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232 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

patrick ness, tod, jugendbuch, homosexualität, leben

Mehr als das

Patrick Ness , Bettina Abarbanell
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.03.2014
ISBN 9783570162736
Genre: Jugendbuch

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(26)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

london, mord, krimi, banker, cct

London Calling

Anja Marschall
Buch: 304 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 20.03.2014
ISBN 9783940258335
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kate ist Krankenschwester und freut sich auf ihren wohlverdienten Urlaub, der jedoch so ganz anders verläuft, als sie es geplant hat. Nachdem sie Besuch von ihrer Freundin Luna bekommt, ist nicht nur das Chaos in ihrer Wohnung perfekt, sondern auch noch Scotland Yard den zwei Frauen auf den Fersen. Denn Luna wird mit einem Mord in Verbindung gebracht, da sie den Toten nicht nur kannte, sondern auch einen Grund hatte ihn zu ermorden. Immerhin hat sie durch ihn all ihre Millionen verloren und ist nun nicht nur Pleite sondern auch ohne Dach über dem Kopf. Da Luna jedoch nichts mit dem Mord zu tun hat, machen sich die Zwei auf die Jagd nach dem Täter und begeben sich damit in manch brenzlige Situation.

Anja Marschall legt mit diesem Krimi bereits den zweiten Teil der Reihe um Kate und Luna vor und auch wenn man so wie ich den Vorgänger nicht kennt, ist es ein leichtes sich in der Handlung zurecht zu finden. Der Schreibstil ist flüssig, spannend und auch humorvoll, wofür Luna immer wieder sorgt. Sie ist ein verrücktes Huhn, welches sehr viel Leben in die Geschichte bringt und hat mir gerade wegen ihrer entspannten und chaotischen Art sehr gut gefallen. Besonnener und überlegter hingegen ging Kate an die Ermittlungsarbeit heran und hat einen guten Ausgleich geschaffen.

Sehr gelungen finde ich die Informationen über die City von London, die die Autorin sehr gut in die Geschichte eingeflochten hat. Es war genau die richtige Mischung, um die Handlung noch interessanter und mit wissenswerten Details zu versehen. Ein ganz besonderes Highlight ist die App, mit der man sich auf die Spuren von Kate und Luna begeben kann. Nicht nur sie hat meine Lust mal wieder nach London zu reisen erhöht.

Fazit: London Calling ist ein wahrer Lesegenuss, der Lust auf mehr macht und so würde ich mich über weitere Abenteuer mit dem Team Kate und Luna sehr freuen.

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

agentin, krimi, familie, vorabendserie in buchform, spionin wider willen

Spionin wider Willen - Sammelband 1

Mila Roth
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 19.07.2013
ISBN 9781490512945
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Sammelband hat mir sehr gut gefallen. Spannend und dennoch auch mit einer guten Portion Humor begleitet man Janna Berg und Markus Neumann durch die ersten drei gemeinsamen Fälle. Dabei kommt Janna an den ersten wie die Jungfrau zum Kinde und weiß zunächst gar nicht wie ihr geschieht. Denn eigentlich führt sie ein beschauliches und ruhiges Leben mit ihrer Familie, zu der auch Zwillinge gehören für diese sie die Pflegschaft übernommen hat.

Janna und Markus entwickeln sich immer mehr zu einem unschlagbaren Team, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Geheimdienst-Agent so viele Details ausplaudern würde. Schon mal gar nicht einer Zivilistin gegenüber, die mehr oder weniger in die Fall hineinstolpert. Dennoch ist das Buch ein Lesevergnügen und hat mir so manchen Abend versüßt. Man fliegt praktisch über die Seiten und möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte weiter geht.

Da ich nun auf die Spionen wider Willen-Reihe aufmerksam geworden bin, möchte ich natürlich auch noch die restlichen Fälle lesen und mit Janna und Markus die Ermittlungen aufnehmen. Mal sehen, ob die beiden sich dann evtl. sogar näher kommen.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

leipzig, ddr, sterbehilfe, rache, leichen

Wasserfest

Frank Kreisler
Flexibler Einband: 210 Seiten
Erschienen bei fhl Verlag Leipzig, 31.07.2013
ISBN 9783942829274
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Während des Leipziger Wasserfestes taucht eine Leiche auf, der u. a. auf dem Rücken ein Schiffssegel drapiert wurde und die um die geschmückten Boote umher zieht. Kurz danach wird eine zweite Leiche entdeckt. Hauptkomissar Heiner Trotzenburg und sein Team beginnen mit den Ermittlungen. Aber was sollen die Drapierungen an den Leichen? Hat es etwas mit der Vergangenheit von Trotzenburg zu tun? Und wer ist der Mörder?


Meine Meinung:

Das Buch lässt mich zwiegspalten zurück. Ich bin zunächst gut in die Geschichte gestartet, musste jedoch nach dem ersten Drittel feststellen, dass sich die Handlung immer mehr zog und verwirrender wurde, je weiter man las. Insbesondere auf den letzten Seiten wurde es immer wirrer und das offene Ende hat mir überhaupt nicht gefallen. Zu jedem Krimi gehört eine vollständige Aufklärung, die hier ausblieb. Sehr schade.


Ansonsten hat mir der Schreibstil ganz gut gefallen und auch wenn das jetzt paradox klingt, man konnte das Buch trotz verwirrender Handlung dennoch flüssig lesen. Es ist recht kurz gehalten, hätte meiner Meinung nach jedoch auch nicht mehr Seiten benötigt. Sehr gut gefallen haben mir die Ortsbeschreibungen und auch die Beschreibung des Leipziger Wasserfestes, welches mir vorher kein Begriff war.


Ich vergebe gut gemeinte drei Sterne für einen Krimi, den man lesen kann, aber nicht unbedingt muss

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187 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

münchen, raf, geisterfahrer, mord, thriller

Die Verstummten

Stephanie Fey
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 11.02.2013
ISBN 9783453409798
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carina Kyreleis entgeht nur knapp einem Unfall mit einem Geisterfahrer. Nur kurze Zeit später entdeckt sie die Eltern des jungen Mannes - Tod auf ihrem Ehebett liegend. Carinas Vater übernimmt die Ermittlungen des Falles, bei dem alles zunächst auf einen Selbstmord hindeutet, bis der Geisterfahrer immer mehr ins Zentrum rückt.

Dies war mein erster Roman von Stephanie Fey, aber sicher nicht der letzte. Von Anfang an wusste sie durch das spannende Geschehen an die Geschichte zu fesseln und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. 

Der Autorin ist es gelungen, dass man als Leser mit ermittelt und ständig rätselt, wie die Lösung aussieht und wer der Täter sein könnte. Ich liebe Bücher mit mehreren Handlungssträngen und dieses entsprach dadurch genau meinem Wunsch von einem packenden Thriller. Wenn durch die Erzählstränge auch zunächst viele Fragezeichen auftauchen, benötigt man sie alle, um die Geschichte nachvollziehbar und logisch zu konstruieren. Und das Ende ist einfach nur als überraschend und grandios zu bezeichnen.

Ich bin ein großer Fan von Kriminalromanen und Thrillern und habe mit Stephanie Fey eine neue Lieblingsautorin in diesem Genre gefunden.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

jugendbuch, liebe, freundschaft, erste liebe, worte

Worte sind nicht meine Sprache

Aidan Chambers , Thomas Gunkel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 19.02.2013
ISBN 9783868735079
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Karl ist verliebt in Fiorella und steht vor einem Problem, welches er alleine nicht lösen kann. Sie bittet ihn darum, dass er ihr schriftlich ein paar Fragen beantwortet. Da Karl aber Legastheniker ist, wendet er sich an ihren Lieblingsautor und erhofft sich dortige Hilfe. Der Autor soll die Antworten in seinem Namen verfassen, damit Karl einen guten Eindruck bei Fiorella hinterlassen kann.

Soviel zum Inhalt der Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Karl ist ein sehr sympathischer Protagonist, der lieber handwerklich als in literarischer Form die Menschen berühren möchte. Der Schriftsteller bleibt bis zum Ende namenlos, aber nicht konturlos. So nimmt er schnell eine Art Vaterrolle für Karl ein, die ihn nicht nur vor die Aufgabe des Verfassens von Briefen stellt, sondern auch in anderer Hinsicht eine wichtige Bezugsperson für ihn wird. Gerade diese Beziehung wurde sehr gut herausgearbeitet. So sehr ich die beiden mochte, so wenig konnte ich mit Fiorella anfangen.

Der Erzählstil ist ruhig, aber dennoch eindringlich. Manche Sätze sind so wunderbar, dass man damit ein eigenes kleines Buch füllen könnte. Ich habe mir ein paar abgeschrieben und werde sie mir ganz sicher ab und zu mal durchlesen.

"Worte sind nicht meine Sprache" ist ein Jugendbuch über all die Probleme, die mit dem Erwachsenwerden zusammenhängen, der ersten Liebe mit all ihren Unsicherheiten und für mich eine Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche wert.

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127 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

behinderung, flucht, liebe, usa, schicksal

Die Geschichte eines schönen Mädchens

Rachel Simon , Ursula Walther
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening, 18.02.2013
ISBN 9783352008597
Genre: Romane

Rezension:

Die Autorin gibt denen eine Stimme, die keine haben. Eine Roman über tiefe, verstörende Wahrheiten." Washington Post

Dieses Zitat ist für das Buch absolut passend, denn auch ich finde, dass Rachel Simon denen eine Stimme gibt, die keine haben. Sie lässt uns an dem Leben derer teilnehmen, die nicht für sich sprechen können und auf andere angewiesen sind. Sie zeigt uns das Grauen dieser Abhängigkeit, aber auch die Freude, die man selbst nach vielen Jahren der Trennung noch erfahren darf. Und ja, sie zeigt uns auch, dass Liebe keine Grenzen kennt.

Zum Inhalt dieses wunderbaren Romas möchte ich nicht viele Worte verlieren. Es geht um die Witwe Martha, die alleine und abgeschieden in ihrem Haus lebt und eines Tages Besuch von Lynnie und Homan erhält. Die beiden sind aus einer Anstalt geflohen und haben ihr neu geborenes Baby bei sich. Als die Wärter vor der Tür von Martha stehen, kann Lynnie ihr gerade noch "Verstecken Sie mein Kind, bitte" zuflüstern bevor sie wieder zurück in die Anstalt gebracht wird. Homan gelingt auch die Flucht vor den Wärtern und damit ein Leben ohne Lynnie und sein Kind.

Auf den etwas über 400 Seiten lässt die Autorin uns teilhaben an dem Leben von Lynnie, Homan und Martha. In jedem Kapitel kommt einer der Protagonisten "zu Wort" und der Leser darf jeden ein Stück weit besser kennen lernen. Ich muss gestehen, dass ich mit den Kapiteln mit Homan die größten Schwierigkeiten hatte. Lange hatte ich keinen Zugang zu ihm. Ganz im Gegenteil zu Lynnie. Sie ist mir sofort ans Herz gewachsen und es war mir insbesondere eine Freude zu sehen, wie sie sich im Verlauf der Handlung weiter entwickelt hat. So tragisch die Schilderungen des Lebens in der Anstalt und mit einer Behinderung waren, so authentisch wirkten sie auf mich.

Das Ende der Geschichte hat es dann sogar geschafft mich zu Tränen zu rühren. Ich habe schon lange nicht mehr ein Buch gelesen, was mich emotional so gepackt hat. Eine ganze klare Leseempfehlung daher für "Die Geschichte eines schönen Mädchens".

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97 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, shana norris, freundschaft, familie, jugendbuch

Der Schluss-mach-Pakt

Shana Norris , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.12.2012
ISBN 9783570401606
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Avery ist kein normaler Teenager. Da ihre Mutter die Familie verlassen hat, musste sie schneller erwachsen werden und hat anspruchsvolle Ziele, die sie versucht zu verwirklichen. Sie ist sich dabei auch nicht zu schade ist, sich in einem lächerlichen Hot Dog-Kostüm etwas dazu zu verdienen. Als ihre beste Freundin Molly ein Auge auf Elliott wirft, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen, verbindet sie mit Elliott doch ein Geheimnis. Durch ihren vollen Zeitplan hat sie selber keine Zeit für die Liebe, muss jedoch auf Grund eines Schulprojekts mit Zac zusammenarbeiten. Hält sie ihn anfänglich noch für chaotisch, muss sie ihre Meinung doch schnell revidieren. Durch ihn wird sie entspannter und es könnte alles so schön sein, wenn da nicht Hannah wäre, die mit Zac zusammen ist. Durch sie wird der "Schluss-Mach-Pakt" geboren, bei dem Avery dafür sorgen soll, dass Hannas Beziehung mit Zac in die Brüche geht.

Das Jugendbuch von Shana Norris hat mir sehr gut gefallen. Es ist humorvoll und temporeich geschrieben. Avery lernt im Verlauf der Geschichte viel über sich selbst und überdenkt ihre Einstellung zu Freundschaft und Liebe. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Gefühlswelt von ihr anschaulich geschildert wurde. Meine Jugendzeit liegt schon ein wenig zurück, aber ich konnte mich sehr gut an die Probleme, mit denen man in dem Alter zu kämpfen hat, erinnern. Für diesen Roman möchte ich gerne eine Leseempfehlung aussprechen.

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54 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

luxemburg, fbi, cia, paris, geheimnisse

Die Frau, die niemand kannte

Chris Pavone , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.11.2012
ISBN 9783492274128
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kate Moore ist verheiratet, Mutter von zwei Söhnen und Hausfrau. Als ihr Mann Dexter einen lukrativen Job angeboten bekommt, zieht die Familie nach Luxemburg und sie sieht die Möglichkeit gekommen, endlich ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Dieses war von Geheimnissen geprägt. Geheimnissen, die sie selbst mit Dexter nicht teilen konnte. Doch hat die Vergangenheit sie eingeholt, als sie auf das Expat-Pärchen Julia und Bill trifft? Und ist ihr Mann wirklich der unscheinbare ITler, als den sie ihn seit Jahren kennt?

Das Debüt von Chris Pavone ist atemberaubend spannend geschrieben und lässt den Leser nicht mehr los, sobald er das Buch in die Hand genommen hat. War ich anfangs noch ein wenig erschrocken über die mehr als 500 Seiten, so war ich ebenso erstaunt, wie schnell sie sich lesen lassen, was nicht zuletzt an dem Schreibstil des Autors liegt, aber auch an den kurzen Kapiteln, die meist mit einem Cliffhanger enden und dazu geführt haben, dass ich einfach weiter lesen musste. Geschickt werden mehrere Handlungsstränge und Zeitebenen miteinander verwoben und dadurch die Spannung aufgebaut. Besonders bemerkenswert finde ich, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkam. Ganz im Gegenteil gelang es dem Buch durchgehend zu fesseln.

Was ich von dem Titel halten soll, was ich nicht so genau. Wer soll denn die Frau sein, die niemand kannte? Kate oder Julia? Ich finde, dass der Titel so gar nicht zu dem Buch passt und eher verwirrend ist. Im Gegensatz dazu gefällt mir das Cover umso mehr, welches schon fast etwas von einem Filmplakat hat.

Nicht gefallen haben mir einige unglaubwürdige Passagen in dem Buch, die zu erläutern eine große Spoilergefahr in sich hätte. Auch das Ende fand ich enttäuschend und zu Hollywood-mäßig insziniert, was ich sehr schade finde, weil ich ansonsten sehr von dem Buch angetan war und gerne 5 Sterne vergeben hätte. So sind es jedoch trotz allem 4 Sterne geworden, die das Buch auf Grund des hohen Spannungsbogens und dem großen Unterhaltungswert auch verdient hat.

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170 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

schweden, krimi, fjällbacka, mord, leuchtturm

Der Leuchtturmwärter

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 04.01.2013
ISBN 9783471350805
Genre: Krimi und Thriller

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

moskau, russland, liebe, wodka, korruption

Die eiskalte Jahreszeit der Liebe

Andrew Miller , Bernhard Robben
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 17.08.2012
ISBN 9783100490193
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Der Londoner Anwalt Nick lebt seit ein paar Jahren in Moskau. Eines Tages lernt er Mascha und ihre Schwester Katja kennen. Hals über Kopf verliebt er sich in Mascha, die ihn in eine andere, ihm bislang unbekannte Welt hineinzieht und ein Moskau aufzeigt, das er lieber nicht kennengelernt hätte.

Meine Meinung
Andrew Miller erzählt seinen Debüt-Roman aus der Sicht von Nick. Er berichtet seiner Verlobten von seiner Zeit in Moskau. Dieser Bericht hatte für mich den Charakter einer Beichte. Schonungslos, offen und dennoch auf Verständnis hoffend. Verständnis dafür, dass er trotz seiner 38 Jahre naiv gehandelt hat. Naiv aus einem Gefühl von Liebe heraus, die von Anfang an einen komischen Beigeschmack hatte und sich nicht richtig angefühlt hatte.

Der Autor schreibt intelligent, spannend und fesselnd. Man erfährt von Seite zu Seite mehr über Nick und sein Leben in dem düster wirkenden Moskau. Er ist ein Fremder, der denkt, dass er Moskau kennt und muss auf bittere Weise erfahren, dass er das Land und die dort lebenden Menschen falsch eingeschätzt hat. Korruption, Drogen, Betrug und Sex zum Selbstzweck sind an der Tagesordnung. Es gibt immer wieder kleine Hoffnungsschimmer, als Nick und Mascha z.B. zu einer Datscha fahren und eine auf den ersten Blick unbekümmerte Zeit miteinander verleben. Diese Hoffnungsschimmer zerplatzen jedoch wie eine Seifenblase, je mehr man sich dem Kern der Geschichte nähert.

Sehr gut herausgearbeitet ist der Protagonist Nick, der aus gutem Glauben und echter Liebe alles für Mascha getan hätte. Er ist für mich eine tragische Figur, die trotz der bitteren Erfahrung die er gemacht hat eine große Sehnsucht nach Moskau hat. Ich konnte kaum glauben, dass auf den letzten Sätzen in dem Buch, diese Sehnsucht artikuliert wurde, aber vielleicht ist es auch verständlich, dass man eine so spannende Zeit, wie Nick sie erlebt hat, zurück haben möchte. Alles scheint ihm lieber zu sein, als die Langeweile, die sein jetziges Leben beherrscht.

Fazit
Eine Liebe, die keine ist. Ein Hauptfigur, die tief fällt. Ein Bericht über das düstere Moskau - All das beinhaltet der Debüt-Roman von Andrew Miller. Faszinierend, beklemmend und spannend zugleich.

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(73)

127 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 59 Rezensionen

tasmanien, mord, familie, australien, cottage

Dornentöchter

Josephine Pennicott , Julia Walther
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 14.09.2012
ISBN 9783471350867
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt
Sadie zieht mit ihrer Tochter Betty in das Haus ihrer Großmutter Pearl. Ihre Ehe ist zerrüttet, die Mutter Marguerite vor kurzem gestorben und Betty erholt sich gerade von ihrer Magersucht-Erkrankung - ein Neuanfang ist dringend notwendig. Im Poets Cottage möchte Sadie daher nicht nur zur Ruhe kommen, sondern auch ein altes Familiengeheimnis lösen und herausbekommen, wer ihre Großmutter ermordet hat. Doch ist es wirklich klug Nachforschungen darüber anzustellen?

Meine Meinung
Bevor ich das Buch las hatte ich eine völlig falsche Vorstellung. Ich dachte, es wäre eine Geschichte a la Kate Morton oder Charlotte Link, bei denen es auch häufig um Familiendramen geht. Auch das Cover mit den Blumenranken deutet auf eine eher gut erzählte Geschichte hin, in der es ausschließlich um das Drama um eines der Familienmitglieder geht. Doch "Dornentöchter" ist so viel mehr.

Die Mischung aus Familiendrama, Spannung und ein wenig Grusel hat dazu geführt, dass ich es nur schwer aus der Hand legen konnte. So wie Sadie wollte auch ich wissen, was hinter dem Geheimnis steckt und habe daher ganz gebannt das Geschehen verfolgt. Es wird im Wechsel aus der Gegenwart und in Rückblenden aus den Jahren 1935 und 1936 erzählt und besonders gut daran hat mir gefallen, dass der Blick zurück über ein Buch im Buch geschah.

Von den Charakteren haben mir alle aus dem Jahr 1935/36 besser gefallen, als die ewig an sich und ihren Mitmenschen zweifelnde Sadie. Allen voran die exzentrische und für damalige Verhältnisse sehr freizügige Pearl. Eine beeindruckende Frau, wenngleich man bei fortschreitendem Leseverlauf schnell merkt, dass es unter der Oberfläche brodelt und irgendwas nicht stimmt.

Die Beschreibung von Pencubitt und des Poets Cottage fand ich sehr gelungen. Man konnte sich die Stadt und das Haus so sehr gut vorstellen.

Zu meinem großen Erstaunen haben mich selbst die immer wiederkehrenden Erwähnungen von Geistern nicht gestört. Irgendwie haben sie zu dem Buch gepasst und für Gänsehaut beim Lesen gesorgt, was dazu führt, dass ich diesem Roman nicht weniger als 5 Sterne geben kann.

Fazit
Dornentöchter ist ein Familiendrama mit einer guten Portion Grusel, für welches ich eine absolute Kauf- und Leseempfehlung aussprechen möchte.

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89 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 44 Rezensionen

hamburg, krimi, terroristen, lka, mord

Fatale Bilanz

Stefanie Ross
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Sutton, 09.07.2012
ISBN 9783954000302
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt
Ein Scharfschütze schießt vom Hamburger Michel am hellichten Tag auf den Banker Joachim Kranz. Durch einen anonymen Hinweis sind zwei Streifenpolizisten vor Ort, können jedoch nichts ausrichten. Kranz überlebt den Mordversuch, benimmt sich jedoch eigenartig emotionslos und behauptet, dass er keine Feinde hat, obwohl er dafür bekannt ist nicht gerade beliebt zu sein. Mit der Ermittlungsarbeit wird Sven Klein vom LKA Hamburg betraut.

Zur gleichen Zeit untersuchen Wirtschaftsprüfer die Konten einer Reederei und finden dabei nicht nur eine Verbindung zu der Bank, bei der Kranz beschäftigt ist, sondern auch zur Al Kaida. Aber was haben die Reederei, Kranz und die Al Kaida gemeinsam?

Meine Meinung
Stefanie Ross ist ein spannendes und actionreiches Debüt gelungen, welches den Leser schnell an das Geschehen fesselt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich vorher schon mal einen Wirtschaftskrimi gelesen hätte, bin jetzt allerdings auf den Geschmack gekommen. Man merkt, dass die Autorin in der Bankenwelt tätig war und sich in diesem Bereich gut auskennt. So konnte sie viel von ihrem Wissen in ihr Buch integrieren.

Von den Charakteren hat mir Alex am besten gefallen. Sie ist mutig, klug und hat das Herz am rechten Fleck. Auch Sven Klein ist sympathisch und ich würde mir wünschen mehr von diesem Protagonisten zu lesen.

Die Geschichte spielt in Hamburg und ist gespickt mit viel Lokalkolorit, was mir sehr gut gefallen hat. Ich bin zwar nicht aus Hamburg, würde aber gerne mal die Wege abgehen, die Stefanie Ross in dem Buch so schön detailliert beschrieben hat.

Fazit
Ein gelungenes Debüt von einer Autorin, von der man hoffentlich noch viel hören wird. Ich freue mich schon jetzt auf ihr nächstes Buch

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

italien, mailand, liebe, neapel, kaffee

Cappuccino fatale

Kathrin Corda
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2012
ISBN 9783492273893
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt
Nina Sommer wird für sechs Monate nach Mailand versetzt. Sie soll eine Marketingkampagne für eine neapolitanische Kaffeemarke entwickeln und den italienischen Kollegen ein wenig unter die Arme greifen. Schon der Beginn läuft alles andere als leicht. Ihre über das Internet gefundene Wohnung liegt über dem angesagtesten Club der Stadt, die Kollegen haben das arbeiten nicht gerade erfunden und dann lernt sie auch noch den Veganer Renato kennen, der alles andere als das Klischee des typischen Italieners erfüllt. Doch dann taucht irgendwann Paolo auf der Bildfläche auf und gibt ihrem Leben eine ganz neue Richtung.

Meine Meinung
Cappuccino fatale ist eine wunderbar witzig-spritzige Liebeskomödie, mit der man sich nochmal den Sommer ins Wohnzimmer holen kann. Schon das Cover weckt Lust auf Bella Italia, so wie die gesamte Aufmachung des Buches. Zu Beginn jedes Kapitels sind um die Kapitelzahl herum Kaffeebohnen verstreut, die gut zum Titel passen.

Nina Sommer ist eine sympathische Protagonistin, die es zunächst nicht einfach hat, aber immer wieder auf wunderbare Personen stößt, die ihr das Leben in Mailand erleichtern. Allen voran ihr liebenswerter "Casanova"-Untermieter Giorgio, der als rüstiger Rentner so mancher älteren Dame das Herz gebrochen hat, aber ihr als väterlicher Freund immer wieder mit Rat und Tat zur Seite steht.

Einziger Minuspunkt ist das einfach zu perfekt gestaltete Ende. Das ging mir dann doch ein wenig zu schnell. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr gerne und in nur zwei Tagen gelesen. Es hat einfach Spaß gemacht Nina bei ihren Erlebnissen zu begleiten und der gute Schuss Romantik lässt wohl jedes Frauenherz höher schlagen.

Fazit
"Cappuccino fatale" ist ein Buch, mit dem man den Sommer noch ein wenig verlängern kann. Er bietet alle Zutaten für einen vergnüglichen Lesespaß und erhält von mir daher eine klare Lese- und Kaufempfehlung.

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, berlin, schneiderin, tagebuch, theater

Herbsttagebuch

Kerstin Hohlfeld
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 09.07.2012
ISBN 9783839212929
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Die junge Schneiderin Rosa Redlich findet ein uraltes Tagebuch. Es gehörte Augusta von Liesen, die die Urgroßtante von ihrer Mitbewohnerin Vicki ist. Die Einträge beginnen auf den Tag genau vor 100 Jahren und enden urplötzlich. Rosa will nun unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht und muss feststellen, dass es immer mehr Parallelen zu ihrem eigenen Leben gibt. Einem Leben, das turbulenter nicht sein könnte.

Meine Meinung
Kerstin Hohlfeld ist mit "Herbsttagebuch" der perfekte Roman zum Abtauchen, Genießen und Wohlfühlen gelungen. Ich habe mich von der ersten Seite an in die Geschichte um Rosa Redlich verliebt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist nicht nur die amüsante und unterhaltsame Erzählweise, die einen sofort packt, sondern auch die Tatsache, dass eine zweite Geschichte in der Geschichte, mit einer ebenso interessanten Protagonistin gibt.

Noch dazu ist mit Rosa Redlich ein Charakter kreiert worden, den man einfach mag. Sie ist liebevoll chaotisch, möchte eigentlich immer das richtige machen und macht dann doch leider vieles so richtig falsch. Gerade dieses mit der Protagonistin mitfühlen und sich selber in ihr wieder erkennen können, macht das besondere an ihr aus.

Als ich das Buch beendet hatte, war ich schon fast ein wenig traurig, dass ich nun von Rosa und ihre Freunden Abschied nehmen muss. Ich fühlte mich so gut unterhalten, dass ich nun auch Glückskekssommer und den nächsten Roman von Kerstin Hohlfeld lesen MUSS.

Fazit
Wer in eine Geschichte mit einer leicht chaotischen Protagonistin abtauchen möchte, sollte "Herbsttagebuch" lesen. Es ist das perfekte Buch, um den Alltag zu vergessen, gepaart mit wunderbaren Charakteren und einer zu Herzen gehenden Geschichte.

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80 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 16 Rezensionen

ddr, leben, hermaphrodit, kasimir, liebe

Vielen Dank für das Leben

Sibylle Berg
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446239708
Genre: Romane

Rezension:

Toto fragte sich, ob es eine gute Idee war, sein Leben zu verbringen, als wäre man in einen Fluss geworfen worden. Man greift ab und zu nach einem Ast, der vom Ufer aus ins Wasser ragt. Sollte er nicht lieber ans Ufer gehen? Beherzt eine Richtung einschlagen und die Abzweigungen, die sich boten, ignorieren. Was, verdammt noch mal, macht ein glückliches Leben aus, und ist es möglich, beide Formen auszuprobieren?

Inhalt
Toto kommt ohne klares Geschlecht zur Welt. Seine Mutter ist überfordert und schiebt ihn in ein Kinderheim ab, was jedoch nur die erste Station von vielen in seinem Leben ist. Immer wieder muss er feststellen, dass er nicht gewollt ist und weiter ziehen. Aber trotz aller Schwierigkeiten mit denen Toto im Leben kämpfen muss, bewahrt er sich ein reines Herz und Güte.

Meine Meinung
Ich habe schon viel von Sibylle Berg gehört, aber noch nie etwas von ihr gelesen. Somit kann ich nicht sagen, ob das Buch ihrem Stil entspricht oder ob dieser Zynismus, der auf jeder Seite spürbar ist, nur in diesem Roman eingesetzt wurde. Die Autorin schreibt in einer fast schon gehetzten Art, was durch die Überschriften der einzelnen Kapitel deutlich wird. Fast jede ist übertitelt mit "und weiter", sodass man den Eindruck bekommt, dass ihr die Erzählung eigentlich schon fast zuwider ist und sie ganz schnell fertig damit werden möchte.

Zynismus und Wut sind die Hauptbestandteile ihrer Erzählweise. Man spürt sie in jeder Zeile, was anstrengend sein kann. Überhaupt ist das Buch kein Feel-Good-Roman, den man leicht lesen kann. Vieles wird überzeichnet dargestellt, um damit noch mehr zu verdeutlichen, wie die Menschen "ticken". Dennoch ist es genau dieses lesen und sich nicht gut dabei fühlen, was diesen Roman so besonders macht. Dazu kommen einige Satzkompositionen, die man mehrmals lesen muss, weil sie trotz allem Zynismus auch Schönheit ausstrahlen.

Toto als Protagonistin konnte ich lange Zeit nicht packen. Es war schwierig hinter den Beschreibungen eine klare definierte Person zu erkennen. Auch hätte ich sie gerne mal gerüttelt, wenn sie wieder alles über sich ergehen lies, ohne aufzubegehren und nein zu sagen. Besonders das Ende hat mich dann jedoch wieder mit dem Menschen Toto versöhnt und ungemein berührt.

Fazit
"Vielen Dank für das Leben" ist ein ungewöhnliches Buch, gepaart mit viel Zynismus und Wut, aber auch einer großartigen Sprache.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

griechenland, skios, urlaub, verwirrspiel, roman

Willkommen auf Skios

Michael Frayn
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 30.07.2012
ISBN B008MAUJ1A
Genre: Romane

Rezension:

Aber wie unendlich ungewiss das Leben war! Es konnte so sein oder aber anders oder ganz anders, als irgend jemand es sich vorstellen konnte - und alles hing ab von dem endlos in Bewegung befindlichen Treibsand, wer wer war und wann er wer war und wo. Wer Oliver Fox und wer Dr. Norman Wilfred war. Ob man vor der Tür stand und hineinschaute oder von drinnen hinaussah.

Inhalt
So wie jedes Jahr, findet auch in diesem die große europäische Hausparty der Fred-Toppler Stiftung statt und so wie jedes Jahr ist der Höhepunkt der Fred-Toppler-Vortrag. Bisher endete jeder der Vorträge in einem Desaster. Doch in diesem Jahr soll alles anders werden. Nikki Hook, die Assistin von Mrs. Toppler, hat Dr. Norman Winfred, den Redner, um den sich alle reißen engagiert und hofft, dass er die Gäste begeistern kann. Nikki, deren Beförderung zur Direktorin in greifbarer Nähe ist, macht sich also auf den Weg, um Dr. Winfred am Flughafen abzuholen. Doch dort kommt es zu einer folgenschweren Verwechslung mit Oliver Fox, der nicht nicht nur den Koffer sondern auch die Identität des Gastredners annimmt und für so manche Überraschung sorgt.

Meine Meinung
Michael Frayn ist mit "Willkommen auf Skios" eine herrliche Verwechslungskomödie gelungen, die mich teilweise an alte Slapstick-Filme erinnert hat. Er schreibt in kurzen Kapiteln mal aus der Sicht des verwirrten Dr. Norman Winfred, mal aus der Sicht von Oliver Fox, der trotz neuer Situation und völliger Ahnungslosigkeit, alles erstaunlich gut im Griff hat. Ich hatte eigentlich durchgängig das Gefühl, dass nicht nur ich beim Lesen, sondern auch der Autor beim Schreiben ein Schmunzeln auf den Lippen hatte. Kann mir nicht vorstellen, dass man sonst eine Geschichte mit diesem Erzählstil (siehe Zitat oben) und voller Situationskomik schreiben kann.

Auch wenn man schon häufiger in Filmen oder auch Büchern mit diesem Thema konfroniert worden ist, hat es nicht meinen Lesegenuss geschmälert. Ganz im Gegenteil. Je absurder und schräger die Handlung, desto mehr musste ich Lachen. Die sehr gut und sympatisch skizzierten Protagonisten haben dazu ihr übriges getan.

Doch möchte ich noch erwähnen, dass das Buch nicht nur lustig ist, sondern auch einen wichtigen Punkt bzw. die Frage aufwirft, wie leicht der Mensch sich doch blenden lässt und bereit ist, das zu glauben, was er glauben will.

Fazit
"Willkommen auf Skios" ist eine schräge Verwechslungskomödie, die von der großartigen Erzählweise des Autors lebt. Es ist für mich das perfekte Sommerbuch und macht gute Laune - nicht nur auf Skios

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

oldie-wg, liebe, wg, humor, seniorenheim

Liebe auf den letzten Blick

Lilli Beck
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 23.07.2012
ISBN 9783746627960
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Es hätte alles so schön sein können. Mathilde und ihre Freunde Irma, Amelie und Gustl beziehen eine WG, um nicht in ein Altersheim zu müssen. Doch leider ist es auch hier so, dass der Alltag die bunte Truppe einholt und das gemeinsame Leben nicht ganz unproblematisch verläuft. Auch mit 60+ kann man sich noch verlieben, jede Menge Albernheiten anstellen und unvernünftig handeln und so erleben unsere Golden Girls eine Zeit voller Trubel, Trauer und Heiterkeit.

Meine Meinung
"Liebe auf den letzten Blick" ist eine locker-leichte Sommerkomödie, die einfach Spaß macht und doch auch nachdenklich stimmt. Während des Lesens hatte ich nicht nur amüsante Stunden, sondern habe mir so manches Mal gedacht, dass man das Oldie-WG-Konzept generell einführen sollte. Ich bin mir sicher, dass die Senioren, die in Altersheimen untergebracht sind, viel länger leben und weniger krank wären, wenn sie mit einer bunten Truppe gemeinsam in einer WG wohnen würden.

Doch zurück zum Buch. Die Autorin Lilli Beck hat in den 70er Jahren selber in einer WG gelebt und kann daher aus eigener Erfahrung über die Probleme und auch Vorteile erzählen. Ihr Schreibstil ist flüssig, charmant und lustig. Die Protagonisten sind allesamt liebevoll gezeichnet und insbesondere Mathilde der ruhende Pol inmitten des alltäglichen Chaos.

Die 288 Seiten haben mich bestens unterhalten und ich hoffe, dass wir von dieser WG noch jede Menge hören werden. Das Buch hat das Potenzial für eine Fortsetzung, da das Ende Spielraum für weitere Geschichte unserer illustren Truppe bietet.

Fazit
"Liebe auf den letzten Blick" ist eine wunderbar leichte Lektüre, die zeigt, dass man auch mit 60+ noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

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338 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

sommer, liebe, urlaub, freundschaft, strand

Die Sommerfrauen

Mary Kay Andrews , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.07.2012
ISBN 9783596193417
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Ellis, Dorie und Julia sind zwar grundverschieden, aber dennoch beste Freundinnen. Bei der Beerdigung von Julias Mutter beschließen die drei im August zusammen in den Urlaub zu fahren. Doch leider ist die Zeit zunächst nicht ganz so unbeschwert, da jede ihre Probleme und Sorgen mitnimmt. Ellis hat ihren Job verloren, Dorie steht vor den Trümmern ihrer Ehe und Julia will sich nicht an den Mann binden, den sie eigentlich liebt. Alle drei haben Angst vor der Zukunft und keine möchte sich zunächst vor den anderen offenbaren. Aber was wäre eine gute Freundschaft, wenn man nicht auch in schweren Stunden füreinander da wäre? Und so gelingt es dem Trio eine schöne, lustige, spannende und auch romantische Zeit in Nag's Head zu verbringen.

Meine Meinung

Die Sommerfrauen ist das perfekte Buch für den Sommer und für Frauen ;-) Es beinhaltet alle Zutaten, die für eine schöne Geschichte benötigt werden. Eine Handlung mit Schicksalsschlägen, wunderbaren Zeichen der Freundschaft, eine Prise Spannung und eine romantische Liebesgeschichte.

Die drei Protagonistinnen mit ihren jeweiligen Charaktereigenschaften wurden sehr gut skizziert. Im Grunde ist für jeden Leser eine Favoritin dabei. Ellis ist die Perfektionistin, die für alles in ihrem Leben schlaue Listen schreiben und nichts dem Zufall überlassen möchte. Dorie ist ein Männermagnet und muss trotzdem eine Entdeckung machen, die es ihr unmöglich macht mit ihrem Mann weiter zusammen zu leben. Und Julia ist das Model, das schön, reich und erfolgreich ist und dennoch Angst vor der Ehe und dem Verlust der Eigenständigkeit hat.

Ob Freud oder Leid, die Freundinnen sind immer füreinander da, was Mary Kay Andrews hervorragend herausgearbeitet hat. Man saß praktisch mit am Tisch, wenn die eine Freundin den anderen ihr Herz ausgeschüttet hat oder alle drei herrlich miteinander lachen konnten. Ich bin mir sicher, dass diese Momente nur eine Frau so gut einfangen kann und das ist der Autorin wirklich gut gelungen. Außerdem fesselt ihr Schreibstil und man fliegt nur so über den 526 Seiten dicken Roman.

Das Ferienhaus "Ebbtide" konnte ich mir bildlich sehr gut vorstellen und hätte selber gerne dort meinen Sommerurlaub verbracht, auch wenn es so manchen Makel hat. Mit dem Meeresrauschen einzuschlafen und aufzuwachen muss wunderschön sein.

Einen kleinen Punktabzug gibt es dennoch, da mir die Geschichte um die Mitbewohnerin Madison weniger gefallen hat und meines Erachtens überflüssig war. Sie hat keinen wirklichen "Beitrag" geleistet, um die Handlung spannender zu gestalten. Ganz im Gegenteil, blieb die Protagonistin doch überwiegend im Hintergrund und rückte nur in dem letzten Drittel auf ein paar wenigen Seiten in den Fokus der Geschichte.

Ein Wort auch noch zum Cover. Ja, es ist ein "Mädchen-" bzw. "Frauen"-Cover, aber ich finde es trotzdem wunderschön. Alleine durch die Farbgebung. Alles in rosa und roten Tönen gehalten und mit einer Kulisse, die Urlaubsgefühle in mir weckt. In der Buchhandlung hätte ich alleine auf Grund des Covers an diesem Roman sicher nicht vorbei gehen können.

Fazit
Dieses Buch ist ein Muss für jede Frau, die die perfekte Sommerlektüre zum Lachen und Träumen sucht. Man kann in die Geschichte eintauchen und mit den Protagonistinnen mitfühlen. Eine klare Kauf- und Leseempfehlung, wenn auch mit einem kleinen Punktabzug.

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68 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 11 Rezensionen

marokko, antwerpen, heiler, reisen, liebe

Das Leuchten der Purpurinseln

Doris Cramer
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2012
ISBN 9783442378746
Genre: Historische Romane

Rezension:

Rot ist die Liebe, Blau ist das Glück, doch Purpur ist die Freiheit!

Inhalt
Im Jahr 1520 werden Mirijam und ihre Schwester von ihrem todkranken Vater von Antwerpen nach Spanien geschickt. Lucia soll dort heiraten, um zu gewährleisten, dass die beiden auch nach des Vaters Tod versorgt sind. Doch die Schifffahrt verläuft nicht ohne Probleme, da sie von Piraten angegriffen und entführt werden. Eine aufregende Reise zu unbekannten Orten beginnt, die sie mit einer fremden Kultur vertraut werden lassen.

Meine Meinung
Ich muss gestehen, dass mich das dicke Buch zunächst regelrecht erschlagen hat. Doris Cramer erzählt auf fast 700 Seiten ihre Geschichte, die schon eine gewisse Geduld und Durchhaltevermögen verlangt. Ich musste auch hier wieder feststellen, dass ich einfach nicht der Leser von dicken Schinken bin und hatte so meine Schwierigkeiten am Ball zu bleiben.

Angenehm finde ich die Schreibweise von Doris Cramer, wenngleich sie manchmal zu sehr ins Detail ging. Insbesondere der Vorgang des Färbens wurde so detailliert erklärt, dass ich irgendwann nur noch drüber gelesen habe. Für meinen Geschmack leidet darunter die Spannung des Buches.

Die Beschreibung der Schauplätze fand ich realistisch und bildhaft, sodass man eine gute Vorstellung davon bekam. Hier möchte ich auch noch das wunderschöne Cover erwähnen, welches durch seine kräftigen Farben zu überzeugen weiß.

Mein größter Kritikpunkt ist der Prolog, der viel zu viel von der Handlung verrät, was ärgerlich und schade ist.

Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen, auch wenn es einige Stellen gibt, die ziemlich langatmig und wie bereits geschrieben zu detailliert sind. Ich gebe daher für dieses Debüt, das mich nicht vollends überzeugen konnte, 3 Sterne.

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

rache, mord, norwegen, selbstjustiz, lofoten

Auf den Schwingen der Hölle

Jan Flieger
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei fhl Verlag Leipzig, 17.04.2012
ISBN 9783942829311
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es gibt kein Schicksal ausser dem, das wir uns selber schaffen, mit eigener Hand, mit unserem Blut

Inhalt
Wie die Nadel im Heuhaufen sucht das Ehepaar Bachmann den vorzeitig aus der Haft entlassenen Mörder ihrer Tochter auf den Lofoten. Emmerlein sitzt in einem roten Toyota, was das einzige Kennzeichen ist, um seine Fährte aufzunehmen. Der Vater kennt nur noch einen einzigen Gedanken und möchte Rache an dem Mord an seiner geliebten Tochter Manu nehmen. Seine Frau Sarah versucht immer wieder ihn davon abzubringen, aber die Wut und der Hass sind stärker, als die Vernunft je sein könnte. Und so beginnt die Jagd auf den Menschen, der eine ganze Familie zerstört hat.

Meine Meinung
Das Buch hat mir wahnsinnig gut gefallen. Es ist durchgehend düster und beklemmend, dennoch aber auch so spannend geschrieben, dass man mit den Protagonisten mitfiebert. Sprachlich wohl durchdacht schreibt Jan Flieger eine Geschichte, die nachhallt und Fragen aufwirft. Insbesondere die Frage, wie man selber reagieren würde, wenn solch ein Schicksalsschlag passieren würde. Würde man sich so wie Bachmann verhalten, der einzig auf Rache aus ist und nichts außer dieser Bestandteil seines Lebens ist oder würde man wie Sarah versuchen weiter zu machen und die Vergangenheit ruhen zu lassen.

Die Lofoten als Schauplatz der Geschichte zu nehmen, finde ich perfekt gewählt. Die dramatische Landschaft und das fast überwiegend schlechte Wetter mit einem grauen Himmel und Regen, hätte meiner Meinung nach nicht besser passen können.

Besonders positiv erwähnen möchte ich, dass dieses Buch ohne Blutvergießen auskommt. Es überzeugt durch eine raffiniert komponierte Geschichte, die rein auf den psychischen Aspekt Wert legt. Ich kannte Jan Flieger bisher noch nicht, bin jetzt aber neugierig geworden und möchte auf jeden Fall noch mehr von ihm lesen.

Fazit
Wer einen spannenden Thriller ohne Blutvergießen, aber mit dennoch viel Spannung lesen möchte, dem sei "Auf den Schwingen der Hölle" empfohlen.

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

model, roman, ausbrechen, münchen, biographie

Good Morning Dornröschen

Daniela Kögler
Fester Einband: 120 Seiten
Erschienen bei fhl Verlag Leipzig, 23.12.2011
ISBN 9783942829304
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Daniela hat genug von ihrem Leben und beschließt von heut auf morgen dem Alltag den Rücken zu kehren und ohne großen Abschied von Freunden und Familie nach München zu ziehen. Sie möchte etwas Neues erleben und aus dem ewigen Trott einfach raus. Und ganz besonders möchte sie den Männern abschwören, da die letzte Begegnung mit dem anderen Geschlecht, so gar nicht ihrem Wunsch entsprochen hat. In München angekommen trifft sie auf die unterschiedlichsten Menschen und beginnt eine Reise, die sie zu sich selber führen soll.

Meine Meinung
Wer möchte nicht ab und zu dem Alltag den Rücken kehren und seine Probleme und Sorgen zurück lassen? Wer möchte nicht, ab und zu einfach von vorne anfangen und einen ganz anderen Weg einschlagen? Von der Grundidee hatte "Good Morning, Dornröschen" also durchaus das Potenzial eine wirklich märchenhafte Geschichte zu werden. Allerdings gelingt genau dies der Autorin nicht, da sie sich zu sehr auf Männer fixiert und diese zum Dreh- und Angelpunkt in ihrem Leben macht. Den Gedanken, den sie ganz zu Beginn der Geschichte äußert, nämlich, dass man mit sich selber glücklich sein muss, verliert sie im Verlauf der Handlung völlig aus den Augen.

Mit dem Schreibstil hatte ich so meine Schwierigkeiten. Es ist mehr eine Aufzählung, als ein flüssiger Erzählstil. Hinzu kommt, dass vieles so unglaubwürdig ist, dass es mir schwer fiel beim Lesen am Ball zu bleiben. Eigentlich bin ich kein Mensch, der Bücher zur Seite legt, aber bei diesem hier habe ich nach der Hälfte tatsächlich eine Verschnaufpause gebraucht.

Die Protagonistin selber fand ich zu oberfläch und leider auch egoistisch. Ich kann schon verstehen, dass man - gerade, wenn man sich verändern möchte - den gut gemeinten Rat von Familie und Freunden nicht hören möchte, um nicht beeinflusst zu werden, aber so eiskalt meine Mutter wegzudrücken, wenn sie versucht mich zu erreichen - da hört es echt auf. Auch während der Geschichte war sie mir oft zu sehr auf sich selber fokussiert. Man konnte schon zum Ende hin eine gewisse Entwicklung erkennen, aber leider hat mir diese nicht ausgereicht.

Fazit
Mich konnte das Buch nicht begeistern. Es schwimmt viel zu sehr an der Oberfläche. Einziger Pluspunkt ist das wirklich wunderschöne Cover.

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72 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 52 Rezensionen

münchen, wurst, metzger, köln, bayern

Sülze hilft gegen alles außer Heimweh

Moritz Baumstieger ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.07.2012
ISBN 9783499629556
Genre: Romane

Rezension:

Wenn du einen Touristen zu Gast hast, dann fährst du vom Schinken über die Wurst zum Schnitzel zum Turm zum Hack. Dann hat er alles gesehen, was er in dieser Stadt sehen muss. Kannst du dir das merken?

Inhalt
Der Liebe wegen zieht der Kölner Moritz nach München. Doch leider ist seine Freundin Julia schon nach 7 Wochen von seiner Untätigkeit genervt und als er sie auch noch anlügt, schmeißt sie ihn kurzerhand aus ihrer Wohnung raus. Nur gut, dass um die Ecke der nette Metzger Karl wohnt und ihm Unterschlupf gewährt. Doch Karl wird sehr viel mehr für ihn, als nur sein Mitbewohner. Er versucht ihm das Metzger-Handwerk näher zu bringen und als dies nach kurzer Zeit scheitert, vermittelt er ihm immer wieder Jobs, sodass Moritz München auf eine andere Art und Weise kennenlernt.

Meine Meinung
Moritz ist ein liebevoller Chaot und Karl ein schrulliger Metzger, der immer noch seiner großen Liebe Sarah nachtrauert. Ein sehr ungleiches Duo, welches aber vielleicht genau deshalb gut funktioniert. Denn so planlos wie Moritz auch sein mag, Karl hat immer einen Ausweg und kennt irgendwen in München, den er anrufen kann, um ihm einen neuen Job zu besorgen. Karl habe ich schnell ins Herz geschlossen. Trotz seiner Verschrobenheit ist er jemand, der auch ohne große Worte zu schwingen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Moritz ist mir auch sehr symphatisch, auch wenn ich ihn so manches Mal gerne gerüttelt und geschüttelt hätte, wenn er mal wieder Mist gebaut hat.

Das Buch liest sich ungemein gut. Ich hatte eigentlich durchgehend ein Schmunzeln im Gesicht und habe mich blendend unterhalten gefühlt. Da das Ende recht offen ist, hoffe ich auf eine Fortsetzung.

Fazit
Wer Geschichten a la Tommy Jaud und Co. mag, wird bei "Sülze hilft gegen alles außer Heimweh" auf seine Kosten kommen. Es ist ein unterhaltsames, amüsantes Buch, welches ein Garant für gute Laune ist und für einen großen Lesespaß sorgt.

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180 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 77 Rezensionen

berlin, thriller, vergangenheit, drogen, wg

Sterbenswort

Siegfried Langer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.07.2012
ISBN 9783548610917
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Immer noch lag sie in Dunkelheit. Ihre Verwirrung wich der Angst, ihre Verwunderung der Panik. Sie strampelte, so gut es ging. Sie schluchzte. Sie heulte. Bis sie Mühe hatte, weiterzuatmen. Der Sauerstoff in ihrem kleinen Gefängnis ging zur Neige. "Mama?", flüsterte Mia kläglich. Dann sank sie in die Finsternis.

Inhalt

Katrin Voss, Ärztin und Mutter einer vierjährigen Tochter, muss erkennen, dass während ihrer Abwesenheit jemand in ihrer Wohnung war. Einige Gegenstände liegen nicht mehr dort, wo sie sie hingelegt hat. Äpfel sind angebissen in einer Schüssel zurück gelassen und der Wasserhahn in der Küche aufgedreht, obwohl sie sicher ist, diesen vor dem Verlassen der Wohnung zugedreht zu haben. Zunächst verdächtigt sie Mia, ihre Tochter, muss dann jedoch erkennen, dass sie es nicht gewesen sein kann. Als Mia dann auch noch von dem vermeintlich Toten ehemaligen Mitbewohner Erik angesprochen wird, zieht das Grauen in ihr Leben. Vor Jahren haben sie und ihre Freunde eine schwerwiegende Entscheidung getroffen, die sie nun droht einzuholen. Die Schuld, die die Freunde damals auf sich geladen haben, löst einen Wettkampf mit der Zeit aus.

Meine Meinung

Siegfried Langer hat nach "Vater, Mutter, Mord" auch mit "Sterbenswort" einen Thriller erschaffen, der fesselt und dafür sorgt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Auf drei verschiedenen Zeitebenen (Damals, Heute, Neulich) setzt er Stück für Stück die Geschichte zu einem Gesamtbild zusammen. In jeder Zeitebene wird ein neues Puzzleteil der Handlung entblättert und man erfährt ein wenig mehr über die einzelnen Protagonisten. Allen voran steht Kathrin Voss, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Sie hat alles im Leben erreicht, was sie sich als Studentin vorgenommen hat, wird nun aber von der Vergangenheit eingeholt. Den Wettlauf gegen die Zeit, den sie geht, geht man als Leser mit ihr und hetzt durch die einzelnen Kapitel auf der Suche nach der Auflösung.

Mit großem Geschick schreibt Siegfried Langer diese stets spannende Geschichte, die jedoch ohne großes Blutvergießen auskommt, was ich - bei all den immer brutaler und blutrünstiger werdenden Thrillern heutzutage - positiv erwähnen möchte. Trotzdem schafft er eine Spannung, die sich über das ganze Buch hin hält und mich bis zur letzten Seite gepackt hat.

Das Ende war zwar irgendwann absehbar, aber die Auflösung nicht minder spannend. Ich habe das Buch insgesamt verschlungen, sodass ich hierfür eine klare Kaufempfehlung abgeben möchte.

Fazit

Sterbenswort ist ein durchweg fesselnder, flüssig geschriebener Thriller, der Gänsehaut und auch eine gewisse Beklemmung erzeugt, ohne auf großes Blutvergießen angewiesen zu sein. Für mich ein Buch, das ich auf Grund des hohen Spannungsgrads absolut weiter empfehlen würde.

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266 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 93 Rezensionen

entführung, thriller, psychothriller, mord, berlin

Schnitt

Marc Raabe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2012
ISBN 9783548284354
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gabriel ist 11 Jahre alt als seine Eltern erschossen werden und das Haus, in dem die Familie gelebt hat, abbrennt. Nur sein Bruder David und er überleben.

29 Jahre später kann Gabriel sich an nichts erinnern. Er hat immer noch Albträume und ist traumatisiert von der Katastrophe, die über seine Familier hereinbrach. Doch nun kommt Liz in sein Leben, bei der er das erste Mal so etwas wie Geborgenheit verspürt. Noch dazu kommt, dass sie von ihm schwanger ist und die beiden demnächst eine kleine Familie gründen werden. Als Liz entführt wird, muss Gabriel sich seiner Vergangenheit stellen und sich an damals erinnern, da der Entführer so wie es scheint mit der Nacht vor fast 30 Jahren zu tun hat.

Marc Raabe versteht sein Handwerk und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe es in nur 3 Tagen gelesen, was äußerst selten passiert. Es ist unfassbar spannend geschrieben und die Geschichte wusste zu fesseln. Man überlegt genauso wie Gabriel, was in der Nacht vor so vielen Jahren passiert sein mag und hofft auch als Leser, dass er sich bald wieder erinnern kann. Auch, um seine kleine Familie zu retten.

Die Wechsel zwischen den Protagonisten und zwischen Vergangenheit und Gegenwart schafft Raabe mit Leichtigkeit. Überhaupt hatte ich zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass es sich hier um einen Debüt-Autor handelt, da Marc Raabe mit großem Geschick die Geschichte erzählt und einen hohen Spannungsbogen aufbaut.

Daher vergebe ich gerne volle 5 Sterne für ein ebenso spannendes wie packendes Buch.

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