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110 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

krimi, polizeiseelsorger, ruhrpott, bergwerk, mord

Tiefer denn die Hölle

Peter Gallert , Jörg Reiter
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783548290355
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Bei Gallert Reiter handelt es sich um ein Autorenduo. Tiefer denn die Hölle ist bereits der zweite Band in der Serie um den evangelischen Polizeiseelsorger Martin Bauer und der Hauptkommissarin Verena Dohr.
Es gibt Anspielungen auf den ersten Band, man versteht den Krimi aber auch sehr gut, wenn man, wie ich, den ersten Teil nicht gelesen hat (was ich definitiv jetzt nachholen werde). 

Beim Lesen des Prologs hat es mich richtig gegruselt und meine Nerven waren zum Zerreißen angespannt. Interessanterweise wird dieser, etwas ausführlicher, am Ende des Buchs, wo das Geschehen zeitlich hingehört, nochmal wiederholt. Dieses Stilmittel kannte ich bisher so nicht, ist aber gut eingesetzt.

Zum Inhalt: 
Martin Bauer ist evangelischer Polizeiseelsorger und lebt derzeit von seiner schwangeren Frau getrennt. Die Ursache scheint im ersten Fall zu liegen, und er versucht, das Familienleben zu retten, indem er nur noch als Seelsorger arbeiten, und sich nicht mehr aktiv in Ermittlungen einbringen will. Als er gerade mit seiner Frau zu einem Geburtsvorbereitungskurs fährt, bekommt er einen Anruf der Polizei.

Sein katholischer Kollege Monsignore Vaals hat den Bereitschaftsdienst übernommen und wird zur Zeche Walsum gerufen, um einem Polizeikommissar zu helfen, der dort unten eine Panikattacke erlitten hat. Er sollte eine Leiche im Stollen bergen. Vaals hat sie auch gesehen und bekommt einen Herzinfarkt. Daher soll Bauer an seinem freien Tages einspringen. Vaals bittet Bauer um Hilfe, es geht um einen Mann.

Inzwischen ermittelt Hauptkommissarin Verena Dohr mit ihrem Team im Fall der gefundenen Leiche. Diese ist mit Schnittwunden verunstaltet und komplett mit Honig übergossen. Leider wird am Ende des Buches nicht aufgelöst, warum der Täter den Honig bei seinen Opfern verwendet. Ein möglicher Hauptverdächtiger ist verschwunden, genauso wie dessen Mutter vor fünfzehn Jahren.

Die Zahl fünfzehn sticht immer wieder im Verlauf des Krimis heraus. Damals muss etwas passiert sein, was Folgen bis in die Gegenwart hat. 
Bauer stürzt sich in die Aufklärung der Bitte von Vaals und ist bald wieder  sehr tief in einen Kriminalfall verwickelt. Dies führt zu Problemen mit seiner Frau. Allerdings ahnen lange Zeit weder Bauer noch Dohr, dass sie im selben Fall ermitteln. 

Auch Verena Dohr hat private Probleme, da ist zum einen ihr drogensüchtiger Lebensgefährte Elmar, der zurzeit auf ihr Drängen hin wieder in einer Entzugsklinik ist. Und dann gibt es Kompetenzstreitigkeiten mit ihrem Kollegen Karman, der wütend ist, weil er den Posten als Teamleiter nicht bekommen hat und nun gegen sie intrigiert.

Die einzelnen Kapitel sind getrennt durch kursiv geschriebene Briefe eines Kindes an seine Mutter, die Suizid begangen hat. Diese sind herzzerreißend und man ist als Leser sehr gespannt, in welchem Kontext die Briefe zum Fall stehen.

Verena Dohr und Martin Bauer sind sehr sympathisch gezeichnet. Die Länge der Passagen, wo es um private Probleme der beiden geht, ist nicht zu lange, sodass eine schöne Abwechslung zwischen Ermittlungsarbeit und Privatleben gegeben ist. 

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, ich werde die Autoren im Auge behalten.

 
        

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

hollywood, missbrauch, frauen, macht, mutig

MUTIG

Rose McGowan , Regina Schneider
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959672535
Genre: Biografien

Rezension:

Das Cover des Buches hat mir gut gefallen und passt perfekt zum Inhalt des Buchs. Keine Haare, hinter denen man sich verstecken kann, sondern die "nackte Wahrheit", man stellt sich mit seiner Persönlichkeit den anderen.

Rose McGowan, die als Schauspielerin bekannt ist, sich selbst aber lieber als Künstlerin bezeichnet, beschreibt in diesem Buch sehr offen und schonungslos ihr bisheriges Leben.

Sie nutzt dazu eine sehr konfrontierende und vulgäre Sprache, und spricht den Leser auch direkt an. Mir ist es stellenweise zu vulgär, allerdings denke ich, das gerade diese Ausdrucksweise einen so fesselt und erschüttert. 

In der Autobiographie schildert sie zuerst ihre Kindheit in der Sekte "Children of God" und die Flucht mit ihrem Vater und der Stiefmutter erst an einen anderen Ort in Italien, später die Auswanderung in die USA. Ihre leibliche Mutter kommt später ebenfalls nach Amerika.
Ihre Kindheit in der Sekte ist grausam und brutal. Allerdings wird es in den USA nicht besser. Sie wird zwischen den Eltern hin- und hergeschoben. Ihr Vater ist psychisch krank und misshandelt sie. Die wechselnden Lebensgefährten ihrer Mutter misshandeln sie auch. 

Sie erzählt ausführlich von ihrem unsteten Leben mit den regelmäßigen Umzügen und ihrer Flucht vor den Misshandlungen in die Obdachlosigkeit.

Sie wird als Teenager zufällig auf der Straße entdeckt für einen erfolgreichen Indie-Film und landet so in der Maschinerie Hollywoods, das sie als größte Sekte der Welt mit mafiösen Strukturen bezeichnet.

Sie berichtet detailliert von dieser Zeit mit den ständigen Demütigungen und sexuellen Nötigungen bei Vorsprechen und an Film-Sets. Sehr ausführlich schildert sie die Vergewaltigung durch Weinstein, den sie in ihrem Buch nur als Monster bezeichnet.

Das Vorgehen des perversen Moguls war bekannt. Trotzdem hat sie niemand gewarnt. Für mich als Aussenstehende ist es schwer nachzuvollziehen, wie 20 Jahre lang systematisch Frauen missbraucht werden konnten,  und alle schwiegen. Die Erklärung von McGowan ist zwar in Teilen schlüssig, aber sie hat trotzdem jahrelang weiter für "die Sekte Hollywood" gearbeitet und sich weiteren Nötigungen ausgesetzt. Ich kann es mir nur so erklären, dass sie aufgrund ihrer Kindheit und mangelndem Rückhalt durch andere Menschen nicht wusste, wie sie der Situation entkommen und zeitgleich aber weiter für ihr Auskommen Geld verdienen kann.

Ihr widerfährt so viel Leid, immer und immer wieder, dass es stellenweise "fantastisch" anmutet. Man fühlt sich beim Lesen, als wenn man einen Blockbuster im Kino ansieht und kann gar nicht glauben, dass all das im echten Leben so passieren kann. 

Trotz allem Verständnis für die furchtbaren Erlebnisse von McGowan wurde mir der ständige Hass gegen Männer im Allgemeinen manchmal zu viel. Ihr Zorn ist absolut gerechtfertigt, allerdings kommt sie stellenweise nicht als "Aufklärerin" rüber, sondern als verbittert. 

Was mich persönlich gestört hat ist die Eigenwerbung am Schluss des Buches, wo sie ihre Platte und sogar ihre neue Kosmetiklinie anpreist. Warum eine eigene Kosmetikserie, wenn es doch nicht auf unser Äußeres, sondern auf uns und unsere inneren Werte ankommt? Das ist sehr unglaubwürdig, sie widerspricht sich hier selbst! 

Ich vergebe dennoch vier Sterne, weil es wichtig ist (wenn auch sehr spät - zu spät?) die perverse Welt Hollywoods und vor allem der Weinsteins offen zu legen und so zu einem Umdenken anzuregen. 

Inden letzten fünfzig Seiten spricht sie den Leser häufig direkt an und schafft es so, das man über sein eigenes Konsumverhalten (Kino, Kauf von DVD's, Medienkonsum) nachdenkt und reflektiert, inwieweit man selbst dazu beiträgt, dass Schauspielerinnen so abwertend behandelt werden.
        

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141 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

kopenhagen, mord, thriller, krimi, manuskript

Krokodilwächter

Katrine Engberg , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.03.2018
ISBN 9783257070286
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

  Krokodilwächter von Katrine Engberg ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Serie aus Kopenhagen. 

Der Krimi hält, was der Klappentext verspricht. Ein spannender und zeitgleich kurzweiliger Krimi, den ich nicht aus der Hand legen konnte.

Im Mehrfamilienhaus, das der emeritierten Professorin Esther de Laurenti gehört, wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr Gesicht wurde mit mehreren Schnitten entstellt. 

Die Polizeiassistenten Jeppe Korner und Anette Werner ermitteln in diesem Fall und stoßen auf jede Menge verworrener Spuren und schwierige Zeugen sowie Angehörige. 

Ein Verdächtiger wird schnell gefunden, doch als dieser tot aufgefunden wird, stehen die Ermittler wieder bei null. 

Es kristallisiert sich bald heraus, dass der Schlüssel zur Lösung des Falls bei Esther de Laurenti liegt. Dennoch dauert es sehr lange, bis die Spuren einen Sinn ergeben. Bis zur Auflösung des Falls spielt der Täter ein Katz- und Maus-Spiel mit den Ermittlern, die vielen falschen Spuren hinterher jagen. Am Ende des Thrillers wird aufgelöst, was es mit dem Namen Krokodilwächter auf sich hat.

Die Autorin beschreibt nicht nur die Taten und die Ermittlungsarbeit der der Polizei, sondern sie hat auch detaillierte Beschreibungen von Dänemark und den beteiligten Personen verfasst. Diese werden facettenreich geschildert, wobei sie sich auf ein paar Menschen fokussiert. Beim Ermittlerduo konzentriert sie sich zum Beispiel mehr auf Jeppe als auf Annette. Dieser hat ein Suchtproblem nach Schmerzmitteln und trauert um seine Frau, die in wegen seiner Unfruchtbarkeit verlassen hat. 

Der Thriller wird aus mehreren Perspektiven geschildert, was auch zur Spannung des Buches beiträgt. Jedes Kapitel umfasst einen Tag. Zwischen den einzelnen Kapiteln finden sich Auszüge aus Briefen bzw. Online-Korrespondenz. Die Perspektivenwechsel werden auch bei den Kapiteltrennern angewandt, was es stellenweise erschwert, nachzuvollziehen, wer die Korrespondenz verfasst hat.

Den Namen Katrine Engberg werde ich mir definitiv merken und die weiteren Teile der Kopenhagen-Thriller-Serie lesen.

Das Cover ist toll. Auf den ersten Blick erscheint es schlicht, weiß mit roten Striemen drauf. Doch wenn man das Buch dann in der Hand hält, erkennt man, dass der Schutzumschlag eingeritzt ist und dadurch der rote Einband durch scheint.
        

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 59 Rezensionen

frankfurt, schiller, goethe, krimi, napoleon

Die Affäre Carambol

Stefan Lehnberg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Tropen, 10.03.2018
ISBN 9783608503548
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Eine herrlich schräge Idee: die berühmten Dichter Goethe und Schiller als Ermittlerduo in einem Kriminalfall. Die Umsetzung ist gut gelungen und garantiert amüsanten Lesegenuss für zwischendurch. 

Goethe und Schiller besuchen Goethes Mutter in seiner Heimatstadt „Franckfurth". Doch dann werden sie vom dortigen Stadtrat um Hilfe in einem politisch heiklen Fall gebeten, bei dem ein Krieg mit Frankreich droht, wenn der Fall um mehrere Morde an Frankfurter Stadträten nicht schnellstmöglich geklärt wird. Da die beiden Stadträte Verräter in den eigenen Reihen vermuten, sollen Goethe und Schiller unauffällig Ermittlungen anstellen. 

Schnell verstricken sie sich in einen spannenden Kriminalfall, den sie auf ihre einzigartige Weise natürlich auch lösen.

Der Krimi wird aus der Sicht von Schiller erzählt, der die Geschichte als berühmter Dichter natürlich für die Nachwelt nieder schreibt. Dabei stellt er auch die amüsante Freundschaft zwischen ihm und Goethe dar.

Der Autor vermittelt den Lesern ein authentisches Bild der Stadt Frankfurt und des gesellschaftlichen Lebens zu Beginn des 19. Jahrhunderts – mitten in der Epoche der Weimarer Klassik. Dabei hat er auch die Sprache dem damaligen Sprachgebrauch angepasst.
Das Buch liest sich dennoch leicht und flüssig. 
Der Kriminalfall ist Fiktion, die Schilderungen der Umwelt entsprechen geschichtlichen Fakten.

Das Buch ist künstlerisch wertvoll gestaltet mit einem hochwertigen Hardcover-Einband mit goldfarbener Prägung und einem Scherenschnitt von Goethe und Schiller in Duellier-Pose.

Wer auf der Suche nach einem "richtigen" Krimi ist, ist hier falsch. Wer aber eine humorvolle Geschichte in einem authentischen historischen Umfeld für kurzweilige Unterhaltung sucht, sollte hier zugreifen. Ich werde mir auf alle Fälle den ersten Teil auch holen.  
        

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

mord, nordsee, kriegsflüchtlinge, krimi, ostfriesland

Deichfürst

Heike van Hoorn
E-Buch Text: 330 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 30.01.2018
ISBN 9783732544714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Der Krimi handelt vom ermordeten Tadeus der Vries, dem erst kürzlich nach Leer gezogenen Hauptkommissar Stephan Möllenkamp mitsamt seiner Frau Maike und der Lokalreporterin Gertrud Boekhoff. 
Der Krimi beginnt mit der Ermordung des Großbauern Tadeus de Vries. Er verläuft in 2 Handlungssträngen, der Gegenwart sowie kurzen Erzählungen in der Vergangenheit kurz nach Kriegsende. Der erste Erzähler in der Vergangenheit ist eine junge Frau, die samt ihrem kleinen Bruder flüchten musste. Man erfährt in einem Erzählstrang, dass sie ermordet wird. Die weiteren Erzählungen in der Vergangenheit werden aus der Perspektive des kleinen Bruders geschildert.
Mir gefallen sowohl die parallel verlaufenden Erzählstränge, diese dienen dem Gesamtverständnis des Buches und steigern die Spannung, als auch die immer wieder eingeflossenen kurzen Sätze in Mundart. Die Kritik anderer Leser, die Mundart würde den Lesefluss stören, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Selbst ich als Bayer habe die Passagen verstanden.Es ist für jemanden, der die Übersetzung benötigt, jedoch tatsächlich ungünstig, dass die Übersetzung des Plattdeutschen ins Hochdeutsche erst am Ende des Buchs erfolgt. Ein Hin-und Herblättern ist bei einem E-Book nicht möglich. Insofern wären Fussnoten am Ende der jeweiligen Seite besser im Handling.
Im Klappentext wird angekündigt, dass der Hauptkommissar Stephan Möllenkamp und die Lokalreporterin Gertrud Boekhoff als Team zusammen ermitteln. Dies wird im Krimi leider nicht erfüllt. Beide ermitteln unabhängig voneinander und tauschen sich gelegentlich über ihre Erkenntnisse aus. Man hätte daher gut auf ein Ermittlerteam verzichten und Stephan Möllenkamp als alleinige "Haupt-Ermittlungsfigur" belassen können.
Die Mundart und die geschilderten Schauplätze gefallen mir sehr gut, die Autorin versteht es, den Leser atmosphärisch an die Küste zu versetzen. 
Das Cover passt super zum Buch und ist sehr gut gelungen.
Trotz der Mängel bei der Verknüpfung des Ermittlerteams gefällt mir das Buch sehr gut und ich kann es empfehlen. Ich freue mich auf weitere Krimis aus der Feder der Autorin van Hoorn.          

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111 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

berlin, thriller, true crime, andreas gößling, blutig

Wolfswut

Andreas Gößling
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 12.01.2018
ISBN 9783426521328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

          Der Autor gibt in seinem Nachwort an, dass er den Lesern schlaflose Nächte bereiten will. Das gelingt ihm.Im Buch geht es im real vorgenommene, grausame Morde, die von einem Verbrecherduo über 3 Jahrzente begangen wurden. Die drum herum erfundene Geschichte ist sehr spannend erzählt. Lotte Soltau löst den Nachlass ihres verstorbenen Vaters auf und entdeckt dabei Fässer mit Leichenteilen. Das Ermittlerduo Hallstein und Lohmeyer ermitteln und decken unfassbare Hintergründe auf. Dabei löst Hallstein auch das Rätsel um ihren vor 20 Jahren verschwundenen Bruders auf. Es hat mich bis zum Schluss gefesselt, wie das Ermittlerduo Hallstein und Lohmeyer den Fall sukkzessive löst und die Identität des zweiten Täters aufdeckt. Der Thriller wird aus mehreren Perspektiven erzählt, Hallstein, Lohmeyer, die Tochter des ersten Täters, am Schluss auch aus der Sicht des zweiten Täters. Ich gebe dennoch nur 3 Sterne, da der Thriller sehr detailliert und wirklich "Schritt für Schritt" die grausamen und ekelerregenden Misshandlungen und Folterungen schildert. Ich musste oft Lesepausen einlegen, um das zu verkraften und weiter lesen zu können. Für Zartbesaitete wäre ein Hinweis nicht schlecht. 
        

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

humor, liegeplatz, segelboot, seglerleidenschaften

Hafenkino

Steffi von Wolff
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 22.01.2018
ISBN 9783667112743
Genre: Sachbücher

Rezension:

          "Hafenkino - Mein Mann, seine Alte und ich" von Steffi von Wolff ist eine Sammlung lustiger "Kurzgeschichten" von einer unfreiwillig zum Segeln gekommenen Landratte. Jedes Kapitel kann problemlos für sich allein gelesen werden, das tut dem Verständnis keinen Abbruch. Das liebevoll gestaltete Buch eignet sich daher auch gut als Lektüre für den Nachttisch, um jeden Abend über eine der humorvollen Geschichten zu lachen. 
Die Protagonistin heiratet einen passionierten Segler und verbringt dadurch viel Freizeit auf dem Segelboot.  Auf Ihren gemeinsamen Segelausflügen geraten sie und ihr Mann nicht nur untereinander in typische Ehestreitigkeiten, die wirklich jedem Paar bekannt vorkommen. Auch an den oft überfüllten Hafenplätzen gibt es viel Konfliktpotential (andere Segler, das richtige Abstellen des Boots, etc.). Die Streitereien untereinander oder mit anderen Seglern werden pointiert, überspitzt und mit viel Humor und Ironie geschildert. 

Von den Fachbegriffen habe ich als "Nicht-Segler" zwar nichts verstanden, das tut dem Lesegenuss des leicht zu lesenden Buchs aber keinen Abbruch.         

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70 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

fehlurteil, irrtum, mord, psychologen, echte fälle

Der Serienkiller, der keiner war

Dan Josefsson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei btb, 13.11.2017
ISBN 9783442715664
Genre: Biografien

Rezension:

          Mich haben der Titel und das Cover angezogen, beides gefällt mir sehr gut und haben mich neugierig auf das Buch gemacht. 
Meine hohen Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich liebe True Crime und lese gern über die Hintergründe, die Motive die dahinter stecken und wie sich alles entwickelt hat. Dan Josefsson schildert chronologisch aufgebaut und schön strukturiert, wie sich alles entwickelt hat. Er lässt dabei auch die Entwicklung und Motivation der Psychotherapeuten und Psychoanalysten inklusive ihrer Ausbildung mit einfließen, so dass man tatsächlich bei aller Fassungslosigkeit den Gesamtkontext begreift und nachvollziehen kann. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut zu lesen. Das Buch vermittelt neben der "Hauptgeschichte" um Sture Bergwall auch ein Portrait zur Geschichte und zeitlichen Entwicklung der Psychotherapie.
Ich habe es gern gelesen und kann es vollen Herzens weiter empfehlen. 
        

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(200)

313 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 119 Rezensionen

paris, nanny, roman, kindermädchen, frankreich

Dann schlaf auch du

Leïla Slimani , Amelie Thoma
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 21.08.2017
ISBN 9783630875545
Genre: Romane

Rezension:

          Die Geschichte ist sehr interessant aufgebaut. Sie beginnt "von hinten": die kleinen Kinder sind tot. Dann wird zurückgeschwenkt auf den Anfang, wie alles begann. Die Mutter Myriam möchte nach der Geburt des 2. Kinds wieder in ihren Beruf zurück. Daher entschließen sie und ihr Mann Paul sich dazu, eine Nanny einzustellen. Aufgrund der hervorragenden Referenzen entscheiden sie sich für die 50-jährige Louise.
Es gibt hauptsächlich 2 Sichten, aus deren Sicht erzählt wird: die Nanny Louise, sowie die Mutter Myriam. Es gibt kleine Schwenker in die Vergangenheit von Louise, als sie verheiratet war und eine kleine Tochter hat. Das Buch erzählt sehr subtil und nur in Andeutungen, wie sich das Drama entwickelt. Es wird jedoch nicht aufgeklärt, warum Louise das tut, und ob sie aus dem Koma erwacht. Sehr spannend aufgebaut, ich konnte es nicht aus der Hand legen. Werde ich weiter empfehlen 👍🏾
        

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