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186 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

thriller, ethan cross, gefängnis, ich bin der zorn, psychothriller

Ich bin der Zorn

Ethan Cross , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174218
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Klappentext:  

In einer Strafanstalt in Arizona ereignet sich ein blutiger Amoklauf. Scheinbar wahllos erschießt ein Gefängniswärter mehrere Menschen. Zu seinem Motiv schweigt er. Das ruft Bundesermittler Marcus Williams auf den Plan. Rasch findet er heraus, dass der Wärter von einem psychopathischen Killer erpresst wurde, der sich selbst Judas nennt. Um die Identität des Judaskillers aufzudecken, tut Marcus sich erneut mit seinem Bruder Francis Ackerman jr. zusammen, dem berüchtigtsten Serienkiller der Gegenwart:  Marcus ermittelt außerhalb der Gefängnismauern, Ackerman jr. undercover unter den Häftlingen. Was beide nicht ahnen: Der Judaskiller verfolgt weitaus größere Ziele als nur ein paar Morde …
 
(Quelle: Bastei Lübbe Verlag) 
 
Kurze Zusammenfassung:
In Arizona ist eine der modernsten und innovativsten Strafanstalten, die Foxbury Correctional Treatment Facility,  in Betrieb gegangen. Angeblich soll es das sicherste und gewaltfreieste Gefängnis überhaupt sein. Mit Hilfe modernster Technik und dem Motto " Jedem eine zweite Chance" sollen hier die zum Teil schlimmsten Verbrecher resozialisiert werden.
Doch schon kurz nach der Eröffnung werden die Sicherheitsbedingungen umgangen und ein furchtbarer Amoklauf findet statt. Von einem Aufseher durchgeführt und getötet wurden anscheinend gezielt die meisten Anführer größerer gefängnisinterner Gangs.
Eigentlich sollte der Aufseher dafür sorgen, dass auch er stirbt, doch dieses Vorhaben scheitert.
Durch der Prisanz der Situation und da der Direktor des Gefängnisses früher einmal Mitglied der Shepherd Organization war, wird diese nun auch auf den Plan gerufen.
Marcus Williams und seine Partnerin Maggie machen sich auf den Weg nach Arizona.
Doch nicht nur sie werden von der Shepherd Organization geschickt, sondern auch Marcus Bruder, der berüchtigte Serienkiller Francis Ackerman Junior wird als Gefangener in die Strafanstalt eingeschleust.
Während Francis die Lage im Gefängnis im Auge behält, wird Marcus von dem Judas Killer zu einigen perfiden Spielchen herausgefordert.
Nach und nach konzentrieren sich die Ressourcen mehr und mehr auf den Judas Killer, während die Vorgänge im Gefängnis etwas in den Hintergrund rücken, bis Marcus und Maggie erkennen, dass dies genau der Plan des Judas Killers ist.


Fazit:
Wieder einmal ein hochspannender Thriller rund um Marcus Williams und Francis Ackerman Junior.
Doch dieses mal stehen, für mich,  nicht unbedingt die fürchterlichen Morde im Vordergrund sondern vielmehr die Perönlichkeitsentwicklung von Francis Ackerman jr..
Man kommt ihm näher und taucht mehr in seine Gedanken- und Gefühlswelt ein. 
Gut, in den vorangegangenen Romanen bekam man auch so einiges aus Francis Gedankenwelt mit, doch dort meist nur die kranke und destruktive Seite.
Hier erwischt man mehr und mehr klare und soziozentrische Gedanken von Francis und seine Entwicklung ist derart, dass er mir zwischendrin fast sympathisch wurde.
Der Fall an sich ist natürlich spannend und vertrackt, bis weit in das Buch hinein hatte ich nicht die leiseste Ahnung wer von den vorgestellten Personen Judas sein könnte, aber die Darstellung von Francis Ackerman Junior schaffte es doch immer wieder den Fall in die zweite Reihe zu verweisen und Francis in den Vordergrund zu stellen.
Als Resümee habe ich fast das Gefühl, dass ich hier mehr an Francis gebunden wurde und dieser Thriller vielleicht nur das Vorspiel zu einem nächsten Band sein könnte.
Auch vielleicht, weil mir so manches Detail nicht ganz stimmig erschien und die Rollen der einen oder anderen Person nicht ganz ausgearbeitet waren. Dadurch bekam ich den Eindruck, dass ich doch sehr auf Francis konzentriert wurde.
Insgesamt ist dies ein sehr spannender Thriller in dem man wirklich einzigartige Protagonisten in einem komplexen Zusammenspiel erleben kann.
Wer es spannend mag und auch "etwas blutiger" abkann hat hier bestimmt vergnügliche Lesestunden.

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Tags: ethan cross, ich bin der zorn, thriller   (3)
 

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216 Bibliotheken, 52 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

thriller, genmanipulation, gentechnik, marc elsberg, wissenschaftsthriller

HELIX - Sie werden uns ersetzen

Marc Elsberg
Fester Einband: 648 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 31.10.2016
ISBN 9783764505646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

Kurze Zusammenfassung:
In München bricht während einer Rede der amerikanische Außenminister Jack Dunbraith zusammen. Alle Rettungsversuche bleiben erfolglos und er verstirbt. Da Dunbraith ein ranghoher Politiker war muss an Ort und Stelle, in einem Münchener Krankenhaus,  eine Obduktion durchgeführt werden.
Jessica Roberts, Mitarbeiterin des Ministers, versuchte den Außenminister zu reanimieren und wohnt nun der Obduktion bei.
Schnell ist klar, dass hinter dem Tod des Politikers eine Infektion stecken könnte. Obwohl Jessica eine Ansteckung befürchtet, wird sie, zurück in den USA als Leiterin der Task Force eingesetzt, die die mögliche Ansteckung und die Herkunft des Virus aufklären soll.

In Tansania herrscht eine schreckliche Dürre und der "Armyworm" droht in ganzen Landstrichen die Maisernte zu vernichten. Doch inmitten der verdorrenden Maisfelder wächst und gedeiht auf Najumas Feldern der Mais prächtig. Nicht nur, dass er der Dürre gewachsen ist, auch scheint er resistent gegen den Armyworm zu sein. Ein ebensolches Phänomen tritt in Brasilien auf, dort gibt es vereinzelt Felder mit Sojabohnen, die besser und gesünder wachsen, als die Pflanzen auf anderen Feldern und in Indien werden Ziegen gefunden, die stark und gesund der Ziegenpest trotzen können.
Helge Jacobsen sieht seinen Biotechkonzern Santiras durch das Auftreten dieser neuen Populationen bedroht und versucht nun den Urheber dieser neuen Pflanzen und Tiere zu finden.

Als Jill, gut bewachte Millionärstochter und hochbegabte Studentin, vom Tode des US-Außenministers erfährt, scheint sie das sehr zu erschrecken. Im allgemeinen interessiert sich die 10 jährige nicht für Politik, doch dieses Ereignis scheint sie sichtlich zu bewegen.
Wenige Stunden später ist Jill spurlos verschwunden und nicht nur ihr Leibwächter und ihre Eltern setzen alles daran sie wieder zu finden ... auch jemand anderes versucht die Hintergründe für ihr Verschwinden aufzudecken.

Helen und Greg sind ihrem allergrößten Traum ein Stückchen näher gekommen. Der Traum von einem eigenen Kind. Kurz bevor Helen Eizellen für eine künstliche Befruchtung eingesetzt werden sollen, unterbreitet ihnen der Arzt die Möglichkeit ein perfektes Kind zu bekommen. Das Paar wird in eine hochmoderne Forschungsanlage eingeladen um sich über die neuen, "modernen" Kinder zu informieren. Voraussetzung ist absolute Verschwiegenheit und keinen Kontakt zur Außenwelt.
In der Anlage angekommen sind sie nicht die einzigen Paare, die anscheinend für dieses neue Programm in Frage kommen, doch gleichzeitig scheint es einige Probleme in der Forschungsanlage zu geben.
Und den Mitarbeitern der Kinderwunschklinik ist die verschwundene Jill keine Unbekannte.

Fazit:
Spannend, spannend, spannend.
Hui, wirklich ein Buch das ich kaum aus der Hand legen konnte, zum Glück waren während der Lektüre noch Ferien, sonst wäre ich doch etwas müde zur Schule gekommen ;)
Da das Buch über lange Zeiträume zwischen den vier Handlungssträngen hin und herspringt, kommt ein unheimliches Tempo auf.
Jedesmal wenn ich mich in einem Handlungsstrang festgelesen hatte und unbedingt wissen wollte wie es weiter geht, sprang die Handlung zu einem anderen Strang.
Das stoppte aber auf keinen Fall den Lesefluss, denn jede einzelen Handlung war fesselnd und spannend.
Mich hat, wie in jedem Buch von Elsberg, das Fachwissen sehr beeindruckt und auch hier konnte ich wieder auf leichte Art und Weise viel lernen.
Bei der anschließenden Recherche fand ich das Fachwissen in einschlägigen Artikeln bestätigt und ich habe mal wieder gestaunt, wie gut Marc Elsberg trockene Fakten in einen spannenden Roman verwandeln kann.
Auch hier ist es wieder so, dass jeder, der einfach nur einen guten Wissenschaftsthriller lesen möchte, mit diesem Buch sehr gut bedient ist und andere, die vielleicht eine gute Recherche möchten und reichlich Denkanstöße haben wollen, diese hier auch gut finden können.
Was mir persönlich auch sehr gut gefällt, ist, dass Elsberg, das Urteil dem Leser überlässt und kein vorgefertigtes Urteil liefert.
Beruflich betrifft es mich auch, dass ich mich mit, im Buch beschriebenen Methoden, wie CRISPR / gene drive auseinandersetzen muss.
Auf der einen Seite bedeuten diese Verfahren ein Segen für Menschen, die dadurch von schrecklichen Leiden geheilt werden können, doch welche Tür öffnen wir damit?
Marc Elsberg zeigt in einer spannenden Handlung diese Türen auf und ich habe den Anstoß bekommen mich damit auseinander zu setzen.
Aber nun genug der schweren Gedanken - mich hat das Buch super unterhalten und nach dem Lesen der letzten Seite fing ich an, dem vierten Buch von Elsberg entgegen zu fiebern.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

anschlag, deutschland, attentat, berlin, terror

Die Sopranistin

Jörg Thadeusz
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.03.2011
ISBN 9783462042627
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Bei der Aftershow-Party anlässlich der Verleihung des Bruno-Fernsehpreises detoniert eine Bombe. Drei Menschen sterben, über 250 werden verletzt. Die Presse liefert schreckliche Bilder, und nicht nur die anwesenden Promis, sondern die ganze Nation ist entsetzt: Ist das der Terroranschlag der Islamisten, vor dem in Deutschland so lange gewarnt wurde?
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Hanna ist mit diversen Aufgaben anlässlich der "Bruno"-Verleihung beauftragt.
Gerade als sie neben einem Prominenten steht und beginnt den Abend doch noch zu genießen, detoniert eine Bombe.
Den prominenten Mann, der ihr gerade etwas zu trinken holen wollte, gibt es nun nicht mehr und Hannas nächste Erinnerung ist ihr Erwachen im Krankenhaus.
Gerade erwacht wird sie auch schon verhört.
Fabian, der Mann in den sie verliebt ist, wird verdächtigt etwas mit dem Anschlag zu tun zu haben.

Georg, deutscher Friseur in Washington fliegt zurück nach Deutschland.
Sein Onkel, der ihn großzügig unterstützte ist gestorben und Georg ist sich nicht sicher ob er zurück in die Staaten geht.
Seine Schuldenlast dort ist zu groß und nun gibt es ja auch keinen Onkel mehr...
Im Flugzeug lernt er die Sopranistin Sofia kennen.
Um ihr zu gefallen, nimmt er ein Päckchen von ihr mit.
Was in diesem Päckchen ist, weiß er nicht, es ist angeblich für Sofias Oma bestimmt ....

Anna, aus reichem Haus, wohnt mit Hanna zusammen.
Sie verbirgt ihre Herkunft und alle halten sie für eine normale Studentin.
Anna hat auch einen Faible für Fabian, doch auch das verbirgt sie.

Carlo wollte eigentlich ein Date mit einer Blondine aus dem Baumarkt dingfest machen, als er zu einem dringenden Einsatz gerufen wird, der ihn für Tage in eine andere Welt stürzen wird.
Als kleiner Polizist hat er auf einmal mit Terroristen zu tun und gerät auch noch in einen Undercovereinsatz.

Sofia bereitet sich auf einen Auftritt anlässlich der Eröffnung der Berliner Airports vor, sie wurde als Sopranistin gebucht, doch kommt sie nicht unbedingt zum singen nach Berlin ....

Fazit:
Diese vielen einzelnen Charaktere und Handlungsstränge verdichten sich nach und nach zu einem temporeichen Krimi.
Alle diese Menschen begegnen sich irgendwann und beeinflussen den Fortlauf des Geschehens, ohne sich dessen unbedingt bewußt zu sein.
Es "hampelt" irgendwie jeder für sich herum und das er in das "große Ganze" eingebunden ist, wird ihm und dem Leser erst häppchenweise klar.
Ebenso liest sich das Buch.
Jedes Kapitel steht irgendwie für sich und für eine bestimmte Person, gehört aber auf jeden Fall ins Buch und erzählt die Geschichte weiter.
Und diese Geschichte wird eben durch diese vielen Einzelbilder erzählt.
Zwischendrin sind Fernseh- und Radiointerviews eingeflochten oder Zeitungsartikel erwähnt.
Eigentlich ist das Buch wie ein Film aufgebaut und nicht unbedingt wie ein Roman.
Die Szenen wechseln schnell und was in der letzten Szene passierte wird oft erst klar, wenn man die nächste Szene liest.
Es ist sehr interessant dieses Buch zu lesen, auch weil sich die Schreibweise sehr von anderen Krimis unterscheidet, aber es ist auch sehr ungewohnt eine Geschichte so zu lesen.
Der Roman ist spannend und temporeich aber insgesamt geht es nicht sehr tief unter die Oberfläche.
Was Sofia, die Sopranistin und damit auch die Namensgeberin des Romans mit ihrem Tun bezweckte und was sie antrieb, ist mir irgendwie nicht ganz so klar geworden.
Sie hangelte sich so durch die Geschichte, tauchte mal auf, lies etwas mit sich passieren und verschwand wieder.
Eigentlich hätte sie in einer Verfilmung eher eine Nebenrolle...
Aber gut, das Buch bietet viele andere Überraschungen.
Georg, der erst als verantwortungsloser Geldverschwender erscheint entpuppt sich als ein ganz anderer und auch Carlos macht eine enorme Entwicklung in dem Buch durch.
All das macht Spaß zu lesen, es ist auch reichlich Sprachwitz vorhanden und das Buch bietet einige Kurzweil.
Mir hat es insgesamt gefallen, auch wenn ich mir erst etwas ganz anderes vorstellte, als ich das Buch, in dem es ja um Anschläge und Terroristen geht, in den Händen hielt.

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Tags: die sopranistin   (1)
 

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

ökothriller, klima, klimakatastrophe, katastrophe, regen

Prophezeiung

Sven Böttcher
Fester Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 21.02.2011
ISBN 9783462042788
Genre: Krimi und Thriller

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100 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 21 Rezensionen

tiefsee, krake, meer, tauchen, zukunft

Ruf der Tiefe

Katja Brandis , Hans-Peter Ziemek
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 19.08.2011
ISBN 9783407810823
Genre: Jugendbuch

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294 Bibliotheken, 1 Leser, 12 Gruppen, 75 Rezensionen

wechselbalg, fantasy, jugendbuch, eisen, friedhof

Schweigt still die Nacht

Brenna Yovanoff , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei script5, 01.01.2011
ISBN 9783839001271
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:
Mackie Doyles Geheimnis und das seiner Stadt sind untrennbar miteinander verbunden.
Um sein Leben zu schützen, tut er gut daran, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Doch als ein Kind verschwindet, muss Mackie sich entscheiden: Bricht er das Schweigen oder lässt er das Entsetzliche geschehen?
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Mackie Dyle ist anders als die anderen.
Jeder spürt es, aber wie sehr er sich von seinen Mitmenschen unterscheidet, ahnen sie nicht.
Noch nicht mal Mackie kennt das gesamte Ausmaß seiner Existenz.
Dann stirbt in Gentry wieder ein kleines Kind.
Wie schon so oft und diesmal kehrt danach nicht wieder Ruhe und Schweigen ein.
Tate, die Schwester des verstorbenen Kindes ahnt, das nur Mackie ihr helfen kann.
Helfen das Rätsel um dessen Tod zu lösen und vielleicht andere Kinder vor dem gleichen Schicksal zu bewahren.
Mackie hat sein ganzes Leben nichts anderes versucht als sich und sein Geheimnis am Rande des Geschehens zu halten, doch nun soll er aktiv werden und sich mit seiner Geschichte auseinandersetzen.
Doch sein Drang davor weg zu laufen ist groß......

Fazit:
Irgendwie abgedreht ...
Aber toll!
Die Autorin zeichnet skurrile Bilder wie aus einem Alptraum.
Als würden sich Traumszenen und Wachzustände immer wieder abwechseln, schwebt die Geschichte zwischen Phasen normalen amerikanischen Highschoolalltag und einem Rausch seltsamer Bilder.
Dies paßt aber alles so schlüssig und stimmig zusammen, das zwischen dem Gentry tagsüber und den Abgründen unterhalb Gentrys kaum Brüche auftreten.
Ich fand das Buch eigentlich nicht so gruselig, vielleicht wirkt es auf ganz junge Leser so, aber die sollten sowieso lieber die Finger von dem Buch lassen.
Ich war eher von den Bilder fasziniert, die die Autorin entworfen hat.
Manchmal hatte ich dies Bilder so plastisch vor Augen, das sie eigentlich nur aus einem Horrorfilm stammen konnten, aber durch die Selbstverständlichkeit, mit der beide Welten Gentrys verbunden wurden, verloren die Bilder für mich an Schrecken und es stellte sich ein Eindruck skurriler Normalität ein.
Wer gerne schaurige Geschichten mag, ist hier sehr gut bedient.

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Tags: brenna yovanoff, jugendbuch, rezension, schweigt still die nacht   (4)
 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 1 Rezension

kriminalroman, münchen, deutschland, clara niklas, krimi

Seelengift

Veronika Rusch
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.12.2010
ISBN 9783442473137
Genre: Krimi und Thriller

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(197)

322 Bibliotheken, 2 Leser, 9 Gruppen, 85 Rezensionen

münchen, krimi, mord, dühnfort, kunst

So unselig schön

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.01.2011
ISBN 9783548282084
Genre: Krimi und Thriller

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(361)

789 Bibliotheken, 22 Leser, 11 Gruppen, 100 Rezensionen

liebe, hamburg, colin, nachtmahr, fantasy

Scherbenmond

Bettina Belitz
Fester Einband: 686 Seiten
Erschienen bei script5, 01.01.2011
ISBN 9783839001226
Genre: Fantasy

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(124)

233 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 41 Rezensionen

paris, liebe, louvre, intrigen, frankreich

Blutrote Lilien

Kathleen Weise , Hauptmann Hauptmann & Kompanie
Fester Einband: 326 Seiten
Erschienen bei Planet Girl, 18.01.2011
ISBN 9783522502184
Genre: Jugendbuch

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(73)

133 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 39 Rezensionen

selbstmord, entführung, thriller, jugendbuch, gail giles

Der erste Tod der Cass McBride

Gail Giles , David Hauptmann , Eva Plorin , David Hauptmann
Fester Einband: 231 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 01.01.2011
ISBN 9783522201261
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Der Psychothriller des Jahres!

Enge, gnadenlose Enge um sie herum. Holzwände. Sie kann die Beine nicht ausstrecken. Wo ist sie? Erde rieselt durch ein kleines Luftloch. Dann fordert sie jemand auf, das Walkie-Talkie zu benutzen, das neben ihr liegt. Und erzählt von seinem Bruder, den sie abblitzen ließ, und der jetzt tot ist ...
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Cass ist die Homecomming-Queen an ihrer Schule, eine die jede Wahl gewinnt und ihren Lebenslauf perfektioniert um irgendwann an einem Elite-College studieren zu können.
Sie ist perfekt, das richtige Aussehen, die richtigen Kurse, die richtigen Freunde und immer den perfekten Partner.
Eines Tages bittet David Kirby Cass um ein Date.
Für Cass ist das undenkbar, aber da sie sich jede Wählerstimme erhalten möchte, lehnt sie ab, beläßt David aber in der Hoffnung auf ein zukünftiges Date.
Aber wenn David es nicht mitbekommt, kann sie ja ihre wirkliche Meinung äußern .... so schreibt sie ihrer Freundin eine Nachricht und deponiert diese in einem toten Briefkasten.
David, der sehr auf Cass konzentriert ist, beobachtet sie dabei und nimmt den Zettel an sich.
Am nächsten Morgen ist David tot.
Er hat sich im Garten erhängt.
Er konnte mit den Demütigungen nicht mehr leben.
Für Kyle, Davids Bruder, ist schnell klar, das nur Cass die Schuldige an dem Selbstmord seinens Bruders sein kann und er will Cass bestrafen.
Kyle dringt in Cass Zimmer ein, entführt sie und begräbt sie lebendig.
An ihrer Hand ist ein Walkie Talkie befestigt, über das sie mit Kyle sprechen kann.
Cass einzige Waffe ist nun ihr Verstand und ihre berechnende Logik ....

Fazit:
"Der erste Tod der Cass McBride" ist ein spannender Psychothriller, der nicht nur für Jugendliche aufregende Lesemomente bereit hält.
Die beiden Hauptpersonen, Cass und Kyle" werden in aller Deutlichkeit beschrieben und nichts von dem, was sie antreibt, bleibt verborgen.
So kann man sehr tief in die Persönlichkeiten eintauchen und nach und nach merkt man, das man vergeblich nach dem wirklich Schuldigen sucht.
Hier trägt jeder seine Schuld und hat schon vor langer Zeit seine Unschuld verloren.
Man versteht, wieso Kyle und Cass so geworden sind, wie sie sind und vergißt aber dabei keinen Moment,das sich beide aus freien Stücken für ihre Handlungen entschieden haben.
Sie hätten auch jederzeit anders handeln können .....
Warum sie dies nicht getan haben, wird beim Lesen des Buches immer wieder deutlich.
Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen und war immer wieder überrascht, wie stimmig die Persönlichkeiten ausgearbeitet waren und wie die Spannungsschraube sich stetig nach oben drehte, ohne das wirklich viel passierte.
Ein Buch das nicht mehr losläßt.
Diesen Roman ist wirklich erst ab ca. 15 Jahren geeignet, ich denke, jüngere Kinder sind mit den tieferen Zusammenhängen noch überfordert.

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Tags: gail giles, jugendbuch, psychothriller   (3)
 

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(2.558)

3.897 Bibliotheken, 40 Leser, 25 Gruppen, 423 Rezensionen

liebe, dystopie, ky, cassia, zukunft

Die Auswahl - Cassia & Ky

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 27.01.2011
ISBN 9783841421197
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Das System sagt, wen du lieben sollst – aber was sagt dein Herz?

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert.
Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich bestimmt wird.
Was würdest du tun? Für die wahre Liebe dein Leben riskieren?

Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird.
Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden.
Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch.
Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll?
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Als Cassia erfährt, das sie mit 21 Jahren ihren besten Freund Xander heiraten soll, schwankt sie zwischen Erleichterung und Bestürzung.
Das hat es in ihrer Stadt noch nie gegeben, das ein Mädchen beim Paarungsbankett mit einem Jungen aus der Nachbarschaft gepaart wurde.
Der Staat ist so groß, mit so vielen Städten und bei diesen vielen Menschen soll ausgerechnet ihr Jugendfreund ihr perfekter Partner sein?
Cassia bekommt bei ihrem Paarungsbankett auch einen Mikrochip mit allen wichtigen Daten ihres perfekten Partners überreicht.
Zu Hause jedoch sieht sie nicht nur Xanders Gesicht auf dem Chip, es erscheint auch noch das Gesicht eines anderen Jungen.
Und wieder erscheint es so, als sei ein Zufall fast unmöglich.
Denn auch diesen Jungen kennt Cassia von Kindesbeinen an.
Sollte sie zwei perfekte Partner haben, oder hat das System, die Gesellschaft, sich geirrt.
Ein Irrtum ist eigentlich ausgeschlossen, denn die Gesellschaft macht keine Fehler.
So fügt Cassia sich und akzeptiert Xander als den einzigen perfekten Partner, bleibt ihr doch auch nichts anderes übrig, die Gesellschaft würde kein anderes Handeln akzeptieren.
Aber Ky, der andere Junge auf dem Mikrochip, geht Cassia nicht mehr aus dem Kopf.
Cassia hat nie gelernt zu wählen, denn die Gesellschaft bestimmt was sie Arbeiten wird, was und wieviel sie ißt, wer ihre Wohnung betreten darf und eben auch wen sie lieben wird.
Nun erkennt Cassia, das es mehr als nur eine Möglichkeit gibt, das sie eine Wahl haben könnte.
Cassia will nun mehr über Ky erfahren
Sie sucht seine Nähe und vertieft die Freundschaft und nach und nach merkt Cassia, das sie sich verliebt.....
Damit bringt sie sich, Ky und ihre Familie in Gefahr, denn die Gesellschaft verzeiht keine Fehler.

Fazit:
Ein wirklich schönes Buch!
Die Schreibweise ist sehr flüssig, der Schreibstil sehr plastisch und die Figuren sind sympathisch und nachvollziehbar gezeichnet.
Mit dieser Grundausstattung steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Wege, denn auch die Geschichte und deren Umsetzung ist einfach nur gelungen.
Ally Condie hat eine SiFi-Geschichte entwickelt, die in sich stimmt und nicht zu abgehoben ist, um sie noch nachvollziehen zu können.
Die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Xander und Ky ist zart, behutsam und doch sehr realistisch.
Man kann jeden kleinen Entwicklungsschritt miterleben und auch verstehen.
Einige Erkenntnisse hat der Leser bevor Cassia sie bekommt, aber Cassias Weg zur Wahrheit wird dadurch nicht langweilig, im Gegenteil, dadurch wird das mitfiebern mit Cassia noch intensiver.
Ich kann das Buch uneingeschränkt für alle ab 15 Jahren empfehlen.
Nun beginnt bei mir das warten auf den zweiten Band ....

Für alle, die das Buch noch nicht in den Händen halten, aber mehr wissen möchten gibt es hier eine wirklich schöne und interaktive Seite zu diesem tollen Buch

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Tags: gesellschaft, jugendbuch, liebesgeschichte, sifi   (4)
 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

spannung, gefahr, hacker, cyber, virus

Angriff aus dem Netz

Brian Falkner , Karlheinz Dürr
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei dtv, 18.11.2010
ISBN 9783423248419
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Der nächste Krieg beginnt im Cyberspace
Nur einen Wimpernschlag von unserer Gegenwart entfernt kämpft der 16-jährige Computerhacker Sam Wilson gegen die Auslöschung der Menschheit durch ein Neuro-Netzwerk.
Aber das diabolische System ist stark, zieht es seine Kraft aus menschlichen Gehirnen, zu denen es sich über eine neue Computertechnologie Zugang verschafft.
Diese Technik erlaubt Nutzern, über ein Headset ihren Computer zu bedienen, ganz ohne Maus und Tastatur.
Sam ahnt: Nur von innen heraus kann das Netzwerk vernichtet werden.
Doch das Unternehmen ist riskant und könnte Sams Tod bedeuten.
(Quelle: dtv Verlag)

Zusammenfassung:
Sam ist ein Hacker.
Trotz seiner Jugend hat er schon alle Tricks drauf, es gelingt ihm sogar sich in das Netzwerk einer Telefongesellschaft zu hacken und sich so eine hochwertige Computerausrüstung zu beschaffen.
Das Beste vom Besten bestellt er sich und wird nicht erwischt.
Sein Hack erregt großes Aufsehen in der Hackerszene und bei einem geheimen Treffen bekommt er die Chance in die inneren Kreise aufgenommen zu werden.
Dazu muß er sich ins Weiße Haus hacken.
Das ist noch niemanden gelungen, doch Sam schafft es.
Dafür wandert er allerdings in ein Gefängnis.
Doch dieses vermeintliche Gefängnis ist keine Strafanstalt, sondern eine Art Probezeit, die Sam nichts wissend, bestehen muß.
Ihm gelingt es auszubrechen und damit qualifiziert er sich als Mitarbeiter einer Geheimorganisation des Staates.
Alles scheint hervorragend zu laufen.
Sams Leben könnte keinen besseren Weg nehmen.
Doch dann beginnt die Cyberwelt eine Eigendynamik zu entwickeln und versucht die Weltherrschaft zu übernehmen.
Kann Sam die Menschheit retten?

Fazit:
Die Geschichte ist spannend, rasant und glaubhaft.
Zu Beginn dachte ich erst, das das Thema etwas zu dick aufgetragen sei und zweifelte an der glaubhaften Umsetzung.
Beim Lesen wurde ich allerdings eines Besseren belehrt.
Brian Falkner ist es gelungen, die Idee einer Machtergreifung durch künstliche Intelligenz so plastisch und glaubwürdig zu beschreiben, das es einem manchmal kalt den Rücken runter läuft.
Trotzdem ist es nicht so geschrieben, das die Jugendlichen Angst bekommen.
Die Mischung aus Action und Technik ist so gut gelungen, das man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Mein Sohn ist zwar erst 12 Jahre alt, konnte aber der Geschichte sehr gut folgen und war vom Thema nicht überfordert.
Er interessiert sich sehr für Computer und war von daher sowieso begeistert.
Allerdings beschäftigt sich der Thriller nicht unreflektiert mit der Cyberwelt, sondern regt auch zum Hinterfragen und Nachdenken an.
Wie weit bin ich schon im Netz gefangen, gibt es noch ein reales Leben außerhalb des Internets für mich.
Das Buch zeigt auch auf, das man nicht alles was man sieht glauben sollte, sondern das ein mutiges Infrage stellen und ein gesundes Bauchgefühl eine gute Ausrüstung sind.
Ich finde es ist ein wirklich gelungener Thriller.

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Tags: cyberkrimi, jugendbuch   (2)
 

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407 Bibliotheken, 3 Leser, 10 Gruppen, 71 Rezensionen

feen, märchen, ash, liebe, aschenputtel

Ash

Malinda Lo , Karin Dufner
Fester Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 28.10.2010
ISBN 9783426283448
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln.
Wann immer Ash entkommen kann, schleicht sie sich in die Wälder – denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können.
Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint.
Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt …
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Mit dem Tod ihrer Mutter verändert sich Aislings Leben von Grund auf.
Aisling, genannt Ash, wurde von der Mutter im Glauben an die alten Riten, Feen und Heilkräutermedizin erzogen.
Ashs Vater lehnt diese Lebensweise aber ab und als Ashs Vater, viel zu früh, nach dem Tod der Mutter, eine neue Frau und zwei Stiefschwestern, nach Hause holt ist nichts mehr so wie es einmal war.
Noch nicht mal ein eigenes Zimmer hat Ash mehr, denn ihres muß sie nun mit der Stiefschwester teilen.
Doch obwohl Ash glaubt, das Schicksal hätte nun alle Karten ausgreizt, ist die Zeit der Wandlung noch nicht vorbei.
Denn auch Ashs Vater stirbt.
Vielleicht hätten Ruhe und Mutters Heilkräuter helfen können, doch die neue Frau glaubt an die Medizin der Ärzte in der Stadt und mutet dem todkranken Vater auch noch eine weite Reise zu.
Dadurch gibt es für den Vater keine Rettung mehr und so läßt auch er Ash alleine.
Ash lebt nun, gänzlich ohne eigene Familie, in der Stadt bei der Stiefmutter.
Die Stiefmutter und ihre Stiefschwestern behandeln Ash wie eine Dienstmagdt, nicht besser als eine Skalvin.
Ash flüchtet sich immer öfter in den nahe gelegenen Wald, denn dort fühlt sie sich mit ihrer Mutter und den Geschichten der Mutter verbundener.
Eines Tages trifft sie dort Sidhean, einen Fee.
Sidhean löst in Ash eine Sehnsucht aus, die sie so noch nicht gekannt hat und fortan versucht sie Sidhean immer wieder zu begegnen.
Obwohl die Welt der Menschen und der Feen nicht zu verbinden ist, bekommt Sidhean einen festen Platz in Ashs Leben.
Mit einem unsichtbaren Band an Ash gebunden, erfüllt Sidhean Ashs Wünschen und eine ungleiche Beziehung wächst über die Jahre.
Eigentlich hat Ash sich nun mit diesem Leben, halb als Sklavin der Stieffamilie, halb als Sidheans Gefährtin arrangiert, da lernt sie Kaisha kennen.
Die Jägerin des Königs ....

Fazit:
Hier ist Malinda Lo eine neue und zauberhafte Interpretation von Aschenputtel gelungen.
Es gibt viele Parallelen zu dem altbekannten Märchen, doch werden hier auch gänzlich neue und ungewöhnliche Wege beschritten.
Der Leser wird bei der Lektüre aus den gewohnten Trampelpfaden gehoben und muß sich auf neues, inspirierendes einlassen.
Dies alles passiert auf eine zarte und wirklich märchenhafte Weise, mit deutlichen und überzeugenden Bildern.
Beim Lesen litt ich mit Ash mit, gewöhnte mich an das Leben mit dem Fee Sidhean und wagte mit ihr zusammen den Schritt in ein neues Leben.
Ein Buch zum träumen und lieben .....

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Tags: fantasy, modernes märchen   (2)
 

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141 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

england, lancaster, rosenkriege, york, historischer roman

Die Königin der Weißen Rose

Philippa Gregory , , ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 03.01.2011
ISBN 9783499254840
Genre: Historische Romane

Rezension:

Klappentext:
England, 1464: Die Adelshäuser York und Lancaster kämpfen erbittert um den Thron. Als König Edward, der Erbe der Weißen Rose, der schönen jungen Witwe Elizabeth Woodville begegnet, ist es um beide geschehen. Doch Elizabeth weigert sich, Edwards Mätresse zu werden. Da heiratet der König sie entgegen allen Standesschranken – ein ungeheurer Skandal!
Und keine Frau im Königreich hatte je so viele Feinde. Neid, Missgunst und Intrigen bringen Elizabeth und ihre Familie in größte Gefahr. Ihre Widersacher nennen sie eine Hure. Sie nennen sie eine Hexe. Doch Elizabeth weiß: Sie ist die Königin.
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Edward der IV. ist gerade zum König geworden, da lernt er die ältere und verwitwtet Elizabeth Woodville kennen und lieben.
Eigentlich ist sie nicht als Braut geeignet, doch mit List und weiblichen Reizen, bringt sie Edward dazu sie zu heiraten.
Elizabeth Woodvilles verstorbener Ehemann war ein Lancastrianer, ebenso wie Elizabeth selbst und ihre Familie.
Edward allerdings entstammt dem Hause York.
Elizabeth hat keine Probleme schnell die Fronten zu wechseln um Königin zu werden und als sie am Ziel ist, nutzt sie ihre Stellung um Familie und Freunde in mächtige Posten zu bekommen und mit Ländereien und Adelstiteln zu versorgen.
Allerdings entmachtet sie damit Vertraute ihres Mannes, die nun auf Rache sinnen.
So wird der Kampf zwischen den Häusern Lancaster und York neu entfacht.
Elizabeth ist nun voll damit beschäftigt ihre Macht zu erhalten, ihr Leben und das Leben ihres Mannes zu schützen und sich gegen Intrigen und Anfeindungen zu wehren.
Doch je unerbittlicher sie ihre Macht ausbaut, desto unerbittlicher werden ihre Gegner.

Fazit:
Hier wird Geschichte lebendig.
Die Rosenkriege sind mir alle noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt und vage finde ich noch irgendwelche Stammbäume, doch mal so richtig mit den Häusern Lancaster und York habe ich mich bisher nie beschäftigt.
Durch aktuelle Fernsehfilme traten bisweilen mal die Tudors in mein Wohnzimmer, aber ob und wie das mit dem Hause York zusammenhängt war mir nicht bekannt.
Das hat sich nun geändert.
Nicht nur durch den tollen Stammbaum vorne im Buch, sondern auch durch die sehr gut recherchierte und lebendige Geschichte die Philippa Gregory hier nieder geschrieben hat.
Nun weiß ich, das die Tudors aus den Häusern Lancaster und York entstammen und die Linie geradewegs von Edward den IV. und Elizabeth Woodville abgeht.
Ohne Elizabeths Intrigen hätte ihre Tochter nicht einen Tudor geheiratet ....
Wer sich nun nicht für reale Geschichte interessiert bekommt auch sehr viel mit diesem Buch.
Es ist ein sehr lebendiger, historischer Roman, der mich so mitriss, das ich bisweilen bei Elizabeths Intrigen mit den Zähnen knirschte und wünschte sie wäre eine landlose Witwe geblieben.
Das war der beste historische Roman, den ich seit langem gelesen habe.

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Tags: englisches königshaus, historischer roman   (2)
 

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167 Bibliotheken, 1 Leser, 7 Gruppen, 19 Rezensionen

mord, freundschaft, liebe, flucht, thriller

Blood on my Hands

Todd Strasser , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.01.2011
ISBN 9783551359070
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

alter, liebe im alter, studentenbewegung, hanna roßmanith, liebe

GreenSinn

Hanna Roßmanith
Flexibler Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Michason & May, 10.02.2011
ISBN 9783862860036
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
Irgendetwas hatten sie getrunken. Aus einer wunderschönen, sechseckigen, länglichen Glasflasche. Mit glasklarem Inhalt: Eine Art Schnaps, wie sie meinten. Und innerhalb weniger Minuten färbte sich ihre Haut, färbten sich ihre Haare, ihre Fingernägel, färbten sie sich: Grün.
Was passiert, wenn alles aufeinander prallt? Unterschiedliche Vergangenheiten und Erfahrungen: Jeder hat sich schon mal bei der Partnerwahl die Finger verbrannt und mit jeder Narbe wurde man vorsichtiger. Lula und Net kommen noch nicht mal aus einem Land und sie sind nicht mehr jung, doch sie wagen das Experiment. Über vierzig Jahre nach 68, irgendwie muss das Ding mit der Liebe schließlich gehen

Fazit:
Kordula und Nestor versuchen es noch mal. Sie tun sich zusammen und werden ein Liebespaar.
Die Welt erscheint ihnen neu gefärbt.
Diesen neuen Blickwinkel und der Rausch der Gefühle, wird sehr schön, durch die im Buch, dominierende Farbe Grün symbolisiert.
Grün steht bei uns ja auch für die Hoffnung, für den Neubeginn, für den Frühling.
In der Welt von Lula ( Kordula) und Net ( Nestor ) ist nun alles grün und sie gleiten durch Raum und Zeit in einem Rausch tiefer Gefühle.
Doch nach und nach wird das Grün mit anderen Farben durchsetzt, Braun kommt hinzu und die Beziehung beginnt sich zu verändern....
Hanna Roßmanith hat mit ihrem Debüt ein wunderschönes Buch geschaffen, das den Leser in einen Bilder- und Farbenrausch zieht.
Es sind üppige Bilder, die in dem Buch leben und angefüllt mit Metaphern, die mich ein wenig an die Klangbilder der "Einstürzenden Neubauten" erinnern.
Aber das soll dem Leser nun keine Angst machen, das dass Buch chaotisch oder destruktiv wäre, nein, im Gegenteil.
Die Bilder, die Hanna Roßmanith aufsteigen läßt, sind oft nackt und ungeschminkt und beim Lesen kommt man so nicht um die Wahrheit herum.
Die Frage, ob man nochmal neu anfangen kann, oder ob dies nicht vielleicht eine Illusion ist wird einerseits sehr behutsam bearbeitet und anderseits doch mit fast schockierender Klarheit in Szene gesetzt.
Alles in allem ist es ein sehr poetisches Büchlein, das mich zum schmunzeln und nachdenken angeregt hat.

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Tags: greensinn, hanna roßmanith   (2)
 

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faq, fragen, humor, jugendbuch, daniel bielenstein

FAQ - Keine Show ist härter als das Leben

Daniel Bielenstein
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.07.2010
ISBN 9783401064864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Wie lange dauert guter Sex?
Und warum hat Gott keine Facebook-Seite?
Florian ist 17 und ein ganz normaler Teenager.
Er geht zur Schule, hat eine Freundin, hängt mit seinen Kumpels ab – und er hat eine Menge Fragen.
Ist jung sterben cool?
Und woran kann er erkennen, ob er von Außerirdischen abstammt?
Eines ist klar: Die wirklich entscheidenden Fragen kann nur das Leben selbst beantworten!
(Quelle Verlag)

Zusammenfassung:
Florian ist ein ganz normaler Jugendlicher mit ganz normalen Freunden.
Holly, Sander und Malte, Jugendliche mit Ecken und Kanten und manchmal etwas seltsamen Denksystemen und Hannah, Florians Freundin.
Dann gibt es noch Florians Eltern, Ma und Dad und die Schwester Lena.
Alles Normal, alles Durchschnitt, Familien wie man sie in vielen Wohnzimmern antrifft und Freunde, die auch die Freunde meiner Kinder sein könnten.
Florian geht zur Schule, auf Partys, erhält Anrufe von vollkommen Fremden, und macht sich so seine Gedanken zum Leben und allem drumherum.

Fazit:
Genial!
Göttlich!
Florians Fragen und die Antworten, die er sich selber gibt, oder spontan vom Leben beantwortet werden, sind in kleine Kapitel zusammengefasst, die erzählerisch das Leben eines normalen Jungen darstellen.
Jede Frage hat ihr eigenes Kapitel bekommen und diese sind 1-3 Seiten lang, so, das man sich das Buch immer wieder zwischendurch schnappen kann, um mal wieder eine Frage "beantwortet" zu bekommen.
Die Kapitel/ Fragen selber sind stimmig und schlüssig aus dem Leben gegriffen und die Umsetzung authentisch.
So versucht Lena, Florians Schwester immer mal wieder SMS, während der Mahlzeiten, unter dem Tisch zu schreiben und denkt, es würde keiner merken.
Wie oft sitzen meine Kinder am Tisch und versuchen unter dem Tisch schnell eine SMS zu schreiben und denken, keiner merkt es.....
Das Ganze ist auf solch humorvolle Art beschrieben und die Wortwahl so direkt und ungeschminkt, das man nicht nur von Kapitel zu Kapitel blättert sondern meist zwischen Lachanfall und Dauerkichern schwankt.
Dabei ist das Buch keinesfalls platt oder blöde, überhaupt nicht gleich zu setzen mit flacher Comedy, sondern vielmehr ein erfrischender Einblick in das Leben junger Menschen.
Meine Tochter, selbst junge Erwachsene, fand die Idee, das Leben eines jungen Menschen, durch einen Autor im Alter der Eltern dargestellt, ziemlich blöd.
Doch nach zwei Kapiteln warf sie ihre Bedenken über Bord und war hellauf begeistert.
Als ich irgendwann den Einwurf brachte, das manches doch etwas übertrieben sei, wie z.B. folgende SMS : "Hl. S. es kl. einf. n. mit u. schde. M. d. trotzd. Hof.b. d. n. böse. LG Nadja."
Diese SMS taucht im Kapitel mit der Frage auf, ob man denn per SMS Schluß machen dürfe.
Auf meinen Einwand hin zückten meine Tochter und mein Sohn ihre Handys und liesen mich ein paar SMS lesen.
"Mo. fr. 7.15 br. EngHA mit.m. verg. muß abschr.fck. müs. n. EM hol. pünktl. s. Hdgdl M"
las ich da.
Soll übersetzt soetwas wie eine Abholzeit bedeuten und die Tatsache das noch Englischhausaufgaben abgeschrieben werden müssen und das jemand mit den Initialen E.M. abgeholt werden müsse, das um Pünktlichkeit gebeten wird,man den Empfänger der SMS ganz doll lieb hat und ein Schimpfwort ist auch noch eingebaut.....
Gut, damit war meine Skepsis hinfällig und ich habe ganz schnell kapiert, das wahrscheinlich alle noch so abwegigen Details tatsächlich aus dem Leben gegriffen sind.
Meine Tochter las es mit zunehmender Begeisterung als überspitzte Darstellung ihres ganz normalen Wahnsinns, mein Sohn (12) hatte mit manchen Beschreibungen noch gewisse Verständnisprobleme aber viele Situationen waren auch für ihn sehr einleuchtend ( Ja, so `ne Reset-Taste wär schon gut seufz ) und ich habe beim Lesen doch immer wieder das Glücksgefühl entwickelt, nicht mehr jung sein zu müssen.
Gelacht, gekichert und den Kopf geschüttelt haben wir alle drei.
Diese Buch ist für alle zwischen 14Jahren und 112 Jahren geeignet und wer das Gefühl hat, das er 2-3 Tage lang herzhaft lachen sollte, muß sich einfach nur dieses Buch besorgen....

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Tags: arena verlag, daniel bielenstein, faq   (3)
 

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644 Bibliotheken, 9 Leser, 14 Gruppen, 102 Rezensionen

liebe, tod, licht, fantasy, geist

Silberlicht

Laura Whitcomb , Sabine Thiele
Fester Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 09.03.2010
ISBN 9783426283288
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Helen ist tot.
Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen.
Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren.
Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden.
Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und … er lächelt!
Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt.
Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind.
Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden.
Eine abenteuerliche Suche beginnt …
Helen und James – das neue Traumpaar der übersinnlichen Welt!

Zusammenfassung:
Helen ist seit 130 Jahren ein Geist.
Sie nennt ihren Zustand "Licht" und sie weiß weder warum sie "Licht" wurde, noch warum sie alleine ist.
Ihre einzige Möglichkeit, den Zustand der Einsamkeit abzumildern ist, sich einen Bewahrer zu suchen und sich an ihn zu binden.
So hat sie in diesen 130 Jahren fünf Bewahrer begleitet und als Muse zu literarischen Fortschritt verholfen.
Denoch ist ihre Existenz von Einsamkeit und Angst geprägt bis sie eines Tage James bemerkt.
James ist der erste Mensch, der sie sehen und mit ihr sprechen kann, der zu ihr durchdringt und sie wertschätzt.
Für beide ist es sofort Liebe, doch auch James ist eigentlich "Licht".
Er starb vor 85 jahren und hat Helens Einsamkeit selbst erlebt.
Eines Tages bot sich ihm die Möglichkeit, sich einen Körper "auszuleihen", in eine menschliche Existenz zu schlüpfen.
Billy, der durch eine Überdosis Drogen seinen Geist/ Seele vom Körper löste, war nur noch eine leere Hülle, und James nutzte die Gelegenheit diese Hülle in Besitz zu nehmen.
Doch damit Helen und James ein Paar werden können, muß auch Helen eine Hülle finden.
Mit James Unterstützung dauert es nicht lange, bis auch Helen eine menschliche Existenz bekommt, im Körper der 15 jährigen Jenny.

Leseeindruck:
Dieses Buch ist eine wunderbare Geschichte bei der man Zeit und Raum vergißt.
Helen und James sind vielschichtig beschrieben und Laura Whitcomb hat es geschafft die Figuren durch ihre Handlungen lebendig und begreifbar werden zu lassen.
Wobei man tief in Helens Gefühlswelt eintauchte und James eher durch seine Taten begriff.
Dadurch bekommt die Geschichte einen runden, fließenden Charakter, wie ein Ball, der zwischen zwei Spielern Richtung in Ziel springt.
Die Umgebungen und Räume sind sehr plastisch dargestellt und ich konnte mir immer sofort vorstellen, wie es in den jeweiligen Zimmern, Räumen oder Häusern aussieht.
Bisweilen ist es der Autorin sogar gelungen, eine dreidimensionale Vorstellung der Schauplätze in meine inneren Bilder zu zaubern.
Die Geschichte selbst ist vielseitig und mehrschichtig, die sich je nach Blickwinkel und der Persönlichkeit des Lesers verändert.
Meine 19 jährige Tochter empfand das Buch als eine Hommage an die Liebe, die alles überwindet, sogar den Tod.
Sie ließ sich von dem Buch und der Sehnsucht nach Unendlichkeit verzaubern und konnte bei der Lektüre die harte Wirklichkeit für viele Stunden abschütteln.
Für mich selber stand das Empfinden der großen Einsamkeit von Helen und James im Vordergrund und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit.
Vielleicht sind die unterschiedlichen Sichtweisen, damit erklärbar das meine Tochter noch in der Jugend ist und vor der großen Liebe steht und ich meine Jugend schon lange reflektiere und die große Liebe selbst "Licht" geworden ist.
Die wichtigen Botschaften in diesem Buch sind aber von beiden Leserinnen identisch wahrgenommen worden.
"Sie dir an was du tust" und jedes Handeln hat Konsequenzen, in welcher Form auch immer.
Laura Whitcomb hat für Jugendliche wichtige Themen so geschickt und verborgen angesprochen, das eine innere Auseinandersetzung darüber stattfindet ohne das es wie eine plakative Moralpredigt wirkt.
Einsamkeit ist bei vielen jungen Menschen eines der Hauptgefühle.
Einsamkeit und das Gefühl irgendwie nicht dazu zu gehören.
In diesem Falle kann das Buch sehr großen Trost spenden und dem jungen Leser das Gefühl geben, mit seinen Empfindungen nicht alleine zu sein und das irgendwann die Erlösung kommt.

Äußere Erscheinung:
Das Buch ist sehr aufwändig gestaltet und der Gestaltung gelingt es, den Inhalt wiederzuspiegeln.
Der irisierende Einbanddruck ist je nach Licheinfall silbergelb, wie ein Sonnenaufgang oder silbrig hellblau, wie die Augenblicke vor dem Sonnenaufgang.
Diese Analogien passen sehr gut, da James und Helen in dieser Geschichte einem neuen Tag entgegen gehen.

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Tags: laura whitcomb, pan verlag, siöberlicht   (3)
 

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590 Bibliotheken, 5 Leser, 9 Gruppen, 106 Rezensionen

dschinn, liebe, wünsche, fantasy, freundschaft

Drei Wünsche hast du frei

Jackson Pearce , Christine Gaspard
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 10.09.2010
ISBN 9783426283363
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext:
»Wer bist du?«, flüstert sie.
»Ich habe keinen Namen«, antworte ich.
»Aber können wir die Förmlichkeiten überspringen und das hier beschleunigen?«
»Was beschleunigen?«
»Das mit den Wünschen. Ich bin hier, um dir drei zu erfüllen.«

Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen.
Gerade noch war sie verliebt und beliebt, nun ist sie nur noch die Ex vom coolsten Typ der Schule.
Viola wünscht sich nichts mehr, als wieder glücklich zu werden – und beschwört so versehentlich einen Dschinn herbei.
Er ist jung, er sieht gut aus … und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend.
Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört …

Zusammenfassung:
Viola war schon immer mit Lawrence zusammen.
Erst als Kinder, zum spielen, dann als Teenager in der Clique und irgendwann auch als Paar.
Dann verläßt Lawrence Viola, und das noch nicht mal weil sie sich zerstritten haben, sondern weil Lawrence Viola nicht als Frau lieben kann.
Dagegen kann Viola nichts tun, außer leiden.
Und das tut sie.
Sie leidet und ihr ganzes Innenleben gerät durcheinander.
So vieles von ihrer Persönlichkeit hat sie von Lawrence und ihrer Partnerschaft abhängig gemacht, so das sie nun orientierungslos durch ihr Leben stolpert.
Sie hat den Wunsch endlich wieder vollständig zu sein.
Diesen Wunsch hat sie aus tiefsten Herzen und weil es ein echter, wirklicher Wunsch ist, ruft sie damit einen Dschinn herbei.
Dieser Dschinn ist erst mal ein wenig genervt und möchte die Angelegenheit so schnell wie möglich hinter sich bringen, um in sein Land zurück kehren zu können.
Auf der Erde altert er und er ist den irdischen Prozessen unterworfen.
Das ist ihm äußerst unangenehm, aber er geht davon aus, das die Wünsche eines Teenagers recht schnell erledigt sind.
Die große Liebe, Geld, Beliebtheit und das wars.
Leider erweist sich Viola als wesentlich komplexer und schwieriger.
Tagelang kommt noch nicht mal ein Wunsch, denn Viola lernt sehr schnell, das all die Wünsche eigentlich kein echtes Glück bringen, weil sie immer wissen würde, das die Liebe nicht echt ist, sondern durch einen Wunscherfüller künstlich entstanden ist.
Viola lernt, das sie zum glücklich werden, aus sich selber schöpfen muß und sie ihre Einstellung verändern muß, um die Dinge zu bekommen, die ihr so erstrebenswert erscheinen.
So wird Viola für Dschinn zu einer wahren Aufgabe und je länger er bei Viola ist, desto faszinierter ist er von der jungen Frau.
Auch Viola fühlt sich immer mehr zu dem Dschinn hingezogen, sieht er sie doch genauso wie sie ist ....

Fazit:
Wunderbar.
Zauberhaft.
Diese Buch ist eine zarte und wunderschöne Liebesgeschichte, wie sie romantischer nicht sein könnte.
Beim Lesen kann man immer wieder die harte Realität hinter sich lassen und eine Weile in Welt voller Zauber und Sehnsucht tauchen.
Dabei werden auch, ganz nebenbei, die "wahren" Werte nicht vergessen und so eingebaut, das der Leser begreift, das jede Entwicklung ein Weg ist.
Die Kapitel sind abwechselnd aus dem Fokus von Viola und Dschinn geschrieben.
Ereignisse kann man so immer aus beiden Blickwinkeln verfolgen und sieht so auch, wie ein und dasselbe Geschehen auf beide Protagonisten unterschiedlich wirkt.
Aber ich will hier auch gar nicht so viel von den tieferen Botschaften des Buches schreiben, das würde zuviel vorweg nehmen.
Insgesamt ist dieses Buch für mich die schönste Liebesgeschichte in 2010!

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(118)

239 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 38 Rezensionen

computer, thriller, technik, chip, flucht

Black Out

Andreas Eschbach
Fester Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Arena, 09.06.2010
ISBN 9783401060620
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Klappentext:
Christopher ist auf der Flucht.
Gemeinsam mit der gleichaltrigen Serenity ist er unterwegs in der Wüste Nevadas.
Irgendwo dort draußen muss Serenitys Vater leben, der Visionär und Vordenker Jeremiah Jones, der sämtlicher Technik abgeschworen hat, nachdem er erkennen musste, welche Gefahren die weltweite Vernetzung mit sich bringen kann.
Doch eine Flucht vor der Technik – ist das heute überhaupt möglich?
Serenity ahnt bald, auf was und vor allem auf wen sie sich eingelassen hat.
Denn der schwer durchschaubare Christopher ist nicht irgendjemand.
Christopher hat einst den berühmtesten Hack der Geschichte getätigt.
Und nun ist er im Besitz eines Geheimnisses, das dramatischer nicht sein könnte: Die Tage der Menschheit, wie wir sie kennen, sind gezählt.
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Christopher hat eine weite Reise hinter sich.
Alleine ist der Teenager von Europa in die USA geflüchtet um dort Jeremiah Jones zu finden.
Jones ist der Einzige, der Christopher helfen kann und damit auch die Gesellschaft, wie wir sie kennen, retten kann.
Christopher ist ein genialer Hacker und schon im Kindesalter als Computer Kid weltberühmt geworden.
Christophers Vater arbeitete an der Entwicklung neural gesteuerter Prothesen und seine Ergebnisse gerieten in die falschen Hände.
Der machtbesessene Mitarbeiter Linus mißbrauchte die Erfindung um Menschen den Steuerungschip einzusetzen und via Internet ein Netzwerk aus steuerbaren und hörigen Menschen zu erschaffen.
Laut Christophers Rechnung verdoppelt sich die Anzahl der Menschen im Netzwerk jede Woche und noch etwas mehr als ein Jahr und alle Menschen dieser Erde sind in das Netzwerk integriert.
Damit wäre die Menschheit eine willenlose, ferngesteuerte Masse, die Linus Pläne ausführt ohne hinterfragen zu können und sie auch nicht hinterfragen wollen.
Der einzige Mensch, der über dieses Geschehen Bescheid weiß und noch Herr über seinen Willen ist, ist Christopher.
Doch auch er trägt einen Chip in sich, den er Dank seiner Kenntnisse über das Internet und Datenflüsse aus- und einschalte kann.
Jeremiah Jones ist selber auf der Flucht, da er als Kritiker der technischen Entwicklung, für Linus zu einer Gefahr wurde.
Doch Jeremiah weiß nicht wen er wirklich als Feind hat und vor wem er sich versteckt.
So untergetaucht ist Jeremiah für Christopher nicht zu finden.
Also sucht Christopher die Kinder von Jones, Kyle und Serenity.
Die Beiden sollen ihn zu Jones bringen.
Doch es fällt Christopher nicht leicht, sie zu überzeugen.
Bis sie selbst auf Linus Leute treffen und merken, das die Welt bedroht ist.
So machen sie die drei Teenager auf den Weg durch die USA um Jeremiah Jones zu finden und Linus aufzuhalten.

Fazit:
Die ersten 70-80 Seiten waren für mich sehr schwer zu lesen.
Das Buch fängt mehr oder weniger mitten in der Geschichte an und ich vermutete einen Vorgängerband, da ich eigentlich nur wenig verstand.
Doch nach und nach wurde der Handlungsstrang durchsichtiger und verstehbarer.
Die Person des Christopher erzählt den Vorlauf der Geschichte in Rückblenden und Erinnerungen.
Der Leser erfährt nur soviel, wie auch Kyle und Serenity erfahren.
Also hat man keinen Vorsprung und ist mit den beiden Jones-Kinder auf Christophers Wissen angewiesen.
Später dann, wenn Kyle und Serenity selbst aktiv an der Geschichte mitwirken, hat man gelegentlich einen kleinen Wissensvorsprung, da die Teenager jeweils Sichtweisen und Informationen haben, die der andere nicht hat.
So bekommt die Geschichte fast so etwas wie ein eigendynamisches Wachsen, das nicht in der Hand des Leser liegt.
Dadurch aber bekommt der Leser auch eine leise Ahnung davon, wie es ist, gesteuert zu werden und ohne die Möglichkeit einer Kontrolle mitten in einem Geschehen zu stecken.
Das fand ich doch sehr geschickt von Eschbach, den Leser auf diese Weise mit in die Geschichte zu ziehen.
Die Handlung selber ist absolut nachvollziehbar und glaubwürdig erzählt, da doch so einige Details und Vorgehensweisen immer wieder in der Presse diskutiert wurden.
Also, ganz von weit her geholt ist die Thematik nicht, sondern die Forschung steckt mitten in der Entwicklung solcher Chips, wie sie Linus gestohlen und modifiziert hat.
Die Thematik der Netzwerke, um nicht mehr alleine zu sein hat auch eine große Aktualität.
Da brauche ich nur meine Kinder zu beobachten, wie sie in Augenblicken der Langeweile am Computer ihr favorisiertes Netzwerk aktivieren und sofort mit anderen Verbunden sind.
Man ist nicht mehr alleine, obwohl man körperlich sehr wohl alleine ist.
Letzendlich steckt nur der Wunsch nach Geborgenheit in einer Gruppe und nach Verbundenheit hinter dem was Linus antreibt und vielleicht auch hinter dem, was Jugendliche pausenlos in die Netzwerke treibt.
In dem Buch gibt es die Figur des George Snake, der in der Lage ist in Kontakt mit anderen zu treten, also zu spüren wie es ihnen geht und in was für einer Verfassung der andere gerade ist.
Er lebt das, was Linus künstlich entwickeln will, einfach so aus sich heraus.
In diesem Buch ist er nur eine Randfigur, aber ich kann mir gut vorstellen, das seine Fähigkeiten im nächsten Band stärker heraus gearbeitet werden, um mit diesen Fähigkeiten der Gegenseite etwas entgegen zu stellen.
Denn der Kampf ist in diesem Buch noch nicht zu Ende, im Gegenteil, er hat gerade erst angefangen.
Ich mag das Buch und ich mag die Geschichte.
Sie ist aktuell und sehr gut recherchiert.
Ein klasse Jugendbuch, das dazu anstupst, den eigenen Umgang mit Netzwerken ein wenig reflektierter zui beobachten.
Diese Geschichte wird aus mehreren Bänden bestehen, man kann diesen Band für sich alleine lesen, das Buch endet nicht mitten im Geschehen, doch fehlt ein runder Abschluß, der unruhig auf das Erscheinen des zweiten Bandes warten läßt

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

amoklauf, freundschaft, liebe, jugendbuch, hass

Die Hassliste

Jennifer Brown , Beate Schäfer
Fester Einband: 455 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.08.2010
ISBN 9783423760034
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:
Valerie ist sechzehn, als ihre Welt zusammenbricht.
In der Schul-Cafeteria eröffnet ihr Freund Nick das Feuer auf seine Mitschüler.
Er tötet sechs Menschen und verletzt zahllose andere.
Valerie selbst wirft sich vor eine Schülerin und wird dabei schwer getroffen.
Doch hinterher wird sie keinesfalls als Heldin betrachtet, sondern als Mittäterin.
Gemeinsam mit Nick hatte sie die Hassliste geführt, auf der die Namen aller Opfer standen. Für Valerie war es ein Spiel gewesen, ein Ritual, das sie mit Nick verband.
Ohne zu merken, dass es für ihn offenbar viel mehr war …
(Quelle: Verlag )

Zusammenfassung:
Valerie erlebt einen Amoklauf mit, ihr Freund Nick ist der Täter.
Sie beendet den Amoklauf, indem sie sich zwischen ein Opfer und Nick wirft.
Valerie wird getroffen und Nick nimmt sich das Leben.
Nun befindet sich Valerie in der Heilungsphase.
Ihr Bein ist verletzt und muß gesunden, ihre Familie zerüttet und muß irgendwie wieder zueinander finden, sie hat keine Freunde mehr, ihr geliebter Freund ist tot und Valerie muß wieder in die Schule zurück, in der die schreckliche Tat geschah.
Auch dort muß sie heilen, denn sie wird von den meisten Menschen nicht als Heldin angesehen, die den Amoklauf beendete, sondern als Täterin, durch die der Amoklauf erst möglich wurde.
Valerie muß sich auch mit ihrer eigenen Persönlichkeit auseinandersetzen.
Wo hat sie das Geschehen wirklich gefördert, ohne es zu merken, wann entglitt ihr Nick, ist sie wirklich so Ich- Bezogen, wie viele andere ihr immer wieder vorwerfen?
Auf Valerie wartet eine große Aufgabe und wird das 16 jährige, labile Mädchen diese Aufgabe bewältigen?

Fazit:
Ich stand diesem Buch am Anfang sehr skeptisch gegenüber.
Gerade das Thema Amoklauf ist ein sehr sensibles Thema, bei dem man schnell und viel falsch machen kann.
Wie weit würde dieses Buch auf Kinder und Jugendliche gar inspirierend wirken?
Welche Verantwortung trage ich, wenn ich das Buch dann in unsere Bibliothek gebe?
Die Skepsis war nicht nur bei mir groß, sondern auch im Kollegium, an keiner Schule ist das Thema Amoklauf sehr beliebt.
Zu Recht.
Nach dem Lesen des Buches stand für mich dann aber ganz schnell fest, das ich dieses Buch bedenkenlos in unseren Bestand aufnehmen kann.
Ich werde zwar eine Altersperre einsetzen, das heißt, das es an Kinder unter 14 Jahren nicht ausgeliehen wird, aber die höheren Alterstufen können es bedenkenlos lesen.
In dem Buch wird die Tat keinesfalls verherrlicht, vielmehr immer mal wieder nur kurz erwähnt.
Der Leser weiß genau worum es geht, ohne das intensive Bilder heraufbeschworen werden, oder gar in nekrophil-faszinierender Weise ausgeschmückt werden.
Auf Nick, den Täter, wird nicht in heldischer Weise dargestellt, seine "Täterpersönlichkeit" wird auch nicht ausgemalt, vielmehr lernt man Nick als Menschen kennen, ein Teil seines Weges wird aufgezeigt und immer mal wieder Symptome herausgearbeitet, an denen Valerie vielleicht hätte merken können, das mit Nick etwas passiert.
Aber in diesem Buch geht es auch eigentlich nicht um Nick, sondern um Valerie und der Leser sieht durch ihre Augen das Geschehen und dessen Folgen.
Man folg Valerie beim Heilungsprozess und versteht immer mehr, warum sie viele Dinge nicht sehen konnte oder wollte.
Für mich war das große Thema des Buches "Unaufmerksamkeit"
Die Tat, alles was zur Tat geführt hat und auch vieles was nach der Tat problematisch war, resultierte aus Unaufmerksamkeit.
Die Schüler untereinander, die in ihrem Egosumpf unaufmerksam für die Gefühle anderer waren.
Valerie in ihrer großen Ich-Bezogenheit und die Eltern, weil sie den Fokus auf "funktionieren" gerichtet hatten.
Aber das ist ja auch das Resümee, das man aus realen Amokläufen gezogen hat.
Niemand hat gesehen was passiert und die Symptome erkannt.
Deshalb finde ich es wichtig und richtig, das die Konzentration des Themas auf der Aufmerksamkeit füreinander liegt.
Wie eingangs schon erwähnt, hatte ich am Anfang bedenken, vielleicht ein Werk in den Händen zu halten, ähnlich wie "Christiane F." von dem ja erwiesen ist, das es Jugendliche nicht vom Drogenkonsum abschreckt, sondern ihn vielmehr fördert.
So etwas wäre bei einem Amoklauf fatal.
Aber diese Befürchtungen haben sich nicht bestätigt und mittlerweile habe ich auch im Gespräch mit anderen Bibliothekaren erfahren, das auch bei ihnen die Bedenken, nach dem Lesen des Buches ausgeräumt waren.
Ich kann mir diese Buch auch sehr gut als zukünftige Unterrichtslektüre vorstellen, denn im laufe der Zeit wird es unabdingbar sein, dieses Thema auch im Unterricht zu bearbeiten.
Allerdings sollten die Jugendlichen eine gewisse Lesekompetenz mitbringen.
Das Buch ist durch Rückblicke und Zeitsprünge für unkonzentrierte Leser vielleicht etwas verwirrend.
Durch eingeflochtene "Zeitungsartikel" und wechselnde Schauplätze sollte das Buch aufmerksam gelesen werden, um die Zusammenhänge nicht zu verlieren und Kinder die wenig Leseübung haben, könnten dann schnell an ihre Grenzen stoßen

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philosophie, religion, gott, liebe, glaube

36 Argumente für die Existenz Gottes

Rebecca Goldstein , Friedrich Mader
Fester Einband: 559 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 24.03.2010
ISBN 9783896674234
Genre: Romane

Rezension:

36 Argumente für die Existens Gottes ist kein Roman, den man mal eben zur Hand nimmt und liest.
Es ist leider auch eines der ganz wenigen Bücher, das ich nicht fertig gelesen habe, obwohl ich es Monate lang tapfer versucht habe.
Deswegen wird dies hier auch keine lange und ausführliche Besprechung, im Stile meiner anderen Rezensionen, sondern nur ein kurzer Einblick in mein Urteil.
Das Buch dreht sich um Cass Seltzer, Religionspsychologe und nun Bestsellerautor.
Sein dasein als Bestsellerautor hat sein Leben ganz schön verändert, da er nun begehrter ist als je zuvor.
Dadurch kommt er aber auch in die Situation, sich mit Liebe, Wahrheit und Wahrhaftigkeit auseinander zu setzen.
Was nicht immer ganz einfach ist...
Cass begegnet in diesem Roman vielen verscheidenen Menschen, die mit ihm über seine Theorien sprechen wollen, oder sich in seinem Ruhm sonnen möchten oder auch nur ganz einfach ihn selbst kennen lernen wollen.
Cass muß lernen diese von einander zu unterscheiden.
Mir persönlich würde in diesem Buch einfach zuviel langatmig zerredet. Immer wieder gab es Sätze oder Einwürfe, die mich sehr amüsiert haben oder auch zum Nachdenken angeregt haben, aber dann wurde es meist wieder sehr lang diskutiert und ausgeführt .....
Ich konnte auch leider mit der Sprache nicht recht warm werden und hatte vielleicht deswegen die Probleme mit den langen Ausführungen.
Alles in allem, denke ich, das dieses Buch viele amüsiert, viele zum Nachdenken bringt, aber für mich war es leider nichts

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