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23 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Mein Ein und Alles

Gabriel Tallent , Stephan Kleiner
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Penguin, 24.09.2018
ISBN 9783328600282
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Den Himmel stürmen

Paolo Giordano , Barbara Kleiner
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 09.10.2018
ISBN 9783498025335
Genre: Romane

Rezension:

Alles beginnt in dem Augenblick, in dem Teresa und Bern sich begegnen und einander in die Augen schauen. Er störrisch und voller Überzeugungen. Sie voller Leidenschaft und Neugier. Es ist unumstößlich, dass sie zueinander finden werden, aber auch ebenso unvermeidbar, dass sie einander wieder verlieren. In seinem neuen Roman „Den Himmel stürmen“, entführt Paolo Giordano, Autor von „Die Einsamkeit der Primzahlen“, den Leser in eine Welt voller Liebe, Freundschaft und Hingabe, utopischen Visionen und festem Glauben, aber auch in eine Welt reich an Rivalität und Eifersucht. Die Geschichte von Teresa liest sich wie ein Kampf – was ist stärker, die Zuneigung zwischen zwei Menschen oder visionäre Lebensziele?

Den Zugangsweg bis zum Haus entlangzulaufen, war, wie mit dem ganzen Körper in eine Kindheitserinnerung einzutauchen, eine Erinnerung, die zur Gänze dort geblieben war, um auf mich zu warten. (Seite 174)

Teresa macht wie jeden Sommer Urlaub in Speziale im Süden Italiens, als sie Bern das erste Mal begegnet. Er lebt mit einigen anderen Jungen auf einem Hof unweit des Hauses von Teresas Großmutter – immer unter Aufsicht von Cesare und seiner Frau. Von ihm werden die Jungen im festen Glauben an Gott erzogen und sie wachsen isoliert von der restlichen Welt auf. Teresa ist fasziniert von dem Jungen, der so trotzig und resolut vor ihrem Vater steht, um sich für das unerlaubte Baden im hauseigenen Pool zu entschuldigen. Sie besucht Bern auf dem Hof, ein Sommer folgt auf den nächsten Sommer, sie wird in sein Leben hineingezogen, und letztendlich bleibt sie, sobald sie Erwachsen ist. Gemeinsam mit einigen Freunden leben sie auf dem Hof, immer nach dem Grundsatz, die Natur nicht zu verändern, sondern in Einklang mit ihr zu leben. Sie engagieren sich für den Erhalt von Olivenbäumen und bewegen sich dabei an den Grenzen der Legalität.

Was als friedliches Miteinander beginnt, artet aus und am Ende steht Teresa vor einem Scherbenhaufen. Freundschaften zerbrechen, die Liebe zwischen Teresa und Bern muss vor dem Einsatz für die Natur zurückweichen. Teresa versucht, ihre Verbindung zu Bern zu begreifen und gleichzeitig den Platz in ihrem eigenen Leben zu finden.

Dass ich meine Sehnsucht in gewissen Momenten vergaß, bedeutete nicht, dass sie nicht noch da war, lebendig, intakt. (Seite 183)

„Den Himmel stürmen“ ist hitzig, sehnsüchtig und leidenschaftlich. Bern steckt voller Leidenschaft für die Natur, Gott und Teresa. Teresa folgt ihm scheinbar willenlos, abhängig, wie verblendet. Doch wo einer für etwas brennt, droht der andere zu verbrennen. So verrennen sich beide immer wieder in verschiedene Richtungen und können sich dennoch nicht voneinander lösen. Diese Tatsache gibt dem Roman eine ungeheure Kraft, niederschmetternd und teils herzzerreißend hoffnungslos. Die Gefühle seiner Charaktere beschreibt Paolo Giordano wunderschön, er blickt in ihre Herzen und bringt zum Vorschein, was sie bewegt.

Faszinierend ist auch der Aufbau der Geschichte. Rückblicke vermischen sich mit Augenblicken aus der Gegenwart und das Erlebte wird von verschiedenen Erzählern Stück für Stück um Details angereichert, so dass sich am Ende erst ein vollständiges Bild ergibt, das man als Leser voller Staunen betrachten kann.

Fazit

Paolo Giordano gehört mit „Den Himmel stürmen“ für mich zu den ganz großen Autoren. Seine Geschichte ist gefühlvoll, spannungsgeladen und klug – mit Charakteren, die lebendig und vielschichtig sind. Zugleich atmet man geradezu die süße und heiße Luft Italiens, man fühlt die Landschaft und den Wind. Es ist, als wäre man dabei, ein Teil des Ganzen. Dieser Roman ist eine absolute Empfehlung!

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19 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Sofia trägt immer Schwarz

Paolo Cognetti , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Penguin, 24.09.2018
ISBN 9783328600275
Genre: Romane

Rezension:

„Die Frau mit den zwei Gesichtern“, erwidert Marta. „Siehst du das? Nicht nur das Auge, sondern auch die Braue, der Mundwinkel und diese kleine Narbe an der Wange – dein Gesicht ist total asymmetrisch.“
„Und so soll ich sein? Asymmetrisch?“. (Seite 138)

Es gibt ein abstraktes Kunstwerk, an das ich beim Lesen von „Sofia trägt immer Schwarz“ von Paolo Cognetti denken musste. Metallsplitter hängen wie in der Bewegung erstarrt in der Luft, in ihrer Mitte ein leerer Raum. Anfangs meinte ich, das Metall sei das zu beurteilende Kunstwerk, doch letztendlich war der Raum die Essenz von allem. Der Raum ist es, worauf es ankommt, die Metallsplitter erfüllen nur den Zweck, diesen Raum sichtbar zu machen. Ganz ähnlich erging es mir mit Sofia. Sie ist kaum greifbar, sie ist wandelbar und flüchtig. Nirgends wird sie sesshaft, ihre Gedanken und Gefühle behält sie unter Verschluss. Stattdessen sind es die Menschen, denen sie im Verlauf der Geschichte begegnet, die durch ihre gemeinsamen Erlebnisse eine Art „Sofia-Raum“ entstehen lassen und auf diese Weise den Kern von Sofias Wesen erfassen.

Du schleppst deine beiden Identitäten mit dir herum wie streitsüchtige Schwestern: Eine zerrt an dir und will weiterkommen, während die andere die Absätze in den Boden rammt. (Seite 139)

Da wären ihre Eltern, ihre depressive Mutter, der schwerkranke Vater, die patente Tante sowie diverse Bekanntschaften und Liebhaber. Alle erzählen in kurzen Episoden von ihrer Begegnung mit Sofia. Sie zeichnen ein Bild von diesem Mädchen, später von Sofia als erwachsene Frau, offenbaren Charakterzüge und Eigenheiten, die sie so speziell machen. Das ist auch das Besondere an diesem Buch: Niemals ist es Sofia selbst, die von sich aus der Ich-Perspektive erzählt. So bleibt sie bis zu einem gewissen Grat stets rätselhaft und undurchdringlich.

Paolo Cognetti gibt die Aufgabe, Sofia und ihre Lebensgeschichte zu verstehen, an den Leser ab. Soll er sich einen Reim auf seine Protagonistin machen, scheint er sich zu denken. Inwiefern hat ihre Kindheit mit der depressiven Mutter Sofia geprägt? Oder der häufig abwesende Vater? Was treibt sie an? Was erhofft sie sich vom Leben? In gewisser Weise ist „Sofia trägt immer Schwarz“ ein weißes Blatt. Denn letztendlich sind die bruchstückhaften Episoden nur kurze Zeitfenster in Sofias Leben. Was geschah in der Zwischenzeit? In diese Lücken setzt jeder Leser seine eigene Interpretation. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich darauf einlassen kann und möchte. Für alle, die konkrete Antworten suchen, ist dieser Roman nicht der richtige. Für alle, die ihre Gedanken treiben lassen möchten, hingegen umso mehr.

Vor der Kamera verwandelte sich Sofia wieder in die Kellnerin am Fluss: Sie bewegte sich in ihrer Rolle, als wäre der Film das Leben und alles andere reine Imitation. (Seite 211)
Fazit

„Sofia trägt immer Schwarz“ von Paolo Cognetti schenkt dem Leser viel Freiraum zur Interpretation. In einzelnen Episoden schildern unterschiedliche Charaktere ihre Begegnung mit Sofia, einer Protagonistin, die es nicht einfach hat im Leben und die es sich nicht einfach macht. Sie fordert andere heraus und ist stets auf der Suche. Nach was? Das lässt sich nur erahnen und womöglich findet jeder Leser seine eigene, ganz persönliche Antwort auf diese Frage. Kein einfacher Roman, aber einer, der sich zu lesen lohnt.

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159 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

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Der Abgrund in dir

Dennis Lehane , Steffen Jacobs , Peter Torberg
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.08.2018
ISBN 9783257070392
Genre: Krimi und Thriller

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Listensammlerin

Lena Gorelik , , ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.02.2015
ISBN 9783499238444
Genre: Romane

Rezension:

Die Listen gaben mir Kraft und Ruhe wie anderen das Gebet, Alkohol, Drogen, ein Therapeut, die Zigaretten und das Shoppen. Ich wusste, dass sowohl Drogen wie auch Psychotherapeuten gesellschaftlich weit anerkannter sind als Listen. (Seite 57)

Schreibt ihr Listen? Wenn ja, warum? Ich schreibe Listen, um die Gedanken in meinem Kopf zu sortieren und anstehende Aufgaben im Blick zu haben. Eine schlichte Notwendigkeit. Sofia hingegen schreibt Listen mit bedingungsloser Leidenschaft. Listen sind ihr Leben – sie ordnen und katalogisieren weit mehr als ihre Gedanken. Sie beruhigen sie, wenn das Leben zu viel von ihr fordert, wenn sie unruhig wird. Und Unruhe empfindet sie wahrlich genug. Denn da wäre die Sorge um ihre Tochter, die mit halbem Herzen zur Welt kam und der eine lebensgefährliche Operation bevorsteht. Da wäre ihr Mann Flox, der ihre Sorgen nicht auf die gleiche Weise zu teilen scheint. Da wäre ihre Großmutter, die mit Demenz in einem Pflegeheim lebt und um die sie sich kümmern soll. Und da wäre ihre Mutter, die nie viel von ihren Listen gehalten hat und ihr viel zu wenig über die Identität ihres Vaters verrät. Das alles thematisiert Lena Gorelik (Autorin von „Mehr Schwarz als Lila“, 2017) in ihrem 2016 erschienenen Roman „Die Listensammlerin“.

Hin und wieder flossen die Verzweiflung, die Angst, die Wut und die Machtlosigkeit und all die anderen Gefühle, die der Krankenhauspsychologe erwähnt hatte, aus mir heraus, als hätte ich ein Leck. (Seite 35)

Während ihre Großmutter, die in der damaligen Sowjetunion aufwuchs, immer mehr ihre Erinnerungen verliert, beginnt Sofia im Trubel vor der OP ihrer Tochter damit, Nachforschungen über ihre Familie anzustellen. Sie ist es leid, von ihrer Mutter hingehalten zu werden, als psychisch gestört stigmatisiert zu werden, und permanent in Sorge um ihre Tochter zu sein. Auswege aus ihrer Misere bilden ihre Listen und ein überraschender Fund in der Wohnung ihrer Großmutter – denn anscheinend ist sie nicht der einzige Mensch, der Listen führte. Jemand anders hat eben solche Listen wie sie geführt und diese in einem Kästchen aufbewahrt. Was hat es damit auf sich? Und wer war der Autor? Was haben diese Listen mit ihrer Familie zu tun?

Ich schrie sie [meine Mutter] an, weil ich genervt war von Anna, die ich nicht anschreien durfte, von meinem Leben, von ständigen Arztbesuchen, vom Schreiben, vom Nicht-Schreiben, von Flox, von mir selbst. (Seite 104)
An diesem Punkt teilt sich die Erzählung in zwei Zeitebenen – die der Gegenwart und die der Vergangenheit, beginnend mit der Kindheit der Großmutter in der früheren Sowjetunion. Zu dieser Zeit bestimmte die Kommunistische Partei über alles, was im Land passierte. Die meisten Menschen fügten sich diesen strengen Vorgaben, doch Grischa, der Sohn von Sofias Großmutter, war ein Freigeist. Ihn lernt der Leser in den Rückblicken kennen, seine Wünsche und Träume, seine Ziele, seine Liebe. Man taucht ein in einen Lebensalltag, der unserem heutigen nicht fremder sein könnte. Ein faszinierender Einblick, der mich sehr fesselte. Auch das Schicksal von Sofia und Grischa berührte mich tief – vor allem Sofias Überforderung und Grischas sensible und gleichzeitig bockige Art.

Ich ging davon aus, dass mir „Die Listensammlerin“ bis zum Ende weiterhin so ausnehmend gut gefallen würde, allerdings war dem leider nicht so. Das hatte subjektive Gründe: Ich verlor zusehends den Überblick über die Zeitebenen. Ich driftete daher für meinen Geschmack zu orientierungslos durch die Geschichte, ohne zu wissen, wo (und wann) ich mich gerade befinde. Hinzu kam ein nüchterner Schreibstil, der anfangs sehr charmant war, am Ende aber dazu beitrug, dass ich keinen emotionalen Bezug zum Geschehen mehr herstellen konnte. Hinzu kam, dass hinsichtlich der Frage nach der Identität von Sofias Vater eine gewisse Spannung aufgebaut wurde. Andeutungen häuften sich und alles schien möglich, doch anstatt mit einer Auflösung zufriedengestellt zu werden, bleibt Gorelik vage. Hier wurde meine Erwartungshaltung leider enttäuscht.

Fazit

„Die Listensammlerin“ von Lena Gorelik konnte mich persönlich leider nicht vollständig überzeugen, obwohl der Anfang äußerst vielversprechend war. Ich tauchte ein in das herausfordernde Leben von Sofia, das von Sorgen und Ärgernissen geprägt ist. Ich mochte ihren Charakter und ihre Eigenart, ihr Leben durch das Anfertigen von Listen eine gewisse Ordnung und sichere Struktur zu verleihen. Auch mochte ich die Verknüpfung mit der Vergangenheit ihrer Familie in der ehemaligen Sowjetunion. Allerdings verlor die Autorin mich auf dem Weg. Der Schreibstil wurde anstrengend, die Zeitsprünge zu unüberschaubar. Für andere Leser aber sicherlich trotzdem eine anregende Lektüre!

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261 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Jonah

Laura Newman
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 18.12.2017
ISBN 9783739212548
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer „Jonah“ von Laura Newman in den Händen hält, hat eine gefühlvolle und spannende Geschichte für den Sommer gewählt – inklusive einem überhaupt nicht vorhersehbaren Plottwist. Denn was als typische Sommerromanze beginnt, endet in einem ergreifenden Drama – und damit hatte mich die Autorin letztendlich auch gepackt. Anfangs war ich verhältnismäßig enttäuscht von der Geschichte, da nichts besonderes passiert. Junge mag Mädchen, sie lernen sich kennen, Mädchen mag Junge ebenfalls, um die Handlung mal grob zusammenzufassen. Wie soll sich eine derartige Romanze über so viele Seiten hinweg spannend hinziehen? Ich hatte immerhin noch einen beträchtlichen Teil des Buches vor mir. Als mich dann jedoch der Twist kalt erwischte, gab es kein Halten mehr. Im Großen und Ganzen ist und bleibt „Jonah“ eine wunderschöne Liebesgeschichte, sie hat aber das gewisse Etwas. Emily verbringt den Sommer in dem Ferienhäuschen ihrer Großmutter und freut sich auf ruhige Lesestunden und Entspannung. Doch schon nach kurzer Zeit lernt sie den Nachbarsjungen Jonah kennen, mit dem sie nach anfänglichem Zögern ihre Ferientage verbringt. Sie skaten, sie lesen, sie bringen das Ferienhaus auf Vordermann. Sie essen Pizza und reden. Bis Emily gehäuft auf seltsame Ungereimtheiten in Bezug auf Jonah stößt. Auch ihre Großmutter scheint mehr über ihn und seine Familie zu wissen. Stimmt etwas nicht mit Jonah? Emily beginnt, sich auf die Suche nach Antworten zu machen, und erfährt dabei Unglaubliches. „Jonah“ war einfach genau mein Ding. Ein bisschen Liebe, ein bisschen Abenteuer, Mystery und Drama. Noch dazu vermochte es Laura Newman sehr gut, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten, so dass man als Leser gar nicht anders kann, als dranzubleiben. Das trübte auch nicht die Tatsache, dass ich früh eine Ahnung hatte, worum es gehen könnte. Es blieb weiterhin das genaue Wie und vor allem das Warum zu klären. Wie ein Detektiv macht stöbert Emily in der Vergangenheit von Jonah. Stück für Stück kommen die Details ans Licht und jede neue Information riss mich mehr mit als die vorherige Erkenntnis. Und das Ende? Emotional, sage ich nur. Gänsehaut garantiert. Ich war danach erst einmal nicht ansprechbar. Aber überzeugt euch selbst  Fazit "Jonah“ von Laura Newman ist eine ideale Lektüre für passionierte Jugendbuch-Leser. Die Autorin schreibt eine ungezwungen romantische Liebesgeschichte, die außerdem das gewissen Etwas bietet. Denn neben Bauchkribbeln und Ferienlaune gibt es jede Menge mysteriöse Ereignisse und abenteuerliche Entdeckungen. Dabei fehlt es nie an Spannung, die Autorin spannt den Bogen perfekt, um bis auf die letzte Seite atemlose Lesestunden zu garantieren. Von mir eine unbedingte Empfehlung für alle, die Lust auf Mystery-Jugendbücher haben.

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206 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 59 Rezensionen

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Vakuum

Antje Wagner
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher, 01.09.2012
ISBN 9783827054371
Genre: Jugendbuch

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

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Von dieser Welt

James Baldwin , Miriam Mandelkow
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 28.02.2018
ISBN 9783423281539
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Game of this Summer

Anni Dares
Fester Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.08.2018
ISBN 9783752869255
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

ICH LIEGE OBEN AUF MEINEM BETT, ARBEITE DIE SCHACHAUFGABEN VON HERRN WIBELL DURCH UND VERSUCHE MEINE GEDANKEN VOM HEUTIGEN TAG WEGZULENKEN. WAS IST DAS NUR MIT OLE? (SEITE 138)

Nicht schon wieder ein Young Adult Roman nach Schema F, könnte man bei Titel und Cover dieses Romans von Anni Dares denken. Doch „Game of this Summer“ überraschte mich mit einer authentischen Liebesgeschichte, die herzlich wenig mit „Mauerblümchen verliebt sich in Bad Boy“ zu tun hat. Stattdessen treffen hier zwei herrlich durchschnittliche Jugendliche aufeinander, die sich auf Augenhöhe begegnen und die versuchen, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen. In die Quere kommen ihnen dabei allerdings Reibereien mit der Familie und Liebessorgen sowie rücksichtslose Wilderer, die für allerlei Ärger sorgen. Zusammen ergibt das eine spannende, humorvolle und romantische Geschichte, die für junge Leser ideale Unterhaltung ist.

WAS SOLL MAN AUCH GEGEN SEINE GEFÜHLE TUN? WIE HABE ICH AM ANFANG VERSUCHT, DAGEGEN ANZUKÄMPFEN, UND WIE BESCHEUERT IST DAS? (SEITE 283)

Besonders gut gefiel mir, dass die Protagonisten sich von gängigen Klischees abheben. So spielt Leo beispielsweise leidenschaftlich gerne Schach und sie liebt Mathe, während sich Ole lieber für die Natur einsetzt, anstatt mit Freunden feiern zu gehen. Das war so herrlich anders! Auch die Tatsache, dass Ole jünger ist als Leo, trägt dazu bei, dass durch „Game of this Summer“ einfach ein frischer Wind weht. Klar gibt es einige Situationen, bei denen ich dachte: Ist klar, dass das nun passieren musste – inklusive dezentem Augenrollen. Doch nichtsdestotrotz steckt eine Wärme in den Zeilen, dank derer man als Leser spürt, dass hier alles echt ist. Keine aufgesetzten Dramen, keine übertrieben schwärmerischen Gedanken, kein theatralisches Hin und Her, sondern vielmehr eine zartfühlende Beschreibung der ersten richtigen Liebe.

Hinzu kommen viele weitere Themen, die mich allesamt sehr ansprachen. Sowohl Oles als auch Leos Familien haben ihre Sorgen und Probleme. Leos Eltern streiten viel und ihre Mutter übt einen enormen Leistungsdruck auf sie aus. Ole hingegen sorgt sich um die Fische in den umliegenden Seen und um seine Mutter, die Schwierigkeiten bei der Arbeit hat. Zudem gibt es da noch etwas, das ihm große Schuldgefühle macht. Und ganz nebenbei gilt es noch die Wilderer zu überführen, was übrigens auch ein sehr spannender Teil der Geschichte ist. Denn wer wirklich dahintersteckt, war mir bis zum Ende mehr oder weniger ein Rätsel.

An der Sprache hätte man hier und da noch ein bisschen mehr feilen können, stellenweise wirkte der Text etwas unausgegoren und steif. Mit einigen Ausdrücken konnte ich mich beispielsweise nicht anfreunden, sie kamen teils zu häufig vor oder passten meinem Empfinden nach nicht zum Rest des Schreibstils. Doch insgesamt konnte ich sehr entspannt über diese Punkte hinwegsehen.

Fazit

„Game of this Summer“ von Anni Dares ist ein erfrischend authentischer Young Adult Roman. Nicht jede Idee ist neu, sprachlich fehlt meinem Empfinden nach hier und da noch etwas der Feinschliff, doch unabhängig davon hat mich diese Geschichte wirklich beeindruckt. Den Leser erwarten Abenteuer und Spannung, denn Wilderer sorgen für Ärger. Und es geht um die erste Liebe, darum seinen eigenen Weg zu finden, Probleme zu lösen, mit Konflikten innerhalb der Familie umzugehen und um die Kraft der Freundschaft. Eine sehr schöne und warmherzige Erzählung, die ich besonders den jüngeren Lesern ab 12 Jahren ans Herz legen kann.

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347 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

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Elian und Lira – Das wilde Herz der See

Alexandra Christo , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423762205
Genre: Jugendbuch

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Game of this Summer

Anni Dares
E-Buch Text: 238 Seiten
Erschienen bei Selfpublishing, 12.07.2018
ISBN 9783947819003
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ICH LIEGE OBEN AUF MEINEM BETT, ARBEITE DIE SCHACHAUFGABEN VON HERRN WIBELL DURCH UND VERSUCHE MEINE GEDANKEN VOM HEUTIGEN TAG WEGZULENKEN. WAS IST DAS NUR MIT OLE? (SEITE 138)

Nicht schon wieder ein Young Adult Roman nach Schema F, könnte man bei Titel und Cover dieses Romans von Anni Dares denken. Doch „Game of this Summer“ überraschte mich mit einer authentischen Liebesgeschichte, die herzlich wenig mit „Mauerblümchen verliebt sich in Bad Boy“ zu tun hat. Stattdessen treffen hier zwei herrlich durchschnittliche Jugendliche aufeinander, die sich auf Augenhöhe begegnen und die versuchen, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen. In die Quere kommen ihnen dabei allerdings Reibereien mit der Familie und Liebessorgen sowie rücksichtslose Wilderer, die für allerlei Ärger sorgen. Zusammen ergibt das eine spannende, humorvolle und romantische Geschichte, die für junge Leser ideale Unterhaltung ist.

WAS SOLL MAN AUCH GEGEN SEINE GEFÜHLE TUN? WIE HABE ICH AM ANFANG VERSUCHT, DAGEGEN ANZUKÄMPFEN, UND WIE BESCHEUERT IST DAS? (SEITE 283)

Besonders gut gefiel mir, dass die Protagonisten sich von gängigen Klischees abheben. So spielt Leo beispielsweise leidenschaftlich gerne Schach und sie liebt Mathe, während sich Ole lieber für die Natur einsetzt, anstatt mit Freunden feiern zu gehen. Das war so herrlich anders! Auch die Tatsache, dass Ole jünger ist als Leo, trägt dazu bei, dass durch „Game of this Summer“ einfach ein frischer Wind weht. Klar gibt es einige Situationen, bei denen ich dachte: Ist klar, dass das nun passieren musste – inklusive dezentem Augenrollen. Doch nichtsdestotrotz steckt eine Wärme in den Zeilen, dank derer man als Leser spürt, dass hier alles echt ist. Keine aufgesetzten Dramen, keine übertrieben schwärmerischen Gedanken, kein theatralisches Hin und Her, sondern vielmehr eine zartfühlende Beschreibung der ersten richtigen Liebe.

Hinzu kommen viele weitere Themen, die mich allesamt sehr ansprachen. Sowohl Oles als auch Leos Familien haben ihre Sorgen und Probleme. Leos Eltern streiten viel und ihre Mutter übt einen enormen Leistungsdruck auf sie aus. Ole hingegen sorgt sich um die Fische in den umliegenden Seen und um seine Mutter, die Schwierigkeiten bei der Arbeit hat. Zudem gibt es da noch etwas, das ihm große Schuldgefühle macht. Und ganz nebenbei gilt es noch die Wilderer zu überführen, was übrigens auch ein sehr spannender Teil der Geschichte ist. Denn wer wirklich dahintersteckt, war mir bis zum Ende mehr oder weniger ein Rätsel.

An der Sprache hätte man hier und da noch ein bisschen mehr feilen können, stellenweise wirkte der Text etwas unausgegoren und steif. Mit einigen Ausdrücken konnte ich mich beispielsweise nicht anfreunden, sie kamen teils zu häufig vor oder passten meinem Empfinden nach nicht zum Rest des Schreibstils. Doch insgesamt konnte ich sehr entspannt über diese Punkte hinwegsehen.

Fazit

„Game of this Summer“ von Anni Dares ist ein erfrischend authentischer Young Adult Roman. Nicht jede Idee ist neu, sprachlich fehlt meinem Empfinden nach hier und da noch etwas der Feinschliff, doch unabhängig davon hat mich diese Geschichte wirklich beeindruckt. Den Leser erwarten Abenteuer und Spannung, denn Wilderer sorgen für Ärger. Und es geht um die erste Liebe, darum seinen eigenen Weg zu finden, Probleme zu lösen, mit Konflikten innerhalb der Familie umzugehen und um die Kraft der Freundschaft. Eine sehr schöne und warmherzige Erzählung, die ich besonders den jüngeren Lesern ab 12 Jahren ans Herz legen kann.

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132 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

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Uns gehört die Nacht

Jardine Libaire , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.07.2018
ISBN 9783257300727
Genre: Liebesromane

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95 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Hyde

Antje Wagner
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2018
ISBN 9783407754356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

MANCHMAL, DAS WUSSTE ICH JA, MANCHMAL WAR GERADE DAS UNGLAUBLICHE DAS ÜBERZEUGENDSTE DETAIL AN EINER GESCHICHTE. (SEITE 397)

Wer die Autorin Antje Wagner noch nicht kennt, sollte dies mit ihrem neuen Roman „Hyde“ unbedingt ändern, denn der ist eine Wucht! Er ist komplex und dramatisch, verwunschen und unheimlich, schlicht brillant. Ich geriet von der ersten Zeile an in die Fänge dieser Geschichte, begleitete die Protagonistin Katrina auf ihrem anstrengenden, aufreibenden und bisweilen schockierenden Weg. Dabei rüttelt die Autorin beständig an dem, was man zu glauben meint, bewirft einen mit neuen Erkenntnissen und noch nicht ganz greifbaren Zusammenhängen, die sich verdichten, bis man voller Atemlosigkeit durch die letzten Seiten rast. Ein tolles Erlebnis.

„Hyde“ lässt sich dabei in kein Genre zwängen, zu vielseitig ist die Geschichte. Es geht um Katrina, die auf der Suche nach Arbeit durch das Land zieht. Ein Geheimnis umgibt sie, das weiß man von Beginn an – immerhin versteckt sie einen Teil ihres Gesichtes nicht grundlos unter einem Tuch. Und sie ist voller Wut. Wut, da ihrem Vater und ihrer Schwester irgendetwas zugestoßen ist. Sie muss Geld zusammenbekommen, damit sie Rache üben kann. So weit die Fakten, alles weitere bleibt in der Schwebe.

PROBLEME HABEN DIE LEUTE DRAUSSEN. WIR NICHT, KATRINA.
ICH LAUSCHTE AUF DIE STIMME IN MEINEM KOPF UND WURDE RUHIGER.
FÜR UNS GIBT ES NUR HERAUSFORDERUNGEN. (SEITE 73)

Ihr Weg führt sie unverhofft zu einem alten, verlassenen Haus, in dem sie als Verwalterin wohnen bleibt, obgleich vieles an diesem Haus seltsam erscheint. Hier nimmt die Geschichte dann ihren faszinierenden Lauf. Besonders reizvoll fand ich, wie man als Leser Schritt für Schritt mehr über Katrinas Vergangenheit erfährt. Sie lebte mit ihrem Vater und ihrer Zwillingsschwester Zoe im Wald – versteckt vor der Welt, im Einklang mit der Natur. „Hyde“, nannten sie ihr Zuhause. Sie lebten dort nach strengen und sonderbar anmutenden Regeln: Sie durften nicht gesehen werden und das Haus nur zu bestimmten Zeiten verlassen, um durch den Wald zu stromern. Zweimal im Jahr verließen sie ihr Versteck, um nach Berlin zu fahren, Vorräte zu kaufen, zum Friseur und ins Kino zu gehen. Dann ziehen sie sich wieder zurück. Man versteht nicht, warum dies so ist, doch das macht nichts. Die drei sind glücklich und dieses Glück fliegt einem aus den Zeilen entgegen und setzt sich im Herzen fest. Verwunschen empfand ich die Rückblicke in Katrinas Zeit im Wald.

In der Gegenwart befindet sich Katrina in dem sonderbaren Haus und hier schlägt einem unmittelbar eine ganz andere Stimmung entgegen. Es ist unheimlich! Und zwar auf eine sehr subtile Art und Weise. Es beginnt mit einem zarten Geflecht von Sonderbarkeiten, unerklärlichen Ereignissen, seltsamen Geräuschen, einem verschlossenen Zimmer, Kälte. Klassische Elemente, die Antje Wagner mit so einem besonnenen Geschick einfließen lässt, dass sie ganz und gar überzeugend sind. Als Leser wird man regelrecht dazu eingeladen, Theorien zu entwickeln, nur um diese kurze Zeit später zu verwerfen.

WAS IST DIE URSACHE FÜR LIEBE?
ICH WEISS ES NICHT. ABER ICH WEISS, DASS DIE LIEBE NICHT VERSCHWINDET, WENN DER MENSCH, DEM SIE GEHÖRT, STIRBT. SIE IST IMMER NOCH DA. WIE DAS LICHT, WENN EINE KERZE ERLISCHT. SIE IST IN MEINEM INNERN, STREIFT SUCHEND UMHER, HEIMATLOS, MIT WUNDEN FÜSSEN, SEHNSÜCHTIGEN HÄNDEN. (SEITE 389)

Das liegt maßgeblich daran, dass der Roman äußerst komplex angelegt ist. Ein verschachtelter Aufbau, in dem Geheimnisse und Erinnerungen nach und nach enthüllt werden. Dadurch gerät man automatisch in diesen Sog, der ein richtig gutes Buch ausmacht. Durch alles trägt der Schreibstil von Antje Wagner. Sie schreibt kunstvoll, ohne künstlich zu wirken. Sie trifft mit ihren Worten nicht nur den Punkt, sondern auch ins Herz. Sie ist präzise und gleichzeitig lässt sie vieles bewusst offen. Ich liebe ihre Art zu schreiben!

Fazit

„Hyde“ von Antje Wagner ist ganz großes Kino. Hier passt einfach alles – Stimmung, Charaktere, Schreibstil und Story. Die Geschichte um Katrina fesselt, berührt und lässt einen mitdenken, da einzelne Erzählstränge äußerst geschickt miteinander verknüpft werden. Sowohl in der Vergangenheit von Katrina als auch in der Gegenwart ist Dramatisches geschehen, dem man als Leser Stück für Stück auf die Spur kommt. Ein aufwühlender und bisweilen unheimlicher Genuss!

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Anna Fink

Boris Zatko
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Oberstebrink, 01.07.2017
ISBN 9783934333802
Genre: Jugendbuch

Rezension:

ABER WIESO SAH SIE DINGE, DIE ANSCHEINEND NICHT EXISTIERTEN? BILDETE SIE SICH DAS ALLES NUR EIN? UNMÖGLICH! (SEITE 14)

„Mama, erzählst du mir die Geschichte noch einmal?“ Diesen Satz hörte ich jeden Tag mindestens ein Mal, nachdem ich damit begonnen hatte, „Anna Fink – Die Fanfare des Königs“ von Boris Zatko zu lesen. Meine Tochter konnte nicht genug von diesem fantastischen Abenteuer bekommen und ich erzählte ihr gerne davon, denn dieser Trilogie-Auftakt ist durchaus bereits für jüngere Leser geeignet. Ich selbst wurde auf der Frankfurter Buchmesse im vergangenen Jahr auf dieses hübsche Buch aufmerksam, als ich am Stand des mir bis dahin unbekannten Verlags Oberstebrink vorbeiging. Das Cover machte mich extrem neugierig und der Klappentext (siehe Beitragsende) versprach eine abenteuerlich-magische Geschichte. Eine Mutter und ihre Tochter, die in ein seltsames Haus einziehen? Ein verschwundener Vater? Ein großes Geheimnis? Ich war geködert.

Allem voran muss ich die tollen Illustrationen des Autors hervorheben. Boris Zatko arbeitet als freier Autor und Illustrator für Magazine und Verlage. Ich finde es spannend, wenn ein Autor die Illustrationen für seine Geschichte selbst anfertigt. Es ist, als schaute man als Leser durch ein kleines Fenster direkt in den Kopf des Autoren. So wurde die Welt, die Zatko erschuf, noch greifbarer. Und diese Welt ist aufregend! Sie ist ganz nah an der Realität und dennoch auf eine subtile Art und Weise davon entrückt. So wirken die Stadt und die Menschen, denen Protagonistin Anna und ihre Mutter begegnen stets etwas seltsam, sehr kühl und abweisend. Nichts fügt sich so recht zusammen und Anna und ihre Mutter wirken wie Fremdkörper in einem Puzzle, deren fertiges Bild sie – und auch der Leser – nicht kennen. Ich mag es sehr, wenn das Fantastische sich in den Details verbirgt.

DOCH PLÖTZLICH ÜBERKAM SIE EIN SELTSAMES GEFÜHL. IRGENDETWAS ZERRTE AN IHR. ES WAR DIESELBE KRAFT, DIE SIE SCHON IN DIESES ZIMMER GELOCKT HATTE. ES WAR, ALS OB DIESE KRAFT NICHT WOLLTE, DASS SIE DIESES HAUS WIEDER VERLIESS. (SEITE 57

Anna ist eine ziemlich patente kleine Person. Sie trägt die für ihr Alter typische Schüchternheit und Unsicherheit mit sich herum, schlägt sich aber vor allem angesichts des Verlusts ihres Vaters recht gut. Auch ihre Mutter macht das Beste aus den Gegebenheiten. Der Autor schafft es gut, die Lebensrealität eines Teenagers – Umzug, Schule, Verlust eines Elternteils – mit den fantastischen Elementen seiner Geschichte zu verbinden. Sowohl Mobbing als auch die Beziehung zwischen Mutter und Tochter werden thematisiert, während Anna immer weiter in die seltsamen Ereignisse hineingezogen wird, die mit dem Umzug in die fremde Stadt einhergehen.

PLÖTZLICH DURCHFUHR ANNA EIN ZUCKEN UND IHR ATEM STOCKTE. SIE SPÜRTE, DASS SICH ETWAS IN IHRER NÄHE BEFAND. UND ES TRIEB ANNA UNBESCHREIBLICHE ANGST IN DIE GLIEDER. (SEITE 227)

Besonders für jüngere Leser oder zum Vorlesen ist die Geschichte ideal, denn die Protagonistin ist zwar bisweilen verwirrt und ängstlich, findet aber letztendlich immer wieder den Mut, sich der Welt und sämtlichen Problemen entgegenzustellen. Dabei verlässt sie sich auf ihren Verstand, ihre Gefühle und eine gehörige Portion Neugier. Hinzu kommen einige Helfer, die teils ziemlich skurril, jedoch immer liebenswert sind. Sie stecken voller Ideen, ebenso wie die Geschichte. Sie folgt dem klassischen Schema einer Heldenreise, ist jedoch so reich an Einfällen, die einfach neu sind.

War also alles durchweg positiv? Nein, es gibt durchaus ein paar kleinere Dinge, die mich gestört haben. So empfand ich es als seltsam, dass Anna’s Mutter bei ihrem Vornamen genannt wird. Auch der Schreibstil wirkte manchmal etwas hölzern auf mich, so dass ich mich emotional nicht immer zu hundert Prozent abgeholt fühlte. Doch abgesehen davon freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung, die ganz neue Entwicklungen mit sich bringen wird.

Fazit

„Anna Fink – Die Fanfare des Königs“ von Boris Zatko ist ein Trilogie-Auftakt, der besonders für jüngere Leser ein kunterbuntes Leseabenteuer bietet: Ein Mädchen kommt einem Geheimnis auf die Spur und macht sich mutig daran, dies zu entschlüsseln. Die Illustrationen des Autors bereichern die Geschichte zusätzlich und machen zu Beginn jedes Kapitels Lust darauf, weiter in die fantastische Welt einzutauchen. Eignet sich ebenfalls gut zum Vorlesen!

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115 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Clean

Juno Dawson , Christel Kröning
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551583826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

BILDLICH STELLE ICH MIR EINEN TIEFEN ZUG AUS EINEM JOINT VOR, STELLE MIR DIE QUALMWOLKE VOR, DEN SCHLEIER, UND WIE VERWISCHT MEINE SCHARFEN KANTEN DANN WÄREN. ICH WILL WIEDER PASTELL SEIN.  SCHWEINCHENROSA. ICH FÜHLE MICH ZU DEUTLICH ZU AUSGEPRÄGT. (SEITE 188)

„Lexi ist reich, cool, ein It-Girl – und heroinsüchtig.“ So lautet der erste Satz auf dem Klappentext von „Clean“ von Juno Dawson. Und dieser Satz fasst die Handlung des Young Adult Romans auch ideal zusammen. Lexi stirbt beinahe an einer Überdosis, weshalb sie in die Clarity-Klinik gebracht wird, eine Einrichtung für reiche Jugendliche, in der sie mit dem Entzug beginnt. Der Roman ist in vielerlei Hinsicht ziemlich interessant. Lexi ist provokant, manchmal ein richtiger Snob und gleichzeitig aber auch sehr emotional und sensibel. Im Verlauf der Handlung und in der Therapie zeigt sie alle ihre Facetten. Auch die Rahmenbedingungen sind stimmig – von den anderen Charakteren bis hin zu Lexis Vergangenheit und Leben außerhalb der Klinik. Das macht „Clean“ zu einem runden Lesevergnügen.

MEINE KNOCHEN KLIMPERN HERUM WIE EIN WINDSPIEL.
MICH SCHÜTTELTS.
VIELLEICHT  BIN ICH HEROINABHÄNGIG.
WANN IST DAS PASSIERT? SEITE 44)

Allerdings empfand ich zwei Dinge doch als störend. Zum einen konnte ich mich in Lexis Leben nicht gut einfühlen. Sie empfindet ab einem gewissen Punkt in der Therapie – und unbewusst sicherlich bereits lange zuvor -, eine große Leere. Das Leben als reiches It-Girl ist nur oberflächlich erfüllend, mit all seinen Partys, Events und: Drogen. Abseits davon sieht es anders aus, ein Leben ohne Ziele, ohne Ambitionen. Sicherlich gibt es viele junge Jungen und Mädchen, die genau so ein Leben führen, dennoch kam ich nicht umhin, permanent innerlich aufzuschreien „dann tu halt was und arbeite oder studiere oder engagiere dich irgendwo!“.

Weiterhin konnte ich mich nicht ganz mit der Situation in der Klinik anfreunden. Als reiche Jugendliche genießen die Patienten dort gewisse Privilegien, doch einfach so das Gelände verlassen und ans Meer gehen – wie kann das möglich sein? Nachts unbemerkt durch die Klinik wandern? Für mich litt dadurch leider ein wenig die Glaubwürdigkeit des Ganzen. Zu allem Überfluss kommt auch noch eine Liebesgeschichte ins Spiel, die ich als denkbar unpassend empfand. Wieso kann der Fokus nicht einzig und allein auf dem Genesungsprozess von Lexi liegen? So kommt „Clean“ leider oft eher im Stil „abenteuerliches Jugendcamp“ daher, anstatt eine Geschichte zu sein, die sich mit ernsten Problemen junger Menschen auseinandersetzt.

Fazit

„Clean“ von Juno Dawson ist eine runde Geschichte, die von Drama bis Herz-Schmerz alles bedient, was man als Leser eines Young Adult Romans erwartet. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Allerdings störte ich mich sehr daran, dass sich die Geschichte beinahe ausschließlich um reiche Jugendliche dreht und hier leider auch nicht das eine oder andere Klischee ausgelassen wird. Hinzu kommt eine Liebesgeschichte, die meiner Meinung nach vom Wesentlichen ablenkt. Alles in allem aber lesenswert.

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157 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 92 Rezensionen

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Frau Einstein

Marie Benedict , Marieke Heimburger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462049817
Genre: Romane

Rezension:

WENN GOTT NUR ZULIESSE, DASS ICH DIE ZEIT ANHALTE ODER SIE ÄNDERE. ABER NEIN, ICH SASS FEST, GEFANGEN IN DEN STARREN NEWTONSCHEN GESETZEN DES UNIVERSUMS.
ODER? (SEITE 243)

Dies ist ein Roman für alle, die mehr über Albert Einstein erfahren möchten, und die Freude an einer tragisch-faszinierenden Lebensgeschichte einer starken Frau haben. Denn „Frau Einstein“ von Marie Benedict handelt von Mileva Maric, der ersten Ehefrau von Albert Einstein, die vielen vermutlich weitestgehend unbekannt ist. Maric lernte Einstein als jungen Studenten kennen, Jahre bevor er seine Theorien veröffentlichte und ehe er weltberühmt wurde. Der unmittelbare Reiz, diesen Roman zu lesen, liegt daher sicherlich darin, Privates über den bekannten Physiker zu erfahren. Doch das ist bei Weitem nicht alles, was „Frau Einstein“ bietet, denn Mileva Maric war eine bemerkenswerte Persönlichkeit.

Also vergessen wir fürs Erste die Relativitätstheorie und den klugen Kopf Einsteins und widmen uns der Serbin Mileva Maric, die sich ganz und gar der Mathematik und Physik verschrieben hatte. Heiraten würde sie wegen einer Gehbehinderung sowieso niemand, glaubt sie. So begann sie als junges Mädchen ein Studium am Polytechnikum in Zürich. Eine Chance auf Bildung, die Ende des 19. Jahrhunderts nur wenigen Frauen vorbehalten war. Entsprechend exotisch war Maric und entsprechend wenig hielten die Kommilitonen und Professoren von ihr. Alle, bis auf eine Ausnahme: Albert Einstein. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, der jedoch schon früh eine gewisse Schwere und Unbeständigkeit anhaftet.

SOSEHR ICH MICH NACH AUSSEN AUCH IN MEINE ROLLE ALS HAUSMÄDCHEN FÜGTE – ES GING MIR AUF DIE NERVEN, STÄNDIG DAS HAUSMÄDCHEN FÜR IHN ZU SPIELEN. WIE HATTE ES NUR SO WEIT KOMMEN KÖNNEN? (SEITE 314)

Denn durch Mileva Maric erfährt man nicht nur pikante und haarsträubende Details aus dem Leben von Einstein, sondern auch, wie schwer es für Frauen in dieser Zeit war, eine Ausbildung zu beginnen, geschweige denn zu arbeiten oder zu forschen. Dabei war Maric ebenso klug wie ihr berühmter Ehemann, vor allem war sie eine begnadete Mathematikerin. Von Beginn an tauschten sich die beiden über physikalische Theorien aus und arbeiteten zusammen an neuen Thesen, was einige Briefwechsel zwischen den beiden belegen. Es wird sogar spekuliert, dass Mileva Maric eine tragende Rolle bei der Formulierung der Relativitätstheorie spielte. Auf diese Frage und diese Zeit in Albert Einsteins Leben spitzt sich „Frau Einstein“ immer weiter zu.

IZGUBIO SAM SE. ICH WAR VERLOREN. ABER DAS WAR EIN ZUSTAND, DEN ICH MIR NICHT MEHR LEISTEN KONNTE. (SEITE 318)

Und so wandelt sich „Frau Einstein“ unmerklich zu einer tragischen Geschichte, denn zerstörte Hoffnungen, missbrauchtes Vertrauen und Schicksalsschläge bleiben nicht aus. Trotz alledem ist „Frau Einstein“ kein durchweg beschwerliches und trauriges Buch. Mileva Maric hat zwar vieles ertragen, ich litt sehr mit ihr und brauchte bisweilen Pausen vom Buch, doch ungeachtet dessen blieb sie immer standhaft und fand letzten Ende ihren eigenen Weg. Diese enorme Kraft schwingt in jeder Zeile mit und macht die Lektüre zu einem lange nachwirkenden Erlebnis. Übrigens blieb Marie Benedict nah an den Fakten. Fiktive Teile wurden nur dann ergänzt, wenn keine Tatsachen bekannt waren.

Fazit

„Frau Einstein“ von Marie Benedict ist ein biografisch angehauchter Roman, in dem die Autorin vom Leben von Albert Einsteins erster Ehefrau Mileva Maric erzählt. Sie ist intelligent, sie hat berufliche Ambitionen und möchte arbeiten. Ziele, die sich Ende des 19. Jahrhunderts jedoch nicht selbstverständlich verfolgen lassen. Und so begleiten wir Maric auf ihrem mit vielen Schwierigkeiten verbundenen, abenteuerlichen Weg als Frau von Albert Einstein. Ein spannender und erhellender Einblick sowohl in die Welt der Physik, als auch in die Lebensbedingungen von Frauen der damaligen Zeit.

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Superhero

Anthony McCarten , Manfred Allié , Gabriele Kempf-Allié
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.04.2008
ISBN 9783257237337
Genre: Romane

Rezension:

JA, DER JUNGE AUF DER BRÜCKE VERGLEICHT SICH MIT VERGLÜHENDEN STERNEN, WÄHREND ER DARAUF WARTET, DASS DIE EINZELNEN ELEMENTE SEINES TODESWUNSCHES – EKEL, WUT, SCHMERZ, ÜBELKEIT, SCHWÄCHE, FRUSTRATION, UNGERECHTIGKEIT, NEID, EINSAMKEIT, REUE – SICH ZU EINER KRAFT VERBINDEN, DIE AUSREICHT, IHN IN DIE TIEFE ZU STOSSEN. (SEITE 38

Auf der diesjährigen LitBlog Convention hatte ich das Glück, der Lektorin Anna von Planta lauschen zu können, die von ihren Begegnungen mit Anthony McCarten und seinen Werken sprach. Sie erzählte auch von ihrem ersten Eindruck von „Superhero“ und ihrem Erstaunen über dieses ungewöhnliche Manuskript. Der Roman ist in Teilen wie ein Theaterstück, wie ein Comic, wie ein Drehbuch geschrieben – ein Sammelsurium der verschiedenen Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen. Doch nicht allein das macht „Superhero“ zu dem, was es ist: zu einem besonderen Werk.

Denn unabhängig vom Erzählstil hat Anthony McCarten eine äußerst feinfühlige Geschichte über einen todkranken Jungen geschrieben, die gleichzeitig traurig, überraschend witzig und vielschichtig ist. Der Autor nimmt das Schicksal von Donald Delpe ernst, zeichnet es aber nicht nur Grau in Grau. Vielmehr strotzt „Superhero“ förmlich vor Farbe und Leben, nicht zuletzt wegen der Comic-Szenen, die man als Leser auf Anhieb vor Augen hat. Sie bringen Abwechslung ins Lesen, ebenso wie in Donald’s tristen Alltag zwischen Behandlungen und Therapie und die Zeit mit seiner Familie. Die Comic-Geschichten sind wunderbar überspitzt und im Grunde dreht sich alles nur um Superhelden und Schurken und Sex. Vor allem Letzterer ist omnipräsent in Donald’s Gedanken und gleichzeitig ein wichtiges Plotelement.

DANN UM DIE MITTAGSZEIT EIN KLEINER AUSFLUG ZUR RADIOLOGIE, EINE ART MITTAGSPAUSE AUF DEM ATOMWAFFENTESTGELÄNDE; NACH GENAU DER RICHTIGEN DOSIS GAMMA- UND RÖNTGENSTRAHLEN, MIRKO- UND ÜBERHAUPT ALLEM AUSSER DER LA-OLA-WELLE, WIRD ER ZURÜCK ZUM VERGNÜGUNGSDAMPFER GEFAHREN, STATION EINS, STADTKRANKENHAUS WATFORD, UND DA LIEGT ER, MIT GIFT VOLLGEPUMPT, EIN ZUCKENDER ZOMBIE. (SEITE 173

Doch wer nun meint, dass es in „Superhero“ nur um einen hormongesteuerten Jugendlichen dreht, irrt sich. Klar geht es um Erfahrungen, doch anfangs kaum spürbar, später immer offenkundiger, gewinnt die Story an Tiefe und Emotionalität. Und auch Donald Delpe ist kein eindimensionaler Charakter. Mal fügt er sich desillusioniert in sein Schicksal, mal lehnt er sich geradezu heroisch dagegen auf. Aber ganz gleich, wie er sich gerade fühlt, er flieht regelmäßig in seine Comic-Welt. Sie ist sein Refugium, sein Safe-Space, sein alternatives Universum, in dem alles in Ordnung ist. Dort kann er alles sein und alles erleben, was ihm im echten Leben verwehrt bleibt.

OB GESUNDHEIT NICHT AUCH METASTASEN BILDEN KONNTE? […] WARUM SOLLTE MAN SICH NICHT MIT AKUTEM WOHLGEFÜHL ANSTECKEN KÖNNEN, EINER KRANKHEIT, ÜBER DIE DIE GESAMTE WELTGESUNDHEITSORGANISATION STAUNEN WÜRDE, EINE EPIDEMIE, DIE SICH GNADENLOS AUSBREITET, DIE JEDEN ERWISCHEN KANN, UND JEDER, BEI DEM SIE AUSBRICHT, FÜHLT SICH… EINFACH WUNDERBAR. (SEITE 238/239)

Rund um Donald Delpe gibt es noch weitere Charaktere, deren Schicksal von nicht weniger großer Intensität ist. Da wären die Eltern von Donald sowie sein Bruder und sein Psychologe und dessen Ehefrau. Alle rotieren sie um Donald, mit ihren eigenen Sorgen, Wünschen und Hoffnungen im Gepäck. Dank ihnen rückt das Schicksal von Donald – so schwer zu tragen es auch ist – nicht zu sehr in den Vordergrund. Der Autor drückt dadurch nicht unentwegt und schon gar nicht zwanghaft auf die Tränendrüse, sondern achtet sorgsam darauf, dem Leser einen Ausgleich zu bieten und ein rundes Bild zu zeigen.

Fazit

„Superhero“ von Anthony McCarten ist eine sehr berührende Geschichte über den schwerkranken Donald Delpe, der seinen eigenen Helden erfindet und am Ende ganz anderen und realen Helden begegnet, die ihn auf seinem Weg begleiten. Diese Geschichte ist stilistisch äußerst vielseitig: Comic trifft auf Theater trifft auf Drehbuch. Doch der Mix funktioniert! Als Leser ist man unmittelbar Teil dieser manchmal etwas verrückten, aber immer liebenswerten Welt von Donald Delpe. Man lacht, man weint, aber nie wird man in diese Emotionen gedrückt – was das Thema nahe legen könnte -, sie kommen unaufdringlich und echt. Ein tolles Buch!

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423 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Magisterium - Der Weg ins Labyrinth

Cassandra Clare , Holly Black , Anne Brauner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ONE, 12.08.2016
ISBN 9783846600344
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Unland

Antje Wagner
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 28.05.2018
ISBN 9783407745118
Genre: Jugendbuch

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46 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Cyril Avery

John Boyne , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2018
ISBN 9783492058537
Genre: Romane

Rezension:

„SIE SAGEN DOCH NIEMANDEM ETWAS?“, FRAGTE ICH.
„SAGE WAS NICHT?“
„WAS ICH IHNEN GERADE ERZÄHLT HABE. DAS ICH NICHT NORMAL BIN.“
„GROSSER GOTT“, SAGTE SIE, LACHTE UND STAND AUF. „SEIEN SIE NICHT ALBERN. KEINER VON UNS IST NORMAL. NICHT IN DIESEM VERDAMMTEN LAND.“ (SEITE 290)

John Boyne ist vielen sicherlich durch seinen Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ bekannt. 2009 wurde die Geschichte verfilmt. Darüber hinaus hat Boyne viele weitere Romane geschrieben, „Cyril Avery“ ist nun sein neuestes Werk. Darin geht es um einen Jungen, der im engstirnigen und gottesfürchtigen Irland der Nachkriegszeit mit seiner Homosexualität zu kämpfen hat. Wir begleiten ihn auf seinem gesamten Lebensweg, von seiner Geburt bis hin ins hohe Alter, 70 Jahre lang. Dabei widmet sich John Boyne den wichtigen Themen und gesellschaftlichen Umwälzungen, die diese vergangenen Jahrzehnte besonders prägten.

„Cyril Avery“ – im Original übrigens „The Heart’s Invisible Furies“ – hat mich nachhaltig beeindruckt. Es hat mich tief berührt, es hat mich schrecklich wütend gemacht, ich war sprachlos und fassungslos und doch habe ich regelmäßig herzhaft gelacht. All diese Emotionen stecken in den Zeilen, dicht an dicht nebeneinander. Oft so dicht, dass man bei einem Satz am liebsten vor lauter Ärger schreien möchte, nur um im nächsten in schallendes Gelächter auszubrechen. Was für ein atemberaubender Drahtseilakt für die Nerven und gleichzeitig: Was für ein informativer und hochinteressanter gesellschaftskritischer Roman.

ABER DAS WAR DUBLIN, DIE HAUPTSTADT DES LANDES. MEIN GEBURTSORT, DEN ICH LIEBTE, INMITTEN EINES LANDES, DAS ICH HASSTE. EINE STADT VOLLER GUTHERZIGER UNSCHULDIGER, ELENDER HEUCHLER, EHEBRECHERISCHER MÄNNER, HINTERHÄLTIGER PRIESTER, ARMER, DIE KEINE HILFE VOM STAAT BEKAMEN, UND MILLIONÄRE, DIE IHM DAS BLUT AUSSAUGTEN. (SEITE 389)

Die Geschichte beginnt mit der Geburt von Cyril, die bereits unter einem schlechten Stern steht. Eine uneheliche Geburt in Irland im Jahr 1945 ist eine undenkbare Schande – sagt die Kirche. Frauen werden von ihren Familien aus dem Haus geworfen, sollen sie zusehen, wie sie zurechtkommen. So auch Cyril’s Mutter, die ihn gezwungenermaßen zur Adoption freigibt. Cyril hat Glück im Unglück, es mangelt ihn bei seinen Adoptiveltern an nichts materiellem, allerdings sind sie etwas speziell, beachten ihn kaum und wenn, führen sie die absurdesten Gespräche mit ihm. Sein beschauliches, seltsames Leben nimmt eine Wende, als er Julian trifft. Und Cyril? Er verliebt sich.

Fortan begegnet der Leser Cyril in Intervallen von sieben Jahren. Man wird Zeuge, wie er als Teenager gegen die Kirche und ihre Zwänge und Restriktionen rebelliert, wie er seine Homosexualität entdeckt und in Angst lebt, entdeckt zu werden. Wie er sich selbst und seine Wünsche verleugnet, um in Sicherheit leben zu können. Als er endlich flieht, erlebt er Mitte/Ende der 80er Jahre in New York die Aids-Krise mit, die Ausbreitung der „Schwulenkrankheit“. Aber auch Feminismus spielt in dem Roman eine große Rolle, die Geringschätzung weiblicher Intelligenz wird zentral thematisiert sowie der respektlose Umgang mit der weiblichen Sexualität. Am Ende schließt sich der Kreis und Cyril kehrt 2015, nach dem Referendum über die Homo-Ehe, nach Irland zurück.

VIELLEICHT GAB ES DARIN [ANM. D. RED. IN UNSERER GESCHICHTE] AUCH ÜBERHAUPT KEINEN BÖSEWICHT. NUR MÄNNER UND FRAUEN, DIE VERSUCHTEN, DAS BESTE ZU TUN. UND DARAN SCHEITERTEN. (SEITE 708)

Letztendlich ist „Cyril Avery“ eine Geschichte über Heimat. Denn trotz aller Einschränkungen und Schrecken, die Cyril in Irland erlebt, bleibt es seine Heimat, sein Zuhause. Das kann er nicht loslassen. Und es geht um Cyril’s Herz, das einiges mitmacht und das nur, weil es sich nun einmal zu Männern hingezogen fühlt. Dieses Herz wird Anfeindungen und Vorurteilen ausgesetzt, es erlebt unerfüllte Liebe und die glückliche Liebe. Und immer ist man ganz nah am Protagonisten dran, der sein Leben mit einer Mischung aus „sich treiben lassen“ und „ich packe die Dinge an“ meistert. Er ist bei Weitem kein perfekter Protagonist, sondern fehlbar. Einer, der sich durch durchschlägt, und manchmal richtige, manchmal falsche Entscheidungen trifft.

Was „Cyril Avery“ besonders auszeichnet, ist Leichtigkeit. Ähnlich wie Jane Austen besitzt John Boyne diesen unglaublich klugen Humor, eine feine Antenne für Heiterkeit, dass er jeder noch so furchtbaren oder ernsten Situation ein Quentchen Witz abzuringen vermag. Allein die Dialoge sind zum niederknien komisch. Das ist ungemein charmant. Und gerade diese Leichtigkeit ermöglicht es einem, sich mit Cyril’s Schicksal auseinanderzusetzen. Sie macht es erträglich und erlaubte mir den bedingungslosen emotionalen Zugang.

Fazit

Geradezu monumental ist „Cyril Avery“: 70 Jahre gesellschaftskritische Lektüre, von Irland über Amsterdam bis hin nach New York, von der Nachkriegszeit 1945 bis 2015. John Boyne widmet sich in „Cyril Avery“ seinem Protagonisten und begleitet ihn durch sein herausforderndes Leben. Homosexualität, Homophobie, Emanzipation, Liebe, Freundschaft, Heimat, Familie, Aids und Tod – alle diese Themen finden in diesem großartigen Roman Platz. Und anstatt angesichts dieser Themen in Schwermut zu versinken, verleiht ihnen Boyne’s teils deftiger, aber immer herzlicher Humor eine äußerst angenehme Leichtigkeit. Was für eine Mischung! Wer auch nur ansatzweise interessiert ist: Dieses Buch will gelesen werden.

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Zwischen zwei Fenstern

Dianne Touchell , Birgit Schmitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.11.2014
ISBN 9783551560049
Genre: Jugendbuch

Rezension:

DIESE HEIMLICHKEIT IST SPANNEND. UND SIE IST NOTWENDIG. DAS IST SCHLIESSLICH NICHT UNSER ORT. WIR HABEN UNSEREN EIGENEN ORT, DEN RAUM ZWISCHEN ZWEI FENSTERN (SEITE 57)


Bedrückend, erschreckend, abstoßend, seltsam, wunderschön, still, tiefgründig, verstörend, hoffnungsvoll. Das sind Stimmungen und Empfindungen, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an „Zwischen zwei Fenstern“ denke. Es gibt noch mehr davon, denn Dianne Touchell kann mit Worten umgehen. Sie braucht nur wenige Seiten, 256 um genau zu sein, um in mir die komplexesten Emotionen hervorzurufen. Teils gingen mir die Worte so nah, dass ich eine Pause brauchte von Maud und Creepy. So heißen die Protagonisten, die sich in benachbarten Häusern befinden und einen ungewöhnlichen, zarten Kontakt zueinander zwischen ihren beiden Fenstern aufnehmen. Sie sprechen nicht miteinander, auch wenn sie sich in der Schule begegnen, sie kommunizieren lediglich über auf Zettel geschriebene Notizen, die sie an die Scheibe halten.

ICH ÜBERNEHME IMMER DIE GEDANKEN, ÜBERZEUGUNGEN UND EIGENSCHAFTEN VON DEM, DEM ICH AM MEISTEN GEFALLEN MÖCHTE. ICH HABE KEINE PERSÖNLICHKEIT. WIRF EIN, WAS DU WILLST, UND ES WIRD ZU MIR WERDEN, BIS JEMAND WICHTIGERES, PENETRANTERES KOMMT UND DICH VERDRÄNGT. (SEITE 48)

Was nach einem harmonisch-romantischem Jugendbuch klingt, in dem sich zwei junge Außenseiter kennenlernen und ineinander verlieben, täuscht. Dieser Roman ist ganz anders. Denn Maud ist psychisch krank, sie reißt sich ihre Haare aus, teilweise bis ihre Kopfhaut blutet. Sie erfährt keine wundersame Heilung durch Liebe, wie es oft in Jugendbüchern dargestellt wird. Und Creepy, so nennen ihn alle an der Schule, ist … nun ja, unheimlich. Er beobachtet Maud durch ein Fernglas, liest unendlich viele Bücher und hat eine wahnsinnig seltsame Vorstellung von Liebe. Beide sind also tatsächlich etwas schräg.

Mit Schuld daran sind sicherlich die Elternhäuser, denn die Mütter und Väter der beiden haben ziemlich handfeste Probleme. Creepy’s Eltern streiten unentwegt miteinander, so sehr, dass der Vater den Hund auf die Mutter hetzt. Maud wird von ihrem Vater geschlagen. Zu allem Überfluss liegen beide Elternpaare auch noch miteinander im Clinch. Angesichts dieses unangenehmen Alltags, versuchen Maud und Creepy irgendwie zurechtzukommen. Sie bauen sich ihre eigene kleine (Gedanken-)welt, was Touchell sprachlich außerordentlich gut aufbereitet. Ich könnte versinken in ihren Worten, die mal eine abstoßende, dann wieder eine extrem faszinierende Wirkung auf mich haben.

ALLE SEHEN MICH AN, ALLE ERWARTEN ETWAS VON MIR, ABER MEINE STIMME GEHÖRT MIR NICHT MEHR. SIE WIRD AUS MIR HERAUSGESOGEN UND VERSCHWINDET IM NU UND DAS EINZIG REALE IST DAS ECHO, DAS ZURÜCKKEHRT. (SEITE 83)

Besonders beleuchtet die Autorin die psychologische Verfassung von Maud und Creepy. Sie ließ mich so tief in die Köpfe von den beiden eintauchen, dass ich meinte, mich in ihnen zu verlieren. Zusätzlich reichert sie ihre Kapitelanfänge mit Gedanken von Maud sowie mit Buchzitaten von Creepy an, die sehr aufschlussreich und immer enorm passend sind. Sie zeigen, wie sehr Maud sich in ihre eigene Gedankenwelt zurückzieht, während Creepy versucht, in der Literatur eine Antwort zu finden.

Inwiefern ist dieses Buch nun positiv? Ich weiß es nicht. Kleiner Spoiler: Allerdings erlaube ich mir, aus der letzten Seite so etwas wie eine neue, hoffnungsvolle Ausrichtung herauslesen zu können. Doch letztendlich erwartet den Leser ein offenes Ende, das er zu interpretieren frei ist.

Fazit

„Zwischen zwei Fenstern“ von Dianne Touchell ist ein sehr faszinierendes Buch, das mich vor allem sprachlich begeistert hat. Es liest sich jedoch nicht leicht und es ist für empfindliche Leser sicherlich des Öfteren schwer verdaulich – ich musste oft schlucken. Die psychologische Tiefe, die sich darin jedoch auftut, entschädigte mich dafür mehr als genug. Es ist mit 256 Seiten nicht lang und dennoch wurden so viele Empfindungen in mir wachgerüttelt, dass ich noch immer einzelnen Momenten nachhänge. Klar ist: Es spaltet die Gemüter, aber ich finde, das Lesen lohnt sich!

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377 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 150 Rezensionen

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Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

„DIE ERSTE REGEL LAUTET, DU DARFST NICHT LIEBEN“, SAGTE ER. „ES GIBT NOCH ANDERE REGELN, ABER DAS IST DIE WICHTIGSTE. DU DARFST DICH NIEMALS VERLIEBEN.“ (SEITE 7)

Die Grundidee gefällt mir sehr gut: Es geht um Tom Hazard, der viel langsamer altert als andere Menschen und bereits 400 Jahre zählt, obwohl er aussieht wie 40. Anhand seiner Erinnerungen wird die Vergangenheit lebendig: Er begegnete Persönlichkeiten wie Shakespeare und Captain Cook – und ist dennoch schrecklich einsam. Wie muss es sein, inmitten einer Vielzahl von Menschen zu sein und dennoch nicht so recht am Leben dieser Menschen teilhaben zu können, da man ständig seine Identität wechseln muss? Matt Haig widmet sich dieser Einsamkeit und diesem Gefühl der Isolation bis ins feinste Detail. Er kostet die Emotionen aus, die Tom Hazard empfindet. Die Erschöpfung, die Antriebslosigkeit, die fehlende Anteilnahme – alles Motive, die durchschimmern lassen, wie sich der Autor gefühlt haben muss, wenn die Depression ihn im Griff hatte. Diese Authentizität zog mich in ihren Bann.

UND SIE STARB UND ICH LEBTE, UND EIN ABGRUND TAT SICH VOR MIR AUF, DUNKEL UND BODENLOS, UND ICH FIEL HINEIN UND FIEL UND FIEL, JAHRHUNDERTELANG. (SEITE 37)

Zu Beginn war auch die Geschichte enorm aufregend und vielseitig. Die Rückblicke entführten in die Kindheit von Tom Hazard, in die Zeit der Hexenverfolgung, die Elisabethanische Ära in England und die 1920er Jahre. Man erlebt die Pest und lernt Shakespeare von einer erfrischend anderen Seite kennen. Doch je länger ich diese Geschichte las und so faszinierend die Rückblicke auch waren, sie nahmen für mich einen zu großen Teil der Erzählung ein. Mir fehlte der Fokus auf die Gegenwart, die so viel Interessantes bietet! Hier wollte ich tiefer eintauchen und mehr erfahren. Natürlich sind die Erinnerungen von Tom Hazard notwendig, um ihn als Charakter vollständig zu verstehen, seine Einsamkeit nachvollziehen zu können, doch dieses ständige Hin und Her überforderte mich und ärgerte mich schlussendlich.

DAS LEBEN, DAS SICH STETS WIEDERHOLTE, WURDE ÖDE. IRGENDWANN KAM KEIN LÄCHELN MEHR, KEINE GESTE, DIE MAN NOCH NICHT GESEHEN HATTE. KEINE VERÄNDERUNG IN DER WELTORDNUNG, DIE NICHT DAS ECHO EINER ANDEREN VERÄNDERUNG WAR. (SEITE 43)

Durch die Zeitsprünge hatte ich nicht das Gefühl, dem Protagonisten wirklich näherzukommen. Er wirkte wie zersplittert auf mich, zu distanziert, einfach nicht rund und vollständig. Natürlich kann dies unterstreichen, dass er durch die vielen Identitäten auch schlicht seine eigene Mitte nicht findet, doch meinen Geschmack traf dies leider nicht. Zusammengehalten wird „Wie man die Zeit anhält“ recht gut durch die Art, wie Matt Haig schreibt. Er findet sehr treffende Worte für Hazards Gedanken und Gefühle. Das machte sein neuestes Werk zumindest gut lesbar, trotz meiner Kritik.

Fazit

„Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig ist mehr als ein Roman – es sind mehrere Romane in einem, denn der Leser wandelt auf den Spuren von Protagonist Tom Hazard. Und die sind beachtlich! Über 400 Jahre Menschheitsgeschichte wurden in diesen Roman gepresst und in einzelnen Szenen genauer betrachtet. Äußerst spannend. Leider wurden mir die Zeitsprünge zu anstrengend, ich wäre lieber mehr beim Tom Hazard der Gegenwart geblieben. Stattdessen stolperte ich von einer Zeit in die andere und verlor so schlicht zu oft den Faden zur Geschichte und den Draht zum Charakter. Der Schreibstil ist allerdings entwaffnend und macht den Roman dennoch zu einem schönen Erlebnis.

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Schildkrötenwege

Matthew Quick , Knut Krüger
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 29.03.2018
ISBN 9783423762045
Genre: Jugendbuch

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Die fünf Gaben

Rebecca Ross , Anne Brauner , Susann Friedrich
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551583635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

DAS HAUS MAGNALIA GALT ALS BILDUNGSANSTALT, IN DER WOHLHABENDE BEGABTE MÄDCHEN IHRE PASSION MEISTERTEN. (SEITE 17)

„Die fünf Gaben (Valenias Töchter 1)“ von Rebecca Ross ist ein Fantasyroman für Jugendliche ab 14 Jahren und erfüllt sämtliche Erwartungen an dieses Genre. Leider, muss ich ergänzen, denn ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin hier und da mit den Erwartungen bricht, überrascht und mich auf eine unbekannte Reise mitnimmt. So ist die Geschichte solide und durchaus spannend und schön zu lesen, bietet mir aber nichts Neues. Darüber hinaus gibt es weitere Aspekte, die mich etwas störten, auf die ich in meiner Rezension zu sprechen kommen werde.

Allem voran: Brauchen wir wirklich noch eine Geschichte, in der sich Frauen in fünf sogenannten Passionen ausbilden lassen, um anschließend einen Gönner zu finden? Gut, die Gönner können sowohl männlich als auch weiblich sein, doch die Passionen entsprechen sehr einem überholten Rollenbild von Frauen. So werden die jungen Mädchen je nach Gabe in diesen Passionen unterrichtet: Kunst, Musik, Schauspiel, Esprit oder Wissen. Wissen wäre noch die emanzipierteste Passion, da es hier darum geht, sich in verschiedensten Fachrichtungen weiterzubilden, wie zum Beispiel Medizin oder Geschichte.  Das Gesamtbild ist mir aber zu einseitig. Brienna wird im Wissen unterrichtet und lernt viel über die Geschichte ihres Landes, Valenia. Dabei stößt sie auf ein großes Unrecht, dass dem Nachbarkönigreich Maveana widerfahren ist.

ICH ACHTETE AUF MEINEN GANG, WÄHREND MEIN KLEID WIE EIN HAUCH ÜBER DEN RASEN WEHTE UND MEINE KINDHEIT MIT SICH NAHM. AUF DIESE NACHT HATTE ICH MICH JAHRELANG VORBEREITET, DACHTE ICH UND ATMETE DEN SOMMERDUFT EIN. (SEITE 122)

An dieser Stelle gibt es in „Die fünf Gaben“ einen positiveren Twist, denn in Maevana waren es ursprünglich stets die Frauen, die als Königinnen auf dem Thron saßen und das Land regierten. Bis es zu einem Krieg kam, in dessen Folge ein Mann zum König ernannt und mögliche Thronfolgerinnen getötet wurden. Dieses Unrecht gilt es wieder ungeschehen zu machen und Brienna findet sich mittendrin, da sie eine wichtige Schlüsselfunktion innehat. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen, da der Fokus von der Ausbildung weg, hin zu einer starken Protagonistin geht. Brienna steht im Rest des Buches mutig für das ein, woran sie glaubt und fürchtet keine der vielen Gefahren.

Allerdings konnte mich diese Entwicklung nicht immer vollständig überzeugen, da sie teils zu oberflächlich dargestellt wurde. Das möchte ich an einem Beispiel kurz erläutern: Brienna muss nicht nur in kürzester Zeit sehr viel Neues über Maevana und die Geschichte des Landes lernen, sie befindet sich zudem in völlig neuer Gesellschaft – und zwar in der ihres Gönners und seiner Familie. Diese Familie spielt eine zentrale Rolle und Brienna nimmt die Zielen der Familie sehr schnell und bedingungslos als ihre eigenen an. Sie vertraut ihrem Gönner, der sie als Tochter adoptiert, in kürzester Zeit, ohne ihn wirklich zu kennen und sie fühlt sich ihrem „Vater“ verbunden, als wäre er ihr leiblicher Vater. Für mich herrschte nicht genügend Raum, in dem diese starke Verbindung sich hätte entwickeln können.

„DAS IST EINE LANGE GESCHICHTE“, SAGTE ICH LÄCHELND.  EINES TAGES, DACHTE ICH,  WERDE ICH NIEDERSCHREIBEN, WIE SICH ALLES ZUGETRAGEN HAT. (SEITE 433)

Dieser Eindruck von Oberflächlichkeit zieht sich bis zum Ende des Buches weiter. Brienna war mir als Protagonistin zu farblos, ihre Ängste berührten mich kaum, gleiches gilt für ihre übrigen Gedanken. Teils kann ich das auf den Schreibstil zurückführen, der wenig auffällig ist und selten durch besondere Ausdrücke oder Bilder hervorsticht. Dadurch fehlt es der Gedanken- und Gefühlswelt von Brienna leider oft an Schärfe und Individualität. Der Vorteil des Schreibstils: Das Buch liest sich wahnsinnig schnell und flüssig.

Abseits der Kritikpunkte, die selbstverständlich sehr persönlicher Natur sind, gibt es natürlich auch einige positive Aspekte. Was mir extrem gut gefiel war, dass in „Die fünf Gaben“ keine Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht. Sie wird in vielen Momenten angedeutet, doch sie nimmt niemals so viel Raum ein, als dass alle anderen Handlungen daneben verblassen. Auch war die Liebesgeschichte realistisch und nachvollziehbar. Das Abenteuer ist für sich genommen ebenfalls gut. Magie, Königreiche, Könige und Königinnen, Legenden, Kriege und Aufstände. Eine tolle Mischung, aus der Rebecca Ross meiner Meinung nach schlicht noch mehr hätte herausholen können.

Fazit

„Die fünf Gaben (Valenias Töchter 1)“ von Rebecca Ross ist ein Fantasyroman, der sich auf vertrautem Terrain bewegt. Er bot für meinen Geschmack zu wenig Überraschendes, durch das sich mir die Geschichte um Brienna ins Gedächtnis brennen könnte. Auch die Darstellung der Frauen, die eine von fünf Passionen lernen, um anschließend von einem Gönner auserwählt zu werden, hatte für mich leider einen faden Beigeschmack. Insgesamt aber ist es für junge Leser eine spannende Geschichte, ein Abenteuer, das sich gut lesen lässt und unterhaltsame Stunden bescheren kann.

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Schattengesicht

Wagner Antje
Sonstige Buchform: 190 Seiten
Erschienen bei Ulrike Helmer Verlag, 01.02.2018
ISBN 9783897414136
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

BLEIB BEI MIR, DACHTE ICH. BLEIB BEI MIR, UND NICHTS WIRD JEMALS SCHIEF GEHEN. (SEITE 104)

Wer auf der Suche nach einem Geheimtipp ist, der sollte unbedingt einen Blick in „Schattengesicht“ von Antje Wagner werfen, denn ich war der Geschichte von der ersten Seite an verfallen. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich übte sie eine enorm starke Sogkraft aus. Auf dem Cover steht „Thriller“, doch es steckt so viel mehr darin.

In „Schattengesicht“ geht es um Mila und Polly, zwei enge Freundinnen, die in einer heruntergekommenen Wohnung zusammen leben. Mila arbeitet als Zimmermädchen in einem Hotel, Polly hingegen verlässt die Wohnung fast nie. Sie scheinen auf der Flucht zu sein, sie verstecken sich. Doch wovor? Das erfährt der Leser nicht. Überhaupt bleibt vieles von der Handlung über weite Strecken hinweg unklar.

Nur eine Sache lässt sich früh erahnen. Doch das macht nichts, denn es geht Antje Wagner, so meine Annahme, nicht darum, ihre Leser möglichst lange im Dunkeln tappen zu lassen. Vielmehr geht es darum, Klarheit über das „Warum?“ zu erlangen, denn hinter jedem Tun von Mila und Polly steht diese Frage, der Antje Wagner sprachlich virtuos nachgeht. Sie nimmt die Empfindungen ihrer Protagonistin auseinander und verpackt sie gleichzeitig wieder in beinahe schmerzhaft schöne Bilder. Schmerzhaft ist ein gutes Stichwort, denn würde ich die Geschichte von Mila und Polly in einem Wort zusammenfassen müssen, wäre es das: schmerzhaft.

ICH DACHTE NIE, DASS MIR ETWAS PASSIEREN KÖNNTE. CARSTEN UND INA VERWECHSELTEN MICH MIT JEMAND ANDEREM. MIR KONNTE NICHTS GESCHEHEN, NUR DIESER TOCHTER, DIE ES NICHT GAB. (SEITE 137)

Anfangs ist es ein nicht wirklich greifbarer Schmerz, der sich durch die Gedanken und Erinnerungen von Mila zieht. Doch er ist vorhanden, er zeigt sich in kurzen Momenten, in Situationen, in denen Mila unsicher und zögerlich ist, in denen sie sich verletzlich fühlt. Später wird der Schmerz sehr real und nimmt dadurch eine neue Dimension ein. Man ahnt, dass man dem Ursprung des Schmerzes auf der Spur ist, dass man ihm mit jeder gelesenen Seite näherkommt und damit auch der Erklärung für all die Ungereimtheiten.

Antje Wagner geht hier brillant subtil vor. Sie streut Andeutungen und reichert ihre Geschichte Stück für Stück weiter an. Dazu trägt in großem Maße bei, dass „Schattengesicht“ rückwärts erzählt wird. So ist es ein logischer Prozess, dass die Hintergründe erst im Verlauf des Lesens aufgedeckt werden, denn sie liegen in der Kindheit von Mila vergraben.

ICH SANK IN DIE ERINNERUNG, IN DAS GEFÜHL EINER FREMDEN EINSAMKEIT, DAS ICH AN JENEM NACHMITTAG IN HALBREICH VERSPÜRT HATTE, UND MEHR ALS ALLES FÜHLTE SICH DIESE ERINNERUNG WIE EIN ZUHAUSE AN. (SEITE 154)

In gleichem Maße, wie Seite für Seite das Verstehen zunimmt, wächst auch das Verständnis für Mila. Zu Beginn wurde ich nämlich nicht recht schlau aus ihr. Sie ist ein eigenwilliger Charakter. Weder Gespräche noch die Handlung trugen dazu bei, sie besser verstehen zu können. Mila ist ein einziges großes Rätsel und es ist ein faszinierender Prozess, sie kennenzulernen. Ebenso Polly. Wer ist sie? Ohne Frage ist sie ein mutiger Dickkopf, der sich für andere einsetzt. Schon früh erlebt man sie in Aktion. Doch was macht sie darüber hinaus aus? Was hat sie alles erlebt? Welche Rolle spielt sie in Milas Kindheit? Fragen über Fragen.

Eines ist klar: „Schattengesicht“ ist eine Geschichte, in der dem Leser Raum geschenkt wird, seinen eigenen Ideen und Vermutungen nachzugehen. Könnte hier nicht ein Zusammenhang bestehen? Was, wenn sich dies oder jenes zugetragen hätte…? Sehr anregend! Noch dazu spielt Antje Wagner teils herrlich bewusst mit den Erwartungen. Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Fazit

„Schattengesicht“ von Antje Wagner ist ein Thriller, der mich mit seiner Sprache, seiner Bildgewalt, seiner Charakterentwicklung und seinem Aufbau begeisterte, wie lange kein Buch zuvor. Die Stimmung ist düster, geheimnisvoll, drückend und spannungsgeladen und man wird mit einem Verdacht durch die Geschichte getragen, bis dieser sich erhärtet und alles sich zu einem großen Ganzen fügt. Für mich eine der großartigsten Entdeckungen in diesem Jahr.

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