen Fall zu lösen.


Nele Neuhaus schreibt routiniert und in gewohnt ausführlicher Manier. Die Personenliste ist lang und umfangreich und man muss aufmerksam und bei der Sache bleiben, will man nicht den Überblick verlieren bei all den Verdächtigen und ihren persönlichen Verstrickungen, die 40 Jahre in die Vergangenheit reichen. Die Charaktere werden sehr detailliert entwickelt. Wer hier mit wem in welchem Verhältnis stand, wer wen schon als Kind gemobbt hat, wer wen geliebt und gehasst hat. Die Beziehungen der Kinder untereinander aber auch  die verschiedenen, meist deprimierenden Familienverhältnisse werden vor dem Leser ausgebreitet und sollen ihn Stück für Stück der Auflösung des Falles näher bringen. Dabei legt Nele Neuhaus jede Menge falsche Fährten und schweigt an wichtigen Stellen, um bis zum Schluss den Täter nicht zu verraten. Vielleicht hat sie es diesmal fast ein wenig übertrieben, denn die Auflösung kam für mich ziemlich überraschend. Diesen Täter hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm.


Alles in allem ein guter Neuhaus-Krimi, aber nicht mein Favorit unter ihren Werken. Die Spannung setzte für mich auch erst im letzten Drittel ein und daran war vor allem auch Oliver Schuld, den ich einfach als Ermittler sehr gerne mag und dessen Anspannung in diesem Roman gut rüber kam und mir als zusätzliche emotionale Note gut gefallen hat. Ich hoffe sehr, dass wir ihn auch in den nächsten Krimis wieder treffen – auf die eine oder andere Weise.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

46 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

kreuzzug, astrid fritz, kinderkreuzzug, mittelalter, unter dem banner des kreuzes

Unter dem Banner des Kreuzes

Astrid Fritz , any.way , Barbara Hanke , Cordula Schmidt
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 22.07.2016
ISBN 9783805251006
Genre: Historische Romane

Rezension:

Freiburg 1212: Die sechzehnjähre Anna will ihrem jähzornigen Vater entkommen und schließt sich deshalb einem Pilgerzug an, der sich aufgemacht hat nach Italien und von dort aus übers Meer ins ferne Jerusalem, um es von den Heiden zu befreien. Die meisten der mindestens 2.000 Teilnehmer sind Kinder und Jugendliche unter der Führung des Knaben Nikolaus, der eine göttliche Erscheinung gehabt haben soll, die ihm den friedlichen Zug ins Heilige Land befohlen hat.  Quer durchs Rheintal über die Alpen und an die italienische Küste nach Genua geht die beschwerliche Wanderung. Was mit frohem Mut und fröhlichen Lieder beginnt, wird aber bald zu einem kräftezehrenden, gefährlichen Pilgerweg, den viele mit Krankheit oder dem Tod bezahlen. Und nicht alle sind ihnen wohlgesinnt, denn nicht alle glauben an die göttliche Bestimmung dieses Kreuzzuges und so mancher will aus den Kindern noch Kapital schlagen.

Das Buch berichtet vor allem von einer kleinen Schar Freiburger Kinder, die unter der Führung des jungen Mannes Konrad auf der Reise zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammenwachsen, die alle Unbillen mit Mut und etwas Glück überstehen. Und die meisten von ihnen gelangen schließlich ans Meer, wo der Pilgerzug hofft, dass Gott das Meer für sie teilen wird, wie einst für Moses.

Die Geschichte liest sich angenehm und entwickelt mehr und mehr einen Lesesog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Dies überrascht auch deshalb, war es über weite Strecken eine ruhige und ausgewogene Erzählung ist, die erst ganz am Schluss so etwas wie Action und Tempo entwickelt. Die Spannung entsteht tatsächlich vor allem aus der Entwicklung der Charaktere und den historischen Details, die Astrid Fritz wie nebenbei aber durchaus effizient eingearbeitet hat. Man merkt, dass sie das Handwerk des Recherchierens und Fabulierens beherrscht. 

Ein interessantes Buch welches mir gut gefallen hat.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(105)

173 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

krimi, arne dahl, schwedenkrimi, spannung, schweden

Sieben minus eins

Arne Dahl , Kerstin Schöps
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492057707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Arne Dahl ist unter den skandinavischen Autoren eine feste Größe. Er hat bereits zwei erfolgreiche Krimireihen geschrieben, von der die eine auch verfilmt wurde. Gerade jetzt kommen neue Folgen ins deutsche Fernsehen. So ist mir Dahl also durchaus ein Begriff und ich war sehr gespannt auf diesen ersten Teil einer neuen Reihe.

Hauptdarsteller ist zuallererst Sam Berger, ein typischer Hauptkommissar. Also typisch, so wie er in Romanen häufig vorkommt. Er hat ein verkorkstes Privatleben, ist geschieden, die Kinder leben bei der Mutter im Ausland, und auch sonst ist nicht viel los mit Freunden oder Familie. Berger lebt für seine Arbeit. Dementsprechend fanatisch stürzt er sich in die neuen Ermittlungen zu einer Entführung. Er hat bald Ahnungen, wo der Mörder zu suchen ist, allerdings ist er mit seiner Theorie von einem Serientäter erst mal alleine und deshalb beginnt er neben seiner offiziellen Arbeit auch privat nachzuforschen.

Gestört hat mich, dass sowohl Sam Berger als auch die andere Ermittlerin Molly Blom scheinbar persönlich in den Fall involviert sind. Das war ein Zufall, der mir zu wenig motiviert war und den es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass Dahl ständig versucht, den Leser mit neuen überraschenden Wendungen, die oft unlogisch oder gar unglaubwürdig anmuten, zu überraschen. Es ist ein Kriminalroman, der nicht durch intensive Ermittlerarbeit und psychologische Raffinesse herausragt sondern einer, der davon lebt, dass alle Personen gegeneinander oder zumindest mit Heimlichkeiten voreinander agieren und dadurch den Fortgang der Ermittlungen nicht unbedingt beschleunigen. Was natürlich dem Täter in die Hände spielt. Erst dem Ende zu zieht die Spannung merklich an.

Ich fand den Plot etwas holprig und mit ein paar Hängern. Ehrlich gesagt hatte ich mir von einem Serienauftakt mehr erwartet. 

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

spannung, thriller, michel bussi, spannend, frankreich

Das verlorene Kind

Michel Bussi , Barbara Reitz , Eliane Hagedorn
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 15.08.2016
ISBN 9783352008863
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Das verlorene Kind“ ist das dritte Buch, welches ich von dem französischen Autor Michel Bussi gelesen habe. Inzwischen traue ich mir fast zu, den Autor an seinen prägnanten Erzählstil zu erkennen. Besonders, wenn er Spannung erzeugen will, wird seien Sprache knapp und reduziert auf die wichtigsten Fragmente einer Beschreibung. Außerdem hat er eine ganz eine Art, dem Leser erst ein Szenario vorzusetzen, welches bereits ein oder mehrere Geheimnisse annehmen lässt, aber für die agierende Polizei und andere Außenstehende im ersten Augenblick klar erkennbare Strukturen hat, wobei es sich bei der Geschichte handelt. Also im vorliegenden Buch ein Fall von Kindesentführung. Aber vorsichtig – nichts ist in diesem Buch so wie es auf den ersten Blick scheint. Das ist einerseits sehr überraschend zu lesen und erhöht zunehmend die Spannung. Andererseits schien es mir diesmal, dass Bussi das Ganze auf die Spitze treibt, denn umso mehr sich am Horizont eine mögliche Lösung abzeichnet, um so unrealistischer erschien mir der Plot. Und eigentlich auch unnötig verzwickt, denn oft sind es die einfachen, geradlinigen Geschichten, die mit Eindringlichkeit und menschlichen Schicksalen bestechen. Nicht immer ist es wichtig, dass alles verschachtelt und verwirrend ist. Das Spiel mit den Vermutungen des Lesers ist unterhaltsam aber gefährlich. Denn bei diesem Buch hat mich Bussi irgendwann verloren und mir das letzte Drittel des Buches gar nicht mehr gefallen.

Positiv waren die wie immer hervorragend erklären psychologischen Aspekte und auch die ein Großteil der Charaktere waren über weite Strecken glaubwürdig. Die Eindimensionalität der Bösen nehme ich als Spannungselement hin, auch wenn es mir lieber wäre, wenn auch sie nicht nur schlecht und negativ dargestellt würden.

Meiner Meinung nach nicht Bussis bestes Werk. Leicht lesbar aber wegen der überzogenen Auflösungen nicht wirklich gut.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(126)

294 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

frankreich, schwestern, resistance, zweiter weltkrieg, krieg

Die Nachtigall

Kristin Hannah , Karolina Fell
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008856
Genre: Romane

Rezension:

Zweiter Weltkrieg. Frrankreich.

Die Deutschen marschieren in Paris ein, besetzten die Hälfe des Französischen Reiches. Vianne versucht sich mit Erspartem und einem kleinen Lehrerinnengehalt auf ihrem ländlichen Anwesen über Wasser zu halten, während ihr Mann bereits seit Monaten an der Front für sein Vaterland kämpft. Ihre  Schwester jüngere Isabelle würde lieber bei ihrem Vater in Paris bleiben, aber der schickt sie zu Vianne, als die Wehrmacht die Stadt besetzt. Doch Isabelle lehnt sich gegen die feindliche Übernahme auf, knüpft schnell Kontakte zum Widerstand und verteilt erst Flugblätter bevor sie unter dem Decknamen "die Nachtigall" anfängt, abgeschossene Alliierten-Piloten über die Pyrenäen nach Spanien zu schleusen. Bei Entdeckung droht ihr selbstverständlich der Tod. Aber um so länger die Besatzung dauert, um so schlimmer werden die Repressalien für die Franzosen. Die Deutschen beginnen mit dem Abtransport der französischen Juden, reißen Familien auseinander, erschießen auf offener Straße Mütter und Kinder, kennen kein Erbarmen. Auch Vianne bekommt immer mehr die Härte und Grausamkeit des Regimes zu spüren. Ihre beste Freundin ist Jüdin und als sich Vianne endlich dazu entscheidet ihr und ihren zwei Kindernn zu helfen nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Es war mein erste Buch von Kristin Hannah. Mir scheint, es war ihr erster historischer Roman. Ich war von der ersten Seite an total gefesselt von dieser Geschichte und schnell entwickelte sie so einen Sog, dass ich es nur noch schwer aus der Hand legen konnte. Die im Rückblick unglaublich erscheinenden Zustände im besetzten Frankreich, die brutale Vorgehensweise der Deutschen, die jenseits aller "normalen" Kriegshärte von Menschenverachtung und Hass geprägt war, der Wagemut der Widerstandskämpfer,in deren Reihen viele Frauen ihr Leben riskierten... all das schildert Hannah eindringlich und glaubwürdig.

Das Schicksal von Vianne und Isabelle hat mich tief berührt und "Die Nachtigall" ist eines meiner Jahreshighlights geworden.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(73)

133 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

krebs, liebe, leben, leukämie, gesund

Auf Null

Catharina Junk
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 26.08.2016
ISBN 9783463406688
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich startet Nina nach ihrer Krebsbehandlung ja nicht "von Null". Ganz im Gegenteil trägt sie ein dickes Päckchen mit sich rum. Sie ist gerade mal 20 Jahre und die überraschende Diagnose einer solchen Krankheit hat ihr die Füße unter dem Boden weggezogen. Nichts ist mehr wie früher aber ein wirklicher Neustart will ihr erst mal nicht gelingen als sie als vorerst geheilt aus dem Krankenhaus entlassen wird, denn sie fürchtet sich davor, dass sie einen Rückfall erleiden könnte. Sie hat die Sicherheit und Leichtigkeit verloren und auch ihre Freundschaft mit Baharhat  ein einen tiefen Riss. Ihren Eltern und Bruder Theo ergeht es ähnlich. Alle bewegen sich auf Zehenspitzen umeinander herum und durch ein neu geschenktes Leben, welches sie erst wieder annehmen müssen.

Ziemlich schnell lernt Nina aber Erik kennen und verliebt sich Hals über Kopf und diese Liebe stellt sie bald vor die alles entscheidende Frage, ob sie wieder durchstarten kann und bereit ist für Glück und Liebe oder ob sie weiter in diesem Zustand des Wartens verharren soll.

Der Autorin Catharina Junk gelingt aufsTrefflichste der Spagat zwischen der glaubhaften Beschreibung einer Leukämieerkrankung und deren wenig romantische Therapie und den Gedanken und Gefühlen einer jungen  Frau, die nach dem Leben lechzt. Mit einer gehörigen Prise Humor und Situationskomik erzählt sie von der liebenswerten Nina, ihrer strickwütigen und aufopfernden Freundin Bahar, den unendlichen besorgten Eltern und dem Teenagerbruder Theo, der versucht seine Probleme und Nina's Erkrankung mit Gebeten zu bekämpfen.  Und dann gibt es auch noch Erik, einen jungen Mann, der sich in ein pausbäckiges Mädchen mit wilder Krausfrisur verliebt und dessen Vater viel mehr kann als Autos reparieren und schlechte Laune verbreiten.

Mehr will ich gar nicht erzählen, denn es macht einfach großen Spaß, dieses kluge und einfühlsame Buch selbst zu entdecken. Man kann damit weinen und lachen, schmunzeln und grübeln und ehrlich gesagt rechne ich schwer damit, dass diese tolle Geschichte bald als Fernsehfilm zu sehen ist. Das Format dazu hat sie allemal. Ich kann es nur sehr empfehlen.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(81)

134 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

thriller, hades, australien, candice fox, killer

Hades

Candice Fox , Anke Caroline Burger , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.05.2016
ISBN 9783518466735
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

      Ich gebe zu, ich war mir nicht ganz sicher, ob ich hier einen Thriller geboten bekomme oder ob es doch mit einer Spur Fantasy gewürzt ist, denn der Titel und auch der Klappentext haben mich etwas an die Szenarien eines Dean Koontz denken lassen.

Hades ist ein Verbrecher, der sich ein eigenes recht grausiges Geschäft aufgebaut hat. Er entsorgt die Leichen anderer wenn möglich auf seiner rießigen unübersichtlichen Müllhalde (Auch dass erinnert an die „Frankenstein-Reihe“ von Koontz). Aber nach dem Genuss dieses Romans kann ich sagen, dass zwar manches etwas überzeichnet daherkommt, aber es geht dennoch alles mit „rechten“ Dingen zu und es ist keine Magie im Spiel.
Dafür jede Menge Blut und Spannung.

Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt, wodurch einem die Hauptdarsteller – Hades und seine Ziehkinder Eden und Eric - näher kommen und ihre sehr spezielle Beziehung und die Eigenheiten der Charaktere hinlänglich erklärt werden.

Aus den beiden Kindern werden zwei Cops, die von ihrem Ziehvater Hades dessen seltsam-verqueren Gerechtigkeitssinn übernommen haben und die eher zur Liga der eiskalten Polizisten gehören, die ähnlich hartgesotten sind, wie die Verbrecher, denen sie hinterherjagen. Das ergibt einen Cocktail an schrägen Typen, ungewöhnlichen Ermittlern und brutalen Verbrechern, dem der Leser atemlos durch einen sehr unterhaltsamen Plot folgt.
Der Thriller hat also alles, was ich mir von einem guten Buch wünsche.

Starke Personen – die nicht alle nur weichgespült sympathisch sind und die auch Fehler und Rechtsbrüche begehen. Eine Geschichte, die mit Überraschungen und durchdachtem Ende aufwartet. Jede Menge Action – auch mit etwas gewalttätigem Grundton – und guten Dialogen.

. „Hades“ von Candice Fox ist wohl der erste Teil einer Trilogie. Mich konnte schon der erste Teil überzeugen und ich werde auf jeden Fall auch den zweiten Band im Herbst ins Auge fassen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(255)

498 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 139 Rezensionen

meredith wild, erotik, hardwired, verführt, liebe

Hardwired - verführt

Meredith Wild , Freya Gehrke
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 01.05.2016
ISBN 9783736301245
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Möglichkeit, mal ein neues Genre auszuprobieren, lasse ich mir selten entgehen. Deshalb habe ich mit Spannung das Buch „Hardwired – verführt“ von Meredith Wild gelesen. Wie in der Leseprobe bereits erkannt, gefällt mir der Schreibstil ganz gut. Es liest sich leicht aber nicht allzu seicht und die Heldin ist mir gleich sympathisch gewesen. Nicht ganz bewusst war mir allerdings, dass eine leichte Sado-Maso-Note in dieser Beziehung sein würde – Also das Genre von Fifty-Shades-of-Grey. Ich kenne diese Reihe nicht. Da fand ich den Erzählstil nach kurzem Reinlesen noch viel trivialer. Und ich bin auch kein Fan dieser Ausrichtung. Deshalb war ich eigentlich ganz froh, dass es nicht wirklich hart zur Sache geht. Die Frage, wie realistisch solche Geschichten sind, stellte ich mir allerdings mehr als einmal. Denn das einzige Pärchen, in meiner Bekanntschaft, welches sich zu diesen Sexpraktiken bekennt ist doch ganz anders gestrickt. Also im Privatleben würde man nicht vermuten, dass sie so einen devoten Part einnimmt und er die Rolle der Dominanz eher ungewollt erfüllt, da sie es sich halt wünscht.

Hier im Buch ist es sehr durchsichtig. Sie ist von Anfang an eher naiv, sanft und nachgiebig, er überheblich und dominant. So gibt es leider in der Geschichte wenig wirkliche Überraschungen. Das Gekabbel der Beiden ist nett zu lesen. Ein bisschen Hin und Her, wie zu erwarten. Aber keine AHA-Erlebnisse und Hartcore ist es auch nicht. Ich denke mal, dass das Buch einfach ziemlich weichgespült ist – was man ja von Fifty Shades auch sagt. Gerechnet hatte ich mit einer Liebesschmonzette. Die habe ich bekommen, mit ein paar Latex-Extras, die ich nicht gebraucht hätte. Und es ist nicht in sich abgeschlossen sondern ein Mehrteiler. Auch das war mir nicht so bewusst.

Fazit: Nicht ganz mein Fall und doch sehr nichtssagend.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

freundschaft, roman, kindheit, baumhaus, geheimnis

Die Verwandlung des Schmetterlings

Federico Axat , Karolin Viseneber
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Langen-Müller, 20.06.2016
ISBN 9783784433998
Genre: Romane

Rezension:

Eine große Freundschaft und ein noch größeres Geheimnis. Sam, das Waisenkind, und Billy, der Nachbarsjunge,  planen zusammen den Bau eines Baumhauses. Es gelingt ihnen, die neu zugezogene Miranda für dieses Projekt zu begeistern. Außerdem wollen sie das Verschwinden von Sams Mutter aufklären und begeben sich wie Detektive auf die Suche nach der Wahrheit.


Ich werde jetzt vom Inhalt mal nicht viel mehr schreiben, weil man sonst einfach zu viel über das größte Geheimnis dieses Buches verrät. Wie vom Autor gewollt, erinnert die Geschichte über weite Strecken an den alten Klassiker „Stand bye me“. Drei Kinder erleben jede Menge Abenteuer, durchschauen die Erwachsenen, bestehen gefährliche Situationen und kommen mehr als einem Rätsel auf die Spur. Es geht um den teils schmerzhaften Prozess des Erwachsenwerdens, um erste Liebe und eine Freundschaft die alle Untiefen übersteht.


Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Protagonisten wachsen einem schnell ans Herz. Die erste Hälfte des Buches baut eine Spannung auf, die leider in der Mitte plötzlich einen großen Dämpfer bekommt und dann eher zögerlich vor sich hinplätschert. Am Ende gibt es eine Art Showdown; spannend aber leider etwas überzogen. Für meinen Geschmack konnte der Autor den Plot nicht über die ganze Länge der Geschichte glaubwürdig rüberbringen und zum Schluss nicht jede Frage beantworten. Schade, denn wie gesagt, zu weiten Teilen fühlte ich mich wirklich gut unterhalten nur ging der Story irgendwann merklich die Lust aus.


Der finale Kniff war für mich eine große Überraschung und ich frage mich, ob die Story diese Enthüllung wirklich gebraucht hätte, denn für mich hat sie auch ohne das gut funktioniert.


Gerade noch 4 Sterne – Tendenz zu 3

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

erzählungen, bov bjerg

Die Modernisierung meiner Mutter

Bov Bjerg
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 18.07.2016
ISBN 9783351050337
Genre: Romane

Rezension:

Auf knappen 150 Seiten bekommt man laut Register 22 Geschichten von Autor Bov Bjerg. Aber das stimmt so nicht ganz, denn eigentlich ist jede einzelne eine ganze Geschichtensammlung. In oft nur wenigen Sätzen umreist er hier ganze Lebensläufe, setzt Nachbarn und Fremde gleichermaßen in Szene, erschafft ein eigenes Universum an Menschen, die die Storys mit Leben prall ausfüllen und laut und deutlich mit dem Leser sprechen.

Es wird aus er Ich-Perspektive erzählt was suggeriert, der Autor hätte alles selbst erlebt, alles wäre so oder zumindest so ähnlich passiert. Diese Perspektive ergibt einen Grundton, einen Hintergrund, der die Geschichten lose aber unmerklich miteinander verbindet, so dass es sich am Ende fast wie eine große Geschichte liest. Natürlich schwanken den Themen und auch die Stimmungen. Manche sind skuril, andere lustig oder traurig, einige erfordern etwas Geduld andere sind hopp-la-hopp erzählt und schon vorbei.

Wohltuend fand ich, dass hier nicht mit dem erhobenen Zeigefinger erzählt wird. Man hat – wie oft bei Kurzgeschichten – nicht den Eindruck, dass man immer etwas wahnsinnig tiefsinniges oder Wichtiges erfährt. Der Autor will durchaus unterhalten. Er ist ein Meister des genauen Hinschauens, des witzig Beschreibens und des subtilen Humors der auch mal im Klamauk enden kann.

Das Schöne an den Geschichten ist, dass man sie nicht über einen Kamm scheren kann. Sie überraschen und haben Charme. Ein leicht zu lesendes, angenehmes Büchlein. Wer Kurzgeschichten mag, sollte hier zugreifen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(63)

103 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

entführung, la réunion, mord, familie, urlaub

Beim Leben meiner Tochter

Michel Bussi , Eliane Hagedorn , Barbara Reitz
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 16.05.2016
ISBN 9783746631936
Genre: Romane

Rezension:

Michel Bussi schaffte es auch mit seinem neuesten Roman „Beim Leben meiner Tochter“ mich von der ersten Seite an zu fesseln. Die Konstellation der heilen Familie, die auf einer wunderschönen Ferieninsel auseinandergerissen und ins absolute Chaos gestürzt wird, ist sicherlich keine ganz neue Geschichte aber eine, die Bussi so geschickt erzählt, dass der Leser mit einigen Wendungen und ungeahnten Entwicklungen immer wieder bis zum Schluss überrascht wird.


Was ist mit Liane passiert? Wurde sie entführt oder gar umgebracht? Wer hatte etwas davon, wer ist der Täter? Ihr Ehemann, der mit der kleinen Tochter auf der Flucht ist? Oder steckt doch etwas ganz anders dahinter? Haben weitere Morde damit zu tun?


Es ist ein spannender Psychothriller den ich gerne gelesen habe.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

62 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

australien, familiensaga, erster weltkrieg, sydney, aborigines

Das Versprechen der australischen Schwestern

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.06.2016
ISBN 9783746632117
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Das Versprechen der australischen Schwestern“ ist der dritte Teil einer intensiven Familiengeschichte aus der Feder von Ulrike Renk. Die Familie gibt es wirklich und die Personen haben tatsächlich gelebt und die Autorin hat aus umfangreichem Briefmaterial und durch Gespräche mit den zahlreichen Nachkommen einen tiefen Einblick bekommen und daraus ihre Bücher gemacht. Auch wenn sicherlich die Gespräche und Briefe erfunden sind, so ist das meiste doch so oder so ähnlich tatsächlich passiert und das gibt der Geschichte einen zusätzlichen sehr authentischen Zug.


Wer die ersten zwei Teile nicht gelesen hat wird sich vielleicht etwas schwer tun den wirklichen Durchblick in dieser Großfamilie zu bekommen. Emilia und Carl, die Stammeltern, sind einst nach jahrelanger Seefahrt in Australien sesshaft geworden und haben zusammen 9 Kinder bekommen. Mit vielen wohnten sie jahrzehntelang immer oder immer wieder in ihrem alten Haus zusammen. Nach dem Tod einer Tochter ziehen sie auch vier der Enkelkinder auf. Nur ein Mädchen, Carola, wurde vom Vater zurück zu Verwandten nach Hamburg geschickt. Deshalb spielen Teile dieses Romans auch in Deutschland. Ebenfalls ein schöner Kniff, denn dadurch erhält man als Leser immer zwei verschiedene Einblicke in die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen der damaligen Zeit.


Im Blickpunkt stehen die Frauen und ihr Alltag, ihre Sorgen, ihre ersten Liebeserfahrungen, Ehe, Schwangerschaft und Kinder kriegen, spielen eine große Rolle später auch der Weltkrieg und der Verlust lieber Menschen. Emilia und ihre Töchtern und Enkelinnen sind sich durch viele Gespräche und wunderschöne Briefe immer nahe und halten auch nach Deutschland zu Carola Kontakt. Das Buch lebt von den liebenswerten Menschen, den realistischen Schilderungen ihrer Gedanken und Gefühle.


Etwa ab der Hälfte des Romans bekommt auch das Urvolk der Aboriginies Raum in der Geschichte. Es ist ziemlich erschütternd, wie die Australische Regierung damals und wohl teilweise auch heute noch mit ihren Ureinwohnern umgeht, durch gezielt erlassene Gesetze versuchte, diese „Rasse“ tatsächlich „auszurotten“.


Mir hat das Buch einige sehr unterhaltsame Stunden beschwert. Eine wirklich sehr gelungene Trilogie die ich der weiblichen Leserschaft wirklich an Herz lege.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

98 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

thriller, mia winter, rache, ermittlungen, düsseldorf

18 - Zahlen des Todes

Mia Winter
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.04.2016
ISBN 9783802599378
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leana Meister hat sich aus Kapstadt nach Düsseldorf versetzen lassen. Ihr Mann und die Kinder bleiben in Südafrika zurück. Sofort nach ihrer Ankunft wird sie zu ihren ersten Einsatz gerufen. Ein Toter sitzt auf einer Parkbank, halb entkleidet in einer inszenierten Pose. Lena und das LKA-Team vermuten sofort, dass hier mehr als ein Mord im Affekt dahinter steckt. Und bald gibt es wieder einen Toten, der auf ähnliche Weise zur Schau gestellt wird und der Mörder will damit etwas sagen. Es handelt sich um Rache und fieberhaft beginnt das Team nach einer Verbindung zu suchen um weitere Morde zu verhindern.

Es war mein erstes Buch der Autorin und ohne den Inhalt zu kennen, habe ich mich in das Äußere des Buches schon verliebt. Es ist rabenschwarz inkl. dem Schnitt und das Bild und die Schrift sind blutrot und erinnern mich an beste Dark-Thriller-Kost.

Der Krimi kommt dann aber doch ziemlich gewöhnlich daher. Also er ist solide und spannend aber nicht zu brutal. Für mein Empfinden hat er vielleicht auch etwas wenig Überaschungsmomente. Sehr gut gefallen haben mir die Dialoge und dass die Ermittler auch noch ein Privatleben haben aber dieses nicht die Oberhand gewinnt. Das Mordmotiv ist glaubhaft und die Auflösung ohne große Logikschwächen.

Ich würde sicherlich auch eine Fortsetzung lesen

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, serie, hörbuch, bk, mörder

Endgültig

Andreas Pflüger , Nina Kunzendorf
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 08.03.2016
ISBN 9783837134025
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin ein Hörbuch-Junkie. Da ich beruflich sehr viel mit dem Auto unterwegs bin, höre ich die meisten Bücher. "Entführt" von Andreas Pflüger bekommt von mir eine extra-dicke Hörbuchempfehlung.

Da ist zum einen die Leserin Nina Kunzendorf, die eine sehr angenehme Stimme hat und hervorragend liest. Genau die richtige Mischung aus zurückgenommener Erzählperspektive und intensiver Personendarstellung.
Zum zweiten der Erzählstil des Autors, der mich überzeugt hat. Keine langweiligen Platitüden, intelligente facettenreiche Hauptpersonen, eine angenehm anspruchsvolle Sprache.
Und zuletzt der Plot. Deutsche Autoren haben es gegen ihre ausländischen Konkurrenten ja oft schwerer, da einfach das Setting eines fremden Landes cooler rüberkommt, als unser Berlin beispielsweise. Hier hatte ich aber das Gefühl eine Story zu hören, die international funktioniert. Da wird nicht an Action und Spannung gespart. Da knistert es genauso heftig in einem deutschen Gefängnis wie einst schon bei Hannibal Lektor. Dies liegt nicht zuletzt an der Heldin Jenny Aaron die trotz ihrer Blindheit mehr sieht als so mancher andere Ermittler. Und ein paar Überraschungen hat der Autor für den geneigten Zuhörer/Leser auch parat. Ein deutscher Krimi der Extraklasse. Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(435)

1.023 Bibliotheken, 20 Leser, 3 Gruppen, 223 Rezensionen

fantasy, hexen, magie, witch hunter, hexenjäger

Witch Hunter

Virginia Boecker , Alexandra Ernst
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423761352
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Witch Hunter ist das erste Buch, dass ich von Virginia Boecker gelesen habe. Ich bin ein absoluter Fantasy-Fan und habe festgestellt, dass es viele Jugendbücher gibt, die durchaus All-Age-Tauglich sind und hoffe immer auf neue Überraschungen. Das Cover hat mich sehr angesprochen und das Thema Hexen - auch in Fantasyform - ist ganz nach meinem Beuteschema. Die Leseprobe war okay und ich war gespannt auf das Buch.

So ganz konnte mich aber die Handlung nicht überzeugen. Dies lag nicht daran, dass es nicht spannend gewesen wäre. Es passiert nämlich so einiges mit der Hauptdarstellerin Elisabeth. Langeweile kann man diesem Buch wirklich nicht attestieren. Und der Mix zwischen Histo und Fantasy war eigentlich auch ganz okay.

Das dicke Aber waren für mich die Charaktere, die durch die Bank ziemlich unglaubwürdig und teilweise extrem einspurig waren. Beginnend bei der Hauptdarstellerin, die, obwohl blutjung, eine der besten Hexenjägerinnen sein soll aber sich benimmt, wie ein kindisches Girlie. Klar, es ist ein Jugendbuch. Klar, die Hauptdarstellerin soll die Zielgruppe bedienen. Aer ehrlich. Teenager in diesem Alter sind heute doch ganz anders drauf. Und sicher schätzen sie es auch nicht, wenn sich die Aussagen widersprechen. Wer angeblich so gewieft ist, muss doch schon jahrelang Hexenjäger sein. Wann hat das Mädel denn damit angefangen? Mit 12? Hmm und als sie dann verhaftet und als Hexe angeklagt wird, da benimmt sie sich weinerlich und einfach wie ein junges Ding, dass sich seine Freunde zu Hilfe wünscht. Und warum kommen die nicht? Sie wird natürlich überraschend gerettet und macht eine Wandlung durch, als sie feststellt, dass die Hexen ja ganz anders drauf sind, als vermutet. Diese Idee fand ich nett aber die Wandlung war sehr rasch und dann so 100 % dass ich nur gestaunt habe.

Ich finde, dass Buch ist eher für 12- als für 16-jährige. Und für Erwachsene ist es nicht geeignet, weil es oft wirklich nur nervt wie unlogisch alles ist. Vielleicht würde eine Rezension eines Teenagers etwas milder ausfallen. Ich war schon etwas enttäuscht von dem Buch. Ich finde, auch Fantasy soll und muss durchaus glaubwürdig sein. (Ich denke hier z.B. an Nina Blazon, die eine Queen dieses Genres ist. )

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

35 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

mississippi, rassismus, die toten von natchez, kennedy, politischer mor

Die Toten von Natchez

Greg Iles , Ulrike Seeberger
Fester Einband: 1.008 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 18.04.2016
ISBN 9783352006654
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Toten von Natchez" ist mit 1000 Seiten nicht nur was den Umfang betrifft ein schwergewichtiger Thriller. Im zweiten Teil dieser Trilogie von Greg Iles geht es nach wie vor um Mord und Totschlag ebenso wie um das Attentat an J.F.K und an anderen Prominenten in den 60ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es geht um Vergewaltigung, Folter, Verstümmelung. Um Korruption und Bestechung und ganz allgemein um Leben und Tod. Die Guten sind auf der Jagd nach der Wahrheit und setzten dabei alles aufs Spiel. Die Bösen schrecken vor nichts zurück und dadurch, dass es verschiedene Handlungsstränge sind, zwischen denen ständig hin und hergesprungen wird, wird die Spannung permanent hochbehalten und als Leser kommt man kaum zu Atem. Das Ende ist nur ein Abschnitt in dieser Geschichte und man muss sich die Wartezeit damit vertrösten, dass es sicherlich auch im Dritten Band noch einige Überraschungen geben wird.

Mir hat der zweite Teil mindestens so gut gefallen wie der erste. Anfangs wird eine ganze Weile über den ersten Band berichtet, so dass wahrscheinlich auch Quereinsteiger einigermaßen verstehen, was bisher passiert ist. Aber ich war froh, dass ich die Geschichte von Anfang an verfolgt habe und deshalb problemlos wieder im Süden der USA angekommen bin.

Es ist ein typisch amerikanischer Thriller. Ob wirklich alles hier der Realität nachempfunden ist, lasse ich mal dahingestellt. Die Verschwörungstheorien sind gewaltig und die Grausamkeiten und Rassenkonflikte so krass, dass ich nur hoffe, manches wäre doch erfunden. Aber abgesehen davon wurde ich wirklich wahnsinnig gut unterhalten und habe mich keine Seite gelangweilt. Für meinen Geschmack ein wirklich reifes Werk dieses bekannten Thrillerautors und allemal sein Geld wert.

Volle Punktzahl von mir.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

krabben, seezunge, nugat, krokant, champagner

Wein muss rein!

Léa Linster , Peter Gaymann
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 22.09.2015
ISBN 9783869135892
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Grund, warum ich mich für Kochbuch "Wein muss sein" beworben habe war vor allem der, dass ich noch keines von Lea Linster habe und die Dame ja auch diversen Kochshows im Fernsehen kenne und durchaus schätze. Ihre Art, bodenständig zu kochen und trotzdem Klasse und Haute Cuisine reinzubringen, gefällt mir sehr gut.
Nach Genuss der Leseprobe war mir auch klar, dass der Titel hier durchaus Programm ist und alkoholische Getränke in den Gerichten zum Einsatz kommen.

Leider hat das Buch nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen.
Da ist zuerst mal die Aufmachung. Ich habe mich doch daran gestört, dass sehr viele großformatige Cartoons in diesem Kochbuch sind, die für meinen Geschmack viel zu viel Raum einnehmen und dafür dann relativ wenige Rezpte drinnen stehen. Die Zeichnungen waren auch nicht besonders ästhetisch oder witzig, hatten für mich keinen Zweck ausser dem, dass ich sie überblättern musste. Ich stelle fest, ich mag kein HUMORISTISCHES Kochbuch, mir geht es nur um die Gerichte. Für mich ist ein Kochbuch weniger ein Lesebuch denn ein Werkzeug um zu neuen kulinarischen Genüssen zu kommen.

Nachdem ich alle Rezepte studiert hatte, hat es mich doch auch etwas gestört, dass dem Alkohol eine so wichtige Rolle zukommt. Natürlich verkocht in den meisten gerichten der Alkohol und hinterlässt im besten Falle nur seine Aromastoffe, aber die Gerichte hätten für meinen Geschmack ruhige auch ohne alkoholische Namen auskommen können, denn so hat man das Gefühl, sie wären ein Hauptbestandteil und nicht, wie bei den meisten einfach eine Zutat, ein "Gewürz" sozusagen. Warum muss man bei einer Kartoffelsuppe erwähnen, dass Schampus drinnen ist? Erschließt sich mir nicht.

Die Rezepte sind tatsächlich zum Großteil gut nachkochbar allerdings beziehen die meisten ihre Besonderheit tatsächlich aus dem alkoholischen Zusatz. Ansonsten sind die Rezepte nicht wirklich etwas Neues für mich und die meisten sind nicht wirklich für den normalen Wochentag geeignet sondern mehr für Feste oder besondere Einladungen. Dadurch verliert das Kochbuch für mich an Atracktivität, da eher Kochbücher bevorzuge, die alltagstauglich sind.

Für mich war das Kochbuch eher durchschnittlich und es hat mich nicht vollständig überzeugen können.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(53)

93 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

normannen, süditalien, italien, normandie, kämpfe

Das Schwert des Normannen

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426513163
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(69)

158 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

olympische spiele, olympia, london, berlin, judenverfolgung

Als der Himmel uns gehörte

Charlotte Roth
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2015
ISBN 9783426516645
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch „Als der Himmel uns gehörte“ ist eine Familiengeschichte, angelegt in zwei Zeitebenen.

Zum einen ist da die Gegenwart, in der Jennifer überlegt, ob sie als Läuferin bei den olympischen Spielen antreten möchte.

Zum anderen ist da ihre Großmutter Alberta, die an der Olympiade 1936 als Bogenschützin teilnimmt und später entscheidendes für die Paraolympics tut.

Erst durch Gregory O’Reilly erfährt Jennifer mehr über ihre Großmutter und macht sich schließlich auf die Suche nach ihr. Das Treffen zwischen der Enkelin und der Oma führt dazu, dass der Leser die ganze Geschichte von Alberta, der Naziolympiade und von Jennys Familie erfährt. Dabei werden von der Autorin Charlotte Roth die interessanten tatsächlichen Fakten geschickt mit der erfundenen Geschichte vermischt und sie schafft es sehr gut mit Spannung und einem feinen Humor die Charaktere dem Leser näher zu bringen und die Handlung stetig voran zu treiben. Vor allem die Dialoge waren schön zu lesen und haben das Kopfkino befeuert. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und vor allem über das Bogenschießen habe ich noch einiges dazugelernt.

Ein rundrum gelungener Roman der gut unterhält.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(124)

227 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

altes land, hamburg, gabriella engelmann, liebe, neuanfang

Apfelblütenzauber

Gabriella Engelmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2015
ISBN 9783426515778
Genre: Romane

Rezension:

Eigentlich war es mir ja bei dem Titel bereits klar. Aber man soll ja keine Vorurteile haben und so habe ich mich frohen Mutes über dieses Büchlein hergemacht. Obwohl ich sicher nicht die Zielgruppe bin, obwohl mir das Cover nicht so besonders gefallen hat.
Die Hauptperson ist Leonie und um sie rum sind auch lauter Frauen in mittleren bis späten Jahren, die versuchen entweder unter die Haube zu kommen, Kinder zu kriegen oder sich noch mal selbst zu verwirklichen. Dabei gehört immer ein Mann zu ihrem Glück oder die Suche nach dem selbigen und nur Leonies Mutter erwägt eine Auszeit von der Ehe um in Italien ihre künsterische Ader auszuleben.
Das Buch plätschert so vor sich hin. Es ist ein bisschen ein hin und her aber die Richtung ist klar vorgegeben. Leonie braucht den Mann fürs Leben, sollte es mit Kindern doch noch was werden. Und ihr Vater braucht Hilfe bei den Äpfeln. Also heißt es heimkehren und dort das Glück finden.

Das Buch ist definitiv mehr für Frauen geeignet. Die Männer blieben in der Geschichte blass und langweilig. Es versucht mit den üblichen Zutaten, sehnsüchtige Frauen in schöner Landschaft auf der Suche nach Mr. Right, zu punkten.

  (2)
Tags:  
 
94 Ergebnisse