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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

lustiges, ungewöhnliches, zsverlag, sachbücher, schlussmitmuss

Schluss mit Muss: Warum du alles falsch machst, wenn du alles richtig machen willst

Tanja Mairhofer
E-Buch Text: 205 Seiten
Erschienen bei ZS Verlag GmbH, 05.05.2017
ISBN 9783898837231
Genre: Sonstiges

Rezension:

Über Tanja Mairhofers „Schluss mit Muss“ habe ich mich köstlich amüsiert und mich in vielen Sätzen wiedergefunden. Endlich mal eine die sagt, ich muss nicht alles machen,

weil …

 … es alle so machen

… es sich so gehört

… es mein Umfeld von mir erwartet

… was sollen denn bloß die Nachbarn von mir denken.

 

Wir machen uns alle viel zu viel Stress, verplanen unsere Zeit mit zu viel „MUSS“. Damit traf Frau Mairhofer genau den Nerv, der mir ein ständiges schlechtes Gewissen bereitet. Als berufstätige Frau muss man mit seiner Zeit gut haushalten, um halbwegs alles unter einen Hut zu bringen, trotzdem ist der innere Kritiker niemals zufrieden.

Unser Leben bestimmt zu viel „Muss“! Aber sind wir nicht auch in unoptimierten Zustand völlig in Ordnung? Tanja Mairhofer erklärt, als sie aufgehört habe, sich verändern zu wollen, hat sich bei ihr Zufriedenheit breitgemacht. Die Fenster müssen nicht wöchentlich geputzt werden, und wer will schon vom Fußboden essen, außerdem müssen wir nicht 13 Sachen gleichzeitig erledigen. Die Welt geht nicht unter, wenn der Wäscheberg immer noch nicht gebügelt ist. Muss ich wirklich bei jedem Event dabei sein, einen Marathon laufen, jede nur denkbare Handarbeit beherrschen, fließend 5 Fremdsprachen beherrschen und, und, und…

Mädels, macht euch locker … das Leben ist zu kurz, um allen erdenklichen Aktivitäten hinterherzujagen.

Ein vergnüglicher Anti-Ratgeber.

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70 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

physik, einstein, gott, bibel, urknall

Das Einstein Enigma

J.R. Dos Santos , Paula Porter
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei luzar publishing, 23.03.2017
ISBN 9783946621003
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung

Kairo, 2006.
Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein mysteriöses Manuskript entschlüsseln. Sein Titel? Die Gottesformel. Sein Autor? Albert Einstein. Was auf dem Spiel steht? Nichts weniger als die Anleitung für eine einfach zu bauende Atombombe.
Wider Willen wird Tomás als Doppelagent des Iran und der CIA in eine internationale Spionageaffäre verwickelt und kommt im Rahmen seiner Ermittlungen einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.

 

Meine Meinung:

Das Buch erinnert mich ein bisschen an Jostein Gaarders „Sofies Welt“, in dem der Leser die einzelnen Weltanschauungen der großen Philosophen erklärt bekommt. J.R. Dos Santos geht einen Schritt weiter, er bringt dem Leser komplexe Themen der Astrophysik, insbesondere Albert Einsteins Thesen, der Mathematik, Physik und verschiedene religionswissenschaftliche Themen näher. Im Vorspann, gibt er den Hinweis: Alle in diesem Buch enthaltenen wissenschaftlichen Angaben sind wahr, und alle hier abgehandelten wissenschaftlichen Theorien werden von namhaften Physikern und Mathematikern vertreten. Das macht es umso spannender. Mich reizte vor allem der Gedanke: Wie will der Autor wissenschaftlich die Existenz Gottes beweisen? Wird es ihm gelingen? Manche Passagen musste ich allerdings zwei Mal lesen, um sie auch zu verstehen. Eigentlich ist „Das Einstein-Enigma“ ein unterhaltsames, spannendes Sachbuch. Die Spionagegeschichte fand ich zu einfach gestrickt und ein bisschen vorhersehbar.

Insgesamt hat mir das Buch gefallen, es hat Spaß gemacht, diese Theorien in unterhaltsamer und einfach Sprache erklärt zu bekommen, und ich habe auch wirklich was kapiert ;-).

Von mir 4 Sterne.

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Tags: einstein, spionage   (2)
 

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

glück, leben, japan, familie, lebensweisheiten

Ikigai: Gesund und glücklich hundert werden

Francesc Miralles , Héctor García (Kirai)
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.03.2017
ISBN 9783843715607
Genre: Sonstiges

Rezension:

Klappentext

Folgt man einem klar definierten Ikigai, birgt jeder Augenblick so viele Möglichkeiten, dass er einem wie eine Ewigkeit erscheint.

Den Japanern zufolge hat jeder Mensch ein Ikigai. Ikigai ist das, wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen, oder auch ganz einfach: der Sinn des Lebens. Es ist allerdings in uns verborgen, und wir müssen nach ihm forschen. Hier erhalten Sie die Anleitung dafür, wie Sie Ihr Ikigai ergründen können. Finden wir unser Ikigai, haben wir die Chance, gesund und glücklich alt zu werden.
Als Orientierung und Vorbild haben die Autoren die Einwohner der japanischen Insel Okinawa befragt. Dort nämlich leben die meisten Hundertjährigen, die uns hier ihr Geheimnis eines langen Lebens verraten.

Meine Meinung:

Wer möchte nicht alt werden, ein langes, gesundes Leben führen? Doch was ist das Geheimnis der Hundertjährigen? Die Autoren dieses Buches haben sich aufgemacht, dieses Mysterium zu erforschen. Auf der Welt gibt es fünf Regionen in denen überdurchschnittlich viele Hundertjährige leben: Okinawa in Japan; Sardinien in Italien; die griechische Insel Ikaria, die Nicoya-Halbinsel in Costa Rica und Loma Linda in Kalifornien. Diese Regionen werden von den Wissenschaftlern „blaue Zonen“ genannt. Hier werden die Menschen steinalt.

 Ich war gespannt auf dieses Buch. Vieles war mir bereits bekannt, da ich mich ohnehin für einen gesunden Lebensstil interessiere, aber was kann ich noch verbessern und kann ich es überhaupt beeinflussen. Ja, jeder Mensch kann etwas dafür tun, ein möglichst langes und gesundes Leben zu führen. Wichtige Faktoren sind: Ernährung, Bewegung, soziale Kontakte, Aufgaben, Dankbarkeit und Optimismus.

Die Menschen in diesen Regionen führen ein Leben ohne Hast. Aber Achtung: Stress ist nicht gleich Stress. Ein moderater Stress wirkt sich durchaus positiv auf die Lebenserwartung aus, während anhaltender exzessiver Stress dem Körper schadet. Ebenso hat auch ein zu ruhiges Leben, ein sitzender Lebensstil negative Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Hier ein gesundes Maß zu finden, ist der Schlüssel.

Wichtig ist, sich einen jungen, aktiven Geist zu bewahren. Dazu gehören auch positives Denken, Gelassenheit in allen Lebenslagen. Und ganz erstaunlich: Diese Menschen zeichnet ein außergewöhnlicher Lebenshunger aus. Sie pflegen eine gesunde und gemäßigte Ernährungsweise und geben nicht allen Lauen und Gelüsten nach.

Die Japaner sagen: Du musst lächeln – wenn du lächelst und dein Herz öffnest werden deine Enkel gern bei dir sein. Das vergessen leider viele im Alter. Denn auch Lachen und Spaß haben, verlängern das Leben, sich keine Sorgen machen und im Herzen jung bleiben.

Für mich hat das Buch nicht allzu viele neue Erkenntnisse gebracht, da ich mich mit diesem Thematik schon länger beschäftige. Für Neulinge auf diesem Gebiet bietet es jedoch durchaus viel an erhellender Information. Stop … eines habe ich hier tatsächlich mitgenommen, und zwar, dass man auch Alltagstätigkeiten genießen soll, im sogenannten Mikroflow.

Fazit: Körper und Geist müssen beschäftigt sein. Der Mensch braucht ein Ziel vor Augen, einen Lebenssinn, er braucht Herausforderungen um zu wachsen.

 

 

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Tags: langes leben   (1)
 

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

vergebung, ratgeber, paris, die verseflüsterin, verseflüsterin

Die Verseflüsterin

Nicolas Fougerousse , Elisabeth Liebl
Fester Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Scorpio Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783958031067
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Hör auf deine Gefühle! Diese Botschaft entdeckt Marcus eines Tages an seiner Windschutzscheibe, als er sich gerade anschickt, ins Büro zu fahren. Was ein desillusionierter Tag wie jeder andere hätte werden sollen, ist der Startschuss zu einem Abenteuer der ganz besonderen Art: Wer mag ihm diese Botschaft geschickt haben? Ganz sicher jemand, der ihn und seine Gewohnheiten kennt. Seine Frau Isabelle vielleicht? Sein Chef? Oder gar ein völlig Unbekannter? War es vielleicht der eigenartige Typ, den er da zufällig kennengelernt hat? Eines ist sicher: Dieser Augenblick verändert Marcus Leben mehr, als er sich je hätte träumen lassen ..

Meine Meinung:

Markus, verheiratet mit Isabell, ist ein Getriebener. Immer unter Strom, immer auf der Überholspur, ständig am Checken der Mails, ob nun beruflich oder privat, immer mehrere Programmfenster am PC gleichzeitig geöffnet. Ein typischer Vertreter unserer von Hetze und Stress dominierten Zeit. Erst als er die Botschaft: HÖR AUF DEINE GEFÜHLE unter dem Scheibenwischer seines Autos findet, wird ihm bewusst: Das Leben rauscht an ihm vorbei. Er hat zu wenig Zeit, Zeit für sich …und er gerät ins Nachdenken. Die Begegnung mit Angelo hilft ihm, zu sich selbst zu finden, einen neuen Lebensweg einzuschlagen.

Die Sprache ist sehr schön. Nicolas Fougerousses „Die Verseflüsterin“ animiert den Leser zum Nachdenken, regt an zu mehr Achtsamkeit, und vor allem dazu, den eigenen Lebensstil zu überdenken.

Mir hat das Buch gefallen, trotz der etlicher Längen.

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Tags: achtsamkeit, lebenstil   (2)
 

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psychopath, stephan siegfried, manipulation, *siegfried*, neurobiologie

Do you speak Psychopath?

Stephan Siegfried
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei 1-prozent, 29.09.2016
ISBN 9783906823119
Genre: Sachbücher

Rezension:

Stephan Siegfrieds Ratgeber „Do you speak Psychopath“ wendet sich vor allem an Menschen, die immer das Gute im Menschen sehen und nie auf die Idee käme, dass jemand ihr Vertrauen missbraucht. Denn die meisten von uns werden darauf konditioniert, im Vertrauen zu leben und „im Zweifel für den Angeklagten“ zu urteilen. Gerade sie sind die Opfer der beschriebenen Spezies. Psychopathen versuchen mit allen Mitteln, die Selbstbestimmung ihres Gegenübers zu beeinflussen. Sie beherrschen es perfekt, sich als Kumpel und netten Zeitgenossen darzustellen, Menschen an sich zu binden und sie für ihre Zwecke zu missbrauchen. Ihnen fehlt jede Moral, sie kennen keine Skrupel um ihre Ziele zu erreichen. Wer gegen diese Manipulationen nicht gewappnet ist, für den kann der Umgang mit Psychopathen verhängnisvolle Folgen haben.

Kennzeichnend für Psychopathen ist vor allem der Gebrauch der schwarzen Rhetorik. Sie bietet ihnen das Werkzeug, Menschen zu manipulieren. Aber begegnen wir nicht überall in der heutigen Geschäftswelt dieser Sprache, wird diese Sprache nicht auch von Politikern, in der Werbung, den Medien und von Wirtschaftsgrößen benutzt? Ich meine schon. Deshalb ist es so enorm wichtig sich vor ungewollter Beeinflussung zu schützen und Manipulationsversuche zu entlarven.

Stephan Siegfried zeigt anhand von Fallbeispielen, deren Sprachmustern auf und gibt Tipps, an welchen Merkmalen man diese erkennt

Interessant finde ich auch die Fußnoten und Linkhinweise.

Fazit: Ein nützlicher Ratgeber. Unbedingt Lesen.

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Tags: psychopath   (1)
 

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reise, alter, berlin, husum, freundschaft

Weit weg ist anders

Sarah Schmidt
Flexibler Einband: 261 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458362562
Genre: Romane

Rezension:

„Weit weg ist anders“ liest sich leicht und flüssig. Das rot-weiße Cover ist ansprechend.

Die Rentnerin Edith Scholz wird nach einem bösen Sturz in ihrer Wohnung vom Briefträger aufgefunden. Im Krankenhaus erhält sie eine neue Hüfte, im Anschluss geht es zur Reha-Behandlung in eine Klinik auf Usedom. Dort macht die pragmatische Berlinerin Bekanntschaft mit ihrer netten Zimmernachbarin, aber … oje, sie fühlt sich von Christel Jacobi sofort genervt. Die soll sie doch in Ruhe lassen. Im Verlauf der Kur kommen die beiden sich zwar näher, aber so richtig warm miteinander werden sie nicht. Aber dann hat Christel eine Idee und Edith wird zu ihrer Verbündeten. Zusammen machen sie sich auf den Weg der quer durch Deutschland führt.

Die beiden Hauptprotagonistinnen könnten unterschiedlicher nicht sein. Die kratzbürstige, streitbare Edith Scholz, die ein Talent für Grobheiten hat und die leicht mimosenhafte Christel Jacobi, die Handarbeiten anfertigt und auf Esoterik steht. Beide sind recht lebensnah gezeichnet. Man muss sie sie einfach lieben, die beiden schrulligen Damen. Wenn sie auch nicht die dicksten Freundinnen werden, so respektieren sie sich doch. Die Reise tut beiden in ihrer Entwicklung gut. Besonders sympathisch fand ich eine Nebenfigur, den braven Briefträger Oskar Mannstein.

Die Handlung hätte ich mir gerne etwas spritziger gewünscht, aber okay, die Damen haben bereits ein gesetztes Alter erreicht, von daher sind, realistisch gesehen, keine allzu großen Abenteuer zu erwarten.

Fazit: Leichte Feierabendlektüre

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

geschwister, familie, kinder, brünnig, neid

Worüber wir nicht reden

Jenny Bünnig
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Langen-Müller, 22.12.2016
ISBN 9783784434162
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext

Vier Tage mit der Familie. Als Daniel mit seinen Kindern ankommt und vor dem Haus seiner Eltern parkt, kann er zunächst nicht aussteigen. Zu viel beschäftigt ihn. Seine Frau, die nicht anruft. Seine Schwester Patrizia, die er lange nicht gesehen hat. Seine schwer kranke Mutter und sein starrsinniger Vater. Zeitgleich im Haus betrachtet sich Patrizia im Badezimmerspiegel. Warum ist das Gefühl so stark, eine Versagerin zu sein? Jahrelang hat sie alles richtig gemacht. Dachte sie. Erfolgreiches Studium, Karriere an der Universität. Und plötzlich steht sie ohne Job da. Was macht man, wenn das, wofür man hart gearbeitet hat, plötzlich nichts mehr wert ist? Man fährt nach Hause zu seinen Eltern. Daniel und Patrizia müssen an diesem Wochenende verschiedene Rollen einnehmen. Sie sind Bruder, Sohn, Vater bzw. Schwester, Tochter, Tante – meist alles gleichzeitig.

Ein wundervoller, berührender Roman, der die Facetten des Familienlebens beleuchtet und in dem wir uns alle irgendwie wiederfinden.

Meine Meinung:

Auf den ersten Seiten dachte ich noch: In dieser Familie liegt einiges im Argen. So richtig gut kann keiner mit keinem. Man spricht nicht miteinander, nicht über Gefühle und Konflikte. Wichtige Themen werden ausgeblendet, nicht angesprochen. Aber das wandelte sich. Die Familienmitglieder kommen sich in diesen vier Tagen nahe, werden zu einer richtig tollen Familie. Lassen auch einen Blick ins Innere zu.

Mir haben sowohl Schreibstil als auch die Charaktere gefallen. Sie waren sehr glaubwürdig gezeichnet. Patti steckt tief in einer Midlife-Crisis und zweifelt ihr ganzes Leben an. Sie hat ein besonders gutes Verhältnis zu ihrer Nichte Janne, ein echt starkes und kluges Mädel. Daniel kommt scheinbar als Looser herüber, aber ich mochte seine liebevolle Art. Er ist seinen Kindern ein herzensguter und liebenswerter Vater. Winnies Ruhrpott-Dialekt war für mich zunächst ungewohnt, aber ich fand ihn dennoch stimmig. Überhaupt musste ich meine Meinung zu Winfried im Laufe der Geschichte gründlich revidieren. Patrizia betrachtet ihren Vater als. Mürrisch. Kurzab. Aufbrausend. Ein Bollerkopf. Genau den Standpunkt vertrat ich auch. Zu Schluss war Winni für mich der absolute ‚Winner‘ an Sympathiepunkten, er hat das Herz auf dem rechten Fleck, ist ein unheimlich liebevoller Ehemann. An einer Stelle gibt er Patti einen guten Rat. Ich fand den Satz bemerkenswerten:„Jetzt musse nur noch dat ganze Rumgeflenne und dat Nölen sein lassn und aufhörn zu denken, dat jedet Leben besser is als deins. Zu gar nix führt dat. Du kriegst nämlich kein andret. So siehtet aus!“

Seda, Winnis Frau leidet an Demenz. Das Thema wurde authentisch aufgegriffen!

„Worüber wir nicht reden“ bietet viel Stoff zum Nachdenken, es werden ernste Themen angerissen, Arbeitslosigkeit, Sprachlosigkeit, Umweltaspekte, Scheidung, Krankheit, aber selbstverständlich kommt die Unterhaltung nicht zu kurz. Es gibt viele Stellen, an denen ich nicht nur schmunzeln, sondern laut lachen musste.

Mein Fazit: eine großartige Familie!!! Unbedingt lesen.

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206 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

thriller, vergangenheit, psychothriller, drama, perfect girl

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426520567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die siebzehnjährige Zoe Maisey ist eine begabte Pianistin, ein absolutes Ausnahmetalent. Doch was niemand wissen darf, sie hatte mit fünfzehn Jahren einen schweren Autounfall verursacht, bei dem drei Jugendliche ums Leben kamen. Sie wurde verurteilt zu achtzehn Monaten Jugendarrest. Das geschah in Devon. Jetzt lebt sie mit ihrer Mutter Maria in Bristol ihr „zweites Leben“. Ihre Mutter ist mit dem erfolgreichen Geschäftsmann Chris Kennedy verheiratet und alles scheint perfekt. Das Paar hat ein gemeinsames Kind. Maria nennt das Baby „Ein Geschenk des Himmels“. Und zusammen mit Lucas, dem Sohn von Chris, bilden sie eine Bilderbuchfamilie.

Um ihrer Musikerkarriere neue anzustoßen gibt Zoe, zusammen mit Lucas, das erste Konzert in ihrem zweiten Leben in einer Kirche. Der Aufritt muss perfekt werden. Sie und Lucas geben ein tolles Paar. Eine Eisprinzessin und ihr schwarzer Gefährte. Alles ist bis ins Kleinste durchgeplant. Tessa, ihre Tante bedient den Videorekorder. Und dann erklingen die ersten Töne. Zoe ist so vertieft in ihr Spiel, dass sie das Geschrei erst gar nicht wahrnimmt und sechs Stunden später ist ihre Mutter gestorben.

„Dachtest du, du kannst dich für immer verstecken?“ Von wem ist diese Nachricht auf dem Handy?

Dieser Thriller versteht es, den Leser sofort zu fesseln und in die Handlung reinzuziehen. Er entwickelt eine extreme Sogwirkung. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung war spannend von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich hatte Herzklopfen bis zum Schluss. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Von der Autorin Gilly MacMillan hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber sie ist ein echter Geheimtipp. „Perfect Girl“ war ihr zweiter Thriller. Ich werde mir auch ihren Debütroman „Toter Himmel“ besorgen.

Die Protagonisten waren wunderbar und realistisch gezeichnet. Die Staatsanwältin beschreibt Zoe so: „Wie ein Rehkitz, zerbrechlich und zart.“ Doch sie fügt hinzu. „Aber lassen sie sich nicht täuschen.“ Zoe sagt: Es ist wichtig, dass ich bescheiden wirke – mein Konzertgesicht hinbekomme. Ihre Mutter Maria ist der Motor hinter allem, sie treibt Zoe an. Maria verbiegt sich um ihre Ziele zu erreichen, verschleiert ihren wahren Charakter, ist ehrgeizig, verlangt von Zoe Disziplin, Selbstbeherrschung und Perfektionismus. Zum Beispiel darf Zoe niemals weinen. Ihren Stiefvater Chris empfindet Zoe als Heuchler und Kontrollfreak, er strahlt keine Wärme aus. Er missbilligt alles was den gewohnten Ablauf stört.

Das Ende des Buches hat mich überrascht, aber es ist dennoch stimmig und regt zum Nachdenken an. Ein rundum gelungener Thriller ohne Längen, sehr temporeich.

Von mir definitiv 5 Sterne

 

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

irland, geheimnis, cork, familiengeheimnis, trauer

Das Geheimnis jener Tage

Zoë Miller , Peter Knecht
Flexibler Einband: 516 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783458361961
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch wird in zwei Zeitsträngen parallel erzählt. Es beginnt im Jahre1980. Sylvie geht am Strand spazieren, in ihrer jungen Ehe scheint es nicht zu stimmen. Irgendetwas macht ihr Kummer. Sie bemerkt einen jungen Mann, der sich in Gefahr begibt und sie wird für Luis zum Lebensretter. Der hochtalentierte Luis wollte seinem Leben ein Ende setzten. Er verlor durch einen Unfall seine Mutter und sein Augenlicht und ist zu tiefst deprimiert.

In der Jetztzeit erfahren wir von Sylvies Tochter, Carrie Cassidy. Sie hatte ihre Eltern vor 5 Jahren durch ein Flugzeugunglück verloren und kommt über die Trauer nicht hinweg. Sie fühlt sich schuldig, da sie ihre Eltern zu dieser Reise geraten hatte. Die Trauer zerstört nach und nach ihre Beziehung zu Mark. Und auch der Job, ist nicht die Tätigkeit, die sie befriedigt.

Dann bekommt sie einen Anruf, Maria, die Frau des blinden, todkranken Schweizer Musikers Luis Meyer setzt sich mit ihr in Verbindung und Carrie erfährt mehr über das Leben ihrer Mutter.

Das Buch enthielt alle Facetten, die ein Pagerunner benötigt: Love-Stories, Familiengeheimnisse, überraschende Wendungen und Spannung wie ein Thriller. Gleich einem Puzzle fügte sich die Story Steinchen für Steinchen zusammen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen, die Story, ein spannendes Leseabenteuer. Die Protagonisten waren absolut gut gezeichnet. Besonders sympathisch fand ich Sylvie, sie strahlte eine Lebensfreude aus, die ansteckend wirkte, nicht nur auf Luis, auch auf mich als Leserin. Auch der blinde Pianist faszinierte mich von Anfang an. Adam hasste ich leidenschaftlich. Warum? Er war so lebensecht beschrieben.

Das Buch enthielt sehr starke Passagen, mit viel Tiefgang und Poesie, wundervollen Bildern, aber auch die Spannung kam nicht zu kurz.

Fazit: Unbedingte Lesen!!!

 

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Tags: geheimnis, lebensretter, pianist   (3)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

frau möchte mann sein, wahrnvorstellung, #geheimnisvoll, #krimi, familientragödie

Fallensteller

Moa Graven
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei cri-ki-Verlag, 01.02.2016
ISBN 9783945372661
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

2012 wird ein kleines Mädchen in einem Waldstück bei Aurich tot aufgefunden. Ihr Fuß steckte in einer Tierfalle. Ein unglückseliger Unfall?

Jahre später ermitteln die Kommissare Jan Krömer und seine Kollegin Lisa Berthold in einem ähnlich gelagerten Fall. Ein Spaziergänger findet im Wald die schrecklich zugerichtete Leiche eines älteren Mannes. Alles deutet auf einen äußerst brutalen Mord hin. Der Kopf des Opfers steckt in einer Tierfalle. Schnell finden die Ermittler heraus, dass es noch weitere Fälle gibt. Und wie es scheint, ist der Täter nicht zu stoppen.

Moa Gravens Krimi liest sich leicht und flüssig. Die Kapitel sind kurz und knapp, was ich durchaus als positiv empfand. Die Stimmung im Buch ist sehr düster. Leider konnte ich keine emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen. Die Protagonisten erweckten bei mir weder Sympathie noch Antipathie. Sie blieben für mich hölzern, ich konnte mich mit keiner Figur identifizieren. Ebenso die Handlung. Sie war schon irgendwo auch spannend, trotzdem konnte sie mich nicht wirklich packen. Es blieb alles an der Oberfläche. Mir fehlte es an Tiefe. Vielleicht hätte der Geschichte ein bisschen mehr Lokalkolorit gutgetan. Das Typische für diese Region kam für mich nicht rüber. Im Grunde hätte sich der Krimi überall abspielen können.

Dennoch vergebe ich 3 Sterne. Für eine kurzweilige Feierabendlektüre durchaus geeignet.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

schweden, schären, vergangenheit, eis, winter

Heimwärts über das Eis

Gunilla Linn Persson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783458361879
Genre: Romane

Rezension:

Ellinor Ingman ist Mitte 50 und lebt schon ihr ganzes Leben auf der kleinen Insel Hustrun, gelegen im Stockholmer Schärengarten. Es ist ein einsames und hartes Leben. Ellinor versorgt ihren tyrannischen Vater, der am Rollstuhl gefesselt ist, und der die Tochter mit herrischen Klopfzeichen nach seiner Pfeife tanzen lässt. Dennoch ist sie eine Frau, die ohne zu fackeln ihr Leben annimmt, so wie es ist, ja die es sogar liebt, trotz der Härte. Ihre Wut auf den patriarchalischen Vater verarbeitet sie mit Briefen, die sie an ihn schreibt, aber sofort wieder vernichtet ohne sie dem Vater zu geben.

Doch dann kommt Herrmann Engström, der Vogelmaler, nach mehr als 30 Jahren zurück auf die Insel. Einst war Herrmann Ellinors große Liebe, aber sie scheint alles vergessen zu haben. Erinnert sich kaum an Einzelheiten aus dieser Zeit. Warum das so ist, erfährt der Leser im Laufe der Geschichte.

In einem zweiten Strang wird von einem Unglückfall, der sich vor über 100 Jahren zugetragen hat erzählt. Die Geschehnisse aus der Vergangenheit überschatten seitdem die kleine Insel, haben Familienzwiste ausgelöst und Zwietracht gesät. Viele Inselbewohner haben inzwischen die Insel verlassen, ihre Häuser verkauft.

Der Schreibstil ist typisch skandinavisch. Sprachgewaltig, poetisch … einfach nur schön. Die Autorin Gunilla Linn Persson zeichnet traumhafte Bilder, erzeugt Stimmungen, die das Herz berühren. Als Leser fühlt man sich unmittelbar auf die Insel versetzt, hört das Meer, das Auf und Ab der Wellen, sieht die Blumen, die Kargheit der Natur. Man könnte meinen, Idylle pur und ein kleines bisschen neidisch werden. Aber das Leben auf der Insel ist hart, zumindest in den Wintermonaten. Und der Winter dauert lange, bis das Eis zu schmelzen beginnt.

Die Gedankenwelt der Protagonisten hat viel Tiefe. Ich mochte die bodenständige praktisch veranlagte Ellinor und Herrmann, den Vogelmaler, aber auch der kauzige Allgot ist treffend beschrieben. Man konnte Sympathien und Antipathien entwickeln, die Personen ließen einem nicht kalt. Gunilla Linn Persson ist es zu 100 % gelungen , die Leser in ihre Geschichte hinzuziehen.

Ein Buch voller Magie und Atmosphäre, auf das man sich einlassen muss. Für mich war ein absolutes Lese-Highlight. Daumen hoch!!!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

philosophie, wissenschaft, buddhismus, physik, hubbard

Wissenschaft und Spiritualität

Lars Jaeger
Flexibler Einband
Erschienen bei Springer Berlin, 23.09.2016
ISBN 9783662502839
Genre: Sachbücher

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

krebs, familie, berlin, großmutter, krankheit

Im Sommer wieder Fahrrad

Lea Streisand
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 18.11.2016
ISBN 9783550081309
Genre: Romane

Rezension:

Lea Streisand schreibt in diesem autobiografischen Roman, wie ihr Leben mit Anfang 30 durch eine Krebsdiagnose tief erschüttert wird. Als Ablenkung in dieser schweren Zeit beschäftigt sich Lea mit dem Sichten von Mütterchens Koffer. Leas Großmutter war die Schauspielerin Ellis Heiden. Diesen Künstlernamen legte sie sich Mütterchen bereits in der Schauspielschule zu, geboren wurde sie als Hildegard Lücke, sie wollte jedoch nicht, dass, falls sie mal berühmt wird, irgend so ein Schreiberling in sein Käseblatt kritzelt: ’Eine Lücke hat sich aufgetan auf den Brettern, die die Welt bedeuten.‘

Lea und ihre Großmutter verband ein besonders inniges Verhältnis. Die Autorin schreibt liebevoll von ihrer Großmutter und ihrem wechselvollen und abenteuerlichen Leben. Mütterchen war eine Frau, deren unerschütterliches Vertrauen in den guten Lauf der Dinge sehr erfrischend wirkt. Sie arbeitete als Schauspielerin und Regieassistentin mit Gründgens und Brecht. In den 40er Jahren rettete sie in einer mutigen Aktion ihrem künftigen Ehemann, einen „Halbjuden“,  das Leben.

Lea resümiert, Großmutter hatte mit dreißig schon mehr erlebt und mehr Städte bereist als sie. Großmutters Welt war größer und weiter als ihre.

Mütterchen hatte ein freundschaftliches, beinahe intimes Verhältnis zu den Dingen, die sie umgaben. Dafür hatte sie so gar keinen Nerv für Hausarbeit. Hausarbeit konnte sie nicht leiden. Gut, sie musste gemacht werden. Aber Spaß hatte sie dabei nie. Und sie war Sammlerin, sie hortete alle ihre Schätze und konnte sich von nichts trennen, wie es viel Menschen der Kriegsgeneration erging. Ihre Abstellkammer quoll über mit Kram, Sammelsurium und Gerümpel.

Lea stellt fest: Wenn Großmutter etwas richtig gut konnte, dann Probleme lösen. Sie hatte keine Komplexe, machte immer was sie wollte. Leas Leben hingegen wird durch den Krebs ausgebremst, sie hatte sich ein Leben mit Kindern erträumt. Ihr Freund Paul steht ihr zu Seite, fängt sie auf, wenn es ihr schlecht geht und baut sie immer wieder auf, begleitet sie durch Höhen und Tiefen.

Mit hat das Buch sehr gut gefallen. Die Sprache ist ehrlich und ungekünstelt. Es kommt so viel an Herzlichkeit und Liebe beim Leser an, aber auch schmerzhafte Emotionen sind spürbar. Die Charaktere sind echt, man glaubt sie als Leser wirklich zu kennen.

Ich habe sehr schöne Sätze zu lesen bekommen. Hier drei Beispiele:

„Das romantische Ritual meiner Großeltern war das Briefeschreiben. Ihre Liebe entstand, indem sie sie beschworen, in Worte fassten. Begehren kommt aus dem Bauch. Aber Liebe entsteht im Kopf. Indem ich jemandem sage, dass ich ihn liebe, treffe ich die Entscheidung, ihn zu lieben. In genau diesem Moment. Und wenn ich es aufschreibe, habe ich es verbrieft.“

„Zu Hause ist dort, wo man ankommt und nichts darstellen muss. Wo ich mein öffentliches Selbst gegen mein privates Selbst austausche, gegen das ungeschminkte in Jogginghosen, das stundenlang nur auf dem Sofa hängt und Harry-Potter-Filme guckt oder Romantic Comedies und dabei Tetris auf dem Laptop spielt. Das sich in die Wanne legt, bis es ganz verschrumpelt ist, sich dann eine Pizza kommen lässt und Harry Potter wieder von vorn guckt. Zu Hause ist dort, wo man sich als unzivilisiertes Wesen inszenieren darf.“

„Arbeit bedeutet Kontemplation, die Möglichkeit, sich selbst zu verlieren in einer Tätigkeit, all seiner Sorgen, Nöte, Wünsche für eine Weile enthoben zu werden, indem man etwas tut, etwas schafft, etwas Sinnvolles, das unabhängig von der eigenen Person existieren kann.“

Mein Fazit: Unbedingt lesenswert.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

sport, fitness, sachbuch, training, muskeln

Gestern hast du „morgen“ gesagt – Das 5-Stufen-Trainingsprogramm mit dem eigenen Körpergewicht

Michèl Gleich , Justyna Krzyzanowska , Stephan Staats
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 21.09.2016
ISBN 9783954531080
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mein Gesamteindruck: Daumen hoch.

„Gestern hast du „morgen“ gesagt, ist ein großformatiges Buch mit optisch ansprechenden Fotos. Ich habe mir die Mühe gemacht und nicht nur Bildchen geschaut, sondern auch die Texte gelesen. Wer Motivation sucht, findet hier Motivation pur. Der Autor sagt: „Ziele sind wie Magnete: Sie ziehen den Erfolg an“ aber auch „Erfolg ist eine Treppe, keine Tür“. Mit beidem hat er Recht. Oh ja, ich lass mich immer wieder gerne motivieren, obwohl ich längst ein Sportjunkie bin. Ich trainiere 3 – 4 mal die Woche, oft auch mehr. Ich suche immer wieder neue Möglichkeiten und Herausforderungen mich auszupowern, weil ich merke, wie mir Sport gerade beim täglichen Stressabbau guttut. Ich kann dem Autor aber auch zustimmen, wenn er sagt: „Wenn dir eine Übung und dein Training nicht spätestens nach dem fünften Mal Freude bereiten, machst du irgendetwas falsch.“ Vielleicht sollest du dann mal grundsätzlich deine Einstellung überdenken, denn Spaß sollte das ganze schon machen, sonst bleibst du nicht dran. Vieles ist nämlich auch eine Kopfsache. Dr. Michèl Gleich sagt dazu: „In meinem Leben gibt es zwei wichtige Grundsätze: Wenn mir etwas keinen Spaß macht, lasse ich es nicht gleich sein und gebe auf. Das ist keine Option. Niemals! Nein, ich ändere dann einfach meinen Weg zum gesteckten Ziel. Meine Einstellung.“

Das Buch gliedert sich in drei Hauptteile: Training, Ernährung und Rezeptteil.

Der Trainingsteil stellt ein 5-StufenTrainingsprogramm mit dem eigenen Körpergewicht vor, d. die Übungen sind sowohl für den Einsteiger als auch für den fortgeschrittenen Sportler geeignet, Intensität und Schwierigkeitsgrad steigen mit den Stufen an. Die Übungen werden Schritt für Schritt erklärt. Man kann eigentlich nichts falsch machen. Und das Schöne ist, man kann zu Hause trainieren, braucht dazu keine platzraubenden extra Übungsgeräte. Die Übungen sind teils sehr anspruchsvoll, aber man kann ja auf einem niedrigen Level anfangen und sich langsam steigern. Kein Problem, also. Ausschlaggebend ist der persönlichen Fitnesslevel und den gilt es zu verbessern.

Der zweite Hauptteil widmet sich der Ernährung. Hier gilt: „Ohne Proteine geht grundsätzlich nichts!“ Um Muskulatur aufzubauen, benötigt der Körper eine ausreichende Proteinversorgung. Wichtig: das Training beginnt mit dem Essen. Wer abnehmen will sollte auf eine negative Energiebilanz achten. Dr. Gleich empfiehlt die 80%-Regel. Mit einem gesunden Kaloriendefizit holt sich der Körper die fehlende Energie aus den Fettdepots.

Der Rezeptteil…. Sieht alles sehr appetitlich aus. Aber ich gestehe, ich bin nicht die große Köchin, ich habe mir nur die Salate und die Fleischbällchen zum Nachmachen herausgepickt und die schmeckten wirklich lecker.

Mein Fazit: Ein gelungenes Trainingsbuch für Dranbleiber!!! – Denn: Erfolg stellt sich ein, wenn du da weitermachst, wo du gestern aufgegeben hättest!

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Tags: eigengewichtübungen, ernährun, muskeln, sport   (4)
 

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

kochbuch, vegetarisch, eva fischer, ernährung, gesünder essen

Life changing Food

Eva Fischer
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 05.09.2016
ISBN 9783710600364
Genre: Sachbücher

Rezension:

Rein von der Aufmachung und den wunderschönen Illustrationen hat mich das Buch sofort angesprochen. Ein Kochbuch das auch die Seele nährt. Es macht Freude in den Seiten zu blättern, der Anblick der Fotos lässt einem bereits das Wasser im Munde zusammenlaufen. Das Konzept klingt vielversprechend.

Da ich gerne neue Rezepte ausprobiere und auch sehr auf gesunde Ernährung achte, empfand ich ‚Life changing food - Das 21 Tage Programm‘ genau passend für mich.

Leider wurde ich etwas enttäuscht, die Rezepte sind nicht unbedingt alltagstauglich. Viele Zutaten sind in normalen Geschäften nicht zu bekommen, jedenfalls nicht bei uns auf dem Lande.  Es ist also eher schwierig spontan was auf den Tisch zu zaubern. Man muss seine Einkäufe schon sehr genau planen.

Gleich zu Anfang erfährt man, warum die Autorin ihre Ernährung umgestellt hat und wie gut ihr diese Lebensmittel tun, wie sie förmlich den Kraft- und Energiezuwachs spürt, die sie dem Körper schenken. Wie wichtig gesunde Ernährung für unser Wohlbefinden ist, dürfte zwar den meisten Lesern bekannt sein, doch die Autorin bringt es zur Vertiefung nochmals sehr anschaulich und kurzweilig rüber.

Menschen die an Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden finden in dem Buch jede Menge Tipps, davon bin ich zum Glück nicht betroffen. Aber einige Inspirationen für meine Küche konnte ich mir holen.

Fazit: Ein ansprechendes Kochbuch zum Schmökern und Ideen holen, jedoch nicht unbedingt was für die spontane Küche.

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99 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

familie, therapie, verlust, chaos, schreiben

Eine Therapie für Aristoteles

Melanie Sumner , Eva Kemper
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 15.02.2016
ISBN 9783832197964
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:

Wie schreibt man einen Roman in 30 Tagen?

Aristoteles »Aris« Thibodeau ist zwölfeinhalb Jahre alt. Nein, sie ist kein Junge. Und ja, sie ist zu Höherem berufen. Leider steckt sie seit dem Tod ihres Vaters in einer eher mäßig interessanten Kleinstadt fest, wo sie sich um das desolate Liebesleben ihrer Mutter kümmern muss. Nicht zu vergessen ihr Job als Koerzieherin ihres kleinen Bruders Max, für dessen Therapie das gesamte Geld der Familie draufgeht.
Zum Glück hat Aris einen Plan. Mithilfe des Ratgebers ›Schreiben Sie einen Roman in 30 Tagen!‹, den ihre Mutter ihr als Therapieersatz in die Hand gedrückt hat, will sie einen Bestseller schreiben. Inhalt des Buches: ihre charmant dysfunktionale Familie. Wenn nur ihre Mutter endlich die Finger vom Onlinedating lassen würde, dann könnte sie erkennen, dass der perfekte Mann für sie der Handwerker und Nanny-Ersatz Penn Mac-Guffin ist. Und Aris hätte zumindest schon mal den romantischen Strang ihres Plots in der Tasche (und einen Vater im echten Leben). Als jedoch ein Unfall einen düsteren Teil der Thibodeau-Familienhistorie enthüllt, muss Aris einsehen, dass manches im Leben – genauso wie in der großen Literatur – nicht exakt so verläuft, wie es geplant war.

 

Meine Meinung:

Aris wirkt sehr erwachsen für 12 1/2 Jahre. Ihre Gedankengänge sind zum Teil recht tiefgründig. Wobei schon auch der Teenager durchblitzt.

Die Protagonisten sind gut gezeichnet und kommen lebendig rüber. Interessant finde ich auch Nebenfiguren wie Kate und Anders. Alle haben irgendwie eine Meise, aber genau das macht sich aus.

Das Buch ist zwar humorvoll geschrieben, aber es liest sich deshalb nicht unbedingt flott weg. Und es ist auch ganz bestimmt keine leichte Kost.

Ich empfand Mitleid mit Aris und ihrem Bruder. Denn ihre vom Leben überforderte und chaotische Mutter kann beiden keine Stütze sein. Aris übernimmt zum Teil die Rolle, die ihre Mutter zu erfüllen hätte. Ihr Bruder hat psychische Probleme und geht in Therapie. Die tapfere Aris therapiert sich selber indem sie ihr Leben in Tagebuchform reflektiert.

So ganz konnte ich mich mit dem Buch nicht anfreunden. Deshalb nur 3 Sterne.

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

norwegen, holz, somme, edvard, shetland inseln

Die Birken wissen's noch

Lars Mytting , Hinrich Schmidt-Henkel
Fester Einband: 516 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.03.2016
ISBN 9783458176732
Genre: Romane

Rezension:

Edvards Eltern sind während eines Frankreichurlaubs 1971 auf sonderliche Weise verunglückt. Der damals knapp 4jährige Junge war mit dabei, wurde aber zunächst nicht aufgefunden. Erst 4 Tage später tauchte er 120 km entfernt und unversehrt in einer Arztpraxis auf.

So wuchs Edvard bei seinem Großvater Sverre im norwegischen Gudbrandstal auf, einem etwas verschrobenen Mann, der im Krieg für die Deutschen an der Ostfront stand und dessen Bruder Einar, für die Gegenseite kämpfte. Einar, der Meistertischler fiel 1944 im Krieg. Er hatte in den 30er Jahren in Paris gelebt und für eine Möbelfirma mit Weltruf gearbeitet. Ihm war das Leben auf dem Hirifjellhof zu eng geworden, nun erinnern nur noch eine verlassene Schreiner-Werkstatt und ein Flammbirkenwäldchen an ihn.

Seit Edvard 13 Jahre alt war reiste der Großvater einmal im Jahr für eine Woche zum Jahrestreffen des Schaf- und Ziegenzüchtervereins und Edvard musste den Hof am Laufen halten.

Und nun ist auch der Großvater gestorben. Edvard muss die Beerdigungsmodalitäten erledigen. Er erfährt zu seinem Erstaunen, dass schon seit 1979 ein prunkvoller Sarg für Sverre beim Leichenbestatter bereit steht, ohne dass der Großvater davon wusste. Getischlert von Einar, für seinen Bruder. Aber Einar ist doch 1944 bei Authville in Frankreich gefallen, an dem Ort wo 1971 auch Edvard Eltern ihr Leben verloren.

In Großvaters Kleiderschrank findet er einen teuren schwarzen Anzug aus feinstem Material. In dessen Jackentasche steckt eine Eintrittskarte zu den Bayreuther Festspielen vom 30. Juli 1981. Außerdem findet er Dias, die er zuvor noch nie gesehen hatte. Großvater brauchte immer nur einen 24er Film im Jahr, wie sich herausstellte war es eine 36er Rolle, 12 Dias unterschlug er. Sie stammten von seiner heimlichen Woche im Ausland. Außerdem findet Edvard 5 Umschläge mit Klebestreifen verschlossen: Nicole, Walter, Anna, Einar und Edvard.

Mich hat diese Geschichte von der ersten bis zur letzten Zeile festgehalten und gefesselt. Eine kraftvoll und farbig erzählte Familiengeschichte, mit wundervoller Atmosphäre und schönen Bildern. Eine Familiengeschichte voller Geheimnisse und Menschen wie Urgestein. Es geht um Schweigen, Schuld und Verrat, und darum, ob diese Fragen wirklich so einfach zu beantworten sind. Was ist geschehen in den vier Tagen als Edvard verschwunden war? Und was hat es mit diesem Sarg von Einar auf sich? Und wer war eigentlich Nicole, seine Mutter? Und es geht auch um Konkurrenz zwischen Brüdern und um Familientragödien.

Der Autor malt Bilder. Ich spürte die Sonne auf der Haut und fand mich im Flammbirkenwäldchen wieder. Ich fühlte die Maserung des Holzes und sah den Schimmer kostbarer alter Walnussmöbel. Ich bekleidete Edvard übers Meer auf der Suche nach seinen Wurzeln. Ich habe mit den Charakteren gelebt und gelitten. Die Geschichte hallt immer noch in mir nach. Genauso muss ein Buch sein. Mein Dank an den Autor. Ich werde hoffentlich noch viel von ihm lesen.

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Tags: brüder, flammbirke, krie, norwege, schwede, walnuss   (6)
 

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

usa, geheimdienste, nsa, thriller, marokko

Never Say Anything

Michael Lüders
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 15.11.2016
ISBN 9783406688928
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die Journalistin Sophie Schelling hatte sich auf eine ganz normale Dienstreise eingestellt. Doch manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort: Sophie sieht etwas, das sie nie hätte sehen dürfen.

In seinem packenden Polit-Thriller führt Michael Lüders auf die dunkle Seite des amerikanischen Drohnenkriegs und stellt seine Heldin vor eine Gewissensfrage: Wie weit bist du bereit zu gehen, um die Wahrheit herauszufinden? Würdest du dafür deine Zukunft aufs Spiel setzen? Oder vergisst du lieber, was du erlebt und erfahren hast? Immer tiefer verstrickt sich Sophie in das Netz eines übermächtigen Gegners, bis aus ihrer Suche ein blutiger Kampf ums Überleben wird.

Dieser Thriller ist eine höchst aktuelle Auseinandersetzung mit den Geheimdiensten und einer entfesselten Moral. Erzählt aus der Sicht einer mutigen Frau, die ihren Beruf als Journalistin ernster nimmt als ihr guttut. Der Inhalt ist fiktiv, doch Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit waren unvermeidbar!“

Mit diesen Worten stellt der Autor und Orientkenner Dr. Michael Lüders sein Buch auf seiner Webseite vor.

Hier nun mein Leseeindruck und meine Meinung:

Das kleine Bergdorf Gourrama am Fuß des Altlasgebirges in Marokko wird zum Ziel eines Drohnenangriffs. Einzige Überlebende des Massakers ist die Berliner Reisejournalistin Sophie Schelling, die mit Hassan dem Herausgeber eines marokkanischen Magazins hierher gereist war, um über ein außergewöhnliches Bauwerk, einer freistehenden „Himmelsleiter“, zu berichten. Schwerverletzt durch eine Schusswunde beobachtet Sophie, wie den Toten mit Messern zu Leibe gerückt wird, um die Patronenkugeln zu entfernen. Unbekannte Frauen retten Sophie das Leben und sie fliegt nach Berlin zurück.

In ihrer Redaktion stößt sie auf Unverständnis. Deshalb veröffentlich sie ihre Erlebnisse zunächst im neutralen Ton und ohne Wertung, später ungeschönt auf Facebook und bringt damit eine Lawine ins Rollen. Sophie ist hartnäckig, sie beginnt zu recherchieren und gerät immer mehr in Gefahr und ins Visier der Macht.

Ein zweiter Handlungsstrang erzählt von Marc Lindsay, einem ehemaligen Soldaten der US-Army, der als Aussteiger zum gefürchteten Militärkritiker geworden ist.

„Never Say Anything“ ist ein spannend geschriebener Polit-Thriller. Brisante Themen werden dem Leser auf unterhaltsame Art nahegebracht. Für mich war dieses Buch regelrecht ein Augenöffner. Ich hatte mich vorher nur am Rande mit diesen Themen befasst. Schande auf mein Haupt!

Es geht um Lauschangriffe des NSA, niemand ist davor sicher. Big Brother is watching you. Siehe Angela Merkels Handy. Auch die Presse bekommt ihr Fett weg, Medienvertreter lassen sich von den Mächtigen einen Maulkorb umhängen. Enthüllungsplattformen übernehmen die Aufgabe der Aufklärung. Die Welt braucht mutigeWhistleblower wie Eward Snowdon. Es geht um Cyper-Angriffe, gehackte Facebook-Acounts und manipulierte Kontobewegungen. Aber vor allem geht es um Verbrechen an Menschen, um Folter und Gewalt, um zivile Opfer die als unvermeidliche Kollateralschäden angesehen werden, um Lug und Trug und den Verlust der Moral. Man fragt sich: Wer ist nun der Gute und wer ist der Böse?

Die Beschreibungen der Örtlichkeiten in Marokko, fand ich sehr gelungen. Die Protagonisten haben mich zwar nicht erreicht, aber das tat der Spannung keinen Abbruch. Auch die Handlung war in manchen Punkten nicht ganz rund. Aber das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Es werden Themen angerissen, vor denen viele von uns lieber die Augen verschließen. Auf dem Umweg der Unterhaltung schafft es Herr Lüders dem Leser brisante Themen nahezubringen. Ich hab den Namen des Autoren bei Google aufgerufen und fand viele interessante Links. Michael Lüders Sachbuch: " Wer den Wind sät" habe ich auf jeden Fall auf meine Kaufliste gesetzt.

Mein Fazit: Daumen hoch!!! Trotz der erwähnten Schwächen 5 Sterne.

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Tags: cyber-angriff, drohnen, geheimdienste, nsa, usa   (5)
 

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111 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

liebe, krimi, seniorenheim, senioren, michaela grünig

Ohne Ziel ist der Weg auch egal

Michaela Grünig
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2015
ISBN 9783426516522
Genre: Humor

Rezension:

Ich gebe offen zu, mir fällt es sehr schwer für dieses Buch eine Rezension zu schreiben. Die vielen zum größten Teil positiven Rezensionen versetzen mich in Erstaunen.

Doch kurz zum Inhalt: Lenjas Freund Ben hat sich von ihr getrennt. Er will mit ‚Ärzte ohne Grenzen‘ für unbestimmte Zeit nach Nicaragua. Für Lenja ist das wie ein Schlag ins Gesicht, sie kann die Trennung nicht akzeptieren und entwickelt einen verwegenen Plan. Mit Hilfe ihrer Freundin Karla, die Maskenbildnerin ist, verwandelt sie sich in die 76 jährige Oma Karla und zieht in den Seniorenstift ein, in dem Ben vorübergehend jobbt. Sie will Ben um jeden Preis zurückgewinnen. Verwicklungen sind vorprogrammiert. Vor allem weil auch die lieben Alten nicht ganz ohne sind. Und auch noch ein Kriminalfall zu lösen ist.

Meine Meinung:

Das Cover soll wohl die Irrungen und Wirrungen des Lebens verdeutlichen. Oft befindet man sich in einer Sackgasse, der Weg geht nicht mehr weiter, man stößt an seine Grenzen, und ein andermal kommt man überraschend ans Ziel, ohne viel Mühe.

Die Handlung empfand ich als an den Haaren herbeigezogen. Okay, das ist von der Autorin so gewollt. Trotzdem, warum geht es nicht eine Nummer kleiner? Das Buch hat für meinen Geschmack von allem zu viel. Es will Liebesroman, Krimi und Komödie gleichzeitig sein. Dem kann es allerdings nicht gerecht werden. Zuviel reingepackt würde ich sagen. Auch sprachlich fand ich dieses zu viel. Es gibt zu viele Adjektive, zu viele Verdopplungen. Mit hat das Lesen keinen Spaß gemacht. Das klingt jetzt hart. Aber ich musste mich wirklich Quälen, es zu Ende zu lesen.

Von mir deshalb nur 2 Sterne…. fairerweise, da es anscheinend viele Leserinnen gibt, die meine Meinung nicht teilen und ich vielleicht auch nicht zur angesprochenen Leserinnengruppe gehöre.

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133 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

new york, highschool, amoklauf, hochzeit, dunkle geheimnisse

Ich. Bin. So. Glücklich.

Jessica Knoll ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 05.11.2015
ISBN 9783863960865
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Ich. Bin. So. Glücklich." erinnert mich zumindest auf den ersten Seiten an „Gone Girl“, obwohl die Stories grundverschieden sind. Aber warum ist das so? Es liegt an der Hauptprotagonistin. In „Gone Girl“ hieß die Protagonistin Amy, hier heißt sie Ani. Beide leben ein perfektes Leben.

Ani ist erfolgreich, stilsicher und verlobt mit einem Adligen. Sie liebt den Glamour, Eleganz und Designerklamotten, alles muss makellos und glänzend sein. Sie legt großen Wert auf Außenwirkung. O ja, sie hat es im Leben zu etwas gebracht, und stellt es auch zu Schau. Ani hat sich ihre Bilderbuchwelt erschaffen. Aber ist sie hinter dieser Fassade auch glücklich? Ani ist skrupellos, schikaniert gerne andere und genießt ihre Macht. Einen sympathischen Zug konnte ich an ihr wirklich zu Anfang nicht entdecken. Ein echtes Miststück eben.

Und doch quält sich Ani mit einem Geheimnis, das 14 Jahre zurückliegt. Das Buch ist in Ich-Form geschrieben. In Rückblenden wird der Leser in Anis Jugendzeit zurückversetzt und bekommt Stück für Stück mit, was in dieser Zeit falsch gelaufen ist. Ani hat viel verdrängt. Und doch wirkt diese Vergangenheit in die Gegenwart hinein, sie muss sich diesen schlimmen Geschehnissen stellen.

Die Hauptprotagonistin ist keine Sympathieträgerin. Wobei sich im Laufe der Geschichte das Bild von Ani ändert. Der Leser lernt sie langsam zu verstehen, wenn auch nicht zu lieben. Als richtig unsympathisch empfand ich ihren Verlobten. Ani hat sich anscheinend nur von Status und Namen blenden lassen. Geschätzt habe ich ihren Lehrer Mr. Larson. Er ist ein offener und mitfühlender Mensch und hatte einen guten Einfluss auf Ani. Auch Anis Eltern kommen nicht gut weg. Wer will solche Eltern?

Insgesamt waren alle Personen sehr gut gezeichnet. Man konnte sie sich als Leser bildlich vorstellen. Sie wirkten echt, egal ob sympathisch oder unsympathisch.

Fazit: Ein sehr spannendes und durch den schönen Schreibstil flüssig lesbares Buch. Die Autorin beherrscht es, Spannung aufzubauen und zu halten. Ich hab mich beim Lesen in keiner Sekunde gelangweilt. Daumen hoch! Unbedingt lesenswert.

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Tags: clique, karriere, schule   (3)
 

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240 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 91 Rezensionen

thriller, auftragskiller, norwegen, oslo, killer

Blood on Snow - Der Auftrag

Jo Nesbø ,
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 25.09.2015
ISBN 9783550080777
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich bin ich mit einer ganz anderen Einstellung an das Buch herangegangen. Auftragskiller sind keine Sympathieträger. Doch Olaf hat es geschafft, dass ich für ihn Sympathie empfand. Er kommt  daher wie ein tapsiger Bär, leicht vertrottelt und unbeholfen. Er hält sich selbst nicht für klug, hat ein weiches Herz, kann sich unterordnen, gerät aber auch schnell in Wut und ist grottenschlecht in Mathe. Seine Meinung. Ich halte ihn trotz seiner Legasthenie für ziemlich klug. Olaf betreibt Understatement. Er ist unwahrscheinlich belesen und weiß über viele Dinge Bescheid. Er erfasst Zusammenhänge sehr schnell.

Dann erhält Olaf einen heiklen Auftrag. Er soll die Frau seines Chefs killen. Olaf ist sich seiner vertrackten Lage bewusst, sollte er den Auftrag annehmen. Nur ist ihm auch klar, sollte der den Auftrag ablehnen, ändert das nichts an seiner Lage. So oder so: Er hat ein Problem. Und nun passiert ihm was nicht passieren durfte. Er verliebt sich in sein Opfer. Mehr möchte ich zur Handlung nicht verraten.

Beim Hauptprotagonisten scheiden sich bei mir die Geister. Ich war beim Lesen zwischen Sympathie und Abneigung sehr gespalten. Olaf durchlebte eine verkorkste Kindheit und Jugend. Aber entschuldigt das seine Verbrechen? Er geht nicht zimperlich vor, bei seinen Aufträgen, hat aber auch weiches Herz. Seine Gedankengänge haben Tiefe. Er ist auf alle Fälle ein hochinteressanter Charakter.

Der Schreibstil Nesbos gefällt mir sehr. Kurze und knappe Sätze. Nesbo verliert sich nicht in überflüssigen Wendungen, er kommt genau auf den Punkt und das erhöht das Tempo und die Spannung. Außerdem schreibt Nesbo fast poetisch, da gibt es wunderschöne Sätze, die nachklingen, wie: „Was lässt uns erkennen, dass wir sterben werden? Was passiert an dem Tag, an dem wir verstehen, dass es nicht nur eine ferne Möglichkeit ist, sondern eine verdammte Tatsache, dass unser Leben zu Ende gehen wird.“ Oder: „Manche Frauen wissen nicht, was für sie das Beste ist, sie streuen einfach ihre Liebe aus, ohne was zurückzuverlangen.“

Aber Vorsicht: Es gibt auch Szenen die äußerst brutal sind. In dem Milieu, in dem Olaf agiert, gibt es keine Gnade, da sind Opfer, Opfer und Feinde, Feinde, mehr nicht.

Fazit: Ein etwas anderer Thriller, der die Untiefen der Seele eines Killers ausleuchtet. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein.

 

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Tags: drogen, feinde, killer, opfer   (4)
 

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

häkeln, diy, häkel, handarbeit, mützen

myboshi Häkel-Street-Style

Thomas Jaenisch , Felix Rohland , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 18.09.2015
ISBN 9783954530342
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das neue myboshi-Buch bietet einen Mix an verschiedenen Stilen. Das Motto ist der Street-Style. Und da ist wirklich für jeden Geschmack was dabei, Mützen, Taschen, Schals, Accessoires, einfarbig, bunt gemixt mit tollen Mustern und Farbkombinationen. Es ist wunderschön bebildert und es macht Spaß in dem Buch zu blättern und zu schmökern. Es ist randvoll mit neuen pfiffigen und tragbaren Ideen. Die Anleitungen zu den einzelnen Modellen sind überraschend einfach nachzuarbeiten. Für Häkelanfänger sind die Häkel-Basics im Kapitel „Know how“ anhand von Zeichnungen Schritt für Schritt beschrieben. Also auch Neulinge auf diesem Gebiet kommen damit gut klar. Ich bin ja kein Anfänger mehr. Ich hab mich noch vor Jahren noch durch wirklich sehr komplizierte Häkelschriften beißen müssen. So tolle Anleitungen hätte ich mir als Häkel-Frischling damals gewünscht. Daumen hoch, für dieses gelungene Buch. Ein Modell habe ich auch gleich nachgearbeitet – sieht super aus - und etliche weitere Modelle stehen auf meiner To-Do-Liste.

Ich freue mich schon auf die langen Winterabende, um meinem Häkelhobby zu frönen.

Fazit: So macht DIY wirklich Spaß

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Tags: anleitunge, diy, häkel   (3)
 

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113 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

krimi, ruhestand, selbstmord, münchen, friedrich ani

Der namenlose Tag

Friedrich Ani
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.08.2015
ISBN 9783518424872
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich gefreut. Ich bin schon seit Jahren begeisterte Leserin von Friedrich Anis psychologischen Krimis. Und um es gleich zu verraten: „Der namenlose Tag“ hat mich nicht enttäuscht. In diesem Buch erleben wir einen weiteren unkonventionellen Ermittler: Den Ex-Kommissar Jakob Franck. Jakob Frank ist kinderlos, geschieden, beziehungslos und seit zwei Monaten im Ruhestand. Er lebt zurückgezogen in seiner kleinen Wohnung in München. Seine Toten suchen ihn immer noch auf und sprechen mit ihm. In seinem Beruf war er der Überbringer von Todesnachrichten gewesen. Diese Aufgabe wurde ihm von den Kollegen zugeschoben, weil er, wie kein anderer, gut mit diesen belastenden Situationen umgehen konnte. Doch aus der Welt der Toten kehrt niemand unversehrt und traumlos zurück. Deshalb spielt er manchmal Online-Poker, um den Kopf frei zu bekommen. Eines Abends klopft ein Gast an seine Tür. Ludwig Winther bittet den Ermittler um Hilfe. Der Fall liegt 21 Jahre zurück, seine Tochter, die siebzehnjährige Esther hatte sich im Park an einem Baum erhängt. Winther glaubt nicht an einen Freitod. Franck erinnert sich an den Fall. Es war der 14. Februar. Er hielt damals die Mutter der toten Esther sieben Stunden lang schweigend im Arm. Winther ist ein gebrochener Mann. Für ihn gibt es keinen 14. Februar mehr. Der 14 Febr. steht in keinem Kalender. „Ich reiß nur die eine Seite raus, anders kann ich nicht überleben.“ Ein Jahr später erhängt sich auch seine Frau Doris. Angeblich gab es vor einundzwanzig Jahren Hinweise auf Selbsttötungsabsichten von Esther. Sandra, ihr Freundin, hatte den Winthers gesagt, Esther wollte sich was antun. Ludwig Winther hat ihr nicht geglaubt –„Doris hat die Sandra ernst genommen, das hab ich ihr nie verziehen. Angeblich hatte unsere Tochter eine Schwermut in sich gehabt.“ Der Gerichtsmediziner hielt Fremdeinwirkung für nicht ganz ausgeschlossen. Winter behauptet, seine Tochter wäre ein glückliches Kind gewesen, frei von Schwermut, heiter und fern aller dunkler Gedanken. Es war ein ganz normaler Montag gewesen. Aufstehen, Schule … von 14 Uhr an wusste niemand wo Esther sich aufgehalten hatte. Um 19 Uhr entdeckte die Spaziergängerin Linda Schilling mit ihrem Dackel, die Leiche der siebzehnjährigen Schülerin im Park. Die mehrfach verknotete Schlinge mit unbekannten Fingerspuren konnte laut Vermutung des Arztes von einer zweiten Person angefertigt worden sein. Diese Vermutung wurde von Hauptkommissar Block seiner Zeit verworfen. Woher das Seil stammte wurde nicht herausgefunden. „Ich gehe. Ich will dich nicht mehr sehen“, waren die letzten Worte, die Doris Winther auf einem Fetzen Papier hinterließ. – Franck fragt sich: „Wie kann ein Ehemann mit so einer Botschaft weiterleben? Und warum hat er hat er uns nie die Gründe verraten? Was war es was ihm seine Frau vorwarf und sie zwang in den Tod zu gehen“. Ein rundum gelungener Krimi, mit einem einfühlsamen, sympathischen Ermittler. Franck besitzt die Eigenschaft, der Gedankenfühligkeit. Er lässt die Menschen reden, er kann zuhören, strömt Ruhe und Vertrauen aus, hat Antennen für menschliche Abgründe – und doch ist er in seiner Ehe gescheitert. Franck glaubt Winther nicht – er beschönigt was, glaubt er, …. Zitat: Die Lüge von damals war der Mantel, den Winther immer noch trug. … Familien, in denen sich ein Angehöriger das Leben nahm, offenbaren selten ihre Geheimnisse. - Und dass es in dieser Familie Geheimnisse gab, war mir klar. Ein weiteres Zitat: Das Schweigen war Brauch in dieser Familie und hat diese Familie zerstört. Lange Zeit konnte ich die Szene zu Anfang des Buches, in der ein kleiner Junge den Mord an seiner Mutter beobachtet nicht einordnen. Hatte diese Sequenz überhaupt was mit dem Fall Winther zutun und wie ist der Zusammenhang. Keine Sorge, der Leser erhält eine Auflösung. Kein Roman zum zügigen Weglesen. Dafür ist die Sprache viel zu schön. Ich habe jeden Satz genossen, das Buch oft aus der Hand gelegt und einer Formulierung nachgelauscht. Ani schreibt mit viel Poesie und berührt die Seele. Und trotzdem ist er imstande Spannung zu erzeugen. Dieses Buch hat es wieder mal bestätigt: Friedrich Ani ist definitiv mein Lieblingskrimiautor. Ani malt Bilder. Nur ein paar Kostproben: *****Er war kein Alkoholiker, nicht einmal ein Trinker; er hatte die Dunkelheit durchquert und sein zwanghaftes Saufen überwunden.***** *****In den Augen dieses Mannes, dachte Franck, nistete der schwarze Vogel Einsamkeit, den er aufgrund so unendlich vieler Begegnungen mit vom Schicksal seelisch verunstalteten Menschen kannte.***** *****Wieder ein Schweigen, wieder ein Mensch, er einen doppelten Schatten warf.***** ***** Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Mörder von Esther Winther hatte Franck die Tapetentüren der Familie und einer Handvoll Bekannter geöffnet und Verliese vorgefunden, die aus nichts als staubigem Schweigen und Lügengerümpel bestanden.*****

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235 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

oma, märchen, familie, roman, tod

Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

Fredrik Backman ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.06.2015
ISBN 9783810504814
Genre: Romane

Rezension:  
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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

triathlon, mord, franken, krimi, roth

Dreikampf

Sabine Fink
Flexibler Einband: 281 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.07.2015
ISBN 9783839217351
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Sie hatten mich zu dem gemacht, der ich war“. Dieser Satz im 1.Kapitel klingt mysteriös und hat mich sofort gepackt. Überhaupt ist der Einstieg in den Krimi schon sehr heftig. Der Vergewaltiger Ronnie wird von seinem Opfer ermordet. Er oder sie ritzt Zeichen in Ronnys Brust. Bis zum Schluss war mir nicht klar, ob es sich bei dem Täter um einen Mann oder um eine Frau handelt. Dann die Rechtfertigung: Ronny hatte die Saat des Bösen in sich getragen.

Danach setzt die Handlung erst Jahre später ein. Die Kriminalkommissarin Maria Ammon, vom K1 in Erlangen, startet in der Polizeistaffel beim Triathlon in Roth. Sie läuft den Marathonlauf über 42,195 km. Am Abend vor dem Start findet sie Dirk Gottwald, den Geschäftsführer von Sport Gottwald aus Herzogenaurach erhängt in der Toilettenkabine. Ein tragischer Unfall bei einem autoerotischem Spielchen? In der Toilette findet Maria einen Fetzen Papier, auf dem ein rotes Herz von drei Pfeilen durchbohrt ist mit einer rätselhaften Unterzeichnung.

Am nächsten Morgen startet der spektakuläre Triathlon. Bei den Schwimmern gibt es einen Unglücksfall, ein Rettungsteam holt einen verletzten Schwimmer aus dem Wasser. Später verunglückt ein Radfahrer und muss mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht werden. Zuvor hatte es einen Knall gegeben, ist der Fahrer deshalb ins Schlingern geraden und von der Bahn abgekommen? Und auch bei den Läufern gibt es einen Unglücksfall? Maria beobachtet wie ein Läufer auf einer Trage in einen Krankenwagen gehievt wird. Beim Verpflegungstand fällt ihr eine Zeichnung ins Auge, doch das Kind, das den Müll einsammelt, stopft es schon in den Müllsack.

Die Familie Gottwald bittet Maria um Hilfe und dann wir Maria auch noch persönlich in diesen Fall hineingezogen.

Dies ist der dritte Band um die engagierte Kriminalkommissarin Maria Ammon. Schon der Prolog ist ein Schocker, der für Gänsehaut sorgt. Die Autorin schreibt flüssig und spannend, der Leser wird in das Geschehen hineingezogen und fühlt mit den Protagonisten. Maria Ammon war mir sehr sympathisch, ebenso wie Michelle, ihre Praktikantin und natürlich ihr neuer unkonventioneller Chef. Die Handlung war temporeich und immer wieder überraschend. Die Auflösung des Falls bringt eine psychologische Komponente ins Spiel. Der Leser fragt sich, was macht einen Menschen zum Täter?

Daumen hoch. Ein Top-Krimi, der sich im schönen Frankenland anspielt.

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