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115 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

teresa kuba, sternenscherben, drachenmondverlag, dystopie, fantasy

Sternenscherben

Teresa Kuba
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 12.10.2017
ISBN 9783959911542
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das eBook „Sternenscherben“ von Teresa Kuba wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Drachenmondverlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Drachenmondverlag.

„Sternenscherben“ ist mein erstes Buch von Teresa Kuba. Im Drachenmondverlag ist ein weiteres Buch von ihr erschienen: „Turoin“. Ich muss sagen, es gibt Bücher, die muss man einfach aufgrund des genialen Covers haben, und auch wenn es viele schon nicht mehr hören können ;-), dieses Cover ist von Alexander Kopainski – dem „Covergott“ höchstpersönlich. Ich liebe seine Entwürfe einfach! Allerdings ist der Zusammenhang zwischen Cover, Titel und Inhalt auf dem ersten Blick vielleicht nicht ganz schlüssig. Ich habe dieses Zusammenspiel mit dem Zusammenbruch des „perfekten Systems“ in Verbindung gebracht, der Blick in den Spiegel, in die Seele, um das eigene Leben, die eigene Denkweise zu hinterfragen und die Welt hinter dem Spiegel zu erkennen. Die Protagonistin Nora lebt in einer Welt, die ein perfektes Leben vortäuscht, aber ein Blick hinter die Fassade offenbart die Lügen und Intrigen des „perfekten Systems“ – nichts ist, wie es scheint.

Die Geschichte wird auch aus der Sicht von Nora und teilweise aus dem Blickwinkel von Darian geschrieben, wobei die Protagonistin Nora in der Geschichte natürlich deutlich mehr Erzählzeit hat. Der jeweilige Perspektivwechsel ist immer mit einem Kapitelwechsel verbunden, wodurch ein klarer Lesefluss innerhalb der Strukturierung gegeben ist. Teilweise bekommt man durch die Kapitel aus der Sicht von Darian die Möglichkeit, Gedanken und Gefühle vorangegangener Handlungen zu erkennen, die aus der Perspektive von Nora nicht direkt ersichtlich waren.

In der Welt von Nora sind Gefühle, Träume, eine eigene Denkweise und Dinge, die Emotionen hervorrufen (Kunst, Musik) verboten. Die Sicherung des Lebens im „perfekten System“ hat höchste Priorität und dafür werden Menschen wie Nora nach den Richtlinien des Staates ausgebildet. Das System unterscheidet in Privilegierte, Minderwertige und Wertlose und nur wenige haben den Mut die Struktur zu hinterfragen. Für ein anscheinend „friedliches und sicheres“ Leben geben die Menschen das auf, was sie ausmacht – ihre Menschlichkeit. Der Staat nimmt ihnen die Erinnerung, die Gefühle für Freundschaft und Liebe und setzt sie ständig unter Druck, im Auge des Systems nicht zu versagen und am Ende in die Kategorie „wertlos“ eingestuft zu werden. Dieser gesellschaftskritische Ansatz ist sicherlich nicht neu, wenn man sich dystopischer Stilmittel bedient, dennoch aber gut von der Autorin umgesetzt.

Nora ist eine selbstbewusste und ehrgeizige Person, die sich stark an Hierarchien bindet und fest an die Ideale des Systems glaubt, allerdings blitzen immer wieder Erinnerungen auf, die sich innerhalb ihrer Traumlandschaft manifestieren. Die Auseinandersetzung mit den Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit und die Begegnung mit Darian zünden ein Feuer von Zweifel am „perfekten System“. Darian ist anders, geheimnisvoll und verbirgt etwas – den Schlüssel zur Wahrheit. Leider kann ich ohne euch zu spoilern nicht weiter auf diese Beziehung eingehen, also müsst ihr wohl das Buch lesen, wenn ihr wissen wollt, wer oder was Darian tatsächlich ist ;-).

„Sternenscherben“ ist für mich ein Science-Fiction/Fantasy-Roman, der sich vieler dystopischer Elemente bedient, aber auch Elemente aus dem Bereich Science-Fiction (fremde Zivilisationen; wissenschaftliche Spekulationen) einbindet. Diese werden allerdings nicht fokussiert oder detailliert ausgeführt, was ich für mich persönlich eher kritisch betrachte. Ich fand insbesondere den zweiten Teil des Buches (die Auflösung) unheimlich spannend und finde, dass die Autorin genau diesen Teil viel zu schnell abgeschlossen hat. Ich hätte mir hier einfach viel mehr Tiefe versprochen, aber vielleicht  wäre das Buch dann eher der Auftakt einer Reihe gewesen. Die inhaltliche dystopische Sequenz ist nicht neu und aktuell in vielen Büchern zu finden, was nicht unbedingt immer kritisch betrachtet werden muss, zeigt es ja nur, dass diese Geschichten sehr gerne gelesen werden. Die Welt, die sich dann innerhalb der Auflösung aufzeigt, fand ich unglaublich interessant und würde gerne mehr darüber lesen – also die Geschichte bevor die aktuelle Erzählung von Nora und Darian einsetzt.

 Fazit

   Ein gelungener Science-Fiction/Fantasy-Roman, der am Ende eine Welt offenbart, über die ich sehr gerne mehr lesen würde.  

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

thriller, geheimnisse, machenschaften, aufbau verlag, skandinavien

Das Mädchen und die Fremde

Sofie Sarenbrant , Hanna Granz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 06.11.2017
ISBN 9783352009006
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller „Das Mädchen und die Fremde“ von Sofie Sarenbrant wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

„Das Mädchen und die Fremde“ ist der zweite Teil einer Reihe. Der erste Teil erschien ebenfalls 2017 unter dem Titel „Der Mörder und das Mädchen“. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, da ich erst nach Beginn des Buches mitbekommen hatte, dass es sich hierbei um eine Reihe handelt. Für das Verständnis des Buches war es allerdings nicht notwendig, den ersten Teil der Reihe zu lesen, sicherlich gibt es aber Bezugspunkte zum ersten Teil, welche ich dann wahrscheinlich anders interpretiert habe. Teilweise gibt es auch kurze Rückblenden, die wichtige Details aus Band 1 erörtern, die für den Verlauf der Geschichte relevant sind.

Die Geschichte um die Kriminalkommissarin Emma Sköld ist in kurze Kapitel eingeteilt, wobei die jeweiligen Abschnitte nicht immer einen eigenen Spannungsbogen besitzen, sondern von verschiedenen Personen erzählt werden, gleichzeitig bilden die kurzen Kapitel auch eine sehr gute Strukturierung beim Lesen.

Sofie Sarenbrant erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, wodurch man einen direkten Einblick in die Gefühle und Handlungen der Figuren bekommt. Der Erzählstil der Autorin ist sehr ruhig, es passiert nicht auf jeder Seite etwas Dramatisches oder wirklich Mitreißendes und wer nach dem Motto „Thriller brauchen Tempo“ lebt, wird hier vielleicht nicht befriedigt werden – tatsächliche Schockmomente gibt es nicht.

Dennoch ist die Geschichte spannend und lebt von überraschenden Wendungen und kriminalistischen Ermittlungen, aber es fehlt der sogenannte Thrill (Nervenkitzel). Die Spannung ist nicht, während des gesamten Handlungsverlaufes präsent, daher würde ich dieses Buch eher in den Bereich Kriminalromane einordnen. Es geht nicht darum, möglichst viel Aufregung und emotionale Spannung beim Leser zu erzeugen, sondern vielmehr um die Gedankenwelt der Protagonistin, der Umgang mit dem Erlebten und die verschiedenen Wege zur Aufklärung. Die Psyche der Protagonisten steht im Mittelpunkt und die Autorin setzt sich auch sehr intensiv mit den verschiedenen Figuren auseinander, sie gibt den Gefühlen sehr viel Raum.

Fazit

„Das Mädchen und die Fremde“ ist ein gut strukturierter Roman, mit angenehmer Erzählweise, allerdings fehlt der sogenannte Thrill (Nervenkitzel), daher für mich eher ein gut durchdachter Kriminalroman, der durchaus Lust auf Band 3 gemacht hat – denn dieses Buch endet mit einem großen Cliffhänger

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42 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

korsika, geheimnis, familientragödie, frankreich, krimi

Fremde Tochter

Michel Bussi , Barbara Reitz , Eliane Hagedorn
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 15.09.2017
ISBN 9783352009013
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Fremde Tochter“ von Michel Bussi wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

Michel Bussi ist ein französischer Politologe und Geograph. Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt. Mein erster Roman von Michel Bussi war „Das verlorene Kind“ (Rezension)und danach folgten „Das Mädchen mit den blauen Augen“ und „Die Frau mit dem roten Schal“. Michel Bussi  „Fremde Tochter“ ist nun mein vierter Roman und man kann durchaus sagen, dass ich mittlerweile ein großer Fan des Autors bin.

Michel Bussi konnte mich sofort wieder in seine Welt des Erzählens entführen. Bereits nach den ersten Seiten war ich gefangen. Typisch für den Autor wird auch diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was diesem Roman eine gewisse Komplexität gibt, allerdings finde ich es hier besser umgesetzt, als beim Roman „Das verlorene Kind“, wo ich mich teilweise etwas verloren in der Erzählkonstruktion fühlte und zurückblättern musste, um die einzelnen Aspekte zu verstehen.

Michel Bussi wechselt in seinem Roman „Fremde Tochter“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit, d.h. das Familiendrama wird in zwei Handlungsstränge unterteilt. Die erste Zeitebene befindet sich im Jahr 2016, die Protagonistin Clothildes kehrt zum ersten Mal nach einem tragischen Unfall  in der Kindheit, bei dem sie ihre Eltern verloren hat, mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Korsika zurück und wird übermannt von den Gefühlen und Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit. Nachdem Sie einen Brief erhält, der Details Ihrer Vergangenheit beschreibt, glaubt Clothilde, dass ihre Mutter noch am Leben ist, und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.  Die zweite Zeitebene führt uns in das Jahr 1989, kurz vor dem Unfall und wird in Form von Auszügen aus Clotildes Tagebuch erzählt, die beschreiben, was die junge Clothilde in den letzten Tagen vor dem Unfall erlebt und gefühlt hat.

Die Erzählweise in verschieden Zeitebenen finde ich sehr gelungen, da wir die Protagonistin dadurch intensiver kennenlernen und eine Gefühlsebene offenbart wird, die die Tragik des Geschehenes noch stärker hervorhebt.

Michel Bussi versteht es Spannung aufzubauen, und die Suche nach der Wahrheit perfekt zu inszenieren, denn natürlich bringt die Protagonistin damit ihre Familie in Gefahr und verfällt in ein Netz von Intrigen und Lügen und deckt am Ende ein großes Familiengeheimnis auf.

Michel Bussi hat einen sehr gefühlvollen Roman geschrieben, der eine komplexe, aber in sich geschlossene Geschichte erzählt, wobei die Wahrheit bis zum Ende verschlüsselt bleibt. Dieses Buch lebt von den bildhaften Beschreibungen der Landschaft und Figuren, wodurch die Spannung vielleicht an einigen Stellen herabgesetzt wird, was ich aber überhaupt nicht als störend empfunden habe, allerdings muss man diesen Stil auch lieben, sonst könnten sich 528 Seiten sehr lang anfühlen, denn der Autor verliert sich manchmal etwas im Detail beim Schreiben, aber genau dieser Aspekt macht am Ende die Einzigartigkeit des Schreibens von Michel Bussi aus.

 Fazit

Michel Bussi versteht es Spannung aufzubauen, und die Suche nach der Wahrheit perfekt zu inszenieren – eine ergreifende Familiengeschichte. Natürlich merkt man dem Autor seine „Detailverliebtheit“ an, die natürlich die Geschichte etwas in die Länge zieht, aber  ich verliere mich gerne in den Weiten seines Erzählens.

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Tags: familientragödie, geheimnis, korsika, krimi   (4)
 

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krimi, finnland, familienmorde, gewalt, misshandlung

Die Stunde des Wolfs

Simo Hiltunen , Peter Uhlmann
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 06.11.2017
ISBN 9783352009044
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Kriminalroman „Die Stunde des Wolfs“ von Simo Hiltunen wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

Als ich dieses Buch in den Händen hielt, war ich vom Cover begeistert. Der stechende Blick des Wolfes hat mich beim Lesen begleitet. Dieses Buch beginnt mit einem sehr beeindruckenden Prolog. Ich war sofort gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Meine Erwartungen für den weiteren Verlauf der Handlung waren nach so einem Auftakt ziemlich hoch und ich stellte mir die Frage, ob das Buch am Ende halten kann, was Cover und Prolog versprechen.

Protagonist ist der Polizeireporter Lauri Kivi, der sich auf Verbrechen spezialisiert hat. Lauri ist eine schwierige Figur, zu der ich am Anfang nur schwer eine Verbindung aufbauen konnte.  Er ist gezeichnet von der Brutalität seiner Vergangenheit, war er doch als Kind immer den Ausbrüchen seines gewaltbereiten Vater ausgesetzt und hat nicht gelernt, seine Gefühle und Emotionen zu verarbeiten. Auch als Erwachsener ist es ihm nicht möglich seine Gefühle auszudrücken, sondern er hat sich im Laufe der Zeit Verhaltensmuster angewöhnt, wodurch er seinen Platz in der Gesellschaft einnehmen konnte. Er ist sich dessen bewusst, dass auch er eine gewisse Gewaltbereitschaft innehat, und hat deshalb sehr früh seine Frau und seine Tochter verlassen, um sie vor seinem Verhalten zu schützen.

Die Vergangenheit von Lauri ist das Hauptthema in der ersten Hälfte des Buches und die Brutalität der Erzählung war teilweise sehr beklemmend. Simo Hiltunen hat sehr viel Zeit in die Beschreibung seines Charakters und die Hintergründe des Verhaltens investiert. Um den Lesern die Handlungen seiner Hauptfigur verständlich zu machen, bedient er sich immer wieder unregelmäßiger Rückblenden, um über die Kindheit seines Protagonisten zu berichten. Innerhalb der Zeitsprünge fühlte ich mich an einigen Stellen etwas aus der Geschichte gerissen, denn ich wollte unbedingt wissen, was weiter im eigentlichen Plot passiert, musste mich dann aber mit der Vergangenheit auseinander-setzen, um dann wieder sehr abrupt in das aktuelle Geschehen geworfen zu werden. Sicherlich nehmen die einzelnen Szenen immer Bezug aufeinander, aber manchmal empfand ich es als störend, dennoch sind sie ungemein wichtig für den Roman. Im zweiten Teil des Buches baut der Autor sehr viel Spannung auf und bis zum Schluss habe ich nicht erkennen können, wer der Täter tatsächlich ist.

Simo Hiltunen hat durch diesen Roman sehr viele Gefühle aufgerüttelt, es war nicht immer einfach dieses Buch zu lesen. Die Gewaltausbrüche in der Familie, übermäßiger Konsum von Alkohol, das Wegsehen und Schweigern von Menschen, die helfen könnten, aber es nicht tun – alles beschreibt der Autor unheimlich intensiv und kratzt nicht einfach nur an der Oberfläche. Der eigentliche Kriminalfall rückt manchmal in den Hintergrund und wird von der Vergangenheit eingefangen.

Fazit

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, weil die intensive Auseinandersetzung mit Gewalt einen manchmal etwas sprachlos zurücklässt.

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Tags: familiemorde, finnland, gewalt, krimi, wolf   (5)
 

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

thriller, serienmörder, federico inverni, serientäter, serienkiller

Das Opfer Null

Federico Inverni , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328100911
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller „Das Opfer Null“ von Federico Inverni wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und beim Penguin Verlag.


In der letzten Zeit bin ich zu einem absoluten Thrillerfan mutiert und wurde tatsächlich nie enttäuscht, die letzten Bücher waren ein Genuss. Den Debütroman von  Federico Inverni bin ich allerdings etwas vorsichtiger angegangen, da mich die Inhaltsangabe noch nicht wirklich einfangen konnte – irgendwie hatte ich das Gefühl, die Geschichte bereits zu kennen. Aber nachdem ich einige Rezensionen zum Buch gelesen hatte, dachte ich mir – diesem Buch musst du eine Chance geben.

Das Cover finde ich großartig. Ich habe dieses Buch aktuell auf meinem Regal zu stehen und habe immer das Gefühl, das ich beobachtet werde – gruselig

Was eindeutig gleich am Anfang des Buches zu bemerken ist, dass man sich für dieses Buch Zeit nehmen muss. Wenn ihr ein Buch in kleinen Schritten lesen möchtet, ist dieses Werk vielleicht nicht unbedingt geeignet. Warum? Dieses Buch ist inhaltlich und erzähltechnisch ein kleines Verwirrspiel. Man befindet sich nicht nur auf der Suche nach dem Täter, sondern auch auf der Suche nach dem eigentlichen Erzähler, denn erzählt wird diese Geschichte aus zwei Perspektiven. Wir haben es mit zwei Hauptprotagonisten zu tun – Lucas und Anna, dabei werden die Gefühle und Handlungen von Anna aus der Ich-Perspektive erzählt, während Lucas Sicht in der dritten Person erzählt wird. Von Anfang an muss man also wachsam sein, da es nicht immer auf Anhieb erkennbar ist,  welcher Blickwinkel vorliegt. Wenn man sich allerdings erst einmal in die Erzählweise eingefunden hat, dann hat man beim weiteren Lesen eigentlich keine Probleme mehr.

Bereits auf den ersten Seiten geht es rasant los und man kann nicht sagen, dass der Roman im weiteren Verlauf an Tempo verliert.  Eigentlich kann man sich nie sicher fühlen, denn der Autor sorgt immer wieder für Überraschungen und unerwarteten Wendungen des Geschehens.

Die Protagonisten Anna und Lucas sind sehr gut konstruiert, allerdings handelt es sich hierbei um typische Ermittlerfiguren in der Welt der Thriller. Was nicht unbedingt kritisch gesehen werden muss, schließlich funktioniert es ja auch immer wieder. Am Ende muss es spannend bleiben und man muss das Gefühl haben, zu einem Zeitpunkt den Überblick zu verlieren, wer jetzt eigentlich der Täter oder die Täterin sein könnte. Der Spannungsbogen darf sich nicht in ein sinnloses Versteckspiel verlieren, sondern die Autoren sollten immer eine gut vorbereitete Wendung in der Rückhand haben. Federico Inverni ist dies mit seinem Thriller durchaus gelungen.

Anna und Lucas sind gefangen in ihrer eigenen Welt, geprägt durch ihre Erfahrungen, Handlungen und Erlebnisse aus vergangenen Zeiten. Während Lucas sehr distanziert und emotionslos erscheint, hat man das Gefühl, dass man Anna im Laufe der Ermittlungen besser kennenlernt, was aber sicherlich auch an der Erzählperspektive liegt. Im Gegensatz zu Lucas ist es Anna möglich, Gefühle zu verarbeiten und am Leben festzuhalten. Während Lucas, gezeichnet von seiner Krankheit, nach dem Tod seiner Familie eigentlich keinen Sinn mehr am Leben sieht.  Die Ermittlungen geben ihnen Halt und einen Platz, gemeinsam sind sie unschlagbar und können durch ihre einzelnen herausragenden Fähigkeiten Zusammenhänge erkennen und Schlussfolgerungen ziehen, die am Ende zum Ziel führen.

Man benötigt vielleicht etwas Zeit, in den Stil des Romans zu finden, aber es lohnt sich – ein spannendes Debüt mit unerwarteten Wendungen.

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183 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

horror, hexe, hexen, hex, fluch

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Leon & Noelle – Ein Leuchten im Nebel: Roman

Julia Zieschang
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei Forever, 01.01.2018
ISBN 9783958182424
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Roman  „Leon & Noelle – Ein Leuchten im Nebel“ von Julia Zieschang wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich bei der Autorin und beim Verlag Forever (Ullstein Buchverlage GmbH).

Nachdem ich die Phönix-Sage (Feuer-, Eis- & Sturmphönix) und Königsblau der Autorin *weggesuchtet* hatte, konnte ich mich dem neuen Werk von Julia Zieschang widmen „Leon & Noelle“. Ich liebe den Stil der Autorin und jedes Buch war für mich ein Erlebnis, daher ahnte ich bereits, dass mich auch das neue Buch der Autorin nicht enttäuschen wird, wenngleich es auch ein anderes Genre ist.  Das Cover ist einfach nur traumhaft – es drückt sehr viel Liebe aus und die herbstliche Impression deutet bereits daraufin, alte „Blätter“ des Lebens abzuwerfen und sich auf einen Neuanfang vorzubereiten.

Elle kämpft mit den Dämonen ihrer Vergangenheit, geplagt von Schuldgefühlen, Ängsten und Panikattacken verlässt sie ihre Heimat und zieht nach Berlin. Sie glaubt, dass diese Flucht ein Neuanfang sein kann, allerdings bemerkt sie sehr schnell, dass man vor seiner Vergangenheit und seinen Gefühlen nicht wegrennen kann. Bei einem Spaziergang im Park begegnet sie Leon und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

„Die Spitzen seiner dunkelblonden Haare kräuselten sich am Ende und schimmerten rötlich im Licht der untergehenden Sonne. Ich spürte ein Ziehen in meiner Brust, ohne recht zu wissen, weshalb.“ („Leon & Noelle – Ein Leuchten im Nebel“)

Leon ist ein unglaublich einfühlsamer und liebenswerter Charakter. Er verwickelt Elle in ein Gespräch und lässt sich nicht von ihrer kühlen Art am Anfang abschrecken. Er schafft es mit seiner lebensfrohen Art, Elle aufzuheitern und sie aus dem depressiven Strudel von Schuldgefühlen und Ängsten herauszuführen.  Im Laufe der Zeit stellt sich Elle ihren Gefühlen und muss sich im Rahmen der eigenen Verarbeitung nicht nur mit dem Thema Verlust, sondern auch mit dem Gefühl der ersten großen Liebe auseinandersetzen – ein schwieriger Weg, denn zwischen der Verarbeitung von Trauer und der Annahme von Glück liegt ein steiniger Weg. Leon hat auch sein Geheimnis und  sein Leben ist mit der Vergangenheit von Elle verflochten.

Die Verarbeitung mit der Vergangenheit von Elle erfolgt nicht nur durch Handlungen in der Gegenwart (Begegnung und Aufbau einer Beziehung mit Leon), sondern auch durch Rückblenden, in denn wir Elles Mutter und ihre kleine Schwester Hannah kennenlernen. Dieses Buch verarbeitet ein trauriges Ende und stellt gleichzeitig ein Neuanfang voller Liebe und Glück dar.

Julie Zieschang hat es verstanden, dieses Buch nicht mit den typischen Klischees eines Liebesromans zu belegen, sondern eine rührende Geschichte  zu erzählen, die sich behutsam und intensiv mit den eigenen Gefühlen und Ängsten innerhalb der eigenen Entwicklung, der Familie, in der Liebe sowie mit der Frage der Schuld auseinandersetzt.

Fazit

Teilweise war es traurig, bedrückend und dann wieder einfach nur Herzrasen pur – ein Wechselbad der Gefühle.

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231 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

thriller, spannung, serienkiller, berlin, targa

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller „Targo. Der Moment, bevor du stirbst“ von B. C. Schiller wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und beim Penguin Verlag.

Wenn man sich das Cover das erste Mal ansieht, dann ahnt man, dass es wohl etwas blutiger zugehen wird, so ist das gesamte Cover mit roter Farbe überzogen. Man sieht  eine Person, welche allerdings nur von hinten abgebildet ist – wahrscheinlich die Protagonistin des Buches Targa. Ich muss sagen die Inhaltsangabe und der Titel sind sehr gut gewählt und wecken das Interesse für diesen Thriller. Man erfährt, dass Targa eine Undercover-Ermittlerin ist, die versucht den Serienkiller Falk Sandman zu überführen und sich deshalb auf ein Spiel einlässt, dass ihren Tod bedeuten könnte. Der Titel „Der Moment, bevor du stirbst“ deutet – wie auch in der Inhaltsangabe beschrieben – daraufhin, dass der Täter von den letzten Worten seiner Opfer besessen ist. Hier ahnt man bereits, dass diese Geschichte wohl keine „leichte Kost“ werden wird, allerdings wird auch eine unheimliche Spannung aufgebaut, die auf 395 Seiten gehalten werden muss.

Bereits der Prolog hält die Spannung aufrecht, die eigentliche Geschichte beginnt 30 Jahre später. Der Prolog hat nichts mit dem Haupthandlungsstrang zu tun, sondern bildet ein Puzzleteil für die Vergangenheit von Targa Hendricks. Das Buch ist in drei Teile eingeteilt. Im ersten Abschnitt erfahren wir alles über die Hauptakteure des Buches. Wer Targa ist und was sie ausmacht. Des Weiteren führen uns die Autoren in den Kopf von Falk Sandman und wir erfahren, welche grausamen Gedanken ihn beherrschen und wie er bei der Wahl seiner Opfer vorgeht. Im zweiten Teil beginnt die „Jagd“, welche die Protagonisten auf eine Ebene zusammenführt. Der letzte Teil des Buches bildet den Showdown der Handlung.

„Auf dem dunklen Nichts erscheint ein Satz: >>Der Moment bevor du stirbst, ist der Augenblick der absolute Wahrheit.<<“ (Zitat, S. 49)

Die Prokuristin Targa Hendricks ist eine junge und intelligente Undercover-Ermittlerin einer streng geheimen Sondereinheit des BKA. Sie lässt sich nicht von Gefühlen oder Emotionen beeinflussen und kämpft sich durch ihre Welt. Aufgrund ihrer Unfähigkeit Emotionen zu zeigen, hat sie keine Freunde und ist beziehunghsunfähig. Die Vergangeheit hat sie geprägt und man merkt schnell, dass Targa mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Im Laufe ihrer Ermittlungen gegen den Serienkiller Falk Sandman begibt sie sich auf die Ebene des Killers, um sein Verhalten zu studieren und ihn am Ende zu überführen. Targa ist eine Kämpferin und eine Frau, die keine Angst kennt. Für ihnen Job mag dies gut sein, aber als Leserin konnte ich die todesmutigen  Handlungen manchmal einfach nicht ertragen, dennoch ist mir Targa sehr an Herz gewachsen und ich fieberte bis zum Ende gnadenlos mit.

Falk Sandman ist fasziniert von der emotionslosen Art von Targa und versucht in die  dunkle Seite ihrer Seele einzutauchen. Targa gelingt es, das Vertrauen des Serienkillers zu  erschleichen – und das Spiel beginnt. Es raubt mir teilweise den Atem. Falk Sandman ist unglaublich manipulativ, aber auch sehr charismatisch und es ist erschreckend was man im Laufe der Zeit über seine Pläne und darüber, was ihn am Morden am meisten befriedigt, erfährt. Er versteht es Gefühle und Emotionen zu manipulieren und für sich zu nutzen, daher ist die gefühlskalte Targa seine beste Gegenspielerin. Er versucht sein gesamtes Umfeld zu kontrollieren, die Brutalität seiner Gedanken und Handlungen sind bedrückend. Er sammelt die letzten Worte seiner Opfer und findet darin seine Befriedigung. Dieses Buch lebt von der Spannung auf der Basis der Psyche. Ich hatte beim Lesen häufig Gänsehaut. Die einzelnen Morde sind allerdings ziemlich brutal und sehr detailliert beschrieben, daher musste ich das Buch ein paar Mal weglegen und eine Pause mache – eindeutig nichts für schwache Nerven. Das Finale ist packend, endet aber leider mit einem Cliffhanger, der natürlich dazu anregen soll, die Fortsetzung „Targa – Immer wenn du tötest.“ zu lesen. Bei mir hat es funktioniert, der zweite Teil ist auf meiner Wunschliste für 2018 gelandet.        

Fazit

Ein toller Auftakt einer Thrillerreihe  – aber nichts für schwache Nerven!

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

andreas dutter, camp der drei gaben, brividolibro, carlsen verlag, action

Camp der drei Gaben - Diamantenschimmer

Andreas Dutter
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.12.2017
ISBN 9783646603644
Genre: Fantasy

Rezension:

Die „Camp der drei Gaben“-Reihe besteht aus Camp der drei Gaben 1: Juwelenglanz und Camp der drei Gaben 2: Diamantenschimmer.

Der zweite Band wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Autor Andreas Dutter und beim Carlsen Verlag (Impress).

Im zweiten Band sucht Fleur nach einem Ausweg, um den Krieg zwischen Magiebegabten und Gestaltwandlern zu beenden. Vorweg kann ich sagen, dass euch im zweiten Band absolute Spannung und viel Gefühl erwarten – ein toller Abschluss!  (Manchmal muss man so etwas auch schon im ersten Satz klarstellen ;-))   

Im zweiten Teil wird die Erzählperspektive gewechselt, so wird der Prolog aus der Sicht von Theo erzählt. Solche Wechsel innerhalb der Erzählweise finde ich immer sehr interessant, weil sie uns aus der einseitigen Sicht der Protagonistin herausführen und die Tür für einen neuen Interpretationsraum öffnen. Der Kampf, die Verluste und der Verrat von Theo sowie Fabienne prägen Fleur. Sie wird erwachsen und entwickelt sich zu einer willensstarken Anführerin.

Der zweite Band ist geprägt von Kampfszenen und eigentlich weiß man nie wirklich, wer  auf welcher Seite steht oder wer tatsächlich so ist, wie er vorgibt zu sein.

Die Gefühle für Theo kann Fleur nicht abstellen, sie glaub immer noch an ihn, obwohl sie weiß, auf welcher Seite er eigentlich steht, aber am Ende ist es nicht wichtig, denn es gibt nun einmal nicht nur schwarz & weiß. Sie kämpfen für dasselbe Ziel – die Beendigung des Krieges.

Andreas Dutter hat es geschafft, seine Figuren weiterzuentwickeln und die Geschichte spannend zum Höhepunkt zu führen. Ich war von Anfang an begeistert von der Idee, von den Figuren und von der Erzählweise und wurde bis zum Ende nicht enttäuscht!    

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163 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

märchen, liebe, fantaghiro, fantasy, jennifer alice jager

Prinzessin Fantaghiro - Im Bann der Weißen Wälder

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.12.2017
ISBN 9783646603422
Genre: Fantasy

Rezension:

Das eBook „Prinzessin Fantaghiro. Im Bann der Weißen Wälder“ von Jennifer Alice Jager wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar von der Autorin innerhalb einer Leserunde hier auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank.

Bei der Geschichte von „Prinzessin Fantaghiro. Im Bann der Weißen Wälder“ handelt es sich um eine Märchenadaption des italienischen Volksmärchens „Fantaghirò Persona Bella“.

Prinzessin Fantaghirò – wie habe ich diese Märchenfilmreihe geliebt. Durch die Märchenadaption von Jennifer Alice Jager konnte ich noch einmal in diese wundervolle Welt reisen. Fantaghiro ist mutig, liebevoll und kämpft sich durch ihre Zeit. Sie stellt sich nicht über andere, ist sich für nichts zu schade und hat ihren eigenen Kopf. Bereits beim Einstieg hat mir der Stil der Autorin sehr gut gefallen, man hat den Zauber dieses Märchens sofort gespürt. Sehr berührt hat mich auch das Vorwort – einfach aus der Seele gesprochen.

Als ich mit dem Lesen begann, war ich mir darüber im Klaren, dass bei einer Adaption geliebte Figuren vielleicht einen anderen Weg gehen und einiges künstlerisch umgestaltet wird. Mein Herz schlägt für „Fantaghiro“,Alessio“ (allein diesen Namen „Alessio“ auszusprechen, lässt mein Herz tanzen), „Die weiße Hexe“ und damit auch für den „Weißen Ritter„, der Fantaghiro nicht nur das Kämpfen, sondern auch das Verständnis für die Natur lehrte. Die Autorin hat die Protagonisten wunderbar umgesetzt und hält einige spannende Veränderungen innerhalb  der Gestaltung bereit, insbesondere die Entwicklung der weißen Hexe finde ich sehr gelungen. Mit der Figur Tristan (in dieser Adaption eine eigenständige Figur – in Anlehnung an den weißen Ritter) konnte ich mich am Anfang noch nicht anfreunden. Die Figur ist mir wohl in ihrem Ursprung zu sehr ans Herz gewachsen und Veränderungen sind nicht immer einfach zu akzeptieren, aber die Autorin hat es geschafft, Tristan in seiner Form einzigartig darzustellen und so konnte ich am Ende meine ganz eigene Liebe für ihn entwickeln. „Alessio“ hat mich einfach nur verzaubert. Die Gefühlswelt von Alessio wurde wunderbar transportiert. Ich habe jede Sekunde mitgefühlt – die innere Zerrissenheit zwischen seinen Gefühlen und dem Verständnis dafür, was eigentlich mit ihm passiert oder wer Fantaghiro wirklich ist.

Es gab Momente beim Lesen, die mein Herz verstummen ließen.

***Vorsicht eventueller Spoiler (falls Märchen nicht bekannt)***

Es erdrückte mich förmlich zu erleben, wie zwei Liebende zu der Erkenntnis gelangen, dass sie jemanden verloren haben, aber nicht erkennen können, wer ihre große Liebe wirklich ist – mein Herz weint noch immer etwas.

***Spoilerende***

Am Ende der Geschichte bleibt die absolute Liebe für Fantaghiro. Ich liebe das Ende. Kein typisches Happy End der altertümlichen Märchen, sondern ein Ende unserer Zeit – einfach klasse.

Ich beende meine Rezension mit einem der schönsten Zitate von Jennifer Alice Jager: „Man liebt, wen man liebt“ – eine wunderschöne Zeile, deren Wahrheitsgehalt durch alle Zeiten geht.

Die Geschichte von Fantaghiro hat sich schon vor langer Zeit in mein Herz gebrannt und die Märchenadaption von Jennifer Alice Jager hat es geschafft, mich noch einmal so zu verzaubern, wie der Ursprung des Märchens – absolut lesenswert.

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Tags: fantaghiro, fantasy, liebe, märchen, märchenadaption, prinzessinfantaghiro   (6)
 

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(136)

160 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 120 Rezensionen

thriller, berlin, alanna, henry frei, kreuzigung

Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.10.2017
ISBN 9783745035292
Genre: Romane

Rezension:

Das eBook „Böses Kind“  wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich beim Autor Martin Krist.

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei und ein sehr gelungener Auftakt für eine neue Reihe von Martin Krist. Manchmal genügt nur ein Wort, um ein Buch zu beschreiben, allerdings  erwartet man natürlich in einer Rezension deutlich mehr, aber dennoch möchte ich euch mitteilen, was ich dachte, als ich die letzten Seiten dieser Geschichte gelesen hatte – G R A N D I O S !

Bereits die Auftaktszene hat dafür gesorgt, dass ich unter die Bettdecke gekrochen bin. Unterschiedliche Perspektiven, Auflösung von Raum und Zeit, Doppeldeutigkeit, Spannung
pur und immer der Gedanke: „Ich bin dir auf der Spur“ – aber nichts ist so, wie es scheint!  

Martin Krist erzählt in diesem Buch mehrere Geschichten gleichzeitig und legt bewusst Spuren für die kommenden Fälle von Henry Frei, die vielleicht am Ende alle zu einer Person führen – „Alanna“. Ich muss sagen, dass ich diesen Namen im ersten Moment auf dem Cover überhaupt nicht entdeckt hatte, erst als der Name fiel, wurde mir bewusst, dass dieser Name bereits auf dem Titelbild zu sehen ist und demgemäß wohl eine wichtige Rolle spielen wird. Allerdings legt Martin Krist hier nur eine Spur am Rande und gibt fast keine weiteren Erklärungen ab – dies hat mich ehrlich gesagt, etwas wahnsinnig gemacht, weil ich jetzt natürlich unbedingt wissen muss, was mit Alanna passiert ist – guter Schachzug von Martin Krist. Im Blick des Ermittlers befindet sich auch der Fall der getöteten Sina Weinstein – Ehefrau eines bekannten TV-Pfarrers und der Fall der verschwundenen 14jährigen Tochter der alleinerziehenden Suse, eine völlig überforderte und verzweifelte Mutter, die ihre eigenen Schatten auf der Seele trägt.

Die Kapitel sind immer kurz gehalten und teilweise
durch Intermezzi voneinander getrennt, die aus der Sicht eines möglichen Opfers geschrieben sind. Hier lösen sich Zeit und Raum ein wenig auf, da man bis zum Schluss eigentlich nicht genau weiß, wann und wo diese Zwischenspiele eigentlich gesetzt sind. Teilweise enden die Kapitel auch mit einem Cliffhanger, wodurch der Spannungsbogen bis zur vermeintlichen Aufklärung des Falles gehalten wird. Martin Krist versteht sein Handwerk und hat es geschafft, mich bis zum letzten Satz an dieses Buch zu fesseln.

Bis zum Schluss muss ich sagen, war ich der festen Überzeugung, dass ich auf der richtigen Spur bin – naja, was soll ich sagen, Ermittlerin ist nicht unbedingt die Rolle meines Lebens! Am Ende
bin ich die ganze Zeit der falschen Spur gefolgt und obwohl ich
tatsächlich viele Ideen im Kopf hatte, war diese Auflösung dann doch
sehr überraschend.

Die gute Nachricht ist, es gibt tatsächlich eine Auflösung des ersten Falles von Henry Frei und die schlechte – dieses Buch endet dennoch mit einem Cliffhanger für den nächsten Fall. Möge mich dieser genauso begeistern!

Und lieber Herr Martin Krist – ja, Sie sind böse! Bösartig gut! 

Mein letztes Wort für diese Rezension – G R A N D I O S.

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märchen, fantasie, gabe, drama, dunkelheit

Symantriet: Das Erbe der Vergangenheit

C.I. Harriot
E-Buch Text: 364 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 14.12.2016
ISBN 9783743122116
Genre: Fantasy

Rezension:


Das Buch Symantriet – Das Erbe der Vergangenheit wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich bei der Autorin C.I. Harriot.


Pass auf in Symantriet! Nicht alles ist, wie es scheint – so lautet die Widmung der Autorin, und nachdem ich die letzten Seiten dieses Buches genossen hatte, wusste ich, was sie mir damit sagen wollte. Nach den ersten Seiten des Buches, dachte ich, ich befinde mich in einem Märchen: „Ein kalter, harter Wind fegte über das raue Land und ließ dabei jeden Grashalm, jeden Ast und jeden Baum unter seiner Macht erzittern.“ (S. 7 Auszug Prolog). Der Schreibstil der Autorin hat einen sehr märchenhaften Ton – ich musste sofort daran denken, dass es doch eine tolle Vorlage für ein Hörspiel sein könnte. Ich erwischte mich dabei, wie ich mir wünschte, dass ich die nächsten Zeilen nicht selbst lesen müsste, einfach nur, weil der Klang des Erzählens mich so zauberhaft durch das Buch tragen würde.

Es handelt sich bei dieser Geschichte natürlich nicht um ein klassisches Märchen, sondern es fließen sehr viele historische und fantastische Elemente in dieses Buch mit ein – eine gute Mischung. Die Autorin schreibt aus verschiedenen Perspektiven, die nicht immer durch ein eigenständiges Kapitel voneinander getrennt sind, d.h. es kommt auch zwischen den einzelnen Kapiteln zu einem Wechsel der Perspektiven. Erzähltechnisch gesehen, kenne ich diese Vorgehensweise nicht, aber genau dieses experimentelle Schreiben liebe ich einfach bei den Autorinnen und Autoren aus dem Genre Fantasy. Es erlaubt uns Leserinnen und Leser in die Gedankenwelt mehrere Figuren einzutauchen, was – sofern immer noch eine Struktur erkennbar ist – eine Bereicherung für das Erleben des Erzählens darstellt. Dennoch muss man diese Art des Schreibens mögen und sich auch zurechtfinden, was sicherlich bei den vielen Figuren nicht immer leicht fällt. Strukturiert wird der Wechsel durch Überschriften, welche uns genau erläutern, wo wir uns gerade in der Welt von Symantriet befinden, und aus welcher Perspektive das Erlebte gerade erzählt wird. Wer sich auf diese Art des Erzählens nicht einlassen kann, sollte vielleicht die Finger von diesem Buch lassen, aber für alle unter euch, die sich auf ein neues Abenteuer freuen – nur los! Die Welt von Symantriet wird euch nicht enttäuschen.

Hauptprotagonistin ist die fünfzehnjährige Isabelle (Belle), die Tochter des Königs Elias, die ihr Schicksal annimmt, versucht ihren Weg zu gehen und sich ihrer Verantwortung für die Welt von  Symantriet  bewusst werden muss. Ich hatte erst bedenken, als ich das Alter der Protagonistin lass, da es doch sehr schwierig ist – jedenfalls als erwachsene Leserin – in die Gefühlswelt einer so jungen Persönlichkeit einzutauchen, aber Belle ist eine sehr starke Persönlichkeit, die nicht kindlich dargestellt wird, vielleicht ein wenig naiv an einigen Stellen, was aber sicherlich nicht immer auf das Alter zurückzuführen ist. Belle muss einiges an Intrigen und Geheimnisse ertragen und wächst mit ihren Aufgaben, ohne dabei verloren zu wirken.

Die Geschichte beginnt sehr ruhig und bedarf erst einmal der Erklärung der agierenden Figuren und der geschichtlichen Abläufe, was sicherlich manchmal etwas an Spannung vermissen lässt, aber die märchenhafte Erzählweise hat mich dennoch die ganze Zeit durch die Geschichte getragen. Einige Kapitel wirken sehr langgezogen, aber die Spannung kommt und zum Schluss ist man ganz im Symantriet-Fieber und dann – ja dann – ist es vorbei!  So ist das mit den ersten Teilen einer Trilogie – der Cliffhanger kommt schnell und unerwartet , wenn die Spannung den absoluten Höhepunkt erreicht hat.

Nichts ist so, wie es scheint – die Figuren dieser Geschichte haben viele Gesichter, man ist manchmal etwas gefangen zwischen Gut und Böse und kann die einzelnen Verhaltensweisen nicht immer einordnen.

Also seid vorsichtig, wenn ihr die Welt von Symantriet betretet – verliert euch nicht.    

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seele, vergangenheit, tod, jugendbuch - fantasy, geister

Geliebte Seele

Sandra Berger
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Traumschwingen Verlag GbR, 06.10.2017
ISBN 9783946127314
Genre: Fantasy

Rezension:

Das eBook „Geliebte Seele“ von Sandrea Berger wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich bei der Autorin und beim Traumschwingen Verlag.

„Erschrocken schnappte sie nach Luft, wobei ihr Herz zu rasen begann, als würden Tausende von Wildpferden durch ihren Körper galoppieren.“ (Auzug aus „Geliebte Seele“ von Sandra Berger)

Wenn man sich das Cover des Buches anschaut, ist es für das Genre Fantasy schlicht, mysteriös und verrät auf den ersten Blick nicht viel über den eigentlichen Inhalt des Buches, aber das Symbol hat eine besondere Bedeutung, welche sich natürlich erst beim Lesen der Geschichte ergibt.

Protagonistin der Geschichte ist Sarah, die erkennen muss, dass sie eine besondere Gabe hat – sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen. Dass diese Entdeckung natürlich ihren gesamten Alltag beeinflusst, kann man sich sicherlich denken, allerdings ist dies nicht das einzige Geheimnis, welches Sarah vor ihren Freunden und ihrer Familie verbergen muss.

Im weiteren Verlauf der Geschichte lernen wir Sarah und ihre Welt kennen. Eine weitere wichtige Figur ist Gabriel, der Sarah auf ihrem Weg der Erkenntnis begleitet und ihr hilft, die Ängste hinsichtlich ihrer Gabe abzulegen. Gabriel ist eine sehr gelungene Figur, die in der gesamten Geschichte immer einen Hauch der Verletzlichkeit aufzeigt. Ich finde, dass die Autorin durch diese Figur unheimlich viel Gefühl an mich – als Leserin – übertragen hat.

Der Spannungsbogen ist konstant, und wenn man dieses Buch erst einmal angefangen hat, dann kann man es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht und auch wenn ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte, musste dieses Ende einfach so geschrieben werden. Die Autorin hat einen sehr schlichten Schreibstil, man fühlt beim Lesen immer eine gewisse Ruhe, auch wenn einige Stellen spannend und gruselig sind.

Es geht in diesem Buch um Verlust und den Umgang mit dem Tod von geliebten Menschen – eine sehr emotionale Auseinandestzung, die mich an vielen Stellen sehr berührt hat. Am Ende der Geschichte wollte ich nicht gehen und die letzten Zeilen haben mir ein wenig mein Herz gebrochen – für eine Sekunde hörte es auf zu tanzen. Manchmal genügt schon ein einziger Satz, um eine Träne kullern zu lassen. Ein sehr gelungenes Ende!

Ein kleiner Kritikpunkt ergibt sich bei der Darstellung der Nebencharakter. Die Gruftschwestern hätte man vielleicht stärker in den Fokus rücken können, um die einzelnen Handlungen besser zu verstehen – sie wirken so leider etwas blass. Auch die Beziehung zwischen Sarah und ihrer Mutter hätte einen größen Platz benötigt, damit die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und die angestauten Gefühle der Mutter vielleicht intensiver hätten angesprochen werden können. Der Fokus der Geschichte lag eindeutig bei Sarah und Gabriel, demgemäß sind diese Figuren auch sehr gut gelungen.

Fazit:

Eine unglaublich gefühlvolle Geschichte über die Bewältigung von Verlust, der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und die Erkenntnis, dass man loslassen muss, um seine Zukunft zu gestalten.


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Tags: geister, seele, tod, vergangenheit   (4)
 

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selkie, fantasy, antonia neumayer, heyne, meer

Selkie

Antonia Neumayer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453317994
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Roman „Selkie“ von Antonia Neumayer wurde mir kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und beim Heyne Verlag.

„Ihre Welt, in der es lange nur Schwarz und Weiß gegeben hatte, lag nun in unzähligen Graustufen vor ihr. (Auszug aus Selkie, S. 387)

„Selkie“ ist das Autorendebüt von Antonia Neumayer und führt uns auf die Orkney Inseln nach Shapinsay. Ich liebe die schottische Mythologie – die geheimnisvollen Orte, die Fabelwesen und die gruseligen Geschichten über mystische Kreaturen und stand natürlich sofort in Flammen, als ich dieses Buch zum ersten Mal erblickte. Meine Güte, was für ein Cover – eindeutig eines der schönsten Bücher in meinem Bücherregal. Aber es zählt ja nicht nur das Cover, sondern auch der Inhalt. Also trat ich ein, in die Welt der Selkies.

Selkies sind mystische Wesen in Seehundgestalt, die zu Menschen werden, wenn sie an Land ihr Fell ablegen. Sie können eine Weile in Menschengestalt verweilen, müssen jedoch nach einer Weile wieder zurück ins Meer.

Die Geschichte beginnt mit einem starken Prolog, der einen sofort fesselt und eine unglaubliche Spannung aufbaut. Die eigentliche Geschichte um Kate und ihrem Bruder Gabriel setzt dann zehn Jahre später ein. Der Spannungsbogen senkt sich  etwas ab, da erst einmal die gesamten Hintergründe erläutert und die Protagonisten vorgestellt werden. Die eigentliche Handlung setzt erst nach 100 Seiten ein und dann wird es auch wieder etwas spannender. Allerdings musste ich nach einigen Seiten feststellen, dass mich das Cover vielleicht etwas in die falsche Richtung geführt hat – es ist kein typischer Fantasyroman und so warf ich meine Vorstellungen über Bord und lies mich auf diese Geschichte ein.

Es geht um Kämpfe, Intrigen, Verschwörungen und geheime Organisationen. Die Protagonistin Kate versucht ihren Bruder aus den Fängen einer Organisation zu retten, die Fabelwesen (u.a. Selkies) verfolgen und bekämpfen, und muss feststellen, dass dieser überhaupt nicht gerettet werden will. Sie betritt eine Welt, die viele Geheimnisse in sich birgt und versucht die einzelnen Puzzlestücke zusammenzusetzen, um die Wahrheit hinter den Handlungen zu erkennen. Die meiste Zeit wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Kate erzählt. Sie wirkt am Anfang etwas naiv, entwickelt sich aber im Laufe der Handlung zu einem starken Charakter. Die innere Zerrissenheit der Protagonistin zwischen Gut & Böse / Wahrheit & Lüge wurde sehr gut herausgearbeitet, und wenngleich die Protagonistin nicht sofort mein Herz erobern konnte, habe ich sie doch sehr gerne durch dieses Abenteuer begleitet und am Ende wollte ich sie nicht mehr verlassen. Natürlich gibt es auch in „Selkie“ etwas fürs Herz und bei diesem Stichwort sag ich nur einen Namen Ian – allerdings gibt es hier keine wirkliche Liebesgeschichte, sondern nur einen Ansatz von Gefühlen wie Geborgenheit, Vertrauen,  Liebe und Freundschaft. Im letzten Drittel der Geschichte geht es dann auch stärker um die Titelträger des Buches – die Selkies. Einen wirklichen Abschluss bietet das Buch nicht, es bleiben noch einige Fragen offen und die letzten Sätze des Buches lassen einen weiteren Teil erwarten. Antonia Neumayer hat eine spannende Geschichte erschaffen, welche durch die wunderschönen Schauplätze und den bildhaften und flüssigen Schreibstil der Autorin noch bereichert wird.


Fazit

Eines der schönsten Bücher in meinem Bücherregal. Mit hat das Buch wirklich gut gefallen, wenngleich ich mir mehr Einblick in die schottische Mythologie erhofft hatte – vielleicht hat mich das Cover ein wenig in die falsche Richtung geführt, dennoch ein gelungenes Debüt von Antonia Neumayer und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Tags: antonia neumayer, fabelwesen, mystische kreaturen, selki, verschwörungen   (5)
 

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

immergrün saga, trügerische gegenwart

Trügerische Gegenwart

Sylvia Steele
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603828
Genre: Fantasy

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fantasy, andreas dutter, camp, liebe, magie

Camp der drei Gaben - Juwelenglanz

Andreas Dutter
E-Buch Text: 305 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603637
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Andreas Dutter lebt in Österreich und ist nicht nur ein toller Autor, sondern auch unter  „Brividolibro“ auf Instagram und YouTube tätig. Ich liebe ihn nicht nur als Autor, sondern auch als Blogger – die pure Unterhaltung.  Alles was er macht, macht er mit einer vollen Hingabe und deshalb ist es so unheimlich unterhaltsam, ihn auf seiner Reise als Autor und Blogger zu begleiten.

Die „Camp der drei Gaben“-Reihe besteht aus Camp der drei Gaben 1: Juwelenglanz und Camp der drei Gaben 2: Diamantenschimmer.

Protagonistin der Geschichte ist Fleur Bailey, aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt, d.h. wir können nur wahrnehmen, was Fleur fühlt, sieht oder im Austausch mit anderen Figuren erfährt. So werden wir – wie Fleur selbst – direkt in eine unbekannte magische Welt geworfen und erleben die innere Zerrissenheit von Fleur hautnah, die neue Welt zu verstehen und die Lügen der Eltern zu verzeihen. Wir gehen mit ihr gemeinsam auf die Suche nach Antworten ihrer wahren Identität.

Der Name des Buches Camp der drei Gaben sagt natürlich bereits alles, es handelt sich um ein magisches Camp und die drei Fähigkeiten werden unterteilt in Spirits (Telekinese), Cura (Heiler/Heilerinnen) und Spellmaker (Hexer/Hexen). Die Gaben sind an die eigene innere Kraft gebunden und müssen behutsam entwickelt werden. Im Camp lernen die Magiebegabten, mit den einzelnen Fähigkeiten umzugehen und sie sicher einzusetzen.

Die ersten Tage im Camp sind für Fleur nicht einfach, sie versucht die Welt der Magie zu verstehen, Freunde zu finden und die neuen Herausforderungen zu meisten. Des Weiteren muss sich Fleur sehr schnell behaupten und ihre Kräfte binden, denn im Camp werden sie darauf vorbereitet, die Menschheit vor den Gestaltwandlern zu beschützen.

Mit der Protagonistin Fleur kann man sich sehr gut identifizieren, sie hat ihre Stärken und Schwächen und stellt sich mutig den neuen Herausforderungen. Sie wächst an ihren Aufgaben und würde ihr Leben für die Menschen geben, die sie liebt.  Wichtige Nebencharaktere sind Fabienne, Hunter und Theo. Andreas Dutter versteht es, diese Figuren nicht in den Schatten seiner Protagonistin zu setzen, sondern ihnen ihr eigenes Leben einzuhauchen. Auch diese Figuren sind nicht perfekt, aber sie bereichern durch ihre ganz eigenen Erlebnisse und Handlungen die Geschichte und haben durch ihre Schwächen und Stärken einen großen Anteil an der Entwicklung von Fleur.

Am Ende des Buches wir eines ganz deutlich. Nichts ist, wie es scheint und eine tatsächliche Trennung zwischen Gut & Böse bleibt eine Illusion. Wichtig ist es, seine eigenen Antworten zu finden.   

Andreas Dutter versteht es, Geschichten zu erzählen und uns in die Welt der Magie zu entführen. Sein lockerer, bildlicher und vor allem humorvoller Stil macht das Lesen seiner Bücher immer wieder zu einem Genuss.



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elementare, band 2, liebe, fantasie, phönix

Verzaubert 2: Gefährliche Freunde

Anna-Sophie Caspar
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2017
ISBN 9783551300836
Genre: Fantasy

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fantasy, dana, drachen, familienbuch, action

Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls

Thomas L. Hunter , Azrael ap Cwanderay , Friederun Baudach - Jäger
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Hunter Verlag, 31.03.2017
ISBN 9783947086009
Genre: Fantasy

Rezension:

Das eBook „Dana – Das Geheimnis des magischen Kristalls“ wurde mir als Rezensionsexemplar vom Autor Thomas L. Hunter zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank!

„Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls“ ist der Auftakt einer Fantasyserie für Kinder- und Jugendliche ab 10 Jahren. Protagonistin des Buches ist die 10 jährige  Dana, die uns auf eine Reise durch ein Land voller Feen, Zwerge, Riesen, Kobolde  und Drachen mitnimmt.

Beim Lesen bemerkt man sofort, wie viel Liebe Thomas L. Hunter in die Entwicklung und Beschreibung der einzelnen Wesen gesteckt hat. Es geht in diesem Buch nicht um eine gute und eine böse Seite, sondern um ein großes Abenteuer von Freunden, die sich gemeinsam auf die Suche nach Danas Vergangenheit begeben und lernen, was man gemeinsam alles erreichen kann.

Dieses Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen, einfach das Licht ausschalten, die Kerzen anzünden (ja, auch beim Kerzenlicht kann man lesen) und gemeinsam in die Welt der Fantasie abtauchen – so kann dieses Buch zum Erlebnis für Groß & Klein werden. Als erwachsene Leserin ist es für mich natürlich schwierig, ein Kinder- und Jugendbuch nach den Gesichtspunkten der Verständlichkeit zu bewerten. Aus meiner Sicht ist die Geschichte sehr gut in einzelne Etappen aufgeteilt und flüssig geschrieben, allerdings würde ich dieses Buch eher dem Genre Jugendbuch zuordnen, da einige Handlungen und Erlebnisse an einigen Stellen doch noch einmal erläutert werden müssen. Auch die einzelnen Zusammenhänge sind vielleicht nicht immer direkt zu erkennen.

Fazit:

„Dana und das Geheimnis des magischen Kristalls“ führt den/die jungen Leser/innen schon früh in die Welt der fantastischen Literatur, aber auch als Erwachsene (im Herzen auf ewig ein Kind auf der Suche nach der Magie) habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen und gebe eine klare Leseempfehlung, insbesondere für Jugendliche mit Liebe zu magischen Wesen der alten Zeit. Aber auch die erwachsenen Leser/innen, die kein Problem mit jungen Protagonisten haben, werden sicherlich die Lesestunden nicht bereuen. Ein Buch für die ganze Familie!

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Tags: dana, familienbuch, fremde welten, jugendbuch, magi   (5)
 

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aristeia, bauen, betrug, die wächter der aristeia, apokalypsel

Die Wächter der Aristeia

Stephanie Drechsler
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 17.08.2017
ISBN 9783744851541
Genre: Science-Fiction

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vegetarisch, kochbuch, rezepte, kochen, vegan

Vegetarisch mit Liebe

Jeanine Donofrio , Jack Mathews
Fester Einband
Erschienen bei Südwest, 06.03.2017
ISBN 9783517095431
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Kochbuch „Vegetarisch mir Liebe“ von Jeanine Donofrio wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und beim südwest Verlag.

Der englische Titel des Buches lautet „Love & Lemons“ und trägt damit den Namen des Blogs von Jeanine Donofrio, auf dem sie nicht nur ihre eigenen Rezepte verbreitet, sondern auch für das Kochen mit regionalen und saisonalen Zutaten wirbt – ein toller Beitrag für ein Umdenken in unseren Küchen.

Struktur des Buches

Die einzelnen Gerichte sind nicht – wie in vielen Kochbüchern üblich – in Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen sortiert, sondern nach Gemüsesorten eingeteilt und so findet man unter der geliebten Avocado auch ein Schokoladen-Avocado-Mouse neben dem Avocado-Bohnen-Salat. Es ist also ganz einfach, man sucht sich sein Lieblingsgemüse oder Obst aus (z.B. Blumenkohl, Spargel, Kartoffeln uvm.) und bekommt 3-5 Rezepte vorgeschlagen, die man natürlich auch mit einer anderen Gemüseart verbinden kann. Wie der Titel besagt ;-), sind alle Rezepte vegetarisch, allerdings wird auch immer eine vegane Alternative vorgeschlagen. Des Weiteren sind viele Rezepte glutenfrei oder es wird ein Tipp für eine glutenfreie Variante des Gerichtes gegeben. Am Ende des Buches gibt es noch Rezeptvarianten für Pesto, Hummus, Guacamole, Salsa und leckere Smoothies.

Meine Kochreise durch dieses Buch …

Aufgrund meiner Histaminunverträglichkeit und einer Laktoseintoleranz ist die vegetarisch/vegane Ernährung für mich am Besten geeignet, allerdings ist es aufgrund der Histaminunverträglichkeit recht schwierig, gute Rezepte zu finden, daher war es für mich ein „Fest“ (ich kann es einfach nicht anders ausdrücken ;-)), einfach mein Lieblingsobst oder Gemüse auszusuchen und dann zu schauen, ob die Rezepte passen. In anderen Kochbüchern muss ich alle Rezepte durchschauen, um dann zu bemerken, dass die Gemüsesorte überall vertreten ist oder ich habe auf der Seite 30 schon wieder vergessen, ob beim ersten Rezept die Gemüsesorte auch ein Hauptbestandteil war.

Ich suchte unter Äpfel und Kartoffeln, lud eine Freundin ein, und kochte ein Gericht für zwei Personen aus diesen Zutaten. Einkaufen musste ich nicht viel, die Kräuter fand ich in der Gemüseecke auf meinem Balkon und einiges hatte ich noch im Kühlschrank. Im Einkaufskorb landeten eigentlich nur Zitrone & Limette.

Ausgesucht hatte ich mir den Apfel-Radieschen-Salat und die Rosmarinkartoffeln mit Zitrone. Die Zubereitung war nicht schwierig und auch die weiteren Zutaten (Meersalz, Öl und Pfeffer) hat man eigentlich im Haus. Also keine besonderen Öle oder Gewürze, wo man vor dem Kochen erst einmal ein Fachgeschäft aufsuchen muss – zum Glück.

Es waren nicht viele Zutaten, einfach in der Zubereitung und es war einfach nur unheimlich lecker!! Insbesondere der Apfel-Radieschen-Salat war ein kulinarisches Erlebnis!

Ich finde den Aufbau des Buches sehr gut, bei allen Gerichten wird immer eine vegane oder glutenfreie Variante angeboten, damit geht das Kochbuch mit der Zeit und bietet für alle etwas zum Nachkochen. Jedes Rezept stellt ein Gemüse/Obst in den Vordergrund und konzentriert sich somit auf den eigentlichen Geschmack des Produktes. Die Rezepte sind einfach und man muss keine Angst vor dem spontanen Kochen haben. Ich liebe die Rezeptvarianten am Ende des Buches. So kann man sein Pesto oder seine Salsa einfach selbst machen.

Fazit:

Jeanine Donofrio beweist mit diesem Kochbuch, dass ein gutes Gericht nicht tausend Zutaten bedarf, um unglaublich lecker zu sein. Auch der Hinweis auf die Wichtigkeit von lokalen und saisonalen Produkten ist zu unterstützen, denn sind wir doch einmal ganz ehrlich, Erdbeeren im Februar schmecken einfach grausam und wir scheinen unsere Erde nicht sonderlich zu lieben, wenn wir solche Produkte kaufen.

Der Titel lautet „Vegetarisch mit Liebe“ und ja, in diesem Buch steckt viel Liebe für eine gesunde Ernährung und den einzelnen Produkten. Ein Leitfaden für spontanes Kochen. Also los geht’s – fangen wir an!


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Tags: ernährung, kochen, vegan, vegeratarisch, vegetarische ernährung   (5)
 

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thriller, julia corbin, mannheim, kriminalbiologie, die bestimmung des bösen

Die Bestimmung des Bösen

Julia Corbin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.05.2017
ISBN 9783453359345
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Thriller „Die Bestimmung des Bösen“ von Julia Corbin wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und beim Diana Verlag.

„… Hände, die sie niederdrücken. Keine Luft. Angst. O Gott, solche Angst. Strampeln. Brennen in der Lunge. Die Bewegungen erlahmen. Schwärze.“ (Zitiert aus: Die Bestimmung des Bösen. S. 11 Taschenbuch).

„Die Bestimmung des Bösen“ ist das Thrillerdebüt von Julia Corbin und führt uns in die Welt von Alexis Hall – Kommissarin aus Mannheim -, die sich im Rahmen einer Ermittlung mit mehreren brutal entstellten Frauenleichen auseinandersetzen muss und dabei von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Denn die Frauenleichen sind mit weißen Anemonen geschmückt, die Erinnerungen aus ihrer Kindheit hervorrufen, die Alexis Hall eigentlich verdrängen wollte und die für sie tödlich sein könnten.

Ein sehr gelungenes Debüt – spannend, mitreißend und unterhaltend! Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, d.h. neben der Darstellung aus der Sicht der Protagonistin Alexis Hall gelangen wir auch in den Kopf des Täters, lernen die Welt der Opfer kennen und erleben gemeinsam mit ihnen den letzten Augenblick ihres Lebens. Hier benötigt man an einigen Stellen wirklich Nerven – absolut blutig! Sehr interessant finde ich die Figur Karin Hellstern, eine Kriminalbiologin, die anhand der Insekten am Tatort/auf der Leiche die Todesumstände der Mordopfer bestimmen kann. Hier finden wir einen Schnittpunkt zur Autorin, die in Heidelberg Biologie studiert hat, die geheime Welt der Insekten liebt und in diesem Beruf auch die Inspiration zum Thriller fand. Das Buch ist dadurch stark von wissenschaftlichen Abhandlungen geprägt, die mit einem biologischen Grundwissen jedoch verständlich nachzuvollziehen sind. Die Kriminalbiologen leisten unglaubliche Arbeit und ohne sie könnten viele Fälle nicht aufgeklärt werden. Für mich ist dieses Buch eine perfekte Mischung von Wissenschaft und Thriller, obwohl die Geschichte dadurch an einigen Stellen sehr lange gezogen wirkt. Vielleicht hat sich die Autorin an manchem Stellen in der Faszination für diesen Beruf etwas verloren, aber für mich nur ein kleiner Knick im Spannungsbogen. Die Autorin geht auch der Frage nach, ob die gute oder böse Seite in unseren Genen bestimmt werden kann, d.h. Bösartigkeit genetisch festgelegt ist. Daher wohl auch der Titel: „Die Bestimmung des Bösen“.

Julia Corbin versteht ihr Handwerk. Das Buch bleibt bis zum Ende spannend und die einzelnen Figuren sind interessant und sehr gut ausgearbeitet. Auch die Beziehungen und die Handlungsstränge sind sehr gut konstruiert. Ab einer bestimmten Stelle war ich mir ziemlich sicher, dass ich genau weiß, wie dieses Buch ausgehen wird, und hatte das kleine Wörtchen „vorhersehbar“ schon auf meinen Lippen, als es mir in der Kehle stecken blieb – natürlich war (fast) alles ganz anders!

Fazit: 

Der Thriller von Julia Corbin „Die Bestimmung des Bösen“ ist spannend und mitreißend, verlangt aber sicherlich eine kleine Affinität zur Kriminalbiologie. Lesenswert!

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flugzeugabsturz, roman, michel bussi, liebe, identität

Das Mädchen mit den blauen Augen

Michel Bussi , Olaf M. Roth
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.02.2014
ISBN 9783352008764
Genre: Romane

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eigene ermittlungen, französische autoren, joggen, krimi, atb verlag

Die Frau mit dem roten Schal

Michel Bussi , Olaf Matthias Roth
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.03.2017
ISBN 9783746633022
Genre: Krimi und Thriller

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kriminal-literatur

Fremde Tochter

Michel Bussi
E-Buch Text: 544 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 15.09.2017
ISBN 9783841213822
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Roman „Fremde Tochter“ von Michel Bussi wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Ich bedanke mich beim Verlag  Rütten & Loening (Aufbau Verlag).

Michel Bussi ist ein französischer Politologe und Geograph. Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt. Mein erster Roman von Michel Bussi war „Das verlorene Kind“ (Rezension)und danach folgten „Das Mädchen mit den blauen Augen“ und „Die Frau mit dem roten Schal“. Michel Bussi  „Fremde Tochter“ ist nun mein vierter Roman und man kann durchaus sagen, dass ich mittlerweile ein großer Fan des Autors bin.

Michel Bussi konnte mich sofort wieder in seine Welt des Erzählens entführen. Bereits nach den ersten Seiten war ich gefangen. Typisch für den Autor wird auch diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was diesem Roman eine gewisse Komplexität gibt, allerdings finde ich es hier besser umgesetzt, als beim Roman „Das verlorene Kind“, wo ich mich teilweise etwas verloren in der Erzählkonstruktion fühlte und zurückblättern musste, um die einzelnen Aspekte zu verstehen.

Michel Bussi wechselt in seinem Roman „Fremde Tochter“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit, d.h. das Familiendrama wird in zwei Handlungsstränge unterteilt. Die erste Zeitebene befindet sich im Jahr 2016, die Protagonistin Clothildes kehrt zum ersten Mal nach einem tragischen Unfall  in der Kindheit, bei dem sie ihre Eltern verloren hat, mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Korsika zurück und wird übermannt von den Gefühlen und Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit. Nachdem Sie einen Brief erhält, der Details Ihrer Vergangenheit beschreibt, glaubt Clothilde, dass ihre Mutter noch am Leben ist, und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.  Die zweite Zeitebene führt uns in das Jahr 1989, kurz vor dem Unfall und wird in Form von Auszügen aus Clotildes Tagebuch erzählt, die beschreiben, was die junge Clothilde in den letzten Tagen vor dem Unfall erlebt und gefühlt hat.

Die Erzählweise in verschieden Zeitebenen finde ich sehr gelungen, da wir die Protagonistin dadurch intensiver kennenlernen und eine Gefühlsebene offenbart wird, die die Tragik des Geschehenes noch stärker hervorhebt.

Michel Bussi versteht es Spannung aufzubauen, und die Suche nach der Wahrheit perfekt zu inszenieren, denn natürlich bringt die Protagonistin damit ihre Familie in Gefahr und verfällt in ein Netz von Intrigen und Lügen und deckt am Ende ein großes Familiengeheimnis auf.

Michel Bussi hat einen sehr gefühlvollen Roman geschrieben, der eine komplexe, aber in sich geschlossene Geschichte erzählt, wobei die Wahrheit bis zum Ende verschlüsselt bleibt. Dieses Buch lebt von den bildhaften Beschreibungen der Landschaft und Figuren, wodurch die Spannung vielleicht an einigen Stellen herabgesetzt wird, was ich aber überhaupt nicht als störend empfunden habe, allerdings muss man diesen Stil auch lieben, sonst könnten sich 528 Seiten sehr lang anfühlen, denn der Autor verliert sich manchmal etwas im Detail beim Schreiben, aber genau dieser Aspekt macht am Ende die Einzigartigkeit des Schreibens von Michel Bussi aus.

 Fazit

Michel Bussi versteht es Spannung aufzubauen, und die Suche nach der Wahrheit perfekt zu inszenieren – eine ergreifende Familiengeschichte. Natürlich merkt man dem Autor seine „Detailverliebtheit“ an, die natürlich die Geschichte etwas in die Länge zieht, aber  ich verliere mich gerne in den Weiten seines Erzählens.

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dystopie, sophie jordan, liebe, infernale, jugendbuch

Infernale / Infernale – Rhapsodie in Schwarz

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583692
Genre: Jugendbuch

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