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Der Verfolger

John Katzenbach
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 27.12.2018
ISBN 9783426306666
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch "Der Verfolger" von Thrillerspezialist John Katzenbach ist die Fortsetzung von "Der Patient", in dem sich der Psychiater Dr. Frederick Starks schon gegen "Mr. R." und dessen Geschwister wehren mußte. 

Trotz ähnlicher Handlung gibt es ausreichend neue Wendungen und "Der Verfolger" ist ein toller Fortsetzungsband geworden, der auch für sich allein gelesen werden kann. 
Dennoch als Empfehlung, zum besseren Verständnis: "Der Patient" zuvor lesen! 

5 Jahre sind vergangen, seit "Rumpelstilzchen" Dr. Frederick Starks bedrohte und ihm alles nahm. Aus seiner Tötungsabsicht wurde jedoch nichts, Frederick überlebte. Mittlerweile hat dieser sich, nun Ricky genannt, etwas erholt und arbeitet wieder als Psychoanalytiker mit einem festen Patientenstamm. Doch plötzlich taucht "Mr. R" in der Praxis auf und zwingt ihn, ihm zu helfen. Er und seine Geschwister, die Ricky weiterhin Merlin und Vergil nennt, werden von einem Unbekannten bedroht. 

Das Cover des Buches paßt gut zu den bisherigen Büchern des Autors und ist hervorragend gestaltet.  

Der Schreibstil des Autors ist, wie bei seinen vorherigen Büchern, einfach überragend. Leicht lesbar und verständlich, Orte und Protagonisten werden detailliert dargestellt, die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf einem sehr hohem Niveau. Dazu gibt es natürlich auch einige überraschende Wendungen, um den Nervenkitzel zu steigern. 
Man ist sehr schnell von der Geschichte gefangengenommen und bleibt dabei. 
  
Fazit: wie erwartet eine gelungene Fortsetzung des Thriller-Spezialisten. 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Der Buchmörder

Ralph P. Breuer
Flexibler Einband: 263 Seiten
Erschienen bei Independently published, 23.05.2018
ISBN 9781982977986
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Rahmen einer Buchverlosung durfte ich das Buch  "Der Buchmörder - Die Geschichte des Pfarrers Johann Georg Tinius, eines Verbrechers aus Leidenschaft und Büchergier"  von Ralph P. Breuer lesen.

Dieser erzählt als historischer Kriminalroman aus Sachsen und der Bücherstadt Leipzig im 18. Jahrhundert die wahre Geschichte des Pfarrers und Magisters Johann Georg Tinius, der aus seiner Sucht nach Büchern zum Mörder wird. 

Das Cover des Buches ist unscheinbar, aber durchaus passend, denn es zeigt das Porträt Tinius'.

Inhaltlich lernen wir die Umstände der schweren Kindheit und Jugend Tinius' kennen, aber auch seiner beginnenden Bücherliebe, die sich bis zur Obsession steigern wird. Tinius ist ehrgeizig, saugt die theologischen Lektionen wie ein Schwamm auf und lernt vor allem so intensiv, weil er dadurch seinen geliebten Büchern nahe ist.
Von anderen Menschen enttäuscht, findet er nur mit ihnen Frieden.
Als er sich vermählt, ist bereits klar, daß auch dies einen schlechten Ausgang nehmen wird.
Dabei wird in Zeitsprüngen zwischen den Kapiteln immer wieder von Raub und Mord erzählt. Wobei nie erwähnt wird, daß er selbst dieser Hammermörder ist.

Der Schreibstil des Autors ist zeitweise schwierig, da er sich bemüht, die authentische Sprache der damaligen Zeit zu verwenden. 
Auch gibt es eine Vielzahl an Zitaten, z.B. aus der Bibel (oft lange Phrasen) oder der Biographie Tinius'.

Mein Fazit:
Auch wenn die Spannung nicht durchweg gegeben und der Schreibstil zum Teil zu hölzern war, ist dieses Buch doch empfehlenswert, wenn man sich mit dem Genre historischer Krimi auseinandersetzen möchte. 
Mir persönlich waren die Bibelzitate viel zu viel und oft hatte ich den Eindruck, ich lese eine Biographie anstelle eines Romans.
Da wäre sicher mehr aus dieser Geschichte herauszuholen gewesen.


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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Weihnachtszauber mit Adelgunde, Yolanda und Petronella

Marianne Rauch
Flexibler Einband: 81 Seiten
Erschienen bei Independently published, 28.11.2018
ISBN 9781790445233
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Rahmen einer Buchverlosung durfte ich von Marianne Rauch „Weihnachtszauber mit Adelgunde, Yolanda und Petronella“ lesen. Das schmale, reizende Buch erzählt von drei Schwestern, die einen sehnlichen Wunsch haben und darüber hinaus Zauberkräfte besitzen.


Diese setzen sie jedoch nicht immer wohlüberlegt ein und treiben so manchen Schabernak. In einer einsamen Blockhütte oben auf dem Berg wohnend ist gerade den jüngeren Schwestern oft langweilig, da die Älteste mit ihrer Aufgabe als Wolkenbeobachterin beschäftigt ist.

Als es jedoch endlich schneit und das Weihnachtsfest näherrückt, besinnen sie sich auf das Wichtigste: jeder soll an Weihnachten  die Freude spüren können und niemand einsam sein.

Gemeinsam mit Unterstützung des Weihnachtsmannes schaffen sie Unglaubliches- das ganze Tal erstrahlt und neben Lichterglanz, festlich geschmückten Bäumen ist auch an Speis und Trank gedacht worden. Alle Menschen versammeln sich und feiern gemeinsam mit unseren 3 zauberhaften Schwestern. Somit wurde ihr sehnlichster Wunsch erfüllt- und sicher der der meisten Menschen auch.

Ein großartiges Buch für Groß, Klein, Jung und Alt. Ich habe es am Heiligen Abend zwischen der Kaffeerunde und dem Abendessen vorgelesen und alle lauschten verzückt.

Danke für dieses schöne Erlebnis und an Marianne extra für die liebevolle Widmung.

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Weich unter meinen Füßen

Cinzia Tanzella
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 19.09.2018
ISBN 9783752885262
Genre: Romane

Rezension:

Ich durfte das Buch "Weich unter meinen Füßen" von Cinzia Tanzella durch eine Buchverlosung kennenlernen.

Anhand des Klappentextes und der Leseprobe hatte ich eher eine positive, humorvolle Geschichte erwartet. 
Ganz so ist es nicht.

Viivi läßt sich zu Beginn sehr hängen und versinkt in Selbstmitleid. Sie fühlt sich einsam, fremd, als Außenseiter. Bis auf ihren Job und die Termine bei ihrer Psychologin scheint sie aber auch keinen Kontakt zu anderen zu wollen- selbst mit ihrer "besten Freundin" telefoniert sie lieber statt sie zu treffen.

Sie soll sich ein Hobby suchen und läßt sich auf Salsa ein. Dort lernt sie wirklich kuriose Typen kennen- Männer UND Frauen.
Schließlich bekommt sie durch das Photographieren eine ganz andere Sicht auf die Dinge, das Leben, die Welt.


Mein Fazit:
Sehr gelungen ist die Gliederung des Buches. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und daher auch gedanklich übersichtlich.
Auch das Cover finde ich ansprechend gestaltet.

Der Schreibstil ist an einigen Stellen sehr schwerfällig, die Sätze viel zu lang und unnötige (Rand-)Details erschweren den Lesefluss.
Dies mag aber dem Umstand geschuldet sein, daß die Autorin in einer  (für sie) Fremdsprache schreibt.

Die Wandlung der Protagonistin von einem kontaktscheuen, grauen Mäuschen zu einer fast selbstbewußten Frau, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt und sogar den Photowettbewerb gewinnt, ist empathisch und nachvollziehbar dargestellt.

Trotz der Melancholie, die sich durch das ganze Buch zieht, zeigt Cinzia Tanzella, daß immer Hoffnung besteht und nach jedem Regen die Sonne wieder scheint- oder sogar ein Regenbogen entsteht 😉

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Unter dem Messer

Kelly Parsons , Michael Krug
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 30.11.2018
ISBN 9783404177974
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich dieses Buch lesen und rezensieren. Dafür meinen Dank. 



Kelly Parsons, selbst Mediziner, strickt in seinem 2. medizinischen Thriller die Handlung um die erste Vorführung eines OP-Roboters und die brilliante Chirurgin, Dr. Rita Wu.

Ihr Gegenpart ist Finney, trauernder (eher von Hass zerfressender) Witwer und reicher Firmeninhaber, der Dr. Wu für seinen Schmerz verantwortlich macht. Und für seine Rache die neueste Nano-Technologie nutzen wird.

Ich kam sehr gut in die faszinierende Handlung hinein, mußte jedoch schnell feststellen, daß die große Spannung des Beginns nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden konnte.
Die Charaktere waren recht detailliert beschrieben, bleiben jedoch fast alle unsympathisch. Die Kapitel wurden mit den Namen der grad "sprechenden" Akteure überschrieben, diese Perspektivwechsel störten mich aber nicht im Lesefluß.

Der Schreibstil wechselte zwischen leicht lesbar und mitreißend und langatmig und durch die medizinischen Erläuterungen viel zu ausführlich.

Fehlt es diesem Thriller im Handlungsverlauf deutlich an Spannung, so schwächeln die Charaktere in ihrer Entwicklung leider ebenso. 

Zum Ende dann ein mitreißendes Finale, allerdings viel zu übertrieben und extrem gewollt. Und sehr amerikanisch.

 

FAZIT: 

Das Buch konnte mich nicht überzeugen. Trotz starker Grundidee und einem fesselnden Beginn flacht die Spannung alsbald dramatisch ab.
Das fulminante Ende reißt die Längen und fehlenden Entwicklungen der Charaktere leider auch nicht raus. Schade.


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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Harte Landung

Simon Tanner
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 19.10.2018
ISBN 9783961118137
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover wurde passend zur Geschichte gestaltet. Ein Mann im freien Fall vor einer Vielzahl Hochhäusern, die sicher Geld, Macht und Einfluß in der Welt des Managements des Finanzwesens symbolisieren sollen. 


Der Schreibstil gefiel mir sehr-  
recht reduziert- und die inneren Gedankenspiralen des Hauptprotagonisten waren sehr spannend und fesselnd. 
Die kurzen Kapitel und die unterbrechenden Tagebucheinträge lockerten das Buch angenehm auf. 

Hauptprotagonist Heiko- 
liebender Familienvater und erfahrener Manager- dennoch arrogant und derzeit auf einem Höhenflug, begleiten wir bis zu seiner harten Landung in der Realität der nicht ganz so Privilegierten. 

Ich konnte mich in die Protagonisten hineinversetzen, kam ihnen jedoch nicht wirklich nah- 
aber die Distanz war u.U. auch ein gewollter Ansatz des Autors Simon Tanner. 

Es ist letztlich ein ganz gelungener Debütroman mit vielen Stärken und wenigen Schwächen- 3,5 Sterne.

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110 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

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Sieben Tage Wir

Francesca Hornak , Tanja Handels
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.10.2018
ISBN 9783548290898
Genre: Romane

Rezension:

Familie Birch verbringt zum ersten Mal seit Jahren Weihnachten gemeinsam in ihrem Landhaus in Norfolk. 

Da die ältere Tochter Olivia gerade von einem Einsatz in Liberia zurückgekehrt ist, wo sie Patienten versorgt hat, die mit dem tödlichen Haag-Virus infiziert waren, muss sich die gesamte Familie Birch einer 7tägigen Quarantäne unterziehen. 
Da jeder von ihnen Geheimnisse zu verbergen versucht- meist mit guter Absicht- liegen bald die Nerven blank. 

Während Olivia große Probleme damit hat, sich nach dem Leid und der Armut in Liberia wieder in England zurechtzufinden, ist es für ihre jüngere Schwester schon ein Problem, nicht das richtige Weihnachtsgeschenk bekommen zu haben. Mutter Emma verschweigt ihre Krebsdiagnose und Vater Andrew seinen unehelichen Sohn, der ihn nun überraschend kennenlernen will. 

Der Schreibstil war angenehm, leicht und mit viel Humor gewürzt- die Handlungen der Charaktere immer nachvollziehbar.  
Die verschiedenen Erzählperspektiven der Protagonisten machten es leicht, der Erzählung zu folgen.  

Der Roman gefiel mir sehr- er ist raffiniert, spannend, witzig, anrührend und punktet vor allem durch seine Protagonisten, die trotz ihrer Schwächen und all den Mißverständnissen sehr sympathisch sind. 

Ein Buch für alle und nicht nur für die schönste Zeit im Jahr!

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150 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 85 Rezensionen

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Das Leuchten unserer Träume

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426522059
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Cover ist für diese Geschichte und dieses Genre passend gewählt. 


Einige Bücher der Autorin kenne ich und wie gewohnt erwartete mich ein sehr flüssiger Schreibstil, der sich leicht lesen läßt. Selbst alltägliche und normale Dinge beschreibt sie so bildhaft und lebendig, dass man als Leser sofort in die Geschichte hineingezogen wird. Vor allem die Charaktere werden sehr detailliert beschrieben.  
Die Entwicklung der Handlung scheint etwas vorhersehbar, aber das ist aufgrund der Spannung ok. 


Infolge eines Feuers gerät Sophie in eine Notsituation, aus der sie von dem ihr unbekannten Ben gerettet wird. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und so werden aus zwei Fremden schließlich Freunde.  

Sophie bleibt lieber für sich, will sich nicht dem Schmerz aussetzen, den sie zum ersten Mal bei Tod ihrers Brudes ausgesetzt war, als sie 15 war. Sie lebt für sich, mit ihrer besten Freundin als nächsten Menschen und ihrem Kater Fred. Das Verhältnis zu ihren Eltern ist etwas schwierig, da alle an dem Verlust des Bruders/ Sohnes festhalten. 

Und dort hinein stolpert Ben. 
Mit seiner fröhlichen Art, seinem Lächeln und seiner warmherzigen Art. Seinen ungewöhnlichen Freunden. Und einigen Geheimnissen. 

Die Autorin Dani Atkins gibt der Geschichte einige Wendungen, die mich neben der rührenden Liebesgeschichte nicht nur überrascht, sondern auch gefesselt haben. 

Ein tolles Buch, das große Emotionen weckt und einmal mehr beweist, wie wertvoll unsere Lebenszeit ist.

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98 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

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Ich komme mit

Angelika Waldis
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 27.08.2018
ISBN 9783336547975
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Es ist schlicht, die Schrift ist jedoch auffälliger und hebt sich hervor. Die Haptik ist sehr angenehm und trotz des gebundenen Hardcovers ist es nicht zu schwer. 

Es zeigt eine ältere Dame und einen jüngeren Mann nebeneinander. 

Lazy ist verliebt in Elsie und daneben existiert für ihn nichts anderes mehr.  
Er geht voll darin auf, sodaß die Katastrophe, wenn diese Liebe zerbricht, schon vorprogrammiert ist.  
Er wird schwer krank und Elsie trennt sich. Er ist allein, keine Familie, nur ein WG-Kumpel bleibt ihm. 

Vita hingegen, ist seine verwitwete Nachbarin, die sich in ihrer Isolation zuhause zu fühlen scheint. Der Mann verstorben, der Sohn weit weg in Australien mit äußerst wenig Kontakt, dreht sich ihr Leben nur um sie selbst und die wenigen Stunden, die sie noch arbeiten darf. 
Als ihr das genommen wird, hält sie nichts mehr. 

Die beiden kennen sich flüchtig, halten den jeweils anderen aber für etwas suspekt. 
Doch Vita fällt sehr wohl auf, daß "der junge Mann von oben" schon länger nicht mehr zuhause ist. 
Als Lazy aus der Klinik entlassen wird und Hilfe braucht bietet Vita ihm Obdach und Pflege an- und Lazy stimmt zu. So kommen sich die beiden näher und es entsteht eine tiefe Verbindung und Freundschaft.  

Es kommt der Tag, an dem ein neues Blutbild alle Hoffnung für Lazy zunichte macht. Lazy sagt: »Ich steige aus« und Vita: »Ich komme mit«. 
Und so begeben sich zwei Lebensmüde auf eine verrückte letzte Reise. 

Mich hat die Geschichte sehr beschäftigt und berührt. 
Allein, wie Lazy mit seiner Erkrankung umgeht, beide mit dem Verlassensein... und doch an den Punkt kommen, daß sie das Leben noch einmal richtig auskosten wollen.


Eine Geschichte über eine ungewöhnliche, lustige und seltsam innige Freundschaft. Vor allem jedoch eine Geschichte über das Leben und dessen Vergänglichkeit.

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(102)

154 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 90 Rezensionen

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Ein Winter in Paris

Jean-Philippe Blondel , Anne Braun
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.09.2018
ISBN 9783552063778
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover ist wunderschön und paßt zu der Beschreibung des Hauptakteurs- jedenfalls wie er in meiner Vorstellung existiert. 


Victor, 19, kommt aus der Provinz zum Studium nach Paris.  
Aus einfachen Verhältnissen stammend sieht er sich dem Druck des Colleges hilflos gegenüber.  
Die unmenschlichen Bedingungen der elitären Vorbereitungsklassen, der zwischen den Studenten bestehenden gnadenlosen Wettbewerb und selbstverliebte, sadistische Lehrer- all das trifft ihn hart und läßt ihn einsam, fast unsichtbar werden. 
Da trifft er auf Mathieu, eine Klasse unter ihm und ebenso scheu, raucht hin und wieder eine Zigarette mit ihm. 

Als Mathieu in den Tod springt, verändert sich für Victor alles.  
Nun steht er, der einzige Freund des Opfers, im Fokus.  
Seine Kommilitonen interessieren sich nun für ihn  
und er baut zu Mathieus Vater eine Beziehung auf,  
wie er sie zu seinen eigenen Eltern nie hatte.

Der Sprachstil in seiner leichten, doch klaren Schlichtheit und die dazu im Kontrast stehende erdrückende Dramatik der Handlung haben mich ab der ersten Seite sehr berührt. Ganz großes Kino!

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

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TEXT

Dmitry Glukhovsky , Franziska Zwerg
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 31.08.2018
ISBN 9783958901971
Genre: Romane

Rezension:

Hauptprotagonist Ilja wird nach sieben Jahren Straflager in die Freiheit entlassen. 

Daheim angekommen erfährt er vom Tod seiner Mutter, die Wohnung ausgeraubt und verwüstet vor. 
Ein wenig Trost findet Ilja im stetigen Konsum vom Alkohol. Einsam und verlassen sucht er einen Schuldigen. 

So macht er sich auf die Suche nach dem Drogen-Fahnder Petja, der ihn vor sieben Jahren unschuldig verhaften ließ. Er tötet Petja und nimmt dessen neues I-phone an sich, das für alles steht, das Ilja nicht hat. 
Und dann erwacht es zum Leben und brummt und summt und fordert von Ilja eine Entscheidung. 
Als er mit Petjas Angehörigen kommuniziert nimmt er Petjas Platz an. 

Die Idee und auch die Umsetzung des Romans ist brillant. Autor Dmitry Glukhovsky zeigt auf, welchen Stellenwert mittlerweile die Smartphones in unserem Leben haben. Wie verrückt dieses Parallelleben zu unserem realen ist. 

Dennoch wird hier vor allem das Thema von Schuld und Sühne äußerst spannend dargestellt und auch der Schreibstil hatte eine überraschende Tiefe und vor allem (russisch-typisch) eine Dunkelheit an sich.  

Wer sich vor Melancholie, Tristesse, Moralfragen und Thrill nicht scheut ist hier genau richtig. 

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Ich, Santa

Jay Kay
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 03.09.2018
ISBN 9783752874426
Genre: Sonstiges

Rezension:

Titel und Cover ließen auf eine Weihnachtsgeschichte hoffen, doch der Inhalt soll eine magische Fantasyerzählung sein. 


Der Roman "Ich, Santa" von Jay Kay beginnt recht traurig. Der Ich-Erzähler, 16jährig, steht am Grab seiner Mutter und fühlt sich absolut verlassen. Als er von seinem Onkel aufgenommen wird, muß er sich in dessen Familie erst intergrieren, in der Geheimnisse, merkwürdigen Verpflichtungen und Vorkommnisse Alltag sind. 

Sein großes Idol wird der Motorradkünstler Jules, den er auf einem Jahrmarkt kennenlernt. Durch ihn lernt er eine ihm völlig fremde Welt kennen. 

Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend, der Einstieg war äußerst spannend. 

Jedoch schafft der Autor es nicht, diese Spannung weiterhin zu halten. 
Die Erzählung wurde zum Teil zäh, langatmig und auch verwirrend. 
Einige Protagonisten blieben zum Teil recht blaß und ihre jeweiligen Handlungen bzw. Gedanken waren häufig nicht nachvollziehbar. 

Fazit: Super Idee, Umsetzung jedoch unbefriedigend. Schade. 

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104 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 77 Rezensionen

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Wie ich fälschte, log und Gutes tat

Thomas Klupp
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 04.09.2018
ISBN 9783827013668
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover und der Titel deuteten schon darauf hin- hier wird der schöne Schein in einer ganz normalen Kleinstadt und seiner Bewohner unter die Lupe genommen.  


Und was man dabei alles zutage befördert- die Tennismannschaft des hiesigen Gymnasiums, die praktisch dauerbreit vom Feiern ist, dennoch aber von Anti-Drogen-Plakaten herablächeln darf. 
Ein Lehrer, angeblich mit Krebs im Endstadium, der einfach nicht abtritt und weiterhin die Schüler schikaniert. 
Eine Direktorin, die ein wenig mauschelt, innovative Rundmails an die Eltern verfaßt und dennoch von ihren Schülern geachtet wird (gibt's das??? ^^)... 
Dazu noch Crystal-Mäx und der Butterhof... und mittendrin der 16jährige Teenie Benedikt, der Ich-Erzähler, der seine Zensuren frisiert. 

Eine kurzweilige Offensive auf die Lachmuskeln mit einem wunderbarem schwarzen Humor getoppt vom Jugendslang.  

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(58)

64 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Cole & Autumn – A San Francisco College Romance (College-WG-Reihe 2)

Christiane Bößel
E-Buch Text
Erschienen bei Forever, 03.12.2018
ISBN 9783958182592
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Cover ist genretypisch und passend zum Inhalt gewählt.


Mit "Cole & Autumn" legt die Autorin Christiane Bößel den zweiten Teil ihrer „College-WG-Reihe“ vor, 
den man aber auch komplikationslos eigenständig lesen kann. Ich kannte vorab Teil 1 nicht und kam sehr gut mit den Beschreibungen der Beziehungsgefügen zurecht.

Ich mochte bereits die Leseprobe und war neugierig, welche Geheimnisse Autumn und Cole verstecken, was zwischen ihnen passieren wird und wie sie die typischen Irrungen und Wirrungen überstehen.

Beide Charaktere wirkten sehr authentisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinfühlen. 
Der Perspektivwechsel sorgte für Klarheit und auch Spannung. Zudem verfügte das Buch über einen guten Humor, überraschende Wendungen und auch die Emotionen fehlten nicht.

Der Showdown war mir persönlich etwas zuviel- ich glaube nicht, daß eine so verletzte/-liche Person wie Autumn Cole noch eine Chance gegeben hätte. Dennoch ist es eine schöne (Liebes-)Geschichte und ich habe mich bereits ertappt, daß ich auch gern die vorliegenden anderen Teile lesen würde ;)

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104 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

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Dance. Love. Learn. Repeat.

Tom Ellen Lucy Ivison, Tom Ellen , Fabienne Pfeiffer
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.11.2018
ISBN 9783551521088
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover ist genretypisch gehalten und wirkt anziehend, das Buch in die Hand zu nehmen.


Phoebe und Luke kennen sich bereits von der Highschool, trotzdem trennen sie Welten. Während Phoebe Luke heimlich anhimmelte, ahnte Luke nicht einmal, daß es Phoebe gab. 
Auf dem College begegnen sie sich wieder und sie freunden sich an. 

Eine klassische, eher kitschige, Liebesgeschichte sucht man hier vergeblich.

Zwischen den beiden entwickelt sich etwas, doch sie wissen nicht genau, wie sie die neuen Gefühlen und Situationen einordnen sollen. 
Da gibt's noch Lukes Ex, an der er scheinbar weiter hängt. Oder doch nicht? Phoebe ist sehr verunsichert, Luke nicht weniger. Zudem schafft Phoebe immer wieder peinliche Situationen, an denen sie wächst- nicht zuletzt durch die Hilfe ihrer neuen Freundinnen.

Die Geschichte wechselt von Kapitel zu Kapitel zwischen den beiden, jeweils erzählt in der "Ich-Perspektive".
Neben der Akzeptanz im Sozialgefüge des neuen Schulsystems geht es um Drogen, Alkohol, alte und neuentstehende Freundschaften, die Macht der Medien und natürlich die Liebe. 

Mir hat das Buch gut gefallen. Ein Buch mit einer starken Protagonistin, abwechslungsreichen Handlungen, interessanten Nebendarstellern und der Erkenntnis, daß hinter dem oberflächlichen Schein oft etwas ganz anderes versteckt wird.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Mörderische Renovierung

Edgar Cantero , Thomas Görden
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Golkonda Verlag, 26.10.2018
ISBN 9783946503491
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Cover ist äußerst eindrucksvoll und passend zum Inhalt gestaltet. Dies und der Titel haben mich gleich angesprochen. Allerdings empfand ich nach dem Beenden des Buches den Titel nicht allzu passend.



Axton House, seit vielen Jahrzehnten im Besitz der Familie Wells, wird vom 23jährigen A. überraschend geerbt, mitsamt des Butlers, jedoch ist dieser unauffindbar. 
Der letzte Eigentümer sprang zuvor aus dem Fenster. 
Dies hält A. nicht davon ab, dort mit seiner stummen Freundin Niamh einzuziehen. Ganz im Gegenteil- da es dort spuken soll, ist das junge Pärchen ganz neugierig auf Axton House. 

Der Erzählstil ist sehr ungewöhnlich. Das gesamte Werk besteht größtenteils aus einer Anreihung verschiedener Dokumente. Dialoge finden sich selten.

Niamh macht sich Notizen und kommuniziert so mit A., die wie Protokolle nachzuvollziehen sind. 
A. schreibt Briefe an Tante Eliza und führt ein Traumtagebuch, es gibt Video- und Tonaufzeichnungen, verschlüsselte Schreiben und andere Dokumente und Rätsel.
Diese Darstellung der Geschichte störte den Lesefluss etwas, ich habe diese Stellen irgendwann nur noch überflogen. 

Der ungewöhnliche Schreibstil erzeugt gleich zu Beginn viel Spannung, daß man als Leser das Buch kaum aus der Hand legen mag und es förmlich verschlingt. 
Die geheimnisvolle Atmosphäre wird z.B. dadurch geschaffen, daß man über die Protagonisten A. und Niamh nicht viel erfährt. So bleibt A. über die ganze Handlung namenlos. Jedoch blieb die Geschichte um Ambrose Wells, den Geheimbund und "Sie" über die ganze Länge spannend.

Etwas enttäuschend das Ende, es blieben zu viele Fragen offen. 

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111 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

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Kampfsterne

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 30.10.2018
ISBN 9783832197742
Genre: Romane

Rezension:

"Kampfsterne" von Alexa Henning von Lange ist unterteilt in viele kurze Kapitel, in denen die verschiedenen Charaktere des Buches einzeln erzählen. 
Ihre Vornamen dienen als Kapiteltitel, sodaß stets nachvollziehbar ist, aus wessen Perspektive erzählt wird.  

Die Schreibstil ist ansprechend, die Erzählstränge bieten ausreichend Einblick in die emotionale Lage der Charaktere und die Zusammenhänge der Reihenhaussiedlung, in der die Figuren leben.  

Am Beispiel dreier Familien werden die unterschiedlichsten Probleme thematisiert.  
Insgesamt ist die Stimmung jedoch meist negativ und belastend.  
Die Autorin versteht es jedoch, die Handlungen und Charaktere so detailliert zu zeichnen, daß sie immer nachvollziehbar sind. 

Während die Eltern versuchen, sich als aufgeklärte und interessierte Menschen zu beweisen, die das richtige Leben führen kristallisieren sich auch hier eine Vielzahl von Problemen heraus. Denn auch sie suchen die Liebe, haben Angst und entscheiden sich falsch. Und ihren Kindern ergeht es leider nicht besser. 

Mir persönlich fehlte definitiv entscheidene Aspekte, die die 80er kennzeichneten, zumal darauf hingewiesen wurde, daß dies' für die Handlung wichtig sei- Gefahr von atomaren Übergriffen, Live Aid usw. 
Diese Geschichte hätte jedoch auch in jeder anderen Zeit spielen können. 

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104 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

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#EGOLAND

Michael Nast
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 06.04.2018
ISBN 9783841905963
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover ist unauffällig, jedoch passend zur Story, eher zurückhaltend gestaltet.

Der bekannte Autor Michael Nast wird gebeten, nach dem Selbstmord eines befreundeten Schriftstellers, dessen Manuskript und Aufzeichnungen als Roman herauszubringen.

So entdeckt er in den Unterlagen auch einige Audiodateien, die heimliche Mitschnitte von Gesprächen enthalten. Schonungslos wird darin aufgedeckt, daß der verstorbene Freund in eine perfide Geschichte verstrickt war, in der er Menschen manipuliert und gegeneinander ausgespielt hat. Anhand der Dreiecksgeschichte von Christoph, Julia und Leonie beschreibt der Autor eine verhängnisvolle Affäre ungeahnten Ausmaßes.

In diesem Roman werden auf erschreckend realistische Weise die Auswirkungen der sozialen Medien auf die jetzige Generation dargestellt. Im Zeitalter von Facebook, Instagram und Snapchat wird deutlich, wie groß deren Einfluß auf das Selbstwertgefühl des Einzelnen ist und wie stark sie zwischenmenschliche Beziehungen bestimmen und lenken können.  Nicht nur die Jugend ist gefährdet, handelt „Egoland“ doch hauptsächlich von Menschen um die 30.

Der Schreibstil ist sehr leicht und immer nachvollziehbar. Die Liebe des Autors zu Berlin findet sich in den detaillierten Beschreibungen wieder. Für mich nicht anstrengend, sondern bis auf den Punkt ausformuliert waren die etwas längeren Dialoge, die jedoch so immer Sinn er- und dem Buch Tiefe gaben.

Der Ansatz dieser Geschichte ist nicht nur interessant, sondern zugleich spannend und erschreckend. Die Frage, die sich jeder stellen sollte ist, ob er sich nicht auch so leicht manipulieren lassen würde können.

 

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233 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 136 Rezensionen

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Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

Bereits die geschmackvolle Aufmachung, das Cover und dessen Farben, die rauhe Rückseite und der Prägetitel sprechen für sich für dieses Buch aus- die haptische Wahrnehmung ist ein ähnlich sinnliches Gefühl wie das Lesen selbst. Auf den türkisfarbenen Coverinnenseiten gibt es die Gedankenansätze, die nachhallen.

In ihrem Roman „Die Schönheit der Nacht“ beleuchtet die Autorin Nina George die Begegnung zweier völlig kontroversen Frauen.

Claire: stark, selbstbewußt, lebenserfahren und angesehene Pariser Verhaltensbiologin in der Mitte ihres Lebens, aber etwas verbittert und feststeckend in ihrem Lebenskorsett, die sich wie versteinert in ihrer Ehe fühlt.

Und Julie, die junge Unerfahrene, mit einer gehörigen Portion Angst vor dem Leben und doch mit drängenden Sehnsüchten, neue Freundin von Nicolas  (Claires Sohn), die voller Lebenshunger alles um sich herum aufnimmt.

Beide sind voneinander fasziniert und vor der beeindruckenden Kulisse der Bretagne, nimmt das Schicksal in diesem Sommer voller Sonne, Salz und Müßiggang seinen Lauf.

So lässt die Autorin Nina George ihre Figuren gefühlvoll miteinander tanzen, macht aus ihnen Lehrerin und Schülerin beim Schwimmen und des Lebens, schaut ihnen beim Aufplatzen ihrer Panzer zu  und gibt ihnen den Raum, ihr Leben nochmal neu zu beginnen!

Claires abgeklärter Sarkasmus, der für den richtigen Grad an Witz sorgte, jedes Verhalten wird mit wissenschaftlich abgeklärter Aufklärung auf den Punkt gebracht, was meinem Humor sehr entspricht und neben den Tiefen für das richtige Maß an Auflockerung sorgte.
Alle Figuren werden in ihren Stärken und Schwächen ehrlich und detailliert gezeichnet, jedoch immer liebevoll dargestellt.
Der sehr poetische und sinnliche Schreibstil mit vielen Metaphern berührt auf jeder einzelnen Seite.

Es ist ein zauberhaftes Werk: nachdenklich, philosophisch, mit Fragen nach verborgenen Sehnsüchten, dem Mut zum eigenen Selbst  und voller Widersprüchlichkeit mit einem offenen Ende voller Hoffnung, so wie das Leben auch.

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283 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 116 Rezensionen

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 30.08.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

Rezension:


Die Französin Juliette beobachtet auf ihrem täglichen Weg mit der Metro zu ihrem langweiligen Arbeitsplatz, einem Maklerbüro, all ihre Mitfahrenden genau, denn sie besitzt einen speziellen Blick dafür:wer wann und wo zusteigt und besonders, wer was liest. Denn die Bücher sind es, die Juliettes Leben Farbe und Struktur verleihen.


Eines Tages beschließt sie, 2 Stationen früher auszusteigen und begegnet bei ihrem anschließenden Spaziergang der kleinen Zaide, die mit ihrem Vater Soliman in einer kleinen, vollgestopften Umgebung voller Bücher lebt. Soliman glaubt, daß jedes Buch, wenn es an die richtige Person übermittelt wird, die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbare Fracht aus, an die, die sie nötig haben. Bald wird Juliette zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluß, auch auf ihr eigenes Schicksal.


Christine Féret-Fleury hat hier ein sehr feines, liebevolles Büchlein geschrieben, das in einer sehr zarten Aufmachung daherkommt. Die Farben sind zurückhaltend eingesetzt, die Schrift gut lesbar, das Lesebändchen rundet das Gesamtbild ab.


Die Geschichte sei besonders Lesern empfohlen, die bereits etwas belesen sind oder Bücher über alles liebeen lernen wollen, denn Juliette begegnen einige Bücher, die sie oder ihre Mitprotagonisten nachhaltig beeinflussen. Diese werden als Nachwort erneut aufgelistet, falls das Interesse daran besteht.



Der Einstieg in den Roman gelingt wunderbar leicht, er fließt förmlich vorbei, wie die Metrohaltestellen an Juliette. Juliette und auch die Nebenakteure werden ebenso detailliert gezeichnet, wie ihre Lebensumstände. Dieses echte Leben und die Geschichten, die Juliette formen, sind mindestens ebenso wichtig wie die fiktiven der Bücher.



Nun muß sich Juliette als Botin nicht nur die Frage stellen, für welche Person welches Buch geeignet ist, sondern auch für sich selbst klären, inwiefern die Herausforderungen in der heutigen Zeit sie beeinflussen - und ob man wegen deren Fehlen am eigenen Leben verzweifeln kann.



Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich fand es bedauerlich, daß es so schnell schon zuende erzählt war.


Es bleibt wie immer die Frage: Welches Buch wird dein Leben verändern?


 

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

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Riskante Manöver

Birand Bingül
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716388
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover und Titel versprachen nicht viel Spannung, jedoch hatte es dieser Roman in sich.

Der Autor Birand Bingül ist im Mediengeschehen kein Unbekannter und dies merkt man auch seinem Debütroman um den PR-Agenten Mats Holm an. Ungewöhnlich realistische und spannende Einblicke in diesen Bereich erhält man nicht so leicht, hier werden sie in Unterhaltungsmanier gut verpackt serviert.

Der „Master of Desaster“, eine Art Cleaner, Top-PR-Agent Mats Holm ist ein Genie im Krisenmanagement.

Gemeinsam mit seiner Partnerin Laura May will er von seinen Auftraggebern daher nur eines: die Wahrheit. Doch diese möchten die häufig gern verheimlichen – und das aus gutem Grund.

Die Agentur wird von einem Giganten der Pharmaindustrie, Wenner, zu Hilfe gerufen. Mehrere Kinder sind nach Einnahme eines, speziell für Kinder entwickelten, Analgetikas des Unternehmens schwer erkrankt- ein Mädchen stirbt sogar. Eine Pharmakritikerin wirft dem Konzern vor, unsaubere klinische Studien in Indien durchgeführt zu haben. Als ihr Informant dann tot aufgefunden wird und eine Mitarbeiterin des Konzerns spurlos verschwindet, spitzt sich die Situation immer weiter zu.

Da es für viele um noch mehr Geld geht wird nicht nur mit fairen Mitteln gekämpft. Dennoch sind sich die beiden Profis der Gefahr bewußt.

Die Hauptakteure wirken sympathisch, dynamisch und ihr Handeln wird nachvollziehbar beschrieben.

Der Schreibstil ist durchweg als locker und einfühlsam zu beschreiben.

Das Buch weist eine hohe Spannung auf, die sich halten kann- für ein Erstlingswerk eine beachtliche Leistung.

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

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Eine Liebe in Apulien

Sabrina Grementieri , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783956497971
Genre: Liebesromane

Rezension:

Violas Großmutter verstirbt plötzlich. Mit ihren Eltern fährt Viola nun nach Apulien zum Gut der Großmutter. Dies ist jedoch sehr baufällig- Viola ist schockiert, hat sie doch hier ihre schönsten Sommer verbracht.

Großmutter Adele hat alles Viola allein hinterlassen, jedoch mit der Auflage, daß Viola dem Gut zu einem neuen Glanz verhilft.

Viola ist unsicher- soll sie bleiben?


Die Autorin Sabrina Grementieri schafft es spielend, mit ihrem flüssigen Schreibstil den Leser in ihren Bann zu ziehen. Die Beschreibung der Landschaft in Apulien ist detailliert gezeichnet, sodaß man sich dort wähnt und die Wärme spüren kann.

Auch die Protagonisten sind sympathisch gezeichnet, nicht nur Viola, auch die helfenden Hände auf dem Gut wirkten überaus liebevoll dargestellt. Eine Sonderstellung hat Nico, ein Junge, der vorerst vor Viola versteckt wird- und sich dann zu einem wichtigen Begleiter entwickelt.

Aris… die verbotene Frucht, da er bereits vergeben ist. Doch die Anziehung zwischen Viola und ihm ihm ist weder zu leugnen noch aufzuhalten.

Romantik ist hier ebenso zu finden wie Spannung, was dieses Buch zu einem wunderbaren Unterhaltungsroman macht. Nicht nur in der Urlaubszeit :)

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152 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 97 Rezensionen

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Alles Begehren

Ruth Jones , Julia Walther
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672023
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wieviel wert ist Liebe? Oder ist es nur Leidenschaft?

In Ruth Jones` Roman "Alles Begehren", trifft der attraktive, 39jährige verheiratete Vater Callum, eigentlich Lehrer, auf die 21jährige Schauspielerin Kate, als sie gemeinsam in der Bar seines Bruders kellnern. Eine schicksalshafte Begegnung. Obwohl Callum seine Frau Belinda, die Kinder und sein Leben liebt, kann er sich gegen Kate´s Anziehungskraft nicht wehren und beginnt eine Affäre mit ihr.

Kate hingegen, jung und leicht verrückt, liebt das Leben und sieht in Callum die Liebe ihres Lebens. Nie würde sie ihn aufgeben. Doch die Affäre fliegt auf, Callum entscheidet sich für seine Familie- Belinda verzeiht Callum nach einer Weile, Kate verschwindet- leidet jedoch wie ein Tier.

17 Jahre später, Kate ist nun ein bekannter Star,  treffen sie und Callum erneut aufeinander.

Kate, inzwischen verheiratet, Mutter einer Tochter, quält sich mit ihren Pflichten, die ihr Ruhm mit sich bringt und vor allem mit etwas aus der gemeinsamen Vergangenheit mit Callum. Sie konnte ihn nie vergessen. So lodert das Feuer erneut zwischen ihnen auf, als sie sich wiedersehen. Wieder beginnen sie eine Affäre, wieder fliegt diese auf und zerstört nun 2 Familien.

Die Geschichte hat einige Längen, das wurde aber durch das sehr spannende Thema aufgefangen.

Ich persönlich konnte mich nicht emotional den Hauptprotagonisten annähern, wenngleich ich zum Teil ihr Handeln für nachvollziehbar halte. Ich allerdings würde so nicht handeln (können).

Ihre Ehrpartner hingegen sind in diesem Roman die wirklich starken Charaktere- anfangs leise beweisen sie doch im größten Kampf, was in ihnen steckt. Belinda und Matt hatten nicht nur mein vollstes Mitgefühl, auch meinen Respekt für ihr überaus faires und dennoch voller Liebe gekennzeichnetes Verhalten.

Mich hat der Roman zum Nachdenken angeregt- über das, was man hat  und was man auf´s Spiel setzt, wenn der Verstand hinter der Lust ansteht… oder war es doch Liebe?

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Wo ist Norden: Roman

Barbara Handke
E-Buch Text: 308 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.03.2018
ISBN 9783746089584
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Roman „Wo ist Norden“ von Barbara Handke erzählt die Geschichte einer Familie, die nach dem Mauerfall die Gunst der Stunde nutzt- sie kauft und renoviert ein marodes Gutshaus im östlichen Nirgendwo, in dem kleinen mecklenburgischen Plenskow, das einer dringenden Sanierung bedarf. Ein Abenteuer, dem sich die gesamte Familie stellt.

Doch die Welt, die sie schaffen, wirkt weit über die Dorfgrenzen hinaus. Gäste erscheinen zahlreich im neueröffneten Café, einige der vorherigen Nachbarn ziehen kurzerhand ein und auch Niketsch, der Erzähler, verstrickt sich tief in dieses Leben, das eigentlich gar nicht das seine ist. Rückblickend beschreibt er das Jahrzehnt, in dem die großen neuen Möglichkeiten doch nicht ganz bedingungslos zu haben waren.

Besonders Mutter Marlene lässt das verschlafene Dorf zu einem Sehnsuchtsort für Gäste und Freunde werden, die daran glauben wollen, alles habe hier seinen Platz in der unübersichtlich gewordenen Welt. Auch den Erzähler, eigentlich Arzt in Berlin, treibt es immer wieder dorthin. In seiner Erinnerung lässt er das Jahrzehnt noch einmal Revue passieren und ordnet damit auch sein eigenes Leben neu.

 

Beide Hauptthemen sprachen mich an- die sanfte Sanierung und das Familienleben in M-V, denn auch ich lebe in dieser tollen Region seit meiner Geburt... und sanieren mußte ich auch schon.

Dennoch ist dieses Buch eine sehr persönliche Sicht auf die Welt, die Probleme und die Menschen zu dieser Zeit, mit denen sich Marlene, Konrad, Niketsch und die Kinder nebst Großeltern, Nachbarn usw. auseinandersetzen müssen.

Der sehr leichte, lockere Schreibstil gefiel mir, so war das Lesen sehr entspannend.  Es gab einen sich langsam steigernden  Spannungsaufbau, der sich  aber eher dezent im Hintergrund hielt. Man konnte sich sehr leicht in die Charaktere hineinversetzen und auch mit einigen von ihnen z.T.  identifizieren.

Die Buchthematik wurde gut umgesetzt. Die Geschichtsaufarbeitung erfolgte hierbei unter einem besonders familiären, persönlichen Aspekt- mir fehlte hier nicht unbedingt der politische Bezug wie bereits von anderen kritisiert.

 

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228 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 142 Rezensionen

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Für immer ist die längste Zeit

Abby Fabiaschi , Barbara Christ
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 21.03.2018
ISBN 9783810524799
Genre: Romane

Rezension:

Abby Fabiaschi erzählt in ihrem Roman „Für immer ist die längste Zeit“ von Brady und seiner Tochter Eve, die nach dem Tod ihrer Mutter Madeline, genannt „Maddy“, voller Trauer, Hilflosigkeit und auch Wut zurückbleiben. Sie wissen nur, dass Maddy vom Dach der Bibliothek gestürzt ist – nur warum?

Aus Sicht von Madeline (Mutter), Brady (Vater) und Eve geschrieben, müssen sich Brady und Eve nun in ihrem neuen Leben ohne Maddy zurechtfinden.

Bis zu ihrem Tod war sie diejenige, die die Familie zusammenhielt und sich um alles kümmerte. Brady und Eve müssen sich jetzt zum ersten Mal miteinander auseinandersetzen, sich kennenlernen und vor allem miteinander reden. Nur langsam findet eine Annäherung der beiden statt.

Die Perspektivwechsel machen diese emotionale Geschichte so besonders. Abwechselnd kommen Eve, Brady und auch Maddy aus einer Art „Zwischenreich“ zu Wort, deren Kraft und Einfluß jedoch im Laufe der Zeit schwindet, bevor sie ganz gehen muß.

Dadurch hat man die Chance, die unterschiedlichen Sichtweisen der einzelnen Protagonisten zu erfahren, kaum etwas ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Doch dieses Buch ist nicht ausschließlich traurig- ganz im Gegenteil. Vor allem Eve und Maddy bestechen durch ihren besonderen Humor, der häufig auch sehr ironisch ist und dadurch alles auflockert.

Daß Maddy absolut gern las und auch zu jeder Situation einen passenden Song intonierte, nahm mich völlig für sie ein. Auch ihre Art, mit der abstrusen Situation umzugehen verlangte mir Respekt ab.

Dennoch spielen auch die ernsthaften Aspekte eine wichtige Rolle- einfühlsam wird beschrieben, wie sich die Hinterbliebenen von Menschen, die einen angeblichen Suizid verübten, wiederholt Vorwürfe machen bzw. die Frage nach dem „WARUM“ stellen.


Das Buch ist voll zauberhafter Beobachtungen und kleinen Weisheiten, die mich noch lange nach dem Lesen beschäftigten, daher empfehle ich es uneingeschränkt.

 

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