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58 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

dystopie, liebe, glutroter mond, gefühle, acrai

Undying Blood 1 - Glutroter Mond

Narcia Kensing
E-Buch Text: 237 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 29.01.2014
ISBN 9783847671794
Genre: Fantasy

Rezension:

Nun habe auch ich endlich mal eine Dystopie gelesen, es folgt jetzt jedoch kein „aaaber“ von mir. Die Geschichte hat mich umgehauen, das Buch konnte ich nicht aus der Hand legen. Leider muss ich jetzt bis August warten, um zu erfahren wie es weitergeht und das bei sooo einem Cliffhanger.

Die Autorin Narcia Kensing hat mich von Anfang an durch ihren Schreib-/Sprachstil gefangen genommen, die vorkommenden Wiederholungen hat er allemal wettgemacht. Sie haucht ihren Charakteren Leben ein und die Beschreibungen der Umgebung sind für das Kopfkino absolut perfekt.

Die „neue“ alte Welt, die sich Narcia da ausgedacht ist verstörend und ich bin froh im Hier und Jetzt zu leben. Krieg und “Krankheiten“ haben gewütet, das Meiste zerstört, die Menschheit fast ausgerottet und die wenigen Überlebenden müssen in den Ruinen hausen.

Die Geschichte ist im ehemaligen „Big Apple“ angesiedelt, der durch ein Energieschild zweigeteilt ist. Auf der einen Seite sind die Menschen gefangen ohne es bewusst wahrzunehmen, auf der anderen Seite residieren die Obersten, die alles im Griff haben. Sie nennen sich selbst “Volk V23“. Ich musste immer mal wieder darüber nachgrübeln, was es wohl mit dieser Bezeichnung auf sich hat, kam der Lösung aber keinster Weise auch nur annähernd nahe. Gegen Ende des Buches wird dieses Rätsel dann doch noch aufgelöst.

Außer den Menschen und den Obersten lernen wir auch noch die Rasse der Acrai kennen. Wer oder sie genau sind, war für mich spannend zu erlesen, da die Autorin immer nur ganz kleine “Häppchen“ preisgibt, erhöht natürlich auch die Spannung. Die Auflösung hat mich überrascht, gefällt mir aber sehr gut. Ob das jedoch zu einer Dystopie passt, vermag ich nicht zu sagen, da ich in diesem Genre noch keine Erfahrungen gesammelt habe, denn wie bereits oben erwähnt ist dies die Erste die ich lese. Mehr darüber verrate ich Euch nicht, das müsst Ihr schon selbst nachlesen.

Die 3 Hauptprotagonisten sind gut gezeichnet. Mit Holly tue ich mich ein bisschen schwer, da ich sie manchmal einfach gerne schütteln würde. Obwohl, im Gegensatz zu mir ist sie ja auch erst 16 und darf somit noch etwas naiv und „blauäugig“ sein.

Einen ihrer Freunde, den ein Jahr älteren Neal, lernen wir als Dauernörgler und/oder Miesepeter kennen. Er ist allerdings immer für Holly da und passt auf das ihr nichts passiert.

Und dann gibt es da noch Cade, wow, was für eine Persönlichkeit, ich glaube er könnte jede Frau in seinen Bann ziehen.

Eine generelle Einteilung in Gut und Böse lässt die Autorin nicht zu, da sich ihre Protagonisten weiterentwickeln, dazulernen und ihren bisherigen Stand des Wissen anfangen zu hinterfragen.

Die Weiterentwicklung können wir sozusagen hautnah miterleben, da das Buch in 2 Perspektiven geschrieben ist. Durch die “Ich-Form“ können wir auch an den Gedanken von Holly und Cade teilhaben, wir können also alles genau so fühlen und erleben wie die Protagonisten.

Über die Geschichte selbst, möchte ich nicht allzu viel schreiben, da das Wichtigste ja im Klappentext bereits erwähnt.

Die Menschen sind Nummern und so steht auch auf der ID-Card von Holly keine Name sondern nur 4-19, was soviel bedeutet wie dass sie die 4. Person im Bezirk 19 ist.

Das Essen bekommen alle täglich von den Obersten an einer langen Tafel im Park ausgehändigt, wer zu spät kommt bekommt nichts mehr.

Lesen können nur ganz wenige, es gibt übrigens auch nur 9 Bücher die von den Obersten genehmigt sind.

Die Menschen werden in dem Glauben gelassen, dass die Welt nur aus dem “Big Apple“ besteht und dahinter fällt man ins Leere.

Kein Überlebender weiß wie es vorher war, daher ist es auch witzig zu lesen, was für Gedanken Holly hat als sie auf einer alten Werbetafel “Minimarket“ liest, oder dann im Gebäude selbst. Sie müssen ja nie einkaufen, alles was sie benötigen bekommen von den Obersten. Solche Stellen, von denen es einige gibt, bringen mich immer wieder zum Schmunzeln.

Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch, dass dieses Buch ohne allzu viel “blutiges Gemetzel“ auskommt und trotzdem eine zum Weiterlesen zwingende Spannung konstant aufrecht erhält.

Ein bisschen Romantik fehlt natürlich auch nicht.

Wie bereits am Anfang erwähnt, hat mich Narcia Kensing in ihren Bann gezogen und ich werde auf jeden Fall auch die 2 weiteren Teile dieser Trilogie lesen. Sie wird mich auch sonst nicht mehr als Leser los, denn auch ihre weiteren Bücher werden nach und nach Einzug in mein Bücherregal erhalten.

Dieses “Jugendbuch“ kann ich auf jeden Fall auch älteren Semestern wie mir nur wärmsten empfehlen, auch wenn der Sprachstil an die Jugend angepasst ist.

Was bleibt mir sonst noch zu sagen?

Ach ja, – Unbedingt kaufen und lesen – Sich schenken lassen und lesen – natürlich auch an Bücherwürmer, Leseratten und sonstige Lesefreudigen verschenken.

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Tags: dystopie, glutroter mond, narcia kensing   (3)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

trier, ermittlung, mord, krim, christine bernard

Christine Bernard - Der Fall Siebenschön

Michael E. Vieten
E-Buch Text: 196 Seiten
Erschienen bei null, 25.01.2014
ISBN B00I21ZA5O
Genre: Sonstiges

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy-thriller, robin geiß, tarlot band 1

Tarlot: Der Eingang

Robin Geiß
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei KONTRAST-VERLAG, 01.06.2006
ISBN 9783935286589
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Entstehung dieses Fantasy-Thriller's (4 Bände) zog sich laut Autor, natürlich mit Unterbrechungen, vom ersten bis zum letzten Satz über 11 Jahre.

Was habe ich in diesem Buch gefunden?

Einen, für mich, zart angedeuteten Horror

Sehr viel atemlos machenden Thriller

Gegen Ende noch ein wenig coole Fantasy


Ein schöner, flüssiger Schreibstil nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen und man will bis zum Ende des Buches eigentlich auch gar nicht befreit werden, sondern erst nach dem letzten Wort das Buch beiseitelegen.

Der Spannungsbogen zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite kontinuierlich durch die Geschichte, wartet mit einigen extremen und atemlos machenden Höhepunkten auf. Die verschiedenen Zeitebenen geben der Geschichte noch einen besonderen Reiz. Die Beschreibungen setzen ein wirklich gut funktionierendes Kopfkino in Gang.

Gleich zu Beginn wohnen wir einer Beerdigung der besonderen Art bei. Wer die Person ist, die beerdigt wird kristallisiert sich erst viel später heraus, ein toller Schachzug.

Tom war auf dem Weg nach Hause von einem Treffen, mit dessen Ausgang er so nicht gerechnet hatte, als er in der Nähe seiner Wohnung ein weinendes Mädchen auf einer Treppe sieht. Sie sieht furchtbar aus, ist dreckig und hat zerrissene Kleidung an. Als er sie fragt wer sie ist und warum sie weint, erfährt er verblüffendes. Sie kann sich an gar nichts mehr erinnern, außer das sie vor einem Jahr mit elf Jahren gestorben ist. Tom nimmt die namenlose, „tote“ Kleine erst mal mit nach Hause.

Was die beiden danach alles erleben ist fast unbeschreiblich und das müsst Ihr selbst nachlesen.

Dabei werdet Ihr den psychopathischen Kommissar der Mordkommission Vinel näher kennenlernen und dabei feststellen, dass Ihr ihm nie begegnen wollt.

Es gibt dann noch einige ganz geheime Regierungsbeamte, die vor absolut gar nichts zurückschrecken und dabei auch noch volle Rückendeckung erhalten (NSA lässt grüßen).

Ein Verbrechersyndikat namens Triden und merkwürdige, tödliche große weiße Bestien spielen ebenfalls eine nicht unbedeutende Rolle in der ganzen Geschichte.

Am Ende stehen wir vor einer sehr mysteriösen Türe, über die Schwelle zu schreiten erfordert viel Mut, da man absolut nicht weiß was sich dahinter verbirgt. Finden wir dahinter das Tarlot? Was ist das Tarlot? Eine Welt die sich der Autor ausgedacht hat? Bis zu diesem Zeitpunkt befinden wir uns jedenfalls in der ganz realen Welt. Lassen wir uns doch einfach vom Autor überraschen, der uns bis jetzt eine ganz phantastische, zeitweise atemraubende Geschichte erzählt hat.

Warum alle hinter Chrissie und Tom her sind und dabei die Wahrheit oft sehr verbiegen wird noch nicht glasklar offengelegt, es muss ja auch noch etwas für die weiteren 3 Bände offen bleiben. Der Cliffhanger mit der Türe ist wirklich sehr gut gewählt und macht unheimlich neugierig auf Band 2.

Da mich diese Geschichte vollständig in ihren Bann gezogen hat, werde ich auch die Folgebände lesen.

Tarlot Band 1 erhält von mir eine absolute Leseempfehlung. Diese irrsinnig spannende Geschichte dürft Ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen.

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Tags: fantasy-thriller, robin geiß, tarlot band 1   (3)
 

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124 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 70 Rezensionen

fantasy, elfen, magie, schatten, kobrin

Kobrin - Die schwarzen Türme

Caroline G. Brinkmann
Buch: 432 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 03.03.2014
ISBN 9783944544557
Genre: Fantasy

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

steampunk, fyn, liebe, erbe, technik

Fyn - Erben des Lichts

Nadine Kühnemann
Buch: 372 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 20.09.2013
ISBN 9789963727728
Genre: Fantasy

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

australien, sekte, sekten, strickguerilla, byron bay

Frauen am Rande des Strandes

Maggie Groff , Petra Knese
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2014
ISBN 9783462046373
Genre: Romane

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197 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

liebe, make it count, oceanside, new adult, gefühlsgewitter

Make it count - Gefühlsgewitter

Ally Taylor
E-Buch Text: 196 Seiten
Erschienen bei null, 19.03.2014
ISBN B00J4Y44JG
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dies war mein erstes Buch der Autorin. Ihr schöner , flüssiger Schreibstil hat mich nicht nur für das mir vorliegende Buch sondern auch für die Autorin selbst eingenommen. Mit absoluter Sicherheit werde ich mich auch ihren anderen Büchern widmen, allen voran “Renate Hoffmann“ das mir von einer guten Bekannten (im Real-Life) empfohlen wurde.

Zum Glück bin ich für einen weiteren Urlaub noch ein zweites Mal nach Oceanside geflogen. Denn auch dieses mal durfte ich 2 liebenswerte Menschen kennenlernen und sie ein kurzes Stück ihres Weges begleiten. Wow, und was für Stück, das hat es wirklich in sich!

Die Beschreibungen von Ally lassen nicht nur Dillen und Katie sondern auch alle erwähnten Nebencharaktere und Oceanside vor dem geistigen Auge „real“ entstehen.

Nicht nur die beiden Hauptprotagonisten, sondern auch einige der “Nebenrollen“ haben so ihre “Päckchen“ zu tragen. Es “menschelt“ in ihrer Geschichte.

Zu der aufregenden Liebesgeschichte, mit dem “Hin und Her“ der Gefühle, kommt auch noch Gewalt und Betrug mit ins Spiel. Da leihe ich mir mal kurz die nächsten Worte von Bruce – Drama, Baby, Drama.

Wenn wir uns auf Ally einlassen können wir weinen, singen und wieder weinen, lachen und tanzen. Was die wirklich sehr schön beschriebenen erotischen Szenen anstellen, muss jeder selbst herausfinden.

Leser dieses Posts, verbringt Euren nächsten Urlaub in Oceanside, bucht am Besten sofort Euren Flug. Ihr erhaltet ein Reiseerlebnis, das ihr so schell nicht mehr vergessen werdet, wunderschöne Urlaubserinnerungen bleiben zurück.

Wenn ich die Autorin richtig verstanden habe, sind außer “Gefühlsgewitter“ und “Gefühlsbeben“ noch weitere Urlaubshighlights in Planung. Das wiederum lässt mein kleines (oder doch eher großes?) Leserherz nicht nur erzittern und erbeben sondern auch vor Freude ganz aufgeregt hüpfen.

Einige ihrer so schön gezeichneten Nebencharaktere sind es auf jeden Fall wert, daß man deren eigenen Geschichten erzählen sollte, allen voran Andrew und Greg. Muss aber gleichzeitig gestehen, dass mir Dillen und Katie doch irgendwie ans Herz gewachsen sind und ich gerne noch mehr von ihnen lesen könnte/will.

Wie ich soeben aus ganz heißer Quelle erfahren habe, sollen wir dort eventuell Julie und Jake oder Jen und Patrick oder einfach auch 2 ganz andere Charaktere kennenlernen. Die Hauptsache ist, doch wir dürfen überhaupt noch mal jemanden dort kennenlernen, oder was meint Ihr?!?

Also liebe Leser meines Blogs, Ihr habt eine Lese- /Kaufempfehlung von mir und wisst ziemlich genau was jetzt zu tun ist. Falls doch nicht, eine kleine Hilfe von mir → Flug nach Oceanside buchen.

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130 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, boston, verlust, oceanside, college

Make it count - Gefühlsbeben

Carrie Price
E-Buch Text: 162 Seiten
Erschienen bei null, 19.03.2014
ISBN B00J4ZZ5A2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Carrie Price hat mich nach Oceanside mitgenommen. Zusammen mit Carrie kann es nur eines geben, einen absoluten Wohlfühlurlaub. Eigentlich sollte es ja nur eine kurze Stippvisite werden, doch nach dem sie mir Lynn und Jared vorgestellt hatte, konnte ich nicht anders und musste einfach mit ihnen “abhängen“, bis zum Schluß. Alles andere musste warten.

Die Autorin hat mir mit einer Leichtigkeit ihre Protagonisten ans Herz geschrieben, wie nur sie es vermag. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als diese liebevoll charakterisierten Hauptfiguren einzulassen, ihnen einen festen Platz dort geben, verankern sozusagen.

Ihre detailreichen Beschreibungen der Orte und den Nebenfiguren sind so zauberhaft, dass man gar nicht aus dem Buch auftauchen möchte. Leider stösst man viel zu schnell auf die beiden Worte, die alles beenden (XXX End), die man am gernsten viel weiter nach hinten schieben will. Ein kleiner Trost ist jedoch, wir können noch einige Male an diesem Ort Urlaub machen, durch Ally Taylor und selbstverständlich auch durch Carrie.

Wir erleben mit Lynn und Jared nicht nur das Hier und Jetzt, sehen ihre Ecken, Kanten und zum Selbstschutz errichteten Mauern, die ihnen so manches mal im Weg stehen. Es gibt einige Gelegenheiten, bei denen wir unbedingt helfend eingreifen wollen. Wir erfahren auch viel über ihre Vergangenheit, die sie zu den Menschen geformt hat, als die wir sie kennengelernt haben. Dadurch erhalten die Zwei so eine Tiefe, dass man sie fast für reale Personen halten kann.

Ein gelungenes Buch, das ich einmal angefangen nicht mehr aus der Hand legen konnte und mir wie nicht anders zu erwarten, absoluten Lesegenuss beschert hat.

Mir bleibt abschießend nur noch eines zu sagen: Liebe Bücherfreunde und Lesebegeisterten --> kauft Euch dieses Buch oder lasst es Euch schenken, Ihr werdet es nicht bereuen. Haltet Euch an das Motto des Buches - Make it count

Für alle die noch zögern, dies ist eine absolute und glasklare Lese-/ Kaufempfehlung


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venedig, liebe, wasser, feuer, jugendbuch

Feuer und Glas - Der Pakt

Brigitte Riebe
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 21.05.2012
ISBN 9783453267381
Genre: Jugendbuch

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fantasy, mera, mitte, jeworreck, neuartig

Reise in die Mitte von Mera

Jana Jeworreck
E-Buch Text: 253 Seiten
Erschienen bei null, 17.11.2013
ISBN B00AKCO1OY
Genre: Sonstiges

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wilhelm, hermine, alkohol, krieg, georg

Hermines Tür

Kerstin Michelsen
E-Buch Text: 243 Seiten
Erschienen bei null, 11.03.2013
ISBN B00BSNKONQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eigentlich ist es sehr düsteres Buch, das darin verarbeitete Thema lässt aber auch fast nichts anderes zu.

Zunächst lernen wir Hermine als eine alte, gebrochene Frau kennen. Nach und nach erfahren wir durch Zeitsprünge das ganze Martyrium welches sie er- und durchlebt hat. Da die einzelnen Kapitel alle mit Zeitangaben versehen sind, gehen wir nicht in der verloren.

Hermine ist trotz allem das sie erlebt das schüchterne, zaghafte Mädchen geblieben. Wilhelm ist ein Blender und hat nie jemanden hinter seine Fassade blicken lassen, er hatte mit Hermine leichtes Spiel. Keiner ahnte, was das Zusammenspiel von Erziehung und Krieg für einen Soziopathen aus ihm gemacht hat. 
In ihrer übergroßen Liebe ignorierte sie die Warnungen ihrer Mutter. Nach der Hochzeit kamen die ersten schwachen Anzeichen zu Tage. Die schob Hermine jedoch beiseite und redete sie sich immer einfach schön, fand plausible Erklärungen und suchte gar bei sich selbst die Schuld. 
Den seelischen Schmerz den Hermine fühlt, berührt den Leser zutiefst, wird spürbar.
Wir bekommen auch einige Gedankengänge von Wilhelm zur Erklärung seines Wesen, eigentlich bedauert man ihn, doch es lässt zumindest bei mir immer noch absolut kein Verständnis für seine Taten aufkommen. 

Kerstin Michelsen hat eine sehr überraschende Wende in ihre Geschichte eingebaut. Durch die nie da geweseneTür, die Hermine plötzlich auf wundersame weise in ihrem Keller sieht, verlassen wir zusammen mit ihr die "reale" Welt.
Bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Teil des Buches im Bereich Fantasy oder Mystik einordnen soll.
Auf jeden Fall hat Hermine jetzt die Möglichkeit, verpasste Chancen wahrzunehmen. Und wieder ist sie immer noch das schüchterne Mädchen, dass sich nicht gegen ihren Mann auflehnen kann. Sie schafft es wieder nicht, sich gegen ihren Mann durchzusetzen. Wilhelm versteht es gekonnt, ihre Pläne über den Haufen zu schmeissen. Ist ein erneuter Gang durch diese Tür endlich ihre Rettung? Kauft das Buch, lest es und dann wisst ihr es.

Mir gefällt das Ende, obwohl es doch außergewöhnlich ist. Man hat sehr viel Spielraum für eigene Interpretationen. Ich denke dies ist von der Autorin genau so gewollt.

Auch dieses Buch hat mich wieder jede Emotion, zu der Menschen fähig sind, durchleben und spüren lassen. Die Autorin versteht es perfekt, den Leser mit ihrem Schreib- und Sprachstil tief im Innern zu berühren.

Mehr möchte ich zu diesem Teil nicht verraten, denn schließlich sollt Ihr ja das Buch selbst lesen.

Kerstin Michelsen hat sich bei mir nicht nur eine Leseempfehlung sondern auch 5 von 5 Sternen verdient.

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Tags: hermines tür   (1)
 

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

tahiti, jules verne, ungeöffnete briefe, klavierstunden, frauenwahlrecht

Ströme meines Ozeans

Ole R. Börgdahl
E-Buch Text: 762 Seiten
Erschienen bei Verlagsgruppe Droemer Knaur, 15.10.2012
ISBN B009SZQQHO
Genre: Sonstiges

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552 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 177 Rezensionen

amoklauf, schule, trauer, mobbing, freundschaft

Es wird keine Helden geben

Anna Seidl , Cornelia Niere
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.01.2014
ISBN 9783789147463
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Beim Sprach- und Schreibstil merkt man sehr deutlich, dass der Text aus der “Feder“ einer 16-jährigen Autorin stammt. Es sind doch meistens sehr kurze Sätze. Die häufigen Wiederholungen, zum Teil auch bewusst von ihr gesetzt, sind mir persönlich zu viel des Guten. Einige Passagen hätten noch etwas mehr Tiefe verdient, wie z.B. das Mutter-Tochter-Verhältnis. Die Geschichte an sich ist rund und stimmig, aber zum Ende hin kam mir diese “Friede-Freude-Eierkuchenstimmung“ zu schnell und damit auch zur kurz abgehandelt. Ein paar Seiten mehr hätte das Buch bzw. die Geschichte auf jeden Fall noch vertragen.


Anna Seidl hat hier ein sehr schwieriges Thema verarbeitet und die Ich-Perspektive, als Miriam, gewählt. Trotz der häufig sehr kurzen Sätze hat sie es geschafft, mich als Leserin zu berühren und mit meinen Emotionen zu spielen. Die Charaktere hat sie gut gezeichnet und damit „menschlich“ gemacht. Ich glaube die meisten Fragen die sich Miriam stellt, die zentrale Frage lautet “Sind wir schuld?“, haben sich die Meisten von uns auch schon das eine oder andere Mal gestellt. Dies ist einer der Gründe warum diese Geschichte (die immer noch brandaktuell ist) selbst lange nach Beendigung des Lesens, den Leser zum nachdenken animiert. Beginn ist der Tag des Geschehens, doch wir dürfen Miriam immer wieder, an den sehr passend dazu ausgesuchten Stellen, in die Zeit “davor“ begleiten und dadurch auch den Täter etwas näher kennenlernen.


Trotz einiger kleiner Mängel, die man der Jugend der Autorin zugestehen kann, hat dieses Buch eine Leseempfehlung von mir verdient.

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Tags: anna seidl, es wird keine helden geben   (2)
 

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

krimi, mord, debüt, mädchen, göppingen

Hochsommermord

Jochen Frech
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei btb, 09.12.2013
ISBN 9783442744640
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Krimi wird uns von einem Polizeibeamten, der u.a. auch 5 Jahre SEK in B-W in seiner Vita aufweisen kann, präsentiert. Sprach- und Schreibstil sind wirklich gut und flüssig zu lesen. Da Jochen Frech weiß wovon er spricht bzw. schreibt, bekommen wir einen tieferen und realistischen Eindruck von der gesamten Ermittlungsarbeit. Der Autor kommt aber niemals schulmeisterlich oder dozierend rüber. Er schafft die Balance zwischen Fiktion und Realität mit einer Leichtigkeit, die man eher einem „alten Hasen“ zutrauen würde als einem Debütautoren. Chapeau!

Jochen Frech fängt uns mit seinem Prolog ein, der uns gedanklich bis zum Ende begleitet. Man stellt immer wieder eigene Vermutungen an, wie er zur Geschichte passen könnte und wird dann am Schluss doch noch überrascht. Durch diesen Prolog baut er gekonnt Spannung auf, die bis zum Ende aufrecht erhalten wird. Dieses Buch kommt einem Pageturner sehr nahe. Immer wieder läßt er uns auch an den Gedankengängen des Täters teilhaben ohne dass in irgend einer Weise aufklärende Rückschlüsse auf die “namenlose“ Person gezogen werden können (sehr nervig, aber sehr gut für die Geschichte).

In seinem ersten Buch, einer hoffentlich langen Serie, lernen wir Moritz Kepplinger und Lea Thoman als erfrischend anderes Ermittlerduo kennen.

Moritz bekommt an seinem ersten Arbeitstag als Kriminalkommissar (er war vor seinem Studium, wie unser Autor, beim SEK) als “harmlos“ eingestuften Fall, der sich dann aber als sehr komplex, erschütternd und spektakulär herausstellt.

Er holt die “Streifenbeamtin“ Lea, die eine in den Fall verstrickte Familie bereits aus früheren “häuslichen“ Einsätzen kennt, als wirkliche Bereicherung mit ins Boot.

Die beiden Hauptprotagonisten ergänzen sich bei der Arbeit sehr gut. Sie haben beide leider (was sie aber sehr menschlich macht) ein enormes Päckchen an seelischem Ballast mit sich rumzuschleppen. Man spürt das Knistern zwischen ihnen förmlich, …..

Die allgemeinen Beschreibungen der Orte und Personen von Jochen Frech sind nicht zu weit schweifend, sondern sehr gut auf das Kopfkino abgestimmt. Glaubhafte und sehr gut gezeichnete Hauptprotagonisten, die mir persönlich sehr sympathisch sind, runden das fesselnde Krimierlebnis ab.

Moritz geht mit dem “Griechen seiner Wahl“ eine körperlich sehr anspruchsvolle Wette ein. Sollte er diese verlieren, mutiert er für einen Monat zum Tellerwäscher. Seine zeitraubende Ermittlungsarbeit, die zu seinem und unserem Leidwesen immer wieder in Sackgassen endet, bleibt keine Zeit zum vorbereitenden Training, daher.......

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich sehr auf den neuen Fall dieses Ermittlerteams freue und aus diesem Grund hier eine absolute Leseempfehlung ausspreche.

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Tags: hochsommermord, jochen frech, krimi   (3)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, romantic

Die Gossen von Farefyr

Temper R. Haring
E-Buch Text: 571 Seiten
Erschienen bei null, 30.08.2013
ISBN B00EW93CBE
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Fantasy Roman der sich aber so, oder zumindest so ähnlich, in jeder realen Stadt angesiedelt haben könnte.

Das Autoren-Team hat eine gut gelungene und stimmige Geschichte für uns zusammen gefügt.

Durch einen Zauberer verändert sich das gesamte Leben eines Holzfällers. Diesen dürfen wir auf seinem mühevollen, beschwerlichen Weg, den er zusammen mit seiner Frau geht, für die Umkehr des Zaubers begleiten. Es ist köstlich mitzuerleben, was die Zwei in dieser Zeit und auf diesem Weg, den Zauberer wieder zu finden, alles erleben und vor allem, wie die Umwelt auf dieses merkwürdige "Paar" reagiert. Der arme Holzfäller hat auch noch ein Handicap, er kann nicht lesen. Dies führt zu witzigen Begebenheiten.

In Farefyr gibt es "legale" Nachtschatten, eine feine Umschreibung für Auftragskiller. Wenn diese einen Teil ihres "Lohnes" an den Sheriff abdrücken, verfolgt dieser ihre Taten nicht.

Einem verarmten, hohen Adeligen widerfährt böses, wirklich böses. Ein solcher Nachtschatten findet später den fast leblosen Körper des Lords, flickt ihn zusammen und pflegt ihn danach mühselig wieder gesund. Körperlich einigermaßen geheilt, seelisch noch sehr, sehr weit davon entfernt, wird er ein neuer Auftraggeber für "seinen" Nachtschatten. Was wir in diesem Handlungsstrang geboten bekommen, ist für mich mehr wesentlich mehr Thriller als Fantasy. Was mir aber durchaus sehr gut gefällt.

Dann dürfen wir noch ein ziemlich junges Waisenmädchen ein Stück auf ihrem Lebensweg verfolgen. Sie wurde zur Diebin ausgebildet und kämpft seit ihrer Flucht ums nackte Überleben. Was sie nach ihrer Ankunft in der Stadt alles sieht und erlebt, echt gruselig kann ich dazu nur sagen.

Ich habe hier nur ganz schwache Andeutungen gemacht. Was in diesem Buch alles steckt, das lest Ihr am Besten selbst alles nach.

Der Sprach- und Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Am Anfang haben mich die vielen Namen etwas verwirrt, als ich jedoch tiefer in das Buch abgetaucht bin hat sich diese Verwirrung in Nichts gelöst. Hätte ich fast vergessen zu erwähnen, natürlich finden wir auch Liebe in dieser Geschichte.

Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet, allerdings weiß man nicht immer sofort wem man trauen kann. Genau dieser Schachzug hält aber die Spannung in diesem Buch immer sehr hoch. Luft zum Durchatmen bekommen wir nur über die Passagen mit unserem "trotteligen" Holzfäller und seiner "Frau".

Alles in Allem, ein sehr gelungenes Buch, das aber nichts für schwache Nerven ist, könnte in diesem Fall zu Alpträumen führen.

Macht weiter so, bin schon auf das nächste Werk von Euch gespannt. Ihr seid auf dem richtigen Weg.

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175 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

freundschaft, krankenhaus, leben, kater, alter

Das Leben ist ein listiger Kater

Marie-Sabine Roger , Claudia Kalscheuer
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 11.03.2014
ISBN 9783455600025
Genre: Romane

Rezension:

Ein sehr schöner, lebendiger Schreib- und Sprachstil, er lässt sich sehr gut, flüssig und mit großer Freude lesen. Die Geschichte bringt mich immer wieder zum Lachen und Schmunzeln.

Ich liebe diesen kauzigen, ironisch-sarkatischen älteren Herrn. Wenn Jean-Pierre real wäre, würde ich ihn zu gerne kennen lernen. Die weiteren Protagonisten sind ebenfalls gut gezeichnet.

Marie-Sabine Roger hat die Geschichte in der “Ich-Form“, aus der Sicht Jean-Pierre's, geschrieben. Unterteilt ist sie in kurze, durchnummerierte Kapitel.

Unser Hauptprotagonist erwacht und weiß nicht wo er ist und warum. Ihm wird klar, dass er ein Poly-Trauma hat, sich im Krankenhaus befindet und sich nicht bewegen soll. Es sei mit knapper Not dem Teufel von der Schippe gerutscht und aus der Seine gefischt worden, wird ihm mehr oder weniger schonend beigebracht.

Da er still zu liegen hat, nervt ihn schnell alles und jeder. Wir dürfen an seiner Gedankenwelt teilhaben, die zu einem guten Teil aus absolut köstlichen Gedanken über den Krankenhausalltag besteht. Die uns aber trotzdem, oder auch genau deshalb, das Verhalten gegenüber den Patienten vor Augen führt. Wir bekommen aber auch einen Eindruck von seinem bisherigen Leben und stellen dabei fest, dass er eigentlich sehr einsam ist, fast schon ein wenig verbittert.

Er wundert sich über die all zu häufigen Besuche der Polizisten, lernt seinen Lebensretter kennen und schiebt ihn sofort in eine Schublade. Jean-Pierre ärgert sich über die stets präsente 14-jährige, pummelige Rotzgöre, für die er auch eine passende Schublade hat. Das Personal macht ihn mit seinen ewigen „Uns-Fragen“ und dem ständigen Offenlassen der Zimmertür fast verrückt. Genau so wenig mag er es, nur auf “Das Becken von 28“ reduziert zu werden.

Um nicht nur dumm rum zu liegen, beginnt er seine Memoiren zu schreiben. Wir switchen also, an den passenden Stellen, zwischen seinen zumeist trostlosen Erinnerungen und dem prall gefüllten Krankenhausleben hin und her. Das gibt der Geschichte seine Würze.

Die andauernden, ungebetene Besuche der bereits erwähnten Personen lassen jedoch langsam, gegen seinen Willen, Stück für Stück seine harte Schale knacken und sich fast gänzlich auflösen. Dieser bunt gemischte Haufen wächst ihm ans Herz, bringt neue Lebensenergie zurück. Sie alle, die Krankenschwester, der Polizist, der Lebensretter und die Rotzgöre werden fast so etwas wie eine Familie für ihn, die er außerhalb des Krankenhauses nie so richtig hatte. Einziges Manko für ihn, wie im wirkliche Leben auch, wird die Unfallflucht nie aufgeklärt.


Was soll ich als Fazit sagen?!?

Die Autorin hat es geschafft, mich lachend zum Nachdenken zu bringen. Zum Philosophieren über das oft viel zu kurze Leben, das man aus diesem Grund jeden Tag genießen sollte. Über das Alter/das Älter werden verbunden mit der aufkommenden Einsamkeit und Freundschaft, für die es nie zu spät ist bzw. sein sollte. Durch das, zwecks Unbeweglichkeit, Aushalten der “Attacken der Störenfriede“ fing Jean-Pierre an hinter die Fassade zu blicken und sieht die Personen jetzt mit anderen Augen. Wir werden sachte darauf aufmerksam gemacht, das Schubladendenken aufzugeben. Außerhalb des Krankenhauses hätte er seine neuen Freunde nie wahrgenommen, geschweige denn ihre Freundschaft angenommen oder gar gesucht.

Das offene Ende Ende lässt unserer Phantasie und dem Kopfkino sehr viel Spielraum zum Weiterspinnen und für Spekulationen, wie das “Familienleben“ wohl aussehen könnte.

Ein Buch, das es wert ist gelesen zu werden.

Ich danke dem Hoffman und Campe Verlag für die Möglichkeit diese liebevolle und bewegende Hommage der Autorin Marie-Sabine Roger * Für das Leben * Über das Alter * An die Freundschaft *, lesen zu dürfen.

Das eine oder andere Buch dieser Autorin wird wohl in absehbarer Zeit gelesen in meinem Regal stehen.

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Tags: das leben ist ein listiger kater, marie-sabine roger   (2)
 

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

zukunft, sansibar, luan, gedanke, dystopie

Die Schattensurfer

Hubert Wiest
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei Lomoco Publishing, 04.01.2014
ISBN B00GSF6NUW
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut zu lesen. Der Sprachstil ist an die Altersgruppe 12-15 jährige Leser angepasst, für 10jährige sind meines Erachtens nach zu viele “Fremdwörter“ darin enthalten.

Eine gut ausgedachte Geschichte die etwas bereits alltägliches, die soziale Vernetzung, aufgreift und überspitzt darstellt. Die Gedanken aller Menschen werden in einem zentralen “lebenden“ Rechner gesammelt. Selbst die nicht gedachten leeren Gedanken, denn sie werden zur Energiegewinnung benützt. Wer „falsch denkt oder Geheimnisse haben möchte, ist hier fehl am Platze.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Hauptprotagonisten Luan und Sansibar.

Luan ist ein absoluter Computerfreak, fast schon ein Genie und will nach seiner bestandenen Prüfung sein Wissen und Können dem Rechner/der Gemeinschaft zu Verfügung stellen. Durch eine Straftat, bei der er erwischt wird, wir er von dieser Prüfung ausgeschlossen. Dies bedeutet für ihn, dass er nie wieder mit Computer arbeiten darf.

Sansibar freut sich zu nächst auf ihre Aufnahmeprüfung, will sie doch ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft werden. Doch ein tief in ihr vergrabenes Trauma drückt sich Stück für Stück wieder an die Oberfläche. Dies lässt sie ganz langsam an der Richtigkeit des Systems zweifeln, möchte sie doch zu gerne ein paar Geheimnisse für sich behalten.

Wir dürfen an dem momentanen, wirklich sehr actionreiche, Leben der Beiden teilhaben. Ein dramatischer Höhepunkt jagt den nächsten, dem Leser bleibt kaum Luft zum Durchatmen.

Faszinierend und zugleich nachdenklich machend, ist der Wunsch der Obrigkeit, dass alle Menschen so oft wie möglich, am Besten sogar noch länger wie bisher, den Lunapark besuchen. Bei den dort anwesenden Personen können die meisten leeren Gedanken abgezapft werden.

Die Schwachstelle in diesemBuch/der Geschichte ist wahrscheinlich nur für die erwachsenen Leser/innen von größerer Bedeutung. Es wird nicht erklärt wer hinter diesem Rechner steckt und was seine wahren Ziele oder Motive sind. Wir erfahren auch nicht, ob diese “Welt“ nur aus Mallinport besteht oder es noch andere Städte bzw. Länder gibt. Werden diese anderen Orte auf dieselbe Art und Weise regiert oder haben sie eine völlig andere Struktur. Hier wurde meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt.

Die 12-15 jährigen Leser werden aller Wahrscheinlichkeit nach ständige Action, die ohne Blut auskommt, genießen. Also alles in allem ein gutes Buch für die Jugend.


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Tags: hubert wiest, schattensurfer   (2)
 

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

krankheit, folter, morbus dei, tod, liebe

Morbus Dei: Inferno

Bastian Zach , Bastian Zach
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 12.06.2012
ISBN 9783709974186
Genre: Historische Romane

Rezension:


Die Autoren haben einen nahtlosen Übergang von Teil 1 zu Teil 2 für unsere 3 "Helden" und uns geschaffen. Die düstere Atmosphäre bleibt erhalten, jedoch Spannung und Tempo "legen noch einen Zahn zu".

Die kleine Gruppe muss einen mehr als beschwerlichen Weg nach Wien auf sich nehmen, sind sie letztendlich ohne gültige Papiere und Gesundheitspass. 

Johann will eigentlich im Haus des Bauern, der ihm damals seine Geldkatze gestohlen hatte, verweilen bis die schlimmste Kälte des Winters vorbei ist. Elisabeth jedoch gefiel die Atmosphäre die sie in dem Haus spürte so gar nicht. Johann folgte ihrem Drängen und sie machten sich am nächsten Morgen wieder auf den Weg.

Ausgemergelt von Kälte und nicht ausreichender Nahrung, werden sie von einem Rudel hungriger Wölfe angegriffen. Hilfe erhalten sie von dem Mönch Konstantin von Freising. Dieser kreuzt nicht nur zufällig sondern auch zum Glück für die 3 deren Weg. Er und sein Novize Basilius, der ein Schweigegelübde abgelegt hat, sind auch auf dem Weg nach Wien,  dort müssen über die "Kranken" Bericht erstatten. 

Unterwegs wurden sie vom hilfsbereiten Mönch in Pilger "verwandelt". Die nun etwas gewachsene Gruppe musste viele Gefahren und Kämpfe überstehen, bis sie endlich Wien erreichte.

Die meisten Charaktere schleichen sich heimlich, still und leise in unsere Herzen. Das Autoren-Duo hat sie sehr gut gezeichnet, sie werden sehr realistisch und menschlich für uns dargestellt und so hinterlassen sie einen bleibenden Eindruck bei uns. 

Bis zur letzten Seite des Buches und darüber hinaus können sich Johann und Elisabeth keine langen Erholungsphasen gönnen, sie werden immer weiter getrieben und lassen uns atemlos zurück.

Eines kann ich Euch noch ohne zu Spoilern verraten, es endet wieder mit einem wahnsinns Cliffhanger, sorgt natürlich auch gleichzeitig für Leserbindung.

Dieses Buch sollte aber auf keinen Fall vor Teil 1 gelesen werden, es setzt zu viel an Grundwissen voraus.

Über die "Krankheit" wissen wir immer noch nur das sie eine Krankheit ist, neu hinzu kommt allerdings, dass sich ihr Verlauf ändern kann und das sie auch Wien erreicht. Ich hoffe sehr stark, dass dieses Rätsel in Teil 3 gelöst wird. Diesen werden ich auf jeden Fall auch lesen, denn diesen sympathischen Charakteren muss ich einfach auf ihrem weiteren Lebens,- und Leidensweg folgen. 

Auch für dieses Buch kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.



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817 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

liebe, stuttgart, lieblingsmomente, liebesroman, träume

Lieblingsmomente

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.08.2013
ISBN 9783492304467
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lieblingsmomente beginnt mit einem (Abschieds)-Brief von Tristan an Layla (summt Euer Kopf jetzt auch die Melodie von Eric Clapton?). Dieser Brief zieht den Leser sofort magisch in das Buch, will man doch unbedingt wissen wie und warum es zu ihm kam. 

Mit der freundlichen Genehmigung der Autorin Adriana Popescu darf ich diesen Brief in voller Länge zitieren.


************************************
Liebe Layla,

erinnerst du dich noch an die Frage, die du mir gestellt hast? Ob ich wüsste, wie unsere Geschichte ausgeht? Wie mir scheint, wissen wir es noch immer nicht. Aber ich würde alles jederzeit wieder genau so tun. Es gibt noch so viel zu sagen, aber jetzt läuft mir dafür die Zeit davon. Ich habe dir einmal ganz zu Beginn gesagt: Wenn du nicht mehr kannst oder möchtest, werde ich gehen und dich in Ruhe lassen. Ich werde alles mitnehmen, was du möchtest,und dir lassen, was du brauchst. 

Ich will dir in diesem Brief nur sagen, dass du mir viele Lieblingsmomente geschenkt hast. Ich werde dich jetzt also loslassen. Auch wenn du mir schrecklich fehlen wirst, weiß ich, dass ich es tun muss …

Die Zeit mit dir hat mir vieles klarer gemacht. Ich habe für eine kleine, unendlich schöne Weile die Welt durch dich und deine Augen sehen dürfen. Wenn du wüsstest, wie viel mir das bedeutet, würdest du dich wundern. Aber so wie die Sternschnuppen werde auch ich verschwinden und nur dann wieder wie wild den Himmel stürmen, wenn du es dir wünschst. 

Vielleicht wirst auch du dich immer daran erinnern:

>>Heute Nacht gehört der Himmel uns.<<

Tristan

PS: Ich bin nicht besonders gut im Verabschieden. Hoffentlich verzeihst du mir.


************************************


Selten, wirklich ganz selten habe ich so ein gefühlvolles Buch gelesen. Es ist kein bisschen kitschig, sondern einfach nur WOW.

Jeder der beiden Hauptprotagonisten steckt irgendwie in einer Beziehung fest. 

Layla ist seit Fotografin und seit 5 Jahren in einer festen Beziehung mit Oliver, seit 2 Jahren wohnen sie zusammen. Sie hat mit Hilfe von Oli ihre eigene Firma gegründet. Macht für diverse Partyveranstalter Fotos.  Ihr Freund hat dafür ein neues Wort geprägt "Party-Knipserin", ist es nun liebevoll oder abwertend gemeint? Findet es heraus, durch nachlesen.  Layla's Traum, den sie sehr weit hinten und ganz unten vergraben hat, war als Fotografin die Welt zu bereisen und gefühlvolle, stimmungsvolle, wunderschöne Fotos zu machen. 

Oliver arbeitet als Vermögensberater und steigt die Karriereleiter steil nach oben, hat keine Zeit für Träume oder eine Weltreise, alles ist durchgeplant. 

Tristan bestreitet seinen Lebensunterhalt durch diverse Jobs, Kellner, Türsteher, Fahrradkurrier und früher Autor. Er lebt laut Facebook in einer Beziehung. Sie heißt Helen, ist Journalistin und für sie hat er geschrieben. Björn ist seit der Schulzeit sein bester Freund.

Beccie ist seit der Schulzeit Layla's beste Freundin und studiert immer noch. Sie flirtet unheimlich gern und hat auch das Aussehen und die Figur dazu, nimmt aber keinen Flirt mit nach Hause oder übernachtet bei ihm.

Das Buch wird aus der Sicht von Layla beschrieben und wir begleiten sie auf ihren Wegen durch Stuttgart und teilen mit ihr ihre Gedanken. Bei einem Event auf dem sie als Fotografin engagiert ist, lernen sie und Beccie Tristan kennen.

Tristan spürt das Layla mehr wäre als nur Party-Knipserin, er sieht wie viel Talent in ihr steckt. Er ermutigt sie dazu wieder an ihre Träume zu glauben und rät ihr dazu ihre alten "Urlaubsfotos" doch auszustellen. Davon will sie aber nichts hören, passt ja schließlich nicht zu Oli's Plänen. Sie werden "gute Freunde", haben eine wirklich einzigartige Freundschaft in der sie einige Lieblingsmomente miteinander teilen. 

Durch die Zeit, die sie mit Tristan verbringt, verändert sie sich ganz langsam und lässt ihre Träume wieder an die Oberfläche kommen. Auch in Tristan findet eine Veränderung statt, die Layla aber nicht bewusst wahr nimmt. Da sie sehr häufig falsche Sachen in Gespräche oder Handlungen hinein interpretiert. Da sie ja in meiner Heimatstadt sind, hatte ich manchmal das dringende Bedürfnis an den Ort des Geschehens zu gehen und Layla zu schütteln und ihr zusagen - Hallo Mädchen nimm doch auch mal die Realität wahr, lass ihn aussprechen, hör doch bis zum Ende zu! Natürlich kommt es auch vor, muss ja in einem Buch auch so sein, dass immer im unpassendsten Moment jemand auftaucht und stört.

Beccie erklärt Layla immer mal wieder, dass Oli und sie doch das perfekte Paar sind und Layla "rudert" dann immer wieder zurück.

Warum verschweigt Tristan eigentlich so lange diese "eine Sache"? Ohne dieses Geheimnis könnte das Leben doch viel unkomplizierter sein. 

Wie bei fast allem stellt sich auch hier die Frage, wann ist eigentlich der richtige oder der falsche Zeitpunkt.

Wie schreibt Tristan in seinem Brief - Heute Nacht gehört der Himmel uns - trotzdem steht ihre aufkeimende Liebe unter keinem guten Stern.

Das Buch konnte ich erst dann aus der Hand legen, als ich die letzte Seite gelesen habe. 

Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte ganz tief drinnen berührt und nicht nur zum Lachen, nein auch zum Weinen gebracht. Sie bewirkt, dass man über seinen eigenen Alltagstrott nachdenkt und die Idee der Lieblingsmomente für sich selbst auch verwirklichen will und wird. Adriana Popescu schafft es, dass man wieder über seine eigenen Träume und Hoffnungen nachdenkt und Bilanz zieht, was man davon erreicht hat und eventuell noch erreichen könnte.

Ihre Charaktere sind wunderbar gezeichnet und wie aus dem Leben gegriffen, man findet sich in ihnen wieder. Tristan muss man einfach lieben, werde mich jetzt auf die Suche nach meinem Tristan begeben. 

Es gibt noch eine Besonderheit über dieses Buch zu berichten. Es gibt 4 extra für dieses Buch geschriebene Lieder von Thomas Pegram.

Das offizielle Musikvideo "Lieblingsmomente" findet Ihr -->hier

Ich zünde eine Wunderkerze an und vergebe 5 von 5 Sternen (mehr geht ja offiziell nicht)

Das soll heißen, geht zur Buchhandlung Eurer Wahl, oder lasst Euch dieses Buch schenken, oder besorgt es Euch online, oder oder oder…. .  Lesen müsst Ihr es auf jeden Fall, sonst entgeht Euch Euer neues Lieblingsbuch.

Ich schließe diese Rezension mit ein paar Zeilen aus dem Lied, die mein neues Motto geworden sind.


Es steckt mehr in dir, als du denkst,

mach jeden Moment zu einem Lieblingsmoment!


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Tags: adriana popescu, lieblingsmoment   (2)
 

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

thriller, preston; child, ausbeutung, attack - unsichtbarer feind, pendergast-reihe

Attack - Unsichtbarer Feind

Douglas Preston , Lincoln Child , Michael Benthack
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Droemer, 20.12.2013
ISBN 9783426199855
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies ist mein erster Kriminalfall um den Special Agent Pendergast und hat meine Neugier auf seine älteren Fälle geweckt.

Der Prolog, in dem sich unter anderem A.C. Doyle und O. Wilde treffen, legt uns eine mysteriöse Spur zu einem Fall der in der heutigen Zeit in einem Nobelort für Milliardäre. Wilde erzählt Doyle eine Geschichte die er von einem Bergmann bei seinen Reisen erfahren hatte. Diese Geschichte schlug Doyle im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen. 

Die endgültige Aufklärung des Falles von Wilde's Geschichte und sowie die Aufklärung der abgefackelten Häuser samt ihrer Bewohner laufen parallel und irgendwie doch zusammen.

Special Agent Pendergast fasziniert mich durch die Art der Vorgehensweise, die der von Sherlock Holmes wirklich sehr ähnlich ist, genauso wie die Roman-Figur von A.C. Doyle.

Sein Protegé, die Kriminologie - Studentin (Spezialgebiet Forensik) Corrie Swanson die wegen ihrer abschließenden Studienarbeit mit der sie das Stipendium gewinnen will, reist in den Nobelort Roaring Fork. Dort trampelt sie durch mehrere Fettnäpfchen, so dass Pendergast ihr zur Hilfe eilt. Sie trampelt aber weiterhin wild herum und hält sich an keine Anweisungen, mit äußerst fatalen Folgen. 

Die beiden Handlungsstränge - "Menschenfressender Bär" aus Doyle's Zeit und Feuerteufel im Hier und Jetzt - werden stimmig zu einem Ende gebracht. Manches was wir lesen klingt zwar phantastisch und äußerst überspitzt, aber dafür ist es ja ein fiktiver Fall und kein Tatsachenbericht. Die Autoren leben ihre Phantasie aus. 

In kurzen Kapiteln wird mit Szenenwechseln und Cliffhangern die Spannung sehr gut aufrechterhalten.  Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Aus diesem Grund werde ich mir auch die anderen Bücher/Geschichten mit diesem Special Agent zu Gemüte führen.

Die Hommage an Sir Arthur Conan Doyle M.D. und seine verschwundene/verlorene Geschichte, ein weiterer Fall des Sherlock Holmes (über den "menschenfressenden Bären"), die Pendergast dann findet, gefällt mir sehr. 

Sollte es zu weiteren Fällen über dieses Ermittlerduo kommen hoffe ich doch sehr, dass Corrie sich nicht weiterhin so tölpelhaft benimmt. Das war/ist fast schon bisschen zu viel des Guten, daher der Abzug eines Sternes.

Diese Buch erhält von mir 4 von 5 Sternen.

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Tags: attack - unsichtbarer feind, preston/child   (2)
 

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

u-boot, insel, historischer roman, krieg, argentinien

Faro

Ole R. Börgdahl
E-Buch Text: 519 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 16.12.2012
ISBN B009SZR5C4
Genre: Sonstiges

Rezension:


….ist dem Autor hier gelungen.

Dieser historische Roman mit einem Touch von Thriller von Ole R. Börgdahl ist wirklich sehr gut recherchiert und birgt sehr viel interessante Informationen über U-Boote und das Nazi-Regime in sich.

Wir befinden uns im Zweiten Weltkrieg und begleiten einen Lebensabschnitt des "Torpedomixers" Michael Stromm.

Gestrandet auf den Kanarischen Inseln, nachdem sein U-Boot versenkt wurde, löst er sich mit Hilfe von Thomas Mann, dessen Worte er im Radio verfolgt, von seinem "Nazi-Gedankengut". In dem Leuchtturmwärter Paulus und der  jungen Serina findet er so etwas wie eine Familie. 

Mit welchen abscheulichen Taten die SS samt ihrer spanischen Schergen nach Michael suchen, ihn finden und sich dann dem Flüchtenden an die Fersen heften, möchte ich nicht näher erläutern. Diese absolute Hochspannung möchte ich keinem zukünftigen Leser wegnehmen.

Deutschland, Frankreich, Kanarische Inseln, England, Spanien, Argentinien und Chile sind die Stationen, die wir zusammen mit Michael sehen und erleben.

Die Beschreibungen von Ole R. Börgdahl sind sehr bildhaft, man sieht die Geschichte wie einen Film vor sich ablaufen. 
Einzig mit den Gefühlen tut sich der Autor doch (noch) etwas schwer, sie lassen noch einiges zu Wünschen übrig.

Das mindert aber in keinster Weise den Genuss und die Spannung des Buches.

Die Recherche muss sehr zeitaufwendig gewesen sein und zeugt davon wie viel Liebe und Herzblut vom Autor in diesem Roman steckt. Ole R. Börgdahl hat ihn mit sehr viel Liebe zum Detail in einer flüssigen, gut und schnell lesbaren Weise geschrieben. Daher sollte er sich überlegen, ob nicht doch auch eine Print-Version des Buches herausgegeben werden sollte, damit es  einem noch größeren Leserkreis Freude und Spannung bereiten kann.

Einziges Manko: Das offene Ende lässt den Leser mit sehr vielen unbeantworteten Fragen zurück. 
Daher hoffe ich und wünsche uns allen, dass dieses Buch eine Fortsetzung erhält, die ich sofort mit Begeisterung lesen würde. 

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Tags: faro, ole r. börgdahl   (2)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

tharah meester, marc staten

Marc Staten - Wiedersehen

Tharah Meester
E-Buch Text: 18 Seiten
Erschienen bei null, 18.12.2013
ISBN B00HEXNI8C
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Autorin führt uns wieder gekonnt durch einen neuen Höhepunkt oder doch eher Tiefpunkt in Marc's Leben.

Lernen Männer eigentlich nie aus ihren Fehlern? Bei Tharah auf jeden Fall nicht.

Ihre Kurzgeschichten um Marc Staten sind flüssig, humorvoll, teilweise sehr erotisch, aber auf keinen Fall langweilig geschrieben.
In jeder einzelnen ihrer Kurzgeschichten gibt es absolut unvorhersehbare Wendungen, die den Leser total gespannt auf das weitere Geschehen neugierig warten lassen. 

Das Lesen lohnt sich auf jeden Fall



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Tags: marc staten, tharah meester   (2)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

tharah meester, marc staten, romance, thomas staten, liebe

Marc Staten - Eine Nacht und ein Tag

Tharah Meester
E-Buch Text: 29 Seiten
Erschienen bei null, 14.12.2013
ISBN B00HBID0DS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diesmal lernen wir Phil, einen Freund von Marc kennen.

Während der Fahrt nach Sacramento erfahren wir, wie und wo sich Tessa und Marc kennengelernt haben.


Noch mehr zu dieser Episode verrate ich aber nicht.

Ihr bereits bekannter, flüssiger Schreibstil führt uns teilweise sehr humorvoll durch eine weitere weitere Kurzgeschichte über den schönen Marc Staten. 

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Tags: kurzgeschichte, marc staten, tharah meester   (3)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

frau berger wird unsichtbar, alt werden, einsamkeit, einfühlsam, demenz

Frau Berger wird unsichtbar

Kerstin Michelsen
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.11.2013
ISBN B00GV8IPAM
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dem Buch oder besser gesagt, in der Geschichte ist ein Dreh-, und Angelpunkt das "Alter".

Sehr feinfühlig, aber trotzdem äußerst wirkungsvoll führt uns die Autorin an dieses "Tabu-Thema" heran. Keiner möchte darüber sprechen, doch es betrifft uns alle eines Tages.

Die Lebensgeschichte der "unsichtbaren  Frau Berger" erfahren wir aus 3 Perspektiven. Die Gliederung zeigt uns immer die Zeiträume und Personen an, von denen wir dann etwas erfahren. Dies ist, außer dem guten Schreibstil, ein weiterer Grund warum sich dieses Buch sich flüssig und ohne Verwirrung, durch die verschiedenen Zeitebenen, lesen lässt.

1. Durch die Erzählungen und die vielen, meist wunderbaren Erinnerungen von Frau Berger. Diese kann sich viel klarer an das "Damals" als an das "Heute und Gestern" erinnern. Sie hatte ein ausgefülltes Leben, das mit einigem an Höhen und Tiefen gespickt war. Sie hadert aber nicht mit dem Schicksal, dass ihr eine uneheliche Tochter beschert hat. Im Gegenteil, sie empfand es als Glück, ihre Tochter Rosemarie bekommen zu haben. Selbst mit dem Umstand, dass Rosemarie ihre eigene Familie mit Kindern und Enkelkindern im fernen Kapstadt aufgebaut hat, hat sich Frau Berger gut arrangiert. Sie freut sich über die monatlichen Anrufe ihrer Tochter und die "Familienneuigkeiten" die sie dadurch erfährt.

2. Durch die Tochter erfahren wir, wie wenig Zeit ihre Mutter eigentlich für sie hatte. Nach dem Krieg befand sich ja alles noch im Wiederaufbau. Frau Berger musste nicht nur für sich und Rosemarie den Lebensunterhalt verdienen, sondern auch noch für ihre eigene Mutter sorgen, die Witwe mit einer viel zu kleinen Rente war. Rosemarie lässt uns also an ihren Gedanken über ihre Mutter, ihre eigene Kindheit und ihr jetziges Leben, fernab der Mutter teilhaben.

3. Durch den Studenten David, der eines Tages Frau Berger im Hausflur beim Treppen steigen hilft. Ab diesem Zeitpunkt besucht er die nette, tüttelige ältere Dame in unregelmäßigen Abständen. Anfangs eigentlich immer wenn er mal wieder "Zoff" in seiner WG hat. Dieser allmählich doch intensiver werdende Kontakt zu Frau Berger verändert den jungen Mann auf eine positive Art und Weise. Sie verhilft ihm sogar zu erweitertem Wissen über die Vergangenheit seiner eigenen Familie.

Kerstin Michelsen öffnet uns durch ihre runde und sehr realitätsnahe Geschichte die Augen und unsere Wahrnehmung für/über das "Älterwerden/Altern". Man spürt oder sieht aber nie den erhobenen Zeigefinger, aber ganz ganz weit hinten sieht man einen angedeuteten "Wink mit dem Zaunpfahl". Nach dem Lesen des Buches wird einem ganz deutlich, dass hinter jedem älteren Menschen dem wir begegnen eine ganz eigene Geschichte steht, die vielleicht sogar erzählt werden will, damit diese Person nicht auch "unsichtbar" wird. Wir sollten uns wieder mehr Zeit zum Zuhören nehmen. Dieses Buch lässt einen erstmal nachdenklich zurück. 

Die Autorin hat ein schwieriges Thema in eine wundervolle Geschichte verpackt und durch Self-Puplishing veröffentlicht, eigentlich sollte durch dieses Buch ein guter Verlag auf sie aufmerksam werden. Kerstin Michelsen hat sich bei mir nicht nur eine Leseempfehlung sondern auch 5 von 5 Sternen verdient.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

regina mengel, hochzeit mit huh

Hochzeit mit Huhn

Regina Mengel
E-Buch Text: 206 Seiten
Erschienen bei Qindie - Regina Mengel, 12.12.2013
ISBN B00HAB2U3C
Genre: Liebesromane

Rezension:

Einem Buch das mich mit seinem Cover, das Wort Hochzeit und die "Brautgummistiefel" sind in einem "Eye-Catcher-Pink" und ein gackerndes (ich kann es hören, ihr auch?) Huhn, "anspringt" sollte doch seine Chance gegeben werden. Es gehört zwar einem Genre an das so was von überhaupt nicht in mein Beuteschema passt, aber wie bereits erwähnt, weckte das Cover meine Neugier.

Im Nachhinein muss ich sagen, zum Glück ließ ich mich auf dieses Buch ein, aber Achtung: hier sind Lachtränen angesagt.

Herrlich humorvoll, um nicht zu sagen stellenweise echt witzig und mit viel Esprit lässt uns die Autorin am "verkorksten" Leben ihrer Hauptprotagonistin Lisa teilhaben. Ihr Schreib-, / Sprachstil ist vollkommen an das Genre angepasst und lässt daher keine Wünsche offen. Gekonnt erweckt sie ihre Protagonisten und die Umgebung liebevoll zum Leben. Wir fühlen nicht nur mit Lisa, nein, wir möchten sogar stellenweise eingreifen und sie schütteln. Sie tritt mit wahrer Wonne in jedes Fettnäpfchen, und ist zufällig keines da, stellt sie es selber auf. Regina Mengel hat es mit ihrer Geschichte geschafft, dass mir seit langem mal wieder wegen einem Buch vom Lachen die Tränen runtergekullert sind. 

Lisa lebt etwas abseits auf ihrem Hof zusammen mit ein paar Hühnern (13) und einem Hahn,  Antje ist unter ihnen die lauteste. Sie erweckt regelmäßig samstagmorgens tote wieder zum Leben, wenn sie ihr wöchentliches Ei legt. Aus diesem Grund hat Lisa's Ex Simon sie auch verlassen, oder doch nicht darum? Wer weiß das schon so genau. Einfach nachlesen, sage ich da nur. Weiterhin gibt es dann noch Pitti ihre Glückskatze, Platsch den Hofhund, der  eine Mischung aus Schäferhund und Wolpertinger sein soll, sowie eine Kuh-Namens-Wanda, die Lisa in ihrem Rosenbeet fand.

Ihre beste Freundin Saskia, die ständig mindestens so laut wie Antje "gackert", reißt Lisa aus ihrem seelischen Tief und zieht mit ihr um die Häuser. Dabei lernt Lisa David kennen und lieben, ist er zu ihrer Freude doch so ganz anders als Simon war. Wir dürfen zusammen mit unserer Hauptprotagonistin die skurrilsten Schwiegereltern die man sich nur denken kann kennenlernen.

Nicht nur das ihr Ex samt Antje dem Samstagshuhn in die kirchliche Hochzeit platzt hält die Autorin für uns bereit. Nein, sie bringt auch noch eine nicht vorhersehbare Wendung ins Spiel. Die Geschichte nimmt eine rasante Fahrt in Richtung Thriller auf.

Diese Mischung macht das Buch zu einem wahren Lesegenuss. Leider musste ich das Essen für die Sylvesterfeier vorbereiten, sonst hätte ich das Buch für keine Sekunde aus der Hand gelegt.

Obwohl Regina Mengel "nur" eine Indie-Autorin ist, oder vielleicht auch gerade deswegen, kann sie meiner Meinung nach mit den "Großen" Verlagsautoren mithalten. Diese Autorin sollte man sich auf jeden Fall merken, ihre Bücher sind es wert gelesen zu werden. 

Von mir kann es nur eines geben: Eine ganz klare Leseempfehlung

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Tags: hochzeit mit huh, regina mengel   (2)
 
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