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90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

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Kampfsterne

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 09.10.2018
ISBN 9783832197742
Genre: Romane

Rezension:

"Kampfsterne" von Alexa Henning von Lange ist unterteilt in viele kurze Kapitel, in denen die verschiedenen Charaktere des Buches einzeln erzählen. 
Ihre Vornamen dienen als Kapiteltitel, sodaß stets nachvollziehbar ist, aus wessen Perspektive erzählt wird.  

Die Schreibstil ist ansprechend, die Erzählstränge bieten ausreichend Einblick in die emotionale Lage der Charaktere und die Zusammenhänge der Reihenhaussiedlung, in der die Figuren leben.  

Am Beispiel dreier Familien werden die unterschiedlichsten Probleme thematisiert.  
Insgesamt ist die Stimmung jedoch meist negativ und belastend.  
Die Autorin versteht es jedoch, die Handlungen und Charaktere so detailliert zu zeichnen, daß sie immer nachvollziehbar sind. 

Während die Eltern versuchen, sich als aufgeklärte und interessierte Menschen zu beweisen, die das richtige Leben führen kristallisieren sich auch hier eine Vielzahl von Problemen heraus. Denn auch sie suchen die Liebe, haben Angst und entscheiden sich falsch. Und ihren Kindern ergeht es leider nicht besser. 

Mir persönlich fehlte definitiv entscheidene Aspekte, die die 80er kennzeichneten, zumal darauf hingewiesen wurde, daß dies' für die Handlung wichtig sei- Gefahr von atomaren Übergriffen, Live Aid usw. 
Diese Geschichte hätte jedoch auch in jeder anderen Zeit spielen können. 

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101 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

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#EGOLAND

Michael Nast
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 06.04.2018
ISBN 9783841905963
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover ist unauffällig, jedoch passend zur Story, eher zurückhaltend gestaltet.

Der bekannte Autor Michael Nast wird gebeten, nach dem Selbstmord eines befreundeten Schriftstellers, dessen Manuskript und Aufzeichnungen als Roman herauszubringen.

So entdeckt er in den Unterlagen auch einige Audiodateien, die heimliche Mitschnitte von Gesprächen enthalten. Schonungslos wird darin aufgedeckt, daß der verstorbene Freund in eine perfide Geschichte verstrickt war, in der er Menschen manipuliert und gegeneinander ausgespielt hat. Anhand der Dreiecksgeschichte von Christoph, Julia und Leonie beschreibt der Autor eine verhängnisvolle Affäre ungeahnten Ausmaßes.

In diesem Roman werden auf erschreckend realistische Weise die Auswirkungen der sozialen Medien auf die jetzige Generation dargestellt. Im Zeitalter von Facebook, Instagram und Snapchat wird deutlich, wie groß deren Einfluß auf das Selbstwertgefühl des Einzelnen ist und wie stark sie zwischenmenschliche Beziehungen bestimmen und lenken können.  Nicht nur die Jugend ist gefährdet, handelt „Egoland“ doch hauptsächlich von Menschen um die 30.

Der Schreibstil ist sehr leicht und immer nachvollziehbar. Die Liebe des Autors zu Berlin findet sich in den detaillierten Beschreibungen wieder. Für mich nicht anstrengend, sondern bis auf den Punkt ausformuliert waren die etwas längeren Dialoge, die jedoch so immer Sinn er- und dem Buch Tiefe gaben.

Der Ansatz dieser Geschichte ist nicht nur interessant, sondern zugleich spannend und erschreckend. Die Frage, die sich jeder stellen sollte ist, ob er sich nicht auch so leicht manipulieren lassen würde können.

 

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207 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 135 Rezensionen

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Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

Bereits die geschmackvolle Aufmachung, das Cover und dessen Farben, die rauhe Rückseite und der Prägetitel sprechen für sich für dieses Buch aus- die haptische Wahrnehmung ist ein ähnlich sinnliches Gefühl wie das Lesen selbst. Auf den türkisfarbenen Coverinnenseiten gibt es die Gedankenansätze, die nachhallen.

In ihrem Roman „Die Schönheit der Nacht“ beleuchtet die Autorin Nina George die Begegnung zweier völlig kontroversen Frauen.

Claire: stark, selbstbewußt, lebenserfahren und angesehene Pariser Verhaltensbiologin in der Mitte ihres Lebens, aber etwas verbittert und feststeckend in ihrem Lebenskorsett, die sich wie versteinert in ihrer Ehe fühlt.

Und Julie, die junge Unerfahrene, mit einer gehörigen Portion Angst vor dem Leben und doch mit drängenden Sehnsüchten, neue Freundin von Nicolas  (Claires Sohn), die voller Lebenshunger alles um sich herum aufnimmt.

Beide sind voneinander fasziniert und vor der beeindruckenden Kulisse der Bretagne, nimmt das Schicksal in diesem Sommer voller Sonne, Salz und Müßiggang seinen Lauf.

So lässt die Autorin Nina George ihre Figuren gefühlvoll miteinander tanzen, macht aus ihnen Lehrerin und Schülerin beim Schwimmen und des Lebens, schaut ihnen beim Aufplatzen ihrer Panzer zu  und gibt ihnen den Raum, ihr Leben nochmal neu zu beginnen!

Claires abgeklärter Sarkasmus, der für den richtigen Grad an Witz sorgte, jedes Verhalten wird mit wissenschaftlich abgeklärter Aufklärung auf den Punkt gebracht, was meinem Humor sehr entspricht und neben den Tiefen für das richtige Maß an Auflockerung sorgte.
Alle Figuren werden in ihren Stärken und Schwächen ehrlich und detailliert gezeichnet, jedoch immer liebevoll dargestellt.
Der sehr poetische und sinnliche Schreibstil mit vielen Metaphern berührt auf jeder einzelnen Seite.

Es ist ein zauberhaftes Werk: nachdenklich, philosophisch, mit Fragen nach verborgenen Sehnsüchten, dem Mut zum eigenen Selbst  und voller Widersprüchlichkeit mit einem offenen Ende voller Hoffnung, so wie das Leben auch.

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(139)

247 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 30.08.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

Rezension:


Die Französin Juliette beobachtet auf ihrem täglichen Weg mit der Metro zu ihrem langweiligen Arbeitsplatz, einem Maklerbüro, all ihre Mitfahrenden genau, denn sie besitzt einen speziellen Blick dafür:wer wann und wo zusteigt und besonders, wer was liest. Denn die Bücher sind es, die Juliettes Leben Farbe und Struktur verleihen.


Eines Tages beschließt sie, 2 Stationen früher auszusteigen und begegnet bei ihrem anschließenden Spaziergang der kleinen Zaide, die mit ihrem Vater Soliman in einer kleinen, vollgestopften Umgebung voller Bücher lebt. Soliman glaubt, daß jedes Buch, wenn es an die richtige Person übermittelt wird, die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbare Fracht aus, an die, die sie nötig haben. Bald wird Juliette zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluß, auch auf ihr eigenes Schicksal.


Christine Féret-Fleury hat hier ein sehr feines, liebevolles Büchlein geschrieben, das in einer sehr zarten Aufmachung daherkommt. Die Farben sind zurückhaltend eingesetzt, die Schrift gut lesbar, das Lesebändchen rundet das Gesamtbild ab.


Die Geschichte sei besonders Lesern empfohlen, die bereits etwas belesen sind oder Bücher über alles liebeen lernen wollen, denn Juliette begegnen einige Bücher, die sie oder ihre Mitprotagonisten nachhaltig beeinflussen. Diese werden als Nachwort erneut aufgelistet, falls das Interesse daran besteht.



Der Einstieg in den Roman gelingt wunderbar leicht, er fließt förmlich vorbei, wie die Metrohaltestellen an Juliette. Juliette und auch die Nebenakteure werden ebenso detailliert gezeichnet, wie ihre Lebensumstände. Dieses echte Leben und die Geschichten, die Juliette formen, sind mindestens ebenso wichtig wie die fiktiven der Bücher.



Nun muß sich Juliette als Botin nicht nur die Frage stellen, für welche Person welches Buch geeignet ist, sondern auch für sich selbst klären, inwiefern die Herausforderungen in der heutigen Zeit sie beeinflussen - und ob man wegen deren Fehlen am eigenen Leben verzweifeln kann.



Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich fand es bedauerlich, daß es so schnell schon zuende erzählt war.


Es bleibt wie immer die Frage: Welches Buch wird dein Leben verändern?


 

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

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Riskante Manöver

Birand Bingül
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716388
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover und Titel versprachen nicht viel Spannung, jedoch hatte es dieser Roman in sich.

Der Autor Birand Bingül ist im Mediengeschehen kein Unbekannter und dies merkt man auch seinem Debütroman um den PR-Agenten Mats Holm an. Ungewöhnlich realistische und spannende Einblicke in diesen Bereich erhält man nicht so leicht, hier werden sie in Unterhaltungsmanier gut verpackt serviert.

Der „Master of Desaster“, eine Art Cleaner, Top-PR-Agent Mats Holm ist ein Genie im Krisenmanagement.

Gemeinsam mit seiner Partnerin Laura May will er von seinen Auftraggebern daher nur eines: die Wahrheit. Doch diese möchten die häufig gern verheimlichen – und das aus gutem Grund.

Die Agentur wird von einem Giganten der Pharmaindustrie, Wenner, zu Hilfe gerufen. Mehrere Kinder sind nach Einnahme eines, speziell für Kinder entwickelten, Analgetikas des Unternehmens schwer erkrankt- ein Mädchen stirbt sogar. Eine Pharmakritikerin wirft dem Konzern vor, unsaubere klinische Studien in Indien durchgeführt zu haben. Als ihr Informant dann tot aufgefunden wird und eine Mitarbeiterin des Konzerns spurlos verschwindet, spitzt sich die Situation immer weiter zu.

Da es für viele um noch mehr Geld geht wird nicht nur mit fairen Mitteln gekämpft. Dennoch sind sich die beiden Profis der Gefahr bewußt.

Die Hauptakteure wirken sympathisch, dynamisch und ihr Handeln wird nachvollziehbar beschrieben.

Der Schreibstil ist durchweg als locker und einfühlsam zu beschreiben.

Das Buch weist eine hohe Spannung auf, die sich halten kann- für ein Erstlingswerk eine beachtliche Leistung.

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(86)

91 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

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Eine Liebe in Apulien

Sabrina Grementieri , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783956497971
Genre: Romane

Rezension:

Violas Großmutter verstirbt plötzlich. Mit ihren Eltern fährt Viola nun nach Apulien zum Gut der Großmutter. Dies ist jedoch sehr baufällig- Viola ist schockiert, hat sie doch hier ihre schönsten Sommer verbracht.

Großmutter Adele hat alles Viola allein hinterlassen, jedoch mit der Auflage, daß Viola dem Gut zu einem neuen Glanz verhilft.

Viola ist unsicher- soll sie bleiben?


Die Autorin Sabrina Grementieri schafft es spielend, mit ihrem flüssigen Schreibstil den Leser in ihren Bann zu ziehen. Die Beschreibung der Landschaft in Apulien ist detailliert gezeichnet, sodaß man sich dort wähnt und die Wärme spüren kann.

Auch die Protagonisten sind sympathisch gezeichnet, nicht nur Viola, auch die helfenden Hände auf dem Gut wirkten überaus liebevoll dargestellt. Eine Sonderstellung hat Nico, ein Junge, der vorerst vor Viola versteckt wird- und sich dann zu einem wichtigen Begleiter entwickelt.

Aris… die verbotene Frucht, da er bereits vergeben ist. Doch die Anziehung zwischen Viola und ihm ihm ist weder zu leugnen noch aufzuhalten.

Romantik ist hier ebenso zu finden wie Spannung, was dieses Buch zu einem wunderbaren Unterhaltungsroman macht. Nicht nur in der Urlaubszeit :)

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(99)

150 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

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Alles Begehren

Ruth Jones , Julia Walther
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672023
Genre: Romane

Rezension:

Wieviel wert ist Liebe? Oder ist es nur Leidenschaft?

In Ruth Jones` Roman "Alles Begehren", trifft der attraktive, 39jährige verheiratete Vater Callum, eigentlich Lehrer, auf die 21jährige Schauspielerin Kate, als sie gemeinsam in der Bar seines Bruders kellnern. Eine schicksalshafte Begegnung. Obwohl Callum seine Frau Belinda, die Kinder und sein Leben liebt, kann er sich gegen Kate´s Anziehungskraft nicht wehren und beginnt eine Affäre mit ihr.

Kate hingegen, jung und leicht verrückt, liebt das Leben und sieht in Callum die Liebe ihres Lebens. Nie würde sie ihn aufgeben. Doch die Affäre fliegt auf, Callum entscheidet sich für seine Familie- Belinda verzeiht Callum nach einer Weile, Kate verschwindet- leidet jedoch wie ein Tier.

17 Jahre später, Kate ist nun ein bekannter Star,  treffen sie und Callum erneut aufeinander.

Kate, inzwischen verheiratet, Mutter einer Tochter, quält sich mit ihren Pflichten, die ihr Ruhm mit sich bringt und vor allem mit etwas aus der gemeinsamen Vergangenheit mit Callum. Sie konnte ihn nie vergessen. So lodert das Feuer erneut zwischen ihnen auf, als sie sich wiedersehen. Wieder beginnen sie eine Affäre, wieder fliegt diese auf und zerstört nun 2 Familien.

Die Geschichte hat einige Längen, das wurde aber durch das sehr spannende Thema aufgefangen.

Ich persönlich konnte mich nicht emotional den Hauptprotagonisten annähern, wenngleich ich zum Teil ihr Handeln für nachvollziehbar halte. Ich allerdings würde so nicht handeln (können).

Ihre Ehrpartner hingegen sind in diesem Roman die wirklich starken Charaktere- anfangs leise beweisen sie doch im größten Kampf, was in ihnen steckt. Belinda und Matt hatten nicht nur mein vollstes Mitgefühl, auch meinen Respekt für ihr überaus faires und dennoch voller Liebe gekennzeichnetes Verhalten.

Mich hat der Roman zum Nachdenken angeregt- über das, was man hat  und was man auf´s Spiel setzt, wenn der Verstand hinter der Lust ansteht… oder war es doch Liebe?

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Wo ist Norden: Roman

Barbara Handke
E-Buch Text: 308 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.03.2018
ISBN 9783746089584
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Roman „Wo ist Norden“ von Barbara Handke erzählt die Geschichte einer Familie, die nach dem Mauerfall die Gunst der Stunde nutzt- sie kauft und renoviert ein marodes Gutshaus im östlichen Nirgendwo, in dem kleinen mecklenburgischen Plenskow, das einer dringenden Sanierung bedarf. Ein Abenteuer, dem sich die gesamte Familie stellt.

Doch die Welt, die sie schaffen, wirkt weit über die Dorfgrenzen hinaus. Gäste erscheinen zahlreich im neueröffneten Café, einige der vorherigen Nachbarn ziehen kurzerhand ein und auch Niketsch, der Erzähler, verstrickt sich tief in dieses Leben, das eigentlich gar nicht das seine ist. Rückblickend beschreibt er das Jahrzehnt, in dem die großen neuen Möglichkeiten doch nicht ganz bedingungslos zu haben waren.

Besonders Mutter Marlene lässt das verschlafene Dorf zu einem Sehnsuchtsort für Gäste und Freunde werden, die daran glauben wollen, alles habe hier seinen Platz in der unübersichtlich gewordenen Welt. Auch den Erzähler, eigentlich Arzt in Berlin, treibt es immer wieder dorthin. In seiner Erinnerung lässt er das Jahrzehnt noch einmal Revue passieren und ordnet damit auch sein eigenes Leben neu.

 

Beide Hauptthemen sprachen mich an- die sanfte Sanierung und das Familienleben in M-V, denn auch ich lebe in dieser tollen Region seit meiner Geburt... und sanieren mußte ich auch schon.

Dennoch ist dieses Buch eine sehr persönliche Sicht auf die Welt, die Probleme und die Menschen zu dieser Zeit, mit denen sich Marlene, Konrad, Niketsch und die Kinder nebst Großeltern, Nachbarn usw. auseinandersetzen müssen.

Der sehr leichte, lockere Schreibstil gefiel mir, so war das Lesen sehr entspannend.  Es gab einen sich langsam steigernden  Spannungsaufbau, der sich  aber eher dezent im Hintergrund hielt. Man konnte sich sehr leicht in die Charaktere hineinversetzen und auch mit einigen von ihnen z.T.  identifizieren.

Die Buchthematik wurde gut umgesetzt. Die Geschichtsaufarbeitung erfolgte hierbei unter einem besonders familiären, persönlichen Aspekt- mir fehlte hier nicht unbedingt der politische Bezug wie bereits von anderen kritisiert.

 

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(151)

222 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 140 Rezensionen

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Für immer ist die längste Zeit

Abby Fabiaschi , Barbara Christ
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 21.03.2018
ISBN 9783810524799
Genre: Romane

Rezension:

Abby Fabiaschi erzählt in ihrem Roman „Für immer ist die längste Zeit“ von Brady und seiner Tochter Eve, die nach dem Tod ihrer Mutter Madeline, genannt „Maddy“, voller Trauer, Hilflosigkeit und auch Wut zurückbleiben. Sie wissen nur, dass Maddy vom Dach der Bibliothek gestürzt ist – nur warum?

Aus Sicht von Madeline (Mutter), Brady (Vater) und Eve geschrieben, müssen sich Brady und Eve nun in ihrem neuen Leben ohne Maddy zurechtfinden.

Bis zu ihrem Tod war sie diejenige, die die Familie zusammenhielt und sich um alles kümmerte. Brady und Eve müssen sich jetzt zum ersten Mal miteinander auseinandersetzen, sich kennenlernen und vor allem miteinander reden. Nur langsam findet eine Annäherung der beiden statt.

Die Perspektivwechsel machen diese emotionale Geschichte so besonders. Abwechselnd kommen Eve, Brady und auch Maddy aus einer Art „Zwischenreich“ zu Wort, deren Kraft und Einfluß jedoch im Laufe der Zeit schwindet, bevor sie ganz gehen muß.

Dadurch hat man die Chance, die unterschiedlichen Sichtweisen der einzelnen Protagonisten zu erfahren, kaum etwas ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Doch dieses Buch ist nicht ausschließlich traurig- ganz im Gegenteil. Vor allem Eve und Maddy bestechen durch ihren besonderen Humor, der häufig auch sehr ironisch ist und dadurch alles auflockert.

Daß Maddy absolut gern las und auch zu jeder Situation einen passenden Song intonierte, nahm mich völlig für sie ein. Auch ihre Art, mit der abstrusen Situation umzugehen verlangte mir Respekt ab.

Dennoch spielen auch die ernsthaften Aspekte eine wichtige Rolle- einfühlsam wird beschrieben, wie sich die Hinterbliebenen von Menschen, die einen angeblichen Suizid verübten, wiederholt Vorwürfe machen bzw. die Frage nach dem „WARUM“ stellen.


Das Buch ist voll zauberhafter Beobachtungen und kleinen Weisheiten, die mich noch lange nach dem Lesen beschäftigten, daher empfehle ich es uneingeschränkt.

 

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 74 Rezensionen

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Die amerikanische Prinzessin

Annejet van der Zijl , Marianne Holberg
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.01.2018
ISBN 9783806234824
Genre: Biografien

Rezension:

Theodore Tod Hostetter heiratet schwer verliebt die nicht standesgemäße Allene Tew. Doch was die anderen mit Geld und Geburtsrecht aufweisen übertrifft sie mit... ihrer Schönheit.

Obschon schwanger und weiterhin verehrt findet sich Allene nur schwer in ihrer neuen Lebenslage zurecht. In der Familie ihres Mannes und der feinen Gesellschaft wird sie nicht anerkannt. Nach der Geburt der 2. Tochter verschafft sie sich jedoch erfolgreich Zugang zur Gesellschaft der Reichen und Schönen.

Bald schon muß sie sich eingestehen, daß ihr Mann ein Spieler ist. Den Tod der jüngsten Tochter verkraftet er nicht. Als Tod dann David Johnson, ebenfalls Glücksspieler, kennenlernt geht es weiter bergab. Allene ist machtlos.
Nach 10 Jahren Ehe trennt sich das Paar. Mit nur 32 Jahren stirbt Tod an einer verschleppten Lungenentzündung. Allene verlässt Pittsburgh und will in New York beginnen. 

Nach ihrer dritten Ehe verlässt sie Amerika und heiratet in die europäische Aristokratie ein. Sie wird Taufpatin der späteren niederländischen Königin Beatrix und stirbt schließlich im Alter von 82 Jahren in Frankreich. 

Annejet van der Zijl, bekannt durch einige Biografien, hat auch für "Die amerikanische Prinzessin" detailliert recherchiert.
Die Handlung erklärt nicht nur den persönlichen Hintergrund Allenes, sondern auch den historischen und vor allem globale Gesichtspunkte.

Die Autorin schreibt flüssig und fesselnd. Leider wird der Lesefluss immer wieder von englischen Zitaten und Begriffen unterbrochen, das mich auch als englisch-sprachigen Leser störte und dem Buch daher eher schadete.

Der Roman wird dem historischen Genre zugeordnet, dennoch empfand ich es eher als gutes Sachbuch. Mir persönlich fehlten Mono- und Dialoge.
Positiv empfand ich jedoch die Photographien, die einen tieferen Eindruck der Persönlichkeiten hinterließen.

Annejet van der Zijl stellt auf einfühlsame Art das Leben der "amerikanischen Prinzessin" Allene dar, welche derzeit zwar nur wenigen bekannt sein dürfte, dennoch eine der überragendsten Persönlichkeiten ihrer Zeit war.

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(10)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

jordan harper, killer, kindheit, organisiertes verbrechen, revolvermann, road trip, sascha rotermund, todesurteil

Die Rache der Polly McClusky

Jordan Harper , Conny Lösch , Sascha Rotermund
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 23.02.2018
ISBN 9783957131102
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Hörprobe hatte mir sehr gefallen und so entschloß ich mich, das Hörbuch statt eines Printexemplares zu nutzen.

Hauptprotagonisten sind die 11jährige Polly und ihr Vater Nate, der sie überraschend von der Schule abholt, wähnt sie ihn doch im Gefängnis.

Grund dafür ist ein Tötungsbefehl, der Nate´s gesamte Familie einschließt- Pollys Mutter und ihr Stiefvater sind bereits ermordet worden- Nate will seine Tochter schützen (retten), hat er doch zuvor seinerseits im Gefängnis ein Mitglied der „Aryan Steel“ getötet, die nun ihm und seiner Tochter nach dem Leben trachten.

Hierzu nutzt er seine gesamte kriminelle Energie und versucht diese durch „Trainingseinheiten“ auch auf Polly zu übertragen. Polly hingegen wirkt merkwürdig gefaßt, als sie die neuen Umstände und Zusammenhänge begreift. Allzu häufig lebt sie in ihrer eigenen (Phantasie-)Welt, stellt sich vor, sie wäre von der Venus und teilt all ihre Erlebnisse und Gedanken mit Teddy, den sie wie ein lebendes Wesen behandelt. Polly ist zu Beginn unglaublich schüchtern und zurückhaltend, wandelt sich jedoch zu einer Rachegöttin-gleichen jungen Frau, die umso brutaler wirkt, da sie noch so kindlich und naiv ist.

Wiederkehrend ist das Motiv von Teddy, der wie Pollys Zwilling oder eine Abspaltung ihrer selbst wirkt und auch die „Revolverheldenaugen“, die Nate so besonders für Polly machen.

Der Erzählstil ist direkt und rauh- im Gangsterstil- was der Geschichte geschuldet ist, jedoch sehr passend gewählt ist. Die Sprache ist sehr detailreich und bildreich, sodaß die Spannung nie abflacht.

Auch die Stimme des Sprechers paßt sehr zu dieser Geschichte, zu Nate und Polly. Jedoch gefällt mir der Originaltitel „She rides Shotgun“ um einiges besser, da es eher um die Entstehung der Beziehung zwischen Vater und Tochter und um die Entwicklung von Polly geht als um Rache.

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82 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Todschreiber

Maren Graf
Flexibler Einband: 373 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 03.02.2016
ISBN 9783839218235
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Reihe von Selbstmorden zwingen die junge Kieler Kriminalkommissarin Lena Baumann zum Grübeln. Mysteriöse Briefe ohne Absender, die bei den Toten gefunden wurden, und vertiefende Ermittlungen geben Lena das Gefühl, daß sich jemand in die Köpfe der Opfer eingeschlichen hat.

„Der Todschreiber“  ist das faszinierende Debüt der jungen deutschen Autorin Maren Graf.

Die Handlung wirkt sehr dicht und gut konstruiert. Der Schreibstil ist durchgängig als flüssig und fesselnd zu beschreiben. Auch der Spannungsaufbau ist gut gelungen, die Charaktere detailliert dargestellt- nicht nur sympathisch, sondern mit einigen Macken versehen wirken sie besonders authentisch. Mir gefallen hat besonders, daß auch der nordische Dialekt miteingebracht wurde (wir sprechen zwar anderes Platt), aber es war für alle verständlich gehalten.

Die innere Zerrissenheit Lenas, die einiges an persönlichen Ballast mit sich herumschleppen muß, dazu ihr untreuer Partner Mark und als Lichtblick dagegen Daniel, der Kriminaltechniker, wurden hier ausgezeichnet ausgeführt. Auch die medizinischen Details waren stimmig.

Grandiose Idee, jemanden auf diese Weise töten zu lassen und vor allem eine gelungene sprachliche Umsetzung! Ich halte es auch eher für einen Psychothriller denn einen Krimi- als spannende Lektüre unbedingt empfehlenswert!  

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Weil mein Herz sich nach dir sehnt

Kate Dakota
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Forever , 01.12.2017
ISBN 9783958189423
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dies ist der 2. Roman der Autorin Kate Dakota, zugleich eine Fortsetzung des Buches „Für dich bis ans Ende der Welt“, die ich beide lesen durfte. Beide spielen im wunderschönen Neuseeland, dessen Landschaftsbeschreibungen Kate Dakotas das Fernweh ihrer Leser zu wecken verstehen.

Es ist auch ein freudiges Wieder“sehen“ mit der Familie Hall, dem Alltag auf ihrem Anwesen und dezenten Einführungen in die Gebräuche und Sitten der Maori-die mir allerdings in diesem Band etwas zu wenig vorkamen.

Hauptprotagonist ist der Fotograf Randy Hall, der sich in seiner Heimatstadt Wellington und dessen Umgebung sehr gut auskennt.  

In einer Bar läßt er sich von einer wunderschönen Fremden zu einem One-Night-Stand verführen. Bald schon als Randy dann eine Gruppe von Wissenschaftlern durch den Tongariro-Nationalpark führen soll, sieht er sie wieder- Ava McNeal gehört als Seismologin zum Forscherteam.

Doch Ava verhält sich seltsam abweisend Randy gegenüber. Bald ist klar, daß es ihr nicht um den vielleicht etwas peinlichen One-Night-Stand geht, sondern, daß sie große Angst hat, sie wird verfolgt. Und Ava verbirgt noch etwas vor ihm…

Auch diese Geschichte besticht durch einen fesselnden Erzählstil, der mit liebevollen Beschreibungen der Natur einhergeht. Auch humorvolle und spannende Szenen fehlen ebenso wenig wie die Liebesgeschichte zwischen den Hauptprotagonisten Randy und Ava.

Die Nebenfiguren, auch liebevoll wie im 1. Band dargestellt, kamen mir leider etwas zu kurz- auf sie hatte ich mich besonders gefreut.

Dafür gibt es hier noch einen phantasiereichen Aspekt, der im Fokus steht. Dessen Aufklärung zieht sich etwas, sodaß der Leser durch die unterschiedlichen Wendungen nie genau weiß, wohin die Reise geht, dafür aber die Spannung recht hoch gehalten wird.

Ein toller Roman, der Sehnsüchte weckt und zugleich voller Spannung auch noch Familie und die zarte, neue Liebe als Thema vereint- deshalb verdient er  5 Sterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung.

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78 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Schneekind

Silke Nowak
Flexibler Einband: 172 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 01.12.2013
ISBN 9781494240738
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hebamme Anne leidet an einer Weihnachtsphobie- sie fürchtet sich vor allem, was mit Weihnachten zusammenhängt. So kann sie einige ausgewählte Lieder, Gerüche oder Farben nicht ertragen, riskiert sie bei Missachtung doch eine Panikattacke.
Seit Jahren ist sie deshalb in psychiatrischer Behandlung. Dieser empfiehlt ihr, die Einladung der Eltern ihres Verlobten anzunehmen und sich beim Weihnachtsfest kennenzulernen.

Während Anne aufgeregt und auch leicht panisch dem Heimatort von Alexander näherkommt, bleibt von der besinnlichen und auch freundlichen Stimmung zu Beginn des Treffens nichts mehr übrig- Alexanders Vater erstickt elendig.

Anne wirkt nun mehr als deplaziert in diesem Familientrauerfall... zugleich stellt sich die Frage- war es vll. doch Mord?
Die Auflösung überrascht und gab der Geschichte eine unerwartete Wendung.

Positiv war der angenehm zu lesende Schreibstil. So hatte ich keinerlei Probleme, mich in die Geschichte einzufinden. Die Sätze hatten die passende Länge und man verlor sich nie in Nebensächlichkeiten.

Negativ empfand ich die Länge des Romans- einige Seiten hätten dem Buch insgesamt als auch der Geschichte nur zum Vorteil gereichen können. So blieben z.B. die polizeilichen Ermittlingen komplett außen vor- wie Erkenntnisse von Verhören o.ä.- ebenso wie die vertiefende Kommunikation zwischen den Geschwistern.
Da wäre m.E. noch mehr aus dem guten Ansatz herauszuholen gewesen.

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die Schulter des Riesen

Raffael Rauhenberg
E-Buch Text: 438 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 08.11.2017
ISBN B076B7FC9H
Genre: Romane

Rezension:

Raffael Rauhenbergs " Die Schulter des Riesen " ist ein Gegenwartsroman- ein Genre, das ich nur selten lese. Dieses Buch wurde mir vom Autor zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluß auf meine Rezension hat.

Das Cover ist mit der altertümlichen Grafik eines Sternbildes wunderbar gestaltet, ein Hingucker allemal, sodaß man dieses Buch gern genauer betrachten möchte. Auch der Titel verführt dazu, dieses Buch in die Hand zu nehmen, der Klappentext klingt geheimnisvoll.

Der Schreibstil läßt sich durchgängig als sehr flüssig und angenehm zu lesen beschreiben.
Die Darstellung der Umgebung ist sehr detailverliebt und sorgt somit oft für einen starken Kontrast (der sicherlich beabsichtigt ist)- die fast poetisch wirkenden Landschaftsbeschreibungen mit Aufzählungen einzelner Pflanzen zu Beginn im absoluten Gegensatz zu dem tätlichen Übergriff Gregors auf die Junkie-Frau in seiner Wohnung, dem man moralisch abwehrend gegenübersteht.

Die Sprache des Autors ist je nach Handlungsbescheibung oder Stimmung angepaßt und wechselt zwischen malerisch und berührend hin zu herrisch, wütend, erdrückend oder depressiv. Sehr eindrucksvoll, wie Raffael Rauhenberg es dadurch versteht, mit den Emotionen seiner Leserschaft zu spielen.

Hauptfigur Gregor, Vater zweier Kinder, verheiratet und mitten im Leben stehend, gerät durch eine einzige Tat, einen einzigen Moment der Unvernunft, in einen Sog, den er nicht beeinflußen kann, der jedoch sein bisheriges Leben komplett verändert.

So ist er plötzlich nicht nur verlassen von seiner Familie, sondern auch arbeits-, obdachlos und schließlich ohne jegliche Perspektive. Ganz tief unten angekommen, dort, wo niemand freiwillig sein will, muß er sich den grundsätzlichen Fragen stellen. Und mit der Missachtung der Gesellschaft leben lernen. Der Gesellschaft, der er zuvor angehörte und die ihn nun verstoßen hat.

Aber auch der Leser muß sich diesen Fragen aussetzen-
haben wir nicht alle schon einmal weggesehen, wenn jemand unsere Hilfe nötig gehabt hätte? Bringen wir den Obdachlosen und Bettlern noch unseren Respekt entgegen? Haben wir Verständnis für den Alkoholiker, der stinkend auf einer Bank liegt? Ohne zu wissen, warum diese Menschen wurden, was sie sind...
Und wie sicher sind wir alle in unserem Leben und den Strukturen, die uns Halt geben (sollen)?

Dieses Buch hat mich in einer Weise erschüttert, die ich zu Beginn nicht vermutet hätte. Es hinterläßt ein unangenehmes Gefühl und Fragen, die man nicht alle beantworten kann oder möchte.
Ein fast poetischer Roman, der mich sehr berührt und nachdenklich zurückließ.

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133 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

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Wintersterne

Isabelle Broom , Uta Rupprecht
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.10.2017
ISBN 9783453359109
Genre: Liebesromane

Rezension:

Megan, Hope und Sophie reisen aus unterschiedlichen Gründen nach Prag und lernen sich dort an der Hotelbar kennen. Während Hope sich von ihrem Mann trennte und nun ihre 1. Reise mit ihren Freund Charlie unternimmt, begleitet Megan ihren Kumpel Ollie nur, um ein paar Fotos zu machen, die sie für ihre 1.Ausstellung nutzen möchte. Sophie hingegen wartet auf ihren Verlobten Robin, der in ein paar Tagen nachkommen will.

Das Cover fiel mir gleich auf, passt es doch prima in die winterliche Zeit und verströmt den Zauber der Gemütlichkeit.

Einfühlsam und doch spannend beschreibt Isabelle Broom wie sich die Protagonisten nicht nur besser kennenlernen, sondern auch die Stadt erkunden. Oftmals hatte ich das Gefühl, ebenfalls im winterlichen Prag zu sein und selbst erneut die Sehenswürdigkeiten und speziellen Leckerbissen zu genießen.

Der besondere, locker-leichte Schreibstil der Autorin sorgt für ein excellentes Gleichgewicht zwischen Emotionalität, Humor, Spannung und (nie kitschigen!) Romantik. Wie berührend einige Schicksale waren bemerkt man vor allem zum Ende der Geschichte, man hat die Figuren so ins Herz geschlossen, daß man sich fühlt, als müsse man von guten Freunden Abschied nehmen.

Ein absolutes Wohlfühlbuch- zu dieser Jahreszeit passend und mit der einen oder anderen Tasse Tee verspricht es einige zauberhafte und behagliche Lesestunden.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Gestatten, Erkül Bwaroo, Elfendetektiv

Ruth M. Fuchs
Audio CD
Erschienen bei Raposa Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783981802955
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 "Gestatten, Erkül Bwaroo- Elfendetektiv" ist der 1. Fall der Elfendetektiv-Reihe von Ruth M. Fuchs, in dieser Ausgabe gesprochen von Anastasia Milor.

Wir alle kennen das Märchen von Schneewittchen: "Es war einmal... hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen..."
Hier wird der Todesfall der Prinzessin, der die 7 Zwerge in tiefste Trauer stürzt aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet. Dazu wird der bekannte Elfendetektiv Erkül Bwaroo konsultiert, der sogleich mit den Ermittlungen beginnt.
Er ist sich sicher, es war Mord! Nur wer ist der Täter? Verdächtige gibt es einige- neben der bösen Stiefmutter, den Zwergen, dem Prinzen auch einige weitere, die er in akribischer Arbeit alle nacheinander, einige auch mehrfach befragt.

Obwohl ich die Sprachmelodie und Betonung der Sprecherin nicht mochte, da dadurch eine dauerhaft hohe Konzentration auf den Text erforderlich war, fesselte mich die Geschichte recht schnell. Diese ist nicht nur spannend geschrieben, auch die Figuren wurden liebevoll und detailliert dargestellt, sodaß man das Gefühl hatte, man wäre mitten im Geschehen.

Erkül Bwaroo mit seinem französischen Akzent (der natürlich an Hercule Poirot erinnnern soll), ist schon sehr eitel, aber eben auch findig und gewitzt. Die sieben Zwerge- ihre Namen erinnern an die Figuren aus „Herr der Ringe“- waren mir persönlich zu naiv dargestellt, was u.U. oftmals an der Sprechweise lag. Es ist ist z.B. schwer zu glauben, daß ein Zwerg, der neue Gebrauchsgegenstände erfindet, so (debil-langsam) sprechen würde.
Die Kräuterhexe Elsie, die mein Favorit war, die schöne und geheimnisvolle Königin, aber auch die vielen Nebenfiguren, die den Namen märchenhaft oftmals verdienten...

Dieses Hörbuch war ein spannendes Erlebnis, das gekonnt Märchen, Fantasy und Krimi miteinander verband. Es gibt einiges zum Schmunzeln und das Mitraten macht ebenso viel Spaß wie Erkül bei seiner Arbeit zu begleiten.
Da meiner Meinung nach die Sprecherin den sehr guten Eindruck des Textes durch ihre Arbeit schmälert, werde ich noch weitere Bücher dieser Reihe direkt lesen- und ziehe bedauernd 1 Stern ab.

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Schwertläufer

Jan Peter Andres
Fester Einband: 865 Seiten
Erschienen bei Verlag Heinz Späthling, 15.12.2017
ISBN 9783942668347
Genre: Fantasy

Rezension:  
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102 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Die perfekte Gefährtin

Helen Fields , Frauke Meier
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404176199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die perfekte Gefährtin" von Helen Fields stellt den Auftakt einer neuen Thrillerreihe um Detective Luc Callanach und seine Kollegin Ava Turner dar.

Der ungewöhnliche Plot der Autorin fesselte mich bereits nach wenigen Seiten. So lernt der Leser den Täter und seine Gefühlswelt schon sehr früh kennen und kann sich somit ein Bild aus verschiedenen Blickwinkeln machen. Dennoch konnte durchgehend ein hohes Spannungsniveau gehalten werden.

Dr. Reginald Kind sucht die perfekte Gefährtin- sie soll in jeglicher Hinsicht perfekt, erfolgreich und intelligent sein. Er selbst ist Universitätsangestellter, eher unscheinbar, jedoch tief psychopatisch.

DI Luc Callanach, neu im Team und von Frankreich nach Schottland übergesiedelt, übernimmt die Ermittlungen im Fall der verschwundenen Anwältin Elaine Buxton. Relativ schnell sucht das Team nach dem brutalen Mörder, gibt es doch klare Tathinweise und eine Leiche. Zudem verschwindet noch eine weitere Frau. Die Zeit wird langsam knapp.

Perfide spielt der strategisch gut planende King mit Callanach, der sich zudem mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen muß, und scheint diesem immer einen Schritt voraus zu sein. Dabei versteht es die Autorin geschickt, den Leser durch kreative Ideen immer wieder zu überraschen. Zugleich gibt es Einblicke in die Handlungen und Motive des Täters durch die wechselnden Handlungsstränge.

Es gibt jedoch nicht nur verschiedene Sichtweisen, sondern auch mehrere Geschichten innerhalb dieses Thrillers- Ava sucht in ihrem aktuellen Fall die Mütter der im Park abgelegten Säuglinge, zwischen Ava und Luc besteht eine gewisse Anziehung, Luc verbirgt seine Vergangenheit, handelt z.T. eigenmächtig und auch suspekt- all das wird jedoch treffend aufgelöst.

Der Schreibstil war flüssig, die Akteure und Handlungen detailliert beschrieben, sodaß man das Gefühl hatte, mitten im Geschehen zu sein.
Die Spannung blieb außergewöhnlich hoch, sodaß man sich dem Sog des Weiterlesens kaum entziehen konnte.

Dieser Thriller ist überraschend anders und sehr fesselnd geschrieben, deshalb empfehle ich ihn uneingeschränkt- nicht nur für Genre-Liebhaber.

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189 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

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Über den wilden Fluss

Philip Pullman , Antoinette Gittinger
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.11.2017
ISBN 9783551583932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover gefällt mir sehr gut- es wirkt dynamisch und hat eine tolle Farbgestaltung. Ebenso besonders ist die Perspektive auf das Motiv. Von oben betrachtet erkennt man einen Jungen, der mit seinem Daemon in einem Kanu auf der Themse fährt.

Dies ist auch eine der Aufgaben des Hauptprotagonisten- Malcolm, 11jährig. Als Sohn eines Gastwirts ist er sehr fleißig, bescheiden und auch wissbegierig. Er arbeitet bei seinen Eltern in der Schenke, unterstützt jedoch auch die benachbarten Nonnen und erledigt Hilfsdienste. Als überraschend ihm fremde Männer auftauchen, von denen einer der Lordkanzler ist, wie ihm sein Vater später erklärt und Fragen über die Nonnen stellen, verhält sich Malcolm höflich, aber loyal den Nonnen gegenüber.
Und so verwundert es auch auch nicht, daß er ebenso loyal dem neuen Gast der Nonnen gegenüber ist- einem Baby namens Lyra Belaqua, das sein Leben verändern wird.

P. Pullman schreibt sehr flüssig und vor allem bildgewaltig. So war ich sehr schnell in der Handlung und konnte mir die Umgebung, Handlungen sowie die einzelnen Charaktere sehr gut vorstellen.
Die Erzählweise ist wiederum wie beim "Goldenen Kompass" die eines Erzählers, der sich hauptsächlich auf die Figur Malcolm bezieht. Dennoch kommen auch die weiteren Protagonisten nicht zu kurz, so wie z.B. Alice, die mir in der Geschichte besonders gefiel.

Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte, die ja eigentlich die Vorgeschichte ist, die neben der Spannung, der phantastischen Geschichte auch eine wundervolle Erzählweise auszeichnet.
Ein unvergesslich spannendes Leseerlebnis, das man allen Fantasyfans nur wärmstens empfehlen kann. Nicht nur für Jugendliche ;)

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Winterglitzern

Cara Lindon , Christiane Lind
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublishing, 15.11.2017
ISBN B076YCG36F
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der 2. Teil der Cornwall-Reihe von Cara Lindon hat mich aufgrund seines herrlichen Covers in seinen Bann gezogen- der Klappentext versprach eine vorweihnachtlich berührende Geschichte- gewürzt mit einem guten Schuss Humor.

Der Einstieg in die Geschichte um die drei Freundinnen Bree, Alys und Chesten gelang mir problemlos, auch, wenn ich den Vorgängerband noch nicht kannte.

Hauptprotagonistin ist in diesem Teil Bree, Curvy-Model. Sie wird als toughe, unabhängige Frau dargestellt, die viel erreicht hat und oft auf Reisen ist.

Sie erhält die Nachricht, daß ihre Mutter schwer erkrankt ist und so eilt sie heim, um ihrem Vater im B&B zu helfen. Außerdem lernt sie Ben kennen, der dort auch ihr Gast wird.

Cara Lindon hat hier (offensichtlich erneut) eine sehr berührende Geschichte geschrieben, in der es eben nicht nur um Liebeswirren geht, sondern auch um Familienstrukturen und den Wert wahrer Freundschaft. Die Hauptprotagonistin Bree wuchs mir schnell ans Herz und die Geschichte war leider viel zu schnell beendet, gerade auch, weil man sich fallenlassen und wohlfühlen konnte.

Der Schreibstil ist einfach wunderbar und paßt gut in die Vorweihnachtszeit. Der Wechsel zwischen Emotionalität, Romantik und Witz ist immer gut gelungen. Die Charaktere wurden liebevoll gezeichnet und die Geschichte war das Highlight für mich in diesem dunklem November. Uneingeschränkt empfehlenswert!

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105 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Jede letzte Nacht mit dir

Luisa Valentin
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.08.2015
ISBN 9783734101373
Genre: Liebesromane

Rezension:

Hauptprotagonistin Marla ist 26, Schauspielerin- mit Leidenschaft, doch wenigen Engagements. Sie lebt mit ihrem Freund Mika zusammen, der ebenfalls Schauspieler- jedoch weitaus erfolgreicher ist. Bereits in der Vorstellungsphase treten Spannungen zwischen den beiden zutage.

So verwundert es nicht, daß Marla einen Auftrag ihres Agenten Richard annimmt, ohne dies mit Mika vorher zu besprechen. Sie soll für den erfolgreichen Geschäftsmann Daniel Lester ein Wochenende die Verlobte spielen und dafür 10.000,- erhalten. Da sexuelle Handlungen per Vertrag ausdrücklich ausgeschlossen werden, läßt sie sich darauf ein.

Sie lernt Daniel, einen charmanten, äußerst attraktiven Mann kennen und sofort prickelt es zwischen den beiden. Auch Daniel kann sich Marlas Charisma nicht entziehen und so überzeugen sie auf der Geburtstagsfeier als verliebtes Paar. Sie überschreiten sogar Grenzen, sind aber damit glücklich.

Dennoch wäre die Geschichte hier ja beendet, wenn es nicht noch Umstände geben würde, die das Glück der beiden bedrohen.

Die Geschichte selbst ist nicht neu, aber diese Umsetzung hat mir gefallen.
Der Fokus liegt natürlich auf der Beziehung zwischen Marla und Daniel. Auch die erotischen Szenen wurde geschmackvoll beschrieben. Die Nebenpersonen werden ähnlich den Hauptcharakteren recht detailliert dargestellt.

Dennoch muß ich sagen, daß ich einiges zu überzogen fand- daß Marla sich immer wieder von Daniel kaufen läßt- dazu müßte sie äußerst wenig Selbstbewußtsein haben, was sonst nicht zu ihrem beschriebenen Typ paßt.
Ebenso Daniel- intelligent und auch recht emotional schafft er es nicht, sich seine Liebe zu Marla einzugestehen, weil er noch Schuldgefühle seiner verstorbenen Frau gegenüber hat?!
Richtig begeistern konnte mich hingegen die Figur der Kim, Daniels Halbschwester, ein tolles, pfiffiges Mädchen!

Fazit: ein sehr unterhaltsames Buch mit einer nicht ganz neuen Geschichte, die kleine Längen und Unstimmigkeiten aushalten muß.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Wie wir Katzen die Welt sehen

Hermien Stellmacher , Joachim Schultz , Hermien Stellmacher
Fester Einband: 125 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458363057
Genre: Humor

Rezension:

Dieses zauberhafte kleine Buch, das endlich mit den ganzen Lügen der Märchenbüchern aufräumen soll, die sich Katzenratgeber nennen, wurde geschaffen vom Paar Hermien Stellmacher und Joachim Schultz. Ein Buch, das ich lange ersehnt hatte und das mich nicht enttäuschte.

Liebevoll gestaltet findet sich in dem Hardcover auf (leider nur) 125 Seiten alphabetisch geordnet eine Übersicht zu den wichtigesten Themen, die Katzen beschäftigen, die mit uns Menschen zusammenleben (müssen).
Sehr humorvoll und erfrischend anders geschrieben würde es sich auch sehr gut zum Vorlesen eignen. Doch bleibt die Sicht nicht ausschließlich humoristisch, auch Fakten werden dem Leser charmant näher gebracht.

Durch die traumhaften Illustrationen wird das Ganze nochmal aufgelockert- allein dafür lohnt sich die Anschaffung schon, denn oftmals erkennt man sich selbst bzw. seine Fellnasen hier wieder.

Ein ideales Geschenk für alle, die Samtpfoten lieben oder es vorhaben und deshalb uneingeschränkt empfehlenswert.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

babylon, engel, krimi, sci-fi, splatter

Männer die nicht weinen

Robin Theis
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.11.2016
ISBN 9781539894681
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch wurde mir vom Autor zur Verfügung gestellt- das hat jedoch keinerlei Einfluß auf die folgende Rezension.

Das Cover ist recht neutral gehalten und läßt keinen Rückschluß auf das Genre zu.
Die Beschreibung klang sehr interessant und machte mich neugierig- dieses Buch versprach Spannung, Action und Humor in sich zu vereinen.
Die Hauptakteure Fiona, Pedro und Nero werden als außergewöhnliche Charaktere recht detalliert gezeichnet. Fiona ist schon sehr verrückt, aber auf eine liebenswerte Art. Pedro trägt viel Ironie in sich und Nero (Nepomuk), ein charmanter Adliger im besten Alter mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, komplettiert das Trio.

Leider nahm auch die Vielzahl der Nebenfiguren einen großen Raum ein, sodaß nur an der Oberfläche dieser Charaktere gekratzt werden konnte und der Geschichte insgesamt etwas Tiefe nahm. Was bedauerlich ist, da diese wirklich grandios ist- und konfus, verrückt und toll! :)

Allerdings war mir der Einstieg etwas zu schwer- und auch realitätsfremd. Das könnte man vielleicht etwas anders lösen, denn schon bald nahm die Geschichte an Fahrt auf, verdichtete sich und machte einfach nur noch Spaß.
Wie schon erwähnt gibt es zahlreiche Protagonisten und verschiedene Handlungsstränge. Dennoch bleibt die Spannung nach dem etwas zögerlichem Beginn auf einem hohen Niveau, auch mit Humor wurde nicht gespart. Der Schreibstil ist sehr flüssig.

Ein Vampirroman der etwas anderen Art- das ist dieses Werk allemal. Aber auch ein Statement für Freundschaft, Hoffnung, Liebe und die Akzeptanz von Andersartigen. Für mich ein wunderbarer Roman, der viele Genres in sich vereint und es verdient, mehr Beachtung zu finden. Wohlverdiente 5*!

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

abenteuer, elf jahre, fantastisch, fantastische vignetten, fantasy, fantasy für kinder, ferkel, freunde, friedhof, für kinder, graham howells, kinderbuch, knochen, seltsam, tierbestatter

Die verkehrte Stadt. Die wahrscheinlich seltsamste Geschichte, die du je gelesen hast

Alyson Noel , Katja Frixe , Graham Howells
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 23.10.2017
ISBN 9783791500584
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich habe dieses Buch gemeinsam mit meiner Tochter bei einer Leserunde gewonnen und gelesen.

Als wir das Buch in den Händen hielten waren wir fasziniert von der liebevollen Gestaltung. Die Farbigkeit und Haptik waren "en nature" noch eindrucksvoller, der Innenteil des Umschlages zeigt schwarz-weiß eine Kartenübersicht von Quiver Town.

Uns gefiel sehr gut, daß die Kapitel recht übersichtlich gehalten wurden und zu Beginn jeweils eine kleine Zeichnung steht.
Der Schreibstil ist recht verständlich, zeitweise gab es einige Sprünge, die besser mit einigen Sätzen zusätzlich erklärt werden hätten können, um die Geschichte runder wirken zu lassen.

Das Buch beginnt mit:
"Für diejenigen, die fürchten, anders zu sein. Und für diejenigen, die glauben, sie seien normal."
Es handelt sich bei dieser "wahrscheinlich seltsamsten Geschichte, die du (man) je gelesen hat", um die Geschichte des Waisen Grimsly, der anders ist als alle in der ihm bekannten Welt. Doch muß das nicht schlecht sein. Dies erfährt er auf seiner Reise, die er antritt, um seine Stadt, sein Zuhause und damit seine Welt zu retten. Dabei geht es nicht nur spannend zu, zeitweise ist es auch recht gruselig, sodaß wir das Buch eher für Leser/-innen ab 12 sehen.

Grimsly lernt bei seinen Abenteuern nicht nur viel über sich selbst, sondern auch über Zusammenhalt und Vertrauen. Daß er sich dabei auf alte und neue Freunde verlassen kann verstärkt das Fazit:
" Es ist seltsam, nicht seltsam zu sein" - John Lennon

Ein tolles Leseabenteuer für Jugendliche ab 12- und sehr gut als Familienbuch zu lesen.

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