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Holding on to You - Mavis & Henry

Natalie Elin
Flexibler Einband: 373 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books, 16.08.2018
ISBN 9783947288878
Genre: Romane

Rezension:

Cover:

Das äußere Erscheinungsbild des Romans spiegelt schön den Kern des Inhaltes wider. In lockerer Bekleidung sitzt die Heldin, eine Nachricht auf ihrem Laptop tippend, auf ihrem Bett. Halbtransparente blaue und grüne Farbtupfer an den Rändern des Covers sorgen für einen ästhetischen Ziereffekt. Auch die gewählte Aufmachung des Titels, der sich aus geschwungenen und serifenlosen Schriftarten zusammensetzt, fügt sich nahtlos in die ansehnliche Gesamtpräsentation.


Meine Meinung:

Wichtig: Diese Buchbesprechung wurde aufgrund eines zugesendeten Rezensionsexemplars verfasst. Ich bedanke mich herzlich bei Hawkify Books für die Bereitstellung. Einen Einfluss auf meine Meinung nimmt dies selbstverständlich nicht.

„Es gibt so viele Dinge, mit denen man sich erst beschäftigt, wenn man selbst damit konfrontiert wird.“ (Holding on to you, Pos. 1369)

Diesen Roman zu bewerten, gestaltet sich für mich schwieriger als gedacht. Natalie Elin hat insgesamt eine Liebesgeschichte verfasst, die mit einem Hauch Coming of Age eine durchaus ernste Thematik beinhaltet. Dennoch bleibe ich äußerst zwiegespalten zurück. Weshalb? Weil sie meinen Erwartungen einerseits gerecht wird, andererseits aber auch nicht.

Als die junge Studentin Mavis eine unscheinbare Nachricht erhält, erwartet sie zunächst nicht viel. An einer Beziehung ist sie nach ihren letzten, höchst unerfreulichen Dates ohnehin nicht interessiert. Doch kann sie nicht leugnen, dass der geheimnisvolle Unbekannte ihr Herz mit einfachen Worten ordentlich zum Flattern bringt. So stimmt sie einem Treffen mit Henry schließlich zu und schwebt wenig später auf Wolke sieben. Doch ihr Glück offenbart nach und nach Schattenseiten, mit denen sie nicht gerechnet hat …

Mit einem locker-leichten Schreibstil, der so manch humoristische Hyperbel aus dem Repertoire einer Frau bereithält, findet sich der Leser schnell im Fluss der Geschichte wieder. Auch weiß der ein oder andere freundschaftliche Schlagabtausch zwischen den Charakteren ein Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern, während unzählige romantische Szenen wohliges Herzklopfen bescheren. All das sorgt auch im Angesicht des ernsten Hintergrunds für einen angenehmen Ausgleich. Die Protagonisten selbst wirken im Großen und Ganzen lebensnah, nur Henry kommt trotz Hobbies und Arbeit etwas von der Außenwelt isoliert daher – was sich allerdings nahtlos in seine Situation fügt.

Wie die Autorin allmählich seine Probleme offenbart, lässt sich als sehr dezent beschreiben. So führt sie auch die Schwierigkeit des richtigen Erkennens bzw. Diagnostizierens vor Augen. Wiederholt habe ich mich gemeinsam mit der Heldin gefragt, ob man womöglich Geister sieht, wo keine sind, und doch sind die Anzeichen unverkennbar vorhanden. Jedoch hatte ich durch den Klappentext deutlich mehr Tragik, mehr Aufopferung seitens von Mavis erwartet. Stattdessen begleitet man sie durch eine monatelange Dating-Phase, die auch nach zwei Dritteln des Buches längst nicht abgeschlossen ist, und kämpft sich durch Passagen ihrer emotionalen Abstürze. Dass ihre Erfahrungen verletzend sind, möchte ich gar nicht abstreiten! Dennoch fiel es mir aufgrund der Tatsache, dass die beiden sich gar nicht richtig kennen, schwer, ihr Gefühlschaos nachzuvollziehen. Vielleicht werte ich das aber auch zu streng – sie ist schließlich mit 19 Jahren noch recht jung und bis über beide Ohren verliebt. Das Ende dagegen ließ mich vollkommen aufgewühlt zurück. Für diese Wendung braucht es Mut, den ich der Autorin hoch anrechne!


Fazit:

„Holding on to you“ bietet insgesamt eine gehaltvolle Liebesgeschichte mit aktueller Thematik. Meine Erwartungen konnte der Roman jedoch leider nicht erfüllen. Ich vergebe deshalb drei Sterne.

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Tags: chicklit, comingofage, debut, hawkifybooks, liebesroman, natalieelin, rezension, rezensionsexemplar, romance, romandebut   (10)
 

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Fluch der Elemente: Die Schwestern von Feuer und Erde

Lilyana Ravenheart
E-Buch Text: 160 Seiten
Erschienen bei BookRix, 19.10.2017
ISBN 9783743830486
Genre: Fantasy

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träume voller schatten

Träume voller Schatten

Christina Löw
Flexibler Einband: 294 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 13.05.2018
ISBN 9783961114429
Genre: Sonstiges

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Zara Nesbit. Blutrabe: Mord, Magie und Mystery

Ily Romansky
E-Buch Text: 315 Seiten
Erschienen bei null, 01.08.2018
ISBN B07F6DZTJH
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover:

Das Cover gestaltet sich vor dem dunkelblauen Hintergrund und dem blauen geflochtenen Kranz äußerst schlicht. Der gelbe Titel prangt gemeinsam mit dem in weiß gehaltenen Untertitel im Vordergrund, im unteren Teil findet sich der Name der Autorin. Meinen Geschmack trifft es nicht unbedingt. Was mir aber durchaus gefällt, ist die eingesetzte Alliteration von „Mord, Magie und Mystery“ – so etwas bleibt einem auf Anhieb im Gedächtnis und weckt gleichzeitig die Neugier.


Meine Meinung:

Wichtig: Diese Buchbesprechung wurde aufgrund eines zugesendeten Rezensionsexemplars verfasst. Ich bedanke mich herzlich bei Ily Romansky für die Bereitstellung. Einen Einfluss auf meine Meinung nimmt dies selbstverständlich nicht.

„‚Was ist ein Blutrabe?‘, fragte Gertie.
Zara sah hinauf zu den Raben in den Ästen. ‚Ein Blutrabe war einmal ein gewöhnlicher Rabe. Aber er fürchtet sich nicht vor Magie, wie andere Tiere. Im Gegenteil, er wird von ihr angelockt.‘“
(Zara Nesbit – Blutrabe, Pos. 1098)

In ersten Band von „Zara Nesbit“ zeichnet Autorin Ily Romansky ein historisches Abenteuer der Extraklasse, gepaart mit Fantasy-Elementen und im Stil eines Gouvernanten-Romans. Wenngleich das Auge vereinzelte Interpunktionsfehler streift, mindert das keineswegs die Faszination für diesen außergewöhnlichen Genre-Mix. Ich habe wirklich jede Seite dieses hochspannenden und zugleich erfrischenden Romans genossen!

Vier Jahre nach der Thronbesteigung Mary Tudors I., auch die „Blutige“ oder „Katholische“ genannt, folgt die junge Gouvernante Zara Nesbit dem Ruf der Adelsfamilie Wycliff in ein unscheinbares Dorf namens Blackby. Dort soll sie für die Erziehung und den Schutz von Tochter Gertrude sorgen. Nach einem mysteriösen Mord finden die verängstigten Dorfbewohner allerdings schnell den Schuldigen in dem kleinen Mädchen, um das sich seit Jahren Schauergeschichten über Hexerei und dunkle Magie ranken. Doch Zara glaubt nicht daran, dass Gertie zu solch einer Tat fähig ist und begibt sich schließlich selbst auf die Suche nach Antworten …

Die Grenzen zwischen Aberglaube und Tatsache, Fiktion und Wahrheit verwischen in dieser Erzählung derart, dass sich letztendlich ein packendes Katz-und-Maus-Spiel daraus entwickelt. Magie ist vor dem historischen Setting keineswegs ein Hirngespinst, sie sucht seit Jahren unschuldige Opfer in Form von gefährlichen Wirbeln heim, dring über Quellen aus dem Erdreich und ergreift Besitz von Mensch und Tier. Gleichzeitig spinnen die geschwätzigen Dorfbewohner Geschichten über Hexen, die womöglich keine sind, und wissen etwas, das sich am Ende als reiner Irrtum entpuppt. Wer hat Recht, wer beobachtet etwas Reales, wer ist ein wahrer Freund, wer der Mörder? All diese Fragen beschäftigen den Leser, während er durch die Perspektive der Heldin das Geheimnis um Blackby zu ergründen versucht. Dabei glänzen sämtliche Charaktere durch authentische Darstellungen, wenngleich es unter den Anwohnern nicht an der klassischen Tratschtante des Dorfes oder dem misstrauischen Pfarrer mangelt. Auch birgt jeder seine Licht- und Schattenseiten, begonnen bei der Heldin bis hin zum unscheinbarsten Bürger.

Vorangetrieben wird die Handlung von einem Erzählstil, dem etwas Anmutig-Vergangenes anhaftet und einen somit hervorragend in diese frühneuzeitliche Geschichte versetzt. Neben der Haupthandlung tuen sich so manche Nebenstränge auf, die nach und nach ein eindeutiges Bild über den Mord, aber auch die Charaktere ergeben. Definitiv eines der vielen Reize, die diese Geschichte ausmachen. Falsche Beschuldigungen, unerwartete Wendungen und unheimliche Begebenheiten verleihen „Zara Nesbit – Blutrabe“ darüber hinaus einen hohen Spannungsfaktor, der es kaum erlaubt, das Buch beiseitezulegen.


Fazit:

Dieser Roman ist ein kleines Juwel unter den Selfpublishing-Titeln! Wem historische Romane, Detektivgeschichten oder Gouvernanten-Romane gefallen, der wird an diesem Genre-Mix seine Freude haben. Die Handlung selbst überzeugt mit Spannung und authentischen Charakteren vor einer rustikalen Kulisse. Ich vergebe fünf Sterne. 

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Der Stern von Erui - Schattenkriege

Sylvia Rieß
E-Buch Text: 593 Seiten
Erschienen bei neobooks, 12.01.2016
ISBN 9783738054590
Genre: Fantasy

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Das Lied des Leuchtturms

Barbara Schinko
Flexibler Einband: 266 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 11.09.2018
ISBN 9783959591249
Genre: Romane

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Urban Shadows

Joan Darque
Flexibler Einband: 456 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 11.05.2018
ISBN 9783961114863
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover:

Die Silhouetten der Protagonisten heben sich im Mittelgrund transparent vor einem Skyscraper Skaimors und mathematischen Formeln ab. Im unteren Bereich des Covers läuft Magenta in ein bläuliches Grau über, gekrönt durch den schlichten, aber aufmerksamkeitserweckenden Schriftzug. Die Gestaltung gibt äußerst stimmig den Inhalt wider. Nur wären magische Symbole wohl passender gewesen anstelle von Formeln. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt.


Meine Meinung:


„‚Du bist der Jackpot‘, murmelte er. Er schaute sie an. ‚Gott, das ist so gut, ich könnte dich küssen.‘ (Urban Shadows, Pos. 834)

„Was für eine süße Geschichte!“, dachte ich nach Beendigung dieses Buches. Mit „Urban Shadows“ hat Joan Darque ein Debut vorgelegt, das Dystopie mit reichlich Romantik vereint. Obwohl sie sich eindeutig Gedanken um Setting, Plot und Charaktere gemacht hat, ergibt sich insgesamt ein Roman leichter Unterhaltung für zwischendurch.

Die Autorin entführt den Leser in die Stadt Skaimor, die, umgeben von einer magischen Schutzhülle, für die Bevölkerung ein letzter sicherer Ort zum Leben darstellt. Die Welt, wie wir sie kennen, ist längst nicht mehr. Stattdessen ist die Luft verunreinigt – wie es insgesamt um den Planeten steht, lässt auch für die Heldin Raum für Spekulationen offen. Inmitten einer Gesellschaft von Magiern, Gestaltwandlern und Menschen versucht Clover, sich als Studentin angewandter Magiewissenschaften im engagierten Einzelkampf durchzuschlagen. Doch das bisherige Glück verlässt sie jäh. In ihrer Verzweiflung lässt sie sich schließlich auf einen waghalsigen Plan des Meisterdiebs Shade ein – der ihr Herz ordentlich zum Flattern bringt …

Was mir an dieser Erzählung besonders gefallen hat, ist das detailliert ausgearbeitete Magiesystem. Durch Clovers angeborene Gabe erkennt der Leser so Ströme aus Pflanzenteilen, Farben, Symbolen und Energie, die je nach Besonderheit spezifischen Klassen zugeordnet werden. Das mag zunächst kompliziert klingen, doch die anfängliche Verwirrung legt sich nach den ersten Seiten. Auch die drei Hauptgruppen der Stadt gestalten sich durchaus interessant, wenngleich hier in tradierter Manier den Reichen die wahre Macht obliegt. Die Charaktere wirken im Großen und Ganzen natürlich, sind aber nicht gänzlich frei von Klischees. Diesen Eindruck haben insbesondere die Protagonisten Aleyna und Violet hinterlassen, die das langfingrige Quartett komplettieren.

Ein Schwachpunkt stellt für mich die Handlung dar, die bis zur Hälfte des Romans vorhersehbar und ein wenig eintönig vor sich hinplätschert. Die ständigen Schlagabtausche zwischen den verliebten Helden sind zeitweise mehr anstrengend als belustigend, die Vorbereitungen für den Raub langatmig, sodass ich in Erwägung gezogen habe, das Buch erst einmal beiseite zu legen. Dennoch ist es der Autorin gelungen, mich doch noch in den Bann zu ziehen, nämlich ab dem Zeitpunkt, an dem der grobe Geschichtsverlauf nicht mehr durch den Klappentext bekannt ist. Hier hält Joan Darque einen schönen Plot-Twist parat, der vielleicht nicht der originellste ist, aber nichtsdestotrotz seine Wirkung erzielt. So wurde es letztendlich merklich spannender, sodass auch der Spaß am Lesen wieder aufflammte. Dranbleiben wird definitiv belohnt!


Fazit:

„Urban Shadows“ ist nicht der stärkste Titel des GedankenReich Verlags; er hat auch seine merklichen Plot-Schwächen. Im Gegenzug überzeugen Setting und Charaktere sehr wohl, sodass sich für Fans romantisch-dystopischer Erzählungen ein solides Erstlingswerk bietet. Ich vergebe drei gutgemeinte Sterne. 

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Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? (Ashuan Staffel 1)

Janna Ruth
E-Buch Text: 345 Seiten
Erschienen bei null, 06.07.2018
ISBN B07CNQ16D3
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung:

Wichtig: Diese Buchbesprechung wurde aufgrund eines zugesendeten Rezensionsexemplars verfasst. Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich bei Janna Ruth für die Bereitstellung. Einen Einfluss auf meine Wertung nimmt das selbstverständlich nicht.

Lucille: Nun, mach schon! Kämpf wie ein Mann!
Fabian: (Panisch.) Du bist die Hexe.
Lucille: Soll ich sie etwa abfackeln?

(Janna Ruth. Ashuan 1.1, Pos. 404)

Lucille de Cerque ahnt nicht, dass ihr Leben mit dem Wunsch, auf eine öffentliche Schule gehen zu dürfen, nie mehr sein wird wie zuvor. Sie möchte bloß den Zwängen des Mädcheninternats entkommen – und denen ihrer strengen Mutter. Als sie jedoch unerwartet ihre magische Fähigkeiten entdeckt und die Bewohner Grünthals unter einem seltsamen Bann zu stehen scheinen, nimmt sie mit ihren neuen Freunden Samantha, Matt, Rachel, Fabian und Jan den Kampf gegen das Böse auf …

Dramen sind altmodisch, öde und langweilig? Mit diesem Irrtum räumt Janna Ruth gründlich auf! Der Schriftstellerin gelingt es mit Staffel 1.1 ihrer neuen Urban-Fantasy-Serie „Ashuan“ zweifellos, frischen Wind in diese Gattung zu bringen. Trotz Minimalismus vermögen den Leser einfache Beschreibungen und Dialoge sogleich ins fiktive Harz-Städtchen Grünthal zu versetzen, wo die Geschichte angesiedelt ist. Doch simpel ist diese Erzählung tatsächlich nur auf den ersten Blick. Noch immer bin ich vollkommen beeindruck, was für ein buntes, aufregendes Treiben sich vor dem inneren Auge abspielt, sobald man die ersten Worte liest. Man ist nicht bloß Leser, man ist Teil dieser faszinierenden Welt. Dazu tragen zum einen die Szenewechsel bei, die den Plot zielgerichtet und in angenehmen Tempo vorantreiben. Zum anderen sind es die blühenden, emotionalen Gespräche der Protagonisten. Ich hatte mit diesem Buch wirklich einen Heidenspaß! Allein der Humor ist großartig! Ständig habe ich gekichert, nur um im nächsten Augenblick vor Spannung in Schnappatmung zu verfallen. In dieser Story finden Fans von „Buffy“, „Supernatural“ und Co. definitiv Unterhaltung vom Feinsten.

„Ashuan“ war ursprünglich als Fernsehserie angedacht und das macht sich im Plot durchaus bemerkbar. Während in vier Episoden kleinere Abenteuer bestritten werden, bahnt sich im Hintergrund merklich etwas Großes an, das man noch nicht gänzlich zu fassen vermag. Ob mysteriöse schwarze Schatten oder Insekten direkt aus der Unterwelt, die sechs Jugendlichen müssen das Städtchen vor allerlei Kreaturen verteidigen. Unterdessen lernt man die Helden schrittweise kennen, von denen jeder seine ganz individuelle Geschichte zu erzählen hat. Auch das wird eindrucksvoll über die geführten Gespräche transportiert. Auf diese Weise habe ich sie alle lieb gewonnen und freue mich schon sehr darauf, künftig mehr von ihnen zu lesen.


Fazit:

„Ashuan“ verbindet als modernes Drama auf knapp 350 Seiten jede Menge Witz, Spannung und Magie. Wer sich darauf einlässt, den erwartet eine lebhafte Darbietung, die zu lesen einfach nur Spaß macht. Für mich ist diese Serie jetzt schon ein Highlight! Ich vergebe deshalb fünf Sterne. 

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Der letzte Sonnenfunke

Tanja Hammer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 28.09.2017
ISBN 9783740732721
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover

Die Mauern, durchzogenen von altertümlich anmutenden Schriftzügen, nehmen den oberen und unteren Rand des Covers ein. Sie geben den Blick auf eine in Dunkelheit liegende und von Nebeln durchzogene Landschaft frei, in deren Vordergrund der Titel leuchtend den Blick auf sich zieht. Die Gestaltung ist schlicht, aber stilvoll auf den Inhalt abgestimmt.


Meine Meinung

Wichtig: Diese Buchbesprechung wurde aufgrund eines zugesendeten Rezensionsexemplars verfasst. Ich bedanke mich herzlich bei Tanja Hammer für die Bereitstellung. Einen Einfluss auf meine Meinung nimmt dies selbstverständlich nicht.

„‚Du wirst ein ganz besonderer Lichtzauberer werden‘, hatte die Sonne zu ihm gesagt, als sie ihm das erste Mal im zarten Alter von dreizehn Lenzen erschien.“ (Der letzte Sonnenfunke – Enttarnt, Pos. 891)

Was habe ich mich in den Zeilen dieses Romans aufs Herrlichste verloren! Im Angesicht der Geschichte, die Tanja Hammer niedergeschrieben hat, kam ich bis zum Schluss nicht mehr aus dem Staunen heraus. Ihr Ideenreichtum ist wahrhaftig bewundernswert! Auf jenen 400 Seiten habe ich mich immer mehr in die Charaktere und die Welt verliebt. Transportiert wird die Erzählung außerdem von einer malerischen Ausdrucksweise, die zwar nicht jedermanns Geschmack zu treffen vermag, mich aber überaus faszinieren konnte. Der Satzbau mag hier und da verschachtelt sein, er verleiht der Geschichte jedoch auch zweifelsohne ein eigenes poetisches Flair.

Zum Inhalt möchte ich gar nicht allzu viel verraten, geht der Klappentext für einen ersten Eindruck zur Genüge ins Detail. Angesiedelt ist die Geschichte auf dem Kontinent Rokhanos, der seit dem Splittern der Sonne zu jeder Tageszeit in frostiger Finsternis liegt. Mit der ewigen Schwärze kamen auch dämonische Wesen, Scáth genannt, die seither eine fortwährende Bedrohung für die Bewohner darstellen. Das mag zunächst an Sophie Jordans „Königreich der Schatten“ erinnern, doch die Ähnlichkeiten finden hier jäh ein Ende. Dennoch bin ich überzeugt, dass Leser ihrer Dilogie auch an der Sonnenfunken-Reihe ihre Freude haben werden – mir ist es wenigstens so ergangen.

Die Autorin führt den Leser schrittweise in das Setting ein, sodass anfänglich mühsam zu lesende Bezeichnungen bald leichter von den Lippen gehen. Auch in die Ereignisse kurz nach dem Sonnenfall erhält man mittels Auszügen aus offiziellen Dokumenten, Briefen und Geschichtswerken einen Eindruck, wovon ich sehr angetan war. Besonders beeindruckt bin ich allerdings von der Sonne, denn sie nimmt in der Geschichte eine weitaus größere Rolle als die eines lichtspendenden Himmelskörpers ein. Sie ist eine Gottheit, Gwylain, das Leben höchstselbst. Doch was vermag eine Göttin derart zu zerstören? Und was bedeutet ihr Verschwinden für den Lebenskreislauf der Menschen? Ebenso wenig lassen die Charaktere an Authentizität vermissen. Sie stecken voller Geheimnisse und ungeahnten Fähigkeiten. Grade die Hauptprotagonisten Tighan O’Brannick und Ira O‘Mally gleichen sich in ihrer Art angenehm aus: während Tighan eher verschlossen ist, entweicht Ira dagegen so manch ungehaltener, frecher Spruch.

Die Handlung selbst überzeugt mittels zunehmender Spannung, interessanten Perspektivenwechsel und einer ordentlichen Portion Witz. Ich wurde insgesamt gut unterhalten! In Kombination mit all den fantasievollen Details, auch der partiell irisch anmutenden Namensgebung und den verschiedenen Formen der Zauberkunst, ergibt sich so ein empfehlenswerter Roman für Liebhaber hochphantastischer Literatur.


Fazit

„Der letzte Sonnenfunke – Enttarnt“ stellt einen gelungenen Einstieg in die Reihe dar. Sowohl der Weltenbau als auch die Helden sorgen für pures Lektürevergnügen. Aufgrund des dichterischen Ausdrucksstils sollte man allerdings sorgfältig lesen. Ich bewerte Band 1 mit vier Sternen.

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Sternenlied-Saga / Der Stern von Erui

Sylvia Rieß
Flexibler Einband
Erschienen bei Rieß, Sylvia, 21.10.2015
ISBN 9783000514623
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover:

„Don’t judge a book by its cover”, dachte ich, als ich mich nach langem Zögern, aber voller Neugier endlich an den ersten Band der Sternenlied-Saga wagte. Mir gefiel die Gestaltung mit der gepeinigten jungen Frau zunächst wenig, bin ich doch jemand, der helle, farbenfrohe Cover bevorzugt. Nach dem Lesen des Buches sehe ich das allerdings anders – mittlerweile liebe ich das gesamte Umschlagdesign sogar, denn es fängt den Geist der Geschichte hervorragend ein. Es wird episch, magisch, atmosphärisch und düster.


Meine Meinung:


„Ich glaube, unsere Gedanken und Träume verschwinden nicht so einfach. Sie ziehen weiter und irgendwo wächst aus ihnen eine eigene Welt. […]“ (Der Stern von Erui – Heimkehr, S. 324)

Es gibt Geschichten, die für es zunächst keine Worte zu geben scheint. Weil sie anders sind als das, was man bislang gelesen hat. Diese Geschichten berühren etwas, das wir tief in uns verborgen halten, ja, manchmal selbst kaum im alltäglichen Dasein wahrnehmen. So ist es mir mit diesem Roman ergangen. Der Stern brachte mein Herz zum Leuchten und meine Seele zum Sinnieren. Es ist nicht nur ein einzigartiges Fantasy-Abenteuer, nicht bloß erstklassige Unterhaltung, es ist eine Reise zu den Abgründen menschlicher Träume, die einen in einem emotionalen Sturm und gleichzeitig in vollkommener Ruhe zurücklässt. Es fällt mir schwer zu erklären, was der Stern in der Zeit, die ich mit ihm verbracht habe, in mir ausgelöst hat. Deshalb kann ich nur raten: Lest es und erlebt dieses grandiose Epos mit eigenen Augen! Das Buch mag nicht perfekt sein; das zeigt allein die manchmal fehlerhafte Interpunktion. Aber der Inhalt ist mit solch einer Hingabe niedergeschrieben, dass ich darüber mühelos hinwegsehe.

Die Erzählung ist keine leichte Kost, definitiv. Sie ist stellenweise sehr düster und trübsinnig. Man sollte bei all den Perspektiven und Rückblenden auch aufmerksam lesen, denn es gibt sich so manches Rätsel auf, das zu lösen es noch gilt. Ich wage nicht zu behaupten, mit dem ersten Band schon die Quintessenz hinter allem erkannt zu haben, vielleicht gelingt mir das bei dieser philosophisch anmutenden Tiefsinnigkeit auch nie. Aber ich bin davon überzeugt, dass jeder etwas in Erui für sich finden und daraus mitnehmen wird, sei der Gedanke noch so unscheinbar.

Wie die Charaktere sich entwickeln, welches Schicksal sie erwartet, versetze mich wiederholt in Staunen. Jeder von ihnen, egal ob Fenia, Martin, Joe oder jemand anderes, sie alle sind so lebensnah und facettenreich! Wenn man glaubt, sie tatsächlich zu kennen, wird man kurz darauf eines Besseren belehrt. Es braucht mehr als ein paar Szenen, bis sie ihr wahres Wesen zeigen, wie auch im echten Leben. Nur Fenias Eltern blieben für mich als Nebencharaktere noch blasse Gestalten. Spannung habe ich dagegen nicht eine Minute vermisst. Mit all den Mysterien und Wundern, Katastrophen und Eigentümlichkeiten Eruis und unserer Welt ergibt sich eine äußerst lebhafte Handlung, die einen bis zur letzten Seite – und darüber hinaus – nicht loslässt.


Fazit:

„Der Stern von Erui – Heimkehr“ ist für mich in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes, ein wahrer Herzensroman. Wer fernab des Mainstreams auf der Suche ist nach eindrucksvoller Fantasy mit Gedankentiefe, dem sei ein Blick in dieses Buch geraten. Ich vergebe fünf Sterne.

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Black Heart 07: Der Schritt ins Dunkle

Kim Leopold
E-Buch Text: 159 Seiten
Erschienen bei null, 30.06.2018
ISBN B07CNGTP6X
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung

„Ich sehe den Anflug von Dankbarkeit in seinen Augen, die Erleichterung, weil wir gekommen sind, um ihn zu retten, aber gleichzeitig ist da etwas Dunkles. Etwas, das ich nie wieder vergessen werde.“ (Der Schritt ins Dunkle, Pos. 930.)

Diese Folge ist mitnichten eine der bislang emotionalsten, spannendsten und auch erschütterndsten! Kim Leopold hat zwar verlauten lassen, dass ihre Fans mit dem nahenden Staffelfinale einige traurig-böse Überraschungen erwarten, doch mildert diese Vorwarnung den Schock nicht im Geringsten. Nach Beendigung jener 160 Seiten saß ich zunächst vollkommen aufgewühlt da, mit Tränen in den Augen und konnte nicht fassen, was ich da gerade gelesen hatte. „Der Schritt ins Dunkle“ hält nicht nur für die Charaktere dramatische Wendungen bereit, auch den Leser reißen die Worte der Autorin mühelos in den Abgrund.

Dabei fängt alles relativ harmlos an. Louisa trifft endlich im Palast der Träume ein, während in Marokko Alex, Daniel und Moose ihre Mission in Angriff nehmen, den entführten Ratsvorsitzenden Tyros aus den Fängen der kaltblütigen Hexenjäger zu befreien. Unterdessen veranlasst eine Information Azalea und ihre Freunde, eigene Pläne zu schmieden. Dass der Rat derzeit aufgrund der jüngsten grausamen Ereignisse in der Hexenwelt eine Sitzung nach der andren hält, spielt ihnen da definitiv in die Hände. Doch sie sind längst nicht die einzigen, die im Verborgenen etwas erreichen wollen …

So verzweifelt man als Leser auch zurückbleibt, kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Schriftstellerin sich seit Veröffentlichung der ersten Black Heart-Episode immens weiterentwickelt hat! Die Handlungsstränge fließen problemlos ineinander, der Spannungsbogen wird voll ausgenutzt und der Schreibstil ist angenehm flüssig. Auch gewährt sie weitere interessante Einblicke in die magische Gemeinschaft. Was hat es mit den Gestaltwandlern eigentlich auf sich? Bislang hat man ihre Existenz lediglich hingenommen, ohne sie groß zu hinterfragen. Das ändert sich nun und wirft gleichzeitig neue auf – auch in Bezug auf Mikael und Freya.

Fazit

Episode 7 von „Black Heart“ ist ein erzählerisches Meisterwerk. Sie bricht über den Leser hinein wie eine Welle purer Emotionen und lässt gleichzeitig ein äußerst dramatisches Staffelfinale erwarten. Ich vergebe 5 Sterne.

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Dark Spells: Von Rosen und Jägern

Nina Hirschlehner
E-Buch Text: 114 Seiten
Erschienen bei null, 30.05.2018
ISBN B07CR52RWL
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung

Wichtig: Diese Buchbesprechung wurde aufgrund eines zugesendeten Rezensionsexemplars verfasst. Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich bei Nina Hirschlehner für die Bereitstellung. Einen Einfluss auf meine Wertung nimmt das selbstverständlich nicht.

Nach ihrer Flucht vor Dhana ziehen sich Savannah und Zoey abseits von London in den Tiefen eines magischen Waldes zurück. Dort soll Zoeys Ausbildung im Verborgenen fortgeführt werden. Doch die junge Hexe merkt schnell, dass mit Savannah etwas nicht stimmt. Weshalb sonst sieht sie immerzu kraftlos und müde aus? Unterdessen plant die Königin der Stadt ihren nächsten grausamen Schachzug …

Ich muss gestehen, dass dies für mich persönlich wohl die letzte Episode von „Dark Spells“ gewesen ist. Obwohl auch hier ein herrlich mystisches Cover lockt und die Geschichte beim Lesen definitiv ihren ganz eigenen Zauber entfaltet, so empfinde ich sie dennoch nicht als überragend. Dabei ist allein das Crossover mit zwei Charakteren aus „Die Chroniken der Zehn“ ein kleines Highlight dieser Folge!

Mich stört jedoch nach wie vor das Tempo, mit dem die Serie voranschreitet und so der Geschichte keine Möglichkeit lässt, sich authentisch zu entwickeln. Die Protagonisten wirken daher in ihren Reaktionen wie Marionetten, irgendwie wankelmütig und wenig plausibel. [Achtung, Spoiler!] Relativ zu Beginn der zweiten Episode heißt es z. B. aus Zoeys Sicht: „Savannah und Dhana waren einmal Freunde gewesen. Und das hatte sie nie für nötig empfunden, ihr zu sagen.“ (Von Rosen und Jägern, Pos. 174). Weshalb sollte sie auch? Zoey ist gerade einmal vor wenigen Tagen zu ihr gestoßen, Savannah kennt sie kaum und ist ohnehin ein sehr introvertierter Charakter. Weshalb sollte sie einer Zehnjährigen also etwas derart Persönliches sofort anvertrauen? [Spoiler Ende] Ich kann nicht leugnen, dass mir Episode 2 insgesamt besser gefallen hat als die erste, doch diese Kleinigkeiten sind auf knapp 120 Seiten umso auffälliger. Folglich fehlt es somit auch an Tiefe; sowohl die Helden als auch der Plot haben bei mir eher einen unausgereiften Eindruck hinterlassen.

Wenngleich die Chemie zwischen mir und „Dark Spells“ nicht stimmt, so möchte ich abschließend darauf hinweisen, dass Meinungen individuell sind. Die Serie ist auch keineswegs ausschließlich zu bemängeln! Der Schreibstil ist locker, die Grundidee reizvoll, das Setting attraktiv … ebenso wenig fehlt es an Spannung oder Magie. Ich kann auch nachvollziehen, weshalb die Serie so viel positive Resonanz erfährt. Ein langer Arbeitstag lässt sich mit einer leichten, magischen Geschichte über Gut und Böse wunderbar beenden. Nur bin ich wohl nicht die richtige Leserin hierfür. Ich wünsche der Autorin deshalb weiterhin viel Erfolg mit „Dark Spells“ – und begeisterten Lesern viel Freude.


Fazit

„Von Rosen und Jägern“ führt die Serie actionreich und mit einem unterhaltsamen Crossover fort. Wen dieselben Kritikpunkte nicht behelligen, der wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Mir persönlich bleibt „Dark Spells“ leider insgesamt zu flach, vorhersehbar und unglaubwürdig. Ich vergebe deshalb drei Sterne.

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Entflammtes Erbe

Saskia Stanner
Flexibler Einband: 307 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books, 21.06.2018
ISBN 9783947288632
Genre: Romane

Rezension:

Cover

Im Zentrum des Covers zieht die in Flammen stehende Heldin vor der in grau gehaltenen Szenerie eines Friedhofs sofort jeden Blick auf sich. Das Magenta erfüllt jedoch nicht nur eine zierende Funktion, sondern ist bedacht auf den Inhalt abgestimmt. Gemeinsam mit dem schlichten weißen Schriftzug stimmt das Cover sogleich auf eine im wahrsten Sinne des Wortes feurige Geschichte ein.


Meine Meinung

Wichtig: Diese Buchbesprechung wurde aufgrund eines zugesendeten Rezensionsexemplars verfasst. Ich bedanke mich herzlich bei Hawkify Books für die Bereitstellung. Einen Einfluss auf meine Meinung nimmt dies selbstverständlich nicht.

„[…] ich war ein Vogel, der sich nicht gerne gefangen nehmen ließ.“ (Entflammtes Erbe, Pos. 524)


Die Gesellschaft ist in Aufruhr, denn mysteriöse „Flammenmenschen“ versetzen die Bewohner in ständige Angst. Doch auf Alexandra Carrigan übten paranormale Aktivitäten schon immer eine starke Faszination aus. Aus diesem Grund lässt der Gedanke, dass sie womöglich zu einem von ihnen geworden ist, seit der ersten Sichtung ihren Zwillingsbruder Joe nicht mehr los. Viel zu tief sitzen der Schmerz und die Sehnsucht, seit Lexi vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam. So sehr er sich an diesen Hoffnungsschimmer klammert, glauben ihm aber weder seine Freundin noch seine kleine Schwester. Bis er einen unerwarteten Hinweis erhält …

In „Entflammtes Erbe“ verbindet Saskia Stanner phantastische Elemente in der Umgebung Bostons mit einer Familiengeschichte, die mich positiv überrascht hat. Der liebevolle Zusammenhalt der einzelnen Familienmitglieder ist geradezu rührend, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass das sensible Thema der Trauerbewältigung durchaus eine zentrale Rolle im Plot spielt. Lexis Tod ist für alle ein harter Schicksalsschlag, der vornehmlich ihren Zwillingsbruder Joe erschüttert. Die Art und Weise, wie die Charaktere selbst in schweren Zeiten füreinander da sind, ließ mich jeden von ihnen schnell ins Herz schließen – zumal jeder auch ganz individuell ist. Während z. B. die jüngste Schwester Caitlyn trotz Smartphone-Faszination sehr aufgeweckt daherkommt, besticht Joes Freundin Cassie durch ihre Fürsorge.

Geschildert wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Das ermöglicht zwar einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Beteiligten, schwächt aber gleichzeitig den Spannungsbogen. Der Leser wird nämlich im Grunde schnell über gewisse Hintergründe aufgeklärt, wenn die Charaktere sich in ihrem tiefen Vertrauen trotz Verbot nicht doch gegenseitig informieren. Das ist wohl die Kehrseite der Medaille „Familiengeschichte“. Der größte Schwachpunkt stellte für mich allerdings leider das Phantastische dar. Im ersten Drittel fiel mir der Einstieg schwer, weil die wirklich schöne Grundidee nicht rund zu Ende gedacht worden ist. Im Laufe der Handlung klären sich zwar einige der anfänglichen Ungereimtheiten auf, so richtig stimmig wirkt die Phönixwelt trotz ihrer vorhandenen Details auf mich nicht. Wie genau geht beispielsweise denn eine Verwandlung vonstatten? Wie wird das Erbe aktiviert? Auf diese Fragen hätte ich gern eine ausführlichere Antwort erhalten.

Fazit

Insgesamt bietet „Entflammtes Erbe“ gute Fantasy-Unterhaltung. Fans der Phönix-Saga oder Phoenicrus-Trilogie kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Wo die Umsetzung des Phantastischen ihre Schwächen hat, überzeugen die Protagonisten dafür auf ganzer Länge. Dennoch habe ich persönlich etwas mehr erwartet. Ich vergebe deshalb drei Sterne. 

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Dark Spells: Die Königin der Stadt

Nina Hirschlehner
E-Buch Text: 122 Seiten
Erschienen bei null, 30.04.2018
ISBN B07BK5XQK5
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung

Wichtig: Diese Buchbesprechung wurde aufgrund eines zugesendeten Rezensionsexemplars verfasst. Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich bei Nina Hirschlehner für die Bereitstellung. Einen Einfluss auf meine Wertung nimmt das selbstverständlich nicht.

Was dem Betrachter bei „Die Königin der Stadt“ zuerst ins Auge fällt, ist das absolut bezaubernde Cover. Dunkel und atmosphärisch gibt es den Blick auf die Londoner Themse sowie den dahinter in die Höhe ragenden Big Ben frei. Funkelnde Rosen schmücken dezent die Ränder, die gemeinsam mit der geschwungenen Schriftzug „Dark Spells“ im Zentrum der Szene so etwas Tiefmagisches verleihen. Diese Art der Gestaltung konnte unmittelbar meine Neugier auf diese Serie wecken, in der Hexen, finstere Geschöpfe und Magie an der Tagesordnung sind.

Episode 1 von „Dark Spells“ konfrontiert den Leser sogleich mit erschreckenden Tatsachen. Die mächtige Hexe Dhana veranstaltet skrupellos ein Massaker, um ein Exempel an jenen zu statuieren, die sich gegen sie erheben wollen. Einzig die zehnjährige Zoey überlebt von ihrer Familie. Durch einen unverhofften Tipp findet sie Unterschlupf bei Savannah, die sie künftig trainieren soll. Eines Tages, so hofft die junge Hexe, wird sie sich an der Königin der Stadt rächen und sie für ihre Gräueltaten bezahlen lassen. Doch Dhana schmiedet bereits eigene Pläne …

Ich muss gestehen, dass ich trotz der interessanten Grundidee meine Schwierigkeiten mit Episode 1 hatte. Die Handlung ist actionreich und spannungsgeladen, definitiv. Aber sie schreitet auch mit unglaublicher Geschwindigkeit voran, sodass es mir kaum möglich war, eine richtige Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Das Tempo des Plots führt meiner Meinung in der Konsequenz zu Widersprüchen in den Aussagen der Helden. Was sie gerade in diesem Augenblick behaupten, revidieren sie sogleich wenige Seiten wieder. Das entlockte mir nicht nur mehrmals ein Stirnrunzeln, es frustrierte mich zeitweise auch. Bei anderen Buchserien mit ähnlicher Seitenzahl ist mir der Einstieg wesentlich leichter gefallen.

Nichtsdestotrotz besteht Hoffnung, dass mich die Autorin noch zur Gänze von „Dark Spells“ überzeugen kann. Passagen wie dieser wohnt unverkennbar eine ganz eigene Magie inne, die das Herz berührt:

„Du wirst niemals eine Chance gegen sie haben.“
„Doch“, erwiderte Zoey völlig überzeugt. „Wenn du mich unterrichtest.“ (Die Königin der Stadt, Pos. 155)

Auch lässt sich nicht leugnen, dass Nina ihren Protagonisten Tiefe verliehen hat. Jeder trägt tief-persönliche Geheimnisse und Erinnerungen mit sich, die in Band 1 nur angedeutet, nicht aber enthüllt werden. Indem sie nur an der Oberfläche kratzt, entsteht beim Leser sogleich der Wunsch, genaueres zu erfahren. Das letzte Viertel von „Die Königin der Stadt“ konnte bei mir darüber hinaus tatsächlich eher die Lust auf den nächsten Teil wecken, das offene Ende dann besonders. Insofern bin ich „Dark Spells“ durchaus positiv gesonnen.

Fazit

Episode 1 birgt ihre Schwächen, offenbart aber gleichzeitig großes Potential für die Serie. Ich gehe zwar mit jenen Leserstimmen konform, die das unglaubliche Tempo des Plots bemängeln. Die Autorin hat dennoch eine faszinierende Welt voller Magie, Liebe und Intrigen geschaffen, in der ich gern verweilen möchte. Ich vergebe drei gutgemeinte Lilien. 

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Cyberempathy

E.F. v. Hainwald
E-Buch Text: 560 Seiten
Erschienen bei GedankenReich Verlag, 03.03.2018
ISBN 9783947147472
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover

Schon während des ersten Betrachtens der nach menschlichem Vorbild erbauten Maschine, die sich zu einem aus dem Boden ragenden Pflänzchen hinabbeugt, wurde bei mir im Inneren etwas ausgelöst. Die Szene berührte mich zutiefst, obwohl mir der Inhalt noch völlig unbekannt war, und ließ mich sogleich über ihre Metaphorik sinnieren. Geht es in dieser Geschichte womöglich um die Suche nach dem Ursprünglichen, Menschlichen, Seelischen? Zu welcher Interpretation andere Betrachter auch kommen mögen, für mich persönlich ist das Cover mit seinem grünlichen Leuchten und technischen Touch insgesamt wunderbar auf den Inhalt abgestimmt.


Meine Meinung

„Bin ich nur ein Werkzeug ohne Rechte? […] Was bin ich?“ (Cyberempathy, Pos. 5624)

Dieser Roman ist ein wahrliches Meisterwerk! E.F. v. Hainwald zeichnet mit „Cyberempathy“ höchst bildgewaltig ein lebhaftes Zukunftsszenario, das den Leser in seiner Ambivalenz sowohl effektiv fasziniert wie schockiert. Die Oberstadt zieht einen mit ihren schillernden Zügen unmittelbar in ihren Bann, imponiert geradezu mit all ihren medizinischen Verheißungen auf ein langes, gesundes Leben. Die angewandten Technologien am Menschen wirken in der futuristischen Umgebung Skyscrapes ironischerweise vollkommen natürlich, doch der Autor versteht sich darauf, auch die Kehrseiten des genetischen und kybernetischen Fortschritts schrittweise zu offenbaren. Die größte Errungenschaft der Menschheit, das emotionsübertragende Cybernet, soll zwar Kriege beendet und die Menschheit Besonnenheit gelehrt haben. Es kommen aber unmittelbar auch Zweifel bezüglich der Privatsphäre auf. Meiner Meinung nach liegt die ungemeine Stärke der Geschichte somit nicht in den sichtbaren Tatsachen, die über alle Maße beeindrucken, sondern darin, dass sie den Leser die vorgeführte Harmonie auf moralischer Ebene hinterfragen lassen. Wie stark darf Technik in Organismus und Psyche eingreifen? Ab wann kehren die Vorteile ins Negative? Und was zeichnet einen Menschen im Kern eigentlich aus? Vertieft werden diese Fragen schließlich durch eine starke Kontrastierung, d. h. durch die Erfahrungen des Helden in der Unterstadt.

Emotionen sind der Schlüssel zum Verständnis des Romans. Tiefgründige Dialoge treiben die Handlung zielgerichtet voran, ohne zu übereilen. Die Spannung rührt letztlich vor allem von zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch wohldosierter Action und jede Menge Humor. Ich musste mehrmals wirklich lachen! Dadurch wird es dem Leser auch erleichtert, die eigentliche Schwere der Thematik besser zu verarbeiten. Positiv ist ebenso, dass der Geschichtsverlauf eine andere Richtung nimmt, als man nach dem ersten Drittel annimmt. Meine Vermutungen bezüglich dessen haben sich jedenfalls nicht bestätigt, etwas, das bei Dystopien eher eine Seltenheit darstellt. Durch den lockeren Schreibstil des Autors konnte ich mich darüber hinaus gut in die Charaktere hineinversetzen. Leon, Rade, Lux, Skylinn – sie alle haben sich widerstandlos in mein Herz geschlichen, weil sie so herrlich authentisch und eigen sind.

Fazit

Den Leser erwartet hier Unterhaltung auf höchstem Niveau, die zugleich sehr nachdenklich stimmt. E.F. v. Hainwald führt mit „Cyberempathy“ grandios Chancen und Risiken fortschrittlicher Technologie vor Augen, und ergründet das menschliche Dasein auf beeindruckende Weise. Ich vergebe fünf Sterne. 

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Zwischen dir und mir das Meer

Katharina Herzog
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499274206
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Äußerst frisch und idyllisch präsentiert Rowohlt den zweiten Roman von Katharina Herzog. Die Ähnlichkeit zu Immer wieder im Sommer sorgt für einen angenehmen Wiedererkennungseffekt. Um diesen Titel jedoch nicht ebenfalls ein blaues Farbmuster zugrunde zu legen, wurde hierfür ein kräftiges Gelb gewählt. Dieses passt aber hervorragend zur Geschichte, spielen Zitronen doch eine fundamentale Rolle. Auch die am Rand verteilten Pflanzenausschnitte und Muscheln wirken keineswegs fehl am Platz. Insgesamt versetzt das Cover mich auf Anhieb in eine sommerliche Laune.


Meine Meinung

"Außerdem denke ich, dass es gut ist, wenn man hin und wieder seine Angst überwindet. Denn dann spürt man, dass man lebendig ist – und wie sehr man am Leben hängt." (Zwischen dir und mir das Meer, S. 198/199)

Bereits Immer wieder im Sommer hat mir von Katharina Herzog alias Katrin Koppold letztes Jahr angenehme Lesestunden beschert. Nach Beendigung ihres aktuellen Romans Zwischen dir und mir das Meer habe ich gar den Eindruck, dass sie sich innerhalb der letzten zwölf Monate schriftstellerisch noch einmal weiterentwickelt hat. Die Autorin führt sensible Themen wie Verlust, Trauer und Tod auf gewandte Weise mit den schönen Seiten des Lebens zusammen, sodass dem Leser nicht bloß eine flache Liebesgeschichte vorliegt. Der Roman bearbeitet vor dem Setting von Amrum und der italienischen Amalfiküste eine Familiengeschichte, die tief berührt.

Lena Sanders ist vom ersten Moment an von dem fremden Mann fasziniert, der sich kurz darauf als Matteo Forlani vorstellt. Doch so schnell, wie er vor ihrem Haus aufgetaucht ist, verschwindet er auch wieder – und hinterlässt zu ihrer Überraschung eine Mappe mit Fotos, die ihre verstorbene Mutter Mariella in jüngeren Jahren zeigen. Doch woher stammen sie? Und in welcher Verbindung steht der gutaussehende Italiener zu ihrer Mutter? Um dieses Geheimnis ans Licht zu bringen, reist sie schließlich mit ihrer kecken Schwester Zoe nach Italien, dem Herkunftsland von Mariella …

Die Landschaftsbeschreibungen in der Geschichte sind wirklich herrlich! Katharina Herzog verfügt über einen derart locker-lebhaften Schreibstil, dass man als Leser unmittelbar nach Italien versetzt wird. Man sieht die Zitronenplantagen und die sonnenbeschienene Küste vor seinem inneren Auge, riecht die mediterranen Pflanzenarten und schmeckt die Limocello, den Zitronenlikör, auf der Zunge. Berichtet wird abwechselnd aus Mariellas Vergangenheit und Lenas aktueller Perspektive, was einerseits mehr über ihre Mutter offenbart, gleichzeitig aber auch eine wohlige Spannung aufrechterhält. Immer wieder habe ich mich während des Lesens gefragt, was eigentlich mit Mariella geschehen ist und weshalb sie einst ihre Wurzeln ohne ein Wort der Erklärung hinter sich ließ. Die Liebesgeschichte selbst wird währenddessen dezent thematisiert, ohne sich zu stark in den Vordergrund zu drängen. Familiendrama und Romanze halten sich gut die Waage.

Auch für die Protagonisten kann ich Lob aussprechen. Lena und Zoe sind so oppositionell wie Tag und Nacht, doch die Autorin weiß, wie die beiden sich im Laufe der Handlung ergänzen können. Manchmal erschien mir ihr Auftreten zwar etwas klischeehaft, doch Geschwister müssen sich nicht zwingend ähneln. Wo Lena bedachtsam ist, ist Zoe eben risikofreudig. Auch die übrigen Charaktere konnten mich überzeugen. Ob der zerstrittene Babbo, die reiche Händlerstochter Francesca oder die muntere Oma Hilde, jeder könnte so im realen Leben existieren.


Fazit:

Katharina Herzog hat einen wunderbar berührenden Sommerroman geschrieben! Den Leser erwartet in Zwischen dir und mir das Meer einen perfekten Mix aus emotionalem Tiefgang und unterhaltsamer Leichtigkeit, bei dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Ich vergebe fünf Sterne.

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blackheart, buchserie, fantasy, gestaltwandler, hexen, kimleopold, romantasy, selfpublisher, selfpuplishing

Black Heart 06: Die Kunst zu sterben

Kim Leopold
E-Buch Text: 134 Seiten
Erschienen bei null, 30.04.2018
ISBN B07B1ZMRHC
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung

Nach zwei Monaten Pause ist nun die ersehnte sechste Episode Die Kunst zu sterben erschienen. Der achtwöchige Rhythmus wird im Übrigen künftig beibehalten, wie die Autorin im Vorwort erklärt. So möchte sie gewährleisten, dass ihre Freude am Schreiben sowie die Kreativität nicht unter dem ständigen Zeitdruck leiden. Für mich persönlich ist das in Ordnung. Im Angesicht der größeren Erscheinungsabstände fände ich es allerdings sinnvoll, eine Liste mit den wichtigsten Charakteren in die nächsten Folgen zu integrieren, um sich alle noch einmal kurz ins Gedächtnis rufen zu können.

Die Geschichte selbst wird wie immer höchst unterhaltsam weitergeführt. Mikael und Freya beginnen in Amsterdam nach ihrer Flucht aus Norwegen ein neues Leben, Louisa lernt endlich die positiven Seiten der Magie kennen und Hayet findet im Palast der Träume mehr über ihre Spezies der Black Hearts heraus. Vor allem die letztgenannte Perspektive las sich auf fesselnde Weise, weil ich einerseits die lockere Atmosphäre an der Zauberschule schätze, andererseits Hayet als Protagonistin jäh ins Herz geschlossen habe. Ein wenig tat es mir schon leid, dass sie sich durch die von mir erfundene Schwarzer-Peter-Version so einsam fühlt. An dieser Stelle sei Kim Leopold aber noch einmal für die persönliche Widmung und kleine Szene gedankt. Grundsätzlich beschert die sechste Episode ein paar angenehme Lesestunden. Nur Louisas Part konnte mich erneut nicht derart erreichen, wie es den übrigen Charakteren gelingt. Ich schätze, das liegt daran, dass ich dem ständigen Herzschmerz und ihrer Unsicherheit ein wenig müde bin, obwohl ich beides nachvollziehen kann.


Fazit

Wem Black Heart bislang gefallen hat, wird auch an Die Kunst zu sterben seine Freude haben. Die Folge ist spannend, romantisch und offenbart neue Geheimnisse, die es noch zu lüften gilt. Dass die Serie fortan im zweimonatigen Abstand erscheint, erscheint mir vollkommen angemessen. Ich vergebe vier Sterne.

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Die Märchenjägerin

Marlene May
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 03.05.2018
ISBN 9783646604375
Genre: Sonstiges

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Bleiben einzig und allein wir

Kim Leopold
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei null, 05.05.2018
ISBN B07BN1GMKW
Genre: Sonstiges

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Die Hüterin der Farben

L.J. Pyka
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books, 11.05.2018
ISBN 9783947288342
Genre: Romane

Rezension:

Cover

Die Gesamtgestaltung konnte nicht nur unmittelbar mein Interesse wecken, weil der Einsatz der Farben einen schönen Kontrast erzeugt. Auch die einzelnen Elemente, d. h. das Auge im Vordergrund oder Zirkonias Regierungssitz im Hintergrund, fügen sich äußerst ansehnlich ineinander. Darüber hinaus gefällt mir die Bedeutung, die das Cover dem Betrachter vermittelt. Es wird sofort klar: Hier geht es im Grunde um weitaus mehr als nur um verschwundene Farben. Es geht darum, dem tristen Grau seines Lebens wieder einen Sinn einzuhauchen. Insofern bin ich von diesem Cover absolut angetan.

Meine Meinung

„Ich fühle Liebe und Trauer gleichermaßen und weiß, dass es an der Zeit ist zu kämpfen – für mich, meine Familie und das Leben.“ (Die Hüterin der Farben, Pos. 2433)

Zwischen den Zeilen dieses Romans steckt eine Botschaft, die so bedeutsam und essentiell ist, dass ich ihn mit jedem Satz tiefer ins Herz geschlossen habe. Jeder von uns wurde sicherlich schon mit einer Situation konfrontiert, die einem schlagartig jegliches Glück zu rauben wusste, am ehesten durch den Tod eines geliebten Familienmitglieds. Zurück bleiben Wut, Trauer und schließlich Resignation – zu Recht. Was in solchen Umständen hiernach am meisten zählt, ist, dass man sich den positiven Seiten des Lebens allmählich wieder öffnet. L. J. Pyka behandelt in „Die Hüterin der Farben“ das sensible Thema der Trauerbewältigung auf eine Art und Weise, die mich wirklich tief berührt hat.

Der Leser lernt in dieser Geschichte Haley kennen, die mit ihrem kleinen Bruder nach dem Tod ihrer Eltern zu Tante Helen zieht. Glücklich ist sie über die Entscheidung des Gerichts nicht. Weder kennt sie ihre Verwandte richtig, noch mag sie das ländliche Flair von Crossville. Als wäre all das nicht schon schwer genug, begegnen dem trauernden Teenager immer wieder schemenhafte, graue Gestalten. Eines Tages erwacht Haley plötzlich im tristen Zirkonia. Dort erfährt sie, dass sie die einzige ist, die die Farben und damit die Lebensfreude der Bewohner wieder zurückholen kann. Doch wird sie letztendendes auch erfolgreich sein?

Der Einstieg in den Roman gelingt einem Dank des leichten Schreibstils der Autorin völlig mühelos. Und es wird einem auch sogleich bewusst, dass es sehr emotional zugeht. Haley ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, eine leere Hülle, während gleichzeitig ein Sturm aus negativen Gefühlen in ihr tobt. Ich konnte mich aus eigener Erfahrung gut mit ihr identifizieren. Die Autorin stellt die innere Gefühlswelt der Heldin derart authentisch und ergreifend dar, ich bin begeistert. Positiv bewerten möchte ich auch die leichte Steigerung der phantastischen Elemente, sodass man sich mit Haley zunächst einmal in die neue Umgebung einfinden kann. Dabei wird deutlich, dass es L. J. Pyka nicht auf eine schnelle Abhandlung des Abenteuers ankommt. Zwischenmenschliche Beziehungen und Konflikte spielen eine mindestens ebenso große Rolle, so z. B. Tante Helens Schwierigkeiten, einen Zugang zu ihrer introvertierten Nichte zu finden. Ebenso fasziniert mich die tiefsinnige Metaphorik der Geschichte, die vornehmlich durch Haleys Aventüre in Zirkonia vermittelt wird. Dabei beziehe ich mich nicht bloß auf den Verlust der Farben. Die kleine Maus Tabby erklärt an einer Stelle: „[…] von einem Tag auf den anderen habe ich für sie nicht mehr in die Familie gepasst.“ (Die Hüterin der Farben, Pos. 1657). Weshalb, solltet ihr selbst lesen.

Allerdings muss ich leider auch Kritik aussprechen. Bis Haley überhaupt nach Zirkonia gelangt, vergeht knapp die Hälfte des Buches. Bis dato hat man als Leser den Eindruck, vielmehr einen Young Adult-Roman vorliegen zu haben. Darüber hinaus war der Plot in Zirkonia meines Empfindens zu schnelllebig. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht zulasten von Spannung und Hintergrundinformationen, die für das Grundverständnis über dieses Land schön gewesen wären. Das Potential, das der Roman hätte entfalten können, wird durch diesen Umstand leider gehemmt.

Fazit

Die Hüterin der Farben trifft mit ihrer Emotionalität und Metaphorik mitten ins Herz. Die Autorin schöpft zwar nicht das ganze Potential ihrer Idee aus, versteht sich aber gekonnt darauf, mit leichten Worten ihre Botschaft zu übermitteln. Ich vergebe vier Sterne.

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Hate me, Kiss me, Love me

Tracy Kae , Vinya Moore
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books, 08.05.2018
ISBN 9783947288595
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Die Gestaltung des Covers ist ganz wunderbar. Der Kontrast zwischen der weißen Grundfarbe und den rot angehauchten Bildausschnitten der Protagonisten sowie der Stadt in der Mitte ist sehr gelungen. Diese Buchgestaltung sorgt meiner Meinung nach im Romance-Genre auf angenehme Art für Aufmerksamkeit, weil alle Elemente so harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Ich war vom ersten Moment an beeindruckt.


Meine Meinung

„Warum war das Verbotene so verlockend? Warum schmeckte es süß und so unsagbar verführerisch?“ (Hate me, kiss me, love me, Pos. 2406.)

Schon während der Vorstellung dieses Projektes war ich neugierig darauf zu erfahren, was sich zwischen den Buchdeckeln für eine Geschichte verbergen würde. Der Verlobte der Mutter begehrt die Tochter? Dieses Tabu-Thema zu behandeln, fand ich vom ersten Augenblick an nicht nur ausgesprochen mutig, sondern auch eine Innovation unter den Liebesromanen. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass der Titel Hate me, kiss me, love me bei dieser Geschichte durch und durch Programm ist. Dereks und Junes Gefühlschaos hat auch in meinem Herzen einen Sturm entfacht, der mich zwischen absoluter Begeisterung und zwischenzeitlicher Frustration hin- und her geschleudert hat.

Das Verhältnis zwischen June und ihrer Mutter Allison ist seit Jahren angespannt. Umso weniger begeistert ist die junge Frau, als sie erfährt, dass ihre Mutter wieder zu heiraten gedenkt. Wie kann sie das tun, obwohl die Scheidung zwischen den Eltern kaum zurückliegt? Und was für ein gewissenloser Kerl ist das, der sich einfach so in die Familie drängt? Mit der starken Anziehung zwischen ihr und Derek rechnet sie jedenfalls nicht. Doch lässt sie sich genauso wenig leugnen wie ihre Abneigung gegen ihn. Als die beiden sich schließlich gefährlich nahe kommen, nimmt das Drama seinen Lauf …

Diese Geschichte lässt den Leser nicht kalt, ganz im Gegenteil! Ich habe mitgefiebert, jeden Satz in mich aufgesogen, während ich das Buch gleichzeitig am liebsten weglegen wollte. Der Plot ist sehr emotionsgeladen und ja, zeitweise habe ich die Charaktere auch ein wenig für das Tohuwabohu gehasst, das sie veranstalten. June, Derek, Allison, Jake, sie alle sind nicht perfekt. Das macht sie authentisch, aber auch schwer erträglich, wenn sie für den Leser ganz offensichtlich falsche Entscheidungen treffen. Deshalb ist es mir als eher besonnener Mensch auch schwer gefallen, eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Aber – und das sollte nicht vergessen werden – ohne diese Fehlbarkeit hätte der Roman keine sinnvolle Basis! Würden alle moralisch korrekt handeln, entstünde der Kernkonflikt erst gar nicht und jeder ging seiner Wege. Somit ist den Autorinnen die Umsetzung durchaus gelungen. Auch kann ich nicht behaupten, die Protagonisten gar nicht zu mögen. Für mich sind sie dauerhaft nur etwas zu anstrengend, eine Beobachtung, die mir bereits bei anderen Romanen dieser Art wiederfahren ist. Auf der anderen Seite scheint es den Autorinnen ja gelungen zu sein, mich als Leser zu berühren, denn ich stehe der Geschichte und ebenjenen Charakteren alles andere als distanziert gegenüber. Ist es also wirklich negativ zu werten, dass ich sie hier und da gedanklich geschüttelt habe mit den Worten: „Herrgott, entscheide dich mal“?

Die Handlung selbst baut schrittweise eine erotische Spannung auf. Generell haben die Schriftstellerinnen nicht mit erotischen Szenen gespart. Wem solche also nicht zusagen, der wird bei Hate me, kiss me, love me nicht glücklich. Meiner Meinung nach sind dieser jedoch schön geschrieben. Bis Derek und June allerdings auf einen Nenner kommen, habe ich vor allem den romantischen Aspekt vermisst. Ich erwarte nicht, dass sie sich auf Anhieb ihrer Gefühle füreinander bewusst sind. Dass es in erster Linie um die nicht zu ignorierende Anziehung zwischen ihnen geht, leuchtet bereits beim Lesen des Buchtitels ein. Trotzdem hätte ich mir etwas mehr fühlbare Liebe für den jeweils anderen gewünscht – auch zwischen Derek und Allison. Womöglich wird dieser Aspekt ja im zweiten Band stärker thematisiert.


Fazit

Tracy Kae und Vinya Moore haben eine Liebesgeschichte gesponnen, die mit ihrer Thematik aus der Menge heraussticht. Erotik trifft hier auf anregende Weise auf ein Familiendrama, dem man sich nicht entziehen kann. Wenngleich mir die Romantik fehlt, so weiß der Roman nichtsdestotrotz gut zu unterhalten. Ich war oft genervt, aber öfter begeistert – der Spaß am Lesen ging letzten Endes nicht verloren. Von mir erhält Band 1 dieser Dilogie vier Sterne. 

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Das Spiel des dunklen Prinzen

Ney Sceatcher
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 19.04.2018
ISBN 9783946955078
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover

Das Cover ist mit seinen am Rand angedeuteten Spiegelsplittern, der Schachfigur und dem dunklen Prinzen im Fokus passend gestaltet. Farrun strahlt sogleich etwas Düsteres und Mächtiges aus, er wirkt distanziert wie in der Geschichte. Doch auch die Flammen sind nicht von ungefähr, so wird Taija mit ihren roten Haaren als „flammendes Mädchen“ bezeichnet. Insgesamt gefällt mir das Cover sehr gut, auch von den Farben her.


Meine Meinung

„Auch dem Furchtlosesten kroch ein kalter Schauer den Rücken hinunter, sobald er den letzten Sätzen dieser Geschichte lauschte. Das Märchen von einem verlassenen Land, einem dunklen Prinzen, einer weißen Königin und einem Spiel, das noch Spielfiguren brauchte.“ (Das Spiel des dunklen Prinzen, Pos. 133.)

Besondere Geschichten erfordern besondere Rezensionen. Dies ist so eine, weil sie mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Selbst jetzt, wo ich diese Worte verfasse, weiß ich nicht, was ich von ihr halten soll, wo mich ihr Zauber doch irgendwie nicht loslässt. Dabei hat sie im Grunde alles, was eine gelungene Erzählung braucht: eine ausgefallene Grundidee, Charaktere mit Tiefgang, fantasievolle Welten und eine Erzählerin, deren Hingabe in jedem Satz zu erkennen ist. Und doch … und doch fehlte mir etwas.

In Das Spiel des dunklen Prinzen folgt der Leser Heldin Taija in ein Wunderland, das in seinem Facettenreichtum keine Wünsche offen lässt. So findet sich die junge Frau mitten in einem Märchen wieder, aus dem es nur einen Weg zu geben scheint: Sie muss als Spielfigur der weißen Königin das Albtraumschach gewinnen. Verliert sie, bleibt sie jedoch auf immer in diesem Traum gefangen. Noch während Taija die Ereignisse zu begreifen versucht, gerät sie in die Fänge des dunklen Prinzen, der sie als seine Figur beansprucht. Doch je mehr Zeit sie an seinem Hof verbringt, desto mehr muss sie feststellen, dass sich ein guter Kern in seinem Herzen verbirgt. Kann sie ihn und die anderen Spieler wirklich zurücklassen? Und gibt es überhaupt einen anderen Weg nach Hause?

Die Fantasie ist wirklich überwältigend! Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Alles ist bunt und schillernd, dann wieder düster und gefährlich, einfach so herrlich surreal, dass es nur echt sein kann. Man begegnet dem verrückten Hutmacher hinter der einen Tür, folgt dem Kaninchen einen anderen Gang hinunter und ergründet die Geheimnisse der übrigen Charaktere. Jeder hat seine eigene Vergangenheit, ob Farrun, Rascha, Besart oder Tarif, und jeder seine Rolle, die er im Spiel einnimmt. Gleichzeitig ist die Originalvorlage von Alice im Wunderland nicht von der Hand zu weisen; die unzähligen Andeutungen brachten mich wiederholt zum Schmunzeln. Auch der Erzählstil ist einzigartig. Zwar berichtet die Autorin vornehmlich aus Taijas Ich-Perspektive, es erwarten einen an jedem Kapitelende allerdings auch kurze Sequenzen in einem bezaubernden Märchenerzählstil, wie es mir so noch nicht unter die Augen gekommen ist.

Wenn ich von der Umsetzung grundsätzlich begeistert bin, was veranlasst mich dazu, dennoch zwiegespalten zurückzubleiben? Mir fehlte es zum einen leider des Öfteren an Spannung; tatsächlich zog sich vor allem der Mittelteil für mein Empfinden. Zum anderen habe ich mich manchmal etwas verloren zwischen den Seiten gefühlt. Die Erwartung war, dass relativ schnell das Alptraumschach gespielt wird, vielleicht sogar mehrmals. Stattdessen nehmen den Großteil des Romans die Übungen hierzu ein. Taija wird zwar durchaus mit ihren Ängsten konfrontiert, so risikobehaftet sind diese Träume aber nicht. Stattdessen sind die entstehenden Beziehungen, zu schmiedenden Fluchtpläne und das Erkunden der Welt in der Handlung zentral. Dadurch, dass alles so verworren daherkommt und Charaktere in Rätseln sprechen, habe ich manchmal den roten Faden nicht mehr erkannt. Die Stärke des Buches ist deshalb gleichzeitig seine größte Schwäche.


Fazit

„Es gibt immer ein Ende, und wenn es kein Ende gibt, dann zumindest einen neuen Anfang.“ (Das Spiel des dunklen Prinzen, Pos. 1662).

Ich möchte wirklich jedem ans Herz legen, sich ein eigenes Bild von diesem Roman zu machen. Ney Sceatcher hat eine originelle, bildgewaltige und höchst fantasievolle Märchenadaption geschrieben, und ich erkenne diese liebevolle Originalität definitiv an. Wo die Chemie zwischen mir und der Geschichte nicht stimmt, kann sie bei anderen für perfekte Unterhaltung sorgen. Wagt also mit Taija den Schritt durch den Spiegel. Ich persönlich vergebe drei gutgemeinte Sterne.

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Perfektion

Laura Kier
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kier, Laura, 13.04.2018
ISBN 9783964270009
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Cover

Die Doppelhelix aus Dornenranken fällt sofort ins Auge, ebenso wie die Flammen, die um sie zügeln und dicke Rauchschwaden in den Himmel schicken. Zerstörung und Krieg sind Begriffe, die mir beim diesem bedeutungsschweren Anblick in den Sinn kommen. Selbst, wenn man den Klappentext nicht gelesen hat, wird klar: Die DNA, die den Menschen ausmacht, ist längst nicht mehr das, was sie einmal war. Ich finde das Cover ausgesprochen gut gelungen, denn es entspricht auch dem Inhalt des Buches.


Meine Meinung

Mit Perfektion – Die Veränderten liegt nun das Roman-Debut der Autorin vor. Bislang hat sie mehrere Kurzgeschichten im Genre der Märchenerzählungen veröffentlicht (Die Perlmuttschmetterlinge, Kirschen im Winter, Die Gewitterhexe und der Mondfuchs o. a.) und wagt sich somit in neue Gefilde. Die Thematik ihrer Dystopie ist zwar keineswegs eine Neuheit; Geschichten um genetisch veränderte Erdenbewohner und ein von Strahlung verseuchter Planet sind bereits von anderen Schriftstellern erzählt worden. Laura Kier ist es aber ungemein gut gelungen, ein bildgewaltiges Setting allein mit der Kraft der Worte entstehen zu lassen! Ich konnte den harten Boden ohne jegliches Leben unter meinen Füßen spüren, den Staub, der in den Luft umherwirbelt, auf meiner Zunge schmecken, den kalten, zerrenden Wind auf meinen Kleidern fühlen. Ihr lockerer Schreibstil lässt einen wirklich kinderleicht ins Geschehen eintauchen.

Doch worum geht es denn genau? Adara ist eine der wenigen Glücklichen, die als sog. Veränderte mithilfe von Genteck ein Kind gebären dürfen. An mehr als die letzten drei Monate erinnert sie sich nicht. Dank ihrer Freundin Tally hat sie sich in ihrer Situation aber mittlerweile eingefunden. Als es zu einem plötzlichen Shuttleabsturz kommt, drängt Tally sie jedoch zur Flucht vor Genteck. Adara versteht die Welt nicht mehr, bis sie schließlich grausamste Ereignisse beobachten muss. Und so macht sich die junge Frau letztendlich auf die Suche nach den Schwestern der Auferstehung …

Die Geschichte ist Spannung pur! Sie lässt weder den Charakteren noch dem Leser eine Verschnaufpause. Glaubt man sich endlich in Sicherheit, wartet auch schon die nächste böse Überraschung. Wie kräftezehrend und adrenalingeladen diese Flucht ist, vermittelt die Autorin ganz wunderbar. Irgendwann glaubte ich hinter jeder Biegung Drohnen oder Kopfgeldjäger. Auch ist ein roter Faden vorhanden, der die Handlung zielgerichtet voranbringt. So positiv diese Tatsachen auch sind, muss ich dennoch Kritik an der Handlung üben. Mir fehlte es an Hintergrundwissen, z. B. über Genteck. Wie entscheidet diese Organisation überhaupt, wer genetisch verändert wird? Wie stufen sie die Menschen ein? Und vor allem: Wie sieht der Alltag jener Priorisierten aus, die unter dem Dach des Verbandes leben? Sind alle so ahnungslos wie Adara? All diese Fragen wurden mir nicht beantwortet, was mit eingebauten Rückblenden vielleicht hätte vermieden werden können.

Ebenso hatte ich meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin. In einer Szene sagt man ihr: „[…] Ich kann dir nicht mal einen Rat geben. Egal, wer du bist.“ (Perfektion, Pos. 1250.) Das ist eine gute Feststellung, denn mit wem flüchte ich denn als Leser durch das halbe Land? Adara blieb für mich zu blass, zu charakterlos. Ich persönlich bin jemand, der äußere und innere Beschreibungen benötigt, um den Charakter kennenzulernen. Selbst mit einem Gedächtnis von einem Vierteljahr muss es doch zumindest Vorlieben oder Abneigungen geben, die Adara ausmachen. Auch das wurde mir nicht geboten. Die übrigen Helden dagegen konnte ich besser ins Herz schließen, allen voran Mira-Mi mit ihrer fröhlichen Art.


Fazit

Perfektion – Die Veränderten bietet Dystopie-Fans eine packende Hetzjagd in einem eindrucksvollen Setting, die einen bis zur letzten Seite nicht loslässt. Das geht allerdings zulasten von Hintergrundinformationen und Charakterausarbeitung, beides Aspekte, die mir in einer Geschichte wichtig sind. Aus diesem Grund vergebe ich drei gutgemeinte Sterne. 

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Die silberne Blume im Vordergrund gefällt mir. Sie entwickelt sich im Roman zu einem wichtigen Symbol, weshalb sie gelungen den Inhalt repräsentiert. Ebenso ist das Mädchen gut getroffen. Ich schätze, dass es aufgrund der bernsteinfarbenen Augen Nomi ist. Sie besitzt ohnehin von Anfang an eine rebellische Ader. Generell sticht die Umschlaggestaltung durch die kräftigen Farben und Glanzeffekte aus der Menge hervor, was ich persönlich sehr ansprechend finde.


Meine Meinung 

„Alles, was du willst, ist für uns unerreichbar“, brauste Serina auf – sie hatte genug von Nomis sinnloser Wut. „Du wirst dir nie einen Beruf oder einen Ehemann oder … oder sonst irgendwas aussuchen können. So läuft das nicht.“
[…]
„Nichts sollte unerreichbar für uns sein“, erwiderte Nomi, „genau das will ich damit sagen.“
(Iron Flowers, Pos. 79-85)

Iron Flowers ist eine Geschichte, die mich tief berührt, mitgerissen und schockiert hat – obwohl es mir im ersten Viertel des Buches schwer gefallen ist, einen Einstieg ins Geschehen zu finden. Die Worte lasen sich zäh, verwehrten mir das Eintauchen in eine eigentlich spannungsgeladene Handlung. Was bin ich froh, tapfer weitergelesen zu haben! Ab einem gewissen Punkt setzte nämlich doch die Begeisterung ein, sodass ich das Buch letzten Endes kaum aus der Hand legen wollte.

Band 1 Die Rebellinnen führt dem Leser ein Szenario vor Augen, wie man es sich heutzutage nur schwer vorstellen kann, wenngleich es in manchen Ländern durchaus noch aktuell ist. In Viridia haben Frauen weder Rechte noch rosige Zukunftsaussichten. Serina Tessaro möchte daher nur eines: zur Grace des Thronfolgers Malachi ernannt zu werden, um der Armut zu entkommen. Ihr Leben lang wurde sie dazu erzogen, dem künftigen Regenten zu Diensten zu sein. Nomis negative Einstellung zum System kann die junge Frau nicht nachvollziehen; für sie sind dies einfache Tatsachen und die Ernennung zur Grace eine Ehre. Als die Geschwister am Tag der Entscheidung jedoch voneinander getrennt werden, erleben beide am eigenen Leib, was es bedeutet, keine Wahl zu haben …

Ich habe zugegebenermaßen eine Weile gebraucht, bis ich Serina und Nomi richtig ins Herz schließen konnte. Die eine Schwester war mir zu demütig, die andere zu aufbrausend. Doch diesen Kontrast habe ich im Laufe der Handlung sehr zu schätzen gelernt, weil er es ermöglicht, dass jede ihre individuelle Entwicklung vollziehen kann. Vor allem Serina hat mich absolut beeindruckt; sie wird meiner Meinung nach mit dem härteren Schicksal konfrontiert. Die Nebencharaktere glänzen nicht minder hervorragend; ob z. B. Maris, Asa oder Oracle, jeder von ihnen hat seine Vergangenheit und verborgenen Sehnsüchte.

Der Spannungsbogen steigert sich zwar nicht unmittelbar ab der ersten Seite. Nach einem schwachen Start lassen einen die Ereignisse aber nicht mehr los. Ich kann nur betonen, wie erschreckend die Sklaverei ist, die die Schwestern auf verschiedenste Weise gefangen hält. Sie verändert sie nicht bloß, sie zwingt sie, auf’s Grausamste über sich hinauszuwachsen. Wenn sie es nicht täten, wären sie verloren. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Gleichzeitig sorgt die Autorin mit Liebe, Freundschaft und geheimen Bündnissen für einen willkommenen Ausgleich.


Fazit

Diese Geschichte scheint zunächst harmlos – doch ehe man sich versieht, gibt es aus dem Wechselbad der Gefühle kein Entrinnen mehr! Ich habe Serenas und Nomis Kampf für Freiheit mit Spannung verfolgt und warte sehnsüchtig auf den zweiten Band. Von mir erhält der Roman vier Sterne.

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Der Prinz und die Schauspielerin

Rose Snow
E-Buch Text
Erschienen bei null, 25.03.2018
ISBN B07C95HBYH
Genre: Sonstiges

Rezension:

Cover

Das Cover ist typisch für das Autorenduo äußerst farbenfroh und mit dunkel abhebenden Silhouetten gestaltet. Das im Mittelgrund zu sehende Paar, umgeben von Schilf eines Sees, ist der Geschichte entsprechend. Besonders gelungen finde ich allerdings den leuchtenden Mond über ihnen, der in der Geschichte eine zentrale Rolle spielt.

Meine Meinung

Wichtig: Bei diesem Titel handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Ich bedanke mich deshalb herzlich bei Rose Snow für die Bereitstellung. Einen Einfluss auf meine Meinung nimmt das natürlich nicht.

„Es war einmal ein Prinz, der versprach einer schönen Magd, sie zur Frau zu nehmen. Doch das Herz des Prinzen war wankelmütig und als der König von ihm verlangte, die Prinzessin des Nachbarreiches zu heiraten, gab der Prinz dem Wunsch seines Vaters nach.“ (Rose Snow: Der Prinz und die Schauspielerin, Pos. 3.)

Mit Der Prinz und die Schauspielerin haben Ulli und Carmen ihr erstes eigenes Märchen im modernen Setting vorgelegt. Die Idee ist dabei genauso simpel, wie sie genial ist. Sie entführen den Leser ans englische Königshaus, präsentieren den jüngsten Prinzen als denjenigen, der allein den Familienfluch zu brechen vermag und verwickeln ihn in zwei Liebschaften, von denen jedoch nur eine aufrichtig und vor allem bannbrechend ist. Die Geschichte verspricht somit, hochromantisch und spannungsgeladen zu werden. Die Umsetzung ist Rose Snow durchaus gelungen; ich muss allerdings gestehen, dass es meiner Meinung nach nicht ihr bester Roman ist.

Henry glaubt nicht an die wahre Liebe – schon gar nicht an das alte Märchen, nach dem allen männlichen Nachfahren des britischen Königsgeschlechts ein Unglück widerfährt. Da kommt die Forderung seiner Mutter, eine angesehene Lady zu heiraten, weitaus mehr einem Fluch nahe. Als er kurz darauf die Bekanntschaft mit zwei Schauspielerinnen macht, ist er sogleich fasziniert von ihnen. Und während es ihn unaufhörlich zu beiden Frauen hinzieht, scheint die tragische Geschichte von einst doch realer als geahnt …

Die Charaktere, allen voran die Hauptprotagonisten, wirken lebensecht. Sie alle haben ihre Licht- und Schattenseiten, die sie dank wechselnder Ich-Perspektiven graduell vorweisen können. Prinz Henry lässt zwar nichts anbrennen, hinter der Fassade des sorglosen Partyhelden verbirgt sich aber ein engagierter Mann, der sich für das Wohl anderer einsetzt. Die Schauspielerinnen Haley und Maxine konnte ich beide schnell ins Herz schließen. Besonders die blondhaarige Amerikanerin Haley mochte ich, denn ihr familiärer Hintergrund hat mich wegen einer ähnlichen Konstellation sehr ergriffen. Ein Happy End mit dem Prinzen hätte ich aber jederzeit beiden gegönnt, denn auch die charismatische Maxine überzeugt durch ihre selbstbewusste, direkte Art.

Rose Snow baut zwar durch verschiedene Handlungsstränge Spannung auf – die Gerüchteküche um die Royals brodelt ordentlich –, das Geschehen kommt aber trotzdem nicht so richtig in Fahrt. Manche Passagen plätscherten deshalb vor sich hin. Außerdem fehlte mir das märchenhafte Flair, denn der Fluch zeigt sich erst gegen Ende der Geschichte in seiner vollen Wirkung. Lange wird er thematisiert, ohne dass der Leser tatsächlich etwas davon merkt. Die Kapitel aus Sicht der echten und unechten Liebe dagegen fachen die eigenen Spekulationen so richtig an. Mehrmals schwankte ich zwischen den Schauspielerinnen hin und her. Wer ist wahrhaftig in Prinz Henry verliebt? Was spricht für Haley, was für Maxine? Und wird Henry sich am Ende auch richtig entscheiden? Das wiederrum hat große Freude bereitet herauszufinden.



Fazit

Der Prinz und die Schauspielerin bietet ein unterhaltsames Märchen für zwischendurch. Dafür sorgen das zeitgenössische Setting, liebevoll gestaltete Charaktere und eine herrliche Liebesgeschichte. Allerdings kommen Spannung und Magie leider zu kurz. Es ist nicht der stärkste Roman von Rose Snow, aber ein guter. Ich vergebe deshalb drei Sterne.

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